LmlmchcrOMtlmg. ha.di. «,> sr, Fm b« Post «an,,, si. ,5. h^. „H.«, ^ meltllg, 5. Jänner l5?^"',!!-'V Z87«. HW^ Des H. Feiertages wegen er-scheiut die nächste stummer am Montag. Amtlicher Theil. Aer Iusti ^minister Hal den GezillsgerichlSadjuncten" in Fricdau Eduard Ritter v. Roman« zum Vezirls-lichter in Franz ernannt. Der Justizminister hat den Bezirlsgerichlsadjunclen in Dignano Joseph Viftil Pilscheider zum Raths« secretär bll dem Krcisgerichte in Rovlgno ernannt. Der Iustizminister hat dcn Bezirtsgerichtsadjunclen Franz Frifchcnschlager auf sein Nlisuchcn von Kindberg nach Leibnitz überseht. Der Il.stizmlnister Hal dem Vezirlsgcrlchlsadjuncten in bussln Anton Meslron dle «ngesuchle Verscyung in gleicher Eigenschaft zu dem Bezulsgerichte in Eor^ mons bewilligt. Der Justi^minister hat den Auscultanten Julius Seewald zum Ge^irlsgerichtsadjunclen in Neumartl in Sleiermarl ernannt. , ^ Nichtamtlicher Theil. Die Zusthttlorm in Unzarn. Am l. Jänner sind die lüniglichen Gerichte in Ungarn ins ^eben getreten. Dcr „Pester Lloyd" widmet diesem cpochemachen» den wichtigen Ereignisse folgenden Arlitcl: .,D«e Justiz wird bei uns nicht mehr im Namen der Comltale, im Namen der Stable, sondern im Namen des Staates, im Namen des KönlgS gehandhabt! Ohne uns einer Unbescheidenheit schuldig zu macheu, dürfen wir behaup» ten, daß wil seit einer langen Reihe von Jahren mit Wort und Schrift im Vordertreffen Derjenigen standen, die für das Ri cht e re rnenn uugS system mil Heftigkeit kämpften. Es handelte sich uns darum, den Rlchlerstnnd gegen untenhin unabhängig zu machen, demselben eine gesicherte Stellung zu verschaffen und ihn nicht als Spielball in den Händen der (iomilals.z oder Stadlschreier, odcr falls dieser Ausdruck mcht ganz Parlamentarisch sciu sollte: in dcn Händen dcr Eomi-tats» und Stadlmatadore zu lassen. Wir gingen und gehen auch derzeit noch von der Ansicht aus, daß bei dem Wahlsystem ein unabhängiger Rlchtcrstand nicht möglich ist. während bei dem Erncnnungssystem die Unabhängigkeit gegen oben hin einerseits durch das Gesetz (Unabsetzbatteit der Richter), andererseits durch ^ dic Presse, wenn'auch nicht vollständig, so doch wenig« slens annäherungsweise gewahrt werden kaun. So sehr Wir nun aber auch davon befriedigt sind, daß das RichterernennulMsYilem zu Fleisch und Glut wurde, so drückt unS doch noch manche Sorge, die wir hier offen mittheilen wollen, einerseits, weil eine solche Mit» theilung die Brust leichter macht, anderelseilS, wcil es sich um Besprechung der Mittel handelt, wodurch man« chcm Ucbelstande abgeholfen werben lann. Wir sprechen wcdcr von den Persönlichkeiten der, neu ernannten Richter, noch von dem slaltgefundencn ErntnnunllsmoduS. noch auch von der Unmöglichkeit twer schnellen Jusliz. Wir nehmen dic Thalsachen vor-lanftg wic sie sind und sprechen offen unsere Ueberzeu» """" d«V'" nu«. daß. wenn auch lauter juridische Ca-pacllalcn ernannt worden wären, von einer schnellen Iu--^ ««^" l° langc n'chl gestochen werden kann. ols " nn A ??ls°nhaste Nacherncnnungen geschehen, da 3"« ^ '? ^"?'5 ""' «"en Kopf und blos wei Händc und Fliße hat ....d auch Tag und Nacht unserem SmanzmuMter N^nüber so respec.wldrig handeln, daß sie nlchl ltlngcr a!S ^4 Stunden danern wollen. Unsere Sorge ist noch anderer Natur. Wir fürchten, daß di> aus dem Wahlsystem i„ das Ernennungssystem überge» aanftelicn Nichter, namentlich in der ersten Hcit. im Gefühle ihrer Unabhängigkeit diese letztere mißverstehen "nd unler Unabhängigkeit: schrankenlose ^ rci. he it verstehen werden. Man wende nicht ein. daß ^ Negen das Richtnoerantmortlichltitsgesetz genügcnd,n Schutz biete, Ein Richter lann viel Unheil stiften. wel» lhes nicht in den Rahmen dc« Disciplinargefetzes paßt! Die Vertheidiger des Wahlsystems haben in diesem Argumente stets ihre schiefste Waffe gefunden. Freilich war ihre Schlußfolgerung feine richlige; denn daraus, baß das Ernennungsprincip mit diesem Ucbelstande verbunden ist, folgt noch nicht, daß »an das noch weil schädlichere Wahlsystem auch in Zuwnft hülle belassen sollen, sondern, daß man auf Mittel and Wege bedacht sein muß, den genannten Uebelstanb auf ein Minimum herabzudrückcn. Welche« dieses Mittel ist? Die Presse. Wir erklären hlemlt offen und ohne Scheu, daß wir von diesem Mittel rücksichtslos Anwendung machen werden, ohne Rücksicht auf die hohe odcr niedrige Stellung des Betreffenden, ohne Rücksicht auf Preßprocesse. Man mißverstehe uns nicht. Wir haben bereits erklärt, baß wir derzeit leider leine schnelle Justiz zu erwarten berechtigt sind. Wir verlangen auch nicht, daß die neu ernannten Richter ihre Gesundheit dem Staate opfern. Dazu hat der Staat lein Recht und muß man — wie es scheint — unsere Regierung 26 kdzuldum führen, bevor sie sich überzeugt, daß ein Mensch nicht für drei arbeiten lann. Niier was wir von den neu ernannten Richtern erwar» ten dülfen und entschieden verlangen, ist: daß sle den Ve« griff der „Unabhängigkeit" nicht mißverstehen, daß sie guten Willen belhätigen und mit Aiündlichlcit und vollständiger Objeclivilät vorgehen. Von der Regierung abrr erwarten wir, daß sie die tüchtigen, fleißigen und gewissenhaften Richter befördere. Die Prüfung einzelner Kräfte lann und muß eindringlicher acschehrn, als bei Ernennungen, die nach Tausenden zahlen. Fehlgriffe, die