____________Montag, 11. Februar 1895. Jahrgang 114. Aibacher »°>Whr<« si. ii/lmb!Hb?<> /. /!. ' .MHHriss fl, 750 Im llomploll: I Die «Laib, Zeit,, erschei»! iäglich. mit Ausnahme der So»»' und sscierwnr, Die «dmlnistratlon lx-fiüdcl sich «ein« Inseio <> l>>« .« 4 ».i!»,'^ ," d!e Zuslellunn "'s Haus aanziähiig st, l. - Insertlonsnebür : Für » , Eprechstm.be» der Nsdattion vm> « b!« N Uhr vormitlaz«, ^^^>«^zu4ZsUen ^ lr.. «rüßere per ZcNe el ojttici. Wiebcrholunnc,, per MIc !, tr, V Unfranlirrlc Vrie,e wcrben n ch< angenommen Mllnuscriplk nlcht zurückgestellt, " Amtlicher Weil. Limt^n/'^"^' Apostolische Majestät haben dem Gra k N i^ Dlagonerreginunts Fürst zu Wmdisch-dem ^.! ' ^ ^'"^" Karl zu Windisch - Graetz. Ritter ^H." ^ ^ ^" Lieutenanten Karl Grafen Gras^"m^'^"kreuz des Dragonerregiments Buchb^n, .^^ ^^ ^°^" Schönborn-tinaen Nr 7 ,.'^^""^"'^^ H"^ von Loth. i« verleihen gerub^ ^"' «Uergnädigst ^llerh?chs/',"^k Apostolische Majestät haben mit Landes^ ^" ^ 3ebrl«ar d. I. dem Franz N^°A bel dem Landgerichte in Trieft erbete "V"/ ^"k aus Anlass der von demselben frei den 5'. l b""6 '" ^en dauernden Ruhestand tax-lathes aN»! ü. . Charakter eines Oberlandesgerichts-^« allergnadlgst zu verleihen geruht. Schönborn m. p. 3llHstir"E^!>?p°stolische Majestät haben mit ^"d^ech.^" ^l'eßung vom 3. Februar d. I. dem !" Trieft N^"^! b" dem Handels- und Seegerichte b" von dpml 7t, ^recherrn von Vurlo aus Anlass Ruhestand '>.' ^betenen Versetzung in den dauernden l°ndesqericklH.^« l ""° Charakter eines Ober' »nüdiast 7?," ^ Mlt Nachsicht der Taxe aller-u>l zu verleihen geruht. Schünborn m. p. ^chster"^^ Majestät haben mit l"Ntbisch ss-H, "Meßung vom 2. Februar d. I. dem >ernia « ,? ^^nungsrathe Johann WieSner in '^ießlick^n ""erlennung seiner vieljährigen und er-^dienstkr.,. ""Ub'gen Wirksamkeit das goldene geruht. ü m,t der Krone allergnädigst zu verleihen "videnlen ^"'^ bes Innern hat den Rechnung«. ?echnunas^^""l'°" Veer zum Rechnungsrathe im ^"terei ernan . ^" niederöfterreichischen Statt- Vrofess^ ^luIer für Cultus und Unterricht hat den A°nz K<,n ^aatsgymnasium in Klagenfurt Doctor ^Paul i « Capitular des Benedicliner-Stiftes ^^ M Lavant°Thale ?. Anselm Achatz und den Vezirksingenieur in Klagenfurt Paul Gr ueber zu Conservatoren der k. f. Centrälcommission zur Erforschung und Erhaltung der Kunst- und historischen Denkmale ernannt. Der Handettminister hat der Wiederwahl des Anton Schumacher zum Präsidenten und des Josef Wopfner zum Viopräsidenten der Handels« und Gewerbekammer in Innsbruck für das Jahr 1895 die Bestätigung ertheilt. Der Handeleminister hat der Wiederwahl des Friedrich Laugenhan zum Präsidenten und des David Tittinger zum Vittpräsidenten der Handelsund Gewerbekammer in Czernowih für das Jahr 1695 die Bestätigung ertheilt. Nichtamtlicher Wil. Die Coalition. Das «Fremdenblatt» constatiert mit Befriedigung, dass nach verschiedenen wichtigen Anzeichen zu schließen, die innere Situation in Oesterreich an Beruhigung und Consolidierung zunehme. Als Symptome in der bezeichneten Richtung führt das Blatt die jüngst gehaltenen Reden des Präsidenten des Abgeordnetenhauses, Freihkrrn v. Chlumecky, und des Obmanns der Vereinigten deutschen Linken, Dr. Ruß, sowie den Verlauf der Verhandlungen in den Landtagen an. Die Unterstützung der Coalition, welche ohne Zweifel in diesen Kundgebungen von deutschliberaler Seitc gelegen ist, reihe sich zur Befriedigung aller Freunde einer gedeihlichen Fortentwicklung unserer inneren Verhältnisse den mancherlei erfreulichen Erscheinungen an, die während der Reichsrathspaufe in der wechselseitigen Beziehung der Coalitions-Parteien zu verzeichnen waren. Die Landtage haben die Besorgnisse, welche zu Beginn der Session in dieser Richtung hie und da laut geworden waren, bisher nicht gerechtfertigt. Im Gegentheil, gerade in den Berathungen unserer Landesparlamente machte sich mancher Zug von Annäherung der politisch-gemäßigten Gruppen bemerkbar, für den aufmerksamen Beobachter noch gehoben und mit innerlicher Begründung ausgestattet durch die fortgesetzten Versuche der radicalen Parteien auch in den Landtagen durch eine lärmende und unfruchtbare Demonstrations-Politik den inneren Frieden zu stören und die nützliche Arbeit zu hindern. In dieser Beziehung seien zunächst die Anregungen zu erwähnen, die in mehreren Landeivertretungen von Seite der Kirchenfürsten inbetrlff der Schulfragen ausgegangen sind. Aber auch in nationaler und staatsrecht- licher Beziehung haben sich manche erfreuliche Debatten und Beschlüsse in den Landtagen ergeben. Fasse man alle diese Einzelzüge zusammen, so werde man immerbin constatieren dürfen, dass die öffentliche Stimmung sich im Sinne des leitenden politischen Grundsatzes weiter-bildet und befestigt. Es werde dadurch der Boden ge« schaffen für die zum Wohle der Gesammtheit so dringend nothwendige positiv.' politische Arbeit, die im Lärm des Kampfes so wenig gedeihen kann. Politische Uebersicht. Kaibach, 9. Februar. Der permanente CivilProcess-NuS-schuss des Abgeordnetenhauses trilt am 15. d. wieder zusammen. Das Redactions Comiti versammelt sich schon am 12. d. M. In der gestrigen Sitzung des nieder österreichischen Landtages veranlasste hauptsächlich der Bericht über den Thierseuchenfond eine längere Debatte. Im allgemeinen wurden die Ausschussanträge unverändert genehmigt. Der oberösterreichische