HEZILMEIli wwhmi» M Bpf ^ SmUi-SoiuiUg IS apl snaitiugtt gntuns Amtliches Organ des «K^Steirischen Heimatbundes Vtnag und Schrlftleitunfi Mafhurf a. d, Drau, BadgasN Nf, Ptmnift 25-0'< ^recheint wOchentllcli techsmal als Morgtnialtung (mit Ausnahme der 2Ionii* and 29-68, 354X>. Ab 18JO Uhr tot ala Sehrlftldtunf nur aut Pamrul Nr. 2841 Pcicrtage). BeaugsprelB (im voraua tahlbar) monatlich IW 2.10 einachl Fo8tga> arrelchbar. — Unvartanfta 2nachflftaa werdan nicht rackaeaandt — Bei oQhr; bd Ücferunf im Streifband zuxQgl. Porto; bei Abholen in der OeachiftssteUa Anfragen iat dsa KflckpoTto baizulegafl. — Foatacbackkonto Wiaii Nr. 64.608. KM 2.—. Altreich durch Poat nonatUch RM 2.10 zuzflgl 38 Rpt Zuatellgebflhr Wr. 261 3Rar5uro-2>rau, Sreitag, 16. Geptembtr 1942 62.3aOrgans Der Rampf schreitet nnanfhörlicli vorwärts G«gmangriff« dw Boüsch Ihre Abschüsse, Pak pulvert von den gegenüberliegenden Höhen herüber, Panzer schießen aus der Flanke, Fliegerverbände Oberschütten uns mit Bomt>en und drehen vor den deutschen Jägern schnell wieder ab, dazwischen knallen die harten Einschläge der Granatwerfer. Es Ist eine Hölle, dieser Lärm und das Krachen, das heulende Pfeifen der Geschosse k\ der Luft, der Regen der herumfliegenden Splitter, das Staubaufspritzen der Erdfontänen, die ständig bebende Sdts 3 ^►Marburfer Zeitungc 18. September 1942 Nummer 201 ' Die indisciien Moslems drohen mit Gewalt Scharfes Echo auf Churchills Indien-Rede — Selbst Tschun^klng fordert Freilassung der gefangenen Nationalisten Erde, der beißende und stinlcende Pulver-dampf und dazwischen der harte, fast pausenlose MUndungsknaH der Abschüsse der deutschen Batterien. Durch dieses Inferno müssen die stOr-nonden Infanteristen hindurch. Sie müssen immer wieder ihr Hera vorwerfen, sie müssen tapfer und hart bleiben, zäh und kaltblütig, und sie dürfen nicht daran denken, daß sie in der nächsten Minute vielleicnt verwundet liegen bleiben oder nicht mehr leben. Der Lärm des Infanteriekampfes, das Tacken der Maschinengewehre und Maschinenpistolen, die Abschüsse der Karabiner, der trockene Knall der leichten Infanteriegeschütze — dies alles klingt in diesem dröhnenden Kriegskonzert nur wie das tändelnde Gezwitscher leichter Piccoloflöten. Und doch entscheiden dies leichten Infanteriewaffen und die Männer, die mit den Waffen in der Hand kämpfen, die Schlacht. Sie müssen einen Bunker, einen Graben, ein Loch und eine Stellung nach der anderen ausräumen. Drüben am.Hatig sitzen die sowjetischen Auffangsbataillone, deren Maschinengewehre genau auf die eigenen Bunker und Stellungen eingeschossen sind und die rücksichtslos auf die eigenen Leute schießen, die den Kampf aufgeben wollen. Die Sowjets sind fertig, am Ende ihrer Kraft. Gefangene taumeln und torkeln uns mit entsetzten Gesichtern entgegen, über einen Hang führt ein Gefreiter 20 Sowjet-armisten herauf, die aus ihren Löchern herausgeholt werden. Da knallt ein sowjetischer Panzer mit genau gezieltem Schuß mitten in die Gruppe hinein, acht Manm bleiben mit schweren Verwundungen liegen. Dem Gefreiten, der hi einigen Meiern Abstand hinter den Gefangenen ging, ist nichts geschehen. Diese eine Szene ist wie ein Symbol der Schlacht um Stalingrad, die von den Bolschewisten bis zur Selbstvernichtung geführt wird. Die Stadt wird zum Gleich-ni« eines infernalischen Unterganges, der weder die kämpfenden Soldaten schont noch den geringsten Funken des Erbarmens gegen die wehrlose Zivilbevölkerunj? kennt. Wie es in der Stadt aussieht? Vor uns brwinen die Gebäude am Südrande des Flugplatzes, die Kasernen und die Fliegerschule. Aus dem südlich li^[enden Hang, auf dem sich die Bolschewisten eingenistet haben, geht ein Haus nach dem anderen in Flammen auf. Die Dächer sind zerfetzt, die Balken stehen sparrig aus den Bauten, alle Fensterscheiben sind zertrümmert, und die wenigen Bewohner, die noch geblieben sind, hausen in Erd- und Kellerlöchern. Das ist das erste Angriffsziel des Regiments. Das Gewitter der Salvenschüsse braust über uns hinweg, wir können uns gerade noch hinwerfen, mitten in eine Gruppe gefallener Sowjetarmisten. In das pfeifende Surren der Granatsplitter und in den Gestank der abziehenden F^lver-schwaden mischt sich das leise Summen tausender glitzernder Schmeißfliegen und der widerlich süßliche Geruch verwesender Kadaver. Das Feuer der feindlichen Artillerie läßt nach, die Sowjetpanzer sind ausgeschaltet. Aber unsere Kämpfer brauchen auch eine kurze Pause, sie müssen wenigstens Atem holen, ein Stück trockenes Komißbrot kauen, einen Schluck Wasser trinken oder eine Tomate aus den zerstampften Vorgärten beißen können. Der Regimentskommandeur diktiert in einem Erdbunker dem Schreil>er den neuen Regimentsbefehl: 12.30 Uhr tritt das verstärkte Infanterieregiment zum Angriff auf das zweite Tagesziel an . . . Ein junger Leutnant wird zum Kommandeur befohlen. Der Offizier trägt das EK I und das Infanteriesturmabzeichen. Der Kommandeur befiehlt dem Leutnant; *Sie setzen sich an die Spitze des Bataillons, führen den Angriff und reißen durch Ihr Beispiel der Tapferkeit das ganze Bataillon mit. Die Häuser auf der Anhöhe müssen genommen werden, sonst war der ?;anze Angriff umsonst.« Der Offizier meldet sich ab, keiner spricht ein Wort. Aber er muß spüren, daß ihn unsere guten ^oldatenwünsche wie ein schützender Mantel umhüllen. Um 15.15 Uhr hat nicht nur dieses Bataillon, sondern das ganze Regiment sein rweites Tagesziel erreicht . , . Und dann 'commt der Abend. Beißender Qualm zieht Iber uns hin und rundum züngeln die ■^lammen glosender Brände wie riesige Wachtfeuer auf. Kriegsberichter Oswald Zenkner r>rack and V«rl«ci Marborger Verlan* and Draclcerel-Oet. m b. H. — Verltfaleltonc: Ccoa BanmEartner; Mauptschrlftlaltarr Aatoa Qersctaack: all« la Marbart «. d. Draa. BadKaua 6. Zur Zait HIr Anzelteo die Preisliste Nr. 2 vom 1. Jall 1943 tOlUg. Aasfall der Lieiemnc d«f Blattea bei hfiherer Ocvalt »der Betrtebast5rniic Clbt keinen Anaprvcta Aoi Blcfcfatiaiig da« BeatcweldM Lissabon, 17. September Das indische Echo auf die drohenden Worte Churchills an die Adresse Indiens wird in London in weiten Kreisen mit Beunruhigung registriert. Der »Daily Herald«, aas Organ der britischen Arbeiterpartei, kann aus dem Echo aus Indien nur eine für Churchill und Attlee — den Mitverfasser der Churchillrede — wenig günstig klingende Bilanz ziehen. Selbst die gemäßigten Inder bezeichneten die Rede als einen Versuch, durch donnernde Rhetorik und verallgemeinernde Ankündigungen die Tatsache zu ver«;chleiern, daß die britische Regierung keinen neuen Ans-gleichversuch unternehme. Wenn die Regierung schon keine Vorschläge zu unterbreiten habe, so fährt das Blatt fort, so sollte sie wenigstens darauf verzichten, durch herausfordernae Reden die Zahl der Gegner Englands in Indien noch zu vergrößern. Die Lahore-Zeitung »Tribüne« spricht in diesem Zusammenhang von Churchills »erstaunlicher und völlig unentschuldbarer Unwissenheit« über die Bedeutung der indischen Kongreßpartei. Die Zeitung meint, Churchill habe mehr Fehler in seinem Leben begangen, als man von einem Staatsmann erwarten dürfe. Aber von allen seinen Fehlern seien die Beleidigungen Indiens der größte. Die in Madras erscheinende Zeitung »Hindu« schreibt; »Churchill hat in 4()0 Worten mehr heftige und böswillige Ausfälle gegen Indien hineingepackt, als er während aller sich so sehr hinziehenden Debatten über das Indien-Statut im Unterhaus bisher zum besten gegeben hat, Churchill ist Indien gegenüber ebenso unverantwortlich, wie arrogant und blind.« »Bombay Chronicle« Stockholm, 17. September In der letzten Ausgabe der »Saturday Evening Post« erschien ein Artikel von Edgar Snow, dem verantwortlichen Beobachter für asiatische Angelegenheiten, in dem er erklärt, die Vereinigten Nationen könnten nicht hoffen, Indien sowohl' gegen die Inder als auch gegen die Japaner halten zu können. Er findet, daß das Prestige der Briten und ihrer weißen Bundesgenossen auf der indischen Halbinsel zerstört ist und glaubt, der einzige Weg, Indien zu halten, bestehe darin, den Indern die unmittelbare Kontrolle über jede Phase ihrer nationalen Angelegenheiten zu gewähren, was mit dem Verteidigungserfordernissen nicht unvereinbar sei, wobei man aber ganz genau festlegen müsse, worin diese Verteidigungserfordernisse eigentlich bestehen. Die »Chicago Tribüne«, die Teile die-j ses Artikels anführt, fügt hinzu, daß die Behandlung der britischen politischen Angelegenheiten im Frieden ein ausschließliches Vorrecht der britischen Regierung sei, daß aber seit Kriegsausbruch und seitdem Amerika die Auswirkungen eventueller britischer Irrtümer teile, die amerikanische Regierung das Recht habe, an der Behandlung gewisser diplo- schreibt; »Churchill hat" in seiner Unter-hausrede versucht, das gesamte Indienproblem absichtlich verzerrt darzustellen.