LaibacherZeitmm. ./^ B8«. Montag am 3 Dezember «tz.55. ,.,. . ,,.,,,.„ 7'» ^!,,"' ''',^'^.,"'^.7,7. „,,"")scicrtac,c, täalich. mw f°^o< sa.u.nt rcn Bcilciqcn ,m Comptoir s,an «jährig -1 st., halbjährig 5 st. 30 kr,. m>< ^^Tch^Z^ >Us ,n .e H°,n, n ^ c l^ ;^ ^^^^ ,^,^ ^ 'h, , l, j a hrig 30 "'. m.hr ,» enirichtcn, Mii der Post Portofrei Krc^band >m '"'wt°n.^au " ^ ^ ^ ^ ^ ^, ^. Insl> r t .o n s.^bn l.r j.'.r cme Svaltenzeile °der den Raum derselbe,'., ist für einmalige ganzjährig, m'tcr K cu;lvi.v nnd ^nMc. ^ N . « I ^.. ^ ^,^^ ^^,,^ ,^ ^^^. I„s^io„.M,nvel vr. U» fr. fl.r cinc jrdeZn.al.ge <3>nschatt»ng h.nzu Ämlllchrr Thris. M^er Minister des Innern hat dcn Statthalter". Konzipisten Nndolf Eiszka zum Krciskomnnssar dritter Klasse für daö Lembcrger Verwaltnngsgeblet ernannt. Das Finanzministerium hat die bei der lombar. dischcn Finanz-Prokuratur erledigte Finanzrathsstcl.e dem Adjunkten dieser Behörde, Dr. Arcangelo V a-lenti, verliehen. ') achtele Verfahren bekannt gemacht wird Wien dcn 2. Dezember 1NK7. Vom k. k. Ncdaktions'Vurcan des Neichs-Geseyblattes. Die Instände der Katholiken int Orient. Unter vorstehendem Titel veröffentlicht der Verein zur Unterstützung der Katholiken in der Türkei und im Orient einen längeren Aufsatz, dcr mehrere blsl)er unbekannte Daten enthält und welchem die „O. 0. Post" folgende Stellen entnimmt: Der Bewohner des Kaiseistaates darf nnr den Fuß über die Grenze seyen, und ein Bilo bcrzzerci-ßenden Jammers steht vor ihm. Indeß die Bcvolke-rung des östliche» Bosniens dem Schisma anheimfiel, l thigt. Von dreißig Fra»ziskanerklöstcrn. die einst in .dem Lande fnr die Erbaltnng der christlichen ^elnc NNd des christlichen Bebens wivklcn, habcn bloß drei bic schwere» Stürme dcr Zeit überdauert, die anderen 27 suid verschwunden. Jenen ist die Erba!t»ng ocs katholischen Glaubens unter schweren Müben. unter nicmals weichenden Gefahren zn verdanken. Sammt» liche Priester dieses Landes gehören diesem eifervollen Orden an. Anf einem Flächenranmc, lrclchcr dcn> jenigcn von Mähren lind östcvrcichisch Schlesien über. trifft, wohnen 120.N00 Katboliken des kroatischcn Volksstammes. Sie sind insgesammt eben so arm als glaubenseifrig. Durch das ganze Land zerstreut, werden sie wohl in 66 Pfarreien eingetheilt, besitzen aber bloß fünf Kirchen, drei davon jenen Koiwcntcn angebaut, zwei kleine anderwärts. Da jcdvch alle !ünf zusammen kanm den sechzigsten Tbeil der Katbo. likcu sasscn könnten, diese oft, um zn einer solchcu zn gelangen, Tagmärsche zurnckzulegcn hätten, müssen dk Priest^ die heilige Messe meisttnldcils im frcicn Fcldc. Unter Zeltdächern oder Laubhütten stiern, an solchen Drten. wo sie eiwas bessel daran sind. in Bretter' Hütten uebcn ViehstäUcn. an Orrtlichkcitcn, welche k'nzig dem Priester ein nolhdnrftigcö Obdach glwäh. ^". indeß die Gemeinde in Staub. Schlamm oder Schnee knieend dem Gottesdienst beiwohnt. Oft muß ^" drni bewaffneten und nach türkischer Weise gc-lleidetrn Ordcnsmannc die heilige Wegzehrung übcr ""wegsanie Gebirge anf Tagreisen weit gebracht wtr> dcn. Daß cs in diesem Laude noch Priester gibt, ist einzig der christlichen Fürsorge unseres allerhöchsten Herrscherhauses zu verdanken. Zwar hat in neuester Zcit die Verhandlung des verstorbenen Herrn FML. Grafen v. Lciningen mit dem Snltan den katholischen Cdrislcn Vosniens die Befngniß erwirkt, ncue Kirchen bauen, neue Franzis« kanerkonventc gründen zu dürfen. Wie sollen adcr die Gläubigen bei idrer biltercu Armuth dieses cr> frculichc Zugestän.niß sich zn Nutzen machsn. oa es ibncn an allen Mitteln hiefür, grb'richt? Wobl habc» sie ans ibren Nothpfl-ünigcn Bauplätze sich angekauft; wohl schleppen sie anf ihren Schultern über pfadlose Strecken Steine und andere Vanmatcrialicn zusammen; aber mit all' dem erbeben sich noch keine, wen» auch noch so ärmlich ausgestattete Kirchen. Erst seit ei» Paar Jahre» stießen von dcm Luoner Verein zur Verbreitung des Glaubens den Bosniern jährlich 2000 Fr. zu; aber auch dieses ist dem schreiende» Bedürf» nisse gegenüber nur ein ärmlicher Nothbebclf..... Ist zwcn- in M'Scrbici, die Z^HI dcr Katholiken unbeträchtlicher als in dcn biöhcr genannten Land» schaften, so ist deren Erhallung nm so dringlicher, d.i dort das höchst Berücksichtigenswertbc vorkommt, daß l'icr und da in einem Hanse beimlich katbolischcr Gottesdienst gefeiert wird, indeß die Beivohlisr öffentlich m der Moschee sich einfinde»..... Wenden wir nns nach Mazedonien und dem Oesterreichs Grenzen noch nähcr gelegenen Albanien'. Auch in diesen Landschaften ist die Erhaltung des katholischen Glaubens einzig dcm unbesiegbaren Eifcr der armen Jünger des heiligen Flaiiziökxs zn vl-r< dmikcn. Untt-r dem Eriliischof ^o» Dninz^o stehen in 18 Gemeinden etwas nl'cr 8l)l)(1 Katholiken, unlcr 140,000 Mahomcdaner und cl'enso viele Schismatiker zerstreut. Drei von jenen Gemeinden enldckren einer Kirche, so daß der Priester zur Fcier d.cs Goltesdicu» stes einer Priuatwohnung sich bedienen muß. Die vorbandsnen Kirchen sind größientheils sehr klein, nach mora/nländischcr Wcisc bloß auS getrockneten Ziegel» gebant..... Dcr Erzsprengcl von Antivari, ebenfalls in Al< banicn, zählt gegen 7000 Kaldolike» ; in den Sprei» qeln von Scntari nnd Al'lia wohnen deren mchr. D>c Lage Aller ist kcinc gü»st,gere als in den bisher genannlen Laiidschaftc» der europäischen Türkei..... Betrübend muß cs für jedes I.'bcndigc Glied der Kirche sein, zu vernehmen, daß die Zahl der Katholiken in dcn Provinzen der europäischen Türkei sich vermindert. Aus dicser Thatsache soMe eine eriiste Mahnung an dasselbe ergehen, vereint mit Anderen dazu beizutragen, daß die noch Vorhandenen in ihrem Glanbcn erhalten