Nr. 54. Donnerstag, 6. März 1890. 1ft9. Jahrgang. Lmbacher Zeitung. "Mli^n ,,^^- Wt Postvtlstnbun«: «anzjilhrig fl, 12. halbjährig fl, 7'!>o. Im Comptoir: t Dir «Üalbllcher Zeitung, erscheint tünllch mit «u»nahme bei sonn. und Felert»,«, Die Udministr»!l»n lleint^ns hlllbjHhrig fl, ü'5«. Für die Zustellung !»« Ha»« yanzjähriss fl, l, — InsrrtlonSytbür: Für V befindet sich "«'« bis zu 4 Zeile» »5 tr,, «rohere per Zeile « fr. i l>el üftcre» Wiederholunze» per Zeile l» lr. ^ 1U bit 1» Uhr vormittag«, — Unsranlitrt« Vriefe »erben nicht angenommen unb Manuscript« nicht zurückzestellt. Amtlicher Mil. Us^e. k- und l. Apostolische Majestät haben mit km W" Entschließung vom 24. Februar d. I. I^, "^nuugsdirector bei der Statthalterei in Zara dritt! sr ^"^l den Orden der eisernen Krone "r blasse taxfrei allergnädigst zu verleihen geruht. «lll^^u^' ""b k. Apostolische Majestät haben mit km m 3" lzntschließung vom 27. F bruar d. I. ÄloiH ^"" ^ks Herrenhauses des Reichsrathes lllit w /"^ ben Titel eines kaiserlichen Rath.s gttM ^ ^" ^"le allergnädigst zu verleihen Nichtamtlicher Weil. verstorbene Sternkreuzordens-Damen. wulk^ 6a"5lei des hoch^deligen Sternkreuz «Ordens Etern, "" ^°^" ^^ b"s Ableben nachfolgender Nejch.f "^oens'Damen 3"^ Kenntnis gebracht: Anna H^ w' "on Lazarini. geb. Reichsgräsin Brand,«; ^allenkpr^ Stolberg ^" Stolberq. geb. Gräfin ^iä/«-^' ^ementine Gräfin A^thann. gch. Gräfin «M„ !Z l Sophie Gräsin Aaillet de la Tour. geb. geb c>' .freier; Sophie Gräfin Törel de Szendrö. ^-^ttn von Rioay; Marie Freiin von Risenfel«. ^tisi,, "°" Stldenüly; Marie von Thu.lliöres l)'^' „"" Montjoye „nd de la Roche, geb. Gräfin bttll ^^ ^" ^prconell; Marie Prinzessin zu Schwarzen-U^^Nich^säfinttlliK^ von Vchynic und Tettau; ülirllz. l ^" Kälnoly de Köröspatal. g>b. Gräfin hä^y ^^ouilly.Dirtrichstein; Eugenie Fürstm Ester-Fre.in?. I^'^'" ^°" Croy . Dülmen; Margarethe cuccolj. w c"^"^"^^"'^""^"' ^b, Gräfin Monte-be^' ""la Gräfin Cebrian. geb. Baronin Nioay "ohsta 'c. """a Gräfin Gizycka. g.b. Gräfin Zc>. bohentt'- '^ ^^^" 6hot»t, geb. Gräfin Thun und ^iäc«'^"' ^doine Gräfin zn Elh. geb. Gräfin g'b. Nr«' ^v"ina Gräfin Kulowrat. Krakowsky. ^nies !. S'miinska; Ellsabelh Nobile Donna lotvsh I, 9eb. G'äfin Gradenigo; Octavia Freiin Ma-^h'rele n! I^nilb und Kosot. geb. Gräsin NltemS; Tllziz' ^" ^^lcredl, geb. Fürstin von Thurn und Verhandlungen des Rcichsrathes. --Wien, 4. März. Zu Beginn der heutigen Sitzung des Abgeord. netenhauses wllrden mehrere Anträge, betreffend die formale Behandlung einzelner Gesetzentwürfe, ein» gebracht. Zunächst verlangte Abgeordneter Dr. Kinder» mann. das neue Strafgesetz endlich der Berathung zuzuführen; den gleichen Antrag stellte Abgeordneter Fürntranz hinsichtlich des von ihm vorgelegten Gesetz» rntwnrfes über die Einführung dirrcter Wahlen in den Landgemeinden. Präsident Dr. Smolka erwiderte ganz allgemein, den vorgetragenen Wünschen nach Möglich' keit Rechnung tragen zu wollen. Die Gesetzentwürfe über die Lebensmittelverfälschung und inbetreff einiger Nbänderunqen der Vebäudesteuer wurden an die com-petenten Ausschüsse zur Umarbeitung geleitet. Das Haus sehte sodann die Debatte über die Congrua-Vorlage fort. die übrigens nur einen kleinen Kreis interessierte. Nusmerlsamleit erregte der dalmatinische Abgeordnete Per it, ein junger Geistlicher mit italic, nischfm Grsichisausdrucke. der seine Jungfernrede zu Gunsten seiner Verufsgenossen nicht in deutscher, son» dern in serbo-kroat'schrr Sprache vortrug. Abgeordneter Dr. Oelz brachte eine Resolution ein, in wel> chec die Regierung aufgefordert wird, die im Gesetz, entwürfe bestimmte Erhöhung der Congrua um 100 fl. auch jenen hllfspriestern zu gewähren, die zwar im Pfarrsihe wohnen, aber durch bestehende Verhältnisse gezwui'gen sind. einen eigenen Haushalt zu führen. Regierungsvertreter Sect'onschef Graf Enzen» berg wendete sich zunächst gegen den Abgeordneten Lorenzoni und führte aus, dajj das vorliegende Gesetz ein Corrrlar zum Congrua-Gcs he sei und das« die einzelnen Oestimmunqen daher lediglich au« dem Con» qrua G seh herübergmommen würden. Jedenfalls werde d»>r § 1 dahin interpretiert werden müssen, dass nur jene Hilsspriester die Aufb.sstrung erhalten können, welche ausdrücklich vom Staaie die Anerkennung be« sitzen. G'genüber de-m Abgeordneten O<>lz beme,kte der R''gielungsv>.'rtret^r. das« d^m ausgrsprochenen Wunfche derzeit nicht R chnung getragen werden könne, doch werde die Regierung selbst erfreut fein, wenn sich die Verhältnisse einmal so gestalten, dass eine weiter« gehende Berücksichtigung möglich werde. Abgeordneter Dr. Krona wetter sprach sich entschieden gegen den Antrag Och au« und wünscht, dass der Staat bei der Besatzung der Exposnuren auf die freiheitliche Gesin. nung der Geistlichen Rücksicht nehme. (Heit^rkelt.) Nachdem noch die Abgeordneten Lorenzoni, Dr. Fuchs und der Referent Gniewosz gesprochen, wurde die Congrua-Vorlage angenommen. Das Gesetz, betreffend die Herstellung eines zwriten Geleises auf den Eisenbahnlinien Krakau-Przemysl und Przemysl'Lemberg, wurde ohne Debatte zum Befchlufse erhoben. Das Haus schritt sodann zur Verhandlung über das Gesetz, betreffend die Entschädigung für ungerechtfertigt erlittene Strafen. Als Referent fungierte Abgeordneter Dr. Iaques. der nach einer Darstellung des gegenwärtigen Standes dieser Frage dem Hause das Eingehen in die Specialdebatte empfahl. Der Präfident enuncierte. dass sich die Abgeordneten Dr. Dostal und Dr. Zucker gegen und die Abgord-neten Vosnjal, Hren, Kaiser, Lienbacher, Virlguth, Wegscheidrr als Redner für die Vorlage eintragen liehen. Der erste Redner, Dr. Dostal, widersprach zunächst einer Behauptung des Vorredners, dass er (Dostal) und Zucker im Strafgesetz. Ausschusse ein Minoritälsvotum angekündigt, die für dessen Giltigkeit erforderliche dritte Unterschrift aber im Ausschüsse nicht hätten finden können. Der Abgeordnete Dr. Iaques sri bei dieser Behauptung mehr der Phanlasie als den Thatsachen gefolgt und habe den betreffenden