Kr. 7t. Somtag dm 4. September 18S2. X^XXI. Jahrgang. MmbllwerZkitulig Der Preis des Blattes beträgt für Marburg: ganzjährig 6 fl., halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. bO kr., monatlich 50 kr. Bei Zustellung mSHauS monatlich 10 kr. mehr. Mit Postversendung: ganzjährig? fl., > halbjährig 3 fl. 50 kr. und vierteljährig 1 fl. 75 kr. ^ Die Einzelnummer lostet 7 kr. Erscheint jeden Sonntag nud Donnerstag früh. ' Einschaltungrn werden von der BerlagShandlung des Blattes und allen größeren Annoncen-Expeditionen entqegengenommen. Schluss Schristleituna nndVerwaltung befinden s,ch: Postgasse Nr. 4. Sprech, für Einschaltungen Mitwoch und Samstag Mittag. — Offene !> stunden des Schriftleiters an allen Wochentagen von 11 bis 12 Uhr ! Reclamationen sind portofrei. Manuscripte werden nicht zurück- vormittags. gesendet. Der Sedantag. Von allen den nationalen Gedenktagen, deren festliche Begehung sich jeder für sein Volksthum warm fiihlende Deutsche stets und ülicrall zur Pflicht machrn sollte, ist ohne Zweifel der heroorragendst'?, der bedeutungsvollste der Scdan-tag; die Feier dieses Tages ist — ein erfreuliches Zeichen des wieder erwachten Nationalstolzcs — eine allgemeine geworden, von der sich nur jene fernhalten, welchen die nationale Idee höchstens ili zweiter und dritter ^^inie maßgebend ist und die, wenn sich Borthnle damit erreichen lassen, leichten Herzens bereit sind, ihr Deulsctthum zu verleugnen und zu verkaufen. Aber alle national fiihlenden Deutschen gedenken am heutigen Tage stolz und freudig der herrlichen Waffenthat von Sedan, wir begeistern uns in der Erinnerung an jene herrliche Zeit, in der sich Deutschland wieder die erste Stelle untcr den Völkern des Etdl)alls eroberte, wo dllrch Blut und Eisen die deutsche Einheit geschaffen wurde. Am Taqe der Schlacht von Sedan war die Weltgeschichte wirklich zum Weltgerichte geworden, der Frevelmuth des dritten Napoleon, dieses Possenreißers im kaiserlichen Pnrpur, lvnrde gesiihnt. Weim wir des stolzen Sieges von Sedan gedenken, so ist es nicht die Waffenthat allein, die uns erhebt zu nationaler Begeisterung, die Bedeutung des Tages liegt vor Allem darin, dass er der Geburtstag des neuen deutschen Reiches wnrde, dass in jener großen Zkit alle deutschen Stämme sich zur gemeinsamen heldenmiithigen Abwehr zusammenfanden. Wenn auch wir Deutsche in der Ostmark an Kampf und Sieg nicht theilnahmen, wenn wir auch durch die That nicht mithelfen konnten, gallischen Uebermuth in den Staub zu ringen und ein neues Reich zu erkämpfen, im Geiste waren wir doch mitten unter den Kämpfern und nahmen Antheil an ihrem Ringen und Siegen! „Ilnd fragen deutsche Brüder: Wo gewesen Seid ihr, als der Entscheidung Stunde schlug. Als rings, den tausendjährigen Bann zu lösen, Germania nach ihren Söhnen frug. Als sich in SiegeSfreude, Todesnöthen Verjiingt das deutsche Volk, das deutsche Reich ? Wir sagen, frei die Stirn von Schamerröthen: Deutschösterreich war mitten unter Euch!" In uns Deutschen in der Ostmark war seit jener Zeit das Gefühl der Zusammengehörigkeit aller Deutschen mehr als je lebendig geworden, auch wir mussten in dem großen verkündeten Nachbarreiche einen Hort der Sicherheit, einen Rückhalt in nationaler Bedrängnis erblicken. Dieser Gedanke gibt uns den Mnth, die nöthige Kraft und die Ausdauer in dem schweren Kampfe, den wir gegen unsere nationalen Gegner und leider auch gegen unsere eigenen pflichtvergessenen Stammesgenossen zu führen genöthigt sind, er allein ist es, der uns die Hoffnung auf den endlichen Sieg erhält! Der Sedantag muss uns aber auch daran mahnen, unermüdlich für die Verbreitung unserer Idee thätig zu sein. festzuhalten am deutschen Hochgedanken, den uns der Nuhmestag von Sedan gewiesen hat, ihn mnthig zu vertreten und für ihn zu kämpfen! Deutsch zu sein nicht blos in Worten, sondern auch im Kern und Wesen, in der That, das ist vor Allem anderen nothwendig und das möge jeder Deutsch-nationale sich heute geloben, eingedenk der prächtigen Worte Robert Hamerling's: „Und weil die That nur ist ein Kind der Stärke, Die Stärke aber leicht wie Körner Sandes Zcrstiet't und schwach ist wie getrennte Stäbe, Bis Einigkeit, der Bürge des Bestandes, Den Bund der Kräfte schließt zu stolzctn Werke, So schwören wir — und jeder hier erhebe ^ ^ Die Hand, und leuchtend schwebe Des Schwures Wort empor — dass ohne Wanken Getreu wir Bruderstämme der Germanen Als eines Hauses Kinder unsre Bahnen Zieh'n wollen, bis in Staub die Letzten sanken Auf leichenvoller Wahlstatt der Geschichte, Und deutscher Name lebt nur im Gedichte!" (,.R. D. V. Z.'') -i- Parlamentarisches. Es wäre gewagt, zu behaupten, dass unsere gesetzgebenden Körperschaften nicht häufig geuug tagen, obwohl inan es mit Fug und Recht bedauern mag, dass die Thätigkeit derselben uicht gerade häufig segensreiche Früchte trägt. Der Zwist des abgelaufenen Decenniums in nnserem Adgeordnetenhause, der eine ersprießliche Arbeit nicht gedeihen ließ, beginnt sich bereits zu rächen, denn gegenwärtig giebt es alle Hände voll zu thun. Infolge dessen kommt es zu seltsamen Geschehnissen, wie die nachfolgende Darstellung es beweist. Der Justizminister berief die Mitglieder des zur Berathung des neuen Strafgesetzes eingesetzten Permanenzansschusses für den 19. d. zur Aufuahme der Arbeiten. Da nun die Landtage für den U. d. einberufen ilnd die Mitglieder des Permanenzausschusses fast sämmtlich Angehörige de» Landtage sind und da des Weiteren der^ 12 des Gesetzes über die Behandlung umfangreicher Gesetze verfügt, dass während der Session von Landtagen, welchen Mitglieder eines Permanenzansschusses angehören, Sitzungen des letzteren nicht stattfinden dürfen, so wird der Justizminister die Sitznngen des Permanenzausschusses wieder absagen müssen, es lväre denn, dass alle Landtage das Beispiel des steiermärkischen nachahmten, der seine Sitzungen vor dem 19. d. schließen will. — So unbedeutend dieser Vorfall auch an sich ist, es geht aus demselben doch wieder hervor, dass in früheren Jahren nur zu viel gesündigt wurde — in Unterlassungen. Oesterreich könnte und sollte längst schon sein neues Strafgesetz haben. Der floventsche Katholikentag in Laibach. Am W. nnd ül. August tagte in Laibach der erste slovenische Katholikentag. Wie das „Grazer Volksblatt" be- richtet, waren außer Krainern auch aus allen Nachbarländern zahlreiche Theilnehiner erschienen. Von den Anwesenden werden namentlich die Fürstbischi.'fc Missia und Napotnik hervorgehoben. Reden wurden gehcilten vom Präsidcnlen, dem Prälaten Eebasek, der cs als Hauptaufgabe dcs Katholikentages bezeichnete, den stooenischen Wahlspruch „Alles für Glauben. Vaterland und Kaiser'^ zur allgcincinen Geltung zu bringen, von den Abgeordneten Einspieler und Klun, Dr. SustcrZiü und mehreren anderen. Unter den Begrüßungstelegrammen ist das dcs Grafen Hoheilwart zu erwälinen, der den segenrcichsten Erfolg wünschte. Den Schluss bildete ein „brillantes" Bankett zu i'M Gedecken. Wie das „Volks-blatt'^ versichert, verlicf der Katholikentag „zum Schrecken aller Radicalen", uud das Bolksblatt muss es wissen. Die Äukunft der Südslaven. Das „Agramcr Tagblatt" veröffentlichte den Inhalt einer Unterredung mit dem Neichsralhs-Abgeordneten Dr. Klaic, die in mehr als einer Hinsicht beinerkenswert erscheint. Die Anschauungen des genannten Volksl)oten beweisen, wofern der Bericht dcs „Ag. Tgbl.^^ aus Genauigkeit Anspruch erheben darf, dass die Südslaven der ^'»ukunft frohen Mutt)es cutgegensehen. Die Lage sei zwar, sagte Dr. Klaic, soweit die slavischen Jntereffcn in Frage kämen, ungeklärt, doch scheine ihin die Wiederkehr eines deutschen Partei-Negiines ausgeschlossen zu sein, denn dies liege nicht in den Absichten der Regieruug; auch würden sich dem die einstußreicheu Polen widersetzen. Dem Grafen Taasfe bringt Abg. Klaic Vertrauen entgegen, da derselbe den Südslaven und insbesondere den Dalmatinern gut gesinnt sei. DieS würde auch unter einer anderen Regierung nicht anders werden, da Dalmatien an maßgebender Stelle des Wohlwollens sich erfreue. In Bezug auf die staatsrechtliche Stellung Daltnatiens äußerte sich Dr. Klaic dahin, dass er diese Frage für untrennbar von der Lösung der Frage der occupierteu Provinzen erachte. Würde das heutige staatliche Verhältnis DalmatienS eine Aenderung erfahren, so könne das nnr Hand in Hand init der endgilligen Regelung der staatlichen Beziebnngen Bosniens und der Herzegowina geschehen. In cinein früheren Zeitpunkte werde die Angelegenheit actuelle Bedeutung uicht gewinnen. Auch iu den hiefür maßgebenden Kreisen hege Ntau in dieser Beziehung keine bestimmten Pläne; es würden nur reischiedene Ansichten lant, deren eine dahingehe, den Norden Dalmatiens und den als croatisch bezeichneten Tbeil Bosniens tnit Eroatien zu vereinigen, die übrigen Theile Dalmatiens aber zu einem besonderen Verwaltnngskörper zu gestalten. Diese Eombinationen seien, nach der Meinung des Abg. Klaic, hinfällig, denn die Frage könne nur so gelöst werden, dass alle diese Länder (Dalmatien, Bosnien und die Herzegowina) zusannnengefasst und mit Croatien vereinigt werden. — Ueber den umfassenderen Gebrauch der croatischeu Sprache in den öffentlichen Aemtern und in manchen Schulen meinte Adg. Klaic, dass die Ueberlegenheit und die Einwirkung der italienischen Cultur Nachdruck verboten. Zu hässlich. Eine einfache Geschichte von B. Riedel-Ahrens. (4. Fortsetzung und schluss.) „Verlobt, — mit —mit Erna Lindner?" kam es tonlos aus der zusammengeschnürten Kehle Mariens. „Nein, Marie, wie kommen Sie darauf ? Diese schnippische Kleiue konnte mir nicht gefallen — meine Braut ist Alma Wendt, Ernas Verwandte." „Oh — Alma Wendt —" kam es wieder mit derselben klanglosen Stimme von den zuckenden Lippen. „Ja", entgegnete er warm, „sie ist ein Mädchen von Herz und Gemüth, dem auch Sie Ihre Zuneigung schenken werden, Marie; ich habe ihr bereits so viel Gutes von Ihnen erzählt, dass sie Ihnen mit offenen Armen entgegenkommen wird. Sie werden Freundinnen sein, ^^iarie, und ich bitte Sie in dieser Stunde, mir Ihre Freundschaft zu erhalten. Bedürfen Sie irgeird eines Schutzes, einer Hilfe, — wenden Sie sich getrost an mich, zu jeder Stunde finden Sie mich bereit, Ihnen mit Rath und That zur Seite zu steheu." „Ich " danke Jhueu — von ganzem Herzen, — ich......" Die Stimlne versagte ihr den Dienst. „Darf ich Ihnen Alma an einem der nächsten Tage zuführen?" „Ja." Jetzt brennt die Lampe endlich die eiskalten Hände decken schnell den grünen Schirm darüber. Mariens Kniee wanken, könnte sie doch hier auf der Stelle in die Erde sinken, um uicht länger uuter diesem schneidenden Weh leben zu müssen! Etwas wie die Erstarrung des UeberschmerzeS erfasSt ihre Stimme, ulu den Mnnd legt sich ein Zng maß« loser Seelenpeiu. — Gerhard sieht es, doch in dem eigenen Glückestaumel schreibt er Mariens Zustand der Trauer tlm den Verlust der Mutter zu, und noch eine Weile fährt er fort, ihr von den Annehmlichkeiten ihres Umgangs mit Alma zu sprechen. Kaum hat er sich entfernt, so ist es mit ihrer Faffung vorbei, kraftlos sinkt sie in die Kissen des Sofas und ihr ganzer Körper erbebt in konvulsivischem Schluchzen, nllr ein Wllnsch, ein wildes, verzweifeltes Sehnen nach Ruhe und Vergessenheit ergreift sie, — Marie nimmt sich vor zu sterben; bis zum Flusse ist's nicht weit, — jetzt, wo alles ganz dunkel und hoffuungslos um sie geworden, bringt der letzte Gang nur die Erlösnng. Da vernimmt sie plötzlich neben sich ein leises Weinen, es ist Lore, die sich ängstlich an die ältere Schwester schmiegt. „Sei still, Marie, W?ama ist nun im Himmel und wird schon für nns sorgen! Gräme dich doch nicht so schrecklich, dann stirbst du auch, und ich bin ganz allein!" Marie richtet sich auf, streift das wirre Haar aus der Stirn, seufzt tief Mld umfasst mit leidenschaftlicher Zärtlichkeit die kleine Schwester. Lore hat recht, ihre Aufgabe ist es von jetzt an, für das arine Kind zu sorgen, dem Vater nnd Mutter gestorben, sie mnss leben, lmd diese Gewissheit giebt ihr den innern Halt zurück. Ja, weiterleben: Giebt es doch so viele Menschen, die iin Schatten, nnter dem dumpfen Drucke ciues immer gegenwärtigen Leides, dahingehen, sie lernen sogar das Lächeln wieder — wenn auch uur ein mildes Lächeln, wie der Strahl der Spätherbstsonne über dem entblätterten Wald. Standhaft begann Wkarie alsdann sich mit aller zu Gebote stehenden Kraft zn wappnen, und es gelang, — schließlich blieb ihr doch uoch ein verborgenes, heimliches Glück: er wollte ihr Freund sein, sie durfte ihn von Zeit zu Zeit sehen uud sich an seiner Seligkeit erquicken — was durfte sie, die allzu .häßliche, noch mehr verlangen ? Von diesen Gefühlen gestärkt, einpfieug sie das junge Brautpaar gefasst uud mit ihrer gewohnten sanften Liebenswürdigkeit, und Allna kam der Verlassenen mit soviel Herzlichkeit und theilnahmsvoller Güte entgegen, dass Marie sie liebgewinnen musste und in ihrein Innern die tröstende Ueberzeugnng erwachte: Gott sei gedankt, dass diese seine Frau wird — und nicht Erna, sie wird ihn glücklich inachen, wie er es verdient.