Sonntag de» 16. Juti i«?6. XV. Jahrgaug. vi. .«..w.»» »-Uuui' «schei^^^^ S.-i'°g. P'-is° - f°r M-.bmg - g°,„ii!h,i° k fl.. halbjährig S fl.. «i-„.Ijäh.ig 1 ?. 50 k.! S«ll-ll«ng _________ monamch 10 kr. — m»t Postversendmig: ganziahrig 3 fl., halblahng 4 fl., vierteljährig 2 fl. JnsertionSgebühr 8 kr. pr. Seile. Zar Ontatpolitik Orstkrrtichs. Marburg, 15. Juli. Ein Lieblingsgedanke des Kaisers Max I. war es, die Türken aus Europa zu vertreiben; allein der „letzte Ritter" fand keine Unterstützung bei den Fürsten Deutschlands, welche auf Er Weiterung und Befestigung ihrer Hausmacht, auf die Schwächllng des Reiches bedacht, sich in diesem wohlverstandenen Interesse nur freuten, wenn der Kaiser von Südosten her bedroht oder dort wohl gar beschäftigt war. Ueber die Zerrüttung Deutschlands jubelte wledermn das allerchristlichste Frankreich aus bekannten Gründen und verband sich alts's Innigste mit den Osmancn. Bis Leopold II. war die Orientpolitik Oesterreichs türkengegnerisch und wurde keine Gelegenheit versäumt, den „Erbfeind der Christenheit" znrückzudrängeit. Mit der ersten fran-zösifchen Revolution kam die Weildezeit. Paris schien gefährlicher als Konstantinopel uud wurde nlit den Türkeil Frieden und Freundschaft ge-schlosien, um freie Hand zu haben gegeil Frankreich. — Vor der Erinnerung an die erste französische Revolution bebend, vollzogen die Äaats-männer Oestreichs die Wandlung und betrachteten die hohe Pforte nun mit besonderer Vor-liebe vom Standpunkte einer rechtmäßigen Re« gierung. Die Unterthanen dieser Regierung l)atten bloü Pflichten nnd keine Rechte. Die Unterthanen sollten nie fordern, sollten nur lütten, um Gnade flehen. Und was nie gebilligt oder begünstigt werden durfte, war die Nothwehr, der Kamps ums Menschenrecht. Diese Politik hat dahin gefül)rt, daß die Unterdrückten der hohe,, Pforte ihren natürli- chen Befreier und Befchützer in Oesterreich — nicht erblickten. Und Reichstadt? Bedeutet der letzte Kaisertag eine Wendung zllm Besseren? Ist unsere Orientpolitik eine volksmäßig'türken-feindliche, oder nur eine russenfreundliche geworden? Me Trtnaong dtr Küdbahn «od Otsterrrichs Zlltcrrsst. Das italienische Parlament hat die Verträge von Basel und Wien, welche durch die Nachtrags Convention von Paris bedeutend mo-dificirt erscheinen, angenommen und damit scheint die Südbahnkrise nun beseitigt. Die Verhältnisse der Südbahn sind aber hiedurch nicht im mindesten verbessert worden, trotzdem Herr von Rothschild eine Dividende von 70 Fr. ausgerechnet l)at und nach wie vor wird das Un-ternehnien an finanziellen Schivierigkeiten kranken, bis die Aktionäre auf jede Hoffnung und die Gläubiger auf einen Theil ihrer Interessen und Kapitalien verzichten. So stellt sich uns die Lage dar, weinl die Trennung des italienischen vom österreichischen Netze zur Thatsache wird. Allein, trotzdem der Wlderstalld des italienischen Parlamentes gebrochen ist, und die „Oaziet^tg. de»; Vertrag mit der Unterschrift Viktor Emannel's veröffentlicht, ist es doch noch immerhin möglich, daß die ganze Gelegenheit zilnl Scheitern kommt. Der österreichische Reichsrath hat auch ein Wort dabei mitzureden, nnd wenn anch die k. k. Regierung, ihrer Politik, vor Allem die groben Unternehmen zn protegiren. trell, die Konvention angenommen, so ist es doch immerhin mög' lich, wenn anch leider »licht wahrscheinlich, daß der Reichvrath die Jnteresseil der Bevölkerling und des Landes über die Interessen der Süd» bahn-Gesellschaft setzt. Durch die Trennung der Südbahn, wie sie in Basel und Paris angenommen und in Rom verwirklicht wurde, erscheint der österreichische Staat bedeutend geschädigt, wir lassen die Aktionäre, die gleichfalls Nichts profitiren, ganz aus dem Spiele — und vom Rechtsstand-pllnkte aus unterliegt es keiner Frage, daß Oesterreich diese Schädigung seiner Interessen durch ein ganz elltschiedenes Nein! hindern könnte. Die Südbahn wurde von der k. k. Regie» rnng seillerzeit übergeben unter der Bedingung des Heimfallsrechtes nach 90 Jahren an den Staat. Das Heimfallsrecht wurde mittlerweile weiter hinausgeschoben, allein nicht gänzlich fallen gelassen — in der Basel-Pariser Convention jedoch erhält die k. k. Regierung für den Entgang dieses Rechtes keinerlei Entschädigung. Die Friedensschlüsse von 1859 und t866 stipu-lirten blos die Trennung der Bahn, selbstverständlich ohne Schädiguug der wohlerworbenen Rechte, wie es das Heimfallsrecht ist. Allein nicht blos hiedurch erscheint das Interesse Oesterreichs bedroht. Der österreichische Staat hat an die Lüdbahn für Vorschüsse, Rückstand des Kausschillings zc. eine Forderung von 38 Mil-lioilen Gulden, die durch die Jahre bereits auf über 50 Millionell angeivachsen sein dürste. Die ganze Südbahn haftete für diese Summe — allein durch die Trennullg wird das Psand bedeutend inl Wertl)e verrintzert, lind war schon die ganze Si'tdbahn keine a»lSgiebige Garantie für die Forderung der Regiennig, so wird es 'noch weniger ein TlM sein. Diese Momente scheillen lins der Berück-sichtignllg Werth, und wir glauben, daß sie be- Keuillctott. Aus dt» ltlsltil Ktondrn, intl Mouarchir. Vo» Johannes Scherr. (Kortsetzuntt.) Er nimnlt seinen Hnt ab »lild lvischt sich den Schweiß von feiner Stirn, denn er hat uuterwegs mit seinen artnen kurzen Beillen verschiedene Varrikaden überklettern ulld so zu sa« geu eiu „Rennen mit Hindernisseil" mühselig bestehe!» müssen. Dann folgt er seinem Führer, Herrn de Berthois, zum Arbeitskabinet des Kö' nigs. Ans de»n Wege dahin streifen, von dort-lier konimend, zwei Herren an ihm vorüber, fast EUenbogei» an Ellenbogen, ^.l1!e»ienrs Giii« zot »uld DnchtUel, nnd wie der kleine sie er kennt, gleitet flüchtig ein fardonisches ^^ächeln über sein Gesicht. In: Vorzimmer eilt dem Kleinen Herr de Montalivet entgegen, Intendant der Civilliste, eine Persoll, welche ganz genau eilleln durch ein Vergrößerungsglas be» trachteten ttnaben gleicht. Jln l^lebrigen eilt be-flisseilster