prii numeralions - prtift: Fiir Laibach: Ganzjahrig . . . 6 xfl. — kr. Halbjahrig . . . 3 „ — „ Bierteljahrig. . . l „ 50 „ Monatlich . . . — „ 50 „ Mit 6er Post: Ganzjahrig . . . s fl. — kr. Halbjahrig . . . 4 „ 60 „ Bierteljahrig. . . 2 „ 25 „ 8ilt Austcllung inč HauS viertel- jahrig 25 kr., monatlich 9 kr. Tinzelne Nummcrn 5 kr. Laibacher Tagblatt. Anonyme Mittheilungcn ivcrbcn nicht beriicksichtigt; Mamiskripte nicht zuriickgesendet. Kcdnktion: /* J&M Bahnhofgasse Nr. 132. f.-y LkpMilm nub 3nfnauW>-/gi>i Curtail: Kongretzplay Nr 81 (Buchhandlung von I. V. Kleinmayr & F.Bamberg). Jnscrlionspicisc: lilt die einsxaltige Petitzeile 3 ft Lei zweimaliger Einschaltung ii 6 Ir. dreimal L r kr. JnsertionSstemvel jedeSmal 30 ft. Bci grSheren Inseraten und čfletet Einschaltung cntiprcchentcr Rabat Nr. 109. Dienstag, 22. Dezember. — Morgen: Viktoria. 1868. Wbonnements -Linladung. Mit 1. Janner 1869 beginnt ein netted Abon-itement auf das „Laibacher Tagblatt." Bis 1. April 1869: Fur Laibach..........................1 fl. 50 kr. Mit der Post.........................2 fl. 25 kr. Bis (Sitbe Dezember 1869: Fur Laibach.................................6 fl. Mit der Post................................9 fl. Fur Zustellung ins Haus monatlich 9 kr., vierteljiihrig 25 kr. MM" Die p. t. Abonnenten, dereu Abonnement mit Ende Dezember ablciuft, werden ersucht, daSselbe rechtzeitig zu enieuerii, dantit keine Unterbrechung in der Zustelluug eintritt. Eine feubale Ermahnung an die Jimgslovenen. Die Sonntagsnuminer deS feudalen ..Vater-lanb" bringt aus Anlah der unter einigen Slovene« der Steiermark sich kundgebenden liberalen Richtung, uti ter der Aufschrift „die Slovene«," folgenden Leitartikel: Ein Blatt, welches sich als das Organ ciner liberalen slovenischen Pavtei gerirt, der in Marburg erscheinende „Narod Slovenski," hat sick) vor kurzcm dazn berufcn gefiihlt, gegcn die katholisch-konserva-tive Partei und naineiitlich gegen bus „Baterlanb" nicht g era be mahvoll anfzntreten unb ben Gebanken zu ventiliren, dah fiir bic Slovenen am (Sitbe mehr Vortheil von einer Berbinbung mit ber dentsch-li-beralen Partei als mit berjenigen ber „Feubal-Ul-tramontanen" zu erroarten fei. Dieser Gebanke steht offenbar in ettger Wechselbeziehung zu ben Grunb-satzcn cities sudsteicrischcu Lanbtagsabgeorbnetcn, bcs Dr. Wosnjak, welcher wahrenb ber Abrchbebatte im Grazer Landtagc seine Rede mit ben Worten begantt: „Jch stimme dem Fortschritte auf kon- sessionellein Gebiete, ber sich in ber Dczembcr-Ver-fassung kundgibt, vollkominen be.i" u. s. w., und welcher eben dutch diese Haltung die Bemuhungen seiner Kollegen Razlag und Herman fiir bie Rechte ber Kirche lahm legte. Wir glanben daher jcue obeit erwahnte Ansicht bes „Narob Slovenski" nicht als cine ganz iso-lirte Bchauptung eines Publizistischen OrganeS be-trachtcn zu biirscit, sonbent sic vielmehr als bett Grunbsatz einer ivemi auch noch so kleinen liberalen Fraktion unter ben Slovenen in (Sroagung ziehen unb, da wir seine Gesahrlichkcit fiir bie Zukunst ber Slovenen einsehen, bekampfen zu miisscn. Was unfcrc Stcilung belt Slovenen gegenitber bctrisst, so kanti sic auf Gruud unferer politischen unb nationatcn Anschauungcn keine aitbere, als nur citic sreuubschastliche feitj. Indent wir gerabe bic Unerfchiittcrlichfcit jener altbcwahrtcn Loyalitat ber osterreichischen Voiker fiir ihr glorreichcs Hcrrschcr-gefchlecht am aufridjtigften wiinfchen unb es am tiefftcit bebnucrn, roenn biesclbe burch irgenb wclchc Einfliissc gclockcrt tuerben konnte; itibetn wir glau-bcn, datz cine ungehhiberte nationalc Entwicklung ber oerfchicbcncn Starnme ihr sricblichcs Bcisammen-wohnen nur beguustigen miitzte; itibetn wir endlich am cntschicdensten cin Sistem ccrbatnmen, welches burch bic Vcrneinung ber historischen, oerbriesten Rechte von Kronlandcrn, unferer Ansicht nach, ben innercn Frieben nicht beforbert: ktinnen wir wohl ant wcnigftcu gegcn berechtigtc Wiinschc auch ber Slovenen auszutreten unS berufcn fiihlcn. Im Gcgcnthcile; wir wolleii cs gar nicht un-tcrfnchcn, wic weit ihrc Sprache gebilbet, ihr na-lionales Leben entwickclt, ihrc politische Taktik mehr ober m in ber gut geschttlt sei. Wir miisscn mtb wol- len ihticn bad Rccht zngestehen, bieser Sprache jeg-liche (Settung zn verschasscn, ihrc Nationalitat immcr mehr zu entwickelu, ihre Wiinschc auf staatsrecht-lichem Gcbicte in Icgalcr Weise, so entschieben sie wollen, vorzntragcn. Unb roenn biefe Wiinschc so weit gehen, batz man ohne Riidsicht auf alte historischeGestaltungen von Krpnlanbcrn bic SBereinigung a tier Slovenen in eine Gruppc forbcrn zu miisscn glaubt, ba bie-scS allcin ber nationatcn Entwicklung bie nothwen-bigeti (Saranticn bietcn kontte; obgleich wir nun nicht glauben, batz autzerhalb biefer ©aranticn bie berechtigten Wiinschc nicht zu crreichcn scicn: so liege sich both oicllcicht auch in bieser Frage Rath schassen, nur miitztcn babci a lie gesctzlichen Faktoren in gchorigcr Wcisc beriicksichtigt werben, unb nur