Vorgang im Ausschüsse entstellt. In der That habe Redner nur deshalb auf das Separatvotum verzichtet, weil er durch die Rückoerweisung an den Ausschuss mit einem bestimmten Auftrage sein Ziel besser zu erreichen hoffe. Redner missbilllgt es, dass der vorliegende Gesetz, entwurf den Principien widerspreche, welche in der Regierungsvorlage des Jahres 1883 enthalvn waren und sowohl vom Abgeordnttenhause als von drr juridischen Commission des Herrenhauses genehmigt wurden, indem der vorliegende Gesetzentwurf anstatt der von der Regierung vorgeschlagenen Nilligkeitsrücksicht und der bloßen Vergütung d»s unschuldig Vern'thrllten wieder auf die Rechttpfl,cht des Staates und auf den Rechtsanspruch d^s uoschuldig Verurtheilten auf eine Entschädigung zurückgreife. Rebner führt aus, dass das im vorliegenden Entwürfe normierte Verfahren ein zu compliciertes sei; die Entscheidung soll beim Oberlandesgerichte stattfinden, aber bei der nicht zureichenden Besetzung der Oberlandesgerichle und bei der Ausdehnung ihrer Sprengel werde sehr viel Zeit vergehen und werden viele Schwierigkeiten eintreten, bis der unschuldig Verurtheilte zu seinem R'chie komme. Diejenigen Personen, auf welche der Entwurf Anwendung finden solle, a/hören solchen Bevöllerungs-schichten an, die lein Vermögen besitzen, sondern ihren Jeuisseton. c, Eine Visitlarte. ""ch nuck"°"" b" neben seinem ossiciellen Berufe tztrae„^"kn Priuatsport. eine stille Leidenschaft, em ^rnschrn l, n '"k Manie, eine Liebhaberei, die den gen z^, °^r lrnnzeichnrt. als die ersteren Veziehun- ^ehtte^n?^" Malier schiw Pferde, stopft der belt der K >. ^"U"N mit altm Büchern voll. sam-Ül«m b.k 3"lwa. Pfeife» und sonstigen unnütz.n lend 'sicli ?'^"' b" schönen Damen die Mode. wä> ?"^rllll!^ 5"'^ mehr schönen mit ihrem täglichen Mn. i«'7. "gnügen. so lieben es normale Meu-?""« ausl.,?.I" '^" Stunden das nächstbeste Wirts-k'srr zu dU? "" leeres Stroh zu dreschen und sich bvch H ^ bin von letzterer Schwäche nicht frei. U"ste Lak "" seinerzeit hie und da auch. die Ul"en. umim"^'"^ «"«st bestaubten Kastens zu Spiere b^..«/ /^""terbunt durcheinander geworfener 3>°ch einem «?"^bern. Die Hand langt mechanisch ^?"ch. der li «"^"p^. e« ist mein erster literari^chrr ! /5 "Nck i« !.'" nie gemacht worden wäre. Ich v^""er nickt ^"^ ^"te. denn ich bin inzwischen l-'? in der ^«.""l in meinen Erwartungen, sondern nu> ^reiben ^^'bweise geworden. Dann öffne ich einen, M s!"eK lieben Jugendfreundes, der mich ""llebsten englifchrn Gedichte ermahnt, auf dem Pfade unserer Freundschaft kein Gras wachsen zu lassen. Mein Fieund ist inzwischen zum Anschen und Vermögen gelangt, und es ist wahrlich nicht meine Schuld, dass auf den Pfaden unserer Freundschaft nunmehr undurchdringlich s O strüpp wuchert. Um keinen Missmulh über eiue bittere Enttäuschung auf-kommen zu lassen, mache ich mich an die Lecture von Brirfen. die m>r einst zarte Hän^e geschrieben. Und je länger ich lese, desto mehr zweifle ,ch. ob wirtlich ich es gewesen, mit dem so liebreizende Geschöpfe ein Interesse fanden, ihre Gedanken und Gejühle aus« zntauschn. Und ich sehe nnch hin und schreibe meine «Mädchmgestalten aus dem Iuqendüben'. um längst verrauschte Träume wenigstens für mich zu fixieren. Als ich eines Tages die befagte Lade wieder öffne, fahre ich bestürzt zurück, denn die Wirtin hatte wäh. rend meiner Abwesenheit meinen größten, well einzigen Schah, da sie in ihm nur ausgemusterte Papiere erblickte, den Flammen preisgegeben. Während ich in die öde Leere trostlos stiere, fällt mir eine vergilbte Visit, karte auf. welche dem Autodafe" nur zufällig entgangen war. Ich haschte darnach und bm wieder versöhnt, denn es ist die einzige Reliquie, die mir von einem sehr lieben Freunde erhalten blieb. , «„. , Ich entziffere mühsam die verwitterten Worte: «Erwarte heute um 3 Uhr nachmittags demen Freund Adalbert K.» Diese Aufforderung weckt m m" eme Flut von Erinnerungen, und ich würde mlch über. glücklich schätzen, wenn dieses «Heute» wnlllch heut wäre. Leider ist es unmöglich, da wir mit dem Jen. seits noch keine Postconvention abgeschlossen haben und sich mein unvergesslicher Abalbert in einer Anwandlung von Trübsinn bereits vor neun Jahren er« schoss. Wenn jemand den gordischen Knoten, den wir Leben nennen, lieber zerhaut als ihn noch mehr zu verwirren, dann wird er gewöhnlich der Feigheit ge« ziehen. Ist es denn wirtlich unter allen Umständen feige, sich am eigenen Leben zu vergreifen? Rousseau, dieser mehr brillante denn gesinnungstüchtige Ranon-neur. bejaht die Frage unbedingt, indem er den Satz aufstellt, dass ein Individuum nicht sich selbst, sondern der Gesellschaft angehöre, als Organ eines Organismus aber Pflichten übernommen habe. deren es auch die Gesammtheit nicht entbinden könne, ohne seine Existenz in Frage zu stellen. Diese Auffassung besteht in gewissen Kreisen noch immer zu Recht, indem z. V. beim Militär der Selbstmordversuch als ein Act der Feigheit geahnbet wird und man dem Selbstmörder die militärischen Ehren verweigert. Wir wollen die Berechtigung einer solchen Strenge nicht untersuchen, können jedoch nicht umhin zu betonen, das« eine freiwillige Selbstaufopferung oft wirk-lichem Heldenmuthe entspringt. Wer würde es z. B. wagen, einen Curtius, der sich freiwillig ,n den vest, hauchenden Abgrund gestürzt, oder einen Eatu Ul> censis. der sich aus Schmerz über den Untergang der alten Zucht und Sitte entleibt hatte, zu brandmarken? Und ist es ein wirklicher Frevel, wenn sich die arme Frau mit ihren Kindern lieber aus dem sünsten Stock-werte aufs Strahenpflaster stürzt, denn das Stückchen Brot. welches sie vergebens zu erbeUew gebucht, zu Lllibacher Zeitung Nr. 54. _____________________________422______________________________________________ft. März 1890^ Lebensunterhalt durch Arbeit verdienen. Bei solchen Personen bedürfe es keiner langen Tntziehung der Freiheit, um den Erwerb in Unordnung zu bringen. Für diese Personen sei jeder Verzug in der Zeit gewiss ein Verlust an Vermögen. Daher müsse dafür