mann M2U0.526tt.it«. «aWpioch, 83a* «*t ttgehrrn von der Dntlmst Remaw »rot und Arbeit mu nerüftet stehen, Saft unsere Kinder in der Schule lernen Ui* unsere Greise nicht mehr betteln geh«. ©. Herweg H. MKovto 33.415. Aentralorgan des Oesterreichischen Eisenbahn-Personales. RedaMon: Wien V/i, Brmchmrsgaffe 84. Medahstonoschluß; Lwei Tag« vor den. Erscheinen de« Blatte». Monnemerüs-BeMAMn: l Halbjährlich .............. . flr.2'88 Ganzjährlich ............... „ 5-76 Für das Deutsche Reich ganzjährNch Mb. 6"—. Für das übrige Ausland ganzjährllch 9 Franken. _ Sprechstunden pud stittt Tag mV Ausnahme der Sonn- und Feiertage von 10 Uhr vormittag- Mi */=* Uhr nachmittag» Inserttonsprets: Sie einspaltig« MiMmeterzrile oder deren Raum 14 Heller. Bet Zahresauftrag Rabatt. : Erscheint jeden 1., 10. und 20. im Monat. Sit 25 Me», den 1. September 1914. 22. gahrs. km der Menschheit Schicksal. Gewaltig sind die Erfolge der deutschen Armeen gegen Frankreich und schneller als man erwarten konnte, ist die erste wichtige Entscheidung gefallen, und ebenso imponierend und bedeutsam ist der herrliche Erfolg der Oesterreicher gegen die Russen. Das Wagnis des französischen Generalstabschefs, die Offensive zu ergreifen und damit die starken Vorteile, die die Befestigungen der Grenze den Franzosen gewähren konnten, aus der Hand zu geben, hat sich schwer gerächt. Die Franzosen sind geschlagen, vielleicht schon besiegt, so schwere Opfer es auch noch kosten wird, oen Sieg zu einem endgültigen zu machen. Wir haben diesen Sieg erwartet. Kein anderer Staat hat so wie Deutschland alle Kräfte, nicht nur die materiellen, sondern auch die geistigen, in- den Dienst der militärischen Organisation gestellt. Wie Deutschland die beste industrielle und finanzielle Organisation, die besten gewerkschaftlichen und politischen Vereinigungen hat. so auch den besten Kriegs-nnd Herrschaftsapparat. Und dazu kommt die Überlegenheit oer Technik und die Übermacht des großen Volkes. Aber über die Ursachen des Erfolges zu reden, dazu ist später die Zeit. Heute drängen sich uns die Gedanken an die Wirkungen auf und das erregte Gehirn, auf das die Sturmkolonnen ungeheurer Geschehnisse eindringen, sucht nach sicherer Orientierung in einer Welt, in der alles in umwälzende Bewegung geraten ist. So stürmisch heute der Wunsch ist. den Ausgang zu erkennen, so sind die Faktoren, die ihn bestimmen werden, noch so ungewiß, die Entscheidungen der Waffen, die noch fallen werden, so zahlreich und unsicher, um von vornherein ein Urteil zu fällen. Doch eine Sorge, die größte, ernsteste, die Sorge um die Existenz und ungehinderte Selbstbehauptung der deutschen Nation, die ist durch den bisherigen Gang der Ereignisse von uns genommen und wird, so hoffen wir mit Zuversicht, nicht mehr wiederkehren. Was uns jetzt beschäftigt, ist ein anderes. Daß der Krieg nach dem bekannten Worte von Clausewitz die Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln ist. heißt, daß der Krieg Inhalt und Ziel von der politischen Leitung erhält. Als der Krieg ausbrach, hieß die Losung: Kampf gegen den Zarismus. Diese Losung war es, die den Krieg auch solchen unvermeidlich erscheinen ließ, die Gegner des Krieges sind und eine Politik gefordert hatten, die die „Fortsetzung mit anderen Mitteln" ausgeschlossen hätte. Aber ist auch der Krieg der Zielgcbung durch die Politik untergeordnet, so folgt er, einmal ausgebrochen, seinen eigenen Gesehen und seine Ergebnisse bestimmen entscheidend die politischen Ziele. Und hier entsteht das Problem, auf das wir die Aufnxerksam-keit mit Nachdruck lenken möchten. Von Anfang an war es klär, daß, sobald die Gesetze des Krieges allein mehr gelten, der erste Stoß gegen Rußlands Bundesgenossen geführt werden mutzte. Den militärischen Sachverständigen schien eS unvermeidliche Notwendigkeit, zuerst Frankreich niederzuringen, um dann im Verein mit Oesterreich gegen Rußland Vorgehen zu können. Und in diese Notwendigkeit müssen sich auch jene fügen, die das furchtbare Verhängnis betrauern, das zwei Kulturvölker zu diesem mörderischen Ringen treibt. Aber strategische Notwendigkeiten sind nicht ohne Einfluß auf das politische Ergebnis. Daß Frankreich besiegt wird, ist m i I i t ä r i s ch das erste Gebot. Politisch aber ist die dringendste Notwendigkeit die Niederwerfung und Vernichtung des Zarismus. Die strategische Notwendigkeit soll aber die höhere politische nicht verhindern und sic wird es nicht tun. wenn die Leiter der Geschicke des Volkes dieses politischen Ziels sich klar bewußt sind. Die Besiegung der Bundesgeno Bundesgeno Ziel, das Ringen gcl sen Rußlands ist notwendig, weil sie sen des Zarismus sind. Aber das große seute als Einsatz in diesem gewaltigen ten muß, ist die s ch l i e ßl i ch e I solierung Rußlands als Barbaren st aat. Und wenn heute der Eintritt der Sozialisten in das französische Ministerium, der vor wenigen Tagen erfolgt ist, irgendeinen Sinn haben soll, wenn ihm Logik und Verstand auch vom nationalen Standpunkt des französischen Volkes selbst erfassen soll, so kennzeichnet Wohl schon dieses Ereignis, wie sehr das französische Volk eine Politik verdammt, die es dem Henkerzaren ausliesert und die es nun so teuer bezahlen muß. Jetzt wird um der Menschheit Schicksal gerungen, um die Kultur, um den ungehinderten Fortschritt, für den die Bahn erst frei wird, wenn es gelingt, den Zarismus niederzuwerfen und die mit ihm widernatürlich verbundenen Kulturnationcn zugleich aus seiner Umklammerung zu befreien! Zer Krieg und die Arbeiterklasse. Immer drohender ballen sich am Horizont der Völker die Wolken der Kricgsereignisse. Alles was in der großen Serie der Ereignisse der letzten Tage auf uns eingestürmt ist. setzt alle Nerven der Völker in vibrierende Bewegung und hält unsere ganze Aufmerksamkeit gefangen. Das, was man vor wenigen Wochen noch in das Reich des Unmöglichen gebannt glaubte, und was sich nicht die kühnste Phantasie träumen ließ, ist nun zur ehernen, unabweisbaren Tatsache geworden. Niemand hat diesen fürchterlichen Krieg mit all seinen gegenwärtigen und kommenden Wirkungen gewollt, und jedermann bemühte sich, die Ereignisse, die sich heute unabänderlich vollziehen, hintanzuhalten. Die Stellung, die insbesondere von der organisierten Arbeiterklasse gegen einen Krieg eingenommen wird, ist wiederholt an den zuständigen Stellen und in Hunderten von Schriften und Artikeln auseinandcrgesetzt und dargelcgt worden. Wir sind prinzipielle Gegner eines jeden Krieges und haben daraus niemals ein Hehl gemacht. Und wir haben insbesondere immer darauf hin-gewiesen, daß der Imperialismus, der sich in allen unseren kapitalistischen Staaten immer mehr als entscheidender Machtfaktor herausentwickelt, die Gegensätze der einzelnen Staaten zu einander verschärft und erhöht. Auch der gegenwärtige Krieg ist vor allem unter dem Gesichtspunkt deswirtschaftlichenJnteressen-gegensatzes aufzufassen, bei welchem die unmittelbar diesen kriegerischen Verwicklungen vorausgegangenen Ereignisse, wohl nur als die den Krieg auslösende Momente gelten können. Aber alle diese theoretischen Erwägungen treten natürlich in den Hintergrund angesichts der Tatsache, daß der Krieg plötzlich da ist, ohne daß ihn jemand wollte und ohne daß er, außer vielleicht von der verbrecherischen Politik Rußlands von irgend jemand begünstigt wurde, und daß man mit ihm als einer gegebenen, unabweisbaren Tatsache zu rechnen hat. Die Arbeiterschaft ist heute in Oesterreich und im Deutschen Reich dem Ruf unter die Fahnen gefolgt, in dem Bewußtsein, daß m diesem Krieg um die K u l t u r g üt er gerungen, und der natürliche Gegensatz zweier Welten auSgetragen werden muß. Die Stellung, die heute von oer Arbeiterschaft zu diesem Krieg eingenommen wird, ist bereits im Jahre 1870 von Friedrich Engels gekennzeichnet worden, als er in einem vom 16. August an Karl Marx gerichteten Brief schrieb: _ . „Mir scheint der Casus so zu liegen: Deutschland ist durch Napoleon III. in einen Krieg um seine nationale Existenz hineingeritten: unterliegt es gegen Napoleon, so ist der Bonapartismus auf Jahre gefestigt und Deutschland auf Jahre, vielleicht auf Generationen kaput. Von einer selbständigen deutschen Ar-beiterbewegung ist dann auch keine Rede mehr, der Kampf um die nationale Existenz absorbiert dann alles. Die ganze Masse des deutschen Volkes aller Klassen hat eingesehen, daß es sich um die nationale Existenz in erster Linie handelt und ist darum sofort ein-gesprungen."