ihrc allscitigc Uebercinftimniung, nicht aber der Machtspmch eines liberalen Zcntralparlamcntcs im Sinne bcs Gmnbsatzctz de nobis sine nobis ben Ansschlag gebcit. Dah wir tins, bevor eine folche aUfeitige Uebcreinftimmung erziclt ist, nicht fiir ben vorerst nur cinfeitig auSgesprochenen Wnnsch ber Griinbung cities „Slovenien" begeiftern biirsen, bies sollten uns bie slovenischen Fiihrcr nicht ver-ctrgcn. So Diet kiinntc oicllcicht bie konscrvativc so-bcraliftifchc Partei ben Slovenen bietcn; roenn nun einige bersclben, roie tins scheint, etroas vorschnell unb einer nnpolitischcn Rcizbarkeit nadjgebenb, sich bent LiberaliSmus znwenben zn miisscn glauben, so steklen wir ihncn anheini, zu schcn, roas sic von bcmsclbcn erlangen roerben, mochtcn ihncn jeboch vorerst noch cinen Umstatib znr griinblichen Erwa-gung anempschlcn. Die Slovenen, namentlich in Steiermark unb Stirntcn, cntbehreti gerabe jcneS Elemente«, welches sich leiber in ber Gcgenwart zum Bauncrtrager bcs Ssterreichischen kirchenscinblichcn LiberaliSmus Wie vor 400 Jahren junge Kauf-Icntc ansgebildet wnrden. An bem jungften Bcsprcchmigsabcnb bcs Bcr-eittes „Wicncr Gcwerbcbunb" las Herr Jngenienr C. Kohn unter Heitcrkeit alter Anwesenben einige Seitcn cines Werkes ans bem Jahre 1468 vor, welches dainals als Leitsadcn fiir bic Heranbilbnng junger Kauflente erfchiencn war. Wir lassen bas kaufinaunische Lehrbuch hier in scinem Urtejte sclbst rcbett unb stellen basur auch allc Bcmcrkiingcn iiber Form unb Jnhalt ber Bclchruug uufcrctt Lcsern anheim. Allerhanb Hantiruugcn sir junge Lcite, so sich ber Kramerci, unb Hanbl beflcitzcn tun bci Kaus, Vcrkaus unb Tausch, bci Hautz- uub Jarmark. Gc-nomrnen unb vcrtcuscht aus ber warhastigen Cro-ntca, seit bie Welt stehet bitz auf bictz Jar von EuscbinS Meinert, so man zahlt 1468 nach Christo, Frankfurt a. M. So ber junge in bi tier kumt bet) bie merei five im von aiucr Schachtel zn Anbcrn, al-birocil aber bie Jtiugen, nicht lesen kan, bittbc Zi-beben aus bic Zibcbenschachtel, Sitzhvlz auf bic Sihholzfchachtcl, auf bic anberc juniprix bitz ber Bcngcl lefctt fan, unb herangewaktzen ist. Finbet er ales von Selbstem aticinigtich, so ist firwarr als sertiger Heifer ober Junker nit mcr mit Maultauschen zu bchanbclu, auch batz schncuzcn tors im nicht vor bie Kunbcn besotlcn werden, wail er sonst rott tvirb. Frumbhait ist bi crflc tugentlichc Aigenschast eines Kremers, bod) hast bu auf bem Nuztail zu hantiren. Bci Matz unb Gewicht fain allerhanb Kunst zu utachcn, wan bn fir 2 Pfettnige Kimel metzen tuft, halte das Mcitzlein seitt krumb, als hcttcst bu bas Raitzcn in bcitter Hant, mit ber ottberett Hant side ain, unb ehe cs sol ist stirze es ber Kunbe im Tops. Anberer Hantgrif. So bu Honig auf bi Wag gibst gebe Stainc als Gewicht, so bah bcin Topflcin tiffer stehet, sonst hast bu fain Gcwin — Anberer Hantgrif. Wigeft bu mit ber Hantwagc Pfeffcr ibcr 3 Pfeitnige, so schnclle mit bem langen Finger ber linfen Hant das Zingclcin so, bah matt glauben tut cs ist mcr als man verlangt. Anberer Hantgrif. So bu cine Ele Hanfbcndclein ober WaiSzeig mehcn tuft, so halte ben Daum ber rechten Hant mit ber Flaischscite aus dah Baudelein, bcim abschneibcn aber tiberbige bcin Daunilcin bis zur Nagclwurzel so gcroinest bu bci jeber Ele eine Ragellcnge, beitn Aittkaufe tuhe dah vcrkertc biefer Rcgulit. An bere s. So bu ©auineht meheft, tuhe das Ziment latige abtraufcn lahen, geuhe aber fchnell bas Ehl in beincr Kiinb,' Topflcin, unb henge bcin Zimcntlcin im ©tanber, so roirst bu zu was komcn. Anberc s. Ist bir an aine Kanbin was gelegen, so inache bich gesallig, sage bas sie schvn-leibig scye, unb bu wollgesalcn on Ir finbest, sie tvirb geblenbet fein, und fa lift auf oortaitljaften Bcrkanf sichcr sain, auch roenn die Waibef hahlich unb narbig stub tuhe ihncn schon, es pringt Nutz. A n d e r e s. Ist bir an cine fiunbin was gelegen, so mache bich gesallig, inache ben Zeigcsinger an bie Zunge nah, greife ihr bam it auf bic Bake ober HalskrauS, tithe als hcttcst bit ain Ungeziffer ge- erniedriegt hat, dcS britten StandeS, roelchcr sich jene Theorie nur zu sehr zu Herzen genommen hat, die ihm der Aristokrat Sieyes einst mnndgerecht machte, die namlich, dah cr allein die Nation sei. Diese Bourgeoisie ist in Slovenien nicht vorhanden und dem LiberalismnS dahcr an und fur sich daS-jenige Objekt entzogen, roorauf er sich anderwarts zu stiitzen pflegt. Dagcgen mangelt es dcn Slovenen (eider anch fast ganzlich an cincm machtigen Adel, d. h. an jenem Elemente, welches bisher stetS der sicherste Pfeiler des staatlichen Organismns gewesen und welches auch heute diejenigen Bolker, in denen eS vorherrscht, an der Spitze der Zivilisation erhalt, roie England, oder sie vor dem Untergange bewahrt, wenn sie unterdriickt find. Dafiir besitzen die Slovencu daS zweite staatcn-erhaltende Element, einen vortresflichen Klerus. Dieser allein hat, roie anderwarts, so auch in jencn LSndern die nationale Sprache am Leben erhalten; auf der Kanzel