Der dritte Mi. Marburg, 10. April, lieber der Pariser Konferenz, dein zweiten Akte des ungeheuren Schicksaisspielcs, das i»>rch „un fünf Jahre die Welt in Atem hält und dem sich kaum ein Staat derselben Ku entziehen vermochte — der einzige, halb-vicgs unbeteiligte Zuschauer war eigentlich uur Japan — ist ocr große Vorhang gemtien. Die friedliche, versöhnende Stimmung am Ende dieses Aktes läßt Europa die Handlung iveiterträumen, läßt es sich ausmalen, wie sich nun alles zu schöner Schlußsinfonie zu-faniinensindet, wie nun der Friede sonnen-lsteich über der Erde heraufzieht, all ine entschlichen Wunden heilend uni» wieder gut wachend, die uns der erste Akt geschlagen. Nach dem wenigen aber, was durch den Vorhang hcrauszuhören, vollzieht sich hinter den Kulissen von Paris eine Umgruppierung, die weiß Gott nach allem eher aussieht, als nach -er Fortsetzung des zweiten Aktes. Eine Umgruppierung der Ententestaaten, die, wenn nicht alles täuscht, ihrem Wesen viel wehr entspricht als die bisherige Allianz. Es sicht fast aus, als ob sich reinlich Spreu und Weizen scheiden wollten, vor allem aber steht es aus, als ob — wenn der Vorhang wieder dochfliegt — nicht ein abgeklärtes Versö-H-vungsbild, sondern wuchtig schreitende Handlung die Zuschauer verblüffen soll, es sicht fast aus, als ob der dritte Akt mehr an den ersten als an den lyrischen zweiten sich fügt. Der Bruch zwischen Wilson und Clemen-eeau ist allen Nachrichten nach nicht mehr zu . verhindern. Amerika ist nicht bereit, den An-nexionsgelnsten und wahnsinnigen Forderungen Frankreichs znzustkmmen. Während «ber bis vor kurzem die Vereinigten Staaten «n England, ja teilweise auch an Italien wnc Stutze fanden, hat sich unvermutet in den letzten Tagen offenbar eine völlige Schwenkung in der englischen Außenpolitik doll-ogen. Worauf die Abwehr Englands bon der amerikanischen Politik zurückznfüh-ob Wilson — seiner Absicht getreu — wielj die Meerengen-, die Kolonialfrage unecht in seinem Sinne entrollt hat oder ob allein durch seine Stellungnahme zur E-nt-^chüdigungsfrage England vor den Kopf ge-boßen, lassen die spärlichen Nachrichten nicht ^kennen. Vielfach bestätigt ist die Nachricht d°n dem plötzlichen eirgen Zusammenschluß Frankreichs und Englands und man dürfte ' fehlgehen, wenn man auch die Nachricht ^der den Anschluß Italiens an -diese Koali-kür richtig hält. Da in dem Momente des Scheiterns der ^"ciser Konferenz Amerika keinerlei Interne hot, den noch nicht beendeten Kriegs-lland mit den Mittelmächten fortzusetzen ^ Wilson hat ja offiziell in Amerikas Na-tck " ^ Kriegsentschädigung von deut-Seite verzichtet und ebenso strebt Am-e--a,^ territorialen Entschädigungen Hy II >»ürde ein sofortiger doittsch-ameri-^ "Icher Friedensschluß, ja vielleicht ein auf 'vez'z- ^ ^'^onschen 14 Punkte geschloste-^^^ündnis die rmmittelbare Folg: des ^ ^ selben Momente würde Japan näher an die vtzvos , it^ands drängen und es erscheint Anderseits wären / ^garn, Rumänien und — B»i-. kr neueste Zuwachs des Bvlschow.!». Der VrMminarfrieöe. Die Entscheidung bei Wilson. B erlin» 9. April. Der „Abend" melde! aus dem Kaag: Aus Paris wir- berichllek» -atz Orlan-v» Lloyd George» Clemeneeau un- Oberst Kouse eine Einigung über -ie Prinzipien -es Frie-ensabkommens erzielt habe«. Wenn Wilson sich gleichfalls damit elnverslan-en erklärt» könne -ie Festsetzung -er Präliminarien uur noch eine Frage von Stunden sein. Eine unabhängige Republik Irland? De Valera — Vräfibent. NB. Berlin» 9. April. Der »»Abend" mel-el aus Lugano: Nach einer Londoner Drahlmeldung -es »»Seeolo" slehl die Pro-klamiernng einer unabhängige« Republik Irland mit -em Sinnseinerführer De Dalera als Präsidenten unmillelbar bevor. Vereinigte Staaten. Wiederaufnahme der Handett--eziehungett. KB. Amsterdam, 9. April. Das Radio-ssreßbüro meldet aus Washington: Das Kriegshandelsamt wurde in Kenntnis ge-setzt, daß gemäß des Beschlusses der Militärbehörden der assoziierten Regierungen der Handelsverkehr auf dem Rhein mit der Schweiz eröffnet und die Warensendungen aus den vereinigten Staaten auf diesem Wege beendet werden können. Das Kriegs-Handelsamt hat ferner erlaubt, daß der Handel mit Deutschöflerreich, Sibirien, Llsaß-Lothringen, Palästina, Syrien, Maze-donien, Serbien, Rumänien, Griechenland, dem tschechoslowakischen Staate, Bulgarien, der Türkei mit den Schwarzen Meerhäfen, mit den deutschen Kolonien, mit dem besetzten deutschen Gebiete, mit den Adriatischen Häfen, mit Albanien, Luxemburg, Slawonien, -Bosnien, der Herzegowina, Dalmatien, Polen und Lsthland a u s< genommen werden kann. Italien. Die italienisch-deutschen Handelsbeziehungen. KB. Lugano, 9. April. Wie die italienischen Blätter melden, ist die italienische Regierung mit der Ausarbeitung eines Zolltarife- für die Einfuhr von Waren auS Deutschland beschäftigt. Man nimmt an, daß die Handelsbeziehungen im Monate Mai wieder ausgenommen werden. Bulgarien. Ernste Ereignisse. KB. Genf, 9. April. Nach einer Meldung der „Jtalta" sind in Paris Gerüchte über ernste Ereignisse in Bulgarien verbreitet. Eine Bestätigung derselben sek nicht zu erlangen, aber auffallend ist das große Interesse, das der Moskauer Sowjets durch Anfragen in Budapest für diese Ereignisse bekunde. Frankreich. Die Stimmung der Arbeiterschaft KB. Kopenhagen, 9. April. Ueber die politische Situation wird uns aus gutunterrichteten Kreisen folgendes mitgeteilt: Bei den französischen Sozialisten ist die Meinung vorherrschend, daß die Friedenskonferenz ohne konkrete Resultate bleiben wird. Dies wird besonders ans dem Gebiete der territorialen Frage der Fall sein. Die Stellung C l e-menceauS sei außerordentlich erschüttert, so daß die Gerüchte von seiner bevorstehenden Demissionierung sich immer mehr verdichten. Insbesondere hat der Bericht über die Wiederherstellung der diplomatischen Beziehungen zur Sowjetsregierung sehr ungünstig gewirkt. Die große Pariser Arbeiterdemonstration muß als Maßstab der revolutionären Strömung bei den breiten Massen angesehen werden. Dem Vorstände der allgemeinen Arbeiterkonserrnz, der noch immer einem Kompromiß mit der Bourgeoisie zuneigt, ist es bisher noch gelungen. den Tatendrang der Arbeitermasse zürüzudrängen. Die sozialdemokratische Arbeiterkonferenz hat die Kundgebung vom Sonntag »ur darum beschlossen, weil sie die Elementargewalt der Massen dazuge-drängt hat. Dir alten führenden Männer der Partei und der Gewerkschaften treten heute immer mehr zurück und in der be-vorstehenden Bewegung würden neue, bir-her im Hintergründe Stehende zur Führer-rolle berufe» sein. Unter denen, die in letzter Zeit an erste Stelle getreten sind, ist der Südfranzose Faure zu nennen. Ob es zu einem revolutionären Ausbruch kommen wird, scheint fraglich. Es kommt viel darauf an, ob die jetzige herrschende Arbeitslosigkeit beendet sein wird, bevor die nius, ivenn man den diesbezüglichen Meldungen Gla-uben schenkt, von selbst auf Amerikas Seite gedrängt, dessen hohes Programm alle Staaten anziehen muß, die den Imperialismus der Westmächte als Haupt-hinderungsgrund des endlichen Friedens an-iehen. Es würde nicht schwer fallen, die Rolle» werter zu verteilen, nian tut aber wobt gut, damit zu-invarten, bis der Bor---»»g sich hebt. Anr Entscheide n..l würde damit mich ein im-niittevxir berührendes Problem g«. drängt. Eine französisch-italienische und französisch-jugoslawische Freundschaft läßt sich nebeneinander aus die Dauer nicht denken und dir letzte Erklärung der SH-S.-Re-gierung hat gezeigt, daß man sich cm der Save nicht crusbouten zu lassen gesonnen ist. , Mt einem Truhbündnis Italien-Frankreich erscheint demnach die Stellungnahme Jugoslawiens fast »orgrzeichnet. Die kommenden Ostern bringen woht j schon, die, Entscheidung. Wenn der Vorhang . hrchgdht. wird sich zeigen, wer recht behielt. Arbeiter die von ihrem Kriegslohn gemachten Ersparnisse aufgezehrt haben. Sollten die jetzigen Zustände weiter andauern und weiters die Mißstimmung wie bisher wachsen, so muß mit der Möglichkeit, einer ernsthaften Bewegung gerechnet werden. Es ist bezeichnend, daß in den Arbeiterversammlungen die Reden, welche Lohn und sonstige Werkstättenfragen zum Gegenstand e haben, wenig Aufmerksamkeit finden und das allgemeine Interesse und die Leidenschaft auf die Politik konzentriert ist. Die Diplomatie Frankreichs und die Abreise Wilsons sind Gegenstand lebhafter Erörterungen. Cotun begnadigt. KB. Paris, 9. April. (Reuter.) Präsident Poincare wandelte auf einen Bericht Elenienceaus hin die gegen Cotun verhängte Todesstrafe in zehnjährige Zuchthausstrafe um. Rußland. Odessa von den Sowjetstruppen besetzt. KB. Berlin, 9. April. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Zürich, daß nach dort vorliegenden russischen Meldungen Odessa von den S o w je t s t r » P P en besetzt wurde. Ukraine. Odessa vp» ukrainischen Sowjetstruppen genommen. Moskau, 9. April. Die russische Tclc-graphenagentur meldet drahtlos: U k r o. i- nische Sowjetstrnppen durchs! i cn die Front der Alliierten bei O d e s s a ad nahmen die Stadt ein. Schweiz. Der ehemalige bairische König irr Chur. KB. Bern, 9. April, lvie die „Baseler Nachrichten" mitteilten, hat der Schweizer Bundesrat dem früheren König von Baierir auf sein Ansuchen gestattet, mit kleinem Gefolge in Thur Wohnung zu nehmen. Deutsches Reich. Blutige Zusammenstöße in Magdeburg. Regierungötruppe« eingezogcn. KB. Magdeburg, 9. April. In der letzten Nacht ist es hier zu eie/ eu Zusammenstößen gekommen. -Line große Menschenmenge versuchte die „volksstimme" - , zu stürmen. Ls entspannte sich «in heiliges, Feuergefecht, in dessen Verlauf die Menge l die Flucht ergreifen mußte. Ls gab einend Toten und mehrere verwundete. Au.:- eor s der Hauptpost kam es zu Schießereien. H :1s ) früh-sind die ersten Negierungstrupper, hier eingetroffen. Der Streik wird noch .ort-gesetzt. Ernstlicher Wiederstand ist den Regierungstruppen nicht entgegengeletzt worden, obwohl es mehrfach zu Schießereien kam. Die Truppen sind bis zum Zentrum vorgedrungen. Unter ihren Schutz ist der Verkehr der Straßenbahnen wieder ausgenommen worden. «anlbeamtenftreU in Berlin. KB. Berlin, 9. April. Die Berliner Bankbeamten sind heute früh in den allge-meinen Streik getreten. Nur die Beamten der Berliner Handelsgesellschaft und Verdeutschen Bank haben sich bisher nicht an-i geschlossen. Schon heute vormittags haben vor dem Reichsarbeiteramt Verhandlungen mit den Streikenden über die ausgestellten Streikforderungen, begonnen. Ungarn. Drohungen brr Räteregierung. KB. Aubapep, 9. April. Die revolutionär« Räteregierung ordnete an. daß j.detc K»r d«s Revvlutionsgericht gestellt wirb, de?» Rr. 81 Marburg, Freitag den 11. April 1919 59 Jahrg. eigenmächtig in solchen Angelegenheiten verfüg!, die der Kompetenz der Regierung oder der Volkskommissare unterliegen. Eine besonders schwere Strafe trifft denjenigen, der eigenmächtig über die bewaffnete Macht verfügt. Das Revvlntivnsgcricht kann auch Todesurteile auSsprechen. Vom tschechischen Staat. Maßnahmen i« Deutschböhmen. KB. Brr! In. 9. April. Wie die ,B. Z. a. M.* meldet, sind gestern auS einigen Teilen Deutschböhmens hier Mitteilungen über auffällige Maßnah-men eingetroffen. DaS tschechische Wappen, da- bisher über dem Tore des Rathauses in Reichenberg angebracht war, ist am Sonntag entfernt und der Ehrenposten beim Wappen eingezogen worden. Auf dem Trau-tenauer Rathaus ist die tschechoslowakische Fahne eingeholt worden. Die tschechischen Besatzungen in einigen deutschböhmi-scheu Städten sind ersichtlich v errin gert worden. Die Veranlassung zu all diesen Maßnahmen stebt nickt fest. Deuischöfterrelch. Die Forderungen der Staatsbeamte«. KB. Wien, 9. April. Der Aentral-verband der deutschösterreichischcn Staats-beamtenvereenc entsendete dieser Tage eine Abordnung zum Präsidenten Seitz und zum Vizekanzler Fink, um ihnen ein Memorandum zu überreichen, worin die Forderungen der Staatsanocstellten präzisiert sind. Heute sprach eine Abordnung des Zen-rralverbandes beim Staatskanzler vor, welcher erklärte, daß er die dem Vizekanzler übergebenen Forderungen sofort der Ge schästsstelle zur dringenden Behandlung und Berichterstattung übergeben habe. Freitag wird eine Konferenz in dieser Angelegenheit stattfinden, wobei auch Staatssekretär Schumpeter anwesend sein wird. Vergeltungsmaßnahmen gegenüber den tschechischen Ausweisungen. Wien, 9. April. Die „Deiitschösterreichi-scheii Mitteilungen" melden: Wie wir heute erfahren, hat die doutschböhniische Landesregierung heute auf die sich imnrer mehr häufende Ausweisung deutschösterreichischer Familien aus Tschechoslowakien aufmerksam gemacht und verlangt, gegenüber den zahlreichen, in Deutschösterreich sich aufhaltenden tschechoslowakischen Staatsbürgern Vergeltungsmaßnahmen in Anwendung zu bringen. Veröffentlichung der letztbcschlossenen Gesetze. Wien, 16. April. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht mehrere, von der Nationalversammlung "beschlossenen Gesetze, darunter das Gesetz, betreffend die Landesverweisung und die Uebernahme des Vermögens des HaujeS Habsburg-Lobhringeii, das Gesetz, betreffend die Abschaffung der im Völkerrecht begründeten Exterritorialität, das Gesetz, betreffend dl«! Abschaffung des Adels, der weltlichen Ritter- und Damenovden und gewisser Titel und Würben, sowie das Gesetz über die Abschaffung der Todesstrafe im ordentlichen Verfahren- Ferner veröffentlicht sie eine Vollzugsaiyveisung des StaatSamtcs für Justiz vom 4. April 1919 über die Einführung von Legitimationen für Advokaten. Liebe erweckt Liebe. Vriginalroman von L. Court Hs-Mahl«» 5l 1 (Unberechtigter Nachdruck verboten.) Wenn sie Hans verlor — ach, dann wollte sie auch nicht mehr leiben, dunst war ihr ganzes Dasein vernichtet. Sie Netzte ihn unsagbar. Immer fester und tiefer hatte, sich diese erst so zaghaft erwachte Liebe in ihr Herz gegraben. Sein Großmut, sein edles, mannhaftes Wesen, seine bei aller Schroffheit so zarte Gesinnung hatte sie zuerst zur Bewunderung hingerissen und dann eine "iefe, starke Liebe in ihr erweckt. Acngstlich hatte sie diese Liebe vor ihm verschlossen. Sie »vor überzeugt, daß er sie nicht lieble und wollte ihm mit ihrer Liebe nicht lästig fallen. Sie glaubte, das kameradschaftliche Nebeneinander entspräche seinen Wünschen. Ach, sic war schon längst nicht mehr damit zufrieden. Sie schule sich darnach, von ihm geliebt zu werden; sie warb heimlich uni diese Liebe mit ast den ll-men Waffen, die dem Weibe von der Rat-rr gegeben umren. Wenn er sie-einmal mit Hiue,pi Hir.pm, «nbcherrschten Bsick aiMfehpn hül'ff., donst Win eiih schone Hoffnung in Hr erivpHk, daß er dock eines heißeren Gefühls fähig sei. lln-d »nenn sie sich dann ausmalte, lvie es ist» Müsse, pon einem Manne «vie er aeiieö: w Die Vorgänj Verringerung de» bairische« »eamte«-apparate». KB. München, 9. April. Der Zentralrat hat im Einvernehmen mit der bairischen Beamtengewerkschaft und dem Verbände des deutschen Verkehr-personales provisorische Richtlinien für die Erneuerung de» bairischen Beamtenkörpers erlassen. Alle über-flüssigen Beamtenposten und Beamtentitel werden abgeschafft. Alle Unternehmungen unter gesellschaftlicher Kontrolle. KB. München. 9. April. Auf Anordnung des Zentralrates werden, um die Sozialisierung vorzubereiten, alle Unternehmungen unter gesellschaftlicher Kontrolle gestellt. Alle Betriebe haben ungestört weiterzugehen. Aus weitere Anordnung de« Zen-tralrates werden sämtliche Bergwerke zum Zwecke der Sozialisierung unter gesellschast lichc Kontrolle gestellt. Hoffman« gewinnt vode«. KB. Berlin, 8. April. Nach einer dem ,8 Uhr Abendblatts" aus Nürnberg vorliegenden Uleldung ist Nordbaiern fest entschlossen, sich von München abzukehren. Besonders die Bauern wollen um keinen Preise mit der NäteregierUng verkehren und sie anerkennen und sie wird mit allen Mitteln den tebensmittelboykott gegen München durchführen. In Nürnberg ist der Bürgerstreik ausgebrochen. In Negens-bnrg wurden ebenfalls Beschlüsse gegen die Näteregierung gefaßt. In Bamberg erklärte Ministerpräsident Hoffmann in einer ver-sammlung, daß er es nie zugeben werde, daß eine Näteregierung in München bestehe. Gegenmaßregeln größeren Umfanges seien nicht notwendig, da die Näteregierung in München ohnehin von sehr kurzer Dauer sein wird. Die Räteherrsckaft in Würzburg gestürzt KB. Nürnberg, 9. April. Die Räte-Herrschaft wurde heute in Würzburg durch Soldaten, Studenten und Arbeiter gestürzt. Der Bürgerschaft hat sich in den letzten Tagen eine wilde Erbitterung bemächtigt. 