Schristleitung: Ratbciusgafst Nr 6 l«lq>h«B Rr. »l. iBierurdaB. €> tc4Hbb*t: läjltdi (Ml 1 »er ««im- ■ ff«««" toj«1 bob »»—»» Uhr tarn. ^lontlAttibiB ttttbtlt »ich! I»»a«gt«rt>nt, «aitnldc 8U-mtUBgra «ich» »eriiMchliq! ■ «(ilittlguBgci Binnt ti( Srttoaltuug ge.ni BrrrchB»i>z >«t billigst (fB-»eftelllen «tbutttn (BtgtflrB. — V«I ffiie»ntJlu«j)«n vr»>«» BüchwS. t u .X>rulMir Batt" «Weint irdeB SRltta odl urb £smMoa •tcnM. Poftlvark»ff«».»«»l» Z0 ,!!X> Verwaltung: RathauSgassr Rr. 3 ?ftfrt»B Wr. »1, Intcrard««. «t,ugSdr»l»W»gc» Durch felr Po? 6ci»;rn: Pierlrljaljilg ...Kit* H-Ibjiidri» . . . . K « «« S»n«i 'ins . . . . K 12 to Kii« eitd,B,»-S«diIhnB. «iBgeieilele »d°A eme'i« «eile» di» tue »bdiftellBB». Mr. «5 Eilli, Hamstag, 14 August 1909. 34. Aayrgang. Wie öif Schwarzen ihr? Presse fördern. Ein fcljr beachteuöwkltcr Aussatz ber „Mir-teilui gn> des Deutschuationalen Vereines für Oester.eicd" sucht in knappen Zügen darzulegen, wie unsere klerikalen und sozialdemokrotischeu Gegner sür ihre Presse arbeiten. Es heißt dann u. o.: Während die Sozialdemokraten die Förderungen der Presse durch eifrigste Agitation von Mann zu Manu, von Arbeiter zu Arbeiter de-treiben und ihre ..gewerkschaftlichen" Organisa. tionen sür Preßzwecke geradezu ausbeuten, haben die Klerikale» vor vier Jahren den„PiuSvcrein zur Förderung der kholischen Presse in Oester-reich" gegründet und damit wahrhast glänzende . Erfolge erzielt. Während die Sozialdemokraten kein Mittel scheuen, jedem Arbeiter, wenn auch mit dem ärgsten TerroriSmuS. ihre Zeitungen aufzudrängen und die Unterstützung ihrer Presse geradezu erzwingen, wußten die Klerikalen durch die Gründung ihres PiuSvereineS auch solche Katholiken, die ihren Bestrebungen ganz gleich giltig gegenüberstehen, sür ihre Presse und deren materielle Förderung dienstbar zu machen. Heimlich und schleichend, wie eS ihre Art ist, haben sie durch die Gründung des PiuSver-eine» eine Organisation geschossen, die am 1. Septembir 190$ 101.137 Mitglieder zählte. Bon großem Interesse und höchst lehrreich ist eS, die Verhandlungen deS letzten Katholiken« tagen in Sankt Pölten besonders hinsichtlich der P.csse etwas näher zu betrachten. Schon bei Beratung dir allgemeinen Or-ganisationSsrage beklagt sich der Berichterstatter Pros. Dr HaSlhvfer, daß der Universitätöverein, der PiuSvercin uud der »katholische Schulverem, „diese drei eminent katholischen Vereine, nicht zumindest jeder eine Million Mitglieder haben. Wir find doch über 22 Millionen Katholiken i„ Oesterreich. Arbeiten wir mit allen Mitteln an der Erweiterung und AnSgestaltung dieser Bereine ..." Den Bericht über die Presse und den PiuSvcrein erstattete der Chefredakteur der „Reichspost", Dr. Kunder, der die Wichtigkeit der Presse eingehend betonte, die Gründung«-geschichte deö PiuSvereineS erörterte und stolz behaupten konnte: „Die Notwendigkeit und Richtigkeit deS PiuSvereineS wird durch seine organisatorischen Erfolge bewiesen. Der PiuS verein zählte am 1. September 1906 33.312 organisierte Mitglieder, am 1. September 190? 6«. 136, am 1. September 190^ 101.137. Organisierte Ortsgruppen zählten wir am 1. September 190« 77, am 1. September 19 7 260, am 1. September 1908 610. An Flugschriften und monatlichen Mitteilungen wurven über -l/t Millionen bis 1. Geptembrr Die vollkommene Bedienerin Seitdem Frau Ludmilla Hasengraus in dem neugebauten Zinspalast der Gebrüder Frischling in Amt und Würden saß, nannte sie sich nichts mehr HauSbeiorgeriu wie ans Nummer 31, der Haupt, straße deS xten Bezirkes, sondern Portierin. ES begreift sich, daß die Gesühle einer Portierin von denen einer HauSmeisterin himmelweit verschieden sind. Ist diese von dem schnöden Drang nach Popu-laritSt besessen, so ist sene dagegen ganz Erhaben, heit, ganz Majestät und verschmäht es grundsätzlich, sich mit dem Plebs gemein zu machen. Wie ein aus Gens oder Lausanne importierter Zahlkellner öffnet sie beim Reden kaum den Mund, nimmt mit herablassendem Nicken die ehrerbietigen Grüße der „kleinen Parteien" entgegen und thront gewöhnlich, mit ruhiger Würde einen Strickstrumps meisternd, in einem Polsterstuhle hinter dem Bogenfenster, von dessen geschlossenen Musselinvorhängen nur ein kleiner Ausschnitt in stnmpsem Winkel znrückge« schlagen ist — was mit der Kontrolle zusammen-hängt, zu der diese halbamtliche Persönlichkeit von Berufs wegen verpflichtet ist. Frau Ludmilla Hasengraus hatte einen Schütz« ling, eine Hilfskraft, der die Reinigung des Stiegen-Hanfes oblag, da es die Frau Portierin mit ihrer neuen Stellung nicht vereinbar fand, dergleichen selbst zu besorgen. Eines Tages war ihr ein« etwas abgerissene Person mit der in tiefster Demut vorge-brachten Anfrage an den Leib gerückt, ob die „gnädige Frau" keine Bedienerin brauche. Die gnädige Fran beaugenscheinte die Bittstellerin zuerst vom Kopse bis zu den Füßen, fand, daß sie ziem-lich stark den Eindruck eines ruppige» Bogels mache, dem es nur mit vieler Mühe noch gelungen sei, den Kops auS einer Schlinge zu ziehen, und 1908 verteilt. A» 1500 Bersamml»ngen wurden abgehalten in 2'/, Jahren." Wohlweislich verschweigt die klerikale Presse die geldlichen Leistungen des PiuSvereineS, einer, seils wohl deshalb, wc-.l dann festgestellt werden könnte, welche Unsummen der „katholischen" Presse zugewendet wurden, andererseits, weil wohl auch Riesenspenden ausgewiesen werden müßten, die auS Kreisen stammen, durch welche die „Lauterkeit" der Absichten, die der Grün-dung und Förderung der klerikalen Presse zu-gründe liegen sollen, schwer beeiutiSchtigl weiden könnte. Hervorgehoben wird aber, daß durch die moralische finanzielle und berufliche Unter-stützung durch den Verein die „katholische P..sse kaum mehr wiederzuerkennen ist." Der PiuS-verein erhält in eister Linie die „PiuSvcremS-Korrespondenz" für dieProvinzpresse, unterstützt, dezw. erhält seruer solgende Blätter: „Reichs post", „Vaterland" (Wien), „Linzer Botksblatt," „Salzburger Chronik", „Grozer Bolksblatt", usw.} in Wien, Graz und Linz wurden wert-verbreitete Ein- und Zweikreuzerblätter gegründet. Bezüglich der „Reichspost" konnte der Berichterstatter feststellen, daß ihre Auflage sich in der kurzen Zeit verdreifacht habe. Bezüglich der Hebung dc« JnseratenwcsenS heißt rS: „Ein Frcuud aus Schlesien befolgt seit Jahren eine Methode, die Nachahmung ver« dient. Den Bedarf für sein Hau» deckt er regelmäßig bei Firmen, die er in den christlichen Zenlraldlatte uud seinem christlichen Laudesor- der deshalb ein wenig mitgenommen und zerzaust dreinfah, und wollte sie wegschicken, aber sie konnte dem Jammern und Klagen, das sich nun über >>e ergoß, nicht standhalte» und versprach, es probe, weise mit ilr zu versuchen. Kaum war das Wort gesagt, suhr sich die Bc-dienerin, die Karolin, tief erschüttert mit dem Schurz-zipf über die Augen, küßte Frau Ludmilla ehrbar die Hand und stürzte sich auf das Junsengeschirr. um es vom Fleck weg abzuwascheii und wieder an Ort und Stelle zu bringen. ..Aber Karolin", wehrte die Dame milde, „lassen S' das nur stehen! Dazu sind Sie nicht ansgeiiommen „Na, das ivar schön, gnä' Frau, wenn man von so was reden möcht'entgegnete die Karolin ordentlich gekränkt. „J4 eh nur ein Handgriff und wenn ich schon dasteh' —" ^ Dieser Anschauung, die mit dem Feuer einer schönen Neberzengung vorgebracht wurde, sügte sich die Frau Pvrtierin huldvoll und erinnerte sich dabei zugleich, daß in der Kanne noch Milch und in der Röhre wohl „ein Lackerl" Kaffee stehen müsse, die die Karolin, anstatt sie wegzugießen, vielleicht zu sammenschütten und auStrinken konnte. Die verständige Person entschied sich sür das letztere, und nachdem Frau Hasengraus ihrer neuen Dienerin vom Polsterstuhle ans eine kurze Darstellung ihrer künstigen Obliegenheit gegeben hatte, schieden die beiden Damen sehr zusrieden von einander. Das war der schöne Ansang eines schönen Ber-hältnisses. Frau HaseugrauS vergrub sich immer tiefer in ihren Polsterstuhl und ihren Stnckkorb. und die Karolin pendelte unermüdlich zwischen Loge und Stiegenhaus hin und her, schwang den Besen, rang da» Reibtuch und wußte in Zden Pause» ihrer Tätigkeit der Herrin bald ein artiges Geschichtchen. bald eine kleine, seine Schmeichelei oder — was sie ungefähr für gleich hoch einschätzte — eine spitze Auseinandersetzung zwischen Nebenparte, zuzutragen, die Frau Hasengraus mit viel Würde anhörte, ohne die Rednerin nur mit einem Worte zu unterbrechen, aber auch ohne ein Zeiche» der Billigung, mochte es ihr auch sast den Atem vor Spannung ver-schlagen. Das Reibtuch, nnd Besen gute Zeiten hatten, während die Schleusen ihrer Beredsamkeit niedergelassen waren, wird der Karolin kein billig Urteilender verdenken, da schon ein alter, erprobter Spruch sagt, es sei nicht gut. zweien Herren zu dienen. Wenn die Arbeitspausen mit ihrem steigen-den Einflüsse bei der Herrin an Häufigkeit und Umsang .zunahmen, war natürlich nur die Fertigkeit daran schuld, die sich die Karoline im Lause einiger Monate in Ausübung ihres Dunstes erworben und da ihr Faktotum, trotz heftiger äußerer Gegenwehr der Prinzipalin. ebenso spielend mit dem Mittags-wie mit dem Jausengeschirr ausräumte, da die Fußbank immer in tadelloser Sauberkeit glänzte und Brille und Strickzeug mit ehrfürchtiger Schonung ab- und zugeräumt wnrden, als wären es juwelen-gefaßte Reliquien, sah Frau Hasengrans in Karoline die Perle aller Bedienerinneu. Sie verleidigte diese Ansicht mit Ruhe und und Würde Herren HasengranS gegenüber, der skeptischer war. ES ist vielleicht hier am Platze, zu bemerken, daß Herr Hasengraus in seiner ossiziellen Eigenschast Ministerialamtsdiener war nnd sich als solcher zum Skeptizismus nicht nur berechtigt, son< der» einsach verflichtet fühlte. Wie viele Ministerien hatte er nicht schon wanken und zusammenbrechen gesehen! Daß ein gelegentlich derbes Hinstreisen über das Stiegengeländer, bei welcher Manipnlation er immer dick bestaubte Finger davontrug, seinen natürlichen Skeptizismus stärkte, kann nicht ver- £eti« ~ Deutsche Macht SRmr.tict 65 (jöiic angekündigt findet; allen seinen Lieferanten teilt er out, das, er deshalb bei ihnen beziehe, wnl sie Inserenten dcr und der Blätter seien. Findet er für bestimmte Einkäufe iu seinen Blättern keine geeignete Bezugsquelle, so er-mittels er eine größere Firma und gibt es dieser schriftlich, er würde gerne bei ihr beziehen, wenn sie in dem und dem Blatte inserieren wurde. In der Regel hilst cS. Bon denun-zähligen Preis, und Musterkatnlogcn, die ihm allmonatlich inS HauS wandern, wirft er die jüdischen in der» P>ip>erkord, den anderen firmen schreibt er, er würde ja ganz gcru uach ihreu Katalogen wählen, wenn sie dort und dort in-serieren würden. TaS zeht daS hilft, das ist werktätige kluge Propogauda! Welches Gewicht hat dies aber erst, wenn StaudeSorganisationen oder Piusoereinsortsgruppen angesehenen Firmen zu wisse» machen: „Wir in unserem Stande, wir in unserem Orte versichern, beim E>nkause von