Lchriftleltung Stathausgaffc Nr S 2'lvttu)n Mr. si. intern bau • € unkt: Täglich <»il Zii«n»hW« »kl Eoi»- II Hon-Mi)«: von 11—IV Übt berat. V«nbi(tTcibtn iMtktii mdi> iari«tgtgct<*, «iiticnlofc Sin» Imtantat »ich: b«til>ifichttzl Hntünbigiiiigtn riTmt >U S!fV»i(tllU3 jtj«s fiTtchBui'.a so billig» (tfl-jtftdtin Sedilyr«» c»l! 40 İ!»j (na . . , . K lä SO Sät Still mit Zustellt! Il« i-.d H»»« : Sttoxall.di . ... K I l» SüicttrtHlTig . . . K S — f-il-iibttg . . . K #•— tÄ-»»jiihth . . . . K lt.— irit« »«»lau» fvljstifk sich die ulj«ti J«»« d»d ttn frrttrtniuc-C*(»4ll|rtii. 8i»geUitttt Wboii finenu (Itcn bi« tut « bcf«eHi«n.i Ar «.» Der mulirr Schuliiige. Die Lage des Deutschtums in Oesterreich ist eine furchtbar ernste. Mag die f. u. k Regie-:ung erfolgreich tätig sein, die große Masse der zsterreichischen Deutschen über diesen Ernst der tage unsere» Deutschtums hinwegzutäuschen — hierin unterstützt von da k. f. Sozialdemokratin die sich in der Einlnlluug und Abtötung deut' schcn Nationalgesühls in der Tat ganz als österreichische RegiernngSpirtei «weist —, siir Denkende uud Sehende läßt sich die Tatsache nicht aus der Well schössen, daß wir Deutsche seil fünfzig Jahren in nuuushaltfauicm, geradezu stuchtartigen» Rückzüge begriffen siud au« fast allen Stellungen, die wir noch um die Mitte des 1». I >hrhuuderts in Oesterreich -nnehattcn. Itner erhabene» Tranerruf in Richard Wagners „Walküre", IN welchen der deutsche Gott Wotan ausbucht: „TuS Ende, das Ende!", er ringt sich immer wieder loS ans der leid-gewohnten Seele unserer Beste». Sollte das Ztibelungenlied, welches Kampf und Untergang deutscher Mannen im heißen, aussichtslosen Ringen mit Etzels Horden schildert, eine Weio-sagimg sein aus aussichtslose Kämpfe, dic ein deutsches Millioncnvolk im Südostcu der deut-ich« Stellung bis zum endlichen Erliegen durchfeilten soll? Wir l) llcii die müde Verzweiflung, dic sich in solchen düsteren Besurchlungeii ausspricht, für daS traurigste Symptom unseres heißen, gerade jetzt wieder besonder« erbitterten Kampfes! cheilel reich Mngarns Hieichstlinde Land. Leute und Lage. Von Karl Sedlak. I. Das Jahr 1s78 ist für Oesterreich-Ungarn von größerer geschichtlicher Bcdciitnng geworden als mau rt damals wohl anzunehmen gewillt war. Der Berliner Kongreß übertrug der österreichisch-ungarische» Monarchie die Aufgabe, in den kampfdnrch-wühlten Ländern der alten bosnischen Königskrone Stiche und Ordnung herzustellen, europäischer Gesittung Eingang zu verschaffe». Dem Widerstände, den die damals in Oesterreich herrschende deutsch-liberale Partei der Besetzung Bosniens und der Herzegowina entgegensetzte, fiel dic Partei selbst zum Opfer. Die slavisch-klerikale Mehrheit bemächtigte »ich des Staatsrudcrs, nnd so ist die Ausführung der vom Berliner Kongresse übertragenen Ausgabe ,»gleich der Ausgangspunkt für all die inueröster-mchischen Wirren und Nationalitätenkämpfe, die bis zum heutigen Tage nicht zur Ruhe gekomnien find. L? hieße die Tatsachen und vor allem das Wesen der deutschliberalen Partei verkennen, wenn man X?? Erscheinen des Grafen Taasfe lediglich mit dem Liderstande der Partei gegen die Besetzung Bosniens in Zusammenhang brächte, aber daß gerade dieser widerstand es war welcher den Rcgicruiigswcchscl »otwcndig erscheinen ließ nnd beschleunigte, ist bedeutungsvoll und wird eS bleibe«. Das Uebergewicht Ungarns in den gemeinsamen NeichSangelegenheiten erschien damit in allen boS-uisch-herzegovinischen Angelegenheiten verstärkt. Und Gilt Mittwoch, 21. chktolier 1908. Wer sich nicht mehr auf sich selbst verläßt, der ist verlassen. „Wer sich selber hilft, den, hilft Gott!" DieS Wort hat eine viel tiefere Be-deutnng, als die »leisten ah»r«. Jener Spruch bedeutet eben genau daS, W2S er sagt, »änilich, daß Gott dem beisteht, der erustlich bemüht ist, sich selber zu helfen D i e Menschen uitd Völker, dic sich daran gewöhnen, ihrer eigenen Kraft zu vertraue», baue» damit in Wirklichkeit auf die geheim« Svolle Macht, die hinter den Dingen verborgen ist »»d dic sich in ihnen »nd durch sie knndgibt. Indem sie sich selbst vertrauen, sitzen sie jene Macht für ihre Zwecke in Tätigkeit. I» der Tat ist die geistige nnd wirtschaft-liche Macht des Deutschtums in unserer Mouar« chie, ganz abgesehen selbst von dem hiiuer uns stehenden ^0 Millionenvolk, eine so ungeheure, daß rue einzige energische Betätiguug dieser Macht genügen würde, um das gesamte Volker-gcwiuimel SüdosteuropiS ins Schwarze Meer zu diäiige», d. h ihm in Südosteuropa diejenige Stellung zu erringe», die heute die Magyaren in der andere» Reichshälsti sich gesichert haben Freilich, diese enelgische Betätigiing ist eS j i gerade, ans dic wir, l ider v rgeblich, warten Solange sie ausbleibt, wird statt des alldeutsche» Ziikunststraunies sich eher jener slavische Staaten» blind ve wilklicheu, in dem das einst herrschende Deutschtum eine bescheidene Aschcub»ötclstclln«g einnehme» soll oder aber jen.S Großungarn mit dem Sitze in Ost »Pest, in dem sich unser deut-scheS Volk mit der umnhmlichen Stellung einer kau n noch geduldeten „Natioualttät" begnügen so vollzog sich in den nächsteu Jahre» alles, was für Bosnien und Herzegowina aus gemeinsamen Rcichsmitteln geschah, nnter dem Gesichtspunkte un° garischer Jntercsscnpolitik. Darüber kann der Um-stand nicht hinwegtäuschen, daß man in den okkn° picrtcu Läuderu vou einem Hervortreten des magi>-arischen Stammes im sprachlichen Verkehr und auch in der Verwaltung sast gar nichts merkte, daß im Gegenteil dic deutsche Sprache bevorzugt erschien als Amtssprache, als Geschäfts- und Umgangssprache. Hier vollzog sich derselbe Werdegang der Dinge wie in Ungarn: daS Deutschtum als Kulturträger, rich-tig Kulturdünger, die deutsche Sprache als unans-weisliches, notwendiges „Uebel", dessen man sich bedient so lange man nmß, um es von amtswegcn auszurotten, wenn man es nicht mehr braucht, schou damals begann dic planmäßige Arbeit, um Bosnien für dic Stephanskrone vorzubereiten. Schon dic Reise uach Bosnien lehrt uns, wie Ungar« seinen Vorteil zu wahren wußte. Schienenwege und Zllgsverbindnngcn nötigen nnS, den Weg über dic Hauptstadt Ungarns z« nehmen. Von zwei Punkten der kroatisch«slavonischen Grenze führen Bahnlinien in das Innere Bosniens Eiii dritter im östlichsten Gebiete ist hinzugekommen. Die siir die österreichischen Linien zunächst in Betracht kommende Abzweigung endet aber als Sackbahn in Banjalnka und Ungarn hat es durch volle 30 Zahre hin zu verhindern gewußt, daß trotz der großen Lust an Bahnbauten in Bosnien gerade diese Linie ihre natürliche Fortsetzung nach Jajee und damit den Anschluß an das gesamte bosnische Bahnnctz finde. Von Brod aus — der Hauptein-sallsstelle — führt die zweite Bahn durch das 33 Zaljrgang. darf. So wie es jetzt ist, wird es nicht bleiben, die Dinge treiben einer tiefgehenden U»iwälz>!Ng entgegen. Ist das Nicht Gruud gettttg, uns imnicr wieder auf die Ursache» unserer Schwäche zu besinnen? Wo ist dcr Hauptschuldigc am immer offenkundigeren Verfall unseres österreichischen Deutschtums? Als furchtbarsten Feind unseres Deutschtums und als Hauptschuldigen unseres bisherigen Niederganges klagen wir R o m an, dessen verhängnisvoller Einfluß noch lange nicht genügend durchschnit, geschweige denn bekämpft und übe,wunden wird. Eiu klerikaler Schnf'.sleUer, der dic Nesor-luatiou in Krain da»stellt, erwähnt, daß die Protestanten in ?aibach, indem sie sich Zuzügler ans dem Reiche verschafften, künstlich ihre Zahl vermehrten. Ungewollt gesteht er damit ein. daß der Protestantismus in Südösterreich naturuot-wendig eine Verstärknng des Deutschtums mit sich brachte. Solange er herrschte, bestand die «nnigste Verbindung zwischen dem Reiche und uuseren Südmarken, dnrch die Gegenreformation wurde dieses Band durchschuitte». E>» Beispiel für Rom» Gesährlichkeit bietet ferner Böhmen. In dem entsetzlich entvölkerten Böhme» des 30« jähiige» Krieges war in der Tat nochmals die Möglichkett einer dulchgreifeudeu Germonisiernng dcr »in deutschen Meere eingeschlossenen tschechi-schcn Sprachinsel geboten. Die deutsche Sprach-grenze im Nordwesteu Böhmens ist in der Tat danialS bedeutend vorgeschoben wordeu. Wie aber kam es, daß nicht im ganzen Norden und Osten des böhmischen Kessels deutsche Kultur Bosuatal nach Sarajevo, der Hauptstadt Bosniens und findet ihre Fortsetzung über den Ivan durch das Narentatal nach Mostar nnd Abzwcignngen dann weiter einerseits nach Metkowitz, anderseits nach Gravvsa «nd Cattaro. Diese beiden End-stationcn münden in österreichische Häfen. Allein dcr Weg dahin führt über Ungarn und kommt für öftcrreichifchc Vcrhältnisse nur mit schweren Opfern in Betracht. Denn obwohl Brod über Zisfek seine nnmittelbare Verbindnng nach Oesterreich besitzt, ist eS als Einbrnchsstcllc nach BoSnicn von dieser Seite dnrch die ungarische Fahrplan Politik lahm gelegt. Jeder Reisende — sofern cr kein Schwärmer für tagelangen Anfenthalt in einer kroatischen Bahnstation ist — wird es sich überlegen diesen Schienenweg zu wähle»; er ist gezwungen den Weg über die Hanptstadt Ungarns durch die Donan-Iheißebene zu nehme:». So kommt der Reisende im Landwege lediglich über Ungarn auf bosnischen Boden. Es ist sin herrliches Land, des Besuches auch ans iveiter Ferne wert. FurchtbareTäler umsäumen liebliche Hügelkette», mächtige, dichtbewaldete Bcrg» rückcn, kühle, steile Alpen. Durch weite Ebenen sührt >mS dcr Weg, die Landschaft verengt sich, brausende Wildbäche, vou mächtigen Fclseiistuscu abstürzend, erinnern an die herrlichsten Gegenden der Alpen. Schneegekröntc Felsenhöhen leuchten herab aus die in majestätischer Pracht zu ihren Füßen lagernden Eichenwälder mit den hundertjährigen Stämmen, rauschenden Bnchen, tiefernsten, heiligen Hainen, deren Ruhc selten eines Mensche» Fuß, öfter ivohl die scheue Flucht der von Raubtieren anfgescheuchten Rehe stört. Aus der anderen Seite desselben Tales Seite 2 in den verödeten Gebieten entscheidend vordrang? Die angrenzenden deutschen Gebiete, nie über-Haupt das ganz: deutsche Hinterland, waren protestantisch. Da man ausschließlich römisch katholische Einwanderer duldete, die besten deutschen Aultnrelemknte im Lande selbst, dic gleich falls protestantisch geworden waren, so.tgesetzt verjagte, so war damals eine deutsche Koloui-sation nicht möglich. Dcr ko»s»ssionelle Gedanke war stärker als' der nationale. d-« Deutschtum zahlte die Zeche Was aber bedeutlte der zahlenmäßige Ver lust an geistige n, sittlichen K'äflen. die man ihm durch die gewaltsame Katholisiernng zufügte? Die beste Kras: eines Volk.