Nr. 204. Freitag, 5. September 1890. 109. Jahrgang. Aibacker Zeitma. ,»n,U,""llt!,>n«pr«<«: AM P ost he r< s n du ng : „anziähr!« fl. lb. hlllbjildri« fl. 7 ^n. Im Comptoir: n!i>, <-. "' lmlbjälili,, fl. 5'k«. /für d!? ZüNeNun,, in« Hau« allüzMsiy ss, l. - Inser««on««b»r: ssNr ""e ,l»,erll,c bis z» 4 ^rilen 25 tr., grös,rr<> prr iftile c< »flirrn Wicbrrlioluunen v« Zsilr u lr. D!f »Laibllchsr Zeitunss» erlchtinl lügllch mit Vulnahm» dsr Tonn» unb sseiertane. Die Ädminiftlatlon bffinbrl sich üonssrsslplotz «, dis Medaillon ^ahlcholgassl «4, Eprechstlindln der Redaction »Änlich von l<> bi« 12 Uhr vormiNng« — UnfranNerlt Äriese werben nich! anssenoinmen und Manuscripts nlch! zürülssseNellt, Amtlicher Theil ^ Se. l. und k. Apostolische Majestät haben mit Aller-^Mer Entschließung vom 29. Auqust d. I. dem Landes» lein m"^ '" Laibach Johann Ribitsch aus Nnlass den c>- sehunq in den bleibenden Ruhestand taxfrei n "tel und Charakter eines Oberlandesgerichtsrathes "Madigst zu verleihen geruht. Schönborn m. s». Nll-^' ^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit ln"?°chster Entschließung vom 24. August d. I. den Dr. Vincenz Hilber zum außer-an? ,/" Professor der Geologie und Paläontologie Lev,.»? ""wersität in Graz allergnädigst zu ernennen " "^ ^__^^ Oautsch m. p. UU„A. l. und k. Apostolische Majestät haben mit N"Mster Entschließung vom 29. August d. I. dem in Rann Thomas Zelzer aus M n'lk ^ Versetzung in den bleibenden Ruhestand 8eiut,! Verdienstlreuz allergnädigst zu verleihen PteA" Iustizminister hat den Bezirksrichter Paul bei den, ^" "' Knittelfeld zum Landesgerichtsrathe ^^ Kreisgerichte in Leoben ernannt. Nichtamtlicher Hheil. Ugron und Polonyi. ^ Nudapest, 3. September. l)l»z ^,"N weiß. dass sich auch auf Parteien und auf geh^l/" lnnerhalb derselben das alte. auf die Frauen Über di "°lt anwenden lässt: Es sind die besten. Uligarzcl""' wenigsten gesprochen wird. Der Berg des ""«?/" Reichstages nun hat in der letzten' Zeit lhy n" "' " diese Kategorie zu zählen. Es ist von "ous ^ c?'^ die Reoe. und das lässt untrüglich Mb di ^ b"' d"ls die Dantons und Marats inner. 2 lann ^""" ^er einander gerathen sind. Und lallte ." aar nicht wundernehmen. Mit dem Mo-!^L°? I" vor Jahr und Tag den Scandal zu Mn ^'ungworte und hiedurch zum parlamentari« ^inh?°"or erhoben, musste das Ende über sie ^>w^"' Denn wo anstatt der Principien der ^e k'ä"r »Herrschaft gelangt, dort kann nicht der-^gUt!« . Führung haben.'der die stärkste Ueber-11 r. Gabri?^" dornige, der die kräftigste Lunge hat. , ktze» Ugron mag nun eine sehr respectable l"e L "«ung besitzen, sobald Geza Polonyi eine stiir« ^^^eineigen nennt, so ist der Kampf auch schon entschieden. In der That ist denn auch der Zwist im Schoße der UnabhängigkeitsPartei eigentlich nichts anderes, denn ein persönlicher Streit zwischen zwei Matadoren derselben: Ugron und Polonyi. Gabriel Ugron ist ein Europäer im vornehmsten Sinne; viel gereist, hat er sich an den besten abendländischen Mustern zum Politiker herangebildet, kennt er die politische Literatur Westeuropa's wie wenige. Sein Widerpart Geza Polonyi ist Advocat, nebstbei brillanter Volksredner — voilü tout. Ugron will parlamentarische Opposition sein. mit noblen Waffen kämpfen, den Gegner unfähig machen, aber nicht mit dem Tomahawk niederstrecken; Polonyi dagegen meint, das« dies überflüssige Scrupel seien, und Wenns anders nicht geht, müsse man den Gegner auch todtschlagen. Dieser letzteren Auffassung entsprach auch der Kampf gegen Tisza. Was alle anständigen Leute vorausgefagt hatten, das trifft nun wörtlich ein: Gabriel Ugron und sein Anhang schämen sich heute bis in die Seele hinein, dass sie jenem schmählichen Kampfe assistiert haben. Infolge dessen will Uczron diese Kampfesweise für die Zukunft aus feiner Partei verbannt wissen; während Polonyi sie mit dem Hinweise darauf, dass ja dies die einzige Art ist zu reüssieren, wenn nicht gerade stabilisieren, doch zumindest respectiert und als berechtigt anerkannt wissen will. Doch ist das lange nicht die einzige Differenz zwischen den Koryphäen der Unab-Hängigteits-Partei; es gibt ihrer vielmehr auch solche, welche ungleich wesentlicherer Natur sind. Gabriel Ugrou behauptet, seinerseits auf dem Standpunkte des Jahres 1848 zu stehen, während mehrere seiner Parteigenossen auf jenem des Jahres 1849, sonach auf republikanischer Grundlage stehen sollen. Den Rcpublilamsmus will also Ugron in erster Linie aus seiner Partei ausmerzen; weiters will er nöthigenfalls in die Delegationen eintreten — was die äußerste Linke bisher beharrlich verweigert hat — mit einem Worte: er will seine Regierungsfähigkeit vorbereiten, allerdings nach dem höchst merkwürdigen Re-cepte des Jahres 1848, auf Grundlage der reinen Per-sonaluniou. d. h. dass zwischen Oesterreich und Ungarn nichts weiter gemeinsam sei, als die Person des Herr« schers. Polonyi dagegen wehrt sich zwar sanft gegen den Vorwurf, er huldige republikanischen Principien; in die Delegationen aber will er schon um keinen Preis eintreten, und was gar die Regierungsfähigkeit anbelangt, meint er, dass das gänzlich unnöthig sei. Da» raus ist nun ersichtlich, dass das Programm des Herrn Ugron so gut oder so schlecht eine Utopie ist. wie das des Herrn Polonyi. Es trennt sie nur der Unterschied, dass Ugruu mit erlaubten Mitteln, Polouyi mit Lärm und Geschrei und Obstruction einen Kampf führen will. dem niemals der Sieg lächeln kann. Ugron will die ehrliche Opposition in der Politik, welche weiß. was sie sich und dem Lande schuldig ist. Polonyi will die Opposition um jeden Preis, ihm ist jeder Scandal gut genug, um seine Existenzberechtigung zu documentieren. Wie gesagt, es beweisen die Ansichten des einen ebensowenig Lebensfähigkeit wie die des andern. Der Kampf mag mit Dreschflegeln oder mit Rapieren geführt werden, es ist doch ein Kampf gegen Windmühlen, Allein es handelt sich bei dem Tonflicte, welcher die Unabhängigkeitspartei trennt, nicht nur um die unmöglichen Ziele der Partei, es handelt sich auch um das Ansehen des Parlaments und des Landes, es handelt sich um die ungestörte oder verhinderte Entwicklung Ungarns. Da glauben wir nun. dass. obschon aller Wahrscheinlichkeit nach nicht die gemäßigte Richtung Ugrons als Siegerin hervorgehen wird. das Parlament noch immer Mittel und Wege finden wird, sich gegen die Anschläge Polonyi's und Genossen siegreich zur Wehre zu sehen. Scandale gibts schließlich nur in jenen Parlamenten, in welchen sie goutiert werden; in dem Momente, in welchem das Treiben einer Clique dem Parlamente ernstlich zuwider ist, findet dieses stets Mittel, sich solches Treiben vom Halse zu schaffen. Man muss nur den Muth haben, den