TelMon Nr. 2325, G Wahlspniq« CBai wir fitfltlimt oon der ßutiimft Rrmmi Saft Brot und Arbeit im» gerilftet stehen, $«fl unsere Kinder in der Schule lernen Und unsere (Steift nicht »ich» betteln gehen. D.), Straße r (Westbahn) und W e, s e l y (E. W. A.). , Beim Punkt „Eventuelles" wurden noch einige wichtige Angelegenheiten in der Rangssrage der Xoro* bahner besprochen. Um % 7 Uhr abends schloß der Vorsitzende. Genosse Wabitsch die ganztägige, interessante Beratung. Damit haben die Vertrauensmänner der Zugsbegleiter einen wichtigen Schritt nach vorwärts ge- macht und es wäre nur zu wünschen, daß alle Zug»-begleitet diese mühevolle Arbeit ihrer Kollegen Vertrauensmänner mit einem Massenbeitritt zur Organisation belohnen würden. Die Arbeit leisten die 'Vertrauensmänner, sie scheuen vor nichts, zuruck, aber die Kollegen müssen sie auf das tatkräftigste unterstützen und die Früchte der gemeinsamen, zielbewussten Arbeit werden sich recht bald zeigen. * . " Am selben Tage abends fand im gleichen Saal ein großartig verlaufener Familienabend statt, den die Ortsgruppe Wien XV zu Ehren der Vertrauensmänner gegeben hatte. Der glänzende Abend, an dem hervorragende Kunstkräfte mitwirkten, wird jedem Teilnehmer stets in Erinnerung bleiben. Weitere Eisenbllhnerversaininlungcn im Reich. Von der agitatorischen Kraft und Regsamkeit unserer eingeleiteten Werbeaktion zeigen, die massenhaft veranstalteten Versammlungen, über die noch immer fortgesetzt Berichte aus allen Teilen deS Reiches bei uns einlaufe». Raummangels halber können wir die Berichte, von denen die meisten miteinander übereinstimmen, nicht in ihrer Gänze wiedergeben, sondern müssen uns darauf beschranken, die stattgefilndeneii Werbeversammlungen einfach zu registrieren. Versammlungen fanden in den letzten Tagen in folgenden Orten statt: I s ch I, Jäger ndorf, M a r b u r g, H c tz c u< d 0 rf, Kitzbühel, O b e r l e u t e n s d 0 r f, 9t e n-lengbach, Str a ß h 0 f, L e n d, T r 0 p p a u, Hol z-I c i t h e n, A t t n a n g, Sport tz, W e l s, Ta 1111-wald - SchuMbur g, L u >1 d e n b u r g, L 0 b 0 s i tz, 81 u ff e e, Trieben, Obe r t r a y n, Kindbe r g, S p i t a l a. S., 9t i e d e r L i n d e w i e s e, Stern-b e r g und P r 0 ß n i tz. Zu einem Konflikt mit den Deutschnationalen kam es in Braunau am Inn. Von dort wird uns nämlich geschrieben: Braunau am In». Am Samstag den 15. März, um 8 Uhr abends, fand in den Saallokalitüten des Herrn Fink in Braunau am Inn, eine öffentliche Eisenbahnerbersammlung statt, die einen außerordentlich interesseimten Verlauf nahm. Nach der Wahl des Präsidiums gedachte der Vorsitzende Genosse Kiemnger des durch feige Mördcrhand gefallenen Genossen Franz Schuhmeier. Hierauf sprach Genosse H o s n e d l aus Salzburg über die wiederholte Ablehnung des 17 Millionen-Antragcs Tom-schik und über die Gewerkschaft der Eisenbahner. Schon am Anfang des Referats machten sich einige anwesende Deutschnationale durch Zwischenrufe bemerkbar, die jedoch dem Redner in seinen Ausführungen nicht beirren konnten. Genosse Hosncdl schilderte zunächst in ausführlicher Weise den Entwicklungsgang unserer gewerkschaftlichen Organisation, warf einen Rückblick auf jene Zeiten, wo die Eisenbahner noch keine Organisation hatten und nirgends ihr Recht fanden. Selbst ein im Kampf um bessere Lebcnsbedingungen für die.Eisenbahner in der Organisation ergrauter Kampfgenosse. war es ihm ein leichtes, die Mühe und die Selbstaufopferung unserer alten Genossen zu schildern, die trotz aller Schikanen und Maßregelungen während der Aera Gutenberg den Mut fanden, für unsere Organisation zu wirken. Er wies auf den Umstand hin, daß die materiellen Aufbesserungen, welche die Eisenbahner seit dem Jahre 1905 erhalten haben, einzig und allein ihrer gewerkschaftlichen Organisation zu verdanken sind, und daß cs notwendig ist, um jeden Preis unsere Organisation so auszubauen, das; der letzte Eisenbahner in ihr cingcreiht ist. nicht nur um das bereits Erreichte festzuhalten, sondern um noch weitere Erfolge erkämpfen zu können. Auf die Ablehnung des 17 Millionen-AntragcS übergehend, zeigte der Redner all den niederträchtigen Verrat auf, den die Deutschnationalen und Christlichsozialcn in überaus demagogischer Weise bei der Beratung obigen Antrages im Budgct-ausschus; und im Plenum des Abgeordnetenhauses an den Eisenbahnern verübt haben, als sie ihren eigenen Antrag im Stich liehen und gegen die Einstellung des Betrages von 17 Millionen stimmten. Daß bei dieser Gelegenheit auch das demagogische Bcrsteckenspiel der Herren Heine und Kroy gebührend gcbrandmarkt wurde, ist der Natur der Sache nach geradezu selbstverständlich. Diese' wirkungsvolle Kritik war dem anwesenden Herren Offizial Ruepp als Obmann der Reichs-bündler sehr unangenehm; sie kam beim Herrn Ruepp mehr durch dumme als durch witzige Zwischenrufe zum Ausdruck. So zum Beispiel fragte dieser Herr, wo denn die fünf Sozi bei der Abstimmung waren? Schlagfertig wurde den nationalen Herren vom Referenten sowie aus der Mitte der Versammlung die Gegenfrage gestellt, wo denn die Nationalver-bändler und die Christlichsozialen, die gewerbsmäßigen „Eisenbahnerretter" waren? Die 70 anwesenden Sozialdemokraten haben alle ihre Pflicht erfüllt, indem sie Mann für Mann für den Antrag Tomschik gestimmt haben. Gegenrnfe: Wenn die fehlenden Sozi dagewesen wären, wäre der Antrag Tomschik angenommen worden. Rufe: Sie waren entschuldigt, sie hatten in den Ausschüssen zu tun. Wo war die Mehrheit? — Darauf hatten die Nationalen die dumme Ausrede, daß sie der Nationalverband nichts angehc. Genosse Hosnedl fortfahrend: Ihre Frage ist mir zu dumm, mu mich noch länger damit zu beschäftigen. unsere Abgeordneten haben alle ihre Pflicht erfüllt. Dagegen erinnere ich Sie nur an die große Gärung in den Reihen der deutschen Eisenbahner und auf die vielen Mitz-trauenLkundgcbungen ihrer eigenen Leute gegen den deutschen Nationalvcrband und gegen die bekannten Eisenbahnerrettcr Kroy und Heine, die cs ivohl verstanden haben, für sich selbst zu sorgen — Kroy ist verstaatlicht, Heine ist Baurat geworden, sie haben ihre älteren Kollegen im Rang weit überholt, das sagen selbst die Beamten, nicht wahr? — dafür pfeifen sie aber auf die Interessenvertretung der Eisenbahner. Und da wollen Sie hoffen, daß diese Herren für die Eisenbahner etwas tun? Wenn die Eisenbahner nicht alles, was sie forderten, erreicht haben, so tragen sie wohl selbst einen Teil der Schuld, weil sie den Ausbau ihrer gewerkschaftlichen Organisation nicht so gepflogen haben, als es notwendig geworden wäre. Ist die Organisation stark, so wird man uns das geben, was wir verlangen, ohne zur gefährlichen Waffe der „Passiven" greifen zu müssen. Die Gefahr, welche den Eisenbahnern durch eine eventuelle Annahme des neuen StrafgesctzentwurseS droht, welcher einen Anschlag auf das KoalitionSrccht der Eisenbahner bedeutet, ist groß; wenn das Gesetz angenommen würde, könnten wir die Verbesserung unserer Existenzvcrhältnisse nicht mehr besprechen. (Zwischenrufe: Auch für dieses Gesetz werden die Verräter zu haben sein. Es ist ihr Entwurf! Pfui!) Und wer war anläßlich der Beratung des Sozialversicherungsgesetzes für die Verschlechterung der Unfallversicherung der Eisenbahner? Wieder der geehrte Herr Kroy, nicht wahr? Wenn das wirklich so werden sollte, dann wird.es uns gelingen, daß wir auch die christlichen und nationalen Eisenbahner miireißen, da wird die Regierung etwas erleben, was sie nie von den Eisen-bohnern gehofft hätte. Die Führer dieser Organisationen können dann machen was sie wollen, sie können sich weiter nocl) zur Futterkrippe der Negierung setzen, wenn es dort überhaupt noch etwas zu fressen gibt. (Lebhafte Zwischenrufe und Beifall.) Der Redner bespricht nun die verschiedenen Anträge, welche die sozialdemokratischen Abgeordneten im Parlament gestellt haben; zum Beispiel die Besteuerung der Offiziere und des Hofes, Verbesserung der Arbeitcrschuhgesetze, Ocffnung der Grenzen u. s. w. Auch hier, sagte der Redner, waren es die deutschnationalen und christlichsozialen Abgeordneten, welche gegen diese Anträge stimmten. Mit einem Appell für den Ausbau der sozialdemokratischen Organisation und den Ausspruch, daß die Macht des Wissens auf unserer Seite steht und die Zukunft trotz alledem unser sein wird, schloß der Redner sein sachliches Referat, das mit Beifall ausgenommen wurde. Nun erhielt der anwesende Vertreter des „Reichsbundes deutscher Eisenbahner". Herr Offizial Ruepp, das Wort. Abgesehen von den vielen und dummen Zwischenrufen, durch welche sich dieser Herr bemerkbar machte, beging er auch die Geschmacklosigkeit, sein Bedauern darüber auszusprechen, daß sich die Versammlung einen Redner gewählt habe, der die deutsche Sprache nicht beherrscht! (Zwischenruf: Das ist Wurst!) — Genosse Hosnedl spricht sehr,gut Deutsch, daß er von jedem Deutschen gut verstanden wird.' — Er habe nicht die Absicht gehabt, in die Versammlung zu gehen, doch sei er der ihm übermittelten Einladung der sozialdemokratischen Ortsgruppe gefolgt, um den Verein des, Reichsbundes deutscher Eisenbahner zu verteidigen. Das glaube er am besten und wirksamsten tun zu können, wenn er die Folge 8 des „Deutschen Eisenbahner" vorlese. Also liest Herr Ruepp den Leitaufsatz dieses Blattes von Anfang bis zum Ende durch und glaubt nun, auf diese Weise die im Referat gegen den Rcichsbaud erhobenen Angriffe widerlegt zu haben. Wer sich jedoch der Mühe unterzieht, diesen Wisch von Einbildungen und Ueberhebungen mit Verstand durchzulesin, der wird sich beiläufig vorstcllen können, welche Heiterkeit über die kindische Naivität des Herrn Ruepp bei den anwesenden Genossen zum Ausdruck kam. Hierauf gelangte wieder Genosse Hosnedl zum Wort, welcher den nationalen Fanatismus des Herrn Offizial gebührend ins richtige Licht setzte. Dann schilderte er daö Wesen des „Reichsbundes" deutscherEisenbahner sowie der dcutschgelben Arbeiterorganisationen, zerzauste mit Ernst und Humor zugleich die in der vorgelesenen Zeitung enthaltenen, einfältigen Behauptungen und präsentierte den nationalen Herren eine ganze Serie von Beweisen über Verrat und Bestechungen von deutschgelben Arbeiterführern, und daß die deutschgelben Arbeiterorganisationen nur solange lebensfähig sind, so lange sie Geld von Unternehmern erhalten. (Beifall und Zwischenrufe: Wo nehmen die Sozi das Geld her?) (Gegenrufe: Das zahlen unsere Mitglieder durch ihre Beiträge!) Genosse Huber er- innert den Herrn Ruepp, daß er seinerzeit ein Jammcrschrcibcn der deutschen' „Reichsbundieilung" an ihn zu ü ermitteln hatte, in welchem bitter Klage geführt wurde, daß die deutschen „Kameraden" so ungern ihre Beiträge für die Organisation zahlen; man hat in dem Schreiben den Rat erteilt, sich ein Beispiel an den Sozialdemokraten zu nehmen, welche pünktlich ihre Beiträge zahlen. • Besonders interessant war die Rede des Obmannes der deutschen Volksbundortsgruppe, des Herrn Rudolf ©scheid-linger. Er sagte, daß er den Eisenbahnern wohl eine Aufbesserung ihrer Bezüge gönne, aber den Gewerbetreibenden gehe cs ja auch sehr schlecht, die bürgerlichen Abgeordneten könne man nicht verantwortlich machen, wenn sie nicht für die Anträge der sozialdemokratischen Abgeordneten stimmen; die sozialdemokratische Partei ist eine Arbeiterpartei und vertritt daher nur Arbeiterinteressen. Die bürgerlichen Abgeordneten dagegen sind von anderen Wählerschichten gewühlt, man könne daher nicht verlangen, daß sie für alle Arbeilerforderungen stimmen! Eisenbahner, merkt euch das, was wir euch schon so oft gesagt haben, sagt selbst euer Klassengegner. Nach dem Schlußwort des Genossen Hosnedl schloß der Vorsitzende um 12 Uhr nachts die interessante Versammlung. Tie Werbeaktion auf der Aspangbahn. In fünf, im Verhältnis zum Personalst and, gut besuchten Versammlungen kamen die Bediensteten und Arbeiter der E. W. A. und Schnccbergbahn zusammen, um über ihre Dienst- und Lohnverhältnisse zu beraten und über ihr künftiges Vorgehen schlüssig zu werden. Die Wege, die das Personal zu gehen hat, wurden in der in Wien tagenden Versammlung von den Abgeordneten Tomschik, WinarSky und Müller vorgezeichnct und von der Versammlung einhellig zur Kenntnis genommen. Die Besucheranzahl der Versammlungen in A s p a n g, Sollenau, Puchberg und Fischau, wo die Genossen Rodler und Adolf Müller sprachen, haben bewiesen, wie sich die Verwaltung der E. W. A. täuscht, wenn sie glaubt, ihr Personal wäre mit den gegenwärtigen Zuständen zufrieden. ' Es wurden von allen Seitcr Beschwerden über Mißverhältnisse vorgcbracht, deren Beseitigung möglich würde, wenn die Direktion nur die in den Sitzungen der Personalkommission und des , Arbeiterausschuffcs gemachten Versprechungen auch wirklich i durchführen möchte, und zwar so, wie es den Vertrauensmännern in den Sitzungen durch den Herrn Direktor zugesagt wird. Wir wollen den Herrn Regierungsrat H e r d e g e n dringend ersuchen, den Vertrauensmännern des Personals mehr Entgegenkommen zu zeigen und mehr Vertrauen zu schenken, denn sie sind Männer, die unter allen Umständen objektiv handeln müssen und an der Liebedienerei gegenüber der Direktoins-leitung und Verwaltung nicht teilnehmen können, sondern lediglich ihre Pflicht erfüllen. Tie Wcrbewochc in Mähren. Ueber Beschluß der Zentrale hat auch das Brüuner Sekretariat im Einvernehmen mit dem mährischen Exekutivkomitee für das ihm zugewiesene Agitationsgebiet einen Werbeplan entworfen. In Durchführung dieses Planes wurden 80 Versammlungen in folgenden Orten veranstaltet: Brünn, O l m ü tz, Protznitz, P r e r a u, M ä h r i s ch - S ch ö n b e r g, O d e r f u r t, O d c r b e r g, F r i e d e k - M i st e k, I g l a u, Z n a i in, Gruhbach, Kanitz, S i l u v k a, Branowitz» 81 u f p i tz, Göding, Mährisch-Neu darf, Hullein, K r e m s i e r, M äh ri s ch - W eißki r ch en, Rausnitz, Fried land, Orlau, Ober-Moschtenitz, Wiese, B l a n s k o, B r ü s a u, Z w i t t a u, Wessely a. d. M. 8113 Referenten fungierten die Genossen D u ö e k, K a-randa, Mouka, Horowitz, Weiner, Pfeffer, Engel, Krcek, P a l i ö e k, I a n o u S e I. Beinahe alle Versammlungen hatten sehr guten, manche sogar ganz außerordentlichen Besuch und auch guten Erfolg. Es wäre schade, wenn wir unsere Genossen nicht zumindest über jene Vorkommnisse in den einzelnen Versammlungen oder über jene Nachwirkungen informieren würden, die ein allgemeines Interesse haben. In Mähren haben unsere Genossen nämlich gegen drei verschiedene Eisenbahnerorganisationen mit politischem Rückhalt zu kämpfen, und ztvar gegen Deutschnationale, Tschcchischnationale und tschechische Separatisten. Die anderen Gegner kommen beinahe gar nicht in Betracht; aber die genannten drei gegnerischen Organisationen haben die Wirkung unserer Werbekraft zu spüren bekommen und so begannen sich ihre Macher zu rühren. Vorerst wollten die Gegner unsere Versammlungen vollends ignorieren. 