Nr. 70. Donnerstag, 26. März 1908. 127. Jahrgang Mbacher Zeitma PriinnmerationSpreiS: Mi! P oslvrr! r » du » a : nanzjiilnil, »o X, halbMrin il> X, Im Uonlor: ganzjähriss ll ll, halbjährig 1, X, ssür die ZiistsN»»,, ,»» H»»s aclüzjälniq !i li. - Insirtiont>arbttyr: Für llsinr Iüserals bis z» 4 Zeile» K0 k, größere pci f^rile l!i l,; bei öfteren Wieoelholunnri! prr ZeUe « l>. Dir «z.'aibncksr Zeiümn» erschein! lässlick, mi! slusimbme l>er To»» ,,- ' 'ion ftsftnbn sich HlMssnMIa^', Nr, !i, dir Medallion Dalmnlinnass, Nr, ^0, Tprech!' >> Ul,r vor Telephon-Nr. der Redaltion 258. MchtamMcher Teil. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten. Tas „Fremdonblatt" bclnorkt zu dor nllnmohr dollzogonon Errichtuilg eiiles Millisteriums für öffentliche Arbeiten, das; es wohl koinor breiten Be-weisführling bedürfe, um die Notweildigkeit eiiler solchen Zentralstelle zu bogrüilden. Tic steigende Erpansion der schaffoildon Kräfte des Staates bringt, es nn't sich, daß der Nahmen einzelner Zon tralämter zu oltgo lvird uud das; diese die Tendenz ,'»oigen, den engon 'liahmen zu spreiten, sie bedingt aber anch die Notwondigleil, solche Probleme uud Agenden, die bisher mehr odor weniger vernach la'ssiqt wordm sind, doit ^ontralämtorn als wichtige Aufgaben ihres Wirkungskreises zuzulveiseil. Mau dürfe sich dor Tatsache freuen, das; eine allseits be friedigeudo Lösung dieser wichtigen Angelegenheit horboigoführt lvordon ist. Tie „^eit" führt aus, das; das Parlament in die Lago kommen werde, seine Willensmeinnng über die Organisation und über die gesamte >tom Petoliz dos uouon Nossorts aliszusprechen. Wenn die ^('ehrheit des Hanfes die von der Exokutivo vorgc-nomiuene >tompeteuzzuteiluug uicht billigt, so hat sie os in der Hand, 1'lbändernngen zu orzwingon. Dio „Ostorr. Volkszeitli>lg"'sagt bezüglich des Wirkuuig^kroises des ueuen '.vliuisterimus, es habe sich allmählich oino Einschränkung dessolbon anf 'Vlaterien orgeben, dio einen gewissen inneren Zusammenhang habon, und so trete, das Ministerium, ohne sachlichen Widerspruch hervorzurufen, ins ^eben. Tas „III. Wiener Ertrablatt" betont, das Ar-boitsministorium sei auf politischem Woge geworden und habo dio Bostiminnng, für oinen dor Ministor, der den Neihen dor Ehristlichsozialen entnomiuen wurde, uicht uur oiin'n Titel, sondern auch ein wirk liches Amt zu scljaffen. 3iichtsdestolveniger soll es auch über den momentanen politischen nnd porsön lichen A,lla.s; hinaus oine reale Institution werden. Das „Neuo Wioiler Journal" ineint, daß es ein schworer fehler wäre. das uouo H>iinistorimn, das einen fortschritt auf der Bahn sozialpolitifchen ,')iegierons bildet, nach der Person seinem ersten Vor-lvesers einschätzen zn lvollen. Tie Ideen bleiben und wachsen, während die parteipolitischen >tei,n-blättor, dio sie im Werden schützten, zerfallen. Das Ministerium für öffentliche Arbeiten mag manchem jetzt als ein „christlichsoziales" erscheinon, ec' ist und lvird immer mehr werden: ein soziales. Das „Vaterland" schreibt, der Wirkungskreis dos neuen Ministeriums soi ein so umfassender, das; es der ganzen bewährten Arbeitskraft Tr. (^es;-manns bedürfen wird, seinen neuen und m'elgestal' teton Pflichten gerecht zu werdeu. Uud weuu den Wünschen der christlichsozialen Partei auch nicht in vollom Niufauge Nochnuug gotragon worden ist, das oino lvird jeder unbefangene Beurteiler anerkennen müsseu: ein überans weites ^yeld zn segensreicher sozialer Veläligung steht Herrn Tr. Geßmann offen. Die „Arbeiterzeitung" sagt, man sehe es der Konstruktion des neuen Ministeriums an, das; es uicht sachliche (^rüude wareu, die zu seiner Bildung gesührl haben. Immerhin werde das neue Mini' sleriuiu ein sehr wichtiges Aml soiu, os sei uur schade, das; mit ihm uur ein neuer Tummelplatz für christlichsoziale (^ehäs'.igt'eiten und Geschäfte eröffne! lvird. England und die mazedonische Frage. Aus ^oudou geht der ,.Pol. >lorr." folgende, vcm beachlenslvorler Teite inspirierte Hilittoilung !zu: In manchon Auslegnugeu, lvolche dor Vorschlag des hiosigon answärtigen Alntos für die Üborwin dung dor ^chwiorigloiten in Mazedonien erfuhr, wurde die Ausicht ausgedrückt, das; sich lä'ugland 5 mit diesem schritte an die spitze der Neforinallion ^stellon wollo, daß os nur nach dor Gologonhoit aus-goschant habe, nm die führling in diesor Angelegen heii zu ergreifen, und daß das londoner Kabinett otzt allo ailderen Vorschläge, loelcho in den ange^ dollteton Nichtungon nicht ebensoweit gingen, lvio soino eigenen, gewissermaßen als minderwertig oder doch wouigstons als unzureichend erklären lvorde. Alle diese Moinungen boruhou aber auf falscher Auffassung der ^ayo des auswärtigen Amtes sowie auf uni'ichtigcr Volirtoilting dor don Vorschlägen zu-gruudo liegenden Absichten. In erster ^inie niuß mau iil Betracht ziehen, daß das foreign Office gegenwärtig viol größoren. aus innereil Vorhält-nisson horvorgehenden Tchwiorigkoitcn gegenübersteht, als seit Jahrzehnten. Man dorf vielleicht sagen, daß überhanpt noch kein englischer Ttaats-mann, iil dessen Händen sich die ^oitung der auswärtigen Politik Englands befand, eine so ungeheuer schwierige ^ago durchzukämpfen hatte, wie Tir Edward l^rey. frnher hatte man nnr mit der Opposition und höchstens einigen persönlichen Momenten zu rechnen, heute stößt er auf allen Triton auf Klippen, deren Umschiffung geschicktester, ja geradezu außerordentlicher Tteuertunst bedarf. Er arbeitot daher iu fo mauchei^, fast allen fragon untor einom starken, in sehr verschiedener Weise ausgeübten Truck. Tas macht os erklärlich, warum der Staatssekretär überhaupt jetzt mit diesem Vorschlag hervortrat, der ihm als der passendste erschien, und warum England sich für den Augenblick in die vorderste .'lieiho der beteiligten Mächle stellte. Es liegt Sir Edward (Nrey nichts ferner, als für sich oder für England ehrgeizigen Veftrebnngen nachzuaohon. Erscheinen ihm doch allc Sonderattionen und Ton-derverstäudigungon, lvio er dies in seiner bekannten Ilulerhausrede erklärte, als durchaus inopportun uud sogar gefährlich. Toine Mitteilungen an die Mächte sind denn anch nicht als ein Programm, sondern als oin bona side gemachter Voii'chlag an zusehen. Er denkt nicht daran, das von England angedontcto Vorgehen zum Maßstab der Beurteilung anderer Vorschläge zu nehmen. Es handelt sich für ihn. vielmehr, wie sich versichern läßt, im Wesen darum, die Behandluug der mazedonischen Feuilleton. Das Mollige. Mit einem lustigen „Habe die Ehre, guten Morgen" sprang der juuge Biruhuber in den Ber^ lmer Ttadtbahnzug. Im Eoup^ saß nur einc Tamo, und sofort stl'llto der jungo Wiener Beobachtungen an, ob da "bleicht nicht was „auzubaudeln" wäre, denn ."Mnal t'ann's nit fchaden, lvanil's auch a Prenßin ^>" dachte er, denn. zur Erweiterung soinor >lonnt' U'sso halto mall doil Wiener Bürgerssohn nach' der dontschen Residenz geschickt. „In Berlin is der fortschritt halt gar so groß." >agte sein ehrsamer Vator, „und er soll sich nnr die ^"'lt anschau'u, danil lvird er schon sageu, daß 's "ur a Wieu gibt llud ilur a Wiener Niudfleisch!" . ^,'Er wird daun a nit lliehr mit allem so solant !