Amillthiis Öriiafi des VCrilg ahd SchHitleitttntt Maiturg i. «t Prau, llids:aBAe Nr. 0, Pefnnift 25-611, 20-06', 29.69. Ab 18.30 Uhr ist die bchriftleitung nur auf Fernrul Nr. 28-07 err^ichban — Unverlangte Zuschriften werden nic|it rflckgesandt. — |3ei Anfrifen ist das HUckporto beizulegen. — Hostscheckkonto Wien Nr. 54.^. KWZEtPHKlf: wiiilmiliUl ft llil SatiMtn^-SonBlaf Ii Rpf Steirischdn Heimatbundet ^irscheinf wöchentlich sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahmt der üonn- nnd Feiertage). Bezugspreis (im voraus zahlbar) monatlich KM 2.10 dnSchl. Pbstge-Dühr; bei Lieferung im Streifband ruzOgl. Porto; bei Abholen in der Ucschahsstell# KM 2.—. Altreich durch Post monatlich RM 2.10 zuzUgl. 36 Rf3t. ZüStellgebtihf !Äi'. im ^ttdrbUrg-Sdrau, Ottontag> i4.6ei>t(ml>er 1942 82. ^dbroand Die U-Boot-Waffe bleibt am Feind Wliidür IS Sehlfte mit 12150D brt voMoltkt — Einbruch in den SUdteil von Stalingrad — Erfolgrelcllss StONttUppUnterntohlnen an der Wekhow-Front Pöhrtthiiip+tJÜiöTtiw, 13. Septeftibcr Üäü Oberkottifhätido der Wehrmacht gibt bekannt: Am Terek durchbrachen deutsche ThiMHH fe^ttthlf^tlrtie auB^e- baute feindlich« SteUanfeti. O ^MaMo/äk ' 4^/ hartes Weltbild Vor. Stalin^rid kämpften sich die Ah-griffstruppen trotz des zähen feinolichen Widtrttandeg nach der Erstürmung zahlreicher Kamplaniagen weiW gegen deti Stadtrand vor und drangen in den Südteil def Stadt fein. Entlastungsangriffe des Feinde« Von Nörden wurden abgewiesen. Starhie l^ätte der Luftwaffe unterstützten an deH Bi^puhkt^H d^r Schlacht die Kämpfe des Heeres, böHibardierten hti TAg tittd Nacht dte ^tätit, wodurch aus-gMihntte ^rlndfe heh^geh^f^A Wurden. Im Räum vön Rschew griff der Feind von neuem an mehreretl Stellen an. Alle Angriffe wuroen In harten Kämpfeh unter hohen Verlusten des Feindes abgeschlagen. An der Wolchow-Front wurden durch ein starke« Stoßtrüppunternehmen zahlreiche ffelntlliche Kampfsiände zerstört und elh feindliches Bataillon vernichtet, sudlich des Ladoga-Sees und an der Newa brachen feindliche Angriffe im deutschen Abwehrfeuer zusammen. Elf Pänzer uhd acht Übefsetzboote wurden dabei vernichtet. Wi^ dut-ch Sotidermeldung bekanntgegeben, versenkteh deutsclie Unterseeboote im St. Lorenz-Strom und an der kanaditehen Kfiste, tm Atlantik und vor Afrika aus G^leltzfigeh und in Eltizetjacfd in harten Kämpfen 18 Schiffe mit 12t 500 brt. Elrt weiteres Schiff wurde torpediert. Zur Zelt ist hn Atlatitlk eine neue Ge lelttugschlacht großen Umfanget Im Gange. VersMkiiigen Iralz slürhster Abwehr Berlin, 13. September Die deutschen Unterseeboote waren In der vergangenen Woche weiter unablässig am Feind und fügten seiner Versorguncs-schiffahrt rteue schwere Verluste zu. A^us Geleitztigen Und ih Einzeljagd wurden an der kanadischen Küäte, Im St. Lörtnzstrom und an der Ostküste der USA. irti Atlantik sowie vor der afrik?inlschen Westküste 35 feindliche Handelsschiffe mit insgesamt 229 500 brt versenkt. Das Oberkommando der Wehrmacht berichtet über den Her gang der Kampfe, die diesen Erfolgen vorausjringen: Der Feind hat seine Abwehrmaßnahmen auf das stärkste ausgebaut und setzt an SichcrtinfTsfahrzeugen alles ein, was er entbehren knnn, bis hinunter zu Küstenmotorbooten und Privatjachten. Oft müssen die Unterseeboote tagelang Ihre jagd Sortsetzen, bis sie endlich eine günstige Schußposition erreichen. Oeräde die stark ausgebaute fehdliche Abwehr stellt an He Kartipflcraft Und die feinsatzbereitschaft er Unterseebootbesatzungen die höchsten Anforderungen. Die Besatzung des Unterseebootes, auf engstem Raum zusammengedrängt und auf oft wochenlan-ien Fahrten zu einer harten Kampfgemeinschaft zusammengeschweißt, kann den Feind, der sie mit Wasserbomben eindeckt, nicht einmal sehen. Während der elndltche Unterseebootiäger feombe auf Bombe ins Wasser wirft, gerade dort, wo sich das Unterseeboöt vermutlich befindet, muß die Ü-Bootbesatzung, ohne einen Schuß zu Ihrer Verteidigung abgeben zu können, warten. Ihre Nerven sind dann bis zum Zerreißen gespannt, bis die Detonationen der Wässerbomben schwächer und schwächer werden. Dann wissen die Männe^: Es ist wieder einmal gut ge-gani2:ert, und aufs neue beginnt dann die Jagd nacli feindlichen Schiffen, die ohne Unterbrechung Tag für Tag und Woche für Woche fortgfesetzt wird. Die hohen Versenkungszahlen von allen Meeren, über die der Feind seinen Nachschub führt, sind ein stets neuer und unwiderleglicher Beweis für die hervorragende Ausbildung und den unverändert hohen Kampfgeist der deutschen Unter-seebootbesatzungen. Der Gegner hat es aufgegeben, von einem »Nachlassen« dieses Kampfgeistes zu sprechen. Ob mitten im Atlantik, unmittelbar vor der amerikanischen Küste, im Seegebiet Westafrikas oder des Karibischen Meeres oder im hohen Norden: überall packen die deutschen Unterseeboote zu und beweisen dem Feind die Schärfe dieser Waffen, die immer stärker wird. Während so der Feind schwerste Verluste an wertvollem Handelsschiffsraum erleidet und sein Nachschub immer empfindlicheren Störungen ausgesetzt ist, versucht er mit billigen Prestigeerfolgen die gesunkene Stimmung zu heben. Daher die Angriffe auf offene deutsche Städte, die Vernichtung wertvoller kunstgeschicht-licher Bauten, der Kampf gegen die Zivilbevölkerung. Schwerste Bomben oslwSrfs der Kolabucht Wie das Oberkonmiando der Wehr-inaclit zu den Känxpfen im holien Norden der Ostfront mitteilt, belegten deutsche Kamipffiugzeußc in der vergangenen Nacht einen Flugstützpunkt der Bolsche-wisten ostwärts der Koiabuclit mit Bomben scliweren und schwersten Kalibers. Der mit zahlreich'Su Flugzeugen belegte Platz wurde durch mehrere Bonibenrei-hen schwer getroffen, die die abgestellten Flugzeuge vernichteten und die Startbahnen nachhaltig beschädigten. Gleich-^ zeitig griffen Kampfflugzeuge die Flak-und Scheinwerfcrsteiluiigen des Flugplatzes mit guter Wirkung an. Die deut-sclien Besatzungen beobachteten während des Angriffs, daß ein großer Teil der bolschewistischen Flak- und Scheinwerferbatterien unter der Wirkung der Bombenangriffe ihre Tätigl^eit einstellte. Grosskampfzentrum Stalingrad ErbitUrt«r Nahkampf mit Flammanworfern und geballtan Ladungen — 3adai Haus ein Stützpunkt Feindpanzer, 22 Grschüfzc und Pak zerstört. Vom Wolgaufer aus wurde der Verkehr über die Kriegsbrücke, die die Bol- Berlin, 13. September Zu dien erbitterten Kämpfen um Stalingrad teilt das Oberkommando der Wehrmacht erfiränzend mit: im Festungskampf vor Stalingrad arbeiteten sich die deutschen Tri^pen nach Niederkämpfung zahlreicher Bunker in schweren Häuserkämpfen schrittweise weiter gegen den Stadtrand vor. Betonbunker und eingegrabene schwere Panzer mußten mit Flammenwerfern und geballten Ladungen im Nahkampf vernichtet werden. Heftige Kämpfe entwickelten sich in einem Fabriksgelände, wo jedes Haus, durch Ausbrechen von Scharten und Anlage von Sperren und Hindernissen zu einem Stützpunkt ausgebaut, im harten Einzelkampf mit der blanken Waffe genommen werden mußte. Kampf- und Sturzkampffliegerverbände unterstützten wirksam den Angriff des Heeres gegen den Schwerpunkt des feindlichen Widerstandes una die tiefgestaffelten bolschewistischen Stellungrssysteme. Flakartillerieverbände waren im Vorgehen mit den eigenen Angriffsspitzen an der Zermürbung des feindlichen Widerstandes hervorragend beteiligt und setzten vier bolschewistische Batterien außer Gefecht, die von beherrschenden Stellungen aus die deutschen Stoßkeile aufzuhalten versuchten. Im Südwesten von Stalingrad nahmen Verbände eines Panzerkorps im schneidigen Einsatz einige beherrschende Höhen, die sich fast bis unmittelbar an die Stadt und an die Wolga erstreckten. Die außerordentlich stark befestigten Stellungen, deren Bunker mit dicken Stahlplatten veraschen waren, wurden nach eingehender Vorbereitung durch Angriffe der Luftwaffe von den vorstoßenden Panzerverbänden vernichtet und dabei 15 schwere schewisten aus Pontons gebaut hatten, durch Artillerie und schwere Infanteriewaffen unterbunden. Besonders stark von Artillerie und Luftwaffenverbänden unterstützte Ent-lastunpangriffe unternahrtien die Bol-schewisten gegen unseren nördlich der Stadt zur Wolga vorgeschobenen Angriffsflügel. Auch hier wurden im Zusammenwirken mit Flakartillerie und fliegenden Verbänden der Luftwaffe alle Angriffe unter hohen blutigen Opfern für die Sowjets und empfindlichen Ausfällen an schweren Waffen abgewiesen, zum Teil sogar schon vor dem Heraustreten aus dem Bereitstellungsraum durch Artillerie und Flieger zerschlagen. Starke Schläge führte die deutsche Luftwaffe bei Tag und Nacht g:egen rückwärtige Teile der Festung Stalingrad. In mehreren Wellen warfen Kampfflieger Bomben schweren und schwersten Kalibers auf Flugstützpunkte, Lagerhallen und In dustricanlagcn. Volltreffer riefen starke Explosionen und umfangreiche Flächenbrände hervor. Daneben wurde der sowjetische Nachschubverkehr auf Straften und Bahnen empfindlich getroffen und mit Truppen und Kriegsgerät vollbeladene Transportzüge der Rolschewlsten zer stört. Deutsche, italienische und rumäni sehe Jäger, die zum Hegleitschutz der Kampfverbände und zu freier Jagd geffen starke bolschewistische Luftwaffenver-bände eingesetzt waren, schössen gestern in diesem Kampfabschnitt 2S Sowjetflugzeuge ab. Weitere feindliche Flugzeuge wurden durch Flakartillerie zum Absturz gebracht. D6r neu« Uberfall auf Madagaskar rd. Berlin, 13. September Nach der Besetzung der Galapagos-Inseln und anderer südamerikanischer Stützpunkte durch die USA hat nunmehr auch Churchill eine neue Aktion gegen die nur schwach verteidigte französische Besitzung Madagaskar unternommen. In der Erkenntnis, daß britische Offensiven an den eigentlichen Kampffronten nur mit Niederlagen enden, haben sich die Briten erneut auf das nahezu wehrlose Madä-gaskar gestürzt, um endlich der englischen öffentlichkeit wieder einmal einen «.y|Hwu Sch6M-Bil()trdltBst-M. »britischen Erfolg« verkünden tu können» Der erste Angriff auf Madagaskar erfolgte bekanntlich am 5. Mal d. J. Die schwachen französischen Kolonialstreitkräfte setzten damals dem englischen Vorgehen verzweifelten Widerstand entgegen, ohne jedoch verhindern zü können, daß sich die Briten iri dem wichtigen Hafen Diego Suarez festsetzten. Nach der Besetzung von Diego Suaret trat dann auf Madagaskar eine Art Waffenstillstand ein, während die Engländer den Nordteil der Insel mit Diego Suarez beherrschten, verblieb den Franzosen das übrige Madagaskar. Der neue Angriff richtete sich nunmehr gegen die Häfen Majunka, Morundava und Ambaja. Die Landung an drei verschiedenen Punicten der Insel deutet an, daß England jetzt gewillt ist, den Raub zu vollenden und ganz Madagaskar mit seinen wichtigen Stützpunkten an der Südwestflanke des Indischen Ozeans und an der Straße von Mozambique in Besitz zu nehmen. Die Londoner Begründung dieses neuen Attentats auf den Besitzstand des ehemaligen Bundesgenossen — japanische Flugzeuge hätten AufklärungsOüge über Madagaskar unternommen — ist ebenso fadenscheinig, wie Im Frühjahr beim ersten Angriff auf die Insel. Bekanntlich wurden damals angebliche japanische Pläne als Vorwand für die britische Gewalttat angegeben. Der