Nr. 165. Freitag, 23. Juli 1909. 128. Jahrgang, Mbacher Zeitung V»2numrra«on6prels: Mit Postvrrsenbunn: ganzjühriss 5l> li, halbjHhnn 15 li. Im ltonlor: nanzjälilig . «ll, hlllbjähri« N li, ^ür dir Zustellu»«, in« Ha»« gll»zjähli<, ««. — InscrilonSsstbühr: sssir Nlin? Inftillir bis zu 4 Zrilrn 50 l,, «rührre P?r Zeile 12 l,; bri öslercn Wiebcrholungc» per Zeile « li. ' Vie 'llaiballirr «eitxnss» rrfcheint «üßlick. mil «»«»alinie der Emm- und sseirrlage. Die Nbminiftratlon besindll sich Millo«iöstraf,e Nr 20: die Medaltlon Vlilloönchrahe Nr, L0. Kprechstunbsn der Medallion von « bi« 10 Uhr vormitlan«, Unjianlierle Vliese werben nichl angenommen, Manuslrlple nicht zurüclqellellt. Telephon-Nr. der «edaktion 52. Amtlicher Heil. Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mil Allerhöchster Entschließung vom 1.".. Juli d. I. ben< init dein Titel und Eharaller eines Hoffekre-icirs bekleideten Vizeselretär der Statistischen Z,en-lraltommission Hi»go M a y r Edlen von Mcln-hof das Ritterkreuz des Franz Josef-Ordens allcr-sinädigst zu verleihen geruht. Seine l. und k. Apostolische Majestät haben "lit Allerhöchster Entschließung vom 15. Juli d. I. dem Landesregierungsoffizial Franz Grebcnc >n Laibach allläs;lich der erbetenen Versetzung in den dauernden Ruhestand das Goldene Verdiensttreuz allergnädigst zu verleihen geruht. Den 21. Juli 1909 wurde in der l. l, Hof" und Staats, bruclerei das XI.lV, und XI.V. Stüä der slowenischen und das XI.IX. Stlilk der kroatischen Ausgabe des Reichssseschblattcs °es Jahrganges 1909 ausgegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 21. Juli 1908 (Nr. 164) wurde die Wcitcrvcrbreitung folgender Preß» Erzeugnisse verboten: Nr. 2N «1/ ^vvomro dol I>:lvnl»wl«». Nr. 23 «^op» vom 1«. Juli l9<»9. Nr. 28 .Xl>vnä.-1mk. vom 15. Juli 1909. Nr. 12 «^i^ons«' vom !l!. Juli 1909. Nr. 2» «/^!>, vom 15. Juli 1909. Nr. 190 «Mlnäni I.istv» (Voc^l-ni vvüllni) vom 12. Juli 1909. Nr. 8b «Neue Weiperter Zeitung» vom 10. Juli 1909. Nr. 2!) «Naß« 1'r-lvo» vom 1«. Juli 1909. Nr. 10 ,I'c»lklllonnz3k6 Ilc>/.I,I«<1>» vom 16. Juli 1909. Nichtamtlicher Geil. Der Rücktritt des Kabinetts (Wmcnccau. Die „Neue Freie Presse" führt in einer Be-lprcchullg des unerlvarteten Sturzes des Kabinetts ^l«'lnenceau ane, das; dieser Politiker es als Sech- ziger noch verstanden habe, sich aus dem gefährlichen Oppositionsmann zum Regicrungsmann zu verwandeln, der sich in der auswärtigen Politit die Erhaltung des Friedens zur wichtigsten Anfgabe gemacht hat. In den schwierigen feiten der ^'IN' nerionstrise hat er für dieses Ziel gearbeitet und hat es verstanden, über den breiten Spalt hinweg, der die Tripelentente vom anderen Lager trennt, mildernd und mäßigend zu wirken, ohne England und Rns;land Grund zur Verstimmung zu geben. Er hat sich als Staatsmann und als Diplomat erwiesen. Die Möglichkeit der Berufung Delcasst^s zur Bildung des neuen Kabinetts wird von dem Vlatte ungünstig beurteilt', man würde dies als ein Anzeichen erblicken, das; sich eine heransfordcrnde Politik in Frankreich wiederholen und die Ruhe ernstlich bedrohen kann. El<'-menccau, das war der Wille zum frieden, Dclcass<^, das wäre das Verlangen, Deutschland in Verlegenheiten zu bringen, das Spielen mit der Krieg5möglichleit. „Wir in Österreich-Ungarn, die wir wissen, welche hohe Bedeutung El^mcnccau guten Beziehungen Frankreichs zu unserer Monarchie beilegte, werden seinen Abgang doppelt bedauern." Das „Fremdeublall" betont den bedeutenden Einfluß, den El^meneeau auch auf die auswärtige Politit Frankreichs genommen hat. Das Leitmotiv dieser Politik war: Friede mit Würde. Trotz der Allianz mit Rus;land und der Entente mit England, sür welche El^nienceau schon seit vielen Jahren, auch in den Zeiten der ärgsten Anglophobie in Frankreich eintrat, machte die abtretende Legierung immer eine unabhängige und selbständige Politik. El^menceau hat es verstanden, die marokkanische Frage ihrer Gefährlichkeit zu berauben; trotz mancher verlockenden (Gelegenheit lies; sich die französische Regierung nicht verleiten, in Marokko eine Eroberungspolitik zu inaugurieren. Während der letzten Orienlkrise Hai Frankreich, bei allem treuen Festhalten an dem Bündnis mit Nußland und an der Entente mit England, immer vermittelnd gewirkt und war bestrebt, die herrschenden Gegensätze abzuschwächen. Dadurch hat sich das Kabinen El<5-mcnccau ein hohes Verdienst um die Erhaltung des Friedens erworben, welches bei uns nach voller Gebühr gewürdigt wurde. Für die Freunde des Friedens ist der Rücllritt des Herrn El^menceau, unter dessen Regierung Frankreich eine so wichtige Nolle in der internationalen Politik spielte, ein tiefbedauerliches Ereignis. Die „Zeit" findet den Grund de5 Sturzes Ekmieneeaus in der Zorn- und Angststimmung der Kammer, die durch den Bericht der Marineunter-suchungslommission hervorgerufen worden war. Die Erklärung für den durch den Bericht der Kommission konstatierten Rückgang der französischen Marine und ihre gewallige Überflügelung durch die deutsche sei, das; Frankreich viel Geld auf die Erhaltung der alten Flotten und Arseualbeständc, Deutschland dagegen seine ganze Budgetkraft auf Neuanschaffungen verwende. El^menceau falle als ein Opfer der deutschen Flotienpolitik. Das sei eine Tatsache, die nicht dazu beitragen werde, die internationalen Verhältnisse Europas zu verbessern. Das „Illustrierte Wiener Ertrablatt" betrachtet den Sturz Ek'mcnccaus als ein Malheur für die Republik. Ein weiteres Malheur fei das Wieder-auftreten Telcass^s, dieses Staatsmannes der Katastrophe. Das „Vaterland" schreibt: „Weder die Katholiken Frankreichs, die er auf das ärgste verfolgte, unierdrückte, noch die Arbeiterschaft des Landes, die er mit stets unerfüllten Versprechen hinhielt, werden ihm eine Träne nachweinen. Nur in einer Hinsicht i^st fein jetziger Sturz vielleicht zu bedauern: er hat sich Verdienste um den europäischen Frieden erworben, wie sie die kommende Regierung Frankreichs vielleicht nicht anstrebt." Feuilleton. Die Übersiedelung. Humoreske von G. Hierner (Gotlschee). (Nachdruck mir mil ltrlauwil«. acslattc!,^ lTchluh.) . Herr Knöpflein half Minna den Rückentorb "Ushocken, wischte den schmutzigen Schweif; von sei-'" Stirn, zog seinen Rock an, verschlos; die Woi> wng und stieg die Treppe hinab. Im Hausflur >lm,d die Hansbesorgerin. «Also schon ausgezogen, Herr Knöpflein, schon ausgezogenV" redete' sie' den unglücklichen Mieier ^ „Mcrdings, Frau Hausbesorgerin", Pflichtete ^crr Knöpflein traurig bei. „Ich bitte Sie nur u«), den Kehricht auszufegen und den Fns;boden 7 zwischen. Und wenn jemand nach mir fragen ^!lte, so sagen Sie ihm, bitte, meine neue Adresse, -ucr zwei Kronen für Sie." , „Schönen Dank, Herr Knöpflein, seien Sie un-rwrgt. Mit dem Auswischen hat's aber Zeit bis "'m Abend. Die neue Partei hat ohnehin sagen «!!cn das; sie ^rst morgen einz^,t." s, .. "llnd wir yaben nns so beeilt," seufzte Herr nn. '-^"' '"dem er der Hansbesorgerin den Woh-^ngs,chlüs^ übergab. Hieraus lenkte er seine >Mtte in das nächste Gasthaus, um dorl eine be-'^'dene Mahlzeit einzunehmen, im ' '!^ Sttmde später fand er sich in seiner neuen lwck! n ^"'t gelegenen Wohuung ein. Don lag (5l?,. lmtterbunt durcheinander und dem armen Wn5 "n ^'g,cn die Hnare zu Berge, als er sah, stank" ""^ '." Ordnung zu bringen habe. Dort nack 4'^' "uch schon das Sopha. woraus er sich ^ -^lsch auszustreckeu Pflegte, aber heute durf:^ er das nicht. Seine teuere Ehehälfte halte ihm schon den Rock ausgezogen nnd trieb ihn zur Arbeit. Dann ging sie in die Küche, um dort den Kaffee fertig zu kochen, welcher zugleich Mitiagmahl und Jause verkörpern sollte. Sie reihten sich um den 3peise tisch, der vorlänfig im Schlafzimmer stand, lind begannen den heis;en Tranl zn schlürfen. Auch Herr Knöpflein bekam eine Schale „Schwarzen". Die Gattin, welche ihm gegenübersas;, lies; ihren Blick prüfend durch den Raum schweifen, schaute in jeden Winke! lind rief dann mit dem Ausdruck des grös; liloincjei' Weges in die Stras;e, wo er gewohnt halle, mietcte dort einen Nagen und zwei Dienstmänner, Holle den Wohnungsschlüssel und sprang drei Treppen hoch hinnnf, um die Schwiegermutter aus ihivr Haft zu befreien. Als er in die Kammer na:, sas; die alle Frau noch immer in ihrem gepolsterten Lehnstuhl und schlief. Er atmete anf, weckte sie sanft und bedeutete ihr, das; die Wohnung bereits vollständig geräumt und die Reihe nunmehr an ihr sei. Man lrug sie vorsichtig hinab, lud sie in den Wagen und in einer halben Stunde thronte sie wieder aus ihrem gewohnten Sitze in der nenen Wohnung Dort erst erfuhr sie, wie sie in der allen Wohnung vergessen worden war. Ein schreckliches Gewitter von Vorwürfen entlud sich über Knöpfleins Haupt. Er glich einem Blitzableiter, in den alls zwei Wolken Blitze niederzucken. Am selben Abend noch wns'.te übrigens da» ganze Haus, das; der neue Mieter um ein Daar seine Schwiegermutter in der alten Wohnung zurückgelassen hätte. ^ ^ .. ., Als Herr Knöpflein abends nach ^ut,,tclluna, und Ordnung des Hmisral5 ausging, um Staub und Ärger mit einen, Krügel Bier hinumerzuspülen, hielt ihn alls der Stiege ein Nachbar auf, den er von früher her kannte, und sagte mit schallhaftem Lächeln: ., , „Mir scheint, Herr Knopflem, das; Sie die alte Fran dort cibsichtlich vergessen haben." „Schweigen Sie!" fuhr ihn Herr >l.nöpflein hlilb im Ernst und halb im Sri'"'.