« Auch die »Times« berichtet in längeren Ausführungen über die Reaktion der indischen Presse auf Churchills Unterhauserklärung, die sie mit Enttäuschung, Erbitterung und Empörung bezeichnet. Vor allem die Blätter der indischen Nationalisten überschäumten vor Wut über d^n Ton der Churchill-Erklärung. Die »Civil and Military Gazette« bemerkt ironisch, hätte Churchill vergessen, 200 Millionen politisch uninteressierte Inder in seine Gesamtaufstellung »fiational« gesinnter Inder aufzunehmen, dann hätte er zweifellos zu seiner eigenen großen Zufriedenheit beweisen können, daß die Zahl der Anhänger der Kongreßpartei sich auf minus 45 Millionen stelle. Diese Zeitung schreibe dann weiter, die Kongreßpartei habe in der Tat seit vielen Jahren die Sympathie welter politisch interessierter Kreise Indiens, weil sich die politischen Ziele all dieser Inder in einem Punkte träfen, nämlich der Forderung auf Befreiung Indiens vom britischen Joch. Mahomed' Ali Jinnach, der Präsident der Moslem-Liga, kritisierte ebenfalls erneut scharf die letzte Rede Churchills. Diese Rede habe erneut gezeigt, erklärte der Moslem-Führer, daß die britische Regierung die Moslem-Liga nicht gebührend in Rechnung setze. Wenn sie wollten, könnten die Moslems den Briten viel mehr Schwierigkeiten machen. Auch diese versteckte Drohung ist ein Resultat der Churchill-Rede. Der jf^tzt bekanntgewordene Einmischungsversuch Tschungkings in die britische Indienpolitik hat in englischen I matischer Fragen in verschiedenen Tei-I len der Welt teilzunehmen. Neue Koliehlivslrafen für Indien Bangkok, 17. September Die Polizei verhaftete Mitglieder eines Dem/)nstrationsumzuges in Gunta. Eine Kollektivstrafe von 5000 Rupien wurde der Ortschaft Pagal Shabar auferlegt. In Amehdabad wurde eine Polizeistation und ein Postgebäude mit Steinen beworfen. Neun Inder wurden im Zusammenhang mit diesen Ausschreitungen verhaftet. Die Beamten der Stadtverwaltung in Amehdabad sind in den Streik getreten. Die britische Polizei versuchte in Islampur die Bildung eines Demonstrationsumzuges mit Lathis zu verhindern und ging, als ihr das nicht gelang, unter Anwendung von Schußwaffen vor. Ein Inder wurde durch einen Revolverschuß sofort 1 getötet, während fünf weitere verwundet wurden. Einer großen Zahl von Ortschaften in der Provinz Madras wurden Kollektivstrafen von insgesamt 189 000 Rupien auferlegt, und zwar zur »Bezahhmg von Schäden, die an Eisenbahnen und Regierungsgebäuden anläßlich der Kongreß-Ungehorsamkeitsbewegung entstanden sind«. Kreisen Delhis wie auch In London seWY geteilte Aufnahme gefunden. Von offizieller Seite aus Tschungk'ng ist angeregt worden, die verhafteten Führer der nationalistischen Freiheitsbewegung in Indien auf freien Fuß zu setzen. Besonders deutlich wird die chinesische Presse. Die »Central News« macht sich in sehr scharfen Worten Über die Indien-Ausführungen Churchills im Unterhaus Luft. Der Fflhrer zum dillenischen UnaimangiQlceltslaii führerhaufptquarti'^r, 17. September Der Führer hat dem Präsidenten der Republik Chile Juan Antonio Rios zum chilenischen Unabhängigkeitstag am 18. SeptenVber mit einem in herzlichen Worten gehaltenen Telegramm seine Glüok-w^ünschc übermit^sit. Zvei neue EichenlaolilrlBn' Berlin, 17. September Für seine erneute hervorragende Bewährung im Kampf gegen den Bolschewismus wurde der am 30. April 1916 in Hausach (SchwarzwaW) geborene Ritterkreuzträger Oberleutnant Werner Ziegler, Bataillonsführer in einem Infanterieregiment, vom Führer mit dem Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes ausgezeichnet. Ebenso vertieh der Führer einem Reserveoffizier aus Ratibor (0. S.), dem Ritterkreuzträger Leutnant Gerhard Hein in einem Infanterieregiment, das Eichenlaub zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes. Teilgestindnis ni Tobrah Berlin, 17. September Die britische Admiralität gibt jetzt zu Gern gescheiterten Tobruk-Unternehmen zunächst den Verlust von zwei Zerstörern zu. Sie tragen die Namen »Sykh« und »Zulu«. Die Schiffe wurden im Jahre 1938 In Dienst gestellt und haben eine Wasserverdrängung von je 1870 t. Ihre Bestük-kung bestand aus acht 12 cm-Geschützen, vier 4 cm-^Flakgeschützen, acht Maschinengewehren und vier Torpedorohren von 53,3 cm Kaliber. Die beiaen Zerstörer gehörten zu der modernsten britischen Zerstörerklasse. Sie hatten eine Geschwindigkeit von 36,5 Knoten. Die Besatzung belief sich auf je 240 Mann. Der smnlscfe-aiMriluHiiscIie RaHnrkongress Buenos Aires, 17. September Zu einer eindrucksvollen Kundgebung der Verbundenheit von Alter und Neuer Welt gestaltete sich die Eröffnungssitzung des spanisch-amerikanischen Kulturkongresses in Salta, der Hauptstadt, der gleichnamigen argentinischen Provinz, Die eigentliche Tagung des Kongresses mußte wegen der internationalen Ereignisse auf das Jahr 1943 verschoben werden; der Kongreß beschränkte sich daher in diesem Jahr nur auf Feierlichkeiten, wobei die Bedeutung der Verbundenheit mit der spanischen Kultur Südamerikas hervorgehoben wurde» Eine besondere Note erhielt die Veranstaltung durch die Anwesenheit des Staatspräsidenten Castillo, der I sich gerade auf einer Reise durch die Nordprovinzen befindet. HütaelUuktUlUik Der neue Japanische Anftenmlntiter ernannt. Der Präsident des Informationsbüros der Regierung Masayuki Tani wurde zum Außenminister ernannt. Er behält gleichzeitig den Posten des Präsidenten des Informationsbüros bei. Die Japanische FreundschafUmlsslon nach Nanking unterwegt. Die japanische Freundschaftsmission für Nanking, an deren Spitze Sonderbolsohafter Hiranuma steht, fuhr am Donnerstagvormittag von Tokio ab, um den Besuch Wangtschingweis zu erwidern, dem sie eine Sonderbotschaft des Tenno überbringen wird. Eine neue ungariiche Kriegsauszeichnung. Der Reichsverweser hat eine neue Kriegsauszeichnung geschaffen: die Goldene Tapferkeitsmedaille für Offiziere am Kricgsband. Die Goldene Tapferkeitsraedaille wurde bisher nur an Mannschaften verliehen. Der neu« Orden ist eine der höchsten ungarischen Kl iegseuszeichnungen. Die Boischewisten bjrauchen Lastkraftwagen. Wie die ,|News Chronicle" meldet, braucht die Sowjetunion jetzt dringend Lastkraftwagen, nachdem sie den größten Teil ihrer Eisenbahnverbindungen verloren habe. Ihr Bedarf an Lastkraftwagen sei sogar min* destQiu ebenso groß wie der an Tank«. Heinrich tlolimniin (Sclierl-iVt.) Zur Gründung des europälsc hen Jugendverbandes in Wien Unser Bild zeigt Reichsleiter Baidur von Schirach (rechts) und den Führer der italienischen Jug''nc!"ig'!nisalion „GJL" Minister Vidussoni (links) bei der Uutf ichnung des Gründuuuspiotokolli Forlsdireltende ERtmindlgung Englands Die USA nehmen den Krieg als Anlass, innerbritisclie Angelegenlieiten zu Uberwaclien .Kummer 261 »iWarburger Zeltunf*« 1?^. Septenit)fr 1042 ^elte 3 Erlebnisbericht vom Kampf bayerischer Gebirgsjäger um den höchsten Icaulcasischen Glpfoi im ewigen Eia kaukaalscher Gipfel vollbrachten deutsche Soldaten eine Tat, die nicht allein unter Bergsteigern, sondern auch in der deutschen Kriegsgeschichte als groB-'artige Leistung bestehen bleiben wird. Nachdem feindlicher Widerstand gebrochen worden war, kämpfte sich am 21. August ein Stoßtrupp bayerischer Gebirgsjäger in unvorstellbarem Schneesturm bis auf den 563J Meter hohen Elbrus-Gipfel durch. Um 11 Uhr vormittag wurde dort die Relchs-kriegsflagge gehitU. IStUrniiAch den Borgen zu Anfangs Axigust hatte die Division bei Rostow den E)on überschritterL Nun rückte sie in gewaltigen Märschen südwärts, den Bergen entgegen. In jenen Tagen gab der DivlsionsJtonunandeur Befehl, eine Hoch-gebirgskompanie zu büden. Die Einheiten der Division stellten dazu ihre im Kampf bewährtesten alpin geschulten Mäimer ab. Für die junge Kompanie kormte es nur einen Aiiftrag geben: Den Weg zum höchsten Gipfel dee Kaukasus 2^ erkämpfen! Der Feind sperrt das obere Kubantal. Bei Tscharkesak greift die motorisiei'te Voiaus-abteilimg an. Auf abschüssigen Bergpfaden umgeht sie nachts den Feind und reibt ilui im Morgengrauen auf. An der Vormarach-•traße häufen sich auf Kilometerlänge die fauchenden Trümmer: Panzer, Artillerie, Lastkraftwagen, vollgepropft mit Maschinengewehren und Granatwerfern. Der Weg zum Elbrus Ist frei! Die letzten Gegner flüchten vor der Spit?^.-der Hochgebirgskompanie in die Bergwälder Jfl^un muß die Kompanie buchstäblich um-flatteln. Vom Auto imd der Karrette auf Tragtiere. Das ist schwierig. In drei Jahren Flachlandkrieg ging nianchcs verloren, pauptmann G., der Kompanieführer, leiste' schon hier mit seinen Männern Betriichl. llchea. Noch am gleichen Tag marschiert die Spitze 35 KÜometer In das Kubantal hinauf. Die Bewohner des Hochtales, ein armes, aber-stolzes und kriegeriachea Volk, helfen bereit ■ willig. Sie hassen den Bolschewismus wie Wir; seit einem Jahrzehnt führen sie heimlichen und blutigen Krieg gegen ihn. Der Bergtcufel hat die Jäger gepackt! Am nächsten Morgen stürmt die Spitze weiter talauf. Eine Büchse Fleisch und Brot im Rucksack. Die kleinen, einheimifwjhen Ssel sind unentbehrliche Helfer geworden. Sie schleppen Gewehre und Munition, Zelte und Decken, Bispickel und iSteigoisen. Hinauf, hijiauf t Der Bergteufel hat die Jäger gepackt. Wer denkt noch an den Feind? Der Wastl verschwor sich, den letzten roten >Hanselen« mit dem ELspickel den Garaus zu machen. Etliche Russkis kommen der Spitze in die Quere, heben die Arme hoch und grüßen untertänig. Zurück mit ihnen zur TalbrUcke. Dort kann man Arbeitsdienst gut gebrauchen. Am Abend lagert die Spitze der Kompanie bei einem Ahn-Kolchos. Welche Armut! Die Kinder laufen nackt herum, die Älteren haben Fellfetzen um ihre Blöße geschlungen. Hier sind Jahrhunderte spurlos vorübergegangen. ' Nachts raßt ein Wolkenbruch. Unter der Zeltbahn fließt das Wasser »frelweg«. Frierend erwarten wir den grauenden Tag. Als die Sonne ins Ulu-Kan-Tal hereinacheint und wir den brausenden Wildwassem nach zu Berg marschleren, haben wir die trübe Nacht längst vergessen. Wir nahem uns der 3000-Mftter-Grenze. Zur Abendzeit überfällt uns auf einer kümmerlichen Hochweide der Nebel. Halt wird befohlen. Wir breiten die Zeltbahnen aus. Der Benzinkocher summt. Rot brennt eüie Gipfelwand des Elbrus l^ber rauchblauen Gründen. Nah sind wir dem höchsten Gipfel! Auf schmalen Steigen keuchen wir am Morgen dos 16. August hinauf zum Chotju-Tau-Paß. Ein letzter, verspäteter Büschen AlmPosen leuchtet zwischen grauem Gestein. Kalt wird die Welt imd einsam. In den Sandbächen und Steinrinnen, die vom Paß tal- Von llffz. Karl N. Kempter wärts stürzen, mischen die Mulla, schnellen sich katzengleich, funkenschlagend auf festen Fels. Sie miisaen sich erst an die veränderten Pfade im Hochgebirge wieder gewöhnen. Ein Tier stürzt im abbrechenden Gestein. Der Treiber vermag es noch zu halten, doch