Nr, 5?. Freitag, 9. März 1888. lt)7. Jahrgang. Aibacher Zeitung. '«>^?^?,^'"'^"l»: Vt!< Postvtl,«nd»..^ gan^lährig st. 15, halbl«hri« l ^«„rnummen unb Mllnulcllplt nicht znllisgeftcllt. Unltlicher Hheil. Lieut^^ ^'-"^ k- Apostolische Majestät haben dem Prm. m.'" ^^ Reserve des Husarenregiments Joseph und d ^" ^'"^sch Gractz Nr. 11 Paul Grafm G y ü r k y ,^l ""Heriilm für öffentliche Arbeiten undCommu-^,^iio>ien Richard Grafen Orssich von Slavet ich geruht """^"^k ^lfrei allcra.nttdia.st zll verleihen Un^,/- und l. Apostolische Majestät haben mit beim V" Entschließung von, 25. Febrnar d. I. die slellr li ^ Hanptzollamte erledigte Oberfinanzrath-Land.? 3'uanzrathe der niederöstcrreichischen Finanz-derl^ "'"" I°hann Dischbaner allergnädigst zn ^^" g""ht. Duuajewski m. ,,. Nichtamtli^ Mil' Zur bulgarischen Frage. den Ge/^^ ^^ "'^ich dem Petclsburger Cabinet der ^^ ' "diesen, an die bnlgarische Regiernng in teleara^U, ^ Ministerpräsidenten Stambulov eine d?r S.Me Erllärnng des Inhalts zu richten, dass Eobnrn Ä °'^ Stellllng des Prinzen Ferdinand von b'e Erfs«. '"'^setzlich ansehe. Wir glauben nicht, dass ^lscha^V r^ ^orte viel mehr enthält, da ja Henmr^ " ^" ^""^ "" ^5-"' M- überreichten Rorte i. '?."'^ "'^r verlangt hat, als dass die Wsenbpi! >?"'" ^iell mittheile: «es sei dic An< Vasal,»' ^.? ^""^" F"dinand an der Spitze des Nir h'/"""tenthums ungesetzlich und vertragswidrig», ^spluck,. '»?" ^''^ stelle bereits die Meinung aus-in iraeni!' .^ ^orte werde der Forderung Nnsslands küssen , ""^ -3">n früher oder später nachgeben ^"'lich ,w"'^ sie ja lchon am 2'j. August v. I. -dil,a„d i,,? 3"6° "ach der Ankunft des Prinzen Frr-als unap.<.^" ^ bissen «Anwesenheit in Bulgariin Viiders^ ?""/' ""l mit dem Berliner Vertrage im !!^^^stehend^bezeichl>et hatte. Die Pforte hat diesmal dem Wunsche Rlisslands ziemlich rasch nachgegeben, was darauf schließen lässt, dass der deutsche Botschafter v. Radowitz in den lchten Tagen alles aufgeboten habe, um das in der R»de des Fürsten Vis-marck vom 6. v. M. gegebene Versprechen einzulösen, d. h. die diplomatische Action Russlands in der bulgarischen Frage anf das werkthätigste zu unterstützen. Bekanntlich hält man in Russland an der Ansicht fest — man thut wenigstens so — dass die Erklärung der Pforte die Position des Prinzen Ferdinand vollständig erschüttern und dass dieser sehr bald Bulgarien werde verlassen müssen. Im ganzen nichtrussischrn Europa ist man jedoch entgegengesetzter Meinung, nnd zwar aus dem Grunde, wnl die Pforte vorläufig noch nicht klar und entschieden die Rückkehr des Prinzen nach Ebenthal fordert, weil nicht anzunehmen ist. dass die Pforte oder irgend eine Großmacht zur materiellen Intervention schreiten werde, falls dcr Coburger schließ, lich erklärt: er wollc nur der Gewalt weichen. Man fragt sich allerdings: warum dann Russland eine Action eingeleitet habe, die nicht zum angestrebten Ziele führen kann — indesfen weisen so viele Maßregeln der russischen Staatskunst feit dem September 1885 den Mangel des Erfolges und einer klaren Erkenntnis der thatsächlichen Situation auf, dass man sich auch jetzt einer ziemlich undankbaren Aufgabe hingeben würde, wollte man darüber nachgrübeln: was geschehen wird, wenn Russlands nencste Action misslingt oder wenn dieselbe gar nicht ernstlich gemeint ist. Vorläufig kann nnr so viel bemerkt werden, dass dic^e Action wahrscheinlich eine ziemlich vergebliche sein werde, wril sie sich iu einem (-iieulu» viti05U8 dreht, weil sie auf Schritt und Tritt mit festchenden Thatfachen in Wi derspruch geräth, ohne die Gewalt entfalten zu wollen, welche znr Regulierung oder Annullierung dieser That« sachen nothwendig wäre. Die Pforte hat Hi.>rrn Stambulov erklärt: Prinz Ferdinand sei nicht der gesetzliche Fürst Bulgariens, wl'il ihm die Anerkennung aller Signatarmächte fehle. Das weiß der bulgarische Ministerpräsident schr genau, zumal ja die Pforte schon am 25 August v. I. dieselbe Meinung iu Sofia vorgetrageu hat, ohne den Er. folg zu erzielen, den Botschafter Nelidov soeben anstrebt. Wenn aber Stambnlov das alles weiß nnd wenn er sich anderseits daran erinnert, dass Prinz Ferdinand der in Tirnuvo vom bulgarischen Volke gewählte Fürst von Bulgarien ist. so bleibt dem heutige» Cabinetschef in Sofia eigentlich nichts anderes übrig, als die souveräne Pforte inständigst und unter den Versicherungen der aufrichtigsten Loyalität zu bitten, sie möge die Än« erlennung des Fürsten 66 lacto zum Fürsten 66 ^ui-o bei den Großmächten gefälligst erwirken. Wir wissen nicht, ob Minister Stambnlov so vorgehen werde, und geben recht gerne zu, dass ein solcher Vorgang einen peinlichen Beigeschmack von unwiderstehlicher Ironie hätte, aber nichtsdestoweniger wäre ein solches Ersuchen durchans correct. Oder hält man es für möglich, dafs sich Herr Stambulov, der seinem Fürsten den Eid der Treue geleistet hat, heute oder morgen nach dem Konak begeben und dem Prinzen von Coburg erklären werde: Seine Hoheit seien nur ein ungesetzlicher Fürst und mögen daher im Guten sobald als möglich nach Ebenthal wieder zurückkehren? Wenn jedoch das Correcte in diesem Falle lächerlich, das Geforderte aber unmöglich ist, dam« folgt daraus, dass die an Stambulov gerichtete Erklärung der Pforte vorläufig keinen nennenswerten Erfolg erzielen könne — wenigstens nicht den, welchen das Petersburger Cabinet im Aug? hat. Auf jeden Fall bleibt abzuwarten, was das bulgarische Ministerium, das, nebenbei bemerkt, ganz illegal ist, wril es von einem ungesetzlichen Fürsten eingesetzt wurde, auf die Erklärung der Pforte antworten werde. Es wird sich ohne Zweifel auf die unter dem Prinzen Coburg eingetretene Beruhigung des Landes und auf die Consolldierung der Verhältnisse berufen dürfen; es wird constatieren können, dass, mit Ausnahme des schr dünn gesäeten Anhanges eines Eanlov, alle oppo« sitionellen Fractionen dem Prinzen Ferdinand ebenso treu ergeben sind. wie die Regierungspartei; es wird endlich zugeben können, dass die Auffassung der Pforte zwar eine staatsrechtlich ganz corrrcte sei, dass aber die Bulgaren schon einmal die Ungeschicklichkeit be< gangen hätten, einen Fürsten ziehen zu lassen, den sie schon gehabt haben und der überdies durchaus legal Aeuilleton. Dr. Holubs Vortrag. A II. ^wn s^°"'^ angekommen, befand fich die EM. selves N " ""s der Basis ihres eigentlichen Opera-.'"en, eur'^"c!. b"" aus sollte auf bisher noch von ? durH?^'?" Forschungsreisendrn betretenen Pfa-^ von m. ^viet der Maschukulumbe gegen den ^ belmsck.' ??°!"' bann längs des Lualaba gegen ^" Laufe ^«^'°"" ""' Congo nnd von dort' aus, ' "sses dez l5 ^"Ue folgend, eines nördlichen Neben-werden. ""go, gegen den oberen Nil vorgedrungen ^"hrt'!v°^cht tonnte l"der nur znm Theile ans-.