^»l", nieinte seine fran Mlitt,er. Der Junge hatte uur Ja gesagt, um recht schnell hinanszukonlmell, ^."d bis ^'ttt gefiel's ihln in Berlin anch recht gut. ^o schön schimrrgerade lvareu alle Straßen, so rein M'utzt ^ das Esseil - na ia, vorlälifig hatte er uur eine loichte 'Nlageilverslimmllng, bis er einen Katarrh bekam, dann war er ja schon fort. Slle berühmten Nachtlokale hatte er besucht, l>W^ich sii gnasi goluopst. denn das uorddeutsche bo- ingte seinein verdorbenen Wiener (Geschmack nicht n'?/ ^'"^ ^'^' Weiber lvaroll nach seinem Gefühl '^ ''""Mg" genug, „^u viel Rezession", senfzte - .^'hmütig dachte er »llituntor an die etwas gar "" üppigen ^ndsmänninneu! „Alsdann goh'n nlir's an." und als er sich bo-guem hingesetzt, sah er sein ^egonnbor genan an, aber der Schreck machte ihn fast sprachlos. Herrgott, war das ein altes dickes Weib! Er liebte ja, „das Mollige", aber das'war sogar schon mehr als linkischer Geschmack! Was hatte sio denn nnr^ Die Tränen liefen ihr nnr so alls den Augen, bahnten sich in den Polstor falten der Wangen ihren Weg nnd fielen anf den mächtigen Buseu, wo sie bedächtig liegen blieben. Von ^oit zu Zeit fuhr sie mit dem Tuch darüber hiuwog, fchnällbto sich und stios; einen tiefen Seufzer alls. Dem iuilgon Birnhuber wurde es weich ums Her.',. Mein Gott, was für ein Schmerz nwchlo die arme fran drücken, und voll Mitgefühl beugte er sich zu ihr hinüber. „Was habeu's deuu, gnädige ^rau? ^ohlt Ilmon wasV Ham's was verloren? Violleicht ihr l^'eldtaschel V Mit a paar >t'rondoln föuut' i ja au«' helfen. Na gengell's, Mnttorl. sagen's nur." nnd er sah ihr trenher'.ig iil die verschlvoiumeneu Voilchen äugorl. Tie alte. dicke ,vran sal) ihn einen '.».»iomenl ver^ siändnislos an. denn sie vorstand bei dem schnellen Sprechen seinen Dialekt nicht, aber es lenchteto ihr ein, daß der jnnge Mann es gnt meinto, denn ei-hattc so guto Angen nnd so eine liebo Stimmo! „Ach, dn liebo^ (^üle, mein bestes Horrchen", und voil neliem Liefen die Tränen ihr die Backen herunter, „seh'n Sio inan, ick bin etwas stark, nnd so hab' ick beim Einstoigon immer mit der Enge der modernen Türen so viel Sorgen. Nn soll' ick bei der Belleallianzbrücke aussleichen und nn mnß ick, um aussteichen zu lölinen, mit der rückwärtigen Seite zuerst über dio Treppen hinuntor gehen und wenn ick so weit bin, dann glaubt der Schaffuer, ick will einsteichen, gibt mir 'neu Schups, und drinne bin ick wieder. Sehn Se, dreimol bin ick schon bei dor Belleallianzbrücko vorbei jefahren und tonnte nicht anssteichen, immer wieder krieg ick Te vom Schaffner den Schups, und det will ja nicht anders wer den. Wann werd ick denn da nach Hause kommen, und meine lieben warton doch schon wegen des Abendbrots, ach Iott,ach Iott!"Und die Arme brach neuerlich in so starlos Weinen aus, daß dio Tränen-flut über dou Busen hinunter in die ilnoiiorschlisl^ Tiefe stürzte! „Aber, fmuerl, deswegen brauchen's doch ?>it a so zu lv-eiueil! Nann's ka grös>eres Malheur gäb auf der Welt, nacha wär's gnat, zu was wär i denn da bei Ilmon? Sagen's mir uur, wmm's in die Näh' kommen, versäumen tu i ja nil. i spring z' erst runter, und Sie geh'n halt bei dem Tüll nußi, lvie Sie's g'wohllt sau. Wann der .Kondukteur odor der Schaffuer kommt, lrx'rd' i ihm dös fchon begreiflich nmchen. daß dös nil, zum Stupfen is uud draußen sail mir! Aber uit mehr weinen, i kaun dos nit segeil." lind der junge Birnhnber zog sein Taschentuch und trocknete damit so rasch die Tränen seinos Gegenüber, daß diosos, da ihm dor Hen- so spaßhaft vorkam, gleich zu lächeln anfing. „Segen's, Muttori, so is rocht, so stud's gleich viel schöuer. und wisseu's. wegen ihrer Ticken brau-chen Sie sich auch nit zu kränken, denn i hab's gern dio Ilnterspickten, und Sie sau dös erste Weib in Berlin, das mir g'fallt! Haben's nit vielleicht a Töchtorl, das Ihnen ähnlich schallt? Ta könnt' mer was anbandeln!" Laibacher Zeitung Nr. 70. 618 26. März 1908. Angelegenheiten in eine hinreichend rasche Bewegung zu bringen, neue Momente zutage zu fördern und die Tätigkeit auf diesem Voden anzuregen. Sein Streben ist darauf gerichtet, daß überhaupt etwas Nützliches geschehe, gleichviel was und von wem es vorgeschlagen wird, wenn nur eiuc Stagnation der Angelegenheit verhütet wird. Es erscheint dal)er dem britischen auswärtigen Ann nur als willkommen, wenn auch voir anderen berechtigten Seiten Vorschläge gemacht werden, uud mau wird mit größter Bereitwilligkeit daran gehen, objektiv ,zn erwägen, ob dieselben geeignet sind, in praktischerer, wenn auch langsamerer Weise, fortschritte der mazedonischen Angelegenheit zu sichern. Politische Uebersicht. Laibllch, 24. März. Das „Fremdenblatt" erhofft von der neuen Landtags w ahlord u u n g f ü r I st rien eine wesentliche Abschwächuug der uatioualen. (Gegensätze in diesem Lande. Damit sei neuerlich auf einem wichtigen Detailgebiet eine Milderung des nationalen Streites erreicht, und die Methode des Ministerpräsidenten Dr. Frciherrn v. Beck, Schritt für Schritt, von fall zu Fall, vou Land zu Land die nationalen Verhältnisse zu regeln — die analytische Methode, wie der Kabinettschcf sie selbst genannt — hat einen großen Erfolg zu verzeichnen. Diese Methode entspricht am besten den eigenartigen österreichischen Verhältnissen, und der Schritt nach vorwärts, der jetzt gemacht wurde, stärkt die Hoffnung, daß sie sich auch in der Zukuuft bewähren wird. Darum kommt auch der Einigung in, Istrien eine weit über die Grenzen dieses M'onlandes hinausreichende Bedeutung zu. Was sich dort als möglich envies, wird auch iu anderen Ländern zu erreichen sein. Die „Nneue Freie Presse" schreibt in einer Bo-trachtuug über die Lösung der U nive r s i t ä t s -fragen, die Gegensätze in dieser Frage seien heute noch dieselben wie im Jahre 1902. Die Zeit bat sie nicht mildern können, weil die nationalen Verhältnisse sich nicht verändert haben. Wenn auch mit Hilfe der Slaven, Italiener und Rumänen eine Resolution angenommen werden dürfte, in welcher die Regierung aufgefordert