niNZELPBEIS: wofhtatai|i Ii Rpf $aIlMtag-SooaU^( 13 Rpf Snorburatr ncitung Amtliches Organ des Verlag und SchiiftleitungT Marburg a. d Drau, Badgassc Nr. 6, femrut: 25-6), 25-68, 25-C9 — Ab 18 uhf (6 Uhr abends) ist die Schnttleitung nur aut hemrul Nr 28-67 erreichbar — Unverlangte Zuschriften werden nicht rückffesandt. — Be Antragen Hückporto beilegen. — Postscheckkonto Wien Nr. 54.603. Steirischen Heimatbundet erscheint w5chentticn sechsmal als Morgenzeitung (mit Ausnahme der bonn- u. Feiertage) Bezugspreis (im voraus tahlbar) monatlich HM 2 10 emschl. Zustellgebühr, bei Lieferung im Streifband zuzüglich Pjrto; be« Abholen m der (Je-schäftsstelle RM Z— — Anzeigen- und Bezugsbestellungen in der Verwaltung. Otr. 23 OttorPuro 0. &. g)rou, grritofl, 23.3Qnntr 1942 82.3a|)rgang Neues Angriffsziel: Burmastrasse Sclin«il« japanifch« Tnipp#fi stUssm Ubtr das bli 2000 Mottr hohe Orenigtbirge iwlschm Thailand und Burma vor T 0 k i 0, 22. Jänner. Nach elftem Sonderbericht der Japanischen Zeitung »Tokio NItschl Nttsch'« von der Front an der Grenze zwischen Thailand und Burma haben die Japanischen Streitkräfte, d^e an (ler Nordweatgrenze Thailands in Bereitschaft standen, In den Morg^enstunden des iO* Jinner d^n Salw^in-FluQ, der an dieser Stelle teilweise die Grenze zwischen den beiden Ländern bildet, überquert. Dies bedeutet, daB d!e Japaner mit den Operationen gegen Burma bereits eine dritte Front schüfen, mit dem Zweck, In schnellem Vorstoß die wichtige Burmastraße nördlich Rahgun abzuschneiden. Gte.chzeitig würden damit alle feindlichen Kräfte, die Im Räume von Mulme'n una Rangun und noch weiter nördlich davon stehen, von drei Seiten bedroht, nämlich einmal aus südlicher Richtung von Tavoy aus, zweitens im Stoß gegen Mulme.n "Ufld drittens durch die obengenannten Operationen üt)er den Sal-welrt-Fluß. Damit würde tatsächlich auch die letzte Möglichkeit nicht nur tür die Lieferung von Kriegsmaterial nach Tschungklng ab-geschttltten werden, sondern es würde für d.'e Briten dann auch unmöglicli sein, Ttuppenverschiebungen von Nord-Burma^ her oder gar aua dem angrenzenden! nördlichen chiaesitchen Oeblei nach Sü Die „UnlerdrQckfen*' den vorzuneHtnen. Bei den Operationen gegen Burma sii(d, wie Berichte von den dortigen Fronten Uberemstlnimend bestat gen, große Geländeschwierigkeiten zu Uber-Minden, so daß die bereits bisher erzielten F.rfolge um so höher zu werten sind. So mußten die japanischen Streitkräfte, ilie zum direkten Stoß In westlicher Rich-linig auf Mulmein ansetzten, zunächst i'ine bis 2000 Meter hohe Gebirgskette, die wie ein natürlicher Wall die Grenze /wischen Thailand und Burma bildet, überqueren. Für diese Operationen wurden nach__ diesen Berichten schnelle Einheiten ein-^i^ gesetzt, die an mehreren Stellen gleich-. zeitig über das Gebirge nach Burma vor-f stießen Ist das Genirge überwunden, so dürften sich die weiteren Operationen in (leiv Gelände, das sich bis zu der nur ICD Kilometer entfernten Stadt Mulmein erstreckt und hügelig, teilweise sogar völ-lig eben ist. wesenllich leichter gestalten. Die letzten Berichte sprechen auch bereits von erheblichem Oeländegcwinn und einer unmittelbaren Bedrohung Mulmeins. Sowohl die Operationen gegen Mul-iiiein, als auch die Operationen der letzten Tage gegen Tavoy und nunmehr von dort in nördlicher Richtung erfo'gen in engster Zusammenarbeit mit der japanischen Luftwaffe, Sie spielte vor allem bei der Überschreitung des Gebirges und der Zerstörung militärischer Einrichtungen des Gegners hinter dessen eigentlicher Front eine große Rolle. Der Flugplatz von Tavoy konnte unbeschädigt Übernommen werden. Bei dem weiteren Vormarsch von dort aus fanden dann nach den Berichten von der Front nordöstlich von Tavoy bei Myitta, das slürkstens befestigt war, äußerst heftige Artilleriekämpfe statt, wobei japanischer-seits ebenfalls die Luftwaffe wieder entscheidend eingriff. Witterungsmäßig Ist die gegenwärtige Zeit für Operationen äußerst günstig. Das Gebiet um Tavoy verfügt Im übrigen über bestes Trinkwasser, was gerade in diesen tropischen Gebieten für die Operationen von größter Bedeutung ist. Das Ziel der Operationen in R'chtung auf Mulmein dürfte gleichzeitig auch gegen Martnban, den Endpunkt der aus Norden, insbesondere aus Rnngun, kommenden EisenbahnMnle, gerichtet sein. Mnr-taban liegt nur wen'ge Kilometer von Mulmein entfernt, pllerdinns auf der nordwostlichon Sr>'le im MüncliingsgebiiM des Salwin-Flusses. Dit! vciJopL'iie Agitation in drn USA und in England wärmt immer wieder das Märchen von einer kulturellen Ujiterdrük-kung auf, die Deutschland angeblich gegenüber den kleinen Völkern in Europa I zeuge auf den Flugplatz von Mu'mein ausrtljc, DaM werden mit Vorliebe die wurden zwei Buffalo-Mascliinen und m Tschechen als Rejspiel harangczof^i-n, deren weiteren Luftkämpfen Über der Grenze kullurclles Lel)en nach anglo-amerikani-von Burma zwei Curllß abgeschossen. scher Ikihauplung gänzlich Hcknebelt sei fl t. 1 Es svi ÜPshalb einmal der wirkliche Saeh- TSCntinQK IIQS SCn CRSSl nflllQl I verhalt diirgeslellt, um auch an diiseiu davon ao Heispiel «lie sinnlose Verdrehung aller Tat- Ole Bedeutung der jüngsten |apanl8chen '''l" /'""»T. r-rAjnr» Im I Ciesners zu dokumentieren. Am oirenkun- Erlolge In Burma ; Verlogenheit aut Tokio, -2. Janner Gebiet, wenn man das Zoltnjig»- Die Besetzung wichtigster Stützpunkte Büchermarkt der Tsehe- an der burmesischcn KüSlC ermöglichte es beirachlci oer japansdien Wehrniacht -- so wird ' am Mittwoch Abend m l okio erkUrt -- ^veli. das eJn so aufgeblähles Pressewesen ihre Opeiationen aut Rangun und Su - hcsilzt wie die Tschechen. Allein schon burma sowie strategioche Operationen,im nauplsladt Prag besaß bis nicht Raum des Oobes von Bengalen durch- 21 Taaeszeilungen, zu denen zuführen. Was im einzelnen die Besetzung Duizend besondere Morgen-, MU- Favoys angehe, so sei ihre w rischai - Alxindaysgahen kamen. Mit dem c.__________ liche Auswirkung von besonde.er Budeu- Verschwinden verschiedener politischer Bei e.nem Angriff japanischer Flug-, da Tavoy der Zentralplatz iür den parieipn^ sich zwischen dem Herbst --------------------- ilanuJi mit Reis, Zinn unci Guniiui sci- dem Sommer 1939 selbst auf- Nach der Beselzuiig Raügiins und Sin- lösten, ging auch eine Ileihe solcher lilillLer gaputs würden d e Japaner über eine fast judisch-marxistische Reduk- 2(X)ü km breite Küstenfront verlUgen, d e üonsslab - vielfach unter Mitnahme der zu beden Selen an wlchiigste Stütz- Ausland fliichlete. Immerhin ,3unkte angelehnt und im Rücken durch aber auch heiiU; noch 10 Tofiesr- vin tiei gestaffeltes Verteidigungssystcm zviiungen in Prng, von denen einige so äegen feind iche Angriffe ges chert sei. überraschend hohe .XiiüilgmKinVni Man glaubt, m Tokio annehmen zu kön- reichen, wie nur wenige große lilätler nen, daß besoiuiers d e Auswirkung auf ini übrigen Reiche. ale Lage Tschungkings unausbleiblich sei, w,,ehcnbläller und Zeilschrif . da jede Verbindung m t den angloameri- belriin, so ist auf den ischochlschen kanischen Verbündeten dann abgeschnit- zeitungsslAnde.n In Prag wnhrhaftig kein ten wäre. Mangel, Alles ist hier zu finden — von der Der Vormarsch in Tenasserim | literarisch Ix^achtlichen Halbmonatssehrifl T n k i n 22 IMnner ' »J^cholle^' („Brüzda") über die zahlreichen I 7 o I, i I« r'rfiRinnrift IHuslrierten Frauenzeitschriften, Hornau- m Zusammenhang n.rt dem OroßanRnti g.werl.liehen Biälter bis herun- luf Burma me.uel das japam. che Hai p - ^ manclimul sehr zwcirelhntlrai luarl.er, daß die Japan sehen Truppen am Schundromanen vom Typ „Wildwest". Es 17. janner «egner sehe btellungen m Oe- voll einei' unl)eslreitbarou Brilfnwidiintaiid gebrochea 40.000 Mann Feindtruppen geworfen Tokio, 22. Jänner Die auf Mutmein vormarschierende japanische Armeegruppe hat, wie Der leiz e rroniber cht aus Burma meldet, die Engländer, oie in Stärke von 40,000 Mann zwischen der Grenze von Mulmein Widerstand leisteten, nach schweren !<ämp-fen geworfen. 1»— mrtfroMfiznr. jiet des Tavoy-Flusses in der Prnuin/ *"^'"6'- deutschen Großzügigkeit, wenn hi don i^enasserim stürmten und 600 Mann bd strenger" PapierhcNvirtsehaftimg im ^ouneader, Ki.onieter nordostwärts nocli eine ansehnliclie Quote Ilolii- -on ravoy, aufriehen. Tavoy selbst wurde onanier sogar tür s^ilche Isehechischc jerelts am 17. abends vollkommen be- i^n^^r^tur freigegeben wird. Zumindest wird .setzt. Es wurden 150 Getangene einge. Bestreben auf deutscher Seilt-. Ibracht, während der Fe'nä gleichzeitig sichtbar, möglichst wenig iu die GtAvohn^ liilJ; Archiv j 570 Totc verlor. heilen des Ischeelüschen lesenden Publi- kui\is slöreud einzugreili'u. Nebenbei sei nur noch erwähnt, daß auch die verschiedenen i\;ligiösi'n tschecliSscheti f^lätler nach wie vor in Tausenden von FAemplaren herausgegel>en und verbreilel werden, so daß auch in dieser llinslchl kein Mensch von irgendeiiieni Versuch der li^nlerdrük-kung sprechen kann, W KampffluKzeuKe mehrere ^as di«- liiei-arisch« l'ru.iuktinii d über dem Mittelmeer und hl Nordafrika. Während der Rlei-clien Zeil sjinüeii im Kaniijf gegen OroH- 4uf einer den Slietlands vwgelagerteii b'ritainiieti Ib eigene i'lugzcuge verloren. Jugendbüchern angeführt, die kürzlich von Oltokar Pospischil (Pardubitz) in dem Fachl>lall der tschechisclKMi Hucldiändler und Verleger v«'röffenHiebt wurden; Aul firmid einer s^irgfAllig rtiisgearltri'-leten Statistik hat Pospischil feslgestellt^ dali im Jahre 19Hf) von M't Ischechiseheji Verlegern 157 neue Kinder- und Jugend-bncher herausgelM-aeht wurden, im Jalnv tun» jedoch stieg die .Aivahl der Verlesfer auf 7'i und die der Neu;nisg,d>iMi auf '27.1, was einer Sleigernng um volle 71 v. 11, enisprichl. Anl die einzelnen Grupivii aul-getcill. st(»?lf Pospischil fe^t, dal.i 5e«en-uIkt in er/äliti'iiden Hüchern im J;ilin"! l'JvlU .sogar IH> solche llücher im Jnhre JütO Me 7 »Marfjüwr ZcHtmff« 23. Jämer 1942 Nummer 23 lier:msk:iirnMi. Märclienbfirtier slii'grn von U) auf (iti, .MäiU-lu-nbüchcr von lö auf lü! Wie wenig von d» ulscher S<*ite in die iiiliulllichc (rt'sUtfUnig diest-r Ischtcliisclu'n UltTiilnr oin},K>^rifft'n wurdf, das gohl uns dt ii krilisfhrii Worten Irtvoi', die Otlokar l'ospischil seiner uinfangreiefuMi .Slatislik anhiL't: ..In lilcrarischor Hinsi<'hl /eigl flMTNlelil Irolz zni{e^ehcner l'iivoll-.-»hindlj^keil, dalA (lii> Kinder- untl Jugeiul-jiferiilnr iiiiefi in der heulJ^iMi Xeil nien-;^enmalAii{ !:>e\vacli.si*n isl. luul dal.) auch das fnlen.'sse lOr .liiyendhiicher ansteigt leh wnrdr mich jeiKteh glüekliclifr fütilen, wenn ich feslslellen köunlej dalS auch die Oi'idilüt lies Inlialles gestiegen. Das kann ich leider nirlit iK-haupten. Wenn ;nidj nngern, so innIA irlj durti erklären, daß das F.rgebtiis ganz anders ist, wenn man die fiiile i'lra<'litel, und duli \iell1nmi d<'r Tsehechcn auf dem Gehieto der FVesse und Literatur bietet leider folgendes Hild: Nach vielen IlunderttaiLseiuIen zfdilen die Exemplare, •die laglidi aus den HotaUonsmasclüncn der tschechischen Zeitungsunlernehraen lui-ter das tschechischc Volk hinausgehen. Bei einem Preise von 4 Pfennig angefangen, sind diese tschechischen Zeitungen auch für den kleinsten Arbeiter erschwinglich und dringen bis in das entlegenste l3orf. In gleicher Weise sind auch die tschechischen Buchhandlungen mit tschechischen Büchern jeder Art vollgestopft, so daß nicht einmal das lebhafte Weihnachtsgeschäft eine fühlbare Lücke reißt'n konnte. Wenn etwas fehlt, dann ist es — nach den eigenen W'orten des erwähnten tschechi-sSheii Gewährsmannes — eine Sleigeinmg der Anzahl der guten Bücher. Alxer das ist ausschließlich eine Angelegenheit der kulturellen Schöpferkraft des tsch<'chischen Volkes selbst, die ihm auch nach der Eingliederung ins rTrf)ßdeulsche Reich in vollem Umfange belassen worden ist. O. U, Agentur sagt, daß Churchill nur ein strategisches Manöver ausführte, wenn er dem Wunsche der Abgeordneten nachgab. Der Kampf der Kolosse Ankara, 22. Jänner. »Im »Cumhuriyet« unterschreibt Junus-^ nadi seinen Leitartikel »Kampf der Ko-fosse«. Der Verfasser bezieht sich auV einen Satz aus der Führerredc, in dem es hieß, daß der Krieg sich im Falle einer amerikanischen Kriegsbeteiligung zu einem Kampf zwischen Erdteilen auswachse. Hitlers Wort habe sich bewahrheitet. Wenn die Sowjets geschlagen würden und Japan seine Ziele in Fernost erreiche, werde das Kricgsglück zweifellos weiter auf der Seite der Achse sein. Da die Achsenmächte das europäische Festland beherrschen, werde ' sich der Krieg so gestalten, daß sich die Wirkung der Blockade gegen die Achse verringere. General Erküet betont hti gleichen Blatt, daß die Sowjets an der Ostfront bisher nichts anderes machen konnten, als Ortschaften wieder zu besetzen, die von den Deutschen bereits planmäßig geräumt waren. Die Bolschewisten hätten bei ihren Angriffen kein wichtiges Resultat erzielt, im Gegenteil, nicht die Deutschen, wohl aber die Sowjets seien zermürbt. FMf Pnmmnirtne atgewiesni B e r U n, 22. Jänner Bei harten Kämpfen im mutieren Abschnitt der Ostfront wehrte am 20. d. ein deutsches Infanteriebätairon, unterstützt von einer Flakabteilung, unter der umsich-Igen Führung seines Bataiüonskomman-deurs fünf aufeinanderfolgende heftige Panzerangriffe der Bolschewisten auf einen wichtigen Verkehrsknotenpunkt erfolgreich ab. Den Sowjettrupperj^wu^'den harte blutige Verluste zugefügt. D'e Bolschewisten verloren in diesem Kamp! etwa 1000 Tote. 1H unHifek ieUek Beauflraifle de» deutschen Haadels bri Rek'hniliilsler Dr. Goebbels. Reichsminister Dr. Goebbels am Donnerstag den zu einer Arbeitstagung in Berlin versammelten Beirat^ der Reichsgruppc Il^idel und die Leiter der ^zirklichoi Gliederungen des deutschen Handels. Der Minister gab den 130 I^-auftragten, die unter Führung des Leiters der Reichh-gruppe Handel Dr. Ilayler crscliienen wu-ren, einen überblick "über die polilischti luid militärische Lage des Reiches und woch in der Nähte von Tarifa in der Sfidspitze Spaniens im Ncliel abgestürzt. 