Fo'tnin« pliu'nna r gotovini Deutsche Zeitung Organ für die deutsche Minderheit im Dravabanat Echrif»«it»ng »«d »««att»ng: PreLernov« »lira S. Telephon Rr. 2l «internrban, i Bezugspreise für da» Inland: Vierteljährig t0 Din. halbjährig «VDin, ganz. Ankündigung«« «erb«, in »er Verwaltung zu billigsten Gebühren entgegengenommen f jährig l«0 Din. ?Är da, «»»land entsprechend« Erhöhung. Einzelnummer Din l S0 Erscheint wöchentlich zweimal: Donnerstag früh und Samstag früh mit dem Datum vom Sonntag Nummer 67 Celje» Donnerstag, den 22. August 1935 J 60. Jahrgang Stadtgemeinde Grotz-Celje Der neue Stadtrat vor viel schweren Aufgaben Wir bringen eine Meldung des „Jutro" vom 18. d. M., die besogt, daß im Innenministerium ein Erlaß unterzeichnet wurde, wonach die Stadt-gemeinde Celje mit ihrer Umgebungsgemrinde ver-einigt wird. Amtliche Meldung liegt zwar noch keine vor. wohl aber die Tatsache der Auflösung beider Gemeinderäte. Demnächst sollen auch schon die neuen Stadträte ernannt werden. AI» kommender neuer Stadipräsident wird dir ehemalige Bürgermeister von Celje - Umgebung Herr Mihelcii genannt. Der neue Stadipräsident ist Mitglied der früheren Slo-wenischen Volkspartei und einer von den 65 Män-nein, die im Namen der früheren Slow. Volks-Partei die Anmeldung der nun auch schon geneh-wigten „Jugoslawischen Radikalen Bereinigung" unterschrieben haben. Wenn sich die Meldung bestätigt, wird die Bewohnerzahl von Celje von rund 9 Tausend auf rund 13 Tausend vergrößert und der Durchmesser der Stadtgemeinde Groß-Celje von Südosten nach Nordwesttn ungefähr 5 km betragen. Dadurch kommt nun ein großer Teil bäuerlicher Bevölkerung mit Land und Ackerfeld zum Stadtkern dazu. Dabei steht aber die Frage noch offen, ob die beiden Gemeinden auch einen gemeinsamen Finanzköiper bil-den werden, ob es zu einer absoluten Fuspon kommen wird? Wohl kann man sagen, daß die bisherige Lage schon lange auf eine Lösung gewartet hat und daß die jetzige Mahnahme keine allzugroße Hebert,itöung gebracht hat. da der gegenwärtige Zustand in der Gemeindestube unhaltbar war. Denn schon seit Monaten hat keine Gemeinderatssitzung stattgefunden, obwohl sehr darunter auch sehr viel Dringlichkeiten zu erledigen mehr stattgesunden, obwa viele Gegenstände, waren. Cs liegt uns ferne, uns auch nur im gering- ten egung önnen da wir in unserer Haltung zur Gemeinde immer nur die wirtschaftlichen Fragen voran-gestellt und die Auffassung vertreten haben, daß Parteistreitigkeiten nach Möglichkeit von der Gemeinde fernzuhalten sind. Wir wissen auch, daß die Bewohner der bisherigen Stadtgemeinde ebenso wie die Bewohner Groß-Celjes im Grunde genommen nur die gleichen wirlschaftlichen Interessen haben, das heißt, daß man im Rahmen der zur Verfügung stehenden Miitel für das Gemeindewesen möglichst viel schafft. Es liegen ja schon seit längerer Zeit eine Reih« von Projekten vor, an die der neue Gemeinde-rat herantreten wird müssen. Abgesehen von der bereits begonnenen Sann-regulierung, die doch beschleunigt werden könnte, sind alle mit dem Fremdenverkehr zusammenhän-genden Fragen zu lösen: wie Modernisierung der Bäder, Straßenbau und Kanalisieruna u.s.w. Wir kommen auf eine alte Anregung unserer Zeitun zurück, wonach das Flußbett im Stadtgebiet duri Baggerung gereinigt und vertieft werden soll; technisch so auszuführen, daß etwa in der Mitte des Flußbettes eine Rinne ausgehoben wird, durch welche ein allmählicher Abtransport der übrigen Schotterschichten zustande kommen werde. Diese Arbeit ist verhältnismäßig billig zu bewerkstelligen und stellt natürlich nur eine Vorarbeit für die trotzdem dringliche Gesamtregulierung der Sann dar. Beson-ders zu erinnern wäre, dag die jetzige provisorische Sannbrücke je eher durch eine neue stabile Brücke ersetzt wird. Diese Arbeit ist auch im wesentlichen Interesse der Bewohner der früheren Umgebung«-gemeinde gelegen, weil dadurch der Verkehr bedeu-tend erleichtert und ausgeführt werden wird. Die Herstellung der neuen Brücke ist schon überfällig, weil das Versprechen dafür schon zwei Jahre alt ist. Das schrecklich überband nehmende Bettelun-wesen stellt auch die Schaffung eines neuen Armen-Hauses als eine ebenfalls äußerst schwer zu lösende Aufgabe dar. Als eine der nächsten Aufgaben des neuen Gemeinderales wäre auch zu erwähnen: die Beschleunigung der schon im Zuge befindlichen Ver° breiterung der Tätigkeit der Hipotekarna banka und besonders wichttg in diesem Zusammenhange her-vorzuheben wäre: die - rechtzeitige Anmeldung von Anleiheansprüchen vorzubringen, wobei auch die Mobilisierung der Städtischen Sparkasse beschleunigt werden müßte. / Wie wir schon in der vorigen Nummer unseres Blatte» gemeldet hatten, besteht die große Gefahr, daß die Konzession des städtischen Autobusverkehrs Celje—Lvgaaol nicht verlängert wird. Diese Gefahr abzuwenden, müßte dem neuen regierstngsfreund-lichen Sladlpräsidenten nicht schwer falle! angesichts des für Stadt und Land und Staat so vngeheuer wichtigen Fremdenverkehrs. Zur Hebung des Frem-denoerkehrs könnte auch die Verschönerung unserer Stadt viel beitragen. Dad?i wollen wir erwähnen, es möge doch auch eine alle Anregung unserer Zeitung berücksichtigt werden, nämlich die Aufstellung des Standbilde» des „Norifchen Kriegers", da» sich jetzt lo ganz einsam und versteckt im Museums-Hof befindet. Es könnte so schön den leeren Platz vor dem Sparkassengebäude schmücken. Diese und manche andere Aufgaben warten auf ihre Lösung. Ob es sich bei der Gemeindeumgestallung um die jetzt viel besprochenen politischen Seiten handelt, können und wollen wir hier nicht untersuchen und hegen nur den einen Wunsch: die Herren im Ge-meinderat mögen die gar zu wichtige und schwere wirtschaftliche Seite nach Möglichkeit balde in An-griff nehmen. Prüfung aus der Staatssprache für städtische Beamte der nation. Minderheiten Die Donaubanalverwaltung hat an alle Bürger-meifierämter der Banschaft ein Rundschreiben ge-richtet, demzufolge alle städtischen Angestellten, die den nationalen Minderheiten angehören, eine Prü-fmig aus der Staatssprache ablegen müssen. Für die Prüfung müssen sie sich innerhalb von 10 Tagen bei der Unterrichtsableilung der Banalverwaltung anmelden. Verlangt wird bei der Prüfung das vollkommene Ausdrücken der Gedanken in der Staatssprache und die Kenntnis der entsprechenden Fachterminologie jenes Faches, dem der Kandidat angehört. Ist der Beamte z. B. ein Arzt, so muß er die Ausdrücke der Anatomie und der Krank-heiten in der Staatssprache kennen. Es versteht sich, daß die Kenntnis der Staatssprache der Schul-bildung und Stellung, die der betreffende Beamte im Dienste und in der Gesellschaft einnimmt, ent-sprechen muß. Kandidaten, die von der Ablegung der Prüfung befreit werden wollen, müssen dies begründen und die Richtigkeit ihrer Angaben muß von der zuständigen Behörde beglaubigt sein. Jene, die von der Prüfungsgebühr befreit werden wollen, müssen ihre materielle Lage angeben, die von der zuständigen Behörde gleichfalls bestätigt sein muß. Die Mauer im Südosten Die italienischen Manöver haben mit einem von Norden kommenden Lustangriff auf die ober-italienische Tiefebene — Zielpunkt Mailand — be-gönnen. Sie sollen im Raum zwischen Mailand und Medina den größten Teil de» italienischen Heere» vereinigen; die Hauptmassen werden in den Süd-tiroler Provinzen Bozen und Trient üben. Seit langem find sie als besonderes