vrn« o»k yeuflgen «m»e«nummer Znn, sv « vuch^richEeG», Moridse, 1«Ä^ev« -,ca 4 2H vOZUgspr«!^. ttvhGteR. «o»«t»tch . . vi» 20--2usn«mmer vi» l^ Z-- ««I d«r S«ttun, « »« »»««. Nlf o? »«»»«. »-»« »»«»M«n«s.o«tz,rtz„h ^s»« «inzuiexdeH.I, »—»«„r«««»« ' s^ef« »«rd«, »ich, »»raMstch«,« m M«rtd« b,« '»V>n>Nr«ti«» z«r u>«» 4. !» ciudlsan« »«> KI<»W> coi«p«n'k. i» z«a,>» »>«1 ii». wrrekla» ». » , «H o»,, V.Ri«NsiG«r, W Me« ^«> «!!«« ^ Nr. 4S. Maribor. Areltag ven 24. Februar t92S SS. Jahrg. «Z Viel Lärm um nichts! Die oNe Koalition erneuert — die Minister auöaewechselt! Sinbtmfung der SkupWlna für morgen - Doraussichttlche Auslandsreise des Kvnlgspaares o. B e o g r a d, 23. Feber. um ß Uhr vormittags erschien der Mnister-priißdent B » k i e i v i ^ in Audienz und überreichte de« König die Liste deS neuen lkabinettS. Die Minister begaben sich geq?» iL Uhr in» köniftschloh» um den Eid >ib^ sulegen. Die ursprüraliche Ministerliste vurde im letzten Augenblick abgeändert und jetzt sich wie solgt. zusammen: PrSsidi-n: velsa Vuklee»i<; (Rad.); Inner?^: Dr. Anton Korosee (Slow. Volkspartei); AeusiereS: Dr. Bojista» Marinkovi^ lDem); Unterricht: Milan Grol (Dem ); Justiz: Milorad Vujiöis (Rad.); Bodenreform: «aba Andrkü (Rad.); Ackerbau: Svetislav Ltankovi^ (Rad.); Sozialpolitik: öedomir Radooiö (Rad ); Bolksgesuudheit: Dr. Äera Popooi^ l«ad.); Forste und Bergbau: Alexander Miovis (Dem.); Unisizierung und stellvertretender Alchen« minister: Dr. Ilila Sumenlopi^ (Dem ); Oessentliche Arbeiten: Pera Markoviö lDem.); Finanzen: Dr. Bogdan Markovi^ iRad); Kultus: Milan Simonovi«; (Rad ): Handel: Dr. Mehmed Spaho (Mnselm.); Post: Blaito ltocis (Rad.); Verkehr: General Gvetislav Miloiaoli^» vis (Rad.); Heer und Marine! Genetal Stefan Ha>^-iNü. Das größte Slugzeugmutter-schiff der sranzvsiichen Marine In» neuen Kabinett sind I? Gerden und 8 Nichts^rben an? den neuen Provinzen »er treten. Die Regierung setzt sich si^mit au» 18 Ministern zusammen. Die Radikale« sind in der nenen radikal-demokratisch-volkspar» teilich'moslimischen Koalition mit 1l), die Demokraten mit k, die Moslims und ^ie Glowenische Volkspartei mit ie einem Mi' nister vertreten. Der Kriegsminister ist als auherparteiliche Persi^nlichkeit zu betrach. ten B e o g r a d. 23. Feber. Die E I u p> s ch t i n a ist stir Freitag, den 24. d. M. um III Uhr vormittags einbernsen. Zag«?!!-ordnung: Durchl'eratnng deS StaatSvorau-ichlages. » Das KönigSpnar wird sich mit Rijcksicht aus die soeben beigelegte Regierungskrise nach Paris und an die sranzösische Riviera begeben. Zur lagung deS GicherheitSkomstees des Völkerbunde«. Wie sich die Sowjets die AbrttfwnlZ vorstellen Genf. 8.8. Feber. Das Bölkerblind-sefxetariat hat heute voTmittaq die russische Denksch"'" dem Aonvention^fntwilrfe veröffentlicht, in der eine Ergänzung bereits ver^^fsentlichtl-'n rndikole?! Ahri'^stiinq^ bestimmlingen durch den As>schlnf; von icht Konventionen über folgende Materien ^ze-fordert wird: ^ l Abbau der l^enernWbe und ander-'r Einrichtungen bi? zur Vollendung der isl-c^emeknen Abrüstunc^. L. fsir die p?rsi^n!iche Verteidi» siunq und für da? Jagdwesen und lhre Mengen. 8. der Luftsahrzenge für soziale 'ind wirtsch'-kfllicho ^'^wecke. 4. Eine Niste d?r zu zersti^renden Festun- gen, bes^ '^ten und ^lottenstützpunk« tc für?chiffe und ?^luMuge. 5. Herstellung und Lagerung eines Mi« nlnnllus von ^^asfen und .'^''cindel damit. k. Eeeve!^^?: und .'^abl d?r kür jeden einzelnen Staat gegenüber ^^ulSssigcn Schiffe 7. Statut für den ständigen inkernationü-len ZsontroNausschust und 8. Mastnahmen nicht militärischer Art. ' Im stalle ernster Znwiderliandlungen d^'s iuternatioimli'n Rontrollauk-schusseS soll eine internationale .Konferenz einberilfen wer» dk'n, durch die diese acht Konventionen !n-uorbalb nenn Trennte nach dem Inkrafttreten d-'r »^lbrüstnngskonvfntion znm Abschlug gebracht lverden sollen. Der griechische Bölkerbundsdelegierte P > litis, einer der Hauptredner. („Tidkns Leg«".) 'z.'il ^/ider sind auf deuen die Flugzeuge placiert werden. Kurze Nachrichten k. S o f t a, 23^ Feber Aus den endgültigen Ergebnissen der Äemeinderatsivahleu ^ ln Bulgarien geht hervor, dak die Regie- ^ rungspartei d8ö.l)lX) l95^) der abgegeben ^ nen Stimmen und die Ovvositioneparteien ^ msgejamt 30tZ.WV Stimmen l3ü?ö) erhal-l ten haben. ^ k. W a r s ch a u, 33, Feber. Vor dem> Bezirksgericht in Wilna begann heute ein! politischer Monstre-Prozeh. Auf der Ankla« i gebank befinden sich vier ehemalige Al,>^e-ordnete der weißrussischen Arbeiter« ilu>> j Bauern-Hromada sowie gegen 80 seinerzeit > verhaftete Mitglieder dieser Partei, ! Verhandl^lng die mindestens drei Monaie ^ dauern wird, sind über 400 Zeugen vorg^- i laden. I PortDarwin, 28. Feber. Der Flieger .Hinkler ist hier «ingekonnnen. Er h.it seinen Flug von England nach Australi"n in It? Tagen ausgeführt und damit den früheren Rekord von ?ag?n geschlagen. o. P a r i S, 33. ?v^'sier .^^wischen dem französischen Botschafter i'i Veaum^r« chais, nnd der italienis' ' 'legieruna wnrde eine Einigung in der ^raoe der Teilna^ine Italiens an der Tanger-Kommission erreicht. Italien erhält nach diesem Abkom« men die entsprechi^'nden Sitze im Zoll- und Poli^^eiaufsicht^rat. k. B ll s r a h, 83. Feber. Eine Wahabi» tengruppe überfiel gestern zn>ei Karawan'.'n, tötete sämtliche Mcinner und raubte die Kamele und .s^minel. Die Räuber griffen auck eine dritte ^larawane an, wurden jedoch in diejenl Äug.'nl'li^^ von englis6)en Bomben-sii'.gzeugeu zerjprengt k. W a s h i n g t o n. 23. Feber. Tas Äi^rinegeri^u yat die Vcrantivortung für den am s7 Tez-.'lnber v. J- erfolgten Zu-laniniensto^ des Unterseeboote^) ..S 4" .uit dem Zerstl)rer „Paulding" deni jtominandin ten beider E6)isfe auferlegt und empfohlen, den Konteradmiral Bru mby vom j>tom-mando der Unterseelzootflotille zn entheben, weil er die ^'lnordnung der entsprechenden (^'egenmajznalitt^e unterlassen hat. k. P r a g, 23. Feber. Wie die Blätter inelden. ist der degradierte General G a j-d a aus dem ^^erbande der ehemaligen Legionäre ali>5getreten. -O- Bt^rsenberichte Zürich, L3. Feber. Derisen: ioeograd 9.13, "^^aris 20.435, London 353^37!), Newyork ^)!!).45, Mailand 37.ü2. Prag lü.40, Wien 7^:.l7ü Budapest 90.80. Berlin l24, War-"ichau 58 30, Bukarest 3.10, Sosia 3.757. Zagreb 23. Feber. (Essektenborse.) Devisen: Wien !^.001i^ bis 3.0318, Berlin 13.57 bi? 13.60, Budapest 9.02^8 bis 9.95K8 Mailand 300.50 bis 302 50. London 277.L0 bis 276, Newyork 5b.79 bis 5699, Prag 108.27 bis 109.07, Zürich .1093.50 bis 1096.50. — Staatswerte: Liriegsschaden .8.75, Zürich 1095, Wien 801.65. London 277.W, Newyork 56.89, Prag ,58 73, Mm-land 30140, Paris 223.88. — (»ssekte« iGeld): Eeljska i''' Laibacher K'redit 135, Erste kroatische 877.50. Kreditanstalt 165, Äev?e l.';5 Nu^e 2l'i5-?80, Baugesellsch.ist 56, Seöir 125. — Holzmarkt: Tendenz ruhig. Abschlüsse Waggons Bretter (Fichte und Tanne), prima, sekunda, schöne tsr-tia, 24 mm, franko Waggon Grenze.'M. Landw. Vf'-''':kte: Tendenz unverändert. Abschl'.lf; 4 Wüggo«s Weizen Preise unverändert. Nennst dn das Land, wo die Zitronen blüh'»? Stresemann erholt sich. ,-Charioari.