<> "" ^ann flüsterte er dem Nachbar ins Ohr^ „Wenn das möglich wäre l,^i mon hättr sie dort beim Aufwaschen heute noch gefunden und sicher auch gleich zurückgeschickt---------" Laibacher Zeitung Nr. 165. 1494 23. Juli. 1909. Türkei und Griechenland. Die Pariser diplomatischen Kreise verhalten sich zweifelnd gegenüber den Nachrichten der letzten Tage, welche die Gefahr eines Krieges zwischen der Türlei und Griechenland als unmittelbar drohend darstellen. Es könne allerdings nicht besinnen werden, das; in den Kreisen der jüngeren Offiziere des türkischen Heeres eine start kriegerische Strömung besteht und daß der Gedanke, durch einen im Interesse der Festhaltung Kretas unter der Souveränität der Türkei unternommenen erfolgreichen Krieg das Ansehen des neuen Regimes im ganzen Reiche zu erhöhen, auf die jungtürkischen Politiker Anziehungskraft ausübt. Nichtsdestoweniger beharre man aber in Paris bei der Meinung, daß an den leitenden Konstantinopelcr Stellen über die Möglichkeit, daß ein Waffengang mit Griechenland sich zu einer wcitcrgrcifenden Konflagration entwickeln könnte, genügende Klarheit herrsche, um von einer geradezu auf einen Krieg hintreibenden Politik abgeschreckt zu werden. Auch in dem Falle, daß in der Antwort der Pforte auf die letzte Note der Tchutz-mächte Kretas tatsächlich, wie angekündigt wird, ein sehr energischer Ton angeschlagen werden sollte, würde der Schluß noch nicht als gerechtfertigt erscheinen, daß man in Konstannnopel bei dem gewagten Entschlüsse angelangt sei, die kretische Frage mit bewaffneter Gewalt auszutragen. Politische Uebersicht. Laibach, 22, Juli. Aus Petersburg wird in bezug auf die dem Kaiser Nikolaus zugeschriebenen Nciseplcinc, die nach seinen Besuchen in England und Italien zur Ausführung gelangen sollen, berichtet, es könne vorläufig bloß so viel als wahrscheinlich angesehen werden, daß der Zar bei der Mittelmeerfahrt die Gelegenheit ergreifen dürfte, dem Athener Hof einen Besuch abzustatten und in Konstantinopel kurzen Aufenthalt zu nehmen. Endgültige Bestimmungen sollen hierüber noch nicht getroffen sein. Ein Besuch in Eetinje, der gleichfalls in manchen Nachrichten angekündigt wurde, dürfte kaum in Aussicht genommen sein. Das „Neue Wiener Journal" hebt anläßlich der bevorstehenden Jahresfeier der Einführung der Pcrfasslmg in der Türkei die Erfolge des neuen Regimes hervor, welches aus der Türkei einen modernen, vollwertigen Verfassungsstaat gemacht habe. Tie beste Tat der Iungtürten sei die Verleihung der Gleichberechtigung an die verschiedenen Nationalitäten gewesen, infolgedessen die Ordnung auf dein Balkan wesentlich gekräftigt worden uud eine ständige Sorge der europäischen Diplomatie vom Horizont verschwunden sei. — Die „Österreichische Volkszeitung" sagt, die Türken haben allen Grund, sich der Errungenschaften des ersten Jahres parlamen- tarischer Herrschaft zu freuen. Man werde aber auf der Pforte die bisher beobachtete Mäßigung auf dem Gebiete der auswärtigen Politik nicht verleugnen dürfen, wenn das im ersten Jahre verheißungsvoll begonnene Werk der Wiedergeburt erfolgreich fortgeführt werden soll. Wie man aus Vukarest schreibt, ist die Ankunft der ottomanischen Mission, welche dem König (sarol die Thronbesteigung des Sultans Mehmed ^ur Kenntnis brachte, in der rumänischen Presse mit Äußerungen lebhafter Sympathie für die Türkei und freundlichen Wünschen für die glückliche Weiterentwicklung dieses Staates auf der neuen Bahn begrüßt worden. Die „Ind^pcndance Noumaine" gedenkt bei diesem Anlasse des Schicksals der Kutzo-walachen und weist auf die Bedrückungen uud Verfolgungen hin, denen die Volksgenossen der Rumänen iil der Türkei ausgesetzt waren. Erst in den letzten Jahren des früheren Regimes sei in ihrer ^age eine gewisse Besserung eingetreten und malt hoffe ill Rumänien, daß sich das Üos der Kutzowala-chen in der verfassungsmäßigen Türkei unter dem Walten des neuen Sultans wesentlich günstiger gestalten werde. Tie Verbilligung der Postgebühren zwischen Großbritannien einerseits und den verschiedenen Siauten des Weltpostvereines anderseits wird seit geraumer Zeit von englischen Handelskreisen angestrebt. Nachdem auf Betreiben des Abg. Henniter-Heaton in diesem Jahre die Einführung des Penny-Briefponos zwischen England und den Vereinigten Staaten erfolgt war, hatten sich in der letzten Zeit die Freunde einer Portoverbilligung im Verkehre Englands mit anderen Ländern um eine Herabsetzung der Vriefgebühr zwischen Großbritannien und Frankreich bemüht und die Vereinigung der englischen Handelskammern hatte dem Generalftost-meister von Großbritannien eine Tcnkschrift über die Frage einer Penny-Brief- und -Telegrammgebühr zwischen den genannten Ländern unterbreitet. Mr. Burtoll hat nun erklären lassen, daß er die Frage einer ernsten und sorgfältigen Erwägung unterzogen habe, daß es ihm aber angesichts der Lage der Staatsfinanzen und des Ausfalles, den eine solche Verminderung der Ponogcbühren für die Staatseinkünfte bedeuten würde, gegenwärtig unmöglich sei, den geäußerten Wünschen nachzukommen. Die „Köln. Zeitung" meldet aus Teheran: Ein Handschreiben des Schahs an den Regenten befiehlt die schleunige Einberufung des Abgeordnetenhauses und des Senates zur Beruhigung des Volles. Ein Erlaß des Ministers des Innern regelt die für morgen anberaumten Krönungsfeierlichkeiten, eiil anderer verbietet das Waffcntragen. Das Ministerium ist endgültig gebildet. Das Ministerium des Äußern übernimmt Nassr cl Mülk. Tagesncmgleiten. — fT>er Flugapparat eines russischen Studenten.j Ein juuster russischer Student, der auf der Technischen Hochschule zu Dresden das Maschineningenieurfach slu» diert, hat einen Flugapparat konstruiert, der alle bis» heriqen Proben tadellos bestandeil hat. Der Nüsse heißt Arkady Iosp6. Seit Jahren hat er, nach eigener Aus» sage, den Vogelflua, studiert, um einen Flieger z-u lon» strniere». Seine bisher gefertigten Modelle versagten nie. Er hat nunmehr ein etwa anderthalb Meter großes Modell qebaul und viele Versuche angestellt, die alle glückte». Der Apparat besteht aus zwei gegeneinander geneigten Tragflächen und zwei vorn angebrachten ent» qegenqesetzt rotierenden Propellern. Von einem bis zum anderen Ende geht ein starrer Kiel durch, vorn sitzen zusammengesetzte Kopfstücke und Flüge lslücke, hin-ten ein tahnartiger Körper. Der Flieger ist also in der Tat dem Bau des Vogels nachgeahmt. Nach Iosp^s Angaben muß der Flugapparat, wenn er drei Personen tragen soll, mit einem ?li III'. Antoinctlcmotor und mit Tragflächen von I2l» Quadratmeter versehen sein. ^änge 16, Areite 14 Meter. Gewicht etwa 1000 Pfund, wobei 450 Pfund aus 3 Personen, 300 Pfund auf Motor und Getriebe und 250 Pfund auf das Gestell verrechnet sind. Die zwei Propeller würden 1200 Ton-reu iil einer Minute machen. Der Rahmen des Appa-nueö ist aus Stahlrohr. Die Steuerung geschieht vom Führer, dessen Sitz nnter dem Kopfstück ist. Von hier ans läßt sich anch der Motor bedienen. Der Apparat hat vorn ein, hinten zwei Näder. Die Versuche mit dem Modell wirtten verblüffend. Der Flugapparat schwebt gleichmäßig, ruhig lind sicher. In den Dres» dener Fachkreisen, auch seitens des Kriegsministcriums nild des Professorentollegiums der Technischen Hoch» schule ist reges Interesse für den neuen Flugapparat vorhanden. — Mne „feine Familie") sind die Nachkommen der vor 75 Jahren verstorbenen Alkoholiker»n und Diebin Ada Iurcke. Eiu amerikanischer Professor hat iestgestellt, daß unter den 700 anffindbaren Nachtom-men 144 Vettler, 84 Armenhausinsassen, Ittl verwahr» loste Mädchen, 76 Diebe lind sieben, die wegen Mord verurteilt wurden, sind. Die Familie hat dem Staate in 75 Jahren rund füuf Millionen Kronen gekostet. Jedenfalls ein interessanter Veitrag znr Ncrerbungs» theorie. — iKondensierte Schausvielkunst.j Aus London wird berichtet! Mit dem pratlischen Vlick der Amerikanerin hat jetu Miß Amelia Äiugham, die bekannte amerita« nische Darstellerin und Theaterieitcrin, das schwierige Problem gelöst, aus einem Theaterabend alle Neben-sächlichleiten auszuscheiden uud die Vorstellung nur auf d,e schauspielerische» und dramatischen Gipfelpunkte zu beschränken. Mt ihrem Ensemble gibt sie jetü in Lon. do» e»i Gastspiel, bei dem nur die „großen Momente großer Tramen" dargestellt