LMacherWMtlmg. Nr 153. Pr^niinirralionsprei« : Hm Comftloir ssanzj. ft. II, baN'i. N. 5>,5>0. M^ hall',. 5», li !1, >>>'!l»i. f>. 7.5.!», Montag, 10. Juli 3nseit, einunnt. Der Instizmiuister hat dcn Auscultautcn Dr. Johann Kncisl zum Bczirlsgcrichtöadjuucteu in Iechnitz eruauut. Der Instizminister hat die Stelle dcs zweiten latho-tische» Seelsorgers iu der Männcr.Slrafal'slalt zu Mürau dem Cooperator iu Koritschan Franz Scidl verliehen. Der Instizminislcr hat eiuc bei dem Rechnui'gs' Tcparlcmenl deö österreichischen Oberlandcsgerichlcs cr-leoiglc Rechnun^ralhsstcllc dcm Official dieses Dcpar» temcntl< Ignaz Preyßlcr verliehen. Der Minister für Cliltiis uud Unterricht hat dcn Supftlcnteu Hicronymns Muutcau zum wirllichcu Lehrer am griechisch-orientalischen Gymnasium zu Su< czawa ernannt. Der Minister für Cultus und Unterricht hat dcn Supplcntcn Joseph Schmid zum wirtlichen Lehrer lixli'ii «wwm am Staatsgymnasiuul zu Czcruowitz er» nannt. Nichtamtlicher Theil. 13. Verzcichniß jener Beträge, welche vou der Präsidialscction des k. t. Ministeriums des Aeußeru für das unter dcu, höchsten Protectorate Sr. t. Hoheit deS durchlauchtigsten Hcrru Erzherzogs Ludwig Victor iu Wicu zu errichtende Tegetthoff-Deulm al übernommen wurden. Resultat einer von Sr. Excellenz dcm Hcrrn Botschafter iu Constantinopcl Anton sncihcrrn Prolcsch-Dslen uutcr dcu österreichisch-ungarischen Nalioualcu euWleitelcu Sammlung: 11,^44 Francs. Weitere Beitrüge werden in dcr Präsidialscclion des k. k. Ministeriums des Acnßnn. Hcrrcugassc Nr. 7, ml 2, Stock, Departement I. vom Director, kaiserl, Rath Anton Ludwig Scidl übernommen, quittirt und »n der „Wiener Zeitung" kundgemacht. Zur NMsolidirunll nnftrcg Vcrsajsungslcbllls. Keine Verfassung der Welt ist vollkommen von chrcm Aubcglnu an. Erst durch ihre faclische Uebung wnd es erkennbar wo sie mangelhaft ist, wo sie einer Abänderung bedarf. Nirgends noch ist eine Verfassung i" Geltuug gcscyt worden mit dcm Vorbehalte, daß sie U'wcrändert bleibe oder, wie mau heule sagt. daß an M „unucrbnichlich" festgehalten werde für allc Zcitcn. ^lclmrhr ist jede neue Verfassung, wie überhaupt jede legislatorische Arbeit, eine theoretische Satzung, deren Werth erst iu der Praxis seine Probe zu bestehen hat, und welche je nach den Mängeln, dic hiebei wahrgenommen werden, modificirt werden muß. Gar oft trägt eine derartige Satzung dcn Charakter eines Experiments an sich, weil dessen Gelingen theils von der vollkommen nen Uebereinstimmung des Volles mit seinen Vertretern im Parlamente, theils von der Oewalt der Umstände nnd dcr Begebenheiten abhängt. Die Verfassung gleicht hierin einem ciuzcluen Gesetze. Die eine wie das andere müssen, wem, sie aus dcr Theorie in die Praxis übergehen, an des Lebens Wirklichkeit sich erproben und Oodcn gewinnen. Die mannigfaltigen Bedürfnisse des Staatslebens können sogar fast nie mit einem male und so zu sagen aus eiucm Guße ihren legitimen Ausdrnck in der Ver» fassung crhaltcn. Langsam und allmülig. wie sie sich im wirklichen Leben gellend machen, müssen sie auch in der Verfassung zur Anerkennung gelangen. Währcud der erste uud ursprüngliche Verfassung»« cntwnrf eigentlich nur das Prinzip feststellt, prägen die späteren Abänderungen erst den wahrhaften Charakter aus, und bringen sie die vielfachen öffentlichen Interessen zu vcrfass»uasmäßiger Geltung. Die beste Verfassung würde sich überleben und unnütz werden, wenn sie nicht durch zweckmäßige Abänderungen den sich fortwährend entwickelnden Bedürfnissen angepaßt würde. Und die mangelhafteste Verfassung kann zur vortrefflichsten werden, wcun sie allmälig mit deu Iuteresscn in Einklang gebracht wird, welchen sie dienen soll. Worauf cS also vor Allem ankommt, damit eine Verfassung sich consolidire, ist nach dcm Gesagten mit Leichtigkeit zu erlcnucu. Mau muß nämlich fortwährend bestrebt sein, alleu berechtigte,, Interessen in der Ver-fassnng Naum zu gewähren, und dieselbe immer so zu gestalten, daß keines dieser Interessen gezwungen nmd, sich außerhalb der Verfassung zu halten und hledurch ^um Gegner derselben zu werden. Dazu ist aber eine Parlamenls-Majorität noth-wcudig, welche dcn Staatözweck, dcn jede Verfassung hat, niemals aus den Augcn verliert, welche wohl be» denkt, daß die Verfassung allen öffentlichen Interessen gleichmäßig gerecht werden muß, welche nicht in den ver» hängnißuollcn Fehler verfällt, die Unabimderlichleit der Vcrfcissuug darum zu proclamiren, weil diese, so wie sie ist. ihrem eigenen Partciinlcressc ausschließlich am besten dient. In England, diesem coustitutionlllen Muslerstaate. Hal daS Vcrfassungslcbcn nur deshalb so feste Grundlagen gewonnen, weil das Parlament jederzeit eiuc Fülle von StaatSmänucrn iu seiuer Mitte zählte, die jede Unduldsamkeit, jcdcS starre Festhalten an unmöglich gewordenen Formen sorgfältig vermieden und, mit ängstlicher Bedachtnahmc auf die an sie herantretenden For« dcrungen, dic Verfassung so gestalteten, daß sie heute eine feste Burg ist für die Interessen aller. Warum sollten auch wir nicht dahin gelangen löm nen. unsere December-Verfassuug durch eine zweckentsprechende Fortentwicklung zu einem Palladium aller österreichischen Völker zu machcn? Warum sollten wir cs nicht auf demselben Wege erreichen können, auch unser Verfassungslebcn zu cousolidiren uud auf unangtsoch» tcnen Grundlagen anszubauen? Wir haben schon längst daran zu zweifeln angc» fangen und zu hoffen bcgouucu. In dicfer Hoffnung, in diesem Glaubcu au dic endliche Consolidirung unserer constitutioncllen Zustände haben unS die jüngsten Vor« gange im Hcrreuhausc, sowie die Auseinandersetzungen Sr. Exccllcuz dcS Grafen Hohenwarl nur zu bestärken vermocht. Die Wicderlhcilnahmc au uuserm VcrfassuugS-lcbcu von Scitc solcher Factorcn, die demselben durch längere Zeit ferne gestanden waren, ist ein Erfolg, dcn kein Gcgncr dcr jetzigen Regicruug wird iu Abrede slcl« lcu können und dcr zu wcitcrcu Hoffnungen crmuthigt. Soll abcr das letzte Ziel, welches Allc llustrcben. dcr Hauptzweck dcs langen Ringens, foll die vollständige Anerkennung und feste Bcgrüudung dcr Verfassung er» rcicht werden, so bedarf es dcr gegenseitigen Nachgiebig-lcit, dcs Geistes der Versöhuung, an d-en wir immer von Neuem appclliren. Hat der Staatsmann Aussicht auf diesen