Lmbachw Leitung. Nr. 79. PlänumerationSprei«: Im tzomptolr ganzj. fi. ll, h,!l^j. ss. 5.5«. Für die Zustellung in« Hau« halbj.5U Ir. Mit der Post ganzj.fi. 15, halbj.fi. 7.60. Freitag, 9. April Insertt «»»gebühr bl« 10 Zeilen: imal S« l,., l. i st.;i'M!ss,on hat sich nach cmgchcu-dcr Würdiguug nllcr bei dieser Frage iu Betracht lommeudcn Verhältnisse in dem Beschlusse gcciuigt, daß bis zu dem Zeitpuukte einer culsprccheudcu Rcgclnng der au einigen höheren Unterrichts - Anstalten dcrmal uoch bestehenden obligaten Sludicuftlänc die uachfolgcndeu Uebergangs . Maßregeln, welche das Kriegsministerium bestätigt, zu treffen wärcu, u„o zwar: Die Vormittage au allen Werktagen, mit Aus-ilahmc der iu die Fcrialzeitc» fallenden Werktage, wcr« dcu dcu iu die Kategorie der Studircudcu gehörigen einjährig Freiwilligen ausschließlich überlasse», wenn die-sclbcu ihre Sllidicu faltisch fl)rtsrtzcu. A» allcn Werktage», von 2 Uhr Nachmittags au, danu au ullc» Souu- und Feicrlagcn Vormitlaas, endlich während dcr Ferialzritcu Vor- und Nachmittags, stehen die einjährig Freiwillige» ausschließlich den militärische,, Behörden zur Verfügung. Als Ferialzeitc» Halm, für die ihre Studien fort-sctzcudc» einjährig Freiwilligen zu gelten: die WcihUlichtsfcricu vom 24. December bis inclusive L. Iälnier, die Faschiuasfericn, d. i. vom FaschingS-Sonntag bis inclusive Aschcrmiltwoch, die Ostcifcrien, uud zwar vom Donnerstag vor dem GrülidoiiuerStag bis Douucrstag nach Dstcru, die Pfil'gftfcricu, und zwar Pfiugstsountag, Mon« tag und Dinstag, endlich die großen Schulfcrien vom 16. Juli bis Ende September. Die militärische Beschäftigung jener einjährig Freiwillige», wclchc sich nicht iu dcr Fortsetzung der Stu» die» befiiidcu, erleidet dagegeu durch uorstchelide Be-sliluniuug lciuc Veschlänkuiig. Eine Flugschrist Napoleons IU. Die uuter dem Titel „Brief an einen Wähler von einem ehemalige» Mitglied dcr coustituireudcu Versammlung" socbcu ausgegebene Flugschrift wird uicht verfehlen großes Aufschc» zu macheu, da sie, aus Hrn. Element Duucruoiö' Feder stammend, der uumittclbareu Eiugc-buug des Kaisers zugeschrieben wird. Die „Corr. Hau." entlehnt derselben folgcudc Sätze: „Wie die Orduuug in uuscrcn, Laudc begründet worden? Durch das allgemciuc Stimmrccht; dicS ist die große Ncuhcit, die sich i» letzter Zeit vollzöge» hat. Ich will dcr Republik nicht das Vcrdicust rauben, dasselbe riugcführt zu habcu, allein versetze» wir unS in jcuc traurige Zeit zurück. In seinem Princip durch die Clubs augegriffcu, welche ihm ihr seltsames Dogma dcr Souvcräuetät des Ziels entgegenstellte», gefälscht in seiner Praxis durch die Stimmlisten, in seiner Kund« gcbung durch die Gewaltthätigkeiten des Aufruhrs erniedrigt, rief das allgemeiue Stimmrecht zu gleicher Zeit das uugerechteste Mißtraue» der alten monarchische,! Parteien gcgcn sich wach. Eingezwängt gewisser- Keine Aussichten. (Aus dem Englischen.) 1. Meine erste diplomatische Mi sfiou. (Fortsetzung.) , Vier Stuuden eiucs uur hie und da vou ciucr "lzcn Rast uuterbrochencn Weges brachten mich endlich ^ Nocco, einem Dorfe von einige» zwanzig Häuser», . ' ^ Erkauft wurden, sobald sich eine Gc- "°n ein^. ^'^ '"ch in ein klcincs Wirthshaus, das wurde ^ ?""!^' Namens Fra Bartolo, gehaltcu ^^ vcgab mich unverzüglich dahin und war angenehm überrascht beim Eintrittc in das Haus, einen Comfort und ciue Rcmlichkcit z» fi»dcu, die ciucu schla-gc»dc» Eolltrast mit dem Schuuitz uud Elcud dcS ga»zc» übrige» Dorfes bildeten. Der Fratcr selbst war ciu cordialcr uud lustiger Kamerad uud hatte weit mchr Acl)»lichlcit mit ciueui Pächter aus dcr Grafschaft Sussex, als mit ciucm calabrcsischeu Aaucr. Er machte cS mir sogleich behaglich, iudcm er sagte, ich kommc gewiß, um zu fischcu, uud der See sei crstcu RaugcS, was die Qualität uud den Ucbcrfluß au Fischcu betreffe. Sciuc vou lVchclmcrci blitzende» Augcu vcrstäudigtcu mich gleichzeitig, daß ich erwartet werde uud daß sciue Worte »ur für die Auwcscudcn bestiuimt seien. Doch war ich zu erschöpft, um mich in ein Gespräch einzulassen u»d uach cmcr reichlichen, abcr in Eile verzehrte» Mahlzeit warf lch »uch auf ciu Bett uud schlief, wie ich uoch uic i» mclucm Lcbc» gcschlafc» hattc. Zwci^ oder dreimal hatte ,ch cmc »»bestimmte Euipftuduug. daß mau sich bemühe, mich uuttcl,t ciues vor mci»c» Augcu hiu- u»d hcrbc-wcgtc» ^lchtcs a»fz»wccke». Aber das warc» gan; vage nnd uuklarc Empfinduugcu, zu schwach, uu. mciuc Schläf-rigtctt zu übcrwiudcu. Nu», das ist gc»ug für ciuc Sitzuug; Sie haben ncuu volle Stunden gcschlafc», sagte dcr Frate, mich a» den Achsel» schüttcllid und sich bemühcud, mich zum Auf-stchcu zu bcwcgcu. Ich war so müdc, sagte ich, mciuc erstarrte» Glieder dchucud, uud ich kehrte mich zur Waud, »m mci»c» uutcrbrochcucn Schlaf fortzufetzcu. Nciu, »ein, Sie dürfc» »icht wieder cinschlafcu, sagtc er, sich über mich bcugcud. Er ist gckommcu, murmelte cr, mit dcm Fiugcr auf das austoßcndc Zimmer dcu-tc»d; cr ist seit ci»cr Stunde hier. Wollen Sie sagen . . . .? Still! sagte cr mit mißtrauischer Miene; wir ncuucu hier uicmaud. Stcheu Sie auf uud gehe» Sie zu ihm, er bleibt uicht gcr» la»gc im Ortc. Man ist kei»cs Mensche» sicher hicnicdcn. Uud die A»ge» er-hcbe»d, schie» er i» eine traurige Betrachtung dcr Nichtigkeit uud Vcrdcrblhcit der mcuschlichcn Natur ver-suutcn. Er erwartet mich also? sagte ich. Ja, meiu Herr, mit großer Uugcdllld. Er wollte Sie gleich uach sciucr A»k»»ft wcckc» und ist zweimal iu Ihr Zimmer gclommcu, um zu scheu, ob Sie wirtlich schlicfcu. Eine Art von Schauer ergriff mich bei dcm Gc-daukeu, daß dieser Mauu der Verbreche» u»d dcö Bl»tcö au mciuem Bcttc gcstauden war und sich über mich gebeugt hatte. Dcr Frate ließ mir aber kciuc Zeit, darüber nach;udc»kcu, dem, ich mußte schnell aufstehe» uud ihm folgen. Ich war nc»gicrig. zu erfahre», wclchc Art vou Mc'uschcu ich kc»»c» lcr»cu sollte, abcr ehc ich Zeit hatte, eine Fragc zu stellen, fühlte ich mich in ciuc» Eorridor gczogc» u»d in ciu Zimmer gedräugl, dcssc» Thüre sogleich hiulcr mir gcschlossc» wurde. (Fortsevmig folgt) Vaterländische Erinnerung. Von Dr. H. (5osta. III. Zur Geschichte des Wehr systems. Da das Wchrsystcm iu Oesterreich eine totale Umwandlung erlebt, so dürfte die Mitthciluuq eines alten, mit mchrern andcr» Acten bei einem