Deutsche Macht ttttr.tf )rW Seanrt«! nt E»»»!»« nwrjfn» »»» foftrt für fiiüt mit Anft-llil-, in'* H,»« m»a»ll>ch fl. —ttt«tl«[ja>rin ff. 1.9«. fcaWdrts st. ».—, janUÜSrt^ I. . HU ?»??rrsn>«»n, BlrrtelfHrtB IM kartfltxig (U S.JO toajjätrt« «. «.40. tAt t!a|rlM Raman 1 kr. 3»:cwtt »«» Jans; t z>- Bit ftnliante« on. RrtsclUa Bit Ha,vl»l«s IM. epr«dst»»dNl bc» Rtboticiii« mit HuSnadme ftt €»an- unt ffrirtlaae, «»» 11—I* tt»t vor. ul I—1 lu>r Kaitarittai«. — »«lamottourn twrlafrti. — ftanokrtHM «wrt*n aüdl jarütfQOcntrt. — Hsmtgmt z»>«,»»»,k» nt4t btrSiflutur!. Nr. 60. Cilli, Tonncre-tag den 18. August 1887. XII. Jahrgang. Nur zu! Unter der deutschen Priesterschast finden sich — insbesondere soweit sie der sogenannten deutsch-tonscrvalioen Partei angehört — verbissene Geg-srr des Bündnisses zwischen den beiden euro-Mischen Centralmächten und der Einheit und Starke des deutschen Reiches. Wir brauchen nicht erst anzudeuten, worauf diese Gegnerschaft be-«hl. den» es liegt auf der Hand, daß sie keinen andern Grund hat, als das Ueberwiegen des Protestantismus im neue» Reiche. Aber nicht etwa um das Glaubensbekenntnis ist es den Herren zu thun; beileibe nicht! Sie würden ja nichts lieber sehen, als wenn sich Oesterreich mit Stojitond verbände, welch letzteres mit Rom doch lange nicht auf so gutem Fuße steht, als in ticuefter Zeit Deutschland, und wen» unsere mit btm Zarenreiche verbündete Monarchie über die dwtige europäische Vormacht herfiele, ihre Super-natte bräche und zwischen Alpen und Ostsee dasselbe Stückwerk herstellte, welches seinerzeit da Wiener Congreß geschaffen. Und würden die tsmancn heute m Europa überhaupt noch in Venacht kommen, unsere Clericalen wären gewiß «hi abgeneigt, selbst süreinBündnis mit dem Groß-hvrn ut plaidiren. wenn sich die Spitze dieses Bündnisses nur gegen Berlin kehrte, gegen Bis-marck und das Haus Hohenzollern. Man kann es eben nicht vergessen, daß in Teutschland das Interesse des Staates jenem der Kirche hoch übergeordnet und daß der Einfluß der Geistlich-km aus das hiedurch bedingte Maß eingeschränkt wurde. Man hat — um uns populär auszu-drücken — draußen im Reiche dem Clerus den bcodkorb höher gehängt, und deshalb die Feind-schan Tas „Vaterland" beschästigt sich in dem Leilaussaye einer feiner letzten Nummern mit der angeblichen „Verpreußung" der Teurschösterrei-cher, behauptet, daß Einige den Massenübertritt zum Protestantismus fordern, um Oesterreich für .harmlose Vumtereien in den Hehthaler-Atpen. Bon Tr. E. Hlantschnigg. Während meine politischen Gegner im »slovenski Narod" mich aus den Terglou ver setzten, innerlich aber in die tiefsten Abgründe der Hölle wünschten, machte ich meine letzten Vorbereitungen zu nieiner Reis« nach Tirol. Wer wenig Zeit hat und seiner Erholung doch einige Tage widmen will, wird gutthun, sich zuvor einen Reiseplan in der Art zu ent-werfen, daß er sich im Allgemeinen an denselben halten kann, jedoch genügenden Spielrauut läßt, um der Lage angemessene Aenderungen vvrzu-nehmen. Mein Plan war, zunächst 8 Tage einer Reise nach Tirol zu widmen; die Tauern- Dolomiten- Zillerthaler- und Ortlergruppe hatte ich bereit« in früheren Jahren besucht; eS erübrigten mir im Wesentlichen nur noch die Stubeier-und Letzthaler-Alpen, wenn ich von den füd-tirosschen und dem nördlichen Kalkalpenzuge absehe, welchen Richtungen noch in der Zukunft Rechnung getragen werden soll. Die Oetzthaler-Alpen sind in Bezug auf Mafsenhaftigkeit ihrer Erhebung und Eisbedeckung entschieden die vornehmsten unter den Central« Preuße» reif zu uiachen, »nd gelaugt zu dem Schluß«, daß sich Oesterreich, wenn auch mit tilse Rußlands, in Deutschland eine maßgebende tellung erobern müsse, um den Einen Schutz gegen Verpreußung, den Andern Schutz gegen eine Ueberwucherung des Protestantismus zu ge-wahren. Verpreußung! „Wo Begriffe fehlen, da stellt ein Wort zur rechten Zeit sich ein". WaS heißt Verpreußung? Eine vage Definition wird in diesem Falle keineswegs genügen, man müßte es auch begründen, daß die deutschnationale Be-wegung in Oesterreich, die freilich inimer größere Wogen schlägt, landeSverrätherischen Charakter hat, wie es theilweise bei der slavisch-nationalen Bewegung der Fall ist. Man müßte es beweisen ! Weil dies jedoch absolut nicht angeht, deshalb die unbestimmten Andeutungen, die mehr errathen nnd besürchteu lassen sollen, als es zu errathen und zu befürchten gibt. Die deutschnationale Be-wegung ist durch die Persöhnungsmeierei ins Leben gerufen worden, und wenn sie heute da und dort unangenehm berührt, so mögen die maßgebenden Politiker ihr Entstehen nur^sich selber zuschreiben. Sie bildet das it» Interesse des GesammtstaateS absolut nothwendige Gegen-gewicht gegen die Allüren der Slaven und ihrer Freunde, sie hat dafür zu sorgen, daß die tschechischen und windischen Bäume nicht in den Him-mel wachsen, sie wirkt im Interesse des Staates. Es wird die Zeit konimen, da man dies Alles klar erkennen und der deutschnationalen Bewegung die ihr heute angethane Unbill abbitten wird. Den Gedanken, daß Oesterreich im Vereine mit Rußland über Deutschland herfallen solle, hat das „Vaterland" von Dr. Gregorec entlehnt, und er kann demnach nicht einmal auf Origina-lität Anspruch machen. Es wäre ein »nissiges Beginnen, die Absonderlichkeit und Haltlosigkeit dieses Gedankens erst erweisen zu wollen. Man versucht eS, ihni dadurch einen Schein von Be-rechtigung zu geben, daß man durchschimmern gnlppen der Ostalpen, denn wenngleich in der Ortler- uud Tauerngruppe einzelne Gipfel höher sind als die höchsten der Oetzthaler, so kommt der letzteren Gruppe doch keine an mittlerer Erhebung gleich; ja, dieselbe ist bedeutender als bei irgend einer gleichausgedehnten Berggruppe der Gesammtalpen. Nach den Messungen des leider für die Wissenschaft zn früh verstorbenen österreichischen Generals v. Sonnklar erreicht die mittlere Kammhöhe des Gebirges die Höhe von 3000 M. oder 9480 W.-Sch., die mittlere Gipselhöhe 3115 M. oder 9843 W.-Sch.; die gesammte Eisbedeckung beträgt 74/10 □Meilen. 80 Gletscher ziehen zur Tiefe, unter welchen der Ge-patschferner den ersten Rang unter den Gletschern der österr. Alpen einnimmt; den zweiten Rang nimmt der Pasterzengletscher, den dritten der Gurglergletscher ein. Die bedeutendsten Gipfel dieser Gruppe sind die Penter-Wildspitze <3776 M.) und Weißkugel (3741 M.); an diese reihen sich Hinterer Broch-kogel, Similaun, Vorderer Romolkogel :c. :c., sämmtliche über 3500 M. oder 11000 W.-Sch. Die gebräuchlichsten Eintrittsstationen vom Norden sind die Station Oetzthal an der Vor-arlberger-Bahn, von Innsbruck mittelst der Bahn ungefähr 2 Stunden, und die um 3 Kilometer läßt, es entspreche der Würde einer Großmacht nicht, einer andern durch „Dick und Dünn" Ge-fvlgfchast zu leiste». Wir kennen die Abmachun-gen. über welchen das Bündnis zwischen Oester-reich und dem deutschen Reiche geschlossen wurde, zwar nicht bis ins Detail, und auch das „Vater-land" dürste sich dieser Wissenschaft nicht be-rühmen könne». Das Eine aber ist bekannt, daß jene Vereinbarungen unter den Auspicie» von höchststehenden Persönlichkeiten getroffen wurden, bei welchen Znmuthungen und Außerachtlasfun-gen, wie sie das elerical-seudale Organ voraus-zusetzen scheint, absolutes» ausgeschlossen sind. Oesterreich hat die Consequenzen der letzten gro-ße» Kriege aeceptirt, hat sich von den schweren Schlägen, welche eS getroffen, erholt, und nimmt, Dank seiner Allianz mit Deutschland, dem es als vollkonimen ebenbürtig und gleichberechtigt zur Seite stebt. eine imponirende Stellung int europäischen Völkerconcerte ein, eine so teste, fast beneidenSwerthe Stellung, daß eS für Man-gel an Patriotismus zeugt, wenn man an den Verhaltnissen, welche diese Stellung aufrechter-halten, rütteln will. Im Uebri^en nu? zu ! Slaven und Clericale mögen immerhin gegen das deutsch-österreichiiche Bündnis eifern uitd wettern. Je mehr ske in die-ser Beziehung ihren Gelösten die Zügel schießen lassen, desto näher rückt der Augenblick heran, da man zur Erkenntnis gelangen wird, daß die äußere und die innere Politik nnseres Reiches endlich doch wieder in Uebereinstimmung gebracht werden müssen. Nationale Steuer. Wien, 13 August. Die Laibacher Sparcasse hat. wie bekannt. 