Bezugspreise Für Gsterreich-Ungarn ganzjährig K 4-halbjährig K 2- Für Amerika: ganzjährig D. 1 *25 Für das übrige Ausland ganzjährig K 5 ■ 20 Briefe ohne Unterschrift roerben nicht Berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück-gesendet. GoWeer Dvte Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Derwaktirng des Kaiischeer Woten in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schristkeitung des Hottscheer Aoten in Gottschee. Anzeigen (Jnj ernte) werden nach Tarif be> rechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen! Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Boten erhältlich. Postsparkassen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul» gaffe Nr. 75. Wr. 19. Kottschee, am 4. Kktoöer 1909. Jahrgang VI. Vom Landtage. Am 23. September wurde der harnische Landtag wieder eröffnet. Wenn es ihm gelingt, auch nur über ein Viertel der Anträge und Vorlagen, die in 92 Punkten zusammengefaßt sind, ruhig zu beraten und zu beschließen, können wir zufrieden sein. Landeshauptmann von Suklje begrüßte das Haus und zeichnet in großen Umrissen die gewaltige Arbeit, welche in dieser Session bewältigt werden soll. Abgeordneter Šušteršič bringt hierauf einen Dringlichkeitsantrag ein, worin die Änderung der Geschäftsordnung des Landtages vorgesehen ist. Der Antrag wird einstimmig angenommen. Das meiste Interesse erweckte der Dringlichkeitsantrag des Landeshauptmannes. Unter dem Beifalle des ganzen Hauses nimmt er nämlich Stellung gegen das Ackerbauministerium, welches das Gesuch des Landesausschusses um Beiträge zu den projektierten Wasserleitungen für die Gutenfelder- und Dürreukraiuergegend einerseits und für das Reifnitzer- und Gottscheertal anderseits abschlägig beschieden hatte. Der Landeshauptmann meint, die Regierung habe nur wegen der Obstruktion der Slowenen int Reichsrate dem Gesuche keine Folge gegeben. Unfern Lesern dürfte noch erinnerlich sein, daß der Landtag in der letzten Session eine Zehn-Millionen-Anleihe beschlossen hatte. Aus dieser Summe sollte auch auf die vorgenannten Wasserleitungen ein Bedeutendes entfallen; aus dem Meliorationsfonde des Ackerbauministeriums erwartete man zu diesem Zwecke ebenfalls einen 50 prozentigen Zuschuß. Am Ent- gegenkommen des Ministeriums schien nicht zu zweifeln zu sein. Und nun die Antwort des Ministeriums: „Die Förderung dieses Unternehmens durch Gewährung eines Beitrages aus dem Melioration^ fonde ans Grund landesgesetzlicher Regelung des Unternehmens ist im Hinblicke auf die Bestimmungen des Gesetzes vom 4. Jänner 1909, R. G. Bl. Nr. 4, wohl nicht möglich." Das heißt mit anderen Worten: Von den Geldern des Meliorationssondes können Wasserleitungen keine Beiträge beanspruchen, da kein Paragraph dies ausdrücklich vorgesehen Hat. Der Landeshauptmann bemerkte hiezu ganz richtig, daß, wenn das Ministerium bei seiner engherzigen Gesetzesauslegung verharrt, der Meliorationsfond fürs Land Krain fast unzugänglich wäre. Hat man noch im vorigen Jahre für die Wasserleitung in Krainburg aus demselben Fonde einen Zuschuß von 240.000 K erhalten, warum sollte heuer die Unterstützung einer bei weitem wichtigeren Wasserleitung auf einmal gesetzlich nicht möglich sein? Ein wirtschaftlicher Aufschwung von Gottschee, Dürrenkrain, Weißhain sei ohne Behebung der Wassernot in diesen Gebieten nicht möglich. Selbst können sich die Leute nicht Helfen; die Regierung muß da Hilfe bringen, der Regierung muß daran gelegen sein, nicht nur diese unbedingt nötigen Wasserleitungen in Krain schaffen zu helfen, sondern überhaupt auch auf diese Gegenden jene großzügige Hilfsaktion zu erstrecken, wie sie für Dalmatien und Istrien sich betätigen soll. Man darf hoffen, daß der unter dem Beifälle aller Parteien angenommene Dringlichkeitsantrag des Landeshauptmannes Erfolg haben wird. Aus dem Süden Steiermarks. Rohitsch-Sauerbrunn, die steiermärkische Landeskuranstalt an der kroatischen Grenze, wurde über ärztliches Anraten Heuer zur Raststation auserwählt und die Fahrt dorthin Ende Juli angetreten. Bis Grobelno ging's durch schon bekanntes Land, von da mit der Flügelbahn südwärts eine gute Stunde lang. Der Zug muß es wohl wissen, daß er kurbedürftige Gäste mitführt, denn er beeilt sich gar nicht, so daß man bequem bald vom rechten, bald vom linken Wagenfenster aus die Gegend besichtigen kann. Was sich dem Auge darbietet, ist Hügelland, besät mit zahlreichen Einzelgehöften, Dörfern, Ackern, Weinbergen und Buchenwäldern. Als Mangel im sonst schönen Landschaftsbilde empfindet man das fast gänzliche Fehlen von Schwarzwald. Alles nur Buchen ohne Abwechslung, die dem Auge wohltäte. In einer Stunde waren wir in Sauer-ontnn, unserem Reiseziele. Es genügte uns vorderhand eine flüchtige Inaugenscheinnahme des Kurortes, denn zur genauen war später Zeit genug. Vor allem handelte es sich um ein Quartier, wenn möglich in der Nähe der Quellen. Wir waren in der eigentlichen Reisezeit und fanden daher viel Volk vor. In der Villa Möller, knapp am Waldesrand, bezogen wir unser Zimmer, mein Reisegefährte im zweiten Stock, ich einige Stiegen höher, so daß ich vom Fenster aus ohne Schwierigkeit zur Spitze des Daches hinauf- und zu den Rauchfängen des Hauses hinüberblicken konnte. Mein Nachbar in dieser lustigen Höhe war ein Herr aus dem Ungarland. Nach Erledigung der Wohnungsfrage stellten wir uns — andere taten es auch — einem der Brunnenärzte vor, um von ihm Aufschluß über Sauerwasser und über seinen Gebrauch zu erhalten. Auch die Art der Bäder bestimmt nur der Arzt. Nach dieser Vorstellung schritten wir zur Besichtigung des Ortes. Sauerbrnnn liegt in einem engen Talkessel und reichen die schattigen Buchemvaldungen mit ihren zahlreichen wohlgepflegten Wegen bis an die Häuser heran. Der Kurort bildet mit ungefähr 350 ständigen Einwohnern eine selbständige deutsche Gemeinde inmitten des slawischen Sprachgebietes. Bon Mitte Mai bis Mitte September vermehrt sich die Einwohnerzahl alljährlich um 4000 Menschen, die teils als Kurgäste, teils als Fluggäste in den Kurgebäuden und zahlreichen Privatwohnungen für kürzere oder längere Zeit Aufenthalt nehmen. Sauerbrunn hat ein vornehmes Aussehen, besitzt einige recht sehenswerte Gebäude, so das Kurhaus, den Kursalon, Hotel Erzherzog Johann, alles überreich ausgestattet. Vom Kurhause aus führt eine gedeckte Wandelbahn zu den drei Heilquellen, der Styria-, Tempel-und Donatiquelle. Die Mitte des Ortes nimmt der große, prächtige Kurpark ein, in dem es morgens und abends zugeht wie in einem Bienenstöcke. Noch schöner als der Ort ist seine Umgebung. Es finden sich da zahlreiche im Schatten des Waldes leicht'erreichbare Punkte, die herrliche