13ie zehn Insassen des Flugzeuges kamen sämtlieh inns Leben, Aus den Überresteji der Kleider, Uniformfctzcn mid Papier-iHisten glaubt man festgestellt zu haben, daß sich unter den Opfern hohe britische Offiziere und Diplomaten befinden. Direkter Kabel verkehr Tokle—Hanni. Am Freitag wird der direkte Kalx>lvcrkehr zwischen Tokio und Hanoi aufgenommen, IMese Verbindiuig ist angesichts der Beziehungen zwischen den Ixüden Ländern mid vor allem im Hinblick auf die gegenwärtigen Kriegsopt^rationen von größter Bedeutung. Bfc Jetzt 37 f^fer der Schlagwetter-exploMloii in St. Ellonne. Wie aus Vichy iHjrichtet wird, hat sich die Zahl der Todesopfer der SchlagwetterexpIosii>n v^ni SL Etienne in den Abendstunden desMitt-vvoch auf 37 erhöht. Im Augenblick der Explosion befandeji sich 150 Bergleute unter Tage. Einem Teil der BelegschafI wurde durch (üe infolge tler Explosion hervorgerufenen Verschüttungen der Rückzug abgesclmiltciL Die Rettungsurboiten wurden durch eine zweite Explosion, tlie sich in den frühen Nachmitta^sstunden des Mittwoch ereignete, Ixideutend erschwer!. r>ruck and Verla»; Mnrburgcf Vcrlatca« ond Druckerci« Oes. in. b H — VerlaRsIoitunit: Eroii Baiinurartnpr; Hauptsctiriftleiler: Anton Qerschack (verreist). — Stellvertretende! llnuptschriftlcitcr* Udo Kästner. - Alle In __Marburg j. d. Diau. Badgnsse 6.__ Zht Zeit für AnrclKcn die Preisliste Nr I vom l7junl 1041 KfiltiK. Ausfall der l.lcleriitn; des BInttes bei höherer Qcwalt Oller BeiriebsstöriitiK cibt keinen Anspruch auf CUduahliuiG des Bezucsjieldes Zwei Parlamentssitzungen Disziplin und Zuversicht In Tokio — Würdelosigkoit und Mangol an VorantwortungsgefUhl In London Berlin, 21. Jätmcr Die >Deutscfit' tliplüfiialisch-politisclic Korrespondenz« z;eht am Mittwoch einen Veriile'ch /.wisehen den Sitziin^^en des ja-p.inlsi'tien Heiehs1a.i,'es und des britischen l'.')rl.iiiu'nt&, die beide am Dienstag statt, Liftiiiiden haben, iind schreibt: Ein Ver-k'li'A'h zwischen beiden veranschaulicht auf drastiscliL- Weise, wu aas Recht auf l-iihrun;; sich auf einen echten Anspruch sliitzi und wo es auf falscher Einbildung berulil. Die Sil/uny; de;, japani'^clien Reichsta-wird dui'eli die ;^r()ßarti.i;c R'Jde To-j;eki'nn/.e;rhnet. S.e veikorpert einen wirk irli imperialen Slil. Sie veiräi Hc-seheidenlieil inni llen eines gcw.dti^u:en ini-Idäriselieii Trininphes, Oiszipj'n, Zuver-in den iaidsie;.; und eine hohe poli-tNche Veraniwortunjj; bei ucr liewä'.ligiing der ans den Wafl'encr[\)l;^reii entstehenden neuen Au/f^ahen. konntedarauf hinweisen, daß noch, während d*e Kämpfe .i^e.uen die räumenden Knj^länder und Nordainerikaner im (lange s tUi, die neue (Jrdnun;; Ostasiens sieh fest'g^t und fort-si'lireitet. Kr konnte davon sprechen, daß d e h sher von den Vereinie bestehenden Ziisainnienar-l'eil. HochpulitjM h waren ancfi die .'Uis tlnsein berufenen .V\nnde .i^ericlitetcn NVorte an Südamerika. ;J)ie japanisclu' Nervenstrang Malakkaslrasse Dil' Malakkas!ralk' ist im Zuj^o der kühnen iapanisehen Operationen in diesem Raum mehrfach ^fenannt worden. Was hat es nitl dieser Wasserstraße auf sieh, worin lie.nt ihre HedeuUing und wie Isl sie beseliaffenV Wir wolien diese Fraisen kurz beantworten. Ihren .Namen lräj;l die M.'dakkastraHe, das lie;;t auf lier llaiul, nach der Halbinsel Malakka, die sich als südlichster Teil Hnilerindiens zwischen dem In--disehen O/ean im Westen und dem doli Non Siam nml dem Siidchinesischen Meer im (Jslen fingerfr)rmig nach SSO aus-dehnl und eine Fläche von ln der Zivilbevr»|kerung geräumt worden ist? Die unaufhaltsam vorwärtsdrängenden Japaner arbeiten sich immc näher an d'esen wiehtigsten britischen Stützpunkt in Ostasien heran. Daher wird liie Zivilbevölkerung aus Singapur ver-ah^chie^.tet . . . häne von den HriiL'ii un-g wohnt vorsorgliche .Maßnahme, Regierung schenkt der Konferenz in Rio; de Janeiro stärkste Aufmerksamkeit, Sie ist bereit, die Haltung der südamerikanischen Staaten zu achten, sf>lange sie nicht, durch, nordamerikanishe Umtriebe verführt, sich zu einer feindlichen oder unfreundlichen Haltung gegen Japan hinreißen lassen.« D eser Satz sollte se'.ne Wirkung auf die Te'.lnehmer der Rio de Janeiro-Konferenz nicht verlehlen. Denn er wira von dem verantwortlichen Minister einer Macht geprägt, die nicht nur die Vereinigten Staaten, sondern auch das britische Weltreich auf allen Schlachtfeldern /Ui Wasser und zu Lande geschlagen hat. Neben dieser erhabenen Ansprache heb*] sich die Vorgänge im britischen Parlament ab wie die Nacht vom Tajjjc. Die Würdelosigkeit, der Mangel an Verantwortungsgefühl, an geistiger Zucht, die Abwesenheit von Ernst und politischem Blick, alle Krankheitserscheinungen der verfaulenden Oberschicht Oroß-britanniens kommen darin auf erschrek-kende Weise zum Ausdruck, l^in britischer Premierminister, der einen Monat nicht an seinem Arbeitstisch war, hat nach ^seiner Rückkehr von einer halben politischen Weltreise dem Unterhaus nichts anderes zu erzählen, als ob seine künftigen Reden auf Schallplatten aufge-iionnnen werden sollen oTimes<*; vor einigen Monaten eine solche erörterte, stand Churchill nicht ab, sich für unersetzbar zu erklä- ren. Er ging damals so weit, jeden vor das Forum Englands zu bitten, der sich im Besitz ähnlicher geistiger Fähigkelten wie er selbst wähnte. Auch das Oberhaus hatte einen schwarzen Tag. Dort waren es nicht Grammophonplatten, sondern die Frage, ob der ehemalige Oberbefehlshaber in Ostasien, Sir Brooke-Popham, ein kleiner, ein mittlerer oder ein großer Esel ist, die die Lords beschäftigte. Die Debatte endete mit der lakonischen Feststellung, daß es in Gro&britanrFien auch Dummköpfe gäbe, die nicht Marschälle oder Generäle seien. Den Verteidigern von Singapur, die heute den Donner japanischer Kanonen hören, wird es bei diesen Worten wie Schuppen von den Augen fallen. Sie werden erkennen, daß sie ihr Leben für eine Gesellschaft und eine Sache in die Schanze schlagen, die diese Opfer nicht wert sind. Wie viele frühere Weltreiche, wird auch das Britische — die ParJaments-debatten in London bestätigen dies mit unheimlicher Eindringlichkeit — nicht nur draußen verloren in den Kolonien, sondern gleichzeitig zu Hause, in der vom Kern der Fäulnis angefressenen Zentrale. London war einst der Ausgangspunkt der britischen Welteroberung, heute ist es bestimmt, zum Grab der durch sie errichteten Macht zu werden. ChurchiHs nenesfer Trfck S 10 c k h 01 m, 22. Jänner Als neuesten Triek hatte Churchill in seiner Unterhausdebatte den Antrag eingebracht, daß seine Erklärungen nicht unmittelbar vom Rundfunk übertragen, sondern auf Schallplatten aufgenommen und dann gesendet werden sol'ten. Hierüber erhob sich ein Für und Wider, Ci'as — für Church'll sehr unangenehm — von den zu behandelnden Kernproblemen ablenkte. Es wurde u. a. d'e Forderung erhoben, daß ebenso auch die Kritik übertragen werden müßte. Mit derselben jahrmarktmäßigen Geste, mit der Churchill seinen Antrag eingebracht hatte, zog er ihn dann w'eder zurück, indem er theatra'isch erklärte, »nachdem in der Nacht die Stimmung der Unterhausmitglieder gegeneinander abgewogen' und eine so große Meinungsverschiedenheit über seinen Schallplattenantrag vorhanden sei, habe er nicht die Absicht, weiter iVarauf zu bestehen.« Assoc'ated Preß nie'nt, daß Churchill wohl berechnet hätte, daß bei einer Schallplattenwiedergabe seine eigenen Erklärungen den Löwenanteil an der verfügbaren Sendezeit in Anspruch nähmen und für alle übrigen Erklärungen kaum Zeit übrig geblieben wäre. Die USA- tiiiriiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiifiiiiiiiitiiiiiiiiniiimniiiiiHHiiitHHiiiiiiiNiiiiiiiiii Staatsakt lür Generaldlrehtor Dr. Diehi Reichsm'nistor Funk üborbrachta den lotzton Gruts dos FUhrors Berlin, 22. J;lnner der Technischen Hoch- ini Khrenhof Sehlde r.harlallciibtirg fjmd am Donncrs-l;iH Mit lag der vom Führer angeordnete. I'eicrliebe Slajilsakt lür den verstorhenen (ieiieraldireklnr des DeiUscheii Kjtli.syndi-k:Ms Dr. h. c. August Diehn statt. ' .Mit den .\(i_f;ehöfigen des Verslorhenen j und den leiliMiden >läniiern der ilenlschen I Kidiwirtsehaft sind vieU" filhrende .Mfnincr i aus Staat Partei und Wehrmacht, \\'irt-! si'haft, Wissonseludt und öffentlichem Le-j tieti crsehieiien, Viiwesend waren u. a. . IteiehsniinisLer l"'unl>:, der Ueu kt^ljcu Gruß des Führers übtirbruchte, als Vertreter des Reichsmarschalls Göring Staatssekretär Körner und Staatsrat Gritzbach, flie lieichsniinister Frick, Pust, Darre., Dorpniüller und Hosenberg. als Vertreter des Reichsaulienniinisters von Ribbentrop Slaalssekrelär Keppler, als Vertreter von Heichsminister I>r, (kx-hbels Staatssekretär Gniterer, als Vertreter des Reiehsniii^islors und Chefs tler Reichskanzlei Dr. Lamniers Minlslerialdin'ktor Dr. Meerwald usw. Heichsminisler F'unk hielt an der Bahre des Verblichenen eine Rede, in der er die Vorzfise des verstorlwnen . Wirt-sclud'Liilülirei's hervorhob. Minrnntr 23 % / »Martiurger ^eihmBc J3. Jäntier t942 Seite 3 Mnllicher Landungsversech gescheitert Sowieis nordo^twärts Feodo&ia von Rumänen geworfen Berlin, 22, Jänner. Rumänksclie Truppen, die au der Seite der deutschen VcrlDände den üegenan-Kriff bei Feodosia führten, stiicßen dem Fehid am Jü. Jänner in den Raum nord-ostwärts der wiederKcwonnencn Stadt Feodosia nach und warfen ihn weiter zurück. Dabei kam es zum Kampf um eine von den Bokselrewisten zäh ver-teidiffte Ortschaft, di^ nach hartem Gefecht von den rumänisdien Soldaten ^e-itommen wurde. Im HinterKelände verseuchte der Gcffner.aii der Küste cios ^iwasch am gleichen Tage mit 80 Ru-dvnbootcu Truppen an Land zu S;>t/cn, er wurde aber durcii erfolgreiclte Ge-«enawKrifrc in das »Faule Meer« zurückgeworfen. Das voii deii Russeii selbst Qnikjje More, d h. Faules Meer genannte Strar.dseetigebiet ist durch die III Kilometer lange Landzunge von Arabat vom Asow^chen Meer abgetrennt und hat außerordentlich seichtes Wasser, das tln Befahren nur mit kleinsten Scliiffen zuläßt. Weite Gebiete sind infolge des wechselnden Wasserstandes, übelrie-oheiKii> Schlamniflächein, die weder bewahren, noch begangen werden können. Die Zurückwerfung der bolsclicwi«tisch^ Landungstruppen tn diesem Sumpf-selände ist nach dem Verlust der öoMe wegen der fehlenden Rückzugsniö^üch-kei'ten mit einer völligen Vernichtung gleichbedeutend. . Die deutsche Luftwaffe setzt ihre Angriffe gegen sowjetische Kolonnen und Ortschaften im Raaim von Kertsch mit gutem Erfolg fort. Kampf- und Sturzkampfflugzeuge belegten feindliche Truppenverbände und Fahrzeugansamni-lungen mit zahlreichen Bomben. ^ Bei Überwachungsflügen über der Straße von Kentsch wurde ein bolschewistisches Transportschiff von 3(K)0 brt ausgemacht. Bereits beim ersten Anflug \vTirden Treffer erzielt, die dem Schiff schwere Beschädigungen zufügten, k ScIivNsre Sawiefverloste Kelni Truppcntransportzüge durch Bombenwürfe scfiwer getroffen Berlin, 23. Jänner. Im Verlauf der harten Abweiirkämpfe, die die deutschen Truppen während der he'dfcTi vergangenen Tage trotz sclmci-dender Kälte an aMen Teilen der Ost-frwt führten, hatten die Bolschewisien wieder sehr hohe Mensclienverluste. bo niußte der Feind am 19. d. M. nach dem Zusammenbruch eines stärkeren An-OTffs im Norden der Ostfront 500 Tote 'zurücklassen. Über 100 Bolschewisten wurden dort gefangen gc lommen. An einer SteHe im AValdai-Gebiet wurden nach der Abwehr von drei An-R'ii'ffen gegen