«»»«er 43. »etta». »«, >4. »Mrter 1897. VIII. Iahryany. gcroor» n Int hinein» Ihofev" flffidfie ,. . . - . lobtet .Rudolf erscheint jeden Sonntag. mhaft. obgleich P«i, s»r Pettau mit Zustellung in» Hau»: vierteljährig st. l.SV. halbjährig st. L4V. ganzjährig st. 4.S0. mit PostVersendung im Inland«- «irri.l>»hrig st. l.9rrheili,n,,,ffe 14. - Vn»alt»«« aak verl,,: K. v«chhan»lun«, H»»t»l,tz Kr. 6. « feinem au«. Handschriften werden nicht zurückgestellt, Ankündigungen billigst berechnet. — Beiträge sind envöi^cht und wollen längsten» bi« Freitag jeder Woche eingesan^chöllhofer«^ Die geplante Transportsteuer. Unsere Wirtschaftspolitik litt immer durch den Mangel der Erkenntnis, dass der Staat es stet« als feine Hauptaufgabe zu betrachte» habe, die einheimische Produktion mit allen Kräften zu fördern. In diesem Punkte unterscheidet sie sich in unliebsamer Weise von der Wirtschaftspolitik der meisten anderen Staaten. Um in dieser Be-ziehung ein Beispiel aiuuführe», fei nur auf da» Tkul'che Rejch bingcwiefen. Wa« wird dort feiten« der itlle« gethan, um Landwirtschaft und Jnvustri« zu stärken und die Concurrcnz-fähigkeit derselben zu fördern I Darauf ist e« auch zurückzuführen, das» die dortige Landwirtschaft trotz der internationalen unHiMgen Marktlage der bestehenden Krise, ohne'großen Schad«» z» leiden, widersteht und die Concurrenzfähigkeit der Indu-strie Deutschland« auf dem Weltmärkte al« domi» »irend gilt. Bei uns dagegen betrachtet der Staat alle Produktionszweige hauptsächlich al» Steuer-quellen, an» ivtlchen so viel al« möglich herau«-gepreßt wird. An Maßnahmen jedoch, um diese zu befähige«, die stet« steigenden Lasten gegenüber dem Staate auch tragen zu kövue». denkt man nicht. Die traurige» Resultate dieser mangelnden staatlichen Fürsorge machen sich auch in auffallen» der tikif»- Wlhar, *uf der Linie de» winschastlicheu Leben« ist ei» erschreckender verfall zu bemerket,. Wer diese Schilderung al« übertrieben an» sehen sollte, der möge sich in die Rede vertiefe», d>c der Finanzminister Dr. Ritter v. Bilinöki an-läßlich der Vorlage de« StaatSvoranfchlageS für das Jahr 1898 am 1. October d. I. in unserem Abgeordnetenhaus« hielt. Zur Deckung eine« dauernden Abgange« im Budget von beiläufig 40 Millionen Gulden, welcher durch die be-absichtigte Erhöhung der Beamten- und Diener« Feuilleton. Al« ich jüngst die Rede de» Herr» Steiner, Gemeinderath von Wie», Abgeordneter und Re» smnt in Schulangelegenheiten im «iederösterrci» chischen Landtag la». der .unser Reich«volt»schul-gtsetz al« veraltet und nicht mehr für unsere Zeit passend" erklärte, dagegen den Ebcnhoch'schen Schulantrag prie», welcher genau vorschreibt, wa» dir Mensche» zwischen ihrem 6. bis 14. Lebens» jähre blo« zu lernen brauchen, um e« in der Welt so weit zu bringe», wie Herr Steiner, da war ich überzeugt, das« der Redner mit der „Christine Winkler" de« Karlweis'sch«» Volk«-siuckcS „Das grobe Hemd" gleichzeitig im selben Mädchenpensionat seine höheren Studien gemacht habe, weil Fräulein .Christine" dem Salon» Mialislen .Max Schöllhoser" seufzend gestand, sie „ganz vernagelt" au« diesem höheren BildungSinstitute gekommen fei. In diesen Jnsti-tul>cht Dickt." Im letzteren Lehrgegenstande hat Hm Steiner sicher die Rote .vorzüglich mit Auszeichnung" erhalten, denn ersten« fchimpfte » gotteslästerlich auf die Lehrer, wa« sich selbst m einer christlich-socialen Gesellschaft nicht schickt geholte, Militärgagen, durch die Kssten für die Justizresorm, die Zinsen für die Wiener Verkehr«-anlagen it. entsteht, plant derselbe die Eröffnung neuer Steuerquellen. Sein Plan zu» Gewinnung dieser gewiß nicht unbedeutende» Summe ist ebenso küh» al« einfach. Diesmal müssen dir Zucker und alle, welche mit der Eisenbahn fahren oder sie al« Verfrachter benützen, herhalten. Unser Schatz» kanzler will nähmlich eine Berschltißsteuer für Zucker und eine TranSportsteuer einführen und dadurch au« diesen beiden Steuerkategorien die abgängige» 40 Millionen theilweif« aewinnen. Die geplante TranSportsteuer ist e« insbesondere. welche die größte» vvlk»«irtschaftlich«n Bedenken erregen muß. Die Regierung hat sich mit de, Einbrinaiiiig der betreffende» Vorlage im Abgeordnetenhaus« beeilt, indem sie dieselbe in der Sitzung vom >2. d. M. aus den Tisch de» Hause» niederlegte. Die Tran»po''tsteurr soll in Ansehung der Localtarife schon an, 1. April 1808, in Au» fehung de« inländischen Verband»veifehreS bi» l. Dezember 18S8 und in Ansehung de» Ber» bandSverkehre« mit dem Auslande bi« längsten« I. Jänner 1900 in Geltung treten. Der Brutto» ertrag dieser Steuer ist für da« Jahr 18V» mit ca. 10 Mill.. für das Jahr 1899 mit 14 Mill. und für da« Jahr l 900 mit 17 Mill. Gulden •erem fchkhtf. ftslt dnt Eilgut- und Frnchttnwr» kehr ist eine Steuer von 5»/.. für den Personenverkehr eine solche von 12*/, in Aussicht ge-nomme». Durch diese« Gesetz werden gleichzeitig die Bahnen verpflichtet, die TranSportsteuer einzu» hebe». Die Local- und Kleinbahnen werden nur die Hälfte dieser TranSportsteuer zu zahlen haben. Der SchifffahrtSverkehr auf der Donau. Elbe und Weichsel, dem Bodensee uud Pruth und den sonstigen internationalen Binnengewässern wird von der Verpflichtung, die TranSportsteuer zu entrichten, ausgenommen sei». Der SchiffahrtSverkehr auf allen und zweiten« für eine» Referenten i» UnterrichtS-angelegenheiten noch weniger schicklich ist, w«il ein Schulreferent, der öffentlich behauptet, unser ReichSvolkSschulgesetz fei »ichtS wert und dazu auf die auf Grund dieses Gesetzes gebildete» und im Sinne dieses Gesetzes bildende» Lehrer schimpft, um mit BiSmark zu reden, .in die eigen« Suppe spuckt I" Jedenfalls wird's in Zukunft in puncto Schul-bildung besser werde», denn seit die Excellenz Baron Gautsch den Professor Hirn in« Unter» richtSministerium berief, wird kein Nörgler mehr vo» „Hirnlosigkeit" sprechen können, we»n der Ebenhoch'sche Schulantrag Gesetz wird und die sechzehnjährigen Dirndln am Land in Begleitung ihrer Liebhaber zur Sonntagsschnle gehe» werden. Es ist erfreulich zu sehen und zu höre», dass e« bereit« um vieles besser geworden ist in der Zeit des sin de aiecle in Cisleithaiiic». Während in andere» Staaten die Socialdemokraten alle confefsioiiSlo« sind, begann der Socialist und RcichSrathSabgeordnete Szajcr am Sonntage feine Rede in einer Versamml»«g der Socialdemokraten in Wien mit dem frommen Gruß: „Gelobt fei Jesu« Christ»« I" und fuhr fort: „Ich bringe den Anwesende» die herzlichste» Grüße meiner Wähler. Ich liebe und »marmc euch in ihrem Namen!" übrigen Schiffahrtsstraßen wird v. 1. Jänner 1899 der Besteuerung unterzogen. Die« d«r wesentliche Inhalt der vom Finanz-minister eingebracht«» Steuervorlagt. E« ist nicht zu zweifeln, daß «ine Tran«-portsteuer in diesem bedeutenden Ausmaße die heimische Prodnctio» wesentlich belaste» würde, denn sie bedeutet nichts andere« als «ine b«d«u-tcnde Tariferhöhung. Dielloncurrenzfähigkeit unserer Landwirtschaft und Industrie würd« durch die Einführung der TranSportsteuer in nicht gering«)» Maße leide», zumal da unsere Eisenbahntarif» ohnehin wefrntlich höher find als in den Coycnr-reiizstaaten. Auf der eine» Seite strebt ma» mit alle» Mitteln den endlich«» Ausbau der Wasser«.. straßen an. un» Landwirtschaft und Jndüstu?' durch billigt Tarife zu förd«r». während sich ai>» derseitS der Schatzkanzler anschickt, eine Maßnahme. • zu treffe», die diese beid«» volkswirtschaftliche» Factoren in ihrer Existenz bedroht. E« ist undenkbar. dass die Volksvertreter die Hand dazu bieten werden, daß da» erwähnte Steuerproject Gesetzeskraft erlangt. Gegen die Einführung der TranSportsteuer nehmen bereits zahlreiche Industrie- und Handel«-Vertretung,» Stellung, allen voran der mächtige Centralvrrband der Industriellen Österreichs. Diejrr Verein bemerk» in einer Kundgebung gegen vie geplante TranSportsteuer, das« sie einen gefähr» lichtn Angriff auf die Concnrrenzfähigkeit der österreichische» Industrie bedeutet. Wen» sich auch die Interesse» d«r Landwirtschaft mit denen der Industrie in der fraglichen Angelegenheit »icht ganz decken, so kan» doch der Anspruch de« CentralverbandeS der Industriellen Österreich« auch auf uusere Landwirtschaft finngeniäße Anwendung finde». Diese würde durch die TranSportsteuer mehr noch als die Industrie leiden, aus dem leicht be» greifliche» Grunde, weil sie sich bereit« in einer WaS mill man denn von den Socialdemokraten noch mehr? So weit ist nicht einmal der Abgc» ordnete Kaltenegger und der ist doch gewiß kein Freigeist? Einer Melduug ans Wien zufolge soll die k. k. Gendarmerie demnächst schon Pickelhaube» als Kopfbedeckung erhalten. Jetzt bin ich begierig, ob sie vom „Grazer Volksblatt" deshalb al« „Preußenfenchler" verschrieen werden, wie die Schönerianer. die doch sogar bei feierliche» An» lassen niemals eine solche .laudeSvermtherischc" Kopfbedeckung, sondern im Gegentheil« hochconser-vativ« Cylinder tragen, der sogar eine „schwarz«" »nd kein« „schwarz-roth-goldene" Einfassung hat. Ob sich einer der Nenhussiten getraueu wird, einem Gendarmen die Pickelhaube „anzutreiben?" Schwerlich, denn der Jungtschech« Kramarsch, der e« vom wildesten Tschechensührer bis zum Vice» Präsidenten de« Abgeordnetenhauses gebracht hat. veröffentlicht einen Aufsatz, worin er betont, wie vorlheilhaft es sei, dass sich die Zungtscheche» end-lich von dem hohle» Radikalismus der letzten Jahre befreit habe». Er selbst ist doch die lebendige Illustration zu dieser Vortheilhastigkeit? Im StaatSvoranschlage ist bereit« angekün» digt, das« die Regierung ungefähr 122 Locomo-tiveu sammt Tendern anschaffen wolle. Wenn die so nijßllchen Lage be^et, dass sie ritte weitere » roif kle »ine fünfprocentige Trans- ?,Z! fid> lchlicht. überhaupt nicht mehr vcrtraqeii kann. wMrend die Industrie doch noch 10 sttuirt ist, daf£six durch die TranSportsteuer ü!