Pl»Li»»vW»»W «f. 2S0 Samstag, ven 4 Rovekn'^er ty22 vUchörxAerEt. A»«»iA»». Furelseoo ulir? 4. Telep?zvn ?4. Adhoken. moniUlch Zuslelle» , Durch Pos! . Durch'Z^oli l?ler!ell.. Ausland: monatlich Emzelnumm?r . vonntasZL-Vtunlmer l0^ llüs !()-— -75^ Bei ^-stellunz de: ^cirung ist d-r »bo»-n^im'iittk'^^» »tt? klnmeiiien m^d?« ftei,« kinen^iona»^, s:ir mwdr krei^lun ile ein'.us^'^ o?n..'ju benfitwo-tkiid« ?ri>:!e r'kn''Mii?k? w??d<'n >zk ^leratenounahme »i , oe» S? i,» Ulici 4 m i'juvl,ana bki v^eselial «nd Matelic. in /tagrfb bei Moctiicr n. M osie, in «stfaz icil??ich.Nattei^e,^ »ttcntran^.inW,en »lei a"?n Vln»ei' -"'n^^iinnktne» urllcn. 02. ^ayrgs. A« unser« Abouaeatea! ^Vor »i«ig«« Tage« hoben »ir unsere« auS« »Lrtige« Abimaenten SrlaßscheinO zugesea-det. Vkr ersuchen, skh derselbe« zu bedienen, damit in der Zusendung des VlatteS keiue Etöruug eintritt. Die Adminiftration. Derftandigungsausflchten G. Maribor, Z. Nlwenrber. Die getrübten Beziehungen Avgoslawicns zu Bulftarien beginnen nun allmählich die Ähnlichst erwÄschte Wendung anzunehmen. Dieser Tage trifft der bulgarische Ministerpräsident Alexander Ztambuliski in Bccgrnd ein, um. mit dem Chef nnsen preisen verlautet, in Lmlfanne die gerechten Aspirationen Bulgariens im Aeqäischen Meer mcht nur anerkennen, sondern auch iknterstüken. Nun W'rrft sich die Frage auf, ob Herr SwmbuliSki den Sbcmdpun^kt Aveck dienlich zu machen. Kom-promisiloS wird der koirtirreilhafte Baltan-bund.auf keirren Fall zustande kommen, denn jede Verständ!gun.gSaktion ist in ?s»rem Wesen ein Kompromiß. Die erste Vorbedmgimg ist aber die Hin^veglassung der Begriffe „Sie-gerstaa-t„, besiegtes Land usw. Bulgarien muß, nachdem es den Anfordenden der Alliierten entsprochen hat, am Konferenztisch in Lausanne in ^isser .Hinsicht gleiche Rechte gelließen. Gerade deshalb, ^veil eS stet? bemüht war, dbe Reparationslasten ergeben tragen, wird eS angcnic» Recht vorbehalten, das Staatsoberhai?ot ch- rcn weröe. Ale i in Grlechenland. Tc'lesiramm d?r ..Marburger Zpitung^. AthlN, 2 9??ven bec. Di^ N l?wihl"^ in Verlangen nach Aburteilung König Konstan- die ^aimmer werden in der zweiten Hälsle des ?.>!onates Tczember stattfinden. Athen, 2. November. Wie die Blätter melden, werden der gewesene griechische Mini- tins. Athen, 3. November. Wie die Blätter melden, wird König Konstantin, da er für die Niederlage und den Zusammenbruch Grie-chenli^nds als verantwortlich angesehen wird. sterprüsident Gunnaris und die übrigen ver- aufgefordert werden, vor der Untersuchungs hafteten Minister nicht vor ein Kriegsgericht kommisfion zu ers6)einen. Wenn er sich wei- gestellt werden, sondern im Sinne ^r Ver- gert, wnrt^ er einem Sonderkriegsgericht fassunI vor den höchsten Aivilgerichtshyf ge- i^berantwortet und gemeinsMN mit den Mi- stellt werden. nistern in contumaciam abgeurteilt werden. ! Die Szmkin'erawwahlen in Sngl2nv. ' Tekeqramm der „Morlmrqer Zeitung-. ! Londou, 2. November. Gestern fanden in Meldungen die Konservati'vc'il 101 Sitze ge-gan^ England und Wales die Gemeinderats- Wonnen und 12 verloren, die Liberalen 33 Wahlen swtt, deren Ergebnis, wie die Blät- gewonnen und 15 verloren, während die Arter hervorheben, angesichts der unmittelbar bciterpartei 5 Mvonnen und 1K3 verloren bevo^tehonden Neuwahlell in das Parlament hat. Die Unabhängige Partei geivann 37 und besonders interessant ist. Die bisherigen Mel- verlor 19 Sitze. düngen stellen eirreu Erfolg der konservativen ^ Partei fest. Es wird besonders betont, daß London, 2. November. Nach den bis jetzt die Industriestädte im Norden liegen die Ar- vorliegenden Nachrichten hat die Arbeiter- bettcrkandidaten gestimmt haben. Nach den Partei in London 300 Gemeinderatsmandate „Times" halben mrf Grund der bisherigen verloren. Nestringterung der interallierten Kontrollkommissionen in Deutschland Telegramm der..Marburger Zeitung^. Paris, 2. November. Die Regierungen von tragen werden. Vorbedinglmg für die Ver-Frantreich, England, Belgien und Japan wirklirhung dieser Vorschläge ist, daß die endsind achung der Durchführung der militärischen l^ereit erklärt, über diese Vorschläge unter der Bestimmungen des Vertrages von Versail- Voraussetzung in Vechandlungen einzutre-leS bestehenden interalliierten militärischen ten, daß durch diese Maßnahme die Beschran-Kontrollkommissionen werden zurückgezogen kung der Ueberwachung Deutschlands auf die und dllrch ein bedeutend iveniger zahlreickM, im FriedenSvertra.g^ von Versailles dem Rat militärisches Garantiekonntee erseht werden, des Vij^lkevbmrdeS eingeräumten Befugnisse dessen Kosten die genannten Regierungen vorbereitet werde. ? rovki aber