Ereignis angekün-digt; der Befehl Mussolinis an sämtliche einen mi-litärischen Rang bekleidenden Minister, sich an ihnen ju beteiligen, unterstreicht die Bedeutung. Auch über chren politischen Hintergrund gibt es keinen Zweifel. Ihn zu kennzeichnen hätte es weder der Begrün-dung Mussolinis noch der Aufgabenstellung seiner Luftübung mit dem Angriff aus Norden, von jen-feits der Alpen bedurft. Allein die Tatsache der Ansammlung bedeutender Truppenmassen in Deutsch-Südtirol mit der Absicht, sie dort nicht nur in vor-übergehende Manöverquartiere zu legen, ihnen viel-mehr ständige Standorte in Bozen, Schlanders, Sterzing, Bruneck und in kleineren Grenzorten anzuweisen, die Tatsache der Kasernenneubauten und der Anlage von Flugplätzen bis hinauf ins oberste Etschtal beweist den Zusammenhang der Machtmit-telschaustellung mit einer im Verlauf des letzten Jahre» sich immer deutlicher abhebenden polnischen Planung. Sie erfolgt im engen Einvernehmen mit dem französischen Generalstab. Zu den Merkmalen dieser Verständigung gehört die zunehmend« Entblößung der italienischen Westgrenze von Truppen; sie können in Abessinien und an der Nordostgrenze besser »er-wendet werden. Die Verabredungen zwischen dem französischen Generalstabschef Gamelin und dem italienischen Generalstabschef Badcglio find in der Verleihung de» Großkreuze» der Ehrenlegion an Badoglio sichtbar bestätigt worden. Nicht unerwähnt darf in diesem Zusammenhang die Verlegung sran-zösischer Truppenteile an Frankreich» Ostgrenze und die Neubildung von Truppenteilen im Grenzgebiet bleiben. Dieser Vorgang ergänzt die Ausrichtung der waffenstarrenden Mauer im Bren-neraebiet. Was Frankreich seit fünfzehn Jahren im Westen Deutschlands angestrebt hat, das soll jetzt auch im Süden vollendet werden. Das bevorstehend« französisch - italienische Militärbündnis ist die erste Stufe dazu. Indessen beschränkt sich die Zusammenarbeit der beiden lateinischen Mächte nicht auf die militä-rischen Schauspiele und Maßnahmen. Es gilt, das Kernstück der Maurer mit allen Mitteln zu befesti-gen: höchster Triumph wäre es, die Deutschen selbst an dem Donauabkommen, nahegelegt. Deutschland weist jedoch derartige offensichtlich gegen seinen völ> kischen Bestand und seine politische Handlungsfrei» heit gerichteten Anträge unter Berufung auf seine grundsätzliche Haltung zu allen Paktplänen zurück. Es genügt den Mächten, eine andere deutsche Re-gierung für den Bau der Mauer gesunden zu ha-ben, da das Reich hartnäckig genug ist, sich nicht selbst jeden Weg in die Freiheit verbauen zu wol» len. Die sogenannte Unabhängigkeit Oesterreichs bedeutet die stärkste Grund-läge für die Mauer im Südosten. Je mehr sich Wien von Berlin entfernt, je mehr es zum Mittelpunkt eines Gegenreichs wird, desto bester für die Beherrschung Europas; desto erfolgreicher wird das Reich im engsten Raum umklammert und allmählich, ohne Gewalt, bis zur Atemlosigkeit zu-sammengedrückt. Seite 2 Deutsche Zeitung Nummer 67 Niemals kann sich das Reich an einem Donauabkommen der vorgesehenen Art beteiligen. Es vermag eine von Paris und Rom gegen den Bolkswillen gemachte „Unabhängigkeit" nicht an»u-erkennen. Weil es selbst keine Gelüste auf Jnbesitz-nähme ohne Zustimmung des Volkes verspürt, kann es nicht die volksfeindliche Durchdringung — im Ziel gegen das Reich selbst aerichtet — mit fremden Machtmitteln billigen. Seine Stellung zu Oesterreich, die Stellung deutschen Landes, deutscher Menschen zu deutschem Land, deutschen Menschen kann nicht von außen her. durch papierne Bestimmungen, geordnet werden. Möglichkeiten einer echten Verständigung mit Oesterreich ohne Antastung der staatlichen Unabhängigkeit gäbe es genug, wenn Oesterreich seine Unabhängigkeit nur wuttich besähe. Statt dessen üben die Vögte fremder Pläne und fremder Mächte die Gewalt au«, und Oester> reich ist nur ein Stein Im Brettspiel Europas, willenlos von den großen Mächten hin und her geschoben. Die Mauer im Südosten zu verstärken ist das ständige Bemühen aller Donaupläne. Aber noch nie haben diese einen so kennzeichnenden Inhalt gezeigt wie jetzt. Will Deutschland sich an ihnen nicht be-teiligen — gut, so wird man eben die Mauer um so höher und fester errichten. Frankreich verhandelt! es will die Kleine Entente mit Ungarn und Starhemberg der große Sportfreund Fürst Starhemberg, österreichischer Vizekanzler und Sportführer, hat vor einigen Tagen verfügt, daß seine österreichische Sportvereinigung, ja nicht einmal einzelne Sportsmänner an Veranstaltungen im Reich oder überhaupt gegen deutsche Wende, werber auftreten dürfen, und begründet dies mit der Kritik, die die deutsche Presse am gegenwärtigen österreichischen Regime übt. Daß aber die deutsche Presse mit Recht die gegenwärtige Knebelung des deutschen Bruderstammes durch volksfremde Machthaber geiselt, wird wohl niemand, der die Loge in Oesterreich kennt, leugnen. Das Verbot Starhemberg» ist daher auch anders zu begründen. Vor allem aus Angst. Angst davor, daß österreichische Sportler den reichsdeutschen Aufstieg kennen lernen und dann mit ihren Herren noch weniger zufrieden würden. Denn allgemein ist es ja bekannt, daß dem weitaus größten Teil des öster» reichischen Volkes seine jetzige Regierung schon lange mißfällt. So handelt es sich um weit mehr als um Sportpolitik, nämlich um eine noch dichtere Absper-rung Deutschösterreichs vom Deutschen Reich und so um die Verhinderung einer glücklichen Verstän-und um das Glück des gesamtdeutschen Volkes, uch Starhemberg wird erkennen müssen, daß Sport und Politik nicht verwechselt werden dürfen und baß er durch dieses neue Verbot noch größere Feindschaft, nicht zwischen dem Reich und Oesterreich, Dichter reisen mit dem Volke Das Erlebnis der „Kraft durch Freude"» Gemeinschaft Der Dichter ist im neuen Deutschland nicht mehr Olympier, der von höchster Warte aus, fern dem Leben und Erleben des Volkes, einsam das Geschehen in der Welt beobachtet. Spannt der Na-tionalsozialismus den geistigen Arbeiter bewußt in den nationalpolitischen Arbeitskreis ein. ohne ihm ein Sonderrecht einzuräumen, dann geschieht das in der Erkenntnis, daß gerade der schaffende Mensch eine besondere Verpflichtung gegenüber der Nation hat. Die Führer des neuen Reiches, die fordernd und zielweisend das Künftlertum der Zeit heraus-stellten, haben immer wieder den Appell an die schöpferischen Geister der Nation gerichtet, die Er-lebniswelt des schaffenden Menschen zu gestalten. Echt und wahr zu gestalten und Uebcrschwcnglich-leiten und Halbheiten zu Überwinden. Nun, diese Forderung zu stellen ist leichter, als sie zu erfüllen. Denn der Beobachter der Kunst-Politik des Dritten Reiches wird sich nicht der Tat-fache verschließen können, daß die künstlerischen Formen oder — wenn man so will — die „neue Richtung" noch nicht endgültig gefunden sind, ja auch wohl noch nicht gefunden werden konnten. Die Erlebniswell von heule und gestern — und diese Spanne ist noch nicht drei Jahre groß — ist so grundlegend verschieden, daß Stoff und künstle-tische Gestaltung noch nicht eine harmonische Ein- Italien aussöhnen; Rußland, Italien, Ungarn, Oesterreich, die Tschechoslowakei, Rumänien und Jugoslawien sollen, gemeinsam im Pakt und unter-einander durch Militärbündnisse verknüpft, der Mauer unzerstörbare Festigkeit geben. Nur noch wenige Arbeitsmaßnahmen fehlen an ihrer Voll-endung. Im Osten stehen Rußland, die