werden. „Ich glaube, das ist eine neue Idee," äußerte sich oic Künstlerin mit berechtigtem Selbstbewußtsein- „in vielen Stücken gibt l'o dramatische Höhepunkte, nm derentwillen das Werl geschaffen wurde. Diese Szenen allein werde ich mit mei> nem Ensemble spieleil. Jeder wird ein kurzer erklären» der Monolog voraufgehen, den ich selbst spreche. Dauu erscheinen dl'e anderen Spieler auf der Vühne und in »venigen Minuten wird dann oer Hauptgehalt des Stückes dargestellt. Dann erlöschen die Lampen, nach Aus Eifersucht. Roman von Nlaz Hoffmann. (21. Fortsetzung.) Nachdruck »erboten.) Weide begab sich sofort nach Villa Marieben. Das schmucke Haus lag still und friedlich da, und es war nichts von dem furchtbaren Drama, das sich vor kurzem hier in der Nacht abgespielt haben mußte, zu merken. Der Gärtner Marx arbeitete im Vorgarten und umwickelte die Roscnstöckc zum Schutz gegen die bevorstehende Kälte mit Stroh. „Ist Herr v. Marleben zu Hause?" fragte ihn Neide. „Jawohl, Herr Kommissär. Im Zimmer im ersten Stock." Weide ließ sich durch Auguste, die wieder ganz vergnügt aussah, anmelden, und Fritz kam ihm oben in der offenen Tür entgegen und führte ihn ins Zimmer. „Nun, Herr Kommissär? Bringen Sie etwas Neues? Haben Sie eine Spur gefunden, oder sind Sie schon auf bestimmter Fährte?" Der Beamte zuckte mit den Achseln. „Vorläufig sehe ich noch nicht ganz klar. Sagen Sie mir, weshalb hatten Sie, nachdem eine Schwester aus dem Beatriccnheim hierher bestellt worden war, am Nachmittag wieder abbestellt?" „Abbestellt? Aber das ist ja gar nicht der Fall gewesen! Und die Pflegerin ist ja auch pünktlich am anderen Morgen erschienen!" „Hm. Aber nicht die richtige." Er erzählte ganz genau, was er von der falschen Diakonissin wußte. Fritz faßte sich an die Stirn. „Dann steckt jeuer Mensch, den ich bei ihr gesehen habe, jedenfalls mit ihr unter einer Decke!" „Was für ein Mensch?" fragte Weide betroffen. „Als ich am Tage vor jener verhängnisvollen Nacht die Krankenpflegerill aus ihrem Zimmer rief, fand ich bei ihr einen Mann, den sie als ihren Bruder bezeichnete." „Und das sagen Sie erst jetzt?" rief Weide vorwurfsvoll. „Weil sie so harmlos tat, glaubte ich ihr und schenkte dem Menschen weiter keine Beachtung." Der Kommissär sah ihn verständnislos an. Es war ihm unbegreiflich, wie es Menschen geben könne, die nicht jeder Sache und jeder Person, die ihnen begegnet, die schärfste Beachtung widmen. Ihm genügte ein Vlick, um sich das Aussehen eines jeden unauslöschlich einzuprägen, und er hielt es für unfaßbar, daß es bei anderen anders sein könne. „Ich will Ihnen sagen, Herr v. Marlebcn, wie er ungefähr ausgesehen hat", erklärte er. „Er war ein großer, blonder Mensch, dessen Füße und bände von respektabler Größe und dessen Schultern breit waren. Ist's nicht so?" „Ja, so scheint er mir im Gedächtnis zu sein. Einen Eid möchte ich jedoch nicht darauf ablegen. Ich bin darin vorsichtiger und gewissenhafter als sehr viele Leute, die sogleich bereit sind, alle möglichen und unmöglichen'Aussagen mit der größten Bereitwilligkeit zu beschwören. Aber Sie kennen ihn wohl scholl? Ihre Beschreibung läßt es wenigstens vermuten." „Ich kenne ihn gar nicht. Das sind lediglich Kombinationen, die ganz einfach sind. Ein Mann, der sich als Tischler ausgab, war an dem Tage, als Sie beim Beatricenheim anklingelten, dort als Hilfeflehender. Er wurde mir als groß und blond beschrieben. Große Füße muß er gehabt haben, wie ich aus den Fußspuren schließe, falls er es gewesen ist, der hier eingebrochen ist. Und wenn die Füße groß sind, so sind es gewöhnlich auch die Hände. War er aber Tischler — und es ist lein Grund, daran zu zweifeln — so wird er auch von der Hobelarbeit kräftig entwickelte Schulter!, haben. Besaß er Familenähnlichteit mit der falschen Magdalena?" „So viel ich bemerkt habe, war es' nicht der Fall." „Tie war m eine hübsche, rotblonde Persoll mit frischem Gesicht. Wie war seine Gesichtsfarbe?" „Sie kam mir fahl vor. Ich hielt das für eine Wirkung seiner frommen Etimmullg, denn er kniete gerade vor dem Kruzifix und betete." „Sehr gut! Könnte ich das Dienstmädchen sprechen?" „Bitte sehr!" Die herbeigerufene Auguste halte, wie sie versicherte, nichts von dem fremden Menschen gesehen: sie hätte gerade eine kleine Besorgung zu machen gehabt. Sie wurde wieder entlassen, kam aber gleich zurück und meldete den Iustizrat Hcimroth. Das runde Antlitz des jovialen allen Herrn zeigte diesmal nichts von seiner sonstigen Heiterkeit. Er war ernst und musterte die beiden Herren bedenklich. „Das ist ja eine schauderhafte Geschichte!" rief er, nachdem er Fritz begrüßt hatte und mit dem Kriminalkommissär bekannt gemacht worden war. „Jetzt hat man den Dr. Naldow nicht bloß in die Sache verwickelt, man will ihm sogar an, Kopf und Kragen." „Wer will das?" fragte Weide. „Nun, die Zeitungen! Weisen sie nicht seit gestern mit aller Energie, die diesen Pressemenschen eigen ist, auf ihn als den Täter hin?" „Die Zeitungen!" sagte der Kommissär gering' schätzig. lFortsetzung folgt.) Laibacher Zeitung Nr. 165. 1495 23. Juli 1909. wenigen Minuten ein zweiter Monolog und dann die große Szene eines anderen Stückes. Vier oder fünf solcher Szenen können dann an einein Abend gegeben werde«,; während ich den Monolog spreche, lö»!,e» die übrigen Spieler die Koflüine lvechseln." Miß Amelia Binghc-.n,, oie auf die Erfindung dieser drauialischen Stenographie sehr stolz ist, will an, ersten Abend die Essektszeueu ans der „Tosen", „Teodora", aus der »Modernen Genoveva" und aus eineni aus dem Däni-fchen übersehten Theaterstück, das den Titel „Eine moderne Magdalena" führt, ihren Bewunderern bieten, die aus diese Weise sich die Mühe ersparen, oas ganze Stück sich anhören zu müssen. ^ lPierrc Loti als Atrodat.j Pierre Loli, der in seinen Dichluugen die Reize und Schönheiten der orien-talischen Welt in farbenreicher poetischer Verklärung ge-staltet, verschuläht es bisweilen nicht, mit den Artisten »rändernder Zirkustruppen in Wettbewerb zu treten nnd mi, Trapez oder ans dein Drahtseil seine körperliche ^aghalsigkeit zu erproben. Die „Vie Parisienne" plan-dert von diesen Atrobalenknnslstücken des Dichters; vor einigen Jahren hatte ein Vollozirlns in Brest Station gemacht. Pierre Loli besuchte die Vorstellung und »vnrde dabei von dem Wunsche ergrissen, sich mit den Artisten ,zu messen. Er besprach sich mit dem Direktor und am nächsten Abend erschien er inkognito in der Manege, führte am Trapez eine Reihe halsbrecherischer Kunst-Nucke aus nnd erntete einen begeisterten Veifall, um den mancher Akrobat von ^ach'den Dichter beneide» könnte. Wohl wenig Poeten werden sich rühmen dürfen, wie Loti aucl, im Zirkus Erfolge errungen zu habe». Vei dieser Gelegenheit berichtet' die französische Zeit-schrift auch vou eiuer seltsamen Ähnlichkeil des Gesichts» misdruckes, die den französischen Dichter mit dem be-Ulhmtesten der Pharaonen verbindet. Pierre Loti wußte bisher nicht, welchen atavistischen Einflüssen die färben-Mühende orientalische Geistesrichlung feiner Phantasie z»zlischreiben war. Er fühlte unklar, oas; die marchen. haste Well des Orients die Heimat seiner Träume sein wüßte, und immer wieder zog es ihn nach der wunder-l'chen Welt des Ostens. Jetzt hat er feine „Ahnen" ge-slmden. Es war beim Besuche der ägyptischen Bönigs, spades aw er zufällig der Mumie Ramses' ll. gegen-"bertrat, starrte er ü'berraschl auf die Gesichtszüge des Haraouen, denn die Ähnlichkeit mit dem Gesichte Pierre Lolis war verblüsseno. Pierre Loti hat eine ^eihe von Photographien und Ansichtskarten gesammelt, d,U' das Profil des großen Pharaos zeigen, und fein Meues Profil daneben gesetzt, daunt seine freunde 1'ch von der seltsamen Ähnlichkeit überzeugen könnten. Tie Nbereinstimmuug ist in der Tat verblüffend und b'c- harten werden von den ^rennoen des Dichters als l'M kurwses Doknn,e»lt sorgsam bewahrt. l hier gelegenen Eisenbahnstation, hat ein nnbekann-^r Landstreicher einen ,uil einer Geschwindigkeit von "^ ^ilunietern fahrenden Zug der Rio Grande-Bah» vor cim'i' Entgleifung belvahrt und fomit 200 ?sahr. ,^sn Loto,»otivs>lhrer des heranbraufenden Zuges ein 'pichen und be>vog diefen, den Zug abzubremsen. Jetzt Wlte l'r dem Zugpersonal mit, das; die Gleise nnter-yalb auf eine Strecke von zwei Meilen dnrch Aus. 3?