k»o81nins plsLsns v gotovini. Nr. 11. Erlcheml jeden 1., 10. und 20. 9. (84.) Jahrgang. Organ der Goitlcheer Deutschen. Bezugspreise: Jugoslawien: ganzjährig 30 Din, halbjährig 15 — Din. D.-Oesterrei»: ganzjährig L Schill., halbjährig 3 Schill. Amerika: 2 Dollar. — Einzelne Nummern 2 — Dinar Sonntag, den 10. ^pril 192?. Briese ohne Unterschrift weroen n.'.cht berücksichtigt.' — Zuschriften werden nicht zuriickgeftsllt. — Bericht: sind an die Schristlertung zu lenden. — Anze'grn-Äujnahme und -Berechnung bei Herrn Carl Erker in Kočevje. Men Landsleuten, Abnehmern und Lesern unseres Heimatblattes wünscht Frohe Ostern die Schriftleitnng und die Verwaltung der Gottscheer Zeitung. Der Lenz geht um. Ich sag' euch was: De. Lenz geht um, Nehmt euch in acht, ihr Leute, Es ist so heimlich still und stumm, Als ging' er aus auf Beute. Seid nur behutsam, wo ihr steht Und blickt umher ein Weilchen, Denn plötzlich, eh' ihr euch's verseht, Schießt aus ein keckes Veilchen I O, traut jetzt.keinem alten Baum, Weit eher noch dem jungen, Denn eine Knospe, wenn ihr's kaum Noch ahnt, ist aufgesprungen! Auch müßt ihr mit Behutsamkeit Ins Äug' der Mädchen schauen! Gefährlich sind in dieser Zeit Die schwarzen und die blauen! Ich sag' euch was, die Lieb' geht um, Nehmt euch in acht, ihr Leute, Sie ist so heimlich still und stumm Und sie geht aus auf Beute! Zwei historische Griefe. Unter dem Titel „Ein Beitrag zur Geschichte des Gottscheer Volksliedes" erschien im Jahre 1912 in der krainischen Musealzeitschrift Carniola ein Artikel von Dr. Fr. KidriL, in dem zwei we¬ niger bekannte Briefe zur Veröffentlichung ge¬ langten, die ihrer historisch interessanten Einzel¬ heiten wegen Beachtung veroienen. Der von der österreichischen Regierung in den 30 er Jahren des vorigen Jahrhunderts nach Laibach entsandte Erheologo Korytko wanote seine Aufmerksamkeit auch dem Gottscheer Volksliede zu. Er trat mit dem slowenischen Dichter und damaligen Kaplan in Gottschee Kopitar in Füh¬ lung und begab sich im September 1838 über Reifnitz, wo er als Gast beim Schloßbesitzer RudeL weilte, nach Gottschee. Korytko kam bis nach Mösel, wo et in dem damaligen Pfarrer Michael Wolf, einem gebürtigen Gottscheer, eine kräftige Stütze in seinen Bestrebungen fand. Mit Wolf reiste Korytko nach Pöllandl, wo die dor¬ tige Frau Verwalterin ihre Hilfe in der Sammlung von Volksliedern zusicherte. Kauptversammtung der KoLt- rcheer Bauernpartei. Oie diesjährige Hauptversammlung der Gottscheer Bauernpartei findet Don¬ nerstag den 28. April l. I. um sO Uhr vorm. im Gasthause Lorenz Hönigmann mit nachstehender Tagesordnung statt: s. Eröffnung durch den Obmann samt Bericht. 2. Bericht des Gebietsabgeordneten Herrn geistlichen Rat Pfarrer Eppich. 3. Neuwahlen. 4. Beschlußfassung über den Ausbau der Partei. ' 5. Allfälliges. Mit Rücksicht quf die Wichtigkeit der Hauptversammlung ergeht an alle Gott¬ scheer das dringende Ersuchen, sich an derselben in großer Anzahl zu beteiligen. Insbesondere die Landgemeinden werden ersucht, ihre Vertreter zu der Hauptver¬ sammlung zu entsenden. Ostern im Lichte des Kreuzes Todesmatt neigt sich das Haupt des ster¬ benden Erlösers. Ein stiller Seufzer, ein, letzter Atemhauch, und sanft und friedlich schließt der Tod die Augenlider. In feierlicher Stille wür¬ digt Natur und Schöpfung den hehren Toten. Auf Drängen Korytkos, dem die erbetenen Nachrichten zu lange auszubleiben schienen, richtet Pfarrer Wolf folgende zwei Briefe an seinen Freund: Verehrungswürdigster Herr und Freund! Daß Sie über mein so langes Stillschweigen unge¬ duldig sind, kann ich Ihnen gar nicht verargen. Wenn ich Sie aber versichere, daß ich nach Ihrem mir unvergeßlichem Abschiede von hier mit Ein¬ bringung meiner Habseligkeiten sehr beschäftiget, und durch längere Zeit auf der Weinlese ab¬ wesend war, so hoffe ich, daß ich in Ihren Augen nichts werde verlohren haben, rem. Die Volkslieder bey Hochzeiten kann ich Ihnen dermahlen noch nicht schicken, da Andreas Jonke, der solche gut singen kann, in Triest abwesend ist. Beygeschlossen erhalten Sie zwey Lieder, die seit unerdenklichen Zeiten von dem Landvolke ge¬ sungen werden. Was die Joppe anbelangt, glaube ich, wird Ihnen wenig gedient seyn; wenn Sie nicht den ganzen Anzug einer Gottscheerin be¬ kommen, welcher gering gerechnet auf 20 fl zu stehen köme; hierüber wollen Sie sich gefälligst äußern. Mit der Frau in Pölland habe ich ge- Die Sonne trauert florumhüllt, keine Menschen¬ stimme, kein Vogelruf stört den heiligen Frieden, alles ruht in andachtsvollem Schweigen. Vom Kreuze blickt herab der Herr, der groß im Leben, noch größer im Sterben war. Nicht Arial und Areuzespein steht mehr auf seiner Stirn ge¬ schrieben, sein Antlitz leuchtet im Aarfreitags¬ zauber, der alle Menschen an sich zieht, wie Ehristus selbst verkündet hat: „Wenn ich werde am Areuze erhöht sein, werde ich alles an mich ziehen." Als goldene Erstlingsfrucht seiner voll¬ brachten Tat taut ein heiliger Friede vom Areuz hernieder, wie ihn die Welt jahrtausendelang nicht mehr empfunden hat. Der ganze Inhalt dieser seligen Wonne liegt in dem einen Wort, das des Heilands bleiche Lippen vom Areuz herab gesprochen haben: es ist vollbracht! Ver¬ geben, gesühnt ist alle Schuld. Tiefergriffen blickt der Mensch empor zum dorngekrönten Haupte, hingerissen von Heilandsliebe und Jesu Sühnetod erkennt er Gott und in ihm sich selber wieder. Leises Weinen, neues Hoffen und innere Beseligung, das ist der Seele Stimmungsbild vor dem Aarfreitagskreuz. Man sieht nicht mehr das Areuz von grausem Leid und Todesfchreck umdüstert, kein Sehnen mehr, man hört, em¬ pfindet bloß der Worte grenzenlose Seligkeit: erlöst, entsühnt, vergeben! Auch der Dulder, der Gequälte findet hier den Frieden, der vom Schick¬ sal hart Geschlagene Trost und alte, schuld¬ beladene Sünder fangen an zu hoffen. Alle demütigen Areuzespilger fühlen Lhristi große sprochen, welche sagte, daß Sie vieles für Sie gesammelt hätte, und wünscht es Ihnen persönlich mitzutheilen; warum sie es aber nicht schriftlich thun will, wollte ich nicht in sie dringen. Von der Geistlichkeit in Pölland sowie auch von Köstel kann ich "nichts erwarthen, obwohl ich es ihnen warm an das Herz legte, daß sie Ihren Be- mtjhungen an die Hand gehen sollen. Die schwarzen Gottscheer sind in der Pfarre Altlack, und wurden so genannt, weil sie meist schwarze Röcke trugen, die sie nun größten Theils in weiße umgetauscht haben. Die Koftler und Oswinizer sind mit den Gotlscheern nicht s gemischt, sind reine Slaven. Den Hexenprozeß, sowie auch das Verzeichnis jener Ortschaften, die von den Gotlscheern bewohnt werden, werde ich hoffentlich durch Herrn Amts- schreibe! Lackner bald abgeschrieben erhalten, wo ich dann nicht säumen werde, Ihrem Wunsche zu entsprechen. Die Zhermoschnitzer und Schein- nitzer kommen in der Tracht so ziemlich gleich. Eine Zhermoschnitzerin haben sie ja in Mösel schon gesehen. Die Tracht der Männer ist ver- schieden. Wann sich die Gottscheer hier ange- Liebe sprechen: „Noch heute wirst du bei mir im Paradiese sein." In dieser Liebe, von der Ehristus selbst gesagt hat: „Niemand hat eine größere Liebe als der, der sein Leben hingibt für seine Freunde", die in dem Areuzträger zum Opfer- und Erlösungstode sich bekennt, liegt die Zauberkraft der Areuzesmacht ver¬ borgen. Ein solcher Glaube muß das Herz be¬ wegen, umwandeln und süßen Frieden schaffen. Vor 60 Jahren blickte einer unserer größten Musiker an einem Aarfreitag hinaus vom Bal¬ kon seines Hauses in die blühende Frühlings¬ welt am Gestade des wunderschönen Züricher Sees. Da wurde der sturmgeprüfte Aünstler, der Neid und Haß so gründlich erfahren hatte, so ganz von hehrer Aarfreilagsstimmung erfaßt, daß ihm wie eine Vision plötzlich die wunder¬ same Segensmacht des Areuzes zum Bewußt¬ sein kam. Im Banne dieser unsichtbaren Ge¬ walt dichtete und komponierte er jene Verse, in denen er in ergreifendster Weise das gött¬ liche Mysterium der Erlösung Ehristi zum Aus¬ druck brachte. Damit hatte Richard Wagner die Idee zu seinem parzival gefunden, in dem er am Abend seines Lebens den Lorbeerkranz auf das Areuz Ehristi niederlegte. Es war ihm klar geworden, daß die erschütternde Tragödie auf dem Aalvarienberg zugleich der Anfang der himmlischen Seligkeit sei. Trägt schon so der Aarfreitagszauber Licht und Trost ins Menschenherz, so schafft am Auf¬ erstehungstag die Gsterbotschafl Helle Glaubens¬ freude, glorreichen Triumph und Allelujajubel. Wie aus dem Blumenkelch die prachtvolle Blüte sich entfaltet, so muß Osterfreude aus dem Aar¬ freitagsleid entsprießen. Blutigrot ging am Aar¬ freitag die Sonne unter, mit goldenen Strahlen bricht sie hervor am Vstermorgen. Ist der Bann gelöst, die Schuld vergeben, die Gerechtigkeit entsühnt, so kann der Gerechte selbst nicht mehr länger im Grabe ruhen. Und mit dem Herrn reiht sich an zur Auferstehungsprozession die ganze Ehristenheit, soweit sie am Areuz ihre Schuld gesühnt und darin Araft gefunden hat, Auferstehung .zu feiern zu neuem Leben. So wird Ostern zum Seelenfrühling, zum Wieder¬ erwachen. Der Auferstandene stellt Iung-Sieg- fried gleich sich der Welt entgegen, bereit zu kühnen Taten und frohlockt mit Paulus: „Was soll mich von der Liebe Ehristi scheiden? Weder Tod noch Schwert, noch Mühsale, noch Ver¬ folgung." Der Auferstehungsglaube war bei Aposteln und Iüngerschar so lebendig und eindrucksvoll, daß sie Ehristus kurzweg nur den „Auferstan¬ denen" nannten. Die Auferstehungstatsache war siedelt haben, ist nichts Bestimmtes zu finden. Wenn Sie noch einmal nach Gotlschee kommen würden, möchte mich unendlich freuen; ich würde Sie dann wieder nach Pölland begleiten, wo Sie dann Gelegenheit hätten, das von der Frau Ver¬ walterin Gesammelte selbst aus ihrem Munde zu vernehmen. * Nun noch eines unter uns l Es hat mir un¬ längst ein Geistlicher geschrieben und mich als vorgeblicher Freund gewarnet, daß ich ja nie mehr auf einer Hochzeit tanzen soll. Sie, lieber, theuerer Freund sollen an der Tafel des Herrn v. Ruder erzählt haben, daß ich in Ihrer Ge¬ genwarth sehr hitzig und schön auf der Hochzeit soll getanzt haben. — Daß Sie solches nicht konnten gesagt haben, bin ich überzeugt. Am 8. November 1838. Auf weitere Anfragen Korytkos gibt Pfarrer Wolf in einem zweiten Briefe bereitwilligst Aus¬ kunft: Lieber theurer Freund I Ihrem Wunsche gemäß beantworte ich nun nach Möglichkeit die an mich gestellten Fragen: G."-iZ.