Sorge getragen werden, dass das Verfahren für Geltend-machung des Anspruches unschuldig Verurtheilter eiu möglichst kurzes und einfaches sei und dass jeder Zeit« und Kostenaufwand vermieden werde. Redner stellte deshalb den Antrag, das Haus wolle beschließen, der in Verhandlung stehende Gesetzentwurf sei an den Aus' schuss mit der Weisung zurückzuleiten, für die Durch« führung des Anspruches der im § 1 des Entwurfes bezeichneten Personen eiu möglichst einfach's und kurzes Verfahren mit Ausschluss jeder mündlichen und contra-dictonschen Verhandlungen zu beantragen. (Beifall.) Abg. Dr. Roser hob hervor, dass eine Verur« theilunq Unschuldiger wegen der Fehlbarkeit der mensch» lichen Natur nicht verhindert werden kann, dass aber der Staat die Verpflichtung habe, dem durch eine un-gerechte Verurtheilunq Geschädigten Schadenersatz zu ge> währen. Dieses Princip habe von Frankreich aus seinen Weg auch in die übr,gen Staaten Europa's gefunden. Es sei dies eine Forderung ausgleichender Gerechtigkeit. Wenn jemandem sein Eigenthum durch Expropriation im öffentlichen Interesse entzogen wird, so erhält er volle Enlschädigung; um wie viel mehr solle dasselbe in dem Falle geschehen, wenn jemand durch ein unge« rechtts Ullheil an seiner Ehre, an seiner Gesundheit und an seinem Vermögen geschädigt werde. Redner schloss mit einem warmen Appell an das Herz und das Gerechtigleilsgefühl des Herrn Ixstizmimsters, indem er ihn bat, siH der Sache unschuldig Verurtheilter anzunehmen, (Lebhafter Beifall auf der äußersten Linken.) Die Verhandlung wurde hierauf abgebrochen, und wird dieselbe in der nächsten Sitzung fortgesetzt werden. Sodann interpellierten die Abgeordneten Steinwen -d e r und Genossen den Minister - Präsidenten Grafen Taaffe wegen Gründung der «Printing Company» in W>en. Die Interpellanten verweisen auf den Miss» brauch, der angeblich mit den Namen der Minister bei der Subscription getrieben wurde, und darauf, dass ein Agent der Gesellschaft fich auch an die jungczechischen «Närodni Listy» wegen Ankaufes gewendet habe und hiebei die Bedingung stellte, dass das Blatt seine Opposition gegen die Regierung aufgebe. Sie stelle sich von vornherein die Corruption der öffentlichen Meinung als eines der Hauptziele der Gesellschaft dar. Die Interpellanten fragen daher, ob die Regierung geneigt sei. die erste Interpellation mit einer befriedi« genden Erklärung zu beantworten. Die Abgeordneten Vitezic und Genossen interpellierten den Minister-Präsidenten wegen der angeblich ungesetzlichen Vorgänge bei den Landtagswahlen in Lussin. Die Abgeordneten Wrabetz und Genossen interpellierten den Finanzminister wegen angeblich un» gerechtfertigter Besteuerung der Vorschussvereine. Der Abgeordnete Turk interpellierte den Präsidenten Doctor Smolka. warum er die Börsensteuer»Vorlage noch immer nicht zur Verhandlung bringe. Der Präsident er« widerte, dass Regierungsvorlagen nach der Geschäfts« ordnung vorangehen. «Die Börsensteuer-Vorlage», er» klärte der Präsident, «wird wohl kommen, aber ich zweHle an deren Erledigung». (Lebhafte Heiterkeit.) Abg. Dr. Poklukar, als Obmann des Steuerausschusses, stellte den Antrag, die Regierung werde aufgefordert, die Frage der Befreiung der leerstehenden Wohnungen von der Hausclasseusteuer in Verhandlung zu nehmen und in den nächsten Tagen hierüber im Ausschusse zu berichten. — Die nächste Sitzung wurde für Donnerstag anberaumt. Politische Ueberficht. (In parlamentarischen Kreisen) verlautet, dass die Iungczechen bei der Budgetdebatte ihren Standpunkt in der Ausgleichsfrage durch Doctor Eduard Grögr und Dr. Vasat^ präcisieren, wie über-Haupt die Ausgleichsaction zur Sprache bringen werden. (Steierisches Landes-Eisenbahn-An-lehen.) Wie die «Wiener Ztg.» meldet, hat der Kaiser am 11. Februar dem vom Landtage des Herzoqthums Steiermark beschlossenen Gesetzentwürfe, betreffend die Förderung des üocaleisenbahnwesens, die Sanction und zugleich dem Beschlusse des obigen Landtages, betreffend die Aufnahme eines Land!sanleh"ns bis zur Höhe von zehn Millionen Gulden österreichischer Währung zum Behufe der Herstellung und Inbetriebsetzung vou Local-eisenbahnen in Steiermark, soweit hiedurch das Laud bleibend belastet wird, die Genehmigung ertheilt. (Die Budget-Debatte) beginnt im Äbqe-ordnetenhause am 20. d. M. und soll am 27. d. M abgebrochen werden. Das Haus wird hierauf die Oster-ftrien antreten, welche bls zum 15. April dauern sollen. (Schiedsgericht der Betriebskranken» c as sen.) In Erledigung einer Anfrage hat das Mi' msterium des Innern ausgesprochen, dass die Functions« zeit der Schiedsgerichte jener Aetriebskranlencassen, deren Statuten hierüber nicht eine besondere Bestim» munq enthalten, sondern dem Musterstatute nach« gebildet sind. ein Jahr beträgt, da die Beisitzer ds Schiedsgerichte« nach § 31 des Musterstatuts für Be< triebskrankencassen alljährlich von der ordentlichen Ge-neralversammlung zu wählen sind und die jeweilig Gewählten bis zur nächsten Generalversammlung, so-hin ein Jahr, im Amte bleiben, wie dies bezüglich der Schiedsgerichte für die Vezirlslrankencassen im tz 32 des bezüglichen Musterstatuts ausdrücklich be. stimmt ist. (Reform der Verzehrungssteuer.) Das Subrd, ist bei der Verfolgung ein Bauer aus ViZnica m« Bugrad erschossen worden. Einige serbische Aläutt wollen nun den Unfall zu einem Grenzconflict am< bauschen und hetzen die serbische Regierung zur Sat>«' factionsforderung an. — Der «Pol. Corr.» wird a^ Belgrad gemeldet: In der Skupschtina haben se>W>« der Opposition Herr Avatumovic, seitens der radiccuei» Partei der Pope Gjuris Slaatsrathes unterhielt sich ^ Ka,ser lange mit dem Arbeiter Äuchholz. der ihm oN^ eiklärte, ein Socialdemokrat zu sein. worauf der Kall< mit ihm über d,e Socialdemokratie sprach. VuchW wurde ebenfalls zur Huftafel geladen. . , (Die franzö,ische Kammer) verifies uhne Debatte drei boulangistische Deputierte t^s Sein Departements. In Bezug auf das Verlangen P^""' eine Interpellation betreffs der Ernennung des Se" tors Maz au