Deutsche Macht j -oroo- |tnn Ctnnnftcg nit» miinl unk fnftrt fiit 8i0i mit >»'» {*■! monatlich R. —.64, »HTttltä^ria ff- IM, MstjJtrij , tt rin|([K ttuntmn 7 ft. Jitktttc «4 lauf; bei dltfren «i»dcrhol»»9Ni rats»r«che»drr *«b«tt. ««•»*«• «tz-u» 3n1rt*tc füt unkt Sinn «ll« bttoinuMa >»»°»7«»»,»i,o»ei, tr< z»» mt *ii*Ion»rt er. St«Da(llnn Wia((lt«|t 11 und ttauniffraiion StalbQan«gaflc S. Evr«dst»»dkN >rt Rrtactm* IH>Uch, »u »u«»-y»- »er Eva»- »»b Acxit»,«, »»» u—1» Uhr L». »nb S—4 Übt «»chmtllag«. — Itwlaatttin» Hrttltci — M»»»Icriv>« ixtbca »tchl jmiUgtltit&rt. — »»«»»«, gatakuitn »ich! b«kiit°ichttjk». Nr. 14 (5illi, Tonnerstaq den 18. Februar 1892. XVII. Jabrqang Pas ..ßedrohte'' Slaventtmm. Cilli, 17. Februar. Das .bedrohte Slavenihum" bildet in Oesterreich das beständige Feldgeschrei der sla-viich^n Führer. Jetzt sind e« wieder einmal die T'chichen, die sich „beunruhigt" sühlen, so behaupte» wenigstens die alttschechischen Groß-moguloi, die dem tschechischen Volke so lange ha« Lied von der Verkümmerung der tschechischen Rechte vorsingen, bis die angebliche Zurücksetzung 6<# tschechischen Volke« in dem vom nationalen Größenwahn erfüllten Gehirne jre>. Damit die alttschechischen Führer ihre theuere» Mandate im Landtage behalten können, muß der Ausgleich frustriert werde», und um den schändlichen Wortbruch, in deni sich so recht die Moral der slavifiie» Politiker spiegelt, zu bemänteln, weist man auf die Beunruhigung und Aufregung des tschechischen Volkes hin. Das ist eine alte Taktik der Slaven. Immer uiijufriede", nie genug gesättigt mit nationalen'Zu-gMndnissen. immer neuen Appetit bei dem Essen. Und diese nationale Unersättlichkeit, die fortwährend von den Führern überreizt wird und die erst mit dem AuSsterben der Deutschen yestill» werden würde, nennt man dann ^Beun-nchigung" des tschechischen Volkes. Da« Slaven-Hintn ist vor der Aera Taasse .beunruhigt" gewesen, eS ist unter Taaffe groß geworden und seine .B unruhigung" ist heute größer alS je ond wächst in demselben Verhältnisse als es «eh ätfchelt wird. Erinnern wir uns, was alle» in Untersteiermark geschehen ist, um den Hunger des ClovenenrKumeS zu stillen. Die Grundbücher wurde« flooenisiert. die Ge-scdworenenbank in C i l l i hat Keule ein anderes Gepräge, die untersteirifchen Notariatskammern erhielten eine flovenifche. Majorität, die zwei Noiarstellen in C i l l i find besetzt vou eifrigen Vorkämpfern für da« Slaventhum. die Bezirk«-Vertretung von Cilli erhielt eine flovenifche Mehrheit, ein flovenifcheS Geldinstitut, welches mit offenen Händen die flovenifche^Propaganda nährt, erstand. Bischof und Abt wurden nach dem Herzen der slavische» Herrscherlinge gewählt, mit einem Worte, das Deutlchthum im Unterlande hat e« wahrlich dem Wohlwollen der Regierung nicht zu danken, wenn eS heute noch ein Lebenszeichen gibt. Unlängst haben die Wahlen in die Bezirks-krankencasfe von Cilli stattgefunden. Die Deut-fchen siegten, indem sie naturgemäß die Mehrheit behauptete», trotzdem die Gegner eine ausreizende Agitaiion entfesselten, die geradezu die höchsten Gefahren in sich barg. Dieser in den t h a t -sächlichen Verhältnissen begründete Sieg der Deutsche» ließ die Herren im anderen Lager nicht ruhen. Auch auf die Bezirkskranken-«äffe will die flovenifche Bruderhand sich legen. E» wurde recuriert. und nachdem die Stanhalterei sich der Rechtsanfchauung der Beschwerdeführer nicht anschließen konnte, gieng man zum Mini-sterium und das Ministerium fand die Beschwerde der Slovenen, welche auf die Herstellung der slooenischen Herrschaft in der BezirkSkrankencasse gerichtet ist. begründet. DieDeutfchen baden wieder Unrecht. Wir werden auf eine Kritik dieser Entscheidung, welche dem Deutschum eineu neuen Schlag versetzen würde, nicht eingehen. Noch wird der BerwaltungSgerichtShof fein letztes Won zu sprechen haben. Unsere Preßverhältnisse sind trotz der gegentheiligen liberalen Versicherungen des derzeitigen JustizministerS Grafen Schinborn nicht derartige, daß man eine freie Kritik wagen könnte. Aber die Kunde, welche von Böhmen zu uns dringt, wo die Tschechen wieder ihre alle Parole von der „Beunruhipung" des tsche- Zeutsche Treue. Die Treu' »u vflegrn unk ia* Wort )u halten, $tt unentwegt geübt Hermann'S Geschlecht. Denn wie in alter Zeit, auch heute walten »och diese Tugenden in Pflicht und Recht: Der Deutsche hält sein Wort »um eignen Schaden, Um nicht aus sich de« Treutruch'S Fluch ju laden. Wahrlich! S» ist'S I Man hat et mir geschrieben, D»fc Friederich, der HabSburg'S Hau« entstammt, Treu dem gegebnen Manneswort geblieben Und Freundschaft in d<« Baiern Brust entstammt' Dem Deutschen Reich ,um Ruhm, ,u Ruft und Frammen! Kies aus der Pintifex, al« er'« »ernammen. So manch' Jahrhundert ist dahin geschwunden An Treue und an Klauben überreich, Der Weltgeschichte Blätter e« bekunden Und all die Heldensagen ihnen gleich. Sin Kaisenvort den Wittenberger schützte, Der sich auf seine Ueberjeugung stützte. Und wieder sehen »ir in allen Ehren Ja dieser wirrnißvollen Gegenwart J!»ch ungebeugt und glänzend sich bewähren De« deutschen B»lke« alte Eigenart; Da« Frieden«»»» für Prag zu Wie« verpfändet Ccll sich erhärten, daß der Streit sich endet. . Mag immerhin der Tscheche sich «reifern. Lall Hinterlist de» Worte« Sim» verbreh'n Da« Frieden«werk besehden und hegeisern, Der Deutsch« wird um best» f»st«r steh'n, Dr« Gegner« keilen Treubruch kühn enthüllen Und de« Monarchen Wunsch getreu erfüllen. Franj Tiefenbacher. Die Macht der Gewohnheit. Humoreske au« dem Italienischen, Wenige Tag« nach seiner ehelichen Ver-dindung mit Fräulein Klara Sporelli sprach Herr Chipilone zu sich: .Meine Frau hat an-der« Neigungen alt ich." Die junge Fray liebte eS nämlich, während der Mahlzeiten die Ruhe de« Weine« in ihrem Glase durch zu heftige Strahlen der mit Aci-dium Carbonicum geladenen Flüssigkeit zu stören, welche man gemeinhin Selterwasser zu nennen beliebt. Er, Chipilone, pflegte seinen Wein durch Zusatz vou klarem Quellwasser zu verdünnen; da sich aber über Gewohnheiten nicht streiten läßt, so ließ er e« geschehen, daß Frau Klara sich täglich durch beständige Siphonschüsse den Magen verdarb. Er begnügte sich damit, mit einer liebenswürdigen Handbewkgung, aber wortlos, die Selterflafche zurückzuweisen, die ihm mit einer ebenso liebenswürdigen und höfliche« Handbewegung feiten« der Gefährtin seine« Leben« angeboten wurde. Eine« Tage« machte Chipilone noch eine zweite, weit fürchterlichere Beobachtun>, während chifchen Volkes ausgeben, stimmt uns sehr eigen-thümlich. Auch in Böhmen haben die Tschechen in letzter Zeit immer Recht behalten und trotzdem fühle» sie sich beunruhigt und bedroh», und wie schaut diese „Bedrohung* auS? Halten wir Umschau in jenem Gebiete, welches wir Deutschböhme» nennen. Da befindet sich der tschieft Durch« I da er ia^ine gesMossen. MM fl tuppe bildet. Aber ene st 5 n d i s ch e W a h l- der Feudaladel ist aus ,d berechnen könnHH däW»«?H" diese Durchsetzung de« deittschelt