die Last gehört dem Abgrund. Gegen Mittag rasten wir tiefatmend auf der ^546 Meter hohen Paßhöhe des Chotju-Tau. Aua schwindelnden Abgründen steigt ein Heer von weißen Gipfeln ringsum in die Wolken. Wer kann soviel Naturgewalt auf einmal fassen. Unsere Augen, abgestumpft vom Einerlei der Ebene, ertrinken noch fassungslas in den ungeheuerlich gestaffelten Räumen. Frierend stehen nahebei die Esel imd Mulis im Gletscherwind und stecken die Nüstern einander in die Schultern. Im Wind-schatten der Steinblöcke, die der Gletscher heranschob, ist es leidlich warm. Doch der Berg treibt. Jede Stunde Rast scheint eine verlorene zu sein. Verpflegung für die näch-''ten Tage wird ausgegeben. Nim sind wir Mittag sagt der Kompaniechef: Morgen tragen wir die Fahne auf den Elbrus. Unter allen Umständen, I>er GipfelMturm Stockdunkle Nacht beim Abmarsch am 21, August, früh 3 Uhr. Sieben Seilschaften steigen auf. Kein Stern leuchtet, schwarz und düster tlrohen die Firnhänge. Der Gipfel hat eine Woikenkappe. Zögernd wird es Morgen. Wir steigen welter. Nebel brauen \im uns. Das Morgenrot erlischt. Graue Dämmerung hüllt uns ein. Mit dem Eispickel voraussichernd, steigen wir in die hohe Scharte. Stetig wächst der Schnee um uns. StellenweLse reicht er schon über die Knie. Der Wind jagt brennende Schneenadeln ins Gesicht, überkrustet gleich schwerem Panzer die Ausrüstung. Längst haben wir die 5000-Meter-Grenze hinter uns. Das Steigen wird immer schwerer. In 5300 Meter Höhe ragten wir in einer Ein Wunder, daß wir sie fanden. M\- - > ' V«- I ^ bieguszeichcn in Sturm und Eis Aiifiiahnien: Uffz. K. N. Keniutcr Ein Elserner ganz auf das angewiesen, was des Mannes Rücken trägt. Im grellen, blendenden Glast stapfen wir über den Gletscher. Er ist der unterste Zipfel der ungeheuren weißen Eishaube, die sich der Elbrua übergestülpt hat. Beim Abendessen in der Schutzhütte auf 4200 Meter berichtet unser Kompaniechef die abenteuerliche Einnahme des Stützpunktes. Er stieg allein voraus über den Gletscher auf die Hütte zu. Auch als er sich Bolsche-wisten nüt Gewehren im Anschlag gegen-übersaJa, sei er weiter gegangen. Vier Sow-jetoffizicre und Mannschaften hatten eine Stimde voi-her die Hütte besetzt Zwar hätten die Offiziere flugs ihn, den Hauptmann, gefangengenommen und ihm auch gleich ilas Erschießen angeboten — doch sei es ihm gelungen, die Gegner davon zu überzeugen, tiaß sie ausweglos eingeschlossen seien; sie gäben sich gleich am besten ihm, dem Gefangenen, gefangen. Betretenes Schweigen bei den »Siegern«. Etliche Mann seien abgezogen, der Rest habe sich freiwillig ergeben. ^weit der Hauptmann. Die Überläufer sehen wir gleich darauf. Meist Kaukasier und dunkelhäutige Bur-achcn aus dem Pamir. Sie bringen uns den Tee an den Tisch. Unikeliren!! Am 19. August um U Uhr morgens steigen wir auf. Die Sterne werfen ihi* Netz über alle Gipfel, die unzäliligen. Der Wind schweigt. Das Wetter scheint faat zu gut für unsere Unternehmung. In 4800 Meter Höhe konrnit die Soime über den gezacktcn Horizont. Wir marschieren geradewegs in eine ergli'diende Wolke hinein. Tief liegen die hohen Gipfel um uns. Weißstaubend im frischen Wind lockt der Elbrus. Minuten später Ist der Woststurm da! Schleudert braune Wolkenballen aus den blauen Tälem, treibt graue Nebelfetzen über die schimmernde Eisbrücke. Wir sehen den Gipfel in Schnee-schauem verschwimmen, hören den Befehl des Haupmanns: Umkehren! Umkehren, jetzt?! Dem Gipfel so nahe . .. Zum erstenmal fühlen wir nun wieder, daß wir Soldaten sind. Schweigend stapfen wir talwärts. Krieg In 4500 Sloter Höhe Der Nachrichtentrupp hat ein Funkgerät bis auf 4200 Meter Höhe hinaufgoschleppt. Das ist sehr wichtig. Unsere SchutzhUtte ist der vorgeschobenste Pimkt m der ganzen Bergfront. Das Baksantal linkerhand hält jtarker Feind besetzt. Der Gegner drückt Herauf. Seine Späher schleichen am Rande les Gletschers. Wir stehen auf Wache, Tag md Nacht. Ti-otz Sturm und Nebel werden tampfstarke Spähtrupps Uber das Eis ge-■jchickt. Eine Feldwache hält den Chotju-Vau-Paß, imsere einzige Verbindung mit dem Cuban-Tal, besetzt. Am 20. August wird ein Funkspruch von der Division aufgefangen. Minuten später wissen alle: Ea eilt! Der Schnee drang durch die Ritzen ein und liegt hoch darin. Die Köpfe zwischen die Schultern geduckt, kauem wir unter dem Eis der Hüttendecke auf dem Schnee, haben den Blwacksack um die Schultern geschlungen, essen harte Schokolade und starren auf die grüne Flamme des Benzinkochers. Im Kessel reift ein »Gipfeltrank«, Kaffee, Kondensmilch, Honig. Alles Nahrhafte \^drd in den einzigen Topf geschüttet. »Auf geht's, Zeit ist's!« schreit Oberarzt I>r. V. K. von draußen herein. Die Raststunde ist um. Wir kriechen aus dem engen Schlupfloch hinaus ins Schneetreiben. Gipfel sehen wir keinen, aber wir ahnen des Großen Nähe. Die Fahne auf den Gipfel! Über eine flachansteigende Fimhalde, durchsetzt von schwarzen Steinblöcken, keuchen wir gipfelwärts. Mann dicht hinter Mann, voraus ein alter Bergsteiger und Ge-birgssoldat, Oberfeldwebel K. Er trägt die Reichskr'egsflagge. Eng rafft er das Tuch an sich, der Wind zerrt daran. Stürmischer wird das Schneetoben. Der Hang steüt! 50 Grad, atellenweLse 65 Grad stürzen die Fim- imd Blankeiswände ab. Der gewaltig anschwellende Sturm reißt das Tuch dem Träger aus den haltenden Fäusten. Frei flattert das Kreuz im roten Feld. Ein roter Fleck im grauen, wogenden Orkan. Der tapfere Oberfeldwebel preßt den Fahnenschaft an den Körper. Die eisen-bewehrten Beine in den Hang gestemmt, die freie Hand mit dem Pickel ins steile Eis verkrallt, so steht er vmd kämpft, Schritt um Schritt, gipfelan. Und die Fahne läßt er flattern. Graue Schatten, verstreut im Gipfeleis, kämpfen um den Sieg. Hin und her schüttelt der rasende Schneesturm die Erschöpften. Eine Eisflanke dräut. Wir müssen sie überwinden. Arme und Beine ringen sich über die spiegelglatte Fläche hinauf zur krönenden Schneewächte. Endlich legt sich der Berg zurück. Im selben Augenblick übertönt eine helle Stimme den heulenden Wind, schreiend Im Überschwang einer höchsten Lebensminute. Auf schmalem Grat flattert im rasend anschwellenden Stumi die Fahne. Das muß der Gipfel sein. Sehen kann man nichts mehr. Elana-cletn verkleben das Gesicht, verkrusten die Schutzbrille. Man mu(^ die Faust auf die Axigen schlagen. Da bricht die Kruste. Vor mir ein Antlitz, in dessen vereisten Zügen nur zwei schmale Augensjialte lebendig sind, eine Hand hebt sich und ein Ruf klingt üb?r lem Gipfel: Sieg-Heil! Kameraden knien und liegen im Schnee. Geschart um die Feldzeichen der zwei Ge-birgs-Divlsionen, die den Sieg erkämpften. Und in der Mitte weht am Schaft die Reichs-kriegsflagge, von haltenden Fäti.iten umklammert. Deutschlands Fahne über allen Gipfeln! PK-Kricüsherichter Hoepncr (Seh) Oberleutnant Hermann Graf Der fünfte Soldat, dem der Führer die Brillanten zum Ritterkreuz dos Eisernen Kreuzes verlieh Ein Zusammentreffen mit Oberleutnant Graf PK ..., 17. September Wir erwischen Oberleutnant Graf am Feld-telephon. Eine Stimme im schwäbischen Dialekt meldet sich. „Also gut, kommen sie morgen m der Früh iiwischen sieben und viertel acht Uhr herüber, da komme ich gerade vom ersten Feind-f!uq zurück!" Der Morgen bricht an, wolkenlos. Pünktlich sind wir zur Stelle. Die Männer erzählen uns, daß der Oberleutnant bald zurückkehren wird. Sie berichten, daß er joden Tag einige Genossen abserviert. Vor einigen Tagen habe ei erst den 150. gehabt. Da haben ihm seine Männer ein prächtiges Schild 1US Holz geschnitzt mit der Zahl 150, Wenige Tage darauf hat er weitere zehn Sowjets abgeschossen, dn haben sie nur r.isrh mit Kreide eine ,,1B0 auf die Tafel malen können. Eine ME HM) sticht jetzt den Platz an und warkell. „Er hat wieder einen! schreien die Männer. „Nein, er ist es nicht, es ist sein Katsch-marekl" — '„Dann hat er bestimmt auch einen!" So schallen die Rufe durcheinander. Aber dann kommt die gelbe ,,11" und landet ohne Wackeln. Aus dem Flugzeug steigt ein mittelgroßer, schlanker Mann mit hagerem, gestrafftem Gesicht, scharf geprägter Adlernase und durchdringenden, hellen, graugrünen Augen. Lachend begrüßt er uns. Wir gehen mit ihm zusammen über das Rollfeld zu seinem einfachen Zelt hinüber. „Dieses Mal war es nichts" erzählt er. ,,r.ch mußte heute früh einen rumänischen General begrüßen, dadurch verzögerte sich der Start, und als ich über dem Einsatzraum anlangte, waren die Genossen nicht mehr da." Er sagt das alles sehr einfach daher, ohne schmückende Beiworte. Man hat überhaupt das Gefühl, daß man bei ihm zu Hause ist. wenn man ihn nur eine Viertelstunde kennt. Er bittet uns, mit ihm zusammen zu frühstücken. Vor dem Zelt ist ein einfacher Tisch aus einem Bombenkistendeckel errichtet, mit Banken an den vier Seiten. Es gibt Kommis-brot, Buttel, Tomaten, kaltes Fleisch und Kaffee, alles einfach und ohne Aufwand. Rings in der Weite ist die endlose Stoppe. Da sitzen der Oberleutnant und seine Flugzeugführer. Ob Offizier oder Unteroffizier, sie fliegen zusammen, hauen sich gegenseitig aus schwierigen Lagen heraus, sie frühstücken auch zusammen: der Oberfeldwebel Sueß mit 57 Abschüssen, der Oberfeldwebel Zwernemann mit 77 Abschüssen und dei Feldwebel Dammers mit 63 Abschüssen. Sie alle tragen das Ritterkreuz, Und dann sitzt an dem Tisch auch der Unteroffizier K., sein Kalschmarek, der heute früh den Abschuß getan hat Es ist sein 22. .,[ch nehme mir jeden neuen Mann selbst vor", sagt der Oberleutnant. ..Zuerst lasse iFilm und Farbe« steht, Staatssekretär Leopold Guttereer vom Reichs-ministerium für Volksaufklärung und Propaganda hat die Schirmherrschaft über diese Tagung übernommen. Uit vitdühftttH von 20" bis 600 Uhr ^as mdotem Jxh Roman von A. von Sa7enhofen 1. Ein roter Blitz stiirzt vom Himmel zur Erde, Peuer spritzt beim Aufschlag und