«d,gt. ihre Existenz aber durch die-werke wert«t IN Frage gestellt würde. Im Auch Musik^. Mutige Landwirtschast in der ■ Weise mit der Industrie verflochten, eine eigene Industrie besitzt oder rie Rohstoffe producirt oder von chicdensten ProductionSmittel bezieht. 'tm Gesichtspunkte wäre der Einfluß tsteuer auf die Landwirtschaft ein Mag man die TranSportsteuer von welchem Gesichtspunkte immer betrachten, stet« wird man zu dem Ergebnisse gelangen, das« sie sich al« volkS-wirtschaftlich schädlich »weist. Zu diesem Schlüsse ist ma» auch in anderen Staaten gelangt. Im Güterverkehr wird nur in zwei Staate» eine Steuer eingehobe», in Italien und Ungarn. In Frankreich wurde 1874- eine sünsprocentige TranSportsteuer eingeführt, aber sie konnte nur vier Jahre bestehen, denn man kommt alsbald zu der Erkenntnis ihreS volkswirtschaftlich schädlichen Ein-flusseS. Die Regierung des Deutschen Reiches hat 18H3 versucht, den Frachtbriesstempel einzuführen, welcher Versuch aber vom Reichstage auf'S ent-ichiedendste zurückgewiesen wurde. Die Transport-stener in Ungarn, die den Güterverkehre mit 5°/, trifft, ist nicht so empfindlich, weil der Staat, da dort fast ausschließlich das Staattbahnsysteni durchgerührt ist. die Wirkung der Steuer, soweit die-selbe eine schädliche sein könnte, durch Tarifcon-eejsionen paralysirt. Selbst in Italien besteht nur ein Steuersatz von 2°/t für Frachtgüter. ES wird niemand dem Finanzminister das Recht absprechen wollen, die Mittel zur Deckung de« Staatshaushaltes in Foru, von Steuern her-beizuschaffen, eS muß aber entschiede» Verwahrung dagegen eingelegt werden, daß der Finauznuiiister eine Steuer ersinnt und einzuführen bestrebt ist. die die wirtschaftliche Lage deS Staates Herabdrücken muß und nichts anderes al» eine rein fiScalijche Maßregel bedeutet. Diesem Gesichtspunkte wird sich wohl auch das Abgeordnetenhaus nicht verschließen können und demnach die Gesetzvorlage ablehnen. Im In-teresse unserer Landwirtschaft aber ist eS dringend zu wünschen, dass sich die landwirtschaftlichen Kreise in zahlreichen Kundgebungen ebenso gegen die TranSportsteuer wehren, wie eS die Angc» porigen der Industrie und des Handels bereits gethan Haben. alle vor den gestrandeten Parlamentarismus ge-spannt werden, wird er wohl bald wieder flott werden? Möglich, wenn eS an der Obstruktion keine Entgleisung giebt, wie unlängst wieder ein-mal in Pragerhof, bei welcher zum Glücke bloS einige Weinfässer schwere körperliche Beschädigungen erlitten. DaS kommt davon, dass der Raum im Pragerhofer Bahnhöfe so e»ge ist. dass niemand quer über das Geleise zu gehen ivagt, um «ascher zum „Treff" zu kommen, weil die Gefahr besteht, zwischen zwei heranbrausende Beamte zu gerathen und dann: „Psürt di Gott Iud'nnatzl!" Wenn ich das Bestreben unserer Theater-direction durch die eine und das Publikum, welches nicht da ist, durch die andere Hälfte deS Opernguckers betrachte, so fällt mir unwillkührlich der strebsame Kutscher „LubowSky" des „Dr. KlauS" ein. Es ist sicher kein „sogenanntes" Glück, Theaterdirector in Pettau zu fein, wenn einem nicht blos die sogenannten „Liliputaner" und lebenden Fotografien, sondern auch daS so-genannte Abgeordnetenhaus in der sogenannten deutschen Metropole Karl des Schönen Eoncurrenz mache». Wegen ein paar Zwergeln mehr oder weniger aus den Brettern im Casi»osaale, welche die Geisterwelt der vierten Dimension bedeuten, länie cd am Ende mich nicht mehr an und ei« — 2 — Wochenschau Der Zonsbrucker Parteitag ist ein hervor- ragendes politische» Ereignis. Und sagen wir e» gleich, ebenso erfreulich, al» von großer Tragweite. In Nordtirol dominieren feit alterSher die Cleri-calen. Das Land Tirol ist eine ihrer festesten Burgen und antiklerikal sein, heißt dort so viel als glauben»- nnd religionslos, kurz dem Teufel versalle» zu sein mit Haut uud Haare». Im Süden dominirt das italienische Element. Zwischen diesen beiden und im Kampfe mit beiden Gegnern waren die freisinnigen und nationalgesinnten Deutschen eingekeilt. Ihre Zahl war nicht zu ge-ring, aber ße waren zersplittert und was noch schlimmer war, sie bekämpften sich gegenseitig in grimmer FeHde, obzwar sie hundert gemeiniame Berührungspunkte in ihrem politischen Glaubens-bekenntnisse fanden. Da» alte Erbübel der Deutschen, der Separatismus, der die gegenseitige Entfremdung unter gleichen Volksgenossen, die gegenseitige Erbitterung unter de» einzelnen ClanS zeugt und bis zu den erbarmungslos geführten Fehden gegen daS gleiche Blut, den Kampf bis zur Vernichtung gegen nachbarliche Brnderstämme führte in de» Borzeiten, dieses Erbübel trennte die Parteien der Rationalen und der fortschrittlich gesinnten Deutschen und lähmte ihre Kraft, dass sich die Einen und die Anderen nicht mehr des gemeinsamen Gegners eiivehren konnten und so gierig bei den letzten ReichSrathSwahlen sogar der Städtebezirk Innsbruck an den gemeinsamen Feind verloren. DaS war ein Schlag, der Nationale und Fortschrittliche endlich zur Besinnung brachte nnd am 17. October 1897 traten die gegenseitigen Vertrauensmänner in Innsbruck zusammen zur gegenseitigen Verständigung, die auch eine voll-ständige war nnd damit endete, dass die Bundes-genosienschaft der beiden Parteien in de» Rahmen einer gemeinsamen Organisation gelegt wurde, die in einer vierstündigen Debatte berathen und an-aenvmmen würd« und die in erster Linie den Zweck hat, das StammeSbewußtsein der Dentschen Tirol» Mi krilstigen. die Grundsätze »es Freisinne» und Fortschrittes zu pflegen und fortzupflanzen nnd durch Wanderversammlungen. Flugschriften, Volksbüchereien, besonders aber durch jährlich abzuhaltende gemeinsame Parteitage zu sördern. Die einstimmig angenommene» Resolutionen gegen die Sprachenverordnungen, gegen den iKenhoch'schen Schulantrag und die Billigung der Obstruktion der Deutschen sind die ersten Resul-täte der BundeSgenossenschast zwischen den nationalen und freisinnigen Deutschen im Lande Tirol »nd von nun an werden sich beide Par-teien nicht mehr in blutigen Fehden gegen ein- WohIthätigkeitSbazar, der durch die Schuld de» sogenannten Kinematographen abbrennt, ist bei uns auch nicht zu befürchte», höchstens brennt hie und da ein sogenannter Amateur-Fotograf für lebende Bilder ab.wenn er sich um irgendeine dunkle Camera herumschleicht und ihm plötzlich ein solider Deckel über die lichtscheue „Platte" gestülpt wird. Diese Eoncurrenz wäre noch auszuhalten, aber die Berichte aus der sogenannten Volksvertretung»-Halle verpatzen heute da« solideste THeaterunter« nehmen, denn die Freunde der „Heiterkeit", „großen .Heiterkeit" und der sogenannten „schal-lenden Heiterkeit" setzen sich abend« lieber in« CafS, lesen die sogenannten ReichSrathSbrrichte über die Wahl de« Abgeordneten Bogdan?wicz oder den Kampf de« Abgeordneten Krumbholz um die „Brettel" und lachen sich dabei den Buckel voll. Wie wär'S, wenn Direktor Gärtner einmal als Sonntagsvorstellung „Eine Parlamentssitzung sin de siöcle" brächte? Er hätte ein anSver-kaiifteS HauS. Ich habe ihn übrigens im Ber-dachte, dass er als „Assistent" des „Doktor KlauS" auch beim Wiener Magistrat seine Praxis als Todtenbeschauer ausübt, denn nach dem vom Ma-gistrate herausgegebenen Verzeichnisse der Ver-storbenen starb der gehängte Raubmörder Ferdinand DolcSal am „Stickfluß." Nur immer das richtige ander, sondern im gemeinsamen Kampfe gegen den gemeinsamen Feind finden. Pettaner Wochenbericht. (Dr* uritr Propst von prttan.) Se. Majestät der Kaiser hat de» hochiv. Dechant und Pfarrer in Jahring, Herrn Josef Fleck, zum Propst. Haupt- und Stadipfarrer in Pettau ernannt. (Todesfall.) Am 21. d. M. starb der erst vor kurzem zum hiesige» k. k. Post- und Tele-graphenamte ernannte Postcassier Herr Viuzenz Kowalski noch im besten Mannesalter a» einer schweren nnd langwierige» Krankheit. Herr Ko-walSki war ein Beamter von so seltenem Pflicht-eifer, dass er trotz seines schweren Siechthnniez noch bi» kurz vor seinem Tode im Amte Dienst that. Er hinterläßt eine Witwe und ein Töchterchen. (Anlispiritistische SoirSe.) Da» Künstler-Drei-blatt HomesFey-Davenport veranstaltete am Abende de» letzten Mittwoch eine Vorstellung aus dem Gebiete de« Spiritismus, der Gedachtniskunst nnd Hellseherei, während welcher die Künstler im wahren Sinne des Worte« Erstaunliche« leisteten. AI« „Medien" werden die beiden Damen HomeS-Fey und Davenport kaum von anderen „Medien" übertroffen werden. Das« man e« nicht mit Spiritisten zu jthun hab«, erklärte .Herr HomeS vor jedem einzelnen Experiment und doch konnte man nicht begreifen, wie das alles auf „ganz natürlichem" Wege zustande gebracht werden könne. Die einzelnen Experimente gelangen außerordentlich geschickt und fanden den ungetheilten Beifall der Zuschauer. Die Arbeiten des gefesselten Frl. Daven-Port im freistehenden, a»S Holz und überhängen-dem Tuch bestehenden Eabinet waren besonders interessant. Die Dame war sofort, nachdem der Vorhang de« Eabinete» geschlossen war. ihrer Fesseln ledig und warf allerhand Gegenstände aus dem Eabinet heraus. Einem besonders »iigläubigen Herr» zog die Dame im Eabinet den Rock aus und der Betreffende mußte, als gleich darauf der Vorhang geöffnet wurde, zugeben, dass an der Fesselung dc« Frl. Davenport nicht« verändert sei. AIS GeruchSmedium fand Frau HomeS-Fey das Stück eine» Apfel», das in ihrer Abwesenheit eine Dame abgeschnitten und verborgen hatte. Ebenso sicher arbeitete Frau HomeS-Fey als Seh-Medium. In der Zahleu-Gedächtuißkunst leistete Frl. Davenport Erstaunliches. Zu allen Experi' menten zogen die Künstler einwandfreie Personen hinzu, Damen und Herren au» dem Publikum?, die