^ '" Se^I. 5 ^ Dr. Holub an den Zambrsi kam >ckliche /1"b" 1885 - herrschten dort höchst un-^!"Mch m °^ weitere Vordringen zunächst so völlig V°" an ach. N"^ politische Zustände, dass die Expe. ^ DerMarutse. ^erlrieann.'"" ^storben, nnd seitdem herrschte «k°p°po wa" ^" Stämmen. Zwei Nachfolger X l^'l'cl Llmni» ?""' Hu" untergegangen, nnd erst H^i" hatt" """>s!ch einigermaßen auf seinem Throne ZrMamteit ^ -l ^ "'" '"'^ "'^^ "^ neronischcr r7. jacher ,,..ü?"^ihrte Proscription gegen seine d> " gelan' ^"" Familien bis anf die Ungebo- lw^lnbesi ^ "; d'e Erlaubnis zur Ueberschrcitung ^f d'e Neae. ,?^"^' Unglücklicherweise fiel auch der «>ltez. ?,"' die ^ dieses unerwünschten teil.?°lariä .?. °" Folge davon war das Auftreten ^"' deren ^. ^" Begleitern des Forschungs- °tN ^°bdem V"" ^'N ^b" znm Opfer fielen. <^?"besi .:""en d,e Ergebnisse dieses Anfenthaltes U^llt n,/.?^ bedeutende. Diese Zeit wurde "yl'ologischen Studien übcr die Matoka. stamme in der Gegend der Victoriafälle, der Masarwa im Albertslande. der Maschupia und Marutse am mittleren Zambesi und Tschobc. mit dem Studium der Malaria, mit Sammluug von Säugethieren. Vögeln, Fischen. Insccten. Schlangen und Pflanzen, dem Stu» dium der orographischen VerhälMisse der Victoriafälle. wöbet auch genaue Messungen der höhen der Katarakte der Victoriafälle vorgenommen wurden. Nordwärts vom Zambesi gegen den Bangueolo» See zu zu wandern, war vorher vergebens von Livingstone, Serpa Pinto u. a. versucht worden. Auch nun zeigten sich die Folgeu des Bürgerkrieges der Marutse auf der Weiterreise, von welcher vielfach al'gcrathen worden war mit dem Bemerken: «Die Maschukulumbc sind kciue Menschen, sondern wilde Thiere». Dr. Holub charakterisierte an dieser Stelle des Vortrage« die weit größeren Schwierigleiten, welche sich einer Forschungsreise in Afrika, die Süd-Nord gerichtet ist, entgegenstellen, im Vergleich zu einer Durchquerung des «dnntlen Weltlhcils. von Ost gegen West. wie sie Stanley unternommen. In Zanzibar sei es möglich. Hunderte von Trägern gegen Entlohnung in Geld zn mieten, welche sich dem Reisenden für die ganze Daner seines Unternehmens verdingen. Auf der von Dr. Holub eingeschlagenen Richl,mg erhalte man Träger nnr je bis zur Grenze jldcs der virlen kleinen Fürstentbümcr. so dass Dr. Holub auf einer Strecke von 495 Kilometer nicht weniger als zehnmal die Träger zn wechseln hatte. Aber auch die Entlohnung dcr Lcute ist höchst be« schwerlich, denn nm sie bezahlen zn können, muss dcr Rnsende eine große Quantität vou Stoffen mit sich führen, und die Zahl der Träger ist eine unverhältnis» mäßig große, weil jeder nur eine srhr geringe Bürde tragen will. Es kam dazn. dass ein Häuptling nach dem andern den Eintritt in sein Gebiet verweigerte oder einem befreundeten Nachbarsürstcn den Gewinn des Durchlaffes gleichfalls zuwendeu wollte, wodurch die Expedition zu einer Vorwärtsbewegung im Zickzack genöthigt wurde, welche ihrem Weiterkommen mit nichten förderlich war. Träger und Häuptlinge fpielten unter eine Decke, und es wäre der Expedition kaum gelungen, bis zur nördlichen Grenze der Matoka-Gebiete, durch welche sie sich nun bewegte, zu gelangen, wäre nicht wieder die ärztliche Kunst ihres Leiters als 66ux 6x mackinn zu» Hilfe gekommen. Mit treuherzigem Humor erzählte Dr. Holub, wie er bei einem der kleinen Fürsten schon fast verzweifelt war, ihn sich günstig zu stimmen, als dieser einen, dem Arzte als diagnostisch erwünschten Husten von sich gab. «Du bist krank?» — «Ja.» Und nun schilderte dcr Rrisende dem schwarzen Fürsten seineu ganzen Krankheitszustand mit allen seinen Um« ständen, Schmerzen u. s. w. so genau, dass dieser auf das höchste erstaunt war. «Und», fügte Dr. Holub hinzu, «ich kann dich heilen.» Auf diefe Weise erhielt er in diesem Falle die nöthigen Träger; anderwärts war es eine kranke Königsfrau oder ein schwarzes Prinzlein, dessen Unwohlsein zu Nahrung und Trans-Portmitteln half. Die Matola zerfallen in eine südliche und nördliche Gruppe, von denen erstere drn Marutse tribut» pflichtig, die andern aber unabhängig sind. Dr. Holub besuchte die Häuptlinge Matakala. Sakasiga. Schinda. Sietsema, Mocba und Mapanza. Das Land ist frucht» bar, von zahlreichen Flüssen durchströmt, deren Thäler zumeist Grascbenen, von dichten Wäldern umsäumt, bilden. Die freien Gebiete sind dicht bevölkert, die Flüsse gehen südlich zum Zambesi, die nördlichen zum mächtigen Luenge. Manche dieser Flüsse haben sehr malerische Ufer mit tropischer Vegetation. Nach Norden nimmt das Land an Höhe ab. Das vorherrschende Gestein ist im Süden Melaphyr und eisenhaltige Conglo» mcrate. in den mittleren und nördlichen Gegenden Glimmerschiffer und Gneiß. Die Tsetse-Fliege ist der Unhold dieser Landstriche. Die Matolas halten Schafe und Ziegen. Die Wälder sind reich an Wild, doch sind Laibachcr Zeitung Nr. 57. 482 9 März 188». war — und dass sie daher gar kein Verlangen nach einem unberechenbaren Interregnum besitzen können. Und dieser letzte Punkt scheint nach unserer Auffassung der stärkste und entscheidenste zu sein. Denn wie sehr es auch dem Wortlaute des Artikels 3 des Berliner Ver« träges von San Stefano entspricht, dass der von den Bulgaren erwählte Fürst der nachträglichen Anerkennung aller Signatarmächte bedürfe, so haben doch die Bulgaren ein vitales Anrecht, danach zu fragen: was denn geschehen werde, wenn sie nach dem Vattenberger auch noch den Coburger dem Willen Russlands zum Opfer bringen wollten? Oder sollte das durchaus autonome Bulgarien nicht ein Recht haben, darauf auf' merkjam zu machen, dass die nächste bulgarische Nationalversammlung vielleicht doch den Candidaten Russlands für den Thron in Sofia nicht acceptieren könnte? Und was dann? ... Aus alledem geht aber hervor, dass der Schwerpunkt der bulgarischen Frage heute nicht mehr in Petersburg oder in Constantinopel, sondern nur in Sofia liegt. Versteht man es an diesem Orte, die Si> tuation auszunützen, dann wird sich vielleicht doch die Anschauung auch an anderen Orten wie von selbst er-geben, dass man an der Neva nicht sehr klug daran gethan habe, die diplomatischen Verhandlungen über die bulgarische Frage, statt mit allen Signatarmächten, nur mit der Türkei allein zu führen. Rnssland hat offenbar auf diese Art eine starke Rechtsbasis aufgegeben, ohne sich mit der Logik der Thatsachen in Bulgarien abgefunden zu haben — und deshalb wird auch die neueste Phase der diplomatischen Action des Petersburger Cabinets die bulgarische Frage schwer« lich einer dauernden und ersprießlichen Löjuug entgegenführen. Politische Ueberlicht. (Parlamentarisches.) Der Agrarausschuss hat vorgestern das Gesetz, betreffend die bäuerlichen Erbtheilungsvorschriften, zu Ende berathen und dasselbe in der Hauptsache nach dem Regierungsentwurfe, beziehungsweise den Anträgen des Snbcomitös, an» genommen. Nur in Bezug auf die Gebüreufrage wurde eine nicht unwesentliche Aenderung vorgenommen, indem der