Nr. U9. Dienstag, 24. März 1908.____________ 127. Jahrgang. MbacherMMmg l»H«n«tfationSp«i«: Mit Po st Versen dun«: gaiizjä^iss »o ll. halbjülmn ,ü «. Im Koiüllr : „anzjähn,, « ^, halbjährig i, X. ssür die Zustellunss in« Hau« „anzjilhrin i! l(. — Inscr«n Ministerium für Kultus und Unterricht Dr. Sigismund Pilat und Franz ^unovsky den Titel und Charakter eines "unisterialrates tarfrei allergnädigst zu verleihen Wuht.___________________Marchet m. p. Dm 21. März 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staats« bruckerei das Titelblatt, das chronologische und alphabetische Repertormm zum Jahrgange 1907 der rumänischen Ausgabe des Reichsgejetzblattcs ausgegeben und versendet. Den 23. März 1908 wurde in der l. l. Hof. und Staats« druckerei das X. und XIV. Stück der italienischen, das XXI. Stück der böhmischen und das XXII. Stück der kroatischen Ausgabe des Reichsgesehblattes des Jahrganges 1908 aus» gegeben und versendet. Nach dem Amtsblatte zur «Wiener Zeitung» vom 21. und 22. März 1908 (Nr. 68 und 69) wurde die Weiterverbreitung folgender Preßerzeugnisse verboten: Nr. 14018 «!/ Inckponllente. vom 14. März 1908. «1^' Intsrnllxioulliinmo lvpudbiinmo. I«"osslio üi krop»-^llnün, pubbliellt« «lall». ^eüei-Kxiouv Oiovnmie linpubblielln». I^izur« — rivmoutono», 21 Ventono OXVI. — Numero uuioo — 10 öl»sxo 1908. Nr. 10 «?tilo!l», »oeiilni Iiovuo»ti: 0di»u^ Kil^äeio-vom 14. März 1908. Nr. 11 .Dudrovniil» vom 14. März 1908. Nr. ? »Grobian, vom 10, März 1908. Nr. 11 «Deutsche Grenz.Stimmen» vom 14. Lenzmonbs (März) 1908. Nr. 22 «Egerer Neueste Nachrichten» vom 14. Lenzmond (März) 1908. Mchtamtlicher Heil. Die mazedonische Frage. Aus Sofia wird belichtet: Der englische Vor-schlag an die Mächte, betreffend die Ernennung eines Generalgouverneurs für Mazedonien, hat in allen Schichten der bulgarischen Bevölkerung die günstigste Aufnahme gefunden. Dieser Emdruck ist jedoch nach dem Bekanntwerden des Punktes, be-treffend die für die Integrität der Türkei zu übernehmende Garantie, namentlich unter den Mazedoniern einer lveniger optimistisäien Beurteilung gewichen. Die amtlichen Kreise haben von Anbeginn eine skeptische Haltung eingenommen. Wiewohl auch sie den Vorschlag freudig begrüßten, verhehlen sie sich keineslvegs die großen Schwierig leiten, welche der Verwirklichung des vom Lon-doner Kabinett angeregten Gedankens noch im Wege stehen. Außerdem erscheint ihnen die Berufung eines solchen Generalgouverneurs allein noch keineswegs als genügende Garantie für eine dauernde Beruhigung des Landes. Immerhin findet aber das jetzige Auftreten Englands rückhaltlosen Beifall. In den diplomatischen Kreisen hält man die Durchführbarkeit des englischen Vorschlags für zweifelhaft,. Trotzdem wird aber allgemein die Art anerkannt, in welcher England in das Reformwerk ein rascheres Tempo zu bringen bemüht ist. Die erwähnten Kreise sind darüber unterrichtet worden, daß im ^alle der Unmöglichkeit der Er> zielung eines Einvernehmens unter den Mächten oder des Versagens des englischen Vorschlags die russische Regierung mit einein weniger radikalen, dafür aber durchaus annehmbaren und erfolgversprechenden Vorschlag hervortreten wolle. Zur Begründung der skeptischen Haltung^ loelche man in den maßgebenden serbischen Kreiseil zu der von England vorgeschlagenen Ernennung eines Generalgouverneurs für Mazedonien ein» nimmt, wird nach einer Meldung aus Belgrad darauf hingewiesen, daß bei den gespannten Beziehungen zwischen den Nationalitäten in Altserbien und Mazedonien die Herstellung der mit der Er» nennung eines Gouverneurs angebahnten Autonomie Mazedoniens nur zu einer Verscl)ärfung der dortigen Differenzen beitragen würde, welche in der ivolge selbst zu einem Eingreifen der beteiligten Balkanstaaten führen könnten. Nach der Ansicht leitender serbischer Staatsmänner ist die Lösung des mazedonischen Problems nnr unter voller Be-nicksichtigung der einzelnen mazedonischen Nationalitäten möglich. Eine einseitige Entscheidung würde den Keim weiterer und vielleicht ernsterer Komplikationen in sich tragen. Unter den gegenwärtigen Verhältnissen wäre es der günstigste Ausweg, zunächst das Mürzsteger Reformprogramm in seinem vollen Umfange und unter Ausdehnung auf alle Teile der drei mazedonischen Pilajete möglichst rasch durchzuführen. Erst wenn auf diese Weise die Lage der christlichen Bevölkerung erleichtert würde, wäre der Zeitpunkt auch für weitere Maßnahmen zur Erhaltung der durch die Reformaktion geschaffenen geordneten Zustände gekommen. Feuilleton. Großmama. Slizze von A"t von ihrem letzten Besuch bei Großmama. Ge cwe drei Tage vor ihrem Tode. Da sei sie noch so 'wlilcnif gewesen, die liebe, gute Tante. Nein, daß ^ W schnell gehen würde, das hätte sie sicher nicht glaubt. Der Generalmajor a. D. brummte in en Vart unverständliche Laute, die ebensowohl ^'Mlumung als Unbehagen ausdrücken konnten. ^tte Georg, im sechzigsten Jahre noch Privat- ."^lit an der benachbarten Universität ser sprach "vcr klassische Philologie), erklärte, wie sich die ^.t"! Römer das fortleben noch dem Tode gedacht "Uen, und Tante Bertha war ein lebendiges Fra- ,^eich^: „Nein, wer hätte das gedacht? Nein, '""'hätte das geglaubt?" „« ^ " bü' blonde Gerda und einer der Lent-"auts fohlt,. Das merkte aber niemand im fassungslosen krii> >?^ bn erst gemildert wurde, als Jean in malleiici, Gläsern funkelnden Burgunder kre. s.^^ ^" eme der StiftHdamen seufzte aus '""vachn Bn^. ,)lch ^ 5^ Chateau rose — letzte Weihnacht hat sie noch dreimal an ihrem Glas genippt!" — „Ach ja — dreimal genippt!" echote die zweite Stiftsdame, und die dritte ergänzte: „Dreimal genippt!" Jetzt brummte der alte Geue ralmajor abermals in den Bcn-t, und Leutnant Botho hörte deutlich die Worte: „Alte Schachteln!" Er behielt sie für sich, aus verwandtschaftlichen Rücksichten nnd ans solchen der Subordination. Wenn der Alte auch längst a. D. war. „Und eigentlich hatte er ja recht!" lind er stich mit Onkel Ge n era I major an. Gerda nnd der Leutnant fehlten noch immer. Elsa, der kecke Backfisch, kam sich recht überflüssig vor in del,- Trauerversammlnng. Sie rekognoszierte daher die Nebenränme. Als sie in Großmamas zierlich möbliertes Boudoir treten wollte, hörte sie ein leises Geräusch. Die Tür war halb angelehnt. Eise dielt sich am Türrahmen, hob sich m,f die Zehenspitzen und ließ die Instigen brannen Angen dnrch den Spalt blicken. Sekundenlang... Dann trat das Mädel leise zurnck, spitzte die Lippen und kirrte ganz, ganz leise. Ob sie's denen drinnen sagte? Geschähe dieser Gerda schon recht. Die immer so klug tut und alles besser wissen will. Indessen, das weibliche Tolida-ritätsgefühl siegte in der Sechzehnjährigen. Und dann — es war doch so himmlisch poetisch gewesen, was ihre Augen erblickt hatten. Ach — wenn man doch nur erst soweit wäre! So eine richtige Liebe zu einem wirklichen Leutnant, die mußte doch wunderbar sein. Selbst wenn er „nur" ein Vetter dritten Grades war. — „Ich hatte es Großmama gesagt, daß wir mrs lieben!" flüsterte drinnen Gerda. „Die liebe, liebe Großmama — erst hat sie mich ans die Stirne geküßt und dann — legte sie ihre Hand auf mein Haar und segnete mich. Wir sollten nns immer, immer lieben. Nur ein tiefinncres Glück gibt es, sagte sie, das sei die echte Zuneigung zweier Herzen, die auch das Grab ütx'ldauere. Und dann hat sie geweint." Zlr>ei große, dicke Tränen rollten über Gerdas Wangen, und der Offizier drückte Gerda fest an sich und küßte die blinkende Tropfen hinweg. „Du Liebe, Gute!" klang es an ihr Ohr. Dann fanden sich heiße, rote Lippen. „Weißt du, .sxins, Großmama hat mir noch etwas anvertraut. Ich lveiß aber nicht, ob ich dir's sagen darf." „Mir darfst dn alles sagen, Süße, du wirst doch nieine herzige, kleine Armi." „Großmama hatte eine — Jugendliebe. Aber sie konnten nicht heiraten, weil er bürgerlich war und deshalb litten es die Eltorn nicht, und er ging in die ^crne und kam nicht wieder. Aber geliebt hat sie ihn immer. Sie hat mir auch sein Bild gezeigt — eine Silhouette und ein Päckchen Briefe und — gab mir l>eides." Auch der Offizier fühlte es naß in den Augen. „Die mußt du mir zeigen; in unserer Ehe wollen wir gemeinsam die Briefe lesen." Gerda schmiegte sich an den (beliebten. „Ich habe sie nicht mehr!" „ , . . nicht mehr — wo sind sie denn?" Laibacher Zeitung Nr. 69. 