^l/^___________ _______Dienstag, 11. Iiinnu 1898._____________ Jahrgang 117. Wbllcher Zeitung. A"'Umerotlonsprtiö: Mit P ostversrnd» »«: „«»ziähriq fl. 15, halbjährii, fl. 7 !><>. ^m (iouiptoir: ^ Die «Laib, Ztg.» ericheiüt täglich, mit Aliö!,ll!,mc drr <3o,m und Feiertag<>, Tü>' ÄbministraOo» befindet sich Myrlg f,, li^ halbMlin fl. 5 5,<». Für dio HüsteNm,,, ins Ha»i> «anzjähriss fl. l, — InsertionöfftbUr: ssnr « Vunarcssplah Nr. 2, die »ledactio» Hjalui^lzinerssaise Nr, l5>, Tprechstund!'» b,>r ^fba^!«» um, »bis >l Uhr vor-uemr Injecale l>is zu 4 Zeilen 25, lr,, grü^re pev Zeile »: lr,; l>ei üstere» Wiedel!!0>»»^e,! per >ie>!e ! N, ^? mittags, Uüfniülieüe Briefe luerbe» nicht a»ge!,0»»ne>!, McuiusnipN' »icltt znriicksseslfll!. 2lmtlicher Theil. Seine k. Uttd k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 7. Jänner d. I. ^ll Geheimen Rath nnd Kämmerer Alfred Fürsten ^u Moutenuovo zu Allerhöchstihrem zweiten ^bersthoflneister mit dem Range als fünfte Oberste Hofcharge zu ernennen und denselben zum Stell-^rtreter des Ersten Obersthofmeisters allcrgnädigst zu "ejtlnnnen geruht. __________ . Seine k. und k. Apostolische Majestät haben mit Allerhöchstem Handschreiben vom 5>. Jänner d. I. "^ verwitwete Gräfin Marietta Sze'che'nyi, «rdorene Gräfin Hoyos, Sternkrcuz-Ordens-Damc, zur Obersthoflneisterin bei Ihrer k. und k. Hoheit der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Maria Josefa zu ^Neunen und derselben gleichzeitig den Titel und die Knechte einer Geheimen Raths-Witwe taxfrei aller-"""digst zu verleihen geruht. , Ihre Majestät die Kaiserin und Königin haben ''!" Allerhöchster Entschließung vom 5. Jänner d. I. ^' nachbenannten Frauen zn Allerhöchstihren Palast- ^tlm allergnädigst zu ernennen geruht: , Marie Gräfin von Wolke usteiu-Trost- "rg, geb. Gräfin Schaffgotfche, , Marianne Gräfin von Orsini und Rofen- ^3, geb. Gräfin zu Herberstein, , Helene Gräfin C h o lo n i ews ta-M y sz ka, uev. Gräfin Vorkowska, . Nosa Gräfin T rauttm an sd orff - Weins -^9, geb. Gräfin Cavriani, Marietta Gräfin Sze'chinyi von Särvär "° Ielsö-Vid^k, geb. Gräfin Hoyus, s Marie Gräfin Zichy zu Z i ch und Väso » ykeö, ^' Gräfin Wimpffen. «l, Seine k. uud k. Apostolische Majestät geruhten """gnädigst zu verleihen: ^ dem Oberstlieutenant Karl Freiherrn v. Veve' r, ^'""landanten desLandwehr-Uhlanen-Regilnellts Nr. 1, "s Vtilitär-Verdiensttreuz; anzubefehlen: ^ dass dem Hanptmanne zweiter Classe Wenzel 3tr^ä' ^ks Lalldwehr-Iusanterie-Regilnellts Graz h».' ^- der Ausdruck der Allerhöchsten' Zufriedenheit ^^cgcben werde. Der Iustizlninister hat zu Landesgerichtsräthen oxtl-a »tHtnlu ernannt: den Staatsauwalt-Substituten in Graz Dr. Alfred Schmid für den Oberlandesgerichts Sprengel Graz und den Oberstaatsanwalt-Stellvertreter in Prag Dr. Eugen Hergel für den Oberlandesgerichts-Sprcngel Prag. Dell 8. Jänner 1898 wurde in der t. l. Hof- und Staats-druckerei das 1^ V.Stück der sluvcnischen, das X('VI. und llX. Stück der rulhcuischen, das (.'XII. und (IXIII. Stüct der böhmischen und das <^XV. Stück der slovenischen Ausgabe des Neichsgcsetz-blattes voul Jahre 18!)7 ausgegeben und versendet. Nichtamtlicher Theil. Parlamentarisches aus Frankreich. Ails Paris schreibt man der «P. C.»: In poli^ tischen Kreisen bildet die Wiederanfuahme der Kammer-verhandlungen einen Hanptgegenstand der Discnsfion. Bekaniltlich hat die Kammer vor ihrer Vertagung die Credite für die ersten zwei Monate des laufenden Jahres bewilligt. Aber damit ist die Verathnng des Budgets felbstverständlich noch lange nicht beendet. Die Voranschläge des Kriegsministeriums, der Kolonien und der Marine sind noch gar nicht in Angriff genommen worden, und das letztere wird voraussichtlich zu sehr langen Debatten Anlass geben. Ueberdies verlautet auch, dass bei Gelegenheit der Verhandlung über den Voranschlag des Ministeriums des Aeußeru mehrere Abgeordnete vou Herru Hanotanx Erklärungen zu verlangen beabsichtigen. Diese Aufklärungen berühren ganz besonders die Haltuug der französischen Diplomatie gegenüber den Ereignissen im äußersten Osteu. Ebenso wird die Frage über die Greuzabsteckung in den französischen Bcsitznngen in Westafrika und insbesondere am Nigertnuten und nördlich von Da-homey auf die Tribüne gebracht werden. Ferner ist ein Meinungsaustausch über die Organisation der autonomen Verwaltung auf Kreta zwischen dem Minister des Aeußern und Herrn Denis Cochin oder Herrn Raiberti zu erwarten. Aus diesen Vorbereitungen lässt sich schließen, dass die Endabstimnmng über das Bndget in der Kammer kaum vor dem Ablaufe einiger Wochen stattfinden wird. Wcnn die Kainmer die Ausgaben nicht bereits in beträchtlichem Maße vermehrt hätte und wenn man nicht zu der Besorgnis Anlass hätte, dass sie noch weiter auf diesem Wege derart fortfahren werde, dafs das Gleichgewicht in den Einnahmen und Ausgaben ernstlich gestört wird, fo könnte man hoffen, dass der Senat'die Beschlüsse der Kammer in wenigen Tagen genehmigen werde, so dass das Budget vor Ende Februar end-giltig bewilligt sein könnte. Man kann jedoch schon jetzt behanpten, dass der Senat den größten Theil der von der Kammer genehmigten Vermehrung der Ausgaben ablehnen wird. Es wird seine Anfgabe sein, gewisse Gefälligkeiten nicht gelten zu laffen, denen sich die Abgeordneten mit Rücksicht auf die bevorstehenden Neuwahlen nicht entziehen zu können