« ist feine aufrechte ManneSgestnnuug! Gerade diese hatte man ge-brochen dnrch da« „Kalhollschniachen". Nicht ungestraft zw.ngt man ein gmze« Volk znr Verleugnung feiner innersten Ueberzeugungen. Und als dann den, Volke Deutschöstemichs, daS schon zu nenn Zehnteln protestantisch gc-Wesen war, dieser ungeheuere Schaden der Ka-tholisiernng ;»gesügt worden war, da wirkte dieser Schaden in verhängmsvoller Weise weiter. Während das deutsche Geistesleben im Reiche, defr it von hierarchischem Drucke, einen stolzen Siegcsstng zu ungeahnten Höhen unter-nahm, schmachtete da« deutsche Volk Oesterreichs von Natur aus daS vielleicht begabteste unter allen deutschen Stämmen, in geistiger Dumpf« heit und Abgeschiedenheit dahin. Bon den Ta» gen der Gegenreformation bis auf die in Josef II. gipfelnde ^Aufklärung" weist Deutschöstemich überhaupt keine großen, geistig b»frcienden Lei-stungcn n>ehr auf. Und doch war gerade dieses Bolkstum der deutschen Ostmark in den Tagen des MittelalterS und der Reformation am höchsten entfaltet gewesen. Gewiß, auch die österreichischen Slaven, Tschechen und Südslaven, wurden in derselben Weisc geistig geknebelt und kulturell anSgehungert. Beim Deutschtum Oesterreichs aber handelte es sich um eine LoStrennnng von den starken Wur-zelu der Kraft, die in der Muttererde der großen Heimat lagen und diese LoStrennnng wirkt: noch geheimnisvoller als der Drnck» denr euch die slavischen Zwergvölker Oesterreich» erlagen. Endlich brachte daS 18. Jahrhundert in seiner gewaltigen „A»fNärungS"btwegung, die reizende Redengcländc. über welche sich mächtige kahle Felsenmasfen türmen, Tabakpflanzungen, Manlbeer-, Oleander- und Oclbäume. Südlicher Pflanzenwuchs in tranter Gemeinschaft mit den Waldriesen des germanischen Nordens, Mittelge-birgSlandfchaft wechselt mit wildromantischen Alpen-tälern und Schluchten. Alles so anheimelnd, als hätte man die mannigfaltige Schönheit nnd den Naturreichtum der großen deutschen Heimat aus einen Fleck hier zusammengetragen. Da blickt eS blendendweiß dnrchs Grün. E>u schmaler Turm wird sichtbar, kleine Hütten, ans Lehm- und Holz gebaut — da lagern in ihren malerischen Trachten die Eingeborenen. Der Anblick bringt uns ans den Träumen, in welche die Natnr uns versetzt, in die Wirklichkeit znrück. Wir fühlen uns im Orient'. Mit der Save haben wir die „Grenzen Europas« überschritten. Doch nicht zu lange währt die orientalische Eigenart! Rauchende Schlote, europäische Bauten mahnen uns an den Einmarsch dcr Kultur. Und dic Hauptstadt, der wir uns im weiten Bogen nähern, bringt uns klar nUd deutlich vor Augen, daß die Kulturträger wacker an der Arbeit waren, um der Stadt ein völlig neues Gepräge zu geben. Und in der Tat! Will man in Bosnien die Eigenart des Volkes und des Landes kennen lernen, so muß man abschweift» vom Schienen, stränge der Eisenbahnen, seitwärts sich in das Land schlagen, auf steilem Saumwege eine „Gora" er-klimmen und dann niedcrsteigen ins Tal, wohin noch keine Bahn führt, keine „Diligence" den Reifenden ins „landesärarifche Hotel" süyrt. Deutsche Macht dem Mittelalter ein Ziel fetzte, geistige Befrei-nng. Diese geistige Bewegung bedeutete gleich-zeitig eine gewaltige Stärkung deS seiner kulturellen Mission wieder zngeführten Deutschtums. Hnnde t Jahre lang — etwa von 1750 bis 185« — war das Deutschtum wi.der im Vordringen. Deutschtum nnd Liberalismus wa-ren glochdedeutendc Begriffe. In der Gestalt JvfefS II. vermählten sich Deutschtum und Frei-heit wie iu der Gestalt eine« hehren Schutz-heiligen unseres deutschösterreichischen Volkes. Alle edleren und höherstrebenden Elemente arich deS Sl>,ventnm« wurden ungewollt in den Bann-k> eis dieses dentschfreiheitlichen GedankurS ge-zogen. Hier setzt aber nun wieder der Verhängnis-volle Einfluß Roms ein. Rom will blindnnter-würfige Völker. Wie es in der letzten Nnmmer des österreichischen Pri»sterkorrcspondknzdlatteö „Custos" heißt: „DaS Muster eiues katholische» Volkes sind die blindbigotte» Slovene», die in Srain nur „gnte" (d. h. klerikale) ReichSratS-abgeordnete wählen." Instinktiv sah der römische KleiuS im josefinisch gerichteten Deutschtum seinen gefährlichsten Feind. Mit vollem Bewußt-fein und voller Absicht wurden darum di: größtenteils fri.diich dahinlebenden, auf deutsche« Brot und denlfche Bildung angewiesenen Slaven, national aufgestachelt, zu einer furchtbaren Pha-lanx gcg-'n das liberale Deutschtum herangeführt. Im „eisernen Ring" Taaffe« einigten sich „deutsche" Klerikale und Slaven zu einer TodcS« feffcl, in dcr da« österreichische Deutschtum er-drosselt werden sollte. Wenn jetzt der deutsch slavische Kamps im Norden nnd Süden unserer Monarchie wild aufschäumt, so sollte doch nicht vergessen werden, daß Rom« Priester und darnnter auch genug von deutschein Blute, diesen Hexenkessel solange angerührt haben, bis daß die Mischung zu einem Gisttrank wurde, der unheilbares Siechtum un-ferem Tonaustaate bringt, so gut wie unserem deutschen Volke. Wohl hat sich nun das deutsche Volk der Sudetenländer wie Südösterreichs zum verzwci-selten Widerstand aufgerafft. WaS hilft aber dieser heldenhafte Kampf, wenn unser Haupt-Heer, das Volk der deutsche» Erblonde, die Die Aussichten eines Krieges zwischen der Mrkei und Aulgatten. Da die Kriegsgefahr zwischen dcr Türkei nnd Bulgarien gegenwärtig ivieder in dcu Vordergrund tritt, ist eS von Interesse, sich klarzumachen, über welche Machtmittel beide Staaten verfügen. Bon gnt unterrichteter Seite wird den „Leipziger Neu-esten Nachrichten" darüber geschrieben: Nicht mit Unrecht wird selbst türkischerseits angenommen, daß Bulgarien im Kriegsfall vielleicht anfänglich Ersolge erzielen könne. Denn der große militärische Porteil Bnlgariens besteht darin, daß es seine gesamten Streitkräste nicht durch das Meer getrennt, sondern ans einem Gebiet vereinigt und vermöge geringerer Entiernungen und besser geglie-derten Bahnnetzes, als das türkische, in unmittel-barer Bereitschast hat, während dcr Türkei in Eu-ropa nur die Truppen der zweiten Division des ersten Armeekorps und des zweiten nnd dritten Armeekorps, «nd auch diese nur zum allerdings größten Teil, zur sosortigcn Verfügung stehen, hin-gegen dic Truppen der übrigen Armeekorps. 1.. 4.. o., 6.. 7.. und der Divisionen von Tripolis und Hedjas dnrch das Meer und gewaltige, noch nicht von dcr Bahn dnrchfchnittcnc Räume von jenen ge-trennt sind. Ueberdies ist von den enropäifchen Truppen nur eine einzige in Monastir und mit zwei Zweigen in Mustafa Pascha und Uvac endende Bahnlinie benutzbar. Für Bulgarien läge es daher nahe, im KriegSsall den Großteil feiner Streitkräfte möglichst schnell an der Südgrenze zu vereinigen und durch einen raschen Bormarsch auf das nur Nnmmer 85 Alpenländer, umnebelt von klerikalen Einflüssen, träge und gleichgiltig abseits steht? Gewiß, auch die rote und goldene Jnter-nationale spreugen die deutsche Schlachtordnung. Der gefährlichste Feind aber ist und bleibt Rom. Wenn wir Deutsch.' Oesterreichs Deutsch,: bleiben wollen, so haben wir das einzig durch-schlagende Mittel in Anwendung zu dringen, das dcu riickhaltSlosen Bruch mit einer fehler-reichen und verlustvollen Vergangenheit bedeutet: Austritt aus der Romkirche nnd Anschluß an eine romfreie Glaubenssorm, cntfprcchcnd unserer allem mittelalterlichen Geisteezwang abholden Denkweise. Um ein romfreie« Deutschtum der Ostmark braucht nns unter keinen Umständen bange zu st in. __x. J- ■ Dir Dfiitschni Parleirn, iljrr Minister und Dir inlrrimtimmlr tuiir. Dnrch die Demission der tschechischen Partei-minister ist die bereits seit langem währende aber latente inncrpolitische «risc akut geworden, wen-anch eine Lösung erst in einem oder in zwei Monat«: zu erwarten ist. Im Verlause dcr Ereignisse, die die tschechischen Parteiminister schließlich bestimmten, der Krone ihren Rücktritt anzubieten, ist anch aus dentscheii Parteikreisen vielfach daS Verlangen nach Zurückziehung der d c n t f ch j t e i h e i 11 i ch en Partei minister Ausdruck gegeben worden. Angesichts Der Widerwärtigkeiten, mit denen insbesonders in letzterer Zeit die Deutschen in innerpolitischer Beziehung zu kämpfen haben, ist ist eine oppositionelle Strömung ganz begreiflich, allein die dentschsreiheitlichen Minister haben ihr nicht nachgegeben, sondern sind ans ihren Posten geblieben. Zunächst lag objektiv für sie keine Veranlassung vor. ihre Demission zu geben, da nicht sie und nicht die deutschen Parteien von dcr „mittleren Linie" abgewichen sind, die der Ministerpräsident wieder holt als für die Politik des Gesamtkabinettes mag-gebend bezeichnet hat. Zn demissionieren hatte« lediglich die tschechischen Minister, da ihre Parteien das Kabinett in eine dentschseindliche Richtung zu drängen suchten, im Ministerate jedoch einer solchen Aenderung des Kurses nicht zugestimmt wurde. Sollte jedoch eine solche Wendung eintreten, dann wäre es nicht nnr an den deutschsreiheil-liehen sondern an den deutscheu Ministern überhaupt, der Krone ihre Portefeuilles zur Ver fügung zu stellen, da im Falle eines nicht aus 82 deutsche Meilen Luftlinie entfernte Konstannnopel die Entscheidung herbeizuführen, während es zugleich die Balkaupässe besetzt halten müßte »nd etwa eme Abschwenkung ans Saloniki unternehmen könnte, um mit ihm