Landtag beschäftigte sich gestern in nahezu fünfstündiger Sitzung nur mit dem Baue einer zweiten Donaubrücke bei Linz und dem hiezu erbetenen Landesbeitrag, dessen Nichtgewährung mit 21 gegen 20 Stimmen beschlossen wurde. Der Statthalter empfiehlt die Bitte um einen ausgiebigen Beitrag. In seinem Schlussworte ergieng sich der Berichterstatter Abg Wimhölzl in heftigen Angriffen gegen das Handelsministerium und die Generaldirection der Staatsbahnen. Der Statthalter protestierte und bezeichnete die Behauptungen Wimhölzls als ganz unrichtig und bedauert, dass die Leidenschaften in Vertretung des Berichterstatters der Frage des Brückenbaues mehr geschadet als genützt habe. Der lärntnerischeLandtag genehmigte das Statut der zu errichtenden Landes-Hypolhelenbank mit den von der Regierung zur Erwirkung der Allerhöchsten Sanction geforderten Aenderungen. Namens des volkswirtschaftlichen Ausschusses stellte Referent Abgeordneter Canaval zum Schuhe und zur Erhaltung der kärntnerischen Eisenindustrie den Antrag, die Regierung um die Erwerbung und den staatlichen Fortbetrieb noch der üsterr. Alpinen Montangesellschaft gehörigen, in Kärnten gelegenen Werke sowie um die Förderung der Eisen Kleinindllstrie zu bitten. Nachdem die Abgeordneten Luggm und Steinwender hiezu gesprochen, wurde der Antrag des Ausschusses angenommen. Im mährischen Landtage referierte gestern Abg. Vrandhuber namens des Finanzausschusses über den Antrag des Abgeordneten Promber und beantragte Jeuileton. Neues aus Sibirien. "Ullufene ^b°" ö" den Arbeiten hauptsächlich solche ^"det wps^ . ^oer eingefangene Sträflinge ver-A ^«ben V,.^re Namen und ihre Herkunft vergessen ^u!ün!?n ^ " "^ eine Kaiegorie von sibirischen '^ wurden '^5! "elche auch Kennan berichtet hat —; vermietet K >< ^Mbunden verurtheilt und zur Arbeit , l Insel K I jedoch Massen von Verbrechern nach "bw. ^T^lm ^bracht werden, hat sich dies ge-"Ur noch Z >det man in den Goldwäschereien fast ^N Neicklz m Arbeiter aus allen Enden des russi-.?"' Juden n^"°"°^"^"' deutsche, Polen. Basch-2llsen, y >s" und namentlich viele Jakuten und Tun-A"ten wpl^luckliche Opfer der Auswanderungs-^ssten ^M das Goldsieber trefflich auszubeuten e?""gs'wesen überhaupt das sibirische Auswan. ^lgllniwj' ?! s""f Jahren noch jeder staatlichen Eitern r,^ . Wl- Lange Zeit noch war es den ^ Wende 53"' 3°""'e 3« h°t>en, so dass sich zu ^' Als d^m ?« grauenhafteste Unsittlichst ge-U" Noch ^ "°^r jene Gegenden besuchte, herrschte i^ lchllnMfs^l^ in den kleinen Goldwäschereien, ^ Bedürfnis? ?lucksystem; die Arbeiter mussten alle, ""'>e den Magazinen der Besitzer entnehmen,' welche oft mehr von diefem Geschäfte als vom Goldgewinn lebten. . , ^ «« Das Beamtenpersonal der Wäschereien seht sich meist auch aus minderwertigen Leuten zusammen. Sind sie gut bezahlt, so füllen Wein und Karten ihre freien Stunden aus, die minder gut gestellten helfen sich mit der Fabrication falschen Goldes oder mit falschen Wagen. Der Verfasser hat selbst derartige Fälle mit festgestellt. Auch der Schmuggel, namentlich von Brantwein, floriert in den Goldbezirlen. Längs der Straßm aber, wenn man den Ausdruck überhaupt von sibirischen Wegen gebrauchen darf, welche von und zu den Goldwäschereien führen, lauern von Strecke zu Strecke, wie sprungbereite Raubthk're. höhlenartlge Schnapskneipen. Mancher Arbeiter, dem es wirklich gelungen, sich eine Summe unter den schwersten Entbehrungen zu erübrigen, ist, auf dem Wege nach der Hemmt begriffen, in ihnen verschwunden; weit abwärts wurde dann wohl nach Tagen oder Wochen ein nackter Leichnam von der Lena an das Ufer geschwemmt. Ein trauriges Bild entwirft der Verfasser von den lwaienischen Zuständen in Sibirien. Wir heben aus dem bemffenden Abschnitte nur die in weiteren Krei,en bisber wohl nirgends bekannt gewesene Thatsache hervor dass schon lange, bevor Dr. Edward Ienner in England die erste Schutzpocken-Impsung versuche (1796), diese im östlichen Sibirien geübt wurde. Die Kamtscha- ^ dalen machten schon im sechzehnten Jahrhundert den Kindern bei eintretender Pockenepidemie mit scharfer Fischgräte einen Riss mitten in das Gesicht und übertrugen in diesen die Pockenlymphc eines Blatternkrcmken. Trotzdem raffte die Seuche ganze Stämme dahin. Tine grauenhafte Ergänzung dieser Mittheilungen findet sich in dem Büchlein «Aus dem modernen Russland» von Bernhard Stern, Berlin, bei S. Eronvach, in dem Capitel «Die Aussätzigen von Irkutsk». Bis ins Iakuienland und in die trostlose, steinige Tundra (die endlosen Sumpf- und Mooswüsten des Nordens) führt uns der Verfasfer und lässt uns einen Blick in die eigenartigen Bräuche und Anschauungen des dortigen Volks thun. Wir wenden uns indesstn zum Schlüsse lieber seinem Urtheile über drn Sibirier im allgemeinen zu. Dasselbe lautet nicht günstig. Ve. stehen für die Landwirtschaft auch einigermaßen gllnltlge Verhältnisse im Gouvernement Tom)k. so liegen dieselben in d.m vonI.kntsk und den übrigen umsomehr im argen. Mchr als acht bis zehn Rubel Rmig.wmn wirft dem Bauern eine Dessjatine Landes (etwa ein Hektar) nicht ab. Dcr Mangel an guten und schnellen Verkehrsmitteln, das Klima u. s. w. kommt dabei freilich sehr in Betracht; im Lmagebiete z. B könnm die Feldarbeiten d^r Überschwemmungen wegen ost erst im Mai beqonmn werden, und Ende IM stellen sich bereits Nachtfröste ein. Aber das größte Uebel sind doch