zum ertten Präsidenten des Cassat""« Hofes einzubringen, constatierte der Iustizminister. doi Pontuis selbst die Verdienste Mazeau's anerlaw'^ Die einfache Tagesordnung wurde sodann m>t " gegm 86 Stimmen angenommen. In Kammellre>> verlautet, die Debatte über die Interpellation b"trch der Berliner Eonferenz werde auf die gesammte äuße Politik des Ladings ausgedehnt werden. ,.:. (Die Vatican ischen Blätter) veröffen" chen den Wortlaut der Allocution, welche der ^ am Sonntag gehalten hat. Die Allocution be,/^, die Zerfahrenheit der socialen Verhältnisse und die " fahren des Socialismus und gipfelt in dem S"^ das« das Heil dec Gesellschaft nur in der 2eh" °. christlichen Wahrheiten liege, welche allein die 20>"'» der socialen Probleme bringen können. ^ (Die griechische Kammer) votierte vor» stern daK Budget, worauf die Session geschlossen W"^ Wahrscheinlich wird noch eine außerordentliche Se achte es zu einer beneidenswerten Fertigkeit in der Musik. Vei seinen polyhistorischen Bestrebungen musste er nolhwendigerweise seine eigentlichen Bcotstudien vernachlässigen. Allein seinem eiserneu Wlllen und seiner ungewöhnlichen Arbeitskraft gelang es, das Versäumte bald nachzuholen und seinen Verpflichtungen, die er als Landesstlpel'dist übernommen, nicht nur rechtzeitig, sondern auch glänzend nachzukommen. Adalbert erhielt nun in seiner Heimat eine Professur, und man erwartete von seiner umfafsenden Ge» lehrsamkeit einen großen Gewinn für die studierende Jugend. Leider gienqen die berechtigten Hoffnungen nur theilweife in Erfüllung, denn schon nach einjährigem Dienste zeigten sich an dem jugendlichen Gelehrten so bedenkliche Symptome eines zerrütteten Nervensystems, dass man ihm freiwillig einen Urlaub bewilligte. Er kam nach Oraz, allein statt hier Erholung und Zer» streuung zu suchen, brachte er die Vormittage regel-mäßig in der Universitätsbibliothek über antiken Schar-thelen zu, und erst am Nachmittage pflegte er mich aufzusuchen, um nut mir Schach zu spielen! Ich war von seinem Zustande nicht unterrichtet und konnte mich über den Wandel, der sich an ihm vollzogen, nicht genug wundern. Er war zwar derselbe ___^"ilbel Sprühgeist geblieben, allein er grübelte sehr aMe ^, unfruchtbare Gegenstände oder doch über Flag^' jch chen ein heller Kopf gerne ausweicht. So lNUl^ sch mit ihm tagelang die Frage discutieren, ob der ^ ^ den Begriff der Einheit sich vorstellen könnte, wen» wi. gewisse Insecten, zusammengesetzte VugeN ^ Auch zerbrach er sich mehr als nothwendig d?N ^ darüber, wie es etwa auf der Erde aussähe. ^ M darauf keine Menschen gäbe. Da ich mich "'t ^ ^ losophie des Unbekannten nie befasst hatte, p^^lz meinen Freund von seinen fixen Ideen durch ,^. abzuhalten; doch als ich bemerkte, dass mein A,^,e spruch ihn reizte und dass sein Gesicht in convull ^ Zuckungen gericht, gab ich ihm in allem reH brsprach auch Lächerliches ernst mit ihm. ^chte Er schien sich allmählich zu beruhigen und e„, nun. wozu ich ihn früher nicht hatte bewegen l ,^ häufige Ausflüge aufs Land. Da geschah es, o ' .^ wegen einer leichten Halsentzündung zu b°"'^^e ^' musste. Adalbert erschien schon am zweiten ^^e, mir, auffallend bleich und niedergeschlagen, und e ^,. dass er mir eine nöthige Mittheilung zu m?"ln o^ dass er mich jedoch aus Rücksichten auf me«n " sein nicht aufregen wolle. :h„ bc' Ich drang in ihn. mir zu sagen. «"« "e" i" unruhige, allein er griff, statt mir sem V""" .^el» schenken, nach der Violine, der er bald die her ^ Töne entlockte. Jubelndes E.'tzüctVn. Wlle. '" ^ hauchende Klage, dann wieder stürmische ^" ^„ilt' schließlich ein stiller Abbruch oh.ie eigentlich^" B Das Finale spielte er erst am folgenden Leibacher Zeitung Nr. 54.____________ 423 6. März 1890. Tagesneuigleiten. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Grazer -"orqenftoft. meldet, der Gemeinde Ehersdorf zur An' Wffung von Löschrequisiten 60 Gulden zu spenden ueruht. Se. Majestät der Kaiser haben, wie die «Linzer Altung, meldet, den Feuerwehren in Pennewang und «allern je 80 Gulden zu spenden geruht. ^-(Vom japanesischen H o f e.) Man schreibt °er «Pol. Corr.» aus Tokio, 8. Jänner: Der Kaiser und die Kaiserin von Japan haben am Neujahrstage um 2 Uhr nachmittags die Neujahrsgluckwünsche des "plomatischen Corps bei einer Defilier-Vour entgegen« »enommen, welche zum erstenmale im neuen Palais statt. °nd Um 6. d. M. gab der Kaiser die übliche Frühslücks- ?ll anlässlich des Jahreswechsels, bei der das Ceremo-"lell beobachtet wird. dass der Kaiser allein an einem "Wten Tische speist, ihm zunächst an besonderen Tischen le kaiserlichen Prinzen, sodann an vier langen Tafeln °>e fremden Vertreter, die Minister und höheren Würben» "ager. Cercle findet nicht statt, sondern nur zu Beginn "Tafel ein Wechsel von Ansprachen zwischen dem «°'ser und dem Doyen des diplomatischen Corps. Nach Mgehobener Tafel zieht der Kaiser sich mit den Prinzen o^rüll. . — (Aus Eifersucht — Vatermörder.) ."" einer romantisch angehauchten Eriminalaffaire halte er Oberste Gerichts« als Cafsationshof in W,en gestern °s letzte Wort zu sprechen. Die Handlung spielte in MNen in einem ungefähr eine halbe Stunde weit von Avlgno entfernten Gehöfte, Bagozzi genannt. Dasselbe 5» !!. ^" Mittelpunkt eines Bauerngutes, welches dem Ihrigen Michele Kaltic gehörte. Das stattliche stockige Wohngebäude besteht ans zwei durch einen und ^"""le" Tracten, von denen der eine von Kalcic Ans, ^^ ledigen Söhnen, der andere vom erstgebornen iilt s?^ ^'^^e Kalcic jun. bewohnt wurde. Vater und euer Sohn galten als achtbare Leute — bis auf ihre gliche fürs — schwache Geschlecht. Lange Jahre ^nourch lebten sie in bester Freundschaft: da trat eines L^i' «>" ^zehnjähriges Vauernmäochen in beider Dienste, 2». ?