rLavi 8118 pavSalirana. t Aezugsprrise fiir das Inland ganzjährig IL 36 — halbjährig li 18 - jnr Las Ausland ganzjährig X 72 — halbjährig X L6-— jür Amerika ganzjährig v. 2'50 WlU Erscheint am 1. und 15. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Werwattung der Hotiläjeer Zeitung in Gottschee Nr. 121. Berichte sind zu senden an die Schrislkeitung der Kottscheer Zeitung in Gottschee. -»zeigen (Inserate) werden nach Tarif be¬ rechnet und von der Ver¬ waltung des Blattes übernommen. Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurück¬ gesendet. Postsparkasfen-Konto Nr. 10.957. Wr. 4. KotWee, am 15- Ieöruar 1921. Jahrgang III. (18). Ein Mann -er Arbeit. Unter den Mitteln, welche der herrschenden wirtschaftlichen Not steuern und den sittlichen Schäden Heilung bringen können, ist eines der wichtigsten die Arbeit, die Überzeugung nämlich, daß heute nur durch Anspannung aller körperlichen Kräfte und geistigen Fähigkeiten ein Wandel zum Besseren erzielt werden kann. Fehl schlagen müßten alle sonstigen Regierungsmaßnahmen, wenn es nicht gelingt, die einzelnen Staatsbürger zur Mitarbeit beim Ausbaue des gesellschaftlichen Lebens zu gewinnen und zur planvollen Selbsthilfe zu bewegen. Hilf dir selbst, dann wird Gott dir Helsen, das galt in der Vergangenheit und gilt für die Zukunft. Was uns daher gegenwärtig vor allem not tut, das sind Männer der Arbeit, deren Schaffensfreude auch andere zur Arbeit anspornt. Ein solcher Mann, rastlos in der Arbeit, war nun der verstorbene Schulrat O b e rgföll. Über dreißig Jahre arbeitete er im Gymnasium und reichlich gesegnet war diese seine langjährige Tätigkeit. Sein Unterricht war stets anziehend und wohldurchdacht und in jeder Weise dem Fassungsvermögen der Schüler angepaßt. Der Schwerfälligkeit des einen kam er mit vieler Nachsicht zu Hilfe und das spröde, eckige Wesen des anderen suchte er in vornehmer und doch väterlicher Weise gefälliger zu machen. Er nahm jede Gelegenheit wahr, veredelnd zu wirken. Die Erfolge blieben nicht aus. Wie er sie erzielte, dessen wurden seine Schüler vielmals erst später bewußt, da sie selbst als Lehrer oder Väter mit Unterricht und Erziehung ihrer oder anderer Kinder sich abgeben mußten. Obergfölls gedeihlicher Un¬ terricht war die Frucht gewissenhafter Vorbereitung und ständigen Studiums. Auch auf nationalem Gebiete war er kein bloßer Großredner, sondern in ernster Arbeit erwies er sein deutsches Fühlen und seine Liebe zum Volke der Gottscheer. Das Durchlesen dessen, was er über die Herkunft und Geschichte der Gottscheer, über ihre Orts-, Familien-, Haus- und Flurnamen geschrieben hat, macht uns jetzt keine besondere Arbeit. Doch welche Arbeit kostete es, bevor dies alles zusammengestellt werden konnte. In jahrelanger Tätigkeit mußten die verschiedenen Quellen ausgeforscht, mußten alte, vergilbte, verstaubte Stöße von Akten und Matriken durch¬ gesehen und verarbeitet werden. Alle im Laufe der Jahre in Gottschee gegründeten deutschen Vereine hatten an Schulrat Obergföll einen eifrigen Förderer. Als im Jahre 1881 den Unterwarmbergern beim Baue ihres Schulhauses die Geldmittel ausgingen, da wandte sich Obergföll in einer ausführlichen Eingabe an den Deutschen Schulverein nach Wien und er erwirkte für die genannte Schule eine Beisteuer von 2000 K, wofür ihm die Gemeinde schriftlich ihren Dank ausdrückte. Es war dies zu einer Zeit, da in Gottschee noch keine Ortsgruppe des Schulvereines bestand. Im Jahre 1918 ging der Krieg zu Ende so ganz anders, als wir gedacht. Einer nach dem anderen mußte das Ländchen verlassen und neue Heimat suchen und was zurückblieb, war vielfach mutlos und zweifelnd an der Heimat Zukunft. Da stand der alte Obergföll auf und rief die Verzagten zu neuer Arbeit und seitdem ist wieder mehr Vertrauen eingekehrt. Im Gottscheer Boten, in der Gottscheer Zeitung, in den Volksratssitzungen und bei allen sich darbietenden Gelegenheiten beschwor er uns, der Heimat ireu zu bleiben, für sie weiter zu arbeiten. Alle Eingaben, die seither im Interesse des Gottscheer Gebietes an die neuen Machthaber gerichtet wurden, hatten ihn zum Verfasser oder gingen wenigstens vor der Ab¬ sendung zur Begutachtung und Glättung durch seine Hand. Seinen Stand¬ punkt den neuen Verhältnissen gegenüber drückte er klar in den Worten aus: Wie andere, müssen auch wir jetzt umlernen, den Dingen klar ins Auge sehen, den einmad gegebenen