-min" — Nr. II. der Zentralpunkt ihres Glaubenslebens, aus dem sie ihren Eifer, ihre Begeisterung schöpften. Aein Wunder, wenn daher die ersten Ehristen schon den Auferstehungstag, der auf einen Sonn¬ tag fiel, so heilig hielten, daß dieser Tag an Stelle des früheren Sabbates, der jetzt bedeu¬ tungslos geworden war, als Ruhetag gefeiert wurde. So verdanken wir den Sonntag in seiner heutigen christlichen Bedeutung der Auferstehung des Herrn. Es ist daher kein Zweifel, wenn der Sonntag als christlicher Festtag ebenso alten Ursprunges ist, wie das Osterfest, welche beide bis in die apostolischen Zeiten zurückreichen. Der Sonntag sollte daher vor allem der Erin¬ nerung jener Glaubensereignisse gewidmet sein, die uns den Sonntag zum Tag des Herrn er¬ hoben haben. Für den Ehristen bedeutet somit die Sonntagsfeier ein geistiges Auferstehen mit Ehristus, indem wir den Alltagsmenfchen aus¬ ziehen, unserer hohen Bestimmung eingedenk werden, unsere Seele kultivieren, im Strom des lebendigen Glaubens ihre Aräfte stählen und ihre Fittiche weiten zum Fluge nach aufwärts. Dann wird der Sonntag zu dem, was er sein soll: zur Auferstehung im Glaubensleben. Die Sonntagsheiligung wirft ihre Reflexe auf das sittlichreligiöse Leben und dieses wiederum bildet das Fundament jedweder lebenskräftigen Aultur, mit der die Völker stehen und fallen. Es kann in Anbetracht dessen die frohe Ofterbotschaft in keinen besseren, der Zeit entsprechenderen mahnenden Ruf ausklinzen als in das kräftige Memento: Rette dein Volk und seine Aultur durch die weittragende soziale und ethische Tat der Achtung, Ehrfurcht und Heiligung des Sonn¬ tages, des Auferstehungstages des Herrn! Erlösung. Das Denkmal der Erlösung für alle Zeiten ist und bleibt das Areuz. Diese Überzeugung ruft in uns zumal die Fastenzeit immer wieder wach. Die alten Pharaonen bauten „sich einst ihre Denkmäler in den Pyramiden Ägyptens, die Aaiser Roms setzlen im gewaltigen Aolos- seum ein Denkmal ihrer Macht. Das Denkmal Jesu Ehristi ist der Areuzesstamm auf Gol- gotha. Die Pyramiden gehören längst der Vergan¬ genheit an, das Aolofseum zerbröckelte und als Ruine nur erzählt es heute von gestürzter Herr¬ lichkeit ; das Areuz Ehristi aber steht noch immer im Mittelpunkte der Welt- und Menschenge- schichte^ Auch die Aultur der Zukunft kann sich nur zu den Füßen des Gekreuzigten entwickeln. Sich selber hingeben, um anderen zum Leben zu verhelfen, den Areuzweg des Lebens mutig zu gehen, von der Areuzesfahne nicht zu flüch¬ ten und so sein religiöses Leben vertiefen, das ist der Inhalt des Geheimnisses der Erlösung. Ack 1. Das Haupttuch nennen die Gottscheer Huder, das lange Hemd (Kleid) Pfoit, das obere Hemdchen, welches meistens aus feiner Leinwand gemacht wird — Pfvitel, die Gürtel (P38) auch Gürtl, das Uiberkleid vom bläulichen Tuche, Joppe, detto mit Ermel — Rock, die Schuh —- Schuh, Stiefeln — Stiefel, Strümpfe — Strümfe. Hä 2. Man sagt, daß sich die Gottscheer zuerst in Windischdorf, zur Pfarre Mitlerdorf ge¬ hörig- angesiedelt haben, wahrscheinlich wird auch deswegen die Pfarrkirche zu Mitterdorf die alte Kirche genannt. /Vck 3- Die Sladtpfarre Goitschee, Mitterdorf, Altlag, Zhermoschnitz, Nesseltal, Mösel, Rieg werden von ungemischten Gottscheern bewohnt. Das sogenannte Gottscheerland gränzt gegen Osten an den Bezirk Krup, gegen Süden an Polland und Kroazien, Westen an Kroazien und Reifnitz, Norden an Bezirk Seisenberg und Bez. Neustadl. 4. Die schwarzen Röcke werden nur selten noch gesehen, das nehmliche Schicksal haben auch die schwarzen Joppen. Ack 3. Die Zhermoschnitzer Weiber tragen Juorgana X. Des Landwirts Garten. Von Oberl. Hans Sumperer, Adlesiöi. (Schluß.) Das Gerüst des Gartens sind die Wege. Im Garten seien die Wege gerade, nicht geschlingelt, nicht zu ties, in der Mitte etwas gewölbt, daß das Wasser abfließt. 10 cm über dem Wege sind die Gartenbeete genug gehoben. Als Einfassung der Beete diene Rasen, der wiederholt mit der Grasschere bearbeitet wird, damit wir den Rand nicht mit Brettern oder Bctonswand zu sichern brauchen. Nichts entstellt den Garten mehr als mit Gras bewachsene Wege, darum nehme man Zeit, sie zu reinigen. Der Hauptweg, der sich nach dem Eingänge richtet, führt durch die Mitte des Gartens. Ist der Eingang nicht ganz in der Mitte, sondern mehr auf der Seite, daß die Verteilung auf zwei gleiche Teile unmöglich ist, machen wir den Haupt¬ weg au der Seite und von hier engere Wege, wohin wir sie wünschen. Neben der Wand brin¬ gen wir leicht ein Mistbeet oder eine Laube an. Hauptsächlich gelte die Regel, daß wir keine un¬ nötigen Wege machen und daß am Ende eines Weges immer etwas Brauchbares ist, zu dem er führt, z. B. eine Gartenlaube, eine Bank, ein Blu¬ menbeet oder ein Brunnen. Oberflächlichkeit zeigen die Wege zwischen den Beeten, die nicht nach der Schnur und nicht symmetrisch gemacht sind. Ungleichmäßige Beete beleidigen das Auge. Was ist mit den Blumen? Gewöhnlich finden wir in diesen Gärten Georginen, Astern, Garten¬ rosen und Nelken. Wenn diese gleichmäßig ver¬ teilt wären, welchen Eindruck würden sie machen! Gartenrosen oder Sträucher, wenn wir für sie keinen Platz haben, soll man auf einem besonderen Beete neben dem Hauptwege' in gleicher Entfer¬ nung von einander setzen. Am Wege machen wir auch leicht Platz für andere Blumen, z. B. Geor¬ ginen, und wenn es auch gewöhnliche sind, tür¬ kische Nelken, Astern, Begonien, Nelken und an¬ dere. Auch einen Seitenweg oder ein Beet schmücken wir leicht auf diese Art oder vermischt mit an¬ deren in schönem Einklänge. Verschiedene Blumen dürfen wir im ganzen Garten nicht zerstreuen, sondern man setze gleiche Sorten in eine Reihe. Ein solches Beet wirkt auf den Beschauer sehr gut. Bei der Auswahl des Samens schauen wir darauf, daß wir das ganze Jahr Blumen im Garten haben. Für den Frühling sind Stiefmütterchen, Tul¬ pen u. a. m., für den Sommer Nelken, für den Herbst Astern, Begonien, Chrysantheme u. a. Wir können auch wechseln: Heuer wählen wir diese, statt der laugen Pfoit, ein kiitelartig zugeschnit¬ tenes mit mehreren Fallen versehenes leinenes Kleid, welches in den Hüften festgemacht wird, bedienen sich auch der Gürtl wie alle Gottschee- erinnen, den Oberleib bedeckt dann ein kleines Pfoitel (Hemetel), welches aber sehr kurz ist und kaum den Kittel erreicht, daher nicht ganz züchtig. Sie tragen auch Joppen, aber kürzer und etwas anders zugeschnitten. Das Haupttuch der Zher- moschnitzerinnen ist durchaus weiß und tragen es nach Form der Oberkrainer. Die Männer tragen sich so wie überall in Gottschee, verschieden, ihre Sommerhosen sind von Leinwand und nach Art wie die Unterkrainer tragen, zugeschnitten, nur nicht Knie-, sondern Stiefelhosen. Ich wünsche recht von Herzen, daß Ihnen mit dieser unbedeutenden Mittheilung etwas ge¬ dient wäre. Mehrere könnten freylich Mehreres sagen, aber ich bin ganz alleinig. Ihr aufrichtiger Freund Michael Wolf. Mösel, am 4. Dezember 1838. -—- s, X- Gottn»"r Z«.in-r.a — Nr. 11. §. nächstes Jahr andere Arten von Blumen. Blumen, die stark in die Höhe wachsen, bedürfen einer Stütze, daß sie sich nicht zu tief zu Boden neigen und so den angenehmen Eindruck schädigen. Blühende Sträucher finden wir gewöhnlich in diesen Gärten nicht. Viel Platz ist ost um das Haus, wo wir oft leicht einen Strauch setzen könnten, der uns im Frühjahre . erfreuen würde. Wo im Garten Platz ist, setzen wir leicht in der Nähe der Gartenlaube blühende Sträucher. Je¬ denfalls könnte jedes Bauernhaus eine schöne Umgebung haben ohne besondere Spesen. Wer Freude und guten Willen hat, erreicht manches. Im Garten sollen auch Erdbeeren, Himbeeren, Stachelbeeren und Johannisbeeren vorhanden sein. Erdbeeren setzen wir auf Beete wie anderes Grün¬ zeug, für das andere Gesträuch wählen wir einen besonderen Platz aus, vielleicht am Zaune. Obst¬ bäume gehören durchaus nicht in diesen Garten, weil bei der Bauerei ohnehin genügend Platz für den Obstgarten ist. Es ist selbstverständlich nicht alles getan, daß wir den Garten so einrichten und ihn dann ver- nachlässigen. Besonders traurig ist der Anblick auf den Garten im Herbste, wenn alle Feldfrüchte eingeheimst sind. Im Garten bleiben verschiedene Abfälle: Blätter, Kraut- und Karfiolstengel, Sten¬ gel verschiedener Blumen, Unkraut u. a. Nicht nur, daß diese Reste ausgezeichnete Schlupfwinkel für verschiedene Schädlinge sind, machen sie auf den Vorübergehenden einen unangenehmen Ein¬ druck. Alle diese Abfälle geben wir auf den Kom¬ posthaufen, Stengel mit Schädlingen aber ver¬ brennen wir. Fisolenstöcke und Stöcke verschiedener Gartenrosen bewahren wir' an einem trockenen Orte auf. Wenn wir im Herbst den Garten auf¬ räumen, müssen wir die Beete umstechen, wie es ein sorgsamer Bauer nach dem Einräumen mit dem Acker.macht, daß er ihn nicht in Gänze läßt. Ein gut geordneter und aufgeräumter Garten macht auf den Besucher iti jeder Jahreszeit einen angenehmen Eindruck. Eine rechte Hausfrau schaut nicht nur im H ruse auf Ordnung, schauen muß sie auch auf Ordnung und Reinlichkeit im Garten und dies besonders, weil der Garten einer all¬ gemeinen Kritik ausgesetzt ist. So macht man sich öfters ein Urteil über die Hausfrau nach dem Garten, über den Hausherrn nach den Äckern und seinem Obstgarten und nur selten irrt man sich. Leset und veröreitet die „Kottscheer Zeitung". Zer Ausbau der Kottscheervayn beginnt noch Heuer. Zer Minisserrat in Belgrad hat am 8. April beschlossen, daß mit dem Mau von drei Bahnlinien in Slowenien sofort begonnen wird. Zazn gehört auch die Hottscheer Linie, welche die Verbindung Sloweniens mit dem Meere Herssellen soll. Mit Inangriffnahme dieses Projektes wird vielen Werdienssgelegen- heit geboten und mit der Wollendung des Werkes darf ein bedentender wirtschaftlicher Aufschwung hierzulande erwartet werde«. Eine Krise der Nehwirtschaft in Mitteleuropa. Die schwere Krise, welche die Landwirtschaft in ganz Mitteleuropa erfaßt hat, ist nicht zuletzt auf die ungünstige Lage der Vühwirtschaft zu- rückzusühren. In allen Ländern Mitteleuropas, in Österreich, Deutschland, der Tschechoslowakei, Ungarn und nicht zuletzt in Jugoslawien, sind deutliche Anzeichen der Krise in der Viehproduklion wahrzunehmen. So ist die schwere Krise in der österreichischen Landwirtschaft vor allem eine Vieh- wirtschastskrise. Die österreichischen Viehzüchter klagen am schwersten über Absatzmangel und schlechte Preise. Es ereignete sich des öfteren, vor allem auf den alpenländischen Viehmärkten, daß von mehreren hundert Stück aufgetriebenen Viehes nicht e»n einziges ooer höchstens einige wenige verkauft, alles übrige wieder abgetrieben werden mußte. Da ist es begreiflich, daß diese Viehwirtfchastskcise letzten Endes zur geplanten Zollnovellierung in Österreich geführt hat. In Deutschland haben die großen landwirt¬ schaftlichen Tagungen der letzten Tage mit beson¬ derem Nachdruck die Krise m der Viehproduklion betont. Und besonders die jüngste Entwicklung der Handelsvertragsverhandlungen zwischen Deutsch¬ land und Polen hat die Bauernschaft zu wieder¬ holten Kundgebungen veranlaßt. Vor allem wird von der deutschen Landwirtschaft gefordert, daß den Polen die Einfuhr von lebenden Schweinen nach Deutschland nicht zugestanden wird, da die Schweinezucht insbesondere in Preußen die Grund¬ lage der Bauernwirtschaften bilde. Auch bezüglich der Rinderzucht werden in Deutschland strenge Ma߬ nahmen zur Minderung beziehungsweise Hintan- haltung der Einfuhr gefordert. Die Veterinärbe- stimmungen werden auf das strengste gehandhabt, worüber sich insbesondere Ungarn, dessen Vieh¬ export davon erheblich betroffen ist, sehr beschwert. Besonders stark wirkt sich die Kufe in der Tschechoslowakei aus. Die Tschechoslowakei hat seit dem Sommer 1926 einen Schutzzoll für Qualitätsvieh. Trotzdem dieser Zoll die Einfuhr von ausländischem Vieh stark herabdrückke, hält die Krise unvermindert an, und zwar vw' allem deshalb, weil die gegenwärtigen Zölle immer noch keinen genügenden Schutz gegen die Konkurrenz des ausländischen erstklassigen Schlachtviehes bieten. Die tschechoslowakischen Viehzüchter verlangen des¬ halb" neuerliche Erhöhung der Zölle und Umwand¬ lung derselben in Geunchlszölle. (Bisher gelten Stückzölle.) Außerdem wurde kürzlich ein Haupt¬ verband zur Förderung der Viehoerwertung ge¬ gründet, der durch zentrale Beschickung der Märkte die Preisgestaltung zu beeinflussen suchr. Nicht weniger schwer ist die Viehwirischafts- krise in Ungarn. Die Ausfuhr von ungarischen Rindern nach Wien ist zum Beispiel um 40 Pro¬ zent gesunken. In gleicher Weise ist die Ausfuhr ungarischen Viehes nach Deutschland staiLzurück¬ gegangen. Eine schwere Stagnation macht sich auch auf dem ungarischen Schwcinemarkr bemerkbar wo vor allem der Rückgang der Ausfuhr in die Tschechoslowakei und ebenfalls nach Deutschland sich katastrophal auswirkt. Starke Konkurrenz macht den Ungarn gegenwärtig Rumänien, das vedeutcnd billiger liefert und durch Herabsetzung seiner Aus¬ fuhrgebühren, die in der nächsten Zeit noch weiter gemindert werden sollen, gewissermaßen Export¬ prämien für seine Viehwirtschaft geschaffen hat. Bloß die ungarische Pferdezucht ist günstiger ge¬ stellt und weist in der letzten Zeit eine