Obslweibe jüngst vorgcfu»de»cu, über 100 Jahre alte» Doc»menteS für die Geschichte, namentlich unseres engeren Vaterlandes, 572 maßen zwischen die Ilmi-Varricadcn, die ihm einen Kampf auf Lebcn und Tod lieferten, und dem Gesetz vom 31. Mai, nntcr dem es erstickte, ward das allgemeine Stimmrecht dnrch einen Act patriotischer Energie gerettet nnd in den Besitz seiner selbst gesetzt, und seit 17 Jahren ist es, nicht allein mit der Ordnung vereinbar, sondern Hand in Hand mit der napolconischen Dynastie zum bewunderungswürdigen Werkzeug dcS bürgerlichen Friedens und der Sicherheit der Familien geworden. Wunderbares Zusammentreffen, anS dem das Heil dieses Landes hervorgegangen ist! Eben so wenig w"ic ich haben Sie jenen schicksalsuollcn Tag des 10. Dec. 1848 vergessen, wo trotz des Widerstandes und der Stärke, in denen sich die öffentliche Gewalt und die Parteien vereinigt hatten, das allgemeine Stimm-recht sich von allen Punkten Frankreichs mit unwiderstehlicher Macht dem Prinzen zuwandte, welcher die Adler ans der Vcrbaimnng ins Vaterland znrückbrachtc. Dreimal acelamirt, ist er der einzige Sonvcrän, der bis znm heutigen Tag eine so große sociale Kraft in sich zusammengefaßt und pcrsonisicirt hat. Wie jener Dichter, von dem man gesagt hat, daß er zehntausend Seelen besitze, so vertritt er acht Millionen von Willen. Diese bis jetzt bcdcntcndstc Gcsammttraft, die je ans der Welt sich offenbarte, diese unermeßliche in einem einzigen Menschen conccntrirte Polksclcktricität hat wie mit einem Blitzschlag die Wolken zerstreut, die anf unserem Horizont lasteten, und die breite und fruchtbare Demokratie gegründet, in deren Schooß wir heute leben. Seit 1815 hatte Frankreich nur Regierungen gehabt, die dem äußern oder dem Bürgerkrieg, der Invasion oder dem Aufruhr entsprnngcn waren; daS erstemal seit dem 10. Dec. erhielt es eine aus seinen Händen hcrvorgcgangcne Regierung, welche die ureigenste Schöpfung seines Bewußtseins und seiner Freiheit ist." An einer ferneren Stelle heißt es: „Zu keiner Zeit nnd bei keinem Volk hat fich das Princip der Gleichheit in so großartigem Maßstab entwickelt und ist so tief in die Beziehungen nnd den Verkehr der Mcnfchen eingedrungen. Die Nc-volntion hatte nicht alle Privilegien abgeschafft. Die Nacht des 4. August hat 70 Jahre gedauert, nud heute erst bricht das große Licht an, das aus ihr hervorgehen sollte, uud dessen nnvcrsicglichcr Qncll das allgemeine Stimmrccht ist. Das erste Kaiserreich schuf die bür-lichc Gleichheit, das zweite die politische Gleichheit. Entdeckt man darüber hinaus noch andere Horizonte die der menschliche Geist erreichen könnte? Ich, für meinen Theil, sehe nichts als die Hallncinationcn der Utopie, monströse Träume von Nivcllirnng der Vermögen, der Lebensbcdina.nna.cn und der Arbeitslöhne. AnS dem allgemeinen Stumnvccht die Ordnung und die Gleichheit hervorgezogen zn haben, war ein großer Punkt, aber er war nicht alles, man mnßtc ihn noch mit der Freiheit aussöhnen. In den Angen vieler schließen die Freiheit und die Gleichheit, deren höchster Ansornck das allgemeine Stimmrccht ist, sich gegenseitig aus. Es galt sie zu nähern uud zu vereinigen, und ans ihrcr Vereinigung neue Fortschritte hervorgehen zu lassen. Die Aufgabe war schwierig; sie hat den Kaiser nicht cntmuthigt." Die ErcignM in Ircs. Die „Cpoca" vom 3. April enthält folgenden Bericht über die Sitzung der Cortes vom 20. März unter dem Vorsitz des Herrn Rivcro. Auf der Tagesordnung steht die Discussion über die Interpellation des nicht uninteressant sein, daher wir dasselbe hier folgen lassen; cö ist ein wortgetreu abgedruckter „Nepa rtit ions - Ausweis. Ucbcr das auhcurigc an das Hertzogthnmb Crain, und bccdeu Grafschaften Görtz und Gradista pr. 1018 Köpfe, allcrgnädigst postulirtc, und vermöge Hochcr Anordnung vom !4tcu Augnsli 1758, zu denen nachbc-uanntcn Regimentern, nach Abzug deren bereits nachcr Wicnu abgesandten 5, und zu der Bronnuischc guar-nisons-Vataillon auticipato schou abgegebenen W Köpfen folgender masscn annoch cinznthcilen kommende Rccrouten-Quantnm." Von dicscm ««cvssniidi^st postulate» quant» lm» men nach denen Vand- NecrotttM stand. Dividenten abzn- Davon scylld zu nachumami- ___s'lh«n, "°"^____ ttn Nc G,«diol,^____________________________________ VlllUiinc..... 209 Ballcwicim .... 117 !„ 785 ... Marschall .... "4 „ Molckc...... 2«,0 ' ., Baadcll Banden . . 124 „ y.>, l'»Ml)...... N7 "^ Clcnci...... 1". ____________________ ^785 j M ^ 744 ! 23^ 1018 41 ... fallen hingegen von dem Craincr. --------- Qlianto ab, ^< < Sig. Lcchbach den 2vtcu August 1758. Ioh. Jg. P u ch u e r. Abgeordneten Cala in Bezug anf die Ereignisse von Leres. Eala sagt, daß die über dieselben von der Kammer verlesenen Depeschen unrichtig sind. Leres hatte das Unrecht gehabt, ein progrcssistisches Aynntamicnto zu ernennen, das seinerseits wieder die Unklughcit beging, die Nationalmiliz und die Muuicivalgardc zu entwaffnen, die aus Patrioten bestanden, und die erstere durch bezahlte Bürger, die letztere durch Ncactiouärc zn ersetzen. Dieses selbige Aylintamiento schritt ohne alles Motiv zur Schließung dreier Elubs in der Stadt und zog in derselben eine zahlreiche Gendarmerie-Truppe zusammen, welche es in Prioatwohnuugen eiulogirtc. Der Redner erwähnt verschiedener von der bezahlten Bürgergarde begangener Gewaltthätigkeiten nnd schließt, indem er erklärt, daß die Verantwortlichkeit für die Ereignisse von Lercs zunächst anf die Exccntiugcwalt, in zweiter Linie anf die städtifchcn Behörden und endlich auf die Truppen fällt, welche sich unllugcrwcisc in den Conflict eingemischt haben. Herr Eala geht hierauf zum zweiten Theil seiner Rede über, iu welchem er die allgemeine Politik der Regierung einer bittern Kritik unterwirft. Er berührt beiläufig die Frage der Conscription, spricht die Meinnng ans, daß dieselbe einen großen Antheil am Ausstände von Acres gehabt habe, und greift die Theorien der Exccntivgcwalt und des Kricgsministeriums über die Armeen an. Er vertheidigt das Recht znr Insurrection als eine der Errungenschaften der Revolution und als ciu Recht, welches uom Präsidenten der Exccntivc selbst bei mehreren Gelegenheiten anerkannt worden ist; erhebt sich mit großer Energie gegen das Benehmen dcr Freiwilligen von Rens, welche sich dnrch Ezvessc