Urinawetsltm * Preise Für Laibach: Ganzjährig ... « st. 40 kr Halbjübrig . . 4 . 20 .. «irrteljährig . 2 10 „ Monatlich . . , — » 70 „ Mit der Post: Ga«,j»hrig...............12 fl. HaldjShrig ............. « „ Vierteljährig............ 3 „ Laibacher Für Zustellung ins Hau« viertelt- 25 k., menatl. 9 kr. Einzelne Nummer» 6 kr. TJ lagblutt Anonyme Mitlbeilunqen werden nicht beriieksichligt; ifltanefhiptc nicht zuriiekgesendet. ÄeNrtUii •• Vahnhosgaffe Str. 15. «r»edUim»ü- & 9*t mtm jemals laut geschluchzt und zu Gott gefleht, ihm nicht fein geliebte« Kind, sein einzige« Glück auf Erden, j« nehmen, so geschah e« in diese« Augenblick». (Fortsetzung folgt.) die dortige KausmannSwelt kein irgendwie großes Geschäft tu unternehmen wagt. Zu dieser politischen Misere kommt noch da- Elend mit den KaimeS (Banknoten), die schon heute mit 65 Perz. Verlust gehandelt werden. Uebrigens steht das Kupfetgeld daselbst auch nicht viel besser, denn dasselbe wird mit 48»/, Perzent Verlust gehandelt. Da nun der kleine ÄaufmannSstand und der Lauer ihre Zahlungen meistens doch in Papier oder KupfergelD leisten, so wird der Verkehr dadurch ungemein erschweit, und nicht mit Unrecht befürchtet man in Smyrna den baldigen Eintritt einer großen ®t« schäft-krist-. — Das türkische Parlament-Haus. Der „Ä. Z." miro aus Konstantinopel geschrieben: „Ganze Regimenter von Arbeitern und Künstlern find in fieberhafter THLtigkeit damit beschäftigt, den ausgedehnten Räumen, in welchen früher daS Ministerium deS Hansels und der öffentlichen Arbeiten seinen Sitz hatte, die letzte Vollendung zu geben, damit die Vertreter des ottomanischen Reiches dort eine würdige Stätte zur Aufnahme ihrer Arbeiten finden möge«. Die Herstellung und Ausschmückung der Säle ist fast vollendet. In der vorigen Woche überzeugte der Gtoß-vezier, von Mahmud Damat Pascha und einigen anderen Wlirdenträgern begleitet, sich persönlich von dem Stand» der Arbeiten; am Freitag, nach dem StlanVif, nahm der Sultan selbst die fite das Parlament bestimmten Räume in Augenschein und drückte dem mit der Leitung der Ausbesserungen beauftragten Palastbaumeister SerkiS Bey feine volle Zufriedenheit aus." — -El« befleckter Purpur. Die neueste Post deS „Herold" bringt aus der Republik B o l i v i>a folgende Geschichte: „Aus kirchlichen «reisen unserer Republik tjl jetzt ein verbrechen in die Oeffentlichkeit gedrungen, das um so mehr die Gemüter beschäftigt, als Dr. Llavijo, Bischof von Limira, infolge der Entdeckung desselben auf der Anklagebank sitzt, um sich wegen Falschmünzerei, eventuell «egen Kirchenraub zu verantworten. Der Bischof besitzt die schöne Pflanzung Taguapalca am Fuße des Jllimam, verpachtete sie jedoch an einige Spanier, welche unter hohen Anerbietungen mehrere italienische Arbeiter mietheien, ihnen ober sehr unpünktlich den Lohn ausbezahlten. Eine Meile von Taguapalca dehnt sich in einer fruchtbaren Ebene das Städtchen Lohoni aus, dessen Kirche den Ruf genießt, einen kostbaren Schatz «an heiligen Geräthen zu besitzen. Eines Morgens fand man die Kirche vollständig ihrer «eichthümer beraubt, die spurkundigen Indianer folgten jedoch den kaum sichtbaren Fußstapfen