sich alle mögliche Mühe gaben, den Über-wachungSdiknst streng auszuführen, aber bei der außerordentlichen Feinheit der Ausführungen eben-so wenig hinter die Einzelheiten der geheimnis- Wort wählen, denn das trägt colossal viel zum richtigen Verständnis einer sache bei und macht sich auch ungemein nett. Wenn sich einer der Herren, welche dazu auserkoren wurde», als PersonaleinkommensteuerschätzuiigScommissionSinit' glied zu fungieren, einmal marode meldet, weil er beim Unterschreiben feine» volle» Titels den Schreibkrampf bekam, dann tritt eben ein Per« sonaleinkommensteue rschägniigScomm issionSmilglic-dcrersakmann an feine Stelle und alles ist ge-rettet. Mich wundert blo», das» man sür solche Wortmonstren noch keine Formel erfunden hat, wie für chemische Verbindungen oder mathema-tische Lösungen z. B. ein Commission»-Mitglied durch (P. C. M.) und ein Vertrauensmann durch 6 (P. C. V.) substituirt, gibt: (P. C. M.) -f (P. C. V.) 8 6 8 — ^ 0, wen» er nicht die neuen Steuergesevc im Kopfe und Haare auf den Zähnen hat. „eilen Arbeit fönten wie da» übrige Publikum. Ten Höheupunkt der Leistungen beider Künstler bildete jedoch daS Seh-Medium. Mit verbundenen «ugcn sitzt die Dame mitten aus der Bühne, n»t)rcnb Home« im Saale umhergeht und sich vom Publikum die verschiedensten und seltensten Kegenstände reichen ließ. Frau Home« Fey errieth nicht nur die Dinge selbst, sondern auch die Jahre»-zahlen der Münzen, die Name» aus Visitenkarten, ärztliche Instrumente, Loose und die Serien und dergleichen mehr. Ihre Leistungen verdienen i» der Ihot ebenso wie die des Frl. Davenport al« Ge-dachtnistünstler da« uneingeschränkteste Lob. Die beiden Damen HomeS-Fey und Davenport über-boten sich förmlich al« „Medien." In geradezu unheimlicher Weise geistert die eine, fest- und kunstgerecht gefesselt und von mehreren Herren be» »ficht, al« Poltergeist, zwickt und zupst den neben ihr im Eabinet sitzenden Herrn und al« der Vor-hang gehoben wird, ist sie so gefesselt wie früher, der Vorhang sinkt, ein Schuß und die Fesselstricke fliegen aus« Podium und da» Medium tritt lachend hervor. Wer hat sie unter den Augen der sie bewachenden Herren befreit? Da« Geruch»-mcdium, das GesichtSmedium, da« alle« sind Leistungen so erstaunlicher Art, das» der laute Neisall, den die Künstler erntettn, vollauf ver-dient war. (Weggelegtes Kind.) Gestern zeitig morgen« jjktti) der stumme Inwohner Anton PeSnik, wohnhaft im Tabernigg'fcheu Anwesen neben der Grajena in der Kanischavorstadt, seiner Arbeit it&ch und hörte aus der Wiese, welche sich hinter dem Frachtenmagazine hinabdehnt, Kindergeschrei; demselben nochgehend fand er in der gedachten Wiese ein Kind, gut eingewickelt, unter einem über dasselbe gespannte» Regenschirm, der an da» Sind mit einem Sawl festgebunden war, bei dem Kinde befand sich ein Rosenkranz mit Nickel-krtuzchen und ein Octavblatt Papier, auf welchem mit Buchstaben gewöhnlicher Schnlfchrift, in slo-venischer Sprache, sinngemäß übersetzt, folgende« geschrieben ist: „Oh wie traurig ist e« für eine Mutter, die ihr eigene» Blut verlassen muß. — Sei glücklich, sei glücklich, mein theure« Kind. — meine Augen sehen Dich nicht wieder. — Name Zlata Kolariü — ich bitte euch theure Menschen, giebt ihr eine Strenge, wohl Erziehung, wollte die Unglückliche schreiben, die allem Anschein nach eine» Selbstmord plante, al» sie da» Kind weglegte, sonst häite sie wohl den Namen nicht genannt. TtiS Kind übernahm der Bahnarbeiter Stritter in Pflege; c» dürfte etwa 6 Monate alt sei», ist ein gesunde« Mädchen und sehr muntere» Kind. Ter wackere Finder ist ganz entzückt von seinem Funde und erzählt, das» er e» seiner Frau heimtrug, das» e« gereinigt und mit Milch gelabt wurde und dann lachte und sehr munter that. Die Er-hkbiinge» nach dem Verbleib der unglücklichen Mutter sind im Zuge. (Feaerberritschast der freiwilligen Feuerwehr) Für die laufende Woche hält der II. Zug und die IH. Rotte Feuerbereitschaft. ZugSführer Bella», Rottsührer Maister und acht Mann. Feuermeldunge» sind auf der Centralstation in der SicherheitSwachstnbe im RathhauS zn machen. Vermischte Nachrichten. (Süimarkkaleudtr.) Dieser Tage ist in dem Verlage der deutsche» VereinSdruckerei und Ver-IcigSanstalt der von K. W. GawalowSki und A. Polzer geleitete Südmarkkalender auf da« Jahr 1898 erschienen. Neben dem Zeitweiser (Calendarium), der auch die germanische» Vornamen weist, einen umfassenden AmtStalender und viele» a»deren für dcs öffentliche Leben unentbehrlichen Auskünften, tnthält der Kalender ein über hundert Seiten starke» Südmarkjahrbuch mit einer abwechslungsreichen Fülle belehrenden und unterhaltenden Lese-flösse» und viele» Bilder». Wir empfehle» den m» großer Sorgfalt und Emsigkeit zusammenge-stellte» Südmarkkalender allen unsere» Volks-Mossen a»f das wärmste. Pflicht der Mitglieder de» Vereines Südmark aber wird es sei», durch den Ankauf de» vortrefflichen Buche» da» junge Unternehmen zu stärken und lebenskräftig zu machen. Bon dem Südmarkkalender, der bei feiner schönen Ausstattung und seinem reichen Inhalte nur eine Krone kostet, sind für Kärnten und Krain eigene Ausgaben hergestellt worden, die iu dem Au»» kuuftStkieile den Bedürfnissen dieser Länder Rech» nuug tragen, im übrigen ober denselben Inhalt haben, wie die Ausgabe für Steierwark. (Marktbericht aus windisch-Feikrih.) Am Donnerstag den 28. Oktober l. I. wird hier ein großer Rindoiehmarkt abgehalten, bei welchem ein bedeutender V'ehauftrieb erwartet wird, weShasb die T. P. Viehhändler besonders aufmerksam ge» macht werden. (Ärre»dierni,g«-Verhalldlong.) Am 3. Novb. l. I. findet im VerpflegSmagazine Marburg eine öffentliche Verhandlung behuf« Sicherstellung der arrendieruiigSweifkN Abgabe de« Brote« in Pettau. Eilli und Windisch-Feistritz, ferner de« Hafer« in Windifch Feistritz statt. Bei entsprechenden Anboten kann anstatt der Brotarrendierung auch die Brot-erzeugung durch Civilbäcker au« ärarischem Mehle platzgreifen. Die bezügliche Kundmachung der k. u. k. Intendanz de« 3. Corp« Nr. 6203 v. 8. Oct. l897 wurde in der Grazer-Zeitung. Grazer-TaqeSpost. Laibacher- und Klagensurter-Zeitunq verlautbart. Die näheren Bedingnifse können bei jedem k. u. k. Militär-VerpflegSmagazin. dann bei den politischen BezirkSbehörden in den gewölnilichen AmtSstunden eingesehen, endlich über Verlangen gegen Bezah-lung von 4 kr. per Druckbogen von jedem Militär-VerpflegSmagazi» bezogen werden. Theater. Mit den drei Probevorstellungen „DaS grobe Hemd", „Drei Paar Schuhe" und ..Da« gelobte Land" hat die Direetion Gärtner sich für die heurige Theater-Saison in einer Weise ein-geführt, welche sowohl ihr. al« auch ihr^m Personale olle Ehre macht und zu der Hoffnung be-rechtigt, das« ein so zielbewußte« Streben auch die verdiente Anerkennung finden wird. Wenn da« Ergebni« der Logenlieitatio» al« Maßstab für diese Anerkennung angesehen werde» kann und theilweise muß eS al« solche angesehen werden, dann kann die Direetion zufrieden sein, denn die Vergebung der Logen Nr. 1—6 nnd v— 14 brachte bei der am Mittwoch abgehaltenen Lici-tation den Betrag von 64t fl. ein. E« wäre zu wünschen, dass auch da« Sperrsitz Abonnement > im weitesten Umfange ausgenützt würde und zwar nicht blos im Interesse der Direetion, sondern auch deS Publikums, welche«, wenn e« durch Abnahme so und so vieler ständiger Plätze im Schauspiel» Hanse der Gesellichast sozusagen ein Vertrauen«« votum gibt, auch berechtigt ist. zu verlange», dass die Darsteller dieses Vertrauen in ihren Lei-stungen voll und ganz rechtfertigen. Denn wenn die Darsteller mnthlo« werden, wen» sie meist vor leerem Haufe spielen müsse», so wird da» Publikum seinerseits »»geduldig, wen» die Dar-stellung nicht seinen berechtigten Erwartungen entspricht. Wa« nun die drei Probevorstellungen anlangt, so berührte e« gleich bei den Karl-weis'jchen Volksstücke angenehm, das« die Rollen emsig studirt und da« Zusammenspiel ei» so abgerundete« war. al» ob die Mitglieder schon längst gegenseitig bekannt und über da« Können und Wollen jede» einzelnen die anderen sich be-reit» ihr Urtheil gebildet hätten, um da« Tempo deS Partner» richtig regulieren zu können. WaS die einzelnen Darsteller anlangt, so brachte ..Da« grobe Hemd" Hervorrufe nach jedem Abschlüsse, insbesondere dem alte» „Schöllhofer" (Director Gärtner), feiner Tochter „Franzi" (Frl. Herma), dem „Baurathe Wendelin" (F. Kühne) und „Frau Wendelin" (Fr. Lodtmann.) Direktor Gärtner ist ein Künstler, der al« Eharaeterkomiker die seltene Gabe hat. nicht zu übertreiben, da« ist viel wert, denn im anderen Falle wirkt selbst ein guter Witz trivial und der Humor läßt kühl. Herr Director Gärtner hat aber auch Selbstbeherr-schung genug, feine Partner nicht „niederzufpieleu" und deshalb wirkt fein Spiel angenehm, weil er sich nicht aufdrängt, obwohl die Rolle des alten „Schöllhofer" gerade zu solchem Vordrängen feiner Person auf Koste» der anderen herausfordert. Frl. Herma ist eine tüchtige Künstlerin. Der Übergang von Reichthum zur Annnth gelang ihr sehr gut und in der Rolle der arm gewor» denen, ehemals gedankenlos in den T'g hinein-lebenden Tochter de» reichen „Schöllhofer" geficlfie noch besser. Dagegen war ihr Verlobter „Rudolf Wendelin" doch etwa» zu schablonenhaft, obgleich er manche gute Momente hatte. „Baurath Wen-delin" (F. Kühne) traf den Ton de» Pantoffel-Helden sehr gut und mir schreiben e» feinem au«-gezeichneten Spiele zu, das» „Schöllhofer«" Komödie mit dem plötzlichen Armwerden nicht gar zu auffallend unwahrscheinlich wirkte und dadurch Herrn Lodtmann als „Baierl" den besten Theil seiner Rolle verdarb, die er mit einiger DiScre-tion zu einer ganz hervorragenden Leistung hätte ausnützen können. Der ProseffionSfchnorrer ist eine