werden. die Zahl derselben sich mehre. Zu jener Verminderung yabcn freilich Verfolgungen durch die Moslim, arge Bedrückungen von Seile der Schismatiker vielfach beigetragen; ein Grund derselben liegt aber auch an dcm Mangel an Priestern, Dieser zwingt nicht seltcn die Gläubigen, ihre Eben durch Schismatiker einsegnen, dnrch diese ihre Kinder tan,en zu lassen. So ist cs gekommen, daß selbst ganze Gemeinden ihrem katholischen Glauben entsagt babcn, wie die,es zu N.kopolis au der Donau in Bulgarien geschehen 'ist, wovon dcr vormalige Bischof Molajoiü Zeugniß geben kaun. Jenen dnich Jahrhunderte andauernden Bedräng, nisscn und Beschränkungen gegenüber hat nun die nencste Zcit das Erncliliche gebracht, daß von den Christen in der Türkei — namentlich dc» katl'olischcn — dnrch den Hat'Hnmaynm des Sultans dcr biöhcr auf ihncn lastende Druck, das empfindlichste Hemmniß ihrer gottesdicnstlichcn Uebungen, hinweggenommen werden soU. Stelleu sich auch d/r Durchführuug cir. ses Erlasses augenblicklich „och manche' Hindernisie entgegen: der Verlauf der Heit, der Glanbcnsmntli unserer Müchristcn wird dieselben alimälig beseitigen, die Vefugniß, neue Kirchen zu l'aucn. die bisherige» herzustellen. sie zu erweitern. wird nnd mnß cndlicl! von dem Papicr ins Leben übergehe». Damit dieses geschehe, müssen diesc armen Völkerschaften anf die bereitwillige Mithilfe ihrer begüterten und rücksichllich ibrcr geistigen Bedürfnisse längst sicher gestellten Mil< burger zählen dürfen. Oesterreich. Wien, 30. Noo. (K, Z,) Die Pforte hat hier Mittheilungen über den in Konstantinipel aus' gearbeiteten moldan >walach>schen Verfassmigs^Ontwnrf machen lassen. Dieselben sind hier mit Befriedigung vernommen worden. In Betreff der Fürstrnivürde kann ich als gewiß mittheilen, daß die Pforte die Erblichkeit derselben vorgeschlagen hat. ferner, daß nur ein Einheimischer gewählt werden soll. W ien, 4. Nov. Se. kais. Hoheit dcr Herr Erzherzog Johann haben die Summe von Eintausend' Gulden als Beitrag für die durch die Katastrophe vom 18. v. M. zn Mainz Verunglückten gewidmet und diefen Betrag durch das k. f. Ministerium des wißein seiner Bestimmung znführen lassen. Zu gleichem edlen Zwecke bat bei demselben Mi> nistcrinm die Frau Gräfin u, Mcran, Freiin von Brnidhofcn. den Betrag von Fünfhundert Gnlden erlegt. Innsbruck. 1. Dezember, Von unseren Ans« wandereln nach Pern haben wir widersprechende Nachrichten. Ein Brief in der „Mg. Z.« aus Halz< b »rg rühmt die Fruchtbarkeit der Gegend, iu welcher unsere Landslente ein neues Vaterland suchn» . m,o enthält über den Gesundheitszustand derselben nur GllteS. A»ch Privatbriefc. in die wir Einsicht zn nehnien Gelegenheit luittr». lassen darnb.r keinen Zweifel übrig, obgleich einer der schreibenden Aus-wanderer die Farben im Uebrigcn nicht schwarz ge-nng auftrage» kann. Ein Uebelstand, nnd zwar ci» großer, ist leider eingetreten, als die Pilgrime nach dcr lmigs,, WasserfahN den F»ß anf das frste Land gescpl haben. Die Handwerfer unter den Auswan. derer». — die doch für die neue Ansiedln,^ so höchst nothwendig waren — haben sich. dnrch die hoben Arbeitslöhne der Berastadt Cerro de Paseo verlockt, von den Kameraden getrennt, und suchen ihr Glnck auf eigene Faust, Und doch wäre Einigkeil und festes Zuslimmenhallcn im fernen Lande eine Grundbcdin. gnng fül das Fortkommen und »as Gedeihen unftrer Anow^ndrrer! Wir hoffen in Knrzem in die Lage zn kommen, Ausführlicheres hirrüber milznthcükn. (B. f. T. u. V.) Deutschland. Hamburg. 28. Nov. Am nächsten Dinstag erscheint hier die Probeuummcr eines neuen politi» schcn Blattes: „Die Controle" , dessen Redakteur der bekannte Dr. WoUheim ist. Das Blatt, welches die Interessen Oesterreichs i>« Norden Deutschlands zu vertreten bestimmt ist. wird nnr allwöchentlich ein Mal. nnd zwar dcs Sonntags erscheinen. Die zweite Nummer erscheint erst am 9. Jänner 1858. H a m b u r g, 1. Dezember. Die letzten beide» Tage haben das traurige Schauspiel einer gan» zen Reihe von Zahlnngs - Einstellungen, darunter mehrere von Seite» der ältesten und achtbarsten Fi> men vorgeführt Obenan steh: die eines bejahrten, hochgeachleten Seiwtors, der. dem Vernehmen nach, bereits seine Enlilissnng aus dem höchsten Negierungs. Kollegium nachgesucht hat. Auch lv'rd der heute statt« gehabte Selbstmord eines allgemein bekannten Cdefs einer hiesigen Firma mit der jctzigen Krisis in Verbindung gcbraä't, Noch tieferen Eindruck macht die chcils schon erfolgte, tlieils nabe bevorstehende Ent« '.assllng dcr Arbeiter in mclneven großen Fabriken. Anch die Wcchselmäklcr und cinige Geldwechsler sind nicht mehr im Stande, die sonst von e-scm Schreiben zufolge ist je»e Nachricht durch d,c große Anzahl von A.'gekwatt,, in dem Proz.ß von «1!TH Salerno dt'rvorgernfcn worden. oie M>li l^lvagt, Deniselbc» Schreiben zufolge ii'l!>:ü ^e l^i en in dicsc Angelegenheit verwickelten Engländer lnii großer Schonung behandelt. Was die übrigen Angeklagten betrifft, so werden diese mit großer Strenge behandelt. Wie das Schreiben feiner meldet, wiro gegen» wärtig in Neapel ein skandalöser Proceß verhandelt. Der Graf von -.üquila, Prüder des Königs, klagt nämlich einci! seiner Bedienten an. da') er ihn babe vergiftcü wollen. Der Prinz null Arsenik in einer versiegelten Flasche Wein gefunden habe», Frankreich. Paris. 