Aussicht gewähren. Der Jakelwirt, Ja- Im weiteren Verlaufe der Sitzung brachte Abg. Jarc einen Antrag auf Feststellung der slowenischen Unterrichtssprache an allen Volks- und Bürgerschulen Krains, ausgenommen die Schulen im Gebiete von Gottschee und Weißenfels ein ; Abg. Dr. Lampe stellt den Antrag für die Errichtung einer elektrischen Zentrale in Ober-Imin; Abg. PovZe sprach gegen die beabsichtigte Erhöhung der Südbahntarife. In der Sitzung vom 28. September wurden hauptsächlich Dringlichkeitsanträge, betreffend den Bau von Lokalbahnen, verhandelt. Zum 400 jährigen Jubiläum der Pfarre Möfel. Ein geschichtlicher Rückblick von Pfarrer Josef Erker. (Fortsetzung.) Die erste Pfarrkirche in Mosel ist im Jahre 1520 gebaut worden. Da sie, wie wir bereits wissen, mit einer doppelten, meterhohen Tabormauer umgeben war, so nahm sie sich mit dem daneben stehenden kastellartigen, mit einem runden Turm versehenen, ganz zur Verteidigung eingerichteten Pfarrhaus wie eine kleine Festung aus. Eine solche Befestigung war bei der Unsicherheit der damaligen Zeit auch geboten. Es war eben die Zeit der Türkeneinfälle, welche nach kurzer Unterbrechung seit 1520 in verhältnismäßig kurzen Zwischenräumen mit besonderer Heftigkeit sich wiederholten, so in den Jahren 1522, 1528 (zweimal), 1540, 1546, 1558, 1559 (zweimal), 1584. Schon war Gottschee, die nahegelegene Stadt, zweimal in Flammen aufgegangen, und es ist nicht unmöglich, ja sogar wahrscheinlich, daß das gleiche Schicksal auch das Dorf Mosel samt Kirche traf. Wie lange steht die heutige Pfarrkirche? Gewiß schon seit der ersten Hälfte des 17. Jahrhundertes. Denn seit jener Zeit bis auf den heutigen Tag ist vom Bau einer neuen Pfarrkirche in Mosel in keiner Urkunde, in keiner Inschrift die Rede, auch die mündliche Überlieferung im Volke schweigt davon, während alte Inschriften gerade aus jener Zeit von den Filialen der Mösler Pfarre manches Wichtige und Unwichtige zu erzählen wissen, wie wir später berichten werden. Ist es da wohl möglich, daß einzig und allein der Neubau einer Pfarrkirche, der doch für die Pfarr-insassen ein Ereignis ist, so ganz ohne jegliche Spur sowohl aus dem Gedächtnisse des Volkes, als auch aus der Sprache der Denkmäler verschwunden wäre, wenn ein solcher innerhalb jenes Zeitraumes wirklich stattgefunden hätte? In den Jahren von beiläufig 1630 bis ungefähr 1650 wirkte in Mosel der Pfarrer Heß, ein Bayer aus Würzburg, der, wie wir aus Inschriften in Stein und Metall (Glocken) entnehmen, Filialkirchen gebaut, in denselben Altäre errichtet, Turmglocken usw. angeschafft hat; nichts dergleichen ist aber hinsichtlich der Pfarrkirche zu lesen. Letzteres läßt sich nur dadurch erklären, daß die Pfarrkirche bei dem Antritte und während der Wirksamkeit des Pfarrers Heß mit den notwendigen Einrichtungsstücken und Gerätschaften genügend ausgestattet war, so daß der Pfarrer den dürftig eingerichteten Filialen seine volle Sorgfalt zuwenden konnte. Daß er dabei aber auch die Pfarrkirche nicht vernachlässigte, beweist eine in Stein gemeißelte Inschrift in einem alten Weihwasserbecken der Pfarrkirche, welche die Zahl 1642 und die abgekürzten Worte Hess construxit, d. h. „Heß ließ mich machen", enthält. Es war also die Pfarrkirche damals schon da, und weil in den folgenden Zeiten bis in die Gegenwart vom Bau einer neuen Pfarrkirche nicht die geringste Spur vorhanden ist, so sind wir zur Annahme berechtigt, daß die jetzige Pfarrkirche zu des Pfarres Heß Zeiten, somit in der ersten Hälfte des 17. Jahrhun-dertes bereits bestanden hat. Aber wir gehen noch einen Schritt weiter, indem wir behaupten, daß das Alter der Mösler Pfarrkirche noch weiter zurückreicht und daß sie, abgesehen von den in der Folge etwa vorgenommenen Um- und Zubauten, noch die ursprüngliche aus dem 16. Jahrhunderte ist. Das schließen wir aus dem massiven Mauerwerk der jetzigen Kirche, das wegen seiner Solidität auch bei einer allerdings nicht ausgeschlossenen Brandlegung durch die Türken nicht zerstört werden konnte und daher wahrscheinlich noch das alte, ursprüngliche Gemäuer aus dem Jahre 1520 ist. Das beweisen auch die bis in die Neuzeit erhalten gebliebenen Tabormauern, welche gleichzeitig mit der Kirche oder bald darnach aufgeführt worden sind, und von denen die innere bis zur Turmlinie reichte. Wäre später einmal, etwa zur Zeit, als die Türkengefahr für immer geschwunden war, eine neue Pfarrkirche gebaut worden, so hätte man bei diesem Neubau zweifelsohne die zwecklos gewordenen, unschönen Tabormauern abgetragen und das Material für den Neubau verwendet, wie es tatsächlich im Jahre 1844 geschah, als man die innere Tabormauer niederriß, um mit dem gewonnenen Material nina, Triestinerkogel, Schöne Aussicht, bei der „Tirolerin" sind solche Punkte. Der Ausblick von der Höhe „Zur Tirolerin" sucht an Schönheit seinesgleichen. Ein guter Teil der grünen Mark breitet sich da vor unseren Augen aus und auch weit hinein nach Kroatien kann das Auge sehen und sich an den mannigfaltigsten Landschaftsbildern erfreuen. Die vielen Kirchlein, die fast von jedem Bergesgipfel herunterwinken, nehmen sich aus wie ein kostbarer Rahmen um das schöne Gemälde. Die Kurgäste, die in Sauerbrunn zusammenkommen, stammen zum größten Teil aus Ungarn; ja, wer abends dem Leben und Treiben im Kurparke zuschaut, glaubt in Ungarn zu sein. Alles spricht magyarisch, Kinder und alte Leute. Die Kroaten sind in der Minderzahl, nach ihnen kommen die Italiener und Slowenen. Von Deutschen scheint der Ort weniger besucht zu sein und zwar, wie man hört, wegen der vielen ungarischen Juden, die durch überlautes Wesen und andere Eigenschaften sich unangenehm bemerkbar machen. Nur mit den Kellnern muß jeder deutsch sprechen, sonst kannst du reden, wie du willst. Wie die Zeit hier zugebracht wird? Einen großen Teil des Tages nimmt das viermalige Wassertrinken ein. Da läßt man sich nach ärztlicher Verordnung bei einer der drei Heilquellen vom Brunnenmädchen das Glas füllen und mit ihm zieht man nun langsam den Kurplatz auf und ab und trinkt schluckweise, weil nur bedächtiges Trinken den gewünschten Erfolg zeitigen soll. Nebstbei wird man noch ins Styria- oder Kaiserbad geschickt. Bei vielen soll die Kur gleich wirken, bei anderen die Nachkur Heilung bringen. Außer der Trink- und Badezeit werden Spaziergänge gemacht, man begibt sich in die Lesehalle, andere unterhalten sich im Freien oder in den Hotels bei Gesellschaftsspielen. Die Schweizerei, wo ein Appenzeller alle Arten Milch und Milchspeisen verabreicht, ist ebenfalls ein Sammelplatz für viele. Ein vielbesuchtes bürgerliches Einkehrhaus ist ferner der Tirolerwirt; darin waltet als Hausfrau