8lls aber die Macher sahen, daß die Eisenbahner unsere Versammlungen massenhafl besuchen, da gaben sie die Parole heraus: „Eisenbahner, meidet die roten Versammlungen!" In Jglau hat der Reichsbund sogar Wachen aufgestellt, um „Zuzug der Gelben" fernzuhalten. Aber cs half nichts und so hat man sich entschlossen, seine eigenen Redner den „roten" Referenten entgegenzustellen. Das war sehr possierlich. Als Schulbeispiel nehmen wir die Versammlung in Odersurt. Dort sprachen die gegnerischen Redner folgendes: Der „Reichsbündler": Wir sind deutsch und wollen mit anderen Nationen nichts gemeinsam haben. Uns wird unser Besitzstand geraubt. Die Einreihung der Nordbahner hätte lieber nicht verlangt werden sollen, sondern es hätte ein außertourlicheS 8lvancement genügt. Die Roten gründen Konsumvereine und bilden jenen Preis-rcgulakor, der unsere deutschen Mitbürger schädigt. Der Reichs» bund ist die Peitsche gegen diesen Preisregulator. Die Roten tun sich als Freidenker heraus; aber gegen den Eucharistischen Kongreß haben sie nichts unternommen, weil sie lauter Juden untereinander haben. Der Reichsbund kann nichts machen und konnte bisher nichts erreichen, weil er keine Macht hat. Aber der Tomschik soll seinen verrosteten Säbel ziehen und ’rein» fahren. Der Tschcchischnationale meinte: Die Tschechen sind die Unterdrückten, die Deutschen die Bevorzugten. Man müsse deshalb w i r t s ch a f t l i ch Zusammengehen. Die Sozialdemokratie wolle man ja nicht sprengen, aber die Sozialdemokraten sollen nicht agileren. Der Separatist behauptete, daß die 8lutonomisten bedrückt werden und daß alle Organisationen in wirtschaftlichen Fragen gemeinsam vorzugehcn hätten. Und hätten Anton R ömer mit Jaroslav Marek die Resolution wegen der 17 Millionen Kronen nicht eingebracht, dann hätte dieselbe Resolution der Tomschik bringen müssen; Ncincc und Marek seien dem Tomschik nur znvorgelommcn und das giftet nun die Zen-tralisten! Man braucht wirklich nicht besonders geschult zu sein, um den ungeheuren Stumpfsinn zu erkennen, der aus den Hirnen unserer Gegner herausschwitzt. Und so konnte Genosse K o-randa mit Recht fragen: „Wenn die Wortführer, die Auslese der ■ Nationalen und Separatisten, solchen Stumpfsinn reden, wie erst soll cs in den Hirnen jener Eisenbahner aus-sehen, welche zu solchen Wortführern in die Schule gehen?" Im Kopfe eines solchen bedauernswerten Eisenbahner muß es ja aussehen wie in einer Rauchkammer." Gewiß. Anläßlich der Werbewoche haben unsere Genossen Gelegenheit gehabt, sichcrzustellen, welches Unheil an der klaren Vernunft und an dem Denkvermögen der Eisenbahner die Lektüre der verlogenen und korrupten nationalen und Bildelprcsse anzurichten vermag. Unsere Genossen müssen cs sich deshalb zur doppelten Pflicht machen, die sozialdemokratische Arbeiterpresse unter den Eisenbahnern zu verbreiten und unter Ausnützung der Nachwirkungen unserer Werbewoche und der ge- leisteten Aufklärungarbeit möglichst viele Eisenbahner aus der sumpfigen bürgerlichen Gedankenwelt in die allgemeine sozial» demokratische Eisenbahnerorganisation hcrüberzuführen. Denn wenn alle klagen, Deutsche, Tschechen und Separatisten, daß sie alle bedrückt werden, dann kann wohl nur der eine richtige Schluß gezogen werden: Weil alle ohne Unterschied ausgebeutet werden, müssen sie alle gemeinsam gegen die Ausbeutung kämpfen. Also: Hinein in die einheitliche GewerkschaftZorganisation zur Betätigung einer einheitlichen, gemeinsamen Arbeiterwirtschaftspolitik! Inland, WaS aus den Eisenbahnern heranSgcschundc» wird. Aus Prag wird berichtet: Ter Rechnungsabschluß der V u s ch t i e h r a d e r Bahn für das Jahr 1912 wird die höchsten Einnahmen feit dem B c-st a n d dieses Transportunternehmens aufzuw eisen haben. Sie werden insgesamt die Höhe von ungefähr 3 4 Millionen Kronen erreichen, mithin jene des Vorjahres um etwa 2% Millionen Kronen überragen. Vor einem Jahrzehnt betrugen die Gesamteinnahmen nicht ganz 24 Millionen Kronen. Innerhalb der letzten zehn Jahre ergab sich demnach eine Steigerung um volle 10 Millionen Kronen oder uni mehr als 40 Prozent. Der Betriebs Überschuh dürfte um zirka 1,100.000 Kr. günstiger sein als 1911. Die überwiegende Hälfte dieses Mehrgewinnes wird der A-Strecke zufallen, die nach mehrjähriger Unterbrechung wieder eine Gewinnquote an das U-Unternehmen abzugeben haben wird, da ihr eigenes Erträgnis über 10 Prozent hinausgeht. Anderseits wird dem ^-Unternehmen ein höherer Anteil aus den Erträgnissen des U-Netzcs zufallen als im Vorjahre, in welchem die U-Linie an die A-Liitie rund 500.000 Kr. abzugeben hatte. Für das Jahr 1912 dürfte diese Quote mindestens 600.000 Kr. ausmachen. Der Abschluß des gesellschaftlichen Kohlenwerkes läßt sich zurzeit noch nicht überblicken, er dürfte aber einen um mindestens 150.000 Kr. höheren lieber-chuß aufweisen Unter diesen Voraussetzungen würde ich der Reingewinn der Buschtiehrader Bahn für das Jahr 1912 um zirka 1,300.000 Kr. höher stellen als im Jahre vorher. Bis zu welchem Teile dieser Mehrgewinn zur Erhöhung der Dividenden verwendet werden wird, hängt von den späteren Entschließungen des Verwaltungsrates ab. Immerhin aber kann die D i v i-d e n d e für die A-Aktien mit zirka 130 Kr. (gegen 110 Kr. im Vorjahre) und jene der L-Aktien mit 48 Kr. (gegen 46 Kr. im Vorjahre) geschätzt werden. Zur Aufbesserung der Dividenden in diesem Ausmaß wäre eine Summe von 432.000 Kr. für die A-Strccke und von 173.000 Kr. für die U-Strecke, somit zusammen 605.000 Kronen erforderlich. Ein Teil des Reingewinnes dürfte zur Stärkung der Gewinnvorträge verwendet werden, insbesondere für die L-Unternehmung, deren Vortrag bloß 27.000 Kr. beträgt, während jener der A-Linie 750.000 Kr. (gleich zirka 35 Kr. per Aktie) auSmacht. Im laufenden Jahre hat sich bisher der Verkehr wieder gut entwickelt. In den ersten zwei Monaten ergab sich eine Steigerung des Güterverkehrcs um 100.000 Tonnen, wofür ein Plus von rimb 200.000 Kr. ausge- . wiesen wird. Die Zeit der allgemeinen Teuerung und der Notlage bringt also für die Herren Kapitalisten immer größere Gewinne. Staatsverwaltung und Klerikalismus. Der Prager „Cns" berichtet folgende fast unglaubliche Geschichte: Anfang März durchslog die Tages-presse die Nachricht, daß der Polizeikonzipist Doktor Gellner, der aus dem Prozeß der Katecheten gegen Professor Masaryk wie durch fein provokatorisches Verhalten in politischen Versammlungen in Prag so traurige Berühmtheit erlangt hat, Chefredakteur des Wiener Tagblattes „Reichspost" werden soll. Diese Nachricht ist nicht richtig. Dr. Gellner ist niemals als Zeitungsschreiber zur Geltung gekommen, hat dazu auch keine Fähigkeiten, hat sich aber bei mehreren Gelegenheiten die Klerikalen zu Dank verpflichtet, und das führt zu anderen Plänen, die für die heutigen Verhältnisse in Oesterreich charakteristisch sind. Dr. Gellner bekam nach dem Prozeß, der Katecheten gegen Professor Masaryk für seine Schneidig* kcit und die polizeiliche Relation ein Belobungsdekret des Konsistoriums und erfreut sich seither der G u n st des mächtigen AbteS des Klosters von E m a n s, des Pater Alban Schachlcitner. Wie nun verlautet, wird Doktor Gellner nur Redakteur der „Reichspost". um sich in redaktionelle Dinge einzuarbeiten.. Seine klerikalen Gönner haben nämlich für ihn die Stelle eines Leiters der Pretzabteilung des Mint-st e r i u m s des Innern ausfindig gemacht. Infolge seiner Rücksichtslosigkeit und seines Servilis-mus erscheint nämlich Dr. Gellner den Klerikalen als ein sehr guter .Kandidat für diese Stelle. Der Haupt-sürsprechei Dr. Gellners, Pater Alban Schachleitner hat schon alle möglichen Schritte unternommen, um diese Stelle für seinen Schützling zu erhalten. , Der Polizei* konzipist Dr. Gellner lernt die Journalistik ictzt in der Prager „Bohemia", wohin er fast täglich kommt. -- Daß diese klerikale Größe jüdischen Ursprungs ist, macht die Geschichte noch pikanter. Die Ausgestaltung der Kaschan Odcrücrgcr Bahn. Offiziell wird gemeldet: Im Eifenbahnministerium war zwischen Vertretern der Regierung und der Kaschau-Oderbergcr Eisenbahngcsellschaft eine Besprechung über die Ausgestaltung der österreichischen Strecke der Kaschau-Oderberger Bahn. Die Investitionen und namentlich die Legung des zweiten Geleises zwischen Oderbcrg und der ungarischen Grenze stehen bekanntlich im Zusammenhang mit der Herstellung der krainisch-kroatisch-dalmatinischen Bahnverbindung und es sind hierüber bereits im Frühjahr vorigen Jahres Abmachungen zwischen der österreichischen und der ungarischen Regierung getroffen worden. Die diesmaligen Verhandlungen verfolgten den Zweck, die erforderlichen Ausführungsvereinbarungen mit bist Gesellschaft zu treffen. In den nächsten Tagen werden noch Verhandlungen über Tariffragen stattfinden, wobei noch verschiedene Wünsche in Bezug ans Perfonalmai;,1,: h:aen „nd bauliche Herstellungen erörtert werden. Die Stcnernioral der Grvsikapitalisten. Herr Ministerialrat Dr. Otto Gottlieb hat im „Ocftcrreichijchen Volkswirt" einige Bemerkungen zur Bucheinsicht tn Steuersachen gemacht, denen wir folgende charakteristische Daten entnehmen: So hatte ein Industrieller seit Jahren Verluste fatiert. Es ergab sich schließlich ein zugestandenes Einkommen von mehr als 200.000 Kronen. Ein Großkaufmann faticrte 765.000 Kr. Vom Steuerrefereiitcn vorgeladen, protestierte er zunächst gegen jegliche Richtigstellung, und, nachdem ihm eine kurze Frist gesetzt worden war, stellte er am nächsten Tag seine Fatiernng mit 1,100.000 Kr. richtig. Bei einem Großhändler ergab sich auf Grund durchgeführter Suchern ficht eine zngcstandene Mindersatiening von mehr als 1,000.000 Kr. Ein Bergwerkbesitzer faticrte 37.000 Kr. Im Strafverfahren versuchte die Partei die Minder-fatierung durch Abzugsposten zu erklären, die mangels der Bucheinsicht nicht kontrolliert werden konnten. Nur infolge des zufälligen Umstandes, daß anderweitige Behelfe, . insbesondere Zivilprozeßakte», ansgesunden wurden, konnte ein Einkommen von 360.000 Kr. nachgewiesen werden, sast das Zehnfache des folterten Betrages. Ein Händler fatiert ein Einkommen von 30.000 Kr., überreicht eine geharnischte Berufung gegen die Einschätzung von 40.000 Kr., sieht sich aber dann genötigt, ein Einkommen von mehr als 360.000 Kr. zuzngeben. Also das Zwölsfache des fatierten Betrages! Ein Großgrundbesitzer fatiert rund 53.000 Kr. und muß nachträglich sein Einkommen auf 178.000 Kr. richtigstellen. Einem Holzhändler, der in verschiedenen Jahren zwischen 44.000 und 116.000 Kr. faticrte, werden für die betreffenden Jahre 125.000 und 250.000 Kr. nachgewiesen. Ein Großindustrieller fatiert 447.000 Kr. und muß , auf 707.000 Kr richtigstellen. Ein Arzt fatiert in einem Jahre 48.000 Kr. und stellt dies nachträglich auf 117.000 Kronen richtig; für ein anderes Jahr foltert er 125.000 Kron^it, und stellt dann auf 235.000 Kr. richtig. So sieht die Steuermoral der Besitzenden in Oesterreich aus! Es ist selbstverständlich, doß die Steuerdefraudationen in die Zehntausende gehen und die Stenermoral, wie statistisch nochgewiesen werden könnte, von Jahr zu Jahr gesunken ist. _________ Ausland. Ein neu cd grvßcö Eisenbahnprojekt in Rußland. Rußland macht eine Anleihe in Frankreich in der Höhe von 700 Millionen Franken, um den Bau einer südsibirischen Eisenbahn zu realisieren. Das amtliche Dementi, welches diese Nachricht als vorzeitig erklärt, beweist nur ihre Nichtigkeit. In der heutigen Zeit des Kriegsrummels wendet man dieser Nachricht nur w-ntg Aufmerksamkeit zu, obzwar sie es verdient, vermerkt zu werden, schon der großen Bedeutung des Projekts wegen, welches nun zur Tat werden soll. Dieses Projekt hat nicht allein eine lokale Bedeutung, die svidsibirnclie Bohn wird einen großen Einflnßauf den Weltmarkt überhaupt a U 8 ü b e n. Sie wird die parallele Verbindung bilden, welche in der sibirischen Bahn aitSmimdcn, und den Transport in Gegenden vermitteln, bereit kulturelle Angliederung in den wirtschaftlichen Verhältnissen Rußlands und seiner Ausfuhr sich am stärksten fühlbar machen wird. Der Eisenbahnban bildet eines der interessantesten Momente im russischen Staatsleben und vielleicht das einzige Gebiet, in welchem der russische Staat als ein wirklicher Kulturträger erscheint. Ein jeder, der schon die großen, bequemen Waggons aus den russischen Eisenbahnen benützte, ist des Lobes voll über die zeitgemäßen, großartigen Einrichtungen der russischen Bahnen. (Was man von den österreichischen Eisenbahnen freilich nicht behaupten kann. D. Red.) Die im EtfenbaHnmmiftemtm eingesetzte Kommission arbeitete im Jahre 1911 ein Programm zum Ausbau neuer Linien aus, welche für die wirtschaftlichen Verhältnisse notwendig sind. Dabei wurden, wie es auch nicht anders zu denken ist. hauptsächlich die ntililärischeu Bedürfnisse ins Auge gefaßt. Das Programm erstreckt sich ouf die Jahre 1911 bis 1913 und erstreckt sich auf den Bau von Eisenbahnlinien im Ausmaß von 19.000 Werst, das heißt zirka 20.000 Kilometer; für das heurige Jahr entfallen 3890 Kilometer, wovon 1690 Kilometer in Asien. In die letzteren sind die Verbindungen zwischen der sibirischen und südsibirischen Bahn enthalten, deren Bau noch heiter in Angriff genommen werden soll. Die südsibirische Bahn ist neben der transkaspischen, sibirischen Eifenbahn, der Orenburg-Taschkent- und der Amurbahn — die fünfte große Linie, welche Rußland mit dem ungeheuren Kolonialgebiet in Asien verbinden soll. Das ist ihre gemeinsame Aufgabe. Während der Ausbau der ersten vier Linien ein Postulat der russischen Expansionspolitik in Asien war und eigentlich neben den wirtschaftlichen Interessen die politisch - militärischen Interessen in den Vordergrund getreten sind, sind fit dem Projekt der südsibirischen Bahn in erster Reihe wirtschaftliche Interessen maßgebend. Die Kosten des Baues dieser Linick werden 'deutend kleiner sein als die jener Strecke, welche, längs des Stromes Amur laufend, Sibirien mit oem Stillen Ozean verbinden wird, wird aber dem Staatssäckel und dem Volke mehr Nutzen bringen als die ostchinesische Bahn, welche aller Wahrscheinlichkeit nach auch anderen dienstbar gemacht werden soll. Die Atnnrbahn wird die Zersplitterung der russischen Kolonialpolitik unterstützen, wogegen die südsibirische Linie ihre Konzentration und Erstarkung bedeuten wird. Sie ermöglicht die Kolonisation der ungeheuren Landesteile, welche zwischen der sibirischen Bahn im Norden, dem Ural int Westen und der uralischen Baikal- und Altaibahn sich erstrecken. Die Kolonisation dieser Gebietsteile hat in den letzten Jahren keinerlei namhafte Fortschritte gemacht. Millionen von Hektar von fruchtbarem Boden versprechen für die Landwirtschaft genau solche Erfolge zu erzielen wie das fruchtbare Ostsibirien. Schon feit Jahrhunderten ist hier die Zucht von Schafen, Pferden und