bei lcpteren enlschuldbar sind, dülfen sich nicht bei ein» zelnen Ernennungen wiedclholcn. Was die Vermehrung des Personals anbelangt, so wild dieselbe erfolgen müssen." Politische Uebersicht. Laibach, 4. Jänner. „Dziennlk polsll" begrüßt die Bildung eines ein« heitlichen Verfassung«.Elubs. wo die äußerste ^inle ein geeignetes Feld finden werde. den polnischen Ausgleich im weiteren Kreise der VersassungS.Partei zu propagiren. Gegenwärtig vcrwnlcn in Wien von den ungari» schen Ministern: Lonyay, Nenckheim. Slaoy. Kerlapolyi, Llßa, wie auch der croalische Minister Pejaievic. Sobald die beiden croatischcn Parteien ihre Wünsche formulirt haben werden, hallen die ungarischen Minister abermals eine Konferenz, und in Folge der dort zu fasslnden Beschlüsse werden die weiteren Verhandlungen ihrem Eodresullale entgegen geführt werden. W«S auf administrativem Gebiete momentan geregell! werden lann. das ließ ^onyay sich momentan möglichst angelegen sein, wofür die noch vorgestern nach Agram abgesandten officicllcn Auftrüge den unwiderlegbarsten Beweis an dcn Tag legen. . Am 1. d. wurden in Pest die mucrnannlen Prü» sidcnten der Gerichtshöfe, die Nichter. Notare und son> stigen Beamten beeidet. Dcr solenne «lt erhielt ein feierliches Relief durch die würdevolle Haltuny der Ve» amlen. welche getragen waren von dem Bewußtsein, diesmal nicht in Folge von Wahlmanvoerli. sondern durch per» sönliche Befähigung ernannt worden zu sein. Unterschiedslos und unabhängig von politischer Parteifinbunil gibt sich in den ungarisacn Glällern eine aufrichtige Befriedigung über die jüngste Gerichts-orgnnisalion kund. An den pnl^ipiellcn Sieg dcs Ernenmmgssystems über da« bisherige Wahlsystcmlnilpscn dieselben berechtigte Hoffnungen, daß die Justiz an Zu« verlässigltit und Raschheit in dem Maße gewinnen werde, in welchcm die ;u ihrer Handhabung Gerufenen in H»lunjt den Vortheil der Uttaosetzda'leit und Unab» hzng'glett genießen werden. ..Vudaplsti Kvzlvny" bringt als Neujahrsangebinoe das sanctionirte Gesetz übcr die Aufhebung der Prü» gel- und Ketlenstrafe und die Abschaffung de< V'ulgtldee. Berliner Blätter melden, daß der Empfang der Generale und Minister beim Kaiser zur AbstaMma de> N euja hrsgra l ul a l i 0 n ein ganz besonders hc,^ lichtr gewesen ist. Der Kaiser hat den höchsten Spitzen der Nlmee wie der Regierung mit großer Wärme ae» danll für die dem Staate und ihm geleisteten Dienste in schwerer Zeit der Prüfung und Gefahr, «uch dcr Hrwaltui'g ist Aust»„ck gegeben worden, daß Deutsch» land. nach Außen nnd Innen «stalll. liner glücklichen Acra des Friedens entgegengehen weide Zur Feier des OrdenSftsll« am Itz. Jänner (Ftistungsla, des Königreiches Preußen) werden umfassende Vordere!» tlingen bei Hose getroffen. Eine große Zahl deutscher Fürsten haben ihr Eintreffen hier zugesagt. Alle Per< sonen, welche in hervorragender Weise am deutsch sran» zösischen Kriege thellaenommcn, sind vom Kaiser Hieher geladen. — Die Vctlheilung der Dotation «lfolgt am Itt. Jänner bestimmt. Bei dem Neujihrsempsange sprach nicbt der päpst. licht Nuntius Namens des diplomatischen Eorps, fon^ dern jeder Botschafter und Gcsandle wendete sich einzeln an Hcrrn T h l c r e, welcher jedem cmlniorletc. Fürst Meltcrnich wohnte, nachdem er Sm nlags scin »bbrru-fungsfchreiben llberreichl helle, dem Empfnnae nicht be<. Dem fpanischcn Gesandten Olozaga gegenüber sprach Thier« Wünsche fül d»c Wohlfahrt Spaniens unfeiner Dynastie aus. Das „Journal ossiciel" veröffentlicht ein Eircnl« des Ministers des Innern, in welchem den französischen Behv«t>cn die größte Sorgfalt bei der Herstellung der Wählerlisten für das Jahr l H75i anempfohlen und daran erinnert wird. daß für die wssentlichslen Punkte dieses Actes das organische Decret vom!l. Februar 1^52 bis auf weiteres maßgeblnb bleibt. Von den bevorstehen» den Ergünzungswahlcn isl in diesem Schriftstücke nicht die Rebe. — Es bestätigt s,cd. daß die Regierung eine Art von Amnestie von der Kammer verlanuen wird. Bei 10.000 Perlonen sollen in sssliheil yesetzl werden, jedoch unter der Vtdinyung, daß sie nicht in der Haupt« stadl wohnen Nuhcideui will die Regierung ftch d«« Recht vorbehalten, sie. wenn es n0thig werden sollte, aus Frankreich auszuweisen. In einer Rückschau auf da« abgelaufene Jahr be-zeichnet die ..Opinionc" dasselbe als em für Italien besonder« glückliches, und zwar sowohl vom pa» litischen als vom staatewirthschaftlichln Standpunkte »u«. In einer mehr allgemein gehaltenen Betrachtung s»gl das officisse Ball sodann: „Das Jahr !8?l hat dem neuen Jahre noch viele schwierige Fragen zur Losung übrig gelassen. Es bedarf dce Geistes geaenselliaer Ver» sbhnung und Duldung, um die Hindernisse zu beseitigen, welche ^lidenschafl und Ungeduld dem Forlfchritt der Völker entgegensehen, und um die Uebel zu ermitteln, welche die Gesellschaft bcttliben, um die Hlilmilltl da> gegen aufzufinden; jener Geist herrscht nun in Europe und man ist sich allgemein bcwuht, baß der sociale Fort« schritt in unwiderstehlicher Weise den Regierungen wie den Vvllern jene Sicherheit wiederbringen wird, die uncrlüßlici zur Förderung dcs Guten ist und welche die blinden Anbeter einer jnr immer entschwundenen Vergangenheit vergeben« zu gefährden und zu erschüttern bemüht sind." Der Papjl bcoliachlc< sowohl der