Rauch, nrflle Schreie sind einzeln über Gepolter und Krptäubt So stürzt er vorwärts, fällt, fährt auf und stürzt weiter.., nur foit! . . , fort!.,, nur weiter! Neben ihm rauscht das Meer. Dieser gleichlürmiqe Ton stärkt ihn. Das Vorworrene, Wilde, das Entsetzliche hens und seiner unbändigen Kraft, die in all flrts plötzlich Himmel und Hrde erfüllt hat, | dem liegt, was er ringsum siebt. Hie Schreie verrfehen darin. Es beschwingt ihn von neuem, und alles Der Anblick des Wassers kühlt, ' umgibt ihm wie ein Wunder, das mit ihm In seiner Stirn ftilM tiris Bewußtsein von geschehen ist, von dem er eigentlich nichts llitzn, riiimtnen und stickendem Rriucb zu- j Rechtes weiß, nur eben, daß er ist. und daß siifnmen Cr.denkt nicht mehr daran. j er sich bewegen kann, dnß die Maschine Im Frsldunen seines lebendig fühlenden : seines Körpers um kein Rfldcben verrückt Ist. halboffenem Mund, der die Luft einzieht, mit tiefem Atem. Er fühlt keine Schwäche, denn sie ist aufgetrunken von dem Bewußtsein: ich lebe. Es ist, als wäre außer diesem nichts mehr von Belang... als wäre die ganze Welt nur da, dieses, sein eigenes, kleines und wichtiges Leben zu tragen, wie eine Muschel eine Perle trägt. Es ist ein ratloses Glück in seinen Augen, und sein Ohr trinkt den plätschernden Laut gierig auf, den seine in leichten Wellen schlürfenden Füße verursachen, und der eine Note in die Melodie des Meeres bringt, die eigentlich störend ist, aber doch das Bewußtsein seines Ichs stärkt. Er ist..und er kann mit der Bewegung seiner Füße dem Meer einen anderen Takt vorschreiben. An solche kleine Sachen denkt ei ... an nichts anderes. Eine Möwe stürzt sich, wie ein weißer gleißender Blitz vom Himmel herab ins Wasser; es rinnt ihm dabei eine Eiseskälte durchs Blut... aber es bricht kein Gedanke oder Erinnern in seine Stirne ein. Er bleibt stehen und sieht ihr zu, wie sie aus der weißen Schaumkrone einer Welle wieder herausfliegt, so glatt, so wundervoll geschmeidig .., und wieder überflutet ihn das Bewußtwerden des großen, lebendigen Le Trb- riilil fr si( h <|an/ /in Bewegung aus. Es sf vvi'^ r ine RejfThiinq seiner selbst, daß er dunrnmtl'Tin fortyrhl, mit gphohrnem Kopf. Eine Palte steht qu'ilend in seiner Stirn, /lobt sie nachdenkend zusammen und ver-a^h' wipdnr Ein rostbraunes Fischersegel leuchtet die Sonne an. Es ist pures Gold auf blauer Flut... es gefällt ihm, und er geht weiter, immer in der Erwartung des Neuen, das kommen wird. Er verliert keine Frage daran, wo er ist. Villen, Häuser kommen ... Straßen ... ein Seebad. Irgendwie haben die Menschen eine erschrockene Eile, mit der sie den Küstenweg entlang streben, den er herkommt. Autos fahren, mit rasender Geschwindigkeit .,. ein Rettungswagen begegnet ihm. Die Sonne steht schräg, und er geht ihr immer nach... immer meerentlang, als ob sein Ziel die Sonne wäre. Das laute Seebad mit seinen geputzten Menschen und spielenden Kindern, mit seinem entheiligten Strand liegt hinter ihm. Er hat am Rande eines niederen Föhrenwaldes geschlafen. Als er erwacht, ist es Abend. Er sieht den Brand des Himmels an, und in seine Brust fällt etwas Dumpfes. Angstvolles. Er begreift nicht, was es ist. Plötzlich ist ihm die Einsamkeit und Weite etwas, in dem er sich verloren fühlt. Er hat das Verlangen, irgendwohin zu gehören. Von Osten, über den Streifen Föhrenwald, kommt langsam die Nacht. Da fängt er an, rascher zu gehen, immer rascher... und dann läuft er. Läuft ziellos, mit dem brennenden Begehren nach einem Ziel. Es ist der tierische Instinkt, sich zu bergen vor der Nacht. Er fährt mit den Händen in seine Rocktaschen und zieht sie heraus. Diese Bewegung macht ihn ratlos und verwirrter. Das Meer, das seinen Tag freudig begleitete, erfüllt ihn letzt mit Furcht. Es hat einen orqelnden Ton, aus dem manchmal der Zischlaut eines sausenden Windstoßes herausführt, wie ein Anruf. Es ist dunkel geworden und wie von einer bösen Kraft erfüllt. Die Düne ist weg, Felsen kommen, und der weiße Brandungsscbaum scheint gespenstisch auf. Da verläßt er dio Küste und läuft landeinwärts und findet, in Schweiß gebadet, einen Ort... ein Dorf. „Wo kann ich übernachten?" fragte er jemanden. Der bleibt mit gespreizten Beinen stehen, schaut ihn lange von oben bis unten an und deutet mit dem Daumen über die Schulter: „Dort im Wirtshausl" Er öffnet die Tür zum Wirtshaus. Rauch schlägt ihm entgegen und Stiirunen. Er taumelt hinein, schweißüberron-nen, und es schweigt der Lärm für ein paar Sekunden, denn sie schauen alle nach ihm. Aber es ist nicht dieser nordischen Leute Art, viel Neugier zu zeigen um Dinge, die sie nichts angehen. So setzt er sich an einen Tisch allein. Der Wirt kommt zu ihm und fragt, was er wolle. „Essen", sagt er, denn er weiß auf einmal, daß er Hunger hat. Der Wirt nickti dann zählt er auf, was seine Küche bietet. „Gerauchte Blutwürste, gebackenen Fisch und Kartoffeln ..." „Ja, ja..." Der Wirt schaut ihn an und fragt noch einmal auf dieses Ja hin; ,,Blutwürste oder Fisch — oder beides?" „Beides." Jetzt sehen sie wieder nach ihm hin. Er ißt wie ein Mensch, der es lange nicht getan hat, hastig, und zuweilen fährt er mit der Hand nach der Stirn, als wische er dort einen Gedanken oder einen Schwindel weg. Es sind unsichere Bewegungen, dio er macht. Er scheint kein ganz normaler Mensch zu sein. Es ist Ihnen alles an ihm fremd, obwohl sich la oft einor der Radr>güste hierher verirrt. Nummfr »Marbufgei: ZdttinK« 18. September 1942 Seite 5 OTNDUNCSWCUNC EUROPyAlSCHEN JUCENDVERMNDES Der Sudosteinsatz iler Studenten liewlitirt stell Planmäßige Vertieftmg der Kulturaroeit tn der UntefStelerfnaili Weltbild Aus AnlaB der In Wien stattfindenden Gründungstagung des Europäischen Jugendverbandes wird von der Reichspost bis Ende Oktober 1942 eine mit der Fiihrerraarke zu sechs Pfennig als Wcrtstempel in blaugrüner Farbe eingedruckte Sonderpostkarte herausgegeben. Die linke Hälfte der Anschriftseite (obiges Bild) zeigt neben einem Hinweiä" auf die Veranstaltung ein Sinnbild nach dem Entwurf des Graphikers Vogenauer In Berlin Sechs Wochen befinden sich nun schon Studenten aus den verschitdensten üauen des Reiches im Auftrage der Reichsstudentenführung im Südosteinsatz, der in diesem Jatn erstmalig durchgeführt wird. Die Aufgabe des volkspolitischen Einsatzes besteht in der Erweckung und Vertiefung der Dorfkultur, deren erste Früchte bereits an den Tag treten. Drei bis vier Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes werden von einem Einsatz-stuoenten betreut, der in seinem Arbeitsbe-reich mit den bereits bestehenden kulturfördernden Gruppen Fühlung nahm, ihre Bestrebungen in jeder Hinsicht unterstützt, neue Anregungen übermittelt und sich selbst führend einschaltet, falls dies erforderlich ist. Darüber hinaus wurden Sing- und Spielscharen ins Leben gerufen, Volkstänze der unter-steirischen Bevölkerung beigebracht, ihr Liederschatz erweitert und in zahllosen Gesprächen dem Untersteirer das deutsche Volk und sein Wollen näher gebracht. Der Erfolg dieser vielseitigen Kleinarbeit blieb nicht aus. Immer zahlreicher werden an Wochenenden die Dorfnachmittage und Abende, die zwar von den Studenten vorbereitet und geleitet, meist durchwegs mit eigenen bodenständigen Kräften ge.stnitet werden konnten. Schnell erwarben «ich diese kulturellen Veranstaltungen die Beliebtheit der Dorfgemeinschaft, der Wunsch nach Wiederholung derartiger Gemeinschaftafeiern rischen Unterland ein neues bodenständige«, kulturelles Schaffen, das vom Steirischen Heimatbund gelenkt, doch von den Einsatzstudenten weitgehendst gefördert wird. Am letzten Wochenende fanden Dorfnachmittage in zahlreichen Ortsgruppen aller Kreise des Steirischen Heimatbundes statt. So gestaltete sich in Reichenburg der Dorfnachmittag zu einem großen Gerneinschafts-fest. Die Hunderte von Menschen blieben noch lange nach der Beendigung der vorgesehenen Dauer beisammen, sangen Lieder und wiederholten die eben erlernten. In Edlingen wurde der Nachmittag mit dem Wunsch nach baldiger Wiederholung beschlossen, in Hohlenstein hatte sich die gesamte Dorfgemeinschaft eingefunden. Heilenstein und Schmersdorf bei Schönstein berichten über die Aufgeschlossenheit der Bevölkerung, Zerowetz bei Rohitsch-Sauerbrunn verzeichnete mit dem Dorfnachmittag das erste Gemeinschaftsleben in dieser Zelle. Die Reihe der Berichte könnte noch lange fortgesetzt werden. In knappen Worten schildern sie den Verlauf der Veranstaltung, in kurzen Nebensätzen wird meist nur der moralische Erfolg erwähnt. Und doch ist gerade diese Kleinarbeit von beachtenswerter Bedeutung. Das deutsche Lied spricht von Herz zu Herzen und festigt so die Bande, die den Untersteirer mit dem deutschen Volk ver- wird immer lebendiger. So entsteht im stei- einigen. Vortrag Aber die Beamlen-Rranhen- I bei der Kriminalpolizei Leoben sofort her- " - ausstellte, daß die beiden angeblichen HJ- Sportler in Wirklichkeit zwei höchst gefährliche Burschen waren, die nach verschiedenen Diebstählen In Leoben ihre dortigen Kleine Chronlh m. Todesfälle. In der Mellingerstraße 3 in Marburg verschied die 78-jährige Bahnbeam-tensgattin Adolfine Petck. In Wien verstarb am 14. Sept. im Alter von 51 Jahren der Kaufmann Pg. Franz Ambroschitz. Der Verstorbene Pg. Franz Am,broschitz. Der Verstorbene stammte mütterlicherseits aus St. Lorenzen am Bachern. Sein Bruder Hans Ambroschitz war bis 1919 Hauptschriftleiter der „Marburger Zeitung". m. Dorfnachmittag in Sachsenfeld. Unter der Leitung des Einsatzstudcnten Alfons Koscher veranstaltete die Ortsgruppe Sachsenfeld auf dem Marktplatz einen Dorfnachmittag, der über 500 Volksgenossen herbeilockte. Nach den einleitenden Worten des Ortsgruppenführers, Pg. Fritz Steinbock, und einem flott geblasenen Marsch des Fanfarenzuges trugen die Jugend von Sachsonfeld und die Jungen der landwirtschaftlichen