Verhältnissen nach Tunlichkeit Rechnung tragen und uns mit dem ruhig und gerecht fühlenden Teile der unter uns wohnenden Slowenen ins Einvernehmen setzen, auf daß eine weitere Schmälerung unserer nationalen Rechte aufgehalten werde. Das sind einige Streiflichter zu Obergfölls nationaler Arbeit. Übergehend auf seine wirtschaftliche Tätigkeit wollen wir zugeben, daß selbe die Stadt Gottschee vorerst in ihren Bereich zog. Hier lebte er ja die ganze Zeit und waren ihm die Verhältnisse und Bedürfnisse am meisten bekannt. Hier konnte aber auch sein reiches Wissen und sein Arbeitseifer zuerst durchschaut und für die Allgemeinheit nützlich gemacht werden. Im wohlverstandenen eigenen Interesse lud ihn auch die Stadt bald zur Mitarbeit ein. Im Jahre 1892 wurde er nämlich, das erstemal in die Gemeindevertretung gewählt und wurde ihm durch die Wahl in die verschiedenen Ausschüsse das allgemeine Vertrauen der Mitbürger bekundet. So wurde er Obmann der Schulsektion und Stipendienreferent, Mitglied und Schriftführer des Bauausschusses für die städtische Schule und das Wasser- und Elektrizitäts¬ werk, des Verwaltungsausschusses der städtischen Sparkasse. In letzterer Eigenschaft hatte er wesentlichen Anteil an der Verfassung der neuen Statuten sowie anderer Amtsinstruktionen. Auch in der Angelegenheit der Erweiterung der Stadt durch Einverleibung von Gnadendorf und Hutterhäuser, bei Verfassung von Eingaben, Petitionen, Memoranden im Interesse des öffentlichen Wohles Hal Obergföll seine Mitwirkung nie versagt. Er gehörte auch dem Ausschüsse der gewerblichen Fortbildungs¬ schule, dem Fachschul- und dem Distriktskrankenhausausschusse an. Bemerkt sei auch, daß sein in der Laibacher Schulzeitung erschienener Aufsatz „Die Hausindustrie in Gottschee einst und jetzt" Anregung zur Frage der Wieder¬ belebung der Heimarbeit (Hausindustrie) in Gottschee gab. Es mögen wohl wenige Gemeindeangelegenheiten gewesen sein, die, ohne ihn zu Rate gezogen zu haben, erledigt wurden. So blieb es Jahre hindurch. Als er 1907 aus alle diese Ämter verzichtete, hörte man seinen Namen nur als offiziellen Mitarbeiter nicht mehr nennen, als stiller Helfer stellte er sich bis an sein Ende den Mitbürgern zur Verfügung. Und seine wirtschaftliche Arbeit fürs flache Land? Auch sie soll nicht unerwähnt bleiben. Ein Haupterwerbszweig des Gottscheers war be¬ kanntlich bis zu Beginn des Krieges der Hausierhandel. Daß diese Ein- nahmsquelle erhalten blieb, darum hat sich Schulrat Obergföll in ganz besonderer Weise verdient gemacht. Seiner Arbeit ist es zuzuschreiben, daß im Hausiergesetze vom Jahre 1901 weitreichende Begünstigungen für die Gottscheer Aufnahme sanden und 1906 im Gesetze über die Sonntags¬ ruhe für die Südfrüchtenhändler Milderungen vorgesehen wurden. Als Mitglied des Bezirksstraßenausschusses stellte er in umfassender Arbeit zusammen, was an Wegen und Straßen bei uns verbessert oder neu¬ hergestellt werden sollte. Wie überzeugend bewies er dann in den letzten Jahren vor dem Kriege den großen Nutzen der geplanten Wasserleitung. Hätte man damals zugegriffen, ständen wir heute besser da. Als 1908 der Genossenschaftsgcdanke erstmals im Gottscheer Gebiete Eingang suchte und sand, steckte wieder Obergföll als einer der Mitbegründer dahinter. Älles griff er auf und verarbeitete es im Boten, sobald er nur irgend einen Nutzen für Gottschee davon erhoffte. Wie Schulrat Obergföll vom Werte erzieherischer, nationaler und wirtschaftlicher Arbeit nicht so sehr redete als solche vielmehr leistete, so war auch sein Christentum ein werktätiges. Er trug es zwar nicht zur Schau, doch eben so wenig machte er aus seiner katholischen Überzeugung Hehl, wenn die Zeit offenes Bekenntnis erheischte. Ihn, der schon als Student eifriges Mitglied der marianischen Kongregation war, beseelte zeitlebens die tiefinnerste Überzeugung, daß nur in der Befolgung der Lehren des Christentums die gewünschte Ordnung in der Welt fest ver¬ ankert sei. Darum konnte er jedesmal ernst bös werden, wenn Uebermut oder schlechter Wille an Glaube und Kirche sich offen heranwagte. Daß er in längst vergangenen schlimmen Tagen den Gottscheer Priestern als treuer Mitkämpfer und wahrer Laienapostel zur Seite stand, bleibt ihm unvergessen und muß umso höher angeschlagen werden, als er für dieses sein Wirken unter Laien anfänglich recht wenig Verständnis fand. Die Alten rückten eine Zeit lang