>ch>>ngen fich in höchst gefährlichen, Zustande befinden. ^U' ^ahrgäsle verließen den Zug und passierten die ^lelle zu '^uß. Der leere Zug fuhr möglichst langfam und vorsichtig über diese gefährliche Strecke hiuweg. ^n der Ausregung hatte niemand daran geoachl, dem ^'bensretler zu danken, oder ihn zu fragen, woher und wuhm des Weges. Wie er gekommen, verschwand diefer. -^ n- ,? ^llnscl,all der böhmischen Reiterei. Es fand ss.,,, l^lls den Tod jener ausgezeichnete .Held, von den, ^lnsN '^' '""^ b"' '^'"'^' ^""l 'Ball), der oberste win-k '"' der leichibe»vaffneten ungarischen weiter' er oort^>"'l"'! ^"' ^""^"> entdeckt, be, denen er »oegen der lVriii ^'" Hl-ldenlatei, und der ihnen häufig mit UlrbÄ?' ^^'"lu'ächtei, beigebrachten Niederlagen sehr an.i>^"""' ""^ dc-u s'e häufig aus den, Hinterhalte "M'Ncn halten. Tiefer Verlust war do, Nnserigen aufs ungelegeufle gekommen, oa i.a das christliche Heer sowohl anderweitig als auch ganz besonders in diefem chrecklichen kriege nicht so sehr von seiner Zuverlässig» kcil als vielmehr von seinen aiiwesenden Truppen ab-hängig war und von diesen unlerstützl wurde. Denn Baku deckte mit seinen raizischen uno lingarischen Nei-lern die flanken nnd den Rücken, trieb die feinde bald dort, bald da auseinander uud sicherte aus diese Weise wiederholt die Zwischenräume des christlichen Aus» glbotes uud bewahrte das Heer vor drohender Gesahr. Sein Kopf wurde unter der lebhaftesten Zustimmung der Türken, die sich zu seiner Vernichtung verschworen hatten, abgehaneu und man brachte ihn dem türkischen Sultan. Dies und die Nelohnnng für den Mord, welche dem Mörder ausbedungen worden war, verursachte in Honslanlinopel eine ungeheuere und nie dagewesene Freude. Die Unserigen verloren nach der Ermordung jenes Naizen, vou dem gesprochen wurde und ans wel> che» sie nach Gott in jenen gefahrvollen Zeilen ihr ganzes Vertrauen setzten, in ihrem Schrecke» jede Hoff-nung. Der oberste ^eldhanptmann ^latzianer ließ nun vou Tag zu Tag das ^ager weiter rücken uud das Heer marschierte vorwärts, ununterbrochen von, feinde verfolgt nnd von, Geschützfener nnd Pseilenhagel be-drängt. Der Krainer Derrius, der Ungar ^adislaus Mom) und der Österreicher Königsperger hielten, soweit es ihre menschlichen Kräfte vermochten, die feinde dnrch Seilellangriffe nnd Attaken mit oer leichten Reiterei aus »nd verhinderten so, daß die feinde den Unserigen nicht das l^ager wegnahmen. Aus diefem überaus be-schwerlichen und todbringenden Marsche blieben die Pferde volle achtzehn Tage hindurch geschirrt und gesattelt. Das Heer gelangte zu der Ortschaft Eario- ' hier hielt mau endlich bezüglich der nächtlichen flucht Rat, gedrängt hiezu durch die immer nachdrücklicher sich ver-breitende Hungersnot nnd die immer häusiger sich ereig-»enden feindlichen Angriffe, die auf das sich zurück-ziehende Heer von rückwärts erfolgten. Auf den, Marsche stieß ^adislans Peckeri mit hundert rüstigen ungarische!, Reitern zum Heere- doch nützte diefer Zuwachs den Nnserigen, oie nicht so sehr geistig als vielmehr körper-lich entkräftet waren, sehr wenig, er brachte ihnen viel-mehr Nachteil bei jenem großen Mangel an nötigen Nahrungsmitteln. Deshalb wurde plötzlich eiu Kriegs-rat einberufen und mau beschloß nach reislicher Über-legung, daß fich in der stürmischen Nacht beim Erschallen der Trompete das ganze KriegSvolk unter die Waffen stelle, die Reiterei sich auf die Pferde fchwingen und fich »ach dem Anzünden der Zelte in, Nucken sowie der Wagen und oer Unbrauchbnrmachuug der Geschütze so schnell als möglich, so viel ihre Kräfte zulassen sollten, znr flucht bereite. Weil dieser nicht ganz reife Kriegsplan offenbar die flucht bedeulele und die meisten Reiter, unter diesen auch angesehene Ungarn und Sleierer, so eulmnligl halte, schlugen sich diese, ohne das Signal abzuwarien, das überhanpl »ichl gegeben worden war, jeder anf eigene ^ansl, heimlich aus dem ^ager und entflohen in Schnellmärschen nnd Umwegen in ihre Heimallänoer, nachdem sie hinter sich das Fußvolk mit der sächsische» Reiterei uud böhmischen Geschützen im Stiche gelassen und einer sichereu Niedern,etzelung preisgegeben hat» ten. Auch der oberste ^eldhauplmann Katzianer selbst entfernte sich mit seinen beiden Kriegsräleu Ungnad und Schlick, die nur auf ihre Rettung bedacht ware», in der stürmischen Nacht nno alle drei eilte» anf Umwegen nnd in Eilmärschen »ach Steiermark, während das ^nß> Volk imd die Reiterei aus Sachse» und Böhme» unter dem Befehle des Grasen ^odron umsonst ans das ^rompelenzeiche» warteten. Tagsoaraus uach dieser schreclliche» Nachl leuchtete die So»»e blutrot, doch wurde sie balo von einer dichten Wolke bedeckt ^- gew'.ß ein verderbliches Vorzeichen der bevorstehende» Nieder-läge. In dieser Niederlage halle Ehrislus, um den S<'i-nigen in deren gefährlichen ^age beiznslehe» und Hilfe zur flucht zu gewähren, nicht ohne Absicht eine Wolle au, Himmel aufziehen laffeu, damit sir, von der liefen Dnnkelheil gedectl, desto bequemer die flucht ergreifen konnten. Als die Znrückgebliebenen von der ^lnchl der erwähnten Reiter noch leine Ahnnng hatten lind noch immer alls das im Kriegsrate vereinbarte Zeichen war-telen, ereignete es sich, nachdem die Wolke endlich ver-schwundeu und keiner von den Anführern außer des Kroaten Kumerilius, des Befehlshabers des Fußvolkes Grasen ^odron und des Kommandanten der Artillerie Traillmannsdorf zum Vorschein gekommen war und da nur wenige Reiter im ^ager gesehen würden, während sehr viele vollkommen geschirrte und bepackte Pferde siei umherirrten uud im Grase weidete», daß das ge-samle zurückgelassene nnd bestürzte Fußvolk der Sachse» sowie die böhmische» uud krainische» Reiter sich zmiächst mit de» nicht vergrabeneu und deshalb nur in geringer Zahl vorhandenen Geschützen zu verteidige», suchten. Da aber nur sehr »venige Kanoniere znr Hand nnd anch diese verfügbaren in der zweifelhaften ^age ans ^nrcht zu keiner Leistung sähig waren, so versuchte Tränt-mannsdors, »m dem ungeheueren Schaden vorzubeugen, wenigstens einige Geschütze ans jede Weise in Sicherheil zu bri»ge», U»d während er sich anschickte, vor die Geschütze die Pferde zn spannen, die vor Magerkeit kailm stehe» loxnlen, und iudem auch die ^ahrkanoniere nnd Bedienungsmannschaft wankte», wurde auch er selbst bei diesem Beginnen überwältigt nnd erlag anf das tapferste. AIs dies das ^»ckvolk bemerkte, fuchle er fich ' Sonst s>cilmml ^l.'l'imi. unter i>en Wagen zu verbergen und auf diese Art sein Leben zu schützen. Aber auch von diefen wurde ein Teil niedergemetzelt, ein Teil aber abfangen genommen und in die elendste Sklaverei fortgeschleppt, während Lodron, K»meriti»5, Puechaim und Auersperger der bedräug. ten Lage gemäß nmfonsl znr Tapferkeit ermunterten. Von diesen isl auch Lodron gefallen, nachdem er für seine eigene und seiner Soldaten Beschützung nichts außer acht gelassen hatte. Die meisten Reiter entflohen aus einen Hügel in der Nähe, bildeten einen Keil und suchten sich vor der schmählichen Sklaverei zu retteni doch wurden sie, als die Kräsle sie verließen nnd die Überzahl nnd die Slärke der feinde sie überwältigte, niedergemacht, einige wenige in die Sklaverei fort» geschleppt, nnter denen einige von vornehmer Abkunft wareu: Balthasar Freiherr von Puechaim aus ^ster» reich, Gebhard Weltzer, Agapit Vollra und Auersperger. Kunigsperger, Erasmns Teusfel, desseu Fähnrich Acha-zins Euenkel uud Kumerilius ergrissen, da sie mit ihren sehr schnellen Pferden im Vorteile waren, bei diesem Getümmel nud überaus schreckliche,, Blutbade mit eini» geu weuigen Soldaten die flucht und retteten ihr Leben. Diese Niederlage erschien um so schrecklicher, als nebst dem Verluste aller Geschütze di<> fremden Hilsstruppen der Böhmen und Sachsen saft bis zur Ver. »ichtnng aufgerieben wurden, indem nur fehr »venige ihr Leben mit einer gransame» Sklaverei verlanschlen. Anch damals sie! eine große Anzahl des trainischen und österreichische», Adels den, Tode anheim; es enl-flohen nur die beiden Hauptleule Wildeufleiu und Teuffei. l^or«se«',unci wlat.j zlllliuischc Landcswcinbllugcuosscuschaft. Gestern nachmittags fand in, großen Saale oes Hotels „Uniun" die gründende Verfammlnng der Lan-desweinbangenossenschaft in Gegenwart von Interessen, ten aus Laibach und aus allen Landesteilen statt. Ten Vorsitz führte Herr Landesausfchußbeisitzer Graf Narbo, der in feiner Ansprache die Teilnehmer herzlichst begrüßte und sodann aus den überraschende», Aufschwung des kraiuische» Wembaues hinwies, deffen Erzeugnisse mit den Weinen von Niederösterreich uno Tirol wetteifern könnten. Leider fehle es an Absatz-gebieten nnd die Weinpreise seien in den letzten Jahren so tief gesunken, daß man mit ^nrchl in die Zukunft blicken müsse. Die vom kraiuifchen Landesansschusse an-gesichts dieser Sachlage einberufene Eulniete sei zu der Einsicht gelangt, daß unbedingt ein Zusammenschluß aller Weiubauer erfolgen muffe, nnd habe ein engeres Komitee mit der AnSarbeitung der Statuten der piopo. nierteu Landesweinbangenofsenschafl betraut. Herr Graf Barbo ersuchte de» Keliereiinspeklor Herrn Gomba<', die vom Landesgerichle bereits genehmigten Statuten der Versammlung zur Kenntnis zu bringen. Herr Kellereiiuspektor GomblK' gedachte zunächst der vom Staate und vom Lande behufs Regenerierung der dnrch die Reblans vernichteten Weingärten ein-geleiteten erfolgreiche» Aktion. Während aber die Unterkrainer uud die Wippacher Weine noch vor vier Jahren trotz ihrer verhältnismäßig hohe» Preife mit 2s^«> K bereits ein-gezahlt >v»rde». Die Geiwssenfchaft bietet fchon heule eine Garantie von 2l>.18<» K i» AnleilSscheinen. Bei den hieraus vorgenommene», Wahlen wurde» die Herren: Dr. Janlo Ko<'evar, Reichsratsabge-ordueter in Gnrkfeld, zum Obmann, LanoeSausschnß» beisitzer Gras Varbo zu desfen Stellvertreter, weilerS i» den Vorstand folgende .Herren gewählt: Besitzer ^ranz M iklav.' i <' in Hl. Kreuz bei Litiai, Direktor W. R o h r m a n in Staude»,, Verwalter Davor», Vuk5ini <'. i„ Mottling, der Obmann des Landwirt, schastlichen Vereines in Wippach 7^. U r,.,<-, Kommer-zialrat ^-r. P o v^e in Laibach, Befltzer Hr. P r i ,. a -telj in Tr5i>.'e. Bürgermeister Rich. ,5 e r i a n <-,.' in Go.