einen deutschen Stütii-runkt 200 gefallene Bolschewisten und .iO ^"'ef-norene rezählt. An einer Stel^e des mittleren Abschnittes der Ostfront blieben vo.i zwei dort angreifenden feindlichen Koiim-trien 160 Gefallene vor der deutuien Verte' "gungsstelinng liegen. Auch die an der Donezfront durclue-führten Angriffe brachten dem Feind imgewöhnlich hohe Verluste. AI« die btMschewistischen Massen hier gegen einen größeren Stützpunkt vorgingen» der v(w einem InfanteriebataÜlon zäh ver-t<'idigt wurde, faßte der Bataillons'^oin-mandeur seinen Stab und Teile einer hi-fantciekompaiiie zu einer Kampfgruppe zusammen, mit der er die bolschewisvi-schen Angriffswellen zerschlug. Im Bereich des Regiments, dem dieses Bataillon angehörte, , wurden 550 tote Bolschewisten festgestellt, nachdem der mit starken Kräften geführte bolschewistische Angriff im I'euer der deutsclien Verteidiger restlos znsani-«>engcbrochen war. Die deutsche Luftwaffe unterstützte durch fortgesetzte Bombenangriffe die Kampfhandlungen der Truppen des Heeres und fügte den Bolschewisten weitere Verluste zu. So wurden gestern im l>o-nez-Gebiet 10 mit Truppen geladene Transportzüge von I^niben getroffen und erheblich beschädigt. An zwei anderen Abschnitten zersprengten Kampf- und Sturzkampffhig-zenge feindliche Kolonnen und vernichteten über 280 motorisierte imd be->raiHUe F'^hrzeiige, Vrrlanot fl&eran Me ^^liatDuröer GrossasieRS Anfbaa Im Gange Ein hitforitch^s Ereignis der ostaslalischen Geschichte T o k 1 o, 21. Jänner. Die gesamte japanische Morgenpresse bezeichnet die Reichstagssitzung als ein historisches Ereignis der ostasiatischen Geschichtc. Der Zusammenbruch des britischen Weltreiches sei gewiß und selbst die mächtigen Vereinigten Staaten von Nordamerika seien gegenüber Japan machtlos. Der Tag der Erhebung der ost-asiatischcn VölkTokio Asahi Schimbun«. Der 21. Jänner sc! ein historischer Tag für Ostapien, als General Tojo dr-s große Programm über di-_ Richtlinien des Krieges und den Anft)au Großasiens verkündete, Tojos Stimme habe eiserne Kraft und Entschlossenheit gezeigt. Japans Wort sei klar und deutlich t;e\vesen. Die eisernen Ketten, die jahrhundertelang die japanischen Inseln eingeschlossen hätten, seien zerbroch.jp. Seewege lach InilieB bedroM Der Ausbau der indischen Kriegsindustrie durch den Japanischen Burma-Feldzug in ernster Gefahr Lissabon, 22. Jänner Der Durchstoß der japanischen Truppen nach Tavoy an der Küste von Burma hat in englischen Kreisen außerordentlich alarmierend gewirkt, da die Japaner dadurch nicht nur einen neuen Teil der britischen Zinn- und Kautschukgebiete in die Hand bekommen, sondern auch eine neue feste Stellung am Indischen Ozean und am Golf von Bengalen erhalten. ' Daljei werden die Seeverbindungen nach Indien noch stärker bedroht als bisher. Von welch entscheidender Bedeutung dies für Indien ist, zeigt ein F^ericht der Londoner »Financial I^Iews« aus Delhi, In diesem wird darauf hingewiesen, daß die Entwicklung der iifdischen Hilfsquellen für den Krieg noch in den Anfangsstacinw und völlig von der Zufuhr von Übersee, vor allem aus den Vereinigten Staaten, abhängig sei. Nach »Financial News« hat Indien in den USA Aufträge im Betrage von rund 7 Millionen Pfund Sterling vergeben. Diese .Aufträge sollen im Rahmen des Pacht- und Leihgesetzes erfüllt werden. Es handelt sich dabei in erster Linie um Werk, zeugmasch'nen, Fabrilcseinrichtungen die Indien den Aufbau einer eigenen Kriegsindustrie ermöglichen sollen. Das Blatt weist darauf hin, Indien ver-füge zwar über reiche natürliche Hilfsquellen, aber seine Erzeugungsfähigkeit auf dem Gebiete der Schwerindustrie sei bisher gering, und die Produktion an Stahl und anderen wichtigen Metallen decke .nicht einmal den eigenen Bedarf. Um das indische Kriegspotential zu erhöhen, bedürfe man dringend amerikanischer Werkzeugmaschinen und Fabrikseinrichtungen. Diese Liefenmgen werden nunmehr durch d:is Auftauchen der Japa-ner am Indischen Ozean und atn Golf von Bengalen auf das ernsteste bedroht. Schon heute geht ein großer Teil der USA-Lieferungen durch den Südatlantik rinfcs um Afrika nach Indien, da der pazifische Weg nicht mehr sicher ist. Fiald wird auch, so berechnet man sorgenvoll in London, diese letzte Zufahrtsstraße in höchster Gefahr sein. USÄ-RUckiug auf Luzon Neue Landungen Japanischer Truppen in der Subig-Bucht Tokio, 22. Jänner Nachdem über die Operationen auf der Balang-Halbinsel s^-'it mehreren Tagen keine oder nur kurze Berichte eingetroffen waren, zeigen die neuesten Meldungen von dieser Front, daß die feindliche Ar. tillerie, die die größte Rolle in der Verteidigung spielte, sich gegenwärtig nn südlichen Riickzug nach neuen Posit.onen befindet. Allerdings lassen die Berichte keinen Zweifel darüber, daß die dortigen Kämpfe auf beiden Seiten äußerst erbittert geführt werden. Die Verteidiger ziehen sich diesen Informationen zufolge übereilt und in Unordnung in südöstlicher Richtung nach der Manila-Bucht zurück. In der Gegend des Kriegshafens Olon-gapo, und zwar im südöstlichen Teil der Subig-Bucht, führten die Japaner eine er. folgreiche neue Landung durch und befinden sich jetzt trotz feindlichen Widerstandes im südlichen Vormarsch. Die Tatsache, daß schon vor wenigen Tagen ebenfalls in diesem Gebiet Lan-dungeu durchgeführt wurden, bewe st lediglich die Heftigkeit der Kämpfe, die sich gegenwärtig im Gebiete südöstlich der Subig-Butht abspielen, Brbillerles Biiigei in Nordwesl-lohore i Unablässiger Bombenregen auf Singapur S c h a n g h a i, 22. Jänner \ Nach den am Donnerstag hier eingetroffenen Nachrichten entwickelt sieh die Lage auf der Malaienhalbinsel planmäßig weiter zugunsten der japanischen Truppen. Der britische Heeresbericht in Singapur mußte zugeben, daß die britischen Stellungen an der Ostküste der Malaiischen Halbinsel bei Endau aufgegeben und neue Verteid gungslln en südwärts bezogen worden seien. Im noidwestlichen Johore sind weiterhin schwere Kämpfe im Gange, in denen australische Truppen den Hauptansturm des Gegner^ auszuhalten haben. An der Westküste wird bei! Batu Pahat um den Besitz der von dort nordostv^'ärtb nacli Mors'no an der Ost-1 küste führenden Straße gekämpft. i Inzwischen ist die Inselfestung Singa- j pur das Ziel dauernder schwerer japani- i sciier Luftangriffe, pieiiätaj; wurden nicht > y' f PK.-Aufn.: KncKSbcricliter ScIinmJt (U.J Die Spitze einer Kompanie liei der Einnahme eines Hörles w eniger als ?K) schwere Bomber über Singapur gesichtet, die über den m'litärischen Anlagen Bomben abwarfen. 64 Tote und 154 Verwundete wurden bisher als Opfer der Angriffe zugegeben. Am Mittwoch morgen wurden die .Angriffe wiederholt. Eine große Zahl von Bonüien wurde wiederum abgeworfen. Jedoch ist über die Schäden und Opfer noch nichts bekannt geworden. Die Härte der japanischen Luftangriffe auf die militärischen Anlagen der burmesischen Hauptstadt Rangun geht aus dem britischen Eingeständnis hervor, daß al. lein bei-den Angriffen am 23. und 25. Dezember 1102 Personen getötet und 1650 verwunuet worden sind. Burniesisrhe Sireitkrafle grellen Engländer an Unerwartete Wendung beim Angriff aut Tavoy Tokio, 22. Jänner Zur Eroberung von Tavoy werden h'er bemerkenswerte Einzelhciien bekannt, die /eigen, welche .Auswirkungen bereits die vor allem durch die Verhaftung des Mi-nisterpräsiüeiiten Saw hervorgerufene antienglische Stimmung unter den Burmesen erzeugte. Dieken Berichten zufolge nahmen die Kämpfe um Tavoy insofern plötzlich eine unerwartete Wendung, als antibritiscli eingestellte burmesische Streitkräfte die englischen Verteidiger im Rücken angriffen und so zur schnellen Vernichtung des Gegners bcitruy;en. Hierdurch war es möglich, Tavoy schneller zu besetzen, als es vorgesehen war. Gleichzeitig fielen damit militärische Einrichtungen und vor allem der Fli platz von Tavoy völlig unbeschädigt in japanische Hänae. ..Burma wird belrelt" Japanische Kommentare zur Rede des Ministerpräsidenten Tojo Tokio, 22. jänner. Die jaipanisclic Presse hebt als besonders wichtig die Erklärung des Himsier-piäsidcntcn Tojo hervor, dali .!a,pan den Philippinen und Burma die Unabhängigkeit zuerkennen wolle. M-)fom dies*^ Länder an der Errichtung des i;roßi>,a-Uffcbca Lci>«^raunies nuuirbcittin wuU- ten, Genera! Tojo habe unterstrichen, daij die japanische Wehrmacht zur Vernichtung des Tschungking-Regimes gestärkt Sei. Die Tschungking-Regierung, so fügt man hj Tokio iiiiizu. müsse In;-greifen. daB sie allein gegen die Inter-e>.scii aller Völker Ostusien> nicht vor-gehen kt'irme. Weiter betont die I'resse in 'lokio, .la-pans Sireitkräfte seien in Burma eiii-marscliiert, um das hurniesische Volk vom britischen .Joch /u befreien. Noch itn letzten .lahr habe England die Kordc-rnng des burmesischen Mill■i.^terp^äsh denieit nach Aiitotioniie mit der Beiirün-cting ahgelelint, linrnia nicht in d'-r Lage, sich aus eigener Kraft zu verteidigen. Aber gerade England sei es Joch gewesen, das Burma wehrunrähig ge-Piacht habe.« Japan erkenne die Tra-t'on und das Ereilieit^ihedürtnis des bur-niesisclieii Volkes voll an und wiinsc'ie nur, daB Burma ein nüt/Jiches Mitglied der großasiatischen Völkerfamilie werde. \ Zehn Hollfinder abgeschossen Tokio, 22. Jänner Das kaiserliche Haupti|uartier gab lu-kannt, daß japanische Marincllugzenge bei .Angriflen auf strategisch wicht g«' Stützpunkte in Niederländisch-lndien sei* dem 15, Jänner zehn holländische Flugzeuge, darunter sechs Flugboote, abgeschossen oder am Bocien zerstört haben Schwere Schäden wurden le'ndrcluMi Flugplätzen auf Borneo, Cekbes und dou Alolukken zugefügt. Am 19 Jänner griffen Mannet'ngzeuge die Häfen Sabang und Medam auf Sumatra an, zerstörten dort Hafenemrlchtun-gcn und versenkten ein 20fXJ-brt.Scliiff. Hilferul aus Balavia Niederlandisch-lndicn schreit nach Flugzeugen S c h a n g h a i, 22. Jänner. »Eine sofortige erhebliche Verstärkung, besonders der Luftwaffe, isi notwetidig, wenn das japanische \M)rdringen aufgehalten werden solU, erklären holländisch-I indische Militärkreise naeh einer Meldung aus Batavia. Ohne genügende Unterstützung zur Luft bleibe nichts anderes übrig» als alles zu zerstören, nachdem Widerstand bis zum Äußersten geleitstet >At)r-den sei. Unter dem Schutz der Flotte eriolgu-am 10. Jänner um 3 Uhr morgen die Landung gleichzeitig an zwei Stellen, während Fallschirnitruppeji zwei weitere wichtige Orte angriffen. Die ganze Operation wurde durch starke l.uftverbänile gesichert. Australische Flugzeuge griffen zwar SU he'ßt es im Bericht weiter — wieder ho't japanische Truppentransporter un l Kriegsschiffe an, aber ihre Zahl war niclii ausreichend, um die japanischen Opern tionen ernstlich zu gefährden. Achtung! Die Schriftleitung der „!7ltar6urger Teilung" ist ab 17 Uhr nur aul F'ern-ruf Nummer 2867 erreichbar! Seile 4 »Marburger Zeitung:« 2.1 J5nner 1942 NuTflTner 23 VOLK und KULTUR iiiiiiiiiiiiiiiiitiiit[iiiiii)itii)iiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiit'iiiiiiiiiii!tiiiinitiniiiiiiiiiiiiiniiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiitiiiiiiiiiiiitiiiniiiiiiii BrUcken zwischen zwei Vöiicern Engste deutsch-Japanische Kulturt>ez]ehungen Wenn heute im Stillen Ozean unil in den engeren amenkan sclicn Hoheitsgebieten die japanischen Geschütze und die Bomben japanischer Flugzeuge ihre Antwort auf die verbrecherischen Provokationen des amerikan sehen Prilsiden.en geben, so hat der E ntntt Japans in den Krieg weit über ci e machtpolitische Aui-cinandersetzuiig hmaus in Üeuischland jenes Echo gefunden, das dem tiefen Verständnis für das japanisctie Volk entspricht. Mittler dafür waren d e regen kulturpolitischen Bezehungen, die die zwei großen Vöker verbanden. Die hervorragenüe Grundlage dieser Bcz ehungcn, d;e sich zu c ner engen kulturellen Zusammenarbeit gestaltelen» bildete d as deutscli-japanische Kulturabkommen. Es hob durch die Verm'ttlung japanischen (jedankengutcs in Japan im iK'sondercii Maße das Verständnis für die nationalen Lebensbeziehungen der belüen großen Volker und krönte damit die Arbeit, die deutsche \Viss;'nschaltlpr, Forscher und So daten seit langem betrieben hatten. Errinnern wir in diesem Zusammenhang an die deutschen For-schungsre senden Engelbert KämpTer und Phil pp Franz von Siebolt», die im vorigen Jahrhundert in ihren Werken erstmalig umfassend Kunde gaben vom Reich des Teniio, an den Leibarzt des Mikado, den Schwaben i-jwin BÜlz, der in hervorragenden! Maße an der Anbahnung freuntiSchafllieher Bezielumgen zwischen Deutsciiland und Japan wirkte, an Robert Koch, dessen (jeburtstag heu.e noch in Japan alljährlich ge.eieri wird, 'und an den preußischen Major Jakob Meckels, der das japanische Meerwesen nach deutschen Eriahruiigen und deutschen Methoden aulbauie. E'nen Sammel- und Mittelj)unkt der gesamten deutsch-japan sehen Beziehungen bildet die Deutsch-Japani.