wahre Grund für das neue englische Vorgehen dürfte jedoch in der Entwicklung im Mittleren Osten zu suchen sein. Nachdem das Mittelmeer, wie die jüngsten britischen Niederlagen bewiesen haben, als englische Schiffahrts- und Nnchschnbstraße gänzlich ausgefallen ist, soll die einzige Verbindung mit den britisch-amerikanischen Streitkräften im Nahen Osten durch weitere Stützpunkte auf Madagaskar gesichert werden. Der britische Überfall auf die Madagaskar- Seife 2 »Marburger Zcitungc 14. September 1942 Ntinmer 257 Häfen kann dah^r in engstetn Zusammenhang auch mit der jüngsten ameri-Kaniiclien Besetzung von Leopoldsville und mit anderen amerilcanischen Vorbereitungen in A4assaua und in den Häfen der afriitanischen Ostküste gesehen werden. Die neuen britischen Landur^gen auf Madagaskar stellen einerseits eiiie Ergänzung, andererseits aber auch ein Gegengewicht Churchills gegen diese USA-Maßnahmen dar. Bezeichnend und für die Politik der Allierten besonders belastend ist dabei der Umstand, daß die USA von dem britischen Vorhaben unterrichtet'waren und ihr ausdrückliches Einverständnis dazu gaben. Roosevelt hat bekanntlich in Vichy seinen Geschäftsträger, der im Regierungshotel aus- und eingeht. Der hall Madagaskar ist daher auch beispielhaft für Rooseveltsche Freundschaftsbekundungen. Die sind bisher nur platonisch geblieben, während die Praxis in der Vergewaltigung französischer Kolonialßebiete und französischer Besitzrechte bestand. Vor einiger Zeit machte eine Pariser Zeitung eine aufschlußreiche Zusammenstellung über die Verluste des französischen Kolonialreiches seit dem Juli 1940. Durch britische Angriffshandlungen oder Aktionen der im Auftrage Londons handelnden de Gaulle-Truppen verlor Frankreich vom Juli 1940 bis heute ausschließlich Madagaskar, ein Gebiet von rund 3 138 ODO Quadratkilometern und eine Bevölkerung von nahezu 10 Millionen Menschen. Dieser Gebietsverlust umfaßt fast ein Drittel des ^[csamtfranzösischen Kolonialreiches und ist sechsmal so groß wie das fratizösische Mutterland. Der Verlust an Menschen entspricht ungefähr einem Viertel der französischen Bevölkerung. Frankreich verlor in diesen gerauhten Kolonialländern reiche Rohstoffquellen, die der durch den Krieg und die Niederlage geschwächten französischen Volkswirtschaft verlorengehen. Darüber hinaus wurden, wie von offiziöser französischer Seite festgestellt wurde, bis zum 1. Jänner 1942 650 000 brt französischen Handelsschiffsraums von den Engländern beschlagnahmt und 43 000 brt versenkt. Das ist etwa ein Viertel der im Jahre 1930 im Dienst befindlichen französischen Handelsflotte. Es ist daher kein Wunder, wenn sich angesichts der neuen britischen Gewaltaktion eine ungeheure Empörung im französischen Volk geltend macht, die in spontanen Kundgebungen und entrüsteten Artikeln der gesamten französichen Presse des besetzten lind unbesetzten Gebietes zum \usdruck kommt. Keine Ruhe für Indien Churchill-Mfirch«n von d«r ..Besserung der Lage" schlagend widerlegt — Immer neu« Opfer der britischen Gewaltherrschaft Bangkok, 13. September Churchills Behauptung vor dem Unterhaus, daß sich die Lage in Indien gebessert habe, wird erneut durch eine große Anzahl von Berichten über neue blutige Zwischenfälle in Indien Lügen gestraft. Die Meldungen besagen im einzelnen: Radio Delhi muß zugeben, daß in Kalkutta sämtliche Schulen, Universitäten und Internate geschlossen bleiben müssen, weil die Unruhen nicht nachlassen. Wiederum sei versucht worden, den Verkehr in der Stadt lahmzulegen. • Dabei seien auch wieder Straßenbahnwagen in Brand gesetzt worden. Kollektivstrafen für Inder Radio Delhi berichtet ferner, daß weiteren Orten der Vereinigten Provinzen Kollektivstrafen in Höhe von 124000 Rupien auferlegt worden seien. Man habe besondere Kommandos zur Eintreibung dieser Strafen eingesetzt. Die Einhebung der Gelder stoße natürlich auf große Schwierigkeiten. Sie können nur durch Gewaltmaßnahmen durchgeführt werden. Aus der Provinz Assam wird gemeldet, daß dort 76 gefangene Inder aus dem Gefängnis in Sehet ausbrechen konnten, als ein Umzug von Kongreß-1 mitgliedern vorüberzog. Selbst mit Hilfe' größerer Polizeiaufgebote habe nur ein Teil der gefangenen Inder verhaftet werden können. Radio Delhi erklärte schließlich zynisch, daß die Polizei in Karatschi angeklagt worden sei, verhaftete indische Studenten mißhandelt zu haben. Die Regierung habe jedoch ihr Einverständnis mit dieser Behandlungsweise zum Ausdruck gebracht und die angeklagten Polizisten seien daraufhin freigesprochen worden. Panzerkampfwagen gegen die Menschenmenge Wie Stefani aus Bangkok erfährt, fiat in Kalkutta die Verhaftung eines indischen Studenten, der antibritische Manifeste auf der Straße verteilte, zu einem schweren, blutigen Zwischenfall geführt. Als die Polizei den Studenten verhaften wollte, nahm die Menge eine drohende Gesckenerle Enflaslnagsangriffe Belschewisten verloren 171 Flugieuge — Erfolgreiche Schnellbootgefechte im Kanal Bin engMsches Blnuestaiidnis Stockholm, 13. September In London fand am Samstag nach einer Reuter-Meldung ein Konzert für die überlebenden der im Mittelmeer und im hohen Norden zerschlagenen ^britischen Geleitzüge statt. Der Flottenädmiral Lord Chat-field hielt eine Ansprache, in der er bezeichnenderweise zugeben mußte, daß bereits 16 000 britische Seeleute mit Handelsschiffen im Verlauf des englischen Krieges untergegangen seien. Lord Chat-field sah sich gezwungen, weiter einzugestehen, daß »der dauernde Kampf auf ■ den Meeren den Kämpfen zu Lande und in | der 1 uft gicichkomme«. Führerhauptquartier, 12. September Das Oberkommando der vi^ehrmacht gibt bekannt: Südlich von Noworossijsk nahm Infanterie in harten Kämpfen das letzte Küstenfort. Am Terek-Abschnitt durchbrachen deutsche Truppen feindliche Stellungen und vernichteten Batterien. Vor Stalingrad dauern die harten Kämpfe um die Befestigungsanlagen an. Entlastungsangriffe des Feindes wurden abgewiesen. Der feindliche' Nachschubverkehr war wieder das Ziel schwerer Luftangriffe. Außerdem wurden bei Nacht Stalingrad und Flugplatzanlagen nördlich der Stadt bombardiert. Südostwärts Rschew scheiterten erneute Angriffe starker feindlicher Kräfte am zähen Widerstand der deutschen Truppen. Südlich des Ladoga-Sees und aus Leningrad führte der Feind vergebliche verlustreiche Angriffe. Deutsche und kroatische Kampfflieger fügten dem Feinde schon in der Bereitstellung hohe Verluste zu. Im hohen Norden bekämpfte die Luftwaffe feindliche Truppenlager und Flugstützpunkte. Die Sowjetluftwaffe verlor am 10. und | 11. September in Luftkämpfen, an denen auch italienische, rumänische, spanische und ungarische Jäger beteiligt waren, und durch Flakartillerie 171 Flugzeuge. 14 eigene Flugzeuge werden vermißt. Während der ersen zehn Tage des September verloren die Briten an der ägyptischen Front insgesamt 170 Panzer- und Panzerspähwagen. An der englischen Südküste und im Südosten der Insel erzielten deutsche Flugzeuge am gestrigen Tage Volltreffer mit Bomben schweren Kalibers in Industrie- und Verkehrsanlagen. An der Küste der besetzten Westgebiete wurden zwei feindliche Flugzeuge abgeschossen. In der Nacht zum 11. September hatten deutsche und englische Schnellboote Ge-fcrhtsberührung im Kanal. Ein feindliches Boot sank sofort. Weitere Boote drehten nach zahlreichen Treffern zum Teil unter starker Brandentwicklung ab. Der itslienisdie Welinmiilillieridit Rom, 13. September Der italienische Wehrmachtbericht gibt bekannt: An der Ägyptenfront die übliche Aufklärungstätigkeit. Zwei Spitfires wurden von deutschen Jägern im Luftkampf abgeschossen. Ein weiteres Flugzeug wurde von der Flak von Tobruk zerstört. Das im gestrigen Wehrmachtbericht als nicht zurückgekehrt gemeldete Flugzeug ist, wie sich herausstellt, in unseren Stellungen gelandet. Unsere Verbände führten in der Nacht Bombenangriffe auf den Flugplatz von M'ccaba durch. MG-Garben, die von feindlichen Flugzeugen auf einige Bauernhäuser bei Ragusa abgegeben wurden, verursachten keinen Schaden. Eine Frau wurde verletzt. ¥ Der italienische Wehrmachtbericht vom 12. September gab wiederum die Versenkung eines englischen Unterseebootes durch ein italienisches Torpedoboot bekannt. Haltung ein. Es kam zu einem Handgemenge. Die Fensterscheiben mehrerer englischer Geschäfte wurden zertrümmert, die Drähte der Straßenbahn durchschnitten, vorUberfahrende Kraftwagen festgehalten und umgeworfen. Die Menge errichtete in den Straßen Barrikaden. Die Polizei machte mehrfach von der Schußwaffe Gebrauch. Als die Menge jedoch eine immer drohendere Haltung einnahm, ging die Polizei mit Panzerwagen gegen sie vor. Eine große Zahl von Personen wurde verhaftet. Weiter wird gemeldet, daß in Chabor in der Nähe von Bombay sich gleichfalls ein schwerer Zwischenfall ereignet hat. Eine Menschenmenge griff eine Polizei-station an, in der^sich mehrere verhaftete Inder befanden, und suchte die Inder zu befreien. Längere Zeit war die Polizeistation von der empörten Menschenmenge umschlossen. Schließlich traf aiJS Bombay eine größere Abteilung Polizeikräfte ein, die sofort mit Schußwaffen gegen die Menge vorging. Vier Inder wurden getötet, 15 verletzt. 1100 IranOsisdie RrteosgulaiiiiSM hehlen Mn Berlin, 13. September 1100 französische Kriegsgefangene aus Dieppe und Umjiebung, die für das vorbildliche Verhalten der einheimischen Bevölkerung während des mißglückten britischen Invasionsversuches bei Dieppe auf Befehl d2s Führers entlassen wurden, trafen am 12. September mit einem Sonderzug in Serqueux ostwärts Dieppe ein. An den Empfangsfeierlichkeiten der französischen BehCrden nahmen auch Vertreter der deutschen Wehrmacht und Vertrete'-der deutschen Botschaft in Paris teil. Verleihung finnischer KrlegMUizelchnun-gcn AB deutsche Offiziere. Den Kommftndeur eine» Infanterieregiments «owle dem Kommandeur des Jägerbataillons Finnland wurden vom Marschall von Pinnland Freiherr von Mannerhelm das Finnische Frelhelts-kreuz verliehen. Suhren zum KorvettenkapIMlB belkdert. Der Führer hat den Unterseeboot-Komman-danten Kapltänleutnant Reinhard Suhren, dem als 18. Soldaten der "Wehrmacht das Elchenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes verliehen wurde, wegen besonderer Auszeichnung vor dem Feind zum Korvettenkapitän befördert. GroBfeuer auf englischen Frachter In Buenos Aires. An Bord des im Hafen von Buenos Aires liegenden englischen Frachter* „Bearonesa" brach ein großer Brand aus. Die Feuerwehr war mit zahlreichen Schlauchleitungen bemüht, den Brandherd einzudämmen. Die Ursachen des Ausbruchs des Feuers sind bisher nicht bekannt. „Rum&nlsche Jugendarbeit". Zur Heranbildung eines geeigneten Führerkorps der Organisation „Rumänische Jugendarbeit" vnirde eine Kommandantenschule ins Leben gerufen. Viertgrösste Insel der Welt Madacaskar und seine Operettenkönlxln — Brlllscbe ADnexloaSKelUste schon vor XO Jahren — Madegassen mit westischem Firnis Tananarivo-- Die Stadt grellt und glüht wie eine Palette, zicKclrot, hellgelb, violett. Sie lehnt an dem rötlichen Tafelberg,' mit steil kletternden Gassen und breiten Treppen, die sich im Ultramarin des Himmels verlieren. Tananarivo heißt die