LailmcherMMtlmg. Nr. 117. P länu in slollon «preis: Im Lomptolr ganz>. ft. l>, halt>j. ft. 5.',!). Kill die >!uftl!:»!!g in« Ha»0 halbj. s.!> ll Ml b« Post ganzj. sl. ,5. b«lbj. si. 7.5N Freit.!,!, 24. Mai «m. »,<»ll., »m. > sl.! li,i.ft vi.^,^!f lm.«lr., xm.k ll., <«72. Ailltlichl'l Theil. 13. Hulletiu. Im Verlaufe des gestrigen TagcS trat bei Ihrer l« Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Sophie^ tin auffallend rasches siulen der Kräfte und der Gehirn» thlitlgleit ein. Da dieser gefahrdrohende Zustand seitdem anhält, trschemt das nächste Bulletin abends. Wien. am 22. Mai 1872, um 9 Uhr morgen«. Prof. v, Vamberger m. p. Dr. Biclla m. p., l. l. Hofarzt. 14. Bulletin. In den gefahrdrohenden Erscheinungen, die sich seit Heftern bei Ihrer t. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Sophie eiustelltcn, ist im ^aufe des TagcS wol tnue wesentliche Besserung, doch ader auch leine Verschlimmerung cingMete». Wien. am 22, Mai ltt72. um 6 Uhr abends. Prof. v. Bambcrgcr m. i>. Dr. Viclla m. p.. t. l. Hosarzt. Gesetz vom v 2lpril K^7I, durch welches § 3 dc« Gesetzes vom 26. März 1869, N. G. B. Nr. 40. betreffcud die Bezüge der «andes. schulinspctlorcn. abgeändert wild. Mit Zustimmung der beiden Häuser des Reichs-talhts fjnde Ich anzuordnen, wie folgt: , An stelle des § 3 des Gesetzes vom ?6. März 1869. R. G. B. Nr. 40. haben mhinlunft nach. stehende Bestimmungen zu treten: „Die Zahl der ^andesschulinspelloreu wird mit wenigstens scHSundoreißig (W) festgesetzt. Deu Amtssitz sowie den Umfang der Functionen jedes derselben be< stimmt der Unterrichtsminisler. Die ^andcSschulinspeltoren bilden einen Concretal» status, innerhalb dtssen bei «rabueller Vorrückung die tine Hälfte einen Gehalt von 2700 Gulden und die andere Hälfte einen Gehalt von 2100 Gulden genießen. Ist ei'ne ungerade Anzahl von Stellen systemisirt, so ist die Mehrzahl in die niedere Gehaltsstufe einzureihen. Die ^audeSschuIinspettoren stehen in der sechsten Dikentlasse. Die LandeSschulinspeltore» in Wien und Trieft be-ziehen ein Quarticraeld ü 450 Gulden, alle anderen tine Volalzulagc k 300 Gulden. Die Kosten der Dicüstreiscu sind in der bisherigen Weise durch Pauschalbeträge zu bccken. Für die Witwen tur ^aud^schulinspcllorei', wird tine Pension von 500 Gülden festgesetzt" Gegenwärtiges Gesetz tritt mit 1. Juli 1872 in Wirlsamleil. Ofen, den 0. «pril 1872. /ranz Jose;,!) nl. ji. Nueröpcrg m. p. Strcmayr m. r,. Se. t. und l. Apostolische Majestät haben mil Aller» hbchster Entschließung vom l<), Mai d. I. dcn außer» °ldt>,»crst!ät zu Wien Dr. Eduard Sachau zuin ordenl, lichen Professor dicscS FachcS an der genannten Hoch-shule allergnädigst zu ernenuen geruht. Stremayr w. p. Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller. Uchstcr Enlschliehuug vom il, Mai d. I. dem adm. gestreuten des ^andesschulralhes für Görz. Stallhal. "leisclrclär Wilhelm Hahn v. Hahnen beck in «n-Kennung feiner vieljährigen vorzüglichen Dienstleistung ^ Titel und Eharallcr eines RcgieruugSrathcS taxfrei ^trgnildigst zu verleihen geruht. Stremayr in. l>. Kundma ch n » g. Das t. t. Finanzministerium für die im Rcichs-Me vertretenen Königreiche und Bänder hat sich be< MMlut gesunde», den Zinsfuß der Partial.Hypolhelar-^lveisungtn (Salineuscheine) um ein halbes Perzcnl zu "hohen. ^ In Ausführung dieser Gestimmung werden im Ein» ernehmen mit dem genannten l. t. Ministerium vom^ ,' Juni l. I. an Anweisungen zu fünf Pcrzcnt mit " VerfaUfrist von sechs Monaten und Anweisungen !n, b'tr tl„ ^ Perzent m t der Versallfrist von vier ""ate,, ausgegeben werden. ' Die vor dem 1. I»ui 1872 gemäß der Kund-machung des l. und t. ReichcfinanziuiiiislesiumS oom 23. September 1869 (amtlicher Theil dcr ..Wiener Zei. tung" vom 25>. September 1869. Nr. 221) ausgegebenen 4'/,perz, resp. 4pcrz. Parlial-Hypolhelarauweisu». gen tonnen nach Ablauf dcr ursprünglichen oder der pro-longirlen Verfallfrist gegci, neue Anweisungen zu dem erhöhten Zinsfüße umgewechselt werden. Mit Ausnahme des Zinsfußes tritt eine Aenderung iu der Form und Ausstattung der Anweisungen nicht ein. Die mit der cbcu erwähnten ssuiidmachung veröffentlichte» Glstiil'MUiigcn iu Absicht ouf die Piolon-girung und Ummcchsluiig der Anweisungen, da»n i» betreff der dcnscllie» bcigegsdenen Kontrolscheine bleiben aufrecht. Vom k, und f. Ncichsfmanzmimsteriuln. Wien, ^en 17. Mai 1872. Tim 22. Mai 1872 windm in del t, l. Hof- u„d Staal«-»Nlclerti i» Wirn dag XXVl. HlUct df« Nfich?^sc^blatls« — in alle,, achl Alli'ssabni — l»,d das XXVI! Sülct drs Rcichs-gchlMatlt« — uorläüfig blos i>, der Niltschcu Ausgabc — au«, gegebin und versendsl. Das XXVI, Slücl rulhält iintri,' Nr. . Nousm!'!^ 1^7 l; u°u 3r. t, », l, Apoftoüschc» Majlsläl ralificilt zu Osru am l> Mai; I«?2 uud iu dcu dridsliliüsseu Ralificaliouen ausgewechselt zu Wirn am 22. ?lv,'il d. I), Das XXV!!. 3ti!ck cnihäl! „iiler Nr. 07 da« O.sch umu «. April 1872. durch wrlchrs der ß 3 bcö GrsetzsS vom 20. Mäiz 1«l'.l>, N, G. A. Ni. 4(». be. treffend die Vrzilge dcr Laudesschnliuspcltorcn, adgcäudert wird; Nr. 68 dir Vrrorbuuuss de« Minister« <ür Cullu? und Nnlerrich< vom «, Mai I!