und gelangten, von ihren feinen Sinnen geführt, an die bischöfliche Pflanzung. Sie entdeckten zwar nicht das geraubte Gut, wol aber in einem verborgenen Gemache eine woloetsehene Werkstatt zur Prägung falscher Münzen. Triumfierend nahmen sie Die Hausbewohner gefangen, und diese gaben nicht nur auf der Stelle den That-destand zu, sondern denuucietten auch als ihr Haupt den *«[chi>t Llavijo. Auf dieses wurde der Bischos sofort verhaftet. Bei feiner Verhaftung ließ der Kitchensürst tief bestürzt den Kopf sinken und wagte eS nicht einmal, im Bewußtsein seiner Schuld, die gesetzlich ihm znstehende besondere Gerichtsbarkeit anzurufen.' Ob aber dem Bischof 0iel dfi*el)tn wird, steht in Zweifel, da der erzultramon-taiie Präsident der Republik, Daza, wahrscheinlich Mittel und Wege finden wird, ihn den Folgen seiner Thal zn entziehen. Die ganze Beschichte ist jedoch recht dazu angelhan, einen Einblick in die von sittlicher Fäule und Niedertracht angesreffette« sozialen Verhältnisse des jesuitischen Bolivien tu thun." 2olal- und Provinzial-Angelegenheiteu. — (P e r s 0 h a l n a ch t i ch t.) Herr Schinz 1, vormaliger Kapellmeister des Jnsanterie-Aegiments Herzog von Sachfen-Meiuingen, gibt seine Stellung als Kapellmeister der hierstädtischen Musikvereinskapelle auf unb tritt am 15- d. beim 58. Jnfanterie-Regimente Erzherzog Ludwig Satvator die Kapellmeisterstelle in Preßburg an. i» ,i«,7 (Bolksschnlwefen im Jahre 1876.) Die a '»ische Tonfcription der Volksschulen der im ReichSrathe r«7f!?nen 8än6et weist für das Quadrienmum 1871 bis tcfr*uUd)e Fortschritte auf; mit Ausnahme Tirols, orarlbergS unb Istriens partizipieren alle Ätonlänber an dieser Fortentwicklung, f„ z. ®. Böhmen, das die Zahl seiner Volksschulen binnen vier Jahren um 281 vermehrt hat, und nach ihm Galizien mit 114, Mähren mit 106, Steiermark mit 80, Niederösterreich mit 71 Schulen; selbst die früher stark zurückgebliebenen Länder Krain, Dal« mazien und die Bukowina betheiligten sich in demselben Zeiträume mit 49, beziehungsweise 40, 25 nnd 32 Schulen an dem Fortschritte des BolksbildnngswerkeS. Auch der Rückschritt deS Schulwesen« in Tirol ist nur ein scheinbarer, da früher selbständig angeführte nach Geschlechtern getrennte Schulen jetzt als gemischte Schulen nur einmal gezählt werden, da ferner die sogenannten Nothschulen oufgelnffen und die Schulkinder den benachbarten direktivmäßigen Schulen zugewiesen werten, was entschieden als ein vortheil für daS UnterrichlSwefen bezeichnet werden muß. — Mit dem allgemeinen Fortschritte der Volksschulen stieg auch die Zahl der mehrllassigen Schulen gegenüber den einklassigen, welche allerdings noch in der Zahl von 7544 fortbestanden, daher ttod) immer die größere Hälfte der fämrntlichen Schulen ausmachten, deren Ltsleithanien 15,397 zählte; darunter sind freilich sehr viele wegen Lehrermangel- zeitweilig geschlossene Schulen inbegriffen, von denen auf Balizien allein 187 entfielen. Der Unterrichtssprache nach waren im Schuljahr 1875 deutsch: 6313, czechjfch: 3685, polnisch: 1045, ruthenisch: 1005, italienisch: 630, slovenisch: 481, serbokroatisch : 221; die übrigen find größtenteils