Stadt der tausend Dörfer. Sic ist die Hauptstadt Madagaskars. F-inst Sitz der Operettenkönigin Ranavalun III. Das Schloß krönt noch die farbumloderte Sti'dt. Es ist Museum geworden. Man darf die Gemächer betreten. Der seidene Thron-scssel wird gezeigt, die rot ausgeschlagenen Sänften, die golddurchwirkten Gewänder. Nur die schwarze Königin kann nicht nielir gezeigt werden. Sie trank sich im E,\[l zu Tode. — So sagt man. Die Trikolore weht erst seit 1895 über Tananarivo. Zwar hatte schon Ludwig XiV. rund lOOO französische Kolonisten und 200 Soldaten um das Kap geschickt. Sie sollten den Portugiesen, Holländern und Briten zuvorkommen, den Seeweg nach Indien sichern, aber die Fa'irt auf dem träge schaukelnden Schaluppen dauerte ein Jahr. Das Heimweh fraß sich in die Herzen der Siedler. Sie kehrten um. Wir sagten es schon: Die eigentliche Annexion erfolgte 1895. Man muß davon erzählen, von dem Todesmarsch der 15 000 lus Prankreich eingeschifften jungen Soldaten, der Pioupons. die sich fiebernd durch den Dschungel schleppten, um eine«" hi'it'«;chen Geschwader zuvorzukommen. Die Pioupons waren von Majunga aufgebrochen, mit schmetternden Clairons, wehenden Trikoloren, eine kleine, aber schlagkräftige Streitmacht, die dem lianenverhängten Lauf des Betsiboka folgte. Über ausgetretene Viehpfade hastete die Truppe vorwärts stolperte und starb — sta#b, ohne einen Schuß abgefeuert zu haben. Ruhr, Malaria, Gallenbrechen--- Die Kaimane sahen nicht mehr auf. wenn die Leichen der weißhäutigen Soldaten den Fluß hinuntertrieben. Die Kaimane waren satt. 3000 Soldaten erreichten das Platteau von Tananarivo, schlugen ihre Lagerzelte vor der bizarren Silhouette der befestigten Stadt auf, erschöpft, müde, krank. Am Morgen bliesen die Clairons zum Sturm. b Uie Eroberung Tananarivos Klingt wie ein Märchen. Ranavalun hißte das weiße Tuch der Kapitulation nach der ersten im Schloßhof krepierenden Granate. Das Geschoß schlug ein paar Meter neben einem riesigen Munitionsstapel ein. Die bestürzten Minister malten der schwarzen Majestät aus. was geschehen wäre, wenn der französische Richtkanonier ein wenig mehr links gehalten hätte — das Schloß, der Thron und Ranavalun höchstpersönlich wären in die Luft geflogen. Das aber wollte Ranavalun nicht. Sie wurde Pensionärin des Staates mit 6.^ Millionen Franken Ruhei?eh:jU. Sie lebte in A'sr'T, üppig, verschwenderisch, genußsüchtig. Als sie starb, hatte ihre Hofhaltung 95 Millionen verschlungen. Das war Frankreichs Preis für Madagaskar, für die viertgrößte Insel der Welt, 1600 Kilometer lang, 550 Kilometer breit, 616 450 Ouadratkilometer groß, 3,7 Millionen Einwohner — ein gutes Geschäft, wenn man die Pioupons aus dem Gedächtnis strich, nach denen Fieber und Krokodile schnappten, Tananarivo-- Das klingt wie Musik, wie Lied und Geplauder der hellhäutigen oder samtschwarzen Madegassen, die in den Gassen und auf den Treppen hocken, sanftmütig und heiter. Hunderttausend drängen sich in den spitz-giebeligen, mehrstöckigen Häusern zusammen, ein verspieltes malaiisches Völklein: Hovas. Kreolen, Inder, gelbschimmemd wie Bambus, dunkel getönt wie Mahagoni, aber alle nennen sich Madegassen und sind zufrieden auf ihrer sonnengebadeten, duftüberströmten Insel. Der Reis wächst vor der Stadt in grünen Stauden, riesige Zebuherden weiden auf den Savannen, von den Antandroys, den dunklen Hirten, betreut. Die W.eiber sind schön wie Orchideen und lassen sich pflücken-- Es läßt sich leben in der blütenübertupften Stadt, die in der roten Talwanne liegt, flußumspült und kletternd wie die Noten eines frohen Liedes, — umrauscht von Bananenstauden, Feigen- und Brotfruchtbäumen. Da nimmt man geduldig die wirbelnden Zyklone in Kauf, die im Indischen Ozean aufspringen und dann mit Sturzfluten das Land peitschen. Sie gehen vorüber. Die Sonne scheint wieder, ein Bad im Fluß. Falter taiuneln tulpenbunt. wie man selbst durchs Dasein taumelt. leicht und schwerelos.-- Madagaskar, ein letzter Rest eines aus-einandergebrochenen, in Ozeanen versunkenen Kontinents, auf dessen vulkanisches Hochplateau sich Tiere und Pflanzen retteten, die es sonst nirgendwo gibt, Vögel und Falter, Lurche und Amphibien.-- Sechster Erdteil? ^ Die verträumten Madegassen haben sich nie den Kopf darüber zerbrochen, Sie kamen mit Ihren Einbäumen von den volkreichen Inseln des Pazifik. Wann? Sie wissen e« nicht, Sie .waren da. Sie wurden Herrenschicht, Adelskaste, Hovas, und ließen sich im Filanzana tragen, dem Tragstuhl mit aeti langen Bambusstangen. Sie fanden an, den Kopf In die Bücher w stecken, erst in den Lyzeen, dann in der Akademie Madegasse, dem weiß getünchten Haus in der Hauptstadt. Es lockt sie weniger die abstrakte Weisheit aus dickleibigen Foli-^ anten als die schöne Lohntüte, die man im Staatsdienst oder in den Handelskontoren empfängt, als mittlerer Beamter in Tanana-rivo oder als Kontorist in Tamatave, Majunga oder Diego-Suarez, dem Haupthafen Madagaskars, wo die Kulis Reis, Kaffee, Fleischkonserven, Maniok und Häute in die Frachter tragen. Schätze der meerumblau-ten Insel, von der man unter dem Palmdach raunt, sie sei ein aus dem Weltenraum ge-stürzter Stern, so schillernd, so schön, so geheimnisvoll----Erich Winter Druck and Vertat' Mirburzef Vertm- «nit DrocVtrel-Oes. m b. H - VerlaKtleltonii; Ctoo BaumKirtner* HiuPtschrlltlelteT • Anton OenchiCK" •!!# In Mirbort j d. Drau Bidmie 6 Zur Zelt fOt Anzeiien die Prelilittr Nr. 3 von I. Jnll 1943 cOltlK. Ausfall der Lleleruns de« Blattet bei höherer Gewalt oder netricbissifiruns «Ibi keinen Aniorucli auf UUcktuhluns det Besuctgeldea Zeitung« 14. September 1942 Seite 3 üsemaJlbifmUaßiifMä mtlof. mto^ tu^et V^riw^if^lt^r Widerstand d«r Sowjets — Deutsche Angriffskraft wächst unaufhörlich — Stück um Stück wird aus dem Verteldfgungssystem herausgebrochen rd. Vor Stalingrad im September Die Sowjets leisten verzweifelten Widerstand in Stalingrad. Aber ein Kilometer nach dem anderen wird aus dem Verteidi^ngs-system herausgebrochen. Die Infantene hat es schwerer denn je. Die Divisionen sind nach den Strapazen der neunwöchigen Offensive auch zahlenmäßig geschwächt. Die Bolsche-■wisten aber haben vor Stalingrad alles, was sie an Reserven noch zusammenluatzen konnten, in die Schlacht geworfen: Garde-divisionen, mehrere Panzerbrigaden, sibirische Regimenter der Femostarmee. »Oeleitzdffec zwischen Don and Wolga Die Panzer- und- motorisierten Verbände, die in kühnem Vorstoß zuf Wolga durchbrachen, haben über eine Woche lang ihre weit vorgeschobenen Stellangen gehalten und den 'Angriffsraum ständig erweitert. Hinter dem Panzern schlugen die Gegenangriffe der Bol-schewisten wie die Wogen der Flut zusammen — die Panzer- und Mot.-Divisionen waren eingeschlossen. Im Sturmangriff wurde die Dutchbmchsstelle wieder geöffnet und die Nachschubstraße zwischen Don und Wolga freigekämpft. Hunderte von Bolsche-wisten haben dabei ihr Leben eingebüßt, ihre Leichen liegen heute noch neben der Roll-l)ahn, über die pausenlos Tag und Nacht die Kolonnen des Nachschubs mit Munition, (Treibstoff und Veroflegung nach Osten fahren. In den ersten Tagen des Angriffs konnte der Nachschub nur in »Geleitzügen« unter dem Feuerschutz der Panzer und Flak-Kanonen nach vorn gebracht werden. Nun ist die Straße längst freigekämpft und der Feind nach Norden und Süden abgedrängt. Teile der Rollbahn liegen zeitweise unter dem Störungsfeuer der sowjetischen 'Artillerie, aber dieses Feuer stört keinen der Fahrer, die — selber »stur wie Panzer« — ihren Kameraden vom die Munition und den Sprit bringen. BachstiUbBch schrittweise vorgekämpft Die Infanterie hat sich in einzelnen Abschnitten buchstäblich nur schrittweise vorkämpfen können. Zähester Widerstand mußte nbrochen, aus einem Loch und einem Bunker nach dem andern mußten die Bolsche-wisteo hinausgevrorfen werden. Das Feuer der feindlichen Artillerie und Granatwerfer trommelte auf die deutschen Stürmer und da-zwischeii mischte sich das dröhnende Konzert der sowietifchen Salvengeschütze. Tagsüber beherrscht die deutsche Luftwaffe voll-kontmen den Luftraum, nur wenige sowjetische Bomber oder Schlachtflieger getrauen rieh ^ in die Front. Nachts aber summen und brummen die Motore der Sowjet-Bomber am Himmel imd der Horizont ist gerötet vom Feuer detonierender Bomben und vom Flammerschein der Steppenbrände. Inzwischen ist die Bahnlinie Moskau-Stalingrad auch von der Infanterie erreicht und in großer Breite überschritten worden. Längs dieser Bahn wird nun der Infanterieangnff nach Süden, mitten auf das Stadtzentrum von Stalingrad za, vorgetragen. Sowjetische Panzer versuchen immer wieder, den Angriff aufzuhalten; sie sind In gut getarnten Rampen-stellungen, die sehr schwer festzustellen sind, eingebaut und schießen ein unregelmäßiges Störungsfeuer von der Flanke her. Auch der Bahndamm Hegt ständig unter Artilleriefeuer. Und trotz all dieser Schwierigkeiten, Widerstände und Hindernisse geht der Angriff weiter .vorwärts und der eiserne Ring um Stalingrad schließt sich von Tag zu Tag enger. Sowjet-Cntlastungsversiiche bleiben vergeblich Es ist die gleiche Situation, welche die Bol-ftchewisten vor einem Jahre bei der Verteidl- gung^ der Festung Kiew am Dnjepr erlebten. ie werden immer mehr eingeschnürt und auf engem Räume zusammengedrängt, wäh- sten Druck auf die Ncwdflanke sich Entlastung zu verschaffen. Dort rollen Tag und Nacht die massierten sowjetischen Panzerangriffe, die immer wieder abgewiesen werden. Auch nach Norden zu hat der deutsche Angriff weiteren Raum gewonnen — die Flankenbedrohung der Angriffs- und Einschließungsfront um Stalingrad wird dadurch ausgeschaltet oder doch stark abgeschwächt. Und Tag um Tag neigt sich die Waage der Entscheidung mehr und mehr zu unseren Gunsten. Jeder Kilometer, den unsere Divisionen den Bolschewisten entreißen, schließt den Ring um Stalingrad enger und fester und zermürbt die Widerstandskraft der Bolschewisten. Kriegsberichter Oswald Zenker, PK Im Siden der bolschewistischen Fesliig Stalins Steppenbunker wurden übcrrannt — Drei Divisionen bilden einea StoBkell — Deut-sehe und rumänische Verbände Seite an Seite rd. Südlich Stalingrad, im September Nachts begann es zu regnen! Die Soldaten, die um diese Zeit in die Bereitstellung fuhren, waren nicht böse darüber. Im Gegenteil! Sie tauchten in den Regen wie in ein erfrischendes Bad, sie atmeten seine Feuchtigkeit mit gierigen, verstaubten Lungen und ließen Ihre gebräunten Ledergesichter durch den stürmischen Wind, der ungehemmt über die Steppe raste, mit Wonne durchkneten. Nach Wochen — oder waren es Monate? — drückender, dörrender Hitze, nach Wochen erstickenden Staubes, der erste kühlende, reinigende Hauch — konnten sie sich mehr wünschen an einem Morgen, da es um mehr Wolkengebirge wie bizarr gebaute Felsen auf dem Horizont. Aber zwischen ihren steil aufstreifenden Graten und Gipfeln kurvten jetzt Stukas und Kampfflieger, lauernd ihre weitgeschwungenen Kreise ziehend, bis sie dann plötzlich — einer nach dem andern — vornüberkippten und unter furchtbarem Aufheulen herniederstießen. Wie wild aus der Erde zischende Geister brachen die Fontänen ihrer Einschläge dann hervor und standen unbekannten