Kleidern, Möbeln, Leinenwaren, landwirt-schastlichen Maschinen. Kolonialwaren, Fahr-rädern, Automobilen diejenigen Firmen bevor-zugeu zu wollen, die in den katholischen Zerr« tralblättern und dem Kronlandödlatte unseres Gebietes inserieren." Einen Gulden zu opfern, tut manchem HauSwesen weh, diese Werbetätigkeit für das Ankündigungswefeu unserer Zeitungen kostet nichts, als ein bischen Schneidigkeit und obendrein noch zehnmal einträglicher." Kein allgemrinrr Kslho Ükentag. Die seit Jahrzenten bestehende Einrichtung des allgemeinen österreichischen Katholikentages wird Heuer einen gewaltigen Stoß erleiden. Der Katho-likeirtag wird wohl stattfinden, er wird aber kein allgemeiner sein. Bisher war er eine Organisation sür konfessionelle Zwecke, in die alle Völker desSlaateS eingeschlossen waren. Er war eine Kampsorganisation gegen allen Fortschritt und Ausklärung und leibet nicht zuletzt auch gegen das Deutschtum. Heuer wird e« nun aller Voraussicht nach mit diesem allgemeinen Katholikentage zu Ende sein. Die Slowenen haben die an sie ergangene Einladung zur Teilnahme an dem Katholikentage schwiegen werden, doch wird jeder Einsichtige zu-geben, daß ein Stiegengeländer aus mancherlei Art bestaubt werden kann, ohne daß die dazu gehörige Bedienerin dafür verantwortlich gemacht werden könnte. Aller Wahrscheinlichkeit nach hätte sich also daS rührende Verhältnis zwischen Herrin und Dienerin bis zu jenem idealen, erstrebenswerten Punkte ent-wickelt, wo die Arbeit nur eine gelegentliche, unver-weibliche Unterbrechung langen, sinnigen Gedanken-anStausches bildet, als auf einmal eine kleine, unansehnliche Person auf die Bildfläche trat, die der Idylle ein Ende machte. Die kleine unansehnliche Person, war eine Nichte deS Herrn Ministerialamts-dieners und kam wie das Mädchen auS der Fremde, wenn anch nicht so geheimnisvoll, doch ebenso über-raschend sür den Nichteingeweihten. Der Herr Ministerialamtsdiener schien zu letzteren wohl nicht zu gehören, dafür aber Frau Ludmilla. bie es trotz ersichtlicher Anstrengung zu keiner rechten Freude über diesen wie ans der Erde gewachsenen neuen Schützling bringen konnte. Indessen versprach Fräulein Kathi HasengranS der Tante, unter deren 'Üttichen, sie sür einen großstädtischen Dienst hergerichtet werden sollte, jeden Wunsch von den Augen abzusehen und drückte sie mit solch ehrerbietiger Vehemenz in den Polsterstuhl, aus dem sie sich seuszend erhoben ha:te, wieder zurück, daß ein be sangener Beobachter an irgendeine geheimnisvolle Belehrung gedacht hätte, die diesem Debüt voraus gegangen sein mochte. Wie dem auch sei, die Nichte ivar da, nnd der Abzug Karolinen? darum unvermeidlich. Als die Perle aller Aufwärterinnen mit einer Ergriffenheit die diesmal aus guten Gründen vollkommen echt war, sich von der Frau Portierin verabschiedete, sagte ihr diese tröstend und mit unendlichem Wohl unter dem Hinweise aus die letzten politischen (Steig-nisse ans nationalen Gründen abgelehnt und es ist wohl anzunehmen, daß den Slowenen auch die Tschechen folgen werden. Der LandeSauSschußbeifitzer von Kretin Doktor Lampe erwiederte auf die Einladung zum Katholiken-tage mit folgendem schreiben: „Ihre freundlich Einladung in das vorbereitende Komitee für den 3. allgemeinen österreichischen Katholikentag einzu-treten, mnß ich leider ablehnend beantworten. Nach-?e»r von deutschkatholischer Seite konsequent die Führer der katholischen Slowenen, ivelche wegen ihrer gut katholischen Gesinnung von den Kirchen-cinden sattsam verunglimpft worden sind, systema» isch verdächtigt und verleumdet werden, kann sich ein katholischer Slovene Heuer an einem gemein» amen Katholikentage beteiligen. Es mnß der Zeit iberlasseu werden, die Wunden zu heilen, welche >ie aus politischer Gegnerschaft begonnene verleum-lerische Hetze gegen die Füheer der katholischen Slowenen geschlagen hat." Der „Slooenec" bemerkt hiezu: „Die Antwort ist unter den >etzigen Verhältnisse» die einzig richtige. Es ist an der Zeit, das wir vor der Oeffeutlichkcit zeigen, daß die katholischen Slowenen ihre Führer nicht verunglimpfen lassen. Auch die deutschen Kotho-likeu in Oesterreich müssen zugeben, daß wir als Nation mit den Deutschen gleichberechtigt sind." Ob die deutschen Katholiken (Klerika.e) zugeben werden, daß die Slowenen als Nation gleich-berechtigt sind mit denDeutscheu, wollen wir abwarten. Bei Klerikalen ist alles möglich, selbst die Behauptung des größten Unsinnes, wenn es nur Rom hilft. DaS Grazer klerikale Organ schreibt hiezu daß eine internationale Versöhnung auf konsessioneller Grundlage aussichtslos ist und das man sich ans deutscher Seite ivird daran gewöhnen müssen, daß man den nationalen Ausgleich als reines Politikum betrachtet und daß er nur von Volk zu Volk er-folgen kann. Die Wiener deutsche Korrespondenz bemerkt dazu: Der allgemeine österreichische Katholikentag war eben sür die Slowenen stets nur ein Mittel, für ihre nationalpolitischen Zwecke und Absichten. Solange sie aus dem Bodeu einer internationalen, konfessionellen Tagnng sür ihre nationalen Zwecke krebsen gehen konnten und die Hoffnung hatten, die dentschkatholischen Kreise weiter von nationalen Be« tätigungen abzuhalten und in Gegensatz zu den na-tional fühlenden Deutschen zu stellen, kamen sie gerne zum allgemeinen österreichische» Katholikentag, mochte er wo immer stattfinden und nahmen teil an den Beratungen „zum Wohle der Kirche", da sie wußten, damit zunächst ihr eigenes nationales Wohl wollen: „Lassen S' gut sein, Karolin', ich werd' schon an Sie denken, schauen S' halt wieder ein-mal nach, so in ein paar Tag; die Frau Major oben, wissen S', was die Wittib ist, die gestern «»'zogen ist, hat schon so hin- und hergeredet wegen einer Bedienung —". Das weitere erstarb im Flüstertone eines ganz kurzen, halbstündigen Abschiedes an der Türschwelle und kann au» ungesagt bleiben, denn das Wesent-liche an der Sache, Karolinens Aufnahme und Ein-zug bei der Frau Majorin, wurde zur schönen Wirklichkeit und damit hatten die Niederungen der Portierloge allen Reiz sür dieses modern empfindende Wesen eingebüßt. Ja, es war erstanulich, wie rasch ÄarolmenS lebendiger Geist sich in den Rahmen ihres neuen Wirkungskreises einzuleben verstand, wie innig sie mit dom Fühlen, den Wünschen, Ansichten und Meinungen ihrer nenen Herrin vertraut und — sogar verwandt war. Denn als ihr die Frau Majorin gleich am ersten Tage mit höflicher Be-stimmtheit erklärte, nichts sei ihr verhaßter als Tratsch und Zuträgereien, wenn sie mit ihr auskommen wolle/ dürse sie von Nachbarn weder etwas sehen noch hören: sie übersehe lieber eine, kleine Nach-lässigkeit, eine Ungeschicklichkeit, ja selbst materiellen Schaden, als eine Uebertreturig dieses Gebotes — da erklärte ihr Karolin mit schwimmenden Augen, ihr guter Engel selber müsse sie zu der gnädigen Frau hergebracht habe», denn da gute Ruf des Nächsten sei ihr immer heilig gewesen und selbst vor dem Richter könnte sie nur mit der größten Selbstüberwindung antworten, sobald es sich um Dinge handle, die ihrer Verschwiegenheit anvertraut oder deren zufällige Zeugin sie geworden. Zum Beweise, wie ausrichtig sie nach dcr erhaltenen Weisung handle, gestehe sie offen, daß sie dagegen zu sichern. Nur weil Heuer zum erstenmale diese Hoffnung nicht zu winken schein«, wenden sie sich ab, richten eine Absage an den allgemeine» ^öster-reichischen Katholikentag! Beim Teusel ist die Sorge um daS Wohl des Katholikeninms. wenn nicht dabei daS Slowenkiitum in erster Linie auf seine Rechnung kommt! Wir Deutschsreiheitlichen können es nur be-grüßen, wenn die Tage des allgemeinen Katholiken tages gezählt sind. _ politische ttunülchuu. Inland. — Am 17. d. M. findet wieder eine Konferenz dec Obmänner der parlamentarischen Parteien statt. Der Hauptzweck wird darin erblickt, den Boden sür eine Besprechung vorzubereiten, die die Regierung eiuzuberusen beabsichtigt. ES handelt sich nämlich um eine Aussprache zwischen Dentschen uud Tschechen vor der Einberufung deS böhmischen Landtages. Die Obmännerkonsereiiz am 17. d. M. soll also de» Ausgangspunkt sür weitere Besprechungen und Ver-Handlungen bilden und es soll angestrebt werden, daß wenigstens das eine Ziel erreicht werden kann, bei Beginn des Reichsrates die Obstruktion auszu-schalten. Wenn sich der Polenklub für eine Arbeit»-Mehrheit ausspricht, so ist nach der Anschauung der polnischen Führer darunter keineswegs eine Koalition nach Beckschem Muster zu verstehen. Es gehl nicht an, daß jede Fraktion von zwanzig oder dreißig Manu daraus Anspruch macht, eines ihrer Mitglied« der Krone als Ratgeber aufzunötigen. Die Wünsche, die in der Konferenz zum Ausdrucke kommen werden, sollen der Regierung als Richtschnur sür ihr weiteres Vorgehen dienen. DaS Ministerium würde sich bei allsälligem Einlenken der Obstruktionisten in eine ruhigere Bahn bereit sinden, den Reichsrat »och vor den Landtagen und den Delegationen zn einer kürzen. Orientiern«gszwecken gewidmeten Septembersessiou, einzuberufen. — Ueber den tschechischen Einsall in Nieder-österreich plaudert die „Narodni Politika" in fol-gender Weise aus der Schule: „Die Tschechen iu Niederösterreich trete» jetzt in jenes Stadium des nationalen Kainpses, wo es Brust au Brnst zu kämpfen gilt und die Entscheidung muß jetzt auf alle Fälle herbeigeführt werden. Unauffällig und ganz ruhig haben sich die Tscheche» sür diesen offenen Kamps gerüstet." Es wird dann ansgesührt, wie die Parteikämps begannen zwischen den Deutschen uud den Tschechen, die sich bald da, bald dort anschloffen. je nachdem es der Vorteil mit sich brachte, während der Majorin schon eine kleine Ungeschicklichkeit eiuzu-bekennn«» habe, indem sie daS FrühstückoberS, das ihr die gnädige Frau zu kaufen befohlen, auf^ dem Wege verschüttet, als ein ungezogener Junge sie an-gerempelt habe; glücklicherweise hätte die Verkäuferin noch einen kleinen Vorrat gehabt, so daß sie der gnädigen Frau wenigstens Ersatz bringen könne. Die Frau Majoriu war nicht nur eine vor-nehme, sondern auch eine überaus gütige Dame uud war über diese mit leidender Geduld vorgebrachte Erzählung nicht wenig bestürzt. „DaS kann ich nicht dulden, Liebe, daß sie sich berauben!" sagte sie sreundlich, zog die Börse und drückte der in Dank-barkeit hinschmelzenden Bedienerin einen großen Nickel in die Hand. Wohlwollend sügte sie bei: „Lassen Sie doch sehen, ob Sie sich nicht durch dieses Ungemach das Kleid verdorben haben . . Schüchtern trat die Perle der «uswärterinuen ins Licht und ließ sich nach dieser und jener Seite ivenden. Sie hatte mit weisem Bedachte den ältesten und unbrauchbarsten .ihrer Röcke angezogen und die paar Tropfen, die sie daraus fließen ließ, geschickt an die auffälligsten" Stellen gesendet, wo sie vor-wurfsvoll wie perlende Milchttänen glänzten. „In der Tat", sagte die Frau Major,n nach eingehender Besichtigung, „der Rock hat Schaden genommen, auch die Schürze. Diese wird sich waschen lassen, aber sür den Rock werde ich Ersatz schaffen; Sie sollen in meinem Dienste nicht verkürzt sein." Die wackere Karolin war es auch wirklich nicht, denn am anderen Morgen lag ein neues Kostüm vor ihren strahlenden Blicken, und feierlich versprach sie sich, dieses solle nicht das letzte sein, das aus dem Besitze ihrer Gönnerin ist den ihrigen überginge. Denn um die Dinge zu sagen, wie sie sind; Unsere Freundin war in jener Zeit aus euren argen MM. Blätter zur Unterhaltung und Belehrung sür Haus und Familie. P»aut«gsveitage der „Ventschen Wacht" in Kilt. Er. 33 „Die Südmart" «scheint jeden Sonntag als unentgeltliche Beilage für die Leser der Deutschen Wacht". — Einzeln ist «Die Südmarl" nuht täuftich. 