^ubiö, ein Mädchen, so außergewöhnlich schön lvietn l. ""b kokett. In dieses Mädchen wurden beide, beide l ""^tratet, sterbensverliebt, beide fanden Gehör, lovbl "'^^"- Da sie sich gegenseitig belauerten und er-^pten, lam es oft zu stürmischen Scenen, bei denen der dir »l *""" ^^"° misshandelt wurde. Aus Furcht entließ allei ^ "^^^ ^as Mädchen, trotz seiner Neigung — Hse"l " ^" ^'kß ^ "'^ ^^' """ so nahmen die ^> rjuchtsscenen ihren Forlgang. Eines Morgens, als der'w"/ ^"snahme des Sohnes, noch schliefen, bestieg d'llno ^"" Reitpferd — e« hieß. er habe nach Ro. V Ul, ^"^" ""^" — und lehrte nicht wieder. Ckgen sattelt "^ ^°" ^« Pferd allein in den Hof. ge-sorat ' ^ °b"e gaum und Zügel. Man wurde be- Mldck""" ^"^^ ""^ """ ^°"^ ^"lcii ^"' '" "nem Wickp^,'" """ Blutlache regungslos liegen; fünf Todes» . ""ben am Kopfe liehen leinen Zweifel über die kin R '""boa von den Habscligkeilen nichts fehlte, fchien stimme n?"^ ausgeschlossen. Sofort bezeichnete die Volks« Und di? « - ^'^ j"n. als den Mörder seines Vaters der y. /f'lersucht wegen der jungen Lucia als das Motiv Und v? c ^' ^ ^"^« '" H°^ genommen, leugnete jedoch für ibn ^ ^ ^^ Knechte zu verdächtigen. Gravierend "MIM' ^"" auffallendes Benehmen vor der Gerichts-seine Bemüliuna. die Augen zu liem,- flussen; außerdem deponierte nach seiner Verhaftung ein Knecht Namens Mazzano sehr belastend. Was das in. teressante Mädchen anbelangt, so leugnete sie, mit Vater oder Sohn Umgang gepflogen zu haben — ja, sie gieng so weit, zu behaupten, dass sie sich im Leben nie vergessen habe. Die Gerichtsärzte wiesen das Gegen-theil nach, und die Sirene gestand spater, dass sie nicht nur mit Vater und Kohn, sondern auch mit dem Knechte Mazzano ein Verhältnis unterhielt. Endlich wurde auch erhoben, dass man nach Verübung der That in dem Schlafzimmer des Sohnes eine Petroleum» lampe fand, an deren Cylinder deutlich drei blutige Fingerabdrücke zu bemerken waren. Nach viertägiger Ver« Handlung sprachen die Geschwornen in Rovigno Michele Kalcic jun. einstimmig des Vatermordes schuldig, und er wurde zum Tode durch den Strang oerurtheilt. Der Oberste Gerichtshof hat nun vorgestern die gegen das Todesurtheil erhobene Nichtigkeitsbeschwerde als unbegründet abgewiesen. — (Aerzte man gel.) In der letzten Generalversammlung des patriotischen HilfsVereins vom Rothen Kreuze in Graz fprach Graf Heinrich Attems über den Aerztemangel, der sich in Oesterreich schon in Friedens-zeiten stellenweise schwer fühlbar mache. Schon jetzt müsse man daran gehen, die für einen künftigen Krieg nöthigen Aerzte zu schaffen, was nur dadurch möglich sei, dass man im Frieden die Position der Aerzte, namentlich auf dem Lande, so gesichert gestalte, dass sich diesem Lebens-berufe mehr Leute widmen, als dies gegenwärtig der Fall ist. Namens des Ausschusses erklärte Minister a. D. General von Horst, dass sich derselbe der Anregung des Grafen Attems gern bemächtige. — (In der Schule verbrannt.) Man fchreibt aus Rosenberg, 1. März: Gestern ist in Kiläly» Lehota ein neunjähriges Mädchen ein Raub der Flammen geworden. Dasselbe lam frühzeitig in die Schule und stellte sich daselbst, um sich zu erwärmen, zu dem bren» nenden Ofen; die Kleider des Kindes fiengen alsbald Feuer; das arme Mädchen konnte nicht mehr gerettet werden, es zog sich so starke Blandwunden zu, dass es bald starb. — (Der Oberste Gerichtshof) hat in dem zwischen einer Wiener und Pester Gesellschaft geführten Processe die wichtige Entscheidung gefällt, dass das öfter» reichische Wuchergeseh auch dann zur Anwendung kommt, wenn ein ungarisches Gericht bereits die höheren Zinsen bewilligte, so dass dieselben in Oesterreich nicht gerichtlich eingetrieben werden dürfen; diese Entscheidung richtete sich gegen die ungarischen Wucherer. — (Speis ehaus aus Papier.) Am Ham-burger Hasen ist kürzlich ein transportables Sprisehaus aus Papier aufgestellt worden. Die Wände desselben bestehen aus einer doppelten, in Rahmen gespannten Papierschicht, die nach innen gegen Feuer und nach außen gegen Feuchtigkeit imprägniert ist; außerdem bietet noch eine dünne Holzverschalung Schuh gegen Witterungsein-flilfse. Die eigentliche Speisehalle ist 30 Meter lang und 6 Meter breit und fasst etwa 150 Personen. — (Ein Liebesdrama.) Aus Graz wird be« richtet: Dienstag nachmittags entleibte sich hier der Fleischhauer Ignaz Frank in der Wohnung feiner Geliebten, der Näherin Marie Peßl, mittels Revolver-schusses, nachdem cr zuvor auf feine Geliebte einen Schuss abgefeuert hatte. Frank ist todt. die Peßl lebensgefährlich verletzt. Aus Griefen geht hervor, dass beide gemeinsam sterben wollten, da sich ihrer Ehe Hindernisse in den Weg stellten. — (Die Angina in Wien.) Im allgemeinen Krankenhause in Wien greift die Angina in bedeutendem Maße um sich; mehrere Professoren sind daran erkrankt und mussten die Vorlesungen unterbrechen. Auch aus verschiedenen Wiener Vezirlen melden die Aerzte eine große Anzahl von Erkrankungen an Angina, welche bisher noch einen gutartigen Verlauf nimmt. — (Die älteste englische Bibliothek) und überhaupt die älteste öffentliche Vibliothel Europa'« ist die Vodleyan Library in Oxford. Mit circa 400 000 Bänden ist dieselbe nach dem British Museum auch die umfangreichste englische Vüchersammlung. Das British Museum hat jetzt gegen 1.500.000 Vänbe. — (Havariertes Kriegsschiff.) Die öfter« rcichisch'Ungarische Segelcorvette «Minerva» ist auf der Reise nach Nlexandrien. vor einem heftigen Sturme Schuh suchend, mit havarierter Takelage in Corfu eingelaufen. — (Zu guter Letzt.) Braut: «Was hat denn nur die Köchin mit dem Kaffee angestellt? Das ist ja ein miserables Zeug, und du findrst ihn vorzüglich!» — Bräutigam: «Liebes Kind. ich glaubte, du habest ihn gekocht.» Local- und Provinzial-Nachrichten. — (üocalbahn Laiba ch - Ste i n.) Wie wir bereits meldeten, ist den Herren Oskar Baron Laza» rini und Alois Prasch niler die Bewilligung zur Errichtung einer Actien«Gesellschaft unter der Firma: «Localbahn Laibach Stein» mit dem Sitze in Wien ertheilt und die Statuten genehmigt worden. Das Gesell« schaftscapital wird mit dem Betrage von fl 906,700, zerlegt in 9067 Stück auf den Ueberbringer lautenden Nctien k fl. 100, festgesetzt und besteht: ») aus 3000 Stück Prioritätsactien lit. X im Gesammtbetrage von fl. 300.000; d) aus 