abenteuerlichen Gewächsen gleich vor lehmfarbenen Staubnebeln, -Ä 0 '■M I I \ Fi f PK-Aufnahme: Krieusberlchter Vieth (Wb.) Schwere Fcldhaubilze im Angriff auf Stalingrad ging, als in allen Gefechten der letzten Zeit zusammen! Stahlblaue, kühn geschichtete Wolkenberge türmten sich dann bei Tagesanbruch auf der eintönig schmutziggelben oder schwarzveraschten Steppe — eine grandiose. Iieroisciie Kulisse für den Feuerschlag, mit dem die deutsche Artillerie zur selben Stunde die gegnerischen Stellungen zu zerhätnniern begann. Die Landser, die den Stahlhelm ins Gesicht gedrückt hatten und zum Sturme bereit standen, nickten anerkennend: Die Jungens nehmen heute kein Blatt vor den Mund! Fauchendes, orseindes, krachendes Furiosum Dieses fauchende, krachende, orgelnde Furiosum — als sei die Welt urplötzlich außer Rand und Band geraten —. es war so recht nach ihrem Herzen. Jede Granate zermürbte des Gegners Widerstandskraft, und es waren Tausende und Abertausende Gra taten, die in diesen Minuten hiuüberrasten, mitten in seine Verteidigungslinien hinein, — aber sie waren auch notwendig, hier an der Front südlich Stalingrads, wo sich die Sowjets tief in die Erde eingegraben hatten und mit erbitterter Zähigkeit verteidigten. Heute würden sie trotz allem dran glauben müssen, der Anfang jedenfalls konnte nicht besser rend die Kräfte des deutschen Angriffs durch sein. Gelassen erwarteten sie den Ängriffs-die Konzentrierung der Kräfte täglich wachsen. Die Sowjets, die diese gefährliche Lage wohl erkannt haben, versuchen, durch stärk- befehl. Stunden später war die Schlacht im vollen Gange. Noch immer standen die mächtigen a Schcri-Archiv-M. Das größte Schiff der US A-Handelsf!otte ausgebrannt Der groBe amerikanische Truppentransporter„Wakefield" ist auf einer Fahrt von England nach Amerika mit amerikanischen Frauen und Kindern an Bord vor der amerikanischen Küste in Brand geraten und mußte schwerbeschädigt nach dem nächsten Hafen geschleppt werden. Bei dem über 24 000 brt großen Schiff handelt es sich um den früheren Passa-gierdampfer „Manhattan", das größte Schiff der nordamerikanischen Hnndclsflotte, das mm untei dem Namen „WaJLefieLd" als Truppentransporter verwendet wurde nerie lief auf vollen Touren, unerhört prägnant und elastisch zugleich. Meldungen, die von der vorstürmenden Infanterie zu den rückwärtigen Befehlsstellen kamen, flogen Sekunden später zu den Stukas oder Jägern empor, zwischen Panzern und Artillerie bestand Verbindung wie von Gefechtsstand zu Gefechtsstand. Ein großartiges Zusammenarbeiten aller Waffen überall. In einer Schlucht, die von deutschen Panzern längst überwunden war, feuerten immer noch vier eingegrabene feindliche Kampfwagen, Infanterie forderte Unterstützung. Minuten später erschienen Stukas, kurz darauf war der Weg wieder frei . . . Ein reibungsloses Zusammenarbeiten auch mit den rumänischen Verbänden, die an dem Angriff teilnahmen und Seite an Seite mit den deutschen Truppen marschierten und kämpften. So ging es vorwärts auf der ganzen Linie. Und wie! Das war ein anderer Krieg heute, als er zuvor durch Wochen hindurch hatte geführt werden müssen. Jeder Mann spürte es. diese gesannnelte Kraft von drei Divisionen. die iieute auf engem Räume angesetzt waren, hatte den Bolschewisten hart zugesetzt. Jetzt dieser Stoß, dieser kraftvolle Faustschlag mitten in die gegnerische Verteidigung hinein, unter den Augen des Oberbefehlshabers der Panzerarmeen, der an diesem Morgen sichtlich befriedigt das An rollen des Angriffs persönlich verfolgte. Die ersten Linien überrant — kein Halten mehr Die ersten Linien waren überrant. ehe der Gegner sich von dem Stahl- und Eisenhagel, der auf ihn herniedergeprasselt war, überhaupt nur erholt hatte. Aber ein Halt gab es deswegen nicht, er sollte heute nicht zur Ruhe kommen. Schon wurde wieder aufgesessen — und weiter gings! Weiter über diese Steppe, die keine Straßen, nicht einmal Wege kannte und schwarz und flach wie ein riesiges Ofenblech dalag und doch voller Tücken war. voller Einschnitte, die erst wenige Meter vorher sichtbar wurden, voll tiefer Schluchten, die schroff abfielen, sodaß man sich wie auf Serpentinen an ihren Hängen schlängeln ninRte. und voll zahlreicher, kleiner Erhöhungen, die, kaum sichtbar, dem Gegner alle Möglichkeiten boten. Aber was galt das alles — heute wurde aufgeräumt! So hatten die Spitzenverbände schon in den Mittagsstunden an die dreißig Kilometer zurückgelegt. Und noch immer heulten die Stukas am Himmel und schon war die schwere Artillerie nachgerückt und «erneut in Stellung gegangen, aus allen Rohren feuernd. Wal tat es. daß man sich nun vorn und in den beiden Flanken die bolschewistische \rtillpric zum Wort meldet — der Einbruch In das Stalingrader Festungssvstem war \ ollzogen, und keine Kraft der Welt würde ihn mehr rückgängig machen! Kriegsberichter Rudolf Pörtner, PK Weltbild-OKW Hauptmann Mttncheberg Der Führer verlieh dds Eichenlaub mit Schwertern zum Ritterkreuz des Eisernen Kreuzes an Hauptmann Müncheberg, stellvertretender Kommodore eines Jagdgeschwaders Das Lanil iler Argonautensage Im Südoatwinkel des Schwarzen Meeres, dort Wo heute etwa die Häfen Poti und Batum liegen, erstreckte sich im Altertum daj9 Gebiet von Kolcliia oder Asia, das fabelhafte Wunderland der Antike, zu dem sich etwa Im 14. Jahrhimdert vor der Zeitwende der Argonautenzug aus Nordgriechciiland unter dem Helden Jaaon aufmachte. Die Kolchier — fremdartige braune Gesellen, galten nach Herodot als Ägypter, die mit dem Heer dea Sesostrua um 1400 v. Ztw. dorthin verschlagen worden waren und in den Gefilden des Ingur und des Phasia, wie der heutige Fluß Rion einst hieß, sich ansiedelten. Die Kunde von dem wunderbaren goldenen Vlies und angeblich unermeßlichen Schätzen lockte die griechischen Seefahrer. Was an Wahrheitsgehalt in der Kimde vom goldenen Vlies steckt, wird uns klar, wenn wir bei dem antiken Geographen Strabo lesen, die Flüsse seien reich an Gold,* das die Barbaren mit Hilfe durchlöcher,ter Häute und vermoderter Tierfelle auswaschen, woraus die Sage vom Goldenen Vlies entstand. Aber selbst der Rion-Phasis zeigt heute kaum mehr Spuren von Gold und die Ausbeutung auch der anderen Flüsse lohnt sich nicht. Medea war die stolze Tochter des göttlich verehrten Kolchlerkönigs Aletes. Sie half dem Jason die Arbelten ausführen, die Ihm listig von Altes als Bedingung für den Erhalt des goldenen Vlieses auferlegt waren, das als Weihgeschenk in einem heiligen Hain hing. Hellige Haine, in denen Gaben an die Bäume gehängt wurden, gab es noch bis vor kurzem vielfach Im Kaukasiis. Medea galt als Zauberin. Mit ihrer Hilfe und ihrem Rat bändigte Jason ein Paar feuerschnaubender Stiere und zwang sie ins Joch zum Ackern; er erlegte die eisernen Männer, die aus der Saat der Drachenzähne aus dem Felde eivatanden. SchlielMich raubte er nach Medeas Angaben das goldene Vlies und entfloh zu Schiff mit ihr. Daß Medea, um die Verfolger, die ihr Vater König Aietes Ihr nachsandte, aufzuhalten ihren kleinen Bruder Absyrtos unterwegs zerstückelte und die Reste sichtbar auf einem Felsen aufstellte, an dem die Verfolger vorbei mußten, ist nur ein Zug in dem düsteren und grausamen Bild dieser Frau, In dem ehemaligen Reiche Kolchis am Südteil dieser westlichen KaukasuskUste sitzen heute eine Reihe von Völkerschaften: Abchasier, Mingrelier, Imerier, l^azen. Gu-rler und auch Georgier. Neben den Häfen Batum imd Poti sind im Innern des Landes die Städte Kutais am Rion und Achalzych am Oberlauf der Kura von Bedeutung. Dr. I^eonore Kühn ilowsk -rosa Kmmda ,^>0 ! ' Btanbahntn m H E. ArnMittkrfi'mmmm'X U R » • Enunw^ ^ Waltbild-QlKsc vife 4 »MiAurfw t4. S^ftember IMl 1§T 7>o£ft tmd yudtm Der MflilNintr NtihMiI Nr AdoN Si«|« Zu dem in der »Marbiirger ZUtungt am 1. d. er*chienenen Aufsatz von Dr. Otto Janda lEin vcr^Msener Cledcnktagt erhalte i ^^ir 'ein Schreiben von Gustav Siege, dem verdienstvollen einstigen Direktor des Stadttheaters Marburg. Direktor Gustav Siege gedenkt in seinem Schreiben unter anderem der im Jihre 1897 crtolsten Verleihung des Bürgerrechtes der Stadt Marburg an seinen Vater Adolf Siege. Das Original dieses Bürgerbriefes Ist noch im Besitz des Sohnes und hat folgenden Wortlaut: Herrn Adolf Siege, Theaterdirector, wird mit j:Viol Vergnügen, Wenn das man gut gehtU vleder bricht sich sein Genicke dann, wenn es ihm am besten paßt. Meinen Segen hat sie«, brutnmt sein Kamerad. Er hat das Tati-ken überwacht, klettert jetzt hinein in die Kiste und läßt den Motor warm laufen. Von Süllen setzt ein Sportfliigzeug zur Landung an. Der Rerlinerlr brüllt Hausmann zum Luft-nolizisti'n herüber, der mit der Startflagge bereitsteht. Puhiß und sanft setzt der graue Vogel mit flfii kur' geilninoienen Trairflachen auf. fv-r Polizist nirkt beifällig Ruticriandiing. denkt er. Der Junge ist lochen Malzahn. F> pfeift noch immer, reckt seine langen Knochen und will sich gerade den Fallschirm abschnallen, als ein großes grasgrünes Auto ihm vor der Nase vorbeisaust. »Hallo! Soll ich deinen Dreck fressen?« brüllt er hinterher, da sieht er erst, daß eine Frau drin sitzt, »Hol's der Henkerl Das war doch mein schönes Strandabenteuer? WaJ? sucht die denn hier?« Er kann e? sich nicht verkneifen, den Monteur zu fragen. Als er hört, daß sie noch starten ^^'II1, schüttelt ef den Kopf. »Das ist doch Quatsch. In einer haltien Stunde haben wir Windstärke acht. Hat mich jetzt schon hübsch durchgerüttelt. Startverbot ist das einzige Richtige. Noch dazu für so'n Baby!« »Da ist's schon!« grinst der Monteur und zeigt auf das kleine Auto, da* von der Wet-terstatloty her im scharfen Tempo auf das Rollfeld zuhÄlt. >Das ist der Wetferfrosch. Pa.^sen Sie auf, ich wette um zehn Zigaretten, daß die gute Frau heute nicht mehr in die Luft kommt!« Der Monteur hat recht. Startverbot. Aber wie es scheint, kann man sich drüben nidit damit befreunden. Jochen halt es nicht mehr aus. Fr geht hinüber und sagt nach kurzer Verbeugung, daß er jetzt auch nicht mehr starten würde, dabei fliege er seit sechs Jahren und habe schon allerlei schlechtes Wetter mitgemacht. lAucli nicht, wenn es um ein AWnschen-leben geht?« In kurzen Sätzen umreißt Britta das Geschehene. »Verteufeltl Diese Weiber!« stößt er hervor. Aber die Grobheit verbirgt nur sein Entsetzen vpie kleine Ottilie! Sn ein dummes , MJidel! i Jociicn ist ersiliroi'kcn bis ins Herz hinein. Doch er hat sich sofort wieder in der Gewalt. Nur nicht den Kopf verlieren! Und so lange er das Mädchen nicht tot vor sigh liegen sieht, glaubt er nicht daran. Außerdem schwimmt sie verdammt anständig. Das gibt ihm das Recht, zu hoffen. »Sie haben nebeneinanderliegende Sitze? Doppelsteuer? Großartig! Ich fliege mit. Ihre Maschine ist schneller, gnädige Frau. Wetferfrosch, ich muß fliegen! Mir können Sie das ruhig erlauben!« »Aber in höchstens einer Stunde zurück sein, Herr Malzahn! Wir haben sichere Meldung.« »Mensch, in einer halben Stunde will Ich lange im Konzert in Warnemünde sein! Los, Frau Kirsten! 'Rein in die Kiste!« .Mit kühnem Schwung setzt er hinterher. Der Motor heult auf. Bremsklötze wegl Jochen gibt Vollgas, und wie ein befreiter Raubvogel stößt die Maschine nach vorn, ist in wenigen Sekundefi schon in beträchtlicher Höhe. »Toller Bursche!