»ckovws^o äruötvo ^ ^ M. zz ! Donnersiog, den tS SLnner 1S2Z 63. Sohrg. Frankreich und die Best-tzung des Ruhrgebietes. Mari bor, 17. Jänner. IlMer oblqem Titel erschien im „Iugoslo-^ensky Llond" ein interessanter Aussatz, in 'dem d^r Mannheimer Korrespondent des erwähnten Blattes das Vorgehen Frankreichs nicht ausschließlick) vom politischen, 'sondern vornehmlich vom wirtschaftlichen Standpunkt aus beleuchtet. Wir entnehmen !seinen Ausführungen diese wesentlich wichtigen Stellen: Die Rührbesetzung wird für die deutsche Industrie katastrophale Folgen zeitigen, und »noch mehr: sie kann auch in politischer Hinsicht zum Verhängnis von Euopa werden. Wersolgt man in den letzten Wochen die Ereignisse an den deutschen Börsen, so kommt man unwillkürlich zum Schluß, daß das große Interesse des Auslandes für die Wertpapiere der westlichen Industrie Deutschlands >im Zusammenhang mit den politischen Plänen Frankreichs steht. Dieser Plan ist nicht »neu, er bestand schon vor geraumer Zeit und bezweckt die engste Interessengemeinschaft Wischen französischer Eisenindustrie und 'deutscher Kohlenförderung. Nach dein Bertrag von Versmlles ist Teutschland verpflichtet, den Verbündeten die Kohle zu jenem Preise zu liefern, der in Deutschland bezahlt wird. Der Martstnrz brachte eS mit sich, das; Frankreich im Iän--ner 1951 die Tonne mit Francs vergütete. Eomitee des Houilleres (Kohlenzentrale), -die Empfangnehmerin und Preisbestimmc-rin der Reparationskoble für ganz Frankreich, verkaufte die Kohle an französische Käufer um W.Francs pro Tonne, demzufolge mit einem Gewinn von 51 Francs. Aber ungetrübt blieb die Freude der französischen Industriellen, denn in jenen Tagen kostete in Frankreich die Tonne 136 Francs. Deutschland lieferte, nach amtlicher Zifferndarstellung, in der Zeit vom Waffenstillstand bis zum 28. Feber v. I. 28,751.000 Tonnen. Die Reparationskommission bewertete diese Kohle auf 1.489,228.000 Francs. Frankreich verkaufte die Kohle um 2 Milliarden 623,263.000 Francs. Auf diese Art wurde aus derNeParationskohle das Fundament eines Dumping geschaffen, von dem sich die ganze französische Industrie bereicherte. Doch dauerte dies auch nicht lange Zeit. Der englischen Kohlenindustrie gelang es im Jahre 1921, den Bergarbeiter strei k zu ersticken, die Löhne herabzusetzen und durch die unmittelbar damit zusammenhängende Herabsetzung der Kohknrpreise den Konkurrenzkampf mit Frankreich aufzunehmen. Um dieser Konkur-renzoffensive standzuhalten, setzte Frankreich den Preis von 96 (Jänner) auf 82 (April bis Oktober) Francs herab. Die Herabsetzung gelang schadlos, da dem neuerlichen Marksturz gleichzeitig ein Aufschnellen des englischen Pfunds gefolgt war. In diesem Augenblicke a>ber sehte in Frankreich eine allgemeine Industriekrise ein. Die Fabriken einiger Zweige st-ellten ihre Arbeit ein und hiemit sank die Nachfrage nach Kohle. Die französi-sche Regierung sah sich vor eine unerwartete Sachlage gestellt, sie war genötigt, 2,300.000 Tonnen auszuführen, trotzdem die beschädigten Kohlenlager Nordsrankreichs gar nicht m Betrieb waren. Frankreich litt an Überproduktion von Kohle. Weshalb hatte es Frankreich auf die Besetzung des Ruhrgebietes abgesehen, dieser Schlagader der deutschen Industrie? Weshalb protestieren Presse und Regierung gegen jede Reduktion des von Deutschland zu liefernden Kohlenquantums? Weil die Lieferung verhältnismäßig Ästiger ReParationSkohle eS Frankreich ermöglichte, den eitpmen Be-ldyrf nvH Veldhbep ^ decken^ uebjtbei gber Die Besetzung des RWrgebietes. (Telegramm der „Martzurger Zeitung".) Dortmund, l6. Jänner. Um 11.45 Uhr vormittags sind die ersten französischen Trup- ' Pen in der Stärke einer Kompagnie in das Zentrum der Stadt eingerückt. Während des Einmarsches kreiste ein Flieger über der ^tadt. Irgendwelche Zusammenstöße find bicher nicht vorgekommen. Weitere größere Truppenmenaen folgen zu Fuß und mit der Eisenbahn. Bisher ist nur der Hauptbahnhef beseht worden. Essen, 16. Jänner. Für den Anfang d'üs bisherigen militärischen Aufgebotes der Franzosen ist bezeichnend, daß der kommandierende General in Bredeney den deutscheu Behörden die bevorstehende Ankunft eines Ameekc>mmand0'o im dreifachen Umfange seines Stabes anlnndigt und die Bereitstellung der notwendigen Unterkunftsränme in Bre-! deuy verlangt. v 6',/ >, Die Kohlenlieferungen. Paris, 16. Jänner. Der Beschluß, die Kohle ulieferungen um 24 Stunden aufzuschieben, ist nach einer Blättcrmelöung durch das Einlangen der Nachricht veranlaßt worden, daß die deutschen Industriellen beschlossen hätten, am 16. d. die Kohlenlieferungen wieder aufzunehmen. Berlin. 16. Jänner. Französisch? Blätter > melden, daß sich die deutschen Industriellen bereit erklärt hätten, unter den Samstag ge- ' stellten Bedingungen von morgen an Köhlen > an Frankreich und Belgien zu liefern. Wie das Wolfsbüro ersichrt, sind dies? Meldungen vollkommen unrichtig. Der Eindruck ln England. London, 16. Jänner. Die „Westminster Gazette" meldet, daß die Regierung die Entwicklung der Ereignisse im Rnhrgebiet mit einiger Besorgnis betrachte, doch bestehe keine ^ Absicht, zu intervenieren. Man sei nicht der ^ Ansicht, daß die sranzösische Besetzung Bo- chums das Ende der Intervention bedeute. Nichts tönne die Franzosen davon abhalten, nach Berl'n zu marschieren. Düsseldorf, 16. Jänner. In einer Sitzung, an der von deutscher Seite Regierungspräsident Grätmer n.nÄ nenn Vertreter der beteiligten Zechen des heinisch-westfälischen Industriegebietes, von französischer Seite General Simon, General Davignes und die Vertreter der interalliieten Kontollkommission teilnahmen, teilte General Simon mit, daß die deutschen Herren einen Befehl des Generals Dagout in Empfang zu nehmen Hütten. Er verlas dann den Befehl, durch den die Zechenbcsitzer zum letzten Male aufgefordert j werden, spätestens morgen srüh die Kohlen^ liesernngeu an Frankreich und Belgien wieder aufzunehmen. Als erste Sanktion slir das Verbot der deutschen Regierung, die Kohle j zu liefern, sei Dortmund besetzt worden. Soll-' te der Widerstand andauern, würden weitere', Sanktionen folgen. Ein Versuch des Regie-^ rungspräsidenten und der Zechenbesitzer. zu Worte zu kommen, wurde in brüsker Weise verhindert und die Sitzung snr geschlossen erklärt. Einleitung des gerichtlichen Verfahrens gen die deutschen Zechcnvertreter. ^ Düsseldorf, Ib. Jänner. Thyssen wurde! heute