Kamelen, besonders bei den Kirgisen in höchster Blüte und es könnte unter Umständen die Art des landwirtschaftlichen Betriebes noch intensiver ausgenützt werden. Auch die Ausbeute von Schätzen der Natur könnte gesteigert werden, wenn durch die Verwirklichung dieses Eisenbahnprojekts bic notwendigen Voraussetzungen erfüllt werden. Der nördliche Akmolinsk berührt Kohlenlager und wird in feinem östlichen Lauf zwischen Jrtitsch und der sibirischen Bahn den Bergwerken in dem vorderen Altaigebirge,, wo auch viel Gold gewonnen wird, als Transportweg dienen. Der militärische Wert dieser Bahn ist, bloß untergeordneter Natur, da er bloß die Mobilisierung der Stellungspflicbtigen dieser Gebiete erleichtert. Eine militärisch»« Maßnahme gegen China in dieser Bahn zu erblicken, wäre ein Phantastisches Gebilde. Demgegenüber kann ihr vom Standpunkt der inneren Politik Rußlands eine gewisse Bedeutung nicht abgesprochen werden, da sie eine Kolonisierung der Kirgisen, eine Erstarkung der Organisation und dadurch dm Einfluß der Verwaltung erleichtern wird. Die südsibirische Balm wird von der Orenburg-Taschkned-Balm wahrscheinlich bei Aktinbinsk abzweigen nnd wird mit dem Bahnnctz des südlichen Rußland über die genannte Stadt und Samara verbunden werden. Zuletzt übersteigt sie die niedrigsten Ausläufer des Ural und erreicht in östlicher Richtung fortlaufend Tnrgai, wo sie in nördlicher Richtung auf Akmolinsk obbiegt. Es ist nicht ausgeschlossen, daß sich das Eisenbahnministerium entschließt, anstatt der Trasse über Turgai für eine direkte Verbindung von Orcrtburn über Orsk-Atbafarsk nach Akmolinsk ettischeidet. Bei Semipalalinsk, des bedeutendsten Ort-'s des südlichen Sibirien, Überschreitet die Trasse den Jrtiisch, welcher hier bereits zu einem mächtigen Strom wird, um in nordöstlicher Richtung zu der sibirischen Bahn einzubiegen; wo die Verbindung mit dieser stottfind'et, ist noch nicht entschieden. Je weiter gegen Osten diese Verbinduna verschoben wird, desto günstiger wird es sein. In diesem letzten Abschnitt der Trasse werden die Ingenieure auf verhält-nisniäßia große Schwierigkeiten stoßen. Im ersten Teil der Trasse wird die Wasserbeschaffung stellenweise außerordentliche Maßnahmen erfordern. In ihrer gainen Ausdehnung wird die südsibirische Bahn nach der Wahl der Anfangs- und Eiidtrasse 2500 bis 3000 Kilometer betragen, was beiläufig der Entfernung Petersburg—Paris entspricht. Die projektierte Bahn bat eine ungeheure Beden-tima nicht nur für die Entwicklung des südlichen Sibirien, sondern sie wird auch für ganz Europa von großer Bedeutung sein. Besonders jetzt, wo in Ostasien so bedeutsame Dinge sich vorbcreiien, gewinnt dieses Projekt an besonderem Interesse. v. wenn die betreffende Arbeiterkammer bei der Konföderation der Arbeit organisiert ist. Wo in einem Ort zwei Arbeiterkarninern bestehen, eine reformistisch-sozialistische nnd eine syndikalistische, steht der Eisenbahnersektion die Wahl frei. — Der Kongreß beschloß weiter, die durch ein besonderes Komitee geleitete Wirksamkeit für die Ein t-gnng der verschiedenen Eisenbahner-o r g a n i s a t i o n e n (es existieren deren nicht weniger als fünf) eifrig fortzufetzen, lehnte die Gründung voik Hilfskaffen für Krankheitsfälle u. f. w. unter den Mitgliedern ab mit der Begründung, daß das Syndikat e i n c Organisation des Klasse nkampfes, nicht eine solche der gegenseitigen Unterstützung sei, und setzte fest, daß das Fachblatt künftighin wöchentlich erscheinen soll, unter Ausbeutung des technischen und hygienischen Teils. Die weiteren Beschlußfassungen bezogen sich auf die Stellung der Organisation znnt Staat und im besonderen zur Generaldirektion der Staatsbahnen und auf die Durchsetzung der Forderungen des,Personals in Hinblick ans die herrschenden Gesetze. Schließlich wurden vier Mitglieder zum internationalen Londoner Transportarbeiterkongreß delegiert. Eiuschränknng der Investitionen auf den nngarischen Staatsbahnen. Zwischen dein ungarischen Handels- und dem Finanzministerium finden derzeit Verhandlungen statt, welche den Zweck verfolgen, die im diesiährigen Budget für Investitionen ans den ungarischen Staatsbahnen bewilligten Summen im Gesamtbetrag von 157 Millionen Kronen mit Rücksicht auf die außerordentlichen H e e r e s e r s o r d e r u i s s e, die int Laufe des Jahres 1913 zu decken sein werden, nach Möglichkeit einztisch r ä n k e n. Es besteht die Absicht, die Summe der Investitionen auf etwa die Hälfte des prälimiitierten Betrages, zirka 70 bis 80 Millionen Kronen, zu, reduzieren. Infolgedessen muß auch das- ganze Investitions-Programm der Staatsbahnen umgeändert werden. * Drohender Eisenbahncrstreik in Spanien. Unter den k a t a l o n i \ ch c it , Eisenbahnern herrscht abermals eine starke Garung, weil ein,Obmann des Verbandes wegen einer gegen die Disziplin gerichteten Rede von der Eisenbahndirektivn entlassen worden ist. Ein baldiger Ausbruch eines neuen Streiks wird für sehr wahrscheinlich gehalten. Die Direktion der katalanischen Eisenbahngesellschaft lehnte einer Delegation der Eisenbahner gegenüber die Wiederanstellung des ObmanneS des Eisenbahnerverbandes, Ribalta, ab, obwohl die Delegation drohte, daß sofort der Generalstreik beginnen werde. Die Direktion gab in einem Rundschreiben allen Angestellten die Beweggründe für die Entlassung Ribaltas bekannt. Maßnahmen zur Ausrechterhaltung der Ordnung sind getroffen. Kongreß des Syndikats der italienischen Eisenbahner. Die stärkste gewerkschaftliche Organisation des italienischen Bahnpersonals, das rnnd 60.000 Mitglieder zählende Syndikat der Eisenbahner, hat in Mailand seinen fünften Kongreß abgehalten. Das Syndikat war Jahre hindurch die einzige größere Gewerkschaftsorgani-sation in Italien, deren Leiter auf dem Boden des, revolutionären,Sozialismus standen. In der Folge ging es zum Syndikalismus über, und auch der letzte Kongreß hat gezeigt, daß syndikalistische Tendenzen noch immer die Oberhand haben. Altz wichtigste allgemeine Frage sollte der Kongreß darüber entscheiden, ob das Syndikat, das sich vor Jahren von der Konföderation der Arbeit losgelöst hat, dieser wieder beitreten sollte. Freilich wurde dieser Vorschlag nicht im Sinne einer Billigung der reformistisch sozialistischen Richtung befürwortet, die in der Konföderation die Ueberhand hat, sondern nur als ein Mittel, die Einigung der proletarischen Kräfte zu ermöglichen, wobei sich das,Syndikat bei seinem Eintritt die Aufgabe stellen sollte, die Haltung der Konföderation im revolutionären Sinne zu beeinflussen. Aber auch mit dieser Einschränkung fand sich nur eine winzige Minderheit, die für die Konföderation stimmte, während die Zahl derer, die den Anschluß an die syndikalistische Zentrale, „die „Unione Sindieale" befürworteten, beinahe die Hälfte der Stimmen erlangte. Die Mehrheit sprach sich für die Autonomie des Syndikats aus, wobei allerdings die Resolution den syndikalistischen Methoden die Sympathie der Eisenbahner ausdrückt. Da das Organi-sationsstatut des Syndikats feinen Sektionen zur Pflicht macht, sich Ort für Ort den lokalen Arbeiterkarnmern anzuschließen, beschloß man, daß dieser Anschluß an die lokale Zentralorganisation auch dann erfolgen müsse. Aus dem Gerichtssaal. Rentennachzahlung. Hermann Mitschke, pensionierter Lokomotivführer der k. k. S!aatsbahnen in Lemberg, erlitt am 7. April 1011 in der Haltestelle Krywszyce der k. k. Staats, bahnen einen Unfall. Beim Passieren der Weichen streifte die Lokomotive einen Güterwagen und wurde hiebei Mitschke durch die Signalstühe des angefahrenen Waggons _ oberhalb des rechten Auges am Kopf getroffen. Infolge dieses Unfalles erwies sich Mitschke als andauernd krank und muhte schließlich den Bahndienst verlassen. Die berufsgenofsenschaftliche Unsallvcrsicherungsanstalt der österreichischen Eisenbahnen hatte Mitschke zwar die Heilverfahrensrente zuerkannt, ihm aber ab 1. April 1912 jede Rente verweigert mit der Begründung, daß Unsallsfolgen nicht vorhanden feien. Gegen diesen Bescheid brachte Mitschke durch Dr. Anton Braß Klage beim Schiedsgericht der bcrufsgenossenschaftlichen Unfallversicherungsanstalt ein. Nachdem der Sachverständigen» beweis in Lemberg durchgeführt worden war, kam es zur Verhandlung vor dem Schiedsgericht am 21. Februar 1913. Bei dieser Verhandlung verpflichtete sich nun die beklagte Anstalt, dem Kläger eine I8prozcntige Rente monatlicher Kr. 7372 und eine Nachzahlung von Kr. 757-22, sowie die Gerichtskosten zu bezahlen. Nentenerhghung frei; ungünstigen Gutachtens. Der Bremser der k. k. Stantsbahnen Herr Vinzenz D r a p e l a erlitt am 27. Juli 1910 in der Station W i l f l e, n s d o r f einen Verkehrsunfall, indem ihm beim Ankuppeln eines mit Steinen beladenen, Waggons ein Stein auf den Kopf fiel. Bewußtlos wurde er nach Wien ins Spital geschafft, woselbst er durch mehrere Wochen verblieb. Seit dem Unfall leidet er an heftigen Kopfschmerzen und Schwerhörigkeit, seine Sehkraft hat bedeutend abgenommen und es trat starkes Schielen auf. Nachdem er nach Abschluß des Heilverfahrens durch längere Zeit eine 90prozentige Rente bezogen hat, reduzierte die Berussgenossenschastliche Unfallversicherungsanstalt diese Rente auf eine 72prozentige. Hiegegen brachte Herr Drap ela durch Dr. Gustav Harpner eine Klage beim Schiedsgericht ein. Bei der am 7. März 1913 stattgehabten Verhandlung erklärte der Sachverständige aus der Ohrenheilkunde, bah die Schwerhörigkeit des Klägers nicht mit dem Unfall im Zusammen ha ii g st e h e, und dies, obwohl Herr D r a p e l a vor dem Unfall stets gut gehört hatte und durch den Unfall eine so schwere Kopfverletzung erlitten hatte, daß die Diagnose im Spital aus Bruch der Schädelbasis lautete (!). Nichtsdestoweniger gelang e§ dem Vertreter Drapelas, das Schiedsgericht zu bewegen, daß cs auf Grund des Gutachtens der anderen Sachverständig:» die gänzliche E r w e rb s u n f äh i g k e i t Drapeins aniiahm und die beklagte Anstalt zu einer Nachzahlung von 103 Kr., zur Zahlung einer öOprozentigcn Rente sowie zum Ersatz der Prozeßkosten verurteilt e.______________ Streiflichter. Der biisc „Eisenbahner". Mittwoch den 5. März führte mich die Nordwestbahn nach Nordböhmen. In mein Coupe stieg auch ein junger glattrasierter Herr ein, der gleich nach der Abfahrt feine umfangreiche Menlafche öffnete, ein Bündel Alien herausbrachte und darin eifrig, sehr eifrig studierte. Ab und zu entquoll ein tiefer Seufzer feiner Brust, machte auf den Blättern Zeichen und unterstrich manches Wort mehrere-mal. Dabei entwich ihm immer wieder ein tiefer Seufzer und griff sich an den Kopf, um anzudeuten, daß dies ein „schwerer FM" fei. Als der Kondukteur cintrat, zeigte er ihm seine Dienstkarte und nun war es mir klar, daß ich cs mit einem llntersuchungsorgan der k. k. österreichischen Nordwestbahn-direktion zu tun habe. Kaum daß er die Akten aus der einen Hand legte, griff die zweite schon wieder danach und das Studium begann von neuem. Endlich holte er aus den tiefsten Gründen seiner Aktentasche eine Zeitung hervor und begann auf der 12. Seite, die rot und blau unterstrichen war, zu lesen und wieder wurden Seufzer gewechselt. Durch dieses seltene, intensive Studium wurde ich neugierig und warf einen Blick auf die Zeitung. Und siehe: Es war der „Eisenbahner". In der Nummer 31 von 1912, auf Seite 12, da stand der schwere Fall. Mit „Jglan" überschrieben handelte er von dem sattsam bekannten MagazinSunterBcamten Körner. Knapp vor Jgla» packte der Herr Kontrollor seine Akten zusammen und stieg aus. Ja, ja, der böse „Eisenbahner" gibt den Herren so manches zu schaffen; wenn er anklagt, so ist dies keine einfache Sache, da muß auch erhoben werden. Für die Eisenbahn-bediensteteten ergibt sich aber daraus die Lehre und die ernste Mahnung, daß sie. nur dann Notizen zur Veröffentlichung einsenden sollen, wenn sie vollauf der Wahrheit entsprechen. Nur dadurch, daß die Untersuchungen ergeben, daß im „Eisenbahner" die Wahrheit steht; wird unser Organ an Ansehen und Einfluß gewinnen. Unsere Genossen sollen daher niemals Mutmaßungen, sondern nur Begebenheiten, die der Wahrheit entsprechen, berichten, damit unser "Eisenbahner" in Hinkunft nicht als Ankläger mißbraucht wird. R. M ArbeiterloS bei de» k. k. Staatsbahnen. Von der Bahn, erhattungssektion Troppau der k. f. Nordbahn wird uns geschrieben: Ein bei dieser Bahnerhältungssektion beschäftigter Arbeiter naniens Pjatek hatte sich während seiner zwanzigjährigen Dienstzeit einen Leistenbruch zugezogen; zufolge dieses Leidens war Pjalek schon des öfteren zur Verrichtung leichterer Arbeiten verwendet worden. Am 10. und 11. März 1913 blieb Pjatek Hon der Arbeit ferne. Er wurde vom Bahnrichter sowie Bahnmeister aufgefordert, entweder in die Arbeit zu flehen oder sich marod zu melden. Pjatek tat das letztere und der Bahnarzt konstatierte gänzliche Arbeitsunfähigkeit. Was tat die Bahnerhaltungssektion? Statt diesen Mann, der ja doch als zwanzigjähriger Arbeiter mindestens siebenmal das Recht sich erworben hatte, 52 Wochen im Krankenstand geführt zu werden, wofür ihm bei jeder Auszahlung die Beiträge für die Krankenkasse abgezogen wurden, in den Krankenstand zu übernehmen, wurde er ohne weiteres entlassen. Ja, die Bahnerhaltungssektion war so human, statt den Mann ins Spital zu schicken, gab man ihm eine Freikarte, damit er in seine Heimat nach Galizien fahren kann, oder besser gesagt, damit man ihn hier los wird. Pjatek, dessen Lage wir uns gut vorstellen können, ging wohin ihn die Füße trugen; er blieb längs der Strecke in einem Gestrüpp liegen, wo inan später einen Brand bemerkte lind den Mann in halb verkohltem Z n-stande hervorholt c. Erst jetzt wurde die freiwillige Rettungsabteilung gerufen, damit sie den halbvcrkohltcn Arbeiter der Spitalspflege zuführe. Die Entstehung des Brandes dürfte Pjatek durch eine brennende Zigarre selbst hervor-gerufen haben.. Die Bahnerhaltungssektion Troppau ist stets sehr human gewesen, namentlich dann, wenn cs sich um Arbeiter handelte, die ihr unangenehm wurden. Wir erwähnen nur den Fall K e p p e r t. Keppert war Bahnmeister in Bennisch gewesen; derselbe ließ sich grobes Ncrgchcn zuschulden kommen, aus welchem die Bahn großen Schaden hatte. Ein Vorarbeiter namens Schneider, der über die Veruntreuungen KeppertS die Anzeige machte, wurde entlassen, Keppert wurde pensioniert und zum Tanke, weil er die Bahn bestohlen hatte, wurde ihm noch die in der Untersuchung eingestellte Vorrückung in die Pension eingerechnet. Sein Nachfolger Bahnmeister Berger wurde suspendiert und über ihn das Disziplinarverfahren cingclcitct, weil er vor dem Herrn Ingenieur Karl Brosche nicht „Habt acht" gestanden ist; als später die Herren zur Vernunft kamen, ließen sie das Verfahren einstellen, weil es für sie zu gefährlich schien. Ein zweiter Fall betrifft die Station Troppau. Vor zirka zwei Jahren wurde Oberkondukteur