%u Preis Din T60 71. Jahrgang wöchentlich siebenmal. Schrlftleltung (Tel. Interorb. Nr. 2670) eowt» Briefi * 9 “• Buchdruckerei (Tel. Interurb. Nr. 2024): Maribor, Jurčičeva ul. 4 Anfragen Rückporto beHegen. Manuskripte werden nicht returoleit Nr. 230 Samstag, een 29. August 1931 Inseraten* o. Abonnements-Annahme In Maribor: Jurčičeva ul. 4 (Verwaltung). Bezugspreise: Abholen, monatl. 23 Din, zustellen 24 Din. durch Post monati. 23 Din, für das übrige Ausland monatl. 35 Din. Einzelnummer 1 bis 2 Din. Harn-, Blasen- und Masidarm- Cymt natürliche „ftranz-Joscf«- boi Seit e ästige Stuhlbeschwerden in Ick«, Krankenhauszeugnisse bestätigen, im, 5l°š ph “i5=Sofef=©af{er, infolge seiner ”, ccieiii1tpr„ho„ r,-,, „t. .llnj) gut 3 Zu "foHpb'chternden Wirkung, für alt u 'ünet gesetztem Gebrauche besonder; < der sranzöflschen ^Uitärofabemitcr M a r i b o r, 28. August. ber Absolventen des Pariser-^ ebp'U^3 unternahm gestern vörM't-Ausflug nach Fala, wo sie düs !M dgz ,^^'^gehertd böstchtigten und wo /Httchf ttct9-wTQl)i eingenommen wurde. 6>itei um halb 16 Uhr setzten die Aka- 1,5 sott et ®kn ihre Heimfahrt nach $a= ssltr m N rijiej. tnbfchtelwmg hatten sich am Bahn-P nnA ^Weiche offizielle ißerfönlich« Stadt kvmmandanten General d n i. 0 b ~ ’14 un h č und Bürgermeister Dr. I u< *tft,1zöfiirf eingefunden, ferner der w, ätrfhr cn^r-u*.„-.zr:. i ! I uud Maribor insbesondere und A sch-' uh die prachtvolle Fahrt durch b^Uetun Lund unvergänglich in ihrer 3 iun0p9 s?^Eleben werde. Schwer fiel T^knsw, Offizieren der Abschied vom be, a"t r G r e g o r i L und Oberst-tw 9niti„h pikovi č, die die Gäste auf eei>ii i6„,?eiJe durch Jugoslawien beglei-Ä "Iskn r e e jungen Leute in ihr Herz bp^^ilaisp n- Unter den Klängm der h Und den Zurufen der Anwesen-°r Zug gegen Norden weiter. >> mzvn^ ‘ eingesunven, ,eeuer uei :'ew lu\B ", Zirkel, aktive und Reserveoffi-^M(e lmx n, Bahnsteig waren die Militär- s S ; k De« cy..^Uc Truppenabteilung aufge-e in Führer der Akademiker D u t i l h kurzen Rede allen Anwesen-9of[ttlB. l§ für den herzlichen Empfang in % ‘tr Altaristokraten in der Tschecho-'ß, slowakei. 38- '->i ’ll^üiofn^^Uu^aroucca, geborene Grä tc,u in , ' August, Aus ihrem Besitze bei kstua ^ Alter von 96 Jahren die Grä- % 'loh, 7 '“'^uiourca, geoorene i$ra= Ilinnp« ^bstorben. Die Gräfin war in , kzoair, 3 fahren eine Hofdame der den, Stephanie, k k Choustnik bei Sobieslau kk d? n. Uon 71 Jahren Prinz Raoul i|j !c beg utenee-Rochefort. Er war der SlÖ,Iiflert Herrenhausmitglie-%t5nf aus m 9to^an- Er war mit ' ihm i ^ k iu England ver-nt Tode vorangegangen ist. ^«Börsenbericht ht W\28; August. Devisen: Beograd \ 7^5 d l5' London 34.9075, New-d 3f) ’ 3'Niland 26.87 Praa 15 21 9 ,' **“**& 90.025,'Berlin 121.80 5>o32°8.9b' \ August. Devisen: Wien 3'fi n-, ^ui'Iand 296 49—297.89 °^.5a •Öl-li'no d°r:s 222 19-222.85, st , • ">8.41, Zürich 1108,25— ktji ü s j. §93, ;?3 ^u a, 28. August. Devisen: 5oh,x„. 1106.55, Wien J^-7o “UboiTrL?6.^5' Wien 796.53— 1^3.7^ 0-40-276.27, Newhork ^lL oJn3S ^2.22-222.88, • Triest 296.43—297.33 Der französisch-italienische Marinestreit Durch die Ereignisse in Deutschland und England in den Hintergrund gerückt — Auf der Suche noch einem Kompromiß Paris, 28. August. Vor einigen Tagen brachten die italienischen Blätter Mitteilungen darüber, dast die Voraussetzungen für einen Besuch des Ministerpräsidenten Laval in Rom, bei welcher Gelegenheit die Marinefrage eine dominierende Rolle zu spielen hätten, sich verbessert hätten. Der Besuch konnte demnach ndch erfolgter Ratstagung und Vollversammlung des Völkerbundes in Genf etwa gegen Ende des Monates September vor sich gehen. In hiesigen politischen Kreisen verlautet jedoch, daß man dies wohl mehr als Wunsch der italienischen llsegierung aus-sassen könne. Es sei, wie am Quai d'Orsay erklärt wird, wohl ganz klar, daß die Ereignisse in Deutschland und jetzt in Eng land die ErlediWng der zwischen Frankreich und Italien schwebenden Marine-sragen hinausgeschoben haben. In diesem Zusammenhangs ist kürzlich in der italienischen Presse behauptet worden, die italienische Regierung unternehme jetzt den Versuch, die Frage des Eintausches von neuen Schiffsbauten gegen die alten Flotteneinheiten vom toten Punkte wegzubrin-gen, um aus diese Weise eine Einigung mit Frankreich zu ermöglichen. Nun wird aber amtlich mitgeteilt, bah die vor vier Wochen wieder aufgenornure-nen Verhandlungen zwischen den französischen und italienische« Marineexperten fortgesetzt werden. Eine Audienz des ital. Botschafters Manzoni bei Laval wurde dahin ausgelegt, datz die italienische Regierung neue Vorschläge p den Marineverhandlungen unterbreitet hätte, wobei auch einige französische Wünsche ins Kal-küll gezogen worden seien. Ferner wird damit im Zusammenhänge in der italienischen Presse darauf hingewiesen, datz nunmehr die Differenzen zwischen den bet» den Verhandlungspartnern sichtlich gemildert seien. Amtlich kann hiezu nur soviel gesagt werden, datz die italienischen Pressemeldungen über einen Notenaustausch jeder Grundlage errtsehren. Der „Matin" bringt hiezu eine halbos. fizirllr Mitteilung, in der u. a. erklärt wird, eine amerikanische Agentur habe am Dienstag mitgeteilt, die französische Regierung Härte in Rom eine neue Rote überreichen lassen, dir neue Vorschläge zu den Marineverhundlungen enthalte. Wahr dara« sei nur so viel, daß die italienischen Bkarineexperten Massiglr und Races vor einigen Wochen die Verhandlungen neu ausgenommen haben, um die Basis für ein Kompromiß zu finden. Wäh rend der Verhandlungen seien aber diesbezüglich keine neuen Vorschläge gemocht noch Noten zum Austausch gekommen. Der Putschversuch In Lissabon Vollständige Wiederherstellung der Ruhe Paris, 28. August. Die portugiesische Regierung hat gestern folgenden Bericht ausgegeben: Heute gegen 7 Uhr drangen Gruppen von Zivil- und Militärpersonen in die Kaserne des 1. Maschinengewehrregimen tes und des 3. Artillerieregimentes ein, verhafteten die diensttuenden Offiziere und bemächtigten sich einer Menge von Material. Sie gründeten einen revolutionären Herd, den die Truppen der Garnison schnell lokalisierten. Mehreren Aufständischen ist es bei Tagesanbruch gelungen, in vier Flugzeugen zu flüchten. Sie warfen an verschiedenen Stellen, namentlich über Almada, Bomben ab. Diese Flugzeuge sind dann in Alemtejo gelandet. Ihre Besatzungen haben sich ergeben. Der Angriff gegen die von den Aufständischen besetzten Stellungen ist unter Mitwirkung der Truppen der gesamten Garnison, der Republikanischen Garde, der Polizei und einer Truppenabteiluug aus Mafra organisiert worden. Die Rebellen konnten sich nicht halten und haben ihre Stellung und das Material, dessen sie sich bemächtigt hatten, verlassen. Ein Teil hat sich bedingungslos ergeben, der andere wird von der Polizei verfolgt. Die Regierungstruppen haben hier die ganze Stadt besetzt. Es herrscht völlige Ruhe. Die Regierung hat Nachrichten erhalten, denen zufolge die Ruhe und Ordnung im Lande sonst nirgends gestört worden ist. Nevolverfchlachl irn mexikannchen Parlament Ein Toter, zahlreiche Schwer- und Leichtverletzte. M e x i k o C i t y, 27. August. Zu einer Revolverschlacht im Sitzungssaal des mexikanischen Parlaments wird gemeldet, daß der während des Feuergefech es getötete Abgeordnete R u i z die Zusammenstöße zwischen den politischen Gegnern dadurch verursacht haben soll, daß er seine politischen Widersacher „Feiglinge" und „Schufte" nanu te. Diese Schimpfworte entfesselten einen Sturm der Entrüstung und waren der Auftakt zu einem wüsten Streit, der schließlich In Handgreiflichkeiten ausartete. Nach wenigen Minuten griffen aber eine Reihe von Abgeordneten zu ihren Revolvern und eröffnten gegenseitig eine wilde Schießerei. Insgesamt wurden gegen etwa 80 Schüsse gewechselt. Einige Abgeordnete versuchten zwar die Rasenden zu trennen, mußten sich aber vor dem Kugelregen in Sicherheit brin gen. Die Abgeordneten suchten fluchtartig hinter den 9 auf reihen oder Tischen Dechmg, von wo -aus sie sich gegenseitig beschossen. In den allgemeinen Tumult und Kampflärm mischte sich baS Stöhnen der Verletzten. Außer dem getöteten Abgeordneten Rwiz wurden zwei andere Abgeordnete lebensgefährlich und mehrere andere leichter verletzt. Die Sturmszenen waren bei der Debatte aus-gebrochen, die über die Rechtmäßigkeit gewisser diktatorischer Maßnahmen des Gou verneurs des Staates