50.000 fl. einer deutschen Schule in Laibach ge-widmet, und ihr folgte die Marburger Zpar-cafse mit einer ähnlichen Widmung. Sie gab gelegentlich ihres Jubiläums 4000 fl. zu einem Stistungssonde. dessen Zinsen zu Gunsten des weitere Station Roppen. Wer unter Einem die Stubeieralpen sehen will, kommt von Innsbruck auf gutem Fahrwege nach Neustift ins Stubeier-thal, und von dort zu Fuß in 7 Stunden auf die Dresdnerhütte, von wo ein ziemlich be-schwerlicher Uebergang (Führer rathsam) über daS Bildstöckeljoch nach Sölden führt, den Knotenpunkt für die Zweigthäler Vent und Gur-gel der Oetzthaler-Gruppe. Von Norden Kommende, welche über wenig Zeit verfügen und möglichst viel sehen wollen, ist unbedingt die Route durch das Stubeierthal anzurathen. Von Osten Kommende benützen die Südbahn bis Sterzing. von wo aus sie über den Schnee-berg und das Timblerjoch bequem in 2 Tagen nach Gurgel gelangen. Es ist die« die kürzeste Tour für die Reisenden aus Osten, und nament-lich deshalb zu empfehlen, weil der Uebergang über den Schneeberg leicht und der Aussicht wegen äußerst lohnend ist, und weil man schon am zweiten Tag Gurgel erreichen kann. Aber auch die Route über Bozen und Meran führt in kürzester Zeit in das Herz der Oetzthaler-Alpen nach Vent. Man sährt von Franzensfeste nach Bozen mittelst Südbahn in ungefähr 2'/, Stunden, von Bozen nach Meran mittelst Staatsbahn in 1'/, Stunden, mit der Post nach deutschen Volksschulwesens in der Bezirkshaupt-Mannschaft Marburg zur Verwendung kommen werde». Nur allzuselten begegnen wir solcher Selbst-besteuerung zu Gunsten nationaler Zwecke, welche zugleich wirthschaftlich und eulturell wohlthätig sind. Desto häufiger sind solche Fälle bei unseren nationalen Gegnern. Die tschechischen und slovenischen Führer verfügen selbstherrlich über den Geldbeutel ihrer Staoimesgenossen und in ihren Gebieten werden nicht nur die Spar-cassen. werden überhaupt alle Arte» von Er-werbSanftalren nicht »ur zur Steuer für die nationale Sache herangezogen, eS wird denselben geradezu vorgeschrieben, was und wie viel sie zu leisten haben. Nichr selten geschieht es dann bei den Generalversammlungen solcher A»-stalten, daß Einer auftritt, der die Anträge, welche von der Anstalt zumeist selbst gestellt werden, noch überbietet und die Summen, welche für nationale Zwecke geleistet werden sollen, er-höht wissen will. Nun sehen wir wohl in den bedrohten deutschen Gauen ebensalls hie und da nationale Widmungen, wie jene in Laibach und Marburg; aber gerade in den rein deutschen Gebieten haben deutsche wirthschastliche Anstalten noch immer keine Lust, im Sinne der Zusammengehörigkeit aller Deutschen für die gemeinsame nationale Sache Etwas zu thun. Aus dem Innern des großen deutschen Gebietes sollten aber die Mittel fließen für die Kräftigung der deutschen Widerstandsfähigkeit. Insbesondere in Wien, welches doch noch immer der Mittelpunkt des Teutfchthums in Oesterreich ist oder doch sein sollte, sehen wir in dieser Hinsicht gar nichts geschehen. Ein Wiener Verwalmngsrath etwa der Wiener Spareasfe würde sich dreimal be-kreuzigen, wenn einer den Antrag stellte, von den jährlich zur Verkeilung gelangenden Summen der Ueberschüsse auch den nationalen An-stalten Etwas zuzuwenden. Viele dieser Herren sind der Gesinnung nach gut deutsch; eine solche Widmung würde ihnen aber dennoch als ganz undenNiar erscheinen. Viele fürchten, sich miß-liebig zu machen, und Andere wollen durchaus nicht über den Schatten ihres Kirchthurms hin-aus irgend wie thätig fein. Als ob es z. B. in Wien nicht genug für nationale Thätigkeit gäbe. Es liegt auf der Hand, daß unter solchen Umständen, wenn sechs Millionen Tschechen, anderthalb Millionen Windische und die kleine-ren Volkssplitter stets in sich geeint und stetS dasselbe Ziel im Auge behaltend, für ihr Volks-thum jederzeit hilfsbereit sind, und dagegen die acht Millionen Deutschen nur zum geringeren Theile für den nationalen Kampf in Betracht kommen, die Deutschen außerordentlich im Nachtheile sind. Jene unter ihnen, welche wirklich Opfer bringen, erschöpfen sich in denselben, und sie Naturns im Vintschgau in 3 Stunden, von wo eine schöne Fahrstraße nach Neunrneis führt. Von hier gelangt man auf gutem Fußsteig durch daS prachtvolle Schnalserthal in einem Tage nach Kurzras und am zweiten Tage nach Vent über den Hochjochgletscher, oder nach „Unserer lieben Frau" und von dort am zweiten Tage über das Niederjoch ebenfalls nach Vent. Sehr be-schwerliche Uebergänge führen aus dem Schnal-serthale »ach Gurgel und sind Durchschnitts-Touristen nicht zu empfehlen. Noch sei des Passeierthales von Meran aus als Eintritts-route erwähnt, das jedoch mit den bisher ge-nannten Routen keinen Vergleich auShält, da es in seinem untern Theile sehr eintönig ist, und in das Oetzthal ebenfalls über das eintönige Tinibler-Joch führt. Von Westen Kommende gelangen von Mals nach Matsch in 2 Stunden und von dort in 4 Stunden zur Carlsbaderhütte, welche den Aus-gangspunkt für interessante Bergtouren und Ueberhänge bildet. Das Matscherthal bildet die kürzeste Ver-bindung zwischen der Reichsstraße, welche Land-eck mir Meran verbindet, und den Oetzthaler-Alpen. Anderer Routen als durch das Schlandern-authal, Kaunserthal und Pirzthal will ich weiter ..Deutsch- Wacht» können es den Slaven an« Ende doch nicht gleich machen. Es wäre doch wahrlich schon an der Zeit, daß die Deutschen in Oesterreich ihre Angelegenheiten, die schiefe Lage, in welche sie durch Sorglosigkeit gekommen sind, ernstlich in Betracht zögen und zum wenigsten dieselbe That-kraft auswendeten, an welcher es ihre Gegner nicht fehlen lassen. Korrespondenzen. Tnsail. 13. August. (Orig.-Ber.) sRegio-n a l - A u S st e l l u u g.] Den Ausstellern wird auf diesem Wege bekannt gegeben, daß das Ausstellungs-Comitä den AnmeldungS-Termin bis zum 15. September l. I. verlängert har und schließlich nach Maßgabe der vorhandenen Räumlichkeiten die Anmeldungen annehmen wird. Die General Direktion der Südbahn-Gesellschaft hat innerhalb der Stationen Marburg, Rann und Laibach für Ausstellungsgegenstände eine 50percentige Gebührenermäßigung respective den unentgeltlichen Rücktransport der unverkauften Gegenstände, wenn sie für den ursprünglichen Aufgeber und für dieselbe Station bestimmt sind, von welcher sie gekommen waren, zugestanden. Bezüglich des Transportes der Nutzthiere (erste Gruppe) per Bahn werden die Anmelder speciell von Seite des Comitö's verständig«. Die Ver-längerung der Anmeldungssrist dürfte denjenigen Ausstellern, welche wegen ungünstiger Witterung bezüglich Obst und Feldfrüchten mit der Anmel-dung zauderten, willkommen fein. Der Bau der Ausstellungshalle steht znm Theile schon unter Dach. Der Trifailer Sängerbund hat sich bereits eonstituirt und hält bei der Eröffnung der Aus-stellung feine erste Liedertafel. Auch hat die Tüfferer Liedertafel die Betheiligung freundlichst zugesagt. Unsere IN Mann starke gewerkschaftliche Musik hält fleißig Proben. Schließlich ist noch die Bildung der fteiwilligen Feuerwehr in Trifail niit Freuden zu begrüßen. Bezüglich dieser wie des Sängerbundes wollen wir nach-stens eingehender berichten. Alles ist bestrebt, den Besuchern der Ausstellung die Tage in Tri-fail werthvoll und angenehm zu machen. St. Leonliard in W.-B.. l6. August. (Orig.