Schreiern entgegenzutreten. Diesen Muth hatte aber die liberale Partei nicht, als es sich im letzten Regierungsjahre Tisza's darum handelte, das Parlament von seinen Tyrannen zu befreien. Findet also die liberale Partei, der sich hierbei, wie man nun mit Freude sehen kann. die ganze g«. mäßigte Opposition unb selbst der unter Ugrons Führung stehende Theil der Unabhängigleitepartei an» schließt, im Falle der Wiederholung der parlamen-tarischm Ungezogenheiten den Muth. jede Ausschreitung zu ahnden, so wird sie sich in kurzer Zeit Ruhe schaffen. Freilich, wenn man auch solchen Umtrieben gegenüber stets den Liberalen hervorkehrt, wenn man die Freiheit des Scandalmachens. welche nicht noth. wendig ist, stets mit der Freiheit der Rede verwechselt, welche unbedingt nothwendig ist, so kann man dessen gewärtig sein, dass das Parlament für die großen Reformarbeiten, die seiner harren, nicht die genügende Zeit und Muße finden, dass vielmehr ein zehn Mann starkes Häuflein das ganze Parlament in unausgesetzte Aufregung versehen wird. Der Riss in der Unabhängigkeits-Partei ist tief und unüberbrückbar. Ugron will regierungsfähig werden, Polonyi strebt in weiser Selbsterkenntnis solches gar nicht an, er will die alte Politik fortsetzen. Ih« Wege trennen sich, wohl um kaum je mehr sich zu kreuzen- Feuilleton. Die schwarze Königin. Di m ^°" ^"° Oop - Marlet. ^ lie wiew«!^ der Völker hat ihre Lieblingsbilder. s!«"2 erhebt K^Wuen °"f den Altar ihrer' Einbil« N7 5" der S^- "7?°^ diesen Cultus zu zer-U 5 und W«F°^ lebt das Heidenthum fort. Die ^erala^w"""' die der Glaube verstoßen, hat . Eine s'°' aufgenommen, in ^lav!7 ^°^'c^°^ die .schwarze Königin, ist.'.^llnderasp^ .^'^ ewiger Gedanke wohut ihr g^"' «wig sN""kende Barmherzigkeit. Das Leben 2' N°ch? sonder Tag. dem nicht die schlafbrin-"wn ?'H wie , " ""^' es darf den Völkern aber dünnem son,,^ ^lose Nacht erscheinen, in der lch ^ptin ism?«" W"g.e" hoffend entgeqenträumen U3r ^leichg^"nd Pessim.smus ruhen so in «"s. die V^ "'s der goldene., Wage d.s ^"f kiner A;.""""che Wahrheitsg^fühl des > A« an der K„ ^" "^ linken lässt. biistkl. " ausfäll is^""" der schwarzen Kömgm <7 " VeiwA n ^ b°s« wir es hier trotz des t>az «?°ben. wäl," A ""t einer bösen Gewalt zu "' in lick "d dle Volkspoesie sonst gewöhnlich "^"< schönen Gestalten darstellt und nur die dem Menschen feindlichen dunklen Gewalten in schwarze Gewänder hüllt. Die «schwarze Königin» wird fast in allen Gegenden des Balkans als segen» bringend geschildert. Ihre schwarze Kleidung deutet aber doch Buhe oder Trauer an. Entweder wandelt sie. um eine frühere Schuld zu sühnen, oder lässt sie das Leid anderer, vielleicht ihres ganzen Voltes, nicht zum Frieden kommen. Diese Annahme fand ich auch in der Sage von der Bärenburg, die am Fuße des Berges Slemen auf Agram niederblickt, bestätigt. Bekanntlich hausten dort einst die mächtigen Grafen von Eilli. die in häufiger erbitterter Fehde mit den Thalbewohnern lagen. Unter den Gemahlinnen dieser Namensträger eines stutzen Geschlechtes war auch eine. die den weit über das Laud verbreiteten Ruf unerhörter Grausamkeit genoss. Der Sage nach strafte sie Gott endlich dadurch, dass eine andere Seele — jene der «schwarzen Königin» — in ihren Körper fuhr und sie ruhelos einherwandrln musste, bis sie so viel Werke der Barmherzigkeit geübt, dass diese ihre einstigen bösen Thaten reichlich aufwogen. Die Burg. die sie bewohnte, ist verödet und ragt mit geborstenen Mauern empor zum Himmel. Der Fluch hat das stolze Schloss gleich seiner vertriebenen Herrin getroffen, Es lst erhebend zu sehen — und das Entstehen einer solchen Sage führt dies deutlich vor Augen — was für ein gewaltiger Ankläger das Voll gegen die Mitleidslosigkeit der Menschen ist. Nicht nur sein religiöses Gefühl, die Natur selbst bäumt sich auf in ihm. wenn es Unrecht mit Gewissenlosigkeit oder gar Schadenfreude verüben sieht. Und diese Empörung überdauert dann die Zeit, bis der Schrei nach Gerechtigkeit zu einer Sage sich gestaltet, welche die Schmach der Frevler zu den Kindeskindern, Abscheu und Furcht erregend, wciterträgt. Von den Frevelthaten der Gräfin von Eilli sollen es besonders zwei gewesen seiu, welche ihr die Versöhnung mit dem Himmel unmöglich machten. Nicht nur. dass sie ihre Diener peitschen und knebeln ließ, Gefangene in schreckliche Kerker warf. ließ sie eines Tages ein unschuldiges junges Mädchen heimtückisch im Bade ermorden. Die Volkswutt, flammte schon damals gegen die hartherzige Herrin der Värenbura auf. aber noch war ihre Grausamkeit einer Steigerung fähig. Eines Tages schleppte sich em wankender Greis den steilen Berg zur Bärenburg empor. Sein weiß's Haar flatterte im Winde, seine Füße waren zerfleischt, häufig brach er zusammen, und endlos erschien ihm der Weg, den nur junge, kräftige Glieder leicht zurücklegen. Aber er musste empor, denn er gieng. die Gräfin von Eilli um das Leben seines einzigen geliebten Sohne» zu flehen. Endlich war er oben. aber die Gräfin ries ihm höhnend zu, dass sein Sohn schon todt s?i. Da brach der Greis zusammen und flehte sterbend die Grausame um einen Trunk Wasser an. Aber die Gräfin verbot Laibacher Zeitung Nr. 204. 1684 5. September 1890. Die öffentliche Meinung wird sich, trotz der Unmöglichkeit seines heutigen Programmes, an den Namen Ugrons gewöhnen müssen. Ein starkes und positives Talent, wird er den Weg von der äußersten Linken zu den Bänken der regierungsfähigen Opposition sehr bald finden. Dazu bedarf es, nicht allein in Ungarn, großen Muthes, und Ugron hat ihn bekundet. Verbleibt der Polonyismu« in der herabgeschmol-zenen äußersten Linken — umso besser; es ist lein Zweifel, dass auch an dieser Partei die historische Wahrheit zur That werben wird, wonach jede Partei, die durch Gewalt und Scandal groß geworden, durch dieselben Mittel auch zu Grunde geht. Das ist das Schicksal der äußersten Linken, und Ugron hat nicht allein sich selbst, er hat de« Oemeinwohle einen Dienst geleistet, indem er sich davor bewahrt, im Schlamme dieser Partei unterzugehen. Politische Uebersicht. (Die Trie st er Municipal'De legation) hat sich nach einiger Ueberlegung zu einer Art Ent> rüstungikllndgeblma. gegen die schändlichen Petarden« Attentate aufgerafft, welche von unbekannter Seite in der jüngsten Zeit wiederholt und nun leider auch mit traurigem Erfolge insceniert worden sind. Dass die Attentäter unter den irredentistischen Elementen zu suchen sind, denen auch manche Triester il Cech versasst. Den Umschlag der Adresse ziert die Wenzelikrone, zusammengesetzt aus echten böhmischen Granaten. Die Ndresse selbst ist mit einem Siegel versehen, welches den heiligen Wenzel darstellt. (Inspectionsreise des