Jalisoo entstanden waren. Der Attentäter von Züterbog meldet sich Eine Ansichtskarte an Kriminalrat Genitiül Berlin, 38. August. Beim Leiter der Untersuchung über das Jüteborger Eisen-bahnattentat, Kriminalrat Gennat, ist eine Postkarte eingelaufen, in der sich der Schreiber als Täter bezeichnet und ankündigt, daß in der Nähe von Baden-Baden in acht Tagen ein neues Eisenbahnattentat verübt werden wird. Die Postkarte weist die gleiche Schrift auf, wie die Bemerkungen auf dem Zeitungsblatt, das beim Jüteborger Attentat aufgefunden wurde. In der Karte wird außerdem Kriminalrat Gennat verhöhnt und ersucht, seine Tätigkeit aufzugeben. Eine Karte ähnlichen Inhalts lief auch bei der Redaktion einer Berliner Zeitung ein. Sie trägt das Kennwort „Baldreit", den Nenner. #ir#6 fMnen Hotels in Baden-Ba- den. Die Berliner Polizei hat nun die Ba^ dener Polizei angewiesen, in diesem Hotel in Baden-Baden Ermittlungen anzuftellen. Der Ärmelkanal auf Wasserskiern überquert. L o n d o n, 28. August. Der Oesterreicher Karl Namestnik, der um 7 Uhr 30 Min. auf Wasserskiern zur Ueberquerung des Aer-melkanals vom Kap Grisnez gestartet war, ist um 16 Uhr 30 Min. in Dover angekommen. Kurze Nachrichten O s l o, 28. August. Letzten Meldungen zufolge befindet sich der „N a u t i l u s" etwa 600 Kilometer weit vom Nordpol entfernt. Das Meer ist sehr unruhig, doch will Hubert Wilkins seinen Plan unter allen Umständen zu Ende führen. B l e d, 28. August. Im Internationalen Schachturnier wurde heute eine eintägige Ruhepause eingeschaltet. Die Teilnehmer des Turniers begaben sich in die Umgebung, um durch Rasten die Kräfte für die kommenden Anstrengungen zu sammeln. In Bled ist auch der junge jugoslawische Meister T r i fu n o« bič eingetroffen, der in Banjaluka einen schönen Sieg errang. N e w y o r'k, 28. August. Eine offizielle Mitteilung über den endgültigen Abschluß der amerikanisch-englischen Verhandlungen über die Gewährung von neuen 'Krediten an die Bank von England dürfte noch heute erlassen werden. Die genaue Höhe der Summe, über die verhandelt wurde, ist zwar -noch nicht bekannt, sie dürfte sich aber zwischen 300 und 400 Millionen Dollar bewegen. Die Anleihe, deren Laufzeit auf ein Jahr festgesetzt wurde, ist von einer Bankengruppe unter Führung des Bankhauses I. P. M o r g a n getätigt worden. L o n d o n, 28. August. Auf Beschluß der Exekutive der Öabour Party sind die Bezirksgruppen der Partei in ganz England angewiesen worden sich für die Wahlen vorzubereiten, die unter der Parole „Gegen Kürzung der Erwerbslosenfürsorge und den Lohnabbau" stattfinden würden. D« Opposition gegen Macdonald. L o n d o n, 27. August. Di« Arbeiterschaft von Hampstead, des Londoner Viertels, in dem Macdonald wohnt, Hat in einer Versammlung eine Resolution angenommen, in welcher sie den Ministerpräsidenten aus ihren Reihen ausschließt mit der Begründung, daß er durch die Bildung einer anti-soziälistschen Regierung einen feindseligen Akt gegenüber >der Arbeiterpartei vollzogen habe. Bernhard Shaws Meinmrg von Macdonald. London, 27. August. Bernhard Shaw äußerte sich über die letzten Ereignisse und insbesondere über Maodonald u c. folgendermaßen: „Es gibt nur einen Ausweg: Macdonald zieht sich demnächst mit dem Miel eines Viscount üf Lossiemouth in Oberhaus zurück, Snowden folgt ihm und Henderson übernimmt die Führung der La-baur Party. Ich halt« das für unausbleiblich. Die Rede, die Macdonald im Rundfunk hielt, macht es unmöglich, daß er weitet der populäre und geachtete Führer der Arbeiterpartei bleibt." Tftedore Drei er der große amerikanische Schriftsteller, wurde am 27. August 60 Jahre alt. Von seinen Werken ist besonders seine „Amerikanische Tragödie" geschätzt. Der Transamerikaflug des „Do X". N e w y o r k, 27. August. Das deutsche Riesenflugboot „Do X" ist gestern um %'2 Uhr mitteleuropäischer Zeit von Charleston nach Norfolk (Virginia) gestartet. Dort bleibt es über Nacht und startet morgen zur legten Etappe des Fluges nach Newyork. Gandhi reist nach London. London, 27. August. Nach einer Meldung aus Bombay wird sich Gandhi am Samstag einschiffen, um zur Konferenz de-: Runden Tisches nach London abzureiseu. Amy Johnson beabsichtigt einen Transat-lantikslug. L o n d o n, 27. August. Wie die Blätter melden, beabsichtigt die derzeit auf dem Rück fluge von Tokio nach London befindliche „fliegende Stenotypistin" Amy Johnson in der nächsten Zeit von London aus einen Transatlantikflug zu unternehmen, für den sie eine neue Maschine benötigt. Sie hofft, daß ihr das notwendige Geld hiefür zur Verfügung gestellt wird. Karolyi vor dem Parlament Stürmische Demonstrationen der Sozialdemokraten — Abg. Peyer fordert die Anklageerhebung gegen Bethlen Bu d a pe st, 27. August. Trotz des regnerischen Wetters hatte sich vor dem Parlament eine vielhnndertköpfige Meng« eingefunden, um auf diese Weise ihrem Interesse für die Vorstellung des neuen Kabinetts Karolyi Ausdruck zu verleihen. Die Galerien, Tribünen und die Diplomatenloge waren dicht gefüllt. Die bisherigen Minister fanden nur mit Mühe ihre Plätze in den Abgeordnetenbänken. Als die neuen Minister mit dem Grafen K a r o l y i an der Spitze in dm Sitzungssaal traten, wurden sie von den beiden Regierungsparteien mit Ovationen begrüßt, ivährend die Sozialdemokraten in stürmisch« Pfui- und Nieder-Rufe ausbrachen. Man konnte den Präsidenten bei Eröffnung der Sitzung überhaupt nicht hören.Die Verlesung der Dekrete über die Demission der alten und die Einsetzung der neuen Regierung wurde von ohrenbetäubendem Lärm übertönt. Die Sozialdemokratien brüllten im Sprechchor die Worte in den Saal: „Es leibe das allgemeine, geheime Wahlrecht!" Bei der Verlesung der Namen der einzelnen Mi nistet entstanden namentlich Lärmszenen u. wurden NtederURufe gehört, als die Namen des Innenministers Fischer-Keresztes und des Honvedministers Gömbös verlesen wurden. Der Lärm legte sich erst, als Ministerpräsident Graf Karolyi sich erhob, um seine Graf Karolyi versprach zunächst, seine ganze Aufmerksamkeit der Lösung der finanziellen und wirtschaftlichen Probleme widmen zu wollen. Als der Ministerpräsident .die Worte aussprach, er werde dafür Sorge tragen, daß in Ungarn niemand hungern werde, schrien die Sozialdemokraten: „Aber nicht mit Brot, sondern mit Polizeiattacken!" Der Ministerpräsident erklärte, er werde eine christliche und nationale Politik führen, frei von jedem Rassenhaß, wobei er die Staatsbürger darnach beurteilen werde, wie sie ihre staatsbürgerlichen Pflichten erfüllen. Graf Karolyi gab hierauf Erklärungen über das Verhältnis Ungarns zu England, Frankreich, Italien und Deutschland sowie zu den einzelnen Nachbarstaaten ab. Es bestünden in gewissen Fragen Mißstimmigkei-ten, die jedoch im friedlichen Wege liquidiert werden würden. Am Schluß seiner Rede wurden dem Ministerpräsidenten stürmische Ovationen bereiter, während die Sozialdemokraten großen Lärm schlugen und sich in Protestrufen ergingen. Zuerst sprachen zwei Vertreter der Regierungspartei, nach ihnen erhob sich der Sozialist Pever, der dem Hause den Antrag stellte, den Gra'-en Bethlen und seme Regierung, die den finanziellen und wirtschaftlichen Krach des Staates heraufbe- Programmerklärung abzugeben. Seine Re- i schworen hatte, auf die Anklagebank zu Verde enthielt wesentlich nichts mehr, als er oh-1 setzen. Die Regierungsparteien protestierten nehin schon am Bankett der Regierungspar- stürmisch gegeg d'ssen Antrag. Die Sitzung taten erklärt halte. I wurde sodann geschlossen. Twtzkis Kritik an Statt« Ein Umweg auf dem Wege vom Kapitalismus zum Sozialismus P a r i s, 27. August. In der letzten Nummer des in Paris erscheinen ■> i Blat-der russischen kommunistischen ■Ci rrrtst- :ion „Bulletin U,. Opposition'' ltechirv.it sich T r o tz k i in interessanten Aus'ühr n-gen mit der jüngst eingeschlagenen Linie der russischen Politik. Trotzki erklärt, daß die neue Politik, die Stalin eingefchlagen hat, eigentlich einen Umweg auf dem Wege vom ; Kapitalismus zum Sozialismus darstellt. Die Notwendigkeit dieses Umweges wurde durch Jrrtümer hervorgerusen, die sich Stalin in der letzten Zeit zuschulden kommen ließ. „Ich habe", erklärt Trotzki, „auf diese Irr Himer und auf die Notwendigkeit einer Um- kehr in den letzten zwei Jahren wiederholt h'ingewiesen. Wenn man darin die Aufgabe der sozialistischen Ziele erblickt, so ist dies unrichtig. Die neue Umkehr