Erfolg, fo wird er viele Einrichtungen acccp-tireu, selbst wenn sie theoretisch minder richtig sind. Icdcr ernste, unparteiische Politiler braucht sich bloS t»e conslilutiouclleu Vorgänge iu Oesterreich scit dt.n Erlasse dcr Februar-Verfassung vor A.Mn i« h«""'- «"" wirb cs wagen, dcn verfassungsmäßigen ^araller oe December fahrungeu haben gelehrt, daß dcr Regierung die Wahl bleibe, an der Verfassung theoretisch festzuhalten und ruhig zuzusehen, wie sie in der Praxis sich leiner allseitigen Anerkennung erfreue, oder durch einige Aeudcrungen der Verfassung alle Vollsstämme zu befriedigen und der Constitution die allgemeine Achtung zu verschaffen. Es ist unmöglich anzunehmen, daß in unserem Reichs« rath nicht endlich doch, allen Agitationen zum Trotz, eiue ruhige, tolerante und staatsmännische Auffassnng der Verhältnisse die Oberhand gewinnen werde. Nur die Leidenschaft ist blind. Nur dcr Egoismus sieht Niemanden anderen als blos sich selbst. Der besonnene Poli' likcr aber, der sich nicht der Erkenntniß verschließt, daß der Staat die Pflicht hat. allen scinen Elementen gerecht zu werden, wird gerne an einer solchen Abänderung dcr Verfassung mitarbeiten, wodurch diese zu einem wahrhaften Gcmeingute Aller, ;u einer von der allgemeinen Zustimmung getragenen Garantie des constilutioncllen Systems gemacht würde. Politische Uebersicht. «aibach, 9. Juli. Der bereits telegraphisch signalisirte Artikel, welken die „Provinzial-Corresp." anläßlich der von dem Reichskanzler Grafen Veust in der Delegation gehaltenen Rede deu österreichisch-deutschen Beziehungen widmet, lautet, wit solgt: „Diese offenen und würdigen Wortc des österreichischen Reichskanzlers, welche ebenso wie die sonstigen Erklärungen desselben über die auswärtige Politil Oesterreich'Ungarns in der ReichSraths-Dclegation all gemeine Billigung, Zustimmung und Nnciltnnung fan-dcn, werden auch in Deutschland von deu Regierungen, wie in der Bevölkerung überall nach ihrer hohen und erfreulichen Bedeutung gewürdigt werdeu. Unser Reichskanzler Fürst Vismarck wußte sich in vollem Cinver-ständnisse mit dem Sinn und Geist des deutscheu Vol' les, als er in der Depesche vom 14. December v. I. daS Verlangen aller Genossen des neuen deutschen Bun-dcs betonte, die freundschaftlichen Beziehungen Deutschland« zu dem österreichisch-ungalischen Nachbarreiche zu erhalten und zu sördern, auf welche beide durch die ihnen gemeinsamen Interessen und die Wechselwirkung ihres -geistig?»,, wie ihres materiellen Verlchrslebens angewiesen sind — als er die Zuversicht aussprach, daß die Befriedigung der nationalen Bedürfnisse dcs deutschen VolleS und die darauf begründete Thätigkeit und Sicher» heit dcr weiteren Entwicklung Deutschlands von dcn Nachbarländern Deutschlands uicht allein ohne Besorgniß, sondern mit Genugthuung werde begrüßt werden können und daß namentlich Deutschland und Ocstcrreich-Ungarn mit dcn Gefühlen gegenseitigen Wohlwollens auf einander blicken und sich zur Förderung der Wohlfahrt und bcS GedcihcnS bcider Länder die Hand reichen werden. Die jetzigen Aeußerungen des Grafen Bcust werden als eine erneute Bestätigung jcncr Zuversicht überall freudig begrüßt werden." Die .Wiener Ztg." schreibt: ..Zufolge einer zw>-schcu der l, und l. nnd dcr lönigl. italienischen Regierung getroffenen Vereinbarung sollen jcne Personen, welche Pensionen odcr andere Bezüge genießen, die zufolge Artikel I? des Wiener Friedens vom .^ Oc °b r 1866 dcm italienischen Staatsschätze z"r Last all u, dann. wenn die Gezugsberechtiglcn am T «c « A - schlu scs dicscs Uebereinkommcns sb Iannn 1871) ,hren orden lichen Wohnsitz in dem Gcblcle der öslerre.ch.sch-Monarchie haltt., cbcnso w.e chre Witwen nd Waisen auf ihr «..suchen d.c ihncn gebührenden Belräae au« deu ,. und k. K°ss«" nach Abzug aller durch die italienischen Msetze normirteu Steuern und Abgaben erhallen; doch haben dieselben jene Formalitäten zu er-flillen. welche in Italien für derartige dorllande zu leistende Zahlungen vorgeschrieben sind. Dasselbe Zugc-siändniß wurde unter gleichen Bedingungen denjenigen österreichisch-ungarischen Pensionistcu gemacht, welche zur Zcit dcr erwähnten Vereinbarung ihrcn ordentlichen Wohnsitz in Italien hatten." Wie der „Ung. Lloyd" vernimmt, wurde in einer der letztcn Sitzungen deS ungarischen Mi nist errathe der Beschluß gefaßt, die ministerielle Vorlag? 1140 behufs der noch in der nächsten Session durchzuführenden Revision deS Wahlgesetzes vorzubereiten. Wie hingegen der ..Pester Lloyd" aus bester Quelle erfährt, wurden in diesem Ministerrathe die Amtssitze der königlichen Gerichte erster Instanz und der Bezirksgerichte definitiv festgestellt, und wird daS diesbezügliche Ver-zeichniß durch den Iustizminister ohne Verzug an Se. Majestät zur Allerhöchsten Genehmigung unterbreite!. Seit einigen Tag?» bringt der ..Pokrol" unter der Ueberschrift «Das weiße Glatt" sehr versöhnlich und entgegen kommend gehaltene Artikel, welche der Verständigung überhaupt und speciell der Verständigung der Parteien in Böhmen in ruhigem objectivem Tone das Wort reden. Ist diese publicistische Erscheinung schon an sich ein erfreuliches Symptom zur Lage, so steigert sich die Bedeutung dcsseloen im Hinblicke auf den Umstand, daß gerade der ..Potrol" erst vor wenigen Tagen als das Organ der Führer der böhmischen Opposition proclamirt wurde und wir es somit bei seinen Artikeln mit Kundgebungen aus diesen Kreisen, die heute die Aus-gleichspartei in Böhmen repräsentireu, zu thun haben. Unter solchen Verhältnissen fällt speciell in jener Arli-telreihe des ..Potrot" folgende in dem II. Artikel am Schlüsse abgegebene Erklärung schwer ins Gewicht: „Dcr böhmische Stamm will seine deutschen Lanvsleute nicht nur nicht unterdrücken und vermag dies gegenwärtig auch gar nicht, sondern, selbst wenn er dies wollte und könnte, darf er dies nicht und wird dies nie dürfen. Wir dürfen dies nie waqcn, nicht blos wegen des be> sonderen Schutzes, welchen das deutsche Element unter dem Habsburg'schen Szepter zweifellos immer genießen wird, sondern hauptsächlich mit Rücksicht auf unseren nordischen Nachbar. Wir wissen wohl, wie theuer uns eine den Deutschen zugefügte Unbill zu stehen käme, und bekennen weiter, daß wir in Preußen eine wcit größere Gefahr für unsere Nationalität erblicken, als in Oesterreich selbst mit der December-Verfassung, und zwar einfach deshalb, weil Oesterreich nicht die Macht hat. um uns gegenüber das durchzuführen, was in dieser Beziehung gegen uns bereits vorbereitet ist. Gegenüber der fortwährenden Hetzereien, als wollten wir durch unser staatsrechtliches Programm nichts anderes erreichen, als die Herrschaft über daS deutsche Element und ihm Gleiches mit Gleichem vergelten, wiederholen wir aus voller Seele die Worte, welche Rieger im Landtage üußeltc und die da lauten.