-Ber.) [Ein nervöser Bezirksrichte r.j Wie aus öffentlichen Blättern der verschiedensten Parteischattirnngen zu ersehen, ist unser win-bischer Bezirksrichter, Herr Karl W e n g e r, ein sehr scharter Polemiker. Wir sühlen uns ver-sucht, dieses Thema eingehender zu behandeln und hiebe« auch die Thätigkeit seines Busenfreundes, des hiesigen windischen Schreibers der Bezirksver.retnng, zu beleuchten, wollen aber dieser Verlockung doch noch widerstehen und für heute nur darlegen, daß der eingangs erwähnte Herr auch sonst sehr schneidigen und aufgeregten Temperamentes ist. Unser Herr Steuereinnehmer nicht gedenken, weil mich dieS über den Rahmen eines Feuilletons hinausführen würde. Aus dem Gesagten werden die geehrten Leser entnehmen, daß die Wahl der Eintrittsroute eine ziemlich schwierige war. zumal auch die Ungunst oder Gunst des Wetters als mächtiger Faetor in Betracht zu ziehen ist. Am l. August verließ ich die Stadt Cilli mittelst der Südbahn, und gelangte um halb 7 Uhr Abends nach Spittal in Kärnthen. Von hier fuhr ich nach Millstatt, um mir den in letzter Zeit sehr in Schwung gekommenen See zu betrachten. Der Ort Millstatt (Sitz eines Be-zirksgcrichtes) liegt ungefähr in der Mitte des nördlichen SeeuferS und war an den« Tage meiner Ankunft überfüllt. Ich vermag daher über die Unterkunft in den Gasthöfen Millstatts weder gutes noch böses zu berichten. Die Herren Hoteliers von dort mögen mich daher entschuldigen, wenn ich sie hier gar nicht nenne und auch mit keinem Stern-chen versehe. In dieser Ueberfülle Millstatts sah ich mich nach einem Privatquartier um, welches mir denn auch geboten wurde. Wenn man bedenkt, daß Millstatt nun schon seit mehreren Jahren eine stark besuchte Sommerfrische ist. so muß man wirklich darüber staunen, daß für die Unterkunft 1881 bekani dies erst kürzlich zu fühlen, als na» Herr Wenger im Steueramte erschien uns m keineswegs einschmeichelndem Tone die sowrcke Bemessung einer von einer dritten Person ;u bezahlenden Gebühr verlangte. Als ibm t i™ der Herr Steuereinnehmer in uns nnbeqreiili^t: Ruhe erwiderte, daß er diesem mündlichen i»d somit keineswegs gerichtsämtlich gestellten Lei-langen sofort zu entsprechen verhindert s« mü daß die betreffende Zahlungspflichtige o.inn schon den Zahlungsauftrag bekommen werde. 1* wurde Herr Wenger derart gr—immig. diß cr in hellem Zorne aufbrauste und sogar eine?, schriftlichen Bescheid über die angebliche Ver-Weigerung einer steuerämtlichen Amtshandlung verlangte. Da auch diesem Verlangen unticiw« Niger entsprochen werden konnte, als die pm-: Gebührensache Herrn Wenger eigentlich gar n:di,4 anging und der Herr Steuereinnehmer sich nur an seine Amtsoorfchriften hielt, da kam Hcn Wenger derart in Harnisch, daß man schier nr-muthete, er müsse schon mit einem gewisse» Ingrimm in's Steueramt gekommen :«n. Dem Herrn Steuereinnehmer und den übnM Beamten grimmige Blicke znschleudernd, poltet er in Gegenwart von Parteien ganz gewcln^ und sagte unter anderem auch, daß er finstre Blicke nicht vertrage. Nun, zur Liebe zu unserm Bezirksrichter wird weder uns noch mch die hiesigen Steueramtsbeamten Jemand zwinge» wollen; wir möchten uns aber selbst gestea die Zumuthung. unsere Blicke nach dem bcziite richterlichen Willen einzurichten, verwahre». Schließlich bemerken wir. daß sich das bin« Steueramt über den obigen Vorfall, dessen genaue Schilderung dermalen noch nicht thmüiS ist, gezwungen sah, die vorgesetzte Behörde am Abhilfe anzurufen. Vielleicht wird der nir bat hiesigen Bezirksrichterposten offenbar zu nervöse Herr Wenger doch darüber belehrt werde», rnc man in kaiserlichen Aemtern verkehrt. Die Zeiten, wo der gestrenge Herr Gerichtsverwaller jeder manu nach Belieben anschnauzen konnte, sind ja längst vorüber. Loa der steicrmärkisch-croatischeri Kreuze. 14. August. (Orig.-Ber.) >Va g a b u n d irende Jntelligenzmänner aus Croatie».j Wir haben schon wiederholt auf eine eipatc Species von Vagabunden aus Cr.atien am-nierkfam gemacht, die häufig den steirische» Boden unsicher machen. Es sind dies eine (*at tung nobler Landstreicher, die sich den Anichei» reicher Gutsbesitzer oder sonst hervorragender Persönlichkeiten geben, dabei aber nichts andere? thun, als daß sie unter dem Deckmamel sla-vifcher Brüderlichkeit auf billige Art ihre wt Hunger längst eingeschrnmpften Mägen »üllen und ihre stets trockenen Kehlen befeuchten. Da« sind ihnen nicht nur Pfarrhöke, sondern auch Sie verschiedentlich?» Unterhaltungen oder sonsnge der Fremden nur in primitivster Art gesorgt wird; namentlich die Reinlichkeit der Zimmer und die Bequemlichkeit der Betten läßr viel, wenn nicht Alles zu wünschen übrig. Mit den Sommerfrischen in Tirol hält m dieser Richtung Millstatt keinen Vergleich au*, dagegen sind die Preise hier für Privatumerkum't nicht geringer als in den theuerern Orten Ziwlz. Man möge mir hier nicht Parteilichkeit vorwer-sen. denn mein Patriotismus als Kärnrhner ließ mir Alles noch in, rosigsten Lichte erscheine«. Dagegen war die Verpflegung im Gafthousedes Herrn Burgstaller eine Vortreffliche, und m Millstatt vermöge seiner ausgezeichneten Serq-luft und reizenden Gegend Jedermann zu» Sommer - Aufenthalt aus das wärmste empfehlen. Und da ich nun beim Loben bin. s» kann ich nicht umhin, eines Genußes zu gedenken, welchen mir der Aufenthalt in Millstatt in-schafft hat und den ich sicherlich nie vergessn werde. Ich fuhr von Millstatt mittelst der am 2. August Morgens nach Spittal. Unni-wegs blies der Postillon kärnthnersche Weisen mir einer solchen Kunstfertigkeit in so reinen Tonn, daß ich nicht umhin konnte, einen Vergleich z, Ungunsten aller Flügelhornbläser zu jiilia deren Produktionen ich bei den verschiedenern Anläßen angewohnt hatte. Hier war Kunst rcb Ämtgelage unserer weißblaurothen Burzclbaum-Wger willkommene Zufluchtstätten. Diese Re-«Mtanlen der kroatischen Intelligenz und des «genannten Kukuruzgrasenthums sind bei solchen jlrlässen allerdings auch trefflich verwendbar. Sie sind ja im Rausche immer zum Redenhalten «gelegt und ihr Aiviogebrüll ist so laut, daß towm die Fenster erzittern. Zu solcher Virtuo-siul haben es selbst unsere einheimischen ^ivio--Kuller nicht gebracht, selbst diese sühlen sich von tai Croaten in ihrem handwerksmäßigen Berufe «schlagen und blicken mit heiliger Scheu auf ihn Meister. Sie haben diesseits der Grenze beten auch stet« Arbeit und ihr oft tagelangeS ümwlvagiren zeigt, daß sie in« Jahre minde-fenS 365 Tage todtzuschlagen in der Lage sind, cie fühlen sich besonders in Heil. Kreuz. Marein, Trachenburg u. s. w. sehr angenehm und werden ohne Zweifel auch bei der demnächst in St. Ewigen an der Südbahu stattfindenden not« diichen Studeutenunterlialtuiig zu finden sein. !lmc windische Jugeud, der man solche Exi-fettzca zugesellt und sie noch dazu als nationale "Suttcr vorführt! Die Früchte werden nicht aus-> Mitbcn. Kleine Löronik. [3 « denWahlen für den böhmischen Landtag.! Letzte» Montag hat in eine Verfamnilung der Lertrauensmännex dv Teutschen Böhmens stattgefunden, in welcher mwüthig der Beschluß gefaßt wurde, an der wi Teutschen aufgezwuugenen Abstinenzpolitik ^Malten. Der vorgeschlagene Wahlaufruf iwr&c genehmigt nnd eine Resolution angenom-mn. Tie letzlere hat folgenden Wortlaut: „Die Versammlung der Vertraueusmänncr da Teutschen Böhmens spricht die volle Zu-wimuna zum Austritte der deutschen Abgeord-«icil aus dem Landtage und zu ihrer bei diesem Zalaße abgegebenen Erklärung, sowie die Er-vartimg ans. daß die neuzuwählenden Abge-«daeten im Sinne jener Erklärung vom 22. De-miber v. I. sich nur dann an den Verhandln»-gen des böhmischen Landtages wieder betheiligen, cm sowohl von der Mehrheit des Landtages als von der Regierung Bürgschaften für Er-niuitf, der Forderungen des deutschen Volkes ir Nhmen geboten werden, und überträgt die Allmacht, hierüber nach bestem