«r. 356. Donnerstag, 7. November 1889. 108. Jahrgang. Leitung. ^^^^^ »,«, ,„ < .^lii,n ,s, lf,. groß«, p,r ^, : »>.! i!li>!s«>" N«!cl,lul..,r!, v'. lilil« ll l». Dl« ,,«c't dem ^"Wicßnna vom 24. October d. I. den, Mz l>.ls^! ""° C'haralter eines Statthalterci-«ha^ ""?kten Nezirkshanptmanne in Olmütz Karl '" de„ », ^>sllch d^r von ihm erbetenen Uebernahine ^liihlink., ?'^" Nllhestand in Anerkennnng seiner M ^ " umen und ersprießlichen Dienstlristllnq den AH -"NWcht der Taxe allergnädigst zn verleihen ?Mchft!>'ss'^ Majestät haben mit wm I.November d. I. den ">est^""^.Pukurny zum Obcrpostdirector in Madigst ^„ ernennen geruht. ^^«-^^ Bacq nehem m. p. Nichtamtlicher Weil ^'" Regelung der ttehrergchalte. . Rie f> - ^ ^''^^sch"?."wähl.t. unterbreitete der krainische .f>>, N/r^l/'! °" vorgestrigen Sitzung dem Land-3"^ c>i, ^^' betrefft„d die Regelung der Lehrer-«l laut, . .U""llchcn Volksschulen in Kram. Der ^sechsten K<^ ^gt: Der hohe Landtag hat in 3 >, vÄ^ll vom 27. September 1888 die 'W^ilge d '^w .'.'" Lehrervcreine um Aufbesserung Klsse ^ ^ulksschnllchrerpersonalez dem Landes-»" siir .-^'« Auftrage überwiesen, die in den ^ >chend n?l^^liung angeführten Grü»de V^ften 9« ,>>? ^'^ zu unterziehen nnd sodann I^l'lig der W s ?ae l"ue Anträge über eine solche i,' ^rilll^.?"^' welche die Landcsfinanzen er. ^>3e ^".' ^asis fiir seine Anträge zu er-^il ^ Deceml,^. " Landcsausschuss mit der Note an den k k. Landesschnlrath ^h s !le mit 7? ^^ seiner Anschauung eine Ge->Vchen L, " ^^- des niedersten Gehaltes für die nicht die Vefähigungs- Prüfung abgelegt haben, und für die Lehrerimien zu schaffen' wäre und ob die Lehrer in die höheren Ge-haltselassen nach dem Alter vorzurücken hätten, oder wie bisher die Glhulte nach den OrlsverlMmsseli zu classisicicrcu wärcn? Der t. l. Landesschulrath hat in einer eingehenden Note vom 30. September 188!) seine Ansichten über die Regelung der Lehrerbe/.iige nach Anhörung der Bezirksschulräte dem Landesallsschuss-' mit-qeth^ilt. Vorerst wird auf die nicht wegzuleugnende Nothwendigkeit hingewiesen, die Lehrergehalte, welche im Jahre 1873 in dieser Höhe fixiert wordeu sind. entsprechend den gestiegenen Lebensbedürfnissen, ins' besondere für die' untersten Classen, zu erhöhen, da weder der alleinstehende Lehrer, umsovielweniger aber der Lehrer mit Familie von einem Gehalte pr. 400 fl. semen Haushalt bestrciten kann und schr oft mit den bittersten Nahrungssorgen kämpfen muss. was sicherlich niederd'ückei'd nnd hemmend auf den Unterricht einwirkt. Infolge dieser niedrigen Gehalte findet auch ciu fortwahrcuder Abgang der Üehipersonen nach den benachbarten Kronländern, nach Steiermark und Ka'rn^ ten, wo die Gehalte besser find. statt, so dass immer eine größere Anzahl von Schulen ohne Lehrkräfte besteht. Bezüglich der Gehaltsreguliernng gehen die An» sichten der Bezirlsschnlräthe ' sehr writ anseinander. Während sich die Bezirksschulräthe Äottschee und Lmtsch für die Beibehaltung des jetzigen Systems aussprechen und lediglich die Erhöhung der mit den einzelnen Classen verbundenen Iahresgehalte beantragen, sind die übrigen Bezirksschulräthe der Ausicht. dass bei Bemessung des Lehrergehaltcs nicht die localen Verhältnisse des Schnlurtcs. sondern die Anzahl der von einem Lehrer zurückgelegten Dienstjahre in der Weise zu Grunde zu legen wäre. dass der Lehrer nach einer bestimmten An« zahl von Dienstjahren ohiuweiters in die höhere Ge-haltsclassc vorrücken würde. Gegen dieses Princip spricht sich der Landesschulrath ans sehr triftigen Gründen ans. weil hiednrch für die Schule eine große Gefahr entstehen könnte, indem in vielen Fällen eine mangelhafte Pflichterfüllung die Folge wäre n»d auch die wisj'Uschc>ftliche nnd Pädagogische Fortbildung der Lehrer leiden könnte. Schließlich' ist zu erwägen, dass die längere Dienstzeit des Lehrers ohnedies in den Dienst, altersziilagen ihr Aeqnivalent findet, welche bei der Amuchme des gedachten Gehaltsbemessnngsvrmcipes jegliche Berechtigung verlureu würden, daher dasselbe noch in keinem Kronlandc acceptiert worden ist. Da somit der Iahresgehalt von 400 st. bei den jehia/n Verhältnissen das für eine Lehrerfamilie erforderliche Existenzminimum nicht erreicht, so beantragt der Landesschulrath, die Gehalte des Lehrerpersonales an allen öffentlichen allgemeinen Volksschulen in Kram. Üaibach nicht ausgenommen, in vier Classen einzutheilen, und zwar: u) in Lehrstellen erster Classe mit 700 st., d) in Lehrstellen zweiter Classe mit 600 fl.. e) in Lehrstellen dritter Classe mit 500 fl.. 6) in Lehrstellen vierter Classe mit 450 fl. Iahresgehalt, und zwar hätte die Zahl der Lehrstellen erster Classe 5, jene der zweiten Classe 10. jene der dritten Classe 55 ui>d jene der vierten Classe 30 Procent aller Lehr» stellen zu betragen. In die erste Classe mit 26 Lehrstellen wären einzureihen die bereits jetzt mit 700 fl. dotierten 13 Lehrstellen in Laibach und 13 Oberlehrerstellen an vier», eventuell auch an dreiclasfigen Voltsschule» in Städten, Märkten und bedeutenderen Industrie-Orten. In die zweite Classe mit 51 Lehrstellen können die mit diesem Gehalte dotierten 10 Lehrstellen in Laibach, ferner die übrigen Oberlehrerstellen an zwei«, eventuell auch an einclassigen Schulen eingereiht werden. In die dritte Classe wären die übrigen Oberlehrerstellen uud die Mehrzahl der Lehrstellen an vierclassigen Schulen, dann die mit 500 ft. Iahresgehalt dotierten, in Lehrer-stellcn umzuwandelnden Untrrlehrerstellen in Laibach einzureihen, während der vierten Eehaltsclasse im allgemeinen die Lehrstellen an zwei- und mehrclassigen Volksschulen zuzuweisen wären. Bezüglich der provisorisch angestellten, mit dem Lehrbesahigungszeugmsse noch nicht versehenen Lehrer wurde von allen Bezirksschulräten die Ersprielichßkeit der Aufstellung einer eigenen Hehllltslat, gorie mit einem geringeren Gehalte anerkannt, wie dies auch in anderen Kronländern der Fall ist. Nach der Ansicht des Landesschlllrathes wäre für dieselben der Gehalt mit 80 Procent des geringsten Iahrcsgehaltes, d. i. mit 360 fl.. zu bemessen. Die Mehrzahl der Bezirlsschul-rathe hat sich auch für eine geringere Besoldung des weiblichen Lehrpersonales ausgesprochen, welcher An» schauung jedoch der Landesschulrath mit Bezug darauf, dass nnr die Arbeitsleistung und nicht das etwa geringere individuelle Bedürfnis den Maßstab für die Entlohnung bieten soll, nicht beigepflichtet hat. Was die Petition jener Lehrer, welche leine Na« turalwohmmg haben und kein Quartiergeld beziehen, um die Bewilligung von Qnartiergeldern betrifft, so bemerkt der Landesschulrath, dass die Gemeinden für Zemlleton. " Schatz des Jakob Valenöal. > n^ auf" tl?