2667 Stück Prioritälsactien lit L im Gesammtbetrage von fl. 266.700 und o) au« 3400 Stück Slammactien im Gesammlbetrage von fl. 340 000. Die Nctien sind untheilbar, und wirb von der Gesellschaft für jede Nctie nur ein Eigenthümer anerkannt. Die von der Staatsverwaltung zu übernehmenden 2000 Stück Stamm-Aclien zu st. 100 und die vom Lande Kram zu über» nehmenden 700 Stück Stamm»Actien zu ft. 100 genießen vollkommen gleiche Rechte mit den übrigen von den Interessenten gezeichneten SlamM'Nctien zu fl. 100. Zur Konstituierung der Gesellschaft ist nach den Statuten die volle Einzahlung auf die Prioritäts»Actien lit.. X und eine Einzahlung von 40 Procent auf die Priorität«-Aclien lit. L erforderlich. Die Eonftituierung soll, wie wir hören, in den nächsten Tagen erfolgen. — (Postalisches.) Laut Erlasses des Handelsministeriums vom 17. Februar ist die Beibringung von Ursprungszeugnissen zu den Postfrachtstücken sowie von Ursprungserllärungen der Absender zu Postpaketen nach Italien in Hinkunft bezüglich jener Waren entbehrlich, welche nach dem allgemeinen Tarife, d. i. dem General-Tarife, zu behandeln sind, während jene Waren, welche nach den bestehenden Verträgen ermäßigte Zollsätze ge-nießen, auch in der Folge von Ursprungszeugnissen, be-ziehungsweise Erklärungen, begleitet sein müssen. E« ist Sache der Absender, sich in dieser Beziehung selbst Gewissheit zu verschaffen. — (Erledigter Stift ungsplah) Von den durch den Verein der lrainischen Sparcasse errichteten vier Stipendien für in Krain gebürtige Studierende, welche sich den höheren technischen Studien widmen, ist, vom zweiten Semester des Schuljahre« 1883/90 ange- öe?t"n^"""6' in welchem Sinne, erfuhr ich aus den tzelbstm^'x ""^ unter den Tagesneuigteiten einen '»uluro meldeten. den wa^"!ch6pste sich in den Vermuthungen über und sei,, Z""l'.che" Grund der beklagenswerten That. Leiche ' """Uerherr wusste mir sogar angesichts der Vchauvt.n" U°"M Roman zu erzählen. Nach seiner Röster Äl """ "ne N°li"e alls Liebe zu ihm ihrem tübrr d?""^" und hätte sich aus Schmerz da-tränkt ».,« ^ ^ lieblos von sich wies, in Trieft er-Adalbert o .s?'^'"ibissen darüber hätte sich nun auch an und f? c^ S° verlockend der romantische Stoff lassen d° ; ^ ""' s° musste ich ihn doch fallen "wähnt, m", Stadt, in welcher der Verblichene die Fruuenkloster ""s^°^ ^""^ haben sollte, gar lein Ü^Men w?^"^ vielmehr der Wahrheit näher zu 'ich überaß? '^ °N"ehme. dass der strebsame Mann glasen ^ . b""e und im Augenblicke, wo seine um nicht i>. Ä'Ue Hauch des Wahnsinns berührte. ^itMensH" ^svö-ti oder gar zum Schrecken seiner >. zu sterben beschloss. °le Visitla^ - """' freundliche Leserin, warum mir ?^uch an^,'^" lecher mir Adalbert seinen letzten sben mein«; "b'S.t h°tte. s° wertvoll ist? Ts war "eu gebliek'"ä'a." F«und. der mir bis in den Tod ssranz Selal. 3>ie Zritte. Aus den Memoiren eines Malers. Von Heinrich Gienliewiez. (9. Fortsetzung.) Als Suslowski erfuhr, mein Freund male allerlei Leichname, verzog er die Augenbrauen und erklärte, dass er bis jetzt immer mit ordentlichen Leuten zu thun gchabt habe. seine aanze Beamtenlaufbahn fei unbescholten gcwesen. er hoffe also, dass «Herr Swia-tecki» die in einem rechtschaffenen und bescheidenen Hause herrschenden Sitten beachten werde.. . Ich gestehe, dass ich in der Beziehung nicht frei von Befürchtungen war und bereits vom Morgen an mit Swiatccli herumzankte. Er wollte durchaus in langen Stiefeln hingehen. Ich bat und flehte ihn. seinm Entschluss ändern zu wollen. Endlich gienq er darauf mit der Bemerkung ein. dass er übrigens kcinen Grund sehe, warum er nicht ein Narr werden sollte. Schade, dass feine Stiefel an diejenigen der Forfcher von Mittelafrila erinnern, denn feit der Zeit. als sie der Schuster auf Credit brachte, wurden sie nicht gewichst. Was sollte ich thun! Aeracr stand noch die Sache Mlt dem Kopfe Swiateck.'s. der wie eine bewaldete, von emer Wmd-hose verwüstete Tatraspitze aussah. Dannt musste ich mich aussöhnen, denn es gibt leinen Kamm m der Welt. der seine Haare in Ordnung bringen könnte, doch erzwang ich. dass Swiatecli statt seiner alltäglichen Blouse einen Ros anlegte. So angekleidet, hatte er die Miene eines seiner Leichname und verfiel nebenbei in einen Grabeshumor. Die Leute auf der Straße sahen sich auf seinen knotigen Stock und den zerfetzten riesigen Hut um, aber daran war ich schon gewöhnt. .. Wir zogen die Glocke und traten ein. Schon im Vorzimmer hörte ich die Stimme des Cousin Iaczlowicz. der über das Thema der Ueber-oölkeruna. disputierte. Er disputierte stets nur über dieses Thema, das ist seine ganze Weisheit. Kazia sah in ihren Mousselinkleidern wie von einem Wölkchen umgeben aus, Suslawski und seine Verwandten waren in Frack, die allen Tanten in Seidenkleidern. Der Gintritt Swiatecki's wirkte sensationell, man betrachtete ihn mit einer gewissen Aengstlichkeit. Er stierte ringsum und erklärte Suilowski. dass er sich ihm nicht aufdringen würde, «falls nicht Wladek hei-raten oder so etwas Aehnliches thun möchte» .. . Der Ausdruck «so etwaS Achnliches» wurde fatal aufgenommen. Suslowski richtete sich würdevoll auf und frug. was Herr Swiatecki darunter meine. Swia-tecli seinerseits antwortete, das« ihm alles ganz gleich sei doch «für Mädel» könnte er sich sogar bemalen lassen, besonders wenn er wusste, dass Herrn Sus-lowKki etwas daran gelegen sei... Mein zukünftiger Schwiegervater schaute seine Frau. mich und Kazia mit einem Blicke an, der Staunen und Aergernis be» tundete. Glücklicherweise rettete ich die Lage, und mit emer bei mir seltenen Geistesgegenwart bat ich meinen Lllibacher Zeitung Nr. 54. 