Wissen und ßemsieit zu entscheiden, den deutschen Landtags-^^»'vrvnelen. Zugleich erklärt die Versammlung i» »rienchünerlicher Einigkeit des deutschen Volkes rrd seiner Vertreter die erste Bedingnng znr irirRamen Wahrung der Interessen des deutschen Tolles in Böhmen zu erblicken." Es ist nicht zu zweifeln, daß die Einigkeit dtt Teutschen Böhmens auch in der Wahl aller umgestellten Kandidaten zum Ausdrucke gelangen «rtt». Natur zu einem Ganzen vereinigt, welches die Pwunderung des Laien sowohl als des Fach-viMneS hervorrufen mußte. Der Maim ist aus dem Aatschlhale zu Haufe, wo das Hornblasen sehr eifrig gepflegt werden soll. Unter solchen Genüßen langte ich in Spittal in der fröhlichsten Stimmung an, von wo mich der Zug der Süd bahn nach Franzensfeste ent-sühne. Das mittlerweile eingetretene Regenwetter stellte die ersten Anforderungen an meine ftrate-giichcn Kenntnisse; ich hatte Muße genug, die-sisbt» zu entfalten, und entschloß mich, statt des plangemäßen Ueberganges über den Schnee-dag nach Gurgel, nach Innsbruck zu fahren und dort das Wetter zu beobachten. In Ins-brück langte ich um 10 Uhr Abends an, quar-lierie mich am linken Jnnufer ia dem billigen «ad bürgerlich guten Gasthose „zum Mohren" ein, fuhr von dort, da sich mittlerweile das Weller zu ändern schien, am 3. August Mor- Jens ü'/t Uhr auf der Vorarlbergerbahn nach !al, von da mit Stellwagen in l'/, Stun-den bis Letz, und weiters in 2 Stunden nach Zlmausen. Hier hörte das Fahren auf, es m«b>e daher ein Entschluß hinsichtlich des heu-i'flen Endzieles gefaßt werden. Meinen Schwan-tagen kam der Herr Eurat von Umhausen, ein -„iirniinjr JUIUUJI sAenderung der Vorschrift über die A i ch » u g der B i e r f ä f f c r.] Im Handelsministerium werden Verhandlungen gepflogen wegen Abänderung der Vorschrift über die Aichung der Bierfässer in den Brauhäusern, und zwar in der Richtung, daß bezüglich der Aen-derung deS Faninhaltes durch Antreiben und Pichen der Fässer beim Aichen Rücksicht genommen werden muß. Die diesbezügliche Verord-nung dürste schon demnächst publieirt werden. sV erHaftung eines RechtSanwal-t e«.] Durch die deutschen Blätter läuft jetzt die Nachricht, daß der RechtSanwalt Dr. Plessing i» Lübeck wegen Diebstahls verhaftet worden fei. Ueber die anscheinend noch näherer Aufklärung sehr bcdürs-tize Angelegenheit entnehmen wir der „Voss. Ztg.", daß der Verhaftete, welcher recht vermögend war, den Nachlaß einer vor Jahresfrist verstorbenen Witwe verwaltete. Bet der Feststellung des Vermögens wurde von Verwandten der Verstorbenen behauptet, da« Erbe müsse größer sein. Vermißt wurde von den Erben auch ein StaatSpapier mit Coupons, auf 600 M. lautend. Ungefähr sechs Monat« nach dem Tode der Witwe tauchte im Verkehr ein Coupon auf, der erst nachträglich abgetrennt sein konnte. Man entdeckte später, daß Dr. P. diesen Coupon verausgabt hatte. ES wurde Untersuchung eingeleitet und ihre Folge war die Verhaftung. Wie mit aller Be-stimmtheit verlautet, leugnet der Verhaftete nicht, das betreffende StaatSpapier an sich genominen zu haben. Er habe dasselbe nachträglich bei einem zu-fälligen Besuche in der Wohnung der Verstorbenen gefunden und eS dabei, in der Absicht, eS sofort an die Erbschaftsmasse abzuführen, zu sich gesteckt. Im Dränge der Geschäfte habe er die Ablieferung zu-nächst vergessen, so lange vergessen, bis er die Herausgabe scheute, aus Furcht, daß ihm der Vonvurf gemacht werden könne, er habe das Papier von An-fang an unterschlagen wollen. Das Landgericht ver-ordnete sein« sofortige Festnahme und leh ute auch die in der Höhe von lO.OOl) Mark angebotene Cau-tion ab. sA u « Berlin.) Ein Fremder stößt auf einen Menichenanffanf und fragt einen gaffenden Schuster-jungen : „Was ist denn loS hier?" — „Ach, Män-neken". sagt der, „eS ist schrecklich ; cen Kampf um'S Dasein: Zwee sind uff'n Platz geblieben!" — „Menschen?" — „Freilich; Droschkenkutscher." — „Wie kam denn das?" — „Janz eenfach 1 Ecen Lieutenant winkt eene Droschke zu sich, zwee Kutscher kriegen Streit, wer ihn fahren soll; da setzt der Lieutenant sich in eene dritte, die vorübersährt, und — alle beede sind uff'n Platz geblieben." sVerdi alSDrehorgelpächter.j Der Correlpondent der „Jtalia" erzählt Folgendes; „Vor ewigen Jahren besuchte ich Verdi im kleinen Bade-orte Monealeri und fand den Meister in einem klei-nen Gemach«, welches ihm, wie er sagte, zum Speisen, Schlafen und Wohnen diente. Meine Verwunderung bemerkend, sagte Verdi: „D, ich hab« noch zwei große Gemächer, doch in denselben halte ich die von freundlicher katholischer Priester, zu Hilft, welcher mir rieth, den Besuch des Umhauier Wasser-salles aus keinen, Fall z» unterlassen, da der-selbe mit einem geringen Uniwege von drei Viertelstunden auf dem Wege zur nächsten Station Längenfeld erreicht werden könne. Da auch zwei anoere Reisende den Wasser-fall besuchen wollten, so schloß ich »sich denselben an, und zu Dritt schritten wir um die Mittagsstunde nach eingenommenem Gabelfrüh-stücke ans Werk. Ein katholischer Religionslehrer aus Baden-Baden. Herr Dr. L. und ein Privat-docent an der Universität zu Karlsruhe, Herr Dr. K., waren meine Begleiter. Auf dem Wege zum Wasserfalle lernten wir uns näher kennen und schätzen. In den Reisehandbüchern wird über den Umhauser Wasserfall geschrieben: „Er ist ein Schaustück der Gegend, und einer der schönsten Tirols". Schon ehe man nach Umhausen kommt, sieht man die mächtigen Staubwolken, die die Bergwand verhüllen, und hört das Dröhnen des Sturzes. Das Wasser kommt von zwei natürlichen Felsbrücken hervor, von denen die obere schmälere uns aus unmittelbarer Nähe sichtbar ist. Den Sturz bilden zwei Fälle, zusammen 100 M. hoch." Dieser Beschreibung aus den Handbüchern füge ich bei, daß dieser Wasserfall, wenigstens --------- ö mir gepachteten Gegenstände rxrsperrt". Bei diesen Worten erhob sich Verdi, öffnete «in« Thür und zeigte mir 95 Drehorgeln. Darauf sagte er mit komischer Wuth: „AlS ich herkam, spielten all' diese Kästen „Rigolettv", „Trovatore" und ähnliche« Zeug. Ich habe sie von den Besitzern gemiethet, zable un-gefähr 1500 Lire und genieße meine Sommerruhe ohn« Störung"." [Baron Eobn in CarlSbad.) Der bekannte Dessi uer Bankier Baron Cohn, welcher kürzlich von Poriugall den Orden der unbefleckten Empfängnis bekommen, war neulich in Carlsbad. Dort wird die officielle Curliste auf der Stadtpolizei zufammenge-stellt. Dorthin schickt der Hauswirth den Zettel mit dem Namen seines vornehmen Miethers. Der betref-sende Beamte, dem offenbar die zu seinem Amte er-forderliche Vorbildung fehlt, läßt alle ihm bekannten AdclSgefchleckitcr Revue passiren, von dieser Baronie kann er nichts entdecken und so verfällt er endlich auf den schlauen Gedanken, daß wahrscheinlich eine ungenaue Schreibweise der Vornamen unterlaufen sein möge. Und wie steht nun in der offieiellen Bade-liste 7 „B. Aron Cohn." Schauderhaft l jPensionatSbildung.j Major: „Liebe Nichte, bereite mir zur Feier Deiner Ankunft im Hause Deines alten Onkels einen Grog!" — Die Nichte (verlege»): „Einen Grog 7 Aber, Onkel, da« kann ich ja nicht!" — Major: „Was? Du kannst nicht einmal einen Grog brauen? Schockschwerenothl Was habt Ihr denn eigenUich in Eurem Pensionat gelernt ? I" sBackfikch-Schwärmerei.) „Ist Otto nicht ein schöner Name, Amanda?" — „Herrlich, namentlich wenn ein Säbel daran hängt." sLiebeSkrankheit.) «Nein, mein Herr, ich glaube nicht an ihre Liebe." — „Ach, mein Fräulein, Sie werden mich zwingen, mir da« Leben zu nehmen. Dann wird die Section ergeben, wie ich Sie geliebt habe." _ Locales nnd ^rovinciales. Cilli, 17. August. Das ^ettauer ^est der SerialverSin» düng „Germania" am 13. und 14. August 1837. lOig.