^" Winterabend saßen Valencak ^ L>? h!)l<7 ^?bank. vor dem langen Tische ^ /'buch. , ' k'" kleines Anch vor sich. Es war b^ in der Volksschule ^N?'ge zw °"2 demselben Buche lernte jetzt der ^ben. "ann von dem jnngen Mädchen die l "ein ^3 er ^'ik^Urza ?',^ ^ieng schwer in seinen Kopf ^ s»°7 "" wie ,'"^ manchmal die Geduld und Schulmeister und gab Uw "" silbern^ ^'" derben Klaps ans die dicken ^','lll. "" lä^,. goldenen Ringen geschmückten ^ ^llt« ^lte er j,d^l und rieb sich die ih. ^r^"- °°d"ch seinem Fassungsvermögen ^>?n ^"^si"?^^ "Um,. Ihn beunruhigte ^ ?llci> Mutete js. " ^em Finger auf die großen ihr scharfer Bl'ck, und Es war ihm, " K^d^/N't 'Hr. zumnthe. als ob er ^lt si^.^'ähtenl ^""' ausgestreckt liegen würde ^ ^n aus dem Kruge einen ^rs ^"f. ""'. "hob anch er sich, schlo s ätzend m ."" Päckchen hervor, wickelte ^p'crc ans nnd reichte endlich Ursa ein paar kleine Ohrgehänge. «WaS soll ,ch damit?» fragte sie rnhig. «Du sollst sie tragen, sie aehören dir.. — «Ich danke, ich nehme aber mchts von Euch.» Valencat sah sie von der Seite an. «Und warum nicht?» — «Weil ich nicht will.» — «Zier dich nicht!» — «Also. wenn Ihr's wissm wollt, we, Ihr in mich verliebt seid!» Valcncak setzte sich anf die Bank uud lachte. «Du bist eine dumme Gans!» «Wie gern wolltet Ihr der Gänserich zu dieser Gans sein. O ich bin klüger als Ihr.. — «Unstnn!. Ursa etzte sich ruhig zu ihm. «Ein- für allemal, denkt nicht daran, mir den Kopf mit Gefchenken 5" verdrehen., saate sie ruhig mit ihrem hellen, klugen Blicke der ihn mehr nnd mehr verwirrte. «Mil ich dir zu alt b,u.» — .Nein. nicht deshalb, fondern weil Ihr nnch hei- Valencak lachte wieder, aber das Lachen kam ihm nicht vom Herzen. «Ihr feid schlau.» fuhr Ursa sort, .ich bin es auch. Jetzt habe ich Euch. W'e eme Fliege tappelt Ihr in meiuem Netze. Wenn Ihr nnch zetzt nicht zn E'ircr Frau nehmt, dann ist es.«"s. dann kann ich eines Tages gehen, wohin es nm beliebt.. __ «Bilde dir doch nicht solche Thorheiten ml.» er«j widcrte Valencak. der mit den Fiugern auf d"i Tisch-trommelte. «Und weshalb solltet Ihr mich "icht heiraten?' eutgegnete UrZa lächelnd, «ich habe es imr^ in den Kopf gesetzt, nnd thut Ihr es nicht, auch gut, > dann gehe ich.» — «So geh'.. ! Ursa zuckte die Achseln, lächelte, stand auf und, holte ihr Wirtschaftsbuch Nachdem sie mit ihm ab- >, aelechnet und ihm den Nest des Geldes, das er ch>> für die Woche gea/beu. vorgezählt hatte, gieng sie. ohne ! ein Wort weiter zu sagen, znr Thür hinaus. Valenkak wartete eine Weile, dann stieg er die Treppe hinauf >uud klopfte an Uröa's Thür. Da sie keine Antwort gab. öffnete er und fand die Stube leer. Sie war wirklich fort. Nun musste er daran glauben. Es fiel ihm wie ein Stein auf die Vrust. der Athem verfagte ihm. Langsam gieng er in den Hof hinaus und rief sie. Keine Antwort. Er rief noch einmal in die Dorf-strahe hinein. Wieder keine Antwort. Rasch gieng er die Häuser entlang, in deren Fenstern Lichter brannten, bis zu dem Krämer, dessen Frau für Uröa eine be« sondere Zuneigung a/fasst hatte. Hier fragte er und bekam die Antwort, dass sie Abschied genommen und die Straße nach der Stadt eingeschlagen habe. Valencak kehrte nach Hause zurück, spannte ein Pferd vor den kleinen Schlitten, zog seinen Schoppen» pelz an und fnhr wie der wilde Jäger durch daS Dorf, die Felder, iu den Wald hinein. Der Sternen« Himmel überspannte die schwarzen Wipfel der Bäume wie mit eiuem goldenen Netze. Alles lag voll Schnee, die Straße, die Schotterhaufrn, die Gräben, die kahlen Aeste. Ein weißes Geislerheer schien ringsum seine Reihen zu schließen und zu drohen mit tausend Armen, die sich regten, mit tausend Stimmen, die sich heulend erhoben, an das Schlachtgeschrei der Türken mahnend, die einst diese fruchtbaren Ebenen verwüsteten. Plötzlich mitten im Walde, nicht weit von der Brücke mit dem heil. Nepomuk, erblickte er eine weib-liche Gestalt, die mühsam durch den tiefen Schnee watete. Valencak holte sie ein und rief ihr zu. Sie wendete nur den Kopf. «Lasst mich in Ruhe.» jagte Lurcher Zcilullg ^tt. ^5ll. 2192 ?. Novenlber M. die Bcistellung von Naturalquartieren für die Schulleiter verpflichtet sind, jedoch kann es nicht angehen, ihnen die Beistellung von Quartieren für alle Lehrer aufzubürden. Das Land könnte aber auch eine solche Last nicht übernehmen, da bei der Annahme von 80 st. als jährliches Quartiergeld für eine Lehrperson sich für 206 Lehrer cine Mehrbelastung von 16.480 fl. herausstelle» würde. Den Lehrern in Laibach wäre jedoch das Quartiergeld zu belassen, resp. jenen, welche noch nicht im Gennsse desselben sind, zu bewillign. Bei der Uebernahme der Volksschulen Laibachs durch das Land wurden nämlich die früher von der Stadt« gemeinde bewilligten Quartiergelder für die Leiter und L'hrer auf den Normalschulfond übernommen, welches Verhältnis auch in Hinkunft fortbestehen müsste. Nach dem vom Landesschulrathe beantragten Schema würden sich die Lehrergehalte auf 259.600 fl. belaufen, während sie gegenwärtig 239.600 fl. betragen, wodurch ein Mehrerfordernis vou 20.000 fl. erwächst, welches sich jedoch bei der Annahme, dass 80 Lehrer nur pro» visorisch mit 80 Procent des niedersten Gehaltes, also mit 360 fi.. bestellt wäien. um 7200 fl., daher auf 12.800 fl. herabmindern würde. Der Landesansschliss schließt sich den Anschauungen des Landesschulrathes au, dass eine Regelung, resp. Erhöhung der Lehrer« gehalte, insbesondere der niedersten Classe, von 400 fl. nicht länger umgangen werden lann, muss jedoch mit Rücksicht auf die Jahr für Jahr steigenden Ausgaben für das Vollsschulwesen, entsprechend dem Beschlusse des Landtages, wornach bei dieser Regelung die Lage der Landessinanzen im Auge zu behalten ist, die Anträge des Landesschulrathes bezüglich der Vertheilung der Lehrergehalte in die Gehaltsclassen modificieren. Der Aufwand für das Voltsschulwesen wächst nämlich von Jahr zu Jahr durch die Erweiterung schon bestehender Schulen an Orten, wo dieselben un« bedingt nothwendig sind, in einer Weise, dass die Deckung desselben immer schwieriger wird. Während für das Jahr 1880 die Activitätsbezüge der Lehrer mit 180.689 fl. präliminiert waren, sind dieselben für das Jahr 1890 mit 271.497 fl., also um 90.808 fl., höher eingestellt, wobei allerdings zu berücksichtigen ist. dass inzwischen das Lehrpersonale der Laibacher Volkk-schulVn mit dem Erfordernisse vou 24.500 st. auf den Normalschulfond übernommen wordm ist. Das Gesammterfordernis des Nurmalschulfondes, welches pro 1880 mit 195.127 fl. präliminiert war. beträgt pro 1890 296.133 fl., ist somit in diesem Zeiträume um mehr als 100.000 st. angewachsen. od?r Jahr für Jahr um den Betrag von 10.000 fl. Zur Deckung dieses Erfordernisses wird eine lOproc. Um< läge auf die dirccten Steuern eingehoben, was jedoch nur eine Deckung von 145.000 st. ergibt, während der Abgang, der pro 1890 mit 127.609 st. veranschlagt