Diener des vielgepriesenen „Systelns", desseil logische Konseqllenz der helltige „l)i68 irav." Der geschmeidige Höfling ist deshalb nicht zn tadeln. Hat doch da« gesanlmte „offizielle" Enropa das „System" des Vurgerköiligs als die Qliintessenz politischer Weisheit lobgepriesen llnd zwar lnit Recht. Deiln eü l)atte beinahe achtzehn Jahre lang Erfolg gehabt und der Erfolg ist das göttliche goldene Kalb, um welches schoil lange nicht lnel>r inlr die „Kinder Israel", sondern auch die „Gojim" vom Ausgang bis znln Niedergang ivetteifernd den Ringelreien tanzen. „Ah, Monsieur Thiers", sagt Herr de Montalioet, „wir silld höchlich erfreut, Sie hier zu sehen. Freilich, der Köllig erlvartete nicht lveniger voll Ihrer Hingebn!lg. Al'er schollen Sie dell König." „Den König schonen? Meine erste Pflicht ist, deln Köllig die Wahrheit zn sagen", versetzte der kleine Nothhelfer, in lvelchenl lnau zu dieser Ltullde einell großell siel,t. Was doch Alle'^ die Menschen sich einl'itdeil! Thiers, der Verfasser einer llapoleonischcn Mythologie in zwuilzig dicken Bänden, ein „Wahrtieitssajle»!" . . . Wenige Miilnteil darauf — n»l 2'/.^ lihr stand der llt^poleollische Ml)lh0graph und orle-anistische StaatSlnann oeiu Egalitü's, lvelchem der Kölligstrauni, den er vor Zeiteil lnit Dnlnonriez in den Feldlageril an der bel-gischell Grenze getränlilt l)atte, illl Juli 18^50 zur Wirklichkeit geivordeil war, zil einer Wirk- lichkeit, die hellte loieder zerrillllen sollte lvie eili Trannl. Der alte seille Herr, ill dessen lilit eiller lvohlfrisirteil Perücke bedecktell „Birnenkopf" eine gallze Rotte voll Reillecken ihr Maleparins gegradell hatte, war zn dieser Stnnde lveit entserilt, zll ahllell, daß, lange bevor der Tag zil Ende, seines „Bürgerkönigthnlns" Macht lilld Pracht, in einen schlichten Fiaker verpackt, kläglichflüchtig davoilgestoben sein würde. Der vielerfahreile OdyssellS des Konstituti-ollalislnns hatte doch znletzt den Wirknllgen des Taillnelkelchs, welcheil Circe Gewalt ihln kredenzte, llicht lviderstel)en köllilen, ulld die boshafte Zallberin hatte sich denlgenläß beeilt, deil Reineten in eiil — es ist hart nild respekt-lvidrig zn sagell, al)er lval)r — in einen obl'ti-llaten anderen Viersüßler zll verwandeln. Die Ereignisse der zwei letzten Tage hatten zwar denl naheztl Füllfulldsiebzigjahrigen körperlich tüchtig zllgesetzt — er lag nl'erwacht nnd schach-lnatt, ganz in Flallell gewickelt, iil eiileln Fan-tenil — aber sie hatten il>ll vonl Rausche des Besitzes der Macht keineswegs ernüchtert. Die Vernsnllg von Thiers, wnzn er sich nln Mitter-llacht elltschlosseil, lvar ein seilleln Stolze schwer adgerllngenes Zllgestäildniß, nnd als der Ge-rllsene jetzt genleldet lmd eillgesnhrt lvnrde, gab denl Greise sein gekränkter Stolz nnd ftille ül'le Lanlle die Krast, rasch allfzllstehen nnd deutend genug sind, um die Südbahn-Conven-tion zu verwerfen, zumal die Vortheile derselben für Oesterreich nicht einmal minimal, sondern einfach'nicht vorhanden sind. Allein noch weitere Umstände sollten den Reichsrath vor allzugroßer Nachgiebigkeit in der Südbahnfrage warnen. Es ist ein öffentliches Geheimniß, daß die ungarische Regierung das Kunststückchen der italienischen nachahmen will, und wenn Oesterreich nicht Energie beweist, dürften auch die ungarischen Linien abgetreten werden, und zwar nicht auf Kosten der Aktionäre, die Nichts mehr zu verlieren haben, sondern auf Kosten des österreichischen Staates, der an die Südbahn bedeutende, leider nicht hypothecirte Forderungen zu stelle« hat. Zeigt sich aber der österreiHsche Reichsrath diesmal standhaft, dann wird die ungarische Negierung wenig Neigung verspüren, das Beispiel der italienischen nachzuahmen, und es wird wenigstens da« gerettet sein, was noch zu retten ist. Zur Geschichte des Tages. Diese Woche noch beginnen die unmittel, baren Verhandlungen mit der N a-tionalbank. Beide Ministerien sind voll-kommeil einig; das Amtsgeheimniß wird strengstens gewahrt und soll die Bürgschaft des Erfolges sein; an die Ablehnung Seitens der Nationalbank wird in Regierungskreisen gar nicht gedacht. Kaum verlautet, daß in Reichstadt vereinbart worden: Gebietsveränderungen in der Türkei dürfen nur n»it Zustimmung der christlichen Großstaaten erfolgen — so melden unsere halbamtlichen Blätter schon, die katholische uud die mahomedanische Bevölkerung Bosniens wünsche, ja ersel)ne die Vereinigung mit Oesterreich. Soll ans diesein Wege Stiin-mung gemacht werden sür einen gewissen Fall? In Deutschland rächt sich die Vernachlässigung der wirthschaftlicheu Fragen voll Seiten der Natioilalliberalen. Die Bildung einer „konservativen" Partei wirv llui, dort lllit aller Macht angestrebt und ist die Losung: soziale Reform! Die lvirthfchaftliche Fahne deckt aber nur eiile politifche Reaktio»! lnld lvenn die herrfchende Partei trotzdeln un, die Mehrheit ringen muß, so ist dies nllr eine wohlverdiente Züchtigung. Den sü d s l a v i s ch e ll Kälnpfern droht die größte Gefahr durch die Uneinigkeit itn eigenen Lager. Die befrelndliche Art, wie Fürst Nikita deln Vertrag zuwider Krieg führt den kleinell Nothhelfer lnit den barfcheil Worten zu empfangen: „Sie kenilen die Sachlage. Ich ließ Herril Mols rllfen. Er lvill nicht. Ich sah lnich also gellötl)igt, Ihre Dieilste in All' spruch zu ilehlnen. Haben Sie eill Ministeriliin parat? Ich brauche auf der Stelle ein solches." „Sire, ich erwartete nicht, gerufen zu lver-den, ulld habe daher keine Ministerliste bereit." „Ah so! Ja, man sagt, daß Sie liicht mehr in's Kabinet treten wollten." „AllerdillgS, Sire, lvar das lneine Absicht." „Sie lllüssen sich unverweilt nach Kollegen umsehen. Sie kennen das Unliebsalne, was sich vor deln Ministeriuln des AuSlvärtigen begebell hat. Die Negierllng kann llichts dafür, es war ein Zufall, aber die Wirkling eine sehr un-glückliche. Ich mllß also ein Minisierilml aus der Oppositioll nehlnen. Was für Leute werden Sie lnir geben? Ich