aller Art, durch Plündcrnng, Verwüstung und Mord angezeichnet haben, nnd erzählt einen Act entsetzlicher Grausamkeit, dcr an einem Kinde von drei Jahren verübt worden wäre; er gesteht indeß zu, dies letztere Faclum nicht ans sicherer Quelle zu wissen und zieht diese Behauptung auf die Protestation des Kriegsministers zurück. Er zählt hierauf uoch weitere Beispiele von Blutdurst auf nnd sncht ans der großen Zahl Todter und Verwundeter darznthnn, daß die Truppen in einem Zustande von Erbitternng waren, dcr sie bis zur Grausamkeit trieb. Er beschwert sich endlich sehr lebhaft über die Art, wie mau gegen Hunderte von inoffensiucn Einwohnern aus dcr Umgebung vou Leres verfahren ist, welche ergriffen uud ohne weiteren Proceß nach Ecuta abgeführt wurden. Dcr Minister des Innern, Sagasta, vertheidigt das Aynntamicnto vou Leres, erklärt, daß dessen Präsident einer dcr llderalst.cn und achtbarsten Männer Andalusiens sei und beschuldigt die Revolutionäre, sich anf dcm Sticrplatzc in frciheitsmöroerischcr Absicht vcrsam-mclt zn haben, so daß aus sic allein die Verantwortlichkeit für das vcrgosscnc Blut fällt. Dort wie überall, sagt dcr Minister, gibt cs Rrpublikancr, welche zcrsez-zcudc Ideen predigen nnd für diese Leute ist die Eon-scription nie etwas anderes als cin Vorwand gewesen. Es ist bedauerlich, daß man Handlungen solcher Art im Parlament entschuldigt, denn dies ist nnr geeignet, die Demagogen zu crmnlhigcn. In allen Theilen dcr Provinz, wo die Rnhc gestört worden ist, wnrdcn Männer wahrgenommen, welche Gruppen bildeten, sich an ihre Spitze stellten und Earlislcu und Modcrados mit sich fortrissen. In einer Localität stand der Brndcr dcr Schwester Patrocinio an dcr Spitze dcr Bewegung, er war sogar einer der Hauptstiftcr dcr andalusischcn Vcr-schwürnng. Dcr Kriegsminister nimmt die Truppen in Schntz, die an dcr Unterdrückung dcs Anfstandcs von LcrcS thcilgcnommcn haben, und ganz speciell die Jäger von Leres, die für Cnba bestimmt sind. Die Gewaltthätigkeiten, die man ihnen vorwirft, sind unwahr und Ausgeburten cincr überreizten Einbildungskraft. Die Truppen haben ihre Schuldigkeit gethan, und sich mit Groß-mnlh benommen. Nach einigen Gegcnbcmcrknngcn dcs Hcrrn Ealu nnd dcs Ministers dcö Innern wird die Sitznng aufgehoben. Oesterreich. Wien, 6. April. (Regierungsvorlage über die Kundmachung von Gesetzen und Verordn ungen dnrch das Rcichsa. esctzblatt) Die wesentlichsten Bcslimmnngcn dieses in dcr bcntigcn Sitzung des Abgeordnetenhauses vom Minister deö In-neru eingebrachten Gesetzentwurfes find folgende: Das Reichsgcsctzblalt wird in allen den in dcm Reichsrathe vertretenen Köuigrcichcn und Ländern landesüblichen Sprachen herausgegeben. — Alle im Rcichsgcsctzblattc enthaltenen Kuudmachuugcu habcn, wenn nicht anders bestimmt wird, für sämmtliche im Rcichsrathc vertretenen Königreiche nnd Länder zn gelten. In diesem Falle ist das Gebiet, für welches die Kundmachnng zn gelten hat, nicht besonders auzuführen. Wenn aber eine solche Kundmachung nicht für sämmtliche im Rcichsrathc vertretenen Königreiche und Länder erlassen wird, so ist dcr Ge-bictöumfang, für welchen sie erlassen wird, im Tcrte dcr Kundmachung anzugeben. Die verbindende Kraft dcr im Rcichsgcsctzblatle enthaltenen Kundmachungen bc^ ginnt, wenn iu denselben selbst nicht ausdrücklich eiuc andere Bestimmung getroffen wird, mit dcm Anfange dcs fünfllndvicrzigstcll Tages nach Ablanf des Tages, an welchem die deutsche Ausgabe jenes Stückes des Rcichsgcsctzblattcs, iu welchem die Kundmachung enthalten ist, hcransgcgcbcn und versendet wnrde. — Es ist Sorge zu tragen, daß die schleunige Erlangung dcs Neichsgcsctzblattcs für Jedermann thunlichst erleichtert, die Bestellung auf dasselbe von jedem Postamte angenommen, der Preis desselben möglichst billig gestellt und die Versendung allenthalben nach Art der Zeitungen eingeleitet werde. Die Versendung des Neichsgesetzblattes erfolgt portofrei. Graz, 7. April. (Abschied des FZM. Ä"' ron Maroiöiö.) Gestern versammelten sich sä>nmt< liche activen Generäle, Stabs- und Oberofsicierc, da»» Mililärgcistlicheu und Mililärbeamtcn der Grazer Gar< nison in dcr Truppenoiuisiousschllle, um dem conunan-dircndcn Heun FZM. Baron Maroiüiö, welcher nach Wicu abgeht, cincn Abschiedsbesuch zu macheu. Um 9 Uhr erschien dcr Hcrr Fcldzeugmcistcr nnd nahm die A» spräche dcs Hcrrn FML. u. Rupprccht entgegen, welcher in cincr kurzen Rede im Rainen sämmtlicher AlNvcsendcn d^s Bedauern ausdrückte, einen solch' hervorragenden n>id allseits verehrten Vorgesetzten zu vcr< licrc». Der Hcrr Feldzcugmeister erwiderte in einer wohl.,csrtztcn, fließenden, und von sonst ähnlichen Ne> den uorlhcilhaft abstechenden Sprache, daß er schwer vo« Graz scheide, welches er liebgewonnen, und daß ih>' nur dcs Kaisers Wille bcstimim, dcu heiklen Bodcu in Nicn zn bctictcn. Dcr tapfere und lcntselige Fcl> zengincistcr betonte im Verlaufe seiner fast cmstündigen Rede, daß die neue Acra auch vom Militärstande vel' standen sein will, daß ihm für die Zukunft Oesterreichs, da wir cine Constitution, Gcschwornengerichte undPrcß" frcihcit haben, nicht bange sei, und daß er sich mit Hinblick anf das Institut der Freiwilligen wünsche, daS Glück zu haben, ciuc Armee, bestehend aus gebildeten jungen Lcutcn, wie sic vou den Universitäten kommen, einst commandiren zu lönnc'l. Daß die Freiwillige» keine strammen Soldaten sind und burschikose Manierc» habcn, sei lein Unglück, da die Jugend, wenn voM Geiste dcr Wissenschaft bcfeelt, sich frei bewegen »»» austoben müsse. Den Ucbcrmuth in dic nöthigen Schranken zn dämmen, sei Sache dcr Officicrc, welche nicht durch Indolenz und apathischen Glcichmnth, sonder» dulch rca.cn Eifer u»d durch Arbeit schon um ihres eigenen Gewisscus wca.cn sich hervorthun sollen. Der Wunsch, bei allen Abschiednehmcnden im guten Andenken zu bleiben, bildete den Schluß der gewiegten Ansprache. ________ Uuslaud. Berlin , 6. April. (D ement i.) Die „Nordb. Allgcm. Ztg." dementilt die Zeitungsnachricht, Preußen habe die Garantievcrlläge mit den Südstaalen gekündigt. Völkerrechtliche Verträge ohne bestimmte Zeitdauer köimcu nicht liüscitig gekündigt werden. Wollten dic Substraten die Verträge lösen, so müßten der Äun-dcsrath und der Reichstag darüber beschließe». D>e Besetzung dcr Festung Mainz