viel zu oft wiederkehrende Figur in den modernen Komödien und es bedarf eine« tüchtigen Studium«, nicht nur der Rolle, sondern deS ganze» Stückes, um daraus etwas aparteS zu machen. „Schneider Nowotny" (Herr Alberti) und die „Köchin Pepi" (Frl. Wilhelm) fanden sich mit ihrem Part sehr gut ab. Was wir aus dem „Max" de« Herrn Olbert machen sollen, ist , nicht leicht zu sagen. Am besten gefiel er noch im 2. Akte. .Max" ist weder eine ausgesprochene Helden., «och eine Liebhaberrolle. wen» sie sich auch „kriegen", er und die „vernagelte Christine Winkler", die ihre Rolle von allen am richtigsten ausgesaßt hatte und am natürlichste» durchführte. ES soll uuS freuen. Frl. Würtemberg in einer Glanzrolle zu sehen, denn sie ist eine sehr tüchtige Künstlerin. Ebenso gefiel da« Spiel der Frau Baurath Wendeli» (Frau Lodtmann) und ma» überhörte gerne das Verschlucken des „S", wenn sie i» Extafe gerieth. — Dir zweite Probevor-stellung am Sonntag den 17. brachte „Drei Paar Schuhe." Trotz der etwas frostige» Leere de» Hause» war die Darstellung, abgesehen von einem kleinen Versprechen dort und da. eine temperament-volle und fand gute Aufnahme. Die Schönthan'fche Posse „Das gelobte Land", am DienStag de» 19., erzeugte im gut besuchten Hause rasch jene beider» seitS belebende Wärme, die einen angenehmen Abend verbürgt. In Aufbau und Zuthaten wenig vom Genre abweichend, entbehrt die Novität nicht deS Pfeffers. Der alte Kanzleirath Schmale (Hr. Meister) hat trotz feiner 50 Dienstjahre noch nichts für die Unsterblichkeit gethan und beschließt i» dieser Erkenntnis, dos« er, natürlich heimlich vor seiner strammen Ehehälste (Hermine Lodtmann,) ein Werk schaffen müsse, da« seinen Namen überdanre. So gieng er hin und schrieb ei» Buch: „Da« gelobte Land", in dem er seine krausen sozialen Ideen ablagerte, eine Utopie, die minder Begeisterung al« Kopfschüttel» erregt. Selbst sein verhätschelter Neffe und Schwiegersohn in »ps (Hr. Kühne), der mit ihm und dem Eolporteur Martin (Hr. Eichinger) das Staatsgeheimnis weiß, steht der wache kühl gegenüber. Gut ist. dass Frau Kanzleiräthin (Hermine Lodtmann) nicht» von dem Werke weiß, das die freie Liebe ic. anpreist und schon keimte die schwarze Saat auch im Gemüthe der arglosen Köchin (Frl. Herrn. Herma.) die sich mit Redensarten über die „weiße Sklaverei" auflehnt. Im spannendsten Moment, wo e« dem alten Schmale am meisten gelegen sei» muß. seine Vater-schast zum schnell berüchtigte» Werke zu verberge», erscheint eine Abordnung de« röthlich angehauchten Vereine« „Gemüthlichkeit", dem Denker de« „ge-lobte» Land" Dank und Kranz zu bringe». Tech der Sturm geht endlich vorüber, Schmale erhält trotz seiner blutrünstige» Auslassungen den lang-ersehnte» Orden (der übrigen« in der Darstellung einem Tanzorde» verzweifelt ähnlich sah.) Die SinueSwandlung vom Stürmer zum Schwärmer soll ja schon öfters vorgekommen sein. Dass auch die Jugend zu ihrem Rechte kam und man sich allseits kriegte, ist vouseite der Autoren ein schöner Zug von HerzenSgüte. DaS Zusammen- spül litß bis innere Theilnahme der Mitwirkeildell erkennen nnd die Zuseher kargte» darum nicht mit dem verdienten Beifall. Der »anzleirath (Hr. Meister) war eine köstliche Figur; warum er vor seiner Frau (Fr. Lodtmann) soviel Angst hat. begreifen wir eigentlich nicht, denn sie war doch nicht gar so bösartig; das» Hr. Kühn (Dr. Zink) so lange Zeit die Hände in der Tasche behielt, liegt doch iveder im Sinne der Rolle, noch war'S durch die Temperatur geboten, auch daS Umklammern der Sessellehne scheint nicht ganz schicklich Im ganzen ober darf den Rollenträgern daS verdiente Lob nicht vorenthalten bleiben. Zur neuen Personal-Einkommensteuer. i9l. I Schluss. Im allgemeinen ist. ivenn bei dreunonatlichem Betriebe einer HandelSunternehinung (vom 1. Oc-tober bi» 3l. December) 500 fl. erzielt wurden. — unbeschadet der Berücksichtigung etwa obwal-tender besonderer Verhältnisse — ein JahreSertrag von 2000 fl. anzunehinen. Wenn sich aber das-selbe Verhältnis bei einer am 1. October über-nonimenen Landwirtschaft ergibt und au» den Um-ständen «sichtlich ist. dajs der Ertrag in den übrigen Theilen des Jahre» nicht gleichmäßig fließe» wird, ist der wahrscheinliche JahreSertrag anzunehmen; wenn nun etwa im gegebenen Beispiele sämmtliche Producte im letzten Quartale ge-erntet und veräußert wurden, würde der muth-maßliche Ertrag mit Recht gleich 500 fl. für daS ganze Jahr angesetzt werden. Für jede EinnahmSquelle ist die Dauer de« Bestände» der steuerpflichtigen Einuahmen be-sonders zu beurtheilen. Hat zum Beispiel jemand verschiedene Land-guter oder Geschäfte ungleich lange im Besitze, so wird bei jedem einzelnen dieser Güter oder Ge-schäste die für die Besteuerung der betreffenden Einnahmen maßgebende Zeitperiodc »ach den vor-stehenden Bestimmnnge» besonder» onznsetzen sein. Dasselbe gilt in anologer Weise, wenn jemand etwa mehrere Gehalte bezieht u. s. w. Tritt eine derartige Änderung de» Charakter» einer Einkommensquelle ein, das» die betreffenden Einnahmen als neuartige angesehen werden müssen (z. B. Umwandlung ei.:e» handwerksmäßigen Betriebes in einen fabrikmäßigen, Änderung von festen Dienstbezügen durch Beförderung, Wechsel de» Dienstortes, Pensionierung ». dgl.), so gelten die Grundsätze deS 8 156, Abs. 1 und 2. Bei Dunstbezügcn ist der Besteuerung für da» folgende Jahr daher der JahreSbetrag der neuen Dienst-beziige zugrunde zu legen. Einkommen aus dem Grundbelth. a) Einkommen auS selbst bewirthschaftetem Grund-besitz. Bei silbstbewirtschastetem Grundbesitze ist der reine WirtschastSertrag, der au» dein gefammten land- und forstwirtschaftlichen Betriebe, sowie au» den mit dein Grundbesitz verbundenen nicht er« lvcrbstcnerpflichtigen anderen ProductionSzweigen und Rechten (Fischerei-, Jagdrecht n. s. w.) that-sächlich gewonnen wird, als Einkomme» anzusehen. (8 163, Abs. 1.) Das Einkommen au» Grundbesitz umfaßt die Erträge sämmtlicher Grundstücke, welche dem — 4 — Steuerpflichtigen eigenthümlich gehören oder aus denen ihm infolge von Berechtigung?» irgend welcher Art, zum Beispiel auS dem Nießbrauch?, aus dem ihm zustehenden Nutzungsrechte an der kirchlichen Pfründe u. s. w., ein Einkommen zu-fließt. Der Reinertrag au» Nebenbetrieben ist auch dann tinzurechnku, wenn diese von der Erwerb» steuer und Nebengenüsse von der Rentensteuer be-freit sind. Zu dem Nebenbetriebe landwirtschaftlicher FabricationSzweige oder Brüchen, Grube» und ähnlichen Betrieben, deren Erträgnisse der Boden-substanz entnommen werden, kann der gesammte Betrieb bei der Ermittlung deS Reinertrages al» ein Ganze» behanbelt werden. Hiednrch darf jedoch die wahre Höhe de» Einkommen» nicht verschleiert werden. Wird da» Einkommen au» derartige» Fabricationizweigen vereint mit jenem au» dem land- und sorstwirt-schaftlichen Betriebe einbekannt, so werden regel-mäßig die au» dem einen Wirtschaftszweig in den andere» übernommenen Rohstoffe und Erzeugnisse weder bei dem ersteren mit dem Abgabspreise in Einnahme, noch bei dem a»deren mit dem An« schaffiingSwerte in AnSgabe zu stelle» sein. Wird das Einkommen auS derartigen Be-trieben hingegen nicht al» ein Ganzes ei»beka»nt, so ist darauf zu achten, das» die eingestellten Ab-gäbe-, beziehungsweise AnschaffungSiverte mitein-ander übereinstimmen. Stellen jedoch gewerbliche Unternehmungen der in den vorstehenden Absätzen bezeichneten Art nicht in unmittelbarer Verbindung mit einem land- oder forstwirtschaftliche» Betriebe, so ist der Ertrag »ach den für daS Einkommen au< selbständigen ErwerbSunternehmungen und Beschästi-gungen maßgebenden Bestimmungen zu ermitteln. Einbringung des Lckcnntnisles »ad Ermittlung des Neinerlrages. Der Steuerpflichtige braucht den Grnnder-trag nur summarisch einzubekenuen, muss aber, fall» er mehrere Güter besitzt, den Ertrag jede» einzelnen einbetenne». Doch steht e» ihm frei, den Reinertrag detailliert einzubekennen und den» Bekenntnisse über jedes einzelne Gut nähere Daten Über die Einnahmen und Ausgaben beizufügen. DieS wirb sich bei größeren Besitzungen zur Ver-meiduug von nachträglichen Erhebungen und Nachfragen stetS empfehlen. Die Vermittlung de» Reinertrages geschieht in folgender Weise: In Einnahme sind zu stelle»: 1. Der erzielte Preis für alle gegen Bar-zahlung oder auf Eredit veräußerten Erzeugnisse auS allen Wirtschaftszweigen, sowie die Verleihung der ZugSkraft und anderer WirtschastSmittel. 2. Der Geldwert aller Erzeugnisse, welche zur Bestreitung des Haushaltes de» Besitzers, zum Unterhalte feiner Angehörigen, sowie der nicht zum WirtschastSbetriebe gehaltenen Dienstboten verbraucht ober sonst zu ihrem Nutzen oder ihrer Annehmlichkcit verwendet worden sind; hieher gehört namentlich auch der Aufwand an Naturalien für die Beköstigung deS zur persönlichen Be-dienung gehaltenen Gesinde», für die Haltung von LiixuSpserdcn u. dgl. Fall» besondere Auszeichnungen darüber nicht bestehen, kann nach einem billigen durchschnitt-lichen Anschlage in Bausch und Bogen berechnet werben. Der Wert ber in dem eigenen WirtschastSbe-triebe, nicht im Haushalte, verbrauchten Erzeug-niste. zum Beispiel de» selbsterzeugten und ver-brauchten Futter» ist weder al» Einnahme »och als A»Sgabe in Rechnung zu stellen. 3. Der Mietwert der von dem Eigenthümer und seinen Angehörige» selbst bewohnten oder zur Führung des Haushalte» benützten Gebäude. 4. Der Geldwert der Nutzung von etwaigen Gerechtsame» an anderen Grundstücken und von anderem Zugehör (Servitute», WasserbezugSrechte», Fischereirechte» u. dgl). 