und in der Schnle wnrde sie von der Kirche dnrch Jahrhunderte gepflegt und heute betheiligt sich der KieruS am lebhaiteften, ja fast ausschlietzlich an ihrer weiteren Fortbildung. Abge-sehen von diesem Verdienste, ist der Klerus der eigentliche Pfeiler der slovenischen Nationalitat und ohne dessen rege Mitwirknng wurden derselbeu noch sehr triibe Tage bevorstehen. Dieses Berhaltnih hat der Laibacher Landtag bei der Berathnng der Schulgesetze zu wurdigen und zu berucksichtigeu qewnht; die jungst erfolgte Griin-dung eineS katholisch-konservatioen Bereines in Laibach, an der sich die hervorragendsten Laien betheiligt haben, bezengt dieses Berstandnih neuerdings und diese Einsicht der krainer politischen Fiihrer laht uns die Drohnng des Marbnrger Organs desto weniger gefahrlich erscheinen. * Jedenfalls bitten wir die steirischen liberalen Slovenen, nur das cine zu bedenken: ob sie bei einer Berbinduug mit dem kircheufeindlichen Libe-ralismus der neuen Aera Oesterreichs auch serncr-hin auf irgeud welche Mitivirkung und Unterstutzung des nationalen KleruS Anspruch erheben dnrften? Der Kamps urn Dalmatien. Der ungarisch-kroatische Ansgleich vom 8ten November 1868 beschastigt sich angelegentlich mit Dalmatien. Ungarn anerkennt seines Widerpartes hisiorischeS Recht auf dieses Land und verspricht fur dessen Vereinignng mit der Krone Zwonimir'S einzustehen. Wie ernst dieses Versprechen geineint ist, beweiscu schlennige Reisen deS gegenwartigen Statthalters nach Pest, beweisen zahlreiche unga-nsche Agenten, die mit Bersprechungeu schwer be-laden das Land dnrchziehen. Dalmatien ist vcrfassnngsmahig eiu Glicd sie wird dir banketi fir den freindfchastlichen Dienst, ben bit ir getan, Pringt bir Nutz — 91 nb ere s. Wen bir ein Ratsher, ober ainer von bet Geistlichkeit etwas nach Elle ober Gewicht abkausen tut, ober gar nach Matzlein, so lah alle Bortailhastigkaiten weg, diese galante Herren tun alles nachwigen und mečen, und roerden dich darob loben und dich sonberlich eren. Reg ul I. Farst bn auf Jarmark burch Hern-Gauen ober Walb, nimm Heine Rab an bein Wa-geu, und hiite dich, bah bu keine Gruudruhr zah-lert mutzt, son ft ist bein Gewinn verlvren.* * Der Rath, welchcr dcn auf den Maxkt fahrenden Kanfleuten hier gegeben wird, war ein sehr finger. Die Kaufleute nmjjtcit damals ihren mit Waaren bepackten Wagcn nur kleine Rader geben, damit die Wagen auf den absichtlicb schlccht crhaltcnen Strasten nicht leicht nmwarfen. Kanfmannsgitter, wclchc dcn Boden des Fahrwegs bcriihrt hatten, gingen nanilicli schon dnrch das Berithren des Bo-dens allein in das Eigenthum des Grundbesitzcrs iiber. Wenn dcn Kanfleuten zu jener Zeit tiirch die „Grundr»hr" so arg niitgespiclt wurdc, dann begrrift sich leicht, das; das Lehrbuch den Kramern dainals die Lchre ertheilte, gottes-fiirchtig zu sein, aber dcch bcim Ein und Berta its ein we-nig mit der Wage nud dem Daumcn zu manipuliren, etwas, so bckanntlich zu uusercr Zeit gar nicht mehr vorkoimnt! von Zislcithanien; nnsere Grundfatze roisscn nichts von speziellen Beziehungen dieses LanbeS zu Ungarn; cine Bcranbcntng seiner staatsrechtlichen Stellung kann nur mit Einwilligung bcs Reichs-rathcs und des Landes sclbst stattfinden; tm Aus-gleichsvertrage ist aber ber Reichsvertretuug mit "einer Silbe gebacht, ja selbst Dalmatien soll nicht gefragt rocrbett, ob es bie Bereinigung mit Kroa-tien wolle. WSHrend in Pest cine balmatinische Frage anfgeworsen itnb am Platze gelost lvirb, schweigen wahrschcinlich nnscre Minister, und fast folltc man glauben, Dalmatien besinde sich im Staatsverbande )es Konigreichs Tombuktu, so indifferent zeigt sich die offentliche Meinung in allem, was das Land bctrifft. Unserm dnrch bie Nerfassung gcwahrlcistctcn Rechte auf Dalmatien fetzen bie Ungaru-Kroaten ihrc Rechte etitgegeit; Rechte, babiirch fabrizirt, dah man ein beliebiges Stuck anS ber Geschichte ansschneidet. Jeder Gimnasiast weitz, dah die Kroa-tctt erst im siebenten Jahrhunderte in Dalmatien eingcdriingen, bah aber anch hier bie Slaven zn sesten Staatenbilbnngen eS nie gebracht. Die ro-manischen Stabtc erhieltcn sich zumeist srci in der sie umgcbctiden slavischen Flnth. Schon 997 be« ginnt die Hcrrschast Benedig'S in Dalmatien, kurze Intermezzi gehbren den Ungarn. Zum letzteu-male erobertc noch 1358 Ludwig der Grohe Theile des Landes, aber schon 1408 hatte Ungarn'S Herr-schaft hier siir immer ein Ende. Nicht nngarisches Eisen nnd Gold brachte 1797 das Land an Ocstcr-reich; bie Provinzen, bie dafiir an Frankreich abge-tretett wurden, gehorten nach den beruhmtefteit Ge-schichtsforschern itie zu Ungarn. Bescheiden haben die Kroatcn ihre Wiinsche ans Bereinigung des ostlichen Jstrien, ber quartieristhcn Jnseln itnb eineS Theiles von Krain an die Stnsen des Thrones gebracht; auch bieses Begehren mag bes ungarischen Beistaudes sicher sein. Ungarn sclbst hat jttugst hinsichtlich GalizicnS teife angeklopft, bald wird es feilic Blicke auf bic Steiermark richten, bie 1254 bis 1261 bcS Scgens