die Stumpfheit, die TrüaM, die Trunksucht des Bauern jowie das hieraus suhende Treiben der Kulals Laibacher Zeitung Nr. 34. _____________^___^_____________290 _________ 11. Februar 1895^ die Uebernahme der mährischen Landes-Ncalschulen in die Staatsverwaltung, für welche der Aufwand des Landes 270.700 st. jährlich betrage. Nach einer längeren Debatte, an welcher Abg. Hac^k namens der Czechen und Abg. Fux namens der Deutschen theilgenommen, wurde der Antrag des Finanzausschusses gegen die Stimmen der Czechen genehmigt. Auch die Conservative» auf der rechten Seite stimmten für den Antrag. Nächste Sitzung morgen. Im böhmischen Landtage führte unter anderem in fortgesetzter Verhandlung der Anträge betreffs Errichtung einer zweiten Bezirksvertretung im Gerichtsbezirte Weckelsdorf der Statthalter Graf Thun aus, die Regierung habe sich für verpflichtet gefühlt, die Vorlage einzubringen, um das Unrecht zu verhüten, dass die Bevölkerung eines Bezirlsgerichtssprengels ihr verfassungsmäßiges Wahlrecht nicht ausüben könne. Für die Regierung sei der Grundsatz feststehend, dass das Wahlrecht alle hiezu berechtigten Kreise erhalten und dass sie in diesem Rechte geschützt werden. Der Statthalter sei stets bereit, auch dem schärfsten Politiker die Hand zu bieten, wenn er bei demselben die gegenseitige Achtung und Wertschätzung der Ueberzeugung voraussehen könne. Der Statthalter wendet sich schließlich gegen die Minoritätsanträge und beruft sich auf die durch Deputationen kundgegebenen Wünsche der Bevölkerung auf Errichtung eines selbständigen Gerichtes in Weckelsdorf, welche eine Nothwendigkeit sei. Nachdem mehrere Redner theils für, theils gegen den Antrag betreffs Errichtung einer zweiten Bezirksvertretung in Weckelsdorf gesprochen, wurde die Debatte auf heute vertagt. Im ungarifchen Ab geordnetenhause erklärte in der Debatte über das Iustizbudget Justiz-minister Erdelyi, das Programm und die Principien seines Vorgängers seien auch die seinen. Er werde be« strebt sein, das summarische Verfahren auf der ganzen Linie zur Geltung zu bringen. Bezüglich der Reform des Strafgerichtsverfahrens gedenke er demnächst eine Vorlage zu unterbreiten. Eine seiner wichtigsten Agenden bilde die Durchführung des Gesetzes über die Cwilehe. (Lebhafte Eljenrufe.) Er erachte ferner die Durchführung der Reform des richterlichen Disciplinar-verfahrens und der Advocatenordnung für nothwendig und betonte, er werde neben den legislatorischen Agenden auch die administrativen nicht vernachlässigen. Er bittet, ihm Vertrauen entgegen zu bringen und den Vor« anschlag zu votieren. Abg. Isekutz bespricht die Natio-nalitätenfrage, insbesondere die jüngste Erklärung der sächsischen Abgeordneten. Er unterbreitet einen Veschluss-antrag betreffs Revision des Pressgesetzes und des Verfahrens im Pressprocesse. Abg. Julius Horwath spricht sich gegen diesen Beschlussantrag aus. Er erachtet den Zeitpunkt der Revision, dieser Errungenschaft des Jahres 1648, für ungünstig. Im preußischen Nbgeordnetenhause widerlegte Staatsmmister v. Thielen die Vorwürfe übcr die Etagnation des Eisenbahnwesens durch den Hinweis auf den Berliner Vororteverkehr, auf die Arbeiter-Fahrkarten und auf die Vermehrung der Gelegenheit und Sicherheit des Verkehres. Der Versuch einer Tarif« reform auf begrenzten Gebieten wäre schwer durch« führbar. Zur Ausdehnung der Giltigleitsdauer der Rück« fahrttlarttN liege kein Bedürfnis vor. DerdeutscheReichstag setzte die Besprechung der Interpellation des Abgeordneten Hitzebetreffend die Errichtung von Arbeiterkammern fort. Abg. Heyt erklärte, die Mehrzahl d>r Nationalliberalen widerspreche den programmatischen Erklärungen des Handelsministers. Die Arbeiterkammern stärken nur die socialistische Agitation. Abg. Huepeden vertheidigt die evangelischen Arbeitervereine und wünscht den Ausbau einer christlich« socialen Reform. Abg. Legningen betont, das confer« vative Zugeständnis der Coalitionsfreiheit würde die Arbeit auf dem Gebiete der social-politischen Gesetz« gebung verzögern. «Die Umsturzvorlage und das Polizeiregiment fördern nur unsere Bestrebungen.» Der Antrag auf Schluss der Debatte wurde angenommen, womit die Interpellation erledigt erscheint. Mehrere Professoren, darunter Adolf Wagner und Liszt. ferner mehrere Pfarrer sowie andere Personen veröffentlichen eine Erklärung gegen die Umsturzvorlage, in welcher sie die Befürchtung ausdrücken, dass die Vorlage nicht nur die verwerflichen politischen Ausschreitungen, sondern auch die freie Kritik betreffe und daher auch nothwendig eine bedauerliche Hemmung des socialen Fortschrittes herbeiführen werde. Die Erklärung befürchtet auch, dass die Vorlage die Ausschreitungen nicht hindern, sondern eher fördern werde. In der franzöfifchenKammer sprach gestern Deputierter Mosernr?, der Obmann der Arbeitercoin« mission, den Wunsch aus, dass diese Commission zur Veranstaltung einer allgemeinen EnaMe über die Lage der Bergarbeiter ermächtigt werde. Ministerpräsident Ribot ist damit einverstanden, dass die Commission die Frag? der diesbezüglichen legislatorischen Enquete vorlege. Eine dahingehende Motion wurde angenommen. — Der Ministerpräsident forderte einen Credit von 30.000 Franc« zur Unterstützung der Familien der Opfer von Montcöau les Mines. Die Creditforderunq wurde einstimmig bewilligt und dann die Budgetdebatte wieder aufgenommen. In der