gemischtsprachig, darunter nahezu 400 mit der deutschen Sprache ol6 Lehr-gegenstand oder als zweite Unterrichtssprache. Die Zahl des Lehrpersonais betrug 31,196, was eilte Vermehrung um 5246 Individuen gegen 1871 bezeichnet. Was den Schulbesuch anbelangt, so wurden die Schulen im Jahre 1876 besucht von 2.134,638 Hindern, also von 313,973 mehr als im Jahre 1871; der Besuch der Bürgerschulen stieg in dein genannten Zeiträume von 0 8 Perz. auf 3 26 Perz. Alle Grönländer partizipieren an dieser Steigerung des Schulbesuches, und mehrere derselben sind bereits soweit vorgeschritten, daß nahezu alle schulpflichtigen Kinder den gesetzlichen Unterricht genießen; es sind dies die Länder Salzburg, Tirol, Nieder- und Oberösterreich, Böhmen, Möhren, Schlesien und Vorarlberg. Am schwächsten ist der Schulbesuch in Istrien, Galizien. der Bukowina und Dalmazien, wo die Mehrzahl der Kinder ohne Schulunterricht auswächst. — Schulbibliothekeu bestanden an 61 9 Perz. der sämmtlichen Volksschulen, wenngleich dieselben häufig nur sehr klein waren. Dagegen ist kaum der fünfte Theil der Schulen mit Einrichtungen für den gesetzlich vorgeschriebenen Turnunterricht versehen. — (Wandernde Ku n st.) Der Pianist Sabot wird mit der Sängerin Frl S ch m i d t l e r im verlaufe dieses Monats eine Kunstreise nach Krain, Kärnten und Steiermark unternehmen. — (Aus dem slovenischenLager.) Die Land-wirthschastsgesellschaft in Kärnten faßte den Beschluß, die äußerst kostspielige und zwecklose Herausgabe der unter dem Titel „»metijsli listi" erscheinenden slovenischen „Mitteilungen" aufjulaffen. Die Bollblut-Slovenen erheben über diesen Beschluß ein Zetergeschrei, aber ruhige, der sloveni-schen Zunge angehörize Landwirthe erklären, daß deutsche Organ der genannten Gesellschaft fei denselben lieber, als das nach kroatischem Leisten gemachte Nenslovenisch, das sie nicht verstehen. Die „Blätter ans Kärnten" rufen wiederholt: „Für die nationale Hetze existiert in Kärnten kein Boden." — Zu E b e r n d o r f in Kärnten befindet sich soeben eine landesgerichtliche Kommission, die sich mit Erhebungen über die heillose Wirtschaft der national-klerikalen Gemeinde-Vorstände beschäftigt; in dieser Gemeinde treiben die National-Klerikalen noch ihr Unwesen, welchem jetzt ein Ende gemacht werden soll. — DaS polnische Blatt „Dziennik polski" greift die Politik des sendal-reactionären Grafen Leo Thun an, demselben verhaltend, daß et die österreichische Monarchie auf geschichtlichen Grundlagen des altösterreichischen „Staatsrechtes" umgestalten möchte, was so viel bedeutet, daß wir mietet in das goldene Zeitalter Metternichs zurück-kehren. Mit Vergnügen konstatieren wir die Reußerung des genannten slavischen Blattes, es kennt den blanblütigen „Spiegelberg." Aus den Zinnen de- Grafenfchlosies inEzechieu wehen die Fahnen der Reaction mit der feudalen Devise: „Robot, Zehent und Unterthänigkeit!" » — (Aus den Nachbarprovinzen.) Im Kurorte Meran befinden sich derzeit 1037 Kurgäste. — In der „Klagtnf. Ztg.