Tschechoslowakei und Rumänien im engsten Ginnet» nehmen. Ungarn zwar hat vor jeder Beteiligung die Ersüllung seiner Gleichbcrechligungsforderungen: Vertragsrevision, ausreichende Landesverleidigungs-millel, gefordert: aber Ungarn» Beteiligung läßt sich leicht erzwingen. Wichtiger ist für die Donau-pläne die endgültige Gewinnung Jugoslawiens: es sträubt sich noch gegen den starken Anteil Rußlands an südeuropäischer Politik. Wir wollen in einer der nächsten Nummern auf diese Tatsachen und ungelösten Fragen zurück» kommen. Italien und Frankreich mögen noch so große Manöver inszenieren, immer neue Bündnisse schließen und immer größere Gegensätze zu Deutschland errichten! — Im Reich hat man Zeit — man mußte früher warten und zusehen, heute aber steht das Deutsche Reich frei da und stark und nicht mehr untätig. — Es ist ja auch der Krieg in Abessinien noch fällig. sondern auf seine eigene Person geladen hat. Denn durch ein Verbot, auf Grund dessen Leute aus verschiedenen Ländern nicht mehr um die Wette laufen oder Kugelstoßen oder Schwimmen dürfen, kann noch lange nicht tiefer liegendes Zusammen-gehörigkeitsgefühl ausgeschaltet werden, und dadurch werden die Gegensätze der Führung in der Politik zweier Länder noch lange nicht ausgeglichen. Die körperliche und seelische Spannkrast des deutsch-österreichischen und reichsdeutschen Volkes wird aber trotz des Verbotes friedlichen Wettkampfes dennoch durchhalten. Sozialistenversammlung Dr. 1. Topalovik hatte mit seinen Anhängern im Hotel Union, in Maribor, eine große sozial-demokratische Versammlung abgehalten. Die Sprecher erllärten den zahlreich erschienenen Anhängern die politische und soziale Lage und die Forderung, für die Arbeiterschaft einen Sozialistischen Verband des arbeitenden Volkes zu gründen. Die Beograder Polizeidirektion hat aber nun Dr. Zivko Topalovic zu einer Arrestsirafe von zehn Tagen und zu einer Geldstrafe von 2.000 Dinar verurteilt, weil er ohne vorherige Bewilligung de» Innenministeriums seine Freunde schriftlich aufge-fordert hatte, Vorbereitungen zur Wiederaufnahme der sozialistischen Parteitätigkeit zu treffen. heit werden konnten. Aber es ist ehrlich in Deutsch-land nach neuen Wegen gesucht worden. Der Grundsatz „Die Kunst dem Volke" war zugleich die Parole „Das Volk der Kunst". Erhebliche Mittel wurden deshalb zur Kunsterziehung des Volkes zur Verfügung gestellt, um die NS-Kultur-gemeinde in der NS tuation: Es sind genügend geistige Kräfte vorhan-den, die begnadet sind, die Gedankenwelt des Na-tionalsozialismus in die deutsche Kunst zu ver-pflanzen. Ein anderer neuer Weg, der den Dichter un» mittelbar in das Volk führt, ist die Einladung der Eine Rede Schachts Anläßlich der Eröffnung der 23. Deutschen Ostmesse hielt Dr. Schacht eine Rede, in der er betonte, daß Deutschland mit allen Ländern und Völkern in Frieden leben und den wirtschaftlichen und kulturellen Austausch mit ihnen sicherstellen wolle. Das deutsche Volk habe sich neuerlich auf eigene Füße gestellt, indem es sich die Freiheit der Organisierung seiner Militärmacht und der Derlei-digung gesichert habe. Es werde in dieser Hinsicht alles unternehmen, um sich auch die Zukunft zu sichern. Dr. Schacht griff dann alle an, die sich mit unerlaubten Mitteln in die Wirtschafte und Finanzpolitik einmengten. U. a. sagte er, daß es für Ge-heimbünde welcher Art immer im Dritten Reich keinen Platz gebe. Die Geistlichen hätten sich mit geistlichen Dingen zu befassen und sich nicht in die Politik einzumischen. Ebenso müßten sich auch die Juden damit abfinden, daß ihre Zeit vorbei sei. Donaupakt-Entwurf Der Plan eines Donaupaktes, den die fraruö-fische und die italienische Regierung aufgearbeitet haben, ist fertiggestellt. Er umfaßt 6 Punkte: 1. Die Unterzeichner des Paktes verpflichten sich, sich gegenseitig nicht anzugreifen. 2. Sie verpflichten sich, gegenseitig ihre Souve-ränität zu achten und auf ihrem Gebiete gar keine Aktion zu dulden, die gegen den anderen Staat gerichtet roäre. 3. Sie verpflichten sich, keinen Staat zu unter» stützen, der diesen Vertrag verletzen würde. 4. Sie verpflichten sich, im Falle der Ver-letzung des Nichtangnffs- und des Nichteinmischung«-gtundsatzes sich an den Völkerbund zu wenden. 5. Der Vertrag hebt jene Rechte der Staaten, die sich aus dem VöNerbundpakle ergeben, nicht auf. 6. Die Unterzeichner verpflichten sich, keinen neuen Vertrag beizutreten, der gegen diesen Pakt gerichtet wäre. Der Vertragsentwurf enthält gar keine Be-stimmungen über die Rüstungsfrage der Donau-floaten noch über den Abschluß von Verträgen be» treffs einer gegenseitigen Hilfeleistung von Unter-zeichnermächten. Ueber diese beiden Punkte soll auf einer besonderen Donaukonferenz verhandelt werden. Chef des Wiener Sicherheitsbüro» vor Gericht Am 28. August beginnt vor dem Militär» gerichtshof in Wien ein Prozeß, in dem sich der ehemalige Chef des Sicherheitsdüro» bei der Wiener Polizeidirektion Hofral Oliv Sleinhäusl wegen Hoch» verrate? zu verantworten haben wird. Es handelt sich um die letzte umfangreiche Strafsache, die im Zuge der Liquidierung der Juliereignisse de» Vor» jähre» bisher noch offen geblieben war. — So meldet eine Grozer Zeitung und wir fragen: Ist es wirklich der letzte? wo bleiben die anderen? NS-Kulturgemeinde an bekannte Dichter zu einer Urlaubsreise mit der „Kraft durch Freude"-Gemein-schafl. Rund fünfzig deutsche Autoren, unter ihnen Namen wie Jakob Schaffner, Eberhard Wolfgang Möller, der Träger de» Staatspreises 1935, August Hinrichs, der durch seine „Jolanthe" berühmt geworden ist, Edwin Erich Dwinger, der Verfasser von „Armee hinler Stacheldraht", der Arbeiter-dichter Karl Bröger u. a., sollen durch die Teil» nähme an einer Urlaubergemeinschaft Anregungen und neue Gesichtspunkte für ihr Schaffen gewinnen. Die eingeladenen Dichter sollen nun nicht etwa aus» gesprochene „Kraft durch Freude" - Romane oder dergleichen schreiben. Auch soll ihre Teilnahme nicht als Reklame ausgewertet werden. Aber well die „Kraft durch Freude"-Reisen nicht nur den ärmeren Menschen die Möglichkeiten eines lohnenden Ur° laubs bieten, sondern zum großen Teil einen eige-nen Stil haben, der zum Ausdruck einer neuen deutschen Lebenshaltung geworden ist, hat heute schon der deutsche Dichter seine Gestalten in diesen Kreis gestellt. Millionen Deutsche reisen heute mit „Kraft durch Freude". Wenn nun auch die Dichter de» Volke» mit ihnen reisen und damit auch die Welt der Schaffenden unmittelbar kennenlernen, dann ist da» ein schönes Zeichen der Volksverbundenheit. Dem deutschen Dichter ist hier eine große und lohnende Aufgabe gestellt, auf deren Lösung man berechtigte Erwartungen hegen darf. Rummer 67 Deutsche Zeitung Seite » Das neue Wahlgesetz für das Memelgebiet Das litauische Amliblatt veröffentlicht Abänderungen zum ^Wahlgesetz für die litauische Volks-Vertretung und den Memeler Landtag. Die bisherigen Rechte des memelländischen Direktoriums hm'WIich der Vorbereitung der Wahlen, wie z. B. die Festsetzung der Wahlplätze, wurde auf den Vorfitzenden des Direktorium» übertragen. Das bis« herige Listenwahlsystem wurde in das Personen-Wahlsystem abgeändert. Weiter» müssen die Abge-ordneten des Memeler Landtages einen Treueid für die litauische Republik ablegen. Wer diesen Eid verweigert, verliert sein Mandat. Nach einer Mitteilung des Memel- Gouverneurs hat die angesichts der bevorstehenden