durch preußische Truppen licht mit den Garanticocrtrügcn in keiner Verbindung, sondern beruht auf dem preußisch » hessischen Friedens-vertrage. — 7. April. (Belgisch-französische Frage.) Nach officiöscn Meldungen aus Paris wäre cin baldiges Ergebniß dcr bclgisch-franzüsischcn Verhandlungen zu erwarten. Man beabsichtigt, vertragsmäßig eine Umwand' lung der iutcrnationalen Commission in eine permanente Körperschaft zur DiScutirnng der gemeinsamen Handels-iutcrcsscn Frankreichs nnd Belgiens unter Zuziehung von Veiräthen anS den Handelskammern beider Lander vorzunehmen. Nom, 1. April. (Znm Concil. — Vor be' rcitnngen zur Secundiz.) Was den Aufsch^ dcsEoncils vcrmnthcn läßt, find nicht die Gerüchte u»d Gründe dcr über hiesige Dinge öfters schlecht unterrich/ tctcn Florentiner Blätter, cs ist ausschließlich die sw' gcndc Bcsorgniß vor dem Auftreten dcs französischen ^ bcralismns im Schooßc dcr ehrwürdigen Versammlung' Hr. Louis Vcuillot wird dein Papste nächstens pcrsö»' lich mehr Aufschluß darüber geben. Inzwischen suche" sich die dnrch daS Gespenst Geangstigtcn Muth i" machen, nachdem sie bemerkt, daß die OccupationStrup' pen in Civitavecchia sich während der Passionszeit e»t' schieden christkatholisch durch geistliche Exercitien in stillt Znrückgczogcnhcit anf die Ostcrfcicr vorbereiteten. M»" aus dieser Vordiffcrcnz anf einc Hinneignng dcs ^)> Stuhls nach Berlin geschloffen wird, und die Eifersucht darüber sogar im französischen Clcrns, dcr doch cUlA national fühle, entzündet sein foll, so sind das gclM lose Abcntcucrlichkcitcn. Die ..Civilta Eattolica" thut, als wäre eine freisinnige Richtung im französischen 6^ rns gar nicht zu fürchten und versichert in ihrem neue' stcn Heft, nntcr starker Betonung, an der günstigste" Stimmung für das Concil sei nicht zu zwcifclu; davo» gäbcu in allcu katholische» Nationen zahllose (!>mm»»'l'<" v»Ii) Kundgebungen aufrichtiges Zeuguiß. Die Fivlua Cattolica" crmahnt dabei zu beharren, denn fic würde" fich in ihrem Glauben an die dort vertretene Mtorltal nicht täusche!': Gott selber werde inmitten jener 2)^ sammlnng thronen. Das Concil wird, wie sie me'U^ zu uns kommen wie cin Wirbelwind über die blühc'^ Aussaat der Corruption; wo er anschlägt, werden 573 Blüthen zur Erde fallen. — Auf allen Plätzen arbeitet man an dem Fcstgcwande das die Stadt am 11. April tragen soll: wir haben Anssicht anf viele fremde Äe-snchc wie auf einen Fcstglanz ohne gleichen. Das Programm ist schon öfter geändert worden; wic es jetzt lautet, wird der Papst zwischen 7 nnd 8 Uhr auf Bitten des Capitels in der Basilica des Vaticans die Messe lesen, wenngleich er das Kirchlcin S. Anna dci Falcgnami lieber gehabt hätte, wo er zum erstenmal celcbrirte und den Zöglingen dcs Hospizes Tala Giovanni den Katechismus auslegte. Der Messe werden die Cardiualc, die Prälaten, das diplomatische Corps, der Senat, der Gcncralstab, außer den Ministern nnd sonstigen hohen Beamten assistircu. Um 10 Uhr große Parade der Garnison auf dem Pelcrsplatzc, Mittags großer Empfang im Vatican, die Deputationen der Schulkinder machen den Anfang, die der höchsten Würdenträger den Schluß. Nachmittags päpstlicher Gesuch im Hospiz Tata Giovanni, an welchem Abbatc Giovanni Maria Mastai (Pins IX) einst als Lchrcr arbeitete, Abends allgemeine Beleuchtung der Stadt, bei der Rückkehr Sr. Heiligkeit nach dem Vatican werfen die Tibcr-Dampfbootc und Geschütze der Cngclsbnrg Licht-blumcn nud Kränze. In allen Dikastcrien, nntcr den Truppen, selbst in den Hospitälern, wird für ein Fcst-augcbinde znm 11. April gesammelt. Die Ncithc der Finanzconsulta haben ein üdcrans kostbares Missale auf einem silbernen Lescslauo bereit. Als der Papst davon hörte, bemerkte er einer ihrer Geschüftsdcputationcn: ..Signori, Sie sind da um zu sparen und verplempern das Geld." „Heiliger Vater, wir sparen für den Staatshaushalt, das Geschenk aber ist unser." Der Papst lächelte billigend. Paris, 6. April. (Sitzung des gesetzgebenden Körpers.) Magnc sagt, die Vorschläge Gartner-Pagös scicu ein philosophischer Traum. Er cvlislatirt, daß sich die Finanzlage erheblich gcbcsscrt habe. Die Amcndnncnls der Opposition würde» die Einnahmen um 498 Millionen vcrriugcm. Der Kai' ^r hätte gerne die Steuern vermindern gewollt, aber das überwiegende Intciessc einer anlen Finanzlage hat dcn Ncguliacn seines Herzens Einhalt gethan. Eö gibt zweicilci Artcn von Popnlarilät: die der illnso>i-^ schcn VelsplcchlilUieu und jene, die auf die Wntlichtcit Neglündet ist. Dcr Kaiser wolle nnn diese lctztcre, (Beifall.) Hinauf wuidc die Geucraldebatle geschlossen. Vtadrid, ?. April. (T h r o n c a n d i d atur. — Verfassung.) In cincr großen Cunfereuz dcr Minister, dcr Olozaga beiwohnte, wnrdc nbcr eine aus ^'ssabon cingclangtc Depesche verhandelt. Man mr. !>chcrt, Olozaga werde iu Folge dcsscu nicht nach >lssabo» gchen, wo die schr aufgebrachte V^volkernng lede Mission schlecht empfangen wüldc, die Dom Fernando die Krone anzubieten käme. — In dcr hcntiaen ^ortcssitzmia. hat die Debate übcr dcu Veifasfu>'gscnt> ^ll'f begonnen. Nuauo (Ncpnblicancr) ucrthe,digt die "lcplililif. Gil Sanz erwidert demselben, die Ncpnblil ^lndc znm Viligcrkricgc füh,cn, uud weist nach, daß °er vorliegende Vcrfaffnngsentwnrf liberaler sei, als die nühcrcl,. Athon, 7. Aplil. Direct. (Die lö n i g li ch c " a mi lie) reillt Sonnabend nach Corfu. König Georg ^'^d nlier am 17.April wieder nach Athen zurückkehren, ^dcn Prinzen von Wales zu empfangen. Hassesnemgkeiten. -- E e. Majestät der Kaiser haben der Pfarrgc-^.U'de Prein in Glieder-Oesterreich zur Bestreitung auö-^Ncndcr Kircheubaukostcu einen Veitrag von 100 fl. aus ^^vatnliltelu allerguädigst zu bewilligen geruht. ^ ^ (Zur deutschen ^l o rdpol expedition.) ,./' Majestät dcr Kaiser hat die ihm von Dr. Pctcr-^""n in Gotha als Erillncrnng an die erste deutsche Abfahrt überreichte Eisbäreudccke huldvollst eutgcgcuge-,^'"U"l. Zugleich hat der Kaiser Herrn Dr. Pcter-die !vü Ut Würdigung seiner hervorrageuden Verdienste um ^M !