-* behandelt der bekannte Lustspiel dichter JuliuSRosen die Theaterfrage in Klagen* f u 11. Er betont, daß heute der Unterhaltung-zweck obenan steht und der Knlturzweck auf ein Minimum herabgedrückt wurde; daß selbst Bühnen hohen Ringe- den Wünschen des Publikum- nach Unterhaltung weitgehende Konzessionen machen müffen, wenn sie bestehen wollen; daß jetzt alle-zum Theater lause, verunglückte Studenten und Comrni-, sentimentale Friseure, hübschbelarvte Rähtnamsellen, abgenützte Zigarrenverkäuferinnen u. a„ daß die Klagenfurter Bühne nur für Anfänger oder Aufhöter bestimmt ist, daß der Ertrag derselben einen hohen Gagenetat nicht zuISßt; Älagenfurt wird sich Herbeilaffen müffen, entweder Subvention oder Preiserhöhungen zu bewilligen. JuliuS Rosen gibt dem Gemeindetathe in Klagenfurt den Rath, er überlaste daS dortige Theater jenem Mannt, der e- ehrlich mit der Sache meine, der in den schweren Iahten de- Krach-, wo ringsumher die Bühnen geschloffen, die Schauspieler mitten in der Saison brodlo- wurden, ausgehalten nnd den Muth nicht verloren hat — Herrn K l e t r. — Auch in Klagenfurt wird übet mangelhafte Straßenreinigung Klage geführt, während die heuer wegfallenden Gchnee-An--räumnngSkosten «stete entsprechend durchführen kaffen. — Die v i e h p r e i s e sind in Äärnten gestiegen, an- Vaiern, Ober- und Nieder Österreich und Salzburg erschienen Käufer. — Ein Schulpsennigvereitt inBi 11 ach hat sich am ISten v. M. konstituiert. — (Historische Forschungen.) Prof. Also»-M111 n e r in Marburg, Konservator zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale, stellte an sämmtliche Schulleitungen in Krain da- Ersuchen um gefällige Beantwortung folgender Fragen: 1.) Gibt ef in bet Pfarre einen vom Volke „SrabiSte" genannten Platz »der Hügel? und wo liegt er? — S.) Gibt e« eine vom Volke „Groblje" oder „Grubljt" genannte Oertlidjkeit ? — 3 ) Gibt e» in der Gegend Hügel, welche vom Volke „gomile" genannt werden? oder „na gomileh" genannte Oettlich-teilen? wenn ja. wie viele sind ihrer? — 4.) Gibt e» eine „Ternovo" ober „na Ternovern" benannte Oertlichkeit? — 5.) Kommt die Orttbezeichnnng „Siraja", „Podgrad", „Pregrad". Pod»id", „Prezid" oder „v zideh" vor? — 6.) Kommt der Name „Staro mesto" oder „Razderto" al» Ortebtmnmwg vor? — 7.) Kommen Namen wie „ajdna", „ajdovski zid", „ajdovski grad", „ajdovsie" u. dgl. vor? — 8) Existiere» Gemauerteste, von denen da» Volk sagt: „ba je Tnrk grob (,id. fiance) zidal" ober „da ge (jih) je Tnrk poderl" oder Sehnliche»? — 9.) Kommt der Name „statt ttrg" vor? — 10.) Sind alte Straßenzilge ober Oertlichkeite» in Wald oder Feld unter bem «amen „stara cesta", „statt Pot" ober schlechtweg „cesta", auch „ostree" (Hochstraße, ülta flreta) bekannt, und wo verlaufen ste? — U.) Sind in Kirchen, Kapellen oder in Profangtbänben ober sonst wo Steine ober Säulen mit römischen Zuschriften ober gemeißelten Skulpturen vorhanden, unb wo sind ste gefuttbeu (wenn bekannt) ? — 12) Ist in der Gegend eine Oertlichkeit bekannt, w« beim Ackern, Graben ic. alte Münzen, eiserne und bronzene Waffen, Schmucksachen au« Bronze, behauene Steine, alte Ziegel ober Geschirrtrilmmer ober mit Ziegel» stückchen gemengter Mörtel hetvorkäme» ? — 13.) Finden sich in ber Gegend zugtfchliffcne unb durchbohrte Steine vor, welche ba- Volk „fltele" nennt, unb