ewfrmtibt c£m e*f be-ehre» oon der Zutunst Dernau Daß Brot und ArdeU uns gerüstet stehen. Daß unsere Kinder tu der Schule lernen Und unsere Greise nicht mehr betteln gehen, v G. Herwegh. \V 78841 frletfion Ar. m. io.wo v. 1MÜ. kifenbahner Zentralorgan des Oesterreichischm Eisenbahn-Personales. RediMo»: Wie« VA, Wwgi( 84. R«datti-»»sch>«»: 3®d «egt »*» »«* Srsch«i»o» »— Blatte». Sprechstunden lab ittctt Tan mit Ausnahme der Beim» enb Rrf«legt eo« 10 Uhr Vormittags bi» ,/*i Uhr nachmittag», Jnserttonspreis: ti; cmfoatiige MiMmeteqelle oder deren «etmt 14 SeTer. Bei Jahresaustrag Sabatt. Monnements-BedingMge«: HaldsührNch..............................«r. 2-8S Ganzjährlich............................. 6,76 Für das Deutsche Reich ganzjährNch Mk.. Für da« übrige Ausland ganzjährlich 9 Franken. erscheint jeden 1., 10. und 20. im Monat. Neues Jahr. Nun schweigt ihr Tage feindlich harter Mühen Vor dieser Nacht erhaben stillem Glanz. Mag stolze Ahnung jeden Traum durchglühen Und Farbenlust von einem Siegeskranz Für alle Stampfer, die mit reinen Händen Das Schwert geführt in dornigen Gelände«, Wegsroher Grütze heldentreue Schar. Wirs ab, o Herz, was an dir zeitlich war. Hinab ins Meer des Gestern finkt der Schemen Erlittner Qualen. Nichtig wird dein Grämen, Zu spotthast klein für die gewalt'ge Zeit. Was Menschengeist den Jahren abgerungen, Trägt kühn uns aus des Lebens Niederungen Sandkorn auf Sandkorn» Bau der Ewigkeit! Nun strahle. Zukunst, in der Kerker Grauen, Vergolde jeden Webstuhl, jeden Schacht! Den Kampfesmüden latz' Erfüllung schauen, Dem Dulder sprich ein gläubiges: „Vollbracht! Schärf unf're Waffen für den Kampf der Stunde, An der so mancher schwache Sinn zerbricht. O wehe kühl um jede Todeswunde! Die trüben Augen helle durch dein Licht. Des Jahres letzter Ton ist leis zerronnen. Wir grützen stark, was noch im Dunkel ringt. Es ist ein Lied von neuen Sommersonnen, Was tröstlich aus der Sterne Neigen klingt. Otto Krille. Set Lohn für treue Sienfte. 25. Dezember 1918. Offiziell »vird berichtet: „Das soeben erschienene Amtsblatt des Eisenbahnminisieriums verlautbart eineSI Uerhöchste Entschließung, wonach der Kaiser gestattet hat, für die Leistungen anläßlich d e r K r i s e den österreichischen Staatsbahnen wegen der musterhaften Borbereitung und Durchführung der unter schwierigen Bet-hältnissen bewältigten umfangreichen Truppentransporte iowie dem an diesen Arbeiten beteiligten Personal die Allerhöchste belobende Anerkennung bekanntzugeben." Es ist für die Eisenbahner eine Zeit harter, schwerer Arbeit und bitterer Enttäuschungen dahingegangen. Das Persona! erlebte viel Bitteres und Nichts Erfreuendes. Schwere Sorgen um die Erhaltung der minimalen Rechte, tägliche, stündliche Kämpfe um einige Heller Verbesserungen, das war neben schwerer Fron das tägliche Ergebnis im Leben der Sklaven des geflügelten Rades. Von den schweren Sorgen um die Hcrbeischafsung der dringendsten Bedürfnisse zum Lebensunterhalt, vom Suchen nach Nebenverdienst, vom zerstörten Familienglück, von Schulden und Krankheit, von Unfall und Gcrichtssaal gar nicht reden. Eine so unangenehme Zeit mit so viel Bitterkeiten war wohl, wir übertreiben' nicht, schon lange nicht mehr da. Es war auch in früheren Zeiten hart, auch unerträglich. Aber bestehende Rechte wurden geachtet, brutale, kniffige Verletzungen von einmal zuerkannten Begünstigungen wurden nicht vollzogen. Alan gab nichts, man nahm aber auch nichts weg. Das ist nun anders geworden. Tie Rechte, die der Eisenbahner in der Dienstordnung im § 40 gewährleistet hat, wurden gerade in jüngster Zeit vielfach schroff verletzt. Der Bremser, der Heizer, der Verschieber und alle die anderen, die auf Grund mündlicher und schriftlicher Zugeständnisse darauf hofften- nach zwei- bis dreijähriger Taglohndienstzeit . definitiv angestellt zu werden, mußten erfahren, daß aus den zwei und drei Jahren nunmehr sechs, sieben Wien, de« 1. 1914. und zehn Jahre Provisorium geworden sind. Die vielen Kondukteure, die seit Jahren in tadelloser Weise Zugsführerdienst versahen, ihre Prüfung mit Erfolg abgelegt und sehnsüchtig auf ihre Ernennung zum Unterbeamten warteten, sie alle mußten zur Kenntnis nehmen, daß es mit ihrer Ernennung nichts sei, denn die Normierung sei nach der Neuerstellung überkomplett. Und die Kondukteure und die Lokomotivführeranwärter, die auf den staatlichen Lokalbahnen ihrer Ernennung harrten, sie mußten auf die Hauptbahnen wandern, ihre Hoff-nungen sind aus lange Zeit unerfüllbar und die Kol--legen der Hauptbahnen werden zugleich ein Jahr zurückgeworfen, das alles, weil die fürsorglichen Väter im Eisenbahnministerium finden, daß der Arbeiter mit Kr. 1'80 Taglohn bei den staatlichen Lokalbuhnen billiger kommt, als der definitiv Bedienstete. Die Tausende von Wächtern, die seit dem Bestehen der österreichischen Bahnen um halbwegs menschenwürdige Arbeitszeiten rangen und auch teilweise Erfolge erzielten, sie mußten eS fühlen, daß Verschlechterungen auch in dieser Richtung noch möglich sind. Den mörderischen Turnus, den österreichische Richter in ungezählten Fällen zur Grundlage von Freisprüchen benützten, den müssen alle die Tausende heute wieder leisten. Nicht anders erging es einem großen Teil des übrigen irr Turnussen Dienst versehenden Personals. Die Nebengebühren des Lokomotiv-und Zugsbegleitungspersonals wurden verringert, die Teuerung ober schreitet fort. Bei den neuverstaatlichten Bahnen, insbesondere bei der Nordwestbabn, wurde einmal jeder Manipulant und jeder Magazmsaufseher zum Lohn für treue Dienste bei Erreichung der 1200 Kr. zum Unterbeamten gemacht. Der Staat garantierte dem übernommenen Personal die Einhaltung dieser Begünstigung. Seit 1912 wird sie nicht eingehalten. Niemand wirb ernannt, obwohl die Bediensteten unzähligemale um ihr Recht gebeten haben. Die nötige Anzahl der Posten wird einfach nicht normiert, und so ist die Grundlage vorhanden, niemanden zu ernennen. Und ab 1. Mai 1914 sollen alle Dienstturnusse bedeutend verschlechtert, und auch jetzt soll noch manche andere Verschlechterungsmaßnahme durchgeführt werden. Seit 16. Dezember 1911 warten sie alle, daß ihnen endlich die zweijährige Vorrückungsfrist, der Härteausgleich, die Nachtdienstzulage, die Lohnerhöhung zuteil werde. Aber nichts von alledem. Immer nur das hohle, und empörende Wort, daß die Frage der Verbesserungen studiert wird. Kein offenes, klares Wort, wann endlich die Verbesserungen kommen. Keine offizielle Mitteilung, ob das Studium schon beendet ist. Keine Rechenschaft über die verausgabten Summen. Immer nur Worte, Worte und wieder Worte. Diese Gedanken, diese Stimmung Beseelten heuer jeden Eisenbahner. In einer Zeit, wo den Bediensteten statt gegeben, genommen oder gegeben und gleichzeitig genommen wird, da ist es schon an der Zeit, endlich zu sagen, daß man es beim Studium der Verbesserungen nicht Bewenden lassen darf, sondern daß auch die ersehnten Verbesserungen kommen und die Verschlechterungen aufgehoben werden. Ein einziges Wort darüber, daß eine solche Tat folgen wird, es hätte Tausenden Freude und Glück gebracht. Aber so vernünftig-klug können unsere weisen Herren im Eisenbahnministerium nicht sein. Sie sind in ihrer „unendlichen Fürsorge" für alles blind und taub, was das Personal bewegt. Sie kennen zwar alle die Schmerzen der Eisenbahner zur Genüge, sie hören sie ja alle Tage in jeder nur denkbaren Art. Sie tun auch so, als ob sie sie lindern wollten. Gar mancher Feiner nimmt sich in Gegenwart einer- jammernden Deputation sein Sacktuch und wischt sich die Tränen aus den Augen. Aber wirklich helfen wollen sie nicht, obwohl sie helfen könnten, und zwar ohne besondere Anstrengung. Aber die Hungrigen sollen weiter schreien. So führte die Einsichtslosigkeit der Staatsbahnverwal- 22. Jahrg. tung dazu, daß den Eisenbahnern neuerlich vor Augen feführt wurde, wie es mit dem Lohn für ihre treuen )icnfte, die sie mit Hintansetzung aller Persönlichkeit im Interesse der Gesamtheit geleistet haben, bestellt ist. Sie Verwendung bet fünfzehn Millionen Kronen. Bon ReichSratSabgcordneten Rudolf Müller. Es ist genug des grausamen Spiels, baS bas Eisen» bahnministerium mit seinem Personal feit dem denkwürdigen Beschluß des Staatsangcslelltenausschusses vom 16. Dezember 1911 treibt. Damals wurde bekanntlich einstimmig tn den zwei beteiligten Ausschüssen und fernen Unterabteilungen (Staatsangestcllten- und Budgetausschuß) sowie im Plenum des Hauses beschlossen, teilweise den vielfach geäußerten Wünschen des Personals zu entsprechen und hiefür den Betrag von 38 Millionen Kronen auszu-werfen. Ursprünglich wurden vom Abgeordneten Tomschi! und Genossen 69, vom Abgeordneten Kemetter 65 und von den Abgeordneten Burswal, Knirsch, Zamorski und Rybak 62 Millionen Kronen als erforderlicher Gesamtaufwand für die Eisenbahner verlangt. Die erste Summe hätte ausgereicht, die schweren Wunden, die dem Personal durch die allgemeine Teuerung und hundert andere Ursachen geschlagen würben, teilweise zu heilen, um auf eine Reihe von Jahren Ruhe und Veitrauen in das Personal zu bringen. Die Majorität des Hauses und leider auch die schon genannten zwei Ausschüsse, waren für die Fortsetzung des ewigen Flickwerkes und kürzten, mit Rücksicht auf die prekäre Finanzlage und in Erwägung, daß man der Bevölkerung eine neue Belastung nicht aufhalsen kann, den Betrag aus 38 Millionen Kronen. Der Regierung war jedoch auch dieser bedeutend eingeschränkte Betrag noch immer zu hoch und sie erklärte kurzweg, nur 21 Millionen für diesen Zweck ausgeben zu können. Die bürgerlichen Mamelucken nahmen die klatschende Ohrfeige in gebührender Demut entgegen, denn sie ahnten, daß diese nicht die legte war. Der Eisen-bahnminister hat dann noch im offenen Hause eine Erklärung verzapft, die nach Opium roch und in rosigem Sicht sein Wohlwollen dem Personal gegenüber glitzern ließ. Dann setzte der Staatsangestelltenausschuß einen' Unterausschuß ein, der in Gemeinschaft mit der Regierung' die Aufteilung des in Verwendung kommenden Betrages' besorgen sollte. Das war so ungefähr vor zwei Jahren. Gleich nach Abschluß dieser Aktion wurde der Eisenbahnminister Ritter v. Förster im EisenbahnauSschuß von den Refaktien genießenden Industriellen als der Mann der starken Hand ausgorusen und chm Dank und volles Vertrauen ausaedrückt. Das war der zweite Schlag, den der Staatsangeslelltenausschuß und baS Plenum des HauseS für die Mißachtung seiner Beschlüsse oon diesem Bürokraten bekam. Auch dieser wurde mit geziemenden Erröten huldvollst angenommen. Die käufliche, zu jeder Schandtat fähige bürgerliche Presse lobte den Minister über den grünen Klee, daß er nicht die großen Bonifikationen der diverse« Kartellisten einfchränkte, sondern das Sparen beim Personal durchsetzte. So ausgerüstet schritt Herr v. Förster an die Aufteilung der bewilligten Gelder. Festgewurzelt in der Erdc stand Der Herr Minister vor den verzweifelten Bediensteten und gleich einem Taschenspieler vollzog er seine schwarzen Künste. Mit viel Geschrei steckte er dem einen 10 Heller Sohnzulage tn die rechte Tasche und nahm ihm aus der linken die 10 H. Tunnelzulage. Dem ändern schob er großmütig 10 H. Lohnerhöhung zu und nahm ihm unversehens die 10 H. Kohlenarbeiterzulage. Dies ging in Grazie fort. Be, jeder Kategorie und bei jedem Bediensteten, der das Glück hatte, einen Aufstieg zu machen, übte er in diesem Sinne seine sozialpolitischen Kniffe. DaS einzig Reale in seiner Beförderung war. daß der Obernispekiol den Titel Staatsbahnrat erhielt und der Inspektor irgendein anderes „Rad" am Wagen des Herrn v. Förster wurde. Als aber die Bediensteten am letzten des Monats in die Taschen griffen und wahrnahmen, daß zioar in der rechten Seite zehn Heller liegen, dafür aber in der linken fehlten, schüttelten sie anfänglich bedenklich die Köpfe über die sonderbare Wandlung der Dinge. Als sie aber erfuhren, daß der Taschenspieler den Mandarinen am Franzensring vorzumachen suchte, daß dieses Künstlerstück ihm sechs Millionen Kronen koste, da ging die geübte Geduld aus Fransen. In Hunderten von Versammlungen kamen sie Der „Eisenbahner" erscheint in einer Auflage von 50.000 Exemplaren. Stammen mid protestierten gegen diesen Vorgang uub ver- nglen Milkontrolle und '.UhtbeftimnmniiSrecht des für sie zur Austeilung besti-ttinien Betrages. Der Lärm weckte auch die Herren vom Unterausschuß der Sraatsangestellten. die zuin Teile lächelnd noch von dem Wohlwollen des Herrn v. Förster träumten, auf. Sie rieben sich die Augen und beriefen noch gähnend eine Sitzung ein, um von der Regierung Auskunft über die Verteilung der bereits aus-bezahlten und noch auszuzahlenden Gelder zu verlangen. Und siehe da. die Tajcheiispielerlunst wurde als Schwindel entlarvt und endigte für das Personal mit einem aufregenden Drama, das m eine herzerschütternde Tragik Wujchliig. ° Seil 17. Juni müht sich das Subkomitee ab, Licht in die dunklen Wege der Regierung zu bringen. Kaum war eine orientierende Notlampe aufgesteckt, schlugen die Durcaukraten in ihrer onnbnltschen Lust ihr die Fenster ein. Tenn, Rächt mutz es sein, wenn Försters Sterne leuch len l Und Rächt soll es bleiben. Da aber der Tag der Feind der sinjtctn Nacht ist, versuchte seit sieben Monaten das Subloniiiee immer von neuem die Regierung zu zwingen, endlich den Schleier von dem Bilde j*u heben, damit das Hoffen und Harren des Personals nicht mutwillig zu Nichte gemacht werde. Das Subkomitee hat im Anfang mit der ausgesuchtesten Höflichkeit das Eisenbahnministerium darum ersucht, gebeten, dann abwechselnd bestürmt. Der Landgraf blieb hart! Das war der dritte Streich. Je näher Weihnachten in Sicht kam, desto lebhafter und herzelfrischender wurde die Sprache der Abgeordneten, die endlich — in eme Drohung umschiug der Regierung gegenüber. Der Landgras blieb weiter Hartl Des Wartens müde beschloß das Komitee, die Regierung wird ausge fordert, innerhalb 14 Tagen bestimmt und erschöpfend in einer {christlichen Darlegung über das, was sie bisher angeblich für das Personal getan hat und über all das, was sie in Hintunst zu tun gedenkt, Ausklärung zu geben. Nun löste sich ihre Zunge. Sie könne unmöglich, so meinte ihr Sprecher, die Details bekanntgeben, weil die Austeilung im Berorbuungswege erfolge, und das sei einzig und allein tut HohetiBrecht der Regierung. In hochfahceitbem Tone erkläiie der Bureaukrat. dah das Parlament allerdings, aber nur mit Zustimmung des Herrenhauses und der Regierung, Gelder bewilligen kann, aber die Art der Verwendung fei jedoch ihr ausschließliches Recht. Das war der vierte Fauslschlag. Neuerlich und unverdrossen schlügt das Komitee eine Brücke. Es verspricht der Regierung über ihr Material insolange obligates Stillschweigen, bis sie eS davon entbindet. Da gab es lange Gesichter... Neuerlich wurde dem Ministerium eine Frist von 14 Tagen zur Borlage ihies Berichtes gegeben. Sie log ab und drehte symbolisch dem Ausschuß eine Nase. Am 20. Dezember war die Frist abgetanen. Tie Sitzung fand statt und die Regierung erklärte mit Kühn-heil. daß sie das Material für die noch aushugebenden 9 Millionen nicht voilege. Punktum! Die Ohrfeige für das Parlament sah diesmal fest. Das war nun dem Komitee doch zu bunt und es las der hohen Regierung ordentlich die Leviten, schlug zurück und veschloh, seine Mandate dem Bollausschutz zur Bersügung zu stellen, nachdem die Regierung jede 'Verhandlung mit ihrer passiven Resistenz unmöglich macht. Das Komitee tat noch ein weiteres und beantragte, der Regierung für ihr schnödes Verhalten die schärfste Mißbilligung auszusprechen. Das Maß war zum Ueberlausen voll.---------- Ter Bericht wird in dielen Tagen an den Voll-ausschuß schriftlich erstattet werden. Das Komitee ist also feii.er Aufgabe entbunden. Es hat nichts unversucht gelassen, in den beredetften Worten der Regierung die Wünsche des Personals darzulegen. Eingehend Und gründlich wurde jede Fordeiung auf ihren Kern, aus tbre Durchführbarkeit geprüft und man war von dem Bestreben geleitet, den Eisenbahnern zu nützen und das Parlament vor einer neuerlichen Desavouierung der Renierung »Stürgkh-Tlugosz* zu bewahren. Mit einer seltenen Einmütigkeit wurde jede parteipolitische Tendenz ouSgeschaltet, am der Sache zu dienen. Leider vergeblich! Wäre die bürgerliche Mehrheit und die bürgerliche Presse nicht bis aufs Mart durchfault, so müßte em einmütiger Protest durch unsere Lande gehen und der Ruf: Weg mit den .Dlugoszicinern"! dürste nicht verstummen, bis er seinen Zweck erreicht hat. Die bürgerlichen Abgeordneten, ob deutsch oder tschechischnational, schreien sich die Kehle wund, ob in Leitomischl der Nachtwächter der PnhiLtäl oder der Maier fein soll. Wenn ihnen aber die Regierung ins Gesicht spuckt, quittieren sie den Schimpf mit höflichem Dank. Und die 'Regierung weiß es und schätzt die Herren mit »gebührendem Respekt* danach em! Die Reformen der Regierung für das Staatsbahnpersonal. Nachfolgend geben wir eine kurze Uebersicht fiter jene Maßnahmen, weiche aus der fiis das Jahr 1913 14 vor Hellenen Spezialkreditvorsocge von sechs Millionen Kronen ihre Bedeckung finden. I. Bereits durchgeführte Maßnahmen. 