sympathisierende Elemente Westtnureliens ansz »wiegeln. ES würden ihm dabei vor der Hand zwar die Truppen der zweiten Division (Sonftan-tinopel) des ersten und die des Hauptteiles des zweiten und dritten türkischen Armeekorps von einer Gesan« friedensstärke von etwa 152.000 Mann, 8600 Säbeln nnd 990 Geschützen, jedoch immobilisiert un» »«versammelt, gegenüberstehen; allein man veran-schlagt die Zeit, um diese aus Kriegsstärke zn bringe», ans sechs Wochen. Jener Truppenmacht gegenüber vermag Bulgarien bei einer Friedensstärke von etwa 60.000 Mann und 8000 Pserden, wie 'ach männischerseitS angenommen wird, zehn Tage nach Erlaß des Mobilmachungsbefehles, mit 9 Division» zu 20.000 Mann nnd somit 180.000 Mann und 4000 Säbeln »lebst 430 Geschützen und einer Sa-valleriedivision mit 2500 Säbeln, sowie Etappen-truppen und somit einer Feldarmee in der Gesaml stärke von 210.000 Mann. 7000 Reiter» und düö Geschützen anzutreten, »nd daher, schneller per sammelt als der Gegner, die genannten türkischen Armeekorps während der Mobilmachung und ta Erlangung der Kriegsstärke anzngreisen. Allein die zahlenmäßige Überlegenheit der bulgarischen Feld-armee in diesem Abschnitte deS Krieges würde m: voraussichtlich durch die während ihres zehntägigen Vorsprunges bei den Fahnen eintreffenden türkischer ZhtiaS und RedisS einigermaßen ausgeglichen werde» und anch ohnedies eine starke numerische Ueberl««> heit an Feldartillerie türkischerseits vorhanden iew. Nummer 85 gleichbare» Konfliktes im Kabinett die taktische Ein-heit aller deutsche» Parteien die Voraussetzung siir die Wahrung dcr gesamtdeutschen Interessen bei dcr Umbildung oder Neubildung des Kabinetts wäre. — AIS ganz selbstverständlich muß aber hiebei gelten, daß die deutschen Minister uild Par-teien wen« sie aus der unbefriedigenden unpolitischen Lage die letzte Konsequenz ziehen, sich anch über die parlamcntarischc Kombination klar nud einig sein müssen, die an dic Stelle der gegenwärtigen zu treten habe. — DaS Wort Opposition spricht sich leicht ans, allein dic Opposition ist nicht Selbst-«weck sondern hat nur dann einen sinn, wenn dnrch sie ein bestimmtes Ziel, in diesem Falle also eine den Deutsche» günstigste Zusammensetzung der Regie-ri.ng hcrbeigesührt werden soll. Vorausgesetzt, daß die dcntschen Parteien einig sind, bilden sie im Ab-geordneten Hanse einen so starken Faktor, daß sie es gar nicht nötig haben werden, in die Opposition zn gehen, weil eine Majoritätsbildung ohne und gegen sie gar nicht möglich ist. Bestimmend werden sie in die Entwicklung der unvermeidlich gewordenen Krise allerdings aber nur danit eingreifen, wenn sie nicht lud) der Phrase „Stark ist nur der Mächtige sillfiu" handeln, sondern sich nach Bundesgenossen umsehen, mit denen im Vereine sie stark gering wären, dic Regierung zn übernehmen. Es wäre verfrüht, heute schon die Richtung zn bezeichnen, in der sich die deutschen Parteien iu dieser Beziehung zu bewegen habe» werde», daß A allgemeinen au la n g t. so hat dcr ausrechte öestaud des dentsch-ofterreichifchen Bündnisses die Dcntschen in Oesterreich bisher bis zu einem gewissen Grade der Notwendigkeit, sich in dieser Dichtung zn betätigen, überhoben. Allein dic ge-rade in l c tz t e r Z c i t sich wohl im Zusammcn-hang mit dcr p a n s l a v i st i s ch c» Bewegung die weit günstigere operative Lage des bulgarischen . .Heeres jedoch rucht aufgehoben sein. UeberdieS stehen | diesem 18 Jahrgänge ausgebildeter Reservisten von je 24.000 Mann znr Verfügung, so daß selbst nach t Abzug sehr starken Abganges die vcrivcndbarc Ge-£ samtkriegsstärkc dcr Mannschaften bei dcr Fahne ; und der Reserven ans 380.000 Mann veranschlagt I wird. Dicscr Kriegsstärke steht zwar türkischerseits | eine solche von 1,100.000 Manu gegenüber, die sich aus 200.000 Man» Nizam (stehendes Hecr), c (20.000 Mann Jhtiat (Reserve des stehenden E Heere»), 270.000 Man» Redifs erster Klasse i (Arweereferve) 360.000 Man» Rediss zweiter Klaffe und 90.000 Mann Mnstafiz (Landsturm) ^ iusammengesetzt. Allein, ehe diese Heeresmacht aus-gestellt nnd ans dem sernsten Kleinasien nnd Mesopotamien nnd Arabien herangeschafft nnd über >cn BoSporuS und das Aegäische Meer gebracht i »erden kann, können viele Monate vergehen, w KiB, wie erwähnt, Bulgarien in dcr crstcn Periode te Krieges der Zahl nach im Vortul sein würde. Ferner aber auch hinsichtlich dcr Güte seiner Truppen. Die bulgarische Armee, vou Alexander ?vi> Battenberg neu geschaffen nnd gegen Serbien bei Slivnitza zum Siege geführt, ivnrde von seinem flacfy'olgcr sorgfältig gepflegt und ausgestaltet und besieht aus einem sehr krästrgen, kriegerischen tlienschenschlag, so daß ihre Jnfanteriercginienter !xi dem Gewaltmarsch aus Slivnitza sast 15 Kutsche Meilen in 26 Stunden zurücklegten, bevor sie angriffen. Sie wird im Sommer in Lagern in Hcldmanövcru nnd im Schießdienst nach deutscher "Methode ausgebildet, und ans den letzteren wird zroßcr Wert gelegt. Das Soldatenmaterial dcr türkische» Armee ist zwar auch höchst anSdauerud Hub kräftig nnd gut diszipliniert, aber ihr fehlte , bis jetzt jede Ausbildung in Feldnianövern und Schießübungen, und wenn sie dic griechische Armee leicht besiegte, so war dies die Folge ihrer Ueber- Keutsche Wacht verstärkenden Angriffe auf das ? ü n d n i S einerseits, sowie der nicht ganz besriedigendc Zu-stand unserer Beziehungen zn Italien anderseits legen den deutschen Parteien die Verpflichtung auf, mehr als bisher sich in Bezug auf dic aus wärtige Politik znr Geltung zn bringen nnd dessen eingedenk z» sein, daß ihre nationale Ans-gäbe sich nicht ans inner-politischem Gebiete er-schöpst, sondern auch aus das der a n s w ä r-t i g e n Politik h i n ü b e r g r e i s t. Es unterliegt keinem Zweifel, daß man an den maßgebenden Stellen entschlossen ist, in der allgemeinen Politik der Monarchie den bisherigen bcwährten Kurs einzuhalten, allein es liegt aus dcr Hand, daß angesichts dcr Minirarbeit unserer Gegner diese Richtung nur dann ans dic Dauer strikte eiugehalten werden kann, ivenn die deutschen Parteien die Klinke der Gesetzgebung in dcr Hand behalten und ihre ganze Krast dafür einsetzen, daß unter gleichzeitiger F e st i g u u g unserer B e z i c-hu »gen zu Italien das BündnS mit dem Deutschen Reiche dic unverrückbare G r u n d la g e unserer auswärtigen Politik bleibe. — Diese vom großen nationalen Gesichtspunkte ansznsassciide Ansgabc könncn dic dentschcn Par-teien aber nur dann lösen, wenn sie einig bleiben nnd die direkte positive Anteilnahme an der Regierung als ihre vornehmste Pflicht betrachten. Sind sie einig, dann werden sie aber an dcr Regierung bleiben können ohne Kränkung der dcutschcn Ehre nnd dcntschen Besitzes, dann werden sie abcr anch ihre historische Mission er-füllen, an dic sic heute mehr als je gemahnt wurden. Politische ttunösdjau. Aus dem „goldenen Prag". Wieder einmal berichtet uns der Draht von den lohnten Aus brächen tschechischer Volkswut und von Messerstichen sozialistischer Helden in Böhmen. Zn diesem unglückseligen Staate, in dem sich kleine Häuflein vertierter Menschen gegen Leben nnd Eigentum der Deutschen Alles herauszunehmen wagen dürfe», getraut sich dic k. «. k. Regierung nicht, Ruhe zn stiften, dic staatserhaltenden deutschen Steuerträger z« beschütze» uud Jcuc zu verfolgen, dic schon ganz ossen daraus ans sind, den Bürger-krieg in den österreichische» Erblaudcn anzuzetteln. Der hohen Regierung war durch deutsche Blätter schon lange vor den Vorgängen iu Prag und in legeuheit au Zahl und der Minderheit jener. Ans organisatorischem Gebiete ist in neuester Zeit be-lanntlich dnrch v. d. Goltz Pascha viel nnd sehr Gutes geschehen, nnd ebenso sür dic theoretische Ansbildnng des OsfizicrskorpS nnd auch für die praktische des Generalstabs durch Uebungsreisen usw. Allein eine Armee, der dic Schulung in Feld-manöver» und im Schicßdicnst fehlt, kann nicht als aus dcr Höhe der Ausbildung sür den Krieg stehend bczcichnct werden. Anch ist ihr oberster Kriegsherr, der Sultan, mit Ausnahme der Aildis-Division, der Armee persönlich sremd nnd sie bekommt ihn nie zn sehen, während Fürst Ferdinand persönlich in seiner Armee wirkt Der Ausgang eines Kampfes zwischen zwei so verschiedenartigen Heeren ist daher zweifelhaft. Wenn auch dic Schnelligkeit des Auftretens mit anfänglich zahlenmäßiger Ueberlegenheit und die höhere Güte der bulgarische« Armee in vieler Hinsicht sür deren ersten Erfolg sprechen, würde dic erdrückende Masse der türkischen Streitkräste schließlich doch znr Gel-tnng gelangen. Denn weun zwar im rnssisch-tür-kischen Kriege 1877 die Türkei bei einem Friedens-stand von mir 140.000 Mann über einen Kriegsstand von nur 237.000 Mann verfügte, so vermochte ihm doch, ungeachtet der damalige» sehr schlechten Ver-kehrSverhältnisse, im Laufe des Krieges auf 750.000 Mann zu bringen. Wenn nun auch die bulgarische Armee sich im Frieden für dcu „Marsch nach Konstantinopcl" und die Erringnng dcr nationalen Ziele der Unabhängigkeit und womöglich der Einverleibung West - Rumelieiis vorbereitet hat, so hat sie doch auch mit der Ueber-wältigung oder Zcrnicrung der sich ihr dabei eut-gcgenstellenden türkischen Befestigungen zu rechnen. Zunächst' kommt Adrianopel, fünf deutsche Meilen von der bulgarischen Grenze im Maritzatal ans dem Wege nach Konstantinopcl gelegen, strate-gifch besonders in Betracht. Die Stadt ist von den Türken mit einer Kette von Forts in einem Um- Leite 3 Laibach die Nase drausgestoße« worden, daß sich in diesen Städten Revolten gegen dic deutsche Ein-wohuerschast verbreiten, leider aber nur mit dem Erfolge, daß Nichts, gar Nichts geschah, die jrech im den Tag tretenden Agitationen zum Ausruhr im Keime zu unterdrücke» nnd daß die Staatsge-walt in Laibach wie in Prag erst dann in die Erscheinung trat, als von Fensterscheiben nnd Schilder» deutscher Geschäftshäuser und Institute nichts mehr zu zerhauen übriggeblieben, als die programmgemäße