die Welirevoluiion. Telegramm der „MorSurger Zeitung*, Paris, 2. November. „Exeelsior" veröffent- gewesen, Venn die Revolution in den wirtlicht Erklärungen Trotzkis über die Weltre- schaftlich unabhällgigen Vereinigten Staaten, volutivn. In der gegenwärtigen Lage sei eine die die beste in^istrielle Technik und die solcl)e Bewegung nicht zu erhoffen und auch größten Goldreserven besäßen, und in Eng-nkht wünschenswert, denn die Massen seien land ausgebrochen wäre. Me politische Lage noch nicht bereit. Nußland lväre das letzte habe jedoch die Revolution nur in Rußland Land gelvesen, in dem die Revolution hätte ermöglicht, während sie sich anderenorts nicht ausbrechen sollen. Vom Standpunkte der kom« M Goltiing bringen konnte. lnunistiscl)en Interessen )väre es vorteichaster . - Iwiktritt de« Grafen Sforza. ?'ekegrm»'^e der „Marbvrger Iektuug^. Paris. ?. Novenrber. In dem TÄegramlm, le, müsse eines zl«n andern paffen. Aus den in welchem der Botschafter Gras Sforza Mus- schwierigsten Posten m^sse Männer stehen, solini seinen Rücktritt anzei^, sagte er, er die nrit der Anffassimg der ne»l«n Regierung schlage maÄ?-.m nniß. Auch in SeMg aus die münsck;e der neuen Regierung vom Herzen in allem einverstaniden sin-d. Er demissioniere. Sailierung der Rei6)sfinvnzen. schon um der alles Gute. Aber in ?iner Außenpolitik, die daher voll Trauer darüber, eine Täti^ert aus s von P>aris aus angedrobten Finanzkontrolle wirklich eine Politi?, nicht nur eine Sikmme MgcHen, die er als fruchtbar betrachten müs- Nl^ch dem berüchti.-lten Muster der dette pu- von GMH^ ^-^ük»lsr«dkttonen ^arstel, ^ äwd d-ie, wie er vortiMeMoll ^ojje, werde ^ bli^u.e entsohen. Diesem Zlvecke dien«, und die Balkanstaalen müssen, ^^^ur Wahrung chrer genleinsamen Interessen, auf eiilec Fi?nt gegen die Ausbeutung des Balkans an^ lümpfeu. Ter Einscl^luß Bulgarie:?' in deik projek!l<'rten BManbund bild^'t eine (5rst<,r-' tuttg der Kleinen Entente; er ist ein Diktat der Notwendigieit, eine bedeutungsvolle Prämisse für die zukünstige Machtstellung Jugoslawiens auf deni Balkan. ^^t>ir wollen di6 Holsuung nicht sinken lassen. Das entschei-!^.'nde Wort wird sreiliä) in Lausanne fallen. Rep?o und Finko. (Von unserem Berliner Berichterstatter.) Die Duplizität der Ereignisse, nÄmlich die gleichzeitige Tagung der Repko und der Finko^ der Reparationskonnnission und der Finanzkommission, stellt sich weder als ein Kompagniegeschäft noch als unlauterer Wettbewerb d«r, sondern es handelt sjch bei 'dem Berliner Inspektionsbesnch der Reparationskommission und den Beratungen der vom Berliner Reichskabinett berufenen Finanzsachverständigen an sich unl zlvei getremrte Vorgänge, deren Zusammenfallen jedoch vn«, ter Umständen von Beideutullg w^''rden kann^ Die rnl Ausland vielfach verbreitete Mei^ nung, als ob die dentsche Regierung sich erst durch die Ankündigung des Berliner Besuchs der Repko zu der Ein^dung der Finanzsach-, verstänidigen entschlossen habe, ist unzl^!ref«l send; viellnehr waren diese Einladungen vorq her nicht nur schon geplant, sonidern zum Tell bereits ergangen. Es kann cvls mö-glich, ja wa-hrschei-nlich gell^ ten, daß die gleichzeitige AnwesenihM dev Mitglieder der Repko die Grundla^ liner Reichskonferenz erweitern nnrd, wüh^ rend mrdeverfeits tj-ie zu eru>art>ende Mil^ Imrgnahme zwiischen dm RePanrtiolNÄ^ missionSmitgUod'ern und den ausländilschad Finanzsachverständigen möglicher-, aber auch nur mi^licherweise eiilen gewissen EinflM aus ldie Haltlmg der Repto ausüben könnte. Diese, wen auch selir schwache Hvffnmvg di«e zugleich als Antwort auf die mchrf^ ge4 machte Ausstellung, daß die Reichsreg^iermiff sich an Sachverständige des Anslgest Prograunn bden Bradburyschen Plänen, dem „?^nri!tt^ lllngsvorschlag" Delacroir' und den franzSfi^ schen Forderirngen, die nach berüh-mtem Mui ster nlit (^arantieil und Pfändern arbeiten, nnd von einem Reparationsnachlaß an Stel^ l? 'der bomöopathischen Stirndvng nichts w?s^ sen wollen, rioch sehr erl)ebliche Di'fferenzm bestehen. Immerhin liegen die Dinge bei deli Ber^ liner Verhairdlungen insofern günstiger, al^Z der Grundsatz, der für Brüssel und G^ma gcrlt, nämlich daß t^s Reparationsproblem Taibu sei, gefallen ist. Diesnral wird itber Thema, über die Reparation gesprock»en, und zwar seihr gründlich. Wobei ^s Reichskabi-nett sich freilich dari'iber klar sein muß, das? es nlit der negativen Taktik nicht getan ist, sondern daß sie positive, festnurrissene Bor- 'Levismverord'nimg, die F?plan-jtsn Maßmchnvn zur Stützung Mark, zur pLlMgemäs^vm Einlschränkung der Staats-auSgpcken mrt des wieder in Aussicht gemmnnsnen Zpartommissirnates und