1. Individuelle Ernennung von Unter-Beamten zu Beamten des Status UI. (Für die in den Icchren 1913. 1911 und 1915 burchjufiifirenhen Ernennungen von 270 Unterbeamten) ein Aufwand von rund . ....................................... 60.000 Kr. (24910/13). 2. Nachtdimstzusaqen siirWeichensteller. Anzahl der Weichensteller 73tiO, Anzahl der im Dienste verbrachten Nächte 1,080436 k 50 H. gibt rund . 510.000 Kr. (Z. 15004/13) 8. Verbesserung der Prämien des Lokvmotiv-personals (Z. S&jtiB, 31758, 33859,13) zugeschieden wurden: Der k. k. Nordbabndirektion .... 103.OT0 Kr. „ k. k. Siaaisbahndirektion Wien . 72.440 „ , l. k. Direktion |ur die Linien der St.-E.-G............................ 81.000 „ Der k. k. Nordivestbahndirektion . . . 95.200 , . k. k. St.-V.-Dir. Linz 49.640 , , k. k. „ Innsbruck. . . 34.680 „ „ k. k. , Villach .... 45.200 „ , L t . Erteil 28.920 . , f. t. „ Pilsen 61.960 „ , k. k. „ Prag 61.480 . , k. k. Direktion für die B. N.-B.. 21.120 „ „ k. k. St.-B.-Dir. ClmÜQ .... 12.040 . k. k. „ Krakau .... 39.880 „ „ i. I. Lemberg.... 54.200 „ Z. k. „ Stanislau . . . 22.080 „ „ k. t. Betriebsleitung Czernowitz. 9.080 „ Als Reserve zurückbehalten 15.080 , Ergibt in Summe . . 800.000 Kr. 800.000 Kr. 4. Aufbesserung bcS Stuw» ageldeS des Lokomotivpersonals für Verschieben. Erhöhung sür den Lokomotivführer von 22 H. aus 24 H.. um 2 H.; für den Heizer von 12 H. auf 13 5 H., um 1 5 §.; 6,600.000 Vcrschubstunden x S'/a H. gibt.... (Z. 23276 13, A.-A. XL1X.) 5. Leinenkleider für Heizer und die den Heizerdienst versehenden Bediensteten (7500 Bedienstete) rund..................................... (Z. 37239/13.) 6. Lohnaufbesserungen für Arbeiter. Für dringliche Lobnauibesserungen wurden mit verschiedenen Erlässen einzelner Tireltionen, und zwar: Z. 16729 der St.-B. Direktion Wien . 67.600 Kr. B. 12632/13 der Direktion St.E sozialen niederzukämpfen! (Wo wir unter „christlichsozial" nur den städtischen Anhang der Partei verstehen. Die Bauernmassen, die unter der Flagge „christlichsozial" geführt werden, sind doch dieselben, die bis 1907 „konservativ" getauft wurden und nächstens anders heißen werden, wenn es die führenden Pfaffen für gut finden werden.) Denn die Christlich-sozialen verkörpern in ihrem Wesen die Zusammenballung alles dessen, was in diesem Staate politisch und Wirt» schüft (ich reaktionär ist. Weihwedel und Polizeisäbel, kleinbürgerlicher Hatz gegen die „begehrlichen" Arbeiter, dazu jene spezifische persönliche Gemeinheit^ die den Wortführern einer Klasse anhastet, die ferne Ideale mehr haben kann... Wir müssen sie niederringen, weil sie den Klassenkampf verfälschen und vergiften, den wie, klar geschieden, in reiner Atmosphäre führen wollen. Und darum, so sicher wir des endgültigen Sieges sind, sehen wir immerhin mit Unbehagen, datz sie wieder frech werden: Wir wollen nicht noch einmal durch den stinkenden christlichsozialen Schlamm waten, ehe wir zum freien Feld des Klafsenkampfes kommen. Wenn die Schwarzen wieder Morgenluft wittern, so ist dies zweifellos Schuld jenes Teils des Bürgertums, der sich „freiheitlich" nennt. Vorerst die ehrenwerten Deutschradikalen. Mit Ingrimm hatten sic 1911 zu sehen müssen, wie wir die Christlichjozialen zu Boden warfen und hiedurch den Mandatsverlust wettmachten, den wir unter dem Terror des Fabrikanten-turns in den Sudetenländern erlitten. Damals leisteten sic den Rütlischwur, in Zukunft mit Tod und Teufel" nicht mebr (wie einst im Mai gelobt) gegen die Klerikalen, sondern geiien bie_ Partei der Arbeiter zusammen,',»gehen. Ihr verräterisches Verhalten war es. das verhinderte, datz die Christlichsozialen bei den letzten Gemeindewahlen in Wien schwere Verluste erlitten. Und sie werden in Zukunft genau so handeln. Immer näher rücken sie zusammen — Schwarz und Schwarzrotgolden — bald wird man mit der Lupe die Unterschiede suchen müssen. — Und unsere Liberalen? Es gibt unter ihnen gewitz ehrlich freiheitlich denkende Männer, aber es hat durchaus den Anschein, daß die maßgebenden von ihnen nämlich die g e l d k r ä f t i n-st e n, auch ans Brakliieren mit der Nathauspartei denken. Das Wachslum der Sozialdemokratie erschreckt sie schon mehr als die paar antisemitischen Zwischenrufe im Gemeinderat, die ja nur mebr anstandshalber in die Luft fliegen, um den mißtrauischen Kleinbürgern ein Zuckerl zu bringen. Der Sozialismus greift an die Profitrate — wie lange wird die Mehrzahl der Liberalen da noch liberal bleiben? Kein Zweifel. nicht lange wird's währen und wir werden allein gegen die Christlichsozialen zu kämpfen haben, zur Seite nur das kleine Häuflein Intellektueller, die. wie wir das Wirken der Cbristlichsozialen als kulturwidrig an-sehen und die Beseitigung dieser konzentrierten Unkultur für unerläßlich halten. , . , Wir werden uns also klar sein müssen, daß wir den Kamps gegen die Christlichsozialen in den nächsten Jahren noch mit größerer Wucht zu führen haben werden wie bisher. Eben weil wir ziemlich allein sein werden — zum wirklichen Kämpfen. Aber dieser Kamps wird ausgefochten werden, weil er auSgesochten werden m u ß. Mag das „freiheitliche" Bürgertum, zitternd, daß das Wachstum der Sozialdemokratie, also Die fortschreitende Bemußtwerden der Proletarier, den Effekt der Jahresbilanz verringern könnte, allen Kulturkampf vergessen und sich dem ehemaligen Todfeind in die Hände liefern. Mag es alles über .Bord werfen. waS es von dem KlerikalismuS bisher trennte. Wir Sozialdemokraten fühlen unS stark genug, die schwarze Maffia nieder-zuwerfen, auch wenn wir allein bleiben. Wenn die Christ-lichsozialen wieder frecher werden, so bauen sie nicht daraus, daß w i r erlahmt haben. Das wissen die vom Piusverein ganz gut, daß dem nicht so ist: Was i n d e n Städten von Lohn und Gehalt lebt, zieht Schicht u m S ch i ch t, langsam, aber sicher in unser Lager ein. W i r wachsen unb wachsen. Laßt sie nur frecher werden im Vertrauen auf die Feigheit ihrer bürgerlichen Gegner, auf den Schutz ihrer hochmögenden Protektoren, auf die Wähler-fabiif am Wiener Rathause. UnS gegenüber wird ihnen der Atem ausgehen. Freilich, wir müssen zeigen, daß wir stark sind, zeigen, daß wir jedes Stuck Recht, das wir erobert haben, vor ihren schmutzigen Fingern ;u bewahren wissen! Wenn wir Sozialdemokraten , d l e Stärke zum Ausdruck bringen, die uns tatsächlich inne-wohnt, braucht uns um den endgültigen AuSgang deS Kampfe?, den wir gegen die kiilturwidrigfte aller Parteien sichren» nicht bange zu sein. Von der Südbahn. Einführung einer günstigeren Anrechnung der Dietistzeii für das Hugbcaleitungs. und Lvkomotivpcrsonal btt Südbahn, gültig ab 1. Jänner 1914. Bei den dem ZugbegleitungSpersonal angehörenden Mit. gliedern des Pensionsinstituts für Diener wird ab 1. Jänner 1614 dieselbe Dienstzeitanrechnung eingeführt, wie si« bisher zugunsten det LokomotidpersonalS bestand. daS heißt e« werden zwei volle ab 1. Jänner löll im Fahrdienst zurückgelegte Dienst, ■jahre für drei Jahre gerechnet und beträgt die Pension von aiüt anrechenbaren Dkimstiabren 85 Prozent b#$ ?Sa6tt#c#6(tfte6 unb der Nebenbezüge, von welchen daS Mitglied zuletzt Beiträge zu leisten hatte steigt für das neunte und zehnte anrechenbare Dienstjahr um je 25 Prozent und sodann nach dem zehnten anrechenbaren Dienstjahr um 2 Prozent per Jahr. Die bisher :ür das Zugbegleitungspersonal bestandene Steigerung von je V25 Prozent für sechs Monate nach dem achten und neunten anrechenbaren Dienstjayr findet nicht statt, da sie auch beim Lolomotivpersonal bisher nicht bestanden hat. Nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen erreichen die Zugsbegleiter mit 81 Jahren 6 Monaten nach den ab 1. Jänner 1914 geltenden Bestimmungen in 26 Jahren 10 Monaten (das ist eine Kürzung um 4 Jahre 8 Monate) die volle lOOprozeniige Pension. Ergibt sich bei der Berechnung der Dienstzeit eine restliche im Fahrdienst zupebrachte Dienstzeit von weniger eie zwei Jahren, so wird diese Dienstzeit gerade so in Anrechnung gebracht wie die Dienstzeit jener Mitglieder, welche nicht dem Lokomotivsahrpersonal beziehungsweise dem Zugbegleitungspersonal angehören, das ist also mit 2-4 Prozent per Jahr, beziehungsweise 02 Prozent per Monat. Ebenso wird der Zu* sckiag von Jahre» zur anrechenbaren Dienstzeit infolge eines erlittenen Unfalles einfach berechnet, und zwar mit 24 Prozent per Jahr, während er bisher mit 2 8 Prozent per Jahr berechnet wurde. Der Prozentsatz von 2'8 Prozent wird eben in Hinkunft keine Berechtigung mehr haben, da die Grundlage Är ihn wegsäll t. Diejenige Dienstzeit des ZugbegleitungSpersonal«, welche bis 1. Jänner 1914 im Fonds zurüikgelegt wurde, wird nach den bisher in Geltung gestandenen statutarischen Bestimmungen berechnet. Für die günstigere Ärrrcchmmg haben die Mitglieder und Depositeure des Fonds, soweit sie dem Zugbegleitungspersonal angehören, ab 1. Jänner 1914 statt des bisherigen 4)jprozentigen Beitrages einen sechsprozentigen Beitrag, beziehungsweise Depositen zu leisten und wird dieser höhere Beitrag obligatorisch eingesührt auch für diejenigen Bediensteten, welche bereits vor dem 1. Jänner 1914 am Dienerfonds teilnahmen. Die Gesellschaft wollte keinen höheren Beitrag al» bisher an den Pensionsfonds entrichten. In der am 17. Dezember 1918 stattgefundenen AuSschutz-ihung des PensionSfonds ist e« den gewählten AuSschußmit-gliedern, insbesondere auf die Ausführungen der AuSschußmit-glieder Scherbaum und Nadler, gelungen, den Herrn Generaldirektor zu bewegen, die Zustimmung zu erteilen, daß künftig-hin die Gesellschaft am Ende eines jeden Jahre« einen Beitrag leistet, welcher der Summe aller im abgelaufenen Jahre fällig gewordenen vierprozentigen, sechsprozentigen und sieben-prozentigen Beiträge der Mitglieder (§ 4. Punkt 1) gleich ist. Als Uebergangsbestimmung wird der Grundsatz aufge-teilt, daß für die UebergangSperiode die alten Bestimmungen dort Anwendung finden sollen, wo sie günstiger sind. Denjenigen Zugsbegleitern, welchen auf Grund der bisher in Geltung gestandenen Anrechnungsnormen mit 81. Dezember 1913 nur eine effektive Teilnahmszeit von höchstens zwei Jahren zur Erreichung der vollen Pension fehlt, leisten auch weiterhin während ihrer Aktivität bloß den 4%prozentigen Beitrag, da bei ihnen heute schon vorauszusehen ist. daß sie von der Einführung der günstigeren Anrechnung keinen Vorteil haben werden, da dieser erst iuch vollen zwei Jahren (daS ist am L Jänner 1916) ebitritt, sie jedoch schon vorher die volle Pension erlangen, und zwar spätestens am 81. Dezember 1916, zu welchem Zeitpunkt sie spätestens 81 Jahre 6 Monate erreichen. Die Dienstzeit ab 1. Jänner 1914 wird diesen Mitgliedern bis zu ihrem Ausscheiden nach den bisherigen Normen (also einfach mit 28 Prozent per Jahr x.) angerechnet. Alle übrigen PensionöfondSmitglieder sind ab L Jänner 1914 zur Leistung des sechsprozentigen Beitrage» verpflichtet, doch wird bei den eben gedachten Mitgliedern, wenn sie ab L Jänner 1914 bis einschließlich 1. Dezember 1916 in de« PensionSstand treten oder tn diesem Zeitraum mit Tod abgehen, so daß an deren Hinterbliebenen Pensionen flüssig gemacht werden, oder wenn sie kündigung-weise auSgeschieden werden, die ab 1. Jänner 1914 bi« einschließlich November 1915 im Fonds als Zugsbegleiter verbrachte Dienstzeit nach den bisher bezüglich des Zugbegleitungspersonal« geltenden Normen^ (einfach und mit 28 Prozent) berechnet, wobei selbstverständlich der Grundsatz aufrecht zu bleiben hat, bofe die Pension nach Ablauf von acht anrechenbaren Dienstjahren 86 Prozent beträgt nnb so weiter bi» 40 Prozent, daher auch für 6 Monate je 1-26 Prozent E» mutz allerdings „«gegeben werben, datz trotz der Leistung des höheren sechsprozentigen Beitrages von seiten bet zuletzt erwähnten Mitglieder eine günstigere Anrechnung ihrer ab 1. Jänner 1914 bis zum Zeitpunkt ihre« Au«scheiben« zu-tüdgeleglen Dienstzeit nicht pattfindet, doch ist e« anderseit« gar nicht vorauSzus »hen. welche von den bereit« am Fond« teilnehmenden Mitgliedern in den Jahren 1914 und 1916 auS-scheiben werden, weshalb auch fein Grund zu einet Rückvergütung der Differenz zwischen dem eingezahlten sechlprozentigen Beitrag und dem früheren 4%prozentigen Beitrag besteht. Eine Rückerstattung des BeitragSplu« wird nur bei denjenigen Mitgliedern statifinden, welche am l. Jänner 1914 sich am Krankenstand befinden und nachher au» der Aktivität auS-fcheiden. ohne wieder in den Dienst getreten zu sein. Die Bei-tragSdtfferenzen werden ohne Zinsen rückgestellt. Denjenigen Mitgliedern, welche in bet kritischen Zeit (L Jänner 1914 bis einschließlich l. Dezember 1916) au«, scheiden, wird der Zuschlag von Jahren mit S'8 Prozent zu rechnen fein, wobei erwähnt wird, daß den Mitgliedern auch bei Berechnung mit 2 4 Prozent auf jeden Fall die volle Pension zusteht. Der Einheitlichkeit halber empfiehlt sich die Normierung von 2°8 Prozent. Anrechnung ber Dienstzeit brt SukomativfehrtursenelB. Bei den dem Lokomotivsahrpersonal ««gehörigen Mitgliedern befl PensionSinftitm« für Diener werben auch ab 1. Jänner 1914 weiterhin zwei volle auf ber Lokomotive zurück-gelegte Dtenstiahre für bre* Jahre gerechnet enb beträgt bte Pension nach Ablaus von acht anrechenbare« Dienftsahre« i?5 Prozent deS JcihreSgehalteS und der Nebenbezüge, von welchen das Mitglied zuletzt Beiträge zu leisten hatte, steigt für das neunte und zehnte anrechenbare Dienstjahr um je 2-6 Prozent unb dann nach dem zehnten anrechenbaren Dienstjahr um 2'S Prozent per Jahr. Die Steigerung von je 1"26 Prozent für sechs Monate nach dem achten unb neunten »errechenbaren Dienstjahr findet wie bisher auch weiterhin nicht statt. Nach den gegenwärtig geltenden Bestimmungen erreichen die Lokomotivführer mit 26 Jahren 10 Monaten, nach den neue« ab 1. Jänner 1814 geltenden Bestimmungen in 84 Jahren 1 Storni! (das ist eine Kürzung um 2 Latz«, 9 Monate) die i volle Pension. Ergibt sich bei ber Berechnung der Dienstzeit eine restliche, auf der Lokomotive zugtBrachte Dienstzeit von weniger als zwei Jahren, so wird diese Dienstzeit gerade so in Anrechnung gebracht, wie die Dienstzeit jener Mitglieder, welche nicht dem Lokomotivführerpersonal, beziehungsweise nicht dem ZugbegleitungSpersonal angehören, daS ist also mit 24 Prozent per Jahr, beziehungsweise 0"2 Prozent per Monat. Ebenso wird der Zuschlag zur anrechenbaren Dienstzeit infolge eines erlittenen Unfalles, wie bisher einfach berechnet, und zwar mit 2°4 Prozent per Jahr. Diejenige Dienstzeit des Lokoinotiv-perfonals. welche Bt8 1. Jänner 1914 im Fonds zurückgelegt wurde, wird nach den Btstier in Geltung gestandenen statutarischen Bestimmungen berechnet. Für die günstigere Anrechnung haben die Mitglieder und Depositär!, des Fonds, soweit sie dem Lokomotivsahrpersonal angehören, ab 1. Immer 1914 statt deS bisherigen Sprozentige« Beitrages, einen 7prozentigen Bietrag, beziehungsweise Depositen zu leisten, und wird dieser höhere Beitrag obligatorisch ein-geführt auch für diejenigen Bediensteten, welche bereits vor dem 1. Jänner 1914 am Dienersonds teilnehmen; der gesellschaftliche Beitrag wird auch 7 Prozent betragen. Als Uebergangsbestimmung wird die Norm sestgelegt. daß für die UebergangS-Periode die alten Bestimmungen dort Anwendung finden sollen» wo sie günstiger sind. Diejenigen Lokomotivführer. weMten auf Grund der bisher in Geltung gestandenen Anrechnungsnormen mit 81. Dezember 1918 nur eine effektive TeilnahmSzeit von höchstens zwei Jahren zur Erreichung der vollen Pension fehlt, leisten auch weiterhin während ihrer Aktivität bloß den Sprozentigen Beitrag, da bei ihnen schon heute vorauszusehen ist, daß sie von der günstigeren Anrechnung feinen Vorteil haben werden, da dieser erst nach vollen zwei Jahren, das ist am 1. Jänner 1916. ein» tritt, sie jedoch schon vorher die volle Pension erlangen, und zwar spätestens mit 81. Dezember 1916, zu welchem Zeitpunkt sie spätestens 26 Jahre 10 Monate erreichen. Die Dienstzeit ab 1. Jänner 19V wird diesen Mitgliedern biS zu ihrem Ausscheiden nach den bisherigen Normen (also mit 2 Prozent per Jahr it.) angerechnet Alle übrigen Mitglieder deS Lokomotivsahrpersonal« sind ab 1. Jänner 1914 zur Leistung deS 7prozentigen Beitrages verpflichtet, doch wird denjenigen Mitgliedern, welche ab l. Jänner 1914 sich im Krankenstand befinden und nachher auS der Aktivität ausscheiden, ohne wieder in den Dienst getreten zu sein, die Differenz zwischen dem früheren 6prozentigen und den von ihnen eingezahlten 7prozentigen Beitrag zurückgestellt, und zwar ohne Anrechnung von Zinsen. Bei vielen Lokomotivführern, welchen auf