^^) NDkR. Vlkk^e,' ?? Mff ISN. Der enolifche Diplomatenschub Bon links nach rechts: William T y r e ! l, der bisherige Staatssekretär im „Foreign Office", zum Botschafter in Paris ernannt. — Sir Esme Howard, bisher Botschafter in Washington, sicherer Anwärter für den Berliner Botschafterposten. — Sir Ronald L i n d s a y, bisher Botschafter .n Berlin, zum Staatssekretär im ^Foreign Office" ernannt. 70.000 Hungernde in der Herzegowina Me mls Mostar berichtet wird, ist die Lebensmittelverteilungsaktion des Äreisaus-schusses von Mostar beendigt. Ter Kreisaus« schuft hat um den Betrag von einer Milli« VN Dinar, der ihm vom Staate zur Verfü« yung gestellt worden war, W Waggons M«is angeschafft und verteilt. Was an Nargvld übrig bleib, wurde an die Aerm-sten verteilt. Jede Person erhielt im Durchschnitt 4 Nilogrmnm Mais. Veser Tag? treffen weitere 18, vom Zagreber Kreisaus-schuß gespendete Waggons Mais in Mostar ein. Die Delegierten des Roten Kreuzes, die die einzelnen Bezirke durchstreift haben, stellen in ihren Berichten fest, das; die La« ge den kritischen Höhepunkt erreicht habe. M«n hat z. B. Häuser gefunden, in denen die Bauern über kein Stäubchen Mehl verfingen, die nur mehr von Möhren und Wurzeln leben. Um furchtbarften ist die Situation in den Bezirken Biha6 und LjubuZki, wo bie Bauern n'icht einmal das m)tig^ Saatigiit für den Frühjahrsanbau besitzen. Nach den bisher eingelaufenen Nachrichten unid statistischen Belegen hungern in der Herzegowina 14.(XX) Familien mit rund 70.lX10 Köpfen. Tie Gesamtzahl der Foimi« lisn in der Herzegowina beträgt .'>0.000. Es gÄt jetzt darunter Familien, denen der Tod wirklich droht, ivenn nicht im letzten Moment Hiltse kommt. In Mostar hungert^ L6b0 Menschen. Es findet sich darunter selten einer, !^r alle 24 Stunden wenigstens etwas zu essen hat. KonnersreuP blutet wieder Das offiziöse Therese-^ceumaiin-Blatt schreibt unköngst: „Weil d'i.e Freitagsvisioncn und die Blutungen seit Wei^hnachten aitfgchört haben, glauben nranche, Äonncrsreuth gehe seinem ^nde entgegen... Aber Konnersreutlj stent weiter fest und die Dinge entwickeln sich in aller Ruhe und wir glaubkn fest, das; wir in Bälde das Wieder^ntreten der Blutun-M und Passionsvisionen mitteilen können." Und wirklich! Bereits ain Freitag, den Z. Feiber haben Theresen? Visionen wieder begonnen. Zunächst waren sie jedzch tmr ganz kurz. Die „Res!" sah nur „die ersten Szenen auf dein Oelberg". Dementsprechend mäßig, so erzählen die Vertrauten der Dulderin, seien auch die Blutungen gewesen. Acht Tage später, also mn 10. Feber, warei die Leiden der „Stigmatisierten" schon heftiger. Das völlige Eintreten der Passionsekstasen darf, nach dem „Aiutsblatt", er'st vom Freitag, den 24. Febcr ab, erivartet werden. Die „Entrostung de< moralischen Wien Gestern nachmittags ersäiien in der Wohnung der Wiener Bühnenkünstlerin Maria O r s k a ein .s'^err, der sich als Vertreter von zwei Wiener Sittlichkeitsvereinen legitimierte. Der Mann ersuchte die Künstlerin, sie möge die Aufführung von Frank W e-de k in ds „Schloß Wetterftein" in dea Kammerspielen absagen, da ihr naturalistisches Spiel das moralische Eurpfinden der Wiener Bevölkerung verletzt habe. Der Herr erklärte ferner, er werde nach Verlauf von ?ltutter,verglbmlr... AamUienroman von S«the Hübner-Wehn. Hand in Hand saßen sie dann, wunschlos und glücklich wie zwei Kinder, und träumten von der Zukunst. Aber dieses Glück sollte nicht lange währen. Sechs Wochen nach seiner k^ebürt stcirb has Kind. Gabrieles Jammer war unbeschreiblich. Unheilvoll und drohend stiegen wieder die schatten des toten Vaters und der zürnenden Mutter vor ihr auf. Sie glaubte, den Elternfluch, der auf ihr lastete, zu fühlen; flu sah eine !^ügung dcS Himmels darin, daß ihr das Kind wieder genommen worden war. Sie sah ihr Leben, ihr zukünftiges, ihr ganzes Schicksal von diesem Fluch zerstört, vergiftet am Boden liegen. Und der Mutter Worte, die sie früher einmal ausgesprochen, kamen ihr wieder in den Sinn: „Der Eltern Segen baut den Kindern Häuser. Der Eltern Fluch reißt sie nieder!" Eine qualvolle Unraft kam über Gabriele, wie von dunklen, droheilden Mächten fühlte sie sich verfolgt. ^ Sie glaubte unentrinnbar den Zusamnien bruch ihres jungen Eheglücks vor sich zu ^hen. NÜ lauernder Pein beobachtete sie ihren Gatten, und war er einmal in seinen Zärtlichkeiten und Aufmerksamkeiten ihr gegenüber flüchtiger, zerstreuter, dann wallte schon wieder das alte, qualvolle Mißtrauen in ihr empor. Sie glaubte zu wissen, daß sie Kurt zur Last war, daß er es längst bereute, ?e zum Weibe genommen zu haben. So zerquälte sich Gabriele nutzlos in schlimmen Ahnungen und Befürchtungen. So verbitterte sle sich selber und ihrem Manne das Leben. Surt litt unendlich unter GebrieleS ver-ändertem Wesen. Anfangs hatte er versucht, sie durch gesellschaftliche Zerstreuungen von ihren trüben, selbstquälerischen Gedanken ab zubringen, aber es r^ar vergeblich gewesen. Er selber war ja im Grunde ein ganz gutmütiger Mensch, aber trotzdem konnte er nicht viel Geduld und Nachsicht haben, selbst für die Menschen, die ihm nahestanden. Sein angeborener Hunger nach Lachen und Frohsinn, seine Sehnsucht nach ständigem, sonnenhellem Erleben machten ihnz gar bald die Gesellschaft seiner Frau unerträglich. Es kamen die Stunden gegenseitiger Vorwürfe, harte^ bittere Worte fielen, und bald klaffte der Riß, der sich in ihrer jungen Che aufgetan, inimer mehr. Anfangs suchte Kurt feine Vergnügungen außerhalb des Hauses'^ er suchte sich in Theater und Bars zu entschädigen für die unersrenlichkn Szenen, die silii nun fast täglich im H»ut, abltvelten. zwei Stunden wieder erscheinen, um ihre Entscheidung anzuhören. Fra»^ Orska machte daraufhin sofort der Direktion der j^am-merspiele Mitteilung von diesem Vorfall, worauf auch die Polizei davon in Kenntnts gesetzt wurde. Frau Orska erklärte bei der Einvernahme, sie hätte eine Reihe von Droh briefen erhalten, worin ihr mitgeteilt wird, daß im Theater Bomben fallen würden, wenn die Vorstellung nicht abgesagt werden sollte. Aehnliche Briefe erhielt auch daS Polizeipräsidium. Die Direktion der Kammerspiele beschloß jedoch, an der Auffassung der von Frau OrSka gespielten Effie nichts zu ändern. Die Künstlerin trat abends genau so aus, wie vorher. Sehnen aus Seide Unsere moderne Chirurgie schreckt vor keinem