ungarischer Hcrrschast genoh. Gliicklich roir, wenn unser Lanberbcsitz getiiigt, den inagyarischcn RcunionShungcr zu stillcn unb wir nicht vcrurthcilt wcrben, ihnen mit unsercm Blute unb unserctt 70 Perzent bei AnSfechtimg ber von ben AnjouS gecrbtcn Auspriiche auf Neapel ober zur Wicbcreroberuug BoSuienS, SerbienS unb ber Walachci mitzuhelfen. Slaven find ber Majoritat nach bie Dalma-tiner, ober Jllirier nach Lubroig Gaj. Kroaten sinb sie aber beshalb both nicht, unb selbst Slgramer Gelehrte gestehen ihnen einen eigcnen Dialekt, ben iakavzifchen zu, beffen Verstandnih ben Anwohnern ber Save keinesfalls leichtfaflt. Wer Regul II. Haht bu beine Warr gut auf ben Mark gepracht, hiite bich vor zwei Jbeln, fir Mark-dibbe, und bei Nacht sir Megdelein, die dir so vill pSfes autun, dah bu bein leblang ain Kribbl pleipst. Regu( 111. Dcine GrLscheln unb Pfenuigc trogc fleihig in bein Leibgnrt, und lah nicht mer« fen, dah bu ainett folchen hast, so bu aine Brenn-fuppe kaufest, gebe nur ain 2 Pfennigftnck zum aus-wekseln, bas man fain Gelt bei bir glaubet. Gau-bibbe sinb iberatt. Wirst bu felbftftenbiger Kramer, so gche alle 14 Tage zur Peichte, aber nur in bein Sprengl, too bu als anfcntlicher Kaufherr wirst geert roerbeit unb fain pbfer Lcumunb prinkt dir Schadcn. Als Anhang zu diesem Piichlein fin Rechcn Exempeln allerhaut frcmblanbifcher Gewichte unb Minzcn, tcutfchc unb lateinifche Natntuen, als stat Eibifchthee, Floris hibiscus, Sihhvlz, Radix Liqui-riv.iii stat Wachholderbeer, Juniprix u. f. w., so bu flcihig stitbirett solst, auch ain grineS Kiiplcin ist bir anzurattcn. immer im Lande Anspruch auf Bilbung unb (gittC itiacht, spricht Dante's Sprache; reincr Slave ist nur ber Bauer im Gebirge geblicben. Betrachtet man die geografifche Seite der Frage, so zeigt die Landfarte, dah Dalmatien aller-bings nur burch Kroatieu mit ben iibrigen Latibern ber Monarchic in territorialein Zusammeuhange stcht; aber in ber That Hat bie Natur im Vellcbit eine sehr beutlichc ©arrierc zwifcheu beibeti Ge-bietcn aufgerichtet. Nur burch bie See hiingt Dalmatien mit ber iibrigen Welt zufamtiten. unb roahrenb fcltcn ein einfanter Banernkarrcn iiber ben Bcllcbit raffett, sinb bic Seewege nach ben oster-rcichifcheti Hafenplatzeii mit Schiffen bedeckt. Nicht nach Pest unb Agram toenbet sich ber faufenbe unb verfaufcttbc Dalmatincr, nicht borthin wanbert seine lernbegicrige Jngcnd, sondcrn nach Tricst, Graz und Wien. Die Rechtsanschanungen des Landes wurzeln nur ini allgcmcinen biirgerlichen Gesetzbuch, dah selbst ber Kroate nicht an bic Importation seiner Komitatswirthfchaft bcnfeti kann. Die Kroaten kCnnen sich nicht befottberer Hcrzcnsncigung von Seite ihrer sudlichen Nach-barn riihmcn. Scit 1848 fandcn ihrc Liebesbeiver-butigen stetS Korbe, erst jungst dankte ber balina-tinifche Lanbtag in einer Abreffc bem Kaifer, bah burch Sanktion ber Grunbgcfetzc bic Annexionsgefahr fiir immer befeitigt sei; auf Verfuchc, die kroa-tische Trikolorc ausznpflanzen, solglen vor kurzem itt Spalato und andcrswo PSbel-Exzesfc und tier letztc Landtag widcrhallte von lautcn Klagen kro-alifch gefinntcr Abgeordncter iiber bitterc Jnfnlten, benen sie unb ihrc Gesinnniigsgcnossen von ©cite ber Bevolkernng ansgcsetzt gewesen. Aber roc es sich bantnt hatibelt, bie For-benitigen bcs machtigen Ungarn zu erfitllen, kommen Simpathien unb Antipathien cities kleinen Lanbes rocnig in Bctracht, unb der roare roohl ein fchlechter Statthaltcr, der nicht mit Hilfc von ein bischen allgcitteittem Stimmrccht unb untcr bent Beistande der Geistlichkeit anch hier ben Saulen ber nationalen Agitation einen zu allem roill- fithrigctt Lanbtag fdjaffctt fonnte. Wird die Regierung in Wien schweigen, schweigen, bis sie erbrucCenben Thatsachett gegcitiibcr fapitulircn muh ? — Nein, basfann, baS roirb sic nicht, benn wer Dalmatien besitzt, halt bic Schliiffcl zum Orient, halt bie Pfortcn bcs abriatifchcn Mecrcs; er behcrrfcht bie BerbinbnngSlinien ber Zufunft mit Ostinbien; ber Probitftenreichthiitn ber Balkan-Halbinfcl muh burch feitt Gebiet sich znm Meerc ergiehen. Licfcrn wir dieses Land an Ungarn aus, so vcrzichtm wir auf jede Zukuuft zur See, fo vcrmchrcn roir Ungarns Landbcsitz auf 6087 Quadratmcilen und reduziren den unsercn auf 5207; feitt Uebcrgeroicht wird dann bald immer bviicfenbere Formen annehmen, feinen Wiin-schen und feinen Jntereffen getnah allein werden sich die auswartigen Beziehungen geftalteu, unb die Zciten sinb batttt nicht mehr so ferne, wo Attila's glorreichc Tage wieder auflcben; wir, die zahlcnden, arbcitcnbcn Heerfolge teiflenbcn Vafallen, fie bie tenkenden, nuthig gcttichcudeti Hcrrcn. (N. Fr. Pr.) Politische Rundschau. Laibach, 22. Dezcmbcr. Die Madrider amtlichc „@aceta" fonftatirt, dah bie Wahlen uberall ruhig ocrlaiifcti; nur in Rent ol itt os itt der Provinz Saragossa Habe cin Konflikt zwischcn ben zwei Parteien dieses DorfcS ftattgcfundcn. Obwohl kcincrlci ttciurc Nachrichten iiber den Stand des t iirk is ch - g r ie ch is ch