^riIIwi,wvki,• ■ -i _________■■ -.S-Ji' ■■ Was hier Engels vor mehr als 40 Jahren niederschrieb, gilt vielleicht heute mit um so größerem Recht. Die deutsche Volkswirtschaft hat sich in den letzten Jahrzehnten gigantisch und zu einer staunenswerten Vollkommenheit entwickelt, und sie hat allenthalben befruchtend und belebend gewirkt. Eine mächtige Industrie ist aus dem Boden dieser Volkswirtschaft eniporgewachsen, womit zu gleicher Zeit der Boden für die im gleichen Maß gewachsene deutsche Arbeiterbewegung vorbereitet und geebnet wurde. Im Laufe dieser Entwicklung hat sich die Arbeiterklasse mühselig ihre politische Bewegungsfreiheit erkämpft, und im fortgesetzten schweren Ringen mußte sie sich die Wege zu ihrem wirtschaftlichen Aufstieg und zu jenen Erfolgen, die sie bis heute aufzuweisen hat, frei machen. Wenn nun auch unter dieser Entwicklung die deutsche Arbeiterklasse durchaus nicht alle Früchte dieser wirtschaftlichen Expansion eingeheimst hat und wenn, wie das im Wesen der kapitalistischen Gesellschaft liegt, immerhin das immer mächtiger werdende Unternehmertum zugleich einen wachsenden Druck auf die produzierenden Klassen ausübte, so darf die Tatsache nicht außer Acht gelassen werden, daß in allen jenen Freiheiten, die sich die Arbeiterklasse durch die politische Ausgestaltung des Staatswesen errungen hatte, jene Voraussetzung geschaffen war, unter der der wirtschaftliche Kampf mit dem anwachscnden Kapitalismus mit immer mehr Aussicht auf Erfolge ausgefochten werden konnte. Es mag also die konstitutionelle Staatsform, wie sie im Deutschen Reich und in Oesterreich gegeben ist, immerhin noch lange nicht den Wünschen und Bedürfnissen der Arbeiterklasse entsprechen, aber sie ist dennoch die einzig mögliche Voraussetzung für eine künftige Weiterentwicklung, und ein Rahmen für zukünftige Erfolge. Wenn sich also mit Rücksicht auf diese gegebene Sachlage Rußland anschickt, jene Staaten, wie es Deutsch-land und Oesterreich sind, kriegerisch niederzuwerfen, so ist der Anlaß wieder gegeben, wie er bereits im Jahre 1870 von Friedrich Engels geschildert woben ist. Was Rußland will, kann heute für niemand zweifelhaft sein. Die Vormachtstellung, die heute das Deutsche Reich am europäischen Kontinent einnimmt, soll dauernd gebrochen werden, und seine wirtschaftliche Kraft soll lahmgelegt werden. In diesem Streben findet sich natürlich das mächtige England einig mit dem russischen Zarismus. So sehr also das kuturelle Interesse der englischen Nation gegen die Barbarei, die von Rußland droht, widerstreitet, und so wenig sich irgendwelche Berührungspunkte ergeben, die das gegenwärtige Bündnis rechtfertigen könnten, so begreiflich wird das Zusammengehen vom Standpunkt des reinen k a p i t a l i st i s ch e n Krämerinteresses aus gesehen. Der mächtige englische Kapitalismus sah seit Jahren mit steigender Angst das Anwachsen der wirtschaftlichen Kräfte im Deutschen Reich, und fürchtete seine Vormachtstellung, die er auf dem Weltmarkt besaß. Und so sieht offenbar jetzt der englische Kapitalismus die Zeit gekommen, wo er mit Hilfe des russischen Zarismus das Deutsche Reich für immer aus seiner wirtschaftlichen Machtstellung verdrängen, und für sich die Bahn zur ungehinderten Entwicklung freimachen könnte. Was aber ein Sieg des rückständigen Barbarenreiches, das Rußland verkörpert, gerade für die Arbeiterklasse und ihre Kulturerrungenschaften bedeuten müßte, bedarf schlechterdings nicht erst weitschweifend auseinandergesetzt zu werden. Ein Millionenreich, das durch den blutigsten Absolutismus zusammengehalten wird, und dessen ganze Geschichte mit dem Blut der unschuldigen Opfer brutalster Willkür und Verfolgungen geschrieben ist, dessen Vergangenheit eine endlose Aneinanderreihung von Verbrechen und Gewaltakten ist, ist die natürliche Gefahr für jeden Kulturfortschritt und für alle Zivilisation. Wenn es daher in diesem Krieg eine Klasse gibt, die ein lebendiges Interesse an der Niederwerfung des russischen Kolosses besitzt, so ist es vor allem die Ar-beiterklasse. Ihr Kampf gegen die russische Barbarei, die alle ihre politischen und wirtschaftlichen Errungenschaften bedroht, wird gleichsam diktiert v o n d e m Gebot der S c l b st e r h a l t u n g. In dem Entscheidungskampf, der zwischen westeuropäischer Zivilisation und asiatischer Barbarei geführt werden mutz, weiß auch die Arbeiterklasse, wo ihr das eherne Muß der Geschichte ihren Platz angewiesen hat! I Der „Eisenbahner" erscheint in einer Auflage von 53.000 Exemplaren. Die NebengMhrm der Sees-begleiter in Kriegrrritrn. Der deutsche Kaiser hat den deutschen Eisenbahnern „vom Direktor bis zum letzten Arbeiter" seine Anerkennung für die anläßlich der Mobilisierung geleistete Arbeit öffentlich ausgesprochen, Oesterreich hat man den Eisenbahnern und insgemein den Zugsbegleitern den Dienst, der während des Krieges zu leisten ist, bekanntgegeben. Dieser Dienst wurde und wird von den österreichischen Eisenbahnern genau so pflichtbewußt geleistet, wie er draußen im Deutschen Reich geleistet wird. Niemand kann sich in Oesterreich wegen mangelhaften Diensteifers der Eisenbahnbedien st eten beschweren. Dagegen laufen Beschwerden der Bediensteten ein, daß ihnen in diesen außerordentlichen Zeiten nicht im geringsten außerordentlich entgegengekommen wird. Zugsbegleiter, die nach Wien exponiert werden — was in Friedenszeiten nie vorkam — erhalten 1 Kr. Nachtlagergebühr und können sich in Wien — da sie auch zu Tagesstunden ruhen müssen — unmöglich dafür ein Nachtlager schaffen. Dort, wo für sie Nachtlager vorbereitet werden, ist es nur Stroh und aus Galizien wird sogar gemeldet, daß Bahnhofrestaurateure dem fremden Personal keine Negie-preife gewähren wollen. Am häufigsten jedoch sind die Klagen wegen der Verrechnung der Fahrgebühren. In der Schule hatte man den Bediensteten bisher gelernt, in Kriegszeiten gebe e8 nur Fahrten im Dienst, berechnet nach Kriegssätzen. Regiefahrten, Fahrt ohne Dienst, sind Begriffe für die FriedenSzeit. Für Kriegszeiten gelten sie nicht. Ebenso werde anstatt des halben Zehrgeldes, das ganze verrechnet. Nun, nachdem der Krieg hereingebrochen ist, hat nun fast jeder Vorgesetzte eine andere Meinung, und die Zugsbegleiter sollen vielfach nur daS halbe Zehrgeld erhalten. Fahrt ohne Dienst wird verrechnet und die Sätze nach den Bestimmungen des Gebührenregulativs aufgestellt, wie wenn es gar keinen Krieg gäbe und gar keine außerordentlichen Leistungen der Bediensteten angefordert würden. Das alles ist für die Bediensteten ein Unrecht. Die Fahr- und Exponierungsgebühren sind keine Entlohnung, sind ein