--— „Weißt du, Gerhard", sagte Alma, als sie das HauS verlassen hatten, „wir Frauen haben einen scharfen Blick, was du auch dagegen sagen inagst, ich glaube, die gute Marie hat dich heimlich geliebt. Und wie wäre das auch anders möglich?" fügt sie mit strahlendem Ausblick in daS männlich schöne Antlitz des jungen Lehrers hinzu. ..Aber eifersüchtig bin ich nicht ein bis?chcn, dazu ist die arme Marie wirklich doch zu häßlich!" Und iul Vollgefühle seines Besitzes und ihrer siegeuden Schönheit schiniegt sie sich fester an den Verlobten. ..Wir wollen uns beide der Verlassenen und vom Schicksal Enterdten annehmen, nicht wahr, Geliebte, das versprichst du mir?" „Vou ganzer Seele, Gerl)ard! Füble ich nnch doch Marie gegeni'lber fast wie eine Schuldige — für das ihr geraubte Glück." Marie steht am Fenster und siebt dem in der Lindenallee verschwindenden Paare nach. „Wie sie firr einander passen, das stolze, brimette Mädchen und der blonde, stattliche Mann!" Sie wendet sich ab. „Noch eiumal Thräneu an den Wilnperu? Vori'lber! Bleibt mir nicht die Pflicht und schmückt nicht so manche selige Erinnerung die graue Alltäglichkeit?" Seile Marburger ZestMlg Nr. 71, September 1892 .yl groß sei, um die Spuren derselben so rasch aus dem öffentlichen und gcsellsch.isllichen ^^cl?cn auszutilgen. Da werde noch das ernste und patriotische Wirken manck'er Generation erforderlich sein, zu diesem Zivccke dedinfe es dcr Bcrticfung der kroatischen Bildung und de» kroatischen Wissens und insbesondere der kroatischen Jugend erwachse in dieser Be-ziehnug eine Ausgabe, .^u dercn Erfüllung ein glül)ender Patriolismus nicht genüge. Die Rcichslande wiederftewonnen. Der frankfurter Z^riede vom Iihre !87l gab dem deutschen Reiche die ihm einst von seinttn westlichen Nachbar geraubten Neichslande Elsai^-^'othringen Mriick. Damit aber war die Wiedereroberung dieses (.^eb'ictcs keineswegs voll^^ogen. Die grosse Mcl?rt?eit der Elsai?-^v0tbringcr fiihlte und dachte fran^^osisch und die Wablcn in den deutschen Reichstag bewiesen bis zum Jahre eass die Reichslaude von einer Zuge- lii?rigkeit .^lun ncugcgrilndcten Reiche nichts wissen wollten. Allmählich aber vollzog sich ein Umschwung, theils dadurch, dass die entschieden franzi)sisch gesinnten Elsas^'^v^othringcr nach Frankreich auswanderten, theils durch die Einwanderung aus dem Reiche in den beiden Grenzlandcrn. Dass neben diesen beiden Hauptursachen der schrittweise sich vollziehenden Wiedergewinnung dcr Reichslande als Nebenursachen die imponierende Machtstellung des deutschen Reiches, die Einreihung elsaß-lothringischcr Rekruten in das deutsche Heer u. a. m. sich geltend machten, ist selbstverständlich. Am.Hartnäckigsten hielten die aus den Reiben derU l tramon ta ncn hervorgehenden el-saß-lothringischen Abgeordneten an ihrem „protestlerischen" Glaubensbekenntnis fest und in den jüngsten Tagen erst trat auch in dieser Bezicliung eine Wendung ein, die dem Ausspruche berechtigt, dass die Wiedergewinnung der Rcichslande nnlnnebr eine vollendete Thatsache ist. Die Katholiken ElsaßiVothringcns, unter ihnen der Führer der „Protcsipartei", Pfarrer Gnnrbcr, Stadtrat!^ Mch, ans Straszburg und die Vertreter dcr katholischen Blätter in den Reichslanden er« schienen ans dem Katholikentage in Maii.z. Die elsaß-lothrin--gischen Reichsrathsabgeordnetcu dcr tatholischen Partei werden somit fernerhin auf il)rem bisherigen rcichsfeindlichen Standpunkt nicht mehr beharren. Die Reichslande sind dem deutschen Reiche zurückgegeben. Die Militärporlage im deutschen Reichstage. Die Schwierigkeiten, die sich der Einbringung dcr Militärvorlage im drutscheii Reichstage entgegenstellen, scheinen troj; aller Dementis noch immer nicht behoben zu sein. Die Organe verschiedener Parteien kinideu bereits in mehr oder weniger bestimmter Form eine Verschiebung an, und eine officiöse Mittbeilung des „.Hamburger Eorrespondenten" bestätigt tl)eilwkise diese Nachrichten. Man bezweifelt vielfach, dass die Regierungsparteien in der geplanten Herabsetzung dcr Dienstzeit einen genügenden Ersatz für eine Reihe von Mehrforderungen erblicken werden. Man merkt es eben in dieser wie in mancher anderen Frage, dass dcr maszgebendste Factor der Gesetzgebung im benachbarten Bruderreiche sich mehr als billig von Stimmungen leiten lässt, die seinen Werkzeugen ein zielbewusstes, energisches Vorgehen sehr erschweren. Einst war das anders! Der Rücktritt Mers. Die Anzeichen mehren sich, dass auch in Rußland in nicht ferner Zeit ein Ministerwechsel stattstndcn wird, und zwar dürfte die ^^citung des Auswärtigen Amtes aus den Händen Gicrs' in die seines früheren Gebilfen Schischkin übergehen, der gegenwärtig bereits Veiter dieses Ministeriums ist. Der schwerkranke Giers begab sich auf Reisen und wird auch nach Frankreich konnncn. Die „Nowoje Wremja" giebt jedoch den Franzosen zu verstehen, dass der leidende Staatsmann sich kaum mit politischen Dingen werde befassen können, so dass seine Anwesenheit in Frankreich eine Bedeutnng in dieser Hinsicht nicht haben werde. — Die nenerlich auftauchende Meiuung, dass Giers aus dem Amte scheiden würde, stützt sich auf die Tliatsache, dass Schischkiu zwei Tage nach seiner Ernennung zum Leiter des Auswärtigen Amtes eine Eircnlar- Sie liebte, — das Bewnsstsein dieses Geheimnisses durchglüht ihr ganzes Sein, selig ist der, in dessen Seele sich die heilige Flamme einer großen ^Leidenschaft geoffenbart, wie viel Taufende gehen obne diesen, das ganze Dasein licht verklärenden Sonnenstrahl cinsanl uud unbewnsst und ohne Freude ihren dornenreichen Weg über die unvollkommene Erde. — Marie beugt sich nieder auf den blüheuden Rosenstock, den Gerhard il^r zum Geschenk gesandt bat, — sie knfzt die aufbrechenden Knospen und ein matles i^'ächeln, ein blasser Widerschein des verlorenen sonnenhellen Glückes schwebt um ihre kippen. Ein Kek in der Wiener Äusstelrung. Nachdem sich die Wiener Blätter in Viebenswiirdiqkeiten gegen die Besucher tcs SaatenniarkteS überboten hatten, folgten die l^ewaltigen der AuSstcllniig, sowie gewisse '-^^ergnügungs-Nnternchmnngcn nach lmd v^'ranftaltetcn frohe Feste, diesen onserlescnen Gästen u: El?ren. Wir saben sie denn an den genannten Orten in dichten Massen anfmarschieren, stolz blickten niancbe drein und mit Besriedignng ersahen sie ans allem, dass Wien nach wie vor das gelobte ^>?and sei, das ilmen nienlals entrissen werden wird. Gleichwie im vorigen Jahre, so l)attc es auch diesmal nicht an Anstrengnngen gefehlt, die Abl)altung des Saaten-warktes zu hintertreiben, was mit Rücksicht anf die Menschen-anbänfnttg angesichts dcr drohenden El)olera allerdings hener einen Erfolg erwarten ließ. Doch vergebens waren die Be-nnihungen dcr bösen Judenfeinde, dcr Saateninartt wurde bcivilligt, wenn anch die!?1icglcrung wenig Vnst ibre dickfällige Cntschliesjnng traf nnd schon am andeul ^))lorgcn verkündeten die zadlrcichcn Posaun.u Jsiacls in Wien der er- ' Depesche über die in der „Swoboda" veri)ffentlichtcn Docu-l mente erliess, deren Inhalt init der Richtung der Giers'-! schen Politik nicht ganz im Einklang steht. Bleibe, so wird geschlusssolgert, Giers im Ainte, so konnte sich derartiges nicht ereignen. Z>er Wrinz und die Klfe. Irgendwo, 28. August 1892. Schon von ihrem fünfzehnten Jahre an hatte sich das reizende Aennchen, das zu jener Zeit wirklich einer Elfe mit stral?lcndcn Augen und lockigem, goldgelben Haare glich, nichts lebhafter gewünscht, als einen Prinzen, einen leibhaftigen Prinzen an ihr Pcrsönchen zu fesseln, und dieser Wunsch nlnsste allen, die ihr gut waren, nmso begreiflicher erscheinen, da Aennchen bisher nur Gelegenheit gehabt hatte, auf den Brettern, die für sie noch nichts bedeuteten, f a l f ch e Prinzen kennen zu lernen, — recht böse ^^eute noch dazu, die es schon bemerkt hatten, wenn das zierliche Mädchen abends aus dem Gewirre der sie umgebenden meist reizenden Köpfe heraus ihre brennenden Augen auf gewisse Logen richtete, deren jugendlich kräftige und uniforinierte Insassen wieder ihre scharfen Gläser auf die Bühne und gerade in jene Gruppe versenkten, deren Mittelpunkt das schöngelockte Elfchen war. Aber gar lange dauerte es, bis sicb aus dem Kreuzfeuer der Blicke ein festeres Band entwickelte; — dafür schien es aus gutem Stoffe und für die Ewigkeit gemacht zu sein. Eines Tages waren Aeunchens Träume in Erfüllung gegangen, ein lvirklicher Prinz stand vor ihr und starrte sie mit leuchtenden Augen an und legte ihr schliesslich sein Herz zu Füszen, das noch nicht so abgenützt und erstorben war, wie das von so vielen seiner hochgeborenen Kameraden. Er sah und kannte nichts anderes mehr, als seine Erkorene und folgenschwere Gedanken durchkreuzten sein Gehirn. Fürwahr, er brütete nichts Geringeres, als dem armen, unbekannten nnd ans niedriger Familie stammenden Mädchen seine brillanten-besetzte Hand zu reichen zu einein Bunde fürs ^^cben! Schon einer seiner Borfahren hatte vor etwa zivanzig Jahren Aehnliches iin Schilde geführt; — allein in diesetn Falle war die An« gebetete dem Licbedurstigen wenigstens insoferne ebenbürtig gewesen, dass sie als eine Fürstin galt im Reiche der Tone; — mehr kalin ich den Lesern dieser Zeilen freilich nicht ver-rathen. — Nun wälzte unser Prinz seine schwarzen Gedanken tage-nnd wochenlang im Kopfe herum, so dass Aennchen seufzend und bangend um ihrer Liebe Schicksal sich die klaren Augen roth weinte; — es war ihm allerdings nicht leicht möglich, einen Ausweg zu siuden, denn Alles, seine militärische Laufbahn, seine Unluündigkeit und der höhere Wille seines Baters bildeten zusammen einen Wall von .Hindernissen, der zu besiegen nicht möglich schien. Da wagte er einmal, von den Qnalen dieser unentschiedenen Lage gemartert, seinem Bater gegenüber eine kurze Andeutung seiner Absichten; allein die ihm ertheilte Antwort war derart, dass er jede Hoffnung, in den Besitz seiner Angebeteten auf die gedachte Weise zu gelangen, für immer aufgeben musste. Mit dem Heiraten war es also nichts! Wozu wäre man aber Prinz und Sohn eines reichbegüterten Vaters, wenn es in solch' kleinen Dingen keinen Ausweg gäbe? — Auch das blaue Blut eines Jünglings, dem seine wohlgezählten sechzehn Ahnen vorangiengen, kann nicht immer gleich ruhig durch die Adern fließen und sich an die Gesetze der Wohlanständigkeit binden, wenn das Herz irgendwie im Spiele ist. So vergaß denll der Prin^, dass er den Militärrock trage, vergaß auf alle die lästigen