ettd-^lich die bisher freilich noch auf dm Wider-ftand der Sozialdemotkmtie uni> der Gewerk-^chaftien stoßenden Bcstrc'bungen zur Hebung ^der wIrvschaftkichen Produktion durch Mchr- Freilich Nnnen alle derartigen Maßnahmen letzteii (wdes nicht zur Sanierung der idoutfchen Nirtfchaft führen, ohne eine end-flültrge vernimft^ Herabsetzung der Kcmtri-butionssumme, ohne die Ausiicbung oder we-nigstMS wesentliche Verringerung d?r kost-MÄigen militärischen Besetzung und ohne so oft versproch^ Anleihe zwecks Stabilisierung der Mark. Daß Deutschland fiir absehbare Zeit keine Borzahlungen an seme al-'Ip^ten Gläubiger leisten kann^ halben diese bererts einen. ^etzt wird es ganz von der Haltung und den Veschli'lssen der Nepa-rationsf»mnlission abhängen, ob sie die Forl-fetzunfl der, wie schon der Reichskanzler Dok-wr Wirth betonte, gleichfalls gefährdeten Sachleistungen durch nerniinfti-ges Entgegenkommen ermöglichen will — in rhrem eiqe-n«n Interesse. Ob die Einsicht bei den alliierten StaatHmännern schon so weit gediehen ist, um sine solche V^'rständigung, welc^ die Bor-bedmssr'N'g für den Wiederaufbau Europas ÄarstM, zu ermög!l6>en, und ob dementsprechend» der Berliner Fii^anzkonserenz die Möglichkeit gegeben ist, mehr als — nach Brüsseler und Genuescr Muster — akademische Beschlüsse zu fassen, das ist die grotze, schicksalsschwere k^age der nächsten Tage und WochiM. KrvßrußZanv und die tlkroiae. Wls die letztm Nachrichten aus Moskau melden, soll die Ukraine chre Selbständigkeit aufgeFeben und den Anschluß an Großrub-lanÄ durchgeführt haben. Äeser Provinz iblei^ nur eine breite Autonomie in inneren Fragen, mit welcher die Wünsche der 'heimilschen Bevölkerung befriedigt werden. Dre Leitung der Wehrkraft, der auswärtigen Politik, dcr Zmanzen und die Repräsenta-non lm Auslande übernimmt Moskau. <^^z c^esehen von dem heutigen Regime, muß zugestanden werden, daß diese Entwick-!lvng der Bcrbältnisse unter allen Umständen dem Begriffe Rus^land zugute kommt. Großrußland und die Ukraine, diese beiden wich-Teile des Reiches, srnd imtreunbar auf «»inander angewiesen. Die kleinen Berschie-den-herten in den Sitten, Bodenansnutziing, lo^a- Gebräu6M usw. können durch eine Au-^nonrre vollauf besriedigt werden. Die Religion ist d'resetbe, die ^iden Sprachen sind f^r ähnlich, nur ist die kleinrussische viel we-Ndzer entwickelt als die großrussische. Die Ukaine hatte nur einen bedeutenden Schrift-.steller, Scheivtschenko, und keine wissenschaftliche und Kunstliteratur. Die Literaten der letzten Zeit schreiben in dem köstlichen „Aalrzi-schen" Dialekt, der im letzten Vierteljahrhun-d^ mit besonderer politischer Absicht in Stvow (Lemberg) geschaffen wurde. Da die klieiMussische Bauernsprache über keine technischen Worte und Ausdrücke für abstrakte! DnINngerabdrllSe. Kriminalroman auS der Gegenwart von ^ Erich Ebenftein« 'sUrhebmecht l913 durch Greiner K Comp., Z5 Berlin 30.) . (Nachdruck verboten.) .'^Drüben trat Frau Losenstern aus dem .Hausflur. Sie trug cm gro^s, sauber ver-.schnÄrtes Paket unwrm Arm, t-essen Schwere zart« Gestslt offen>bar über Gebühr be-loestete. ' Warichein'lich ging sie nriit fertigen Wäsche-Mcksn nach dem (^schüft, das ihr Arbeit gab. „Arm^ Fvau!" dachte Fernau, während er! dem Zahlitellner ein Geldstück hinwarf und aulfftand. „Wenn man denkt, daß ühre Ähwe-ster die Schwiegertochter eines Millionärs war und daß sie ihr karges Brot mit dessen EnLelin teilen mußte, ohne daß man in all den Jahren auch nur fragte: Braucht ihr keine Und^tützunig? Ist eine miserable Welt! Und nun, wo's vielleicht zu spät ist, möchte er Himmel und lbrde in Bewegung setzen, um Verschuldetes gutzumachen! Wäre wahi?haf-tig nur gerecht, wenn der HerrgM da oben jetzt saigte: Nun will ich nicht! Hast du dich mn dein Vlutevgenes Enkelkind nicht früher tkvnnern können, mögen dir nun Fremde d« Äugen zudrücken deine Milliooen an sich rer^, AeHt geschieht dir!" " *»„a»ourG fortgesetzt weri»en. Er se< aber von der Notwendigkeit seines Entschlusses überzeugt und halte sich bereit, entweder sofort l^zureiscn oder noch den neuen Botschafter zu erwarten. Paris, 2. November. Nach einer Meldung des „P^tit Parisien" aus Rom erklärt man in politischen Kreisen, Mussolini werde vonl Dr. Kumaaudl über die der,5^ Beograd, 3. November. Mt dem Abend-zug sind aus Prag Dr. Kumanudi und sein Vertreter Dußan Plavsi^ und der Direktor der Natioiralbank Novakovio nach Beograd zurückgekehrt. Herr Novakovi^ äußerte sich über den Erfolg der Verhandlungen in Prag dahin, daß in der Frage des Ankaufes und Verkailfes von TschechokroNen, bezw. Dinars volles Einverniehmen erzielt wurde. Für den An- und