Grund der bisher in Geltung gestandenen Nnrecbnu ngSnormen mit 81. Dezember 1913 eine effektive Teilnahmezeit von mehr als zwei Jahren zur Erreichung der vollen Pension fehlen werden, die sohin verpflichtet sein werden, ab 1. Jänner 1914 den 7pro-zentigen Beitrag zu leisten, wird es sich bei Berechnung ihrer anrechenbaren Dienstzeit ergeben, daß sie mit 81. Dezember 1913 nicht gerade zwei effektive Dienstjahre, die also für^ drei Jahve zu rechnen sind, abgeschlossen haben, so daß also ein Teil des Zeitraumes dieser zwei effektiven Dienstjahre, in welche der l. Jänner 1014 hineinfällt, nach den bisher in Geltung gestandenen Normen (das ist 2 Prozent für das anrechenbare. Dienstjahr) und der Teil der gegenständlichen Dienstzeit, welche nach dem 1. Jänner 1914 fällt, nach dem neuen Anrechnung«* fchetna (also 2 8 Prozent für daS anrechenbare Dienstjahr) zu rechnen sein wird; endlich um 2'15 Prozent per Jahr für feine anrechenbaren drei Dienstjahre, welchen jene zwei effektiven Dienstjahre zugrunde liegen, die vor dem 1. Jänner 1914 begonnen und nach diesem Zeitpunkt beendet wurden. Ergibt sich bei der Berechnung der Dienstzeit eine restliche, aus der Lokomotive zugebrachte Dienstzeit von weniger als zwei Jahren, beziehungsweise von weniger als acht Monaten, so wird diese Dienstzeit, gleich wie die auf btt Lokomotive vor dem 1. Jänner 1870 zugebrachte Dienstzeit, für welche damals nur ein 4prozentiger Beitrag gezahlt worden ist, gerade Jot normal in Anrechnung gebracht, wie die Dienstzeit jener Mitglieder, welche nicht dem Lokamotivpersonal. beziehungsweis, nicht dem ZugbegleitungSpersonal angehören. Den dem ©tanb des LokomotivfahrpersonalS Angehörigen Mitgliedern, welche sich am 1. Jänner 1914 im Krankenstand befinden und nachher auS den gesellschaftlichen Diensten auS. scheiden, ohne wieder den Dienst angetreten zu haben, wird die Differenz zwischen der Summe, der ab l. Jänner 1914 bis zum Zeitpunkt des Ausscheidens eingezahlten 7 Prozent und bet Summe der 6prozentigen Beiträge, welch« unter ber Annahme des Fortbestehens des laufenden 6prozentigen Beitrages für das Lokomotivsahrpersonal auf die Dienstzeit nach dem 1. Jänner 1914 bis zum Zeitpunkt de« Ausscheidens entfallen wären ohn, Zinsen, rückgestellt. Die vorher skizzierten Grundzüge wurden in einem vn. Anhang zu den 'Pensionsstatuten niedergelegt, welcher in der am 18. September 1918 stattgefundenen VerwaltungSratS-sitzung genehmigt wurden und der am 1. Jänner 1914 in Kraft tritt. Ein jedes Pensionssondkmitglied erhält ein Exemplar. Aus Anlaß dieser Reform findet eine Erhöhung ber’ PensionSfondsbeiträge der übrigen Mitglieder, die 'eine erhöht«! Anrechnung dermalen nicht erfahren haben, nicht statt. j Diese vom Herrn Generaldirektor v. SBeebet in bet am 17. Dezember l. I. stattgefundenen Pension«auSschutzsitzung ab-gegebene Erklärung kann gut Beruhigung aller PenstonS-fondsmitglieder bienen. Gleichzeitig ersuchen wir alle jene PensionSfondSmitglie-der, die noch keine acht anrechenbare Dienstjahre haben, sich unverzüglich mit dem Inhalt des VI. Anhanges vertraut zu machen und, wenn auch verspätet, die Erklärung an den Pen-sionsauSschuß zu senden, worin sich diese Mitglieder zur Zahlung deS Sprozentigen Beitrages bereit erklären, um im Falle eines eventuellen früheren Ablebens ihren Gattinnen und Kinbem einen PensionSanfpruch zu sichern. Diese Ansuchen sind zu motivieren, warum ber Termin bi« 81. März 1918 nicht eingehalten worden ist. Der Ausschuß wirb in berückfichki» gungSwürbigen Fällen vielleicht noch eine günstige Entscheidung treffen. Schon viel Not und Elend wurde durch die Einführung dieser überaus günstigen Norm für daS gesamte PensionSfondS-persona! gelindert, weshalb eS niemand versäumen sollte, Gebrauch zu machen. Gelesene Nummern deS „Eisenbahner" wirft man nicht weg, sondern gibt sie an Gegner und Indifferente weiter. Inland. Der neueste österreichische Skandal. Unser teueres Vaterland entwickelt sich seit einiger Zeit von Skandal zu Skandal. Kaum ist eine schmutzige Geschichte halbwegs vergessen, so beschäftigt die Oefsent« lichkeit auch schon eine noch schmutzigere. Und in jede dieser appetitlichen Ass äsen ist auf irgend eine Art die Negierung verwickelt. In der neuesten hat ein Minister sogar die Nolle des Helden übernommen. Herr Dlugosz, so heißt der Brave, hat eine ziemlich abenteuerliche Vergangenheit. In der Lateinschule hielt er es nicht aus, er lies in die weite Welt, versuchte dies und das, wurde Zirkusakrobat und Uhlanenkorporal, kehrte endlich in seine galizische Heimat zurück und entdeckte nun seinen eigentlichen Beruf: das Geldmachen. Ein großer Unternehmer. der seine Begabung, insbesondere seine Brutalität erkannte, nahm ihn in seine Dienste und nun ging es rasch vorwärts und aufwärts. Dlugosz war bald mehrfacher Millionär. Aber damit war seine Laufbahn noch lange nicht abgeschlossen. Es war dem gerissenen Burschen kein Geheimnis geblieben, daß man auch mit der Politik Geld machen kann und so kaufte er sich in die Politik ein. Er versuchte sich zuerst als Nationaldemokrat, fand aber dann die Polnische Volkspartei rentabler, schloß eine dicke Freundschaft mit dem Gründer und Führer dieser Partei, dem Abgeordneten Stapinski, kaufte sich ein Mandat und wurde schließlich dank der Macht Stapinskis — wie dieser im Parlament erzählte, i n zehn Minuten — galizischer Landsmannminister. Die Freundschaft der beiden Herren hatte natürlich nicht nur ideelle, sondern auch ökonomische Ursachen und aus der Oekonomie entsprang schließlich auch die Störung ihres guten Einvernehmens. Nämlich, Herr Stapinski brauchte riesig viel Geld — wie er behauptet nicht für seine Person, sondern für Parteiunternebmungen — und Herr Dlugosz war sein Geldgeber. Wie es in solchen Fällen nun oft geht, ging es auch hier: eines Tages wurden die beiden Freunde spinnefeind und seither tobt ein wilder Kampf zwischen ihnen. Dlugosz macht Enthüllungen über Stapinski, Stapinski über Dlugosz, jeder von den beiden Biedermännern will sich setzt redlich von der Butter nähren, die der andere auf dem Kops hat. Dabei ilt herausgekommen, daß das auch sonst an Zierden reiche Ministerium Stürgkh an Herrn Dlugosz ein wahres Juwel besaß. Er hat Stapinski für seine verschiedenen Freunde und Gesellschafter in den Ministerien allerhand „Interventionen" besorgen lassen und die Summen, die er dafür bekam, nur zum Teil an Stapinski, der sie doch „verdient" hatte, abgeführt, zum Teil aber in seine unergründlich tiefen Taschen gesteckt. Des weiteren hat er Stapinski des öfteren zu politischen Zwecken Geld gegeben und sich dieses Geld dann vom galizischen Statthalter und vom Grafen Stürgkh „zurückgeben" lassen. Das hat Dlugosz in der Konferenz, in der er Stapinski umbringen wollte,- selber erzählt! Man weiß heute auch, daß Graf Stürgkh eine von Stapinski unterfertigte Quittung von 80.000 Kr. besitzt, für welche Summe sich Stapinski verpflichtete, die Regierung Stürgkh, die beiden polnischen Mini st er und die p'o'l nifchen Konservativen zu unterstützen. Auch sonst hat Herr Dlugosz die Staats» sinanzeri kräftig erleichtert. Als hervorragender Teilhaber an den Naphtbagmben, bewog er zur Zeit, als die Petroleumgeschäfte schlecht aingen, den Staat, auf den Eisenbahnen die Robölfeuerung ein Zufuhren. Als die Konjunktur besser wurde und die Preise stiegen, verzichtete er auf den Staat als Abnehmer und bewog diesen, den Lieferungsvertrag rückgängig zu machen. Die bereits für die Noliöl-fenenmg umgebauten Lokomotiven mußten einfach wieder ins alte Eisen geworfen werden, wodurch die Stuats-bahnverwaltung um einige Millionen erleichtert ward. Vor ein paar Tonen ist Held Dlugosz endlich aus dem Kabinett geschieden. Vielleicht geht er jetzt in die «böhmischen Wälder". DaS Herrenhaus afften ritte Herahminderurrst der Persoualcinlommenstrucr. Bor einigen Wochen hat die sozialdemokratische Fraktion im Abgeordnetens-cntse bei der Beratung des neuen FinanzplaneS den Antrag eingebracht, daß in Zukunft die Personaleinkommensteuer nicht rote bisher bei 1200 Kronen Jahreseinkommen, sondern erst bei 1600 Kronen Einkommen beginnen solle. Trotz des Einspruches der Regierung wurde dieser Antrag gegen die Stimmen der NationaloerbSndler und Christlichsozialen angenommen. Wohl drohten biefc ehrenwerten Parteien, durch eine neuerliche Abstimmung den alten Steuersatz wieder einzuführen. Diese neuerliche Abstimmung hätte aber nur durch einen Bruch der Geschäftsordnung herbeigeführt werden können, wozu wohl die Bürgerlichen zu haben waren, wenn nicht die entschlossene Haltung der Sozialdemokraten sie abge« schreckt hätte. Und so kam die Borlage auf (Stund der sozialdemokratische» Abänderung toS Herrenhaus. Optimisten mochten glauben, daß die steinreichen Aristokraten und Finanzbarone. die die große Mehrheit des Herrenhau!eS Bilden, Noblesse genug häiten, um den Aermsten der Armen zu gönnen, baß sie in Zukunft ein paar Kronen jährlich ersparen könnten. Der dteS glaubte, hat den Pappenheimern im Herrenhaus unrecht getan. Die Steuerkommission deS Herrenhauses hat beschlossen, die Personaleinkommensteuer so wie bisher bei 1200 Kronen Einkommen beginnen zu lassen und die Borlage wieder dem Abgeordnetenhause zurückzustellen. Damit haben die noblen Herren sich aber nicht begnügt. Das Abgeordnetenhaus hatte eine Erhöhung der Personals Einkommensteuer von 10.0U0 Kronen Einkommen aufwärts beschlossen. Die HerrenhäuSler stimmen dieser Erhöhung nur unter der Bedingung zu, baß alle Sätze der Personal» einkommensteurr erhöht werden, so daß die untersten Stufen noch mehr zu zahlen hätten wie bisherI Ist das nicht »edelinännisch* gehandelt? Nun hat daß Plenum im Herrenhaus? zu sprechen. Aber eS gilt als sicher, daß daS Plenum den Beschlüssen der Kommission bei treten wird. WaS dann S Bon der Regierung Stürgkh ist nicht iu erhoffen, daß sie sich auf Seite der arbeitenden Klassen stellen und auf Durchführung des Beschlusses des Abgeordnetenhauses bestehen wird. Graf Stürgkh scheint die Absicht zu haven, sich der Verfassung überhaupt für einige Zeit zu entledigen und mit dem Paragraph 14T die ihm enehmen Gesetze durchzuführen. Anscheinend eine sehr equeme Art des Regierens — aber nicht für die Dauer. Tie Völker haben es satt, nur die Nolle des Lasttieres im Staate zu spielen. Das könnte die Regierung zu spüren bekommen und — auch das Herrenhaus. Es wäre also den edlen Herrenhüuslern sehr zu empfehlen, sich nicht gegen volksfreundliche Anträge oes Abgeordnetenhauses zu stemmen. Die Popularität des Herrenhauses ist nicht so groß, als daß die Herrschaften es nötig hätten, das Volk noch zu provozieren. . . Die Hauptsache ist, daß das Abgeordnetenhaus nicht nachlützt. Die sozialdemokratischen Abgeordneten werden sicher auf ihrem volksfreundlichen Antrag beharren, und Sache der bürgerlichen Wähler wird es sein, dafür zu sorgen, daß auch ihre Vertreter nicht steinreich werden. Man wird ja sehen. Verlotterte österreichische Finauzwirtschaft. Ms Weil,nachts- und Neujahrsgeschenk, gerade noch vor Torschluß, hat die Regierung Stürgkh-Hochenburger im Abgeordnetenhaus yn Nachtragsbudget eingebracht, mit dem nicht weniger als 258-1 Millionen Kronen als die von der Delegation bewilligten außerordentlichen und Nachtrags-kredite, davon 201 Millionen als alleinige Mobili-sierungskoften, angefordert werden. Es ist dies zunächst ein Betrag von 6,677.000 Kr. zum ordentlichen Heereserfordernis (Additionalvorschlag), wovon die Quote 4,240.572 Kr. beträgt; ferner ein Betrag von 573.000 Kr., der als Additionalerfordernis zum außerordentlichen Heereserfordernis für die Kommandos. Truppen und Anstalten in Bosnien von den Delegationen bewilligt wurde, davon die Quote 364.428 Kr.; das Additionalerfordernis per 4,600.000 Kr. zum außerordentlichen Er. fordernis aus Anlaß der Durchführung der Wehrreform, davon die Quote 2,925.600 Kr.; der außerordentliche Heereskredit per 1912/13 im Betrag von 316,678,000 Kr, für die aus Anlaß der Berchtoldpolitik getroffenen besonderen militärischen Maßnahmen, davon die Quote 201,407.208 Kr.: der Betrag von 800.000 Kr. als außerordentlicher Heereskredit für die Erhaltung der auf das Gebiet der österreichisch-ungarischen Monarchie übet-getretenen ottomanischen Heeresangehörigen, hievon die Quote 508.000 Kr. das außerordentliche Erfordernis der Kriegsmarine per 40,443,860 Kr. für die aus Anlaß der letzten Balkankrife getroffenen besonderen müitärifcljen Maßnahmen, .hievon die Quote 26,722.295 Kr., endlich Nachtragskredite zu den Voranschlägen des Ministeriums des Aeußern und des Kriegsministeriums per 1913 im Betrage von 36,160.500 Kr., wovon die Quote 22,998.078 Kronen beträgt. Zusammen belaufen sich diese Quotenbeiträge auf die in der Nachtragsvorlage angesprochene Summe von 258,172.981 Kr. Dieses Feiertagsgeschenk an die Völker Oesterreichs wird ohne viel Aufhebens behandelt. Es gibt keine Be-deckungsfrage, keinen Finanzplan, kein Junktim. Die Stürgkh-Hochenburger machen die Sache möglichst un-auffälli-i und leicht, indem sie erklären: „Die Bedeckung dieser Auslagen muß unter den gegebenen Verhältnissen aus den Kassenbeständen erfolgen, welche durch Anlehenserlässe entsprechend zu stärken sein werden. Für diese Geschichte wird man an 15 Millionen'Zinse« brauchen! Freilich, Mobilisierungskosten, der Moloch, das sind ja feine Staatsdiener und Lehrer, da gibt es auch keine Be» deckungssorgen: da wird genommen, solange etwas da ist, und wenn das Gold fehlt, wird es gepumpt und die Steuern folgen dann später nach. Darin besteht die Negierungskunst der Stürgkh-Hochenburger, die am eifrigsten von den Nationalverbändlern und Christlich-sozialen gestützt werden. Aus dem Subkomitee des StaatsangestelltenauS-fchusses. Die Forderunge» der Eisenbahn er. Das vom StaatSangestekltenauSschutz zur Beratung der Angelegenheiten der Eisenbahner eingesetzte Subkomitee hielt Freitag den 19. v. 5%. eine Sitzung ab. Vom Eisenbahnministerium waren SektianSchef Rudi und Hofrat B ö ß erschienen. SekiionSchef 91 u d 1 erklärte, daß er trotz alle« Bemühungen nicht in der Lage fei, die verlangte Darstellung zu geben. Die Negierung werde jedoch die Zuwendungen, unbekümmert um eventuelle parlamentarische Störungen, rückwirkend mit 1. Jänner 1914 in Kraft treten lasten. Im Laufe feiner Ausführungen besprach der Redner die verschiedenen Wünsche der Personalvertreter. Sie weisen zwei Hauptmerkmale auf. Die einen wünschen, daß die flüssig zu machenden Gelder für die Erhöhung de« O u a 11 ie r ge t de 8 {An-trag der deutschnationalen Organisation. Anm. d. Red.), die anderen, daß sie für die zweijährigen Vorrückung», fristen verwendet werden. Bis Ende diese» Jahre« hofft die Regierung' schlüssig zu sein und eit die Ausführung schreite» zu können. Hofrat Büß erläuterte einige Einzelfragen. Er meinte, dah die Regierung die Frage der Lohnautomatik mit dem bereits auSgeworfenen und ausbezahlte» Betrag von 860.000 jtr. für erledigt halte. Sollte fU nach andere Wünsche der Arbeiter der Erfüllung zuführen, so würde sie noch ungefähr 600.000 Kr. benötigen. Abgeordneter B u r i v a l bezweifelte die Darlegungen und den Rechtlichkeittsinn der Regierung. Hofrat Böß beschwerte sich in seiner Erwiderung über die Beschuldigungen der Abgeordneten teefchtl und Müller, dah da» Eisenbahnmnisteeium Berfchlechte» rungen vornehme. Die Lokomotivführer und Zug»be-gleitet hätten gegenwärtig zu Unrecht Nebengebühren bezogen. Ihnen wurde die Dienstzeit in den Zwischen- und Endstationen als im Dienste zugebracht angAeckfnet. Diese Gepflogenheit widerspreche den geltenden Vorschriften. Durch eine beffere Kontrolle würden diese Mängel abgeftellt. Ihre Ansprüche, fo-weit sie berechtigt sind, würden nicht angetastet. Der Redner glaubt, dah durch ein Abkommen mit dem Personal die strittigen Fragen ihre Erledigung finden werden. Abgeordneter Rudolf Müller sagte, daß die nichtssagenden Erklärungen b«*üRegierung ihn verletzt haben. Da» Richtbefolgen der Beschlüsse de» SubkomiteeS fei eine Mißachtung einet parlainen-tarifchenKörperfchaft. Vom Achselzucken und von au», weichenden Antworten wird da» Personal nicht fatt So oft parlamentarische Wirren ein treten, Werden die Herren von der Regierung hochmütig und überhebend, um ihre Geringschätzung gegenüber dem Parlament auszudrücken. Besonders daS Eisenbahnministerium hat stetS das Gegenteil davon getan, WaS vom HauS und von den Ausschüssen gewünscht und beschlossen wurde. Eine, so große Unzufriedenheit des Personals, wie sie unter dem Ministerium Förster besteht, war seit dem Bestand dieses Ministeriums noch nicht da. Es legt jemandem zehn Heller zu und zieht sie unter einer anderen Post sofort wieder ab. DaS nennt eS dann prunkend Aufbesserung und Personalfürsorge! Einige Herren dieses Refforts befleißigen sich geradezu krankhafter Sparwut und übersehen die Gefahren, die sie im Betrieb und beim Personal anrichten. Die Unzufriedenheit hat ein Matz angenommen, das in jeder Stunde zur Gefahr werden kann. Müller beantragt schließlich, daS Komitee solle feine Mission als abgeschlossen cm sehen, feine Mandate dem Plenum zur Verfügung stellen und ihm über die Mißachtung deS Ausschusses durch die Regierung berichten. Eine solche Behandlung dürfe sich keine parlamentarische Körperschaft gefallen laffen. Abgeordneter K e m e 11 e r unterstützte den Antrag Müllers. Rach Entfernung der Regierungsvertreter wurde die Beratung fortgesetzt An der Debatte beteiligten sich alle Mitglieder, ©ie alle gaben ihrem Unmut über die Haltung der Regierung Ausdruck. Der Antrag Müller wurde einstimmig angenommen und der Abgeordnete Burival zum Berichterstatter gewählt. Am DienSlag den 20. v. M. legte der Berichterstatter Burival dem Subkomitee den Entwurf seines Berichtes an den Vollausschuß vor. AIS Grundlage nahm er seinen im Haufe eingcbrCtchtcn Antrag. Abgeordneter Kemetter war zwar tot Prinzip mit den Vorschlägen des Referenten einverstanden, hatte aber eine Reihe von formalen Bedenken gegen die Art der Berichterstattung. Abgeordneter Müller war au» einer Reihe von Gründen dagegen, daß mit dem Bericht über die Nieder-legung der Mandate wegen der Verweigerung der Auskunft», erteilung durch die Regierung der Antrag Burival verquickt wird; aber war dafür, daß zur Begründung der Riederlegung der Mandate die Hauptforderungen des Perfo-net IS, über welche Auskunft verlangt wurde, tm Bericht angeführt werden. Er schlug vor, folgende Forderungen zu nennen: 1. Die zweijährige Vorrückung der Diener rc. und die zweijährige Lohnaufbesserungen der Arbeiter. 