Problem, das sich ihr bietet, mehr zurück. Sie wagt sich selbst nlit dem operativen Eingriff an den Sitz des Lebens, an das Herz heran. Man ersetzt ganze Teile des menschlichen Körpers, ja man ersej^t heute zerstörte Sehnen und Gelenkbänder durch Seidenfäden. Als 1892 zum ersten Male Prof. Gluck empfahl, bei Sehnendefekten als Ersatz Seidenfäden zu verwenden, standen die Ehirurgen diesem Plan durchaus ablehnend gegenüber. Die Medizin lehrte, daß Fremdkörper niemals auf die Dauer sich i« menschlichen Rörper halten können, da sie srüher oder später wieder ausgeschieden werden. Nur wenige Chirurgen haben deshalb diesen Vorschlag bisher nachgeprüft und angewandt. In einer soeben veröffentlichten Studie berichet Geh. .Hofrat Dr. Fritz Lange über die Erfahrungen, die in der orthopädischen Klinik in München er mit dieser Methode gemacht hat. Anfangs hatte er die bei der Operation verwendeten Seidenfäden nur in Wasser ausgekocht. Die Fäden heilten zwar, ohne irgendwelche Reizungen hervorzurufen, ein, aber es gab eine Anzahl von Fällen, wo oer Rörper nach langer Zeit die Seide wieder ausstief;, wenn nämlich bei irgendeiner .anderen Eiterung Bakterien im Blut kreisten und sich in der Seide festsetzten. Prof. Lange gewann deshalb die Ansicht, daß die Seide mit eincnl antiseptischen Mittel getränkt werden müsse. Er nahm, zunächst Sublimat, >och ergaben sich daraus Reizungen des Gewebes, so daß er schließlich noch dazu überging, die Sublimatseide mit Paraphin zu tränken und' so die unmittelbare Berührung des lebenden Gewebes mit dem Sublimat zu vermeiden. Unter Beobachtung dieser Umstände hat Pros. Lange bis zum ^^ahre 1925 nicht weniger als 885) seidene Sehnen eingepflanzt. Bei mehr als 97 erfolgte eine glatte EinHeilung. Die seltsamste Beobachtung, die Prof. Lange bei diesen seinen Operationen gemacht hat, lst wohl die, daß um den seidenen Strang als Leitseil sich eine echte Sehne bildet. Wenn man sechs Wochen nach der Operation den Gipsverband entfernt, fühlt man die seide Wochenlang führte er ein wlistes, zerfahrenes Leben. Aber dann setzte plötzlich wieder ein rastloser Arbeitseifer bei ihm ein. Die Anregung dazu hatte ihm eine junge, schiene Italienerin gegeben, die er eines Tages in der Akademie kennengelernt hatte. Ihre braune Schlankheit und Schönheit reizten ihn und spornten ihn zu allen möglichen neuen ?Fotiven an. Wäre nun zwischen Kurt und seiner jungen Frau noch dasselbe glückliche Einvernehmen gewesen wie ehedem, dann wäre es ihm nie eingefallen, sich seinem neuen Modell näher anzuschließen, es nicht nur mit den Augen des Künstlers, sondern viel mehr noch mit den Augen des Mannes anzusehen. Er liätte das Mädchen einfach für ein paar schöne, reizvolle Bilder als Modell ver wandt, hätte sein künstlerisches, ästhetisches Entzücken an ihr gehabt, und sie dann, wenn die Arbeit beendet, gutbezahlt wieder ihres Weges gehen lassen, ohne daß er in seinen: Herzen einen heißeren Schlag verspürt. Anders aber nun: Gabriele dünkte ihn: in ihrer Verschlossenheit und dem ständigen Wechsel ihrer Launen unendlich reizlos, er wunderte sich heute daß ihn einmal ein solch tiefes, heißeS Erleben an diese Frau gefesselt hatte. Da er aber ein Mensch war, der ständiqe Erlebnisse ne Sehne genau so dünn wie unmittelbar nach der Operation. Wenn dann aber die seidene Gehne zu arbeiten beginnt, so fühlt man im dritten oder vierten Monat nach der Operation bereits, daß die Sehne dicker lvird. Allmählich wird die seidene Sehne immer stärker. Seidensehnen, die bei der Einpflanzung genau so dick waren wie etwa zwei bis drei Stricknadeln, erreichen die Dicke eines Bleistiftes. Die Dicke des neu-gebildeten Sehnenmantels hängt von der Arbeit ab, die die Sehne leiftet. Mit Hilfe dieser seidenen Sehnen hat Prof. Lange so manchen Klumpfuß geheilt, so manche Fußlähmung beseitigt, aber eS gelang ihm auch. Seidcnsl'hnen bei Lähmungserscheinungen an den Rückenmuskeln zu befestigen und so daS gelähmte Bein wieder im Hüstgelenk beweglich zu machen. Sln merNvardiger Vrozeß Aus Paris wird unS geschrieben: Der dramatische Dichter Henry Bernstein ist ein Freund absoluter Ruhe. Da unsere modernen Wohnungen diesem Ideal nicht ganz zu entsprechen Pflegen, beauftrag te er den Architekten Orliem, die Wände seiner Zimmer so zu gestalten, daß er vom Lärm der Straße nicht mehr gestört würde. Die Angelegenheit kam nicht billig zu stehen: 40.000 Franken, um eine doppelte Rorkfchicht herzustellen, die dafür absolut schalldicht wirken sollte. Bernstein zahlte den Betrag zur Hälfte, mußte aber nach Fertigstellung der Arbeiten die betrübliche Erfahrung machen, daß der Donner der Lastwagen und Autos sich nach wie vor bemerkbar machte, so daß er schließlich zur Dichtung setner „Judith" nach Arcachen flüchtete. Er strengte gegen den Architekten wegen „technischer Gaukelei" Klage an und verlangte I<)8.000 Franken Schadenersatz. Die fünfte Jammer hatte für seinen Fall Verständnis und sprach ihm 31.707 Franken nach genauester Schätzung zu. —ap— t. Der afghanische König in Berlin. AuS Berlin wird berichtet: Gestern, 22. d. M., traf König Ammanulah von Afghanistan in Begleitung der Königin in Berlin ein. Das Königspaar wurde am Anhalter Bahnhof vom Reichspräsidenten v. H i n d e n b u rg und den Mitgliedern der Reichsregierung empfangen. Abends fand im Palais des Reichspräsidenten auf der Wilhelmstraße ein Festdiner statt. Heute unternahm der König eine Spazierfahrt in die Umgebung, worauf er das Heeresmuseum besichtigte. Am Freitag wird der König die technische Hochschule besuchen, wo er zum Ingenieur h. c. ernannt werden wird. Nachmittags findet in Döberitz eine große Militärparade statt. t. Eine peinliche Affäre des ehemaligen Erzherzogs Leopold in Newyork. „Daily Mrr-or" berichtet in großer Aufmachung üiber eine Peinliche Affäre des früheren Erzherzogs Leopold, der bekanntlich Nlmschiau spieler der Fox-Gesellschast ist. ^r Erzher- und seelische Erschütterungen brauchte, wie das tägliche Brot, so dauerte es nicht lange und er hatte sich in eine tolle, heiße Leidenschaft verstrickt; eine Leidenfchaft, die allerdings nichts mit jener Liebe gemein hatte, die er für Gabriele einst empfunden, und in deren Mittelpunkt nun sein glutäugtges Modell ftand. Und das Mädchen selber kam ihm, skrupellos und gewissenlos wie die misten dieser Mädchen, auf halbem Wege entgegen. Anfangs gelang es Kurt, vor Gabriele zu verbergen, daß fein Herz von einer neuen Leidenfchaft erfüllt war, aber so lange konnte er sie nicht täuschen. Sein zerfahrenes, erregtes Wesen, das Glühen seiner Augen, das leidenschaftliche Zucken seines Gesichtes, sobald das fremde Mädchen kam, verrieten ihn. Und nun gab es neuerdwgS Borwürse, harte, bittere Vorwürfe, Tränen der Scham und der Empörung. Aber all dies konnte Ihn nicht mehr zurückreißen von dem tollen Strudel, in dem er sich befand. Und nun, da feine Frau von seiner Untreue wußte, ließ er jede Rücksicht außer acht. Denn Herzenstakt und F^'ii^e-sühl der Seele waren etwas, was Aurt Werner entbehrte und was er iiberhaupt noch nie besessen hatte. lForti^na kolsyi e««« » KVT erschien dieser Tage i-m Hotel Astor aui d«n Z^ux-Arts-?