608 24. März 1W8. Politische Uebersicht. Laib ach, 23. März. Aus Eapodistria wird gemeldet: Tor Landtag hat den Gesetzentwurf, betreffend die Abänoernng des Landesstatutes und die Erlassung einer neuen L a ndta g s lv a I) lord n u ll a f ü^r I st r ien. ai,genonunen. Nach der vereinbarten'Nahlbe^irks-einteilung lvird sich der künftige Landtag, abgesehen von drei Virilisten, auo 2.^ italienischen und l!) sta^ vischen Abgeordneten znsammensetzm, während bisher ^1 italienischen Abgeordneten s> Slaven gegenüberstanden. Da bei der Vildnng der Wahlbezirke dem Principe der nationalen Aggloineration im weitestgehendcn Ausmaße Rechnung getragen wurde, ist einem Nahlkampfe zwischen den das Land bewohnenden 3cationalitäten in Hinkunft der Boden entzogen. Es steht somit zu erwarten, dan die erwähnten Landtagsbeschlüsse eine wesentliche ^sbschwächnng der nationalen (Gegensätze in Istrien herbeiführen werden, deren segensreiche Wirkung anf allen wirtschaftlichen Gebieten des Landes gewiß nicht ansbleiben wird. Aus Agram lvird berichtet: Die kroatisch-serbische Koalition richtete an die kroatische Nation eine.>t'unogebnng, in der anf den einzig in der Geschichte dastehenden ^all hingewiesen wird. daß der kroatische Landtag vertagt wurde, ehe er sich konstituieren konnte, ferner wird hervorgehoben, das; die Ernennung des Varon Nauch zum Panns gegen den Willen des Volkes erfolgt sei. Tie Ereignisse zeigen, daß man Kroatien ohne Landtag gegen das Gesetz mit absolutistischen Mitteln regieren wolle. Unter Hinweis auf die letzten Wahlen, die für die Koalition eine Zweidrittel-Mehrheit im Landtage ergeben, wird erklärt, 5aß die Koalition mit allen gesetzlichen nnd ver-fassnngsmäßigen Mitteln den Kampf gegen oie verfassungswidrige Negierung des Varon Ranch fortsetzen werde. Ebenso werde sie auch gegen die Pester gemeinsame Regierung kämpfen, bis sie d'.'m kroatischen Königreiche die Mittel errungen haben wird, nm anf gesetzlichem Wege nnd anf gleichberechtigter Grnndlage sein Verhältnis znm Königreiche Ungarn in einer Weise abändern zn können, daß dadnrch die Unabhängigkeit, und Freiheit Kroatiens sichergestellt wird. Die Koalition wird auch ferner für das allgemeine nnd geheime Wahlrecht eintreten. Tie empfiehlt dem kroatischen Volke, vor allem das Einvernehmen zwischen den serbischen nnd kroatischen Söhnen des Vaterlandes zu pflegen, weiters auch im gesellschaftlichen Leben das verfassungswidrige nnd antinationale Erperi-ment unmöglich zu machen. — Die Kundgebung isi von 5>^ Abgeordneten unterzeichnet. Man schreibt ans K o n st a ut i u op e l: In der Türkei lebende russische Untertanen, welche während des russisch-türkischen ^-eldznges im Jahre 1677 große Verluste erlitten, fordern für oie Rückstände der Entschädigun ge n für die erwähnten Verluste Verzugszinsen, die auf beiläufig W0.000 türkische Pfunde geschätzt werden. Die russische Votschaft hat zur Unterstützung dieser For- derung seit dem Jahre 1902 wiederholt Schritte bei der Pforte unternommen, in welcher sie auf der Regelung dieser Schuld bestände», hat. Die Verhandlungeil, welche zwischen der Pforte und der Botschaft über diesen (Gegenstand gepflogen wnr-den, führten bisher zn keinen, Ergebnisse. Nun mehr ist die Votschaft wieder auf die Angelegenheit zurückgekommen nnd hat neuerliche Verhandlm',^',, mit der Pforte eingeleitet. Tagesnemgleiten. — (Aus der Sprache der Liebe.) Dic Hanatinnen, Bewohnerinnen der Hanna in Mähre», nennen ihre Liebhaber — „Anflammerer". Die Sennerin der nroler und steirischen Alpcnwclt nennt den Mann ihrer Wahl, und wenn er auch schon über 40 Jahre zählt — „ihren Vuab'n". Die Tiroler und Oesterreich«! haben ihr „Dirndl". Die Slaven verkleinern ihre geliebten Wesen, indem sie sie „Herrchen". „Seelchen" nennen. Der Chinese tituliert die Geliebte „nie verwelkende, himmlische Teeblütc", der Tatar „makelloses, nie ermüdendes Füllen", der Japaner „unsterblich schimmernder Goldlack der Jugend". Der Türke nennt sie „köstliche Tulpe aus des Propheten Garten", der Gaffer „nie schlafendes Schlangenauge". Der Wiener aus den unteren Vollöllassen nennt das Mädchen, das er heiraten will. „seinen Teil". Das Stubenmädchen hat ihren „Schatz". Der Student hat sein „Verhältnis", der Schriftsteller betet „einen Engel", der zärtliche Sachse ein ...Näferchen" an; in einigen Gegenden des Erzgebirges wird der AuLerwählte ...tterl" genannt. Viele Liebhaber aber haben schon in der Gegenwart ihre „Zukünftige". — (Wegen Schnürchens c r s ch o s s e n,) In Bern bewohnten der bernerische Schlossergeselle Althaus und der tessinische Maurer Pozzi zusammen ein Zimmer. Der Maurer hatte die Gewohnheit, beim Schlafen heftig zu schnarchen, wodurch er sich das Mißfallen seines Zimmerkameraden zuzog. Dieser äußerte sich auch in »letzter Zeit wiederholt, er wolle dem Zeug schon abhelfen. Am Sonntag abends nun schloß Althaus beim Schlafengehen das Zimmer ab. Als Pozzi dann später an die Türe pochte und Einlaß begehrte, ergriff Althaus sein Ordonnanzgewehr und gab einen Schuß durch die geschlossene Tür auf den draußen Stehenden ab. Das Geschoß traf Pozzi mitten durch die Stirne und er stürzte tot zusammen. Der erschossene Pozzi war der einzige Sohn einer 60jährigen Witwe, für deren Lebensunterhalt er aufkam. — (Die Behandlung der Taschenuhr.) In den Metropolen der schlveizerischen Uhrenindustrie erhält der Käufer einer Taschenuhr gewöhnlich den guten Rat mit auf den Weg: „Ziehen Sie Ihre Uhr regelmäßig um dieselbe Tagesstunde auf. dann wird sie regelrecht funltio nieren." Der höchste Grad der Präzision im Gange einer Taschenuhr scheint aber erreicht zu werden, wenn man das Aufwinden am Morgen besorgt, wie aus den Verhandlungen ersichtlich ist, die über diese scheinbar geringfügige Frage am 13. d. auf der Monatsversammlung der „British watch and clock maters guild" in London gepflogen wurden. Einige Mitglieder dieser Korporation waren der Meinung, daß das Aufwinden am Abend geschehen sollte, weil am Morgen die Wahrscheinlichkeit vorliege, daß die Uhrfeder kälter als später am Tage sei, wo die Uhr in der Westentasche getragen wird. Je kälter die Feder, desto größer die Chancen, daß sie beim Aufwinden bricht. Diese Ansicht wurde aber von der Mehrzahl der Anwesenden nicht gcleilt. wie es sich bei der Abstimmung über den Gegenstand der Tagesordnung erwies. Die meisten waren der Meinung, daß es am vorteilhaftesten sei. die Taschenuhr frühmorgens aufzuwinden. Tagsüber nämlich hat die Uhr manchen harten Ruck und Stoß auszuhalten. Sie wird weit seltener dabei zu Schaden kommen, wenn die Feder voll aufgewundeu ist. Nachis hat der Umstand, daß die Uhrfeder nur teilweise aufgewunden ist, bei der horizontalen Stellung, welche die Uhr auf einem Tische ruhig liegend einnimmt, leinen so großen Einfluß auf den Gang wie während des Tages. — (High life.) Ein nicht übles Geschichtchcn aus der vornehmen Pariser Welt berichtet der „Gil Blas", dem man allerdings nicht Zedes Wort zu glauben braucht. Ein sehr vornehmer Aristokrat wollte letzthin in seinem Hotel eine große politische Soiree geben. Polizeiprä'fclt Lupine bat ihn zu einer kurzen Unterredung zu sich und sagte ihm mit ausgesuchter Höflichkeit: „Herr Graf, Sie würden mich sehr verpflichten, wenn Sie eine Einladung für ei'.'en meiner Angestellten reservieren wollten." — „Aber. Herr Präfelt? Welches Ansinnen, stellen Sie an mich! Bedenken Sie doch. daß ich die vornehmsten Pariser empfange. W>e kann ich diesen zumuten, mit einem Geheimpolizisten in Berührung zu treten!" Herr Lupine lächelte in seinen grauen Bart und erwiderte: „Würden Sie die Freundschaft haben, mir die Liste Ihrer Gäste zu unterbreiten?" Der Graf kam dieser VMe artig nach und überreichte die Liste. D" Präfclt überflog sie und sagte dann mit seinem freundlichen Lächeln: „Sehr schön, Herr Graf. Ich dringe nicht weiter in Sie, Sie sind meinen Wünschen nachgekommen, sogar in sehr weitem Maße. Ich habe die einzige Einladung, um die ich Sie ersuchte, nicht mehr nötig, 2ic haben gleich fünf selbst eichen lassen!" — (Das faule Modell.) Als