Schule Felberndor einige Volkslieder vor. Die Mädel zeigten Volkstänze und führten Märchen- und Singspiele auf. In einer Parodie, die viel belacht wurde, führte ein Student die heutige Jugend im plutokratischen Amerika vor. Zum Abschluß kam das Spiel vom „Klugen Bauersmann", gespielt von den Studenten, zur Aufführung. Die anwesenden Volksgenossen waren über die Darbietungen der Jugend sichtlich erfreut. In den Pausen sorgte die Musikkapelle von Sachsenfeld mit flotten Weisen für Abwechslung. m. Bärental, Bad Neuhaua und Tflchern neiden. Vor dem Standesamt in Bärental schlössen Leopold Straschek, Hainsko, und Mathilde Jantschitsch, Tschadramdorf, den Bund fürs Leben. — In Siele 11 bei Bad Neuhaus starb der 71 Jahre alte Franz Scheriau. — In Tüchern 29 verstarb die 89 Jahre alte Josefine Jost. Fflrsorge-Ansialt in Marburn Im Lichtspielsaal des Marburger Stadttheaters findet heute um 15 Uhr ein Vortrag über die Beamten-Kranken-Fürsorgeanstalt statt, bei dem Direktor Pg. Alois Michner über die Leistungen dieser Anstalt sprechen wie auch etwaige diesbezügliche Aufklärungen geben wird. I Es ist im Interesse aller Berufs-Militär-j und Zivil-StaatspensionlBten, die bei der Be-I amten-Kranken-Fürsorgeanstalt der Alpen-} imd Donaureichsgaue versichert sind, diesen Vortrag zu besuchen'. m. Silberne Hochzelt In Cllll. Oberst Emil Maitzen und seine Gattin Helene, geborene Fritsch, feierten vor einigen Tagen das Fest der Silbernen Hochzeit. Dem lieben Ehepaar I schlugen in diesen Tagen die Herzen all ihrer j Bekannten mit den besten Wünschen für die weitere Zukunft zu. Das ums Deutschtum I sehr verdienstvolle Paar arbeitet auch heute ] noch beispielgebend ira Steirischen Heimatbund mit. m. Ein selttamer „Gepäcksmarsch". Auf einem Dienstgang begegnete der Gendanne-rie-Hauptwachtmeister Buchleitner auf der Straße von Werndorf gegen Halsdorf zwei I junge Burschen, die mit schwerbepackten Rucksäcken dahergewandert kamen. Auf sein amtliches „Wohin und woher des Weges" antworteten Ihm die mühseligen Wanderer, 1 daß sie im Auftrage der HJ-Gebletsführung ' einen Gepäcksmarsch von Leoben nach Mar-I bürg durchführen müßten. Wegen der Selt-1 samkeit dieses gewaltigen sportlichen Auf-I träges lud der Gendarmeriebeamte die zwei ' Burschen zu einer kurzen Unterbrechung ih-1 rer Tour auf den Gendarmerioposten ein, wo I sich mit Hilfe einer fernmündlichen Anfrage Dienstplätze verlassen und mit der reichen Beute in den prallgefüllten Rucksäcken sich auf den Marsch in die Untersteiermark begeben hatten. Sie wurden zur Fortsetzung ihres „Gepäcksmarsches" in das Landgericht Graz veranlaßt. m. Erweit<<4'tetr Feldpontpikikcbenvenand. WehmiachlangehörliEro und so weiter, denen Zulaasimgamarken für Feldpostpäckchen zu-atehen, erhalten jetzt anstatt einer Zulaa- Ernennungen und Belördernnoen In der SA Dia Reichspressestelle der NSDAP tailt mit: Der Führer hat folgende Ernennungen, Beauftragungen und Beförderungen verfügt: Im Stab der Obersten SA-Führung wurden ernannt: zum Chef des Personalamtes Gruppenführer Hans Petersen) zum Inspekteur Erziehung und Führerausbildung Obergruppenführer Max Luyken» zum Inspekteur Neubauerntum und Volkstumspflege in der SA und den SA-Wehrmannschaften Obergruppenführer Max Luyken in Verbindung mit seiner Dienststellung als Inspekteur, Erziehung und Führerausbildungi zum Inspekteur Pionior-SA Obergruppenführer Kurt Kühmej zum Inspekteur Leibesübungen und NS-Kampfsplelc Obergruppenführer Hans von Tschammer und Osteni zum Inspekteur Gebirgsjäger-SA Obergruppenführer Otto Herzogi zum Inspekteur Marine-SA Obergruppenführer Heinrich Schoenej zum Inspekteur Nachrichten-SA Obergruppenführer Hermann Reschny; zum Inspekteur Reiter-SA Obergruppenführer Adolf Kobj zum Amtschef Bauten und Liegenschaften im Hauptamt Verwaltung Gruppenführer Walter Heitmülleri zum Amtschef des Amtes Organisation und Einsatz im Hauptamt Führung Brigadeführer Loren/ Ohrt. Ferner wurde an Stelle des als Genp-ralkommissar in das Ostgebiet versetzten SA-Obergruppenführers Litzmann der SA-Obergruppenführer Adolf Kob zum Reichsinspekteur für Reit- und Fahrausbildung ernannt. Beauftragt wurde m. d. W. d. G. des Chef« des Wehrstabes Brigadeführer Thomas Cir-gensohn. Befördert wurden in der Gruppe Donau zum Gruppenführer der Brigadeführer Edmund Glaise-Horstenau; in der Gruppe Niederschlesien zum Gruppenführer der Brigadeführer Waldemar Geyer; in der Gruppe Thüringen zum Gruppenführer der Brigadeführer Reinhard Börner und in der Gruppe WenL-falen zum Gruppenführer der Brigadeführer Hans Vogel, m.Wichtlg fttr Hausbesitierl Zur letzten Mietzinsanordnung des Chefs der Zivilver- sungsmarke je Person zwei Stück im Monat, i waltung, die Im Verordnungs- und Amtsblatt Jede Zulasaungamarke berechtigt zum Ver- j Nr. 94 erschienen ist, erfahren wir von in-aand einee FeUlpostpäckchens im Gewicht formierter Seite: Im § 1. Abs. 2 ist vom von mehr als 10 Gramm bla zu lOOO Gramm „bisher zulässigen'Mietzins" di^ Rede. Laut aus der Heimat. Die Veraandvorschriften Erlaß des Chefs der Zivilverwaltung vom 24. sind dahin erweitert worden, daß auch Feld- August 1942, ZI. 523103 ist unter dem zuläs-postpäckchen bla zum Gewicht von 2000 sigen Mietzins der Stoppzins (April 1941) zu Gramm zugelassen werden, wenn der Ab- verstehen. Nur dieser kann also — bis zur Sender auf Päckchen Im Gewicht von Wber Höhe der Richtsatzmiete — um 40 v. H. er-1000 Gramm zwei Zulassungsmarken klebt, höht werden, nicht aber jener Mietpreis, der Die Freigebühr für Päckchen Im Gewicht durch die Anordnung des Chefs der Zivil-von über 1000 Gramm bis 2000 Gramm wird Verwaltung vom 30. November 1941 bereits auf vierzig Relchspfennlg festffeaetzt. ' um 20 v. H. erhöht war. Der Steirlsche Heimatbund betreut die Wehrmacht Die erste geschlossene Theateraufführung In der neuen Spielzeit Die Betreuung der Wehrmacht, die auch in der Untersteiermark mit allen verfügbaren Mitteln zur Durchführung gelangt, hatte schon in der vergangenen Theaterspielzeit einen durchschlagenden Erfolg. Gleich nach der Eröffnung des Marburger deutschen Theaters im Mai 1941 hatte es sich der Stei-rische Heimatbund zu einer seiner höchsten Pflichten gemacht, die Marburger Soldaten auch durch regelmäßige, geschlossene Thea- üie örööe unseres Opfers ist öer Prüfstein unserer Stflrt^e! tervorstellungen zu betreuen und sie auf diese Weise an der deutschen Kunst Anteil nehmen zu lassen. Die in der Spielzeit 1941/42 durchgeführten 15 Theatervorführungen für die Wehrmacht besuchten 5330 Soldaten, also eine Zahl, die die dem deutschen Soldaten angeborene Kunstfreudigkeit von neuem bestätigt. Mittwoch, den 16. September, fand im Marburger Stadttheater mit K. M. v. Webers Oper „Freischütz" die Eröffnung der Theater - Wehrmachtsbetreuung der Spielzeit 1942/43 statt. Das volle Haus und der begeisterte Beifall der Männer im grauen Rock lassen ahnen, daß auch alle künftigen Vorführungen im Rahmen der Wehrmachts.he-treuung ein dankbares Publikum haben werden. Auf Wacht Sah einen Ritter reiten Im Mondlicht durch das Land. Vor wälderdunklen Weiten Steil seine Lanze stand. Als ob sich Fahnen bauschten, Flog's um den Harnisch her; Und wo er ritt, da rauschten Die Ähren doppelt schwer. Und wo der Hufschlag schallte. Da wuchsen Frucht und Viehj Und aus Gebirgen hallte Der Quellen Melodie. - Wo auch sein Schatten eilte. Da glänzten Burg und Dom) Wo immer er verweilte, Da sang ein Sagenstrom. Sah oinen Recken reiten, Geheimnisvoll auf Wacht, Vor dunklen Wälderbreiten In deutscher Mondcsnacht. Werner Lürmann Der Enthusiast Von fians Auer Mein Freund Otto war Cntliusiast. Er war e.s — warum er es heute nicht mehr ist, Jas will Ich eben hier erzählen, vielleicht auch als Lehre für jene, die ebenfalls an solchen CicfühlsübLTschwängen leiden. wie mein f'reund Otto. Wir beide machten eine kleine Sommer-rcise. Nach einer Hergwanderung bestießen wir in einem kleinen Städtchen den ^be:id /ug. der un.s zu unserem nächsten, vorge sehenen Bestimmungsort bringen sollte. Wii waren ganz allein Im Abteil und machten es uns bequem. r)ie Schaffner pfiffen ab, der Mann mit der roten Mütze hob fast feierlich den SiKualstab zur Abfahrt, da stürzte eine hochgewj^hsene, junge Danie über^ den Bahnsteigr und, als bereits ein leises Schaukeln durch den Zug ging, riß sie die Wagentür auf und landete endlich in unserem Al> teil. Spielerisch leicht warf sie ihren schweren Koffer in das Netz und sank seufzend in die gepolsterte Rcke. Sportlerin taxierte ich. Mit meinem Freund Otto ging jedoch bei Ihrem Erscheinen eine jähe Änderung vor sich. Er fuhr sich rasch mit gespreitzten Fingern durch sein Haar, zupfte nervös an seiner Krawatte und tastete besorgt prüfend über seine Wange, ob sie wohl nicht häßlich bestoppelt sei Dann zwinkerte er mir in höchster Erregung zu: »Das ist sie!« »Ach — kennst du die Dame?* fragte Ich gelas.sen. Unmut bekräuselte sein Antlitz. »Kennen?« raunte er mir ins Ohr, »du Ignorant, du! Mehr als das! Seit hun-derten von Jahren, in der Zeit meiner Seelenwanderungen schon! Es Ist die Frau, die In meinen Träumen lebt, die Ich unhewulU schon immer liebte — es ist mein vollendeter Typ, habe ich dir denn nicht .schon so oft meinen Idealtyp beschrieben?« Nun, das hatte Freund Otto oft genug getan und wohl dutzendniale war es geschehen, dal! er mich auf der Straße anstieß und bebend sagte: »Die dort, schau - das ist mein Typ!