vermeinten. Unter diesen Voraussetzungen kann man es als gewiss annehmen, dass das Budget manche Abstriche erfahren nnd dass die Uebcreillstim-mnng zwischen den beiden Kammern nicht so leicht zustande gebracht werden wird. Ans diesem Grunde und mit Rücksicht darauf, dass der Termin für die Neuwahleu nicht weiter als bis Ende April oder Anfang Mai hinausgeschoben werden kann, klingt es nicht unwahrscheinlich, dass die Kammer auseiuander-gehen dürfte, ohne das Budget erledigt zn haben. In einem solchen Falle würde das nene Parlament, welches in den ersten Tagen des Iuui einberufen werden dürfte, diese Aufgabe zu löfen haben. Man hegt jedoch noch immer die Hoffnnng, dafs es nm des guten Rufes der Kammer willen, fowic im Interesse des Ansehens des parlamentarischen Regimes nicht zu dieser peinlichen Lösung kommen werde. Wie immer aber sich der Ausgaug dieser Angelegenheit gestalten wird, scheint der Fortbestand des Cabinets Meiine bis znr Anflösuug der Kammer jedenfalls gesichert zu sein. Selbst die oppositionellen Parteien hegen nicht mehr die Hoffnnng, den Sturz des Cabinets herbeiführen zu können und sie haben sich vielmehr entschlossen, das Schwergewicht ihrer Bestrebungen anf das Land zu verlegen. So haben die radicalen nnd socialistischen Deputierten bereits begonnen, die Versammlungscampagne über gauz Frankreich anszudehmen. Mau mnsste darans vorbereitet fein, dass sie die gegenwärtige Re-gieruug auklageu werdeu, durch die Allianz mit den Parteigängern der clericalen Reaction die größten Gefahren über die Republik heraufbeschworen zu haben. Allem man darf annehmen, dafs das Land diese Besorgnisse nicht theilt und dass die nächsten Wahlen nicht zugunsten der Opposition ausfallen werden. Feuilleton. Häusliche Zerwürfnisse. «Des Schicksals chr'ner Wille Vricht sich, wie Wellen sich am Felsen brechen, Am feste« Glauben eines treuen Paares.» Th. Körner, so ^M' zwei Menschen sich vereinen fürs Leben, w . )Mte diesem ernsten Schritte eine gewissenhafte Mt!""tt vorausgehen. Mit festem Wollen', zusammen-'Ne, ">, "' 3""b' und Leid, legt man die Hände dem ^ "" ""6 für immer! Wie dein einen oder »im, "s!^lell nachher der Gedanke kommen kann, dass nuss n ^ einfach wieder trenne, wenn nicht alles so de/.le, wie man es geträumt, das ist eiu Puukt, P.. ,^uem geradezu uaiv vorkommt. In welchem hoffn ^"^ das Leben überhaupt, was es der !l^ "'Mfrcudigen Jugend verspricht? Müssen wir Hund '"^ !'" Verlaufe eiucs Menschenlebens in fri'lk ^" "' tauseud Dinge schicken, die nnseren el>e, "" Vorstellungen nicht entsprechen — weil sie s "uvermeidlich, unabänderlich sind? der l^""'" s"^ '»an sich — jenseits der Pforte hint' - ""glommen ^ uicht: die Brücke ist uuu "ur '" lwgMocheil, ein Zurück gibt es nicht mehr, "u Vorwärts durch dick und dünn! ! kNtw^ 6^ keine Lebenslage, die der Mensch nicht liH ^. bessern oder — ertragen kann, wo der ehr Äl,s.l ^ vorhanden ist uud wo man sich zur ^."'^cherrschnng uud zur Selbstdisciplin erzogen hat. eines gibt es, das dem Meuschen. der den höchsten Grad von Sittlichkeit erreicht hat, uu-möglich ist: uud das ist das Abirren vom Pfade des Rechtes! Diese Dinge fchließen alle einzeln vorkommende Fälle in allen ihren Phafen in sich. Es steigen Wolken am Horizont eines Ehepaares anf, sie können verdichtet oder — zerstreut werdeu. Oft liegt die Schuld ihrer Entstehung an dem einen oder dem anderen, die Schuld au ihrem Verharre» liegt aber meist an beiden. Nnd beider erste Pflicht ist es, an dem gemeinschaftlichen Glücke zu arbeiten, es mit beiden Händen, mit allen Kräften festzuhalten, ohne immer ängstlich zn erwägen: wer ist eigentlich fchnld? (es ist ja ohnehin immer der «andere»!) vergibst du dir auch nichts? Sollte jener Theil, solltest du zuerst den Frieden anbahnen nnd nachgeben? — Haben wir je dagestanden nnd haben uns überlegt, welche unserer Hände zuerst zufassen sollte, wo es gilt, etwas zu vollbringen oder etwas festzuhalten? Und sind loir, Mann nnd Frau, etwas audcres, als völlig gleichwertige Theile eines Ganzen, gleich sehr interessiert am Familienleben, gleich sehr verpflichtet, es zu wahren gegenüber allen von außen herkommenden, oder von innen heraus sich bildcuden Fährnissen? Einigkeit macht stark! Das gilt von der Ehe noch weit eiudriuglicher als von allen anderen Lebens Verhältnissen. Wo zwei treue Gatten zusammenstehen, da fordern sie jedes Mißgeschick in die Schranken. Und wenn sie dic moralische Kraft nicht mm Haus aus in sich haben ein Blick auf die Kinder sollte sie ihnen verleihen. stark besuchteu Versammlung wurden unter ande^ Resolutionen gegen die Flottenvorlage nnd gegen ^ Regieruugseutwnrf zur Militär-Strafreform, der > mehreren wichtigen Punkte»! nnannehmbar sei, gefas^ Die bairische Kammer der Abgeord; neten lehnte nach längerer Debatte die von ^ Regiernng vorgeschlagene Aufbesserung der Gehalte ^ katholischen nnd protestantischen Geistlichen mil ' gegen li7 Stimmen ab. Nach einer ans R o m zngehenden Meldung ^ fand fich unter deu Sympathiekundgebungen, M'^' dem Papste anlässlich seines diamantenen Inbilall!"' zugiengen, auch eiu Beglückwünschungsschreiden ^ Königs Carol vou Rumänien, welches vom rnmänisä? Gesandte,! in Wien, Herrn Ghita, dem päpstlich^ Nuntius Msgr. Taliaui überinittelt wurde. Im H'^ blick auf den Umstand, dass die Beziehnngen zloisä)^ dem heiligen Stuhle und Rumänien l,is vor