wird, die vorbereitenden Maßnahmen für, die Errichtung einer czechi-schcn Universität in Mähren mit allem Nachdruck zu fördern und zum Abschlüsse zu bringen, so führe doch der Weg vou dieser Resolution zur Universitätsgründung weder nach Brunn noch nach Olmütz, kann gegen die Tnitschen überhaupt nicht bis zum Eude durchschritten werdeil. Am Tage der Abstimmung werden die Ezechen eine lebhafte Ge-nugtuuug darüber empfinden, daß sie alle Parteien, alle Nationalitäten gegen die Deutschen zu ralliiercn vermögen, aber vor einer nüchternen Auffassung wird die Resolution nicht den Erfolg einer parla- mentarischen Kriegführung, sondern nur den Erfolg einer parlamentarischen Diplomatie bedeuten. Abgeordneter Graf Kolowrat begründet im „Neuen Wiener Tagblatt" die Notwendigkeit eines M i l it, ä rp ro g ramms. Me Möglichkeiten, die uns das Jahr 1!)17 bringen wird, müssen nns anspornen, auf den weiteren Ausbau uuserer Wehrmacht zu dringen, und speziell bei einem Teile derselben, der Landwehr, werden unsere Bemühungen um so eher auf einen fruchtbaren Voden fallen, als wir bei der Nenorganisation und dem weiteren Ausbau derselben vollkommen unabhängig von Ungarn vorgehen können, was leider beim, gemeinsamen Heere nicht so leicht ist, da dort durch den nnseligcn „pragmatischen Schacher" mit llngani der Kriegsverwaltung die größten Schwierigkeiten bereitet werden. Wie dem „Knrjer Lwowski" ausKratau gemeldet wird, haben die der p o lnisch en V o lks-P a rtei angehörenden Reichsratsabgeordncten prinzipiell ihren Eintritt in den Polenklub beschlossen. Hierauf konstituierte sich der Klub der Landtagsabgeordneten, dieser Partei und beschloß, im Landtage vor allem den Antrag auf Einführung des allgemeinen, gleichen, direkten und geheimen Wahlrechtes zu erneuern. Wie man aus Petersburg schreibt, hat sich dort cingetroffenen Mitteilungen zufolge Großfürst Ser. gins Mihajlovii' über den Verlauf seines jüngsten Besuches in Wie n in Worten der höchsten Befriedigung geäußert. Es sei ihm, eine in jeder Beziehung ausgezeichnete Aufnahme bereitet worden und mau habe ihm mit größtem Entgegenkommen Gelegenheit gegeben, militärische Einrichtungen, die in den speziellen, Interessenkreis des Großfürsten fallen, kennen zu lernen. Tagesneuigleiten. — (Selbstmord einer Krankenpflegerin.) Im Roten Kreuzspital in Budapest hat die einer vornehmen Familie entstammende Frequentantin des Kran-lenpflegelurses Emma Varbieril einen gräßlichen Selbstmord verübt. In einer HolMmmer setzte sie sich auf einen Gasrechaud, öffnete die Gashähne und trank eine Flasche Karbol. Die Kammer füllte sich alsbald mit Leuchtgas und man fand das Mädchen später tot auf. In einem hinterlassenen Briefe- teilt die Selbstmörderin mit, daß sie ihre Tat aus Verzweiflung darüber, daß sie sich für den Krankenpflegeberuf nicht eigne, verübte. — (Echte Vanlnoten als Reklamezettel.) Aus Fiume. 21. d., berichtet man: Heiteres Aufsehen erregt hier folgender Vorfall: Vor einigen Tagen stieg im Hotel „Europe" ein Fremder ab, nach dessen Abreise das Hotelpersonal 10.000 Franken in Banknoten fand und dem Hotelier übergab. Dieser erkannte das Geld nicht und hielt die Scheine für Reklamezettel, die er unter Bekannten verteilte. Als einer von ihnen aus Neugierde versuchte, die angeblichen Reklamezettel der einer Bank vor- zuweisen, erfuhr er. daß die Zettel schweizerische und französische echte Franlenscheine sind. Der Hotelier ist nun bemüht, die verteilten „Reklamezettel" wieder zu sammeln. Meilwürdig ist nur, daß der betreffende Reisende dem Hotelier leine Meldung von den vergessenen 10 000 Franken zukommen ließ. woraus man schließt, daß der Verlustträger ein Dieb war, der sich nun nicht getraut, eine Anzeige von dem Verluste zu erstatten. — (Mord in den F l! t t e r w o ch c n.) Aus Lucca bei Florenz wird gemeldet: Eine schreckliche Ehc-tragödie hat sich hier ereignet. Der 27jährige Kaufmann Armando Lascar ermordete seine ihm vor acht Tagen angetraute Gattin durch Dolchstiche. Zwischen dem Mörder und seinem Opfer muß ein schrecklicher Kampf stattgefunden haben. Durch alle acht Zimmer seiner Wohnung trieb der Mörder die Unglückliche, die sich an die Möbelstücke anklammerte. Die Wohnung zeigte gräßliche Spuren des Kampfes, Als endlich Frau Lascar entseelt zu Voden sank, stach sich der Mörder zweimal den Dolch in die Brust und wurde sterbend neben der Leiche seiner Frau aufgefunden. In der Rocktasche Lascars fand man zwei Briefe vor. die der Mörder an seinen Vater und seinen Schwiegervater gerichtet hatte. Aus dem Inhalte dieser Briefe geht hervor, baß die Motive zu der schrecklichen Tat im intimsten Ehe-lcben zu suchen sind. — (Die Flittcrwochen im Zelt.) In einer originellen Weise werden zwei englische Brautleute, die beide passionierte Radfahrer sind, ihre Flitterwochcn verleben: in einem leichten kleinen Leinwandzelt. Dies Flitter-wochcnzelt ist kürzlich in London ausgestellt worden, und es ist in der Tat eine Wohnstätte, wie sie einfacher und handlicher kaum gedacht werden kann. Zusammengerollt wiegt der ganze „Bau" nur etwa fünf Pfund. Die beiden künftigen Gatten haben sich bei einer größeren Nadtour kennen gelernt, und ihre Vorliebe für das freie Lagerlcben knüpfte das erste Band der Sympathie zwischen ihnen. Als spater die Liebe hinzutrat und der Entschluß, zu heiraten, da entstand auch die Absicht, ihr Eheleben auf dieselbe Weist zu beginnen, in der sie sich lennen gelernt hatten: unter leichtem, luftigem Zeltdach. „Ich habe dies Zelt für die Flitterwochen extra anfertigen lassen," so erzählt der Bräutigam. „Es ist größer, wie ein gewöhnliches Zigeunerzelt, und im nächsten Mai wird es zum erstenmal zeigen, ob es ein gutes Heim sein kann. Das Zelt und das Gepäck wird auf unseren Rädern angeschnallt; alles zusammen wiegt kaum 30 Pfund. Unmittelbar nach der Trauung werden wir per Rad unsere Hochzeitsreise beginnen." — (Durch Suggestion erblindet.) Aus Newyork, 18. d.. meldet man: Thomas Pendergast aus Hobolen erwachte mitten in der Nacht, weckte seine Frau und erzählte ihr, daß er geträumt habe, er wäre während seiner Arbeit erblindet. Seine Frau sagte ihm, er soll sich nur leine Sorgen machen und ruhig Weitelschlafen, Pender-gast, welcher Mechaniker in einer Fabrik ist, ging des Molgens wie gewöhnlich seinem Tagewerk nach, fühlte sich tagsüber ganz wohl und munter, konnte jedoch den störenden Gedanken an seinen Traum nicht los werden. Als er nach vollendeter Arbeit den Heimweg antrat, hatte er plötzlich das „Nee, junger Herr. was sind Tie spaßhaft! Ick gefall Ihnen? Det is aber scheen! Mein