« Aber ui solch einer AufreRung. wie heute, sah Ich ihn noch nie. Vielleicht war unsere Reisebegleiterin nun wirklich sein Typ? ich betrachtete sie eingehend. Sie blickte triliimerisch zum Fenster hinaus. Ein Stattliches Weib! (3eradezu eine Walküre! Klares Gesicht — füt meinem Geschmack fast ein wenig herb. Sicher war sie auch eine Sportlerin. Die Linien ihres Körpers wiesen darauf hin. Oh ja, sie gefiel mir, sie gefiel mir sogar sehr Rut, Sie hatte etwas Apartes an sich, etwas, was man nicht bei allen Mädchen sieht, etwas — Undefinierbares, und das machte sie interessant. Und doch — ich weiß nicht, aber irgend etwas stieß mich bei der Frau ab. Machte mich stutzig. Was war sie? War sie am Ende eine Hochstaplerin? Sie war gut angezogen, wenn auch nicht gerade so ganz nacli dem letzten Schnitt der Modejournale. Ein merkwürdiger Duft ging von ihr aus. Etwas großmütterllch nach Lavendel — und ja, zum Teufel, ein leiser Geruch nach Mottenpulver mischte sich auch darunter, es roch etwas wie nach Kleidern, die lange in einem Kasten lagen. Ah — vielleicht war sie Schauspielerin! Das war wohl möglich, weil auch ihre Wangen ein leichter Schminkton überzog. Ich wartete gespannt der kommenden Dinge. Demi daß Otto auf alle Fälle versuchen würde, mit der Holden »anzubandeln«, war klar. Er tat es auch — machte das, was jeder Mann in diesem Fall macht: zückte seine Zigarettendose und fragte mit dem schmeichelndsten seiner Tonfälle: »Mein Fräulein, stört es Sie, wenn ich rauche^?« Sie antwortete, zwitschernd, mit hoher Sopranstimme, bezaubernd lächelnd dabei: »Keineswegs, mein Herr!« Und das sagte s'e so entgegenkommend, datl Otto einen Schritt weiterRing. Er hielt ihr die Dose hin: »R:iu-chen Gnädigste auch? Darf Ich Ihnen anbieten?« Und die Gnädigste rauchte. Und wie sie rauchte! Mit tiefen, kräftigen Zügen paffte sie eine nach der anderen, sie qualmte und sclilotete. fast wie die Lokomotive draußen. Dabei plauderte sie wie ein Wasserfall. Nun ja, sie war Künstlerin Das «insr aus ihrem Gespräch hervor. Schauspielerin wuiir-scheinlich. Da sip nichts näheres l»h»r Ihr Fach verriet, fragte Otto auch nichts. Denn er war immer ein diskreter Knabe. Kokett hatte sie die Ueine übereinander-geschlagen. Hm. Etwas zu starke Fesseln, konstatierte ich — tut aber nichts bei dieser junonischen GestaU. Ich zog mich diskret in den Gang zurück. Nach einer Weile karn Otto zu mir und schnorrte mich um Zigaretten an — sie habe ihm alle weggeraucht. Fiel mir nicht ein, ihm eine zu geben! »Lst sie nicht entzückend?« strahlte er mich an. »Die, oder keine wird mein Weib!« »Otto — wollte ich sagen, »Otto, gegen sie bist du doch das reinste Siniandell Am ersten Tag bist du unter dem Pantoffel!« Doch er hörte mich nicht mehr. Als ich in das Abteil wieder zurückkam, machte Otto gerade eine Verbeugung vor ihr: »Otto Klebinder meid Name!« »Miranda«, flötete sie zurück und verdrehte schelmisch die Augen. Nichts anderes als Miranda. Mich aber durchzuckte eine vage Erinnerung. Wo hatte ich diesen Namen vor kurzen denn nur gelesen oder gehört? Ich ging wieder hinaus. Bei der näch&ten Station stürtzte Otto hinaus und kam mit einem Pack Iläckereien zurück. »Meine ganze Mehlspeiskarte!« sagte er seelig. »Schön dumm!«, murrte ich. Drohend sah er mich an. »Wer liebt muß (^pfer bringen!«, fuhr er mich an. Schön. Schicksal nimm deinen Lauf« dachte ich mir und ließ die beiden allein. Oft hörte ich sie lachen. Es war ein raifi-niertes, helles, geziertes Lachen, manchmal kam es mir fast höhnisch vor. Wir näherten uns Salzburg, dem Ziel unserer Reise. Ich ging ins Abteil. Otto sprang auf und stellte inicli ihr vor. Wieder sagte sie nichts als -.Miranda« und reichte mir ihre behandschuhte Hand. Scheinbar übte sie eine sorgsame Hautpflege, weil sie die Handschulie Sette 6 »Marburger Zeitung« 18. September 1942 Nanuner 2dl- BorgUokrllx Ao der Südostecke des Reiches, dort, wo di« Grenzen des Unabbftngigen Staate« Kroatien und des Königreiches Italien mit der Reichsgrenze zusammentreffen, liegt Burg Mokntz. Mit drei festen Ecktürmen und einem starken Wallgraben ausgestattet, bildete Mokritz einen mächtigen Pfeiler im Befestigimgsgür-tel, der das Reich durch Jahrhunderte gegen die Anstürme der raubenden Horden au» dem Südosten schützte. Wer die Feste erbaut hat, ist unbekannt. Johann Weickard Freiherr von Valvasor, der bedeutende Geschichtsschreiber dieser Lande, nennt als ersten namentlich bekannten Be-sitzer die Herren von Sebriach. Nach dem Aussterben dieses heimischen Adels wechselte Burg Mokritz oft seine Besitzer. Die von Perneck, von Khuenberg, die Herren von Ainkhirn haben es neben zwei kroatischen EdUngen kürzere oder längere Zeit besessen. Die Herren von Moschon nannten Mokritz ihr Eigen, von denen es durch Erbfolge an die Grafen von Draskowitsch kam. Doch auch diese veräußerten das Erbe. Von Grafen Erdödy erwarben Schloß und Herrschaft Mokritz die Auerspergs, die durch Generationen dort Herren waren. Jetzt ist auf Burg Mokritz eine Nationalpolitische Erziehungsanstalt untergebracht. Deutsche Jugend lebt in den Räumen, die durch Jahrhunderte • ihre Aufgabe, Schützer des Reiches zu sein, erfüllt haben. Hier an der Dreiländerecke lernt Deutschlands Jugertd auch das Grenzlandproblem kennen und den Grenzlandkampf würdigen unc schätzen So erfüllt Burg Mokritz heute eine neue aber doch ihre alte Aufgabe. Sie trägt zur Stärkung des Reiches bei und steht auf Wache gegen den Südosten. m. Belm Baden ertrunken. Der des Schwimmens unkundige 29-jährigc Bergmann Justin Polenik ist beim Baden in der Sann bei Arndorf ertrunken. m. Unfälle. Die 18-jährige Maria Krainz aus der Bcringgasse in Drauweiler mußte wegen einer Vergiftung und die 42 Jahre alte Private Theresia Semlitsch aus der Josefstraße, Marburg, wegen einer Fußverletzung vom Deutschen Roten Kreuz ins Marburger Krankenhaus gebracht werden. m. Gefahren durch Fallobst. Wenn übst vorzeitig abfällt, ist es gewöhnlich wurmstichig und von Obstmaden befallen, die zu den schlimmsten Schädlingen unserer Früchte gehören. Wird nun das Pallobst nicht tagtäglich aiifgelesn, so kann es dazu kommen, daß die winzigen Rüupchen aus den Früchten herauskriechen und sich dann anderswo m der Nähe des Baumes oder wieder auf dem Baum seihst verpuppen, sich im nächsten Jahr fortptlanzen und ihre Eier an den Früchten ablegen, so daß sich der gleiche Schaden wiederholt. Bringt man wurmstichiges Obst in den Lagerkeller, so kriechen die noch ia den Früchten befindlichen Maden erst im tageraum aus, überwintern und richten, falls die Früchte bis zum Frühjahr im Keller bleiben, auch dort von neuem Schaden an. Alles wurmstichige Obst — Fallobst oder reife Früchte — soll deshalb immer gleich verwendet werden, besonders auch dann, wenn das Obst von krankheitserregenden Pilzen befallen ist, die ebenfalls von einer Frucht auf die andere übertragen werden und die schönsten, gesündesten Früchte zerstören. Die mit Maden bzw. Pilzen besetzten und infolgedessen nicht brauchbaren Fruchtteile dürfen auch nicht auf dem Komposthaufen landen, sondern müssen so gründlich vernichtet werden, daß es zu keiner Schädigung.' des gesunden Obstes mehr kommen kann. Finden sich an einem Baum madige Früchte, so ist es auch gut, wenn man die Baumscheibe durchlockert. Der Weinbau und unsere Ortsnamen Eine klalne Wanderung von Kellerdorf bis Schrottendorf Der Weinbau ist in der Untersteiermark uialt und entwickelte sich immer weiter, so daß wir seit dem 11. Jahrhundert in den Archivalien in zunehmender Menge die Orte auftauchen sehen, wo er jn besonderer Blüte stand. Ebenso frühzeitig erstand die mit dem Weinbau zusammenhängende Verwaltungsgliederung. Bei den landschaftlichen Kammergütern, die aus den einstigen Krön- oder herzoglichen Gütern entstanden waren, führte die Verwaltung der Kellermeister. Ihn unterstützten der Bergmeister und der Schlüßler. Bei den weltlichen Herrschaften, den Adelsgütern, unterschied sich die Verwaltung nur wenig von der der Kammergüter. Der oberste Verwaltungsbeamte einer Herrschaft hieß Amtmann. Ihm standen verschiedene Hilfskräfte zur Seite, so vor allem auch die Dorf-richter oder Schöffen. Ähnlich beschaffen war die Besitzverwaltung bei den Weingütern der Klöster. An der Spitze stand da der Pater oder Frater Kellernneister, der ja — wohlbeleibt und weinselig lächelnd in Bild und Dichtung oftmals verewigt worden ist. Aus diesen Anfängen ging nach und nach der Verwaltungsaufbau der Herrschaften hervor. Als deren Zentrum galt die Burg, bei den Kirchlichen das Kloster. Da gab es als Wirtschaftsbeamte Scheffen, einen Schosser, der ursprünglich Steuereinnehmer war und dessen Laufbahn im Rentmeister endete. Die Weingüter der Herrschaften (Dominien) wurden von diesen mit Hilfe der ihnen untertänigen Bauern meist im Eigenbetrieb geführt. Doch wurden in einer Art Pacht auch Weingärten an Bürgerliche und an Herrschaftsbeamte vergeben» man sprach da von verliehenen Bergrechten. Daraus entwickelte sich mit der Zelt Eigenbesitz und darauf ist es zum großen Teil zurückzuführen, daß so viele Weingärten heule Ortsfremden gehören. Wurde solch ein Weingart-besitz durch Wald und Feld vergrößert, dann geschah es oft, daß das Weingarthaus zu einem „Schlößl" ausgebaut wurde und so ein kleiner Schloßbesitz entstand. Davon gibt es viele Beispiele in Untersteierj als besonders kennzeichnend sei da Gggenwald südlich Oberradkersburg genannt. Die untertänigen Bauern, denen gegen Zins herrschaftliche Weingärten übergeben wurden, nannte man die Bergholden. Diese Bezeichnung ist als Familienname bis heute erhalten geblieben. Es darf daher nicht wundernehmen, ddß die alten herrschaftlichen Beamtentitel bis in die Gegenwart hinein in Orts-, Rind- und Personennamen fortleben. Im folgenden sei eine Reihe solcher Ortsnamen, vorwiegend aus den Gerichtsbezirken Oberradkersburg (O.) und Luttenberg (L.) angeführt. In diesen Orten hatte wohl einst ein Kellermeister, Schlüssler, Amtmann oder dergleichen seinen Wohnsilz oder erschien dort zur Weinlese. Hier diese Ortsnamen: Kollerdorf fO.), es hieß im Jahre 14.51 noch Kellermeisterdorf, Srhlüsseldorf (L.), erscheint bereits 1265 als Sluzzlaersdorf. Amtmannsdorf am Pettauerfeld. Richterdorf (O.), wurde später slawisiert in