1909 Aus meiner Aestungszeit. Von Friß Reuter, auS dem Plattdeutschen übersetzt von 9 I. Fortsetzung. Als mein Brief fertig war, stellte ich mich ans Fenster. Mir war es heute ^Morgen ganz anders zu Mute als gestern Abend; eine Nacht ruhigen Schlafes macht einen ganz anderen Menschen. Dazu schien die Sonne in mein Fenster nnd meine Gardinen waren zum Glück nicht so dicht, daß sie keinen Sonnenstrahl auf mich hätten falle nlasseu. Jch konnle nach dem Tor hinsehen; dort kamen Kutschen, Postwagen und Markt-karren hereingefahren; auch ein Leichenwagen war da« bei — einen solchen habe ich seit viereinhalb Jahren nicht mehr gesehen — mir kam alles schön vor. sogar der Leichenwagen. Landmädchen kamen mit Milch, Bauernburschen mit Holz, Bürger gingen ihren Ge« schüsten nach. Alte Herren mit Pelzkragen machten ihren Morgenspaziergang, dann kamen kleine niedliche Damen mit Federn aus dem Hut nnd grünen Schleier», unter welchen rote frische Gesichtchen hervorguckten wie Moosrosen. Sie wäre« alle hübsch, alle. Ich wüßte nicht eine die mir häßlich vorgekommen wäre. Wieso kam das? Ich war vierundzwanzig Jahre alt und seit viereinhalb Jahren hatte ich keine andere Dame gesehen als die alte dicke Frau Grelan, die vor dreißig Jahren bei einem polnischen Uhlanenregiment als Marketenderin stand und dann unsere Karoline mit den Triesangen. Mit all den vielen Leuten hatte ich nun zu tun, sie kümmerten sich nicht um mich ich aber desto mehr nm sie und nach ein paar Tagen wußte ich schon ganz schön Bescheid. Die kleine Dirn, mit dem rotbunten Fähnchen vor dem Leib war das Kind des ArbeitS-manneS der jeden Mittag mit Axt und Säge nach Hause kam; er gab ihr eines Tages vor meinem Fenster Geld und sie kam nach einer kleinen Weile mit einem Brot aus dem Hause in dcr rechten Hand; das Schild konnte ich nicht sehen, dort mnßte also ein Bäcker wohnen. Einige Tage daraus schlugen sich einig« dreiste Jünglinge auf der Straße und ein Mann mit einer weißen Schürze kam heraus, schlichtete den Streit und Grund. iWoaorui gab dem einen ein par ins Genick; dieser mußte also sein eigenes Kind gewesen sein und er war der Bäcker; ein anderer Schlingel lies in das Nachbarhaus und lies dort einem Man» mit einem schwarzen Schurzfell in die Hände, welcher ihm auch ein par verabfolgte; das muß also ein Schlosser sein. Und aus dem Bäcker« haus kam ein kleines niedliches Mädchen zum Vorschein. Schier wie aus dem Ei geschält und weiß wie eine Taube. Der Unterossizier von der Wache ging ein kleines Stück mit ihr, saßte sie an der Hand und sprach mit ihr sehr angelegentlich, während sie immer über seine Schultern nach deS Vaters Fenster blickte; plötz-lich ward sie rot wie eine Rose, entriß ihm die Hand und schwnbS — war sie um die Ecke. — Was hat der Unterossizier mit der kleinen Bäckerstochter zu tun? ES währte nicht lange, dann kam sie wieder. In der Tür deS Hauses stand ein schmucker junger Kerl. Schwarz war er wie cm Rabe. Der Rabe hustete, die kleine weiße Taube blickte sich um und'es dauerte nicht lange dann standen sie zusammen und lachten und spaßten miteinander. Der Herr Unterossizier aber trippelte vor seinen Gewehren ans nnd ab, biß die Zähne ausein« ander, zog an seinem Schnurbart und blickte grimmig aus die beiden. — Was hätte er für Schmerzen, wenn Krähen und Tauben sich gut sind und NachbarSkinder sich lieben. Ja, auf den schlechtesten Fleck war ich nicht ge> kommen! Menschenverkehr, und geht er einen auch nichts an, frischt das Herz aus; aber eS geht mit diesem wie mit der Musik, er darf nicht zu dreist werden; eine schöne leise Melodie legt sich weich ans Herz. Aber wenn Alles an Einem hernmsidelt und tutet, werden Einem die Ohren bald weh tun und er wird sich bald nach Eiusamkeit sehnen. Ein paar Tage daraus kam Oberst B. wieder zu mir und zwar wieder des Abends. Diesmal hatte ich s Licht; mein Drahtleuchter spreizte sich aus dem Tisch und aus ihm eine Kerze sür einen halben Silbergroschen. Der Oberst sprach Hochdeutsch mit mir; er sprach nie wieder plattdeutsch, ich natürlich auch nicht. Als er ging sagte er noch: „Aber was haben sie sür einen schlechten Leuchter!" Ich sagte, daß sich das nicht ändern läßt nnd seine Schuldigkeit tut er schließlich doch. „Haben Sie denn etwas zu lesen?" srug er weiter. „3 ja", antwortete ich, ..ich habe Höppners In-stitutionen und ThibautS Pandetten sowie einen .eorpus juris\ OhmerS Mathematik. Fischers Hydrostatik und noch ein paar andere interessante Lesebücher." — >,Na", sagte er, „ich selbst lese wenig Unterhaltungsbücher, aber meine Tochter hat eine kleine derartige Bibliothek und ich werde ihnen etwas darans besorgen. Damit ging er. Kapitel 2. Mittlerweile war Tauwetter eingetreten, der Früh-jahrSregen hat Schnee und Eis weggewaschen. Früh-lingSluft und Sonne haben den Regen wieder ausgetrocknet und es sah wirklich aus als sollte das Wachsen uud Blühen schon loSgehen; in mir wuchs und blühte ein Verlangen nach Frühlingslust und FrühlingSsonne. daß ich eS kaum hinter meinen Gardinen aushalten konnte. Ich habe an die Kommandatur die Bitte um Erlaubnis gerichtet, ein bischen in der srischen Lust spazieren gehen zu können, aber ich hatte noch keine Antwort. Warum schrieb ich auch an die Kommandatur, wo der Mann mit dem großen Namen die erste Vio-line spielte? Warum wandte ich mich nicht an meinen Oberst B. ? Darum, weil mir niemand eine» Rat und den Weg wies. Ein Me»fch der frei ist, hat tausend Wege, wenn er etwas sür sich besorgen will; geht eS aus dem einen nicht. , so geht es eben ans dem anderen. Unsereiner hatte jedoch nur einen Weg. dieser ging bis an die Gesängnistür und stieß aus Schloß und Riegel. Aber es sollte besser werden als es mir meine Kleinmütigkeit vormalte. Unser Herrgott hat es für gut befunden mir in den letzten Tagen deS Februar meinen Heil-Ehrist zu senden, welcher zu Weihnachten ausge-blieben war. DaS darf niemand glauben, daß Gott nur zu Weihnachten befcheert; er bescheert das ganze Jahr hindurch und ein Heil-Ehrist kann jeden Tag kommen den» das Kindlein Zesn sieht bald so, bald anders aus. Mein Heil-Ehrist sah an diesem Abend wie ein preu-ßischer Oberst aus und kam recht stramm in meine Zelle. „Sie haben sich um die Erlaubnis, spazieren gehen zu dürsen an die Kommandatur gewandt", sagte er. „ES ist Ihnen dies gestattet worden. Sie können aus dem Festungswalle unter Aussicht eine» Unterossizier», >en ich bestimmen werde, Bewegnng machen." DaS fing schön an und ei» Strahl der Frühlings-onne war nun endlich in mein Herz gedrungen. „Und hier", sprach er und griff in seine Tasche, „ist auch ein Bries von Ihrem Bater", er schreibt sehr freundlich an Sie nnd sendet Ihnen Geld, welches ich Ihnen nach Bedürfnis zukommen lassen werde." Ich griff nach dem Bries; der Tagesbeginn ver-sprach Gutes. Der Oberst ging an die Tür nnd rief: „Ordo-nanz!" Eine Ordonanz kam, er nahm ihr ein Packet ab und legte es auf den Tisch. „Bücher sür Sie." Dann nabm er dem Soldaten noch ein Packet ab. „Und hier ein paar anständige Leuchter. Wersen Sie den Drahtleuchter zum Fenster hinaus! Gute Nacht! Kähler, der Herr hat von heute ab einen halben Taler zu verzehren!" DaS war ein Abend! Ein Bries von meinem Vater, Geld in Hülle und Fülle, morgen ein Spazier-gang in dcr FrühlingSluft, wobei ich alle die kleinen Mädchen in der Nähe sehen werde. Nun das Packet aus! Göthe, Faust, Egmont, Wilhelm Meister; nun noch das zweite Packet auf! Zwei kleine, wunderhübsche silberne Spielleuchter. — Raus mit dem Drahtleuchter. Aber nun, wohin mit dem Sechserlicht? Aus den einen Spielleuchter? I das sähe ja aus, wie ein Hausknecht aus einem Vollblutheugst. DaS geht nicht. „Vater Kahler", sprach ich, um einige Zoll in die Höhe wachsend, während mir Vater Kähler, meinen jetzigen Verhältnissen gegenüber um ein hübsches Stück zusammen-zuschrumpseu schien. „Vater Kähler holen Sie mal zwei Lichter, das Stück für einen Silbergroschen." Vater Kähler wollte gehen. — „Halt!" sagte ich, und dann — und dann — ist nirgends in der Nähe ein Beefsteak mit Bratkartoffeln zu haben? — Nein, lassen Sie das! — Ich habe nun zwei Jahre lang nichts weiter als Rindfleisch zn sehen bekomme», nur zu Weihnachten, Ostern und Pfingsten gab es gebratenen Banchspcck als FesttagShappec. — Nein, Vater Kähler, was meinen Sie — ein Schweinebraten? Zum Glück fiel es mir noch zur rechten Zeit ein. daß ich sür mein schönes Geld etwas noch schönere« verlangen kann; ich ließ mir also die schönsten Gerichte durch den Kopf gehen, denn warum sollte ich mich in einer so wichtigen Sache übereilen? Na, zuletzt kam ich aus Hasenbraten. Ein solcher muß es sein; darin war ich nun sest. Also. Vater Kähler, Hasenbraten! Vater Kähler ging bis an die Tür. — Oh, noch ein Wort! Es langt wohl nicht, sonst möchte ich noch . . — „Was möchten Sie noch?" ftug Vater Kähler. — Ja, ich meinte, so mit einem halben Buddel Wein? «ber einen wohlseileu!" setzte ich schnell hinzu als ich sah, daß er sich am Kopf zu kratzen anfing. — Endlich sagte er: ..Laugen würde es schon, aber sie müßten dann morgen..." — „Ja", fiel ich ihm in die Rede, „ich müßte dann morgen wieder Komisbrot knacken. Na — mal zu!" Nach einer halben Stunde saß ich nun bei meinem Hasenbraten und der halben Buddel Wein, vor mir standen schöne dicke Talglichter auf zwei silbernen Leuchtern und Bater Kähler hat ordentlich aufgedeckt, sogar Servietten hat er mitgebracht. — DaS war ein schöner Heil-Christ-Abend; als Bater Kähler gegangen war, laS ich noch einmcl den Brief meines guten BaterS und dann in Meister Wilhelms Lehrjahren; und als ich an die Stelle kam: Wer nie fein Brot in Tränen aß Wer nie die kummervollen Nächte An seinem Bette weinend saß . . . war es mir zu Mute, als müßte ich mich über mich selbst erbarmen und über mich selbst weinen. DaS war auch ganz natürlich, denn ich war schön satt; und ich hatte eS schon längst herausgesunden in der Welt, daß diejenigen, welche schön satt sind, am leichtesten bei fremdem Unglück gerührt werden. Aber eS bleibt auch meistens bei der Rührung, denn wenn man wirkliche Hilse braucht so sind sie nicht zu Hause. Dann springt eher der Hungrige dem Hungrigen bei. Den nächsten Tag brachte Bater Kähler den Unter-osfizier Altmann zn mir in die Zelle. Der sollte mit mir spazieren