^che Gesellschaft, deren Arbeit von Jahr zu Jahr mehr iin Zeichen stärkerer Zentralisierung der Hestrcbungen im Rahmen des gegenseitigen Kulturabkommens steht. Mit ihren Zweigstellen im Reich veranstaltet sie Vorträge über die verschiedenen Gebiete japanischen Kultur- und Ge'stenslebens .^^owie über Politik und W'irischaft. Dient d eses Wirken der Aufklärung der bre'ten Öffentlichkeit, so haben die an den Universitäten bestehenden Pflegestätten japanniogischer Wissenschaft die. Aufgabe, das starke, oft aber an der Oberjläche haftende Interesse für Japan durch ein grüiUiliclies Kennenierjjen und Verstehen /u vertiefen und /u erwe lern. .Als Zentralstelle mufi das Japan-Institut in Ber'm angesprochen werden, dessen Arbeit para'k'l jener des Japan-Deutschen Kulturinstlliils in Tokio und des Deutschen Forschungsinstituts in Kioto läuft. Seit langem ist das Reich für die Japaner il.is erstret)enswei teste Studienlanu Europas. Ijn besonderen Maße ist deshalb .luch ciie studentsche Zusammenarbeit gefördert worden. In be'den Ländern finden alljährlich geme'nsame Akadenii-kertagungen statt. Wissenschaftler aus Japan, die sich in Deutschland aufhalten, haben im Aus'andsamt der Dozentenschaft eine freudig in Anspruch genommene Einrichtung gefunden. Deu'sche Gelehrte helfen ihnen mit Rat und Tat und vermitteln nicht nur Einbl'cke in das Schaifen Deuischlandg auf kulturellem, wissenschaftlichem und erzieherischem Gebiet, sondern geben auch Gurch persönliche Einladungen in ihr Haus die erwünschte Gelegenheit, deutsches Familienleben und Familienbräuche kennenzulernen. . Fast gar nicht mehr aufzuzählen sind die sonstigen mannigfachen Emrichtun-gen, die sich der Pflege der zw schen-staatlichen Bez ehungen widmen. S'e alle aber trugen dazu bei, das Verständnis für Japan zu fördern und damit die festen Grundlagen einer echten Freundschaf' zu schaffen^ die nun durch den aktiven E n-tritt Japans in den großen Kampf um e ne gerechte Neuordnung des eu"opä'sch-asi-atischen Raumes ihre höchste Bewährung erfährt. Herbert Rudolf. Kollarlrelfen der logenil Enropas Die Führerabordnung der deutschen Jugend unter Leitung des Obergcbiets-fülir-ers und Reichsdramaturgen Dr. Schlösser wurde zum Abschluß ihres Aufeiitliahes m Rom von Parteisekretär Minister Vidussoni empfangen. Der faschistische 'Parteisekretär brachte seine Freude über die für 1942 festgelegte kulturelle Zusammenarbeit der deutschen und italienischen Jugendorganisation zum Ausdruck. Wie im vergatigenen Jahr werden als Gäste an den Weimar-Festspielen die Abordnungen aller europäischen Jugendorganisationen teilnehinen. Die diesjährigen Weimür-Festspielc finden vom 18. bis Juni statt. Sie werden durch einen gemeinsamen K^inzertabend von HJ und tilL sowie durch eine Ausstellung »Bildende Kunst und Bauten der Jugend« und eitle Ausstellung desf europäischen Jugendschri'fttums eine ent-sclieideiide Krweiterumg erfahren. Neben der Aufführung klasf>isclier'Bühen-stiicke trnd groBer Chor\v;erke mit deutschen Kräften werden in Weimar auch solis'tische Ki^äfte aus der europäischen Jugendbewegung in Erscheinung treten. Im Anschluß an die Weimar-Festspiele veranstaltet die italienische »Jugendführung 'in Florenz verschiedene KuHurkundgebungen unter Teilnahme der euTopäi5«:hen Jugendabordnungen. Die Veranstaltungen in FloiHJnz finden iii der Zeit vom 25. bis i3t). Juni statt, bei denen Film, Rundfunk und Malerei im Vordergrund stehen. Außerdem wurde der kulturelle Austausch 1942 der beiden Jugendbewegun-.i^en festgelegt. Kr erstreckt sich auf die Jugend-Film- und -Pressearbeit, Die Bix'itenarbeit zum Verständnis der beiderseitigen Ziele kam auch in der von dem Vizekomniandaii'ten Dr. Selani getroffenen l'eststellung zum Ausdruck, wonach die italienische Jugendführung laufend deutsche Sprachkurse abhält. # Ehniftx für d©n Tlernialer Dom- browi^kj. Jler Tiermaler Carl von Duni-browski feierte SH-jiucn 70. Geburtstag. 1872 in Schloß Ulitz in Böhmen geboren, besuchte der Künstler die Wiener Akademie. Nach dem Weitkriege ließ er sich in München nieder, wo er stets in den Ausstellungen ini Alten Glaspalast ver- treten war. Auch hn Haus der Deutschen Kunst hat Dombrowskl ehrenvolle Aufnahme gefunden. 1934 wurde er von Reichsmarschall Göring zum Reichsjagdrat ernannt. Als Mitarbeiter verschiedener bedeutender Fachzeitschriften auf dem Gebiete des Jagdwesens und als Herausgeber eines Statidard-werkes der deutschen Jagd hat sich der Künstler auch hier einen Namen erwor- München gedachte des Tondichters Josef Reiler. Zum Gedenken an den großen ostmä^kischen Tondichter Josef Reiter veranstaltete die NS-Gemeinschaft »Kraft durch Freude« Im Kolosseum-Theater in München einen Konzert- und Liederabend, dem ein voller Erfolg beschieden war. Mit diesem Abend würdigte auch die Hauptstadt der Bewegung die künstlerische Persönlichkeit Josef Reiters in gebührender Weise. . 4- Künstlertreffen In Oberschleslen. Vom 4. b's 8. Februar findet auf Schloß Weichsel das erste diesjährige Treffen der obersch'esischea Künstler statt, dessen Träger die Stiftung Oberschlesiens ist. Die Veranstaltung wird dem Oedankenaustausch der bedeutendsten oberschle-s'schen D'chter, Komponisten und b lden-den Künstler gewidmet sein. Unter den Referenten des Treffens befindet sich Professor Cesar Bresgen, der Leiter des Morzateums in Salzburg (für die Kompo-n sten), Reichsbeauftragter Professor Hans Schweitzer-Mjölnir (für die bildenden Künstler) und der Dichter Bruno Brehm-Wien. + Neue Wege eines Volksthteters. Der Leiter des Kolosseljm-Theaiters der NSG. Kraft durch Freude in Münche-n, Staatsschausipieler Dekroix, beschreitet neue Wege. Bei der Eröffnungsvorstellung »Friedrich der Große« begann der Theaterabend mit einem Kurz-Vortrag über Friedrich als Mensch, Staatsmann und Soldat. Marschmusik aus Friederi-zianisüher Zei't leitete Über zu einer Vorlesung aus Briefen und Gesprächen des Königs, woran sich eins seiner Flö-teiikonzerte schloß. Dann erklang eins von Bachs »Brandenburger Ko-nztJrten«. Ller zweite Teil erst brachte das einaktige Spiel von Meixner; »Der König«. Diesem Versuch war ein außerordentlich nachhaltiger Erfolg beschiedcn, der auch darin zum Ausdruck kam, daß das Theater wochenlang ausvcrkauift war. i- Wo der »^chlesiscbe Rafitei« malten Die Erneuerung des Klosters Qruessau, das weithin das östliche Riesengebirge beherrscht, hat rechtzeitig zum 700. .lahrestBR seinen Abschluß erfahren. Das Kloster gilt als schönster Barockbau Ostdeutschlands Die Fürstengruft. Ruhestätte der Bolkonen. steht mit ihrer unvergleichlichen Raumwirkung in der vordersten Reihe deutscher Mausoleumsbauten. Die architektonische Zauberwelt der JosefsVirche Ist das Werk der Meisterhand Michael Willmanns, des »schlesischen Raffael«. der hier den größten und au sd ruck voll sten Fresken-zykluk des 17. Jahrhunderts schuf Die Stiftunsr des K'osters geh^ au^ d'e Witwe He'nrcbs des Zwe'ten. des Helden der Schlacht von Liegnilz. zurück. FILM IDIE GELBEN PERLEN! I EIN ABENTEUERLICHER ROMAN | killllllllllfllllll VON HANS RABL llllllllintlllllli« Copyrifhi by Veiliij Kjiurr \ Wirth. Mducheo 1940 Fortsetzung) >i'Sic können nie.\ikanisclie Proniin-niicntos entschieden haben, oiler sie haben c'nmal zum ArtHleriepark eines chinesischen (jcncral.s gehört; vielleicht hat ein Arnberscheich sie von durstigen KameV-n durch die Große Re-fud zerren lassen, oder ein elirgeizi-ger Negerhauptling dekorierte damit lien Eingcini,' seines Lehmpalastes. Sicher ist zweierlei; noch nie haben sie eine so miserable Bed enung genossen wie jetzt; und heute ztim erstenmal, seit sie Le Creusot verlieHen, stellen sie im Dienst der Ordnung und des Friet'.ens.« Jnn 7ucktc 7URnmmcn. Wenn dies Ironie war, war es schamlos; doch Hrodies Ges cht war unbewegt. War er w'rklich der Ansicht, er, der nichts besseres als Seeräuberei betrieb, indem er in den Gewässern eines Iremden Staates auf em wehrlose«: Schnellboot Jao;ü machte, habe die M(»ral ITir sich? Der M inn, der ihn, Jan, nichtsahnend zur Teilnahme an einem durchaus piratischen Unternehmen verleitet hatte, beiief sich auf das Recht? f'jn toMer F/nfall doch liir ein englisches M 'n nicht undenkbar. Es ekelte den yiqjy M und v elleich^ hätte er, der vor einer Stunde schon einmal nahe am Ende Seiner Beherrschung gewesen war, rücksichts!>Sieh da, Pheasant!« rief er und winkte Ihr zu. Wernünftg von dir, heraufzukommen. Hitze ist besser als schle'^hte Luft. l>al^ d r von KrpHän van der Stappen Gese'lsehaft• leisten; Ich meine, er wird dir manches gerne anvert'-auen, wofür ich nicht das rechte Ohr h"be. Außerdem muß ich tnxh noch ein wenig mit diesen Burschen quälen.« So betont wandte er s'ch ab, c.aß Jan ihn beim besten Willen nicht mißverstehen konnte. Brodie mißtraute ihm, wünsch+e ihn nicht 'n der Nähe der Geschütze. Was ble'bt?. dachte er, während er langsam das I.>eck entlang zu Pheasant schritt, was bleibt? Im rechten Augenblick d'e Rijh'kanon'ere erledigen; dann feuerten d'e Gcschü'ze gewiß nicht. Das bedeutete cen Tod für ihn, doch für Betje das I eben, Gut. dachte c. Riit, gilt! Wenn sich ke'ne andere .Lösung h'etet — dies ist immerhin auch eine. Als er vor Ph'e.vnnt ^tand und sie begrüßte, war er ganz ruhig. Um so unruhiger war d'e Frau. Sic fragte Ängstlich, ob Jan den Inder bewogen habe, sich se'bst auszuliefern, und schien für &en Augenblick erleichtert, daß Ray sich gewe'gert hatte Mit e'nem le'chten Zögern fragte sie nach Betje Swarth; als Sie von dem geplanten Durch-bruch des Schnellkreuzers hörte, an dem das Mädchen gezwungen teilnahm, ver.. färbte sie sich. »Das darf nicht sein!« rief sie le'denschaftlich, >Rs soll ihm nicht g'iicken!« Erschrocken dämpfte sie die St'mme, doch der heftige Ausfiruck blieb. »Sie glauben mir doch, Jan«, bat sie, »daß ich von dem allen nichts gewußt habe? Wirklich, ich hielt Brodie für e'nen Fa'schspieler — er spielte viel und hoch, iMid me'Rtens gewann er. Aber dies —! Als ich ihn zu lieben begann, wußte ich nichts von ihm; vielle'cht liebte ich gerade dieses Geheimnis, dieses Halbdunkel. Und nie, n'e, nie habe ich gespürt, wie schlech' er geworden ist; er kann sich gut verbergen!« >Auch vor sich selbst«, nickte Jan bitter. »Er hat sich m't Erfolg eingeredet, was er tut, sei anständig oder notwend'g, oder was weiß ich!« »Er sol 's nicht tun!« »Er wird's nicht können*, gab Jan 7U-rtick. »Wie wo'len S'e ihn hindern?« »Im Augenbl'ck, ehe uer Schncllkreuzcr heran ist, die Richtkanoniere ersch'eßen.« Dafür werden die Daiaker Sie tö'en!« i^kh weiß«, sa^te Jan gleichmlitiK. „Wo Seo ruft" — Ein Film der Den!» «cnm ArbpllsfronI, Unter dem Titel „Die See ruft" läßt das Propagandnamt der Deutschen Arl>eItsfront im Auftrage der Awslandsorganisntioii der NSDAP, zurzeit einen Film drehen, der der Gewinnung v.>n Nachwuchs für die Handelsschiffahrt dienen soll. Es handelt sich um ein abendfüllendes Werk mit einer • lockeren Splel-handiung, in der von der Hansezeit ausgehend die Entwicklung der Schiffahrt und das Lel>en und Treiben der jungen Seemfinner bis In die Gegenwart gescnlldert wird. Schlielilich wird dargestelll, welche Möglichkeilen dem Nachwuchs heule im Vergleich zu früheren 21eiten offen sieben* Buchbesprechung Pflanze, Tier und Mensch fai der Geographie. Der weit über 500 Seiten starke Band »Allgemeine Geographie II« des »Handbuchs der Geographischen Wissenschaft« (Akademische Verlagsgeselischaft Athenaion, Potsdam), enthält eines der großartigsten und bedeutendsten Kapitel der Erdkunde. In drei großen Teilen, der »Pflanzengeographie«, der »Tiergeographie« und der »Geographie des Menschen« (von H. Hassinger) wird nach einer einheitlichen Methode ein Teilgebiet der geo-graphischen Gesamtwissenschaft dargestellt mit dem Ziel einer auf dem Untergrund des Typischen das Individuelle der einzelnen Erdräume erfassenden vergleichenden Länderkunde. Von der Geschichte und dem Lebens, räum der Pflanzenwelt,, der Tierwelt des Wassers und Landes fUhit der Kreis der Darstellung in die Anthropogeographle und damit in das Verhältnis von Natur und Mensch. Welch eine Spannweite liegt allein in den Abschnitten von Grenzen und Gliedern der Menschheit, den Vorbedingungen des menschlichen Lebens, der Herkunft Ausbreitung und Entwicklung des Menschen, geschlechts, den Grenzen des menschlichen Lebensraumes und der rassischen Gliederung der Menschheit beschlossen. Wie unmittelbar sich hier die Dynamik des Geschehens m der Geographie spiegelt, das hat In der erdkundlichen Literatur kein Seitenstöck. Man folgt diesem kundigen Führer mit der Freude des Entdeckers und fühlt sich fast unmerklich zu Erkenntnissen geleitet, die den Blick und Horizont weiten und dem Leben und Schaffen neue fruchtbare Werte geben. Das aber ist Ziel und bisher so überaus erfolgreiche Ab. sieht des »Handbuchs der geographischett Wissenschaft« Uberhaupt, das in Wort und Bild dem Wissen und dem praktischen Leben dient. Sie schauderte. »Und gibt es kein anderes ]V\ittel? Kann man nicht die Geschütze, unbtauchbar machen?