ist, aus dem Landesfonde gedeckt wird, was eimr 9proc. Umlage entspricht, so dass also der Steuerträger mit 19 Procent Umlage auf die directe Steuer für die Volksschule belastet ist, ohne Berücksichtigung des Bei» träges für den Schullchrer.Pensionsfond mit 12.000 fl.. resp. bei Hinzurechnung des Verlassenschaftsprocentes, mit 15.000 st. jährlich. Hiezu tritt der Umstand, dass die Erweiterung und Neucreierung von Volksschulen noch beiweilem nicht abgeschlossen ist, wie aus den Berichten des Lau» desschulrathes über da« Volksschulwesen ersichtlich ist und dass voraussichtlich auch noch in den nächsten Iahreu das Bedürfnis bedeutend steigen wird. Politische Ueberficht. (Kärntnerischer Landtag.) Im Kä'rtner Landtage referierte vorgestern Abg. Graf Goi>ß über den Voranschlag des Landesschnlfondes mit einem Rückblicke a»f die Eitwickiung des Schulwesens iu Kärntcn in den letzten zwanzig Jahren Zugleich beantragte R dner namens dcs Finanzausschusses, dem Landesschul' rathe besonders in Berücksichtigung der von slovcnisch'n Reichirathsabgeordnetcn erhobenen unbegründeten Vorwürfe die Anerkennung und den Dank des Landtages auszusprechen. Abg. Einspieler erklärte mit dem Abg. Muri gegeu den Voranschlag des Schulfonds zu stimmen, weil die Schule in Kärnten nicht nach dem Gesetze und nach dun Wünschen der Bevölkerung eingerichtet sei, beklagte sich über die Unterdrückung der Slou/nen in Kärnten uud suchte di>>se Behauptung durch von mehrfachen Widersprüchen begleitete Ausführungen zu begründen. Ihm erwiderten die Abgeordneten Dr. Ubl und Dr. Üuggin. dass die nationale Agitation nnr vo» einigen geistlichen Herren genährt werde. Der Landespräsident erklärte, dass die Schulgesetze stets unparteiisch durchgeführt werden und es zu hoffen sei. es werde der allgemein uud auch von der slovenischen Bevölkerung cz,'-wünschte Friede noch writers im Lande erhalten bleiben. Nach einigen Ausklärungen des Landesschulinspectors Dr. Gobauz über die gegenwärtigen Einrichtungen der slovenischen Schulen wurde der Vmauschlag m«t dem Erfordernifse von 415.475 st. angenommen. (Der Reichsrath) tritt ana/blich am 3lcu December zusammen und erledigt bloß das Budget« Provisorium, die Nothstandsuorlagen und das Gesetz über die Civilliste. Zu Weihnachten tagt wieder der Strafgesetzausschuss. Ende Jänner nimmt das Paria« ment wieder die Arbeiten auf, (Mähren.) Der Schulausschuss des mährischen Landtages nahm den Gesetzentwurf über die Verbesserung der Gehalte der Lehrer in Mähren, wonach den Lehrern bei Anfall der vierten nud sechsten Dienstalterszulage noch euie Personalzulage von je 50 st. gewährt wird. au. Weiter wurde der Gesetzentwurf, betreffend die Regeluug der Dienstverhältnisse der Lehrer mit Bezug auf deren activen Militär- uud Landsturm dienst, genehmigt. Der vom Abg. Dr. Ritter von Mezmk begründete Antrag auf Errichtung einer Uni-versität in Mähren wurde dem Schulausschusse zu« gewiesen. (Eduard Grsgr.) Wie man dem «Pester Lloyd» schreibt, wird Dr. Eduard Grögr sein Reichs« rathsmandat niederlegen uud sich als Landesausschusi« Beisitzer ganz den böhmischen Landesgeschäften widmen. An seine Stelle soll Profefsor Tiller in den Reichs-rath gewählt werden. (Im niederöstcrreichischen Landtage) beantragten Fürnkranz und Genossen, die Regieruug sei dringend aufzufordern, ein gemeinsames Zollgebiet mit Deutschland unter Schaffung einer Zwischenzoll' linie herzustellen; ferner in allen Weingegenden, wo die Weingärten durch die Reblaus ganz oder teilweise zerstört wurden, die Anpflanzung vl)n Tabak auf allen Aeckern ohne Unterschied der Culturen zu gestalten. (Die ungarische Unabhängig! ^ partei) beschloss vorgestern, den Geseyentwu' den Beitrag Ungarns für die Hofhaltimg «W' nehmen, nachdem die von der Partei verlang« "^ ^ Hofhaltuuq noch immer nicht errichtet s«, l»ag« ^ BereitwiNiqkeit auszusprecheu. die Kosten I" eventuelle uugarische Hofhaltung zu votieren. ^ (Rcgalieu-Ablösung in ^^M Wie die «And. Corr.. meldet, wird der il.^ Landtag im Laufe der jetzigen Session eme ^. betreffend die RegalienAblösüng i" Kroatle». u ^ handllmq ziehen. Die Verhandlungen mit ^, glllieN'Vesitzcrn werden im Sinne dieser "^ ^.„ii!,i< die Organe, des gemeinsamen ungarischen u ,.,,^^z. sters. so:,d rn die Vicegespäne führen, den U" ^ betrag wrd das Finanzministerium enma) -^ ^ Finanzminister wird für Enlschadigll^^'" '^ ^ kroatischen Regalien dieselben "nh'itllchell " ^ für die ungarische Regalien ausgeben, ^s ^ Kroatien Mlösnngtansp'rüche im V tnige von .^ 13 Milwuen Gulden gestellt werden. "'^ Theil hicwn en>fällt auf die Oeistl'chkctt "" "«muss''. , , ,^l, erst (Der deutsche Reichstag) h"»'^ hel die Vurvrobe der ersten Socialisten - ?evc,ll <„, Erörterung über den RechrnschaftöberM "^ ^ cierung des Socialistengesetzes abgehalten. ^ scheidung war die Erklärung des Ministers " ^M dass die verbündeten Regierungen auf die" ^ssc nicht verzichten tonnen. Von retrospect^"" ^,, waren ferner die Verwahrungen des ^ a'^pil)^ Hcrfurth gegen die Anwürfe, betreffend t» i. , ^, Zur neuen Vorlage haben die Conservanm' "^"' mung und Ablehnung weiterer M'lderllnaen ^^^ Die National - Liberalen berathen noch ^ ^ ^ werden aber schließlich das Z"standew"Ml ^^e". setzes, das die ganze Opposition bekämpft. ^ (General Bo ulanger) lässt ' n 1^ ^,l blatt semen Freunden im besonderen uno ^.iiiaN Bevölkerung, im allgemeinen f^ ."^ «ziM danken, welche sie ihm bn dem Veg"1bn>s ' „^M geliebten Onkels Griffith erwiesen. Z"^"I," f des ^ das Amtsblatt des Aonlangismus el»en ^ ^n'"? nerals. welcher Samstag abends in "ner ^ ' ^M zu Saint Denis vc> lesen wurde, wo der Wz ^ tische Heerbann der «Nationalpartcl' y'' -^ M gegen den Parlamentarismus und lo°«" M^. Merungen ihres verbannten Führers ^ ' Mist"' (Reise Crispi's nach ^ Präsident C'ispi wird demnächst, nm >" He». 7.