Icsmlenpallei. als jener Frattlvn des Valilans gegenüber, die ihn ,u versöhnlichen Kundgebungen angssichts der ilalienifckf" Regiernng bcwegcn will. enlschildcnc ^liliickhallun^ »i enthält sich der Selbslceleblilung flroher lilchlicher ^uns lionen. gleichzeitig aber auch jeder gegen den «t»!,,5 quo gerichteten «Ueculion. Die Schwicrigleilen des Kbnigs Nm«beus in Spanien sollen sich steigern und bis nach Flo» renz hin einige Beunruhigungen verursachen. Man lann im Interesse Spaniens nur wünschen, baß ihm neue Zuckungen erspllll werden und der König des Negieren« in einem von Patteiun^en zerrifseucn l'andl nlch< müde werden möchte. Der König von Portugal hat die sorte« persönlich mit dem üblichen Eeremoniel erbssncl. Die lanae und wichtige Thronrede kündig mehrere dew freiheitlichen Geiste des Iahlhundells entsprechende Nb« ändcrungen der Verfassung an. constalirt. dah dei Aus' stand in den indifchcn Eolonicn unlerblückl ,st und daß die Finanzen für die Z»lunsl eine Besserung oer. sprechen. ' ____________________ schnlbibliolheklll Durch s ^ des Neicke.Vollsschulgesehls vom lt. Mai !8l«schule eine Schulbibliothel zu beschossen sei, Se. sxlellel'z der Minister für Cultus und Unterricht Dr. 0 Zl^nlayr hielt nun den Heitplmll ii), stlommen. baß 5«c ^>h«,l» 32 «form im Geiste der neuen Gesetze auch in dieser wich« tigen Richtung mit allem Ernst in Angriff genommen, an die Regelung oer bestehenden, so wie an die Gi llnduna der noch nothwendigen Schüler- und Lehrerbiblioihclc» durch rasche und unmittelbare Einflußnahme der Tchnl-behürden geschritten und in solcher Weise die den obigen Normen zu Grunde liegende Nbsicht überall verwirklicht werde. Der Herr Minister forderte daher die t. l. Lande«, schulräthc auf. die zu diesem Zwecke erforderlichen Ein« leitungen baldigst zu treffen und ihm über die Erfolge der diesbezüglichen Verfügungen bi« Ende Juli d. I. einen das gauze Vermaltungsgeviet umfassenden, den Stand der Schul« und Vczirlslehrerbibliotheken nachweisenden Bericht zu erstatten. Zugleich theilte der Herr Minister den l. l. Landesschulrülhen Entwürfe zu Vibliethelsordnungen für beide Kategorien zu dem Zwecke »it, innerhalb der Grenzen der darin enthaltenen Be« ftimmungen mit Berücksichtigung der Tchuloerhältnisfe des Bandes solche Bibliothelsordnungen für das Land festzustellen und dieselben zur Darnachachtung oorzu< schreiben. Insofern es bei den zu treffenden Anordnungen sich zunächst und hauptsächlich um die Festscyung der Geldmittel für die gedachten Bibliotheken Handell, oer-weist der Herr Minister hinsichtlich der Bezirk«.^ehrer-blvliothelen auf die diesbezüglichen besonderen Bestimmungen der Landes'Zchulerhaltungsgesetze und bemerkt betreffs der Schulbibliothelen, daß denselben gemäß der Schul« und Unlecrichsordnung die Eigenschaft von Lehr» «llleln zukommt, üder deren Beschaffung theils das Vchulerhaltungsgesetz. theils jenes über die Zchulaufsicht die erforderlichen Normen entHallen. Nebslbei wird es sich aber namentlich in Bezug auf die Lehrerblbliothelen empfehlen, auch anoere Mittel und W.i der Im« pfung interoeniren die Bezirlsärzlc. Dieser Ansicht schließt sich das ganze Collegium an, und Dr. O a u st er stellt den Antrag, „daß das hohe Präsidium ersucht werde, eine Gesetzesoorlage wegen des McilengeldtS dcr Impfürzte. seien es Aerzte oder Wundärzte, an den Landtag zu bringen, um dann die Ermächtigung dazu beim hohen Ministerium zu erwirken." Dies wird von mehreren Mitgliedern, namentlich von Dr. Bleiwe is bekämpft, der da meint, daß es genüge, fich für die Bewilligung der Meilengelder durch das hohe Präsioinm bei dem LanocsauSschusse zu verwenden, SanilütSralh Dr. Gauster zieht hierauf seinen Antrag zurück, und werden schließlich alle Anträge des Sanitätsralhcö Dr. Razpet mit allen gegen Eine Stimme (Regierungsrath v. Andrioli) angenommen. II. Der Vtrichlerstaller des Eholeracomit6's. Sa< nitätsrath Dr. Gauster, verliest nun die diesbezüglich an das hohe l. t. Landesprüsidium zu leitenden An» träge, welche nach längerer Debatte, an welcher sich namentlich die Sanilätsräthe Dr. Vlnweis, Razpct und Valenta belheiliglen, in folgender vlehend, dann in den Schulen, sobald sie eröffnet sind, im ganzen Landc durchzuführen. 4. In Lalbach und den größeren Orten des Landes find alle, in den übrigen, nur etwa vorhandene üs-fenlllche ooer Geineindebrunnen bezüglich der Blschaffen-hell des Wassers zu untersuchen ; dort, wo es möglich ist, sind Aerzte hierzu beizuzithln. In Lalvach wäre vle Brunnencommission zur eis» rigsten Thaliglcll aufzufordern. Wo faulige«, unreines, start trübe« Wasser gesunden wird, ist der Brunnen zu sperren und tann hlcvon nur dort eine Ausnahme gemalt werden, wo gar lcm anderes Triillwassec zu haven ist. In ditjem letzteren Falle lsl das Wasser durch regelmäßigen Zusatz von derttlehlnslyschen Oesinfccllons» masse zu dcslnficllen l.no genllßliar zu machen. Die übrigen gesperrten Brunnen nnt verdorbenem Wasser sind er>l dann wieder zum Gebrauche zuzulassen, wenn die Uebelstände beseitiget und da« Wasser w,eoer gesundhellsungesahrlich befunden wird. 5). In Lalbach, sowie in dcn glüßelen Orten des Landes wäre von den Oemeinoevorstehungen unler Zuziehung eines Arztes eine genaue Nachschau in den ein» zelnen Hausern hinsichtlich sanitärer Gcvrechen, namenl-lich Ueberfüllung der Wohnungen, schlechte oder ungenügende Anlage der Aborte, gesundheitswidriger Wohnun-gen und Arvlilslocalilättn u. s. w. zu pflegen und wü« ren die gefundenen Gebrechen möglichst abzustellen, besonders grobe aber jedenfalls binnen nicht zu langer pe« remplorischer Frist zu beseitigen, namentlich hervorragend gesundheitswidrige Wohnungen zu räumen und zu schließen u. s. w. Der l. l. LalideSsanilälsrath muß besonders darauf aufmerlfam machen, daß ctn Tyeil des l. t. Mll.lärs in Laibach derart vequartlil ist, daß durch Uebersüllung das Gesundhtllswohl der Trupp.n und der Stadt gefährdet ist. Es wird daher der Herr l. t. Landespr0.fi. dent ersucht, bei der lüvllchen Militärverwaltung dab/n zu wirlen, daß diesem Uebelslande avgeholsen werde. 