Alter sacht immer, er läßt sich noch scheiden, wenn ick nur noch een Pfund stärker werde. Und Wat is das, .anbandeln'?" „Na ja, anbandeln, dös heißt auf hochdeutfch eine Bekanntschaft machen wollen. Alsdann Haben's a Töchter! ?" „Ach Iott. fünfe, junger Herr, und alle sind Se so ziemlich stark, imd die Netteste is doch erst in dXe zwanzig. Mein Mann sacht innner, ick und die Mädels sollten uns fors Ield anseh'n lassen. Dabei, sag' ick Ihnen, leben mir so knapp, denn en kleener Beamte hat es doch nich so dicke. Aber wenn ick unO die Mädels nichts essen als nnr Kaffee, stärker lver-den wir muner mehr, und meen Alter is wie e geselchter Hering, der kriecht doch inrmer nur det Beste, Wurst, Fleisch, Klöße und eene „Weiße", alle Essenszeit, aber dein Menschenkind schlägt's eben nich an, nnd ick Arme" — Die dicke Berlinerin drohte wieder in Tränen auszubrechen, aber ein Blick, den sie dabei zum Fenster hinauswarf, zeigte ihr die wohlbekannte Hinnnclsgegend, und mit dem Ausruf: „Jetzt will ick aussteig'n", erhob sie sich. Birnhnber erschrak — so kolossal hatte er sich die gute Frau beim Sitzen nicht vorgestellt. Er war an einen starken Anblick gewöhnt, aber diese riesige Fleischmasse flößte ihm selbst Respekt ein! Dös wär a Riesenweibl, wie's im Buch steht, für'u Prater, war sein (bedanke., und der zweite: Jetzt versteh' ich, warum's verkehrt aussteigen muß' ich bin nur neugierig, wie's zur Tür aussi kommen wird! — „Sie erlauben, i steig zuerst aussi, und helf Ihna," rief er, als er das erste Staunen überwunden und scholl stand er ain Trittbrett und am Perron. Mühselig zwängte sich die arme Dicke durch die Tür. Zwei Stufen hatte sie Birnhuber vou rückwärts glücklich herunter gezogen, als der Kondukteur herbeikam. „Gleich einsteigen, vorwärtS, ich werd' Ihnen helfen." Und, Birnhuber beiseite schiebend, wollte er ihr einen Schups geben. Die Frau schrie auf, und Virnhuber packte den Kouduktcur am Zipfel des Rockes. „Aushalten, was tun's denn?" „Nauu, was nuterstehen, Sie sich denu? Was fassen Sie mich denn an? Ick bin Beamter, verstehen H?ie, den darf man nich so anfassen. Ick will der dicken Madame doch bloß beim Einsteigen helfen, dat is nu schon die vierte Ticke, die nüch vorlmnmt. So lang ick Schaffner bin, so viel Dicke hab ick an een Tag noch nie gesehen wie gerade heute!" „Aber, Herr Kondukteur, na was Sie da au-stellen, dös is ja immer dieselbe, die arme Frau kann halt wegen ihrer Dicken nöt nach vorn aus-steign, alsdann mnß halt mit der geehrten Reserveseiten herunter. Sie glaubeu aber, Sie will eiui steign, gebn ihr an Schups, nnd drin is. Die Arme mußt schon dreimal die ganze Tonr machen, und wann's herkommt, is die alte G'schicht!" „Nanu, dann man runter", und mit vereinten Kräften zogen Virnhuber und der Kondukteur die arme Frau mit der mächtigen Rcserveseite herunter, und noch als der Zug mit Verspätung weiterbrauste, wischte sich Virnhuber seinen Schweiß, und die dicke Berlinerin ihre letzten Träueuspuren aus dem geröteten Gesicht! Dann ging, oder vielmehr wackelte die wackere Frau dem ersehnten Abendbrot entgegen, und Birnhuber wartete geduldig auf den nächsten Zug, sich nach einer sezcssionistischen Berlinerin sehnend, denn für „das Mollige" hatte er für einige Zeit den Geschmack verloren ... Bei uns in Amerika. Von Kate van Neeler. (16. Fortsetzung.) (Nachdruck verbaten.) „O, ich brauche keine Tugenddrache wie du' deutsche Mädchen. Nehmen Sie die Kleine nur mit, daß nicht ihre Moral nimmt Schaden nnd sie nuht wird gescholten wie eine Schulkind." „Soll ich nicht Ihren Herrn Bruder herüber holen lassen?" wagte Susanne mit einem bittenden Blick einzuwerfen. „Tante würde es vielleicht Pas-sender finden." „O nein, mein kleines deutsches Schulmädel. Es ist mir ganz egal, was Tante findet paffend. Ich bin eine freie Amerikanerin und tne, was üi) will. Man muß die alten Damen die alberne Ideen abgewöhnen. Gehen Sie nnr!" Sie lachte belustigt und spöttisch den beiden nach und wandte sich dann mit strahlender Liebenswürdigkeit dem eintreten Grafen zn, der gerade noch im Moment da er die Portiere teilte, in der gegenüberliegenden, Tür die hohe Gestalt Diliannas verschwinden gesehen hatte und über Juanita sort mit einem kaum merkbaren Stirnruuzeln uud cinmn Schatten der Enttäuschung in den Augen ihr nuai' blickte. Aber das merkte Inanita uicht. Nachdem sn' eben im Wortkampf mit Dilianna die Bestätigung gefunden hatte für das, was sie vom ersten Moment aHute, daß Dilianna den Grafen liebe, war dn'set noch bedeutend iu ihrer Wertschätznng gestiegen. Es reizte sie doppelt, ihn an ihren Triumphwa^e» zu fessclu und der anderen immer neue Beweise ^ liefern dafür, daß er sich um sie bewerbe und i" nnr die Hand auszustrecken brauche, um ihn z ihrem Eigentum, zu machen. Laibacher Zeitung Nr. 70. «19 2l>. März 1W8. befühl, wie wenn die Sonne sich verduntclc, Entsetzt rieb "' sich die Augen und, einen Schreckcnsschrci ausstohend, taumelte der Unglückliche gegen eine Straßenlaterne und sank ohnmächtig zu Vodcn. Als er wieder zum Bewußtsein lain, stellte es sich heraus, daß Pendergast tatsachlich auf beiden Augen die Schlrast verloren hatte, und der abergläubische Vlann war natürlich der Meinung, daß dies ihn bedrohende Geschick ihm des Nachts vorher durch cincn Traum angc-Zeigt worden war. Die ihn untersuchenden Aerzte sind der Ansicht, daß es sich hier um einen seltenen Fall von Selbstsuggestion handle, daß der Sehnerv tatsächlich nicht arbeite, alle Organe der Augen jedoch sich in gutem Zustande befänden. Das Leiden dos Mr. Pendergast sei wahrscheinlich uicht unheilbar, und lönnc er durch einen plötzlichen Schreck °der ein Ereignis, welches nach irgend einer Richtung hin staile Gemütsbewegungen hervorruft, das Augenlicht sehr wohl wiedergewinnen. LolaI- und Promnzml-Nachrichten. — (Seine Majestät der Kaiser) fühlt sich nunmehr ganz wohl. Man lann die leichte Verkühlung als ganz behoben betrachten. — (Das Abgeordnetenhaus) tritt Donnerstag, den 2. April, ?. Uhr nachmittags zu seiner !