TleniSitts dae (irbc und der Besitzstand des demschbömischen Stamme» I von Jahr zu Jahr mebt «sä^et >vir?7^. - an dem Wagen dkr Reaction gezogen ijat. Und wie baittterr dieseMgk^in gemischten ; ^gewiesen und es würde einer derben Lection Bezirken und aufsogenannterreintschechischerErde? , Hebrauchen, um die Herren wenigsten» an die I Loyalität für den Monarchen zu erinnern. Wi^d! , H i u ji q biiüci. avri ver jjfuoaiai.ei mi aur | die Dienste des Tschechentliumes, das so lang« an dem Wagen der Reaction gezogen bat, an- Die Gemeitndeoertretungen entziehen solchen Eltern, welche ihre Kinder in deutsche Schulen schicken, jeden Verdienst, welchen die Gemeinde zu verqeb«i ha» -p fei*-Q t t 3» ■ und Bezirksschulrat he entziehe» den armen Schulkindern, welche deutschen Unterricht genießen, die Schulaeldbefreiuna. v.riaaen solchen Armen, TOUui welche ihre^Zkmber ut, «Jn« deutsche Vereins- j hoffen, tue ^iewwg mchi mit herzhafter Energie ein-greisen, dann wird dieser Mangel an Ent-schloss«nheit einmal verhängnisooli« Conseq»en;en haben. Die Zeit ist um. wo den Deutschen der gute Will« der Regierung allein genügt, wir wollen -«ufelich. -«iunuii. Thaten sehen und t-a~ daß unter dem Schutze eines LandS- ode« Piivalfchult gehen lassen, die ihnen vort V ntoniuilnffs««» im .Jahre Ü18V2 Dinge nicht P"t"im""n fl»hfihr»«h— , n-K..is.......welch« Mu Deutschen lies er- Iftlh« ' IlltllMM «■ Armenpt'rtionen, schließen sie au» von Weih nachtsbescheerungen und von den Bertheilungen von Kleidern nnd Schuhen. Kurz, ein Terrors», mus wird geübt, russischer als russisch! Und trotzdem suhlen die Tschechen sich „bedroht", sie lind „beunruhigt'. und Graf Taafse drückt sie an sein Herz, die armen, „bedrohten" Schmerzenskinder dep Mutter Slavia. Welche Gefühle der Deutschen sich angesichts dieses Schauspiele» bemächtigen muß. ist begreiflich. Wie ein eisige» Stillet bohlt sich die Verzweiflung in unser Herz und doch dürfen wir nicht der Verzweiflung Raum geben, welche un» die Waffe» raubt, sondern eine g«wisse KampfeSfreudigkeit muß uns beseelen, wie sie Herwegh so schon bildlich ausgedrückt hat in den Worten: , ..Reibet die Kreuze au« der Erden. , Alle sollen sie Schwerter werden, , ®ott im Himmel wird'« Btqtifceji"r il • '2 ! { ;'L' irfJMÖfJ politische Rundschan "t ^ Der drutschböhmisch« Aus g/eich steht wieder einmal im Vordergründe dc> poli-tischen Ereignisse. Die Feudale,» und Alttschechen halten ihr verpfändetet Ehrenwort schlecht m Ehren und alle jene, welch« an die Treue" nicht glaubten, haben durch den Gang der politischen Geschehnisse Recht behalten. Da» ganze Gebahre» der Cavalier« und Alttschtqcnj erscheint wie eine abgekartete und abgefeimte Komödie. Alttschechen und Feudale heabkchtig?» und fordern die Vertagung der national«! Abgrenzung, um die e» sich ja vor alle», handelt, und verscharren damit die ganze Activ», welche sich aus dem Willen de» Monarchen und dem wahren Fried,nSbedarfnissederDeutscheNiaufbaule. Alttschechen und feudale zittern ,var dem Radi-caliimus der ^ungischech/n wic Ls^nlau','. die Ordnung uifi d«n guten Geschmack u«b«n-den Manne» . In der «rarf,K&.tr!aubtf sich, der verliebte und höfliche Herr Chipilone dann und wann ein kleine» Scherzwort über oie zweimal m.feilen» f«üi«i ncQutcn.^ou b«nß«j L Er trifft sein« neckisch« Höflichkeit so-gar so weit, die Hand von Frau Klara en«. Wend, der dem Meere entsteigenden Frau seisbst ähnlich zu finden. Dcsn ,fw, mrtT Cenu« selbst ähnlich zu finden. bedeckt pcn. unzähligen rosigen Perlen, m.lche d»t au» dem chlgs« sprudelnd^ ^ sc?m wasser aufrührerisch gemachte Wein don zurück gelassen hatte. »«».' ^vürd« dummen yydrikNlnch?n Apparat ganz ^ewiß mit der peinlichen Ain'merksamkeit handhaben. dessen Kosten 1ni. in(füKi 1*9 UTrSff ^NM ;1O0 *7i4noj*J n>i»t * ■ «t t«a jtot*Ö m» Jedoch tun Tage nach diefa^ Versprechen, welche» da» Vemüt de» .ruhigen, von feiuen Gewohnheit?» nicht abweichenden Herrn Chipilone sichtlich ausgeheitert hatte, gebrauchte seine Gattin be» Hahn der Flasche so unachtsam, das da» Selterwa" * ff vo« Boden de» Weinglas»«, wo« rrrifm hu* lüumm Murhfn bittern und den Glauben nehmen müssen, daß man in Oesterreich auf ihre Existenz überhaupt noch einen Werth legt. Der tschechische Land»-mannminister P r a z a k. welcher in letzter Zeit der jungtschechischen Grobheit i-i so doheu Maße theilhaftig wurde, soll demissionieren. An seine Stelle soll ein tschechischer Feudalherr trete», denn ohne Land»mannmi»ister für die Tschechen thut es Taasse einmal uicht; so stieimüiter» lich wurden nur di* „Teutsche n' behandelt. Vielleicht wird noch V a s ch a t y ^'andSmannminister; möglich ist ja bei uns auch diese». Sind ja die slavischen Herren so mächtig genug, um ihre Macht und ihr Wohlwollen (?) der deutschen Residenzstadt Wie» fühle» zu lqsfen. Die Berathung der Wiener Verkehr»-anlagen soll verschoben werden bi» in den Koit^rn hinein, weil e» die „Gönner' vom ,Hol>enwart- und Pol«, club so wollen. Für den .Msßchwung der ehemaligen deutschen Kaiserstadt Wie» haben Ne Polaken, Slovrnen und Wenz«l»-j^hne allerdings kein Herz, e» ist ihnen ziemlich ^u^schtig. wenn in Wien di« Tausende darben, .Wsche sich vou der Bauzeit Nahrung und U versprechen. Würde e» sich um das .^goldene Prag" oder da» „weiße Laibach" ^handeln, dann wär« nicht» dringender als die Müuiche dieser beiden slavischen M.lropolen Md, ver Reichsrath hätte dazu hinreichend Zeit. ,Zlber^ien soll «» cutgelten, daß »och Deutsche ul jfiuen Mauern wohnen, welche noch von eiiiciit deutschen Eharacter der Stadt sprechen. ,Lber die Zeit wird sonimen, wo diese Haltung der jetzigen slavischen Machthader sich an den, slaoifch«» ^«il« eilst rächen wird, denn die Zukunft OesleriqeichS wird auf die Dauer die ,ffM/ri«tzt« Behandlung aller Fragen vom Stand-punkte de» slavischen Größenwahn» doch nicht vertragen und e» ist sehr geiährlich, m,n„ hi, iih/rmr.^i0>n Htrrea der slavische» geschossen ausspritzte und einige Ahnen der ^atyiliQ,-^-. gli^kUcherweise in Oel — an der Wgnd hL»«tzt«. die meisten» mit Orden ge-sch^uM räffren und eine Papierrolle in der Hand hielten. Zuerst. war Herr Chipilone über diesen seinen Vi^»hr«s,.q«gtttp»en Schimpf auß«r sich. Die regelmäßig« Wikderholung di s«r täglich«» künstlichen Wassersäll« in seinem Hause begann idN nachyerade zu empör«n. Aber andtrrrsrit« lttbt« er sein« Frau aufrichtig und «r vergötterte seine in Oel gemalte Verwandtschaft nicht g«. rade mustlo?. Tr sagt« d«ßhalb fein Wort und 'Wbri, vielleicht nur «in w«nig n«rvös«r fort, mit Mt«N Stückchen Brot di« Tunk« s«in«r Rpieo^leier ouszuschöpfen. Et ^ätte einen Entschluß gefaßt. Er sagt« an di«s«m Tag« nicht» und am solg«nde» ebenfalls nicht». Und zehn -Jqhte hindurch sah er stumm, höflich, verliebt und resigniert dem Springen künstlicher Brunn«», dem Sprudeln d«r Seltergeyser, d«m äquinoctio-naltn Wvlkenbrüchen zu, welche di« noch imm«r hübsch«, fröhliche und sorglose Frau Klara in den Stunden der Mahlzeiten, mit Hilfe ihrer Siphon« ihm vorzuführen