en K o n flik-tes bekannt gcworden, —schreibt das „Wr. Tgbl." — so wird bod) behauptct, dah man in mahgcben bett Krcisen die Situation als cinc sehr enisle betrachtet unb bic telegrafisti Meld ting, dah die Lster-reichische Eskadre in Sec gegnttgen, bcutct ebenfalls barauf hin. Man gfoitbt, bah ohne bic Dazwifchen-funft beS franzofifchen Dampfers „Forbin" .bie Fcinbseligkeilen bercits ausgebrochcn roarcn." Bon fangcn, roersc es auf bie Erbe unb trette barauf, Frankreichs Scite wird cin energisches Eingreifen in die orientalische Angelcgenheit erwartet und man fiigt bei, cs scicn hiezu auch schon Vorbereitungen netroffen, fiber die jedoch nod) Stillschweigen beob-achtet werdc. Die letzten bestimmten Nachrichtcn lauten zwar nicht allarmirend, aber immerhin bedenklich. Schritt fur Schritt rcift die Verwicklung zur gefahrli-chen Krisis. 30.000 Mann Tiirken riickcn gegen Thcssalicn und Epirus Dor, liefehligt vou Omcr Pascha. Ebenso hat die Pforte, urn auf a tie Even-tuatitaten gefaht zu scin, die Aufstcllung eincS gv6= tzeren BeobachtungskorpS gegen die rnmanische Grenze und zu diesem Zweck die Einberufung der Redifs angeordnet, zugleich aber der Regierunq des Fiirsten Karl in formcltcr Weise ben AuSdruck ihres festen BertraueuS ausgesprvchen, es werdc dieselbe im Sinne ihrer vcrkragsmahigen Pflichten alles hint-anzuhalten wissen, was ihr (der Pforte) die NSthi-gutig auferlegen fbnnte, der vollen Wahrung ihrer zweifellosen Rechte ben Nachdruck einer bewaffneten Aktion geben zu mfisscn. Slu« Ath en, 18., wird fiber Corfu gc-melbet: Die Regicrnng hat von den griechischen Geineinden im AuSlande Gtuckwunschadressen wegcn ihrer wurdigen und patriotischen Politik erhalten. Glcichzeitig wurden dem KLnige persSnlich Znsagen gemacht, welche betrachtliche Unterstutzungen an. Geld und Material in Aussicht stellen, um ihm die Mittcl zu verschaffen, ben Krieg energisch zu fuhren. Se. Majeslat bereitet tin Manifest an alle christlichen Volker des Orients vor. In Konstantinopel herrscht grohe Besturzung fiber bie Abreise der Griechen. Der Handel stockt und bie Verluste werden auf Mitlionen angeschlagen. In Bel grab erSffnetc am Svnntag die Re-gentfchaft das Bcrfassungskomitee mit einer Thron-rebe, wclche bie Nothwendigkeit einer konstitutivnel-Ien Regiernng, die Erspriehlichkeit des Zwcikammer-systems, der Ministerverantwortlichkeit und der durch die letztere bedingten Prehfreiheit betont. Die Thron-rebehebt bus souverSne Recht ber Nationalversamm-lung hervor zur Wahl ber Dinastie, zur Ernen-nuug der Regcntschaft und Regelung ber Thron-fotge im Falle eiues erbenlosen Ablebens beS gegen-wartigen HerrfchcrS. Das Vcrfafsungskomitee wird hierfiber bcrathen.______ Zur TageSgeschichte. — 3 u m Bu r germeister v ou Wien an Stelle des unvergehlichen Dr. Zelinka ist am Sonn-tag der bisherige erste Bfirgermeisterstellvertreter Dr. Kajetan Felder mit 84 gegen 31 Stimmen gewiihtt wvrben. — Ueber die bevorstehende Berlei-hnngeinergroherenAnzahlOrbensbeko-rat ionen theilett Wiener Blatter mit, bah bie be-ziigliche Publikation uoch vor ben Feiertagen statfin-ben merbe. Ein schLnes Festgeschenk! Die k. k. Eskabre ist am 20. Morgens in See gegangen. Pcmzerfregatte „Kaiser May", welche abge= riiftet wird, ist aus bent Berbanbe ber Exkabre ans-geschieben. — Aus Innsbruck wird ber „Presie" geschrie-bett: Bei ber letzten Sttzung bes konstitntionellen Ber-eiites lourbe bag Schreiben bes hochwfirbigen Herrn Mofjnter, Direktors ber bortigen ©chute, verlesen. Er zeigte feiiteit Austritt aus bent Vereine an, ba ihm ber Guarbian ber Kapnziner, Pater Johannes, mit-getheitt habe, er mlisie ihm bie Absolution verfagen itnb bie Erlanbnih, in ber Kirche Messe zu lesen, cntztcheit, tvettn er beittt Vereine bteibe. Das sei bei ber letzten luroefcnheit bes Bischofs in einer Sitzung ber Seelsorgsgeistlichkeit beschlossen worden. Der Ber-eitt sprach seine entschiebene Mitzbilligimg fiber biefed Verfahrm, pvlitische Gegner einznschiichtcrn, aus. Der konstitntionelle Berein zahlt jetzt 460 Mitglieber. Lokal- itnb Provinzial-Angelcgenyeiten. Lokal-Chronik. — (©rncitnttng.) Der Justizrninister hat ben Kreisgerichtsrath Franz Schmicd in Cilli nub ben Bezirksrichter Binzenz Jennifer in Abelsberg zu Lanbesgerichtsrathen bei bent Laubesgerid)te in Laibach ernaunt. — (Die Defroubation bei ber San-b esh a nptka ss e.) Der ber Beruntrenung beschulbigte Kaffier K. wurbe bereits gestern in Laibach entbecft itnb verhaftet. Er behauptete ursprnnglich mit Selbst-morbgebanfen untgegaugeit, spater aber zum Ent-schlusse gekommen zn sein, sich freiwillig bent Gerichie zn stellen. Ueber bie Art unb Weise, auf welche bie Defranbation, welche sich auf 11.225 ft. beziffert, unb tote lange fie sortgesetzt wurbe, wird bie Unter-fitchung Ansschlntz geben. — (Die Saibacher Musikkapelle) wirb fich morgen, Mittwock), am 23. b. Abends im Hotel Elefant gegen bad mahige Entree von 15 kr. probnziren; bas Prograntra ist, tvie wir vernehinen, ein sehr reich-haltiges. — (Hofrath