^?2. belrchmd die Bezirls: und i!lludcS:jtou: l'erenit» der Voll«lchullchvcr. (Wr, Z zu geben. So vllöffciUlicht das „Neue Fremdeiidlalt" heute die Zuschrift eines Parteigenossen, in welcher für jenen Modus dcr Vchaudluug dcr galizischen Nefoluliousa»ge' lcgci'hcil plaidirl wird, tem zufolge das Elaborat deß Velsassunge^ueschusscs z^niächst dein galizischcn Vaudlagc vorzulegen wäre. Die Argumcutation geht dcr Haupt» sachc uach dahin, daß ul^i« die vorläufige Zustimmung des galizischcn ^audlas,?s zum Elaboralc des Vrfas., sungsaueschusseS cS dcr Regierung laum möglich sein werde, die Zustimmung aller vnslissungsinäßigen Falto-ren zu dem lölaboralc zu erzielen, während bei »organ-giger Zustimmung dcs galizischcn Vaudtagcs die endliche Lösung dcr „alizische» Angelegenheit mit Bestimmtheit erhofft werden lb',i»e. llbcr deshalb sei auch der Vor-wurf, dcr ooigc Modus zur Vösuug der galizischcn j^ragc involvirtc eine Verschleppung der Wahlrcsorin. dU'chauS llugcrechlscrligl. Die Rcgiciui'g sei cS ja gewchn. welche von allem Alisange an den Zusammenhang zwischen Ne> solution und Wahlrcfoim slcls b»striltcu habe. Der obige GchandlungSmoduS zwiügc dcn gulizischin Landtag, aus seiner Reserve hcrauSzutrelen und offen seine Meinung lluszusprcchcn. ob er den Ausgleich wolle oder nicht, ohne doch dcn RcichSrath iu der Frcid/it seiner (5nt< schließungcn irgendwie zu gefährden. Durch die obige Methode dcr Gehcmdluug dcr galizischeu ?ilig'lcge mm abcr die Verlcm'ung der Sachlage. Die gallische Frage beschäftige mchl zum ersten male da« Abge» qeordnelenhauS; wiederholt hätten Regierung und Aus» ''cküssc einzelne Forderunge» als mit dcr Einheit dcS Ncichcs und seiner Machtstellung vereinbar crllärt und -lire Gcneiglhcit ausgesprochen, sie zu bewilligen; ein Munster für Galizien sei bereits im Rathe der Krön gewesen, uud auch das gegeuwärtige Abgcord» nclenhauS habe seinen Verfassuugsausschuß beauftragt, die F>agc des genaueren in Erwägung zu ziehen, weil die Polen ihre Forderungen auf streng legalem Gobcn geltend gemacht halten; da lasse sich uicht die Veihand» lung unmittelbar vor ihrem Abschlüsse abbrechen, da dUlft!ändinsse, die man m Aussicht gestellt, nicht mcb/ zurückgezogen werden. Da heiße eS. d«e An-geieglllhcit zum Auslrage bringen, um eudlich llare Si-lualiol: zu eihaltcn und d!s Störenfriedes !oS zu werden. Und man löime es umsomehr thun, als ja lein wirtliches Rclchö>!',lcr,u der erwünschten Klarheit jührc. Das sei bei dem mehrerwähnlen Behandlung«» modus der fllll und deshalb sei derselbe durchaus zu billigen. Die baldige Cousolidirung unserer staalsrecht» lichen Verhältnisse — schließt das genannte Blatt — sei ein wesentliches, wenn nicht daS wichtigste Reichs» !!,tcr lmindevertrelungen nach dcu obigen Bestimmungen an-zuflrligcnden U:liste, § 6 das jedem Ocmeindemitgliede während der Reklamationsfrist zustchcnde Einspruchsrecht und § 7 das Verfahren über die erhobenen Einsprüche und über die Richtigfeit der angeführten Befreiung«» gründe. Die richtiggestellte Urliste ist nach § 8 von dem Gemeindevorsteher unter Anschluß aller Schriftstücke, welche sich auf die eingebrachten Reklamationen und >se» freiungsgesuchc beziehen, ohne Verzug an den Bezirks-hauplmann einzuschicken. Der Bczirlshauptmann uimmt ^ie Prüfung der Liste vor und gibt dieselbe, wenn er bei Abfassung der Liste unterlaufene Ungesetzlichkeiten oder erhebliche Ui^cnauigteitcu wahrnimmt, dcm Gemeindevorsteher zur Berichtigung zurück. § 9. Der Bezirlehaupllnann hat dic Urlisten seines AmtSsprei'gcls sammt allen darauf bezugnehmenden Ur künden dem Präsidenten dcs Gerichtshofes erster Justiz vorzulegen. Hicbei hat er von den in die Urlisten auf-genommcncn Männern jene zu bezeichnen, welcht ihm wegen ihlcr Verständigkeit. Ehrenhaftigkeit, rechtlichen Gesinnung lmdCharalttrfcstiglcit, sowie in mehrsprachi gen Ländern, durch ihre sprachliche Verwendbarkeit für das «mt eines Gcfchwornen vorzüglich geeignet crschci. n.-n> Zudem steht eS ihm frci, bezüglich anderer in die Liste anfgenommenen Personen Bemerkungen über deren Qualifikation zum Geschworneriamte beizusetzen. Auch die sonstigen, die Abfassung dcr Urlisten betreffenden, ihm richtig erscheinenden Wahrnehmungen hat er den, OerichlShofSpräsidenten bctannt zu gcven. In Orten mit eigenen Ocmcindtstatutcn jedoch hat nach F 10 dcr Oemcindcvorsleher die dem Bezirlshauplmanne im § 9 vorgezeichnelc Aufgabe zu erfüllen. 8 II. Der Präsident deS Gerichtshofes erNcr Iu. stanz b«ruft eine Kommissioi,, welche für jeden Gerichts» rMssprei'gel spätestens im ^lonate November die Iah» resllste bildet. Die Kommission besteht nebst dem Prä, sidenten odcr dessen Slelloerlreter ols Vorsitzender, auS drei Richtern, welche die Zahl der Räthe des Oerichls. hofcS oder der Vezirlsrichter des Sprengels entnommen werden, dann aus drei Vertrauensmännern. Die Mitglieder werden vom Präsidenten bestimmt. Zu HeltranlnemätNttin können nur solche nicht im Staatsdienste stehende Personen bestimmt weiden, welche in denselben Gerichtshofssprengel die Eignung zum Gc> schwcnnenamte besitzen. Im Falle der Ablehnung sind andcie Vertrauensmänner zu berufen. Die Kommission entscheidet nach Stimmenmehrheit. Zur Sitzung ist nach H 12 auch ein Abgeordneter dcr politischen Landesbc-hüldc. jedoch