6. Der Lebensmittelmarkt ist auf das genaueste zu überwachen, sowohl gegenüber verdorbenen Nahrungsmitteln als unreifem Obste. E« ist dabei mit der groß« teil Strenge vorzugehen, und würe namentlich in der Stadt Lalbach diese Ueberwachung viel eneraischtr durch« zuführen, als derzeit, da hier der größte M^rlioellehr lst und hier viel unreifes Obst auf den Markt gebracht wird. 7. Alle Aerzte. Seelsorger, Todtenvcschautr wären zu beauftragen, Erkrankungen an Diarrhöen. Vrechdurch» fall. Ruhr und Brechruhr sogleich der Behörde anzu» zeigen. 8. Die in der Nühe der Wohnhäuser befindlichen Anhäufungen von Dünger sind lhunllchsl zu beseitlaen. jedenfalls abcr regelmäßig ausreichend und tlttsprcchelid zu desinficiren. Alle diese Maßregeln würen unlcr Androhung bestimmter empfindlicher Strafen gegen all»: jene. welche dagegen handeln, seien eS Privatpaileien oder Gemeinde-Verwaltungen, festzusetzen, da nur durch consequenles und energisches Vorqchen ein Erfolg erzielt werden kann. Nachdem die Maßregeln entschieden unlcr die Rubrik „Vorkehrung zur V.'rlMuig ansteckender Krankheiten" gehören, so erscheint die Staatsocrwalllüia. gegenüber dem übertragenen Wirkungskreise der Gemeinden auch gesetzlich berechtiget, ooi, vornherein neben dcr Anordnung der Maßregeln auch die Androhung der Strafe auSzu« sprechen. ll. Bei etwa näherem Heranrücken der« Cholera oder plötzlichem Einbrüche dersel» > ben waren durchzuführen: l. Verstärkung des l. t. Landes . Sanität» - Rathes durch Laienmitglieber, die von der hohen Negierung, dem hohen LandtSausschussc, dem löblichen Gemeinderathe dc-pulirt werdtll, und Eonslituirung dieses verstättten Collegium» zu, mit aller Executive ausgestalteter, sür die Dauer der Gefahr und der Epidemie mlt der oberen 23 Veltung betrauter Sanitate-Lande«-Commission, deren Prüsibium der Herr Landes-Präsident oder sein Stell, oertreler übernehmen wolle. 2. E« wäre jetzt schon mit den maßgebenden Mi-litürbehörden zu verhandeln, daß auch die Militärverwaltung durch ärztliche und andere Mitglieder bei dieser öandescommission vertreten werde, damit alle wichtigeren Maßregeln vereinbart werden lünnen. da nur so dem Zwicspalte in der in so gefährlicher Zeit doch dringendst der vollen Einheit bedürftigen Sanitätsoerwaltung vor. gebeugt werde. 3. In der Tladt, größeren Märkten und Gemein-den. in denen Aerzte domiciliren. waren sogleich eigene Local.Sanitäts.Eommissionen zu errichten, die die ganze Teilung der Vorlehrungsmaßregeln gegen die Epidemie und diese seldst, wenn sie etwa ausbricht, mit voller Executive zu übernehmen hätten. Sie wären analog schon früher gestellten Antragen aus dem Oemeinoevor» steher als Vorsitzenden, 2—3 vom Gemelndeausfchusfe bezeichneten Mitgliedern desselben und den Aerzten (Doc« loren und Wundärzten) zusammenzusetzen. Wo Militär liegt, wäre jedenfalls dafür zu sorgen, daß die noth. wendigen Maßregeln ohne Verzögerung im gemeinsamen Einverständnisse getroffen werden. 4. Bei Ausbruch der Seuche sind genügende Räume für Nolhspiläter sogleich beizuslellen und als solche ein» zurichten. Doch sind einige Räumlichkeiten für die Vrech-ruhrkranken zu bestimme». -). tös ist dafür zn sollen, daß im Falle des Nus-vrucheS die befallenen Gemeinden rasche, ausreichende ärztliche Hilfe und wo möglich eine genügend« Zahl von brauchbaren Kranlenwärtern erhalten, da gerade durch zweckmäßige Pflegt im Veginne der Krantheil oftmal» sel>r Ersprießliches geleistet werden lann. Ebenfo wären den zu große» 'MMaien gleich bei eintretender Gefahr im Lande p.omovirte Acrzte den betreffenden Vezilts-hauptmannschaften als stachrälhe für die gesummte Lei» tuna, der Maßnahmen gegen Einbruch und Verbreitung und zur Tilgung der Cholera beizugiben, so daß die landessi,rstllchen Bezuleär^te ihre amtliche Sorgfalt mit größerem Hrfolqe einem tleliieren Spreigcl zulom» men lassen löhnen. Oie früheren bisher nicht angestellten Physiker wliren dabei in erster Linie zu verwenden. 6 Oei der Mllilärblhörde wäre bei etwaigem «u»-bruch der Choltra in Oesterreich zu ernmlm, daß so« gleich die l)i si^^n Truppen Com'tnlriümgen aufgehoben würden, die Wnffc!Mlma.en der Landwehr und Reser« visten nnd die ^illllär» Olslocalionen jistirt werben; sollten vor Allsh.bung dcr (ionccnlrcition dei den Truppen Eholelllsallt vorkommen, so wäre dcr befallene Truppen« theil an dem Ocll fest^uhallen. wo die Krankheit bei ihm auftrat, «„d wäre erst bis zu n oöll gen ErlVschen d^r Krankheit nnd nach conslatirtem ^iichtvorhandensein von Diarrhöen bei der Mannschaft deren Abmarsch zu gestalten. Überhaupt erscheint es nothwendig, daß die löbliche Militärverwaltung die unbedingt nothwendigen Trans» porle n.