5. Eventuell der Geldwert deS am Schluffe der Wirtschaftsperiode vorhandenen Vorrathe» an WirtschaftSerzeugnissen. soweit dieselben zur Ber-Wertung durch Verkauf oder zum Verbrauch im Haushalte bestimmt sind. Demgegenüber können stet» in Abzug ge» bracht werden sämmtliche BewirtschaftungStosten. Unter diesen Gesichtspunkt fallen: 1. Die Erhaltung der Wirtschaftsgebäude, Taglöhnerwohnungen und der Übrige» dem Wirt-fchaftSbetriebe dienenden oder dtnselben sichernden baulichen Anlage», Deiche, Mauern. Zäune, Wege, Brücken, Brunnen, Wasserleitungen. Schleusen, Bewässerung«- und Entwässerungsanlagen u. s. w. 2. Die Erhaltung de» lebenden und todten WirtschastSinventar». 3. Die Versicherung der Wirtschaftsgebäude, des lebenden und todten Inventars, der Borräthe an WirtschaftSerzeugniffen, sowie der noch stehenden Feld- und Gartensrüchte — nicht aber de» Haus-haltuugsmobiliar» — gegen Feuer, Hagel und anderen Schaden. Die Ausgaben für Versicherung deS HauShaltungSmobiliarS sind auch abzugSsähige Ausgaben, sie sind jedoch al» besondere Abzüge, nicht al« BewirtschostungSkosten in Anrechnung zu bringen; sollte jedoch die Ermittlung der für die eine oder andere Versicherung entfallenden Prämien mit Schwierigkeiten verbunden sein, so ist deren vereinte Einsetzung uuter den Bewirtschaftung«-kosten unter ber Voraussetzung gestattet, dass unter den besonberen Abzüge» eine diesbezügliche Ausgabe nicht eingesetzt wird. 4. Heizung und Beleuchtung der Wirtschaft»-räume, nicht auch der für den Haushalt benützten Räume. 5. Same», Pflanze». Futter und Düngmittel, Rohstoffe oder sonstige Materialien, welche für den laufenden Wirtfchafttbetrieb einschließlich der etwaige» Nebenbetriebe zugekauft worden find. 6. Gehalte. Löhne. Pensionen und sonstige Dienstemolumente sammt der etwa vom Dienst-geber übernommenen Personaleinkommensteuer und BesoldiingSsteuer ». dgl. für daS zum Wirtschaft»-betriebe — nicht auch für das zum Haushalte oder zur persönlichen Bedienung — aufgenommene Personal, einschließlich der Verköstigung der im eigene» WirtschastSbetriebe dauernd verwendeten Familienglieder. 7. Die vom Eigenthümer für daS zum Wirt-schastSbetriebc angenommene Personal geleisteten Beiträge zu Kranken«, AlterSversorgungScassen u. f. w. 8. Die Grund- und Gebäudesteuer sammt Zuschlägen und Umlagen aller Art. sowie die von den mit der Land- und Forstwirtschaft verbundenen Gewerbebetrieben zu entrichtende Erwerbsteuer sammt Zuschlägen, endlich indirekte Abgaben iZucker-steuer, Brantweinsteuer u. f. w.), soserne sich die« selhe» al» Geschäftsunkosten darstellen. Insofern? daS Material für die Z. 1 und 2 bezeichnete» AuSlag?n, oder G?g?nstä»de der in Z. 5 bezeichneten Art, oder Emolumeute für daS Gesinde u. f. w. den eigene» WirtschaftSerzeug-niffen entnomm?n sind, darf ihr W?rt nur dann als Ausgab? ang?r?chn?t w?rb?n, iv?»n derselbe auch bei den Einnahmen in Anschlag gebracht worbe» ist. Sine weitere Abzugtpost bildet eventuell d?r Geldwert der an» der vorangegangene» in die g?g?»wärtig? Wirtschaftsperiode übernommenen Bestände an Vorräthen der unter Z. 5 bezeichn?ten Art; doch kann b?i d?nj?nig?n Betrieben, in welchen der Bestand der Vorräthe am Schlüsse der einzelnen Wirtschaftsjahr? wesentlichen Schwan-kungen nicht zu unterliegen pflegt, der Geldwert derselben sowohl bei der Einnahme, als auch bei der Ausgabe unberücksichtigt bleiben. Zlnhaltspuukte fiir die Schätzung des Reinertrages aus selbstdrivirtschaflete« Erondbelih. Verhältnis zum Eatastralreinertrq^e. Als ein wichtiger Factor zur Beurtheilung de» Ertrages d?r Landwirtschaft stellt sich der Cata-stralreinertrag dar insbesondere a;id} fiir die Vergleichung d?r ^ age des Grundbesitzes eine» und desselben Bezirkes von Wichtigkeit ist. Der wirk liche Ertrag wird mit ihm in der Mehrzahl der — 5 — Alle nicht übereinstimmen, sondern bald höher, bald niedriger autsallen. Der Ealaftralreinertrog wurde vor mehr al» 15 Jahre« au« Durchschnitt«-hrrtchnungen eine« l 5-jährige» Zeiträume« ge> Wonne», durch die Revision de« Ärundsteuerca» iastcr« nur theiliveise berichtigt, berücksichtigt nicht die seither eingetretenen Veränderungen in Menge und Preis der Bodenproducte, umfaßt auSschlictz-lief) den Ertrag der einzelnen Parcellen und läßt die Erzielung eine« l)öheren Einkommen« durch die Bereinigung der Parcellen zu einem GutSkörpez außer Betracht und beruht aus der Borau«setzung gemeinüblicher Betriebsweise unter vollstänviaer Entlohnung aller Arbeitskräfte. Nach allen diesen Momenten entscheidet sich die Abweichung de« thatsächlichen Einkommen« vom Eataslralrei»ertrage. Nach dem Verhältnisse dieser Abweichung wird e« sich richte», ob da« wirkliche Einkommen in einem höheren vder geringeren Betrage al« der Eatastral» reincrtrag festgesetzt wird. AnhaltSpunkt für die Bestimmung de« Er« trage« ist auch die Vergleichung mit de» bekannten Erträgen anderer Besitzungen, sowie der Pacht« preise derselbe» oder benachbarter Gegenden, wobei Ixn besonderen Umständen Rechnung getragen und insbesondere dem ermiltclten Pachtwerte ein Be« trag für de» Ersatz der Thätigkeit de« Eigen« thümer« und seiner Angehörigen zugeschlagen nxrde» muß Weiteren Anhalt geben die Kcus preise der Liegenschaften, wvbn auf die besonder« niedrige Verzinsung in landwirtschaftlichen Besitzungen angelegter Capitalien Bedacht zu nehmen ist. Folgt.) Eingesendet.*) So sehr da« EntrSe und die innere geschmack« volle und zweckmäßige Einrichtung de» Stadttheater« den Besucher de«selben anmuthct und anheimelt, ebenso warnend und abschreckend stellen sich ihm die patriarchalischen Garderobeverhältnisse dar, die e» jedermann erlauben, »nter den daselbst dep» Hinten Kleidungsstücken da» „Seine" zu holen, vorausaesetzt, dos« e« noch da ist. Diesem Umstände habe ich e« zu danken, das« am 16. October al« .da« grobe Hemd" in Scene gieiig, meinen Rege»« schirm bereit» vor meiner Ankunft in der Gar« derobe ein anderer Theaterbesucher als den .Seinen" eckannte, mitnahm und mir ein regenschirmähnliche» Object vom Gewichte eine« Obststandlerschirme« und zweifelhaftem Werte z»ir gütigen Weiterbe» »utzung zurückließ. E« ist die« zwar nur eine BmvechSlung, huldigt der betreffende .Berwech»« In" jedoch weniger scrupulösen inoralitche» Prin« cipie», so kau» ich mich mit de» TrosteSworten des reichen Schöllhoser in .DaS grobe Hemd" zufrieden geben: „Hin ist hin. Anna Maria Fied« lrrin!" Weder bei der Polizei »och beim Garde« robier wurde bisher eine Verwech«lu»g angezeigt. Solche Vorkommnisse erinnern einen an die Ge-schichte vom gebrannten Kinde, da« Lehrgeld gezahlt und bestimmen einen, den sonst angenehmen Aufenthalt im Theater zu meide». Im Interesse der Sicherheit de« Eigenthumes der Theaterbesucher wäre c« daher zu wünschen, das« da« vereh^iche TheatercomitS die Garderobe« Verhältnisse dahin regle, das« nur gegen Abgabe einer bei der Deponierung von Gegenständen zu erhaltend«» Rum»,er dieselben vom Garderobier ausgefolgt würden. Hiesür könnte ja immerhin ein kleine« Entgeld verlangt werden. ______(Ein Thraterbesiicher. •) Für diese Rubrik übernimmt die Redaktion keine Verantwortung. Literarisches. Zr»»»uschö»heit steht in unserer Zeit nicht mehr in » Hohem Ansehen wie Frauensleib, ja, dieser ist ein Wirth« 'chasilicher Factor geworden, mit dem wir rechnen müssen, und denselben zu fördern, ist da» verdienstliche, viel An« «tennimg findende Sireben de« großen Handarlxitenblatte« m die Familie „Feaue« Fleiß", welche« im Verlage von vl'lin Henry Schwerin, Berlin, erscheint. Da« Beste und —„>>e aus dem Gebiete der Handarbeiten bringt °"sc« herrliche, reich illnstrirte Blatt in zum Theil natur« oßen Borlagen, auch Klöppelbriefe und eine naturfarbene ^inbarbfitenlittioyiiT.pljif. .Krane» Fleiß' ist eine Perle weiblicher gochliteramr und der sehr geringe Prei« von nur 60 fr. »ierttljtyrlich macht rt jedem mögliche dat Blatt zu holten, Abonnement» bei der Buchhandlung: SB. Blanke in Pettau. (Hasenpfeffer.) Alle« dazu Gehörige lSchuliern. «rüste, Sopf. Lunge und Leber> wird in hübsche, nicht zu kleine Stücke getheilt und in ein, Marinade von Essig, einigen PsefferkSrnern und Vachholderbeeren >c. gelegt. Dann wird t4 16 Minuten lang mit 2 Tasten zugegossener Bouillon. L knappe Theelöffel voll von Magai'S Suppenwürze auf eine Bouillvnlasse »oll siedenden Wasser» gekocht, so virf alt nöthig gesalzen, und die Sauce mit einem Stück beurre mani^ « Doftlparcone «»« mittltl 9offeaBiB«i(uaa> VrfilHcirriil »erde»: ► Der Praktische Landwirlh. Will. <«>»». Seit»«, fir •egrtilet IM4. Eriche,» riei>»«> >» »I -kerit»>-A»r»at. ^,,,>IheI« I> i. St»»» trl|«»n, |U l. SKT« »tkanam «,7^ 3l»trlrtc laU*. B»lf» »»rltaa». aejrtiitrt 111$. »rlchemt de» I. ». I«. jetex vi-»-!« ii •«»liKliI « 1. Pr»»e»a««er» «eatl» n»k In«». A. F. Hickl, Pettau empfiehlt sein gut sortirtes Lager an fertigen Wiener Herren- und Knaben-Kleidern, sowie Winler-Überzlehern und besonders seine echten, wasserdichten WettOlfnAlltel zu fl-10.50. Nr. 4838. Kundmachung. Zur regelmäßigen Stellung de« Jahre« 1898 sind die ia den Jahre i, 1877. 1876 und 1875 geborenen Wehrpflichtigen berufen und werd«» alle im Stadtbezirke Pettau sich aufhaltenden Stellungöpflichtigea dieser drei Altersklassen aufgefordert, sich behufs ihrer Verzeichnung in der Zeit vom 1. bis 30. November 1807 bei dem gefertigten Stadtamte zu melden. Die Fremden, das sind die nicht nach Pettau zuständigen Stellung». Pflichtigen, haben zu dieser Meldung ihre LegitimationS-U^unden beizu- bringe». Sind Stellungspflichtige aus ihrem Heimat», oder Aufenthaltsorte abwesend und hiedurch oder durch Krankheit nicht in der Lage, sich münd-lich oder schriftlich anzumelden, so kann die» durch die Eltern. Vormünder oder sonstige Bevollmächtigte geschehen. Der diese Meldung, ohne hievon durch ein für ihn unüberwindliche» Hindernis abgehalten worden zu fein, unterläßt, verfällt einer Geldstrafe von 5 bis 100 fl. Gesuche zur Geltendmachung etwaiger Ansprüche auf eine in den §§ 31. 