eine Gottscheerin aus Grafenfeld. Die Jause nehmen viele beim Jakelwirt ein und suchen dann gerne die nahe Wunschlapelle auf und ziehen an der Wunschglocke; heiratslustige Mädchen seien die häufigsten Läuterinnen, erzählt man sich. Wer längere Zeit in Sanerbrunn weilt, besucht einmal auch den eine Stunde entfernten Markt Rohitsch. Interessantes findet man nicht viel; der Ort ist sumpfig, hat unansehnliche Häuser und schlecht gepflegte Gassen. Die Ruine Rohitsch und das Lichten-steinsche Schloß sind immerhin eines Besuches wert. Bon Rohitsch machten wir auch einen Ausflug nach Kroatien und zwar zur Pfarrkirche Maria am Tabor, auf der Spitze eines Berges. Der Weg dorthin führt an einer Glashütte vorbei. So waren vier Wochen abgelaufen und es hieß nun wieder heimwärts ziehen. In Grobelno begrüßten wir in einem der dortigen Bahnbeamten unseren Landsmann Herrn Ruppe aus Unterlag. Weil Graz so nahe war, machten wir noch einen Abstecher dorthin, ließen uns das und jenes zeigen und von einem alten Weiblein am Grazer Schloßturme die Geschichte der großen Glocke explizieren und uns schließlich vom Wirt zur „Alten Post", einem Mitterdorfer, für die Weiterreise stärken. Dann ging's der Heimat zu. die Schule zu bauen. Wir kommen somit zum Schlüsse, daß die heutige Mösler Pfarrkirche wahrscheinlich auf ein Alter von nahezu 400 Jahren zurückblicken kann und vielleicht die mordenden und sengenden türkischen Horden seinerzeit vorüberziehen sah. Freilich wurden im Laufe der Zeiten öfters Reparaturen, Neuherstellungen und Umbauten an derselben vorgenommen, bis sie allmählich die innere und äußere Gestalt von heute erhielt. So ist im Jahre 1764 ein neuer Hauptaltar hergestellt worden von Franz Fa je uz und Anton Kastelee. Erstgenannter war ein Sprößling der angesehenen Bürgerfamilie Fajenz in der Stadt Gottschee, die sich viel mit Malerei und Bildhauerei beschäftigte, heute aber ausgestorben ist. Da Franz Fajenz von 1763 bis 1766 als Kaplan in Mosel wirkte, so scheint es, daß der neue Hochaltar der Pfarrkirche hauptsächlich auf sein Betreiben und unter seiner Mitwirkung von der Familie Fajenz errichtet worden ist. Ober der rechten Eingangstür der Pfarrkirche lesen wir die Jahreszahl 1822 und die Buchstaben M. St. eingemeißelt. Da von 1820 bis 1831 Michael Stonitsch Pfarrer in Mösel war, so bedeutet jene Inschrift offenbar, daß im genannten Jahre unter Pfarrer Michael Stonitsch eine neue Kirchentür eingesetzt und wahrscheinlich die ganze Kirche renoviert worden ist. (Fortsetzung folgt.) wirtschaftliche Programm des Verständigungsausschusses in Gottschee. (Fortsetzung.)' Tschermoschnitz: Wasserleitung in Tschermoschnitz; Gesuche bereits vor 15 Jahren überreicht. Verhandlungen darüber im Zuge. Brunnen oder Zisterne in den Ortschaften Obertappelwerch, Obermitterdorf, Stalldorf, Aschelitz, Wiederzug, Gaber, Gehack und Neuberg. Unterdeutschau: Projekt erliegt beim Gemeindeamt. Fassung zweier Quellen und Zuführung des Wassers in einen 300 m entfernten, 24 m tiefen Brunnen. Das Gesuch bereits 1907 an den hohen Landesausschuß überreicht. Bloße Wasserleitung wegen zeitweiligen Versiegens der Quelle nicht möglich, daher Anbringung eines Wassersparers neben den Quellen erforderlich. Prerigel: Instandsetzung der Viehtränke. Zuleitung des Wassers in die Ortschaft von einer ungefähr 460 m entfernten Quelle. Unterlag: Viehtränken in den Ortschaften Unterlag, Neugereut, Unterpockstein, Kositzen und Verbesserung der in diesen Ortschaften bestehenden Brunnen. 300 m von der Ortschaft ist an der Berglehne eine nie versiegende Quelle, die in die Ortschaft geleitet werden könnte. Wünsche bezüglich des Postwesens. Die moderne Welt steht bekanntlich im Zeichen des Verkehres, der sich möglichst rasch und billig abwickeln soll. Umso verwunderlicher gegenüber dieser Tatsache ist der Umstand, daß es in unserem Bezirke noch Ortschaften gibt, wohin die Sendung eines Briefes längere Zeit braucht als etwa nach London oder Paris. So hört man z. B. von Unterlag die Klage, daß die Postverhältnisse dort so vernachlässigt seien wie etwa in Sibirien oder in der Nähe des Nordpols! Zur Behebung der bestehenden Übelstände sind schon vor Jahren von mehreren Gemeinden Petitionen an die zuständigen Behörden abgegangen, die jedoch zum großen Teile keinen Erfolg hatten. — Die vorgebrachten Wünsche der Gemeinden sind folgende: Altlag wünscht einen Landbricfträger für die Dörfer Winkel, Hohenberg, Altbacher, Riegel, Neubacher, Grintowitz und Tiefen-räuter. Ferner eine Telegraphenstation in Altlag. Die Gemeinde Altlag wäre bereit, einen Teil der Kosten zu tragen, z. B. durch die Beistellung der notwendigen Telegraphenstangen. Die gegen- wärtig bestehende Postablage in Altbacher könnte aufgelassen werden, wenn der Landbriefträgerdienst in Altlag entsprechend geregelt wird. Ebental begehrt die Errichtung eines Postamtes, da Ebental der Sitz eines Pfarramtes, Gemeindeamtes, einer Schule und einer Spar- und Darlehenskasse ist. Postablagen sollen geschaffen werden in Tiefental, Kukendors und Setsch. Gegenwärtig werden die Briefe nur viermal in der Woche durch einen Landbriefträger des Postamtes Gottschee zugestellt. Da der Postwagen von Altlag täglich durch die Ortschaft Kletsch verkehrt, wäre eine tägliche Zustellung der Briefe von Kletsch aus schon jetzt möglich. Gottschee. Wünschenswert wäre die Verlängerung der Telegraphenleitungen von Mosel über Altenmarkt nach Tschernembl und ebenso der Telegraphenstrecke Gottschee-Novasela nach Petrina, bezw. Brod behufs eventuellen Anschlusses nach Selnice. Diese beiden Leitungen wären schon mit Rücksicht auf den Umstand wichtig, daß dadurch die beiden Reichshälsten telegraphisch miteinander verbunden würden. Auch den mitunter etwas gefährdeten Sicherheitsverhältnissen an der Grenze kämen diese beiden Leitungen zweifellos zu gute. Falls die Erreichung einer Bahnverbindung mit Tschernembl in absehbarer Zeit nicht durchzusetzen sein sollte, wäre die Landesstraße von Gottschee nach Tschernembl für den Automobil-Postverkehr auszugestalten. — Ärarisierung des Postamtes Gottschee mit Rücksicht auf den großen Brief-, Paket- und Gelvverkehr. Göttenitz wünscht ebenfalls ein Postamt. Graflinden. Die Errichtung eines Postamtes in Graflinden wäre angezeigt. Der Verkehr ist groß und bei den jetzigen Verhältnissen sehr umständlich. Geldsendungen und Pakete erhält der Adressat erst drei Tage später, als es bei normalen Verhältnissen möglich wäre. Der Verkehr mit den Ortschaften der Gemeinde Unterlag geht durch die Postablage Graflinden und leidet daher noch viel mehr. Auch dieser würde durch ein Postamt in Graflinden viel zweckmäßiger