errathe, daß Sie Barrot forderll werdeil, ulld habe Nichts dagegen. Er ist eill guter Mensch, obzwar ein schlechter Musikant, will sagell Politiker. Al'er die Präsidentschaft des Kabillets lnüssen Sie und darf nicht Barrot üdernehlileil. E» bedarf der Festigkeit, ich zähle nnr auf Sie." „Herr de Reinusat?" „Einverstandeil." „Herr Duvergier de Haurallne?" „Ah, Dllvergier?" und die treubrüchige Haltung des amtlichen Blattes von Cettiilje sind Zeichen dieser Gefahr. Vermischte Nachrichten. (Wachteln als Leckerbissen.) Die Zeitschrift: „Die gefiederte Welt" bringt folgendes Ängefandt: „An einem fchönen Abelid der vorigen Woche faß ich vor meinem Hause, als der Eilglitwagen der Eisenbahn vor lnei-nem Gartenthore hielt. Der Schaffner zog drei Kisten herallS und bemerkte- „Wachteln sind es, halbtodte Wachtelil aus Turin." Ohne Anfrage hatte sich ein Geflügelhändler erlaubt, lnir die Wachteln auf den Hals zu schicken. Zwei volle Stunden hatte ich zu thun, die ar-men Thiercheii aus ihrem Martergefängnisse hervorzuzieheil, die Halbtodteil lllit Milch zu erquiken und die Todten beiseite zu schaffen. Aln nächstell Morgen erhielt ich v0l» dein Absender, der sich Hoslieferant des Königs von Italien titulirt, folgellden Brief: „Da ich vor-allSfetze, daß allch bei Jhllen die Wachteln als feine Leckerbissen gelten, sende ich Ihnen auf Ihre Rechnllng und Gefahr 220 Stilck über Genf als Eilgut ulld berechne Sie lnit 1 Franken per Stück." Ich telegraphirte sogleich zurück: „Wenn Sie nicht binnen 24 Stunden die Wachtelil gegell Spesenvergütung abholen lassen, setze ich dieselben ill Freiheit." l'/g Stunden später kaln die Antlvort: „Wachtelil bis Eilltreffen des ii^^riefes zu behalteil." In den» zwei Tage fpäter ankomlnenden Briefe lvurde ich des Ulldanks, ill verblülnter Weife des BlödsinllS beschuldigt, zu gleicher Zeit aber höflichst ersucht, die Wachtelil bestmöglichst zu verlverthen. Ich erließ sofort iln „Züricher Tagblatl" eille Annonce, in lvelcher ich erzählte, lvie ich zll den Wachteln gekominen bin ulld lvie ich lnich frellen >vNrde, welln die Thier-frenllde Zürichs die Thierchell lnir zum Kosten-preise abllehlnen lvürc»en. Der Erfolg war ein erfreulicher, denll es holte sich Arln und Reich, dieser ein, jener zwei bis drei Stücke, viele lnit der Versicherung, die Vögel fliegen zu laffeil, sobald sie sich erholt hätten. Wenn wir annehlnell, daß jede der größern Ltädte Italiens nlehrere solche „Hoflieferanten" zählt, die nicht llur ihre inländifchell Kunden bedienen, fonderll auch den Ulnstand bedellkeil, daß alle Märkte voll Kalabrien bis zuln Fuße der Alpen derart lllit Vögvln überfüllt silld, daß zuin Beispiel in Neapel sür eine Wachtel, Drossel oder Lerche bis 20 Rappen l'/s Frk.) gezahlt lverden, daß Pfarrer, Schullneister, Gelneillde- „Das ist eill Manil voll Festigkeit." „Voll Festigkeit, ja, ans lneille Kosten. Doch sei es. Die Herren sind Ihre Freunde, lassell Sie dieselben koinlnen. Wir ivären also hinsichtlich des Persönlichen ilN Reinen. Was verlangen Sie in Betreff des Sachlichen?" „Die Wahlgesetz- und Parlalneiltsresorin ist eine unlllngällgliche Nothlveildigkeit. Ich zwar für illeine Person war sür die Resorln des Wahlgesetzes nie sehr eingenolnlllen. Jn-dessell lNllß lnllll gestel)ell, daß der Kreis der Wahlfähigkeit lind der Wählbarkeit wirklich eill etlvas zil enge gezogener ist. Er gestattet einer allzli kleitleli Anzahl von Leuten, die Vor« theile der Verivaltuilg aliSzubenten." „Wie, Sie wollen mir also eine enorln große Kanllner lnld eine enorme Wählerschaft geben ?" „Behüte, fünfzig Deputirte lnehr und l50,00ll Wähler lnehr lverden vollkolnlnell ge-genügen." (Und das nanilte Herr Thiers deln Könige „die Wahrheit fagen!") „Nlm, wir wolleil sehen." „Das ist noch nicht Alles." „Was denn sonst noch?" „Mit der gegenwärtigen Kammer könllten ich Ulld meine Freullde nicht regieren." „Ach, Sie lvollen die Auflöfmlg der Kallr-lner? Nielnals! Neill, nielnals werde ich dazu Vorsteher wochenlang der Vogelstellerei nachgehen, so läßt sich ermessen, welch' ungeheuer» Umfailg diese Metzelei alljährlich zweimal erreicht. Null fragt sich, wie eine gebildete Na-tion so barbarisch sein kann, und wie die Regierungen der durch diesen heillosen Unftig so schlver geschädigten Staaten demselben so gleich-giltig zuschauen können, währelld doch kürzlich diplolnatische Noten gewechselt wnrden, als der Hund des Leibdieners eines Gesandten durch einen Proletarier geprügelt wurde, weil das Vieh das Kind des Arbeiters gebissen hatte." (zN^ni gliche Phantasien.) Voln Starnberger See lvird geschrieben: „Es ist lange stille geweseil von dent vielangestallnten Einsiedler ciln Starnberger See, von deln man beispielSlveise ill dieseln Momente wieder selbst in der nächsten Ufer-Nachbarschaft des grünen Wttrm-Sees, wo die hellen Mauern von Schloß-Berg aus dem Grün der Bäulne herüberschim-lnern, keine Ahnung hat, ob das Schloß den jungen Köllig Ludwig beherbergt oder ob derselbe in eiller seiner einsamen Villegiaturen in den Bergen haust. Es ist, wie gesagt, lange still geivesen von den manlngfachen Absonder-lichkeitell, welche die Mauern von Schlob Berg ulnschließen; gestatten Sie mir, Ihnen einige der neueren zu erzählen. Könia Llidwig ist seit einiger Zeit nicht mehr wie früher allein bei Tisch — das heißt, es wird nicht mehr für ihn allein fervirt, fondern für nicht welliger als zwölf Persolien. Freilich bleiben die Stühle vor den Couverts leer, wie Banco's Platz bei Macbeth's Königsmahle. Es pflege»» auch keine Gespenster zu erscheine»», uin die elf leeren Plötze zu füllen. Wohl aber müssen die geräuschlos allfwartellden Diener jeden der elf Plätze l'edienen. als säße wirklich ein Gast darallf, lnüsfen Teller wechseln und die Gläser hillstellen — und so vollzieht sich jedes MittagSlnahl, so lange der König il» Schlob Berg lveilt. — Eine andere Besonderheit des einsalnen jungen Königs ist folgende: Mitten in der Nacht steht er