Arbeit schon gründlich getan war nnd deutsche Couleurstudenten schwere Ver-letzungen davongetragen hatten. Wer für diese Untaten der losgelasseneu slavischen Bestie anszu-komme» hat, das schildert die „Ostdeutsche Rund« schau" iu ihrem Leiter vorn 20. Oktober sehr zutreffend wie folgt: „Wir machen daS Ministerium Beck für diese Ausschreitungen allein ver-a il t w o r t l i ch. DaS Ministerium Beck hat mit seiner Politik der mittleren Linie dic Begehrlichkeit der Tscheche» ins Maßloseste gesteigert »nd hat dnrch sein geradezu deutschseiudliches Vorgehen die Tschechen zu ihre» Kundgebungen aufgemuntert, ja, durch sein hohnsprechendes Verhalten gegenüber den slavischen Uebeltätern von Prag, Verglichen-stein, Laibach usw. die Tschechen zn ihren Exzessen aufgereizt. Als iu Laibach Gut und Leben der Deutscheu im September dieses JahreS schwer be-droht wurden, da hatte die Behörde ebenfalls schon von den Ausschreitungen vorher Kenntnis, sic griff aber nicht ein, um sie z» verhüte», nud die gegen den Landespräsidenten Schwarz gerichteten schweren Anklagen haben bis hentc keine Widerlegung gefunden. Trotzdem amtiert dieser LaudeSches »och weiter und auch die sloveiiische» Untaten haben immer »och nicht die entsprechende Sühne erhalten, denn in Laibach gehen alle die stadtbe-kannten Anstister der gröbsten Ausschreitungen unbehelligt und srei umher. Dagegen wurde ei» wahres Kesseltreiben gegen die jungen Leute veranstaltet, dic. aufgeregt durch die Herausfordern ugen der Slovenen. i» den dentschcn Städten Cilli, Marburg nnd Pettau einige Fensterscheiben eingeworfen habe». Man beschränkte sich nicht daraus, die Täter zu finden nnd znr Ver-antwortung zn ziehen, sie wurde» sosort in Hast genommen »nd wie die schwersten Verbrecher be-handelt. In Laibach hat man, nm doch den Schein zu erwecke», daß man sühne» wolle, zwei Exze-deuten herausgegriffen — während man die Haupt- kreise vou vier deutschen Meilen ans beiden Usern der Maritza und Tnnja umgebe»; allein im Süden gestattete das Tal dcr sich hier verbreiternden Maritza keine Befestigung, so daß hier der schwache, den Bulgaren wohlbekannte Punkt der Festung liegt. Ueberdies sind ihre Werke zum Teil versallen »nd andere mir mit veralteten Geschützen bewaffnet. Allein die Friedensbesatzung Adrianopels beträgt 27.000 Man», »nd die Türken haben sich selbst hintcr improvisierten Befestigungen (Plewna) stets sehr gut geschlagen. Aller Voraussicht nach würde Adrianopel nicht so leicht in bulgarische Hände salleu, wir man dies bnlgarischerseits annimmt. 24 deutsche Meilen hinter Adrianopel nnd etwa 6 deutsche Meilen von Konstantinopel schützen die befestigten Linien von Tschadaldia vom See von DcrloS bis zum Marmarmeer die Hauptstadt. Sie sind aus dcu Flauten gut abgelehnt uud bestehen aus vier Gruppen und Erdwälleu, die jedoch mit veralteten Geschützen bewaffnet sind, immerhin aber Stützpunkte für die Verteidigung bilden. Allein die Linien sind vier deutsche Meilen lang und fast in derselben Ver-sassung wie 1878, als Skobelew behauptete, sie mit vollstem Erfolge haben stürmen zu können, wenn der Waffenstillstand dies nicht verhindert hätte. Konstantinopel selbst hat nur einige veraltete Defen» sionSkasernen nnd Schanzen, darunter die Arah-Tabia, ist im übrigen jedoch ohne jede» befestigten Schutz. Wenn cs zum Kriege kommen sollte, so würde sich der Welt ein interessantes Schauspiel biete«, mit welchem Erfolge eine junge, gut ausgebildete, schlagscrtigc und manövricrsähigc Armee, wie die bulgarische, dem in der Gesamtheit dcr Zahl nach weit überlegenen, >cdoch schwerfälligen türkischen Gegner, mit vernachlässigten Landesbefestigungen, leeren Arsenalen, nngeschnlten Truppen und ver-kümmerten Heeresdienstzweigen. gegenüberzutreten vermag. _ Seite 4 tätet nicht eruieren tonnte — nnd diese lediglich wegen Übertretung zu zwei bis drei Tage» ein-fachen Arrests verurteilt. In Eilli hingegen hat man zwei junge Leute, denen uichts anderes nachgesagt werden konnte, als daß sic sich »»«er den Demonstranten befanden, ans dic Anzeige eines wiudischm Hetzer« hin wegen Verbrechens dcr össentlichen Gewalt-tsttigfeit mit je einem Monat Kcrker bestraft. In Pettau bat man fielvcn deutsche Hoch-schaler ebenfalls ans pervakische Angeberei bin verhaftet, und sie dursten kaum straftos bleiben. Iu Marburg wurde» unbescholtene Deutsche wie Verbrecher in Hast genommen und »ach mehr-tägiger Verhandlung erfolgte am Sonnabend eine UrteilSsprechnug die allenthalben tiefe Erbitterung unter dcu Dentschcn hervorruft» muß. Der Gerichtshof, dcr mit Ausnahme eines einzige» S>o-veneu aus deutschen Richtern bestand verurteilte aus die bloßen Aussagen zweier ilbelbele» i deter beschästigungsloser slovenischcr Bursche« l>iu jüus bisher unbescholtene junge Deutsche zu Kerkerstrasen iui Ausmaße von einem Monate bis zu zweinud-einhalb Monaten, einen Deutschen zu einer Woche Arrest und sprach sechs Deutsche frei. Während den Aussage» der beiden Sloveueu, die bei dem Krawalle vor dcni .Naiodni durn" nach den unwiderleglicheu Gcgeubeweisen gar uicht gcwtseu fein konnten, Glauben geschenkt und ganz vergesse» wurde, daß die „Pofijilnica" eiue Auzeigcprämie vo» dreißig «rone« versprochen hatte, maß mau deu Aussageu der EntlastnngS-zeugen, ehrenvollen, unbescholtenen Leuten, keinerlei Bedeutung bei. Nicht genug damit, daß dic Urteile gegen Deutsche, dic an im Srnnde harmlosen Demou-ftrationeu teilnahmen, so hart ausfielen, mau legte auch deutsche« Bersamnilmigen (siehe dic Lüdmark-lagung in Wien und das deutsche Fest in Budweis) dic größten Schwierigkcitcu iu dcu Weg und hin derte dabei dic Slaven nicht an gewaltsamen Ein-brächen in dcutschcs Gcbict (Gablonz, Schumburg, Cilli, Bölkermarkt. Wir wiederholen dic Anklage: das Ministerium Bcck allciu hat die Verantwortung für alle deutsch« feindlichen Vorfälle der letzten Zeit zu tragen uud uns Dentschcn bleibt jetzt nur noch dic Notwehr übrig, zu dcr wir nnu endlich greise« müsse». Gcgcu das Ministerium Bcck richtet sich von nnu ab der schärsstc Kampf. Dir Ereignisse am ge-strige», am blutigen Sountag in Prag, Tvplitz uud Bndweis haben das Maß an Geduld erschost, jetzt ist eS an uns, der Gewalt mit jene« Mitteln zu begegnen, die die vcrzweiselte Lage unseres Volkes, die dic Rechtlosigkeit, die wir in diesem Staate haben, ersordert. Aber wir meinen hierzu noch, daß noch andere Umstände a» diesem sür einen Rechtsstaat nahezu graueuhasteu Vorgänge« schuld sind und das ist einerseits dic solchem Gesinde! gegenüber wohl Übel angewandte Vornehmheit dcr Deutschen, andererseits abcr nationale Lauheit und die Veschwichtiguugs-versuche dentschliberaler Blätter, die dabei wohl uicht an die schwer bedrängte Lage des einzigen »kulturvolles der Monarchie deuten mögen. — Die tschechische» Revolutionsmacher hatten nur dcu Schluhtag dcr Ausstellung in Prag abgewartet uud, als man sich denken konnte, daß das „Geschäft" gemacht fei, durste es losgehen. Unsere Leser werden über die lückenlose programmgemäße Arbeit des tschechischen Mobs unterrichtet ,cin, wir beschränke» uns nur daraus, die Summe der vou.de» slavische» Bestie» angerichtete» Schaden hier aufzuzählen. Schon am Sonnabend nachts hatten die Demonstrationen Formen angenommen, die den bcrüchtigstcn Dcutschcuversol-gungen kaum nachstehen dürsten. Im Laufe des SouutagsvormittagS kam es zu den heftigste» Dcmoustratioucu gcgcu dic Dcutfchc», wobei viele deutsche Studenten in schwcrcr Weise mißhandclt wurden und deutschen Privat- »nd öffentliche» Gebäuden erheblicher Schade« erstand. Die Demo»-ftrationeu hatten stellenweise eiuen viel heftigere» Charakter als selbst im Jahre 1897. Schon im Laufe dcr Nacht war es nach der Versammlung der nationalsozialen Partei, in welchem der Abg. K l o s a c (dcr Manu vou Belgrad uud sreilaufeude Scrbeuhctzcr, die Menge zu Feindseligkeiten gegen dic Deutscheu ausreizte, zu lärmenden Kundgebungen gekommen, wobei «. A. im Palais A e h r e n t a l uuter deu Rufen „Revanche für Serbien" die Fensterscheiben eingeschlagen wurden. Anch iu deu Weinbergen wurden noch im Laufe der Nacht mehrere Firmentafeln zertrümmert. Auch den allfouutäglickeu Bummel der deutsche« Couleurstudenten am Grabe« wollten die Herren von Prag, die tschechische „Mobil- Deutsche Wacht Garde" nicht dulde« uud es trugen die deutschen Hochschüler, als sie deu altgewohnte» Bummel den-noch aufnehmen wolltcu, durch de» vou dcr Polizei kaum gehinderte« Anprall dcr wildgcniachtcn Menge zahlreiche Verletzungen davon. Nach diesen hussitischeu Heldentateu zog dcr mchr als tauscudköpsigc tsche-chische Hause» durch die Straße« Prags, die be-kannte» scheußliche« Hetzlieder singend uud alles was au einem dcutschcu Hause zu zerschlagen war, zcrtrümnicrnd. So wurde» die Fenster nnd Schilder der Jl' iisa academiea, der Lese- und Rede-hall? deutscher Studenten Prags „Germania", des Lehre rinnen heims, des Dcntschen FrauenvercineS, des Deutsche« Laudcs-theaterS, dcr dcutschagrarischc« Druckcrei. des Deutsche« SommertheaterS. dcr Zcu-tralbauk Deutscher Sparkasse«, dcrSauzlci Dr. E p p i u g c r s, des D e u t s ch e u G i) m uasi u m s. der Deutsche« Realschule uud die Fenster und Schildcr nnzähligcr Privat- und Geschäftshäuser zcrtrümmeri, wobei auch die Fassade» erheblichen Schade» erlitten. Erst über eine drahtliche Be-schwcrdc der Deutschen Prags au deu Aiiuisterprä-sidenlcu wnrdc, da sich dic Polizei als untätig und schlaff erwies, Militär requiriert, das dic Straßen Jnntrprags vou dem huffitifchen Mob säuberte, aber doch nicht verhindern konnte, daß sich dieser über dic Vororte ergoß nnd Alles in Scherben schlug, »'as deutsch uud zerstörbar war. Die wilde Wut der nnbäudigc« Slavenhorden verschonte auch uicht das Waisenhaus Johannes der Täufer, wo gleichfalls alle Fensterscheiben eingehanen wurden, so daß mit Rücksicht ans die kühle Nacht ei«e Um-quartiern«« der Waisenkinder notwendig war. D i c armen Kinder zitterten