belitbt«. , Uebrigen» war d«r Siphon die einzig« Wolke am Etzehimmel der Chipilone. Lbge-sthen von der Frage d«r Selterwafferdehandlung leblen di« b«id«n Gatt«n in d«r schönsten Ueber- tihitimmiian 1892 Eoalition die übrigen Völker Oesterreichs, in»-besondere die Dentschen, immer und immer lehren, daß der Druck, der maßlose Druck gegen das Deutschthum da» gair.e Um- und Aus ihrer Polttik bildet. Da» „Wie du mir. so ich dir" ist hart, wenn man nicht immer den Hammer, sondern auch ei.imal den Ambos bildet. Da« geliebte Nußland braucht «» übiigen» nicht zu sein. daS die Herren so übermüthig macht, den« die Zustände in diesem Reiche der Knute bilde» geradezu «in grauenhaftes Chaos. Man kollte unsere ganzen Panflavisten in Oesterreich zu-sammensangen und nach Rußland deportiere», und die H.rren würden geheilt weiden vo» jener Begeisterung, die sich an daS mächtige (?) Rußland klammert, daS die slavische Jd« ver-wirklich«» soll. Vorläufig steht e» noch oerdamml schlecht mit den Aussichten der großslavischen Idee und die Mutter „Slavia' befindet sich i» sehr wehevollen Umständen. 80 Millionen starren iu den südöstlichen Provinzen Rußland» mit höhlen Augen dem Hungertyphus ent-gegen, strecken zitternd die Hände empor zu dem gewaltigen Czar. der ei» zahllose» Heer von Beamten und Soldaten erhält. Aber der Czar ist weit, sehr weit, und da« wenige Geld, welches die schlecht organisierte öffentliche Mild-thätigkeit in Rußland aufbringt, wandert iu die Taschm «ine» corrupten Beamtenstande«. Da? jetzige Rußland wirddie großslavischen Jd.'e« nicht verwirklichen, dessen können Gregr. Vaschaty und Gregore« sicher sein. — Hin armer Hchattenkönig. Cilli. 16. Februar. Ja >s ist ein armer Schatteu köuig unser Parlament..... Bekanntlich hat Tr. Foregger im Abgeordnetenhause Anträge e»n-gebracht, welche die Beseitigung unsere» im höchsten Maß; zweckwidrigen Preßgeseye» ver-langen und die Aufhebung jene« Drucke«, welcher dank der unbrauchbaren und irratio-nellen Bestimmungen diese» Gesetze» gerade der anständigen Presse den Bestand beinahe un-möglich machen. Nun ist es endlich, nachdem die Regierung sonst immer „wichtiger" beschäftigt war, am 13. ds. zu «in«r Sitzung d«» Preßausschusse« gekommen, einer Sitzung^ zu welcher nicht« weniger al» die Vertreter dreier Ministerien erschienen, dreier Ministerien, damit die Völker Oestemich». welche wir di« andere Cul-lurmenschheit aus eine freie Presse etwa» halte«, mit umso größeren Nachdrucke die „voll»-freundliche" Absage der Regierung vernehmen. Zuerst erklärte der SectionSchef de» Justiz-Ministerium» Dr. v. Krall, daß die Regie- Eines Abend« aber — ich war gerad« Zeuge de« Vorgänge» — al« Frau Chipilone die übliche Besprengung allen auf d r e n s und der Einführung der Ersatz» leistung an d,n durch die Beschlagnahme ungerechlfertiat Beschädigten. Tann kam der Herr EectionSrath au» dem Ministerium de« Innern, Ministerialrath tzagasser. und erklärte, daß die Regi.rung einer Beschränkung der Pflichtexem -p l a r e nicht zustimmen könne, worau> noch der EectionSrath Dr. v. Fraschauer erklärte, daß da« Finanzministerium der Aufhebung de« Zeitung«- und Kalender st empel», dessen Weyfall Deutschland. Frankreich und England sein blühende« Zeitung«wesen verdankt, nicht zustimmen könne. Die Regierung kann also nicht zustimmen, wa« Oesterreich« Völker, soweit sie nicht im Banne der verwegensten Tunkelmänner stehen, ziemlich einmüihig irün-schen. Die Vertreter aller Parteien haben sich für die Anträge des Dr. Foregger ausgesprochen. aber die Regierung schüttelt mit dem Sopfe und suhlt sich kräftig und berufe», dem Willen der Volksvertreter ein starre« Nein entgegenzustellen. Die Regierung will, daß da« Geistesleben in Oesterreich jenen Aufschwung, welchen Dr. Foregger mit stinen so beachtenSwerihen Anträgen, die von großer culiureller Trag, «eile sind, im Auge hat. nicht nehme, die Fesseln sollen nicht fallen, die Presse soll nicht frei werden, sondern wie der Galeerensträfling die Rette weiterschleppen. Und waS die Regie-rung will. daS wird geschehen, trotzdem wir ein Parlament haben, das jeder Regierung seine» Willen aufdrücken kann, wenn eS nur überhaupt einen festen Willen fassen wollte oder könnte. Wir haben ein Par-Iam«nt. da« der Regierung da« Budget, di« Eteuern verweigern kann, und doch wagt die Regierung, über seine Wünsche zur Tagesordnung zu schreiten, denn unsere Volksvertretung ist zerklüftet durch nationale Aspirationen, die über alle« gestellt werden, eS hat keine Kraft gegenüber der Regierung, gegenüber dem Grufen Taaffe. der den vom nationalen Fieberwahn« geschüttelten Körper so widerstandslos be-herrscht. DaS Abgeordnetenhaus gleicht durch eigene Schuld einem Schau,nkönig und die Clubs und Parteien ihrer Mehrzahl nach marklosen Glik-dermännern, die nur so viel Kraft auftreiben, um demüthig Ja zu sagen. Entsprechen die Anträge de« Dr For-«g g e r den Forderungen der Zeit und ihrem rastlosen Fortsctriite, wäre ihre Eriüllung ein „Wenn er nur kommen möchte. Ich schwöre Ihnen, er soll sich über nichts mehr zu beklagen haben.' Frau Chipilone hielt Wort. Während sie i« der folgenden Nacht auf die Rückkehr de« Aalten wartete, übte sie sich in der Behandlung M Siphon«. Nicht weniger al« hundertund-drei leerte sie. Jn dem Glas«, welche» sie un-aufhörlich füllte und entleerte, weinte da« Sel-terwasscr zuerst krampfhaft, später aber sittsam seine Schaumperlen. Bei Tagesanbruch war Herr Chipilone noch nicht erschienen, aber Frau Klara verstand jetzt, sich sowohl der Selterflasche mit Hahn, als auch der verkorkten Selterflasche mit Eleganz und Geschicklichkeit zu bedienen. Chipilone. welcher die Nacht im Hause eine« Freunde« zugebracht hatte, kehrte, ohne ei« Won zu verlieren, zur Zeit der Hauptmadl-zeit heim. Er «ar besiegt durch die zehnjährige Gewohnheit. Er setzte sich, ein wenig verwirrt zwar und resigniert, aber auch im Innern glücklich zu Tisch. Seine Frau fragte ihn nicht weiter, wo er geivelen wäre, und schickte sich plötzlich zum Einschenken ihre« Selterwasser« an. Herrn Chipilone überlief e« etwa« kalt «nd mit flüchtigem Blick streifte er da« Manöver seiner Frau; er bereitete sich bereit« aus eine neue Siotfluth vor. Markstein in der Geschichte unsere« geistigen Lebens, dessen Autschwuug und Erhebung aller österreichischen Völker Wunsch ist, so hat auch Dr. Foregger mit seiner Aufforderung, di« er in jener denkwürdige» Sitzung erhob und die dahin gieng. man möge der Regierung ein Plenum de« Mißfallen ausdrücken, allen au« dem Herzen gesprochen, denen eS nicht gleich» giltig ist. daß da« Volk sich seiner mühsam er-kämpften Rechte mit solchem verhängnisvollen Gleichmutbe begibt. Ob da« HauS der Auf-forderung de« Dr. ForeggerS entsprechen würde? Wir glauben nicht. DaS Parlament wild bald weniger sein als ein Schattenkönig, bald wird es nicht einmal einen Schatten werfen, ein Wesen sei», wie Peter Schlemihl ohne Schuten und nicht durch die Schuld der Regierung, sondern durch, die.eigene, |IV Z)ie Anträge Ar. Ioreggers. Alle Blätter besprechen mit Unwillen die Ablehnung der Pr.