gehen. Na, das geschah denn auch. Wir gingen aus den Wall. Ach, war das schön, war das herrlich! Ich konnte in die Welt sehen, hören und atmen. Die Bäume grünten und Blnmen blühten zwar noch nicht, die Wiesen und Rasenplätze hatten noch ihr altes verschossenes, gelbbraunes Kleid an. ihr neues grünes war noch beim Schneider. Aber der Schneider ließ bereits schon grüßen. Nächste Woche mit letzter Post. Wenn das ttleid aber mit Blumen besetzt sein soll, so könnte er eS vor drei Wochen nicht liefern. Man solle es nicht Übel nehmen, daß er nicht selbst komme, er mußte nach — waS weiß ich — in Italien oder irgendwo in der Türkei, hinter dem warmen Ofen sitzen, er schicke aber vorläufig seinen eigenen Jungen, ein zwar lüstiger Schlingel, den Gruß wird er aber hoffentlich doch bestellen. Sein Junge aber war die schöne, warme FrühlingSluft, in welcher alles unsicht-bar schwebte was das Herz erfreuen kann. Mein Herz ward auch fröhlich. Es war de» Freude schier zu viel. Es wäre auch nicht nötig, daß mich alle die hübschen Mädchen aus dem Wall begegnen müßten. Ich wäre auch mit einer zufrieden, mit einer einzigen, die einst an meinem Arme gehangen und mit mir in die Welt hineingesehen hat. Aber wa« konnte Unterosfizier Altmann dafür, daß er nicht als ein junges Mädchen auf die Welt gekommen war? Was konnte er dafür, daß er, während ich an Gras, Blumen und an Freiheit für mich und mein Baterland dachte, auf Schnabel verfiel, einen schrecklichen Mörder und Räuber dcr unter meinem Quartier in Ketten und Banden faß? — „Ja, den Schnabel, den haben sie nun, er ist nun — Gott sei Dank, zum Tode verurteilt, Tag und Nacht brenne Licht in seiner düstern Kammer, ein Artillerist stände mit blankem Seitengewehr an seiner Pritsche, denn Dreimal war er schon auSgebrochen. Die festen War schauer Schlösser machte er mit einem Besenreis und einem Bindfaden auf. Aber nun? Nun haben Sie ihm eiserne Handschuhe angezogen, nun mußte er sich geben! Ach, du lieber Gott, wo bleibt mein Frühling? Eiserne Handschuhe! Ich könnte ja auch noch einmal mit eiserneu Handschuhen bedacht werden. Als mir mein Herr Unterossizier gerade auSsühr-lieh erzählte, wie Schnabel einst eine Puppe mit seinen Kleidern ausstaffierte, auf seine Pritsche legte, selbst in den eisernen Ofen kroch, dort kauerte bis der Schließer kam und mit der Puppe eine Unterhaltung anfing, wie Schnabel sodann aus dem Ösen sprang, dem Schließer den schweren Osendeckel in» Genik warf, daß dieser zeitlebens einen Schaden davontrug, wie dieser dann zwei ehrsame Bürger, welche vor seiner Tür Wache standen, mit ihren lieben Köpfen zusammen-stieß, daß sie ihr Lebtag lang duselig blieben und end-lich ans diese Art und Weise aus die »traße und in Freiheit gelangte — gerade in diesem Augenblick, al» es mir auch so zu Mute war, als möchte ich den Kopf des Herrn Unteroffiziers mit einem anderen zusammen-stoßen, daß er ebenfalls zeitlebens duselig bliebe — gerade in diesem Augenblick gingen zwei Damen an nnS vorüber, und die eine blickte mich merkwürdig an. Als ich mich umsah stand auch sie still und blickte, sich umdrehend mich an. Was war daS sür ein freundliches und hübsche» Gesicht. Wie traurig und doch lieb sahen die schönen Augen drein. Und diese schönen Augen haben sich nach mir umgesehen. Was ist nun schöner, ein Frühlingstag oder ein paar schöne Augen? Bon meinem Herrn Unteroffizier und vom Schnabel will ich nichts mehr hören und erzählen. — Ach. ein paar schöne Augen! In einen Frühlingstag kann man hineinsehen — weit hinein! — eS ist schön. Aber je weiter man sieht, desto trüber, dunstiger wird eS. In ein Mädchenauge kann man hinein blicken — tiefer, immer tiefer — und je tiefer man blickt, desto klarer wird es und ganz unten auf dem Grund da liegt der Himmel dessen blaues Auge allerdings noch kein Menschenauge durchblicken konnte. (Fortsetzung solgt.) 4 Meleßrendes, praktisches, Weiteres etc. Aufmunterung. Labt mich doch, Ihr stillt» Neider Singen, daß e» widerhallt In den Herzen aller Deutschen Hier im schönen Böhmerwald! Lied ertön' au« freud'ger Kehle! Schwing' emper zum Aether dich! Tu' e« rund dem deutschen Volke, Wie ichs liebe inniglich. Wie ichs lieb aus vollst-r Seele, Diesen köstlich-teuren Hort, Gleich, obS nun im Westen wohnet, Ob im Osten, Süd«», Nord. Sind wir doch au» einem Stamme, Gleiches Blut die Adern füllt. Deutsche Mütter hatten sorgsam UnS an deutscher Brust gestillt. Unsre teure Muttersprach« Man in allen Landen spricht. Wer die reiche schön« Sprach« Je gehört, vergißt sie nicht. 'S ist die Sprache größter Meister, So, wie Schiller, Goethe war. 'S ist die Sprache teurer Ahnen. Unsrer Helden Weihaltar. Deutsches Volk im Böhmerlande, Hoch den Jtopf und nicht verzagt! Naht dir freche Diebesbande, Gleich sei st« davongejagt. Gib von deinem Ahnenerbe Keine» Fußbreit Erde her! Kämpfe, stcgc; falle, sterbe; Aber weich« nimmermehr! Sag, du hälfst genug gegeben, Mehr schon, als notwendig war. Und nun kannst du nicht» mehr geben, Kannst nicht geben immerdar. Steh als treue Wacht im Osten, Deutsches Volk, schütz deutsches Land! Was un» trennt, da» ist zrrreißbar, Wa« un» einigt, eisern Band. H. W. Praktische Mitteilungen. E i n e H e r st e l l u n g von künst-lichemLed«r besteht darin, daß eine Masse, die aus einem oxydierten Ge> misch von Oel und Harz besteht und Linoleumzement genannt wird, einem fertigen Gewebe oder einem Filz alS Binde- und Verdichtigun^Smittel zuge» setz wird. Dies« Mass« wird in flüssigen Lösungsmitteln, zum Beispiel Benzol, ausgeweicht und die so entstehende Gal-lert« mit einer Zentrifuge oder einem mit Steinen gefüllten Rollsaffe zerrieben. Wie 'üet Stein der Weisen" schreibt, erhält man so eine Flüssigkeit, die zur Imprägnierung deS FasrrstoffeS sehr geeignet ist, gleichgültig, ob sich dieses in Platten. Filz- oder Gewebeform befindet. Da« flüsste Oel kann darauf leicht verdunstet werten und man erhält «in Gewebe, bei dem jede einzeln« Faser mit Zementkörperchen umgeben ist. Dcr Faserstoff kommt in einer lockeren, gleichmäßig zusammenhängen-den Schicht zur Verwendung, zum Bei-spiel al» Filz, Wolle, FrieS usw. ES ist ratsam, dem Benzol noch etwas Paraffin oder Wachs zuzusetzen. Um die Klebrigkeit und Geschmeidigkeit deS Ze-ment» zu steigern, wird da« Fabrikat erwärmt und unter Platten und Wal-zen einem starken Druck unterworfen, wodurch da» Produkt so verdichtet wird, daß fich die Fasern nicht wi«d«r auf-richten können; noch wirksamer wird die« durch eine gleichzeitige oder kurz nachher folgend« Abkühlung erreicht. DaS Erzeugnis stellt «in« Platt« von großer Festigkeit, Zähigkeit und Ge-schmeidigk«it dar Durch stärkeren oder schwächeren Druck, durch größeren oder geringeren Zusatz von Harz zu dem Zement und durch Anwendung ver-schiedrner Sorte» Fasern lassen fich die Feinheit, die Porosität, di« Biegsamkeit und di« Zähigkeit in mannigfacher Weif« verändern. Di« Oberfläche dieses künstlichen Leders kann geschliffen, g«-prägt, lackiert, gefärbt oder bedruckt werden. Heiteres. Ein WitzwortWildenbruchS. Wildenbruch war in jeder Beziehung ein großer Freund der L«hr«r und «in Förderer aller ihrer Bestrebungen. Wenn nun in Berlin eine größere Konferenz von Erziehern und Schulmännern tagte, so konnte man sicher sein, Wildenbruch hier zu finden und mit Eisrr den Ver-laus der Debatten verfolgen. Einst würd« er von den Vorsitzenden einer Lthr«lkonf«rrnz g«bet«n, auch an d«m darauffolg«nd«n Diner, da« all« Lehrer «ereint«, teilzunehmen. Wildenbruch willigte gern ein. Aber er war nicht zu bewegen, bei der Festlichkeit daS Wort zu ergreifen. Schließlich gab «r dem Drängen nach und erhob sich zu folgender Ansprache: »Meine Herren, ich hab« di«s«n Saal schon voller und leerer gesehen. Aber so voller Lchr«r hab« ich ihn noch nicht gesehen. Alle Lehrer sollen hochleben!" Stürmische Heiterkeit folgte dieser kurzen, aber k«r-nigen Ansprache, die Wildenbruch selbst al» einen alten Karlauer bezeichnet«. Humor de»Au»lande». Vater (zu seinem sieben Jahr« alten Sohne, der neb«n ihm im Wag«n fitzt, ind«m er mit seiner P«itsch« in di« Luft knallt): „Siehst du, Tommy, wie ich «S mach«, daß di« Pfrrd« schneller lauf«n, ohn« daß ich fi« schlage?" — Tommy: (im eifrigen Ton einer freu-digen Entdeckung): ..Papa, warum schlägst du uns Kinder nicht auch in dieser Weise?" Ninnmer 65 Deutsche Wacht Seite » 1>er Zeit nicht müßig waren, sondern immer nur sür sich selbst sorgten. DaS Blatt sährt dann fort: „Die tschechische Schule, -Ztorschnßkasse. und ein Finanzinstitut waren der Zauderstab, sie haben das Unmögliche möglich gemacht. Durch ihr Wirken ist jetzt unsere Lage so günstig in Niederösterreich und nameutlich in Wie,;, daß wir zu allem zulukafserischeu Wüten der Wiener Deutsche» lachen können. Denn die winschastllche Grundlage ist die beste sür jede Aktion und diese steht bet uns gut. Wir haben iu Wien und in Niederösterreich ^Vorschuß-, beziehuugs-weise Finanziichitute, wozu demnächst uoch andere treten werden, so daß tschechisches Geld in ganz Wien nnd in allen Gemeinden verbreitet sein wird. Die Deutschen find darüber ganz aus dem Häuschen. Und dabei sind hierin noch gar incht inbcgriffcn die Zivnostcuska und PrumySlowa (Jndnstrial) banka. Die Deutschen iönnen dagegen gar nichts tun, denn dir tschechische» Geldinstitute sind gegen jeden An-griss, gegen >ede Hetze gesichert, weil hier die Deut-scheu rich' kolcknrrcnzfkihig sird. Die tschechischen Baiikeu haben i)cu Großhaneel nnd der mittleren Zwischeulianpel der Hano, die Vvrschuß!assen bcii Kleinhandel ilnd das Gewerbe. Um diese Geschäfte bring: sir niemand und die Deutschen sind aus das tschechische Geld angewiesen. Diese Banken -und In-stitute aber werden ruhig weiter arbeiten und die Mittel >ur neue tschechische Schulen liesern. Mögen die Deutschen nun noch so sehr schreien und wüten, uns werden sie damit nicht erschrecken uud auch nicht einschüchtern. Wir sind in Wien und Mieder-Österreich ebenso heimatsberechtigt wie die deutschen Eindringlinge in Böhmen. — Was sage» unsere deutschen so zugeknöpften Kreditinstitute, die oft keine Ahnung um der Geldnot im Bolke habe», zu dieser Arbeit der tschechischen Finanzinstitute? Möge das Beispiel anregend wirken? — Aus Sarajewo wird gemeldet: Wie mit Bestimmtheit verlautet, werden schon in der aller-uächsten Zeit rni Schoße der bosnisch-herzegoviuische» Landesregierung, ganz unabhängig von der Einsührung der Verfassung und deS Parlamentarismus, gewisse organische Veränderungen vorgenommen werde». Die bisherige Bauabteilnng, an deren Spitze ein Sektionsäief steift, wird aufgeladen und mit den aus der Abteilung „Innere Verwaltung" auszu-scheidenden Departements für Handel, Gewerbe, Land- und Forstwirtschaft zusammen eine neue Ab-teilung bilden. Der bisherig Leiter der Bauabteilung. SektionSchef Friy Passini, ein Bruder des vor einigen Jahren verstorbenen bekannten Malers Passini. geht in Pension. Zum Sektionschef der neuen Abteilung ist Hvfrat Ritter