nur mit berathender Stil« me bciznziehrn. Die §§ 13 bis 16 normiren dcn Vorgang bei Bildung der Iahreeliste. Die Kommission hat vor^st über die in den Listen oorgemcltttn Beschwerden (H 7) zu etilschciden, sodann die Iahresliste (§ 14) in ler Weise abzufassen, daß jene Personen, welche sie im Sinne deS § 9 für die fähigsten und würdigsten zum Geschwonmiamte hält, in eine Liste zusammenstellt, auS welcher die Ocschwor-ncn sür das bevorstehende Kalender » Jahr genommen werden. In gleicher Weise wird von derselben Kommission auS Personen, wclche am SitzungSmte des Schwur» gerichtshofeS oder in dessen nächster Umgebung wohnen, eine zweite Liste zusammengestellt. auS welcher die Er» gäuzungsgeschwornen genommen wcrt^n. Die beiden Listen sind dann nach § 15 dem Präsidenten deS Ge» richtshofeS zireiter Instanz, dem Obcr lender - Jahres zum Geschwarntnamte berufen werden können, dürfen nicht als Mitglieder der Komin ssion thätig sein. Liu Abgcorduclcr der politischen Landes« stelle ist bei der Bildung der Dienst » Liste nicht veizu-ziehen. Die Bildung der Dieust-Liste (§ 18) geschieht von der Kommission in der Neisc, daß sie auS den beiden Iahreslisteu (§ 14)^36 Haupt, und 9 Eraäi^ungS-geschworne entnimmt, welche zu Geschwornen für die betreffende Sitzungsperiode berufen si»d. und «war mit besonderer Rücksicht auf die Kenntnis der Landessprachen. § 19 ordnet für gewisse Fälle die Ergänzung der Iahreslisten au« der Urliste an, bevor zur Bildung der Dienstl.sle acschritten wird. § 20 handelt von der Ladung dcr 36 Haupt- M'd 9 Ergänzuugsgeschwolnen zu den SchwuigelichtSsitzungen, und § 21 bestimmt dann weiter, daß, falls vor km Beginne der Hauptoerhandlung weniger als 30 Haupt' geschworne erschienen sind, die Fehlenden aus den 9 ElgänzungSsstschwornin zu ersetzen scicu, und zwar in der Wiise. daß vom Vorsitzenden dcS Schwur^'ichls» hose« in Gegenwart 5er Mitglieder drösellicn, deS Au» llägcrS und dcr Vertheidiger der Angeklagten die Namen dcr 9 ErgänzungSgschworenen in eine Urne gegebcu, die erforderliche Anzahl von Namen auS derselben gezogen und verlvsen werdln. tz 22 regelt die Strafsanltion gegen Olschworxe. wclche ih:cr Amtspflicht nicht genügen, und den dagegcu zulässig'. Cinspluch. tz 23 v.,fn,,l das nähere über daS den Ocschwor ntn nach 8 4, Z. 5, eingeräumte Rccht der Gcfrliulig für die Sitzungen des nächstfolgenden KalcndcrjahrcS, und § 24 bestimmt, daß jcdel Gcschwornc uud Vtl< traucnsmann, der sein: Obliegenheit erfüllt hat. wenn sein Wohnsitz weitlr als eine Meile von dem Orte dcS SchwnrgerichtcS entfernt ist. auf Verlangen eine mäßige Hiitschädisning für die Reisekosten, leren Betrag durch besondere Verordnung festgesetzt Vird, erhalten soll. §§ 25 und 26 endlich enthalten die VollzugSbe-stimlünngsn. Politische Uebersicht. Vaibach, 23. Mai. Der ungarische Reichstag ist auf den Ilen Stpltmbir d. I. einberufen. Eine Verordnung des t. ung. Ministers deS Ixnern beauftragt die mil der Wahl» l ilun,, bcschufligtcu Organe zur möglichsten Beschleus gu'.^ der Arbeiten, da die Wahlen noch vor der Ernte st.:ttfi„den sollen. Es ist dieS für die ackerbautreibende Gevüllcrung vou großer Wichtigkeit, und gleichzeitig ist damit auch dcr Opposition eine mächtige Handhabe cnt-wuüden, welche dieselbe seit Wochen gegen die Rcgicrui'a benutzt. Infolge drsfen wird auch die Wahlbewcgung schneller und intensiver werden; sie hat auch bereits die ruhigen stcbenbürger Zachsen in ihren Kreis gezogn. — Im ganzen Lan'ce gab es lein Dorf, le>ne Stadt, die nicht während dcr Pfingstfeierlage Wahlver handln ügcn hat.'c. An manchcn Orten ging es sehr stur« misch zu und kam es zu blutigem AuSgange. In Uellö, im pistcr ttomital. kam es zum Handgemenge mit Beinwürfen und Messerstichen. Der Richter und die Pclndurcn erhielten Prügel, bis sie wichen. Einige Per-süum wurden schwer verwundet und dürften nicht auf-fli.'mncn. In Mohacs mußte Militär einschreiten; iu VagfarlaS kam cS zu blutigen Schlägereien; auch iu dcr Thercsicnftadt dauern die Tumulte fort. Die liberale Presse Rnßland« wirft den E;t' chen ihre unausrottbaren Dünkel und ihre Herrschsucht nar, sowie, doß blos die Feudalen die czechischc Ocwc-«lmg leiten. Dcr „Polrot" ist sehr unglücklich lidec dilsc russische Lektion. Nach dcn neuesten Nachrichten auS Berlin^ ist dic Berathung der Vorlage nbcr da« Neichs.Mili' tärstrafgesetzbuch bereits über dcn allgcimillt'l 'sl'uillellNl. Kleidertrachten im Alterthum. Bon Heinrich N S m u s. (Schluß.) Die untern Volksschichten kleideten sich im allgemeinen auf dieselbe Weise, nur daß selbstverständlich in Farbe und Feinheit der Stoff: eine Verschiedenheit stall fand. — In den ältesten Zeiten trugen die Römer auch Bärte; erst seit 454 d. St. schemt daS rasiren Siltc geworden zu sein. DaS scheren des VarteS geschah über dem Kamm, oder er wurde glatt von der Haut weggcschoren, mit feinen Zangen ausgerauft oder mit Salbe vertilgt. Die Haupthaare aber trug man kurz geschnitten; nur bei Trauer ließ man sie wie auch den Bart wachsen. — Ied:r Römer trug an dem vierten Finger der linken Hand einen Siegelring, anfangs auS Eisen, dann aus Gold; später waren die Hände mit Ringen übersäet. WeiHlinae bedienten sich auch wol für den Sommer