ßanträge durch die Regierung und sorder» das Parlament aus, einen steifen Nacken zu zeigen. Hin „nationaler" Verrath. Im jungtschechischen Wurstkessel in Mahren schein« eS wieder einmal ganz bedeutend zu kochen und zu brodeln, nur gilt diese Erregung, diesmal keinem Deutschen, sondern einem Tschechen, und zwar dem alttschechische» LandtagSabgeord-neten B -ron Dr. Ottokar Praschak, dem Sohne deS tschechischen LandSmannministees. DaS »Ver« brechen", dessen sich der Genannte schuldig machte, ist allerdings „himmelichreievd" und muß das Blut selbst deS zahmsten TschechenS in eine gewisse Erregung bringen. „Ein lsche-chischer Abgeordneter im Deutschen Hause in Brunn." Unter dieser Uebersch>ift brachte daS Brünner Jungtschechenblatt kürzlich die Nachricht, daß der tschechische Landtagsabgeordnete Baron Dr. Praschak, am verflösse»^ Donnerstag einem Balle im Deutschen Hause tn" Brunn beiwohnte. Zur Ergänzung fei hier beigefügt, daß dieser Ball ein Officiersball war. und Baron Dr. Praschak in der Armee die Charge eine« Haupt-mann-Auditor« in der nichtactiven Landwehr bekleidet. Dieser Ballbesuch ist zu einem langen Leitaufsatze in den „Moravske Listy' ausge-spönnen und unter entsprechenden Liebenswürdig-keilen gegen da» „Deutsche HauS' eine förm-llche Achterklärung wider Baron Praschak au«-gespiochen. Im Brünner Alttschechenblatt ant-wortet nun der Vervehmte eingehend auf die jungtschechischen Angriff/ und erklärt, er sei zwar «allein und für eine kleine Weile" zu einem privaten Kränzchen im Teutschen Hause am 4. d. Frau Klura aber ergriff ernst und gelassen die Flasche mit sicherer Hand; sie drückte mit dem molligen Daumen sanft auf den Hebel, nachdem sie da« Gla« unier den Hahn ge-schoben, und der Ausfluß de« Wasser« in da« Weingla« vollzog sich mit einem fast laut-losen Umstand. Kein Tropfen gieng daneben auf da« Tischtuch. Kein Tropfen! Im Uebermaße der Ueberraschung versagte Herrn Chipilone sast der Atem. Seine Augen erweiterten sich, aber er sagte kein Wort. Am nächsten und am übernächsten Tage geschah da« Ungeheuerliche gleichfall«; Frau Chipilone handhabte den Siphon wie ein Engel. Nicht ein Tropfen gieng verloren. Der Pfeffer behielt seine beißende Würze, da« Salz wurde nicht getränkt und da« Brot, sei» e« nicht mehr in Wein getränkt war. würden sämmtliche Papageien der Welt verächtlich von sich gewiesen haben. Chipilone war ein ernst phlegmatischer, von seinen Gewohnheiten geknechteter Mann. • • Acht Tage nach seiner voreiligen Heimkehr und der ihm durch die Geschickltchkeit seiner M. gekommen, aber nur ..al« geladener Gast und ohn« Zahlung eine« Eintrittsgeldes, wo-durch er etwa da« „Deutsche Hau«".hätte unter-stützen können". Und weiter erklärt Herr Baron: »Ich kann nur versichern, daß ich mit etlichen Mitgliedern der tschechischen Gesellschaft, welche gleichfalls bei dieser Unterhaltung waren, osten-t a t i v in unserer Muttersprache mich unterhielt, ohne daß sich Jemand im „Deutschen Hause" darüber aufgehalten hätte." Nun, soweit wäre ja Alttschechien gerettet. Ob sich aber daS Jungtschechenblatt damit zufrieden geben wird, daß Herr Baron Praschak in'S »Deutsche Hau«" nur „ohne Zahlung eine« Eintrittsgeld««, wo-durch «r dasselbe etwa dätte unterstützen können/ hineingegangen ist, und daß er dort »ostentativ" tschechisch gesprochen hat — da» wissen wir nicht und daS geht uns freilich auch nichts an. Schon einmal wer Herr Baron Dr. Praschak der Angriffspunkt der jungtschechischen Hitzköpfe und zwarz als er sich mit einer Deutschen ver-mahlte. Damals sollte sein Bild — ob diese« „nationalen VerratyeS* aus dem ,Besedui durn* entfernt werden und nur der Energie des pe-nannten Herrn, der sei» geliebtes Conterfei eigenhändig mit Klammern, Nageln, Stiften und Schrauben an der Wand zu be-festigen wußte, ist e« zu danken, daß der Be-schluß semer Connationc.len nicht zur Ausführung kam. Die jungtschechische Bewegung in Mähren ist im Wachsen ; ob man dem Ministersohne ver-zeihen wird, daß der da« „Deutsche Hau«" be» suchte, ist sehr fraglich. Vielleicht muß er diese »verrätherische That" mit dem Verluste seine« Mandat« büßen — im Uebrigen kann er sich auch hier au« der Affaire ziehen, ähnlich wie mit seinem Bilde--er soll sein Mandat einsach festnageln. Wieder ein versorgter ^fose. Au« Wien, 15. Februar, wird gemeldet: Abgeordneter Czecz soll zum Hofrath im Ackerbau-Ministerium ernannt fein. Z>ie vennrnöigten Tschechen. Die Alttschechen haben ein Manifest erlassen, in welcher sie erklären, in eine weitere Berathung der Punctationen nicht einzugehen und zu warten, bi« da« tschechische Volk sich beruhigt hade. Also die He>re« hetzen da« Volk fortgesetzt auf und warten dann, bi« es sich beruhigt haben wird. Wie lange wird man diesem Treiben noch zuschauen? » m ml! ! _: . . uu? ' ; l'l Frau zutheil gewordenen Ueberraschung ver-schwand er abermals. 4 An seiner Stelle überbrachte ein Dienst-mann einen Brief von ferner Hand. Dieser Brief sagte: „Meine theure Freundin! Warum diese« gemeinsame Leben noch fortsetzen? Warum leiden ? E« wäre unnütz für Sie, die ich liebe und für mich, der ich mich nicht verabscheue. Unsere Charaktere stimmen nun einmal nicht übereil*. Sie sind veränderlich, ich bin beständig. Sie haben viele« gethan, um mir da« Leben zu verbittern, und eS ist Ihnen gelungen. Nachdem Sie meine Gewohnheiten zehn Jahre hindurch — zehn — dadurch verletzten, daß ich Sie täglich zweimal daS Familientischtuch mit Wein und Selterwasser begießen sah. fällt e« Ihnen jetzt plötzlich ein, mich diesen mir unentbehrlich gewordenen Anblick vermissen zu lassen, dem ich zuerst hatte entfliehen wolle», aber zu welchen ich. wie Sie sehen, reuig zu-rückgekehrl war. Jetzt ist «ir da» Fehlen dieser Gewohnheit, der Sie sich wer weiß durch welche Hexerei, maschinenhaft entäußert haben, uner-träglich und ich verlasse Sie, diesmal kür immer. Leben Sie wohl, Madame Chipilone 1" Frau Klara Chipilone hat in der That ihren Gatten nie wiedergesehen! 