Grundsah, dass der Bemessung der Erb« und Ver« mögensübertragungs«Gebür jener geringere Wert zu« gründe zu legen sei, um welchen die betreffende bäuerliche Besitzung den Anerben überlassen wird, ausdrückliche Anerkennung im Gesetze fand. In der vorgestrigen Sitzung wurde insbesondere § 16 von den Mitgliedern der Linken bekämpft. Derselbe normiett, dass die Landesgesetzgebung unter gewissen Bedingungen eine Beschränkung der Freitheilbarkeit bestimmen kann. Ab-geordneter Ritter v. Chlumecky beantragte den Wegfall dieser Bestimmung, dafür aber die Einberufung einer umfassenden Enquete über die Ursachen der bäuerlichen Nuthlage und die Mittel zu ihrer Bekämpfung. Dieser Antrag wurde jedoch abgelehnt und § 16 mit einer kleinen, vom Abgeordneten Posch beantragten Modification zum Beschlusse erhoben. Züm^ Referenten für das Plenum wurde Abgeordneter Dr. Hacek gewählt. (Kohlentarife der Nordbahn.) Das «Verordnungsblatt des k. k. Handelsministeriums für Eisenbahnen und Dampfschiffahrt» bringt Frachtermäßi-giingen und Refactien für den Kohlenverkchr aus dem Ostrau - Karwiner Reviere für die Relation Wien-Donauufer-Bahnhof für die Regiekohle der Staatsbahnen, wenn deren Verwendung nachweislich in Heizhäusern außerhalb Wiens stattfindet, und für Regie-kohle. welche wo immer verwendet w'rd. Das für beide Zwecke nachzuweisende Minimalquantum ist 40.000 Tonnen, und beträgt der Frachtsatz für erstere A2 kr., für letztere 26 kr. Eine Ermäßigung ist mich für ein Minimalquantum von 51.000 Tonnen der Südbahu gewährt worden — auf welche Ziffer das früh,r vereinbarte Quantum nunmehr rednciert erscheint — und zwar in demselben Ausmaße, wie oben für Kohlensendungen aus dem Ostrauer Reviere zu Regiezweckeu. (Das Ex ecutiv» Comite' der Rechten) beschloss bezüglich der Durchführungsclausel zum Kate-chetengrseh, der Linken ein Compromiss anzubieten. Danach soll das Gesetz die gewöhnliche Wirksamkeit«-clausel enthalten und die Bezugnahme auf die erforderlichen Landesgesetze gänzlich entfallen. Die Linke stimmt voraussichtlich dieser Fassung zu, womit die Zweidrittel-Majorität gesichert erscheint. (Der Budget-Ansschuss) beschloss Reso« lutionen wegen einer Reform der Verzehrungssteuer und Herabsetzung der Salzpreise. Mehrere Redner be« tonten die Nothwendigkeit billiger Vichsalzpreise. Der Regierungsoertreter erklärte, Ungarn habe alle Anträge auf Herabsetzung der Salzpreise aus finanziellen Rück' sichten abgelehnt. Der Ausschuss stellte 350.000 fl. als Gewinnantheil des Staates au dem Einkommen der Nordbahn in das Budget. (Markenschutz.) In der gestrigen Sitzung des ungarischen Abgeordnetenhauses unterbreitete der Hau-delsminister eine», Gesetzentwurf, betreffend den Mar' kenschutz. Dieser Gesetzentwurf stimmt in seinen wesent« lichen Bestimmungen mit jener Vorlage überein, welche der österreichische Handelsminister heute im Abgeordnetenhause des Reichsrathes einbrachte, bloß die auf die Strafbemefsungen bezüglichen Verfügungen weichen von jenen der österreichischen Vorlage ab, nachdem die« selben gemäß deu Principien und Bestimmungen der ungarischen Strafgesetze festgestellt wurden. (Prinz Wilhelm von Preußen.) Heute kehrt Prinz Wilhelm von dem Besuche seines kranken Vaters aus San Remo nach Berlin zurück. Er hatte angeblich dem Kronprinzen ein Handschreiben des Kai-sers Wilhelm zu überbringen, in welchem der Kronprinz dringend gebeten wurde, baldmöglichst nach Berlin zurückzukehren. Dass es thunlich sein werde, diesen Wunsch des alten Kaisers zu erfüllen, bezweifeln die Aerzte in San Nemo. Dem Prinzen Wilhelm, welcher durch eine von Ende November 1887 datierende und dem Kronprinzen zur Kenntnisnahme vorgelegte Ea< binetsordre zur Unterzeichnung in Stellvertretung ^s Kaisers ermächtigt ist, sind, wie gemeldet, drei RM beigegeben worden, deren Obliegenheiten sofort ^ seiner Rückkehr beginnen sollen. , (Zur bulgarischen Frage.) Wie der «M Corr.» aus Constantinopel gemeldet wird, beschra"! sich die von der Pforte nach Sofia gerichtete Notification lediglich auf die Erklärung der Illegalität der Stt < lmig des Prinzen Ferdinand von Coburg, ohne da> hieran irgend welche Conclusionen geknüpft werde. Die Botschafter der Türkei bei den Mächten s"d "N' gewiesen worden, den Cabinetten, bei denen sie begun-biqt sind, von diesem Schritte Mittheilung zu mache!' In den diplomatischen Kreisen der türkischen V^ stadt neigt man sich, wie des weiteren ebendorlher 8' meldet wird, vorwiegend der Annahme zn, b^. v erwähnten Schritte der Pforte seitens der bulgarM' Regierung keine praktischen Cousequenzen gegeben n> den dürften, und erwartet mau für diesen 3"" ^ , neuerliche Demarche des St. Petersburger Cabinets ° der Pforte und den Signatarmächten des Berliner"? träges. ^ (Im englischen Unterhause) wurde" Antrag Bartelots, betreffend die Ernennung einer ^o" mission zur Untersuchung der LandesvertheidllM mittet, von der Regierung bekämpft. Die Unters"^ würde die Schwächen Englands blohlegen. Die Mg rung könnte nur eine Untersuchung bewilligen, wie die Organisation des Heeres und' der Flotte den nai nalen Bedürfnissen entspricht. Die Debatte «M vertagt. .^, (Deutschland.) Im preußischen Abgeordne^ hause wurde vorgestern der Gesetzentwurf, betreffe" ^ Verlängerung der Legislaturperiode des pleupl!^ Landtages auf fünf Jahre, mit den Stimmen Cartrll.Parleien gegen die Minorität von 6""l Freisinnigen und Polen angenommen. — ^ M wurf eines bürgerlichen Gesetzbuches für das ^e> > Reich, welcher einem Beschlusse deS Bundcsratyes ' ^ fulge zunächst der öffentlichen Beurtheilung unter» ^ werden soll, wird, wie Berliner Blätter melden, Reichstage schon in der Session 1889/90 Mey"-^ (In der italienischen Kammer) "i^ Crispi, dass das Kammervotum mit dem MmiA .^. Genesung des deutschen Kronprinzen in ganz ^ f. land ein lebhaftes Echo der Sympathien her^M Zwei Depeschen Bismarcks seien die Dolmetsche Y ^ Die Kammer nahm den Inhalt der Depesche" beifällig auf. Tagesneuigleiten. ^ Se. Majestät der Kaiser haben. "!" „^ ungarische Amtsblatt meldet, für den Unterstütz ^ verein der Hörer der Philosophie an der "" He-Universität 100 fl., für den Vudapester erste" ^ ^, Verein 200 fl.. für den Budapestcr Kinderasy^^ Elefant und Nashorn weit seltener, als in den Sumpf-gebiüten am Zambesi und Tschobe. Die Sitten und Gebräuche der Matokas, ihr Aussehen, ihre Dörfer, die Art ihres Ackerbaues u. f. w. sichern ihnen einen hohen Rang unter den Stämmen des inneren Afrika. In allen Dörfern, welche die Expedition auf ihrem Marsche von Süd nach Nord passierte, strömten die Eingeborenen herbei, um die Europäer zu sehen. Ve» sonders Frau Holub machte auf die schwarzen Weiber großen Eindruck; sie hielten sie für eine Königin und brachten ihr Geschenke. . . Am 10. Juni 1886 über-schritt die Expedition den Zambesi und bewegte sich durch die Gebiete der oben