^lI, der von der Mtllio« närw Holmes gog<''den wurve, in Beglei« wng seines Sekretärs. Der Sekretär soll sich nun Jntt?mtäten mit der junsten Fvau Holmes erlaubt hoben. Ter Gbemann versetzte dem Sekretär zwei Lihrfeigen. hierauf stürz« te sich der Erzherzog auf Holmes und gab Hm einen Schlag aus daS Kmn. Nun ent« stand ein Handgemenge, das schließlich da-»it endete, daß der Er^erzzg und sein Se« Itetür an die Lu^t gesetzt wurdem. Der Erzherzog erklärt im „Daily Mirror", der Zwarung des Ukases 50 auf freien Fuß gestellt, 30 werden im Laufe des Feber und die übrigen nach und nach aus der Strafanstalt entlassen oder e^^ wird ihnen die Strafe vermindert werden. Maribor, den 23. Feber Im k'^efangeneuhause des hiesigen Kreisgz. richtes wurden aus demselben Anlaß 131 Sträflinge sofort auf freien Fus; gesetzt. In Betracht kommen noch etwa AXj Amnestierte, die ihre Strase zum Teil bereits abgesessen oder dieselbe noch gar nicht angetreten haben. m. An die Ka»fmannfchift in Maribor. Der O^ann des Han^lsgremiums in Maribor und des HnndelSgremienverban-deS für Slowenien, der hiesige Kaufmann Herr Vilko Wei^l Beiert Samstag, den 25. d. feinen lXI. Geburtstag. Aus diesem Anlaß veranstalten un>sere Handelskreise am Sa-ms tag im oberen Kleinen Sa<^l des „Mrodni dom" einen l^sellschaistsabend. Alle hiesigen Kaufleute werden ihren Damen eingeladen, an dieser Feier nach M^lichkeit teilzunehmen, U.M auf diese bescheidene Weise i'hre Anerkennung u'ch Würdigung der er-folgreickM Betätigung des Obmannes auf wirtscha^tlich.'m l^biete zum Ausdruck zu bringen. — Berdajs, Vizeobniann des i^reminms. m. Das einzige Münnerchor-Konzert in der heurigen Saison veranstaltet der Gesangsverein „Drava" Freitag, den 2. März im Unionsaal. Der Thor wird unter der Leitimg seines neuen C.hsrnieis1ers bisher in Maribor nur wenig bel^nnte Werke unserer grijßten .Komponisten zu l^ehör bringen. Als Solisten treten die Herren 2iv' ko und Faganeli sowie Frl. Zacherl auf, die die Gesangsvorträge am '^li^.'er begleiten wird. Kartenvorverkauf bei Zlata Brißnik. m. Generalverfammlnng des Bereines der Gemeindeangestellten in Maribor. Für Sonntag, den d. um ö.3l^ Uhr ist im Gemeinderatssaale die vierte ordentliche Gene ralversammlnng des Vereines der Gemein-deangestellten in Maribor anberaumt, um den Tätigkeitsbericht entgegenzunehmen u. Neuwasispn dnrchiussibren. m. Ein sch?ues Pserd. Ein dem Kaufnwn-ne Karl Schmidt in der Gosposna ulica gelhöriges Pferd riß sich los und raste die Slovenska ulica entlang, wo es von einigen bekerzten Pasianten in einen Hauseinganq gejagt wurde, wo es dann der inzwischen heri^igeeilte Knecht in l^vsang ehmen konnte. Glücklicherweise geschah kein Unglück. m Den Bauch ausgeschlitzt. Am Aschermittwoch wurde von der Nettnngsabteilung der 57jährige Besitzer Alois Malek aus St. Anton in den W. B. in schwerverletztem ^"iustande in das Allgemeine Krankenhaus in Maribor eingeliefert. Dem Bedauernsmerten wurde in der Fasching-?nncht insol- dk»»5eH Vetter? LinVetter für I?deumatt5mu».dieurolgle. Qlckt un1 Anzeigen erstattet. Auffallend groß sind die Ueberschreitungen der Straßen- und Antomobilordnung. m. An mildtätige Herzen wenden sich der kranke Invalide mit drei kleinen Kindern und die arme mittellose Frau mit mehreren Kindern mit der innigen Bitte um Zusende: ^ kleinerer Spenden. m. Wetterbericht vom 2.?. Feber, 8 Uhr früh: Luftdruck 74K, Feuchtigkeitsmesser —7 Barometerstand 754, Temperatur —4, Windrichtung NW, Bewölkung ganz, Niederschlag: Maribor Schneegestöber, Umgebung Nebel. Schönes Wetter zu gewärtigen. m. „Mariborski klopotec". Auf verschiedene die?s''" ""''liche Anfragen teilt die „In-goslovenska Matica" mit, daß der „Ma^i-borski klopotec", das anläßlich des „Iugo-slovenski Ples" erschienene humoristische Blatt mit reichhaltigem Inhalt und vorzüg lichen Karrikatn""' >'erschiedener hiesiger Persönlichkeiten und Tischrunden, zum Prei se von kl Dinar, soweit noch der Vorrat reicht, in den Vnchl?andlungen Weirl (Ve- Das Wartegelb von Friedrich Raff (Wien). „Also, morgen um elf, Ernst, an der Ecke Brunnenstrasze und Kettenweg!" „Aber, Greta, auf der Straße verabrede ich mich sehr ungern. Denke, wenn es regnet oder schneit oder blitzt." „Du weißt, Ernst, ich die Pünktlichkeit selbst!" „Gewiß, gewiß, aber irgendeine wichtige Persönlichkeit könnte dir in den Weg lausen, ein Minister oder eine Modistin." „Laß diese dummen Scherze! Habe ich dich schon einmal warten lassen?" „Na, hör mal, Greta, daS letzte Mal nicht weniger als . . Greta stampfte auf und hatte von ihren Vorratstränen sofort etwas in den Augen stehen. „Die liebst mich nicht mehr, Ernst, du!" „Gut, morgen um elf. Ein Lokal wäre mir lieber gewesen, aber wenn du das Recht auf die Straße Proklamierst, auch schön!" Die Siegerin lächelte Gnade, die Tränen waren nach innen versiegt, Ernst durfte einen Kuß abstatten. Am nächsten Vormittag wettenweg > gurg.'lte wie eine sich langsam snllende Badewanne. Noch immer blieb Greta au? lernst kam auf den kl'chnen Gedanken, auf den lies'??'''' wartende Männer znweilen verfallen, den sie aber nie ansfi'lhren: einfach wegzulaufen. Also: er tat eS nicht und fror erbärmlich. Plötzlich fiel fein Blick auf daS einsame Auto, es tat ihm zwar leid, vor dem Chauffeur lächerlich zu erfcheinen. aber zwischen Greta un^' dem Regenguit blieb ibm keine andere Wahl. Er sagte zu dem ^seur: „.'??