4 Aus Stadt und Land. Casino Verein Cilli. Samstag den 13. ds. ist dein ersten, am 23. vorigen Monate« statt» gehabten Vereinskränzchen, da» zweite Kränzchen gefolgt, da« in den seither oft anderweitig be-nützte» Casinoräumen wieder einmal die Casino-Mitglieder in großer Zahl auf ein paar fröhliche Stunden vereinigte. Die in soiistigen Car-nevale berichten übliche» Phrasen, wie geschmack» volle Decorierung. Summe von Notabilitäten, reicher Kranz blühender Mädchen und liebreizender Frauen, prunkende Toiletten, prächtige Tanzordnungen und Damer.spenden u. f. w. wird der verständnisvolle Leser im gegenwär-tigen Berichte umso leichter vermissen weil jeder Freund und Besucher de» Casinos den fami-liären und eintachen, dabei aber würdigen Cha-rakter der VereinSunterhaltungen kennt. Sind diese ja doch die «ach den dermaligen Verhält» wissen unseres gesellschaftlichen Leben« fast ganz aussterbenden Hausbälle der früheren Zeiten zu ersetzen berufen und vereinigen sie daher meist nur gute Bekannte, die sich zwanglos unterhalten wollen und auch wirklich unier-halten, es daher nicht erwarten und nicht nöthig haben, vom Ballberichierstatter in dem au« den Blättern zur genüge bekannten phrasenhaften Snzle ausgezeichnet zu werden. Die vom Ver» einSauSschusse in der Zahl der Faschingsunter-Haltungen beobachtete Oeconomie hat sich bis-her jedenfalls dadurch bewährt, daß die Stim-mung. Tanzlust und Zahl der Erschienenen eine bessere und größere war. als auf ähnlichen Kränzchen früherer Jahre »Ad daß, nach bisher bekannten Vorbereitungen zu schließen, da« Masken- urd Eostümtränzchen am Fasching» dienstag, I. März 1892 sich besonders hübsch zu gestalten verspricht. Man zählte auf dem letzten Kränzchen 30 Tänzerpaare, die sich dem Tanzvergnügen mit solcher Freude und Aus-dauer Hingaben, daß man unwillkürlich ver-sucht wurde, ähnlich wie Hidigeigei in Scheffel'« Trompeter über die Ursache des KüssenS der Menschen, über die ethische und philosophische Begründung des Tanze« nachzudenken; ist e« die Freude an der Musik oder der Körperbe-wegung, ist eS der Cultus de« schönen ®e» schlechte«, ist «S ein Potpourri — entschuldige Sprachverein — Mischmasch dieser Triebe und Gefühle? Wir müssen e« und leider versagen, an dieser St-lle diese nicht blo« carnevalistisch interessante Frage weiter zu behandeln und glauben Znur, daß die Ansicht de« Kirchen-vaierS, .Saltationes circu mierenti# sunt, cuj*s ceutrnm dmbolu»4 zu deutsch „der Tanz ist eine Umherschwingung, deren Mittelpunkt der Teufel ist" durchaus nicht den Kern der Frage berührt und wie die That beweist, von keinem modernen Tänzer noch viel weniger aber von dem schönen Geschlechte gebilligt wird. Viel-leicht .bringt da« Faschingsdienstags-Kränzchen neue« Material und Anregungen zur Lösung obiger Frage, weßhalb wir uns von den holden Tänzerinnen und ausdauernden Tänzern mit den Worten empfehlen: ..Nichts für ungut, am FaschingdienStag auf Wiedersehen." Gewerblicher Familienabend. Diese Ver-gnügungsabende sind in den letzten Jahren so populär geworden, daß sich daS gewerbliche Feftcomitö, durch die vielen an dasselbe gelangten Aufforderungen veranlaß« sieht, auch Heuer einen solchen Familienabend am 27. d. M. im Salon des Hotels »zum goldenen Löwen" zu veranstalten Nach den vom Comite getroffenen Vorkehrungen verspricht auch dieser Abend sehr animier» zu werden. Gesang und Musikvorträge werden miteinander abwechseln und den Schluß wird ein gemüthliches Tänzchen bilden. Der Beginn findet um 8 Uhr abends statt. Ärdeiler-Sall. Am 21. d«. hält der hie-sige Arbeiterbildungsverein in den Saal-Locali« tüten des Hotel..Strauß" sein Ballsest ad. Veteranen Kall. Der vor Kurzem im Casino-saale, in Herrn Kallan^er'« Hotel „Elefant" stattgehabte Beteranenball fiel sehr hübsch aus. Das Comit6 sorgte für die decorative Aus-stattung und besonders haben sich die Herren Franzi, Murko und Wallentfchagg „Deutsche -Wacht" um das Gelingen derselben verdient gemacht. Ober dem großen Einfahrttthvre prangten in transparenter Beleuchtung, umgeben von Tannen-reisgewinden die Worte: .Ei» Hoch dem Kaiser von Oesterreich!" — Der Hausflur und da« Etiegenhau« waren gleichfalls mit Guirlanden und Eoiblemen sehr qeschmackooll herausgeputzt. I»i Fonde deS großen Saale« waren die Büsten des Herscherpaares zwischen Palmen, Thajen und anderem Edelgesträuch angebracht. Der Ball, bei welchem die Veteranenkapell« die Tanzmusik besorgte, war sehr gut besucht; außer einem Flor reizender Damen bemerkte man unter den Anwesenden auch eine größere An-zahl Ofsiciere vom 37. Jnfanterie-Regimente. Getanzt wurde mit wahrer Aufopferung bi« zum frühen Morgen. Conrerl Naoul Lokiolsky Wir haben bereits in unserer vorige» Nummer aus daS Concert deS gefeierten jugendlichen Pianovir-tuosen in ausführlicher Weise und auf Grund-läge de« einstimmigen Lob.« vo» unS zugänglichen Wiener Preßstimmen hingewiesen und machen hiemit nochmals aufmerksam, daß da« Concert de« begabten Künstlers heule abend« um lftS Uhr im großen Casinofaale stattfindet. Warnung. ES wurde in letzterer Zeit wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß frischgeschossene Hasen in die Stadt zum Ver-kause gebracht werden. Nachdem die Schonzeit für Hasen schon am 15. Jänner begonnen bat und seit dieser Zeit kein Jäger mehr emen Hasen schießt, können derlei jetzt geschossene Hasen nur von Wilddieben herrühren; e« mach: sich aber auch jede Partei, die wissentlich solches Wild erwirbt, der Uebertretung de« Wildschongesetze» mitschuldig und sind mehrere solche Fälle beim Stadtamte schon zur Anzeige gebracht worden. Abgesehen davon ist aber auch da« Aleisch von solchen Hasen, die jetzt abgeschossen werden, im höchsten Grade gesundheitsschädlich und es wird da» Publicum vor dem Ankaufe von solchen hiemi» auf das Nachdrücklichste gewarnt. Das Costümkränichen im Hölldorf, Sration Pöltfchach, findet am 20. d. in den Saallocali-läten de« Herrn Andrea« Mahoritfch statt, wozu die Einladungen bereit» ausgegeben sind. E« ergeht nunmehr von Seite de« Comites an Alle, denen aus Versehen eine Einladung nicht zugekommen sein sollte und welche ein« solche wünschen die Bitte, selbe bei der Casse in Empfang zu nehmen. Von Seile deS Comit6'S werden zum Empfange der Gäste Equipagen bei allen Zügen unentgeltlich zum Gebrauche bei-gestellt. Rückkehr des NauberCommando». Au« Graz wird gemeldet: .Am 8. d. sind die Truppen-abtheilui'gen, welche im vergangenen Monat wegen der Unsicherheit in der Umgebung von Radkersburg zur Ueberwachung der Uebergänge zusammengezogzn worden waren, wieder in ihre Garnisonen abgerückt. Die BezirkShauptmann^ schafi hatte nämlich die Mittheilung gemacht, daß infolge der wieder günstig gewordenen SicherheitSverhältnisse die militärische Assistenz entbehrlich geworden sei und gleichzeitig den An« trag aus Einziehung der Truppenabtheilungen gestellt. Infolge dessen wurden über Antrag der Statthaltern die einzelne» Abtheilungen durch das Corps-Commando sofort eingezogen und sind dieselbe» in den letzten Tagen von der fteirisch-ungarischen Grenze abgerückt. Es standen in Ober-Radkersburg, Radein, Klöch und Lutten-berg Abtheilungen deS 87. Infanterieregimentes in Peiiau, Fehring. Fürstenfeld und Burgau Abtheilungen des 27. Infanterieregimentes und in St. Anna am Aigen eine Abtheilung des 9. Jägerbataillons. Vorgestern sind die aus Graz abgerückt gewesenen Abtheilungen unter dem Commando des Herrn Lieutenants Harald Ellison v. Nidlef hier wieder eingetroffen." Wenn die Luft rein ist, werden wahrscheinlich die Herren Räuber wiederkommen. Gestimmungeo über da» velocipedsahren auf den Reichst aßen. Die zwischen § 9 und ß der gegenwärtig geltenden provisorischen Straßen-Polizeiordnung vom 21. Juni 1886 eingefügten Bestimmungen lauten: Bei Fahrten auf dem Belociped darf nur di« Fahrbahn benützt werden. Der Belocipedfahrer hat auf 1MM die Fußgänger, die Reit- und Zugpferde i« Falle des VorfahrenS. sowie beim Beg-gnea zu achten; er ist insbesondere verpflichtet, aus einer Entfernung von mindestens zwanzig Meter ein Zeichen mit der Glocke oder der Pfeife zu «eben und falls die Pferde scheuen oder ihr Lenker zur Vorsicht mahnt, abmühen. jedoch nie in unmittelbarer Nähe der Pferde — und wenn thuiilich. daS Fahrzeug aus dem GesichtS-kreise des Pferde« zu entfernen. Bei gemein-samen Fahnen dürfen die Velocipedsahrer, wenn sie Fußgängern. Reitern oder Fuhrwerken be-segnen.' nur einzeln bintereinander fahren. Die Bestimmungen der ZK 2. 