30. Nov, Der „Moiliteur" erstattet Bericht über die Andienen, welche der 5?aiser geliern dem päpstlichen Nuntius Msgr. Saceoni, dem schweizerischen Gesandten Herrn Dr. Kern. dein Gesandten von Nicaragi'a Herrn Juan de Francisco Marli», uud dem Gesandten von Costa Nica Herrn Lafond de Llncy ertheilte. — Die Weisung, Lamorili<''re obne Weiteres einen Paß zuzuschicken, damit er eilends seinen kranken Sobn besuchen könne, ist direkt vom Kaiser ausgegangen. Leider starb das Kind, bevor der General von dem Anerbieten Gebralich zn machen vermochte. — Graf Migeon bat dem Präsidenten des gesetzgebenden Körpers brieflich seinen Nichteiittrilt in die Kammer, so wie den Entschluß, sich 'n Wäh^ lern von Nencm vorzuführen. angezeigt. Auch bat derselbe an alle Mitglieder des gesetzgebenden Körpers einen Bericht über scincil Prozcö geschickt. Goul^chalik crklärt in seiner Zuschrift an den Grafen Morny, er habe «das Bulletin der il)m angebotenen Kandidatur unterzeichnen müssen, um Den Wählern des 6. Wahl' bezirtes der Seine vollständige Freiheit in Ausübung ibrer Nechte zu lassen; da das Gesetz jedoch eiu>,i Eid fordere, dcil er nicht leisten könne, so habe er die Ehre. seine Verweigerung anzuzeigen," — Von Dupin erzählt mau. er babc nach seiner Einführung gegen mehrere Herren, die ihn umstanden, geäußert: „Ja, ich bin kein Mann irgend einer Partei, und wo ist die Partei, die sagen könnte, daß ich ihr angehöre?" — Es sind allmä'lich li9 Departemente bekannt geworden, welche sich für die Ausführung des Suez» Kanals ausgesprochen baben. — Es wir? vielfach davon gesprochen, daß nun auel, die Generale Vedeau und Changarnier bedingungsweise die Erlanbniß zur freien Rückkehr nach Frankreich bekommen werden. — Lord Rcdcliffc's Abreise von Konstantiuopcl wird bc° stätigt, und man spricht hier und da die Vermuthung aus, daß auch Herr v. Thonvene! von seinem vor längerer Zeit erhaltenen' Urlaub Gebrauch machen dürfte. — ! — Die Katastrophe von Vincennes hat große ^ Tbeilnabme in Paris gefunden. Gestern und heute ^ begab sich eine zahllose Menge nach dem Fort, nm! den Schauplatz dieses traurigen Ereignisses zu bc-! trachten, auch der Kaiser begab sich nach Vincennes. ! Er war nur von einem Adjutanten begleitet. Er ließ den Soldaten, die bei dcn Arbeiten beschäftigt waren, ^ eine Grallfikation geben, und richtete einige Wovle a» ^ die, welche mit genauer Noth dem To?e entgangen waren. Die Ausgrabungen wurden gestern lcn gan» zen Tag fortgesetzt. Der Kriegsminister war anwc> ^ send und verließ Vincenues erst Abends um 9 Mr. als mau dcn letzten Leichnam aufgefundr» halte. Der Kriegsminister, Marschal! Vaillant. ist bekanntlich ei< , ner der tüchtigsten französischen Genie-Offiziere. Die Zahl der Todten beträgt 18. Sie werden morgen begraben werden. Das Thor des Forts von Vi»ccn> lies, das eingestürzt ist. gehört zn ecu ältesten Thei« len dieser Festung. Es rübrt aus dem 13, uno 14. Jahrhundert der. Vor einigen Jahren wnrde das Schieferdach abgedeckt und in ein plattes Dach umgewandelt. Man halte vorher rie Gewölbe unter» sucht uud sie für stark genug gehalten, um diese Reparaturen ertragen zu können. Das platte Dach wurde mit drei Fuß hohem Saud bedeckt und außerdem orei Mörser und drei Geschütze schweren Kalibers tort aufgestellt. Der Eingang des Forls. der ;n-sammeustürzte. hatte 4 Stockwerke. (Köln. Z) Großbritannien. Loudo !'., 30 Nov. Das in Dublin erscheinende Vlatt „Evening-Mail" meldet in ziemlich zuversichtlichem Tone. es werde eine Vill ausgearbeitet, oder sei bereits fertig, welche die Abschaffung des Vizekö« niglhums beabsichtige. Wir glauben nicht an das Vorym,dcnscin dieser Vill. da die Regierung sich jetzt mtt anderen und wichtigern Sachen zu befassen bat. Eine baldige Abschaffung 5cr irischen Lord'Statlbal« ter,chaft «st aber wnuschcnswerth. Da Irland nicht mehr sein eigenes Parlament hat, so brancht es auch nicht seinen eigenen Hof. und scit der elektrische Tc> legrapli es dem Zenlralsiyc der englischen Negierung so nat'e a/brackt bat. daß der England uud Irland scheidende St. Georqskanal zu den Dimensionen ri> ues Flusses zusammengeschrumpft ist, so liegt gar kein Grund vor. weßhalb Irland nicht gauz in dem. sclben Verhaltnisse zu England stehen so^le, wie Schottland. London. 30. N^em'!'c,', Di' iü^ische P.'st ivar trotz »nler Vorkeinüngei!. aufgehallt uen oclaillirleu Mitcheilliugen der i,>dischen Zcitnngcn sowohl wie der dortigen Korrespondenten bestätigen die erfreulichen Botschaften der vorausgegangenen Te> leglanime. und die Blätter aller Fnben stimine» darin übcr.in, daß das die beste Post sei, cie bisber aus Indien eingetroffen ist, „Daily News" ailein ist über die weiteren Schicksale der tapfereu Besatzung von Luckuow und oes heldenmülhigcn Entsatzheeres unlcr Havclock uitd Outram nicht gauz obuc Beso'g-nisse i die übrigen Blälttr uno das PublikulN sind nicht mehr in Sorgen, scit die Gewlßbeit da ist, daß Oberst Greathed sich den Vediäugtcn mil Windeseile naht und am 30. Oktober vor 5'ueluow erwartet wlllde. In E.ylon hi^'ß es gcrüchlweise, Havelock uud Olilram seien verwundet, doch fel'Ien darüber verläßliche Angaben. — Der „Leviathan", so schreibt man aus London, bat sich von der Stelle bewegt. Der Zauber ist somit gebrochen, und wenn uicht neue nnvorher» gesehene Hindernisse eintreten, dürfen wir hoffen, das schwarzrotbc Uug'lhüm, mit seiueu geisterhaft aus> sehenden Llickcii ^nd fcinen riesigen Schaufelrädern, die ihre Speichen wie Wiuomühlenfiügcl von sich strek> ken. iu etwa 10—14 Tagen auf der Themse schwim» men zu sebe». Spötter behaupten zwar. daß, wenn das Vorwärisschiebcn nicht schneller als bisher bewerkstelligt werden kaun. der „leviathan" vor dem schönen Monat Mai sein erstes Bad kanm nehmcn dürfte, aber dem ist nicht so. Denn am 28, und 29. v. M. rückte er seiuer Bestimmung schon nm 21 —24 Fuß näher, uud ?a er im Ganzen ciue Strecke von etwa 3000 Fuß bis zum Wasser zu duichlaufc» hat. so ist die Rechnung Icicht gemacht, abgesehen davou. daß er, eiiimal recht >n Schwung gebracht. je> dem Kalkül