Wahlen an« geordnete Üeberprüfung der Pässe (ohne ordnungs-mäßigen Patz kann das Wahlrecht nicht ausgeübt werden) ergeben, daß von bisher nachgeprüften 30.000 Pässen 11.000 ohne die erforderlichen Unter-lagen ausgestellt seien. Wie verlautet, soll es sich dabei überwiegend um Memelländer handeln, die schon seit Anfall des Gebietes an Litauen das memelländifche Bürgerrecht besitzen und auch früher unbeanstandet ihr Wahlrecht ausüben konnten. Das Londoner Blatt „Star" glaubt *u wissen, dafj England gemeinsam mit Frankreich die Absicht habe, auf der kommenden Völkerbundsratstagung einen Antrag auf Einsetzung eines internationalen Ueberwachungsausschusses für die Memel Wahlen zu stellen, da befürchtet werden müsse, daß von litauischer Seite versucht werden werde, die Wahlen zu verfälschen. Das DNB meldet: mehrere deutsche Blätter unterzögen das neue litauische Wahlgesetz für das Memelgebiet einer scharfen Kritik. Das Wahlgesetz stehe im Widerspruch mit dem Memelstatut. Die „Deutsche Allgemeine Zeitung" hebt hervor, daß das neue Wahlgesetz ganzen Be-völkerungsschichten die Wählbarkeit nehme, während das Wahlverfahren ein derartiges sei, datz das Er-gebnis ausschließlich von der Macht abhänge. Ein französisches Urteil über Sowjetruhland Die Schriftstellerin Sufanna Bertillion berichtet dem französischen Frauenverband für Wahlrecht über ihre Erlebnisse in Sowjetien und sagt dabei folgende»: — Man muh blind sein, wenn man nicht erkennen will, daß ganz Rußland, vom Norden bis Süden, in eine furchtbare Armut verfallen ist. Sowohl Georgier wie Ukrainer und andere sowjeti-sierte Völkerschaften haben ihr denselben Haß gegen die Sowjetdiktatur offenbart. Ein junger Georgier bat die Französin, den Versuch zu machen, in Frankeich die Befreiung der Georgier anzuregen. Ueberall dieselben Gefühle gegen die roten Peiniger. Die Vortragende ermahnt, man möge alle Kräfte zusammennehmen, um die kommunistisch« Gefahr zu bekämpfen. Schicksal Tschitscherins Dieser einst vielgenannte Volkskommissar hat seine Rolle völlig ausgespielt. Zuletzt hatte man ihm Arbeit am Parteienarchiv zugewiesen. Aus dieser Stellung ist er nun auch entlassen worden, wie die sowjetisch« Telegraphenagentur mitteilte und dem hinzufügte, „Tschitscherin wollte ins Ausland, um seine Gesundheit wiederherzustellen, aber die Reise wurde ihm nicht gestattet!" Es kann sich nur um Mißtrauen vor Verrat und Rückkehroerweige-rung handeln. Der Geburtenrückgang in Frankreich Stach der offiziellen französischen Bevölkerung?-jtatistik betrug die Zahl der Geburten im ersten Quartal 1935 nur 166.590. das find um 10373 weniger als im Vorjahr und um 23.123 weniger als im ersten Quartal des Jahres 1932. Die Zahl der Todesfälle belief sich aus 200.046, da» sind um 10.802 mehr als in der entsprechenden Zeit de» Vorjahres. Inseriere in der Deutschen Zeitung es wirkt immer! Gexverbeausstellung Celje 1935 Rundgang durch die Hallenschau III. Teil I Die Zweigstelle Celje der Banalsparkasse (1889 al» Südsteirische Sparkasse gegründet) zeigte in einem eigenen Raume die Entwicklung des Geld- und Sparwesens, und man mutz zugeben, datz die Einrichtung der Spar-kassen auf den Spartrieb der Bevölkerung einen segen»-vollen Einflutz ausgeübt hat, der mit zunehmender Kaufkraft der Bevölkerung sicher noch eine weitere Ausdehnung erfahren wird. Was man aber ver-mitzte — und dies gehörte doch weit eher in den Rahmen einer Gewerbeschau — ist eine Zusammen-stellung, die einen richtigen Begriff von der Be-deutung des gewerblichen Genossenschaftswesen» in Jugoslawien vermittelt. Sind doch die Waren-genossenschaften aller Art in vielen anderen Ländern für den kleinen und mittleren Geschäftsmann und Handwerker unentbehrlich geworden als Kreditquelle und hatten auch in der Rohstoffoer-sorgung in schweren Zeiten ein wichtiges Wort mitzu-sprechen. Sie dürfen auch heute noch als eine der Hrniplvoraussetzungen für die Gewinnung der Schlacht gegen die Besitzlosigkeit des gewerblichen Mittelstandes betrachtet werden. Im letzten Teil der Stiegenhalle B waren durch die Firma Kramar ^ Mislej in Celje die Sportartikel vertreten. Schon von weilem grüßten die großen Plakate zur Olympiade 1936. Fünf Ringe find das Zeichen der Olympiade, fünf ineinander verschlungen« Ringe, Symbole der fünf Erdteile der Welt, die auf den olympischen Spielen miteinander in fried-lichen Wettstreit treten, in den »typischen Farben, Blau, Gelb, Schwarz, Grün und Rot. Wenn man heute der Jugend mtt Recht zuruft, Sport zu treiben, so ist dies zugleich eine gesunde Werbung für die Industrie und da» Handwerk. Denn der Sport bringt in Wechselwirkung die Belebung der ein-schlägigen Industrie mit sich. Als Blickfang unter den Sportartikeln stand ein modernes, gerad'ezu zahnstocher-schlanke» Faltboot aus den bekannten Klepperwerken, in Gummi- und Tertilhaut bis hoch hinauf zur Wildwasserschürze eingekleidet. Der Fält-bootsport dient nicht nur der Hebung des Fremden-Verkehrs, sondern auch der Förderung der wahren Heimailiebe, umsomehr, als er auch unsere herrlichen Flüsse und Seen wahrhaft kennen lehrt. Und wieder führt die Treppe ein Stockwerk höher in die Stiegenhall« C, in die sich vor allem die Matzschneiderei, da» Strickerei- und Schuhmacher« gewerbe geteilt halten. Wenn Kleidung nur au» Rützlichkeitsgründen getragen würde, um den Körper zu bedecken, dann brauchte man keine Maßschneiderei. Weil aber der Kleidung eine tiefere Bedeutung zu kommt, insofern sie nämlich den Matzstab für die Kultur eines Volke» abgibt und den Ausdruck per sönlichen Geschmackes darstellt, deshalb ka.rn man die Schneiderin und den Schneider nicht entbehren. Jndustriealisierung des Bekleidungsgewerbes würde ein Zurücksinken auf diesem für den Kulturstand eines Volkes wichtigen Gebiet bedeuten. Die heimische Damen- wie die Herrenschneiderei ist heute in der Lage, den Bedarf der Bevölkerung an modemer, gesunder und praktischer Kleidung in einer Weise zu decken, die den höchsten Ansprüchen gerecht wird und doch den heutigen Zeitverhältnissen in jeder Weise Rechnung trägt. Eine Augenweide durch den Reiz ihrer Farben und durch die Deutlichkeit ihrer Zweckmäßigkeit waren die Strick waren. Diese Mode hat außerdem eine sast abgekommene Frauenbetätigung wieder auf-leben lassen, die Handarbeit, mtt der so viel dieser schönen Kleidungsstücke im Hause selbst hergestellt werden. Das folgende Zimmer VI nahm die reich-haltig« Schau des heimischen Schuhmacher-gewerbes ein. Was da ,u sehen war, erweckte Begeisterung. Insonderheit fielen die neuen Sport-formen auf. Erst als die K ü r s ch n e r k u n st (durch Johann KnechtlCelje im Saal 111 vertreten) bei der Ber> arbeitung eine Feinheit und Leichtigkett erzielt hatte, die da» Tragen von Pelzen auch an kühleren Sommerabenden zur Freude machte, konnten die Sommerpelze ihren Siegeszug beginnen. Das Kürschnergewerbe hat durch den Weltkrieg leider sehr gelitten. Fachkundige Außenseiter aus anderen Be-rufen und Zugewanderte aus dem Osten warfen sich auf den Pelzhandel. Ohne behördliche HUfe stand der reelle, gelernte Fachmann diesem Treiben machtlos gegenüber. Im Mittelalter zählte da» Handwerk der Kürschner zu den edelsten Zünften und führte den Krönungsmantel von Hermelin im Wappen. Der Rundgang führte nun in da» Zimmer VII, da» Zimmer des Maler Hand werk», vertreten durch" Stojan Holodar, Vorfitzenden der Ge-Werbeausstellung. Nur der