nachmittags vom Generalstab des Brückenkopfes Düsseldorf vorgeladen. Im, Auftrage des Generats Degoutte erklärte Ge-! neral Simon ihm sowie den mit ihm gelade-i nen Herren, Generaldirektor Heften, Bergas-^ sessor Runge und Direktor Wnstenhöser, daß ^ sie, wenn sie bei ihrer ablehnenden Haltung: bleiben, von j'tzt an nuter gerichtliches Verfahren gesteltr würden, sämtliche .Herren erklärten auf Befragen, daß sie anf ihren Standpunkt verbleiben müßten. Die RepmationskommWsn. (Telegramm der „Marbnrgcr Zeitung".) Die Verfehlungen Deutschlands festgestellt. WKB. Paris, 16. Jänner. Die Repara- ^ tionskommission hat die Verfehlungen Deutschlands bezüglich der Kohlen-, Holz- fi und Viehlieserungon mit 8 Stimmen bei k. Stimmenthaltung der britischen Delegierten g amtlich festgestellt. Ein amerikanisches Memorandmn. ^ Paris, 16. Jänner. „Newyork Herald" ^ meldet: Der amerikanische Beobachter By- ' den hat der Reparationskommission ein Me- ^ marandum überreicht, über das Freitag ver- ^ handelt werden soll, wenn Barthou den fran- ^ ^zösischen Plan für ein mit der Ergreifung ^ von Pfändern verbundenes Memorandum ' vorlegen werde. Das Memorandum betone '' nur dsn amerilanischen Standpunkt, daß die ^deutsche Zahlungsfähigkeit m Erwägung gc- ^ zogen werben müsse, lieber diesen sowie über ^ andere Zunlte werden allgemeine Bemerk?:n- ^ gen gemacht. Obgleich das Memorandum angeblich nur die persönliche Meinung Boy- ^ dens wiedergebe, sei es doch in den Grundzü- ^ gen mit der Rede in Uebercinstimmung, die ^ Staatssekretär Hughes in Newhaven gehal- '' ten habe. ^ Der Wortlaut des Protestes. ^ W!äB. Paris, 16. Jänner. Der Beschluß 5 der Reparationskommission, der in der Heu- z tigen Sitzung gefaßt wurde, ist in folgenden , Protest niedergelegt worden: Die Kommiß ^ sion ist hcnite vormittags unter dem Vorsitze ^ Bartchous zusamlnengetreton und hat mit ^ drei Stimmm bei StimmenrhMmg des eng-, s loschen Delegierten folgenden Bpjchluß x « IM; ^- » 1. Seit dem 12. d. sind keine Kohlenliefe--u'.'.gen bewirkt worden. 2. Der Reichskohlenkonrmilsär hat durch 'rauzäsisch? und belgifZ)e Stellen offiziell bekanntgegeben, daß die Reparationslieferunzen sofort eingestellt werden. Z. Die deutsche Lieferuug.-komm!ssion hat !>ie zuständigen französischen und belgischen stellen offiziell davon in Kenntnis gesetzt, wß sämtliche Lieferungen sowohl zu Repa-rations« als auch zu Restitutionszwecken ein-siestellt und die zur Anfahrt bereiten Züge nicht abgelassen würden. Tatsächlich sind seit 1!j. d. zwei Züge mit Bich und Pferden von! den deutschen Behörden auf der Fahrt auf-! gehalten worden. ! Dieser Zustand der Dinge ist die vorsätzlich und bewußt h^rlzc'geführte Folge eini'rj vem 12. d. von der 5eutichen Regierung dcn Regierungen von Frankreich und Belgien' gemachten Notifizierung, deren Wortlaut von der deutschen Regierung der Reparationskommission mitgeteilt worden ist. In Anbetracht der angeführten Umstände beschließt die ^eparationstommission, daß bei den an Belgien und Frankreick? zu machenden Lieferungen seit dem 1?. d. zwei Verfehlungen Deutschtands im Sinne des Paragraph 17 des Anhanges 2, Abschnitt 8 des Versailler Vertrages vorliegen. Hinsichtlich der Kohlen.-imd Viehlieferungen zu Reparation^-, bezw. Nestitutionsziwecken entsprechend dem Paragraph 17 des oberwähnten Anhanges 2 sind diese Ver5ehlimHvn sofort den Regierungen Fpantveichs. Enqlmrds, Italiens und Bel-gdMS M Vyußtms gebrach: worden auf den ^cärkten des Auslandes erfolgreich mit England konkurrieren zu können. Es ist nnn verständlich, daß so ein Dum« ping die Rechnungen Englands schädigen mußte und daß diese Möglichkeit gelegentlich des Abschlusses des Vertrages von Versailles nicht vorgesehen worden war. Aus diele m Grunde wurde iu Spa die Forderung ausgestellt, daß Frantreich für die Richrkohbe jenen Preis bezahle, der aus dem englischen Kohlenmartk vorherrscht. In Cannes ?am diese Forderung neuerdings aufs Tapet, und als Briand ernstlich an ein Nachgebeil zu denken schien, erfolgte der Sturz seines Kabinetts. >, Deutschland war nun gezwungen, Kohlvv steuer und Bahntarife zu erhöhen; die Folg? davon war eine enorme Verteuerung der Kohte. Frankreich konnte der englischen Kon«! kurrenz nicht mehr standhalten. Die französischen Montanwerke mußten teilweise oder auch gänzlich ihre Arbeit einstellen; ober Frankreich forderte von Teutschland trotzdem die stritte Einhaltung aller Verpflichtungen, die sich aus dein Vertrag von Versailles er« geben, denn — so wurde die Forderung im Stillen begründet — wenn Frankreich .Mar Kohle nicht brauche, so brauche es — Ko>kS. 'Jetzt spielten die Interessen der metallurgischen Industrie die Hauptrolle. In Frank« '-c^.ch werden nur ungenügende Mengen von erzeugt, da'nicht rechtzeitig an den Aus-I öä'u l'er chemischen Industrie gedacht worden »war. 1921 betrug die französische Kokspro* I dnktion 71.400 Touil-en, das sind Kaum 17 ! Prozent der Nachfrage. Deutschland verpflich ! tete sich auch zur Kotslicierung und übergab ! l()21 3,082.000 Tonnen Kots, also drei Bier« ^ tel des Bedarfes von Frankreich. Im Ruhr« ! gebiet liegt also die Basis der französischen Schmelzöfen. Frankreich kann sich mit der erwähnten Meng<» nicht begnügen, es braucht mindestens 6 Millionen Tonnen Koks im Jahre. Nun mußte das Ruhrgebiet täglich statt NM) Tonneu die ungeheure Menge vo« 20.000 Tonnen produzieren. Die metallur« gische Industrie Frankreichs sucht den Gewinn und findet ihn leicht, da die Ware durch verbilligte Kokslieferung konkurrenzfähig ist. Gerade deshalb aber verlangt die metallurgische Industrie — gegen den Willen der Bergwerksbesitzcr die Erfüllung des Vertrages von Versailles. Nun ist es klar, weshalb auch Essen unH Bochum besetzt werden, weshalb man die Kontrolle, französische Verwaltung und Va? luta eingesetzt hat. Die Lage erinnert stark an Marokko (1907). Auch dorthin entsandte Frankreich anfänglich nur Ingenieure un8 Zollbeamte, doch genügte der kleinste Inzident, um sich des Landes für immer zu k«-mächtigen. Diesen Plan will man auch im I Ruhrgebiet zur Ausführung bringen- trotz-! dem aber gibt es viele, di» zu wissen glauben, daß in kürzester Zeit „Unvorhergesehene?" ! sich ereignen wird. Daraus aber folgt der -Schluß, daß England, trotzdem es sich (mif absehbare Z'iN gegen die Okkupation sträubt, I nickt mit Deutschland sympathisiert, denn auch hier wie in Lausann? spielen Wirtschaft« liche Interessen die Hauptrolle. , SeschiGMche Varalelle. Europa steht vor emer vollzogenen Tatsa^ che. England hat in der Reparari-onSfregS emen andren Standpunkt eingenommen als Frankreich und die Entente ist in ihrer En-sta.nz stark bedroht. Das ist das Resultat der in den letzten vier Iahren abgehaltenen viel, sacken Konferenz, deren Verlauf und Er« gebnisse in allen Ländern der Welt mit dem größten Interesse verfolgt wurden. Wenn man cinen Blick weit zurückwirft auf die Epoche, die d,m Befreiungskriegen vor der NatzoleoniHcn KerrMt fMen, io Fön- 1A Tinis IS. Jämie? 