auf, schellt scineln Diener ulld läßt deil Reitknecht wecken lnit der Weisuilg, er wolle nach Nynlphenburg reiten. Die Dieiler siild solcher Befehle schon gewohnt; der Reitknecht sattelt des Königs Leibpferd und filhlt es — llicht etwa in's Freie, sondern in die Reitbahn des Schlosscs. Dort erscheint dalln der König, vollständig zuln nä^chtlichen Ritt gerüstet, besteigt seill Pferd mld tuinlnelt es nluilter in der Arella mnher, bis er dann schließlich nach eilliger Zeit die Uhr zieht und den Rilt nach Schloß Nylllphellluirg als zurückgelegt ailsieht lneine Einwilligullg geben. Nienlals! Um keinen Preis!" Ulld dies sagelld gillg der Köllig in böchster Aufregntig iln Zimlner hin und her. Mijhjttln sich beherrschend ällßerte er dann: „Was ich für den Augenblick brauche, sind Minister. Suche!» Sie lnir lvelche. Wir lverden tlns später wohl verständigen. Ich lvillige ill nlle Ihre Forderungen, die Kalnnlerauflösnng ausgenolnlnen." „Diese gerade aber ist das, worauf »neine Frellnde entschieden bestehell lverdell." „Jede»»salls »vill ich iln Moniteur anzeigen. daß ich Sie bernfen habe." „Es »väre zlveckdienlich, meinein Nalnen den von Barrot beizllgefellen." „Gut." Ulld der König fttzte sich all feinel» Schreibtisch ulld ließ sich von Thiers Folgendes dlktiren: ,,Der König hat Herrn Thiers beru-seil llnd mit der Bildung eines neuen Kabinets beaiistragt. Herr Thiers l)at verlangt, sich Herrn Barrot beigesellen zu dürsen, llild der König diefeln Wnnfch entsprochen." Soweit mar lnan, als es 3 Uhr schlug. „Wann lverden Sie zllrückkoilllnen ?" fragte Lollis Ptiilipp. (Fortsebuttg folgt.) Die Pferde wandern wieder in den Stall, der Reitknecht wieder in sein Bett und der König sucht sein Schlafgemach auf, wo er dann oft genug einsam den Morgen heranmacht oder wo er schließlich eine späte Nachtruhe findet." (Berlin und Wien. Gebi ldet es Pnblikn m.) Die Berliner Blätter ernsterer Färbung ärgern sich jetzt nicht wenig über die Schaugier des theaterhungrigen Mob, welcher in vier Schauspielhäuser niederen Ranges strömt, wo gegenwärtig eine Mord-und.Todtschlag-Komödie: „Der geschundene Raubritter", gleichzeitig vorgeführt wird. Im Louisenstädtischen Theater mischte sich sogar das Publikum in die Darstellung des gruseligen Spektakelstückes so lärmend ein, daß oie Polizei die Aufführungen sistirte. Nun sind die Vorstellungei^ wieder gestattet worden. Jedem Besucher des „Musentempels" wird aber jetzt beim Eintritt solgender Begleitschein in die Hand gedrückt: „An ein hochgeehrtes Publikum richte ich hiemit die dringende und herzliche Bitte, die Aufführungen des Stückes „Der geschundene Raubritter" in keiner Weise, weder durch Werfeil auf die Bühne, noch durch Takttreten, respektive Stampfen mit den Füßen während der Musik zu stören. Mir sind von» hohen königlichen Polizei-Präsidio die Weiteraufführungen des genannten Stückes nur unter der Bedingung gestattet, daß fernerhin derartige Vorkommnisse sich nicht wiederholen dürfen. Die seither sicUtgefundenen Vorstellungen erfreuten sich der. anerkennendsten Beur-theilung der gesammten Presie, sowie der beifälligen Aufnahme des elegantesten („werfenden", ..takttretenden" und „stampfenden") Zuschauerkreises. In dieser Voraussetzung dars ich wohl hoffen, daß diese meine herzliche Bitte Gehör finden und fortan während der Aufführung des Stückes keine Ungehörigkeiten mehr vorkonlmen werden. Achtungsvoll H. Schreier, Direktor des Louisenstädtischen Theaters." So wird also jetzt der „Raubritter" in nicht weniger als vier Berliner Theatern jeden Abend „geschunden", denn nunmehr erinnert sich das Publikum sei-ller „ersten Bürgerpflicht", der „Ruhe". Das Stück wird lncht auf allen Bühnen mit glei» chem Inhalt produzirt. wenn dieser auch im Wesentlichen derselbe bleiiit. Die „Post" kann nicht umhin, sich angesichts dieser Vorgänge ironisch über die „Metropole der Intelligenz" auszusprechen. Doch brauchen die Wiener nicht mit Stolz auf diefe Metropole hinabzusehen, da gerade jetzt in der schönen Donnltstadt, während man die romantischeste Musik in der groben Oper und die witzigsten Lustspiele in den Vorstadt «Theatern vor leeren Bänken spielt, der Prater-Cirkus jedeli Abend anüverkailst wird. Und es ist nicht blos der Mob, welcher hier stundenlang in tropischer Hitze ailüharrt, um einen Athleten >— nicht etwa kllnstgerecht mit dem andern, sondern mit Schweinehändlern, Fiakern nnd Bierabtragern durch zelin Minuten raufen zu feheil. (V erz e hr u n g s st eu e r.) Die Ver-zehrungssteuer in Oesterreich-Ungarn hat 1875 deu Betrag von 71,700.090 st. ergebeil -- uni 2 Millionen mehr als im Vorjahre. Von diesen 71,700.000 st. entfallen aus Oesterreich 58'/a Mill., llnf Ungarn 12,200.000 fl. — gegen 57,300.000 st., beziehungsweise 12,400.l^00 fl. im Vorjahre. (Kun stge »verbe. — Alte Stahlarbeiten.) In der modernen AltSstellnngS-abtheilung des österreichischen Musemns zu Wien befindet sich eine Sammlung älterer Stahlarbeiten — Eigenthum des Fabrikanten N. Ritzinger. Das Gewerbe, welches sich nnt solchen Arbeiten beschäftigt, liegt fast überall gänzlich danieder. Einige Städte in Deutschland und außerdem Paris beherrschen allein den Markt, ohne daß jedoch i!)re Leistungen Anspruch auf besonderen künsllerischeil Werth erheben könnten. Die Hauptursache ist wohl darin zu sllchen, daß das Fabrikenwesen der Handarbeit auch hier in materieller Beziehung den Boden entzog und in Folge deffen alle Kräste sich der lohnenderen Maschinenarbeit widmeten. Daß Rafirmesser, Scheeren, Sensen, Sicheln und Waffen gegenwärtig fabriksmäßig erzeugt werde»:, bringt gewiß die größten Vortheile, aber es verschwill-den in Folge dessen auch alle kunstgewerblichen Bestrebungen unter den Arbeitern, die früher mit der gewöhnlichen Produktion Hand in Hand gegangen, ja die in älteren Zeiten selbst jene Nutzgegenstände oft geschmackvoll zu verzieren verstanden. Bis zu Anfang unseres Jahrhun-dertes existirte im Gürtlergewerbe die Stahlbearbeitung