Sd) wa b), gegen ben gegen* wartig vor bent Lanbcsgerichte in 'Wien die Schluh« verhandltntg wegen Verbrechen des BetrugeS statt-finbet, stand im Jahre 1854 auch bei bem Lattbes-gerichte in Laibach in Berwenbung, wo seine sprach-tichen Kenntnisse in ber wegen ber Desraubcttionen bei bem Eifenbahitbammbaue am Moraste gegen 30 meistens mtr ber czechischen, iroatischen, itaticnischen unb franzosischen Sprache mad)tige Angeflagte abge-fi'thrteu Strasverhanbluug verwerthct wurben. — (Sistirung ber Sieferfusteit auf ber Siibbahtt.) Die Betriebsbirektion mad)t befanttt, bah wegen bes anherorbenttichen Frachtenanbranges bie Lieferfrifteu auf ber Siibbahtt unb berett Nebenliuien nicht eingehalten werden fmtnen. Fur bie hierans cnt-stehenden Schadeu iibeniimmt die Gesellschast keine Hastuug, woraus die Geschastswelt besonders anftnerk-fam gemadjt wird. Die Direktion verfpridjt jedoch alle Mittel aufzubieten, um die Besordenmg der Fracht-giiter so viel als moglich zu befchleunigen. — (F fir L o 11 e rie schwe stern) bietet fich ©etegenheit, eiitett soliden Terno zu machett. Es hatt-sirt ndmlich in Laibach ein speknlativer Jtaliener mit t'ier bressirten Siugvogeln, welche gegen Erlag von 5 Nenkreuzeru mit groher Grazie eiuen mit bvei „nn-fehlbar fontuteuben" Nummern bcfchriebettcu Papier-ftreifeit prafentiren. Der Mann hat eiuen groheu Zu-spr ud), namenttid) von ber Klasse weiblidjer Dieust-bottn. Armes Lotto-Aerat! — (Sd) we re Be noun bung.) Josef Bitenz, Kitccht bes Matthaus Mathian, Grundbesitzer in Pod-gora, wurde am 18. d. M. Abends auf der Strahe in ber Nahe von Zwischemvassern von brei ihm ganz unbefaunten Burscheii ohite jebe Berantassnng fiber« fatten unb von einctn bcrfetbett durch zwei Mefferstiche in bie Bntst so fchwer vertetzt, bah an feinent Auf-fotttntett gezweifett wirb. — (Frfihlingsblnmen im Winter.) Die anhergewohnlich milbe Witte rung ist von Erfchei-mtitgen begleitet, bie svust erst gegen Enbe bes Winters einzutreten pftegen, so z. B. bas Ansbliihen ber stengellosen Primet (Primula aeaulis), ber brei« tappigen Leberblume (Hepatica triloba), wetdje beibe im Freien btiihenb biefer Tage beobachtet wnrden. — (Der „st e i v i f ch e Laitbbote"), Organ fiir Laudwirthschaft, wird com 1. Janner 1869 nicht mtr in bcutfchcr, sondern auch in der stovenischen Sprache erscheinen ttnb wirb an alle Pfarrschnlen nn-entgeltlich verseubet toevbett, — ba ber Lanbtag einc Subvention von 3000 ft. bewitligt hat, — uttb zwar an bie im stovenischen Theite ber Steiermark auch in stovenischer Sprache. — (S£beater.*) BerflosseiieuSamstag befamenroir roiebcr Meycrbecr'S,.Hugenotten" zu hiiren. Bei ber bercitS in unferetn Blatte wiederholt voraiisgegangenen Besprcchung dieses qewallvollen Tonwerkes dcs gefeierteii Mufikhcroeii rriibriflft lediglick zu konstatiren, fcafi baSfelbe auch dicsmal feiite machtige Wirkung auf das zu unferem Bedauern nicht sehr stark besnchte Ha>is — nicht verfehlte nnd wir glauben den Wiinschen des Theatcrpnblikums zn entsprecheu^ weun wir die Theaterdirektion crstidjen, dieselbe moge bei der gegen-ronrtig vorztiglichen Besetzung der Oper auf cine Reprise der „Huge»vtten" mclit zu lange marten lassen. Ein beson-deres Jnteresse dot das erste Debut des Bassistcn uom Staot-tficater in Frankfurt a. M. .germ D e c a rli aid Marcell. * Der 1. Theil wegen Mangel an Raum verspalet. Herr Decarli, im Besihe einer jugendlich kraftigen sonoren, llberdies aucb sehr simpathischen Batzstimme, entledige sich seiner schwierigen Aufgabe uugeachtet einer geringen Heiser fcit in jeder Richtnng in erfreulichjler Weise. Die oottveff-lichc Leistnng des routiiiirtett Gangers, deni iiberdies auch eine auf den ersten Blick hcrvorirelende, nicht gewbhnliche Begabuug als Schanspieler zur Scite steht, wnrde vielsach dnrch nngetheilten Beifall ansgezeichnet. Mit fcieser knrzen Mittheiluug glaubeu wir sowohl dem geschatzten Sanger als der Direktion, die wir zn dieser Akquisition mtr beglilck-wiiuschen kLuueu, gerecht geworden zu sein, und behalten tins vor, liber Herrn Decarli nach Diatzgabe seiner nachsten Gesangsleistnngen des mehreren zn berichten. Die in der genanntcn Oper beschastigten weitern Gesangskrafte find bereits geniigend bekauut nnd wir entledigen nils einer erfrenlicken Pflicht, indent wir'den Damen P l ch o n, Jel' lin ek, znnachst auch Herrn Anver, fiir ihre daS vor ziigliche Gelingen der grvhartigen Oper bedingenden exakten Veiftitngen die vollste Anerkennung auszusprecheu uns er lauben. Schlietzlich sei der lobenSwerthen Haltung des Or-chesters, welches an diesem Abende statt deS erfranften Kapellmeisters einen titchtigen Dirigente« in der Person des als Musikfachmann zu Geniige bekannten Herrn ZShrer fand, erwahnt. Benedix' Lustspiel „Aschenbrodel" mit alien (einen Schwachen nnd unnothigen Langen ist com Borjahr her bekannt. Gestern giitg das Stitck zur Benefize Frl. Arthurs in Szene; die Beliebtheit der Benefiziautiu und die Erinnerung ait dereu vorzugliche Durchfiwruug der