3 und 9 der provi-sorischen Siraßen-Polizeiordnung gelten auch für Belocipedfahrer. Den Gemeindevertretungen der Städte und Ortschaften, innerhalb welchen sich Reichsstraßenstrecken befinden, bleibt es vor-behalten, in Ausübung der Localpolizei eigene Ordnungen für das Velocipedfabren auf den betreffenden Durchfahrtt-Straßenstrecken innerhalb der Städte, beziehungsweise Ortschaften einzu-führen oder das Velocipet fahren auf denselben überhaupt zu verbieten. Neichsrathiwahl. AuS Graz meldet daS »Grazer Tagblatt" vom 16. dS.: Der Voll-zugSauSschuß de« allgemeinen Wahlausschusses hat gestern beschlossen, dem großen Ausschüsse Herrn Ingenieur Skala als Bewerber für das erledigte ReichSrathSmandat der Grazer Vorstädte vorzuschlagen. Zum Nosenthaler Äombenattentate. Die ..Zittauer Nachrichten" schreibe» unterm 10. d. M.: .Das gelegentlich deS Kaiserbesuche» in Reichenberg am 1. October v. I. frevelhaft geplante Tynamitattentat unter der Rosenthaler Eisenbahnbrücke hat sich bisher, allen Nachforschungen zum Trotz, den Entdeckungen ent-zogen. Am gestrigen DienStag verursachte aber plötzlich in Reichenberg am Nachmittag da« Gerücht eine allgemeine Erregung. eS sei der Polizei gelungen, nicht bloS die Urheber an das Licht zu bringen, sondern auch dem Straf-richter auszuliefern. Sind auch die thatsächlichen Erfolg« noch nicht so wkit gediehen, so liegt dein Gerücht doch auch eine gewisse Wahrheit zu Grunde. Es ist dem Zittauer Polizeiinspector Schneider in Gemeinschaft mit dem Gendarmerie-Wachtmeister Rothmaier in Grottau gelungen, dem Untersuchungsrichter bezüglich jene» Bomben» altentate« wichtige Unterlagen zukommen zu lassen, infolge deren am heutigen Mittwoch f-üh eine der Bedeutung 1er Angelegenheit entsprechende Unlersuchungscommission in di« Ortschaften Grünwald, Tannwald, Nixdorf im Jsergebirge sich begeben hat. »m dort Unter-suchunge», beziehungsweise Verhaftungen vor-zunehmen. Die Attentäter sollen Tschechen sei». Tschechisch - klerikale Propaganda Die „Narodni Listy" berichten über die ausgebreitete Propaganda unter der tschechischen Jugend PragS, welche vom klerikalen Professor der tschechischen Lehrerinnen-Bildungs-Anstalt und Stadtverordneten Schauer geleitet werde. Jeden Sonntag Nachmittag werden seit einiger Zeit di« der Schule entwachsenen Mädchen und neuesten» auch Lehrlinge nach dem Segen in die Schulen geführt, wo .Vorträge, Bewirthung und Unterhaltung im klerikalen Sinne" statt» finden. DaS jungtschechische Blatt fragt die Schulbehörden. wie lange sie Gastmähler und klerikale Umtriebe in den Schule» dulden werden. Meteorologischer Wochenbericht. Im wesentlichen waren die Aenderung«» in den Weiter-Verhältnissen über Europa wahrend der lest-verflossenen Woche kein« sehr bedeutenden; der Luftdruck war andauernd in ziemlich starken Schwankungen, die Baronieter-Differenzen ganz bedeutend, daS Maximum stet« im Westen lag«md. Di« Winde waren lebhaft bis stürmisch aus Lud-west bis Nord; die Bewölkuung war häufig und schnell wechselnd mit konstanter -Neigung z» Niederschlagen, die vielfach auch in sehr er-giebigen Mengen zu beobachten waren. Ganz ungewöhnlich große Schneemenge» wurden an den Nord- und Osthängen der Alpen beobacht««. Tie Temperaturen waren allgemein nur geringere» Schwankungen i nterworfen. Das Meer war ln J £. größtenthkil« mäßig bi« ziemlich stark b«w«g', und wurden besonders von der Nordsee wieder «ft«r Stürme gemeldet. Sehr große Druck-diff«renz«n, welche nach den letzten Berichten über Europa noch anstaunn. lassen in den nächsten Tagen auch in unseren Gegend«» noch unruhige«, zu Schnetfällen geneigte« Wetter dei sinkender Temperatur erwarten. Sie „Südfteirische Gemeine" — unser« Leser wissen, daß dieser Ehrenname nur der .Züdsttirische» Post" gebühren kann, hat eine großartig« Entdeckung gemacht. Jn einem unserer letzten Leitartikel heißi «S nämlich : .Der Maul» nuif nagt an den Wurzeln" und diesen t i l d l i ch e n Ausdruck, mit welchem wir die Wühlarbtit ver slovenen charakterisierten, nimmt nun die »Gemeine" zum Anlasse, um un« mangelhafte Kenntnis der primitivsten Schul-gegeuständ« vorzuwerfen, da wir nicht einmal wüßten, daß der Manlwurf ein Jasectensreffer sei. WaS die mangelhafte Schulbildung anlangt, so ist die „Sudst. Grmeine" infolge der eigenen geistigen Verwahrlosung wohl nicht befähigt und competent, über den Bildungs-gcao anderer Leute zu urtheilen, umsoweniger. al» ja der „Gemeinen- insolge ihrer Tendenz, welche aus die clericale BolkSoerdum» «u n g gerichtet ist. die Bildung gewiß kein foslhare« Gut ist. Zweitens liegt in dem Vor-würfe der „Gemeinen" eine sehr gewöhnliche Verdrehung, da niemand behauptet hat. daß der Maulwurf keine Jnsecten oder wie sich die ..Gemeine" so herrlich wissenschaftlich aus-drück! — keine »fertige und unfertig, Larven" Btttügt. Daß der Maulwurf kein nützlicher Jn-sectenfresser sei. hat auch niemand behauptet, trotzdem man eben wegen der von unS ange-zogenen Wühlarbeit und Verletzung der Wurzeln und Pflanzen über seine »Nützlichkeit" verschiedener Meinung ist. Daß die nordamerikanifchen und süd-afrikanischen Vertreter der Familie Maulwurs. die verschiedenen „Mull«" geradezu Wurzeln »be-nagen", damit wir den fürchterlichen Ausdruck, der übrigens nicht in einer wissenschaftlichen AuSein-anderfetzu"g, sonder« i» übertragener Bedeutung gebraucht wurde, reproducieren, ist Gegenstand der wissenschaftlichen Beobachtung und hiemit ist un» die Grenze gezogen, denn für eine wiss »schafiliche DiScussiou ist u»S di« „Sudst." zu dumm, Di« bornierte Dreistigkeit de« Blaue« geht überhaupt schon über die Hutschnur. In denselben Zeilen, in welchen da« Blatt un« seine »Belehrung" widmet, gibt e« einen Bewei« seiner unübertrefflichen Ignoranz. Man sollte meinen, daß wenigstens ein« Polemik „f«hl«rfrei" sein iollte. Aber weit gefehlt! So spricht da« Blatt von einer „Jntendenz" der „Deutschen Wacht" »Jntendenz"? Ob da« slovenisch ist, wissen wir nicht. Ein solche« lateinische« Fremdwort gibt e« auch nicht. Also wird e« jedenfalls chinesisch sein, chinesisch, wie so viele« in der „Südsteirischen Gemeinen." mit der wir un« wieder einmal besassen mußten, wioer Willen. Eonst versichern wir sie unserer vollsten Gleich-giltigkeit, »denn nur Kalte bändigt den Kot h, damit er de» Fuß nicht beschmutze." — Hl. Geist, 14. Februar. sEdle Spenders. Die wohlgeborne Frau Cäcilia Wolf geb. Possek >n Poglet, sowie Herr Josef Schmied vulgo HausenSky, Realität«nb«sitzrr in Hl. Geist, haben zum Reingewinne, anläßlich d«« zu Gunsten d«r Schule H«il. Geist veranstalteten GesellschastS-Kränzchen* noch nachträglich den Betrag von je zehn Gulden großmüthigst zu spenden geruh«. Die gefertigte Schulleitung fühlt sich angenehm v«r-pflichtet, den genannten Wohlthätern für diese hochherzige Spende den tiesgesühlten Dank hiemit öffentlich zu»! Ausdrucke zu bringen. Weiter» gebührt dem Fräulein Anna Walland in Heil. Geist, welche» durch die Spende seiner namhaften Anzahl von schönen Besten e« ermöglichte, daß ein so schöner Reingewinn erzielt werden konnte, wie allen übrigen Gebern von Besten der Verbindlichste Dank. Ggnobih, 15. Februar. (S t ei re r a be n d.) Der am 13. d. M. hier stattgehabte St«ir«r-abend bot ein schöne« Bild von Steirerinen und Steirern; von Nah und Fern beteiligten sich zahlreich da« schöne Geschlecht und d' Monarleut, um in ungezwungenster Weise dem Tanze bi« zu den späten Morgenstunden zu huldigen. Di« Lokalitäten d?