noch in einer artistisch werthvollen Art, indem sowohl Waffen als Leibesschmuck, Geräthe und allerlei Nippsachen darin zierlich erzeugt wurden. Jil allerneuester Zeit wurde „Stahlschmuck" wieder Mode, aber was wir davotl gesehen, leidet an dem Mangel guter Vorbilder. Letztere enthält die erwähnte Sammlung in schönster Vertretung und in Formen, die unserem jetzigen Bedürfnisse unbequem werden könnten. Von Seiten des Handelsministeriums ist die Gründung von Fachschulen an mehreren Orten beabstchtigt. woselbst früher eine rege industrielle Thätigkeit in ^tal)l »lnd Eisen stattgefunden hatte. Plätze dieser Art sind z. B. Steyer nlld Waidhosen an der Mbbs. ZUarburtZer Berichte. (Zum »weiten österreichischen Aerztetag.) Der „Verein der Aerzte" zu Graz hat in der Hauptversammlung vom t0. d. M. Herrn Dr. Johann Ertl (einen gebor, nen Marburger) als Abgeordneten für den zweiten österreichischen Aerttetag gewählt. (Belobung.) unter den Schülerinnen, welche beim Jahresschluß der „Mädchen-Ar-beits- und Fortbildungsschule des steiermär-kischen Gewerbevereins" zu Graz vom Obmann der Schulkomnnssion (I. Lochbichler) wegei» ihren hervorragenden Leistungen in der Fortbildungsschule als einer Belobung werth ge' nannt worden, befindet sich auch Fräulein Emma Jakopp von Maria Rast, Schülerin der dritten Klasse. (B l i tz u n d B r a n d.) Zu Pongratzen, Ortsgemeinde Klein-Radl, hat der Blitz in das Wohnhaus geschlagen und gezüudet. Dieses Gebäude, Stall und Schellne wurden gänzlich eingeäschert. Der Schaden des nicht versicherten Eigenthümers belänft sich auf 2500 fl. (Im Hausteich.) In Runtschen bei Frieda« ist der zweijährige Knabe des Grundbesitzers Anton Stnchetz im Hausteich ertrunken. (Bran d.) Anl Freitag 2 Uhr Nachniit-tag brannte in der Grazervorstadt, Mellinger» gasse die Holzhütte der „Bäckerei zur Brücke." Da vom Thilrmer das dekannte Zeichen gegeben worden, so rückte die Feuerwehr aus nnd wurde der Brand, welcher sür die Nachbarschaft bedrohlich war, bald gelöscht. Die Feuerreserve der Landwehr betheiligte sich ebenfalls. (Ernenn n n g.) Herr Robert Spiller, Snpplent an der Ober-Realschule ist zum wirklichen Lehrer ernannt worden. (Allsslu g.) Hellte treffen in Piarblirg zwanzig Turner von Gr.iz ein, welche Nachmittag iil Gesellschaft der hiesigen Turner nach St. Urban: gel)en. (Arbeiter - B ild u n g s v e re i n.) Morgen um halb ö Uhr Abends findet im Volksgarten eine Sitzung dieses Vereine« statt. (Volksschule.) Der Landesschulrath läßt eine Verbesserung der slovenischen Lehrbücher vornehlnen. Letzte Post. Die neuzuschaffenden Ausgleichsgesetze sollen am I. Deztmber ln Kraft treten. Die Sperrung deS HafenS von Kleck hat im türkischen Ministerium große Verstimmung hervorgerufen. Rumänien hat znr Deckung Serbiens bei Turn Severin la.OW Mau» aufgestellt. 3m Rustschucker Kreise (Bulgarien) ist »ine Revolution ausgebrochen. Die serbischen Truppen haben den Kampf bei Widdin erneuert. Mom Nüchertksch. Meyer^S Konversationslexikon. Encyklopädie des allgemeinen Wissens. Dritte, gänzlich umgearbeitete Auflage. Mit geographischen Karten, naturwissenschaftlichen und technologifchen Abbildungen. Bibliografisches Institut in Leipzig (vormals Hildburghausen). Preis der Lieferung 30 kr. Bedürfte es noch eines Beweifes für die Nothwendigkeit der Sammelwerke, die unter dem Nanlen Konversationslexikon erscheinen, die Existenz und Verbreitung mehrerer derlei Werke würde ihn liesern. Unsere Zeit mit ihren außerordentlichen Forderungen an jeden nur halbwegs Gebildeten, zwingt unnachstchtlich uns auf den verschiedensten Gebieten des Wissens Raths m erholen. Bei größtem Fleiße und außerordentttcher Vorliebe für das Studium ist es dennoch dem Einzelnen nicht inöglich Mit dem raschen Fortschreiten des menschlichen Wissens und Erkennens Schritt zu halten. Wir könneil uns wohl in einem oder einigen wenigen Zweigen auf oer Höhe der Zeit erhalten, in allen anderen sind wir angewiesen aus jene Sammelwerke, in welchen zahlreiche Fachmänner in verständigem Auszuge und klarer Darstellung uns das bieten, was wir benöthigen Dem Landwirthe speziell in seiner Abgeschiedenheit sind die Mittel, die Fortschritte aller menschlichen Wissenszweige zu verfolgen, schwerer zugänglich als anderen, ihm muß deshalb ein encyklopädisches Wörterbuch ein um so willkommener Freund, eine Quelle des Unterrichte? in allen jenen Erfordernissen der allgenleinen Bildung sein, die ihm das begrenzte Fachstudillm nicht geboten hat. Meyers Konversationslexikoll nimmt in der Reihe der gleichen Zweck verfolgenden Werke einen sehr beachtenSwerthen Stand ein. Durch J'nlehalten einer glücklichen Mitte zwischen dem Zuviel und dem Zuwenig hat sich das Meyer-sche Werk, das eine überaus große Zahl von Mitarbeitern um sich vereinigt, dem Durchschnitts-bedürsnisse des gebildeten Publikums anzupassen gelvußt und erreicht seineil Zweck, über die Materien nützlichen Wissens so weit zu unterrichten, als es der allgelneine Standpunkt nö-thig hat, vollkommen. Einen besoilderen Werth dieses LexikoilS bildet die Beigabe von theils eingedruckten Holzschnitteli, theils zahlreichen Tafeln ^260), von deilen 8l der Zoologie, 42 der Botailik, 63 der Technologie zc. gehören, sowi.' von etlva 100 Karten zur Erd- lmd Him-nlelskunde und zur physikalischen^ und politischen Geographie. Das Werk, welches 15 Bände oder 240 Lieferullgen umfaßt, ist bereits bis zuln 8. Bde gediehe»». Band für Band gibt erneuert Zeug« niß voll der Thätigkeit der Verlagshandlung, die wohl dadurch ain besten illustrirt wird, daß die ersten drei Bände allein 1750 Art. (10.750 gegen srül^er !'000) lnehr bieten, als dieselben Bällde iii der erstell Allflat^e geboten haben, eill Verhältniß, welches alle Bände hiildurch gleich bleibt, deiln auch der uns foebell zuge-komnlene 8. Band hat 3447 gegen 292^ der vorigeil Austage, also 525 Artikel inel^r. Eingesandt Ausflug des Männergesangvereins. Obwohl Sonntag den 9. d. M. Vornlittag