leichterer Ringe als für den Winter, welche Abgeschmacktheit Juvenal treffend mit den Wor, ttn bezeichnet: DiM^ile Z^tiralli non scribsre. Bei den Kleidungsstücken dcr Römerinnen ist eS schsyitlig, wenn nicht gar unmöglich, eine genaue Be» schreiduug derselben zu geben, wenigstens scheiterten bis» her alle derartigen Versuche. Wir begnügen unS daher, das aUgememe inS Auge zu fassen. Sooi l ist wol gewiß, daß sich dic Nationaltracht der Römerinnen bis in die späte Zcit erhalten hat. Zahlreiche Kunstdenlmäler liefern dafür den Beweis. Der völlige Anzua eiuer römischen Dame bestand aus drei Stücken, auS der „Tu-nica Interior", der „Stola" und dcr ..Palla". Erstere war ein einfaches Hemd, daS, wenigsten« in der ältesten Zeit. leine slcrmel hatte, bis an's Kniee reichte und nicht umynrt-t wurde, denn nicht nur kannten die Alten die gesundheitStödtenden Schnürleiber nicht, sondern hätten auch Elcl empfumdcn vor eiuer Wespentaille. Um den vollen Busen zu htben, legten sie wol ein Busenband von Leder an, aber dasselbe gehörte nicht zur eigentlichen Kleidung. Ueber die Tunica war die „Stola" geworfen, welche genau geuommen auch line Tunica, aber bis auf die Füße hinabreichle und mit Aermel» versehen war. die wenigstens dcn halben Oberarm bedeckten. Der nach außiu fallende Schlitz wurde durch Agraffeii z„, samlmngehlllten, und oben war die Stola vornehmer Frau?n mit Goldstreifen besetzt. Die Palla ward nur außer dem Hause gelragen uisd war mit der Toga der Miwncr identisch. Und wie die Römer im Wurf der Toga geübt waren, verstanden es auch die Römerinnen nicht weniger, die Palla auf die zierlichste und Vortheil» hastcste Wcise zu gebrauchen. Zu diesen Kleidungsstückin kommt noch eine Art Schleier, der Fächer uud dcr Sonnenschirm. Da« Fußzeug der Frauen war dem der Männer ähnlich, nur halle eS meistens helle Farben, war auch zierlicher gearbeitet und reifer geschmückt. — Auf den Haarschmuck legten dic römischen Frauen uugemein hohen Werth und auf Schmucksachcu nicht minder. Fast immer waren diese auS Gold gefertigt und mit Eoelsteinen oder Perlen verziert; namentlich waren die lctztcrn sehr werth» voll. Die Armbänder hatten mehreutheilS die Form oon Schlangen; wclche an der Stelle der Augen Ru« bincn hallen. In den Ohrcu trugen die Frauen Perlen oder eigens dazu bestimmte Ohrgehänge. Ringe und anderc Tll'lettcngegenstände ware» in Masse vorhanden. Die Kämme wa,en auS Elfenbein oder Buchsbaum; Schmmlbüchsen, Salben, O^le und überhaupt der ganze Apparat des Kosmetik war reichlich vertreten. Die Stoffc der Kleider waren Wolle, Seide, Lein« wand und Baumwolle, Wollc war jedoch der vorherr-schendste, und zur Toga loüuten gar kcine andere Sloffe gebraucht werden. Seidene Stoffe wurden erst viel später ss'bräuchlich, denn ein Pfund Seide kostete ein Pfui'd Gold. Weun dcmuach die berüchtigten „Coa" clnms ftorartig gewebt waren und von Slttcnrichlern häufig anlügt wurden, so liegt darin doch eine zu eulschuloiaende Ökonomie. Obgleich man die Lciowand wcnig z" ssllidcrn benutzt, dcun linnenc Gewänder dcr Mänuer lummcu e>st in später Zcit vor, so brauchte man sie doch im Hauswesen vielfältig, «Heils als Ueberzüge, lhcilS als Tücher zum abtrocknen :c. Ursprünglich wurde» >>ies: Sloffe in we-ßer Farbe getragen, wlingstinS war >icsc bei dcr Toga die einzig erlaubte. Uebrigens trugen die Römerinnen gern bunte Gewänder, hyazinlhensarbia, cisenfarbia, meerfarbig. grünlich u. s. w. — Wenn auch non eigentlichem Druck leine Rede sein kann. so liatten die Kleider doch etwas lattunähulicheS und enistaude" durch weben oder sticken, jedoch verdienen die Purp"^ gewänder eine kurze Erwähnung. Bei der Purpurfarbe' — bemerkt W. A. Sch"''^ in seinen „Forschungen auf dem Gebiete des Alterthums" — ist wol zu unterscheiden der Saft der eigentlichen 'Vnrpurschnecke von dem der Trompeteuschnecke, welcher Meinung der Leser gewiß beistimmt, da schon Plinius beide Kcmchylien sorgfältig trcnnt. Bcide Farben wurden oon dem Erfinduiigsgcist der Färber so mannigfach vcr-mischt, daß eS wie im Handumdrehen dreizehn PurP"^ farbcn g^l). Im engeren Sinne unterschied man jedoch den reinen Purpur von dem verdünnten; ersterer zerft" in den tyrischeli und ameihyslinischcn, wovon jener der lh:uttsic w«r. denn das Psund Wolle kostete 1000,s"' nare (166 Thaler pr.) und erhielt seinen herrlichen dunkelfarbigen Glanz nur durch doppeltes eintaucht". Dcr violette Amethystpnrpur bildete an Werth die zwe' Galtung, wovon das Pfund Wolle nur 100 Dc»a kostete. Dic uerschicdemn Mischungen und Verdm'NU' gen deS Purpurs hat PliniuS ausführlich ""laMe' ' UedrigeuS war der Geruch der Purpurgcwändcr yowl unangenehm. ' 7^ Theil hinaus gediehen. — Ueber die Dauer des Urlaubs, welchen F ü l st BiSmarck angetreten hat, erfährt man llht. daß si: sich auf dcn Zeitraum von sechs Monaten tlsttiltm wird. Das fernblelben von den Geschäften wird leu, vollständig sein; der Gehcimrath Lothar Bücher »st dem Reich^liuzltr auf seinen Landsitz gefolgt. — Mlhiscili^ wiid der Gedanke angeregt, die Gewerbesteuer zur Reichs st euer zu erheben. Eine Herbst. Session wäre alsdann unumgänglich nothwendig. Die Stellung der Regierung zu diesem Projekte ist noch un-bekaont. — Ein