16 Geiseln wurden unverletzt befreit. Bei den Negiernngstruppen gab es zwei Tote, bei den Spartacisten zwei Töte und mehrere verwundete. Außerdem wurden jwei Zivilisten getötet. Die Münchner Meldungen gefärbt KB. Berlin, 8. April. Die „vossische Zeitung" meldet aus weimqr: Nach in Weimar bei der Negierung vorliegenden Nachrichten geben die Meldungen, die aus München kommen, ein falsche» Bild. Die Regienmg findet nirgends am Lande wirk-lichen Botzen. Die Gegenbewegung aber wird Überall organisiert. »er «treik in Nürnberg größtenteils beendet KB. Nürnberg, 9. April. Der größte Teil de» Streiks ist beendet. In allen Be-trieben wird wieder gearbeitet. iverden, mit allen Fasern seines Seins, dann erschauert« sie wie vor der Ahnung unsagbarer Wonnen. Htivas Wunderbares, Herrisches wußte es soin, von diesem Manne geliebt zu werden. Und nun sollte er ihr vielleicht genommen werden, ehe ihr« Sehnsucht, feine Liebe zu erringen, «pMt wurde? Ein neidisches Geschick wollte all ihr Hoffen zertrümmern, — wollte sie elend machen — so elend, wie sie nie zuvor in ihrem Leben gewesen? Was war das, was sie bei Forsts Verlust empfunden hatte, für «in schwaches Gefühl gegen die Augst, die jetzt ihre Seele zerwühlte? Schluchzend »vors sie sich auf den Diwan und grübelte, was sie tun könne, um sein Leben für sich zu erhalten. Ob sie zu seiner Mutter ging und ihr die heiße Augst ihrer Seele beichtete? Aber nein — »var ein Duell im Gange, wie fie fürchtete, dann konnte die Mutter auch nichts ändern. Oder ob sie zu Ellen gküg und ihr offenbarte, was ihnen drohte? Nein, nein — das half auch nichts — schon die Angst und Auf- regung töten. Ach — wenn sich ihr doch ein Wog gchgte Mx Rettung für ihren Gatten. So tag sie in heißen Schmerzen — bis sie draußen die Stiprme ihres Gatten hörte. , Sie klang ruhig und klar. Fee sprang auf und tauschte, die Hände auf dis Brust gedrückt. ..Er ist es — er ist es! Ach, moin Gott, r s ich: mir — laß ihn mir! Vielleicht quäle >e in Balem. Die vedin-nn-e« de» Lande»-Vanern« rate» für seine Mitarbeit an der . Regierung NB. München, 8. April. In der Sitzung des Zentralrates, in der die Ausrufung der Räterepublik in Baiern beschlossen wurde, gab der Vorsitzende des Landes-Bauernrates Gaudorfer folgende Er-klärung ab: Der Bauernrat ist mit der Einführung der Räterepublik unter nachfolgenden Bedingungen einverstanden und zur weiteren Mitarbeit bereit: 1. Die Sozialisierung in der Landwirtschaft darf durch das Zentralwirtschaftsamt nur unter Mit-Wirkung des kandes-Bauernrates und nur bei Betrieben von über 1600 Tagwerkern durchgeführt werden. Die weitere notwendig werdende Sozialisierung der landwirtschaftlichen Betriebe unter 1600 Tagwerkern muß dem tandes-Bauernrat überlassen bleiben und kann sich nur auf landwirtschaftliche Betriebe erstrecken, die nachweisbar schlecht bewirtschaftet werden. Die Prüfung hat von Fall zu Lall durch den tandes-Bauernrat unter Zuziehung der Kreis-, Bezirks- and tokalbauernräte zu erfolgen. «Oberstes Gesetz muß auch bei der Sozialisierung in Zukunft die Sicherung der volksernähruna bleiben. 2. Handel und Gewerbe und kleine Industrien müssen von der Sozialisierung verschont bleiben. 3. Gegen die Gewalt und Erpresser-Politik der Neichsregiernng muß mit Ent-schiedenheit vorgegangen werden. Alle Sonderrechte Baierns müssen gewahrt bleiben Ein unglaublicher Vorfall NB. M ü nchen, 9. April. Heute nachts besetzte der bekannte Narl Mandl vom dentschösterreichischen Bund mit Soldaten abermals die österreichische Gesandtschaft und das Generalkonsulat. Er berief sich auf einen schriftlichen Befebl des Präsidenten des Zentralrates Niki sch, hier eine deutsch-österreichische Gesandtschaft und ein deutschösterreichisches Konsulat zu errichten. Er erklärte den Generalkonsul Dr. Bernauer für abgesetzt und verhinderte das gesamte Nonsultatspersonal zu amtieren Der Geschäftsträger Graf Brüssel!, hievon telephonisch verständigt, protestierte sofort in energischer Weise imMinisterium des Aeußeren. Bald darauf erschien Präsident Nikisch im Generalkonsulat stellte Mandel zur Nede, ließ ihn verhaften und veranlaßte die sofortige Räumung des Generalkonsulates und der Gesandtschaft. Nachmittags erhielt der Geschäftsträger folgendes Schreiben: lim Mitternacht vom 8. zum 9. erhielt ich die Verbandnote und gab im Morgengrauen den Befehl das schwerbedaüerliche Vorkommnis augenblicklich wieder gntzumachen. Heute vormittags ließ ich den Narl Mandel mir vorführen. Ich erklärte vor Zeugen im Wartezimmer, ihn wegen Staatsverbrechens im Rückfälle für verhaftet und ließ ihm als fluchtverdächtig in das Untersuchungsge-fängnis von Stadelheim durch drei Bewaffnete abführen. wollen Sie von dieser Ahndung eines bedauerlichen Vorfalles ungesäumt meinen Amtsbruder in Wien benachrichtigen ich mich mit törichten Phantasiegebilden. Er ist ja so ruhig. Am Ende kommt es gar nicht zum Duell. Im Grunde ist ja nichts geschehen. Wenn Hans nicht gehört hat, was Forst zu mir gesprochen — dann ist cs vielleicht nicht so schlimm, wie ich denke. Hans ist doch besonnen und ruhig. Ach, vielleicht quäle ich mich umsonst. M>er nein — was hatte er leise mit Forst zu sprechen? Das konnte doch nur eine Forderung sein." Ach — wenn sie doch wenigstens Gewißheit hätte. Mit zitternden Händen glättete sic ihr Haar niid ordnete hastig ihren Anzug Umzukleiden vermochte sie sich jetzt nicht. In leidlicher Fassung, aber mit heißer Angst im Herzen trat sie dann ihrem Gatten im Speisezimmer entgegen. Besorgt betrachtete er ihr Gesicht. Sie sah so blaß und elend «ns und ihre Augen blickten wie erloschen. / Er überlegte, ob es n'cht das beste sei, ihr jeden Verkehr mit Ellen Forst zu -untersagen, i Irgend ein Vorwand mußte sich dafür finden lassen. Er wollte sich das einmal überlegen und in de» nächsten T-men, wenn sie wieder ruhig geworden war, mir ihr darüber.sprechen. Jedenfalls sollte cS seine S»r;re sein, sie in Zukunft wirksamer vor einer Belästigung durch Forst zu schützen. Ts war unerhört von ihm, sich immer -icder an sic her. --zudrängen. Hatte er erst, kal« berechnend. sie und gleichzeitig den Ausdruck meines schmerp lichen Bedauerns entgegennehmen. Ihr getreuer Dr. Lran; kipp Minister für auswärtige Angelegenheiten Räterepublik Baiern. * * * Der Präsident des Zentralrates 'Nikisch erschien heute nachmittags beim Generalkonsul um sich wegen dieses Vorfalles zu entschuldigen. Für morgen hat er seinen Besuch in der Gesandtschaft angekündigt, um ebenfalls seine Entschuldigung und Aufklärung vorzubringen. Sämtliche Kriegsgefangenen auf freie« Fuß gefetzt. NB. München, 10. April. Die Korrespondenz Hoffmann meldet: taut Beschluß des provisorischen revolutionären Zsntral-rates sind sämtliche in Baiern befindliche Kriegsgefangenen auf freien Fuß gesetzt worden. Der russische Kommunist Axelrod, der in Lbenhausen einige Zeit interniert war, wurde bereits vor einigen Tagen »' Freiheit gesetzt. Bottsbeauftragter für Militärwefen — Reichhart. NB. München, 10. April. Zum Volksbeauftragten für Militärweseu wurde Reich hart, Mitglied des Vollzugsausschusses des Landessoldatenrates, ernannt. Die Variier Konferenz. Der cnglisch-sra'nziisischc Zusammenschluß. KB. Berlin, 9. April. Die Blätter berichten aus dem Hang: lieber die politische Lope liegen noch immer einander widersprechende Nochrichten vor. England und F- raut r e i ch schließen sich p l ö tz lichz u-s n ui m e n und behaupten, daß der amerikanische Widerstand der einzige, aber auch bereits überwundene Grund sei, daß die Bor-friedensbedingnngcn nicht vor Ostern veröffentlicht werden können. Die Apternativualifferung der Häsen, Wasserwege und Eisenbahnen KB. Paris, 9. April. (Reuter.) Die Kommission für internationale Häfen, Wasserwege und Eisenbahnen beendet ihren Bericht für die Friedenskonferenz der die Verfügungen und Einschränkungen behandelt, welche nach den Vorschlägen der Kommission den ver-bindungswegen in den feindlichen Ländern auferlegt werden sollen, um den neugebildeten Staaten in Mitteleuropa einen Zuzug zur See, freie Durchfuhr und freien Verkehr durch Deutschland und Gesterreich zu sichern. Die Vorlage bezüglich des Rheines enthält den Beitritt Frankreichs und der Schweiz, sowie einiger nicht an diesem Fluße gelegener Staaten zu der bestehenden Manheimer Konvention zwischen Deutschland und Holland. Der Bericht empfiehlt ferner, daß Deutschland im Friedensvertrag die Verpflichtung «uferlegt wird, die freie Zone im Ham» burger Hafen und in den anderen Häfen uneingeschränkt bestehen zu lassen. »1e