Ersatz für erwachsene Mehrauslagen. Wer will bestreiten, daß bei den so sehr gesteigerten Mehrdienstleistungen nicht auch die Auslagen steigen? Wohl niemand, unddarumkommenjafürdieKriegs-zetten die höheren Gebühren in Betracht, nur ausgezahlt werden sie eben nicht. Man kann nicht sagen, daß nur auf fremden Bahnen Exponierte einen Mehrdienst leisten. Auch die im Domizil verbliebenen Zugsbegleiter haben durchweg Mehrdienstleistungen aufzuweisen. Man denke, abgesehen von allem anderen, nur an die übermäßig langen Fahrzeiten der jetzt verkehrenden Züge. Bel Fahrten ohne Dienst setzt man jetzt Zugsbegleiter auf die Bremse und erklärt, das sei kein Dienst. Und wo das auch nicht der Fall ist, die Strecke, die früher in fünf Stunden durchfahren wurde, durchfährt man jetzt in doppelt so langer Zeit. Daß dabei die Zugsbegleiter notwendig Mehrausgaben haben, ist klar. Und es ist daher die Forderung, für alle Zugs-begleitet die Kriegsgebührensätze von 40 und 30 H. fest« zusetzen und alle Fahrten als Fahrten im Dienste zu rechnen, nur zu gerechtfertigt. Auch die Gewährung des ganzen Zehrgeldes anstatt des halben ist gerechtfertigt. ES ist ganz gut möglich, daß bei den großen Anforderungen, die die Mobilisierung an alle Bahnorgane stellt, dieser Frage der Entlohnung der Bediensteten bisher nicht die nötige Aufmerksamkeit gewidmet werden konnte. Nun ist es aber Zeit, auch diese Frage zu regeln und den Zugsbegleitern die so notwendigen höheren Gebührensätze zu gewähren. Was an den organisierten Eisenbahnern lag, die Bezüge der Bediensteten in Kriegszerten zu regeln, ist längst geschehen. Schon längst wurde in der Zentral* Personalkommission ein Antrag eingebracht, die Gebühren in Kriegszeiten für jedermann verständlich zu regeln. Daß es dazu nicht gekommen ist, ist nicht Schuld der Eisenbahner. Nun sollen die Bahnorgane den guten Willen zeigen, den Eisenbahnern entgegenzukommen, wie es die Schwere dieser außerordentlichen Zeiten erfordert. Dieser Appell ist nicht nur an die unteren Organe, an die Vorstände 3C» gerichtet, sondern auch die Organe in den Direktionen und im Ministerium sollen entgegenkommend fein. _________________ Aushebung der NahmugrmitteMe. Die Bewunderung, die die finanzielle Kriegsbereitschaft des Deutschen Reiches in Oesterreich-Ungarn weckt, überträgt sich auch auf die Energie, mit der kurz entschlossen die Maßnahmen getroffen werden, um die verheerenden wirtschaftlichen Wirkungen des Krieges abzuschwächen. Die Ermächtigung des Bundesrates, während der Dauer des Krieges alle Zölle auf Nahrungsund Genußmittel aufzuheben und die bestehenden Einfuhrbeschränkungen solcher Waren außer Kraft zu setzen, ist jedenfalls für die Monarchie vorbildlich. Die praktische Bedeutung dieser Maßnahme ist freilich durch die Unsicherheit zur See infolge des Deutsch-Englischen Krieges einigermaßen in Frage gestellt. Aber die Möglichkeit ist vorhanden, ave verfügbaren Lebensmittel* Vorräte auf neutralen Schiffen über nicht blockierte eigene oder über neutrale Häfen zur Approvisionierung der kriegführenden Staaten heranzuziehen. An europäische Zufuhren ist allerdings nur wenig zu denken. Italien und der neutrale Norden kommen als Lebensmittelproduzenten nicht oder nur für einzelne wichtige Artikel in Betracht. Deutschland und die Monarchie sind daher in erster Linie auf überseeische Zufuhren angewiesen. Die nordamerikanische Regierung scheint auch, wie die Zulassung ausländischer Schiffe zur Registrierung unter amerikanischer Flagge zeigt, entschlossen, Zufuhren nach allen offenen europäischen Häfen aufrechtzuerhalten. Und selbst im Falle einer effektiven Blockade der deutschen Häfen, die kaum alle umfassen könnte, und einer Sperrung des Mittel* meeteS bei Gibraltar könnte die überseeische Zufuhr ihren Weg über holländische Häfen nehmen. Holland hat zur Aufrechterhaltung seiner Neutralität mobilisiert, aber seine Mobilisierung richtet sich nicht gegen Deutschland, mit dem es die besten Beziehungen unterhält, sondern gegen England, das eventuell versuchen könnte, auf holländischem Territorium ein HilfSkorps zu landen. Solange Holland seine neutrale Stellung gegen England bewahrt, hat dieses keinerlei völkerrechtliche Handhabe, um Schiffe einer neutralen Macht, gleichviel welcher Ladung, die für holländische Häfen bestimmt sind, zu beschlagnahmen. Diese Tatsache kann auch für Oesterreich-Ungarn überaus bedeutungsvoll werden, sobald der innere Bahnverkehr zwischen Oesterretch-Un-garn und Deutschland, wie zu erwarten steht, nach voll-endetet Mobilisierung wieder halbwegs normale Formen annimmt. Für Oesterr eich-Ungarn kommen neben den überseeischen Importen auch Getreide» und ©ich Bezüge aus den neutralen Balkan st aaten, vor allem aus Rumänien in Frage, daS auch nach der eigenen Mobilisierung über gewisse, wenn auch nicht allzu bedeutende Exportquantitäten verfügen dürfte. Ihre tatsächliche Heranziehung hängt allerdings von der politischen Haltung Rumäniens ab. Oesterreich-Ungarn, das schon in den letzten Monaten ein starkes Jmportbedürfnis für Brotfrüchte gezeigt hat, wird infolge des Kriegszustandes zumal bei längerer Dauer zweifellos auf fremde Einfuhr cingewiefen sein. Ein genauer Ueberblick über die Zeit, für welche die vorhandenen Vorräte samt der nur unter Schwierigkeiten und Verlusten zu bergenden neuen Ernte ausreichen, ist gegenwärtig noch kaum möglich. Aber die neue Ernte kann nach den Erfahrungen der letzten Jahre selbst bei allgemeiner Konsumeinschränkung,, die bei Brotfrüchten am schwersten möglich ist, nicht ein volles Jahr Vorhalten. Fast wichtiger als die.Getreideversorgung dürfte übrigens die Futtermittelversorgung sein, um angesichts des drohenden Futtermangels Notschlachtungen und damit eine Dezimierung des Viehbestandes zu verhindern. Deshalb wäre es Pflicht der mit der Approvisionierung sich befassenden Organe, sich Bezüge von Getreide, Futtermehl, Vieh und Fleisch sobald als möglich im weitesten Umfang zu sichern, da nicht nur die Verhältnisse im Seeverkehr in kürzester Zeit alle möglichen Komplikationen erfahren könnten, sondern auch die ^Nachfrage nach Lebensmitteln auf den neutralen Märkten seitens aller kriegführenden Staaten sich aufs schärfste geltend machen dürfte. Dadurch werden sicherlich die Weltmarktpreise, wenn es nicht schon geschehen ist, ein Niveau erreichen, daß für die heimische Landwirtschaft ohnehin jede Gefahr eines scharfen Preisdruckes ausgeschlossen wäre und die Beibehaltung der Zölle geradezu als Prämie auf den Lebensmittelwucher wirken würde. Die Landwirtschaft profitiert infolge des Krieges ohnehin von Preisen, die sie unter normalen Verhältnissen niemals hätte erzielen können. Während die Industrie vollständig darniederliegt und unübersehbare Verluste erleidet, hat für die Landwirtschaft der Krieg eine ungeahnte Konjunktur geschaffen, deren rücksichtslose Ausnutzung, sei es durch die Landwirte selbst, sei es durch den Handel, verhindert werden muß. Deshalb besteht die Notwendigkeit, die Importe, soweit sie sich dazu geeignet erweisen, wie in Deutschland eventuell zu einer Preisregulierung tm Innern zu verwenden, falls das drängende Angebot, das sich jetzt unmittelbar nach der Ernte zeigt, nachläßt und Notpreise einzutreten drohen. Die Zollsätze, die bei uns in Geltung sind, stellen sich überwiegend noch höher als in Deutschland. Wir können uns nicht denken, daß man tn agrarischen Kreisen gegen die Aufhebung der Nahrungsmittel-zolle in Oesterreich und Ungarn stärkeren. Widerstand erheben sollte, als es in Deutschland der Fall