Stallins kann aber nicht nur die Hoffnungen feiner leichtgläubigen Feinde erwecken, sondern gleichzeitig den Mut vieler wankelmütiger Feuu-de der Sowjetunion abkühlen." Trotzki besprich: dann ziemlich ausführlich den Fünfjahrplan und erklärt, daß insbesondere die Abänderung des Fünfjahrplanes in einen Vier-jahrplan diesem das ungebührliche Aussehen eines Wettrennens verliehen hat. Die Linksopposition hat immer gegen -diese Politik Stellung genommen und vor dom jetzigen Kurs gewarnt. Doppelfelbstmord zweier Freundinnen B e r l i n, 27. August. Eine tragische Aufklärung fand das Verschwinden zweier 20jähriger Mädchen, Judith Berger, der Tochter eines wohlhabenden Berliner Juweliers und deren Freundin, der Russin Sofie Kondzorian. Die beiden jungen Mädchen waren seit Jahren befreundet und zeigten bisher keine Spur von Lebensüberdruß. Erst vor einigen Tagen fiel den Eltern ein gedrücktes Wesen der beiden Mädchen auf, das sie aber auf ein allzu intensives Studium psychoanalytischer Schriften zurückführten Am vergangenen Sonntag machten die beiden Mädchen einen Spaziergang, von dem t flicht mehr zurückkehrten. Gestern abends bemerkte ein Mann in der Havel die Msammen gebundenen Leichen der beiden .Rädchen, die dann geborgen werden konnten. Die Residenz der Könige von Äsrae! gefunden Neue Ausgrabungen bestätigen die historische Darstellung der Bibel London, 27. August. Ausgrabungen, die bei dem heutigen Sebustiye in Palästina vorgenommen werden, haben wieder einmal die Richtigkeit der in der Bibel enthaltenen historischen Darstellungen erwiesen. Man hat Ueberreste des alten Samaria, der Residenz der Könige von Israel, gefunden und festgestellt, daß die biblische Erzählung von der Gründung der Stadt durch Omri stimmt, denn man konnte trotz eifrigem Suchen keine Ueberreste aus einer früheren Periode als jener Omris entdecken, andererseits aber auch den Sinn einer B-ibelstelle erkannt, die viel umstritten war, weil man sie nicht verstand. Es heißt im hebräischen Text der betreffenden Stelle des ersten'Buches der Könige, daß der König von Israel und Josaphat, der König von Juda, jeder auf seinem Thron auf der Tenne an der Tür des Tores saßen. Das begriffen die Uebers-etzer nicht. Der wichtigste Fund aus der israelitischen Periode bei den jetzigen Ausgrabungen verbreitete jedoch Licht über die Sache. Man stieß auf einen ungefähr 20 Met. langen Teil.der Stadtmauer, deren Fundamente in eine in -den Felsen gehauene Grube gelegt waren. An dem östlichen Ende biegt dieser Mauerteil stark nach dem Süden ab und da traf man Reste eines gänzlich verwüsteten Turmes an. Der Grundriß der Mauer und des Turmes macht es wahrschein lich, daß hier einmal ein Tor war. Nun hat man bereits früher nicht fern von diesem Punkt eine Tenne gefunden. Daraus ersieht man, daß der hebräische Text der erwähnten Bibelstelle vollkommen richtig mar-Die Ausgrabungen werden von einer unter der Leitung des Archäologen I. W. C ro wfoot stehenden Expeditivu^^ geführt. Sie untersuchte speziell das ‘ ^ gebiet aus der Zeit des Königs Herote-v^^ man Spuren aus der israelitischen, ( [tischen und römischen Zeit fand. Es sich, daß Samaria nach dem vierten fünften Jahrhundert in Verfall gerre • bedeutsamsten Reste aus dieser späteren > stehen mit der Verehrung Johanns Täufers in Zusammenhang. Auch ich liehen Sebustiye sind Hinweise auf die ehvung des Johannes vorhanden. ®at - haben die Ausgrabungen auch «uu-- t gebracht, lieber der israelitischen Mauer deckte man eine gepflasterte Straße, scheinlich aus dem 16. Jahrhundert mend, die zu einem Viertel, als die "~ dereien des Klosters" bekannt, führte. hatte dort schon eine Kirche des i°beI1^£i 'ten Vierpfeilertypus, die mindestens Perioden angehörte, ausgegraben. Die ^ Kirche hatte vermutlich ein Holzdach' ^ auf vier Granitsäulen ruhte. Ste imI Lei< gebaut und die Säulen zu viereckigen e lern umgewandelt. Die Wände zeigen 1 bleibssl von Gemälden, aber die '«^chjp testen Reste förderte man in einer u-ü-difchen Kapelle zutage, nämlich zwei W . die Episoden aus der Geschichte Jrha v des Täufers wiedergeben dürften- Das 9 7 ßere Bild stellt einen Hügel mit de-m ^ des Johannes in der Mitte und dasi vier Geistliche dar. Aus der hellen'g r ^ Zeit hat man nur geringfügige ßW1' ^ herausgeholt, jedenfalls keine Gebäude, ^ aus man schließen kann., daß die Verwul! ^ der Stadt in der letzten Dekade des jo Hunderts vor Christi ^ _ 5-aj1 Geburt tatsächlich. gründlich war, wie Jvfephus Flav-ms "v o '■> / U , tet. Die römif-che Zeit ist durch eine e ^ Zahl von Mauern, durch zwei der 1 Gottes gewidmete Inschriften, viel de‘ .e» Gipsarbeiten, verschiedene Wasserm-^ >• an Wänden usw. vertreten. Interessante Ergebnisse hätten «"‘List von der Haverford-Expedi-tion »ovg^ ‘d neu Ausgrabungen, wo einst Beth ^ji lag. Das ist die Stadt, wohin die 1,0 $ Philistern weggeführte Bundeslade $ ■ IIt« kehrte. Der Ort muß nach den dort v it denen Gegenständen eine wichtige, M» yt te Ansiedlung gewesen sein, die in zwischen 1200 und 1000 vor Christi,;, 0^ i j uui für den Handel Bedeutung hatte, ch ^ lvmo aber war die Mauer eine ^ L r ren Steine man wegtrug, um bauen. Die dritte Schichte der ^ Spuren eines schweren Brandes«* nimmt an, daß Beth Semes ^ vom ägyptischen König, der st* durch Feuer verwüstet und seiner der Frau Salomos, geschenkt wurde- GM ausgetmumterTlo^' Aquillar-Nachlatz 119 Pf««0' ^ Wien. Amtlich wird verlautb^'.^ gen des angeblich, von englischen ~ni) verwalteten, mehrere Millionen b' $ tragenden Nachlasses eines Bankiers d'Aguillar M Anzahl vermeintlicher Verwandter ^ »■ bm an das Bundeskanzleramt «« ^ § österreichische Gesandschaft in 5ie wandt. Das Bundeskanzleramt y« sandschaft in London mit ‘der Ang I/ der.,7^ betraut. Die Gesandschaft hat berichtet. den nichtbeanspruchten Beträge«^ “^0^ Ein beim Pay ofsice of the supre>« ,t cery-Abteilung des High Court n ner mit der Sache in Zusammen^ judicature erliegender, nicht Chanoery-Fonds beläuft sich auf ^.yancery-rz-onos oeiauyi gcy 7 -rka ° 119 Pfund 14 Shilling 6 Pence Dinar; in bar und über den u ursprünglichen Fonds wurde T« Lösche mit Vulver Als erste Stadt der Welt hat Frankfurt am Main eine Feuerlöschspvitze eingeführt, die statt mit Wasser mit Pulver löscht. Die Spritze wird überall dort Verwendung finden, wo durch das Löschen mit Wasser Schaden angerichtet werden kann, wie in Stoff- und Papiergeschäften. Die Mischung, die hier zur Bekämpfung des Feuers dient besteht aus Kohlensäure und Natronpulver. Erst wenn der in den Köhlensäureflaschen mitgeführte Vor rat aufgebraucht ist, wird genommen. Wassel 1U.J. , -- ti*t«h!rip“r? uni) 1830 auf Grund von Ge-S°nds1? l]tn ^fügt. Das Gros des ite Rp., vrde außergerichtlich an verschiede-Nur? Vechtigte überwiesen. Pfund uV61?61} erwähnte Betrag von 119 stet, hpi 6 Pence blieb unangeta- tönutp Jv' sen nicht beanspruchten Saldo totbtiiLn6 va§ englische Außenamt der Ge-AessJ„ " aritteilke, bloß auf Grund einer !8ett,en® e§ Chancery-Gerichtes verfügt ^staa ^vblick auf die Geringfügigkeit des rottop^5 auf den Zeitraum, während nett m' 61 ""beansprucht geblieben ist, kon-lis't ^ °ss britische Außenamt ausdrück-@Menr -r^oB' die zuständigen englischen auf tu "Tandem empfehlen, die Auslagen in dix? nehmen, welche die Erhebungen Der '^.Angelegenheit verursachen würden, der (tojr^enib wiedergegebene Inhalt des zuqek„^"vschaft vom britischen Außenamt seihst „JJ^n Schreibens spricht für sich antygt. dürfte genügen, vermeintliche Erb ^UsInrJJ von weiteren Bemühungen und abzuhalten. 3o°° Todesopfer der Taifun-kMa^troptze L Mojttfiv von, 27. August. Die letzten Ra-bet Ki.Jgen aus Shanghai geben die Zahl tuttb 3ooo ^ec v£r Taifunkatastrophe mit Das Hochwasser sinkt. 5taei ^an, davon entfallen mehr als hrute nachts um etwa ein Viertel sind sHJ"dt auf Hankau. Die Wassermassen ^follett. ®,r 2ux eines Bauch-rebners "öd) h: . >« einer Senkgrube eingeschlossen I und ersticke!" Sch ie:n 1 ch 27. Auiguisi Einen originellen 'u,bec ~ c d-eser Tage ein Bauchredner fiuigx Jlv aRochelle und versetzte 'U nit-fu 1 hindurch ein ganzes Stadtviertel nen Baifn J'111®6 Aufregung. In einem llci-btvtzti^ ’ V'auä hörten die anwesenden Gäste ^8bvden '¥ Zagende Stimme unter dem r ^nknr^vvardringen und als man nä-chsinb 6 Un'v fragte, wer sich im Kel-ö°c: C' antwortete die Stimme von zu- » \f\ chtibx Keller ... Ich bin in der Scirk-Det fo.E'Fpffca . . . Ich ersticke!" b vegun« ^ bemächtigte sich eine riesige Cafetier alarmierte sofort Jc'lete üJ. . und wie ein Lauffeuer ver-^ tn der nächsten Umgebung die i(-etj°n .e'n'em mysteriösen Verbrechen nJ ^^rräumlichkeiten des Kaffeehauses te e?0e^c Wt einer Ambulanz her lehnen?' Kellergewölbe durchsuche, C USirt” b™ .