von ihm ab, die Jungen gingen schmollend ihre eigenen Wege. Doch man fand sich wieder und Obergfölls erprobte religiöse Überzeugung machte ihn fortab umso ehrwürdiger. In Aner- Seite 14. Gottscheer Zeitung — Nr. 4. Jahrgang. III kennung seiner Verdienste um die Kirche erhielt Obergföll vom Papst Pius X. im Jahre 1908 das große goldene Ehrenkreuz „pro eulems et ponlitice" (für Kirche und Papst). Als Mann der Arbeit soll er der Nachwelt immerdar vorgehalten werden. In unverdrossener, hingebungsvoller Tätigkeit mögen seine Schüler das Werk ihres Meisters sortsetzen. Der Freunde Erinnerung und der Schüler Dank. Mit welcher Liebe und Verehrung die Schüler des verewigten Schul¬ rates Obergföll an ihrem ehemaligen Lehrer hingen und welche Hoch¬ schätzung ihm seine zahlreichen Freunde erwiesen, davon zeugen auch die vielen nach seinem Ableben eingelangten Beileidskundgebungen. Nach¬ stehend seien einige davon zur dauernden Erinnerung mitge;eilt: Die Treue, mit welcher der Dahingeschiedene an Stadt und Land Gottschee, wo er seine zweite Heimat gefunden, hing, sichern ihm ein dauerndes ehrenvolles Andenken bei allen, welche gleich ihm denken und fühlen. Kürst Auersperg. Das Andenken an den herzensguten Mann, meinen langjährigen, lieben Kollegen wird sortdauern in der dankbaren Bevölkerung, für die er soviel Gutes gewirkt, der er sich ganz gewidmet hat. Regierungsrat Z'eter Woksegger, Klagenfurt. * Heimliches Glockenläuten. Bim-bam klingt heute einer Glocke dumpfer Ton, Sie singt den Grabgesang der Heimat treuem Sohn Und alle andern Glocken läuten heimlich mit, Ausklingt in ihrem sanften Sang, was dieser litt Um seine Heimat, dieses wunderschöne Land, Das nunmehr traurig ruht in fremder Herren Hand. Er schuf den hohen Hymnus auf das Sagenland, An das ihn eine tiefe, tiefe Liebe band. So ost durch dieses Land der Sturmwind hat geweht, Erscholl das hohe Lied und wurde zum Gebet. Und selbst der kleinsten Hütte war das Lied vertraut, Ein jeder, der es sang, erstarkte, war erbaut. Jetzt ruht sein Dichter in der Erde kühlem Schoß Und Efeu deckt ihn zu und ewig grünes Moos. Und immer, wenn die Frühlingsglockenblume blüht, Erklingt in ihrer Melodie sein schönes Lied. Herüber hallt sein Klang von blauer Berge Saum, Und süß und selig singt es sich in seinen Traum: „Vom fernen Sonnenland, in dem er einst geweilt, Mit dem er Glück und Freud und Seligkeit geteilt" Und über seine Fürsprach segnet Gottes Hand Das weite, bergumrahmte, überblaute Land. Ar. Hrust Kaöer, Wien. So weit Gottscheer leben, haben sie noch nicht eine so tieferschütternde Bot¬ schaft vernommen, wie diese, daß der liebe alte Herr Schulrat nicht mehr sei. Hat auch das Schicksal besonders in den letzten Jahren auf uns und unser Land mit Keulenscklägen niedergearbeitet, die Hoffnung auf bessere Tage konnte es uns doch nicht rauben. Hier hat es uns alles geraubt. Wer von uns kann sich ein Gott- scheerland und insbesondere die Stadt ohne ihren warmherzigen Berater und aus- richtigsten Freund vorstellen? Land und Leute, jeder einzelne von uns ist aufs schwerste getroffen. Zu früh hat der Himmel ihn uns entrissen, er hätte uns allen noch sehr viel zu geben gehabt. Wann immer, selbst nach Jahrhunderten, von den Gottscheern gesprochen und geschrieben werden wird, immer wird man des Namens Obergföll gedenken als des Mannes, der so liebevoll den dunklen Schleier von der Landes- und Volksgeschichte gezogen hat. Professor Wcter Jonke, Klagenfurt. * Der Verblichene, den wir persönlich hochverehrten, gab uns immer erneuerte Beweise gütigen Wohlwollens und geistiger Anregung, so baß wir ihn auf das schmerzlichste vermissen werden. Wir und alle, die das Glück hatten, feine Schüler gewesen zu sein, werden das Bild des verehrten Lehrers in ehrendster Erinnerung behalten. Schriftleiter Ar. Kranz Werz; Kranz Schauer, Cilli. -r- Treu haben wir die Erinnerung an ihn gehütet, der seinen Studenten Pro¬ fessor, Vater und Berater war. Wie schnell vergingen die Stunden bei ihm; wie verstand er cs mit wenig Worten auf den Willen einzuwirken. Ein Beispiel hiezu. Am Ärmel eines Schülers bemerkte er ein Loch. Mit den Fingern draufweisend sagte er: Loch im Ärmel — Loch im Charakter. Er brauchte keines weiteren Wortes. Staunenswert war sein Gedächtnis. Gefragt nach den Ergebnissen der schriftlichen Arbeiten, konnte er sowohl die Noten jedes einzelnen Schülers als auch die einzelnen