vorauseilen dürfte. Was man von allen Seiten als das größte Hinderniß besorgte, daß das Schiff nämlich mit seinen Wiegen sich in de» letzten Tagen gesenkt habe. ist glücklicherweise uicht begrün-det gewlscn. Das haben die letzten Operationen bc> wiesen, denn hätte eine namhafte Senkung in die Unterlage hinein stattgefunden, dann säße der «Levia-thc-.n" noch zur Stunde auf dem allen Flecke. Die Maschinen, oio migrwclwct wuioen, waren ganz die< selben wie bei dcn ersten Vcrsnchen. nur waren die Kelten verstärkt worden und um dcs Gegendrucks bcr bydraulischeu Pumpen Herr zu werden, hatte man sie ^ an so kolossale, mit Tausenden von Zentnern be> ^ schwerlc Valkengerüste angestemmt, daß an ein Nach» ,^ geben derselben uicht mehr zu denken war. Wirklich ! sprangen mehrere von den massiven Ketten, die alls ^ armdicken Eiscnringsn bestehen; es versagten zwei Anker, die mit etwa 2000 Zentnern Granit beschwert warcn, und auch ein Kolben brach unter dem Drucke ! mitten entzwei, die Gerüste abcr, hielten Stand nno , thaten il>rc Schuldigkeit, Ntcmaud wnßtc, oaß am ' 28 u. M. die Arbeit von Neucm begonnen werden sollte; Niemand war auf dem Wcrflenhof als die Ar> .^ beiler, einige Beamte der Negurungswerften von !Dcp!f!,'rd, Brunei un? Harr,son, Ersterer der Inge-! i uicur, der ocu Bail Icil.lc, Letzterer der Kapitän, dcr i es lommani)iren soll. Es dauerte eine Stunde bis ! die Massf ihre eigene Trägheit überwand, und eine» ! Zoll vorwärts glitt, dann aber blieb die Bewegung ^stälig. Um 1 Mir am Sonnabend hatte das Schiff leinen Weg von 9' 10" nach vorwärts zurückgelegt, j ! dann gingen die Arbeiter zum Essen, hernach wnrde z wieder bis zum Eintritt der Dämmerung gearbeitet. ' Das Resultat des Tages waren Ili' 2". Aber so viel hatte» dir Ingenieure wahrgenommen, daß es ^ gefährlich sei, das Schiff lange auf ein nnd dcvse!» ben Stelle ausruhen zn lassen. So wurde denn am !29.. trotz des Sonntags, die Arbeit wieder aufgc> nommcn. Wieder brachen zwei Ketten, lind Schraub« stocke so viel ,'in' zn baben waren, wurden zu Hilfe genommen, auch neun Anker wurden requirirt. aber auf die kleineren Details wollen wir hier uicht wei< ter eingeben. Es genüge zu wissen, daß die Bewe» guug des Schiffes nach vorwärts während der beiden leyten Tage nach allcrgenauester Berechnung 23' 4" betrug, uno daß die Arbeit fortgesetzt wird. Das Beste wäre wol)!, Tag und Nacht zu arbeiten, abei wenn !iuch mit den untergeordneten Arbeitern gewech» sl'll werden könnte, wer wolite die leitenden Inge-!nit'l,rc adlöseü. wn dir, ungebeliere Verantwortlichkeit ! überncdmen? ! — Es wurde bereits gemeldet, daß Lord Slrat» ! ford de Rcocliffe sich nach London begibt und daß die z Ursache dieser Reift ausschlicße,nd Privat »Angelegen-beileu sind. Es wird nun ben erkt, o^L es sich um die Verlobung seiner ältesten Tochter handle, welche mit ibrcr Mutter uud Schwester schon längere Zeit in England u.rwcilt. —„Pays" versichert, daß Lord Ncdcliffc zwei Monate von Konstanlinopel abwesend Lilien werde. (Hrieohenland. Luxemburg. 29. November. Heute Morgens hat das neue Regierungs-Kollegium den Eid in die Hände des Prinzen abgelegt. Bereits vor längerer Zeit war eine Oroonnanz erschienen, welche die Rcor-ganisalion dcS Ministeriums dekreurte. und diese ist ullumehr zlir Ausführung gekommen. Die He.ren S^,vais lind Eyschen sind ausgetreten. Herr Simons ist Slaatsminisler geworden mit dem Titel Exzellenz und l2.000 Franko Gehalt, die Herreu Würth Paquct, Augnstin und v. Schcrff nno zu Gencraldircktoreu er' nannt, die beiden Erstereil mit 10,000 Franks Gehalt, Letzterer immer ohn^ Gehalt und mit den Visen« bahnana/legenheiten beauftragt. Auch die Erncnnlm» gen zum nencn Staatsrathe sind erfolgt, und haben die Mitglieder desselben hente ebenfalls den Eid ab« gelegt. H^'rr ?e L^fonunnc, vor 18-!.8 Gouverneur des Landes, ist zum Vorsitzenden ernannt. Oppositions' Elemente würde man vergeblich in orr ncucn Körperschaft suchen. Seit Anfang dieser Woche sind eine ga>',ze Menge Dekrete erschienen, wodurch die Gehalte der Beamten festgesetzt uud meistens, wenn auch für unsere Beamten unbedeutend, crlwht worden sind. Die Kammer, welche morgen zusammentrete» wiro, findet sich also auch hier abermals vor einem l'nil llccmiu.jli. Türkei. — Die Verschwörung in Belgrad war der „55. Zeitnng" zufolge mcbr verbreitet, als man im ersten Augenblicke wahrznncymeu vermochte. Daranf hin deutet das von der Polizei aufgefuudcnc Schießpulvcr-quantum und die fertigen !l0.000 Patronen. Als die oerurtheilteü Verschwörer der Stadt Smedcrewo sich -uähcrttn, sammelte sich viel Volk um !>,'n Hau, wo die Gefangenen abgesetzt, ibr Mittagsbrot einnehmen sollten Die Poli^cipandnre!', welche schon früher an> sagen mnßle». daß man die Gefangenen als schlechte Menschen uicht grüßen dürfe, verjagten das Volk. Als aber der eskortirte Gefangcucnzug sich näherte, strömten aus den umliegenden Häusern Masftn vo» Me»' schcn heraus, welche sämmtlich dcn Zug entblößten Hauptes vorbeifahren ließ. Die Schcltwortc des es' kortirenden Offiziers, welcher die Gefangenen als „Vieh" betitelte, frommten zu nichts. Der Gastwirt!) deckte für die Gefangenentafcl Porzcllanteller nnd Pack> fonglöffcl, der Offizier aber verlangte bölzcrne Zigc»' nerlöffel und ließ in einer schmutzigen Schüssel, wori» das Spülicht gesammelt wird, den von Soldaten bereiteten Brei »infüscheu. nno der Hunger der Oefan» gc„cn nl»Ltc cillßcrordcntlich seil! , bonn sie verzehr« tcu das ganze cleligc Gericht. Vcl der M'fcchrt dcr Gefangenen lief das Volk im größten Koche uach. unbekümmert um das Jagen und die Schimpfworte der cskortircnden Kavallerie. Von der untern D o n a n. 27. November, schreibt