AtaalSregierungs-Erlaß an den Bischof von Er m eland ist abgegangen, der als Ulli-lnatssimum g,lt. Das Schreiben enthalt den Ausdruck ücs bcfrcmdenS darüber, daß der Bischof durch seine Erklärung den Gehorsam gegen die LanoeSgesetzc ins per» iönlicht eruuss " seiner ycistlichen Oberen stelle, betont, baß, wie allc Eoiporaliontn. so auch dle katholische Kirche den StaatSgesetzen unterwo>^cn sei, erinnert an das be-sondere Treugclöbnis, welches Preußen« Bischöfe dem Könige leisttn, lonstatirt die Gesetzwidrigkeit einer die bürgerliche Ehre der Betroffenen verletzenden, ohne SlaalSgenehmigung ausgesprochenen Excommunication und verlangt schließlich, daß der Bischof erstens mittelst amtlicher Kundgebung die Beeinträchtigungen beseitige, welche Efcommlmn-ilte durch die öffentliche Verkündigung bes große-, Banne« an ihrer Ehre erlitten, zweitens der ^lll.it^i-cssicrung die Erklärung abgebe, daß er fortan bcn 2laüli>q.sty,l m ihrcm vollen Umfangt gehorchen werde. Würlc diesen Forderungen keine Folge geleistet, s° würde dadurch der Bruch mit dem Staate als voll» zogcn angesehen und demgemäß verfahren werden. Dcr französische Gesandte in Bern wurde nach Paris berufen, um über die von der Schweiz ge-fordcrle En'schadigung für Veipftegung französischer Truppen persönlich Bericht zu erstallen. Sicherem »cmch.ncn zu'olge hat der König dcr Niederlande das Ministerium ersucht im Amte zu vtlbleibcn; daS Ministerium besteht jedoch auf seiner Demission und willigt nur ein, bis zum 1. Juli die schwebende» A'igriegetihcile.H, unter andercm das Kriegs-budget zi, erledigen. Ueber dieBorgänge inSPanien bringen wir solgende Nachlichtei,: Die Diviston Lelona ist am 18ten ^lai in Qu^tc eingerückt, dessen Umgebung von den Insurgenten ^cläuml wurde. Serrano ist in S. Scba» slian tliiqelroffcu. liOdO Insurgenten hab.'N sich infolge ber Nicdc'lliae A^ni're's unterworfen. I>, Bis^aya lst ^e Insurrnlioi' infolge dcr Auflösung der ausständlschen Iunia deeurgamsut. Die Telegraphen» und Eisenbahn» verl'Mdlmg «.wischcn Vourgeft und Brioiesca ist lütter« b>och?n. ^je Bande Amilidia's in Guipuzcoa hat sich aufgelöst. Kleine Banden duichziehen die Provinz Na» ^arra ulid suchen die Bevölkerung aufzuwiegeln. General ^ioiionce ve,fo!a.> dieselben — Die amtliche ...Gacela" schrcidt: Serrano mtldele. daß in Quäle KO. in Nrechavaletla 6li und in Zoniarraga 50 Carlisten. sämmtlich bcwafflnt, sich gestellt hüben. Nach demselben Blatte lmldctc d>r Mlluar-Gcmvrrnenr von San Se< daslian. daß iu vcrschiedencn Orlschaiten 200 Carllstcn sich der NcgitlUü,, gestcllt haben. OifU'eUe Telegramme lündigsn das auflauchcn einer ncuen Carlistcn » Bande von 5)0 Mann in Ncu-Caslilicn u»d eincr anderen von 80 Malin in dcr Provinz BurgoS an. Doch nicht allein Woll?, auch Seide war Haupt» Üoff für den Purpur, sie wurden aoer „ichl ali> G:wedc. sondern roh gejärdt. Baumwolle dangen wnrde nie, binnen nur sehr sellen in Purpur gesalbt. i)ic bcrühm. lesten Purpurfä-ber waren in Egyvien und in Phüni. j'cn. Die Vcrzieruna mit lyüschm, Purpur kam nur, ^» Magistralen zn und aalt bei andern Männern für^ unbUsgerlich. Trui jemand einmal t»>e cchlcn Puipur-, svllm. so inachle nian ihm — wie dem EäliuS geschehen — ^ ti"cn Vorwurf! ! Mlt dein immer mehr übeihand nehmenden LufuS "ber ficl tiicsl,- Unterschied, nxd die Nömcr trugen so» ^r oft Klcidcr von dem schönsten Puipur. Von den Nlaueu dagegen scheint nie ein Unterschied in den Pur» Vurarten gemacht worden zu sein. Im allgemeinen kann ^u>' annehmen, daß die Stoffe zu diesen Kleidern von "" Sklavinnen unter Aujsichl ihrer Herrin gesponnen !!"d g rche n st re ill dadurch ein Ende gemacht, daß sie die Absetzung des Patriarchen Hassun. den der VatNHn durchaus anerkannt wissen wollte, verfügte. Wiener Weltausstellung 1873. Se. lais. Hoheit der durchlauchtigste Herr Protektor der Ausstellung Erzherzog Kail Ludwig hat, wie seine Anwesenheit in Konstantinopcl auch seinen Aufenthalt in Brussa dazu benützt, um im Interesse der Ausstellung zu willen. — Mit der ottomanischen Exposition wird auch die Ausstellung eines türkischen VazarS verbunden werden. In jedem Magazine wird ein besonderes Metier vertreten sein. Mit der türkischen Tabalausstcllung wird eine Ausstellung der Behandlung deS Tabaks, des sichtens und schneidens ic. in Verbindung gebracht werden. Ein türkisches Kaffeehaus wird das Publikum mit der link schen Kaffeebercilung und mit verschiedenen orientalischen Süßigtcilcn und Getränken bekannt machen. In Erzerum ist eine besondere ßolallommission niedergesetzt worden, die sich bereits in vollcr ThäliMl be« findet. — Für die Ausstellung von Kostümen wird von dort unl:r anderem ein vollständiger kurdischer Neitcr» anzng sammt ganzer Nüstuna. geliefert werden. — Oumischanc wird Proben aus seinen Silberwerlen und Erzeugnisse seiner Metall« und Webewaarenindustrie ein-senden Wie der amtliche belgisch« „Monileur" meldet, wird die Kunst Belgien« auf der Ausstellung vollständig und glänzend vertreten s^in. Die vslgische Komm ssion hat die ttlste der bisher für die Weltausstellung l«73 ange. meldeten Maler zusammengestellt, welche, die Aquarell». Glas- und Faycncemalerei mi, iubegriffen, 180 Namen aufweist, an die sich eine