nns pluviu3 in Strölneil bedachte und jedeln länger l,nd Sangesfrellnde t^ar traurig zu Muthe war, welnl er noch uin die Mittag-stunde dell umwölkten Horizont betrachten lnußte, so fand sich doch eine kleil^e Schaar uln die festgesetze Stunde ain Sophienplatze eiil, uln den AttSflllg nach St. Lorelizen zu uilternehlnen. Kaum ertönten die ersten Klänge der Werkstätten Musik, so guckte anch Frau SolUle aus dell Wolkeil hervor ulld belebte mit ihren Strahlen alle zu freudiger Hoffnullg ulld Zu-verficht. Die kleilie Schaar vergrößerte sich und erreichte die Zahl von 200 Personen, welche bei der äußerst gelungenen Durchführung des Ausfluges sich gewiß recht gerne an diesen Tag erinnern werden. Das Arrangement, Küche und Keller des Herrn Gaßner, sowie die liebenswürdige Gastfreundschaft des hochwürdigen Herrn Pfarrers von St. Lorenzen verdienen besonders erwähnt zu werden. _ 844 Oie (Zvkortixtsv xsderi aNso Vsrvavätsn unä ösicsllvtsv äis traurixs vov 6sm llivsodsi^sv ilirss ivvixsteelisbtoii üattsv, Ks--lisduaxsvsigs Vatsrs, Lokvnsxsr- unä Orvss-vatsrg, äös Llorrn ^08vf ö»uulltsrlislimsrs, vslodsr vaok sokmsrziliotigQ l^siäsv, vsrssdöv mit äso ksili^^sQ ötsrbsssicramoutsii, aw lü. ^uli um 2 Ilkr üi^ß^svs iv gvioem ö6. I^vdsllMtirs sauft uvÄ Kdix im üvrrll ver-»okjgäsQ ist. 1)is iräisoks IlüUo äss tdsllarsQ, viel 211 trül» vadiuKSsodisäsvsu virä 3oQrit»Hs äsQ 16. ä. N. um 5 Ildr liaokmittsK im oisssueu Lauis, Isr. 139 Lürxsrgtrklsss, wisrliokit eil»-xs?sxllst ullä soäavv iv äio k'amilisQL^ukt bsi-xsset^t. D»s keil. Rsciuisw virü Santax äsu 17. 6. AI. um 9 ^kr IQ äsr (^ra^srvorstaät-kfilrr-Iriroks xslssou. ^»rburx äsn 15. ^uli 1876. xedorus NtSKsr. »Is 6attln. .losst' ^uu., kaumsistsr, ILarol. vsreksl SSR tRA» Hol^ecsZ?» »Is Killävr. ^aKIStl^s HoIZLSi', als Lokviexsrtoobtvr. /Vndoii als Lodvioxsrsokn. Kar'oltiis, I^TK«AL>IL, .lotiaiAr» ,?c»SSt Ullä ^IRtOIR als Lvlcsiv. II. »tvivrm. I^oiodoll»ukd»dravs>. u. Vosrä>tkllnxs-^vst»lt. In äer Lrükl. Sonntag den 16. Juli 1876: von der ueu orgaiiisirteu Pettauer-Mufilkapelle. Für kalte Speisen und prompte Bedienung ist bestens gesorgt. Frrd. Andreasch, 843 __Restaurateur. Rr.k0I4. A««p«ach««g. (821 Vom Stadlrathe Marburg werden im Sinne deS Gesetzes vom Jahre 1863, wornach für daS Halten der Hunde in Marburg eine jährliche Auflage von je 2 fl. öst. W. zu entrichten ist, die Besitzer von Hunden aufgefordert, den Besitz der-sklben vom 1. bis 20. Juli 1876 bei der hiesigen Stadtkossa anzumelden und die Auflage pr. 2fl. gegen Empfangnahme der Quittung und Marke um so gewisser zu berichtigen, als im widrigen Falle jeder Hund, welcher vom 21. Juli 1876 an mit einer für daS nächste vom 1. Juli 1876 bis Ende Juni 1877 laufende Steuerjahr giltigen Marke neuer Form nicht versehen is!, vom Ab-decker eivgesangen und nach Umstanden sogleich vertilgt wrrdtn wird. Für Hunde fremder oder durchreisender Personen kö^nnen Fremdenmarken bei der Stadtkassa behoben werdrn. Jede Umgehung der Steuerentrichtung, insbesondere die Verheimlichung eines steuerbaren Hundes oder die Benützung einer falschen oder erloschenen Marke wird, außer der zu entrichtenden Jahrestaxe pr. 2 fl. mit dem doppelten Erläge derselben pr. vier Gulden bestraft, »vovon die Hälfte dem Anzeiger zufällt. Marburg am 26. Juni 1876. Der Bürgermeister: Dr. M. Reiser An die p. T. Bewohner von Marburg! Seine k. k. apoftol. Majestät der Kaiser ^ranz Josef I. haben dem Marburger Militär-Veteranen-Lereine „Erzherzog Friedrich" eine Vereitisfahne allemnädigst zu widmen aeruht. Um die Weihe dieser Fahne wiirdig zu begehen, wurde beschlossen, ein Fest m veranstalten. Dieses Fahnenweihe-M, bei welchem die Pathenstelle Ihre kaiserliche Hoheit die durch-lauchtiafte Fran Erzherzogin Elisabeth übernommen hat, findet am S. August 1876 statt. Das gefertigte Comits erlaubt sich die p. Bewohner zur zahlreichen Theilnahme an diesem Feste einzuladen und die Bitte zu stellen, für die anlangenden Gäste Wohnungen über die Dauer des Festes zu überlassen. Diejenigen ?. Einwohner, welche über solche Wohnungen verfügen, wollen so freundlich sein, bei einem der nachbenannten Herren: Faleskini, Keim, Terbisch, Neuwirth, Krappek und am Bahnhof bei der Eilgutgepäck-Aufgabe, Herrn Stibenegg, die Meldung zu machen. /eft-Karten ü 1 fl. für die ganze Dauer des Festes sind bei den obengenannten Herren und bei Herrn Eduard Janschitz (Postgasse) zu haben. Marburg dsn 10. Juli 1876. Das /ejt-Comitö. Am 3. I^uguft 1876 Empfang der mit den Abendzügen ankommenden Gäste. Abends 9 Uhr Zapfenstreich. (8S4 Geselliger Abend in den Lokalitäten des Herrn Thomas Götz. Am k. August 1876. 6 Uhr Früh Tagwache. Empfang der ankommenden Gäste. Um 9Vs Uhr Raillirung der Vereine an der Straße nächst dem Siidbahnhofe (Grazer» Vorstadt). Um 10 Uhr Festzilg sämmtlicher Vereine durch die Tegetthoffstraße, Burggasse (Tegetthoffs Geburtshaus), Herrengasse, über den Hauptplatz, durch die Kärntnergasse und Urbanigasse auf den Festplatz. Empfang der Fahnennultter, Ihrer kais. Hoheit der durchlauchtigsten Erzherzogin Elisabeth. Um 11 Uhr heil. Feldmesse, Weihe der Fahne durch Se. fürstbischöfliche Gnaden Herrn Dr. M. Stepischnegg uttd Einschlagen der Nägel in üblicher Ordnung. Sodann Uebergabe der Fahne an den Fahnenführer und Atlsprache durch den Vereins-Obmann. Desilirung und Abtnarsch auf den Hauptplatz. Abgabe der Fahnen am städtischen Rathhause. Um 2 Uhr Nachmittags Festessen ill den Lokalitäten des Heml Th. Götz. Unl 4 Uhr Aufstellung sämintlicher Vereine am Sophienplatz und Abmarsch in den Park der Franz Josefs-Kaserne; Concert daselbst. Abends geselliger Abend in den Lokalitäten des Heml Thomas Götz. _ ttSUpt-kvMNN SV. 450.l)v0l!ß»flc. vis Ks^inno ävi' 8t»At. LInIaÄunx »Rir »etlivt>ßx«i»ßr KU 6is äor v0Q der I^aväs8-Rgßi'erunK zarsiitirtou Krosgen (?6l6-l.)ttvne, in vsledsr über UNttSSSU. vis (^sviovs Äisssr vortdsilkaktvv (^«lä-I^ottvrio, vvlods xlavxvmäss nur 34.