Fehler desselben angeben. Noch alle, mit denen ich in der Femde zusammen kam, erkundigten sich lebhaft nach dem Professor Obergföll. Südbahnrcvident KkoisjjWichitsch, Laibach. Ich bin über die Nachricht auf das tiefste erschüttert. Solange es noch Gott¬ scheer gibt, werden sie das Andenken an diesen Mann dankbar in Ehren halten. Ar. Kans Kögter, Laibach. Um den so hochverdienten seligen Schulrat trauert das ganze Land Gottschee, tpauern auch wir, die wir außerhalb leben, aber einstens seine Schüler waren. Militärrechnungsrat Johann Kropf, Laibach. * Ungemein tief betrübt hat mich die Nachricht vom Tode meines ehemaligen Lehrers und Erziehers. Sein Wirken werde ich bis an mein Lebensende dankbarst in Erinnerung behalten. Oberbuchhalter Johann Kudaömnigg, Graz. Aus Stadt und Land. Hottschee. (Trauung.) Am 1. Februar wurde in der hiesigen Stadtpfarrkirche Herr Wcrkin'spektor Witold Josef Biskupski mit Fräu¬ lein Elsa Terpotitz getraut. Trauungszeuge für den Bräutigam war Herr Distriktsarzt Dr. Georg Röthel, für die Braut Herr Werkskasster Georg Terpotitz. Viel Glück! — (Ernennung.) Im deutschösterreichischen Staatstelegraphen¬ dienste wurde der Telcgraphcnassistent Johann Krobath in Leoben zum Telegraphenosfizial zweiter Klasse ernannt. — (Dienst es Verleihung.) Der gewesene Direktor am Gymna¬ sium in Gottschee Dr. Franz Riedl erhielt eine Professur am Gymnasium in Freistadt. O — (Den Bund fürs Leben) schlossen am 7. Februar Herr Leopold Rai mann, Stadtpfarrkirchenmesner und Fräulein Stephanie Lobe aus Ebental. — (Meldepflicht der Jahrgänge 1901 und 1903.) Die im Jahre 1901 geborenen Jünglinge haben sich bis zum 28. Feber l. I., die im Jahre 1903 aber bis zum 10. März l. I. bei ihren Ge¬ meindeämtern zum melden. ' — (Folgen des letzten Bergarbeiterstreikes.) Im Wirtschaftsausschüsse zu Belgrad wurde festgestellt, daß die letzte Ein¬ stellung der Arbeit durch die Bergarbeiter der Trifailer Kohlengcwerkschaft einen Schaden von 60 Millionen Kronen verursacht hat. — (Ein Trost für Pfeifenraucher.) Die vorjährige Tabak¬ ernte in Kroatien, Slawonien und der Wojwodina mit zweieinhalb Millio¬ nen Kilogramm berechnet, ist in ihrer Gänze samt den minderwertigen Sorten Bosniens und der Herzegowina zu Pfeifentabak verarbeitet worden, von dem das Päckchen auf zwei Kronen zu stehen kommen wird. — (Von den Unterkrainerbahnen.) Die Aktiengesellschaft dieser Bahn hat ihren Sitz von Wien nach Laibach verlegt. — (Übel belohnte Gastfreundschaft.) In unserer Stadt — so entnehmen wir dem „Slovenec" vom 29. Dezember — besteht ein „Slowenischer Ausschuß", dessen Mitglieder sich verpflichtet haben, dahin zu wirken, daß Gottschee von den Gottscheern gesäubert wird. Wer von den Heimischen noch eine öffentliche Stellung in Gottschee inne hat, soll hinausgedrängt und jede Neuanstellung eines Gottscheers auf heimatlichem Boden soll Hintertrieben werden. — (Die heurigen Stellungen) für die ihm Jahre 1901 geborenen Jünglinge finden in den Monaten Juni und Juli statt. — (Der 20prozentige Abzug) anläßlich der Markierung des Geldes soll nach neuerlichen Versicherungen bis längstens 1. April l. I. zurückgezahlt werden, wenn er 1000 X nicht übersteigt. Höhere Beträge werden mit 3°/o verzinst und bis Ende 1930 zurückgegeben. — (Die Landwirtschaftsgesellschaft) für Slowenien zählt gegenwärtig 33.000 Mitglieder; davon entfallen auf die Filiale Gottschee 400 Mitglieder. — (Kostenlose Probe.) Wer für Winter- oder Sommersaaten als Kunstdünger Chilisalpeter verwenden möchte, erhält davon un¬ entgeltlich soviel, daß sich der Versuch schon lohnen dürfte. Ein etwaiger Bedarf soll bei Herrn A. Jamnik, Laibach, Miklošičeva cesta 8, ange¬ sprochen werden. — (Erhöhung der Mietzinse.) Über Beschluß der Landes¬ regierung können ab 1. Februar l. I. die Mietzinse für Wohnungen um 60°/o, für Geschäftsräume um 100 °/o erhöht werden. Die Grundlage für die Erhöhung bildet der Mietzins des Jahres 1914. — (An alle Pfarr- und Gemeindeämter.) Es wird das dringende Ersuchen gestellt, die Ergebnisse der jetzigen Volkszählung nach den Rubriken des summarischen Berichtes unserer Schriftleitung bekannt zu geben. Jahrgang III. Gottscheer Zeitung — Nr. 4. Seite 15. — (Für Besitzer von Vorkriegsobligationen.) Die Be¬ sitzer von Vorkriegsobligationen der ehemaligen österreichisch-ungarischen Monarchie können dieselben noch bis einschließlich 15. März d. I. zur