« »Das war auch mein erster Gedanke. Es wäre leicht. Sie haben Schubkurbelverschlüsse. Man brauchte nur ni t e'nem Nagel oder Draht das AbzugstUck festzuklemmen, un(^ kein Schuß käme hcaus. Aber er wittert, glaube ich. daß ich so etwas vorhabe. Er 'äßt mich nicht einmal in die Nähe der Geschütze.« »Erklären Sie mir, wie tnan's machen muß«, verlangte s'e. »Ich bin leidlich geschickt. Und daß Ich's tun könnte, fürchtet er Sicher nicht.« Bezwungen von ihrem heißen Willen, den Mord zu verhindern, begann er. Er war noch nicht zu Ende, als Brodie, e'n kle'nes, spöttisches Lächeln um den Mund, Geschütze und Deck verließ. Pheasant fuhr hoch und streckte Jan die flache Hand hin. Wort'os kramte er in seinen Taschen, bis er ein Stück Draht fand, das tauglich sein mochte, und einen krummen Nagel. Sche'nbar ziellos schlenderte sie die Reling entlang; immer näher kam sie den Geschützen. Als sie dns erste auf Griffweite vor s"ch hatte, richtete sich träge der Bootsmann auf, der, ans Rad der Lafette gelehnt, eine Tonpfeife rauchte. »Verholen!« sagte er kurz, x-Der Herr hat's verboten.« Pheasant errötete vor Zorn. Der Braune, der Farbige stellte sich ihr in de« Wog? S'e fuhr ihn scharf an; glcichmOtipf betiarrte er. Mummer 7^ »Marftitnjer Zetfim?« 2X Jgrm«r W4? Sette 3 AUS STADT UND LAND llllllllllllllinilllllllllllllllllll||ll|||||||||||||||li||||||||l|||||l||||l|||||||||||l||||l)l||||l|lll|l||||||lj||||||,|||(|j|||j||||||||||||||||,,,,,,,||,,,,,,,,y,j,,,,,,,,j,,,,|,,,,,,,,,,,,,,j(,|jj,|,,,,,||,||,|y||||,||j|,|j^ Marburg ehrt seine Blutopfer Gedenkfeier am Adolf-HJtler-Ptatz am 27. Jinoer Zur BnllsssDng von Rrieis-gelanvenen Immer wieder taucht in der Untersteiermark die Fra^e auf, wann und ob die Kriegsgefangenen aus der früheren jugo- Auf dem Platz, der für alle Zeiten nun Bratschitsch, AukusI Braunitzer, Maria slawischen Armee zur Entlassung kom- Führers Namen trägt, fielen am 27. Bubak. Johami üornik, Kimrad Häubl, men. Die allzu b'jkannten Besserwisser JÜnner 1919 untersteirische Menschen geben dem gutgläubigen Nachbarn den dem Blutterror slowenischer Machtha-Rat, sich an diese oder jene Stelle zu die das deutsche Bild der Stadl wenden, durch die bestimmt die Ent-, nicht einer Ententekommission zeigen lassung zu erwirken ist. Diese Ratgeber i wollten, zum Opfer. Um die vielen Tau-stützen sich auf das Hörensagen und sende von Menschen, die nur ihren Wil-wissen nicht, daß sie den Ratsuchenden j len. dem deutschen Reich auch weiter manche Hoffnung zerstören oder sie anzuffehören, friedlich bekundeten, vom Wege weisen, die in den meisten Fällen [ Adolf-Hitler-Platz rechtzei'tiff zu entfer-zu falschen Zielerl und Anschauungen' nen, wurcie der Schuübefehi erteilt. und letzten führen. Endes zu Verwirrungen Zwölf Tote und rimd 60 Verwundete ^ forderte diese Gewalttat der Scherircn Wie bereits früher einmal, weisen wir'General Maisters. heute erneut darauf hin, daß die Ent-| Ihr Höchstes gaben für ihr Volk HanS lassung von Kriegsgefangenen in allen ^ ***»»*>*«*»«>««««»««««■■ ■«■...«■■ .xivwvxu/i/yrri Fällen nur auf Antrag des Chefs der Zivil- Viktor Hotschewar, Franz Huilitzka, Friedrich Loser, Justine Petak, Hennine Suippanz, Hans Tcrbutz, Franz W'alcher. Der Steirische Heimatbund veranstaltet anläßlich der 23. Wiederkehr des Blu'ttajres, am ersten 27, Jänner in der befreiten Heimat am historisclien AdoÜ-Hitler-Platz eine Gedenkfeier. Die Kesamte Bevölkerunjr der Stadt wird geschlossen an der Gedenkfeier teilnehmen und damit zum ersten Mal Öffentlich jene deutschen Menschen ehren, von denen bis zur Befreiung nicht gesprochen werden durfte. Verwaltung erfolgen kann. Das Gesuch Arbeitskameraden das fehlende Fach-um die Entlassung von Kriegsgefangenen wissen durch beste Praktiker vermittelt ist, und dies ist der einzig gangbara werden. Weg, umgehend bei dem zuständigen! vergangenen Jahre so Amtsbürgermeister einzureichen und zwar, erfolgreich begonnene Arbeit des Berufsunter Angabe des Vor- und Zunamens erziehungswerkes im neuen Arbeitsjahr des Kriegsgefangenen, um dessen Ent- "i't weiteren Lehrgängen fortgesetzt, lassung nachgesucht wird, seines Ge-,^Vie das Fachgebiet Textil werden dem-burtstages, des Geburtsortes, seines nächst alle Im Arbeitsplan des Berufs-Wohnsitzes vor der Einberufung und erziehungswerkes enthaltenen Fachge-sein augenblicklicher Aufenthalt als hiete, soweit dies noch nicht geschehen, Kriegsgefangener (welche Kriegsgefan- betreut. genennummer trägt er, in wdchem' ArbeilsiKspreciiinio der Propagaa-MsleR des Rrelm Marborg-Stadi krlegsgesangenenlager oder auf welcher Arbeitsstelle befindet er sich). Alle spn- stigen Schritte, auch die, die zur beschleu-| Mittwoch, den 21. Jänner, fand im nigten Entlassung des Kriegsgefangenen Kammermusiksaal des Steirischen Hei-führen sollen, sind zwecklos, so die per- niatbundes eine Arbeltsbesprechung der sönlichen Vorsprachen beim Oberkom- Propagandisten des Kreises statt, bei der mando der Wehrmacht m Berim oder bei Hauptarbeitsgebietes Propa- den emzelnen Stalags, was im Blick auf Bundesführung, Pg. Tut- den gewünschten Erfolg zu beachten ist. ^ ^ mjgj, Aufgaben der Propaganda mit besonderer Berücksichtigung der Propaganda während des Krieges sprach. Nach der Erörterung der kriegsbedingten Einschränkungen und des politischen BrfoliverspreclKiMler Aanakt des Beralsmielnaaswerkes Am 14. Jänner 1942 eröffnete der Leiter Lageberichtes erfolgte eine allgemeine des Berufserziehungswerkes in Anwesen-' Aussprache, bei der laufende Tagesfragen heit sämtlicher Betriebsführer der Mar-!behandelt wurden. burger Textilindustrie 7 Fachlehrgemein-| An der Arbeitsbesprechung nahmen Schäften für die Arbeitskameraden aus sämtliche Propagandisten und Redner des den Textilbetrieben Marburgs. | Kreises teil. Ein großer Teil der Orts- Der Leiter des Berufserziehungswerkes ^?nippenführer sow'e Zellen, und Blockrief den Anweserfden kurz die Zeit fü^rer waren der Einladung gefolgt. Deutschlands vom Jahre 1918, die Inflation, den unaufhaltsamen Slegeszug der Bewegung und schließlich die seit der Machtübernahme durch unseren Führer im Jahre 1933 begonnene Aufbauzeit, die im Jahre 1939 jäh durch die Herausforderung Polens unterbrochen wurde, in Erinnerung. In den Lehrgemeinschaften über Fach- Btenslaiipelte la Kreis CHIi Im Laufe der vergangenen Tage fanden in verschiedenen Ortsgruppen des Kreises Clin Dienstappeile statt, bei denen sämtliche Pflichtteilnehmer anwesend waren. Die Dienstappelle wurden in den Ortsgruppen Cilli-Kötting, Hochenegg und Ro. hitsch-Sauerbrunn durchgeführt und da Die kaoswirfichafiliche Beralmgs-stelle des Amies Fraoen Rund 80 v H. des Einkommens des Mannes gehen durch die Hände der Frau. Von ihr hängt es ab, was für die Familie mit diesem Geld getan werden kann. Die oft sehr wenig eingeschätzte Arbeit der Hausfrau hat in den letzten Jahren eine höhere Bedeutung t>ekommen. Aus einer guten Haushaltführung erwächst ein wohlhabender Staat. Die Kriegszeit stellt natüriich noch besondere Anforderungen an die Hausfrau, nämlich die rationelle Ausnützung und Verwendung der Nahrungsmittel und täglichen Gebrauchsartikel. Im Rahmen des Amtes Frauen im Steirischen Heiniatbund ist ein Arbeitsgebiet geschalten, das unsere Frauen in allen Belangen der Hauswirtschaft führen und beraten soll. Dazu dient in erster Linie die Beratungsstelle, die in Marburg in der nächsten Zeit eröffnet wird. Die Beratungsstelle steht jeder Frau offen, sie kann sich dort kostenlos über alle Fragen des Haushaltes Rat holen. Sei dies nun eine Beratung über brauchbare, gute Kdchrezepte, die treters des Raiffeisenzentralverbandes den Mengen der Lebensmittelkarten angepaßt sind, sei es Uber die Pflege und Instandhaltung der Kleidung und Waschestücke oder der Möbel und Teppiche. In der Beratungsstelle wird die Anfer-tigug von Hausschuhen gezeigt, dann das Färben von Stoffen, Kleidern oder Ledersachen. Die Knappheit der Bodenputzmittel erfordert auch wieder eine klare Überlegung, wie die Fußböden schön und unschädlich gereinigt werden können. Es gibt ja noch so vielerlei Dinge, die einer Hausfrau Kopfzerbrechen machen, und über weiche sie sich in der Beratungsstelle des Arbeitsgebietes VoJks-Haus-wirtschaft Auskunft holen kann. Die hauswirtschaftliche Beratungsstelle befindet sich in Marburg, Hubakgasse 29, früher Blumengasse. Dort ist die Beraterin bereit, über alle diese Dinge mündlich und durch praktische Vorführungen Auskunft zu geben. Die Frauen der Untersteiermark werden in der Beratungsstelle einen Freund finden, den sie bald nimmer werden missen können. WHW-Xeaserl hl ScMnslelR Sonntag, den \K Jäimer, veranstallctc die OrtsgrupTw Schönstein des Stciri-scheii Heimatbundes ihr erstes Konzert für das Kriegswinterhilfswcrk, das eine« großen Erfolg hatte. Ks wirkten mit; I)ic Werkkapclle der Schönstehier Le« derwerke, eine Tamzkapelle, ein Chor der Schutzpolizei, der Märaiergesang-vereiii Wöllaii, die Mädelsingschar der Hauptschule in Schönsteiii und eine kleine Spielgrui>pe. Solisten sangen Lieder aus Operetten und Wiener Lieder. Fast 500 Menschen folgten dem Programm nü't sichtKcher Freude. Drei Stunden lang wechselten Musik, Gesang und heitere Vorträge einamder ab, Pg. Kindlliofer hatte die Gesamtleitung inne. Als Gegenleistung für die schönen Darbietungen sipendeten Männer und Frauen nach Schluß des Konzertes noch zusätzlich^ so daß das Anfangsergebnis noch t>etriichtlich gesteigert werden kownte. NachricMen aas nasslaa Am letzten, Samstag fand In Fraßlau die Gründungsversammlung der Raiffel-senkasse Fraßlau in Anwesenheit des Ver- Vor dem Mirkarger Wonsclknizert Pünktliches Erscheinen imbedjinrt notwendiif rechnen für Spinner und Weber, Faser- ^ei ein Rückblick auf die im vergangenen Stoffkunde und Textilienprüfun^g, Bin-!ja|,^ geleistete Arbe't gegeben. Bei der dungslehre usw. soll dem ^schaffenden. Besprechunf;; der laufenden Fragen wurde auch die restl'che Verteilung der Mit- H«ut« verdunkeln wir von 18.00 bis 7.50 Uhr gl eiiskarten des Steirischen Heimatbundes, als auch die [>urchfUhrung der Aktion der Sprachkurse erörtert. Das Programm des Marburger Wunschkonzertes ist reichhaltig. Ein pünktliches Beginnen ist daher unbedingt nutwendig. Um 20 Uhr werden die Saaltüren geschlossen, Alle Wunschkonzert-Tei nehmer werden daher ersuch^ rechtzeit'g zu erscheinen und auch die Dauer der Gar-oerobe-Abgabe zu berUcksicht'gen. Um die trotz der vier Abende noch immer große Nachfrage nach Eintrittskarten wenigstens teilweise zu befriedigen, wurde eine we'tere Sesselrehe aufgestellt, die sich vor der ersten befindet und mit >E« bezeichnet wurde. Die römischen Zahlen, die die Sessclreihe angeben, müssen datier so weit richtig geste'lt werden. Die mit I bezeichnete Karte gilt also für die zwe'te Reihe, die mit H für die dritte und so fort. Die Vorbereitungen für tfas Wunschkonzert sind abgeschlossen. Der Männergesangverein und alle übrigen Mitwirkenden gaben sich alle Mühe, um das Bestmöglichste zu leisten. Das dreistünd'ge Programm umfaßt c ne bunte Auswahl heiterer und ernster Musikstücke, zu denen d'c verbindeniien Worte Heria Spittau und Walter Schrei sprechen. Der musikalische Gestalter des Abends Professor Hermann Frisch bürgt für ein musikalisch hochwertiges Programm und für dessen reibungsloses ^Vb-wickeln. mmmmmmmammmmmmmmmmtm Die Reise mit der Butterfrau Von Heinz Steguweit Da hat der Postträger die Landfrau getroffen, frühmorgens und mitten auf der Straße; hat gefragt, was heuer, da Kriegszeit ist, die Bauern zu schaffen fänden in der Stadt, und die Landfrau hat gemeint, je nun, sie träge zwar keinen Korb auf dem Scheitel, das wäre einmal gewesen, daß man Butter und Eier frisch aus den warmen Ställen zu den Leuten brachte. Nein, meinte die Landfrau, die. greise Katrin von Söckelbach, man müsse auch ohne Ware und Geschäft der Kundschaft die Treue halten, müsse vor allen Dingen erfahren, ob sich was verändert habe In den Familien. Ist recht und brav, schwor der Briefträger, man dürfe ihn nicht mißverstehen, herrje; er habe sich nur gefreut, sie, Katrin von Söckelbach, wieder zu treffen wie einst und ehedem, das wäre es: Adjes nun und Gott befohlen... »Halt, wartet mal«, murrte die Alte und hielt den Beamten am blauen Zipfel fest; sie hätte vorhin bei den Biindingers am Knopf geläutet, dreimal und siebenmal,, und niemand wäre gekommen. »Sind die verreist oder ausgeflogen in in aller Herrgottsfrtih?