Iustizminist ers.) Nach einem Berichte der «Reforma» wird Iustizmini-ster Graf Schönborn am 10. d. M. zur Inspicierung der Gerichte, namentlich wegen Herstellung eines neuen Gefangenhauses für weibliche Sträflinge, in Krakau eintreffen und dann die Inspectionsreise in Galizien fortsetzen. (Staatsfinanzielles aus Ungarn.) Eines der Ergebnisse der ungarischen Ministerberathungen, welche in jüngster Zeit mit großem Eifer abgehalten wurden, besteht in der Feststellung des ungarischen Budgets für das Jahr 1891. Es ist zu konstatieren, dass das Gleichgewicht der Bilanz auf» rechterhalten wurde, obgleich in dem Staatsvoranschlage für das nächste Jahr für Investitionen auf den Gebieten des Unterrichts» und des Iustizwesens sowie des Handels, ferner für Vicinal« und Landes-Elsenbahnen bedeutend größere Beträge ausgeworfen wurden, als in dem Budget pro 1890. (Zur bulgarischen Frage.) Es gehen wiederum allerhand Gerüchte über bevorstehende Ereignisse in Bulgarien mn Sie kündigen von neuem die Unabhängigkeit«' Erklärung und Königs - Procla« mierung an. Ihre Quelle ist augenscheinlich eine in Berlin erschienene Broschüre unter d?m Titel: «Steht eine Katastrophe in Bulgarin bevor?» Leute, welche diese anonyme Broschüre bereits gelesen haben, be« zeichnen sie als ein recht confuses und widerspruchsvolles Machwerk, das keine Beachtung verdiene. Ver« muthlich hat aber gerade dieses Machwerk den Anlass geboten, an diplomatischen Stellen Erkundigungen ein» zuziehen, und deren Ergebnis wird wohl in einem Berliner Telegramme des «Schwäbischen Merkur» zu erblicken sein, welches meldet, man denke in Sofia nicht daran, das gegenwärtig ausgezeichnete Verhältnis zur Pforte durch einen unbeoachtsamen Schritt zu gefährden, und man werde in dieser besonnenen Haltung von mehreren Mächten nachdrücklich bestärkt. (Die deutsche Presse) war in den letzten Tagen in ihren politischen Betrachtungen ausschließlich von der Erinnerung an den Sedantag in Anspruch genommen. Die Reflexionen galteu der starken Verankerung und Festigung, welche das Reichs- und Nationalbewusstsein bei allen deutschen Stämmen erfahren habe, und den Perspectiven für den inneren Ausbau des Reiches. Dass hiebei die sociale Frage ein Haiivtthema bildete, ist in der Natur der augen° blicklichen innelpolitischen Verhältnisse nur zu sehr begründet. (Aus Russland) klingen verschiedene Stim. men herüber, welche darauf hindeuten, dass die Kaiserbegegnung in Naroa das bisherige Verhältnis Russ-lands zu dem Westen in leiner Weise geändert habe. Zwar wird ganz entschieden geleugnet, dass während der Kaiserzusammenkunft in Narva irgend eine Ver-stimmung eingetreten sei. Aber noch von Narva aus gab der Zar den Befehl zu einer beträchtlichen Erhöhung aller Schuhzölle, und in der Frage der Abrüstung, die von der deutschen Presse angeregt worden ist, klingt von Russland ein bestimmtes «Huo6 non» herüber. (Frankreich.) Infolge einer Polemik, die sich auf Grund der im «Figaro» erscheinenden Enthüllungen über den Boulangismns zwischen Rochefort und dem bekannten, ehemals boulangistischen Journalisten Thie-baut entwickelte, hat letzterer Rochefort seine Zeugen nach London geschickt. Zwischen Ruchefort und Thiebaut wird ein Duell auf dem Continent stattfinden. (Die Sclaverei in Zanzibar.) Aus Jan-zibar kommt die Nachricht, der Sultan habe infolge der drohenden Haltung der Araber das Verbot des Sclaven-Handels wieder zurückgenommen. Da aber jetzt England das Protectorat über Zanzibar erworben hat. so wird wohl der ganzen Sclavenwirtschaft dort bald gründlich ein Ende gemacht werden. (Der Sultan) begnadigte anlässlich des Iah' restages seiner Thronbesteigung die 18 Kretenser. welche von der Amnestie bisher ausgeschlossen waren. (Aus dem russischen Heere.) Der Kra' kauer «Czas» meldet: General Gurko soll M General - Inspector der russischen Cavallerie ernannt werden. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Salz^ burger Zeitung» meldet, dem Pfarramte Aruck im P'^ qau zur Vollendung der Malerei in der neu erbaute!» Kirche 100 fl. zu spenden geruht. Se. Majestät derKaiser haben, wie die «Klage"' furter Zeitung» meldet, den Feuerwehren in Mden, Lind. Höfern und Sielach-Rain je 80 fl. zu spen^ geruht. ________ — (Der Ausbau der Wiener Hofbu^ Seit einigen Tagen schon ist der schönste Theil der v > Reitschule in Wien, nämlich jener Theil, welcher s^ das Hof-Burgtheater anschloss, bis zum Dache der P"^ tigen Kuppel und noch höher hinauf an der Vorder^ vollständig eingerüstet. Dieses herrliche Werl Fischer v Erluchs wird nämlich einer gründlichen Renomeru » unterzogen. Ein Theil der an der Ballonseite busing, riesigen Säulen wurde bereits durch neue erseht. der linksseitige Eingang neben dem Hauptthore (M'^^g platz) der Hosburg wird renoviert. Mit der Grunbleg« » zu diesem Ausbau geht eS nur sehr langsam vonsl" ,z Wie mitgetheilt wird, muss sehr tief — es heißl, ^ bis jetzt schon eine Tiefe von 2b Meter erreicht w — gegraben werden, da man auf ungeeigneten " ^ einerseits, anderseits gegen die Schauflergasse i" ^ tiefe Keller und Gänge stieß. An der Seite, wo Vatthyanystiege sich befindet, musste weiter vom ^r außer der Mauer eine zweite Mauer aus Sichel ^ rücksichten aufgeführt werden. Der neue Ausbau ^ Hosburg dürfte kaum vor Ablauf von vier Iah" endet sein. ^.) — (Die Zahl der sichtbaren Ster ^ Der Laie hat durch bloße Anschauungen leinen nu ^ nähernd richtigen Begriff, wie viele Sterne ^he>> unserer Erde, also unserer Sternwarte aus, ^ ^e"' lassen, und wie viele Sterne auf jede Größenclasse lo ^, Nach Newcomb sind am ganzen Himmel für "" ^jtec Handen: 19 Sterne erster Größe, 65 Sterne i^l Grüße, 200 Sterne dritter Grüße, 490 Sterne °^ Größe, 1400 Sterne fünfter Größe. 4900 Sterne!^, Größe. In ähnlicher Weise, indem nämlich der ^. folgenden Gröhenclasse rund dreimal so viel ^ter ^lle gehören als der vorhergehenden, seht sich diese ^. für die nur mit einem Fernrohre sichtbaren Stern ^, Es gibt danach ungefähr 20 Millionen Sterne^e zehnter Grüße, welche man noch mit einem 3^ ^jt von etwa 25 Centimeter Oeffnung zu sehen "er""^ hel den größten und optisch vollkommensten Fer"^^.^,^ Neuzeit dürfte man jedenfalls mehrere Hunderts Sterne erblicken können. 