Verkauf von Dinars wird in Prag e'^7e Zentralstelle errichtet. Eine gleiche Zentralstelle für den Handel mit tschechoslowakischen Kronen soll m Beograd errichtet werden. Damit hofft man, die Disparität zwischen den beiden Valuten unmöglich zu ma- Begri'fse verfügte, wurden diese aus dem Polnischen oder auch Deutschen und nur nicht aus deni Russischen entlehnt, mit dem durchsichtigen Zwecke, eine Kluft zwischen Klein-und Großrusien zu legen. Nach der Märzrevolution 1917, als die zenttifugalen Kräfte sich im ehemaligen Zarenreiche zu regen begaimen, war die Ukraine die erste, die einen separatistischen Standpunkt einnahm. In der Verwirrung der ersten Zeit, während der Kerenstd-Regierung, schwang sich in der Ukraine ein gewisser Pet-ljura als Führer empor. Ehemals ein kleiner ^amter bei einer Privateisenbahngescllschaft, mit den Fähigkeiten eines Abenteurers, unterstützt von der kleinen Intelligenz und den Bauern, gelang es ihm, die Unabhängigkeit der Ukraine zu proklamieren. Er ernannte sich selibst zum (^neral und Chef des Staates und begann mit (^walt, aber erfolgws die russi-s6)e Sprache zu unterdrücken. Sein Nachfolger 1918, General Skoropadsti, welcher sich mit Hilfe der Zentrolmächte auf den tzet-mansstuhl setzte, war kernSeparatist. Er suchte nur die Verhälwisse zu konsolidieren, Ruhe und Ordnung zu schaffen, und betrachtete die ukrainische Unabhängigkeit nur als vor-i^bergehende politische Form, um das Land vor dem Bokschelvismus zu retten. Ein großer Teil der russischen Intelligenz ging ihm dabei an die Hand und sah in der Selbständigkeit der Ukraine rbur eine Basis zur Bekämpfung der Bolschewisten. Nach den Ereignissen des Herbstes 1918 und der Zurückziehung !^r deuts^n und österreichisch-ungarischen Truppen bildete die Ukraine i^n Schauplatz eines beständigen Zivil-krieges. Petlsura kam wieder zur Macht, ihn verjagtm >die BolsckMi'isten, diesen folgte die freilivillige Armee, dann kamen wiedn die Bolschewisten, zum Teile auch die Polen usw. Man hat ausgerechnet, daß Kiew seit 1917 ein gutes Dutzend verschiedener Regierungen hatte. Merkwürldig ist. daß das kleinrussische Volk in seinem Innersten zu Großrußland hält Nach dieser in Gedanken gehaltenen Stand-!vede nmchte sich Fernau ai^ den Wog nach dem gegenüberliegenden Hause. 17. Kapitel. „Hier ist das Zimmer, das tza?rpner bewohnte oder v^lleicht nur gelegentlich für ein paar Täge und Nächte benutzte." Willy Losenstein zog die herabgelassenen Fenstervorhänge an bilden Fenstern aus, wodurch eine FÄlle von Licht in den Raum strömte. Fernau sah sich enttäuscht imr. Zinrmer, in wel<^ Frau Losenstein, um eine höhere Miete zu erzielen, ihre l^ten Möbel gestellt hatte, machte durchaus den typischen Eindruck der unbenutzten „guten Sw- Kein Hauch von Persönlichkeit lag über den Dingen. Keilt StäubclM den Mbelkan-ten. Nicht das kleinste Papierschnitzel m den sauber gereinigten Schränken nnid SchuM-chorn. SeVbst d^ vlauweißen, hellen Tapeten, m denen man kein rechtes Muster erkennen konnte, machten emen unbestimntten Eindruck Schon wollte Fernau sich mißmutig zum Gehen wenden, als ihm ein etwas hellerer Fleck über dem Nachttiichchen ins Auge fiel. „Hier hat'B wohl einen kleinen «Ähaden gegeben, da man die Tapete ausbesierbe?" sagte er, darauf hinweisend. „Ja", antwor^ Loisenstein lächelnd, „.^pn^. tzslegte abe.nds im.Bett z»;. r ^ elIwa Ministerrat die Absetzung des italienischen Botsc^sters in Paris, Grafen Sforza, verlangen, weil dieser die Depesche, in der er seine Demission angeboten hatte und die streng geheim und chiffriert gewesen sei, Pa« riser Ze'!t.ln-"n mitgeteilt habe. . Vrage, De?dandluiigen. .. 7x1 ^eitun2". chen. Weiters wurde zwischen der Nati-^nal-bank und der tschechoslowakischen Scheckanstalt ein E'invernehmen dahingehend getroffen, daß iiie Scheckanstalt in der Tschechoslowakei fällige Mchsel und Schecks honorieren wird, t^e zum Zwecke des Einkaufes dortselbst von unseren Kaufleuten präsentiert werden. Dieses Scheckinstitut wird auch das ganze Risiko aus sich ergebenden eventuellen Kursverlusten tragen. Mes ist für unseren Handel insoferne von weittragender Bedeu-tung, als unsere Handelswelt nicht lnehr den SlZ^an-kungen unserer Valuta in dem Maße ausgesetzt sein wird, wie bisher. imd die sepaizatistischen Agitatoren nur in der .tzakbintelliigonz ihre An^ger finiden. Im Ü^griffe des Bauern steht Moskau höher als .Kiew, und als Petljura und Skoropadski ukraiqMches Geld in den Verkehr brachten, nannte er dieses falsch. Obwohl die Interessen der Klein- und d^ Großnlssen teilweise verschieden sind, z. B. die ersteren sind Agrarier, die letztereil auch Handel- und