Abstempelung einbringen. Die Abstempelung wird ausschließlich von den Finanzdelegationen in Agram, Laibach usw. vorgenommen werden. Für Laibach amtiert in dieser Angelegenheit das Steueramt der Stadt Laibach. Es werden daher alle, welcke bis jetzt dies nicht getan haben, innerhalb der angeführten Frist die Obligationen, persönlich oder schriftlich, beim Steueramte Laibach-Sladt einzubringen haben, woselbst sie verzeichnet, abgestempelt und den Parteien wieder rückgestellt werden. Schriftliche Eingaben sind mit einem Zwei-Dinarstempel zu versehen. — (Das Landesspital in Laibach) beherbergte im vergan¬ genen Jahre 13.596 Kranke, das sind auf den Tag durchschnittlich 400 bis 500. Versorgt wurden sie von 8 Primär» und 10 Sekundarärzlen. Seit Neujahr beträgt die Verpflegsgebühr in der dritten Klasse täglich 35 X, in der zweiten Klasse 120 X. Für jeden Kranken muß von jetzt ab schon bei seiner Aufnahme der vom Gemeinde- und Pfarramte gefer¬ tigte Auskunftsbogen oder der Heimatschein vorgewiesen werden. Gemeinde¬ insassen dürfen die nötigen Dokumente nicht verweigert werden. — (Für „Amerikaner".) Die Belgrader amerikanische Gesandt¬ schaft macht Auswanderer daraus aufmerksam, daß das amerikanische Paßvisum nur die Konsulatsbehördcn jener Länder ausstellen, in deren der Paßinhaber wohnhaft ist, daß daher Konsulate in anderen Ländern solche Visa nicht erteilen. — (Einheitliche Marken.) Die neuen in Amerika bestellten Marken werden für das ganze Reich die gleichen sein. Denn Laibach gab die „Kettensprenger" heraus, Agram die symbolisierte „Freiheit", Belgrad den „Doppelkopf" und Sarajewo überdruckte seinen restlichen Markenbestand Altösterreichs mit den verschiedentlichsten Aufdrucken. Die Einführung der Dinarwährung machte diesem Chaos ein Ende, da eine einheitliche Briefmarkenserie zur Ausgabe gelangte, die jedoch nur bis 15. April in Geltung bleibt. An ihre Stelle treten die Amerikaner¬ marken, welche hoffentlich langlebiger sein werden. Die neuen Marken, die bereits im Verkehre aufgetaucht sind, tragen, soweit sie Parawert haben, das Bild des Thronfolgers, die mit Dinarwert das Bild des Königs. — (Die Wiederbewertung der deutschen Sprache.) In Amerika, wo während des Krieges die deutsche Sprache aus Schulen und Kirchen weichen mußte, ist man jetzt wieder vernünftiger geworden und allgemein wird die Herstellung des deutschen Unterrichtes verlangt. So schreibt „College Mercury" in einem Leitartikel: „Es war ein Beweis großer Kurzsichtigkeit, das Studium des Deutschen zu beschneiden, und nur ein mißverstandener Patriotismus konnte es zuwege bringen, daß die Behörden die Sprache Goethes, Schillers, Hebbels und Hauptmanns, Kants, Hegels, Schopenhauers und Nietzsches in den Bann taten. Nur uns selbst haben wir dadurch ungeheuren Schaden zugefügt, und die jüngere Generation, welche hauptsächlich unter diesem von der Hysterie eingegebenen Verbot zu leiden hat, wird uns die Tat niemals vergessen. Wir haben sie von einem fruchtbaren Feld vertrieben und sie der Gelegenheit beraubt, sich mit einem leuchtenden Sternenbild hervorragender Geister bekannt zu machen, die nicht nur für ihre Landsleute, sondern für die ganze Welt geschrieben haben. Wir sollten versuchen, die Fehler wieder gutzumachen, welche wir in der Leidenschaft begangen haben. Das Studium der deutschen Sprache muß in seiner vollen Bewertung wieder hergestellt werden." — .(Aufhebung der Sequestration.) Aus Belgrad wird berichtet: Noch in diesem Monat werden die Verhandlungen zwischen Jugoslawien und Österreich wegen der Aufhebung der Sequestration be¬ ginnen. Die österreichische Regierung hat einen Vertragsentwurf vorgelegt, nach dem sich Jugoslawien verpflichtet, die Sequestration sofort aufzu- heben und den österreichischen Besitz vom Stande des 3. November 1918 zurückzustellen. Dafür gibt Österreich alle Sequestrierungen über Besitz¬ tümer und Depots auf. Schulden auf Grundlage von Wertpapieren mögen einvernehmlich so geregelt werden, daß alle Schuldner in ihrer Valuta bezahlen. Auch die Frage der Übersiedlung von Unternehmungen, deren Betriebssitz in Jugoslawien liegt, soll erledigt werden. — (Preisstürze in Kaffee, Kakao, Reis.) Zuverlässige Handelsdepeschen aus dem Haag melden einen namhaften Preissturz in Kaffee, Kakao und Reis. Kopenhagener Depeschen berichten über einen großen Preissturz in Vieh und Butter. Gleichzeitig wird aus New-Jork