Zeremonien des Urlaubbittens oder Abschiednchmens von Verwandten und Freunden, ließ für sich nur ein ganz kleines Kofferchen packen und verduftete bei Nacht und Neliel in Begleitung seines Aennchens, das über eine solch' romantische Entführung mehr entzückt war, als wenn es unser Prinz geradenwegs an den Traualtar geschleppt hatte. Nun war ja dcr Prinz zur Frende seiner Anverwandten auf dem einzig richtigen Wege, der solche Leidenschaften ab-kübleu lnnss, — allein dass er sich nicht ordnungsmäßig empfohlen hatte, das brachte üble Folgen! Doch auch in staunten Bevölkerung diese Thatsache. — Wo wäre jemals hier deu Altserwählten etwas versagt geblieben, das ihnen Gewinn versprach? — Das Fest in der Ausstellung war zwar gnt besucht, auch die Beleuchtung und Ausschtnückung der verschiedenen „Promenaden" ließen nichts zu wünschen übrig — unreines fehlte, das auch die Fürstin Metternich mit ihrem gefälligen Stabe nicht berbeischasfen konnte; näinlich die verschiedenen hochadeligen Fainilicn, welche seinerzeit, als die Ausstellung noch in ihrein ersten Glänze sich so jugendfrisch zeigte, in Massen den Festplatz mit ihrer Gegenwart beehrt hatten. Diese adeligen .Herrschaften würden den Saatenmartt-Besnchern sammt ihren liebenswürdigen Frauen nnd Töchtern zur schönsten Folie gedient haben, — allein sie zogen es vor, auf ihren kühlen Landsitzen zu l)leiben und das heiße Pflaster Wiens sammt dem verstaubten Prater dem eigentlichen „Volke" zu überlassen, — tiot;dcm gar viele nntcr ihnen dem Jnden-thuine triliutpflichtig sind und ihr ganzes Verhalten nur nach den Wiinschen ihrer mächtigen Geldgeber eingerichtet haben. Allein ich wollte Ihnen ja vom Feste schreiben nnd nicht von den Lcnten, die gar nicht dabei waren. Trotz des prachtvollen Soinmertagcs, der Tailsende von Wienern iniltelst der Süd' und Westbahn in den Wiciicrwald entsührt hatte, blieben sür die Ausstellung noch immer etwa Personen übrig, die sich nach Einbrnch der Dämmernng ganz prächtig unterhielten. — Da gieng daS „Eoriandoli-Wersen" los, inanches zarte Francnantlitz wnrde getroffen, allein bald hatten sich alle an diese neuartige „Hetz" gewöhnt und es fehlte nicht viel, so wären die Papierschnitzel schon gegen Mitternacht ausgegangen. Wie imnicr, fand allch diesinal Alt-Wien" seine begeisterten Verehrer; kanm flüg^^c gewordene Jungen imd Mädchen sangcn in toller Lust „Das Drah'n, das iS niei' diesem Falle war eS gut, Prinz zu sein. Als durch einen leidigen Zufall der Aufenthaltsort des Liebespärchens entdeckt worden war, da musste das letztere bald umkehren, denn von allm Seiten dräute Unheil, wogegen die Liebe allein keinen genügenden Schutz darbieten konnte. Geld nnd wieder Geld gehört nicht blos zum Kriegführen, sondern aucb zu friedlichen Streifzügen auf dem Felde der Liebe!--Und das war dem Paare bereits vollständig ausgegangen, fo dass es, der höheren Gewalt sich beugend, der Stätte zueilen musste, die es vor wenigen Wochen liebetrunken verlassen hatte. Der Empfang der beiden war weder feierlich noch geräuschvoll; gauz kläglich schlichen die jungen Abenteurer zu einem bereitstehenden Wagen, der rasch im Lärm der Stadt sich verlor. Das war für längere Zeit das letzte Beisammensein des Prinzen und seines Aennchens, denn nuu wnrde das Paar gar gransam getrennt. Aus besonderer Rücksicht wnrde i h m von der Militärbehörde gestattet, sich drei Monate lang auf seinem Zimmer zu vergnügen, ivährend sie eine reizend gelegene Sominer-frische anfsuchen musste, wo Gelegenheit zu träumen, alier wenig gesellschaftliche Anregungen geboten sind. Für die Kosten dieses Aufenthaltes sorgt natürlich der gütige Papa, der immer noch glücklich darüber ist, dass sein Haus von einer „Mesalliance" verschont blieb. In der stillen Walv» einsamkeit wartet nun das blonde Aennchen die Zeit ab, welche dem Geliebten wieder die Freiheit bringen soll; ob er aber dann zn i h r zurückkehren wird, ist mehr als fraglich geworden, und es kann noch einmal die Zeit kommen, wo das gold-lockige Köpfchen uenerdings aus der Schar ihrer Colleginnen heraus von der Büliue nach den Logen blickt, wo die jungen geputzten Herren sitzen, um einen neuen Prinzen zu angeln. — So lautet die lÄeschichte vom Prinzen und der Elfe; sie ist wahr, denn das Aennchen hat sie mir selbst erzälzlt. Hagesneuigkeitea. (Ein fürstlicher Haushalt.) Wie sich ein fürst» licher Haushalt in Oesterreich zusamincnsetzt, das ersieht man nicht ohne Verwunderung aus dem eben erschienenen „Fürst Schwarzenberg'Jahrbuch vom Jahre 1892." Danach besteht dcr Hanshalt des Fürsten Adolf Josef Schwarzenberg und seines Sohnes, dem Erbprinzen Johann, ans 44 Bediensteten nnd der herzoglichen Garde-lÄrenadierleibwache mit I Garde-Hauptmann und 21 Garde-Grenadieren. Die auf den einzelnen Herrschaften und Giitern vertheilte Beamten- und Dienerschaft besteht aus : 1 Zentralbuchhalter, 70 Rechnungsund Kassenbeamten, 2 Rechtsauivälteu, 8 Archivbeamten, U) Herrschaftsdirektoren, 40 Guts-, Sektions- und Natural-verwaltern, 30 Oekonomie-Adjunkten und Assistenten, 53 Kanzlisten uud Diurnisten, Öi) Amts- und diversen Dienern mit einem Oekouomie-Aufsichtspersoual von 319 Schasfern, Oberdreschern u. s. w. Das Forstpers.mal besteht aus: 1 Oberforstineister, 9 Forstmeistern, 24 Oberförstern und Forst-kontroloren, 70 Revierförstern, 27 Förstern und 83 Forstadjunkten und einem Revier-Aufsichtspersonal von 300 Forstwarten und Hegcru. Das Z)abriks- und Jndustrialien-Personal besteht aus: 4 Direktoren (Leitern). 3«' Beamten und 13l> Unterbeamten und Dieueru. Das Bau- uud Ingenieur-Personal besteht aus: 31 Ingenieuren und Geometern und 14 Baubeamten. Das Schloß- und Gartenpersonal besteht aus: 1 Inspektor, 2 Schloßverwaltern und 40 Gärtnern, Gehilfen n. s. w. Das Fischereipersonal besteht auS: 70 Angestellten als Fischmeister, Teichheger u. s. w. Das Sanitätspersonal weist auf 30 Herrschaftsärzte und 8 Thierärzte. Die Potranats-geistlichkeit weist auf 207 und die Lehrerschaft 2,'» Personen. (Professoren-Jubiläum des Hofrathes Billroth.) Zum 25jährigeu Professoren-Jubiläum des Hofrathes Professor Dr. Theodor Billroth werden großartige Bor-bereituugen getroffen. Unter anderem wird dem Meister eine künstlerisch ausgestattete Festschrift überreicht werden, in welcher die Leistungen Billroths aus chirurgischem und humanitärem Gebiete durch ehemalige und gegenwärtige Schüler des Professors verzeichnet werden sollen. An dem Werke arbeiten Leben" und „Anssa mit die tiaf'n Tön' «nd anffikrall'n bis in dö Höh'" — und was dergleichen wundervolle Lieder mehr sind. Wir sahen eine Gesellschaft, die einen etwa achtjährigen Jungen vor sich auf dem Tische stehen hatte und ihn aus Leibeskräften einen Wiener Gassenhauer schreien ließ, dazu unmäßig Beifall klatschte, den Buben dann herabzog und ab-küsste. Was will daraus werden? — dachten wir unwillkürlich bei dem Anblicke dieser Scene. Da wundern sich dann die Leute, wenn kaum dcr Schule entwachsene Kinder, dereu Gchiru schon halb zerrüttet ist, Selbstmorde ans Liebesgram begehen; da staunt man über die Menge der Aufrufe, welche von derlei unvernünftigen Eltern jahraus, jahrein in den Zeitungen zu lesen sind und die gewöhnlich lanten: „Kehre zn Deinen tiefbetrübten Eltern zurück — es ist Dir alles verziehen!" — Wer verzeiht aber diesen Erziehern? Alle Unterhaltungen waren vortrefflich besucht, das unschuldigste aller Vergnügungen, der Tanzboden im Freien, fand seine begeisterten Verehrer nnd vor dem Hanswurst, der einen Gelegenhcitsschcrz „Der Saatenmarkt in Wien" zum besten gab, stießen nnd drängten sich die Tausende von „GratiS-blitzern", so dais die anf den Bänken sitzenden zahlenden Zu-schancr inehrereinale unsanft von der hinter ihnen besindlichen A^enge berührt wnrden. Dann gab es auch ein Feuerwerk, der Engländer Sayne anf denl Trabtcnnplatze, ein Gesainint-l^oncert dcr Musikkapellen n. s. 10.,— kurz die Lustigkeit liahm init dem iininer furchtbarer werdenden Staube zn, so dass il0ch um Mitternacht an lein Ende zit dcnkcn war. So ttulerliält sich Wien in der ^'jeit, wo alle Tagesdlätter von El)olcral)crichtcn strotzen und die gaiize Stadt nach Earbol nnd Chlorkalk dnftet. Nun wird neues Leben in di.' Ansstellnng kommen, denn zngleich niit dcr Anfangs Scptembcr nach Wien zurück- Nr. 71, 4. September 1892 bereits zahlreiche Chirurgen in vieler Herren ^^ändern, und das Redactions-Comitv hat ein riesiges Material zu bewältigen. Anch die akadrmischen Behörden, specicll das mcdicinischc ProfessoreN'.Colle^ium mit dem Dccan Professor Ludwig au der Spitze, planen Hofrath Billrolt) chrente Ovationen. Die Studentenschaft gedenkt einen Festcommcrs und einen ^cickcl-zug zu veranstalten. Die Festlichkeiten werden bei Beginn der Wintervorlesungcn stattfinden. (Bon einem Eisenbahn zu ge erfasst.) Der Z^jährige Bahnmeister Rudolf Bahnhofcr, in Penzing bei Wien wohnhaft, wollte vergangenen Mittwoch nachmittags in Station Rekawinkel das Geleise in dem Momente übersetzen, als ein Zug einfuhr. Bahnhofer wurde von der Locomotive niedergestoßen und erlitt einen Bruch des rechten Scheitelbeines mit Verletzung des Gehirns, einen offenen lörucd des rechten Oberschenkels und eine schwere Quetschung am Knie. Mitt.lst Bahn nach Wien gebracht, wurde er auf dem Weslbahnliof von Aerztm der Rettungsgesellschaft verbunden und ins allgemüne Kranklnhaus übersiibrt. (Die Ausprägung der neuen Miinzen.) Kammer-Medailleur Anton Scharf hat in Ischl daÄ Miinz-bild des Kaisers fiir die Miinzen der Krouemvährnng neu aufgenommen und ist uunmehr nach Wien zuriich^ekebrl. um die Stanzen für diese Äiünzen auszufiihrcn. Diese Arbeit dürfte ungefähr zwei Monate in Anspruch nehmen, und es dürfte daher kaum uwglich sein, mit den Prägungen vor Ende Octobcr zu beginnen. Zuuäclift werden die Nickelmünzen in Angriff genommen werden, weil für dieselben das fertige Material bishin vollständig geliefert sein wird. Mit der Ans-Prägung der Gol0' und Silbermünzen wird mau im Monat November beginnen können. Dagegen wird der Anfang der Prägungen der dronzemünzeu erst in das näcbstc Jahr fallen. In der ersten Zeit wird das Münzamt nämlich die Plättchen für die Bronzemünzen nicht in eigener Regie anfertigen, so!.dcrn dieselben fertig beziehen. Die Ausschreibnng für die Lieferung der Bronzeplättchen wird binnen kurzem erfolgen, und in derselben wird der Termin fär die Leiste llnng der Plättchcn auf ten 1. Jänner festgesetzt werden. Dies schließt jedoch nicht aus, dass eine Probeprägnng der Bronzemünzen schon in diesetn Jahre erfolgen kann. (Die moderne Putiphar.) Die ii^jährige Schuh-machersgattiu t^lifabeth Prikofsky sehute sich nach ^^iebe. Ihr Gemahl aber nicht, weni^^stens nicht nach der ihren. Die Folge dieser Meinungsverschiedenheit war, dass die Prikofsky sich die Rolle der Madame Pntiphar zurechtlegte nnd in dem Mährigen Josef Aiatala, der bei ihrem Gatten bcdienstet war, einen Josef fand, der nicht seinen Mantel im Stich liess, um seiue Tugend zu retten. Als der Gemahl der verliebten Schnsterin dies erfuhr, jagte er seine Frau sammt ihrem Josef davon. Elisabeth Prikofsky miethete sich nun bei dem Elsengießer Franz Turck ein, wo sie des Oefteru von ihrem Josef besucht wurde. Welche Gründe aber dieser wohl haben mochte, um die Madame Putiphar-Prikofsky zu vernachlässigen, ist nicht ganz aufgeklärt. Die Frau meinte freilich, die Schuld daran sei, dass sie ihren Josef nicht so wie ftüher mit Geld und Geldeswert für seine Liebe lohnen konnte. Elisabeth Prikofsky aber wollte den Ungetrenen an sich fesseln, sie entnahm daher aus einem versperrten Koffer ihres Qnar-tiergebers ein Sparcaffebuch im Werte von 656 fl. 54 kr. und behob darauf das Geld, und entwendete dem Turek überdies noch 6 fl. in Silber. Der Diebstahl wurde entdeckt und der Berdacht fiel sofort auf die Schnsterin. Turek erhielt den größten Theil seines Geldes zurück und die Prikofsky wanderte ins (^andesgericht. (Im Wiener Eotnmuna lb ad) ertönte am vorletzten Donnerstag nachmittags gegen sechs Uhr plötzlich der Schreckensruf: „Schwimmeister, es mnss jemand ertrunken seilt! Da ist Einer untergetaucht und nicht wieder raufgekommen !" Die Schwimmlehrer rasten sofort herbei, stürzten sich in das große Bassin und durchsuchten eS nach allen Richtllngen, jedoch ohne Erfolg. Nun ordneten sie an, dass jeder der Badenden sich in seine Cabine, bezw. zu seinen Äeidern stelle, um so vielleicht die Persönlichkeit des Verschwundenen erniren zu können. Der Erfolg dieses Manövers war verlilüffeild: nicht eine. kehrenden „Gesellschaft" trifft auch der beriihmte Mascagni hier ein, dessen angebliche Neider ihn in den jüngsten Tagen die prächtigste „Reclaine" machten. Wie bekannt, haben ihn diese Leute als „Jrredentisten" brandmarken wollen, der erst dann nach Wien koimnen werde, wenn Trient und Triest an Italien abgetreten sein wiirden. Das beeilte sich Masca^ni abzuleugnen, hinzufügend, dass die Politik mit der Musik nichts zu thun habe; — der Componist wird daher llmso lieber hier gesehen lverden. Es isi ganz gut, dass er hirl)cr komlnt; denn das berühmte Tanzpoein „Die Doilannixe" zog schon gar nicht inehr. Nach diesein ist das Erscheinen einer italienischen Gesellschaft ein wahres Ereignis! Denn weder die Reicher-Truppe aus Berlin, noch die Alldreas Hofer-Gesellschaft bekalnen wir zu hören, so dass inanchmal der Hanswurst die einzige Zerstreuung bot. Nun wird die Ausstellung znn: dritteninale aufleben und dann verschwinden; dass sie keine Wiederholung lnchr sinden wird, das können nns die geehrten !