Krr«,»e«tschävi,»ng. pari», 9. April. (Funkspruch des Korr.» Büros.) Der „Petit parifien" veröffentlicht aufgegoben, so mochte er jetzt auch seine Gefühle beherrschen. Daß Fee an ein bevorstehendes Duell zwischen ihm und Forst denken könne und nur deshalb so ölend und blaß aussah, kam ihm gar nicht in den Sinn, sonst hätte er sie sofort beruhigen können. Hans Ritter war ein strikter Gegner des Duells, >das er für eine läppische Farce hielt, bei der ein blinder Zufall willkürlich über Recht und Unrecht entschied. Er fand es unsinnig, wenn ein Mann im Bewußtsein seines guten Rechtes sich auch noch zur Zielscheibe seines Gegners machte-Ohne -die zwingendste Notwendigkeit hätte er sich der -blinden Willkür eines Duells nickst untergeordnet. Stiller als sonst nahmen sie beitu; ihre Mahlzeit ein. Ritter bemerkte nur zu gut, daß Fee sich mühsam einige Bissen hinunter-zwang. Auch ihm verging der Appetit. Gleich nach Tisch zog er sich m sein Arbeitszimmer zurück, ohne, wie sollst-Stündchen mit seiner Frau zu plaudern. Fee ging ruhelos im Hause umher. I'"' mer wieder kam sie an ihres Gatten Arbeit'-* zimmer vorüber. Sie glaubte, er l,abe^>>c> zurückgezogen, um seine letztwillige" füg,ingen zu treffen für den Fass, d-M Duell fiel. ,Fortsetzung solst t ^ i ^^?^E^«»er. M«rb«rg. »arle«gasse Lr. 8 Lortterße» 100 LLIograiLm »ukwärls) duverkäufer, — wautum. Bitte M vrrkangen. »»vis ksia» «»„»rdslt e«pßetzlt Ob. Herr«,E« M. Jede« «amsta« a«schl»fl<« Seit? 3. Mgend« Information bezüglich der Friedenskonferenz: Die Finanzfachleute, die damit betraut sind, dem Komitee gewifseBerechnungs-grundlagen zu liefern, haben ihre Untersuchungen noch nicht beendet, aber der Rat der vier hat die Prüfung der Medergutinachung weiter fortgesetzt. Der Entwurf, der in, Prinzip angenommen worden ist, enthält eine Aufzahlung der verschiedenen Schäden, die Deutschland wiedergutzumachen haben werde. Ls ist wahrscheinlich, daß von Deutschland sofort ?we Anzahlung von 20 bis 25 Milliarden verlangt werden würde und daß die Anzahlung entweder in Barem oder in Roh-hoffen oder in Arbeit entrichtet werden könne, ^ie wird unter die Verbündeten nach auf-Zustellenden Regeln aufgeteilt werden. Den Rest der Entschädigung würde die Berliner Scherung in Jahresraten zu leisten haben. Atarburger und Tages Nachrichten. Hofral Per»,. Am 6. April 1919 ist hier iscrr Kreisgerichtspräsident i. N. Hof-'V Ludwig perko nach kurzem Leiden verschiede,,. Durch 41^ Jahre im Justiz->e»ste tätig, hat er sich im August 1916 Zu» wohlverdienten Ruhe zurückgezogen und Aiarburg den Nest seiner Tage verbracht, -su Rudolfswert in Kran, als Sohn eines ^"desgerichtsrates geboren, besuchte er das Rttnasium in Laibach, studierte dann au Rniversitäten in lvien und Graz und im Jahre 1875 im taudcsgerichte aibach i„ den Iustizdienst eip. Im Jahre > ^ wurde er zum Bezirksaerichtsadjunkten . Rölkermarkt in Kärnten ernannt und j,n Ighrr ss886 als Bezirksrichter nach chenb^ j„ Kram, drei Iabre später Urde er in gleicher Eigenschaft nach Rlarein bei Lrlachstein versetzt. 1896 vu, Ratssekretär in Lilli ernannt und im vchstcn Jahre zum kandesgerichtsrate in » Im Jahre 1904 yrfolqte seine ^/Nennung zum Kreisgerichtspräsidenten in ^Earburg. Das Jahr 1911 brachte sein« .vuennung zum Hokrate gst porsvnom. im Jahre 1908 wurde ibm der ^ , n der Eisernen Krone 3. Klaffe ver-^he„ und im Juli 1915 bekam er die ^irenmedaille für 40jährige Irene Dienste, f ""'wehr wurde er auch noch, wie seiner-l gemeldet, durch die Verleihung des "tterkreuzes des keopotdordens ausgezeich-Hofrat perkor Tätigkeit als präsent vseres Kreisgerichtes füllte «inen bedeutenden , "schnitt in der Geschichte dieses Gerichts-^«s au», persönlich mag er manchem r d»r ersten Berührung als sehr zurück- . wnd erschienen sein ; wer aber Gelegen-, tj^ ^Ke, ihn näher kenne« zu lernen und Ihm schürfen zu können, fand in seinem ^»^*rn «in gutes, warmer Herz, das wie ^^«iner anders gearteten Hülle um-erschien. — Die irdische Hülle de» ^I^erdienten Mannes wurde Mittwoch April 1919 auf dein Stadtfriedhofe beiges«tzt. Für die der Kinderkriegsküche ^^reine» Frauenhilf« gewidmeten 100 K. I Direktor Siegevie lmak» gedankt. Heute Freitag, nachmittag» » Uhr. findet im Turnsaale der "schule 4 am Exerzierplätze die Hanpt- DaNlkka-M»-. Für die verwundeten und Hinterbliebenen des 27. Jänner sind von der Bevölkerung Marburgs bisher 19.087 59 K. gespendet worden. Es dürfte die Spender gewiß interessieren, daß von diesem Gelde bis nun an Begräbniskosten 2650 K., für Lebensmittel und Erfrischungen 1550 K. und als Geldaushilfen in Form von einmaligen Aushilfen und fortlaufenden Monatsunterstützungen .10.840 K., somit im Ganzen 15.040 K. verausgabt worden sind. Im Namen der Hilfsbedürftigen sei Marburgs Bevölkerung recht innig gedankt, die auch bei dieser Hilfeleistung das Her; am richtigen Fleck hatte und die auch weiters der Opfer gedenken wird in altbewährter Treue und mit bewährtem Opfermut. Konzert de» MSnnergefangvereine» Für das bereits ausverkanfte Konzert wurde eine besonders schöne vortrag^ordnung gewählt. Fräulein Fanni Brandl, ehemalige kieblingsschülerin des Professors Rose, wird im Verein mit Herrn Hermann Frisch unter anderem von Max Bruch, das an technischen Schwierigkeiten reiche Violinkonzert in G-moll mit der blühenden Kantilene im 2. Satze spielen. Die Namen der Liederkomponisten zeigen schon, daß unser Mannergesangverein in künstlerischer Nichtuna stets aufwärts strebt. Der 1. Tbor^ „Im Winter", dessen Text philosophischen Inhaltes ist, vertont von L, Kremser, dem langjährigen Leiter des Wiener-Gesangvereines, bietet schöne Stellen von orchestraler Klangwirkung und mächtiger Schlußsteigerung, im befreienden G-dur. Ihm folgt ein Meisterwerk des genialsten und schöpferischesten Tondichters Franz Schubert. „Im Gegenwärtigen vergangenes", an dem wir das feine Formgefühl, das ihn über dem landschaftlichen Kolorit und dem Ausdruck der Freude niemals die Feinheit, Klarheit und Sicherheit der Zeichnung vergessen läßt. Nach einer schönen Kantilene des 1. Tenors beginnt ein zartes Zwiegespräch „Und es duftet" zwischen dem 1. und 2. Tenor in kanonischer Form, um nach einem kurzen, duftigen vollaesang wieder in einem kunstvollen Kanon zu schließen. Nach dem modulation-reichen und deshalb schwierigen Thor „Ls muß ein Wunder-bares sein", reiht sich das 5 stimmige Nitornell „Die Rose stand im Tan", von Robert Schnmanit, dem Dichter an Tönen, an. Ein überaus zarter Gesang, in dessen Klängen Blütendnft und Nachtigallenschlag webt. Das Konzert schließt mit dem Vollgesang, „Karl der Große in der IohanniSNacht", von Friedrich Hegar, dessen Werks zu den schwierigsten der MSirnerchor-Literaink zählen und deren Ausführung einen Prüfstein für die sangliche Tüchtigkeit und musikalische Leistungsfähigkeit eines Männer-Gesangsvereines bilden. Hegar, ein Meister der Tonmalerei und des polyphonen Satzes, stellt hohe An-forderungen an Höhe und Tiefe der Stimmen und weiß durch rhytmische Feinarbeit, grell« Dissonanzen, vollstimmigkeit (an manchen Stellen 8 stimmig) großartige Wirkungen zu erzielen. Alles in allem biettt das Konzert nicht nur sinnlich, sondern auch geistig schöne Musik. Mte Mttchnot. Wir werden um Ver-öffentlichung folgender Kundmachung ersucht: Um der bereit in der Stadt Marburg herrschenden Milchnot zu steuern — heute ist es ganz unmöglich, die kleinen Kinder uud Kranke auch nur annähernd mit der erforderlichen Milch zu versorgen — sieht sich der Stadtrat veranläßt, die seinerzeittgr Verordnung, mit welcher die Verabreichung von Milck in jeder Form, die Verwendung von Milch zu Gekränken und Speisen in Gast, und Kaffeehäusern verboten wurde nnd welche bisher nicht aufgehoben wurde, neuerding» in Erinnerung zu bringen. Hievon wurde die Gastwirte-Genossenschaft br-Hufs Verständigung ihrer Mitglieder in Kenntnis gesetzt und der Stadtpolizri der Auftrag gegeben, die Einhaltung diese» Ver. botes zu überwachen und Uebertrrtungen strengsten» zu bestrafen. Reisevorschristen, welche derzeit in Geltung sind. Es mehren sich die Fälle, aus denen hervorgeht, daß beim Publikum über die dermalen in Kraft stehenden Reise-Vorschriften Unklarheit herrscht. Ans diesem Grunde empfiehlt es sich, der Bevölkerung die dermalen geltenden Reisevorschriften nochmals ins Gedächtnis zu rufen: Jeder Reisende muß irgend ein Reifedvkument besitzen. 