«E-I-Un}. die ft, A ^ stellte sich. heraus, daß ch N^chhei ?,tc. als auch die Feuerwehr ^ e'nen Dwuchredner, der K T?1 war Karten spielte, gefoppt chwSttefto'"vet Mann wird sich fetzt me« ch feben n'9 ver Behörden zu verant- d r v'» Augen deeVolizei alländer in Berlin spurlos nrr-, tz . schwunben. 1?ird. J; 2T- August. Wie erst jetzt be-chtth s>e des mn,.ttn:ci" der letzten Nächte in chri^cher „szeiprüsidiums ein anschei-!> ?ch, übEjvder von sechs bis acht fchz chfchiBint! ' uiedergeschlagen und ***** worden. Die es ^ en ihr Opfer aus und vto v^t,, llzeiw? r jauzo Vorfall wurde von ^ dem es )(^0>"hrrgen Fremden sah, J1* stt "oEch antw-11®! ^Urschen, die eben-n» der f! ttttlten, beobachteten ^ unvorsichtig war, seine k? N' an der man mehrere entfltr* ¥n Als sich >schöm?ch her sn Ve' joEgten ihm die Bur-S C^te, der Verdacht Juch fvftdet, ber ^nter den Burschen her. Xbfte Bor. 8 ßnopfJ Hause Kleine °ngekommen. als ^ von den 3m Faltboot erschossen Ein mysteriöser Mord aus hoher See Der italienische Fischdampser „Vigilante" hat, wie aus La Spezia gemeldet wird, auf hoher See, etwa fünf Meilen von der Küste, ein kleines Boot gesichtet, das mit gehißten Segeln, scheinbar führerlos, dahintrieb. Der Kapitän fuhr in die Nähe des sonderbaren Fahrzeuges, und da entdeckte man, daß es sich um ein Faltboot handelte Die Mannschaft eines ausgesetzten Bootes stellte fest, daß sich außer einer Frauenleiche, die am Botskörper angebunden war, niemand auf dem Fahrzeug befinde. Das Faltboot wurde an Bord gebracht und im nächsten Hafen den Behörden übergeben. Die Leiche war unbekleidet und trug nur eine rote Marinebluse. Man schätzt die Tote auf etwa 30 Jahre. Bei genauer Durchsuchung des Bootes fand man einige nautische Instrumente und Papiere, die auf den Namen einer 28jährigen Mariette C a r a-v a n n i e aus Paris lauten. Die ärztliche Untersuchung ergab, daß das Mädchen durch einen Schuß in den Hinterkops getötet worden ist. Auf die sofort eingeleitete internationale Korrespondenz der Behörden lief aus Nizza folgende Antwort ein, die man für sehr wert voll zur Ausforschung des Mörders hält. Vor einigen Tagen traf in Nizza, von Monte Carlo kommend, ein 20jähriger Mann in Begleitung eines Mädchens mit einem Faltboot ein. Der Mann hieß S a b o u r-r a u d, die Identität seiner Begleiterin ist unbekannt. Die beiden fuhren mit einem Auto nach Monte Carlo zurück und. verlangten vom dortigen Hafenkommandanten die notwendigen Papiere, um mit ihrem Faltboot nach Korsika zu segeln. Wegen der Gebrechlichkeit des Fahrzeuges wurden ihnen die Papiere verweigert. Das Paar reiste darauf mit der Bahn nach San Remo und nahm sein Faltboot mit, um — wie der Mann erklärte — von San Remo aus Korsika zu Wasser zu erreichen. Neue Vorstöße in den West- raum Siedehitze in den höchsten Luftschichten — Eine neue wissenschaftliche Theorie Der bekannte Astronom Prof. Darwin O. Lion arbeitet seit längerer Zeit an einer Stratosphärenrakete, die in der nächsten.Zeit abgeschossen werden soll. Die Rakete soll nach vorläufigen Berechnungen 80 Kilometer hohe Luftschichten erreichen. Die erste Rakete des Professors stieg nur in eine Höhe von 9 Kilometer, die zweite platzte an der Erdoberfläche und tötete den Gehilfen des Professors, während der Professor selbst leicht verletzt wurde. Durch wesentliche Aenderung sollen jetzt alle Fehlerquellen beseitigt sein, sodaß weder die Perionen, die beim Abschuß zugegen sind, gefährdet werden, noch ein vor zeitiges Absinken der Rakete zu befürchten ist. Der Abschuß erfolgt bei. Tripoli, in einer Gegend, die nach Ansicht der Sachverständigen in jeder Hinsicht für ein solches Experiment günstig sein soll Während Prof. Piccard selbst die Fahrt in die höheren Regionen mitmachte und Registrierungen vornahm, will Prof. Darwin D. Lion seine Rakete nur mit allen notwendigen Instrumenten ausstatten, die automatisch die Beschaffenheit der oberen Luftschichten und sonstige Erscheinungen in einer so großen Höhe registrieren sollen. Die neue Ra kete ist 4 Meter lang und wiegt 50 Kilo. Sie besteht aus drei Teilen. Der erste Teil separiert sich automatisch von der übrigen Rakete, wenn eine Höhe von 9 Kilometer erreicht wird; der zweite Teil trennt sich' in einer Höhe von 50 Kilometer und der dritte Teck, in welchem sich die Instrumente befinden, fliegen bis 80 Kilometer weiter. Die Hauptschwierigkeit der Erfindung bestand darin, daß es erreicht werden sollte, daß die Rakete sich in dyn höchsten Luftschichten etwas länger aufhält, damit die Instrumente alle Daten richtig registrieren können. Zu dem Zweck wird die Rakete mit einem besonders konstruierten Fallschirm versehen, durch welchen die Rakete in der Stratosphäre sich mehrere Stunden aufhalten kann. Die Fahrt der Rakete wird mit Teleskopen beobachtet. Es wird damit gerechnet, daß Luftströmungen die Rakete von der Abschußstelle wegtragen, der Fall würde aber gleichfalls in der Nähe von Tripoli statrfim den. Welche praktische wissenschaftlichen Ziele sollen durch solch eine Erforschung der höheren Schichten des Luftmeeres erreicht werden? Die neuesten Beobachtungen haben ergeben, daß die Wettervorhersage, die heute sich jungen Leuten umringt, nidergeschlagen und in den Hausflur geschleppt wurde. Die ganze Szene spielte sich so Blitzschnell ab, daß der Beamte, der vom Schauplatz der Tat etwa 150 Meter entfernt war, nicht schießen konnte, da er befürchten mußte, den Holländer zu treffen. Er ließ eine Polizeistreife herbeiholen. Mehrere umliegende Häuser wurden noch während der Nacht gründlich durchsucht, doch wurde weder von den Tätern noch von dem Fremden eine Spur gefunden. auf etwa 24 Stunden erstreckt und auch in diesem Zeitraum nicht sicher auftritt, durch die Erforschung der höheren Luftschichten eine bedeutend größere Stabilität erlangen dürfte. Bis. jetzt weiß man noch nicht mit positiver Gewißheit, welche Faktoren eigentlich auf die Witterung wirken. Die Meteorologen sind aber heute fast alle darin einig, daß der Schlüssel zu dieser Frage in höheren Luftschichten zu suchen sei. Professor Piccard hat aus einer Höhe von 16 Kilometer Nachrichten gebracht, Registrierballons sind bereits in einer Höhe von 35 Kilometer gestiegen. Da die Luftschicht aber eine Höhe von 160 Kilometer hat, so find demnach dreiviertel dieses Raumes bis jetzt noch gar nicht erforscht und es fehlt jegliche praktische Vorstellung über die Beschaffenheit dieser Regionen. . Früher wurde angenommen, daß die Tem peratur bei zunehmender Höhe ständig abnimmt. In niedrigeren Regionen des Luftmeeres wurde diese Beobachtung gemacht. Auf Grund dieser Beobachtung wurde errechnet, daß die Abnahme der Wärme bis zu einem Punkt von 273 Grad Kälte reicht. Diese Temperatur von 273 Grad Kälte wurde als der absolute Nullpunkt des Wolten-raumes bezeichnet. Der Weltenraum mußte somit begrenzt kalt sein. Jetzt ist man durch praktische Beobachtungsversuche zu einem ganz anderen Resultat gelaugt. Die Beobachtungen vermittels Registrierballons haben überraschend ergeben, daß diese Theorie mit Tatsachen nicht zu belegen ist, da in einer Höhe von 11 bis 16 Kilometer die Temperatur nicht mehr fällt, sondern einen konstanten Charakter annimmt, manch mal sogar steigt. Diese Beobachtung ist weiter verfolgt worden. Die Astronomen haben durch’ Beobachtung der Meteoriten die Ueberzeugung erlangt, daß die Atmosphäre in einer Höhe von 45 bis 60 Kilometer die gleiche Temperatur haben müßte, wie an der Erdoberfläche. Diese ^Theorie ist jetzt durch Forschungsergebnisse des englischen Astronomen Prof. Dr. Whipple bestätigt worden. Nach seinen Beobachtungen ist die Atmosphäre in einer Höhe von 60 Kilometer stets wärmer als auf der Erde in der heißesten Jahreszeit. Die Temperatur dieser sehr hohen Luftschichten steigt aber noch viel mehr und erreicht manchmal 93 Grad Wärme. Somit dürfte die Temperatur in diesen hohen Luftschichten ständig höher sein, als auf der Erde. Ein praktischer Vorfall wurde in der Kette dieser Beobachtungen als besonders wertvoll bezeichnet. Am’ 11. Juli 1929 wurde festgestellt, daß die Temperatur über England in einer Höhe von 47 Kilometer den Siedepunkt erreicht hatte. Gleichzeitig suchte England eine gewaltige Hitzenwelle heim. Wie hoch aber die Temperatur in ganz hohen Luftschichten ist, wie die Temperatur sich außerhalb des Luftmeeres gestaltet, diese Feststellungen sind den Forschern bis jetzt noch nicht gelungen. Etwas mehr Klarheit in diese Frage soll der bevorstehende Raketenfluq liubijanaer Herbstmesse Lljubljana im Herbst Köniqswoche 29. August bis 9. September 193t Besondere Ausstellung; Fremdenverkehr, Ausstellung der slowenischen Städte. Landwirtschaft (Milch und Käsereien, Bier, Bienenzucht, Weinausstel-lung, Gemüse, Geflügel, Kaninchen und landwirtschaftliche Maschinen, Hygiene, neuzeitliche Hauswirtschaft, Hotel- und Wohnungseinrichtung. Industrie- und Gewerbeabteilung. Während der ganzen Messe große Feierlichkeiten! Königs Woche! Opern- und Dra« ma-Aufiührungen im Freien, Musik, Festspiele usw. Legitimationen zu Din 30.