km/ einigermaßen lühl waren, habe mall sich im Vat>^, voli dieser Anfmerksamleit des Königs sehr angenm berührt gefühlt. ' l Da' der oberste Kriegsrath in Madrid ^ seiner am «. d. M. getroffenen Entscheidung ^ gesprochen hatte, dass in den Handlungen Weyls' ein Vergehen vorliege, wnrde anf Grund der Milit^ Strafproeessoronnng der Gelleralcapitäll als zusta»^ gerichtliche Behörde mit der Einleitung des Proa'ß beauftragt. Es wurde ein Militär-Staatsanwalt ^ Einleitung der Untersuchung ernannt, auf M^ deren Weyler vor das Kriegsgericht gestellt wird. ->/ anderweitigen Darstelluugen dieser Angelegenheit »'" sprechen nicht den Thatsachen. Wie mau aus Belgrad meldet, ist die ^ uennnng des Königs M ilan zuin Obercommand^ des stehenden Heeres in Officierskreiseu, wo stets ^ hafte Gefühle der Hingebung für ihn herrschten, ^ großer Genugthuuug begrüßt worden. Anlässlich ^' (griechischen) Neujahrstages dürfte der Obercommcmd^ der tags vorher von seinem Iagdausfluge nach Sic^ das Wort ist inir nur so herausgefahren, keine Fessel drückt so schwer als das Geständnis vor dem eigenen Gewissen: «Ich habe Unrecht gethan, bin von meiner Pflicht abgewichen.' Es muss eiu trauriges Dasein sein, mit diesem Bewusstseiu durchs Leben gehen zu müssen! Gleichwie man im Englischen von einem Kranken sagt: «^» louß tlioro i3 lit'«, t!i6i'6 iis No^o!» so kann eine Vessernng im ehelichen Verhältnis, im hänslichen Leben uud iu der materiellen Lage nnr da möglich sein nnd erwartet werden, wo man beisammen bleibt. Mit dein Augenblick der Treunuug tritt alles in das Stadinm der Uuheilbarkeit. Was alles an Segen und Licht im Schoße der Zukunft verborgen lag, ist für immer abgeschnitten. Das eine der Gatten raubt dem anderen die Möglichkeit, gut zu macheu, was es vielleicht verschuldet — es hört eben alles anf! Vielfach wird heutzutage, auch von sittlich hochstehenden Menschen eine Trennung befürwortet, Dann aber, sich plötzlich besinnend, als habe er mehr gesagt, als er gewollt, gieng er nnvcrmittelt, sich an den Director wendA zu der Frage über: »Und Frau Rciuhold ist, wie^, sagen, aus gutem Hause? Wissen Sie vielleicht etl^ über ihreu frühereu Familicunamen?» ^ kürlich au die Eutführuugsgeschichte deukcu, welche damals iu Wien so viel Sensation gemacht hatte. Denn so leidend und innerlich gebrochen diese Frau auch jetzt ist, bleibt sie doch in jeder Situation die vollkommene Dame. Ja, sie besitzt so viel Stolz und Ehrgeiz, dass ste ihre beschränkte Lage mit der größten Anstrengung vor aller Welt verbirgt. Trotz ihrer Kränklichkeit hat sie die Erziehung ihrer Tochter sehr sorgfältig geleitet und ihr eine geistige Ansbildung gegeben, wie mau dieselbe nur iu den höchsten Kreiseu fiudet, niemals aber bei einem Theaterkinde erwarten kann. Ebenso weiß sie ihre bescheidene Garderobe mit soviel Eleganz und Geschick für das zierliche Figürchen ihrer Tochter zu arrangieren, dass dieselbe immer am geschmackvollsten gekleidet erscheint.» Die beiden Herren hatten, wie es schien, jetzt ihre Neugierde völlig befriedigt und ließen — nach einem schnellen Blicke des Einverständnisses — das Gesprächsthema plötzlich fallen, indem sie sich gewaltsam zwangen, harmlos-heiter zu erscheiuen nnd sich mit ihren sclbst-gewählten Gästen auf das zuvorkommendste zu uuter-haltcn. Vergcbcus bemühteu sich die noch immer recht hübsche, kokette Direetorin und die etwas derbe Soubrette, die Herreu zu uuterhalteu und für sich zu interessieren; es gelang ihnen nicht. Die Herren blieben gleichgiltig, doch voll höflicher Aufmerksamkeit gegeu die Dauieu. Nnd sobald die Tafel aufzuheben war, verabschiedeteu sie sich, um die Heimfahrt anzutreten, indem sie deu höchst zuvorkommenden Damen mit leichteui Lächeln versicherten, dafs sie ganz bestimmt auch deu nächsten Vorstellungen beiwohnen würden, um die Käustlerinnen in all ihren so liebenswürdig aufgezählten Glanzrollen zu bewundern. (Fortsetzung folgt,) vom bezeichuctcu Ministerium abgewieseu. Diese» Zurückgewiesene» wurde umnnehr, wie verlautet, auf ihr Ansuchen beim philosophischen ProfessoreN'Collcgium, beziehungsweise bei den betreffenden Professoren, gestattet, als Hospitautiuneu einzelne Vorlesungen zu besuchen. Die Zahl der tzospitantinnen an der philosophischen Faeultät beträgt 33. Diese Facultät wird demnach zur Zeit zusammen von 69 Damen frelwentiert. Der Fleiß nnd die Fähigkeit der inskribierten Hörerinnen finden in Professoren-kreiseu die größte Ancrkeuuung. — (Die Affaire Dreyfus.) Die frauzösischen Blätter bringen spaltenlauge Erörternngen der Affaire Dreyfus. Das «Journal» glaubt, die gestrige Veröffentlichung des Anklage-Actes sei anthentisch, weiche aber vom wirklichen Tocnmente ab. Das «Echo de Paris» sagt, die Erwäguugeu des Anklage-ActeS seien bedcntuugSloS im Vergleiche mit den im Dossier angefülirtcn Thatsachen. Das Dossier enthalte nicht Vermuthungen, sondern flagrante Beweise gegen Drcyfns. Wie es heißt, werde sich das Gericht init der veröffentlichten Anklageschrift befassen nnd sollen bereits gestern Conferenzen dicserhalb beim Ttaatsanwalt stattgefunden haben. Anderseits habe der Gouuerncur uon Paris die Absicht, eine Euquete zu eröffueu. Local- und Prouinzial-Nachrichten. — (Verzeichnis jener Sterntreuz-Ordens-Dameu,deren VlblebenderKanzlei des hoch adeligen Stern treuz-Ordens im Jahre 189? znr Kenntnis gebracht wurde.) Lonisc Herzogin