gekabelt, daß die Kohlenfrachtrate auf die Hälfte herabgesetzt wurde. — (Verbot deutscherVeran st alt ungen.) Bis auf weiteres sind in Slowenien alle deutschen Veranstaltungen untersagt. Aufgedeckte alldeutsche, staatsfeindliche Umtriebe sollen der Landesregierung den Anlaß zu diesen Ausnahmsverfügungen gegeben haben. Uns ist von solchen Umtrieben nichts bekannt. Kennt die Regierung die Schuldigen, dann sollen sie überführt werden und gegen sie allein, nicht aber gegen alles, was deutsch ist, vorgegangen werden, denn sonst schafft man nicht Frieden sondern Erbitterung. — (Balkanmanieren.) Unter diesem Titel teilt der „Domoljub" mit, daß der großserbische Bezirkshauptmann in Tuzla mißliebige Personen einfach als Staatsfeinde behandle. So ließ er gleich 400 Bauern ein¬ sperren, davon 300 unbarmherzig peitschen und noch jetzt schmachten ihrer 130 im Kerker. Am meisten hätten slowenische Arbeiter unter ihm zu leiden; er lasse sie kurzerhand auf die Straße setzen. So schafft man nicht Frieden sondern Erbitterung. — (Unsere Konstituante) leistet bei weitem nicht das, was man sich von ihr versprochen hat, Seit mehr als einem Monate sitzen die Abgeordneten in Belgrad beisammen und trotzdem sind sie noch nicht einmal darüber einig geworden — in welcher Ordnung ihre Arbeit vor sich gehen soll. Wann da eine Verfassung herauskommt, weiß der liebe Gott. Wir wissen vorderhand nur soviel, daß die 419 Abgeordneten täglich insgesamt 201.661 Kronen als Diäten beziehen. Es würde uns und anderen lieb fein, wenn wir nächstesmal Besseres berichten könnten. — (45 Lehrstellen ausgeschrieben.) Der Oberschulrathat gleich 45 Lehrstellen an Mittelschulen und Lehrerbildungsanstalten zur Besetzung ausgeschrieben. Gnade gefunden hat nur das Gymnasium in Gottschee. Inzwischen ist aber der Öberschulrat selbst auch aufgelöst worden. —- (Die Wiedergutmachungsnote der Entente an Deutschland.) Die alliierten Mächte haben bei ihrer letzten Zusammen¬ kunft in Paris nach längeren, schwierigen Beratungen diejenige Summe festgestellt, die Deutschland in 42 Jahresraten als Wiedergutmachungs- enlschädigung an die feindlichen Mächte zu zahlen hat. Deutschland hat demnach wie folgt zu zahlen: zwei Annuitäten von zwei Milliarden Gold- mark für die Zeit vom 1. Mai 1921 bis zum 1. Mai 1923, drei An¬ nuitäten von drei Milliarden Goldmark für die Zeit vom 1. Mai 1923 bis 1. Mai 1926, drei Annuitäten von vier Milliarden Goldmark vom 1. Mai 1926 bis 1. Mai 1929, drei Annuitäten von fünf Milliarden Goldmark vom 1. Mai 1929 bis 1. Mai 1932, 31 Annuitäten von sechs Milliarden Goldmark für die Zeit vom 1. Mai 1932 bis zum 1. Mai 1963. Die Gesamtsumme beträgt demnach 226 Milliarden Goldmark oder 3000 Milliarden Mark nach dem heutigen Papierwert. — Welche Stimmung diese Forderung selbst in den deutschen Regierungskreisen hervor¬ gerufen hat, geht aus einer Erklärung des Ministers des Äußern Dr. Simons, die er bei der Beratung dieses Gegenstandes im deutschen Reichstage abgab, hervor: Die deutsche Regierung muß schon heute er¬ klären, daß das Arrangement, wie es uns in der Note der Entente vor¬ gelegt worden ist, von uns als eine Grundlage für weitere Verhandlungen nicht angesehen werden kann. Es wird selbstverständlich unsere Pflicht sein, nunmehr alle Mittel anzuwenden, um trotz der ungeheueren Schwierig¬ keiten sachliche, klare deutsche Gegenvorschläge zu machen. Der Minister warnt dann noch die Alliierten, zu glauben, sie könnten von Deutschland so viel herauswirtschasten, wie sie sich jetzt vorstellen. Als Sklave wird der Deutsche nicht arbeiten, sondern nur als freier Manu. — (Die Entschädigungsfrage.) Aus Washington wird ge¬ meldet, daß Senator Farucey im amerikanischen Senat eine Entschließung eingereicht hat, die die Aufrollung der Frage der Abzahlung der Schuld der Alliierten bezweckt. Gleichzeitig brachte er einen Vorschlag bezüglich der Entschädigungsfrage ein, der folgende Punkte enthält: 1. Herabsetzung des deutschen Schadenersatzes auf 15 Milliarden oder 28 Annuitäten zu je einer Milliarde Dollar. In dieser Summe sind die Zinsenleistungen inbegriffen. 