ören Sie mal zu, ich setze mich jetzt in Ihren Wagen, schalten Sie Ihren Motor ein und lassen Sie die Tare laufen, aber nicht den Wagen." Der Chausseur starrte ihn an. „Ich m'lß liier aus eine Dame warten, darf die Straße nicht ans den Augen lassen, mag aber auch nicht, naß, wie ich bin Sie verstehen!" Der Chauffeur verftand. Ernst rettete sich ins trockene Wageninnere und fuhr nun loö Nein, er fuhr natürlich nicht, nur der Motor ratterte und die Taxe arbeitete. Sechzig Pfennige, eine Mark, eine Mark zwanzig, eine Mar? vierzig, teure Greta, teuerste Geliebte, zwei Mark! Und dabei wurden die Scheiben so verregnet, daß man kaum mehr mii die Straßen sehen konnte^ Welch eine bewegungslose Fahrt, nur die Rechenmaschine tickte und nun hupte auch noch der Chauffeur. Der träumte wohl, er müsse jemandem ausweichen. Nun hupte er wieder, schob die Scheibe zurück. „Was ist los?" knurrte Ernst. ..Da koinmt eine, mein Herr, ist es die richtige?" Ernst sah liinüber und war beleidigt. „Aber, was denken Sie denn!" Der Ehauffcur zuckte die Achfeln — über den Geschmack war doch nicht zu streiten. Uebrigens ließ der Regen nach, er wurde nun ganz fein. Aber wie Feinheit oft eine ganz besondere Niedertracht darstellt, so ging auch dieser seine Sprühregen durch bis auf die Haut, „Ich mache Ihnen einen Vorschlag", sagte Ernst, angesichts von drei Mark siebzig. „Bitte?" „Sie stellen die Ta;e ab. In Wirklichkeit fahre ich ja gar nicht. Wir einigen uns auf eine Pauschale. Ich sitze als Ihr Bekannter im Wagen und, was ich Ihnen als Trinkgeld gebe, geht Ihren Autobesitzer gar nichts an." Ter Ehaufjeur schaute bedenklich auf den Verführer. „Nö, nö. das geht nicht Sie wollen mich wohl zur Anzeige bringen? Nö, nö, entweder bin ich frei oder ich bin besetzt." „Aber, Sie sehen doch, keine Menschen-jeele ist die ganze Zeit gekommen." „Tja, wett wir wie toll gefahren sind. Die halbe Stadt haben wir zurückgelegt. WaS meinen Sie, wo mir jetzt sein könnten?" In diesem Augenblick brach die Sonne durch und als ob sie auf diese symbolische Auftrittsszene gewartet hätte, erschien Greta, so reizend, wie eine Frau aussieht, die eine Stunde zu spät kommt. Ernst erbln?te sie schon von weitem, spaug aus dem Auto und zahlte den Chauffeur, der nun vergnügt zum Mittagesien davonfuhr. Greta aber, die ihn aussteigen sab, sah leidend aus und wimmerte maltunq?beMntc'n Herrn Toma-Ziö. R. i. p ! — Ter schwergetrosfencn Fl?milie unser lMnigstoI Beileid! p. Die IahreShanptversammlunfl aer Evangelischen Kirckiengemeinde niird am Donn^erStag, den ?Z. d. M. mn 19 Wr i>in Gastbcnlse Vouk abgehalten. p. Die Generalversammlung der „Iugo-slovenska Matica" siechet am EamStcg, d^'n 2d. d. um 19 Uhr im „Narodni dmn" statt. p. Unsall. Unweit dcS Vichplahc-? wurde Mittwoch eme vor einen ??agen gespannte Klch scheu, wobei der Wmienlenker unter den Waigen kam und sich den linken Fug brach. Die erste Hilfe leistete dem ?^erletz-ten .'<>err Tr. Vreöko, woraus er i'uf ei« geilen Wunsch mit dem Mittagszilge ins KrankenbauS nach Maribor üben'i'lkirt wurde. p. Schwere Rauferei. In Tv. Lovrenc am Trauseld kam es dieser T.ige zwisckien Vau-ernburschen zu einer schwere,: Ranserei, in deren Verlauf ein gewisser Veronik mit einer Hacke so schwer verletzt wurde, dah er in hoKnitngslo^em Znstande in? Kran-kenihaus überführt werden mus;te. Die Gcn-dcmi^erie nckhm mehrere Verhastuirgeu vor. Aus Sklk c. Ttadttheater. Tas Vollk'stück „Ter Wildschsch" von C. '^in^gar wird in neuer Inszenierung und Regie des Herrn Direktor Bratina An-s^ng? März aufgeführt werden. c. Tod?Ss«ll. Im hiesigen Krankcnhause derschied a.m 2S. d. M. der 71jährige Winzer Johann Peeovnik Mls Zbelovo. R. i. p.! t. Maskenball im Hotel „llnion". Ter Verschtinerungs- und Fremdenverklchrs verein in Celje veransraltcte a>m Fasching-dienStag nachmittag? im Hotel „Union" einen Äindermaskenball, d<'r gut besucht war. Unter den Kindern war eine gan^e Reih? v?u reizenden Masken zu bemerken. Aui Vbmd setzte ein groszer Maskenball ein, der bis in die Morgenstunden andauerte^ Ter große „U^ion"-?aal war zwar schlicht dekoriert, die Ttiminung war aber sebr animiert und die Mavken zum grossen Teil? vorzüglich. Von den Masken erhielt den ersten Preis s^rl. Blanche Kokot, den Weiten Frau Pepernik und den dritten Frl. Manica Kalan. c. Schadenfeuer. In Tlatina bei Cels«: brannte dem Besitzer Pu?nik da? Wirtschaft-gebäude bis auf den Grund nieder. Ter erlittene Schaden ist ein beträchtlicher, da das (Gebäude nur geri«i<^ versichert war. Aus Drovoyfaö d. Trauung. Vergangcqim ^amStag fand in Ojstrica die Trauung des Besitzers Herrn Iiguaz Stojs mit der dortigen Pächterin Frau Marie Iankoviö statt. Tem. Braut paare unsere herzlichsten Glückwünsche! d. Todesfall. Dieser Tage ist i:' Oviftki vch der allseits beliebte und geachtete Realitäten- und K^nstmühlenbesitzer und Alt-büvgermerster Herr Vinzenz Ianinil nach kurzem Leiden lm Alter von 56 Jahren verschieden; er wurde unter grosser Beteiligung der Bevölkerung aus Nah und Fern nach Sv. JanZ zur letzter Ruhe getragen. Die Trauergäste fanden sich in so grosjer Zahl ein, wie sie Gv. Jan! schon l^inge nicht geseihen hat. R. i. P.! Tftigt war und zus<'h<'n mußte, wie ihm der Sc^bn erschlagen wurde, brach ohnmächtig zusammen un'd mußte weggetragen werden. D«e Leiche des auf so trogische Weise ums Leben gekommienen Jünglings wurde unter ungemein grosser ^^^teiligung am Ortssriedhose bestMet. R. i. P.! Den Hinterbliebenen unser innigstes Beileid! d. Kirchendiebstahl. Vor kurzem wurde in der hiesigen Probsteikirche vom Marienal« tar ein Ältortuch durch unbekannte Täter entwendet. d. ^ägerball. Sonntag, den 19. d. veron-stalteten die hiesigen I iiel wird in Ljubljana großes Interesse entgegengebracht. -s- Deutschland-Tournee eines kroatischen Tefangvereines. Der Chor des Zagreber Ge sangvereines „M l a d o st" fIugend) wird sich im Mai auf eine Tournee begeben, die ihn durch mehrere reichsdeutsche Städte süh reu wird. Das Tournee-Programm umfaßt kroatische, slowenische und serbische Kompo- nisten. Das erjte Konzert soll tm Herzen des deutschen Konzertlebens stattfinden: in Berlin. Die Tournee ist durch liebenswürdige Mithilfe des Berliner Gefandten Z^vosin B a l u g d i i eines eifrigen Förderers des jugoslawisch-deutscheu Austausches von Kulturgütern, zustandegekommen. Den MlZn nerchor, der die jugendliche Vokalmusik der Kroaten repräsentiert, wird der populäre Chormeister Jakob Gotovac dirigieren. Kino vvkci-Kl?^0. Ab TonnerZtag, den 23. Feber gelangt einer der besten und stärksten Mosjouchin-Filme zur Vorführung, und zwar: „Weib, ergib dich!" Ein romantisckies Drama aus Rußlands vergangenen Tagen. Zarenherrschaft, Revolution, Tmigrantentum, Liebe — alle diese Cait?«, ^ jedem Kinobesucher so leicht mitreißende Empfindungen wecken, wurden hier von der Regie in die Handlung verknüpft. Ivan M o j u h i n, der erklärte Liebling der Kiumvelt, kreiert in diesem achtaktigen Film eine auß?rgc wöhnlich schöne Rolle mit gewohnter Meisterschaft. ttrülier Vk»«lt«,v) Ab Donnerstag gelangt der P at - und P a-t a ch o n - Schlager: „Don Ouixote" zur Borführung. Der große Pat spielt den Ritter von der traurigen Gestalt, der kleine Patachon seinen getreuen Kumpan. Gemäß der Hant^ lung. die sich ziemlich genau nach der historisch-literarisckien Vorlage hält, werden die beiden eine Reihe von avanturistischen Kämpfen un!' Erlebnissen mit ihren Widersachern haben. EI unterliegt k?inem Zweifel, daß anch dieser Pa^ tachon-Film starken Erfolg haben wird. -cn- Nndsy Freitag, 24. Februar. Wien (Gra^), 19 Uhr: Italienischer Sprachkurs mr Ansänger. — 20.05: Cmgli-sc!)er Sprachkurs (Literaturkurs). — 20.A): Aufführung der eheinaligen Hofmirfikkapel-le. — Preßburg, 19.10: Konzert. — Zagreb, 20: Esperantokurs. - 20.15: Französischer Sprachkurs. — 20.35: Rnssischer Abend. — 22: Abendko«i,^ert. — Mailand, 20.15: Sinf-onickonzer!