32, 33 und 34 deS Wehrgesetze» bezeichneten Begünstigungen sind, mit vorgeschriebene» Dokumenten belegt, bei den zuständigen Behörden, spätesten» aber am Tage der Hauptstellung bei der Stellungscommission einzubringen. Ansuchen »m Bewilligung zur Stellung außerhalb de» heimatlichen StellungSbezirteS sind mit den Nachweisen der Gründe schon bei der Stellungsanmeldung einzubringen. ' Stadiamt Pettau, am 14. October 1897. Der Bürgermeister: I. Grnig. Clavier-NiederlageLeihanstalt von Berta Volckmar •tutllch g*prüfti CUr»lTnU| liWIaa, l.,l«lalkaur- *■••1*1 ». ct(4,,» «wleatsa» >rl (»sich kt. ««•Ilynufli »>rt ■irtrll |t|i»il]uu »timratnrt »itkn: Wiener ilmidwirthschastliche Zeitung lattrlrtc Srllssg fir Ut ariaamlt 9fißT7JintJärjsii¥n7sr~5rUiriii (ir tic e»R»»iNtlcha>t. •cftlakrt iMi. (Mittut ® ittaod) inb Cault«, ia •taiMrl* ß. lt. S.*, Gesterreichischc Forst-Zeiwng. - fr i- «, au» lag in ®r. Ulamrla« llakrirtc für ftfkslrttfAsft aak H,l,h«a»«l. «ollissskrlr, a««ft aa» »llchcre«. •qtlatrt 18*». 8r1*»int jettn ßrntog In ®t..0oUo i»«ni;otni II. », Bicitill. p.t ja[(raa!l«a«l(* Bei* •nttaaa H»«« in ®r.O««rl ».7, p. i Ms XridKf trau* Hl traac*. ■" 1187 Kundmachung. In Gemäßheit derVerordnung des hohen steiermärkischen Landes» Ausschusses ddo. Graz am 8. October 1897 Zl. 33.724, finden hiemit str die La»deS-Siechen>?lnstalt in Pettau die Lieferungen von Fleisch, Gebäck, Mehl und Hülsenfrüchten, Spezerei-Waren. »eiche» Brennholz. Bettenftroh und Todtenscirge für das ganze Jahr 1898 ihre Ausschreibung und sind die mit 50 Kreuzer Stempel versehenen Offerte bis längstens 5. November 1897 direkt an den steiermärkischen Landes-Ausschuß in Graz einzu-senden. Später einlaufende Offerte finden keine Berücksichtigung. Die LieferungSbedingnisse können in den gewöhnlichen Amts-stunden in der Kanzlei der gefertigten Verwaltung eingesehen werden und sind für die Lieferanten, deren Offerte angenommen werden, unbedingt bindend. ver»alt»»i »er LandetTiecheaAnstalt Petta» am 20. October 1897. Der Verwalter: Kallan. Michael Ferianiö erlaubt sich anzuzeigen, dass er im Wibmer'schen Garten Aufträge auf Kränze, Bouquets und Blumen unter billigster Berechnung, bei eleganter Ausführung entgegennimmt und bittet um gütigen Zuspruch. Kundmachung. AnläsSlich wiederholt vorgekommener Anzeign, dass in vielen Häusern die gassenseitigeu Fenster zum Lüftcn von Bctf^eng, Ausstaube» von Teppichen, «taubtüchetn tc. b«ni>ht werden, wird auf den § 43 der Straßetipolijkiordnnng aufmerksam gemacht, wonach auf öffentlicher Straße sowie an Thüren, Fenstern und Balkönen. ivelche gassenseitig gelegen sind, daS Klopfen und Ausstauben vo» Betten, Matrazen, Fußteppichen, Staub-tüchern und dergleichen Gegenständen nicht gestattet ist. Zuwiderhandelnde werden uach dem Geineinde-Statnle vom 4. October 18«? Nr. 45 L.-G. und V-Bl. mit einer Geldbuße bis zn 10 fl. eventuell 48 Stnndcii Arrest bestraft. Stadtamt Pettau am LZ. October 1897. Der Bürgermeister: Joses Ornig. DU Wirkung Annonce ist nur bann von (tnotg, wenn ma» in der Wahl der Blätter, ia >u»> pati»ng «ad Abfassung der >n-Kgc »weckmäßig vorgeht. Unser« fit 18'4 bestehende Lnnoncen-Expe-jitton ist bereit, jedem Hniereate, mit Raih und Zhot hinsichtlich ga erfolgender Reklamen t« allen Jour> aalen der Welt an die Hand >u flehen und dient gerne mit bil-ligsten Kosten Berechnungen, liefe», cvmpleten Zeitunatfaialog geati», grtLcl 1}rl BOU Lriginaltarisen bichst« «adaite, besorgt di»eret Chiffre-Anzeigen und expedirt einlangend« Briefe ««glich Annonce« - Erpedition M. Dukes Nachr. ■ix Aoienleld i Emerieh Leistn Wien, I., tDolljrile K—it. — 7 — ff Briider Slawitsch Nur anerkannte, jNih-g matohinin-Bestar.d-Itheilel IMU IUt«rr«lffl ■ttoMH ■ I <' n«ut«oh« f»brlkat»l HroiM i hm laucurrend ccmpiat, no» ■■oUirtH Pe t tau. , d praktisch rrpr« tu Voll-, Halb-, Siti und K,nder-Wkdern m.t kai'an. lauem oder warn m Waa«ar «u gebrauchen «ind: t. die M&fliehkeit, W«llMMd«r Ia IlMMr u Mh*M, wolwi der Wert dea durch di« gltkhMiliga k-inwirkung Tun Lull und W»a»cr emellen Weilen-icUus nicht «rat beiant lu werden braucht; >. vHt«U»dt|» Oamgftidar, welche (Ur die WiderataodalihijikeH de» Körper« gefrn alte Krfcftlttmga- und Fieberkrlnkheiten und aumit au'h negen alle Epidemien von arosger Wichtigkeit «Ind! tti« Triumph Wlegenbad Scluukt'n »ind aber auch für Jaden Mauehalt dl« »»>» aMiillt«« (lad. Apparate, denn 1. beanaprui-hen »t« «ehr wenig Waaar — 1 tlm$r gaallßa« »oho» 1« »lax» Viiliabili; t. »i« lind leicht und handlich — »Mbit »Im eotwacAe Parao» kau» »I« a»l«l«nd aettMrta «ad tranapertlarvn; 1. nahmen ake ta t keinen Fiat» ein — »le w«rd«n «lafaeh »a dt« Wand Dia Triumph ^vi^Tbad-i* haukein atnd Tun einer aavarwGatliaiia« Oauerhanigkolt denn d«r Humpl ikt »»> ela«a Sttk k gelert gt and iiilolg«d«M*ir »«*r billig 6rtt»»e und Pr»l»e der Trlumph wleqt'nbad Sch«iik«lB: Nr. 0 1 Ung«: 1H 180 IM 171 Hl 188 cm 1 Triumph-Wiegenbad-SchauV«l kit-'ut: lt 24 M M SO 91 Gelden 1 SehwltX'Einiichlung dazu kuatet: — IS ie 1T IS lt > DI« Prelae verntehen »ich «in»chli«Mlich Fracht und Lmballtg«, al«o ahn weitere Zu beziehen durch Jede« beeeere Spengler-, Haus- u. Küohengerilthe-oder E!»enw»ren-Ge»chMft; wenn nicht erhtltlieh, direct durch die Erste Österreich -ungarische Blech- u. Lackirwarensabrik JOSEF KUTZER in PRAG-SMICHOW. 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Auf dem Schlachtfelde. m aus daS Schlachtfeld zu gelange», mubteu wir die Villa passieren, in der wir bisher gewohnt hatten. Aus mein Bitten besragte Major Kaiser hier de» Posten, der die Slavin zu bewachen gehabt hatte, auf welche Weise die wciangene entkommen sei. Die Erklärung war einfach genug. We-tiiflf stunden nach unserer Abreise hatte die Schlacht begonnen nnd alle zurückgebliebenen Soldaten wurden aus Rekognoscierung aus-gesandt. Eine einzige Schildwache blieb zuriick. Babuscha, die eine staunenswerte Muskelkraft besaß, benutzte den günstigen Augen-blick, warf sich wie ein wildes Tier auf den ahnungslosen Krieger, schlug ihn zu Boden und entfloh. Auch hatte sie dem Spion, ehe mau ihn erschob, zugerufen, daß sie ihn rächen werde. Dieser Bericht bestärkte mich in der Vermutung, daß sie den Tod meine» Baters herbeigeführt hatte, giir diese Hhäue war es ja ein Leichtes gewesen, daS Schlachtfeld zu erreichen, sich im ttmnpfgetümmel unbemerkt bis in die Nähe des Generals zu schleichen und au« einem aufgelesenen Revolver die todbringende tingel zu entsenden. Mir stand der ganze Borgang so lebhaft vor Augen, als hätte ich ihn selbst mit angesehen. Eine namenlose Angst erfaßte mich plötzlich. Wie. wenn dieses elende Weib ihr grauenvolles Rachewerk fortsetzte, wenn sie die sterb-lichen Ueberreste meines teuren Vaters aus unserem Bereiche fort« schleppte, wenn sie sich in die Baracke» schlich, um meinem Ber-Ivbten ein tödliches Gift einzuslöben? Die qualvollen Gedanken ließen mir keine Ruhe. Ich trieb mein Pserd zu rasendem Galopp an, so daß der Major, obgleich ein vorzüglicher Reiter, alle Mühe hatte, mir zu folgen. Es war bereits spät, als wir endlich unser Ziel erreichten. !a» Schlachtfeld bot einen grauenvollen Anblick, überall gräßlich verstümmelte Tote, schwer ächzende Verwundete, die von Sama-ritern des roten Kreuzes aufgehoben und fortgettagen wnrdeu, ?erge von Gewehren, Monturstücken, zerborstenen Kanone» und er-ichossenen Pferden, alles lag bunt durcheinander, ein Bild der Zerstörung und Verwüstung. Merkwürdigerweise machte der grauenerregende Anblick fast gar keinen Eindruck auf mich, was sogar meinen Begleiter in Er-staunen setzte. .So jung und doch so kaltblütig!" murmelte er in seinen Bart. Wohl hatte er recht, sich zu verwunden«, aber er vergaß, daß wenige Mädchen von sechzehn Jahren in so kurzer Zeit solch furchtbare Schicksale durchmachen. Was hatte ich in diesen letzten Tagen gelitten. Unbekümmert um alles, was mich umgab, nur den einen Ge-danken festhaltend, meinen Vater und Ma; zu sinden. durchirrte ich Custozza nach allen Richtungen. Wir besragte» dix Soldaten, die Krankenpfleger, jede», der uns begegnete; niemand konnte uns 'ichere Auskunft geben. Der eine wies uns «ach Norden, der an-dere nach Süden, aber so eifrig wir auch das Schlachtfeld durch» "richten, wir sanden keine Spur von de» Gesuchten. £o brach die Nacht herein: unsere Pferde konnten kaum noch weiter. Wir beschlossen daher, nnS nach dem Lazaret zu begeben, ni dessen Nähe sich daö Regiment deS Majors befand. Ter Anblick eines LazareteS ist ein recht trauriger, herzbeklem-mei.der: Unter hastig errichteten Zelten liege» in langen Reihen die armen Verwundeten, stöhnend, weinend, sich vor Schmerzen windend, im Todeskampse röchelnd. Dazwischen Aerzte in ange-»rengtester Thätigkeit, auss äußerste erschöpfte Krankenwärter und einzelne Priester, den Sterbenden den letzten Trost spendend. Und über das alles die bleichen Sttahlen des MondeS n»d das flackernde Licht einiger Kerzen, deren uiHcherer Schein alle Gegeu-stände in gespenstischen, verschwommenen Umrisse» zeigte. Zahlreiche Ordonnanzen gingen hin und her; wir redeten die Offiziere an, ob sie nicht» von dem General und seinen Adjn-tauten wußten, aber sie hatten keine Zeit, uns anznhören: man lieb uns völlig unbeachtet. Des vergeblichen Kragens müde, wollte ich selbst Nachforschungen anstellen. Major Kaiser, der nicht länger verweilen konnte, überließ mich vorlänsig meinem Schicksal nnd ich betrat mutig das Innere der Baracken. Bei der herrschenden Verwirrung dachte niemand daran, mir den Eingang zu verwehren und so durchwanderte ich ungehindert die lange Reihe der Zelte, in denen über viertausend Venvnu-dete lagen. Mit klopfendem Herzen schritt ich von Lager zu Lager und schon begann