5l!bi^ — (Kein Wunder.) In einer alten ^. gl« Chronik ist Folgendes zu lesen: Im Jahre ^ ^ die Baiern in der Festung gelegen, wurde von de ^c zosen der Wall unterminiert und gesprengt, wo ^ 18 Personen bairischer Besatzung umkamen. ^t>^ Mine angezündet, ist unter anderm auch ein ^il, weib in die Luft gejagt worden, eine AckerlanS ^ ohne einigen Schaden zu Boden gefallen, wie^^^ den Dienern, ihm die Erquickung zu reichen, und verweigerte dem Sterbenden diefe letzte Labung. Damals fiel der Fluch auf die Bärenburg und die herzlose, stolze Gräfin. Die Mauern erzitterten, die reiche Ein. richtung versank, Nacht umhüllte die Burg, und die Gräfin, in die schwarze Königin verwandelt, musste hinausziehen, um edle Thaten der Menschenliebe zu üben. Dem Volksglauben nach kimnen sie nur zwei Sterbliche erlösen: ein junges Mädchen, dem heiße Liebe im Herzen brennt und das dennoch ihr eigenes Glück einem Fremden opfert, und ein alter Geizhals, der sein ganzes Gold hinwirft, um einen Trunk Wasser für seinen sterbenden Nächsten zu laufen . . . Das ist die Sage von der «schwarzen Königin» der Bärenburg, deren klagender Gestalt mit dem reuevoll traurigen Antlitze manche begegnet sein wollen. Aber auch anderwärts gibt es Sagen, die über das Erscheinen einer schwarzen Königin berichten. Wir wählen jene. welche die «schwarze Königin» als milde, gütige Wohlthäterin de« Volkes erscheinen lässt. Sie ist auf dem Karste Kroatiens und der kleinen Kapela verbreitet. Herrliche Wasserfälle schäumen im verborgenen über Felswände und streuen ihre glänzenden, sprühenden Perlen un. V^" ^ ^" Hl"«; stille Seen bieten einsame B"°e"^.7>^ schlichte, halbwilde Volk dieser Ncke! » l^. "»"5W von di^en Bildern ma e- wn unklare« Empfind Tief muss man in die Geheimnisse der kleinen Kapela eindringen, bis man zu dem Wasserreiche der «schwarzen Königin», den herrlichen Plitvitzer Seen. gelangt. Eine großartigere Naturerscheinung lässt sich kaum denken: Dreizehn Seen, von denen jeder in einem anderen Farbenspiele aufleuchtet, da und dort getrennt durch einen rosenrothen Teppich üppiger, duftiger Schlingpflanzen, im Schatten vou dichten Fichtengruppen, Ahorn- und Buchen-Baumriesen, überall rieselnde Wasserfälle — ein einzig verschlossenes Naturwunder. Wie aber hat dem Volksglauben nach die «schwarze Königin, diese Wasserpracht entstehen lassen? Zur Ze,t großer Dürre, als selbst der sonst unversiegbare «schwarze Fluss» der Kapela plötzlich trocken lag, flehte das Volt zu den geheimnisvollen Naturmächten um Hilfe. Da verließ die «fchwarze Königin» mit zahlreichem Gefolge ihr Schloss, welches sie in den Felsenklüften des Velebit bewohnte, und erschien unter dem verschmachtenden Volle. In dem ausgetrockneten Fluss bette kam die schöne Frau daher, und ihr Auge weilte auf den waldigen Höhen, den schattigen Tiefen, der Pracht des abgeschiedenen Erdenwmkels. Die «schwarze Königin» war dem Volte nicht fremd. Die Sage von ihr lebte fchon lange in ihren Hütten. Weißhaarige Greise erzählten ihren spielenden Enkelkindern von den Wundern, die sie vollbracht, von ihrer Herzensgüte, chrem Edelmuthe, mit dem sie die Armen und Elenden _ ^hellb in ihren Schutz nahm, wenn sie einmal seg^^he" in den Wäldern oder an den Küstengestaden o blauen Adria erschien. . .schlv^ Jubelnd erkannten sie dieselbe. Dle '^F Königin, aber rief ihnen zu: «Tröste l"^ M Volt, du sollst Wasser in Fülle besitzen!' " hiest ihren Wink entstanden die dreizehn Seen. ^ here' Seen aber erbaute sich die Königin eine V" u-Ruinen noch heute sichtbar sind. . ^.zigill >!^ Nach einigen Jahren verschwand die N" ^ '? wandelte, misichtbar. als Schuygeist "" ersO< lieben Volke. Elnmal noch sollte sie 'h"/" «e« a^ Es war, als furchtbare Ortane alle W"'s""^ls^ treten ließen und die schrecklichen türkischen "^, " dem stillen Erdenwintel nahten. Da 1°^!)«:" "'§, schwarze Königin plötzlich auf einem 3"! <' ^ "H den erschrockenen Bergbewohnern zurufen - ' .^^ ^ mein Voll! Schwere Prägen werden ^ hereinbrechen, aber ich werde wieder l"' AB'' dann wird diese Gegend in Reichthum un aufblühen!' So weit die Sage. . >,„rchlal'ch,^ Vor einigen Jahren besuchte d>e ^^ese"'^ Kronprinzessin-Witwe Erzherzogin StHw ^1 ,, rijch schöne Gegend. Mit uubeschrelbllcye» ^o^, grüßte sie diese kaisertreue Bevölkerung. .^ g" einstiger Grenzsoldaten, die hier den 4^ die Türken erhoben. ^tbllchtt Zeitung Nl. 204. 1685 5. Scptembll 1^!'l>. gestanden und unversehrt davongegangen, hat aber arg ^schimpft ist und schlimmer Laune gewest. ^(Ueberschwemmungen.) Infolge des Re» A"» sind in Schlesien die Gold-Oppa und die Schwarz« "ppa ausgetreten. In Iägerndorf sind mehrere Stadt-Me überschwemmt. Das Wasser steigt. Vei Teschen fand Mge des anhaltenden Regenwetters gestern lein Manöver Mlt, -. U^g P^^ ^.^ telegraphiert: Drei Vrücken-bi«? ber steinernen Brücke mit Kolofsalmonumenten sind Mr eingestürzt. Vor der wachsenden Flut flüchten die "««scheu auf die Dächer. Ein Gerücht besagt, dass der "ual beim böhmischen Nationalthcater zu bersten be-«nnt. N^; Wittingau fand ein Dammbruch beim großen gestatt. — Aus München wird gemeldet: Infolge . Hochwassers fanden mehrere Eisenbahndamm-Abrut« lMngfn statt. Der Verkehr ist theilweise eingestellt. In " Niederungen wurde die Ernte fortgeschwemmt. ,. ""(Zum Tode verurtheilt.) Die Kutschers« I, " Barbara Barhon in Prag wollte im Vereine ^ lhrem Geliebten, dem Fabriksarbeiler Zemlicla, lib ,^" '^ ^trennt lebenden Gatten vergiften. Lehlerer iäb ' ^ ^^ gesendeten Speisen einem dreizehn« ^llgen Kxaben, welcher nach dem Genusse starb. Var» scknl^-^" ""b Hemliöla wurden vom Schwurgerichte >Mldlg gesprochen und vom Gerichtshose zum Tobe durch °" Strang verurtheilt. H ^ (Grazer Schachcongress 18 9 0.) Aus i, 3. September, wird uns geschrieben: In der mäck? ^"lten zweiten Rnnde des Meisterturniers «^ Merger (Oraz) eine russisch vertheidigte Partie ^„°" Makoweh (Budapest) nach einstündiger Spieldauer ^"Nchteden. Bauer (Wien) wählte gegen Mylius (Wien) ^°"Msche Vertheidigung und gewann im 66. Zuge. üen 3 ^llm) siegte nach höchst anstrengendem achtstündi» gff ^""pfe über Marco (Wien), welcher «spanisch» er« l/"" hatte. Albin hatte einen Ruhetag. Der Stand ist H mgenber: Bauer, Nerger und Laskar je 1'/,. ""Wh i, MM« '/«. Marco und Albin 0. ssj^ T' (Uebersall durch eine Bärin.) Aus weide» - beichtet: Der Hirt eines benachbarten Dorfes Viiri ^ ^^ ^^ ""^ ""^ Plötzlich von einer »v^, "betfallen, die ihn zu Boden riss. Der in der Nähe Diese l> ^'" ^" ^^^ ^"^^ ^ ""^ ^ Värin. 3eind H ^"" ^m. Hirten ab und suchte des neuen ^chli^ Herr zu werden, was ihr aber nicht gelang, sich ^ >ch ergriff die Värin die Flucht. Dem Hirten, der h«llt s> "6 Dorf schleppte, war ein Theil der Kopf« dlitü m "tergerissen ""^ der Rücken und die Weichtheile ^ "'sie arg entstellt. ^.^ (Keine Gruben « Ka t astr oft he.) Mit do,, . ^"^ die Meldung einer Wiener Localcorrespondenz leider " Gruben«Katastrophe in Boryslav, der wir Diz ^?"^ Raum gegeben, wird aus Lemberg berichtet: b"rch 3^^'^- dass im Volyslaver Erdwachsbergwerke sliclt c..