von Montpcnfier, geborene Infantin oon Spanien; Sofie Charlotte Herzogin uon Alen^on, ge> borene Herzogin in Baiern; Christine Frciiu u, Trantte»--berg, geborene Gräfin Festetics de Tolna; Mathilde Gräfin Wodzicka, geborene Le Coat dc Kerve'guen; Cäcilie Gräfin Badeni, geborene Gräfin Mier; Iosefine Freiin oon HaußmanN'Stetten, Ober-Dechantin des t. l. adeligen Damenstiftcs in Innsbrnck; Helene Freiin von Francken-stein, geborene Gräfin Arco-Zinncberg; Francisca uon Victoris, geborene Freiin von Strbensky; Anna Gräfin Laniberg, geborene Gräfin Lamberg; Sofie Gräfin Mout-fort, geborene Prinzessin von Thnrn nnd Taxis; Floren» tine Herzogin von Urach, geborene Prinzeffin von Monaco; Wilhelmine Prinzessin zn Windisch-Graetz, geborene Gräfin Nostitz-Nicncck; Sofie Gräfin Auquoy, geborene Prinzessin Oettingcn-Wallerstein; Marie Caroline Gräfin Pnckler-Limvnrg, geborene Gräfin Spiegel; Clotilde Gräfin O'DoneN, geborene Gräfin Hardcgg; Caroline Gräfin Hnsarzewsta, geborene Fürstin Iablonowsta; Marie Gräfin Bom belles, geborene Altgräfin zu Salm-Neiffer» scheidt; Sofie Gräfin jApponyi von Nagy-Avpony, geb. Gräfin Sztäray; Antonie Gräfin von Slmrma-Ieltsch, geborene Gräfin zn Dohua-Schlobitteu; Irma Sombory vvu Magyar Sombor, gcboreue Kozma de Kezoi Szent Lelek; Hrnriette Freiin von Battaglia, verwitwete Freiin uon Enis, Attcr und Iveaghe, geborene Freiin von Schönan; Christine Gräfin Cibeins; Maria Fürstin zn Hohenlohc-Schillingsfürst, geborene Prinzessin Sayn-Wit-geuslcin-Aerleburg. — (Patriotisches.) Wie uns mitgetheilt wird, hat das k. k. Ministerium für Cultus uud Unterricht die Anordnung getroffen, dass sämmtliche hierländigc Mittelschulen :c. mit der künstlerisch illustriertcu Biographie weilaud Seiuer k. und k. Hoheit des durchlanchtigsten Herrn Erzherzogs Albrecht betheilt werden. —o. — (Nach der neuen Civilprocess-Ordnung.) Am 10. d. M. fand beim hiesigen k. t. Landesgerichte in Cioilsachen im Handelssenate (Ab thciluug II) vor dem Vorsitzenden des Senates Herrn Oberlandesgcrichtsrath T s ch e ch die erste mündliche uud öffentliche Verhandluug nach der neuen Ciuilprocess Ordnung statt, bei welcher dieser Richter in Talar mit Barett erschieu. — (Effecteu - Lotterie.) Der Feuerwehr in Rudolfswcrt wurde die Veranstaltung eiucr Effecteu« Lotterie bewilligt. —o. — (Hymen.) Gestern fand in der Peterskirche zu Laibach die Vermählung des Gerichtsadjuncten Herrn Mejac mit Fränlein Marie Nöger, der Tochter des hiesigen Kaufmauues und Hausbesitzers Herru Johann Nöger, statt. — (K r a nk e n be w e g u u g.) Im abgelaufeuen Vionatc wnrdcn im hiesigen Landes - Krankenhause 281 mäunliche nnd 170 weibliche, daher znsammen 454 Kranke aufgenommeu uud darin mit del« vom Monate November verbliebenen zusammen 758 Kranke behandelt, von denen 277 geheilt, 105 gebessert nnd 13 transferiert wnrden; als nngcheilt mussten 35 entlassen werden, währeud 28, und zwar 16 männliche und 12 weibliche, gestorben sind. Mit Schluss des abgelaufene» Monates verblieben demnach noch 300 Kranke (172 männliche nnd 128 weibliche) in der Anstalt. — («Glaöbeua Matica..) Die «Glasbena Maticci' veranstaltet morgen nm « Uhr abends im Sokolsaale des «Narodui Dom» ihr zweites ordentliches Concert nnter Leitung de« Concertdiriaenten Herrn Josef Ccrin. Znr Aufführung gelaugt die dritte Symphonie uo» Beethoven, das Cclloconcert oz». 33 von Saint- Satzns uud das Chorwerk von Beudl krciscu ein Harmonium hinzu. Das Verzeichnis der Club-fahruisse weist einen Vermögenswert von 841 sl auf Die Anträge des Ausschusses sowie einzelner Mitglieder wnrden angenommen und werden ihre Durchführungen uns den Stoff zum nächsten Jahresberichte biete». So wird dcr Club, der li Ehreumitglirder. 113 ausübeudc Laibacher Zeitung Nr. 7._______________________________________54___________ 11. Iänuer21898. (darunter 24 Damen), 15 auswärtige, 35 unterstützende und 3 Eleven in seinem Mitgliedsuerzeichnisse zählt, voraussichtlich auch im Jahre 1898 in seinen Erfolgen fortschreiten und auch fernerhin seinen in der Sportswelt weitbetauuten guten Namen in Ehren tragen. —ur— — (Wohltl)ätigteits«Concert.) Wie bereits angetündet, findet in der Tonhalle der philharmonischen Gesellschaft Sonntag, den 10. Jänner 1898, ein großes Concert, allsgeführt von der Regimentsmusit des t. und t, Infanterie-Negiments Leopold II. König der Belgier Nr. 27, unter persönlicher Leituug des Kapellmeisters Herrn Frisck, znm Besten des Naiser-Inbiläumsfondcs zur Untcrstützuug von Militär-Witwen nnd -Waisen der österreichisch-ungarische» Monarchie (Iosefinen-Fond) statt. Die reichhaltige uud fesselnde Vortragsordnnng enthält mehrere in Laibach noch nicht gehörte Neuheiten. Das Programm lautet: 1.) Beethoven: Üemwre < Ouvertüre Nr. 3; 2.) Mozart: Largo und Rondo ans dem Waldhorn-Concert; 3.) Saint-Scwns: 1^ «louno««« ä' Huiculci, 1^o(iin6 l^inplioniciuo; 4.) Rich. Wagner: Waldweben, aus dem Musikdrama «Siegfrieds 5.) Kienzl: Tanz-Suite (dem Orchester des Prager Conservatorium ge» widmet). » enthält eine Reihe der reizendsten Melodien, die, dnrch eine feine, discrete Behandlung des Orchesters unterstützt, den» Znhörer eine Oafe in öder Wüste, der ja alle die modernen Opcrctten-erzeuguisse gleichen, vorzaubern; die Kette am Fuß ist leider das veraltete Libretto, aus der Blütezcij des Operettenblödsinus. Abgesehen hievon bietet das anmn» thige