ö<)0 l-ooss vvtliält, sind tolxsuäo : oümliol» l ttvvinQ svsnt. ^5l).V00 litlarlc, spssivll Ailark 300.000, lüv.ooo 30.000, 60.000, 2mal 40.000, 36.000, 8mal 80.000 24.000 ck 20.000, I2mal 18.000, 1ö.000, l9mal 12.000 L 10.000, 4ma1 8000 ck 6000, öSmal 5000 iiiid AnkMhlmß. Ich danke dem geehrten Publikum höflichst für das bisherige Vertrauen und mache zugleich die Anzeige, daß bei mir vom Ib. Juli an '/« Kilo bestes Ochsenfleisch SA kr. „ „ Kalbfleisch. IS kr. „ „ Schaffleisck IS kr. kostet. Das Vertrauen deS geehrten Publikums auch künftig in demselben Maße zu verdienen wie bisher, wird mein eifrigstes Streben sein und empfehle ich mich zu recht zahlreichem Zu- ^'"'"Marburg. ZNatlhäus Zkreinj, 839) Fleischermeister, Draugaffe. Zu verkaufen Eine elegante, sehr wenig überführte, gedeckte zweispännige Kalesche, auch ganz zu schließen, sehr billig. Auskunft bei Aloifia Koller. Trödlerin, Hanplplatz Nr. 80, Heumeyer'fcheS Haus. (838 Awei eingerichtete Zimmer mit separatem Eingang am Hauptplatz sind vom lü. Juli d. I. an zu vermiethen. ^83b Anzufragen im Comptoir d. Bl._ wohut in der Domgasse im Haust des Herrn GrillwiKer.__(854 Vi» mSblirteS Zimmer ist sogleich zu vergeben. (848 Kärntnervorftadt Haus Nr. 16._ m DXarbmg. Mit einer Beilage. -Isi.st». ^ - Beilage zu Nr. 84 der „Marbur^er Zeitnnq" (1876.) Auszug aus dem Beobachtungsregister der ^ metearologischen Beobachtungsstation Weiubauschnle Marburg. Jlilk 3. 9. 10. 1l. 12. 13. 14. Temperatur nach Eelstut 7 Uhr 2 Uhr 21 S 19'S 206 16'S 16'6 14 Z 14.» 27 6 21 6 21-9 246 14-2 18-7 SS-! 9 Uhr Luftdruck in Millimetern Tages mittel 21 2 196 19-2 18-6 12-8 14-6 17 2 737.6 737 4 733-4 738 5 7424 748 3 748-4 Aeuch. tigkeit in Pro-centen Bewölkung 7^Uhr > 2 Uhr s ? ll^ Wasserstand ^ am Pegel der Marburger Draubrkcke in Meter» 74 35 36 73 90 35 72 halb bew. bewölkt halb bew. heiter ganz bew. bewölkt heiter halb bew. jkalb liew. bewölkt i heiter Iganz bew) bewölkt halb bew. halb bew. bewölkt » ganz bew. bewölkt 210 ober Null. 215 „ „ 220 „ „ 2 43 „ „ 2 20 „ „ 2 50 „ „ 2 20 ^ ^ Vom 3. bis 12. Regen. Menge des Niederschlages 40 6' Iaiulw»oImilL. (864! Durch Ankauf von 7 Wiener- und Triestiner ConeurSmafsen ist unS die angenehme Möglichitii geboten, dem ?. ?. Publikum auf _ solange die aufgehäuften Waarenvorräthe dauern, zu staunend ermäßigten Preisen solide und reelle Maaren in Lvküf^oilkIoiövi'Gtoifvn, ksrogsn, franzögisoksn LfvtonZ, Vxfonl, >.sln^an6on, lisvkivugvn, ttsrron- viunvnlciÄuon, ßil»nokvtts ^ Vfavatts nvuvstvf fkyon, ß>knvkvMnö^vn, Ukrliänäof unö Kvttvn, Lviövn- unÄ Ixvifnkanä-tzvkudsn» TanWt- ä» 8vlävn!cknäor, Tvifvn, Papfiims, vgmonpuivsf und tausenderlei andern Artikeln l-ieten zu kSnnen. — Unser D.pot befindet stch MaPkars, Mr. » im Hause d«» Hrnn ssntm »»rd und Utttn wir genau auf unsm Firma: .Möiiör Mllukg.otur-Lg^g.r" zu achten, um unliebsomen Verwechslungen vorzubeugen. ' Indem wir daS ?. I. Publikum einladen, stch von der Güte und Billigkeit unsrrer Maaren M überzeugen, wozu ein einfacher Versuch genügend ist, glauben wir, unS .jeder weiteren Reelame enthalten zu können, denn unsere Devise ist: ülVivI llmiist«, vvmL Kevin«!!! Bon Montag den 17. dS. MtS. an ist unser Lokole dem?. 1'. Publikum geöffnet. Achtungsvoll s i s j i >- L! .S ! Mvner k«t- III»«» KZx»v»tS«s Vpit oäer Liltä«v>lt«» a«I»«tmuiss, UNI dn» el» das reich zu werden. LeiäUsaßliche Anleitung für lüle Jeiu, wtlche t'urch vernunWes und leidenschaftsloses Spiel im Lotto 'l)l Glück l»t,^rsi"dtn wollen. Nach den Vergleichsresultaten der seit dem Bestehen des Lottos vom I7ü2 liiS heutzutage stattgefundenen 2672 Ziehungen. Mit einer groß n Tabelle und uiehrerkn Ucbersichten. Preis 1 fl ö. W. Zu beziehen von loksnn Rkviss, 822) Wien, Neubau, Lerchenfelderstraße Nr. 59, ebener Erde (Tabak-Trafik). Wt derverkSufern bei Abnahme von Exemplaren 20 V' fUr I vtto nt vkabatt. übsmommeu vnil fUr ^vr Dxttnxllvlto ^ntvrrirl»t sMöilt. iVtarbxrq, l5. Juli. (Wochenmark»»pre^se.) E^^rizen fi. 7.9V, Kor,, fi. 5.30, «Lerste si. 5.70, Hafer fl. 4.—, Kttwru^ fl. 5.—. H,rse fl.V.-, Heiden fl. 4.90, »!'«» ju einem TasthaM.,'ist au» fr«i«r Hand zu v-rr»ufen. Anzufragen'tn der Äindischgasie, ' Nr. 135 In Mi>rbj,ra.'_ fssl großes Gewülbe zu vermiethen: Obere Herrengiffe Nr. 120. (803 Gin Lehrjung wird aufgenommen bei l^arl Hartuagl. Ein Praktikgut, der loindisch spricht, iviid in einem Ma»«fokt»r-geschähe sogleich mit S fl. inoaatlichem Taschengeld ausgenammen. Bei, Vmvendbarteit auch größere« Gehalt. " oo Auskunft im Comptoir d. BI. (347 Naupt-Iiwaorlsxo ««i ül^ k. pl^Gell il> V«» elOtt «vktv» «rlßrlttal (141 XIIv (?attuvAön Itäl^masekinvn ^vräsll 2Ul' I'^iu ältorvk, Iiostieowwirtes kanlc-Iiaus 8uotit tur alle Oi'tv, vo es uoeli luedt ocler uu^enügenä vortretsv tieissiA« unli golicle ?erk?ovöu mit 1 pksmielen Preis: 39 Neukreuzcr fiir '/» Kilogramm 798 ^pfiehlt zur Abnahme HG^. v uppt rt pI I o v « i « (k'silsueltt) iieilt brieüiel» der Kpeeinlar-it IVr. ItlUZßAVl», I^enstttät, Dl'egsien (Kuedsen) kereils i!t»er mil krldl^ beknnlielt. (614 ?vt«r krtti KM Wl.MIMz»kAM ÜHarburg a.I). Biltringhofgasse Nr. 28, empfiehlt sich der hochw. Geistlichkeit mit seinem wohlsortirten Lager, sowie auch mit Anfertigung aller Sorte« Kircht« »ad Kroucr-Arbritt« in jedem Styl und der geschmackvollsten Ausführung zu den billigsten Preisen. als: Fltar- und Sildleuchter, Lampen, kauch-fässer, Kelche, Ciborien, Monstranzen, Spfer-tajsen sammt Kanne, Fahnenkren?e, Sterbe-kreuze, Hängkreuze ic. :c. (781 Alte, unbrauchbar gewordene Kirchengeräthe und andere Gegenstände von Silber, Packfong, Messing zc. zc. werden bei billigster Berechnung schnellstens lvieder reparirt, neu vergoldet, versilbert, weißgesotten oder broncirt, auch feuervergoldet. Käufe und Tausch von altem Silber, Kupfer. Meffing ze. werden gegen solide Preise u. freundschaftliches Uebereintommen abgeschlosien. Für compakte und reelle Bedienung wird gebürgt. Reparaturen in diesem Fache werden angenommen und schnellstens verfertigt. Keviellte, Hvlll- öi I^üiiK^«uiUÄij80, Vvvimsl-, vilioksn-, lafol- 6,. Kslsnvs-Vi^asgyn in solidester ^usfükrunK; I«0 XollpfM ». V. «. 