« staunt der Monteur Hausmann und reißt den Mund auf. »Verbotener Kavalierstart. Aber er hat den Bogen weg! Junge, Junge!« Inzwischen ist die Maschine Uber dem offenen Wasser. Fein, daß Sie so ein tapferer Kerl sind, Frau Kirsten! Wollen wir den Spaziergang am Strande nicht vergessen und begraben?« Sie winkt ab und deutet in die Tiefe. Richtig, da läuft die lacht »Klockeberga« mit hoher Fahrt aus. Die kommen also auch! Nun gut, um so besser. Es wird schon dunkel, man muß die Augen aufmachen, wenn man in der graugrünen Wasserwüste, In dem Durcheinander von Schaum, Wellen und Wngen noch etwas entdecken will. 1 |r>chon fHnpt die Böen mit großer Geschick-I lichkcit ab. Britta sieht bewundernd auf ihn, wie er da hinterm Steuer sitzt, keine Muskel seines braunen Gesichtes zuckt, die Augen sind auf das Instrumentenbrett gerichtet- Jetzt spähen sie wieder suchend in die Tiefe. »Da!« Sie haben das Boot gesehen. Es treibt hilflos vor dem Winde. »Nehmen Sie die Pistole mit Leuchtkugelti und geben Sie Signal! Ich gehe jetzt tief herunterl Achtung!« Eine Bö packt die Maschine, daß sie lch«t und sich unwillig schüttelt, aber JochM fängt sie sicher wieder Huf. »Es wird .windig!« brüllt er. Sie versteht mehr seine Geste als seine Worte. Motoren-fMrm und Sturm reißen die Laute von «einem Munde weg ins Leere. Jetzt kurvt er ganz dicht über dem Bo6t. Eine grüne Leuchtkugel schießt nach unteA. Noch eine. So. Nun müßten die unten begriffen haben. Zufrieden nickt Jochen. Die »Klockebefga« hat verstanden und Kurs auf das Boöt genommen. In kühnem Schwung braust der Apparat über das Boot hinweg, keine drei Meter Uber dem Meer. Jochen deutet mit dem Finger hinab. Aber Britta Ivat es bereits gesehen; Wäsche, ein Kleid, ein paar weiße Schuhe, sonst ist das Boot leer. Jochen reißt die Maschine wieder In die Höhe. »Wir müssen Ottilie finden I« schreit er mit aller Stimmkraft. Britta nickt zustimmend. Sie hat verstanden. Jochen zieht Schleife um Schlcife. Es ist nicht leicht, er muß verdammt aufpassen, um den Fängen der Böen zu entgehen, die Ihn versuchen, In die Tiefe zu sclileudtrn. Aber er schafft es immer wieder. Endlich, endlich, nach endlosen Minuten taucht in den Wellen etwas Gelbes auf Nummer 257 »Martiurger Ze!hintgen ihre Kriegsauszeichnungen auf ihrem Sonntagsrock. Wie symbolisch wirkte das Bild des Vaters und des Sohnes. Der Vater trug die große und die kleine Silberne neben weiteren Auszeichnungen und an seiner Seite schritt sein Sohn In der Uniform der Waffen-ff. Vielleicht ist es sein Ältester, der einst nach ihm den Hof übernehmen wird, um die ewige Kette des Werde und Stirb fortzusetzen. Wohl bangt der alte Frontkämpfer, der die Schrek-ken des Krieges kennt, um das Leben seines Nachkommens. Doch er ließ ihn ziehen, als in den ersten Tagen nach der Befreiung des steirischen Unterlandes die Jugend zum freiwilligen Eintritt in die Waffen-ff aufgefordert worden war. Denn nur zu gut weiß wohl auch er, daß nur der Sieg in diesem Ringen dem Bauern die Scholle erhält. So kämpft der Sohn auch für sein Erbe und sichert es mit der Waffe in der Hand für sich und seine Kinder. * Das „Herzlich willkommen", das einem auch in den Straßen Pettaus immer wieder entgegenli?uchtete, war kein leeres Wort, keine billige Phrase. Die Pettauer nahmen stolz und freudig ihre Gäste auf. In vorbildlicher Weise war für alles gesorgt. Reibungslos wurden die zahlreichen Auswärtigen untergebracht und verpflegt. Bekanntschaften wurden geschlossen, bereits bestehende ausgebaut und vertieft. fm zweiten Stock des Kreishauses ist die politische Leistungsschau untergebracht. Wer die Räume dieser vorzüglichen Ausstellung verständnisvoll besichtigt, kann erst so richtig ermessen, was in diesem ersten Jahr der Aufbauarbeit im steirischen Unterland bereits alles geleistet wurde. Politische Leistungsscha« nnd Kunstausstellung Einleitend zeigt eine historische Schau da» deutsche Wesen der Stadt und des Kreises Pettau. Urkunden und Dokumente zeigen das Antlitz, das die alte Draustadt nie veränderte das auch in den Jahren der Fremdhertschaft nicht einmal übertüncht werdet! konnte. Was die Volksdeutschen dieser Stadt und alle heimattreuen Untersteirer, die sicli auch unter der Sorbenherrschaft offen zum deutschen Volk bekannten, ausstehen mußten, berichtet das Weißbuch des Auswärtigen Amtes, läßt die ,,Boykotflis'le" der Stadl Pettau ahnen. Anschließend zeigen die beiden Führungsämter ihre Arbeit auf organisatorischem und propagandistischem Gebiet. Eine Reliefkarte des Kreisgebietes steht hier, in der die Ortsgruppen des Steirischen Heimatbundes besonders hervorgehoben sind. Die Bundesschulungsburg findet eine verdiente Würdigung. In der Ausstellung des Amtes Schulwesen gebührt der Kreismusikschule besondere Beachtung. Der Pettauer Lesebogen, ein wertvoller Behelf für den Volksschullehrer, liegl auf, Flugmodelle beweisen, daß der Flugmodelbau auch unter der Jugend Pettaus zahlreiche Anhänger aufweist. Der Ausstellung des Verwaltungsamtes, das das bekannte Material in übersichtlicher Weise bietet, folgt das Amt Frauen, wo besonders der Arbeit in den Kindergmp» pen Raum geschenkt wurde. Wem gefiel wotd nicht der vollbeladene Erntewagen, rier von der ganzen Bauernfamilie heimgebracht wirdJ Wer fand nicht Freude an den bunten G«*-stalten, die aus Stroh und Papier hergestetH wurden? Das Amt Volkbifdung berichtet diirrli Wort und Zeichnung über die Erfolge «eiripf .Tätigkeit. Sportplätze entstanden in den Ortsgruppen, 12 sind bereits im Betrieh, 26 weitere werden noch im Herbst dieses Jahres fertiggestellt sein. 40 7,50 Untersteirer be* suchten bisher die Sprachkurse, zahlreich« Veranstaltungen fanden statt. Die Volkswohlfahrt hat auch Im Kreis Pettau volle Arbeil geleistet. Eine Ecke zeigt die Ausstattung eines Kindergartens, deren es derzeit im Kreis schon 25 gibt, in übersichtlicher Form sind die Aufkommen des Kriegs-WHW» 194t''42 und des Hilfswerkes des Deutschen Roten Kreuzes aufgezeigt. 4R7 836 RM erbrachte das Kriegs-WHW, 223 570 RM di« bRK-Sammlungen, Wenn man den Betrag in Fünfmarkstücken aufeinander stellen würde, könnte man für den ersten Betrag vier Säulen bis zur 54 Meter hohen Spitze des Stadtturmes aufbauen und zweieinviertel Säulen für die Summe der DRK-Sammlungen. Die Wehrmannschaft zeigt anschließend einen Querschnitt durch'Ihre Arbeit, wobei der Aufmarschplan der Standarte von der Abreise bis zur Großkundgebung das besondere Interesse der Besucher erwecltt. Die Deutsch« Jugend läßt die Vielseitigkeit ihrer Arbeit aufscheinen. Zahlenmaterial unterstreichen StorrtlS Lyrik Im Ge.sattitschaffen des Friesen Theodor Storni i.st die Lyrik nur ein Teil, aber ein entscheidender, eine Qrundkraft. die aus-strWttiftn läßt nach manchen Selten. Die AuKenbIlöksempfindunK. das Idyll, das kleine Bild also, dem aber noch die anderen Sinneseindrllcke zugute kommen, ist eine der UrsprütiKe dieser Lyrik. Klingt in Wind ein Wieeenlied. Sonne warm hernledftr sieht; Seine Ähren senkt das Korn, Rote Beere schwillt atn Dorn, Schwer vom Seren Ist die Piwr Junge Frau, was sinnst du nur? So ist es immer; stets, Ist dem empftnienen Naturblide oder Natufblldcliftn eltii un^uf-drintllche VerallgemeineruiiE eine sparsame ÜberleKunj? eiiizewebt. Der persönliche oder stellvertretftnde Qe-fülilsausdruck stellt in unmittelbarer Verbindung mit der Natur. Über die Haide hallet mein Schritt; Dumpf aus der Erde wandert er mit. Herbst ist gekommen, Frühling ist weit — Gab es denn einmal selige 2elt? Brauende Nebel geistern umher; Schwarz ist das Kraut und der Himmel so leer. Wflr' icn hier nur nicht gegangen Im Mail Leben und Liebe — wie flog es vorbei! Die Wehmut wird nicht hinweggedacht. Ja noch aus jutigen Jahren erhielt sich Stortn die menschliche und dichteriSfche Möglichkeit. die Wehmut zu pflegen, wie man wohl liebe (IrSber pflegt, aber ließ sit niemals die Oberhand gewinnen. Aus stillen Gefühlen wird Aufrichtung, Trost; Schließe mir die Außen beide Mit den lieben Händen zu! (jcht doch alles was ich leide, unter deiner Hand zür Ruh. Und wie leise sich der Schmerz Weir um Welle schlafen leget. Wie der letzte Schlag sich reget, Füllest du mein ganzes Herz. Aus dem »Trotzdem« findet Storm zu dem ermutigenden »Oetade deswegen weil« hin. »Wir wollen uns den grauen Tag vergolden, ja vergolden« heißt es Im Oktoberlled. Aus vier Quellen wird die Lyrik Storms gespeist: aus der Natur, aus dem Kltiderton, tus dem Volkslied und aus dem Humor: Zu den schönsten Meerbildern, die mit Worten gemalt worden sind, gehört dies: Um's Haff nun fliegt die MOwe, Und Dftmmrunt bricht bfcrftin; Über die feuchten Watten Spieeelt der Abendschein. Q^ues Qeflilgel huschet über dem Wasser her; Wie' Trluttie liegen die Im -Nebel «uf dem Meer. Ich Höte des gärenden Schlitttihes OftheirnnlsvoU^n Ton, Einsames Vbgelrufen — So war es Immer schon. Noch eihmal schauert leise Und schwelget dann der Wind; Vernehmlich werden die Stimmen, Die über der Tiefe sind. Die Kinderwelt Ist der Dichtung Storms verpflichtet wegen seine bei unzflhligen Weihnachtsfeiern deklamierten Ansprache Knecht Ruprechts »Von drauß' vom Walde kotntn ich her . .* Der Hutnor. ein Gut. mit dem det Norddeutsche nicht verschwenderisch umgeht, bringt hei Stonn nette Ge-blldfe Ii#fv6r: s« das heitere Efilhlcheii *Vört aHHi Katzen«, von den lunpen Katzen, die der Dichter aus Mensclilichkeit nicht tJiten lassen mochte und die sich nun zu zweifelhaftem Danke bald in beängstigender Poten-zierunc: vermehren. — In die Volksliednähe führen uns besonders ergreifend die I.ieder. die in Storms NoVelle »Immensee« enthalten sind, jenes »Meine Mutter hat's gewollt . . .« und jenes »Heute nur bin Ich noch schön , . .