1V?Z nsn w ihr diele Ähnlichkeiten mit heutigen Zeiten gefunden werden. Auch damals versammelten ^ch die diplomatischen Vertre^ ter der großen und kleinen Mächte i« mehreren Kongressen am grünen Tische, um die entstandenen, sehr empfindlichen Frageü zu regeln. Berona, Troppau, Ljubljes Weltkrieges die Entente, so hatte sich auch damals eine luächtiste politische Konstellation, die „heilige ?ltlianz", b^tehend auS Nußland, Oesterreich und Preuf^n gebildet. Aber zwischen diesen beiden Fa'ktoren können reelle Unterschiede festgestellt werden: Je der heutigen Entente kreuzen sich die Interessen der Mei stärksten Mitglieder, Englands und Frankreichs, was nicht überraschen kann, da ia diese zwei Staaten sich fast immer nur als Rivalen gegemiberstanden. Im Wesen des heiligen Bundes waren dagegen die l^gen-sätze, die zu Differenzen sichren konnten, »veit weniger hemmend. Dieser Bund trug nicht nur eine sonderbare dynastische Farbe, sondern gründete sich auch auf die reelle und gesunde Basis der l^meinschaft der damali»-gen politiscl^n Interessen. Seine Mitglieder waren entschlossen, die Festigkeit ihres inneren politischen Regimes weiter zu erhalten und die Interessen ihrer Vi^lker kreuzten sich noch nickt. Zwischen Rußland und Preußen gab es überhaupt keinen Boden für starke Reiibu-ngen und die Bahnen Rußlands und Oesterreichs in deil Balkanfragen liefen damals «noch parallel, endlich war damals auch die Frage der deutschen (Einigkeit noch nicht reif genug, um zwischen Oesterreich und Zreußen einen Keil zu werfen. England, welches, schon dmnals durch seine Weltinteressen gebimden, keinen Anlaß hatte, sich zu stark in die Verhältnisse des Kontii-'nents zu mischen, desinteressierte sich bald, !um sich umso intensiver mit Indien und der >l^ründung jenes Netzes von Stützpunkten zu beschäftigen, die ihm die Bormacht als Beherrscherin des Meeres sichern sollte. Und trotz aller die-ser günstigen Vorbedingungen lebte der .Heilige Bund als reeller politischer Faktor nicht lange, seine Aktion verlor all-mäWch an Energie und innerer Kraft, um nach dem Ableben eines ihres Schöpfers, des Raisers Mexander des Ersten — 13?5 — zllr Heoretischen BedeutlmgÄosigkeit l>erabzusin- Wenn man also eine geschichtliche Parallele dnit den Vevhälwissen in ^r Entente zieht, ^o muß man zu dem Schlüsse gelangen, daß die Spaltung, die zwischen England und Frankreich sich gebildet hat, vom historischen Standpunkt eingeschätzt, keine besondere Ue-berraschung bietet. Sie liegt im Wesen der Dinge, wurzelt in der normalen Entwicklung der Nachkriegsperiode und ist nicht etwas, was noch nicht dagewesen wäre. Sie wird die weitere Entivicklung der Verhältnisse am Kontinente zweifellos beeinflußen, besonders Dr. Selpel kommt «ach »tograv. M (Telegramm der „Marburger Zeitung".) Beogrob, 17. Iänirer. Wie man erfährt, konferiert. Dr. Rinöiv l)at die Bercitivillig hat der österreichische Geschäftsträger gestern feit geäußert, Herrn Seipel zu enipfangcn, ^m Minister des Aenßern Dr. NinLie einell worauf der österrelchis6)e ^Geschäftsträger cr- Besuch abgestattet und mit ihm lange über klärte, daß Herr Seivel am 20. Feber in den l^pfäng des Herrn Seipel in Beograd Beograd eintreffc-n werde. Xelepdonliche Nachrichten. Der S ttbruch w D«A WÄÄ. Memel, Z6. Jänner. Das polniscZ^ Kanonenboot „Kommandant Pilsudski" ist heute vormittags hier eingetroffen. befestigen und das Budget für das Marine« flngwesen von 11 auf 15 Millionen Lire zu crh^en. Auser Verhölkuh» zu «ulgilrie«. ID!. Beograd, 16. Jänner. Aus Sofia wird gemeldet, daß Stamblllinski nack) feiner WKB. Memel, 1«. Jänner. Die Litauen Rückkehr aus dem Ausland daran zu arbei-haben heute den Belagerungszustand über beginnen werde, mit der jugoslawischen V!cmel verhängt. Ais Führer der Freiwilli- sj^egierung ein Einvernehmen bc^züglich der genlorps zeichnet Budrye, Kommandant von Durchfichrimg jener BeschMsse zu erzielen, Memel ist Wesolis, ein früherer Stadwerord- welchx. anläßlich der Zusanlmen^unft der Mi- neter von Memel. Arablvo übt seine Tätig- nisterpräsidcnten der beiden Staaten gefaßt! die einzelnen Arbeitgeliergruppen gesonderte keit als Oberbürgermeister weiter aus. Der wurden, speziell in Bezug auf die Konstituie- Beratlmgen Pflegen und Abänderungen fest Aufruf des OberkommifsärS wurde nur ver- jugoslawisch-bulgarischen Mission, einzclt angeschlagen. 5^ute nachmittags sind alle strittigen Fragen, die sich zwischen die gefallenen Freischärler beerdigt worden. beiden Staaten ergeben würden, erledi dustrie-, Handels-, Gewerbe- und Arbeiter^ kammerverbände und Vereinigungen eingc-tro'sfcn. Die Konferenz hat der Minister er^ öffnet. Die Arbeitgeber haben vor allem ein-vernehlnlich kolrstatiert, das; es notwendig sei, das ttesch abzuändern, weil es für unsere Posksmirts6)aft nicht anwendbar sei. Alle Ar-'biitgeber protestierten dagegen, daß dieses Gesetz, sowie übers>aupt alle sozialen Geselle, ohne Mitarbeit des Handelsministerium?, der Kammern und der Verbände ausgearbeitet wurden. Die Vertreter des Ministeriums für Sozialpolitik verteidigten sich damit, daß das l^esetz in großer Eile angenommen iver-den mußte, unter Umständen, in ivelchen eS nicht möglich war, alle Vertreter der Korporationen einzuberufen. Was das Handels-und Jndustrieulinisterium betrifft, behauptet«? er, daß er sich an dasselbe gewendet, jedoch feine Antivort erhalten hätte. Nach längerer Debatte wurde der Antrag angenonlmen, daß Ein engli-scher Kreuzer liegt im Winterhasen, g^n würde. Stambuliski hat darüber bereits Heilte nachmittags oder morgen früh sollen ^incn Bericht verfaßt, den er dem Ministerdrei Kriegsschiffe der Alliierten eintreffen, unterbreiten werde, worauf die Regie- JIaN»»qch«» SloNenprogram«. ung üb« di- Bildmig dies» Mission B«. ^ Wuß a sen und d,e Mltglleder ernennen wird, die in dieser Mission