1. Zum Reisen innerhalb Jugoslawiens genügt jede? Ausweispabier, aus welchem die Identität und dex Wohnort des Reisenden ersichtlich ist. In Ermanglung eines solchen stellt für die Bewohner des Polizeirayons Marburg das Paßamt des Polizeikommissariates in Marburg Legitimationskarten (Jzkaznice) ans. Jeder Bewerber um solche muß sich im genannten Amte Persönlich vorstellen und seine Photographie sowie einen Zweikroncnstcmpel mitbringen, Personen aus den zum Polizeirnyou gehörigen benachbarten Gemeinden noch überdies den Woh-nungSnachweis. 2. Auslands-Reisepässe werden ausnahmslos nur über Bewilligung des Ministeriums des Innern in Belgrad ausgestellt, bedürfen jedoch zu ibrer Gültigkci' unbedingt des BisnmS des Kommandanter. der Drandivisionsbebörde in Laibach. 3. Air. dem Dienste entlassenen nnd evakuierte! Ausländern (Dentschösterreichern. Tscheche?' Polen usw.) sowie Studierenden, welch ihren Studien im AuBaude oblieaen,'werde von k-m .zuständigen Behörden ihres Wohn sibes Passierscheine ausgestellt, welche gleicl Glls >WU1 Kommandant"" der Drandivisiou bebörde in Laibach vidiert sein müssei. -1. Reisenden aus d"m Auslände, insbesor der? auch aus Deutschvstcrreich, wird di lleberschreituua der D-unarkatiouslinie br Spielfeld nur dann gestattet, wenn in ibra Pässen ein besonderer diesbezüglicher Vor merk eines SHS.-Vertreters lWien. Prag usw.) eingetragen iss. 5. Zum Reisen in der Bereich der ungarischen Revublik werden weder Reisepässe noch Passierscheine ausgestellt. - - Mariahils-Apotheke, Tegetthofsstraße, und Stadtapotheke, Hauptplatz, versehen diese Woche bis einschließlich Samstag den Nach! dienst. -n.-/ ... Letzte Nachrichten Generalstreik in Nom. Straßenkundgcbungen geplant. KB. B « rlin, Iü. April. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Lügäno: Die römische sozialistische Partei hat beschlossen, zum Zeichen der TolidaritätmitderRe. volution morgen kn den Generalstreik zu trete». Trotz des strengen Verbotes, öffentliche Kundgebungen zu veranstalten, werden morgen Straßen-demonstrationen seitens der sozialisti- schen Partei stattsinden. Die Reformisten, die katholische Arbeiterpartei und der Handelsverband beabsichtigen, Gegcnkund-gebungen zu veranstalten. Die Lage in München. München, 10. April. In der Stadt herrscht Ruhe. Der geplante Bürgerstreik ist nicht ausgebrochen. Heute sind alle Ge-schäfte geöffnet. Die Kämpfe in Düsseldorf. KB. Düsseldorf, 10. April. Im taufe des Tages erneuten sich mehrfach die Zusammenstöße zwischen den Regie rungs-truppen und den Aufständischen. Die Zahl der diesen Kämpfen znm Opfer gefallenen Toten beträgt 10. Darunter einige auf Seiten der Aegierungstruppen. Auch eine erhebliche Anzahl von schwerer und leichter verwundeten ist zu verzeichnen. In der Altstadt beginnt man Barrikaden zu errichten. SkhaublihneunbKunst. Stadtihrnker. Heute wird der mit stürmischer Heiterkeit aufgenommene Husaren-schwank „Die dritte Eskadron" znm letzien-male aufgeführt. Samstag und Sonntag abends „Urschula". Montag Lhrenabcnd Krolls „Lin Tag im Paradies". Sonntag nachmittags wird zum letztenmale „Der Zigeunerprimas" aufgeführt. AlS Ehrenabend für Frl. Alma Marko witz wurde gestern wieder „Hon-nerl", die gut gelungene Fortsetzung Htm .Dreimäderlhaus", zur Aufführung gebracht, frl. Markowitz, die sich im Laufe der Heu-igen Spielzeit in den verschiedensten Nolle« tls eine begabte und bühnengewandte Schau-pielerin, al» Sängerin und als Darstellerin mmer bewährt hat und daher immer Er. olg erzielt hat. ist an ihrem Ehrenabend nt stürmischem Beifall rmvfangen und nach ^em zweiten Akt in der üblichen Weise durch Minen und Gaben geehrt worden. ^Als Baronin Schober, eine Figur, die Fräüsein Rarkowitz durch feines, natürliches Spiet «nd durch stilgerechte Kostüme recht lebenswahr zu gestalten versteht, hat die Bene-izianttn wieder besonderen Erfolg erzielt. Oie übrige Besetzung war die gleiche, wie bei der Erstaufführung. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen des Herrn Kapellmeisters Siege. Kino. L St-dtkino. Der Sensationsschlager „Die lettelgräfin" mit Rkia May in der Haupt- rolle ist soeben eingelroffen und nsird das längst erwärtste Filmwerk heute zum ersten Male vorgeführt. — von nun an werde» wieder regelmäßig Schlagerprogramme im Stadtkino aufgeführt und bittet die Direktion das ihr geschenkte Vertrauen weiterhin zu erhalten und durch recht zahlreichen Äesuch zu bekunden, . ''M ------------------------ Jnsektionrkrankhetten. Kochenäur-weis für das Stadtgebiet Marburg (Zivil-Personen): Diphterie: verblieben I, z«. gewachsen 0. gcheikH 0, gestorben V. v?r-bleiben Ir Schckrlach: berblieben 0, zugewachsen 0.. geheilt 0, gestorben 0, ver-bleibtn 0; TyphuS: verblieben 0, zngewach-sen 0, geheilt 0, gestorben 0, verbleiben 0; Blattern verblieben 8, zugewachsen 3, ge-heilt 0, gestorben 0, verbleiben 8. Lensstions-vfsmskn 4 /^kten. 61, r»t»11orr < l L«2, 'L. Seite 2, Marbllrger Zelkititz. Nr. 81 — ll. April 191» eigenmächtig in solchen Augclcgcnhoitei» verfüg!, die der Kompctenz der Regierung oder der Volkskommissäre „nterliege'n. Eine besonders schwere Strafe trifft denjenigen, der eigenmächtig über die bewaffncte Macht verfügt. Das Revoliitionsgcricht kann mich Todesurteile aussprechen. Vom tschechischen Staat. Maßnahme« in Deutschböhme«. KB. Berlin, 9. April. Wie die ,B. Z. a. M.' meldet, sind gestern auS einigen Teilen DeutschböhmenS hier Mitteilungen über auffällige Maßnah. men eingetroffen. Das tschechische Wappen, da- bisher über dem Tore des Rathauses in Reichenberg angebracht war, ist am Sonntag entfernt und der Ehrenposten beim Wappen eingezogen worden. Auf dem Trau-tenauer Rathaus ist die tschechoslowakische Fahne eingeholt worden. Die tschechischen Besatzungen in einigen deutschböhmi-scheu Städten sind ersichtlich v errin gert worden. Die Veranlassung zu all diesen Maßnahmen stebt nickt fest. Deutschöftei-seich. Die Forderungen der Staatsbeamten. KB. Wien, 9. April. Der Zentralverband der deutschösterreichischen Staats-beamtenvereenc entiendete d eser Tage eine Abordnung zum Präsidenten Seitz und zum Vizekanzler Fink, um ihnen ein Memorandum zu überreichen, worin die Forderungen der Staatsanocstellten präzisiert sind. Heute sprach eine Abordnung des Zentralverbandes beim Staatskanzler vor, welcher erklärte, daß er die dem Vizekanzler übergebenen Forderungen sofort der Ge scbästsstelle zur dringenden Behandlung und Berichterstattung übergeben habe. Freitag wird eine Konferenz in dieser Angelegenheit stattfiiiden, wobei auch Staatssekretär Schumpeter anwesend sein wird. Vergeltungsmaßnahmen gegenüber den tschechischen Ausweisungen. Wien, 6. April. Die „Deiitschösterreichi-schen Mitteilungen" melden: Wie wir hente erfahren, bat die doiitschböh-mischc Landesregierung heute auf die sich imurer mehr häufende Ausweisung deutschösterreichischer Familien aus Tschechoslowakien aufmerksam gemacht und verlangt, gegenüber den zahlreichen, in Dentschösterroich sich aufhaltenden tschechoslowakischen Staatsbürgern Vergeltungsmaßnahmen ln Anwendung zu bringen. Veröffentlichung der letztbeschlossenen Gesetze. Wien, 10. April. Die „Wiener Zeitung" veröffentlicht mehrere, von der Nationalversammlung beschlossenen Gesetze, darunter das Gesetz, betreffend die Landesverweisung und die Uebernahnie des Vermögens des Hauses HabSbiirg-Lothrinqen, das Gesetz, betreffend die Abschaffung der im Völkerrecht begründeten Exterritorialität, das Gesetz, betreffend di> Die Vorgänl verringern«- de» Valrische» Beamte«, apparate» KB. München. 9. April. Der Zentralrat hat km Einvernehmen mit der bairischen Beamtengewerkschast und dem Verbände des deutschen BerkehrSpersonaleS provisorische Richtlinien für die Erneuerung des bairischen Beamtenkörpers erlassen. Alle über-flüssigen Beamtenpostrn und Beamtentitrl werden abgeschafft. Alle Unlernehnrnnge« unter gesellschaftlicher Kontrolle. KB. München. 