Wert eine solche Fülle von anmnthigen Nummern, dass mau mit Vergnügen von Zeit zu Zeit aus den, über-schäumenden Becher wirtlich genialer Erfindungskraft nippen wird. Die Darstellung, die der Operette gestern zutheil ward, unterschied sich in mancher Hinsicht sehr vortheilhafl von der Erstaufführung in dieser Spielzeit. Insbesondere brachte Fräulein Kolli» die Hauptpartie der Anina gesauglich und schauffticlerifch zur besten Gel» tung und errang mit ihrem Partner Herrn Bert in i einen schönen Erfolg. Die brauen Leistttngen der Herren Trebisch, Netzt, Mahr, Göttler, G roft sowie der Damen Porth, v, Schweickhardt und Kittel seien neuerdings hervorgehoben. Warme Anerkennung verdient der Chor, der sich freundlichen Beifall erfang. Der Taubcnchor mit dem von Fräulein Delvert und Tassler sehr hübsch gesnngenen Duette musste über lebhaftes Verlange» wiederholt werden. Die Ausstattung war geschmackvoll, die Inscenierung geschickt. Das Orchester spielte unter der Leitung des Herrn Kapellmeisters Gottlieb mit vielem Temperament. Mit dem Mnsitalischcu stand die Prosa leider nicht auf gleicher Stufe nud im erste» Acte gab es manche ganz »»-a»gc»ehme Stocknngen, wozu uoch einigc vcrfpätete Auftritte kamen. Das Haus war mo»täglich besucht uud gestimmt. «1- — (Aus Oottschee.) Der Sitzungssaal des Gemeindeamtes der Stadt Gottschec ist durch Einrichtungs stücke alls der Fachschule für Holziudnstric daselbst iu glä»ze»der Weise ausgestattet worde». Hohe Fahnen-tästeu »lit deu kostbarcu Fahueu der Feuerwehr uud des Turnvereins in kunstvoller, reich ornamcnticrter Ausführung nehme» die Ecke» ei» u»d errege» sofort die Anfmerlsamteit jedes Eintretende». Alls einem erhöhten Podium befindet sich das schön ausgestattete Pult des Bügermeisters, wora» sich die Pnlte der Gcmciuderäthc, ebenfalls ill vortrefflicher Ausführung, schließen. Die Sitze für die Gemeiudeansschüsse kommen demnächst znr Aufstellung. Alle diese Arbeiten gereichen der Fachschule zu hoher Ehre u»d biete» ei» erfreuliches Bild ihrer kunstverstäudigen Leitmig und Leistungsfähigkeit. Der Saal zeigt ei» vor»ehmes Gepräge u»d erin»erl mit seinen d»»telbra»»e» Möbel», sewcm dämmerige» Lichte u»d sei»er ga»ze» Tranlichkeit all die Nathsstnben alter deutscher Kleinstädte. — (Vor trag in Oottschee.) Der Secretär des österreichischen Bnndes der Vogelfrennde Herr Nndolf Ott hielt am 7. Immer im Saale des Gasthofes «zur Stadt Trieste ei»e» Vortrag über de» Vogelmasse»mord in Südtirol, Dalmatie,l nnd Istric» sowie über Mode-nussbrällche ab. Seme ebenso belehrenden als eindringlichen Ansführnngen failde» sciteus der Zuhörer lebhafte» Beifall; jeder Einsichtige mnfste ihre Richtigkeit a»< erke»»e», selbst die a»wcse»de» Damell nicht ansgc»ommrn, die ihre balggcschmücktell Hüte in der Garderobe gelassen hatten. Ob seine Mahnungen diesbezüglich anf fruchtbare» Bode» fielen, wird sich zeigen, hier kann nnr be» stätigt werden, dass die beste Gesellschaft von. Gottschce seinem anderthalbstündigcn Vortrag mit Aufmerksamkeit wlgte und ihll vielfach auszeichnete. Nachdem er ge- schlosseu, richtete er all die Versammelte« die Bitte, dein Vogelschutzvereine beizutrete», was bereitwilligst geschah. Es meldete» sich 31 neue Mitglieder, dereu Aufgabe es »»» sei» wird, i» ihre» Kreisen für den schöne» segens reichen Verein weiter zu Wirte». Es ist zu wünschen, dass dessen edle, thierfrcundliche Bestrebungen die ge-bürende Würdignng finden bei jedermann, insbesondere bei Förderern und Freunden der Landwirtschaft. Am 5. d, M. hat Herr N. Ott denselben Vortrag i» Nlldolfs-wert, ebettfalls »lit bestem Erfolge, gehalten. — (K. t. priv. Südbah » - Gesellsch aft.) Einnahmen vo»l 21. bis 31.Dece»lber 1897: 1,271.730fl., i» derselbe» Periode 1896: 1,227.995 fl., Z»»ahme 1897: 43.735 fl.; Gesammtewttahme» uonl 1. Jänner bis 31. December 1897: 45,8nit der Herzogt» Thyra von Cumbcrlaud a»l Arme, Frau Erzherzogin Maria Io-sefa lnit deni Herzog vu» Cumberland, Krulipriuzessiu-Witwe Stefanie mit dem Erzherzog Otto uud die übrigen Mitglieder des Allerhöchsten Kaiserhauses, FML. Prinz vuu Schaumburg-Lippe. Del, Schluss bildete das diplomatische Corps mit deu Dameu. Während des Ballfestes uuternahm Seme Majestät der Baiser eine Runde und sprach dabei zahlreiche Persölilichkeite» au, worunter die Botschafter N i g r a uud Graf Euleub u r g sowie den Ministerpräsidenten Freiherr» vou Gautsch. Ihre k. uud k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzogin Maria Iosefa ließ als Vertreterin Ihrer Majestät der Kaiserin die Damen der Aristokratie zu sich bescheiden, mit welchen sie cou-versierte. Währcud des Balles uahm Se. Majestät der kl aise r durch deu Grafeu Guluchuwsti und mehrere Votfchafter die Vorstellung der Mitglieder der aus-läudischeu Missioueu eutgege», dllrch die Doyeuue des diplulllatischeu Corps, Prillzessiu Ghika uud die Ge-niahliullell mehrerer Botschafter die Vorstellung eiucr Anzahl Dameu ausländischer Missionen. Auch Ihre t. uud k. Hoheit die durchlauchtigste Frau Erzherzugin Maria Iosefa nahm die Vorstellung zahlreicher Herreu uud Damen der auswärtige» Missioueu eut-gege». Gege» 12 Uhr zog sich der Hof zurück, womit der Ball beendigt erschien. Landtage. (Vriglnal-Ttleglammt.) Wien, 10. Immer. Die Landtage von Mähre», Salzburg, Käruten, Tirol, Vorarlberg, Trieft und Vutowiua wurde» iu üblicher Weise unter Hochrufen