öglichst per Eisenbahn abgehen lähl. 7. Auch wäre dafür zu forgen. daß diarrhöekranle Soldaten weder aus Urlaub gesendet noch entlassen wer« den. sondern bis zur poUstündigen Heilung im Spitale bleiben. 8. Wo ein größerer Menschenzusammenfluß ist, bei größeren Bauten, in größeren Fabriken, ist von der be-treffenden Unttrnehimmg dafür zu forger», daß Diarrhbe-lial'le rechtzeitig in zweckmäßige Pft'ge und GeHandlung kommen uud slparirl werden, so daß sie nicht Aborte benutzen können, die in Senkgruben, Tonnen u. s. w. münden, welche von den Gesunden benützt werden. 9. Vrechruhrlranle, ob sie dem Eivile ober Militär angehören, sollen nicht von einer Gemrinde in eine andere tran«porlirt werden. Hur Versaffungsseier. (Fortsetzung.) Nebe des Dr. Tchaffer: Wir kommen nun zu dem zweiten Schlagworte, von dem Sie mir erlauben wollen, noch kurz zu sprechen. Es nennt sich: die öffentliche Meinung. Hier stehen die Dienge etwas anders. Hier haben wir ein volltönendes Wort vor uns, das allerdings auch einen großen InHall hat. Die öffentliche Meinung lann m der That etwas unwiderstehliches, etwas gewaltiges '""'. s" ist bisweilen eine gigantische Kraft, der lein Ginster, leine Negierung, leine Macht mehr Stand Hal. W«^": ?"" lie ssebieterisch fordert, «ber was ist in n!>, c" "Nen.liche Meinung, wo ist sie zu finden? ^° 'st «we schwierige Untersuchung. mit etwa« fehr var^!'^°" l°gt Ihnen daß wir es hier "" "wa« genstände und Angelegenheiten des öffentlichen Bebens ze» worden — dann kommen sie als öffentliche Meinung zum Ausdruck. Hiemil ist fchon angedeulel, daß Ideen, sollen sie zur öffentlichen Memung werden, früher eine gewisse Verarbei. tung in den Köpfen derienigen gefunden haben müssen, als deren maßgebende Anschauung sie dann zu gelten haben. Mann lann also sagen: Nicht einfach die Summe der Aeußerungen der ganzen Massen des Volle«, fondern die Uebereinstimmung der Ansichlen aller jener Kreise, in denen wenigstens innerhalb der Grenzen der schlichten Vernunft ein selbständiges Urtheil vorausgesetzt und Erfahrungen ge» würdigt werden können, das ist das, was wir die öffentliche Meinung nennen können. Das Bestreben dann, die Forderungen ber öffentlichen Meinung auch ins Leben zu bringen, was als Gebrechen und Irrthum in Staat und Gesellschaft erkannt ist, ver» schwinden zu machen; Gesetze und Einrichtungen, die noth» wendig sind, einzuführen — diefe Unfprüche gestallen sich dann in ihrer Vefammtheit zu der unwiderstehlichen Macht, die wir den Zeitgeist heißen. Offenbar nun ist es einerseits höchst wünschenswerth, daß sich ein möglichst großer Theil des Volles in der Lage befinde, an der Bildung der wahren öffentlichen Meinung lheilzunehmen, anderfeil« ist der Eintritt dieser ersehnten Thalfache begreiflicherweise auf da« innigste mit der Eullur. stufe eine« Volles verbunden. Zwei große Voraussetzungen gibt es, von denen die Stichhalligleit u»d die Kraft der öffentlichen Meinung abhängig ist. Die eine ist die Vil-dungsstufe des Volles, der Stand des Unterrichte« in dem» felben. Je gebildeler ein Voll ist, je weniger bildungslofe Schichten e« ausweist, je mehr das Hervortreten einzelner erclusiv gebildeter Kreise verschwindet und eine gewisse Summe von Kenntnissen und Sinsicht Allgemeingut wirb, desto sicherer und unverfälschter wird die öffentliche Mei» nung zum Ausdruck gelangen. Das zweite maßgebende Mo-menl aber ist die Beschaffenheit der öffentlichen Moral, die Lebhaftigkeit des ethischen, des Rechlsbewußtsein« im Volke. Nicht umsonst kommt SitlUchleil von Sitte. Der sittliche Kern des gesummten Volles muh gesund sein, dann wird die «iffcnlliche Meinung den höchsten Standpunkt erreichen und recht eigentlich da< Gewissen des ganzen Volle« werben. Möglichste Verbreitung de« Unterrichte«, der Bildung und eine robuste Eittlichleit — leine blasse kränkelnde Iesuitenmoral — da« sind also die unerschöpflichen Quellen der wahren öffentlichen Meinung. Sind diese nicht vorhanden, so geht die öffentliche Meinung meist auf falschen Wegen, sie ist leine urfprüngliche, sondern ein« gemachte, und sie verdient nicht mehr gehört zu werden. Und jetzt wollen wn doch noch einen Blick werfen auf unfere engern Verhältnisse. Wie sieht e« denn bei un« zu Lande mit der öffentlichen Meinung au«? Soll ich näher ausführen, wie bei un« auf be» Tabor« öffentliche Meinung gemacht, der Drang der Masse zu Ausschreilungen genährt, wie das arme ungebildete Volk mit allerlei leeren Versprechungen gefoppt und als Vor. wand zur Stellung der ungereimtesten Ansprüche benutzt, wie der kurzsichtigen Menge geschmeichelt und immer die Iahl als die letzte Instanz, da« höchste Tribunal hingestellt wird? Oder soll ich unsere clericale Presse beleuchten, die auf die hohe Mission einer ehrbaren Journalistik: eine der lautersten Quellen der öffentlichen Meinung zu sein, längst verzichtet zu haben scheint, sich nur in den verwerflichsten perfönlichen Anfeindungen ergeh», der Stimme der Wahrheil lein Gehör fchenll und die Äechlsbegriffe des Volles in dcr bellagenswercheslen Weise verwirrt? Oder soll ich Ihnen dle Machinaiionen in den cleri« calen Vereinen, da« wlirdelose Treiben gewisser Herren schildern, die es