finden sich vielleicht zugeschärsle oder ,«gespitzte Feuersteine? — 14.) Hat jiemonb in ber Gegrnb dergleichen unter 12. unb 18. Genannte« gefunben, und wer ist et, ober besitzt jrmanb irgend welche Altertümer? *— 15.) Gibt e» in der Gtgtitb Grotten oder Höhlen? Sinb ba Steine, Thier- über Menschenknochen au«gegraben ober gefunben worden? Knüpfen sich an Höhle« BoIk«sagen? — 16.) Gibt e» sonst irgend in altertümlicher Beziehung Bemerkenswertes in der Gegenb? und wie weit reiche» bie Taufbücher zurück? — 17.) Kommen unter bem Volke Sagen vor, welche stch auf die hl. Walburga ober hl. Kmiigunbe beziehen? — 18.) Pflegen zu Weihnachten, Ostern unb Johanni vorn Volke irgenb abergläubische Gebräuche geübt zu werben, ober knüpfen stch an biefe ober an« bete hohe Feste alte Sagen? — 19.) Weiß ba» Volk etwa» von gekrönten Schlangen ober von ber Mistel: tikji lim (vi-curn album) ober sonst einer Pflanze zu erzählen, unb Iva» hält e* von bcn Zigeunern? — 20.) Kommen in dir Gegenb Namen von Personen, Oertlichkeiten, Bergen, Wäffern tc. vor, beten Bebeulnng entweder unklar ober au» der flooenischen Sprache nicht zu erklären ist, und welche sinb e« ? — 21.) Wie ist die Farbe ber Haut, bet Haare unb ber Augen bei ben Schulkindern beschaffen? Wie viele von jeder Art? — (Dir morgige Turuerkueipr) im #lub. jimmn deS Kasino dürfte sich zu einer recht unterhaltenden gestalten, da der githerspieler Herr Po n Holzer, der durch jein vortrefflicher Spiel hier schnell beliebt «»rbe, freundlichst feine Mitwirkung zugesagt hat, außerdem auch einige höchst intereffante vertrüge angemeldet sind. -(Grün-Denkmal.) Die Grazer „ZagespoB" empfängt aus Graz und vom Lande «orrefpondenzen, in ptUfeen darauf hingrwiesen wird, daß die allgemeine Verehrung für den Heimgegangenen Dichter »nastafiuS Grün darin Ausdruck finden lönntt, daß bei den Mitgliedern von Korporationen Subfcriptionen veranstaltet norden, die über eine gewisse bescheidene Beisteuer für das Grün-Denkmal in Graz deshalb nicht hinausgehen, um der Theilnahme eine recht breite BasiS zu schaffen. In einem Schreiben ans Studentenkreijen wird ein Festabend pro-ponierl, an welchem die Studierenden der beiden Hochschulen und deren Freunde partizipieren sollten, um dem Dichter einen «erkthätigen Beweis ihrer Achtung baizudringen. bei einem geringen Tribut der einzelnen Theil-nehmer dürste die Beisteuer für da» Denkmal «ine nicht unbedeutende «erden, wie eS die Menge der Verehrer des große» Dichters vorausfetzen läßt. Um eine Mafsenbetheili gung in diesem Sinne zu ermöglichen, hat sich der Männer. Gesangverein von Deursch-LaudSberg entschlossen, am 4. d. ein Konzert zu veranstalten, dessen Ertrag der Errichtung reS A. Brün-Denkmals gewidmet wird. Ein zu ähnlichen Unternehmungen anregendes gutes Beispiel! — (Landsch östliches Theater.) Der k. t. rus fischt Hosschauspieler Herr St. Kesser nahm gestern als „Gras Thorane" in Gutzlows Lustspiel »Der jt önigs» litnttnant" Abschied von Laibach. Herr Lesser hat mit dieser Glanzrolle sich ein sreundliches Andcnlen gesichert; der Lharakter des aristokratischen, eleganten, für Poesie und Malerei begeisterten, durch unglückliche