starke Stei¬ gerung des Exports auf. Auch Jugoslawiens Viehzucht geht zurück. Freilich treten hier andere Beweggründe in Er- scheinung. Die jugoslawische Viehwirtschafiskrise ist weniger eine Absatzkrise als vielmehr eine Zuchl- krise. Besonders Slowenien hat vor dem Kriege regelmäßig Zuchttiere aus Tirol, Salzburg und Kärnten eingeführt und seine gesamte Rinderzucht auf diese Rassen eingestellt. Der Mangel an Geldmitteln, das Versagen der genossenschaftlichen Kreditorganisationen hat dazu geführt, daß diese Zuchtvieheinfuhr in den letzten Jahren gänzlich aufhörte, was eine schwere Degeneration des Vieh¬ bestandes zur Folge hatte. Bis zu 50 Prozent der Kühe in Slowenien sind heute unfruchtbar. Nach kaufmännischem Urteil bestehl die Gefahr des Ruins der gesamten slowenischen Viehzucht, wenn nicht in Bälde hier eingeschritten wiro. Nicht viel besser steht es um die Viehzucht in der Wojwodina, wo sie infolge Mangels an Garabba. Barabba lachte, lachte aus vollem Halse. „Warum lachst du?" fragte sie ihn. „Muß ich nicht lachen, wenn ich an die heu¬ lende Menge denke? Hörst du ihr Geschrei? Kreu¬ zige, Kreuzige! Hörst du die Hammerschläge, die den Gerechten ans Holz nageln? Lach mit mir, dummes Weib, lach mit mir über die Verruchtheit der Welt." Und er lachte, lachte wie ein Unsinniger. Das Frauenzimmer stieß ihn von sich: „Meinst du, daß ich Lust habe, mich bei einem Wahnsinnigen länger aufzuhalten? Hat dich das unerhoffte Glück toll gemacht? Wahrlich, du hast es nicht verdient." „Das erstemal, daß du vernünftig sprichst", schrie Aarabba und sprang vom Lager auf. „Du hast recht. Ich habe es nicht verdient. Das Elend der Wüste hat mich geboren. Ich lernte ein Dieb sein früher, eh ich noch sprechen konnte. Kein Tag ohne Fluch, keine Woche ohne Verbrechen. Alle Lust, die die Erde zu bieten verinag, habe ich verkostet. Aber es ist Gift, das uns anekelt und zum Verderben führt. Am Laukhüttenfest werf ich mich zum Häuptling jener Mvrdbande auf, die Ordnung und Gesetz stürzen wollte. Ich stahl, ich mordete, ward gefangen und in den Kerker ge- stoßen. Das Urteil war gefällt, mein grausamer Tod bestimmt. Niemand dachte daran, daß ich jemals wieder die Freiheit erhalten würde. Da kam der Tag, der heutige, furchtbare Tag. Ich höre des Pilatus Worte: Heute muß ich euch einen freigeben; men wollt ihr: Barabba, den Mörder, oder Jesus, der genannt wird Christus? Und die Menge heulte: Gib uns Barabba, den andern laß ans Kreuz schlagen. So bin ich frei- geworden. Der Haß ist blind. Das Scheusal läßt man laufen, der Unschuldige wird gekreuzigt." Während der Rede Barabbas, halte sich der Himmel verfinstert. Düstere Wolken jagten über die Stadt, Regenschauer rieselten nieder. Es be¬ gann zu donnern, die Erde zitterte, jammernd stürzten die Menschen aus den Häusern. Baraba übersah von seiner Terrasse aus die umliegende Gegend und wandte seinen Blick zur Schädelstätte. „Siehst du, Weib," rief er und zeigte nach Golgatha, „siehst du den Gekreuzigten?" Dichte Finsternis senkt sich nieder, die Menschen stehen voll Schrecken. „Weib," schrie er dann, „ich kann nicht dulden, daß man ihn kreuzigt, daß er stirbt. Ich bin ein Mörder, aber' ich empfinde tieser als jene Mörderseelen." Er wollte auf die Gasse. Da bebte die Erde in ihren Grundfesten, der Vorhang des Tempels riß entzwei, eine große Wehklage ging durch die ganze Stadt. Aus den Gräbern kamen die Toten hervor und wandelten durch die Straßen. Sie klopften an die Tore der Häuser ihrer Enkel und riefen mit dumpfer Simme: Weh, weh, das Blut des Unschuldigen kommt über euch und euere Kinder! Und wie sie gekommen, so kehrten sie wieder zurück in ihre Gräber, die sich schlossen. Wie beräubt stand Barabba da. Ein Schlag auf die Schulter riß ihn aus seinem Brüten: „Barabba, laß mich bei dir wohnen." „Wer bist du?" fragie Barabba und blickte den Bittenden mißtrauisch an. Dessen Kleid war zerrissen, struppig der Bart, unstet die Augen. „Wer bist du?" fragte Barabba noch einmal. Leite 4. G:':iü>eer Zeitung — Nr. 11. Jaqrgang X. geeigneten Zuchttieren gleichfalls stark zmückgegan- gen ist. Allerdings spielt die Viehzucht bei der noch sehr extensiv betriebenen Landwirtschaft in der Wojwvdina keine so große Rolle wie etwa in Slowenien, wo sie vielfach den Haupterwerb der Landwirte bildet. Allgemeine Mchteu der Steuerzahler im zweiten Vierteljahr 1927. Am 1. Mai 1927 werden die direkten Steuern für das II. Vierteljahr 1927 zur Zahlung fällig. Wenn die Steuern für das Jahr 1927 noch iftcht vorgeschrieben sind, ist eine Rate nach der Höhe der letzten definitiven Vorschreibung zu zahlen. Die in diesem Ausmaß gezahlten Raten werden gelegentlich der definitiven Steuervorschreibung für das Jahr 1927 verrechnet. Die Steuerämtcr sind berechtigt, die restlichen Steuern zwangsweise einzutreiben, wenn sie nicht innerhalb von 14 Tagen nach der Fülligkeit ge¬ zahlt werden, und außer den F o/o Verzugszinsen noch die Exekutionskosten, die für die Mahnung eine Para von jedem Dinar der schuldigen Staats¬ steuer betragen. Unternehmungen, die öffentliche Rechnung legen, müssen jedes Jahr im Laufe von 14 Tagen nach Genehmigung des Rechnungsabschlusses, spätestens aber bis 30. Juni, das Bekenntnis für die Be¬ messung der besonderen Erwerbssteuer vorlegen. Die Steuerzahler, welche verpflichtet sind, Buch zu führen über den gehabten Umsatz, müssen bis 30. April 1927 die Steuer für den im I. Vierteljahr 1927 abgewickelten Umsatz mit beson¬ derer Anmeldung abführen. Die übrigen Steuerzahler, welche die Umsatz¬ steuer im Pauschal, d. i. nach der Höhe des im Jahre 1926 abgewickelten Umsatzes bezahlen, zahlen zusammen mit den übrigen Steuern auch die zweite Rate der Umsatzsteuer, die für das Jahr 1927 vorgeschrieben ist, im Falle, daß diese noch nicht vorgeschrieben ist, im Ausmaß der Vorschrei¬ bung für das Jahr 1926. Arbeitgeber, welche die gesammelten Beträge mit monatlichen Verzeichnissen abführen, müssen sie abführen und die Verzeichnisse bis spätestens 14. jedes Monates vorlegen, Arbeitgeber, welche die gesammelten Beträge mit vierteljährlichen Aus¬ weisen absühren, aber im Verlauf von 14 Tagen nach Ablauf eines jeden Vierteljahres, d. i. bis 14. April 1927. Über die Steuern, welche die Steuerbehörde im l. Vierteljahr 1927 bemessen hat, werden die vorgeschriebenen Ausweise an den ersten 15 Tagen „So kennst du mich nicht? Siehst du nicht das Kainszeichen auf meiner Stirn? Bin ich doch der, der den Nazarener kreuzigen ließ um dreißig Silberlinge." Barabba streckte wie abwehrend die Hände vor: „Was willst du hier?" „Du bist geübt im Handwerk. Stoß mir das Messer in die Brust, reiß mir den Schädel vom Rumpf. Nimm die dreißig Silberlinge dafür, ich schenk sie dir." Barabba trat zurück: „Judas Jskariot, von meiner Hand stftbst du nicht. Verschling deine Silberlinge und erstick' an ihnen, aber ich will mir meine Hände an dir nicht beschmutzen." Judas bedeckte sein Antlitz mit den Fetzen seines Kleides und fiel dem Mörder zu Füßen: „Barabba, erbarm' dich meiner. Es ist dein Handwerk, du bist geübt. Ich bin zu feig zum Selbstmord." Barabba ließ ihn und eilte durch die Straßen. Er ging vors Grabmal und wendete sich an die römischen Wächter: des MonalS April 1927 zur Einsichtnahme auf¬ gelegt werden, insofern die Steuerzahler nicht auf die Auslegung außerhalb dieses Termins beson¬ ders aufmerksam gemacht wurden. Die Rekursfrist beginnt am 16. Tag nach der Auflegung und dauert 15 Tage. Die zweite Rate des Gebührenäquivalents ist, wenn die jährliche Vorschrift den Betrag von 500 Dinar übersteigt, vom 1. bis einschließlich 15. April 1927 zu bezahlen. Wer die vorgeschriebenen Summen in dieser Frist nicht erlegt, zahlt außer der ordentlichen Taxe und den go/o Verzugszinsen als Strafe noch den zweifachen Betrag der nicht erlegten Taxe. Von Kupons oder Dividenden und von Tan¬ tiemen wird nach Anmerkung 5 zur Tarifpost 10 eine Taxe von 1°/v gezahlt. Die Taxe ist beim Steueramt in 15 Tagen nach Genehmigung der Bilanz zu erlegen. Die Überschreitung dieses Ter¬ mins wird mit dem dreifachen Betrag der ordent¬ lichen Taxe bestraft. Aus. ^tadt und Land. KoLevje. (Personalnachricht.) Unser Landsmann der Notariatsanwärter Dr. Josef Tramposch in Feldbach wurde zum Notar in Friesach ernannt. — (Eduard Samhaber -j-.) In Linz verschied am 27. März in seinem 81. Lebensjahre der oberösterreichische Dichter Professor Eduard Samhaber, der seinerzeit durch eine Reihe von Jahren an der Laibacher Lehrerbildungsanstalt bedienstet war. An der Gründung der damaligen Ferialverbindung „Carniola" wirkte er mit ganzer Kraft mit und gehörte ihr bis zu seinem Tode als A. H. und Ehrenbursch an. 1888 sand seine Ver¬ setzung nach Linz statt und 1905 trat er in den Ruhestand. Samhabers Werke sind in 5 Bänden erschienen. Sein schönstes Denkmal schuf ec sich durch sein Meisterwerk, die herrliche Uebersetzung der Lieder des klassischen Minnesängers Walther von der Vogelweide, und durch andere N uschö- pfungen mittelalterlicher Epen. — (Personalnachricht.) Zum Distrikts¬ arzt für Gottschee ist Herr Dr. Josef Krauland ernannt worden. — (L a n d t a g s s i tzung.) Am Osterdienstag den 19. April beginnen wieder die Sitzungen der Gebietsversammlung in Ljubljana. Gegenstand der Verhandlungen ist in erster Linie der Landes¬ voranschlag. — (Streckenbegehung.) Die Herren: Bauinspektor J. Zajc und Ingenieur Bevc haben „Laßt mich da liegen wie einen Hund vor dem Grabe seines Herrn." Die Soldaten blickten ihn verwundert an: „Bist du nicht Barabba, den das Volk frei- begehrt hat? Geh in die Wüste zu deinen Stum¬ men, laß dich nicht wiederblicken hier in Jerusa¬ lem. Einmal bist du freigekommen, ein zweiter Gerechter tritt jedoch nicht wieder aus, der dich mit seinem Blut erlöst." „Laßt mich hier liegen, sag ich euch, wie einen Hund, laßt mich hier liegen. Ich bin es müde, mein Handwerk weiterzutreiben. Ich mordete um des Geldes willen, die aber mordeten um des Hasses willen. Ich seh mich geschlagen in meiner Verruchtheit." „Weg da, Baraba!" rief der Hauptmann. Mit den umgekehrten Spießen hieben sie auf ihn ein. ' — Dem Elenden schwoll die Zornader auf der Stirn. Er eilte wieder fort vom Grab und sand Judas, der sich erhenkt hatte. „Die erste Wohltat, die du der Welt erwiesen hast", höhnte Baraba im Vorüberstürmen. Immer weiter eilte er fort von Jerusalem. am 5. April neuerdings das Terrain in Augen¬ schein genommen, über das die schon lang er- sehnte Straße Mitterdorf-Grintowitz-Riegel-Alt- bacher-Neubacher und Allbachcr-Tiefenreuter führen soll. Es wurde hiebei den sehr zahlreich erschie- nenen Vertretern aus der Milterdorfer, Malgerer und Altlager Gemeinde Gelegenheit geboten, im bereits vorgelegten Plane noch kleinere erwünschte Abänderungen zu erreichen. Einstimmig erklärten alle, mit dem ausgearbeiteten Projekte zufrieden zu sein, und nur der eine Wunsch beherrschte alle, daß nun auch die Detailpläne in den nächsten Monaten ferliggestellt würden und die Finanzie¬ rung des Straßenbaues bald gesichert wäre, so daß spätestens im nächsten Frühjahr der Bau in Angriff genommen werden kann. Den Ortschaften, welche von der neuen Straße berührt werden, gönnt es wohl jedermann, daß sie endlich einmal eine Verbindung mit der Außenwelt erhallen. — (Das Gollscheer Fachschulgebäu- d e) dient seit einigen Jahren einem Blindeninsti- tule als UnlerkunftSstätte. Wie es heißt, soll das Blindeninstitut nach Ljubljana zurückverlegt werden. Für diesen Fall richte man das Haus wieder für den früheren Vorkriegszweck oder einen ihm ver¬ wandten ein. Unserer Meinung nach entspräche es den wirtschaftlichen Interessen des Bezirkes am besten, wenn das Fachschulgebäude zur Veran¬ staltung von landwirtschaftlichen und gewerblichen Kursen, Haushaltungs- und Spitzenklöppeleikursen, Kcankenpflegckursen u. dgl. bereit stünde. — (Osterarüße