wagen, sich Führer des Voltes zu nennen, denen jedoch lein höheres Ziel vorschwebt, leme Idee heilig ist, die nur die Massen für ihre dunNen Pläne erhitzen wollen, die niemals die Kraft de« Geistes, sondern immer nur die Nuchl der Zahlen in« Feld führen? Ich denle, ich lann auf alle diefe traurigen Schil» berungen verzichten; Sie alle lennen unfere kläglichen Verhältnisse, die Methode, mil welcher bei un« die Irreführung der öffentlichen Meinung betrieben wird. Ein Borgang aus der allerneuesteu Zeit scheint mir aber auch auf unsere Zustände ein zu grelle« Schlaglicht zu werfen, als daß ich ihn nicht noch lurz erwähne» sollte. Wir haben gehört, daß in diesen Tagen ein der Gegenpartei ungehöriger, aber hochachtbarer Mann in einer delannlen sngelegenheit nicht« weiter gethan hat, al« baß er der Wahrheit die Ehre gab und die Fahne de« Nechtes nicht verlassen wollle. Welche Uederraschung auf der einen, welche Beftür-zung auf der anderen Seile hat die« hervorgerufen! In dieser einzigen Thatfache liegt doch eine geradezu vernichtende Kritil unferer Zustände. Wie weil «uß b,e Corruption nicht vorgeschritten fein in einer Klique und ihrem «nhange, wenn die bloße Vertheidigung vo« «echt und «hre. also nach unferer Auffassung doch etw«« ga»z selbstverständliche«, dle Grundlage alles öffentlichen Leben«, einen nahezu verblüffenden Effect hervorzubringen ver««. Mangel an Unterricht, an genügender Vlld»nq lin Volte und eine fast systematische Untergrabung feine« «echt», gefühle«, da« sind undezweisell auch bei un« die Quellen de« Uebel«; nur durch deren Besemgunq lann die «effe. rung ermöglicht und dem grenzenlosen Mlhbrauche der öffent-lichen Meinung, wie er hier zu Lande getrieben wird, ein Ziel gefetzt »erden. Denn da«, was bei un« von clerical« Sei« al« Stimme de« Volle«, als öffentliche Meinung i« die Welt gefchrieen wird. ist ja doch, wie wir alle wissen, in W'hr« heil zum größeren Theile nichts anderes, als eine traurige Fälfchung, ermöglicht nur durch den Unverstand und die Schlaffheil der Masse, nimmermehr aber die Ueberzeugung eine« felbstä'ndigen und aufgeklärten Volle«. Ich fchließe mit dem aufrichtigen Wunsche, baß wir noch da« Ende der bcllagenswerlhen Zustände sehen mäch» ten, die heule leider iu unserer Heimal platzgegriffen haben »znd jeden aufrichtigen Freund der Freiheit, jeden wahren Freund des Volte« nut tiefem Schmerz erfüllen müssen, und daß wir noch die Zeit erleben möchten, wo eine gebildete und sittlich kräftige Wenerolion die wahre öffentliche Meinung dc« Lande« repräseniirt und in Uebereinstim» mung bringt mil dem Geiste be« Jahrhunderte«, »nler dessen segensreichem Walten andere Voller und Länder fchon heute und feit langem ein aufgeklärte« und beglückte« Dasein führen. stöcklgen Gebäudes und dränglen sich ube? die Stiegen dem staatsanwaltschafl zu Graz. — (Thealera n zeige.) Im Verlaufe der lommen» den Woche steht un« ein fetten« theatralischer Genuß in Aussicht. Herr Franz Trauth, der vielbeschäftigte fleißige Darsteller der Liebhaderrollen auf unserer Vilhne, wird uns am Mittwoch den 10. d. zu seinem Benefiz eine Novität ersten Range«, da« Schauspiel .Reichsgräfin Gisela," welche« nach dem bekannten gleichnamigen Marlitt'fchen Sensations-Romane von Richard Wegner dramalisch bear» beitet wurde, vorfuhren. Die Novität und die bisherigen Leistungen de« Benesizianten dürften auf einen recht zahlreichen Theaterbesuch gerechten Anspruch haben. — (Theaterbericht.) Leider wär auch die gestrige zweite sehr gelungene Aufführung de« recht gut gearbeiteten Lustspiele« ,Die Selige an den Verstorbenen" ! fehr schwach besucht. Die Direction verliert bei der Wahl der Stücke bereit« den leitenden Faden, da ungeachtet des abwechselnden, an Novitäten reichen Repertoire« in letzter Zeit die Thealerräume so schwach beseht sind. — (Die slovenische Bühne) brmgt am Drei» lvnigstage eine Novität: „0b ietvi", Lustspiel in zwei >clen, au« dem Polnischen de« Korenowsli überseht von Mohoriii, dann die schon längere ^eit nicht gehörte melodiöse Operette ..licnill." von Venjaiinn Ipao ec. G« steht zu zu erwarten, daß rie Reprise allgemein will. ! ko«m«n sein wird, einmal au« Pietät für tne erste slove. nifche Operette, nicht minder aber auch deehalb. weil die Ipaoec'sche Tondichtung hinsichtlich des mufilalischen Werthe» wohl mit so manchem modernen Product« dieses Genre« sich leck messen lann. Von Interesse ist zudem die die««al nahezu durchwegs neue Besetzung. _____ 4!len krauten kralt null ttezuulllieit ollue üleäieill »llä olul« kozkll. kevHle3ciöre vu L»ri7 vau I.ouäou. Seitdem Seine Hc^ligleil dcr Papst durch t><» Gcbrauch der delicaten N»>v«Ir«i»,^ ,lu llj»,, v glilclllch wieder hergestellt und viele Aerzte und Hospitäler die Wirtung ders^ven anerkannt, wird Niemand mehr die Kmsc dlrf<-r lüstlichm H?,lnahrimg be-zweiftln und führc» wir folgende Kraulheilm an, die sie ohne, Nnwendung von Medicin und ohne Hosten bessitiljl: Magen», Nerven^ vrust . i'nngin-, ^cber-, Drüsen. Hchlcinihailt, Athem-, Vlasen- und Nlcrcn0 Üertifica: len ilber Hloene, Seme und Oise. Franlreich, 24 März 1868. Herr siichl), Hleuercinuchnicr. lag an der Schwindsucht auf dcm slcrbrbctle und halte lvlvlts die letzten Salramrnle ge^ nommen, lo?il dir ersten Ä"r;t!