Gewevbe-trei'bende, so fühlen sich b«de als Glieder eines Volkes. Dazu erinnert den Ukrainer auch seine Geschichte, dann die Leiden unter dem polnischen Joli^, die Angriffe der Türken und Krimtataren, bis sie in der Mitke deS 17. Jahrhunderts auf eigenen Wunsch unter die „hohe Hand" von MoÄau tamen. Heute wevden die ukrarnischen Separatisten sehr stärk durch Polen und Rumänien unterstützt, vie ke^ Interesse an einem starken Rußland haben. Alles, was zur Snlich leiten beider Partsien geführt. Spezielle Besprechungen werden im Demokratischen und Radikalen Klub gepflogen. Morgen wird eine Sitzung im Demokratischen Klub abgespalten, von der es abhängen wird, ab die ^iise verschoben oder ob sie neu aufleben wird. Veanruh!g««g «»serer iSrevz-gebieke ö»r^) b«lgarilche Bandyi. ZM. Beograd, 8. November. Wenn bezüglich des Besucht StambuIilskiS ein Einver-ne^ren Wi>schm unseren offiziellen Kreisen erzielt sein wird, wird unbedingt die Frage aufgeworfen werden, warum er nichts unter-nahin, um die Komitaidschibewegung an unserer südlichen Grenze zu unterdrücken. Nach den letzten Nachrichten ist der Kommandant der Komitadschi bei seinem Bormarsche an der Linie O^d-Bitolj angelangt, ^s ist der Auftakt zu ewer größeren Expedition in unsere südlichen Gebiete. Die „Tribuna" fragt, ob dies der Weg Ku freundnachbartt-chcn Beziehungen zjwrschen unserem Staate und Bulgarien sei. A«»schreU»»se» vs» AOletRe» Vhiaffo, 1. November. Ohne Ausschreitungen geht die Demobilisierung der Fascisten nicht ab. In Aiom hai^n die Fascisten das Mro der kathoil^chm Gewerkschaft auSgls-raubt und Möbel und Papiere auf der Straße verbrannt. Während dieser Zeit , schössen andere Fasciisten, um MderstMd zu v^in-dern, in die Fenster der mniliegenden Häuser^ wobei ein alter Mann getötet wurde. Im Arbeiterviertel Roms schössen Fascisten in eine Gesellschaft von Gästen, wobei vsier L«^ sch»^ v^letzt wurden. Achnliche, Meldiy^ liegen aus vielen Orten Italiens ^or. ^ Bergamo wurde der DivÄwr deS ,^Giornale di Bergamo", Scapelli, der sich weigerte, seine Aeitung der fascistischen Zensur vorzulegen, arg mißhandelt. Gie schnitte« diesem alten demokratischen PMizrsten, der auch der Korr^pondent ,,S«co^" und ihm als KriegSfre^illÜ^ und diner der ersten Jnterventi^isten Weiert wird, den Bart ab und zwangen ihn, ein GlaS M-zimrsöl auszutrin!^. Als Protest'gis^^iese Gsmalttat druckte Seapelli in sek^ Blatte das erste Kapite? des Romans von Manzoni „Die V^lMen" ab, w dem die MllNrh^ schaft der Grundherren geschildert wird, mtb brachte im übrigen Teile d^ Blattes nicht eine einzige Zeile über die ^genwärtiigen Ereignisse. Er veröffentlichte nur eine Notiz, w der er gegen das sascistffche Borgehen probestiert. Die Fascistm rächten sich, inbem sie ScaPeM auf der Straße verprijgelten und ^ ganze Auflage der folgenden Nummer de? Blattes verbrannten. RevOwtiO« w Ulba»ie»- WKB. LiMdo«, 2. November^ Ath« wiiÄ gemeldet: I« Wbaniien ist eine Revobt-tion ausgebrochen. Die Regierungswuppen noch, als hätte er uns feine DifitenVarLe heiler zurückgelassen! Und jetzt weiSen wir ja schar — wartm Sie niur — mm nruß es fich zckq gen, ob mew Verdacht richtig ist oder tckht." Er zog aufgeregt ein BerWößerungSgSas «ms «der Taslh« und stltdiierte döe an der Wamd. Ms er sich wieder ausrichtete, zeigte sei« Gösicht einen triumphierenldsn Ausdruck. Stumm entnahm er einem PortefMe, das er in der Brusttasche trug, ein Kartonblatt, auf dem sich die smÄer abzogen« Photo-! graphie ei^ stark vsogrößerten Damnenob^ druckes befand. Er hielt es an die Wand, dicht nÄon ei^ nen der bort sichtbaren Abdrücke, mrd reichte Losenstein die Liche. „So. Usbsrzeugen Sie sich selbst, ob Sie in diesen wuitderlich verschlungenen Linien auch nur die kleinste Abweichung von Äem Bild findcn, das ich Ihnen hier daneb?n^ halte. D^leichen Sie genau, Linie für Li^ me, Schlinge für Schlinge!" Willy Lülcnstein tat, was Fernau verlang, te. Nach ew paar Minuten rief er erregt: „Sie gleichen einM'der so volllommen, daß man meinen konnte, Sie hätten die Photographie hier nach dem Original gemacht!" ^rnau trat b^riedigt zurück. „Sie wissen, was bedeutet? Daß ni« zwei Meeschen die gleichen Finger^iiniien ben und nian daher z. B. in Acchan wicht^< WMen stM mü ^ UMersHMt Mer M" M« «W Z^a^uulgec ^e»lu»Lß « zost«n sich, sie en, w t« Richtung auf. Beriet zurück. Die Regilervng fl-vchtetl» noch Balona. Bier aufftäitdilsche B^ys wurden gehenkt. Saqttsche SBWlde» O» A«O»ßU<. BKB. London, L. November. In semer w (5bar!