P r i in u 8 dabei erwischt, .nie er aus einem als Eilgut ausgegebenem Korbe Wurst gestohlen hatte. Wir haben seinerzeit darüber im „Eisenbahner" berichtet; Primus wurde vorn Fahrdienst abgezogen, über ein Jahr im Maradcnstand geführt, bis man für ihn einen Kanzlistcnposten in Oderberg gefunden hatte. Ein Jahr später ließ man diesen um 400 Kr. vorrücken, und diesem allen zusolge ist zu vermuten, dcch der, der auf der k. k. Nordbahn beim Diebstahl erwischt wird, noch eine Aus» nahmsklasse bekommt; derjenige aber, der sich bei ehrlicher Arbeit ein Leiden zugezogen hat, das ihn zum Invaliden macht, wird rücksichtslos entlassen. DaS heißt man auf der t. k. Nordbahn: „Justitia regnorum fundamentum". Die „Abziehsucht" dcS Herrn KoliSkv. Der (staatsbahn» direkter Kolisko ist von einer ganz eigenen Manie befallen. Diese Sucht ist in unserem Blatt schon'des öfteren besprochen worden, leider aber nimmt dieselbe bei Herrn Kolisko immer größere Dimensionen an. Diese Sucht besteht darin, daß er Kondukteure, die' bereits den Rang erreicht haben, mit Personen» und Schuellzügeu zu fahre», durchaus von diesem Dienste a b z i c h e n will. Da es ihm nun bei Kondukteuren, die organisiert sind und deshalb ihren Dienst «in so exakter durchführen, nicht glückt, irgend nur die kleinste Schuld aufzu-finden, um sie sofort abzuziehen, so muß eine solche Schuld, der Anlaß zum Abziehen, konstruiert werben. Am 24. Februar I. I. wurde nun folgender „D i e n st b e s c h l" herausgegeben: Wien, am 24. Februar 1913. K. k. St«hndirektion Wien. Z. 692/1/V. Betreff: Besetzung der Personenwagen. Dien st besetz l. An die f. k. Betriebsleitungen aller Zugöbegleiterdomizil» statiouen und die Herren Verkehrs- nnd Transportkontrollore. Es wurde in. letzter Zeit wiederholt die Wahrnehmung gemacht, daß die Besetzung der Wagenabteile bei den Schnell- und Personenzügen sehr ungleichmäßig vorgenommen wird, indem einzelne Abteile von nur ei» bis zwei Personen besetzt, andere dagegen derart überfüllt sind, daß häufig in ganzen, beziehungsweise halben Abteilen zweiter Klasse acht, beziehungsweise vier und in solchen erster Klasse sechs, beziehungsweise drei Reisende zusammengedrängt sind. Dieser ungleichmäßige Vorgang bei der Besetzung ist gänzlich unstatthaft und liegt die Vermutung nahe, daß seitens der Kondnktenre eine ungerechtfertigte und unerlaubte Bevorzugung einzelner Reisender Platz greift. Die Kondukteure sind zu belehren, daß sie bei der Besetzung der Wagenabtcile gleichmäßig vorzugehen und sich hiebei lediglich von dienstlichen Rücksichten leite» lassen. In Fällen von festgestellter Dienstwidrigkeit in diesem Belange wird, in Hinkunft nnnachsichtlich mit der Abziehung des schuldtragenden Kondukteurs vom PerfoitenzugSdienste vorgegangen werden. Die Herren Verkehrs- und Transportkontrollore werden gelegentlich ihrer Dienstreisen diesem Gegenstand besonderes Augenmerk zuwenden und jedes Zuwiderhandeln gegen diesen Dieiistbcfchl und die sonstigen einschlägigen Bestimmungen anher zur Anzeige bringen. Der k. f. Staatsbahndirektor: Ko Ii 8 Io m. p. Nach diesem „Dienstbefeh I" ist es klar, daß jeder Kondukteur schuldig werden muß, insbesondere aber der, auf den cs abgesehen ist, ihn zum „A b z i e h e n" zu bringen. Denn nach dem Wortlaut dieses famosen Dienstbefehls müßte man glauben, daß es dem Kondukteur heutzutage noch kraft seines Amtes möglich ist, seine Passagiere so zu setzen, wie er dies nach dein Erlaß zu tun verpflichtet wäre. Der Kondukteur ist nicht mehr „Herr" in dieser Sache, denn auch hier hat der Zeitgeist mit stillschweigender Zustimmung der Staatsbahnver-waltung vollständig Wandel geschaffen, was nur zu loben ist. Deshalb wird die „Besetzung" nicht mehr im Sinne dieses Dienstbefehls vorgenommen, die Besetzung im strengsten Sinne, sondern nur ,,z u gs t ciI—wei se", und zwar Karlsbader» oder Pragerteil re.; ganz abgesehen wurde von der „Platz* anweisung" selbst. Das Platznehmen ist eine ganz individuelle Angelegenheit des Reifenden, weil sie davon abhängt, wie der Reifende gestimmt ist, ob er Gesellschaft sucht oder sie meidet. Freilich spielen hier die Klassen der Gesellschaft die größte Rolle. Reisende, die infolge ihres Standes und ihrer Mittel nur die dritte Klaffe benützen können, werden zusammengepfercht und oft in ordinärer und rücksichtsloser Weise behandelt. Sie sind sozusagen das Proletariat der den Zug besetzenden Passagiere. Aber der Erlaß spricht nicht von der dritten Klaffe, denn wer wird sich um solche Leute scheren? Und doch wäre es endlich höchste Zeit, hier zwar nicht int Sinne eines solchen Dienstbefehls, wohl aber im Geiste der modernen Zeit jene wohltätigen Veränderungen zu treffen, die lange, große Reisen in Bezug auf Bequemlichkeit, die jeder Reifende zu fordern hat, unbedingt notwendig machen, weil das gegenwärtige Reisen in der dritten Klasse im gesegneten Oesterreich durchaus nicht mehr menschenwürdig ist! Der Dienstbefehl spricht bloß von der zweiten und ersten Klasse. Es ist zu bedauern, daß gerade hier Herrn Kolisko aber schon jede Einsicht mangelt. Wie kann er es verantworten, seine untergebenen Kondukteure auf solche Gesellschaftsklassen zu hetzen, Kontroversen heraufzube schwören, die immer unglücklich für die Kondukteure ausfallen müssen? Welcher Reifende erster oder zweiter Klasse wird es sich bieten lassen, von den Kondukteuren sich auf Plätzen befehlen zu lassen, die ihm nicht genehm sind? Und welche Reisende sind cs besonders, die bei der Platz* anweisung dem Kondukteur die größten Schwierigkeiten machen? Weiß eS Herr Kolisko nicht, daß es gerade Organe des Eisenbahnministeriums und der Direktionen sind? Aber nehmen wir noch einen Fall ans der Praxis: Ein kranker Mensch aus den unteren Gesellschaftsklassen löst sich, um Ruhe zu haben, eine Fahrkarte erster Klasse. Nun soll ihm der Kondukteur Gesellschaft geben, eine Gesellschaft, die der Kranke nicht braucht, nicht haben will! Er löste sich doch deshalb die teure Karte, daß er allein sei — und der Kondukteur, der menschlich fühlt und seiner Bitte Gehör schenkt, wird deshalb, weil er das lut, vom Herrn Kolisko strafweise abgezogen. ES ist nicht notwendig, daß sich der Paffagier, der, lvenn eS möglich ist, allein fahren will, fei es durch welche Ursachen immer, vom Kondukteur zwangsweise eine Gesellschaft auf-halsen lassen muß, vorzüglich deshalb, weil es so Herr Kolisko will. Wir wollen nicht hoffen, daß dieser Dienstbefehl deshalb «flössen ist, um die vakant gewordenen Posten der auf diese Weise abgezogenen Kondnktenre mit Protektionskindern zu besetzen. Wir erheben gegenüber dem Verfasser des famosen Dienstbefehls den Vorwurf, daß er ihn nicht gründlich durchdacht hat. Einst war es freilich anders, da noch bei den Zügen die Wagen alter Typen (mit den gefährlichen Seitentüren!) liefen und das Publikum zum Reifen auf der Eisenbahn erst erzogen werden mußte. Damals mußte von „P l a tz a n w e i s u n g" gesprochen werden und der Kondukteur konnte kraft einer solchen Pflicht (spielte hier doch die Sicherheit des ihm anvertrau ten Reisenden die grüßte Rolle!) seines Amtes walten. Aber wie der Chinese seinen Zopf opfern mußte, so mußte sich auch Oesterreich wer stenS halbwegs, uud auch ein ggnz klein wenig bezüglich des Verkehrs, dein modernen Fortschritt an» passen. Leider behält eine unglückselige Verwaltung den Zopf in hartnäckiger SBeiV hinten und Herr Dr. Kolisko beäugelt sich wohlgefällig im Spiegel, vor welchem er sich bemüht, den Zopf wollüstig zum Baumeln zu bringen. Wehe aber dem Kondukteur, auf den es abgesehen ist, wenn er sich nicht devot einer solchen zöpsischen Weisheit beugt — er wird sofort strafweise abgezogen! F- ©• Die neue Ranglisteneinteilung der ZugSbegleiter der Siibbolm. In Ausführung des Beschlusses vom 18. und 19. Oktober 1912 über die Rangeinteilung der KondukteurzugSfuhrer hat die Vcrkchrsdirektion eine neue Rangliste angelegt, die den gewählten Mitgliedern der Personalkommission zur Einsicht, nähme überwiesen wurde. Die Zentrale der Gewerkschaft hat für den 12. März d. I. nach Wien ins Arbeiterheim (Favoriten) unter Vorsitz des Genossen Weigl eine Vorbesprechung cinberufcn, die zu dieser neuen Rangliste Stellung nahm. Nach Vergleich mit der alten Rangliste vom Jahre 1911 wurden mehrere Rangverschiebungen konstatiert, die eine Abweichung bon den Rangbestimmungen vom 18. Oktober 1912 erkennen ließen. Bei der offiziellen Besprechung am 13. Marz I. I. bei der Verkehrsdirektion unter Vorsitz des Herrn Oberinspektors Poller itzer und int Beisein des Herrn Sekretärs'Doktor Gra 1> scheid wurde von den Kollegen A u r i n g e r, KriZek und Viertlet diese Abweichung fcstgcstcllt und, um Aufklärung gebeten. An der Hand des StatuS und der Dienfttabellen wurde von feiten des Herrn Vorsitzenden die gewünschte Aufklärung gegeben, so daß nach mehrstündiger Dauer der Beratung eine volle Einigkeit in der Anlage der Rangliste festgestellt werden konnte. Die Abweichungen sind hauptsächlich auf eine irrtümliche Auffassung der am 18. Oktober 1912 gefaßten Beschlüsse zurückzuführen. , Die neue Rangliste wird daher in kürzester Zeit mit den genauen Bestimmungen zur Verlautbarung au das Pci'ional an die BetriebSinspektorate hinanSgehcn, wobei wir unsere Mitglieder aus den „Eisenbahner" Nummer 31 vom 1. November 1912 verweisen. Ziig-Zbegleiterschikanieruiig bei der StlintSeisenbnhn gesellfchast. WaS für willkürlichen Schikanen das Zug begleitungspersonal der ehemaligen St? E. G. überhaupt und jenes der II. Sektion im besonderen ausgesetzt ist, wurde schon des öfteren in diesem Blatt und auch in unserem tschechischen Bruderblatt „Zelezniöni Zmenec" dargelegt. Diesmal wollen wir zeigen, daß zu kleinliche» Schikane» dieses Personals sich auch höhere Vorgesetzte hergeben, trotzdem ihnen doch bewußt sein muß, daß sie durch ein solches Vorgehen nicht nur ihr eigenes Ansehen untergraben, sondern auch dem Personal drastisch zeigen, daß cs auf den Eisenbahnen zweierlei Recht gibt. Und nun zu dem Falle; Seit 1. Mai 1912 verkehren die Atbcitcrzügc Nr. 252, beziehungsweise 251 von Brünn bis Kanitz- Eibenschitz und umgekehrt, welche bis zu diesem Datum nur zwischen Brünn und Silnwka in Verkehr gesetzt waren. Vom Monat September 1912 an wird nun der Zug Nr. 252 in Brünn beleuchtet und ist derselbe in Kauitz-Eiben fchitz auszulöschen. Kurze Zeit wurde dies auch von dem dor tigen Personal besorgt, bis sich der Herr Vorstand dieser Station, wahrscheinlich infolge Fürbitte- seines Hausdieners, des Magazinsarbeiters S ch o r, der diese Arbeit zu besorgen hatte, eines Besseren besann. Der Herr Vorstand erwartete täglich höchstpersönlich den erwähnten Arbeiterzug und - be fahl kurz dem erstbesten, ihm in die Nähe kommenden Zugbegleiter, auf das Wagendach zu steigen und die Lampe» abzulöschen. Wehrte sich nun einer der Betroffenen unter Hi» weis auf die Instruktion, wonach „das Anzünden und Ab löschen der Flammen bei den Zügen überhaupt durch das Stationspersonal zu besorge» ist", so setzte sich der Herr in Pose und schrie, daß ihn das nichts angehe und er werde schon seine gegenteilige Anordnung verantworten. Um nicht wegen Dienstesverweigernng angezeigt zu werden, befolgten die meisten den Auftrag, cs wurde aber auch von den Betroffenen durch Bcschwcrdcn beim Herrn Vorstand in Briinn und auch durch (christliche Anneinen um Abhilfe ersucht. Eine dieser Anzeigen kam nun dem Herrn Verkehrs-chesstellvertreier in Brünn, Inspektor H L k, in die .Hände. Dieser Herr wäre berufen gewesen, dem beschwerdeführenden Personal sein Recht zu verschaffen und es nicht unnütz schikanieren zu lassen. Der Herr Inspektor ließ im Kundmachungsbuch für das Zugbegleitungspersonal folgenden Auftrag veröffentlichen: „Seitens dcS Herrn VerkehrSchefs in Brünn wurde nachstehende Anordnung getroffen: Das Zugspersonal des Zuges Nr. 252 wird angewiesen, in der Station Kanitz-Eibenschitz das Verlöschen der Lampen in den Wagen in jenen Fällen vorzunehmen, als dies vom Stationspersonal nicht bewerkstelligt werden könnte. Der VerkehrSchef: Fd. HLk m. p.' Also entgegen der gcinz unzweideutigen Vorschrift (Ergänzungsheft, Teil I, des Anhanges zur Fahrordnung, Tabelle V) und entgegen der vorn VerkehrSchef in Wien hrausgegebenen Beleuchtungstabelle mit der Anmerkung: „Das Beleuchten des Zuges 251, respektive das Löschen dey Zuges 252 und 252 a besorgt die Station Kanitz-Eibenschitz", welche dein betreffenden Personal eingehändigt, beziehungsweise affichiert wird, ordnet Herr H ä k an, daß das Zugs-pcrsoual eine Arbeit zu besorgen hat, die demselben nicht zu-koiuint, und sehr geeignet ist, Unfälle unter den Betroffenen herbeizuführen. Nun wird vielleicht der Herr Inspektor behaupten, daß er dies nur für die Fälle auordnctc „als dicL vom StationSperfonal nicht bewerkstelligt werden könnte", und da möchten wir doch mit Verlaub fragen, wer den» täglich konstatieren soll, ob diese Arbeit vom Stationspersonal bewerkstelligt werden kann oder nicht? AuS dem Vorhergefagten ist doch ersichtlich, daß cS der dazu berufene Arbeiter nicht tun will, der Herr Vorstand in Kanitz-Eibenschitz ihn in seinem Vorhaben unterstützt, und der Stationsarbeiter, seit dem Tage, wo der obenzitierte Auftrag veröffentlicht wurde, den Arbeiterzug überhaupt nicht mehr erwartet, und um diese Zeit zumeist in der Station nicht zu finden ist. Infolgedessen bleibt dem jeweiligen Zugsführer nichts anderes übrig, als einen Mann der Partie aufs Wageudach zu schicken, um den Zug nicht beleuchtet nach Brünn sichren zu müssen. Warum wir darüber öffentlich Beschwerde führen? Weil diese Arbeit in der Station Siluwka, solange der Ar-beiterzug nur bis dorthin verkehrte, ohncweiterS vom dortigen Stationspersonal besorgt wurde, und die Station Kanitz-Eibenschitz, die fünfmal foviel Leute beschäftigt als die crstcrc, könnte dies nicht bewerkstelligen? Daran erkannt man, daß es nur eine Schikanierung des Zugspersonals ist. wenn es gezwungen wird, diese Arbeit zu leisten. , , . Wir bezweifeln, daß der tatsächliche Sachverhalt dem Herrn VerkehrSchef in Brünn, der als sehr objektiver und dem Personal wohlwollender Vorgesetzter, schon von seiner früheren Amtswirkfamkeit bekannt ist, nicht zur Gänze mitgeteilt wurde, und glauben, daß er nach Kenntnisnahme dieses, eine Erziehung des Personals zur Nichtbesolguug der von der k. k. Direktion erlassenen Vorschriften nicht dulden kann und Remedur schaffen wird. _________________ Korrespondenzen. Oknj II. (Todesfall.) Einen schweren Verlust hat unsere Ortsgruppe durch den Tod des Genossen Anton Tasotti, Lokomotivführer, erlitten. Genosse Tasotti war Mitglied seit der Gründung und bekleidet^ verschiedene Funktionen im Ausschuß. Durch seine agitatorische Tätigkeit unter den Berufskollegen zog er sich seinerzeit die Aufmerksamkeit der Z. k. Staatsbahndirektion Villach zu, doch Tasotti blieb trotz» dem unermüdlich in dem Werben neuer Mitglieder. Welcher Beliebtheit sich Genosse Tasotti bei den Genossen und Freunden erfreute, zeigte daS am 23. März ftattgcfunbcnc Begräbnis, wo zirka 1500 bis 1600 Leidtragende sich eingefunden hatten. Aus Nah und Fern strömten sie heran, sogar von Steinamanger waren 14 Lokomotivführer gekommen^ um ihren Kollegen die letzte Ehre zu erweisen. Die Staatsbahner-Süngerrunde trug zwei Trmierchöre vor und der gerade 111 Graz anwesende Reichsratsabgeordnete Genosse Rudolf Müller liielt eine ergreifende Grabrede, «' welcher er die Verdienste des Verstorbenen um die Partei schilderte. Die Erde sei ihm leicht. Schrecknistein. (Todesfälle.) .Im abgclauicncu Monat hat uns der Allbezwinger Tod zwei treue Kollegen ent» rissen. Am 15. März ftaib Genosse Johann Pfannen» ticl dem am 21. März der Genosse Gustav ©trupp nach-folacit musste. Beide starben in den besten 2)taune3)ahrcn, crstcrcr im 43.. letzterer im 39. Lebensjahre. Die Ortsgruppe verliert dadurch zwei treue Mitkämpfer, denen wir jederzeit i treues Angedenken bewahren werden. Wiesa-Oberleutensdors. In keiner Station der Prager Direktion dürfte den Manipulanten, Zugsführcru, Wagen« schreibcrn uud Transitären der Dienst in Bezug auf schriftliche Arbeiten so erschwert werden, wie in der Station Wiefa-Ober» IcutcnSdorf. Die Station Wicsa hat einen Perfonalstanb von 16 Zugspartien, ohne Vcrfchub und Stationspersonal. Außer» dem treffen zu jeber Stunde Stomotaucr, ftlojtcrßrabcr und Bodeubacher Zugspersvnale ein, die alle einen .längeren -lut» » enthalt haben. Man sollte nun glauben, daß für die Unter» knuft dieser Leute vorgesorgt ist, "der weit gefehlt. Beim Haupteiugang rechts befindet sich etn Ztmmerchen, daS Iaum sechs Meter lang und vier Meter breit ist, welche.