^°swn "nes Kessels achtzig Grubenarbeiter er« dtt^/A 'st unrichtig. Es ist lein einziger Arbeiter ^r «„ ' k« ist bloß ein Nebengebäude abgebrannt. u°"ze Schade belauft fich auf 500 Gulden, ^lbeit^ ^^eil in Amerika) Die ausständischen ^llehr ^ Panama.Ba'lgesellschaft verhinderten den tli, ^.' durchschnitten die Telegraphendrähte und versuch' ^l'er! Dienen auszuheben. Cs wurde Militär re> — (Die Kartoffelkranlheit in England.) Auch in England hat die Kartoffelkranlheit ungeheure Verheerungen angerichtet. In der Gegend von Crewe und Nantwich ist der dritte Theil der Ernte krank, bei Kensall und Willmglon die Hälfte. Die englischen Farmer bringen alle Karloffeln so schnell sie können aus den Markt. — (Brände.) Im Kapuvarer Bezirke brannte es am 1. d. M. in zwei Ortschaften. In Vittnyed wurden 5, in Varbot 65 Häuser eingeäschert. In Vittnyed ist ein Kind im Rauche erstickt. — (Der Tag des Herrn.) Pfarrer: «Vag mir mal, mein Töchterchen, welcher ist denn der Tag des Herrn?» — «Das weiß ich nicht.» — «Wann geht denn deine Mutter in die Kirche?» — «Wenn sie ein neues Kleid an hat.» Die Behandlung unserer stubenvögel gestaltet sich in vielen Fällen zu einer wirklichen Thier« quälerei, deren sich die Vogelfreunde freilich gar nicht bewusst sind. Am meisten wird gegen die sogenannten «Wildlinge», das heißt gegen solche Vögel, die nicht im Zimmer aufgewachsen sind, gesündigt. Vielfach steckt man unsere lieblichen Waldsänger, wie Nachtigallen, Grasmücken, Drosseln und andere Wurmfresser, in einen Käfig, der wohl für den Canarienvogel geeignet wäre, in dem sich aber der Wildling niemals recht wohl fühlen kann. Der Wurmvogel bedarf eines länglichen Käfigs, dessen Länge mindestens ein halbes Meter betragen sollte. Nur dann kann er sich elastisch von Sprungholz zu Sprungholz schwingen und seinem Körper die er« forderliche Bewegungsfreiheit verschaffen. Die Sprung« Hölzer, Holz- oder Rohrstäbchen dürfen auch nicht von gleicher Stärke scin. Man möge nie vergessen, dass der Vogel in der Natur bald auf einem schwachen, bald auf einem starken Zweig sitzt, also die Füße abwechselnd mehr oder weniger zusammenlrallen muss. Wird ihm diese Abwechslung in der Gefangenschaft nicht geboten, so werden die Fußgelenke allmählich steif. Außerordentlich wichtig ist es. darauf zu achten, dafs sich auf den Stäbchen leine scharfe Kruste bildet, geschieht das. so reibt der Vogel sich die Füße wund und oelommt an denselben schmerzliche Auswüchse, die ihn verunstalten und an denen er schließlich jämmerlich zu« gründe gehen muss. Man möge auch nicht zu viel Sprung« Hölzer ins Bauer machen, das würde dem Vogel hinderlich sein Für einen Käfig, wie oben angegeben, genügen in der Länge zwei. Ein wichtiger Gegenstand ist ferner das Vadewasser. Die meisten V0gel baden außerordentlich gern; es ist dies auch zur Erhaltung ihrer Gesundheit nothwendig. Man muss ihnen zu diesem Zwecke ein Wassernäpfchen von entsprechender Größe in den Käfig stellen oder ein Bade-Häuschen an daS Bauer hängen. Wer auf die angeführten Punlte achtet, wird seine Lieblinge stets munter und sangeslustig sehen, vorausgesetzt, dass er ihnen geeignetes Futter vorseht und für größte Reinlichkeit des Käfigs sowie ferner dafür Sorge trägt, dass ihnen frische Luft und Sonnenschein zutheil werden. Man darf den Vogel nicht ständig der heißen Sonne aussehen, ihn aber auch nicht dauernd in den Schatten stellen oder gar fortwährend in einer dunklen Ecke hängen lassen. Ohne frische Luft und Sonne kann leine Pflanze gedeihen, und das Thier erst recht nicht. l Local- und Provinzial-Nachnchten. stand des Laibacher Volksschulwesens. Per k. l. Stadtfchulrath von Laibach veröffentlicht soeben eine slovenische Vroschüre über den Stand der öffentlichen und privaten Volksschulen der Landeshauptstadt Laibach am Schlüsse des Schuljahres 1889 90, welche aus Grund der von den einzelnen Schulleitungen des Schulsprengels Laibach gelieferten amtlichen Dalen der k. l. Vezirks-Schulinspector Herr Professor Levec in der sorgfältigsten Weise zusammengestellt und übersichtlich geordnet hat. Diese Neuerung des l. l. Stadtschulrathes unterscheidet sich vortheilhaft von den üblichen jahresbericht« lichen Publicationen, welche seitens der einzelnen Schul« leitungcn alljährlich zur Ausgabe gelangen, weil darin eben sämmtliche Volksschulen Laibachs berücksichtigt werden. Deswegen bietet dieser Jahresbericht ein getreues Abbild des Laibacher Vollsschulwesens und ist bei seiner prak« tischen Einrichtung imstande, nicht nur den Fachmann, sondern auch weitere Kreise über die Rechtsverhältnisse der einzelnen Schulen, über ihre innere Einrichtung, über die Unzahl der Classen und schulbesuchenden Kinder sowie über die Lehrkräfte zu belehren, also allen jenen Anforderungen zu entsprechen, die man an ein brauchbares und zuverlässiges Hilfs« und Nachschlagebuch zu stellen berechtigt ist. Nachdem an der Spitze des Jahresberichtes die Mitglieder des k. l. Stabtfchulrathes von Laibach an« geführt erscheinen, folgen der Interessensphäre der VollS« schule sich strenge anschließende Abhandlungen, worauf zum Schlüsse Schulnachrichten, und zwar sowohl über die öffentlichen als auch über die privaten Volksschulen Laibachs gebracht werden. Von den Abhandlungen hat die erste Herrn Johann Gele zum Verfasser und schildert in anziehender und erschöpfender Weise den verstorbenen, bestbelannten slovenischen Schriftsteller Erjavec und dessen Bedeutung für die Vollsschulerziehung — eine Abhandlung, die dem Verfasser zur vollsten Ehre gereicht und gewiss allerorts mit regem Interesse gelesen werden wirb. Hierauf folgt ein Aufsah des Herrn A. Hum er über die erziehliche Bedeutung des Handfertigleils» Unterrichtes für Knaben an Stadtschulen, mit nicht uninteressanten Beiträgen über den gegenwärtigen Stand der Erziehung in der Volksschule, über die Entwicklung und jetzige Ausbreitung des HandsertigleitS-UnterrichteS, über die Bedeutung desselben, namentlich für die Schul' jugend in Städten, worauf noch die Frage erörtert wird, in welcher Weise der Hanbferligkeits>Unterricht für Knaben in Laibach nach Maßgäbe der socialen Verhältnisse ein» geführt werben könnte. Die dritte und letzte Abhandlung aus der Feder des Herrn Magiftrals-Conceptsabjuncten Eligen LaH bringt wissenswerte geschichtliche und statistische Daten über die Laibacher Volksschulen und bildet trotz ihrer gedrängten Kürze einen augenscheinlichen Beweis von der Gcwisftn« hasligleit, mit welcher der Verfasser bei d?r Benützung der betreffenden Quellen zuwerle gegangen. Wir erfahren da unter anderem, dass in Laibach gegenwärtig 17 Volks« schulen, darunter 2 staatliche, 9 städtische und 9 private mit dem Oeffentlichkeitsrechle ausgestattete Volksschulen, bestehen, dass die älteste Volksschule, jene im Ursulinnen« lloster, bereits im Jahre 1703 gegründet wurde und 170 Jahre hindurch als die einzige Mädchen,m. kNe dafür .!,"" !" ^asi,, einen Dienst und garan. M dafs ^ ^genleistnna. Die Gräfin war über-a 5 bt habe c s °" ^ wahnsinnig in Oenevirve !) feiner ^ .v''. ^°Ue er es sicher nicht aufgegeben. ?"heil zu f;"°t mit der Tochtrr des Millionärs ""kste lika^? S" l°nnte es nur in »hrem eigenen Li A" „2 Wne Wünsche fördern zn helfen. °'""t f«!2,7^ Frühe e/hielt Fran e"?"''"a^?