-e. Bürgermeister ^ianz Ker,n ,», Hl. Kreuz bei Landstraß, Bürgermeister Jost's Znrc in Kand,a, Landlag^abgeordneter Josef Maildelj i» Laibach, Gntsbesitzer Rndols Graf Margher i i» Krentberg lind Hotelier Andreas Lack» er i» Tfchernembl. «Überdies werden die Herren Kellereiinspellor 7^r. Go», ba<' »>'d Weiubauinfpetlor B. E ta l i e ly zu jeder Titznng zugezogen werden.) Dem Schiedsgerichte gehören nachstehende Herren an: Lehrer Tsrauz Mer-ei » a in Wippach, Landiagsabgeordneler Mirko P e r -h a v e in Wippach, Bürgermeister Matthias S l n b i e Laibacher Zeitung Nr. 165. 1496 23. Juli 1909. in Tschernembl, Besitzer W. P f e i f c r in Gurkfeld uno Besitzer Leopold D etleva in Buje. In den Aufsichts» rat wurden folgende Herren entsendet: Dechant Mat» tkias Erzarin Semi«, Landtagsabgeordnetcr Fr. Matja^i<" in Rosalniec, Dechant Franz Schwei-a c r in Haselbach, Landtagsabgeordneter Bartholomäus Navnikar in Tornegg und Landesausschußbcisitzcr Dr. Vladislav P e g a n in Laibach. Beim Allfällisten regte Herr Wilhelm Pfeifer die Wiedereröffnung des Landesversuchsweinkellcrs in Laibach an, während Herr Kaplan Natlaüen oie ulaterielle und moralische Unterstützung der Weinbauer in Weißkrain durch Errichtung von Genossenschafts-filialen befürwortete. Herr Kellcreiinspektor G o m . ba<» stellte schon für den Herbst die Gründung von Bezirlsgenossenschaftcn in Semu-, Mottling und Tfcher» nembl in Aussicht. — Über Antrag des Herrn Dr. Pegan wurden die Herren Mereina und Malja^ mit der Einberufung der Mitglieder des Schiedsgerich» tes, bezw. des Aufsichtsrates zwecks Konstituierung be-traut. — Herr Mandelj erblickte in der Organi» sation von Geiiossenschasten die erste Anfgabe der neuen Landesweinbaugenossenschaft, die aber auch für den Ex-port der heimischem Weine zu sorgen haben werde. Jede Konkurrenz gegenüber den heimischen Gastwirten sei hiebci ausgeschlossen. — Herr Dr. Lampe erklärte, es sei Pflicht des Landes, die Weinproduzeuteu beim Absätze der Weine zu unterstützen. Er appellierte ait den Ausschuß, sich seiuer Aufgabe mit Eifer zu unter-ziehen und durch Agitation uud Verbreitung oes genos. jenschaftlichen Geistes auf die Gründung von Lokal-genossenschaften hinzuwirken, die dem ganzen Lande znm Wohle gereichen werden. — Herr Graf Barbo fprach in ähnlichem Sinne und wies darauf hin, daß es für den Anfang am zweckmäßigsten sein werde, sich bei laufenden Geschäften an die Herren Gomba<' und Dr. Pogcxmik zn wenden, die provisorisch die Agenden der Weinbaugenossenschaft führen werden. Herr Graf Barbo schloß die Versammlung mit tx'M Wuusche, daß sich die Laudesweinbaugenossenschaft zum Wohle der Weinbauer und des Landes Krain traf-tigst entwickeln möge. — (Vom Finanzdicnste.j Seine Exzellenz der Finanzminifter hat, wie uns aus Wien gemeldet wird, den Finanzsekretär Heinrich Kittag zum Finanzrate und den Finanzkommissär Angelo Savnit zum Finanzsekretär für den Bereich der Finanzdirektion Laibach ernannt. — iFür Pensionisten alten Ttilcs.) Die t. k. Finanzdirektion in Laibach benötigt dringeno Pensions, dalen der Pensionisten alten Stiles. Diejenige» k. k. Staatsbcdiensteten »Staatsbeamten, Staatslehr-Personen, in die Kategorie der Diener gehörige Staats-bedlenstete, Personen des Gendarmeriemannschafts» standes, Angestellte der Finanzwache) und Witwen nach diesen, welche vor dem 1. Oktober 1898, bezw. 1. Sep» tember 1899, 1. Oktober 1899, ooer 1. Jänner 1900 mit einer Pension beteilt worden sind, werden ein» geladen, die auf ihre Pensionierung oder Anweisung ihres Versorgungsgenusses bczughabenden Dokumente bei der gleichzeitig angewiesenen liquidierenden, bezw. auszahlenden Kassa (m ^aibach bei der Liquidatur des Rechnungsdepartements der Finanzdirektion, am Lande bei den k. k. Stcuerämtern) während der vor» geschriebenen Anttsstunden, spätestens jedoch bei der nächsten Liquidierung, d. i. am 2. August, behufs Ein» ficht zu übergeben. * ^Verleihung der Professor Franz Metelkoschen Stiftung.) Der k. k. Landesschulrctt für Krain hat im Einvernehmen mit dem fürstbischöflichen Ordinariale in Laibach je eine der für das Jahr I9<»9 ansgeschrie-bencn, aus dem Vermögen der Professor Franz Metello-schen Stiftultg errichteten Geldprämien für Volksschul-lehrer im Betrage von 80 K 41 I, den Oberlehrern Johann Grad in Ko^ana, Jakob 2 e b r e in Alten-markt bei Laas, Martin H n m e k in Wocheiner Feistritz, Franz R a n t in Ratschach, Franz Zagorc in Weiß-kirchen und dem Lehrer Johann 8trekclj in Ober» laibach verliehen. —r. ^ aus Hl. Dreifaltigkeit bei Tr/i55e nach Preoassel; neuangestcllt wurden die Herren: Josef Gnid o v c e als Kapitelvikar in Rudolfswert, Audreas Kopitar als Kaplau in Gottfchee und Jakob O ni a h n a als Kaplan in HI. Dreifaltigkeit bei Triii^e. — 1^. Gregorius Ecrar des Teutschen Ritterordens kommt als Kaplan nach Tschernembl. — iTrupPendurchmärsche.j Währeitd des Marsches zn den Schießübungen bei Gurtfeld werden oie Bat» terien Nr. 1 und 2 des k> u. k. Feldkanonenregiments Nr. 7 in Laibach mit Divisivnsstab, mit dem Stande von 1 Stabs», 5 Oberoffiziercn, 155 Mann und 103 Pferden am 27. d. M. in Treffen und am 28. d. M. in Nudolfswcrt, bezw. in Kaudia eintreffen und am 27. d. M. ill Treffen sowie, am 28. und 29. o. M. in Nildolfswert, bezlv. in Kandia nächtigen. Ferner wird die Batterie Nr. 4 desselben Feldkanonenregiments in der Stärke von 3 Oberoffizieren, 86 Mann und 52 Pferden am 27. d. M. in Neudegg eintreffen uno da-selbst am 27. und 28. d. M. nächtigen. 1l. — (Vorkehrungen für die Inangriffnahme der Entnmsserungöarbciten.) Vertreter der Bauunterneh. luung E. Ezcczowiczla H Komp. aus Wien iveilten in den letzten Tagen in Laibach und trafen die ersten nuti» gen Vorkehrnngen für die Inangriffnahme der Ent-wäsferungsarbeitcn am Laibacher Moore und am ver-gangenen Samstag halten lvir scholl deren technisches Personale in unserer Stadt. Für die Oberleitung und das technische Personale mußte vor allem nach passenden Kanzleilokalitälen Umschan gepflogen werden. Wie wir erfahren, wnroen für die erstere die Parterreräume im Hause der Klementine Raunihar am Petersdamm Nr. 67 gemietet; außer dieser Kanzlei sollen noch zwei, uud zwar je eine an der Tirnauer Lände und an der uuteren Puljanastraßc, bezw. in der Nähe der Stephans, dorfer Brücke errichtet werden. Für die Bewältigung der projektierten Riesenarbeit sollen vor allem etwa 3000 Handlanger und 500 sonstige Arbeiter und Pro-fessiunisten benötigt werden, die auch sofort Aufnahme finden. Die bei deu Entwässerungsarbeiten in Verwen> dung kommenden Maschinen, Werkzeuge usw. treffen in deu uächsten Tagen von Wien per Bahn hier ein. In den ersten Tagen des August beginnen die Entwässe-rungsarbeiten am unteren Ende des Gruberkanals. Bei der Einmündnng des Kanals in den Hauptarm wird das Gros der Arbeiterarmee konzentriert, das sich immer mehr flußaufwärts bewegen wird. Starke Dynamitdosen werden den felfigen Boden sprengen nnd das Nett ver-tiefen, das sich so anhäufeude Steingerölle uud die Erd-massen aber werden auf gelegten kleinen Geleisen längs des Dammes mit Hunten weggeführt und auf l,iezn bestimmten Plätzen abgelagert werden. Daß sich hieourch am Grubertanal eiu reges Leben entwickeln wird, ver» steht sich von selbst. Einen günstigen Winter voraus» gesetzt, sollen die Arbeiten auch in dieser Zeit fortgesetzt werden. x. — lWcgmarticrungen.j Auf die Bitte einer Alpen-Vereinsseltion, daß bei Vornahme von Wegmartierun-gen für militärische Zwecke, auf die bereits bestehenden Wegmarkiernngen für Touristen Rücksicht genommen werden wolle, hat das k. u. k. Korpslommando bemerkt, daß speziell in den von Touristen häusig frequentierten Gebieten seitens der Stationslommmwen nnd Truppen vor Vornahme einer Wegmarliernng ooer einer in ähn» licher Art durchzuführenden Rat)onsabgrenzung, nach Tnnlichleit mit den in Betracht kommenden Touristen», bezw. Verschöneruugsvereinen das Einvernehmen zu Pflegen wäre. — lTodessturz eines Wiener Lehrers in de? Triglavgruppe.j