9. April. Auf Anordnung des Zentralrates werden, um die Sozialisierung vorzubereiten, alle Unternehmungen unter gesellschaftlicher Kontrolle gestellt. Alle Betriebe haben ungestört weiterzugehen. Auf weitere Anordnung des Zentralrates werden sämtliche Bergwerke zum Zwecke der Sozialisierung unter gesellschatt liche Kontrolle gestellt. Hoffman« gewinnt Boden. KB. Berlin, 9. April. Nach einer dein ,8 Uhr Abendblatts" aus Nürnberg vorliegenden Meldung ist Nordbaiern fest entschlossen, sich von München abzukehren. Besonders die Bauern wollen um keinen Preise mit der Näteregierung verkehre»» und sie anerkennen und sie wird mit ollen Mitteln den tebensmittelboykott gegen München durchführen. Zn Nürnberg ist der Bürgerstreik ausgebrochen. Zn Negens-bnrg wurden ebenfalls Beschlüsse gegen die Näteregierung gefaßt. Zn Bamberg erklärte Ministerpräsident Hoffman» ii» einer ver-sammlung, daß er es nie zugeben werde, daß eine Näteregierung in München bestehe. Gegenmaßregeln größeren Umfanges seien nicht notwendig, da die Näteregierung in München ohnehin von sehr kurzer Dauer sein wird. Die Räteherrsckaft in Würzburg gestürzt NB. Nürnberg, 9. April. Die Näte-Herrschaft wurde heute in Mürz bürg durch Soldaten, Studenten und Arbeiter gestürzt. Der Bürgerschaft hat sich in den letzten Tagen eine wilde Erbitterung bemächtig». 16 Geiseln wurde»» unverletzt befreit. Bei den Regiernngstrnppen gab es zwei Tote, bei de»» Spartacisten zwei Tote und mehrere verwundete. Außerdem wurden Zwei Ziviliste»» getötet. Die Münchner Meldungen gesarvt NB. Berlin, 9. April. Die „vossifche Zeitung" ineldet aus Weimar: Nach in Weimar bei der Negierung vorliegenden Nachrichten geben die Meldungen, die aus München kommen, ein falsche, Bild. Die Regierung findet nirgends am Lande wirk, lichen Botzen. Die Gegenbewegung aber wird überall organifiert. Der «trett in Nürnberg größtenteil» beendet AB. Nürnberg, 9. April. Der größt« Teil de» Streiks ist beendet. Zn allen Betrieben wird wieder gearbeitet. »verden, mit asten Fasern feines Seins, dann erschauerte sie wie vor der Ahnung unsagbarer Wopnen. Etwas Wunderbares, Herrisches Mußte es ssin, von diesem Manne ge-liäbt zu werden. Und nun sollte er ihr vielleicht genommen werden, «he chr« Sehnsucht, seine Liebe zu erringen, «Mllt wurde? Ein neidisches Geschick wollte all ihr Hoffen zertrüinmcrn, — wollte sie elend machen — so elend, wie sie' nie zuvor in ihrem Leben gewesen? Was war das, was sie bei Forsts Verliest empfunden hatte, für ein schwaches Gefühl gegen die Angst, die jetzt ihre Seele zerwühlte? Schluchzend »varf sie sich auf den Diwan und grübelte, was sie tun könne, um sein Leben für sich zu erhalten. Ob sie zu seiner Mutter ging und ihr die heiße Angst ihrer Seele belichtete? Aber nein — »vor ein Duell im Gange, wie sie fürchtete, dann konnte ine Mutter auch nichts ändern. Oder ob sie zu Eilet» glrtg und ihr offenbarte, was ihnen drohte? Reist, noin — das half auch nichts —«nd Ellen würde schon die Angst und Aufregung löten. Ach — wenn sich ihr doch ein Wag zeigte zur Rettung für ihren Gatten. So tag sie in heißen Schinerzen — bis sie draußen die MM« .ihres Wien hörte. Sn' klang ruhig und klar. Fee sprang auf und tauschte, die Hände auf die Brust gedrückt. . Er ist es — er ist es! Ach, moir» Gott, l-'-ß ihn mir — laß ihn mir! Vielleicht quäle ie in Baiern. Die Bedingungen de» La«de»vauer«-rate» für seine Mitarbeit «« der . Regier««- NB. München, 8. April. Zn der Sitzung des Zentralrates, in der die Ausrufung der Räterepublik in Baiern beschlossen wurde, gab der Vorsitzende des Landes-Bauernrates Gaudorfer folgende Er-klärung ab: Der Bauernrat ist mit der Einführung der Räterepublik unter nachfolgenden Bedingungen einverstanden und zur weiteren Mitarbeit bereit: 1. Die Sozialisierung in der Landwirtschaft darf durch das Zentralwirtschaftsamt nur unter Mitwirkung des kandes-Bauernrates und nur bei Betrieben von über 1000 Tagwerkern durchgeführt werden. Die weitere notwendig werdende Sozialisierung der landwirtschaftliche»» Betriebe unter 1000 Tagwerkern muß dem Landes-Bauernrat überlassen bleiben »»id kam» sich nur anf landwirtschaftliche Betriebe erstrecken, die nachweisbar schlecht bewirtschaftet werden. Die Prüfung hat von Fall zu Fall durch den Landes-Bauernrat unter Zuziehung der Kreis-, Bezirks- und tokalbauernräte zu erfolgen. Oberstes Gesetz muß auch bei der Sozialisierung in Zukunft die Sicherung der volksernähruna bleibe». 2. Handel und Gewerbe und kleine Zndustrien müssen von der Sozialisierung verschont bleiben. 3. Gegen die Gewalt und Erpresser-Politik der Neichsregierung muß mit Ent-schiedenheit vorgegangen werden. Alle Sonderrechte Baierns müssen gewahrt bleiben Ein unglaublicher Vorfall NB. M ü ii ch e n, 9. April. Heute nachts besetzte der bekannte Karl Mandl vom deutschösterreichischen Bund mit Soldaten abermals die österreichische Gesandtschaft uiid das Generalkonsulat. Er berief sich auf einen schriftlichen Befebl des Präsidenten des Zentralrates Nikisch, hier eine deutsch-österreichische Gesandtschaft und ein deutsch-österreichisches Konsulat zu errichten. Er erklärte den Generalkonsul Dr. Bernauer für abgesetzt und verhinderte das gesamte Nonsultatspersonal zu amtieren Der Geschäftsträger Graf Brüssel!, hievon tele-pbonisch verständigt, protestierte sofort in energischer Weise imMinisterium des Aeußeren. Bald darauf erschien Präsident Nikisch in, Generalkonsulat stellte Mandel zur Nede, ließ ihn verhaften und veranlaßte die so-fortigö NSumung des Generalkonsulates und der Gesandtschaft. Nachmittags erhielt der Geschäftsträger folgendes Schreiben: Nm Mitternacht vom 8. zum 9. erhielt ich die Verbandnote und gab im Morgengrauen den Befehl das schwerbedaüerliche Vorkommnis augenblicklich wieder gutzuinachen. Heute vormittags ließ ich den Narl Mandel mir vorführen. Zch erklärte vor Zeugen im Wartezimmer, ihn wegen Staatsverbrechens im Rückfalle für verhaftet und ließ ihm als fluchtverdächtig in das Untersuchungsge-fängnis von Stadelheim durch drei Bewaffnete abführen. wollen Sie von dieser Ahndung eines bedauerlichen Vorfalles ungesäumt meinen Amtsbruder in Wien benachrichtigen ich mich mit törichten Phantasiegebilden. Er ist ja so ruhig. Am Ende kommt es gar nicht zum Duell. Im Grunde ist ja nichts geschehen. Wenn Hans nicht gehört hat, was Forst zu mir gesprochen dann ist cs vielleicht nicht so schlimm, wie ich denke. Hans ist doch besonnen und ruhig. Ach, vielleicht quäle ich mich umsonst. Aber nein — was hatte er leise mit Forst zu sprechen? Das konnte doch nur eine Forderung sein." Ach — wenn sie doch wenigstens Gewißheit hätte. Mit zitternden Händen glättete sic ihr Haar uiid ordnete hastig ihren Anzug Umzukleiden vermochte sie sich jetzt nicht. In leidlicher Fassung, aber mit heißer Angst iin Herzen trat sie dann ihrem Gatten im Speisezimmer entgegen. Besorgt betrachtete er ihr Gesicht. Sie sah so blaß und elend aus und ihre Augen blickten wie erloschen. / Er überlegte, ob es nicht das beste sei, ihr jeden Verkehr »nit Ellen Forst zu untersagen. Irgend ein Vorwand mußte sich dafür flndsn lassen. Er wollte sich das einmal überlegen und in den nächsten Tmer», wenn sie wieder ruhig geworden war, mit ihr darüber,sprechen. Jedenfalls sollte es sei ne »arg« sein, sie in Zukunft wirksamer vor einer Belästigung durch Forst zu schütze,». Ts war unerhört von ihm, sich immer neder an sic bei. zudränge». Hatte er erst, kalt berechnend, lle und gleichzeitig den Ausdruck meines schmerzlichen Bedauerns entgegennehmen. Zhr getreuer Dr. Franz tipp Minister für auswärtige Angelegenheiten Räterepublik Baiern. * * Der Präsident des Zentralrates Nikisch erschien heute nachmittags beim Generalkonsul um sich wegen dieses Vorfalles zu entschuldigen. Für morgen hat er seinen Besuch in der Gesandtschaft angekündigt, um ebenfalls seine Entschuldigung und Aufklärung vorzubringen. Sämtliche Kriegsgefangenen auf freie« F«b gefetzt NB. München, 10. April. Die Korrespondenz Hoffman», meldet: Laut Besckluß des provisorischen revolutionären Zentral-rates sind sämtliche in Baiern befindlicke Kriegsgefangenen auf freien Fuß gefetzt worden. Der russische Kommunist Axelrod, der in Ebenhansen einige Zeit interniert war, wurde bereits vor einigen Tagen »>' Freiheit gesetzt. BoltSbeauftragter für Militärwesen — Reichhart. NB. München, 10. April. Zum Volksbeauftragten für Militärwefen wurde Reich hart, Mitglied des Vollzugsausschusses des kandessoldatenrates, ernannt. Die Variier Konferenz. Der cnglisch-sra'nzäsischc Zusammenschluß. ttB. Berlin, 9. April. Die Blätter berichten ans dem Haag: lieber die politische Loge liege» noch immer einander widersprechende Nachrichten vor. England und F rant r e i ch schließen sich P l ö tz lich z n-f a m m e n und behaupten, daß der amerikanische Widerstand der einzige, aber auch bereits überwundene Grund fei, daß die Bor-friedenSbedingnngcn nicht vor Ostern veröffentlicht werden können. Die Jvternationalifferung der Häfen, Wasserwege und Eisenbahnen NB. Paris, 9. April. (Reuter.) Die Kommission für internationale Häfen, Wasserwege und Eisenbahnen beendet ihren Bericht für die Friedenskonferenz der die Verfügungen und Einschränkungen behandelt, welche nach den Vorschlägen der Nommission den ver-bindungswegen in den feindlichen Ländern auferlegt werden sollen, um den neugebildeten Staaten in Mitteleuropa einen Zuzug zur See, freie Durchfuhr und freien Verkehr durch Deutschland und Oesterreich zu sichern. Die Vorlage bezüglich des Rheines enthält den Beitritt Frankreichs und der Schweiz, sowie einiger nicht an diesem Fluße gelegener Staaten zu der bestehenden Manheimer Nonvevtion zwischen Deutschland und Holland. Der Bericht empfiehlt ferner, daß Deutsch, land im Friedensvertrag die Verpachtung auferlest wird, die freie Zone im Ham-burger Hafen und in den anderen Häfen uneingeschränkt bestehen zu lassen. Die Kriegdentfchädignng. Paris, 9. April. (Funkspruch des Korr.