geregelt werden. Ein diesbezügliches Ansuchen wurde vor etwa zehn Jahren abgewiesen. Im April 1909 wurde neuerlich ein Gesuch überreicht und wurden seitens der Postdirektion Erhebungen eingeleitet. Kotschen. Eine Postablage. Verbesserung des Postzustelldienstes des Postamtes Rieg. Lienfeld. Änderung der Postzustellung. Durch 17 Jahre war es üblich, daß der Landbriefträger um 11 Uhr vormittags vom Postamte in Gottschee wegging und die mit dem Vormittagszuge eingelangten Poststücke noch am selben Tage zustellte. Seil zwei Jahren geht er jedoch schon um halb 7 Uhr früh von Gottschee ab, so daß beispielsweise ein Brief, der Samstag vormittags nach Gottschee kommt, erst am Montag in die Hände des Adressaten gelangt; daher herrscht über den jetzigen Zustell-dienst Unzufriedenheit und wird die Wiederherstellung der früheren Ordnung gewünscht. Sollte dieses nicht erreichbar sein, so wünscht man die Errichtung einer eigenen Postablage oder eines selbständigen Postamtes in Lienfeld. Die Abänderung des Zustelldienstes geschah nur mit Rücksicht auf eine einzige Ortschaft (Mooswald), während sich die zwei Gemeinden Lienfeld und Schwarzenbach hiedurch benachteiligt sehen. Malgern. Postablage in Malgern; Verbesserung des Postzustelldienstes; gegenwärtig werden die Postsendungen nur viermal wöchentlich zugestellt, und zwar von Seite des k. k. Postamtes in Gottschee, während die Fahrpost Altlag die Ortschaft täglich passiert und infolgedessen die tägliche Zustellung auch leicht möglich wäre. Masern. Errichtung eines Postamtes. Maierle wünscht eine Postablaqe in Bistritz und eine tägliche Postzustellung. Mösel wünscht einen zweiten Landbriefträger, da die Gemeinde sehr ausgedehnt ist und viele Ortschaften zählt. Gesuche sind dies- bezüglich an die k. k. Postdirektion bereits gerichtet, jedoch nicht berücksichtigt worden. Nesseltal ersucht um zwei Postzustellungsdiener und drei Post-zustelltage. Ein diesbezügliches Gesuch wurde bereits im Dezember 1907 überreicht, ist aber bisher noch nicht erledigt worden. Die Gemeinde ist sehr groß und zählt viele Ortschaften. Für die Errichtung eines Telegraphenamtes könnten von den Interessenten zirka 1000 K aufgebracht werden. Ende der 70 er Jahre bestand eine Telegraphenleitung Gottschee-Nesseltal-Tschernembl. Obergras. Postamt in Obergras, da die jetzige Postablage nicht genügt. Gewünscht wird eine Fahrpostverbindung mit dem Postamte in Suchen. Pöllandl. Die Errichtung eines Postamtes in Pöllandl wird dringenv notwendig werden, wenn einmal das Postamt Tscher-moschnitz den Verkehr nicht inehr über Pöllandl nach Töplitz, sondern zur neuen Bahnstrecke haben wird. Gewünscht wird eine Postablage in der Ortschast Krapslern. Rieg wünscht eine. Telegraphenverbindung. Ein Telegraphenamt in Rieg wäre für sechs Gemeinden (Rieg, Morobitz, Göttenitz, Hinterberg, Tiefenbach und Kotschen) ein Bedürfnis. Schwarzenbach. Änderung des Postzustellungsdienstes in der Weise, wie es auch die Gemeinde Lienfeld wünscht. Stockendorf hat eine Postablage mit nur dreimaliger Zustellung in der Woche. Sollte der Bahnbau dort in der Nähe ausgeführt werden, so wäre eine Vermehrung der Zustellungstage leicht möglich, da Stockendorf irgendeiner Bahnstation näher gerückt würde. Tiefenbach wünscht eine Postablage in Niedertiefenbach. Unterdeutschau wünscht einen Landbriefträger für die übrigen Ortschaften der Gemeinde. Unterlag. Das zuständige Postamt in Unterdeutschau, dessen Bestellungsbezirk die Ortschaften der drei Gemeinden Unterlag, Graf-linden und Unterdeutschau umfaßt, befindet sich am äußersten Ende des Bestellungsbezirkes. Die Ortschaften der Gemeinde Unterlag sind von demselben 8 bis 16 km entfernt. Gesuche um Errichtung eines Postamtes in Unterlag oder um Übertragung des Postamtes Unterdeutschau in den Mittelpunkt des Bestellungsbezirkes nach Graflinden waren bisher erfolglos. Eine Abhilfe wäre durch die Errichtung eines Postamtes in Unterlag dringend notwendig, zumal Unterlag der Sitz einer Pfarre, einer Schule und einer Raiffeisenkasse ist. Bisher besitzt Unterlag nur eine Postablage mit dreimal wöchentlichem Verkehr mit der Postablage in Graflinden. Falls ein Postamt in Unterlag errichtet würde, wäre eine Postablage in einer anderen Ortschaft der Gemeinde nicht dringend notwendig. Sollte aber ein Postamt nicht in Unterlag, sondern in Graflinden für beide Gemeinden ins Leben gerufen werden, so wäre eine Postablage in Unterlag mit täglichem Landbriefträgerverkehr von dem nächsten Postamte dringend nötig. Aus Stabt und Land. Gottschee. (Ernennung.) Der Bezirkskommissär in provisorischer Eigenschaft Herr Ferdinand Wolsegger wurde zum Bezirkskommissär in definitiver Eigenschaft (in Kärnten) ernannt. — (Auszeichnung.) Der Kaiser hat dem Subdirektor der privil. Südbahngesellschaft i. R., Herrn Max Böhm, taxfrei den Titel eines Regierungsrates verliehen. — (Konferenz.) Die Monatskonferenz Sod. Ss. C. J. des Gottscheer Dekanates findet am 13. d. M. in Göttenitz statt. Die Mitglieder sind hiezu höflichst eingeladen. ■— (Vom Volksschuldienste.) Der k. k. Bezirksschulrat in Gottschee hat die absolviert. Lehramtskandidatinnen Frl. M. Stimpsel aus Mooswald zur prov. Lehrerin in Nesseltal und Frl. Elsa H ö-nigmann zur prov. Lehrerin in Altlag ernannt. Ferner wurden ernannt für die Mädchenvolksschule in Gottschee Frl. Fanny Stöckl, für Maierle Herr L. Okorn aus Klagensurt, für Stalldorf Herr R. Eh r ist eil ln ig, für Robine Herr Alois Z heute aus Lienfeld und für Wertfchitsch Herr L. Prause aus Schlesien. — (Deutschfreisinnige Bauernpartei.) Unsere Bemerkungen über die neugegründete deutschfreisinnige Bauernpartei haben, wie wir hören, die Zustimmung aller besonnenen Kreise der Bevölkerung unseres Ländchens gefunden ohne Unterschied der Parteistellung. Überall wird diese Zersplitterung und Zerklüftung der heimatlichen Bolkskräfte in der Zeit nationaler Gefahr und wirtschaftlicher Not als ein Mißgriff empfunden. Auch weiß man ja im liberalen Lager, daß die neue Partei nichts anderes ist, als eine Trutzgründung und eine Art Auflehnung gegen wichtige und einflußreiche Persönlichkeiten. Fürst Auersperg hatte sich am 25 April bei der Wählerversammlung in Gottschee bekanntlich gegen weitere politische Neugründungen ausgesprochen und es wurde auch eine Entschließung in diesem Sinne angenommen. Und nun trotzdem diese Unbotmäßigkeit einiger Leute, die um jeden Preis eine Rolle spielen möchten! Die „Nachrichten" haben freilich unsere Kritik übel ausgenommen und tun so, als ob hinter der neuen Partei die Mehrheit der Bevölkerung stünde. Das ist eitle Selbsttäuschung und Überhebung. Wenn unsere Landsleute Rat, Schutz und