aus Mazedonien.) Da Ostern nahe ist, übersenden hiemit wir Gottscheer aus Kratova, die wir hier im Dienste des Königs stehen, allen Gottscheern daheim unsere Ostergrüße und Wünsche. Josef Skender aus Skrill, Engel¬ bert Schauer aus Oberwarmberg, Joses Jonke aus Kletsch, Josef Tomitz aus Seele, J. Oster¬ manu aus Grafenfeld, Josef König aus Hohen¬ berg, Josef Hutter aus Riegel, Adolf Ribilsch aus Grafenfeld, Adolf Sedler aus Reichenau, Joh. Rankei aus Reichenau^. Matthias Eppich aus Mooswald, Alois Ecker aus Koflern, Alois Ver¬ derber und Franz Jakli'sch aus Unterloschin, I. Stampfel aus Kletsch, Paul Verderber aus Rein¬ tal, Franz Michitsch und Johann Trocha aus Morobitz, Alois Ostermann und Ferdinand Meisel aus Ograja, Johann Lackner aus Graflinden. — (Wichtig für Militärpflichtige.) Bei der Bezirkshauptmannschaft liegt bis I. Mai das Verzeichnis aller im Jahre 1907 geborenen Stellungspflichtigen auf. Diese sowie ihre Ange¬ hörigen können während dieser Zeit in das Ver¬ zeichnis Einsicht nehmen und dabei vom Mftitär- Sein Weg führte ihn weit hinaus in die Wüste. Tagelang wanderte er die Einöde ab und sam¬ melte seine Gefährten. Als er deren eine große Anzahl zusammengebracht hatte, führte er sie gegen die heilige Stadt. Jünger Jesu kamen ihm entgegen. „Was willst du mit deinem Volk?" fragten sie ihn. „Den Gekreuzigten rächen." „Den sie gekreuzigt haben, der lebt. Er ist auferstanden und vielen von den Unseren erschie- nen. Kehr' um, Rache wollen wir nicht." Da sie noch redeten, stand Jesus mitten unter ihnen. Er legte die Hand auf die Schulter Ba¬ rabbas : „Kehr' um, Barabba", sagte der Herr. „Wer mir dienen will, muß lieben. Kehr' um und tue Gutes. Selig, der um der Gerechtigkeit willen verfolgt wird, denn er wird auferstehen." „Der Haß der Welt hat mich bekehrt", ent¬ gegnete Barabba. „Ich will lieben um deinet¬ willen." Barabba kehrte um und verlor sich in der Wüste. X.. Seit? 5. referentcn bei der Bezirkshauptmannschaft sich darüber Auskunft geben lassen, ob und welche Begünstigung die einzelnen Slellungspflichtigen er¬ reichen können. Wer sich nach den erhaltenen Aufklärungen rechtzeitig richtet und bei der Stel- lung alle nötigen Dokumente schon vorweisen kann, erspart sich manche Auslagen. — (Sängerabend.) Samstag den 2. April bereitete der Gottscheer Gesangverein mit einem reichhaltigen Programm dem zahlreich erschienenen Publikum einen genußreichen Abend. Die An¬ kündigung der öffentlichen Veranstaltung des ob¬ genannten Vereines, der durch das Bestbietende in seinen gesanglichen Leistungen und unterhal¬ tenden Darbietungen sich der Hochschätzung aller Kreise erfreut,' hatte einen solchen Widerhall ge¬ funden, daß bereits vor Beginn der Aufführung um 8 Uhr abends der Saal des Hotels Stadt Triest bis auf den letzten Platz besetzt schien. Die allgemeinen Erwartungen wurden denn nicht nur gerechtfertigt, sondern durch das Dargebotene noch vielfach übertroffen, vor allem durch die staunen¬ erregende Bravour der Männerchöre. Bei laut¬ loser Stille im Saale lauschte man mit gespannter Aufmerksamkeit, als das Programm mit dem Melodram „Die Niederländischen", eine Bear¬ beitung niederländischer Freiheitslieder durch Krem¬ ser, eröffnet wurde. Gegenüber der dramatischen Handlung, darstellend das Ringen der Volksseele nach Freiheit und Recht, zeigten die Chöre in kunstvollendeter Weise eine so hohe Anpassungs¬ fähigkeit, daß in den Tongemälden die klagende Sorge des Volkes wie die leidenschaftliche Be¬ geisterung in der Kampfesstimmung ein wahr¬ heitsgetreues Echo fand. Die sichere, ausdrucks¬ volle Begleitung am Klavier durch Frau Dora Hriber, sowie das melodiöse Spiel der Violin- begleiter, der Herren Josef Dornig und Franz Tschinkel, verbunden mit dem 30 Mann starken Chorgesang ergaben eine bis in die feinsten Ab¬ tönungen sich ausklingende harmonische Gesamt¬ wirkung. Der Chorgesang wechselte mit Sologe¬ sängen, vorgetragen durch den wackeren Tenor¬ solisten Herrn Josef Hönigmann und Herrn Josef Schober als Bariton. Vor jedem Gesang brachte Frl. Nelli Bartelme den Inhalt des Melodramas sehr ausdrucksvoll und klar verständlich zum Vortrag. Die innige Fühlungnahme zwischen Dirigent und Chor zeigten Herrn Dr. Arko in seiner hohen . Fähigkeit als Meisterdirigent. Dirigent und Chor gebührt für diese Glanzleistung rückhaltlose An¬ erkennung und Bewunderung. Noch mehrere Chöre reihten sich ebenbürtig an unter dem Titel „Ständ¬ chen", „Frisch gesungen" und „'s war immer so". Letztgenanntes Lied, von humorvoller Laune sprudelnd, wie aus dem Text ersichtlich: „Wenn wir Sonntags in die Kirche geh'n, 's war immer so, wir noch früher in das Wirtshaus geh'n, 's war immer so. Wir sind ja alle deine Kinder, 's war immer so, rettungslos versoffne Sünder, 's war immer so", wirkte mit seiner gelungenen Komposition so einschlagend auf die Zuhörer, daß der minutenlange Beifall zur Genüge kund tat, wie das Lied allen von Herzen zu Herzen gehend gesungen war. „Die Zigeuner" als letzter Chorgesang bildeten den Abschluß der unverge߬ lichen Darbietungen. Im zweiten Teil des Programmes waren zur Unterhaltung auch bühnenkünstlerische Auffüh¬ rungen vorgesehen. „Die drei alten Jungfern" hatten im gleichnamigen Singspiel in den Herren Dr. Arko, Josef Hönigmann und Gustav Ver¬ derber würdige Vertreter ihres Standes gesunden. Schon durch die Kostümierung und Mimik allein hatten sie reichen Lacherfolg auf ihrer Seite. Womöglich noch origineller waren die drei Herren unter Mitwirkung des Herrn Viktor Petsche in dem Singspiel „Die lustigen Musikanten", die sich bald als vorzügliches Musikantenquartett entpuppten. An ihrem Weltruf konnte man wirklich Gottsch -r Z^tt'r.g — Nr. 11. nicht mehr zweifeln, als schließlich ihre Trompeten und Flöten das schönste Symphoniekonzert zum Besten gaben. Hoffentlich erwirbt das originelle Quartett dauerndes Gastrecht bei uns. Reichlicher Applaus entlohnte in beiden Spielen die Mühen der unermüdlichen Helden. Hochbefriedigt von den gebotenen Leistungen trennte man sich erst nach Mitternacht nach einem für Äug' und Ohr an Kunst und Unterhaltung genußreichen Abend, wofür dem Gesangverein das Publikum eine dankbare Erinnerung bewahren wird. — (Gutes Verhalten der Einge¬ rückten.) Mit den letzthin in Kram eingerückten Rekruten war man in Ljubljana recht zufrieden, da die große Mehrheit rechtzeitig und nüchtern erschien und sich gut aufführte. Betrunkene und Lärmende gab es nur wenige und auch diese wären ein zweitesmal gewiß gescheiter, weil sie die Betrunkenheit mit empfindlicher Strafe büßen mußten. Dazu wurde das, was man m den Koffern der einzelnen an Schnaps und anderen geistigen Getränken vorfand, in den Kanal gegossen und statt dessen jede Flasche mit reinem Wasser an¬ gefüllt. Im übrigen wurden die Rekruten aus Krain auf verschiedene Garnisonen verteilt, doch sind es gesunde Orte. In Ljubljana blieben nur gegen 10 Prozent, das sind solche,-deren häus¬ liche Verhältnisse ein Näherbleiben notwendig machen. — (Reichsdeutsche Gäste.) Die ersten Reichsdeutschen, die Heuer im Ländchen Besuch machten, waren: D. W. Schwanhäußer aus Lauf bei Nürnberg, die Universitätshörer Haubold, Eschmann, Fritz Zeiträg, Karl Hassenstein und Friedrich Steck. -- (Unser Parlament) ist am 1. April mit dem Voranschläge fertig geworden. Freund und Feind muß anerkennen, daß die National¬ versammlung in den vergangenen zwei Monaten viel nützliche Arbeit geleistet hat. Am 19. April tritt das Parlament wieder zusammen. Um die Arbeit noch fruchtbringender zu machen, soll die Regierungsmehrheit durch weitere Parteien ver¬ stärkt werden. — (Zum Artikel: „Ein süßer Kampf".) In der Wirtschaftlichen Rundschau wird unter dieser Spitzmarke in einem „Eingesendet" wieder der persönliche Kampf begonnen und hier muß vor allem bemerkt werden, daß vor einiger Zeit eine Vereinbarung getroffen wurde, daß sämtliche Mit- arbeiter der hiesigen Blätter die persönlichen Sa- chen in ihren Beiträgen ausschalten sollen. Wie überall, so wird von dieser Seite aus auch hier nur der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Die betreffenden Herren, welche nur gerne sehen würden, daß ihre schmutzige Wäsche nicht zuviel bei Hellem Tageslichte gewaschen wird, fallen so¬ gleich wieder aus ihrer Rolle, sobald es gilt, gegen einige bekannte Gottscheer Führer etwas anzu¬ heizen. Die Wirtschaftliche Rundschau ist ein unge¬ lesenes, selten bezahltes, beinahe unaboniertes Blatt. Warum will der Herausgeber den Gott- scheern ein Blatt aufdrängen? Bringt er das ge- wiß enorme Defizit auf, welches dieses Blatt ver¬ ursacht? Gewiß nicht. Verschiedene Fragen drängen sich da auf und finden dann letzten Endes ihre Deutung in den zwei Annoncen, welche, um frem¬ den Interessen zu dienen, in diesem Blatte er¬ scheinen. Die Führung dieses Blattes, welches ei¬ gentlich viel besser „Unwirtschaftliche Rundschau" heißen soll, liegt, wie sich leicht denken läßt, nicht in den Händen des Herausgebers. Von ihm muß man unter allen Umständen mehr Takt erwarten. Er hat sicher nicht jene Artikel verfaßt, welche sich so stark gegen die neue Spar- und Vorschuß- kaffe richteten, er hat nicht vor kurzem einige sehr uneigennützige Gottscheer „unernst" gefunden, er hat schließlich keinen Grund, immer gegen alles zu sein, was wirklich nur rein wirtschaftlich denkt. Weil man die landwirtschaftliche Filiale wieder zum Leben brachte, sollte sich dieses Blatt freuen, es zieht aber daraus den Schluß, daß hier unernste Männer dabei sind. Weil eine neue Sparkasse gegründet worden ist, welche wirklich wirtschaft¬ lich arbeitet und allen kolossale Doktorspesen und Rupfereien erspart, findet die „Wirt- schaftliche Rundschau" ein Haar in der Suppe. Der Kampf, der hier, wenn auch unter „Ein¬ gesendet" einsetzte, wird natürlich von unserer Seite, und diesmal mit einer derartigen Vehe¬ menz geleitet werden, daß an Offenherzigkeit nichts zu wünschen übrig bleiben wird. Dieser Kampf, der unbedingt ausgefochten werden muß, wird endlich einmal zeigen, wo die wirtschaftliche Ar¬ beit liegt und wieviel „Süßes" gewiße Leute bis¬ her auf ihrem wirtschaftlichen Gewissen haben. — (An sämtlicheVertrauensmänner der Gottscheer Bauernpartei.) Es besteht die Absicht, eine Statistik zu verfassen, aus wel¬ cher ersichtlich sein soll, wieviele Gottscheer Land¬ wirte, bezw. Besitzer, in den letzten Jahren, das heißt seit dem Friedensschluß ihr Hab und Gut verloren, oder große Verluste erlitten haben. Diese Statistik wird sehr genau zusammen- gestcllt und in allen Fällen (Namen werden nicht veröffentlicht) ist genau anzuführen: 1. Der Grund des Zusammenbruches, wie bei¬ spielsweise eine Wechselklage, oder Schulden bei einem Geldinstitut (dasselbe namentlich), Höhe der bezahlten Zinsen usw. 2. infolge eines oder mehrerer Prozesse, die Kosten der Prozesse. Falls bezüglich der Kosten keine genauen Anhaltspunkte geliefert werden können, so genügt die Bekannt¬ gabe der Namen der Prozeßführer, worauf beim zuständigen Gerichte die Akteneinsicht erfolgen wird. Der Zusammenstellung dieser Statistik wird größte Aufmerksamkeit entgegengebracht und es ergeht daher das dringende Ersuchen, wieder ein¬ mal volle Arbeit zu leisten, damit wir den Be¬ weis erbringen können, welche riesigen Summen die vielen Prozesse verursacht und wieviele Leute durch Beteiligung der Banken verunglückt sind. Die einzelnen Betroffenen können auch direkt ihre Daten schriftlich oder mündlich bei der Bau¬ ernpartei abgeben. — (Keine Einreisebewilligung) für Frauen und Kinder amerikanischer Einwanderer. Die amerikanischen Einwanderungsbehörden be¬ faßten sich in letzter Zeit mit der Einbringung einer neuen Gesetzvorlage, wonach den nächsten Angehörigen, Frauen und Kindern, von in den Vereinigten Staaten lebenden Nichtamerikanern, die bereits die ersten Bürgerpapiere besitzen, er¬ laubt werden sollte, außerhalb der festgesetzten Kopfquote einzuwandern. Es handelte sich dabei um die Einreisebewilligung für etwa 35.000 Frauen und Kinder aus Europa. Nach aus Neu- york eingegangenen Nachrichten ist die in Aus- sicht gestellte Sondererlaubnis vom House-Jmmi- grations-Committee mit acht gegen zwei Stimmen abgelehnt worden und besteht demnach wenig Aussicht auf Annahme des Gesetzes durch den Kongreß. Dadurch sind die Hoffnungen vieler Tausende zunichte geworden. — (Steuerbefreiung von Neubauten.) Bekanntlich wurden mit Artikel 81 des neuen Finanzgesetzes alle Bauten in Beograd, die nach dem 1. November 1918 gebaut wurden, wie auch alle Bauten, die in Zukunft gebaut werden sollen, von der Haussteuer und allen staatlichen und ko¬ munalen Zuschlägen befreit, und zwar ebenerdige und einstöckige auf die Dauer von 20 Jahren, mehrstöckige aber für. die Zeit von 30 Jahren. In allen übrigen Städten werden von der Haus¬ zinssteuer Neubauten und neugebaute Teile be¬ stehender Bauten für die Dauer von 20 Jahren befreit, wenn die Städte mehr als 50.000 Ein¬ wohner haben, für die Dauer von 15 Jahren, wenn die Städte mehr als 20.000 Einwohner Seite 4. K,'':n!