gewesen ist. Zn Kriegszetten must der im Betrieb stehende nicht zur militärischen Dienstleistung berufene Angestellte und Arbeiter so treu und mutig zu seiner Gewerkschaft stehen wie der Soldat zu seiner Fahne. Feuilleton. Mutige ernte. ISS steht da» Korn in gold'nen SchwaLen — Wo sind die Schnitter, die e» rnäh'n? Ich sah sie gestern als Soldaten In langen Reih'n und Rotten geh'n. ES klang ein Lied von ihren Lippen Wie Wogenprall am Felsenriff, Die Herzen pochten an die Rippen, Die Faust umspannt' de» Schwertes Griff. JSAt. Rosse, die im Feld geschritten In stiller Ruhe und Bshpcht, Sie tragen jetzt in heißen Ritten Blutjunge Reiter in die Schlacht. Sie galoppier'« in langen Reihen Vor Pulverwagen und Geschütz, Die in der Heere Glieder speien Blutschwanger des VerdeMnS Blitz. Die Schnitter mähen and're Saaten, Sie mäh'n in wilder, grimmer Wut, Bom Blute starren ihre Schwaden, Von warmem, rotem Menschenblut. Und während sie noch Menschen mähen. Kommt der und jener selber dran Und stirbt den Heldentod, den jähen — Halb Garbe und halb Sensenmann! Die Eisenbahn im Kriege. Reminiszenzen au® dem Kriege 1870/71. 1 „icereit sein ist allesI" Dies Wort hat Moltke gebraucht, der alS erster die unermeßlich gesteigerte Wichtigkeit erkannte, die angesichts der neuen Verkehrsmittel, die das 19. Jahrhundert brachte, der erste Aufmarsch der Heere hat. Hier kann in Stunden gewonnen werden oder verloren gehen, was später in Monaten nicht mehr zu erreichen, nicht wiederzugewinnen ist. „Was man von der Minute auSgeschkagen, bringt keine Ewigkeit zurück!" In seinem Aufsatz „lieber Strategie" sagt der Meister der modernen Kriegführung: „Beim ersten Aufmarsch der Armee kommen die vielseitigsten politischen, geographischen und staatlichen Erwägungen in Betracht. Ein Fehler in der ursprünglichen Versammlung der Heere ist im ganzen Verlauf des FeldzugeS kaum wieder gutzumachen. Aber diese Anordnungen lassen sich lange vorher erwägen und — die Bereitschaft der Truppen, die Organisation de« Transportwesen» vorausgesetzt — müssen sie unfehlbar zu dem beabsichtigten Resultat führen." AIS daS wichtigste Mittel für den ersten Aufmarsch hat Moltke als erster die Eisenbahnen erkannt und die richtige Verwertung der neuen technischen Errungenschaften in musterhafter Weise organisiert. Gegen Ende der Dreißigerjahre des 19. Jahrhunderts veröffentlichte der damalige Generalstabshauptmann v. Moltke einen Aufsatz, in dem er zuerst mit weitschauendem Scharfblick aus die hohe militärische Bedeutung der Eisenbahn hinwieS. Während damals auch noch die leitenden Kreise dem neuen Verkehrsmittel voll mißtrauischer Abneigung gegenuberstanden und man zum Beispiel die Festungen mit den Schienenlinien möglichst um* ging, st-tt sie dazu zu benutzen, um die Bahnen zu beherrschen, so rückt MoltkeS klare Erkenntnis ihre Bedeutung in da« rechte Licht; besonders erstaunlich ist daS dem Verfasser eigene Wissen über die technischen Einzelheiten nicht nur der deutschen, sondern auch, der englischen Bahnen. Mit dieser Schrift kündigte sich der bedeutende Mann an, der dann später durch die geniale Benutzung der Schienenstrahen für die Heeresführung und durch die Schöpfung der Cisenbahnabteilung beim großen Generalstab und der diesem unterstellten Eisenbahntruppen der Strategie ganz neue Wege wies. Die von Moltke vorauS-gefchene militärische Bedeutung der Eisenbahnen wurde in glänzender Weise bewiesen durch den Krieg von 1860. Obwohl Preußen damals nur zwei Feldeisenbahnabteilungen besaß, waren ihre Leistungen doch ausgezeichnet. Beim Aufmarsch der Preußischen Armeen in Böhmen haben die Eisenbahnen die entscheidende Rolle gespielt. Die österreichischen Rüstungen begannen heimlich, aber doch nachweisbar, bereit» Ende März, und die Operationsfeindschaft de» Feinde» mußte für Mitte Juni erwartet werden. Moltke beabsichtigte ursprünglich einen Vormarsch von Oberschlesien her; doch hätte dieser bei den zwei zum Teil eingeleisigen Linien, die allein vorhanden waren, BO Tage gedauert. König Wilhelm aber konnte sich nicht schon im Anfang April, wie es notwendig gewesen wäre, zur Mobilmachung entschließen. Die preußische Mobilmachung und der Beginn der Ansammlung preußischer Truppen in Ober-schlesien wäre alS eine Bedrohung und Herausforderung Oesterreichs angesehen worden, und aus diesen menschlich so edlen Beweggründen zögerte der König immer länger, wodurch sich die militärische Lage von Tag zu Tag zu ungunften Preußen» verschob. Oesterreich rüstete, während es die politische Entwicklung der Dinge diplomatisch aufzuhalten suchte im stillen immer weiter, und am 2. Mai schrieb der so kaltblütig ruhige Moltke' „Ich glaube, daß die Mobilmachung der Armee, will man nicht die Sicherheit des Staates gefährden, nur noch um Stunden verschoben werden darf." Am 8. Mai begann denn auch das Rüsten, und nun mußte der nordböhmische Kriegsschauplatz gewählt werden, weil er der preußischen Hauptstadt näher lag und die dahin führenden Eisenbahnlinien die günstigeren waren. Die Eisenbahnlinien sprachen nun daS entscheidende Wort; durch sie wurde der großartige Aufmarsch der preußischen Heere ermöglicht, der dann wie ein notwendig sich abrollendeS Drama in der Vernichtungsschlacht von Königgrätz gipfelte. Im deutsch.französischen Krieg traten die eigentlichen Feld-eisenbahnen, die seitdem mehr verstärkt worden waren, schon viel bedeutender in die Erscheinung, und den Eisenbahntruppen gebührte 1870 ihr Teil am Siege und Ruhme des Vaterlandes. Besonders schwierig war eS, in Frankreich die 4000 Kilometer Eisenbahnlinien, die von den Franzosen vor den Deutschen geräumt worden waren, wieder in Betrieb zu setzen. DaS Bahn-netz war an vielen Stellen nachhaltig unterbrochen; eß mangelte an betriebsfähigen Lokomotiven; da» Betriebspersonal für diese auf französischem Boden errichteten Feldeisenbahnen mußte aus allen deutschen Gauen zusammengeholt werden. Was damals die deutschen Eisenbahner vollbrachten, das war die „aufreibende und doch nicht laut gewordene Arbeit von Männern, die nicht die berauschende Glorie deS Schlachtfeldes, nicht der Lorbeer des Sieges umgab, die aber ihr Redliches dazu beigetragen haben, dem Sieger den Lorbeer zu erhalten". Aus den Erfahrungen des Kriege» 1870 erkannte man aber, daß Eisenbahntruppen nicht improvisatorisch organisiert werden können, sondern bereits im Frieden al» ständige Einheit unter einer Kommandogewalt vereinigt werden müssen. So wurde denn bereit» am 19. Mai de» Jahre» 1871 ein Eisenbahnbataillon in Berlin aufgestellt, und dir Ausbildung und Mehrung diese» Truppenteile» ließ sich Moltke besonders angelegen sein. Heute gibt e8 zwei Brigaden preußischer Eisenbahntruppen und ein bayrisches Bataillon. Zur Ergänzung der Vollbahnen treten im Kriege die Feldbahnen, die bei 60 Zentimeter Spurweite zwar nur ein Viertel so leistungsfähig sind wie die Vollbahnen, sich aber bei Schwierigkeiten tm Gelände rascher Herstellen und leichter umlegen lasten. Durch die Ausbildung der Kraftwagen haben dann in neuester Zeit die Eisenbahnen einen gewaltigen Verbündeten erhalten. Der Explosionsmotor tritt neben die Lokomotive, und kriegSbrauch-bare Motorwagen sind in ausreichender Anzahl von der Heeres-Verwaltung erworben und eingebürgert worden. Auch der moderne Krieg steht im wahrsten Sinne de» Wortes „unter dem Zeichen des Verkehrs", und Eisenbahnen wie AutoS werden in den ersten Tagen eines Krieges die entscheidende Rolle spielen. Sorget dafür, daß der »Eisenbahner" anch vom reisenden Publikum gelesen werdet Inland. Die