v. Mikuli aus-ersehen, welcher seit einer Reihe von Jahren die land- und sorsttvirtschastliche Sektion leitet. DaS Tiefstand ihres materiellen Seins angelangt und bedürfte dringend einer Aufbesserung ihres Toiletten» bestandes. Frau Porlierin Hasengraus hatte ihre guten Seiten gehabt. Neben den „Lackerln Kaffee und den „Nesteln" Kälbernen oder Gnlyas, die sich oft genug in ihrer Röhre fanden, hatte sich aber leider zugleich keinerlei Zugang in ihren Kleiderschrank gefunden. Hier war aber schon die erste Bresche ge-schlagen und ein geschickter Feldherr weiß danach mit viel größerer Leichtigkeit vorzugehen. E» ging gegen die Osterseiertage, die Zeit mußte genützt werden, denn — mehr und mehr ersah Karoline, daß aus die Dauer ihres Bleibens bei ih-er neuen Herrin nicht sei. Man denke — eine Frau, die alle Zugänge ihres Herzens durch das strenge Ber-bot vermauert hat, über deS Nächsten Tun und Lasten zu berichtn». Und gerade jetzt gab eS so viel Interessantes im Hause und in dessen nächster Umgebung: Die Partie der Rohrerbabi war zurück-gegangen, der Heini Rauscher war dem Bater durch-gegangen, die Frau Stroß und die Frau Metßl sollen nächste Woche ihre EhrenbeleidigungSklage vor Gericht auStragen und dies und das. Konnte — konnte man olle diese Dinge tagelang mit sich herumschleppe»? Uud je weniger sie sprach, desto genauer sah sie bei der Arbeit auf die Finger, die Gnädige. In alle» Winkeln war sie, an allen Ecken und Kanten rieb sie ihr nach. Ein unwir-scher Zug wollte sich um KatolineuS Mundwinkel legen, aber da sperrte eben die Frau Majorin den Kleiderschrank aus. Und eS gab sich wie von selbst, daß die Karolin, daS Staubtuch in der Hand, zu-erst an den Seiten, dann an den Füßen des Kastens hernmwischte, endlich aber eine» lauten Schrei freudigen Schreckens tat. Ein schwarzes Spitzenkleid mit langer Schleppe war der Gegen- Eiseubahnministrrium wird divekt dem gemeinsamen Finanzministerium unterstellt. Die Bauabteilung wird aus dem Grunde ausgeschieden, weil sie nicht, mehr Bedeutendes zu leisten hat. Das Straßennetz ist bereits vollständig ausgebaut, die möglichsten Eisen-bahn Haupt l i n ien ebensalls. und was noch z» leisten sein wird, tonn sich leicht im Nahmen der neuen Organisation vollziehen. Ungarn. Der «Budapests Hirlap". das Organ des Mi-nisters des Innern. Grafen Andrassy, veröffentlicht einen Artikel von Bela Fötdvary. einem bekannten Intimus des Ministers, welcher schwere Drohungen au die uichtmagyarischeu Nationalitäten enthalt. Der Artikel sagt, der ungarische Staat sei durch die vaterlandsverraterische Haltung der nichtmagyarischen Nationalitäten in seiner Existenz bedroht. Deshalb könne von einer Gleichberechtigung der Nationalitäten in Ungarn absolut keine Rede sein, vielmehr müsse gegenüber denselben das Recht des Stärkeren gelten und die Magyarisiernng mit eiserner Faust durch-geführt werden. Dcr Artikel hat begreiflicherweise in den Kreisen der Nationalitäten das peinlichste Ausselieu hervorgerufen. Dir rumänische Presse weist diese Drohungen mit Entrüstung zurück und sagt, Oesterreich-Ungarn ist ei» monarchischer Staat nnd aus seinem Throne sitzt ein Herrscher, aus dessen Burg die Worte prange«: SJustilia ie>:nonim luu-(iamentuni*. Es sei daher nicht zu besorgen, daß die kossnthistischen Bäume in den Himmel wachsen, und die Gewaltpolitik siegt, welche Bela Földvary im „Budapest! Hirlap" preoizt. Dentscliland. — Der deutsche Kaiser wird iu diesem Jahre an den Herbstmanöver!! dcr Flotte, die vom 3(1. August bis 6. September stattfinden, beiwohnen. Zum erstenmale wird die Herbstübungsslotte aus vier Geschwader» bestehen. Die.Aerbstmanöver finden in der Nordsee statt. Spanien. — Die äußerliche Ruhe scheint seit der Nieder-ringung des Ausruhres in Barcelona wieder her-gestellt zu sein. Es kommt wohl noch vereinzelt zu Zusammenstößen mit den Revolutionären, im großen nnd ganzen aber macht es de» Eindruck, als ob sich die hochgehenden Wogen der Empörung geglättet Hütten. Es gehen allerdings Gerüchte, daß der Sturm jeden Augenblick losbrecheu kann, daß vor allem dcr Generalstreik »och immer in Erwägung stehe, allein stand ihrer Bewunderung und die Majorin wäre keine Frau gewesen, wenn sie es nicht wie nnab-sichtlich losgenestcllt nnd über einen Stuhl gehängt hätte, wobei sie ein wenig mit den schlanken Fingern darüberhinstrich und dann zupfte, was in Karolinen? Gemüt eine Skala fllßwehmütiger Schauer zu wecken schien. Sie senszte tief: „Einmal, ein einzigesmal nur. wenn ich die gnä' Frau in der herrlichen Ge-wandUng sehe» könnt'!" Freundlich sah die Majorin aus: „Die Gelegen-heit wird sich leicht finden, Liebe!" sagte sie leichthin. „Jetzt oder nie!" dachte die Karolin. Sie überflog die Reihe der dort ausgehängten Toiletten. Ein schwarzes Faillekleid, eine lichte Gesellschaft»-robe, ein »cnes englisches Kostüm — nein, das war alles nicht auf ihrem Acker gewachsen. Aber dort hing das Lüsterkleid. das sie neulich erst ausgebürstet hatte.---„Sehen S', gnä' Fräu", begann sie in elegischem Tone, „wenn man halt, wie ich, ein anhängliches G'müt hat und für feine Fran lebt und stirbt — denn sür meine gnädige Fran Majorin geh' ich dnrchs Feuer — da kränkt man sich, wenn man sieht, daß eine so jnnge. schöne Frau, die noch jeden Tag Eroberungen machen kann, etwas tragt, was ihr nicht zn Gesicht steht. ,,So?" lachte die Majorin ein wenig ge-zwnngen. „und was wär' das sür ein Kleid?" Bescheiden wies die Karolin auf das Lüster- kleid. „Merkwürdig!" sagte die Dame; indem sie es aus dem Kasten »abm, „gerade von dieser Toilette sagte mir Professorin B. noch neulich, daß sie mich am besten kleide." „Ich will nichts gesagt haben!" erwiderte die Karolin mit vielsagendem Ausdrucke und fuhr mit scheuer Ererbietnng über die Schoß, blieb aber wie <* ist aus solche Gerüchte nicht viel zu geben. Ernst bleibt die Lage immerhin. Aus dem Kriegsschauplatz ruhen bis aus geringsügige Scharmützel die Waffen. Beide Lager wollen soviel Verstärkungen als möglich heranziehen, bevor sie zum entscheidenden Schlage ausholen. Türkei. — Am 12. dS. sanden auf der Pforte Minister» beratungen über die Fassung der türkischen Antwort^ note statt, welche wahrscheinlich Samstag in Athen überreicht werden wird. Die Note ist angeblich in heftigem Tone gehalten, ohne an Griechenland schroffe Forderungen zn stellen. Die etwas optimistische Auf« sassung der griechischen Note scheint gänzlich zu schwinden. Beim Empfange des griechischen Gesandten Gryparis erklärte der Großwesir die griechische Note sür nicht besnedigend. Grxparis schritt bei der Psorte wegen der Boykottbewegung ein. Es verlautet, daß der Großvesir Abhilse versprochen habe. .Xus Stnftt und Land Trauung. Heute früh fand in der Marien-kirche in Cilli die Trauung des k. k. Gendarmerie» leutuants Herrn Haderboletz, Abteilniigskommandanten in Leibnitz mit FräuleinEmmy Wolf, Tochter der Generalstabsarztenswitwe in (Mi, statt. verband deutschvölkischer Arbeiter. Am 15 ds nachmittags 4 Uhr findet in Sto,6 eine Monatsversammlung mit folgender Tagesordnung statt: 1. Eröffnung der Berjammlung durch den Boisitzenden. 2. Verlesung der letzten Verhandlungs-jchrist. 3. AllsäUiges. 4. Bortrag über nationale Arbeiterbewegung, ES werden zu der an die Ber-wmmlnng anschließenden gemütlichen Unterhaltung alle Gönner und Freunde des Verbautes herzlichst eingeladen. Militär Bestschiehen. Fitiwg nachmittag fand auf der Militär Schießstätte das diesjährig« Offiziers- und Samstag das MaunschaftSbestschießen statt; bei beiden konzertirte die Marschmusik des Landwehr Infanterie Regimentes aus Marburg. Aus der slowenischen Häuslichkeit. Bei der Jahresversammlung des „Slowenischen Schulvereines", die in Aßling stattfand, wurde ein An,rag angenommen, gleich der deutschen „Süd-mark" einen wirtschaftlich nationalen slowenischen Schutzverein inS Leben zu rufen. In der Versammlung kam cö zwischen den Kärntner Slowene» (das sind viele zugereiste und wenige einheimische Hetzer. — D. Schr.) und dem Vorstände des Schulvereines zu stürmischen Szenen, da die „Kärttier Slowenen". „ zufällig in blassem Schreck an einem langen Riß in einem Seitenteile haften. „Oh je, oh je. da iS die gnä' Frau ordentlich hängen blieben." Die Majorin stieß einen leichten Schrei aus. „Um Gvtteswillen, wenn ich in diesem Zustand« ausgegangen bin!" Karolin hätte sie zwar hierüber beruhigen kSni'en, sie kannte die Entstehungsgeschichte de» Riffes genau, aber sie hüllte sich in lieseS Schweigen. Unterdessen prüfte die Majorin das Kleid lange und eindringlich. „Nein da ist nichts mehr zu machen!" entschied sie endlich seufzend. „Das Kleid überlass' ich Ihnen!" „Gnä' Frau!" Die Karolin ries eS wie über-wältigt von freudigem Schreck. „Nun ja, Sie können mir, wenn Sie wollen, dafür beim Umzüge nützlich fein, denn ich übersiedle bald zu meinen Schwiegereltern und Sie werden mir da sehr nützlich sein, wenn Sie die Möbel be-aufsichtigen." „Alles tu' ich was die gnä' Frau will! Der Ziehta., kam. auch der Möbelwagen, eben-so die Packer. Nur die Karolin kam nicht. Sie hatte auf ihr gefälliges Acußere hin, genauer ge. sagt, mit Hilfe des bewußten Lüsterklcidcs, eine Stelle bei reichen Großindustriellen bekommen, die, wie sie mit Selbstbewußtsein sagte, „etwas springen" ließen. Als Frau Portierin HasengranS, von der sie nicht nötig gesunden, sich zu verabschieden, aus dem Umwege über die fluchenden Packer den Sachverhalt erfuhr, vergaß sie für einen Augenblick ihrer per-sönlichen Würde und gesellschaftlichen Stellung nnd sagte mit Nachdruck: „Das ist die größte K......., die mir im Leben untergekommen ist!" Röber. •Seite 4 Deu.Vche x)acht Nummer v5 Verhetze? einen eigenen Schulverein gegründet haben und sich nicht mit dem allgemeinen slowenischen Schulverein vereinigen wollen. Die Kärntner Slo-wenen-Verhetzer verließen ostentativ den Berhand-luiigssaal. Ernennung. Der Landesschulrat hat den Lehrersupplenlen an der deutschen Schule in Rohitsch-Saucrbrunn Herrn Viktor Leitge b zum desiinliven Lrbrer dieser Schule ernannt. Atlethik Sport-Klub .Eiche'. Bei der gesiern stattgesnudenen Sitzung des Atlethik-Sport» «lud „Eiche" wurde ber Beschluß gesaßt. das bereits für den 26 September 1909 angekündigte Rad-«iiueii am ö. September 1909 und zwar vom Kilometerstein 116® (Gasthaus Wobner) Wende Kilometerstein 111* sKreuzberg) Gefammtsahrt 30 Xilomeler zu veranstalte«. Ziennnugsschluß ist am 1. September 1909 8 Uhr abends im Gasthof „Krell". Jede weitere Ausklärung kann bei Herrn Franz Rebeuschegg Holel „Post ' eingeholt werden. Da dieser Veranstaltung schon heute ein reges In» teresse entgegengebracht wird ist zu Erwarten das dieselbe einen schönen Verlauf nehmen wird, umso-mehr da ichon seit 6 oder 7 Jahre kein Radminen in Cilli veranstaltet wurde. Parkmusik. Heute Samstag von 4 bis 5 Uhr nachmittags hält die hier weilende Landwehr-Marschmusik eine Parkmusik ab, .bei welcher sich ein sehr zahlreiches Publikum eingcsunden hatte. Die