1.-. Lodt 100 I^'Iasvdell Zl 1'/° ilass ü. IS Außöoden-Wachs-Htanzwichs k I ?kniiä Loksvlitel 70 kr. empkedlev kom»» ?»oliuor ^ Sokuo, löS) _ Sogleich zu vergeben in Fistker's Hause, Grazer-Vorstadt Nr. 91: Eine schöne gassenseitige Wohnung, bestehend ans 1 Zinlmer, l Kabinet, großer Spar-berdki'iche zc. Ein gaflenseitiges Gewölbe mit Zim!ner. Ein schönes Zimmer im Garten ohne Küche und ein großes Magazin. Auch sind daselbst noch schöne Bettstätten. Tische, Häng- und Waschkästen, 1 Getreide-Windmilhle, 1 Paar Kummete, dann für ein großes Gasthaus 2 Schankgläserkästen, l Küchen-tafelgeschirrkasten und sämmtliche gut erhaltene Bestandtheile eines großen Gasthaussparherdes, sowie noch viele andere Gegenstände billig zu verkaufen. Nähere Anfrage darüber im Tabakgewölbe daselbst. 764 Eine Gffigfabrik und ein eu Fros ck VN äötail, daS alleinig bestehende in einer größeren Stadt mit 4000 Einwohnern und guter Kundschaft deS Geschäftes, da auch drei große Gewerkschaften in der Nähe sind, ist we^jen Familienverhältniffen zu verkaufen. Zur Ueber-nahme nebst Betrieb sind 3000 bis 4000 fl. nothwendig. (818 Wirkliche Käufer wollen ihre Adressen unter 2 100" der Redaktion d. Bl. übergeben. VI« der k. k. priv. VorAvIIantakrtlk von ^ in lpIrlltviNliainmVi' ö. Iloiarlplstz^ 4 empfiehlt ihr reichhaltig afjortirteS Lager in allen Sotten von Verkauf M drn Original-Fahriköprtisri». HVIvckSrvvMkÄnßsr, RIstvIte?»» werden die denkbar günstigsten Conditionen be-willigt. Aufträge von auSwärtS werden gewissenhaft und sofort ausgeführt. Nicht ConvenirendeS^ wenn franco zurückgefandt, wird bereitwilligst ausgetauscht. (694 Im Marille Ztraß bei Spielfeld ist ein fchöneS, stockhoheS HetUS mit neuem Wirtschaftsgebäude. Gemüsegarten und circa 4 Joch Aecker und Wiesen auS freier Hand zu verkaufen oder zu verpachten. Das Haus, auf fr^quentem Posten, woraus seit Jahren eine Spezcreihandlung bejklnd, e'gnet sich für jedes Geschäft. Insbesondere könnte mbst anderem Geschäfte auch die Schlosserei mit Vottheil betrieben werden, zumal weder im Markte Straß selbst noch in der Umgebung eine solche besteht. (782 Anzufragen beim Oberlehrer Jrgolitsch in Marburg und Josef St ampler in Straß. Ei« Haus sammt GeeiSlergefchaft in der Mitte der Stadt ist auS freier Hand zu veikaufen. (832 Näheres im Comptoir d. Bl. Mtl größter Garaklit ^sichersten TrsolgeS IiSllt nach neuesten Erfahrungen /arimdlich. schnell u»d angenehm geschlechtliche Exzesse Mden Grades, insbesondere vernachläffigte oder unvoll-Mndig kurirte, Jahre hindurch verschleppte Syphilis /im secundären und tertiären Stadium, sowie Schwäche Wstände, Jmpoteuz, Pollutionen, Weißfluß nud Haut ^ausschlage jeder Art bei strengster DiScretiou. Unbemittelte werden berilc^chtigt. l5b3 v. vo» Kerlii, S. W. Ittisaltnerftr L » Um Angabe der zur Seit fich zeigenden Symtome^ ^sowie der Dauer des Leidens wird ersucht und erfolgt^ Ein Fräulein ertheilt Unterricht in der franjSstsche« Sprache, Anfängern sowohl, wie auch Vorgeschrittenin. Auskunft in der ELpedition d. Bl. (^17 k'kdrill ^sxriiväst 1830. ösi »IISQ ^uLstvIIuvxsQ priimiirt. 'V IWSS Lllick ^ Lo. ?r2>Z Heu^AKSpIats 23, vtferirt die klnerliunnt vorsü^lieltstenk'adrilcate von ämt-licl» xeaivliten uvll IKvelinei- Lerner Avaiolite UoKI- äk I^inzenmttsse, / so^olil ttb als ad k'abrilc, «um OriKlnalpreisv. (75S ^ Vertreter vvasäeu »vceptirt. S V S S » s Ä Eigene Erzeugung. in grau, gelb, schwarz vot, ö. W. st. S aufwärts. in schönen neue» Dessin von fl. S aufwärts. complet, SaccoS, Hose und Gilet von fl. V aufwärts. (vou 2—6 Jahre) Waschstoffe, Lüstre, von fl. A aufw. empfiehlt (713 Kelieilil's lilvitlvnns^szin, MW. vlINliNZslA ZU^VlA L' S S e» S S SV es s Sehr wichtig für sparsame , U»u»frÄuvn unll Msvlhvrinnvn ist das k. M ausschl. priv. nebst Methode von t'ranL ?«Im» in Trautenau. Mit diesem Pulver, srei von allen schädlichen Ingredienzien, ist eine Person im Stande,' binnen 4 Stunden 2 Tragtörbe voll schmutziger Wäsche jeder Art wie gebleicht zu reinigen, ohne dieselbe zu kochen uud ohne die Hände aufzureiben. Ju Original-Schachteln m S6 Dekagramm für 16 Körbe schmutziger Wäsche hiuretchend mit Mechode 1 fi. 30 kr., ohne Methode 1 st. 20 kr., 23 Dekaqr mm 70 kr., sowie auch in Papierhülsen zu 2 und 4 Loth, worauf der Preis ersichtlich ist. AlleS Ue! rige, welches außer diese» im detail vertauft mied, erkläre ich als ein Gefälschtes und nicht von mir Bezogenes. (^7^ X. le. au«»ok1 priv. Xrattx1»n«»tärlLS, welche daS Benetze» der liinsätze uud Chemisette« mit ausgelöster Rohstärke, sowie auch daS Blauen entbehrlich macht nnd der Wäsche einen hübschen Tlanz verleiht «. Tafel 20 kr. ö. W. Lager Hiewon hält Herr iu Alurdurx. ISvon Weinstein, Hadern, Meffing, Kupfer. Zinn, Eisen, Blei, Kalb- und'»Schaffellkn, Noj;-, Ochsen» u. Schlvrinhaaren, Schafwolle, allen Gattungen Rauhwaaren, Knoch u, jNaucn nebst allen anderen L^indesprodukten. von ungarischen Bettfedern, Alaumen und gesponnenem KoKhaar zu den billigsten Preisen. 8elileiiinxvi', 7S8) Marburg, Vurgplatz. Gesucht wird von einer anständigen Partei eine urtte. bis 1. Oktober beziehbare Wohnung von 4 Zimmern, geräumiger Küche und Speise (804 Anträge wolle man im Comptoir d. Bl. abgeben. Mahlmühle zu verkaufen oder z« verpachten 2 Stunden von Marburg und eine Viertelstunde von einer Bahnstation, sammt Detail-Verschleiß und Biktualiengeschäft, wegen Familien-Verhältnissen unter sehr günstigen Bedingniffen um den Preis von 1l).W0 fl., wovon 6W0 fl. liegen bleiben können. Dabei sind 15 Joch Grund, meistens 3mähdigc Wiesen und schöner theilweise schlagbarer Wald. Die Mühle hat beständiges Wasser, 4« Gefälle und ist mit vier Gängen, Cylinder, sehr guten Griesputzerei und Kopperei eingerichtet. (746 Näheres postv restautv ^ ^ 1866 in Marburg.