I. E. Njepin. der berühmte russische Maler, seine Studien zu den „Zaporo-gern" machte, hatte er ein putziges kleines Erlebnis, über das er, nach dem „St. Pet. Herold", wie folgt berichtet: Ich sehe in Kleinrußland eine Gruppe Männer im Grast liegen. Während ich rasch Skizzen mache, rüstet sich der eine, der interessanteste, einzuschlafen. „Ich gebe dir fünf Rubcl, wenn du dich zeichnen läßt," sage ich zu ihm. Der Kerl sieht mich an und sagt dann bedächtig: „Da hast du zwei Kopeken, laß mich aber in Nul)< schlafen." legte sich hin und begann zu schnarchen. LolaI- nnd Provinzial-Nachrichten. " Philharmonische Gesellschaft. Fünftes Mitgliederlonzert am 22. März 1»08. Mit einem vollen, lonsonanten Akkord echten künstlerischen Erfolges schloß das fünfte Mitglicderkonzert die Reihe der ordentlichen Konzerte der Philharmonischen Gesellschaft, die für das Gedeihen des Musiklebens unserer Stadt, das sie in hohem Maße beherrschen, von so großer Wichtigteil sind. Instrumentalmusik füllte überwiegend die Vortrasts-ordnungen ill der richtigen Annahme, daß das Orchester der berufene musikalische Erzieher des Publikums ist, weil es die absolute Musik in ihrer reichsten Gestaltung offenbart, weil es die Tonkunst in tausend Zungen reden laßt- Die zur lll'eige gehende Saison mit ihren zahlreich^ Veranstaltungen hatte neuerlich den Beweis erbracht, daß „Wo sie hingehören — in Großmamas ^arg. Als alle gegangen waren nnd nur Jean bei der Toten Wache hielt, habe ich sie ihr zur Seite gelegt. Ich dachte, das sei ihr letzter Wille."-------------------- Im Porderznnmer trank der Generalmajor a. D. eben das fünfte Glas Chaieau rose; die Stiftsdamen ergingen sich in Erinnerungen an das großartige Leichenbegängnis nnd wiederholten einzelne Sätze der Leichenrede. Die Lentnante gähnten gelangweilt, und Botho meinte, die gute Groß-mama hätte doch eigentlich, trotzdem sie achtzig Jahre gelebt, so gut wie nichts vom Leben gehabt. Er dachte an die lanten Freuden, die das Dasein zu bieten vermag, und sehnte sich hinweg aus dein Trauerhause. Das letztere taten eigentlich alle. Aber keiner wollte so pietätlos fein und den Alifang machen mit Abschiednehmen. Erst als der Generalmajor a. T. das siebente Glas Ehatean rose genehmigen wollte, gab die Frau Generalmajor a. D. das Zeichen znm Aufbruch. Es gab Dinge, die gingen denn doch über ihr Pietätsgefühl. --------— Nach drei Wochen kamen Arbeitsleuie mit Arten und Tagen, und die alten Fruchtbäumc wurden zu Vrennholz zerhackt. Dann wurde Groß-mamas Garten genau vermessen und parzelliert. Im Privatbureau des Iustizrates erklärte dieser selbstbewußten Tones, daß er aus dein Anwesen '>wei Millionen und fünfnndfünfzigtausend Mark erzielt habe. Nach Jahr und Tag standen Prunkdolle Miets-Paläste an Stelle von Großmamas Garten. Bei uns in Amerika. Vyn Kate van Neeker. (17. Fortsetzung.) lNachdrütl verboten.) Dann sah sie anf die erregten, vei-stimmten «Gesichter und verstummte erschreckt. Man konnte oie beiden wahrhaftig nie allein lassen. Sie hatte deshalb schon das Spiel vorzeitig beendet, weil die Stimmen so scharf und oie einzeln herübcrtönenden Worte so wenig nach freundlichem, Meinnngsans-tansch geklungen hatten, und nun kam sie doch wohl zn spät und schien auch nicht gerade die richtige Versöhn nngsphrase getroffen zn haben, dcnn Inanita, die geliebte Missie rücksichtslos mit dem Fnß von sich stoßend, fuhr sie unfreundlich an. „Und den Hochmut, und die kleinlichen Vor-nrteile dazu! Ducke Sie sich, Missie! Ich werde Sie die Krallen beschneiden, Sie alberne Tier, wenn Sie wolle mich kratzen!" „Der Graf von Honkenbrnck läßt fragen, ob die Damen zu sprechen sind?" Der alte Diener des Hauses nuterbrach mit dieser Meldnng die unerquickliche Szene. Halb ^u Tilianna gewendet, die ihm von den häufigen Besuchen im Hause her bekannt war nnd ihm, der sich durch den langjährigen Dienst im Hanse des Generals beinahe selbst als Aristokrat fühlte, als höhere Autorität als Iuanita galt, fügte er leise hinzu: „Ich meldete zwar, daß ^ran Gencralin nicht zu Hause seien, aber der Herr Graf sagte —" hierzu eine ^chwenknng nach Inanita, die sich schnell und mit vollkommen verändertem (^sichts- nusdruck umgewendet hatte — „das gnädige Arä'^ lein hätten ihn zn dieser Stnnde eingeladen ^ „Aber natürlich, der Herr Graf ist willkl,'M-inen. Was haben Sie zu fragen? Er soll eintreten, ich erwarte ihn!" rief sie lebhaft, nut herrisch"' Handbewegung nach der Tür weisend. Der alte Ferdinand zögerte nnd warf ciin'N fragenden Vlick nach Dilianna. „Ich dachte, weil gnädige ^ran nicht zu Hause sind und die jungen Damen sonst nie allein en'p' fangen -" „Sie haben zu denken gar nicht," heN'sai^' ihn Inanita zornig an. „Ich empfange den HcN'N Grafen, schnell!" Tilianna hatte sich erhoben und ihr Arbeits' körbchen in die Hand genommen. Sie sah noa) immer sehr blaß aus und sehr hochmütig, als st<' jetzt zu Iuanita herübersprach: „Tante hat es M^ mals crlanbt, daß ihre jungen Mädchen Hern'N' besuch empfangen, wenn sie nicht zn Hanse ist. 3"' möchte Sie darauf aufmerksam machen." „O bitte, bemühen Sie sich nicht. Ich f^' nicht nach das, was die andere, die deutsche Ma0' chen dürfen. Vei uns in Amerika man empfang seine freunde immer allein nnd wenn es belief-So eilen Sie doch, Ferdinand, ich will empfang! den Herrn Grafen." „kommen Sie mit mir, Aränloin Susann^ oder wollen Sie hier bleiben?" fragte Dilmu""' nach der Seitentür schreitend, und ehe Suschen no" recht überlegen konnte, was hier das Nichtige !'' fuhr Iuanita spöttisch dazwischen. (Fortsetzung M ' LM°cher Zei.«,» sir, 6», «««________________________________________24, März ,90«, das Publilum in seinem Musildicnstc vicl ernster und eifriger geworden ist, sei cs durch die Macht der Gewöhn-he'l, sei es durch die fortschreitende musikalische Bildung, um die sich die Philharmonische Gesellschaft, ihre Lehrer, «hre Künstler, ihre Streicher große Verdienste erworben haben. Das Erwachen des Lenzes da draußen in Wald und Hlur wird in herkömmlicher Art pflichtschuldig auch im Konzertsaalc verherrlicht, indem die bereits in früheren Jahren erfolgreich aufgeführte Ouvertüre von Karl Gold-marl: „Im Frühling" den Abend eröffnete. Wie jugendfrisch erklingt doch das Weil des 78jährigen Komponisten, der seinem Ruhm durch die jüngste Schöpfung, die reizvolle Oper ..Vin Wintcrmärchcn". neuen Glanz verlieh! Die Frühlingsouvertürc bringt die mannigfaltigsten Stimmungen beim Erwachen des Lenzes, vom Sehnen und Träumen bis zu heller Freude und jubelnder Lust, mit der der Frühling „mit Brausen, ein echter Held" sein kommen tündet. Reizend sind in das thematische Gewebe Naturlautaußerungen organisch eingefügt, ohne jedoch die Kunstform der Komposition in die rhapsodische Zerflossen-heit von Programmusil auszudehnen, Die Behandlung des Orchesters läßt die bekannte Meisterschaft Goldmarts, wie m allen seinen orchestralen Werken erkennen, Feurig, bc-schwingt, die mächtigen Steigerungen in kraftvoller Ausarbeitung, entfaltete daS philharmonische Dichtster unter Leitung des Musikdirektors Herrn Josef Zöhrcr allc seine Vorzüge: die erstaunlichen fortschritte dankt es dem gleiße und Kunstverstandc seines Dirigenten und das Publikum nahm auch mit Freuden den Anlaß wahr. seine Anerkennung dem Dirigenten und dem Orchester durch herzliche Beifallsbezeigungen auszudrücken. Die schönen Tugenden eines einheitlichen, wohldisziplinierten Zusammenspiels bewies das Orchester ferner in der wirkungsvollen Ausführung der ebenfalls voi, früheren Aufführungen bereits bekannten dritten Sinfonie in i'-ll,!,- von Anton Dvorak. Die Sinfonie zeigt uns Dvorak in der Fülle des Talentes sowie seiner großen Fähig leiten und gehört infolge ihrer Klarheit und einheitlichen Stimmung, dank ihrer geistvollen und rhythmischen und harmonischen Wendungen, vermöge ihrer blendenden orchestralen Klangfarben, ihrer lontrapunltlichen Kunst, vor allem aber durch herzliche Melodik zu den besten Werken des Komponisten. Die ersten drei Sähe, insbesondere das schöne Andante und das reizende Scherzo erheben sich zu allgemein eingänglichcm Eindruck, während der letzte Sah durch seine Acußcrlichlciten den Hauptgedanken überwuchert. Eine neue