2. Die Erhöhung der Nachtdienstzulage der Wächter auf eine Krone und ihre Ausdehnung auf alle im Nachtdienst stehenden Personen. 3. Erweiterung und Normierung der Stabilisierung auf Grundlage der Forderungen der betreffenden Gruppen. 4. Vermeidung der Unterbrechungen der Oberbauarbeiter im Winter. j 5. Gründliche Aenderungen der Arbeit»- und Lohnordnung. 6. Individuelle Erhöhung des Ouettiergelbes für besondere Stationen und Gebiete. 7. Bekanntgabe der Summe der gemachten Ersparungen bei Einstellung und Verkürzung verschiedener Bezüge. 8. Aufklärung über den bekannten lReferentenentwurs zur Erstattung des neuen Gehaltschema». Der Redner stellte bann fest, daß die Summen, Me doS Sisenbahnministerium als Zuwendung zur Aufbesserung anführt, vollkommen unrichtig sind. In diesen Summen find die normalen regelmäßigen Zuwendungen enthalten, die mcht hineingehören; zweitens sind die Ersparungen, die in den letzten drxi Jahren an dem Personal gemacht wurden, nicht abgezogen; drittens sind Ausgaben angeführt, die erst nach dem 1. Jänner 1914 gemacht werden. Von den angeblich auSbezahk-ten Betrag muß noch ein großer Rest erübrigt fei«. An diese Ausführungen knüpfte sich eine lebhafte Debatte, an der sich alle anwesenden Mitglieder beteiligten. Abgeordneter Ke meter stimmte den Ausführungen MüllerS zu. Abgeordneter Müller beantragte schließlich, das Subkomitee möge tm Bericht an den VallauSschuß die fchärffte Mißbilligung de» Verhalten» der Regierung aussprechen. DteS wurde einstimmig beschlossen. • MandatSniederlegttng im Subkomitee für die Am gelegenheitcn der Pvstbediensteten und Staatsarbeiter. Der für die Angelegenheiten der PostbedUnfteten, Kanzleigehilfen. Offizianten und S t a a t» a r-beiter eingesetzte Unterausschuß hat sich dem Protestbe» fch 1 uß des Subkomitees für die Eisenbahner a n geschlossen und seine Mandate gleichfalls niedetgelegf. Die Einnahmen der Stnntebohnen im Jahre 1918. Die ungünstige Konjunktur des Jahre» 1918 ist für die Einnahmen der österreichischen Slaatsbahnen ohne nachteiligen Einfluß geblieben. Obwohl bas Jahr 19!L in dem gegenüber dem Einnahmenovranschlag ein um 90 Millionen größerer Erfolg erzielt worden ist, sozusagen ein Rekordjahr war. wird das Jahr 1913 abermals mit einer ansehnlichen Mehreinnahme abkchließen. Die Staatsbafmen haben den Erfolg zu verzeichnen» daß sie, obwohl die wirtschaftlich« Entwicklung den von der Beendigung der Balkankriege erhofften Aufschwung bisher noch nicht genommen hat, im Jahre 1918 auf eine Mehrein-nähme ton rund 16 Millionen Kronen kommen dürften, womit das Präliminare de» laufenden Jahre» vollkommen erreicht [rin würde. Diese« Ergebnis ist jebenfalU ein Beweis dafür, daß die Besserung in den Einnahmenverhaltnlssen der osterrcichichsen StaatSbahuen keine bloß vorübergehende war. Der Umschwung, der sich im Budget der Staatsbahnen vollzogen hat, zeigt am besten eine mit dem Jahre 1609, dem her Tarifreform vrausgegangenen Jahre, beginnende Darstellung der Einnahmen der Staatsbahnen. Die Einnahmen des Jahre» 1909 und der folgenden Jahre betrugen: ■etloem mb «i- mb viKiwyiKi fjrn iTmrn ten #et>6d grod)t«i«t teeet» m l l 1 1e * e » »ie**e 1909 162-8 476-4 629-8 — 1910 173-3 604-3 677 6 697-9 1911 181-9 544) 7268 73V3 19 2 191-9 694-8 786-8 767*7 1918 1934 608 6 801-8 801-8 Seit dem Jahre 1909 sind also die Einnahmen der Staatsbahnen um nicht weniger a l» 17 3‘6 M i 1= lienen Kronen oder rund 28 Prozent gestiegen. Jedenfalls ein 83en>ei», daß zu einem Lamentabel kein Grund vorliegt. Ausland. Deutsches Reich. Zun» Bankverkehr der Gewerkschaften. Die General-? d m in issiou der Gewerkschaften Deutschlands schreibt uns: Die Deutsche Bank hat bekanntlich einer. Angestellten. der für den Allgemeinen Verband der deutschen Bankbeamten agitatorisch wirkte und als Beauftragter seiner Kollegen der Direktion die Wünsche der Angestellten unterbreitete, gemaßregelt. Jener Vorgang hat das Interesse der Oeffentlichkeit in hohem Matze wachgerufen. Die Versuche, durch Mahregelungen die Privatange-stellten einzuschüchtern und sie zum Verzicht auf das gesetzlich gewährleistete Koalitionsrecht zu veranlassen, sind in neurer Zeit immer häufiger geworden. Ein freies KoalitionSrccht ift aber die wichtigste und unerläßlichste Voraussetzung für einen erfolgreichen Kampf um eine bessere Lebenshaltung und die Freiheit der Persönlichkeit. Alle Arbeitnehmer ohne Unterschied ihrer politischen oder religiösen Ansichten, haben in dieser Frage das gleiche Interesse. Die deutschen Gewerkschaften haben den Kampf um ein 'reies Koalitionsrecht mit allen Kräften geführt. Wo es galt das bedrohte Koalitionsrecht zu sichern, waren sie stets zur Steve. Es war also selbstverständlich, datz die Generaltommission als Vertretung der gewerkschaftlichen Zcntralver-bände dem koalitionsfei üblichen Verhalten der Deutschen Bank gegenüber nicht untätig bleiben durfte. Ein erheblicher Teil der gewerkschaftlichen Organisationen steht mit der Deutschen Bank in Geschäftsverbindung. Diese Verbindung kann natürlich nicht aufrecht erhalten werden, wenn die Deutsche 'Sank auf ihrem koalitionsfeindlichen Standpunkt verharrt. Um hierüber Aufklärung zu schaffen, hat hie Generalkommission mit der Deutschen Bank verhandelt. Es fand eine längere Aussprache zwischen Vertretern der Generalkommissiou und zwei Direktoren der Deutschen Bank statt, die aber zu keinem für die Gewerkschaften befriedigenden Resultat führte. Die Vertreter der Deutschen Bank versicherten zwar wiederholt, datz die Bank nicht die Absicht habe, das Koalitionsreckt ihrer Angestellten zu beeinträchtigen, sie konnten sich aber nicht dazu verstehen, eine ausreichende schriftliche Erklärung hinsichtlich der Sicherung des Koalitionsrechtes abzugeben. Verschiedene andere Banken bemühten sich um die Kundschaft der Gewerkschaften. Diese kann natürlich nur solchen Jn-'tituten zugewandt werden, die keinen Zweifel darüber lassen, datz das KoalitionS recht der Ange st eilten nickt an ge tastet wird und dementsprechende Erklärungen abgeben. Dies ist von mehreren Großbanken gegenüber der Genc-ralkommission beziehungsweise dem Allgemeinen Verband der deutschen Bankbeamten geschehen. ES können nunmebr folgende Banken empfohlen werden: Berliner H a n d e l S g e s e I l i cha f t, Berlin W 8, Behreustraße 32/93. Mitteldeutsche Kreditbank. Schaaffhau Genscher Bankverein. Die gewerkschaftlichen Organisationen werden in Zukunft diese Banken bei der Anlage ihrer Gelder bevorzugen. Drei weitere Banken: die Dresdner Bank, die Kommerz-und Diökontobank und die Diskonto-Gesellschaft haben Erklärungen der oben bezeichnet«» Art nicht abgegeben. Nach Angabe des Allgemeinen Verbandes der deutschen Bankbeamten sind aber in diesen Institute» den Angestellten bisher keinerlei Schwierigkeiten hinsichtlich der organisatorischen Betätigung gemacht worden. Amerika. Kapitalistischer Raubbau im Eisenbahnbetrieb der Vereinigten Staaten. Der Jahresbericht der »Interstate Commerce Commission" für das Jahr 1912 behandelt eingehend die Unfälle im Eisenbahnbetrieb der Vereinigten Staaten. Der Bericht hebt hervor, datz viele Unfälle, bei denen Verluste von Menschenleben zu beklagen waren, durch Ausübung der nötigen Vorsicht sowie bei Verwendung geeigneter Sicherheitsvorkehrungen Hütten vermieden werden können. Die angeführten Zählen ergeben, datz bei einer Gesamtzahl von 8216 ZugS-entgleisungen während des verflossenen Jahres 1877 Unfälle auf Mängel des Bahnbeetes und 8847 auf fehlerhafte Ausrüstung zitrüdzuführen sind; das ist gegen das Vorjahr eine Zunahme von 662 Zugsentgleisungen infolge schlechten Bahu-beetes und 1023 Entgleisungen infolge schlechter Ausrüstungen. Die Kommission hat festgestellt, daß von 81 untersuchten Entgleisungen 14 direkt oder indirekt aus ein schlechtes Bahnbeet zurückzuführen sind. In fünf von diesen 14 Fällen hätten sich die Unfälle verhüten lasten, wenn man die Vorschriften für die Beschränkung der Fahrgeschwindigkeit beachtet Hütte. Bei einer schweren Zugsentgleisung ergab die Untersuchung des benachbarten BahubeeieS 906 verfaulte Bahnschwellen auf einer Strecke von 147 Schienenlängen, bei zwei Schienen wurden 12 Schwellen gefunden, die verfault und total unbrauchbar waren. In zahlreichen Schienen waren die Speichen so locker, daß man sie leicht mit der Hand heraus-nehmen konnte. Die Gesamtzahl der bei den Eisenbahnunfällen verunglückten Personen betrug 1912 180.128, unter diesen 10.686 Tote und 169.638 Verletzte. Vergleicht man die Ziffer mit der des Vorjahres, so ergibt sich eine Zunahme von 189 Toten und 19.379 Verletzten. Von den Getöteten waren 818 Paffagiere, 3635 Bahnangestellte und 6822 andere Personen; unter letzteren sind viele Opfer der Bahnkreuzungen. Die Zahl der getöteten Bahnbediensteten hat sich um 88 verringert. Bon den Verletzten waren 16.386 Passagiere, 142.442 Angestellte und andere 10.710 Personen. Das Jahr war also auf den amerikanischen Dahnen ein Jahr des Mordend, aber man darf nicht glauben, datz die früheren Jahre bester waren. Die Statistik der Eisenbahn« Unfälle reicht in den Bereinigten Staaten zwar nur auf 24 Jahre zurück, aber man kann daraus ersehen, datz in d iesem Zeitraum eine Anzahl von Personen getötet und zu Krüppeln gemacht wurden, die ungefähr der Armee eines GrotzftaateS entspricht. In den letzten 24 Jahren wurden nämlich auf den amerikanischen Bahnen nicht weniger als 188.037 Personen ge« tötet und 1,395.618 Personen verletzt. Dies ergibt einen Jahresdurchschnitt von 7835 Getöteten und 58.150 Verletzten „der für jeden Tag der verflossenen 24 Jahre 181 verletzte oder getütete Personen und für jede Stunde des Tages nahezu 8 verunglückte Personen. Eine außerordentlich hohe Zahl der Verunglückten entfällt auf die Paffanten: es ist dies in jeglichem Mangel an Schutzvorkehrungen begründet. In den 20 Jahren 1890 bis inklusive 1909 verunglückten 101.629 Personen tödlich, die weder dem Personalstand der Bahnen angehörten noch Reisende waren, sondern Passanten, und zwar 86.733 davon während des Ilebersetzens der Geleise; die Zahl der Verletzten belief sich in dem gleichen Zeitraum auf 142.040. Noch weit mehr tritt die Gemeingefährlichkeit der amerikanischen Bahnen in der fünfjährigen Zeitperiode 1905/1909 zutage, in welcher von 31.091 tödlich verunglückten Personen 26.291 und von 49.786 Verletzten 28.205 Passanten waren. Die Unglücksfälle ereigneten sich fast in ihrer Gänze durch Ueberfahren mit Lokomotiven, Waggons oder ganzen Zügen, aber zu einem hohen Prozentsatz an anderen Punkten als auf der Strecke, also wahrscheinlich auf Verschubgeleisen. Allerdings muh hier bemerkt werden, daß es in den Vereinigten Staaten ein Verbot, Bahngeleise zubetreten, ebenfalls nicht gibt. Diese Unfälle werden daher bei der bekannten Hast der Amerikaner, wenn schon nicht entschuldbar, so doch erklärlich. Anders ist dies jedoch bei den Unfällen im Eisenbahnbetrieb selbst. Die Schutzgesetzgebung setzte im Jahre 1893 ein und es folgte ein Gesetz dem ändern, die alle ein .Herabdrücken der Nnfallziffer bezwecken sollten, aber lange Zeit ohne wesentlichen Erfolg. Diez deswegen, weil der Betrieb einen solchen Aufschwung nahm, datz sich die Unfälle naturgemäß schon vermehren mußten und auch deshalb, weil die Gesetze nur selten befolgt wurden. Es kommt ja dem Kapitalismus in keinem Land auf Menschenleben an, wenn es sich darum handelt, das fesigelegte Kapital zu verzinsen, denn durch Raubbau wird das Steigen der Dividenden gesichert. Einen Erfolg, der halbwegs in Betracht kommt, hatte beispielsweise ein Gesetz, daß die Inspektion des Fahrmaterials bestimmte. Im Jahre 1904, über welches zum erstenmal ein Bericht betreffs der Ergebnisse dieser Inspektion vorliegt, wurden von je 1000 untersuchten Waggons nicht weniger als 31.187 als defekt befunden, sieben Jahre sväier nur mehr 4468. Im Jahre 1893, zu welchem Zeitpunkt automatische Kuppelungen noch nicht eingeführt waren, verunglückten bei dem Geschäft des Kuppelns 493 Mann tödlich, während 11.277 verletzt wurden. Im Jahre 1911 hingegen verunglückten bei einem dreifachen Betriebsumfang nur 209 Mann tödlich und 2966 wurden verletzt. Ferner wurde, das Signal und das Ver-schubsvstem einer Verbesserung unterzogen, die ebenfalls eine Herabsetzung der Ilnfallziffer, wenn auch keine bedeutende, im Gefolge hatten. Wenn die Gesamtzahl der Verunglückten aber trotzdem eine steigende Tendenz aufweist, so ist dies nicht allein auf den schlechten Zustand des Fahrmaterials zurückzuführen, sondern noch viel mcbr auf die grenzenlose Ausbeutung fceS Meirichen Materials, und dies ist der eigentliche Raubbau. Als Beleg für diese Behauptung kommen folgende authentische Ziffern in Betracht. Im Jabre 1893 bel ef sich der Frachtentransport auf den Eisenbahnen der Vereinigten Staaten auf "45,119.482 Tonnen, im Jahre 1911 hingegen auf 1.781,638.043; cS ist dies eine Zunahme um 1.036,518.561 Tonnen. Die Tonnenmeilen, das ist die Zabl der Meilen, welche ein Tonnengewicht befördert wurde, betrug im elfteren Jabre 93.588,111.833. im letzteren aber 253.783,701.839 Meilen, oder um 160.195,090.000 Tonnenmeilen mehr. Diesem Wachstum des Betriebes hielt alter die Zunahme des Personals nicht die Wage. Girier Zahl von 146.544 Bediensteten int Jahre 1893 stand eine solche von 221.426 im Jabre 1911 gegenüber. Entfiel also im Jabre 1593 auf einen Bediensteten ein Frachten« transport von 5085 Tonnen, so belief sich dieser im Jahre 1911 auf 8046 Tonnen per Mann oder um 2961 Tonnen mehr «15 in 1893. Die Tonnenmeilen stiegen gar von 638.635 per Mann in 1803 auf 1,146.138 in 1911, was nahezu einer Verdoppelung der geleisteten Arbeit gleichkommt. Wie der Bericht selbst ausführt, waren die ökonomischen Resultate für die Unternehmer, trotz der Gesetzgebung sehr befriedigend. Wie wenig befriedigend aber diese ökonomischen Resultate des mörderischen Betriebssystems für die Opfer desselben waren, darüber steht leider nichts darinnen. Wahrscheinlich muß dies so sein, daß eine Armee von Krüppeln und Toten die unmittelbare Sacke bildet zur Bereicherung weniger. Außerdem stehen dem Kapital ja noch genug Reservearmeen zur Verfügung — nämlich so lange — als die Arbeiterschaft, wie dies in Amerika ja noch lange der Fall sein wird, lieber den Sernton eines von den Unternehmern besoldeten Referenten anhört, als die nur irdische Erfolge verheißende Rede eines Gewerkschaftsagitators. China. Gigantische EisenbahnplLne. Ueber «in neues Eisenbahn-Projekt in China — schreibt die »Leipziger Volkszeitung" — kommen Berichte aus London. Die chinesische Negierung hat danach mit der englischen Eisenbahnfirma Paulling den Bau einer Eisenbahn vereinbart, die von der Stadt Schaschi am Jangtsekiang in südwestlicher Richtung nach Singyifu in der Provinz Äweitschou führen soll Die englische Firma übernimmt dabei nicht nur den Ban der Bahnlinie, die 800 englische Meilen lang werden soll, sondern sie vermittelt zugleich auch die Anleihe, die die Kosten deckt. Die geplante Linie führt durch ein stark bevölkertes Gebiet und sie wird Anschluß an daS bestehende Bahnnetz haben. Dazu kommt, daß der Ausgangspunkt Saschi ein wichtigster Stapelplatz an dem hier noch gut