Liede g> täuschten, melancholischen, edlen und gesühloollen sranzösischen Generals erfuhr meisterhaste Darstellung. Herr Lesser wurde bei offen,r Szene und nach jedem der drei letzt-n Lnszüge mit anhaltenden BeisallSdezeugungen und unzähligen Hervor-rufen ausgezeichnet. Fräulein Arensdors spielte den jungen „SMfgang Göthe" recht gemüthlich, die zutrauliche Ergebenheit, die offene Siwpatie für den sranzösischen Ge-mral fanden natürlichen «usdruck. DaS mittelgut besuchte Haus belohnte auch diese hervorragende Leistung. Fräulein P ische k (Frau Göthe) wurde im ersten Akte die Ehre des Hervorruses zulheil. Frau Fritzsche gab die »Magd Gretel" in lebhaftester Form, lebhaft und natürlich, gewürzt mit Humor und Gemüth, wofür reicher Beisall gespendet wutde. Herr Unger war als „Professor Mittler" ein recht drolliger, komischer Kautz. Herr Zwerenz führ« die Partie deS .Sergeantrnajor M«cf“ in Bezug des Textes gut aus, nur hätte er jugendlichere Marke zur Schau tragen sollen, denn eS ist nicht anzuuchmen, daß die heiße Liebe der jungen, hübschen, lebhaften „Gretel“ mit den abgenützten Gesühlin eines alten KnegSmanneS sich zusrieden stellte.________________________________________ Obstzucht aus Samen. Bon A. Ezerny, k. k. Förster in Lanczin. AIS ein großer Freuud der Obstbaumzucht widme ich derselben durch mehr als zwanzig Jahre meint volle »us« merksamkeit. Die bedeutenden Geldbeträge, die ins Ausland sür als neu und lehr ausgezeichnet angepriefene Obstsorten aus dem österreichischen Staate jährlich versendet werden, und noch mehr die dadurch vo> kommenden namhaften Betrügereien ließen mich nicht ruhen, bis e« mir gelungen war, eine Methode zu finden, rach milchet jeder Pomologe sich ans Samen die edelsten und neuesten Obstsorten aus-ziehen kann. Diese Methode ist nicht neu; sie ist jedoch noch in keinem mir bekannten pomologischen Werke veröffentlicht, daher zu verrnulhen steht, daß diejenigen, die diese« Ber-sahren kennen, daran« ein Geheimnis machen, «ährend »a# Urtheil vieler Pomologen über die Erzeugung neuer Ödst-(orten aus Samen beweist, daß meint Methode ihnen bis jetzt unbekannt geblieben ist. Diefe Methode stützt sich aus die Grund- und Erfah-rungtfätze der Naturwissenschaft, daß nämlich 1.) lede Zelle einer jenen gesunden Pflanze stets dahin strebt, sich durch sich selbst zu verjünge» (üipioDuctiouekraft), unD 2.) daß daei Wachsthurns- und LebenSerhaltungSvermögen der Wurzelkrone zur Astkrone eine» jeden ausgebildeten Baumes unter geregelten Berhältniffen sich verhält wie 3 zu S, wa» mir daher die Ueberzeugung liefert, daß von jenen Obstbäumen, deren Unterlagen Wildlinge sind, durch Santen keine ausgezeichneten Obstsorten erzeugt werden, weil, wie gesagt, daS Streben de« Wildlings, sich selbst wieder zu verjüngen, größer ist al« jenes des edlen SieiseS, demnach ausgezeichnete Obstsorten nur durch Zusall aus solchen Früchten entstehen können. Wird jedoch von einer ausgezeichneten Obstsorte, z. B. bei Birnen von der Kaiserdirne, welche a) sehr fruchtbar ist, b) ausgezeichnete Fruchte und c) darin viele gesunde Samenkörner liefert, d) welche jedoch die unliebsame Eigenschaft besitzt, daß