>eer Zcilun^ — Nr. 11. J-?rgang X. geeigneten Zuchttieren gleichfalls stark zmückgegan- gen ist. Allerdings spielt die Viehzucht bei der noch sehr extensiv betriebenen Landwirtschast in der Wojwvdina keine so große Rolle wie etwa in Slowenien, wo sie vielfach den Haupterwerb der Landwirte bildet. Allgemeine Mchten der Steuerzahler im zweiten Vierteljahr 1927. Am 1. Mai 1927 werden die direkten Steuern für das II. Vierteljahr 1927 zur Zahlung fällig. Wenn die Steuern für das Jahr 1927 noch laicht vorgeschrieben sind, ist eine Rate nach der Höhe der letzten definitiven Vorschreibung zu zahlen. Die in diesem Ausmaß gezahlten Raten werden gelegentlich der definitiven Steuervorschreibung für das Jahr 1927 verrechnet. Die Steuerämicr sind berechtigt, die restlichen Steuern zwangsweise einzutreiben, wenn sie nicht innerhalb von 14 Tagen nach der Fülligkeit ge¬ zahlt werden, und außer den 8 °/o Verzugszinsen noch die Exekutionskosten, die für die Mahnung eine Para von jedem Dinar der schuldigen Staats¬ steuer betragen. Unternehmungen, die öffentliche Rechnung legen, müssen jedes Jahr im Laufe von 14 Tagen nach Genehmigung des Rechnungsabschlusses, spätestens aber bis 30. Juni, das Bekenmnis für die Be¬ messung der besonderen Erwerbssteuer vorlegen. Die Steuerzahler, welche verpflichtet sind, Buch zu führen über den gehabten Umsatz, müssen bis 30. April 1927 die Steuer für den im I. Vierteljahr 1927 abgewickelten Umsatz mit beson¬ derer Anmeldung abführen. Die übrigen Steuerzahler, welche die Umsatz¬ steuer im Pauschal, d. i. nach der Höhe des im Jahre 1926 abgewickelten Umsatzes bezahlen, zahlen zusammen mit den übrigen Steuern auch die zweite Rate der Umsatzsteuer, die für das Jahr 1927 vorgeschrieben ist, im Falle, daß diese noch nicht vorgeschrieben ist, im Ausmaß der Vorschrei¬ bung für das Jahr 1926. Arbeitgeber, welche die gesammelten Beträge mit monatlichen Verzeichnissen abführen, müssen sie abführen und die Verzeichnisse bis spätestens 14. jedes Monates vorlegen, Arbeitgeber, welche die gesammelten Beträge mit vierteljährlichen Aus¬ weisen abführen, aber im Verlauf von 14 Tagen nach Ablauf eines jeden Vierteljahres, d. i. bis 14. April 1927. Über die Steuern, welche die Steuerbehörde im I. Vierteljahr 1927 bemessen hat, werden die vorgeschriebenen Ausweise an den ersten 12 Tagen „So kennst du mich nicht? Sichst du nicht das Kainszeichen auf meiner Stirn? Bin ich doch der, der den Nazarener kreuzigen ließ um dreißig Silberlinge." Barabba streckte wie abwehrend die Hände vor: „Was willst du hier?" „Du bist geübt im Handwerk. Stoß mir das Messer in die Brust, reiß mir den Schädel vom Rumpf. Nimm die dreißig Silberlinge dafür, ich schenk sie dir." Barabba trat zurück: „Judas Jskariot, von meiner Hand st'rbst du nicht. Verschling deine Silberlinge und erstick' an ihnen, aber ich will mir meine Hände an dir nicht beschmutzen." Judas bedeckte sein Antlitz mit den Fetzen seines Kleides und fiel dem Mörder zu Füßen: „Barabba, erbarm' dich meiner. Es ist dein Handwerk, du bist geübt. Ich bin zu feig zum Selbstmord." Barabba ließ ihn und eilte durch die Straßen. Er ging vors Grabmal und wendete sich an die römischen Wächter: des Monats April 1927 zur Einsichtnahme auf¬ gelegt werden, insofern die Steuerzahler nicht auf die Auflegung außerhalb dieses Termins beson¬ ders aufmerksam gemacht wurden. Die Rekursfrist beginnt am 16. Tag nach der Auflegung und dauert 15 Tage. Die zweite Rate des Gebührenäquivalents ist, wenn die jährliche Vorschrift den Betrag von 500 Dinar übersteigt, vom 1. bis einschließlich 15. April 1927 zu bezahlen. Wer die vorgeschriebenen Summen in dieser Frist nicht erlegt, zahlt außer der ordentlichen Taxe und den Zo/o Verzugszinsen als Strafe noch den zweifachen Betrag der nicht erlegten Taxe. Von Kupons oder Dividenden und von Tan¬ tiemen wird nach Anmerkung 5 zur Tarifpvst 10 eine Taxe von 1°/« gezahlt. Die Taxe ist beim Steueramt in 15 Tagen nach Genehmigung der Bilanz zu erlegen. Die Überschreitung dieses Ter¬ mins wird mit dem dreifachen Betrag der ordent¬ lichen Taxe bestraft. Aus Stadt und Tand. Koöevje. (Persoualnachricht.) Unser Landsmann der Notarialsanwärter Dr. Josef Tramposch in Feldbach wurde zum Notar in Friesach ernannt. — (Eduard Sam Haber -fi.) In Linz verschied am 27. März in seinem 81. Lebensjahre der oberösterreichische Dichter Professor Eduard Samhaber, der seinerzeit durch eine Reihe von Jahren an der Laibacher Lehrerbildungsanstalt bedienstet war. An der Gründung der damaligen Feriaiverbindung „Carniola" wirkte er mit ganzer Kraft mit und gehörte ihr bis zu seinem Tode als A. H. und Ehrenbursch an. 1888 fand seine Ver¬ setzung nach Linz statt und 1905 trat er in den Ruhestand. Samhabers Werke sind in 5 Bänden erschienen. Sein schönstes Denkmal schuf ec sich durch sein Meisterwerk, die herrliche llebersetzung der Lieder des klassischen Minnesängers Walther von der Vogelweide, und durch andere N uschö- pfungen mittelalterlicher Epen. — (Personalnachricht.) Zum Distrikts¬ arzt für Gottschee ist Herr Dr. Josef Krauland ernannt worden. — (L a n d t a g s s i tzung.) Am Osterdienstag den 19. April beginnen wieder die Sitzungen der Gebietsversammlung in Ljubljana. Gegenstand der Verhandlungen ist in erster Linie der Landes¬ voranschlag. — (Strecken bege hung.) Die Herren: Bauinspektor J. Zajc und Ingenieur Bevc haben „Laßt mich da liegen wie einen Hund vor dem Grabe seines Herrn." Die Soldaten blickten ihn verwundert an: „Bist du nicht Barabba, den das Volk frei¬ begehrt hat? Geh in die Wüste zu deinen Stum¬ men, laß dich nicht wiederblicken hier in Jerusa¬ lem. Einmal bist du freigekommen, ein zweiter Gerechter tritt jedoch nicht wieder auf, der dich mit seinem Blut erlöst." „Laßt mich hier liegen, sag ich euch, wie einen Hund, laßt mich hier liegen. Ich bin es müde, mein Handwerk weiterzutreiben. Ich mordete um des Geldes willen, die aber mordeten um des Hasses willen. Ich seh mich geschlagen in meiner Verruchtheit." „Weg da, Barabal" rief der Hauptmann. Mit den umgekehrten Spießen hieben sie auf ihn ein. ' — Dem Elenden schwoll die Zornader auf der Stirn. Er eilte wieder fort vom Grab und fand Judas, der sich erhenkt hatte. „Die erste Wohltat, die du der Welt erwiesen hast", höhnte Baraba im Vorüberstürmen. Immer weiter eilte er fort von Jerusalem. am 5. April neuerdings das Terrain in Augen¬ schein genommen, über das die schon lang er- sehnte Straße Mitterdorf-Grinwwitz-Riegel-Alt- bacher-Neubacher und Allbacher-Tiefenrenter führen soll. Es wurde hiebei den sehr zahlreich erschie¬ nenen Vertretern aus der Mitterdorfer, Malgerer und Altlager Gemeinde Gelegenheit geboten, im bereits vorgelegten Plane noch kleinere erwünschte Abänderungen zu erreichen. Einstimmig erklärten alle, mit dem ausgearbeiteten Projekte zufrieden zu sein, und nur der eine Wunsch beherrschte alle, daß nun auch die Detailpläne in den nächsten Monaten ferliggestellt würden und die Finanzie¬ rung des Straßenbaues bald gesichert wäre, so daß spätestens im nächsten Frühjahr der Bau in Angriff genommen werden kann. Den Ortschaften, welche von der neuen Straße berührt werden, gönnt es wohl jedermann, daß sie endlich einmal eine Verbindung mit der Außenwelt erhallen. — (Das Gotischeer Fachschulgebäu- d e) dient seit einigen Jahren einem Blindeninsti¬ tute als Unterkunflsstätte.. Wie es heißt, soll das Blindeninstitut nach Ljubljana zurückverlegt werden. Für diesen Fall richte man das Haus wieder für den früheren Vorkriegszweck oder einen ihm ver¬ wandten ein. Unserer Meinung nach entspräche es den wirtschaftlichen Interessen des Bezirkes am besten, wenn das Fachschulgebäude zur Veran¬ staltung von landwirtschaftlichen und gewerblichen Kursen, Haushaltungs- und Spitzenklöppeleikursen, Krankenpflegekursen u. dgl. bereit stünde. — (Ost erarüße aus Mazedonien.) Da Ostern nahe ist, übersenden hiemit wir Gottscheer aus Kratova, die wir hier im Dienste des Königs stehen, allen Gottscheern daheim unsere Ostergrüße und Wünsche. Josef Sksnder aus Skrill, Engel¬ bert Schauer aus Oberwarmberg, Josef Jonke aus Kletsch, Josef Tomitz aus Seele, I. Qster- mann aus Grafenfeld, Josef König aus Hohen¬ berg, Josef Hutter aus Riegel, Adolf Ribilsch aus Grafenfeld, Adolf Sedler aus Reichenau, Joh, Ranket aus Reichenau^ Matthias Eppich aus Mooswald, Alois Ecker aus Koflern, Alois Ver¬ derber und Franz Jakli'sch aus Unterloschin, I. Stampfe! aus Kletsch, Paul Verderber aus Rein¬ tal, Franz Michitsch und Johann Trocha aus Morobitz, Alois Osterman» und Ferdinand Meisei aus Ograja, Johann Lackner aus Graflinden. — (Wichtig für Militärpflichtige.) Bei der Bezirkshauptmannschaft liegt bis I. Mai das Verzeichnis aller im Jahre 1907 geborenen Stellungspflichtigen auf. Diese sowie ihre Ange¬ hörigen können während dieser Zeit in das Ver¬ zeichnis Einsicht nehmen und dabei vom M'litär- Sein Weg führte ihn weit hinaus in die Wüste. Tagelang wanderte er die Einöde ab und sam¬ melte seine Gefährten. Als er deren eine große Anzahl zusammengebrachl hatte, führte er sie gegen die heilige Stadt. Jünger Jesu kamen ihm entgegen. „Was willst du mit deinem Volk?" fragten sie ihn. „Den Gekreuzigten rächen." „Den sie gekreuzigt haben, der lebt. Er ist auferstanden und vielen von den Unseren erschie¬ nen. Kehr' um, Rache wollen wir nicht." Da sie noch redeten, stand Jesus mitten unter ihnen. Er legte die Hand auf die Schulter Ba¬ rabbas: „Kehr' um, Barabba", sagte der Herr. „Wer mir dienen will, muß lieben. Kehr' um und tue Gutes. Selig, der um der Gerechtigkeit willen verfolgt wird, denn er wird auferstehen." „Der Haß der Welt hat mich bekehrt", ent¬ gegnete Barabba. „Ich will lieben um deinet¬ willen." Barabba kehrte um und verlor sich in der Wüste. Iab--a"a X.. referentcn bei der Bezirkshauptmannschaft sich darüber Auskunft geben lassen, ob und welche Begünstigung die einzelnen Slellungspflichtigen er¬ reichen können. Wer sich nach den erhaltenen Aufklärungen rechtzeitig richtet und bei der Stel- lung alle nötigen Dokumente schon vorweisen kann, erspart sich manche Auslagen. — (Sängerabend.) Samstag den 2. April bereitete der Gottscheer Gesangverein mit einem reichhaltigen Programm dem zahlreich erschienenen Publikum einen genußreichen Abend. Die An¬ kündigung der öffentlichen Veranstaltung des ob¬ genannten Vereines, der durch das Bestbietende in seinen gesanglichen Leistungen und unterhal¬ tenden Darbietungen sich der Hochschätzung aller Kreise erfreut,' hatte einen solchen Widerhall ge¬ funden, daß bereits vor Beginn der Aufführung um 8 Uhr abends der Saal des Hotels Stadt Triest bis auf den letzten Platz besetzt schien. Die