-, als Unter kunft für die wartenden Reservebremser der Komo auer- und Klostergrüber Zugspersonale dienen soll, welche auch dort ihre Mahlzeiten ciunchmcn. Dieses Loch ist clcl die Münde schwarz angeraucht und der Oelgestank. welcher von der anschließenden Lampisterie hemchrt, macht den .lur enthalt darin äußerst lästig. Das fortwährende "Drangt darin hat nun zur Folge, daß be,onders das ZugSpersonal v n Wiefo Zuflucht im Zuysführerzimmer sucht, d"» eigen lich nur für die Zugsführer, Manipulanten und Wagenichreiber bestimmt ist, die dort schriftliche Arbeiten zu verrichte» Ixibc». Das ZugSperfoiral muß dort Aufenthalt nehmen, weil Wie,a die Ausgangsstation ist und sich das Zugpersonal vor. ^'fahrt des Zuges beim Zugsführer melden muß. @baifo liegt dort das Kommandierungsbuch zur Einsicht aus. Daß die dort ai-wesenden Zugsführer, Manipulanten und Wagen,chreib durch die Einsichtnahme der Kommandierung und durch dic dadurch herbeigeführten dienstlichen Gespräche arg gestor, werden, sieht wohl jeder, nur der Vorstand Herr Kretschmer nicht ein. Uclierdics werden jeden 1. und 15. ,tn diesem fl Raum die Auszahlungen vorgenommen. Der Herr 'iorst geht wohl täglich mchreremal durch dieses Lokal und kann sich daher nicht berufen, daß er von diesem ©kaudal fce Kenntnis hat. Bis jetzt ist es ihm nicht. eingefallen, daß eine Abhilfe geschaffen werden inuh. Plah für cm ciüfpr h Zimmer sowie Vergrößerung der Lampisterie wäre genügend vorhanden, wenn auch der Herr Vorstand em ©tuckchen semeS Gartens einbiißcu würde. Sollte keine Abhilfe gefdiafrc, werden, so wird schon Sorge getragen, daß dieser totanoal einmal am richtigen Ort zur Sprache gelangt. Triest, k. k. StaatSbahn. (Untcrkunf ts ve rhä lt- n i s s e d e 8 G ü t e r z u g s p e r s o n a l s i u T r i e st. Staats- bahn.) In Ahling befinden sich zwei Kasernen, welche total über. , füllt sind, so daß Partien, welche ErforderniSzugc nach Aßling Ovcrkonduktcur; Kircha, Oberkondukteur; Johann G r u b c r, bringen, keine Unterkunft finden können. Erforderliche Züge sind gegangen zwischen Görz-Aßling und umgekehrt 109. Alle diese Partien mußten sich mit 1 Kr. Uebernaclitunas-gebühr begnügen, für welchen Betrag in den Hotels kein einziges Bett zu bekommen ist. Wohl befinden sich in der Zug« begleitungstaserne fünf Rcservezimmcr für die Kontrollorgane der k. f. Staatsbahndirektion Triest. Wäre es nicht angezeigt, die Herren Kontrollorgane in einem Hotel schlafen zu lassen, da diese Herren entschieden mehr wie 1 Kr. bekommen, und den Zngsbegleitern ihre Kaserne zu überlassen. Es ist schon häufig vorgekommen, daß die Partien nach 15« b>s lOstündiger Dienstleistung aus den Fußboden und Bänken wegen Mangel an Reservebetten hernmliegen und dann un-ansgcruht und unausgeschlafen eine Diensitour von 14 Stunden wieder antreten mußten. Bor kurzem sind ein paar Züge mehr in Verkehr gesetzt worden, und für diese Partien ist ein Unterkunftslokal in einem Gasthaus gemietet worden, wo sich .dancben ein Gastzimmer befindet, in welchem die Tanzuntcr-haltungen äbgchaltcn werden, so daß von einem Ausruhen überhaupt keine Rede sein kann. Die Zugsbegleiter von Triest k. t. -staatsvahn bitten das k. f. Eisenbahnministerium diesbezüglich um dringende Abhilfe. Villach (f. k. Staatsbah n). Bes den Wahlen in die Turuuskommission der Zugsbegleiter wurden folgende Kollegen als Turuusvcrtrauensmänner gewählt: Pcrsonenzug: Matthias O m a n, Adalbert K ö p l, Kondukteur. Gütcrzug: Raimund Franz Wal lue r, Kondukteur. M a n i p u l a t i o » s d i c n st: Kondukteur. Oderberg. (LI nglückssall.) Am 17. März starb uni er Genosse Joses Kohut. Wagcnschrcibcr. Bei Ausübung des Dienstes wurde Kohüt beim Ueücrschrcitcn der Geleise vom Berschubzug niedcrgestoßcn und überfahren. Die Beerdigung fand am 19. März unter zahlreicher Beteiligung der Beamten und des Personals statt. Allen jenen, die sich persönlich am Leichenbegängnis beteiligt oder durch Kranzspenden ihre Anteilnahme gezeigt haben, wird auf diesem Wege der herzlichste Dank ausgesprochen. Komotnn. (Heizhaus B. E.-B.) Dem Lokomotiv-personal des großen und kleinen Lastzugturnus diene zur Kenntnis, daß die geplanten Sommerturnussc in der auf-liegenden Form nicht entsprechen. Die Vertrauensmänner, welche sich bisher in Angelegenheit der Turnusse die größte Mühe gegeben haben, lehnen daher infolge der fortgesetzten Enttäuschungen jede Verantwortung ab. Das Lokomotiv-personal, welches nach der starken dienstlichen Inanspruchnahme während der Wintcrperiode einen entsprechenden SommcrturnuS erwartete, wird notgedrungen seine Konsequenzen ziehen müssen.. Himberg. (Ein II ng lü cks saIl.s Am 20. März l. I. Passierte dem Wächicrpostcn Nr. 8 der Strecke Wien—Bruck au der Leitha, respektive Wien—Grammat-Reusiedl ein Unglücks-sali, der trotz aller Vorsicht wohl ein treten' mußte. Der Wächter -vwjff Wieder stand bereits in der 17. Dicnststunde, als um Uhr früh bei der Ucbcrsehung ein Fuhrwerk niedcrgcsührt wurde. Roß und Wagen sind zerschmettert, der Kutscher liegt schwer verletzt darnieder. Die ganze Schuld wird nun wahrscheinlich auf den armen Wächter hcrnicderprasseln und doch haben sich die Wächter gewehrt, einen so anstrengenden Dienst» turnus zu absolvieren. In genannter Strecke haben die Streckenwächter 18 Stunden Dienst, 12 Stunden frei. Es kommen auf drei Wächtcrposten zwei Ablöser. Viel Zejt geht durch das Gehen von einem Posten zum anderen verloren. Es verkehren dort täglich 45 regelmäßige und zirka 8 bis 10 Erforderniszüge. Der Dienst ist also ein sehr anstren-gender. Schon im Jahre 1010 haben diese Wächter um einen 16/lSstündigen Turnus angesucht, ihre Bitte wurde jedoch abschlägig beschicken. Es ist klar, daß hier nur Dienstüber-burdung vorliegt, und daß die Schuld eigentlich wo anders zu suchen ist. Wann aber wird die Staatsbahnverwaltung endlich gescheit und — gewissenhaft werden? Schcibmühl. Am 27. Februar um 0 Uhr abends ließ Herr Aspirant Volk in a n n den Verschieber S ch o d c r i tz in die Kanzlei rufen, wo V o l k m a n n behauptete, daß ein Vorschub von 20 Minuten seitens des Verschiebers nicht richtig eingetragen sei. Volk m a n n behauptete nämlich, dieser frag-liche Vorschub sei vor Abfahrt des Lastzuges 1005 gemacht worden. Tatsächlich aber wurde dieser Verschieb vor Abfahrt des Zuges 1 9 6J durchgeführt, so wie es eben im Buche eingetragen war. Schvderitz berief sich daraus, Herr Volk-m a n n könne sich ja beim anderen an dem Verschub beteiligten Personal erkundigen, ob feine Angaben richtig sind oder nicht; worauf ihn dieser im Verkchrsburcau vor mehreren anwesenden Personen anschrie: „Sö san a Schuastabua, s ö r i a ch'n v o m B i c r und san total b's o f sin." S ch o-deritz sagte, wenn der Herr Vorstand, welcher gerade nicht anwesend war, in die Kanzlei komme, werde er Herrn Vorstand bitten, seine Trunkenheit zu konstatieren. Assistent Roitner, welcher ebenfalls in der Kanzlei anwesend war, sowie die anderen Bediensteten, welche mit Scho der itz beim Verschub verkehrten konnten keinerlei Anzeichen von Trunkenheit an Sch oderttz bemerken. Und Beweis dafür ist auch, daß S ch o d e r i tz den weiteren Verschub in ganz korrekter und klagloser Weise durchgcsührt hat. Ein weiterer Beweis aber für die Nüchternheit des Verschiebers war, daß ihm gerade Aspirant Volk m a n n weiter verschieben ließ, was er, wenn Schoderitz wirklich betrunken gewesen wäre, unter gar keinen Umständen hätte zulasscn dürfen. Jetzt will sich V o l k in a ii n auf den Humanen hinausspielen und sagen, er wollte den Verschieber nicht in Strafe bringen, so sei ihm zur Antwort: .Kommen Sie uns nicht mit Gefühlsduselei; Sie hatten eben gar keine Ursache und kein Recht, den Verschieber derartig zu beschimpfen. Aber cs ist nun leider einmal so, daß gerade jene Vorgesetzte, welche» eS an Wissen und ' Dicnstestüchtigkcit mangelt, dieses Fehlen durch Brutalität nach unten und Schöntun nach oben zu verdecken trachten. Gloggnitz. «Todesfall.) Am 15. März wurde unser Mitglied Genosse Johann Gransl, Weichenwächtcr, zu Grabe getragen, und sprechen wir im Namen der Ortsgruppe sowie der Hinterbliebenen ans diesem Wege für die große Teilnahme an dem Leichenbegängnis, besonders den uniformierten Genossen und Kollegen von auswärts sowie auch dem Musikverein Wiener-Neustadt, deren Mitglied er war, den herzlichsten Dank aus. Genosse Grainsl war ein stiller Mitkämpfer. Ehre seinem Angedenken. , Gmünd. (G c m e i n d e w a b l e n i n B ö h m z e i l.) Als vor sechs Jahren die Gemcindewahleu in Böhmzeil auSge-jelj neben wurden, drängte sich der allbekannte Werkimtiiec Hoff mann zum erstenmal in die Gcmeindestube. Wie beliebt er damals bei den Arbeitern und selbst bei den Bürgern war, konnte man aus dem Verhalten derselben ersehen. Mit oller Macht wehrten sich die Arbeiter und Bürger, um ja nicht mit ihm in der Genie.istestube beisammen sitzen zu müssen. Den Arbeitern, die diesem sauberen Herrn entgegen» getreten sind, aber das Unglück hatten, denselben zum Vorgesetzten zu haben, ging es sehr schlecht. Diese wurden von ihm verfolgt und bei pst er Gelegenheit sekkiert. Am meisten hatte cs Hoff mann ans Psandler. der damals fein größer Gegner war, abgesehen. Hoff m a n » verfolgte und sekkierte denselben nicht nur. sondern hatte ihm sogar gedroht, et werde ihn um die Existenz bringen. Wie fo^issh ihn: oainals P fundier gesinnt war, war daraus erficht.ich, daß sich Hoff in a n n zum Schutze gegen ihn einen Revolver kaufte. Hoff m a n n setzte seine Verso!,-ungen fort, io daß Psandler int Fachblatt des ReichsbundeZ das Treiben Ho ff »in uns veröffentlichte und die I. f. Staats» bahndirektion um Schutz anries und außerdem den Bürgermeister um Intervention ersuchte. , -i J8'?, ni'0 Cf Hoffm an n damals getrieben hat, be» weist me Anzeige der Bürger bei der k. k. Staatsbahndirektion? von welcher er auco einen Verweis erhielt. . .. güf* den Wahlen ist es ihm gelungen durch Auslosung in die Gemeinde,tube zu kommen, von wo an er die Tätigkeit, der sozialdemokratischen Vertreter herabzusetzen getrachtet hat. Von der deutschen Liedertafel beiseite geschoben, wo er immer eine führende Rolle spielen wollte, ist er zum Rcichsbund be,getreten, in welchem er bald an die Spitze gesetzt und Psandl ers bester Freund ivurde. Diese beiden Seelen haben sich gefunden, setzten nun gemeinsam gegen die beiden Sozialdemokraten einen VerleuindungSplan in Bewegung, um sie bei den nächsten Wahlen aus der Geineindestube hcrauszu-bringen. Tie Reichsbiindlcr mühten aber bald erkannt haben, welche Ehre sic mit Hoffman» ausstecken, stürzten ihn ein Jahr darauf und duldeten ihn mir noch als Mitglied. Mit Unterstützung Pfand lerS gründete Soff mann den deutschvolkischen Wtrtschaftüverein, dessen Obmann er wurde. Im vorigen Herbst sollten die Neuwahlen in die Ge-mcidestube stättsiiideii, aber durch die verpfuschten Reklamationen H o f f m a n n S konnten die Wahlen erst heuer im Marz vorgenommcn werden. In der Angst, aus dem Ge-mcindeausschuß gedrängt zu werden und der Sucht. Bürgermeister zu werden, setzte er die Verleumdungen intensiver fort; kein Mittel war ihm zu schlecht, um Genossen Hackende rg herabzusctzcn. Ja. er ging selbst in Privat» Wohnungen Versammlung abhalten. Vor kurzer Zeit, als im Hotel Artmann anläßlich eines ^leischboykotts eine Versammlung stattgesundcn, in welcher die Anregung gefallen ist. Fleisch aus Böhmen zu beziehen, sprang dieser Uebergermane ganz erregt auf, und erklärte feierlich, er als Gauobmann des deutschvölkischcn Wirtschafts-Vereines könne es nicht zu lassen, Fleisch aus Böhmen zu beziehe». Bevor er ein Stück Fleisch von einem böhmischen Ochsen esse, werde er lieber wochenlang aus den Genuß desselben verzichten. Jetzt aber schon hat diese Leuchte aus das Deutschtum vergessen, er wagt es sogar spät abends in die Wohnungen der Tschechen zu gehen, um Stimmen zu betteln. Ja, ja Deutschen kann nur durch Deutsche geholfen werden. Diese so plötzlich erwachte Tschechcnsreundlichkeit hatte sogar die Reichsbiindlcr empört, worauf die Vcreinsleitung Hoffman» aus ihrer Mitte ausgeschlossen hat. Herr Hoff» mann wollen wir noch auf die Rolle vom Jänner 1011 erinnern, ferner noch aus die 62 Kr. vom 1. Februar. Das nächstemal werden wir einige Namen nennen, vielleicht werden sich dann welche Herren finden, die diese Sache 'interessieren wird. Und diese wahre Zierde des Deutschtums und Muster' von einem Gauobmann Ivagt cs, unsere Genossen zu verleum-den? Ein solcher Mensch, der schon so viel Butter am Kopf hat, sollte sich zurückzichen. Aber weit gefehlt, denn diesen Charaktcrmenschen greift nichts an, er scheint ein würdiger Nachfolger HobigerS zu fei». Auf Grund seiner Verleumdungen gegen die sozialdemo-iratischen Gemeidcvcrtreter, auf Grund der Versprechungen, die er den Wählern machte und mit Hilfe der Tschechen ist es ihm gelungen, seine Leute dnrchzubringen. Wieviel Wreksührer- und Partiesührerpostcn, wie vielen Arbeitern mag Hofs m a n u nußertourliches Avancement und anderes versprochen haben, um Stimmen zu bekommen und Leute zum Agitieren aufznbringen. Agitieren, Propaganda