sie zu kurz dauert und Dann teigig wird — mittelst Senkern ein t)aum erzielt, fo besitzen die Körn« ihrer Früchte auf »rund der IHtprobnctionettaft Bit Eigenschaft, diefelde Gattung mit derselben Güte souzupstanzen, wenn die Befruchtung durch sich selbst ftattfand. Werden aus diesen Baum dann mehrere der ausgezeichnetsten Birngattungen, z. B. Hilocehemitr Berga motte, dir sehr lange dauert, Beure molle mit ausgezeichnetem Aroma, *lt(ander Lambrecht mit ganz vorzüglichem Ge> schwacke, Leon Leclerc, die bis Mai anshält «., gepfropft und während der Blütezeit die gegenseitigen künstlichen Befruchtungen coigtnotnmtn — man muß gleich beim Auf» buchen der zu kreuzenden Blüte die Staudsüben mit rmrr feinen Scheere abschneiden und dann, sobald die Narbe des Pistills des Fruchtknoten« zu schaiitzen ansängk, mit dem Blumenstaube (Pollenlörnchen der Staubbeutel) der gewählten Sorte befruchten — fo liefern die gekreuzten Früchte durchaus neue und gute Sorten. Lder auch ohne künstliche Kreuzung ist fchon der ©amt einer jeden auf folch' einer «dien Unterlage gereiften Krucht fähig, neue und gute Sorr.n zu erzeugen Diese Methode bittet nicht nur der Pomologie, sondern auch dem Allgemeinen unberechenbar« Borlheile; dem um» fichl«vollen Pomologen stehen dadurch die Mittel zugeboie, jeder Obstsortt nach Möglichkeit die fehlende Gütt nach und nach beizudringen und das Mangelhafte ihrer Eig<»schäften zu dtstttigtn. Jeder von solchen Samen ausgtzogtnt Obfi< bäum bleibt von irgend einer Verwundung durch Ber-tdlungcn vtrfchont, weshalb er auch ein WachSthum von wenigstens einem ganze» Jahre voraus hat, und wird der-stlb« durch was immer sür «inen Zufall am Stammt jo verwundet, daß an dessen gedeihlichem Fortkommen ge» zweiselt wird, so ersetzt, wenn nur die Wurzelkrone gesund bleibt, der Stock und WurzelauSschlag abttmal» den Erstling, was bei der jetzigen Beredeiungsweise nicht der Fall ist. Sittinger'sche Real., Parije, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Bm-men'sche Vital., «raftnbrunn, BG. Feistriz. — «taff lttr Feilb., Remec'sche Mtal., Bitint, BG. Feistriz. — 3. Feilb., Zadmk'fcht Real., fieljt, BG. Feistriz. — 2. Feilb., Prie» Iln'fcht Rtal., Obtrbrtfvwiz, ViL. Oberlaibach. — 1. Feilb., Bidniar'fche Real., vertäte, «« Möttling.________________________________ Theater. Heute: Zum Boitbrilt der e-Uoiispvlmu Friedente Sliohl: Eine kleine 6 r i ti l| I u u q ohne Namen. Lustspiel in 2 l'ttn oou Görm-r. Hieraus: I II der Braut» nacbt, ober: e ck e r « Geschichte. Operette in 1 Akt von E. dotefcfoii Musik oon A. Loiuabi. Zum Schluß: Die sieden Schwaben aus der Hasenjagd. Komische Geschichte in 8 gießen lebcuben Bildern. Die Musik nach schwäbischen Volksweisen vom JtayeH-neitlei Kaufmann. Telegramm. Wien, 1. März. Pon hiesigen diplomatischen Kreisen wirb der englische Vorschlag btv Türket Zeit zur Durchführung drr Reformen zu geben, unterstützt. Gin Klavier, qnt erhallen, 7oktavig, und eint MT Violine, Italienerin, 100 Jahre alt, sind wegen Abreise zu verkaufen. Näheres in Müllers «iinoncen-Bureaii. (97) 3—2 ü . Witterung. Laibach, 2. März. Morgenroth. heiter, Schneewehen in Den Kltpen, stür-mischet