allgemeinen Erwartungen wurden denn nicht nur gerechtfertigt, sondern durch das Dargebotene noch vielfach übertroffen, vor allem durch die staunen¬ erregende Bravour der Männerchöre. Bei laut¬ loser Stille im Saale lauschte man mit gespannter Aufmerksamkeit, als das Programm mit dem Melodram „Die Niederländischen", eine Bear¬ beitung niederländischer Freiheitslieder durch Krem¬ ser, eröffnet wurde. Gegenüber der dramatischen Handlung, darstellend das Ringen der Volksseele nach Freiheit und Recht, zeigten die Chöre in kunstvollendeter Weise eine so hohe Anpassungs¬ fähigkeit, daß in den Tongemälden die klagende Sorge des Volkes wie die leidenschaftliche Be¬ geisterung in der Kampfesstimmung ein wahr¬ heitsgetreues Echo fand. Die sichere, ausdrucks¬ volle Begleitung am Klavier durch Frau Dora Hriber, sowie das melodiöse Spiel der Violin- begleiter, der Herren Josef Dornig und Franz Tschinkel, verbunden mit dem 30 Mann starken Chorgesang ergaben eine bis in die feinsten Ab¬ tönungen sich ausklingende harmonische Gesamt¬ wirkung. Der Chorgesang wechselte mit Sologe¬ sängen, vorgetragen durch den wackeren Tenor¬ solisten Herrn Josef Hönigmann und Herrn Josef Schober als Bariton. Vor jedem Gesang brachte Frl. Nelli Bartelme den Inhalt des Melodramas sehr ausdrucksvoll und klar verständlich zum Vortrag. Die innige Fühlungnahme zwischen Dirigent und Chor zeigten Herrn Dr. Arko in seiner hohen . Fähigkeit als Meisterdirigent. Dirigent und Chor gebührt für diese Glanzleistung rückhaltlose An¬ erkennung und Bewunderung. Noch mehrere Chöre reihten sich ebenbürtig an unter dem Titel „Ständ¬ chen", „Frisch gesungen" und „'s war immer so". Letztgenanntes Lied, von humorvoller Laune sprudelnd, wie aus dem Text ersichtlich: „Wenn wir Sonntags in die Kirche geh'n, 's war immer so, wir noch früher in das Wirtshaus geh'n, 's war immer so. Wir sind ja alle deine Kinder, 's war immer so, rettungslos versoffne Sünder, 's war immer so", wirkte mit seiner gelungenen Komposition so einschlagend auf die Zuhörer, daß der minutenlange Beifall zur Genüge kund tat, wie das Lied allen von Herzen zu Herzen gehend gesungen war. „Die Zigeuner" als letzter Chorgesang bildeten den Abschluß der unverge߬ lichen Darbietungen. Im zweiten Teil des Programmes waren zur Unterhaltung auch bühnenkünstlerische Auffüh¬ rungen vorgesehen. „Die drei alten Jungfern" hatten im gleichnamigen Singspiel in den Herren Dr. Arko, Josef Hönigmann und Gustav Ver¬ derber würdige Vertreter ihres Standes gesunden. Schon durch die Kostümierung und Mimik allein hatten sie reichen Lacherfolg auf ihrer Seite. Womöglich noch origineller waren die drei Herren unter Mitwirkung des Herrn Viktor Petsche in dem Singspiel „Die lustigen Musikanten", die sich bald als vorzügliches Musikantenquartett entpuppten. An ihrem Weltruf konnte man wirklich Gottsch-L Z<.itnr.g — Nr. 11. nicht mehr zweifeln, als schließlich ihre Trompeten und Flöten das schönste Symphoniekonzert zum Besten gaben. Hoffentlich erwirbt das originelle Quartett dauerndes Gastrechl bei uns. Reichlicher Applaus entlohnte in beiden Spielen die Mühen der unermüdlichen Helden. Hochbefriedigt von den gebotenen Leistungen trennte man sich erst nach Mitternacht nach einem für Äug' und Ohr an Kunst und Unterhaltung genußreichen Abend, wofür dem Gesangverein das Publikum eine dankbare Erinnerung bewahren wird. — (Gutes Verhalten der Einge¬ rückten.) Mit den letzthin in Krain eingerückten Rekruten war man in Ljubljana recht zufrieden, da die große Mehrheit rechtzeitig und nüchtern erschien und sich gut aufführte. Betrunkene und Lärmende gab es nur wenige und auch diese wären ein zweitesmal gewiß gescheiter, weil sie die Betrunkenheit mit empfindlicher Strafe büßen mußten. Dazu wurde das, was man in den Koffern der einzelnen an Schnaps und anderen geistigen Getränken vorfand, in den Kanal gegossen und statt dessen jede Flasche mit reinem Wasser an¬ gefüllt. Im übrigen wurden die Rekruten aus Krain auf verschiedene Garnisonen verteilt, doch sind es gesunde Orte. In Ljubljana blieben nur gegen 10 Prozent, das sind solche,-deren häus¬ liche Verhältnisse ein Näherbleiben notwendig machen. — (Reichsdeutsche Gäste.) Die ersten Reichsdeutschen, die Heuer im Ländchen Besuch machten, waren: D. W. Schwanhäußer aus Lauf bei Nürnberg, die Universitätshörer Haubold, Eschmann, Fritz Zeiträg, Karl Hassenstein und Friedrich Steck. -- (Unser Parlament) ist am 1. April mit dem Voranschläge fertig geworden. Freund und Feind muß anerkennen, daß die National¬ versammlung in den vergangenen zwei Monaten viel nützliche Arbeit geleistet hat. Am 19. April tritt das Parlament wieder zusammen. Um die Arbeit noch fruchtbringender zu machen, soll die Regierungsmehrheit durch weitere Parteien ver¬ stärkt werden. — (Zum Artikel: „Ein süßer Kampf".) In der Wirtschaftlichen Rundschau wird unter dieser Spitzmarke in einem „Eingesendet" wieder der persönliche Kampf begonnen und hier muß vor allem bemerkt werden, daß vor einiger Zeit eine Vereinbarung getroffen wurde, daß sämtliche Mit¬ arbeiter der hiesigen Blätter die persönlichen Sa¬ chen in ihren Beiträgen ausschalten sollen. Wie überall, so wird von dieser Seite aus auch hier nur der Wunsch der Vater des Gedankens sein. Die betreffenden Herren, welche nur gerne sehen würden, daß ihre schmutzige Wäsche nicht zuviel bei Hellem Tageslichte gewaschen wird, fallen so¬ gleich wieder aus ihrer Rolle, sobald es gilt, gegen einige bekannte Gottscheer Führer etwas anzu¬ heizen. Die Wirtschaftliche Rundschau ist ein unge¬ lesenes, selten bezahltes, beinahe unaboniertes Blatt. Warum will der Herausgeber den Gott- scheern ein Blatt aufdrängen? Bringt er das ge- wiß enorme Defizit auf, welches dieses Blatt ver¬ ursacht? Gewiß nicht. Verschiedene Fragen drängen sich da auf und finden dann letzten Endes ihre Deutung in den zwei Annoncen, welche, um frem¬ den Interessen zu dienen, in diesem Blatte er¬ scheinen. Die Führung dieses Blattes, welches ei¬ gentlich viel besser „Unwirtschaftliche Rundschau" heißen soll, liegt, wie sich leicht denken läßt, nicht in den Händen des Herausgebers. Von ihm muß man unter allen Umständen mehr Takt erwarten. Er hat sicher nicht jene Artikel verfaßt, welche sich so stark gegen die neue Spar- und Vorschu߬ kasse richteten, er hat nicht vor kurzem einige sehr uneigennützige Gottscheer „unernst" gefunden, er hat schließlich keinen Grund, immer gegen alles zu sein, was wirklich nur rein wirtschaftlich denkt. Seite 5. Weil man die landwirtschaftliche Filiale wieder zum Leben brachte, sollte sich dieses Blatt freuen, es zieht aber daraus den Schluß, daß hier unernste Männer dabei sind. Weil eine neue Sparkasse gegründet worden ist, welche wirklich wirtschaft¬ lich arbeitet und allen kolossale Doktorspesen und Rupferei en erspart, findet die „Wirt- schriftliche Rundschau" ein Haar in der Suppe. Der Kampf, der hier, wenn auch unter „Ein¬ gesendet" einsetzte, wird natürlich von unserer Seite, und diesmal mit einer derartigen Vehe¬ menz geleitet werden, daß an Offenherzigkeit nichts zu wünschen übrig bleiben wird. Dieser Kampf, der unbedingt ausgefochten werden muß, wird endlich einmal zeigen, wo die wirtschaftliche Ar- beit liegt und wieviel „Süßes" gewiße Leute bis¬ her auf ihrem wirtschaftlichen Gewissen haben. — (An sämtlicheVertrauensmänner der Gottscheer Bauernpartei.) Es besteht die Absicht, eine Statistik zu verfassen, aus wel¬ cher ersichtlich sein soll, wieviele Gottscheer Land¬ wirte, bezw. Besitzer, in den letzten Jahren, das heißt seit dem Friedensschluß ihr Hab und Gut verloren, oder große Verluste erlitten haben. Diese Statistik wird sehr genau zusammen¬ gestellt und in allen Fällen (Namen werden nicht veröffentlicht) ist genau anzuführen: 1. Der Grund des Zusammenbruches, wie bei¬ spielsweise eine Wechselklage, oder Schulden bei einem Geldinstitut (dasselbe namentlich), Höhe der bezahlten Zinsen usw. 2. infolge eines oder mehrerer Prozesse, die Kosten der Prozesse. Falls bezüglich der Kosten keine genauen Anhaltspunkte geliefert werden können, so genügt die Bekannt¬ gabe der Namen der Prozeßführer, worauf beim zuständigen Gerichte die Akteneinsicht erfolgen wird. Der Zusammenstellung dieser Statistik wird größte Aufmerksamkeit entgegengebracht und es ergeht daher das dringende Ersuchen, wieder ein¬ mal volle Arbeit zu leisten, damit wir den Be¬ weis erbringen können, welche riesigen Summen die vielen Prozesse verursacht und wieviele Leute durch Beteiligung der Banken verunglückt sind. Die einzelnen Betroffenen können auch direkt ihre Daten schriftlich oder mündlich bei der Bau¬ ernpartei abgeben. — (Keine Einreisebewilligung) für Frauen und Kinder amerikanischer Einwanderer. Die amerikanischen Einwanderungsbehörden be¬ faßten sich in letzter Zeit mit der Einbringung einer neuen Gesetzvorlage, wonach den nächsten Angehörigen, Frauen und Kindern, von in den Vereinigten Staaten lebenden Nichtamerikanern, die bereits die ersten Bürgerpapiere besitzen, er¬ laubt werden sollte, außerhalb der festgesetzten Kopfquote einzuwandern. Es handelte sich dabei um die Einreisebewilligung für etwa 35.000 Frauen und Kinder aus Europa. Nach aus Neu- york eingegangenen Nachrichten ist die in Aus¬ sicht gestellte Sondererlaubnis vom House-Immi¬ grations-Committee mit acht gegen zwei Stimmen abgelehnt worden und besteht demnach wenig Aussicht auf Annahme des Gesetzes durch den Kongreß. Dadurch sind die Hoffnungen vieler Tausende zunichte geworden. — (Steuerbefreiung von Neubauten.) Bekanntlich wurden mit Artikel 81 des neuen Finanzgesetzes alle Bauten in Beograd, die nach dem 1. November 1918 gebaut wurden, wie auch alle Bauten, die in Zukunft gebaut werden sollen, von der Haussteuer und allen staatlichen und ko¬ munalen Zuschlägen befreit, und zwar ebenerdige und einstöckige auf die Dauer von 20 Jahren, mehrstöckige aber für. die Zeit von 30 Jahren. In allen übrigen Städten werden von der Haus¬ zinssteuer Neubauten und neugebaute Teile be¬ stehender Bauten für die Dauer von 20 Jahren befreit, wenn die Städte mehr als 50.000 Ein¬ wohner haben, für die Dauer von 15 Jahren, wenn die Städte mehr als 20.000 Einwohner Seite 6. Gottscheer Zeitung — Nr. 11. Jahrgang Xl zählen, und in allen übrigen Stadien und Orten für die Dauer von 10 Jahren. Es wird dar¬ aus ausmersam gemacht, daß die Steuerbefreiung von Neubauten mit besonderem Gesuch erworben wird, das im Lauf von 30 Tagen vom Tage an, an dem die Bewilligung zur Benützung des Baues ausgegeben wurde, wenn aber das Ge¬ bäude schon früher benützt wurde, vom Tag der faktischen Verwendung an eingereicht werden muß. Die Befreiung wird um die zweifache Zeit dessen verkürzt, um was das Gesuch später vorgelegt wurde. Endlich werden alle Gebäude in den Verwaltungsgebieten, für welche das Recht der Befreiung von der Hauszinssteuer existiert, nach¬ träglich von der Zahlung dieser Steuer in den obenerwähnten Grenzen befreit, wenn ihre Eigen¬ tümer die Befreiung im Verlauf von 45 Tagen vom Tage an, an an dem das Finanzgesetz in Geltung trat, verlangen. — (WildeGerüchte) über drohende Kriegs¬ gefahr schwirren, namentlich unter der länd¬ lichen Bevölkerung, umher und erzeugen allent¬ halben ängstliche Stimmung. Der noch schwe¬ bende Konflikt unseres Staates mit dem benach¬ barten Italien gibt zu einer ernstlichen Beun¬ ruhigung keinerlei Anlaß, da die italienische Re¬ gierung sich bereit erklärte, wegen der albanischen Streitfrage mit unserer Regierung in direkte Verhandlung zu treten, wodurch die außenpoli- tische Lage wieder in die gewohnten Bahnen eingelaufen ist. — (Zwangsversteigerung.) Freitag den 29. April l. I. um 10 Uhr vormittags findet beim Bezirksgerichte in Lrnomelj, Zimmer Nr. 6, die Zwangsversteigerung des Weingartens der Eheleute Franz und Katharina Sedlar, Besitzer in Rodine (ehemaliger Weingarten der Verstor¬ benen Frau Marie Satter), statt. Die Weingar- tenrealität besteht aus einem Weinkeller' samt Stallung, dem Weingarten und zwei* Wiesen nebst den erforderlichen Weingartengerätschasten. Die Weingartenrealität ist geschätzt auf 7143 Din 75 p, das Zubehör aber auf 485 Din. Das geringste Gebot beträgt 5086 Din, das Vadium aber 765 Din. Diejenigen, die sich für obigen Weingarten interessieren, haben somit Gelegenheit, denselben bei der Versteigerung zu erstehen. — (D ex Tabakverbrauch inJugosla- wien.) Eine der best gesichertsten Einnahmequellen unseres Staatshaushaltes ist zweifellos das Ta¬ bakmonopol. Der jugoslawische Staatsbürger ist bekanntlich ein leidenschaftlicher Raucher, eine schlechte Eigenschaft, die sich das Tabakmonopol ausgiebig zunutze macht. Nachstehende Zahlen geben ein Bild, wie gewaltig der Tabakverbrauch in unserem Staate ist. Im Jahre 1925 wurden verbraucht: 44,407.608 Zigarren, 2.863,610.178 Zigaretten, 5,684.757 KZ Zigarettentabak, 130.241 KZ Kautabak und 8575 KZ Tabakextrakt. Hievon entfällt auf'die Einzelpersonen: in Serbien 714 Z, Montenegro 336 Z, Wojwodina 735 Z, Bos¬ nien 787 Z, Dalmatien 216 Z, Kroatien und Slawonien 777 und Slowenien 1042 Z. Der Tabakverbrauch ist im Vergleich zu den Vorjahren im Steigen begriffen. Die leidenschaftlichsten Rau¬ cher sind, wie die Statistik erweist, die Slowenen. — (Unsere Handelsbilanzim Jahre 1926) mit 17 Millionen Goldinar aktiv. Die Generalsteuerdirektion hat dieser Tage die Daten über unsere Einfuhr 1926 veröffentlicht, so daß nunmehr alle Daten über unsere Ein- und Aus¬ fuhr im Vorjahre vorliegen. Demnach hat unsere Einfuhr im Jahre 1926 insgesamt den Wert von 7631'78 Millionen Papier- oder 696 66 Millionen Golddinar, die Ausfuhr hingegen 7818'18 Mil¬ lionen Papier- bezw. 712'79 Millionen Golddinar erreicht. Wie zu ersehen, war unsere ganzjährige Handelsbilanz im Jahre 1926 demnach mit 186'40 Millionen Papier- oder 17'30 Millionen Gold¬ dinar aktiv, d. h. die Ausfuhr war um 2'44 Pro- zenl größer als die Einfuhr. Interessant ist, daß unsere Handelsbilanz in den ersten neun Monaten des Jahres 1926 mit 88'6 Millionen Papier¬ oder 8'1 Millionen Golddinar passiv war und daß die gesteigerte Ausfuhrlätigkeil im letzten Iah- resviertel den gesamten Abgang der vorhergehen¬ den Monate decken und noch einen nicht unbedeu¬ tenden Überschuß erzielen konnte. Mit der vor¬ jährigen Handelsbilanz haben wir nun bereits die dritte aktive Jahreshandelsbilanz abgeschlossen. — (Eine schwere Sünde) nannte es der berühmte Kliniker Hofrat Prof. Dr. Nothnagel, wenn man Kindern Schnaps, Bier oder Wein zu trinken gibt. Er sagte unter anderem: Bis zum 14. Lebensjahre sollte kein Kind Wein, Bier, Tee ober Kaffee zu trinken bekommen. All' dies sind Erregungsmittel, die für das Kind gänzlich entbehrlich sind. Es ist ein Verbrechen, zu behaupten, der Wein nähre, und geradezu kindisch ist es, wenn ein Arzt noch sagt, der rote Wein stärke mehr als der weiße. Kinder bedürfen Nicht dieser Erregungsmittel, sie sind für dieselben überaus schädlich. Was den Alkoholgenuß beim Erwachsenen be¬ trifft, so ist dagegen nichts einzuwenden, wenn dieses in geringer Menge geschieht, doch das Maß des Erlaubten schwankt in weiten Grenzen. Maß und Besonnenheit sind hier vor allem am Platze, und es sind seltene Ausnahmen, daß manche Leute ungemein viel Alkohol ohne sichtbaren Schaden vertragen. Der Alkohol ist zuweilen ein ange¬ nehmes Genußmittel; aber ein Gift ist er doch unter allen Umständen, und vollkommen recht haben jene, -welche behaupten, daß der Mensch den Alkohol nicht braucht, denn wir sehen ja die ganze Tierwelt um uns ohne Alkohol leben, nur der Mensch hat das Vorrecht, das Alkoholgist zu genießen. Alkohol regt uns eine Weile an, später maost sich aber die Abspannung umsomehr fühl¬ bar, was man bei energischer geistiger Tätigkeit besonders beobachten kann, umsomehr, wenn man den Alkohol des Morgens genießt. Der soge¬ nannte Frühschoppen ist eine gefährliche Einrich¬ tung I — (Zunah ni e derKon kurseimletzten Vierteljahr.) In Jugoslawien gingen in dieser Zeit im ganzen 349 Unternehmungen in Konkurs gegenüber 212 in der gleichen Zeit des vergan¬ genen Jahres, das bedeutet einen Zuwachs von 62 Prozent. Auf Serbien und Montenegro ent¬ fallen davon 228 (in der gleichen Zeit des Vor¬ jahres 105), auf Kroatien 49 (23), Slowenien und Dalmatien 29 (30), Bosnien und Herzego¬ wina 9 (19), auf die Wojwodina 34 (35). Bemerkenswert ist. daß allein aus Serbien 66 Prozent entfallen, auf Belgrad allein 21 Pro¬ zent (47 Prozent der Konkurse in Serbien). — (Steuerfreiheit für die Ueber- schwemmten.) Die Generalsteuerdirektion hat zufolge Beschlusses des Finanzministers alle Steu¬ erzahler, die durch die letzte Ueberschwemmung gelitten haben, von der Steuerzahlung für das Jahr 1926 ausgeschaltet. Stara cerkev. (Der ersteMitterdorser Markt) am 5. April war recht gut besucht und zwar auch von einer Anzahl auswärtiger Käufer. Diese kauften alle besseren Stücke Vieh auf und zahlten Ochsen das Kilo zu 8 und 9'50 Din. Aufgetrieben wurden 130 Stück Vieh. Auch Zucht- ferkel fanden ihre Käufer. Lebhaft ging es auch bei den Stoff- und Kleiderbuden und den Ber- kaufsständen der Reisnitzer Schmiede zu. Lermoknjice. (Elektrische Lichtanlage) wurde von der Brücke in Makel vom Sägebesitzer I. Sialzer außer zur Säge Bole nach L?rmo8- njice hergestellt und nach kommissioneller Beschau am 28. März der Benützung stattgegeben. Außer der hiesigen Pfarrkirche und Schule haben sich vorläufig die Hälfte der Hausbesitzer an der elektrischen Stromabnahme beteiligt. Diese Be¬ leuchtung ist eine große Bequemlichkeit, die Ren¬ tabilität des investierten Kapitales erfolgt aber erst in 5—6 Jahren — mittelst Wasserkraft, wo¬ gegen bei einem diesbezüglichen Dampfbetriebe es erst in nahezu 20 Jahren rentabel wäre. — (Aus der Gemeiudestube.) 3. April 1927. Über behördlichen Auftrag wurde festge¬ stellt, wieviel in der Gemeinde auf 1 sta Acker¬ land Getreidesamen benötigt wird und wieviel eine Person durchschnittlich jährlich von einzelnen Getreidearten Mehl verbraucht. — Die Jahres¬ rechnung 1926 wurde bestätigt, außer einem kleinen Betrage, der bis zur nächsten Sitzung ob seiner Richtigkeit sestzustellen ist. — Von der Armenverpflegung sind aus begründeten Rücksichten nur eine Partei in Wrezen und zwei in Neuberg frei. — Über Verlangen der Gemeinde Poljane wurde Justus Stängel aus Neuberg nach zehnjäh¬ rigem Aufenthalte in der Gemeinde in den Hei¬ matverband ausgenommen. Smuka. (Dorftragödie.) In einem klei¬ nen Dörfchen mit Namen Male Laköe in der Gemeinde Hof bei Teisenberg lebte ein junges Ehepaar, von Beruf Köhlersleute, glücklich und zufrieden. Zwei kleine Kinder ergänzten das häusliche Familienglück. Um die Familie leichter zu erhalten und besser für sie- sorgen zu können, suchte der Mann auswärts Verdienst. In der letzten Zeit arbeitete er als Köhler in den Wäl¬ dern Steiermarks und blieb über ein Jahr lang von der Heimat fern. Als er nun vor einigen Tagen wieder nach Hause zurückkehrte, beschenkte ihn seine Frau neuerdings mit einem Sprößlinge, der aber leider nicht ihn, sondern des Nachbars Sohn zum Vater halte. Über dieses Ereignis war der Mann begreiflicherweise nicht wenig er¬ staunt. Statt des ersehnten häuslichen Glückes nun der Unfriede im Hause; Zank und Streit wurden von Tag zu Tag immer ärger. Der Mann war über die Untreue seines Weibes derart aufgebracht, daß er ihr sogar drohte, sie umzubringen, wenn sie nicht sobald als möglich die Ursache des Streites, das Kind, beseitige. In ihrer Verzweiflung erstickte nun die arme Frau das noch ungetaufte Kind am fünften Tage nach seiner Geburt und trug es in des Nachbars Haus, wo sie es seinem wirklichen Vater tot zu Füßen legte. Eine Gerichlskommission hat den Fall bereits untersucht und wird nun die un¬ glückliche Mutter ihre Schreckenstat noch vor dem Schwurgerichte zu verantworten haben. Maribor. (Deutsche Liga für Völker- bund und Völkerverständigung) in Slo¬ wenien nennt sich der jüngste hier entstandene Verein. Als Sitz dieser deutschen Völkerbundliga ist Marburg bestimmt. Die Ligensatzungen sind von der vorbildlich arbeitenden deutschen Völker¬ bundliga in der Tschechoslowakei übernommen. Dieser Schritt der deutschen Minderheit in Slo¬ wenien ist ein neuerlicher Beweis der von den Deutschen in Slowenien konsequent verfolgten Verständigungspolitik. Ljubljana. (Verurteiltes Blatt.) Der Laibacher Slovenski Narod, bezw. sein Schrift¬ leiter Dr. Birsa wurde kürzlich wegen eines gegen Fürstbischof Dr. Jegliö gebrachten beleidigenden Artikels zu einem Monat Arrest und 5000 Dinar Strafe verurteilt. — (Der neue österreichische Konsul.) Zum Konsul in Ljubljana wurde Dr. Heinrich Pleinert ernannt. — (Änderung beiderFinanzdelega- tion.) An Stelle des Dr. Karl öavnik, welcher als Seklionschef nach Belgrad berufen wurde, ist Oberfinanzrat Dr. Johann Rupnik zum Fi¬ nanzdelegaten für Ljublana ernannt worden. — (Die Laibacher Börse) ist nun aus¬ gebaut und den in Belgrad und Agram gleich¬ gestellt, da sie jetzt auch das Recht für den Handel mit Devisen erlangt hat. Jahrgang X. Gottscheer Zeitung — Nr. 11. Seite 7. — (Vom Landesschulinspektorate.) Dr. LonLar ist als Unterrichtsches in Ljubljana zurückgetreten und Professor Dr. Karl Capuder zum neuen Ches ernannt worden. Amerikanische Nachrichten. Aus Timmins in Kanada schreibt man uns: Alle hier sind mir erfreut über das Ergebnis der Landtagswahl. Auch unsere Kugeln wären in die 2. Kiste gerollt, wenn wir daheim gewesen wären. Vor der Einwanderung der Mädchen als Land¬ arbeiterinnen möchten wir eine jede warnen, die keine Angehörigen hier hat oder der englischen" Sprache nicht mächtig ist. Denn auf der Farm ist nur im Sommer kurzer Verdienst und in den Städten kann eine Fremdsprachige sehr schwer einen Dienst bekommen. Auch für Männer ist es nicht am besten, zumal die meisten nach den Farmen im Westen abgeschoben werden, wo das, was im kurzen Sommer verdient wurde, im langen Winter aufgebraucht wird. Ständige Arbeit ist wenig und darum heißt es immer wieder suchen. Das kostet Geld. Es kommt die Fahrt vom Westen daher auf 50—60 Dollar zu stehen. Und auch hier müssen manche monatelang auf Arbeit warten. Gleich direkt her nach Timmins zu den Goldgruben zu fahren, ist für manchen eine riskante Sache, besonders solange man gar nichts vom Englischen versteht. Hans Kren, Fam. König, Karl Scheschareg, Anton Manfred, Franz Kropf Schalkendorf, Franz Kropf Seele, Matthias König, Johann Petsche Setsch, Franz Pestl. Wrookly«. (Bauern ball.) Der am 28. Jänner vom Gottscheer Kranken-Unterstützungs- verein veranstaltete Bauernball, der sehr gut besucht war, erzielte einen Reinertrag von un¬ gefähr 1200 Dollar. — (Bankert.) Sonntag den 5. März gab dieser sehr geschätzte Verein zu Ehren der alten Beamten, die bei der letzten Vorstandswahl eine Wiederwahl nicht mehr annehmen wollten, ein Bankett, wobei ihnen für ihre Tätigkeit im Dienste des Vereines durch Überreichung von je einem mit Diamanten besetzten Fingerringe Dank und Anerkennung ausgesprochen wurde. Es sind dies die Herren: Rudy Kump, Vizepräsident, Mat¬ thias Kobetitsch, Finanzsekretär, und Josef Mille, Schatzmeister. — (V o r st a n d sw a h l.) Neu, bezw. wieder¬ gewählt wurden die Herren: Gottfried Tittmann, Präsident, Matthias Kump, Vizepräsident, Josef Schneller, Finanzsekrelär, John Krische, Schatz¬ meister, Josef Stonitsch, Prot. Sekretär, und Rud. Kump, Hilfs-Finanzsekretär. Winnipeg in Kanada- (M ilt e ilu n g d e s V o l k s v e r e i n es.) Unter den kürzlich angekom¬ menen Einwanderern aus dem Gottscheer Distrikt befand sich auch ein Josef Sch., den Sie mir ganz besonders empfohlen haben. Ich hatte dar¬ aufhin diesem Mann eine ausgezeichnete Stelle bei einem besonders