-Bericht.» Der Empfang und drr Festabend. Es ist schwer, ein schönes deutsches Fest auch schön zu beschreiben. Nichtsdestoweniger wollen wir im Nachfolgenden versuchen, ein ge-treues Bild von den zwei Festtagen zu entwerfen, welche die Ferialverbindung „Germania" in der Mitte der deutsche» Bevölkerung Pcllaus verlebt hat. Schon mit dem Morgenzuge kam am Samstag ein Theil der „Germanen" an, die, auf dem Bahnhofe von einer Menge Herren empfange», mittels der bereitstehenden Wage» »ach dem auf mich, bisher von allen ähnliche» Schaustücken den mächtigsten Eindruck gemacht hat, und zwar nicht wegen der Höhe desselben, sonder» wegen der bedeutende» Wassersülle und vorzüglich wegen des geradezu kolossalen Bogens in wel-chem er von feiner Felsbrücke frei in die Tiefe stürzt. Wen» ich nicht irre, hat Herr Lutz aus Cilli im vorigen Jahre dieselbe Tour unter-nommen und dürfte meine Ansicht über diesen Wasserfall theilen. Von hier kamen wir in zwei Stunden nach Längenfeld und in zwei weiteren Stunden nach Sölden. Ich bemerke, daß man hier noch keinen Führer benöthiget, und daß wir unser Reise-gepäck selbst trugen: jedenfalls die billigste und bequemste Art. im Gebirge zu reifen, wenn man ein rüstiger Fußgeher ist. Sölden hat 697 Einwohner und liegt 1354 M. über dem Meere. Die Gegend trägt alpenhaften Charakter, wenngleich »och Wiesen und Wälder Thal und Gelände bedecken; jedoch 500 M. höher über ihnen steigen die Felskolossen nackt und kahl empor und zwischen ihnen thronen mächtige Gletscher, welche ihre Abstütze in Sturzbächen und Wasserfällen reichlich zu Thale senden. Der Glanzpunkt des Söldner-Panoramas ist der Nörderkogel, 3159 M., welcher den 4 Casino fuhren. Der größere Theil der Studen-tctt kam aber erst mit dem Abendzug an und wurde ebenfalls in bereitstehenden Wagen un-mittelbar vor den Festsaal gesütm. woselbst Herr Rtud. jnr. Julius Schauer um neun Uhr den C o m m e r S eröffnete. Nach Absingung des und namentlicher Begrüßung der erschienenen Damen, der Vertreter des Gemeinde-rathes von Pettan, insbesondere der Herren Dr. Fichtenau, Kaiser. Josef Fürst, 'Notars Filaserro, Dr. Kleinfasfer, Directors Tfchanet, Dr. Miche-litsch, des Turn- und Männergefangvereines. der Herren aus Marburg und Cilli. der Ver-treter des deutschen TechnikerclubS in Graz u. f. >v. ertheilte der Vorsitzende Hern« Direktor Z s ch a n e t das Wort, welcher in Vertretung des in Folge Erkrankung seiner Frau verhinder-ten Herrn Bürgermeisters E ck l die „Germania" im Namen der deutschen Stadt Pcttan begrüßte. In der hierauf folgenden Festrede gab der der-zeitige Schristwart der „Germania" Herr atud. jur. Ferdinand Duchatfch, in abgerundeter Form und von vielfachem Beifalle begleitet, die Ur-fachen an, warum die Germania heuer in Pettan den Festcommers abhalte, sügte bei. daß es hauptsächlich die angenehme Erinnerung an den liebenswürdigen Empfang der Ferialverbindung anläßlich der Spritzfahrt nach Pettau im Jahre 188(5 sei, welche sie auch heuer in diefe treu-deutsche Stadt geführt habe, entwarf ein Bild der Geschichte von Pettau, gedacht seiner natio-nalen Bürgerschaft und schloß mit dem Wunsche, dieselbe möge immerdar der „Germania" geneigt bleiben. Das Bundeslied der „Germania" wurde hierauf mit Begeisterung von allen Anwesenden stehend gesungen. Zahlreiche Reden. in denen immer wieder die nationale Strammheit der Bewohner Pettaus zum Ausdrucke kam. füllten nun die Pause zwischen dem dritten und vierten Liede aus. Wir erwähnen in dieser Beziehung insbesondere die Rede deS Herrn Martin ii a i-s e r, Obmannes des Männergefangvereines und Großindustriellen in Pettan, welcher betonte, daß e i n Geist uns alle beseele, der Geist, den die deutsche akademische Jugend in sich trage und von dem auch der Münnergesangverein durch-drungen sei, indem er es sich zur Ausgabe ge-macht, das deutsche Lied zu pflegen. Wie aus ein verabredetes Zeichen erhoben sich darauf alle Theilnehmer und fangen, begleitet von den Klan-gen der Musik, das „Deutsche Lied". Herr Dr. Michelitsch sprach im Namen deutschen Turnvereiner und wies daraus hin, daß die deutsche Turnerschaft immer mit der nationalen akademi-schen Studentenschaft gegangen sei. Der „alte Herr" der „Germania", Herr O r t h a b e r, gedenkt in schwungvoller Rede der deutschen Frau, jenes Wesens, das sich zu allen Zeiten an den Bewegungen des deutschen Volkes betheiligt habe, und dieser Umstand sei es auch, der denselben in unseren Tagen der nationalen Scheidepunkt zwischen dem Gurgler und Venter-Thal bildet. In Sölden gibt es drei sehr gute Gasthäuser; in Folge der Ermüdung wählten wir sofort das des Unterwirthes Gftrein, welches in Bezug aus die Unterkunft und Verpflegung wenig zu wünschen übrig ließ. Nur Eines ent-behrt man in Tirol: es gibt da, wenigstens nach meinem Geschmacke, kein gutes Brot, und Kaffeetrinker werden vor Cichorie gewarnt. Ich wählte daher zum Frühstück entweder Thee oder Chocolade. Sölden verließ ich am 4 August Morgens felbander mit dem Herrn Religionslehrer aus Baden-Baden, weil der Dritte im Bunde Sölden als Sommersitz gewählt hatte. Herr Dr. L. blieb mir nun ein treuer und wackerer Reise-gesährte bis Botzen, wo wir auf lange Zeit, wahrscheinlich auf immer. Abschied nahmen. Um 8 Uhr gelangten wir nach Zwieselstein (14*6 M.. 67 Gnwohner) und nach halbstün-diger Rast erreichten wir um 11 Uhr Lber-Gurgel. OberGurgel (1900 M., 123 E.) ist das höchste Pfarr- oder Kirchdorf Tirols und liegt in unmittelbarer Nähe der mächtigen Eismassen des Gaisberg, RotbniooS- Langthaler- und Gnr-gler-Gletfchers, welcher den Hintergrund des Thales ausfüllt. Rechts erheben sich über dem «Deutsche Wacht" Noth etwas Ideales verleihe. Mit besonderem Beifalle wurden auch die Ausführungen deS Ver-treters des deutschen TechnikerclubS in Graz, Herrn K i tz, aufgenommen, der hervorhob, daß die „Germania" es verdiene, von allen Deutschen Untersteiermarks anerkannt zu werden. Von den weitem Rednern erwähnen wir noch Herrn Josef P ü r st, Herrn P o g a t f ch n i g in Vertretung der Gemeinde Rann bei Pettau und Gemeinde-fecretär Herrn Thomas F ü r st b a n e r. Nun bringt der Vorsitzende die zahlreich eingelangten Drahtgrüße und Glückwunschschreiben zur Verlesung. Es waren zugegangen Begrüßun-gen von Ferialverbindungen in Böhmen und Schlesien, von Vereinen deutscher Studenten in Heidelberg. Königsberg und Berlin, von mehre-ren Burschenschaften in Wien, von der Burschen-schaft „Cariuthia", dem akademischen Gesang-vereine und dem deutschen Technikerclub in Graz. von der technischen Lesehalle in Wien und ver-schiedeneu anderen studentischen Körperschaften. Ferner von den Schriftleitungen der „Deutschen Wacht" und des „Obersteirerblattes". von Herrn Dr. Mally aus Marburg im Namen des Sprach-Vereins, vom Turn- und Männergesangvereine sowie von mehreren anderen Herren aus Mar-bürg, von Ritter v. Schönerer u. s. w. Nach Beendigung des officiellen Tbeiles fand nach entsprechender „Concentracio* ein äußerst gelungenes und lustiges Hospiz unter dem Prä-ndmm des „alten Herrn" der Grazer Burschen-schaft „Stiria", Herrn Notars Filaserro, statt. Der Frühschoppen. Von den lieben Frauen und Mädchen ver-anstaltet, fand am Vonnittage des nächsten Tages ein „scharfer" Frühschoppen statt. Ein in den hübschen Parkanlagen in der Nähe des Kaiser Josef-Denkmals errichtetes Zeltdach barg gar köstliche Dinge. Der „HornfuchS", geführt von feinem „Burschen", waltete seines Amtes, indem er den Honoratioren von Pettau, die sich als-bald eiugesunden hatten, natürlich den Damen und dem stürmisch begrüßten Herrn Bürgermei-ster obenan, das trefflichste Naß zu verkosten gab. Beim unverfälschten Pettauer 1885er und 1886er Weine entwickelte sich alsbald ein ftöhliches Trei-ben, und heitere Weisen ertönten aus frischen Studentenkehlen über den grünen Platz. Die schon bei anderen Gelegenheiten gewürdigte Mnsikcapelle spielte wacker auf und förderte dadurch die hei-tere Stimniung aller Anwesenden. Um diese Zeit war es auch, als ein Studio, dessen 'Name leider nicht bekannt ist. den Vorschlag machte, allso-gleich einen kundigen Photografen zu citiren, um eine Conterfeinng dieser merkwürdigen Gesell-schaft vorznnehmen. Zu Füßen reizender Frauen und Mädchen lag der jüngste „Fuchs", das ge-waltige Horn in Händen. Zu beiden Seiten „ältere Herren", die aber heute nicht so ernst dreinsahen, als gewöhnlich, und im Hintergrunde Gletscher der Firmisan, 3468 M., Schalskogel, 3535 M.. Kleinleitenspitze, 3440 M. :c. :c., deren Eismassen auf den großen Gurgler-Glet-scher herabhängen. Wir kehrten beim freundlichen Curaten Herrn Jngenuin Gärber ein, wo wir gegen billige Bezahlung eine vortreffliche Verpflegung fanden. Bis 4 Uhr Nachmittag ruhten wir aus. um die Kräfte für die bevorstehenden Hochtouren zu sammeln. Unser nächstes Ziel war die Unterkunfts-Hütte des Obmannes der Gurglerführer, Mathias Scheiber, welche sich auf einen weit in das Thal ausspringenden Felsgrate des Kreuzköpsels über dem Gurgler-Gletscher in einer Meereshöhe von 3080 M. oder 9732 W.