beträchtliche Anzahl von Bild» Hauern, Kupferstechern und Architekten anschließt, die ! gleichfalls angemeldet haben. Die Anmeldungen für die industriellen Abtheilung enthalten Namen der hervor-ragendslen Fabrikanten. Die großen städtischen Manu« falluren bereiten Collectioausstellungen vor, welche in mannigfaltigen Gesammlbilbcrn die Textilindustrie zeigen werden. Vcrvicrs w>ro eine vollständige Sammlung seiner Schafwollgarne und Gewlbe ausstellen. Gent wird seine Baumwollengarne und Gewebe und ebenso die Erzeugnisse seiner ^eineninbustriegcselischaflen vor-führen. Eine ähnliche CollectivauSsleUung bereitet die Glasindustrie vor. Gerber, öderer und Riemer sind in entgegenkommendster We«se dcm Rufe dcr belgischen Nom» mission gefolgt. DaS bedeutende ^einenindustr>e - Eta bllssemenl von Rai t>in6, die „Soc el6 anonyme" vo» ^olh (Schafwollgarne), die Kcrzcnfaliril von Eareghem und die Spltzcnfabr'ten des Bandes werden durch die Ausst«llungcn dcn Ruf bewahren, den ihre Produlle ge. nießln. Die.großen OchUfchaftsN sür montanistische Protnlllion. die Glwclte, die Maschmenindustrie unt^ die Fabrikation mechanischer Insliumrnte werden in der« selben Weise wie bcl dcn Aligstcllungen von London und Paris auf dcm ss.,mpsplahe erschemrl,. Es se,en imi d,e großen Ges.llschaflen vo:, John CoctrslU von ^e. laing, dcr ,.P>«,Uc unc, „ouvellc Monta^nc" von Mar» cincll: und EomUtt n'. erwähnt. Die Stoffe der Schaf« wollfpinnerei ul,l> Tuchflibrilation werben in der Culler-tivaussleUuna der großen Häuser von Vcrvier« vertrlln sein. — Auch scitcns der aiitmerpener Künstler ist eirie lebhafte Betheiligung ;u e, warten. Einc Bereicherung steht dcr Ausstellung durch eine Exposition in Ausicht. welche der unter dem Patlonate Ihrer Maieslät del Kö-nigin der Belgier stehende antwciprricr Kiüdeigailen cin-zusenden beabsichtigt. Die Ausstellung soll die Leistungen diescr nach ffröbcl'schem Sysllme cingclichtctcn Muster» anstatt veranschauliche!'. Die Scosln-, Sicheln- und Strohmesslrfablilanlcti Nieder»Oesterreichs haben einc EollectivauSsleUung ihrer Erzeugnisse beschlossen. HcWsueuiqkeilen. — In dem Befinden Sr. Majestät de« Kaisers Fer-din and hat sich in der jUngsten Zelt leine Veränderung ergeben, und ist bis zur Stunde die telegraphische Meldung, daß die eingetretene Abnahme der Kräfte Allerhöchstdcssel' ben ernste Besorgnisse errege, durchaus unbestätigt geblieben 3e. Majestät fährt, um die Gerlichte von seinem Un< wolsein zu widerlegen, durch die Etrahen, von der Ve> völleruna. freudig begiUßt. — Ihre Majestäten Kaiser Ferdinand und Kaiserin Maria Anna werden am 5. Juni zum Sommeraufenlhalte nach Ploschlowitz abreisen. — Das Befinden des Kaisers Ferdinand ist be. friedigend. — (Barmherzige Brüder.) Das Reiche, lriegsminisierium hat anläßlich einer Eingabe des Orden«, provlnzials dcr deulsch - österreichischen Provinz der Barm. herzigen Brlloer um Ausdehnung der Begünstigung des tz 25 des Wehrqesehc« auf die Mitglieder dieie« Ordens im Einvernehmen mit dem Ministerium sur Landesvetlhei-digung augeordnet, wie solgt: Slcllungspflichtige, welche Mitglieder des Orden« der Barmherzigen Brildcr sind und zur Einreihung auf das Relrulcnconlingent entfallen, sind, insoferne dieselben nicht Theologie studiren und daher auf die Begünstigung dcS tz 25 des W<-H:ge!>hes leinen Nn. spruch haben, zur Eau'lÄst'üppe, lvrs^ldst sie eine ihrem Lebeneberufe möglichst ,^ifa »«'nde und anch dem Dienste dieser Truppe gan^ emipleckrnde Verwendung finden, ein» zutheilen, deziehunqsnxls«: ^u trcinsferiren, wenn sie bei ihrer Assemirung oder (5'!ni,chung darum aiisuchen. — (Opfer der Wissenschaft.) Die beiden Assistenten des Hofralhes Professor Nolita .. SlY. Dr. Fleischt und Dr. K»ndrat, haben sich jeder durch Verletzungen bei keicheliseenonen eine i,'ymphangoiti« zu,^. zogen, welche bei ersterem einen sehr gefährlichen Charallei annahm und beinahe eine Amputation des ArmeS zur Folge gehabt halte. ^ii 0 li a l e s. Predil oder Lack? von der Reichsstraße fortziehen, die Südbahn zwischen Omlich und ^pcina Übersetzen und entwickelt sich an der gegen Trieft abfall«idcn Karstleh^'. um nach Veruhrunz des Eastells Montebelio mitlelst eines Wendetunuels 2t. Magda» lena und St. Anna, dann nach Durchbrechung eines Ac- ! birgsvolsprunges bei Seroola das Meeres'Niuecm zn erreichen und, der Kllste folgend, ill den bei St. Andrea an« zulegenden Slatwnsplatz flic Trieft einzumünden. Der neue Stalionsplay. sowie der längs desselben am Nordwestrande der Bucht von Muggia anzulegende Hafen würde durch eine tem Ufer ei.llang, sowie nach Durchschneidung des LeuchlthurM'Moloö auf dem Quai zu führende Verbin-! dungsbahn mit dem bestehenden Südbahnhofe in Trieft ^ verbunden. ^ Der Verfasser der Denlschrift scheint sich von dem ^ Gedanlen, daß jede angestrebte neue Eisenbahnlinie zwischen Trieft und der Rudolfsbahn an die Südbahn angeschmiedet ^ werden muß, durchaus nicht trennen zu lönnen un will dieser seiner Vieblingsidee um jeden Preis durch die An. lnllpfung der neuen Linie an die Südbahn - Slalionen Eessana und Trieft Geltung verschaffen. , Trotz aller Künstelei muß also auch die Denlschrift ^ zugeben, daß die direkte Verbindungslinie Triest«Lack riel we- j niger kostet als die TheilftreckeTarvis Görz, welche im ganzen^ 26,105.219 fl,, das ist per Meile 1,761.438 fl.'lostet, ^ somit per Meile circa 400.000 fl. mehr in Anspruch' nimmt und damit immer nur erst nach Görz, nicht abcr nach Trirst führen würde. lFortsshung folgt) — (Das Maifest im .ssasinogarten), wel» ches Herr Ehrfeld aus Anlaß der Verlobung der kais. Prin»! zefsin Gisela mit dem Prinzen Leopold gestern arrangirle,, war «von nahezu 500 Personen besucht; außerhalb des! Gartenrayons mij^en wol mehr als 1000 Personen theil» genommen haben. Der Garten war mit unzähligen fär» bigen Lampen beleuchtet, mit Fahnen und Flaggen delorir». D»e Musikkapelle des k. t. Inf.