-. — SZ: Iaz»vband. — Prag, 17.5»<): Deutsche Sendung. — 19.30: Altprager Karneval. — 21.45: Konzert Pia Ravenna. — Daventry, 20.15: Schnmnnnsche Musik. — 21: Äinsoniekon-zert. — 24: Tanzmusik. - Stuttgart, 20. „Jagd nach dem Glück". — Frankfurt, 20: Konzert. Anschließend Rezitationsabend. Brümr, 18.10: Deutsche Sendung. — Berlin. 21.05: Ernstes und Heiteres. — 22.30' Ans fernen Landen. — Budapest, 17: Uu-terhaltnngsmusik. — Warschan. 20.15: Sin-mniekonzert. — Paris-Eissel, 19.30: Abendkonzert. SamStag, den 25. Feber. Wien, 20.05 Uhr: K. Sternheims Schauspiel „Marciuise von Arcis". Anschließ.md Jazzband. — Graz, 1830: Stenographiekurs. — 19: Serbokroatischer Sprachkurs. — Preßburg. 19.30: Rossinis Oper „Der Barbier von Sevilla". — Zagreb 17.30: Konzert. — 19.30: Opernübertragung auS Ljnbljana. — Mailand, 20.50: Konzert. — 23: Quintettenabend — Prag, 17.50: Deutsche Sendnng. - 21.15: Unterhaltungsmusik. — Daventrn, 2s^i5: Schumann-sche Mnsik. — 23.30: Tanzmusik. — Stutt gart, 15: Konzert. — 19.30: Unterhaltungs abend. ^ 23: Tanzmusik. — Frankfurt, 20 15: Der sprechende Film. — Brünn, 18.10: Deutsche Sendung. - 19: Mnsikinär" chen. — 21.15: Tanzmusik. -Berlin, 20.30: .H. I- Nehfisch Komödie „Dilell am Lido". — 22..30: Filnktanzstunde und Tanzmusik. — Budapest, 1910: Zigeunermusik. — 22.30: Tanzmusik. — Warschau, 20.30: Abendkonzert. — 22..?0: Tanzmusik. — P a r i s-E i f s e l, 19.30: Abendkonzert. DK ^Mak»«w Ia«i««^ebem Tas? ado« men wttdev. Sonja Htnie (Schwedeu) bleibt Weltmeisterin im Damen Kunstlaufen. Sport Die SupbaNmelsterschaft Zwei Spiele der laufenden Meisterschaft sind erledigt, und da für daS kommende Sonntagsprograulm wieder zwei Meister-schaftskämpse anberaumt sind, ist somit daZ erste Drittel der Frühjahrsserie der Kreis-Meisterschaft unter Dach und Fach gebracht. Die letzten Gefechte haben insofern eine gewisse Klärung in der Frage nach dem Meister 1928 gebracht, als „Maribor" gelang, in einem überlegenen Kampfe „2elez-niöar" 4:1 zu bezwingen. Damit hat sich die Mannschaft einen Vorsprung von zwei Zählern wieder gesichert, den sie allem Anschein nach beibehalten wird. „Rapid" wird wohl Sonntag diesen Vorsprung aufholen, da ja „Maribor" diesmal spielfrei ist und „Ptuj" es kaum gelingen wird, die Durchschlagskraft der Schwarzblauen mit Erfolg abzuwehren, immerhin wird sie in „Maribor" wieder die aussichtsreichften Widersacher im Mei'terschastsbewerb haben. Viel ungeklärter ist die Frage, wie sich die weitere Reihenfolge der Meisterschaft gestalten wird. Jedem einzelnen Punkt in den noch ausstehenden Meisterschaftskämvfen kommt da besondere Bedeutung zu und da die Vereine über ziemlich ausgeglichenes iSpielermaterial verfügen, wird man wohl mit svannendeu Kämvfen auch dieser Begeg-nunaen recbnen dürfen. Dafür bürgt insbesondere die ambitionierte Elf .Lelezni-öars". die bereits im Erstauftritt ein ver-'^i^liches, aus Spitzenspielern zusammen-gestl'llte? Team abgab. Vom Wetter überaus begünstigt werden SröNumsbraaten (^.Itorwegen), Weltmeister im Skilauf. r ein zeitttches .ind res Ende nehmen, da die^ und gimftigen Termine^ rnat^onale und andere evM^zel en. eiMglichen werden. ^ ^ ^ F:HZWkteikm^veS «. O. Sonntag, denj 36. d. besttetten SK. ^elezniöar und SK. Vtwboda das Meisterschaftsspiel, und zwar treffen stch um f3.30 Uhr die Reserven und un^ lü Uhr die ersten Mannschaften. Die Psatzinspektion besorgt Herr L a z n i L k a. In Ptuj gelangt zur Erledigung das Meisterschaftsspiel SV. Rapid—SK. Ptuj. Play inspektor .Herr S a m u d a. Die Mannschaft des SB. Rapid fährt mit dem Autobus um halb 14 Uhr vom Glavni trg nach Ptuj. Wetters wird verlautbart, daß d?i Hanst^der Ordnung am Sportplatz der MranlstaNer mit 2iX) Dinar bestraft wird, beide Bcres>le Heranstalter des Spiels sind, wer'den beide mit je 109 Dinar be-praft. : Die Meisterschaftttermine der Reserve-maittchtzaften wurden wie folgt verschoben: Fsber Z^elezniLar—Svoboda, 4. März Maribor—^elezniSar, 11. März Svoboda— Rapid, 18. März 2eleznitar-»Rapid, 25. März Maribor—Svoboda, l. April Maribor—Rapid. : Ein neues jugoslawisches Gportblatt. In Zagreb erschien dieser Tage die erste Numnler einer neuen Sportreoue „Auto", die nebst einigen Bildern auch interessante Abhandlungen über die jugoslawische Sportbewegung enthält. Die Revue erscheint zweimal im Monat. : l.G.S.K. Maribor - G. ». K. Wie wir bersitS gestern mitteilten, ha^ „Rapid" sein Spiel geyen G. A. K. absagen müssen. Nun ist aber I.S.S.K. Maritwr in die Bresche gesprungen und spielt am kommenden Sonntag in Graz gegen A. A. K. : Unsere Militörmannschast beteiligt sich an den Wintersportsbewerben in der .^en Tatra und zwar im PatroMenlauf über 30 Kilometer verbm^den mit Schießübungen, Einzellaulf über 18 Kilometer und Hindernisläufen. In die Mannschaft wurden n-o«. miniert: Leutnant Predojeviö, Leutnant Ma?srmovi^, Feldwebel Klavora und Po-jpoviiä. : Voxländerkampf Dänemark gegen Norwegen 6:2. Die Amateurmannschasten Däne marks und Norwegens standen sich in Kopenhagen im Landerkampf gegenüber. Ven die dänischen Boicer mit 6:2 Sivgen überlegen ihren Gunsten entscheiden konnten. : Aehrling schlägt Soieluh 6:3, 8:4! In Nizza schlug in der Borschlußrunde des Her reneinzels Kehrling (Ungarn) den tsckiecho-slowakischen Tennismeister Jan AoZeluh glatt 6:3, 6:4! Cochet schlug Rogers 7:5, 2:(i, 6:4. Das Dameneinzel gewann in der Schlußrunde Miß Ryan gegen Miß Bennet e:4, 6:3. : Auch Lloyd Hahn geschlagen. Jeht hat auch Lloyd Hahn durch Ray Conger, >en Sieger gegen Dr. Peltzer, verloren. Conger lief die IVW'Vard in 2:11, doch protestierte Hahn, weil er angeblich durch einen Stoß mit i)em Elki»gen aus der Bahn gebracht worden sei. : Aan«cka-'0chetreich 1Z:V. Im gestrigen EiKhockey-Spiel Kanada gegen die österreichische Nationalmannschaft siegten die Kanadier 13:0 (4:0, 7:0, 2.0). Es waren über 7000 Personen anwesend. : Bei der deutsche« ^sicht auf die jtnkend^ Preistendenz aus dem Rohhäutemarkle und die flaue l^cschttstsstimmung am Fertig-l^dermarkte als fraglich bezeichnet. Die Echuhindustrie'^ist gut beschäftigt, dül.ft2 jedoch durch die Palori^ernng der polnischen »,^0sle. durch die gewöhiiUche Lederschuhe mit einer 3<>?qigcn und ^'aclleder- sowie Lurus-schnhe mit einer 7:??»igen Zollerhöhung :ie-troffen werden, nickit unberührt bleiben. Vor assein werden die Firmen trachten müs-^ sen, ihre bisher nach Polen getätigten Schlüsse bis Ende März durchzuführen. (Frankreich) errangen vor Scholz-liaiser (Wien) die Weltmeisterschaft im Paarlauseu sey zu schüren. Dempsey erfreut sich bester Gesundheit und hat die feste Absicht, sobald wie möglich wieder im Ring zu erscheinen. : Tilden und Hunter nehinen in diesein Jahre am Davis-Tup nicht teilt, da sie i?l der Zeit der Spiele in der amerikanischen Zone in Europa bei verschiedenen Tennl.