« den Fürsten Bismarck in Friedrichsrnh ^ H «Berliner Tageblatt, will nun welters M^ Crisfti auf directe Einladnng ^s ,K, ' ..t,,H demnächst sich auch nach Berlin beg^en '" ^ji" Einladung seitens des deutschell Km e"^^ dessen neulicher Anwesenheit in Monza'' ^, V (Die belgische Regieru'^ ginn der am 12. November zu eH"''^,,,s ^ session dell Elllwnrf. betreffend Err.cht g ^,H, rathes. einbringen. Die Mitgl,eder des^e^ ^^ sM , den Cassationsräthen besoldet werden. „, zerische Generalconsul Niuier ist bcansH Cong0'Staatc einen Handels» und t5r ^^^ zn vereinbaren._______ ^___ sie, und sehte ihren Weg fort. «Donner und Hölle!» rief Valencak. «willst du endlich vernünftig sein? Bleib doch stehen. .. hörst du nicht, verdammtes Weibsbild!» Urs.i gieng langsamer. «Wirst du gleich mit mir kommen.» fuhr er fort, «Zigeunerin, Land« streicherin!» — «Nein.» — «Du willst nicht?» — «Nein. nein. nein!» Valen?ak sprang aus dem Schlitten, erwischte sie beim Nermel lind hielt sie fest. «Höre doch...» — «Ich will nicht hören.» — «Da . . . nimm diesen Ring... in drei Wochen soll Hochzeit sein.» Ursa wendete sich um und sah Valenkak in das bleiche, erregte Gesicht. «Ihr wollt mich zur Frau nehmen?» — «Ja, hörst du nicht?» Er hatte ihre Hand erwischt und steckte ihr den Ring an den Finger. U»sa lächelte. «Bist du jetzt zufrieden?» — «Ia.» sagte sie und stieg mit seiner Hilfe in den Schlitten, «aber ich habe mich erhitzt, im Fahren wird es mir kalt werden, gib mir deinen Pelz.» Valenkak beeilte sich, ihn auszuziehen. Sie schlüpfte behaglich hinein, sehte sich zurecht und ergriff Zügel und Peitsche. Und wieder war es Winter und Abend, nnr dass diesmal ein anderer Mann Ursa gegenübersaß uud dass sie sich nicht in der alten, engen Bauernhütte beim großen Ofen befanden, sondern in einem hübschen neuen Landhause und in einem einfach, aber elegant eingerichteten Salon. Ursa war im Laufe der Jahre zn einer stattlicher,, üppigen Schönheit mit weißer Haut und frischen, rothen Wangen aufgeblüht nnd konnte in ihrem Schlafrocke für die Frau eines Landedelmannes qelten. Der juuge Mann an ihrer Seite war ein Nachbar, der Baron Wartenstein, ein hübscher, schlanker Gentleman mit tadelloser Frisur und keckem kleinen Schnurrbart. Vor ihnen stand auf dem Tische ein silbernes Brett mit >wei geschlissenen Gläsern und eiuer mit goldigem Weine gefüllten Caraffe. Während Uröa laut lachte, betrachtete der Baron verzweifelt die Spitze seines Lackstiefels, den er immer wieder krachen ließ. «Sie sind herzlos.» wiederholte er endlich. «Nein, mein lieber Baron.» erwiderte die schöne Frau, «ich bin es ganz und gar nicht. Ich wäre herzlos und obendrein albern, wenn ich Ihre Huldigungen ernst nehmen wollte.» — «Ich liebe Sie,» murmelte der Baron, «und zwar leidenschaftlich, mögen Sie noch so grausam darüber spotten.» — «Gut. ich will Ihnen glauben,» gab Ursa zur Autwort, «dann habe ich aber umsomehr Ursache, Ihnen sofort jede Hoffnung abzuschneiden. Hören Sie mich an. Sie wissen, dass ich ein armes Mädchen war, als Valeucak mich zur Frau nahm?» — «Ja, ich weiß aber ebmsu gut. dass Sie es waren, die ihn reich gemacht hat.» — «Wir haben zusammen gearbeitet.» fuhr Ursa fmt. «das ist richtig, zusammen gehandelt, speculiert und gespart. Ich habe meinem Manne die Lieferungen für die Armee verschasst, auch das ist walir. aber glauben Sie nicht, dass dieses ge-meiujame Streben, Ringen und Erringen zwei Men» schen fester miteinander verbindet als eine zusammen-gctanzte Franchise? Und meine Kinder!» «Sie lieben ihn aber nicht.»-^ «Ich liebe meinen Mann.» versetzte sie rasch, «zwar weder romantisch noch leidenschaftlich, aber ehrlich und treu. Valenkak ist heute sechzig Jahre alt, und ich bin dreißig, nicht wahr. darauf haben Sie gerechnet? Sie sind ein sehr hübscher junger Cavalier, ohne Zweifel, aber wäre es wirklich w^ um ^emes 'kurzen NanAs " „e ' glückliche Ehe zu stören, vor emcm vr« ^M ^, Angen niederschlagen, vor meinen K"^^ M'^ müssen? Vielleicht einen großen, >^j,K »nchl ^H Wirknngskreis zu verlieren? ^em. g" ^ ... bin wenigstens zn klug dazu und 1^ ^ z" brav.»' ,. chißMA^' Der Baron blickte wieder seM« »5 ^ ^ V^ ließ seine St.efel für sich sk"^'''.Km""',. F leidiqt?» fragte er endlich etwas " " ^ ab / digt?. fagtesie. «garnicht. ^1^' s^,"' > zimperlich Welche Frau würde beleld gt ,^ ,„ I,, sie anbetet! Ia. ich leugne es ,"M, " ^g^ , Spass. Sie so verliebt zu sehen.' jhreN ^ ei < nenem zu lachen und lehnte '^ '«jppe,'d', h^> zurück, so dass zwischen ihren v°^^^ / prächtigen Zähne sichtbar würd . l ^ FlBp Glases, das vor ihr stand' tleb^iM^.,, ^ machte mit Flügeln und Fuß" "A ^. ,^ ^ gnngen. UM loszilkommcn. ursl,, .^ say pelzbesetztet, Aermeln ihrer Z.!«a "' Ll'ppe",M ,' haglich zu. ein feines Lächeln u'n d.., M^ ^ U ^cr Baron folgte llnw.lllür H '^.^, F entdeckte jetzt gleichfalls die ö^pp „ H^ l"^l. Schicksal er das Bild seines e'g""" ^ich '> " vergeb.n mir als.?, sprach er. " sie. ß^< irgend etwas zn sageu. . «3^,'Ht" d ^ erlaube Ihnen sogar, nnr noch "^ .,'« ft mach u. bis Sie eine andere N'wr ,,^, " . als ich.» Der BarW nahm dle j. z,, , Hand die sie ihm bot uud Kaum war diese kleine we'ft^ ^^e^" dunklen Pelzwerl verschwunden, "u Duldet setluua Nr. ^5ll. 2193 ?. November l5W. lMln^ '? Genf) wird qemeldet, dass wegen der l«!it??d/"' durch die Heilsarmee daselbst ' veran-hltt Ol« ^""U"' und wegen der Widersetzlichkeit ^ k> il« ^^ ^^ dortige Regierung die Versammlungen ^Hi ^?^ g""zlich niltrrsagt und ihre Locale ge- !dtr^"'°" ber australischen Colonien.) l^ ^""'""lister u»n Neu Süd-Wales. Sir H. Par-lijch.,, s?^' ben Preulierministeru der übrigen austra» ^ ' Monlen den Vorschlag, dass diese in gegens.i iihul^ jungen ^et.n mögen. Die Vereinigung solle ei„e„/^Wenigen s^in, wie sie in Canada besteht, mit »nd,>!., ^algouuerneur ^^, ^^ Spih.', einem Senat -^T^Dcftutiertenkammrr. Tagcsneuigleiten. lliig^ Majestät der Kaiser haben, wie das Val>^.,^"tsblalt ""ldet. für den Schulbau in Wk?,^^ st., für die Restaurierung der grie-gliech.Mll chen Kirche in Csäszäri 150 st. und der dril U.,, ?^^lch,'n Kirche in Hodermark 100 st., für ^ M es griechisch-latholischcn Kirche in Millös-^olisckp «' ^ ^le RestaurieiUKg der griechisch. ">ecl,ickf 5^^^ 'n NagyKaftus 100 fl. und der !i!t t>e>, N ^^'schen Kirche in NagyMoros 15l) fl.. 150 ff ^" der griechischkacholifch^n Schule in Pe n'..." gr'echisch.latholischen Schule in Ruszkova . "pcha 1^ ^ griechisch.latholischen Pfarrhanses in "lholick,, ^'' "'blich für den Van der griechisch, gerch ^rche ", Viszola 150 st, zn spenden ^na^^°"°^"p^ '" praktischer Ver' ""«>,««,/ ^°" N"b jüngst in einem Vortrage Er-'b. bie ^' ""° Erklärungen über seinen Phonographen ^»ls^'" Folgendem markieren wollen. Edison ^h >vi3 . ""' Apparat einen Herrn, denn Mr.Phono->M.P«^en sem. im Dienste der Menschen ^trscht In ^"" ^" ^llcn. Er spricht alle Sprachen, ? in M ^'^nschaften. spielt alle Instrumente und 2 sofort? ^°""ten der menschlichen Kehle, da er ""l nur f>»? ^"^ nachahmt, was man ihn ein einziges« "b »Venn ?" ^le. Sein Gedächtnis ist phänomenal, "erlern»,, ..Mensch, «m beispielsweise eine Sprache » " einl, « ''^ bie einzelnen Vocabeln durch Wieder-^2"', müsse, so weiß der Phonograph die L»l wie ?. ""lnaligem Hören für immer oder doch !>!"' ehe !" "nmer. da er sie 20.000mal hersagen ? eintritt ^ Verwischung ein «Vergessen» seiner-,""'°"tlich ... Cdlson meint, dass der Phonograph ll . " die n. ^ux unentbehrlich werden wird, eines Leiters größerer ?""'sse b!l, c?^""er verhundertfacht, indem er Zeit-2 '"ir a., '^brt, die wohl zu würdigen sind. Neh-,? ^tenstll/" ^'"'lter erhält des Morgens 8 Uhr tzr t ^urch ,. §" "ledigen. Er sieht eins nach dem I>v/"cht in ?' m? "lsleht folgende Art der Erledigung: !