auf Seine Majestät deu Kaiser eröffnet. Die Landeshauptleute gedachten iu ihrer Erösfuuugsreoe des Kaiferjubiläums lind wieseu auf die Wichtigkeit der zu erledigende» Arbeite» hin. Im mährische» Landtage wurde ei» Antrag auf Erlafsuug eiuer Adresse ei» gebracht. Im Triester Laudtage bliebe» die Slovene» ferne. P rag, 10. Iänuer. Der Zugang zum Lcmd-yause ist durch Sicherheitswache freigehalten. Vor Be-giuu der Sitzullg träte» die Clubs zufamme». Der böhmische Club beschloss eiue Proclamation au das böhmische Volk im Iuteressc des Friedcus uud der Ruhe im Lande. Der Oberstlaudmarschall eröffnet die Sitzuug »lit eiuer Ansprache, iu welcher er darauf hiuweist, dass der Laudtag im März v. I. seiue Thätigkeit mit einem Emporblicke zur gefeierten Person des Kaisers schloss uud nicht würdiger wieder aufnehmeu köuue, als mit der Kuudgebuug der unverbrüchliche» Treue uud Liebe für die erhabene Perfou des Kaifers uud Kouigs. Das Haus, sich erhebend, bricht ill dreimalige begeisterte Hoch- und Slava-Rufe aus. Abg. Iro will das Wort uchmcn, erhält dasselbe aber nicht. Der Obmcmu der Großgruudbesitzcrcurie Graf Bonquoy beantragt die Einsetzung mies aus den Curie» uud dem gauze» Hause zu wählende» 24glie- drige» Allsschusses, welcher Anträge stellen soll, wie einverstä'udlich mit deu Vertretern der beide» Volks-stämme die sprachlichen Verhältnisse des La»des geregelt werden könue». Abg. Schlesiuger beantragt die Aufhebung der Spracheuverorduuugeu. Es wurde» Interpellationen emgebracht über die im August u. I. i» Vrüx vorgekoinmeucli Neberfälle der Czecheu uud wcgeu deu stürmische» Vorgänge iu Prag. Die a»f der Tagesordmmg steheudeu Gegeustäude wurden ohue Zwifcheufall ,»it geriugfügige» Debatte» erledigt, ^cächste Sitzung morgeu. Auf der Tages-ordlluug stehe» Gegenstände u»tergeord»eter wirtschaftlicher Bedeutung. Process Esterhazy. Paris, 10. Jänner. Der Act, mittelst welchem Major Esterhazy vor das Kriegsgericht gestellt wird, enthält die Mittheilung, dass dieÄusicht des Neferenteu uud die Schlufsauträge des Regieruugscommissärs dahingehe», das Verfahre» gege» Esterhazy eiuzustelle». Da jedoch die Untersuchung nicht genügend Licht verbreitet habe, um mit voller Gewissheit die Unschuld des Augeklagten auszuspreche», werde derselbe uuter der Beschuldigung voll Machi»atio»e» uud geheime» Verbmouugeil mit eiuer fremde» Macht vor ei» Kriegsgericht verwiesen. Als Zeuge» siud auweseud: Mathieu Dreyfus, Senator Scheurer-Gestuer, die Oberste Picard uud Heury uild Geueral Souse. Der Regieruugscommissär verlailgt, dass die Verhandlung geheim durchgeführt werde. Das Kriegsgericht beschloss uach ciustuudiger Berathung, so la»ge öffentlich zu seill, bis mit Rücksicht auf die uatiouale Ver-theidigllng der Ausfchluss der öffeutlicheu Sitzullg geboten erscheint. Hierauf wird der Bericht des Com-mandcmte» Ravary verlese» und soda»» die Sitzung bis 2 Uhr »achmittags uuterbrocheu. Währe»d der Pause wurde Esterhazy, von eiuem Officier geleitet, i» eine» Saal des Erdgefchosses geführt. Die Ver-haudluug wurde hierauf bei ülierfülltem Saale wieder aufgeuumnlell uud Esterhazy ei»cm Verhöre unter-zöge». Derselbe erzählte, dass ihu ei» auonymes, mit «Esperauza« gefertigtes Schreibell von dem gege» ih» geplanten Complot iu Keuntuis setzte, worauf er bei der Alexaudcrbri'lcke mit einer verschleierte» Dame, dere» Name» er nicht keune, cilie Zusammenkunft hatte, von welcher er oeu Kriegsmiuister uud den Präsidentel» der Republik verstäuoigte. Als Zeugeu wurde» eiuveruomme»: Mathieu Dreyfus, welcher dam» festhielt, dafs Estcrhazy der Verfasser dcs Vordcreaus ist, Ultd Scheurer-Kestner, welcher erklärte, dass ei»e vou ihm pcrsö»lich ange-stellte Untersuchung ergab, dass das Bordereau vo» Esterhazy herrühre, welche Ansicht mau auch im Kriegs miuisterium getheilt habe und Oberst Picquard uud Ge ueral Gouse. Volu Vertheidiger Tczenas aufgefordert, das bewusste Dossier vorzulegen, erklärte Scheurer-Kestuer, dass er dasselbe uicht besitzt, soudern der Advowt Lebtois. Gelegranrme. Wien, 10. Jänner. (Orig.-Tel.) Bürgermeister Dr. Lueger erschien heute bei Seiner Majestät den, Kaiser in Audieuz uud trug ihiu die Bitte vor, de» am 5. Februar stattfindende» Ball der Stadt Wie» mit semem Besuche zu beehre». Se. Majestät der Kaiser stellte seine» Besuch i» Aussicht. Wien, 10. Jänner. (Orig.-Tel.) Ullwersitäts-Profesfor Iahmm Adolf Tomaschek ist gestern ge-stürbe». Wien, 10. Iäuuer. (Orig.-Tel.) Das Reichsgericht befasste sich heute mit mehreren Beschwerde» i» Augelegeuheite» der Straße»tafelu i» Prag. Die Publication des Erkeu»t»isses erfolgt Mittwoch'. Prag, 10. Iäuuer. (Orig.-Tel.) Eiue Extra Ausgabe der «Prager Zeituug» uud Placate an deu Strahe»ecke» gebe» bekauut, dass vo» heute tt Uhr früh augefaugeu das Staudrecht aufgchobe» fei. Prag, 10. Immer. (Orig.-Tel.) Um 9 Uhr abends starb Grafi» Leonore Kamntz, Mutter des ji'mgft verstorbenen Majoratsherr» Grafeu Albrecht Kauuitz uud des Reichsraths- uud Landtags-abgeordllete» Dr. Wmzel Kauuitz im 09. Lebensjahre »ach »ur eiutägiger Krankheit. Budapest, 10. Iänuer. (Orig.-Tel. — Abgeordnetenhaus.) Die Discussiou, a» welcher sich zahlreiche Abgeordnete sowie Ackerbsiumiliister Dara»yi betheiligte», gedieh bis zum tz 58, worauf die Fortsetzung der Debatte auf morgeu vertagt wurde. Petersburg, 10. Iäuuer. (Orig.