Erscheinung am Konzeithimmel, eine junge, anmutige Violinlünstlcrin, Fräulein Teresina Schuster, eroberte sich rasch die Sympathien des Publikums, das die Künstlerin durch rauschenden, langandauernden Beifall ehrte und zu wiederholtem Erscheinen auf der Musikbühne zwang. Der Name der Künstlerin ist in Laibach nicht unbekannt; in ihren Adern fließt echtes Künstlerblut, da ihre Mutkr, eine treffliche Violinvirtuosin, die gegenwärtig als Lehrerin der Tonkunst am Hernalser Qffizicrstöchterinstitute wirkt, unter ihrem Mädchennamen Tcresina S c y d e l, Mit ihrer Schwester Karolinc, einer gediegenen Pianistin, 'n den achtziger Jahren im ehemaligen Redoutensaalc! wiederholt mit großem Erfolge konzertierte. Ihrer Tochter hat sie nicht nur das große Talent vererbt, sondern sie auch sur künstlerischen Laufbahn vorbereitet, auf der sie der ausgezeichnete Künstler und Pädagoge Jakob Grün, Professor am Wiener Konservatorium, weiterleitete und zu achtenswerter künstlerischer Höhe führte. Fräulein Teresina Schuster vereinigt vcrhcißungs-volle Eigenschaften, die das junge Mädchen zu einer fesselnden Künstlererscheinung erheben. Ihr Spiel ist frei b°n nervöser Maniricrtheit und zeigl leine jener Unarten, ^e sehr häufig Virtuosinnen in unangenehm auffälliger ^eise anhaften. Ihre Haltung ist ebenso anmutig wie ihr? ^lschcinling, den Bogen führt sie mit Schwung und ^/eganz, ihre hervorragende technische Ausbildung harmo-"icrt mit Reinheit und Klarheit der Intonation und feiner ll'usillllischcr Empfindung. Bei einer so jugendlichen Kunst-erin, die erst in der Entwicklung begriffen ist, kann natür-uch die Eleganz des Striches und die Sicherheit der fein ausgebildeten Technil noch nicht auf gleicher Stufe mit Markigem Ton und der Innigkeit und Tiefe des Vortages >tehen. Jener große, kernige, volle Ton. wie er bei-pielsweisc bei Burmester von geradezu faszinierender Wir-"Ng, ist, jener unendlich süße, eindringliche Gesang, wie 'hn Sarasate seiner Zaubergeigc entlockt, wird sich voraus l'chtlich erst mit zunehmender Reife. Vertiefung und Voll endung einstellen. Ein mächtiger, tiefer Eindruck ist daher Urzeit ihrer Kunst noch versagt; uneingeschränkt bleibt je °ch dadurch die Bewunderung für die Vielseitigkeit und 'cherhcit einer virtuosen Technil, die Freude an einem ausgebildeten musikalischen Geschmack und einer lüustleri ! )en Anffassnng, durch die sie manchen Violinlünstlcr ucr unlelt. In jhr^ Hand wird die Geige als anmutsvolle ^"""'stimme des Orck)estcrs geadelt. Uebrigens vertiefte 1 die jugendliche Künstlerin in die herrliche „Ciacona" ^ I. S. Nach mit einer Objektivität und einem Stil-^'Uhl. denen nur die männliche markige Kraft cincs Bur, , mcstcr und Funtcl fehlte, um sich als vollkommen bezeichnen zu können. Im zlveiten Violinkonzert mit Orchestcrbcglcitung von Heini Wieniawsli hatte Fräulein Teresina Schuster vollauf Gelegenheit, durch die Leichtigkeit und Sicherheit, mit der sie allc Virtuosenlunststücke durchführte, zu glänzen. Namentlich gelangen Terzen-, Sexten- und Oltavgänge mit überraschender Eleganz und Reinheit. Die reizende Romanze, das Wertvollste in dem Konzerte, trug die Künstlerin mit schöner Empfindung vor. im Schlußsätze, einer feurigen Zmgarcse, entwickelte sie viel Bravvur; nur wären hier temperamentvollere Ausdruclsmittel, mehr Kraft und Schwung am Platze gewesen. Dem stürmischen Verlangen Folge leistend, brachte Fräulein Schuster als freundliche Zugabc die Komposition eines jungitalicnischen Kom ponistcn, bei deren sauberer Wiedergabe wir jedoch die Klavierbegleitung vermißten. Der große Erfolg, die ungewöhnlichen Auszcichmm gen, die das Publilum der sympathischen jungen Kunst lerin zuteil werden ließ. ersännen für sie um so schmcichcl haftcr, weil ihr Auftreten in so knapper Zeit nach dem Konzert des berühmten Altmeisters Sarasate erfolgte. .1. — (Der lrai nische Landtag.) Wie man uns aus Wien meldet, wurde der Landtags- und Reichsrats-abgcorbnete Hofrat i. P. Franz K u l l j e zum Landeshauptmann für das Herzogtum Krain ernannt. Zu seinem Stellvertreter in der Leitung des Landtages lourde der Landtagsabgeordnete Gutsbesitzer Leopold Freiherr von Lichten berg ernannt, der diese Stelle schon seit 1897 innehat. — In der heutigen „Wiener Zeitung" wird das kaiserliche Patent verlautbarl. womit die Landtage von Krain, Mähren und Vorarlberg auf den 27. März einberufen werden. Die Einberufung des neugewähltcn Landtages von Krain erfolgt, weil die Absicht besteht, nach Konstituierung des Landtages eine Reform der Landtagswahlordnung durch die Wahl eines Verfassungsausschusses, der seine Arbeiten sofort aufzunehmen lMe. einzuleiten. — (Der neue Landeshauptmann Hof-rat Franz 5 u l l j c) wurde im Jahre 1849 in Laibach geboren und wendete sich nach Absolvierung der Fachschule dem Lehrberufe zu. Im Jahre 18!« zum Vorstände der Zentraldirektion der Schulbücherverläge ernannt, trat er im Jahre 1!»02 in den Ruhestand und wurde bei diesem Anlasse durch die Verleihung des Ritterkreuzes des Leopold-Ordens ausgezeichnet. Neben seinem Berufe entwickelte kullje eine rege Tätigkeit im öffentlichen Leben, In den Jahren 1889 bis 1895 war er Mitglied des lrainischen Landtages, seit längerer Zeit gehört er auch dem Abgcord netenhausc an. Im Jahre 1866 machte Kullje den Feldzug in Böhmen mit. in welchem er schwer verwundet wurde. — (M ilitärische Sonn- und Feiertagsruhe,) Vom l, u. l. Rcichstriegsministerium und vom l. l, Ministerium für Landesverteidigung ist seit dem Jahre 1903 wiederholt die Einhaltung der Sonntagsruhe in den Kasernen angeordnet worden, jedoch wurde diese Anordnung nicht streng genommen und die Sonn- und Feiertagsruhe bestand trotzdem wie von jeher aus Käsern-. Montur-und Bagagevisiten, dann aus Anordnungen und Befehlen j für die in den nächsten Tagen etwa bevorstrl)enden Uebungen und Märsche ?c. Nunmehr ist die Sonn- und Feiertags- ! ruhe im ?>. Korpsbereich in den Kasernen und in mili. tärischen Aemtern sozusagen obligatorisch geworben und ce findet in den Kanzleien an Sonntagen und in der Regel auch an Feiertagen eine eigentliche Amiierung nicht statt. Allc Anordnungen müssen derart früher getroffen weiden, daß hiedurch die Sonntagsruhe eine Einbuße nicht erleidet, Hicmit ist also ein vielseitig längst gehegter Wunsch in Erfüllung gegangen. — (Schloß Miramar.) Vom 1. April an kann das Schloß Miramar täglich von 10 bis 12 Uhr vor« mittags und von 8 bis 5 Uhr nachmittags besichtigt werden. " (E i se n b a h n a n g e le g e n h e i t e n.) Die l. l. Landesregierung für Krain hat zufolge Ermächtigung des l. l. Eisenbahnministcriums der l. l. priv. Südbahngcsell-schaft in Wien den Baulonscns zur Herstellung eines Bahn-mcisterwohngcbäudes samt Schreibstube und Handmagazin sowie eines Nebengebäudes und Auslaufbrunnens in der Station Rakel der Linie Wien — Trieft erteilt. —r, — (Industrielle s,) Ueber Ansuchen der l. t. Ne-zirlshauptmannschaft in Stein um Kollaudierung drr Wasscrlraftanlage und Parlcttenfabrik des Herrn Johann Bahovec in Duplica bei Stein und um Bewilligung zur Aufstellung eines Dampfkessels in der vorerwähnten Fabrik, findet am «, April um 10 Uhr vormittags eine lommissio-nellc Lolalverhandlung an Ort und Stelle statt. Hiebe, werden ein Staatsbau- und ein Maschinentechniler der l. l. Landesregierung intervenieren. — Ueber Ansuchen der l. l. Nezirlshauptmcmnschaft in Gottschee findet am 7. April um 10 Uhr vormittags die Kollaudierung der Erweiterungsbauten bei der Dampfsäge des Herrn Dominil Luüin in Nesseltal durch einen Staatstcchniker der l, l. Landesregierung statt. —1-. — (Aufhebung der Hundclontu m a z i m Bezirlc Laibach Umgebung.) Die l. l. Bczirls-hauptmannschaft Üaibach Umgebung hat die seinerzeit über die Gemeinden St. Veit. <1ik<» in ukolieo <1i-liHl>^ «v. <üii-i'I« ii< Hlt>w<1u v 1>.iuI>iMni" mit dem Sitze in Mottling nach Inhalt der vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —,.. — (Der Wohltätigleitsverein der Vuch^ drucker in K r a i n) hielt Samstag abends in der Restauration des „Narobni Dom" seine diesjährige Generalversammlung ab. Nach der Begrüßung aller Anwesenden durch den Obmann, Herrn O. Planinc. erstattete der Schriftführer. Herr P. Irlo 5 nil, den