« Hotel..Hirsch" wäre» bescheiden und geschmackvoll dekoriert und verdient Herr Werbnigg und Herr Schauer ganz besonderen Lobe« hiefür. Die Bauernstube, iu welcher die bekannte Moo«kuch»er Kapell« heitere Ländler spiklie, die sie mitunter mit Gelang stoansteiri-schen Texte« begleitete«, trug viel zur guten Stimmung bei u >d verdient de« besten Lobe«. Gäste waren erschienen au« Graz, Sauerbrunn. Weitenstein. Pöllschach. Hölldors. Oplotnitz, Hl. Geist. Reiichach, Neuhau» :c. und unterhielten sich sichilich in gehobenster Stimmung bi« auch sie der Anbruch de« Tage» zum Scheiden mahnie. Allen aber wird dieser Abend lange in Erinnerung bleib»» und so will man hoffen, daß man sich im nächsten Jahre zum Steirerabend wieder so zahlreich, srisch und munter zusammen» finden werde. Sonodih, 16. Februar. (Hauptpfarrer Franz Mikuj f). Sonntag den 14. d. M. ist hier ein Mann verschieden, dessen Tod in allen Kreisen und Schichten d r Bevölkerung da» tiefste Bedauern hervorgerufen hat. Wenn auch von Geburt und der Ueberzeugung nach Klovene, war HaupHfarrer F MikuS doch allen leidenschaftlichen Ausbrüchen nationaler und religiöser Unduldsamkeit abhold und stets bestrebt, sich bilvende Gegensätze auszugleichen. Diese Thatsache, sowie sein sonstige« schlichte« und leutselige« Wesen verschafften demselben auch al«bald die Achtung aller Kreise, und Alle sahen und verehrten in demselben den Priester im wahren Sinne de« Worte«. Auch dem geselligen Leben stand der Verstorbene nicht ferne, er war beispielsweise Mitglied de« Lese- und UnttrhaltungSvereines. und ebenso beiheiligt« sich derselbe mit der ihm «igen«n Gewissenhaftigkeit an den öffent-lichtn Arbeiten; derselbe war langjährige« Mitglied der Beziek«sparcasse und Obmann der landwirtschaftlichen Filiale Gonobiy. Di« Gefühle der Achtung und Verehrung für den Ver-stvrdenen finden ihren Au«druck in zahlreichen Kranzspenden, welche am Sarge bereit« nieder-gelegt wurden, so von der Bezirkssparcasse und der Marktgemeinde Gonobitz, vom Lehrkörper der hiesigen Volksschule, vom L«stvrr«ine u. s. w., wie auch die Betheiligung am Leichenbegängnisse sich zu einer ganz außerordentlichen gestalten dürfte. Neben der Trauer für de» Dahing«-schieden«» aber bewegt dii Gemüther Aller und insbesondre der deutschen Bewohnerschaft de« Orte« die Frage, ob man maßgebenden Orte« wohl Willen« sein wird, den sreigewordenen wichtig«» Posten durch «inen Mann zu besetzen, der Kraft und guten Willen genug besitz», den ihm durch «in mehr al« z«hnjährige« Wirken seine» Vorgänger« gezeichneten Pfad zu wandeln, ob man also maßgebenden Orte« bestrebt sein wird, durch eine richtige Lösung, dieser Personal-frage die sichere Gewähr für die fernere Er-Haltung der bisherigen friedlichen Verhältnisse zu bieten. Alittheikungen »er Schriftteitung Herrn 3. hier. Zuschriften »hne Namen«-frrtigung können nicht berücksichtigt werden. Bitten, sich freundlichst zu un« tu bemühen, Herrn Dr. A. St. hier. Recension in der nächsten Nummer. Brief folgt. Kunst, Schrifttyum, Schaubühne. Die Uhlanen. Operette von Wittmann, Musik von Weinberger, Diese Operette verdient den Ruf, der ihr thatsächlich vorausgegangen ist. Der Text ist ein wen- und geistloser Plunder.' wie ihn am literarischen Markte der Trödeljude verschleimt. Platte Witze und d i e nicht ariginell, sondern alter Schimmel. Selbst die vielberufene Anna Maria Fiedlerin, die arme Seele, mußte herhalten; Witzeleien, wie der vergleich der Monica mit einer „Harmonie« »hne Haar." gehören in den Frosch-Pfuhl. Wo di« Sprache in den AuSnahmSfällen gereimt ist, ist der Der« barbarisch, die dichterische Kraft Null. Die Witze, welche bei der Recrutenab-richtung gerissen werden, sind eine schlechte und grobe Auslese au« den Kasernhofblüten der »Fliegenden Blätter.* Doch entbehrt da« Stück nicht einiger reizenden Scenen, und deckt durch lebhaften Wechsel, hübsche Ausstattung, militärische Bilder die Blößen de« Texte«, der mit dem guten Tonwerke, da« insbesondere einige herrliche melodiise D u e t t e auf-w e i« t, im Mißverhältnisse steht. E« ist aber un-statthaft, daß — wie es auch gtstern geschah — solche seelen- und stimmungsvollen Duette, wie ste Herr Sturm mit Frl, Böhm in so Wirkung«« voller Weise wiedergab, durch eine Komik auf eigene Faust gestört werden. Jn frche» Momenten ist die ja sonst recht angenehme komische Wür>e nicht am Platze. Die Scenerie, die Ausstattung und die fichtbare Präcision de« Zusammenfiel«, welche auS der Liebe, mit welcher die Darsteller auSnahmSlo« ihre Rollen mit b«wund»rn»werler Frisch« behandelte», emporwuchs, sind s« mustergiltig, daß wir stolz daraus sein können. Kleinigkeiten kommen ja immer vor. So waren die Studenten nicht besonders „ideal" und der Gegensatz »wischen den Farben auf der Brust und tuf der Kappe jedenfalls >ncommenlm!ßi>, wa» von der Regielührung nicht »u übersehen war. Daß einer von oen Studenten da« Band an dem linke» Beine trug, ist wohl «in kleine« Malheur, wa« jedermann passieren kan», aber «in Beweis, daß der Schau-ipieler sich nicht genug selbst bcobachlen kann. Auch mit der Toilette muß man vorsichtig sein. Herr B. hatt« in der Richtung der Verlängerung re» Rückgrates eine« Totlitiesehler, den ein ehrsamer Schneider mit Zwirn und Nadel leicht teseitlgt hätte. Wir wollen übrigen« nichl nörgeln, denn die Aufführung war ei»« derartige, daß man seine aufrichtigste Freude darüber empfinden tonnte. Nicht wenig hat auch da« Orchester jU dem Erfolge beigetragen, da« Orchester, da« Dank seiner »orzüglichen Schulung und der freudigen, au<-gejeichneten und hingebungsvollen Leitung de» Herrn Dirigenten K. D i m a n t l schon so viele Schwierigkeiten bewältigt hat. Ueber di« Bedeutung deS Herr« Sturm sind wir ja alle einig. Er ist unS eine Perle. Sr war natürlich «in prächtiger Udlanen» Lieutenant, jeder Zoll ein tadelloser Officier. Jn den Duetten wie „Die Liebe ist da» Leben" u s. w. vereinigtt sich der Wohllaut seiner weichen Stimme mit dem warmen Strom der Empfindung, welche Frl. Bö hm, die Vorzüglich disponiert war, in ihren Gesang