Bulgarien vev- beschäftigte ich heute Mlt dem Flottenpro- . . . gramm. Es wurde beschlossen, außer vier ' » ^ Unterseebooteil und vier Torpedojägern, de- DOG ArbeikErschUHHOsSH» ren Bau für 1933 vorgesehen ist, im Jahre Mk. Beograd, 17. Jäimer. Im Ministerium 19S4 zwei leichte Kreuzer, vier Torpedojäger für Sozialpolitik ^gann die Beratung über ulld vier Unterseeboote zu bauen. Ferner die Statuten in Bezug aus das Arbeiterschutz- wurde beschlossen, den Hasen von Neapel zu gesetz. Es sind zahlreiche Delegierte der Jn" setzen mögen, die nach ihrer Meinung in dem Entwurf des Statutes über die Bestimmung gen des Arbeiterschutzgesetzes, welche die Av» ^'itszeit regulieren, aufgenommen ^Verden sollten. Die übrigen Statuten werden der Reihe na6) in den nächsten Tagen erledigt worden. . ' Snlhafl««s öer Kommunifleu. IM. Beograd, 17 .Jänner. Gestern glaube te man m Beograd, daß die Staatsverwal« tung die Verhaftung der übrigen Kommunisten fortsetzen werde und daß man sie bis zum Schlüsse der Wahlen in Hast behalten werde. Inzwischen wurden gestern nachmittags di^ verhasteten Kommunisten verhört und dann auf freien Fuß gesetzt. Es wurde ihnen bloß eine Geldstrafe attfcrlegt und ih« nen mitgeteilt, daß sie sich laut Gesetz über den Schutz des Staates nicht organisieren und unter keinem Namen in den Wahlen austreten dürfen. SlE W«hl der Verwallungstichler. IM. Beograd, 17. Jänner. Der Staatso rat wird Donnerstag zur Plenarsitzung zu«, im moralischen und wirtschaftlichen Sinne len bevölkert sind. Das heutige Polen ist bei aber politischtchnilitärisch wird diese Tren- nah? so groß wie Frankreich und zählt zirka nnng die Freiheit Frankreichs kaunl be- 25 bis .W Millionen Einn^ner, von wel- schränken. Borhang ist schon lange über chen nur 15 Millionen echte Polen stnd. Die den letzten Akt d^ Weltkrieges gefalle:!. ?Kindtrheiten werde?» gebildet durch Klein- England hat seine Großziele erreicht und russen (5 Millionen), Juden (3 Millionen), heute entfernt es sich aus dem europäischen Deutsche (2 Millionen) und Großrnssen (eine Spiele, insoiveit seine Handelsfreiheit nicht halbe Million). tangiert wird; es will mit Siegern und Be- Auf diefe Art steht das militärisch-politi-siegten Freundschaft haltmi. ES wiederholt sche Rückgrat der Anhänger des Versailler! ^^hl der Verwal nur, was eS vor hundert Jahren getan, ohne Vertrages sest und setzt Frankreich und Jta- tungsrichter durchzuführen. Der Staatsrat sich den Weg sür einen eventuellen Anschluß lien in die Lage, ihren Bedürfnissen entspre-an eiile tütlftigc kontinentale Kvnstellation chend zu Zwangsmaßnahmen gegen Deutschabzuschneiden. land schreiten zu könmn, ohne dabei Italien Mnn wir die eulopäische Lage in diesem zu treffcu. Welche wirtschaftliche Folgen die-Augenblicke überblicken, so ki^nnen wir kon- ser Zustand haben wird, kann wegen Man-statieren, daß die französische Politik durch gel an konkreten Daten nicht beurteilt werden Schritt Englands keineswegs zur Aen- den. derung ihrer Richtlinien gezwungen ^wird. In der Möglichkeit, ohne Rücksicht auf Frankreich ini Westen, Polen iul Osten und England deni Kontinente seinen Willen aus-die 5i'leine Entente in Mitteleuropa sind Heu- zuerlegen, liegt eine gewisse Aehnlichkeit niit te die wichtigsten Politischen Staaten des der Lage in der ersten Hälfte des 19. Jahr-Kontinents, die über die stärksten Armeen Hunderts, andererseits, so wie sich damals verfügen. Zur Kleinen Entente sind die Be- die große Koalition gegen Napoleon zcrfplit-zichnngen Frankreichs enge, niit Polen hat terte, so löst sich im 29. Jahrhundert die Cn-es sogar ein Bündnis. Polen hat di^^ Stelle tente allmählich auf. Zugestanden muß jedes ehemaligen Rußland eingenommen und doch werden, daß die heutigen Konserenzen desHall» hat man sich in Paris anck) darunl eine viel härtere Arbeit zu leisten hatten, bekümmert, es möglichst stark zu machen, als jene in der Nachnapoleonszeit. Damals Die Streitkräfte der jungen Republik neh- wurden keine Entlvaffnungen und Repara-men den zweiten Rang in Eurova ein. Mit tionsfragen mrfs Tapet gebracht, die viel dem Zwecke, einen starken Keil zwischen mehr Erregung und Leidenschaften verursw» Rußland und Deutschland zu schieben, gab chen, als die Äsung von Territorialfragen. man Polen einige Gebiete, die nicht mit Po» A. v. W. ' wird'für die Staatsgerichte beim JustiMi-nister die doppelte Zahl der Mitglieder beantragen. Für Beograd wird er 19, für Zagreb 12, für Skoplje, Celje und Dubrovnik 6 Mitglieder beantragen^ . > ^ g«»attde»kovgrek i» Arov. ZV?. Zagreb, 17. Jänner. Gestern wurde in Brod em Jnvalidenkongreß abgehalten, in dem über die Haltung der Invaliden bei den Wahlen Beschluß gefaßt wurde. Bei den Invaliden herrschte eine starke Strömung, welche die Meinung vertritt, daß sie sich mit den Beamten einigen und mit ihren Listen in die Wahlen eintreten. . > > Die AaNunD der Ungar« bei de» kOmmeude« WNhle». ZV?. Gnbotica, 17. Jänner. Allein An^ scheine nach werden die Magyaren, soferne sie nicht selbständig in den Wahlen auftreten werden, für die Radikalen stimmen. Die Leitung d^r magyarisck)en Partei äußerte sich »LZ «»»«»liiiiM-sAii»? Rmmm von S. Barinkay. iWdmck ohne vorherige Vereinbarung bricht SS gestattet.) Die stumme, zynische Selbstverhöhnuidg wachte ihn ruhig, sein Gehirn wurde klar. Sie brach das langc» Schweigen. „Verzeihe, daß ich dich störe", begann sie lei^e, so leise, daß er sie kaum verstand. „Doch ^ es drängte mich, ich mußte her. Ich muß dir Dank sagen." „Wofür?" warf er kühl hin. Sie zuckte. „Du weißt es. Und ich danke dir mit ganzem Herzen, obgleich deine edle iHtlfe nicht so notwendig war. Es traf mich nicht derart, wie du meinen konntest. Es ist vorbei — schon lange. Aber ich möchte_du ^ du —" Sie stockte imd kämpfte um Atem und tang nach einem Anfang. Ihre Blässe wurde Glut, unid ihr Mick, der den Mit nicht gehabt hatte, in den seinen zu schauen, und scheu an seiner Brust haftete, glitt zu Boden. „Du — du hast mich nie gefragt, wie — tvie weit damals meine — mein^ Verirrung ging, ehe ich deine Frau ward. Ich habe das Empfinden, daß ich es dir zu gestehen verpflichtet bin." Movf machte eine schrosife Bewegung« will niKts hören!.^^ » H. ^ Ihre Wangen blichen wieder ab bei dem Morf färbte sich dunkel. ' ' s ^uhen Ton, in ihren Augen erlosch ein! ^iese stumlne Demut regte ihn auf, diefe-Schimmer. ! gerade an Jutta fremde Weichheit reizte ihn. In »en ,°lgc»i.cn M.