schiffbaren Jangtse bildet. Aber dieses Bahnprojekt hat noch eine besondere Bedeutung. Der Endpunkt befindet sich im südwestlichen Zipfel des Riesenreiches nahe der Grenze der hinterindisch-britischen Kolonie Birma. Hier aber haben die Engländer längst für Eisenbahnstränge gesorgt. Es wird aller Wahrscheinlichkeit nach kaum lange dauern, daß die Verbindung der neuen Linie mit den birmesischen Linien durchgeführt wird. Diese wiederum an das ostindische Eisenbahnnetz anzuschließen, ist seit langem dar Ziel der indischen Regierung. Es handelt sich da noch um den Ausbau von Linien von geringer Länge, doch freilich in dem schwierigen Terrain des AffamgebirgeS. Da jetzt aber durch die neue Bahn in China das Ziel lockt, Ostindien über Birma mit China zu verbinden, also einen Schienenweg zu schaffen, der von Bombay nach Peking führen würde, so wird man zweifellos um so energischer darangehen, dieser Schwierig, ketten Her zu werden. Doch weiter: die Pläne der englischen Imperialisten erstrecken sich darauf, das indische Weltreich aus dem Landweg mit Aegypten zu verbinden. Das südliche Persien haben sich die Engländer als Einflußzone gesichert. Die geplanten Bahnlinien sind nicht nur auf der Karte eingezeichnet, sie sind zum Teil bereits im Bau, und zwar ist der Anschluß an das im Entstehen begriffene Eisenbahnnetz Kleinasiens geplant. Das oibt eine Verbindung von Kairo bis an die östliche Grenze Persiens. Es fehlt dann noch da? Mittelstück in Deludschistan. Technische Schwierigkeiten liegen hier nicht vor. sondern es handelt sich einzig darum, datz der Schienenstrang ein armes Land durchschneiden würde und deshalb die Rentabilität fraglich ist. Wenn es jedoch gelingt, einen Eisenbahnweg zu schaffen, der von Indien bis nach Kairo führt, so ist schon möglich, daß auch diese unrentable Teilstrecke in Kauf genommen werden kann. Auf diese Weise wird vielleicht da? nächste Jahrzehnt die Verwirklichung eines Schienenweges bringen, der vom Kanal von Suez über Kleinasien, Persien, Indien, China nach Sibirien hinauf führt. Inzwischen geht aber in aller Stille die Arbeit in Afrika vor sich: der Schienenweg, der im Osten ganz Afrika durchlaufen soll, von Kapstadt im Süden bis nach Kairo, geht allmählich feiner Vollendung entgegen- Daher wird man vielleicht in absehbarer Zeit von der Südspitze Afrikas bis nach Sibirien auf der Eisenbahn fahren. So schafft der Kapitalismus rastlos an dem eisernen Netz, das die Welt umspannt. England ist es, das Land der gewaltigen Kapitalanhäufung, wo von ruhig kalkulierenden Geschäftsleuten diese gigantischen Pläne ausgestellt werden. Die Triebfeder dieser Pläne ist so einfach wie möglich: das jeweils neuakkumulierte Kapital bedarf neuer Anlage. eS soll von neuem Profit hecken, und man sendet es nach Asien und Afrika. Aber jeder neue Schienenstrang, der da angelegt wird von englischen Ingenieuren, bedeutet, datz neue Gebiete hinein gezerrt werden in den Mahlstrom des kapitalistischen Getriebes. Menschenmaffen, die ruhig dahin! ebten wie ihre Väter seit Jahrhunderten, werden gleichsam aufgeschreckt, wenn der gellende Pfiff der Lokomotive in ihrem Lande erschallt. Von da ab vollzieht sich sprunghaft die Revolutionierung der wirtschaftlichen Lebensbedingungen: auf den Stahlschienen dringt ein neuer Eroberer ins Land, der Kapitalismus. Manchen Eroberer haben die Menschen kennen gelernt, die auf den unermeßlichen Gebieten zwischen Kap und Sibirien hausten. Völker entstanden und gingen zugrunde. Aber der neue Eroberer, der jetzt kommt, ist unüberwindlich und grausam wie keiner zuvor. <$r wird die Menschen im Handumdrehen zu Sklaven machen, die in harter Fron die Profite zu schaffen haben für das Nimmersatte Kapital. Aber wir wissen auch, datz der Kapitalismus gleichzeitig die Köpfe seiner Sklaven revolutioniert. Im Süden Afrikas erleben wir eben einen systematisch durchgeführten Streik der aus Indien importierten Kulis, in Sibirien rebellieren die Arbeiter in den Goldgruben. Der stählerne Strang, der in nächster Zukunft vom Kap bis nach Sibirien führen wird, ist gleichzeitig die Leitung, auf der wie ein elektrischer Funke die Idee der Befreiung der Welt vom kapitalistischen Joch dahingleiten wird. Aus dem Gerichtssaal. Rentenerhöhung. Franz Coufal, Lokomotivführer der Lokalbahn Friedland-Bila. erlitt am 31. Dezember 1912 in der Station Friedland einen schweren Unfall. Coufal stand im Heizbaus hinter einer Maschine, die er untersuchte, als an diese Maschine eine andere anfuhr. Die Maschine, hinter der er stand, setzte sich nach rückwärts in Bewegung, wobei sie die Wand des Heizhauses durchstieß. Coufal erhielt einen Stotz durch die Maschine und fiel unter die Maschine in das einstürzende Mauerwerk. Da bei dem Mauereiusturz gleichzeitig die Wach1!'1' le.itungSrohre gebrochen waren, floß auf den am Boden liegenden verunglückten Coufal das Waffer in Strömen nieder. Erst nach geraumer Zeit wurde Coufal, der bei dem Unfall schwere Verletzungen an den Füßen erlitten hat, aus feiner qualvollen Situation befreit und ins Spital geschafft. Die UnfallversicherungSanstalt hatte Herrn Coufal nach Einstellung des Heilverfahrens eine Rente von 22 5 Prozent monatlicher Kr. 38-05 zuerkannt. Gegen diese Bemessung brachte Coufal durch Dr. Anton Braß K-age beim Schiedsgericht ein. Bei der am 12. November unter Vorsitz des OberlandeSgerichtSrateS Cap durchgeführten Verhandlung gab der Sachverständige Professor Erben sein Gutachten dahin ab, daß Coufal die Folgen des schweren Unfalles eigentlich gut überftanden habe und daß die Einschätzung der Anstalt an und für sich genüge. Der Sachverständige fügte hinzu, datz man vielleicht für die ersten Monate nach Wiederaufnahme der Arbeit (Coufal hatte nach dem Unfall eine Anstellung in privaten Diensten angenommen) Herrn Coufal aus Schonungszwecken eine etwas höhere Rente zusprechen könne. Der Kiageverlreter Dr. Braß führte hierauf in seinem Schlußwort aus, daß c3 sich im vorliegenden Fall um einen ganz ungewöhnlichen und besonders schweren Unfall gebandelt habe. Die Schwere des Unfalles allein rechtfertige es, daß nicht unmittelbar nach Einstellung des Heilverfahrens eine so geringe Einbuße an Erwerbsfähigkeit angenommen wurde. Wenn der Kläger trotz seiner Beschwerden private Dienstleistung gesucht habe, so gereiche das ihm und feinem Charakter nur zur Ehre und könne hieraus nicht gefolgert werden, daß die Einbußc an Erwerbsfähigkeit beim Kläger, der trotz seiner Beschwerden Arbeit gesucht und gefunden habe, eine geringe sei. Jedenfalls dürfe der Umstand der ArbcitSwilligkeit des Klägers diesem nicht zum Nachteil gereichen, und stellte der Klagevertreter den Antrag, dem Kläger die Rente angemessen zu erhöhen. Das Schiedsgerichtveturtetltehierauf die beklagte Anstalt, dem Kläger eine 3 0 pro zentige Rente monatlicher Kr. 5068 sowie an Nachzahlung einen Betrag von Kr. 5 06 4 und die Prozeßkosten zu bezahlen. Feldbach in Steiermark. (EhrenBeleidigungsklage.) Am 16. Dezember fand beim k. f. Bezirksgericht in Feldbach die_ Verhandlung in der Ehrenbeleidigungsklage deS Magazinmeisters Georg Grimm in Feldbach gegen den Manipulationskondukteur Jakob Kamper in Graz statt. Kumpel wollte sich keineswegs erinnern, jemals Grimm beleidigt zu haben, doch wurde feinem Gedächtnis sowohl durch den Ankläger als auch den beiden Zeugen etwas nachgeholfen, worauf K a m p e r zugab, daß es bei seinem Zustand möglich sei,, den Kläger beleidigt zu haben. Der Richter bahnte einen Ausgleich an, doch konnte derselbe nicht angenommen werden, da eine unzureichende Ehrenerklärung leicht zu Mißverständnissen führen könnte. Kamper wurde zu 30 Kr. Geldstrafe, im Nichteinbringungrsall zu drei Tagen Arrest und zur Tragung der Gerichtskosten verurteilt. ,) Streiflichter. Die StrafpraxiS bei der Staatsbahndirrktkn BMach. Im Bereiche der Staatsbahndirektion Billach mehren sich die Fälle, in denen eine ganz auffallend ungleichmäßige Rechtsanwendung bei Disziplinarvergehen wahrzunehmen ist. Bereits im vorigen Jahre sprach eine Deputation der Vertrauensmänner bei der Direktion vor, um gegen die immer mehr überhandnehmende Ueberbürdung der Zugsführer mit schriftlichen Arbeiten Abhilfe zu erwirken. Es wurde der Direktion nahegelegt, daß die Zugsführer unter de» obwaltende» Umständen für einen Teil ihrer Pflichten nicht mehr die volle Verantwortung übernehmen können, denn unter der ungeheuren Wust der schriftlichen Arbeiten leidet die eigentliche Pflicht der Zngsbegleiter, Beobachtung der Signale u. s. m. ganz empfindlich. Allein alle Vorstellungen waren erfolglos und es wurde wie die zwei nachstehenden Fälle zeigen, weiterhin auf daS empfindlichste bestraft. Oberkondukteur Grasderger hielt Zug 705 in Aufeerfelden Bei der Vorüberfahrt des RamnabschlufesignaleS nicht an. da dasselbe im gleichen Moment freigcstellt wurde. Grasberger mutzte mehrere Monate als Manipulant fahren und wurde autzerdem mit 20 Kr. Ordnungsstrafen belegt. Ebenso erging es dem Oberkondukteur 'Sautet, welcher in Sulzau das AuS-fahrtssignal überfuhr. Ein Jahr verflog seit dieser Verspräche und es trat keine Verminderung der schriftlichen Arbeiten ein, wohl aber hatten mehrere Zugsführer das Unglück, Signale zu überfahren. Nun trat aber zum erstenmal in Erscheinung, datz derlei Vergehen nicht mehr so exemplarisch bestraft wurden, was folgende Fälle zeigen: Oberkondukteur Manhardt aus Villach überfuhr in Bischofshofen das Einfahrtfignal; derselbe wurde nicht mehr vom Zugsführerdienst abgezogen, auch wurde über denselben nicht die Disziplinaruntersuchung verhängt, sondern et wurde lediglich sowie der Maschinführer E r t l desselben Zuges mit 10 Kr. Ordnungsstrafe belegt. Der Zugsführer Pichler in Leoben überfuhr in Judenburg das Signal und wurde deshalb in Drsziplinaruntersuchung gezogen aber dann freigesprochen. Datz die k. L Staatsbahndirektion sich aber durchaus nicht von dieser Milde und Humanität allein leiten liefe, beweist der nachträgliche Fall des Zugssührers P i n t e r in Leoben. Derselbe überfuhr ebenfalls das Signal in Kalwang, wurde auch in Disziplinaruntersuchung gezogen und mit einem Verweis bestraft, bas ist gleichbedeutend mit einem Avancements-vertust von einem Jahr. Zwei andere Fälle, welche die ungleiche StrospraxiS der Villacher Staatsbahndirektion in besonderem Licht erscheinen kaffen, find folgende: lieber -die Frau des nationalen Maschin-führers Depretis erschien im „Acbcitenville" ein Artikel. Darüber war dieselbe derart erbost, datz sie keine Gelegenheit vorübergehen liefe, gegenüber dem Kondukteur Grübet, den sie für den Einsender des Artikels hielt, in der unflätigsten Weise über die Roten zu schimpfen. Nachdem sie derselbe einmal zur Rede stellte, schlug sie mit einer halbgefüllten Wasserkanne nach seinen Kops, worauf er in natürlicher Abwehr ihre Hände hielt und sie eine „schäbige Kreatur" und .Bauerndirne" nannte. Frau Depretis ging klagen wurde aber aus Grund der Gegenklage selbst zu fünf Tagen Arrest verurteilt, allerdings auch (Sruber zu drei Tagen oder 30 Kr. Geldstrafe. Auf Grund dieses richterlichen Erkenntniffes wurde Gruber von der k. k. Staatsbahndirektion wegen nngualifizierbaren außerdienstlichen Benehmen mit 10 Kr. Geldbuße bestraft. Der Magazinsdiener Lettner in Lannsdors wurde voriges Jahr in St. Veit a. d. Glan wegen Heiratsschwindel zu vier Wochen Arrest und 155 Kr. Geldentschädigung rechtskräftig verurteilt Er wurde von einem Direktionsorgan wohl gefragt, warum er eingesperrt war und aus dessen Antwort „wegen Heiratsverfprechen" meinte der betreffende Herr: „Da hätte ich hübsch oft sitzen müssen!" Aber von einem „unqualifizierten Benehmen" des Lettner war feine Rede, geschweige erst von einer Strafe. Jedenfalls eine saubere Justiz, die den Heiratsschwindler milder beurteilt wie einen, der in gerechter Notwehr und im Affekt eine strafbare Handlung begangen hat! Auffallend freilich ist es, datz es sich bei jenen Bediensteten, denen gegenüber die Organe der Staatsbahndirektion Villach so milde gestimmt sind, zumeist um deuischnaiionale Parteigänger handelt, wäh-renb die strenge und „unerbittliche Gerechtigkeit" fast immer gegen Sozialdemokraten geübt wird. Wenn aber durch eine derartig gehandhable Strafpraxis die Disziplin unter dem Personal und das Ansehen der Staatsbahnverwaltung selbst untergraben werden, dann möge man sich ja nicht weiter darüber wundern! Die StaatSbahner Über die Prrsonakpolitik der Regie-tung. In dem in unserer letzten Nummer veröffentlichten Bericht über die Versammlung in Wien (Mmberger) haben sich bei der Wiedergabe der Rede des Genossen Ziegler zwei Fehler eingeschlichen, die wir hiemit berichtigen. Bei der Antwort, die Ministerialrat Dr. Boetz der Deputation erteilte, helfet es: .Die Lvhnvorrückungen dürften wahrscheinlich mit je 20 H.. und zwar für die Professionisten mit zwei Jahren, für alle anderen Arbeiter mit drei Jahren festgesetzt werden"; heifeen soll es jedoch: „Herr Ministerialrat Dr. Boetz erklärte der Deputation auf bas bestimmteste, datz die Lohnvorrückungen mit je 20 H., und zwar für die Professionisten mit zwei, für alle übrigen Arbeiter mit drei Jahren festgesetzt werden." Der letzte Satz in den Ausführungen des Genossen Ziegler soll lauten: .Der Grundlohn beziehungsweise AnfangSlohn der Professionisten soll mit mindestens 1 Kr. über dem örtlichen Grundlohn und für die qualifizierten Hilfsarbeiter mit mindestens 60 H. über dem örtlichen Grundlohn festgesetzt werden." Ferner heißt eS in unserem Bericht, datz für die Diener 2000 Kr. Mindestgehalt festgesetzt werben soll. Jedem Fachmann ist e6 jedoch klar, datz es nicht Mindestgehalt, sondern Mindest end geholt heifeen soll. .Eine kecke Stint ist mehr wert akS ein Meierhof." Unter dieser Spitzmarke schreibt die „Oenorrcichlsch-Ungarische Eisenbahner-Zeitung" eine Rvtiz, die sieh gegen unseren Genossen Kuketz richtet. Mit dieser Notiz meint die „Oeslerreichisch-lln-gari.che", datz der Genosse K u ke tz die kecke Stirne hat. In Wahrheit ist sie jedoch bei der „Oesterreichischen-llngarischen" und beim .Verkehrebund" zu finden. Ter .Verkehröbnnd" und die „Oester-reick ifch-llngorilche haben nämlich wieder einmal allzu offenkundig verraten, datz es ihnen nicht darum zu tun ist, die Interessen bei Bediensteten zu wahren. In der Nummer 15 bet .Ceftmeichifib-Ungarilchen wird geschrieben: „Bon einet Station«-spezialität weife die Fama zu erzählen und bas ist ein kürzlich vom Magazinsdiener zum Maga insausscheiaspircinten ernannter, pumpechter Sozi. Er bezieht nunmehr wahrscheinlich als Entlohnung für feinen als in allen Lagen maßgebenden Beistand des Herrn Magazinchefs die fixe Attordpramie mit dem An pruch auf den Neservecmteil, wie früher und außerdem noch die de» Magazinsmeifteru zukommende Afforöprämte." Kaum daß der Vlrtüel erschienen, stellte die Direktion der Südbahn den Substituiert die bisher gewährte Zulage ein und erklärte, es sei ein Irrtum, datz dem Substituten die Zul ge gegeben wird. Daran ändere auch die Tatsache nichts, baß b i e i e Zulage schon feit dem Bestände der Südbahn ausbezahlt mir bl Als nun ein Mitglied des „Berkeljrsbunbes“ sich bei Genossen uuketz beschwerte, daß er die Zulage nicht mehr erhalle, wies ihn Genosse Kuketz natürlich an, sich beim „Berkehrsbund* zu beschweren. Und wer hätte bas nicht getan? lyiir jeden, auch ,jür den, der von der Eisenbahn gar nichts versieht, ist eS ja klar, daß der „VerkebrSbund* mit dieser Notiz die Handhabe zu dem Vorgehen der Sübbahn geboten hat. Jetzt natürlich möchte der „Verkehrsbund" von der Sache nichts wissen und möchte die für ihn so gut passende Rolle des dummen Kerls spielen. Der .Berkehrebund" hat wahrscheinlich damit gerechnet, datz der Artikel von der Nummer 15 der .Oesterrelchisch-Ungarischen*, da bi eie Ze tung ohnehin mit dem Ausschlüsse der Oesfeutlichkeit erscheint, schon vergessen worden ist. Diesmal jedoch Hat er sich geirrt und wir haben mit der Veröffentlichung der entsprechenden Stelle nun dafür gesorgt, dag jeder Eifenbahnbedienstete genau sich überzeugen kann, wie der .Verkehrebund" die Interessen der Bediensteten preisgibt. Wenn die „OefterretdjiicH-üngatischc" meint, dem Genossen Kuketz noch zu Heven, so sind wir sehr neugierig daraus, wie sie glaubt, daß ihm geholfen werden tonn. Am Ende erllärt sie gar, bet 'Artikel in Nr. 15 ist nur aus liederlichen eingerückt worden und der Genosse K uke tz lügt, wenn er sagt, er stelle d.w.». DaS wäre so ungefähr die Schule Erll. Und wenn es gut, einen Meister im Verbreiten müglichst dumm rachzuaijmen, die „Dosier-reichssch Ungarbche* ist dazu sofort fähig. Wir hoben den Fall, well er interessant ist, sestgestellt, und was der .Verkehrsbund' sonst in der Sache noch zu stammeln hat, ist uns egal. Eisen • .ikatastropheii während der Weihnachtsfeiertage. Ein schweres Eisenbahnunglück hat sich am ersten Weihnacht«feier>ag bei