^^tscr aufS Wort glauben, denn sie brachte sowol)l ihren Veranstaltern, als dein Volke nichts weiter, als eine ungeheuere Enttäuschllng! ^1. sUngesährlich.) Dalne: Ich hörte, Sie ducllirten sich gestern lnit Herrn v. Meyer. Herr : Ja, so ist es. Dame: Da, hatten Sie da keine Fllrcht, dem geladenen Revolver gegenüber zn stehen? Herr: Nicht, wenn ihn Herr v. Meyer hält, denn ich bin bei ihm ja in der Lebensversicherung. (Ersatz für Heiratsa n n once n.) Bankier Rofenthal kointnt in Kissingen an und zeichnet in die Kurliste ein: Rosenthal, Bankier nnd Tochter (li)0.0(>l)) und Nichte (UD.000). Marburger Zeitung svlldern drei Cabinen blieben leer! Also drei Mann ertrimken! Eben wollte inan sich vor Schrecken wieder au die Suche lnachen — siehe da taucht am Ende des Bassins, pustend und keuchend, ein Kopf auf, dailn ein zweiter, gleich darauf ein dritter! Die Besitzer dieser Kopfe, anfangs hciter, waren sichtlich nnangeuehttl berührt, als sie bemerkten, dass sie sofort der Mittelpunkt des allgeineinen Interesses geworden waren, und dieses Unbehagen steigerte sich erheblich, als man sie, die „Ertrunkenen", einem strengen Verhör rmterwars. Da stellte es sich denn heraus, dass die drei Herren ins benachbarte — Damenbad hinübergetancht waren! Das Kleeblatt ist bereits augezeigt, und dürste demnächst zur Einsicht kommen, dass das Gericht für solche „Witze" kein Verständnis hat. Vielleicht iverden auch die Verkehrsverhältnisse zwischen Herren- und Daincnabtheilung im Eommuualbad etwaS erschwert. (EinTrau m.) Die Leipziger „Neue Deutsche Zeitnng" veröffentlicht folgende Verse: A^ir tränmte jilngst: Es wär' das Jahr 2l)si0 schon; Reichskanzler wär' der große Chon, ^^eoi Al'inister, Jtzig Feldmarschall, Hebräisch sprach ulld sang mau überall. Obligatorisch war in jedem Gau Dlnch Reichsgesctz der Knoblanchpflanzenban; Verschwunden war der Sinn fiir Ehr' und Recht, Der freie Deutsche war des Juden Knecht Und trug der Kette eisernes Geschmeid Als Frucht der Thorheit und der Duldsamkeit. Wo auf dem W^arkt das Siegcsdenkmal stand, Thront Jtzig mit dem Wechsel in der Hand; Halb iln Genick saß sein Cr^linderhnt, Ein gold'ues Kalb dient ihm als Attribut. — Und als ich näher noch dies Bild betracht'. Bin diu'ch Geräusch ich plötzlich aufgewacht: Ein kosch'rer Jude staltd vor nleiucm Bett Und fragte — ob ich keine alten Kleider bätt'. (Tod infolge von Wurstvergiftung.) Wie nöthig es ist, eben jetzt den Nahrungsmitteln erhöhte Auf-luerksamkeit zuzuwenden, belveist folgender in Wien vorge-kominener plötzlicher Todesfall. Der l«^jährige Tapezierer« lehrling Eduard Ataicheritsch ist gestern abends uin!) Uhr nach knrzeln Unwohlsein gestorben. Maicheritsch hatte vorher mehrere sogeirannte Oedenburger Würste gegesseu, riiid dürste nach dein Befulrde des Polizeibezirksarztes Dr. Weiß infolge des Wurstgenufses an acuter Jntoxication gestorben sein. (Die Ohrfeigenschlacht im Kaffeehanse.) In Wien wnrde eine lnerkwürdige Asfaire viel besprochell, eine Angelegenheit, die vorderhand einen klatschenden Abschluß gefunden hat. Saßen da in einein der ersten Kaffeehäuser der inneren Stadt llrehrere Herren, darunter der Buchhalter eines Wiener Etablisseinents; ein neuer Gast betritt das Easö, nähert sich der Gesellschaft und bittet den Buchhalter höflichst, auf einige Worte zur Seite zu treten. „Kennst du tziesen Brief!" Der Buchhalter erbleicht, aber er hat keine Zeit, zu antworten, denn der neugierige Frager hott an», links und rechts, das reinste „Watschenduett". Der freigebige Ohrfeigenspender war ein bekannter Vororte-Geschäftsmann, welcher allen Grnnd hatte, intilne Beziehungen seiner Frau zu dem genannten Buchhalter zn initsbilligen. Diese leidige Ohrfeigengeschichte wird aber ein gerichtliches Nachspiel haben; der Buchhalter hat eine Ehrenbeleidigltngsklage eingereicht und sein handfertiger Gegner hat dieselbe damit beantwortet, dass er die Anzeige an das Eorps-Eoininando erstattete der Buchhalter, welcher gleichzeitig Reserve-Officier ist, lasse sich ohrfeigell, ohne daraus entsprechende Eonsegnenzen ziehen. . , ^ ^ (Eigenthümliche Gesellschafte u,) In Japan hat man, nln die Langeweile zu vertreiben, verschiedene lir-eigenthilinliche Gesellschaften gegründet. Eine derselben heißt die ^Orang-Utang-Gesellschaft"; die Mitglieder müssen alle den Beweis dasilr geliesert haben, dass sie gavisse große Mengen Saki (den ans Reis gebrannten Brantwein der Javaner) consuinieren können. Zu Präsidenten und Vice-Präsidenten iverdeu die tüchtigsten Trinker erlvählt. Eine (Nachdruck verboten.) Die alte Wechnung. Aon Julius Berg er. Es giebt wohl kein Di?rfchen oder Städtchen, wo nicht die jungen Männcr, wenn sie sich nach vollbrachtem Tagewerke zu einem gemüthlichcn Plauderstülldchen an dem Gartenzaun, aln Dorfende, oder am Gasthaustische zusammenfinden, gar zu gern den Unterhaltuugsstoff aus deln Reiche ihrer be-kalUlten Dalnen wählen. Da wird gelobt mid getadelt und vielleicht inancheS recht kluge Wort gesprochen. Zuerst gehts über die Gustel her, die ein gailz hübsches Mädchen ist, aber darllln,wcil sie immer ulld immer zur Tanzmusik geht, den Spottnamen „Tanz-gustel" erhalten hat. Der Schullehrer soll auf sie ein Auge geworfen haben, weiß der .Hans mitzutheilen; man kann aber dieser Nenigkeit nicht viel Glauben schenken, weil luan nriheilt, dasS der Schnllchrer. der ja doch gebildet ist, wohl ein ruhigeres, feineres Mädchen heiraten wird, das nicht mit einem jeden ersten Besten auf dem Tanzboden herninspringt, wie es die Gustel nnn einmal nicht lassen kann. Der Peter sindet es nicht schön, dass die Hanne in ihrer Kleidnng zu viel Staat macht und wie die gannwblen Großstädter hernmlänft, obgleich sie doch nur eine Baucrn-tochter ist. — Andererseits wird die Mielchen gelobt als das schönste Mädchen im Orte; zudem ist sie sittsanl, bescheiden und nicht gerade arm. Aehnlicl^ plauderten auch wir, wenn der lebenslustige Kaufmann, der Förster, der Jnspector uud der .^^invlebrer bei einem gemüthlichen Skat zusannnensaßcn, wie es allabendlich der Fall war. Seite andere Gesellschaft heißt die „Pocken-Gesellschaft"; doch ist ihr Zweck nicht die Verhütung dieser Krankheit, sondern sie tl?cilt Preise an die Mitglieder aus, welche die tiefsten Pockennarben haben. Eine weitere Gesellschaft führt den Namen ; die Mitglieder versammeln sieb, uul ihre Ansichten über die persönlichen Reize ihrer Frauen zu besprechen; ^>^ctztcrc mi'lssen bei solchen Gclegercheiten iu persvn!» erscheinen! Gar nicht übel. Gigen - Werichte. Bruck a. M., 2. September. (Regional-Ausstellung.) Am 8., 9., U). und N. September findet bei uns eine Regional'?lnsstcllnng für Landwirtschaft, Gewerbe, ' Industrie und Schulwesen statt. Die feierliche Eröffnung der Ausstellung beginnt am September um U) llhr vormittags. Eoncerte, Glückshafen, Freischießen nnd andere Belustigungen werden zu Ehren der Besucher veranstaltet. Eine scbr rege Betheilignng steht bevor; auch einige Mardurger Firmen werdcu unsere Ausstellung beschicken. Der EintrittsprciS in die Ausstellung beträgt kr. Drachenburg, 1. Augitst. (Ehrenbeleidigungs-proccss ) Ein äußerst tnteressanter Ebrenbeleidignugsprocess wird sich am ll). Sevtenibcr vor dem Forum des hiesigen Bezirksgerichtes abwickeln. Geklagter ist l^er ob seiner Fröurmig-keit und seines himmlischen T^ase'nS bekannte Pfarrer Herr Heinrich Werk (oder wie er sicl^> jetzt schreibt: Verk) vom irdische« Jammertl)alc in Peilenstein; .Kläger ist ein l'^eschäfts-maun von ebeudort, welchen der Pfarrer inl vcllen Ornate am Kirchenplatze öffentlich alif eine Art beschimpfte, die eben auch nicht auf einen steten Verkehr nrit den >>immelöbcwohnern schließen lässt. Anlass zn diesem ungebeueres Aufsehen erregenden, dcn Geklagten ebenso entwiirdigenden Vorfalle lst ein jesuitischer Kniff, der gegeu den so arg beleidigten, allgemein geachteten Geschäftsmann, zu des Pfarrers '^eidwcseu ohne Erfolg, angewendet wnrde. Unsere presspolizeilichen Verbaltuisse lassen es leider nicht zu, die Vorgeschichte zu diesem Processe jetzt schon zu erzählen. — Die Hauptverhandluug wird, wenn der bedauernswerte Kläger inzwischen nicht durch ein je'uitischcs Maniwer zur Rückzichung der Klage veranlasst wird, bochst interc>santc Details ans Licht bringen, die wir dann zum Nntz und Froimnen aller Gläubigen an dieser stelle ».'ringen werden. Windi sch-Fe ist ritz, August. (G em ci nd c-vorstandswahle n.) In nachfolgenden Orten im Bezirke Windisch-Feistritz wilrden bei den Geineindevorstandswahlen nachbenannte.Herren gewählt: In St. Anna bei Maxau: Haischek Mathias, Gemeindevorstel)cr, Kovatschitsch Mathias und Haischek Anton, Gemeinderäthe. In Buchberg: Pletschko Stefan, Gemeindevorsteher, Hnber Stefan nnd Peteg Michael, Gemeinderätkie. -^Jn Deschno: Babschek Stefan, Geineindevorsteher, Kovatschitsch Martin nnd Schuster Vkartin, Geineinderäthe. — Ju Uuter-Losnitz: Jostinek Franz, Gelneindevorstcher. Kamschek Thomas und Vchovar, Gemeinderäthe. — Ju Petschke: Poharc Anton, Gelneindevorsteber, Kodritsch Philipp uild Schuster Simou, Gemeinderäthe. — In Schmitsberg: Jagoditsch Simon, Gemeindevorsteher, Bnreschnig Philipp und Ternath Jakob, Gemeinderäthe. — In Stopno: Sagadin Mathias, Gemeindevorsteher, Unk Stefan uud Kroschel Matthäus, Gemeinderäthe. ^ In Schentovetz: Schifl Panl, Gemeindevorsteher, Wergles Stefan und Schifl Kaspar, Gemeinderäthe. — In Statten-berg: Wanter Franz, Gemeiildevorsteher, Brnmec Franz llnd Bergles Jakob, Gemeinderäthe. — In Tainach: (Gemeindeausschusswahl): Blaschitsch Jakob. Pongratschitsch Mathias, Stajnko Joliauu. Wiscyitsch Johann. Koroschcc Anton, Zist Simon, Schega Josef, Pristonik Paul, Dusej Bartholoiuäus, Blaschitsch Bartholomäus, Smogavec Joses, Tomaschitsch Gregor. Graz, Septelltber. (Vom Theater.) Gestern wurde die Winterspielzeit mit Victor Sardons fünfactigem Schauspiel „Dauiel Rochat" eröffnet. Dieses Stück, von Dr. Heinrich Laube ins Deutsche übersetzt, verinag beute nur bei auSgezeichueter Darstelluug zu wirken, da der