genannten Häuptlinge nord« wärts gegen das Mündungsgebiet des Tschobe in den Zambesi. Unter diesen Häuptlingen waren Moeba und Mapanza die mächtigsten. Besonders der letztere erwies sich den Reisenden sehr gewogen und pries den Himmel, der ihm vergönnt habe. eines weihen Mannes Antlitz zu sehen, bevor er sterbe. So war die Expedition endlich an das Gebiet der Maschukulumbe gekommen, welche von den Marutse in ihrer Sprache Unmenschen genannt werden. Die Reisenden betraten dieses Gebiet an dessen südlichstem Punkte, in der Nähe des Dorfes M'Beza und zogen an hundert Meilen durch dasselbe, bis sie. nur mehr etwa 18 Meilen von der Nordgrenze entfernt, genöthigt waren, umzukehren. Die Maschukulumbe sind von den großen central-afrikanifchen Seen in ihre jetzigen Gebiete eina/wan« dert, aus welchen sie die dort autochthonen Manjokas. die jetzt nördlich gegen den Bangueolo>See hin wohnen, einen den Fremden freundlichen Stamm, vertrieben. Sie gründeten Niederlassungen in den äußerst frucht« baren Thälern des Luenge und den angrenzenden Gebieten. Sie sind eine wilde, blutdürstige Rasse. Die Männer sind von schönem Bau und Aussehen, mit Adlernasen und gehen völlig nackt, die Frauen sind dagegen sehr hässlich und tragen als einzige Veklei« dung ein kleines Stückchen Fell um die Lenden. Die Männer brechen sich vier Zähne aus und tragen rie> sige Chignons, für welche sie das falsche haar theils von den Köpfen der Frauen, welche sie glatt rasieren, theils von den Köpfen ihrer Opfer im Kriege nehmen. Gewöhnliche Männer bauen ihren Chignon m Gestalt einer gestuften Pyramide, die Häuptlinge als horizon« talen Wulst nach rückwärts vom Kopfe abstehend, die Dandies bis zu einem Meter senkrecht nach aufwärts und haarspih auslaufend. Fast jedes Dorf hat einen eigenen Häuptling, die fast immer im Streite miteinander liegen. Nur wenige Stämme treiben etwas Ackerbau, die meisten treiben Viehzucht — manches Dorf hat bei 5000 Stück Vieh — und treiben Taufchhandel damit hinsichtlich ihrer übrigen Bedürfnisse. Die Hügel sind dicht bewaldet und die Felder mit hohem Gras bewachsen, das sich 8 bis 10 Fuß über den Boden erlabt. Die Gegenden sind reich an Wild. Prachtvoll sind die Palmrnwälder. In der Nähe des Dorfes Kaburomanda im zweiten Maschululumbe - Fürsteuthum kunnten die Reisenden stundenlang unter Makulliani-Palmen spazieren, zu deren Füßen sich ungeheuere Termitenhaufen befanden. Je weiter die Expedition in das Gebiet der Ma-schnkululnbe eindrang, desto feindlicher zeigten sich diese, besonders als man in den Bezirk Kasengo-Bosengo des Häuptlings Siambamba. etwa zwei Meilen südlich vom Luengo, gekomm n war. Hier versagte sogar die ärzt« liche Klmst ihre stets bewährte Anziehung; ja die Ein« gebornen versteckten ihre Kranken in den Gebüschen, damit sie von dem Fremden nicht «verzaubert» wür« den. Man erklärte die Ankömmlinge für Spione der Marutse, deren Haut durch den «Zauberer» weiß ge» färbt wurden sei. Durch dieses Verhalten wurden die aus dem Zambesi-Gebiete mitgenommenen Träger so in Schrecken versetzt, dass sie iu eiuer Nacht sämmtlich davonliefen, nur einen kranken Knaben zurücklassend. Diese Flucht gab Dr. Holub vollständig der Gnade des Feindes preis, doch die Expedition musite ungeachtet aller Gefahren fortgesetzt werden. Man ver» suchte den Luenge zu übersetzen, und war nahe daran, auf einer sumpfigen Insel in verräterischer Weise aus- gesetzt zu werdeu. Da der Fluss von riesige" ^ dilen wimmelte, wäre das Schicksal der 3^'^ ^ diesem Falle besiegelt gewesen. Dr. Hollib e"tv ^>ffe Falle eben in dem Äugenblicke, als er '" > ^< war, den Fuß ans Land zu setzen, und ras")" H,,, springend, packte er den Steuermaun lind zw" " die Gesellschaft ans sichere Ufer zu bringel'- Hass Von da an hatte die Expedition die Piau^el sie gezwungen war, bei jedem Dürfe andel ^el zu mieten. Dieselben mussten in ganz eigel"^^ Weise honoriert werden. Zwei Stücke bedruckte" ^ ^ je zwei Meter lang, wurden an jedem Pa" he^ festigt, und dann traten die Reisenden dm"' ^ sie den Trägern das Signal gaben, ih" ^,^,, d'l zunehmen. Wenn das Zeichen gegeben w"/' ! ha! Träger mit solcher Gier über die PackMe ^i^ die Reisenden nur ein Durcheinander von w ^gk Armen. Beinen und großen Chianons ''^ Oil^ sahen. Oft kämpften die Eingeborenen ""„, ^tMlE bis diese mit Blut getränkt oder bis d,e ^che,/°, stoffe von den Weibern gestohlen waren, '" ch e gleich sie bloß ein Fell um die Lenden ""» W Raub ganz gut an sich zu verbergen lrm, ^els" diese Art musste gewöhnlich der Traget bezahlt werden. > wol! ^ Der erste Marsch nördlich des LneiM ^s z . mühselig. Wir mussten, erzählte Dr. H" ' /chel" F Kniekehle durch eiuen Sumpf waten, "! ' 5,, 1 lästige Schlingpflanze uus und unseren « M,^ Eseln große Hindernisse bereitete. .A^I^h.e^ kulumbes wurden immer kühner. Einst, " ^fiii ^„ gesellschaft campierte — das Lager war >"i ^ „B ^ von Gepäcksstlicken ungefähr ein Met" "^/)>, F — erschieueu die Eingeborenen in grotze ^M^b da dieselben unbewaffnet und anscheinend ^-Pc.» ,c» waren und es noch Tag war, so kl"" it^ vor dem Lager niederlegten. Ihre Froy ^h," wachsende Anzahl machten mich, so erzay" " ^WHcr ZcitlMss Nr. 5)7. 4tt3 9. März 1888. 3^ ?"^"' ^^" Majestät der Kaiserin, 100 fl., Via ^"willigen Feueiwehrvereine in Kurtakesz und arczeWz, ferner fiir die freiwilligen Feuerwehr- ^eme in MosonyKiliti und Nimrliärfalva je 100 fl. 80 tt ^" freiwilligen Feuerwehruerein in Kislioärda " >l> zu spenden geruht. . -7 (In der Kirche gestorben.) Am 4.d.M. Nns. "" ^^" ^""" 'n Petta u in die slovenische blip? ^ Messe. Er nahm in einer Vant Platz und r° '"Mend des ganzen Gottesdienstes sitzen. Als letz-gleick ^ ^^ ""^ b'k Kirchenbesucher, welche in der ^Hen Nanl sich befanden, fortgehen wollten und den h"'" rüttelten, merkten sie erst, dass er todt sei. Ein V Mlag hatte seinem Leben ein Ende gemacht, rickt. (Theaternachrichten.) Aus Budapest be-Tbe^ """' ""^' dass der dortige Director des deutschen ^""s Herr Stanislaus Lesser daran denkt, mit dem Er s> l l" gegenwärtigen Saison Budapest zu verlassen, zu ^ Absicht, das deutsche Volks-Theatcr in Wien das s ' ""^ '"ill das Budapestcr deutsche Theater, M^"n Eigenthum ist, ebenfalls in Pacht geben. Ein schon ^ Vudapester deutsche Theater soll auch Reaitt'" ^ ^"^" des tüchtigen Schauspielers und DeX'"s Hans Förster, Sohn des Dr. Förster vom tviirt - ^^°^r in Berlin, gefunden sein. welcher gegen-Dir u '" ^^unschweig mit großem Erfolge thätig ist. ^"Lesser will, um seinen Abgang von Budapest dar? effectvoll zu machen, eine Reihe von Novitäten, Trua. '" "^^ ^"^ «Galeotto» und «Lug und sältia?'.'. ^.^"^^irung bringen, und zwar in so scrg-guna , '^ "»studiert, dass die Wiener seine Vefähi-erkenn^^""2 eines großen, ernsten Theaters an- "men sollen. gen m', ^^ühlingsbote.) Trotz des ungemein stren-fühlba '^"^ ^" ^ auch '" Steicrmark recht bitter Ttatim«"?