einzelnen Vortragsnummern fanden lebhaften Beifall. Die windische Landkarte. Ein in Laibach sitzender Verein, genannt „Slovenska matica". ge-denkt den anderen Völkern „näher zu treten" durch die Verfassung und Herausgabe einer »indischen Landkarte. Nun sitzt der Esel aus dem Eise. Die geographischen Namen lassen sich nicht alle flowe-nisieren. ES muy erwähnt werden, vag diesbezüglich fchon furchtbar vieles getan wurde, und zwar zum Schaden der Reisenden. ES sind Orte sloivnnsicrt woiden, deren slowenischen Namen man nie hörte und die kein Mensch kennt. Aber zähe wurde von den Namenmachern daran festgehalten. Am meisten leiden darunter die Postämter. Auch die slowenischen fanatiichen Postbeamten leiden darunter, da sie sich selbst auch nicht auskennen. Der Ausruf in den slo-wtnischen Blättern bittet „Hände»ingend", die slowenischen Freunde uögcn zu Hilfe kommen und mit-teilen, wie folgende Orte windisch heißen: Gallen« hosen, Nahrad, Lemberg, Hörberg, Wortischberg. Trautenbnrg, Altenbach, Ober-Fahnach. Gersdorf, Lind, Altenberg. Zicrcgg, Steinberg. Sulz. Otten-berg, Sterglegg, Wuggitz AdelSdors, Wuggau, Kitzelsdorf, Heidenberg ?c. Die sloweniichen Heer-fübrer sind im Uebersetzen und Verstümmeln des Deutschen großartig, aber bei diesen vorgeführten OrtSnamen ist eS ihnen noch immer nicht gelungen. Deshalb werden die Gemeinen um Hilse gebeten, viel Köpf, viel Unsinn! Jetzt wollen sie nicht einfach überseyen, es darf keine deutsche Wurzelsilbe an das verdammte Deutsche erinnern und darnach klingen. Nichl etwa so wie bisher übersetzt wurde, zum Bei-fpiel: Franz — Vransko. Fraßlau — BraSlovüc, Frauhcim — Fram. Galizien — Galicija, Kebl — Kebelj, Lembach — Lembah, Monsberg — Mons-derg, Pöltschach — Poliane. Rcichcnburg — Rajhen-bürg Wuchern — Vichred, Zellnitz — Selnica IC Nicht so wollen sie übersetzen, nein, sondern ganz neue Wörter schaffen, damit sich kein Mensch mehr auskenm. Wahrlich diese Sorte Leute hat viel Zeit für solche Spielereien und für Verfälschungen von alterÄher gebrauchten Ortsnamen. Schließlich wird eS Sache der Behörden und Aemter sein, in ihrem eigenen wie im Interesse der Allgemeinheit den geisti-gen Produkten dieser tollen Querulanten die ge-bührende Nichtbeachtung entgegenzusetzen. Wohin käme es sonst noch mit dem öffentiichen Verkehr! Ein neuer Berein. Diefer Tage wurden an mehreren Hans- und Kilchcntürei» zu nächtlicher Zeit Zettel aufgeschlagen. in welchen in einem jedensaUs vo» keinem geborenen D«mschen geschrieben Deutsch, zum Beitritte zum neugegründeten Vereine ..Frühauf" eingeladen wiid. ES ist uns gelungen, einen dieser Zettel in unseren Besitz zu bringen. Dcr Aufruf laufet wörtlich: „Tretet bei zum Verein Frühauf! Dieser Verein sollt in der Ganze» Welt verbreitet werden! zum Heil der Menschheit. Viele Leut sagen, man kann abends net einschlasn, wenn ma sich scho um 8 niederlegt! DaS ist nur Gewohnheil, man ist leider gwohnt, Vonnitternacht zuwenig zu schlafen und Mitternacht zuviel. Aber ma kann sichs schon anders gewöhnen; wenn ma a par Tag wird schön früh aufstehn, so wird man schon abendS früher und leichter einschlafen. Wacht man in der Früh net felber zur rechten Zeit auf, so muß ma sich halt wecken lassen oder an Wecker kaufen, sind ja billig. Ma soll net erst dann au'stehn, wenns schon licht ist, sondern dos schöne ideale Aufstehn ist. wenns noch finster is. oder wenns dämmert, das ist so lieblich und geheimnisvoll, das soll man keinen kag versäumen, überhaupt in dcr Natur ists erst schön, wenn die Vöglein anfangt» zan fingen! Präs. Verein Fiühaus." Ob dieser Verein den katholischen Frauen-verein zum Protektor hat, ist unS nicht bekannt, nur heißt es. daß Beitrittsanmcldungen dcr Hausmeister des „Sokolski dom" entgegennimmt. Was die Hundtagshitze nicht alles mach». Der allgewaltige Gemeindesekretär Perz als Armenvater. Der den Vewohnern von Cilli sattsam bekannte Sekrelär dcr Gcincindc-Umgebung Cilli, Herr Pcrz scheint kcin Freund der Armen zu sein. Dies kann man am besten am ersten jeden Monates beobacht«», wenn in an sich die Mühe nimmt, die Armcnbcteilung durch die miltätige Hand des Sckrciä! s Pcrz mitanzusehen. Wehe dem Armen, dcr nicht schon vor acht Uhr srüh aus die Gnade vorgelassen zu werden wartet. Da gibt es ein Schreien, ein Drohen mit der Entziehung des Ar-mengeldeS und ein hier nicht wieder zugcblndcS Wetter» und Fluchen. Er macht es als ob er die Armengelder aus seinem eigenen Sacke spenden müßte. Oder ist er vielleicht zu schlecht bezahlt? Das können wir schwer glauben. In dcr Gemeinde-Umgebung Cilli hat ja überhaupt nur Herr Per; daS Wort. Der Gemeindevorsteher unterschreibt nur seine» Namen. Wach- und Schliehanstatt. Im Laufe der Woche u. zw.: vom 7. bis 13. August l. I. wurden von den Wächter» offen gefunden und gesperrt rcspektivc die Sperrung veranlaßt: 22 Hans tord, 13 EinsahrtSthore, 6 Gartentüren, 2 Zeugkammern, 2 Bierkellcreien, 2 Schreibstuben und 4 Rollbalken. Außerdem wurden aus zwei Vo»-gärten betrunkene Individuen entfernt, welche dort zu nächtigen fuchten. Restauration Hubertus. Sonntag abend findet in der Gastwirtschaft HubertuS in der Lai-bacherstraßc ein Konzen dcr vollständig«!» Cillier-MusikvereinskapeUc statt. Das Konzert beginnt uin 6 Uhr ab ndS. Die VortragSordnung ist sehr gut gewählt; die Leistungen unserer Kapelle brauchen nichl erst angepriefcn zu werden Uedersiedlung. Herr Franz Dirndeerger ist mit seinem Delikatessengeschäfte und der Frühstück-stube in daS von ihm »euerbaute Haus in dcr Grazerstrasse Nr. 17 übersiedelt. Das Geschäft könnte jetzt nicht besser untergcbracht sei». Die Räume sind durchwegs hohe und lichte. Auch ein staubsrcier, windgeschiiytcr. schattig» Sitzganen fehlt jetzt hier nicht. Ballonlandungen im Drautale. Der Ballon „Salzburg", der am 9. August srüh iu itlagcnfurt mir dcn Erzherzogen Peter Ferdinand und Josef Ferdinand aufstieg, ist am gleichen Tage mittag bei Saldcnhofcn an der Drau gelandet. Er schien längere Zeit an einer Stelle zu ichwcben, dann scnktc cr sich un» landete glatt in einer Wald-lichtung in unmittclbarcr Nähe des Marktes. Bald war er von einem großen Teil der »acheilenden Bevöl--kerung umringt. Dcr dort wohnende pensionierte Küchenches des verstorbenen Großhcrzogs Ferdinand von ToSkana. Karl Kolaifchck machte mit seiner Ge-mahlin dcn hohen Herrschaften die Honncurs. Nach kurzem Aufenthalt überließen eS dann die Erzherzoge dem Präsidenten des Kärntner Automobilklubs, Felix Rittcr von GultmannStal und dessen Gemahlin, einen Aufstieg, der unter dcr Leitung des Leutnants König ausgeführt wurde, mitzumachen Der Ballon eihob sich wieder, erreichte nach reichlichen Ballastauswurf die Höhe von 29'>0 Meter und nahm die Richtung weiter in das Drautal; er landete um dreiviertel 4 Uhr in der Nähe von MarifrRast. Die Erzherzoge waren mittelst Automobils dem Ballon gcfol t. Nach der Landung d e unter ziemlich schwierigen Verhält niffen vor sich ging, winde der Gallon entleert. Die Erzherzoge traten mittelst Automobils die Rückfahrt nach Klagenfurt an, tt o die Ankunft in den spülen Abendstunden erfolgte. Hieraus setzten sie die Fahrt mit dcr Bahn noch Linz fort. Postablageerrichtungen. Mit 16. d. M. tritt in Svetina. Post Cilli. eine Postablage in Wirksamkeit, zu deren Bestellbereich die Ortschaften Svetina. Jauernigg, Kainutzen und Lichtenthai zu-gewiesen werden. Vyn diesem Tage an tvcrden samt-lichc angeführte Ortschaften ans dem Bestellbezirke des Postamtes Cilli ausgeschieden und dem des Post-amtes Store zugeteilt. Mit dem letztgenannten Amte als dem nunmehr zuständigen Postamte wird die Postablage in Svetina d»>rch wöchentlich dreimalige Botengänge verbunden. Der Geschäftsführer der Postablage hat sich auch mit der Vermittlung be-chcrnigter Sendungen zu besassen. — Mit dem gleichen Tage tritt in St. Martin am Bachern, Post Windifchfeiftritz. eine Postablage in Wirksamkeit, ju deren Bestellbereich die Ortschaften St. Martin am Bachern, Oberbreitenbach mit Eigendorf, Unter ireitenbuch, Freiheim, Weitina, Smeretschcn. Offel und Oberneudorf zugewiesen »verden. Die Bestellung »er eiulangenden Sendungen erfolgt bloß im Ab ageorte. Die Postablage, bei dcr auch bescheinigte Sendungen vermittelt werben, ist mit dem zuständi-gen Postamte durch wöchentlich dreimalige Boten« gänge verbunden. Gastgarteneröffnung. Das Gsundiche Gasthaus, eineS der ältesten Gasthäuie? der Stadl, in der Herrcngassc, wurdc im Innern mit bedeute» dem Kostenauswandc vollkommen neu hcrgerichlel. Besonder» der neue Sitzgarten innen sieht sehr hübsch aus Ein großer ^aum verbreitet kühlenden Schallen. Llatlpflanzengruppcn. Wandgemälde geben de»n Galten ein recht ftcuiidliches Aussehen. Weile»» wurde ein „alldeutsches Stübchen" eingerichtet. Auch die übrigen Räume wurden cincr Renovierung u»uer zogen. Am Donnerstag fand die Eröffnung tts Gartens statt. Es hatte sich ein zahlreiches den besfeien Ständen angehörigeS Publikum eingcfunden. Das auch den vorzüglichen Weinen die doit stets zu bekommen sind, wacker zusprach. Lehrstellen. An der mit dem Slaalsgymna-sium in Cilli verbundenen Vorbercilungsklassc komm» eine Supplemenslelle mit den Bezügen eines Untcrlchrcrs zur Bei.tzung Scsuche sind bis l. September l.Z. bri der Symnastal-Direktion in Cilli einzubringen. — An dcr drciklassigen, in der dritten Ortsklafie stehcnven Volksschule in Dorn au komm» e»nc Lehrcr-, bc-zichungsweise Lchrcrinslclle zur daucindcn odcr vo» übergehenden Besetzung. Bewerber, beziehungswciic Bewerberinnen um diese Stelle haben ihre ordnung« mäßig belegte» Gesuche im vorhe'chriedeneu Dienst wcge bis d. September 1909 an den Orlsichulroi in Doruau, Post Moschganzen, einzusenden. Nach zuweisen ist die Kenntnis bcioer Landessprachen. ?cr OrlSschulrai gewährt ein frcieS Wohnzimmer. — An dcr zw iklafflgen. >n ^>er ersten Oilsklassc stchcndei Volksschule in Soboth mit deutscher Unlerrichlssv- achc kommt di? Lehre, «ielle zur bauen den over vorü'.>» !!..«>» B>s-V>i!^ Laut Eriasjes d.s a deaschul »s: vi< . St.