— in allen Wechselstuben, Eisenbahnstationen, Handelsorganisationen, Reisebüros »Putnik« und beim Messeamt erhältlich. 50%ige Ermäßigung auf der Bahn. 40.000 m* Messeraum, 10 Ausstellungsgebäude! Für Wohnungen ist gesorgt* des Prof. Lion bringen. Auch beabsichtigt Professor Wipple einen Vorstoß in der nächsten Zeit in die Stratosphäre. Pros. Lion vertritt die Ansicht, daß die Entsendung einer Rakete, z. B. auf den Mond prinzipiell schon heute vorgenommen werden könnte. Man müßte der Rakete eine Anfangsgeschwindigkeit von 11 Sekundenkilometer geben. Andere Voraussetzungen seien auf Grund der heutigen Technik unausführbar. Me Probleme eines interplanetarischen Verkehrs seien aber heute nicht so aktuell, wie das Problem, wie man den Menschen in 80 Kilometer Höhe bringen und die neuen Wahrnehmungen in dieser Höhe für den Menschen praktisch auswerten könnte. Von der Kenntnis dieser Schichten hänge manches auf der Erdoberfläche ab, vielleicht würde cs -sogar möglich sein, die atmospärischen Störungen auf der Erde in vieler Hinsicht zu beeinflussen. K. L. Der heilige Affe Zu den durch Mythe und Religion geheiligten Tieren gehören in vielen Teilen Indiens bestimmte Affenarten. Zahllose Geschichten werden von denen erzählt, die dis Würde der Gottheit durch unbotmäßige Behandlung der Tiere nicht achten. Ein indischer Soldat aus Bombay, der schon fett mehreren Jahren diente, erhielt zum ersten Male Urlaub, um seine Eltern zu besuchen. Den letzten Teil der Reise mußte er zu Fuß zurücklegen, da sein Heimatdorf nicht an der Bahn lag. Erschöpft von der Hitze lagerte er an einer sehr tiefen Duelle, die von schattigen Bäumen umstanden war. Da er großen Hunger hatte, nahm er seinen Provi« autsack hervor und fing an zu essen. Sehr bald gesellte sich einer der in der Gegend heilig gehaltenen Affen zu ihm, die sehr dreist und unverschämt sind, da ihnen niemand etwas anzutun wagt. Der Affe wollte mit frühstücken und langte ohne Umstände zu. Der Inder aber hatte nur gerade genug für sich, und als der Affe zu aufdringlich wurde,' gab er ihm eine Ohrfeige. Der heilige Affe sprang beleidigt und Gesichter schneidend davon und kletterte auf einen Baum. Der Inder dachte nicht mehr an den Affen, legte sich zum Schlafen zurecht, indem er seinen Turban abnahm, um ihn als Kissen zu benutzen. Er hatte nicht lange geschlafen, als er durch ein Geräusch im Was. ser geweckt wurde, und zugleich über seinem Kopfe vergnügte Töne hörte. Da saß der ungastlich behandelte Affe, boshaft lachend, auf einem hohen Baumast und hielt in seiner Hand das Tuch mit der ganzen Barschaft des Inders, die er aus dessen Turban gestohlen hatte. Mit teuflischem Vergnügen warf er eine Rupie nach der anderen in das tiefe Quellwaffer. Der Inder gab sich alle mögliche Mühe, dem Affen seine Ersparnisse abzujagen. Er hielt ihm die verlockendsten Bißen hin, versuchte es mit nersöhnlicheu Gebärden und Zeichen, alles war umsonst. Der Affe ließ sich weder sangen noch erweichen. Erst als das letzte Geldstück mit dem Tuch im Wasser lag, sprang et: Zufrieden davon. Brüllzimmer. Ein großes Kino in Rewyork hat mit seinem „Dienst am Kunden" wohl den neuesten Rekord aufgestellt. In Amerika kennt man in Kinos kein Verbot für Jugendliche, und so werden Kinder in allen Lebensaltern zu den Vorstellungen mitgenommen. Sehr hau» fig haben nun die Kleinen und Kleinsten wenig Verständnis für die Darbietung gezeigt, und ihrem Mißbehagen durch lautes Brüllen Ausdruck verliehen. Um nun den betreffenden Eltern doch den Kinobesuch zu ermöglichen und die anderen Zuschauer nicht zu stören, ist man auf folgende Idee gekommen. Mehrere Logen des ersten Ranges tour den zu einem größeren Raume vereinigt. Die Wände hat man schalldicht gemacht und die Oeffnungen nach dem Zuschauerraum mit Fenstern versehen. Hier bringt man die schreienden Kinder unter, deren Brüllen nun niemanden mehr stört, und die Eltern können durch die Fenster alles sehen, bezto. ihre Schreihälse, was sich auf der Leinwand abfpielt. Fasci FemminM Wie allgemein bekannt, hat Mussolini große Organisationen geschaffen, um Knaben und Jünglinge ganz im faschistischen Geiste zu erziehen. Daß aber auch große Vereint gungen für die weibliche Jugend bestehen, dürften nur die wenigsten wissen. Die Zahl der Mitglieder ist über hunderttausend angewachsen. Die Organisation der „Fasci Fem-minili", an deren Spitze ein Generalsekretär steht, zerfällt in 4000 Zweigvereine,. denen Frauen aus allen Ständen angehören. Die sen Frauenverbänden hat man die faschistische Mädchenerziehung anvertraut, die bereits im zartesten Kindesalter beginnt. Man unterscheidet drei Gruppen. Der ersten „Die kleine Italienerin" genannt, gehören Kinder bis zum 14. Lebensjahre an. Der zweiten Gruppe „Die junge Italienerin" werden Mädchen bis zu 18 Jahren zugerechnet, und die dritte Gruppe „Die junge Faschistin" umfaßt die Italienerinnen bis zum 22. Lebensjahre. Mussolinis möchte aus den zukünftigen Müttern Italiens wahre Jdealge-stalten machen, deshalb hat er persönlich nun Thesen für die weibliche Erziehung auf-gestellt, deren Befolgung trotz aller Propaganda auf dem Papier einfacher ist als in Wirklichkeit. Einige solche Sätze lauten: 1. Die Pflichten als Tochter, Schwester, Schülerin und Freundin siriti mit Güte Und Heiterkeit zu erfüllen, auch wenn es bisweilen schwer fällt. 2. Sie soll den Duce lieben, der das Vaterland größer und stärker gemacht hat. 3. Sie soll freudig den Vorgesetzten gehorchen. 4. Sie soll den Mut haben, sich denen zu widersetzen, die zum Bösen verführen und die Rechtschaffenheit verspotten. 5. Sie soll die dumme Eitelkeit fliehen, aber das Schöne lieben. Vielleicht hilft Punkt drei, die Liebe zum Duce, zur Erfüllung der übrigen Programm punkte. Wenn man feinen Namen vergißt Eine junge Hannoveranerin lernte in Bad Pyrmont einen polnischen Bankbeamten ken nen. Die jungen Leute fanden Gefallen aneinander, sie verlobten sich und schon nach wenigen Wochen fand die Hochzeit statt. Die Hochzeitsreise führte sie auch nach Berlin, wo die jungen Eheleute sozusagen zwischen zwei Zügen verschiedenes zu erledigen hatten. Sie wollten sich in einem Cafe am Alexanderplatz wieder treffen, und die junge Frau war als Erste an Ort und Stelle. Plötzlich traten mehrere Herren an ihren Tisch, gaben sich als Kriminalbeamte zu erkennen und erklärten sie für verhaftet. Die junge Frau, total betäubt vor Schreck, bat um Aufklärung, doch die Beamten erklärten ihr, sie müsse erst mit ihnen nach dem Polizeipräsidium kommen, wo sie näheres erfahren würden. Hier eröffnete man ihr, daß man sie für eine langgesuchte Hochstaplerin halte, sie solle sich legitimieren. Da die junge Dame keinerlei Ausweispapiere bei sich führte, fragte man sie nach ihrem Namen. Sie fing an zu stottern und erklärte schließlich, daß sie ihren Namen vergessen hätte da sie erst drei Tage verheiratet sei. Diese Aussagen bestärkten die Beamten in ihrer Annahme, die gesuchte Verbrecherin vor sich zu haben. Man behielt sie in Haft, und führ te sie am nächsten Tagen dem Untersuchungs richter vor. Hier wiederholte sie tags zuvor gemachten Angaben und bat den Untersuchungsrichter flehentlich, doch nachforschen fnrfiP fr$ßann fie nicht inzwischen Srnk f fttourbe in der Vermißten» zentrale festgestellt, daß eine junge Ehefrau aus Hannover aus vermißt angemeldet worben war. ^hr Ehemann legitimierte sie. u. sie wurde sofort entlasten. Wie kam es aber, daß die junge Frau ihren Namen