« Der Postmann zog ein schmales Gesicht, stemmte die schwere Ledertasche aufs Knie. »Ihr kennt die Bundingers? Seid nach- sichtig, Ich selber trug der Witwe vor Tagen den Brief Ins Haus, daß der Sohn, der einz ge, den sie hatte...« »Barmherzigkeit, der Hannes, der Jung, der ist gefallen?« »In Frankreich, Katrinl« »Und die Mutter nun-ganz allein?« »Sie macht nimmer auf, hält sich ver-sch'ossen, der Briefkasten steckt voller Zeltungen...« Katrin band sich das Kopftuch fester; wer durfte sehen, daß sie erschrecken konnte um fremder Leute Geschick? Aber die Bundingerin war nun keine Fremde mehr, daß wußte man jetzt, da sie Kummer litt »Die arme Bundingerin! Sie wird nichts Arges tun, was keiner mehr heilen kann?« »Hab's eben auch gedacht, Katrin.« Da hielts die Bäuerin nicht länger. Sie dünkte sich vom Schicksal befohlen, als sie den Postträger stehen ließ und zehn Häuser lang den Weg zurücklief, so rasch die krustigen Schuhe nur konnten. Die Bundingerin, die unselige, so pochte, so jammerte es in der Butterfrau, der alten, mit dem gekerbten Dorfgesicht. Dort, wo der Name Bundingef Uber'm Klingelknopf stand, drückte die alte Katrin und ließ nicht locker, hub bald zu rütteln, zu hämmern an. hartnäckig, als stünde das Dach in Flammen. Da ging ein Fenster auf. Im oberen Stock. Ein Kopf spähte herab, ein Angesicht vo'ler Blässe imd Zweifel. »Ich bin es, Frau Bundinger.» tDie Katrin..«?« Also öffnete Frau Bundinger. Zwar streckte sie die Hand aus, zögernd und scheu, den unerwarteten Gast willkommen zu heißen, aber die Katrin war schon am Ende aller Beherrschung. »Der Hannes, der Jung, vom Briefträger weiß ich's...!« Und Witwe Bundinger hatte Mühe, sich selber ruhig zu halten in aller Bedrük-kung. Die Bäuerin wurde ins gute Zemmer geführt, in einen Sesiel, vor einen Tisch, auf dem ein offenes Tintenfaß stand, daneben lagen Briefe, die waren alle geschrieben worden von der Mutter, die ihren Sohn verloren hatte und mit ihm jede Hoffnung auf ein heilsames Leben in der Zukunft, Daß Katrin ihre Schmerzen sparte, man mußte es glauben. N'chts wisse sie zum Trost, kein Wörtchen und nur d e-sen Händedruck, so lamentierte sie. Und fing sich dann auf, endlich zu melden, was ihr die geheime Stimme befahl. »Warum sperrt Ihr Euch e'n, gute Frau? Ihr seht aus, als hättet Ihr gehungert &e't einer Woche und keinen Schlaf gehabt, nur sündige Gedanken gepfle^ und immerzu Briefe geschrieben In %gen und Nächten...« Die Einsame ließ den Strom ci'er Worte Über s'ch fl'cßen. Keinen Menschen hattö Frau Bundinger sehen wollen, nun war es der Alten vom Dorf gelungen, die Stille zu stören und die Ge'ster aufzuscheuchen, die müde in den Ecken kauerten. »Sie hätten mir den Frieden lassen notien, liebe Katrin. Bin leer geworden und suche mich selber. Hab zuerst gedacht, die Sonne ging nie mehr auf und die Uhren müßten zerfallen in der Welt. Abends kam die Botschaft, in der Nacht sprach ich mit Möbeln und B Idern, weil aber niemand antwortete, me'nte ich gar, das Leben wäre hin und ausgeblasen. Doch am Morgen fuhren die Bahnen, k'ingelte die Zeltung, marsch'erten Soldaten, leierte der Grgelmann — welches Unrecht, wo die Erde stillstehen sollte, da ich ersticke im Leid ,,,« Katrin bdrte zu, ließ die Hand der Bun*-dingenn nicht locker, wiegte den Kopf. »Kennt Ihr keinen Gott mehr, Madam? Nicht mal den Blumen habt Ihr friscttes Wasser gegeben!« Also stand die DörFerln au^ zog das Bündel von Narz ssen und Garmander aus der Vase und lief zur Küche. Kam wieder, meinte endlich einen Trost zu ahnen,- da die Blumen neu Im Wasser standen »Mört auf mich, packt Wäsche In den Koffer, um zehn Uhr geht der Zug nach SÖckefeach; was seid Ihr anders als so'n Blumenstrauß.« »Sie aenken zu einfach, gute Katrin. Icli las V ele Bücher und Sprüctie; geh an der Weit vorüber, es ist nichts — was verstehen Sie davon ...« Aber die Bäuerin bewegte sich Schon wieder, suchte in den Zimmern, kramte in Schränken und Kommoden: und daß die Witwe, die blasse und weVke, endl'ch doch half, hier ein Kleid zu holen und da eia Paar Strümpfe« deuchte schon ein go- Seite 6 »Martjurger Zettiinft 23. Jlirner 1942 Nummer 23 Graz, Pg. Kratzer, und des Vertreters des Ernährungsamtes, Ing. Tomitsch sowie des Ortsgruppenfiihrers und Bürgermeisters Roßmanitn statt. Die Raiffeisen-kasse, die ihre Tätigkeit sofort aufnehmen wird, übernimmt die beiden Spar-imd Darlehenskassen Fraßlaus. Die vom Amt Volkbildung Im Steirl-schcn Heimatbund durchgeführte Veranstaltung »Leutln, Feierabend ist« war ein voller Erfolg. Grof^en Anklang fanden die Vorträge des Prof. Riedinger sowie das Puchquartett. Bei der Besprechung über die Erweiterung des Gemüseanbaus zeigte die Be-vftlkming großes Interesse. Die einlaufenden Anbauverträge dürften für das Gemeindegebiet ein erfreuliches Ergebnis zeitigen. * Kleine Chronik m, 80. Oeburtstafif. Ihren 80. Getiurts-tag feiert heute in Marburg im engsten Fam lienkreise Frau Philomena Welt, eine kerndeutsche Frau, die durch volle 25 Jahre als Inhaberin eines Blumensalons tätig war. Vorher war die greise Jubilarin 30 Jahre in der Blumenhandlung der einstigen Firma K"e nschuster beschäftigt, Möge der hochbetagten, noch immer rüstigen Frau ein zufriedener Lebensabend zuteil werden! m. Eheschließung in Neukirchen. Vor dem Standesamt in Neukirchen gingen den Bund fürs Leben Alois K o r e n a k aus Neukirchen und Josefine R a s g o r aus Großeben ein. m. Todesfälle. In Oberrotwein, Greisgasse 16, verschied der 66-jährigc Private Johann L ö s c h n i g. An den Folgen eines Unfalles erlag in Wien der 51-jährige Tischler Jakob Ratai, wohnhaft in jMarburg, Redtenbachg;asse 3. m. Samariterkurse am flachen Lande. In den ersten Febniartagen wird in Mahrenberg im Drautal der erste Samariterkurs eröffnet werden, für den schor^ jetzt reges Interesse beobachtet wird. Den Kurs wird Distriktsarzt Dr. Alfons Hönig-mann leiten, der auch Anmeldungen zum Kursbesuch entgegennimmt. Das Deutsche Rote Kreuz trr'igt sich mit dem Gedanken, demnächst in Mahrenberg eine Unfallstelle ins Leben zu rufen, weshalb dem Samariterkurs umso größere Bedeutung zukommt. — In Windischgraz wird gegenwartig ein Samariterkurs abgehalten, der eiqen erfreulichen Besuch aufzuweisen hat. Kursleiter und Vortragender ist der Arzt Dr. Korsitsch. Es besteht der Plan, demnächst, wahrscheinlich schon nach Beendigung des Samamrilerkurses, in Windischgraz eine Unfallstelle einzurichten und zu diesem Zweck auch ein Sanitätsauto anzuschaffen, was von der gesamten Bevölkerung in Stadt und UnigCT-bung mit Genugtuung begrüßt wird. Windischgraz gehört ebenso wie Mahrenberg in den Bereich der Kreisstelle Marburg des Deutschen Roten Kreuzes. m. Amtrang zu den $|>rachkursen In Arndorf. Dem Aufruf des Steirisclien Heimatbundes zur Anmeldung zu den deutscbcii Spracliktirst'n kam die Be-vöikerung der Ortsgruppe Arndorf in überwäHiKcndem Au<;niaße nacii.» Zur fJnschreibunff erschienen 1820 iPerso-nen, von denen bereits 1406 in den Kur- Wege zur Betriebsgemeinschaft Großer Appell des Art)eit8politlschen Amtes In CIIU _ 800 Betriebsführer und Mlt-art>eiter des Artjeltspolitischen Amtes anwesend Im »Deutschen Haus« in Cilli fand aml meidlichen Lücken derer auszufüllen, die 20, Jänner ein Großappell des Arbeits- heute das graue Ehrenkleid der deutschen Nation tragen. Abschließend sprach Kreisführer Dorf- Was Wie BraMloe. enamei Das Ammenmärchen, daß die Germanen nur mit Bärenhäuten behangen umhergelaufen seien, hat sich als völlig verfehlt und irrig herausgestellt. Männer, Frauen und Kinder trugen selbstgewebtes linnenes und wollenes Unterzeug. Die Germanen konnten schon zur Bronzezeit spinnen und weben. Aus dem Moor, des- l® Ü J'"' sen Humussäure die Eigenschaft hat, j f. j_o j f. I, vorzüglich zu konservieren, sind zahlreiche Moorleichen geborgen worden, bei denen auch die Kleidung erhalten war, sodaß man sogar noch die Farbe politischen Amtes statt, bei dem 800 Beauftragte des Arbeitspolitischen Amtes und Betriebsführer anwesend waren. Eingangs sprach der Leiter des Arbeits- druck, daß durch die Lösung der natio-politischen Amtes in der Kreisführung und nalsozialistischen Probleme auch die betonte, daß dieser Appell der Auftakt zu'deutsche Sozialpolitik für den schaffenweiteren Ausrichtungs- und Führungs- den Menschen angewendet wird. Aus- _ ___________—o— maßnahmen sei, die notwendig sind, um' schlaggebend für die soziale Pflichterfül-' feststellen konntet De7 männliche Gerden Arbeitsnehmer von der bisherigen lung ist die Haltung des Betriebsführers. I ,^ane trug einen Kittel, der mit einer demokratisch-marxistischen Geisteshai- Nicht Jeder Betriebsführer, der Volks-1 Spange oder Nadel, der »Fibel«, auf der tung zu befreien und den Arbeitgeber vermögen treuhänderisch verwaltet, ist ßrust oder Schulter zusammengehalten hingegen von seinen liberalistischen und ein Plutokrat, sondern nur der, der durch ^ wurde. Zur Beinbekleidung trug er eine kapitalistischen Grundsätzen abzubrin- seine Haltung unser soziales Wollen und regelrechte Hose. Die germanische Frau gen. Beide, Arbeitsgeber und Arbeitsneh- nationalsozialistische Begriffe mißachtet trug eine Bluse mit kurzen Ärmeln und nicr, müssen sich die nat'onalsozialisti- -j--«--------».....c ........... . sehe Arbeits- und Wirtschaftsauffassung zu eigen machen. Der Leiter des Arbeitspolitischen Amtes in der Bundesführung, Pg. Hacktl, sprach ausführl'ch über Werk und Mensch, über nationalsozialistische Menschenführung und brachte eindringlich zum Ausdruck, daß der schaffende Mensch in ' jeder Betriebs- und Arbeitsstätte ein erster Stel'e zu beachten sei. Betriebsführer und Gefolgschaften, so führte Pg. Hackel weiter aus, müssen durch Kameradschaft und soldatische Haltung die Verpfl'chtung in sich fühlen, durch Arbeit und Leistunt; unseren Abwehrkampf zu stärken und die unver- und seine Gedanken nur darauf lenkt, wo gjnen Rock mit Hüftengürtel, der größtmöglichste eigennützige Vorteil . . _ , . i-• • . auf Kosten seiner Mitmenschen erreicht' werden kann. Solche Zeitgenossen, führte 1 mooriger Wiesenerde der Kreisführer weiter aus, können nie- nials in der deutschen Volksgemeinschaft Leiche emes jpgen, blonden Aufnahme finden. Bestimmend für die'Mädchens von etwa 18 Jahren zutage ge-pplitische Haltung des Betriebsführers ist j dessen Bekleidung ausgezeichnet die Erkenntnis des Unterschiedes zwi-' erhalten ist. Jäckchen und Röckchen, sehen der liberalistischen und national- Steide kurz und flott, bestehen aus Wolle, sozialistischen Weltanschauung. Früher Rock war aus Schnüren verfertigt und hieß es, das Vo'k sei für die Politik da ^orne gebunden. Der Übergang zwischen und die Politik für die Wirtschaft, heute,! Rock und Bluse bildete ein handbreiter, im nationalsozialistischen Deutschland. I ein großes Schmuck- ist es so, daß die Politik die Wirtschaft stück trug das Mädchen vorn über dem führt, die Politik aber ausschließlich vom Gürtel als Abschluß des Jäckchem. Volk bestimmt wird. sen erfaßt sind, die in laufenden Kursen von M Lehrkräften uniterrichtet werden. m. UnterhaHung^ab«^ in Arndorf. Die Ortsgruppe Arndorf, Kreis Cilli, veranstaltete Samstag, den 17. Jänner für alie Volksgenossen einen Uiiterhal-tungsabend, der ausgezeichnet besucht war. Den musikalischen Teil bestritt die Bergkapelle Liboje. während für Humor Kamerad Anton Sneiden borgte. Die Darbietungen wurden mit stürntischem Beifall aufgenommen. Bei dieser Oele-genhei'l konnte dem Kriegswinterhih's-werk der Betrag von 600 RM übergeben werden. in. Preisbildung für Bekleldumc aus AuMatiScbstoffen »»eregelt. In letzter Zeit sind verstärkt Bekleidungsstücke aus Austauschstoffen, a*iso beispielsweise aus Kunsttstoffen wie Igelith, auf den Markt gekommen. Der Verbraucher kennt da-vi,n vor allem die lustig bunten U;n-'ijinge, Kapuzen und Schürzen sowie Säudinesunterlagen, Armblätter usw. Nuchdent diese Bekleidungsstücke bei [-■-Ti'nhrinKr ^er drittcn Kleiderkarte nunktpflichtig geworden waren, hat der Reichskomniissar rfir die Preis'_"dnng nunmehr auch ihre Prei'^bi'rliing neu ge-r Nach den bisherigen VoTSchriftcn inulite der Verkaufsnre-'s dieser Artikel n'Hch den Vorschriften über den Pr-^is-stop ermittelt wfrricn. Dns hat nun aber zu mancherlei Schwierigkeiten geführt weil die meisten dpr ans Ausf^'iischstot-fen an'^^ertiigen K'eiHiinrrsstfi'^i'o ziir Zeit des Pre'sstoos noch gar nicht exi- stierten und nun erst durch Vergleich nrit ähnlichen Artikeln ein Stop-Preis ermittelt werden mußte. Der Preiskom-in'ssar hat deshalb angeordnet, daß die Verkaufspreise der Bekleidungsstücke au Austauschstoffen nacii den Vorschriften über die Preisbildung für Spinnstoffe im Kinzelhandel zu ermitteln sind. Diese Vorschriften sehen für jedes Bekleidungsstück genau festgelegte Höclist-Handelszuschläge vor, so daß der zu-lässi'^c Verkaufspreis leicht ermittelt und aiicli durch die Prei^behörden ieclcrzeit kontrolliert werden kann. Die HanJe's-aufschläge für Säughngsunterlagen aus Au »tausch Stoffen sind auf 1.