Die Triglavgrnppe hat vorgestern ein Todesopfer gefordert. Die beiden Wiener Lehrer Alois Plaichinger und Wilhelm Laß versuchten die nördliche Triglavwand zu erklettern. Hiebei wurden sie von einem heftigen Stnrm überrafcht. Beide warteten iu einer Höhle eineinhalb Slnnden lang anf eine Nesse-rnng der Witterung. AIs sie oie Kletlerlonr fortsetzten nnd Laß sich an einer gefährlichen Stelle emporseilen wollte, riß das Seil nnd Laß stürzte 25 Meter tief ab. Beim Stnrze verfing sich das Seil in einer Felsspalte, wodurch Laß zwischen Himmel und Erde schwebte. Er hatte jedoch dnrch Aufschlagen anf der Felswand schwere Verletzungen am Kopfe sowie mehrfache Rippenbrüche erlitten und starb nach einigen Stunden. Plaichinger, der mit seinem abgestürzten Kameraden in dieser furch. terlichen Situation ausharrte, ohne ihm helfen zu tön-nen, konnte fich anfangs mit oem Verunglückten noch verständigen. Gegen Abend jedoch erhielt er auf seine Rufe leine Antwort mehr. In den Abendstunden stieg Plaichinger, der selbst mehrere Rippenbrüche nnd Onetschungen erlitten hatte, nach Mojsttana ab, wo er von dem Unsall Mitteilung machte. Eine Expedition barg die Leiche. — Der verunglückte Lehrer Wilhelm Laß war 28 Jahre alt, ledig und stand ziemlich allein iü der Welt bis anf eine Schwester, die an einen Bahn-beamtt'n namens Finl verheiratet lind gleich ihrem Bruder eine begeisterte Huchlouristiu ist. Kurz nach Schulschluß fnhr er in die Kramer Verge. Dieses Gebiet der Alpen war überhaupt sein Lieblingsanfenthall und stets verbrachte er die Ferien in Krain oder Kärnten. — lDem Kinderschutz» uud Fürsorgevercine in Idriaj ist als Stifter mit dem Betrage'von 100 K Herr Stephan Reje, Gruudbesitzer in Dole, beige-treten. — lKinderfest.j Man schreibt uns aus Groß. Dolina: Zum heurigen Schulschlusse veranstaltete der Lehrkörper der Volksschule in Gruß.Dolina ein Kinder» fest, das mit Gesangsvurlrägen und Aufführung meh-rerer Einakter dnrch die hiesige Schuljugend verbunden war. Dank oen Bemühungen des Herrn Schulleiters Valentin Ivanu^, der Fräulein Lehrerinnen Adele Pogorelc nnd Theresia Juvanee wurde das Programm mit bewunderungswerter Exaktheit durch» geführt. Das Reinerträgnis fließt dem'Schulsahnen-fonds zu. Das Fest wurde durch den Vesnch der Frau Gräsin Malhilde Aucrsperg samt Tochter aus-gezeichuet, die sich über das Gesehene in sehr anerken-nendcr Weise aussprachen. * sIur Volksbewegung in .Kraiu.j Im politisch,» Bezirke T s ch e r n e m b l'<26.300 Einwohner) fanden im ersten Quartale des laufenden Jahres 73 Trauungen statt. Die Zahl der Geborenen belief sich aus 215, die d>r Verstorbeneil anf 199, darunter 69 Kinder im Alter voll der Geburt bis zu 5 Jahren. Ein Alter von 50 bis zu 70 Jahren erreichten 47, von über 70 Jahren 5! Personen. An Tuberkulose starben 20, an Lungen» intzündung 17, an Diphtheritis 2, an Keuchhusleü 1, an Masern 1, au Scharlach 15 und durch zufällige tödliche Beschädigung 2 Personen; alle übrigen an soll» st'gen verschiedelien Kranlheiten. Ein Selbstmord, Mord oder Totschlag ereignete sich nicht. ,-. ^ lDrahtscilbahn.» Am 5. d. M. hat die Kolaudic-rung der Drahtseilbahn bei dem Leu Graf Auersperg-scheu Dampssägewerke Leustal bei Obergold stattgefuu-den, wobei mit Rücksicht anf den äußerst soliden' Bau dieser Bahn der Veniitznngslonsens <>x .-<»l>i»l^i<,n<.' erteilt wurde. Die Drahtseilbahn ist eine Sehenswür. dlgkeit, oie von Vrunndors anf beqnemer Fahrstraße ill l-54 Gehllnnden nnd vom ^elimljelale auf einem steilen Fußsteige in einer Gehstunde erreichbar ist. Der Beginn der Drahtseilbahn liegt im Molritzgebirge iu einem Gebirgssallel unweit eines reizend gelegenen ForNhauses, mitten im ausgedehnte» gräflich Anersperg» schen Mokritzwalde. Hier befindet sich die Veladeslation auf einem Plateau mit reizender Fernsicht nach Unler» lrain. Hieher münden sechs lnnslvoll gebaute Privat» waloslraßen ein, auf welchen das rohe Holz iu Stäm» men und Klötzen zugeführt und sodann mittelst der Drahtseilbahn znr Dampfsäge Leoslal abgeriest wird. Die Belaoestation besteht aus einem sehr soliden Eprengwerlholzbane, welche mittelst mächtiger eiserner Schranben an einen Velunnnlerbal! festgeschraubt ist. Hier befinden sich oie verankerten Enden'der Tragseile aus 30 Millinn'ler dicken Slahldrah!seilen. Zwei solcher Seile führen je i» einer Länge von 1320 Meter parallel in einem Abstände von zwei Metern über hölzerne Tlül'.eu, ein Tal überspannend, zu der 220 Meter lieser liegenden Abladeslalion liei der Dampssäge. Diefe Trag» seile sind in der Ablndeslalion mit je einer sreischweben-deu Gewichlskiste versehen und jede dieser Kisten ist mit 20.000 Kilogramm Dolomitschotler beschwert. Diese ein» fache Anordnung bewirt» einen sicheren und sofortigen Ausgleich aller etwa durch den Betrieb oder Tem'pl" ralurwechse! entstehenden Spannungsdifferenzen, so daß eine Überlastung der Tragseile nicht eintreten tann. Auf der freieu Strecke werden die Seile von solid konstruier« teil Unterstützungen getragen, welche in Holztonstrut» nonen mit Belonsnnoamenlen ausgeführt sind. Sieben lolcher Stützeil sind vorhanden, wovon eine 25 Meter nnd eine andere 35 Meter hoch ist. Diese Stül'.en sind mit großen gußeisernenAuslagerschnhen für die Lagerung der Tragseile versehen. Unterhalb des Tragseiles !)<" findet sich das geschlossene Zngseil, als Seil ohne Ende, welches in den beiden Endstationen über große horizon« tale Seilscheiben länst. Die abwärtsgehenden, belade» nen Wagen, welche an dem einen Seilst range dieses Zugseiles befestigt sind, versetzen das Seil in BeweglMsi! und ziehen so die leeren Wagen hinaus, welche am cm« deren Seilstrange befestigt sind. Das Beladen der Seil» bahnwagen an der oberen Neladeslation sowie deren Entladnng an der Säge geschieht mittelst der an dl'N Gehängen befindlicheil Flaschenzüge. Für den Bc'lrn'b ist keine Vetrieblraft erforderlich es ist vielmehr cin Krastüberschuß vurhauden, welcher durch die in der Beladeftalion eingebanten Bremsen abgebremst wird-Jede Stunde können sechs Wage» talabwärts fahre» nnd jeder Wagen fördert ein Kubikmeter Rundholz, s^' daß ill einem Tage mit zehn Arbeitsstunden 60 Kub'k' Nieter Rundholz gefördert werden können, wozu cine' Bedienungsmannschaft von sechs Mann erforderlich >sl-— Die Drahtseilbahn wird nur nach Bedarf in Betrn'l' gesetzt. Laibacher Zeitung Nr. 165. 1497 23. Juli 1909. -- Mftlchlangenvertilgung in Noonicn und dei Herceaovina.j Aus Sarajcv^ 20. d. M., wird ^'schrie-bcn: Das haufiqe Vlirkmumcu giftiger Schlauen bc» sonders in den wärmere» ^aqen unt larstiqer V^den-beschasscnhcit — was iU'riqens seiue Besonderheit Vl.is. nicn.483 als giftig erlannt »ourden. Tas uächstfolgeude Jahr, als die Astion unter der Be-völtcrung bereits allgemeineres Interesse gefunden hatte, wnrdeu 280.7l8 getötete Schlangen abgegeben, von denen 271.685 giftigen Arten angehörten. Das dritte Jahr der Schiaugeiwertilgungsaltion ergab bei nnem wesamlsaug von 273.340'Stiict 269.53 l' giftige Schlangen. Die ttistschlangenvertilgung mns; selbstver» släi,dlich durch eine längere Reihe von Jahren ton» sequent fortgesetzt werden, um eiuen entsprechenden nach-Halligen Erfolg zu erzielen. Ein gewisser lHrsolg war illdesseu bereits in der verslosfenen Saison zu verzeich» neu, nachdem sowohl oie ^ahl der Verletzungen von Menschen dnrch Schlangenbisse von 206 im Jahre 19>>7 auf 140 im Jahre 1908 als auch die, Zahl der letalen Ausgäuge solcher Verlelmngen von 9 ans 6 znrückgegau» gen ist. — lwaslandclabcrnufstcllunq.j Am Nain wnrden t'iesertage drei waslandelaber anfgeslellt, wodurch einem längst empfundenen Bedürfnisse abgeholfen wurde. Die Strafteubeleuchtung ist zur Zeit iu der iuneren Stadt Vorzüglich. ' —k«'. * sVon der Ttiafte.» Am Dienstag nachmittags warf von der St. Jalobsbrücke aus eiu Sesselmacher-klchilsc eine leere Bierslasche in den ^aibachflust uud lwf daiuil eiue am Ufer waschende Magd am Kopse so, daß sie an der linten Stirnseite eine bedeutende Ver-lchung crlin. — In oer Schellenbnrggasse streifte ein «uhrmann vom Lande an einen stehenden ^-ialerwagen und riß einen .Kotflügel weg, wodurch dein Fiaker ein Schaden von 10 K verursacht wurde. — Ein Epedi-leurknccht fuhr mit seiuem zu hoch beladeueu Streif-wagen über das Eisenbahngeleise bei der Koliseumgasse l^ld brach einen Bahnschranlen ab. — Ans der Wiener Straße wurde vorgestern vormittags eiu 13jähriger Makertnechtsohu ans Jggdorf dnrch einen Sicherheils» wach,„^„„ angehallen, weil er dem Pslaslerergehilsen Aktor 5,tralj aus eiuem ans der Straße gehangeneu ^wck eine Nickeltaschennhr gestohlen hatte. Der Neine Au'b »vnrde von der Polizeibehörde dem Vater zur Muslichrn Züchtigung übergebeu. " lTchwercr Unfall.j Auf der Vleiweisstraße stürzte 95Uern vormittags der Handelsmann Tu^et so unglück» u«) von seineui Tfahrrade, daß er ohnmächtig liegen °lu'b. Man brachte ihn »lit dem Nettuugswagen ins "ranlcnhmis. '" lSchcucs Pfcrd.j Vorgestern nachmittags schenle M> eingespanntes Pferd vor einer über die 'Bleiweis-lna>^> gefiihrten SlraßeiNvalze. Oblvohl es zwei Knechte halten, riß es sich los, rannte mit zerrissenen Zügeln aus die Maria Theresia-Straße gegen eiu Ochse,,. -M'ann, warf einen Ochsen nm, beschädigte ihn an ">Ml Beinen »nd zerbrach das Zuggespaun. Der Ochs "Ulßte sofort ius Tierspital abgeführt werdeu. l.Nadfalirerplassc.j Diesertage rannte ein Nad» »ahrer ans den, Gehwege an der Südbahnstraße den ".'"lahrigen Gottfried Nemie nieder. Das Kind erlitt m,en Bruch des liulen Beines und mußte mit dem '"Mnngswagen ins Krankenhaus gebracht werden. .. ," Entwichen) ist diesertage der 70jährige sch,oach-^uuige Martüs Vervi^ar ans Mottling, der durch einen ^"cann behnss Abgabe in oie Beobachtungsabteilung des ''Wnlenhauses nach Laibach gebracht wnrde. Er ist 'ulelgroß, breitschultrig, trägt einen braunen An,',„g, 'U"l schwarzen Hut nnd ein weißes Hemd. ., " lWem ssehört der Milchwagen?! Im Vira»»-M?