vergessen hatte? Kein Wunder: Sie hieß Krsirnzschki. Sport „Karfflub" (Graz) -„železničar" In der weiteren Folge des Heuer überaus abwechslungsreichen internationalen Spielprogramms unserer Fußballer absolviert morgen, Samstag, den 29. d. der bekannte Grazer Ligaverein „Parkklub" ein Gastspiel. Den Gegner stellen neuerdings die Eisenbahner, die diesmal mit frischen Kräften ins Feld ziehen. Die Gäste, die in der ersten steirischen Fußballklasse eine nicht zu unterschätzende Rolle spielen, verfügen über eine recht gut durchtrainierte Mannschaft, deren Gesamtstärke den Grazer Spitzenvereinen um nichts nachsteht. Die morgige Begegnung mit den Eisenbahnern dürfte daher einen äußerst interessanten und auch harten Kampf bringen, zumal das Kräfteverhältnis so ziem lich ausgeglichen erscheint. Den Eisenbahnern bietet sich überdies eine neuerliche Gelegenheit, die Ebenbürtigkeit des Mariborer Fußballsports den Grazern nachzuweisen. Der Kampf geht um 17 Uhr am „Železni» ear"°PIatz vor sich. Handicap-Tennlstm nkr Unsere Tennisspieler bereiten eine überaus interessante Veranstaltung vor. Am 5. September und an den folgenden Tagen wird zum ersten Mal ein Handicap-Turnier zum Äustrag gelangen, daß die Spieler der Sportklubs „Rapid" und „Maribor" im Kampfe versammeln wird. Die Wettkampfe gehen auf den neuen „Maribor"-Tennisplät-zen vor sich und sind ausschließlich für Mitglieder obgenannter Vereine offen. Nennungen sind bis zum 3. September abzugeben. Dieselben nimmt für die „Rapid"-Mitglieder Herr -Sepp H o l z i n g e r, für jene des SSK. „Maribor", Herr Alfons G i l l y entgegen. Die zwei Erstplacierten erhalten Ehrenpreise. Die Ueberreichung der Preise wird gemeinsam mit einer kleinen Unterhaltung am 8. September um 17 Uhr im Park bei der Tennisanlage des SSK. „Maribor" stattfinden. Die Turnierverwaltung setzt sich aus den Herren Fritz Felber und Prof. Mirko Seunik (Obmänner), Franz Babiö und Karl Hitzel (Turnierleiter), Josef Loos und Artur Paternolli (Oberschiedsrichter), Alfons Gilly und Sepp Holzinger (Kassiere), Doktor Otto Blanke (Handicaper) und Edmund Hof fer (Sekretär) zusammen. : Demission im M. O. Im Zusammenhang mit verschiedenen Unstimmigkeiten legte der Bizeobmann des hiesigen M. O. Herr Dr. Odon Planinšek seine Stelle nieder. : Ein Tenniswettkampf „Maribor" — „Ptuj" findet kommenden -Sonntag auf den Tennisplätzen des Sportklubs „Ptuj" in Ptuj statt. : Der Radfahrerverein „Poztela" in Radvanje veranstaltet Sonntag, den 30. d. eine Tagespartie nach Ptuj. Die Abfahrt erfolgt um 8.30 Uhr vom Klubheim in Radvanje. Gäste herzlichst willkommen! Der Obmann: Andreas RuLiö. Feuilleton Der unheimliche Vatient Von Olaf B e r g st r ö m. Die junge Aerztin öffnete die Tür zum Wartezimmer. „Der Nächste bitte!" sagte sie. Und ein stämmiger Bursche von untersetzter Gestalt kam in harten Schritten an ihr vorbei. Fast wäre sie zurückgeprallt. Ein derart rohes -Gesicht war ihr noch nicht vorgekommen. Und dieser Mensch sollte ein Patient sein? Ausgeschlossen! Als Aerztin war sie Menschenkennerin genug, um sich sofort zu sagen: hier stimmt etwas nicht! Dieser unheimliche Geselle führt nichts Gutes im Schild. Ihr Herz begann laut zu klopfen, und sie warf noch, hilfesuchend, einen Blick in das Wartezimmer — es war sonst niemand mehr da. Resigniert schloß sie die Tür. Sie waren allein. „Ick jloobe, ick habet auf der Lunge," begann er mit Heiserer Stimme, im gleichgil-tigen Ton und musterte dabei interessiert das Zimmer. Wie gebannt blieben seine Blicke auf . der Schale mit den Geldscheinen haften, die auf dem -Schreibtisch stand. Aha! dachte die Aerztin; sie warf den Kopf entschlossen in den Nacken. Nur jetzt keine Angst zeigen! „So, so, lungenkrank sind Sie?" sagte sie kurz. „Na, dann machen Sie mal den Oberkörper frei!" Ter Mann zögerte. „Vorwärts! Vorwärts! Ich habe nicht viel Zeit!" Hämisch grinsend gehorchte der Mann. Warum sollte er sich bei dieser Gelegenheit nicht einmal untersuchen lassen? Er würde eben dann nachher — — Und so ließ er sich die Lungen abklopfen. Jetzt legte die Aerztin das Hörrohr an. „Tiefer atmen. . . gleichmäßig!" rief sie energisch. Sie stand gebückt. Da sah sie, wie die Rechte des Mannes sich zur Faust ballte und wie der muskulöse Arm sich hob. Eine Sekunde noch, und er mußte auf sie niedersausen „So bleiben Sie doch ruhig, Mann!" schrie sie ihn an und richtete sich auf. Er ließ sich verblüffen, der Ärm sank langsam herunter. »Ihr Fall ist verdammt ernst! War jemand in Ihrer Familie lungenkrank?" Der Verbrecher erschrak. Verdammt ernst? Sollte er wirklich krank sein? „Meine Mutter ist an die Schwindsucht j-estorben," — anwortete er etwas beklommen. „Dachte mir so etwas. „Hier," — sie stieß die Tür zu einem Nebenraum auf — „kommen Sie herein, ich muß Sie sofort durchleuchten!" Der Bursche folgte. Ihm wurde unbehaglich. ■ Lautes Knacken und Knistern ging durch den Raum. Das grüne Licht der Röntgenröhre verlieh ihm eine geheimnisvolle Helle. Die Aerztin hielt die Untersuchungsscheibe vor die Brust ihres unheimlichen Patienten. „Natürlich," sagte sie dann, „Sie haben eine Caverne auf der rechten Lunge ... ich Die größte LustschifthaNe öee Welt W | W m % MEL ■ . 'j/ / , 1 i ist in Akron (Amerika) fertiggestellt worden. Die Halle dient als Unterkunftsort, für den größten Zeppelin der Welt, der jetzt seine er» ersichtlich. sten Probeflüge unternommen hat. Die gewaltigen Dimensionen der Halle sind aus der Kleinheit des Luftschiffes im Vordergrund sage Ihnen . . . faustgroß . . . und hier^ der linken, mein Gott, die ganze se kaputt." _ h z Das hatte gewirkt. Deutlich sah Entsetzen in seinen weit aufgerissenen Augen- „Jetzt verstehe ich auch Ihre Merkwürdig!" Sie schüttelte den Kopl ... den Apparat. „Wie leichtsinnig Ihr ~unL» kranken doch seid: tut, als wüßtet Ihn L von Eurer Krankheit, bis Euch nicht zu helfen ist" čč, Nicht mehr zu helfen? Der -Burscht gann zu zittern. i6lt „Natürlich glaube ich", unterbrach 1te . „Sie können jeden Augenblick einen stürz bekommen, und dann — na, &ie sen wohl selbst." „So schlimm... so schlimm^steht ^ stammelte der Verbrecher, „aber jibt et gar keene Hilfe?" ;/ g{ „Doch, aber größte Eile tut not ■ schrieb ein Paar Zeilen. „Hier, geben Sie unverzüglich bei der Lunge sorge ab. Dort wird man das weiter Sie veranlassen." Ganz von dem Furchtbaren durchofu ^ das ihn bedrohte, verließ der BuricY Aerztin. Seine ursprüngliche Absicht er völlig vergessen. . ;(,f Kaum auf der Straße, riß er den . auf; er mußte wissen, wie es um ihn 1 ob er wirklich ein Todeskandidat war-aber es blieb mir keine andere „Der Ueberbringer dieses ist kernge!^ las er. „Kanaille!" knirschte er, „ dir, ®e gt# — aber dann atmete er tief auf. Ein ^ war ihm vom Herzen. Er war gesund, gesund! >»»«• Kino Burg-Tonkino. Heute und -die l°^ ein Tage: „Die zärtlichen Verwandten» 100%igeS deutsches, glänzendes - ^ mit Charlotte Ander, Bender, W1^ fatt 00 Union-Tonkino. Heute zum letzten „Die drei von der Tankstelle". — tag: der 100% tge deutsche Spr«h- ' »j, * film: „Die Gassenhauer". Ein erst«-» Tonfilm-Meisterwerk. Aus Gelte c. Todesfall. In Maria Gradec 26. d. Frau Marie Knez, Bahnbe» ^l5e gattin im Alter von 62 Jahren. Freitag am städtischen Friedhof Zu wi-Ruhe gebettet. Den Angehörigen uw leid! 01 c. Schulanfang an der Bergbaus^ ^gc>> Einschreibungen und Aufnahmsp ^ Zep' finden in der Zeit vom 1. bis 3urrt bett ^ tember statt. Die Nachprüfungen we stil' 12. September abgehalten werden. ^ terricht beginnt am 14. September Uhr morgens. ( e t " dem akademischen Bildhauer Herr" -e k e r aus Ljubljana einer grörtö ^ novierung unterzogen worden _ wurde das Gerüst entfernt, so dag ^ A mal in seiner ganzen Pracht ersir: # Marienstatue selbst ist neu vergo j $ ren die Statuen des hl. Josef, de ^ (#„' rian und des hl. Rochus stark eru^u jedoch so, daß sich das Denkmal_ (i von feiner früheren Form unter>cy ^ c. Eine interessante Ausstellung' A y, ^ lagenfenster der Drogerie „Saniw ( forscher Herr Professor B r o m Aleksandrova ulica hat der ® mW & Knochengerüst des Höhlenbären ^ . das er in den Sanntaleralpen^1 ^ 0^ äeva ausgegraben hatte. Eine ^ q,Ö(jt* r daß das Knochengerüst über 20.0 ^ i> sei. Es ist zu bedauern, daß b*( kein Lokal verfügt, wo solche r Zet Funde jederzeit, besonders aber . Fremdensaison besichtigt werde Colcale CßroniK . Freitag, den 28. August -Ole neue Gcdule im neuen Geist G,n Zur Tagung der Lehrerschaft des Draubanats in der Kulturgeschichte zeigt :He ir ° gemein gesprochen, jede Kultur-Zeit^ . Oendwie dem Schulwesen derselben iutleien '1 tenW aufgedrückt hat. Das Kul bet %er. .eš Mittelalters stand im Zeichen tuttQQefi» Unb diese wirkte ihrerseits rich [pn,-i9e6enb llUs hna OB» utiš NtHofTo-1 Qu^ Schulwesen und die Wisse!