handwerklich geschult« Malermeister kann die richtige Verwendung der Werkstoffe gewährleisten. Die Schwarz- und Pfuscharbeit, die im Malerhandwerk besonder» groß war, ist bedeutend zurückgegangen, da erkannt wurde, daß diese Arbeiten nicht billiger, aber viel schlechter waren und daß durch manche Unfälle die Auftraggeber für den Schaden haftbar gemacht wurden. Eine umfassende Schau der Erziehung zu aedie-gener handwerklicher Arbeit zeigte das Zimmer IX der Gewerblichen Fortbildungsschule in Celje, die auf ein 52 jähriges Bestehen zurück-blickt. Der Ausstellungsraum dieser schule spiegelte als das eindrucksvollste Anschauungsmittel die leben», volle Verbindung zwischen Schule und Beruf»-bkldung wider. Dieser Raum bot eine einzigartige Gelegenheit, in einem kleinen Rahmen Wege und Ziel unseres gewerblichen Bildungswesen» au» seinem inneren Gehalt und Wesen heran» zu erfassen. So gewann die breitere Oesscnillchkeit einen Einblick in die Arbeit der Berufsschulen, die die Ausgab« haben, tüchtige Qualität»arbetter heranzubilden und darüber hinaus die künftigen Handwerker und Ar-bett« zu wertvollen Staatsbürgern zu erziehen. Wird die Jugend zu tüchtiger Arbett herangebildet, dann wird auch der berühmte Handwerker derBer-gangenhett wieder erstehen. Richt» ist zu unter-lassen, wa» die Au»bildungde»Hanb-werks-Rach wüchse» fördert; erst wenn es wieder dazu kommt, datz Kreise, die sich bi»lang ausnahmslos akademi-sehen Berufen zuwandten, erkennen, daß es eine genau so grvtze Ehre Ist, ein Handwerk zu erleruen, als wie zu studieren, wird die Zukunft dieses Be-rufe» wieder gesichert sein. Die Ausstellung der Gewerblichen Fortbildungsschule in Celje war ein Zeuge für die sinnvolle Systematik dieser Schu-lungsarbeit, mit der Gediegenheit der Ausstellung»-arbeiten aber auch Zeuge eines Arbeitsernstes und Arbeitsersvlges. auf den man mit heimatlichem Stolz und innerer Freude blickt. In der langgestreckten Halle XIII bestaunten wir die Welt der feinen Lederwaren, selbst-gefertigten Koffer und Reiseartikel der Firma A. Hofbauer & Feniks in Celje. Die Hand-tasche ist die treues»? Begleiterin der Dame. Sie ist schön und zweckmäßig am Tage, fie wird im Kunstwerk durch Leder und Verarbeitung, sie bttdet ein Schmuckstück zum vornehmen Kleid. Der Bedarf an Koffern und Lederwaren ist zur Reifezett besonders fühlbar. Es braucht nicht betont zu werben, wie wichtig es ist. einen Koffer mit moderner Innen-einrichtung zu haben. Jeder, der öfter reist, ha« sich mit seinem einfachen Koffer schon oft genug ge-ärgert, teil» über die Schwierigkeiten de» Packen», teil« über da» wüste Durcheinander, da» er beim Oeffnen des Koffers vorfand. Da ist es mit folch einem modernen Koffer schon etwa, ganz anderes, das Packen ist ein Kinderspiel. Roch einen Rat: Bevor man sich zur Anschaffung ein« neuen Koffer» entschließt, erkundige man sich im Fachgeschäft nach den Vorschriften über die al» Coup4- oder Schiff»-koffer zulässigen Größen. Man kann sich dann mancherlei Unannehmlichkeiten und Aerger «sparen. Seite 4 Deutsche Zeitung Nummer 67 * Auf dem Freigelände hatte Rogaska 6 I o t i n a in einem reizenden Pavillon seine wundertätigen, starkeil, glaubersalzreichen, alkalisch-salinischen Quellwasser ausgestellt. Der Blick wurde weiter angezogen von einem „Wochenend-Häusch«n". Der Städter be-kommt von der Arbeit des Zimmermanns heule nur mehr wenig zu sehen. Dennoch kann auch der Zimmermann dem Städter von Nutzen sein. Wie oft tritt an den Stadtmenschen die Frage heran, sich ein Gegengewicht zum lauten und ungesunden Stadtbetrieb durch einen ruhigen Wochenendaufent-halt auf eigenem Grundstück zu verschaffen. Hier ist es der Zimmermeister, der Holz- und Wochenend-Häuser erstellt. Der Schluß des Rundgangs ist somit beendet. Wer sich die Mühe gab, den tieferen Sinn dieser gewerblichen und geistigen Arbeitsschau zu erkennen und ihn zu verarbeiten, der wird große Freude empfinden, welche Möglichkeiten im bescheidenen Rahmen gegeben sind. Es ist dem Verband Jugoslawischer Gewerbetreibender in Celje zu danken, daß er uns diese lehrreiche und fesselnde Schau, die über 25.000 Menschen besuchten, vermittelt hat. H. Patz Aus Stadt und Land Herzlicher Empfang Gauleiter Bürckel's und seine Ansprache an die Schwaben Anläßlich der 150-Jahrfeier in Vrbas, zu der auch sehr viele Deutsche aus dem Reich, besonders aus der Pfalz und dem Saarland gekommen waren, darunter auch Gauleiter Bllrckel wurden viele Ansprachen und Festreden gehalten, von denen wir hier nur einen kleinen, aber die Stimmung und Feier, Herzlichkeit und Bedeutung des Jubelfestes charakterisierenden Auszug bringen können. Gauleiter Bürckel und die mitgekommenen Volksgenossen wurden u. a. in Vrbas mit folgen-dem Willkommgrutz empfangen: „Datz das Bild der alten Heimat noch besonders fest und lebendig ist, beweist uns ihre persönliche Anteilnahme. Eine größere Freude als Ihr Erscheinen konnte un» nicht zu Teil werden. Klar und eindringlich spricht die alte Heimat, das neue Deutschland zu uns. Das gibt unserem Feste eine tiefe Weihe. Wir alle danken Ihnen für Ihr Kommen und begrüßen Sie auf das herzlichste". Dann betrat Gauleiter Bürckel die Redner-tribüne und hielt unter tosendem Beifall eine An-spräche. Gauleiter Bürckel sagte einlettend: „Die Blumen blühen hier wie in der Pfalz. Die Vögel singen hier wie in der Urheimat, die Menschen reden wie in der Pfalz. Ich weiß nicht in Worten auszudrücken, was ich und meine Ka» meraden hier erlebt haben. Deutschtum und deutsches Volk lebt hier in einer inneren Gemeinschaft, wie wir e» fast in Deutschland nicht kennen. Ich habe fetten so glücklich« Stunden erlebt, wie bei Ihnen seit gestern. Es ist mir schwer, das alles vom Herzen zu reden, was ich sagen möchte. Betrachten Sie mich hier nicht als Reichskom-missar und nicht als Gauleiter, der im Auftrage de» Staates gekommen ist. sondern sehen Sie in uns. die wir gekommen sind, nichts anderes als deutsche Brüder (Heil-Rufe)". Im weiteren hob Gauleiter Bürckel mtt erho-bener Stimme hervor: „Mein Gruß gilt der Regierung und dem Volke, bei dem Sie leben. Halten Sie die Treue als deutsche Brüder dem Staate, in dem Sie wohnen. Ich möchte Sie bitten, hier nicht Parteien zu bilden, sondern Deutsche zu sein, sonst nicht» (Heil-Rufe). Sie sind Staatsbürger in einem Lande, dessen Gastfreundschaft ich genieße. Sie ha-ben die Aufgabe, der Welt zu zeigen, was es heißt deutsch zu sein: anständig, treu und vor allen Dingen auch den Glauben im Herzen haben, daß wir nie untergehen und daß die Welt doch auf-nimmt, was wir im Herzen haben. Den Frieden möchten wir erklären der ganzen Welt. Sie tun uns den größten Gefallen, wenn Sie treue Staatsbürger sind, dabei aber ihre Heimat, Blut und Geschichte nicht vergessen". Im weiteren führte Gauleiter Bürckel aus: „Geschichte wird nur gemacht von Charakteren in zäher Arbeit, nicht aber durch Proteste. Ein Volk kann nur charaktervoll sein, wenn es bekennt: Wir sind Deutsche, Serben und Romanen, wenn es von Gott dazu geschaffen wurde und nur den einen Willen hat, der Menschheit zu dienen, aber als Deutsche, als Serben, als Romanen. Hätte der Herrgott nicht gewollt, daß wir Deutsch« sind, dann hätte er uns nicht als Deutsche erschaffen. Höchste Religion ist, dem Herrgott zu dienen, dessen Willen haben wir Deutsche zu vollziehen. Unser Leitsatz ist: Friede, Treue, Freundschaft!" Die Rede des Gauletter» Bürckel