Groningen in Holland zugetragen. In der Nahe der Eisenbahnbtücke über den Oranjetonal ist ein Schnellzug entgleist. Fünf Personen, unter denen (ich auch der Sohn des Ministerpräsidenten befindet, find getötet und zwcklf verwundet worden. Ein anderer schwerer Eisenbohnumall ereignete sich am Freitag, dem zweiten Feiertag, auf der österreichischen Eisenbahnstation M ä h r l s ch. O fl r a u. Tori stieß ein Arbeitern rtg mit einer Rangierlokomotive zusammen, wobei ein Lokomotivführer getötet, ein Bahnbeamter schwer und acht leicht verletzt wurden. Korrespondenzen. Attnang. (Dienstüberbürdung der Mächler.) Von dort wird uns geschrieben: Laut Tireltionsumtsblaii Linz an der Donau wird dem Bahnmeister Michl der k. k. Bahn-erhaltungsseltion Wels für die A n r e g u n g e n zur Auflassung von Uebersetzungen in Schienenhöhe in der Strecke Lambach Markt-Schwanenstadl eine Remuneration von 40 Kr. zuct-kanni. Wir sind gewiß nicht als Gegner von Verbesserungen verschrien und haben bis jetzt stets und immer auch den kleinsten Fortschritt mit Dank und Anerkennung belohnt. Doch kommt es uns vor, daß diesmal die „Anregungen" des Herrn Bahnmeisters Michl zu früh honoriert wurden. Wie wir aus sicherer Quelle erfahren, so dürften diese Anregungen nicht so leicht durchführbar sein und werden hoffentlich Herr Michl und noch einige Herren wohl noch einige Zeit auf die Verwirklichung ihrer Anregungen warten können. Wir sind der Ansicht, dafe in diesem Fall auch die Interessenten ein Wörtchen mitzureden haben. Wenn das reisende Publikum wissen würde, dafe auf dieser doppelgeleisigen frequentierten Hauptstrecke ein Personal für die »Sicherheit des Verkehrs ausgestellt ist, das sich nur einmal in der Woche einer vollständigen Nachtruhe erfreuen kann, so wird der Nus nach dem behördlichen Schutz nicht von uns, sondern von den Reifenden erhoben werden. Der Bahnmeister ist schon oft Anreger von undurchführbaren Vorschlägen geworden. Auch die letzten Dieustverschlechte» cungcn des Wächterpersonals in dieser Strecke sind dem Wohlwollen und der Einsicht des Herrn Michl zu verdanken. Dieser Mann ist heute noch der Ansicht, dafe ein Dienstturnus von 16/16 Stunden mit fünf hintereinanderf rügenden Nachtschichten eine wahre Wohltat für bas Wächterpersona! sei. Bregenz. (Bach dem ö n gl ü cf 6 f a l L) Am 11. De-ember 11 Uhr 38 Minuten nachts verunglückte bei Einfahrt es Zuges 12 der Oberkondukteur Böckle aus Innsbruck dadurch, dafe er vom gleichzeitig einfahrenden Zug 19 überfahren und getötet wurde. DaS Unglück geschah, weil Böckle vor Stillstand des ZugeS absprang und in den gerade ein-fahrenden Zug 10 hineinrannte. Man wird jetzt von den Vorgesetzten wieder hören können, dafe der Zugssührer vor Stillstand des Zuges nicht abfpringen darf, wenn auch die Instruktion sagt, dafe nur bei in schneller Bewegung sich be- findenden Fahrzeugen bas Auf- und Abspringen verboten ist und Böckle somit daS Unglück selbst verschuldet habe. Wir wollen diesen Fall ein wenig näher in Betracht ziehen und es wäre zu empfehlen, wenn sich die kompetente Behörde dafür interessieren wurde, um die eigentlich Schuldtragenden zur Verantwortung zu ziehen. In erster Linie entsprechen die Bahnhofanlagen absolut nicht mehr den heutigen Verkehrs-Verhältnissen; sie sind gänzlich unzulänglich und direkt lebensgefährlich. In zweiter Linie möchten wir aniragen: Warum werden die Verkehrsvorschriften nicht eingehalten, nach denen zwei Züge gleichzeitig nicht einsahren dürfen? Wie man aus sicherer Quelle vernehmen kann, äußerte sich der damals diensthabende Verkehrsbeamte, Herr Fels, bei der behördlichen Einvernahme dahingehend, daß et dem Platzmeister schon früher den Auftrag erteilt haben soll, bei Zugsverspätungen ZiigSdeckung vorzunehmen. Wir müssen fragen: Wo ist dieser Befehl? Und wenn derselbe mündlich erteilt wurde, so wolle man die anderen Platzmeister darüber einvenrehmen, ob dieser mündliche Befehl erteilt wurde oder nicht, da sich, wie cs scheint, Herr ©achter nicht verteidigen kann. Im weiteren fragen wir Herrn Fels sowie das Bahnbetriebsamt Bregenz: Wenn dieser Befehl tatsächlich erteilt wurde, warum dieser gefährliche Vorgang immer geduldet wurde? Diese Zugs-Manipulationen konnte man ja täglich sehen, ohne dafe der Platzmeister beanständet wurde, Ueberhaupt ist die Zeitdisfe- renz der beiden Zuge 19 und 12 nur eine Minute, denn Zug 19 kommt in Bregenz um 11 Uhr 36 Minuten und Zug 12 um 11 Uhu 37 Minuten an und jo waren täglich die Reisenden sowie das ZugSpersonal der Gefahr ausgesetzt, überfahren zu werden. Bei genauer und objektiver Erhebung wird die Behörde zur Ueßerzeugung gelangen müssen, dafe die Schuld an diesem Unfall nicht dem Platzmeister in die Schuhe geschoben werden kann, dafe vielmehr das Bahnbetriebsamt und der Verkehrsbeamte die Schuldigen sind. Warum kann jetzt im Sinne der Instruktion vorgegangen werden, seitdem ein Menschenopfer fiel? Graz. (K. k. Staatsbahn.) Wir haben die Einteilung der Güterzüge aus der Linie Graz—Fehling fchon einmal im Fachblatt einer Kritik unterzogen. Es wurden nun die Gütereilzttge 63M und 62 regelmäßig «ingeleitet. Zug 63 M geht ln Grai um 5 36 früh ab und hat in Lafenitzhöhe einen Aufenthalt von 64 Minuten. „Warum?“ Weil er die Kreuzung und Verfahren mit den Zügen 16 und 28 dort abzmvarten bat. Zug 63 M könnte in Graz um 39 Minuten später abgehen, er käme immer noch 13 Minuten vor Ankunft des Zuges 28 in Laßnitzhöhe an. Run kommen wir m er Zug 62. Derselbe Hai in Gteisbors seine regelmäßige Abfahrt um 8U2 abends und in Loßniyhöhe einen Aufenthalt von 20 Minuten. Nun fragt man sich wieder: „Warum?" Die Strecke ist ja bis Graz frei. Weil er die Kreuzung mit den Rügen 67 M und 25 dort hat. Zug 25 verkehrt ober nur tm Sommerturnus und Zug 67 Bl wird da; ganze Jahr nicht beansprucht. Daß die Einteilung nach diesem unpraktischen Modus er olgle, ist wiederum ein Werk des Herrn Namor. Der als BerkehrSkontrollor fungierende Adjuntt R a m o r ist gewiß ein tüchtiges Organ im BerkehrSdienst. Das beweist folgender Fall: AIS vor einiger Zeit in der Strecke GleiSborf— Graz der Viehzug 68 A verkehrte, wurde derselbe vom genannten l~emt Begleitet. Er fuhr mit demselben in GleiSborf um 11 •20 mittags ab. Nach Laßnitz 33 Minuten Fahrzeit daher um 11-53 an, Personenzug 22 fährt in GleiSborf um 11'30 ab, in Loßnitz an 11-51. Derselbe mußte schon in Laßnitzthal beim Meldeposten warten. Mit dem Viehzuz in Laßnitz angekommen, wollte genannter Herr noch vor Zug 22 nach Graz kommen. Der Diensthabende schlug ihm das ab mit der Begründung, daß er den Persvnenzug doch nicht vor einem Viehzug im Nachrang stellen tonn und liefe den Personenzug vorauSqehen. Herr Bcrltchrefontrollor R a in o t war über diesen Vorgang des Diensthabenden so aufgebracht, daß er die Aeußertmg machte: „Am ttebi.en möchte ich mich auf die Schienen legen." Ist auch ferne Kleinigkeit, daß ein Verkehr kontrollor sich nach den Anordnungen eines Unterbeamten halten mußte. Ueber Zug 6t M, wobei künstlich Verspätungen erzeugt werden, währendem Zug 66 M leer nachführt, das nächstemal. Kufstein. Von dort wird mt» geschrieben: «u« der Nummer 23 der „Oesterrelchisch-Ungarischen Eisenbahner-Zeitung" entnehmen wir, dafe bei der am 11. November 1913 in Kusslein stattgefundenen Monatsversammlung deS Verkehrsbundes über das Vorgehen des Genossen Mandler lo5« gezogen wurde. Daß sich die Macher dcS Verkehrsbundes aufregen, ist ja leicht begreiflich. Hat doch Genosse Mandler durch seine unermüdliche Aufklärungsarbeit, speziell über den Verrat der Christlichfozialen an den Eisenbahnern, es so weit gebracht. dafe diverse Mitglieder des BerfehrSbunbes demselben den Rücken kehrten und unserer Organisation beigetreten sind. In demselben Bericht kann man auch lesen, dafe sich der christliche Revident Mayr äufeerte, .dafe der Boden hier für den Vectehrsbund etwas unfruchtbar sei". Schade tst nur, dafe nicht auch der Wächter Perktold ans Kirchbichl bei dieser Versammlung war, denn er hätte auch in MayrS Klagelied einstimme» können. Wie Figura zeigt, wird den Verkehrs« bündlet« auch in Kirchbichl der Beben zu heife; sie schmelzen bedeutend zusammen. Zum Aerger der Leiter deS Verkehrsbundes sei es gesagt, dafe Genosse Mandler auch in Zukunft wie bisher in seiner Aufklärungsarbeit fortfahren wird, um auch diejenigen, welche heute noch gegnerischen Vereinen angeboren, zu überzeugen, dafe ihre Rechte und Forderungen nur einzig und allem in unserer Gewerkschaft am besten vertreten werden. Melk. (K. k. © ob n erbat tungefeit ton.) Die ©treienblocktnächter der Bahnerhallungssektion Melk hatten bisher einen 12/18ftündigcn Dienst. Nun wurde ihnen in der Scliion angekündigt, daß sie vom 1. Jänner 1914 den 16/lüftünbigen Dienst bekommen sollen. Die Streckenblock-Wächter fragen: Ist cS der k. f. Direktion Wien bekannt, daß der Dienst "der Streckenblockwächter schon im 12/1 Sfiünbigen Tutnus ein strenger war und daß es daher ganz unmöglich ist, dafe diese Blockwächter den Dienst im lB/ieftündigen Turnus verrichten können? Wie verlautet, soll der 16/16ftünbige Dienst nur probe-weise cingcführt meiden. Die Blockwächter sind jedoch der Meinung, das; jeder, der von den Dingen etwas versteht, schon von vornherein weife, dafe der Dienst der Streckenblockwächter in der Sektion keine Verschärfung mehr verträgt und dafe daher die Probe, die ja nichts anderes als eine neuerliche Schikanicrung des Personals bedeutet, unterbleiben kenne. Pragerhof. (AuS dem Sumpfe der Nationalen). In Pragerhol sind die Beamten und Bediensteten so ziemlich alle organisiert. Ter größere Teil, und zwar zumeist die fluwiich BiD.enfteten, sind beim „Allg. Rechtsschutz und Gewerk-lchastsverein organisiert. Ter bedeutend kleinere Rest ist beim „Reichsüund deutscher Eisenbahner". Unter den 'Jietchsbünblcrn sind etwa zehn Deutsche, der Rest besteht aus Tschechen und lUtrofluvenen, die zwar nicht deutsch fühlen und sprechen, doch im Notfälle „Heil" tufen dürfen. So mancher dieser „tschechisch-jtovenischer Germanen* dürfte nur deshalb dem „ReichSbund" beigetreten fein, um dem Di äugen feines Vorgesetzten los zu roercen, anderseits um bei Vergehen und Unterlassungen eine gnädige Berücksichtigung zu finden. Das ist auch die einzige Ursache, welche die Ortsgruppe Prager of des „Reichsbundes deutscher Eisenbahner" vor dem gänzlichen Zusammenbruch bewahrt. Und so falsch und hinterlistig diese „Germanen" mit den deutschen Hochgedanken spielen, so gemein und verräterisch sind ihre Handlungen gegen ihic andersdenkenden Kollegen Welch unmännlicher und erbärmlicher Mittel hat man sich bedient, um den Lokomotiosührercmivürter Papes um feine Existenz zu bringen. Papes hat sich über feine Entlassung so aufgeregt, daß er aus Kränkung frühzeitig fein Leben lassen mußte. Was haben die Leute vom ReichSbund nicht alles schon gegen den Wagcnmcistec Picinin unternommen? Wieviele Denunziationen und unwahre Anzeigen wurden von den '-Mitgliedern des Reichö-OunbeS gegen Picinin heimlicherweise fabriziert? Welche Sorte von Strnuchuüern sind eS, die in letzter Zeit gegen den Lokomotivführer Ha uro offen und versteckt ihre vergifteten Pfeile abschietzen? Sind es nicht immer und stets die Mitglieder des Reichsbundes. welche bar jedes Anstandsgefühls ihre Kollegen hinterrücks denunzieren und verleumden. Für die anonymen Brief-schreibet und heuchlerischen Zuträger haben die Deutschen einen gewiß berechtigten Spruch, der da heißt: „Der größte Schuft im Land tst und bleibt der Denunziant.* Oder haben die Rctchsbündler in Pragerhof ein Interesse oder gar eine Freude und Stolz, wenn sie alS überwiesene Denunzianten unter ehrlichen Menfchen herumschleichen können. Vielleicht bringt es der Lokomotioführeranwärter N o v a k in dieser Beziehung unter feinen Gesinnungsgenossen noch so weit, daß er zum lebenslänglichen Ehrenmitglied der Nationalen ernannt wird und eine große goldene itravottennabel als Anerkennung für seine „Tätigkeit* gespendet erhält. Die Bewohner von Prager-Hof und Umgebung haben hier den besten Beweis, daß die deutsch-nationale O.gmisation nicht dazu geschaffen wurde, um zum Wohle. des gefammten beuhchen Volkes zu wirken, sondern um einigen beuteiüficruen und überspannten Starten einen Sport jpt verschaffen, ivo sie bei Saufgelagen ihre nationalen Phrasen billig an die wenigen Zuhörer ablagern können. Salzburg. (Zustände am Bahnhof.) Wem, wir die Zustände am Salzburger Bahnhof der Lefsentlichkeit übergeben, so geschieht es deshalb, weil diese unerträglich geworden sind. Selbst solche Bedienstete, welche an eine Abhilfe seitens des Herrn Vorstandes R a i g l glaubten, müssen eS leider einjehen, daß kein anderer Ausweg offen ist. Nicht Mutwillen ist eS, wenn wir diesen Weg betreten, um solch krasse, die Dienftsreudigkeit eines jeden Bediensteten nehmenden Zustände der Oeffenklichkett zu übergeben. sondern nur ein Akt der Notwehr de« gequälten Personals. Bcirach.en wir vor allem ändern die Zustände beim Zug-beglrfiunpSpcrfoimL Es dürfte gewiß von Interesse fein, zu erfühlen, auf welche Weise dasselbe zu einem „Elitekorps* erzogen meiden soll. Wir sind in Salzburg mit zwei 6ci)tUbeamtcn und einem Jnstruktionszugssuhrcr beglückt,, welche die k. k. Staats-bahnen an Gehalt und Diäten den kleinen Betrag von zirka 12.M0 Kr. jährlich kosten und deren Aufgabe e« fein soll, da* Personal zu schulen und zu belehren. Die.e Herren fassen jedoch ihre Pflichten anders auf. Es wird ziel- und planlos angezeigt und gestraft. ^ „ Und das geschieht unter dem Regime des Herrn Inspektor .ft a i g l, der bei seinem Dienstantritt von Wohlwollen für da« Personal überfloß. Herr Inspektor, vergleichen Sie daS Verzeichnis über Strafen im Jahre 1912 mit jenem deS Jahre« 1913 und ziehen Sie die Parallele zwischen dem strengen Herrn Ge Ha und dem humanen Herrn ft a lat: es dürfte sehr zu Ihren Un-gunstcn aut fallen. Oder sind die Zugbegleiter jetzt eine zuchtlose Bande geworden, welche nur durch drakonische Maßregeln gebändigt werden kann? Wir haben es satt, wegen jeder Lappalie j angezeigt und auch gestraft zu werden, damit gewisse Herren für einige Stunden Spazierfahrt 60 bis 70 Kr. Tiälen im Monot machen. Wir glauben, das: ein Schulbcamtcr zur Belehrung des Personals und nicht zum Diätenmachcn da sei. Böse Leute behaupten, daß die Herren baS letztere besser können wie das erstere. Wir machen hier den letzten Versuch und bitten den Herrn Inspektor, den Herren Schuweamten zu sagen, zu welchem Zweck sie eigentlich da sind. Denn wenn weiter wegen jeder Kleinigkeit Instruktion geritten wird, so versichern wir, das; auch wir es können. Ob dies dann im Interesse des geregelten Verkehrs liegt, müssen wir bezweifeln. Wir müssen aus dienstlichem Interesse tagtäglich gegen die Instruktion handeln, um die Regel m ühigkeit des Verkehrs aufrecht zu erhalten. Was eine gute Belehrung der Bediensteten wert ist, ei sieht man deutlich in jenen Tomizilstationen, wo dem Stationsvorstand im Verein mit den» Schulbeamten wirklich etwas daran liegt, daß ihre Bediensteten auch aus der Instruktion etwas verstehen. Nun wollen wir das so streng gebandhabte Sirassystem näher beleuchten. Auf das gesamte niedere Personal macht es den Eindruck, daß dasselbe unter dem gestrengen Herrn kaiserlichen Rar G e l l a besser gestanden ist als unter dem milden Herrn Inspektor K a i g l. Elfterer bat das Heft nicht aus der Hand gelassen, er hat den Druck des Sparend aus alle gleichmäßig ausgeübt, wohingegen jetzt konstatiert werben muß, daß die Herren Beamten, insbesondere jene, welche Herrn Inspektor Kaial zu Gesicht stehen, machen können, was sie wollen. Das Berfchub-, Stations- und Magazinspersonal, besonders die Arbeiter, werden wegen der geringsten Vergeben mit Geldbußen bestraft. In vielen Fällen wird das Personal gar nicht eiiwer-nommen, eS wird einfach nur zur Kenntnis gebracht, daß sie wegen dem oder dem um so viele Kronen bestraft sind. Wir verweisen auf den „Eisenbahner" Nr. 35, in welchem ein Zirkular der Nordbahndirektion in Bezug auf Vorgang bei Bestrafungen veröffentlicht wurde, welches wir Herrn Inspektor K a i g l und den maßgebenden Herren Beamten zum genauen Studium empfehlen. Es sind Fälle vorgekommen, wo Bedienstete wegen des ersten Fehlers gleich mit 5 Kr. bestraft wurden. Wir sind nicht so gut situiert, daß wir die Kronen nur so zum Abziehen haben, noch dazu für Fälle, bei welchen das erstemal vielleicht eine eingehende Belehrung, das zweitcnial eute Rüge am Platze iväre. Es wirkt auch nicht gut aus das Personal, wenn man einen Bediensteten, welcher cs wirklich verdient hat. da derselbe schon wiederholt wegen bei gleichen Deliktes bestraft wurde, mit 5 Kr. bestraft, es ihm aber nach kniefälligen Bitten und Weinen wieder nachsieht. Vor solchen Subjekten ekelt cs nicht nur die Bediensteten, sondern muß auch bei einem Bahn-amtsvorstand ähnliche