^. Sit-sung zusammen. ~- (Verabschiedung.) Gestern um 11 Uhr vormittags versammelten sich alle hier weilenden Landcsbedien-steten in der landschaftlichen Burg, um sich von ihrem bisherigen Chef. dem Herrn Landeshauptmann Otto Edlen von Detela, zu verabschieden. Im Namen der Beamtenschaft lichtete Herr Oberlandesrat M. Zamida an den scheidenden Herrn Landeshauptmann eine Ansprache, worin er in herzlichen Worten der vielen und großen Verdienste gedachte, die sich der Herr Landeshauptmann während seiner 25jährigen Wirlsamlcit als Landcsausschußbeisitzcr und als Landeshauptmann ums Land und speziell um die Landes-bcdienstctcn erworben. Der Herr Landeshauptmann habe sich durch sein objektives Vorgehen die Sympathien aller Beamten gesichert, weshalb ihnen nun der Abschied um so schwerer falle. Herr Landeshauptmann Edler von D c t e l a, durch diese Sympathiekundgebung sichtlich ergriffen, dankte ,zn nächst dem Herrn Oberlandesratc für die freundlichen Worte und warf sodann einen kurzen! Rückblick auf svinc in Landcsdicnsten zugebrachten Tage. Er betonte, daß er während seiner nahezu 17jährigen Amtstätigkeit als Landeshauptmann bestrebt gewesen sei, all seine Kräfte und all sein Wissen für die Verbesserung der Landes und der Veamtcnverhältnisse einzusetzen. Aus diesem Grunde scheide er heute von seinem verantwortungsvollen Posten mit leichtem Herzen und von der Ueberzeugung erfüllt, stets seinen Pflichten in der objektivsten Weise nachgekommen zu sein. Er lieh seiner Freude darüber Ausdruck, daß zu seinem Nachfolger eine hochangesehcnc, mit allen Landesverhältnissen vertraute Persönlichkeit, Herr Hofrat !>nlljc. bestimmt wurde und daß die Verwaltung des Landes Kram nach wie vor in dcn Händcn dcr sloucnischcn Landcssöhne ver- bleibe. Die Reihen der Anwesenden habe zwar der Tod vielfach gelichtet, viele trcubewährtc Mitarbeiter seien ins Grab gesunken, oder an deren Stelle seien junge Kräfte getreten, die ebenfalls willens sind, dem Lande in ernster Arbeit zu dienen. Der Herr Landeshauptmann schloß mit den Worten, daß er sich nun vollständig auf sein Gut Ehrcnau in Overtrain zurückziehen wolle, woselbst auch sein Vater die letzten Tage zugebracht habe. — Auf die Versammlung übte sowohl dir Ansprache des Herrn Oberlandes-ratcs alü auch die des Herrn Landeshauptmannes tiefen Eindruck. Als zum Schlüsse der Herr Landeshauptmann jedem einzelnen die Hand reichte, da schied man wohl mit dem aufrichtigen Wunsche, daß es dem verdienten Herrn Landeshauptmann beschicken sein möge, sich noch eine lange Reihe von Jahren dcr wohlverdienten Ruhe zu erfreuen. —m— -- (Der lrai nische L a n d l a c,) tritt morgen um 11 Uhr vormittags zu seiner ersten Sitzung zusammen, wofür folgende Tagesordnung festgesetzt wurde: 1.) Eröffnung des Landtages. 2.) Angelobung der Landtags-abgeordncten. 3.) Konstituierung des Landtages: -») Wahl zweier Ordner; 1») Wahl zweier Verifilatoren! <-) Wahl des Landesausschusscs. 4.) Bericht des Landesausschusses. betreffend die Neuwahlen. — (Belobende Ancrlennun g,) Da5 2!»!. In-fanterie-Truppcndivisionslommando hat dem Oberleutnant Karl itohout des Infanterieregiments König der Belgier Nr. 27 für seine als Proviantoffizier gelegentlich der Einrichtung des gemeinsamen Pionierübungsplatzes geleisteten sehr guten Dienste die belobende Anerkennung im ^amen dc» Allerhöchsten Dienstes ausgesprochen. — (Die L a n dst u r m be zi r ts - K om m a n dc n.) Für den Landwehr-Teriitoiialbereich des Grazer Korps wurde folgende Einteilung und Abgrenzung der Lanb-sturmbczirlc systemisiert. Das Landsturmbczirlslommando Nr. .3 in Graz umfaßt die politischen Verwaltungsbezirke Feldbach, Graz (Stadt und Umgebung), Hartberg, Voits-berg nnd Wciz mit dcr Ausrüstungsstation Graz, weiter Vruck, Gröbming, Judcnbuig, Leoben, Liczcn. Mürzzuschlag und Murau mit der Ausiüstungsstation Leoben, dem Sitze einer Landsturm Expositur. Das Lllndsturmbezirtslommando Nr. 26 in Marburg umfaßt die politischen Verwaltungsbezirke Deutsch-Landsbcrg, Leibnitz, Marburg (Stadt und Umgebung). Radlrrsburg mit der Ausrüstungsstation Marburg, weiter Cilli (Stadt und Umgebung), Gonobitz und Rann mit der Auörüstungsstation Eilli, wo eine Land-sturm-Elpositur besteht. Dem Lanbsturmbezirliitummando Nr. 4 in Klagenfurt gehören an die politischen Verwaltungsbezirke Hcrmagor, Klagenfurt (Stadt und Umgebung), St. Veit, Spittal, Villach, Völtermartt. Nolfsbera,. Kram-bürg, Radmannödorf, Windischgraz und Tolmcin mit der Ausrüstungsstation Klagenfurt. In den Bereich des Land-sturmbezirlslommllndos Nr. 27 in L a i b a ch fallen die po-litischen Verwaltungsbezirke Laibach (Stadt und Umgebung), Gottschu'. Guitfclb. Littai. Loitsch. Rudolfswcrt, Stein, Tschcrncmbl, Görz (Stadt und Umgebung) und Gradisca mit der Ausrüstungsstalion Laibach. Daö Land- Eie, lächelte den Nähertretenden mit ihrem be-Zanoerndsten Vlick cm. „Icl) hade getan für Tie ein Verbrechen, Herr ^rcif. Diese ^ränlein von Hartloben hat ihr Antlitz ^'rhüllt nnd ist entflohen, weil ich will empfangen Philen ohne den Tchntz von meine lanle. O, sie Ü.tzen überall in eine >lindcrstnhl mit feste Bänder, "U'se deutsche Mädchen. Sie bleiben unmündig ihr "^ben lang. Haben Tie Gefallen an solche fest ^'schnürte Pnppen?" Heranofordernd sah sie ihn an mit den Pracht lwllen, sprühenden Augen und streckte ihm die ^eis'.e, feste, etwa5 männlich geformte Hand be-W'ißeiw hin. , Sie war sehr hübsch, ihre graziöse lebendig ^s'^ sehr amüsant, nnd was sie sagte, ließ sich "peinlich nicht anfechten. Es steckte mehr Vernnnft l'Ud gesunde Auffassung darin, al^ in dem wirklich nwa5 engen ^ormenkram, den inan iunner noäi in >^nen >lreisen fand. Aber trotzdem, die Granen Mier kreise waren ihm doch lieber in ihrer strengen /'"lmdenheit lmd Zurückhaltung, nnd wenn er sich ^ue ^raii nach seinem ureigensten (Geschmack nnd N'Men Wiinschen auosucheu könnte, so nähme er sie '"ir ans ihnen. Ein Mädchen wie diese stolze, eis ^Ue. blonde Tchönheit, die da eben vor ihm go^ '',^l,en >l'ln-. loeil eine alberne Titte ihr den ber-"»nslMn Sinn blendete. .. Ach ,^'in, ,^i^z deshalb allein. Tie mied ihn ^erhanpj, nachdem sie damals, an jenem ersten ^e. da er die beiden kennen lernte, eine Wärme 'w Lebendigkeit gezeigt halte, die er seitdem nie 'u'l)r, ^nch nicht, im Verkehr mit anderen, an ihr bemerkte. in-,! -^ ^"^ l'lwlis darum, Iveuu er sie noch ein kön !" "'»^">l. so beleb! und liebenswürdig sehen Aber da5 gehörle jetzt nichl hierher. Die Ge-i dailken an jene mnsttc er sich ans dem .stopfe schlagen. Er umging Inaniws letzte, direkte ^rage sehr geschickt mit einer ziemlich stark aufgetragenen Schmeichelei für sie, fugte aber doch die Vefürch-tiing hinzn, daß ^rau von Rodeten wirklich un zufrieden seil, und er mit seinem Besuch dein verehrten, gnädigen ^ränlein NnannehmNchleiten be reiten könnte. Aber Inanity lachte nnd spollete dessei^, lnd ihn znin Sitzen ein nnd hatte ihn bald mit ihrem amüsanten (^eplander, ihren Blicken und .tt'okev lerien so fest nmsponuen, das; er zu Bedenken über die Unzufriedenheit der ^eueralin nichl mehr kam. Iuanila hatte den trafen zu sich bestellt, um mit ihm eine