Hilfe brauchen, so wissen sie nur zu gut, daß sie sich anderswo hinzuwenden haben, als zu Herrn Haus Jonke und Genossen. Das großsprecherische Getue in den „Nachrichten" bezweckt offenbar nichts anderes, als das Bewußtsein der eigenen Schwäche zu verdecken. Teilweise bläst man ja sogar auch schon zum Rückzuge. — (Von der k. k. Fachschule.) Dett vom k. k. Ministerium für öffentliche Arbeiten gegebenen Anregungen, auch die weibliche Jugend zur Tätigkeit im gewerblichen und wirtschaftlichen Leben zu befähigen, ist die Direktion der Fachschule in Gottschee näher ge treten und hat einen Plan entworfen, dessen wesentliche Grundzüge Herr Fachschuldirektor Josef Knabl in der Gemeindeausschußsitzung vom 18. v. M. eingehend erörterte und der Gemeindevertretung zur Annahme empfahl, um so mehr, als ihr daraus nur geringe Kosten erwachsen. Nach den Ausführungen des Herrn Berichterstatters sollen mit der Fachschule organisch verbunden werden: 1.) Eine Tagesschulabteilung für Schüler und hauptsächlich Schülerinnen zu gemeinsamem, gleichzeitigem Unterrichte in den Handelsfächern: Korrespondenz und Kontorarbeiten, kaufmännisches Rechnen, Buchführung, Handelsgeographie, Handels- und Wechselkunde, Maschinenschreiben und Stenographie; 2.) eine Tagesabteilung für Weißnähen und Kleidermachen (als Ferialkurs)^ 3.) eine Tagesschulabteilung mit dem Programm einer Haushaltungsschule oder eines Hauswirtschaftskurses, vorläufig bloß mit theoretischem Unterricht. Herr-Direktor Knabl betonte, daß das Ministerium für öffentliche Arbeiten solche Bestrebungen gerne unterstütze, jedoch eine Gegenleistung verlange, die im gegebenen Falle darin bestehen könne, daß sich die Gemeinde verpflichte, die Unterrichtsräume, deren Beheizung, Beleuchtung und Reinigung unentgeltlich beizustellen und' für billige Wohn- und Kostplätze der armen auswärtigen Schülerinnen zu sorgen. Die Gemeindevertretung nahm diese Ausführungen mit großem Beifalle zur Kenntnis und gab einstimmig die Erklärung ab, die gewünschten Bedingungen bereitwilligst zu erfüllen. — (Militärdienst.) Herr Friedrich Kaucky, k. n. k. Leutnant beim Infanterieregiment Nr. 17, wurde behufs Erlernung des Pionierdienstes zum Pionierbataillon nach Pettau auf ein Jahr kommandiert. — (Schadenfeuer.) Am 30. September brach in der Früh um 6 Uhr in der Stallung der Frau Hönigmann ein Feuer aus. Bald stand das ganze Wirtschaftsgebäude in Flammen. Der rasch erschienenen Feuerwehr von Gottschee gelang es, das Feuer zu lokalisieren. Große Gefahr drohte dem Neubau des Gymnasiums. Wie das Feuer entstand, ist unbekannt; wahrscheinlich durch Fahrlässigkeit. Die Besitzerin ist versichert; die Brüder Marcon, die ihren Futtervorrat, Plachen und Decken daselbst untergebracht hatten, erleiden einen Schaden von 1500 Kronen. Gott auf Erde sonst die Stat Gös hinte alkol führt Dr. Alkol Er b nur Stod erreg ehren Untei lehrte daß f Viert menst Unter vond 33 n Trink nctttei Stati es al ftiinbe Alkoh Dr. v Viktor der h dem i diese bei al hat r Agit: Die ! Jedes Famü der vi übrige herzlil verlau haben, sei eil ihm i willig! ziehen gut a die Ve Georg der li Fürste treten. Einslu meinde Jetzt i bereitn Icgenh ;I, — (Ein Gewitter) entlud sich am 23. v. M. über die Stadt :rr Gottschee. Der Blitz schlug in den Kirchenturm ein, sprang über ld ans die Dachrinnen und längst der Rinne beim Seitentor in die Erde, wo er ein vier Zentimeter tiefes Loch anfwühlte, ohne einen ie- sonstigen Schaden zu verursachen. Ein Seitenstrahl schlug auch in tei die elektrische Leitung und zertrümmerte in einzelnen Häusern der ier Stadt die elektrischen Lampen. tu — (Spende.) Die in Cleveland gestorbene Magdalena ü- Göstel hat der Stadtpfarrkirche in Gottschee (Marienaltar) 20 K st- hinterlassen. im — (Mäßige Trinker.) Auf dem internationalen Antine alkoholkongresse, der unlängst in London tagte, erregten die Aus- n- fnhrungen, die der hervorragende finnische Gelehrte Professor eil 1 Dr. Toav L aitinen, Helsingfors, über den Einfluß geringer xe Alkoholgaben auf den menschlichen Körper gab, gewaltiges Aufsehen, ne s Er bot seine Darlegung vor einer Zuhörerschar, die in erster Linie m nur aus Gelehrten bestand. Hatten schon vor drei Jahren in de Stockholm seine Untersuchungen bei Tieren berechtigte Anteilnahme tif erregt, so gestaltete sich diesmal die bedeutsame Sitzung zu einer ite ehrenvollen Kundgabe für den Redner. Auf Grund langjähriger iq Untersuchungen konnte der als vorsichtiger Forscher bekannte Ge« ;fe | lehrte an einem großen Menschenmaterial den Nachweis bringen, u» daß selbst eine verhältnismäßig so geringe Alkoholgabe, wie sie ein fff Viertelliterglas Bier enthält, schädigend auf die Fähigkeit des ig i menschlichen Blutes einwirkt, Ansteckungsstoffen zu widerstehen, m Unter gleichen Verhältnissen waren am Ende des achten Monats von den Kindern abstinenter Eltern 21 Prozent, von mäßigen Trinkern m 33 und von Trinkern 42 ohne Zähne. Es starben Kinder von he i Trinkern 32 Prozent, von Mäßigen 23 Prozent, von Totalabsti- 3U ncnten nur 13 Prozent, und so wurden noch mehrere frappierende e- ■ Statistiken gegeben. Da ist es kein Wunder, daß die Alkoholgegner ge es als eine Sünde bezeichnen, wenn eine Frau in gesegneten Um« iq ständen oder eine nährende Mutter auch nur eine geringe Menge xr ' Alkohol zu sich nimmt. Prof. Dr. Aschaffenburg, Köln, Professor tn Dr. von Rees, Amsterdam, Professor Dr. Vogt, Christiania, Sir -g Viktor Horslep, London, und Professor Sims-Woodhead, zwei xe der hervorragendsten Gelehrten Englands, und viele andere sprachen 31t dem großen Forscher ihren Dank aus mit dem Hinweis, daß durch X- diese Entdeckung die Stellungnahme zu den alkoholischen Getränken h, bei allen Menschen mit Gewissen gewaltig sich ändern müsse, n- Witterdorf. (Neue Kirchenfenster.) Unsere Pfarrkirche :n hat neuen Schmuck erhalten, indem jetzt durch die Firma August ig Agnola in Laibach weitere sechs gemalte Fenster eingesetzt wurden, s- Die Malerei ist dem Stile der Kirche angepaßt und recht nett, rr Jedes Fenster trägt das Bild eines Heiligen. Ein Fenster hat die m Familie Perz in Koflern Nr. 22 gespendet; ein zweites ist Spende r- der verstorbenen Frau Maria Perz aus Windischdorf Nr. 31; die ie übrigen wurden durch Sammelgelder angeschafft. Allen Spendern e- herzlichen Dank. ze — (Zur Steuer der Wahrheit.) Wir bekommen, so ju verlautet, demnächst eine Frachten-Verladerampe. Dies erreicht zu it ' haben, so schreibt der Student Perz in den „Gottscheer Nachrichten", ig sei ein großes Verdienst des Gemeindevorstehers Siegmund; bei ihm müßte sich Georg Petsche bedanken, da er mit der ihm be-xt willigten Gemeindewage den größten Nutzen