2. Deutschland wird ein Kredit von fünf Milliarden in Gold für die deutschen ostafrikanischen Kolonien und die deutschen Telegraphen¬ kabel eingeräumt, die von der Entente während des Krieges mit Beschlag belegt worden sind. 3. Die Vereinigten Staaten werden zum Ankauf der früheren deutschen Kolonien und Kabel bevorrechtigt, und zwar im Gesamtbetrag von fünf Milliarden Dollar. Dieser Betrag wird von der Schuld der Alliierten an die Vereinigten Staaten abgeschrieben. — (Die Bahndiebstähle mehren sich wieder.) Hunderte von Waggons, die schon vor Weihnachten an Ort und Stelle hätten sein sollen, werden noch immer nicht weiter geschoben. Kann es da jemanden Wunder nehmen, wenn auf vielen Stationen die Diebstähle wieder über¬ hand nehmen. So wird berichtet, daß dem Agramer Kaufmanne Bau¬ mann unlängst aus einem in Vergessenheit geratenen Waggon Waren im Werte von einer Viertelmillion Kronen gestohlen wurden. Wooswald. (Glockenspende.) Herr Josef Tscherne aus Moos¬ wald Nr. 34 hat für Glocken bei Corpus Christi bei einer Unterhaltung 400 Kronen gesammelt. Ihm und jedem Spender den herzlichsten Dank. Möge dieses Beispiel viel Nachahmer finden. Seele. (Todesfall.) Frau Maria Hutter, die Gattin des Be¬ sitzers Franz Hutter in Seele Nr. 48, ist nach einem kurzen Krankenlager und versehen mit den heil. Sterbesakramenten am 11. d. M. um 9 Uhr abends in ihrem 31. Lebensjahre gestorben. Die so jung Dahingegan¬ gene war eine fleißige Bäuerin und gute Mutter und erfreute sich der Liebe und Achtung aller ihrer Nachbarn. An der Bahre trauern neben anderen Familienangehörigen ihr trostloser Gatte und fünf noch unmün- Seite 16. Gottscheer Zeitung — Nr. 4. Jahrgang III. dige Kinder. Das Begräbnis fand am Sonntag Nachmittag unter sehr zahlreicher Beteiligung statt. Sie ruhe in Frieden! Mitterdorf. (Gestorben) ist am 31. Jänner in Kerndorf der aus Malgern gebürtige Matthias Fink im Alter von 49 Jahren und am 10. Februar die verwitwete Auszüglerin Maria Hönigmann in Malgern 5. Die zuletzt völlig erblindete Frau erreichte ein Alter von 76 Jahren. — (Einleitung einer Todeserklärung.) Da vom ledigen Wagner Franz Petsche aus Mitterdorf 25 seit der Schlacht bei Grodek im August 1914 keine Nachricht mehr eingelangt ist, wurde jetzt vom Kreisgerichte Rudolfswert über Betreiben der Geschwister des Verschollenen das Verfahren zur Todeserklärung eingeleitet. Schwarzenbach. (Die zweite Tochter) hat der Besitzer in Schwarzenbach Nr. 30 Johann Rankei innerhalb vier Monaten verheiratet. Am 31. Oktober heiratete seine erste Tochter Josefine den Kaufmann Leopold Marinzel aus Gottschee, am 7. Februar die zweite Tochter Mag¬ dalena den Besitzer Franz Hutter aus Riegel Nr. 1. Limfeld. (Sterbefall.) Am 7. Februar wurde der Halbhübler Alois Eppich in Lienfeld begraben. Im Kriege zog er sich eine Lungen¬ krankheil zu, der er am 5. Februar erlag. Er hinterließ eine Witwe mit acht unmündigen Kindern im Alter von zwei bis siebzehn Jahren. Wieg. (Spende.) Herr Josef Pirschitz in Brooklyn, gebürtig aus Unterwetzenbach, hat der hiesigen Pfarrkirche für neue Glocken 100 Dollar — 14.084 Kronen gespendet. Allerbesten Dank für die hochherzige Spende. — (Voksbewegung.) Im abgelaufenen Jahre waren in dieser Pfarre 13 Trauungen, 32 Geburten und 25 Sterbefälle. MSsek. (Trauungen. — Sterbefälle. — Selbstmord.) Geheiratet haben ans 31. Jänner in Mösel Johann Kamme aus Katzen¬ dorf Nr. 17 und Maria Verderber aus Otterbach Nr. 10 und am selben Tage in Verdreng Andreas Jaklitsch aus Verderb Nr. 9 und Maria Högler in Verdreng Nr. 8. — Gestorben ist am 9. Jänner Georg Hutter, 76 Jahre alt, Halbhübler in Otterbach Nr. 2. — Erschossen hat sich am 3. Februar in der Gendarmeriekaserne der Probegendarm Joan Senciö, 27 Jahre alt, gebürtig aus St. Jakob in Windischbüchel, Bezirk Marburg. Da der Bezirksarzt Dr. LuLar in kommissioneller Leichenbeschäu als Ursache des Selbstmordes Trübung des Geistes feststellte, konnte der Unglückliche kirchlich beerdigt werden. SenLic war angeblich schon längere Zeit gemüts- krank und trübsinnig. Altkag. (Aus dem alten Jahre.) Getraut wurden im Jahre 1920 bei uns nachstehende 14 Paare: Stampfe! Franz, Neulag 25, und Maria Wuchte, Neulag 12; Johann Fink, Tiefenreuter 3, und Anna Samide, Hohenberg 11; Augustin Duhovnik, Gendarmeriewachtmeister in Altlag, und Elsa Sterger, Altlag; Anton Wuchte, Neulag 12, und Maria Herbst, Neulag 15; Matthias Köstner, Reichenau 8, und Josefa Schneider, Hohenberg 1; Karl Köstner, Reichenau 28, und Theresia Siegmund, Tiefenreuter 10; Eduard Fink, Neulag 2, und Maria NeLic, Neulag 8; Franz Bauer, Altbacher 3, und Aloisia König, Altbacher 6; Johann Morscher, Neulag, und Juliana Gliebe, Neulag 