-Büros.) Der »Petit parifien" veröffentlicht aufgegoben, so mochte cr jetzt auch seine Gefühle beherrschen. Daß Fee an ein bevorstehendes Duell zwischen ihm und Forst denken köpne unt> nur deshalb so elend und bläß auSsah, kam »HM gar nicht in den Sinn, sonst hätir er sie sofort beruhigen können. Hans Ritter war ein strikter Gegner des Duells, >das er für eine läppische Farce hielt, bei der ein blinder Zufall willkürlich über Recht und Unrecht entschied. Er fand es unsinnig, »venn bin Mann iin Bewußtsein seines guten Rechtes sich auch »wch zur Zielscheibe seines Gegners machte-Ohne -die zwingendste Notwendigkeit hätte er sich der -blinden Willkür eines Duells nicht »inttrgeord.net. Stiller als sonst nahmen sie beide ihre Mahlzeit ein. Ritter bemerkte nur zu gut, daß Fee sich mühsam einige Bissen hinunter-zwang. Auch ihm verging der Appetit. Gleich noch Tisch zog er sich in sein Arbeitszimmer zurück, ohne, wie sonst-Stündchen mit seiner Frau zu plaudern. Fee ging ruhelos im Hause umher. mer wieder kani sie an ihres Gatten ArbcO^ zimmer vorüber. Sie glaubte, er habe zurückgezogen, nm seine letztwillige" ' ^ fügungen zu troffen für den Fall, d-r; Duell fiel. tFortsetziliig sel.-! l ^ N>. §1 11^ ig,«, ' Narsiurgri' Zelknng. Seiti- 8. selgende Information bezüglich der Friedenskonferenz: Die Finanzfachleute, die damit betraut sind, dem Komitee gewiffeBerechnungs-grundlagen zu liefern, haben ihre Untersuchungen noch nicht beendet, aber ber Rat der Vier hat die Prüfung der Wiedergutmachung weiter fortgesetzt. Der Entwurf, der im Prinzip angenommen worden ist, enthält eine Aufzahlung der verschiedenen Schäden, die Deutschland wiedergutzumachen haben werde. Ls ist wahrscheinlich, daß von Deutschland sofort ewe Anzahlung von 20 bis 25 Milliarden verlangt werden würde und daß die Anzahlung entweder in Barem oder in Rohmassen oder in Arbeit entrichtet werden könne, ^ie wird unter die Verbündeten nach auf-Zustellenden Regeln aufgeteilt werden. Den ^est der Entschädigung würde die Berliner Legierung in Jahresraten zu leisten haben. Alarburger und Tages Nachrichten. kosral Perko. Am 6. April 1919 ist hier xscrr Kreisgerichtspräsident i. N. Hof-Ludwig perko nach kurzem Leiden schieden. Durch 41*/< Jahre im Justiz->e»ste tätig, hat er sich im August 1916 wohlverdienten Ruhe zurückgezogen und ^ Marburg den Nest seiner Tage verbracht. Kudolfswert in Kran, als Sohn eines andesgerichtsrates geboren, besuchte er das snwaiium in Laibach, studierte dann an Universitäten in Wien und Graz und ^at j,„ Jahre 1875 im tandesgerichte au'aäi in den Iustizdienst ein. Im Jahre - wurde ^ ^,m Bezirksgerichtradjunkten . ^ölkernmrkt in Kärnten ernannt und j,n Ighrr f886 als Bezirksrichter nach Osenberg in Krain, drei Iabrs später Urde ^ jn gleicher Eigenschaft »ach " ' Marein bei Lrlachstein versetzt. 1896 Ratssekretär in Tilli ernannt und im Ochsten Jahre zum tandesgerichtsrate in » - Im Jahre 1904 Erfolgte seine ^?"^nnung zum Kreisgerichtspräsidenten in arbnrg. Das Jahr 1911 brachte sein« Kennung ^ zum Walrate rxi personom. ^^eits im Jahre 1908 wurde ilnn der list Eisernen Krone 3. Klaffe ver- und im Juli 1915 bekam er die ^renmedaille für 40jährige treue Dienste. ^"'wehr wurde er auch noch, wje seiner. gemeldet, durch die Verleihung des "lterkrenzes des Leopoldordens ausgezeich-Hofrat perkos Tätigkeit als Präsident ^seres Kreisgerichtes füllt» «inen bedeutenden Abschnitt in der Geschichte dieses Gerichts-aus. persönlich mag er manchem ^ d»r ersten Berührung als sehr zurück-Mend erschienen sein ; wer aber Gelegen. : ts»s ^tte, ihn näher kennen zu lernen und Itm ^^EN zu können, fand in seinem gutes, warmes Herz, das wie »iner anders gearteten Hülle um-^ «rschien: — Di« irdische Hüll, des -^^dienten Mannes wurde Mittwoch ».9. April 1918 auf dem Stadt fried Hofe ^sch beigesetzt. Für die der Kinderkriegsküche tzh-I^reine, Frauenhilf« gewidmeten 100 K. ^»rru Direktor Siegevre lmak, gedankt. Heute Freitag, nachmittag-» Uhr, findet t« Turnsaale der schule 4 am Exerzierplätze die Haupt- DuukkotztM- Für die verwundeten und Hinterbliebenen des 27. Jänner sind von der Bevölkerung Marburgs bisher 19.087 59 K. gespendet worden. Es dürfte die Spender gewiß interessieren, daß von diesem Gelds bis nun an Begräbniskosten 2650 K., für Lebensmittel und Erfrischungen 1550 K. und als Geldaushilfen in Form von einmaligen Aushilfen und fortlaufenden Monatsunterstützungen .10.840 K., somit im Ganzen 15.040 K. verausgabt worden sind. Im Namen der Hilfsbedürftigen sei Marburgs Bevölkerung recht innig gedankt, die auch bei dieser Hilfeleistung das Her; am richtigen Fleck hatte und die auch weiters der Opfer gedenken wird in altbewährter Treu« und mit bewährtem Opfermut. Konzert de» Männergesangverelne» Für das bereits ausverkaufte Konzert wurde eine besonders schöne vortrag^ordnung gewählt. Fräulein Fanni Brandl, ehemalige kieblingsschülerin des Professors Rose, wird im Verein mit Herrn Hermann Frisch unter anderem von Max Bruch, das an technischen Schwierigkeiten reiche Violinkonzert in G-moll mit der blühenden Kanlilene im 2. Satze spielen. Die Namen der Liederkomponisten zeigen schon, daß unser Männergesangverein in künstlerischer Richtuna stets aufwärts strebt. Der 1. Lbor^ „Im Winter", dessen Text philosophischen Inhaltes ist, vertont von L- Kremser, dem langjährigen Leiter des Wiener-Gesangvereines, bietet schöne Stellen von orchestraler Klangwirkung und mächtiger Schlußsteigerung, im befreienden G-dnr. Ihm folgt «in Meisterwerk des genialst«» und schöpferischesten Tondichters Franz Schubert. „Im Gegenwärtigen vergangenes", an dem wir das feine Formgefühl, das ihn über dem landschaftlichen Kolorit und dem Ausdruck der Freude niemals die Feinheit, Klarheit und Sicherheit der Zeichnung vergessen läßt. Nach einer schönen Kantilene des 1. Tenors beginnt ein zartes Zwiegespräch „Und es duftet" zwischen dem 1. und 2. Tenor in kanonischer Form, um nach einem kurzen, duftigen Vollgesang wieder in einem kunstvollen Kanon zu schließen. Nach dem mödulationsreichen und deshalb schwierige» Thor „Ls muß ein Wunder-bares sein", reiht sich das 5 stimmige Nitornell „Die Rose stand im Tau", von Robert Schumann, dem Dichter an Tönen, an. Lin überaus zarter Gesang, in dessen Klängen Blütendnft und Nachtigallenschlag webt. Das Konzert schließt mit dem Vollgesang, „Karl der Große in der IohannisNacht", von Friedrich Hegar, dessen Werks zu den schwierigsten der MSnnerchor-Literatut zählen und deren Ausführung einen Prüfstein für die sangliche Tüchtigkeit und musikalische Leistungsfähigkeit eines Männer-Gesangsvereines bilden. Hegar, ein Meister der Tonmalerei und des polyphonen Satzes, stellt hohe An-fsrderungen an Höhe und Tiefe der Stimmen und weiß durch rhytmische Feinarbeit, grelle Dissonanzen, vsllstimmigkeit (an manchen Stellen 8 stimmig) großartige Wirkungen zu erzielen. Alles in allem biettt das Konzert nicht nur sinnlich, sondern auch geistig schöne Mufik. Me Milchnet. Wir werden um Veröffentlichung folgender Kundmachung ersucht: Um der derzeit in dtr Stadt Matburg herrschenden Milchnot zu steuern — heute ist «» ganz unmöglich, die kleinen Kinder und Kranle auch nur annähernd mit der