legt«, ju einem herrlichen Einklänge, der den stürmisch gespendeten Beifall verdiente. Herr B r a k l spielte temperamentvoll und nimmer müde und hatte ein dankbare» Publicum. Herr Hang S w o b o d a bot in seinem Kanonenfabrikanten, der die Sanstmuth selber ist, eine gelungene Leistung, an der man fich mit Recht erfreute. Stramm und schneidig war der Oberst deS Herrn Feld und Herr N e u b e r als General erinnerte Im Pr»fil an den großen deutschen Schlachtenlenker. Die jungen Herren können wir nicht namentlich anführen, da »ir da» erstemal die Ehre ihrer Bekanntschaft hatten, genug sie hielten sich mit ihrem „General' an der Spitze tapfer und hatten auch ihre Bewunderer. Freitag werden die .Uhlanen" zum letztenmal? aufgeführt werden Die „Huld" de« Eillier Publicum», welche Herr Dir. Frinke nicht mit Unrecht und nicht »hne Grund in einem Couplet besang, wird fich auch an diesem Abende schon deshalb wieder er-weisea, weil man sich die „Uhlanen" gewiß ohne Langweilt zweimal anschau.'n kann. Wieder ein au«-verkaufte« Hau« und Herr Dir. Frinke wird wieder von sich fingen: „Mehr braucht er net Eisenbahnverkehr. Abfahrt der Züge »an Cilli nach: Graz: t 38 nacht« (S.-Z): 1*52 nachm. (S.-Z.); 5-34 nachm. (P.-Z.); 3.10 früh (P.-Z); ti'20 früh (Sec.°Z.) ; 8*52 früh (G.-Z.). Laibach: 4-24 nacht« (S.-Z.): 3.23 nachm.(S.-Z ); 1-54 nacht« (P.-Z.); 10.18 vorm. (Sec.-Z); tt — früh, 5'36 abends (G.-Z.) Ankunft der Zöge in Cilli von: Laibach: l°3tt nacht« (S.«Z.): I 50 nachm. (S,-Z>); 5 29 nachm. (P.-Z.): 3*05 früh sP.-Z.)! 9.04 abend« (Sec.-Z.); 8 44srüh sG.-Z.) : Graz : 4 22 nacht« (S.-Z.): 3*21 nachm. (S.-Z.); 1-48 nacht« rksich. ^'»ldni. T?sti»4 »c.» — toben- ,n» ftütfiwilf pult» »nd «oflfrci tu Snd<» - ,Vobn! W. £tttirr»rT» (». ». f. Jurist Wusln »ni,k»i«». Pri<(f lilt» 10 It. V«M. K 1 factnr- Geschäft ,,znr Sonne" Hauptplatz, Oilll, Hanptplatz. I yorarlta Haustoci) i jeder HkUsfr.U i us das Beute lü empfehlen, da an* dem le-ten lliwmwullfaden. welcher etwas iji droht eruugt ist, dadurch an Hulthatkeit Leinen ObertritH. jedoch um die H&itte billiger tu Kleben lumtnt. 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DC vierteljährig 4 fl. SU fr. "*l Abonnemente tonnen jederzeit beginnen. Pribe-Nummrr» gr«tis ux» portofrei. Die öpsditioi der (M Mi-Zeitiig, Wien. L, Echulerslrabe 16. Schöne Bauplätze im Stadtrayon Cilli sind unter günstigen Zahlungsbedingungen zu verkaufen. — Auskunft und Vrrkaufsabschluß durch Herrn Baumeister Higersp erger u. Comp, Grazer Gasse Nr. 10. vn e „THE GRESHAM" Lebcnsrersicherang;»■ Gesellschaft in London. Filiale für Oesterreich : Filiale für Ungarn : Budapest, Franx-Joiefaplatz 6*6, im Haoae der Geeellschaft. . Frcs. 117.550.797 — 20,725.250- — 249.311.449 — 61,872.000.— . 1.728,184.Ö&5-— Wien, I., OlitUitrin« im Haus« der Gesellsehast. Activa der Gesellschaft am 30. Juni 1891....... Jahreseinnahme an Pr&tnien und Zinsen am 30. Juni 1891 Auszahlungen för Versicherungs- und Renten-Verträge und für RQckkfiufe etc. seit Bestehen der Gesellschaft (1848) . . In der letiten zwOlfmonatlichen Geschäftsperiode wurden bei der Gesellschaft für.................. neue Antr&ge eingereicht, wodurch der Gesammtbetrag der seit Besteben der Gesellschaft eingereichten Anträge sieh auf stellt. — Prospecte und Tarife, auf Grund welcher die Gesellschaft Poiizzen ausstellt, sowie Antragsformulare werden unentgeltlich ausgefoigt durch die Herren Agenten und durch die Cnckl>«»rwl-Afrcmur In I^alliarh. Triesterstrasse 3 bei u I«I o Zeorhko. m—c |>aiY.-issckini(lmac Die Sparcasse der Stadtgemeinde CILLI übernimmt in "Verwahrung resp, in's Depöt: Staat«- null Banknote», 11 Z Werthpapiere des. In- und Auslandes, (Kassenscheine und Einlagsliücher von Sparcassen und anderen Creditinstituten gegen eine mässige Depot-Gebühr. Die näheren Bedingungen sind im Amtslocale der Sparcasse der Stadtgemeinde CILLI zu erii»hren. !He IMiTrffoN. AI» \ebe,i»lellen der flBtrrr.-uiiff. Bank öbernirnint die Sparea>»e der $tadtgeiiieiiide Cilli aoeh alte bankfähigen Ueehael zur Ueberinittliing an die Bankfiliale iro-Conto bei der österr-ungar. Bank Nr. 4, Lit E. io:ts» ÜBERSIEDLUNGEN in loco u. nach Auswärts besorgt billigst TNy unter Garantie Das Specä.itioon.s-IB-a.rea-u. ZBBC3E3ITOI-iZD &Z > <11 I I, TtlltbllHUMKIlHMC 3. Bs wird gebeten, Uebersiedlungen einen Tag vorher anzumelden. 1892 .D,«tsch- Wacht" Muster nach allen Gegenden franfo. c> w U Ä Tie an» ann besten Zabritate mobernster Tuchstoffe. echt, hattbai und prel»würi>v tslr Anzüge und jeden Zw^it versendet gegen Rachnahme meterweise auch an Piioaie und Schneider für den Frühjahr- und Sommer Bedarf das Depot k. k. priv. Tuch- und Sctiaswollivaren Fabriken »»»»«»»«»»»»»»»»»»» »va«»»»»»»»»»»»»»»» Ki\ Moriz Schwarz in Zwittau i nächst Arünn. ~ »»»»»»»«»»»«»»»»«»» =5 u u & u At u R ♦ tk£ B Sämmtliche Uniformstoff», Militärtuche und Ogati-flrungen. Wasserdichte Loden- und Iagdtuche. 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Auskunft bei JOHANN VRECER, in Cilli. 106 Stall sannt Mm« im neuen Stallner sehen Hause ist sofort zu veralteten — IS Auskunft bei Herru KGERS DORFER. L 1W4. Kundmachung. 126 Es wird hiemit zur allgemeinen Kknntni« gebracht, daß dem bi«-derigen städt. Friedhosscommifsär. Herrn Johann Pseif.r. di. Besorgung dieser Geschäfte mit heutigem Tage abgenommen und mit denselben der städt. Oeconom, Herr Peter Derganz, betrau« wurde. E» ist sich daher von Hute an in- Friedbof«». beziehungsweise BegräbniAangelegenheiten während den Amt»stunden an den städlischen Oeconomen und außer den Amisstunden an die städtische SicherheitSwache zu wenden. Ttadtamt Cilli, am 15. Februar 1892. Der kaiserl. Ralb und Bürgern» tster: Dr. ?te«kerinann Ein besseres Mädchen, welches Lust und Lieb« zu Kinlm (2 Mädchen) hat, wird unter göufign Bedingungen »ofart aufgenommen. Adresse in der Kiped. d. BI. 119 st. In-D'ie Die seit dem >ahre 1811 b Institut Windbichler. Zögling-Aufnahme fiir das IL Semester. 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Hochachtungsvoll^ 115—15 Joh. flrnttiuehrr. Handelsgärtner. P*3 3 3. Decoratioaen lirUIeM«« MlMfWronieD büllist I wird in dieser Saison nur noch bis 20. März ordiniert, Cilli, Spare»*«-Gebinde. 5»—20 Ein Lehrjunge au» besser>• in Haus- mit guter Schulbildung, der deutschen und slovenisehen Spruche m&chtig, wird in einem Speeerei-GefchWte sotort aufgenommen Antrage an die Expedition d. Blatte*. 114—17 Tlcatipü QDd eneraiscDen Personell wif.l Orl^irenh.lt reb.tm drreh d*n Ver-U«( (Mlillch erlaub««« Bte.a.ts-^'räi.aa.ieaa.-Xj©»« monaltlch 100— IäO fl. »a verdienen. Eventuelle feste Anstellung mit (.ehalt nicht »Mi:eselilossen. Offerlen »üb: .»er dienst * an Sie AniHsuevn-Kxpediiion Heinr. Schale* Wien. Das Gasthaus „zum Felsenkeller" in Cilli und da» „Tiotrl Jlülsrr" in Markt Tiissrr sind prompt zu verpachten oder aus Rechnung zu stehen. Bewerber mögen ihre Offerte an Tim. «utetz in Sacbsenfeld richte». 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