« Storms Przäh-hingskunst lebt zu einem großen Teil aus Storms lyrischer Kraft. Sie soll jetet Ins breiteste Ptiblikum dringen: Mit dem »Irrt-tuensee-Pilm. wie seine andere FrzÜhlkunst-Ouelle. die Dramatik, schon vor Jahren Ins breiteste Publikum eindrang* mit dem Schimmelreiter-Film, in welchem Matthias wiemanrt, unauslöschlich In unserer Erinnerung, den Hauke Halen darstellte. Dr. Johannes Günther Triomph Ihn dnisclmn FarlHlms tn jahrelanger mühseliger Arbelt haben deutsche Wissenschaftler und Techniker ein System des Farbfilms entwickelt, das- nun innerhalb kurzer Zeit schon zu außerordentlichen Erfolgen geführt hat. Nachdem Im ersten deutschen Farbtonfilm »Frauen sind doch bessere Diplomaten« die Öffentlichkeit mit dieser neuesten großen deutschen Errungenschaft bekannt gemacht worden war, ist jetzt vor wenigen Tagen auf der Biennale in Venedig mit dem Veit-Harlan-Fllm »-Die goldene Stadt« das zweite große Farbfilmwerk zum ersten Male vorgeführt worden. Der Eindruck, den dieses Werk In Venedig vor dem sachverständigen Forum aus ganz Europa machte, war außerordentlich stark. Sowohl vom kUnstleriftchin als auch vom technischen Standpunkt aus wurde der Film als der beste Farbfilm gekennzeicliiict, der bisher herRestellt worden ist. Wie stark dieser Eindruck war, geht daraus hervor, daß unmittelbar nach der Erstaufführung die Lei-tuns: der Biennale an die deutsdien Agfa-Werke, deren Techniker das Asfacolor-Ver-fahren entwickelt und zum Siege geführt haben, ein Telegramm schickte, in dem das deutsche Unternehmen zum einzigartigen Erfolg dieses Filmes beglückwünscht wurde. In diesem Telegramm findet die deutsche Arbelt an der Entwicklung des Farbfilmverfahrens durch die für die internationale Beurteilung maßgebende Stelle In folgenden Feststellungen eine besondere Atierkennung: »Dieses hervorragende Ergebnis krönt die Mühen Ihrer erfolgreichen Techniker und sichert Ihnen das Primat auf dem neuen Gebiet des Farbfilms zu. Ihr Erfolg führt uns ohne Zweifel noch größeren Prohernnpen technischer und künstlerischer Art Im zu-» künftigen Spielfilm entgegen.» An^kdot« Begleitung Von dem hochfahrenden Spontlnl, der von 1820 bis 1842 Generalmusikdirektor In Berlin war, wird erzAhlt, daß er eines Tages den Komponisten Boleldieu (1775—1834) in seinem Hause lu Passy bei Paris besuchte. Der Schöpfer der „Weißen Dame" wollte seinen Gast, den Komponisten der „Vestalin" bis mr Ausgangstür seiner Wohnung begleiten. „Mein Uet)er Kollege", sagte der Italiener hämischen Tones, „Sie beschäftigen sich derzeit viel tu sehr mit der Begleitunq." ,.S1« tind ein Fremder", erwideret Bolel. dleu, „sonst müßten Sie wissen, dsB Ich Ihnen' Aur aie TOr lelge, nicht 91« begl^ltAI" Seite 6 »Mafturger Zdhing« 14. September 1942' Nummer 257 if -^> ' y/: \ Vom StdüUurin grüßen die Fahnen ins Land Aufnahmen von Veranstaltungen, Heimabenden, Leibesübungen und Schulungslehrgängen. In einem Raum wird dem besinnlichen Beschauer die Musterortsgruppe Thomasberg vor Augen geführt. Aufnahmen zeigen samt-hrhe öffentliche Gebäude der Ortschaft, dlt mustergültig ausgestatteten Räume, das bis-herigp Schaffen. Aul Tst interessant ist die Gegenüberstellung des Verbrauchs von Zucker und Teigwaren in den Jahren 1940 und 1942. Während uiiter der Fremdherrschaft der Durchschnittsverbrauch von Zucker in Thomasberg wöchentlich 12,5 Kilogramm betrug, werden im Jahre 1942 in einer Woche 700 Kilogramm gebraucht. Auch der Mehrverbrauch der Teigwaren läßt auf eine beachtenswerte Gesundung der Wirtschaft schließen. 3,75 kg war früher der durchschnittliche Wochenver brauch gegen 145 kg in diesem Jahre. Das Deutsche Rote Kreuz, das im Kreis Pettau über sieben Dienststellen verfügt, zeigt seine bisherige Aufbautätigkeit, nennt die Zahl der Helfer und gibt einen Einblick in das Wirken dieser Organisation. Einer Ausstellung der Pettauer Handwerkskunst schließt sich eine Ausstellung der vom Arheitspolitischen Amt betreuten Industrie dieses Kreises an. Das Rassenpolitische Amf hat eine aufklärende Schau zusammenge-filellt, die besonders von der Landbevölkerung eingehend betrachtet wird. Das Amt für Landvolk bietet eine Früchteschau und zeigt auf, welche Mengen landwirtschaftlicher Erzeugnisse der Kreis Pettau abzugehen im Stande ist. Interessantes statistisches Material über die bereits durchgeführten Strdßenbauten, über die Verteilung der Wirtschaft usw., vervollständigen das Bild, das durch eine vom Arbeitsamt zur Verfügung gestellte Karte über die Wirtschaftszweige im Kreis eine klare Abrundung erhielt. In der Kunstausstellung untersteirischer Maler, veranstaltet von der Kameradschaft Steirischer Künstler und Kunstfreunde, Zweigstelle Marburg, zeigen 17 untersteirische Künstler über .50 Werke ihres Schaffens. Der Kreistag wurde mit dem großen Dienstappell im Arkadenhof des Kreishauses eröffnet. Nach einer musikalischen Einleitung, gespielt vom Peftauer Stadtorchester, begrüßte Kreisführer Bauer den Gauleiter, sowie alle Teilnehmer und gab einen eindrucksvollen Rechenschaftsbericht über die Tätigkeit seines Kreises im ersten Jahre des Bestehens. Dann sprach der Gauleiter. Der Gauleiter spricht Eingangs übermittelte er den Dank des Führers für die geleistete Arbeit, die in stiller zäher Kleinarbeit, nicht umflossen vom Glanz des Ruhmes, oft sogar unter Lebensgefahr, vollbracht wurde. Auf die ehrenamtliche Arbeit eingehend, stellte der Gauleiter fest: „Es gibt in unserem Volk im wesentlichen zwei Gruppen von Menschen. Die ei- nen, die pflügen und eggen, dabei aber nicht fragen, wer einstmals dann die Ernte ein-I bringen wird. Die anderen, die pflügen nicht, sie sähen nicht, erst wenn die Ernte heranreift, schicken sie sich an, diese Ernte einzubringen. Zur ersten Gruppe gehören Sie, zur letzten sollte in dieser großen Zeit niemand gehören". Dann sprach der Gauleiter über den ethischen Wert der ehrenamtlichen Arbeit, er stellte heraus, daß man durch Menschenführung politische Geschichte ma-j che und in den Leistungen dieser Menschen i auch nach dem Tode weiterlebe. Er betonte die Schwere, aber auch die Schönheit dieser I Arbeit. Auf die Dauer führt nur der Bessere j und Tapfere. Tapferer und besser wird man aber nur, wenn man ständig arbeitet. Wir sind der Überzeugung, daß jeder die Folgen tragen muß für das, was er tut. So auch das Volk. Weil das deutsche Volk vor 24 Jahren einmal schwach geworden ist, muß es innerhalb 25 Jahren zwei der größten Weltkriege ertragen. Der Gauleiter schilderte dann die ehr- und trostlose Zeit nach 1918. Erst der Führet hat dem deutschen Volk wieder gegeben, was man zum Leben braucht, den Glauben an unser Volk, den Glauben an die Zukunft. Der Führer gab dem deutschen Volk auch wieder den Glauben an die Gerechtigkeit des Weltgeschehens. Das Leben hätte seinen Sinn verloren, wenn es den Morden aus dem Osten gelingen würde, ein Volk zu vernichten, das nach den großen Gesetzen lebt, die ihm der Schöpfer gege- punkt dieser Veranstaltungsreihe bildete die Serenade im Arkadeohof des Kreishauses. Arbeitsmaiden der Lager Radkersburg, Weinburg und Ehrenhausen und das Pettauer Streichquartett (Lang, Fuchs, Wamlek und Brandl) waren die Ausführenden. Beste deutsche Musik wurde geboten, es war ein stimmungsvoller Abend, der durch die vorzügliche Wiedergabe der Werke die zahlreich erschienenen Freunde schöner Musik restlos befriedigte. Die Weisen aus dem 16. Jahrhundert fanden gerade im Arkadenhof einen sinnvollen Rahmen. Von den gespielten Werken verdienen die von dem Mitwirkenden Franz Fuchs stammenden Variationen über ein Thema von J. Bach, die anläßlich des Kreistages ihre Uraufführung erlebten, besonders hervorgehoben zu werden. Der Samstag klang in einem volkstümlichen Unterhaltungsabend im Deutschen Hause aus. Weckruf und Morgenfeier Der Sonntag wurde durch einen Weckruf der Wehrmannschaftskapelle und des Fanfarenzuges der Deutschen Jugend eingeleitet. Um 8 Uhr begann die Morgenfeier am Schloßberg. Am Platze vor der Jugendherberge, dem Treffpunkt deutscher Jugend, von wo man weit in das untersteirische Land blickcn kann, stand der Flaggenmast. Die Jugend war angetreten, der geräumige Platz war bis aufs letzte ausgefüllt. Der Leitsatz der Morgenfeier lautete „Deutschland wir le- n Oas Pettauer Rathaus in festlichem Schüuck ben hat. „Nur wer keinen Herrgott hat, kann an dem Ausgang des Krieges zweifelnl" rief der Gauleiter aus und hob anschließend den Widerstandswillen des deutschen Volkes hervor, das den Krieg nicht gewollt hatte, jetzt aber bereit ist, diesen bis zum Ende durchzustehen. Die Rede des Gauleiters, die oft durch langanhaltende Beifallsbezeugungen unterbrochen wurde, klang in einem Appell zur weiteren Pflichterfüllung aus. Dem großen Dienstappell folgten die Fachtagungen der einzelnen Amter. Die grundsätzliche Ausrichtung der Ortsgruppen nahm Führungsamtsleiter Braumüller vor. Den Amtsträgern wurde jenes fachliche Wissen übermittelt, das für die Durchführung der Aufgaben erforderlich ist. Eröffnung der Ausstellungen, weitere kultu-relle Veranstaltungen Um 18 Uhr fand in Anwesenheit des Gauleiters, des Bundesführers, des Standortältesten, des höheren Führörkorps so wie zahlreicher Kunstfreunde die Eröffnung der beiden Ausstellungen statt. Im Heimatmuseum wurden Führungen abgehalten, Musikzüge der Wehrmacht und der Wehrmannschaften veranstalteten Platzkonzerte, die Pettauer Singgemeinschaft sang vor dem Stadttheater Volkslieder und Lieder des neuen Deutschland. In Filmvorführungen wurde bei freiem Eintritt die neueste Deutsche Wochenschau nebst einem Kulturfilm gezeigt. Den Höhe- ben und kämpfen für Dich"; Gemeinschafts-lieder erklangen, Sprüche und Fanfarenklänge umrahmten die Ansprache des Kreisschulungsleiters, der über das deutsche Land und über die Pflichten dieses Landes sprach. In der Stadt herrschte seit den frühen Morgenstunden reges Treiben. Immer wieder kamen noch Bauern aus dem Kreisgebiet. Alles strömte zum Sportplatz, wo vor der Großkundgebung noch Sportvorführunge* der weiblichen Gefolgschaften der Betriebe sich abwickelten. Als die Zelt de« Beginnes der Großkundgebung näher rückte, nahm der Menschen-strom ständig zu. 10 000 Menschen waren versammelt, als der Gauleiter den Kund-gebungaplatz betrat. Die Meldung erklang. Dann schritt der Gauleiter mit seiner Begleitung die Ehrenkompanie der Wehrmacht ab, den Ehrensturm der Wehrmannschaft und unter den Kläaigen der Fanfaren begab er sich auf die Tribüne. Kreisführer Bauer eröffnete die Gtx>ßkundgebung. Dann sprach der Bundeaführer. Klar stellte er die deutsche Geschichte dieses L«andes heraus, schilderte das harmonische Zusammenleben des Deutschen imd des heimattreuen Steirers, das erst Im voriger. Jahrhundert von Liaibach aus gestört wurde. Der BundesfUhrer wies auf die >Stajerc-Bewegung< hin, die erfolgreich gegen die slawische Agitation ankämpfte. Erst das Jahr 1918-brachte dieser Bewegimf, die sich (rffen für ein« Abwendung von Laibaeh und ein innigM Zusammenleben mit Deutschland einsetzte, nach außen das Knd«.' In den Herzen der Untersteirer blieb aber derWunsch nach einer Trexmung von Laibaeh und Belgrad und einem Anschluß an Graz und Berlin wach. Der Ruf nach dem Führer wurde Immer stärker. Dann kam der April IMl, der die Untersteiermark helmholte ins Reich. Dem Reiche gegenüber erfüllt nun die Untersteiermark bereits Jede Pflicht. Die Untersteiermark steht in der Heimatfront in bedingungsloser Treue zu Führer und Reich. Sarkastisch rechnete er mit den Wandcrem zwischen beiden Fronten ab, die noch Immer nicht fest In den Reihen Jener stehen, dl« den Weg in die deutsche Volksgemelhschafi angetreten haben. Übergehend atif dl« gegenwärtige Kriegslage, die eindeutig den deutschen Sieg aufzeigt, forderte der Bun-desführer zum weiteren. Kampf und weiterer Arbeit für Deutschland auf. Mit der Führerehrung fand die Großkuno-gebung ihren Abwhluß. Vor dem Bürgermeisteramt am Adolf-Hltler-Platz fand anschließend der Vorbeimarsch der Wehrmacht, der Deutschen Jugend und der Wehrmannschaft statt. Die Absperrkette hielt nur schwer die Menschen von der BtraBe fem, die für den Vorbeimarsch freigehalten werden mußte. Gauleiter Dr. Uiberrelther, BundesfUhrer Steindl tmd der Standortälteste Oberstleutnant Ziegler nahmen den Vorbeimarsch ab. Stramm marschierte die Jugend, ausgerichtet und den Erfolg der einjährigen Arbeit aufweisend, die Wehrmannschaft. Damit war der Kreistag beendet.'' Mit neuer Arbeitsfreude und tieferem Olauben gehen die Amtsträger In ihre Ortsgruppen denn die Arbeit-geht weiter. IIHIIIIIIIIIIIIIHHIIIIIIIIIIIIillMIIHIIIIIIIIIIIIIIIIIItlllHMIIinillinilllt'l