^-turnieren (Wimbledon, Paris usw.) spielen werden. , : Die südasrikanische Regierung hat dem Olympis6)en Landeskomltee eine Subvention in der Höhe von 1000 englischen Pfu'.ld Sterling zur Bestreitung der Ülosten d^r Amsterdamer Expedition bewilligt. : Kanada gegen Oesterreich. Heute bestrci tet das siegreiche Kanadische OlymPia^Eis hockeyteani in Wien gegen Oesterreich einen Länder-Eishokeykampf. Morgen werden zwej Kanadische Teams ein Erhibitionsspiel zum Besten geben. : Die österreichische Skimeisterschast gelangt in: Lang- und Sprunglauf an« l. Alkär^^ in Mallniht zur Austragung. Hüute und Ledermarki W. Zagreb, Feber. Aus dem Rohhäutemarkte wird entsprechend der rückläufigen Preistendeuz auf dem deutschen und anderen mitteleuropäischen Plätzen weiterhin im Einkaufe groß te Zurückhaltung beobachtet. Tie Auktion der Zagreber Fleischhaueroereinigung findet erst Ende des Monates statt. Im srcien Verkehr werden geringe Verkäufe bei tieferen Preisen gemeldet. In Beograd fand in der Vorwoche eine Konferenz der Wirt-schaftskreise über die Frage der Aushebung der Zöle sowie Ein- und Ausfuhrbeschränkungen auf Rohhäute und Nnochen statt. Auf Grund der abgegebenen Gutachten werden für den jugoslawischen Delegaten zur Konferenz des Wirtschaftskomitees der Völ-kerbundttga, die im März stattfindet, entsprechende Instruktionen ausgearbeitet w!:r-den. Vom ungarischen Rohledcrmarkt wird über slaue Tendenz ulld weichende Preise berichtet. Gleicherweise berichten die Meldungen vom tschechoslawaki-schen Markt über rückgängige Preise. In Deutschland sind die Preise auf dem Rohledermarkte nach den letzten Auktionsberichten um 5—15?S gewichen. Auf dem österreichischen Markte sind die Preise seit Jänner wiederum rückgängig. Die Abschläge in der letzten Ze^t «erden auf 15?t und darüber geschätzt. Die Hausse auf dem Häutemarkt wurde nicht nur durch die forcierten russischen Käufe auf den Ueberseemärkten, sondern auch durch Eingreifen der Spekulation hervorgerufen. In Fachkreisen nimmt man an, daß die Preise sich jedenfalls auf einem höheren Niveau als 1927 hakten werden, da die Nachfrage bedeutend lebhafter und größer ist. Was die Lage auf dem Fertigledermarkte anbelangt, so ist das Geschäft ruhig. Die sinkende Tendenz auf dem Roh« Häutemarkt veranlaßt die .Händler. Zurückhaltung zu beobachten und nur zu den aller notigsten Eindeckungen zu schreiten. Allerdings ist auf dem Fertigledermarlte troy der rückläufigen Preistendenz des Rohleders nicht mit einem rapiden Sinken der Lederpreise zu rechnen, da die aus den zu hoüen Preisen gekauften Rohwaren erzeuc^ten Leder noch nicht zur Gänze abverkanft sind. Zweifellos werden jedoch auch auf dem hiesigen Platze bei andauernder Vaissestimmun^i die Fertiglederpreise mit der gegebenen Situation anpassen müssen. Vom tschechoslowakisckien Markt wird genreldet, daß die Einschränkung der Umsätze mehr mit dem saison-mäMgen Uebergang als mit der Lage' auf dem Rohhäutemarkt in Zusammenhang gebracht werden muß. Die Saison der Flecht-schuhe ist beendet. waS am deutlichsten durch die Linderung der Verknappung in Abfallsorten von Sohlleder zum Ausdrucke konimt. Nernleder verzeichnet weiterhin gleichmäßigen ruhigen Absatz. In Borcalf richtet sich das Interesse hauptsächlich nach farbigen Sorten, während Schwarz-Boralf noch ver-nachläßigt liegt. In Rindsbo^ sind infolc^e der hohen Preise Absatzschwierigkeiten eingetreten. In Taschner- und Galantericleder sind die Absatzverhältnisse normal. Vom ungarischen Markt wird weiter über stagnierendes Geschäft berickitet. Tie auf dem Rohhäutemarkte eingetretene l0—15?Kige Preissenkung hat, obwohl für die nahe Zukunft in Fertigleder mit keinerlei Prei^abbri^ckelungen zu rechnen ist, verstimmend gewirkt, sodaß sich die Händler größte Zurückhaltung im Einkaufe auferlegen. Was den österreichischen Markt anbelangt, wird betont, daß die .Häutehausse ans die Gestaltung der Lederpreise keinen bedeutsamen Einfluß ausgeübt hat und deni-entsprechend auch bei der nunmehr eingetretenen Preissenkung keine stärkeren Bewegungen ausgelöst wurden. Was die Lage auf dem österreichischen Schuhn:arkt anlie-langt, wird einerseits eine 8—10^ ige Er- X Novisnder Prodttktenbö'-se vom 22. d. Alle Notierungen und Tendenz unverändert. — Umsätze: Weizen 0, Gerste ?, Mais 83, Mlzhl 1 lind tkleie Waggons. X Rol,häutepreise in Maribor. der vergangenen Woche notierten in Maribor die Rohhänte wie folcit: RindHäute Din l!)—22, Kalb-Häute 251—.W, Schweineheut; 10—20 per inilogramm und Pferdohäuts l!'>0-200 per Stück. X Heu- und Strohmarkt. Maribor, den 22. d. M. Tie Zwuhren stellten sich auf 7 Wagen Heu und 4 Wagen Stroh. Heu no-^ tierte Din 7l)—00 uud Strc^h 40—per 100 Kilogramm. X Vereinigung zur Bekämpfung det Wir'tschastskrise. Unter diesenl Namen wurde vor einigen Tagen in Beograd ein Verein gegründet, der dc'nmächst einen allgemeinen Ausruf an die Bevölkerunis zu einem organisierten Kampi gegen die Ur-fachen der immer fühlbarer werdenden Wirtschaftskrise erlassen wird. Der Verein entwickelt eine äußerst rege Werbetätigkeit^ X Ber.;ollung des Paraffins. Das Finanz^ Ministerium ließ allen Zollbchörden eine Zuschrift zugehen, wonach als Paraffin alle Mineralölprodukte, die aus Rohnaphta, Teer, Schwarzkohle oder Paraffinschieser durch Destillation gewonnen werden, aus-zuseh sind, ausgenommen Farbparaffiner-l zcugntsse. X Vertagung der Generalversammlung der „Slovenska banka". Die Goneralver« sammlung der Aktionäre der „Slovcnska bamka", die für Donnerstag, den 2.'Z. d. in Ljnbljana einberufen war, wurde auf un^« bestimmte Zeit verschoben. X Steigendes ausländisches Interesse fiir Jugoslawien. In den letzten Monaten zeigt sich im kapitalskräftigen Auslande ern immer größeres Interesse für die Ausbeutung der jugoslawischen Naturschätze. Insbesondere gilt dies jetzt, nach dem Abschuß der Milliardenanleihe in England und Amerika. Vor allein steht im Vordergrunde des Interesses der Bau der Bahnen, der aus dieser Anlcnlhe bestritten werden soll sowie di? Ausbeutungen der ungeheuren W^ldkc»m-plere und Bergwerke, die an den proiektier-ten Linien liegen. Verschiedene ausländische Finanzgnlppen haben bereits ihre Ver^ treter nach BeoicTrad entsendet, um mit den maßgebenden Faktoren in Berül^rnng zu tre ten und Konzessionen für die Betätigung in der einen od. and-Richtung zu erlangen. Ins besonders die englische Nothschild-Gruppa ist eifrig am Werke, ihre ^^apitalien in der jugoslawischen ^Holzindustrie gewinnbringend anzulegen. Damit in Verbindunig stc'b-en, wie wir schon einmal erwäbuten, di? Veränderungen in unse-ein Bankwesen, an dem das ausländische ^kapital sehr stark interessiert ist. Eine zweite englische Gruppe sucht die Vergebung der gesamten jugosla-wiscben Bahnbauten zu erlangen und rit daran, eine eigene Gesellschaft zur Entwick- un«j «inssnrivn j-sj jl ISMÜ-MMMM! tN » /v^ame c/e/ /^e/>es5e.' ^________ GeW Numm?? IS Grm ?4 ffevrva? 