Forderung nach Aufhebung der LebcuSmittcl-zölle. Die deutsche Negierung hat bekanntlich vor kurzem eine weitgehende Entschließung hinsichtlich der Aufhebung der LebenSmittelzölle beschlossen. In Deutschland wurden nicht nur die Zölle für Getreide, Vieh, Fleisch und Fische, sondern auch ' für Hülsenfrüchte, Kartoffeln und andere Lebensmittel beseitigt. Es ist selbstverständlich — schreibt die „Neue Freie Presse" — daß man sich auch in Oesterreich in den Interessentenkreisen mit dieser Frage befaßt. Es wäre dringend zu wünschen, daßmanendlichauchin Oe st erreich-UngarndiehohenZöllefür Lebensmittel fallen läßt. Die Minimalzölle betragen für 100 Kilogramm beim Weizen Kr. 6-30, beim Roggen Kr. 5-80, bei Gerste und Mais je Kr. 2-80 und beim Hafer Kr. 4-80. Auch die Wiener Bäckermeister haben sich für die Aufhebung der Getreidezölle ausgesprochen. Am 17. August fand im großen Saal der Wiener Bäcker-genoffenschaft eine zahlreich besuchte Genossenschaftsversammlung der Bäckermeister statt, in der nach einem Referat des Vorstehers B r e u n i g über die Nichteinhaltung der Mehlabschlüsse der Mühlenbesitzer sehr stürmisch die Forderung nach sofortiger Aufhebung der Getreidesolls erhoben und dann einstimmig beschlossen wurde. Dazu bemerkt die Wiener „Arbeiter-Zeitung": Die Mühlen haben den Krieg nicht nur zu enormer Preistreiberei für das Mehl aus genützt, sie erklärten auch die Mehlabschlüsse für nicht bindend und schneiden auf diese Weise vielen Bäckermeistern die Existenz ab. Auf Kredit wird nichts verkauft und selbst gegen Barzahlung ohne Kassenskonto erhalten die Bäckermeister von den meisten Mühlenvertretern kein Mehl. Nur zwei Firmen — Von-willer und Straßer — machen eine Ausnahme und gehen anständiger vor. Riesige Gewinne hat somit der Krieg den Mühlenbesitzern gebracht und niemand findet sich in diesem Staat, der dem Treiben dieser Haifische die Schranke ziehen würde. Die Bäckermeister wählten ein Sechserkomitee, das den Handelsminister besuchen und ihn auf die Situation aufmerksam machen wird. Wann wird sich die Regierung ihrer Pflicht bewußt werden, die Getreidezölle aufzuheben? Die Kriegswucherer an der Arbeit. Die steirische Landwirtschaftsgesellschaft erläßt einen Aufruf, in dem sie die Agrarier auffordert, die Preise für das Vieh rechthochzu st eilen. Die agrarischen Führer wollen, daß der Krieg ein gutes Geschäft werde. Um den Aufruf nicht allzu aufreizend erscheinen zu lassen, wird im Anfang davon gesprochen, daß Aufkäufer herumgehen, die den Bauern und Bäuerinnen das Vieh „zu Schleuderpreisen abhandeln" wollen. Da jedoch die Verfasser des Aufrufs selbst zugeben, daß sie nicht wissen, wer diese „gewissenlosen Viehkäufer" sind, fo ist die Warnung vor ihnen nur ein Vorwand, um die Aufforderung anzubringen, das Vieh möge nur zu hohem Preis verkauft -werden. Der Aufruf erklärt, daß die von der steirischen Statthalterei für den Kleinverkauf festgesetzten Preise ziemlich hoch feien, und er fährt fort: Entsprechend diesen Maximaltarifen sind unsere Fleischhauer und Viehhändler in def Lage, für unser Vieh entsprechend hohe Preise anzulegen, und es ist in der Natur der Sache gelegen, daß unsere Landwirte solche Preise dann erzielen werden, wenn sie ihr Vieh nur allmählich zur Abgabe bringen... Nachdem die feurige Futterernte «sehr gut ausgefallen ist und auch die Grummeternte zufriedenstellend sein dürfte, sind die Landwirte SteiermarkS mit Futter« Vorräten reichlich gedeckt und in der Lage, große Viehbestände längere Zeit hindurch halten zu können. Es liegt daher absolut kein Grund vor, dar Vich zu verschleudern. DaS Militär wird eine große Menge Vieh benötigen und zu guten Preisen bezahlen. Im Kriege lernt der Staat feine „Patrioten" kennen! Der Krieg und die Sozialpolitik. Die zum Schutz der Arbeiter geschaffenen Gesetze haben durch den Krieg bereits einigen Abbruch erlitten. Vor allem ist zu erwähnen, daß das Sonntagsruhegesetz außer Wirksamkeit getreten ist. Auf Grund des § 14 ist nämlich im Reichsgesetzblatt vom 31. Juli 1914, Nr. 183, eine kaiserliche Verordnung erschienen, durch welche die Sonntagsruhegesetze vom 16. Jänner 1895 und vom 18. Juli 1905 auf-gehoben werden. Das Gesetz vom 16. Jänner 1896 bestimmt in seinem Artikel I: An Sonntagen hat alle ge-werbliche Arbeit zu ruhen. Der Artikel II bestimmt, daß die Sonntagsruhe um 6 Uhr morgens eines jeden Sonntags zu beginnen und mindestens 24 Stunden zu dauern hat. Diese Bestimmungen sind nun außer Kraft getreten. Es muß jedoch bemerkt werden, daß die Verordnung nicht zu ausbeuterischen Zwecken mißbraucht werden darf. Die Bestimmungen über die Sonntagsruhe sind nicht deshalb außer Wirksamkeit gesetzt worden, um einzelnen Unternehmern einen höheren Profit zu verschaffen, sondern deshalb, um bei einem Mangel von Arbeitern die notwendigen Arbeiten bewältigen zu können. Dieser Mangel ist nicht eingetreten, es ist im Gegenteil ein Ueberfluß an Arbeitern vorhanden. Gleichzeitig mit der Veröffentlichung der Verordnung wurden die politischen Landesbehörden aufgefordert, Erhebungen darüber zu pflegen, für welche Kategorien von Gewerben die Sonntagsruhe wieder eingeführt werden kann. Wir sind überzeugt, daß die Erhebungen die Ueberflüssigkeit der Verordnung für die meisten Betriebe ergeben werden. Für die Buchdruckereien ist die Sonntagsruhe mittlerweile durch eine Ministerialverordnung vom 20. August wieder eingeführt worden, insoweit es sich nicht um die Herstellung von Sonderausgaben handelt. Eine Verordnung vom 9. August 1914, R.-G.-Bl. Nr. 219, bewilligt Ausnahmen von den Vorschriften über die S o n n t a g s r u h e und die L o h n z a h l u n a beim Bergbau „während der Dauer der durch den Kriegs-zustand verursachten außerordentlichen Verhältnisse". Nach dem Gesetz vom 17. Mai 1912 sind die Bergbauunternehmer verpflichtet, den Arbeitern den Lohn wenigstens alle 14 Tage auszuzahlen. Diese Bestimmung tritt außer Kraft. Als Grund wird angegeben, daß durch die tMT Besrrcht vielen Einberufungen die Zahl der Beamten in den Bergbaubetrieben stark vermindert wurde und daß die zurückgebliebene» Beamten außerstande seien, die Lohn-berechnung alle 14 Tage durchzuführen. Die Sonntagsruhe mutzte deshalb für die Zeit der Kriegsdauer aufgehoben werden, weil der Krieg den Kohlenkonsum uugeniein gesteigert hat. Das Staatsinteresse erfordere die Sonntagsarbeit im Bergbau. Schließlich ist noch zu erwähnen, daß in Niederösterreich durch Erlaß der Statthaltern vom 26. Juli d. I. die Bestimmung über den Sieben Uhr-Ladenschluß aufgehoben wurde. Eine Statthaltern* Verordnung vom 20. Mai 1914 hat nämlich für das Gebiet der Stadt Wien während der Monate Jänner. Februar, März, Juli und August den Sieben Uhr-Laden-schluß eingeführt. Diese Verordnung ist außer Kraft getreten. Angesichts der großen Leere, die in den meisten Geschäften jetzt grassiert, ist diese Verordnung wirklich überflüssig. Der Kriegszustand macht es leider den Organisationen unmöglich, die Beschränkungen des Arbeiter-schutzes wirksam zu bekämpfen. Wenn normale Verhält-nisse eingetreten sind, wird die organisierte Arbeiterschaft dafür sorgen, daß die außer Kraft gesetzten gesetzlichen Bestimmungen raschestens wieder Geltung erhalten. ES sei denn, daß die Regierung aus eigener Initiative das Aufleben der betreffenden Gesetze verfügt. Das Moratorium. Mit Ausnahme von Deutschland haben alle Staaten Europas infolge des Krieges Moratorien erlassen. Ein Moratorium bedeutet eine von der Staatsregierung angeordnetc Stundung der privatrechtlichen Geldforderungen bis zu