belgischen K a m m e r erklärte inbetreff der Verhandlung einer Interpellation der Minister des Aeußern, er werde demnächst den Gesetzentwurf betreffend die Genehmigung des am 9. Jänner zwischen Belgien und dem Congostaate abgeschlossenen Vertrages wegen Uebernahme ds Territoriums des Congostaa'tcs unterbreiten. Die sofortige Verhandlung sei jedoch unmöglich. Der Interpellant Lorand wünscht unter hefti« gen Ausfällen gegen die Regierung die sofortige Ver« Handlung. Nach einer Erklärung des Ministerpräsidenten, er werde die erwähnte Vorlage baldigst vorbringen und fehe mit Betrauen diefer Verhandlung entgegen, wurde der Zwischenfall erledigt. Im englischen Unter ha use theilte der Handelsminister mit, dass nach den bisher vorliegenden Berichten in der Zeit vom 20. December 1894 bis 17. Jänner d. I. an und in der Nähe der britischen Küste 400 Menschenleben infolge der fchweren Seeunfälle zugrunde giengen und 586 Personen gerettet wurden. Der Redner erklärte weiter, dass das revidierte Reglement zur Verhinderung der Schiffszusammenstöße zur See, welches durch ein internationales Abkommen zwischen den Seemächten festgesetzt wurde, von allen Mächten angenommen wurde; nur die deutsche Regierung wünsche einen Zusatz zum Reglement 26, betreffend die Fischerfahrzeuge. Tagesnemgleiten. — (Die Verlobung des Prinzen von Neapel.) Die «Tribuna, sagt anlässlich des Gerüchtes von der Verlobung des Prinzen von Neapel mit der Prinzessin Maud von Wale«, dass die diesbezüglich in Rom eingezogenen Erkundigungen durchwegs refullatlos bliebn und fügt hinzu, dass in den Kreisen, welche dem Quirl« nal nahestehen, sogar versichert werde, man wisse nichls davon, dass die im Frühjahre projectierte Reise be« Prinzen von Wale« nach Italien mit dieser Frage m Zusammenhang flehe. — Dem «Populo Romano» z^ folge erklärten sowohl der Minister des Aeußern als auy der englische Botschafter auf da« bestimmteste, dass ° Reise des Prinzen von Wales mit dem Projecte e«tt eventuellen Heirat de» Prinzen von Neapel mit elne Prinzessin von Wales in »einerlei Verbindung steh«. — (Festgenommener Sträfling.) ^ jüngst aus dem Strashause in Oradisla entsprung^ Sträfling Simon Kos ist laut einer Mittheilung °" 8. d. M. vormittags in Wiener - Neustadt sestgenomlnn' worden. , ,i — (Verhandlung gegen Dr. Palitscye^ Die Schwurgerichtsverhandlung negen den früheren neralconsul Dr. Palitschel von Palmhorst begann °" 8. d. M. um 9 Uhr 45 Minuten. Nach Verlesung " Anklage erklärte Palitschel auf die Frage des Voisitz"^' dass er sich nicht schuldig suhle. Er führte an, ery° für die amerikanischen Verhältnisse einen geringen^ bezogen, jedoch enorme Ausgaben für Repräsentativ Mcke und Unterstützungen gehabt. Er musste sich ' eingeholte Daten bei den einzelnen Firmen "vanch» . Er habe viele solche Ausgaben nicht verbucht. Er w daher, sich leiner Amtsveruntreuung schuldig gemach'' haben, sondern nur Nachlässigkeit. Der Angeklagte bel" Schulden gehabt zu haben. Bezüglich des Factum« der » . schast Ruz V^ — (Der Untergang der ««klbe'H. l"« Mannschast der «Eralhie. begab sich am 6'^' aF"! Handelsamt in Aberdeen, wohin eine besondere U^z^ zur Untersuchung entsendet worden war. ^l «B ^ der Bemannung sagte aus, dass nach der "^ c ^t s^ Lichtseite der «Elbe» nahezu auf drei Meilene"! ^' sehen wurde, man glaubte daher, dass sich ° .^ znA noch unter Dampf befinde. NottMnal-Ralete« ^ hal' gesehen, aber leine Explosion gehört worden. ^M' 6 bis 7 Uhr früh war die Mannschaft der ^.sse daniit beschäftigt, zahlreiche Wrackstücke von /yre« hgi" fernzuhalten. Um 7 Uhr sci die «Crathtt' " zugrstmert. ^ d. h. der ländlichen Wucherer, und das Fehlen jedes intelligenten Elements auf dem Lande. Für die Volks« bildung ist nur dem Namen nach gesorgt, und in Schulbezirken von der Ausdehnung eines Königreiches find verabschiedete Lieutenants, gewesene Accisebeamte, Kanzleischreiber und dergl. als Schulinspectoren angestellt. Aehnlich oder vielmehr noch schlimmer steht es mit der Besetzung der Lehrerstellen. Die Inhaber derselben leben unter dem rein materiellen Landvolke in der tiefsten Verachtung. Und die Mittel, mit welchen man von Petersburg aus dem Uebel steuern möchte, sind verkehrt. Da räth man zum Beispiel, den Landbau durch Einführung des russischen Gemeinde-Eigen« thums zu heben, als ob damit nicht der letzte Sporn zur Thätigkeit im sibirischen Bauern beseitigt würde. Helfen kann nur die Weckung des moralischen Volks-bewusstfeins und die Eisenbahn. Inzwischen wird freilich noch viel Wasser die Lena und den Ienissei hinablaufen, und dann kann die eigentliche Culturarbeit erst beginnen. Welche Zeit ihre Durchführung in dem fo ungeheuer ausgedehnten Lande beanspruchen wird, wenn alle« ylatt geht, lässt sich auch nicht annähernd absehen. „. Der Versasser schließt, indem er uns seine Be-H^HN^?