Empfindungen hervorrufen. Unter G ella hat es derartiges nicht gegeben. (Sr bat nur nach reiflicher Ueberlegung gestraft, aber w«8 et gesagt und ungeordnet hat, bei dem ist es geblieben. Jetzt wurde ein anderer Kurs einge-schlagen. WaS macht nun der erwähnte Bedienstete? Er brüstet sich in der Oeffentlichkeit, daß er machen kann, was er will, cs geschieht ihm nichts; es hat den Anschein als ob et seine Vorgesetzten im Sacke hätte. Wie sagte doch im Juli der gefangene Zuckerdieb? „Wenn alle stehlen, so habe ich eS mir eben auch erlaubt." Tatsächlich ist derselbe nicht entlassen worden, sondern macht im gleichen Betriebe Dienst. Wenn man diese Fälle vor dem Gedächtnis vorübethiehen läßt, so macht es den Eindruck, als wären diejenigen Bediensteten, welch« im Interesse der Eisenbahnverwaltung den Dienst versehen, mit jenen, welchen der Dienst Nebensache ist, verglichen, als minderwertig zu betrachten. Herr Inspektor K a i g l bat eS sich wahrscheinlich in den Kopf gefetzt, daß er lauter Engel machen will unter seinen Bediensteten. Dies ist bis jetzt noch keinem ge--flIL,Lunb einige so schwatze Gottseibeiuns wird er immer bar-umer haben, auch wenn er sich einen Schrattenecker als Antialkoholiker verschreibt. Vertrauen und Achtung erwirbt sich nur derjenige Vorgesetzte, welcher seine Untergebenen gleichmäßig und gerecht mit einem gewissen Mas; von Wohlwollen und Strenge behandelt. Sollten die Verhältnisse in Salzburg nicht besser werden, so wären wir gezwungen, nns bei Ausübung deS Dienstes mehr an die Instruktionen zu halten, nachdem uns dieselbe bei jeder Kleinigkeit in einer den Geldbeutel berührenden Weise in Erinnerung gebracht werden. Ob dies bann für die Eilenbahnverwaltung vorteilhafter wäre, bezweifeln wir. Das Personal ersuchen wir aber, die Organisation nicht als unnützes Werkzeug zu betrachten und sich nicht immer auf die Alten zu verlassen. Die Jüngeren müssen das Werk vollenden, das die Alten unter unsäglichen Mühen begonnen. Darum hinein in die Organisation als vollwertiges Mitglied. Wien-Penzing. (Urlaube bei der k. k. Vahn-rrhaltungssektion Wien III.) Wiederholte Differenzen zwischen dem Bahnmeister B e l l a n und den Bahnwärtern, welche Blockapparate bedienen, über Beginn und An. rcchnung der Urlaube, zwingen uns, die k. k. Staatsbahndirektion um endgültige Regelung anzurufen. Seit dein Bestand der Bahn ist es Usus, daß der bewilligte Urlaub mit jener Stunde begann, wo die turnusmäßige Diensttour angetreten werden soll. Der Bahnmeister Bella» ist wiederum der Ansicht, daß der bewilligte Urlaub um 12 Uhr nachts beginnt, je-doch nach der sonderbaren Auslegung Bella ns nicht um 12 Uhr nachts endet. .Herr 83 e 11 a n entschuldigt feine Auffassung damit, daß bei ihm der Tag um 12 Uhr i\achtS an-fängt und er auch den Substituten nicht anders berechnen kann. Was nun alle Vorstände, Bahn-, Block- und Gebäudemeister seit vier Jahrzehnten verrechnen und verantworten können, das kann Herr B e l l a n angeblich nicht tun. Durch die beharrlche Haltung 33 e II a n 8 in der Urlaubsfrage werden jedoch die Bahnwärter geschädigt, wie wir im nachstehenden auszeigen wollen. Die Bahnwärter im Blockdienst auf der Strecke Haupt-zollamt-Hütteldorf haben 12 Stunden Dienst und 24 Stunden frei. Nimmt sich zum Beispiel ein solcher Bahnwärter, der am 1. Tagdienst hat, seinen Urlaub, so fangt der Urlaub nicht nach Beendigung des Dienstes um 6 Uhr früh an, sondern nach der Behauptung BcllanS schon um 12 Uhr nachts, trotzdem der Bedienstete bis 6 Uhr im Dienst stand. Nach der Logik mühte nun auch, wenn nach Bahnmeister 93 c II a n der Urlaub um 12 Uhr nachts beginnt, der Urlaub auch nach 11 Uhr 50 Minuten nachts enden. Weit gefehlt! Endet der Urlaub des Bahnwärters zum Beispiel zur Nachttour, s' yruh der Bahnwärter nicht etwa um 12 Uhr nachts den Dienst übernehmen, sondern schon um VUhrabends. Durch diesen eigentümlichen Vorgang werden den Beurlaubten sechs Stunden vor Antritt und sechs Stunden vor Ablauf des Urlaubes genommen. Bei zwei Tagen Urlaub sind die Bediensteten dadurch um zwölf Stunden freie Zeit betrogen; betrogen zum Vorteil der Bahn-Verwaltung, denn der Blockbahnwättet muhte auf Anordnung des Bahnmeisters Söellan während seines Urlaubes ) w 51 f Stunden Dienst versehen. Wir glauben kaum, daß eine Vorgesetzte L k. Staatsbahndirektion zu dieser eigensinnigen Haltung eines einzelnen, wodurch viele Be-Dicnstrte geschädigt werden, ihre Zustimmung erteilen wird. Bersammlungsberichte. Massenversammlung der Eisenbahner in Linz a. d. Donau. Die Art unb Weise, wie sich die Eisenbahnverwaltung um die restliche Durchführung deS vom Parlament seinerzeit angenommenen 38-Millionen-Antrages herumdrückt, die Unaus-richtigkeit, mit der sie dabei zu Werke geht, und das offensichtliche Bestreben, die Bediensteten in ihren Rechten zu kürzen — alles das und noch manch andere? hat im Eisenbahnerpersonal berechtigte Entrüstung und große Erregung hervorgetuien. Diese kritische Stimmung kam in der am 13. Dezember im Linzer Aktienkeller ftattgefunbencii Eifenbahnerversanimlung recht deutlich zum Ausdruck. Die Versammlung war massenhaft besucht und nahm einen sehr imposanten Verlaus. 31 IS erster yiebner sprach Reicbsratsabgeordneter Genosse Tomschik. Er schilderte eingehend den Verlaus der varlamentarischen Verhandlungen Über die Foiberutigcn der Eisenbahner, das zweideutige Verhalten bet bürgerlichen Abgeordneten unb bie Verschleppungstaktik der Regierung. Dann kam Redner auf die Verwendung der zuerst zugestandenen 21 Millionen zu sprechen, die durchaus nicht so erfolgte, wie es beit Wünschen bes Personales entsprach. Die später bewilligten 15 Millionen werden nun gar auf drei Raten verteilt, bie erste Rate von sechs Millionen soll bereits zu einer Verbesserung der Bezüge bet Bahnbediensteten verwendet worden sein, die Bediensteten aber verspüren nichts von einer Verbesserung. Die Art der Austeilung betrachtet das Eisen-bahnministerium sonderbarer Weise als eine vertrauliche Sache man weigert sich an zuständiger Stelle beharrlich, über die verwendeten Gelder Rechnung zu legen. Dieses Vorgeben erzeugt im Personal natürlich das größte Mißtrauen und tiefe Unzufriedenheit. Redner besprach die Forderungen der einzelnen Kategorien, die zweijährige Vorrückungssrist für die Diener, die Erhöhung der Arbeitslöhne und die neue Arbeitsordnung, die für manche Bedienstete sogar eine Verminderung ihrer Bezüge brachte. Die Dienstpragmatik wird burch eine neue Einteilung bet Kategorien so gchandhabt. baß Bebienstete aus einer höheren in eine niebere Gehaltsklasse versetzt werden. Wo man hinschaut, anstatt Verbesserungen sogar Verschlechterungen. Gegen diese Praktiken deS Eisenbahnministeriums und feiner Vollzugsorgane mm; sich das Personal energisch zur Wehr setzen und die organisierten Eisenbahner werden auch den Kamps nicht scheuen, um weitere Verschlechterungen hintanzuhalten unb die längst versprochenen Verbesserungen endlich zu erlangen. Die Beantwortung für die komtnenben Dinge muß einzig unb allein das Eifenbahnmini-fterium tragen, unb die Oeffentlichkeit wird schon erfahren, wer an ben Dingen schuld ist. Mit einem kräftigen Appell an die Eisenbahner, die sozialdemokratische Organisation für die bevorstehenden schweren Kämpfe zu stärken und einig unb geschlossen borzugehen, schloß Genosse Tomschik seine sachkundige Rebe, bie toteberholt von lebhaften Zustimmungskundgebungen unterbrochen worben war und am Schluß mit lebhaftem Beifall belohnt wurde. Vertranerisnrünnerversammlung der organisierten Signalmeister in Prag. Dieselbe fand am 8. November bei zahlreichem Besuch statt. Nach Erlebigung bes Einlaufes würbe zur Kenntnis genommen, baß bie Aktion betreffs bet qualifizierten Signal-schlaffer bei ber k. k. Staatsbahndirektion mit gutem Erfolg beendet und daß bie Qualifikation ber Signalschlosser gemeinsam mit ben Signalmeistern neuerdings durchgeführt wurde. Im weiteren Verlauf wurde die in letzter Zeit burchgeführte Ernennung von Unterbeamte« zu Beamte besprochen und mit Bedauern konstatiert, daß kein einziger Signalmeister ernannt wurde, trotzdem, daß selbst der f. k. Eisenbahnminister die Deputation der Siynalmeister versichert hat, daß an Stelle der verlangten Einreihung der Stynalmeister in die Kategorie Unter» beamte A ehestens die individuelle Ernennung der Signalmetster zu Beamte durchgesührt wird. Die Signalmeister können mit Rücksicht auf ihre fachlichen Leistungen den Anspruch auf biefe Einreihung erheben. Die Signalmetster müssen sich schon bei ber Aufnahme in den Bahnbienst mit den nötigen Fachbildungen auSweisen können, die nicht nur mit kurzer Einschulung oder mit einigem Monate-KurS bei ber Bahn anzueignen sinb. Jebet Signalmeister muß ausgelemter Mechaniker ober Maschinist sein. Viele Signalmeister sind Absolventen von Fach- unb Gewerbeschulen. Dies altes wirb meist von ben maßgebenden Herren übersehen unb den berechtigten Forderungen unb Bejchwerben nicht entsprochen. In ber Versammlung wurde weiters über bie Verhältnisse zwischen den Signaltnetstern unb Signalschlossern debattiert. Diese Angelegenheit würbe grünblich durchberaten unb barauf hingewiesen, baß bie Signalschlosser keinen Grund zur Beschwerde gegen die Signalmeister haben. Hauptsächlich die Signalmeister in Böhmen haben Len Signalschlosserit ihre berechtigte Forderung .Ernennung zu Unterbeamte' jeberzeit anerkannt. Die Signalmeister haben sich gegen die Einführung des verbundenen Dienstes in erster Linie mit dem Hinweis auf bie bessere Art bes Dienstes gewehrt, ber seinerzeit bei ben Privatbahnen vor ber Verstaatlichung, unb zwar bei ber Staatseisen-bahngesellschaft, bei Oesterr. Nordwestbahn und ber Südbahn bestand. Bei diesen Bahnen waren den Telegraphenmeistern die Instandhaltung des elektrischen Blockabteils und andere elektrische Einrichtungen ausschließlich für ben elektrischen Blockabteil zugeteilt, bann würbe bet Blockmeister eingesetzt. Mit bet Einführung deS gemeinschaftlichen Dienstes der Telegraphen- unb Blockmeister wurde dieser aufgehoben und zur Erhaltung des elektrischen unb mechanischen Abteils ber Signalmeister bestellt unb diclern laut Vorschrift LXV1I, Absatz 3, ber Signalschlosser zugeteilt. Nach den bestehenden Vorschriften ist der Signalschlosser ebenso wie ber Signalmetster für den Abteil des mechanischen Blocks verantwortlich. Die Signalmeister verlangten ebenso wie die Signalschlosser, daß der Dienst wieder geteilt werde und daß den Signalschlossern die Instandhaltung des mechanischen Block* abteils selbständig zugewiesen werde. In bet Versammlung wurde auch wegen ungenügender Errichtung von Signalwerkstätten neuerdings Beschwerde geführt. Obzwar laut Minifterialanordnung sämtliche Bauten neuer Anlagen und Rekonstruktionen die Sigitalwerkstätten dutchiühren nicht den verantwortlichen Arbeiten, für welche sie eigentlich bestellt sind, voll und ganz widmen, lieber alle biefe Angelegenheiten würbe eingehend beraten unb bie weitere Taktik beschlossen. Im Interesse ber allgemeinen Organisationsarbeit wurde beschlossen. allen in den Ortsgruppen deS Allgemeinen fchafisvereineS, b<"" Genossen Signalmeistern anzuempsehlen, sich !N bes Allgemeinen Rechtsschutz- und Gewerk-essen Mitglieder sie sind, an den Arbeiten reget zu beteiligen. Aus diesem Anlaß wurde beschlossen, baß bie Vet-trauenStnännetvetsammlungen ber organisierten Signalmeister regelmäßig vierteljährig, unb zwar stets den ersten Samstag im Februar, Mai, Atwust unb November, stattnnben werden. Im Falle dringender Notwendigkeit werden außergewöhnliche Versammlungen emberu'en und werden Tag unb Stunde schriftlich und im FacHblatt den Mitgliedern bekaimtgcgeben. Die Einzahlungen ber Mitgliedsbeitrage sinb so geregelt, baß ben Signal-meistern an jenen Orte», wo sich keine Ortsgruppe oder Zahlstelle befindet, auf ihren Wunsch Postschecks auSgesolgt werden. Die Organisationsberichte werden stets zeitgerecht in den Fachblättern veröffentlicht, auf waS die Genossen Signalmeistern besonders aufmerkfam gemacht werben. Die nächste regelmäßige Verttauensmänncrversainmlung finbet am Samstag den 9. Februar 1914, um 7 Uhr abenbs, in Prag, Restauration „U Bigal-bkych“, statt. _____________ Wien. (Oesterreichische Notdwestbakin.) DaS befinitive MagazinSpetfonalhielt am 6. Dezember im Restaurant „Franz JosefS-Balm" eine gut besuchte Versammlung ab, wo Genosse Müller über, bie Sortierungen des definitiven Magazinspersonals' referierte. Der Redner besprach die immerwährenden Verschlechterungen, welche durch die Nichtnormierung der Unterbeamtenstellen im MagazinSdienste und die unterlassene Uebersetzung von Magazins» dienern und Ladejcheinschreibern bervoraerufen werden. Schulbau diesen Verhältnissen seien vielfach die Magazinsbedienstctcn selbst, da sich dieselben viel zu wenig um ihre Organisation kümmern. Nur bann, wenn die Mehrzahl dieser Kategorie durch festen Zusammenschluß solidarisch vorgeht, ist es möglich, eine Verteuerung ihrer Sage herbeizuführen. Die folgenden Redner schilderten die krassen Zustände auf den Wiener Bahnhöfen und Magazinen uno jeder einzelne forderte zum Anschuß an die Organisation auf. Ludiy. (SBersamntlungsbericht.) Am 8. Dezenwar fand hier eine zahlreich Besuchte öffentliche Eisenckahnerver amm-lung statt in welcher Genosse Grünzner sein Referat erstattete. Die Versammlung erklärte sich mit den Beschlüssen ber am 14. und 15. November in Wien abgehaltenen Hauptversammlung einverftanben unb fordert die Kollegen allerorts zum Beitritt in die gewerkschaftliche Organisation auf. Linz a. b. D. (Kanzleidienerversamml » tt g.) Am 4. De?,, mber ward in Lim, im Gast os zum w Iden Maun“ eine Versammlung ber Kanzleidiener einberufen, die sehr gut besucht war. Auch die Christlichsozialen wurden eingeladen, welche sich zu dieser Versammlung einen Herrn Andelinger, Obmann des Christlichsozialen Kanzleidienervereines, als Revner mitbrachten. Diesem Herrn bürste wohl in Anbetracht der massenhaft erschienenen Kanzleidiener das Herz in die Hofen gefallen fein, denn er fand efi für feine Perion und seinen Verein für .ehrenvoller", etwaigen Anfragen über feine bisherigen Leistungen und Vereinstätigkeit vorsichtig aus dem Wege zu gehen. Die Genossen Weiset und Aschpöck besprachen in eingehender Wei'e die Forderung»!! der antfei-dienet unb forderten zum Anschluß an bie Organisation auf. Zum Schluße wurde eine diesbezügliche Resolution einstimmig angenommen. (Stite Versammlungstour. In der Zeit vom 6. bis 10. Dezember, wurde auf ber Strecke der Norbbaljn und zwar in den Stationen Krakau, Olmütz, Mähr.-Oärau, Brünn und Lundenburg, ferner am 15. Dezember in 5ß r e r a u eine Verfaminluitgstour absolviert, in tve eher die Genomen RuLieka und Du sek über die Einleitung ber Akno» in Angelegenheit bet anderthalbfachen Anrechnung ber Dient ahre für das Zuabegleitungs- und Lokomotivführerpersonal Bericht erstatteten. Die Versammlungen waren gut, in Preiau Mäor.