man der «Orsterr. Ztg." Der Notenwechsel zwischen der Pforte und der serbischen Regierung dauert fort. Bekanntlich hat der Sultan den Fürsten ' Alexander aufgefordert, die sämmtlichen Akten des letzten Hochverralb'Prozessrs zur Revision nach Ko»< fiantiiwpel zn senden' diesem Ansinnen wnrdc zwar entsprochen und es wnrdc der h, Pforte auch ein umfassender Bericht über die Bewegung im Fürsten thu m Serbieu vorgelegt; da aber die serbische Regierung glauben mochte, daß die Pforte das Bcgnadiguügsrecht zu üben gedenke, so beeilte sie sich, dem Fürsten Alexander zn rathen, die Vc« gnaoigung der Hochvcrräthcr selbst auszusprechen. Wie wir aber aus sicherer Quelle erfahren, wird die ! Pforte darauf bestehen, daß dem Sultan das M ^lu^ü bei Fällen des oi'i'mon ja^s.u; HIl>^5ll!!i5 gc« wahrt bleibe. In dem serbischen Statnt ist für diesen Fall allerdings nichts vorgesehen, aber wird es die Regierung wagen, rcr Pforte offen entgegen zn trtten? Der regierende Fürst soll sich in großer Ver-lcgcnheit bcnndeu und gesonnen sein, dcn Senator Garaschanin ins Ministerium zn bringen. An dieser Miuisterkrisis zweifelt in Belgrad Niemand. Vor einigen Tagca habcu die Verwandten der anf die Festung gebrachten Hochverräthcr dliu Fürsten A!» kandcr ein Gesuch übcrcicht und darin gcbelcn, es möge den Gefangenen eine menschlichere Bchandlnug zn Tbcil werde»». Der französische Konsul hat sich in der Eigenschaft als Privatmann dieser Bitte mi' geschlossen. Wir erwarten daher, der gütige Fürst werde noch vor Weihnachten eine Milderung del Strafe eintreten lassen. — Die Trüppcnmärsche tN>s Rumclien an die Donau dauern fort. In Middin befinden sich bereits 7000 Mann. Die Aufregung "> Bulgarien, türlisch Serbien und Bosnien nimmt cl)>r zu als nb. Wenn aber die Nachricht bekannt st"' wird, daß die Rechte des fanarotischen Episkop"^ ihr Ende erreicht haben, und daß der Klerus im Geiste des Tansimats vom Staate besoldet w"'^ wird, so dürfte der wachsende Unsricden der A"^ kerung wieder abnehmen. Sollte Resch'd P"'w uoch länger Großvczir bleiben, so kann mit ^a? hcit angenommen werben, daß die Lage der cy lichcu Bcvölkernng schon nächstens eine bessere '" ««sV den wirc>. Ferner verlautet es bestimmt, daß die Pforte fest entschlossen ist. das Verdältnib zn Monte» negro im Wege dcr diplomatischen Verdandluügcü oder mit militärischer Exekution zum Auftrag zu bringen. — Die durch den Too Izzct Pascha's im Mi-nislcrinm entstandene Lücke ist ausgefüllt. Mehcmct Pascha, Gcnenilgouvcrneur von Epirns nnd Theffli« lien, ist zum Polizeiministcr, Nifaat Pascha. Präsident dcö Kricgsrathcs, zum Generalgouvc>ne"r dcr genciii' ten Provinzen, nnd Zarif Mnstapha Pascha znm Prä» sidenten des Kriegsrathes ernannt worden. Gleich' zeitig erhielt Hadschi Naschid Pascha das Amt eines Obcrdircktovs der öffentlichen Bauten. Dic Donau Konnnission und dic zur Regelung der gvicchischcn Kircheuangelcgcnbeiten einberufene Vcrsammlnng halten ihre regelmäßige» Sitzungen. Der Palriarch der nlchtlmiricn 'Armenier, Monsiguor Agop. ist nicht zurückgetreten, sondern hat bloß ans Gesundheil^rncksich' ten einen Stellvertreter ernannt. Der Snlt^n hat dem König von Schweden sein Porträt in i,!ebens> große znm Geschenke gemacht nnd der Maler Nnpin Mancch bringt es »ach Stockholm. Dcr amerillnii' schc Gesandte Mr. Carol! Spcncc bereitet sich znr Abreise nach Italien vor. An seine Stelle kommt Hcrr Bnckanan. In Sniyrna machte die plötzliche Verbaftnng des preußischen Unterthans W—r großes Aufsehen. Er hatte früher das Amt eines K"n;!ers beim donigcn Konsulate provisorisch verwaltet und wurde, nachdem er dieses Posicns enthoben, dieser Tage auf Neqni' silwn des Gencralkonsnls Spiegelthal gefangen ge> nommen nnd nach Konltautinopel gebracht. um dcr dortigen prenßischcn Gesandtschaft zur Verfügnng gesttllt zn werden. (Triester Zlg.) Mußland. __ )I„s dem Kaukasus erfährt man ucm ei' ner neuen Niederlage der Tsä'crkcssen, in dcr Scha->nyl die Befcstigungswerke von Neu.Barlnm verloeen. Nachdem die Nüssen diese» neu.» Stützpunkt besc^t halten, zogen sie ios Lager zurück, um die Arbeiten an dem Winterquartier fnr denStad des Daghestan'-schen Regiments zu bendigen. Amerika. Hundert füufuittdrcißig Auswauderer aus Mis' sonri und Arkansas soUcn von den Indianern nmgc» bracht worden scin. Nur 40 bis !>0 der Ancwan° derer warcn fähig, Waffen zn tragen. Ihr Lagcr — so erzählen dic Indianer — ward früh um Mor> gen von den uerciniglcn Strcilkraftcn der verschiede-iicii. in dcr Umgcl'lma — dcr Ort dls Angriffs ivno „icht gknaunt — befindliche» Indmncrsiämmcn ai,gl.'< griffen. Die Mehrheit dcr Auswanderer scheint gleich beim ersten Angriff gefallen zn sein. Dcr Rest per« thcidigte sich noch ein Paar Tage lang; die Indianee hatten jeooch eine so gedeckte Stellung eingenommen, daß nach ihrer eigenen Angabe kein Einziger gttöi> tet und nur Wenige vcrwnndct wurden. Schließlich sandten die Auswanderer cin kleines Mädchen nul etner Parlamcntärftaggc ab und ergaben sich drn Wilden, von denen s,e sofort niedergemetzelt wnrdeu, mit Ausnahme von 15 kleinen Kindern, die seitdem "ach langen Unterhandlungen von den Dolmetschern bcr Mormonen gclanft wurden. Tagsueuiftkeiten. — Wenn ein berühmter Mnun gestorben ist, so Machen sich an seine Verherrlichung viel Unbcrühnile, um wcnigjleuS etwas von der Bcrühmlheit sich (,,i. zlicigncn. Das zeigte sich beim Tode Vcraugcr's. Herrchen, die der Verstorbene sicher nicht zn ftinen Freunden gezählt hätte, snchrn ihn ii> Versen zu besinge!, und dem «Si^cle" gingen Massen «von schlcch» ten Reimereien" zu, die ein Herr BedoUii'rc gss.im^ melt, nls Vcrangcr's°Albn!n hcranszngeben beabsich. t'gtc. Dem Toolcn ist Glück zn wünsche», daß laute Stimmen des Tadels das UiUernchmru unterdrückten. — Wiederum hat oie Kuustwelt einen großen Verlust erlitlen; Prof. Christili» Rauch nus Berlin ist hente (<'.) Morgens halb 7 Uhr „ach einem schmerzhaften längeren beiden im 81. Lebensjahre allhier verschieden. j Unsere ^cser werden sich noch dec« geheimnig^ sollen Mordes erinnern, den wir kürzlich mis London meldeten. Dic Lcichc cincs Frcinde» wurde da-^Ibst auf dem Absäße einer Thcmsebrücke iu verstün,' weitem Zustande getroffen. Alle Nachforschungen blic ^>r bis jetzt vergebens. Eine Bekanntmachung der ^erlinci,- Polizei erinnert gegcl'wärlig wiedcr an die-M' Mord. Die B.kanntmachnng lautet: «Friedrich ^Ubclm Flemming. Handelsmann aus Halle. 