^'"^'t ^l 'allgemeinen uud 'insbesondere mn das reis^'^^"U"cn eines der deutschen Nation zur Ehre ge-^ lender Untcruehiueus als Zeichen der Anerkennung den PUci,? ^' ^fernen Krone 3. Classe uud dem Ca-duio, Koldcwe Y, den: verdienten Führer dcr Expc-des Franz Ioscfs-Ord cnö EchwT'^tts Wiliczka) meldet die „Corresponded Nass,' '' I" der Woche vom 22. bis 31. März ist das Die ^ Durchschnittlich 4 Zoll iu 24 Ctundeu gcjtlegcu, Gai^, llerhcbllug im Franz-Ioscfsschacht war ungestört uu ^ul/ >, ^"" nn Elisabethschacht durch Wasserkastcu nach stand z> Arbeiten beim Maschiuen-Eiubau. Am 31. 3)iärz tzoru.,^ ^"llcr 3 Klafter, 0 Fnß, 3 Zoll über deur schine - ^""^ Oesterreich." Die 250pfcrdckräftigc Maischt ^y? '"^^ etwa "cht ^agc versuchsweise in Gang ^scilcu 9'"' ^'" ^^ ^" """" "^^ "^^ "^ Bcwcguug ^leih^ ' ^"buidun^thcilcn anfangd vorhandenen kleinen "l^ Än'Uund Etockuuge» leichler zu überwinden uud !!"l Mas/ ^^ ^uterbrcchilngeu durch ciuen etwaigcn Bruch ^' Tiefe ""v^c"' ^'» 'die Viaschiue und deren nach ^ "halten 's'^"^ Bestandtheile möglicbst fest und stabil ^undcu w ? """'"' theile dlirch starke Ketten ^" Horiw ." -" "" "nem vor jeder Senkung sichc-ü"uc Ml,gchangcn. Kleinere Nacharbeiten, wic die Vollendung des Abflußcaualö fiir das zu hebeude Wasser, konnten wcqen der die Arbeiten störenden ungünstigen Wit-teruug erst jetzt besorgt werden. Ueber Ecutuugcn, die iu jüugster Zeit sich gezeigt habeu sollcu, liegt leiuc Älteldung vor. Sind sie wirtlich vorgekommen, so haben sie deshalb zuverlässig keine Bedeutung. — (Ein Beispiel von Toleranz.) Man schreibt aus Budweis: Ein zur Nachahmung zn empfeh-lcudcs Beispiel von Toleranz wurde unlängst von der katholischen Geistlichkeit eines Marllflccteus im nördlichen Böhmen gegeben. Daselbst ist eine alte, arme Witwe, die einzige protestantische Person im Orte, gestorben. Der ans der Ferne herbcigcrufeue evangelische Pfarrer, welcher, um die Function nach dem evangelischen Ritus voruchmcn zu könucn, den Echullchrer und zwölf Echuttuabcu mit sich genommen hatte, wurde sehr überrascht durch den überaus freundlichen Empfang, welcher ihm von Seite dcr Gc-meindevorstchung und der Bewohner zu Theil wurdc, noch mehr aber, als sich bei feiner Ankunft in dem Marktflecken selbst der katholische Pfarrer mit den Eapläucn zu seiner Begrüßung ciufcmd. Als sich der Trauerzug iu Bewegung'setzte, ertönten zu deu evangelischen Trauergc-sänsscü u'uaufgefordert und bei der Armuth dcr Dahiuge-schiedeuen auch umsonst die Glocken in dcr tatholischeu Kirche. Dieses von dem katholischen Pfarrer gegebene Vorbild der ^iebe uud Eintracht hat sowohl bei Protestau-ten als bei Kalholiteu die vollste Aucrleuuuug gcfuudcu. — (N achah m e u s wert h.) Iu der löblichcu Absicht, das Studium dcr vaterläudischeu Geschichte ^ förderu uud desseu Ergebuisse zugäuglichcr zil uiachcu, gedelltt der Miuervavcrciu iu Trieft eiuc Fortsetzuug des „^i-cnoo^ruso tri0^iiw" zu vcraustaltcu. Dieses vom uuvergcßlicheu ^Ilos-sctti ius ^'ebctt gcrufelle Wert gelangte leider nur bis zum 4. Baude uud gcrieth dann ms Stocken — was um so bedauerlicher ist, je werthvoller die Publicatioueu sind, welche die bisher erschienenen vier Bände nmfasseu. Iudem uun der Vtiuervavercin dieses Uuteruchmeu im ursprüug-lichcn Eiuue uud Geiste fortzuführen sich cmfchickt uud fich benlühcu wird, vou der Ncligious-, ^iiecht^-, Kuust-, Literatur- uud Eullurgeschichte Tricsts nnd der beiden Nach-barprovinzcn ein möglichst vollständiges Bild zu entwerfen, wobei cr auf die Eamulluug der bctreffeudeu geschichtliche» j Aclcustücke uud die Veröffeullichuug dcr Ctalutcu sciu bc-soudercs Augeuiuerk richten wird, erwirbt cr sich ciu sehr ancrkenuenswerthes Vcrdicust. — (Dcr Erfiuder Er its on), der von deu amerikanischen Zeitungen umgebracht, d. h. als todt ge- ! meldet worden, lebt noch uud so habeu sich seiuc jouruali-stischeu Mitbürger entschlossen, ihu wieder auferstehen zu lassen. Aus dcm Vl'richtosaale. — (Bauknutenfälschcr.) Am 23. März bc-gauu vor deu SchrauK'il des hiesigen Vaudcsgerichtes (Iüuf-richtcrcollcgium uuter dc,u Vorsitze des Herru ^audcsqc richtsralhcs Tchmid) der zweite Baukuoleufälscherproceß ge^ ! gen 16 Augcklagte, welcher erst gcsteru nnt der Urtheilspublication seinen Abschluß saud. Aus den Augeklagten ist Iohauu Prcschern, Bauernsohn vou Laufen, der Creditspapicrvcrfälschuug durch Nach-uiachuug von Banknoten per 10 fl. uud 5 fl. , dauu der ! Mimzverfälschuua, angeschuldigt, und manche dcr vorlie-genden Falsificate per 10 fl. sind so gelungen, daß bei uicht gcuauercr Besichliguug eiuc Täuschung leicht möglich war; außerdem wird ihm die Anfertigung falscher Sechs-treuzerstücke zur Last gelegt. Josef Aljaucie wird gleichfalls der Ereditspapierverfäl-schuna. durch Nachiuachllug von Miwzscheinen n per 10 kr., welche aber mit dcu echten wohl keine entfernte Achulichkeit besitzen, daun dcr Theiluehmung au diesem Vcrbrechcu au geklagt, weil cr vier Stück Falsisicatc üper 10 fl., vou Iohaun Prcschern übernommen hat uud Gregor Aljaueic, Josef Kokajl, Jakob Douc, Mathäus Kralic, Äutou Viejac", Jakob Bajt, Anton Pcrc, Jakob Fende, Michael Panli, Leopold Cuber und Viathäus Krovar sind gleichfalls der Theilnehnlung an der Crcditspapierverfälschung beschuldigt, weil durch sie Falsificate größtcutheils per 10 fl. verausgabt wurden, deren Anfertigung dem Iohcmn Prescherll zur In Laibach namentlich wurden mehrere dieser Fabricate bci Aukauf von Schweinen als Zahlung verwendet uud dicsfalls ist der Laibacher Fleischer Math. Kralic angeklagt, der znr wirklichen Verausgabung den Unterhändler Jakob Douc verwendet haben soll. Vou diesen Angeklagten ist Mathäus Kropar vor der Schlußverhandlung gestorbeu uud allßer selben werden uoch ^ohauu Supau uud Blas Aljancic der Ucbertrelung des Betruges augcschuldct, währeud gegen deu letztcu Au' geklagten Ioh. Burger schon voul Vezirks-Gcrichtc Kraiu-bürg hierüber das Straferteuutuiß gefällt wurdc. Dlc Echlttßverhaudlnug bot kciuc Momente vou allgemeinen Interesse; ein paar'Zcngcn vcrnuglüctlcu hicbei,'da sie ihre iu dcr Voruutcrsuchuug' abgcgebc'ucu Aussagcu zu Gunsten des Johann Prescheru modisizirtcu, weshalb sie verhaftet uud die Einlcitnng dcr Untersnchnng lvcgcu Betruges angeordnet wnrde und dcr Zeuge Thomas Kvcdcr vou Mittcrdorf mußte gleichfalls iu die Neihc dcr Auge klagtcu treten, weil er bci der Vcrhaftuuq des Jakob Bajt dcu Gcudarmen drohte, daß uiau Mehl aus ihncu machen »verdc, worin die Staatsanwaltschaft die Uebcrlrctuug nach tz 314 Et. G. erblickt. Im allgemeinen ergab die Schlußvcrhaudlung, daß gegen die Mehrzahl