wurde mit tosendem Beifall aufgenommen. Mit einem Spiel der Spielmannsschar aus Saarbrücken, die auch schon zur Begrüßung der Gäste gespielt hatten, war die Feier zu Ende. Herzlicher Empfang jugoslawischer Studenten in Deutschland Eine Gruppr von n«un Studenten der Beo> grader Universität ist dieser Tage von einer Stu-dienreis« durch Deutschland zurückgekehrt, die sie aus Grund einer Einladung der Deutschen Studenten-schast unternahm. Während des einmonatigen Auf-enthaltes in Deutschland, der die jugoslawischen Gäste über München nach Berlin und Leipzig führte, hatten sie überall Gelegenheit, die Einrich-tungen und da» Schaffen des neuen Deutschland kennen zu lernen, wodurch sie ein lebendiges Bild von ihm erhielten. Die jugvflawischen Studenten berichten begeistert über die empfangenen Eindrücke. Si« seien, betonen sie, auf das allerherzlichste emp-fangen worden und hätten unauslöschliche Erinne-rungen mitgenommen. Gleib bei ihrer Ankunft auf deutschem Boden fühlten sie. daß sie willkommen seien und daß man sie al» Freunde empfange. Gleich in München, an d«r Wieg« des Nationalsozialismus, empfanden sie den Einheitswillen einer starken Nation. Einen besonders starken Eindruck hat auf sie der Besuch in einem Arbeitsdienstlager gemacht, in dem der einfache Arbeiter Schütter an Schulter mit dem zeitigen Arbeiter am Aufbau seine» Lande» ar-bettet. Eine besonders starke Freundschaft empfanden sie bei den alten Soldaten des Weltkrieges, die sich voll de» Lobe» über das serbisch« Volk aussprachen. Die ihnen erwiesen« Aufmerksamkeit hätte ihnen, betonen die jugoslawischen Studenten, gezeigt, daß es an der Zeit sei, stärkere und dauerhafte Bindungen zwischen dem jugoslawischen und deut-schen Volk zu schaffen. Gesellschaftsreise zum Reichsparteitag der N. S. D A. P. in Nürnberg in der Zeit vom 5—15. Sept. 1935 Das Deutsche Verkehrsbüro in Beograd ver-anstaltet gemeinsam mit dem jugoslawischen Verkehrs-büro „Putnik" eine lOtäaiae Gesellschaftsreise nach München und Nürnberg. Besonders interessant werden im Laufe dieser Reise der Besuch de» Parteitages in Nürnberg am 12. September, wo dafür gesorgt ist, daß die Teilnehmer gute Tribünensitze bekommen und der Ausflug auf die Zugspitze sein. Vorgesehen sind weiters Besuche des Slarnbcrgerjces. von Garmijch-Partenkirchen, Bad Reichenhall, des Königs-sees usw. Das Zustandekommen der Reise ist gesichert. Sie kostet ab Beograd und zurück bis Beograd in der 2. Klasse Din 2885.— und in der 3. Klasse Din 2450.—. Wir können unseren Lesern die Teilnahme an dieser Reise nur bestens empfehlen. Genaue Reise Programme liegen in unserer Schriftleitung auf. Anmeldungen sind ehestens zu richten an: Deutsche» Verkehrsbüro, Beograd, t.nezev Sporn* nik 5. Aufnahme von Schülern und Schülerinnen in die Private Deutsche Lehrerbildungsanstalt Wie wir erfahren, werden im kommenden Schuljahre voraussichtlich Schüler und Schülerinnen in die erste Klasse der Privaten Deutschen Lehrer-bildungsanstalt in Novivrdas aufgenommen, die eine Untermittelschule (Gymnasium oder Realschule) absolviert und die kleine Matura mtt gutem, sehr gutem oder vorzüglichem Erfolge abgelegt haben. Die Bewerber mögen demgemäß rechtzeitig um die Aufnahm« in die Lehrerbildungsanstalt ansuchen. Jahreshauptversammlung und Neuwahl der Forstfachleute Die Sektion Ljubljana hielt dieser Tage in Rimske Toplice ihre Jahreshauptversammlung ab, in der zahlreiche aktuelle Probleme zur Diskussion gestellt wurden. Eingehend wurde auch die Durchführung des vorjährigen Beschlusses über die Gründung von Klubs in einzelnen Städten Sloweniens be-sprachen. Bei den Neuwahlen wurde Regierungsrat i. R. Dr. Franz Vidic zum Obmann gewählt. Dem Ausschuß gehören u. a. auch Jng. Milan Lenarcic aus Josipdol und der Bezirksreferent Jng. Cyrill Rihtar in Celje an. Celje Kehraus in der Gewerbeausstellung Die Sonntag abgeschlossene Gewerbeausstellung hatte alle Erwartungen übertroffen. Nicht weniger als 25 000 Menschen aus nah und fern waren ge-kommen und alle hatten sich sehr lobenswert ge» äußert. Wie wett sich die geschäftlich« Seite d«r «in-zelnen Aussteller auswirken wird, wissen wir noch nicht, doch hoffen wir das Allerbeste; denn was man auf der Ausstellung zu sehen bekam war durch-wegs erstklassig. Wir können allen gratulieren, be-sonders aber den Leuten am Festgelände, wo an leiblichen Genüssen aber schon gar nicht gespart wurde. Jung und Alt hat sich in kindlicher Ausge-lassenheil jeden Abend bis in die ersten Morgen-stunden aufs allersreieste unterhalten. Wie wir hörten, sollen die Einnahmen bei der Schießbude an einem Abend mehrere tausend Dinar betragen haben. Auch die Rutschbahn hat vollen Zuspruch gesunden u.s. w. Am allerherzlichsten wollen wir aber den Be-wohnrrn der umliegenden Häuser gratulieren. Jetzt können sie wieder ruhig und ungestört schlafen, was sie ja durch 14 Tage hindurch nicht vermochten, sofern sie den Jubel und Trubel nicht selbst mitmachten, der alle Nächte dort herrschte und sich bis in die entferntesten Straßen und Gassen von feuchtfröhlichen Heimgängern fortpflanzte. 75. Geburtstag. Am vergangenen Sonntag vollendete Frau Marie Krell in Celje ihr 75. Lebensjahr. Die Gefeierte, Witwe nach dem Magi-ftratsbeamten Herrn Josef Krell, führte seinerzeit, dort, wo heute de „Ljudska posojilnica" steht, da» bekannte und beliebte Gasthaus „Zum luftigen Steirer", das mit Beginn des Weltkrieg» in die sogenannte „Kriegsküche" umgewandelt wurde. Von den vier Kindern, einer Tochter, der jetzigen Frau Apotheker Vladovic in Maribor, und drei Söhnen, starb ein Sohn, Franz, ein hervorragender Fuß-baller, im Jahre 1912. Von den beiden andern Söhnen ist der eine Eigentümer des Hotels „Ger-mania" in Athen und dar andere, Josef Krell, Inhaber des bekannten Sportgeschäftes in C«lje ein unermüdlicher Förderer unseres heimischen Sporte». Der Jubilarin unsere herzlichsten Glück- und Segens-wünscht! Stiklub. Sonntag, den 25. d. M beginnt das interne Klubturnier des Vereines. Alle Spieler, welche Karten vom Stiger-Platz haben, treffen sich am Sonntag 7 Uhr früh am Tennisplatz. Ge-spielt wird in 3 Gruppen; Jugend bis 15 Jahr«; Jugendgrupp« und Senioren. Turnierleiter Gustl Stiger. Unaufgeklärter Mord. Der Hund des Be-sitzers Josef Bilovöek in Gradisca bei ökofja va» fand auf der Wiese nächst der Grenze zwischen den beiden Dörfern Sttaza und Gabrovc« bei Vojnik Nummer 67 eine männliche Leiche. Die Erhebungen ergaben, daß es sich um den 80jährigen Josef Gvrisek au» So. Miklavz bei Äofja vas handelt. Banalant Dr. Svetina und die Gendarmerie bestimmten, daß man es hier mit einem Mord oder Totschlag zu tun habe, da die Schädelbasis des Toten mit einem stumpfen Gegenstand eingeschlagen ist. Der Andacht des Mordes fiel sofort auf den Schwiegersohn des Toten, Franz Arcan, der mit seinem Schwiegervater in ständigem Streit gelebt haben soll. Arcan wurde dem Bezirksgericht in Celje überstellt. Kino Union. Donnerstag, den 22., Freitag, den 23. und Sonnabend, den 24. deutscher Tonfilm „Die Insu!". In den Hauptrollen Willy Fcitsch und Brigitte Helm. Ab Sonntag der Film: „Hab' keine Angst vor Liebe," mit Liane Haid. (Vor-stellungen an Sonn- und Feiertagen '/,5, V,?und */49 Uhr abends. Wochentags um '/s5. und 7,9 Uhr.) Maribor Stadtratssitzung. Noch im Laufe dieses Monats wird der Stadttat eine Sitzung abhalten, um einige wichtige Fragen, vor allem solche der Regulierung, zu erledigen. Einschreibungen. Am Realgymnasium in Maribor finden die schriftlichen Wiederholung?