--Ostrau unb Lundenburg sehr zahlreich besucht. Der Bericht würbe allerorts mit Befriebigung zur Kenntnis genommen. In Pterait referierten die Genossen RuLiSka und Dusek noch Überdies über die Austeilung bet 15 Millionen Kronen. Wr. Neustadt. Am 17. Dezember 1913 fand im hiesigen „airBeiierhemr“ eine sehr gut besuchte Eisenbahnerverjainmlung statt, in welcher Genosse DuSek unter gespanntester Aufmerksamkeit über die Aufteilung der 15 Millionen Kronen sprach. Aus ben Organisationen. BudigSdorf. (Generalversammlung.) In der am 20. Dezember abgehaltenen Generalversammlung wurden folgende Funktionäre aufgestellt: Alois Klinget, Vertrauensmann; Franz Dürr, Obmann, Franz T h o n n, Stellvertreter; Franz Kunz, Schriftführer; Franz P o r t i f ch. Kassier; Ilichmann uud Lerch, Subkassiere; Liepold, Subkassier für Sichelsdorf; Wolf und Jarmer, Kontrolle. Zuschriften find an Franz Dürr, Bahnrichter in B u-digsdorf, zu senden. Die Monatsbeiträge find längstens bis 5. eines jeben Monats an den Kassier zu bezahlen. Die testierenden Mitglieder werden aufgefordert, ihre schuldigen Beiträge ehestens nachzuzahlen. Komotau. (V c r e r n s n o t i z.) Alle Ansuchen um Gewährung von Rechtsschutz und Unterstützungen sowie Unfall* onzeigen von Mitgliedern sind an Genossen Edmund Sattler, in Komotau, Kapelle ugasse 8 80 zu richten. Gleit? zeitig machen wir die Mitglieder auf die Zentratoibliothei; im-Volkshaus aufmerksam. Die Bücherausgabe erfolgt jeden Mittwoch von 7 bis 9 Uhr abends und jeden Sonntag von 9 bis 11 Uhr vormittags gegen Vorweisung des Mitgliedsbuches. Selzthal. (V e re i n s n o ti z.) Die Mitglieder werden ersucht, ihre Mitgliedsbücher Behufs Revision beim Kassier obzugeben. Bregenz. (V e r e i nS n o tiz.) Den Mitgliedern diene zur Kenntnis, daß die Bibliothek durch Ankauf mehrerer prachtvoller unb inhaltreicher Bände vergrößert wurde. Wir empfehlen diese Bücher den Kollegen zum fleißigen Studium. Ferner werden die Mitglieder ersucht, die Versammlungen stets zahlreich und pünktlich zu besuchen. Komotau. (58 er e ins »to tiz.) Nachdem trotz der Aufforderung im „Eisenbahner" immer noch eine Anzahl von Mitgliedern mit den MonatsBeiträgen im Rückstand sind, so werden diese nochmals ersucht, ehestens nachzuzahlen, widrigenfalls sie ihrer Mitgliedschaft verlustig werden. Insbesondere werden die Mitglieder des HinterBlieBenenunterstützungsfonds aufmerksam gemacht, ihren Verpflichtungen nachzukommen, da ein Ruck stand Bei eintretendem Todesfall den Verlust ber SterBcquolc nach sich zieht. Marburg I. (V er ei ns notiz.) Die Mitglieder werden ersucht, ihre fälligen Monatsbeiträge stets rechtzeitig zu begleichen, ba laut Auftrag der Zentrale rückständige Beiträge nach drei Monaten nicht mehr angenommen werden dürfen. fflcbrannl« ©erst« tfl noch langt beln öal,)haflee, 6a |l« aichl gemäljl IfU Malzkaffee in aber noch lange kein Kathreiners Kneipp-Malzkaffee. ba nur dieser durch das daran berühmte Kathreiner Verfahren einen wirklichen : KaNeeaefchmack befiül. Ocftl nur ln geschlissenen Orlglnalpahelen, niemals •llcn «asaccoogetu Verschiedenes. Die Fahrgeschwindigkeit der Eisenbahnen in europäischen Landern. SZadj einer Ausstellung im „Rciilway Budget" beläuft sich die höchste Geschwindigkeit der Expretzzüge in den einzelnen Ländern per Stunde wie folgt: Frankreich 57% englische Meilen*, England 64% Meilen, Deutschland 50% Meilsq Belgien 49 Meilen, Holland 46% Meilen, Oesterreich-Ungarn !5U Meilen, Italien 41% Meilen und Rußland 88’^ Meilen, Interessant ist auch die Aufzählung solcher Züge, welche, ohne in einer Station Aufenthalt zu nehmen, gewaltige Strecken zurücklegen. So fährt zum Beispiel der Zug London—Kreme diese 157 Meilen lange Strecke mit einer Durchschnitts. gefchwindigkeit von 60 Meilen per Stunde ohne jeden Aufenthalt, ferner der Zug Lrswe—Carlisle 140 Meilen und ein Zug Bon London nach Nottingham 102 Meilen mit derselben Geschwindigkeit ohne Zwischenstation. Frankreich verfügt über einen solchen Zug auf der Strecke Dax—Bordeaux, welcher 91% Meilen mit einer Stundengeschwindigkeil von 67% Meilen und auf der Strecke Paris—St. Quentin 95'A Meilen mit einer solchen von 55% Meilen zu rück legt. Auch rn Deutschland gibt cs Züge, die ganz enorme Strecken ohne Zroischenstolion zurück, legen. ES wäre hier erwähnenswert der Zug Berlin—Leipzig, der mit der durchschnittlichen Stundengeschwindigkeil von 41V5 Meilen diese 108 Meilen lange Strecke befährt, ferner der Zug Wittenberge—Hamburg (ti&% Merlen), der 51 Meilen in der Stunde zurückleg!. B. * 1 englische Meile — 15 Kilometer. GrSße und Gewicht bei reichen und ernten LchulNndern. lieber dis Wachstumsunterschiede armer und irohlsilulcrter Schulkinder liegt eine ganze Anzahl von Untersuchungen vor. Etne der interessantesten ist die von Rietz an Rinde tu der Berliner Gymnasien und Volksschulen borgenomment, weil sie neben der Größe auch das Gewicht berücksichtigt und beides in Beziehung zueinander setzt. Es hatten demnach durchschnittlich (ine iiitt »1» »««rcht - , , Suite» tiffe» 8t>mna« #o!te- Uffc 11 fioftctt jdtüler tritj ftnfitu fdiiU« trnj cm cm cm k* kg kg 6 Jahr- . . 118-3 113-6 4 7 22*3 20"1 2 2 8 , . . 127-3 121-4 6-9 26-2 Ki-3 W 10 „ . . 136-7 13UD 4-8 30-6 27-6 3-0 13 „ . . 145-4 132-7 6"? 37*1 32^ 4*2 14 , . . 156-0 146-6 9-4 617 37 6 86 Die Unterschiede sind ganz enorm. Sie wachsen von 4-7 Zentimeter und 2'2 Kilogramm im ersten Schuljahr auf 9-4 Zentimeter und 8 6 Kilogramm im achten Jahr. Während der 14jährige Gymnasiast 92 Pfund im Durchschnitt schwer ist, wiegt der gleichaltrige VolkSschüIer nur 76 Psund. Auch wenn man das Gewicht per Zentimeter Gröhe festftellt, fallt die Rechnung ganz gewaltig zugunsten beS höheren Schülers auS. Aber auch in jeder anderen körperlichen Beziehung sind die reichen Kinder den atmen überlegen, wie Nüeforo festge-stellt hat, so in Bezug aus Brustumfang, AuSdehnungSindex, Lungenstärke, Körperkrast, Kopfumfang. Stirnhöhe, wahr-scheinlicheS Hirngewicht. Aus den drei letztgenannten Faktoren ergibt sich aber auch die geistige Ueberlegenheit. AuS den Untersuchungen Bayerthals ergibt sich, bafc gute geistige Fähig-fetten häufig bei großen, selten bei kleinen und niemals bei kleinsten Köpfen Vorkommen. Die bei der Geburt vielleicht in ohenso hohem Mahe wie bei den reichen Kindern vorhandene Intelligenz bet armen Kinder verkümmert also infolge mangelhafter Pflege nnb Ernährung de« ProletarierspröhlingS. Unsere heutige widersinnige Gesellschaftsordnung beraubt so die Menschheit ununterbrochen einer Fülle der wertvollsten Intelligenzen. Versammlungsanzeigen. I« nachstehende» Orten finden Versammlungen statt: Snperschin. Um 8. Jänner im Gasthaus „zum Bielatal*. Die Mitgliedsbücher sind mitzubringen. e»eri|. 8m 4. Jänner um 8 Uhr nachmittag» General» verfemmlung in StupS Gasthau#. Vilin. Am 4. Jänner am 8 llhe abend* DcnerakVersammlung im VercindlokoL Rütschon. Am 4. Jänner nm 2 Uhr nachmittags ßffent» liche Vereinöversainmlung. Krems an der Denen, lfm 6. Jänner nm 9 Uhr vor» mittags in Hinterlircher« Gasthaus in Perg Versammlung der Cbetbauacbeiter. Qmünb. Am 6. Jänner um 2 Uhr nachmittags General» Versammlung im Vercinslokal. Jilgerndorf. Am 6. Jänner um 2 Uhr nachmittags Generalversammlung im Arbeiterheim. Mardnr, L Am 8. Jänner um 6 Uhr abenbS im .Solls» heim", Bergjtrahe 4, Versammlung bet Oberbauarbeitet. MSHrisch-SchSnberg. Am 11. Jänner Generalversammlung im ÄereinSlokal. ftomotan. Am 11. Jänner um %9 Uhr nachmittags im Hotel .Rcichenauer" in Oberdorf Generalversammlung. flartledberf. Am 11. Jänner um X4 Uhr nachmittags im Gasthaus des Herrn Stichler. Marburg I. Am 15. Jänner um 8 Uhr abends im .BolkSheim" AereinSversammlung. Kleinmünchen. Am Sonntag den 4. Jänner 1914, 8 Uhr nachmittags, in Kleinmünchen, Schiehhalle, Mitgliederversammlung. Sprechsaal. Wächterkonferenz im DirrktionSbezirk Lin». Am Sonntag den 18. Jänner 1614 um 8 Uhr vormittags findet in Linz im Gasthaus .zum Stahlrab", Union» Straße, eine Wächterkonferenz für den ganzen Direktionsbezirk statt. Tagesordnung: 1. Die Austeilung der 16 Millionen Kronen und die geplante Dienstverschlechteruna Referent: Genosse Sommerfeld au8 Wien. 2. Bericht von der letzten Personalkommissionssitzung. Referent: Genosse Frei schlag auS Sinz. 3. Anträge und Anfragen, Die Genossen und Kollegen sollen, soweit dies möglich ist, bestimmt erscheinen, da für alle Wächter wichtige Fragen behandelt werden und dazu Stellung zu nehmen ist. Die juristische Sprechstunde findet siciS am Dienstag von 0 bi? 7 Uhr abends im Rechrr-schutzvüro (tsifenbahnethciin) statt und erteilen in derselben unsere Bereinsanwälte. Herr Dr. Harpncr oder Herr Dr. K a tz. (auch in Privatlach-r>) Rechtsauskünfte. Ist Diens- tag ein Feiertag, so ist die Sprechstunde togS zuvor. Die , Genossen Mitglieder werden in ihrem eigenen Interesse er- j sucht, diese Institution fleißig zu benützen. Die Zentralleitung. ! Eisknbahncrheim. Seit ungefähr drei Wochen ist eure Festung, das Eisenbahnerheim, eröffnet worden. Wie ihr aus dem .Eisenbahner" und den Bruderorganen entnommen habt, ist die Erstehung dieses GewerkschastShaufeS ein Werk, aus das die gesamte Wiener Arbeiterschaft, ja die Arbeiterschaft ganz Oesterreich» mit Stolz hinsieht. Aus allen Gauen unseres Reiches kommen täglich Genossen herbeigestromt, die euer Heim und eure Kraft bewundern, die ein solches Wer! geschaffen hat. Leider gibt e8 in Wien noch Viele Genossen, bie ihr eigenes Werk noch nicht besichtigt haben und die darin abgehaltenen Veranstaltungen nicht besuchen. Wir haben schon erwähnt, d-ih in unserem Haus nicht bloß belehrende, erzieherische und organisatorische Arbeit geleistet wird, sondern dah wir auch einmal in der Woche unseren Eisenbahnern Gelegenheit zur Erholung geben. Jeden Sonntag ab 8 Uhr haben wir in unserem Pracht-saal, den jedermann bewundert unb bestaunt, ein Künstler-konzert mit Gesangeinlagen. Diese Veranstaltungen sollen dazu beitragen, daß wir UNS nicht bloß als Kämpfer finden, sondern unS auch als Freunde und Kameraden in trauter Stunde kennen lernen. Unser GewerkschastShauS soll nicht bloß nach außen hin Eisenbahnerheim heißen, es soll auch nach innen diesen Namen rechtfertigen. Hunderte von Genossen besuchen ab und zu ein Unterhallungslokal, besuchen des öfteren ein Kaffeehaus und denken nicht daran, daß sie all diefe Genüsse und Freuden in ihrem eigenen Heim, wo sie zu Hause sind und sich wohl fühlen, haben können. Unsere Restaura-tionSlolalitäten sind sicher derart eingerichtet, daß jedermann, der ein Bedürfnis hat, sie zu besuchen, sich sehr heimisch fühlen wird. Unsere Küche ist erstklassig und die Preise derart gehalten, wie man sie bei genau ähnlichen Unternehmungen nirgends findet. Die Hauptsache aber ist, daß der Eisenbahner sich unter Eisenbahnern befindet, daß er manche Erfahrungen unb manche Bekanntschaften machen tann unb daß sie einander auch als Menschen nähertreten. Wer sich um die großen TageSfrogen kümmert, bet findet in unserem Kaffeehaus einen Zeitungspark, wie selten ein Unternehmen einen solchen aufzuweisen hat. Alle bedeutenden Tagesjournale, Illustrationen, Wochen- und UifterhaUungS» fchriften liegen hier auf. Der einzelne ist nicht imstande, einen solchen umfangreichen, teuren ZeitungLpark zu halten; bei unS aber wird ihm Gelegenheit gegeben, durch diese Lektüre einen Blick über bie Grenzen unseres Reiches hinaus zu machen. Wer das Bedürfnis hat, sich für ein paar Stunden des Alltagslebens und der Alltngsforgen zu entledigen, ein freier Mensch zu fein, der versuche es, unsere Lokale, die ja eigens für euch eingerichtet unb Verwaltet werden, zu be-suchen. Euer Kaffeehaus fall der Sammelpunkt und der Treffpunkt aller Eisenbahner fein. Es ist geradezu eine Schande, daß unsere Genossen und Kollegen ihre freie Zeit in schmubi-gen, übelriechenden Alkoholkneipen bei Kartenspiel verbringen, während sie sich im eigenen Heim durch Lesen und gemeinschaft. liche Aussprache weit billiger eine Unterhaltung verschaffen könnten. Denn die Eisenbahner ernstlich wollen, dah ihr £>auS mit Recht ihren Samen führt, dann ersuchen wir sie. unserer Einladung Folge zu leisten und nach Möglichkeit UNS als (Säfte zu unterstützen. Die Verwaltung. I Offene Anfragen. Leute dem Spott der Kollegen und Untergeordneten preis- gegeben werden, überdies der Herr Stationsvorstand zur Besorgung dieser privaten Dienstleistungen Arbeiter unb auch einen Portier jederzeit zur Verfügung hat, so bitten die Betroffenen, eine k. k. Direktion der St.-E.-G. möge dem Herrn Stationsvorstand in Bruck a. d. Leitha in Erinnerung bringen, daß es sich keineswegs schickt, private Gefälligkeiten durch dienstliche Anordnungen von Unterbeamten zu erzwingen. Erzwungen sind diese Gefälligkeiten deshalb, weil jede Einsprache gegen einen derartigen Auftrag von dem StationSvorstand ti§ Dienstverweigerung klassifizier! werden könnte. «»»»»»»»»»»»»»»„„„„»»„»»»»»»sllsrn« m Verein „Eisenbahnerheim" I ladet die Genossen samt ihren Frauen für den Neujahrstag zu den Konzerten • ••••••••..• der ............ berühmten D'Salzburger ein. Zum Vortrag kommen Solis. Duetten, ©efangspofjen, Scherze und Rezitationen. Wer einmal lachen und immer wieder lachen will, der muß kommen. Für dieses Jahr nur einmaliges Auftreten. Entree inklusive Garderobe »ur 60 Heller pro Person. Anfang 7 Uhr abends im Prachtsaal. Nach Beginn kein Einlaß. Bl ■ » l An btt I. f. Direktion der StaatSeisenbahnkrsellschaft? Die Bediensteten de» L L Bahnbetriebsamtes Bruck o. d. Leitha erlauben sich auf diesem Wege die Anfrage an die k. k. Direktion zu richten, warum die Bediensteten, die zum Bezug von Brennmaterial berechtigt sind und die daS \ ihnen nach den Vorschriften zukomntende Brennmaterial auch schon zur Gänze bezahlt haben. daS Brennmaterial nicht zur ; Gänze erhalten. Sie wünschen nämlich nicht, daß sie mit dtm ! Jahreswechsel etwa tim das ihnen noch fehlende Brennmaterial : zu kurz kommen. Die Betroffenen, An die k. k. Direktion der Stanlskisenbohngkskllschaft! In der Station Bruck a, d. Leitha kommt es öfter vor, daß der Herr Statioiisvorsiand mit besonderer Vorliebe Unter» beamte wie MagazinSmeister und MagazinSauffeher, wenn selbe dienstlich zu ihm kommen, um Zigarren. Rauchtabak und dergleichen kaufen geschickt. Da durch derartige Aufträge diefe An den Herrn Etsrnbahnminister! Euer Exzellenz! UnS wohlbewußt. daß Sie nicht für alle — sagen wir — Unzuköminlichteiten, die in Ihrem Wirkungskreis geschehen, die Verantwortung tragen können, wollen wir Ihnen dennoch nachstehenden Fall zur Kenntnis bringen, in der Annahme, daß Sie dein mit sämtlichen Achsen entgleisten Recht wieder ins Geleise helfen werden. Am 19. März L I. wurde in Station Rudolfswert, k. k. StaaUbahnbireitionSbezitt Triest, der Lokomotivführer Wenzel Größer von der Gendarmerie wegen dringenden Verdachtes, Geflügel gestohlen zu haben, arretiert und dem Kreisgericht in Nudoljswert eingeliefert Diese Arretierung halte eine sehr weitschweifige Untersuchung zur Folge und endete nach drei Monaten mit der Verurteilung Grögers zu 14 Tagen Arrest. Nur mit schwerer Mühe entschloß sich damals die sonst bei Strafen nicht saumselige Direktion zur Suspendierung GrögerS. welcher Umstand verschieden kommentiert, jedoch vom Herrn Hoftot GalamboS ganz übersehen wurde. Erst nach Monaten entschloß sich die Direktion, das Disziplinarverfahren einzuleiten. waS jedoch Gtröget damit quittierte, daß er einen angeblich gehabten Unfall zur Anzeige brachte und dessen Anerkennung durchsetzte. Wie gewissenhaft die Disziplinaruntersuchung burch--geführt wurde, kann man sich lebhaft vorstellen, wenn man erfahrt, daß sie damit endete, den Groger mit 2 Prozent Gehalt • aüzug zu bestrafen. Nun würbe in der gerichtlichen Unter-i fuchuiig feftgestellt, daß Wenzel Gröger schon vor seinem -Eintritt in den Staatsbahndienst in Wien wegen DiebftahlS; zu drei Monaten Arrest verurteilt wurde unb bei seiner Auf-! nähme diesen AuSfchließungögrund verschwieg. Entgegen den klaren Bestimmungen der Dienstordnung wurde ©rogcr wegen dieses offensichtlichen Betruges von der L L Staatsbahnbucktion Triest im Monat November l. I. im LrdnungSweg mit 10 Kr. bestraft, erhielt jedoch als Gegenleistung am 1. Tezenibcr den gesamten Nachtrag an zurück-gehaltenen- Gebühren auSbczahlt. Nun veröffentlicht da8 Amtsblatt feine Versetzung nach Triest, und zwar „auS Dienstesrücksichten", also bei voller Entschädigung der UebersiediungH-auslagen. DaS soeben Geschilderte ist ein ziemlich starker Tabak und riecht sehr nach Korruption, um so mehr; wenn man weiß, daß sich um den Fall der krainischdentsche VolkStat sehr uiter« efsierte. und daß der Exponent dieser Körperschaft als Referent für Personalangelegenheiten in der Trieftet Direktion unter der Firma „CberftaatSbahnrat Dr. Seemann* sitzt. Dieser Herr ist jedoch nicht immer so milder Stimmung, sondern ist imstande, braven Leuten mit einem Feberstrich bis ganze Existenz zu vernichten, wenn diese so ehrlich sind und offen bekennen, daß sie als arme Handwerksburschen mit dem famofert Vagabundengesetz in Konflikt gerieten. Solche Fälle stehen Euer Exzellenz jederzeit zur Verfügung. Da wir nicht annehmen können, daß eine so willkürliche Auslegung der gültigen Bestimmungen feiteftS Euer Exzellenz geduldet werden können und durch dieselbe eine verhängnisvolle NechtSunsicherheit ein reißen müßte, so erwarten wir die strengste Revision der Fälle und strengste Bestrafung der Schuldigen, die noch manch anderes am Kerbholz haben. Briefkasten der Redaktion. An mehrere Einsender. Infolge der Weihnacht?» feiertape konnten einige Einsendungen nicht verarbeitet und deshalb auch nicht veröffentlicht werben. Wir werden das Skr säumte jedoch nachholen. — Graz l. Für Veröffentlichung nicht geeignet, weil zu belanglos. — A. B. in Marburg. Anonyme Zuschriften können unter leinen Umstänben berücksichtigt werden. Dieselben wandern unbarmherzig dorthin, wo sie hingehören, in den Papierkorb. — Hütteldorf. Zur Veröffentlichung ungeeignet. — Klagenfurt Wir würden durch die Veröffentlichung dem Personal wenig nützen. Warten wir daS weitete Verhalten dieser Herren ab. — Wiefinger. Die Frage können wir nur beantworten, wenn unfl die genauen Anstellungs- unb VorrüifungSbaten bekannt ge geben werde». Für de* Inhalt der Inserate Uboratmmt die Redaktion ued Admlnl* etratlon keine wie Immer «eartete Ver* o e asiiwoi-tueg. o v He ( II Für <•* Inhalt 6er ln-| l«r«t« Uberelmmt dl* I HeUttlon and Admlul-I itretlin keine wie I Immer geartete Ver-je e «alwortuag, o o Beste und reellste Bezugsquelle I Billige > *1ti amt. etWlflme K r~, vrflcrx K r«. teibwite* K ree, torlftt K 4--, Dannen, »dB K itr—, BrnfrfUum K SalfnfUiua K w- ,8on » »iw an front«. 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