-Regimentes Graf Huyn exe. tutirte ihr Programm ganz lodenswerth. Gegen '/,10 Uhr Fräsemirte sich eine Votivtafel „Erzherzogin Gisela und Prinz Leopold", in transparenter Form, weiße und rothe bengalische Flammen erhellte» den Garten. Die nationalen Melodien des vom Kapellmeister Herrn Schantl recht gut arrangirten Potpourri's und schließlich der Radehti»! marsch wurden mit patriotischer Wärme und lautem Bei«! fall begrüßt. — (Die L ei chenbe stattung des Anton Kos! er), Schüler der ersten Gymnasialtlasse, ging am 22. d. in feierlichster und erhebender Weise vor sich Orab» gesauge, ausgeführt von den Kameraden des Verstorbenen, erhöhten die Trauerfeier. Die Leichenbestatlungsanstalt des Herrn Franz Dober let entfaltete ihren ganzen Glanz. Lobend erwähnen wir das ruhige und weihevolle Arrangement dieser Anstalt, schließlich auch den praktischen Vorgang des Herrn Doberlet bei Austheilung der Spenden an die den Trauerzug begleitenden Armen. — (Die Zeichnung auf die Aktien der Vräuerei in Liesingj beginnt heute bei der hiesigen Filiale der steierischen Escompte-Banl. Wir bemerken zu unserer am 21, d. gebrachten Notiz, daß die betreffende Aktiengesellschaft nebst dem erwähnten Areale einen ausreichenden lunäus instructs, überdies einen Porrath von 300.000 Elmer Bier Übernommen hat, und per Aktie auf der wiener Börfe bereit« mit 131 st. gehandelt wird. — (Für Veamtenlreise,) Im Iustizminifte« rium soll der Gesetzentwurf über die Gerichts'Orga» nisation demnächst zur Vorlage an den Reichsrath reif werden. In erster Instanz sollen nach diesem Entwürfe Iustizräthe mit 1800 fl. und 2000 Gehalt, außerdem Assessoren bei den Collegial-Gerichten, Actuare bei den Einzelgerichten bestellt werden; die ..Auscullanlen" lommen in der neuen Organisation nicht vor. — (Predil und Lack.) Am 18. d. M. fand in Wien eine Sitzung des Ausschusses, betreffend die Pre-dil'Bahn, statt, welche gcgen mer Siunden dauerte. In derfelben werden dic Gutachten dcr miluarischen Experten, der lriester Hantelilammer und dcs lriester St^dlraths angehört. Die Herren FM?. Rußbach und Gallina erklärten, in strategischer Beziehung hätten die Predil-Linie und die Lacker»Lillie eine ganz gleiche Bedeutung, nur mit dem Unterschiede, daß die Predilbahn noch einer besonderen »Deckung bedürfe, waa bei der lacker Linie weniger noth« wendig sei. — (Nr. 33 de r „A llge me in en Familien-Zeitung," Jahrgang 1872), enthält: Text: Philosoph und Dichter. Novelle von Ernst Eckstein. — Die Teufelalanzrl. Novelle von Ulrich Graf Baudissin. (Schluß.) — Nur ein Frosch. Von P^nl Kummer. — Die Venus von illlurauy. Historische Novelle von Tacher-Masoch. — Adam Niese, der große Rchümeister. Skizzen, blatt von G. H. — Professor Hugo v. Mohs. — Der Eingang des Vaticans. — In einer bairiscwn uierbraue« rei. — Die Festlichleiten der 300jährigen Gedächtnisfeier des Beginns des niederländischen Unabhängigkeitskriegs. — Aus Spanien. — Die neuesten Moden II. — Vicwr Lefranc, französischer Minister des Innern. — Herr ron Goulald, französischer Finanzmunster. — TaS schwache Geschlecht. Ein modernes Märchen von L. Kohl von Klch-leuegg (Poly Hcnrisn.) (Fortsetzung.) — Aus Natur und Lebcn. -- Ehronit dcr Gcgemvart. — Ein Logogryph als Sonett. — Bilder Räthsel. — Offene Korrespondenz. — Illustrationen: Professor Hugo v. Mohl. - Die Pforte des Vatikans zu Rom - Musikanten in einer bai« rifchen Brauerei. — Wilhelm I. von Oranien. — Ttadl und Hafen Briel im Jahre 1572, — Die Grundstein« legung zu dem der Erinnerung an die holländischen Freiheitskriege gewidmeten Denkmal. — Uebelsall des Eisen« bahnzuges von Sevilla nach Cordova burch Räuber zwischen Valdepenas und Manzanares. — Die n^u-sf-.l D^den 1872. -- Victor Lefranc. Goulard, Minister der franzö« fischen Republik. ^lien kiaukvll l^l^ft Ulla Ls3>iuätißlt oline INeäicw nuä otme l^oätbu, ^ev2le8ciölß vu 82rr7 von l.ouä0u. Keinc Krantlicit ucriuag der dclicattn szer-, Dlilsen-, Schleiii!^ hant-, Athein-, Vlasen- ui.d ^iiersiilriden, Tüliercnlose, Schwindsucht, Asthma, Hnslen, Ulwertianlichleit, Verstoftsung, Hiarrhöen, Schlafiofigteit, Schwäche, Hammrhoidcil, '?^assnsnchl, ssicdcr, Schwindel, Vlnlansstrissc!!, ^Dl)ll!!lnc>!!s,li, llelicllcil n»^ (3l!)lrchcü ielbst während der Schwangerschaft, Dialicll^, Äiieloiicholi!', Ad-masscriiilg, Rheumatismus, Gicht, Vleichsucht. Ansang anl' ?2, lierlisieatcn Uder Gcncsnng^n, dic allrr Nicdiciil widcr-siailden: Certificat Nr. 58782. Tyrnllu. M, Mai 18ä»;l!ch gehoben nnd meluen Appetit hergestellt. Meine Ueberzeugung vo» dcr Portrefftichlcit Ihrer l<,!v-,!,,-5<:!