-Sch. befindet. Wir überschritten bei Ober-Gurgel die schäumende Ache und erstiegen die Höhen des Küppeleberges, von wo eS steil über die Bergwiesen und schließ-lich über die Schuttfelder zum Kreuzköpfel ging. Der Weg ist vortrefflich angelegt, mit jedem Schritt erweitert sich die Aussicht in das Thal, auf den Gaisberggletfcher, Langthalerferner und endlich über den riesigen Gurglergletscher. Die Unterkunft war eine vorzügliche, warme und kalte Küche stand uns zur Verfügung, und in guten Betten ruhten unsere müden Glieder von den Anstrengungen des Tages aus. (Schluß folgt.) "1 Studenten nnd die srendlichen Pettauer. Soii bedeckten den grünen Rasen zwar nicht. dm.,c aber lagen leere Flaschen und Bierfässer da. die man, nachdem sie ihres köstlichen Inhaltes cnt> ledigt worden, in schnödem Undank zu stob a geworfen hatte. Gewiß wird das Vild all« Theilnehmern eine schöne Erinnerung an dieio» in jeder Hinsicht so gelungenen Frühschoppen scm. Die Sptitnahtt und der Schluß des Festes. Sonntag Nachmittag wurde eine Sprchfaw nach Wurmberg unternommen. In einer statt» lichen Wagenreihe, welche die Bürger Pnian» bereitwilligst zu diesem Zwecke, sowie überlaim zu allen Fahrten, die gemacht wurden, nnnt-geltlich zur Verfügung gestellt hatten, irurtf vom Casino weggesahren in die Sommern,:-schaft hinaus. In Wurmberg wurde einstünlip Rast gehalten und dann wieder zurückgesabra nach dem kühlen Waldesschatten in der des Siechenhauses, wo die Hungrigen gesvech,« die Durstigen getränkt wurden. Wieder lutta sich auch hier die vornehmsten deutschen Persönlichkeiten ^ingefundeu, um mit der akadcm-schen Jugend fröhlich zu sein. Sttul. iur. 3erjj ergriff im Namen seiner Bundesbrüder taij Wort, um für all die Veranstaltungen zum lingen dieses FerialfefteS der deutschen Be^iah-Z nerschaft Pettaus zu danken, mit der Verfichermq. daß der „Germania" diese Festtage stets unvergeßlich bleiben werden. Leider mußte die i'toiif bald verstummen, und überhaupt ausgebwche? werden, weil Jupiter pluviuz wieder einmal ixil übler Laune war. Nichtsdestoweniger fand daS Fest einen >chs-nen Abschluß, indem Abends im Casinosaale fth j zahlreiche reizende junge Damen einfanden, »i» bis in die tiefe Nachtftunde im Vereine mit taj immer wacker ausharrenden Musenföhnen Ic ; psichoren zu huldigen. Es war ein unvergleichlich schönes welches Zeugnis dafür gab, daß die Ideale da deutschen akademischen Jugend ewig jung fit). Die „Germanen" haben die Ueberzeugung gt> wvnnen, daß die deutsche Bürgerschaft Pettiat ihre Bestrebungen fördern, und daß sie an ihr eine neue Stütze gewönne» haben. >Kaifers G e b u r t s f e st.> Zur Fei: des Geburtsfestes des Kaisers wird morgen im acht Uyr Früh in der hiesigen StadtmarrkirdK zu St. Daniel ein Hochamt celebrirt. Hiezu ni't eine Compagnie des hiesigen activsten Lan?ivehp ' Bataillons aus, um während der kirchlichen K»c-tion die vorgeschriebenen Dechargen zu gcicn. Um I Uhr Nachmittags findet im Löwen-Ginhof ein Officiers-Bankett statt. ^Personal nachrichte ».] Ter Tireci-e der Fachschule für Holzindustrie in Bozen, ÄeÄ-tekt Leopold Theyer, wurde c«it|af Mittheilung gemacht werde. Wezirks lehrer-Touferenz. >Am stag, den l3. d. M. fand hier die Lehrer-!erenz des Bezirkes CiUi statt. In derselben k »m« Anderem die Wahl eines Fachmannes den Bezirksschulrat!! Cilli für die nächste hlperiode aus der Tagesordnung. Die Majo-m wählte mit II Stimmen gegen 10 Stimmen |b Herrn Lehrer Bresounig aus Hochenegg : tvr P o t o t s ch n i g g aus Pletrovirsch und Hm L o p a n aus der Umgebung Cilli hatten ;.i) diplomatisch vor der Wahl entfernt. Diese iidl stellt sich als eine offene Demonstration Den den Landesschulrath dar, denn die Be-Mlelirel.Consereiiz hatte im heurigen Sommer u stelle des ausgeschiedenen Fachmannes, bkmi Lopan, den Herrn Bresounig gewählt, «d wurde dessen Wahl vom Landesschulrathe liebt bestätiget. slschecho-Russische» aus Lai-Jtdj.] Bekanntlich ist gelegentlich des Mittag-■atlltf, welches die nord- und südslavischen Wder vor einigen Tagen in der (Äalnica-Re-iurration zu Laibach einnahmen, die Zliusik nach ia Äede eines Tschechen abgetreten. Wir er-ühren nun, daß dazu alle Ursache vorhanden vn, denn die Loyalitätsheuchlergesellschast wurde uon den, tschechischen Redner mit glühenden Lotten zum Z u s a m m e n h a l t e n aller Slaven und zurAbschüttelung deS ^och e s , d a s si e j ey t drücke, ange-siuert. Aufrichtige, gegenseitige Liebe und Unter st ü tz u n g werde die jjilerrcichischen Slaven gar bald unter die Krone Rußlands bringen. S ch I u ß wurde die Versamm-Iiing zu donnerndem „Aivio". „?!a ; ^ a r" und „Slav a" auf das Wohl .unseres Kaisers Alexander III." dtvogtii. Die Musik, deren Mitglieder des tsche--telicit Idioms meist mächtig sind, konnte nach suchen Herzensergießnngen nichts Besseres thun oll fortzugehen. Tags darauf ließ der Herr Mgernleister vyn Laibach zu Ehren der Tsche-ihm am Castell die kaiserliche (österreichische) -landarte hissen. Was man wohl mit einem Teiitschböhmen — in Reichenberg etwa — thäte und mit einer Gesellschaft, in der sich ein solcher in derselben Weise benehmen würde, wie die Tscheche» in Laibach? sI n Sachse nfeld hat sich ein ^ i n n v e r e i » gebildet^, welcher die Herren vausenbüchler.Schirza und Robleck in die Vorstehung, und die Herren Janitsch, Zi-aaa (Eachsenseld), Johann Lippold (Praßberg), ilvMd l kappek). Gollob (Schönstein) und Prem-schal «Bischofdorf) in den Ausschuß wählte. e i m K r e i s t u r n s e st i n ct r e m 4] war bekanntlich auch der Cillier Turnverein, u. zw. in jeder Beziehung sehr gut vertreten. Die Grazer „Zagesoost" hat sich nicht veranlaßt gesehen, Inroon Notiz zu nehme». Das gleiche Schicksal vidersuhr, sowohl seitens der „Tagespost", alr auch seitens der „Marburger Zeitung" dem Begrüßungstelegrarnrn, mit welchem sich unser Männergesangsverein beim Leibnitzer Sän zmeste eingestellt hat. Die Cillier werden sich es mnken, wie sie von den heimischen Journalen behandelt werden und — Gleiches mit Gleichem vngcltcn. d v o c a t e it t a g.l Am 18., 19. und 20. september wird in Graz der 8. österrei chischc Advocatentag abgehalten werden. Es soll — wie das „Lberstcirerblatt" meldet — unter Anderen, in Berathung gezogen werden, wie man gegen die Winkelschreiberei vorgehen solle. Außerdem will man gegen die Bestimmung Stellung nehmen, daß Ädvoeaten von den söge-nannten ständigen Schiedsgerichten ausgeschlossen fein sollen. [3iir Einspieler-Hetze in Körnten erfahren wir, daß sich auch Herr Dr. Josef Vosnjak, Landesausschuß, und Herr Joh. Hnbar. Assecuranz-Agent („Slavja"), bei der slavischen Demonstration einfinden werden, um den Effect zu erhöhen. * lTaS SW t f f«t.] Am U.d.M. AbenvS Kitte der Befitzer Jakob R o p o t a r aus Babno im Gasthaule d«r Brenze zu Loschnitz. Cr begab sich »Icziich zum Rebentische, wo Georg P l a n i n s ch e k saß, und redete den letzteren an. Blaninschek zog aber ein Messer hervor und brachte dem Anderen ohne jede Veranlassung mehrere Stich- und Schnitt-wnnden am Kopse, an der Brust und am rechten Oberarm bei. Selbstverständlich wurde der Messer-Held verhaftet. Bäder und Sommerfrischen. sC u r- n n d F r e m d e n - L i st e Nr. 18 der Landes-Curanstalt Rohitsch-Sauerbrunn:] Ivan Graf Draskovich, Trakostjan. AloiS Blümel, pract. Arzt, St. Peter am OtterS-bach. Leonidas Gialussi, Großhändler, mit Familie und Stubenmädchen, Trieft. Frau Plani^ und Frau Vaczulik, W.