424 6. März 1890. fangen, ein Stiftungsplah mit jährlichen 157 st. 50 kr. in Erledigung gekommen. Die Gesuche sind, mit dem Geburtsscheine, mit den Zeugnissen der bisherigen Studien, mit dem Nachweise der Dürftigkeit und mit Sitten» Zeugnissen belegt, bis 1. April d. I. der Sparcafseamts-Direction zu überreichen. — (Concert Slavjansli.) Wie bereits an« gekündigt, veranstaltet heute abends die russische National-Vocallapelle unter der Direction des Herrn Dimitrij Slavjansli d'Agrenjev im landschaftlichen Redouten-saale ein Concert, dessen Programm wir unseren Lesern bereits zur Kenntnis gebracht haben. Die aus 50 Per» sonen bestehende Gesellschaft, welche in Trieft drei Con» certe mit außerordentlichem Erfolge gab, trifft heute au« Trieft hier ein. Eine kleine statistische Uebersicht über die bisherige Thätigkeit dieser so interessanten Kapelle dürfte, wie wir sie von competent« Seite erfahren, manches Lehrreiche zum Capitel der musikalischen Kunstreisen liefern. Die russische National» Vocaltapelle concertiert bereits seit 25 Jahren. Dieselbe durchzog ganz Rufs» land und lam ftbst in die kleinsten Städte. Sie zog in den Kaukasus, ins mirdasiatische Russland über Sibirien bis zur Stadt Majmatschen in Cbina, kam dann in« südasiatische Russland über den Kaspi'See und fuhr auf der neuerbauten Eisenbahn bis nach Samarkand und reiste von dort eine Strecke von 300 Werst zu Pferde bis Taschkend. Ferner concertierte Director Slaojansli mit seiner Kapelle in Deutschland, Frankreich, in den Niederlanden, in Velgien, Holland, in der Schweiz, Türlei, ferner in Rumänien und einigen Vtüdten von Nordamerika, und schließlich jetzt in Oester« reich Ungarn. Für die Reise in Sibirien allein hat die Gesellschaft ein Jahr und fünf Monate gebraucht. Näh« rend der 25 Jahre, welche die Gesellschaft reist, wurden 1,206.000 Werst zurückgelegt. Für die Eisenbahn wurden bezahlt während dieses Zeitraumes 660.000 Rubel. Die Zahl der bis jetzt gegebenen Concerte beträgt 6500, die Vruttoeinnahme derselben beläuft sich aus 4,850.000 Nubel. Die Kosten für Costüme belaufen sich auf «36.000 Rubel. — (Aus Abbazia) wirb gemeldet: Während noch im ganzen Süden der Monarchie der Winter ein strenges Regiment führt, prangt Abbazia bereits im vollsten Frühlingsschmucke. Veilchen, Tag« und Nacht« schatten, Azaleen, Rhododendron blühen, die Camelien, mit Knospen übersäet, zeigen schon Farben, und die hohen Magno'.ienbäume beginnen ihre glockenförmigen Vlüten zu entfalten. Wir stehen in der dimte «aigon. alle Hotels find überfüllt, und seit seinem Bestände hat Abbazia noch leine solche Frequenz auszuweisen gehabt wie heuer. Das gesellige Leben lässt in Abbazia nichts zu wünschen übrig. Der Harneoal hat eine Reihe recht gelungener Unterhaltungen gebracht. Am 6.d. M. gibt die Operetten.Oesellschaft vom Theater an der Wien eine Vorstellung; angekündigt sind weiter das Quartett Hellmesberger aus Wien, ein Liederabend der Sängerin Kifeljal, die russische Vocaltapelle Slavjansli, ein großer Tom« bola«Abend mit 500 Gewinsten und andere Unterhaltun« gen, die im Vereine mit den gewohnten Ausflügen für eine angenehme Zerstreuung der Curgäste bestens sorgen. Im Laufe der Woche wird die Wahl der Eurcommission stattfinden. — Wie man aus gut informierter Ouelle erführt, wird Frau Kronprinzessin«Witwe Erzherzogin Stefanie in Begleitung der Prinzessin Elisabeth auch heuer unseren Curort mit ihrem Besuche beehren und in der reizenden Villa «Angiolina» Aufenthalt nehmen. — (Paftoral-Lonserenzen.) Wie das «Lai» bacher Diöcesanblatt» meldet, wurden in der Laibacher Diü- Schwiegervater in 8ps, mich den noch unbekannten Mitgliedern seiner Familie vorstellen zu wollen. Die Vorstellung folgte, und wir liehen uns nun nieder. Kazia sehte sich neben mich und ließ ihre Hand in der meinigen. Das Zimmer war voll Gäste, doch sie waren alle steif und schweigend, die Atmosphäre war dumpf. Der Cousin Iaczkowicz kehrte wieder auf die Ueberbevölterung zurück, Swiatecti's Blick schweifte unter dem Tische umher. In der Stille tönte immer lauter die Stimme Iaczkowicz's, der infolge des Ver-lustes eiws Voiderzahnes überall statt tennariums Gregors des Großen persönlich seine Huldigung darzubringen. — (Aus Krainburg) meldet man uns: Der Sängerchor des Vereines «Vraluo äru8tvo» in Krainburg veranstaltet am kommenden Samstag abends 6 Uhr im Gasthause «Neue Post» einen Sängerabend. — (Vorweltlicher Fund.) Aus Gonobitz schreibt man der «Deutschen Wacht»: Auf der Gora wurde von Herrn Forstleiter Havlina ein fossiler Mammutszahn von riesiger Giöße gefunden und von einem Professor in Graz als solcher bestimmt. Es dürfte in Steiermart der erste Fund dieser Art sein. — (Ernennungen.) Der Iustizminister Hal die Notariats - Candidaten Dr. Hyacinth Vullo in Capo» distria uud Karl Üibej in Görz zu Notaren, den ersteren mit dem Amtssitze in Haidenschaft, den letzteren mit dem Amtssitze in Komen ernannt. — (Spende.) Der Cardinal Erzbischof von Agram, Josef Mihalovir, hat dem Convente der barmherzigen Schwestern in Agram den Betrag von 10.000 fl. zu Ordenszwecken gespendet. — (Post be bit - Entziehung.) Das Mini-sterium des Innern hat der in Neapel erscheinenden Zeitschrift «Trieste» auf Grund des § 26 des Press« gesehes den Postdebit für die im Reichsrathe vertretenen Königreiche und Länder entzogen. Neueste Post. Original-Telegramme der «Laibacher Ztg.» Wien, 5. März. Als Delegierte Oesterreichs für die am 15. d. M. in Berlin zusammentretende inter-nationale Arlieiterschuh - Conferenz sind der Central-Gewerbe. Inspector Ministerialrath Migerka und der Fachreferent Ministerialrath von Weigelsperg in Aus. ficht genommen. Agram, 5. März. (Landtag.) Auf der Tages-ordnung steht der Gesetzentwurf über die Errichtung eines Landes « Mustertellers. Derselbe wird ohne De« batte angenommen. Hierauf wird das Gesuch der Re-gierung um nachträgliche Genehmigung der Kosten für den Bau einer Coconiere in Essegg verhandelt und angenommen. Köln, 5. März. Der «Kölnischen Zeitung» zu« folge würde die Regierung neue militärische Forderungen stellen und nochmals versuchen, von dem neuen Reichstage das Socialistengesetz zu erhalten. Hamburg, 5. März. Sämmtliche Quai-Arbeiter, einschNeßllch der Krahnmeister und Handwerker der Maschinenwerkstätten, schritten bei der Deputation für Handel und Sch'ffahlt um einstündige Verkürzung der Arbeitszeit und Lohnerhöhung ein. Paris. 