während des SteinbombardemeiltS, weinten und schrien und das Aufsichtspersonal hatte alle Mühe, die Kleine« zn beruhige« und rückwärtige Räume zu bringen, um Verletzungen dcr Kinder dnrch dic oft faustgroßen Stcinc. welche gegen das Gebände nieder-prasselten, zn verhindern. Die deutschen Hochschulen sollten ebenfalls das Opfer der tschechische» Bestie werde», doch konnte sie dnrch genügende Schutz-mauuschaft noch davon abgehalten werden. Im ganzen wurden während des Tages uud der Nacht nur 78 „D e m o u st ante n" festgenommen. Ihnen dürfte jedenfalls das Bezirksgericht winken. Eine Episode aus dem Präger Schrcckeustagc mag hicr erwähnt fein, um zu erweisen, daß dic Prager Aufruhrbewcguug nicht vom niedere« Mob betätigt wird, sonder» daß sic höchst wahrscheinlich vom i«tellige«ten tschechisch?» Pöbel entflammt, geschürt und gciiährt wnrdc. Eine in Trauer gekleidete, den besseren Ständen «»gehörige tschechische Dame hatte am Eck der „Nekasalka" einen Trnpp von Komnationalen um sich versammelt uud hielt au sie ciuc A »spräche, iu der sic dcu Mob auffordert?, für dic „Reinigung" Prags zu sorgen, denn nur aus dicsc Weise könnte« die Tschechen endlich ihrem staatsrechtlichem Ziele näherkommen. Ein SichcrhcitSwachman.i stand in dcr Nähe dieser Chauvinistin uud ließ sic ruhig gewähren. — I» BndiveiS, wo mau voll Regierungswegen über Begehren dcr Tschechen deu vou de« Deutsche« geplante» Festzog zu Ehren des großen Ahne» des Kaiserhauses, Josefs II., verböte» hatte, kam es gleichfalls zu Zusammenstöße» zwischen Deutsche» und Tschechen. Diese besudelten in echt slavischtückischer Weise während der Nacht das Josefsdenkmal, welche Gemeinheit die Deutschen in größte Erbitterung versetzte. — Anch in Reichenbeig, Gablonz, Töplitz »nd anderen deutschen nordböhniischen Städten kam es zu blutigen Zusammenstößen zwischen deutschen Bürgern uud Sozialdemokraten, welche eben in rührender Freundschaft mit dem tschechischen niederen uud hohen Mob in Protcftversamml«ngen gegen die deutsche Obstruktion im Landtage arbeiten. — Hatte man am Sonntag säst ungestört au der Verwüstung deutschcr Objekte gearbeitet. so kchrtc sich am Montag die ganze Wut dcr würdigen Vertreter edlen Tschechen-tumS gegen Polizei und Militär, wobei dcr Obcrst dcs 31. Infanterieregiments vou Schreit er vou einem a»S dem Feuster geschleuderten Bügeleisen getroffen wnrdc. Der znni Fcnstcrcinschlagcu konzessionierte Pöbel arbeitet aber auch schou ganz nett in den allerschönsten Hochverratsparagraphen. Da wurden Rufe laut: „Nleder mit Oesterreich! Hoch Serbien!" Zur Besiegelnug dieses innigen Wunsches konnte man uicht umhin, anch im Palais des Freiherr« von Aehrenthal, einem Bruder des Ministers des Aeußcr«. die Fenster einzuhaue!,. — Wäre es nicht schon einmal Zeit, den Prager Mob derart zu maßregeln, daß er sür lange Jahre ver-gißt, seine sich sonst regelmäßig wiederholenden Schandtaten auszuhecken und anzurichten? Noch nicht Zeit? Nummer 85 Aus Sl»k>t und Land. Eine grobe völkische Spende der Burschenschaft „Anninia". Die Grazer aka demifche Burschenschaft .Arminia", welche dieser Tage ihr 40 jähriges Stiftungsfest feierte, hat üb« Antrag ihres A. H. Dr. Gollitsch dem vereine zur Unterstützung deutscher Hochfchüler Untersteiei-marks, der seine» Sitz in CiUi hat, eine Stiftung» spende im Betrage von 1000 K gewidmet. Mn diesen, Beschlusse hat die wackere Burschenschaft Arminia ein weitleuchtendeS Borbild praktischer > auv naler Betätiguug gegeben, welches beweist, daß unsere akademische Jugend den Ernst unseres schweren nationale.« Ringens voll und ganz würdigt. Der Beschluß dem Vereine zur Unterstützung deutscher Hochschüler Untersteiermarks, dcr seinen sitz in CiUi hat, eine» so namhaften Vetrag zu widmen, hat in allen deutschen Kreisen unserer Slav:. begeisterten Widerhall des Dankes und des Stolzes ge-weckr, zumal er ja ei» «euer Beweis dafür ist, daß man die Bedeutung les Kamp'postcnS CiUi und die national«» Verdienste der Deutschen unserer Stadt im «reife unserer Volksgenossen anerkannt. Dn ehrenfesten akademischen Bursch nfchaft Arminia sei aber auch an dieser Stelle herzlicher treudeuischn Dank ausgesprochen. vom siidsteirischen deutschen Lehrer-verein. Genannter Verein hält am 2. November, um 11 Uhr vormittags, im Saale der Laudesbürger-schule in Eilli eine Hauptversammlung ab. deren wichtigster BeratuiigSgegensland die Frage: «Soll an den denlschk» Schulen des Unterlandes dic zweite Landessprache gepflegt weiden?" vo» den Berichterstattern Herrn Lehrer Joses Horvath aus CiUi und Herrn Oberlehrer Alois Seidler aus Gonvbitz et-öilert wird An die Ausführungen soll sich eine Wechselnde anknüpfen so daß es zu begrüßen wäre, wenn durch zahlreichen Besuch Gelegenheit geboten werden könnte, über diese» überaus wichtige» Gegen-stand anfällige Meinung«, aus der Bewohnerschaft zu hören, die geeignet wären, einen der Sache dien-Itchen Beschluß zu fasse». Bürgerliche Schützengefellschaft Cilli. Sonntag, den 18 d M fand auf dcr Militär-chießnälte, welche der Schützeugesellschast vom t. u. k. Stationskommando in entgegenkommendster ^'eise zur Benützung eingeräumt wurde, cin Uebungsschießen mit den M a « n l i ch e r G e w e h ren statt. An dieser Uebung beteiligte sich eine sehr große Anzahl von Schützen und wurde hiebei ein verart günstiges Resultat erzielt, daß der Ausschufz der Bürgerlichen Schützengesellschaft beichlog. auch nächsten Sonntag Ü5. Oktober aber nur bei «us-gesprochen fchönem Wetter eine solche Uebung ver-bunden mit einem Bestschießen zu veranstalten. Theaternachricht. Die nächste Vorstellunz findet am Samstag, den 24. Oktober statt L« Ausführung g-langt: ..Der kleine Landprediger". Lustspiel von Zau.es Mathe« Barne, deutsch von Rudolf Lothar. Das Werk, eine Neuheit deS Wiener f. k HofburgthealerS. hatte dort eine» außergewöh«-liehen Erfolg und ist nun aus dem Lpielplan aUrr guten Bühne«. Die Hauptrollen werd » von Fräulein Mizzi Llovacz und Herrn Cornelius Bollmann ze-spielt. In den übrige» Rollen siud nahezu alle Mil-gliedcr des Schau- und Lustspieles beschäftigt. 5i bereitet wird sür die nächsten Vorstellungen der listige Schwank „Die blaue Maus" und die sensationelle Operette „Die Förster-Christel". Spende für die Südmark. Herr > genieur Wilhelm Lindauer hat anläßlich des Abledws seines B. B. Herrn Franz Diögsler (A H. »ri Wiener Coips Alemannia) anstatt einer »ranzivid-mung d.r hiesigen SüdmarkoetSgruPpe eine Spfn*< von 20 Kronen überwiesen Laubstreu-Dersteigerung. Sonntag, 85. Oktober, um 11 Uhr voimittagS. findet im Stadtparke die Versteigerung der Laubftreu Man. Interessenten wolle» sich um die genannte Stuaot beim Wetterhäuschen im Stadtparke versammeln. Eisenbahnunglück. Montag. abendS d Uh-entgleiste» bei der Station Steinbrück einige Wag» eines Güterzu.its. Wahrscheinlich um sich zu rett», sprang der Zugsbegleiter FrieS auS dem Hüll-! wage» uud kam so unglücklich zur Erde, daß »$• der eben stürzende Waggon unter sich begrub, fflai konnte, als man sich zur Rettung deS Unglückliche,! beeilte, den Wagen zu heben, leider nur mehr feinen bereits eingetretenen Tod konstatieren. 'Der Beimi-glückte hinteiläßt eine Witwe und sechs Linder. Das Bier wird billiger. Die wiitegenosjenschaft gibt deu mit dem schutzv-rb«»-der Mpenländische» Brauereien gefaßten Leschk, bekannt, durch welchen die Bierpreise u. z. W $.;3imcr 8T> Märzenbier dcr Liter mit 44 li, das Lagerbier dcr titer mit 40 l, festgesetzt wurde. Windische Barfuhindianer. Man schreibt mis: Der Erziehung des zarte» Nachwuchses der „tieueficu Nation, die wir erst 'kriegt haben", machl im Sinne der Laibacher Straßen-pol liker große Fortschritte. So ist es schon mehr-sich vorgekommen, daß deutsche Schulkinder von. »indischen Strolchen jugendlichen Alters in der Nähe' i von Gaberse — ja sogar aus dem Stadtgebiet — überfallen und mit Ochsenzieme.n und geflochtenen Ziicmen blutig geschlagen wurde». Die verrohten Cöhnchen des windischen Agitators und Schlossers Zvan Rebeck habe» mit Steinen nach deutsche» ' Ämtern zartesten Alters geworfen und die erschrockene» : fiUiitrn mit Stöcken bedroht. Wir müssen auf eine ' rückiichtslose und nachdrückliche Versol >ung der • jugendlichen Verbrecher dringen und warnen hiermit die Eltern windischer Kinder, auch deren jugendliche Herzen durch ihien Laibacher Nutionalhaß zu ver-rohen und zu verderbe». Wie. wenn die Deutsche» zu Repressalien schreite» und dies.- jungen Uebeltäier yemplarisch züchtigen?! Laibacher Urteile. Vor dem Landis-gerichte in Laibach land am Montag die Verhandln^ gegen de» städtischen Jngeniuer Matthäus P r e-lovsek statt, der angeklagt erscheint, eine Gendar-»cueabteilung mit den Schinipsworten „Schweine ', .Lchuste' beleg», einen Postensührer durch Stoßen . »ii den Füße» verletzt und sich gegen feine Ver-haiiung dera.t gewehrt zu haben, daß er gefesselt zum Amte gestellt weiden mußte. Gegen ihn werden ala Zeuge» zwei Gendarmen und der Gendarmerie? Rittmeister, seiner ein Wachmann geführt; diese be-jleiige» auf ihren Diensteid die Punkte der Anklage. Heiden dafür aber in den windisch, n Blättern ver-Hc:mt Bemerkeiisirerl in der Aussage der Gendarmen ! erscheint, daß sie angebe« in jener Nacht vor dem Sii.rschen Gasthaus« postieit gewesen zu sein, aus v«!chem eine slavische Gesellschaft herauskam, die sic kichimpfte und anspuctte; trotzdem seit» sie «ichl mit dl. Arretierung vorgegangen. Während die sämtliche» Liweisantrige des Verteidigers vom Se»a e ange noitintcn wurden, l,hnle dieser verschiedene Beweis-mrüge der Staatsanwaltschaft ad. Matthäus P r c« loveek wurde von der Anklage der öffentlichen Gewalttätigkeit freigesprochen und nur wegen Wache-beleid igu»g zu 20 Kionen Geldstrasc »eruueill — Vor dem Laibacher Bezirksgerichte hatte sich Johann Kristan gegen die Anklagt zu verant« »: tcit, Gendarmen mit dem Woite „Teufel" be-schimpft'zu habe«, Kristan wild freigesprochen, »0MN der Slaats^.nwalt