i)lO. Temperatur: morgens' 7 Uhr — 7 0", nachmittags 2 Uhc — 0 4" 6. (1876 + 8 0“; 1875 — 0 8- C.) Barometer im Steigen, 740 49 nun. Da« gestrige Tage«, mittel der Temperatur - 4 b", um 6 2' unter »ein äiormalt. Angekommene Fremde aui 2. vutel Stadt Wien. Bieyer, »tfm., Zirkniz. — Wieerspik, Jtsm., Nürnberg. — Samf«, i1“0^ Krauß, Kstte.; Hcntfchel, Reis., und Wolta, Wien. Schink, Geschäftsmann, «agor. .. öetcl ttleiant. itrauper, Kfm., Graz. - «amaski», ec. lretär, Pest tzröhl.ch, Stein. - Mahortschitsch, Trieft. Terdina, Gcschäsisman», iilagensuit. tioirlfchtr Hos Htavka. Lehre 1, tinnettiain. — Urbantc, Cbmaibati). Ktadt Laibach. Strem, üllöitlmg. — Flut, Görz. Mohre» Elchberger, Vezirlsselretür, Äieisniz. ®o|lh«u8-(Er Öffnung. Die Gefertigte beehrt sich ihren gtthrttn Gästtn sowie dtm P. T.'Publikum eit böfticht Anztigt zu machtn, daß fit Bit diShtr innegehabten Gast» hauSlokalitäten „zur Bereinigung" am 3. März verlaffen und am selben Tage um 5 Uhr nachmittags das thtmalS sehr beliebt gewesene Gasthaus „jttr gnlrara Irljimlle“ eröffnen wird Indem sie für den bisherigen Zuspruch und daS geschenkte Vertrauen betten Dank sagt, bittet sie. ihr dasselbe auch in dem neuen Lokale ange-deihen zu lassen. Es wird mein eifriges Bestreben sein, sow»l durch exquisite Klicke und ausgezeichnekk Getränke, als auch durch reelle und aufmerksame Bedienung die Zufriedenheit meiner ftbr geehrten Büste zu erwirken und zu erhalte». Um zahlreichen Zuspruch bittet hochachtunqsvoll Mari» Zierer, 98) 2 — 1 Restaniateurin. aJ Wiener Börse vom 1. Marz. Pfandbriefe. I Staatsfonds. I «eib 6»m. Ktcnte, ÄfLWap. ■ n-n bto. ct». 6|L in 6iB). 67-*0 iot« von 186* . . . .106 «Bit eon 1860, ganiMOi-i» t'ofe son 1860, gtinft. Il7 e0 erämiraf*. ». :#64 . 181-76 Qrandent.-Obl. «Selb; to«t Ware es—‘eng. oft. iBob..tt.:io6"6o'i'«- 67-60 bto. in 38 0................ *“ 106-30 Station, ö. W........ i(B-tO.Ung. ®ob.-4tcbitanfl. 118—1 iw- Prioritäts-ObL Siebevbürg. Ungare >ctlen. 71-86 78-60 71-60 7f— Kranz 3o|efe.8al)n Je®. 8totbl»e#bobn Siebendürger . . . 6taatebabn .... Südbahn a 5 Per,, bto. ®on« Lose. L Berstorbeue. Stn U 7. Februar. Mattliäuü ftoiar, Mauthrevi-beut, 46 ä., Zioiljpital, Lungenentzündung. Den 1. März. Matthäus Zorn, Marqueur, 24 I., Wienerstraße Nr. 13, Zehrsieder. Gedenktafel Über die am 6. März 1877 stattfindenden Mutationen. 2. Stilb., Mislej'sche Real., Großpoije, BG. Wippach. - 2 Stilb, Bviii'sche «Ital., Porttscht. «G. Wippach. — 2. Feilb Piie-sche «eal., Altenmarkt, BG. Laa«. - 2. Feilb., MartinkU'sche Uical, ObeisetDoif, ; ^°as. — 2. *eilb., Meiämk'scve Akal., -Sinei)c, BO. Feisirrz. 2. sterld., r- 6 88 9-88 60-60 118 40 60 20 183 60 49 10 5-89 9*89 61*70 113 60 Leiegrafischer Äursderichl am 2. März. P-pier-Ltente «275. - Silber-lHente «7^65. - Gold-Rente 74 20 — 1860er StaatS-Aiilehen 108.75. — Bant-actittt 829. - ffireditactitn ISO SO. — London 123 60. — Silber 113-40. — it. k. Münzdukaten f)'9o. — 20-Francs etilrfe 9-881/«. — 100 Reichsmark 60 70.______________________ Druck von Jg. u. itlei timoi)r «St Ftb. Damberg. Verleger: Ottoumt Bamberg Für die VttDadion oerantisortlich: Fran, Müller