-Tel.) Der Minister für Voikscmfkläruug Graf Deljauow ist heute gc-storbe». ^Laibachfr Zeitung Nr. 7.______________________________________55____________________________________________ II. Jänner 1898. Angekommene Fremde. Hotel «loyd. llrai.^""' 8' bis 10. Jänner. Gabriö. l. l. Official, da, . U' ^ Klump. Vorstandsgatti», Hainfeld. — Rnsjan, b, ""ternehnier, Rmöe. — Turl. Privat, Agram. — Aljaj, L i s."' ^^ngenfeld. — Zupan, Private, Velbcs. — Domiy. be° >. ' ^"dbrezjk. — Hütlstetter. Reisender; Kropsch. Südbahu-„, '"'„Wien. - Pr. Casafticolo, l. l. Concipist. Görz. -^^"geleiter, Slanjr. — Gabrijan, Vuchhalter, Mannöburg. Verstorbene. ll^„, ^,"' ^' Ianne r. Valentin <öolar, Bahnarbeiter, 43 I., ",U4, Herzfehler. hui "'"7. Jänner. Johann Bizjal. Arbeiter. 45 I., »u ' "^ 55,, Pleuritis. — Lorenz Man, Verzehrungsstener« "^/ ^^ I,, Unterlrainerstraße 8. Lebercirrhofe. d°l«„ < " ^- Jänner. Katharina Kaintz, Näherin, 65 I., "Nüdamm 14. Lungenlähnuing. >, «m 10. Jänner. Albert Schwarzmann, Arbeiterssohn, ^ >!-. Rathhausplatz 11. Lrbensschwäche. Im Civilspitale. ^s«^'" ^ Jänner. Anton Fröhlich. Arbeiter, 76 I., ^ ^>NU8 8en,li8. — Apollonill Mamilovii!, Arbeiterswitwe, ^la„^ " ^- Jänner. Simon Hribar, Grundbesitzer. 40 I., Il ^l m 8. Jänner. Josef Vaset, Mehlverschleißerssohn, ^/^' l)>ptitlikriti8 Illrinß. -banöestyeater w Aaibach. '' Vorstellung. Ungerade. Mittwoch, den 12. Jänner ^rinuerungbseier für Franz »rittparzer. Zum erstenmale: h Der Traum ein Leben. """"isches Märchen in vier Auszügen von Franz Grillparzer. '"l°»q halb 8 Uhr. Ende 10 Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Seehühe 306 2 m. .^ 2 ulN. "s 740-4' "6^ SSW^ichwach ^bewölkt" """ ^" 9 » Ab. >?41-3 b 6j windstill____dewiilkt________ 11.>7U.Mg.! 743-3 > 5 0j NO. schwach i Nebelregen ! 1 1 Das Tagesmitlel der gestrigen Temperatur 5 0«, um 7 7» llber dem Normale. Verantwortlicher Redacteur: Julius Ohm»Ianuschowsly Ritter von Wissehrad. Unentbehrlich für die Steuersatierung im Jänner 1398. Ulltlioffs (115) 3-1 Vormerkbücher für Steuerbekenntnisse. Ausgabe A: für Erwerb- und EinkommeuBteuer- Bekenntnisse, Ausgabe B: für Personal - Einkommensteuer - Be- kenntniHise, Ausgabe C1: für Rentensteuer-Bekenntuisse mit Probe-Eintragungeu, woraus jedermann ersieht. wie er das Bekenntnis auszufüllen hat. -^ Per Stück fl. 1 — (incl. Porto fl. 110). ¦+- X^r. Sti-elez;* TVieix I., Adlergasse Nr. 4 GeNchüstMbücher, Comptoir-Artikel. LUXARD05 MARASCHINO Ji Zara weltberühmten LIQUEUR überall zu haben. Tiefbetrübt geben die Gefertigten allen Ner- ^ wandten. Freunden und Bekannten die Nachricht, > dass es dem Allniächtigen gefallen hat, das Fräulein > Apollonm Hoöevar ! heute, den 10. Jänner, nach lurzem Leiden, gestärkt l durch den Empfang der heil. Sterbesakramente, im l 82. Jahre ihres Lebens in ein besseres Jenseits l abzuberufen. l Das Leichenbegängnis findet Mittwoch, den ! 12. Jänner, um 4 Uhr nachmittags vom Trauer» l hause Domplatz Nr. 18 aus statt. l Die heil. Seclcumcsscn werden in mehreren ! Kirchen gelesen werden. ! Die theure Verblichene wird dem frommen l Andenken und Gebete empfohlen. ! Laib ach am 10. Jänner 1898. Die trauernden Hinterbliebenen. Course an der Wiener Börse vom 10. Jänner 1898. ^ d«. 0^^ Co«^.««« ^>^o, ^"^»Idcr . . . l<>2 »5 102 s»ü .„ " "crz, Im!,ic>, Ixli u,2 :,5> 1,»^ dl> ^lt ll,, ^>' «PNl'O^U^r ! 102 5,5. ^ '/„ Llaalewss 2ü« ft. lUd — i(l» — ^>„," " gunzr bU0 ft. I44-Ü0 145Ü« "^lr Ni" ., Fünf,»'! 100 st, »U1 — 1U2' — b!» "«a>«lusr , , KW st. 1UU- li><> — "'-üianbbr, il 120 st. lül «» lÜL uu ^ dt» «'^«lbiente, slnierfrei I2l'«5, l22 »l> «u,/< "!",!>e in zrrunenwähr, ! , kl« !''"rli„(,ttru!!!,!iN!)»l. l02 «l» io:^nü Vv°zs!>. Pf» Ullliov , , U'Ä 85. lN3N5 lür ^" I'wtstiti»,«, Ns»te ! " «lu»!»» Nui», . . »«'»<» l)3 ^> ^"/"'2laa l"^,'""«'....°e... b°Nz'^!'. l'U n„» ft, V, 4"/„ b,v, E,,^ für !»»),» »r, '°>I^^. -.....U!» 45. 100 45. ! >ei> 4"/., >. «ru»c»>u. ! " A°m, , , . . . ütt 5>l» 1,X! 5.N ^ tz, '"'b°"?'''schulbl.tr,chltlbun. "ii'^' '"" "'s'"b..Ac<,.n. ^°,i-Q' , ". W, pr. S<ü, ^.....234-235- " ^0?! !. .^ UM' fl, ü. W, ü"/„ ÜM - 230 5>N ^^ ' ">dw.B,20<>j!.(lM, 213'2^ 214-25 Gelb Ware Vom Iiaate zur Zahlung übernimmene (5lsc»b.'Prlur.> Obligatlone«. Elilabethlillf),, L0l> », 30NN M, 4'V„ ad l<>"/„ tt, Tt. , . . 117'— 117'25> Clisabethlmli», 400 », 2a«lt> 4»/„ . , , , W-U0 l0U ü!» Aurarldrrger Bahn, «tin, »««4, 4"/., (dlu. St,) S,, f, KW sl. N. l»»'«5 im U5, ll>«a, Vuldrentc 4"/^ per Casse 121 20 121 40 dtu. d!o, per Uttimo , , , . 12125 121 45 situers«, für^MM'om'n'Nom" l«»'70 »!» U0 4"/„ d!o, dtv, pl'r lllllMl) , . l>!» 70 98^0 dto,2l,lt, Äl,Oold,'><,fI,,4>///.. 121 —!i2l 70 bto. blu, Silber 100 /i!"/,> 101-20'102 ll!» b!o, Staals-Oblig, (Un«, vstb.) U. I. 187U. 5"/n..... 122-122^0 dto^'.^VnSchaülr^al slbl. Odl, 1"i-- iol »» dlu, Prä!»,.Aü!, il ,00 fl, U. W. 154 ^ !lü5 - d'is, Rt«,,Lvse 4" „ 100 sl, . 140 50 141 5» Glundenll.'VbliglllillUtn (<ür 100 fl. > ,87» . , »08 — 109 30 «nlflien der Stadt (iiür» , . 112-50 —' - «nlelM d, Sladlaeinciüde Wien 104-5« 105 50 Anleden d. Stabtgcineiude Wirn «Silber oder Gold) .... 128 - — — Prämie» Aul. d. Stadta.,». Wien 1W- - IL»>»0 B0rsel>a!l>A»>l>!e». Verlusb. 5"/„ 10N-?0!i01?0 4>V,> «>ni»er Lande« Anlehe» , 9»5«^ U8-75 Geld Ware Psllndblikft (filr lW fl,>. Äudcr. aUg.