^^ Sie morgen Freitag mn drei Uhr seien Sie so gütig, mich zn " umarmt Sie herzlich Gräfin Premorin.» Pünktlich um drei Uhr erfchien denn auch die Gräsin und ward von Fran Lionnet mit offenen Armen empfangen. Die beiden Damen sagten sich gegenseitig die banalsten Complimente, bis endlich die Gräfin anhob: «Sie schen. liebe Freundin, in mir eine Abgesandte. Der Freiherr von Aerboise hat mich gestern besucht; er wech. dass es der Band der Freundschaft ist. welches Sic und mich verknüpft, und so fasste er sich denn das Hrrz. mir zu gestehen, dass er Ihre Tochter liebe nnd nm diese Liebe zugrunde zn gehen drohe. Er hat mir mehr denn eine Stunde von Fräulein Genevieve gesprochen; er betet sie geradezu an, und ich tonnte mich nicht weigern, die nöthigen Schritte bei Ihnen zu thnn, und deshalb bin ich hier!» «Ihre Mission ist eine sehr schwierige, denn Herr von Vervoise hat bereits um Oeneviiue angehalten, und Gmeuil'oc machte ihm selbst begreiflich, dass er nichts zu hoffen habe.» «Ich weiß das alles. Herr Lionnet war betreffs Fräuleins Gmevieoe fchon anderweitige Verbindlich.« leiten eingegangen, doch da jener junge Mann sich zurückgezogen hat, entweder, weil er Fräulein Vcnevirve nicht mehr liebt, oder ans irgend einer anderen Ursache, so braucht Herr Lumnet sich auch an kein frühere« Versprechen mehr gebunden zu halten, nnd auch Ihre Tochter kann nicht so wahnsinnig sein. einen Mann weiter zu lieben, der nichts von ihr wissen will! Sie aber brauche ich sicher nicht von den Vorzügen, welche diese Heirat bietet, zn überzeugeu. Ganz abgesehen davon, dass eine solche Verbindung Ihnen eine hohe Ehre sein muss, treten Sie mit ememmale in die vor, nehme Welt ein, öffnen sich Ihnen alle Salons. Der ^aron will keinerlei Aussteuer, ja, er wünscht sogar, dass Ihre Tochter zu Gunsten Ihrrs Sohnes auf jeden wie immer gearteten Vermögensanjpruch verzichte. Wo werden Sie einen gleich uneigennützigen Mann finden? Wahrlich, liebe Freundin, es ist dab Glück des jungen Mädchens, um welches es sich han» belt, und Sie dürfen nicht zugeben, dass sie rs von sich weist. Jede Mutter, denle ich denn doch. sollte Mittel und Wege finden, ihre Tochter zum Gehorsam zu zwingen!» Das war das rechte Wort. In Frau Lionmts Augen flammte es auf. fast unheilvoll. «Sie haben recht, Gräfin,» sagte si> entschlossen, «wenn es sein muss, werde ich diese Mittcl in An» wendung zu bringen wissen!» «Ah — das freut mich, Sie in diesem Ton spre> chen zu hören.' Trachten wir also, so rasch wie möglich die Heirat zustande zu bringen, liebe Freundin, imd dieser einen soll bald eine zweite Verbindung sola/i,, welche uns beiden am Herzen liegt. Sie haben hoff.»!, lich nicht dem Project entfagt, unfere Kinder fürs Leben zn vereinen?» «Meinen Sohn als den Gattrn Ihnr Tocher zu sehen, das ist das höchste Ziel. welches ich answl,.'. Albert liebt Cecile innig, davon bin ich lili'rzellgt, ado er ist seit einiger Zeit ein anderer geworden; er jagt Vergnügungen nach und ich fürchte fur ihn.» «Liebe Freundin, Sie lassen sich zu leicht erschrecken; zn Ihrer Beruhigung mögen Sie wissen, dass der Freiherr von Verooise, der mit ihm m^ enge Freundschaft geschlossen hat. übrr Ihren Sohn wacht. Nnd vertrauen Sie der Macht der L>rbr! Uäle wird es ein leichtett jein, ihn zu ihrn, Filhen zurück« zuführen!» (Fortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 204. 1686 b. September 1890. Laibachs dastand. Hieran reihen sich die übrigen Volksschulen in nachstehender Weise: die k. l. Knaben-Uebungs» schule (1773), die evangelische Knaben« und Mädchenschule (1855), die erste städtische fünfclafsige Knaben-Volksschule (1855), die private Lehr< und Erziehung«' anstatt Waldherrs (1856), die private achtclassige Volksschule im Rehn'schen Lehr- und Erziehungsinstitute (1856), die achtclassige Mädchenschule im Huth'schen Lehr- und Erziehungsinstitute (1867), die zweite städtische fünf» classige Knaben. Volksschule (1870). die t. l. Mädchen-Uebungsschule (1872), die einclafsige Knaben- und Mädchen» schule am Karolinengrunde (früher als Excurrendo-schule, seit 1886 selbständig bestehend), die erste sieben-classige Mädchenschule bei St. Jakob (1875), die private dreiciassige Mädchenschule im Lichtenthurn'schen Waisen» hause (1878). die private zweiclassige Knabenschule im «Collegium Marianum» (1880), die städtische deutsche zweiclassige Knaben«Vollsschule (1885). die städtische deutsche vierclassige Mädchen . Volksschule (1685) und endlich» die private vierclassige Knaben»Volksschule des deutschen Schul» Vereines (1885). Hierauf werden noch die in Laibach bestehenden 7 Kindergärten angeführt. Nu« diesen wenigen, dem umfangreichen Materiale entnommenen Daten erhellt zur Genüge, dass die be< sprochene Broschüre in der zweckmäßigsten Weise abgefasSt erscheint und in solcher Form sicherlich ihren vorgesteckten Zweck erreichen wird. Die Gründe, welche den k. k. Ne-zirls-Schulinspector veranlassten, im l. l. Stadtschulrathe den Antrag auf die Herausgabe eines sämmtliche Volks' schulen Laibachs umfassenden Jahresberichtes einzubringen, waren gewiss triftig genug, und es wäre daher nur wünschenswert, dass seitens des k. k. Stadtschulrathes all« jährlich eine derartige Schrift veröffentlicht werden würde. Die Beschaffung, Sichtung und endgiltige Redaction eines derart umfassenden Materiales ist sicherlich eine zeit« raubende und in vielfacher Beziehung ermüdende Arbeit, doch glauben wir, dass gerade solche Publicationen in erster Linie geeignet sind, die leider noch immer bestehenden Vorurtheile, welche einzelne Schichten der Ve< völlerung der neuen Schule entgegenbringen, zu zerstreuen und anderseits jenes Interesse zu wecken, wel< ches der Volksschule mit Fug und Recht gebürt. Nun folgen statistische Daten über die öffentlichen und privaten Volksschulen, und zwar, wie wir dies nur billigen können, bei slovenischen Schulen in slovenischer und bei deutschen Schulen in beutscher Sprache abgefasst; die diesbezüglichen tabellarischen Ausweise, circa 40 an der Iahl, gliedern sich nach der Zahl der Schüler und Schülerinnen, nach dem Alter derselben, nach dem Glaubensbekenntnisse, der Umgangssprache, dem Wohnorte, dem Schulbesuche und endlich nach der