>nf g?h<7ltenen Rods sagte Gchal^kanßler NÄt>wm, England wevde, sowevt e4 könne, 5>and in Hond m-rt ÄmenSa arbeiten. Es kön^ ne scin. nne setner ersten Pflichten der Versuch s<.nn werde, die enyliischen Schulden on die VereinigtM Stuten zi^ tilgen. Diese Ech«zst>en »erden ^ür England schwere La-i>n bedeuten. England erkenne sie jedoch an und n^hnre sie auf sich. Es habe ?lm!erlka ge-dof; ^ bis zum letzten Penny verantwortlich sei und k^h. MM letzten Pen-ny bezaUen werde. Der Tabvkmangsl tu T«yoNqV>Ei». AM. ?eograd» 3. November. Das Finanzministerium hat an die Monopoldirettion einen Protestakt w?gen des großm Mangels an Zil^arettc'n gerichtet und weist dara^ hin, l«ß dadurch dem Staate große Summen verloren gehen. Mofburger und Tagesnachrßchten. Todessall. Dvnn^stag den 2. d. starb die Volksschülcrin Therese Teren?;ak im achten Ls^sjahre. Das 'Ümchenbegängnis findet Samstag den 4. d. um hal^ 16 Uhr von der Leichenhalle des städtischen Friedhofes w - PoSreLje aus s^.. Evangelisches. Honnt«»g den lO. d. predigt w dem um 10 lihr vk>rnnttags stattfindenden Gottesdienste Pfarrer, Baron über das Thema:. „Der mißverstandene Hc'ttand." Um 11 Ubr Nndergottssdienst. .Arn. Nachmittage desselben Ta^ um b Uhr soll in der Psarr-amtskm^lei die Angelegenheit der Weih-Mchtsbe^ck^ung bespror^ werden. Alle 'eva»gelrs6^ FrauÄi und Mädchen sind herzlich eingeladen.' ' Spartvereskigvag .L?apid". sps»^imals wird eriyÄjnt, daß zu d«n l>N Samstag den 4. d. stattfins^endsn Sportfest keine besonderen Grnladun^n tiusM^beN werden. Korten sind kn .Borverkauf ' iu Musikalienhandlung ,.HSfer erhäMich. Mitrfli^der H-T^ben nur im Bl>rverkauf auf (?Vmäf;igung Anspruch. Eintritt 1h Din-ar, für Mit^lie^r Itl Dinar. der?s?»qedühren in Oesterreich. Aus Wien. 30. wird gemeldet: Am l. November trM eine n?uerr'i6^ Er^ifthung lmb?^v>?r eine ?00proMtiae. der Postgebühren in Kraft. ?^-ür einen Brief im Ort'5ver-kehr werden 320 Kronen, für einen solchen KK Jnlmch und nüch Deutschland 400 Kl-o-nen, nach Italien, dn Tschechoslowakei, Rumänien und Ungarn 1Z00 Kronen und im Weltpostvorkehr 1.^ Kro-nen Porto zu entrichten sein. Dies M für Briefe im Beichte bis zu 20 Gramm. , Der Kamps geqen die Z^euerung m Miri-bor. Endlich beginnt man auch in Maribor den Kampf mit der-Teuerung aufzunehmen. Im Vergleich zu anderen Städten, die diese, - »Mr wollen es zuaeben. undankbare Aufgabe schon lan>gs in Angriff genommen hi^^, kvmmm wir eigentlich etwas spät daran. Ab« wir wollen hoffen, daß der gewünschte Erfolg trotzdem nicht ausbleibt. Das Polizei« klminnsiariat hat die Genossenschaft der Gastwirte und Kaffeesi^der aufgefordert, unver-Bgilich die Preise für Spesen und andere Ävtitel im .BerhAWS zu den Presen von Mehl, Gchmqlz, Zucker usw., die in der letzten Zeit eiiie PreiSern^drigung von ^dan Daumenabdrltck der betreffenden Personen Uinterzeichnet?" -Ich wM es, Ahe,? wie kommen Sie zu Harpners Dau.vnn«Hdruck?" „Es ist derjenige ldeS Mannes, der Adolf Vavterbeck.erschossen hat. Ich ^rtigte das BW nach einem Autrgen Fingerabdruck, den jer in einer weggeworfenen Brieftasche deS Town hwtxrließ." . . Losenstein starrte verstört vor sich hin.' „Wso doch! Und ich dachte h^te morgen schon, MeH, was wir gestern sprachen, könne yar nicht wahr sein, nmsse eine Kette von TruyMHssen sein!" S^n Wick glitt schaudernd durch den Ramn. „Hier hat er gewohnt! Einen Mörder — .einm Mörder beherbeiryten wir ahnungslos! Und mm ist Andrea W seiner Gewalt!" , ' Er war wie nliedergebrochen. Fernml aber -Milte neues Leben durch seine Adern sttö-kMen, seSne vmchw so kleiwnütiige Stimmung chokde einem unycheure» TätiM-tStrielb Pkitz /»macht. Ais Wl W Prvzsnj erfahr«, habe«, h>er«ibzu-setzen. Eme gleiche AiHorderung ist auch an dhe Bäckerm^ter ergangen, die den ^ot-pv^ um 4 per Kkloyrminu herabgesetzt haben, 'im Übrigen aber fiir die Semmeln, die keineswegs größer geworben fin>d, noch wnner 3 Kronen verlangen, ^wrs«^ jedoch ist das Mehl um mindestens 10 ^ per Krl^amm gefallen. Unö auch auf die Mschhauer darf n»an Ntchd'vergefsen. Trotzdem die Biehpreil^ glchm?en sind, ist der Flieischpveis h^ m>ch so hoch, daß nur ganz Auserwählte wMigstens in ein paar Tagen der Woche Fledsch aus den Tisch bringen nen. Un^ schlecht zu gchen scheint es den Fleischhauern wirllich nÄht, denn wenn man gerade die Polizeilberichte der letzten Tage mHeht, fmdet man unter den Namen der nächtlichen, alkoholisierten Ruhestörer eine ganz erkleckliche Anzahl von Fl^chhauerge-Hilfen und — Fl^chmweiistern! Und das ^ den heutigen Werkpreisen! Die Bevölkerung begrüßt die Aktion zur Bekämpfung der 2>uerung mit Freude und hofft auf Er- folg. Fei»er im deschSfliche« Polais in Djakovo. Wie aus Djaikovo ^richtet wird, ist Samstag frilh im bischöflichen Palais ein F^er ausgebrochen. Es brannten vier Ba?