>- °" iener bereits erwähnten mittheilt. Möchte gelangen w "e Oessenttichkeit Gesellschaft. "^ 2"" m so angenehmer Alippen. Roman aus der Gesellschaft von T. Tschürnau. (29. Fortsetzung.) Jedenfalls erfreut sich Tante Fritzi einer allge« gemeinen Beliebtheit und man verzeiht ihr gern ihre kleinen Schrullen um ihrer großen Liebenswürdigkeit und Herzensgüte willen. Dass ich ihr nach allem, was ich dir eben erzählt habe, ein willkommenes Object für ihre Beglückungsmanie bin. kannst du dir leicht vorstellen. Sie ist entzückt von meinem Hiersein, von meinem Zigeunergesichl, — denn Comtesschen, die Haare wie reifes Getreide und Augen wie Kornblumen haben, sind hier 6n ma^o vohanden, — und vor allem ist sie entzückt davon, dass ich beiweitem mehr Fehler als Tugenden besitze, denn nun hat sie Gelegenheit zu erziehen, eine Thätigkeit, die ihr ganz außerordentlich zusagt und deren Nutzlosigkeit in Bezug auf mich sie vorläufig noch nicht einsieht. Ich wehre mich auch gar nicht gegen ihre Vesserungsversuche, sondern setze den selben nur einen passiven Widerstand entgegen, der Tante Fritzi anspornt, statt sie zu entmuthigen. Wenn sie erst einsehen wird, dass an mir Hopfen und Malz verdorben ist und dass man am besten thut. mich hinzunehmen, wie ich eben bin, dann werden wir ganz brillant miteinander auskommen. Den meisten Kummer macht ihr mein totaler Mangel an häuslichen Tugen« »den, denn sie selbst ist. obwohl sie soviel Zeit für ihr Vergnügen und ihre zahlreichen großen un.^ee, Passionen braucht, doch eine Hausfrau p^/^lt "' die ihre Dienerschaft — und wie t»e b0»e ^M, hauptet. auch meinen Herrn Onkel — scharf)" ^« 0"^ hält. Das Merkwürdigste an der Sache ' t, ^ M^ Hardegg keine Ahnung davon hat, wie »ey ..^ o dem Pantoffel feiner lieben Frau steht. A <' dalH wie ein finsterer Tyrann und fetzt ^'«"^"5 für einen folchen gehalten zu werden. Z"w ^ er, dass die Wände einstürzen möchten, "" Sch^sj den ersten Tagen allemal gezittert für oen ^^ o dem das Donnerwetter galt, bis ich °ayu" sie «v der Lärm bei der Sache das weitaus SA ^es . Tante Fritzi lässt ihm die Illusion, °"'"sichd^ Hause uach seinem Willen geht. und b'gn"« ,,"' ^ in Wahrheit die Herrschende zu sein, unter " ^yl Scepter wir uns, beiläufig gesagt, alle '"^ Fc^ finden, — soweit das nämlich bel demer ^ , . din möglich ist. — denn beklagenswert v^ ^d n ich auch für Stunden mein Unglück verge' .Ml^l fo ausgelassen sein kann, wie du m,ch len'V'' „ jO' j, sagt Betty mit dumpfer Grabesstimme. "^M^t riskieren will, dass sie morgen an Papa Oes"" > wie unverantwortlich ich auf "eine z° M^d losstürme, so muss ich mich ihrem '^'Oeda"l^F Leb' wohl, Liebste! Ich küsse tnch " ^e< . l bitte dich. deinen Herrn Gemahl von ^M' lourbillon zu grüßen. ^ (Fortsetzung folgt.) ^!^Ieiwng Nr.'34. 291 ,1. Februar 1895. nen^ ^mutter und Enlelin als NonOberin ^"e^bt °" Rom: Am Samstag hatte die derln lw.."^ .?"' 3rauenllofter« I)u «^or6 ooour, eine lhre« M^.''?" Medolago-Albani, die nach dem Tode ihr« E °/" ben Schleier genommen hatte, da« Glück, selben ^ "^" ^^rese Medolago-Albani in den« '^"ven ausnehmen zu lünnen. lierlen^. ^ "^') Lieutenant Canrobert hat den Depu« tenen »-, °^' "^cher in einer in der Kammer gehal. «azaln- l - " verstorbenen Marschall Canrobert mit ^!^eme Linie stellte. zum Duell gefordert. Wal- Mld^^zial-Mchn Atzung des Laibacher Gemeinderathes « . vom 8. Februar. Änwl . Nürgermeister Peter Vrasselli. «nwchnd Li Gemeinderäthe. VlM^^ubic stellt den Dringlichleilsantrag, der 'llsenbabnr ^ ^bernorts anzustreben, das« in den Landes-^sendet w c °"^ ^" Vertreter der Gemeinde Laibach hätte. (An°e ^""' ^" berMmeinderath zu wählen VoraMl^?^^ llellt den Dringlichleitsantrag, im ^zuftellln ^ ?" außerordentlichen Credit von 31.100 fl. 5"Neauli-. "'* dringender Ausführung von Arbeiten °b«r zur ü? ""^ ^ss"n»erung der Stadt, insbesondere M ^ung des Canalnehes. Wz shy'_?" b ic beantragt, nachdem die Canalbauten °"Meb»^ "«geführt werden, einen Specialtechniler lllhren ^"' "°lo itzg^avnihar berichtet über den Voranschlag 1895 hat^l""^"« ber städtischen Fonde für das Jahr l) Agende« Ergebnis: bo», , "" Urmensonb weist aus da« Erfordernis ^esuna m,.'........25468 fl. ll„l>b """« «it........ 17639 . ^<,?X°"a «it.......7829 si' ,. 2) !? bem städtischen Fonbe zu bedecken ist. ° ^dlll..^ """lensond ein Erfordernis von 11361st. .!„ """"»«it........ 11756 . 3^"schuss«it......^--------^^ dl, ^ >lm Stistungsfonde berechnet fich da« Erforber-^tte fa^"lchünerungszwecke, insbeso«. ^nlag" be« Tivoliparl und für die ^ °"l der ^ .?"" 'Narodni Dom. und !" >» 2 ^"" w°"° de« «Narodni ^ellu? « Iah« je . . . 2500 . .^'tle^ des Wetterhäuschens im ' ' 1500 . ^? dr!m " "' ber einmalige Veittag 200 . ,?^°e v"^en Vereine (nebst dem l)d^«?,ll)beraußerordent. i) 7 die G.'«e ««trag..... 2000 . ?l ^ ^«tafeln..... 1500 . ^ftrc>ß, «uetoncanal an der Mm«. 5. ^chrism.n'....... »000 . ^ Vau^en Valvafor« '. '. . 150 . bischen "' ilur Anschaffung von "^nfillen..... 309 . !^°fse^" ^uslaa-n zusammen . . 52366 st. Vz3 e DidiX °^""ber steht die zu V ^ch bl. ' ' ' ' ' ' -2200 . ^<>r^°b»°n»mi., °°I°6 ft, "<^!