^ ° " >6, hin, einerseits und auf die Kunst ander-- . her sind verschiedene Kulturströ- |(1|» ' l*“V Wl|kA/lUVt,Htr dH***-**«, [|^t Europa, speziell den Westen da. "n fei&i "’öt iwÄ?' ^ie Vorherrschaft der Religion te au ft J^en ^Moment gebrochen, wo durch °jn, Reformation (Luther, Cal- bishir - -u. a-) die erste Bresche in den ^gt |y0 len Bau der katholischen Kirche ge-^Nn bie q? tcar- Vollends klaffend wurde bet Anffs" durch die aufkommende Zeit burch Wenn auch diese Strömung Atzende Am der Romantik eine vorüber-sn 3tatin rto^un9 erfuhr, so trat durch Diitto j/ wu§ und Materialismus um tCti^6rfb ff öer3Qngencn Jahrhundert eine t efeii» '^eht von der kirchlichen Ue-Mrte a/9 f’n- Um die Lehren der Kirche ^dpe h °'.ne bmmer kleiner werdende ®fen, ‘n konfessionellem Sinne, Reli-ta'ii!m)ren^ auf der anderen Seite der U'V unterstützt durch die epoche- 29. VIII. Erfolge auf allen Geistesgebieten, . betsif V 3uzug erhielt. Diese Situa- ■ *lle Neun ’U groben Umrissen, woraus 5* »ätl | dieser ^ ?vltung eintrat. Die Jugend, die deranwuchs und von über-.96 iht„ Idealismus erfüllt Nehh.-r.^benle in der bestehenden Erwach 'hre nebelt' von übew war, fand, ^ai> Vicht verwirklicht werden können ^vg, dj! oshalb eine eigene Jugeudbewe-I/b füt h’Elic.ve Kulturrichtungen verfolgte Jet-"ert j, ,le, Rückkehr zu einfacheren, natürli-I an ^vnniitiveren Kulturformen schwärm Zutsch ,efr ■ en p Seit fällt z. B. die Geburt der Wand ervogelbewegung. Krieg. Und nach ihm, für ‘ten “'tS h'" kr HeffN chei v'e ®tiöa‘rltrtäuichttngen bewirkten, daß auch & - Ktrtd J- n vn den Ueberliekerungen ih-^b'Ti^- bvhre zu zweifeln begaimen. Zur sstd ^tc^' v He aus mehrfachen Gründen etftoni,^ mbbchie, der Zusammenbruch. Die (Ei,ff? . beiden und die hereingehro- b Q H 1 fFt 11 It o rt ■«* T* stWt * v»¥4-rt t-* Jirtti /> 11 r(\ scf) k ozk l’nb können auch heute noch nicht tn ^ ein - vhl dem heutigen Nachkriegsmen-tiih bet . ®'bauBe, ein Leuchtturm in der , ^?eistige„ und seelischen Verwir-gt. vis nottäte. Angesichts der ©reu* O,11 ^ brach die Erkenntnis durch, Hi/' vtb h' Kultur nur eine Scheinkultur '-/htas°?^vchsten Begriffe von Tugend L, ,fett h,f?aren' tnit denen man die Men %tovf ^vend sich eine Oberschichte an fipy*Otf^nvi-rt CVv* SfiM K» b°tbettp Q\ —. ---------- u----------- u- «lieg Demokratie auf allen Linien. k/rtt bvethn» 6 in ^oßen Zügen voraus-s bei ber „ ' vm zu verstehen, um was es "lebt ber », b'eseg s-n bereicherte. In der Erkennt. bbQnht 9ön*e ®elt umfassenden Jam-"■ f"-‘ c vfvn sich dem Sozialismus zu .... Qt* u evett Schule handelt. % te,v Venen Schule ist das Kind nicht v-l|J Ty»* t y l|i UU3 01 HIU 111VI/ L hat vwderwertiger Mensch, sondern Rb-ins,. ?vkannt lit ai| |^vz anderen Gesetzlichkeiten un \n ,n SOtitf„re? Erwachsene. Das Kind trat “tt* % hna in^ bes Interesses und die ttitB, b°ni ß.:!® Unterrichtes erfolgt deshalb bet «j e fv0 p "us. Man hat erkannt, daß sv>b s>ittl,.^°ufgabe des Unterrichtes in tti/bl bte e ? vom bloßen Buchwissen ist, biet h bu e,.. vnung des Lehrerfolges, nicht ?et bpi5en ist daß das Kind möglichst daß das Kind in seiner b b, eh, Än’11 Rachsagen kann, was der Leh-ft. er vs aus Büchern lernen pii(ig eg istV^taufgabe des modernen Un-beg iunnnpth)t?un9 der ganzen Per-boton/vcht J:,n9en' Heranwachsenden Men-?Stns b >vurde ?^^vgen, von dem was N / buktion 5 londern möglich viel Ei-bbe 5iuf.fbttb tUm m ?vež' Problemstellung betzu vlluna Bn Nachdenken veranlassen u. ^7vgen^b°n Projekten soll das Kind tft hip/m- hhvnvoll vorzugehen. !eg m.L. Möglichkeit gegeben, alr Kf Si-lei “Stimmt, uu ^orperlich aus verschiedenem es Hi es odex auch irgendwie darzu. k/l^?büch in Form von Gedichten, ja selbst kleinen Kompositionen. Was heute in der Schule noch spielerisch als Arbeit geschafft wird, ist in späteren Jahren das Erzeugnis des Gewerbefleißes, und die Art der spielerischen Ausführung läßt vorsichtige Urteile über die mögliche Begabung zu. Der Lehrer ist nicht mehr der Wauwau, mit dem man einstmals die Kinder schreckte. Der Katheder und der Stab ist verschwunden und der Lehrer unterrichtet unter den Kindern. Verschwunden ist die Kluft zwischen Elternhaus und Schule, zwischen Eltern und Lehrer. Auf Elternabenden treffen sich Eltern und Lehrer und besprechen in zwangloser Weise die Notwendigkeiten der Schule und durch Vorträge hält man das Interesse der Elternschaft für die Fragen der Erziehung und der Schule wach. Nicht mehr nach einem starren Stundenplan zwingt man die Schüler jede Stunde neuen, meistens mit dem vorherdurchgenom-menen Stoffe in keinem Zusammenhang stehenden Stoff aufzunehmen, sondern in Form eines Erlebnisses tritt der Stoff in den Kreis des Interesses und erfährt als Ganzes seine Behandlung, nach allen Fächern des alten Stundenplanes. Dies alles erzählten der gespannt lauschenden Zuhörerschaft, die rund 200 betrug, im großen Saale des Narodni dom Dr. P f i* hoda aus Prag und Dr. W e r t h e i m aus Wien. Nur einige Punkte konnten aufgezeigt werden, da selbst eine oberflächliche Darstellung, den zur Verfügung stehenden Raum bei weitem überschreiten würde. Die neue Schule und der neue sozial eingestellte Mensch marschiert. Das Gebäude der neuen Schule, die innerhalb der 10 Jahre ihre Feuertaufe bestanden hat, steht festgefügt da. Nur eine Frage bleibt offen, die der Auswahl der zur neuen Schule notwendigen Lehrerschaft. Abgesehen von den Mängeln, der heute noch allenthalben mit geringen Ab-I weichungen gleichgebliebenen Lehrerbildung ‘ muß man in der Zukunft darauf sehen, daß durch eine psychologisch durchdachte Auswahl nur jene Bewerber hiezu in Betracht kommen, die hiefür die Eignung haben. Weiters wird es notwendig sein, daß alle Lehrer wenigstens mit den wichtigsten Hauptergebnissen der modernen Wissenschaften, wie Jugendkunde, experimenteller Pädagogik, Psychoanalyse und Jndividualpsychologie vertraut gemacht werden. Dann fällt die Idee der neuen Schule auf fruchtbaren Boden und die neue Schule wird uns den neuen Menschen mit einer neuen, mit seinem Ich verwachsenen Weltanschauung bringen, von dem allein wir die Sanierung, der sich heute nicht nur im wirtschaftlichen, sondern auch moralischen Bankrott befindlichen Welt erhoffen dürfen. Cand. Phil. Alois Lorber, Hauptschullehrer (Graz). Mordtat im Grenzgebiet Eine Besitzerin im Obstgarten sehlt noch Das Hügelland zwischen den Gemeinden Jarenina und Pesnica war heute Nacht der Schauplatz eines düsteren Geschehens. Als in aller Frühe die Mäher zur Arbeit gingen, fanden sie die Besitzerin Juliane H e r i L aus der Gemeinde Gačnik in unmittelbarer spielt und singt Nähe ihres Wohnhauses im Obstgarten ermordet vor. Wie man in der allgemeinen Er regung feststellen konnte, wies die Leiche zwei furchtbare Verletzungen am Kopfe und am Halse auf. Das Wohnhaus der Ermordeten war von außen zugesperrt, so daß der Mord um so tiefer in Dunkel gehüllt schien. Die sofort verständigte Gendarmerie aus St. Jlj leitete umgehends ihre Erhebungen ein. Man nimmt allgemein an, daß es sich um einen Raubmord handelt. Zweifellos wurde die Frau im Haus ermordet und sodann vom Täter in den Obstgarten geschleppt, um so tot aufgesunden — Tom Täter jede Spur die Nachforschungen zu erschweren. Das Wohnhaus liegt von der Wohnstätte der Winzerleute abgetrennt an einer einsamen Stelle, so daß die darin wohnenden Winzer keine Hilferufe vernehmen konnten. Auch wurde von den Nachbarn in den letzten Tagen nichts Verdächtiges wahrgenommen, was irgend welchen Aufschluß über die Person des Täters geben könnte. Im Laufe des heutigen Nachmittags begab sich auf den Tatort eine gerichtliche Kommission, die sich aus dem Untersuchungsrichter Dr. G r m o v 8 e k, dem Staatsanwalt Dr. Dev und dem Gerichtsarzt Dr. Z o r j a n zusammensetzte. Im Laufe des White Star Jazz vormittags machte der hiesige Daktyloskop am Tatort wichtige Aufnahmen, die für die weitere Untersuchung von größter Wichtigkeit sein werden. Armeegeneral <5tano$ioW t Gestern nachnMags ist im hiesigen Krankenhaus der Inspektor der technischen Truppen und ehemalige Kommandant