üst. in50I,ver!.4"/, 98-50 89'50 dtu. Pvam.'Schldv. »",',„ I. Em. 118-25 IIU'25 dtu. dto. 3"/u, Il.Gm. 117-50 11»'25 N,üsterr, Landes Hyp,'Anst. 4«/„ 89-70 10070 Oesl>!!ng. Äanl uerl. 4"/^ . . 10010 101 — dlu. dtu, l>0jähr, ,, 4"^ - - 10010 101 — Sparcasfe, I. üst., 30 I. 5'//v„ vl. l01-50 —- — Prioritätll'Gbligationen (sur 1«l sl,). Ferdinands «urbbahn E>«, 188N 101- INl-90 Oesterr. Norbweslbahn . . , 111Ü5112 35» Stlla»sbu!,n!i^,,,il«,500p,St. 22450 2!i5 50 2nbb«yn 3"/„ l^ Fn-s. 5l!N p. St. 182-7» 183-70 dtu. 5>'^, ll200sl. p, 100». 127-25 — - u»g, gaüz. Val)!!..... 108 5N 10950 4"/„ Unterlrainer Vllhne» . . l» 50 100 — DanK'AllitN (per Stück). Anglo Vest. Nanl 200 fl. «0"/« »l, CM. . . 459'- 461 — Nuz Äodt>»l!acherIasl!, -Eisenb,' > Oeselllchast 2 sl, S. . . 29250 293 50 Lluyb. Oest., Trieft. 5 fl.CM, 423 — 427 — veslerr, «ordwestb, 200 sl. V, 249 — 24950 bto, dto, (lit, I!) 200 fl. T, »65-50 Len 50 Prag Duxer Elsenb. 150 fl. S, . 8550 96-50 Itaatseisenbahn 200 sl. S, . 34225 345-75 SÜdbllli» 200 sl, S..... 84— 8475 Sildnurdd. Äerb.-Ä. 200 sl. CM. 210 — 211 — Tramway Oes,.Wr,,I7Nfl,u,W, —— — — dto. Em. 1887. 200 sl, . . 457'— 460— Tramwal, Ges., Neue Mr., Prio» ritäls'Äclien 100 sl, , . . 123 — 125 — ll»g,0fl, Silber 211 50 212 — U»g'Westb,(Naab Wraz,li00sl,F, 211 75 212'75 Wienti Uaca!balinen>«cl,.Grs. — — — — Induftrit'Allien (per Vlttck), Vauaes,. Allg. üst.. 100 fl. . . »08 — 110 — EglMer Eisen, und Ttahl'Ind. in Wien 100 sl..... 87— 8850 Eisenbahn,«. Leihg,, Erste, 80 fl. 1L5 — 126 — „Llbemn!)!". Papiers, u. <8.>G. 101 — 102 — Uirsinner Vrauerei 100 sl. . . 142— 14350 Montan ^'jellsch., Oest. alpine 14i> 05 145'55 Pn>l,er ^!55 —570 — Wr, «augssellschllft 100 fl. , . 11N-75 11175» Wirnerbergcr ZiegelÄctien-Ges »20 — 32^^, Diverse z°se (per Stück). Budapest Basilica (Dombau) . «'75 ? 10 «lrebitlose U>n fl...... 18725 19825 Clan, Lose 40 fl. !lM. , . . 60 25 61'25 4"/,iVu»aU'Lampfsch. 1N0sl,CM, 155 — 1SU'— Ofcnei^Luse 40 fl..... «2 80 63 50 Palsf^Lo!!.- ^> fl, CM, . . . «I'5N 62 5<» «utl,eu Kreuz. Ocst. Ges. U, 10 sl. 19 50 20-50 Ruthe» ttrenz, Una. e...... 58-80 08-82^ London........ I»<1 — illo »0 Paris ........ 47 »?, 47 6»^ St. Petersburg ..... —— — - Valuten. Ducaten........ 589 57< 20,Francs Sliilie..... S53, s»4, Deutsche Neichsbantnole» . . 58-82^. 58 87^. Italienische Aanlnoten . . . 4545 45 55 Papier »iubel...... 1-27^, 1 »?»« ^^|" stichelhaaiigür, reinrassiger «Vorstehhund ^üüik °a) im drillen Feld sowie eine rein-Ünf ,L' von prämiierten Eltern stammende, ^(J1»ate alte (125) 3-1 i^achshündin L. 's°li\varz mit seihen Zmcluin) ^ sehr billig abzugeben. ^OH», . res beim Ingonieur Helnrloh T^a Littai. sonnige, gartenseits gelegene hit tj Woliiiiiii|| !> k-kell miinern> Küche, Speisekammer, blj«'Ua ¦- un.d Dachboden, ist für den f'lor lermm in der Deutsohen Gawe . > lm 1. Stock, zu vergaben. fÜig '^^gea beim Hausmeister, eben-v^'^oder im II. stock rückwärts, Kw) 3-1 ^'Str.1 Cveks ^r^. Wachholder- ufji brantwein ^$IMz%Š&w 'st al3 bester und rein->^^9|*^y aohmeokender bekannt. ^ Marke. Destillateur Franz CTek Stein, Krain. (24) 3—3 St. 7846. Oklic. Vsled brezuspešne prve izvräilne dražbe v izvrSilni reöi Helene Mikliè iz Tržišèa (po c. kr. notarju St. Pir-natu) proti Francetu Miklièu iz Tr-2iš(:a bode se dn6 26. januvarja 1898 druga izvrftilna dražba posestva vlož. fit. 130 katastralne obèine Tržišèe pod prejšnjimi uveti tukaj vräila. C. kr. okrajno sodišèe v Mokro-nogu, dn6 22. decembra 1897. (69) 3—2 St. 5763. Oklie. C. kr. okrajno sodišèe v Kostanje-vici daje na znanje: Zamrlemu gospodu Martinu «Rak», bivšemu župniku v ŠL Jerneju, postavi se Alojzij Zabukošek iz Kostanjevice kuratorjem ad actum, se dekretira ter se mu zemljeknjižni odlok z dn6 17. no-vembra 1897, St. 5073, dostavi. C. kr. okrajno sodiäße v Kostanje-vici, dnö 28. decembra 1897. (5910) 3—3 I. 8584. Edict. Beim Fruchtlosen verstreichen der ersten executive Feilbielung der Realitäten der Theresie Hustaric Einl. Z. 119, 120 und 385 Eatastralgemeinde Kälbersberg wird zur zweiten auf dem 19. Jänner 1898. vormittag 11 Uhr, hiergenchts angeordneten mit dem Anhange des frühern Bescheides geschritten. K. k. Bezirksgericht Tschernembl am 20. December 1897. > (5803) 3—3 St. 8971. Razglas. C. kr. okrajno sodiäöe v II. Bistrici naznani, da se je z odlokom z dn6 2. marca 1897, St. 1802, na 8. novem-bra 1897 doloèena druga izvršilna dražba Josipu Stemberger iz Kuteževa öt. 19 laatnega zemljiäöa vl. št. 71 kat. obèine Trpèane s prejänjim pristavkom prestavila na 30. maja 1898, ob 11. uri dopoldne, pri tem sodisèi. C. kr. okrajno sodišèe v II. Bistrici, dnö 9. novembra 1897. (5109) 3—2 St. 10.214. Oklic. C. kr. deželno sodiäöe Ljubljansko naznanja, da se prestavi po odloku z dnè 7. avgusta 1897, fit. 7333, na dan 8. novembra 1.1. odrejena druga izvr-Silna prodaja na 700 gld. in oziroma 325 gld. cenjenih Josipu Tome lastnih zemljišè vlož. št. 625 in 752 kat. ob-èine Karlovsko predmestje na dan 14. sebruvarja 189 8, ob 10. uri dopoldne, pri tern sodifièi s pristavkom, da se posestva tudi pod cenjeno vrednostjo oddajata. ___ V Ljubljani, dn6 6. novembra 1897| (79) 3—2 St. 4732. Oklic. Dne 2 4. januvarja 1898, ob 11. uri dopoldne, vrsila se bode pri podpisanem sodišèu druga i/.vr-šilna prodaja Janezu Tekavcu iz Tav-željev lastnega, sodno na 140 gld. cenjenega zemljišèa vlož. St. 82 kat. obè. Kavne. G. kr. okrajno sodisèe v Cerknici, due 24. decembra 1897.