^e mii einer utäiinlichcu Lehrkraft zu besetzen. Bewcrbcr um diese stelle haben ihre ordnungsmäßig bclegtcn Gesuch.' im vorgtschriebcncn Dienstwege bis 10. September 190'J au den Ort»-schuttat in Soboth, Post Hohe,»maulen, e»> zuiendcn Windische Gastlichkeit. Am Abend des 9 ds. kchrtc eine aus einer Dame und zwei Herren bestehende Gejellschait von der Besteigung des Mittag-kogels heim. Von der Dunkclheil übcrraicht, verlorcn sie den Weg nach Faak Als sie in der Ortschaft Untergrculh die Einheimischen, »»ach dem Weg srag»?. beziehungsweise in einem Hause um einen Führer bat, erhielt sie auf ihr deutsch gestelltes Anluchen keine Antwort und als der Mann schon die Be-gleilung übernehmen toollie, sagte ihm sein Weib ans slowenisch: „Du wirst diese deutsche Bagage doch »ichr begleiten wollen!" Die Dame dcr Gescll-schaft, eill« geborene Kärntnerin, verstand diese Worte ganz deuil'ch Als die Gesellschaft dann auf dcn, Wege nach Lalschach durch eine» Hohlweg wandene, wuide sie durch mehrere aus dem Hinterbalte mit großer Gewalt geschleuderten, mehr als saustgroßcn Steinen schwer bedroht. Die Wegelagerer setzlen auch dann noch den Steinhagel forl, als einer der Herren cincr Revolverichub in die Lust abfeuerte. Im Bergwerk verunglückt. Mau mel det aus Trifail: Am 9. ds. fiel der Bergarbeiter Bartholomäus Selan a»ls Rudnik in der Kohler. grübe in Trifail von einem Kohlenwagen so unglücklich, daß er sich beide Arme brach. Tagsdarailf ins Landesspital nach Laibach überführt, starb er noch am nämlichen Tage an Bluwergislimg. Aus dem heiligen Lande Krain. Wie die jctzt bei jeder Gelegenheit das Wort Kultur im Muudc führende größte und einflußreichste windischc Partei sich d«n kulturellen Foitschritt denkt, darüber gibt die beste Auskunft ein Artikel des „Slovcnski iiarod". Dieses „liberale" Blatt weiß zu berichten, daß sich der krainische Landesausichuß r ei Besetzung von Lehrerstelleu oder bei Uebcrs.tzungsansuchcn sowie bei Beförderungen erst darüber e» kündigt, ob der Gc -suchfleller feinen religiösen Pflichten nachkommt. In ttrain ist scheinbar die Zeit nicht mehr serne, wo die Lehrer Herrn von Kaltenegger (der Name hat überhaupt einen guten Klang) alle vierzehn Tage werden die Beichtzcttel abliefern muffen, veneä^ite! Deutsche Wacht «Seite 5 Volksfest. Am 5. September d. I. veran-ftoltet ber Mannergesangveiein „tMeberfranj" im Gusthouse Bobner (Erjanz) in Unterstöttung ein großes steirisches Bolkfest. Konkurs. Zm Konku.fe des Matthäus Zelezuik, nichiprotokollierten Kaufmannes in Tüffer, wurde über Vorschlag der bei der Wahltagsayun^ erschienenen Gläubiger als Masieverwalter Doktor Josef Kolsek in Tüffer bestätigt und als desfen Stellvertreter Aranz Casl, Pfarrer in St. Leonhard ob Tüffer, aufgestellt. . Windische Hetzmarken „Ptuj" und „20./1X. 1908" im Adookatenzimmer des k. k. Bezirksgerichtes Cilli. Am Kleider-rechen des AdvokalenzimmerS prangten bis ver kurzer Zeit diese tendeiniösen Hetzmarktn. DieS konnte dem Boisteber M Bezirke»«! icbtes Cilli nicht unbekaant blcjben. Die Marke »20./1X. 1904" auf schwarzem Untergrund klag« daS k. u. k. Infanterieregiment Nr 27. König der Belgier deS Mordes an. Die Täler (Ankleber) toiticr Tcndenzm«»ken find in dei. windischen ÄdvokalurSkanzteieo zu suchen. Bielleichl kö»ren out> Reserveoffiziere und Aspiranten obigen Regimentes »äderen Aufschluß darüber geben. Was lagt der k k. Oberstaatsanwalt in Graz, der Hof rat und KretSgerichtSpräsldent in Ciltl dazu?? Südmark. Sammelbüchfenergebniffe in Cilli: Cafe Union 12. Augult 190U K 31 -54, Erzherzog Johann K 44-07, Deutsches Haus 12. August K 57-04, Cafe Meriur K 17-70, Sladt Wien Kronen 1'92. Deutsche Volksgenossen! 3!ach jibielanger freudig geleisteter Arbeil und Dank der opferwilligsten Beihilfe »alionat bewußler Volksgenossen ist der Bau des Deutschen Hauses bis z»»r Vollendung gediehen. Die prächtigen R?ume des stolzen Baues sind ihrer Bestimmung übergeben wo-den. FreigcmuleS, frisches, völkisches Leben ist in das Haue »in,iezcgen, da? sür daS aanze deutsche Cilli und alle Freunde diejer Eladt, sür die deuljchen Vereine, für alle Zckichlcn dcr deutschen Bevölkerung bestimmt ist, als Heimstatt deutschen geistigen StrebenS und deui'cher Lebensfreude, als Pflegeställe deutschen Wesens in deä Südmark^n des deutschen Gebietes. Das Haus ist erstanden durch rühmenswerte Leistungen an Geld und Gut und Arbeit, bei denen deutsche Einigkeit und Brüderlichkeit herrlich zu Tage traten. Jetzt gilt es daS Beschaffene zu erhalte« als stolzes Bild völkischen Leben», als Sammelpunkt aller Deutschen au» nah und fern, so daß jeder deutsche Volksgenosse mit aufrichtiger Freude und mit Begeisterung die herrlichen HaUen betritt. Aus dem Anterlaude. Bad Neuhaus bei Cilli. Samstag, den 31. ö. fand im Kursaal« das diesjährige Benefiz-konzert der Kurkapelle statt, welches sich eines sehr guten Besuches erfreute, daß in dem geräumigen Saale fchou vor Beginn jeder Platz in Anspruch genommen wir. Nachdem schon bisher die Kurka-pelle unter der bewährlen Leitung deS Herrn Kapellmeisters Josef Stary sür ihre ausgezeichneten Lei-stunge» volles Lob erntete, überraschte uns dieselbe bei ihrem Benesizkonzerte sehr angenehm mit wirklich künstlerischen Vorlrägen, so haß mehrere Stücke wegen des nicht enden wollenden Beifalles wiederholt werden mußten. Dem KrönungSmarsch von Meyer-beer, welcher als Einleitung gespielt wurde, folgte die ungarische Lustspiel Luoertuee von Mein Bela, Herr Gustav Erhart, Milglied des Opernorchesters in Graz. welcher als Solist iu der Ballade und Polonaise das Podium betrat, wurde mit rauschendem Beifan empfangen. Zn seinem Bortrage zeigte er sich durch fein feelenvolles Spiel das inebefonders in dcr Ballade recht zur Geltung kauni, als echter Künstler. Die Polonaise gab ihm Gelegenheit vor dem vornehmen Publikum feine vollendete Technik zu zeigen. Rauschenden Beifall erntete er durch seine künstlerische Leistung so daß sich der Beifallssturm erst nach mehrmalige» Hervortreten legte. Dieser Glanznummer folgie Lionzertländler von Lange, Großmüiterchen und mit dem gut vorgetragenen Frühlingsstimmenwalzer von Strauß endete das in allen Teilen äußerst gelungene Konz-rt Herrn Kapellmeister Slary der heuer zum erstenmal die Leitung der KurkapeUe in Neudaus inne hat gratulieren wir zu seinem musikalischen Erfolge. Rohitsch-Sauerbrunn. (Kaiser fei er). Am 17. und 18. August finden im Kurorte Rohitsch-Saucrbrunn anläßlich des GeburtsfesteS Sr. Majestät die Kaiserfciei lichtesten statt, welche am 17. August mit einer Tombola zu Gunsten der k. k. österr. Ge-feUfchaft von weißen Kreru eingeleitet werden. Um 8 Uhr abends ist eine uiuslkalijch - oeklamatorische Loire? im herrlichen Kursaale unter Mitwirkung deS Frl. Mitzi Peralhoiler und der Herren Ober-leutnant R. Turba, R. Spitzer, der Direktor dcs philharmonischen Vereines Herrn Alsred Klielmann und der gesamten Kurkapelle. Hierauf fchließt sich sodann die Beleuchtung dcs Kurplatzes mit einem großen Feuerwerk vom Pyrolechiliker Kuuo aus Graz an. Am 18. August ivird vormittag ein Fest-aoliesdienst und abends der Elite - Kaiserball abge-halten. Gonoditz. (Fa m ilic» aben d.1 Am 3. d. abend fand im Garten der beliebten Gastwirtin Frau Kathi Werbnigg der .xamilienabend statt. Der Mäniicrgefangverein entwickelte ein gut geivählles und reichhaltiges Programm, das bei den zahlreich erschienenen Gästen den besten Beifall fand. Die Zwischenpausen füllten Studenten mit trefflichen Musikvoruägeu aus Kaiser Franz Ioses-Bad Tüffer. Man fchreibt uns aus Tüffer: Die heurige Badefaison gestaltet sich dank dem guten Wetter der letzten Wochen zu einer recht lebhaften. Bis heute zählt das Kaiser Franz Ioses-Bad schon über 600 Gäste. Der fürsorglichen Badedirektion ist es gelungen, sür Heuer als Kurmusik eine Abteilung der Kapelle des 27. Infanterieregimentes König der Belgier in der Stärke von 18 Mann zn verpflichten, deren ausge-zeichnete Leistungen nicht nur die Badegäste, sondern auch Sommerfrischler, Märktler und Gäste von ans-wärts gelegentlich der Mittags, und Nachmittags-konzerte anlocken. — Ueber die Heilwirkungen un-serer warmen Therme hflrt man immer wieder Er-freulichcs. Nicht minder befriedigen die Restaurationen des BadcS, des Markthotels und die der Gasthiife. Die Sommerwohnungen sind fast bis auf das letzte letzte Lager besetzt. Man lobt die herrliche Umgebung, des Marktes und BadeS nnd die schönen Ausflugs-orte werden fleißig besucht. — Die Sannbäder, die heuer bei niederem Wasserstande eine Temperatur von über 22 Grad Reaumur erreichen, werden fleißig benutzt und es laden die Badehütten des Verschöner»ngsvereines wie auch die deS Kaiser Franz Jofef-BadeS iu die klaren Fluten der Sann ein. — Das Wetter im Juli gestaltete sich recht günstig. Bei einer Maxirnaltemperalur von 32 Grad Celsius um Mittag sind die Morgen und Abeude gewöhnlich mäßig warm und meist windlos. Die elf Regentage des Juli sorgten für rechtzeitige Staubabschwemmnng nnd ermöglichten es, morgens und abens auch auf den glatten Bezirksstraßen größere Spaziergänge zu unternehmen. Windisch - Feistritz. (Kausmän nische Fortbldungsschule.) Die am 1. ds. abgehal-tenc Schulfchlußfeier der kaufmännischen Fortbildung»-schule nahm einen würdigen Verlauf, vor Schul-ieitcr, Sparkassebuchhaltcr Watzek, begrüßte die zahl-reich erschienenen Darneu und Herren. Am Schlüsse des Schuljahres zählte die Schule 14 Schüler, vier erhielten ein Zeugn?? der ersten Vorzugsklasse. Der Prüfungskornissär nnd der Schulaufseher Straßgüttl unterzog die Schüler einer eingehenden Prüfung und belohnte zwei Schüler mit Prämien. Bürger-incister Stiger richtete an dcn Schulleiter und die Schüler Worte der Anerkennung, denen sich der Genvssenfchaftsvorsteher Kopatsch anschloß. Ein Schüler dankte im Namen seiner Mitschüler dem Lehrer und der Genossenschaft für das Edle nnd Gute. Die Schülerarbeiten-Ausstellung fand unge-teilten Beifall. Der Schulleiter wurde zu den er-zielten Erfolgen allgemein beglückwünscht. Rohitsch-Sauerbrunn. Die letzte Kurlist« weist 2290 Parteien mit 3300 Personen aus Römerdad. Die letzte Kurlifte weist 319 Parteien mit 708 Personen aus. Tüffer. (Konzert — Abfchiedsfeier.) Die freiwillige Feuerwehr veranstaltete Sonnlag im Hotel Henke ein Gartenkonzert zu Gunsten des Bau-fondS eines RüsthauieS Der Wettergott hatte sein Einsehili und so murde es möglich, dem Konzerte, das von der Kurmusik des Kaiser Franz Joses-Bades — einer Abteilung der Musikkapelle deS 27. In-fanterieregimcntes König der Belgier — in gewohnt ausgezeichneter Weife ;u Gehör gebrach! wurde, im Freien anzuwohnen. D.r Besuch war ein zahlreicher, man erblickte unter den Gästen auch sehr viele Fremde. Nach Abwicklung dcs sehr gewählten Pro- st? = Druckaufträge = in jeder beliebigen Ausführung bei massiger preisanstellung. > AAA.AXA AAAAAAA AAAAAAAA AAAAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAA&AAAA . Cilli • katbausgasse 5 ^elephonanschluss 12r. 21 Inseratenaufträge für die Deutsche Macht werden nach billigstem tarif berechnet. AAAAAAA ♦ AAAAAAAAA AAAAAAAAAA AAAAAAAAAAA □ Seite 6 Deutsche Wacht Nummer 65 grammS, daS uns auch einen vom Musiker Herrn LaSak jüngst komponierten „Tüfferer Feuerwchrmarsch" brachte, ging die Jugend zum Tanze über, der bis in die ersten Morgenstunden währte. Der finanzielle Erfolg dieser Veranstaltung war ein günstiger. Auch wurde eine nicht unbedeutende Anzahl von Bau-steinen iür den RüsthausbaufoudS verkauft. — In den nächsten Tagen scheidet aus unserem Orte nach mehrjähriger Dienstzeit in Tüsfer der Richter Herr Dr. I. P r e m s ch a k, um zum Preisgerichte in Mar-bürg einzurücken. Dr. Premlchak war ein lehr eifri-Sänger und Ausschußmitglied der Düsterer Liedertafel. Als Säckelwart des Vereine« hat er sich.große Verdienste erworben. Die Liede»tasel feierte dcn Scheidenden dieser Tage in einer Abjchiedskneipe, bei der der Vorstand Herr Dr. A Mravlag, der Bürger-meister Herr A. Weber und der LondeSgcrichtsrat Htrr H. Wagner dcr Verdienste des Scheidenden in warmen Worten gedachten. Gesang« und Musik« vorträge belebten dcn Abend und die ersten Morgenstunden dcs folgenden Tages mahnten die Anwefen-den an ein Auscinandergeben. Schluh des Tennis-Turniers in Ro-hitsch Sauerbrunn. Sonntag den 1. August hat unter zahlreicher Beteiligung der .