darin behandelte Die Wohnung eines je'.en wnrde einmal als Versammlungsort der kleinen, aber immerhin recht gemüthlichcn Gesellschaft gewählt. Der vierte, der bekanntlich ..passen" lnuss, hatte die ehrenvolle Pflicht, die anderen zn nnlertialten, die sich gerne durch spaßige Historien aus Nah und Fern im Spiele, das ja einzig des Vergnügens und nicht um „Halbe", „Viertel" oder „Zehntel" des Gewinnens halber unternommen ivnrde, stören und nllterbrechen ließen. Ain lneisten wnsste natiulich der Kanfmann zu erzählen, der bislveilen Geschäfte halber nach der Stadt fuhr. — Verheiratet waren wir vier noch nicht; darnm sprachen wir viel und gern über die Damcu. Der Kaufmann hatte anf seiner letzten Geschäftsreise, die er über die Grenze geinacht, in der Stadt bei einer Familie logiert, die ihm seit Jahr und Tageu bekannt ivar. Nur eine Tochter war die Zierde itnd der Stolz der Eltern, die in sehr gnten Verhältnissen lebten. Hedwig — so hieß die nennzebnjährige Greiizcontrolors-tochter ^ wnrde bis in die Details beschrieben; ibr schönes, blondes Haar, das muntere, rosige Gesicht, der Mund znin küssen, die zarten Hände nnd die volle nu^ dock schlanke Figilr: nichts vergaß ier redselige Kaufmann nnd zeigte uns zuletzt eine Photographie der schönen Dame, welche er anlässlich des letzteu Besuches beimlich aus dein Albuin ent- s fernt hatte. — „Dieses Mädchen habe ich schon irgendwo gesehen!" rief anf einlnal der Förster, als er das Bild in seinen Händen hielt — „ein allerliebstes Kind!" „Dn hast sie beim vorjährigen Ressourcenball kennen gelernt —" entgegnete ihm der Kausmaun — „ich stellte sie Dir ja vor. In vierzehn Tagen besucht sie abermals den Seite 4 Conflict zwischen Atheismus und Pietismus in der Auffassung der Cioilehe nur mcbr geringem Jnterresfe begegnet. Leider w.ir abcr die vorerwähnte Bedingung siir einen Erfolg des Stiickcs durchaus nicht gegeben, denn die neugeworbenen Kräfte erwiesen sich als durchaus ungenilgend. So kam es, dass man lachte, wo nlan weinen, und weinte, wo man lachen sollte. Das Haus leerte sich vou Act zu Act zusehends, und wenn Herr Hermann Karl, Ploj Mathias, Druzovitsch Josef. Leutschach, . August. l^^Gemeindevertretung. — O r t s s ch u l r a t h.) Bei der kiirzlich stattgefundenen Ausschusswahl für die Gemeinde Schloi?berg wurden fast durchwegs fortschrittlich gesinnte und deutschfreundliche Männer gewählt und zwar: Josef Paulitsch, Jol)ann Skarzitonig, Anton Paulitsch, Georg Siwel;, Anton Lambrecht, Josef Lirzer, s^ranz Albrechcr, Franz Gradischnig, Josef Grill, Peter Puschnig, Anton Gradischnig, Peter Peitler, Jakob Gradischnig, Johann Dcutschmann, Franz Lamprecht, Simon Körbler, Alois und Franz Stelzl. Die Wahl des Borstehers siel, wie voraussichtlich, auf Herrn Josef Paulitsch. Die Wahl leitete Bezirkshauptmann Baron Schweickhardt. — Die Gemeindeausschüsse Josef Lirzer und Franz Gradischnig sind zugleich Ortsschulräthe für den Ortsschnlratl? Hl. Geist und die Einzigen, welche mit Ausdauer dahin arbeiten, in der an der Sprachgrenze liegenden Volksschule Hl. Geist dem Wunsch«' der Gemeinde gemäß die deutsche Sprache einer würdigeren Berücksichtigung zuzuführen. Dafür wurden sie aber nach vollendetem Wahlact im Gasthause des Herrn Bukonig. wo sich die Wähler dann versammelten, von einem ebenfalls dort erschienenen Pfarrer in einer Weise verspottet, was man höchstens nur dem angeheiterten Zustand des Betreffenden zuschreiben kann. Die beiden genannten Herren sitzen über Auftrag der Gemeinde im Ortssct?ulratt)e, sprechen und handeln im Sinne derselben; sie dienen eben dem Orts- und nicht dem Kirchenausschusse und wenn dieselben eine gri^ßere Berück- Batt; eingeladen bin ich, kann aber leider nicht, brennender Geschäfte wegen, den reizenden Engel begleiten." Bei dem Ressonrccnbatt erschienen wir, wie es beschlossen worden war; nur der Kaufmann fehlte. Hedwig erschien gleichfalls; in der That ein hübsches A^ädchen! Der Förster, der ihre Ankunft kaum hatte erwarten können, »vich den ganzen Abend nicht von der Seite seiner holden Tänzerin. Er hatte ihr schließlich seine Begleitung angetragen und sie dieselbe angenommen. - Kurz — vier Monate darauf fand die öffentliche Verlobung des Försters mit Hedwig, der einzigen Tochter des Steuercontrolors, und drei Wochen hierauf die Hochzeit statt. Also war der gute, biedere Förster mit Pomp aus dem statutenlosen Verein skatspielender Junggesellen ausgeschieden. Doch giebt es unseres Wissens auch skatspielende Ehemänner; wir hofften demnach, dasS unser verheirateter „Vierer" sich wiederum als solcher einfinden und uns gelegentlich wie ehedem in sein nettes Försterhäuschen am Waldrank'e einladen werde, den Abend dortselbst „spielend" zu verbringen. Wir hofften — aber vergebens! Der Förster kam ganz einfach nicht und wusste jedesmal, wenn man ihn zufällig irgendwo traf, allerlei ausgedachte Entschuldigungsgründe anzuführen. — Das bedauerten wir unendlich, dass uns das Försterhaus, das schöne Plätzchen für unsere Zusammenkünfte, auf diese Weise geraubt worden war. ..Und das muss ich ändern", sagte der Kaufmann, — „Lothringen muss wieder gewonnen werden! der Förster scheint auf seine Hedwig furchtbar eifersüchtig zu sein, das merke ich aus seinem Benehmen. — Zum allermindesten hätte er uns, seine intimsten Freunde, auffordern sollen, ihn zu besuäen. — Aber wie gesagt, eifersüchtig, im höchsten Grade eifersüchtig!"--- Marburger Zeitung sichtigung des Sprachunterrichtes der deutschen Sprache verlangen und den Antrag stellen, mit Hilfe der Deutschen der verschuldeten Schulcassa unter die Arme zu greifen, so dürfen wir nimmer dulden, dass sie dafür geschmäht werden. Sogar an der Benehmungsweise eines OrtsschulratheS während der Sitzung fand der „Hochwürdige" Anstoß, weil ersterer — hiebei „rauchte"! Natürlich, wir sind halt Bauern, nnd wenn wir uns in einem Ortsschulräthe immerhin nicht so anständig und artig benehmen können, wie manchmal ein Pfcirrer im Gasthause, so ist es uns ja verzeihlich, weil wir eben Bauern sind. Gar so dumm sind wir aber denn doch nicht, dafs wir uns in Angelegenheiten bevormunden laffen, in welchen wir selbst, ohne geistliche Aufklärung gesund urtheilen können und wir schrecken auch vor der Drohung nicht zurück, dasS der „Hochwürdige", wenn wir vom Deutschen Schulvereine Geld nehmen, der erste sein wird, der das Gegentheil anstreben und die Schule sicherlich ganz slovenisch, mit Ausschluss jeden deutschen Wortes umgestalten werde. Nur gemach! Dafür sind noch wir da und glauben, der gute Herr hat l)ei sich und seiner Kirche genug zu arbeiten, die Schule, die Sprache in derselben und die Ökonomie des OrtsschulratheS soll er aber Jenen laffen, die dazu als Vertreter berufen sind. Wir haben genug Opfer für die Schule gebracht, zu denen die Kirche nie einen Kreuzer hergibt und glauben, dass derjenige, der zahlt, auch anschaffen kann. ^SaldenHofen, I. September. (Lehrerverein.) Heute hielten hier die Lehrer des Bezirkes Mahrenberg ihre periodische Versammlung ab. Nach Begrüßung der zahlreich erschienenen Mitglieder, sowie auch der anwesenden Gäste, er-theilte der Borsitzende, Herr G. Sitter aus Fresen dem Herrn Oberlehrer S. Biher aus Saldenhofen das Wort zu seinem Vortrage: „Saldenhofen einst und jetzt." In wirklich excellenter Weise behandelte der Bortragende sein Thema und verstand es, durch 1'/^ Stunden die Zuhörer derart zu fefseln, dass die Zeit wie im Fluge verschwand und ihm reicher Beifall von den Anwesenden zutheil wurde. — Nach ihm hielt Herr Lehrer Polanetz eine Lehrprobe crus dem Gesänge ab und zeigte in mustergiltiger Weise, wie dieses Fach in der Schule zu behandeln sei, damit es den erhofften Nutzen bringe. Auch ihn lohnte reicher Beifall. Nach Erledigung noch einiger anderer uuwesentlicher Punkte der Tagesordnung wurde der officielle Theil nach 3stündiger Dauer geschloffen und zum gemüthlichen übergegangen. Beim gemeinschaftlichen Mittagmahle, an dem auch die Ehrengäste theilnahmen und welches durch zahlreiche Toaste gewürzt wurde, ließ Herr College Polanetz es sich nicht nehmen, mit seinen beiden Frl. Töchtern, die Zither spielten, und unter Mitwirwng der Herren L. Biher und Roßmann, die Tafelmusik zu besorgen, wofür ihm von den Anwesenden wiederholt durch lebhaften Applaus der verdiente Dank gezollt wurde. — So vergiengen die Stunden, bis der herannahende Abend zum Abschied gemahnte. Schwer trennte man sich von dem gastfreundlichen Saldenhofen und noch lange wird die Erinnerung an diesen Tag in unserem Herzen nachhallen. i^Markt Tüsfer, 1. September. (Eröffnung der deutschen Schule.) Heute, Sonntag den 4. d. M. um 4 Uhr nachmittags findet im Markte Tüsfer die kirchliche Einweihung und ftierlrche Eröffnung der neuen deutschen öffentlichen Volksschule statt, woran sich eine Bewirtung der deutschen Volksschüler und em Festbankett anschließen wird. Ein eifriger Festausschuss ist b-'mijht, dieses schöne, für das natisnale Leben des deutschm Marktes überaus wichtige Fest in möglichst feierlicher Weise zu begehen. Der Tüfferer und Cillier Gesangverein werden einige Chöre vortragen, für den Nachmittag und Abend ist die ganze Cillier Stadtkapelle acguiriert worden. Voraussichtlich wird eine große Anzahl von treuen, deutschen Parteigenossen aus der Umgebung an diesen schönen Festlichkeiten theilnehmen und richten wir die Einladung hiezu auch an dieser Stelle an alle Freunde der deutschen Schule, und dies umsomehr, als die Zugs-vcrbiudungeu sehr günstige sind. Wir hatten über acht Wochen unseren Skat zu dreien weitergespielt, als eines Abends der Förster lächelnd einttat und ohne werteres Zureden den „Vierten" bei unserem alten Spiele machte. Er versprach uns auch, nun wieder öster an dem Spiel theilzunehmen, was er auch thatsächlich hielt. Aber — über eine Woche war wieder vergangen, er besuchte uns, fand es jedoch absolut nicht für nöthig, seine Räumlichkeiten den Skatb'ildern auch nur für eiuen Abend zur Verfügung zu stellen. — Das ärgerte uns — am meisten aber den Kcrufmann. Wir saßen, die bekannten vier, um den Tisch herum, als sich der Kaufinann an den Förster mit folgenden Worten wandte: „Du, Freundchen, da fällt mir soeben etwas ein. Deine liebe Frau hat mir noch eine alte Schuld zu bezahlen. Willst Du vielleicht so gut sein und sie einmal daran erinnern'^" Halb verlegen, halb lächelnd sah der Förster die nichts weniger als heitere Miene seines Freundes und sagte: „Narrheit ! Ist gar nicht denkbar! Das weiß ich wohl, dass mein Schwiegerpapa seinen Tabak nach wie vor von Dir bezieht; aber meine Frau braucht die Artikel, mit welchen Du handelst, nicht." „Bitte sehr, sprich nicht so wegwerfend über meine Waren und lasse es genügen, wenn ich Dir sage, dass Deine Frau meine alte Schuldnerin ist." „Freund" — versetzte der Förster ein wenig erregt — „dann bitte, sage mir, was Du noch zu bekommen hast und ich bezahle es auf der Stelle. Ich finde es überhaupt im höchsten Maße unschicklich, mich jetzt auf eine solche Weise zu mahnen." Nr. 71,4. September 1892. Mtarburger Aachrichten. (Sedanfeier.) Die deutschnationale Tischgesellschaft in Pürkers Gastwirtschaft „Zur alten Biercsuelle" vereinigte sich am vergangenen Freitag zu einer Feie» der Wiederkehr des Jahrestages der Schlacht bei Sedan, deren Bedeutung als Wendepunkt in der Geschichte des deutsche» Volkes wiederholt in markigen Worten beleuchtet wurde. Die Festfeier wurde von Herrn D^. Eduard Glantschnigg mit »iner wirkungsvollen Ansprache eröffnet und nahm einen erhebenden Verlauf. Deutschnationale Lieder wechselten mit warnr empfundenen Worten, in denen jenen großen Männer des dmtschen Volkes und Heeres gedacht wurde, die das neue Reich aufgebaut und denen der Dank de? deutschen Nation gebÄrt. An der Feier nahmen Vertreter