°. " die n ,^"°graphen vom Sitz aus: «ad 1» ", "ache« . ^ °"^ Nctenstücl schreibt): «Ist so und l°l>^' I« einerÄ ^'' '^m Amte ist zu erwidern. <. !der N5 ^^unde sind sämmtliche Actenstücke er-^^vyonograph hat sämmtliche Entscheidungen und Entschlüsse genau notiert, und der Schreiber nimmt die Walzen ab und lässt sich, mit den nöthigen Pausen, ruhig Sah für Satz vom Phonographen dictieren. Er^ kann die Entschlüsse gleich in« Reine schreiben und lann sich durch Zurückschrauben alles wiederholt vorspre-chen lasse», um zu hören, respective zu sehen, ob er keinen Schreibfehler gemacht habe. Somit macht der! Phonograph dem Stenographen eine empfindliche Eon« currenz. Ferner meint Edison, dass der Phonograph beim Musik- und Gesangsunterricht Dienste leisten werde, weil der Schüler sich daheim das zu Erlernende, so oft er will, vorsingen und vorspielen lassen kann, um sich beim Ueben danach zu controlieren. Auch in der Heilkunst wird der Phonograph Dienste leisten, wenn er die Schläge des Herzens controliert. Und dass sich bei Gericht durch den Phonographen vieles feststellen lassen wird. was niemand hörte als er, bedarf keiner befonderen Versicherung. Wer wird nicht schließlich gern die Stimme einer theuren Person festhalten wollen, über die Zeit hinaus, da es ihr gestattet ist, auf Erden zu wandeln? Da Edison die Eindrücke einer Platte auf die andere übertragen vermag, so wird er vielleicht Musikstücke auf diefe Weise in Walzenform vervielfältigen und ein neuartiges Noten-Verlagsgefchäft etablieren. Was hier als Scherz gesagt worden, dürfte Wirklichkeit werden, sobald der Phono-grnph zn dem «nothwendigen» Mobiliar jeder vornehmen Haushaltung zählen wird, was zu erzielen die Aufgabe der allernächsten Zeit sein dürste. — (Montanistisches.) Aus Cilli wirb geschrieben: Im nächsten Jahre dürfte sich in Untersteier, mark eine rege Nergbauthätigleit entwickeln. Den ehemals Vrandstätte r'schen Äergbau auf Zinkerze am Wachen soll ein über bedeutende Geldmittel verfügendes Consor-tium zu kaufen beabsichtigen, und die Freischürfe auf Schwefelkies auf dem Dobrol bei Letusch haben mehrere Kapitalisten bereits läuflich an sich gebracht. Die letzteren haben auch ein in der nächsten Nähe von Cilli, nämlich in den Calastralgemeinden Schlossberg und Tüchern liegendes Terrain occupiert, um daselbst auf Kohle zu schürfen. — (Ein weiblicher Bräutigam.) Großes Aufsehen erregt in Klagenfurt die vorgestern erfolgte Verhaftung einer mysteriösen Persönlichkeit, welche unter dem Namen eines Grasen Vaj sich in eine Familie cinschlich und vor einem halben Jahre ein derselben ungehöriges Fränlein heiratete. Wie es sich nun herausstellte, ist der augcbliche Graf eine Frauensperson, angeblich eine Gräfin Vaj, welche ihr Geschlecht mit großem Geschick zu ver-bergen wusste. Der Betrug wurde wegen einer Geldangelegenheit entdeckt. Jene Familie ist das Opfer einer Schwindlerin geworden, welche schon früher bedeutende Summen durchgebracht hat. Die romanhafte Geschichte bildet das Tagesgespräch. — (Stanley.) Ueber Stanley und Emin Pascha liegen widerspruchsvolle Nachrichten vor. Während aus London gemeldet wird, Stanley und Emin Pascha rücken gegen die Küste vor. lautet eine andere Meldung, dass Emin Pascha und Stanley auf ihrem Zuge nach der Küste von Eingebornen angegriffen und vollkommen geschlagen worden seien. Neide Führer hätten sich retten können, doch fehle es ihnen jetzt an Lebensmitteln. — (Zur Lotto« Affaire) wirb aus Temesvar gemeldet: Der Vice»Staatsanwalt Horvath, welcher in der Lolto.Uffaire mit der Vertretung der Anklage betraut ist, wurde durch den Oberstaatsanwalt Kozma nach Pest berufen. — (Ein gesundes Land) ist Tasmanien in Australien. Die Colonie zählt nur etwa 100.000 Einwohner; gleichwohl befinden sich darunter 600 Achtzigjährige und ein halbes Dutzend Menschen, die ihr hundertstes Lebensjahr hinter sich haben. — (Die verstummte Glocke.) Aus Gran wird berichtet, dass am Allerheiligenfeste, eben als die große Glocke der Basilika zum Festgottesdienste rufen sollte, die mächtige Glockenzunge ausrifs und bis zur Thurmwölbung herabstürzte, dicke Eichenbretter in ihrem Sturze durchschlagend. ! — (Zu guter Letzt.) Ist denn dieser Regen» ichirm auch solid gearbeitet? — Schirmfabrikant: Gnädige Frau, Sie dürfen überzeugt sein, hier derart bedient zu werden, dass Sie mich bald wieber beehren. Local- und Provinzial-Nachrichten. — (Kaiser-Entrevue.) Wie man uns aus Wien telegraphisch berichtet, werden Ihre Majestäten der deutsche Kaiser Wilhelm II, und Kaiser Franz Josef gelegentlich der Rückreise des ersteren aus dem Oriente aus österreichischem Boden zusammentreffen. Der Wunfch nach dieser Zusammenkunft, die einen ganz zwang» losen und freundschaftlichen Charakter haben und bei der jede wie immer geartete Prachtentsallung vermieden werden wird, ist. wie es scheint, auf den Umstand zurückzuführen, dass Kaiser Wilhelm II. in diesem Herbste verhindert war, wie sonst, an den Hosjagden in Steiermarl theilzunehmen. Die Zusammenkunft wird voraussichtlich in Innsbruck statt» finden, nachdem es feststeht, das« Kaiser Wilhelm II. auf feiner Heimreife die Route über den Brenner be» nützen wird; der Tag derselben ist derzeit noch nicht genau bestimmt und hängt einerseits von den Zufällig« leiten der Seereise des deutschen Monarchen, anderseits von der Dauer des Ausfluges ab, den Kaiser Wilhelm II. nach seiner Ankunft in Venedig in das Thal von Aosta unternimmt, um daselbst an einer Jagd auf Steinböcke theilzunehmen. — (Erhöhung des Vankdisconts.) Die angekündigte Sitzung deS Generalrathes der österreichisch»»«» garischen Bank hat vorgestern stattgefunden und den Zinsfuß im Escomple von 4 auf 5 und im Lombard von 5 auf 6 Procent hinaufgefeht. Zu biefem Beschlusse hat der Umstand wesentlich beigetragen, dass auch im lausenden Monate die Einreichungen bisher so stark waren, dass dnrch sie die nicht unbedeutenden Incassi vollständig ab» sorbiert worden sind. — (Der «Laibacher Vicycle-Club ») ver-anstaltet Sonntag den 10, November eine Radfahr-Ulademie in der Clubsahrfchule im Coliseumsgebäude zu Glmstsn der durch die Ueberschwemmungen in Krain geschädigten Landbewohner unler Mitwirkung des Meisterfahrers des österreichisch < ungarischen Radsahrerbundes im Kunstfahren, Herrn H. Ende mann aus Graz, und der MusMapelle des 17. Infanterie» Regiments. Anfang 4 Uhr nachmittags. Ordnung: 1. Festauffahrt. 2. Erste Schule, (Elubmitglieder.) 3. Kunstfahren. (Club« Mitglieder.) 4. Komische Scenen auf verschiedenen Rädern (Clubmitglieb.) 5. Kunstfahren auf dem hohen Ein- und gweirab. (Herr Endemann.) 6. Reigenfahren. (Club-Mitglieder.) 7. Huldigung. (Gruppenbild.) Hieraus: 3^ät^!''.^l »hm Ursa zu. «Der Baron V'"° Pa t??"