für seine Person bei jeder Gelegenheit mache», Neuigkeiten zutragen, um Wasser springen können, das sind Eigenschaften, welche Arbeiter haben müssen, die es bei Hoff in an it. zu etwas bringen wollen. Einige davon, und die eifrigsten wollen wir der Oefsenk-lichkeit bckanntgebcn. Außer Psandler sind noch Ignaz Schneider. Ignaz K v p p e n st e i n c r, Joses Wolfshofe r, Wenzel Scherl und Josef Frasch zu nennen. Nun wollen wir abwarten, welche Versprechungen verwirklicht werden, wieviel Ersprießliches die neue Gcmeikldcverlretung unter der Führung Ho ff man ns für die Gemeinde leisten wird. Zum Schluffe möchte» wir noch Herrn Ignaz Berger raten, er möge sein loses Maul mehr im Zaume halten, sonst waren wir gezwungen, uns mit seiner Person näher zu be-fassen, vielleicht würde e8 ihm unangenehme Folgen bringen. . Villach. (K. k. S i a a t s b a h n.) Wie eine k. k. Staatsbahndirektion treu ergebene Diener zu. behandeln ver-ftpht'. folgender Fall illustrieren: Der Stationsdiencr Weißet seit in der Station Hirt ist ein Mädchen für Alles. Man wird nicht so bald einen fleißigeren und geduldigeren Menschen auf der ganzen Strecke finden als es der oben erwähnte Stalionsdicner ist. Ohne auch nur ein einzigcSmal aufziimuckfen, versieht Weiß eisen durch eine lange Reihe von Jahren neben dem Dienst, welcher demselben als Stationsdiencr zukommt, auch noch denselben eines zweiten Arbeiters. Wie schon erwähnt, kommt derselbe allen seinen ihm auserlegten Verpflichtungen stets mit dem grüßten Fleiß und Pünktlichkeit nach. W e i tz e i f e n ist eben ein Muster eines braven Arbeiters für den Vater <£taat> wundert einem nur, datz Weitzeisen nicht auf seinem Gehalt auch noch verzichtet. Datz er seit 1. Jänner 1008 Anspruch auf eine Nacht« dienstzulage hätte, ist ihm bis heute noch nicht zum Bewußtsein gekommen. Aber auch seinem Herrn Vorstand ist cs noch nicht eingefallen, sich für denselben zu verwenden. Ans lauter Loyalität schädigte dieser brave Diener sich und seine Familie bis zum heutigen Tage bereits um das nette Sümmchcit von rund 700 Kr. Die Nachtdienstzulage per 1 Kr. für einen Diener für die im Dienst zugebrachte Nackit ist gewiß keine zu große Entschädigung. Vom Standpunkt der k. k. Staatsbahnverwaltung ist es wohl sehr zu bedauern, datz die vielen Tauscnde Eisenbahner nicht auch so genügsam sind wie dieser Weiß eise n. ( Dieses Vorgehen der k. k. StaatSbahndirektion ist geeignet, einen Blinden sehend zu machen. Wo stünden heute die Eisenbahner, wenn es unter ihnen nur lauter Weitzeisen gäbe, die nach jahrzehntelangem Klassenlampf der organisierten Arbeiterschaft die Notwendigkeit einer Eisenbahnerorganisation nicht begreifen würden? Den Dank, welchen Leute vom Schlage eines Weitzeisen von ihrem Unternehmer ernten, kommt bei diesem so recht deutlich zum Ausdruck. Also, Eisenbahner, Augen auf! Wolfsberg. Die maßlose Ausbeutung des Fahr-Personals, besonders des Unteren, veranlaßt uns, in die ©Öffentlichkeit zu flüchten. Es existiert ivohl ein Turnus, um den sich der Herr Vorstand abep sehr wenig bekümmert. Für ihm ist nur der darin enthaltene Passus gültig: „Ein eventueller Abgang durch Erkrankungen oder Urlaub ist durch Zusammcnziehung des Burnusses zu decken." Durch diesen Passus ist ihm ein Mittel geboten, um den Zngsbegleitern das Mark aus den Knochen hcrauszupreffen. Eine derartige Ausnützung des Personals ist auch durchaus nicht im Interesse der Verwaltung gelegen, da von einer Verantwortung wohl kaum mehr die Rede sein kann. Kommt ein Bediensteter und sagt, daß der Dienst denn doch zu schwer sei, meint der Herr Vorstand: „Das sind ja nur Vergnügungs- touren." Kommt ein anderer und meldet sich infolge der Ueberanstrengung marode, ko wird er angeschnarcht wie ein Arrestant. Ilm den Zngsbegleitern aber auch die knapp be--meffeiie freie Zeit, welche zufälligerweise auf einen Sonn-oder Feiertag fallt, zu kürzen, weiß es sich der Herr Vorstand ,e> einzurichten, daß gerade an einem solchen Tag Schule A>ni Monat Marz war zum Beispiel am 16. (Sonntaa), am 10 (^ofcfstagl.-am 22. (Karsamstag) und am 24. (Oster. montag) «chiile. Der Herr Vorstand will damit zeigen, wer eigentlich der .Herrgott in der Station ist. Wer aber noch ^pssMigt die Hände reibt und sich unbändig freut über diese i techitmteii und Ungerechtigkeiten, das ist der Stationsmeister Magen au er (derzeit so quasi Souchcs in Wolfsberg), welcher stch schon manchmal äußerte, daß die Zugsbegleiter: gar nicht wüßten, wie sie zu den am .15. eines jeden Monats nusbezahlien Fahrtaggelde kämen. Herr Mazenaner, wir wissen auch nicht, wie Sie dazu kommen, daß Sie als Sub stitut in einer anderen Station mehr verdienen, als in der Domizilstation. Wir an Ihrer Sielte würden dieses „Mehr" an Verdienst gar nicht annchincn, sondern ganz energisch ■ zuruckweisen. Oiilli. Seitdem Herr K ü gler Stationschef in Eillj ist,! find keine Akkordvertraucnsmänner mehr gewählt worden. • Erst als ein Kontrollorgan der Direktion nach Eilli kam und siet) über die verschiedenen Manipulationen genau erkundigt hatte, wurde der Stationsches.Kügler beauftragt, die Wahl von Vertrauensmännern auszuschreiben. Zum Leidwesen des Herrn Kügler wurden zwei Genossen gewählt. Doch ein Stationsches wie Herr Kügler, weiß stets den richtigen Weg, um, unliebsame Mitwisser seiner Verrechnungskünste zu entfernen. Die Direktion wurde gebeten, einen dieser beiden Vertrauensmänner dienstlich zu versetzen, lind richtig. Die Südbahndircktiou ist dem Herrn K ü g l e r aus den Leim gegangen und Genosse Felicia» wurde nach Abbazia mit Vergütung der tlebersiedlung versetzt. Durch die Versetzung des Felicia» schwoll Herrn Kügler gar mächtig der Kamm und er schaltet und waltet ganz nach seinem Belieben. Bis vor kurzem hatten nur jene Arbeiter Anteil am Akkord, die tatsächlich im Magazin arbeiten. Jetzt ist cs andcrs geworden. Herr K ü g l e r gibt auch den Wechselputzern den Akkord, wenn selbe Mitglieder des Reichsbundes sind. Für diese Leute ist Herr Kügler der „liebe, gute Papa", der stets ein gutes Herz und eine offene Hand hat. wenn es gilt, einen Rcichsbündler zu protegieren. Wir erinnern hier an die Protektion des Arbeiters Komp an, der in direkt provozierender Weise den nüchterne», älteren und verläßlicheren Arbeitern vorgezogen wurde. Auch die offensichtliche Hilfe für den anonbmen Abartschreiber, der den Arbeiter Filipiö in hinterlistiger Weise des Diebslahls beschuldigte, zeigt deutlich, daß Herr Kügler gewissenlose Verleumder -in Schutz nimmt. Hat sich Herr Kügler doch selbst geäußert, „daß er den Abortschreiber nicht gerichtlich ver- \ 1111» ii Vit f i'it T #■> ff V«>v»»t Sr» nt* f iirtf*- lnii vSo': uiiu ic 11 ijuifji. 4,'iuuj vic|cl „viiuiuj i|i „viuyiivu UV» Ncichsbnndcs deutscher Eticnbahner. Doch Herr Kügler ist nicht immer so barmherzig und nachsichtig, insbesondere dann nicht, wenn er einen von unserer Organisation erreichen kann. So mancher Familienvater könnte ein sehr trauriges Kapitel von der Gepcchtigkeit des „lieben, guten Papaö" er, zählen. Wir wetten hundert gegen eins, daß wenn sich unsere Mitglieder derartiger Vorgehen wie die Golob, Sto nt (jan-ober Graf zu schulden kommen ließen, Herr Kügler anders, und zwar mit aller Strenge strafen würde. Ob sich diese offensichtliche Bevorzugung notorischer Säufer aus bi * Dauer halten kann, darüber mag sich Herr Kügler mit seinem Gewissen als Stationsches einig werden. Versammlungsberichte. Versammlungen des Lokoniotivpcrsvnals der Sndbahn. Im Auftrag des Aktionskomitees des Lokomotiv-Personals der Südbahn wurde eine Reihe von Versammlungen abgehaltcn, und zwar in den Stationen T r i e st am 31. Jänner, Villach am 5. März, Franzens feste am 6. März. I n n s b r u ck am 7. März, Bozen am 8. März, Lienz am 0. März und in Laibach am 12. März, zu welchen Kollege Franz Falk aus Triest als Referent entsendet wurde.' Die Versammlungen, welche durchwegs einen sehr guten Besuch auwiesen, hatten folgende Tagesordnung: 1. Bericht des PersonalkominissionsmitgliedeS Falk aus Triest. 2. Anfragen und Anträge. 3. Eventuelles. Zum ersten Punkt der Tagesordnung schilderte Kollege Falt die Lage des Lokomotivpcrsonals im allgemeinen, besprach die Dienst- und Lohnverhältnisse, dann die Beschlüsse der verschiedenen Lokomotivführerkongresse und -Konferenzen, die Ausstellung von Forderungen, die Kämpfe der Jahre 1005 und 1007, die Ucbereichung von Wünschen im Jahre 1911 und deren Beratung in der Sitzung der Personalkoininissiou am 18. und 19. April 1912 und das Resultat derselben. Redner kam dann auf die parlamentarische Aktion und deren Erfolge zu sprechen. Sodann besprach derselbe, die Auf stellung von Forderungen auf der Reichskonferenz am 4. und 5. September 1912, die Ueberreichung derselben an das Eifer, liaTfi,Ministerium und die Verwaltungen der Privatbahneu und den Hohn, welcher darin liegt, daß gleich darauf der Antrag Tomschik im Parlament abgclchnt wurde. Weiters zeigte Redner an einigen Beispielen, wie die Beschlüsse der Personalkommission von seiten der Verwaltung mißachtet werden, und schloß seine Ausführungen mit der Auf forderung zum Beitritt in die Organisation, um den Vertrauensmännern den nötigen Rückhalt zu geben, die vor-gelegten Forderungen mit aller Energie vertreten zu können. Nach einer ausführlichen Debatte wurde sodann nachstehende Resolution in allen Versammlungen einstimmig angenommen; Resolution. Um die seit Jahren von seiten der Verwaltung ge-handhabte Verschlcchterungs- und- Vcrschleppungstheorie einer endgültigen Reform der Entlohnungs- _ und Dienstverhältnisse zuzuführen, haben die gewählten Vertrauensmänner des Lokomotivpersonals am 20. November 1012 der Generaldirektion ihre Wünsche und Forderungen in Form eines Memorandums unterbreitet. Da aber bis heute nicht das kleinste Zeichen vorhanden ist, welches schließen ließe, daß die Verwaltung auch nur den dringendsten Forderungen nachzukommen gewillt ist, wir aber unter den derzeit herrschenden Teuerungs-i Verhältnissen, welche gewiß ihren Höhepunkt noch nicht erreichten, nicht mehr leben können, ferner die heute bestehenden Normen über die Dienst« und Ruhezeit derartige sind, daß sie uns bei dem Fortschritt der Technik und dem immer mehr steigenden Verkehr in kürzester Zeit zum Fahrdienst untauglich machen, ist cs uns ein Gebot der Selbst-Erhaltung, kein Mittel unversucht zu lassen, sobald wie möglich unseren im Memorandum ^iedergelegten Forderungen zum Durchbruch zu verhelfe». Wir sind ferner nickit mehr gewillt, uns mit Vertröstungen oder mit dem Hinweis auf den Mangel an Geld abspeisen zu lassen, sondern, wir verlangen, daß unseren Vertrauensmännern in allernächster Zeit gesagt wird, ob die Verwaltung bereit ist, unseren Wünschen Rechnung zu tragen oder nicht, da tote sonst gezwungen wären, die nötigen Konsequenzen zu ziehen. Die Folgen, welche barmts entstehen, hätte sich die Verwaltung "durch ihre immttwährendc Verschleppung der notwendigsten und dringendsten Reformen selbst zuzuschrciben. Aßling. Am 10. März fand die Generalversammlung statt. Als Referent war Genosse Kopaö anwesend. Gewählt wurden folgende Genossen: Franz Crnalog^a, Obmann; Johann Oman, Kassier; Johann L eh sink, Schriftführer; Franz Poljiansek, Bibliothekar und Karl G r a b n e r, Kontrolle. Zuschriften sind an Franz C r n a l o g a, Wcrk- nt a H it i it Aßling, Bca m t c n h a u s 87, zu adressieren. Olmüb. Die Generalversammlung der Ortsgruppe fand Salzburg I. Bei der am 10. Mürz abgchaltenen General- am 0. Marz l. I. im neuen Vercinslokal statt. Der alte Ans- Versammlung wurden folgende Genossen gewählt: Josef schütz ^ wurde mit kleinen ^ Veränderungen^ wiedergewählt. | Mori tz, Obmann, Josef Emmingcr, Stellvertreter; Christian Lasserer, Kassier, Johann Herzog, Stellvcr- Aus den Organisationen. Korrespondenzen sind an den Obmann Genossen Julius L c i tz, Olm ü tz II, zu senden; Geld an den Kassier Hermann Hornig, Olmütz II, Bleiche. Zu den bisherigen Sub-kassieren wurden folgende dazugcwählt: Kondukteuer Kallmann für Zugsbegleiter der Strecke der k. k. Nordbahn; Kondukteur Ignaz Horky für Zugsbeglciter der Strecke der k. k. St. E. G. Genosse Krup an, Maschincnaufscher für das Heizpersonal der St. E. G.; Leopold Kundera für Gepäcks-trüger, Stations- und Magazinsarbeiter der k. k. Nordbahn. Die Vereinsabcnde finden jeden Dienstag abends im Vereinslokal statt, wo gleichzeitig zwischen 7 und 8 Uhr die Bij«Herausgabe aus der Bibliothek erfolgt. Die Mitglieder werden anfgefordert, die Vereins-, respektive Diskussions-abende zahlreich zu,besuchen und sich an der Benützung der Bibliothek zu beteiligen. GbrmonS. Am 2. März hielt die Zahlstelle ihre Generalversammlung ab. Die Neuwahl des Ausschusses ergab folgendes Resultat: Anton Lorcnzon, .Obmann, Marius Reich, Stellvertreter; Leonard Svriz, Kassier; Eugen Z o r z o it, Josef Zanutin, Peter M o r t a n, Franz Gobet, Kontrollore. Nach der Neuwahl erledigten sich die Genossen Kopac und Golouh aus Triest ihrer Referate, welche mit großem Beifall aufgenommen wurden. Alle Zu schriften sind an Genossen Anton Lorcnzon, via Giovanni Boccacio 11, Mezzanin, Triest, zu richten. Brünn II. (Nordbahn.) Bei der am 9^ März all gehaltenen Generalversammlung wurden folgende Funktionäre gewählt: Johann Weiner, Obmann, Ignaz En geh Ferdinand Tagwcrkr, Stellvertreter; Thomas Zameä nie cf, Kassier, Kaspar Plnchotn, Stellvertreter; Arnold Losert, Schriftführer, Hubert S a m c k, Stellvertreter; Anton Vas ul in, Bibliothekar, Ignaz Dolanskt>, Stellvertreter; Robert K u d l i k, Ladislaus P okorny Revisoren; K. R u d o l e tz k y, F. Auer, St. I a h o, F. Spitz h ü t t e l, I. Sklenar und Paul Schlesinger, Ausschüsse. Korrespondenzen in Vercinsangelegcnheitcn sind zu richten an den Obmann Johann Weiner, Kondukteur, I a it o to i st gaffe 17; in Geldangelegenheiten an den Kassier Thomas Z a in c 6 n i ö e I, Wanra st ratze Ferner wird den geehrten Mitgliedern zur Kenntnis gebracht, das; jeden Monat Vorträge abgehalten werden, welche durch Flugzetteln bckanntgcgcbcn werden. Waidhofen a .d. Rbbs. Boi der am 24. März I. I. ab> gehaltcncn Generalversammlung der Ortsgruppe wurden folgende Funktionäre gewählt: Josef Berger, Obmann, Stefan G r i e tz e r, Stellvertreter; 6crntat und Joh. Streicher, Kassiere; Brand st etter und T e p p e r, Schriftführer; Tatzreiter und Ten fl, Bibliothekare; Müller und Rupert Friesenecke r, Kontrolle; Stangl, Z a n g-hellini, Wies er, Grotzauer, Äräul, Jüngling, Schwa in nt e r und Karl Friese neker, Ausschüsse. Alle Zuschriften sind zu richten an: Josef Berger, W ehr erst r a tz c.24. Wollersdorf. Am 10. März 1913 fand die Generalversammlung statt, und- wurden folgende Genossen in den Ausschuß gewählt: Ignaz Koller, Obmann, Josef G a l l e r und Franz Welz l, Stellvertreter; Josef Scho dl, Schriftführer, Peter Hansel-und Johann