- «Wollt ihr unserer Chr» lichleit nicht trauen, so traut doch wenigstens unserem politischen Verstände." —" Wie von Wien aus ungarischen Blättern berichtet wird, hätte die österreichische Regierung sich neue-stens veranlaßt gesehen, dcr Pforte, der sie das unbedingte Recht zuerkennt, ihre Stellung und Würde E.iypten gegenüber voll zu wahren, gleichwohl jene Mäßigung ans Herz zu legen, von der sie sich nicht entfernen könne, ohne, welchen augenblicklichen Erfüll sie auch erringen möge. die Zukunft schwer zu comprumit-tiren. Es soll speciell der Rath hinzugefügt worden scin. dem Picelänig zur Reise nach Eonstantinopel eine Brücke von gediegenem Golde zu bauen. Das Berliner Cabinet soll bekanntlich der com-munistischcn Bewegung und der Existenz der „Inter-nationale" lebhafte Aufmerksamkeit schenken. Fürst Bismarck ist ganz der Mann dazu — wird der „Goh." aus Berlin geschrieben — um seine eigenen Erfahrungen durch die an Anderen gemachten zu bereichern. Aber mit der „Internationale" nimmt er es sehr ernst. Es wird versichert, daß der Reichskanzler alsbald nach dem bekannten Rundschreiben Jules ^urc's über die Ursachen der Commune an mehrere Cabinetle, unter denen man jene speciell von Wien und Petersburg nennt, Noten gerichtet habe, in denen er sich ganz übereinstimmend mit den Aeußerungen Faure'S übcr die Gefahren der com-munistischcn Verzweigung vernehmen läßt und den betreffenden Regierungen empfiehlt, Mitglieder dcr Commune, sofern dieselben im Lande betreten werden sollten, nicht als politische, sondern als gemeine Verbrecher zu behandeln. Auch während der jüngsten Anwesenheit des Kaisers von Nußland soll Fürst Bismarck das Gespräch auf die Gefahren dcr „Internationale" gelinkt haben. Man erzählt, der Czar habe ihm zwar beigestimmt, aber bemerkt, er für seinen Theil und für Rußland sei in dieser Beziehung ganz beruhigt, worauf Bismarck erwiederte: „Sire, ich erlaube mir zu zweifeln, ob Sie daran wohl thun", uud dem nicht wenig überraschten Monar» chen sehr deiaillirtc Enthüllungen über die Verbreitung dieser gefährlichen Association auch in Rußland gemacht l,abcn. Was Deutschland anbelangt, so glaubt man zwar nicht, daß die Gesinnungsgenossen dcr Pariser Moro-lncnnerbandc hier jetzt ein günstiges Terrain fänden, wird aber dort. wo sie gleichwohl versuchen könnten, sich einzunisten, sehr wenig Federlesens mit ihnen machen. Der „Siecle" hatte vor einigen Tagen gemeldet, daß Henri Roche fort durch ein Familien - Ereigniß aufs tiefste gebeugt und überhaupt so nervenlcidend sei, daß an sein Erscheinen vor dem Kriegsgerichte nicht gedacht werden könne und eher die Nothwendigkeit sich aufdränge, ihm Fesfeln anzulegen. Alles daö wird jetzt von dem Herausgeber des „Mol d'Ordre" nahestehenden Personen in das Gebiet dcr Fabel verwiesen, Rochefort, der nunmehr seinen Vertheidiger und seine Angehörigen empfangen darf, befindet sich »ach den Umständen ganz wohl und sieht ruhig seinem Processe entgegen. Er wird aber nicht so bald, als man allgemein angezeigt hatte, vor seinen Richtern erscheinen. Das Kriegsgericht von VcrsailleS, für dessen Sitzungen man jetzt die dortige große Reitschule einrichtet, wird chronologisch vorgehen nnd daher erst die Koryphäen des Ccntral-Comit6'S und der Commune, die Assy, Billcoray. Urbain, Verdurr, Pascal Groussel :c. aburtheilen, ehe cS zu Rochefort gelangen wird, der erst im April, uon schwerer Krank' heit genesen, in Paris eingetroffen ist und seine Thätigkeit im „Mot d'Ordrc" wieder aufgenommen hat. Wie Berliner Blätter melden, ist dcr Wiederzusammentritt des deutschen Reichstages Seitens de« Reichskanzlers nunmehr definitiv für die erste Hälfte des Monals October in Aussicht genommen. Die erste große Versammlung der Altlatho-lileu Baicrns soll nicht in Heidelberg, sondern, wie neuestens beschlossen wurde, in Linz. und zwar anfangs September abgehalten werden. Die Wahl dici'cs Ortes erfolgte aus dem Grunde, um die nöthige Einheit mit den Altlatholiken Oesterreichs herzustellen. So meldet dcr „TageSbotc aus Mah. Juli abzuhaltrn. Donnerstag tritt der Siebener-AuSschuß zusammen, welcher in der Zwischenzeit die vergleichenden Arbeiten (zwischen den Beschlüssen beider Delegationen) beendigen wird. Auch die auswärtige Commission hielt nnmillcllmr nach der öffentlichen Sitzung eine Berathung, in welcher beschlossen wurde, den geforderten NachlraMrcdil zur Errichtung eines Botschastcrposlens in Berlin zu be< willigen. Der Budgctausschuß de> Nc i chsr a l H6 d rlcg a< t i on hat gtsteru seiue Berathungen übcr das Arincc< budget fortgesetzt. Es ist besonders zu crwälmcn, daß die von der Regierung verlangte Zummc vmi I5>4«00 ft. für die Erhöhung dcr Gagln für die Oberste und Oberst-lieutenants bewilligt wurdc. Folgende Resolutionen wur-den beschlossen: ..Der gemeinsame Kriegsminister wird aufgefordert, dahin zu wirken, daß unter der VmanSsttzunq, daß ein Gleiches für die Länder der ungarischen Krcmc geschehe, von dcr kaiserlichen Negierung dem Rcichsralhe ciu Gesetz für die Konfkription der Pferde chcu.