- und die Klassenprüfungen am 26., die mündlichen Prü-fungen am 27., die Reifeprüfungen hingegen am 28. d. M. statt. Die Einschreibungen für das neue Schuljahr werden am 2. September von 8 bis 10 Uhr vorgenommen. Wichtig für Eltern und Schüler. Eine gründliche sachliche Ausbildung ist eine vorzügliche Waffe im Lebenskampf. Schicket daher Eure Kinder in den einjährigen Handelskurs Legat nach Mari-bor. Eigenes Studenteninternat. Beste Gelegenheit für deutsche Konversation. Einschreibung und Aus-fünfte täglich von 10 bis 12 Uhr in der Schul-kanzlei, Vrazova ulica 4. Schulprogramm kostenlos. Ermäßigtes Schulgeld. Gegründet 1913. Beginn am 9. September. Fast «in Zugunglück. In der Rächt zum Samstag ist um 21 Uhr 40 zwischen den Stationen Slovensla Bistrica und Polcane der Abendperjonen-jug nach Celie im Tunnel entgleist. Die Lokomotive und einige Waggon gerieten aus dem Geleise. Die Lage war deshalb unangenehm, weil der Rauch der Lokomotive den Tunnel erfüllte. Aus Maridvr mutzte ein Hilfszug abgesendet werden, der den mtgleisten Personenzug nach Slov. Bistrica brachte. Verletzt wurde niemand. Nach vierstündiger Verspätung setzte der Zug die Fahrt fort. Ptui Jubiläumsfeier in Ptuj. Mehr als tausend Feuerwehrmänner hatten an der Feier des V5-jährigen Bestandes der Freiw. Feuerwehr von Ptuj teilgenommen. Die Feier dauerte zwei Tage. Große Ehrungen wurden dem einzigen noch leben-den Gründer und Ehrenobmann Herrn Johann Steudte durch Dank und Anerkennung erwiesen. Ljubljana Franz öukljes. Am 19. d. M. ist auf seinem Gut in Unterkrain in der Nähe von Novo-mesto im Alter von 86 Jahren der gewesene Landeshauptmann von Krain, Hofrat Franz öuklje, gestorben. Der Verstorbene war seinerzeit eine mar-kante politische Persönlichkeit der klerikalen Partei. Er war Professor in Ljubljana, Rudolfswert und Wiener-Neustadt, worauf er nach Wien versetzt wurde. Im Jahre 1897 wurde er zum Hofrat ernannt und bekleidete lange Jahre die Stelle des Direktors des Echulbücherverlages in Wien. In den Achtziger- und Neunzigerjahren war er Vertreter von Krain im Wiener Parlament, von 1908 bis 1911 Landes-hauptmann von Krain. Er bat in dieser Eigenschaft die regste polittsche und wirtschaftliche Tätigkeit ent-wickelt! Sein größtes Verdienst ist der Bau der Unterkrain« Bahn, durch die Ljubljana und Ru-dolfswert mit Karlovac (Karlstadt) verbunden wurden, deren Abzweigung nach Gottschee führt. Innenminister Dr. A. Korosec war in Maria-Wörth. Nach einer Meldung de» Ljubljanaer „Slovenec" weilte der jugoslawische Innenminister Dr. Anton K v r v 5 e c am 12. August in Maria Wörth, wo er Trauzeuge bei der Ver-mählung des bekannten ehemaligen Abgeordneten Deutsche Zeitung in der Kammer in Rom Dr. Engelbert Besednjak mit Fräulein Zala Vuk war. Am Abend fuhr der Minister über den Loiblpaß zurück. Sport Auswahlspiel Maribor — Celje 3:2 (1:1) —P— Celje, 18. August. Am Tage MariS Himmelfahrt hat bekanntlich in Maribor das erste Auswahlspiel der beiden Städtemannschaften mtt dem Ergebnis 3:1 für Maribor stattgefunden. Das Rückspiel ging beretts heute in Celje vor sich und sah die Mariborer wiederum als Sieger. Der Sieg war ein sehr glücklicher und gibt kein richtiges Bild des Spiel-verlaufe. Die Mannschaft Ataribors erfüllte bei weitem nicht die Erwartungen, die das hiesige Sportpublikum nach den übcrschwänglichen Berichten gelegentlich des Spieles in Maribor mit Recht he- !>en dürfte. Die verschiedenen Berichterstatter vom etzten Donnerstag dürften der Suggestiokrast der nackten Zahlen 3 :1 erlegen sein, denn es ist un-möglich, anzunehmen, daß das Können einer Mannschaft innerhalb von vier Tagen solchen Schwankungen unterworfen ist. Das Spiel selbst wurde in raschem Tempo durchgeführt und sah in der ersten Halbzeit die Heimischen fast ständig vor dem Tore Maribors. Eine nicht alltägliche Portion von Schußpech (im Verein mit Schußunfähigkeit) ließ sie jedoch (bis auf das eine erzielte Tor) zu keinen weiteren zähl-baren Erfolgen kommen. Auch eine Reihe von Eck-stoßen blieb unverwertet. Die Gäste waren glück-licher. Sie konnten sich in diesem Spielabschnitt nur zeitweise durchsetzen und kamen sozusagen in den letzten Sekunden der ersten Spielhälfte zum glück-lichen Ausgleichstreffer. In der zweiten Halbzeit war das Spiel aus-geglichener. Ataribor tonnte mit 2:1 in Führung gehen. Celje erreichte mit einem Elfmeterstoß den Einstand. Den Gästen gelang es jedoch, einen dritten Treffer zu erzielen, der sich als der entschei-dende erweisen sollt«. Bei den Heimischen machte sich ob des erfolglosen Anrennen« Nervosität be-merkbar. Sie lagen zwar noch immer häafiger im Angriff, vergaben aber die vorgefundenen Schuß-gelegenheilcn, so daß es bei dem 3:2 für die Gäste blieb. Schiedsrichter Herr Veble aus Celje hatte bei dem schnellen Tempo einen schweren Stand. Er erwies sich erfreulicherweise als ein großzügiger Leiter. Reise und Bertehr Einführung von ermahigten Sonn-und Feiertagskarten Beograd, 17. August. Auf Vorschlag der Eisenbahngeneraldirektion hat der Verkthrsminister die Einführung von sog. Sonn- und Feiertags-Retourkarten mit der Gültigkett ab 31. August unter folgenden Bedingungen bewilligt: 1. Eine Fahr-Preisermäßigung von 80 Prozent für Erwachsene und eine 75-prozentige Fahrpreisermäßigung für Kinder von 4 bis zu 10 Jahren bezw. für jüngere Kinder, für die ein Sitz gefordert wird. 2. Diese Begünstigungen gellen für alle Fahrtverbindungen von 6 bis zu 250 km. 3. Die Karten werden für die zweite und dritte Klasse der Personenzüge aus-gegeben. 4. Die Abfahrt kann frühestens Samstag bezw. am Tage vor dem Feiertag um 12 Uhr mit-tags erfolgen. Die Hinfahrt muß spätestens am Sonntag bezw. Feiertag um 24 Uhr beendet werden. Die Rückfahrt kann frühestens Samstag bezw. am Tage vor dem Feiertag um 20 Uhr angetreten und muß bi» spätestens Montag bezw. am Tage nach drm Feiertag um 12 Uhr beendet werden. Die ein-zelnen Eisenbahndirektionen werden für ihr Gebiet bestimmen an welchen Feiertagen diese Begünsti-gungen gelten. Eine Fahrtunterbrechung ist nicht er-laubt. Sonderzug zur Wiener Messe Anläßlich der Wiener Messe wird Heuer ein Sonderzug in den Verkehr gestellt werden. Die Ab-fahrt ist für den 5. September ab Zagreb vorge-sehen. Rückfahrt am 10. September. Sette 5 lor Kälte schützen nur gute Anzüge. Nur gute und billige — bei TIVAR odljela für alle Kinder Wichtig für Urlaubsreisende! Wie bereits verlautbart wurde, hat die jugofl. Bahnverwaltung den Besuchern der adriatischen Küstenorte, Inseln und Seebäder, ferner? den Besuchern von Bädern Höhenkurorten und Seegegenden eine L0°/g Ermäßigung aller normalen Fahrpreise, sämtlicher Klassen der Schnell- und Personenzüge unter der Bedingung bewilligt, daß der Au'sent-halt in den bettichneten Orten wenigsten« 7 T a g e dauert, in welche Zeit auch der Tag des Eintreffens, bzw. bei Besuchern aus dem Auslande, der Tag der Grenzüberschreitung zählt. Weitere Auskünfte erteilen die Reisebüros. Kleiner Reiseführer für die Schweiz Die Schweizerische Verkehrszentrale in Zürich hat kürzlich einen neuen Reiseführer für die Schweiz herausgegeben, der alle Aufmerksamkeit verdient. Mtt wenigen Worten und einer vorzüglichen Bildre-portag« wird darin dem Interessenten für einen Besuch der Schweiz alles Wissenswerte