erforderlichen Milch zv versorgen — sieht sich der Stadtrat veranlaßt, die seinerzeitigr Verordnung, mit welcher die Verabreichung von Milch in jeder Form, die Verwendung von Milch zu Getränken und Speisen in Gast- und Kaffeehäusern verboten wurde nnd welche bisher nicht aufgehoben wurde, neuerding» in Erinnerung zu bringen. Hievon wurde die Gastwirte-Genossenschaft be-Hufs Verständigung ihrer Mitglieder in Kenntnis gesetzt und der Stadtpolizei der Austrag gegeben, die Einhaltung diese» Ver-boter zu überwachen und Uebrrtrrwngen strengsten» zu bestrafen. Rcisevorschristen, welche derzeit in Geltung sind. Es mehren sich die Fälle, ans denen hervorgeht, daß beim Publikum über die dermalen in Kraft stehenden Reise-Vorschriften Unklarheit herrscht. Ans diesem Grunde empfiehlt cs sich, der Bevölkerung die dermalen geltenden Reisevorschriften nochmals ins Gedächtnis zu rufen: Jeder Reifende muß irgend ein Reisedvkument besitzen. I. Zum Reisen innerhalb Jugoslawiens genügt jedes Auswcispapier, ans welchen: die Identität und dex Wohnort des Reisenden ersichtlich ist. In Ermanglung eines solchen stellt für die Bewohner des Polizeirayons Marburg das Paßnmt des Polizeikommissariates in Marburg Legitimatiouskarten (Jzkaznice) aus. Jeder Bewerber um solche muß sich im genannten Amte persönlich vor-stellen und seine Photographie sowie einen Zweikroncnstempel mitbriugeu, Personen ans den zum Polizeirnyon gehörigen benachbarten Gemeinden noch überdies den Wohnungsnachweis. 2. Auslands-Reisepässe werden ausnahmslos nur über Bewilligung des Ministeriums des Innern in Belgrad ausgestellt, bedürfen jedoch zu ibrer Gültigkci' unbi'dingt des Visums des Kommandanten, der Drnndinifionsbebörde in Laibach. 3. An. dem Dienste entlassenen und evakuierte! Ausländern lDentschösterreichern. Tschechen Polen usw.) sowie Studierenden, welch ihren Studien im AuSGnde oblieaen, werde von ^'n .zuständige» Behörden ihres Wohn sit-es Passierscheine ansgestnsit. welche gleiel Glls vom Kominondont"» der Dr-rndivision bebörde in Laibach vidiers sein müssen -1. Reisenden an? dmn Auslände, insbesor der? auch aus Dentschösterreich. wird di lleberichreituna der D-nnarlatiouslinie ln Spielfeld nur dann gestattet, wenn in ibrm Pässen ein besonderer diesbezö-Aichor Ver merk eines SHS.-Vertreters lWicn. Prag usw.) eingetragen iit 5. Zum Reifen in den Bereich der nngarisrben Revnblik werden weder Reisepässe noch Passierscheine ausgestellt. Mariahils-Apothrke, Tcgetthoffstraße, und Stadtapotheke, Hauptplah, versehen diese Wocke bis einschließlich Samstag den Nachtdienst. Letzte Nachrichten Generalstreik in Nom. Stratzenkundgebungen geplant. E Berlin, Ist. April. Das „Berliner Tageblatt" meldet aus Lügano: Die römische sozialistische Partei hat beschlossen, zum Zeichen derGolidaritätmitderRe-volution morgen in den Ge-neralftreik zu treten. Trotz des strengen Verbotes, öffentliche Kundgebungen zu veranstalten, werden morgen Straßen-demonstrationen seitens der sozialisti- schen Partei stattsinden. Die Reformisten, die katholische Arbeiterpartei und der Handelsverband beabsichtigen, G e g e n k u n d-geb ungen zu veranstalten. Die Lage in München. München, 10. April. In der Stadt herrscht Ruhe. Der geplante Bürgerstreik ist nicht ausgebrochen. Heute sind alle Ge-schäfte geöffnet. Die Kämpfe in Düsseldorf. KB. Düsseldorf, 10. April. Im taufe des Tages erneuten sich mehrfach die Zusammenstöße zwischen den Negi« rungs-truppen und den Aufständischen. Die Zahl der diesen Kämpfen znm Opfer gefallenen Toten beträgt 10. Darunter einige auf Seiten der Negierungstruppen. Auch sine erhebliche Anzahl von schwerer und leichter verwundeten ist zu verzeichnen. In der Altstadt beginnt man Barrikaden zu errichten. GchaubühneundKunst. Stadtlhealer. Heute wird der mit stürmischer Heiterkeit anfgenommene Husaren-schwank „Die dritte Eskadron" znm letzien-male anfgeführt. Samstag und Sonntag abends „Urschula". Montag Lhrenabend Krolls „Lin Tag im Paradies". Sonntag nachmittags wird zum letztenmale „Der Zigeunerprimas" aufqeführt. . «- ' .- - ' Als Ehrenabend für Frl. Alma Marko wttz wurde gestern wieder „Han-nerl", die gut gelungene Fortsetzung ztim .DreimäderlhauS", zur Aufführung gebracht, ^rl. Markowitz, die sich im Lause der Heu-igen Spielzeit in den verschiedensten Rollen üS eine begabte und bühnengewandte Schau-pielerin, al» Sängerin und al« Darstellerin -nmer bewährt hat und daher immer Er-olg erzielt hat, ist an ihrem Ehrenabend nt stürmischem Beifall empfangen und nach ^ern zweiten Akt in der üblichen Weise durch Blumen und Gaben geehrt worden. Als Baronin Schober, eine Figur, die Fräulein Narkowitz durch feines, natürliches Spiel «ad durch stilgerechte Kostüme recht lebenswahr zu gestalten versteht, hat die Bene-izinntin wieder besonderen Erfolg erzielt. Oie übrige Besetzung war die gleiche, wie i'ei der Erstausführung. Die musikalische Leitung lag in den bewährten Händen des Herrn Kapellmeisters Siege. KlNV. ^ Studttiuo. Der Sensationsschlager „Die lettelgräfin" mit Mia May in der Haupt-rolle ist soeben eingetroffen und nsird das längst erwartete Filmwerk heute zum ersten Male vorgeführt. — Von NUN an »erden wieder regelmäßig Schlagerprvgramme im Stadtkino aufgeführt und bittet die Direktion das ihr geschenkte vertrauen weiterhin zu erhalten und durch recht zahlreichen Gesuch zu bekunden, — — JufekHon-krank-eiten. Wochenaur-weis für das Stadtgebiet Marburg (Zivil-Personen): Diphterie: verblieben I, zu-gewachsen 0, geheikH 0, gestorben v, ver-bleiben 1: Scharlach:' drrblirben 0, zuge« wachsen 0, geheilt 0, gestorben 0, ver-bleiben 0; Typhu»: verblieben 0, zngewach-sen 0, geheilt 0, gestorben 0, verbleiben 0; Blattern verblieben 8, zugewachsen 3, ge-heilt 0, gestorben 0, verblühen 8. Lensstions-vrsmsln 4 Hkten. dauernd aufgenommr«. Vereinbarung mündlich "kusragen in der Verwaltung des Blattes. (von 100 ÜAosrsMpL rmk^Lrls) so viO V Z. - > IS. Sl>l>t-,.ZMscklti>ffel Marburg, Sari »«gaffe »r. 8. MIÜ liMW jede« Quautuu». Ätte Preisliste «p verlangen. KM««! IllM Ob. Herwugass« 3». Lebe« «««»tag gefchtefie«. Maschinschpeiberin und Stenographin, für deutsch nnd slowenisch gesucht. Bewerberinnen, welche in größeren Kaufhäusern gearbeitet haben, werden bevorzugt. Ansrag» in der Verwaltung. 11056 Sortierte» —VI» kslll» Masuru-dott ««tzßatztt F" kriuM SiuMr. stmiiv. rs reelle 4," Meiner Anzeiger. Nr. 51 — .11. ^pri( Iklv. Verschiedenes Gold- und Tilbermiinzcn» sowie jede Art von Gold werden Sämtliche Ttri6arbeitcn >wie,>m '-weiligcn best-» Knrsc . . elNiicloft bei der St.iermar- lischen CSrompte-Bank, Burgplatz (Scherbaumhof.) Strümpfe zum avk'ricken über nimmt Masch'nflrickerei Grögeks Nächst. Wald Oman, Schnlaasse 4. Weinflaschen» 7/io Boutaillen lauft Puael und Noßmaun,Mar-bürg, Sofieuplatz 3. 3133 Flaschenkorke sucht zu laiilen Weinhandlnng Pugel und Roß-mann 10784 Grabsteine liefert alle Gattungen Franz Koban, Steinmetzmei». in KranichSfeld. >0989 Ljäbriger gesunder Knabe wird in Pflege gegeben. Adr.B. 11016 Bolk-schuNehrerin erteilt Pci> »atunterricht und Nachhilfestunden. Anfr. in der Vw. 10832 Realfchiiler^der 6 Realklasse erteilt gewissenhaft Nachhilfeunterricht in den vier unteren Mitt.l-schulklaflen. Ansr- Verw 1087b Septimaner gibt Nachhilfe- Möbel f. Küche u. ein Zimmer stunde« in de» Gegenständen der werden losort oclanst. 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Frau sucht Posten als Kassieri«. Kaution vorhanden. Spricht kroat.,slowen., deutsch und italienisch. Aus Bezahlung wird nicht reflektiert, da noch Praxi» erforderlich. Gefäll Zuschr. unter .I. I' an«. 11013 34 Jahre alter GasthofbesitzerS-oh« mit 40.000 K. Vermögen wünscht mit einem Fräulein, deutsch und slowenisch sprechend, mit etwas »crmöge« oder Besitz in Bekannt schast zu treten. Schneiderin be-, ^lesterslratze Nr. 25 vorzugt. Anträge unter »Oster-s glück" an die Verwaltung. 11.048 - Zwei gute Pferd« sür jede Art Fuhrwerk verwendbar, Kulschier-wagen und Brustgeschirr zu verkaufen. Burggasse 20. 11054 Witwe sucht als Wirtschafterin baldigst unterzukommen. Kann auch Buchführung. Briese erbeten unter „R. S. 40" an Bw. 11019 HasenstHll mit 6 Abteilu: gen zu verlausen. Anzusr. Pober>ch, Fcldgasse 1. 1 047 Schlosser-Lohrjnnge au« achtbarer Familie wünscht Lehrstelle. Unter „Schlosserei" a. 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