mir der Mut zu sinken, al» ich plötzlich meinen Namen aussprechen hörte. .Irma," vernahm ich eine schwache Stimme, „wärest Dn hier!" Ich wandte mich hastig zur Seite. ENvaS entfernt von den Übrigen in einem dunklen Winkel entdeckte ich Max mit ver-bundenem Kopf und fieberglühenden Augen. Mein Gott, welche traurige Veränderung war in den vierundzwanzig Stunden mit ihm vorgegangen! Mich gewaltsam beherrschend, schlüpfte ich zu ihm hin. Ich legte meine Hand in die seine, sprach ihm bernhigeud zu und reichte ihm Wasser. um den brennenden Durst zu lösche». Seine Erregung lieb etwas nach; er richtete sich halb auf und schaute mich an, als suche er in seiner Erinnerung. „Bist Du es wirklich, Irma?" fragte er endlich. „Ist es keine Erscheinung, keine Einbildung meines kranken Gehirns?" „Nein. Max, ich bin es wirklich, Deine Braut! Ich wache bei Dir. Sei ruhig, Geliebter!" „Ruhig? Ja, wenn ich nicht diesen schrecklichen Kopsschinerz hätte! O, mein Kopf, wie er mir wehe thut! Die verruchte Hexe ist schuld daran!" „Welche Hexe?" „Babuscha! O. da ist sie! Siehst Du sie nicht, dort in der Ecke! Sie wirst sich ans mich, sie zermalmt mir den Kops! Irma rette mich — schütze mich! Sie kommt — sie kommt!" Ein erneuter gieberansall erfaßte ihn nnd raubte ihm die Be-sinnuug. Ich aber hatte an» seinen unzusammenhängenden Worten mit unumstößlicher Gewißheit erraten, daß da« schurkische Weib wirklich aus dem Schlachtfeld? gewesen. Sie war es, die meinen Vater getötet, die meinen armen Max. als er verwundet am Boden lag, so grausam zugerichtet hatte! Ihre Rache war be-friedigt! Stundenlang saß ich an dem Lager des Kranken, eine Beute der auälendsten Sorge, nicht wisiend, was ich thun sollte. Endlich sah ich jemand ans »«ich zukommen. Ich erhob den Kopf. Gott sei Dank! es war Major Kaiser, der mich bereits überall gesucht hatte. Er war im Hauptquartier gewesen und hatte genaue Aus-kuust über alles erhalten, wa» ich so dringend zn wisien wünschte. Mein Vater war wirtlich tot, ans dem Schlachtfeld gesallen wie ein Held. Seinen bis zur Unkenntlichkeit verstümmelten Leich-uam hatte man jedoch weiter ab in einem Graben gefnnden. Sicher-lich war er von dem rachedürstigen Weibe dorthin geschleppt worden, in der Absicht, ihn irgendwo zn vergraben, damit seine Ange-hörigen ihn nicht mehr finden könnten. Durch Ambulanzträger . gestört, mochte sie dann geflohen sein. Major Kaiser hatte anch erfahren, daß Max schwer verwundet sei; er wußte aber nicht, wo derselbe sich befand. Mit rascher Bewegung dentete ich aus den jungen Husaren. Der Major erkannte ihn, sühlte ihm den -M- 1 Puls, schüttelte bedenklich de» Kops und wandte sich dann mit sehr ernstem Gesicht zu mir. »Lieutenant Halt, ist schwer krank," sagte er bewegt. ..Wir miisseu ihn nach Verona unter tüchtige ärztliche Obhnt bringen. Unsere Militärchirurge» sind ja vollAufopferung und Hingabe, aber wie folleu sie ledein eiiizeluen die nötige Pflege augedeiheu lassen, wenn in einer Nacht sechstausend Verwundete ihre Hilfe begehren?" „DaS ist richtig," erwiderte ich leise. „Ich werde auch deshalb sogleich nach einem passenden Gefährt umschaue», damit wir den arme» Kranken transportieren könne«. Außerdem werde ich mir ei«e» Urlaub vou vienindzwanzig Ttnu-den erbitten und Sie z»r Stadt begleiten." „Wie gut Sie sind, Maivr! Wann sehe Ich Sie wieder?" „Jetzt ist es Mitternacht — in drei Stunden hoffe ich zurück yi sei«. Werden Sie bis dahin hier bleiben?" „Welche Krage! Glaube» Sie, ich würde den Lieutenant in diesem Zustand allein lassen?" „Hm — das ist wahr. Die Umstände sind ja allerdings ganz ansiergewöhnliche nnd in solchen Momenten kaun »ia» nicht aus AeußerlichkeiteuRücksicht nehmen. Also aus baldiges Wiedersehe»!" Es war eine traurige.Nacht, die ich an den« Lager meines Verlobten zubrachte, zusammengekauert zwischen mehrere» Verwundete», deren Stöhnen mir das Herz zerriß. Das Kieber hatte bei Max den Höhepunkt erreicht, ich wußte nicht, was thun, um ihn zn beruhige». Es gehörte» Nerven von Stahl dazu, um sich bei all dem Schrecklichen, das mich nmgab, ausrecht zn erhalten. Hier das TodeSröcheln eines Sterbenden, dort da» Aechzen eines po» Schmerzen Gesolteite»; die einen betend, die andern fluchend oder Kriegslieder anstimmend. Und Max, der nicht aushörte zu seufze« und phantasieren: „Irma, wo bist Du?" rief er beständig. „Warum antwortest Tu mir nicht? O, tröste mich, Du bist ja der Engel meines Leben« und ich liebe Dich so sehr!" Und dann wieder stieß er eine» furchtbare» Schrei auS. „Ach. die Mörderin! Sie drä»gt sich zwischen UN«, sie trennt uns und reißt »ns von einander. Sie behauptet, daß ich Dich nicht inehr liebe! Lügen--Lügen! Irma, warum gehst D» von mir? Warum siehst D» so unglücklich aus? JrmazuHilse! Das elende Weib bricht unsere Herzen entzwei!" Man sagt, daß Kranke zuweilen in die Zukunft sehen könne«. Bei Max schien die« der Fall zu sein. Es traf alles ein, was er in den wilden Kieberphaiitasien dieser Nacht erschaute. Endlich brach der Morgen an. Um vier Uhr erschien Major Kaiser mit zwei Wärtern und einem Arzte. Letzterer untersuchte den Kranken. „Sehr er»ster Zustand!" meinte er besorgt. „Trotz-den« muß mau den Transport wagen! Es ist dann doch hier einer weniger?" „Aber Doktor, darum handelt es sich doch nicht," rief ich ent-rüstet, „sondern nur, ob der Lienteuant ohne Gesahr »ach Verona gebracht werde» kann." „Ohne Gefahr! Welch eine Krage! Es ist immer gefährlich, einen Kranken fortzubewegen, sei es auch «ur um Zollesbreite. Aber dieser hier scheint so herunter z» sein, daß es einerlei ist, ob man ihn liegen läßt, oder fortschafft. Er kann hier so gut sterben wie in Verona, oder aber gerettet werden. Und «»» vor-wärtS!" Diese rauhen Worte triebe» mir die Thränen in die Augen. Doch was half es? Man mußte sich sügeu. Ich half so gut ich konnte «ud mit unsäglicher Mühe brachten wir Max ans den Wagen, der jedoch von so primitiver Konstruktion war. daß der arme Verwuudete während deS Kahrens bei jedem Stoß laut aufschrie. Der Weg, den wir nur la»gsa«l, im Schritt zurücklegen konnten, schien mir ohne Ende zu sei» und die Sonne sank bereits hinter den Vergen, als wir in Verona aulaugte». Wir brachten Max in »ttser Hotel, wo meine Mutter, durch eilte Ordonnanz vorher benachrichtigt, bereits für alles Nötige gesorgt und die beste» Aerzte herbeigeruse» hatte. Obgleich wir dem Kranken die aufopferndste Pflege widmeten, so verstriche» docli zwei volle Monate ohne die geringste Aussicht ans Genesung, ohne Hoffnung, ih« retten z« können. Tag nnd Nacht war ich an seinem Lager? alles Zureden meiner Mntter, mich z« schonen, zn zerstreuen, blieb ersolglo»: ich wollte, ich mußte dem Tode dieses kostbare Lebe» abringen. Nur einmal verließ ich Max, um au dem feierlichen Leichen-liegäugiiis teilzunehmen, mit dem man das Andenken «»eines tapferen Vaters ehrte. In langen Reihen defilierten die Soldaten mit den slorumhülltk« Bahnen. Dninpf wirbelten die Trommel», die »a-»one» dröhnten und in klagenden Töne» erscholl die gedämpfte Musik. Ach. wie tra»rig das alles war! Wie durch eine» Nebe!-stilisier sah ich meine Mutter bleich intd hinfällig über das Mar-uwldenkmai gebeugt, das man dem Heldengeneral errichtet hatte. 0 H-*- Wer hätte In dieser trostlosen Witwe mit den Silbersiide» i, Haar, den matten Augen, dem gramdnrchsnrchlen Antlitz die if Krau wiedererkannt, deren Schönheit »nd Geist einst ganz Vei i bewundernd huldigte? Völlig gebrochen kehrte ich nun von dieser Trauerrem zurück. Max besand sich auf dein Wege der Besserung; dir % erklärten ihn außer Gefahr und er erholte sich znsehend« während seine Kräfte zunahmen, schwanden die meine»; das ?\U da» ih» verlasse», befiel jetzt mich. Ich kämmte mit stbcrnin. licher Anstrengnng gegen die nahende Krankheit, doch vergeb» Eines Morgens war es mir, als ob eine eiserne Hand mich «v. Lager zurückwarf: meine Glieder wäre» wie gelähnit; ich vei , die Besinnung. Riesige Klammengarben schössen mir vor den Ang . ein dnmpses Woge» »nd Rauschen erfüllte mir den Kopf, um , sich ei» glühender Reisen z» lege» schien. Ich hattte den Typl ... 6. Eine folgenschwere Begegnung. Wochenlang schwebte ich in höchster Lebensgesahr. Meine SKuifer berief die geschicktesten Aerzte, aber es verginge» viele Mo»> . ehe die Macht des Klebers gebrochen war. Sobald es dann »i. o Kräfte erlaubte», hatten wir Verona verlassen nnd waren »..!> Budapest gezogen. Wir bezogen ein kleines, hübsch gelegn >> Häuschen »nd da wir kein Vermöge» besäße» und meine Mut! r, die das Erbteil ihres ersten Gatten durch Unglück verlöre» I,,i: ., nur eine geringe Pension erhielt, so lebten wir sehr still »nd ei sach. Mir that diese Ruhe »ach all den furchtbare» Stürme» »v endlich wohl und ich verträumte halbe Tage in unserem Gancil unter einem Baum ruhend, an nicht« denkend, nichts verlangn,.'