^"' er will dich um jeden Preis ^ ? deine,«?""""en und bei den bevorstehenden ^Vi 's Willis" unter den Wahlaufruf sehen.. ""'' beeil,l.b" «"ten Sache sehr nützen, Herr ^s«?5e Sachet d" Baron zu sagen. Rt . beim H. ^"derholte Valenkak, der m,t dem ' so vi?^' das allgemeine Wohl. hier ist I'til ?/°cher 2»^ ?"^» Sachen die Rede. dass ich l'tii. ^ N'cht m"" ^ gar nicht begreifen kann. Po-^ t " Kais^ ,^°che. Ich kenne nur eine Po-"^n 's. ind " .^m Vaterlande treu zu dienen. e»li »^dlich '^rn ,ch alz Landwirt und Handels-^ge ?'" aebV "^ niemand unrecht thue. anderen ^H And ^ü? '" dieser Weise das Meine bei-"h tt?d". lvie V" u"t> gesitteter zu machen. Ich ft/^>ne E^ deicht wissen, und jetzt zahle ^.^Uik b^f""n. Was die Wahlen und d.e z, . ''It. das ist nun einmal nicht meine !l? ??" in ?"9en alle drei. Dann sagte plötz->'d°r^ is? "' Frau: «Weiht du. was heute i^'^l?^r u..>, c " Na"» zoq seinen Taschen-sagte dann: .Heute hat Galilei ^kN^'?ale. ^'ldeckt.. _, .H war schöu von L^ a,? ^alde >.' '^ °ber habe heute vor zehn V d" heilige Ncpomul M. einen ö^t.. ""'ller. l "" roth geworden. «Das war -I°. da h°be ich ihn '"ber heute vor zehn ganzes K!"den. Und von diesem Tage U- von Sacher-Masoch. Nachdruck verboten. verschlungene Maden. Roman aus dem Englischen von Hermtne Franlensteln. (68, Fortsetzung.) Als er aus dem Dorfe zurückkehrte, begegnete er seinem Onkel, der eben von einer Unterredung nnt dem Geistlichen des Ortes kam. und sie begaben stch zu-sammeu nach dem Herrenhause. . «Die arme Adrienne wird sich einsam fühlen, wenn sie ganz allein zu Hause ist.» bemerkte Sir Ralph, dessen Gedanken stets nur von seiner junge« Frau er-filllt waren. . ,. .. .Es ist keineswegs anzunehmen, dass Ne ganz allein fein wird,, entgegnete Otto. «Egerton ist sicherlich bei ihr. und da zsühlt Adrienne sich gewlss nlcht "'Der Baronet warf ihm einen raschen, fragenden Blick zu. Otto's Worte waren weniger bedeutsam, als der Ton. in wilchem er sie sprach. .höre. Otto. begann er nach kurzem Besinnen, .es ist nicht zum erstenmale, dass du Andelttungen über L onel Eqertons Vorliebe ür die Gesellschaft memer ssrau fallen lässt, und ich möchte wissen, was dn dann meinst Ich laun hinterhältige Reden w anderen n.cht eiden. M,m du mir etwas zu sagen hast. so lomme« wir am besten ohne Umschweife zn Sache. Was also '^ ^«Lieber Onkel, lafö mich fchweigen. Ich möchte dich durch eiue offene Sprache nicht bele'dlgen, mdem ich mich in Dinge mifche, die mich elgentl.ch mchts an» ^'"''«Aber sie gehen dich in gewissem Sinne gar sehr an. und was deine osfeuc Sprache betrifft, so las« es dir gesagt sein. je offener du sprichst, desto lieber wirb es mir sein. Von leinem Manne aber werde ich dulden, dass er Lady Lynwood irgendwie tadelt,» sagte Sir Ralph nachdrücklich. «Das würde ich auch gewiss nicht thun, denn ich achte und schätze sie zu sehr,» entgegnete Otto. «Wenn ich es für nöthig erachte, dich auf die gar so häufigen Besuche Egertous aufmerksam zu machen, so geschicht es einzig aus Rücksicht auf Adrienne. Er ist fast täglich in Lynwood'Hall.» Diese Behauptung war nicht abzuleugnen. «Ich habe ihn eingeladen, zu kommen, so oft er wolle,» versetzte Sir Ralph. «Er kommt aber nicht, um dich zu sehen,» begann Otto in überzeugendem Tone, «dass er aber meinethalben nicht kommt, da« ist sicher, denn wir konnten uns niemals recht leiden; seine Vorliebe für Ndrienne's Gefellfchaft ist jedoch so auffallend, das« sie bereits in der Nachbarschaft besprochen wirb, und es ist keines» wegs wünschenswert, dass Lady Lynwood ins Gerede komme.» «Wer hat es gewagt, ein Wort gegen Lady Lyn> wood zu sagen?» rief der Baronet außer sich. «Be^ zeichue mir denjenigen und ich schwöre dir, dass er seine Verleumdungen nicht wiederholen soll!» Otto lächelte leicht, verächtlich. «Es ist nichts Bestimmtes gefagt worden, nichts, woran man sich halten könnte.» entgegnete er, «aber es wird gezischelt; man raunt sich höhnische Bemerkungen zu und meiut, du müsstest es vorausgesetzt haben, dass sie nach Unterhaltung verlangen werde.» Obgleich Otto grwusst hatte, dass diese Worte Sir Ralph aufs tiefste treffen würden, hatte er ihre eigentliche Wirlnng doch nicht vorhergesehen. Der Ba- 5'liiliachci Fcituiig Nl. ^'56. 2194 ?. NovembttM^. Club «Unterhaltungs-Abend in der Casino-Glashalle. Anfang um halb 8 Uhr abends. Vortrage der Regiments-lapelle. In den Zwischenpausen: Humoristische Vor« träge aus dem Reiche des Radlcrlebens. Kartenvorverlauf aus Gefälligkeit bei den Herren Karl Karin ger auf dem Hanptplah und Karl Till in der Spitalgasse. Eintrittspreise zur Akademie: I. Platz 1 fl,; II. Platz 60 kr.; III. Platz 30 kr. Zum Club'Unterhaltungsabend 50 kr. per Person, Familienlarten für 3 Personen I st. Ueberzahlungen werden dankbarst angenommen und besonders bestätigt. — (Kraini scher Landtag.) Morgen 10 Uhr vormittags findet die zehnte Plenarsitzung des trainischen Landtages statt. Die Tagesordnung wurde wie folgt fest» geatzt: Mittheilungen des Landtagspläsidiums; Be icht des Landesausschusses, betreffend die Regelung der Lehrergehalte an den öffentlichen Volksschulen; Bericht des Landesausschusses mit Vorlage des Gesetzentwurfes, be» treffend die Regelung der Personal- und Dienstverhältnisse der der bewaffneten Macht angehörigen Lehrpersonen an einer öffentlichen Volksschule mit Bezug auf deren Ver« pflichtung zur activen Militär- und Landsturmdienstleistung; Bericht des Finanzausschusses über den Vor« anschlag der Landcs-Wein«, Obst« und Ackerbauschule in Stauden pro 1890; Bericht des Finanzausschusses über den Rechnungsabschluss des Landesanlehenssondes pro 1868; Bericht des Verwaltung«« und volkswirtschaftlichen Ausschusses über die Petition der Ortschaften Döbernit, Presla, Hartmannsdorf, Oberdorf und Verbouz um Ab« ordnung eines Technikers zur Erhebung der Ueber» schwemmungsursachen; Bericht des Verwaltung«» und voltswirtschaftlichen Ausschusses über die Petition der Untergemeinden St. Veit und Lozice um unentgeltliche Ucberlassung amerikanischer Schnittreben; Bericht des Verwaltung?» und voltswirtschaftlichen Ausschusses über § 9, Marg.'Nr. 8 des Rechenschaftsberichtes, betreffend die Holzapfel'sche Taubstummenstiftung; Bericht des Finanz« ausfchufses inbetreff der Bitte der Gemeinde Schwarzenberg um Gewährung einer Unterstützung für Straßen« zwecke; Bericht des Finanzausfchusfes in Angelegenheit der Luzarje»Bergstraße; Bericht des Finanzausschusses, betreffend den Bau einer Landwehrkaserne in Laibach; Bericht des Finanzausschusses, betreffend die Beschaffung des für den Bau der Localbahn Laibach «Stein be> willigten Betrages; Bericht des Finanzausschusses über das Gesuch der Gemeinde und des Ortsschulrathes in Dobrova um Verlängerung der Ferien; Bericht des Finanzansschusses, betreffend die Subvention, für den Schulhausbau