Schulgeldentrichtung. Die Gesammtsumme der schulbesuchenden Kinder bezifferte sich mit Schluss des Schuljahres 1889 90 an den öffent« lichen Volksschulen auf 1972, an den privaten auf 1545 Schüler und Schülerinnen, demnach im ganzen auf 351? Schüler und Schülerinnen gegen die mit Schluss des Schuljahres 1888/89 ausgewiesenen 3333; hiezu kommen noch die 447 nicht schulpflichtigen Kinder, welche die bestehenden Kindergärten besuchen. Ein weiterer Ausweis macht ersichtlich, dass die Schüleranzahl seit dem Schuljahre 1864/65 im steten Anwachsen begriffen war und im verflossenen Schuljahre ein Plus von 260 Schüler und Schülerinnen auswies. In Bezug auf da« Lehrpersonale wäre zu bemerken, dass an den Laibacher Volksschulen, die beiden k. k. Uebungs« schulen mit inbegriffen, 27 Lehrer und 53 Lehrerinnen, somit zusammen 80 Lehrkräfte wirken; hiezu kommen noch 11 Kindergärtnerinnen mit ihren 14 Hospitan« tinnen, somit über 100 Lehrkräfte. Die in der dritten Abtheilung vorkommenden Schulnachrichten enthalten Daten über die an den einzelnen Schulen wirkenden Lehrkräfte, über die Schüleranzahl und Bibliothek, über Lehrbücher und Lehrmittel, über die Schulchronil :c. und führen schließlich die Schüler, beziehungsweise Schülerinnen, in alphabetischer Ordnung an. Am Schlüsse der Broschüre finden wir einige wichtigere Erlässe der Schulbehöi-den und die Verfügung des k. l. Stadtschulrathes bezüglich des Schulanfanges an den öffentlichen und privaten Volksschulen Laibachs. So möge denn dieser Jahresbericht im Vereine mit anderen Factoren berufen fein, in der kräftigsten Weise auf die Erhaltung des im Laibacher Voltsschulwesen be« reits bestehenden Guten einerseits und auf die Sanierung allfälliger Uebelstände anderseits thatsächlich hinzuwirken und überhaupt zur Hebung und Vervollkommnung unserer Schulen derart beizutragen, dass dieselben in jeglicher Beziehung der Landeshauptstadt zur Ehre gereichen werden. __________ — (Veränderungen im Richterstanbe.) Der Iustizminifter hat dem Vezirlsgerichts'Adjuncten für den Oberlandesgerichtssprengel Graz mit vorläufiger Verwendung bei dem Kreisgerichte in Rudolfswert, Raimund PoNal. die Bezirksgerichts«Adjunctenstelle in Treffen verliehen; ferner versetzt: die Bezirksgerichts - Adjuncten «mi Nedwed m Drachenburg nach Rann und Doctor M«rdur« ^i W Tressen zu dem Vezirtsgerichle ÄdwnceV^" Drou-Mer; endlich zu Vezirlsa?richts. Puncten ernannt d« Uusculwnten Johann Pirler für Völkermarlt. Karl Grebenc für Tschernembl, Franz Kobler für Drachenburg und Dr. Karl Zwiedinek Edlen von Südenhorst und Schidlo für Völler-marlt. — («Sokol'-Fest in Cilli.) Am 7. und 8. September veranstaltet bekanntlich der neu gegründete «Sokol» inj Cilli ein Fest, welches in Untersteiermark vielfach als eine Provocation der deutschen Bevölkerung angesehen wurde. Dem gegenüber versichert der AuSschuss des Cillier slovenischen Turnvereines in der «Südsteierischen Post», dass diesem sowie den slovenischen Sololisten überhaupt jede provocatorische Tendenz fern lieg?. — (Im Circus Coole) fand gestern abends die letzte Vorstellung statt, welche gleichfalls gut besucht war. Mister Claude und Frau Leonard wurden für ihre trefflichen Leistungen durch hübsche Bouquets ausgezeichnet. Heute vormittags geht der Circus mit einem Extrazug nach Klagenfurt ab. — (Aus Flitsch) wird unterm Gestrigen tele» graphiert: Der Stalthalter, Ritter von Rinaldini ist auf seiner Inspectionsreise im Isonzo-Thale gestern abends hier angelangt und wurde festlich empfangen. Der Marlt war beflaggt und illuminiert. — (Versöhnt.) Die gestrigen Nummern des «Slovensli Narod» und des «Domoljub» publicieren die von uns bereits angekündigten «Erklärungen», wonach jene ehrenrührigen Aeußerungen der genannte» Blätter, welche Anlass zu einer Reihe von Presspiocessen gegeben hatten, wiederrufen werden. Aus Anlafs dieser «Versöhnung» hat Herr Kalan dem slovenischen Schulvereine den Betrag von 100 fl. gespendet. — (Aus dem Schwurgerichtssaale.) Bei der gestern vormittags stattgehabten Verhandlung hatten sich die Angeklagten: der 29 Jahre alte Andreas Ko-vacic von Oblocice und der 37 Jahre alte Schmied Josef Korosec von Heil. Geist, des Verbrechens der schweren körperlichen Verletzung zu verantworten. Kovacic wurde zu vier Jahren schweren Kerlers, verschärft mit einer Faste monatlich, verurtheilt, KoroZec dagegen von der Anklage freigesprochen. — Bei der nachmittägigen Verhandlung wurde der 24jährige Bauernbursche Anton ungarischen Vanl hat in seiner gestrigen Sitzung die Erhöhung des Zinsfußes um '/« M.. demnach im Escompte auf 4'/,, im Lom» bard auf 5'/, pCt. beschlossen. Neueste Post. Original'Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 4. September. In den Vormittagsstunden nahm die Situation bei steigendem Wasserstande einen bedrohlichen Charakter an, seit 5 Uhr ist jedoch ein langsames Fallen des Wassers bemerkbar. In zahl» reiche Keller ist Wasser eingedrungen. Die Schiffahrt ist eingestellt, die Kolonie Kaisermühlen unter Wasser; die Mündung des Donaucanals gleicht einem See. Mit dem Nachtschnellzuge wurde der Verkehr auf der Franz-Iosefs-Vahn sistiert. Linz, 4. September. Das Wasser im Donaustrome steigt fortwährend und ergießt sich bereits längs der Doncmlände in die Seitengassen. Prag, 4. September. Nachdem der Strom drei Brückenpfeiler fortgerissen hat, werden sich auch die übrigen Brückenpfeiler nicht mehr lange halten. Es schwimmen noch immer Tausende uon Balken den Strom hinab. Die Noth ist in Prag sehr groß. I»>oer Verkehr mit dem stachen Lande ist abgesperrt. Taufen» den von Familien fehlen die Lrbensmittel. In den niedrigen Stadtteilen ist das Wasser bis zum ersten Stockwerke gestiegen. Alle Mühlen und Fabriken längs der Moldau haben die Arbeit emaestellt und musste!, geräumt werden. Der Franzens Quai ist noch unter Wasser. Weingarten und der Ausstelluugiplah gleichen einem See. Das Wasser steht über sechs Met?r hoch Prag. 4. September. An der Quaimauer nächst dem böhmischen N^tioual«Theater wurden thatsächlich Risse und Senkungen constatiert. Der Frauzeusquai wurde für den Wagenverkchr abgesperrt. Ter Grund-mauer des böhmischen National'Theatels droht jedoch leine Gefahr. Das Wasser steht 500 Centimeter über dem Normale. Der Regen hat jedoch neuerdings begonnen. Der Personenzug der Staatibahn nach Äodenbach wurde nicht mehr abgelassen. Das Lammte Militär ist bei dem Rettungsdienste thätig. Bel del" Einstürze der Karlsbrücke sind mehrere Perso"^ s' gründe gegangen. Die Zahl derselben konnte biM noch nicht bestimmt werden. Prag. 4. September, abends. Tagsüber sM^ sich zahllose Iammerscenen ab. Die Nothlage verqlM sich durch ungenügende Rettungsmittel. Die Z"M von Lebensmitteln wird in Kähnen bewerlstelliat. M Verkehr mit der abgeschlossenen Sommerfrische lv>r° durch Militär ermöglicht. Sämmtliche Brücken B abgesperrt. Hilfscomite's sind in Bildung begrifft Uuterstilvuna.eu werden vertheilt. Beim EiM" der Karlsbrücke ertranken zwei Knaben. Auf ^ Franz.Iosefsbahn und der böhmischen Westbahn ' der Betrieb streckenweise eingestellt. Bei Witt'"^ wurde der Fangdamm durchbrochen, die Gefahl ist > Wachsen. ,. Prag, 4. September. 