^ oberhalb der Rfchöftichen Kmrzlei ab und der Plafond stürzt« ern. ^s Feuer hatte auch schon die Balken oberhalb des großen Empfangssaales evgris-fgn, doch gelang es der rasch am Brandplatz erschienenen Ortsfeuerwehr, daS Feuer zu lokalisieren und so WSttereit Schaden abzuwenden. Das Feuer ist durch emen schadhaft gttvordenen Rauchfang alten Systems entstanden. Der Schaiden beträgt 60.000 Wegen Familienvnfriedens in den Tod. Aus Novisad wird berichtet: Vorgestern entdeckten die Bewohner eines Hauses in der So-kol-^asse die schon in Ben^ung begriffene Leiche des k^sährigen Arbeiters Emmerich Birth, der sich vor !>rei Tagen iu seiner Wob-Mtng erhängt batte. Die ^tersuchung stellte test. daß er wegen In?istiA?eiten mit seiner Frau in den Tod gegangen war. Die Frau l^tte Wirtb vor einigen Tarsen verlassen, worauf er sich aus Erbitterung erhängte. Die Leiche wurde von der Polizei f^eruntergenom-men und in die Totenkainmer ü'berwhrt. Eine gesprengte Hosardpartie. Die Polizei in Zemun bat dieser Tage im dortigen Hotel ..Central" eine Razzia vorgenommen und bei dieser Gel-'^^enbeit w einem .Limmer eine Hafar'dPartie, an welcher bekannte Zemuner Aanfleiite teiln^a'hm'm, ge^P^'e^^gt. Das am Spieltisch tioraefun^dene l^ld in der Höf>e von .^?^.000 Kronen wur.de besckilaMabmt und stehen di'n .Hotelier und die Spieler das Strafverf-i^ren em-aeleitet. Fliegervnalück. In Novisad ereignete sich am 31. v. M. anläßlich i^r Festlichkeiten der DonMflottille ein Fliegerunfall. Infolge eines Motordefettes stürzte ein Aeroplan' aus einer Höbe von 12n Metern ab und fiel in die Donau. Der Flugzeugfübrer und der Pilotofftzier sprangen rechtzeitig aus dem Flugzeug und retteten sich schw.immend ans Ufer; der Aeroplan versan kin den Wellen d^ Domlu. Paftschwieeigkeiten für die im Auslande Studierenden. Eme vor mehreren Wochen durch das Ministerium für Wissenschaften in Beograd erlassene Verordnung, die allem Anscheine nach den Schutz des Hochschulstudiums im Inlands bezwecken will, fordert die Vorlage alles' Gesuche der in das Ausland stu-dimha^ber reisenden A^demiker jugoslawischer Staatszugehörigkeit nach Beograd, von wo auS Ausreisebewilligungen erteilt werden. Da sich nun die Erledigung solcher Ansuchen auf Wochen hinaus verschiebt, ja sellbst auf telegraphischom Wege 14 Tage in Anspruch uimmt, so ist die. Peinliche Lage al ler im Auslände studierenidsn Akademiker ohne weiteres einleuchtend, die durch diese A^ordmmg schon seit Wochen gezwungen sind, Vorlesungen, bezw. Prüfungstermine zu versäumen. Die diesbezugli ein' lmd sta'hl dem Pfarrer Mio Horvat Wäsche und '^lei-dungssriicke im Werte von ü'ber 40.090 'Ao8ööv wurde verhaftet und dem Gerichte eingeliefert. Ein Teil der gestohlenen Sachen konnte zustandegebracht werden. Zugsentgleisung. Aus der Strecke ^rag-K^arlovar in Kroatien entgleisten am 31. Oktober in der Nähe von Blaovi<) sieben vollbe-ladene Waggons eines Lastenzuges. Die Wägen sind fast vollständig demoliert, während die Waren am Bahnkörper herumliegen und von Gendarmen bewacht werden. Die schlechte Beschaffenheit des Bahnkörpers und morsche S^ellkm sind die lirsache der Entgleisung. Nach Berichten der Blätter ist diese Bahnstrecke vollstä^ig verwahrlost, mit Gras bewachsen, stellenweise eingesunken, die Schwellen sind morsch und unt^estigt, io daß es nur einem Wunder zuzuschreiben iit, daß bicher kein größeres Unglück passiert ist. Ein jugendlicher Dieb. Der Bäckerlehrjunge Alois T. stahl in der Nacht vom 3l. Oktober alkf den 1. November seinem Le^r-Herrn, dem Bäckermeister Lorenöi5, 100 Dinar aus dem Rocksack. Er wirrde deswegk'n der Polizei übergelien. Der Junge leugnet, seinen Meister bestohlen zn haben, gibt aber zu, einem Bäckergehilsen cr^ie .Hose entwendet und um 100 v-erkaust zu haben. Der Spezialist für Frauenkrankheiten und Geburtshilfe Dr. Benjamin Ipavie in Maribor, Gosposka ulica Nr. 4t;, ordiniert Mieder. 9135 Gvort. Radfahrertlub „Edelweiß 1900" in 5kari-bor. Samstag den 4. d. entfallt der Klub« abend nnd findet derselbe am Samstag den 11. d. statt. — Sonntag den 11. d. dei schöner Witterung Partie n^ Bistrica bei Lim-bu^. A'bsahrt 14 Uhr. Gä^ willtourmen. — Gleichzeitig wird mitgetejH, daß die klein«'n Abzeiä)en und die Bilder vom .Klubrennen eingetroffen und beiin Schriftfiihrer widl abzuholen sind. Jagdgesellschaft „Hubertus". Dir ^gd, die am 29. Oktober wegen schlechter Witterung nicht stattfinden konnte, wird Sonntag den 5. d. abgehalten, im Falle es am Nor' gen nicht regnet. Mestni kina. „Der Sieg", die dritte u?:d letzte Epoche des amerikanischen Aberrteuer-films „Das Gcheimnis des Dovpelkveuzes" in 6 Akteir, wird Freitag, Sanlstag, Sonntag und Montag vorgeführt werden. Bvrfe. Zürich» 3. November. Schlustkurse: Paris 37.60, Zagreb 2.20, London 24.53, Berlin 0.0^ drei achtel, Prag 17.30, Italien 23.05, Wien 0.0071, gest. Krone 0.0075, Budapest 0.22, Warschau 0.04, Newyork ^.50, Sofia 3.75, Bukarest 3.47. Beograd, 2. November. Devisen: Berlin 1.33. Budapest 2.48, Bukarest 30.50, Mai-land 255, London 275, Newyork 61.50, Paris 440, Pvag 200, Sofia 42, Schweiz 1128, Wien, 2. November. Devisen: Zagreb 289.75 bis 290.25, Beograd 1159 bis lIKI, Berlin 15.