19M. lang ber fugoslawtschen Wirtscho^ »nd für »en Bahnbaa zu gründen. X J»«ofla»ische» Rl»gebeg«tzre> ßeHtn ei« PolnisilM U«tir»«tz»»«g. lturz vor ^em Orieg« bestellte die damalige serbische Regierung in Lodj^ bei verschiedenen dortigen ?sa-briken gewisie Waren und erlegte bei der L>andels- und Indusiriebank in Lodz alz Kaution den Betrag von lv Millionen Fran ken Nach ßkriegsschlu^ forderte nun die ju« goftawische Reg^erunq al^ Nachfolflerin deZ vormaligen serbischen Kabinett? die Rück-erstatwng der Summe. Da inzwischen die ^^entrale der Vank von Lodz nach Leningrad verlegt worden war, wies das Lodzer Gericht das Vlagebegehren der jugoslaivl-jchen Regierung als nichtznständig ab. X Die italienlsche K«hlenbergverkK-Ge-seifchaft „Msnte Promi««", die be^ Tive-riö i„ Norddalmatien ein gros'.eS Revier e^« ploitiert und von der wir dieser Tage berichteten, daß sie iihven Sitz von Trieft nach Jugoslawien zu verlegen die Ab^cht habe, läßt nunmehr mitteilen, daß sie iihre ur» sprüngliche Ab^t fallen gelassen habe, da ke Nlich der neuesten ??erii;gunq der jugoslawischen Regierung dl'ch dieselben Rechte' und d-ie gleiche volle Frecheit in jeder Be-' ziehunq genieße wie die eigenen StaotZbür» ger. ÄuS l^iesem Grunde liege kein Anlaß vor, den Titz der Unternehmung nach Iugo. slawien zu verlegen und no<^ weniger, an eim Nationalisierung zu denken. X vrsße PasiivitSt l« deutflhen ''tn» Handel. Nach einer k<»en ausgegebenen Cta-tistik des deutschen Außen^ndelS sür den Monat ISnner l. I. fl<^t Nar hervor, daß dne Einifnhr weiterh-in stark gestiegen, wSH-rend die Ausfuhr nach wie vor gei^atlen ist. Die PcrsiirMt erreichte im Jänner die Re-kordstvmme von V06 Milsionen Mrk oder rund 6S00 Mllionen D-inor. Bttcherfchau b. Ludwig Huna: „Granada in Flammen". .s^istorischer Roman, K70 Leiten auf echtem Alfapapier, ^inbandentwurf und farbige Äm schlagzeichnung von Kurt Werth. In sch»^- nem, rotem Ganzleinenbande Mk. 8 —, in Halbleder Mk. 12.—. Verlag: Srethlein Co., Leipzig. — In diesem neuen, großangelegten Roman wendet sich Huna wieder dem Süden zu, nachdem er uns zwei große deutsche historische Romane geschenkt. Diesmal ist es das glühende Andalusien, das er mit dem bewährten Farbenreichtum seiner blühenden Sprache schildert. Andalusien zur Zeit der grausamen spanischen Inquisition in deren Kampf mit den Resten deS untergehenden Maurenvolkes. Grancida, die Perle maurischer Größe, steht in Flammen deS Aufruhrs, und diese lodern grausig und doch schön durch das ganze Buch, — bis zum Schluß, am Höhepunkt der Dichtung, die Stadt unter den Fackeln der Mauren in Flammen aufgeht. Packende, oon höchst?? dramatischer Spannung erfüllte Szenen folgen einander in steter Steigerung. Im Vordergründe steht die romantksche Liebe deS Granden Don Pedro de Solar zu dem schönen maurischen Königskind Reija, durchglüht von schwelgerischer Poesie des Orients. Der Roman wird in seiner glänzenden Tech- nik des AufbauS und in der aparten Durchführung des groß gesehenen Themas die frei» dige Zustimmung aller finden, die Huna ils Echilderer dichterisch geschonter und geftal-teter H>tsto?ie schätzen, um so mebr, als auch alle Neberrperfonen und Tptsodeu aufs sorgfältigste gezeichnet sind und zur Vollendung det grandiosen und eindrucksvollen Vemäl-des wesentlich beitragen. b. Peter Mnrr, „Die geftohlene Veant". fVerlag Ullstein, Berlin.) Dies ist die Geschichte eines tlichtigen jungen ManneS, der tatenfroh auS Amerika heimkehrt, mn eine« Freund auS NebeS. und LebenSnSten herauszuhelfen. Er holt ihn von seiner HauS-lehrerstelle auf e-inem gräflichen Gute weg. versucht, i!hn in Paris zum Lebemann zu erziehen, Lann abn nicht verhüten, er selbst die Braut gewinnt, und auch der passende Brautersatz in unberu-fene Hände kommt. MlmtereS Tempo, überraschende BovÄlle, liebenswürdige Nguren machen dies« verwickelten Liebesangelegenheit zur angenehmsten LektÄre. Kleiner /^nieiger Derfchledenes HArlaHchma«»» Tscheligi-Vier, Luttenbevger, Pickerer, Musik. Hotel ,Mariborski dvor". 221? Gchaf»ol-D«lawe für Dirndlkostüme bekommen Eie um 2g Dinar bei I. Trvia. Glavni trg «r. 17. Moderne Vordruckerei richtet billigst ein Samuel Leopold, Genta 11. _At9 S0H0G Dinar zu vergeben. Auschristen unter „Anlage" an d. Veno. «eamaten Henich. «e«tz »ird verk-mst oder verpachtet. Anfrag. Villa Vregant, Vistrica._ W2<) ca. l»—m'. Umgebung Maribor zu kaufen gesucht. Mit Preisangabe vnt. „Kein Bauplatz" an die Berw. 2554 Äu kaufen gesucht Kindenvage«, gut erhalten, zu kaufen gesucht. 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Schmerzevfüllt geben wir allein Verwandten, Freunden und Bekannten die Trauer« künde, daß unsere geliebte Gattin und Mutter, Frau SpitalSbeamtenS-Gattin im Alter von ^ Iahron nach kurzem, schmerzvollen Leiden am 21. Feber 1928 ltnl 15 Uhr sanft im Herren entschlafen ist. Das Begräbnis der teuren Heimgegangenen findet am 24. Feber um 15 Uhr von der Spitals-Leichenhalle in Ptuj auS auf den Stadtfriedhofe swtt. Die hl. Seelenmesse wird SamStag, den Febl?r um i? Uhr früh in der Sta?>t-vfiarrkirche gelesen. Ptuj, den 22. Feber 1928. Die trauernden Hinterbliebenen Juro Tomaiie, Gatte; Juro, Vilko Mira. Kinder. 2373 iWjlüll'IlKllMM mit m^drj»wlA«r ?r»»l» In «t«r ^uilükiunj;. iür >elt>»t>» äljxe Ltellunff In öeoIr«e Vervsltunx ck. VI. ZAIä 5vererelXomm>5 26 bi? 30 ^adre slt, cler ckeutscken und slovenigcken Lprscde mScktix. tücktixe, verlüLlicke unä ekrlicke Krstt mit gckHner l^an65ckritt unä xuten Kekerenieli virc! sokort Rkieptiett. — Okkerte 8inc1 ?u kickten »n' Z«UG? A »In, ZiGV. 2372 mc»k Tonaukarpfen, Hechte. Kogasche. Vchille, neue Salzheringe. Sil-berherige, Russen, Sardinen soeben eingetroffen. Nsct>l»»U5 5ek«»d nur GregoröiLevtl ulica Nr. 14 sSchillerstraße). 173S erhalten sehr gutes Mittagessen zu Din. ?.kv »nd Abendesse« zu Din. b im alkoholfreien EpeisehauS »Zum Gtern^. Pod mostom 11. Mittagessen vo« IL bis 3. Abendes^n von k bis 9 Uhr. «. e«olei. TS! llic WM» ist 6er xünstixste Llnkautsplst? äer >Ve1t unä clie xrüLte ^usterscksu Luropss. ^ekr sl5 .1600 >Vsreo-xt'uppen gller Lrsncken 5lnc1 verbeten. 10.000 ^us»te11er au8 21 I^näern stellen 6ss öeste unä Vollkommenste?ur Lclisu. l^uitelmesse 4. di» 10. 19Z8. lZioSe?e 8 437i ^de^reäslltellr uvä kiir äle I^eäslttloll versvtvvrtileli! .Ivurnslist — äen k^ersuLUsder unä äea vsrlWtvvrtHed; 81^1^0 — Vviäo Hvodok»tt k M«««.