Schnabel, Stellvertreter; Georg Gärtner, Kassier, Franz Hayek, Stellvertreter; Anton Weber und Peter Schleifer, Kontrolle; Michael Weiß, Josef Pu kl, Andreas Karkosch. Wagner und Z a r d a, Ausschutzmitglieder. Als Vertrauensmänner und zugleich Subkassiere für die Strecke wurden gewählt: Johann Windsbcrger (Neubau, Kreuzstratze), Johann Koller (Ladcndorf), Josef Leser (Mistelbach), Leopold Ladncr (Staatz) und Josef M i t t r i n g e r (Laa a. d. Thaya). Inschriften in Vereinsangclcgenhcitcn sind an den Obmann Ignaz Koller, S t r e ck c n w ä ch t c r, Gera ö-dorf 12; in Geldangelegenheiten an Georg Gärtner, treterb; Franz Manik, Schriftführer, Johann B ö h nt, Stellvertreter; Josef Geig l, Bibliothekar. Zuschriften sind an Stationswächtcr, Wölkersdorf, zu senden. Den Mitgliedern diene zur Kenntnis, daß die Monats-vcrsammlungcn jeden zweiten Sonntag im Monat um 5 Uhr nachmittags im Vercinslokal stattfinden. Admont. Am 19. März fand die ordentliche Generalversammlung statt. In den Ausschuß wurden folgende Genossen gewählt: Josef Prüll er, Zahlstellenleiter und Kassier, Franz Hollin ge r, Stellvertreter; Jakob Stroh-m a y r, Schriftführer; Peter T s ch c r n i tz und Simon A st c r, Kontrollore; Gabriel K reine r, Bibliothekar; Jakob Stroh in a y r,* Matthias Glad und Johann G r ö tz i n g c r, Snb kassiere. Alle Zuschriften sind an den Zahlstellcnleitcr Josef P r ü l l e r zu richten. Marburg. (Z c h n I äh r e R e ch t s s ch u tz o r g a n i s a t i o n de r, E i s e n b a h n e r.) Montag den 10. März fand die Generalversammlung der Ortsgruppe Hl des Allgemeinen Rechtsschutz- und Gewerkschafjsvcreines (Lokomotivführer und Heizer) statt. Mit dieser Generalversammlung wurde gleichzeitig der zehnjährige Bestand der Ortsgruppe gefeiert. Aus diesem Anlaß entsendeten die organisierten Lokomotivführer von Wien, Mürzzuschlag, Triest je einen Delegierten. Außerdem war der Sekretär des Lokomotivführerverbandcs Genosse Ruzicka anwesend. In Vertretung der Zentrale des Allgc meinen Rechtsschutz- und Gewerkschaftsvcrcincö erstattete Arbcitcrsekrctür Genosse Adolf Topf das Referat, in dem er einen Rückblick warf auf die scinerzeitige Gründung der Ortsgruppe und deren Wirken innerhalb der abgelaufcncn zehn Jahre. In den Ausschuß wurden gewählt: Johann S ch w e i g e r, Obmann, Franz - Z w e n k und Franz Schief er de che r, Stellvertreter; Martin B i b i c und Josef Koller, Kassiere; Franz P o st r a k und Anton Hein r,i ch, Schriftführer; X online, Masch o w itzer und Rat ah, Revisoren. Anschließend fand im Kreuzhofsaal zu Ehren des Genossen G a n k l c r infolge seiner zehnjährigen Tätigkeit, al Lrtsgruppenobmann eine Feier statt, zu der sich fast alle seine dcinstfreien Kollegen cinfanden. Die organisierten Lokomotiv führet überreichten ihrem langjährigen Obmann ein kirnst lerisch ausgeführtcs Diplom. Die Feier war eine dem Charakter des organisierten Lokomotivpcrsonals entsprechende und würdige. Triest-Freihafen. Bei der am 9. Jänner stattgcfundenen vorzeitigen Generalversammlung wurden folgende Genossen in den Ausschuß gewählt: Gottlieb Watzin, Obmann, Bernhard P c r c n i c, Stellvertreter; Jg. K a t t o l, Schriftführer; Simon Strutzlj, Kassier, Johann Sedmak, Subkassier; Georg U r s ch i tz, Bibliothekar; V i d m a r und F n ck, Kontrolle. Ge nosse Kopac erstattete den Bericht über die in Wien am 11. Dezember 1012 tagende Vcrschieberkonferenz, welche mit großem Beifall ausgenommen wurde. Schreckcnstcin. Am 25. März fand in Fischers Nestau rant Krammcl die gut besuchte Generalversammlung statt Als Funktionäre wurden gewählt: Eduard Paul, Obmann; Franz Mache, Kassier; Eduard Christen, Schriftführer Zuschriften sind an Eduard Paul, K r a in in e l, Rudolfstratze 93, zu richten. Josef M o r i tz, O b e r k o n d u k t e u r, Hubert Sattlergasse 10, zu adressieren. Bilin. Am 2. März d. I. fand die Generalversammlung unserer Ortsgruppe statt. Bei Punkt „Neuwahl" wurden folgende Genossen i» die Ortsgruppenleitnng gewählt: Wenzel Rudl, Obmann, Josef Zelenka, Stellvertreter; Franz Horn, Kassier, Karl Zi mm ermann, Stellvertreter; Heinrich R u 2 i c l a, Schriftführer, Wenzel Olillerin s, Stellvertreter; Anton Walenta und Wenzel Aschen-Brenner, Bibliothekare; Wenzel K u I_c und Isidor K oller, Kontrolle; Josef HoLek und Franz Scholz, Ersatz. Beim letzten Punkt, Vereinsangelegenheiten, wurde bestimmt, daß bei definitiven Mitgliedern nach vier Wochen, bei provisorischen oder im Taglohn stehenden Mitgliedern nach zwei Wochen Krankenstand die Ortsgruppe die Beiträge leistet, wenn sich die Mitglieder beim Kassier melden. Der Hinterbliebenen-unterstützungsfonds und die Oberlentensdorfer Sterbevereinigung sind ausgeschlossen. Den Mitgliedern der Sterbevereinigung ObcrlcutcnS-dorf diene zur Kenntnis, daß ab 1. März 10 H. per Mitglied und Monat eingehoben werden, hingegen entfällt die Einzahlung von 20 H. bei einem Sterbcfall. Alle'Zuschriften an die Ortsgruppen sind an Genossen Wenzel Rudl, Bilin, T e p l i tz e r st r a ß e 2 7 9, zu richten. Kriegsborf. Am 16. März l. I. fand die Generalversammlung im Arbeitcrheim statt. Es wurden folgende Funktionäre gewählt: Eduard Rittner, Obmann, Johann Wanke, Stellvertreter; Alois Kupka, Kassier, Franz Drechsler, Stellvertreter; Johann Thiel, Schriftführer; Hubert H o l o b e r und Josef K n d e l l a, Revisoren; Reinhold Ji lg, Bibliothekar; Johann Damschek, Wenzel Pelz, Johann Sten ke und Karl Schramm, Ausschußmitglieder; Ernst F a l k e n h a u e r, Subkassier für Freudenthal. Alle Zuschriften in-Vereinsangelegenheiten sind an Eduard R i t t n e r, Wächter Nr. 43 in Kriegsdorf; solche in Geldangelegenheiten an Alois Kupka, Magazinsdiener in Kriegsdorf, zu richten. Wien XV, Fünshaus. Bei der am 11. März abgehaltencn Generalversammlung wurden folgende Genossen gewählt: W a b i t s ch, Obmann, S t r a ß e r und I o r d a, Stellvertreter; Degen, Kassier, Engelsdorfe r, Zwank, Adler, Wallner, Fritsch, Subkassicre; Berger. Schriftführer, PcIIich, Klein! und Karaseck, Stellvertreter. In die Kontrolle wurden gewählt: Sandmann, Jeserofsky, Novak und H o st a r; K i n a st und B r e i t, Bibliothekare; als Vertrauensmänner für den erweiterten Ausschuß die Genossen: M a i e r, H i ck m a n n, W a tz l, B a w i t s ch, Schmidt, Kogler, S t a r h, Ander! c, ©Bert, Schreit!, Iah n, Lechner, Schafranek und Spendier. Zuschriften die Ortsgruppen betreffend sind an Genossen Josef Wabitsch, XV, .gelber ft ruße 14 — 16, V, Stiege, 3. Stock, Tür 10;^ Angelegenheiten finanzieller Natur an Genossen Degen, XV, Felder-straste 14—16, III. Stiege, Tür 9, zu richten. Favoriten I, Südbahn. In der am 17. März abgehaltenen Generalversammlung wurden folgende Genossen gewählt: Karl Schmidt, Obmann, Johann Vlas und Josef Ott, Stellvertreter; Franz Bazborschek, Kassier, Emil öebela, Stellvertreter; Franz Kaue io, Thomas Swoboda und Wilhelm Straßcr, Schriftführer; Josef G r ü l l, Ferdinand Glaser, Adolf Z i stier und Karl HLinzl, Kontrolle; Rudolf Planka, Luzensky, W a s ch e n c g g e r. Franz Peter, Engelbert und Josef M a y e r. WeiSkirchliljt Am 16. März fand die Generalversammlung der Ortsgruppe statt. In den Ausschuß wurden folgende Genossen gewählt: Karl Heimlich, Obmann, Karl Hutt l, Stellvertreter; Heinrich Jokel, Kassier, Georg Masonz, Stellvertreter; Heinrich Kutzer, Schriftführer, Franz tzaraun, Stellvertreter; Anton Nesveda, Wenzel Pranke, Kontrolle;'Josef Wrbik, Josef P r o s ch e, Bibliothekare; Wenzel Dworak, Johann Jan da, Hermann K rumphol z. Franz Zahradka, Wenzel Lohr, Johann .Hebet, Ausschussmitglieder, als Vertrauensmann für das gesamte Verschubvcrsonal: Wenzel Pranke. Alle Zuschriften in Vereinsangclegenheiten sind zu richten an Karl Henn-lich, Weiskirchlitz, N o r d st r a tz e 2 3 5; in Geld-angdcßcnTieitcii an Hcinr. Ioke L Wc iskirchl i h1 a 0. Avte nächste Mrnatsvcrsammlung findet am 6. April, 8 Uhr abend-, im Vercinslokal statt. Kniltelfelb. Bei der am 15. März äbgehaltenen Generalversammlung wurden folgende Genossen gewählt: Josef P e s e n d o r f e r, Obmann, Alois O b c r d a m in c r, Anton Regner. Stellvertr»te r; Leopold T h n m f o r t. Kassier, Alois Jchn, Stellvcrteter: Thomas Zuber, Schriftführer, Josef K o r g e r, Stellvertreter; P l e s ch k o, S ch i ch o, F r o h-mieser, Kontrollore; Anton Wallner, Ferdinand Bind-weiter, Toscf Einödmeier und Rudolf W i n d b a cg c r, Bibliothel re; Martin A m bros ch, Johann C z i p i e n, Johann W a b e I, Vinzenz H i r s ch e g g e r, Jakob G r o tz c n-Berger, Matthias G ö p f Y a r t, Jakob Schaffer. Aus schlisse. Die Ausschutzsitzungei, finden jeden erste» Mittwoch im Monat, die MonatSversammlungen jeden ersten Samstag im Monat statt. Die Mitglieder werden ersucht, ibre genaue Adresse im Mitgliedsbuch ciiizutragen und dies sobald wie möglich an den Subkassier abzugeben. Zuschriften sind an den Obmann Josef P csendorfer, S t a t i o n s a u f s e h e r i n Knittclfeld, Iudenburgcrstraße 35, zu adressieren. Kufstein. Tie Generalversammlung wurde am 17. März abgchaltcn. In den Ausschuß wurden folgende Genossen gewählt: Jobann Berger, Obmann. Christian Mandler, Johann K i b l i n g e r, Stellvertreter; Johann Wipp e l. Schriftführer, Paul Kohlhofer, Stellvertreter; Bernhard Statt er, Kassier, Felix Hager, Stellvertreter; Dedek und H n t a ö, Bibliothekare; Walter und Kreidl, Koii-trolle; Wächter, P r c i » d l, Huber, Steidl, ,l n g e r e r, U n t c r t h i n e r, Anewanter, G r i e s e r und D a x e r, AuSschuhmitglieder. SigmundSherbcrg. Bei der am 16. März stattgefundenrn Generalversammlung wurden folgende Mitglieder in den neuen Ausschuß gewählt: Leo Daxböck, Obmann, Stefan Büschl, Stellvertreter; Johann Fellner, 5l-assier, Johann B a r k a r l a ö, Stellvertreter; Josef G a ß n e r, Schriftführer, Josef Thier, Stellvertreter; Matthias Pfeiffer, Franz Kopla, Kontrolle; Karl K r i w a n c 1, Josef Turek, Wenzel Hilgard, Ordner; Johann Huber, Adalbert Barth Bibliothekare; Subkassierc: für Horn: Hain bück; für Gars Th.: Lehr; für Plauk: Scheut er; für Langen lois: Schlier; für Sigmundshcrberg im Heizhaus: Johann Li »hart. Sämtliche Zuschriften sind zu richten an Genossen Leopold Daxböck, Lokomotivführer in Sig inuitd3herbere Nr. 69. Döbling. In der Generalversammlung am 17. März wurden folgende Kandidaten gewählt: Franz Barth, XIX/2, Muthgasse 76, Obmann; Karl Janoschck, Rudolf Ren stier, Stellvertreter; Anton Bischof, XX, Engertstraßc, Trakt A, 1. Stock, Tür 2, Kassier, Gottlieb K u c e r a, Stellvertreter; Leopold Kolarik, Schriftführer, Josef Kubik, Stellvertreter; Richard Miklisovsky, Karl Ep iß, Franz Pappenbergc r, Josef P a u e r, Johann 111 k c, Johann M a st it y, Ausschüsse. Krima-Neudorf. Bei der am 9. März abgehaltenen Gceralvcrsammlung wurden folgende Mitglieder in die Vcr-cinsleitnng gewählt: Hermann Klinger, Obmau», Albert H o l d s ch i k, Stellvertreter; Emil L ö ß n i tz e r. Kassier, Josef Kreitzl, Blockdicner, Stellvertreter; Franz Fotzl, Schrift-üfhrcr, Karl Reich!, Stellvertreter; Franz Pietsch, Ludwig D i c tz, Kontrolle; Karl Krisch, Ludwig V l a ch, Josef Pfeifer, Subkassiere; Franz Opis, Anton Klinger, Thomas Rieß, Josef Kreitzl» Zimmcrmann, Ausschußmitglieder; Albert P r a n s k h, Bibliothekar. Tnriiau. Am 13. März 1913 fand in Turnau die Generalversammlung statt, und wurden folgende Genossen in den neuen Ausschuß gewählt: Matej Kwiz, Obmann, Eduard Schier, Stellvertreter; Josef Ja »da, Schriftführer; Franz H av liö ek, Kassier; V a!8, Paurhonc, Ko 8 ek, Netu 8 il, R anlin und Z a k o u r i l, Ausschüsse; ModrH und Vit, Kontrolle, Tesche». Bei der am 24. März, abgehaltencn Generalversammlung wurden folgende Genossen gewählt: Karl Wenglorz, Obmann, Reimund Wach, Stellvertreter; Hermann C ei t s ch n c r, Kassier; Hermann N i ck m an n, Schriftführer, Rudolf Wojnar, Stellvertreter; Römer und Szczotka, Revisoren; Tiala, Cimonek, S l a t-ner, Pinkas und Mokry, Ausschüsse Sämtliche Zuschriften sind an K a r l W e n g l o r z i n T e s ch e n, P r u t e i-gaffe 23, zu adressieren. Verschiedene Kapitalistischer Wahnwitz. Es gehört zum Wesen des kapitalistischen Klasscnstaates, daß die Früchte der Arbeit von den Besitzenden in unglaublicher Weise verschwendet werden. Mancher Sportfex gibt für ein Reitpferd oder einen Hund mehr aus als ein Arbeiter durch saure Arbeit im Jahre verdienen kann. Was für luxuriöse Einrichtungen da bestehen, davon legte die letzte englische Hundeausstellung in London Zeugnis ab. Da gab es .Hundereiseküsten aus teurem, geschnitztem Holz mit kunstvollen Metallbeschlägen; Hundekasten aus feuchtem Leder, die mit Laden versehene Fenster aufwiesen; gepolsterte Glaskasten für Hunde; mit Seide gepolsterte Hundeställe; Daunenkissen, in seidener Hülle; Hnnde-ställe mit Schlafstuben; kleine Hundebettstellen mit vollständigem Bettzubehör; mit Seiden- oder ?ltlasbändern befestigte Spitzengardinen; mit orientalischen Mustern verzierte Vorhänge; mit dem Namen des Hundes bestickte Vorhänge; kleine Bettvorleger attS Fell; große Schleifen von Atlas oder Seide für den Hals des Hundes; silberne, goldene und mit Edelsteinen verzierte Hnndekragen mit dem Miniaturporträt des Hundes oder mit einem silbernen, den Namen des Hundes anfwcisenden Medaillon; Parfümzerstäuber; Toilcttengerüte; Frühstückskörbe; uniformierte Hundewärterinnen; aufwartende Porträtmaler. Ein aristokratischer Hund kann nämlich ohne Aufwärterin und Porträtmaler nicht leben. Augenblicklich stehen bei den Londoner Damen die Pekinger in hohem Ansehen. Das sind kleine drollige Köter mit großen, runden Augen, die Lieblinge der chinesischen Kaiserin-Mutter, die mit ausgesuchten Leckerbissen gefüttert wurden. Die Londoner Damen machen bereits diese Laune nach, aber die chinesischen Delikatessen sind schwer zu bekommen, deswegen bekommen die Hunde Fleischexträkt mit weißem, saftigen Hühnerfleisch und Stückchen vom zartesten Rindfleisch. „„. . Welche Gefühlsroheit und welcher Wahnsinn verbirgt sich hier! Hunde füttert man mit ausgesuchten Leckerbissen und Tausende von Schulkindern haben nichts zu essen und vegetieren in den schrecklichsten Wohnungsverhältnissen ihrem frühen Tode entgegen, lind diese reichen Leute sind es, die es den Gemeinderäten verwehren, bedürftigen Schulkindern in den Ferien Nahrung zu verabreichen, indessen sie Hunde auf eibenen Betten wie Götzen behandeln. Kapitalistischer Wahnwitz! .. ... er, r, Der größte Bahnhof der Welt wurde in ver Nacht vom 8. auf den 9. Februar in Neuyork dem Verkehr übergeben. ES ist dies der Bahnhof der Neuyörk-Zentralbahn, auf dem täglich 900 Züge verkehren werden. Die; Ausstattung der Wartesäle und anderen Räume ist von größter Eleganz; als Beweis dafür wird erwähnt, daß allein die Einrichtung der Barbiersalons 100.000 Dollar verschlungen hat. Der Bahnhof bedeckt eine Fläche von 700 Acres (1 Acre — 04 Hektar) und es wurden bei seinem Ban 118.600 Tonnen Stahl und 500.090 Tonnen Zement verbraucht. Nicht viel kleiner ist der Bahnhof der Pennsylvania-Bahn in Neuyork, so daß die glücklichen Neu-"-n dürfen, die beiden größten Bahnhöfe der Yorker sich rühmest Welt zu besitzen. . ■ : ; MW i'pk'd & ELM : • - .