Bericht über bis Vereinstätiglcit im verflossenen Jahre. Aus bem Berichte wäre zu entnehmen, baß der Ausschuß die laufenden Vereinsangelegenheiten in sieben Sitzungen erledigte und baß im Laufe des Iahrrs drei kleine Ausflüge in bie nächste Laibacher Umgebung, und zwar nach Kaltenbrunn. Vobutil unb Brbo ob Waitsch. sowie ein Familienabend am 14. April anläßlich des zehnjährigen Bestandes des Vereines und eine schöne Weihnachsfeicr am 22. Dezember zugunsten der Witwen und Waisen verstorbener Buchdrucler veranstaltet wurden. Dem Ausschusse sind 26 Gesuche um Unterstützungen zugegangen, die bis auf eines günstig erledigt wurden. Der Verein zählte am 81. Dezember 1907 in Laibach 120, in der Provinz 24. somii zusammen 150 Mitglieder. — Der Rechnungsabschluß, über den der Kassier Herr A. 8 trelelj berichtete, weist 974 X 93 Ii an Einnahmen unb 684 X 69 l> cm Ausgaben, somit einen Urberschuß von 290 X 24 I, aus, mit dem das Vereins-vermögen am Jahresschlüsse auf 2348 X 39 Ii angewachsen ist. — Die Generalversammlung sprach bem Ausschusse sowie allen Gönnern bes Vereines beu besten Dank aus. — In ben neuen Ausschuß wurden folgende .Herren gewählt: Obmann O, Planinc. Obmannstelldertreter I. Korn a r, Kassier A. Ktrelelj , Schriftführer P. I e lo 6 -nil. Ausschußmitglieder M. Hrovatin und F. Kra -^ovic, Ersatzmänner M. A b a m i <- und A. Volel Rechnungsprüfer I. Dimic und I. L a m p i <>. Laibacher Zeitung Ni. 69._____________________ 610 24. März ? 908. — (Religionsphilosophischer Vortrag.) Im evangelischen Gemeindesaal (Maria-Theresia-Strahe) findet heute abend ein Vortrag des Herrn Dr. Hege-mann über „Autosuggestion" statt. ** (D i e T r ig l a v - N o r d w a nd.) Demnächst wird Herr Albert Vlattmann aus Wien in der Sektion Krain des Deutschen und Österreichischen Alpenvereines einen Vortrag über die Ersteigung der Triglav-Nordwand mit Lichtbildern halten. Die Ueberwindung dieser Wand gelang als ersten den führerlosen Bergsteigern Ingenieur Hans Reinl aus Ischl. Dr. Felix König und Karl Do-menigg aus Wien am 9. Juli 1906. Sie benötigten vom Vratatale. da sie in der Nand übernachten muhten, 36 Stunden. Schon am 4. August 1006 folgten als zweite Ersteiger die Herren Gustav Iahn und Franz Zimmer aus Wien, die den Durchstieg in der überrascl?end kurzen Zeit von kaum fünf Stunden durchführten, wobei sie sich in der oberen Hälfte erheblich weiter links als die ersten Ersteiger hielten. Dem Einwand der Minderwertigkeit dieser Tur begegneten die gleichen zwei Kletterer, indem sie ein Jahr später den „Weg" der ersten Ersteiger in 41/. Stunden wiederholten. Die Meinungsverschiedenheiten über die Schwierigleiten des Unternehmens, die durch diesen auffälligen Zeitunterschied entstanden und in der „Qesterreichischen Alpenzeitung" erörtert wurden, hat Herr Vlattmann in dem Sinne geklärt, daß die Triglav-Nordwand zweifellos zu den schwierigsten und großartigsten Kletterpartien gehört. Herr Vlattmann hat über seine Ersteigung im Oesterreichischen Alpenllub in Wien einen mit großem Beifall aufgenommenen Vortrag gehalten und hat sich über Anfrage der Sektion Krain in der zuvorkommendsten Weise bereit erklärt, seinen Vorirag in Laibach zu wiederholen und hiebei etwa 60 Lichtbilder nach eigenen und nach Aufnahmen seiner Freunde vorzuführen. -^ (Die Genossenschaft der Kleider-macher) in Laibach hielt, wie bereits gemeldet, vorgestern ihre diesjährige Hauptversammlung ab. Der Obmann der Genossenschaft. Herr I e l o <"> n i k. begrüßte die zahlreich erschienenen Mitglieder, stellte der Versammlung den Vertreter der Aufsichtsbehörde .Herrn Konzeptsadjunlten Rupnil vor und erstattete sodann den üblichen Jahresbericht. Im abgelaufenen Jahre wurden in Laibach zwei Fachturse abgehalten! am ersteren beteiligten sich 28 Kleider -macherinnen, am letzteren 30 Kleidermacher. Die hiedurch erwachsenen Kosten per 340 15 90 l, wurden von der Handels- und Gewerbetammer bestritten. Die Genossenschaft beteiligte sich durch Delegierte an dem Kleidermacherlongreß in Klagenfurt sowie an der Versammlung des Schneidermeisterverbandes in Wien. Die Zahl der Genossenschaftsmitglieder belief sich mit Ende 1907 auf 140. Der Rechnungsabschluß für das Jahr 1907 weist einen Ueberschuß von 1751 X 8 1l aus. Ueber Antrag der Revisoren wurde der Rechnungsabschluß genehmigt und der Tätigkeitsbericht zur Kenntnis genommen,. In den Genossenschaftsausschuß wurden gewählt die Schneidermeister Globelnil und Loöar. als Delegierte zur Gehilfenversammlung die Schneidermeister Kre5. Loxar. Rojina und Ro-5i('. Zu Rechnungsrevisoren wurden gewählt die Herren Preslar und Rojina. in das Schiedsgericht Herr I. Barle. Eine eingehende und stellenweise sehr erregte Debatte entspann sich über die Forderung der Gehilfenversammlung in betreff der Erhöhung der Lohntabelle. Die Arbeitgeber lehnten einmütig die geforderte Erhöhung ab, während die Gehilfen im Falle der Ablehnung am 1. April in den Ausstand treten zu müssen erklärten. Eine Einigung konnte trotz allen Bemühungen des Genossenschaftsobmannes nicht erzielt weiden. — (Sanitäts-Wochenbericht.) In der Zeit vom 8. bis 14. März lamen in Laibach 28 Kinder zur Welt (36:4 pro Mille), darunter 2 Totgeburten, dagegen starben 26 Personen (33-8 pro Mille), und zwar an Wochen-bettfieber 1. an Tuberkulose 4 (2 Ortsfremde), infolge Schlagflusses 4. an sonstigen Krankheiten 17 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 8 Ortsfremde (30 7^) und 16 Personen aus Anstalten (61'5ch in drei Teile, von denen der erste und der dritte sasi ausschließlich russische Voltslieber brachten, während den Mittleren Teil drei religiöse Gesänge ansfiilltcn. Elav^ janölij-Agrcnjcv wurde bei seinem Erscheinen auf daö leb haftcste bricht und erhielt einen mächtigen Lorbeerlranz zugeeignet: die Programmnummern selbst fanden nacheinander lauschenden Vcifall, für den die Kapelle ihren Danl burch Zugaben abstattete, In der ersten Abteilung war namentlich die kaukasische Romanze „Haz Vulat" durch ihre elegisch.zarle und liebliche Melodie von nachlMiger Wirkung; desgleichen gefielen die Soprannummern von Margit Slaujanslaja, die sodann als Zugabe das slovenische Volks-lied „I.unn »i.s.'" vortrug und es über dröhnenden Applaus wiederholen muhte. Unter den .Nirchenliedern interessierte am meisten das Lied der Cherubimc, das, bald hoch empor steigend, bald in die Tiefe sich verlierend, durch seine überraschende Modulation fascinierte und daher ebenfalls wieder-holt werden muhte. In der dritten Gruppe stach das Tanz l'cd „Auf grünen Wiesen" durch seine übermütig quellende Lebensfreude von den übrigen elegisch gestimmten Liedern ab und erbrachte gleichzeitig den Beweis, daß Slav janslijs Kapelle auch vor verzwickten rhythmischen Vizar rerien nicht zurückzuschrecken braucht. Hin NubinstcinsäM Lied bot den Schwestern Margit und Ielena Slav janslaja Gelegenheit, ihr Verständnis für gemüttiefe Poesie ,^u betcitia.cn; deren Mezzosopran und >lontraalt klangen hier sowie in der folgenden Zugabe ohne Tadel zusammen Den Äeschluß des Konzertes hätte das berühmte „Ii>n »n^ü sl<»„>ovi!ll!" ab. — Die Kapelle konzertierte in dicht besetztem Saale; unier anderen war Herr Landesfträsident ssrriherr von Schwarz an-lvesend. -(Fräulein Iarmila G e r b i <-) wirkte dieser tage an einem Konzerte mit, den der serbische Journalisten verein im Nationalthcatcr in Belgrad veranstaltete und dem unter anderem König Peter mit dem Kronprinzen Georg und der Prinzessin Ielena sowie mehrere Minister und Vertreter des diplomatischen Korps beiwohnten, ssräu lein Gerbi," errang durch den Vortrag einer Arie aus der polnischen Oper „Halln" einen durchschlagenden Lrsolg. König Peter ließ sie sich während einer Pause vorstellen, sprach sich über ihr Talent sehr schmeichelhaft aus und lon versierte sodann mit ihr über die slowenischen Musilvcrhäl! nisse, 2lu»io». »»or», i« der Zomkirche. Mittwoch dei! 2 5. März (Maria-Nerlündigunq) um 10 Uhr Pontifilalamt: Ni«««, in Iwnoi-cn» N«'l>!!,> Mriln Vil-^iüi« von Josef Gruber, Graduale Hirs,,^, <^l, ^!'<,!