Titelrvlle im Borjahre hatten das Haus iu alien 'JiSu men didst gefiillt. Frl. Arthur rechtfcrtigte die gehegten Erwartungen aud) better tvieder collkornuten uud spielte die kiudlich heitere, gefuhlvolle, manchntat etivas gar zu naive Elfriede mit grotzem Beifall. Leider stand ihr Hr. Matthes nicht ebenbitrtig zur Seite. Eine siitzliche, der Stcberb.'it und Festigkeit entbehrende Sprechweise in Berbindtiitg mit einer grotzen Manierirtheit in den Bewegnngen driickten seiner gattzctiSeiftung, trotzdent Hr. MattheS der Buhnen routine nicht ganz eutbehrt, den Stenipel der Unrnhe nnd Farblosigkeit auf. Hr. Moser war recht zufriedenstellend, auch Fr. Schmidts und Frl. 9tage!, sowie die Herren Stefan nnd Mahr entsprachen. Aus bem Bereinsleben. Aus dem arztlicheu Vereine. Am verflossenen Samslage fand diePlcnarvcrsatnmlnng desarztlichenBereines statt. Gegenwartig waren 20 Mit^lieder, darnnter fliitf com ilattbe. Utiter den Einlaufeu beftnbet sich ber Jubilaums-baud (ber buitbcrtste) der Prager Vierteljahrschrift, dem Vereine con ber Nedaktion zugesendet. Der Jahresbericht enthielt in (urzctt Worlen cine Schilderuug der Bereins-thiittgfeit, wobei besonders die Wirksamkeit derselben in der Findelhansfragc hercorgehoben wnrde. Der Rechenschafts-bericht ergab bas giinftigc Resuttat, bajj bie Bereinskasse einen Ueberschith an Gelb oorweist. Die Loschner Stiftuug roc ist ctttctt Stand con ntehr als 700 ft. aus unb wird auf bent Wcge ber Sitbskription ltntcr den Aerzten tvieder cet grojzert wcrbctt. Bei ber hicrauf uorgeuommcnen Wahl ber Vereiusleitung wurbe bie bisherige wiebcr gewahlt, obtvvhl Obntann uttb Sckriftfllhrer nut bie i'ettkuttg der Wahl auf anbere Vereinsmitglieder vor derselben ersnchteft, bei tvelcher Gelegcnheit Dr. c. StLlkt ber Bcrbicnfte bes Prof. Balenta um bi-n Berein ehrend ttnb anerkcitttenb gebadite. Hicrauf wnrbc bas Pralimiuare bes nachsten Jahres beratbeit unb beschlossen. Bon ber Wahl con Ehrenmitgliedent rourdc fiir dieses Jahr Umgaitg gettommen. Hierattf solite ber Antrag Dr. Gaustcr's auf Abanderung des 8 1 der Statuten zur Debatte kommen. Dr. Ganster jedoch zog in Folge gepflo-gener Rltcksprache mit mehreren Mitgliebcrit ttnb in ErtvS-gttng, b«6 im Medizinalwesen ohnehm tit Mrze Klarttngen der BerhLltnisse zu erwarten stehen, seinen Antrag zuriick, mit deni Borbchalte, bcnselbett im geeignctett Momente tvieder einzubringcit. Zum Schlusse sprach Dr. MccSbacbcr mit rcarmen Worten stir das Gedeiheu bes Dereins nnd meintc, bag bas Widcrstrcbcn con Elementcn tit gro&en Stoats-, wie in tleinen Pricatkbrperschaftcn oft ztt Krisen flihre; jetier Korper aber, welcher solcbe Krisen tiberstehc, habe die Zeichen der Lcbensfahigkeit in sich. Redtter schloh mit einern mit allgemeinem BeifaUe aufgenommettett „®litcfaiif dem Bereittc fiirs Ncujahr!" 9iad) der Sitznng cereiitigtcn sich die Mitglieber im „Hotel ztttti Elcfatiteit" zu gefetliger Zusammenkiinft. Aus dem Gerichtssaale. Um ntehrfad) ausgefprochenctt Wiinschen zu ent-sprechen unb glcichzeitig an bem unL so !arg zuge messenen Rannt zn ersparen, tuerbcn wir bie Abnr-theitungen bes k. k. Lanbesgertd)les Laibach unb bes Kreisgerichtes Rnbotfswerth bis auf weiteres iu ber ltnteit erfichtticheu zttsammengczogenen Weise bringen, wobei wir natfirlich nicht cerfaunten tucrbeit, midjtige Sd)lnhverhanblitngen iu vorans anzuzeigen unb ent-sprechenbe Berid)te hierfiber zn erstattcn. In bem Zeitraume vom 6. bis inft. 12. b. M. wnrben vor bie Schranken bes k. k. Kreisgerichtes Rnbotfswerth 20 Personen gezogen. Angeftagt Bilderbticlier. Festgeschenke. Festgeschenke, Unsere Pilgerfahrt von Eliae Polko. Praclitband 2 fl. 70 kr. 11 LAIBACH erschiencn wegen Verbrechcns dcr offentlichen Gewalt-thatigkeit burdi gewaltsamen Einfall in fremdes unbe-weglichcs Gut 3, wegcn Bcrbrcchcns dcr offentlichen Gewaltthatigkeit durch unbcfugtc Einschrankung der Wrperlichen Freiheit 7, wegen Verbrechcns dcr schweren korperlichcn Bcschadignng 4, wegen VcrbrechenS des Todtschlciges 1, wegen Berbrechens des BetrngeS 1, wegen Berbrcchen der Religionsstornng 1, nnd wegcn geringerer Uebertretungen 3 Personen. Von diesen wurden 10 Personen .des Verbrechcns der offentlichen Gewaltthatigkeit IV. und IX. Falles nicht schuldig erkannt, die iibrigcn zu bald grbtzern bald geringercn Freihcitsstrascn verurtheilt. Witterung. Laibach, 22. Dezcmber. Western Abends better, Wolkenzug aus Nord, spater BewAkung. Bvrm. Wind and ©SB. ziemlicb stark, dieAlpen ' wolkensrci, sons! bewolkt. Wiirrne: Morgens 6 lilir -4- 1.3", Nachm. 2 Uhr -f <3.2" (1867 - 2.9°, 1866 — 3.0°). Barometer : 324.77"', im Fallen. Das gestrige Tagesmittet der Warme -j- 2.7°, um 4.4° iiber dem Norriiale._________________ Berstorlieue. Den 20. Dezember. Maria Jamnik, Jnstitntsarme, alt 60 Jahre im Versorgnngshause Nr. 4 an Gelbsncht. Den 21. Dezember Deni Herrn Michael Dimnek, Glistgeber, Fleischhauer und Hausdesitzer, icin Kind Ursula, alt 8 Wochen, in der St. Petersvorstadt Nr. 44 an Fraisen. Dem Josef Werbii, Magazinsarbciler, sein Kind Franz, alt 8 Tage, in dcr St. Petersvorstadt Nr. 81 ait der Mnnd> sperre.