10 Uhr nachts. AlarM signalisieren neuen Wasserzufluss und das Ann>M' der Gefahr. .. Play, 4. September. Die Vorstellung des °^ mischen Nationaltheaters musste iufolge Anwachst"» °. Wassers im Rauchcanal zum Maschlnenraume. nM>u„ die elektrische Beleuchtung bedroht war, abMM werden. Die Ueberschwemmung richtete im Lauft Nacht furchtbare Verwüstungen an. Die «V^""jl und die «Prager Zeitung, sind nicht erschienen, "> die Maschinenräume überschwemmt sind. ^ Tcschen, 4. September. Infolge des anhalte"" Regenwetters fand heute lein Manöver statt-Kaifer hält über die in Teschen concentrierten TrM der zwölften Tmppendivision Revue ab. Die gw ^. Serenade der Gesangvereine von Teschen und U^ bung fand wegen des Regens in einem geMl! ^ Raume statt. Der Kaiser dankte huldvollst M ^ Ovation, heute wird die Stadt beleuchtet «no Fackelzug abgehalten. . ^ Nom, 4. September. Die«AgenziaStefan«'"'^ aus Petersburg, der Zar werde Anfangs Octod" Sultan besuchen. .D Paris, 4. September. Der aus Calais lo«" Eilzua. entgleiste heute nachts bei Amiens; "" " .^ bediensteter wurde getödtet, zwei andere — davo" schwer — verwundet. ^ London. 4. September. Nach einer MldlW fi Zanzibar von gestern ist der «Buccaneer» "N > Kanonenbooten an Bord nach dem Sambesi a" ^. gen. Zwei andere englische Kriegsschiffe bealeue ^ selben. Die Kanonenboote werden den l"e>" Staiionsschiffe auf dem Zambesi versehe«. . dec Buenos-Ayrcs. 4. September. Der S^iicft argeutiuijchen Republik hat die fiuauziellen ^" der Regierung in erster Lesung angeuommeN-, .«^ol Newyorl. 4. September.'Ieandet. Ad"'"' F voi, Podor, wurde im Schlafe von einem Ei^" überfallen und getödtet. Verstorbene. ,.Z°h» Den .^September. Johann Noval. Arbeit" A>8 8?> »>lber«nt<>....... 8945 «U afi «"» 4«/^ Ltaatslole . »5l, ft. <»i «5 1», ?l. 880er.'>°/„ » ganze 50N ft. <8»Lb i!j»7ü »«u« » . kiinftel 1«' st, 146 - ,4» ^0 >«»4« Staatslosr , , 100 fi, 17? — 17? ^s> .,' » , . 50ft. ,??—,77 50 '°/°!d°M..P!dbr. ^,»0ft, , , ,4250 144.. ^« D's«. Gnldrente, steuerfrei . ,0z «z ,,'S «>5 ^»«rr.Notenrenle. steucrsre! . ,0,2« ,«,40 ^»ramlertl «ileubah»' «,eph-Vlll,n w Ellbti . ,,b_. ,,l,sil> «orallbern^ Vaw ln Vllber ,01 ^ ,s,z 50 " °I>echb°l!„ «"" ft. «M. . , 8»9^.. »4, «, b ^'".'^"^»«»Wft,».«. «»„.zy _... z. ° S°lzl,,-I._ „<_ b»' 9"bal,n°Pli°ritaten . . ^.____.- »t° »«.."^bl'M. v. I. l«?« in? l,N '08 l0 »l° n . "bent-Nbl..Ob. Ilxifi. --. -'- bte ^"7"«Nl, 5 ,00 fi. i>. W. „7 _ ,8V b.» li,'^.«» ,1 . ^ »Oft.«, w, 187- ,87^ Gelb Ware Grundtntl.-Ot>liyationen (für ,l>» ft, llM.), b"/« a°l— 5«/„ ftes . „,4>zz lab H0 b"/<> Nebenbülaje »«/, llw fi. . ,»,.^ 1»?^. «nlehm der Siabt «0« . . A. --. «nleyo! k. Etad!s,tmrlnde Nlt» ,„'. ,.„ Pram.««»!, b. Etablaem. Men "" ''" 71 »gr!<>»,:l», «nltvti, verlu», »°/, »9 zy ,^,_. Pfaudbrieft ;!i>r ,00 fl.), V°d...cr.alln,«N,4°/.>«<» „Ibl"«^ d<°' ^l°m.'Ochulbvtr,chr.'»'/' ,AA ""^ cesl. ^yslllheltnbllnl ,0j. Ü0°/, !«,,^ . »-"^'N «'°"'"rl,4.,.°/» '^^,.^1. Prtolltäts-Obligllttonen (ftll l»0 st,), fterdwandl, Nordlillh» . l»8» t,a,e »ail.Ludwiz.Uah» »w. l«X, »»,. st, tz. 4'/.«/, ßy.zl, ,^„ Gelb Ware Oesterr. Nordwestbllhn , . . ,ne ,0 lN« ?>, Ftlllltlbllhn.......,«« — ,8« — Nübbahn ä 8»/,.....,49 — ,49?ü » 5 z°/o.....,,5 »!i,,-. 50 Una»«»»,. Nahn , , , ,u» »n l„o 80 Diverle Lose iper Etüll», llrebltlose l00 fi, . . lS4 — ,8!i — «lary««°,e 40 ft...... ib — ö« ??> 4°/» Donau.Dampfsch. luu ss. . <»6 !>l» ^" Llllbacher Präm,-Nnl,h. «n jl, 2l 90 »»4» ofener Lose 4l» fi..... k? «,» 58» Plllffy.Üolc 4,» fl...... 5?-«b s,«2^ Rothen »reu,, «ft. «es v . »0 fi, 1,5« »,, ^ Uubolph tio!c l« fl..... z,,'— „ _ Valm.Lole 4« st...... «, na t«.LoIe 4« ft, . »,-5» ss°__ Walbstein»Lo!e W ft, . , 38ö« 89 5a Wlnb«ch.Grätz'L°Ie »0 fl. . , — - ^z._ «rw-Sch, b.»°/oPram .Vchulb- ver.Oeft.«anl»oa ft. «<»'/,«, ,^„> ,« .^ »llnlverein, Wwier lm» ft.. . ,,» ^' ,«(, ,0 >ttbncr..«nst. «st. lluu ft, V. 40°/„ ,4,.__ ^, _. Cidl.'Nnst. j. Hand, u. ». ,«<>st, 808 ?s. 8N9 -Kreditbank, «Hg, ung. i»»o fi, . »^«7^ «<» >>5 Dep°Ntenb°nl. «Ug, »<»<, ft. '^., "^,." «tscumplt c>.,«d^ft. üuc» ft. , ^«^.^ ^„.^. Giro» u. laiww,, «ll!«»,r»u«. »5"/,». »» 5U ?n «;o liünderbanl, »ft. »00 fi. ». . , »34 ll^ «»4 7b O<>st«l..un8<,l, Vanl »00 ft. . 9?«- »?» — Unionbllnl MO ft......«3»'5l! L38'75 Verlehrabllnl. «lll«. l40 fi, 161 5» l«L — Nctieu van Transport' Unterntlimunssen. lper Ltilll). »lbrecht.Vahn »na fi. Gilber . 7, zl, g,, z^ «Mölb'Muman, Vllhn200fi. V. zo,?z ,nz?z V5hm. Nordbahn ,«» fl.. . , „ß .. ,,, ^ » Westbllhn »«Oft.. ,87— 8,9 — VuIchNehraoei »l. 500 fi. IM n8'> ,,9^ bto. ll«. ») »Wfi. . .°, ^ <°, _ Donau. DampNch«M°Yrt.Ge!.. "' Oefterr. bvn fi. «Vl. . , . »°„, . ,«, Dr»u.«l!.W..Db.H.)»«)fl,V, ^.z,, ,99,^. ss«ldlnand«.. Iassy. «i,en. '" lzl°yb.öft..unll,,lriestb<>ufl.«Vl, «° " »7« _ oesterr. »iordwestb. i,U" fl, V!lb, 3», ^_ 3«, ^N dt°. (M, ll.) i,uu st. L, , . ,», .. »»^,. Hra« Dürer «Üenb. I«»fi. Vttb, "°.^ "^ «taal»e» ^>»<» ft. silbrc ».,. 1,. »...,.. bübbahn wo ft, Tllber. . ,5^5,«.. Vüb'Norbb.Verb..«. »Wfi.llM. ^ ^ ^... Tramway Vej.,Är,,l?n ft. 5.W »,° ..»»«._ . „tue >l»r,, Prlnrität» «lttien luu st......,7— 9» _ Un«..,aliz. «l!en». »UN fi. sllber ,gy l,o ,97 __ »eld Wnre Ung Norboftbahn »na fi. Vilber 1»c — ,?? — Ung,weNb,s«n»b.Vlll,)»l)NN 3 19» — 19> b« Indnltrle Actien (vrr Vtülf). Vauaes., »ll«. veft. ,«» fi. , 8l — 83 — Eaydier «Nen» und Ttahl'Hib. ln «len wo ft. ... 83 - 84_. «Nenbahnw'lleih«, erfte, 8»N, 95— 97.. .«lbemühl», Vavlerf. u. «..», 5, — ^z« iiieftnner Vrauere« '<«> fl. . . ?8 — 93 z<» Montan, «elell., «sterl.«0»l) «assenf..«., Oeft.tn Wien 10<»fl, <9 '5« 49» -Wagglm.iielhinft., «ll«. «n Pefl 80 fl........ 8» — 89 — «»r. Vau«e!ell!chaft 1 fi, , . 74 — 7« — <8!snerbei,er8le<,el°«ct!tN'»«l, l8l — >8< — Devisen. Deutsch, «l»»s 54 5«. b^ «l^, ÜlMbon , »» »ll «!, Pari« , . 44<)»z 44 07,, Vllluten. Ducalen....... b 54 5'8K »U'Fr»nc»'Vtlll!e , . , »84/ 88« lxutsche «el««banl>,oten z4»<»!b4«7. B»Vlei'«ubel...... »88, l 88» Italtenisch, «antnoten slW U1 48.9 5> <4"i ^r Ein- und Verkauf aller im Coursblatte notierten Effecten und Valuten empfiehlt sich bestens die (3761) 300-1 fefalstuta ües Banitm Scbelhammer & Schattera WIE\, 1., l£üriituerstraw»e 2O.