. Mit der Wiederkehr meiner Kräste erwachte auch allmählich i>i" Erinnerung an dir Vergangenheit, die »ach der schweren Kraul Ijcit meinem Gedächtnis völlig entschwunden war. Als ich »och in wilde» Kieberphantasieeu gelegen, hatte ich it;t nuffjürlich »ach Max gerufen und an dem Tage, wo ich zum erst, u male wieder bei klarem Bewußtsei» war, gla»bte ich zuverfid: (ich, ihn au meinem Lager stehen zu sehen. War er nicht im n Verlobter? Hatte» wir uns nicht ewige Treue gelobt? Max erschien jedoch nicht; er war. wie meine Mutter mir r.it größter Schonung sagte, nach Deutschland in ein Bad gereist, im: seine Gesundheit wieder herzustellen. Sobald dies geschehen, wei.v er zu uns zurückkehren. Ii» der That schrieb er mir die zärtlichsten, sehnsüchtig«..: Briefe, voll heißer Leidenschaft, voll unendlichen Verlangens, mi seine Braut, sein höchstes Gut, wieder zu sehe». „Ich habe i». den einzigen Wunsch," so lautete» seine Worte, „Sich, Ei» geliebte, in die Arme schließen zu können. Du mußt die Mein! ir werde», hat doch Dein teurer Vater, als wir i« deu Kampf zog ', mir selbst gesagt, wie gern er unser« Vereinigung sehen würi>. Vom Hi«i«iel herab wird er unseren Bund segnen. Du bist nio» Ideal, Irma, dem ich mein ganze« Leben zn Küßen legen w . meine süße > holde Braut, deren Dasein ei» einziger, nimmer > dender Glücks träum sein soll!" In dieser Weise ging es wohl zehn Seiten weiter. O, > hübsch, wie romantisch das klang! Wie mich diese heiße, auin tige Liebe bis ins innerste Herz ergriff. Ich wünschte, Max so bald als möglich bei mir zu sehen, » meine Mutter schrieb vorsichtigerweise erst au deu Arzt jeues B>. ortes, «in zu fragen, ob der junge Offizier ohne Gesahr eine lange Reise unternehmen könne. Die Antwort lautete günstig > schon wiegle ich mich in den freudigsten Hoffnungen, als ein V ' von Max eintraf, worin er schrieb, ich müffe mich «och eine fit Zeit, vierzehn Tage, gedulden: er habe seine» frühere» Vorgeiei-aus Wie». General Bromberg, getroffen, der darauf bestände, als Militärattache nach London mitzunehmen, lim seiner Zuli willen müsse er dieser Aufforderung Kolge leisten, doch werde Aufenthalt in England nicht lange dauern und daun so» ui> ihn hindern, zu mir, der Geliebten seines Herzeus, zu eilen, sein Los auf immer mit dem meinigen z» vereinen. Geduldig wartete ich. Aber es verstriche» zwei, drei Mo», ja ei» ganzes Jahr und Max kam nicht. Von Zeit zu Zeit sa» er kurze Entschnldignngen, Ausflüchte aller Art, ans denen ich allmähliche Erkaltung seiner Gefühle für mich hätte heraus!» müssen, wäre ich scharfsichtiger gewesen. Aber in der Jugend man so gläubig, so vertrauend. Endlich erhielt ich eines Tages aus London ein reizendes Hü chen von Max. An dem Halsband des Tierchens war folge» Brief befestigt: „Tiefer kleine Bote möge feinen Herrn für einige Zeit erier Ich bi» leider »och zu sehr in Anspruch genommen, als da» mir vergönnt wäre, der schönen Marquise die Hand zu kiisieu i ihrer holden Tochter, die mir hoffentlich ihre schwesterliche neignng bewahren wird, meine Huldigung darzubringen. Es eine Zeit, wo ich die kühnsten Lustschlösser baute und Irmas —+ 171 4—♦- - ' ■ r, I VT' t-.t. / ■- ■ »• V äH» . v X. -, - ^ - • M :>"•/*..' * — -■ • ?\ ti- •*. ■.** *4 » 1 /' 7 .{ •*' '•-rv.- * 5>" r ^ -. -äv / ^ 5- / ? ,<> <** ~v ff . - ':-rv . ../* * Mi / !f*& Hl;'' j ^ U^>: . - , ' i .' y s* ■ i? »- • .1 W M J # ff - Z- F -- -^ck \ f V id 1 H r ■ i. 1 " ^ r'- i \ i - ' t ■ t lt. ' ' •' • i '.* H • | fl A* 5 v. .p :iy" ü • • " - ' // vs * <4 »V » -». .-- ; » »V* -* 'r. M. -. jgis ." 'V ^ * \< »'»»» > . i A'' ' M .. . ... •V M.»< -w*» ^ **" > y Vcrbiifiiirw. Weinalt von R P»tz»lb«r>er. «Aii -+ 172 -l- siv mit Ungeduld rrsch ite. Heilte, da ich ruhiger geworden, sehe ich ei», da« ich »och zu jung, z» leichtherzig bi«. um ei» g»ter Ehemailii zu sei». Uebrvbico muß ich vor alle» Dinge» dara»f bedacht sein, eine Strs(u»n »» erwerben; ich werde deshalb von London »ach Petersburg »»d Konstantinvpel ncsjcii. Irma wäre de» Slustrcugungen solche» wechselnde» Lebenö »icht gewachsen, nnd so iiiuf; ich wohl das Opfer bringe», »och einine Jahre Junggeselle zn bleiben. Habe ich aber mei» Ziel erreicht »nd ist unsere gegenseitige Zuneigung dieselbe geblieben, werde ich mit Freuden zurückkehre» »nd hoffe, daß Jrnia alSdan» willig ihre Hand in die-ienige ihres ergebensten Freundes lege» wird. Ma; v. Halh." O, wie feige oder vielmehr wie schwach sind die Männer! Dieser Jüngling, der mich so heiß, so leidenschaftlich geliebt, hatte sich, wie ich später erf»hr, vo» irge«d einer ÄauNerin, die seine» Weg gekreuzt, umgarne» lasten. Er glaubte ungestraft mit den» gefährlichen Feuer spielen zu können und war unter-lege», vergab fcitic Pflicht, seine Ehre, seine» Schwur. Mit tausend Künste», die dem ehrlichen Weibe fremd, hatte die Sirene sich in sein Herz geschli-chen, bis sie ihn losgelöst von allem, was ihm vor-dem heilig und teuer ge-wesen. Und dann hatte er sich mit kalter Ueber-legnug eingeredet, daß eS Thorheit sei, ein Mädchen ohne Bermöge» zu hei-rate», sich mit zwanzig Jahren eine Kette auzu-legen. Damit beschwich-tigte er sein Gewissen, folgte der buhlerische» Verführerin und stieß mich, seine Braut, ohne Neue, ohne Mitleid vo» sich. Zu jeder anderen Zeit hätte ich diesen schwe-ren Schlag, diese bittere Enttäuschung nicht überlebt, aber durch die lange Krankheit waren meine phhsischen und seelischen Kräfte so geschwächt, daß mir die Größe meines Unglücks nicht voll zum Bewußtsein kam. Erst später, viel später erkannte ich, was ich verloren, empfand ich die ganze Trostlosigkeit meines zerstörten Daseins. Mit dem Erlöschen des einzigen Sternes, der meinen Lebens-Himmel erleuchtet hatte, mit den, Schwinde» aller freudigen Hoff-nuttge» auf die Zukunft verfiel ich in eine Lethargie, die mein ganzes Wesen verwandelte. Ich wurde scheu, ernst und schweig-sam, zog mich ganz in mich selbst zurück und verließ kaum je das Hans. Alle meine früheren Liebhabereien waren mir jeht zu-wider; nur die Musik allein behielt den Zauber, den sie von Kind-heit an auf mich ausgeübt hatte. Jeden Tag stand ich am Gartenthor, wenn die Wache vorüber-zog und lauschte mit Wonne den Klängen der Janitscharenmnsik, die ach! so süße und so traurige Erinnerungen in mir wachrief. (gortletzuiHi folgt.) A Weg«« Mangel an Raum Herr: .Kann ich aas ein Plüschen in Ihrem Herzen rechnen, mein Arüulei» f ftrAulein: »Ich muß bedauern, aber Lic nühn>«n doch zu viel Raum ein!" Herbst stürm. Wenn im Herbst die erste» Reisen fallen und die Nebel da« üppige Blattgrün in ein fahle» Gelb. Braun und Rot verwandeln, so über» schleich« un» alle »in wehmütige« Gefühl, indem nun bald da« strenge Regiment de« Winter» seinen Einzug halten wird. Wenn nun gar die wilden Herbststürme cinherbrause» und in Feld und Garten ihre Verheerungen anstelle», wenn lausende von Blütterlelchen den Boden bedecken und Blumen und lüpfe regello» durcheinander geworsen sind, so werden wir unwillkürlich an die Vergänglichkeit alle« Irdischen erinnert: Alle« Fleisch ist wie Ära» und alle H?rrlichteit wie de« «rase» Blume. Da» Gra« ist verdorret und die Blume Ist abgefallen. So mag auch die grau auf unserem Bilde Sedanken in sich trogen, wie sie betrübt aus dir Berheeningen niederbückt, welche ber rücksicht«lose Sturm in ihrem sonst so gepflegten Garten angerichtet hat. Traurig trügt sie einen ihrer Lieblinge, die sie tagtäglich gevsiegt und an deren Wachstum und Gedeihen sie sich so sehr gesreut hat, im Arm; traurig läßt si« ihre Blicke über die Gartenbeete schweifen, deren prächtiger Stand den Stolz der fleißigen Han»frau bildet». fl. Prompte Anl«»rt. Lehrer: .So mangelhaft vorbereitet binnen gj, hierher? Sie beantworten ja keine Frag«! Wa» fällt Ihnen benn ein?' — Primaner: »Leider nicht«!" Schwach bedacht. Tie ehemalige Herzogin von »lingston wünsch,, bin Zutritt ant Berliner Hofe zu erhalten. Sie wendete flch an den riifiVdim Minister mit dem Ersuche», er möchte dem Könige gelegentlich ihren Weinst melden »nd ihm zugleich berichten: Sie habe sich geäußert, Ihr vermöge k. fünde sich in Rom, ihre Handrllschiffe im Hafen von Venedig, aber ihr He» fei in Berlin. — Al« der ltduig die« hörte, antwortete »r satirisch: »Ueber-bringen Sie ber Herzogin mein Kompliment und sagen Sie ihr, ich bringe sehr, sie habe un« mit dem geringste» leil Ihre« Eigentum« bedacht!» z. Gründlicher Bescheid. -Herr: .«lso Dein «eistet ist p>i>v>ich gestorben'/" — Lehr, bub: ,3a, Her, und Hand haben seit gestern ausgrhdrt zu schlagen.' TaS Pflücke» des M,»ti> obsieS. Die Winterbirnen sol. len in der Regel erst Ende C(» toter, In günstigen Jahre, selbst ansang« November g,. pflückt werden; früher («pflückt, welken die Früchte und »,. reichen nie ihr» eigentümliche Güte. Die große, graue fr», züslsch« Reinitte soll In de? zweiten Hälft« de« September bi« ansang« Oktober gepflückt werden, dann hält sie bonig. lieh, während die meiste» *ji«. t«rsort«n spät zu pflücken »nd wie j, B Parker« graue ping, BaumannlReinetle, Ct. lean« Goldrenette it.; lelis, leichte Fröste schaden die!« Spälftüchlen nicht, wennlii beim Eintritt günstiger tr«ke> nerWitterung gepflückt werd» „Mir ist etwaö in« geflogen!" E« kommt hfi»üg vor, daß kleine Insekten »der auch Staub- oder Aohlenitil-chen in da« menschliche »lug, eindringen; aber so leicht der gremdkürper auch in da» Äug, gekommen ist. so schwer bringt man ihn wieder herau«. Da« übliche Mittel, da» entstehend» Unbehagen burch Reiben mit dem Finger zn beseitigen, verschlimaeri meisten» «ur d»n Schmerz, und die Entfernung durch vorsichtig«! Herau»nehme> ist mühevoll; darum dürfte die Erinnerung an «In höchst «infache», sicher wirke», de» Verfahren dielen erwünscht sein Man bewege nur da« obere Augenlid sech». bi« »wölsmal aus unb ab, so wird da« kleine Objekt in den Ihränensee geivdl, — die ganze Operation bat In wenigen Seknnd«n ihr Ende erreicht. Akristichoa. Aan^ Leid, «ber, Nost. Eber, Eiern, «al, Horn, »der, Die«, Otern. Alter, Al». Au» vorstehenden SSr-lern find durch Vorsetzen je ein«» Buchstaben» neueWSr-ter «u bilden, deren An-langlbuchstalx» richtig ge-ordnet den »tumen eine« beliebten Liedertomponisten der Neuzeit nennen. Smil Friedrich». L»,,(ri»h. »in Mann sei euch jetzt vor- geführt, Ter stet» ein kleine» Schiff regiert. «enn ihr den ftops ih« abgenommen, Tann werdet ihr ein Zier bekomme». Jutiu» galt. Bilderrätsel. «ustdlung folgt in nächster Nummer. Auslösung »eS LogogriphS in voriger Nummer: Wachstnb«, Wach»i> Alle «echte «ordeiinlle«. »eraniworltich« «ebaktio» vo» Ernst »leiffer, gedrml» nnd ^rrau««ru-: don «reiner St Pfeifser in 'Stuttgart