•v"-/ --v■.:-'MM- I. .*•»f'-'“i;iirCVst -."vf.-'r" **.• -r, ■ Feinster Bonne 11 kaffeegescliniack appetitlich - würzig - anregend : . Literatur Sprechfaul. Die Kaserne Ein Roman aus dem Leben unter den Fahnen von ^ Johann Ferch. Anzengruber-Verlag Brüder Luschitzky, Wien-Leipzig. Broschiert 3 Str. (3 Mk.), gebunden 4 Kr. (4 Mk.). — Eine seltsame Note in der modernen Prosadichtung hat uns der rührige Anzengruber-Verlag beschert — 1 den ersten militärischen Mannschaftsroman. Was bis jetzt unter dieser Etikette erschien, war doch nichts anderes als das Klischee i der Schilderungen des Offizierslebens, das immer zwischen j Humoreske und chronic scandalouso irgendeines Grenzgarni- | sonsortes schwankt, mit Ausnahme Beyerleins Werke, die aber i gleichfalls in der Provinz spielen. Nun kommt Ferch und greift 1 mit scharf illustrierendem Stift in die Weltstadt, in die Stadt der Lieder, und aus dem Reservoir politischer Kämpfe und dem j Zentrum geistiger Strömungen stellt er einen Industriearbeiter als den Helden des Romans hin. Packend in seiner Lebens- i Wahrheit, fesselnd durch das Milieu, dessen Schilderung dem i Lesepublikum entweder aus Humoresken oder — aus parlamentarischen Debatten bekannt wurde, hat der Roman „Die Kaserne" (insbesondere nach der jetzigen, nach dem Zeitungs-abdruck durchgeführten Bearbeitung) heute kein gleichwertiges Dokument militärischer Entwicklung neben sich. Wie Kanonenschläge der Zukunft dröhnen die Worte jener, die in der alles nivellierenden Kaserne zähe um ihre Individualität kämpfen und das Erwachen und Erstarken eines Geistes der Mannschaft , zeigen, der Bürgschaft ist für jene Hoffnungen, die Gemeingut ! aller Kulturbestrebungen sind — der Wetlfriedensidcen. Und alle jene, die einst den bunten Rock getragen, sie finden eine I Fülle von Erinnerungen an jene Zeit, da auch ihnen das Blut jugendfrisch durch die Adern rollte und sic die Welt in hellerem Lichte sahen. Kurz, die „Kaserne" ist nicht nur ein Dokument des modernen Militarismus, es ist auch ein Volksroman von fesselndem Zauber, und der von hoher Sehnsucht und ethischem Neuland träumt, wird in dem Buche manch Trostwort — und einen starken Widerhall seiner eigenen Heimlichen Gedanken finden. Zehn Pände Wiener Autoren. Pepi Kramlinger. Von Hans Pilz. Die Witwe und andere Wiener Skizzen. I Von H Pilz. Ein Opfer. .Von Hermann Dretzler. Schmalzls. Aeroplan. Von Heinrich Seefeld. Der! Drahrer und andere Wiener Skizzen. Von Heinrich Seefeld. Unter Vagabunden. Skizzen aus der Verbrecherwelt. Von Hermann Drawe. Afrikanische Stunden. Von Otto C. Artbauer. Der erste Hieb. Von Fritz Kuttich. Murks und Schnapper. Von L. Schermann. Neues von Murks und Schnapper. Von L. Schermann Jeder Band 136 bis 170 Sitten stark. Preis per Band statt K r. 1-20 nur 50 H. Alle zehn Bände auf einmal bezogen statt 12 Kr. nur 4 Kr. Kein zweitesmal dürfte sich Ge- : legenheit bieten, so vorzügliche, leichte Literatur zu so außerordentlich billigen Preisen: zu erhalten. — Jeder Kolporteur der „Glühlichter" übernimmt die Besorgung dieser Bändchen. Bestellungen, die direkt gemacht werben, sind zu richten an die Wiener Volksbuchhandlung Ignaz Brand u. Stomp., Wien VI, Gumpendorferstraße 18. Eingesendet. Mr oiclc Shitrik litmilmmt ne Btrtattion keine Betont»Ortung.) Joscf Kraus in Nachod erfreuen sich seit 48 Jahren in allen Hausfrauenkreisen des besten Rufes und gelten ihre Erzeugnisse überall als solid und in der Qualität unübertroffen. Wer also gute edle Weben kaufen will, der lasse sich sofort Muster und Preisliste kommen, die gratis und franko zugesendet werden. Mitteilungen der Zentrale. Zentralausschuszsihung am 19. März 1013. — Ent-.egennahme des Berichts über die Haltung des Eisen-occhnnmuftcnmns in den Fragen der Lohnarbeiter. Debatte hierüber und Beschlußfassung über die Durchführung einer Abwehraktion. Vcrwaltiingskvmiteesitznng am 26. März 1913. — Berichterstattung über verschiedene, den Bau des Eisen-)ahnerheims betreffende Angelegenheiten. Bericht der Sldmmistration. — Erledigung des vorliegenden Einlaufes. Kalender-Lcbrnsversichernngcn wurden ausbezahlt für die Verunglückten: Josef Friedrich, Vahnwachtersubstltut in Drofing; Rudolf Vojncek, Kon-Durteur in Üa t ft c k; Johann Wandaller, Kondukteur in I n n s-druck; Franz Kollbnuer, Kondukteur in Salzburg: Rudolf Lttidenberg, Verkehrsarbeiter in Wien XV; Peter Prax ^ ® r r r fUtm L1 ü" d,; 3ol(llut Dreo, Stationsarbeiter' 1 U? "tä ä,mm,cr'Jßact)tcrrontrotIor 'n Obcr-~ Birjak, Kontrollwächtcr in Aklinn- Josef Kohut, Wagenschreiber in Oderberg. Offene Anfragen. 2ftt bic Verkehrsdircktion der Südbahn. Das Lokomotivpersonal der Lokalbahn. K ü h n s d o r f-Eisenkappel bittet um gefällige Erledigung des am 6. De-Scmber 1912 eingebrachten Gesuches betreffs der Verschub- 9(n die Gencraldirektion der Südbahn in Wien. Am 12. August 1012 brach beim Zuge 821 bei einem offenen Wagen, beladen mit gemaltem Glas, Feuer aus und der Wagen stand in Hellen Flammen. Durch rasches Eingreifen einiger Bediensteten gelang es das Feuer zu lokali. steren und den größten Teil der Waren zu retten. Einem •vcrschiebcr verbrannten dabei die Schuhe. Da schon sieben Monate verstrichen sind, ohne daß die Beteiligten entschädigt e nr ^ bic Beteiligten bei der löblichen Generaldirektion anzufragen, ob ihr etwas darüber bekannt 'st und ob der Beteiligte für seine verbrannten Schuhe auch entschädigt wird. Die Beteiligten. Steinbrück, am 20. März 1913. Set Vorposten bemerkt das Herannahen des Feindes immer zuerst, aber er ist auch den meisten Gefahren ausgesetzt und mutz zu seinem Schutze besonders vorsichtig sein. Solch ein Vor- Versammlungsanzeigen. In nachstehenden Orten finden Versammlungen statt: Hallein. Am 4. April um 8 Uhr abends im Gasthaus »zur Kugel" Generalversammlung. Parfchnitz. Am 4. April um 8 Uhr abends in Kölbls Gasthaus. WilfleiuSdorf. Am 5. April um 6 Uhr abends in Zotters Restauration Generalversammlung. Marchegg. Am 5. April um 7 Uhr abends in Tcusch' Gasthaus Generalversammlung. Bregenz. Am 5. April um 8 Uhr abends im Gasthaus Stern (Vorkloster) Generalversammlung. Proßnilz. Am 6. April um 3 Uhr nachmittags im Ver-einslokal. Teplitz. Am 6. April um 8 Uhr abends im Restaurant „zum Spaten", Mühlstrasze. Bodenbach. Am 6. April um 8 Uhr abends in der Volkshalle. Bozen I. Am 7. April um 8 Uhr abends im Gewerkschaftshaus Generalversammlung. Drösiitg. Am 13. April um 2 Uhr nachmitags in Tochs Gasthaus in Ringelsdors. Turnau. Am 13. April um 8 Uhr abends im Vereinslokal. Alt-Paka. Am 13. April um 7 Uhr abends im Gasthaus »Alte Post" Generalversammlung. Gaisbach-Wartberg. Am 13. April um 2 Uhr nachmittags Mitgliederversammlung. St. Beit an der Gllrn. Am 13. April um 'A3 Uhr nachmittags im „Hotel Stern" Generalversammlung. MamihüiiitiHiig btt liiiiiiiillrilicii. I. Folgende Ortsgruppen, respektive Zahlstellen haben bis zum 29. Mürz noch nicht abgerechnet gehabt, obwohl bis längstens 10. eines jeden Monats die im vergangenen Monat einkaffierten Beiträge zur Abfuhr fällig gewesen sind. Um aber die dadurch betroffenen Mitglieder in ihren erworbene» Rechten nicht verkürzen zu müssen, bitten wir die rückständigen Ortsgruppe» um ehebaldigste Einsendung des Betrages und künftighin um eine rechtzeitige Abrechnung. BoLkow, Korszow uud Rzeszow schulden die Beiträge per Jänner und Februar» wogegen nachfolgende Ortsgruppen die Beiträge per Februar schulden: Närrinnen, Bolechow, Chodo-row, Chyrow, Geiersberg, Goisern, Sicht, Kalusz, Koloinea, Kojetein, Michelob, Moldau, Obertrnun, Pilsen, Podgorze, Trient I, Wien-Favoriten II, Wocheiner-Feistrit«, Zwettl. II. Trotz wiederholter Aufforderung ist es uns noch immer nicht gelungen, den statistischen Fragebogen von den unten angeführten Ortsgruppe» zu erhalten, obwohl derselbe bis längstens 10. Jänner 1. I. cinzuscnden gewesen wäre. Wir ersuchen daher die betreffenden Funktionäre dieser säumigen Ortsgruppen auf das nachdrüchlichste, dafür Sorge zu tragen, damit der in ihren Händen befindliche Fragebogen in allen feinen Teilen genau ansgefüllt und sofort an uns behufs Anlegung des Gesamtberichtes ei»gesc»dct wird. Solange wir nicht im Besitz aller dieser Bögen sind, solange kann von einer Fertigstellung des Gesamtberichtes keine Rede sein. Beschin, Chyrow, Dembicn, Deutsch-Wagram, Haliez, Kalusz, Klostergrab, Koyyczyuee, Letna, Prag, Pkivram, Ru-dolfswerth, Rzeszow, Rzochow, Wesely a. d. March, Wien-Favoriten II. Ausweis des Vereines „MenbahnerlMin". An Spende» für das „E i sc »b ah n erh ei in" sind bei uns ans folgenden Orten in der Zeit vorn 20. März bis 30. März I. I. cingelaufcn: Schreckenftein 100 Kr., Hetzendorf (zweite Rate) 20 Kr., Steinach-Jrdning 20 Sit. Briefkasten der Redaktion. A. W., 244. Sie haben keinen Härtenausgleich und rücken trt die 1200 Kr. am 1. Jänner 1915 vor. — A. in Wald. Sie rücken in die 1200 Kr. am 1. Jänner 1914 vor. Sollten Sie am 1. Jänner 1916 nicht die 1300 Kr. erreichen, ersuchen wir mit Verständigung. — V. in Wald. Ihre Darstellung ist unverständlich. Wenn Sie am 1. Juli 1910, wie Sie schreiben, die 1000 Str. erreicht haben, so müßten Sie, da Sie vor dem 1. Jänner 1909 angestellt worden sind die 1100 Kr. doch schon am_ 1. Juli 1912 erreicht haben. Entweder haben Sie eine Disziplinstrafe erlitten, sind schlecht qualifiziert, oder Ihre Angaben sind irrig. — „Nr. 99 Tnncrnbahn". In diesem Falle können Sie nur die Anzeige a > die Bahndirektion machen. Unö sind die Geschäftsstunden nicht bekannt, die ihm die Direktion vorgeschrieben hat. Die Konzession gehört der Bahn und der Wirt ist nur Pächter. — 106. Sie haben nach Ihren Angaben keinen Anspruch auf einen zweiten Härtenausgleich und rucken in die 1200 Kr. am 1. Jänner 1915 vor. — Tannwald. Nachdem der Stationsvorstand verseht wurde, so ist diese Angelegenheit erledigt. — Mallnitz. Zur Veröffentlichung nicht geeignet. — Villach I. Danksagungen werden nicht veröffentlicht. — P. Z. in Linz. Auch wir haben die Einsendung für einen Blödsinn gehalten, da eine derartige Schreibweise für die meisten Leser unverständlich sein dürfte. — A. K. Kann wegen Mangel an Behelfen nicht beantwortet werden. — A. W. 67. Sie haben Anspruch auf zwei Härtenausgleiche. Da Ihnen bei der Vorrückung in die 1200 Kt. nur ein halbes Jahr gekürzt werden konnte, mutz Ihnen die nächste Vorrückung um anderthalb Jahre gekürzt werden, weshalb Sie itt die 1200 Kr. am 1. Juli 1914 vorrücken. Für den Inhalt der ln. terato übernimmt die Redaktion und Administration keine wie j Immer geartete Vor. o o «ntwortung. , Für den Inhalt der In. terato übernimmt die Redaktion und Administration keine wie Immer geartete Vor-o o antwortung. 0 0 ■fr Sensationell!!! Direkt aus Paris! 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Weiters danke ich diesen Kollegen für ihren, mir gegenüber bewiesenen Groszmut, den sie durch die Zurückziehung der gerichtlichen Klage gegen mich an den Tag legten. Oderfurt, 11. März 1913. Rudolf Lank 0 Li. inwnhnwkaaf I Beste Gelegenheit für Brautpaare u. Möbel-käufer. Fünfhauser Möbelniederlage All. Eisenhammer f JSQ Wien XV, Mariahilferstrasse »nri« (neben der Löwendrogerie). $oIlttctte Zimmereinrichtungen von 140 Sr. aufwärts; «ücheneinrichtungen tton 40 Kr. aufwärts; moderne Küchen, weiß, von 10 St. aufwärts: Schlot» und Speisezimmer von !iHO Sr. aiihoärtä; Plüichdiwan von #0 St.; BetleinlShe uon 0 Sr.; Wloltojeii von lü Sr.; einzelne Möbel billigst. Kleiner Preiskatalog für Provinz gratis. GrobeS MSbelalbum für HO Heller in Briefmarken franko. Briefliche ticftcllunocn Firma reell wie bei versönlicher Auswahl. Sufutjr In alle Bezirke und Bahnhöse frei. 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März Htattgcfimdeno XX. ordentliche Generalversammlung filr Punkt 7 und 8 der Tagesordnung nicht beschlussfähig war, findet die cinhcrufone zweite General Versammlung statt, welche nach i b des gegenwärtigen Statuts ohne Rücksicht auf die Zahl der anwesenden oder vertretenen Mitglieder beschlussfähig ist. — Diese Gcnoralvcrsammlunü ist auf die Verhandlung der angeführten Punkto der Tagesordnung beschränkt. NB. Zutritt zur Generalversammlung haben nur Mitglieder. — Frauen, die nicht selbst Mitglieder sind, und Kindern wird der Eintritt nicht gestattet. Jedes Mitglied Ist zur Vertretung von drei anderen Mitgliedern berechtigt, muss Jedoch für jedes zu vertretende Mitglied die von der Einladung zur Generalversammlung abzutrennende, aus gefertigte Legitimation als Vollmacht beibrlngen. Die ausgegebenen Legitimationen, beziehungsweise Vollmachten, sind beim Eingänge In das Versammlungslokal abzugeben und erhült jedes Mitglied hiefUr einen Stimmzettel mit der Bezeichnung, für wie viele Stimmen derselbe gUltlg ist. I1 ür den Vorstand: Alois Hake, Obmann. Leopold Thumfort, Vorstandsmitglied. Modeulster von K 12'—, Wlnterröoke, Herrenanzüge von K 14—, Knabon-anzllge, Ulster von K 9 —. Pelztakko K 24'—, Modehose K 4*—, feine Horren-und Damenwäsche, Tisch- und Bott-wüsche K 6—, Vorhänge K ü*~, Lelnenwaren, Pelz-Kolliers, allos ‘in grösster Auswahl. Erstaunlich billig. Goldstein, Knlsersir. 40. Rheumatismus! Gicht, Ischias, Nervenleiden. Aus Dankbarkeit teile ich jeder-1 mann umsonst brieflich mit, wie I ich von meinem schworen Leiden j befreit wurde. Kfithl Bauer, München, Mozartstrnsso 5, Part. ShrensMsen Ohrcufliifi, Schwerhörinkeit. nicht angeborene Taudheil beseitigt in kurzer Zeit ^UJUiöNöngi-atius Prei» 4 Siroiicn. Serianb: Stadtapothcle Pfaklcnhofcn a d. 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Joses Jakesch, Lokomotivsührer-Anwärter in Spittal, Miüstübtersee, Kärnten. Erklärung (Mrsrrtißtcr hat sich am 9. Mär, im fflnsthnu» DeiS in ffehring gegenüber den antoesciibeit Staatsbahiierii über den Oss!?,ionten Herrn Joses Ttieg-inoicr in Graz in ehrenrühriger unb verleumderischer Weise anSgeDrüftt, de» zieknngÄveise ihn in seiner Ehre angegriffen unb bittet Unterzeichneter Herrn Stiegmaier, von einer gerichtlichen iilaflc Abstanb zu nehmen, nach» bem die von dem Gefertigten gemachten Aeuherungen vollkommen auf Unwahrheit beruhen. Fehring, im März 1918. Ignaz Lindner, Portier. dicken HalS, Drüsen beseitigt man rasch und gründlich durch HoAerdauer Kropsbalsam Flasche 4 Kronen. Stadtapothekc Pfaffenhofelt n. d. Ilm 154 fVayern>. ÖLLfl-gOHHl beste existierende Marko für Herren und i Damen, per Dutzend 4. 6, 8 und 10 Kronen. >jfe«heit für Herren dauernd zu gebrauchen, per Stück 2 und 4 Kronen. Frauenschutz, jahrelang haltbar, per Stück 5, 6 und 10 Kronen. 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