einem gewissen Termin. Wer einem anderen etwas schuldet, darf die Rückzahlung der Schuld für so lang als das Moratorium lautet, verschieben. Bei uns in Oesterreich ist durch eine Verordnung vom 31. Juli 1914 eine Stundung privatrechtlicher Forderungen auf 14 Tage verfügt worden. Das scheint aber nicht genügt zu haben, deshalb ist das Moratorium durch Verordnung vom 13. August auf 61 Tage oder bis zum 30. September verlängert worden. Seit dem Jahre 1811 ist in Oesterreich kein Moratorium verfügt worden. Ausgenommen vom Moratorium sind Forderungen aus Dienst, und Lohnverträgen, aus Miet- und Pachtverträgen, Ansprüche auf Leistung des Unterhalts, ferner Ansprüche aus Lebensversicherungsverträgen bis zur Höhe von 500 Kr. und Ansprüche auf Zahlung von Zinsen aus Staatsschulden. . Forderungen an Banken unterliegen dem Moratorium bis zu 3 Prozent des deponierten Betrages, mindestens aber 400 Kr. Forderungen an andere Kreditanstalten bis zu 200 Kr. Ausgenommen von dieser Beschränkung sind Rückzahlungen, die zur Auszahlung von Gehalten und Löhnen begehrt werden. Ferner müssen die Rückzahlungen geleistet werden, wenn Beträge zur Berichtigung von Miet- und Pachtzinsen, von Steuern und öffentlichen Abgaben verlangt werden. . _ Die Wissenschaft nimmt den Standpunkt ein, daß tn Zeiten allgemeiner wirtschaftlicher Not, namentlich während eines verheerenden Krieges oder unmittelbar nach einem solchen es im allgemeinen Interesse des Volkswohlstandes erforderlich sein kann, durch Gewährung eines Moratoriums für alle Schulden oder einige Kategorien derselben dem wirtschaftlichen Untergang vieler kleiner Existenzen vorzubeugen. Obgleich es nicht vermieden werden kann, daß durch eine solche Maßregel einzelnen Gläubigern ein Schaden z,«gefügt wird, so ist ein Eingriff in die privatrechtlichen Verhältnisse doch dann und insoweit gerechtfertigt, als dadurch wahrend einer kurzen UebergangSzeit, den Schuldnern, die sich zu erhalten noch Kraft haben, die Möglichkeit gegeben wird, ihren durch den Krieg erschütterten Ver-mogenSstand wieder herzustellen. Gegner deS Moratoriums sind in der Regel jene Staatsbürger und Institutionen, die nur Gläubiger sind, also nur zu fordern haben; allein bei der gegen-wattigen Entwicklung der Volkswirtschaft ist jeder Gläubiger zugleich auch Schuldner, Vorteil und Nach-teil gleichen sich vielfach aus. Vom Standpunkt des Arbeiters ist das Moratorium insofern von Bedeutung, als der Staat durch dessen Verfügung das wichtigste Gesetz der bürgerlichen Gesellschaftsordnung, die bare Zahlung bis zu einem bestimmten Termin, suspendiert, ohne daß die Gesell-fchöftSorfcnung dabei zugrunde geht. Ja noch mehr, daS Moratorium wird gerade deshalb erlassen, weil man dadurch Unheil verhüten will. Der Kredit wird einfach verlängert. Die Geldmenschen erblicken in dieser Maß-tegel einen Eingriff in die Rechte des Privateigentums. Nun, die große Masse der Bevölkerung hat kein Privateigentum. . Die ungarischen Gewerkschaften wahrend deS Krieges. Der Ungarische Gewerkschaftsrat erläßt folgenden Aufruf an die Gewerkschaftsmitglieder: An die organisierte Arbeiterschaft! Seitdem es in Ungarn Gewerkschaften gibt, hat die organisierte Arbeiterschaft noch nicht solch schwere Zeiten durchlebt wie jetzt. Tie haben die durch die langwierige wirtschaftliche Krise hervorgerufenen Nebel noch nicht übev» standen, alS Zehntausende der Arbeiter einrücken mußten und die Betriebe wegen ArbeitSmangel Dausende itzrer Angestellten entlassen. Aber selbst unter diesen traurigen Ber-hältnissen harrt der Gewerkschaften die große Aufgabe, daß sie einesteils die Familien der Eingerückten, andernieils jedoch die große Zahl der Arbeitslosen unterstützen. ES muß und kann dies auch erfüllt werden, wenn all jene, die unter den gegenwärtigen Verhältnissen arbeiten, ihren Organisationen treu Lleiben und sich um diese scharen. Vor allem ersuchen wir die arbeitenden Genossen, daß sie die Beiträge an die Gewerkschaften pünktlich abliefern, weil sie hiedurch die Unterstützung der Arbeitslosen ermöglichen. Jeder zu Hause gebliebene Arbeiter halte treu zu seiner Organisation und trachte, dieser neue Mitglieder zuzuführen. Es ist ferner notwendig, daß die organisierten Arbeiter zur Unterstützung der Familien der mit Lokale, irr welchen der „Eisenbahner" Einberufenen separate Opfer bringen. Die außerordentlichen Verhältnisse beanspruchen außerordentliche Opferwilligkeit. Sei das Leben für den zu Hause gebliebenen Arbeiter noch so schwer, sei die Teuerung noch so unerträglich, die Kinder unserer eingerückten Brüder dürfen wir nicht hungern lassen. Die Steuer soll eine systematische sein, und zwar in der Weise, daß jeder in Arbeit Stehende einen gewissen Prozentsatz seines Verdienstes für die Entbehrenden fpendct! Arbeiter! Genossen! Der Aufbau der Gewerkschaften erforderte eine lange, mühevolle Arbeit. Durch sie gelangten Zehntausende der Arbeiter zu höheren Löhnen und zu kürzerer Arbeitszeit. Wenn wir nicht wollen, daß all unsere Arbeit und all unsere Erfolge verloren gehen sollen, dann müssen wir die Gewerkschaften Unter allen Umständen auf* rechterhalten und die Entbehrenden unterstützen. Der ungarländische GewerkschaftSrat Ausland. Deutsches Reich. Der Dank de» deutschen Kaisers an die Eisenbahner. Kaiser Wilhelm hat folgende KabinettSordre erlassen: Die Mobilmachung und die Versammlung des Heeres an den Grenzen sind vollendet. Mit beispielloser Sicherheit und Pünktlichkeit haben die deutschen Eisenbahnen die gewaltige Transportbewegung ausgeführt. Dankbar gedenke ich zunächst der Männer, die seit dem Kriege 1870/71 in stiller Arbeit die Organisation geschaffen haben, die nunmehr ihre ernste Probe glänzend bestanden hat. Allen denen aber, die, meinem Rufe folgend, mitgewirkt haben, das deutsche Volk in Waffen auf den Schienenwegen den Feinden entgegenzuwerfen, insbesondere den Linienkomman. danten, den Bahnbevollmächtigten sowie den deutschen Eisenbahnverwaltungen vom ersten Beamten bis zum letzten Arbeiter spreche ich für ihre treue Hingabe und Pflichterfüllung meinen kaiserlichen Dank au». Die bisherigen Leistungen geben mir die sicherste Gewähr, daß die Eisenbahnen auch im weiteren Verlauf deS großen Kampfes um deS deutschen Volke» Zukunft jederzeit den höchsten Anforderungen der Herrführung gewachsen sein werden. GroßeS Hauptquartier, 22. August 1914. Gez.: Wilhelm I. R. Die Gewerkschaften und der Krieg. Die „Münchner Post" schreibt: Seit 1. Mai streiken die Arbeiter in den Wagnereien und Automobilfabriken. Der Streik wurde den Arbeitern dadurch aufgedrängt, daß die Unternehmer auf Betreib?» des Dr. Kuhlo den bisherigen Tarifvertrag kündigten. Nun hat die Militärverwaltung wegen der Mobilmachung auch größere Aufträge an das im Lohnkampf stehende Gewerbe zu vergeben. Sie empfahl deshalb den am Streik beteiligten Gewerkschaften, dafür Sorge zu tragen, daß die Lieferung erfolgen könne. Die Gewerkschaften setzten sich mit Gerichtsdirektor Dr. Brenner in Verbindung mit der Erklärung, daß sie bereit seien, zu verhandeln und daß mit Rücksicht auf die gegenwärtigen Verhältnisse unter Zugrundelegung der bisherigen Lohn- und Arbeitsbedingungen der Wiederaufnahme der Arbeit dann nichts im Wege stehe. Der Herr Dr. Kuhlo lehnte e» aber auch diesmal ab, in Verhandlungen einzutreten! Nun ließen die an der Bewegung beteiligten Gewerkschaften Herrn Gerichts-direkter Dr. Prenner folgende Erklärung zugehen: Die Militärverwaltung hat die Gewerkschaften benachrichtigt, daß Arbeiten für die Kriegsbereitschaft infolge des