vermittelt. Al» charakteristische Kapitel dieses kleinen Meister-werke» seien genannt: Die Grenze. Vom Reise-bureau zum Hotel. Was kostet ein Aufenthatt in der Schweiz. Vom Wetter. Bade Dich gesund! Küche und Keller. Volksleben. Kunst und Ltteratur. Die Publikation ist in mehreren Sprachen er-schienen. Sie kann in deutscher oder französischer Ausgabe k v st e n l o s bei jedem Reisebureau Putnik oder Wagon» Lits, sowie beim Schweizerischen Konsulat in Zagreb, Draskooiceva 30, bezogen werden. Erweiterung der Fahrpreisermähigung für den Bachern. Der Verkehrsminister hat «inen Erlaß herausgegeben wonach das Verzeichnis jener Sommerfrischen am Bachern, deren Besuch auf der Bahn mtt einer 50°/<,-igen Fahrpreisermäßigung verknüpft ist, auf einige weitere Orte erstreckt wird. Die Fahrpreisermäßigung gilt jetzt auch für Skro-marje, So. Kunigunda, Rcsnik, Kebelj und die Bahnstation Slovenska Bijtrica-Stadt. Wirtschaft u.Berkehr Hopfen Halbe Fahrt für Hopfenpflücker. Nach der neuesten Verordnung des Verkehrsministeriums können sich die Hopfenpflücker für ihre Rückreise die Bestätigung von jedweder Hopfenbaugesellschaft und nicht nur von der Hopfenverkaufsgesellschaft in Celje anschaffen. Die Hopfenernte ist im vollen Gange. Wett über die Hälfte der Ernte ist erstklassig. Schon seit oielen Jahren soll es im Sanntale keine so gute Ernte gegeben haben. Auch die Hopfenhändler sind schon vollzählig erschienen, doch wurden noch fast keine Käufe abgeschlossen, weil der Hopfen noch zu wenig trocken ist. Wegen der Güte de» Hopfens erwartet man sehr günstige Preise. — Schlechter hingegen find die Aussichten der Hopfenernte und Güte in der techoslowakei. Im Saazer-gebiet fehlte noch immer der nötige Regen. Wegen der Dürre wird die Erntemenge nicht einmal die vorigjährige erreichen. Bekanntlich war schon diese schwach. Seite 6 Dieutsche Zeitung Nummer 67 Interessantes Allerlei 2000 Teilnehmerinnen eines englischen Frauen-lonaresses unterbreiteten der gesetzgebenden Körper-jchast eine Entschließung zu der ..ungeheuren Zu- Des Heidedichters letzte Ruhestätte DaD. Der deutsche Dichter Hermann Löns, der dem deutschen Menschen die eigenartige Schönheit der Lüneburger Heide erschlossen hat. ruht nun end-gültig in seiner geliebten Heimat. Bekanntlich war Hermann Löns im Herbst vorigen Jahres aus dem deutschen Soldatenfriedhof in Loivre ausgebettet und vorläufig bei Soltau beigesetU worden. Unter mili-täuschen Ehren, die der Führer und Reichskanzler persönlich angeordnet hatte, um dadurch den hel-bijfieu (Seist der Kriegsfreiwilligen von 1914 zu versinnbildlichen erfolgte am vergangenen Freitag die feierliche Ueberführung in den Wacholderpark bei liefe fingen in der Lüneburger Heide. Hermann Lön» gehört ui den deutschen Dichtern, die Vaterlandsliebe und Pflichterfüllung über ihr aanze» Sein stellen. Als der 48 jährige Mann sich bei Kriegsausbruch freiwillig zu den Fahnen meldete, da ahnte er wohl, dah er nicht mehr heimkehren würde. Aber gesucht hat er den Tod nicht. Er selbst bekannte noch weniae Wochen vor jenem 24. September 1914, an dem ein Her,schuh vor Reims seinem Leben ein Ende setzte: „Ich'möchte auch gern leben und zurück« kehren, aber wenn ich falle, zu verlieren habe ich nichts. Nur suchen will ich den Tod nicht, wie viel-leicht manch« glauben." Hermann Löns — da» ist Natur. Man ahnt sein Wesen mehr al» man es ver-steht. In seinen Romanen und Liedern lebt die stille Herbheit seine» Wesen» und die Verse des Dichters sind sein Lächeln. Hermann Löns — das ist die Heide. „Es hat mich oft geplagt, das, woran mein Ich zu tragen hatte, und och. aber das alles wusch mit ei-nem Windhauch die Heide ab, denn gelebt — gelebt habe ich nur, wenn ich wie die Heide war: weit, still und geheimnisvoll in» Unendliche verweht." Nehmt keine Aehren in den Mund! E» ist leider eine weitverbreitete Unsitte von Erntearbeitern und Spaziergängern, reife Halme mit Kornähre oder Grashalme abzubrechen und in den Mund zu nehmen. Schwere Krankheit kann mitunter die Folge davon sein, denn gerade zur Zeit der Ernte beherbergt die Kornähre, besonder» in ihren Grannen, einen gefährlichen Pilz, den so-genannten Strahlenpllz. Dieser ruft, wenn er durch hohle Zähne oder durch kleinste Einrisse in der Schleimhaut des Munde» in den Körper gelangt, Schwere, biswellen sogar tödliche Erkrankungen >ervor. Zunächst bilden sich gewöhnlich« Geschwülste in den Ki«ferdrüs«n, die nicht selten zu schwerer Eiterung führen. Oft bleibt die Krankheit aber auch nicht auf die Mundhöhle beschränkt, sondern geht, be-sonders durch hohle Zähne oder kleinste Harn-Verletzungen, sogar in die Blutbahn über. Bevölkerungspolitisches aus aller Welt Professor Richet von der medizinischen Akademie in Pari» stellt fest, dah gegenwärtig in Asten jährlich rund 28 Millionen Menschen ge-boren werden gegen 1 Million in Europa (ohne Rußland). Die Pariser Zeitung „Victorie" (vom 30. Juni 1935) spricht vom Anstieg der Geburten-kurve im Deutschen Reiche und nennt ihn „einen Rekord von Vertrauen in die politische Richtung und die wirtschaftliche Entwicklung, wie e» kein anderes Land je auszuweisen hatte". In der Schweiz ist 1934 die Geburtenziffer auf den neuen Tiefstand von 16,2 je Tausend ge-fallen, trotzdem in den letzten Jahren, besonder» seit Mitte 1933, viele Ehen geschlossen wurden. In der Sowjetunion haben fich jahrelang alle Familienbande allmählich gelöst. Nunmehr wollen die Sowjetbehörden im Kampfe gegen die Ver-wahrlosung der Jugend plötzlich die Eltern verant-wörtlich machen und belegen die in zunehmendem Maße mit Geld- oder Freiheitsstrafen. nähme körperlich und geistig Defekter", Gesetz über freiwillige Erbverhütung worin ein w______B______ IW „ lefordert wird. AuchJ der Städtrat von Middleser nahm mit großer Mehrheit eine gleiche Entschließung an. Auch die Sudetendeutschen „bedrohen" Neuösterreich Es werden immer mehr „Bedroher", vor denen die Wiener Regierung zittert. Jetzt sind auch schon die selbst doch genügend bedrückten Sudctendeutschen gefährlich. Besonders natürlich ihre Presse. Eben hat Wien einem weiteren sudetendeutschen Blatt da» Postdebit entzogen. Verboten ist für Wien jetzt auch der Brünner „Tagesbote", das größte Tagblatt der mährischen Deutschen, übrigens wirklich ein nicht gerade nationalsozialistisches, wenn auch begreiflicher' weise volksbewußtes Blatt. Es ist schon wirklich die Furcht selbst vor dem Schatten, die in Wie«* herrscht. Oder spricht ein unruhiges Gewissen? Der schnellste Zug. Neben den schon bestehenden Eilzugslinien Berlin—Hamburg u. Berlin—Köln, auf denen die berühmten Schnellzüge neuester Art, die Schienen» Zepp fahren, wurde nun noch eine dritte ähnliche Linie, die Linie Berlin—Frankfurt (a. M.) eröffnet. Mtt einer Stundengeschwindigkeit von 170 km wird der ..Fliegende Frankfurter" diese Strecke in 5 Stun-den durcheilen. Sohn und Bruder unser ir.nigstgehebtcr WILLI ist heute um l Uhr nachmittag nach langem Leiden, versehen mit den Tröstungen der h'. Religion, seit heute, im 20. Lebensjahr, für immer von uns gegangen Das Leichenbegängnis unseres Unvergcsslichen wird Freitag, den 23. August um 4 Uhr nachmittag auf den hiesigen Ortsfriedhof stattfinden. Die hl. Seelenmesse wird Samstag früh um 7 Uhr gelesen Die trostlosen Mitzi und Wilhelm Zottl Litern Lotte und Nesti Geschwister V o j n i k, den 21. August 1935. 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