dcr Augetlagteu uur fchr vage Ver. dachtsgrüude vorliegen, weshalb auch scholl die Staatsanwaltschaft in ihrem Schlußvortrage die ursprüngliche Anklage wesentlich modificirte, und dem gemäß wurdc durch das heute publicirtc Urtheil Iohaun Prescheru des Verbrechens der Müuzvcrfälschuug als uicht schuldig, wohl aber des Verbrechens der Crcditspapierverfälschuug als schuldig erklärt und zu 10jährigcm schweren Kerker verurtheilt, Joseph Aljaucic wurdc des Verbrechens der Ercditspapier-verfälschung nnd des versuchte» Verbrechens der Theilnch-umug, daun dcr Uebertrctuug des Diebstahls als schuldig erkauut uud zu ^jährigem schwere» Kerker verurtheilt; Gregor Aljan?ic und Josef Kokajl wurdcu der Theil-nehmung an dcr Ercditspapicrvcrfälschung, ersterer anch des Verbrechens des Versuches hieran schuldig erklärt uud ersterer zu Kjährigem, letzterer zu f.jährigem schweren Kerker vcrurthcilt. Die übrigen Angeklagten, Jakob Done, Matthäus Kralic, Antou Mejae, Jakob Bajt,^ Auton Pen', Jakob Fende, Michael Pauli uud Leopold Euber, wurdeu sämmtlich dcr Theiluehmuug als nicht schuldig nnd von i'h»en nur Jakob Doue uud Matthäus Kralie wegen Verbrecheus des Betruges, ersterer zu ^wöchentlichem, letzterer zu 3mo-uatlicheui, Michael Pauli wcge» desselben Verbrechens auch zu 3monatlichem Kerker, A»wn Perc wegen Ueber-trctuug dcs Bclruqcs zu 14tagigcm, Auto» Mejae we-gcu dcrselbcu Ucbcrtretuug zu 2mouatlichcm, Jakob Bajt wcgcu Vcrbrecheus der öffcutlichen Gewaltthätigkeit, Ver-gchcuö des Auflaufes und Uebertretuug der Wachebelcidigung zu 6wöcheutlichcm Kerker verurthcilt Eudlich wurdeu Blas Aljaueie wegen Uebertretung dcs Betruges zu 3tägigem, Iohauu Sup an wea.cn Versuchs dieser Ucbertretung zn 8lägigem uud Barthlmä Kve-dcr wegcu Uebertretung nach § 314 St. G. zn Ztägigem Arreste verurthcilt. Locales. — (Forstgesctzcu quote.) Gestern Vormittag 11 Uhr versammelten sich im Nathssaale der Landesregierung die Mitglieder der behufs Berathung der Forstgesetzreform ciubcrufeucu Euquöte, welche iu folgender Weife zusammengesetzt ist: Laudespräsidcut von Eonrad als Vorsitzender, Regicrungsräthe Roth und Dr. Schöppl als Fachreferentcu; vom Laudesanöschusse die Herren: Landes-hauplniauu vou Wurzbach und Dr. Bleiweis; aus dem Landtage: Oberfiuanzrath v. Kalteilegger und Eustos Defch-ulauu; vou Seite der Forstsectiou der k. t. Landwirth-schafls^esellfchaft Forstmeister Ernst Faber; für die vorjährige Vcrsammlnng der Forstmänner -. die Forstmeister Witschet, Seilucr uud Förster Dimitz; eudlich der VeMshaupt-ulauu Höffcrn von Saatfeld uud Bezirks Eoulmissär Pleöko. Der Herr Laudespräsideut eröffnete die erste Sitzung mit einer Ansprache, iu welcher er der Versammlung die Wichtigkeit der Aufgabe vor Augen führte. Nach Befchluß über die principielle»! Vorfragen wurdc eiu Eomit6 zur Aus-avbcitnng der Detailentwürfe eiugefctzt, das aus deu Herren Olierfiuauzrath v. Kaltcucgger, Vczirföcounnissär Pleßko, Forst-meistern Wilschl lind Ceitner und Förster Dimitz besteht und welches seine Arbeiten sogleich begann. — (Laibach - Tarvis-Eiscnbahu.) Schou in deu nächsten Wochen wird die öffentliche Subscription auf das Capital für die Eiseubahulinie Laibach - Tarvis, dessen Beschaffung die Kronprinz - Nudolphbahn - Gesellschaft dem Consortium der Crcditaustalt, dcr A»glo- uud der Frauco-Aaut übertragen hat, aufgelegt werde». -" (Zum F cst e der Secuudiz) Seiner Heiligkeit Papst Pins IX. wird Sonntag am 11. d. M. um 9 Uhr in der Pfarrkirche Maria Vcrtündiguug ein feierliches Hochamt mit Sea,en uud I',' cloum abgehalten; wobei die Messe, Ave Maria nud Gradnale vo» P. N. Ie<-lovsky, Offertorium I^^inll oooli von Josef hilscher, ^ilntnm «rn'0 von Franz Schubert uud ^o I)6um von F. Est zur Aufführung tomnleil. — (Constitut ioucller Vereinin Laibach.) Heute Abeuds inu ? Uhr siudet im Saale der Echießstätte die zwölfte Versammlung statt. Tagesordnung: 1. Besprechung der neuen Orgauisirung der Handels- und Gewerbe-kammer und dcr bevorstehenden Wahlen für dieselbe. 2. Besprechnng in Betreff der Dnrchführuug des Schulauf-sichtsgesetzes. — (Dcr Sport dcs Vel oc ip edfa h rcns) findet innncr inehr Liebhaber bei uns nnd die vom Herrn Karinger veranstalteten Uebungen im Coliscumsaale sind stets von zahlreichen Znschaneru besucht, unter denen auch die Damenwelt stark vertreten ist. Einzelne Herren besitzen bereits eine ziemliche Geschictlichkeit im Fahren. Die Frage: ob das Fahren in den Straßen der Stadt überhaupt zu gcstattcu sei, ist, wie wir hören, bereits in Anrcgnng gebracht und dürfte wohl bald zur bestimmten Entscheidung kounueu. — (Das Iu geud turnen) ist an der hiesigen evangelische» Sch»lc 'bereits iusoferne als obligat eingeführt, als au demfelbcn alle körperlich gesunden Knaben thciluchmcn müssen. In dein neben der Kirche gelegenen Garten sind zu dem Zwecke ciuigc Turugcrälhc aufgestellt, au dcucn wöchentlich zweimal Uebungen — abwechselnd unter dcr Leitung dcs Tnrulehrers des Laibachcr Turuvcrcius Herrn Scheffcr uud des cvaugelischeu Lehrers Herrn Früh-wirth vorgcuommeu werden. Um die Jugend allmälict dem crustereu Turucu selbst zuzuführen und überhaupt die wünschcuswcrchc Abwechöluug zu erzielcu, findcu täglich unter Aufsicht uud Leitung des Lehrers geeignete Spiele m Verbinduug mit Frei- uud cmdcrcn turnerischen Uebungen 574 statt. Es ist auf diese Weise sicher die beste Gewähr für die tüchtige geistige und körperliche Ausbildung der Jugend gegeben, worauf nicht genug Gewicht gelegt wcrdcu lann. Die Verdinduug passeudcr Spiele mit dein Tnrueu läßt es anch erklärlich finden, daß bereits die Cchuljugcud Lust und Freude an dieser Geist und Körper stärkenden Uebuug findet nud so im reiferen Alter eifrige Auhängcr der Turu-sache werden. Der als tüchtiger Iugcudturulehrer bestens bekannte Turnlehrer Herr Schcffer legt auf diefe hier bisher wenig gepflegte Art des Turucuö besonderes Gewichl und hofft dan'nt die günstigsten Resultate zu erzielen. — (Zu den antiken Funden.) Aus Anlas; der Erdcmsgrabungcn für den Taulscher'schcu Hausbau trage» wir uach, daß gestern der lctztaufgefiindeue Sarkophag eröffnet und darin ein fast ganz vermodertes Gerippe gefunden wurde, außerdem wnrde gestern ein zweiter, im ganzen der fünfte Sarg aufgedeckt. Die Lesart des am Dienstag aufgefundeuen römischen Grabsteines: ^iiuiilio haben wir nach näherer Ansicht dahin zu berichtigen, das; dieselbe 'I. (ito) ^Vurolio lauten soll. (5s wurde uns von beim Vaue Beschäftigten erzählt, daß anch ein Gerippe ohne Sarg gefunden wurde. Die Stätte der Nachgrabuugeu wird fortwährend stark besucht. Herr Taut scher sorgt in anerkennenswerther Weise für Sicheruug und Ablieferung dieser denkwürdigen Altcrthnmsrestc an das Laudcsmuseum, — (Polizeibericht.) Ein unbekanntes Mädchen hat am 1. d. in einem Geschäfte betrügerisch eiuc rothe Bettdecke entlockt. — Am 1. d. Nachmittags wurde ein bespanntes Pferd, womit der Gruudbesitzerssohn I. N. aus Strapse 4 Schullnaben Hieher geführt hat, unfern der Klagcnsurterlinie bei Annäherung eines Traius scheu, rannte, nachdem alle am Wagen befindlichen Personell absprangen, nach Zertrümmerung des gesperrten Aahnschrantens über das Vahngcleise und blieb vor dem zweiten gesperrten Bahnschranken, von Personen gepackt, glücklicherweise ohne Unfall in dem Momente stehen, als ein Lastcnzug vorbei-brauste. — Der provisorische Amtsdieucrsgchilfe A. L. wnrde am 1. d. bei der That betreten, als er ein im Amte gestohlenes Paket reiner Drucksortcu Zum Verkaufe trug, Es hat sich in Folge dessen herausgestellt, daß L., der uo'ch vor gemachter Auzeige flüchtig wurde, bereits durch mehrere Monate aus dem Amle Papier ill fchr bcdcuteudcu Quciu-titaten, von denen mehr als .'l Centner bisher zu Stande gebracht wurden, entwendet nnd es an Geschäftsleute verkauft hat. Die strafgerichtliche Untersuchung wnrdc eingeleitet. — Dem Grundbesitzer I. K. aus Gorice wurde am 3. d. Nachts im stark berauschten Zustande hinter dem Bürgcrsp'ttalögcbäude durch 3 Männer, die früher mit ihm zechten, eine silberne Uhr, muthmaßlich mit Gewalt, abgenommen. Zwei der Thäler, I. Et. cms Pvdgoric und V. S., Fleischer aus ^cnbach, wurden verhaftet und dem Landes-gcrichte eingeliefert. — Der Laborant I. H. wurde am 4. d. früh mit einer sehr gefährlichen starken Schnillwnude am rechten Handgelenke in das Civilspital abgegeben. Er will über die Art nnd Weise, wie er zu dieser Verletzung gekommen ist, nichts angeben. In Folge der gepflogenen Nachforschungen wnrdc constatirt, daß er in einem Wirlhs-hause mit dem Vcsitzcrssohnc I. St. gcranft hat nnd bei diesem Anlasse verwundet worden sein dürfte. Die straf- -gerichtliche Untersuchung ist im Zuge. — Am 4. d. früh hat ein Passagier in einem Wirthöhanse aus dem Zimmer, worin er übernachtete, 4 Leintücher von den Velten gestohlen und sie, wie ernirt wurde, einer Fischerstochter um 2 fl. 20 kr. verkauft, sich aber dann von hier entfernt. — Am 6. d. wurdeu ciuer Schriflsetzeröfrau aus ciucm versperrten Wohuzimmer während ihrer kaum eiue Viertel stunde dauernden Abwesenheit anf mehr als 50 fl. bcwer-thete Prätiosen, als: eine knrzc goldene Glicdcrnhrkcllc, eine goldene Ärochc sammt Ohrgehängen nnd 4 goldene Niuge durch uubckauutcu Thäler culwcudet. Ucucllr Past. Die galizische Resolution gelangte im Ver< fassuugsauöschusse vorgestern zur Verhandlung. Dr. Kaiser im Namen dcs Sulicomitrtz»ng dc^ Einberufungs >Tclmms für dic Dclcgalionc» bczwcckcu. Morgcu hall Sc. Aiujcstät dcr Kaiscr ciuc R'cvuc übcr die halüMüdtlschc Garnison ab. Prag, 7. April. (Pr.) Im Sichrowcr Eiseubahu-tuuucl dcr Pardubitzcr Bahu stürzte gcstcru ciu großes Stück dcr Vcrtlciduugömcmcr hcrab. Iu Folgc dcsscu Ulnßtcn dic Passagiere in ciucn audcrcn Zug ülicrsicigcu; dic Vtachtzügc vcrlclirlcu wicdcr uugchiudcrt. Briiuu, 7. April. (N. Fr. Pi.) Wic sicher verlautet, ist ein abermaliM' Zusluuiucntlilt dcs cisleitha«-uischcn Episkopats vcvorslcl)c»d. ^lamciillich Eardiual Ranschcr sucht diese Idee zu uerwilklichcu. Krakau, 7. April. (Pr.) Gci Zusammcutritt des Rcichsralhs bespricht dcr Ezas nochmals die Rcso-lutions-Fragc. Dic Annahme dcr Resolution wäre für Galizicu glcichbcdcntcuo wic die Pragmatische Sanction für Uugaru. Es wäre uämlich ein erster couslitu-tioucllcr bilntcralcr Act. Im Falle dcr Nichtauucchmc wird ciu jcdcsiualigcr galizischcr Landtag dieselbe Älotion wiederholen und schließlich ourchdriiMU uiüsscn. Vcrliu, 7. Apiil, Dcm Wolff'fchcu Bureau gcht von authcutischcr Scite die Mittheilung zu, daß das Geiücht uou dcr bcvoistchcudcu Bildung ciucs preußischen Uc b n na, öl ag cr 6 am R h c i u als völlig nus drr Lust qcgriffcu bczcichuct wcrdcn lain,. Iu all^'U wcsll,chcu Provinzcu wild iu dicseu, Jahre uur ciu DivisionSmanövcr gchalleu weidcu. Madrid, 7. April. Die Journale bestätigen daS eintreffen einer Dlpcschc aus Lissabou, wclchc die offi-ciellc und definitive Ablehuuug dcs spauischcu ThroncS vou Scitc Dom Feruaudo's uleldct. Telegraphische Wechselcouvse vom « April. 5perc. Mrtalliques l!2.50. — 5prrc. M>talliq»es n»it Mai- und Noumibrr-Zinsei, 02.5^0. — üverc.Naliünal-Aülcheu 70.50. — l«,94 Handel und Golkswirthschastliches. Aus Wic», 4. April, wird der „T>. Ztg." geschrieben: ?k iu drn lctztcii Woche» so hochgehende Bürsmlmucgmiss ist entschieden iiu Miiehmeu begriffen. Von deu Papieren flii^tllireii uiir >>och die a!i?gesprochei,eu Epirlpapicre dcr Börse, die Creditactie, d c Auglo-Aiistiiaii-Bcmk, uud diesen in lcichleiu Trabe sich an-schließend die Flanlu.Änstriai'.-Vanl. Das erstere Papier, das »ach de- Geiüvaluelsa,mulmig eine enlschiedeuc Äaisstnchlung ein-schlug, weil inan die Eapitalsreducliun schon mit dein ^mnsc uon i«18 rscainptllt halle und m dcni Beschlusse der Oeiieralurl'-s^üiinlnng sich in seinen Hoffnungen auf milirdmssleS, sosurligcs Cimrelen dcr Rückzahlung gelauscht sah, cchullc sich so ziemlich wieder und dürfte namentlich einen erneuten Ansschwnng nehme», menu sich die heute circuli«nde Meldung belvahrhcittn sollte, daß die Negiernng ihre Znslimmmig zur ^'apitalsledncllo!! gegeben habe Deutlicher als n:i diesen eben erwähnten Spiclftapicreli zeigte sich die lleberspcclilalioil und die Uebersältignng des Ätarltei« mit (Mcleii nn den ncncii Papieren, deren Aufgelder sie sind znmeist nnr fieliue Ernrsc — einen entschiedenen Rilclgang erfahren. So siele», nm inir einzelne Papiere hervorzuheben , die Papiere del rgyptische» Aaiilen seit den letzleli Tagen lim 10-15 fl., indclü oslcrreichijch-orientalischc, die iioch gegen dcll Schluß dcs uorige» NtunalS mit 20 2t notirten, hciite mit il), österreichisch:egyptische jedoch, die 32 noiirte», anf 17 