„ut-n Hort« man nur zgo si-> hinaus? Man pflegt zu dankn/ den feierlichen Schlag der Standuhr. Jutta ^vandte sich zaghaft nach der Tür ehe inan geht. ! „Dank, was Dank! Was redest du, Jutta!« „Ich könnte es mich nicht sagen", fuhr sie nach einem innerlichen Anstoß fort. „Niedergeschrieben Hab' ich's, ohne Beschönigung, ohne Entschuldigung, bloß die Tatsachen. ES wär' mir leichter wenn du eS wissen wüv' dest um, blieb aber ste^.'ii, setzte den einen Stock Verschone inich, ich will keinen. Ich Hab' kei-, Taiche. ^ erstrebt und auch keinen verdient!" stieß ^ ^ " ' - . -. . ^ Schroffheit hervor. „Ettva dafür, daß ich dich zuin Krüppel gefahren habe? Denn' das hast du doch erkannt, daß ich, im schärfen Licht betrachtet, es tat!" Jutta schüttelte den Kopf. „Nicht in freventlicher Absicht." Sie hielt ihm einen gesiegelten Umschlag, ^ entgegen „Also dann ln uirverantwortlicher Fahr Er strccktc dir Sand nicht au« und lacht-'!.^?isr«it °!>-r wi° man's nknnn, will. NN, ironischer Schürf-: wcil d.r Mund Oder etwa dasur. da« .ch stnmm ist. drr dawidor r-^n känntc." l ^cr »°Mand^- Tu.nmlaps war, sur, ^ ... ^ ^. iden du Mich hieltest? ^leh, hattest du einen i Die zunge Frau empfing den Hieb schwei-! andern gewählt .Vinn Halt uii'd Schutz, er hät^^ gend. Nur in ihrer ^Ltimiiie horte man den Schmerz nachhallen, der ihr zugefügt worden war. „Ich schrieb es vor Wochen, vor den Tagen, in denen man jeder Frau ein Grab bereithalten sollte. An Datum i^nd Tinte wirst dli's erkemien. Wenn — ivenn es anders ge-komlneii wäre, so ein ganz niedriges Bild sollte von inir nicht in dir zurückbleiben. Dii solltest klar sehen. Uiöd dann — ich ^l>ar dir t? dir ^ides vollkoinmener und ausgiebiger! gewährt. Einen, der nicht so robiat gewesen' wäre in jener Nacht, einen, d<'r ?iicht deni blöden und übergeschnappten Ehrgeiz gshabti hätte, dich nicht cher in seinen Anii zu schließen, als er dew .Herz rein von jenem Bilde und sich von dir geliebt glauben konnte. Es wäre alsdann alles glatt gegangen. Was du littest, littest dii durch mich. Betrachte es einmal von dil^eni Ctondpunktl, ails, und du doch Dank schuldig, tiefen, tiefen '^nk, und vnrst hassen und verfluchen, wo du zu dan-bm «S heute noch .. gewillt bist!" .........." ' ' ^ Jiitta hob die Augen mit großem, offenem Blick. „Du s6)ätzest mich gering eiir, geringer, als ich verdiene, un ddu vergißt, daß ick) nicht die listig Berechnende war, die deine Worte vor«, aussetzen. Ich suchte Zufliicht in der Angst, die Verblendung meiner Sinne könnte niir einen zweiteii Sturz bereiteii, aber ich suchte keinen Deckmantel! Das wirst du ulir doch glauben?" Keines sprach ein weiteres Work. Er wartete. Er wartete auf etwas Ent^ scheidendes. Dazu war sie doch gekomlnen! Sie nahin den iveggelegten Stock. ? Sein Blick wurde eine Frage: Du gehst? „Ich will dich nicht länger stören. Ich trat nur ein, um für dein heute nachmittag bs« lundetes Zartgefühl zu danken!" Sein Mund war flink und wieder voll Bitterkeit. „L^h, auch hier der Dank am falschen Platz? Ich tat's ineinetwegen, allein ineiiret^.vegen! Ich konnte ni6)t wisst'n, wie weit du Fassung behältst. Und die Fama, die mit hundert Oh^ ren ausgeht uird iliit hundert Augen späht ^ uud mit tausend Zungen redet, sollte nichts gespeist werden an iiieinein Tisch. Sie wird ^ sich an und fi'ir sich den Atagell füllen, weiin wenll —" Eiil lleiiies, ateinheuiiliendes Schweigen. ' „Wenn?" fragte sie mit laugsamen Lippen. „Nun, wenn die Komödie die wir Mei! fielen, zu En>de ist/^^ ' " ' «»? für Herrn Pasiö. Der gcstriqe „Hirlap" jedoch qreift jene Magyaren an, die mit Pasiö halten, und befürwortet Protiö. Versammlung «ugarilcher Smi-qrsukea w Novl Sad. ZM. Bsa<^rad, 17. Jänner. Die ma^^iari-schcn poiltisichon Emigranten haben vorgestern in Novi Sad eine Versammlung veranstaltet, wclcl)er Michael Karolyi, Oskar Jassy und Bela Linder, sowie eine gros;e Anzal>l von Bürgern und Arbitern beiwohnte. In seiner Rede hat Karolyi die Ausmertsamkeit auf die Zeichen eines Krieges gelenkt, die setzt in der ganzen Welt bemerkbar sind. Auch in U?^garn wird ständig über den ^rieg gesprochen und das ist nur deshalb möglich, weil in Ungarn noch immer Leute am Ruder sind, die an Serbien das Ultiumtum iibe'.reicht hatten. Da?; zwis6)en dem serbischen und dem ungarischeil Volke keine Mis;-stimniigkeiten herrschen, habe Karolyi noch im Jahre lSl t in einer Bersanunlung in Amerika behauptet. Aus diesem Grunde babe ibn die ungarische Regierung zum Bollsverräter gestempelt. Der vergangene Krieg war ldas Werk der magyarischen Militaristen, mit denen man das ungarische Volk nicht identifizieren dürfe. Er sslaubt, daß d?r Wohlstand «Ungarns von guten freundschaftlichen Be-ftiebungen zu Jugoslawien abhänge. Die un-yarischcn politischen Emigranten erachten es für ihr., Pflicht, die Freundschaft zwischen beiden Völkern zu festigen. Nach ihm sprach Jassy und betonte, dak eine Versi>hnung ulit Horthy unmöalick) sei. Zum Schlüsse sprach Linder und gab die Erklärung ab, daß die nationale Republik in Ungarn früher oder später lebensfähig gema5)t werden müsse. Sras AOroly SberstedeN »ach Marwvr. ZM. Novl Sad, l7. Jänner. Graf Karolyi ^st nach Zagreb abgereist, wo er sich einige Zeit aufhalten wird. Aus Zagreb begibt er sich noch Maribör, wo er die Berfasslmg sei-mer Memoiren fortsetzen wird. Marburger und Tagesnachrichten Ein Geschenk der Königin. Aus Beograd ^ird gemeldet: Aus Anlag ihres Geburts tages hat die Wnigin allen Offizieren der ^kl^niglichen Garde je ein.Zaar goldener Man schettenknöpse zum Geschenk gemacht. Die Knöpfe sind mit der kijniglichen K'rone und diin Initialen „A" und „M" verziert. Seltenes Dlenstjubilänm. Herr Adolf Ver Moser, Schlosser der Südbahnwerkstätte in Maribor, feiert ain ?