öalicl,st zur verfassungsmäßigen Behandlung vorgelegt w<,rdl," ferner: „Die Kricgsverwaltung sei aufzufordern. den Slelwer« lrelcrfond und die Gebarung sünimllichcr Fnnd^, die nicht privater Natur sind, vom 1. Jänner 1872 an dew gemeinsamen Finanzministcr zu iilicrtrcMn" endlich die von Dr. Gislra beantragte Res»luliun: Die Delegation spricht dcn Wnnsch an?, daß vo» Seiten des gemeinsamen Kriegsminister! nm^ üach Schloß dcr Delegalionssitzungen cinc Commission c!»g>'sktzl n»d zu derselben je scchS Mitgliedcr von jeder d^r beiden Delegationen, und zwar aus Grund dicsfäll,ge> ^ezcict^ nung durch die Delegation cingcladcn werdc», nil, oil z»r Aufstellung des normalen FiiedcnöbndsiclS für dit Vandarmcc nöthigen Erhebungen zu pflege» und die cil<- lsemssl'lml. Per Kl oster Hof. 1374-1869. Eine Novelle aus Kram. 3. „Der Viebe Uohn verloren." (Fortsetzung.) So vergingen Wochen, Monate, — aber mir war es unendlich mehr, Jahre waren vorübergezogen an dem Leben und Weben der geheimnißvollen Kräfte, die in mir walteten. Der Herbst mit seiner Freude zog ein in's Land, mir aber war es der singende, klingende Lenz! Ich saß einmal auf einem Felsblock, dort, wo Sie mich heule getroffen; um mich herum ratheten sich die Gaum-blälter. und ich starrte auf den Grund des kleinen Bassins vor der Grotte, auf die flimmernden Steinchen, über denen das Quecksilber deS klaren Wässerchens beinahe unsichtbar zitterte. Plötzlich knisterten Zweige am Boden, cr stand vor mir. „I sichtchen, um das füllereich blonde Locken fliegen, steht darin, die eine Hand an der Klinke, die andere schelmisch an's Kinn gelegt — ich fliege den Hügel hinan, ein loser Blick leuchtet auf in diesem Abgrunde ihrer Augen, sie wendet sich halb wie zum Gehen, dann aber, die Arme ausbreitend mit einem Schrei der Lust, wirft sie sich an die Brust des Uebcrglücklichen: „Renate!" — „Renate!" Und da hing ich schon an seinem Halse: „Friedrich! Friedrich!" rief ich vor Glück schaudernd und bebend: „ist es denn möglich. Du liebst mich! Ja. ja Du liebst mich!" Er hob mich jubclnd in die Luft. der starke Mann, dann legte er mich fanft auf dcn Fcls-block, er lniete neben mir in das Gras, seine Lippen auf den meinen. „Friedrich!" rief ich unter seinen Küssen, „mein Glück erdrückt mir mein Herz, ach, lass' AlleS, Alles Dir sagen, Du böser, lieber Mann, was ich gelämpft, gelitten und gerungen; aber sieh' mich nicht so flammend an! ich habe Dich ja geliebt seit ich Dich zum ersten mal gesehen, es war nur der glühende Haß der Liebe, der mein Inneres zu verzehren drohte, ich wäre ja gestochen, wenn Du mich nicht liebtest. Und nun küsse mich hundert-, tausendmal für die ganze na- menlose Pein und Lust, die Du mir augelha:,! ich kann ja nicht llbcn ohne Dich!"" Renate halte mir dies erzählt mil steigender Schnelle einen Schritt vor mir hergehend, hocherglühend ; dai'N hemmte sie ihren Gang. und ein l'lrichcö, wchmnthvollcs' Antlitz mir zuwendend, sprach sic langsam: ..Und dann? — Sie wissen, wie ich damals war. ich halic cs Ihnell erzählt, und Waldcck war ein dentscher Mam,! - .An-nen Sie jene Verse des französischen Dichlcrs?" Demi eines WcibcS 5'icb' lfl ähnlich eiim,, Kind. Das, seines Spielings salt, z?r!M't — imslä! sschiml, Die Nose niedertritt, die nih sse, mio dem raschen Falter nachjagt, de» cö doch nicht vermag zn haschen! ..Und das ist Alles!" — ^ Die Arme schlaff niederhängcnd, blieb sie slchci', und ein paar Thränen rollten iilicr die lnarinorblassc" Wangen, dcrcn Muskeln schmerzlich zuckten; dnnn ginge" wir weiter. Der Abend breitete scine braunen ^chwingc" über den Wald und doch, glühte das Noth der untergehenden Sonne noch in dcn Wipfeln? Wir träte" unter dcn Bäumen hervor. „Heiliger Gott, das Schloß brennt!" — „Mein Vater!" schrie Renata auf. ihll Knie drohcten zu brechen, sie wankte einige Schritt vorwärts, dann aber sich aufraffend mit lctzlcr Kraft' anstrengung. flog sie dcn Feldrain entlang nach del» Brande. Ich folgte rafch, — am Fischteiche fiel s" wie leblos in die Arme dcS Freiherrn. Lichterloh flammte" die Speicher mit den Korn- und Hcu'ioirälhcn anf, voll diesem wogenden Flammcnhmtcrgrulidc abcr hob sich cilll dürre, gespenstige Gestalt ab, die in tollem Iubcl tanz« und schrie vor dem prasselnden Feuer, bis Gcnödarmc" den Wahnsinnigen, der wüthend um sich schlnc, und biß' überwältigten und wegführten. Es war dcr Ziege"' hannes. .« (Schluß solgt.) H 1141 zelnen Ansähe des Budgets zu prüfen, und daS Resul» tat dcr Bciathungen dicser Commission der nächsten Delegation vorgelegt werde." Aus >cm NcichZrathc. AbgeurdnctenhauS. Wien. 7. Juli. Präsident Ritter v. Hopfen eröffnet die Sitzung nm I I Uhr 15 Minnten. Auf der Ministcrbank: Ihre Ezcellenzen die Herren Minister Graf Hol) enw art, Dr. Iirecel, Dr. S chacfflc. 'bitter u. Grocholsli. Das Protokoll dcr lctzlen Sitzung wird verlesen und genehmigt. Das Herrenhaus gibt die dort gefaßten Beschlüsse bctannt. Erster Gegenstand der Tagesordnung ist der Bericht dcS Untcrrichlsansschusscs über den Entwurf eines Ge» fetze«, betreffend die Vergütung der Reise-und Zchrnngs-lostcn dcr Mitglieder dcr Landes- und Bezirksschulräthe. Berichterstatter Dr. Dienstl leitet die Berhand-lnngcn ein. Das Gcsctz wird ohne Debatte in zweiter und dritter Lesung angenommen. Es folgt die zweite Lesung der Regierungsvorlage, betreffend die Erlhcilung einer Concession zur Legung und znm B<,tiicl,c eines Telcgraphenlabcls von Ragusa nach ^ialta, bczichungswcisc RagnsaCorfu. Berichterstatter ist Baron Kübcck. Auch dieses Gesetz wird in zwcittr und dritter Lesung genehmigt. Hierauf vcfcrirt Dr. v. Strcmayr über den Antrag des Dr. Ginzel auf Erhöhung dcr Congrua des katholischen Scelsorgeclerus. Ä!dg. Dr, Halter conMirt den gnteu Willcn und die löblichen Absichtcu dcs Congrnaaneschusscs, da nicht ^u verkcnncu sei. daß das Kirchcngcsctz in dieser Beziehung viel rigoroser zu Werke gcht, da die Bestimmung Pins V. das Congruaausmaß zwischen Ü0 bis l(10 Scudi normire. Ferner sei die wohlwollende Tendenz dcs Congrua» Ausschusses auch in dmi Grundsätze zu erkennen, daß auch anf die sociale Stellung des Bezugsberechtigten Rücksicht zu nehmen sei, was nach kirchlichen Normen nicht vorgeschrieben ist. Allein der gute Wille ,cichc nicht nu?. Im Con-cordate sn allerdings eine Bestimmung über die Congrua enthalten, allein der betreffende Artikel 26 sei in dcn Jahren 185)0 bis 1800 nicht zur Ausführung gc-lungl, wohl nur darum, weil er einen inneren Widerspruch in sich enthüll und mit anderen die Autonomie und Unabhängigkeit dcr Kirche anstrebenden Bestimmun« gen des Concordatcs im Widerspruch stand, weil eincr-scits die Patrone zu einer Leistung herangezogen wurden, welche dem canonischen Rechte fremd fei, und weil dcr Artilcl 20 nur die Anfbcsserung dcr Congrua — inso-weit es möglich ist — auösprechc. Redner gcht nnn in eine Kritik des Äusschußan-lran.es cin und wirst dic Frage auf, wer denn zur Leistung der Auf^sscrnng herangezogen werden solle und unter welchen