°^ ""'"« , , , bl093 . "<' U'b..,H si'te. und fich d°h^------------ ^ '^U,S hoy . «97 « ^ l«r V "geführten Erfordernissen dürste " '"uungen und sanalisterung ganz neu anzulegender Gassen, dann für unerwartete Auslagen ein Gesammtbetrag von 31.290 st. erwachsen, zu dessen Vedeckung über Beschluss des Gemeinderathes die eventuellen Cassebeftände oder zeitweilige Darlehen au« dem städtischen Nnlehensfonde entnommen werden sollen, welche dann wieder gegebenenfalls zurückzuerstatten find. Da jedoch voraussichtlich diese Auslagen erst im Herbste d. I. zur Auszahlung gelangen werben und die bezüglichen Interessen fich nur auf minimale Veträge berechnen wer« den, so entfällt füglich die Einstellung irgend welchen Erfordernisses hiefür und wirb erst im Jahre 1896 hier« auf Rückficht genommen werden. Weilers findet es der Finanzausschuss für angemessen, dass mit den sür verkaufte Tiooli- und Ialen'sche Gründe erzielten, bei der städtischen Soarcasse angelegten Erlösen im Gesammtbelrage von 32.493 fl. lheilweise die beim Nnlehensfonde fundierte Schuld abgezahlt werde, da das Tivoli-Schloss mit der ganzen Kaufsumme und die Ialen'schen Häuser mit dem größten Theile derselben belastet find. Anstatt vom angelegten Capitale nur 4 pCt. Interessen zu beheben und die höheren 5 pCt. zu zahlen, ist es wohl im Interesse des Fonbes besser, die Schuld zu bezahlen, abgesehen von der sich günstiger gestaltenden bezüglichen Amortisation. Auf Grund dicfer Auseinandersetzungen stellt der Flnanzausschufs in weiterer Rücksicht der eingelangten Petitionen folgende Anträge: 1.) dem Gesuche des slooe-nischen Alpenvereines um einen Beitrag zu den Kosten der Herstellung eines Ausfichtsthurmes am Schischlaer Berge und um die gewöhnliche Subvention wirb insoferne Folge gegeben, dass die jährliche Subvention von 300 fl. in da« Budget eingestellt, jeder weitere Veitrag aber ab' gelehnt wird; 2.) dem Gesuche des Vereines «Narobni Dom» wird durch Einstellung einer in zwei Jahren zahlbaren Subvention von 5000 st. entsprochen; 3.) dem Asyl-vereine wirb der Vaubeilrag von 200 fl. bewilligt; 4.) der «Glasbena Matica» wird der höhere Beitrag von 1200 fl. genehmigt; 5.) dem Nlpenvereine wird der angefuchte Bei» trag zum Baue eines Wetterhäuschens abgelehnt, jedoch hat der Magistrat im Einvernehmen mit dem Vereine dasselbe in eigener Regie zu bauen und wird hiefür der Getrag von 1500 fl. eingestellt; 6.) der dramatische Verein betommt die gewöhnliche Subvention von 3000 fl. und außergewöhnlich 2000 fl.; 7.) dem Kaiserin Elisabeth, ssinderspitale wird die übliche jährliche Subvention von 500 fl. bewilligt; 8.) dem Ciril- und Metud. Vereine wird die gewöhnliche Subvention bewilligt; 9.) die Erlöse der städtischen Gründe Tivoli und Ialen find zur theilweisen Abzahlung an den Anlehensfond zu verwenden; 10.) behufs Deckung des Beitrages zum Theater» baue per 30.000 fl., des Veitrage« zum Anlaufe des Luckmann'schen Hauses per 15.000 st. und für den Neubau des Augmentations'Magazins (annähernd per 40.000 fl.) somit im Gesammtbetrage per 65.000 fl., erhält der Magistrat den Auftrag, sofort beim dermalen tagenden Landtage die Bewilligung zu erwirken, dass diese Kosten entweder aus dem neu bewilligten Nnlehen von 500.000 fl. ober aber aus einem besonderen »ä koe aufzunehmenden Anlehen beftritten werben; 11.) der Finanzausschus« verlangt und beantragt, bafs irgendwelche Aenderungen am Budget während des Jahres, neue Unternehmungen oder unvorhergefehene Auslagen von der Bewilligung des Ge-meinderathes abhängig gemacht werden; und ebenso hat die Buchhaltung ihrer Verpflichtung der Verfassung monatlicher Cassegebarungs'Ausweise nachzukommen; 12.) das Budget der städtischen Fonde für das Jahr 1895 wird in allen angegebenen Positionen genehmigt. GR. «Kubic ist gegen die Bewilligung be« Be-trage« für den Bau eine« Wetterhäuschen« und befür-wortet, die hiezu bewilligte Summe sür die Errichtung der höheren slovenischen Volksschule zu verwenden. — Angenommen. Bezüglich be» Antrages, ein neues Darlehen aufzu. nehmen, bemerkt der Bürgermeister, dass dasselbe heuer der vorgeschrittenen Landlagsfefsion wegen unmöglich ist. GR. Murnil betont, dass das «nlehen von 500.000 st. nur sür bestimmte Iwecke bewilligt wurde und eine Aenderung in der Verwendung nur durch höhere Bewilligung stalthaft wäre. Nach einer lurzen Debatte über diesen Gegenstand, an der sich Bürgermeister Gras selli und die GR. Hribar, Murnil und Ravnihar betheiligten, wird der Antrag de« GR. Hribar angenommen: Per Magistrat habe sich wegen Bewilligung einer entspre-chenden Creditoperation aus dem Anlehen von 500.000 fl. an den Landesausschuss zu wenden, damit derselbe die weiteren Schritte biesfalls unternehme. Der Schlussantrag wegen Aufnahme eines neuen Darlehens entfällt. GR. Hribar bespricht bei der Post «Veitrag für die gewerbliche Fortbildungsschule» die Unterrichtssprache, welche ausschließlich deutsch sei, wodurch die Unterricht«, erfolge zweifelhaft werden. Er ist nicht gegen die Pflege der deutschen Sprache, nur dürfe hiedurch der Unterrichl in der slovenischen Sprache nicht vernachlässigt werden. Rebner stellt daher den Antrag, der Bürgermeister habe als Vorsitzender des Curatoriums eine Sitzung desselben einzuberufen und aus Aenderung des Unterrichtsplanes zu bringen. Vürgerneister Grasselli bemerlt, das« da« Cu-ratorium leinen Einfluss auf den UnterrichtOplan nehmen und höchsten« Wünsche in dieser Richtung vorbringen lönne. GR. Hribar erllärt fich damit einverstanden. GR. Valentiniic urgiert die Neuherstellung der Fleischhauerbrücke, welche längst beschlossen und deren Kosten aus dem neuen Anlehen zu beftreiten find. Er beantragt, das Erfordernis hiefür in den Voranschlag einzustellen und da« Vauamt zu beauftragen, Pläne und Voranschläge schleunigst dem Gemeinderathe vorzulegen. Ebenso urgiert Redner die Errichtung der Markthallen und die Vorlage von Plänen hiefür und stellt diefer-wegen einen conformen Antrag. GR. Tercel beantragt, auch andere bewährte Firmen zur Erstellung von Projrcten einzuladen und die Brücke aus Eisenconstruction herzustellen. Nach einer lurzen Debatte darüber, ob die Brücke aus Mauerwerl ober