<). d. in voller t»draft und Rüstigkeit seiu fünfzigjähriges Ar ibeitsjubiläum. Ad nmltos annos! Reue Bischöfe. Die Beograder „Pravda" weidet: Dieser Tage fanden zwischen unserer Regierung und dem Vatikan Unterhandlun Yen hinsichtlich der Besehung vakanter Diö zesen statt. Die erneuerte Diözese von Snle-ÄerevS, unt deui Sitz in Beograd, erhält der Bischof von Hrvar, Dr. DobriLie; für Beliki Beökerek ist der Franziskanerpater Rodi vusersehen, der den Titel eineS apostolischen Vikars für das Banat führen wird. Den Bi schofsitz von Maribor erhält der ehemali Jetzt war der Pmlkt angeregt, der sie vielleicht hergetrieben hatte. Er stellte sich semem Schreibtisch zu, nn: llhr nicht von Angesicht zu Angesicht geg^n-nberzustchen, rückte die Bücher zusaininen, ldie vor seinen Augen wie verzauberte Klötze tanzten, und lauschte. Und als alles still blieb und er sich umkehrte, sah er den Schleppzipfel von Juttas Kleid über die Schwelle gleiten. Die Tür schloß sich. Der Bric^ leuchtete auf dem Stuhl, den er -ihr hätte anbieten können — und sollen. War er nicht ein Barbar, ein Rohling? Auf der Schwelle hatte er sie stehen lassen wl^» ein Bettelweib, und wie ein solches ange-schnanzt, grob und kränkend, ans einer verworrenen Stimmung heraus. Die Scham über sein besseres nnd bestes Ich, die zu leicht aufsteigt, wenn die Seele don der Angst geknebelt wird, daß andere lc?-chen, wo man selbst unter Qualen ringt und siegt über Ei^^nes, hatte ihn die Balance in dieser schwierigen Situation verlieren lassen. Er begann eine Tour durchs Zimmer, aufs höchste nnzusrieden niit fich, wß ihn bei der kurzen, so überrascheud von ihr gesuchten Un-^rredung die kühle Besinnung, das ruhige, knappe Maß verilasfen, das bischer eine er-trägliche Brücke über ihr zerrlüfb-.'tes und »lngew^nliches Vechältnis gebaut hatte, ge Fürstbischof von Triest Dr. Andreas K a r-lin. Für die Diözese Krk (^nsel Veglia) Wardts Dr. Srcbni^^, Theologieprofessor in Ljubljana, bestimmt. Erhöhung des elektrischen Strompreises. Las städtische Elektrizitätsunternchmen ersucht uns unl Ausnahuie nachstehender Zeilen: Mit 1. Jänner 192!! findet eine Erhöh' hung des Strompreises statt. Da aber die dies^'züglichen Perhandlnngen mit dem Elektrizitätswerk Fala noch nicht beendet sind, werden noch die alten Strouipreise verrechnet. Der Nachtrag wird erst nach deni Abschlüsse d<'r endgültigen Verhandlungen rückwirkend bis zum 1. Jänner lv23 vorgeschrieben. Der I. Kaninchenzuchtvcrein für Slowenien hält am Sonntag den 21. d. uin I llhr nachmittags im Vereincheim, Gastwirtschaft Halbwidl seine Hauptversammlung ab. Zu gleicher Zeit Ueberreichung der Diplonn' für an!?gestellte Tiere und Fellprodukte. Freunde der Kaninchenzucht als Gäste willkommen. Japanische Nacht. Wir werden nochmals gebeten, ulitzuteiien, daß Einladungen, die durch ein unliebsames Versehen unterblieben sind, in den Vor^erlaufsstellen behoben werden können. Infolge wahrscheinlick) großen Andranges bei der Abendkasse wird das Pu» blikunt gebeten, di^ Eintrittskartcil zu 20 Dinar bereits im Vorverkaufe zu besorgen, nnd zwar bei Juwelier Peteln, Gosposka ulica, Manufaktuvivarenhandlung Majer, Glavni trg, Papierhandlung BriSnik, Slovenska ul. un'd Glaswavenhandlung Berichard, Alc-ksandrova cesta. Eine Eröffnungspolonaise entfällt, d.nl heiteren Ekiarakter des Festes entsprechend. Dagegen find-et nm halb 9 Uhr eill festlicher Einzug d^'r kostümierten Paare statt, und werdeu alle Danien und Herren, die daran teilzunehinen wünschen, gebeten, dies beink Saaleintritt de-m Empsangskomitee bekanntzugebeu. Ein empsehlenswerter Fettlieferant. Nachhange zu unserer vorgestrigen Gerichtssaalnotiz werden wir ersucht, mitzuteilen, daß der Kaufabschluß über das beanständete Fett im Jänner 1922 stattfand, zu welcher Zeit ein Preis von 67 5i'ronen ^r Kilogranun noch angemessen war. Großes Schadenfeuer in Belili Beökerek. Aus Veliki Beökerek wird gemeldet: Dieser Tage brach im Eiermagazin Berkoviü ein Feuer aus, melcl)es infolge des angehäuften lei6)t brennbaren Mati^riales solche Diuien-sionen annahm, daß das ganze Gebäud^. iu kurzer Zeit gänzlich nied-orbrannte. Als die Feuerwehr ank BrandplaN erschien, stand das ganze Gebäude schon in Flammen. Die Ret tungsarbeiteu wurden infolge des windigen Wetters sehr ersö)lvert. Mit großer Mühe ge lang es, die rohrgedeckten Nachbarhäuser vor dem Entzünden zu retten. Das Magazinsgebäude sanlt deul darin befindlichi^n Kisteu-brettervorrat wurd^ ein Raub der Flau^-nicn. Ter Schaden beläuft sich aus einige Millionen, welcher im Versicherungsweg teilweise ersetzt wird. Berein Selbsthilfe der Lehcerschait Steier-marks. ^Seit der letzten Verlautbarung vom W. Juli v. I. sind gestorben: Herr Josef Fließ, Oberlehrer i. R. in Graz, am 7. InU; Herr Jakob Pukmeister, Oberlehrer i. R. in St. Gertraud ob Trbovlje. am ^0. Augnst? Herr Alois Sedlatschek, Ärektor i. R. iu Marlbor, am IZ. September; Frau Anna Oborzil, Lohrerin i.' N. in Triest, am 15. Septeniber; Herr Vinzenz Wüstner, Bürgerschuldirektor in Graz, au, 28. Te-.zember; Frau Berta Krones. Direktorsg'lieit ersucht, da der Verein bei geringen Forderungen so Großes leistet. Höchstalter zum Beitritt 45 Jahre. ^ Rottenmann, am 2. Jänner 1923. Die VereinSlcitung. Fortschritte in der Esperantobewegung. Die Bäckergewerkschaft in Newyork mit mehr als <1000 Mitgliedern hat, da sie aus Angehörigen der verschiedensten Nationen besteht, die der englischen Sprache nicht machtig sin^d, auf Grund eine? einstimurigen Besciilusseö sich für den Gebrauch deZ Esperanto erklärt. Die Esperantosprache soll von nun an in sämtlichen Gewerkschaftsschulen eingeführt »Verden. Andererseits hat das Organ der Buchbinder in Christinnia (Norwegen) bc'^ jchlo^sen^ Äle Artikel und Mitteilungen^ die für das Ausland beftimmt und' von Wichtigkeit und Interesse sind, von nun an in der Esperantosprache zu veri)sf>^ntlichen. Ein Personenzug verschwunden. Ans Co-lombo, Itt. d., wird berichtet: Der Postzug von Iaffna, in dem sich 17 Reisende befanden, ist in den Sümpfen von Nord-Ecylon verschwunden. HZ cn sssrbbZNÄer knS. ku«t. !.ssst, 5I«vvnik» uNe» 7. » ?»Iopkon 1VV. Volkswirtschaft. Die Bter-Anleil)e. Aus Beograd, 1',. d., wird berichtet: Aus den Erilärungcn des Fi-nanzministcrs Dr. Stosadinovie geht hervor, daß an weitere Flüssigmachung der zu gewärtigeuden Raten der Bler-Anleih.