der akademischen Burschenschaften Alemannia, Franconia« unv Stiria theil. (Schulanfaug.) Dem mehrfach verbreitettu. Gerücht zufolge, dass Heuer die Schulm wegen der Cholercrgefahr erst mit i. October eröffnet werden, hat die competentr Behörde beschlossen, dass, so lange Choleragefahr noch so weit von unserer Stadt entfernt ist^ dis Einschreibungen und der Schulanfang wie alljährlich stattfinden werden. — Die Fertigstellung des neuen Gymnasiatbaues geht flott vor sich, und wenn selbst die Eröffnungsfeierlichkeit einige Tage später stattfinden wird, so dürfte doch der Schulbeginn keine Verspätung erleiden. (Unser Kircheng escvng.) Wer in den vergangenen zwei Jahren unsere Domkirche besuchte, der musste eS mit Genugthuung sagen, dass der Kirchengesang einen gewaltigen Fortschritt zum Besseren gethan hat, dass er auf den andächtigen Besucher herzerquickend und auferbauend wirkte — Eine kleine, wackere und für das Schöne begeisterte Gemeind?, der sogenannte Cäcilienverein, deffen technische Leitung eimm uneigennützigen, opferwilligen und hochbegeisterten Diener- der edken Frau Musica anvertraut ist, hat diese Wandlung im Interesse der Kirche und der Kunst hervorgebracht. — Der Verein und jedes einzelne Mitglied desselben verdient D^ut nnd Anerkennung von Seite der Kirchenbesucher und es wäre NM zu wünschen, dass demselben stets neue Förderer und thätige Mitglieder erstünden. Uwso befremdender ist es,, zu hören, dass es sogar unter den berufenen Dienern der Kirche Gegner des cäcilianischen Gesänge« giebt, eines Gesanges, der schon vor Jahrhunderten dre ausgiebigste Pflege und Unterstützung fand und sich so folgenreich entwickelte. — Fast möchte man glauben, dass diese Gegner den alten Schlendrian, und mit demselben musikalische Messen voller Dissonanzen und sonstigen Ungehörigkeiten herbeiwünschen^ die nur inl Stande wären, die Andächtigen von der Kirche ferne zu halten. Da mit dem cäcilianischen Gesänge ein gutes, verständiges Orgelspiel nothwendig verbunden ist, unt^ gegenwärtig die Stelle eines Domorganisten zu besitzen kvmmt, so möchten wir die berufenen Kreise darauf aufmerksam machen, sich bei reinster Objectivrtät im Interesse der Kmtst nur von der Sache, nicht aber von der Person leiten zu laffen. Das Können allein sei maßgebend, dann wird auch der Kirchengesang zu Nutz und Frommen der Kirche und' der Kunst blühen und g deihen. (Für Radfahrer.) Da in neuester Zeit vonseite einiger Radfahrer die bestellenden Vorschriften nicht beachtet wurden, so wird über mehrfaches Ansuchen in Erinnerung gebracht, dass die Benützung der Fußwege zum Rad--fahren verboten, und innerhalb des Stadtgebietes nur das langsame Fahren erlaubt ist, sowie die Gls«ken-oder sonstigen WarnungSzeichm schon auf weitere Entfernung gegeben werden sollen. (Kleie-Berkauf.) Dmch das k. u. k. Militm-Ver-pflegsmagazin in Marburg gelangen t;50 Mctr. Weizen- und 700 Mctr. Kornkleie zum Verkaufe. Kaufanträge sind in Briefform, versiegelt, bis l!A. d. M. vormittags W' Uhr an dieses Berpflegsmagazin zu richten. Um Landwirte», dereil Kaufanträge bei gleichen Preisen bevorzugt werden, den Bezug zu erleichtern, werden auch Anbote für kleinere Partieit, von mindestens 500 Kilo Kleie sammt Koppich mtgegeu-genomtnen. „Na, sei ein bisschen vernünftig" — sprach jetzt der Kaufmnnn mit heiterer Miene — „wie soll ich es denn anstellen, dasS ich zu meiner Sache komme? Ich habe Dich ja doch in der allerbescheidensten Art ersucht. Deine liebe Frau zu eriuneni!" „Bitte sage mir nun, was Du noch zu bekommen hast", unterbrach ihn der Förster, und zog den Geldbeutel hervor. „Das kannst Du mir nicht bezahlen" — sagte lachend der Kaufmann, „von Dir nehme ich es nicht an." „Ich will es aber wissen, was Dir meine Frau noch schuldet", sprach lebhast der erstere, ^ich habe doch wohl das Recht dazu." „Um Himmels willen ja, ja! Das Recht will ich Dir ja auch nicht nehmen. Aber die Bezahlung will ich von Deiner Frau — denn sie schuldet mir seit dem Ball, auf dem ich sie Dir vorstellte, einen -- Kuß „Alter Narr!" rief jetzt der Förster lachend, „dachte ich mir's doch gleich, dass es wieder so ein witziger Einfall sein werde, deren Du immer mehrere auf dem Lager hast." „Ist für mich aber eine ganz ernste Sache, lieber Freund!" sagte der Kaufmann mit gezwungen ernstem Gesichtsausdruck. „Glaubst Du, ich lasse mich so leicht um einen Kuss von schönen, rothen Frauenlippen bringen? Wer Schulden hat, der muss sie bezahlen ! Ich bestehe darauf, dass Deine liebe Frau endlich einmal das Conto begleichen muss." „Da hättest Du Dich damals besser dazuhalten sollen", sprach jener, „jetzt kann Dir dieses Capital nicht mehr zurückerstattet werden, jetzt hat ein anderer Ansprliche darauf." Rr. 71, 4. September 1892 ^(Bauthätigleit.) Die netten Villen des Herrn Badl dürften noch im heurigen Herbste ihrer Bestimmung zugeführt werven. Das fürstbischöfliche Knabenseminar, das seinen Schatten aufs neue Gymnasium wirft, wird um eine Front vergrößert. Der ^irchenbau in der Grazervorstadt schreitet rasch ror»rälts. In dcr oberen Herrengasse erbaut sich Herr Koller ein neues Atelier. — Erwähnen wir noch einige kleinere Neubauten in der N!agdalenavorstadt, so ersieht man hieraus, dass Heuer die allgemeine Bauthatigkeit teinc geringere ist, wie in den Vorjahren, dass wir wieder cini>,e setzr hübsche neui' Gebäude erhielten, die unftrer fortschrittlich gesinnten Stadt M Verschönerung und Zierde gereichen. — Das alte Gymnasi^l-.gebäuvc wurde bekanntlich zur Vergrößerung des Pricster-semina-ls angekauft. Der Neubau des Herrn Jellek, Ecke der Wi^'lan^gasse, ist bereits unter Dach. In dcr Bürgcrstiaßc und Elisabethstraße sind neue Bauten iln Inge. lEin modernes Mekka.) Wie uns ein Freund unseres Blattes und gleichzeitig auch ein moderner Mohame-dancr mittheilt, wird es nicht mehr lange tauern, bis Wöris-hos^'n das fashionabelste Wcltbad wird. — In Scharen ' ströinen die neuesten Anhänger des wässerigen Elementes zum Siy.e dcs Wasser-Apostels und jeder kann von Glück sagen, 'der Audienz bekommt und von Pfarrer Kneipp erfährt, wie nackt er in Gottes freier Natur umherlaufen und wie er das feuchte Element ausnützen soll. — Urc^hne, Großmutter, Mnller und Kind, alle pilgern nach Wörishofen und kehren „Kneippend" heim. — Unseres Erachrens ist es keine Kunst, die Näthe deS hochwürdigcn H^rrn bci N. im Schatten zu befolgen; warten wir aber die kühlere Jahreszeit ab, ob sie da auch so willig ins Wasser springen werden! —- (Tr abwettfahren.) Heute nachmittags halb 3 Uhr findet anf dem Thesener Exercierplatze das vom Marburger Renn Vereine veranstaltete Trabwettfahren statt. Das Präsidium bilden die Herren Ritter v. Roßmanit und K. Pachner; das Schiedsgericht besteht aus den Vorgenannten und Herrn Schreicr. Als Zeugen fungieren die Herren: Generalmajor ' Ritter v. Eisenstein, Statthaltereirath Baron Hein, Bezirkshauptmann Kankowsky, FM'/. Baron Nvmethy, Ritter von . Haupt, Major Wild, Baron Eins, And. Franz, Karl Scherbanm, Oberlieutenant Erhard und F. Schreier. Die . am ersten und dritten Reimen theilliehmenden Pferde müssen einer Piämiirungs-Commissioii vorgeführt werden. (R ömerbad.) Daselbst sind bis zum 30.August 4(^7 Parteien nnt 1007 Personen angekommen. (Vernrth eilung.) Die hier am 28. Juli wegen einer Reihe von, an ihrem Tienstherrn, einen Kaufmann in der Herrengasse, begangenen Diebstählen verhaftete Elisabeth Goriup wurde am 17. v. M. vom Kreisgerichte in Cilli zu einer sechsmonatlichen schweren Kerkerstrafe verurtheilt. (^EinVii^belwagen auf derDraubrücke.) Am -31. v. M. fuhr ein Knecht, dem zwei Arbeiter beigegeben waren, mit einem beladenen Möbelwagen über die Josefstraße bers^ab. Die Bremsklötze der Radschleife waren ausgefahren und wurden die Räder nicht gehemmt; der Wagen kam in schnelle Gangart und war bis auf die Draubrücke nicht mcl)r zu halten. Wäre um dieselbe Zeit ein Gefährte entgegengefahren, so hätte ein großes Unglück unausweichlich gesch-hen miissen. Der Knecht, sichtbar berauscht, fuhr auf der Brücke daini so unvorsichtig link? und rechts an die Abweis-steine an, dass die Wageustange in Trümmer gieng und die schcn..ie>rordencn Pferde das rechtseitige Drittel zerschlugen. Durch diese neuerliche Affaire war nun der Verkehr auf der Draubrücke gesperrt und wurde erst frei, als es gelungen war, den sclweren, bespannungslo« gewordenen Wagen in die Draugasse ^^u schieben. Der Knecht, dcr noch renitent geworden und der Wache nicht Folge leisten wollte, wurde abgeführt. Beim Herabrollen deS Wagens fiel einer der Arbeiter herab und nnr mit Mühe hatte sich der berauschte Knecht durch Anklammern an den i^aterncnhals des Wagens auf seinem Sitz zu erhalten vermocht. (Zur Chole rage fahr.) Ueber das Verhalten beim Eintritt eines Cholera Anfalles vor Ankunft des Arztes giebt ein Hamburger Blatt folgende Vorschrift: Man gebe dem an ^Leibschmerzen leidenden Erkrankten zunächst einen ^iöffel Nicinnsöl, Ntacbucg:? Zeitung „Und doch mln's ich dllS Capital und die angewachsenen 'Minsen wiederhaben „Vi l Glück dazu!" sä-crUe der Förster. ..O. danke sel^r, danke sedr l'^ antwortete der Kaufmann. Wir spi«^lten nun weiter, als sich der letztere auf einige Minnten enisernte. Unweit der I ispectorwohnung. wo wir jenen Abend unserem Spiel oblag.n. stand am Eingan.^e in den Wald ' oas Försterhaus. Der Kaufmcinn hatte längst bemerkt, dass die Frau Förster, vielleicht ein wenig ängstlich, keinen Abend eher ^^icht an',ündete, als bis ihr Männchen nach Hanse kam. Solange saß sie cim Fenster im Dunkeln. Wenn dann der heimkchrende Fijrj'ter an der Hansthüre pochte, ward sie von der holden Gattin geöffnet, die schon an derselben ihren Mann zuni Willkommen umarmte und küßte, alles im Dunkeln. Der >kaufnlann, der sich im Hausflur beim Jnspector ' mit Hut niid Aiantel deS Försters gekleidet und die Flinte nmgehangrn hatte, pochte kurz darauf an der Thür dcs Försterhäusckcns. Wie immer, flog sie auch hentc pfeil» schnell auf und zwei weiche Arme legten sich um die Schultern des Mannes, derweil süße ^^ippen die seinen suchten > und fanden. Am Arme dcr 'schönen Frau folgte der Pseudoförster schweigend in das Zinnner, wo alsbald Licht gemacht wurde. .Hedwig sah in ein — fremdes Gesicht! Mit einem Ausruf dcs Schreckens sank sie anf das Sofa und wäre wahrscheinlich in Ohnmacht gefallen, wenn sich der Kaufmann, den sie ja sehr gut kannte, nicht sosvrt ihr zu erkennen gegeben und Hut und Mantel abgelegt hatte. „Wusste ick deäi" — sagte er lächelnd — ..dass die ' scl'öne Hedwig ihre ^alte Rechnung bcgleichen werde. Sie . iivissm doch'noch, ijnätige Frau Förster, dass Sie mir auf durch das dcr man-ielhaft verdciute Jnbali des Magens fort- < geschafft wirc». Etw. I.iuc^' und luciht es schr eilig. Sie ist von niittl nr Sl^iur, hat ansfall.no große Nase, ist mit Blaudrnckkitl.l. cel.'em. schw^rz.'.etlipflem >!opf-tuch gekleidet und trä.u eiliui a-i sch.>obaflui Handkorb bei sich. Der Gulden scheinl uüilcln !.'laueui P.nisp.iv'cr oder Blaustift erzeugt zu sein nnd ist crls Falsisicat sll)e leicht kennbar; die rothen Ziffern dcr S.rie nnd Nummer sind mit Tinte gemacht. (Im Rausche bestohlen.) In der Sonnlagsnacht wurde von einem Wachmann in der V!ktri>i<>hofgassc ein total betrunkener Mann am Trottoir liegend aufgefunden. Nach Mittheilung von Augenzeugeu, die zum Fenster herabgcsehen hatten, wurde dem Trunkenen knr^ vor dem Erscheinen des Wachmannes von einem Bnrsäzen die Uln- sammt Kette gestohlen. Die hierüber seitens der Sicberheitswachc gepflogene Nachforschung hatte die Verhaftung des Schneidergesellen Josef Faleskini znr Folge, welcher dieser That dringend verdächtig erschien. Die Uhr konnte zwar bei dem Verhafteten nicht aufgefunden werden, allein es sind so vielc Verdachtsgründe sichergestellt worden, dass er der Thäterschaft überwiesen und bei der am 2. d. stattgel^ablen Gerichtsverhandlung zu einer viermonatlichen Arrest strafe verurtheilt wurde. (Fleischpreise.) Die Fleischprcise sind diesen Monat bei nachstehenden Fleischhauern folgende: Rindfl. Kalbsl. iZchweinefl. Lammst. kr. kr. kr. P. Wreßnik . . . . . 