zu Heil. Dreifaltigkeit im Ne» zule Loitsch; Bericht des Finanzausschusses über das Gesuch der Gemeinde Laserbach um Einreihung der Laserbacher Straße unter die Landesstraßen und um Subvention; Bericht des Finanzausschusses, betreffend die Kosten filr die Suftplierung der in den fünfmonatlichen Cours an der k. k. Staatsgewerbeschule in Graz zu ent« sendenden Lehrer; Bericht des Verwaltungsausschusses über § 6 des Rechenschaftsberichtes «Communications» mittel»; Bericht des Verwallungsausschusses wegen Kate« gorisierung der von Prelog über Domschale nach Ro« dice zur Reichsstraße führenden Gemeindestraße als Be« zirlsstraße; Bericht des Verwaltungsausschusses über die Petition der Gemeinde Töplitz um Ausführung einer Landesstraße durch den Badeort Töplitz; Gericht des Verwaltunsssausschusses über das Einschreiten des Ve-znksslraßelialisschllsscs vun Großlaschitz um Kategorisierung der Großlaschitz Oblaker Bezirlsstrahe als Landesstraße ronet wurde aschfahl und seine Lippen zuckten krampf« haft. als wollte er sprechen und konnte es nicht. «Ich wollte dir nicht wehe thlln,» begann der junge Mann, aber der Baronet unterbrach ihu mit einer raschen, gebieterischen Geberde. .Fahre fort!» sagte er heiser. «Es ist besser, dass ich die Wahrheit von dir als aus fremdem Munde höre!» «Dann. Onkel, möchte ich dich fragen, ob es klug ist, eine so junge und schöne Frau wie Adrienne so viel mit einem so jungen und schönen Manne wie Lionel Egerton verkehren zu lassen?» «Ich vertraue ihr,» murmelte Sir Ralph, «sie ist unschuldig, wie ein Kind!» «Ja, uud gerade ihre Unschuld wird ihr in diesem F^lle gefährlich werden. Sie ist jung, lebhaft und ro» mautisch. Sie verkehrt mit einem Manne, der gleichc Anschauungen mit ihr hat, der eine poetische Natur und überdies scholl wie ein Romanheld ist. Was ist also natürlicher, als das« sie Vergleiche zwischen ihm uud dir anstellt? Die Thatsache ist einmal nicht zu leugnen, dass dn alt genug bist, um ihr Vater sein zu können, imd die Jugend wendet sich der Jugend zu, wie die Blume dem Lichte. Die Frauen — und selbst die allerbesten unter ihnen — siud schwach; und daher ist es immer bcss-r. ^ie der Versuchung ^ern zu haNen, wenn dies möglich ist, als sie in dieselbe zu fuhren. Glaube mir. mein lieber Onkel, ich nehme em ansrich» ka.es Interesse an deiner Frau, und rs geschieht eben so sehr um ihrct- als um deim twillen. dass ich jetzt so freche.» (ssml^.ung folgt.) — (Personalnachricht.) Wie man uns aus Wien telegraphiert, wurde der Regierungssecrelär und Leiter der Nezirkshauplmannschast Stein, Herr Gottfried Friedrich, zum Vezirkshauptmann ernannt. — (Familien-Abend.) Der hiesige Turnverein «Sotol» veranstaltet heute abends im Saale der Laibacher Citalnica zu Ehren des Herrn Landtags-abgeordneten Gorup einen Familien-Abend, bei welchem aus Gefälligkeit auch Herr und Frau Aorstnit, Herr Meden uud der Sängerchor der Citalnica mitwirken werden. Das interessante Programm enthält u. a. eine dramatische Scene und lebende Bilder. Die Musik besorgt die Kapelle des heimischen Infanterieregiments. Zu diesem Familien-Abende sind auch Freunde des Vereines nud Mit« gliedcr anderer nationaler Vereine geladen. Beginn um 8 Uhr abends. — (Nachwirkung der Kohlen streike) Aus Trisail und Sagor kommt einem Cillier Blatte zufolge die Nachricht, dass die Uebersiedlung dortiger Berg' leute nach Deutschland immer größere Dimensionen annimmt. Von Trifail follen schon gegen zweihundert Mann nach Westphalen abgegangen sein, welche, da sie sich dort sehr wohl befinden, fortgesetzt Zuzug aus dem Trifailer Reviere erhalten. Die Trifailer Gesellschaft hat die Löhne neuerdings um 12 Procent erhöht. — (Straße am Luzarje >-Berge.) In An gelegenheit der Luzarje - Bergstraße unterbreitete der krainische Landesausschuss folgenden Antrag: Der hohe Landtag wolle befchließen: Die dem Grohlaschitzer Ne zirksstraßen - Ausschusse für die schon im Jahre 1885 genehmigte Umlegung der Straße am Luzarje-Nerae mit dem Landtagsbeschlusse vom 9. October 1884 bewilligte Subvention per 3000 fl. wird auf 4000 fl. erhöht und ihm zu demselben Zwecke ein unverzinsliches, vom Jahre 1891 angefangen in vier gleichen Jahresraten rückzahlbares Darlehen per 4000 fl. aus dem Landes-fonde bewilligt. — (Ernennung.) Der Professor Doctor Franz Sedej vom Görzer Priesterseminar wurde zum Hof« Kaplan und Studiendireclor am «Augustineum» in Wien ernannt. Bekanntlich hatte diese Stelle früher Fürstbifchof Dr. Napotnit inne. — (Aus Pola) wird geschrieben, dass in einer Gesellschaft ein unvorsichtig weggeworfenes Zündholz« chen so unglücklich das Auge eines sehr hübschen und sympathischen Fräuleins traf, dass man nicht ohne Ve» sorgnisse für dir Erhaltung ist. Wieder ein trauriges Beispiel der Unvorsichtigkeit und Gedankenlosigkeit! — (Diebstahl.) In der Nacht zum 4. d. M. wurde dem Weinhändler Marko Vrdar aus Käst in Kroatien, während derselbe im Stalle des Wirtes Franz Kosak in Streindorf fchlief, aus der Rocktasche der Geldbetrag per 839 fl. entwendet. Dieses Diebstahls erschien der pecuniar herabgelommene Inwohner Nincenz Klopcic aus Laibach dringend verdächtig, weil derselbe wegen Diebstahls bereits Strafen erlitt und in dem gebachten Stalle in der Nähe des Brdar schlief. Derselbe wurde von der l. k. Gendarmerie festgenommen und nebst dem Geldbetrage per 18 st. 47 kr., dessen Besitz er nicht recht« fertigen konnte, an das l. l. Landesgericht in Laibach überstellt. — (DieSt. Iakobslirche in Abbazia.) Die Generaldirection der l. k. priv. SüdbahngrseUschaft sowie die l. l. Statthalterei in Trieft machten der Central« Tommission für Kunst« und historische Denkmale Mit« theilung über das wiederholt austauchende Gerücht, als stünde es in Absicht, die alle St. Ialobslirche in Abbazia zu demolieren, was nicht der Fall ist. Wohl hat sich über Anregung des Kaplans in Abbazia mit Vewilli» gung des bischöflichen Ordinariates in Trieft ein Comitö gebildet, welches Gelder zur Erbauung eines größeren Gotteshauses sammelt; aber selbst im Falle der Erbauung einer neuen Kirche werde die alte Kapelle als solche erhalten bleibt n. — (Kirchliches.) Der Deutsch'Ordenspriester Herr Andreas Gliebe, Kaplan in Podzemelj (Kram), wurde in gleicher Eigenschaft nach Polstrau überseht. — (Aus Fiume) wirb uns unterm Gestrigen gemeldet: Die Passiven im Falimente Viola betragen 200.000 fl.. wovon 70.000 fl. auf Trieft entfallen. Diefes Falliment hat in Fiume und Trieft, woselbst Viola unbeschränktes Vertrauen genossen hatte, großes Aufsehen erregt. Bis in die letzten Tage lauteten die Auskünfte über Viola: «Unbedingt gut und zahlt per Cassa.» Viola wurde verhaftet. — (« Visitierspiegel.») So benennt sich eine äußerst praktische Erfindung, welche es ermöglicht, die Bohrung der Männlicher Gewehre genau zu prüfen. Der Erfinder dieses Visitierspiegels ist Oberlieutenanl Herr Fridolin Kaucic des 25. Laibacher Landwehrbatail» lons. Der Spiegel gestattet auch eine genaue Besichti« gung deS Laderaumes und Gehäuses, ohne dass der! VMerende ^cme Augen Hclm im mindesten anzustren« gen braucht. Die Truppen, bei welchen dieser Visitier« spiegel bereits in Verwendung ftcht, haden vM dem^cVben die besten Erfahrungen gemacht und die vorgesetzten Commanden sich über di?se Vorrichtung sehr lobend aus«! gesprochen; der ganze Apparat tommt aus die minimale > Summ»' von 20 kr. zu stehen. < Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher o» Wicu, tt. November. Der Minister drs AeM^ Graf Käluoly. wird auf seiner Rückmse AS H richsruhe in Fricdland. in Böhmen, kurzen M'"^ nehmen, lim daselbst dem gräflichen Paare Min -. ^ ein-n Besuch abzustatten und diirf-e übermorge»' in Wien eintreffen. , .