^ nicht gedacht werden kann. Dadurch ist auch das mit d.'r Anleihe unmittelbar zusamuienhän-gende Jnvestitionsprogramm (Bahnbau) denl Falle geweiht. Ter Finanzminister beschul' digt die Bankgruppe Bler u. Eomp. der Nichterfüllung der Vertragsbestimmungen. Der Minister erklärte, er ha^ aus denl Ausland, namentlich aber aus England, annehmbare Anleiheangebote erhalten. In informierten Finanzkreisen verlautct, daß die Regierung sich bereits in Verhandlungen ulit einem englischen Konsortium eingelassen habe. Neue Handelsfirmen in Slowenien. Im Handelsregister für Slowenien wurden folgende Firmen eingetragen: „Zana", Schoko-ladefabrik G. ul. b. H., Hoöe bei Maribor. „Elite", Perles, Freudenthal u. Packwitz, Gorup, Konfektionsvertrieb, G. m. b. H. „.Holzindustrie", Kras, G. in. b. H, Lfublja-na. Vraöariö u. ^orn, Delisatessen-, Speze-rei- und Gemischtwarenhandlung in Maribor. Evitl u. Ribie, Mauufakturwarenge-säiäft in Ptuj. I. Ferle^ u. Franz Berner, Bäckerei, Rog. Slatinc». Stanischegg u. Ti-chert, Rog. Äatina. Neue Postwaggons. Die Staatsbahndirek-tion in Zagreb nahnl dieser Tage 18 neue Postwaggons in Enlpfang, die von den süd slawischen Mitgliedern der Neparationskom nlifsion in Wiesbaden über Auftrag des Ver kehrsministeriunis auf N.'parationskonto in Deutschland angefordert wurdeu. Herabsetzung der Bahntarife — in Eng land. Zu Begiuu des laufenden Jahres wur den die Verkehrstarife in Großbritannien UNI weitere? 25 Prozeut herabgesetzt. Verteuerung der Zündhölzchen? Wie ails Osijek geuieldet wird, hat der Monopolkon trollor bei der dortigen Zündhölzchenfabrik von der Beograder Vionopolverwaltung ei ne Zuschrift erhalten, wonach der Zünder verkauf bis auf weiteres einzustellen sei. Diese Verordnung wird mit der in Kürze einzu setzenden Erhöhung der Monopolta^e sür Zündhölzchen in Zusainmenhang gebracht. Unser Dinar im Ausland. Dem „Jutarni List" (Zagreb) wird ans Beograd gemeldet, daß die im Alisland sicl) iin Umlauf befindli^ che Sunluie effektiver Dinars über eine halbe Milliarde betrage. Unsere Eieraussuhr in die Schweiz. Einer von der schweizerischen Bundesregierung veröffentlichten Statistik zufolge beläuft sich die in den ersten 9 Monaten aus Jugoslawien eingeführte Eiernienge aus 18.3 ?Nillio-uen Schweizer Franken d. i. sZI Prozent oder !70 bis 180 Millionen Dinars. Jugoslawien liefert also der Schweiz die größte Menge von Eiern. Steigerung des Wcizenyreises über die Weltparität in Ungarn. Aus Budapest wird geuieldet: An der Bl:dapester Getreidebörse wurde der ^'^^.'eterzenrner Weizen zulekt mit 12.800 bis 1.'!.7-)0 X notiert. ))<'it Einziehung der Ausfubrgebühr — ohne Berechnung der Fracht —ist dieser Preis höher als der der Nachbarstaaten und Anieriküs, so daß ein Export unmöglich erscheiut. Kino I. Mariborsk! bioskop bringt Donnerstag, Freitag, Samstag und Sonnü^g den großen Liebesschlager „Ter .Herr der Wüste", ein herrliches Abenteuerdrania eines jungen Scheichs, der in Paris eine (Christin kennen lernte und sie znr Fran nahm. „Der Herr der Wüjtc", die Lebeustragödie dieser zwei Menschen, die in allem zwei vollkoinuiene Gegensätze; luaren, ist ein erstklassiges Filu,-draina französischer Arbeit, die eine kolossale Regie, koloffale Aufnahmc^n und herr'iche Bilder bietet. Die Handlung ist erstklassig. Börse. Ziicich, 17. Jänner. (Eigenbericht.) Schluß-kurse: Paris Beograd 5.15, London 2l.82, Berlin 0.03 drei achtel, Prag 14.80. JtaUen 2L.10. Newyork 532.50, Wien 0.0015, gest. Krone 0.0s>7l), Budapest 0.2025. Zagreb, 17. Jänu.'r. (ncEigb.'richt.) Paris 7.50 bis 7.70, Schweiz 19.50 bis l9.60, Berlin 0.03 bis <>.('<;, Wien 0.Us,5 bis 0.1480, Prag 2.91 bis 2.95, Italien 5.05 bis 5.10, Newyork 103 bis 101, Budapest 3.85 bis 3.90. Bilder aus dem Nuhr> gebiet. Nun sind die Franzosen unter Assistenz Belgiens und Italiens richtig in das .H^rz Teutschlands, ins Ruhrgebiet einmarschiert. Politisch und weltwirtscl)aftlich wird sich dieses gewaltige, ja tragische Ereignis noch in ungeahnter Weise auf das ganze Weltgeschick auswirken. Es wird aber gc'wiß interessieren, etwas mehr über das jetzt „besetzte" t^biet zu. lesen. Unter Napoleons Zeiten, vor mehr als hundert Jahren, war das Ruhrtal noch ei^ nes der lieblichste:! deutschen Flußgebiete, in denl sich gerade die deutsche .^leinindustrii' ansiedelte. Essen war noch ein Landstädtchen von 4500 Einwohnern. Duisburg von 4000, Bochuul von 2400 uud manche heutige Großstadt inl Industriegebiet stand damals noch nicht einmal auf der Landkarte. Kohlen wurden hier und da im Tagebau gefördert und im übrigon lebte der größte Änl der Einwohn.'r von der Landwirtschaft. Liebliche Bergwälder nulsäumten das Ruhrtal, malerische Ruinen grüßten ins Tal. Das ist nun alles gcinz anders geworden, seitdem Schlote, Halden, Bergwerke und Großfabriken sich in unabsehbarer Fülle über das Land erstreckt haben, traulickic: Städt6?cn zu Großstädten machtl^'n und überall dort, wo einst der Pflug ging, schmutzige Kolonien aus dem Boden wachsen ließ. So ist es denn kein Wunder, daß jeder Neuling, der zuni erstenmal in das Ruhrgebiet reist, sich eines Gesühls des Unbehagens kaum erwehren kann. Und doch besitzt das Ruhrgebiet auch heute noch trotz Ruß und Rauch eigenartige poetische Reize, die in neuerer Zeit von uianchem?)talerauge künstlerisch gewertet worden sind. . . . Der Berlin—Kölner Schnellzug rast durch die norddeutsche Tiefebene. Hinter d.? Lüneburger Heide sind die letzten Abendlich-ter verglicht. Bei der Porta Westfalica wird der Teutoburger Wald durchs6)nittcn nnd schnellen Laufs geht es durch das still verschlafene weite nordweftfälifche Bauernland. Da ändert sich kurz vor Dortniund mit ei^ nein Schlage das Bild. Gegen den dunklen Hiulmel recken sich gnvaltige Schachtanlligen. Hohe Koksöfen glühen in langer Reche wie funkelnde Riesenaugen durch die Nacht. Dor Horizont ist in endloser Weite nut immer zahlreicher werdenden flimmernden Lichtpünktchen überfät. Ortfchaft reiht sick) an Ortschaft, Stadt an Stadt, ja Großstadt an Groß stadt. Die gewaltigen Arbeiterzontren Dort-nrund, Bochuin und Essen werden in 40 Minuten vom Schnellzug durchniessen und auf dn' ganzen Strecke flammt ununterbrochen der Feuerfchein der Hüttenwerke. Bei Bochum ist der Nachtbimmel wie mit rotem Pltrpl'.r übergofsen. Die Wolken sind in Blut getaucht und bieten ein magisches Bild. Es ist der Widerschein der Flammengluteu. die aus den Hochöfen des Bochunier Vereins emporlodern. Ein Wald von Kannnon sendet ununterbrochen dicte schwarze Rauchwolken über das Land. Wenige Minnten später fährt der Zug an den gigantischen Werkstätten der westfälischen Stahlwerke vorüber. Hämmer Pochen uud Maschinen stampfen und erfüllen di.' Luft mit ihrem Lärm. An den Bergwerksorten Höntrop und Steele vorbei qeht es in wenigen Minnten nach Essen, wo da? Auge einen kurzen Blick in das Reich Krupp wirft. Aus den hellen, glasüberdeckten Werkstätten dröhnt klirrender E^sengruß, sa-ucht der Lärm der Riesenmaschinen. Der grelle Schein der Bogonlainpen beleuchtet rußiges Fabrrtsgemäuer, hochragende Kamine, deren Railckniasl'n wie dunkle Riesemittichc» dic» weiten Hallen nmnianteln. In Mühlheim an der Ruhr haben Stinnes und Thyssen das Regiinent. Gleich hinter dem Bcrhnhof heben sich die mächtigen Hochosenanlagen der Thys-senschen Werke. Braunroter Feuergischt schlägt empor, Funkenrcgen sprüht ans, nnd blaßblaul. zucleude Flammenkronen hocken wie gespenstische Irrlichter auf langer Schlotreihe. Ein seltsam ergreifendes Feuerwerk? Erst hinter Duisburg fahren wir aus dem Reiche de'- Großindustrie wieder hinaus, still liegt wieder daS weite Land, und Nvmm« 1Z Som Ilwnsr 1V?K wem? >d«' ,^ug in ki? w'it? Düsselborfsr Bahnhofshalle cirrsährt, ist der Zauberspuk aus Tau!?!idundiün?r Nacht vorüber. Ta- Neiu? der Großindustrie! .