>!, mit Tractus von Anton ssoersicr, nach dem Offcrtorium l>li1v<> ^lui von Dom Pothier. I« der Stadtpfarrkirche St. Jakob. Mittwoch den 2 5. März (Maria-Verkündigung) um k Uhr Hochamt: Vierte Messe in ,).,,w1I und I) "-bon Mor. Brosig, Graduate l)issn«n l^t ^n,lil> mit ^ractns von Anton Foerster, Offcrtorium ^,v<> ^„ri:, von I- B. Trcsch. ^njlis^lills MI DM, <°°"" m"""„s„^ «ie WllzliIIIIl, V!! Telegramme be« k. k. Telegraphen-Oorrespondcnz-Bureaus. Wien. 23. März. Bei den hentc aus dem dritten ^ahllörper stattgefundcncn Gcmeinderat^loahlcn wurden in sumtlichcn Bezirken die christlichsozialen Kandidaten gc wählt. In einigen Bezirken haben die fortschrittlichen grö-«ere Minoritäten errungen. Gemcinderat Hüttcr, der Vorsteher der ssleischhaucrgcnossenschaft. der als eigener Kan dibcit gegen einen Christlichsozialen auftrat, ist mit einigen hundert Stimmen unterlegen. Wien, 28. März. Die Deutschnationale Korrcspon denz meldet: Drr schlesische Gutsbesitzer Nohrmaun hat den -ntrag von 300.000 K dem Deutschen Schulvcrcin untci ^ Vedingnng gewidme!. daß dieser Betrag in Ostschlesien Verwendung finde. Lübeck, 28. März. Auf dem Natzcburger See ging Astern abend ein Motorsahrboot cki! 14 Passagieren unter; ""l vier konnten gerettet werden. Paris. 2.'!. März. Der „Matin" berichtet, daß die .^ ''^'Mzüsischen Treibereien in Indochina seit einiger Zeit "en bedeutenden Umfang angenommen haben. Die ana-" 'schen Nonzen verbreiten massenhaft Flugschriften, die zur Steuerveiwtiaerung nnd zum bewaffneten Kampfe geigen die Franzosen auffordern und in denen den Eingeborenen der Sieg der Japaner über Nußland als erhebendes Bei-spiel vorgehalten wird. Die Flugschriften seien aus Japan von anamitischen Flüchtlingen eingeschmuggelt worden. In^ folge dieser Treibereien sei vor einigen Monaten beim dritten wnchinesisckM Küstcnbataillon eine ernste Verschwör rung ausgebrochen, die jedoch im Keime erstickt worden sei. Peking, 23. März. Wegen der Freigabe des japa nischen Dampfers „Katsumaru" sind im Süden Chinas große Unruhen ausgebrochen. Eine tausendtöpfige Menge forderte die Entlassung des Generalgoudeinenrs von Kan ton. Die Bevölkerung boylottiert japanisck)e Waren. Die japanischen Kaufleute verlassen eiligst Kanton. Newyorl, 23. März. Nach einer Mcldnng aus Tokio ist bei einem Zusammenstoße in der Nähe von Hako date heute früh der Dampfer „Matsumnru" gesunken. Der Kapilän. 4'! Mann der Besatzung und die meisten der 244 Passagiere sind umgekommen, Me vor- !M.! I^iiwum-Kältissk NsilqusII« ^ li«^ i! ^ 5<< !> it-, diesen- > > ! Ll28enleiclen, ciiclit, '" Xuekernarnrulis ur>6 catasslialillclien ^lfectiunen. ,<> ^»türliclier ei«enlseies 8äl,el-lmß Verstorbene. ?lm 22. März. Maria Seril, Greislerin, 78 I.. Floriansgassc 17, Marasmus. — Franz Avbar, Schuhmachers, söhn. 2l/, I, Schießstättgasse 15. 'I'ulierenl. p„lm, — Mat° lhias Trink. Arbeiterssohn, 20 I, Radctzlystrahe 11. Nomenti» spilopt. -- Johanna Nloisia Mehl, barmh. Schwester, 7ii I., Polanastraßc A2. Marasmus. Am 2!l. März. Maria Rovsel, Photographensgattin, 27 I., Bahnhofgasse 32, I'l»e«nt» pr»yvi». Iiu Zi vi I sftitale: Am 19. März. Johann Pregelj, Swdent, 17 I, Lungentuberkulose. Landestheater in Kaibach. 1U3. Vorstellung. Ungerader Tag. Morgen Mittwoch den 25. Mürz 190» Erstes Debüt des Ovrrettentenors ssrih Grüner vom Stadt» theater in Salzburg. Die schöne Helena Operette in drei Alten von H. Meilhac und L. Halövy. Musil von Jacques Offenbach. Anfang halb 8 Uhr. Ende vor II) Uhr. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe :506'2 m, Mittl. Luftdruck 73« 0 mm. y« ^2 ü. U." 732^?1 "6^9^ SO. mäßig"s^bnvölkt ^^ 9U. Nb^7349! 3^?! 24> 7 Ü.H 735 8! 0-8z windstill , ^iter !^0 Da« lagesmittel der gestrigen lemperatur 4 3', Nor male b 0'. Wettervoraussage für deu 24. März für Steiermarl und Närntrn: Größtenteils bewöllt, schwache Winde, Tem^ pcratur wenig verändert, besseres aber nicht beständiges Wetter; für Krain: unten je nach Ortlichfeit Nebelwetter, auf den Hüheu schöu; für das Küstenland: meist he,ter, schwache Nora, Temperatur wenig verändert. Seismische Berichte und Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte ly!'l,i!,!!de! vou t>,'- Nrai», Epllrla«s !««?,, (Ort: Gebäude der l. l. Staats.Oberrralschule.) Lage: Nördl. Breite 46°M'; Östl. Länge von Greenwich 14'31'. Vodeuunruhc:" Die Nobeuunruhe hielt gestern am 23. März tagsüber in unveränderter Ställe an; in deu Abend» stunden trat eine Abnahme ein, so daß heute am 24. März das 12'Selundenpeudel «mäßig starke», das 7.Sclundeupcndcl «schwache» und das 4»Selllndcnpendel «mäßig starte» Boden» unruhe verzeichnet. » Dl >, <> wirk m solssnidi'!! Ctüllsfflabfi, Illalllfizisil -Ausichlässe b!« z« 1 Millims«« «!chr !ll»lmch.. vo» , l>!e L MMlinelst «schwach., vo» l! bi« 4 MMin'slfrii «mükin slarl', vu» 4 liii, 7 MilUmelrrn »stoll», vu» ? l>>» lN Willimr!,'!!, .silii ftarl» mid ildcr IN MilNmrlrr »aichrr-ordc»>!!ch slarl», - ««llnrmsior ««dr»»i!r>ll,s. brds»!!»! gleichzei«« a,lült!enb» »Narlr» Unruhs n»! nNs» Psiidr!» Verantwortlicher Redakteur: Anton Funtel. Nmei'. mein üuniil.«»« »illzslluMell? »>»» Vonbons oder Faus echte ^odcucr Mincral-Pastilleu? !^^^ Werner antwortet: Vonbous und ssays echte Sodruer. ««»» Aber der Onlel lacht: Nein. das geht nicht, eutweder WMl Fays echte Sodencr oder Siisziglcitcu. iliun entscheidet ^^^ der Kleine: Da will ich lieber nur Fays echte Sodenrr, MMs Iu Uleiner Klasse nehmen alle Iungcns FayS echte ^^^ Sodeucr mit in die Schule - die will ich auch haben, l^M Und der Lehrer meint, das sei schr vcruünstig und deshalb wäre auch nie einer aus der Klasse lranl. — Fays echte Sodcner losten X 1 Lb die Schachtel und sind in jeder Apotheke, Drogerie MW od. Mincralwasserhandluna zu haben. (453) 2 2 (^z^F ^— .^-^ Öffeutl. religiöse Vortrage werdru von Dolim'rstag bis Sonutac; (26. bis 29. März) jl'dl'ii Abl'lid iuu 8 Uhr im Sommer- salon des Hotels «Stadt Wien» stattfinden. Herr Sembat Bagdasarianz, Armenier aus Süd-Rußland, wird seine Erlebnisse erzählen. Jedermann ist herzlich eingeladen. Eintritt frei. (1226)31 Anton Ehrkska. Hie nächsten Fahrten der „Thalia". Die Wich tigleit von Seereisen für körperliche und geistige Erholung ist rasch zu einer allgemeinen Erkenntnis geworden und die Ne° teiligung an Ausflügen im schwimmenden Hotel, wie die «Thalia» des Österreichischen Lloyd ein solches repräsentiert, wird jetzt zur beginneudcu Reisezeit immer lebhafter. T>ie »Thalia" unternimmt iu der nächsten Zeit die folgenden Fahrten: Reise IV vom 2l>, April bis 2«. Mai nach Spanien, den Kanarischen Inseln und Nordafrita. — Es folgen I. Nord' landsrcise ab Vremerhaveu. vom 4. bis 30. Juli; sodanu II. Nordlandsreise ab Kiel, vom A. bis 31. August, Fahrpreis für je eine der Reisen, Seefahrt mit Verpflegung, von 7(X) K aufwärts. — A Ii. Die beiden Nordlandsreisen werden in diesem Jahre vom Öftesreichischm Lloyd selbständig durchgeführt, — Ncise IX vom 5. September bis 1. Oktober, von Bremer' haven nach belunnten Serbädern des Atlantischen Ozeans, nach Nlgier und Trieft. — Programme, Mslünfte und Nmrldungeu bei der Veneralageninr deb Österreichischen Llohd, Wien, I. Nezirl, »arntnerring «; Vouart» Kristan, 3l. Nanzinger in Laibach, sowie in alleu Agenturen und Neiseburraus, (I223tl) Uubegrcuzt ist die Verivendung des echten Vlacks Kaisei'Vorax altz Vleinigungd« und Waschmittel im Hanshalte. Ausführliche Anleitung iu jedem Karton ^besonders in den großen zu 75 i»j, enthaltend höchst wertvolle, jedermann willlmmnclie Notizen über die vielseitige Verwendung des Macks zraiser.Aorci). als Tchönheits', Heil« und Reinigung mittcl. Beim Einkauf (in Spezerei», Drogen», Parfüttirriege» fchäften, Apotheken ufw) verlange mau ausdrücklich den echten Macks itcmrr»Äorax, Dieser lommt niemals lofr, sondern nur in rotru hübschen lrartunS zu 15, W und 7b Ii in schön weißer und stets vorzüglicher Beschaffenheit in den Handel , 1212 b) Gicht. — Podagrin. — Öffentlicher Danl 32 Vader mit Meschnarls sililüthaltigeui Badcjlllz Podagrin haben es bewirkt, baß ich von einem 12jährigen schweren Rheumatismusleiden befreit bin. Ursula .Kastlei, Graz, Elisa. bethinergassc 22. ^ Seit dem Sommer 190? konnte ,ch wegen Gicht nicht mehr arbeiten. Mit nur vier Badern mit Mejch» uarls Badesalz Podagrin bin ich von Gicht vollkommen befreit. Karl Mayr, Graz, Ialominigafse 