Richterofzen, 1445 hieß CS noch Richtermeistersdorf. Schöpfendorf (O.), wird 1265 Schepfendorf und 1300 Schephendorf genannt. Schosserwiesen (O,), Riedname in der Gemeinde Pfefferdorf, Einen interessanten Namenswechsel hat die alte Siedlung Spisaersdorf (O.) mitgemacht. Sie leitete diesen ihren ursprünglichen Namen der aus dem Jahre 1265 überliefert ist, von dem Spisaere, dem Speise- oder Proviantmeister (Tiuchseß) des Herzogs, her und heißt heute Weigelsberq nach dem deutschen Personennamen Wigo oder Wigeli. Jedenfalls hat ein Mann dieses Namens dort größeren Besitz erworben. Pfeffendorf (O.) leitet seinen Namen ab von Pfaffe, welche Bezeichnung erst zu Anfang des 16. Jahrhundert ihre abfällige Bedeutung erhielti 1366 hieß der Ort noch Pheffendorf. Das es eineinhalb Kilometer süflöstlich von dem alten Kellermeistersdorf ein schon 1450 genanntes Schrottendnrf (O.) gibt ist ganz in der Ordnung; den schrot ist das alte deutsche Wort für Weinfaß, und die Faßbinder wurden einst bei uns Schrötter oder Schrötner geheißen. Wol'blld Europaplakette fQr die Grflndnngstagung des _ Europäischen Jugendverbandes Zur Gründung des Europäischen Jugendverbandes in Wien wurde vom Generalsekretariat eine Plakette herausgegeben, die anf den Europamythos des klassischen Altertums bezug nimmt. Die Plakette zeigt die Europa auf dem Stier, die nach der Sage von Zeus geraubt und an der Küste Kretas an Land gesetzt wurde; deren Sohn war König Minos, der Gesetz und Recht als erster Herrscher in die Welt brachte. Die Europaplakette wurde geschaffen von Bildhauer Rudolf Schmidt, Wien lilllllllllllllllitillllllllllllllllllllMlllllllllllltllllllllllllHIIIIIINtllUIIII So ist, wie der Oitsnamenschatz eines verhältnismäßig. kleinen untersteirischen Gebietes beweist, die Erinnerung an den mittelalterlichen Weinbaubetrieb und seine Verwaltung bis heute erhalten geblieben. Noch deutlicher zeigen dies zahlreiche deutsche Familiennamen, deren erste Trägqr als Bauern schon vor sechshundert Jahren in der Untersteiermark seßfest waren, zu einer Zeit, da bei unseren Bauern überhaupt erst Familien- oder Zunamen auftauchen. Paul Schlosser Der - das beste Zeugnis Reginn technischer Lehrgänge des Berufserziehungswerkes Marburg In der Kurzschrlitstunde Auinaliiiicn: Fuchs während der Reise nicht abgestreift hatte. Otto sagte kurz und bündig: »Weißt du was? Wir fahren nach München weiter. Fräulein Miranda fährt zu ihren Verwandten. Ein paar Tage München wird uns auch gut tun und Fräulein Miranda hat sich bereit erklärt, un.sere entzückende Premdenführerin zu sein!« Er schoß ihr einen feurigen Blick zu, der noch feuriger aus ihren Qlutaugen erwidert wurde. Da gab es keine Widerrede und da mich der Verlauf dieser enthusiastischen Liebe Ottos interessierte, sagte ich zu. .München Hauptbahnhof! »Ach, Sie sind wohl so lieb und helfen mir meinen Koffen tragen!« flötete Miranda. Otto holte ihn herab, er rieP ihn beinahe zu Boden. Es mußte ein schrecklich schweres Ungetüm sein! »Oh - er i.st Ihnen doch nicht zu schwer?«, lachte sie und hob ihn spielend auf den Sitzplatz. »Durchaus nicht, aber was denken Sie denn!« Aber ich sah ihn an, daO er sich mit seiner Last furchtbar abquälte. Sie ging vor uns zum Ausgang zu. Donnerwetter, welch staatliches Weib! »Gottseidank. endlich einmal keine Puppe!«, keuchte mir Otto, selig unter der Last seines Koffers zu. Keine Straüenbahn fuhr mehr, kein Taxi war zu sehen. »Oh ich wohne nicht weit!« lächelte Miranda süß. Nun, wir gingen eine gute halbe Stunde. Otto tat mir schrecklich leid. Man hörte geradezu, wie er die Zähne /usanimenbiB. um mit dieser Bestie von einem Koffer fertig zu werden. Endlich nahm er ihn auf der Schulter. Er knicktc zusammen. Aber er konnte sich doch vor ihr nicht blamieren. das sah ich ein. Endlich blieb sie vor einem Mäuschen mit einem kleinen Vorgarten stehen. Otto wischte sich verstohlen den Schweiß ab. »Und wann —« fragte er ^rvk arlungsvoll, »und wann habe ich die Freude, Sie morgen wiederzusehen?« Da sah sie ihn lange an und brach endlich in ein herzliches Lachen aus. Qrundgütiger Himmel, welches Lachen! Ein Lachen, wie ein Donnergrollen, ein rauhes, rüdes I.achen aus heiserer Kelile! Und dann sprach Miranda in tiefem Baß, in einem echten Münchner Hofbräuhaushaß: »Ich dank' Ihnen schön, Herr Otto, daß Sie meinen Koffer getragen haben! Für die Mehlspeis auch und die Zigaretten und für die Hetz, die ich mit Ihnen gehabt hab'! Wissens, ich heiß' eigentlich Pepi Hinterstoiüer, Miranda heiß ich nur auf der Bühne! Ich bin nämlich ein Damenimitator und heute nach der Vorstellung hab' ich keine Zeit mehr gehabt, daß ich mich umzieh', sonst hätt' ich den letzten Zug ver-.säumt. Da bin ich halt gleich in meiner Maschkerad' g'fahren!« Und. wieder mit be-I zaubernder Damenstimmc: »Auf Wiedersc-' hen, süßer Otto!« Sprach's, hob den Koffer wie einen Tennisball hoch, pfiff mit zwei Fingern zum Haus empor und schrie wieder mit seinem Baß: »Zenzi — sperr auf, ich bin's, der Pepi«. Miranda — natürlich! In der Stadt, aus der wir kamen, hatte ich ja den Namen auf den Anschlagtafeln gesehen-. . . I Ob Otto sehr blaß geworden war, sah ich nicht. Ich sprach auch nichts, ich wollte ihn 1 schonen. Endlich aber Hielt ich es nicht , mehr aus. Ich mußte losbrüllen vor Lachen. Das war herrlich entspannend und ich erreichte damit, daß Otto schließlich und ent' lieh doch auch mit einstinmite. Seit diesem Tag aber ist er von scineiv Enthusiasmus endgültig geheilt. Borufserziehung im Sinne unserer WeJtan-acbauimg ist keine Schule, sie will also weder die Volksschule, noch die Hochschule, noch die Boioifsschule ersetzen, Hondem wir wollen erreichen, dali jeder arbeitende Mensch die ihm Innewohnenden Fähigkelten entwickelt und gelerntes Wissen und Können iminer weiter vertieft und erweitert. So baut das Berufserziehungswerk des Steiri-schen Heinmtbundes im Amt Volkbildung seit Anfang Juli 1941 in eigenen Räumen in Marburg, Beethovenstraße 4, sebie Lehr- gemeinschalten immer weiter aus und entsendet darüber hinaus seine Übungsleiter in die äußeren Gebiete von Marburg-Stadt und die von Marburg-LAnd, um auch dort dem Arbeltskameraden dazu zu verhelfen, sich weiter zu bilden und damit sich selbst, seinem Betrieb und zugleich der Volksgemeinschaft zu helfen. 104 Lehrgemelnachaften, Filmvorflihrun-gen und Vorträge mit 6348 Teilnehmern in Marburg-Stadt und 32 Lehrgemelnschaften mit 863 Teilnehmern in Marburg-LAnd Im ersten Arbeitsjahr in der Unterstelermark geben ein gutes Zeugnis vom Arbeltswillen der untersteirischen Bevölkerung. Nachdem anfangs die unbedingt notwendigen Lehrgänge für Kiu-zachrift, Maschinenschreiben und Buchhaltung eröffnet worden sind, laufen ntmmehr auch seit längerer Zelt solche fachlicher Art für da« gesamte Tex-tilgewerbe. Im Oktober beginnen auch die technischen Lehrgänge für Zeichnungleflen, technisches Rechnen, Maschinenkunde usw., nodali die Unterstelermark auch Im Gebiet i Berufserziehung auf dem besten Wege Ist, ein gleichwertiges Glied im Verband des Großdeutschen Reiches zu werden. Immer ist ein Besuch fJolcher Lehrgänge anregend. Es herrscht überall eb\ freudiger Arbeitswille, der den Unterricht für dio Schüler und Schülerinnen umso erfolgreicher macht und der auch den Lehrkräften die j Arbelt erleichtert. Fleißig klopfen die Hände auf dio Schreibmaschinen, immer seltener I werden die Fehler, und die Foim des C^e-schriebenen wird von einer Stimde zur anderen gefälliger. Natürlich gibt es zuweilen einen recht humorvollen Danebengriff auf den Klappertasten und im Stenogramm. Dann erschallt ein kurzes, fröhliches Lachen in der emsigen Runde. Und schon sind alle wieder umso eifriger bei der Sache. Es Ist ein Lernen mit Lust und Liebe. Genaue- Auskunft »Glaubt du eigentlich, daß es morgen t regnet?« , u i »Xm —^ dos hänst eanz vom Wetter ab.« i Hier klappern unter lerubbliiüs»eueu liuyeiu uie ivid»ciiiuv;u Nummer 2öt »Marburger Zeltung« 18. September 1942 Sefte 7 Aas attec lüeit a. Di£ llrde wird kleiner. Neue Forschungen eines schweizerischen Gelehrten haben ergeben, daß die Erde zugleich mit fortschrei-tehdetn Alter an Umfang verliert. Man hat errechnet, die Abkühlung des Erdinnem lührlich einen Verlust von 668 Kilogramm Wärmeeinheiten bedeutet So wie nun jeder Körper, der unter der AbkühJung erstarrt, an Ausdehnung verliert, kann man auch bei der Erde diesen Verkleinerung^rozeß .beobachten, wenn er auch in minimalsten Veränderungen in Erscheinui)g tritt. Nach den Unter-suchuhgen des schweizerischen Forschers verliert unsere Erde in tausend Jahren sechs Meter an Umfang. a. Üer größte Eichbattm der Erde. Die größten, bis zum Anfang dieses Jahrhunderts bekannten Eichen besitzen einen Stammesdurchmesser von sechs Metern. Im Jahre 1913 wurde aber In Bosnien von einem österreichischen Hauptmann, der dort in Garnison stand, eine Eiche von 10 Metern Durchmesser entdeckt. Dieser gewaltige Baum ist schiefgewachsen und leicht ersteigbar. Trotzdem er innen hohl ist, grünt er Uhr für Jahr und trägt eine gesunde Krone. Die Höhlung, die durch eine Art Tor betreten wird, faßt 70 Menschen. Im Jahre 1914 fand ein Zug feld-geKlsteter Infanterie, 50 Mann stark, mit Tornistern und Gewehren dort Unterstand. Bei Unwettern wird diese natürliche Zuflucht von Schäfern mit ihren Herden mit Vorliebe aufgesucht. In der botanischen Literatur ist diesem Naturwunder bisher noch keine eingehende »Biographie« gewidmet worden. a. »Liebe« auf dem letzten Platz. Ein italienischer Statistiker hat sich die Mühe Bewacht, die Titel der in den letzten Jahren komponierten 'Musikstücke einschlieBHoh der Lieder zahlenmäßig zu erforschen. Daß dabei ganz bestimmte Bezeichnungen immer wiederkehren, liest auf der Hand. So zeigte die Überprüfung von rund 3000 Kompositionen folgendes Ergebnis: 628 Musikstücke trugen die Bezeichnung »Romanze«, 615 den Titel »Ein Traum«, 530 befaßten sich mit der Erinnerung sei es an ein Land oder an eine Frau, 313 besangen das Heimweh, 190 trugen den Namen »Es war einmal«. Nur eins war bei dieser seltsamen Statistik seltsam: die Liebe scheint danach, wenigstens bei den Komponisten, etwas ins Hintertreffen geraten zu sein. Denn nur vierzigmal kam in den Namen der Kompositionen das Wort »Liebe« vor. JDtrtscQatt finmini onil Zinn für lapans Rriegslnilnstile Nacli sectn Monaten Aufbau in Malaya — 60 v. H. der Weltproduktion an Kautschuk tlchergestellt — Riesenilugboote verbinden Japan mit den Südgebleten Seit sechs Monaten flattert das japanische Sonnenbanner Über der malaiischen Inselwelt, über dieser riesigen, aus Tausenden von Inseln bestehenden Ländermasse. die sich zusammengesetzt aus den ehemaligen niederländisch-indischen Kolonien und dem eigentlichen Malaya, das diesem gesamten Gebiet die offizielle japanische Bezeichnung »Malaya« gegeben hat. Dieses halbe Jahr japanischer Militärverwaltung In Malaya gibt der Tokioter Presse Gelegenheit, die bisherigen Aufbauerfolge und die schon in Angriff genommenen nächsten Pläne zur Erschließung dieses Gebietes zu erörtern. Zusammenarbeit mit der elnhelmlsctien Bevöllierung Der erste Grundsatz der japanischen Stellen ist die Schaffung der Wohlstandszone in diesem reichen Inselgebiet und zweitens das Bestreben, der einheimischen Bevölkerung den ihr gebührenden Platz unter der südlichen Sonne zu geben. Man verleugnet in Japan nicht, daß die Verwirklichung dieser beiden elementaren Grundsätze der japanischen Politik in Südostasien erheblichen Schwierigkeiten gegenüberstehen, die aber durch ein großangelegtes Erziehungswerk überwunden werden können. Dieses Erziehungswerk soll die südlichen Bewohner zu einer verständnisvollen Zusammenarbeit mit den japanischen Behörden führen und helfen, vorübergehende, durch den Krieg bedingte Unannehmlichkeiten zu ertragen. Die bestehenden Schwierigkeiten sind hauptsächlich Folgen der Kriegführung der ehemaligen holländisch-indischen Regierung gegen Japan und — soweit sie Malava selbst angehen — der Briten. Durch die Schnelligkeit der japanischen Erfolge blieben Verwüstungen auf kleine Räume und geringen Umfang beschränkt, sodaß die Auftauarbeit bereits nach einem halben Jahr auf manchen Gebieten zu völligem Erfolg führte. Vor dem Krieg produzierten die Südgebiete 985 000 Tonnen Gummi oder 96,6 v. H. der Weltproduktion an Kautschuk. 60 v. H. dieser Produktion konnte inzwischen sichergestellt werden, während für die Erschließung der restlichen 40 Prozent noch längere Zeit vergehen wird. Das gleiche trifft für die Sfioet und lumui BaropMsd» lognrikanpfspiele Nachdem im vergangenen Jahre bei den Winterkampfspielen in Garmisch-Partenkirchen und den V. Sommerkampf^pielen der Hitler-Jugend in Breslau erstmalig sich die europäische Sportjugend zu zahlreichen ^örtlichen Kämpfen Betroffen hatte, hat die Gioventu Italiana del Littorio, die italienische Staatsjugend GIL, für das Jahr 1942 die Fortführung der in Breslau richtungsweisend geschaffenen Kampfspiele der europäischen fugend übernommen. In den Tagen vom 21. bis 28. September wird in Mailand, kurz nach der Gründung des Europäischen Jugendverbandes in Wien, bereits die Anregung des Rdchs-sportführers auf der ersten Tagung der Arbeitsgemeinschaft Sport in die Tat umge« setzt. Jungen und Mftdel aus fast allen eingeladenen 15 Nationen werden in der Hauptstadt Oberitaliens zu gemeinsamen Prüfungen in der Leichtathletik, im Sdiwimmen, im Kleinkaliberschießen und im Radfahren auf Straße und Bahn antreten. Die deutschen Jungen und Mädel in der Leichtathletik, im Schwimmen und Kleinkaliberschießen nehmen an den Kämpfen teil und legen damit Mrie schon früher das Bekenntnis zu einer gemeinsamen europäischen Arbeit in den Fragen der Leibesertüchtigung ab. üfitrielBSiiorl ia HIH Das sportliebende Cillier Publikum konnte wieder einmal an einer Reihe von sportlichen Veranstaltungen teilnehmen. So trafen sich schon Samstag am Sportplatze der Firma Westen die Mannschaften 4er BSG aus Seeeraben bei Leoben und die Mannschaft der BSQ A. Westen zu einem Interessanten Handballspiel. Die Gäste, die $chon längere Zeit diesen Sportzweig pflegen, tonnten trotz scharfem un lichte baw. Dienatatelle zu erachelnea, oder auf andara Weiae von aich Nachricht zu gabaa. Nach dem 20. Mära 1943 wird daa Gericht auf naaarlidMa Ansuchen über die Todeserklärung entscheiden. Maiburg/Orao. am 15. Septambar 1941 B4BS B^amUmadtung 4m RatehabankfUraktoriuma voan SC. Auguat Iftt die Abliaferunf dar Budapealer BtadtaaMlM iroa 1B14 AvLf Grund deor swaitaa DurchfUhmofavorordziiing lum Cksetz Uber die Devi^enbewirtiohaitung vom 16. März 1989 (RGBL L» 8. 002) und daa I Ol dea Oaeetaea über dia Deviaenbewlnchaftunf vom 12. Daaamber 19S8 (ROBL L» ■. 1733) geben wir bÄannt: Die SobuldveiaokreUiaiigeii der 4^% Badapeeiler StadtanieiKe tob 1914 Werden, flowalt aie Bigantum von Personen aind. die uMB Ben deviaenrechtlicfaen Beetinunungen deviaenrechtliche Xtt-biaratüt mar SinUaCarunf bai einer dar Draadnar Bank, Berlin; imdrtiaim Hrtnohinann, WMa * Oa^ Oommendtank. Bertint Deutache Effeoian- und Warhaal-Bank, BVankfurt Dia Stücke alnd mit den 1, 1. 1943 und apäter ItUI-Bm Zinaaoheinen. den BJmeuerungaaoheinen und der kursem von der Dresdner Bank auaKegebeneo BeschdUU^ fung, daJä die Stücke seit 10. V. 1940 deutsche« Eigentfeim ilnd, abzuliefern. Die Einlieferung hat bis apäteatena 19. Oli-tobor 1942 «a arfblfaii. Sewait dIa BaliuldvarBchreibuiiM terschriftsmlßif bei eUmr deutschen Davlaanbank deponM alnd, hat letatare die Ablieferung voraunelimeit. Die BiMr «Omer haben In diesem Falle niohta an veranleaean. iltl Berlin, dan 26. Auguat 1B42. HakiiaBanhdlKdi »II r IkiifiUlkoiSiuf! I »4U8 Die froBe Anatomiscb-Hytieafadi« Ausstelhülg DER MENSCH IN GESUNDEN UND KRANKEN TAGEN KOMMT ZUM HERB8TFC8T NACH WARBUHO Dar Personalausweis Nr. 503 20. IB. IBil, M aagikttlg. Der den Namen Qloboaik Anton, 9476 Hägen, üntantelemark. bost«t far . Rpl dM Wart M Riallti- KleiierAnztigeri^^ Wort 40 Rpl. jBf illc Ikrlf«! WortaDselgta 10 Rpi !«ttfls4rMtt War« ao Der Woiiprals allt Ms n if BachsttbM I« wart Kasswortfablhr bai Abholaac 4tr Anxtbotc M RiH. bei ZflteH-dust dareh Po«! odtr Botea 70 Rof AoalniDftSKebObr für AnzelKta mit atoi vermerkt »AveliUBft In dar VenraltaRf oder OetchMtutelle« 20 Rnl. Anssicta AanabmMchlaB; Aa Tara vor CrschefneD am 16 Uhr. Rteiaa Aazalgea var4tB aar lacaa VorelaiendBac da« Betraaei (auch (Oltise Wrletmarkaa) aotgeaoinnUB. MfndsitKebOhr Ar elna meine Anceice 1 RM ikttHäfnt lutä CfttUilsMtitii Zu verkBnffen Ocailschtwarcnhandlung in Marburg, 2. Bezirk, wirdvtr-kauft um 7000 RM. Wohnung im Hause. Adreaaa in dar Varwaltung. 042^<2-a Al^ NBhmatchlfla um 30 RM lu verkaufen. Antufraffen bal Wolfbauer, Weinbauscnule in Marburg. 9421-3 Wa^spiegel mit großem Rahmen um 30 RM zu verkaufen. Beaichtigung von 18 bis 20 Uhr. Wernig, Fricdr.* Ludwig''Jahnelfl, selbständig, sucht nettes Zimmer. 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Abzuholen im Gasthause Leba-rltsch, Leitersberg. 9461-13 Am 16. 9. um Uhr wurde im Burgkino ein roter Regen* schirm vergessen. Der ehrliche Finder soll ihn gegen gute Belohnung an die »Khsch« in Marburg, Viktringhofgasse 11/1, abgeben. 9423-13 Grauer Hund, halbgroßer, langhaari^r Schnauzer, entlaufen. Trägt Halsband mit Steuermarke Nr. 995, hörtauf »Schnauzi«. Abzugeben ire-gen gute Belohnung: Mellln-gerstraße ll/I. 942(X-13 Ahnenpaß • Ausfertigangen F'.milienforschungs - Institut, Graz, Orieskai Ruf 67-95. 6987-14 auRG'KiNo V^riiii Forat, Trude Karlen, Otto Treßler, Paul HörWger, Gustav Dießl in dem spannenden Kriminalfilm tM Mh StUstiOk dtt" (»Bavarla«) KulturfUna: Wild und WHdwerk! Wooheneolnnf PUr Jugendllobe nicht zugelaaaenl 9439 ESPLANAOE Heute 16.18.30,21 Uhi KINOFILM: Die gläserne Kugel nüt Albreeht Sohönhale und Hüde von Stola« Zlrkueluft und Manegcneauber! Ein spannender Arttotenfilml — Kulturfilm: Volkakunst und Volkalled im Erzgebirge. Wodhenaohau. FUr Jugendliche su^elasaenl 0468 9437 Icbtsiiieie Branadorl HEIMATLAND Wochenschav Kulturfihn Für Jugendliche iint«r 14 Jabfcn atebt zugeinaaenl Vorstellungen feden Freitag um 20 Uhr. Samstag um 18 u. 20.30, Sonntag um 18, 18 n. 90.80 Uhr Metropoi-Lichtsplala CIIII Vom 18. bla 24. September: BRÜDERIEIN FEIN I>e(r große Wlen-Fllm mit Marte Harell, Baaa Holt, Paul Hörblger, Olaa Wurm, Kail Oehmaa, Jane Tilden, Wilhelm Hein, Winnie Markua, Karl Skntup. FUr Jugendliche unter 14 Jahren nicht augelaasen. x: T ON-LiCHTSPIELE PETTAU Bis einschließlich Montag, den 21. Septembef, ] AKKO Bhk Tobto-Pihn aach dem Koman wsa Affsed Weidemana Fkr Jugendliche sugelasseal INreteBungen: Wochentags «m 18.30 und 91 Uhr Ufer wdgt--^^ '-'W grwiunt! f\ lOOMILLIONENa Dcutfchi: HuiUiololten Staatlich« Lattaria - llnnahma Wesiack Marburg (Drau) Narraaf aeea U Warnung! Warne hiermit jedermann, gegen meine Familie ehrenrührige, bezw. unwahre Oeriichte zu verbreiten, da ich ansonsten mit gerichtlicher Klage vorgehen werde. Josefa Orafoner, Rosengrund 43. 0427-14 Erstklassige Sinentaler KAhe und Kalbtamen, hochtrlchtlg und mit Kälber, sind im Qast-haua »LOwenwirt«, Marburg, Schnridplatz, su verkaufen. 9100 Wnr kaas laalsiil menforkamlMnif Krampen- biw. Kreuzhacken-Stiele, Spaten- und Schaufel-Stiele mit T- und D-Qriff, Besen-, Axt-, Bell-, Hammer-, Vorschlaghammer- und Berg-werkhamnier-Stiele u. & w., Hand- und Kastenwagen, lose Schubkarrenräder (unbeschlagen), Schuhkarren, lose Karrenbäume, Rodelschlitten. Muster und Skizzen auf Wunsch. Angebote an Fa. Js. Neidert, Fahrzeugbau in Pfaffenrod bei Fulda. 9469 Die Marbura« Zeituna gehört m lede ßmmllle Umterlende* I VcibtfmncnWn 1711 r ötippcu-CtkaUungen Pardminta KRÄFTIGES HÄS ü-RACHEN-DESINFEKriONSMIlTEL