Modalitäten dies zu geschehen habe. __________ Eurtschimg fulgt,) ItMsnemgkeiten. Die Ncise Sr. k. Hohcit des Kronprinzen. Prag. 5. Juli. Ueber die Reise Sr. k. Hoheit des durchlauchtigsten Kronprinzen nach Prag, von wo Höchst-seine Ankunft bereits telegraphisch gemeldet wurde, berichtet das „Prager Abendblatt" aus Pardubitz: Se. t. Hoheit der Kronprinz Erzherzog Rudolf ist am 3. d. M. um 7 Uhr b<) Min. Abends von Ärünn im Pardubitzer Bahnhöfe eingetroffen, wurde hier von dein Bezirtöhauptmanne, dem MiluärstationscommandaMcn und dem Bürgermeister von Pardubitz im Bahnhöfe empfangen, richtete, nachdem er den Waggon verlassen, einige huldvolle Worte an dieselben uud'sctzle um 8 Uhr 19 Miu. Abends die Reife nach Kladrub weiter fort. Im Bahnhofe halte sich zum Em-pfange Sr. f. Hoheit eine große Menschenmenge eingefun-dcu. Ferner aus Kladrub: Se. k. Hoheit der Kronprinz wurde am 3. d. M. Abends bei der Ankunft im hiesigen festlich geschmückten Bahnhöfe von Sr. Excellenz den, Oberst-stallmnster Grafen GrUune, dem Bczirlshauptmanne und dem Gemeindevorsteher von Kladrub ehrerbietigst empfan-gcn- Die in großer Zahl crschicucue Landbevölkerung, auf "^che das uugemein herablassende Wesen dcs Thronerben NMUch den bestcu Eindruck machle. empfing denselben mit l,^?"'' ^" Kladrub selbst erwartete die zahlreich her-Ns^«">'^^^bevölkerunc; die Ankunft Sr. l. Hoheit. 5 ^c«o5 wlnde eln prächtiges Feuerwerk abgebrannt. in Prag an: 4.^^ ''"^"p^'^Sr k. ^?" festlichen Empfange w^ . ' "'^gcr Zettung" : Zum c cc ( «' »l ' ^'" Praacr Slacttöbahuhose um- asscude V^kehrungeu g^ofscn worden. Die Wände der Bahuhofhallc wa^ mit Iahnenbnschcln in den Reichs-, Landes- und bcirn scheu Farben g^icrt Bereits um 7 Uhr Abends war sowohl daS Innere des Staatsbahnhoscs, wlc die Bahnhof- und die Hiberner-gasse mit einer unabsehbaren Mmschcnmassc bedeckt, die sich, je näher der Zeitpunkt der Ankunft dcs Zuges heranrückte, noch immer mehr und mehr vergrößerte Um diese l Zelt erfolgte auch die Ausstellung der zum Empfancz Sr. k. Hoheit ausgerückten Bürgcrcorpö und dcr beiden Vctera-nenvereinc. Den äußersten rcchlcu Flügel dildete die berittene Bürgerescadrou, dieser rcihlc sict^ daS Scharfschützencorps unter Commando des Herrn Oberstlieutenants Ritter lX Sttffek, das bürgerliche Infantericcoipg unler Commando des Herrn Majors Schary und daS bürgerliche Grenadier-cvrps mit ihren Ml,sikcapellen an. In der Hibernergasse waren zunächst der erste Präger Veteranenocrein und wei« ter der Radetzky-Vereiu auf^'sicll!. In der Bahnhofhalle fclbft hatten sich Se. kaif. Hoheit der Herr Erzherzog Ludwig Salvator von Toscana, der Herr Statthaltereileiter Rieger Ritter v. Riegershofen, in Begleitung des Herrn Statl'hal«ereirathes Rolly, Se. Erc. der Herr commandirende General von Böhmen FML. Graf Huyn, Sc. töuigl. Hoheit der Herr FML. Prinz von Württemberg, die Herren Generale Brandenstein, Prochasla, Mondel und Pulz, der Herr Bürgermeister Diltrich, der amtirende Polizeirath Herr Forster und andere Notabilitäten eingefunden. Um 7 Uhr 46 Minuten ertönte das Glockenzeichen und der Zug brauste unter begeisterten Hoch- und Slava» Rufen in der Bahnhofhalle heran, welche Rufe sich ebenfo stürmisch erneuerten, als der Kronprinz den Hof-Salonwaggon verließ. Dcr Prinz, dessen blühendes, jugendfrisches Aussehen die aNgcmeiuste Freude hervorrief, trug einen einfachen grauen Reiseanzug nebst einem niedrigen hellgrauen runden Hute und erwiederte nach allen Seilen in freundlichster Weife grüßend die Zurufe der jubelnden Meuge. Der Herr Statlhaltercileiter stellte zunächst dem durchlauchtigsten Kronprinzen den Herrn Bürgermeister Dittrich vor, welcher Höchsldcnselben mit einer böhmischen Ansprache begrüßte. Es freue ihn — so sagte er — daß es ihm vergönnt sei, den Thronfolger zum ersten male im Ramen der königlichen Hauptstadt innerhalb deren Mauern ehrfurchtsvoll begrüßen zu können. Er versicherte Höchst-denselben der unwandelbaren Treue und Ergebenheit der gesammten Bevölkerung zu dem Allerhöchsten Kaiserhause und sprach zum Schlüsse die Worte: „Gott segne, Gott schütze, Gott erhalte Eu. kaiserliche Hoheil." Der Kronprinz dankte sichllich gerührt, gleichfalls in böhmischer Sprache, für den herzlichen Empfang und sprach das höchste Vergnügen darüber aus, daß Sein kaiserlicher Vater Ihm die Freude gewährt habe, Prag besuche» zu können, das so reich an Sehenswürdigkeiten sei. Darauf dewillkommle Se. tais. Hoheit den Herrn Erzherzog Ludwig von Toscana und ließ Sich die hohe Generalität vorstellen. Alsdann verfügte Sich der Kronprinz vom Herrn Erzherzog begleitet, durch den Hofsalon über das Vestibule zu dem Ausgangsportale. Als die außen harrende Bolksmasse des Kronprinzen ansichtig wurde, erschollen neuerdings enthusiastische Hoch- und Slava-Ruse. Die Vürgercorps traten ins Gewehr uud sämmtliche Musilcapellen stimmten die Voltshymne an. Se. lais. Hoheit bestieg in Begleitung Höchstseines Erziehers, des Herrn Generalmajors Latour v. Thuruburg den bereitgchaltenen zweispännigen Hofwagen, welchem dcr Herr Bürgermeister und der Herr Statthal-tereileiler in besonderen Equipagen voransuhren. Hinler dem Hofwageu fuhr Se. Erc. der Herr commcmdirendc General. Se. laif. Hoheit fuhr, von der BürgereScadron begleitet, unler endlosem Jubel dcr Bevölkerung durch die Hibernergasse, Kolowratstraße, über den Quai, die steinerne Brücke, Brücken- und Spornergasse nach der kaiserlichen Hosburg und wurde hier, sowie in den Straßen ebenfalls von einem zahlreichen Publicum mit Hochrufen empfangen. Se. tais. Hoheit bezog die Appartements der durchlauchtigsten Frau Erzherzogin Sophie und nahm noch Abends die Aufwartung des Herrn Statthalterei-Vicepräsi-dcnteu, des Herrn Bürgermeisters, Sr. Excellenz deS Herrn commaudirenden Generals uud anderer Nolabililälcn entgegen. Prag, 6. Juli. Ueber die Weiterreise Sr. k. Hoheil des durchlauchtigste« Kronprinzen von Prag über Raudnitz nach Ploschkowitz berichtet die „Prager Zeitung" unterm 5. d.: Der Bubcncer Bahnhof, von wo heute nm 8 Uhr 9 Minuten die Abfahrt stattfand, war auf daü festlichste decorirt. Von dem Stationsgebäude wehten Flaggen in den Reichs-, den Landes- uud den bairifchen Farben hernieder, dcr Warlesalon war in einen Blumenhain um« gewandelt und zeigte an der Fronte die Büsten Ihrer l. l. Majestäten und an der einen Seitenwand den Reichsadler. Zum ehrfurchtsvollen Empfange Sr. l. Hoheit halten sich der Slatthaltereileiler Rieger RUlcr v. Riegershofen in Begleitung des Statthaltereirathes Rolty, der amlirende l. k. Polizeirath Forster, der t. l. Vezirlshauptmann Ka-raset von Smichov uud der Bürgermeister Schlöcht von Bubenc eingcfundcu. Obgleich die Zeit der Abreise einem großen Theile dcr Vevölleruug nicht belaunt war, hatte sich gleichwohl cin zahlreiches distinguirtcs Publicum, dar-unter die Bewohner der Buben?