^' ^"^ '""" vorgestern am Fenster des ^gfalt ^ '" Studenzeu einen fchön entwickelten Msck^ ^ eleph 0 n.) Zwischen Wien und Prag sowie Jahres ^ ""^ ^"nn soll noch in, Laufe dieses Die Li. ""^/'^^'""^ Verbindung hergestellt werden. Iosef-N ^ W'kN'Prag wird auf der Strecke der Franz dieselben?- ^"^" ""^"' ^ Telephonftrcise werden lem, ^,^ ^ die Strecke Wien-Brünn. ^tte?^?/'^'''^ eines Hundes.) Englische Instinct? fegende interessante Geschichte von dem l)"b /. emes Hundes. Das Spital von Bolton be-biesertan ^- """' ^"enen Kranken. Ein Terrier schlich "Wcn, " "neu der Krankcnsäle und schleppte sich nierl " . " """" ^ette zum andern bis er die Auf-inerkte ^'^ ^ ordinierenden Arztes erregte. Diefer behalte nn? - ^" ^"'^ "'" ^'"^^ Verletzung am Fuße bunden ^"'"' ^"baud an demselben trug, der von der ^rbllnb . ^ abgerutscht war. Der Arzt stellte den barkeit ? ^"' und der Hund äußerte sciue Dant-^ztes'l/ck! " " s""dig wedelte llud die Hand des sich, das ?'- ^^ dann unter ein Bett und weigerte frühem «i ^ ^" ""lassen. Niemand hat den Hund ^..........k aesps^n und weiß auch nicht, wem er gehört. — (Aerzte in Europa.) Unter den europäischen Ländern hat Italien die meisten Aerzte, 17.568 Doctorcn der Medicin, Deutschland hat nur 10.292, Frankreich 14.316, England 14.001, Oesterreich kaum 11.000. — (Für die Nothleidenden in Görz.) Wie man uns aus Wien schreibt, findet am nächsten Sonntag um 1 Uhr mittags im Theater an der Wien unter dem Protectorate der Frau Fürstin Marie Hohen» lohe zum Besten der Nolhlcidcnden in Görz eine Matinee sialt, in welcher die Hofschausvielerinnen Fräulein Hohen fels und Frau Woltcr fowie die Hof-schausftieler Devrient, Hart mann, Lewinsky, Me ixn er, Sonnenthal, Schöne und Thimig mitwirken werden. Im Publicum gibt sich für diese Matinee ciu so lebhaftes Interesse tund, dass schon sämmtliche Parket- uud Galleriesitzc vergriffen sind. — (Die Frauen und der Himmel.) Dass die Frauen nicht in den Himmel konlmen, will ein loser Vogel aus der Bibel beweisen. Derselbe beruft sich nämlich auf cineu Vers in der Offenbarung Iohannis, wo es heiße: «Und es ward eine Stille in dem Himmel bei einer halben Stunde!» Wie wäre das nun denkbar, wenn Frauen im Himmel wären? — (Eine räthfclhafle Geldbr ief sp o» liierung.) Diesertage erhielt in Wien eine Frau durch den Geldbriefträger einen Geldbrief auS Böhmen zu» gefendet, in welchem sich statt declarierter 8000 fl. acht leere Papierblätter befanden. Da die ordnungsgemäß angebrachten Siegel an dem Convert vollkommen intact waren, so konnte noch nicht eruiert werden, wo und von wem die Spoliierung vorgenommen worden war. — (Kloster Wesen in China.) Ein Trappisten. Kloster ist vor einigen Jahren in China, 500 Meilen von Peking entfernt, errichtet worden. Dasselbe erfreut sich schon eiuer genügenden Anzahl chinesischer Novizen. — (Ein artiger Schwiegersohn.) Mann (zur schmollenden Frau): Was hast denn heut', Weiberl? Du bist ja so bös mit mir, als wenn du deine Mutter wär'st. Local- und ProvinMl-Nachrichten. Laibacher Gemcindcrath. Unter dem Vorsitze des Bürgermeisters Grasselli fand gestern abends eine öffentliche Sitzung des Laibacher Gemeinderalhes statt. Nach Eröffnung der Sitzung theilte der Bürgermeister zunächst mit, dass Gemeinderath Gogola sein Mandat niedergelegt habe. Der Gemeinde» rath votierte über Antrag des Vicebürgermeisters Vafo Pe-tricic dem scheidenden Gemeinderathsmitgliede den Dank für dessen langjähriges, ersprießliches Wirken. Der An. trag wurde angenommen. Der Bürgermeister theilte wei, tcrs mit, dass Gcmcinderath Dr. Mosche aus dem Verwaltungsralhe der städtischen Sparcasfe ausgetreten ist, was der Gemeinderath zur Kenntnis nehmen wolle. Der Director der k. f. geologischen Reichsanstalt, Dionys Stur, hat den Jahresbericht dieser Anstalt eingesendet, in welchem er in anerkennendster Weise über die Vorarbeiten für die Wasserleitung iu Laibach berichtet. Die Stadtgemeinden Graz, Prag und Brunn lmben ihr Prä- liminare pro 1868, die Vorfchusscassen in Cilli und Oberlaibach ihre Rechnungsabschlüsse pro 1887 ein« gesendet. Schließlich machte Bürgermeister Grasselli die Mittheilung, er habe anlässlich des 50jährigcn Priester« jubiläums des Ehrenbürgers der Landeshauptstadt Laibach Bischof I, G. St r o ßm a yer denselben beglückwünscht, worauf er das Dantschreiben des Bischofs verlas, welches vom Geiminderathe mit Beifall ausgenommen wurde. Ge-meinderath Dr. Tavcar stellte den Dringlichleitscmtrag, es sei aus der Mitte des Gemeinderathes eine dreigliedrige Deputation zu wählen, welche Bischof Stroßmayer am 19. März, dem eigentlichen Festtage der Iubelmesse, in Djakovar persönlich beglückwünschen solle. Die Dringlichkeit des Antrages wurde ohne Debatte sowie der Antrag selbst nach kurzer Begründung des Antragstellers einstimmig angenommen. In die Deputation wurden por aoolHiuatioiioill gewählt die Gemeinderäthe: Dr. Tavcar, Ivan Hribar und Oroslav Dolenec, welche sich auf eigene Kosten nach Djakovar begeben. Gcmeinderath Ravnihar referierte hierauf namens der Finanzsection über die Rechnungsabschlüsse der Stadt-casse und der mit ihr vereinigten Fonde pro 1886. Die ordentlichen Einnahmen betrugen 159.736 fl. 1',^ kr., die außerordentlichen 50.248 fl. 8'/^ kr,, die durchlaufenden Einnahmen 15.549 st. 19 kr., zusammen daher 225.533 fl. 24 kr/, um 9989 fl. 76 kr. weniger, als präliminiert worden war. Die ordentlichen Ausgaben betrugen 143.930 st. 73'/^ kr., die außer« ordeutlichen 66.937 fl. 43 kr., die wechfelnden Ausgaben 13.817 fl. 23 lr., daher um 32.615 fl. 57 kr. weniger, als präliminiert worden war, was sich daraus erklärt, dass der für den Bau der neuen städtischen Knabenvolksschule präliminierte Betrag noch nicht in Anspruch ge-nommen wurde. Der Referent constatierte mit Befriedigung, dass nunmehr die städtische Inventarialrechnung durch den Stadlcommissär Krizaj vorgelegt worden ist, uud stellte noch eine Reihe von Anträgen, welche aus eine Aenderung der bisherigen Form der Rechnungslegung abzielen. Der Gemeinderath hat dem Antrage des Referenten, den Rechnungsabschluss pro 1886 zu genehmigen, sowie den übrigen gestellten Anträgen zu» gestimmt. Vicebürgermeister Vaso Petricic referierte namens der Finanzsection über die am 25. Oktober 1887 vorgenommene Scontrierung der ftädtifchen Casfen, welche die vollkommenste Ordnung ergab. Der Bericht wurde zur Kenntnis genommen. Gemeinderath Dr. Start° referierte namens der Finanzsection und beantragte, den städtischen Detectiven, welche durch Eruierung von 111 verheimlichten Hunden die Taxe von 440 fl. an Hundesteuer einbrachten, eine Remuneration von 40 st. zu bewilligen und den Stadtmagistrat mit der Repartierung zu beauftragen. Der Antrag wurde angenommen. Gemeinoerath Dr. Tavcar referierte namens der Section für die Errichtung einer städtischen Sparcasse über die vom t. k. Ministerium des Innern mit Erlass vom 9. Februar d. I. angedeutete Aenderung der einzelnen Paragraphe der Statuten der städtischen Sparcasse. Der indessen ------- steigend "2wök»msch, so dass ich. auf die Gepäckstücke be", vom? '""^ auslugte. Ich sah nun, wie Kna-W,ze N l?","^ her durch das hohe Gras kriechend, Agenden l "°" Magma zu dcu auf dem Boden ^"rden ^"anzuschleppen suchten. Zwei meiner Leute ^ewehre k- ""bewaffnet, aber gedeckt durch unsere zuweise«' 3?ausgesendet, um die Eingeborenen weg-^ ander? y'l^ ^""6 auch. aber sie versuchten nun von der ? s l °^ Angriffes. Die Expedition wurde Ü?chtlick,A"^ von Proviant ausaeschwsfen, während ^nd a l? das Gras rund um das Lager iu ."tch k,.,,? .w"de. Dann ließen sie ihre armen Efel ^ halb ^^' ""b da die Jagd lus war. stürzte "°he die w?s <. ^ zum Lager hin und hätte bei-cn Auch ^"deu niedergetreten. 