Sooet imd HaauH Zvei liarlNirggr PoaMshgs Die Belchsbahner beitandca dl« Feuertanff mit einem 3:0-Sieg — Kapld «ntreifit CHT beide Zähler mit 5:4 Die steirische Gauklaste brachte am Sonn tag zwei Siege der Marburger Titelanwär ter Rapid und Reichsbahn. Die Reichsbahne' bestanden die Feuertaufe gegen die BSG Rosenthal recht erfolgreich ünd besiegten nach überlegener Spielführung den recht, geführ« liehen Gegner mit 3:0 (l'O)- Die Tore erzielten Kardinar, Hermann und Prangesch. Spielheiter war Schiedsrichter Daudistl aus Graz. Weit aufregender verlief das Treffen »wischen Rapid ut»d der CilUer Sportgemeinschaft in aiU. Die Cillier begannen mit großem Schwung tind erreichten bereiU' eine Führung von 3:0. Belm Stand 3;t gingen sie in die Pause und erhöhten dann noch den Stand auf 4:2. Rapid riß «ich Jetzt ganz ordentlich zusammen und erreichte nicht nur den Gleichstand, sondern «choß drei Minuten vor Schluß den fünften siegbringenden Treffer. Schiedsrichter Skasa aus Graz. 600 Zu schauer. HarbmiKir TeiBlnpieler ii Vlea efemvoH ularteora Im Kampf um die Tci^nis-Mannschaftsmei-sterschaft im Donau-Alpenland trat die Tcn-nlsmannschaft von Rapid-Marburg in Wien zum Endkampf gegen Weiß-Rot-Weiß an. Die Marburger hielten sich überaus tapfer und unterlagen erst nach härtestem Wider-staml mit 2:3. Den Kämpfen wohnte auch 1er Reichssportführer von Tschammer und Osten bei. Im Frauenwettkampf blieben die Wiener gleichfalls mit 3:2 über den Wagenfurth' AC siegreich. : In der steirlschen Otuklasse spielten am Sonntag Kapfenberg—Donawitz 8:1. QAK--Puch Graz 5:1, Zeltweg—Pohnsdorf 4:1 und Grazer SC—Post Graz 2:2. : Deutscher Handballmeistor d«r Fraaeii wurde Stahlunion Düsseldorf mit einem 5:4-Sieg über Eimsbüttel Hamburg. Das Spiel, das in Magdeburg stattfand, mußte zweimal verlängert werden. Der Gaulalter beim Kreis tag Besichtiyung der Ausstellung; Ansprache an die Amtstrl^ier im Aalatiuata: Kotcii 2, Dcwsuk i Nummer VST »Mait>urger Zeitung« 14. September 1942 Seite 7 Untersteirlsche Schwimmer siegreich QroBe schwimmsportlich« Veranstaltung in Marburger InMibad Im Marburger Inscibad warteten am Sonri-Itaz die steirischen Schwimmer und Schwimmerinnen mit einer imponierenden Wett-kamptveranstaitung auf, in deren Rahmen auch ein Vergleitliskampf Altsteiermark— L'nterstftiermark zur Abwicklung kam. in Jem die untersteirischen Vertreter mit 42 liegen 39 Punkten einen beachtenswerten [Sieg feiern konnten. Die Abt. Rapid der Mar« burger Sportgemeinschaft, mit dem Leiter InK. Duma an der Spitze, bot alles auf, am der ersten schwimmsportlichen Veranstal-|;ung einen vollen Erfolg zu sichern, nie Ergebnisse waren: 100 m Kraul, .Männer: 1. Schell (Unter-Isleiermark) 1:10, 2. SchnabI (Steiermark) |:I1,5, 3. Pleskowitsch (Untersteiermark) :15.2. 50 m Kraul, Frauen: 1. Helga Riehk (St.) |36.5. 2. Liesl Lindenthal (Unterst.) 39,4, |3. Gundl Helm (St.) 40. 100 m Brust, Männer: I. Ramat (St.) 1:21.5, |2. Schipp (Unterst.) 1:30. 3. Qruber (St.) 50 m Brust, Frauen: 1. Friedl Wolf (St.) 43,6, 2. Friedl Winter (St.) 46,9, 3. Plevtschak (Unterst.) 49. 50 m Rücken, Frauen: 1. Lindenthal Lies! (Unterst.) 44,8. 2. Helga Riehk (St.) 48.3, 3. Albine Bajde (Unterst.) 51,2. 100 m Rücken. Männer: l. Schell (Unterst.) 1:19, 2. SchnabI (St.) 1:31,7, 3. Zippa (St.) 1:36.4. Lagenstaffel 3X50 m. Männer: 1. Untersteiermark (Schell, Kopitar. Öjner) 1:45.3, 2. Steiermark (Schmidt, Ramat, SchnabI) 1:47,8. Lagenstaffel 3X50 m, Frauen: 1. Untersteiermark (Lindenthal. Perzoglio. Balde) 2:7,5, 2. Steiermark (Helm, Wolf, Riehk) 2:11,9. Kunstspringen, Frauen: 1. Albine Bajde (Unterst.) 71, 2. Oerlinde Renntiere (St.) 37. Kunstspringen. Männer: 1. Stabsfeldwebel Wagner (Unterst.) 87, 2. Leo Zippa (St.) 42, 3. Finz (Unterst.) 36 Punkte. Im Wasserballspiel siegte die Altsteiermark Ober das Unterland mit 2:1 (1:1) nur knapp. Karl Kühn Sieger der Bachern-Rundfahrt I Glanzvoller Ablauf daa großfln Drel-Etapp en-Radrennena •— Joaef Gregorltaoh erhillt den Wanderpreis dea BondeafUliren Die zweite Bachem-Rundfahrt, die am I Sonn tag auf der' 182 Kilometer langen iRimdatrecke Marburg—Cilll—Windiachgraz ■^Marburg mm' zweiten zur Auarlch-jtung kam, geataltete aich zu einer er»t-lranglg«n radaportlichen Veranataltwig. I Unkte achon daa Eintreffen und die Abfahrt Ider zwanzig Wettbewerber in Cilll und Iwindiadigras gröfltea InterelM auf alch, ao erwarteten die einzelnen Rennfahrer In ^r« bürg eine mehr ala tausendköpfige Menschenmenge, die vor allem die Zielbahn beim Stadtpark dicht umsäumte. Auch diesmal gehörte der Löwenanteil an dem großen Erfolg den Wiener Fahreml die In Altaielster Karl KUhn auch den Hauptaieger stellten. Von den untersteirischen Titelanwärtern war dieama] Josef Gregoritach, ein Bruder des oft genannten Johann, am erfolgreichsten, der zum ersten MU den achönen EDirenpreis des Bundeaführera in Besitz nahm. Die Organisation des Rennens, die von den jnermUdlich tätigen Funktionären der Abt. Edelweiß der Marburger Sportgemeinschaft in mustergültiger Weise durchgeführt wurde iclappte wieder in allen Belan^p}.*.. In Win diachgraz nahm aich der Sache ganz beson ders Pg. Kaltenbeck an, der für eine sorgfältige Straßenbeset2ung sorgte. Es gab nur einen Unfall, den Koechetz (Marburg) schon knapp hinter Frauheim erlitt. Er mußte mit einer Gehirnerschütterung ins Krankenhaus überführt werden. Durch mehrere Defekte kamen namentlich die Marburger Reimfahrer zu Schaden, doch setzten sie dessen angeachtet das Rennen fort, wobei sich namentlich Losinscheg, Rakef und Albin Hor-wath hervortaten. Die Wiener bildeten durchwegs die Spitzengruppen und stellten auch d'e Etappensieger, obgleich sie gar oft gegen dap unterstelrische Aufgebot hart anzukämpfen hatten. Auf der Teilstrecke Marburg—Cilll (60 km) geataltete sich die Reihung: 1. Gabriel 1:42.51, 2. Kühn 1:42.52, 3. Haberl 1:42.53, 4. Podmilschak 1:43, 5. Johann Gregoritsch 1:44.28, 6. Josef Gregoritsch 1:44.29, 7. Streicher 1:50.04 , 8. Maschera 1:50.05, 9. Horwath 1:55.31, 10. Losinscheg 2:0.05. Das Ergebnis auf der zweiten Teilstrecke CUli—Windischgraz (52 km) war: 1. Kühn 1:32.34, 2. Gabriel 1:34.33, 3. Johann Gregoritsch 1:34.34, 4. Joeef Gregoritsch 1:34.35, 5. Haberl 1:34.36, 6. Streicher 1:34.37, 7. Pod-milschak 1:37.10, 8. Horwath 1:39.56, 9. Maschera 1:52.33, 10. Losinscheg 1:52.37, Die dritte Teilstrecke von Windischgraz— Marburg (70 km) ergab folgende Reihung: 1. Kühn 2:13.05 2. GJabriel 2:20.29, 3. Josef Gregoritsch 2:22.11, 4. Haberl 2:25, 5. Rakef 2:25.10, 6. Johann Gregoritach 2:27.40, 7. Losinscheg 2:27.45, 8. PodmUschak 2:31.44, 9. Streicher 2:33.20; 10. Horwath 2:34.50. In der Gesamtwertimg lautet aomit die Siegerliste: Der Chef der Zivlhrerwaltung In der Untersteiermark Der Beauftragte für die Zlvllrechtspflege ' Dienststelle Cilli 1. Karl Kühn (Tabakwerke Wien) 5:28.:(6; 2. Fritz Gabriel (Straßenbahn Wien) 37.53; 3. Jos. Gregoritsch (Windischgraz) 5:41.15; 4. Georg Haberl (Postsport Wien) 5:42.29; "i. Johann Gregoritach < Windischgraz) 6.42; 6. Franz Podmilschak (Marburg) 5:51.54; 7. Wim Streicher (Postspprt Graz) 5:53.01; 5. Albin Horwath (Marburg) 6:10.17; 9. Heinrich Losinacheg (Marburg) 6:21.12; 10. Ludwig Maschera (Marburg) 6:25. Daa Jugendrennen auf der 72 km langen Strecke Windischgraz—Marburg sah Stroh-maier (Marburg) in 2:13.09 als Sieger. Dim folgten Lokar in 2:13.41 und Schlag in 2:27.42. Unter den Ehrengästen des Rennens befanden sich der Gaufachwart Mandl aus Graz sowie die Sportwarte RelnhoM Jeglltsch und Erich Petein. Die Preisverteilung nahm In Abschluß an das Rennen der Leiter der Abt. Edelweiß Viktor Hausmaninger im Hotel Adler vor. leichtaflileienlreflen iir Marborn ■ Im Marburger Rapidstadion gab es am Sonntagvormittag ein anregendes leichtathletisches Treffen. Von nah und fern waren Vertreter der Leichtathletek herbeigeeilt, die einer Reihe hervorragender Leistungen aufwarteten. Die Abt. Rapid der Marburger Sportgemeinschaft war an den schönen Erfolgen des Tages namhaft beteiligt. Tonangebend waren die Spitzenkönner der Altsteiermark mit Pilchatsch, Babitsch, Maier-Bo-jana und Dr. Byloff. Die beste Leistung des Tages vollbrachte Gorschek von der Sportgemeinschaft Cilli im 800 m-Lauf mit 1:58,5. Trotz der großen Beteiligung — es waren 70 Wettkämpfer angetreten — verliefen die Kämpfe rasch. Die Siegerliste bringen wir in der morgigen Folge des Blattes. Eintragung •ln«r off«n«n Hmcl«lsgM«lltchaft Eingetragen wurde In das Handelsregister dea Gerichts |io Trifail am 9. September 1942 unter HR A 1; Sitz der Firma: E d 1 i n g e n. Wortlaut der Firma: Bekleidungswerke Trifail Vesta, I Gesellschaft mit beschränkter Haftunjg;, Wien & Co. Betriebsgegenstand; Fabriksmäßtge Erzeugung von Be-liileidungsartiker aller Art. Gesellschafter: 1. Vesta, Gesellschaft mit beschränkter [Haftung Wien in Wien VI, Mariahilferstraße 57/59; 2. Franz Schöbe!» Disponent in Wien VII, Westbahnstraße 48; 3. Margarethe Qompertz, Ingenieursgattin in . Wien IV, ISchönburgstraße 26. . Gesellschaftsform: Offene Handelsgesellschaft seit L Ok-1 tober. 1941. VerlTetungst>efugnis: Jeder Gesellschafter selbständig bezw. der Gesellschafter Vesta, Gesellschaft mit beschränkter Haltung Wien durch den satzungsmäßigen Vertreter. 9206 |DKB LANDBAT DES KBEISES CILLI < ' '■ AiiagcJkvsrlwt Mit Genehmigung* de« Chela der ZivUverwaituqg in der llnterateiermark uhd im Benehmen mit dam Kommandeur ■der SlcherhelUqpollzei und des SD in der Unterateiermark ■habe Ich meine Anordnung vom 16. April 1942 mit Wlrk-Is&mkeit vom Dienstag, den 15. September 1942, 21 Uhr, labgeändert und gebe aie nachatehena in der neuen Fassung IbcKannt: 1. Gaat«, Kaffeehaua- und Beherbergungsbetriebe in Idem nachatehend näher bezeichneten Gebiet der Stadt Cilll ■ (Stadtinnere) und in den politischen Gemeinden: Bftrantal, iLriacliatein, Ponigl bei (Jilii, Rohitach, Rohitach-Sauerbrunn, ISilbenheim, aetze ich die FoUzelatiuide ] (Sperrstunde) auf Uhr feat. Für aämtliche übrigen Gaat- und Beherbergungabetrlebe Ilm Kreis Cilll aetse ich die PoUzelatuiide (Sperratunde) auf jio.