^Urgesellschaft die Schlußfeier des dreitägigen TenniS-Turniers statt-gefunden, aus welcher als Sieger hervorgingen: Damen-Einzelspiel mit Vorgabe: Baronin Schnee-bürg (Graz), 1. Preis, Frau Bun (Fiume), 2. Preis. Herren- und Damen-Doppelspiel mit Vorgabe : Frau Bun, Herr Köhler (Graz), !. Preis, Fräulein Hecht (Budapest). Herr Leitgebel (Graz), 2. Preis. Herren-Einzelspiel mit Vorgabe: Herr Hold (Graz), 1. Preis, de Kohle (Graz), 2. Preis, Herr Klemensievic (Graz) und Herr Dr. An der Lahn (Wien), 3. Preis. Herren-Doppelspiel ohne Vorgabe: Herr Andrieu (Graz), Herr Klemensievic I. Preis, Herr Köhler, Herr v. Leitgebel 2. Preis. Damen-Einzelfpiel ohne Vorgabe: Baronin Schneebnrg 1. Preis, Fräulein Tavear (Laibach), 2. Preis. Herren Einzelspiel ohne Borgabe: Herr Klemensievic 1. Preis, Dr. An der Lahn 2. Preis, Herr Köhler und Herr Andrieu 3. Preis. Die PreiSverteilnng nahm die Gemahlin des Kurdirektors. Frau Dr. Mulli vor, welche die einzelnen Objekte, worunter sich prachtvolle Ehren-gaben in künstlerischer Ausführung befanden, den glücklichen Gewinnern mit verbindlichen Worten überreichte. Am Nachmittage des 1. August wurde eine große Wohltätigkeitstombola vor dem Kurhause abgehalten, zu der sich nicht nur die distingnierte Kurgesellschaft, sondern auch zahlreiche Gaste von auswärts eingefnnden hatten. Das Erträgnis von lvl Kronen wurde an das Statthalterei-Präsidium in Graz zur Unterstützung der durch die Hagel-katastrophe betroffenen Bewohner des Bezirkes Pettan übersendet. Am 2. August wurde im glänzend er-leuchteten Kursoale das 25jährige Dirigenten-Jubi-lernn dnrch ein Benefizkonzert des Tonkünftlers Herrn Franz Stahl, Leiters dcr Sauerbrunner Kurkapelle, gewissermaßen unter dem Patronate der gesamten vornehmen Kurgesellschaft von Rohifch-Sauerbrunn abgehalten, die zu dem Festabende des Gefeierten einen Kranz schöner Damen entsendet hatte.' Man bemerkte außerdem unter den Anwesen-den hervorragende Persönlichkeiten aus Wie», Graz, Budapest, Agram und anderen Städten, die den Darbietungen des vorzüglich instrumentierten Orchc-sters, sowie des Fräulein Lotte Gelinek aus Wien, die fich als Opernsängerin stürmischen Beifall holte, mit Verginigtn lauschten. Die Künstlerin, welche speziell mit GounodS großer Arie aus Faust einen brillanten Erfolg crztelke und mehrere Zugabe» machen mußte, wurde vo« Herrn Pctiie aus Buda-pest fn wahrhaft künstlerischer Weise auf dem Kla> viere begleitet. Letzterer entzückte auch das Publikum durch den vollcndctcn Vortrag einer selbst kom-ponierte« ungarischen Rhapsodie, so daß er auch einig« Zugaben machen mußte. Die Ehren des Abends kon-zentrierten sich selbstverständlich auf den beliebten Jubilar, Herrn Franz Stahl, dcr sich als Dirigent vor seinem Orchester mit Temperament und Verve bewährte. Das Auditorium, welches sich schon gleich bei dcr ersten Programmnummer Gabriel PareS „Ballet Szene" Herrn Stahl sehr gewogen zeigte, spendet« denselben bei Ueberreichung der verschiedenen Ehrengeschenke, worunter sich auch ein Lorbeerge-winde in Form einer Lyra und ein AnerkennungS-schreiben der Kurdirektion befand, geradezu stürmi-scheu Beifall. — Unter reger Beteiligung zahlreicher Kurgäste, sowie Freunde dieses Sportes von aus-wäriö hat am 30. Juli das von der Lurdircktion unter Widmung prächtiger Ehrenpreise veranstaltete für drei Tag« berechnete Turnier begonnen, dessen Ehrenpräsidium Graf Nikolaus Ehorinsky über» nomme» hat. An dem Turniere beteilgten sich unter anderen: Die Herren An der Lahn, Dr. Hintz aus Wien, Andrieu, Klemensievic sowie Baronin Schnee-bürg ans Graz, Herr Gnnalachi aus Trieft, Fräulein Tavcar aus Laibach, der Obergespann von Bitto ans Preßbnrg, Sladovich, Schmodek und Jemereic aus Agram, Frau Bun aus Fiumc, Fräulein Hecht ans Budapest :c. Das Turnier spielte sich auf den malerisch und schattig gelegenen, in Sportkreisen wohlbekannten Tennisplätzen ab und begegnete großem Interesse bei allen Zuschauern. Windischseistritz. (Spende sür die Opfer dcr Hagelkatastrophe — Samm-l n n g — Geschäftseröffnung —Raubansall ans einen Dorsboten.) In der Dirck-tionssitznng der hiesigen Bezirksfparkasie wurde sür die durch daS letzte Hagelwetter schwer betroffenen Bewohner in Frieda» der Betrag von 300 Kronen bewilligt und bereits an die Stadtgemeinde Friedau gesandt. Von der Stadtgemeinde Windischseistritz wird außerdem eine allgemeine Sammlung einge-leitet und wir hoffen, daß bei dcr bekannten Opfer-Willigkeit dcr Bevölkerung, sich ein hübsches Sümmchen ergeben wird. - Die deutsche Jungmannschaft von Windischseistritz hat durch deu Buchhalter Herrn Watzck eine Sammlung zugunsten des deutschen SchulvereinS eingeleitet, welche 18 Kronen ergab. — Mit 1. August hat Herr AndrcaS Frank aus Pettan. im Schönschcn Hanse cine Spenglern cr-öffnet und wir kennen Herrn Frank als einen tüch-tigen und umsichtigcn Meister, der allen Ansorde-rungen gewachsen ist und jederzeit bestrebt fein wird, die Kunde bestens und reell zu bedienen. — Der Dorfbote Joses Michalek aus Kerschbach, der täglich gegen halb 4 Uhr früh nach Windischseistritz geht, um Gebäck, Fleisch usw. nach Kerschbach zu bringen, wurde gestern bei seinem Botengange von einem bisher Unbekannten tätlich angesallen und des Bar-geldes von 20V Kroneil beraubt. Vom Täter fehlt jede Spur. Rohitsch - Sauerbrunn. Sonntag den 15. August nachmittags findet zwischen dem Grazer Athleliksporlklub und dem akademischen Sportklub Agram cin Fußball-Wcttkampf statt. Deutsche, unterstützt eure Schutzvereine durch dic Verbreitung der von ihnen heraus-gegebenen WirtschaftSgegcnstände (Zündhölzer, Seise u. dgl.) das euch nichts kostet und den Vereinen Nutzen bringt! Gebraucht fleißig die Wehrfchatzmarken! Gedenket bei Wetten und Spielen der deutschen Schuyvereine! Grammophone samt Platten, streng r«»-*11, zn billigsten F»brtki<|>r«*i«en aas Raten -«• Angabe von K 15, Montita-rftte K3. Preislisten gratis! Gencrslveitretnnsj dir Deutseben Graphinie-Gesellschatt Wien V/l. Eingesendet. Perfil bedeutet für reich und arm eine Um. wälznng bei allen bisherigen Wascharten. Perfil wird mit Recht ein gutcS, moderne« und unschädliches Waschmittel genannt. Perfil gibt bleibend blendend weiße Wäsche und kürzt auch die Zeit der Wasch-arbeit um zwei Drittel. Jedes Kind kann heute auf die «Vereinfachst« Art eint vorzügliche Rindwppe herstellen. Es braucht nur einen „Maggi-Würfel" mit siedendem Wasser übergieße» I Der Würfel löst sich augenblicklich und ergibt eine klare, feine Rindsuppe vo» natürlichem Wohlgeschmack. Ein Maggi-Wü>fel kostet nur sechS Heller und reicht für einen Teller kräftiger Suppe. Man kaufe jedoch nur Original Würfel von Maggi, die auf der Umhüllung den Namen „Maggi" und die Schutzmarke „Kreuzstern" tragen. a-j St:! Äiuiitöte tät MCTJONV aim Kk.l'W«X als uiterititaendes litte! ln»i Curen in Karlsbad, fflarient/ad rmnieasbad etc. stets glämead bewäirt. Seit dem Jahre 1868 in Verwendung! Bergen medic. Teer-Seile, durch hervorragende Aerzte emviohlen, wird in den meiste» Staaten Europas mit glänzendem Ersolge angewendet gegen Hautausschläge aller Art, insbesondere gegen ironische und Echuvven flechten und parasitäre Aufschläge sowie gegen Kupfernase. ffroftde« e», Schweibiübe, Kopf. und Barlsct uppen. Berger'« T-er» seife enthalt 4« Vtfjeut Hot,teer uriß unterscheidet sich wesenilich von allen übrigen Teerseifen des Handels. Bei hartnäckigen Hautleiden wendei man auch die ie!>r wirtsame Berger'» Teerschweselseife. AI« mildere Teerseif« »ur Beseitigung a^er Unrein» Veite» de« Tein«, gegen Haut- un» Kovfairischldg? »er Krnder sowie c>l« unüoerlrefsUche lo»meusche Wasch» und Badeseife str den täglichen Bedarf dient Berger's Glyzerin-Teerseise die 35 Prozent Glyzerin enthält und parfümiert ist. AIS hervorragendes Hautmittel roirv ferner mit au»« gezeichnetem Erfolge angewendet: Berger's Borax-Seife und Mar gegen Wimmerlu, ^oiiueubraird, -Äomner- sprossen, Mitesser und andere Hautübel. Preis per Ätiict jeder Sorte ?0 H. ■, samt Anweisung. Begehren sie beim Ein-lause auSdrücilich Berger s Teerseis« und Boraxfeife und sehen sie aus oie hier ab-gebildete Schutzmarke und die nebenstehende Firmaseichriung (> Hell & Oonip. aus jeder Etikette. 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I Diener KrÄuterwein ist ans vorettgllchen, hellkr&ftig befanden»» i Kräutern mit gutem Wein bereitet und stttrkt nnd belebt den Verdauungnorganismu-s des Menschen, ohne ein Abführmittel rii »ein. Kränterwein beseitigt Störungen In den RlutgcffU^n, rein igt das Blnt von verdorbenen, krankmachenden Stoffen und wirkt fördernd auf die Neubildung gesunden Blutes. Durch rechtzeitigen Gebrauch des Kräuter-Wein» werden Magenübel meist schon im Keime erstickt. Man sollte also nicht säumen, seine An-Wendung anderen schärfen, ätzenden. Gesundheit zerstörenden Mitteln vorzu-«eben. Eymvtome, wie: Kopfschmerzen, Ausstößen, Todbrenucn. Blähungen, Uedelkeit mit Erbrechen, die bei chronischen «veralteten) Magenleide» um io heftiger auftreten, werden oft nach einigen Mal Trinken beseitigt. und beren unangenehme Folgen, wie Letlemmunz, StUylVtrpopstlNg jtoiilschmerzk». Hcr,Il°>iien. Schlaflosigkeit. iowie Blutanstauungen in Leber, Milz unb Pioriadersystem (Hamorrdoidalltidcui werben durch Kräuter-Min oft rasch beseitigt. — Kräuter-Wein behebt u»Verdaulichkeit, verleiht dem Berda»ung«system einen Aufschwung und entfernt burch einen leichten Stuhl untaugliche Stoffe aus dem Magen uns Gedärmen. hageres, bleiches Aussehen. Slntmaagel, Entlllüstnng sind meist die Folge schlechter Verdauung, mangelhaster Älutbildung und eines krankhaften Zustandes der Leber, «ei Appetitlosigkeit. unier nervöser Abspannung unb Gemutsverstimmunz. sowie häufigen «opis-bmerzeii. schlaf-losen Nächte», siechen oft solche Personen langsam ba'jin. ttrauier-Wein gibt der geschwächten Lebenskrast einen irischen Impuls. i/C Kräuter-Wein steigert den Appetit, befördert Verdauung unb Ernährung, regt den Stoff-Wechsel an. beschleunigt die Blutbildung, beruhigt die erregten Nerven und schafft neue Lebenslust. — Zahlreich« Anerkennungen und Dankichreiben beweisen dies. «riiulcr-Wew ist », «»des is SI.sq.tt US.- un» K 4.- 's des »««d-'cn »oa «litt, Bub ««»tan«, OisS.-MaMktrs, «ss°»i», »i-HHich. »isDIt«- il*L «Saitttt«, Killst, «urtlclb, «-»>>, t'atba« u. s.to»i« ,in ettitrwarf US« »--1 trsi.____________ . . . ;«(lerKW|-Un4nr n ia de» «pol!>«tc». ____ . ^ . »n» vcrkkdcn »I« «I»>chkt«s 1s Stil » UN» mehr SintiVa *t4stnw 'o Rcnteusteuer zahlt die Anstalt. 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