-LandSberg. Frl. Hermine Cgkher, Wien. Franz Jsola, Maurermeister und Realitätenbefitzer, Radenthein in Kärnten. Charlotte Pulitzer, Private, mit Frl. Nichte Gisela Nagel, Budapest. H. Davv, Berlin. Schorni, Prestidigitateur, mit Begleitung, Wien. Juliu» von Zak^l, Advocat, mit Frau Ge-mahlin, Letenye. Karl Lazanyi, k. ung. Poft-Ober-beamter, Budapest. Dr. Ladislaus Hinka Cdl. von Hinkovcz«. bischöfl. Rechtsanwalt, mit Frau (Gemahlin und drei Kindern, Fünfkirchen. Johann Labosch, Pri-vat, Agram. Regina Csillag, mit Begleiterin, Buda-pest. Antonie Ro^, Ingenieurs.Gatlin, Belgrad. Dr. O^kar Pongratz, Gutsbesitzer, Wien. Josef Graf Dra^kovich, Kroatien. Guido R. v. Pongratz, Privat. Agram. Heinrich Giacomelli, Konditor, Graz. Stefan Znamcn>1k, Priester, Gymnafial-Lehrer, Tvrnau in Ungarn. Dr. Julius von Gyurkovich, Advocat, mit Gemahlin und Stubenmädchen, Budapest. Alexander Bar^thy de Csik-Szent-Tomäs, Grundbesitzer und Advocat, mit Frau Gemahlin und Söhnchen, Groß-wardein. Josef Reifinger, Privat. Graz. Alexander Hcndl, mit Frl. Tochter und Nichte, Agram, Cmanuel Hofmann, Kaufmann, Wien. Bogdan Musulin, Ma-turant, Agram. Maria Opatrnv, Private, Graz. Florian Meixner, Werkführer, Graz. Dr. I. Chmer, k. t. Statlhaltereirath und Landes-Sanitätsreferent in Steiermark, Graz. Rosa Gruber, Realitätenbesitzerin, Marburg. Karl Haller, Privat, Graz. Josef Weißenberger, k. k. Hauptmann, Graz. Dr. Karl R. v. Jaeger, k. k. Ministerialrath, Wien. Franz Oben-aus, Restaurateur, Agram. Franz Luka kassier der Agramer Sparcassa, Agram. Franz Blümel, städt. Lehrer, Graz. Joh. Nep. Plautz, Handelsmann, Bischof-lack. Maria Camerino, Private, mit Schwester Frl. Corrina Luzzatto. Triest. Karl NaSko und Max Nasko, Studierend«, Marburg. LadiSlauS Höke, Lan-des- und WechselgcrichtS-Advocat, Budapest. Ludwig G>ith, Ingenieur der kön. ung. StaatSbahnen, Budapest. Georg Burothi, Cisenbahn-Bureau-Khef, Buda-pest. Ludwig OderSky, Oeconomiebeamter, mit Frau Gemahlin, MoSgo Szt. MikloS in Ungarn. Peter Margreiter, Gußmeister, Graz. Leopold Kohn, Kauf-mann, Budapest. Carl Tekau i■'•, Laibach. Clise Iahn, FabrikantenS-Gatiin, mit zwei Kindern, Peggau. Bertha Nemschitz, KaufmannS-Gattin, Alexandrien. Julie von Kraft, BeamlenS-Witive, mit Frl. Tochter, Budadest. Jgnaz Ponworfer, BerkehrS-Jnkpector der k. f. priv. Südbahn, mit Stichte Frl. Josefine Zeitler, Wien. Constantn WassilievitS, Kürschnermeister, Panc-sova. MarkuS Petranovic, k. k. OberlandeSgerichtS-rath, Zara. Dr. Stefan Ritter von Knezevii, gr. ort. Bischof von Dalmatien nnd Jstrien, mit Herrn Wenzel Kulischek und Kammerdiener, Hara. G. Stegni, Kaufmann mit Frau Gemahlin und Herrn Sohn, Alexandrien. Ludwig Abt'leSz, EpitalSvenvaller, Buda-pest. Dr. Milan Lakito, städt. Arzt, Pancsova. Samuel Weiß, Kaufmann, Fünfkirchen. Carl Haller, Kaufmann, Wien. A. Spindler, Bäcker, Wien. B. Spitz und M.Polak, (Geschäftsleute, Budapest. Anton Truden Pri-vat, Triest. Johann Mankoc, Kaufmann, Trieft. Alfred KonnoS, Redacteur, mit Frau Gemahlin, Budapest. August Huber, Kammervirtuos, Mixnitz. AloiS Dirnböck, Bäckermeister, Straßgang bei Graz. Marie GeinSberger, GutSbefitzerS-Gattin, mit Frl. Anna Boblev, Wolfsberg. August Mersing, Forst-und Dampfsäge-Director, Galatz in Rumänien. Lud-wig Tissen, Kaufmann, Wien. Otto Kitani6. Be-amter, Agram. Dr. Moritz Roscnzwcig, Währing bei Wien. Franz Weber, Hutmann, Sillweg, Lbesteier. Anton Spitzer, Kaufmann, Cffegg. EliaS Hranilovi ', Bischof, Kreuz in Kroatien. ThaddäuS Smiciklas, UniversitätS-Profeffor, Agram. Josef Rudel, k. k. Notar, Mahrenberg. Gregor Semenink, Beamter, Krupa, Bosnien. Julius Rakusch, Kaufmann, Cilli. Alfred Matuschka, k. k. LinienschiffS-Lieutenant, Triest. Johanna Geyschläger, PostmeisterS-Gattin, mit Frau Ottilie Ferenezv, KeSzlhelv. Anton Nebel, Gastwirth, Graz. Joses Ehregger, Gastwirth, Graz. sCurliste Nr. l0 der LandeS-Cur-anstatt NeuhauS:1 Jobanna Weiß, Beanttens-Gattin, mit drei Kindern. Agram. Josefine Mühl-Hauer, Private, Wien. Rosa Bartok, HotelierS-Gattin, Neu-GradiSka. Lina Spitzer, Kaufmanns-Gattin, mit Tochter und zivei Kindern, Agram. Jvsefa Sirt, Grundbesitzerin, Halbenrein. Dr. Wilhelm tiienzl, artistischer Direktor des steiermärk. Mufik-VereineS, mit Gemahlin, Graz. Gabriele Wietrowetz, Artistin, Graz. Resi Gerstel, Betriebs - DirectorS - Gamahlin, mit Schwägerin Gabriele (Gerstel, und zwei Kindern, Innsbruck. Anton Pluchar, k. k. Militär - Oberver-pfleg» - Verwalter, Graz. Carl Fuchs, BeamtenS-Gattin, mit Tochter, Bud^rpest. Clementine Baronin Scrinzi - Monte croce, mU Tochter Emma Gräfin Alberti-Poja, Triest. Friedrich Karmin, Ingenieur der Noilzbahn, Wien. Julie Lutz, Realitätenbefitzerin, Karpfenstein. Bera v. Hellmer, ObcrlieutenantS-Gc-mablin, mit Cousine, Windisch-Feistritz. Louise Czil-cherl, Piivatiere, Preßburg. Sigmund Geiger, Kauf-mann, Wien. Auguste Jaunach, Private, Windisch-Feistritz. E. Schott, Privatier, mit Gemahlin, Kind und Begleiterin, Triest. Adele Böthe, Kaufmanns-Gattin, mit Töchterchen, Agram. Cmilie v. Paum-gartten, Bucht,alter» - Gattin, Steyer. Pera Gräfin Jellakic, Kroatien. N. Benovi', Kaufmann, mit Töchterchen, Sissek. Seb. Galtorno, Doctorand der Medicin, Triest. Johann Seidl, Privatier, Triest. Louise FuchS, Privatier«, Wien. Alexander Edler v. Pichler, k. k. Oberst i. P., Graz. Leopoldine Winter, Staatsarchivars-Gemahlin, mit Mutter Nina Winter, Wien. Anna Sunko, Private, mit drei Kindern, Agram. Constance Baronin de Traux, Private, aus Neu-Cilli. Louise Bargvassy, AdvocatenS-Gemahlin, St. Gotthard (Ungani). Dr. Gustav Adolf Krause-nek, Advocat, Trieft. Theresia Steinhoser, Grund-besttzerin, auS Hart bei Slraßgang. Marie Hermann, k. k. Militär-Oberrechnungsraths-Gattin, mit Tochter, Budapest. Dr. Livius Radivojevic, k. k. wirklicher (Geheimer Rath und Präfidenr der königl. croatisch-slavon. Septemviraltasel, aus Agram. Sopkiie von Kusievich-Radivojevir, mit zwei Kindern und Bonne, aus Agram. Marie Schmidt, Private, mit Schwester St. Widtermann, Graz. Louis Blafich, Privatier, mit Söhnchen und Gouvernante, Sissek. Hermine Hudov«rnig, HauptmannS - Gemahlin, mit Sohn, Budapest. Albert Jakopovic, k. Bezirksrichter, mit Gemablin, aus Klanjec. Edmund Cngl, Kaufmann, mit Gemahlin, Wien. Cduard Markulinich, k. k. Oberbau-Perwalter in R., mit Gemahlin und Cn-kelin, Triest. Peter Adamofsky, Kausmann, mit Ge-mahlin und zwei Kind«rn, Budapest. Johann Bauer, k. k. Oberstlieutenant i. R., Budapest. Ferdinand Graf von Götzen, Privatier, Triest. Adelina Del-mestti, Privatirre, Triest. Adolf Fridrich, Kaufmann, Agram. Friedrich Schmidt, k. k. Steueramts-Con-trolor, Deutsch - Landsberg. Heinrich JubaSz, k. k. Oberlieutenant, Görz. Marie Postler, Fabr kanrenS-Gattin, C>raz. Bettv Bei-nard, Private, mit Dienerin, Graz. Johanna Neger, Private, und Sophie Köck, BeamtenS-Gattin, und Stubenmädchen, Graz. Sophie Eppstein, Direktors - Gattin, mit zwei Töchtern, Efiegg. Johann von Gott Sobel, kais. Rath und Prior der Barmherzigen Brüder, Görz. Josefine Scheibenhoser, Wirthschafterin, Wien. Franz Greger, k. k. Oberstauditor i. R., mit Gemablin, Agram. Marie Jvkanec, KaufmannS-Gattin, mit Töchterchen, Sissek. Marie Kattnig, Forstmeisters - Witwe, mit Tochter, Graz. Cmma v. Tbierry, Bezirksrichters-Witwe, mit zwei Kindern, Agram. Cduard Seiberl, Privatier, mit Gemahlin, Wien. Marie Mavr, Fachlehrerin, Baden, N.