die Nichtigkeitsbeschwerde »»»leldete — Vor demselben Gerichte stand der Zialergehilse EgydiuS S e t i« a. der beschuldigt wird, m 20. September gelegentlich der Verhaftung des dlafias Pirnat den Gendarmen die Worte: ^.Eine L^indc für euch, daß ihr einen Slovenen, dcr nichts jKerzeugu»g durchzudringcn, daß die Sicherheit^ whältnisse der Hauptstadt Krains nur dann die diumnd gclotene Besserung erfahren können, wenn bx Äeschäfle der Staatsanwaltschaft von einer tat--klangen, ihrer verantworiungsreichen Ausgabe voll-bcmtßleii Persönlichkeit geleitet werden — — —" Freie deutsche Schule und deutsche Lehrer. Wer vermag es zu leugne», daß bei uns iu Oesterreich i» Stab: und Land »och arger kleri-laln Einfluß aui der Schule lastet? Und »eben d:n Fesseln, die klerikaler Zwang der freie» Ent-»icklung unseres deutschen Schulwesens von einem Achten Zaune veiknöcherler bureaukrati'chcr Einrichtungen umgeb.», so daß unter diese» Verhältnissen, solch' klerikalen Zwange verbünde» mit allerlei lmeoukratische» Chikane», ein freie« Fortentwickeln ^iere« Cchulweser.s im nationalen ui'd freiheitlichen Emne nicht denkbar ist. Aber wenn auch jeder Zwang, jede» ungesunde Verhältnis unseres Schul- Deutsche Wacht Wesens iu seinen letzte» Konsequenzen die Allgemein-heit schädigt, so ist es doch vor allein der L.hrer» stand der solche Verhältnisse zuerst ani drückendsten empfindet. Der Lehrer ist eS, der klerikalem Zwange, klerikaler Denunziation am meisten und bei der be-kannten Gefügigkeit unserer Behöiden klerikalen EinNüssen gegenüber meist wehilos ausgeliefert ist. Der Lehrer ist es auch, der de» bnreaukratischen Maßregelungen des Schulwesens zuerst leidend ge-genübcrsteht Er ist nicht Staats-, nicht Landes, nicht Gcmeindebeamte! Aber dennoch suhle» sich alle diese Faktoren bemüßigt, ihm Vorschriften zu erteilen, nur sühlt keiner die Verpflichtung in sich, den Lehrerstand endlich einmal materiell klaglos zu stellen. Darum hcißt es, mit alle» Kcäiicn streben, daß in diesem Belange» Ordnung geschaffen weide!. Die „Freie Deutsche Schule" will nun ei» Sammel-Punkt aller jener deutschen Bolksgenosfen sein, die ein deutsches, aber auch ei» sreies Schulwesen an-streben, die „Freie deutsche Schule" »ill endlich, daß man dem Lehrer gebe, was des Lehreis ist: ei» materiell gesichertes Dasein, damit er voll und ganz seinen sliwere» BerusSpflichte» lcbcu kann. Und besonders der deutsche Lehrer, der ja unter den schwierigste« sprachlichen Verhältnisse« der Lehrer fast aller Nationen im Staat.- ist. hat sich vor allen anderen Lehrer« eine maierieUe Besser stelluiig verdient. Das deutschnationale Tafchenbuch mit Zeitweise,- auf das Jahr 19u9 gelaugt noch im Oktober zur Ausgabe Der neue 7. Jahrgang dieses längst bei alle» gute» Deuischen eingebürgerten »atio ualen Taschenbuches wird unter Leitung Arthur vo» WallpachS Beiträge bewährter völkischer Schriftsteller wie Fritz Bley B.iliii, Dr. Ewald Hause, Dr. Prof. Albrecht W rih-Münche», Wilhelm Schwaner-Schlach-tenfee. Maurice vo» Stern Linz u. a. enthalten, Alle Beitläge fowie Berichte deutichuaiionaler Vereine und Körperschaften sind erbeten an Arthur von Wallpach, Innsbruck, wogegen Bestellungen Stück-Preis £ 1.80 für allgemeine, St 3— für Liebhabt«-Ausgabt o« die Btiwallung dcS deulschnationalen Taschenbuchs in Jnnsdruck gerichtet weiden wollen, Mitteilung des fteiermiirkischen Obst-bauvereines. Die k k Gaittndougejcllschaft in Wien, Parkring Nr. 12 veianstaltct in der Zeit vom ll. bis lf>. November l. I. eine große P f l a ii z e » a u s st k l l u » g i» Verbitidnng mit einem O b st m a r k t e. Dic ObstauSiicllnng soll der Wiener Bevölkerung abeimalü die Möglichkeit bieten, Obst aus Steieimaik ktiine» zu lernen und zu erwerben; die Obstprodu^cntt» Steierniaiks sollen dadurch in die Lage komme», mit den Konsu-intiiten direkt in Verkehr zu tietcii. Dic unterzeich-«de Vereinsleilung machl hiemit dic Mitglieder des steiermäikischen OdstbauvereineS aus diese Aus-stellung und bin Odstmarkl aufmerksam. Jene Obstzüchier, wtlcht sich zu btteiligen gcdenkcn, wollen sich dir.ki an die k k. Gaile»baugescll>chosl iu Wie« I. Parkring Ni. 12 wenden Warnung vor der Auswanderung nach England. In der letzt«» Zeit hat die Anzahl der Oesterreicher, welche »ach England auswandern, sehr zugenommen. Angesichls dieser Tatsache wird darauf hingewiesen, daß die in England bestehende geschäftliche Depression zu massenhafte» Entlassungen von Arbeiten, geführt hat, Tausende von Handels-angestellten sind derzeit arbeitSIoS. ubrr auch' bei den sonstigen Albeile!» besteht vielfach Arbeitslosigkeit, welche vo« Tag zu Tag an Ausdehnung zunimmt. Stellung- und arbeitsuchende Personen werden daher dringend gewarnt, »ach England auszuwandern. Münchener Ausstellungs-PostKarten. Die «ünstlerkartengescllschift München, Li.idivurmstr. 24, teilt un« mit Rücksicht auf den bevorstehenden Schluß der «uSstellung I90S München mit, dab ste j dem, dcr ihr 20 Pf. in Briefmaike» einsendet, eine mit eingepiägter Werlmarke versehe«?» amtliche Ausstellung»-postlarte direkl juschicken wird die von der Aufstellung«, vost abgestempelt ist. ES düifte dies gewiß fü> An sichl und Markcnsammter vo: Bedeutung sein, die in der Reihe ihrer Karten, auch solche der Miin-chcner Ausstellung gern, v.rtreten wisse» wollten. Rann. (Evangelischer G o t t e s d! e n st.) Sonntag, den 25» d. M, findet im statische« Gc> meindeiaale in Rann. nu> 4 Uhr »achmiilag«, ein Öffentlicher tvaiigtlischtr Gottesdicnst statt. Rohitsch. (Erntkbcricht. — Spenden btr Bezirkssp arkassc.) Duich dic sehr günstige Witterung bevorzugt, fände» allenthalben die Wein-lesen statt. Das Ergebnis ist ein sehr günstiges zu neuneu. Die Erwartungen werden zumeist über-troffen uud der Wcinmost hat einen Zuckeigehalt von 20 bis 22 Grad. Ebenso ist Heuer trotz der Raupenplage ein sehr gutes Obstjahr. Die Feld- Seite a flüchte konnten sich nach dem Septemberrege» »och schön entwickeln und sind ziemlich geraten. Beson-ders schön sind die Erdäpfeln. DaS Kraut ist aber fast vollständig vernichtet, Zm Sommer waren durch drei Tage riesige Mengen von Kohlweißlingen zu sehen, deren Raupen solchen Schaden anrichteten. Wo die Eier nicht zerdrückt wurden, sieht man fast nur Rippe«. — In der Freitag abgehaltenen Leitungs-sitzung der Bezirkssparkasse wurde» folgende Wid-inunge» einstimmig beschlossen: dem Deutschen Schul-verein 120 K, wovon !00 R zur Errichtung eines «indcrgartcns in Rohitsch verwcndct wcrdcn mögen; dcr Südmark 120 St, wovon 100 K für einen Rohitfcher Studierende» als Stipendium gegeben weiden mögen; der Volksschule Rohiisch zur Errich-timg eines Bienenhauses 40 ji dem Vereine der Beamte» deutscher Sparkasscn 10 St, dem Deutsche« Volks» ot sür Untersteier 30 s{ und der landwirt-scha tliche« Filiale Rohiisch Sauerbru«« 120 tl. Im ganzen 440 Ä. - Schaubühilk. Mit be« Älaiiant aus Lco Falls Operette „Die Do l larprinzcssi n" öffneten sich am Sonntag die Pforten «nscres Schauspielhauses, das sich i« seinem schmucken neuen Kleide äußerst nett präsen-tiert. In der „Dollarprinzessin", dic wir schon im Vorjahre genügend wlirdigten, stellten sich «ns die «encn Kräfte der Opcrcttc vor Und wir glauben, daß wir mit diesem durchwegs tüchtigen Ensemble einer Reihe hübscher Opcrettciiausjühni«gcn entgegen-sehen dürse«. Frl. Ban m. die Operettendiva, die sich in der Titelrolle vorstellte nnd neben einer hübschen Stimme ilbcr ein angenehmes Spiel verfügt, errang sich rasch die Gunst des Publikums. Die Soubrette Frl. Kern, die über das nötige Tempe-rament verfügt, befriedigte als Daify Gray. was nicht allzu leicht ist, da wir »och die äiißerst au-mutige Darstellung dieser Rolle durch Frl. Kurt in Erinnerung haben. Ueber hübsche Stintmittel und ci« intelligentes Spiel versüge der Tenor, Herr Panl Harden. der vielversprechend ist. Eine grö-feere Mannigfaltigkeit in seinen Posen unire erwünscht. $tt«besonders möchten wir vor dem zur Gewohnheit gewordenen Znrückwersen des Kopses warne«. Keine strenge Betrachtung wollen wir üben, wenn wir Herrn Binder —eine elegante Bühnen-erscheittnng — der ja sonst r«l,t gut gespielt, aus die gar zu stark hervorgebrachte Stimme aufmerksam machen. Die übrigen Darsteller fügten sich mit Glück in den Rahmen der guten Anssührung. Im Uebriqen war es ja eine ganz nette Borstellnng. die anch durch wiederholten Beijall Anerkennung'iand. Simson. Komödit vo» Htnry B er «st ein. Gestern ha» sich uns daS Schauspiel-Eusemdle vorgestellt uud uns eine angenehme Ueberraschung bereitet. Die schön abgerundete Vorstellung stellt ei« günstiges Piognostikon sür die üdrige Spielzeit Wir können un« beglückwünschen im Schauspiel einige außerordentlich intelligent schaffende Künstler zu be-sitze» — Das Stück selbst ist eine jener Gistpflanzen, wie sie so chaiakte! istisch sind sür die moderne deutsche Bühne. Natürlich eine Entlehnung aus dem Fran-zösischcn. womit auch zugleich gesagt ist, daß der „Ehebruch" zu seinem Requisit gehört. Das Neue hieran ist nur Simso», die Krast » atur. Wir begegne» hier dramatisieren Nietz'che'scheu Idee» und der einseitige» Anbetung der Tugend „Kraft". Jacques Brachard ist ein Emporkömmling, der den Begriff der „Ehre' als hinderlichen Ballast auf feinem Höhenflüge weil von sich getan: sie ist ihm nur Ehlmärc. Die Fama will gar wissen, daß cr als „Lasttiäger" seine Lausbahn begonnen. Er hat alles getan, um sich aus Niederungen emporzuringen, hiebei in der Wahl seiner Mittel keineswegs wähle, isch. Als Revolverjournalift hat er das Jnsiiument -Presse" meisterlich gespielt und seine Freibeutereien zielen immer mehr in« Große, bis es ihm geglückt ist, die Stusen menschlichen Ehrgeize« h nauf-- zu fallen. Er landet endlich aus seiner Lebens odyffee als .Kup erkönig'; seine Spekulalionspapiere weiden an allen Hauptplützen der Welt gehandelt. Wer erinnert sich da nicht an den Pariser ehemaligen KaffeehauS-Piccolo, — Roquette glaub' ich heißt