Verabredung über do.5 Arrangement einer Schlittenfahrt zn treffen, da seit gestern, wo man abenoo zusammen im Theater war, dicker Schnee fiel und da5 glatte, weiße ,^eld für eine uene Art von Belustigung und Winiervergnügen vorbereitete. Nun sas; sie vor ihm nnd plauderte von allem Möglichen, was sie, ihre Wünsche, Neigungen und Liebhabereien, ihre Vorzüge nnd fehler anbetras, all die bnnten, flimmernden Worte ihrer Schil derungen nnd Andeutnngen gesllnckt und graciös zu,u farbenprächtigen Mosaikbild ihrer reizendes, kleinen Person zusammensetzend und dieses von allen reiten bespiegelnd lind beleuchtend. Da'u ein leises, girrendes dachen, ei» blitzendem, funkelndes Augenspiel und hundert verschiedene loeiche, graziöse Stellungen. Alle wie abgelanschi von Misste, die uuteu auf dem Smim des langfchleppen' den Kleides ihrer launenhaften Herrin die rosigen Pfoten leckte nnd ab nnd zn die spitzen drallen in den welchen Wolleustoff schlug, ^lirt, ^lirt in seiner raffiniertesten Vollendung nuo amüsantesten Be-tätignng. Fortsetzung folgt.) sturmbezirlslommando Nr. 5 in Pola umfaßt die politischen Verwaltungsbezirke Trieft, Adelsbcrg und Sesana mit der Ausrüstungsstation Trieft, wo eine Landsturm-Elpositur besteht, weiter Capodistria, Lussin. Mitterburg. Parrnzo. Pola. Rovigno, Veglia und Volosca mit der Ausrüstungb-station Pola. — (Skier für die österreichische Gendarmerie.) Nie die „Neue Freie Presse" erfährt, werben auf Grund der biÄ>er unternommenen Privatversuche und dcr hiebci erzielten äußerst günstigen Resultate nun auch in den Gebirgslänbern Oesterreichs für die Gendarmerie Skier eingeführt, um den Gendarmen den im Winter doppelt beschwerlichen Dienst zu erleichtern. Zur Erlernung des Skilaufens werden die Gendarmen bezirksweise unterrichtet oder den militärischen Stilursen zugeteilt. "(Gemeinsame Konferenz sämtlicher Handels- und Gewerbekammern.) Wie man uns mitteilt, beabsichtigt das t. l. Handelsministerium im Laufe des Frühjahres eine gemeinsame Konferenz der Vertreter sämtlicher Handels- und Gewerbelammern unter Vei-zichung dcr Gcwerbereferente» der politischen Lanbesstellen einzuberufen. Den Gegenstand der Tagesordnung dieser Konferenz sollen insbesondere die nachfolgenden Angelegenheiten bilden: I. Die Reform des Gewerbetatasters. II. 1.) Die Frage einer etwaigen Regelung der Rechnungsführung der Handels- und Gcwerbclammern. 2.) Die Vorlage del Voranschläge und Rechnungsabschlüsse der Handels- und Gewcrbelammern an das Handelsministerium. .3.) Die Verfassung und Vorlage der Kammerpublilationen, insbesondere der Sitzungsproiololle. —i-. — (V e t e r i n ä r a n g e l e g e n he i t e n.) Die l. t, Landesregierung für Kram hat an Stelle des zum l. k. Veterinär-Assistenten ernannten und der t. l. Bezirlshaupt-mannschaft Laibach Umgebung zur Dienstleistung zugewiesenen landschaftlichen Tierarztes Herrn Peter Millao-5 i 5 den Herrn Landestierarzt in Ruhe Andreas Perlo zum Vefchautierarzte in der Eisenbahnstation Nischoflack bestellt. In Fällen seiner Verhinderung wirb die Viehbeschau in dieser Station dcr l, l. Nezirlstierarzt Herr Anton Koro^ec aus Krainburg besorgen. —,-. — (V er c i n s w e se n.) Das l. l. Landespräsidium für Kram hat die Bildung eines Kindelschutz- und Für-sorgeoereines des Gerichtsliezirles Gottschee mit dem Sitze in Goitschee nach Inhalt dcr vorgelegten Statuten im Sinne des Vereinsgesetzes zur Kenntnis genommen. —<>, — („G rüneS K re u z".) Wir erhalten folgende Zuschrift: Vielfach ist die Meinung verbreitet, der Verein vom Grünen Kreuz wäre nur eine Abart der bestehenden Iagdschuß-Vereine, vielleicht sogar, wenn man so sagen darf. ein Konkurrenzunternehmen derselben. Das ist ein Irrtum. Die Jagdschutz-Vereine vertreten die Interessen der Jagd und indirekt somit jene der Jägerei, sie setzen Prämien aus für im Jagdschutz erworbene Verdienste und gewähren schließlich auch notleidenden Jägern Unterstützungen. DaZ „Grüne Kreuz" ist demgegenüber ein rein humanitärer Verein, wie seine Statuten besagen „zur Unterstützung hilfsbedürftiger Jäger sowie deren Witwen und Waisen". Daß in dieser Beziehung das Arbeitsfeld ein großes, ja unbegrenztes ist, wird niemand leugnen, der die 'materiellen Verhältnisse unserer braven Jägerei kennt, und .'ebenso klar ist es, daß im Wohltun von einer Konkurrenz , nicht gesprochen werden lann. und darum steht die Existenz-^ berechtignng des Grünen Kreuzes an der Seite der Iagbschutzvereine außer allem Zweifel. — Weiters , wird irrtümlich geglaubt, baß die Tätigkeit des Grünen Kreuzes vornehmlich auf Nieberösterreich ixschräntt sei. Die Rechenschaftsberichte des Grünen Kreuzes beweisen aber das Gegenteil, indem der namhaftere Teil der gewährten Unterstützungen in die übrigen Kronländer gelangt. Für den Verein gibt es leine Unterschiede der Kronlänber oder Nationalitäten; es wurde von vorneherein bei genügender Er-starlung die Bildung von Iweigvcreinen in den einzelnen Kronländcrn ins Auge gefaßt und stets nur. getreu dem Wahlspruche des vorbildlichsten Jägers Oesterreichs „Viribus unitis". das Ziel bor Augen gehalten, dort Hilfe zu brin^ gen. wo solche notiut. Dazu gehören aber materielle Mittel, und diese können nur erlangt werden, wenn die Zahl der Mitglieder eine möglichst große ist. Und darum ergeht an die gesamte österreichische Jägerei dir Bitte, durch Beitritt zum „Grünen Kreuz" das Wohltun zu fördern. Die Jagdschutz-Vereine stehen auf der Wacht, damit, angesichts der heutigen jagdfclndlichen Strömungen, die Jagd überhaupt und eine pflichteifrige Jägerei erhalten bleibe. — Dab „Grüne Kreuz" will dieser Jägerei den Lichtblick spenden, in den Tagen unverschuldeter Not. Hilfe erhoffen zu können! Beide Vereine ergänzen einander, und da fowohl die Jagdschutz-Vereine als das „Grüne Kreuz" die Mitglieberbeitrage sehr gering angesetzt haben, sollte jedermann neben dem Iaa> schutzvercine seines .Heimatlandes auch dem Vereine „Grünes Kreuz" beitreien! — sDie Generalversammlung des Hi l fs b c a m ten - K ra n l e n und U n < e r st ü t-,', il n g s v c r e i n r s für K r a i n) findet Montag, dn, ) natürlicherweise nur zusammen-lniclen mußte, wenn er sich auch in unbewachten Augenblicken durch unterschiedliche Mätzchen dafür entschädigte. Deren Töchter wurden von den Frauen Bor^tnilova und Nul5elova dem Charalter der Rollen entsprechend gegeben. Herr Molel trug die Königskrone mit komischer Würde; Herr Toplal dellamicrte den Prinzen, wie sich's gebührt; die Herren Danilo, Dr a g u t i n o v i 5 und ^ul^el gaben die Hofschranzen mit zuweilen dick unterstrichenem