von der Verladerampe r- ziehen werde. Nun iveiß es der Gemeindevorsteher Siegmund so 1- gut als wir, daß der Gemeindeausschuß zur geeigneten Zeit auf die Verladerampe ganz vergessen hatte. Die Christlichsozialen ih Georg Petsche, der Pfarrer und der Oberlehrer waren es, die bei s. der letzten Vollversammlung des Verständigungsausschusses den ch Fürsten Auersperg und den Grafen Barbo ersuchten, hiefür einzu- u treten. Fürst Auersperg und Graf Barbo versprachen, ihren vollen ie Einfluß dafür geltend zu machen. Dadurch erfuhr erst der Ge- t. meindeausschuß von der in Vergessenheit geratenen Angelegenheit, c- Jetzt erst verfaßte auch er ein Gesuch mit Hilfe des „Boten", der n bereitwilligst die hiezu nötigen Daten lieferte. So steht die Ange- legenheit. Wenn sich der Student Perz die Mühe nimmt, das Rechte zu hören, wird ihm der Gemeindevorsteher unsere Behauptung nur bestätigen müssen. — (Sterbefälle.) Am 21. September starb im Spitale zu Kandia bei Rudolfswert der 22jährige Johann Hönigmann aus Unterloschin Nr. 12; am 25. September die vor kurzem aus Amerika krank heimgekehrte Theresia Kren aus Neuloschin Nr. 10; am 27. September der 74jährige Anton Lobe in Windischdorf Nr. 55; am 2. Oktober Franz Perz in Mitterdorf Nr. 28. — (Von der Schule.) Herr Lehrer Josef Kleiner und Lehrerin Frau Mathilde Ach atz sind krankheitshalber für einige Zeit beurlaubt. Die Stelle des ersteren versieht indessen Herr Lehrer Viktor Porubski, während zwei Klassen Halbtagsunterricht haben, bis weiterer Ersatz gefunden ist. Die solange schon benötigten Bänke in der ersten und zweiten Klasse hat nun envlich ein Nieder-dorfer neu hergestellt. — (Ein Prozeß um 9 Heller.) Am 18. September fand sich in Kerndorf eine gerichtliche Kommission ein und besichtigte in Gegenwart einer Menge von Neugierigen den Grund, dessentwegen der Besitzer Georg Lobisser gegen einen Nachbar die Besitzstörungsklage eingebracht hatte. Der strittige Fleck war nicht so groß, daß die Kommissionsmitglieder darauf hätten stehen können, denn das Gras, so darauf wuchs, wurde nur mit 9 h, sage neun Kellern, vom Sachkundigen bewertet. Und das Endurteil? Lobisser wurde mit seiner Klage abgewiesen und zur Tragung der Gerichtskosten verurteilt, die 200 K ausmachen. Kann die Prozeßsucht in ihrer Verderblichkeit noch klarer demonstriert werden? — (Bunte Beute.) Letzthin war hier Hasenjagd. Dabei wurden zwei Rehe, ein Fuchs, ein Haselhuhn, ein Edelmarder, eine Schleiereule und — kein Hase geschossen. Hbermöfek. (Ein zweites Fiasko.) Die in Mitterdorf in Anwesenheit von nur gegen sechzig Gesinnungsgenossen gegründete deutschfreiheitliche Agrarpartei, welche sich auch deutsche Bauernpartei für Gottschee nennt, erlebte am 30. September in Mösel ein zweites Fiasko. Matthias Siegmund aus Mitterdorf berief für diesen Tag um 2 Uhr nachmittags im Gasthause des Hans Jonke in Mösel eine Parteileitungs-Sitzung ein, in welcher organisatorische, wirtschaftliche und politische Fragen durchberaten werden sollten. Tag und Stunde der Versammlung waren mit Absicht derart gewählt und das Wetter so günstig, daß alle Ausschussmitglieder, insbesondere die Herren Lehrer und Gastwirte, von ihrem Berufe leichter hätten abkommen können. Aber welches Fiasko! Selbst die Ausschußmitglieder waren nicht alle erschienen. Aus Mitterdorf kam Matthias Siegmund mit dem Studenten Franz Perz, den Hans Jonke Anfang September einmal zur Vorberatung zu sich beordert hatte, aus Hasenfeld Gemeindevorsteher Petsche, aus Graflinden Gemeindevorsteher Göstel mit seinem Studenten, aus Unterlag Gemeindevorsteher Kure, aus Mösel waren neben Hans Jonke besonders anwesend Student Peter Jonke, Oberlehrer Krauland, Lehrer Weber aus Verdreng und einige Einheimische. Es dürften im ganzen kaum 20 Teilnehmer anwesend gewesen sein. Die Vertreter der übrigen Gemeinden, die Herren Lehrer und Gastwirte hielten es nicht für nötig, sich in Mösel Weisheit zu holen. Bei einer so beschämend geringen Beteiligung konnten begreiflicherweise viele Punkte der Tagesordnung nicht zur Behandlung und Beschlußfassung kommen. Bei der Bildung von Pfarrortsgruppen werden sich die Bauern wohl überlegen, dieser unnötigen, einflußlosen, liberalen, sogenannten deutschen Bauernpartei beizutreten. In allen Ländern Österreichs haben es die gläubigen, christlichen Bauern als Pflicht ver Selbsterhaltung für den Bauernstand gehalten, sich zu organisieren, wirtschaftlich und politisch zu einigen in den christlichen Bauernbünden, welche gegenwärtig bereits 200.000 Mitglieder haben, der niederösterreichische Bauernbund zählt gegenwärtig allein 57.900 Mitglieder, der Salzburger über 12.000, der Tiroler über 22.000, der steirische über 45.000, der oberösterreichische 36.000, Kärnten, Böhmen und Mähren besitzen ebenfalls blühende christliche Bauernorganisationen. Und die Bauern des kleinen Länd-chens Gottschee zögern noch immer, dem Gottscheer Bauernbunde beizutreten, welcher christlich und deutsch ist, das Standesbewußtsein der Bauern wecken, für ihre Rechte eintreten und sie auf ihrer deutschen Scholle erhalten helfen will. Wenn in anderen Ländern so viele tausend christliche Bauern überzeugt sind, daß ihre wirtschaftlichen Interessen am besten im christlichen Bauernbunde gewahrt werden, warum sollen die Gottscheer Bauern, die doch ebenfalls alle christlich sind, einigen radikalliberalen Hitzköpsen zuliebe — wie Dr. Karnitschnig, Hans Jonke und Franz Perz — ihre christliche Gesinnung verleugnen urd eine liberale Bauernpartei bilden? Für christliche Bauern gehört doch ein christlicher Bauernbund. Darum, christliche Gottscheer Bauern, gehet solchen Leuten nicht auf den Leim, die euch für die jetzt erst gegründete liberale deutsche Bauernpartei gewinnen wollen. Tretet vielmehr zahlreich dem christlichen Gottscheer Bauernbunde bei, der mit den vielen anderen Bauernbünden der Alpen- und Sudetenländer von Gottschee bis an die Nordgrenze Österreichs und bis zum Bodensee bereits einen imponierenden agrarischen Machtfaktor bildet. Einigt euch im Gottscheer Bauernbunde, denn in der Eintracht liegt die Macht und mit vereinter Kräfte Walten wird das Schwerste leicht vollbracht! Werdreng. (Plötzlich gestorben.) Mitten in der häuslichen Arbeit ^ist am '20. September die 64 jährige Auszüglerin Maria Jonke Nr. 5 (vulgo Schiniedisch) an einem Herzschlage plötzlich gestorben. Arbeitsam und fleißig wie eine Biene, leitete sie noch immer die Wirtschaft und war als gute Nachbarin und frommes Weib, die auf ihre Christenpflichten nie vergaß, allseits geachtet. Ihre zwei Töchter, die erst kürzlich nach Amerika reisten, werden es gewiß bereuen, nicht zu Hause bei ihrer alten Mutter