^"^ N!» Jasobsplalu' steht schon längere Zeit ei» -luchwageu, desseu Eigeulümcr nicht betauilt ist. ,. , ^ lVcrlorcnj wurde: eiue Damenhandtasche mit auel ^'ickclz>oicleru, eiue Zehntronennote, ein Lorgnon "Nd c,ne silberne Taschenuhr. sp^ !<^efu.idcnj »vurde! eiu sclpvarzer Regenschirm, ,^r^'ine Lneger-Medaille. Theater, Kunst und Literatur. v ^il^ ^^lev von Lilicncron -f.) Der Dichter Detlev Vill^ Ä,""" '^ lV'stern nm I I Uhr vormitlags in seiner Me,-,' "^^"^t bei Hambnrg einein Lungenschlage soll „^ ^°^ """ spanische Nationaltl,eatcr.> Spanien tlnss s," "^''^' b"'' """ Slaal unterhaltene, der Pslrge da'-! , " ^'chtluusl ge»veihte Naliouallhealer erhalten, Pr.'!^"". "'"" !"l langen, ersehnt nud anstrebt. Eil, Uni,, ''^^'"iben ist bereiw, >vie die „Revue" mitteilt, wird ' >p""'schen Archilellei, erlassen. Dem Theater soll s^?^?"'"usp>'>!chu!e angegliedert: die Spielzeit vun d> ^' '""^' "" >"^ danern, der Direllor ,vird siitbli^. ''^'lilernng ernannt. Das Repertoire soll Haupt-^ci) ans Werlen jener klassischen Epoche spanischer Dichtkunst bestehen, da Lopc und Caldcron wirkten. Daneben sollen Schauspiele der Gegenwart aufgeführt werdeu, die iu kastilianischer Sprache von Spaniern oder Südamerikaueru geschrieben sind. Telegramme des k. k. Telegraphen-Koricspondenz-Bureaus. Dcr Tricstcr Landtag. Trieft, 22. Juli. Heule zum ersteumal trat oer auf Gruud des ueueu Wahlgesetzes gewählte Gemeinderat in seiner Eigenschaft als Landtag zusammen. Dcr Stall-Halter eröffnete lurz uach 7 Uhr die Sitzung und for-derle den Abg. Ritler von Nndini ch auf, das Alters» Präsidium zu übernehmen und die Abg. Dr. A r r a und Dr. Wilfan als Sekretäre zn fungieren. — Der Alterspräsident begrüßte die Versammlung uud brachte eiu dreimaliges Hoch auf Seine Majestät oen K a i . s e r aus. Er gedachte des scheidende«, Podest«, Dr. R. v. Sal,drinelli nnd gab der Hosfnnng Ausdruck, die ueue Sladtvertretung lverde eiue >egeusreiche Tätigkeit enl» »vicleln. Nach der Wahl zweier Verifilationsausschüsse brachten Abg. Rybar nnd Genossen eine Julerpella» lion an den Statthalter ein, betreffend die beim son», tägigen Radrennen in dcr Triester Umgebung geschehe» nen Unfälle. Die Iilterpellanlen protestieren gegen die feitens der italienisch.liberalen Presse gegen die Slovene», erhobenen Beschnldignugcn und bitten, eine strenge Untersuchung einzuleiten. — Die Verlesung der Inlerpellalion nnierbrichl die Galerie dnrch Zischen und Geschrei. Millei, im Lärm schließt der Präsident die Sitznng. Die lärmenden Kundgebungen pflanzten sich ans die Gasse fort. Ein starke? Polizeiaufgebol hielt ledoch die Orduung ausrecht. Bosnien. Sarajevo, 22. Juli. Nach Berichte» aus Vi^egrad uild ^o»'-a war Erzherzog Leopold Salvalor bei der An» tnnfl daselbst Gegenstand herzlicher Ovationen seitens der Einwohnerschaft. Die Ortschaften trugen flaggen» schmnck. Der Erzherzog nahn, anch die Begrüßung der Gemeiuderäte nnd der Geistlichteil aller Konfessionen enlgegen. Sarajevo, 22. Juli. Der gemeinsanie ^inal,zmini. sler Baron Bnrian empfing eine Deputation der bos» nisch.hereegoviuischen Eisenbahuel,, die ein Memoran-dnni, betreffend die Einrechnnng eines Teiles der Tienstznlagen in die Peusion,überreichte. Der Minister versprach, diese ^rage, der er sympathisch gegenüberstehe, der frühesten Erledigung zuzuführen. Leichenfeier. Vareje, 22. Juli. In der Kirche von Casbeuo faud heule vormittags die Leichenfeier für den verslor. bcnen Herzog von Madrid im Beisein der Herzogin von Madrid, des Prinzen Jaime nnd der Prinzessin Elvira, serner einiger den, Hause nahestehender französischer nnd spanischer Notabilitälen, von Vertretern der lokalen Behörden nnd eines zahlreichen Publikums statt. In Vertretung des Erzbischoss von Mailand, Kardinals Ferrari, nah», Monsignore Nasoni nnler zahlreiche, Assistenz die feierliche Einseguuug der Leiche vor. Tie sterblichen Überreste des Herzogs gehen um 5 Uhr nach. mittags nach Trieft ab. König Peter. Belgrad, 22. Inli. Privatlneldungeu zufolge soll König Peler auf der Wageusahrt vou Kru^evae nach Ribarsla-Banja zweimal von leichten Ohumachlsausäl» len befallen worden sein. Auch soust sei der Gesund-Heilsznstand des Könlgs nichl befriedigend. An maß» gebender Stelle wird erklärt, daß über die Reise des Königs keine besorgniserregenden Berichte eingetroffen seiend Da jedoch der König an Veneuertrautnng leide, komme leichten Ohnmachlsansällen leine besondere Bc» denlnng zn. Trieft, 22. Juli. Dem „Piceulo" zufolge gelang es gestern dem Blatte, den in, Dom von Eapodistria ge> raubte» gothische» Kelch, desseu Wert auf 5)0.«»00 Krone» geschätzt wird, durch Vermittlung einer unbekannten Person, die nur unter der Verschwiegenheil das Ge» heimnis preisgeben wollte, zu erlangen. Der Kelch wnrde dem Domkapitel von Eapodistria übergeben. Die ein-geleitete Untersnchnng bezüglich des Kircheuraubes blieb bisher resullallos. Petersburg, 22. Juli. Heule nachls war in der chemischen Fabrik Tsenteles ein Brand ansgebrochen, der die Explosion eines mit Benzol gefüllten Kessels znr Collie halte. Das vierstöckige ^abritsgebände wurde zerstört. Die E^plosiou war so heftig, daß die Trümmer des Hanfes I5Ö Faden »veil geschleuderl wnrden. Bei dem "Brande wnrdeu 31 Feuerwehrleute und Arbeiter sowie mehrere Personen ans dem Pnblilnm verletzl nnd ein Feuerwehrmann gelölet. Auch der Feuerwehrkom-mandant »vnrde verletzl. Der Brand konnte erst heute nachmittags bewältigt werden. Thorn, 22. Juli. Iu Lissewo jkreis Kulm) ist gestern in, Alter von 102 Jahren der Dekan Stanislaus Machorski gestorben. Machorsli war, der „Thorner Zeitung" zufolge, der Seuior der römisch-katholischen Geistlichkeit der ganzen Welt. Vecamwortlichcr Redakteur: Anton F u n t e l. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Serhöhe 30« 2 m. Mitil, Luftdruck 736 0 ium. " «^L DS« ff" «""b d„ Himmele Je-^ s^ G? Z.V. yy 2 UN. 734-1 268 windstill heiter "' 9U. Ab. 7346 204 SO. mäßig » li3.l 7 U. F. 736 3 16 7 SO. schwach . 00 Das Tagesmittel der gestrigen Temperatur betragt 20 3°, Normale 19 9°. Wettervoraussage für den 23. Juli für Steter. murl, Närntcn, Krc, in und das Küstenland: Wechselnd be» wüllt, mäßige Winde, wenig verändert, Neigung zur Gewitter» bildung, herrschender Witterungscharalter anhaltend. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erbbebenwarte (Ort: Gebäude der l. l. Staats.vber«alschllle.) «aae: Nürdl.Bleite46" 03'; Östl.Länge vo» Greexwich 14° 31', Vcb >. ,lberichtc: Am 16. Juli gegen « Uhr, 8 Uhr lü Min, und 10 Uhr 1ü Min. wellenförmige Erschütterungen in Bogomolje CDalmatien). — Am 19. Juli gegen 8 Uhr 1b Min. Erbstoß vierten bis fünften GrabeS in Messina. V li d c n u n ruhe unverändert. Angekommene Fremde. Grand Hotel Union. Am 21, Juli. Baron Müller.Eichholz; ttulic, l, u. l, Oberst; Brodil, t. l. Oberbaurat; Wll, Ing.; Dr. Weiß, Ado,: Kühne. Pippcr. Wacttor. ^ämftf, Rsde.; Hilfreich, Kfm,, Wien. — Kotit, Nuchhalter; Kotil, Apoth., Prag. — Machanich. Marineleutnant, Pola. — Granat, l. l. Prof.; Prosel, Sekretär, ttostelec. — Ludwig, Veamter, Obbersdorf. — Tanec, Baum gartner, Lehrer, Siegharts. — Zajic. Techniker, Nclglad. -Ungar, Jug., Graz. - Bartosova, Priv., Brunn. — Urschih, Priv., Neudcgg. — Kobi, Stud., Franzdorf. — Vrbanii, Ing.. Agiam. — Chrustin, Buchhalter; Sasler, l. l. Prof.; Hausdorf, l. l, Offizial, Nachod, — Neuman, Kfm. ^ Heibenfeld, Gastwirt, Fiume. — Nizjan, Pfarrer, Moräutsch. — Znidersit, Pfarrer, Weißlirchen. — Lesjal, Pfarrer, St, Barthclmä. — Sever, Pfar. rcr, St. Leonharb. — Kepec, Pfarrer. Selztal. — Rebol, Pfar. rer, Vucla. - Volc, Pfarrer, Rova. - Schwarz, Kfm,, München, — Laurencic, l. l. Nichter, Komen. — Scheffel, Hetertz, Rfde., Budapest. — Pravhar, Pfaricr. Loslipotol. — Strajhar, Pfar. rer, St. Ruvrecht. — Stucu. Njdr., Laibach, — Ehrlich, Rsdr,, ttlosterueulmrg. — Nydl, Rfdr., Böhmen, — Jenlo. Mm., Istrien. — Schwarzschild, Mr., München