41, — Diese und viele ärztliche Anerkennungen sagen, daß Meschnarts sililathaltigcs Badesalz Podagrin einzig in seiner Wirkung bei Gicht, Rheu» matismuS, Ischias, Neuralgie ist. Zu einer itur 10—20 Pakete. Preis ii I ^ . Kein Fall bekannt ohne Erfolg! Erhältlich bei Apothekern und Drogisten. Versand durch Groß »Drogerien und Gottlieb Voith, Wien, Ill/l. (1212 e> „Getaufte Mehlspeisen darf meine Krau nicht lochen" hörte man früher allgemein und war dieser Stand' punlt nicht ganz unberechtigt, wenn man bedenkt, iu welcher primitiven Weife die Mehlspeisen früher erzeugt wurden. Heute gibt es jedoch modern eingerichtete Teigwarenfabrilrn, deren ssabrilaten gegenüber das frühere Mißtrauen nicht mehr an, Platze ist. So werden z, B. in der bekannten Nahrungsmittel» fabril von C. H. Knorr in Wels die Maklaroni mit rinem neuen, patentierten Verfahren hergestellt und mit frischer Luft getrocknet, so daß der Teig weder mit der Hand des Arbeiter«, noch mit Pappdeckeln in Berührung kommt. Deshalb darf jede Hausfrau „Knorrb Patent'Vlallaroni" mit dem beruhi» gendeu Gefühle verwenden, daß sie selbst eine appetitlichere Mehlsprise nicht machen könnte, (N»A ») Ortsgruppen cles Veutscken sckuwereines, llaiback. Einladung sämtlicher Mitglieder der Frauen» und Ulänner Vr<3g!»pze samt Angehörige,> zu dem freitag aen 27. M3l2 lyot. avenltt um dsld q Udl im 8l«55alon ael ^azinottH»lwllltcftall stattfindenden Aostsagsabenll ae5 Wanaerledlel5 siels« Xsl. 5onnenbelg aus ülien. Sintri« krei. Frrnndr des ^chillrereinsö find ^nr Ceil, nähme l'ing, ladei:, ver ttosztana ael deisen Omgluppen ,1224) ^-i a« veuttcven 5cftu»veselne5. Laibacher Zeitung Nr. 69. 6! 2 24. März I90K____ Filiale der K. K. priv. Oesterreichischen Credit- A-DstiealcapltaLl IT 120,000.000-- Anstalt für Handel und Gewerbe in Laibach. »'»«x-asiBe Mr. 9. l7i:" Reservefond. 151 ©3,000.000* •¦ Kontokorrente.— Kauf und Verkauf von Effekten, Devisen und Valuten.— Safe-Deposits. — Verwaltung von Depots. — Wechselstube I _______________________________ ---------—¦—J ßurse nn der Wicnor Börse (nach dem offiziellen Aursblatte) vom 23. Mär; 1W8. Tic »otirrtl'ü Nl!r!c verstreu sich >» illl'üeilwähriüiss, Tic Noticniüss sämtlicher Ättic» »iw dcr ,,L>v>'i'sl'!! Lust'" urrslelft sich pct Eliick, («c!d Ware Allgemeine Staats schuld. Ellcheittichc Rente: 4"„ tonver. steuerfrei, '.-ronen (Mai-Nov,) per «tt»e , . 97 50 97 70 b etto (Iü"n.-Iuli) per «assc 9? bo 9? 70 4-2>"„ ii. W. N0te» (Febr.-Ä!!,;. per «as,c......99 50 »9 7« 4'8"/„ 0, W, wilder ^«pril Olt.^ per «llsse......ö9 65 99 «5 18S0er GtaaMose 500 n. 4"/s,,ö0en!54«0 186«er ., 100 ft. 4"/^2!3 25i!!17'2k> ,864er „ 10 fl. . ,2«l 7^26575 l»S4er .. 50 '.,29U 10 292 l« Staatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen König- reiche und Länder. ^stcir. Goldrente steuersr., Gold per ttosse .... <°/„lie 55,1« 7b Östcrr. Nente in Kronenw, stfr., per Kasse.....4"/« g? 7b 9? 3b delto per Ultimo . , . 4"/<, 87 7b 9? 95 Ost, Investition« Rente, stfr., Nr. per Kasse . . 3^"/» «» ><> «« -<0 ßis,nb»l,n.3t°°t,schuld. j onschreibnngln. slisabeth-Bahn i. O,, steuerfr., zuiU.oXiN.....4"/u,15 3b,lN-35 ssranz Ioseph-Bahn in Silber (div. Et.) .... 5>/<°/<>121'0b>22'<)ö Kaliz, itarl Lubwig-Val», (div. Slülte) Kronen . . . 4"/° 97'«5 9«l5 siudolf-Vahn in Krunenwähr. steucrfr, (div. St.) . . 4"/„ 9« 9b 97-95 Vorarlberger Bahn. stfr., 400 !Md 2AKNlN Elisabeth.«. 2^0 fl. j«M, 5>2//„ von 400 Kr......4S7-- 470- detlu ilinz-Bubwei« 200 fl. ö. W. S. 5'///,, . . . .434'-436--detto Talzburg-Tirol 20« fl. i). W. C. 5"/„ , . . .424 - 427'— »sremstal'Vahn 200 u. 2000 Kr. 4°/„.........19i 5N,!'5 5U Veld Wave v»m Zlolltl zur Zahlung üitl' nommlne ßistulillhN'Illlaritllt« Mbligalioncn. Bölim. Westliahü, Cm. l«95, -lU0, 2000 U. 10.000 .«r. 4"/„ 97-20 98 20 lilijabell, Äal,n »ü'0 n. 3000 Vi, 4 ab lU'Vn......Il« 251 «7 25 Elisabell, Pahn >«X> „. 2000 M 4"/n........1149011590 sserdinaüds'Äordbal,» ltm. tWü 97 90 u«-<>0 dclto Em. 1!wl 97-90 98-90 Franz Ioseph-Vahn Em 1«»4 (div. Tl.) Tilb. 4"/„ . , . 97 50 98'45 Galizischc Nail Ludwig - Bahn ^div. Et.) Tilb. 4"/„ . . . 97 15 9«-is, Unss.galiz. Bahn 200 fl. S. 5"/„ ,044« ,05 4« dettll 400 ü. 5>0«0ttr. 3>/^/„ 8775 W 75 Vorarlberaer Bahn Em. 1884 ,dil' E».< Eilb. 4"^„ . . >,7'05 <>»nb Staatsschuld der Länder der ungarischen Krone. 4",„ miss. Äoldrcnte per «asfe . i!l'«5ii2'05 4"/„ detto per Ultimo i,i'»5ii2Nf> 4'Vn unaar. Ncnte in ilronen- währ. stfr. per nasie . . 9A-55 9^-75 4' „ drtto per Ultimo »ü 5>5> 9^-75, 5>/,/>/., dclto per Kasse «3-.,n «4-10 Unnar. Vrämirn.Anl. il ,0« fl. 190 ?L !94-?5> delto il 50 fl. I9> - 195 ^ Theiß Re„.-Lojc "'/......149 - ,5:< ^ 4"/« ungar, Grundti-U.-Oblig, 93-50 «4'50 4"'n lroa». », flav, Grdentl.-Obl. 95 üb 9L25 Nnderc öffentliche Anlchen. Äosn, ^a»d«-Äl!l, (diu.) 4"/„ «II'UÜ 92üf» Uosn.-Hercess, Eisenb. -Landes- slnlehüii (diu,> 4>/,"/„ . . ?« 65 99 ü5> 5"„ Dona» Ress.-ÄiUrihl' l«78 io»-75 —-Wiener !i f. 100 llr, p, N. . . 5"/n ?^85 92-^5 delw per Ultimo . . 5"/« !', «0 »2-30 Vnlg, <3Nic,1nI. 1«!»2......!l"/„i^, :^< 12^-^0 Geld Ware A»!«. Elaats - Goldanleihe l!»0? f. 100 «r, . . 4>/2"/n 87'75 88 75 Pfandbriefe usw. Vudcnlr., allss. oft. i. 5>«'I. Ul. 4>V„ 95 90 9/,"/<>> ,0l-5v W2-5.O petto >;.'> I. uerl. , . . 4"/„l y»<-- »9--ilred. Inst., öslerr., f.Verl.-Uiit, n. üffenll. slrl>. Na!, ^.-l"/n 96 75 97-75 Landeed, d. «0». Online» »nd Lodum. !>?>/, I. riiclz. 4"/„! «4 75 »k-?5 Nähr. Hupolhcleub. Verl. 4"/„ 9? 8:, 98 85 N.-österr Lande5-Hnt>.-?Inst. 4"> «,»-^5 9<<-25 dellu ioll. 2",„ Vl. uerl. 3'// 0 89-- deOu K.Ech!»d,ch. veil, !<'/,"/» 89- 90-— de!lo veri......<"/« y» w 99->0 Oslerr.-unaar. «ant 5« Jahre verl, 4«n 0. W.....98-,5 99-'5 detlo 4>v„ ttl. - .... 98 50 99 50 >-parl,, lirsle öst., «0 ?!. verl. 4", ?»<-o5 «<>-L5 Eisenbahn Prioritäts-Obligationen. Ösler,, Nordwcslb. 200sl, E. . 10.',-- 10»-— Ltaatevahn l,a '^r..... 4U0 - 404-— Liidl'llhn il :^7„ Jänner-Inli 5,00 Fr. sper Ct.) . . . 297-0 :»9U 80 Esldbahn ü 5"/„ lvo sl. 3, 0. 121-8< 122-80 Diverse Lose. Perztnzliche fosl. .'l"/n Vodcnliedü-Lose Em. 1880 272 75 278-75 detlo Em. I889 269-75 275 75, 5"/„ Tonan Regnl.-Lose ,0« 234-- 244-- Pllls'N-Loie !«fl. ilM. . . . 192-50 198.'.0 Ro!ü» Nren,, öst. wei. v. 1« fl. KO'KO 54-Nl, Nolen Kreuz, mia,, efv .. 5 fl, 28-10 »0 10 Rlldolf-Losc 10s!......68'- 72- ElllmLoie !0f>, KM. . . . ll23'- 233-Tnrl. E.V. Anl. Pram.-Odli«. 400 ssr, prr »asse . . . ,«8'7.'i i«ü-75 dettn per Medio . . . l«8-25 >^^->l> Velt> Ware Wiener Komm. Lu>e u, I, 1874 503'— 513'— Oew. Sch. d. 3"/n Präm.-Schuld d. Ulldrnlr.Änst. ltm. »88!» 77-— 82' Aktien. ^lan»polt.zUnltlne>i!nnnllln. Anssit, Tepliyer Eiscnl'. 500 ». 2440-— 2460- - Böhmische Normal», ,50 sl. . 39«-— 397' - Vülchlirhrnder liisl,, 5.00 sl. KM. 29<3-l2922' - dctto (>,08- - ii,5' Donau - Danipn'chifsahrts - Ges., 1., !. l. priv., !>00 fl. KM. ,032-— 1N38- - Dur, Bodendacker !5. V. 400 Kr. 564-— 5««' sscl'dinaudi! Nordn, 1000 fl, KM. 5260»— b3«0--Kasckau - Oderberner Eijenbal,!, 200 jl. 2....... 3«5'— 265,-50 Lemli..> ^lond, öst., Trieft, 5>'»0 s!.. KM. 418--- 42!) — Öslerr, Nordwestbahn 200,!, S. 432- 434- deüo (lit. N) 200 sl. E, p U!t. 424-25 42 _ _-— Ungar. üHeWahn lRaab-Maz) 2l!0 fl. S....... 400-50 408-5l> Wr. Lolalb.-Altien Ges. 200 fl.! 220— 240-— Banlen. i Ansslo-Ostcrr. Banl, 1^0 !l. .! 30255 30350 Bankverein, Wiener ver Kaffe! —-— —-— dlllu per UKimo 536'50 537'50 Vud^ülr. '.'Nlsl. öst,. !<00 Kr, , 1082- - 1L90'— «icntr, Vud, Kredl,!. öst, 200 fl. 540- - l>50'-Krcdüanstalt für Handel und Gewerbe, >l!0 fl., per Kaff? —'— -'— dello pei Ultimo üi,— «42 — Kredilbanr. ung. all«., 200 fl. ??i'- 772-- Teposilenbaul, aN„., fl. . 456'— 459'-Eclomple - Gesellschaft, nieder- üsteir., 400 »r..... b»3'— b8b'»0 Giro- u, Kassenveiein, Wiener, 20« U........ 4b7'- 4«0'. HNPolhrlrnbaill, äst. 200Kr. 5"/„ 289'— 291'— Lände, bans, üslcrr., 200 !l,, per Kasji-....... —'- - -'- dettu Per Uüimu z',N'5O 432'50 „Merlnr", WechIc,st»b..Aitie!l- I Geselljcha,!, 200 fl. . . . «13- - j «,<>-- csle!r,-»!>nar, Äa„t 1 l<»> >!>', !7i«- 'i?2?-s.<> e!d A'are Unionbanl 200 fl...... 554' - 555' Uniunbanl, böhmische 100 fl. . 24S'— 24?' VerlehrSban!. all,,., 140fl.. . 