5)6 6l> 5>l) 32 iiO 5l) - I. Nekrepp . . . . . 54 54 54 .- Karl Baumgartner . . . 56 K0 44 Th. Reißmann . . . . 60 64 .',0 4l» . . 60 4l» . . 60 6!) _ A. Weiß .... . . 60 66 60 . . 60 64 ('0 40 . . 60 60 60 — Josef Kermegg. . . . . 60 64 60 —- . . 60 60 70 — «>0 t)0 40 Joh. Schnutt . . . . . 60 60 60 46 M. Posch .... . . 52 56 56 _ . . 56 60 56 40 56 56 40 60 50 ' I 54 60 5i) 40 Aoh. Nendl . . . . . 52 60 5«; 40 Primus Stoßier . . . . 52 60 i>t^ 40 I. Reicher .... . . 54 50 60 5<'> 40 Ant. Kramberger . . . . 50 60 56 40 Joh. Petritsch . . . . . 54 5)6 .')<> . . 64 ___ E. Löschnig . . . . . 56 60 5l» — dem Rcssourccnball, anf den ich Sie als Kavalier begleitete, einen Kuss versprachen unter der Bedingung, dass ich die Koralle fände, die sie ans dein Armband verloren hatten.-Ich h.itte damals diesen Lolm beansvrucht und Sie mir ihn freundlichst zugesagt, weil Sie ein Wiedersinden der Koralle für unmöglich hielten. Ich habe die Koralle aber doch erspäht und Jhncn gebracht, — nnd mir dafür hente die versprochene Belohnnng geholt." Nachdeln der Kanfmann noch die Unterhaltung erzählt, welche er soeben mit dem' Gatten gepssogen, worüber sich die ,^ran herzlich amüsierte, erbat er sich die gestopfte Pfeife des Försters, welche am Tische bereit lag nnd verließ das Zimmer, um zu den Skatbrüdern zurückzukehren. Er trat ein, derweil ein triumphierendes Lächeln, das uns einen gelungenen Streich sofort erkennen ließ, seine Lippen umspielte. „Einen schönen guten Abend sendet Dir Deine Frau Gemahlin und zugleich die Pfeife" — waMe sich der -Kaufmann an den Förster. — „Ihre alte Nechnintg hat Sie mir bezahlt, worüber ich dankend gnittierc." Für diesen Abend hatte das Spiel ein Ende. Der Kaufmann, höchst erfreut über iein so woblaelnngenes Aben» teuer, gab die Erzählung desselben znm Besten; wir lachten herzlich darüber; auck) der Förster nahm die Sache als das auf, was sie war: als einen harinlosnr Spaß, wie er dem Kaufmann zugetraut werden konnte. Von nnn ab trafen w'ir allwöchentlich einmal im Förste, Hanse zusammen, nnd es war dies nnser bestes Plätzchen znm Skatspielen. Warum? Dcr Föri'ter hatte nnr Angen für seine liebe Gattin, die reizende Hedwig, und verspielte mit Pomp jeden Grand mit „Vieren." Um so leichter gewannen wir. Dolkswirthschaftliches. Seit dcr Entdecknug krankheiterregender Lebewesen pflegt nlan die hygienische Maßregel zn ergreifen, ein an solchen Organismen reiches Wasser vom Genüsse auszuschließen. Durch die bewunderungswürdige Methode Profefsor Koch's ist es nun möglich geworden, die Mikroorganisnien iin Wasser mit einer Genauigkeit zu bestimmen, wie sie früher nicht erreicht wurde. Die zahlreichen Untersuchungen von berühmten Gelehrten in dieser Richtung haben ein sehr merkwürdiges Resultat ergeben, aus dem praktische Schlüsse gezogen werden können. Es stellte sich nämlich heraus, dass die verschiedenartigsten Trinkwasser beitn ruhigen Stehen in gewöhnlicher mittlerer Temperatnr wahre Brutstätten von Mikroorganismen sind. Ein frisches Wasser, welches im Cubikcentimcter nur 5 Mikroorganismen enthielt, wurde in verschlossenen Flaschen sich selbst überlasten und von Zeit zu Zeit geprüft. Nach 24 Stnnden war die Zahl der Organismen in derselben Waffer-menge bereits anf 100 gestiegen, nach 2 Tagen zählte man 10.400, nach 3 Tagen t)7.M0, nach 4 Tageu 315.000, nnd nach 5) Tagen waren schon eine halbe Million im Enbiktentimeter enthalten. Hieraus folgt, oass nur frisches Wasser zum trinken genommen werden darf, zumal wenn Epidemien sich ansbreiten. Die unheimliche Vermehrung de'- Organismen im Trinkwasser gab Veranlassung, die kohlensauren Wasser zu untersuchen, welche gewi?hulich erst nach längerem ^x^egen genossen werden. Vergleichende Versuche mit einem Trinkwasser, das im Cnbikcentimeter Ii):') Mikroorganismen enthielt und kohlen-säurehattigem mit l.^t! Organismen, führten zn dem Ergebnis, dass, während die Zahl der Organismen im gewöhnlichen Wasser in der vorhin angegebenen Weise sich reißend vermehrte, dieselbe im kohlensanren Wasser sich allmählich verminderte. Nach 1.'> Tagen wurden nur noch 20 Mikroorganismen gezählt. Genaue Experimente ergaben, dass weder der starke Druck, noch der Mangel an Sauerstoff die Ursache dieser Abuahnre ist, sondern dass sie der Kohlensänre zugeschrieben werden muss. Sie ist auch dcr Gruud, weshalb so wenig Mikroorganismen im srischen gewöhnlichen Trinkwasser ange-^ troffen werden, welches beim Stehen seine Kohlensäure verliert nnd dadnrch die Entwicklnng dcr kleinen lÄeschopfe begünstigt. Die Wahl kohlensänrehältiger Wasser, welche zu reich 'an mineralischen Stoffen, namentlich an alkalischen Salzen sind (die meisten Mineralwasser) zum ansschließlichen täglichen > Gebrailch ist' nicht gutzicheißen, da sie von schwachen Naturen anf die Daner nicht vcrtragcn wcrdcn. Es würde sich daher empfehlen, nur mit Kohlmsäure imprägnirt?s Wasser, ohne Zusatz v?n doppeltkohlensaurem Natron in- den Handel zn bringen. ! Nnr kohlensanres Wasser erzengt seit Jahren Herr j E. S'cheik l' in Marbnrg nnd empsichlt sich dieses nach 5 Vorstehend??.: von selbst'zum Genüsse. Cti'tc t» Marburger Zeiwng Kunst und Schrifithum. Alle in diesen Besprechungen enthaltenen Werke undZeitschriften sind durch Th. Kaltenbrunner's Buchhandlung zu beziehen. „'Der Ttcin der Weisen" eröffiict sein erschienenes 17. Heft mit einer inslrncliven Abhandliuig des Inc^enicurs Vuchwald über den Nord-L^stsee Cunal, unterstii^t durch eine Anzahl iklbbildungen und Uebersichtskärtchen. Ein anderer benierlen^^nierther technischer Artikel riihrt aus der Feder des Ingenieurs A. Birk lier und behandelt die merkiviirdige „Stusenbahn'', eine neue Form der Stadtbahnen. An der Hand mehrerer interessanter «bbildungen gewinnt man vollen Einblick in diese k^eistreiche technische Anlage. Bon den naturwissenschaftlichen Abhandlungen heben wir l)eratts: „Ter Hausgarten", eine treffliche Anleitung zur Pflege der in kleinen Gärten zu ziehenden Lbstbäunie. Tie Ausfi'lhruugen sind nnterstiitzt durch eine Anzahl gelungener '!lbbildungen. Weiter sind zu nennen: „Der Nebelsleck in der j^'tira, Mach'S sinnreiche „Wellenmaschine", die ausführlichen Darlegungen iiber den Erkiinaguetismus ^niit Karten), Optische Täuschungen. Tchvue ^.'lbbllduugeu bringen die geographisch-touristischen Artikel: „Tas 'jillerthal" uud „Bad Pfäfers"^ Wie man fieht, ist „Ter Etein der Weisen'' Hartlebens Berlag. Wien) in lang bewährter Weise besorgt, seinem ausgedehnten Leserkreise mijglichst viel und Vieles darzubieten, — eine Bestrebung, die ihm wie immer glänzend gelingt. Im Verlage der u. Univeriitäts-Buchhandlung A> Hi)lder in Wien, I., Rot>)enthurmstrai;e 1.',, ist eine ini 'Austrage des k. k. Minifteriunl des Innern verfaßte und hiuausqegebene „Hemeinver-ftändttche ZLeteyrung üvcr >otel Stadt Wien. W. Okert, Wien. Ferdinand Gibisch, Eoneertunteruehmer, Wien. Josef Maret, Bürgerschuldirector, Mödling b. Wieil. Inlie Zinkl, Lelnerin, Wien, .i'einrich.>lrendl, Mittilen-befiper, Wildon. .siaus Nebholz s. (.^tem., t. k. Fachschul-Werknleister, ^tlagensurt. .votel Meran. M. Steiner, Budapest. Paul Gnntner, Reisender, Wien. Johann Traut, >lieisender, Trieut. Hermann Binzrusani, Wien. L^tto Mesner, Kaufmann, Frankfurt. Franz Berger, Wien. Alois Jung, Besitzer, Villach. N. Kolaus Ungarn. Iguaz Wein, Reisender. Wien. I. Fiirst, Beamter, Graz. .^1 o t el Mo Hr. Johann Prüschel, Gastwirt. Neisnig. Karl Schipp, Privat, Graz. Arnold Ginseppe, Mörz. Michael Weingold, Jgnaz Fried, Reisende, Prag. Josef Trieb, Graz. Mittheilung aus dtm Publicum. Schwarze, weiße und saröige Seidenstoffe vs« 4S kr. vis fl. p. Meter — glatt und gemustert (ca. L-tO verfch. Qual.) u. 2<>00 verfch. Farben, Dessins ze. — versendet roben-uud stückweise Porto- und zollfrei die Seiden-Fabrik H. Kcnneverg (k. u. k. Hoflieferant), Zürich. Muster umgehend. Briefe kosten 10 kr. GutHen ist dcr Haupttreffer der großen 5>0 kr. Lotterie. Wir luachetl nnscre geel?rten ^^eser darcius aufmerksanl, dafs die Ziehun^i bereits am 15. Octoder stattfindet. Der Postdampfer „ Friesland" der ed Star Linie" in Antwerpen ist laut Telegramm am Zö. August wohlbehalten in New-Aork angekommen. (Hinweis!) Der Gefammtanflagc der heutigen Nutnmer liegt ein Prospcct iwer die l.'^elicbte, beri'lhmte Doeriugs'Seife mit der Eule bei, worauf wir die gechrten ^^efer ganz besonders aufmerksam machen. Die Erfolge, welche wir mit unferen Cognac-Marken, durch strengste Solidität und langjährige Ausdauer, nicht nur in Oesterreich'Ungarn, sondern auch im Auslände errungen haben, ließen seit Knrzem erfindungsreiche Köpfe auf den Einfall kominen, sich für guteiS <^tcld hochklingende aristokratische Namen aiizukaufen, um unter diesem Deckmantel 1441 fosln« erstehen zu lassen. Wir würden unsere Stimme nickt so schnell erhoben haben, stünden wir nicht neuerdings, nach den uns ziigekonimenen Informationen, einer ebenfolchen Firina. Da die Inhaber und Begründer derartiger pro torm» „Cognacfabriken" nur den Zweck vor Augen haben das ltichtglänliiye pubttram besser aus^ulicuttn, andererseits derartige Machinationen die ungarische l!ognac-Jndnstrie in ihren vitalsten Interessen schädigen, können wir einein solchen Treiben nicht mehr müsjig znsehen, sondern werden competenten Ortes diesen ausdecken, hosfeuo, die Schuldigen der gerechten Strafe zuführen zu können. Die Direktion der Graf Ttefan Keglevich'schcn Promontorer ^ ognae- u. Cognae-Tprit-Fabrik, Budapest. Nr. 7l, 4. September 1892 Eine ttnerfülllt Pflicht. Es muss einmal dem großen Publicum und dcr großen Menge von Familienvätern offen gesagt werden, dass nicht genug geschieht, um Frauen und Kinder flir den Fall d.'s Ablebens des Ernährers materiell halbwegs zu versorgen. Belveis: Die österr.-ungar. Monarchie zählt met)r als 40 Millionen Einwohner, mit etwa 8 Millionen Familien, sonach etwa 8 Millionen Familienvätern. Nach den neuesten statistifcheii Publicationcn standen in Oesterreich-Ungarn Ende 1891 höchstens 4lX1.()00 Todcsfallversicherungen in Kraft, d. h. es waren, im Durchschnitte genoinmen, von 8 Millionen Fainilien nur 4(X1.(XX) versichert oder von je 20 Familien eiile Familie. — WartUn bringen wir dies vor? Weil — es muss ausgesprochen werden — auch uns die Gefahr dcr Choleraepidemie droht und durch diese, wie zur Zeit der Influenza, tausende Fainilicn ihrer Ernährer beraubt werden können. Wir möchten deshalb jedem Familienvater, welcher seine An,gehörigen noch gar nicht oder nicht genügend versorgt weiss, eindringlich nahe legen, sich seiner Pflicht bewusst zu werden uild sein Leben zu Gunsten seiner Familie versichern zu lassen. Er wird damit auch im Interesse der Gesatntntheit handeln. Wir Plaidiren für keine bestiinmte Anstalt, sondern glauben von miferein publicistischen Standpunkte aus genug gethan zil haben, wenn wir diese hochwichtige Angelegenheit öffentlich zur Anregung bringen. s» « » 'S « 8 Z 2 « ^ «a d 88 I^ol)6ii8voi8ie1i6i'unK8»(ZossUsoliklst in rtlt»!« Mr v«»t«rr«1ok: HUIv« I.. ssSl I i» » t r a » » « I, im tlausö tjer 6e8e11gotmst. tUr L7»x»ri»: I^rauzi .logössplat? 5 uuä 6, im lll^uss lIer 6ese1l8c:1iL.ft. r'rcZ. 117,550.797 — „ 20,725.259'— .^ctiva äer (^okZöllscliatd irin 30. ^uni 1891 ......... »lalueseinnallme an ?rümieu unci ILiv8en km 30. .luni 1891..... ^UL^alllunAeu sür Versiekeruiiks- uncI litZutöUvertrÄAv unci sür lilielc- linutv ete. seit liestelien clor (I68v1l8e1t!tft (1848)..... ln äsr löt^.t«« ^^vültmouatliolieu (Jesetilit'tsporioäs ^ur6eu dsi äsr (Zösöll- 8c1)ttt't. t'ür................ neus ^vträßs einZereiel^t, vodurell ^er (ISsammdiistraF äsr seit Lestölleu äer Ossellseliaü eiugerviel^t^eu sieli au5.... 