> ,:„„ nnr noch wenige Tage Leben versprochen. Ich rieth eie N»»v!,!e,',«>-'' «iu Na^v zn versuchen, und diese h«t d,n glücklich»»« Elsolg aehabt. so daß der Mann in wenlgen Wochen seme «scschäite wilder besorgen tonnte und sich vollkommen hergestellt sühllr. Ta ich salbst so viel Oute« von Ihrer ln Innsbrucl Dlechll H Franl. in kiiu Haselmayer, ,» Pest Torül, in Prag I. Fürst, in Brunn F. Edcr, sowie in allen Stlldten bei guten Npolhelern »nd 3pe«reihändlern- auch versendet da« Wiener Hau« nach allen Gegenden gsgen Postaxweisung oder Nachnahme Neueste Post. ^ (lDriainul«Ie!egramuie der „ilaidacher Zeituug.") ^ Müncheu. 4 Jänner Der bairisch« Gesandte am italienischen Hofe. Dönninger, , ift an den Blattern gestorben. ! Nutarest, 4 Jänner Der Senat be» ' räth das von der Kammer votirte Gisenbahn- isese« ! Athen, 4. Jänner Das Ministerium demissionirte, nachdem es bei den Ausschuß» »ahlen in der Vtinorität geblieben ist. > Wien. 4. Jänner. Telegramme au« Neapel mel< den, daß Vischof Stroßmayer gefährlich erlranll sei. Pest. 3. Jänner. Die letzten Nachrichten bestäti. igln, daß die croatischen Unterhandlungen keineswegs auf ! Schrvierigte'len sloßm, sondern in denselben blos eine natürliche Pause eingetreten sei. Das Memorandum der Opposition und der Unionisten »ird nun vom Mi« , nisterrathe und dem Monarchen berathen und dann ."werden die Unterhandlungen in Pest fortgesetzt lv:rbln. ! Verlin. 3. Jänner. Der Chcf der Admiralität., j General von Stosch, ist zum preuhischenStaat«minister er<, ' nannt worden. ^ i Pari«. 3. Jänner. Aus Anlaß deS Neujahr«, tage« erhielt Thiers zahlreiche Veglückwünschuligstelt' ^ gramme. ^ i Pari«. 4. Jänner. Da« Amtsblatt mcldrl: Vi« 31. December wurden insgesammt 11.720 Personen ^ freigelassen. , l London. 3. Jänner. Da« heute Mittags aus» ^ssenehene Bulletin meldet, daß der Prinz von Wale«! > qut geschlafen hat und daß die Kräsle im Zunehmen und oer local« Schmerz im Abnehmen sind. ! ! Tele^raphislber ll..ecks»ltour» nnm 4 IHnner ! 5p«c. Vietallique« 63.2". — 5per<- Metalliquc» mit Mai- 'und stovemher-Z'nsen 8.l.2<». - öperc Hialional-Nnl,lim 74 25. ' - 18«0er <3taal«'V,.lcl,e,! l<>'.2i), - «ani-Act,>n «3n 340.20. Vondon l I5>. silber 114.25. — N. l Münz« Duc,len 5 3.', . ?l»p°leond'°r 9.l'j'/,. Handel und Volkswirlhschastliches. ^udolfswerth, 2 Iilnner. Di, Durchschnitt« - Preis» stellten flch «ui dem heutigen Wartt,. wie folgt.-___________ > sl. ll. st- lr. Weizen p,r Meh»n « 4t) Vuttei pr. Psnl>t> — «orn ,. ü ü« er pr. ^lilcl . . - ^; Oeistt „ 4 20 Milch pr. Maß . — 10 ', Hafer ,. -' - - Nindflfisch Pr Psd - l4 , Halbfruch' « 5. 90 Kalbfleisch .. — 26 ^ Heiden ,. 4 — Schweinefleisch „ — 84 > Hirse « 4 «0 Schj<; 2l39 2474 2»j?4 3167 >3I92 3l!)4 3551 357^. Geroinnste: Serie 6«! Nr 34 gewinnt! 20 000 fi.. S. 681 Nr. 69 gew, 40 l>»0 ft.. S. 848 «r. 17 gew 1000 fl.. S. 1204 Nr, 93 gew. 1500 ft.. T. l?«3 Nr. 47 gew. 1000 ft., S. 1263 Nr 54 gew. UN) ft.. S 1289 !1lr. 29 gew. 200.000 fl., S, 1786 Nr. 6 gew. Il>00 ft . s. 178« Nr. 2b gew 5000 ft.. S. 1786 Nr. 66 gew 15)00 fl., S. 2474 Nr. 2 gew. 1000 fl., S, 2474 Nr. 35 gew 400 st,, s 1674 Nr. 29 ,ew. 5000 fl.. S. 2«74 Nr. 70 gew. 1000 fl.. 3 3167 Nr 7'', gew. 1500 ft, <3. 3IV2 Nr. 56 gew. 3000 fl.. S, «551 Nr 79 I gew. 3000 si.. S, 3572 Nr. 9 gew, 1000 N,. S 3872 Nr. 30 'gew. 1500 fi, ! > Tchwebende Schuld. Zu Vnde December 1N7I besanben »ich lant Kundmachnnss der Commission znr «ZoiUrole der Stallt«« schuld im Umlaufe: an Partialhypothetaranwei'iiNlle n 38.398.532 fl. 50 lr.; »n zu Stac»l«ll0te« erllärlin Ein- und ßunsgultieibaut« ^ notm 1.786.71» fi.. an förmlichen Slaat«noten 371.812 176 fi., im Ganzen 411.999.426 fi. 50 lr. Verstorbene. Den 28. December. Mathilde Neihbiringer, Inwoh nerslochter, alt 15 Jahre, im Civilspital am ltiterung«fieber. Den 29. December. Marianna Vabril. Magd. »It 26 Jahre, im Livilspital am Typhus. — «lois Sgubin, Schnei« der, alt 59 Jahre, im Tivilspital am Lungenempl,l'sem. — Frau Maria Magdalena Verlach, Inqulfitlonsbau^Älifseheiswitwc, alt 79 Jahre, in der Stadt Nr. 124 an der kimgenlähmung Den 30, December, Dem Herrn Peler 3,monelli. bilrgl. Ooldarbeiter und Hausbesitzer, sein Fräulein Tochter Phi» lippine, alt 24 Jahre, m der Stadt Nr 6; Johanna Modic, / laglvhntlsweib. alt 28 Jahre, im Livilspital. und Josef Koller, Schuhmacher, alt 44 Jahre, in der «ralauvorsladt Nr. 30, alle drei an der Lungentuberculose. Den 31. December, Georg «ohbet, Väckergesell,. alt 27 Iabre, am Hastellberge Nr, 57, und Herr Michael Voistnel. Gastgeber, alt 36 Jahre, in der Vradisäiavorftadt Nr. 37. beide , an der ilungentuberculose. — Johann Seinilar, Inwohner, alt ! s»9 Iabre, im Civilspital «n knoumoni» 6«tr», ! Den 1. Jänner. Frau Maria Vabnil, Hausbesihers« ^ «itwe, alt 72 Jahre, in der Polanavorstadt Nr. 25 an der 0 an der Vruslwassersucht ,Dem Wenzel Horaf, pens, l l, Hcmzleidiener, seine Oattili Marianna, alt 74 Jahre, in der Stadt Nr, 75 an Entlräftung. ^ ' - Dem «lois «eber, Schuster, sein Kind Josesa. alt 9 Monate, 1 in der Karlftädtervorstadt Nr, 14 am Zehrfieber. 