-O«sterr. Marie Gemüth und Maria Ragatetz, Realitätenbesitzerinnen, Mabrenberg. Antoinette v. Heinzmann, Private, Wien. Hermine v. Szluha, Private, Budapest. Herichtslaat. Cilli, 16. August. [Xob t schlag.] Bei der heute durch den KreisgerichtSprastdenten Hosrath H e i n r i ch e r erfolgten Eröffnung der IV. diesjährigen Schwurgerichts-Periode hob derselbe hervor, daß auch diese Periode von verhältnißmäßig längerer Dauer sein werde, nachdem iu derselben ls> Strasfalle zur Verhandlung gelangen, unter welchen drei Todtschläge, eine Brandlegung und Mord, eine (5revitpapiervcrfälschung, sowie ein Prcßproceß besonder? zu erwähnen seien, datier er die Ge-schwornen eindringlichst an ihre Richterpflichten erinnern müsse. Den Gegenstand der ersten unter dein Vor-sitze de« Hosrathes Heinricher durchgeführten Verhandlung bildete der Strassall gegen Maria S ch a f h a l t e r. Winzerin in Teschno, G.-B. Petta u. wegen Verbrechens des Todtschlages. Am 2. Juni l. I. starb nämlich plötzlich das zwei Jahre alte Kind deS Winzers Anton Schas-lialter und da das Kind an vorhergegangenen Tagen von mehreren Personen gesund und niun-ter vor dem Hause spielend gesehen wurde, au derseits aber die Angeklagte im Rufe eines rohen, herzlosen Weibes stand, und es auch be kann; war, daß sie ihr Stiefkind schon wieder holt mißhandelt hatte, so wurde alsbald der Verdacht rege, daß Maria Tchashalter ihr Stief-kind getöbtet habe. Durch die daraufhin vorgc »ommene Exhumirung und Obduction der Kindes leiche wurde dieser Verdacht auch vollkommen bestätigt, denn das Kind zeigte am ganzen Körper, insbesondere an der Brust, am Kopse und im Gesichte eine große Anzahl von Verletzungen, welche nach dem Ausspruche der Sachverständigen den Tod des Kindes in Folge eingetretener Gehirnlähniung herbeigeführt hatten. Die Ge-schwornen (Obmann Baron W i t t l n b ach) bejahten denn auch im Sinne der Ausführungen des öffentlichen Anklägers, St.°A. Dr. Gert scher, die an sie gestellte Schuldfrage einftim mifl, woraus der Gerichtshof über die Angeklagte Maria Schafhalter eine v i e rjährige schwere Kerkerstrafe verhängte. >Vergehen gegen die Sicherheit des Lebens.^ Am 25. Mai l. I. versetzte der Grundbesiyersohn Martin Gorjak aus Velican seinem 67 Jahre alten Vater Mathias Gorjak anläßlich eines Streites zwei Schlüge mit der flachen Hand ins Gesicht, worauf letzte-rer nach Verlauf von wenigen Stunden verschied. Der AuSfpruch der Sachverständigen constatirte als Todesursache Gehirnlähmung, hervorgerufen durch den in Folge von Schlägen entstandenen Austritt des Blutes auf die Gehirnoberfläche Die Geschworenen verneinten die erste an sie gerichtete. aus Todtschlag lautende Frage, wogegen die zweite Frage, auf daS Vergehen gegen die Sicherheit de« Lebens nach § 33b St.-G. lautend, bejaht wurde. Der Gerichtshof verhängte über Martin Gorjak eine sechsmonatliche strenge Arreststrafe. — 17. August. INothzucht.l Vorsitzen-der LGR. L e v i c n i k. Ankläger Dr. Gert-s ch e r. Vertheidiger Dr. F i l i p i c. Angeklagt ist der l '»jährige Hafnerlehrling Martin P l a t o u s e k aus Gaberje des Verbrechens der Roth-zucht und Schändung, begangen an der sieben-jährigen Tochter seines Meisters. Räch geheim durchgeführter Verhandlung verurtheilte der Ge-richtshos den Angeklagten auf Grund des Ver-dietes der Geschwornen, welches rücksichtlich beider Delicte einstimmig auf schuldig lautete, zu ein-jährigem schweren, mit einem Fasttage in jedeni Monate ergänzte» nnd verschärften Kerkerstrase. ^Schwerekörperliche Verletzung.^ Vorsitzender L-G-R. L e v i ö n i k. St. Anwalt.-«übst. T r e n z, Vertheidiger Dr. F i l i p i i. Die Anklage richtet sich gegen den 28 Jahre alten Bauernsohn Andreas G o l l o b aus Mo-draze und legt demselben znr Last, er habe am 22. August 1886 in Wodraze nach vorherge-gangeilem Streit dem Martin Ogrinc mit einem stumpfen Werkzeuge einen Schlag aus den Kops versetzt, wodurch, in Folge bleibender Lähmung der linke» oberen nnd unteren Exträmität, eine schwere, mit immerwährender Berussunfähigkeit verbundene Verletzung desselben erfolgte, und habe sich hiedurch des nach den §§ 152, 156 lit. e St. - G. begründeten Verbrechens der schweren körperlichen Beschädigung schuldig ge-macht. Die Verhandlung wurde behufs Einvernehmung neuer Zeugen vertagt. * Wegen Uebersüllung der Arreste gehen mor-gen sieben Sträflinge zur weiter» Strafabbüßung in dir Strafanstalt tlarlau bei Äraz ab. MotliswirMchast [Die Oesterreichisch Alpine Mon-tangesellschastj hat, wie aus Klagensurt gemeldet wird, ihren Besitz in Eisenkappel nm 300.l»^0 fl. an den Grafen THurn verkauft. [Oesterrcichisch-schweizerischer Handelsvertrag.] In Folge der Er-höhnng des Käfezolls von Seite Oesterreichs hat die Schweizer Regierung die Kündigung des seit 1864 bestehenden Handelsvertrages mit Oester-reich.Ungarn beschlossen. [Der fünfzehn teinter«atonale Getreide- und Saatenmarkt in Wien] wird, ivie man uns unterm Geftri gen von dort schreibt, am 20. und 30. August in der Rotunde abgehalten werden. Zu gleicher Zeit findet in Wien ein vom Verbände österreichischer Miller und Mühleninteresfenten einberufener Oesterreichischer Müllertag statt. Nach dem Pro-gramme des Saatenmarktes ist der 20. August dem Vortrage der Ernteberichte aus: Oesterreich-Ungarn, Preußen. Sachten. Baiern. Wünemberg, Bauen, Frankreich, Italien, England. Rumänien, sämmtlichen Theilen Rußland?, Indien und Nordamerika, der 30. August den Geschäften ge-widmet. Anmeldungen werden im Secretariate der Wiener Frucht und Mehlbörse (!., Börse-flösse 18) entgegengenommen und daselbst den Thoilnehmern Auskünfte über die Fahrpreiser-Mäßigungen ertheilt, welche in sämmtlichen öfter-reichisch-ungarischen Verkehrsrichtungen für die Reise von und nach Wie» von den Transport-anstalten gewährt worden sind. Angekommene Fremde. Privathänser. I. Krall, Inspektor, s. Frau. Wien. A. Nikolie, HandlungS-Comi«, Efsegg, Slavonien. I. Lex, Be-amte, Graz. M. Krippe!, Verkehr« - Gattin, s. zwei Töchtern, Kanizsa. V. Ouellard, k. k. Marine-Komissär, Galizieu. L. Lauch, Kaufmannsgattin, Triest. H. Mister, Beamten« Witwe, Graz. M. Withalm, Pri-vatbeamte, s. Familie, Graz. F. K. A. Hiedl Pri-vate Neuöeopoldau. I. Schodl, k. k. Polizeirath, Wien. A. Deak, k. k. Rittmeistersgattin, Bukowina. I. Dornig, Maler, Graz. M. Mazzarvvich, Privat, s. Sohn. Triest. Dr. N. Canaval, k. k. Bergeleve, Graz. H, Gran«, Privat, Breslau. Maria Mucha, BeamtenSwitwe, s. Tochter, Triest. G. Baronin Schröckinger, k. k. Geheimrathswitwe, und H. Ba- > ronin Schröckinger, Privat, Brasilien. I. Pichl, Prof., f. Frau. Wien. A. Gran«, Private, s. Sohn, Görz. I. Szlavik, Commissär beim Wiener - Magistrat, Wien. L. und R. Sparholz, Private, Wien. Sclwaraetae Faille Frangaise, Sarah. Satin rnemilleui. Satin Lisior, Allasse, Damaste, Ripse nnd TaSete fi. 1.10 per Meter bis fl. 8.H5 (in ca. 12M versch. Qual.) veraendet in l!. In n hihi Stürmn zulltv.'i in, Hau* da» Soidcnfnbrlk-LKpot O Honncbcrj* (k. u. k. Hoflieferant), Zürich. MusUt umgehend. Bliese kosten 10 k' Port*. 14 Officieren und Geistlickrn versendet da« Apotheker Meißner'sche Central-Bersendungs-Topot in Füufkirchen sraneo einen Carton Apotheker Meißner'-sche« Hühneraugen-Pflaster mit der unwiderruflichen Bedingung, daß der Betrag hiefür (fl. 1.15) nur in dem Falle nachträglich zu bezahlen ist, wenn der Be-stell«' vom Erfolg vollständig befriedigt wurde. 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