340'- 34-" Znduslrit'Zlnltrnthmungen, VanneicUsch.. all«, ös»„ 100 fl. ,2!'- 1'"'" VsNtel Kohle!cher<,b,-(ilei, K'Ofl. 73! 50 735 liiscnbahiwerlchrs-Answl!, üst., 100 fl........ 395- 397 - Eiienl!ahnw,-Le!h«., erste, I00fl. 208-- 2>U' ,,Elbe!!lühl", Papierf. », V-4' Eleltr.GeielKch., intern. 20« fl. 589'— b», - Elellv.-Oeiellich, Wr. in Liq», 228- 22i!'50 Hirtenbersscr Palr-, Znndh u, Mct.-^abril 400 «r, . , 972'- ««»'- Liesinsier Äraurrei 100 fl, , , 245'— 248-- Montan <»e,., i>sl. alpine 1»o fl, «77'bN 678 50 ,,Poldi-Hnt!e", Tienelqnsistahl- ss-A.-w. 200 fl..... 472'— 47?- PranclMsen-IndüslrieGefellich. 200 fl........ 2694'— 2704 — ülima- Mnrai», - Salno-Tarjancr Elieniu, 100 fl..... 56550 560-51 Tals>o-Tarj, Steinkohlen 100 fl. 574'— 57b'- ,,3ch i!n>mnl!l". Pap!e>s.,200sl. 330'— 310'-„Cchodnil'n", Ä.-«, f. Petrol,- Industrie, 500 Kr. . . . 420'— 435-^ .,Cle»>rer!!N!hl^,Papierf.u.V.G. 434'— 43?^ Trifailer Kl'HIenw.-O. 70 fl. . 274-— 2?8-Tiill, Tabairessie-Gef, 207ü? !17'8?' Italienische Bantplälje , , , »5'SO 95-77' London........ 240'35 240 «0 Paris......... 95 57^ 0d'^l> Kt. Petersburg...... 251 62- 25 > 62' Zürich »nd «ase!..... 95-40 ?5'b5 Valuten. Dnlalen........ ,,-35 1l'3»< 20-ssraülen -tücie..... 19 07' 1»'" 20-Marl Stücle...... 23-48 23 5< Denlsche Reichiibaninole» . , 117-70 117'sO Ilnliel,ijche Ba»Inol<'!> . , , 95,70 95 90 illNb^! Ni,'> " Ein. und "Vorlca.\aL von Keulen, l»fnu«ll>ries«n, Prioritäten, Aktien, Iiuweii etc., Deviften und Valoten. , ________________Los-Versicherung. i'34i Ba.33.3a:- ¦u.n.dL "\77"ecla.slergrescli.ä.ft Piivat-Dopols (Sui'c-Doposits) unter o 2. L•»:«. era. Vorcclil-j.CE dai Partol- Verzinsung von Bareinlagen Im Konto-Korrent und auf Giro-Konto, j Ämtsblatt zur Laibacher Zeitung Nr. 69. Dienstag den 24. März 1908. 1216)3—1 Z. 1406. Konkursausschreibung. Am Staatsgymllasium mit deutscher Unter» richtssprache in Laibach gelangt mit 1. Sep» tember 1i^s>8 eine definitive Schnldienerstelle mit den systemmäßigcn Bezügen nnd den. An» spruche auf eine Dienstwohnung, sowie auf das im ß 11 des Gesetzes uom ^6. Dezember I8i»9, R. G. Vl. Nr. 255, bezw. in der Ministerial-Verordnung vom 21. April 1902, Z. 84/K. U. M., Ministerialverordnungsblatt Nr. Att, vorgesehene Diensttleid in nature, eventuell des Äquivalentes für dasselbe, zur Besetzung. Bewerber um dieje Stelle haben ihre mit den Nachweisen über genossene Schulbildung, sowie über ihre Sprachlcnntnisse und ihre bis-herige Verwendung instruierte» Gesuche, falls sie sich bereits in einem öffentlichen Dienste befinden, im vorgeschriebenen Dienstwege, sonst unmittelbar bis zum 15. Mai 1908 beim gefertigten Landcsschulrate zu überreichen. Nnspruchsberechtigte Militärbewerber werden auf das Gesetz vom 19. April 1872, N. W. Vl. Nr. 60, bezw. auf die Ministerialverordnung vom 12. Juli 1872, R. G. Bl, Nr. !»8, verwiesen. K. l. Landesschulrat für Krain. Laibach, am 18. März l»08. (1213) Z. 6414. Kundmachung. Die lünigl. lroat. ° slav.» dalmat. Landesregierung in Agram hat mit der Kundmachung vom 1^. März 1908, Nr. III II 14/17, unter gleichzeitiger Aufhebung ihrer Verfügung vom 9. Februar 1908, Nr. Ill L 14/9, die Einfuhr der in Betracht lommenden Tiergattungeu aus den verseuchten hierländischen Gemeinden sowie deren Nachbargemeinden und ans den Grenz» bezirken Gottschee, Gurkfeld, Rudolfswert nnd Tfchernembl wegen des Bestandes der Schweinepest, bezw. des Schweinerotlaufes das Ein» bringen von Schweinen verboten. Das Einbringen von frischem Fleische ist nur zulässig, wenn die Sendungen durch Zertifikate des Inhaltes ausgewiesen werden, daß die betreffenden Ticre bei der vorschriftsmäßig gepflogenen Beschau sowohl im lebenden Zustande als auch nach der Schlachtung uu» einem behördlichen Tierarzte gesund befunden wordeu sind. Dies wird mit Bezug auf die hierortigc Kundmachung vom 15. Februar 1908, Z.37W. welche hicmit außer Kraft gesetzt wird, zur allgemeinen Kenntnis gebracht. 6t. l. Landesregierung für Krain. Laibach, am 21. März 190«. Št. B414. Razglas. Kr. hrv. slav. dalm. deželna vlada v Za-grebu je / razglasom z dno 13. marca 1908., št. III B 14/17, razveljavila avojo odredbo z dne 9. februarja 1908, st. III B 14/9, ter prepovedala uvažati živinsko vrste, ki pri-dejo v poštev, iz okuženih tudeželnih obèin in iz njih sosednib obèin, kakor tudi zaradi obstojeèe svinjske kugc, oziroraa svinjskc rdcèice uvažati prašice iz mpjnili okrajev Koèovje, Krško, Rudolfovo in Èrnomelj. Uvažanje svežega mesa je dopuftècnn samo tedaj, kadar imajo poSiljatve s seboj izkaznicc te vsebinc, da jo oblastveni živino-zdravnik dotièno živino za zdravo apoznal pri podpisanera ogledu tako v živem stanju kakor tudi po zakolu. To se daje na obeno znanje z ozirom na tukajSnji razglas z dnc 15. fobruarja 1908., St. 870.'!, ki je s torn razvoljavljon. C. kr. deželna vlada za Kranjsko. V Ljubljaui, dnc 21. marca 190H. (1146) 3—3 St. 0H2«. Razglas. Glasom razglasa c. kr. doželne vlade za Kranjsko ¦/. dne 13. marca 1908. ]., Ht.54O'), se je zaradi razširjenja kolodvora na postaji Kranj državnoželezniène proge Trbiž-Ljub-ljana, ki je vsled stika inkalno želcznice Kranj-Tržiè postalo potrebno, doloèil poli-ticni ol)hod v zvezi z razlastilno razpravo na 3. aprila 190H. 1. s pristavkom, da se komisija snide na kolo-dvoru v Kranju ob 8. uri dopoldnc. Ö torn se tedaj Bplošuo objavlja, da je en i/vod projokta za razširjenjo kolodvora na postaji Kranj s k teiini pripadajoriini trcmi zaznamki pri obciiiskcin uradu v btra-zišèu, drngi izvod projekta z zazuamki vrcd pa pri podpisanem c. kr. okrajneni glavar-stvu skozi 14 dni razgrnen vsakemu na vpogled. U. kr. okrajno glavarstvo v Kranju, dne 17. inarcija 1908. ^j. 0326. ^lunvulnchulll;. Zufolge zniudinachuug der l. l. Landes' rcgierung in Lail'ach uom 13. März 19W, Z. 5405, wurde sür tue anlnnlich der liin» mündung der Lotaluahu .^rniüburg Neumarttl erforderlich geworbene (Hrwcitciung des Vatzu Hofes iu der Statioil Krainburg, der Staats-bahuliuie Taruis-Laibach die politische Begehung in Verbindung mit der Vntcignnngsuerhandlung aus den .'!. April 1908 mit dem Zusmnmeutritte der Kommission am Bahnhöfe in Krainburg um 8 Uhr vormittags angeordnet. its wird demnach hiemit allgemein kund' aemacht, daß ein Pare deS Projektes für die Erweiterung des Bahnhofes iu der Station ,^rainburg, samt den dazn gehürigen drei Ver» zcichnisscii, bciin lOemeindeamte in Ttraschischc, das zweite Pare des Projektes samt Verzeichnissen aber b i der gefertigten l. l. Bczirtshaupt manuschaft durch l4 Tage zu jedrrinanns Ein» ficht aufliegt. N. t. Bezirlshauptmannschaft zirainburg, am !7. März 1908. (1205>) Z. 185/1 ex 1908 Präs Kundmachung. Über Ermächtigung des l. l. Finanzmini» steriums vom 1l. März l90«, Z, 14.l39, werde» die uachmittägigen Amtsstunden beii» k. l. Hauptzollamtc in Laibach (Stammaint am Sndbahnhofc) für die Monate März bis ei»' schließlich Oktober auf die Zeit von 2 bis 5> Uhr verlegt. Diese Änderung tritt sofort in' Wirk' sainkeit. Präsidium der l. l. Finauzdircltiu» für >!rai,!. Laib ach. am ! 8. März 1908. , St. 186/1 exJ908_ Pro'd. Razglas. Vsled pooblastila c. kr. iinaiu'inoga "'¦' nistrstva z dnc 11. marca 1908, fit. 14.l3i>, ho prolože pnpoldanake »radne ur« pri c ki-glavnem carinskem uradu v IJublja»1 (osnovni urad ua južnem kolodvorii) °" riit'geca marca do vStetoga oktobra nfi «stS oil 2. do 5. ure. Ta »premomba stopi takoj v voljavoost. Predsedništvo c. kr. fmanènega rav-nateljstva za Kranjsko. Ljubljana, dno 18. marca 1908. ,1217) Z, 4l1. Kundmachung. Im Bezirke Littai werben hiemit an t>er zweillassigen Volksschule in Großgaber emc Lehrstelle nnd die Schullcitcrstcllrn an den eu'" klnssigen Volksschnlen in St. Lamprccht, Presn)' gain und Billichbcrg zur definitiven ÄesetzU»« ausgeschrieben. Die gehörig belegten Gesuche sind im vor« geschriebenen Wege bis 19. April 1908 hirramts einzubringen. Im liaiuischcn öffentlichen Voltsschuldiel'ste noch nicht definitiv angestellte Bewerber haM' für die definitive Anstellung durch ciu siaai» ärztliches Zeugnis den Nachweis zn erbringe', daß sie die volle Physische Eignung für Schuldienst besitzen. K. l. Äczirlsschnlrat in Littai, am 17. Mali 1908.