1 ! Den 2. Iänner, Josef Zapuder, laglöhner, alt 66 Jahre, in der kapuzinervorstadt Nr, 85 am Scdlugftusse. - Dem ^ Herrn Lorenz Zelenz, Schlossermeister, sein Kind Victor, alt 14 Tage, in der Stadt Nr. 299 am Lungenödem. — Mathias kolalj, " SpltalS kanzleidiener, alt 58 Jahre, i« der Barmherzigengass« Nr. 1^8 an der knngenentzilnduna. l Den 3. Iänner. Dem Herrn Philipp Schreyer, han> belsmann, sein Kind Viobert. alt 1 Jahr nnd 7 Monate, in der > Polauavorstadt Nr, 69. und Herr ssriedrick Schramm, Öbercoli' I ducteur, alt 45 Jahre, in der St. Pelersuurstadt Nr. 25. beide an der Gehirnlcilnnuna., ^ Dem Ialob Sorr, Taglöhner. seine (Gattin Maria, alt 47 Jahre, in der Kralanvorstadt Nr, 70. gäbe am Nlutschlage, — Dem Jalob Ieleznilar, Dienstmann, seine Tocktel Katharina, alt 15 Jahre nnd 8 Monats, in der Stadt Nr, 159 an der i.'!lna.entnberculosf. »nmerlnng. Im Monale December 1871 sind 82 Per sonen gestorben, unter diesen waren 44 männlichen und 38 we,b lichen Vescklechtes. Angekommene Fremde. «m 3. Jänner 1 G»««>« HM»«,. Kartin, Kfm., Wien. Dr. Menzinger, kraill bürg Schusterschlisch, Gnrlseld. Scherz und koloschineg, Kanfl. Graz. Pirz, »rz, «rzt. Neumarstl. Moru, Kayan, kaufl, nnd ^las, Wien. — Kaiser. Pettau. ««els»»,«. Höller. Wien. — Dr. Dominluö, Marburg, Naudan, ^'öw, Wien. - - Frilell, Preußen. - Wottmva. ksm , Wien. «r. Bienatli. l, l. General, «gram. v. Wide, lehrn, t. l, Oberst, l'ack, - Urbas, Wien. - Zehetmeier. i'.o belSberg. — Hirscbel, llfm., Wien. Wlldenmann. ^riefl Finger, kfm, Wien KRol»«»«»«. Hosbauer, Neumartll, Theater. Heute. Große musisalisci, phifisalische VorsteU«l»a de« Professor« Herrn Wiljaloa Fiilell. Vorher: Viue Vorlesung bei der HauOmeisterin. Posse in e,n,m Äcl non Neigen ^utri: Nb t«tvl. V«8«I» issr» » Mjf-m v 2 liHar^ili, jx>!^ll< »znl»! lioreuovnlli, pnliluveui! ^. Hlukor«,»'. — Ilönlll. s)pel-«lH v 1 ll«.j»nji, ri^oclsi I! N,o^».'k«ss», zi»«^ /,I«^j! llr Nen^llmin 1z>»vec. ! Meteorologische Neohachluligell ill Laibuch. '1 ! ' .NB H j «z.2 « , » «l"H 6 Ü.Mg. 739?« ^ü!« ' ^windM"! triib« 7 4. 2 .. N. 739.» — 8.3 3lO. schwach^ trllbe 0.«.. «0« «b, 739>V i — 3.6 »lndstill trllbe ! Wollendecke dicht g,fchlossen. Da« Iage«mittel der tem peralur - 3 9°, um II" unler dem Normale. ! Verantwortlicher Redacteur: Iana» v. « leinm ° vr. Nnl'l^N^ori^t Wien, 3. Jänner. Uerftilrlt d»rch s?hr oldeuttnde ttolilremliie.DecklMgen nahm dir vausse t>ute »hren weiteren Fortgang und griff au« dem kreise der eigentliche Sve-HZUtßtUUt^lU^l. culation?papiers in jenen der Änlagewtrcht hinllber. Pon Papieren erster Kategor« standen wieder Credit und Vanioerein in vorderster Neihe. Von Anlagsefsecten waren Nllldbahn. «anlactiln. Rente und Theiß-Nahn ganz besonder« gefragt. Devisen gingen um ein halbe« Plrcenl zurück. /T. «llaemein» Vt««t»s«hnld. ikllr 100 fi. Geld ««»r» sinh«itlich» St»al«schuld zn 5 pCt! in stolen v«zin«l. Mai.Nooember 62— 62.10 . , « yedruarAugufi 62- 62.10 . «ilber . I»nner-Iul, 7210 72.20 „ ^ ^ «pnl-0ct°b« . 72 20 72.3" e,le,3 1V3»..... 314.-315.- . , 1954 (4') zu 250 st, -.^ ^. , ^ 1860 zu 500 fl. . . 104. . 104.25 . „ 1860 zu 100 ft. .117- Ii7.ft0 » , 1864 zu 100 fi. . 142 50 142.75 S»aa«.D°m»nen-Pfandbr>«se zu 120 fl. ü W. in Silber . . 12050 121... X. G»u»>,ntlastungs-Voligationen. Für 100 ft. Held l»«re <6«hm»l.....zuöp«t 3750 9«.- »alizien.....b. 7450 ?5 — Nieder-Otfterreich. . . 5 . 94.50 95.50 c>ber-Oefierreonaurezulirung«lose zu 5pCt. 94.50 35 . U> g. Visenbahnanlehen zu 120 fl. A. W. Silber b'. pr. SMck 109 25 109.75 Un« Prilmienanlehen zn 100 st. ». V.i?^'st «,nz«hl.) pr. Stück l(H. 102 50 Wiener «lommunalanlehen, rück- Veld Veare zahlbar 5p«t. für 100 fi. . . 37 50 88.- ». Attlen »on Vansinftltuten «tld Voar, «nglo-üfterr. Va»l.....328-- 32s.5O Vanlverein.......306— «05.— Voden-Hreditanftall .... 288.— 290 — «lreditanstall f Handel n. Ot». . 339 — 339H0 «ireditanftalt. allgem. ungar. . . 130.50 131 t>0 «,c°mpte-l3esellschaft. n U. . . 98s 990.-Franco-öft»rr. Vanl .... 13675 137.— <>«n«raldanl.......—.— —.— Hanbelobanl.......286.— 237. - Nationalb aul.......828.— 830 — Unionbanl.......287.- 287,25 Verem«ianl.......Ni— 1«2.5O Verlthr«b»nt.......192. 193 — >3. Actlen »on Iransporrnnternel»» mnnyen «ell, Vaar» «lföld-Fiumaner »ahn . . . 185.75 186.2ö «öhm. Äeftbahn.....262.— 263 — «illrl-rudwlg-Vahn.....259.- 259 50 Donau'Dampfschifff. Oesellsch. . 641.— 643 — «lisobetli-Wefibahn.....244.— 245.— »lifabeth-Westbahn (kmz - Vnd, lvnser Strecke).....210,— 211.— Ftldlnaut>«-««,ldbahn . . . 2205 2210.— Knnf,,r4tu.P«rclrr.V«ho . 177. 178- - 180 — theiß-Vahn.......268 268 50 Ungarische Nordoftbahn . . . 163. - 163 50 Ungarische Oftbahn ... 15650 157.— Iramway........ 239- 240 — ?. Vfanvbriefe (fllr 100 ft > «llg. «ft VodtN-lrebit Vlnftal» G,ld Waar» t»erlo«b»r zu 5 pCt. ,n Silber 105 — 10s'.5 0 t»to.in3^I.r,ick,.zu5plt.inö.W. 86 50 87.— 'lianonalb. zu 5 pCt. °. W. . .90.15 90 30 llnz ^od.-t«d.-«nst.zu5'/.P«t. 87.50 88.50 «l. sisbenb. Vahn Slaatsb. 0 113 75 > 3ildh.-O.i200ft.,.5'/,fur100ft. 94 75 95- ' sudb..V<)u« 6'/. 0 15 50 Wechsel (3 Mon) V,ld Vaar, «ugsbnra sllr 100 st sUdd. V. 97 25 97 4" FranlsurtaM. IW fl. betto 97 40 97.»!!, Hamburg, für 100 Marl Vanco 85.20 85.3<» London, für 10 Psund Kterlin« : 15.25. «15.l/. Paria, lur 100 Franc«.. . . 44 40 44 5<» l5onr4 de» Geldsorte« Hell» llgaar» k. Mllnz-Ducate, . 5 st. 3? kr. 5 fl. 39 tr. Nap°lfl>n«d'°r . . 9 „ 14; . 9 ^ 15 „ ß Preuh. «iassenscheine 1 „ 72> » I . 73 ^ « Silber N4 » - . 114 . 50 » ^ Kralnischl <3ruudentl»ftnng5 - Obliqllllouln, Pri» .« ! n,tn!)tlt^nq- 85.75 «»ld 8s W«V,. "