geblieben zu sein. Nun müssen der Sohn und sein junges Weib die ganze Hube allein bearbeiten. Die Alten sterben ab, die Jungen wandern aus; wie wird es in 50 Jahren ausschauen im Gottscheerlande?! Höttenih. (Verschiedenes.) Herr A. Traeukl, k. k. Rittmeisters. D. aus England, hält sich seit einigen Wochen samt Frau im Jagdhause des Herrn Viktor Loser auf, dessen Jagd-Mitpächter er geworden ist. — „Wenn die Schwalben heimwärts ziehen", da ziehen alter Gewohnheit gemäß auch mehrere Hausierer aus der hiesigen Gemeinde in die Fremde, größtenteils nach Wien. Sieben Männer sind bereits fortgereist, mehrere andere werden ihnen bald folgen. Weg. (Gemeindeausschußwahl und Wahl des Gemeindevorstehers.) Dem Gemeindeausschusse gehören außer den im letzten „Boten" Genannten auch Johann Krisch und Johann Rogale an. — Zum Gemeindevorstehr wurde am 27. September Peter Schneider gewählt. Kschermoschnitz. (Krankheit. — Jagd. — R e b e.) Die Ortschaft Ribnig ist in letzter Zeit von der Ruhr stark heimgesucht worden, während in Rußbach Halskrankheit austrat. — Der tätige Landesausschuß hat dem Landtage unter anderen Vorlagen auch ein Jagdgesetz versprochen, das hoffentlich zu Gunsten des geplagten Besitzers ausfallen wird, nicht wie das bisherige, das nur den großen Herren an den Leib geschnitten ist. Klagen über Wildschaden, durch Hasen in Obst- und Weingärten, durch Dachse in Kukuruzäckern verursacht, werden häufiger. Es ist doch arg, wenn der Nachbar des Geschädigten dem Schreiber dieser Zeilen versicherte, um 50 fl. würde er sich diesen Schaden nicht machen lassen. Was den Schadenersatz betrifft, soll seine Durchlaucht der Fürst in Vergütung des Schadens splendid sein; wie es die anderen damit halten, werde ich ihnen berichten. — Während ich diese Zeilen schreibe, regnet es nach Noten und wir würden so sehr schönes Wetter benötigen sür alles, besonders sür die Rebe, die sich heuer ziemlich verspätet hat. Wir hätten trotzdem einen sehr guten Tropfen haben können, vorausgesetzt natürlich, daß einmal die Rebenbesitzer zur Vernunft kommen und die Trauben ausreifen lassen, nicht aber gerade in der ersten und besten Bildung des Zuckerstoffes lesen gehen und dann einen Sauerampfer um einen Spottpreis zum Verkaufe anbieten müssen. Witterdorf Sei Uchermoschnih. Bei uns erfreuen wir uns einer wahren Schreckensherrschaft. Ein auserlesenes Kleeblatt hat die Parole hinausgegeben: Ohne unseren Willen wird niemand einen Fuß rühren im ganzen Lande — Mitterdorf. Namentlich gegen die Kirchenpröpste wird ein wahres Qnerfeldtreiben eingeleitet und wehe dem, der noch an ihrer Seite sich zu stehen getrauen würde. Durch Drohung suchen sie durchzusetzen, daß man nicht gerichtlich gegen sie oorgehen könnte — davor haben die Tapferen Respekt. Woran? Ein Mann, der seine Pappenheimer kennt, hat es verraten, sie möchten selber gern Kirchenpropste sein. Wird der Bogen zu sehr gespannt, bricht er; gibt es keine Ruhe, wird das Kleeblatt ein bißchen höher gehängt durch Dekorierung mit einigen interessanten Anhängseln. Stalzern. (Brand durch Blitzschlag.) Am 23. v. M. schlug der Blitz in das Wirtschaftsgebäude des Peter Petič und zündete. In kurzer Zeit war dasselbe samt den varin befindlichen Wirtschaftsgeräten ein Raub der Flammen. Auch sämtliches Futter verbrannte. Dem niederströmenden Regen sowie dem energischen Eingreifen der herbeigeeilten Heimischen und den Einwohnern der Nachbardörfer ist es zu verdanken, daß das Feuer nicht weiter griff. Die Feuerwehr war nicht in Wirksamkeit getreten. Die mit' großer Sehnsucht erwartete Spritze ist nämlich noch immer nicht gekommen. Ob sie überhaupt kommt? Manche meinen, das Ver- , sprechen sei nicht ganz ernst gemeint gewesen. Es ist auch richtig: Salami und Schinken und Wein sollten genügen und es ist nicht schön, wenn darüber hinaus noch was verlangt wird. Langenton. (Todesfall.) Am 23. September starb nach längerem Leiden der weit und breit bekannte Gemeindevorsteher Johann Gliebe (vulgo Juklpalsch) in Langentcm im Alter von 82 Jahren. Der Verstorbene war seines treuherzigen Wesens wegen allgemein geachtet und geliebt. An seinem Grabe trauern zwei Büblein ans erster Ehe und die ihm vor kaum anderthalb Jahren angetrante Gattin sowie der greise Vater. Wie beliebt Herr ©liebe gewesen ist, zeigte das Begräbnis. Voran schritt die Schuljugend von Langenton und zahlreiche Personen gaben dem Verstorbenen das letzte Ehrengeleite. Trotz seiner Jugend war er in seiner Heimatgemeinde sehr angesehen, so daß er wiederholt zum Gemeindevorsteher gewählt wurde. Er ruhe sanft! Genossenschaftswesen. Witterdorf. (Raiffeisenkasse.) Im September wurden neu eingelegt K 3152'18; behoben K 2370; rückgezahlt K 40; die Einnahmen betrugen im ganzen K 9254'46; der Geldverkehr K 17.210-12. — (Darlehen auf Amortisation.) Wenn auch die Pflege des Personalkredites, das heißt die Gewährung von Darlehen gegen Stellung mindestens eines Bürgen, in den Raiffeisenkassen Regel bleiben soll, um allen Wünschen und Bedürfnissen der Mitglieder jederzeit entsprechen zu können, so ist doch die Gewährung von Darlehen gegen grundbücherliche Sicherstellung nicht ausgeschlossen. Wo der Geldverkehr durch Einlagen größer ist, kann ein gewisser Betrag immer auch für längere Zeit festgelegt werden. Wird daher grundbücherliche Sicherstellung von den Darlehensnehmern ausdrücklich gewünscht oder verlangt solches das Interesse der Kassa, so wird hypothekarische Sicherstellung des Darlehens gewiß nur anempfohlen und gutgeheißen werden können. Eine bei allen Darlehenskassen heute viel gewünschte Form der Rückzahlung ist die Amortisation, bei welcher halbjährig durch eine Reihe von Jahren die gleichen Beträge bei der Kaffe entrichtet werden. Ein Teil dieser Beträge entfällt auf die Zinsen, der Rest auf das Kapital. Nach der Anzahl der Jahre, in welchen nach Wunsch des Darlehensnehmers das Kapital getilgt wird, richtet sich auch die Höhe des halbjährig zu entrichtenden Betrages. Wir glauben, den Kassen einen Dienst zu erweisen, wenn wir im nachstehenden als Behelf bei allfälligen Amortisationen eine Tabelle beifügen, aus der die Höhe der halbjährigen Zinsen ersichtlich ist. Kaöelle gus welcher die Zeit ersichtlich ist, in der eine Schuld getilgt (amortisiert) wird, wenn nebst den ausbedungenen Zinsen halbjährig auch auf das Kapital Abzahlungen geleistet werden. Abstattungsbeträge auf das Kapital in o/o Zinsfuß 40/0 41/4 »/o 41/2 0/0 43/4o/(, 50/0 51/4P/0 51/30/0 Anzahl der Jahre 1/4 72 69 66V2 64 62 60 58 1/2 551/2 54 52 501/2 49 471/2 46 3/4 47 451/2 44 421/2 411/2 401/2 39 1 41 391/2 381/2 371/2 361/2 35 341/2 11/4 361/» 351/2 341/2 331/2 33 32 311/2 