— RM je Stück, die für Schürzen auf i.— RM je Stück begrenzt worden. Im Mittelalter trat in der deutschen Frauentracht zuerst ein enger Schnitt des Kleides auf, der die Körperformen genauer erkennen ließ, als der bisherige taillenlose Schnitt. Diese Neuerung erregte Anstoß und wurde von den Geistlichen als leichtfertig oder gar schamlos gerügt. Trotzdem wurde der sich anschmiegende Schnitt beibehalten Auf einem Bilde, das einen Bauerntanz darstellt, tragen die jungen Dirnen einen Tailenrock, bei dem Hals und Nacken ziemlich frei sind; der Kopf trägt einen Kranz. Als Kardinaltugend des Frauen-Icbens galt die »Mäze«, das richtige Maß-htdten im Geschmack, Gefühl und im Handeln, das alles Anstößige und Übermäßige vermeidet. Wolfram von Eschenbach bittet darum für die ehrbare Frauenwelt, daß rechte Mäze sie begleite, denn jdie Scham hüte die ganze Sitte. Ais das U-Boot erfunden wurde ' Ein Wilhelm-Bauer-Ehrentag in München Der Erfinder der revolutionierenden I mit Geldmitteln unterstützte, und Mihv Waffe der neuzeitlichen Seekriegführung, chen war es, wohin er immer wieder zu-des Unterseebootes, Wilhelm Bauer, der rückkehrte. Hier verbrachte er die letz-in Dillingen geboren wurde und dort ten eineinhalb Jahrzehnte, nachdem er seine frühesten Kinderjahre verbrachte,' sich einen Hausstand gegrüiidet hatte, hat !^ine entscheidenden Jugend- und und in München ist er, 53-jährig, gestor-Lehrjalire in München verlebt. Von hier ben. aus ist er immer wieder in die Welt j Höhe-punkt in Wilhelm Bauers Le-hinausgezogen, zuerst als artiier Drechs- sgjjj berühmter erster Tauchver^ der Idee«.-des Unterseebootes. München nen, da sich des Erfinders Gedanken ist es gewesen, das ihn hnmer wieder einmal nach .München richteten. Ait lindes Verheißen, wenn auch die Bun-dingenrin zuweilen unter Tränen wiaer-sprach, dies alles wäre vergebliche Mühe, zwar fromm gemeint, doch an cler Härte des Schicksals und aller quälenden Not nichts ändernd Um zehn Uhr saß man im Zug, Katrin hatte die Karten gekauft. Bald kam man nach Söckelbarh. Der kalkweiße Giebel von Frau Katrins Haus wunderte sich, etwas schief, doch von Geftigem Fachwerk zusammengehalten. Geranien glommen an jedem Fenster, der Nußbaum warf Schatten, ein Spitz schoß aus der Hütte und hub giftig zu bellen an. Als Sanna Bundinger in ihrem Schlafzimmer stand, war sie erst richtig da. Hier sollte sie wohnen. Wie lange? Wer ahnte es! Also umarmte Susanna Bundinger die Herbergsmutter, sie kam sich abenteuerlich N^or und weinte, diesmal freilich nicht Wissens, wieviel Teile armen Glückes in alles Leid sich mengten. Iis sprach sich lund im Dorf, daß Besuch sei bei der Butterkatrin, ein nobler und richtiger soG[ar, nämlich aus der Stadt. Und die Gründe blieben ebensowenig geheim. Wie kam so etwas? Man sah doch nur das schwarze Kleid, fand aber rasch den Reim, da man die Stadtfrau im Garten emsig wirken sah. Die Trauernde schlafe freilich schlecht, so hieß es — also stand eines Abends der Apotheker da, lüftete das Lüstermütz-chen, spendierte eine Tüte. »Salbeitee müssen Sie trinken, nur Sal-beitet.c Und Sanna Bundinger dankte, das Erröten stand ihr hold zu Gesicht. Auch lese die Madam hin und wieder ji^ern, wollte man wissen — schon kam Sonntags der Lehrer, zwei Bücher im Arm: I üiesctn Tag schrieb er im Vorgefühl der kommenden Dinge einen Brief an seine bitterlich, wie kaum ji-'' U-;itcni, der von dem bevorstehenden großen Ereignis berichtet. Dieser Tag nun. »Madam, sagte ich's denn nie, daß ich Jr P «prUt en Mann verlor nn WeltkrioR «leieh nut VSr ersten? Da habe ich mich durch- KtKnsiciter rienier gtv^anll wor tien Mann verlor im Weltkrieg gleich mit »Ollädigc Frau, den Johann Peter He-'schlagen müssen, hab mir den schweren "T' Bauers h,s nJchte'Lioht ^u rücken. alten Claudius; der Mond ist aufgegan gen, die goldnen Sternlein prangen, das macht froh. Und Bienenstöcke habe ich, kommen Sie nur, Blütenhonig tröstet mehr als bares Geld ...« Sanna Bundinger fürchtete sich vor den Stacheln. Nach acht Tagen ging sie dennoch zum Lehrer, nun weniger häng- tag, jahrelang...« Zu Mause in der Stadt hat Sanna Buii-dinger alle ihre Briefe wieder zerrissen, die noch immer auf dem Tisch lagen ne Am kommenden 23. Jänner soM ein »Wi'l-helm-Bauer-Chreiitag der Hauptstadt der Bewegung« alle Versäumnisse wettma- ben dem offenen Tintenfaß. Die khiseii chen uitd den grossen Erfinder Blicher lilappte sie zu. machte das l-en- W illu lm nmier rhi» Fhrp ^iiteil ewig sorgenden Stimme? lieh geworden, untl ließ sich beglücken j der Orgelmann; so rief die Welt jeden vom geordneten Fleiß der summenden Flifer. Wer durfte stumm bleiben ihrer Staatsbürger. Ja, auch Katrins giftit^er Spitz schoß nicht mehr ans der liü'te, heut hob er grunzend ein Pfök'hen, bettelte um Nachsicht, weil er so drccki?]; sei, dafür wäre er treuer .als ein Seidenpinscher. Kndlich sollte Frau San"fi eines . V.,. sehen Wilhelm Bauer die Ehre zuteil ster auf, sehr weit — da fuhren die Bah- yerden lassen, die friihere Zeiten, begonnen, da marschierten Soldaten, da leierte i^ystemzert. Ihm schuldig geblieben sind. Der Wilhelm-Baner-Ehreiitag ist vom Ku'Ituraint der Hauptstadt der Bewegung AnekdoU bin satirischer Prediger Der bekannte Schriftsteller Dr. Swift war Ackermanns Kinder bewahren, für ' we- der Prediger des eng- nige Stunden nur auf dem Schoß: da Im-■ " P^'^inents worden. Seme ben die Putten /u erzJihlen an endlos nii'r Predigt vor dieser Körperschaft hielt er pen aie i unen zu Lrznnien etiuios mi'i Eitelkeit. Er vierteilte das Tliema in immer wieder, vom kleinen Dä'imerling. E.telkeit auf Gehurt und Rang, auf vom Sneewittsen, vom Wolf und den sie- Olüclcsgüter, auf Gestalt und Aussehen und ben Geislein... ^ auf Verstandesfähigkeiten. Geht an der Welt vorüber, es ist Als er die ersten drei Teile ohne Anstoß nichts? — Acht Wochen bl'eb die Witwe, abgehaspelt hatte, sagte er; »Und nun mii(i- dann strebte sie beim, entsrhlos^^en und wir eigentlich zum vierten Abschnitt über- unentrinnbar. Beim Abcrh'ed, der schwer sdi *»bcr in dieser christliehcn fiirc »w.inta Hw. »,1.1 ' VcFsaIIImltmg Hiemand befindet der Ursache wurde fnrs Ranze Dorf, meinte die Bun- VerstandestShiRkcitci, eitel tiinpenn. Pein, so brauchen wir in diesem Punkt nicht »Katrin, Sie brbon s immer g'u ge t rfer eirzudrinRen meine liehen Brüder!« hr^it . . .<: ^ ! Diore Prerli(^t kostete den Dechanten Swift Da hob di«i alte Bäuerin die Schürzc um;;ehcnd seine ^icllun£. angeregt und wird von diesem durchgeführt. Am Morgen des 23. Jänner findet eine Kranzniederlegung an der Grabstätte Wilhelm Bauers statt. Um U Uhr wird eine »Wilhelm-Bauer-Sondctschau« hrnerhalb der Ausstellung »Deutschland und die See« im deutschen Museum eröffnet, zu der besonders die Stadt Dil-iingen wertvolles Material zur Verfügmrg gestellt hat. Am Nachmittag findet im Wohn- und Sterbehaus Wilhelm Bauers (Ecke Theresien- mid TürkenstralJe) die feierliche Enthüllung der von Professor Sclimid-Hhmen geschaffenen Wilhelm-Baucr-Oedenktafei durch Oberbürgermeister Reichsleiter Fiehler statt, und am Abend desselben Tages geht die Welt-Uraufführung des Wilhelm-B^uer-Films Her Bavaria »Geheimakte W. B. 1« vor »Martwimrer fettung« Jämicr 194? 5ene 7 Biitk Muk SääosUk o. Trpui'h^k?nnhils der VoIksiIeutM'li^n KrottÜciiN. Bei einer grolkn Veraiislaltiuig für das Winlcrhilfswerk df?r Dculscheii Volksgruppe in Kroalieii, die in der Volks-«rnppensladt Essi-^^ stalHand, liieltVolks-f^ruppenführer Alt^favor ein«' Ansprache, in der er betonte, dali di. ds. in Agrani eine Prinz. Huj^n-Feier, in deren Mittelpnnkt eine i^undlegende Ansprache des Volks|Triippen-iührcrs an die Jngend slehpn wird. o. Kroatlsrhe Lli'bhahprbiihiiß ({aHtiert fn Wien und PreBburg. Eine kroatische Dileltanlcn-Theatergruppi' wird, wie die Blätter melden, im Laufe der nächsten Woche nach Wien und PrelJburj;; reisen, um dort durch Schauspiel- und Tanzveriui-staltunf^en einen Einblick In ilas volks-lümlichu kroatische Kiiltnrlebeu zu vor-mi Itcin. o. 29 Millionpii Kuna für das kroallM'hß WinterhilfstWBrk. Wie die Blätter melden, hat die Sammlung für das kroatische Wiu-terhilfswerk „Ponioe" bisher einen IJetrag \x)n 20 Millionen Kuna ergeben, wo,von allein von den kroatischen Kisenbahneai iiber fünf Millionen Kuna gespendet wurden. o. l7it||ariseh-kroaHKe1ii>s Abkoninicn über dm klplnpii fürpnzverkphr. Das neue Abkommen ülxT den kleinen Grenxverkehr, das zwischen Kroatien und Ungarn abge-Kclllos^^en wurde, sieht voi", daß Personen, die 10 km, in Ausn'ahiuefällen auch 15 km, Ixiiderseits der (Irenwii wolmen, einen Dauerpassierschein erhalten, wenn sie wirt-Nchaftlichc Interessen jenseits der Grenze inachweivscn könneu. o. Du< bu1|«ariMch-kroatlt)vh« Kullurub-kommen« 13er Sobranjc hat am Samstag das Gesetz über das bulgarisch-kixjatisdie Kulturabkommen angenonnneu. Einige Abgeordnete nahmen diese Gt'legenheil wahr neuerlich den freund schuf tliclien Gefühlen Bulgariens für Kroutieu Ausdruckt zu gehen. Weiter wurde vom Sobranjc ilas Budgetgesetz des Kriegsminisleriums ohne Debatte unter stürmischem Beifall angenommen. WIRTSCHAFT llllllllllllltllllllllllllllHIIIinilHIIIIIIIIIIIIIHllllllllllllllllllillllllllllllllllllllllllllltllllllllllHillllllllllllllllltlllltllllHIIIIHIIiHHIHtWWHINIHIII Gewaltige Transportleistungen Güterzüge befördern drei Viertel mehr Güter als 1938 i>ii: in Uiijseii Taffen erfolgte neucr-liclie ^inschränkuni; irn Fersononver-kclir ist notweiidiff, damit die Reiclis-balm die gewaltigen Transportlcistuii-scn reibungslos volibmixen kann, die der Krieg von ihr erfordert. r>ie schon 1940 außerordentlich sro-Ben LciMungeii sind 1941 noclinials spriniKhaft uiiKewachscn. Wie Staatssekretär Kleinmann vom Reichsver-kelirsniinisteriums im »Vierjahresplaii^ mitteilt, hatte insbesondere der Güterverkehr Ungewöhnliches zu vollbrin^ceii. Wenn man die Botrie'bfileistunjieii des Jahres 19.^ gleich 100 setzt, stieg die Ziffer der gefahretien nüterzugkilomc-ter 1940 auf 115 und 1941 auf 132 an, die der beförderten Gütertonnen 1940 auf 16.? und 1941 auf 176. Ks wurden also 1941 drei Viertel mehr Güter befördert als 19.18. Neben den Welirniachtstrans-porten nutßten die Kohkinnasserrtraiis-porte nach ItaMen und anderen ciHiopä-ischcn Ländern, die früher ilire Kohle aus Finnland erhielten, bevvültig't werden, dazu kamen de Erztransporte von den Seehäfen intd innerdeutschen Lagerstätten (Loiliringen) und die Mineralölabfuhr aus dem Balkan. Dennoch konnte die deutsche Bevölkerung im Vorjahr ausreichend mit Kohle nnd den wichtigsten Nalirungs-niittehi versorgt werden, weil die Reichsbahn für die Beförderung von Kuhlen, Getreide- und Saatgut, Kartoffehi, Gemüse, Obst, Zuckerrüben usw. zeitliciie Sonderregelnngen getroffen hatte. Für Speise- und Saalkartoffcln wurden 1941 etwa IS V. f1. mehr Wagen gestellt ai'^ P>40 und melir als doppelt soviel wie 19.1S. Diesen überragenden Leistiuvgeii des Güterverkehrs stand der Reise/ugver-kehr kaum nach. Wohl wurde der Reise-/ugialirplan stuJk eingeschränkt, .die Zaiil der Reisenden sank aber weniger ab als die der ausgefallenen Züge. Ks iiiuliten zahlreiche Soiiderzüge für ge-werbl'iclie ausländische Arbeiter, für Kindertransporte, Arbeiternrlauber, Umsiedler nsw*. gefahren werden. Dazu kamen die vielen Urlauberzüge. Insgesamt waren 1941 nahezu ein Drittel aller F^ersonenwagen für Militärzüge, Lazarettzüge, Kronturlauberzüge usw. gebunden. l)ieso Anforderungen konnten nur durch die siraffste Verkehrslenkung, Beschleunigung des Wa-genmnlauts srtwie durch verstärkte Neubauten bewältigt werden. Trotz der Kriegsschwierigkeiten konnten schon 1940 sech^nml und 1941 zehnmal soviel neue Lokomotiven hergestellt werden wie im Frieden. Der B;iu neuer l"'crsonenwagen nnillte gegenüber dem Ban' von Güterwagen zurücktreten mit dem Krfolg, dal.< 1941 doppdt soviel neue Gütenvagen in Dienst gestellt werden konnten wie 104(1 und zehnmal soviel wie i9.|^. Diese Neubauten sorgen im Verein mit der straffen Verkehrsienkung dafür, dati die Reichsbahn aucli 1942 ihre Aufgalien in der Kriegswirtschaft voll erfüllt. Keim Winterrahe Im Obst- hmI fiemOsegarten fni Obstgarten bereitet man »ich selbst den größten Nutzen, wenn man auch im Winter bei jeder sich bietenden Gele^^enheit die Arbelt zur Bekämpfung der Schädlinge aufninnnt. Der auf ange- TURNEN und SPORT Wettere sieheH dentsclie Siege ii Breslaa Die ersten Abendkämpfe der Europa-«iRisterschaften der Amateurboxer wurden am Mittwoch abgewickelt. Die deut-Äche Mannschaft leierte vier weitere Siege. Ludwig Petri begeisterte die Massen durch einen k. o.