35 ^'l"c au, Hmne^ Augen nnd Bart braun, Klci> schn^' ^'w'uzer Seidenbnt, schwm-er Obnrock. . ^arz. mib grau melirte Weste. w?ißeK Vorhemdchen. !^us Halstuch und so weiter. Derselbe bat im M> lgnst dieses Jahres in Berlin 12.000 Thaler in 'amerikanischen Papieren umzusehen versucht und ist. da er dieses Geschäft nicht hat realisircn könne», von Berlin abgereist, um den Umsai) der Papiere anderweitig zu versuchen, seildcm aber spurlos uer> schwunocn. Es wird vermuthet, daß er mit dem Geloc nach London gegangen, um dasselbe dort um» znsctzcn. Vor einiger Zeit wnrde cin Fremder da« selbst anf dem Absaßc einer Brücke an dcr Themse verstümmelt aufgcfnndcn nnd liegt dic Möglichkeit vor, daß Flemming in solcher Weise in London um das Leben gekommen ist." > Der Amerikaner Hume treibt iu den höheren und höchsten Kreisen der französischen Hauplstudt wie> der seine Gelsterbeschwörercien, jedoch nur vor gläubige» Augcn. Vor einige» Tagen wollte bei der Prinzessin Mathilde die ^achc »ichl gehen, als Mr. Hume gemüihlich erklärte, cin Ungläubiger ueutralisirc durch Zweifel seine (Hnmc's) Wirlsamkcit. Dcr Präsiocnl des Senals, Herr Baroche, der als oicscr Arge bezeichnet ward, war artig genug, dcu Geistern Pkiß zu wachen und sich aus der Gesellschaft zu cnlfcrncn. Telegraphische Depeschen. Udiue, 3. Dez. Die Arbeiten für die Eifcn-bahn beim Thore Grazzano haben >ci: mehreren Ta» gcn bcgouneu. Verona. 4. Dcz Anf dem gestrigen Getrei. dcmarktt fand bcschräntlcö Geschäft zu fast nnoeräu-dertcn Preisen Statt. Dic Fi,!anzkrisis hrnlint dlt Spekulalion. Hamb u rg, 3 Dez. Mittags. Keine nencn Z^ih^ lilngssuspcnsione» siüd bekannt. Die Kopcnhagencr Nationalbank will alle ln Häittcu befindlichen, fällig werdenden Vankouechsci auf orei Monate neu um» scheu. Hamburg, 4. Dezember. Abends. Die Slim» mnug ist beruhigter; es herrscht guic Meinung für die Errichtung ciner Staals'Diokouiokassa von 30 M:U. Mark; die Modalitäte» sind noch unbekannt. Florenz, 3. Dez. Infai.t Don Fernando von Spanien ist gestern hier eingeiroffen. Dcr Groß. herzog hat dem Vizekönigc von Egyptcn das Groß-lrenz dcs Mililärverdicnstordcns Ul,d dem cgyplischcu Stalthalter, Hassa» Pascha, das Commandturtleuz des Iosefordens verlieben. Neapel, 28. Nov. Dcr Kardinal. Erzbischof Sforza ist, vom Papste berufen, nach Rom gereist. Der Pariser Vauquicr, Mireö, ist hicr cingciroffen. Gen na. 2. Dcz. Die von der hiesigen Hau» dclölammcr gemeinschaftlich mit der Zollverwaltung uorgcschlagcnc Erweiterung dcs FrcilMciio und ocr Dogana ist durch cm löni^llchcö Dcllet angeoronet worocn. Dic inlclNlNloiialc ^omlüissioi! für die italienische ZclilraU'ahn H,U derspricht dcr von einigln oculschen Blättern gebrach' lcn Ateldnng. daß dcr Uebcrschuß rcr Einkünfic ösler-rcichischcr Kloster dem h. Single zn Gute komme und daß derselbe dicßfalls irgcud einen Anspruch zu erhe> ben befunden habe. Der Herrscher dcr Birmanen hat den Van ciner katholischen Kirche ans eigene Kosten unlernommcu und die barmherzigen Schwestern zur Leitung dcs Hospitals berufen. Tnri ». 3. Dez. Dcr bisherige Geschäftsträger in Rom, Marchrse Migliorali, ist zum Geschäftsträger in Haag ernannt; an seine Stelle kommt Eonte Della Minerva. Baron Eavalchmi Ocirofol!, bisher iil Rom, kommt als erster Legdtionsselretär nach Frankfurt. Dcn diplomatischen ''Agenlcn im Auslande ill eine ncne Uniform volgcschri.brn. Paris, 6. Dezember. Dcr „N'onileur" meldet, die «Presse" sei suvpcndiri worden, ouläßlich cines von Scyrc.t gezcichueien Arlikelö; die 3ttginung könnv die Anfregnug nicht predigen nnd die revolutionären Leidenschaften amrufcn lasscn; sie müsse strcng l>(,'vcl'«,') grgeu die Thorheiten der angeblichen (pi-^udux) Demokraten scin. London, 2. Dez. Die Königin sagte in der Thronrede, dcr ungewöhnliche Mißkredit nnd d,c Bankerotte verlangten eiue außerordentliche ScsM, und cine Indcmmtalsblll bezüglich rcr BlmkaktcNjUs. pension. Sic bcdaueite die Noth der Arbeüer. yl'fft, Milderung ihres Loses in Folge der guten Ernte, d,-klagte oic Leiden der Briten ,,, Indien, beivunderie de-ren dortige Heldenthaten und hofft, die Verstärkungeu wurde» die Rebellion bald unterdrücken. Befriedigung gewähre, daß Volk nnd Fürsten größtentheils loyal l'likbcn. Die bezügliche» Papiere wurden dcm Parlamente vorgelegt werden, um die mo. Angclegenbk'ten i:> reiche Er,vägung nehmen zn können. Der euro» päischc Friede erscheine gesichert, Di." p.rsiichrii Fr>>. densslipnlationc» würden getren erfülli. Gesetze zur Verbesserung der Parlamentsoettrttung. dcs Eigene tbums nnd einiger Kommunalgesehe werden bianlraql werden. Schließlich bittet die König'n. Gott möge die Berathungen znm Segen dcs Volkes leiten. London. Mitternacht. Adreßdcbatle. Beide Häuser voll. Lord Russell kündigt die Iu0cnb!tt an. Disriicli beschnldigt die Regierung. Uisachc der indischen und finanzielkn Krins zn scin nnd verweigert eine Indemüilätsbill, bevor dic Regierung ihre Pläne mitgetheilt habe. Lord