3'"tnbo ^ " "ächste Stamm unter dem Häuptling > ^erii dni(' s"'^ freuudlicher, die Leute halfen den "" Gentl m """ anvertraute Gut zu stehlen. Niambli. ?."s den L wi "" kW" ewigen teuflischen Lächeln w sen. hH"' v"lmigerte es dann. die Leute zu w ^ersuch. "" ^""ls mit denselben getheilt hatte. Micht H ^ auch. feme Gäste zu vergiften, welche !""' Hund . /"^6l und vereitelt wurde, dafs man 5'^ von k/. ^Zuckungen verendend fand. welcher °? Flamen di.Ä^"!""' Milch genossen hatte. Auch - . brs Laapr« ^n^burenen einen uächtlichen Urbcr-si? ,aedeÄt?'^?>' unterstützt durch die Finsternis ^ "berall r.s. ? " riesigen Termitenhaufen, welche di> ,öum Öl?;!'' auszuführen beabsichtigten. Ä. ^'wursi.6 ,i?«'' Reisenden gerirth hiebei durch 3'"d. und?!'t emes Eingeborenen das Gras in i° ^' ersnäs^ ^dulch das Land ringsum beleuchtet « UchH ^' Hilub die Angreifer und konnte tr«s^isende>,-^Welsen. Iu Niambo's Reich hatten ^ <Ü>en d.i""""l mm' schrecklichen Anblick. Sie ^"schens^? Vm""' der stark mit Früchten, mit '^"schadeln und Assagais behängen war. 5 » liNachdrucl v,rboten> Stolze Kerzen. Roman aus dem Engl < schen. Von Max von Weißenlhnrn. (87. Fortsetzung.) «Ist, was Sie sagen, Ihr Ernst?» fragte Frau Vaughan leise. «Mein Ernst. Valerie. Sie sind grausam, wie können Sie zweifeln! Und doch. ich verdiene Ihren Zweifel! Können Sie mir verzeihen?» Sie blickte ihn an und entgegnete sanft: «Eugene, ich habe Sie stets geliebt, das soll« ten Sie wissen. Was ist die Liebe nicht zu verzeihen bereit?» «Geliebte, du willst also mein werden?» .Ja!» flüsterte sie. ihm iu die Arme sinkend. Es war bereits spät. als der Graf nach Hause zurückkehrte. Ihm war leicht und froh zu Muthe; denn da Sidonie ihm einmal unwiederbringlich verloren schien, war er froh. sich die schöne Witwe uud ihr Geld gesichert zu haben. Er fand den Kammerdiener in offenbarer Ungeduld seiner harrend. «Ich konnte Ihr Kommen kaum abwarten, Herr Graf,» redete dieser ihn an. «Ich habe Nachrichten, welche Ihneu Freude bereiten werden. Das Fräulein de Ilaine ist in Paris!» «Wie. meine Cousine? Unmöglich!» «Nein. Herr Graf, nicht unmöglich! Ich bin meiner Sache gewiss. Ich sah sie heute in der Rue de PentlMre; sie fuhr iu eiuer prächtigen Equipage.» «Hier — Sidonie — hier? O. ich Thor! Ver-wünscht mein Geschick!» rief der Graf vernichtet. Nahezu begegnet. «Mama. ich fürchte fürwahr. Elise Dupont ist krank,» sprach Isabelle Delange. aus dem Zlmmer ihrer Gesellschafterin kommend. ' «Ich hoffe, du täuschest dich.» entgegnete beunruhigt die Mutter. «Es zeigen sich doch keine Symptome von Fieber?» «O nein, uichts derartiges; ihre Nerven scheinen stark gelitten zu haben.» «Vielleicht bedarf sie der Ruhe. Nicht, als ob ihre Pflichten befonders schwierige gewesen wären, aber sie hat doch nie einige Wochen der Ruhe gehabt, seit sie Gesellschafterin ist. und stets einen Posten nach dem andern übernommen, ohne einen einzigen Tag sich selbst leben zn können.» «Das ist es, was Elife andeutet. Sie sagt, sie habe eine alte, vertraute Freundin in Vaugirard und fragt mich, ob ich sie fiir kurze Zeit entbehren könne, damit sie diese besuche.» «Natürlich willigst du ein, mein liebes Kind?» «Ich gestehe, Mama. dass ich es nicht gern thue, und wenn sie wirklich kiank werden sollte, würde ich sie viel lieber hier behalten, um sie pflegen und behüten zu können; doch ein derartiger Hinweis brachte sie in eine solche Aufgregung, dass ich sogleich davon wieder Abstand nahm.» «Isabellc, ich verstehe Vllse's Empfindung. Wenn man krank ist. fühlt man sich nirgends so behaglich, als an dem Orte, welchen man als Heim anzusehen gewohnt ist.» «Das ist richtig, und ich fehe fchon, dafs ich nachgeben mufs. obgleich ich sie bei dem Arrangement des Costümfestt's bereits als meine rechte Hand ansah.» «Hast du Elise schon die Erlaubnis ertheilt, zu aehen?» «Noch nicht. Ich sagte ihr, wir wollten abwarten, wie sie sich befände, nachdem sie geschlafen habr, denn als ich von ihr gieng. fühlte sie sich ermüdet und meinte, der Schlaf werde ihr gut thun.» Sidonie hatte sich niemals weniger versucht ge-fühlt, der Ruhe zu pflegen, als gerade jeht. Angst und Luibachcr Zeitung Nr. 57. 484 9. März 1888. Referent betonte, die Aenderungen betreffen lediglich einige! nicht belangreiche Zusähe, welche er daher zu acceptierem beantragt. In der Detailberathung sämmtlicher Paragraphe der Statuten wurden dieselben sodann acceptiert und der Stadtmagistrat beauftragt, dieselben ehethunlichst zur Ge» nehmigung vorzulegen, was ohne Debatte genehmigt wurde. Gemeinderath Hrasky referierte namens der Stadt« verschiwerungs-Section, es sei nach dem vorgelegten Be« richte der der Stadtgemeinde überlassene Platz vor dem Landesmuseum Rudolftnum derart mit Gartenanlagen zu versehen, dass dadurch die geplante Straßenregulierung nicht gestört werde; weiters sei an der Kreuzung der Triesterstraße und der Knafflgasse ein Wetterhäuschen in der Form einer viereckigen Pyramide aufzustellen, mit den nöthigen Aufschriften und Instrumenten zu versehen und zur Herstellung dieser Adaptierungen vorläufig die Summe von 500 st. zu bewilligen. Gemeinderath Ravnihar beantragte, es sei die Leitung des Museums zu ersuchen, die Obhut des Wetterhäuschens zu übernehmen, worauf sämmtliche Sectionsanträge mit dem Zusatzantrage des Gemeinderathes Ravnihar angenommen wurden. Um 6 Uhr abends wurde die öffentliche Sitzung geschlossen. ___________ — (Die Kronprinzessin in Abbazia.) Gestern vormittags erschienen drei Torpedoboote Seiner Majestät Kriegsmarine vor Nbbazia und manövrierten vor der Frau Kronprinzessin. Dieselbe winkte den Schiffen huldvolle Grüße zu. Später wurden die Commandanten der hohen Frau vorgestellt und von derselben huldvollst empfangen. — (Ein falsches Gerücht.) Wie ein Lauffeuer verbreitete sich gestern abends in Laibach das Gerücht, Kaiser Wilhelm sei nachmittags gestorben. Wie die Leser aus unseren Berliner