______________________________________________________ Telcgraphischcr Wcchselcours vom 22 Dezember. 5perc. Metalliqnes 58.25,. — Sperc. Metalliqnes mil Mai- und November-Zinsen 59 30. — 5verc. NationalAnlehen 64.—. — 1860cr Staatsanlehen 89.10. Bankaktien 659. — Kreditakticn 235.—. — London 119.90. — Silber 118.25 K. k. Dnkaten 5.49. Gefchenke. Deutsche Wheeler & Wiifson maschincn. Gedenktafel iiber die am 24. Dezember 1868 stattfindenden Lizitationen. 1. Feilb., Eesnik'sche Real., Mannsburg, 2261 ft. 20 kr., SB50. Stein. — 3. ftcilb., Strancer'sche Real, Dolajne, BG. Wippach. — 2. Feilb., tScrefscfic Real., Steinberg, BG. Trefsen. — 1. Feilb., KoHir'schc Real., Teinitz, 580 fl., BG. Stein. Rachtrag vom 23. Dezcmber: 1. Feilb., Terdina'sche Real., Podgoric, 308 fl., BG. Laibach. Theater. L etztc V orst clln ng vordcnFeiertagen. Hente: Wildfktirr. Dramatisches Gcdicht in 5 Men von Fr. ^alm. Personen : Rcito, Karoline Arthur — Adclc, fcinc Mnttcr, Fr. Schmidts. — Bertrand, Hr. Patch. — Menard, Hr. Moser. Meister Etienne, Hr. Pichon. — Pierre Vancll, Hr. Stefan. — Marcell, Hr. Emil Mathes. — Margott, Frl. 9iagel. Sistem Wheeler •*? Wilttoit, welches sich citicit Weltrnf erworben hat, find jctft in Deutschland mit dcn neuesten und besten Apparaten angesertigt und haben eiuen , rnhigeren Gang als die amerikanischen, es ist gcgemvartig ' das vollkommeiiste nnd zngleich billigste, da her solche 4!ah inaschinen in keinem Hanshalte feblen diirfcn. Sistem Wheclcr & Wilson, Berliner...............82 fl. „ „ „ mit a 11cm Npparate . 98 „ „ selbe silberplattirt . . 110 Fur Sattler, Schneider nub Schnhniachcr. Sistem Wheeler & Wilson, Mannheiincr . . . 72 fl. „ Raymond, Handmaschine......................25 Willcor & Gills Handmaschine (La Couronne) 32 flu* Zwiriic find billigst z» haben bet Karoline KiidliolztT, Herrengasse Nr. 218, II. Stock. Ansragcn wcrdcn auch bci N. Hmlliolzep neben dem Theater entgegengenommen. (163—2) Telegramme. Wien, 21. Dczcmbcr. Der Hofralh Schwab wurde zn vicr Jahrcn Kcrkcr verurtheilt. ^lvrenz, 21. Dezember. Der Gesandte Viktor Emannuel's, Dcllarotta, welcher die Begnadi-gung der zum Tode Verurtheilten erbitten soil, ist vom Papst und vom Kardinal Antonelli empfangen wordcn. Der in der Handlung be« Vincenz W<»sclinag 88.— 89.— Karnten. Stain u. Ktistenland 5 Vngarn. . zu5 ■tfroat. u. Slav. 5 Siebenbiirg. „ 5 Ac tie li. Nationalbanl . Creditanstalt 84.— I 77.50 I 78.25 j 72.50 I . 055 - 656.-. 233.- 233.20 N. o. Escompte-Gcs. ;b53.~ 655.— Anqlo-osterr. Bank 190.—, 190.50 Oest.Bodcncred.-A. . 200.-I2U4. Oest. Hvpoth.-Bank . 69.50: 70.50 Steier. (L5compt.-M. 217.— Kais. Ferd.-Nordb. . 1940, 1945 Siidbabn Gesellsch. .194.20,191.40 Kais. Elisabetb-Aahn. 169.50.170.— Carl-Lndwig-Bahn *09.— 209.50 Siebenb. Ersenl'ahn. 117.50 148.25 Kais. Franz-JcsesSb.. 161,— 161.50 "'.-Barcser E.-B. '60.50ji61.— gitnff. Alsold llsold'-Fium. Bahn . 148.75^49.25 Pfandbriefe. Nation. o.W. verloSb. 93.50| 93.40 Ung. Bod.-Creditanst/ 91.75 92.— Allg.ost.Bod.-Crebit. 1106.75 107.25 dto. in 33 I. riickz. .1 87.—I 87.50 Oest. Hypoth.-Bank . Prloritats-Oblig. Sudb.-Ges. zn500yr. dto. Bons 6 pCt. Ncrdb. (100 fl. 6M.) Sieb.-B.(200st.o.W.) r)iudolssb.s300st.o.W.) Franz-Jos. (200 fl.©.) Lose. Credit 100 fl. 6. W. . Don.-Damvssch.-Ges. zu loo fl. CM. . . Triefter 100 fl. CA!. . bto. 50 fl. o.W. . Ofcncr . 40 fl. L.W. Esiterbazy fl. 40 t5M. (2aim' . „ 40 „ Palfsy . „ 40 (SIoYl) . „ 40 „ St. GenoiS „ 40 „ 'Jindischgray 20 „ Waldftein . 20 „ Keglevich . 10 „ SindolsSstist. 100.W. Wechocl (9 Mon.) AnM'.lOOfl.siidd.W Franks. 100 fl. „ „ London 10 Ps. Sterl. Paris 100 Francs . 98.— 105.50.106.— 229.—'230.— 93.50 94.— 84.25 84.50 85.50 88.50 149.50 150.— 94.— 120.- 56.- 33.50 93.50 118.- 55.- 33.— 41.50 32.50 38 33.50 20. 21.50 14.50 14.75 42.50 33.50 39.-34.— 21.— 22.50 15.50 15.25 Munzen. Kais.Miinz-Dncaten 20^FrancSstuck ^ . Bereinsthaler . . Silber .... 100.75 101.-100.80 101.— 120.30 120.40 47.751 47.80 5.71 5.73 9.58 9.59 1.77 I 1.77s 118.50 118.76 I Besonders crlanbc mit aus jmeiit rc>ch-haltigcs Lager in (170—2 Fijchcrii, Albums, Porte-monnms, Zigarrentalchen mit und ohne Stickcrei aufttterffam zu mci*cit, svwie die jetzt beliebten Steinpasta - Gegenstciude nicht nnerwiihnt lassen kann, als: Hirsch-, IUI)-1 Grms-, Daren-, Wolf-, Fuchs-, Haftnlropft, Klkiderrecheu, Gewehrhalren, Schrrib)tugc mit tchttn Gemrihen und Ebtr)ahnrn, besonders als Geschenk siir Jagdlicbhabcr zu ernpsehlen. Ferner halte bestens empsohlen: Tran-ben-i'arfiiniN inKvrb»cnvon30 kr. bid 5fl. — Helee-Selireihzeiiie«1, Kelne-lHecei-iSHiiveK.Fai-bvn-Uantelien von 3 kr. bis 4 fl. — BelHHzeiilte von 1 fl. bis 7 fl. — Brief- und Schr«>il»|>a|iiei', KouvertN weih, blait, farbig; scinstcr Slesellaeh mit Wohlgcruch. IflgT" Auch werden da-selbst alle Arbeiten fur Weitzwasche, Stickereien u. 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