Wagenbauerstreik» von den Arbeitgebern, nach deren Angabe, nicht geliefert werden könnten. Die Gewerkschaften sollten daher Sorge dafür tragen, daß die Lieferung erfolgen könne. Sie sollten sich mit Herrn Gerichtsdirektor Dr. Prenner wegen Beilegung des Streiks ins Benehmen setzen. Diesem Verlangen der Militärverwaltung kamen die Gewerkschaften nach und beantragten Verhandlungen zur Beilegung des Streik». Sie erklärten, unter Zugrundelegung der bisherigen Arbeitsbedingungen könne die Arbeitsaufnahme erfolgen. Die Arbcitgeberorganifation ließ durch Herrn Dr. Kuhlo jede Verhandlung brüsk ablehnen und hat sich damit der Verpflichtung gegenüber der Militärverwaltung und dem Vaterland entzogen. Die Gewerkschaften jedoch haben der gegenwärtigen ernsten Situation insofern Rechnung getragen, als s i c durch Beendigung de» Streik» die Lieferung der Arbeiten ermöglichen. Deutscher Metallarbeiterverband. Deutscher Holzarbeiterver-band. Verband der Maler und Lackierer. Verband der Sattler und Portefeuiller. Christlicher Metallarbeiterverband. Zentralverband christlicher Holzarbeiter. Wie gemeldet, haben infolge de» Kriege» auch die Ber-linerGewerkfchaften alle Lohnbewegungen für beendet erklärt. ES ist, so bemerkt die bürgerliche «Frankfurter Zeitung", eine Freude zu sehen, wie sich die Arbeiter in diesen schweren Zeiten verhalten! Streiflichter. WaS die Eisenbahnschienen anSzuhalten haben Daß nach allen vorliegenden Berichten selbst während der ersten Mobil-machungStage nicht ein einziger Militärzug eine Haltestelle anders al» zur festgesetzten Minute verlassen hat, ist da» beste Zeichen für die Vortrefflichkeit und Leistungsfähigkeit unserer Eisenbahnen, ein Meisterstück, da» sicher in keinem anderen Lande möglich wäre. Daran hat nicht nur die Pflichterfüllung aller Beamten, sondern auch die Zuverlässigkeit der Eisen-bahnen selbst den größten Anteil. Man muß versuchen, sich eine Vorstellung davon zu machen, wa» die Schienen und der ganze Unterbau der Eisenbahnen in dieser Zeit auHuhalien gehabt haben. In der Kinderzeit der Eisenbahn richtete sich schon mit Recht daS Hauptbedenken darauf, daß es nicht möglich sein werde, größere Geschwindigkeiten zu erzielen, weil man den Schienen keine genügende Widerstandsfähigkeit werde geben können. Diese Befürchtungen wurden bald zerstreut, aber doch nur durch erhebliche Verbesserungen sowohl in der Verlegung de» Schienenwege» wie namentlich im Bau der Lokomotiven. Die ältesten Maschinen hatten nur zwei Räderpaare, und das auf den Achsen lastende Gewicht erwie» sich in vielen Fällen al» zu groß. E» kam also darauf an, das Gewicht der Lokomotive auf den Schienenweg mehr zu verteilen, und au» dieser Einsicht entstand die erste Maschine mit acht Rädern. Zunächst HMM Für den Inhalt der Innerste übernimmt die Redaktion und Admlnl-•tratlon keine wlo Immer geartete Ver-o g entwortung. o o Für den Inhalt der Inserate übernimmt die Redaktion und Administration keine wie Immer geartete Vor-o o Entwertung, o o Graben 7, aber wurde noch jedes Paar der Triebräder durch einen besonderen Zylinder in Bewegung gesetzt, und außerdem waren sie noch nicht so verbunden, daß die Kurbeln in rechtem Winkel zu einander gestellt waren, was zur Ueberwindung des „toten Punktes" notwendig ist. Der wichtigste Fortschritt bestand darin, daß an Stelle eines Paares von Triebrädern ein besonderes vierrädriges Radgestell zum Tragen des vorderen Endes der Lokomotive geschaffen und ein anderes Paar von Triebrädern mit dem Hauptrahmen verbunden wurde, der den Keffel und die Maschinerie der Lokomotive trägt. Auf diese Weise wurde die Gesamtlast auf eine größere Schienenlänge verteilt, und dies Verfahren ist noch heute bei den meisten Eisenbahnen der Welt in Benutzung. Mit der Beschleunigung der Züge, der Vergrößerung der Lokomotiven und ihres Gewichtes, sowie mit der Steigerung der von ihnen gezogenen Last sind immer weitere Verbesserungen in der Richtung notwendig geworden, die Belastung der Geleise möglichst abzuschwächen. |: Um ein sicheres Urteil zu gewinnen, ist ein Apparat ersonnen worden, mit dessen Hilfe die durch die fahrende Lokomotive auf die Schienen ausgeübte Zugkraft fortwährend gemessen werden kann. Dadurch ist der alte Sah bestätigt worden, daß eine Vermehrung der Räder sowohl am Radgestell der Lokomotive selbst als an dem des Tenders auf eine Schonung der Schienen hinwirkt. Erst die größere Zahl von Rädern ermöglicht die Beförderung eines schweren Gewichts ohne Be-schädigung des Ober- und Unterbaues, indem die vorderen Räder eine Durchbiegung der Schienen unter dem Druck der nachfolgenden Triebräder verhindern. Die Vervollkommnungen sind so bedeutend gewesen, daß sich das Gewicht der Lokomotiven und Wagen hat vermehren lassen, ohne eine Erneuerung des Unterbaues zu erfordern. Allerdings sind auch die leichteren Schienen der früheren Zeit durch schwere ersetzt worden. Ferner ist es von größter Wichtigkeit, daß die für den Schienenweg verhängnisvollen Stöße an den Schienenfugen bedeutend vermindert worden sind, einmal durch Verlängerung der Schienen, dann durch ihre bessere Verwendung. Aus den Messungen hat sich ergeben, daß unter Zügen von 80 Kilometern stündlicher Geschwindigkeit die Schienen an ihrer Unterseite einen Zug von 20.000 bis 22.500 Kilogramm auszuhalten haben. Um die Widerstandsfähigkeit noch weiter zu steigern, werden die Schienen aus einem ebenso guten Stahl, wie er für Eisen-bahnbrücken benutzt wird, verfertigt, obgleich die Brücken außer den fahrenden Zügen noch sich selbst zu tragen haben. Man ist eben zu der Ueberzeugung gelangt, daß für die Eisen-bahnschienen daS beste Material gerade gut genug ist. Aus den Amtsblättern. Betreten der Warteräume in den Stationen dnr'ch Oberbauarbeiter. (Zirkular Nr. 186.) Infolge eingelaufener Klagen, daß den Oberbauarbeitern während der Arbeitspausen das Betreten der Warteräume III. Klasse in einigen Stationen untersagt wurde, wird verfügt, daß in allen jenen Stationen, in welchen keine besonderen Unterkunftsräume für Dahnerhaltungsarbeiter vorgesehen sind, diesen das Verweilen in den Warteräumen III. Klasse während der Arbeitspausen im Winter und bei schlechter Witterung zu gestatten ist. vorausgesetzt, daß die mit Zirkular Nr. 13 ex 1897 und mit Zirkular Nr. 75 ex 1907 erlassenen Verfügungen hinsichtlich der Reinhaltung der Warteräume von den Ar-heitern genauesten«? eingehalten werden. Im übrigen bleiben die Bestimmungen der obgenannten Zirkularien vollinhaltlich aufrecht und wird insbesondere auf den SchlutzpaffuS des Zirkulars Nr. 75 ex 1907 verwiesen. Wien, am 17. Juli 1914. Für den k. k. Staatsbahndirektor: P e tz o l d m. p, Erholungsurlaub der Militärzertifikatisten. (Erlaß des k. k. Eisenbahnministeriums, Zahl 19.248/4.) Das k. k. Eisenbahnministerium hat in teilweiser Erweiterung der mit seinem Erlaß vom 7. Mai 1889, Z. 19.198 (Zirkular Nr. 161, Admin.