^ier wird diz ??-^chr zum Tage und die ?lrbeit k?nnt sein^ ')iu!',epan!c. ^und^rttause-n^ von '?^n-nenäust'n lircM.'n Ta>z und Nacht ans tiefen ^chäch^n di>' Hohle, in den Eisenwerken wird unermüdlich aus roheni C'rz da^ klare Metall ^.'Wonnen uns aus d^n flirren, dem '^tampwn, Mischen und RaUeru der Maschinen klingt da) zeiraltisze hohe i^ied der Arbeil. t einmal einen Namen haben. Dieses amerikanische ?.vach5wm ist den Städten nicht immer von Borteil gemeseu. Man sieht ihnen das hastig Ueberstürzte in ihrer Entwicklung an. Es sind Häusergewirre ohne bauliche Kultur, Steinwüsten, in denen das Auge nicht viel Schönes zu entdecken vermag. Jedoch gibt es auch Ausnahmen. Dortmund und Essen sind Groß städte, die sich durchaus neben anderen Handels- und Industriestädten sehen lassen können. In seinen: alten Münster, aus dem Zl). Jahrhundert stammend, mit reicher Schatzkammer und wertvollen Malereien aus dem 15. und It. Jahrhundert besitzt Essen ein Bauwerk von eigenartiger Schönheit. Aber auch das neue gotische Rathaus, das Gebäude der Kunstausstellung, das Theater und viele vou der Industrie geschaffenen Gebäude und Anlagen geben der Stadt einen durchaus großstädtischen wohnlichen Eindruck. Essen ist der Hauptsitz des Handels und der Industrie im rheinisch-westfälischen Ruhrgebret. Hier ist bekanntlich auch der Sik des Sohlen« synditatss, der. setzt di<; Franzosen veranlaßt hat, die Hand auf Essen zu legen. Das Haupt« bergarbeiterzentrum, der Sitz der Knapp-schatt. >er Bergschule und der Bergarbeiter« verbände ist hingegen die Nachbarstadt Bo« chum. Auch Bochum hat in seiner Altstadt noch einen wirklichen Eiirschlag alter gemnt« voller Kultur. In der Nähe der vor einigen Jahren abgebrannten Probsteikirche sinden sich noch winkelige, gemütliche enge Gassen, die au die Zeiten erinnern, da Bochum noch ein winziges Ackerbaustädtchen war. Aus dem alten Markt haben die Einwohner dieser großen Kohlen- und Ersenstadt in dankbarer Erinnerung dem letzten Kuhhirten ein Denkmal gesetzt. In seinem westfälischen Bauern« kittsl, aus dem die Stummelpfeife ragt, bietet der in Erz gegossene Kuhihirt ein reizvolle? Bild des ehemaligen Kleinstadtlebens, das so merkwürdig mit der heutigen Zeit im Ge< gensatz steht. — Und nun ist dieses Stück Deutschland auch „besetzt". Für wie lange und welche Folgen die Besetzung »lach sich zieht — wer kann eS heute wissen? Das Ruhrgebiet steht jetzt jedenfalls im Mittelpunkt des Weltgeschehens Z coonac neoicixai. 1 Mi« Anzeiger. Verschiedenes Der 5aus nner ÄHxe!5mssH'me i? Vcrk^auensssibe! Erstes Epe-zislgejÄöft süe Schreibmaschinen und Viiroxrtikel. Ant. Vud. Vsnai, ?^sridtr. Slvvsns!ta ulica 7. Telephon l »> ! .................. e ^ 'Ein Wagyon 1««re USbea preiswert abzugeben. Adresse in , der Verw. 407 ^ Eleaant?rKi«vk!v,Tanidleider. , ^ieslienkostüme, (Wassernixe), j Blusen, echle Schildvlattsächer. , Lack!chuhe. golden» und jürbige z Tanzschuhe, neuer Elaque, feiner ' Salonanzug. 5>errenschuhe, schv- ' ner Kerrenwinlerttderztehcr »md Verschiedenes. Eandarjeva ul. (Niiserstratze) 2. 2. Stock links. ! TSr 8._403 ? Schöne grotz« BadeVan»e zu ; verkaufen. Änfragen aus Gefallig- ^ keit Koros^a cesta 6, im Ge- ! schSft._430 > yeUwintelürehbnnk, 1Z0 om Drehlänge, billig bei K. 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IS. 4»7 Besseres Gwben«Sdche» »it > Iahreszeugnissen. dos auch nätzen < kann sucht Posten, geht auch nach - auswärts. Preena ul. 4, rechts. , 447 --I VffOD» AffbKbvR Netle SouohZtlteri» wird oon einem NealitStendefiker sogleich gesucht. Antrüge unter .Daner-poslen* an die Ver». 410 Es »ird eine tlchltge Hees»» zu zwei kleinen Kindern gesucht. Offerte zn richten a» «akso Fnd» Hand. Varatdw._4l3 E«fe-K»cht« »ird aufgenommen. Anfrage in Verw. 42V «ine gute Höcht« für bürgerliche Familie, der slowenischen und »omogllch anch der deutschen Sprache mächtig, wird ansae-nommen. Anfrage in V». 448' Ve?AL»fe»t« sßr einDelikatefsen-Geschäft wird aufgenommen. Sole vosnjakooa ul. tk. 4tL SiMMilllWflMW Post ApaSa Hot Runkelrüben lgelbe Sckendorser) teste Qualität Hot waggonweise abzugeben. --Näheres in der Ver». 42! 20 ovo Kronen demjenigen, der mir sofort Wohnung mit zwei oder drei Zimmer und Küche in Bahnnähe oder Parkviertel besorgt. 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ZLnner im Tanzsaale bei Gbtz. die zwei in Verlost geratenen, gefalzten Brillanten aufhob und der Dame zeigte. — Trotz eifrigen Höchens »ar dieser Air? nicht mehr auffindbar und dürfte er »ahrschetnlich de« Saal sofort »erlassen haben. — Dieser Serr »ird hiemit gebeten, die ge-fundenen Brillanten in der Ver»alinng dieses Blattes «d» zugeben. 4ZS Tafelobst 2 Waggon Tafelware, prima, Z Waggon Ma-l schanzker, sofort verladbar, offerier! äußerst vdstgloMWung Iva« «Wieb. KoroZka cesla 128. ?zz> Rundholz ^ werden gröbere Quantitäten gekauft. Gefällige Anträge an Emmerich Spitzer, Kotel Meran, vom 20. Jänner an die Adresse Koviner Bank A. S., Kovin, Banal, erbeten. 431 XX««NXZtitX « Axmeme««« I T»»PI?II^»»KU2e R I a»vpinli»ao>»U«» M I «»« d»» n««o »»« M UdvII «rkültttek! UUHF» »U kroatiscde 8sl»mi» »8elck> u. fewv»renwdrlk ^oliksekmsnn »ukmSnntsck xebllcket. vuckkoltor. apriedt »lovenioek u»6 iilveis« krootloek. in allen sn» K»neleif»ck ein»cbljisslxen adelten vornjort. Insekt äeroeitige Atelle eu Zinäern. Oett. .ntrLxe erd. unter „lüektix Ztl" »n 6ie Verv. 6. VI. Att n < s Scheiter» und Prügel» UIiNI ^ holz.vollkommen trocken« sind waggonweise abzu-^ ^ geben. Adresse erlief in er Verwaltung des Blattes. ZA MM N«M SM ««koroichto» (ovoö, Qosposk» ul. 40.' ^ fichen-pkosten und -vretter «erden zu kauten gesucht.«« ttntröge an die PÄItllllW Mit MM MM l. I.! I.!.