14; Matthias Gliebe, Neulag 14, und Maria Hönigmann, Altlag 3; Anton Kraker, Neulag 25, und Emilia Högler, Altlag 55; Franz Vidmar, Altlag 52, und Eli¬ sabeth König, Altlag 123; Josef Eppich, Kletsch 12 und Paula Fink, Kletsch 11; Matthias Kinkopf, Altlag 46, und Magdalena König, Altlag. Geburten waren im ganzen 36; Sterbefälle 44. darunter 5 Personen — Georg Jaklitsch aus Altlag 38, Andreas Fin* aas Weißenstein 22, Matth. Lobe aus Altlag 75, Magdalena König aus Altlag 59 und Gertrud Samide aus Neubacher 5, die ein Alter von über 80 Jahren erreichten. — (Aus dem neuen Jahre.) Am 3. Jänner ist im hohen Alter von 88 Jahren der verwitwete Inwohner Matthias Hoge in Weißenstein 4 gestorben. Er war ein seelenguter Greis und seinerzeit ein eifriger Jäger. Am 18. Jänner ist ihm der 70 jährige Besitzer Josef Schusterschitsch aus Langenton 41 in die Ewigkeit nachgefolgt. Morobitz. (Ein Feuerwehrkränzchen) fand am 23. Jänner im Gasthause des Herrn Zurl statt. Die Beteiligung war groß und der Verlauf äußerst gemütlich und fröhlich. Durch Verkauf von Zucker¬ bäckereien, durch Versteigerung eines Christbaumes und durch „Barfen" gelegentlich des Aufzuges einer Braut in Volkstracht wurde ein Rein¬ ergebnis von K 1217'60 zu Gunsten der Feuerwehr erzielt. Höttenitz. (Todesfall.) Laut einer Nachricht aus Tschadram bei Gonobitz (Steiermark) starb am 18. Dezember v. I. dortselbst Josef Spörk, der durch 12 Jahre hier in Kaltenbrunn als Maschinist angestellt war. Der Genannte hinterläßt drei Kinder, von denen der älteste Sohn seinerzeit auch die hiesige Volksschule, später die Lehrerbildungsanstalt in Marburg besuchte und der zur Zeit als Lehrer in Tschadram angestellt ist. Ehre dem Andenken des Verstorbenen! — (Sterbefälle im ab gelaufen en Jahre.) Magdalena Tschinkel, Nr. 92, verwitwete Auszüglerin, 81 Jahre alt; Maria Parthe, Nr. 74, 2 Jahre alt; Margaretha Tscherne, Nr. 78, 89 Jahre alt, Olga Widmer, Nr. 73, 2 Jahre alt; Jahann Raker, verwitweter Auszügler, Nr. 57, 73 Jahre alt; Magdalena Weber, Nr. 18, 62 Jahre alt. Verantwortlicher Schriftleiter C. Erker. — Herausgeber und Verleger Joses Evvich. Buchdruckerei Josef Vavlicek in Gotischer Sparkasse -er Stadt Gottjchee. Ausweis für den Wonat Dezember 1920. Anlagen: Stand Ln-e November 1920 k 19,139.537'16 Eingelegt von 202 Parteien „ 1,628.192'96 Behoben von 187 Parteien „ 1,054.586'75 Kapitalisierte Zinsen pro II. Se¬ mester 1920 . . . . „ 293.196'59 Stand Ende Dezember 1920 „ 19,552.910'53 Allgem. Reservefond Stand Ende 1918.„ 699.456'99 Hypothekar-Darlehen: zugezählt wurden.. 15.000'— rückgezahlt „ . . . . „ 8539'05 Stand Ende November 1920 „ 1,604.487'98 Wechsel-Darlehen: Stand Ende Dezember 1920 „ 747.300'— Zinsfuß: für Anlagen 3Vs°/o ohne Abzug der Rentenst., für Hypotheken 5°/o, für Darlehen an Gemeinden u. Aorpor. 4 Vr°/o. für Wechsel 6°/o. Hottschee, am 31. Dezember 1920. Die Direktion. Verrin der Deutschen aus Gottschee in Wien. Sitz: l., Himmeipfortgaffe Nr. 3 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Zusammenkunft jeden Donnerstag, Kamikienaveud jeden ersten Sonntag im Monate im Vereinshcime H»auk Aeierls Gastwirtschaft, 1., WaöenSergerstraße ZIr. 5 a. Eine vollständige maschinelle 3—2—1 kimlcblmig MLsarmereugung ist preiswert zu verkaufen. Anbote sind zu richten an Herrn Matthias Jonke in Lichtenbach, Post Nesseltal. Millen Linksnk ^7..7— KI.0IL XNcSSc Hemischtwaren-Kandlung in Hottschee dort iinmer großes Mehllager, alle Spezereiartikel, Ga¬ lanterie- und Kurzwaren, schöne Auswahl in allen Ma- nufaklurwaren. — Feste, jedoch billige Preise. Preise in den Schaufenstern und auf den einzelnen Artikeln er- sichtlich. Reelle und aufmerksame Bedienung. Besorgt euren Bedarf an Hrfort, Leinwand, ZSlaudruck, ZLarchent, Kerrenstoff, Knien sowie Weht, Kleie, Kaffee, Zucker, Aranck, Petroleum, Seife und alle sonstigen Artikeln dort. Ammer frisches, gutes Maismehl. (3) Reichhaltiges Lager der besten und billigsten fabreäster mul Mmarcbinen für Familie null « « Siewerve.« « Schrei- Maschinen. Langjährige . .«aranti^ Mann Zax s 5obn « Laibach Wienerrirarre Nr. ir. Über Preise und Lieferungsbedingungen gibt Auskunft die Buchdruckerei in Gottschee. (4) Advokat vr. Ms flegs zeigt yiemit die Eröffnung feiner Kanzlei in Kottfchee an. (Wormals Dr. Kolf- Dr. Ahazhizh.) 3-3-3 SEklch« zu kaufen oder zu pachten gesucht. Anträge: Postlagernd IS, Stari trg pri Črnomlju.