äO Ulir feat. 2. Fi^r daa Gebiet des Kreiaea CUü aamt den dazu-l|chbrigen KataatraJgejneinden und Ortachaften beatinune |ich die Verlängerung der allgemeinen AuagebvedHbotaeit von 21 Uhr bia ft Uhr, I Auagenonunen hiervon aind die poiitlachen Gemeinden l^iarentai, airlachaiein, Ponigl bei CiJli, Kohitach, Rohitach-Ißauerbnuto, Stlßenheim, Windiachiandaberg und von der Isiadt daa tieferatehend beaseichnete Gebiet (iJtadt-luuiere). I 3. Die FioUaei-, Gendarmerie- und Hilfapoliaeiorgane lilnd angewieaen, Peraonen, die in dec Zeit von 21 Ulur bla Ii (jhr betreten werden, anzuhalten. Nach euunaligem Anruf liüaitc wird sofort von oer Scfiußwaife Qebrauch gemaoht» Ifalla die angehaltene Person nicht sogleich atehen bleibt lund die Hänae erhebL I 4. Zuwiderhanuiungen gegen diese Anoidnung werden Igemäis Ziffer 9 aer Verordnung dea Chefs der Zivüverwal-liimg m der Untersteiermark vom H. April 1941, Verord-laun^a- '""i Amtablatt Stück 1, bestraft. I Daa Btadtinnere von 'CiUi wird wie folgt begrenzt: Im Ikiuden von der Mündung dea Loacnnltzbachea in ^e Bann, Idie Sann abwärta bia zur Woglainamündung. Die Wogiama l&iuwärU bia zum Woglamaiieg-Schlolibergstraüe bia zur Isieirergaaae, steirergaaae-GrünwieBestraße bl« sur Woglai-InabrücKe, aodann die Woglainä aiifWäj:ts bla zur Buchen-luaiie-Friedhofetrabe - Karl-Traun-Gaaae - Sannualeratraße-iHeeihovenatraße Dia zum 'Bahnübergang der Bahnstrecke Icuii_WÖUan bia zum t)bergang über den Loschnitzbach, jden Loachnltzbach abwärts bla zur Einmündung In die Sarm. Cilli, am 9. Septeml)er 1942. ges. DorttateCi Laodrai. Der Chef der Zivilverwaltung fn der Untersteiermark Sch olabtellung Auhordmrung Die Eltern, Dienstherren, Betriebsführer und Lehrherren werden nochmals. aufgefordert, alle Jungen und Mädchen im Alter von 14—18 Jahren, die sich bis jetzt noch nicht in die Allgemeine Berufsschule einschreiben ließen, am Dienstag, den 15. September 1M2 in der Zeit von 12 und von 14—-16 Uhr zur Nacheinschreibui^ in die Allgemeine Benifs* schule fn Marbtirg, Keisentraße 5, zu schicken. . Die Schttlpflicht besteht tfir tfle 14—ISjährMtW Jugend- lichen. Ea.feaben also auch Mädchen, die in keinem. Lehr- vefhä'tnls stehen, die als Haus- oder Kanzleigehilfinnen titig shid, die im elterlichen Haushalt beschäftigt werden oder die kehle Beachlftignng ausüben, tur Einschreibung zü erscheinen. Jugendliche, die vorwiegend in der Landwirtschaft beschäftigt sind, haben nicht zur Nach-Einschreibung zu kommen. Zur Einschreibung ist das letzte Schulzeugnis mitzu> bringen. Für das Erscheinen der Berufsschulpflichtigen zur Einschreibung ist diejenige Person verantwortlich, die für die Erziehung oder Pflege des Schulpflichtigen zu sorgen hat. Wer den Bestimmungen über die Schulpflicht zuwiderhandelt, wird nach Nr. 9 der Verordnung des Chefs der Zivilverwaltung in der Untersteiermark vom 14. April 1941 bestraft. 9205 Im Auftrage: Dr. big. S t n c h I y. DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT MARBURG-DRAU ErnährungMait A Buchatabe A B C D E F € Bekannimaihung Am Montag, den 14. September 1942, beginnt für die 40. ZuteUiuigaperiode eine Fischausgabe. Die Auagabe erfolgt nach den auagegebenen Nummern der eingetragenen Kun-denliate, für den geaamten Stadtkreis Marburg, lüikea und rechtes Drauufer, durch das Flachfachgeechäft Walter Abt, Marburg, Tegetthoffatraße. Für die Auagabe werden folgende Tage und Zeiten feat-geaetst: Montag, 14. Sept. 1942 G H I J K bla 2000 Dienstag, 15. Sept. 1942 € K V. 2000 aufw. L M N Mittwoch, 16, Sept. 1942 « O P Qu R Donnerstag, 17. Sept. 1942 € S Sch St U Freitag, 18. Sept. 1942 < T V W Z Samatag, 19. Sept. 1942 Bei der Auagabe der/Flache iat von jedem Veraorgungs-berechtigten die Niunmer, die Fleiachkarte der 40. Zuteilungsperiode zur Abatampelung und das notwendige Verpackungapapier mitzubringen. Um eine reibungslose Abgabe einhalten zu können, mache ich ausdrücklich darauf aufmerkaam, daß Kunden, deren Buchstabe nicht aufgerufen iat, an einem anderen Tag auch nicht beliefert werden können. Im Behinderungsfalle kann der Verbraucher die ai;^ ihm entfallende Ware im Anschluß an die gesamte Aufteilung am Montag, den 19. September 1942, beziehen. Bisher noch nicht eingetragene Kunden können erat nach dem' 19. September 1942 für die nächate Flachausgabe In die Kundenliste vorgemerkt werden. 9282 Im Auftrage: Nitzsohe. frai» Bemt .liominl Icickt übsr dis bflIisUtn Tiga hinwag, wenn sie NEO« KRATIN liltnmi. das bawAhrl« Ml««| g^en KrämpU und Koplichmcrxi NEOKRATIN Fackung au 8 Obtaitnkfpaaln RM ^ 0 4594 DiFTIfilPttllU vllfla Mt Mi aieh «■§ MiB H liMI Mia » 4te^i«a animimi mt iüeJfsiwtnin .UMIMRIofliai Erstklassige Simentaler Kiiho und Kalbinnen, hoch trächtig und mit Kälber, sind im Gasthaus >Löwenwirt«, Marburg, Schmidplatz, zu verkaufen. 9100 R Bin Haus im Unterland ohne MARBURGER ZEITUNG" AAAAAAAAÄAAAAAAAA^ Vollständig» Binbettzimmer-Binriclitiiiig oder Einzelstücke: Bett, Nachttisch, Kleiderkasten, Legekasten oder Kommode, Tisch, Sessel, Diwan, neu oder gut erhalten, dringend ai kaufen gesucht NS.-Gauverlag Steler-maxk, Marbiirg, Tegetthoffatraße 11, Fernruf 21-98. 92M Li E D E R TREIBRIEMEN FÜR INDUSTRIE, HANDEL UND HANDWERK SATTLER- UND SCHUHZUGEtiOR-GROSSHANDLUNG SPEZIALGESCHAFT FU« SATTLER RIEMER ^ TASCHNER TAPEZIERER FACHMASCHINEN GUMMI ALLER ART GRAZ GRIESGASSE 22, RUF 03-51 SHTe 8 ilkaiCnffjRr Z^rffunff Y4. Stilfeiiiltef IM ir ifw i »j Ifüimnef 257 1 Slarittbtaler Marburo a.iLOrM Montlf, 14. SoptocntMf DER raUSCHUTZ MM t ttotBftAtÜehe Op«' \ti tflrM Xkttti voA tSüM kaHfc VDtt Vnh». Meiner iHieüer »iiiiiMiiiiHiiiiiiiiiiiiiiiiiiMaiiiiiiiiiiiiiii , Uhi.^fctii^säSi I Md Heirti II ml dlü fettKedruckt« Won 40 Rpt. tOr all« flbrlgeo Wortcat^UiM Mi fipt. Ml fbtttMlrfckto WdH 30 Dir Wt»rtiMtt titt.....^ . Wort Km(ifrorttell|BM M Ibhotoai dibr ^■■K dirdi nMt oM 70 RaT Awk«aj to If ÖvdMtt^. N Je« Vermerk; »Aiisltniift ^ o^r (fticliirtaitell** » Rbl- Metefei AatUimMchl^l; An TilÄ Vor CrtcWalii tm 16 Uhr. Kleine Aneigit ♦ertlM aw tallra. TeretaNaiMit Mt Ütehtsea (aocb cflItlKe Briefnitrkeil) leiceBomiita. MMdeetiMlIiif Nr «Im tiehtt AnzelM 1 RM fjtsthoiltniktkt Otvildlltflck, Feld urtd Obst-gtrtisrt, 30 Qfehtulnuteh vom Adolf-HiHer-PlitiE «ntfernl, tttlt Stdllffeblud^» ttir Qlrhte^i pitoend. tu verpachten. 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Tidttki »ßbfg-Kaffee«, 91 bcht 3^ ^wMttge tflr den Wich-djfttist in den bebten Oa-bietcn, aüch Penaldalsten, Rertttler, fMqch unbeacholtfeA tihd eii^tzTänlg, Im Alter tdii 24 bis W, tu SöfoHIMth Blfl-trltt gesucht. Au&kUhR M allen Arbeiti^mteht Und der Werbeleliürtg fflr dijb Oat-tftÄrkj llild Rüdölli wat^ leltif, QMi. Satksttaßa V, Tel. 42-42, und It^abfiick, Hotel MohdschMft. MäHahÜf Nr. 6. 2609-6 OarderobefTM kaffee. mm im sucht Burg-9140-6 KAchln per kdlWI .sucht Dr. Sedei, HerrenglM B-II. 923&^ iSüilSSftil aucH Anfänge-rihi tftti und thrntrii gesucht. KoWatacht Hdünfllse 46. 9287-6 t ito, HCUaj^ ehrliches LakmlHchen, das Freuhdl Lehr- oder _______________. Freude zu Bfüfilen hat, wird b^l freier Kdat utid Wohnung Im Binmehgesbhärt A. Zelen-ktS Clin, Herrengasse 7, aufgenommen. 9298-6 FrMtlalll vtllj it^^l^hnung genöMtnait. Adr. SchlafIMa iH.^Prfiulein zu vergebet; AdK Vli^. 9286-7 t 9294-7 HÜf M bett iMömniM. weinAilliUaße Nr. K, Qlö|bV^«thtt. d3D2-7 ftiidMlbiittiiAt Solldel Jicht klei. nes, mbblilri^ ZiMhier. Zu-schriftm itvetan uitt. »Stadtnähe« an dla vierw. 9290-8 Witwe, 66 jährt alt, sucht zwecks Ehe einen braven Le-benskanttradeh, Beruf Klmin-ll|er. Frahziska Bcbaffar, Erlachstein. 9299-12 Kleiner weißer» obait beige-kfbi|«V Hdfld, at^f d«n Nk-mefk »Flft hOrtnd, v^riküfen. öegen Belohnung abzugeben BM M. jlger'8 Sonn, Marba^, Herrengasse 15. 9291-13 BHeftasche mit Reiseauswei- Sln und Geld verloren. Einer wird gegen Belohnung feebeten, Nachricht an Edda fiabttr, Veldes, Oberkrain, Schatkendorf 22, zu schicken. 9297-13 IftMkiUiktt in SteuctMC^ das Stad^iet MaHMt' AU Buchsachverständigir gebe Ich bekannt, daß ich Vom Finanzamt Mart^arg die Befugnis erhalten hÄbV geschäftsmäßig Hilfe in Jfteuersachen zu leisten. Meine Anschrift lautet daher von nun an: Johann Kotschewar, Helfer m Steuersachen, Marburg, R«-serstraße 14. »250-14 I Damen • TTenchcoahnant^l tausche för Herrensommcr-, mantd. Adfr. Verw. §396-14 Dar Ch«f der Zlyllverweltung In der Unterilelermark Baa ^oA Mllbh iih Ibfortlger Wirksamkeit zu entzldiea. I i iMt ÖMNhrtiWÄttti Aer baii^teiottg m pfllcht haben alle Mil^artangar, dia keine gültige Genehmigung des Milch- und Fettwirtschaftiverbandes znr Rahmlieferung oder Herstellung von Landbutter besitzen, die vorhandenen ZentHfÜ^ hhd dtttterfallir hia atkl weiteres dem Milch- und Fettwirtschaftsverband zur Verfügung zu stellen bii»r. behh BÜrgarinelMer rtir VarWahruh^ abW^en. Von dan Miichtanti^ihi^eb sind dia fintrahmungstrotnaieln nnd Voft deb Bütterfiaiarn das ai^antlicha BUttarfaB abztlllefam. Dia Giei^^tända sinn Hl aineih brdnün^sgamaßM ttnd la$ar* fähigetn Zustand niid mit atnart AnhAhgescbild, attf dam der Name des Eigentümers angegeben Ist, daih BürgemseistST attsctihändi^en. Die VarWahrUnij der Gegenstände trfolft in einem vom Bürgermeister bereitzustellenden geeigneten ab-sperrbaren Lagerraum. Ist in besonderen Fällen die Ablie-flHihg B%r Büttirtllisar und Zenttif^lqehttoMmblft «chWar dar<:^zdrehren, müksah diese Öferätt voiA feürgÄrmelstar so varaiegalt warden, daß aihb Benützung ohne Entfernung de€ Siegels nicht möglich ist. 8 5 ft) ftla Mblker« Cllli Ist verpflichtet, dia auf Grund diaSer A^ordnubg abgelieferte Mlich anzunehnten, soweit diese ^cht zur Verwertung unbrauchbar Ist. Der genanhten Molkerei ist die AnnAhme ve4i Milch aus Einzugsgebieten anderer Molkereien untersagt, (3) Anderen Molkereien ist die Annahme von Milch aus diesem Einzuqsgebiet untersagt. (4) Ausbahmatt badorrafi einar schriftiichaa GanahAio^ng das Milch- tthd TOttwirtschaftsverban^ai. I * yarstAßt werden nach Nr. 9 der Venardnung vom 14. 4. 1941 ^erordnungs-bestraft. und "Amtsblatt Nr. 1 vem lÄ. 4. 1941) I » Dies« Anordnung tritt mit 16. September 1941 In Kreft. Graz, den 17. August 1942. Der Beauftragte für Ernährung und Landwirtschaft 8903 I. A. gez.: Lungershansen Gaba bekanhl, daß meine Gkuitwirtirchafl wegen Renovierung und Gcfolgschaftsurlaubea^ von 14. 9. bifl 18. 10. 1942, geechloflflen bleibt. iJSÖt MECHTHILDE SEIFRIED MelUngeratmtte 9. ^ BUMI'KtNO DIE WELT OHNE MASKE felir Jugendliche nicht zngelaeeen! SSPLANAOe un. TOSCA FlÜr lugendUehe nicht cugelamenl Metropdl-ilehtSftiaia^ Cllll HALLO JANINE Fflr Jugendliche nicht zugelassen. 9121 T QM-LICHTSPIELE PETTAI HEIMATERDE likr ^ngeadUdie unter l4 Jidireii nicht tugeiaaeatii Müh tei ei wlrfschaftsaigenel HochzueM* odar Handtit* feAf^ut, kann Kraftkhelfs* errager aulweiseh. >"« Baitühg lat daher badihgt arfordaHlch) Cerasan Tfoakan* odl^ Neßbeize für alle Getreidearten Ä^aa] t Ö. ^•ritnlnrfutlrlt Äkfr«n|«»ellich«n Plbrt|M(leUi.AbM«ittf • LtVEKKUSEN aANRtAOtlNt AülääUch dee uneraet!zlidien Verlnata« meiner Frau ANTONIE KOWAtSdH Sind mir so viele BawelM inniger Anteilnahme In Form von schönen Kranzspenden und dürch dia Teilnahme am Lelchenbegängnlaae ' am 11. i04J Eiitelcomnien, däß ich Ittlch Verpflichtet ^Ühle, aiif dlbsem Wege meinen tietateii Öaiik ftuwsurorechen. VBANS KOWATSOH samt Angehörigen, Gcmobitz 78. Dankiagung Anlißllch des ailzufrUhen Heimganges unserer lieben, bnvergcßlicheft Stthne Hans! und Karl! daAkah wir allen, difi mit uns an dem schweren Schicksalsschiage Anteil nahmen, besonders aber den Ortsgruppen Lorenzen, Rast, Amt Frauen Lorenten, HJ Marburg und der Waffen-^f Alpen-iand. 9285 Lorefti^ ifti Bachem. ma tleftmuemde FamWe Jamdg. Schmarterftillt geben wir allen Verwandten und Bekannten die traurige Nichricht, daß uns unser Heber Sohn, Herr )osel öolob Eisenbahner im 26. Lebensjahre für immer verlassen hat. Das Leichenbegängnis des teuren Dahingeschiedenen fand am Sonntag, den 13. September 1942 am Ortsfriedhofe Frauenberg statt. Frauenberg bei Marburg, Zwettcndorf, Graz, Buenos Aires, den 14. September 1D42. In tiefer Trauer: Hermlne Gok)b geb. Schönwetter, Mutter: Franz und Jakob, ttr'ider; Mnrlo, Schwester; Justi, Schwägerin, im Namen aller Verwändttn. 9284