Eisen conftruiert werben solle, erllärt Bürgermeister Grasselli, dass diese Frage nicht spruchreif sei, da fich der Gemeinderath erst nach Vorlage der Pläne mit ihr beschäftigen lönne. Die Anträge de» GR. Valentintik und der Antrag Terkeks, dahin gehend, das Vauamt habe behufs Neuherftellung der Brücke schleunigst Pläne und Vor« anschlage vorzulegen und es seien auch andere Firmen zur Projectsversassung einzuladen und der Antrag wegen Errichtung von Markthallen werden angenommen. GR. Svetel spricht namens der Finanzsection den Wunsch aus, die einzelnen Abtheilungen des Magistrates mögen rechtzeitig, vor Erstellung drs Voranschlages, ihre außerordentlichen Bedürfnisse bekanntgeben. Der vorgeschrittenen Stunde wegen werden dle übrigen Punlte von der Tagesordnung abgesetzt. Es folgte fobann eine geheime Sitzung. — (Neue« Schulbuch.) Da« l. l. Ministerium für Cultus und Ullterricht hat laut einer uns zugehenden Nachricht das in der Buchhandlung Jg. v. Kleinmayr schwimmende Hindernisse und wurden durch das A> des Feindes theilweise zum Sinken gebracht. Cin ^ cier und zwei Mann sind infolge der KältegeM^ Verstorbene. Am 7. Februar. Josef Melik, Kaischlerssohn, 15 M" Schwarzdorf 36, Lronclntis capillary. ^, Nm 9. Febrll ar. Rafael Poaacar, Nsstturanzbeaml" Sohn, 16 M., Rathhausplatz 23, Fraisen. . «^ Am 10. Februar. Josef Snoj, Arbeiters.SoW. °H Karolinengrund 24, Diphtheritis. — Richard Hernsch, schers-Sohn, 9 I., Schießstättgasse 11, Diphtheritis. Im Epitale. .« Nm 8. Februar. Kaspar Kotar, Inwohner. " Lungenentzündung. Meteorologische Beobachtungen in LaibaH>. ^^H_^^"U ""_ ______^-5H--^ '" 7^7MgI^30'3"'^5^6 "N" schwäch "^"KwM s^, 9. 2«N. 7302 -06 NW. schwach Schnee S««" 9^ «Ab. 735 7 —4 2 NW. schwach benMt^^ " 7 U7Mg. 736-1 -5^0" N7schwäch "benM 3^ 10.2. N. 735 0-2-6 windstill bewölkt g«»-9 . Ab. 732 7 -4 4 NW. schwach bewölkt .g Den 9, Februar bewölkt, nachmittags dichter S^^ mit sich kreuzendem NO und NW. — Den 10. «M» g^t» fall. — Das Tagesmittel der Temperatur an den be,ow ^ —3 5° und 4-0", beziehungsweise um 2-9° und ^ ° dem Normale. ^-^-^-"""5u Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm-Ianusch"" Ritter von Wissehrad. Gott dem Allmächtigen hat es in seine" ""^ fachlichen Rathschlussc gefallen, unfere innigstg"'^ ! Tochter, beziehungsweise Schwester und KchwM Anna am 10. d. M. um halb 12 Uhr vormittags A, kurzem, schwerem Leiden, versehen mit den T" ^ gen der heiligen Religion, in ihrem 23. Lebens in ein besseres Icnfcits abzuberufen. <^ Die irdische Hülle der theuren Verbliche""' ,,„ Dienstag den 12. d. M. um 3 Uhr nachnnttan ^ Sterbehause Vcga . Gasse Nr. 8 feierlichst e'^Nlbst > auf den evangelischen Friedhof überführt und °"> > im eigenen Grabe zur letzten Ruhe bestattet. » Die theure Dahingeschiedene wird dem f"" > Andenken empfohlen. ^ ! Earl Laiblin, ElaraLaiblin, Eltern -7" Oe- > Vlbert cpb. Laiblin, Earl und Aul,«'"' > schwistcr. - Julius Elbert, DllNtsllWM Für die zahlreichen Veilcidslundgcb'lNg" ^^ lässlich des Hinscheidens meiner mmgi'U Schwester Johanna ^ ferner für die schönen Kranzspenden, N"!» ^Doh''"' aber für die Hilfe, welche der Seele °" .^"g geschiedenen durch das Gebet und die ^ ^„e", des heil. Messopfers geworden ist, dankt '"'^ dei im Namen seiner Eltern, seines Bruders übrigen Angehörigen ^,5ert , ! Hr. Seb. Vl" .^tli' > Domcapiwlar und fb. Consisto^^ Danksagung. ^ Für die vielen Beweise herzlicher Th«^^ während der Krankheit und anläiMch dH.MsH unserer innigstgeliebtcn Gattm, A. ? ^ F" Mutter, Schwester, Taute und Schwäger»", Ichfine Potmto °°b. Mst^ ihren tiefstgefühlten Dank aus. «««,!»<<' l Die trauernde ^^W Ieiwug Vlr. 34.__________________ ______________293______________________________ 11. Februar 1895. Course an der Wiener Börse vom 9. Februar 1895. «<,« dem oMe««, Courm^ lnä°^'3°N' »' "185 10145 " . ' »N"^'Iuli 101 40 101 60 l»l4«4°/ «.»„.»^^'""l'bel 10130,101-50 l»«0« ^"^»°t«l°se , 850 fi. 150 75. 151 85 l«eon^° " !3lNze5NN l. 1Ü975 1L0 75 dto, ""««lose . . lou l. 80».. 808 - ^°D,M..ch,^ ^,»„»b0sl. 18»-«NO- 1"«« » 180 st. ^^.^ ,^.^ "' «r Ultimo . . 10180 10140 "'«"»«tr.Nom, . S9.0 100 40 »eld «a« Vom Vtaate znr Zahlung üitrno««en« Obligationen. «tlisabethbahn 600 u. »000 «l. fllr 80» W. 4°/«..... 18185 188 85 Glisabethbahn, 4/,'/<, Echanlrcgal-zibl.-Obl, 100 90 ini »0 dto, Präm.'Nnl, ll 100 fi. b. W, isi - ll>8 - bto, bto. 5 50 fl, 0, W. I«0 — iei — The!h>Me«..L°se 4°/„ 10» fi, . i« 5« 15« 50 Hrundentl.-Gbligattonen (für 100 fl, dto, dto. b0j«hr. „ 4°/, . . 100— tO0 80 Lparcass,,I.«st.,»OI. 5>/.°/<.Vl. l0l li0 — — Prlorilat«.Gbllgatlonen (für 100 st.). sserbinllnb^Norbbahn Vm. 188« 100 i» 101'80 vesterr, Nordweftbahn . . . 1i8 — II» — Ltaatlbahn....... 8»«'" ..— Südbahn k 3»/,..... 175— 17S-— dlo, k 5°/„..... 13075 1», — Ung'galiz, Nahn..... 11080 11,-80 4"/„ Unterlrainer Hahnen . . »S'b« 99— Diverse Lose (per Stück), «udapest Nasilica (Dombau) . 8 80 9 80 «Ireditlose 100 fi...... !9»-»0 800 50 4'7nDo„a»-Dampfsch, I0Ufi,«M. — -- - tb0'- - Oftnrr iioss 40 st...... S8'— s»'— Palfft, Uose 4<> fl, «W, . , . 5875 5975 «o1hr»K,e»z,0tst.»ts. o,,10st. 18 85 18 75 Nothr» »rliiz, Unn.Vts. v.. 5 fl, 1880 ,»-50 Rudolph iiose 10 fi..... 83-«! 84'l><> LlllmUole 40 fl, «Vl. . . . «950 70 50 St.»Venoi«O0fi, 31950 »8l — Hup°thew..0esl,,800fi, 85«/„ 7 > blo. dto, Ml, N) 8<» fi. 3, 878 85 878 75 PrassDlllrr «ilscnb. 