guten Farmer angewiesen, mußte aber die Erfahrung machen, daß er, ohne weiteren Abschied zu nehmen, nicht zu dieser Stelle gegangen ist, sondern hier in Winnipeg auf eigene Faust Unterkommen und Arbeit gesucht hat. Dies wird zur Folge haben, daß falls er von der Ein¬ wanderungsbehörde aufgegriffen wird, demnächst wieder in Ihrer Pfarrei erscheinen wird. Schon im vorigen Jahre habe ich leider die Erfahrung machen müssen, daß sehr viele von den Leuten, die aus Jugoslawien kommen, nicht auf- richtig sind. Auf mein Befragen, ob sie Bekannte oder Verwandte hier in Kanada haben, wird mei¬ stens mit absolutem Nein geantwortet und später¬ hin muß ich daun erfahren, daß die meisten von ihnen zu Dutzenden von Adressen haben. Es ist dieses außerordentlich unangenehm für mich, denn dadurch, daß ich die Stellen bei den Farmern suche, übernehme ich die Verantwortung diesen Farmern gegenüber, auch Hilfskräfte zu schicken. Andererseits bin ich gerne bereit, wenn Leute hier ankommen, die Verwandte oder Bekannte haben, die Einwanderer dorthin zu schicken, da mir vor allem daran liegt, daß die Leute hier zufrieden werden, und ich wohl weiß, daß es zu dieser Zu¬ friedenheit besonders beiträgt, wenn man unter Landsleuten unterkommt. Für den Fall, daß noch mehr aus der Gott- schecr Gegend nach Kanada kommen, wäre ich Ihnen sehr dankbar, wenn Sie den Leuten einprägen wollten, in aller Offenheit meine Fragen zu be¬ antworten. Es ist außerdem sehr traurig, die Wahrnehmung machen zu müssen, daß die Leute, wenn sie einmal hier sind, jedem anderen glauben, nur nicht denjenigen, deren einziges Ziel es ist, für das Wohlergehen dieser Einwanderer zu sorgen. Wenn dann nachher Mißerfolg zu verzeichnen ist, so spricht und schreibt man gegen die Arbeit des Volksverein«. Ich glaube, versichern zu können, daß jene, die im vorigen Jahre, meinen Anwei¬ sungen gefolgt sind, auch Erfolg gehabt haben, obschon es nicht immer in meiner Macht liegt, alle Wünsche der Neuankömmlinge zu erfüllen. Wenn freilich Leute hierherkommen, die von der Landwirtschaft gar keine, oder eine ganz oberfläch¬ liche Kenntnis haben, so ist ein Erfolg von vorn¬ herein ausgeschlossen. Die Vorschrift des Kana¬ dischen Einwanderungsgesetzes, daß nur erfahrene Landwirte hereinkommen, ist ebenso wohl zum Besten der Einwanderer, als wie des Landes ge¬ macht worden. Sie dürfen aber versichert sein, daß ich nach wie vor nach besten Kräfteü bemüht sein werde, für die Leute, die dons kicke hieher kommen, zu sorgen und alles zu tun, damit sie hier in Ka¬ nada wirtschaftlich sortkommen und ihretn Volks¬ tum und Glauben erhalten bleiben. CH. A. Kierdorf, Einwanderungssekretär. Kanada. (Die „Times" berichte):) 10.000 deutsch-evangelische Emigranten aus dem kontinentalen Europa werden für 1927 in Kanada erwartet, und zwar reisen sie unter dem Schutze des evangelischen Einwanderungsvereines für Ka¬ nada. Als Bemerkung wäre anzuführen, daß der L.J. B. eine dem Volksvereine deutsch-evangelischer Katholiken (V. D. C. K.) ähnliche, aber ebenso mächtige deutsche Organisation, die sich über ganz Kanada ausbreitet, ist. Allerlei. (Die Wirren in China) geben den Gro߬ mächten und zumal den Engländern viel zu schaffen. Die dort sich gegenwärtig abspielenden Kämpfe bereiten ein neues, geeinigtes China vor, das heute oder morgen mit den Vorrechten aufräumen wird, die sich auswärtige Mächte auf chinesischem Boden zu verschaffen wußten. Die Chinesen wollen nicht länger unter Vormündern sein und recht haben sie. (Italien und wir) waren in den letzten Wochen gar keine guten Freunde und es pro¬ phezeiten manche schon den Krieg. Jetzt hat sich die Sache wieder gelegt, nachdem den Italie¬ nern von allen Seiten klar gemacht wurde, daß ihre gegen Jugoslawien erhobenen Beschuldigungen jeder Grundlage entbehren. (Die Ungarn wollen auch ans Meer,) aber nicht über Split (Spalato) wie es ihnen von unserer Regierung angeboten wurde, sondern nach Fiume wollen sie und sie haben bereits die diesfällige Vereinbarung mit Italien getroffen. Da aber der kürzeste Weg nach Fiume über süd¬ slawisches Gebiet geht, wird von der Meinung unserer Negierung die praktische Durchführung des italienisch.ungarischen Vertrages wesentlich abhän¬ gig sein. Die Orthodoxie gewinnt auch schon in Kroa¬ tien Soden. „Katolscki List" meldet, daß die Orthodoxie auch in Kroatien, welches Land doch überwiegend katholisch ist, stark an Böden ge- winnt. Der Staat unterstützt mit allen Mitteln den Übertritt zur serbischen Orthodoxie. Zuerst wurden zahlreiche Übertritte in der Beamtenschaft bemerkbar, wo diese in der Hoffnung auf ein günstigeres Fortkommen zur Orthodoxie über- traten. Falls ein orthodoxer Beamter und ein katholisches Mädchen heiraten, wird von ihm ge¬ fordert, daß er die Ehe in der orthodoxen Kirche schließe. Der Verlust der katholischen Kirche in Kroatien ist infolge dieser Heiraten ziemlich be¬ trächtlich. Neuerdings ist auch bei den Bauern Ibinweicden mit kHauenIob, w^LLlien mit HirLc'riseite, rnLcüi ckie WAscke des Lbsoluler 8ckonur>§, rniikeloser Kibeil, xröüter Lpnrsnrnkeit, in cksr üüvLesten Leit vvirleliLli tsclellos LLiaber. Seite 8. Gottscheer Zeitung — Nr. 11. Jahrgang XI ein Zug zur Orthodoxie zu beobachten. Das ganze Land zeigt eine gewisse Neigung zur Orthodoxie. Alte katholische Familien nehmen orthodoxe Ge¬ bräuche an und gebrauchen orthodoxe kirchliche Ausdrücke. Das Militär trägt viel dazu bei. Of¬ fiziell ist das Militär ganz orthodox, so daß es zur Verbreitung der orthodoxen Gebräuche sehr geeignet ist. Den Übertritt der indifferenten In¬ telligenz begünstigt auch sehr den Umstand, daß die Orthodoxie sich wenig um das christliche Le¬ ben ihrer Gläubigen kümmert. Die Hauptursache ist, daß sich die Leute als Orthodoxe bekennen, an den staatlichen Feiertagen in der orthodoxen Kirche erscheinen und ihren Geburtstag auf or¬ thodoxe Weise begehen. Auf die Beichte und Kom¬ munion wird kein Gewicht gelegt. Die Ehe wird leicht getrennt. Die Orthodoxie läuft auch gerne mit dem nationalen Chauvinismus mit. Die Ka¬ tholiken sind ihrerseits ohne alle Angriffslust und sehr nachgiebig; die Predigten scheinen allzu dog¬ matisch-doktrinär; demgegenüber ist die Orthodoxie staatlich begünstigt, aggressiv und anpassungsfähig, selbst auf Kosten der Glaubenssätze. Die jugo¬ slawischen Katholiken haben einen schweren Stand. Sie haben die Folgen eines enormen Priester¬ mangels zu ertragen, gegen die orthodoxe Staats¬ macht, gegen die Orthodoxie, den Altkatholizismus und gegen die eigenen Schwächen einen furcht¬ baren Kampf zu bestehen. Lustige Gcke. Keiteres aus der Schule. Katechet: „Warum ist der auferstandene Hei¬ land zuerst den Frauen erschienen?" Knabe: „Damit's schneller bekannt würde." Katechet: „Wer kann firmen?" Knabe: „Je¬ der Bischof, der zum Gebrauche der Vernunft ge¬ langt ist." * Bei einer Schulvisitaüvn richtet der Inspektor selbst eine Frage an einen Schüler: „Was ist ein Ketzer?" Allgemeines Stillschweigen. Endlich streckt ein kleiner Schelm die Hand in die Höhe. „Nun, so sag' es, was ist ein Ketzer?" „Ein Ketzer ist, — ein Ketzer ist das Männchen von der Katze." * Katechet: „Was tat Petrus, nachdem der Hahn zweimal gekräht hatte?" Franz nachdenkend: „Er krähte zum drittenmal." * In der Religionsstunde erzählt der Katechet von den Wunderwerken Jesu: „Er machte die Lahmen gesund, die Blinden sehend und die Tau¬ ben —" da fiel ein kleiner Knabe lebhaft ins Wort — „und die Tauben ließ er stiegen." * Der Erzbischof von Köln besuchte einst eine Dorfschule und prüfte ein Mädchen über die heil. Sakramente: „Ist die Firmuug zur Seligkeit not¬ wendig?" — „Nein" antwortet das Mädchen genau nach dem Katechismus, „aber wenn man dazu kommen kann, muß man die Gelegenheit dazu ergreifen." „Du hast gut geantwortet", er¬ widert der hohe Herr und nimmt die anderen Sakramente durch. Bei der Ehe fragt er zufällig dasselbe Mädchen: „Nun, Kleine, ist die Ehe zur Seligkeit notwendig?" — „Nein", ertönt schnell die Antwort, „aber wenn man dazu kommen kann, muß man die Gelegenheit ergreifen." * Wie lautet das achte Gebot Gottes? — Du sollst kein falsches Zeug reden wider deinen Näch¬ sten -. . Ein Kind betet das Abendgebet: „Bevor ich mich zur Ruh begeb, ich Händ' und Füß' zu Golt erheb." * „Wann hat Gott die Ehe eingesetzt?" „Im Paradies", war die prompte Antwort. Und mit welchen Worten? — „Ich will Feindschaft setzen zwischen Dir und dem Weibe", gab die Kleine schlagfertig zurück. „Was tat Gott," fragte ein Katechet, „nach¬ dem er den Adam erschaffen hatte?" — Josef: „Er hat sich die Hände gewaschen." Briefkasten. Herrn Joses Meditz in Brooklyn. Die Be¬ zugsgebühren sür folgende Abnehmer erhalten: Johann Rom, Josef Stimpfl, Josef Brinskelle, Josef Schneller, Martin Andoischek, Fr. Meditz, Henry Brenner und Gottscheer Klubhaus. Dank und Gruß Die Verwaltung. Herausgeber u. Eigentümer: Josef Epprch, Stara cerkev Schriftleiter: Carl Erker, Kočevje. Buchdruckerei Josef Pavsiöek in Koöevje. Die allseits bekannte Firma I. Metsche, KoLevje Mr. 153 offeriert den p. t. Jnteressenten-Hausbesttzern prima Zernent-Dachfal'zzieget aus bestem Material zu den billigsten Konkurrenz¬ preisen. Wik" Kanadareisende "Dstk kaufen billige (von 30 Dinar aufwärts) bei der Firma Kranz Kngete, Gtashandtung, Kočevje. IreiwMge Lizitation. In der Gemeinde Göttenitz findet Sonntag den 1. Mai 1927 im Gemeindelokale die freiwillige Verstei¬ gerung von Fichten- und Tannenstämmen (von 15 Zoll aufwärts) statt. Die Berkaufsbedingungen liegen nur an Sonntagen im Gemeindelokale zur Einsicht auf. 2—1 Gemein eamt Gotenica, am 6. April 1927. Dachschindeln zu äußerst billigen Preisen sind zu haben bei der Firma I. Petsche, KoLevje 153. Ebendort ist eine neue Futterschneidemaschine abzugeben. Kür Kiume und andere Kurorte werden Köchinnen, Stubenmädchen, Kind rfräukein und gnie Mädchen sür alles gesucht. Ebenso Personal für Hotel, Restaurant und Cafe. Es sind Plätze für sofort oder auch zum späteren Eintritt frei. Anfragen sind zu richten an: Grile und a teste Pienstvermittknng Klena Gruber 2—1 Kiume, via Garibaldi Mr. 16. Lehrzunge wird sofort ausgenommen in der Gemischtwarenhand¬ lung Vinzenz Wutti, Kočevje. Junges Merd zirka drei Jahre alt, verkauft Rudolf Jaklitsch, Verderb 1. Zement-Dachziegel Erprobtes erstklassiges Dachmaterial, versehen mit Sturmsicherungsdraht, werden erzeugt von der Firma Meter Lackncr in Mozelj und von nun an auch in Kočevje. Bestellungen werden ab 15. März in KoLevje Nr. 113 entgegengenommen. Glasziegel gleichen Modelles sind erhältlich bei Herrn Adolf Kraus in Kočevje. 10-4 Dr. Schaefers Kpitepsan gegen die k!pilep8ie Krampte kalkucM Seit 15 Jahren bestens bewährt. Täglich eingehende Anerkennungen. Nähere Auskunft und Versand durch Lpoisks 8v. Ajepsmi lVlr. N. klSter 4—5 Orijek Hl. Mit Fahrkarten und Informationen beim Vertreter: J. H. Zidar Ljubljana, Dunajska cesta 31. — Briefe Predal I. nach Oanslls Deutsche: Landarbeiter, Famllien, Dienstmävchen. Frühjahr 1927. Februar bis April. Schnellste und bequemste Fahrt. Veste Kost und Bedienung den ganzen Weg. bestes Kahrrad der Ge¬ genwart in drei Hypen als leichtes, mittleres und starkes Tourenrad mit ganz neuartigem Kugellager, empfiehlt unter zweijähriger Garantie zu Original-Jabrikspreisen der langjährige Vertreter Aranz Cschinkek, KoLevje. Spar- und varlekenskasse, ..7^° k Vie neue Einlagenstand am 31. März 1927 3,281.734.60 Din huiame hontoirorrentveüingungen für Kaufleute. M hortenlobe Durchführung « harrartunaen von halb o bi; 12 Uhr an allen Werktagen. § Geldverkehr bis 31. März 1927 19,789.723 94 Din übernimm Einlagen aus Süchel unü ln laittenüer hechnung ru verten Seüingungen. gewahrt Darlehen gegen Sicherstellung üurch Mehre! oüer hMthelr bllllg unü rchnell. Säuerliche hreüite r°/°, Äechrelirreüite io °/°, hontsirorrent ir°/o.