« Villen, im Bahnhofe eingefunden. Der Kronprinz. Hö'chstwelchor in Begleitung des Gc, neralmajors v. Latour in einer Hofequipage anlangten, ließen sich in: Wartesalon von dem Stalthaltcreileiter den l. l. Bezirlshauptmann Karascl vorstelle» und richteten an denselben mehrere eingehende Fragen über die Stärke der Bevölkerung und sonstigen Verhältnisse des Smichower Be» zirkcs. Bei dem Bürgermeister SctMchl erkundigten sich Se. k. Hoheit speciell Über die Vevölterungsvcrhällmssc von Vubenc zur Sommer- und Winterzeit uud die Frequenta-tion von Prag auS. Von der versammelten Menge ehrfurchtsvoll begrüßt, bestiegen hierauf S5. l. Hoheit, nach allen Seiten hin herzlich dankend, den Salonwaggon des bereitstehendcn Hos-Separatzua.es, dessen Locomotive „Iaro-mier" mit Eichenlaub und Fahnen in den Reichs' und den Landesfarben ebenfalls festlich geschmückt war. Mit dem« selben Zuge reiste auch der Stalthalterci-Vicepräsident ab, um Se. l. Hoheit auf der Reife durch das nördliche Böhmen zu begleiten. Die Leitung des ZugeS hatte, wic bei der Ankunft in Prag, so auch bei der Abreise von Aubcne, der Oberinspector und Verlehrschef l. Rath ^arek über» nommen. Prag., 7. Juli. Die «Prager Zeitung" bringt folgendes Telegramm aus Tetschen vom L. d.: Se. l. Hoheit Kronprinz Rudolf ist heute Vormittags 10 Uhr hier mit dem Dampfer „Bohemia" angelangt und wurde von der am Landungsplätze befindlichen unabsehbaren Menschenmenge enthusiastisch begrüßt. Nach Besichtigung der Siderolithfabril in Obergrund und der Brauerei in Boden-bach begab sich der Kronprinz in das hiesige gräflich Thun'sche Schloß, wo derselbe den erkrankten Besitzer Grafen Frauz Thun mit einem Besuche beehrte. Nach dem Dejeuner promenirte der Kronprinz durch den Park zu der gräflichen Kunstmühle und der Mayer'schen Knopffabrik. Eine längere Zeit widmete der Kronprinz dem Besuche der land-wirthschaftlichen Lehranstalt in Liebwerd. Nm Nordbahnhofe wurde Ee. l. Hoheit vom Per-waltungsrathe der böhmischen Nordbahn, dem Grasen Waldstein an der Spitze, empfangen und fetzte von dort die Reife nach Vensen fort, wo Höchstderielbe mit Jubel begrüßt wurde. Sodann begab sich der Kronprinz zu Wagen nach Franzensthal zur Besichtigung der Arbeitercolome des Fabricanlen Matausch. Am Rückwege besichtigte der Kron< prinz den Tunnelbau bei Vensen. In Böhmisch-Kamuitz ließ der Kronprinz den Zug anhalten, um sich den Bürgermeister, den Obmann der Bezirksvertretung und die Vorsteher der zahlreichen ausgerückten Vereine vorstellen zu lassen, und richtete an dieselben huldvolle Worte. Prag, 7. Juli. Dem Vernehmen nach wird Ee. l. Hoheit der Kronprinz Rudolf während seiue« bevorstehenden Aufenthaltes in Prag sich Montag zum Mi-lilärscheibenschießen auf dem Invalidenplatze begeben uud Abends das deulsche Theater besuchen, sodann Dienstag dem Scheibenschießen deS bürgerlichen Schlitzencorps auf der Schützeninsel beiwohnen und Abends das böhmische Theater besuchen, ferner daS Belvedere und Vaumgarten besichtigen. — (Buchdruckerei -Actien-Gesellschaft.) Man fchreibt der ,.N. Fr. Pr." aus Graz, 6. d.: Ein Consortium hiesiger Industrieller, an deren Spitze der Bantier Titus Koppitsch steht, hat vom Ministerrum die Bewilligung zur Constituirung einer Acliengesellschaft für Druckindustrie erhalten. Die Gesellschaft, deren Slalulen von der Statthalterei bereits genehmigt sind, hat ihren Sitz in Graz und führt den Namen: „Vuchdruckerei-Gefellschaft Gutenberg." Sie wurde vornehmlich zu dem Zwecke ins Leben gerufen, um der Gesellschaft „Leytam-Iosefslhal," welche alle hiesigen Druckereien angekauft hat und demzufolge das Terrain ganz allein beherrscht, Cu»^ currenz zu machen. Da aber die Hauptstütze des „Leylam" die in seinem Verlage erscheinende „Tagespost" ist, so will auch die Actiengesellschast „Gutenberg" ein politisches Tag' blatl herausgeben. — (Aus Frankreich.) Vor das soeben eröffnclc Kriegsgericht kommen nach neuester Bestimmung die Haupt-gefangenen in folgender Ordnung: Assy, Rössel, Billioray, Rögure und Verdure. (Nochefort wurde, wenn sein Gesundheitszustand es erlaubt, für die zweite Serie bestimmt.) General Vinoy's Armee wurde aufgelöst Die Armee von Versailles wurde in 6 Corps eingetheilt, die von Bour-bali, Douai, Clinchant, Barrail, Balaille und Montaudin commandirt werden. „Seien wir bescheiden, wie es unserem Schicksal ziemt," sagt das „Journal des Debals" gelegentlich der offi-ciellen Prahlereien über den glücklichen Ausfall der Nevue und des AnlehcnS. „Lassen wir unsere Sporen und Millionen noch nicht klirren und fangen wir nicht jeden Augenblick mit unseren leichtsinnigen Prahlereien an. Lange werden wir arbeiten müssen, bis wir wieder die „große Nation" sind. Wer ein Franzose ist, muß bis dahin trauern, nicht aber prahlen." Der Pariser Ioleyclub hat am 30. Juni seine Generalversammlung abgehalten und den Beschluß gefaßt, sUr die nächsten großen Herbstrennen die deutschen Pferde von der Rennbahn auszuschließen. Im Thealer der Varies wurde ein Ausfall gegen Nochefort furchtbar ausgepsiffen. T°S Publ.cum woll e sich nicht eher zur Nuhe geben, bis dcr betreffende Schauspieler vor die Rampe trat und Abbitte leistek^________________ Locales. — (Gruudsteuerabschreibung.) Das t. t. Finanzministerium hat dem Herrn Landcspräsidenten für Kram auf Grund der hochdahin im Sinne der a. H. linlschließung vom 31. December 1864 erstatteten Anträge die Ermächtigung ertheilt, an der für das Jahr 18«9 in Krain mit 737.676 fl. 55'^ tr. vorgeschriebenen Grundsteuer den Vetrag per 69472 fl. 27'/, kr. abschreiben zu lassen. — (Der trcnnische Land es schulrath) hat dle Verminderung der Stundenzahl für den Religionsunterricht an der 8. Klasse des Laibacher Gymnasiums auf zwei Stunden wöchentlich und die Zuweisung der dadurch 1142 frei gewordenen dritten Stunde an den mathematischen Unterricht genehmigt, sowie den Wunsch des Gymnasiallehrkörpers nach Einführung zweckmäßigerer Lehrbücher für die Religion dem Unterrichtsministerium zur Berücksichtigung empfohlen. — (Tagesordnung) der morgen am 11. Juli Nachmittags 5 Uhr stattfindenden Gemeinderaths-Sihung: 1. Anträge der Finanzfection : a) wegen Beschaffung der erforderlichen Geldmittel fllr die bevorstehenden außerordentlichen Auslagen der Gemeinde; d) über das Gesuch des ersten österreichifchen Auswanderungsschuhvercins um eine Unterstützung; <;) über die im zweiten Quartale bezahlten Taglien an die Stadtwachmänner; ä) wegen Liqui-dirung der Zinstreuzer. 