Depeschen, welche bis 12 Uhr nachts reichen, ersehen, bestätigt sich dieses Gerücht glücklicherweise nicht. Doch lauten die Nachrichten von dem Krankenlager des Kaisers sehr schlimm. Der ganze Ernst der Situation zeichnet sich in der Pu« blicierung der kaiserlichen Ordre, welche den Prinzen Wilhelm, Sohn des deutschen Kronprinzen, zur Vertretung in den laufenden Regierungsgeschäften beauftragt. Der kranke Kronprinz kehrt Samstag von San Remo nach Berlin zurück. Prinz Wilhelm hatte, als er in San Remo war, mit dem Kronprinzen und den Aerzten vereinbart, dass etwa Ende März die Rückkehr erfolge. Aus dem plötzlich ge-fassten Entschluss darf man wohl schließen, dass der Kronprinz ernstlich beunruhigt über den Zustand des Kaisers ist, und da er selbst sich besser fühlt, keinen Augenblick zögern will, für den ernstesten Fall an Ort und Stelle zu fein. — (Personalnachrichten.) Der Leseverein in St. Marein bei Laibach hat den Herrn Landespräsidenten Baron Winkler und den Herrn Bezirlshaupt« mann Mahkot zu seinen Ehrenmitgliedern ernannt und denselben gestern die betreffenden Diplome überreicht. — (Dreißigjähriges Dienstjubiläum.) Aus Gottschee berichtet man uns: Am 12. d. M. begeht der hiesige t. k. Gymnasial-Director Herr Knapp Schrecken belasteten ihr Gemüth und bannten jede Ruhe von ihr. Wenn Karl früher kam, als man ihn erwartete, was dann? Gesetzt, er träte unerwartet in ein Zimmer, in welchem sie sich eben befand, und sie standen so ein» ander gegenübel? Was sollte sie thun? Hatte er vor Isabelle Dclange von seiner Liebe zu Sidonie gespro-chen, ehe er um die ihre geworben? Nein! Eine innere Stimme flüsterte ihr zu, dass Karl Hargrave's schöne Verlobte den Namen Sidonie de Ilaine niemals vernommen hatte. Vei einer jetzt stattfindenden Begegnung abcr ließ derselbe sich nicht verheimlichen, und welche Enthüllungen musste das mit sich bringen! Konnte Sidouie Karl gegenübertreten, ohne ihn jenes Verbrechens anzuklagen, dessen dunkler Schatten in ihren Augen auf ihm lastete? Und zermalmte sie nicht, indem sie sprach, mit einem Schlage Isabelle's Glück für immer?» Die Abenddämmerung war bereits hereingebrochen, als die Thür zu Sidonie's Zimmer von neuem auf« gieng und Isabelle heremtrat. ' Auf den Fußspitzen sich dem Bette nähernd, fragte sie sanft: «Schlafen Sie, Elise?» «Nein, Fräulein.» «Sie schlafen nicht und sind in dieser Finsternis? Ich will die Kerzen anzünden.» «Bitte, thun Sie es nicht, mein Kopf schmerzt, und die Dunkelheit thut mir so wohl.» «Auch ich liebe die abendliche Dämmerstunde. Elise. ich bin gekommen, um Ihnen zu sagen, dass Mama mit Ihrem Wunsche einverstanden ist. Ich muss somit nachgeben, wenn auch mit dem lebhaftesten Bedauern. Ich hätte es so geru gesehen, dass Sie meinen Vetter Karl kennen lernten!» (Fortsetzung solgt.) sein 30jähriges Dienstjubiläum. Wie verlautet, wird aus diesem Anlasse zu Ehren des allgemein geachteten Schulmannes und großen Wohlthäters der studierenden Jugend eine entsprechende Schulfeier veranstaltet werden. — (Slovenisches Theater.) Im Citalnica-saale findet morgen abends wieder eine slovenische Vorstellung statt. Zur Aufführung gelangen das Lustspiel: «tto8p2, ki ^s bila v 1'ai-ixu» ,md die Posse: «8um no ve, k^ boöo.» Wie wir vernehmen, finden in der laufenden Saison nur mehr wenige Vorstellungen statt. — (Monatlicher Vieh markt.) Der gestrige monatliche Viehmarkt in Laibach war seitens d^r Viehzüchter Krains und der Landbevölkerung sehr gut besucht, was wohl dem Umstände zuzuschreiben ist, dass wegen der Nlattern'Epidemie der Pauli-Iahrmarkt verboten und die behördliche Bewilligung des monatlichen Viehmarktes im Februar zu spät bekannt geworden war. Auf dem gestrigen Viehmarkte wurden nach dem Ausweise der städtischen Verzehrungssteuerpachtung 121!) Stück Pferde, Ochsen, Kühe und Kälber aufgetrieben. Der Handel war ein sehr reger. Bloß für Trieft und Görz wurden an 150 Stück Hornvieh angetauft. Die Preise waren ziemlich hoch. Auch in den übrigen Geschäftsbranchen war der Verkehr sehr belebt. — (Blattern-Epidemie.) Stand der Blatternkranken am 6. März: 30 Männer, 21 Weiber und 30 Kinder, zusammen 61 Kranke. Bis inclusive 7ten März ist 1 Kind zugewachsen. In Abgang sind gekommen, und zwar durch Genesung: 1 Weib und 9 Kinder, zusammen 10 Personen. Somit verblieben in ärztlicher Pflege: 30 Männer, 20 Weiber und 22 Kinder, zusammen 72 Personen. Der Zuwachs ist somit gegen den Vortag gleich verblieben, während der Ge- , sammtkranlenstand um 9 Personen abgenommen hat. — (Die Vorschusscasse in Tschernembl) versendet soeben ihren Rechnungsabschluss für das Jahr 1887. Der Verkehr im genannten Jahre belief sich auf 119.575 fl. 52 kr. Die Spareinlagen betrugen 35.797 Gulden 70 kr. In den Ausschuss wurden für das laufende und für das Jahr 1889 gewählt die Herren: Anton Iersinovic, August Kunc. Martin Malner ic, Franz Oustersic, Anton Pavlin und Franz Oetina. In der am 12. Februar stattgehabten Generalversammlung wurde der Betrag von 148 fl. zu wohlthätigen Zwecken gewidmet. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Sau Rcmo, 8. März. Dir Abreise des deutschen Kronprinzen nach Deutschland wird als nahe bevorstehend bezeichnet. Die Abreise soll Samstag statt-finden. Prinz Heinrich dürfte bereits morgen abreisen. Professor Dr. Bergmann ist heute nach Berlin abgereist. — Der Kronprinz verbrachte wieder einen guten Tag und war lä»a/re Zeit im Garten und später auf dem Balkon. Appetit gut. Berlin. 8. März. Das Reichsgeseyblatt und die Gesetzsammlung publicieren folgenden Erlass des Kaisers an den Prinzen Wilhelm: In Betracht der Wechsel-fälle meiner Gesundheit, welche mich vorübergehend zur Enthaltung von Geschäften nöthigen, und in Betracht der Krankheit und verlängerten Abwesenheit meines Sohnes, des Kronprinzen, beauftrage ich Eure königliche Hoheit, in allen Fällen, wo ich einer Vertretung in den laufenden Regierungsgeschäften und namentlich in der Unterzeichnung von Ordres zu bedürfen glauben werde, mit dieser Vertretung, ohne dass es für die einzelnen' Fälle einer jedesmaligen besonderen Ordre bedarf. Berlin. 