Palmcrston verweigert diel), nno erwähnt bei dieser Gelegenheit der Freundschaft Englands mit ganz Europa. Frankreich? Znvorkom» menbeil hervorhebend. Im Obcrhnise widerlegt Lovo . Granvillc die Angriffe Derby's, Menborough's Over» stone's nnd Grey's wegcn der Finanzen nnd Indiens. Die Hänser genehmigen die Aorcssr. London, 4. De;, Untcrhnns. Nachtsißnng. Die Indenlinität wurde bewilliget. Wegen der i» Neapel verhaftete» I»geniemc erklärte Lord Palmer« ston. es sci znn» Eiüschreilen kei» Anlaß; er bezeich-nete ferner die Tclegrapbelwerbandlnng mit Oesler-reich als unerledigt. Der Schaftkanzler wünschte selbst Beibel>illnng der allen Bankaktc; nnr beanspruchte er eii'k Rt'lniirungsberechlignlig in finanziellen Krisen wie die gegenwärtige. Die dieß'.iwn^tüche «Muscalversammlnug« findet Mittwoch den 9. Dezember um 8 Uhr Nachmittags im Gvmnasialkonferenzzimmcr Statt. Handels- und Geschäftsberichts Bei der am i.d. vorgenommenen Verl^snng der älteren Staatsschuld wurde gezogen die Serie Nr 141, enthaltend Banko Obligationen im Kapitalste trage von 232.68l fi. 40 fr., mit dem Inttressei" betrage nach dcm herabgesetzten Zinsfuße von 24.0l;:t st. « kr. Bei der am l. d. vorgenommenen Verlosung des Anlcbcns vom Jahre 1839 wurden folgende W2Ge, winnst.Serien gezogen: Serie Nr. NKtt. 3730. 1«i>4 4072 10-"!) ^730. 464, 270ö, 2502, 1156, 5583 1856 2617 1345, 3627, 3988, 657, 5779, 580 8 3111 461:/ 13:j3, 2002, 966, 2961, 4925, 3131 5046 ' 285l>' 2085, 1555, 824, 1524, 5635, 355? 5679' 13<>2' 2843, 3904. 2149, 4431, 1975 4817 3559 2512' 1430, 5897, 2705, 3530, 2186, 370l' 1989'559i' IÄ5 ^ ^^ "^' 3133, 3913^ 16..1, 1348^ !^ ^ ^''' ^"^ ""). 4236, 456< 114, N0^' ^.,«^.^^062, 472, 395/2688 IN^, 2, 3639, 5515, 1K92 34N) 27,tt /.,^? 3223. 5509, 4625, 1789, 1773 2447 Hl ^cl' 379, 4240, 467. 704, 4257, Wareneinfuhr ans ausländischen Häfen in Trieft Am 28. November. Von Kon,'lanti»opel: j3.480 K Gerste 10 St Weizen; von Valona : 1 Z. Blutigel; von D..ra,,o-' 5 Z. Korduan; von Anüvari: 8 Z. Blulige! s> ->' Konuan, 4 Z. ^eder, 94 Z, Wolle. ' "^ Am 29. Novlmber. Von Braila: 278^ H. Gerste. Am 30. November. Von Newcastle: 381 T. Steinkoblen; von Smyrna: 3 Z, Felle. ^l0Z. Baumwolle, 5 ?.. Salep 3 Z. Fruchte, 12 Z. Krenzbeerc», 3 Z Gnmnii 6 Z, Mandeln, von Syra: 330 Z, Schwämme- von Zante.26Z, 0el. 10^ Z, Seift; von S. Mm.ra! ^^.^ '. '"' Vr.nd,,,: 7 Z, Felle; von Molfetta: lli Z^ 0el, 4 Z. Fclle; von Ancona: 2 ^ P„i»»i. wollwaren. 1 Z. Saffran. 3 Z, Wolle nuo Wol.'en warcn. 2 Zemner Manufnkturwaren und a'idere Waren; von Biaila: 366 K. Nog.,e».- von Beirut, Tripoli nnd 5'ari-acea: 10 V. Alizzaii, 23 B. Ochienl'äute, 147 F. Gidpech, 19 Z. Wein, 25 B, Gummi. 58.450 Pf, "?lei»ussamen;'von Valona -!026 Ch, Haflr; von Molfetta: 1230 St s^f?/ 1N0 Pf. Noln-e», 340 Z. Wachs, 87 < S^ von Pes.no: 380 St. Leinsamen, 0 >> Oel 3 ?' Feigen. ' -^' _________________ Meteorologische Beobachtungen in lajhach ^ " 9 '^cob.chtung '"'^«r ^,,„. aus 0°N ,^, ^^,^ W > >, d Witt or „ n q lum.^, ^ St..>.!,,„ ir, .——_________________rcducnt____________________________ PiirijVr ^iü!>l ö. Dumber 6 Uhr M>^. .^z, 37 ^ 0 . 2 Gr. "ss ^fflT^'^--------------Z^T------------------^—^—-------— 2 .. Nchm, ^.57 -^1.5 .. ^V. schwach tri.,', 0.2.> 0 Uhr Mrg. 33« -l« -^ < .U Gr/ VV. still bcwiM. ______________^ " -lbd. .'!3>.1<> --l.! .. ft. sch.^ch l,,,^ Drnck und^Vcrlag von I^naz u Mlcnlmayr «zc F. Bnmberg i»>M'ach. — Verantwortlicher NVoalteu^ 3. V."»b«.'rn. V Ürsc li l» e r i ch t aus deni Abcudblatte der österr. kais. Wiener Zeitung. Wien 4. Dezember, Mittags 1 Uhr." Tic Ztimmung günstig für alle ssffektcngattuugcil. Am Schlüsse trat eiil/ lleine Neaftioi, in Induüris-Pcipic-i,»t, Aiil^lien ;» 5°/.. l>5-Uö '/, Staatsschn!dvl'rschrsibi!»l^!i zu 5",'<, 80'/, -81 dttto ^ „ i'/."/« 70'/.-70'/. detto ., 4°/, <;3V. ~l>3'/, dctt» „ 3°/» 5" 50 V, dettc „ 2'/,^. 40 7,^40°/. detto ^ l °/, > 6-!<)'/. Gloggmßrr Oblig. »,. Niickz. „ 5 '/« «l»----- Oedeiiburger d'tto belt!.' „ 5"/» l)5----- Pessher ' detto dnto „ 4'/« »5----- Mailäüdlr detto detto „ ^'/. N^----- Gnmdmtl.-Tbüg. N. Ocst. „ 5°/« 88'/,-58'/. rctto Ungarn „ ü°/<, ^ 78'/.—?!> detto Galizicn „/»"/, 78—78'/, dstt? der iibrigl» Kronl. z» 5"/. " ^N 87 Äanko - Ot'ligatirncn zu ^ '/, "/» '»H »i3 i^ttni.-?!„!.h.» v. I. «834 :il7-3l» detlo „ 18!iU >27'/.-^27", detw ^ «854, z,i '»'/. !<>8 108 '/. <5omll Rintschci«, >7 '/. - 17 '/. ^aüzisci'e ^f^i,dl'rilfe ^» H "/^ 80—8 l lliordl'alni - P> il'r. - Ol'!^, ^i, l>"/. 53 83 '/, Mu^gnizz.r dctto .. 5 <7« <» 80 Donau Dampssch.-Ol'liz,. ., 5"/« 85 -85'/. kloyd detto (in Lilbcr) „ 5°/„ 87-88 3'/« Prwritals Tl'li,,. d.r Staais'^istnl'al,,,' Ges.llsch^st z„ 275 Nr^s«, pr. Stink !09 «10 Akti.» c>.r vi.iti^!!>ilbai,f «84 985 5 V« Psa>!dbr,efe d.r Nat!l,'»alt',üs 1'inu'nc-tliche Ul< '/^ !»<>'/, Mien der Qesterr. A»sta»»duel' Elsenbalm '>34'-2:<5 „ ')l,ndbal!!! »7? 7, ,, „ Si.iatsnftnl'.-Geftilschast z„ 500 Fr.insz ' 277'/.-278 „ „ K.nftlin- Elisabc!h'Vah„ ^n 2l'l» !^. mit ''.!» pi»t. (jiuzal!,»!»^ lUU 7. !<»!> 7^ „ .. Sild-Nortdcutsche Verbinduugsb, 97 '/.^-98 „ „ Theiß-Vah» W0 7,-1,x»'/^ „ „ Lo»>l','Vcnet. Eisenbahn 239-23« 7. « „ Kaiser Franz Josef Olinttbah» 1^8—188'/. „ Trieste ^!ose ,04—l04 7, „ „ Donau-Dam^'sschissfalirtS- Gesellschaft ä«8 -5^0 „ „ d.tio <3. (imiffion 99 '/,—>00 „ drS Lloyd 535-340 „ dcr Pesiher Ktlienl'.-Gesellschaft 5,1-60 „ „ Wiener Dlimpsm-Äesellschaft ?s>—7l ,. P>et. Emiss, 19-2«, detto '2 Eüiiss, m, Pvioril 29 -30 Gsterhäzy 40 fi. ?os. 6^7,-83 Windischgräh ,< 2>>—25 7, Waldstem , :> ^ 43—4:i '/, St G.:iln6 _ 3l> 3!) 7^ , V.lffy ^ 39 7. .".9 7^ ^lar',, „ ."/.