2. Anträge der Bausection: ii) üder die Hintangabe der Reconstructionsbaule an der Kafernbrücke; d) über die von Karl Tauzher für die Zeit vom 1. Jänner bis 31. März 1871 gelieferte Bauholzrechnung im Betrage von 466 si. 30 lr.; e) über die heurige Scholterlieferung des Mallh. Gorjup und Johann Kova? für die Sonneggerstraße im Betrage von 540 fl.; ä) über die Herstellung eines Glashauses in Tivoli. 3. Antrag des Tivoli-Comitö's: k) über das Gesuch des Johann Oswald wegen Herstellung eines Kellers nächst dem Schweizerhause in Tivoli. 4. Anträge der Schulftclion: 2) wegen Remunerirung der Lehrer an der zweiten städli-schen Volksschule für die Ertheilung des Turnunterrichtes, d) wegen Remunerirung der Realfchuldirection für die Lei» tung der sonntäglichen Gewerbeschule; o) wegen Beischaffung ' eines Lehrzimmers und der nothigen Einrichtung für die neu zu errichtende vierte Klasse der Unterrealschule. — (Bergheer's Theater) übt eine ungeschwächte Anziehungskraft aus und versammelt allabendlich ein zahl-reiches Publicum. Der zweite Cyklus, welcher seit mehreren Tagen begonnen, bietet aber auch des Wunderbaren und Ueberraschenden aus dem Gebiete der Physit, natürlichen Magie und Täuschung wo möglich noch besseres als ^ der erste. Sämmtliche Nummern werden mit wahrer Mei-! sterschaft durchgeführt und ernten reichsten Beifall. Wir erwähnen hier aus dem reichen Programm nur defenders den' Zauberhut, aus dem eine Menge Teufeleien, zum Schluß aber eine wirtlich junge Tame hervorkommen, dann den Metamorphosenschranl, der die unschätzbare Eigenschaft be. sitzt, bejahrten Damen binnen einigen Minuten alle Unbilden des Alters abzustreifen und felbe in vollem Jugend' reize daraus hervortreten zulassen. Wahrhaft staunenswerlh sind die Leistungen der Frau Bergheer als Seherin von Prevorst und die Schnelligkeit und Genauigkeit, womit felbe die schwierigsten an sie gestellten Fragen beantwortet. — (Auszeichnung.) Die Verdienste des in unserer Stadt so wohl bekannten Herrn W. v. Fritsch werden auch in weiteren Kreisen anerkannt. Ganz unerwartet wurde demselben von der königlich schwedischen Regierung, wie es in dem betreffenden Vegleilungsdiplome heißt, „für seine dort bekannt gewordenen hervorragenden Verdienste im Montanwesen," das Ritterkreuz des Gustav - Wasa-Drdens ertheilt. — (Wüthender Hund.) Samstag um 1'/. Uhr Mittags wurde ein wuthverdächtiger Hund, der aus der Wiener Straße einen Knaben nach den Einen gebissen, nach den Anderen blos angefallen und niedergeworfen haben soll, von der Race der dänischen Fanghunde, bis in das Gebäude der t. l. Finanzdirection am Schulplatze verfolgt, hier in einem Holzdepot eingeschlossen und endlich, nachdem es nicht gelungen war, ihn vollends zu lödlen, mit harter Mühe bewältigt und dem Thierspitale zur Behandlung und Untersuchung eingeliefert. — (Erhängt.) Heute Früh wurde von Passanten der Prula ein Erhängter an dem Rampengeländer im Gru-derschen Canale aufgefunden. Ein Hofenträger und Spagat hallen dem Unglücklichen als Behelf zur Erreichung feines Vorhabens gedient. — (Eingebracht.) Der am 6. d.M. aus dem Laibacher Slrafhaufe enlfprungene, zu Ijährigem Kerker verurtheilte Sträfling Iofef Oziml aus Povröje bei Arch ist bereis am 7. d. M. Nachts in Klein-Osolnit im Be- zirke Großlaschitz durch zwei Strafhausaufseher mit Hilfe der Gendarmerie betreten und eingebracht worden. — (Ochscndiebsta hl,) ^n der Nacht vom 5ten auf den 6. Juli sind dem Grundbesitzer Klemencic in Seilendors im Bezirke Tschernembl zwei Ochsen durch unbekannte Thäter gestohlen, jedoch bereits den folgenden Tag in Goltschee angehalten worden. — (Todesfall.) Am verflossenen Freitag, 7. d. M., starb in Wien die Frau Gemalin dcö früheren Statthalters von Niederüsterreich — cine Zeit lang auch von Kram — Grafen Gustav Chorlnöly. __ (Berichtigung.) Der Name der im Garlen der Herren „Mayr und Metz" blühenden seltenen Blume, wurde im Samstagsdlalle irrig mit Dianthus statt „Clian-thus" geseht. _____________________________________ (finsseselldet. Vcscitignng aller Kranlheiteu ohne Medicin und ohne Kosten durch die delicate Ochmdheitsspcise l^v!<><^<'i"'i üa,^ uon London, die bei Erwachsenen und Kindern ihre dosten 50fach in anderen Mitteln erspart Auszug ans 72 000 Genesungen, an Maaeu-, Ncruen-, Unterleibs-, Vrust, Bungen, Hals-, Stimm-, Athem-, Drüsen-, Nieren- und Blasenleiden — wovon ans Verlangen Copiru gratis und franco gesendet werden: Ecrtificat Nr, 64 2 10. Neapel, 17. April 1862. Mein Herr! Iu Folge einer ^eberlranlheii war ich se,l sieden Jahren in einem furchtbaren Znstand.' uon Abmagerung und Leiden allcr Art. Ich war auher Stande zu lesen oder zn schreiben; halte ein Zittern aller Nerven nn gauzcu Körper, schlechte Vtrdaunna,, sortwährende Schlaslosigleil, und war in cnier steten Nerueuaufregung, die mich hin- nnd hrrlrieli nud mir leinen Angcnblick der Nnhc ließ; dabei im höchsten Grade melancholisch. Viele Aerzte hatten ihre Ännst erschöpft, ohne Linderung meiner Leiden, In völliger Verzwcistnng hade ich Ihre !^vu1<^>u''>' versucht und jetzt, nachdem ich drei Monate davon gelebt, sage ich dem lieben Gott Danl. Die !i.!V!,!<^,^^ verdient das höchste Lob, sie hat mir die Gesundheit völlig hergestellt nnd nnch m den Stand geseht, meine gesellige Position wieder emznnel)mcn. M,l iuuiaster Dankbarkeit nnd vollkommener Hochachtung. Nahrhafter als Fleisch, erspart die Ile^,!^'" bei Erwachsenen und Kindern 50 Mal ihren Preis in Arzneien. In Blechbuchsen U°n ; P,nno fl l.5)0. , Ps""d fl f-"' 2 Pfnnd fl. 4,50. 