er, — dem ei» ähnliches Lebensschicksal beschieden war, der gleichfalls Millionen zulammeiischarte, um dann auf einmal das stolze Gebäude seines Reichtums wie ein Truggebilde unter feinen Händeu zerrinne» zu sehen, Bernsteins Simson ist offenbar ein Ausschnitt aus dem Leben, dem deS Börfenkönigs Roqaettes Glück und Ende alS Vorwurs gedient hat. Brachard ist der Mann, der den Götzen- „Erfolg" anbetet, der Uebermensch, da« Kraftgenie, für daS, um in der Seite 6 Dev.Vche Macht Sprache Nietzsches zu rede», die Moral nur für die Herdenmenschen da ist. tzr ist jenseits von Gut und Böse, über ihn haben die Satzungen der ..Sklavenmoral" keine Gewalt. Und so ergattert er sich denn aus unerlaubte» Wegen, ein Raubritter der Plutokratie, ein Riesenvcrmögen, daS er in kühnen Unternehmungen, die sich mitunter auch in den Dienst des KultursortschriiteS stellen und durch ihre Giöve Bewunderung abnötigen, noch ins Un gemessen» vermehrt. Aber dieser Simson findet seine Dalila. Und fortan streitet um seine Seele uicht nur die Leidenschaft des Geldinachcns, sondern auch die Liebe zu Anne-Marie. aus dem edl n Geschlechte von Audeliue die er abgöttisch liebt und die sein Web geworden ist, um de» Adel ihrer Eltern neu zu versildern, neue» Man; ^u ver leihen. I» dem Mann der großen Leidenschasten nimmt alles übergroße formen und Lüge an. Seine Liede ,u Anne Marie ist gleich dem ver sengenden Gluthauch der Wüste, gleich dem Samum, den er in seiner zweiten Heimat Aegyten kennen gelernt und seine Eiseriuch! ist |ein finsterer, ailgtwaliiger Dämon, schreckhast und schonungslos Verderben lim sich her verbreiten!'. Anne Marie bringt ihm eine schier unüberwindliche Abneigung entgegen. Sie hat ihn zum Manne genommen, nur dem Flehen der Mutter uachgedeud. nur um ihren Eltern aufzuhelfen, die es aber ihrem Schwiegersohn nie vergesse» können,, da st sie ihm Dank schulden und die sich hinter seinem Rücken stets über den Emporkömmling und seine ungefüge» Manieren luftig machen. Auue-Marie verlangt es nach Abeuteucr», sie ersehnt sich den Man», wie er ihr als Ideal vorschwebt, küt,n, elegant, ritler-lich Diese« ©thuen soll Jerome Le Govai» stille», der aber au ihr Zdeal nicht hinanreicht, sich viel-mehr erbärmlich erweist, wdaß sie mit einem ge-sulideu Abscheu »och rechlzeilig aus ihrer Velinung errvacht Epi'odenhait ist dic Gestalt der Grac Ritherford, die bar eincS jede» moralischen Halts immer t'kser. bis .zur gefälligen Dame" herabsinkt und die vo» der rächende» Nemesis, deren Urteils-voUslrecker B-achard wild, dem vornehmen Lüstling Jcionie als Eheweib zugeführt wird. Und nun »och «in kurzes Endurteil über das Stück Cs ist eines jener gefährliche» Sch uipiele, in deiieu mit einer glänzenden, dos gesunde Uiteil bestechende Dialektik eine Umwertung der Begiiffe vollzogn» und damit das Denke» de« Volkes verseucht und krauk gemacht wird Brachard ist ei» Verbrecher; mögen ,»>ch feine Unternehmungen »och so sehr ins Grosse zielen, sei» „Eifolg" gründet sich schließlich doi: aus unlautere Mittel, und ist aus dem Untergang vieler Existenzen auigebaut. Auch der Umstand, daß seine Umgebung schmählich und schurkisch an ihm handelt, tonn an dieser Wertung Brachards nichts ändern. ES ist und bleibt eine Berirrung wenn mau dem >lrast-genie i» dee moralischen Ordnun der Welt eine Ausiiahmsstelluug einräumt, wen» ma» seine Freveltaten als menschliche Gioßtatcn verbrämt. Zu bühneu technische» Hinsicht ist das Stück fehr glücklich aufgebaut. Dir diamati'chc Steigrrnng erreicht ihre Höchststufe im dritte» Akte, da sich Brachard an dem Zusammenbruche seines Nebenbuhlers Jerome weisen kann und da sich die entfesselte Wut dieser beiden Menschen in einer wüsten Schimpforgie gleich einem Gewitter entladet. Der vierte Akt bringt den versöhnenden Abschluß, dic überwunden Abneigung Anne Maries und die Reue und Einkehr Brachards, der gelobt, sortan nur mit lauteren Mitteln zu arbeiten. Die Darstellung war wie bereite gesagt, eine sehr glückliche. Der Glücksritter Brachard fand durch Herrn H o f b a u e r eine sehr glaubhafte Verkörperung. Er war daö richtige Kraftgenie, aus dessen Handlungen und Woite die ge-schäi sten Bcrstandesklisle eines stets auf der Lauer liegenden Raudtie, es und dic ungeheuere Kraft eines in den Dienst der Jagd nach dem Elfolge ge-stellten Willens Hinduichleuchten Auch die körperlichen Vorzüge Herrn Hofbauers kamen in seiner da« Mittelmaß überragenden Erscheinung voll zur Geltuug. Verargen möchten wir ihm nur das allzu othellohaste Rollen der Auge». Eine sehr an-munge Erscheinung bot seine Partnerin Frl. Wer-nay. Ihre Sprache verrät eine gute «chule; auch ko»»nt ihr ein ungemein gefälliges, einnehmendes Aeußeres zustatten. Herr « oll« ann ist uns ei» lieber Bekannter, dessen Spiel in der Zwischenzeit noch um ein Erhebliches gewonnen hat. Blasierte Ltbemenschen aus die Art des frivolen Jerome le Go'.üiu lugen ihm besonders gut. Eine Musterleistung in Maske und Spiel bot u»S Herr Walter, der das „Siein audl" Honore D'Andeline, auch Xono genannt, mit humorvollen Züge» ausstattete. Mau glaubt diesen Herr» D'Andeline schon irgendwo be- geguet zu fein. Ein werdendes Talent begrüßen wir in Herr» Alfred Mahr, (Max). Erübrigt noch die anerke»nende Hei vorHebung der Leistungen der Damen K r a s a (die Marquise), I e » s e n lGrace) und deS Herrn Bastars, der den pendulenhaft ge-»au und gewissenhaft arbeitenden deutschen Beamten Floch wiedergab. Die Spielleitung, die in den Hände» deS Hrrn Vollman» lag, ließ Umsicht und Geichicke ei kennen. Alles in Allem ein verheißungS-voller Anfang. __tw. Schwurgericht. Totschlag. Angeklagt erscheint der '^jährige Besitzerssohn aus Hundsdorf namens Paul S t c r n a d. Den Vorsitz führt Ho''rat von W u r m s e r, die Anklage' veitriit Staatsanwalt Dr. Bayer, die Vertei-bignng hat Dr. B o s ch i tz übernommen. — Der Anklage ist zu entnkhme»: Am Abend deS l. September 1908 bewirtete Panl Sternad mehrere seine Kameraden im Hause seiner Mutter. Später kam auch Franz Do brave hinzu. Zum Scherze balgten sich die Lurscheu herum; als jevoch Dobravc seinen Revolver zog, drohte ein ernst-lieber Raufbandel auszubrechen. Paul Z o r k o schlug dem Do brave mit einem Schlagring über die Nase und setzte ihn schließlich vor die Tür. Statt um sroh zu sein, daß i't den Friedensstörer losgewolden waren, gingen ihm die Burschen nach, worauf sich ein Wv'tstreil entspann, der damit endete, daß S t e r n a d sich mit eine, Wagenk>ppe an Dobravc he-anschlich und ihm damit einen derartigen wuchtige» Hieb aus den Kops ver-etzle, daß er zu Boden Kürzte. Während 5 obravc am Boden lag, sührte S t e r n a d noch weitere Hiebe gegen ihn und ließ ihn liege». Am nächsten Morgen wurde Dobravc in der Nähe eines WächterhauseS im bewußtlose» Zustande aufgefunden; er wurde in das Krankenhaus nach Rann gebracht, woselbst er bereits »ach einigen Stunden verschied. Der Tod lifolgie infolge Zertrümmerung des Schläfenbeines und BlulauStritteS ins Gehirn Nach dem Wahr-sprnche der Geschworenen wurde Paul S t r u a d, welcher geständig ist zu 3 Jahren schweren Keikers, verschalst mit einer F^ste monatlich» verurteilt. Todschlag. Bor dem Schwurgerichte unter dem Vorsitze des L.-G.-R. von G a r z a r o l l i mit dem Votauten L.-G.-R. Smolej und Ger.-Selr. Dr. Brakie stellt der 18jährige Besitzerssohn Franz Psenitschnik ans Globoko unter der Anklage, seinen Oheim und Stiefvater Johann P s e n i t f ch tt i k am 20. Sep. 1908 erschlagen zu haben. Die Verteidigung liegt in den Hände» des Dr Karlovsek, während die Anklage vom Staatsanwalt Dr Rose vertrete» wird. Diese stützt sich aus folgende Gründe: I» dcr Familie der Maria Psenienik iu Globoko, die sich »ach dem Tode ihres ersten Gatten mit dessen Bruder Johann P s e n i c u i k vermählt hatte, gab er öfter, inSbesonderS wenn Johann Psenitschnik bctruukeu heimkam, heftige Austritte. Am 20. Sep-tember 1W8 kam es abermals zn häusliche» Zivistig-Feiten, die noch fortdauerten, als gerade der Beschuldigte, dcr Stiessohn uud Nesse des Johann Psenienik nach Hanse kam. Sein Versuch, die Streitende« z» beruhige», versetzte deu Johann Psenitschnik in noch größeren Zorn, so daß Franz Psenitschnik, im Mißhandlungen zu entgehen, ins Freie flüchic«. Als die Beiden kurz darauf wieder zusammentraf«!, versetzte Franz Psenitschnik seinem Stiefvater mit einem Prügel einen heftige» Schlag über den Kqis. Der Verletzte vermochte zwar noch selbst, sieb die Wunde auszuwascheu und sich zur Nachtruhe in die Dreschtenne zu begeben, am nächsten Morgen o.ter wurde er dort als Leiche aufgefunden. Dcr Beschuldigte verantwortet sich dahin, daß ihn sein Stiefvater int Freie verfolgt uud dort mit feinem Messer geste,i>c, habe, übrigens sei er durch die sortgesetzten l'iij» Handlungen, die seine Mutter zn erdulden dnie, schon lauge erbittert gewesen. Nach geschlossene» Beweisversahre» erkeniinil die Geschworenen ani, Freispruch uom Verbrechen des Todschlages im* sprachen ihu der Ucberlretung der Notwehr schuldig. Der Gerichtshos verhäugt über ihn eine Kerkerftraie iu der Dauer vou vier Monaten. Vclinilchtcs. > (Sammelt Beeren und ?. ämereien:iir Wintersiitteruug! Ams.lu, Drosseln und Slan^: Seidenschwänze uud Kernbeißer fresse» gerne tie Beeren des HoUunderstrauches, außerdem Vogel-, I Wacholder- «nd Faulbaumbeere«. Die Stieglitzk, Zeis'ge und Finken lieben alleilei Unkrauliämereic», reise Distelköpfe, Wegerichstengel und Klellensaivw; Meisen picken dic Kerne aus den reisen sonn;,,» blumeu. All diele Sämereien und Beeren könn« jetzt gut gesammelt und getrocknet werden. Zamwk in der Zeit, d.;un hast du in der Not! Wenn der Herbjwind über die Stoppel« braust. ifa muh man besonders Vorsicht If sein, denn man ■» einen Haiarih weq, >!> man'« sich versieht. Xa man dein immer qle'ck ?