«,»,mt^ Wien, 6. Nouemb.r. Im Landtag W" ^ der Statthalter die Interpellation betreffs ^M der Regierung an d r Regulierung des -«z ^ dahin, dass das Project der Wiener Oememoe."^, sanitären und Verlehrsbrdmgungen ^""'. ^ui Vudap'cst, 6. November. Da8 Abgeorv « . ,^ leh,te deu Antrag Iranyi's betreffs «ev «^ Anklagestand des °b. der Fahnen-Affairc mit 243 gegen ?0 6"'« ^ld- Trieft, tt. November. Der Corpscommano»'^ ^ zeugmeister Herzog von Württemberg h"? L^l' A" Iuspicieriing der Garnison und der nm"^. h^le stalten fortgesetzt und ist zu dem gleichen Hw" vormittags nach Gürz abgereist. .., ^„ hitt Paris, li. November. König Milan M ^n abgereist, um in der Umgebung Wi.'Ns an °" . ^« bei einem Freunde theilzunehmen. D"s '^ Mg Nbats. erfährt aus authentischer Duelle, u"'^^ Milan in zehn Tagen nach Paris zurückleH" bleibenden Aufenthalt nehmen wird. ^„Hl ^^ Madlid, 6. November. Erzherzog «?"^ ^, sich heute nach Andalusien, wird Sevllla. ^ Malaga. Valencia und Barcelona besuchen ^o aus über Marseille. Genua, Ma,la»d " ", "isen. ^.> . M herzlich. Der Kaiser sagte, er werde !"'"^.'Hdeck enthalt nie vergessen, und dankte, dem Sm"' , ^B und mehrmals die Hände schüttelnd. Der ^" ^z B in gleichem Sinne. Graf Bismarck «" »' ^ich >" einem Sprcialtrain ab. und wird wayl,", Budapest und Wien Aufenthalt nehmen. lM>' Zanzibar, 6. November. GeMtwe^ ^ Peters und sein ganzes Gefolge s""' ^ G< Europäer und einem Somali von niedergemetzelt worden. Die beiden "'.„ W' welche selbst verwundet sind. sollen pcy,» ^^ befinden. WMswiltschaMches ^ Uiudolltlwert, 4. Nuremder. Die Durchsch""" sich auf dem heutigen Markte wic folkt^^^—,—"^, l^ -----------------------------------------!------------------- ^ Meizm per hrlloliter ? 80 Vnttcr pr. Ao ' . . ^ s Korn . 5 20 Eier ftr. St'« . . . ^ Gerste . 4 »« Mil« pr. ii'" ^ . ^ ^ Hafer . 2 76 NindsielY pr- > , . ^ Halbfrucht . 5 52 Kalbfle'sch ' ' ^ Heiden . 4 N SchtoemestH . > s Hirse . 5 3« SFps"'^ Erdiiftsel ftr. Meter Ctr, 2 N0 Tauben ^ . - i "" Fisole» per Hrltoliter 5 6<> H" pl-^ , > ' , Erbsen " . 5 ll!> Stroh "XI t.O«l..l< ^ 5' Linsen . 5 52 H°lz,hartts^ Leinsamen . ---------^ter - g„b.l, ^ ^ Nmdsschmalz pr, Kilo - 80 Holi'"^. . > ' -^ Schweineschmalz . - 72 Met" ^ltl- ^ Speck, frisch, . - 56> Wem.rH P , Speck, geräuchert. . - 7l» Wem. weH ^d^l^ Die Weilwrrile. variierte» MM"^^^--^ Meteoroloaische Beobachtungen^!!!—^^ s;.2.N. 738 4 12 4 wmd " ^' l. ^, Tagsüber cinisscinalc germa.« NeneN ^ ,^^ dc Tassesmittcl der Temperatur 10 l , »«5^- ^.issll^^^ Eine Perso.l, welche tmrch m. einsah ,,.,r^D>^ risset Tanl'heit nnd Ohre„nerä>lschc» '? rmc Vr^chlrN'unn dc^rldrn m del^a»" ^cholW^ aratis zn ill>erje»den. Adresse: I- v- l^" Kolinnasse 4. 2195 Course an der Wiener Börse vom 6. November 1889. «««dem ^«ellen «oursbwte z»^«e,,t. in Notm «5.5 «5 el. ,«^^°Ellla««,'< ' ' "b'7<» « 9<> Li"/ .«^' 25" st, l»Ä7l.,«^> ^ . V"" 5"0 l. ,»l>75 1<«. / . '°'k - . 1UN I. ,?',?!.,?« 25 l>.. ___'"W ft. . ,5l ?li »52 »> ^'^ >09»«°>, ^""""l!. l««4 «4 75 95 75 < ^b,M,/?/« - . , 97-« 9', «5 "° ^"">>N Mi ^^ "7N ll3 80 lit - ^'«°!t4°/ ,"ll^,W. l»i. 75^0 2!. »>>^^^ ° ^"" ll. III? twill!« - Veld Ware GrundenN.-Ollliglltloncn (für loo fi, llV.), »°/n gallz,llbe...... l04 »^ l«6 «b ö»/n müh, ijcht...... lU« 50 liu - ü"/v K'ra!» und Küstenland , . —'— — — .V/n niederlistsrreichlscht . . . l(»9 50 ll« i« ,^/n ste!r,!che...... —'. . —-- b"/n kocilüliir »nd slabonilcht . l0b - — — 5°/„ Nebcichürallch, .... 104^0 lNü l0 5°/n Tkmelcr Vai,a< . . , . — —------- ü"/n uossarilche...... 88 ?l> »3 «5 Mdt« öffentl. Anlehtll. Donau Ness, Lose 5"/« l00 ft. , llll 7b l«8 71. blo, «».ltlhe 1«7« , . ,0? Lb W8 85 «nlchen dir Eladl «ü« , , ll3-- — - «lnlehc» d, OlabtgtlNflübr WIm <»f. - Pram,.«»I, b, Otadlg,m, Wien l43 L« 148 K0 V0llel!l>au°N>llehen v«lo«, 5°/„ »7 - 9» - Pfandbriefe «ül loo si.), «odenrr, all«. 5ft. 4°/««. . . ,l9 - l»<> - dto, » 4'/,°/«. . . l^>'7<» lN! 3? dt°. » 4°/„ . . . 984N W!)l> dto, PrÄm, Hchuldverschr. 8°/» >08 25 l<»8 75 vest. Hupothclexbanl l«j. ül»"/„ —-— I«i! — 0sst,'U,,g, Ullnl verl. 4'/,"/,, . lNl 8« 10« 40 delto » 4«/„ , . »l»'8u l»x» ill' betto 50jilhr. . 4°/^ , , »9 80 Kx» «.' Pliorltllts-Obllgationen (si!l ,lX! fl,), ss,ldi»a»^ »lorbbah» !tm. l88 fi. L. 4>/,"/o - lw'W l«> bl» Veld «llare vefterr. Norbtoestbahn . . . 1«? - l07 3" Staa«bahn....... »9», - »9« - Elldbahn i^ 3°/«..... »44 ^n »45.-- . 5 5°/,..... N8 «0 l«li-lli U»«,'gall,, »ahn..... l00 4U l Palffy Lose 40 fi...... b? «5 b? 70 Uothe» ll^reuz, öst. «es, «., lU fl, lk ?» l» «b «»bolph Lose ,<> fi.....,<,'- ------- Lalm Lose 4« fi...... gz »o 68'5» <3», Vsl!»l«Loss 4« fi, , , . st4-5o «5 K" Waldstei» Llise lw fl..... 4,... <« .. Windisch Glüh Lose l!!» fl, . . 5« 75 5» 7b slew, Lch, d, 3"/„ Präm, Schuld^ verjch d, V°bmcrebifi »0°/.». l4«?5 l47 »?> «llnlverci», Wiener l(«> fi. . . 1l7 30 ll? 90 Vdncr.-Vlns«, «st, »on fl, N. 4<»"/. »»» .. 30» - Lrbl. slnst. s. Hand. u. 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Czernow. - Iassy - Vijrn« bahn-Vrsclllch. 200 fl. S. . . 2g5 75 »3L ^5 Lloyb,»st.-U!ill,,Irlest50<1fi.lIVl. 407 - 409 — Oesterr. Nordwtslb. ll fi. «Fllb. »89 5N l9<» «0 bto, (lit, U,) «x>fl. S, . »l« 00 »» - Pra» Duzrr!«stnb. l50«l. Vllb. 63— «z - «udolph «ahu »UU fl. Silber .---------------- Vtaatleisenbahn 2 fl, Vilber «38 75 ^3v «5 Kudbahl, 2«l> fi. Silber . . . l2» bv l3<> — Sud Norbb.Vrrl>,.U,2lX,ss,fi.G »91 . l9» .. Inlmstrie-Actlen (per Stück). «auges, All«, Oest, l00 fi. . «8>?5 90 — Hgybier fi 410 üo tl, — Salao'Tarj, Vtelnlohlen 8« fi. »?b — »?e — «Schlöglmllhl». Papiers. »NO fi.-------»>»9 .. «Oteyr«rmühl»,Pap— >4U — Iiisailer »°HIenw,°Vel, 7tt fl. . l«8 — l3» — Waffeils. «..OstlnWienlUOfi, 4,1 . 434 -Waggon UlihanN,. «llg, in Pest 80 fi......... 84 5N »5 i<» Wr. Vaugestllschaft loo fl. . . »4 - 84 ?l> Wienrrberoel Zlel>tl»UctttN.V«I l