Humor; die Fee Walburga sowie deren Faktotum sa»den durch Frau D r a g u t i n o b i 5 e v a und Herrn "U^i<". verständnisvolle Vertretung. Es fehlte nach allen ein Zepter sogar mit einer Nlumenspende verzieren. —n— ^- (Aus der slovenischcn Theater ^nzlei.) Heute (gerader Tag) gelangt die Originalnovität ..Dämon Venus", drei Einakter von Adolf Nobida. sum erstenmal zur Aufführung. In den Hauptrollen sind d'e Damen Vor^tnilova, Danilova und Krci l ° b a sowie die Herren Danilo. D r a gu t i n o v i <'», "u<".i<1 und Toplal beschäftigt. ** (Konzert P e n n a r i n i.) Alle Kunstfreunde ^cnbachs werden die Nachricht mit Freude begrüßen, daß 'pexnarini. der ausgezeichnete Opern- und Konzertsänger, ""er der berufensten Interpreten Wagnerscher Gestalten, für ein Konzert gewonnen wurde, das Sonntag den 5>. April U'u 7 Uhr abends im großen Saale der Tonhalle statt-Undct. Dabei wirlt die vollständige Musikkapelle des 27. In-^utcrieregimcnts unter Leitung ihres Kapellmeisters. Herrn ^heodoi Christoph, mit. Das Programm enthält aus-'Hueßlich Stücke aus Musildramen des großen Meisters. Es lautet: 1.) Tannhäuser-Ouvertüre. 2.) Walküre: Liebes-lied. 8.) Vorspiel zu Parsifal. 4.) Gralserzählung aus Lohengrin. 5.) Loges Erzählung aus Rheingold, lx) Schmiebeliede? aus Siegfried. 7,) Trauermusil aus der Götterdämmerung. 8.) Preislkd aus den Meistersingern. — Vormerkungen auf Sitzplätze werben in O. Fischers Buchhandlung entgegengenommen. Telegramme des k. k. Telegraphen-Korrespondenz-Dureauo. Dir Mouarchcnbcgcguung in Venedig. Venedig, 25. März. König Viktor Emanuel ist in Begleitung des Ministers des Aeuhern, Tittoni, um halb l> Uhr früh hier eingetroffen. Zur Begrüßung hatten sich am Bahnhöfe die Vertreter der Behörden eingesunken. Der König wurde auf der Fahrt in das königliche Palais von einer großen Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Venedig. 25. März, Um 10 Uhr 25 Minuten vormittags verließ König Viktor Emanuel das königliche Palais, um sich in einer Hofgonbel zum Empfange des deutschen Kaiserpaareö nach dem Bahnhöfe zu begeben. Entlang deL Canal granbc hatte sich eine ungeheure Menschcw menge angesammelt. Die Fenster, die Baitone und selbst die Dächer der am Kanal liegenden Palais sind dicht beseht. Die Menge begrüßte den König in herzlicher Weise. Er kam um 11 Uhr 15 Minuten vor dem Bahnhöfe an. Hier wurde er vom Minister des Aeußcrn, Tittoni, und von den Spitzen der Behörden empfangen. Der Hofzug mit dem deutschen Kaiserpaar fuhr um 11 Uhr 30 Minuten in die Halle ein. Die Musikkapellen intonierten die deutsch«, Hymne. Der deutsche Kaiser trug die deutsche Admiralsuniform. Die Monarchen umarmten einander zweimal in der herzlichsten Weise. König Viktor Emanuel küßte der Kaiserin und der Prinzessin Viktoria die Hand. Der Bürgermeister überreichte den beiden hohen Damen Blumen» buletts. Das deutsche Kaiscrpaar unterhielt sich dann mit dem Minister Tiitoni und mit dem deutschen Botschafter Grafen von Monts und seiner Gemahlin, die der Kaiserin einen Blumenstrauß überreichte. Hierauf verließen die Herrschaften den Bahnhof; der König reichte der Kaiserin den Arm. Die Monarchen schritten die am Bahnhöfe aufgestellte Ehrenkompanie ab und gelangten durch ein dichtes Spalier von Deutscheil, deren weißgekleidete Kinder der Kaiserin Vlumenbuletts überreichten, zu ihren Gondeln. Im (5anal grande wurden sie von der nach Tausenden zäh lcnden Menschenmenge in enthusiastischer Weise begrüßt. Die Souveräne, der Prinz und die Prinzessin. Minister Tittom. die anderen Persönlichleiten und das beiderseitige Gefolge bestiegen die Gondeln, während die Musikkapellen unter den jubelnden Zurufen der Menge spielten. Auf der ganzen Fahrt durch den Kanal zum Marlusvlahe waren die Monarchen Gegenstand begeisterter Ovationen. Venedig. 25. März. Die Herrschaften trafen nach 12 Uhr iii königlichen Palais ein. Die auf dem Martus-platze angesammelte Menschenmenge bereitete den Monarchen einen enthusiastischen Empfang. Sie erschienen auf dem Ballon des königlichen Palais, um für die Kundgebungen zu danken. Im großen weihen Saal fand hierauf ein Dejeuner statt, bei welchem die Monarchen gegenseitig das Glas auf ihre Gesundheit, bezw. auf das Wohl ihrer Familien, sowie auf das Gedeihen der verbündeten Länder erhoben. Dann hielten die Monarchen Cercle. Um '/^2 Uhr verließ das deutsche Kaiserpoar mit dem Prinzen und der Prinzessin das Palais und begab sich unter dem Salut der Schiffsgcschütze und unter Hurra-Rufen der Matrosen an Bord der „Hohenzollern". London. 25. März. Die Bühne des Drury-Lane-Theatcrs wurde heute morgen durch eine Feuersbrunst zerstört. Durch Herablassen des eisernen Vorhanges wurde der Zuschaucrraum gerettet. Verstorbene. Im Siechen hause: Am 22. März. Maria Ieras, Inwohnerin, 70 I. Marasmus. Am 23, März. Apollonia Gersal, barmh. Schwester, 2A I., ludorcul. pulm. Meteorologische Beobachtungen in Laibach. Sechöhe Wli'2 m Mittl. Luftdruck 736 U mm. ß KZ W zz ».». ^.. U „. 2 ü. vi. 7347 »9 S. milßlß. teilw^bew. ^ 9U Nb. 73» 4 21 NO. mäßig bewültt ?U. F. ?"U 7 0 0, SO. schwach 25. 2 UN. 73« 0 4 4 ONO. mäßig halb bew. 0 3 9 U. Nb, 739 b 1 4 NO. schwach heiter 2L>7^Ü"^ j739'8 1-0-6! . s halb bewülll! 0 0 Das Tagesmittel der Temperatur vom Dienstag beträgt A 9°, Normale 5 2°, vom Mittwoch 19°, Normale 5 4°. Seismische Berichte nnd Beobachtungen der Laibacher Erdbebenwarte lgrnnmbct l>u« der Nrai» Sparlasir inu?!, (Ort: Gebäude der l. t, Staats»OberrealschuIe.) Lage: Nörbl. Breite 46«0^; Östl. Länge von Greenwich 14'31'. Vebcnberichte:* 17. März gegen « Uhr leichter Stoß in Salubecio (Forli). - 20. März gegen 3 Uhr ^> Mmulril Erdstoß V. Grades in Vallepietra iRoma): gegen 10 Uhr A0 Minuten Erschütterung IV. Grades m M o n t e m u r r o (Potrnza). — ^2, März gegen 4 Uhr A0 Minuten leichte Erschütterung in Potenza, verzeichnet in Caggiano. - 25. März gegen 20 Uhr 18 Minuten Beginn der zweiten Vorphase eines Fernbebens. Bodenunruhe:** am 25. März: 12» Sekunbenpeudel «mähig starl», 7»Telunbenvendel »schwach» und 4. Sekunden» Pendel «mähig start». — Am 2«. März: >2»Selundenpendel »schwach» bis «schr schwach», 7«Selundeupendel «schwach», 4'Selundmpenbel «mäßig ftarl» bis «schwach». » Dir Zillanqaben beziehe» sich auf miXeleliropäilche Zt>< und »erben von Mitternacht bi« Mitternacht « Uhr bi« 24 Uhr HtMlt " Die Vode » » nrnbe wird i» solnenbeii »tärlenraben klassifiziert: «>l»schlä„r bi« z,i l Millimeter »8> 10^10 Öffcntl. religiöse Vortrage werden von Donnerstag bis Sonntag (26. bis 29. März) jeden Abend mn 8 Uhr im Sommersalon des Hotels «Stadt Wien» stattfinden. Herr Sembat Bagdasarianz, Armenier aus Süd-Rußland, wird seine Erlebnisse erzählen. Jedermann ist herzlich eingeladen. , Eintritt frei. (,22«)3.zl Anton Christa. Ortsgruppen cles veutscken sckulvereines, Üaiback. Ginladung sämtlicher Mitglieder der Frauen» und Manne»Vrt5gruppe samt Angehörigen ^u dem 7ltN2g aen 27. Mäsl ,qc». avena; um ds.v q Udl im 6lä55älon 'n.