«i-»! veranlaßt mich, dieselbe andern Leidenden bestens anzuralhen. Earl Verger. Eertificat ?l r. L291^. Westa». 14. September 1868. Ta ich jahrelang filr chronische Hä'morrliuloal-^cidrn, Leber-lranthcit und Verstoi'fmig alle mögliche cirztliche Hilfe ohne Erfolg angewendet, so ualnn ich in Ver^mciflnng meine Znflncht zu Ihrer li^vül«:«!:!,!!-«. Ich lluin dem lieben Gott und Ihnen nicht grnng danken slir diese tüstllche Gabe der Natur, die für mich die nnberechenbarsie Wohlthat gewesen ill. Franz Stcinmann. Nahrhafter als Fleisch, erspart die N« Pulver filr l20 Tassen ft. M, filr 2^6 Tassen st. 20. silr 57b tafscn st. ^<;. Zn beuchen dinck Narrt, d,i Parry z Hon,?. in ^l«Q, ^5i12«obsH««« »r. 8,lQl.2ili»ob zo Mahl, in Mardüig F, jlollelüig, i„ Kla^üfnr, 1<. Vlin wacher, in G.!i^ (^i"drl>t,er O>'ei ra n^mayr, >l> Ii>!l?t:riicl Diechl! <nch oeissi,^'! tü^ WienerH«»s nach allcn r Nachnahme Ueuejlt Poll. l^r stin,'! Telegramme dcr „öaillacli^r Zeitung."> «!« i e l, , H3 M<^i. A l. e „ d b u l l c ti ». Im Zostandl dcr Kaiscrs . Mutter ist i,« T"' sseslaufc eine weseutliche Aenderunss in keine»» Hinne ciugetretlN. Wien. 2». Mai. D»r Verfnssntlsss' Aussclnlsi ,,l,h,n betreffs Via las di^- <2»b' c»Zmit<»auträge, welche für dentschc ttzclnrinden 1 23 Mai 5,'erz Mf!l,l>!a,ns «4.75. !",p<>,z Nll!io,lal-H,!l'Im, 72.1b. l,".M,'r s!n,!:^A,:1cb^, 104.25.— Nan'-Al,!,» i^-jZ. - Kredil« 5sl,e>, 333 10. - ^"»idoi, 113.10.— Willis, NI.4«) - « l Miln/ D: lu'i,, 5.4!. — Nai'lllcoüö ?r 9.04 Allstekommcne Hremde. Am 22. Mai. «-:>»>«'«»<. 3?arain, i,'edelsr, Lnxenbnrc,. - Krizaj. Deckant. Stein. — Pschehoda, Handelsm,, III, ^eistriz. — Obermann, PfsilM, Cwttsckee. — ^rantl, Kaxfm., Trieft. — PoloiM. Tteinbriicl, — Kos^ier. Waltenbur^. - Mz, Opsrnsäiigcl, Trieft — Kellner, Notars Todter, 'viann. — Gercar, hehrer, Cateä, »<«»««» AH'««»». Stacherl. .Naufm,, nud Schwarz, Wien. ^ scherz, Schwär, nnd ,^inl, Äaufleute, Graz. - Pfalz, Wirth, Vogel nnd Rudolf Wraf Amadei. Wien. »«»<«»> «,,^«»,»n. Nndolf Graf Pace. Littai. - M. Marai«, Itanfm., Trieft, - MaraSchiutti, Kaufn,., Fiume. Nteleoroso^is's!«' Ul'l^«ichll,l,ii<'il ill lnisllich. ,^ ^l Zz u . '- l^ ' "i kZ N ^ ?k ^H « !! Mg 73<;,,« ^.,2 » Ö. schwach ' hallihfitcl i 23. 2 N. ! 73»!.,,, ! -j-2l , SW. z. start halbheiter 0,.,u 10 Nb. 737 4, ! -l'l2,„ N, ichwach sternenhell Vonnia, Fedsr- und Hanfenwollen. Windig. Abends lllhl-Das Tagesmittel del Wärme -^. l5,-1', um 0 3° unter dem N<"< male. VermümarlliHer Medacleur : Iqua, u. » l e i n m a l, r. ^lirll»Nlii»riliHt 2Uiel,, 22. Mai., Dir Börse war wieder uugcmeill fest nnd war van Anlagöwerllim ga>!, besonders Silberrente in Nachfrage. Spelulationspaviere slieaen beträchtlich. j»Ul^lll1^lU)l. büßten dann einen Theil des Gewinnstes ein. bUebcu aber schließlich noch »mner bedeutend gebessert. " ^ <"'°n«p°p,ere ,l,egen velraa)» / K. ^»üstemeln, «taa»Hs?b„ld. ?Ur KX) st. inihtitliche Staatsschuld zu 5 p«t. in Noten verzins!, Mai-November 64^0 64 90 , , „ Fevruar-Außusi 64 80 64 90 „ Silber ^ Iäliner-Iul, 7215 72.25 , „ „ Aprll-October , 72 - 72.20 L?f, n I 1«39..... 328.- 330.— .. „ 1854 (4 '/,) ,,'l 250 st, 94 50 95 — . ^ ,860 zn 500 st. . . 103.-- 103,25 „ ^ I860 zu 100 fl. . . 12350 12450 „ „ 1864 zu 100 ft. . 146 75 147.25 «tallt««Donliillcll-Pslll!dl,rltse zu 120 st. ü W. in Silber . . 118 — 118.50 X. ^v»nd5Ntiast«ng«-vblistatio?:',' Filr 100 fi. , ??aar> > .. 7640 7680 «ieder-Oefierreich. . ^ h ^ 94.50 c.h.50 0I,er-Ocfterrlich . . ^ 5 ^ 94 __ 95.. Viebcndurgen . . , ^ 5 ^ 7975 7^25 Sie,rr?'.ia,' ... „5. 9i,__ 92-Ungarn ... ,. 5 „ 82.— 82.50 O. Andere öffentlich« Anlehen ^onllurcg^lruligslose zu 5 p«t. li6 75 9?.— Ul a. Eisenbahnanlehen zu 120 si. ». Nctie« von Nansinsti^u»»!:. Anglo-iisterr. Vanl..... 314 25 314 75 Var.loereill....... 306.— 305. - Hoden-35 — Unionbanl....... 277.25 277,75 VereinSbanl . . , . . 127,— 128.— Vcrlehrsbllnl .... 200.— 201.— «. Vcii«n von H^lnsporlu^lfsne!)' »nungen. Oeld waore Nlfuld-Fiumllnrr Vahn . , . 181.— 182.— «öhm, Westbahn.....261. - 263 — ->P?l.? 187.50 188.50 ffr»n^I°sevbS.V»bl! . . . .210.75 21175 z!tmb^a.-l,tl«.,Ills?yer.V»hn , 165 50 166 - Llovd, ilfterr....... 463.-468.- Oesterr. Norowestbahn . . .213.50 214- Rudolfs-Vahn..... 180 25 180.50 Zie!,enh«bar zu 5 pc^..>seph«.VaHu ... 10125101.50! > Ha'.'^i>w.^.i.?'.^-^.! I-.' 104,- 104.50 <3:!.^. ^7^'y« .- 101.40 101.60! Oelt, Waare sirlilnb. Vahu ,u Silber nerz. . 93 - 93.25 VtaatSb. G. 3'/, . 500 ssr. „!. Vm. ,32 50 133 " Vüdb.G, 3", »500Frc, pr, Slllcl I14 - 114 50 3u°b.-G.i.200fl.z. 5"„sür l00fl. 95 40 95 60 slldb.-Von« 6°/« (1870 74) i 500 Frcs pr. Ntilck .____ "-^ .In» Oflbahn für 100 fl . >j2 30 8250 »». Vrlvat;osf iper Slllck). lrsdilaiistlllt f. Handel u. Gew. Meld W°"t zu 100 fl ü W.....18650 18?-7 «udolf-Gl.flulig zu 10 sl. . . 14.75 1525 Höecksel (3M°n,) <»eld W°a" Augsvurg filr 100 st Mdd. W. 94.80 95,^ ^.u./!^l a,M.100 st. detto 95,- »5^ Hamburg, filr 100 Marl «auco 83 40 83 b0 ,'l.n!,l,:', für 10 Pfund Sterling 113.30 «I^A liuri». für 100 Hrnnc« . . . 4450 44t" ^ NI ^ 50 , «rainisclie OnlndentlaNuuga » Obliaationtn, Pri» ^^^.^,^^,. «5.75 «H^d 86 "3<"»".