5. März. General Hubert Castex wurde des Vergehens gegen die Disciplin schuldig erkannt und zur Pensionierung ohne Möglichkeit der Reacti-vierunq verurtheilt. Sofia, 5. März. Vulkoviö reiste nach einer Audienz bei dem Prinzen Ferdinand nach Constantmopel ab. Er erhielt detaillierte Imtructionen, um auf die An-erlennung des Fürsten hinzuwirken. Angekommene Fremde. Am 4. März. Hotel Elefant. Vrunet. Golbhammer und Weiß, Wien. — Muhoit, Prezid. — Mocnil. Apotheker, Stein. — Wieltschnig, Verwalter, Kreuz. — Fischet. Gaudenzdorf. — Kiltin, Adels-berg. — Hofställec, Militärt' wirt, Domzale. — Putzel, Krainburg. — Pi>s, Pslstava. Serllnruellc Den 4, März: Josef An'oolschek, Rechnungsassistent, »0 Jahre, Deulsäie Vasse Nr. 4, Tuberculose. _« Den 5. Mär;: Helena Kcalit, Arbeiters-Tochter, 10 "" Schwarzdorf Nr. 38, Fraisen. Im Spital«: Den 3. März: Simon Kralj, Kaischler. 70 I., Tuberculose. Volkswirtschaftliches. Latdach, 5, März. Auf dem heutigen Markte sind erschieß nen: b Wagen mit Gelreide, 3 Wagen mit Heu und N"» und 11 Wagen und 8 Schifte mit holz. DurcdschnittS'Preise. iim Ui,.,.. ' M't.. ^ Weizr» pr. Hrltollt. 6 6« 7 30 Butter pr. Kilo . . 1 — -"-Korn » b 50 li 90 Eier pr. Stück . . — 2 ^ "" Gerste . b — 5 60^ Milch pr. Liter . . - 8 ^- ^ Haser . 3 10 3,30 Rindfleisch pr. Kilo — 60 ^ "" halbfrucht .-------N — Kalbfleisch » — 56 ^ ^ Hriden » b 50 b 70 Schweinefleisch » — 58 ^ "" Hirse » 4 8» 5— Schöpsenfleisch » -36^"" Kukuruz » 5 — 5 10 Händel pr. Stück . — 65-----' Erbäpfel 100 Kilo 3 12-------Tauben » — 20 ^ ^ Linsen pr. Heltolit, 12-----------Heu pr. M. Marie Iamida sind uns so vi.'le Beweise ausrichtiger und herMer ! Theilnahme zugekommen, dass wir uns tief oer' > Pflichtet fühlen, hiefür wie für die vielen sctMn ! Kranzspenden und die zahlreiche Betheiligung "" « dem Leichenbegängnisse unseren liefgefühlten «an , auszusprechen, l Laibach am 5. März 1890. ! Dic trauernden Hinterbliebenen-^ 425 Course an der Wiener Mrse vom 5. März 1890. «°«dem oMellen loursbi»«« Veld Na« Stllllts-Aulehen. ^^eMche Rente in «oten »7-95 88 1^ ,N"/.«taa«lult, ,50 st'. 13«--13»'^ l»«nü ^' ' 9?^ lino fl. 188 — ,„9 - >W «.»„.« ^"""" ^"> fi. !4L 50 14,^0 , " «WllMosl , . loo ft. 1/^ __ 179 _. ^''"«''P'dbr. ä lzn fl, , , !bi9o!ü»^ 0e^«^°'brente. steuerfrei , 1l»,85iin«'5 >«« 'tutenimte. steuerfrei . 10, 90 1"»'1> "«"°»""te «i,«nb»h«. «l»»Ibderl!dr«ll.un,tn. «^ilb^ ^" ^" ^lber . „55" ,,«','0 L»N ^/"^Uber w» 50 .04.0 ""«rger «ahn «m N«V«"tt4«/» , , , . l(,z,,5i.,l» < "^Nb.°«nl.iL0fl.«.W.S. 1,7 «0 117 8« ^. l)Nb°^ «,'°?"l- Glückt , ! 8b»0 V5'V0 ^t» »« ..Prioritäten . . -------------- 'to^ W°,°^l>I!8°t, v.J. 187« ,1,-75 „4-z^ b>», """'"Nl. k IN« N, «, «», ,«» 2>> i« ?f. Geld Ware Grnndtntl.-ObllllatlHnnl (für 100 fi. - — — b°/, siebenbNrailcht ... — — — — b°/» Temeser »ana» . , , . — — —-- b-/n unnlliillbe...... 8« 40 89 »«> Andere össcutl. Nulehen. Doilllu.«e«.'L«se b»/„ 10« ss. . iz<»-?5 l«l »,,' dto. «nleihe 187« . . ioa zn ,u? 5l> «lnlehen der Gtabl »0rz . . lin — — - Nnlehen b. Gtablgemeinne Wien iNk»'L5 ift« — Plüm.'Anl. b. Gtlldtgem, «Men 144 - 144 ?>« «ör!cnbau.«lnllhen verlu«, ^°/„ »? l>0 98 «, Pfandbriefe (für 10!) fl.). Vobenl-r. all«. Ost. 4°/„». , . 118—11,9- bto. » 4>/,°/,. . . 100»?» l >N8 »» 1<«"?5 Otst. Hypolhrlrubanl I0j. bU°/„ 101 kü ,»« Lb Ocsl.'ung, Banl berl, 4»/,°/« . NN »» K.« SN betto » 4«/, . . 100—,00 4» bett« KOjahr, » 4°/, . . il« .. 1l»u 40 Prioritäts-Obligationen (siir IW st.). Ferdinand« Nordbat», llm. 188« 100'— K»l -NalizNchl l»arl'Ludwig !Uahn «<«' st, L, 4>/,«,, , 99»0 100 40 «elb «are vesterr. N«rb»«ftb»hn . . . 10« — <"8 »0 Slaatlbllhn....... 19» — 195 — Nübbahn ^ ««/«..... l<9'— 149 ü>, » 5 b°/<>..... «19 — l«U'— UnU°,e 4' b0 Bantverein, Wiener 100 fi. . . 1,3 — 1«» 50 «bncr..«nN. «st. »00 st. V. 40°/„ Äib — »1« - llrd!..«!ift.s.Hanb. u.». isafi. «1^,'»,8'— Llebltbanl, Mg. ung, »00 fi. . «47 7,^ »4» ?!> Dtpolilenbanl, «llg. «ou ft. . i„9 — »m — Vscompte Hej.,Ndr«st. buo fl, . k>74- - b??'— Vlr«. u ., Wiener »liofi. »,0'— «1!i— Hhpotlielenb., üs«. »cxi s«. «5°/, E. 71 — 7« — O»tll> War, Lsnderbanl, «ft,»00fi. ». . . «6 75 N7 ?» vesterr-ungai, »anl S00 fi. . 9>8 —»5l — Unionbanl !M> fl...... »5» ö!) »5^ 5^» yert«br«banl. «lll». 140 st. , . 1S4 — 1«4 7» Uctien von Transport' Unternehmungen. (per Drück), «llbrecht-Vabn «00 fi. lLllber . 58 - 59 - «l!«lb ssiuman. Nahn »00fl. 3. »01' - »n, — Vohm. »iorbbllhn 150 st.. . . »17 — »1» — » WeNbahn «>»«.. . . 53» — «i — Vulchtiehillder «is, 500 fl. «Vl. »040 »«48 bt«. («t, li) ,00 fl. . 4« - 4»8 - Donau' Dampsschifffahrt ^ «es., oefterr. ünn fi. «M. . . . »»! - »87 Drau.ltis. sV,-Db.^.,«sX»ss.3.-------—'— Dül^obrnb. ltis.U. !i»N fi. G, — - — — Ferd9b'— Uemb. > Tzernow, ° Iassy > Eisen» oabn-Velellsch, »lx> st. 2. . . «zn 50 »51- - LIol,o,ost.'Una..Irl»ft5(X>N. — vrfterr. Norbwestb. »00 fi. Lllb. W»i - «<»> f>" Kto. (Ut. ll.) »0« fi. T. . »1? — »1? «5 Prall'Duier Eistnb, I50N. Vllb, ?» 50 74— Nutwlvb Bahn »cx» st. Vllfter .---------------- Ktaalleilenbahn »00 st. Vilber «»» — »«-- Küdbahn «W fl. Tilbrr. . . <»1-— 131 7^ Lüb^orbb.«erb.'«,200N..W. ——------- » neue Wr., Priorität». «lctien 100 fi...... — — 9» ?b Un«>«ali,, «isenb. »00 fi. Vllber 194 50 195 — »el> «»« Ung. NordoNbahn »00 st Gilber »89 .<> «90 »5 Un«.WeN°.M»ab.»l»z)»"0st.V. 19« »i 19,7b Indultrle.Nctlen (per Ttllck). «auaes.. «ll«, Oefi. 100 fi. . «« — «, — ««»dler und Ktahl'3nd. w Vien »no N...... st»— X — «senbahnw >llt!hg,, erste, 80st. 91— 93 — «.lar<. Steinlohlrn »0 st, 4?»- - 478 — 'KchU>al«ühl». Püvierf. »00 st — - «oe — >Etel,rern,ühl»,P«oiers u.V.««. <37 75 '38 50 lriwiler »oblenio >Ge<. 70 fi. . 14» 50 '44'.. Naffens.-<»,,OeN ln<»!en<0«fi. 44»-^ 446'— HaggllN'lleihanft.. «llg, in Pest 8« st......... »4 »5 »b»5 «r. V»u,esell!ch»ft 100 st. . . 84- «5 — Menrrbergel Zltgel-Ilctinl-Vts. >«1 — i»l »0 Devtlul. Deutsch« Pl»»e...... z« n, 5»»», 6«nbon........ »l9 >» «>9»; v«r<» 47 ,«, 4? »?, Valuten. Ducaten........ l«« 5S» «U.Flllnc».Erücke..... 943, 944, deutsche Nt