^ bis 15.9, Budapest 311k bis 3l24, ?!ewyork 73.850 bis 74.000, Paris5134 bis 5146, Prag 23.37 bis 2343, Sofia 499.50 bis 500 50, Warschau 495 bis 505, Zürich 13.485 bis 13.515. — Valuten: Dollar 73.425 bis 73.725, Lev 478 bis 482, Mark 15.50 bis 16.50, Pfund 328.600 bis 329.600, fraMös. Franken 5075 Vis 5105, Lire 3082.50 bis 3097.50, Dinar 1145 bis 1149, polnische Mk. 495 bis 505, Lei 479 bis 481, Schweizer Franken 13.400 bis 13.460, tischechische Krone 2325 bis 2335, ungarische Krone 29 bis 29.20. teilt m!t, »Gr 1S2S de» »U«v l^ieckerlsssllvßell i» ^vzoslHvjen itte uac! ae« ves?saseo virc!. k^erier verckea ^inlixen suk liukemZe l^ecdvvax Vereind»r»ax «a«l vor aUem »ber seduoäEaE Lial»^ »zeßen eZli-, äi-el- oäer secd»m»ll»t1i<üie KüxLxvax lekO jxüa»tix ver?il»t. 9020 O eo Lebrjunge mit g»ten Schulzeugniffe«, der slowenischen und deutschen Sprache mächtig, findet Auf-nah«« bei L«d. Spezerei- u. cande5pr»d»kten-gesc^, Zlleksandrsv« e. 29. Zur veacdtung! Ich gebe bekannt das kerr Ludvig Zod, (varidor, ^rg svobode 3, kein lischt mehr hat, ouk meinen Nomen IZölzer einzukaufen, da selber von mir entlassen ist. »lzz cudvig Mover, kolzhSndler, waril)or. »»»Ii««»,» Z«» »»>? 2^ ?om '4. ?!oFelnver '1925 «^lelner Anzelger. Aüösch« MVAchOMUOUket ju »«kaufe«. Anfrtzie Esspo»»« »Nea 9ll» Uetzrik»»«« «tz ß«»?«,ch»» Gch?e»»»O?chw<« liefert »« 1. S»«?tUl,eschtft fßr Schkeid« »«schw» «» «»l. ?w». »Nc> 7. ISGl Bvlbtige drinßend SS.lM M. st? «tn Geschüst leZe» !4 Perz. Zwsen. «nfr. V«w. 9l!l »irh «tt Ver« pflegung GUftßiio««»». 0roLn»va »itte. t! 9,2» GOkESENhEtt»»««?. Oro1^ßNt«d-»«fitz, llbe? »4 Soch. »tt sehr ret-chtm I»»e»tar tverzeichr.is tiegt w d«r Assilit .Univerzzl'), Ge-jchaltS" N. Zwstzßuftr «!t Woh-«u«ß. eßee uiid Miihl«in Ar«w. ».500.00S. t!et«er» Besitze und ^Suser )Uk Gandannerie» ,tnS». 5 !Pa»»en Stf. 9t l« Gut erhiltene« eisernes VNß«> »alt zu kaufe» Gesucht. 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Der l^est vird dem ttauptreservekond ?uxeteiU. § 5. f'ür die restlicken 50°/^ des k^ominal>verte8 unterkertix^t und tiändiZt jeder Aktienbesitzer >Veck8e1 lu Oun8ten der OeseU- 8cKstt SU8. § 15. Der erste Vervsltun^srat, der aus 5 Mitgliedern unä 2 Ltellvertretern de8tekt, vird von den Kon^es8ionSren zevSdit und betrS^ seine ^mts6suer 5 ^abre. § IL. t^acb ^blauk der ^mtsdauer des ersten Vervaltunxs-rate8 vSkIt die I^auptverssmmlunx der ^ktionSre den neuen Ver->vkltunx8r«t, bestebend aus 5 ^itZliedem und 2 Stellvertretern ebenfalls auk die Dauer von 5 Satiren. § 27^ >Venn die emitierten Aktien unterkerb'xi sind, deruken die i(oa2es8ionSre die gründende Versammlung ,'m IVexe 6er Verö5kentlic!,ung von drei in ^judljsna, veogrsd und er- sclieinenden ^mtsblüttem ein. § 28. Die gründende Versammlung ist desekluLfSdlx, venn mindestens die ttSItte der /Aktienbesitzer anvesend ist imd vean ibre Aktien ^nigstens drei ?el,ntel des Aktienkapitals betragen. § 30. Der gründenden Versammlung ist 'vvrbel^alten: Die VescliluLka8Sung über die (Gründung der Qesellscbalt und üve? die Statuten; über die Stawten selbstverstkndlick nur ianerbalb der bellürdl. (Zren?en; b) die V^alil des ^uksicbtsrates; e) che l(0N^ statierung. daü der s^tutenmSssie vorgescliriedene l'M der Aktien bereits in barem einge^alilt ist. Die gründende Versammlung be> sclilieüt die Oründung der Qesellscbskt und die Statuten m!t sol-cber Stimmenmel^rlieit, die wenigstens ein viertel aller vorgestellten Aktien und aller Xktien, die emltiert verden, vorstellen. In allen anderen knüllen beliSltslck die Qründungsversammlung das peclit der Ze8cl)luLka88ungmit absoluter Stimmenmelirbeit vor. § 4. Die Zuteilung der Aktien erfolgt in kürzester ?eit durcli den ersten VervaltuNgsrat. l?ür nicbt^ugeteilte /Aktien i^rd der einge^alilte Letrag in spätestens 14 lagen nacli der Qrüoduags- Versammlung rückerÄattet. ^ N. vte Subskription deeinnt am 6. t^ov. 1922 unä onäet am 11. De-. 1S2Z. M. )^l8vikentUcI,e 5ud8kriptl«wataUen 6er ^lctien fungieren nectiÄekenäe ) i:. 9134 )^6vok»tmikai>Llel är. Ksrl Siollllr in A^ix>r.. ^ WW« s.MMM»: .»»ribelock»