Hotel Elefant. Am 21. Juli. Holey, Ing., Ralia. - Dr. Kettnei. Priv, s. Frau; Kafka, Priv. s. Frau, Prag. - Liebich, Priv. Limcrfach. — Gregorig, Ferfoglia, Kflte., Görz. — Rudan, Kfm., ssiume. - Setiuc, Händler, Udine. ^ Krzisnil, Pfarrei. St Veit. — Agoston de Kiß Jola, t. l. Olierstleutn. Witwe, Pula. - Triner, Priv. s. Tochter; Bersanec, tönigl. Gerichts, adjuutt s. Frau, Agram, — Lanstooa, Maröallova. Lehrerinnen: Tzalcister, Priv.. Brod, — Mulinr, Priv. s. Schwester, Neu» nmrltl. — Lalner, Hotelier, Tschernemdl. - Steiner, Kfm,, Berlin. - NruwirthLevy, Priv. s, Tochter; Bois dr Chesne, Priv.; Suschnig, Student, Trieft, Frankfurt, Rosenberg, ssischl, Paslusz, Lorenz. Goldstein, Pordes. Weinberger, Fischer. Wodniansli. «fltc,; Dr, Kalmnn, Priu,, Wien, — Slorlich, Priv. s. Frau, Trieft. Verstorbene. Nm 21. Juli. Agnes Sabar, Inwohnerin, 75 I,, Franzislanergaffc 8, N^lll-nr»« ullivor»»ij8. Im Zivilspitale: Am 19. Juli. Johanna Vurja, Besitzerin, 44 I., I'ble«. rnouo votrom. Nm 20. Juli. Theresia Zajc, Ortsarme, 41 I., '1'u-I>orclil. pulm. Znm Wintersemester IW9 wird das städtisch subventio-nierte Tcchnilum Konstanz in eine Ingcnieuraladrmic erweitert und bezicht voraussichtlich schon zum I. Januar 1910 das un< mittell'lir am Rhein und See errichtete modern ausgeftatlrtr ueur Untcrrichtsgcbäudc. Durch die Anglicderung einer Ala> dcmicnbtcilung soll gilt vorgebildeten Ttudicrenden in l> Semestern nicht mir eine völlig erschöpfend? technische Ausbildung, sondern auch ein reiches Maß lausinännischer und volkswirtschaftlicher Kenntnisse gegeben werden. Die Lehrzweige find Maschinenbau, Eleltrolcchnil, Bauingenicurwesen und Archi» tcltnr. Neu ansgrnonilncn sind, resp. besonders ausführlich bc> handelt wrrden: Flngtechnit. Autoinobilbau. Dampfturbinenbau. Tchwachstromtechnil und Eisenbetonban. (^5!>üt») MoYitsch-Sc^lc-vbinnn. Am ,«. Iilli traf dcr Kronprinz Alexander aus Vclarad in unseren. Kurorte ein und ,st un landichaftl.chen Hotel Erzherzog Johann abssest.egcn. Der hoh Gast wurde v^n Knrdiretto? Dr. Mulli berußt und m b,e Appartements geleitet. Gleichzeitig traf °"ch der ,erl>nchr Genera und Präsident des Staatsrates Herr Tava «rultsch m,t Gemahlm ein In Begleitung des Prinzen befindet sich der Kommandant Nraaoljub Gcremiifch. Der Kronprinz unterzieht sich uutei dci ^eiNlUg des Brnnncnarztrs Dr. Joses Gimonitsch einer Nohitsch-Kur. — Am l l. Juli M>9 zündete dcr Blih die Behausung des landschaftlichen Amtsdicners und äscherte dieselbe gleichzeitig mit der Habe des in diesem Hause woh< „enden Anstaltsbedirnsteten ein. Die Kurdireltion veranstaltete zu Gunsten der durch diesen Brand geschädigten drei Bediensteten eine Wohltätigteitstombola, welche dcml der Opferwil» ligleit des Kurpulililums einen namhaften Erlös ergab, welcher unter die Geschädigten zur Verteilung gelangte. (2595 c) Lmbacher Zeitung Nr. 165. 1498 28. Juli 1909. Kurse an der Wiener Börse (nach dem offiziellen Kursblatte) vom 22. Juli 1909. Die notierten Kurse »erstehen sich ln Kronenwährung, Die Notierung sämtlicher Ältien und der „Diversen Lose" versteht sich per VtüB!lNtn «lisabeth-«. 200 fl. KM, 5'/."/« von 400 «r.....451 - 4b4 — detto vinj-Nudnni« z«l fl. ö. W. s. b'/^/„ .... «8-4,2-— b«tto Oalzburg-Iirol 20« fl. S. W. O. b"/„ ... .422 —424'— »rem«tal Nahn 200 u, 2000 Kr. 4^/".........191 —192 — Gelb Ware Do» Staat» ;ut Zahlung üi«> no««»» GlstnbPlillrilLt»° Giliglltiontn. Böhm. Westbahn, /,"/„ 87 4b 8« 4b «orarlberger Nahn Em. 1884 (diu. Et.) Eilb. 4",^ . . NS'70 97 70 Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4»/„ ung. Goldrcnte per Kasse . Ii3'bv1i3?0 4°/^ detto per Ultimo Iig-b01,2 70 4"/<> ungar. Rente in Kronen- währ. stfr. per Kasse . . 91'Sb 93-12 4°/» detto per Ultimo 92'9e 93 ib 5'/,"/n detto per Kasse 82-b« 82-7« Ungar. Vrämien.Nnl. ^100 fl. l99'b«203b>i betto k bv fl 199 bo 203 50 Iheiß-Reg.-Lose 4°/„ . . . . 142 70 146 7» 4"/o ungar. Vrunbentl.-Vblig. 92'8« 93-75 4"/« lroat. u. slav, Vrdentl.-Obl, 94— 9b- Andere öffentliche Anlehen. «osn. LandeK-Nnl. (bin.) 4°/„ 93'Lb 94 2d Vosn.-Herceg. Eisenb. -Landes- Uülehen (dw.1 4>/,<>/n . . 99'eo l00-«o 5"„ Donau-Neg.-Anlclhe 1878 102-70'03-70 Wiener Verlchrs-Anl. . . 4"/„ 96 Ub 97 l>b detto I9UU 4°/„ 9b »0 96 90 Uniehen der Stadt Wien . . I0l »«102 9N detto (S. oder G,) 1874 I20'2b<2i 25 detto (1894).....93 20 94 20 dcttll (Vlls) v. I. 1898 . 9b4N 96 40 detto (Elettr.) v. 1.1«X» 9b lb »6-ib dettu (Inv.-U,) V.J.1902 96-80 97'3U Bürsebau-Anlehen verlost». 4"/„ 97 - »8 — Russische Etaatianl. v. I. 190« f. 10« »r. p. K. . . 2°/» — — -'. detto per Ultimo . . 5"/« 99'20 99 8n Ml«, Staat«-Hypothekar Änl. 1892......6«/« 12280123-80 Oeld Na« Vlilg. Ltaal« - «oldaülcine 190? f. 1 Kr.. , 4>/,°/n 92 - 93 - Pfandbriefe usw. Bobe!ilr.,allg.Sst.i.50I.vI,4<'.„ 9bw 96-l0 Vöhm, Hupolhelenb. veil. 4"/c, 97 50 98-U5 Zcntral.«od.-Kreb,-Vl., üfterr., 45 I, uerl.....4'/,",« 10,-bl! 102b!» detto «5 I. verl. . . .4°/« 97 — 9v— Knd.-Inst., üslerr., s.Verl.-Unt. u. össentl. «rb, Kat. ä,.4",„ 9b40 96-40 Lanbesb. d. Kün. Galizien und Lodom. 57'/, I. rült^. 4"/<, 94 b0 9b'b0 Mähr, Hupothelenb. verl. 4°/n 96 — 97 — Üt.-üsterr. Lande«-Hup.-Unst, 4"/« 9?-- 9«'— detto in«. 2"/„ Pr. verl. 3>/2"/<> 87 b« h« bo detto K.-Vchulblch. veil. 3'/»"/n 8?b»< ««-b« detto uerl......4°/« 96-75 97-7Ü Osterr.-ungar. Banl bl> Jahre vcrl. 4°/„ ü. W.....98— 99'^ detto 4"/n Kr......9« 20 99 L<> Spari.,«rfteösl..«0I.vcrI,4"/» 996b 1^0 65 Eifenbahn-Prioritäts-Obligationen. Östcrr. stordwestb. 200 fl. L. . 103-00 104-60 Ttaatöbahn 50« Fr..... 38«- U93-- Tüdbalm k 3"/„ Iüimer-Iuli 500 ssr. lpcr St.) ... —-— — — Südbahn i^ 5'V« ^00 fl. L. °. V, 119-40 120-40 Diverse Lose. D»i,in,!ichl 3»se. 3°/° «odentredit-Lose <3m. 1880 277- 283- detto Em. 1889 267-25 272 2b 5°/„ Donau-Negul.-Lose 100 sl 264 5« 270-k« Serb. Prüm.-Änl.p. 100Fr.2«/<, 92 8b 98-8b zln»lrzin,llcht Lose. Vudap.-Bastlila (Tumbau)b fl. 21 lt. 2ll-1ö Nrcditlose 100 fl...... 49b-- bob'— Clary-Losc 40 fl, KM, . . . I7s-— 169" Ofeiier Lose 4« fl......—— ---— Plllsfy-Lose 40 fl. KM. . , . 216-- 226' Roten Kreuz, öst. Ges. u. 10 fl. b2'2b bü 25 Roten K^euz, ung. Ges. v. 5 fl, 3l-2b 3»üh Nudolf-Lose l0 fl......«8>- 74- - Salm-Lose 40 fl. KM . , , 2.>>8— 268>-Türl. E..Ä..Nnl,-Präm..Oblig, 400 Fr. per Kosse , . , i»<«'3b 157»25 detto per Medio . . . it,l>»7b ix<;-75 Velb Ware Wiener Komm.-Losc v. I, 1874 bl< — H2> — Gew. Sch. d. 3"/„ Präm,-Schuld t>. Vobentr,-?lnst. «ktien. Vr»n»pllrl'An»ern»h»»N8»n. AiissiN-TcvIiyrr Eisenb. 500 sl. 2325'— L»bb'- Nübmischc ^orbbahn 150 sl, , —-— . -— Äuschtiehradrr liisb, 500 sl, «M 27ft0 — 277N-— drtto flit. IN 200 sl. per Ult, 9l!3 — 987 -Don«» - Lllmpfschifsahrt«-'lol,d, «st.. Trieft, 5WsI., KM. 484-- 487- ^sll'rr. Nordwcstbah,, 2N0 fl. S. — — —-- dctto süt, l!)20N s>, S,p. Ult. —- —... Pran-Tü^r Eisenb, K«'sl.abäst, 224-25 225 — Staat«eile!ib. 200 fl.S. per Ult. 722 2b 723 25 Liidbali» 200 fl, Silber per Ult. 110— m — Tüdnordde». 200 Kr.....- . . . 9b — 11b — Ungar. Westbahn (Raab-Graz) 200 fl. S....... 408-- 412-'. Wr. LolaIb..Altie».Ee<, 2«0 sl. ^«7— 20?-- Vaulen. Anglo-Österr. Vanl, 120 fl. . 298 3b 299-25 Nanlverein, Wiener per Kasse -'— —'— detto per Ultimo 52S bo b27.>)0 Vodcnlr. Anst. öst.. 300 Kr, . 113«'— 1,44 — Zentr.-Vod.-Krcobl. äst,. 200 sl. b?5— b«b'-ttieditaustalt für Handel und Eewelbc,320Kr., per ilasse —'— —-- detto per Ultimo 6»8b0 U»9'b0 «reditbaul, mig. allg., 200 fl, ?b8'- 754 — Depositenbanl, allg., 200 fl. , 4bS'— 45?-— »n. Vaugesellsch., all«, «st., 100 fl. 171 50 1?»-— Vruxer KohIenbergb.-Ges. ivo sl. 7^8— 7»2— «tisenbahnvcrlehr«-Anstalt, öst., 100 fl........ 41«— 412 l'l Visenbahnw.-Lciha.. erst«, 100fl. 2«1'- 20,!-— ,,iima- Muranv, - Salgu-Tarjaner Elscnw. 100 sl..... b84 10 b85 10 Talgolarj. Klcinlohlen 100 sl. b66'- b6^-- „Nchlöglmühl", Papiers..200fl. 300'— 8^2 — ,,Gchoduica", N.-G. s. Petrol.- Industrie, 500 Kr. ... 490 — 49b-— ,.Vtrvrermül!l",Papierf.u,N.V. 434'— 486 — Trifailer Kohlenw.-G. 70 fl. . 808-— »12 — Tiirl. Tabalregie-Ges. 200 Fr. per Kasse..... —'^ — — detto per Ultimo . . . »?6— »78 - Wassens.-Ves.. osterr.. I00fl. . «64'— ««6 «0 Wr. Vaugtsellschllft. 100 sl. . . 162- 164 — Wienerbergc Ziegels..«lt.-Ges. 7»v-- ?»e - Devisen. Kurze Zichtln nni Hcheck». Amsterdam....... I98»b I9«bb Dtutsche Banlplähe .... ii?«b «1745 Italienische Banlplähe . . . 94-< Valuten. Düllllcn........ 11 34 11-30 20 Franlen-Ttücle..... 19 05 19 07 20 Marl Ltücte...... 23-4« 2»-b» Deulschc Ncichsbanlnoten , , 11? 22 117 42 Italienische Vanlnoten . . , 94 9!» 9515 Rubel Noten....... »'«" 2 b» > von N«nt«n, f»e»n«l»»^l«l«»,, »»^lo^lt^t«»,, Ve llnlll» »»» »»s«1«l«>»» !» !l«»t» l» l«l »»