8te1!t. — I^rvspvLtk Ullä 1'tt.rii's, »ut (Zrun^ vveledsr 6is l^ssellseliaLt k'vli^en uusstsllt, sovis ^u-trsKsformulare verclen uuentFvItliek au8AvtvlAt 6ureli äis Herren Agenten ia allen ^rosgeren Ltääteu cler ö8terreiLlu8Ll^ - unAarisedvn ^onarokie unä lZureli äis fillslvn fiii' Ungsi'n. Vertreter Ileri .^OIL In Ä/O. (188 249,311 449 — 61.372.000 — 1.728,1845155'— Wartiurger Wadfayrer-Glub „Schwalben". II. orüvQtlivI^o Jalircs - General - Versammlung Mittwoch, den 7. September t8ST präcisc halb 9 Uhr abends ilu Clublocale „Kreuzhof" mit folgender T a g e s o r d n u lt g -. 1. Prüfung und Genehinigung des jährlichen vom Ausschusse zu erstatteten Rechenschaftsberichtes. 2. Wahl der Clubleitung. 3. Wahl zweier Rechnungsprüfer. 1438 4. Wahl drs Fahrausschusscs. Ausgaben über 50 fl. 0. Festsetzung dcr Mitgliederbeiträge für Ausübende u. Unterstützende. 7. Aenderung der Satzungen. 8. Ernennung von Ehrenmitgliedern. 9. Allfällige Anträge. Die P. T. Mitglieder werden um vollzähliges Erscheinen freundlichst ersucht. Der Obmann. Hertoren 1 Cigarretten-Etui aus braunem Leder mit einer Cigarretten«Zange ist auf dem Wege vom Stadtpark bis am Burgplah in Verlust gerathen. Der redliche Finder wolle dasselbe gegen sehr gute Belohnung in I. 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Auslvahl.zngeschickt I«»xvr- nuü I'»ol»vvr:^etvdvissv über neue und alte Buche stehen jederzeit unentgeltlich und vostgeblirensrei zu Tieusten. Wir bitten von unserem Anerbieten auch in Vekanntenkreisen Mittheiluiig zu machen und unser Geschäft als streng rechtschaffen und zuvorkoninlend zn empfehlen, s'viir freundliche Namhaftmachung von Bilcherfreunden sind wir sehr dankbar. I^68l< nuä ZeliwicisrnOeli, Vnchliandlung, Verlag u. ^iunstanstalt, I., Tcinfaltllrassc Unter Mitwirkung der besten deutschen Setiriftsteller erscheint iin gleichem Verlage das Fanlilieilblatt: „Ter .^ilisfliltnscr.'^ Teutschnalionale Nnndschau. Bezugspreis vierteljährig 1 fl. ö. LnZlrträgs kekenntnisliogen find .^11 b.ibtl'. ili dev H^apicrlitindlilnsi ^uinj'chil;' Aachl'>ir. L. Kralili Gebe dem geehiten P. T. P iblikiii.i bekannt, dass in meiiieni .<'aiise. Te^iett-lioffft»nf»e !<>, tiarlec« und weichec< solvie auch Wieser 'ind Trifailer Tteiniolile in jedeni ^.nantnni billigst zii baben ist nnd auch Iiis .''>ans.zugestellt ivird. Taselbil sind anch I'ulirvsrks zn l)abeii.— Ulli zahlreichen ^iusvrnch bittet IoZiann !)!ckrtpp ciN'^ frischen uild getri.'äuctclt Blulncu lilit ttnu' ebn' oder Silber- >^chrift l'cschriedenclt schleifen. Krohr .^»silialil irsÄtiitr kriiuic. X1vi»sv1iustsr, Seite 10 Marburger Zeitung. Nr. 71. 4. September 1892. !^Uttdmt?ctDnng. i.?e8 Von der Stadtgcmcind«' Marburg wird ein Todtengräber für den städtischen Friedhof in Podersch auf;^cnommen. Mit diesem Dienste ist ein Monatslohn von fl. 25 nebst Natural-Quartier im Tedten^tr^idcrhanse verbunden. Belvcrbcr unl ti».se Stelle haben ein Alter von mindestens 30 Jahren, rüstigen Körperbau, tadellosen ^v^ebenS»oandel nnd die Kenntnis der deutschen Sprache in Wott und Schnst nachzuweisen. Bewerber mit .Kenntnissen in der Gärtnerei, werden bevorzugt. Eigenhändig geschriebene Gcsuche sind bis 15. September d. I. beim Stadtrathe in Marburg einzubringen und mit dem Taufscheine, Heimatscheine, Moralität^- und Schulzeugnissen zu belegen. Stadtrath Ä^a rburg, am 30. August 1892. Der Bürgermeister: Nagt). Z. 15,015, Kundmachung 1442 Das in Rußland, Deutschland uild Frankreich constatierte epidemische Austreten der Cl^oleia lässt die Gesal)r einer Einschleppung dieser Krankheit durch den Vrrkelir von Reisenden, welche aus den genannten Ländern kommen, immincnt erscheinen. Zufolge Erlasses deS hohen Ministeriums des Innern wird daher angeordnet, dass jeder zur Bcberberguug von Fremden auf welch immer gesetzlichen Grundlage Bercchli>Ne, scrner Jedermaun, der sich mii dem Vermiethen von Wohnungen, Zimmern u. s. w. befasst, sowie jeder Haus-baltungs-Borstand verpflickUct ist, die Ankunft jedes aus dem Deutschen Reiche, aus Frankreich nnd Nussland ankommenden Freinden sofort dem Stadtrathe anzuzeigen habe. Neberhaupt werden aus diesem Anlasse die bestehenden Meldevor-schriften iiber alle nach Marburg ankonunende Fremde hiemit in Erinnerung gebracht mit dem Bedeuten, dass Unterlassungen oder Berspätungen der Anmeldungen strengstens geahndet werden. Stadtrath M a r b urg , am 2. September 1892. Der Blirgermeister: Nitgh. Erlaube mir den P. T. Damen von Marburg und Umgebung an-zuzeigen, dass ich den Hebammen-Eurs an der klinische!» Universität in Graz theoretisch und praktisch mit bestem Erfolge absolviert habe und nunmehr mein Geschäft in Marburg auszuüben gedenke. Inden, ich die P. T. Damen ersuche, hievon gütigst Kenntnis nehmen zu wollen, bitte ich, vorkommenden Fcills nm deren geschätztes Vertrauen, dessen ich nnch vollständig würdig erweisen werde. Damen, welche unter Verschwiegenheit entbinden wollen, finden im .Hanse liebevolle Aufnahine und Pflege. 1405, .'^'hochachtend Alaris Vo11ins.QQ-Vio1s.QÜ, I'«i5!A.i88e N 1150 An der k. k. Staatsoberrealschule in Marburg findet die Einschrei^ bnng der Schüler für alle Elassen am Iii. September von 8—12 Uhr vormittaqs in der Direciionskanzlei statt. Die Aufnahmsprüsnngen für die 1. Elasse werden am 16. September von 2 Uhr nachmittags an und jene sür die übrigen Elassen am 17. Septeinber von 8 Uhr vormittags an abgehalten. Alle neu enitretenden Schüler haben nebst dem Tauf- oder Geburtsscheiile die erfordertichnl Schulzeugnisse von 189'/^ zur Einschreibung mitzubringen. Das Uebrige wird die Kundmachung am schwarzen Brette der Anstalt besagen. Marburg, am 15. August 1892. Die Direetion. 1426 Die Ausnahlue der Schüler iu die I. Classe (deutsche und slovenische Abtheilung) der hierortigen Lehranstalt findet am September l. I. von 9—12 Uhr vormittags im Conferenzzimmer, die Ausnahmsprüsung am gleichen Tage um 2 Uhr uachmittags im ^^ehrzimmer der II. Classe statt. Ein Wechsel der Abtheilungen während des Schuljahres ist nicht gestattet. Marburg, den 2. September 1892. Direetion des t. k. Staats-Gymnastums. Bekanntgabe! In der am 30. August stattgehabten Ehrenbeleidigungsklaqe der Frau Amalie Woyta gegen Frau Rosa Wtckitz leistete letztere oor dem Einzelnrichter beiin hiesigen k. k. Bezirksgerichte dem Frl. Karoline Woyta öffentliche Abbitte. 1421 SvlRÄlvr werden in Kost und gewissenhafte Erziehnng genoininen. 1428 Anfrage in der ^L^erw. d. Bl. Iu miethen gesucht: L Zimmer und .Mche. Briefe mit Preisangabe unter „Oetober" a. d.Verw. d.Bl. 1 Zimmer sanunt Cabinet für Diener gesucht. An» träs^e mit Preisangabe unter „Offieier^' an die Berw. d. Bl. 14N VLon sotso», schmieren und putzen zu billigen Preisen. (Äeorq Welikonia, Hafner, B.ttrin^;hofgasse 33. /^ugenglSsei' unll ii, 1437 versekieljenen mit den feinsten Gläsern nach ärztlicher Angabe in vioptltrioi» zu liaben bei Fss. ksbsl» untere Herrengasse (neben Reichenberg.) S»ro»«t»r, ri»«rmoo»ot«r, ksia- Rgeiiien ulil! Eomiui^ionäre werden sofort siir jeden Bezirk von einem ohne Con- eurrenz acceptirt. Diese Vertretung oder Commissionslager kann auch jeder als Nelien-Beschäftigttng annehmen, mit wel-cher sich jeder ein großes jährliches NeKen-^p0t!i6l<6r IVIsissnsr Sofort schmerzstillend, garantiert sicherwirkend, ist ilberall in Apotheken, on ßii-o bei Troguisten !» Carton zu kr. erhältlich. L»npt-Vvpot bei Ml. A. KSnlg, ?lpotheker in Marburg;, Tegetthoffstraße. » Wirb auch bei Empfang von kr. spesenfrei zni^csand. Cartons spesenfrei für fl. 1.u0. » werdcu iu gute Verpflegung genoinmen. Tegetthoffstraße 18, 2. Stock. Ismo! lerno! Suchet das Glück und ihr werdet eS finden! Um das Älitck rasch ohne Mi'ihe und Spesen zu erlangen, bedarf es einzig und allein eines Ternogewinnstes. Tausende spielen im Lotto ohne Prineip und ohne Ziel, dagegen nehmen Tausende die Hilfe der Wissenschaft in Anspruch und erfolgt dann regelmäßig der ersehnte Gewinnst. Man thut daher am besten, sich an den beriihmtesten aller Mathematiker, an den sogenannten Lotto-König Herrn Ditrich-stein zu wenden, der durch langjährige, miihevolle Studien und Bergleichungen deS seit 40 Jahren angehäuften vollständigen Materiales in die Lage versetzt ist, Glücks-nunnnern zu eombinieren, die bestimmt gezogen werden. Alle die berühmten Rechner Bernoli, Poisson, Laeroix ze. wurden von Herrn Ditrichstein übertroffen und steht dieser heute, wie aller Welt bekannt, als erster am Platze aller praktischen Mathematiker. Triumphe der geistigen Arbeit feiert heute nur Herr Ditrichstein, da bei jeder Ziehung ohne Ausnahme unzählige Gewiunstc erzielt werden. Daher beeile sich ein Jeder, rasch die Giite »uid Befähigung dieses edlen Menschenfreundes in Anspruch zu nehmen und kolge der guten Weisung: „Wende dich sofort an Herrn Ditrichstein, damit es dir wohlergehe zu allen Zeiten." Herr Ditrichstein beantwortet bereitwilligst postwendend und franeo jedes Schreiben» wenn behnfs Postspesen Stück 5 kr. Marken beiliegen. Die Briefe sind zn richten an Herrn: 1 l25 Ditrichstein Maurizio in Budapest (ohne nähere Adresse.) Man verlange also Glücksnummern von Ditrichstein. der Gewinn muss erfolgen. IlLs.vU»1s.1:HKr ?s.pioro. Einige Tausend Kilo llngeheftctc Brochüren, großes Format, hiibfches satinirteS Pavier tW Kilo 8 fl., t Kilo l0 kr. Einwickelpapiere ohne Druck, großes s^ormat l Kilo kr. bei Ed. Zanschi!; Nfqr. (L. Äralill.) mit Garten ist sogleich zu verkaufen. Adresse in der Veno. d. Bl. Eiu oder zwei möölirte Zimmer mit ganzer Verpflegung und Clavicrbe-nützung sind für Fräuleins zu vergeben. Brandisgasse 2. ?lnfrage b. Hausmeister. Kin Leyrzunge lnit entsprechender Schulbildung wird aufgenommen bei Josef Stern, Postgasse. 1446 Ml Zuln putzen (ohne Bitrsten wichsen) oder einfetten des Leders an Achulj-werk. Pftrdtgkschirr, Wageuleder !c. wodurch milde wasserdichte, sowie längere Tragdauer erreicht wird, sind I.. Bendik's in St. Valentin N.'Öft. patentirte Erfindungen nn-ilbertroffen, als: l.eclöi'xiani'silivtur sowic das wasserdichte I-ellernskrungsfett welche nicht nur seit Jahren bei den größten Transportunternehlnungen, dann beim k. n. k. V!ilitär, sondern anch bei Aaiserlichtn Hohcitcn in Marställen in Verwendung kominen. Alleiniges Fabrikat in Österr.-Ungarn I. Bendik in St. Valentin. Depots bei folgenden Herren Kaufleuten: In Marburg bei A. Martinz und Kotasek, sowie in allen größeren irrten der Monarchie. Warnung vor Aälschung. ^1t63tv uuä Arössts KSlim-lsvIiinen- ^isÄerlilKö. Hriginal Singer ^ fiir Familien und Schneider. kinggekilfekvn-Ililssvk'invn. !iVkiiv-»ilasvklnon Vijflcopp-I^asvkinsn, pfsff-ßilasvklnvn, Llsstio lZilinäsr-I^asvkinvn, pkünix-ßßasekinsn. 8vlövl6^Iivumann, fi-ivtsr Si. kos»-mann ^^aseklnsn 2u äsn dWZstsQ ^adnksxreissQ aitlk gegmAateMlillUlgeit. aller Hattvnge« ««> Y-» l>iIMis81'i'08eli llyrreuxasse 23. und mvoiian.Wvi'ltsMte Weparaturen prompt u. tikokmäunisol» ^uoii vonev»»ionii't Wi' allv vlvvti'isoliv ttsustvlvgi'spkon oto. »to. t oder 2 Kostknaben werden bei einer Lehrerfamilie in Verpflegung genommen. Anträge unters Zi an die Verw. d. Bl. bis 10. d. M. Die Modenwelt. Jllustrirte Zeitung für Toilette und Landarbeiten. ZSh»I«ch k mit Zaov Abtiildungen, »«ttag««« mit?»<» Muster'1?orjrich-nungen, »Z farbtx« ZNodtn« bil»«r mit KU-»)0 Figuren. prei» vierteljährlich H M, Z5 Pf. Au bezirken durch alle Buchhui^dlongen u. postanftaltkn. Probe-Nummern gratis und franco bei der Expedition Verltn W, S». — tvten l, ö'perng S. 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