-Iuli) per Kasse i 2" n ö, W. Noten (Febr. Aug. per Kasjc...... 42" „ u. W. Silber («lprilOlt., per Nasse...... 1860er Otaatilose 500 st. 4"/, l»s.0er „ i»u fl, 4"/, l8«4«r „ 10> fl., . l»S4er ., 20 fl. , . Lom.-Pfandvr. k 120 sl. b"/, ytaatsschuld d. i. Reichs- rate vertretenen König» reiche und Länder. dstcrr. Goldrcntc steuerfr., Gold per Nasse .... ^>/, rslerr. Reute in Kronenw. stfr., per Kasse.....4"/« detto per Ultimo . . . 4"/, Ost, Investition«-Rente, stfr., Kr. per Kasse . . S'/,"/° listnl,a>!n>St»nl,schnld. oelschlllbungtl». 3!isabelh-Vahn i. G., stcucrsr,, zu 10,»0<) fl.....4"/^ 'ranz Ioseph-Pahn in Silber (biv. St.) .... 5'//>/„ Galiz. Karl Ludwig-Bahn (div. Stücke) Kronen . . , 4"/„ 'vudolf-Bahn iu Krouenwähr. steuersr, (div. St,) . . 4"/« ici und 2000 Krone» . . 4"/„ ^!l zta»t»schuli»>tlschr»ibnnyln adgtftlmptll» GisentahN'ilktiln Ilüabeth-N, 2<>0fl, KW, 52/."/, uo» -«»o Kr...... dct,o Linz-Nudweis 200 fl. ö. W. S. 5>//V„ . . . . detto Ealzburg-Tirol 200 fl, ü. W. S. 5"/„ . . , . »remital Vahn »00 u. 2000 Kr. Oeld Warr 97'e« »7 80 97 45 97 65 99b« V9 70 9965 9985 15« 60,54 60 213-25, 2,7-^5 261 7b 285'75 261-?5 2«5-7b 290 10 292,0 lie übn« 75 97 70 9?»0 97 70 9?'»0 88- «8 20 121 0bl22 05 97 ,b 9» 15 9« 95 97 9b 96 9b 97 95 4«7- 470 — 434 ^ 436 -424 - 427 — I94'b«1N5'bU Gcld Ware Vom Hllllltl ;ui Zahlung ütli» ßbligatlllNln. Vühm, Westbahn, Em, l«9b, 40«. 20«l! u. 1N.0/,"/n detto per Kasse 83-U5 84-1« Ungar, Vrämien.Unl. ^ l«0 fl. ,90 75!9475! dcüu k 50 fl, 19! - >«5 - Thcif, Reg.-Loic 4"/„ . . . .!i4« 50,52 5« 4"/n ungar. Gruudei tl.'Oblig, 93-60 94 6a 4"/y lrllat. u. slav, Grbeittl.-Obl. 9b 2b 86 25 Andere öffentliche Nnlehcn. Bosn, Laudes-Anl. (diu.) 4"/„ 9l'30 92 3« Vosn.-Hciccg, Eiscub. -Landes- Anlclmi sblv,! 4'/,"/„ . . 28 65 99 6ü 5"/„ Tonau Reg. Nnltlhe 1878 10»'?b — — Wiener Verlchr2- dctlo (N, oder G,) 1874 I2i-3<>122 3N detlü (1884).....95Ü0 96 30 delto iVlls) v. I. 1898 . 98-85 9785 detto iEIeltr.) v. 1.1900 96 «5 97 65 betto lI»V, «,)U I.IÜ02 96 70 97 7« Nörsebau-Nulchen verlosb. 4"/„ 97— 98 — Russische Etaateaul. v. I. 190« f. 100 Kr. p. K. . . 5"/„ 92 10 92''>>) dclto per Ultimo , , 5"/« !»2— 92-5U 3!ulg. Stüllle-Hypothelar-Änl. 1892......s,"/n 121-30 <22-3« Gelb Ware Vulg. Staats - Goldanlcihc ,»07 f. 100 Kr. . . 4>//Vn 87-40 88 40 Pfandbriefe usw. Vudc»Ir.,alln,üst.i, 50I,vl,4'V>, 95-90 96-70 Vühm, Huputhelenb, uerl, -!"/<, 98 ß!, 99-6Ü Zeiüral Vud. Kicd,-Vl,, östcrr., 45 I, uerl.....4>/,"<> 101-bo 10250 drtto !!i'> I. uerl. . . . 4"/« 98'- 99--Krcd.'Inst., osterr., f.Vcrl.-Uüt. U. üffentl. ?lrb. Kat. ^, 4"/„ 967b 97'7b Landeev. d. Ki!». Galizicn und Lodom. 57>/, I. rückz. 4"/„ 94 7b 9b'7b Mähr. Ht,po!l,e lrnb. uerl, 4"/„ 97 ü0 98 b0 «,-üsterr, Lll»deK Hyp,-Ä»st,4"/« 98-2b 8i,'25 bettu iull. 2"/„ Pr. veil. 3V,"/', 89-- dctio K.-Schulbjch. uerl, »>/,"/» 89-- 90'— deltu verl......4"/» 98-1« 9U-10 tsterr, ungar. Ban! 50 Iah« veil, 4"/„ ö. W..... 98-2b 99-25 betto 4"/„ Kr. - .... 98-b0 99 50 Tparl., lkrste öst.,eoI.uerl.4",o S8-90 99-90 Eisenbahn-Prioritäts-Obligationen. Österr. Noi-bwcslb. 200 sl. S. . 10»- - 104-— Staatsbah» ,'W Fr..... 400- 404-— Endbahn il »<7„ Jänner-Juli 500 Fr. lftrr Et.) , . . 297-- 299- - SudbahN H b"/„ ^00 sl. S, 0. O, 121-75 122'7b Diverse Lose. ßlizlnlliche l»sl. 3"/„ Vodculrcdit-Lose Ein. 1880 2727b 278 7ü detto Em. 1889 270'— 27 l«9'8>,'2b Geld Ware Wiener Komm.-Lose v, I. 1874 b«4'-. b14'— Gew. Lch. d. 3"/„ Präm.°Schuld d. Äudcnlr,-Änst, — 82'- Aktien. Ilan»p»lt»ßnternehmnngln. Aussig Tepliycr Eiseub. 500 fl. 2440-— 246N-- lllühmische Nordbahu 150 sl. . 39b'— 398'— Vuschtichrader ltijb, 5>0U sl, «M. 29,b — 293»'— drttu (!it. N, 20« fl. per Ult. 1H7 — 112b'-Donau - Nampfschiffahrts - Ges., 1., l. l. priu., 500 sl, KM. 1033'— 1034' - Dux Bodenbackcr V,-N. <«0Kr. 5S4'— b66'— FridinaudH-Nurdb. 1000 fl, KM. b26U'— b28U'-Kaschau - Oderberger Eiseubahn 200 sl. S.......864— 3LN- — Lemu.-Czern,-Iassy Liscubahn- GeseNIchast, 200 sl. O. , . b6!1-- b?l'— Llolid. iisl., Tries!. 500 sl., KM. 416-— 4>8-— Östcrr, Nordwcstbahn 200 sl, S. 432— 434'- Ketlo (lit. I!) 200 fl, S. P U>t, 424'— 42«'- Prag Dux.crEisenl,, i«0 sl.abgst, 2!?'- 2,8'- Staalsciscüb. ^00 sl, S, per Ult. «??-?b «?8'?5 Ziidliahn 2N0 sl. Nllbcr per Ult. 142'60 143'uo!hclcnbanl, »st. 200Kr. l>"/„ 289'— 29,'— Läuberbanl, üslcrr.. 20« fl., per Kasse.......^-'^ ^-'" drtto per Ullimo 426".'5 427'75 ,,Mcrlur", Wcchselstub, Altieu- Gesellschaft, 2<><» fl. , . . 6,3'- 616'- Östcrr,-u»nar, Va„l I'!«« Kr, '717'— 1727'— Mclo Ware Uuionbant 20« fl...... b54'— bbb'-^ Umuubanl, böhmische 100 fl, . 246'— 24?— Verlchrsbanl. allg., 14« fl. . . 840'— 342'— Znduftrit'Bnttrnthmunll.en. Äanaescllsch,. allg, öst,, 100 fl. 120'— '23— ÄrüxrrUuhleuliernli-Ges. loufl, 730'— 734'— Eilcnl'al,!weilclM-A»stalt, i!st., 100 fl........ 3»b'— 3»?'-^ (tifeubahnw, Üeihg., erste, 100 fl. 208-- 210— ,,(tlbcmül,l". Papierf. u. V.-G. I«0 sl........ 19?'- ISs" Elellr.Ocl, allg. üsterr,, 2<>nsl. 4,0'— -«'4'- 0 fl. 6?5>->5 67«'lb „Polbi-Hlittc", Tiegelgukstllhl. ^^, ss.-A.-G. 200 sl..... 472'— 47?'«0 PrasierEiseu-IndustrieGesellsch. 200 fl........ 2690'—2700 — Nimll- Murauy - Salgo-Tarjaner liisenw, 100 sl..... bb8— bb»'" Talg o-Iarj. S!ci»lol,le» 10» sl. 574'— b7»" „Ochlüglmühl", Pl,plcrf.,20Nfl, 330'— 33»'-^ „Lchudüica", A, W, f. Petrol.- Industrie, 500 Kr. , . . 430'— 440'— ..Slelirrrmilhl^.Papicrf.u,!«^. 434'— 43?" Irifailer Kl'hlenw.-G. 70 fl. . 280'— 2»l'bU Tiiil. Tablifressie-Ges. 200 Fr. per Kasse...... —'— —" beüu per Ultinio . . , 409- ^^'^ Wasfeuf, Wes, Usterr., 100fl, , b59'— b60l>" Wr. Vaugejrllschaft, 100 fl. . . 147' 148?» Wieurrbcrge Ziegelf.-Alt.-Ves. 72S-— ?»«'" Devisen. Kurze Klchlen und Schtck». Amsterdam....... 1W"?0 1»»^ Deutsche Vaulplähe .... 1>7-ü7^ 11?'^ Italien ilchc Baulplähe . . . 9b-60 «5-?o Loubun........ 240 35 24N«b Pari«......... 95-57' Ub'??' Et. Petersburg...... 2bU-?b 25>b« Zurich »ud Nasel..... 85-40 »b'bb Valuten. Dulalcn........ 11-35 N'ss 20-Franle» Ttücte..... >9 09 ^l« iiOMnrlTtülle...... 2350 23d° Deutsche Neichsbailluotrü . . It?«?- 1 2k<" « v«n «.„ten. »,»..,».^«5«», K»ri<»5«» IM«U^^«V«^ ^!VN, 11»l»,»,x ,^.u, IN l»<»«Il«)