11/2 33 32 311/2 301/2 30 29 281/2 13/4 30 291/2 281/2 28 271/2 27 261/2 2 28 271/2 261/2 26 251/2 25 241/2 2 i/s 241/2 241/2 231/2 23 221/2 22 211/2 3 211/s 21 21 2OV2 20 191/2 191/2 8 l/a 191/2 19 19 181/2 18 18 171/2 4 18 18 171/2 17 161/2 161/2 16 41/2 I6V2 16 16 I51/2 151/2 15 15 5 15 15 141/2 141/2 141/2 14 14 6 13 13 13 121/2 121/2 121/2 12 7 111/2 111/2 IIV2 11 11 11 11 8 101 2 IO1/2 IOV2 10 10 10 10 9 9 9 9 9 9 9 8V2 Nachrichten aus Amerika. Brooklyn. (Eheschließungen.) In der hiesigen Allerheiligenkirche sind am 28. August d. I. Johann Meditz aus Taubenbrunn Nr. 10 (Pfarre Nesseltal) nnd Karoline Komozzi aus Büchel Nr. 2 (Pfarre Nesseltal); am 4. September Johann Schiwautz aus Gottschee und Maria M außer aus Pöllandl; in der Lourdeskirche Georg Heng lein und Ludmilla Schmuck aus Koflern Nr. 48 getraut worden. Gteveland. (Trauung.) Am 24. Juli fand in der hiesigen Dreifaltigkeitskirche die Trauung des Bartholomäus Poje aus Lienfeld mit Maria Morscher aus Altlag statt. Allerlei. (Ständige Nachrichten über unsere Glaubensboten) und deren aufopferungsvolles Wirken sind am besten geeignet, das Interesse und die so nötige Opferwilligkeit für das in kritischer Lage befindliche Missionswerk wachzuhalten. In der ausgiebigsten Weise bieten solche Berichte „Die katholischen Missionen" (Freiburg, Herder, jährlich 5 Mark), die alle Missionsgebiete der ganzen Welt ins Auge fassen. Auch sind sie außerordentlich vielseitig und bringen zahlreiche Aufsätze und kürzere Mitteilungen aus den verschiedensten Wissensgebieten und einen reichen und vorzüglichen Bilderschmuck, sind also für jeden Katholiken von Interesse. Mit dem eben beginnenden neuen Jahrgang hat die Zeitschrift auch noch eine vornehme Ausstattung bekommen, so daß sie allen berechtigten Ansprüchen genügen kann. Bei einmaliger Einschaltung kostet die viergespaltene Kleindruckzeile oder deren Raum *0 Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Zahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze )ahr eine zwanzigprozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebühr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Einschaltung zu erlegen. — Es wird höflichst ersucht, bei Bestellungen von den in unserem Blatte angezeigten Firmen sich stets auf den „Gottscheer Boten" zu beziehen. * Ein Baus * samt einigen Waldanteilen und Äckern ist preiswürdig zu verkaufen bei JOHANN PARTHE in Göttenitz Nr. 74. Ein schön möbliertes Zimmer ist zu vermieten MU" Kreuzgasse Nr. 54, I. Stock. US® Verkäufer des Eisenfaches Deutsche, der slowenischen Sprache mächtig, dringendst gesucht. Stellenvermittlung des Reichsverbandes „Anker“ Wien VIII, Lerchenfelderstraße 156. Mtzcheer Raiffeisenkassen. Zinsfuß für Spareinlagen 474%. „ „ Hypothekardarlehen 5 %. „ „ Personal (Bürgschafts)-Darlehen 5 72/%. Eine Realität bestehend aus einer halben Hube samt fundus instructus, verkauft aus freier Hand Georg Hutter, Otterbach Nr. 2, Gemeinde Mosel. Zu verkaufen ein größeres, freistehendes, massiv neuerbautes « UlobnbaiK « mit 8 Zimmern (2 Wohnungen) und Wasser im Hause, an der Straße gelegen, für Geschäftsbetrieb oder industrielles Unternehmen sehr geeignet; mit Ökonomiegebäuden, großem Obst- und Gemüsegarten, Acker- und Wiesenland für zirka 12 Stück Großvieh zu wintern; mit Streu- und Holzanteilen, bewaldet mit schlagbarem Buchen- und Nadelholz, und diversen Plätzen zur Gewinnung von Sand. Gesamtgrund zirka 52 Joch. Nähere Auskunft erteilt A. Stcrbenz-Stakzer, Obermösel Nr. 37. I • V; ; I; M i'l I |t;: Seite 154. Gottscheer Bote — Nr. 19. Jahrgang VI. Verein der Deutschen a. komchee — in Wen. ■ Zitz: l., Nauhensteingajse Nr. 5. wohin alle Zuschriften zn richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft: Jeden Donnerstag im Wereiuslokale „Zum roten Igel", I., Atörechtspkatz Ar. 2. Ein verläßlicher Bursche wird als Verkäufer und zugleich Schankbursche in Laibach aufgenommen. Nähere Auskunft erteilt die Administration dieses Blattes. Mit „Keil-Lack" streiche ich seit Jahren Den Fußboden — denn das heißt sparen; Und für Parketten reicht ’ne Büchse Alljährlich von Keil's Bodenwichse. Waschtisch und Türen streich ich nur Mit weißer Keilischer Glasur. Für Küchenmöbel wählt die Frau Glasur in zartem lichten Blau. Zwei Korbsanteuils, so will's die Mob’, Streich ich in Grün —• den ändern Rot. Das Mädchen selbst gibt keine Ruh' Mit Keil's Creme putzt sie nur die Schuh', Und murmelt, weil ihr das gesällt: „Der Haushalt, der ist wohl bestellt!" Stets vorrätig bei: Franz Loy in Gottschee. KeichHaltiges Lager der öesteu und billigsten Iahrräder und Nähmaschinen für Aamikie und Geweröe Musikautomaten Schreibumschinen Langjährige Garantie. Johann lax § Sohn« Laibach Aienemrazse nr. 17. Leset und abonnieret den Gottscheer Boten“. Eine Realität bestehend aus einer 3A Hube und schönen Holzanteilen verkauft wegen Auswanderung nach Amerika JOSEF LACKNER in Otterbach Nr. 3, Gemeinde Mosel. Schiffskarten- Agentur. Der ergebenst Gefertigte erlaubt sich dem P. T. reisenden Publikum anzuzeigen, daß er die Agentur für die Linie pür Austro-Americana in Wiest "US! übernommen hat. Gestützt auf seine Erfahrung und Reisen sowie auf seine Kenntnisse der amerikanischen Gesetze ist derselbe in der Lage, jedermann die bestmöglichste Auskunft zu erteilen. Matthias König, Schiffskarten-Ageut im Gasthofe des Herrn Franz Verderber in Gottfchre. Provisions - Reisender für das Gottscheer Gebiet wird unter günstigen Bedingungen aufgenommen bei Johann jax & Sohn, Laibach. kme Keusche gebaut aus siegeln, mit einem, großen Acker ist xreiswürdig zu verkaufen. Anfragen find zu richten an den Besitzer And. Sterbety, Schalfeitborf Nr. 89. $Klkiiau$$cbmbimg. Beim Stadtgemeindeamte in Gottschee gelangt die Stelle eines Kanzlisten, verbunden mit Polizeidienst, zur Besetzung. Mit dieser Stelle ist der Anfangsgehalt von 800 K und 240 K Aktivitätszulage verbunden. Die Anstellung ist provisorisch. Bei zufriedenstellender Dienstleistung kann nach einem Jahre die definitive Anstellung erfolgen. Bewerber um diese Stelle haben nachzuweisen: 1. Ihre Zuständigkeit und deutsche Nationalität; 2. die Kenntnis des Kanzlei-Manipulantendienstes; 3. Ein Lebensalter von nicht über 40 Jahren; 4. Sittenzeugnis; 5. ihre bisherige Verwendung; 6. ihre körperliche Gesundheit durch ein Zeugnis eines k. k. Amtsarztes. Die eigenhändig geschriebenen, mit 1 K Stempel versehenen Gesuche sind bis 10. Oktober 1909 Hieramts einzubringen. Stadtgemeindeamt Kottschee am 22. September 1909. Der Bürgermeister. Verantwortlicher Schriftleiter Joses Erker. — Herausgeber und Verleger Josef Eppich. — Buchdruckerei Jofef Pavlicek in Gottschee.