<>/—3<» 7 Tclegraphjscher Kurs Vericht der Staalepapiere uom 6. Dczcmbcr l^i!7. Et^>ill'jchu!d^!rschreil'lingen . zu ü p^'t. st. in (5V:. 80 l ^/1i» ! dctto aus der Äatioüal-Anlcihe z„ 5, ,, in CM, A3 l/l fl. pr. St. 192 1/4 ss. in CM Aftien der k l, priv. ostcrr. Staatseiscnl'ahn- gsseüfchaft zn 200 fl., voll eingezahlt 277 1/4 ft. in CM. mit Ratenzahlung......— ft. in (HM. Aktien der Kaiser Ferdinands-Nordbahn getrennt n> »0 fi. 6M. . . . «771. 1/4 st. in CM, Aktien der siid-norddeiitscheii-Verbiiidungsbal)!! zu 200 ft..........194 si. in CM. Wechsel-Kurs vom 6. Dezember 1837. Augsburg, für ,«<> ft. burr.. Gold. , 1081/2 Ufo. Fraukftnt a. M., für ,20 fi. sndd. Vcr- cmswühr. im 241/2 st, Fuß, Guld . 107 3,8 3 Monat. Haml'ura,. für ,<>(> M^rf Vauko. Guld. 8>> 3/8 Vf, 2 Monat Llvoruo, fur 3/4 2 Monat, London, mr < Pfund Stcvliuq. Guld. 10 .".5 3 Monat Paris, fur 30« Francs. Guld. 1 ->5 1 /2 Vf " Monat ^lck"est für 1 Gnld. P.r,. , . ' .^,I 3l T S.cht' ! K. f. vollw. Munz-Dukatcn, Agio. . 10->/4 Gold' und Silber-Kurse vom 4. Dezember 1857. Gc!d. Ware. Kais. Mimz-Dukaten Agio..... 10 3/8 lN7/g dtu. Rand- dto. „ ..... >0,/2 ,05/« Gold !ll luilico ,, ..... — Napoleonsd'or ,. ..... ^2.' 8.2N Sonverainsd'or .. ..... "^ >"8 Friedrichso'or .. ..... «^ »^ Louisd'or „ ..... s.40 8 42 Eugl. Sovercignes „ ..... l«.43 «0.44 Russische Imperiale „ ..... 8^2 8.46 Silber-Aaio ..... 81/4 81/2 „ Coupons ........ 8 1/4 81/2 Thaler Pveußisch-Eurrant .... l.36 1.36'/. K. K. Lottoziehungen. In Wien am 5. Dezember l857: 41. ^ 24. 43. 54 Die nächste Ziehung wird in Wien am !6. Dezember 1857 abgehalten werden. In Graz am 5». Dezember !85»7^: «8. 42. ^5. 4!l. 48. Die nächste Ziehung wird in Graz am ltt. Dezember l857 abgehalten werden. Anzeige der hier angervmmencu Krclüldell Dl» 5, Dezembl'l I^,^?, Hi', Lel>alsch>tz, k. k. Stelinamtödeamte, vo» Landstraß. — Hr. Rako?c<5, Priester, von Isti^» — Hr. Nelibeiger, Handslönnnni, von Tiiest. 6, 744. u (^t) Nr. 7ll8. Kundmachn n g. Bon der im Jahre ltt5K zur V.!leihui!g nicht gekommenen Altton Raao'jchet! Studenten Stiftung pr. l9? fl, ist die Hälfte mu !>8 fl. 30 kr. an cm? arme, wohlerzogene Bürgers-tochtcr, Tvelche sich iin wirklicheil Brautstände defindl-t, nach ihrer Kopulation zu verleihen. Diejenigen, welche diese Stiftung zu erhalten munsch«'u, haden ihre bezüglichl'n, mit dcm ?lr-muthü, 'Hitt'li- und sonstig!» Zcugnlsscli, dann nut 5er Bürgerrechts Urkunde ihles Vaterü in-siruirten Gesuche blö ^iO, Dezember l. I bei diesem Magistrate zu u>erleich^,. Magistrat Laibach am 2. Dezember l857. ij. 2UUÄ. l^> Nl, 5<)5l1. Edikt. Vom k, k Btjilfsamte Feistritz, als Glncht, wird crm uilbckailnt wo bcsilldlichei, (5xl,s>. einer Perzenlualgebühl ps. 7 fi 30 kr. nuch lückständigen (5rctut!onskostei,, aus dtn 12. Dezember l. I., i?en 9. Jänner uod »2. F»brual «858 Vormittags 9 Uhr angeordnet wurde, seintm unter Einem aufgestellten (>us»loi' 2K^z,^«> und Görz „ „ F. /T« Prcvali „ „ lltl«»,»z^«; Neustadt! „ ,. «i5«<»Ui, Wolfsb erg,. „ ^. 8"«»'^^«»; Trieft » „ Xll^ovit»!», „ 3 '74, (9) M. k. privilegirte Verstcherullgo-Vescllschaft \l OU SOI HU (MMRZ1AU DI INSli I Hl/IOM in Trie&ti« Ausstattnngs-Vereine sür Kinder. Die k. t. prio ^uovll 8t)ci>.!lü ^oninloi^jiill.' lli ^^wm'uxiom in Ii'k^t hat »eieitS sämmtliche in ihlvm Statltte vorgesehene Vcrsicherlingszweige sannur d.n V^s!ch.',u!lgen aitt' das Lebe» des Mensche» acti-oii't, in letzteren a!?er bisher »ur GarlNiticn voü Küpitaüen und R^inc» lediglich gl'gen fixe Praniien, zahlbar bei Lebzeiten und »ach dem Tode des Versicherten, gewäh-t, Nun schritt die Anstalt auch zur Gründung der sogenannte» Tontinen l Verslchei'lingei,, deren ge« saunuter Nutzen zn ^misten der Versicherten ve^blcibc, Zu diese-n E>,de gründete sie zchn oerschiedenc, unter sich vollkommen getreoiue Tontiiiei^Klassen für Ki»5er, welche vom Jahre l848 bis 1857 geboien sind. Der Zweck dieser Einrichtung ist, den Vcisichclten nach vollendete», 20. Lebensjahre eine Summe zu beschaffen, z. B. Hur Aussteuer fiir Mädchen, oder a!s Kapital zur ersten Geschäfisonrichrung, zur Vollendung der Uni' ve,sität?-Sludi n »üd z>iv E,Ianl)ung d>S Doctornrs: ferner zur Ablösung der Mililärpflichtigkeit, oLer endlich jum Beginn jc?e, >vie l,l!iner gearteten Laufbahn. Alle, welche in dem nämliche» Jahre geboren sind, bilden demnach line q en, c i n sch a ftl i che Klasse, mid nehmen insge^amnit als Gesellschafter mit gleichen Rechten lind gleicht' Pflichten an derselbe» Th^il, nnd z>va>- im Verhältnisse zur Anzahl der nberno,nnic»en ?lctieü, indem je^,- Theilnehnn".- „ach belieben eine oder inehrere 'Actien besitzen kan». Die Ein^^hlniigen können entweder beim Eintritt ein- für allemal mit 100 ft. pr. Aktie stattfinden, ot'ür sie köinien in jährlichen, bis zum Klassen-Schlußtermine fortznseßenden Ratenzahlungen geleistet werde», und sind mil 31. Dezember jeden IahreS fällig. Nachstehende Tabelle enthalt die d^r einmalige» Einlage von »l)0 si. entsprechenden jahrlichen Beträge fü> jeüe, welche i,i di.sem Jahre I8Z7 einer der bisher eröffneten 10 Klassen nach Maßgabe ihres Alters beriete» wollen, ______________________^ O c b o r c n ' '"' Jährlicher Zeitrag G c b u i c n ^"" Jährlicher Dcitrag Alters- "l"l,gc ^ Mtcrs- ""ligc ___ i,u Oiülaqs-------------------------------^-—?!—i »n Vililags-------------------------------mIToft ! l«57 <^> 9 ! 68 20 i VI. 4852 1NN 9 i Z« ^ II. Iftätt ,00 « ! 57 19 !, VII. !851 ! «8 ^ . III. ,855 ,M, 8 ! 62 ! t^ mal ' VIII. ^85» 100 10 15 " "'" IV. ^-^ ,.,„ 8 7« l7 IX. ^8^!> ,00 l0 71 ^ ^. 1853 ,00 8 93 5 16 X. ,848 100 »1 3» . " Das Geschäftslokal der Haupt.Agentschaft obiger Gesellschaft befindet sich ü, l! a i b a ch: Hauptplaß HauS Nr. l5. j&amuna Terpm*