-Sieg über den spanischen Meister Guerri. Der Jugendme'ster Horst Garz boxte den Slowaken Akay klug aus. Karl Schmidt schlug den Finnen Aatos Lundell nach Punkten. Adolf Pepper schließlich errang über den Ungarn Jastrabszky einen Punktesieg. Am Donnerstag nachmittag wurden weitere 13 Kämpfe abgewickelt. Ferdinand Räschke und der Ungar Tornia l'e-ferten den Hauptkampf des Abends, aus üem der Deutsche als Punktsieger hervorging. Vorher hatte Seidel gegen den Schweizer Siegfried nach Punkten gewonnen. Heinrich Hoff siegte im Schwergewicht gleichfalls nach Punkten über den Ungarn Homolya. Wer wird Eer in der kraatischen Haui>t-studl eiiu'jr 3:2-Sieg der Kroaten brachte, : .\ni 12. A|irll gcitPii S|Miiii(>ii. Das dritte Fullballänderspiel zwischen Deutschland und Spanien ara 12. April hi Bekanntgegeben. Die Spanier treten unschließentl noch am 19. April in Mailand gegen Italien an. : la dfr vstcirisehon TisehtpnnfiMneislpi«-ki'httft erlitt der TitelvtM'leidiger, der Akademische SV, eine weitere Niederlagt*; er wurde ersatzgeschwäeht von tlen Kai>fen-bergerJi mit 2 :3 gesehlagen. Der DSG Cilli, die bishej* alle Spiele gewann, ist' der Titel für liM2 nicht mehr zu nehmen. : Tni sipirisetio Kuiistlauflilel. Am Wochenende vi'ranstalli't der S|>ortgau Steiermark auf dem Eislaiir[)lalz bei dor Liui-desturnhalle in Graz M-ine diesjährigen Gaumeistersehaflen im Kunstlaufen. Mel-dmigen liegen aus Graz, Hrnck und Leoben voi*. Bei (len Männern ist der Titelvertei^-diger Alois Lenhart (Post SG) nicht r^ni Start; um den Titel bewirbt sich Rauch (SG C)rdnnngs|K>lizei) im Alleingang. Auch t>ei den Frauen hat die langjährige steiri-sche Meisterin Helga Schriltwieser-Dietz keine Geffnerschal't, während im Paarlaufen außer Schrittwieser-Janernik noch Wam-l»era-IIüllner (GAK) und Lederhaas-\Ve-iK^r (Post SG) gemeldet halx'u. Im Instanz verteidigt das Grazer Ehepaar Ma-schek seinen Titel nicht; im Alleingang startet «las Paar Kölli-llerbst (PosI SG). Eine gute IJesetzuiif! weisen die Rahmeti-l>ewürbe für Junioren und Neulinge auf. : kiHgrnfrrtpr AC—EV Trsrleu 7:2. Das erste Eishocke^-Meislersehaftsspiel des Klagenfurier AC gegen den Teschener I-'V am Diensiagabencl endete vor 2000 Zuschauern auf der Anlage des KAC inil einem hohen 7 :2 (1:2, 3;0, .T;0)-Sieg der Kärniner. : Abgp^gt wurden die Deutschen Eis-segel-Meistersehatlen, die vom 12. bis 15. Fehruar auf dem Schwenziiitsee bei Au' gerburg durchgefühi't werden sollten. Auch das Länderlrcffen mit Schweden wh'd ausgetragcxL. messenen Ertrag beilachte Gartenfreund wird von s'ch aus mit der »Entrümpe. lung« im Obstgarten fortfahren unc Bäume und Sträucher ohne Austrieb ausroden. Sie stehen zn lassen, hat wirk-'ich keinen Zweck, denn einmal wirken d'ese verkümmerten, abgestorbenen Bäume und Sträucher im Frühling und i.ni Sommer noch weit unschöner als jetzt schon, und zum anderen geben sie nichts als einen Schlupfwinkel und Brutwinkel für die vielfachen Schädlinge unseres Obstes ab. Man schiebe also d'e Beseitigung cieser nutzlosen Bäume und Sträucher nicht auf die lange Bank. Dann ist es Zeit, so betont der Zeitungsdienst des Reichsnährstandes, mit der Winterspritznng zu beginnen. Das gilt übrigens auch für das Beerenobst, vor allem dann, wenn in den S^räuchern oe-reitimgen getniffen, um auch heuer die Ge-ninseanbaufläche wieder im vergrößern. Während im .Tahre lÜlO die feldmäßige Ge-nn"iseanhaufläehe in der Landeshauern-sehaft Siidinark 10(K) ha ln^lrug, stieg diese im Jahre Iflll auf 105.1 ha. Im Jahre 1012 wird sie voraussichtlich 2500 ha betragen. Da im ganzen Reich pro Kopf der Bevölkerung im Jahiv lüKl 18 Kilo fiemüse und im Jahre 1011,75 Kilo zur Verfügung standen, soll nun die 50-prozenllge Erweiterung dazu beitragen, daß im Jahre 1912 je Kopf der Bevölkerung 100 Kilo Genn'isc vorhanden sein werden. Hnniiinlschp lünfiil rlHMvilliguiigpn bis 2S. Juniirr. Im Sinne einer .\nordming des rumäiiisehen \V irlschiiftsniinisteriums sind die IJesuehe um die Bewilligung von Wa-reneinfuhi'en füi* die ersten drei Monate des Jahres HM2 bis 25. Jänner In-i tler Hukaresler Direktion für Reglementierung der Fj'nfuhr vorzubringen. Tyiiisl'r.nig hi drr ungariseheii 'l'pxHi-liuliKstrii'. Die ungarischen rextillabriUeii halnin sich mit Neujahr auf eine neue Pro-duktiqnsordnung umfjestellt. Die Gesamifa-brikation wurde lypisiert und es wcnlen lediglich hmidert StoH- und (iewebeh tje'\ hergesl<'llt. Die Herstellung \on Lu\u>-artikeln ist stark eingeschränkt. X liprsipllunß v«n Nlehfl> penj»l«iJfPM in Ilalira einitpfitpllt. Wie aus Hll in Zukunft wich rationeller iiiu-b den Bedürfnissen der Wehrtnaehl v)\vLe deiieji zur llerslellung von '!'> penstotlVM luicl di". zJvilen Wrl)rauii. V«.>r i'tw-«. einem Jahr w;n' «Üe hulustrie. verpni<'liti'l wonhi», 7.5 Pnizi'iil der üu* altgetieferlen R »hsiüffe zu 'lypenstoften /u verurbciteii, wätirend für dir, reslliehen 25 l'r.izenl Ver-ai'beitungsfreiheit Ix'standen halli:. :; F.nglantls Gummi- und /innindu^lrt^ in SehHlprigkcilpn. Der Vrrlusl der ma-iaiiselu'n .Siaati n hat für er Unbekannte von Kindberj». Uii Gasthaus Gruber in Kindberg mieteie sieb Ciin unbekannte,r Mann ein. Bald daranii wurde festgestellt, daß aus einem Nebenzimmer ein größerer Reisekorb gestohlf i worden war. Der Verdacht fiel sofort auf den Fremden. .\ls die herbeigeeilte (jen-darmerie Einlaß begehrte, antwortete der Fremde, daß er keine Zeit habe und Ruh.; haben wolle. Da man zugleich zu beob • achten glaitbte, daß der .Mann in seinein Zimmer Feuer machte, offenb;y um Beweismittel zu vernichten, versuchte man, die Türe gewaltsam m öffnen. Darani' drohte der unbekannte Gast, der sich in seinem Zimmer.verbarrikailiert halte, deti Ersten, der sich sehen lasse, über den Haufen zu schießen. Als man nach tübcr-^ Windung der Hindernisse in das Zimmer eindrang, würden drei Dokumente au^ dem Eigentum eines Kellners Bartolschit'; vorgefunden. Der sonderbare Gast gab, vom Gendarmerieposten vernommen, iiber seine Person an, er heiße Franz Berge" und sei von Beruf Dacluleckergehilte. Im übrigen machte er bei der Einvernahm.^ den Eindruck eines Simulanten. Kr gai^ an, daß er aus der Strafanstalt Garsten in das Arbeitshaus Suben überstellt worden sei, von wo er jedoch krankneit'; • halber beurlaubt wurde. Seine Angaben konnten bisher noch nicht überprüf' werden, da er alle seine Papiere, während er sich im Zimmer eingeschlossen hafte, verbratint hatte. Während der weiteren Vernehmung fiel Berger plötzlich von« Stuhl niul konnte sich nicht mehr erheben. Der herbeigerufene Arzt konnte an Be.'« ger weder eine Vergiflungserseheiiujng, noch sonst eine Gesundheitsstörung fest • stellen. Als Berger, der inzwischen in den Gemeindcarrest gebrarhi wunle, am nächsten Tag abgeholt werden sollt-, fand man ihn tot auf dem Strohsack liegen. Es besteht Grund zu der Annahme, daß Berger noch vor seiner Verhaftung" Gift zu sich genommen hatte, an dess./u Folgen er gestorben ist. Die Obduktion der I.eiche wurde veranlaßt. a. Lufthansa flujjr 7 Millionen Kilometer. Die Flugleistung der Deutschen Lufthansa stieg 1941 um :i:i,7'>«, d. h. um ein Drittel und erreichte 7,0-zählungen sind keine Erfindungen unserer Zeil — hian kannte sie schon im frühen Altertum. Nur war ihre Durchführung nicht ganz so einfach w"e heute. Während wir es ge\vr»hnt sind, daß bei so cheni Anlaß die Zählungslisten ins Haus kommen und von jedem Haushaltsvors'and ausgefüllt werden, waren zum Be spiel noch im alten Rom die Bürger verpflieh-tet, sich zur Volkszählung persön'ich zum Forum zu begeben, wo die Zählungshe-auftragten des Magistrats saßen und nach Angabe jedes einzelnen ihn und die Z.ihl seiner Familienmitglieder in die Zählungslisten eintrugen. a. Ein Sowjetbrief mit U)2.S Marken, ^ Auf einer ßriofmarkenaiLsslellung in Steyr wurde ein Einschreibebrief vorgezeigt den ein Einwohner von Steyr im Jahre 1922 aus der Sowjetunion erhalten Seite Ö iViartjunrcr ZcHun?« 23. Jrimier ir4? Nummer TS liat. Als er seinerzeit im »Paradies iii?r Arbeiter und Bauern« aufsegebeii werden .sollte, waren nicht ;^enufi: Drieftnar-Keii von entspreclicndeni Nennwert vorhanden. Man luihrn daher eine Unzaiil kleiner Postwertzeichen, die auf anein-aiiderka^rcilitc Papier1x>icen aufgeklebt wurden, tüerünrch erhöhte sich natürlich das (lewiclit der Sendmiif, was wei' lere rrankierMiigeii erforderlich inachte. Als der Ijnschreibebricf schlleölich iii Steyr. eintraf, war er auf diese Art zum !;ln'^5ten der Well KeuiirdeTi. Kr truÄ iiirlit weniger .'lis 1625 Bricimarken zu jR 2r)() I^nl)e| irn (Icsamtwert von 406.2Ä) K'iibel, die auf der Vorder- und Rfick-seite einer viereinhalb Meter laugen • l\'ifnic or 4.SII .[ahren RCdnickt. Oer Heich.ss(au I';in/,i^-\Ve.stj>rfiilien, der licrvorrajjeu-deu Anteil an der I'jitwicklunk' der Qei-.sics5:escliichle j;anz Ueutsclilaiids hat. d;irf für sich in Anspnicli nehmen, das er.'sie Hiich «cdruckt zu haben, das in i'rt'uUCn erschienen ist. Marienburjf, die IM jeder Heziehmiij ^o bedeulsame Stätte des deutschen Ostens, ist der Ort, Iii dem dieses interessante Werk hn .lahre 1 erschien. Dieses älteste preußische lUicli ist ein Werk tnit folgendem Titel: Leben der ;?ely>:en Frawen Dorothea elewenerMuic yn der thumkirchen tzu Marienwerder des Landes tzu prewsen.« (Leben der seli;;en I'rau Dot\)thea, Klausnerin in der Stift'^klrche zu Maritiiiwer-der im Lande Preulien.) DiesO Schrift Ist in vier Büchcr und dies« wiederum in Kapitel geteilt und enthält nvit Ausnahme der Punkte kein Komma oder sonstiges Abteilungszeichen. Der Qoldsclimicd Jakob KarweyB, der das Buch gedruckt hat, ist im Jahre 1476 in Marienhurg seßhaft geworden und hat im gleichen Jahr dort das Bürgerrecht erworben. Es bedarf wohl keines Hinweises, daß dieses Buch, das nach den Angaben von Rmst Joh. Friedr. Krokisjus nur In zwei E.xem-plarcn in Königsberg und Thoni vorhanden Ist, eu den größten 5cltenr Dlchlt'i' seMuMU Freund, ..ich bchivilK* mein« Gt -dh'hlo }«rundsälzllch nur iiinbls -- dn koiiuni>n mir die besten Kiiifälle!" „Wirklich chi Opfer," nickt der FrcnntI aiuTkonnend, „du ßibl dein:' eigene Nach! ruhe dahin, um anderen dazu zn verhel-fon.. Guter Rat Freund; „Glaubst du nicht, dalie^Ijcsser wäre, wenn Irn fünflen Akt der Held sich erschießt, stdtt daß er sich ver-giriet?" Dichter: ,,Alici* warum denn?" Freund: „lim das rublikum wieder .v/i-zuwecken!" Stadt heaUr Mavbura an dar Drau Heute, Freitag, Oen 2^. Jänner, 20 Uhr Geschlossene Vorstellung für die Deutsche Jugend l>ie goücl*ne bvci Lust spie! In 3 Akten voti F. v. Schönthan und Koppel.Ellfeld Kein Kartenverkauf. (Riniiiiimiiiiiiiiniiiiiiiiiiii Morgen, Samstag, den 24. Jänner, 20 Uhr Erst autf ührung Karl III. lind Anna van Osleirelcli Lustspiel in ö Bildern von Manfried Rößner Kleiner Bnzelger lllllllllllll ltdn Wort koattf 19 Rd* da» htttefiraektt Wort |i Rot Der Wortorei* vltt bl^ CO 18 Buchsta^e■ •• Wort /iflerfefcOhf 'Kfitii*»ortl 3.' he) 9tenen«r<*iehrn f I Pit ZoBcndune «on Rennworibrictcii werden SP Ritl Pirtv bertelinp« AnzfleAi-Annahm icMoB' Am Tact «or ertchetneii am 16 Uhr •K'thc An teilten« werden nar »ecer Vnreinsendunr Bplr»ei (aaeh Iq cDItierr R'lftmnfkfni «ntcfnrimmen Mlnde«fpeM1hT »llr etitf *1e|nf Anzelce PM 1 UNNI CSBEN rORM (Tir leidende Beitie der Fmuee. dtc vie ^tehro und i^ehcn. ut trertehicdcner Preiila^en. deratuof^Bsle 'cn ZUM INDIANER, GraSi Horrangatia 28 nelitii Caie Herrenhol, OUMMIHOF, Graf, Sporgatt« 4 nel en l ucq^. (iowit FRAUENHEIL, Gral, Albrachtgatta 9 V«r angsn Si« Maethiri« Größeres Verkaufsgeschäft oder größeren Geschäftsraum, mit oder ohne Einrichtung und Warenlager, in verkehrsreicher Lage, für Textilwaren gc eignet, gegen sofortige Bar* Zahlung abzulösen, zu kaufen oder mieten gesucht. Zuschriften imter »Sofort oder später 70 8.'i3rtiar iy4'i diirchf(t'führt. 027 Der Politische Kommissar der Stadt Marburg M der Dran Städtisches Steueramt .Zwei Betten zu verkaufen. An-zusehen Kaserneasse 6, Hof. Gut erhaltener Rundfunkempfänger. 6 Röhren, zu ver-kaufen. Nesman, Fraustaudnerstraße 90, Drauweilcr (Fn-bersch). 604-1 iu mMek tMuld Für meine Schwester. Angestellte bei Marburper Indu-striefirma, suche icn ♦ü* t. I'eber möbliertes, reme«, gut heizbares Zimmer am linkeii Drauufer der Stadt Marburg Anbote schriftlich oder unter Telefon 2248 an Dirtktor Mader, Rast. 572-6 Große, trockene Keilerräum, lichkelten mit Ruter Zufahrtsmöglichkeit, Bahnhofnähe, zu mieten gesucht. 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