150 fl, V. . 91-—j 91L5 Viebenbürgrl Gilrnbabn. Vrfte —'—! —' - Etaatssisenbahn 80« ft. V. . . »9?'?0!»98-z!, Südbahn 80<» fi, S..... 1V«80 10? 10 Vübnorbd. Verb. V. 800 fl.«Vl. 8ll—8l,d0 Tramway'«es.,Wr.,170fi.o.W, 443 — 445. dto. Hm. 1887,800 fi. . . . — — — — Tnunumy'Oef., «eue»»r., Pril». rfi.V.(Rllab.Vill»)800fi.V. 807— - — Wenn Üocalbahnen'«ct..»es. ^— ,?-« znonjlrlt-Aetien (per Stück). »auges.,«ll1a. 0ft., 100fi. , . 114 «> !,5'«0 Vnvbier ltisen' und Gtahl«Inb. in Wien 100 fi..... 77— 7, ., Eisenbahnw.'Leihg.. Vrste. 80 fi. l»8 — ,«9 — ,,fl. »sn — ««8 --Wllgaon.Leihanfl., «llg., in Pest, 80 fi......... 485- 488 — Wr. VaugeseUschafl 100 fi.. . 14« 85 147 «b Menerberaer Zleael'Nctlnl'Gtl. »S5 — »««5« Devisen. «mflerbam....... 108 80 10» — Deutsche Plätze...... «0 78. 60 »7, Uondon........ 184-«ii84«5 Pari» ........ «»5 4» 47, St. Petrr«bul«..... — — — - Daluten. Ducaten........ 5»z »« 80 jfrnncs'Zlück,..... 9«. »«^ Deutsch, «eich«l»»ninoten . . «0 7«, «077, Italimische Vanrnoten , . . 4«-»V 4» 90 Papier-Mubel...... ! 18»»,,^ l »4 ^l^Nellter in Lllibllch. '' "Her Abonnement. Oerad.Ta«. »enefi»^""^ ^" "Februar und Ope°rett?^^um Vortheile der ersten Local-weites c« ° ""' ^"" I. W 0 hlmuth. "'"Itlpiel des ersten Operettentenors ^ Herrn I.Rusth. Brette " ^vgelhändler. '^'lle)b«/^' Acten (nach einer Idee des "" wi. West und L. Held. — Musil von Carl 5 geller. ^. Vors. -^—"^------- ' (59. Norst. im Abonn.) Unger. Tag. "tittwoch den 13. Februar ^eidermacherin (288) "*"¦"' geschmackvollen Anferli-l\ 8ung modernster 6—6 cfi; W Kinflertoilettßn. k. Sehr massige Preise! ^Wohnung . 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(135) 4—4 Die Casino-Vereins-Direction. = Nützliche Geschenks- und Bibliothekswerke. = Meyers Hand-Lexikon des allgem. Wissens. In oiiiam Bund. Funs It, neulearbtitele Auflage. In lftübleder febnadea 10 M«rk. Meyers Kleiner Hand-Atlas. Mit 100 KartenblSttorn und 9 TextbeiU(r«-n. In Hulbl^d.r (ft-bundan 10 M»rk. Brehms Tierleben. Klelue Ausgab» fUr Volk und Schule, '/.vieitt, von R. Schmidtlein nmbrarbeifrfe Auf Inye. Mit 1200 Abbildungen Im Toxt, 1 Karte und 3 Parbendrm-ktafaln. !1 Hi.n.ie in Halbleder gebunden zu je 10 Mark Probehefte stehen zur Ansicht zu Diensten. — ProitpcMe grutix. == Verlag des Bibliographischen Instituts in Leipzig. = ———^i^—wioi—KiMMüf t*'1' irra Zu beziehen durch I|f. v. Kleinmayr Äc Fed. üainlx^i'ör Buchhandlung in Lalbaoh. (627) (460) 3—3 St. 49. I Oklic. Naznanjaseneznanim naslednikom Jakoba Zorca in Antona Koprivnikarja, da se je njima postavil France Veber iz Cirkus za kuratorja ad actum in da se je le-temu vroèil njima name-njeni tusodni zemljiškoknjižni odlok z dn6 13. januvarja 1895, st. 49. C. kr. okrajno sodisèe v Litiji dne 13. januvarja 1896. "(217)~3Z.2 ŠL6894. Oklic. Vsled proSnje Franceta Gostiöe se s tus.odlokorn zdne 7.decombra 1894, št. 769, na 12. aprila in 12.maja 1894 doloöena prodaja na 322 gold, cenje-nega zemljišèa Lorenca Menarta vlož. St. 55 kat. obö. Hotederäica ponovi ter se zänjo doloèujeta röka na 12. septembra in 12. oktobra 1895, dopoldne ob 11. uri, pri tem sodiftöi i prejsnjim pristavkom. C. kr. okrajno sodišèe v Logatci dne 30. novembra 1894. (SÖTsZs St. 494. Razglas. Neznano kje bivajoèima tabular-nima upnikoma Jožefu in Francetu Vièièu iz Harij in neznanim dediöem in pravnim naslednikom tabularnih upnikov Antona Vièièa iz Harij, Blaža Tomsièa in Ivana Ev. TomSièa iz Bi-strice postavil se je Anton Satran iz Bislrice kuratorjem ad actum, in so se zadnjemu dostavili dražbeni odloki od 27. decembra 1894, št. 10.823. C. kr. okrajno sodišèe v II. Bistrici dne 21. januvarja 1895. Dem P. T. Publicum zeige ich höflichst an, dass ich den seinerzeit so beliebten Wiseller Wein (jetzt amerikanisch veredelt gezogei) in Aus.schank gebracht hai>e. Hochachtungsvoll (480) 4-4 Hi. Fantiiii Restanratenr „snr Linde". Einladung zur Generalversammlung des Spar- und Vorschussverefnes welche Sonntag den 24. Februar I. J. um 10 Uhr vormltU-r« b* Hafner« Blerhalle mit folgender Tagesordnung stattfindet. 1.) Bericht des Obmannes über den Vermögensstand. 2.) Neuwahl deß Ausschusses. 3.) Bericht der Revisoren. (631) 4.) Allgemeine Anträge. Der AiiKfechiMH. Laibach, 11. Februar 1895. (50b) 3—3 Nr. 522. Curatels - VerhänMNst. Das hochlöbl. k. k. Kreisgencht in Rubolfswert hat über Vincenz Kutin von Gradaz Nr. 44 ob erhobenen Blödsinnes gemäß ß 673 a. b. G. B. die Euratel zu verhängen befunden und wurde demselben seitens des gefertigten l. k. Bezirksgerichtes ein Eurator in der Person des Jakob Logar von Gradaz Nr. 22 bestellt. K. l. Bezirksgericht Mottling am 24. Jänner 1895. (517) 3-2 Nr. 537. Curatelsverhiingung. Das hochlöbliche l. k. Landesgericht in Laibach hat die Nagelschmiebstochter Maria Vovl von Steinbüchel mit Beschluss vom 22. Jänner 1895, Z. 253, für wähn« sinnig zu erklären befunden, und wurde derselben Andreas Bohinc von Stembüchel zum Curator bestellt. K. k. Bezirksgericht Rabmannsoorf am 26. Jänner 1895. ________ (459) 3—2 St. 132. Oklic. Naznanja se Mariji Zajec iz Bris, oziroma njenim neznanim dedièem in naslednikom, da se jim je postavil Martin Brodar, župun Kanderški v Dolgem Berdu, za kuratorja ad actum in da se je le-temu vroèil tusodni njim namenjeni zemljiskoknjižni odlok z dne 13. januvarja 1895, St. 132. C. kr. okrajno sodišèe v Litiji dne IS. januvarja 1895.