slehen. Nach crstcrcn herrscht i»' dessen lebhafte Nachfrage, da ihr ConrS ein cffeclwer und eS inir dem allgemeinen Dlncl anf dcn Geldmarkt zuzuschreiben ist, daß ci sich nicht ans fti»cr srilhrren. berechtigten Höhe zu haltcil ucr-mochlc. — Der Plötzliche Anfschwnng dcr Valuta Hal in große» D'cf»»g«lä»fen zn llltinio seinen Grund, während die seil liol'" gellern eingetretene, (5»holll»g ans großen Dcuisenuerkänfen der nngar. Regierung, welche einen Theil dcr ungir. (5isenl)llh!,lluleihe alif den Marlt brachte, rcsnltirt. Ucl'er dcu ge,^'nwävtisten Stand der Kisenbahtt-liuic ^'sseqss-Fiuüll' sind dem „C. Vl f (5," folgende M>t-lheiluugeu zugrgailgeu: Nachdem schou im November 16li>i meh^ rerc Couccssionöwerlier für die obige ^'inic wegen Unaiuiehmbclr-leit dcr von ihiicu geslclltcu Bedingungen abgeiuiescu werden lüußleu, beschloß dic tgl. ungar. Regierung, dcu Bau der S,recke Carlsladt^Finmc ul,,' drö luichligsten Thelleö sog eich in An.U'iff ;n nehmen, und denselben znr möglichste» Vermeidung weitere» ^eitucrlustcS anö RcgieriingSmitlcl!! zn führen, um sohnl dtt' Nothwendigleit zn entgehen, im Iulcressc der baldigen Rcalisi-rung dieser Strecke Banufferte nm jedeu Preis auuehmen zn müsscn. Die Trace der Slrcckc Carlstadt-Fiume wurde b rcilö früher durch deu Eüciiliahu-Vaudirector Thounuen im Detail festge-slrllt. Die gegenwärtig in dcr Aussilhrnng begriffenen Arbeiten de-slehen iu dcr Gewinnung Uou Terrain am Mecreönfer, i>, der Sicherling des Plannmö für dcu Bahnhof iuFinme, iu derAngrifsüahule grö>1ei cr El dben,>egnnge», Sprengungen uud Tunliclarl'eiten, wo solche nnliedingl nothwendig sind. Zuglciai sollen alif dicscr Strecke Vcr-suche mit dem uon dem Engländer Brett projeclirten spalinulcrcn und leichlcren Eisenbahn^ansysteine uorgenummen >uerdcn. Die allgemeine Anwcndbcuteit dieses Systems scheint jedoch mit Mck-sicht auf den uoranosichtlich bedeutenden Verkehr der ^inic und ans die dadnlch geforderte Dauerhafligleit uud Sulidilät des Baues ^weifclhasl. Die nöthigen Geldmittel werden erstlich anö den uoM ungarischen Reichötage bcn'ill,g!en .'i Vlillioncu, dann nach Ve-oarf nns dem Eiseubahn-Anlchm anf Giiind dcs 49,Gesel)artilcls uoin Jahre !«<>« beslritlcu. Die Tracc der Slrecke Essegg-Sisscl" ^inlstlidl ist noch nicht festgestellt, da gegruwältig SiaatsIiig^ uicnrc erst mit Tracc-Stndicu bezliglich der drei möglichen ^iiile» durch das Draulhal, da« Saoclhal und zwischen drll beiden gc-nannlcu Thälern beschäftigt sind. 'Meteurussische ^eliüachlull^il i,l LaiOlich^. <;U. Mg. li27.?^ -»- 2.^ N.s. schwach ganz bew, ^ «. 2 „ N. 327.0, 4-14,i NW, schwach dnnn bew. ^ 0.0« 10 „ Ab. ^27.2„ -l' «.4^SW. schwach heiter > Morgens ganz bewölkt, später theilweise Aufheiterung, d>l>^ bewölkt, milder Frühlingölag, Die Normal-Temperatur hat s'A wieder eingestellt. Das TagctMiittcl der Wärluc -^-«'3", mil 1'" ilber dem Normale. ^. ^^rnulwurinchcr Redacteur: Iguaz v. Kle, li in a li r. M^^^»»l.^^»<4»^ ÜUien, 7 April. Staatsfonds und Lose ware» etwas maller nnd anch der Geldmarkt schloß flauer, während Devisen und Valutm zur steiferm Noliz Nchmcr fa»dc"' V5ljenvrlllyi. Geld flüssig _____ Allgemeine Staatsschuld. Für 100 sl. Gctd Waare Einheitliche Staatsschuld zu 5 pCt.: iu Noten vrrzinsl. Wai-Noucinbrr —.— —. — „ „ ssebrnar-Augnsl 02.40 0^.60 Silber „ Jänner-Juli . 70.«0 70.70 „ Aprll-October.- 70.50 ?0.<;C Iu österr. Wahr. . . zu 5pCt. 5.9.50 59.70 delto v. Z. I«6« . . 5 „ 63.80 64,-detto rückzahlbar (^) . 5 „ 98.75 99.-dett° „ (?.). 5 ., 97.75 98.- Silber-Aul. 1864 (r.St.) 5 „ 78.- -.^ 1865 (Frcö,) 5 „ 81.— -.--Metalliques . . .zu4'/, PCt. "''" >^'" MitVerlos v.J. 1839 205.— 200.— Mit Verlos. v,1.1854 zu 25u sl. . . „4 „ 95- 95.50 Mit Verlos. v.J. 1860 zu 500 fl. . . „ 5 „ 102.75, 103.-Mlt Verlos. v.J. I860 zu 100 fl. . . „ 5 „ W375 104.25 Mlt Verlos. nI. 1864 zu 100 sl...... 128.10 128.30 Lomo-Reutensch. zu 42 I.,,-« 3U«t. pr. Stück.....23.50 24.- Staatö-DomäueN'Pfandbricfc zn 120 sl. ö W. (300 ssr. 5 pEt.) in Silber pr. Stück ... 11<;.75 117.25 Gru,,dentlastm,a.s-Obl»aatlo,lel,. Für 100 fl. Geld Waare Nicder-Ocstcrrcich . . zu 5 pCt. 92.50 93.— Ober-Oesterreich . . „ 5 „ 91.-- 92. - Salzburg .... „5 „ 90.— 91.- Böhmen .... „5 „ 92.— 92.50 Mährcu .... „ b „ 90.50 91.- Schlesien .... „ 5 „ 90.- 91..- Steiermarl ... „ 5 „ 9ü.— 91..., Ungaru..... „ 5 „ 7ft,«0 ,9.25 Tcmcser-Vauat . . „ 5 „ ??,50 78.- Eroaticu und Slavonien „ 5 „ 79, - 79.50 Galizieu . . . . „ 5 „ 71.25 72,— Sicbenbürgeil ... „ 5 „ 74.25 75.- Butouiua .... „ 5 „ 71,25 71,75 Nug, M. d. V,-E. 1867 „ 5 „ 77.75 /8.25 Teui.V.m.d.V.-C. 1867,, 5 „ 75,50 7l!.25 Actien (pr. Stilck). Nalionalbaul...... 729.- 731,- Kaiser Ferdinandtl-Nordbahil m 1000 fl. CM.....2327.-2332 - ssredit-Nnsialt zu 200 fl. ö. W. 2i)4.- 294,20 N !j Escom.-Gcs.zu500st.ü,W. 822- 825.- Stlltsciscuv.-Ges. zu 200 fl..,25 165.50 Geld Waare Siid.St.-, l.-veu. u. z.-i.E. 200 fi. ö. W. odcr 500 Fr. ... 232.75 233 — Glll.Karl-l!ud.-B. z.20'»sl.CM. 217,75 21".- Böhm. Wcstbahu zu 200 fl. . 193,— !93,50 Ocst.Dou.-Dampfsch,-Gcs. U^ 575.— 577.- Oesterreich. 5!lol)d iu Trieft Z I 320.- 322.— Wicu,Dampfm.-Actg. . '. . 320.— 330.— Pester Kettenbrücke .... 69«,».- 695.— A-.iglo -Austria- Bank zu 200 fl, 321. - 321.,'.0 Weinberg lizernowitzer A^lieu . 185,— 185'.50 Vcrsichcr.-Ocscllschast Donau . 252,- 255.- Pfandbriefe (für 100 st.) National- ^ bant auf ^ verlosbar zu 5«/. 1W 80 101.— ^. M. j Nationalb.aufö.W.verlosb.5,, 96.25 96 50 Ung.Bod.-Ered.-Ansi. zu 5'/.,. 92.— 92.50 Mg. üst, Bodcu-Crcdii'.'lustall verlosbar zu 5"/« in Silber 108.50 109,— dto.iu33I.rückz.zu5pCl.inö.W. 92.50 93,- «vse (pr. Glück.) Ereb..N.f.H.u.G.z.100fl. Waldstein „ 20 „ „ . 24 50 i^ Keglevich „ 10 „ „ . 1(;.50 !^ Rudolf-Stiftung 10 „ „ . 14.- ^' Wechsel (3 Mou.) ^ Angöbnrg für 100 fl südd. W. 104.70 105^ Frankfurt a,M. 100 fl. dctto 105. - ^'^ Hlllnburg. für 100 Mark Bai:lo 92 70 ^- . i!oudou für 10 Pf, Sterling . I2.V80 l?^, , Paris für 100 Francs . . . 50,20 ""^ ! Eours der Geldsorten Geld W°a^ K. Münz-Ducaten . 5 fl. 95 tr. 5 fl. "'>' , Napoleousd'or . . 10 „ 7 „ l0 „ ^ , Nuss. Imperials . - „ — « ^" " ^z^ , Verciuöthaler . . 1 ., 83 l „ 1 " ^ ' ^ Silber . . i2:z „ 50 „ 124 „ --------- n P^ Kraiuischc Grundenllastuugs -Obligatloncn' vatnotiruug: 86,50 Geld, 90 Waa"