5) Pfund fl, 10, ,2 Pfnnd fl. 2l). 24 Psn d fl 36 n«v!.!^il-l-« ^!w<',n!,'.t.''s- ill Pnlver lllid ,u Tablette! ,ur l2 Tassen fl. 1.50. 24 Tassen fl 2 f>0. 4» Tassen fl. 4 50 ,n Pulver für 120 Tasten fl. 10, sUr 288 Tassen si. ^<». s« . .»?' Tassen si. 3«. Hn beziehen dnrch Varrl, dn Varrl,^ ^omp. in ^isn, ^1M«°U«H««° Ilr. ».In^id^u Ed Mahr. i>. Marburg F. Kolletn.g. in .^l^ensnrt P. B'rnbachcr iu Gra, Gebrildcr Ot'erra nzmayr. m I»n«br»a Hiechtl H Fraul. i» ^'inz Haselmaycr. in Pest TörlN. m Prag ^. FOrst. in Brllnn F. Eder. sowie i» alle» Städten bei guten Apolhrlcru »nd Spccereihändlern; auch versendet daö Wiener Ha»S nach allen Gegenden gege.l Postanweisung oder Nachnahme, Ncuestc Post. Wien, 9. Juli. Se, l. und l. Apostolische Maieslät sind gestern, den 8. d. M.. Morgens von Ischl in Wicn eingetroffen und haben Nachmittag«! dc,i Allcrl)ochsten Aufenthalt in ^a^nburg zu nchmen geruht. Prag, 8 Juli. Se. t. Hoheit der Kronprinz wurde in Rumtiurg, WarnSdorf, Nötirsdorf und Haida festlich empfangen, besuchte mehrere Etablissements und empfing zahlreiche Deputionen. Zur Theilnahme an dem feierlichen Empfang Sr. t. Hoheit am Altstädter Rathhaufe am 10. Juli Vormittags beschloß der Prager Sladlrath, außer dem Stlldtvelorbnctei'lollcgmm lwch sämmtliche'Gcwerbsgenosscnschuflen und Vereine Prags einzuladen. Auf der Schießstätte am Inoalidenplahe findet m Ehren Sr. t. Hoheit am 10. Juli um 5 Uhr Nachmittags ein Festschießen statt, an welchem daS gesummte OfficierScorps aller Fußtruppen der hiesigen Garnison Theil nehmen wird. Prag, 8. Juli. Sc. l. Hoheit der Kronprinz ist gestern um 3 Uhr Nachmittags in Reichcnberg angelangt. Sc. l. Hoheit trifft Montag Abends in Prag ein. «ottoziehung vom 8. Juli. Triest: 24 53 54 28 00. Telegraphischer Mechselcours oom 8. Juli, 5pcrc. Metallique« 59,40. — 5perc Metalliq,i>» not 'U >,<-uud November-Zinsen 59,40. — 5perc. Natlonal-Aiileheu »>!n>,. - 18«0er Staats-Anlehcu 101.70. - Baulactien 773. - Er.dil-Nctien 280.10 ^ London 123.ach, 8. Juli. Anf dem heutigen Marltc sind erschienen: 5 Wagen mit Getreide, 7 Wagen mit Heu und Itt'lch (Heu 85 (ltr.. Stroh 18 Etr.), 28 Wagen und 7 Schiffe (35 Klafter) unl Holz, Durchschuiltö-Preisc. Mit.. Mgz.» ^ Mtl.. Ms, < ft. lr. fl. lr. st. lr. st. Weizen vr. Mchs» U — 6 34 Büttel pr. Psuud -39i— - j Korn-Saat,, 4—48 Eirr pr, Gtnck —IN------- » Gerste „ 2 90 3 22 Milch vr. Mns, K) .. « Hafer „ 2 20 2 3l» Rindfleisch,,, ^s', x3'.^,_H Halbfnich! „ 4 65 jisch „ 22>. .- Heiden ,. 3 20 3 48 <^u'em>'fü>!jch „ 27,. ,__ Hirse „ :^K0 3.52 ^chöp^nslcijch ,.....1? ., . Kuturntz „ 3 80 4 1»i Hiihnde! p>. >^!ilsl i. 22,.. __ Erdäpse« „ 2 30------- TlNl!"l> „ ! !«..!_. i!insen „ 6 20-------- Hen pr Ctr., alte« ' 1 40,. !._ Erbsen „ 5 — Sttuh ., 103 _ > ., Fisolen „ 5 50------- Holz,h Speck, frisch, „ — 34 — - dinier , l^^ , — sseräuchert ,. —42^ —'— - wrisiev ., _^, ^s^ ^leteorlilliqiscsl^ ^MachllllMil in l^lnlllu!). ' « T^-ß 'tt.. "'...... ^. ........«>.' ! «U Mg. 328 nn West. Daft vorae-strigc Tagesmillel der Wärme -<- I5"lnia, u. K lein m n i,,, Danksagung. Die Unterzeichnete suhlt sich u^rpsiichtl'!, in ihivm nnd aller Verwandten Namen dmi verehrten ^!'hr: lbrpcr der Bolißschulrn, den Hrrren ^lMmtscandi-daten, wie auch alleit Freunden und BelCnnle», »uelche bei dem Leichenbegängnisse ihres iiuiigstg.lleliln, Gatten, des Herrn Johann Hol'c i'ehrerü an der Pfcnrschnle 'i!. Maria Vole. ^ — ^U. Allgemeine 4Vta»t«schu!d. Für 100 ft. Veld Waar? siuhkitliche Staatsschuld zu 5 p 75 50 Nl«der-Oesteneich. . ".5" ^ ^^ Ober-Oefterreich . . ^ 5 ". ;^ ^ ^ Siebenbürgen ... . 5 , 7650 7675 Ste,erm«f ... « 5 . 9z.__ 94 ^ Ungarn ......5 ., 60— go^) O. Andere öffentliche Anlehe» Donauregulirungslose zu 5 pEt. 96.?5 97 -Ung. Eisenbahnaulchen zu 120 fl. K. W. Silber 5"<, pr. SlUck I07,!i5 107.40 Una Plämiellanleheu zu 100 ft. i».W.l75st. Einzahl.) pr. Stück 93 90 94 20 Wiener Communalanlehen. rücl- Geld Waare zahlbar 5 pLt. fUr 100 ft. . . 86.80 87.20 «. Actien von Banllnstituten. Ktld Vaarr Anglo-üsterr. Vanl.....?60.25 260.75 Vanlverein.......228.— 229.— Godeu-Lrcditllnstllll .... 263, - 264.— Credlianslalt f Handel u. Eew . 285,40 285 60 Ereditaustall, allgem. uugar. . 109,75 110 25 EScompte-Gesellschaft, n, . - 942.— Franco-ösicrr. Vaul .... 118.10 118.30 Gelnralbaul.......—.— ^_._- Handelsbaul.......156.50 157.— Nationalbanl.......770.— 771,.. Uuionbllnl.......27160 27i,» munden. Gelb Wac,le Nlfölb-Fiumaner Bahn . . . 176.50 177.— E»rl-Ludwia-Vahn.....248.50 248,75 Donau-Dampfschifff. Gesellsch. . 580.- 582. Elisabeth-Westbahn.....222.-222.50 «ilisabeth-Westbahn (Linz-Vud- weiser Strecke) ... . . 199.50 l99.?.'i Ftrdinaubs-Nordbahu . . . 2145 2150.-Mnft^cchtn-Varcstr.Nahn . . 176.— 177.- «elt> Wna»? stran',,I«,sevbs,Vain . . , . 202 — 202 50 Lembera,-3zern.rIassyer-V°hu . 175.25 175,75 l.'loyo, «fterr........ 383.- 387. - Ocsterr. Nordwcslbahn . . . 208,— 208.50 RudolsS-Nahn...... 162,50 163 - Siebenbilrgcr Bllhu . . , . 171.75 172.25 staatsbahn....... 408 — 409.— Sildbahn . ,...... 176 N) 177,10 Sild-nordd, Verbind. Bahn , . 177.75 178,25 Theiß-Bahn....... 243 50 244.- Ungarische Nordostbah« . . . 162,75 163. Ungarische Ostbahn . . , . 83,75 84.25 Tramway........ 219.25 219.50 V'. «Pfandbriefe (fllr 100 ft) «llg. riovität«oblissationen. Weld Waare Glis.-Wcstb, in S. verz. (>, Emiss.) 95 50 96,— FerdiulludS-Nordb, iu Sild lierz. 1l'5>.75 106.25 zranz-IoscphS-V'ihu .... 97.- 97.20 ».«al.'I-5.'udw,Ä.i.S.»>fr,.! 0 5"^' <^ ^''« ^ F, c. pr. Stilck l 11.1 <> 11', .25 Slldb-G. ^ 200 ft.z. 5",. fNr 100 fl. 8!» 80 i.0...... Sildb.'BonS b"/„ (I87<.^ 7^^ ^ 500 Frc« pr. ^tUck , . 240 50 241 50 Ung, Ostbahu fllr 100 ft, . >-5>, «5.^) ». Privatlose ld Waa,e ' zu 100 st. ö,W......175,,')0 ,76. Nudolf-Slifluug zu 10 si. . . 15, - 15.50 Wechsel (3 M°u) O^id Waare ! HngSburg sltr 100 st, liidd. W, 1<)Z 5.0 103.60 ' Fraulsurl ü.M. 100 si. betto 103.70 10Ü.80 Haniburg, silr 100 Marl Vllüco 91 25 91,3:"' i!undou, fllr 10 Pfund Si^li„g 123,40 !23.5><» Pari«, sllr 100 Franc« . . . 48.30 48 35» ^'')urc Her Ge!dl.>v.>^, <Ä^ls Wulli-^ l^. Miln^Dueate,, . 5 fl. 83 l>,. 5 ft. 85 tt ^ lNapoleousd'ol . . 9 ., «4 ,. 9 „ 84j « Prcnh. llasscnschcine. 1 .. ^3>, „ 1 „ «3^ ^ Älder . 121 „ « !2I ., 25 ,- jligalio»ru, Pr ^ .