17. November 1887. Wilhelm. Bismarck. Berlin, 8. März. 2 Uhr nachmittags. Der Zu-stand des Kaisers ist andauernd besorssinserreqend. Die Kräfte sind vermindert, jedoch das Bewusstsein vorhanden, Fürst Bismarck weilt seit 11 Uhr im Palais. Die Arbeiten des Reichstages sollen schnellstens erledigt werden. Das Abgeordneteichaus unterbrach soeben seine Sitzung wegen ungünstiger Nachrichten aus dem Palais. Berlin, 8. März. 4 Uhr nachmittags. Für das Lebcn des Kaisers werden die ernstesten Besorgnisse gehegt. Die Kräfte sind weiter im Sinken. Er erkannte aber die Oroßherzogm von Baden, als sie heilte an sein Krankenlager trat. Auch der Hofprediger Kögel ist bereits nach dem Palais berufen worden, ebenso die Mitglieder dcs Staatsministeriums. Die Kaiserin weilt ununterbrochen beim Kaiser; auch Prinz Wilhelm. Der Kronprinz soll direct von San Remo nach Berlin übersiedeln. Berlin, 8. März, 11 Uhr nachts. Um 2 Uhr nachmittags empfieng der Kaiser den Fürsten Bismarck und sprach mit demselben. Die königlichen Theater blieben heute geschlossen. Ein soeben ausgegebenes Bulletin meldet: Der Schwächezustand des Kaisers dauert fort. Der Kaiser nimmt zeitweise etwas Wein und flüs-! sige Nahrung. Der Zustand ist im ganzen ein ruhiger. Das Bulletin beruhigte die Bevölkerung, welche durch falsche Nachricht enthaltende Extrablätter sehr eiregt ist. Berlin, 8. März. 12 Uhr nachts. Der Kaiser,! welcher nachmittags bereits todtgesagt wurde, befindet' sich augenblicklich erheblich wohler. Fürst Bismaick N>ar zuletzt zwischen 9 und M Uhr im Palais. . Lcmlicrg, 8. März. Sämmtliche Züge der Karl' Ludwig-Bahn sind bis auf weiteres infolge von Schnee stürmen eingestellt worden. Nom, ' 8. März. Die italienische Regierung übermittelte gestern dem Botschafter Grafen Menabrea d,e Gegenvorschläge, auf Grund welcher die Handels-vertragsverlMdlungell mit Frankreich wieder ails' zunehme» wären. Sofia, 8 März. Wahrscheinlich tritt der Min's"' rath morgen znfammen, um über die auf die Depe>^ des Großvrs zu ertheilende Antwort zn bera ttM Es ist nicht zu zweifelt,, dass diese Antwort conform sein werde den Erklärungen, wonach die RegienW entschlossen ist. den Prinzen uon Eoblng trotz der M ' schlage der Mächte, und selbst wenn Zwangsinaßrege"' vorauszusehen wären, zu halten. verstorbene. Den V.März. Josef Moscr. Taglöhner, 53 I-, P"'°"" danlm 50, IVlorliUi, Nri^lilii. <^», Den ».März. Franz Grilc. Buchbinders-Sohn, 15 »'« den, Alter Markt 5, Lebensschwiiche; Franz Zakotuil, Arw" Sohn, 6 I., Polanadamm 48, Darmkatarrh. <,^ Dcn 9. März. Maria Iansa, Gefangenaufsehers'^' 5 I., Chrüngasse 11, Blattern. ' Meteorologische Beobachtungen in Laibach^. ^?Ü7Mg M"4 L^SW^schwä'ch'^bewöM ^ 8. 2 . N. 740 Z 7 0 SW. mäßig bewölkt 9 . Ab. 740 9 2 0 O. schwach heiter ^ Vormittags leicht bewölkt, nachmillags windig, ^^,„^' rung, Abendruth, dann heitrr. Das Tagcsmittel der ratur 3'8", um 12" über dem Normale. ^-^ Verantwortlicher Redacteur: I. Nag lit. Danksagung. Für die zahlreiche Betheiligung an dem Leiche"' begängnisse unserer liebe» Cousine, der ssrau Marie Wragh grl>. Zlasich sowie für die herzliche Theilnahme während 'h^ langen Krankheit sprechen wir unseren tiefempfnnde' Daul aus. Umalie Savirscheg geb. Merlal, Alois Merlal. ^. Danksagung. Für die uns allseitig bewiesene Theilnahme A lässlich des Hiuschcidrns unseres Vruders, bez'ey"'" weise Onkels, des Herrn Ancas SrtschniK Pension, städtischen Vollsschullehrers sowie für die ehrende Begleitung zur lehteN ^ ^„ stättc, insbesondere der Herren College» au^,f Lrhrerlreisen, erstatten hiemit den herzlichste» die trauernden Hinterbliebene«- Laibach. 9. März 1688. ^ Umalia Vichelter geb. Kotte« glbt'," ^,ldc und im Namen der Angehörigen die traunac ^ uon dem Hinscheiden ihres unvergesslichc"' "^rU' Gatten, beziehungsweise Vaters, Sohnes uu ders, dcs Herrn Carl Eichelter Forst'Ingenieur? Leidc"' welcher am 7. d. M. morgens nach lang"" ^ i>n versehen mit dcn heiligen Sterbesacranm 29. Lebensjahre sanft für ewig entschlief- .^ l. 3" Die Beerdigung sand gestern, am f'^hofc ^ nachmittags um 4 Uhr aus dem Ort»!" Wippach statt. ^ ^ Vfarll'l" Die hl, Seelenmessen werden in der 4» zu Wippach gelesen werden. ^ .„ sconF/ Der theure Verblichene wird />"» > f^ie," Gebete uud dem freundlichen Andcnle" > Wippach am 7. März 188«. 485 Course an der Wiener Börse vom 8. März 1888. N°« ^ °fficiellen Coursblatte ^. Geld Ware !3 3 ^'«.«^ ,,„>,- .7^^^ " .50 „ lüI's.o !Ui'. ""«',?°ld«n,e 4«/ ^^»i? N ^"""' ö W. ,2,-75 ,',2- " "'t 4°/,. 1U0 fl, , ,22 50 122— z»/°"°hn!chc ..... >00 25I0I,5 Geld Ware 5"/„ Temcser Vanat . . , , n,»«» I043N s>"/„ »»fl>»r>!chc...... I24-— i(<4 7^ Andere öffcntl. Anlehcn. Do»>i>i-Ncss..^osc 5"/„ 100 sl, . ii?— ii?'5c> dlo. Änlcihc i«7«, stcuclftli iu<'7s» wo 75 ?!„lehl» d, Stad<»b Gold) .... —- — - P>ämicN'?!nl.d.Stab>l,em,Wien >«l0« i»2 — Pfandbriefe X0 30 ,s,0'!>0 dl^'. in Kl, „ „ 4"/„ . <,7 u» i«7 H5 dt!?, Pramieii'Schill^elschr^n/u >c»i 5>o I„2'— OcstHypolhcscubanl inj, 5'/,"/, l(»' 5li n»> s.n Ocst .ung, a»s vcrl, 4!///„ , . iNi-75. ,02^25, dlo. „ 4"/„ . . 9»'«0 looi« dlo. „ <"/u . . »,^«u iou'10 ll! >1. ül!,,, Vobenclcbit'Aclienges. i» Pcf! im I, i«!!ü vcrl. 5'/,"/<> — — — — Prioritllts-Obliqationen (für ,0l> sl.) Llisabcth.WeNdnhn ,. Emission - — - — sserdiuandO-^Nordbahn in Silber 9» — 9» no ssrauz Iosef'Bayn..... — — —.— OaÜzischc Karl-Ludwig. V.,hn Em. 1»«! .1,»0 fl. E, 4>/2"/n ' l>7 20 97 70 Ocstcir, Älordwestbahn . . . i0L»o ,<>l> 25. Siebenblirsscr ...... —'— — — Oeld war« Claatsbahn l. Emission . . i>'?'ü0 >9» !0 Sllbbahn l^ »°/„..... ,"/n..... il« 50 12? 50 Ung'galiz. Nahn..... „5-— 95 7« Diverse Lofe (per Stiicl). Lrcoillosc 100 sl..... i?8 ^5 17» 75 ülary'kose Rothen Kreuz, öst, Ges. v, ins!. 17— l? 3« Nubolf'i,'o!e !U sl..... z«, 50 2l — SlllM'Vosc 40 sl..... s.» hy L0 — St.'Gcnoi«.Losc 40 fl. , . 5» — 5» 75 WalbstciN'Lesc 20 sl, . , . 4«-— 4« 75 Wlndischgrätz'i,'ose »«» sl, . , 47 »0 4»-50 Vanl-Acticn (ver Ellls). Anglo>Ocstclr, Bnnl 2on fl. . 98' - 9» - Banlvcrein, Wiener, n»u fl, . ?!»'50 «u ^ Vd»cr,°^usl,.ösl,!i00s!,E.<0"/„ z,5'50 «lc— ^rdl,Änft, f, Hnnb,u,G,iu0fl, 284 7» «05 — Lredilbaül, «ll«. Uug. 2U0 s>, ««7 — »N7 5U Dcpos!>nl, ANq. 2„o fl. . 17<>-— 1?« — Eicomptc G. Niede,oft,50Usl, 517 — 520— Hvpothllenl',.ö'st,200sl,25"/„E, —-— — — Väoderb., öst, 200 sl, G, 50"/,, ..... 1^4.50 ,^.. Vcrlebrsbanl. «ll«., i40 sl, . ,<7-2^ 147.75 Geld Ware Actis« von Transport-Untcrnchmunncn. (per Stücl), Nlbrccht'Vahn 2on fl. Silber . —'— — — Älsöld.Fium.Vahn 200 fl. Gilb . l?l — 171 50 «ussiss'TePl. ltiscnb. luo fl. «M. — — —'— Uösm. Norbbuhn 150 fl. . . . IS?'— IS»' — „ Wtftbahn 200 sl. . . . - — — — Vuschtichradcr Lifb, 500 fl, c,.B,!i!>Nsl,2M. 1»» 50>i^9.7b Graz'zlc,'lach!-l(z.-B2uo!l,i,'W. —— -.— Kablcül'Nii sl,'»l'ahn N«! ll, . ^.— ^. _ Kaschaü-Ot'slb. «iisciib. 200 sl. S. —— —-Vcml'elss-d^niowift-^assY'Eisen» bllhU'G^cllschast !i00 sl ö, W, 2«s>—«06-- klcnd, ös<,°u»ss,,Triest5(,u sl,— — - Staat»«iscnl>ahn 200 sl °. W. . »13-802,4,2« Silbbabn 200 fl. Vilber . . . 74— 745« Ei!d.Nrrt>d,.Perb..U.20l>fl.— —>— „Llbcmiibl". Papiers, n, V.O. 55— eo.5,<» il^ontan-Gescllsch,. österr »alpine 2825 z» ?<> Prasser Eisen »Ind, - Gcs, 200 fl, 214-25 215 -- Salaolari, Lisenrass, 100 <.', . 102 — i«4 — Waffcnf.'G . Oeft. in W. 100 sl. , »54 — 25« — Devifcn. Deutsche Plähe...... «,45! «2 <»<> Bonbon......... i«7.^ i»7«5 Pari«......... ''0 »l, l»!»4<» Valuten. Ducateu........ «— «öl ito-Francs-Etüclc..... 10 0S» 10 07» Silber......... —— —.— Deutsche Ncich«ba»l»otcn . . «2 45 «2 !,l» Italienische Vanlno