>ay? cdte Tadener Xjf ral Ualiillm tu« Ha!»» hoben, damit i»!i tonn Aay^ cchl« Set«« baden ihrer p ompten Wiikilitji rre,,«n »'inen L«td ^ i uf ««!» sie sind beule sür unafjalilt« SauK'nix i'iti VT* z unen'b.hrli». Der P>et« ist nie^riq: K i die todiadiiel und sind dieselben in jeder M Apothrhe, l»ro*«»ri** i n incral waHNcr hundluni zu böbfH. rtVnfTrtfrftTi^^tslnj für 0-»terrtlch T"ns:*m: W Ti ♦ iuntlnt Wir» JV|i W.pße WeUflflIK It Parkett und Linoleum Äi«» H'ill vnr Anstrich nwl*et mv,. tlt-bc nid» unc> i« »o to-n »en ^ eiudilo« Xioi n js «tr. ftrb b i öuttdo £U.\rr und bei V'Iiol Ul » in Mai kl Titssei bei And. Cleda«ber, in Jittbili.1! >a Iotef BerliSq, i« Ct. Mmein »-et Silachstein t>« Iit. Lösch »tag. in L>»usen bei Fran; Fav Pelet. in ^raa) W Lltei eihailtlä'. ZI tt s w e i s über die im städt. Scblachthause in der Woche vom 6. bis I I. Oftober 190H vorgenommenen Schlachtungen, sowie die Menge und Gattung des eingeführten Fleisches. Name deS Fleischers bin». ciiifl Schlach!u«fl.2 rfubrtf« ftle.sch in «am « Ltiick n eingeführtes Fleisch in Kilogramm '5 S •e u o X. 1z e e X« OS •0 'o* rs e « rr: & sj 6 r« > Ä S « i« c £ <3 B 1 s A 5 Rutschet Jatob .... - 3 — — « — — — — — — — - - ?etii>cbet ...... — \ — —> 1 — — — — — — - — — - — - l&renta Johann .... - H — — v 4 - — — 21 — — 23 — • Janjchtl Mail in . . . - 1 — 2 2 l — — — - — — — — — — — tlnes ...... — o 1 3 — — — — — - Krfidi Lndivi.l .... — — 1 — — 1 1 — — - - 41 — — — - — — Ücötoid:el ;satob .... - •> — — — 3 — — — — — - — _ - — - — — — Pay-r inz .... — 1 1 — 2 4 — — - — - — - — - —i Pleslschak....... • — 1 3 — — — — - — — — — — — — PleierSly........ — ] ! — — — — — - - — — — — — — Rtdi^uich^g Joses . . . - 12 — — 13 2 — — — — — — — — — — n — — (Si'llat Aran«..... — y — — 4 2 — - «— — — - — — — — — — — «euijchnlgq Anlou. . . - 2 — — 4 S — — — — - — — — — — — — -1 Stelzer........ — 4 — — 4 5 — — — - — - — 55 — — 17 — — - u»>ega Hiuto'f .... — — 3 — 1 — — — — — — - — — — - Gastwille....... —• - — 2 3 — — — — — - — — - — — >— — • ] — — — — — — | — — — 74 — Nummer 85 Deutsche Wacht Seite 7 7. 44.981 W Kundmachung. Der steiermärkische Landes-Ausscbuss hat beschlossen, zu Zweckes einer gründlichen Ausbildung vou Winzern in der amerikanischen Rebenknltur und im Betriebe einerObat-baumschule, sowie Anlage von Obstgärteu und Behandlung derselben auch mi Jahre 1909 je einen ständigen Winzerkurs und zwar au der: 1. Landes-Obst- und Weinbauschule in Marburg, 2. Lar,des-Winzerschule in Silberberg bei Leibnitz, 3. Landes-Winzerschule in Luttenberg, 4. Landes-Winrerschule in Oberradkersburg, ft. Landes-Winzerschule in Skalitz bei Gonobitz zu reranstalten. Diese Kurse beginnen mit 15. Februar und schliessen mit I. Oe zember 1909 ab. In Marburg werden 14, in Luttenberg 12, in Oberradkersburg 16, in Leibnitz 24 und ia Skalitz bei Gonobitz 20 Grundbesitzers- und Winzerssöhne aufgenommen. Diese erhalten an den genannten Anstalten freie Wohnuug, volle Ver-köstigung und ausserdem einen Monatslohn von 8 Kronen. Die Ausbildung an diesen Kursen ist in erster Linie eine praktische nnd nur insoweit auch eine theoretische, als dies für Vorarbeiter und selbst— ständige Winzer unbedingt notwendig erscheint. Nach Schluss der Kurse wird jedem Teilnehmer ein Zeugnis über dessen Verwendbarkeit ausgestellt. Behuf-! Aufnahme in einem dieser Kurse haben die Bewerber ihre stempelfreien Gesuche bis spätestens letzten Dezember 1908 an den Landes-Ansschuss zu übersenden. In diesem Gesuche ist ausdrücklich zu bemerken, in welche der vorerwähnten Winzwsehuleu der Bewerber einzutreten wünscht und sind bei-laschliessen: 1. Der Nachweis über das zurückgelegte 16. Lebensjahr, 2. das Moralitätszeugnis, welches vom Pfarramte bescheinigt werden muss. 3. ärztliche Bescheinigung, dass der Bewerber nicht an einer ansteckenden Krankheit leidet, 4. Kntlassungszeugnis aus der Volksschule. Beim Eint ritte müssen sich*die Bewerber verpflichten, vom 15. Februar bis 1. Dezember 1909 ununterbrochen im Kurse zu verbleiben und allen die Ausbildung bezweckenden Anordnungen der landschaftlichen Fachorgane Folge zu leisten. Graz, am 28. September 1908. Vom steiermärkischen Landes-Ausschusse. Edmund Graf Attems. Hrucksorten Vereinsbuchdruckerei u- Celejs" (CiUi Wer an Asthma lLuftmangel, Beklemmungen) leidet, erhält umsonst und portofrei die gefetzl. geschü?,. Eck'S Asthma Tafeln j. Probieren Man itreibe feine «dreffe per Poiika-te an: M. Eck. Fabr. pl»arm. Präparate, Lb^rurfel-Frunkfurt a. M. 147«i.t Saluferin-Zahnpaste in der inedir. Ktii ik der kgl. Universität Broolau ausprobiert nnd al« «t&rkates D*s-infickn« för Zalin- und Mundpfleg« anerkannt nnl . mpsohlen. I Töb« 60 Heller. Erhältlich i» «t.-r Dro/eri« Fiedler. CiUi, BahnhofsM»e. 14466 Steckenpferd Bay-Rum Bestes aller Kopfwässer. 1406« I I liefert ;u mäßigen Preiie« )) Sparkasse der Stadtgemeinde CiUi. Die Cillier Gemeinde-Sparkasse befindet «ich im eigenen Anstaltsgebäude, Ringstrasse Nr. 18. Die Spareinlagen werden mit 4"/. verzinst; die Rentensteuer trägt dic Anstalt. Der Einlagenstand betrug mit Schluss des Jahres 1907 K 11.562.307.99. Aus Verlangen folgt die Sparkasse, gegen Erlag von K 4 als erste Einlage, eine Heimsparkasse aus. Darlehen auf Hypotheken werden mit 5#/#, Wechsel-Darlehen mit 5'/,°/, und Pfand-Darlehen gegen S»/, Verzinsung gegeben. Die Sparkasse vermietet eiserne Schrankfächer (Safes) unter Verschluss des Mieters und unter Mitsperre der Sparkasse zur sicheren Aufbewahrung von Wert-Effekten-übernimmt aber auch offene Depdts. Nebenstelle und Giro-Konto der österr.-ung. Bank. Für den Parteien.Verkehr sind an allen Wochentagen die Amtsstunden von 9—12 Uhr vormittags festgesetzt. Die Direktion. = BE STEINGERICHTETE BUCHBINDEREI IM HAUSE HERAUSGABE u VERWALTUNG der DEUTSCHEN WACHT BESTES INSERTIONS-ORGAN FÜR UNTERSTEIER HARK -- VEREINS-RUCHDRUCKEREI CILLI S Ratbausgasse 5 & CILLI Rathausgasse 5 SPEISEN- und GETRÄNKE-TARIFE, KELLNER-RECHNUNGEN, MENUKARTEN, ETIKETTEN, * PREISKURANTE, FAKTUREN, BRIEFPAPIERE, STATUTEN, JAHRESBERICHTE, LIEDERTEXTE, TABELLEN, TRAUUNGSKARTEN «S» ANSCHLAGZETTELN. KASSABÜCHER. WERKE, BROSCHÜREN, EINLADUNGEN, STERBEPARTE, ZEITSCHRIFTEN, FACHBLÄTTER. KATALOGE, KUVERTSAUFDRUCKE. ZIRKULARE. DIPLOME^ MEMORANDEN, PREISLISTEN Seile 8 Deutsche Dacht Nummer 8r> JüngererKommis der Gemischlwarenbranche, mit Kenntnis beider Landessprachen, wird aufgenommen hei Anton J a k 1 i n, Weitenstein bei Cilli. 14741 Möbliertet Zimmer init »»pariertem Eingang, mit 1 oder 2 Betten, i^t zu vermiet en H-rren-gasse Nr. 3, II. Stock lii ks. di -erste Tür. Eingerichtetes Zimmer ist xu vermiete». Auf Wonslergasse 32. Heurige Müsse grössere Partien, kiiuft Grosshandlung Ed. Suppauz. Pristova. 14708 Guter haltene Jtföbel xu vcrkuiifrn. Grabengasse Nr. 9, ebenerdig. A. Ito! gebrauchte österreichische, ungarische und bosnische und Itricf-Xeiliiii^siiiarkcit auch solche aus den letzten Jahren, werden, auch grösseres Quantum, zu annehmbarem Preise gekauft. Anträge erbeten unter,Österreich 50*, Cilli, postlagernd. SIICJHR Nähmaschinen kaate »an tiui w unseren LAden, w. lebe «Amtlich an du-setn Schild er- ken:.b'r «in! IWsiÜ Mau lass« sich Dicht durch AtikQn-digungen verleiten, welche deu Zwcck verfolgen, unter Anspielung auf «fen Namen SINGER gebrauchte Maschinen oder solche aod>- v', ' >ljii«n> I'ovt fci- pfer der .Riift Star Linie' v-j AfliwiirEP', ;ljrcet ;.*ch New-York und Boston :nij«;r,. von er hob. i V O-'e Ufgen: g Kar. wi.-lc «ich wöl 11 ra ! ten u d Pihrkartrn an die lOi'l Red 1«ur t.Intr in Wien, IV., WlednergÜrtel *»>, Jultim I -»> s SUdhabuetra»i>* 1 ii Iiittübrnck. tFrnns Ilo!«»»c, Bahnbnfafra-«** 41 lo l.iil>ae.U Lediger, kräftiger u. ver-Iftssl icher Tjeizer siir Hochdruck heizan läge wird Im Kraokenbause in Windiscli-grua mit I. November 1908 aufgenommen. Monatslohn 28 Kronen und fiele Station. Professio' isten bevorzugt- 14050 Stock - Cognac o Medicinol o garantiert echtes Weindestillat. Einzige Cognac - Dampf-brennerei unter staatlicher - Kontrolle.-- CaiiiN^Nlork Barcola. Die k- k. Versuchsstation überwacht die Fililnng nnd plombiert jede Fiaschi». Ueberall zu haben. ICimdmachung. Für die gefertigte Krankenhaus-Verwaltung gelangen siir das Jahr 1909 die Lieferungen von Fli issh, Gebäck. Vollmilch, Mafilerzeugnisseti, Speierci-nnd Kolonialwaren uud des Heizunysmatarialßs zur Vergebung. Sämtliche Anbote sind für das ganze Jahr zn stellen nnd ist in diesem ausdrücklich zu bemerken, dass bei den mit fixen Preisen off-rierten Waren diese im Laufe des Jahres auch beibehalten uud ans keinem Falle erhöht weiden. Die Bi weiber um die Lieferung von Fhisch, Gebäck und Mahlerzeugnissen haben nur die bezüglichen bei der Verwaltn»/ erhält icln » Drucksorten zu verwenden und nach Zusprechung der Lieferung die vorgeschriebene Kaution zu leisten. Bei Gebäck hat der Osl'ercnt den normalen Preis und das Gewicht pro Stück und den fönlass vom jeweiligen Rechnungsbeträge anzugeben. Für Spezerei- und Kolonialwaren gelten die jeweiligen Tagespreise und ist nur der Einlass (Sconto) anzugeben. Offerenten von Mahlerzeugnissen, welche nicht selbst .Mühlenbesitzer sind, haben mitzuteilen, ans welchen Mühlen sie das offerierte Mehl beziehen. Die mit l K»Stempel versehenen Offerte sind bei der Verwaltung in einem geschlossenen Umschlage bis längstens I. November 190Ä einzureichen und haben die Offerenten auf der Aussenscite des Umschlages ihren Namen und d » offeriert« 11 Artikel anzufahren. Später einlangende Offerte werden nicht beiücksichtigt. Realitäten- Verkehrs-Vermittluiig der Stadtgemeinde Cilli Krankenhaus - V er waltung Cilli, am 16. Oktober 1908. 14768 Ein Wohnhaus mit ein OcKcliSsteluk; ! und elwn 6rund ii> der Nähe von Cilli wird i.i der Preiw 1 gr Von 12- bi» '/JOOiiO K -ufo.t x« kuofen s ii'bf. Ein Wohnhaus -> der Näh von Cilli wir«! ! > der Preislage von ' hMi 15000 K zu kuufen g'-nocht. Schön gelegener Besitz in Oaberje b i Cilli. he. st liend .«lU-'iiK' U«instöckigeu Wobe-lian«. 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