-Sammlung, Band I, Teil II), getroffenen Verfügungen mit Erlaß vmn 80. Mai 1914, Zahl 19.248/4, die Ermächtigung erteilt, daß jenen aus dem Zertifi-katistenstand Herborgegangenen Bediensteten, die nicht unmittelbar aus dem Militär- in den Staatseisenbahndienst übergetreten sind, bei Bemessung ihres Erholungsurlaubes ihre Militärdienstzeit auch schon, vor erfolgter Nachzahlung der Fondsbeiträge in den PensionS- beziehungsweise ProvisionS-fonds in die Bemessungsgrundlage einbezogen werde. Korrespondenzen. Marburg. (Verhaftung eines Eisenbahnbeamten.) Der Südbahnrevident Johann Kejzar beS .Hauptbahnhofes in Marburg, der in Marburg als Serbenfreund galt, wurde in der Nacht zum 20. August verhaftet und an das Lande^ericht nach Graz eingeliefert. Im StationS-kasselokal, wo Kejzar Dienst hatte, wurde eine Durchsuchung vorgenommen, die mehrere Stunden in Anspruch nahm. Klagenfurt. (Ein Bahnhofsrestaurateur, wie er nicht sein soll.) Wir haben kürzlich berichtet, welch schwere Anforderungen jetzt an das Eisenbahnpersonal gestellt werden und was für Opferwilliakeit dazu gehört, allen Ansprüchen gerecht zu werden. Trotzdem erfüllt jeder Eisenbahner mit Freude seine Pflicht, was auch überall Anerkennung und Verständnis findet. Nur der Restaurateur des Klagenfurter HauptbahnhofÄs, Herr Meninger v. Lerchenthal, ist der Meinung, die Eisenbahner schlecht behandeln und nach Herzenslust beschimpfen zu dürfen. Ja, nicht einmal vor tätlichen Angriffen durch Herrn Meninger sind die Eisenbahner sicher. Die geringste Beschwerde über tue Geschäftsgebarung dieses Herrn löst bei ihm wahre Wutausbrüche aus, die dann in den ordinärsten Beschimpftmgen Ausdruck finden. Am «Sonntag den S. August abends beschwerte sich ein Eisenbahner, daß er statt 20 H. 22 H. für ein Krügel Mer zahlen mußte. WaS tat nun Herr Meninger? Er fuhr dem Bediensteten an die Kehle, so daß die als Gäste anwesenden Eisenbahner ein-schreiten mutzten, um den Wüterich zur Raison zu bringen, wobei sie von Meninger mit einer Flasche bedroht wurden. Daran noch nicht genug, trat der „gebildete" Restaurateur auf den Perron und rief: „Pfui, Eisenbahnergesindell Pfui, Eisenbahnerbagage! Schweine, wenn sie hereinkommen, sind mir lieber als die Eisenbahner!" u. s. w. Auch die Behandlung des Personals durch Herrn Meninger läßt alles zu wünschen übrig, wofür der stete Wechsel des Personals den Beweis liefert. Aus all dem geht hervor, daß Meninger abftlut unfähig ist, die Restauration am Hauptbahnhof zu führen, weshalb es höchste Zeit ist, daß eine Aenderung eintritt. Sowohl das reisende Publikum als auch das Eisenbahnpersonal haben das Recht, ordentliche Verpflegung und anständige Behandlung zu verlangen. Wir erwarten daher, daß die Staatsbahndirektion ehebaldigst eingreift und Ordnung schafft, zumal ja Herr Meninger selbst erklärt, er stehe auf die Restauration nicht an, er habe ohnehin schon 60.000 Kronen beisammen. Aus den Organisationen. Krakau. Alle Zuschriften sind an Josef Wojcek in Krakau, uilca LubomirSkiego 9, zu adressieren. Meidling. «Sämtliche Subkassiere der Ortsgruppe Meidling werden dringend ersucht, bis auf weiteres die einkassierten MitgliedSbeiträge an Genossen Ferdinand Andrasic, Wien XII/2, Eichenstraße 13, 1. Stock, Tür 5, abzuführen. Auch einzelne Mitglieder der Ortsgruppe Meidling können die Monatsbeiträge bei demselben erlegen (Beschluß der Ausschußsitzung vom 26. August 1914). Kufstein. Me Zuschriften sind zu richten an Genossen Christian Mandler, Lokomotivführer, Zell bei Kufstein, Herzog-Erichstraße 6, 1. Stock. Graz - Südbahn. (Genosse Johann Tahl gestorben.) Wiederum hat der Tod einen unserer bravsten Genossen entrissen. Am 20. August um 5 Uhr früh schied nach kurzer Krankheit Genosse Johann Tatzl, Oberberschieber der k. I. priv. Südbahngesellschaft in Graz, aus dem Leben. Tatzl war ein guter Kollege seiner Berufsgenossen, ein treuer und umsichtiger Anhänger der Eisenbahnerorganisation und war auch stets am Platze, wenn es gegolten hat, die Rechte seiner Kollegen zu verteidigen. Das Leichenbegängnis fand Samstag den 22. August um 2 Uhr nachmittags vom Barmherzigenfpital aus nach dem Zentralfriedhof statt. Zahlreich beteiligten sich die Genossen und Kollegen Eisenbahner an dem Leichenbegängnis, um unserem verdienstvollen Mitkämpfer die letzte Ehre zu erweisen. — Ehre seinem Angedenken! Bisenz-Pisek. Da unser Kassier einberufen wurde, so sind die Beiträge an die Genossen Philipp Nowak und Josef Jancy zu übergeben. Ebenso sind von nun an sämtliche Zuschriften an Josef Jancy, Platzmeister in Bisenz-Pisek, zu adressieren. Verschiedenes. Die Gesundheitspflege des Felbfoldaten. Es ist lehrreich, sich zu vergegenwärtigen, wie viele Opfer die letzten Kriege durch Todesfälle an Krankheiten gefordert haben. Man erwartet von dem Aufschwung der Gesundheitspflege in ihrer wissenschaftlichen Erkenntnis und den darauf gegründeten sanitären Maßnahmen, daß die Verluste von Feldtruppen durch Krankheiten jetzt nicht mehr annähernd so groß sein können wie in früheren Zeiten. Verschiedenheiten der Witte- rung und des Klimas und auch die schwankende Natur der Seuchen können die Gefahr einmal abschwächen, das andermal freilich steigern. Im Burcnkrieg betrugen die Verluste der englischen Streitkräfte in den Schlachten und Gefechten _ selbst rund 7000, durch Krankheit über 14.000 Mann, also immer noch doppelt so viel. Weit ungünstiger stellte sich das Verhältnis im ostasiatischen Krieg von 1894/95 zwischen China und Japan. Nach der zuverlässigen Statistik starben auf der japanischen Seite über zwölsmal mehr Soldaten an Krankheit als durch die Waffen des Gegners. Sehnliche Erfahrungen haben auch die Amerikaner in ihrem Krieg gegen Spanien und in ihren Feldzügen auf den Philippinen gemacht. Durch die kriegerischen Ereignisse getötet wurden nur 293 Mann, an Krankheit aber starben 1032, dazu noch 2649 in den heimischen Lagern, also auch etwa zwölfmal mehr. Es kann keinem Zweifel unterliegen, daß die Mehrzahl dieser Todesfälle nach dem heutigen Stand der Wissenschaft und ihrer Anwendung als vermeidbar bezeichnet werden kann. Das haben bereits die Japaner in ihrem Krieg gegen Rußland 1904/05 bewiesen. Sie büßten damals 58.887 Soldaten in den Schlachten und Gefechten ein, dagegen nur 27.158 durch Krankheit. Das ist wohl der erste Fall gewesen, in dem ein Krieg um die Hälfte weniger Opfer durch Krankheit als durch Waffen gefordert hat. Es ist anzuerkennen und muh scharf betont werden, daß die Japaner, die in dieser Beziehung noch zehn Jahre vorher so ungünstige Erfahrungen gemacht hatten, diesen Fortschritt zum allergrößten Teil sich selbst zu verdanken hatten. Der ärztliche Ueberwachungsdienst in ihrer Armee und Flotte war in außerordentlichem Grad vervollkommnet worden, so daß nicht nur die Verbreitung ansteckender Krankheiten erfolgreich behindert, sondern auch jedem einzelnen Soldaten die größte Aufmerksamkeit mit Bezug auf die persönliche Gesundheitspflege erwiesen wurde. Der ärztliche Stab eines Heeres allein kann einen solchen Erfolg nicht zuwege bringen, sondern er bedarf dazu der tätigen Mitwirkung nicht nur der Offiziere, sondern auch der Mannschaften, die mit vollem Verständnis die Lehren der Aerzte annehmen und befolgen müssen Außerdem muß aber jeder Mann gewisse Vorbedingungen ohne besondere Aufsicht oder Belehrung erfüllen, namentlich die Gebote der Reinlichkeit und Mäßigkeit. Im Felde ist es schwerer als in gewohnten Verhältnissen, diesen Forderungen zu genügen, aber um so mehr Mühe und Energie muß darauf verwandt werden. Eine große Zahl von Kranken drückt die Stimmung im Feldlager noch mehr herab als der Abgang an Getöteten und Verwundeten. Briefkasten der Redaktion. Bärn. Unter dieser Chiffre veröffentlichten wir in der Nummer 24 des „Eisenbahner" die Beantwortung einer Frage wegen des Urlaubs. Dabei hat sich ein Druckfehler eingeschlichen. Aus 10 Tage wurde 11 gemacht. Dieses 11 ist natürlich nicht richtig. Wiens bestell, billigste Ein-kEfsnuelle ist (Sie in Efsen-BaiineMsen Allbekannte und lniWlirig bestehende Fünfhauser Möbelniederlage Wien XV/l.tteiBhltetrasse 142 (neben der Löwendrogerie). 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