des gesamten Luststreitwesens, Herr Armeegeneral Radisav S t a n o j l o v i i einer plötzlichen Erkrankung erlegen. General Stanojlo-viö ■ befand sich auf einer Inspektionsreise durch Slowenien, wo er die hiesigen Truppenkörper inspizierte. In Ptuj, wo er zuletzt weilte, wurde er plötzlich von heftigem Unwohlsein befallen, so daß man ihn umgehend nach Maribor überführen mußte. Trotz der sofortigen ärztlichen Hilfe gab General Sta nojloviö, der erst im 59. Lebensjahre stand, bald daraus seinen Geist auf. General Sta* nojloviL wurde heute mittags von der Kö-nig-Peter-Kaserne, wo er aufgebahrt 'var, mit allen militärischen Ehren auf den Haupt bahnhof geleitet, von wo die Leiche nach Beograd überführt wurde. Unter den zahlreichen Trauergästen befand sich auch der Bruder des verblichenen Generals, Herr Oberst Cebomir StanojloviL, der sich als seinerzeitiger Kommandant unseres Hausregiments der Sympathien der Bevölkerung erfreute. Ehre dem Angedenken des hohen Offiziers! Das erste motorlose ©leltflug-zeug in Maribor Wie bereits berichtet, hat die überaus tüch tige und opferfreudige Akademische Flieger-aruppe des Aero-Klubs in Maribor nach mehr als zweimonatiger mühevoller Präzi- sionsarbeit in der Werkstätte der Knabenbürgerschule in der Krekova ülira ein motorloses Flugzeug gebaut. Nach den von Herrn cand. ing. Boris C i j a n zur Verfügung gestellten technischen Daten handelt es sich um einen verspannten Hochdecker mir Gitterrumpf u. offenem Führersitz^ also ein Schulflugzeug, das etwa dem „Zögling" der R h ö n - R o s s i t t e n-Gesellschaft entsprechen dürfte, jedoch mit geringfügigeren Abweichungen eigen. Konstruk tion._$tos neue Flugzeug „Kobilica" (Heuschrecke) ist dem Bühelgelände angepaßt, d. h.' die Flächenbelastung (das Verhältnis des Gesamtgewichtes zum Flächeninhalt) ist für geringere Windgeschwindigkeiten gewählt, und zwar 9.80 kg/m. Die Spannweite schwankt in der Regel bei den heutigen Segelflugzeugen zwischen 8 und 21 Metern. Das hier erbaute Gleitflugzeug hat 10 Meter Spannweite und 1.60 Meter Flügeltiefe mit Göttinger ärodynamischem Profil 358. Dü Gleitzahl (das Verhältnis des Widerstandes zum Austrieb) ist 1 : 11, d. H. man kann aus 1000 Meter Höhe bei üblicher Flug läge 1000X11, d. i. 11 Kilometer weit ins Land fliegen, ohne Motorantrieb, aber auch ohne Windbeeinflussung. 'Das Seitenverhält nis ist 1: 62, die Flügelfläche 15.58 m', das Rüstgewicht beträgt 70 kg und die Gleit« größtgeschwindigkeit beirägt 12.50 Sekundenmeter, d. t. etwa 45 km in der Stunde. Die Sinkgeschwindigkeit betrügt 1.25 Sekun-denmeter. Der Auftakt- zum Segeüflugbetrieb wäre damit getan. M« k*emer.t * J®At#ebern der Akademischen Fliegergruppe, die in den Bau des Flugzeuges ihr technisches Wissen und eine bewunderungswürdige gewerbliche Fertigkeit gelegt haben, nur noch wünschen, daß auch die in unfern schönen Büheln geplanten Schulflüge von bestem Erfolg gekrönt sein mögen. m. Verlautbarung des Bürgermeisters. Am 20. und 30. d. feiert die Freiwillige Feuerwehr und deren Rettungsabteilung ihre 60jährige Gründungsfeier. In Anerkennung der großen Verdienste der Wehr u. ihrer -unermüdlichen Tätigkeit im Dienste des Nächsten wird die Stadtgemeinde an beiden Tagen ihre Gebäude mit Fahnen schmücken. Die Mitbürger werden eingela« den, auch an ihren Häusern aus diesem An« laß Flaggenschmuck anzulegen. m. Evangelisches. Sonntag, den 30. d. M. um 10 Uhr vormitags wird in der Christuskirche ein Gemeindegottesdienst stattfinden. m. Silberne Hochzeit. Im engsten Familienkreise feiert morgen unser langjähriger Abonnent Herr Anton Zwirn mit feiner liebenswürdigen Gattin Anna das schöne Fest der silbernen Hochzeit. Beide Eheleute, die sich der besten Gesundheit und Lebensfrische erfreuen, feiern gleichzeitig ihr fünfzigstes Wiegenfest. Unsere herzlichsten Glückwünsche! nt. Große Sängerfeierlichkeiten werden im Rahmen der Lsubljanaer Königswoche ab gehalten werden. In erster Linie begegnet der imposante Auftritt von rund 2000 Sängern bereits dem größten Interesse. Zum Dirigenten der vereinigten Gesangschöre wurde Professor Marko B a j u k, der Bekamt te Sammler vor Volksliedern, bestellt. Zweifellos wird dieser Sangeraustritt das größte Konzert unter freiem Himmel hierzulande sein. m. Die Einschreibungen «n der Glasbena Matica in Maribor beginnen Mittwoch, den 9. September, täglich (mit Ausnahme von Sonntagen) von 10—12 und von 15—17, Uhr. Alle Zöglinge müssen in Begleitung ihrer Eltern oder deren Stellvertreter erscheinen. Neue Zöglinge hüben ihr letztes Schulzeugnis, alte Zöglinge ihr letztes Anstaltszeugnis. vorzuweisen. Der Unterricht beginnt Donnerstag, den 17. September Nachmittag. Alles Nähere auf den Plakaten. m. Keine leeKn Wohnungen in den Banatsgebäuden. In den beiden Wohngebäuden der Banalverwaltung Stroßmajerjev« ulica 28 und 30 sind alle Wohnungen vergeben, weshalb alle diesbezüglichen Gesuche gegenstandslos sind. Die Wohnungen find mit dem modernsten Komfort ausgestattet und ist der Zins verhältnismäßig niedrig gehalten. So stellt sich derselbe für eine ein« zimmrige Wohnung mit Gasleitung und Ba deziinmer auf 350 bis 400, für eine zwei« zimmrige auf 500 bis 800, für eine drei» zimmrige samt Dienstbotenzimmer, Warm. Wasserleitung und Etagenzentralheizung auf 1200 und eine vierzimmrige luxuriös ausge« stattete Wohnung auf 1500 Dinar usw. Orajslca Riet m. Wetterbericht vom 28. August 8 Uhr: Feuchtigkeitsmesser — 15, Barometerstand 742, Temperatur + 15, Windrichtung NW, Bewölkung teilweise, Niederschlag 0, Umgebung Nebel. m. Spenden. Für den armen Invaliden mit vier Kindern spendete „Ungenannt" zwei mal je 10 Dinar. Herzlichsten Dank! ♦ Trenchcoat ist noch immer der praktischeste Uebergangs- und Wintermantel. In der richtigen Ausführung nur bei L. Ornik, Koroška 9. 10331 Schönheitsmittel als Scheidungsgrund. Ein sehr „zweckmäßiges" -Gesetz wurde im Jahre 1770 von dem englischen Parlament zum Schutz der Männer erlassen. Danach wurde bestimmt, daß alle Frauen, wie immer ihr Mer, Rang, Gewerbe oder Grad sein möge, ob Jungfrauen, Ehefrauen oder Witwen, die nach Erlassung dieses Gesetzes irgend welche Ihrer Majestät männlichen Untertanen betrügen oder zur Ehe verführen durch Parfümerien, Schminke, kosmetische Waschwasser, falsche Haare, künstliche Zähne, spanische Wolle, eiserne Schmürbrüste, ausgestopfte Hüften und hohe Hacken, dieselbe Strafe erleiden sollen, welche gegen Hexerei oder ähnliche Verbrechen bestimmt ist, und die unter solchen Umständen geschlossenen Ehen sollen, nach Ueberführung der schuldigen Partei, null und nichtig sein Heerschau unserer Kurze Übersicht über die Herbslveranstaltnng der Ljubljanaer Mustermeffe vom 29. August bis 9. September Für die Samstag in feierlicher Weise zu eröffnende Herbstausstellung ber Mustermesse in Ljubljana herrscht nicht nur im Inland, sondern im hohem Masse auch im Ausland das lebhafte Interesse. Es lohnt sich, einen kurzen Ueberblsck über' diese Veranstaltung zu werfen, die einer'Heerschau über die Wirt schaft Jugoslawiens und in erster Linie unserer engeren Heimat gleichkommt. In besonderen Pavillons werden untergebracht sein: die Abteilungen für Möbel und Teppiche; landwirtschastfliche Maschinen u. Geräte; Bodenerzeugnisse, insbesondere Wein in Fässern und Flaschen, alkoholfreie Getränke, Milchprodukte, Obst, Gemüse und Honig. Im nächsten Pavillon werden Industrie--erzeugnisse, die im Fremdenverkehr in Betracht kommen, ausgestellt. Die Fremdenverkehrs-Propagandaausstellung umfaßt den Banal-Fremdenverkehrsrat, Photos und Erzeugnisse des heimischen Kunstgewerbes. Aus gestellt werden auch Volkstrachten, Druckerei- und Steindruckererzeugnisse, Literatur und das 'historische Bauern-Gasthüus. Hier werden auch verschiedene Fachkurse Unterkunft finden. Die Ausstellung „Hygiene im Gast- tmb Hotelfach" organisiert der Direktor der Hygieneanstalt Dr. Ivo Pirc. Der gesamte große Pavillon K bleibt für die Ausstellung der slowenischen Städte reserviert, der Pavillon M hingegen für die Kunstausstellung von Landschaftsbildern. Ferner werden noch zu sehen sein das vorbildliche Gasthaus, die Musterküche,' Schankzimmer, Gaststube, Ei-»trazimmer, Badezimmer, Fremdenzimmer, der kleine Saal, das Eaf« usw. In der Propagandaabteilung der Fremdenverkehrs-Ausstellung " werden ' die Sommerfrischen Bled, Bohinj, Celje, Cerknica, Dobrna, Jezersko, Kamnik, Kočevje, Kostanjevica, Kranj, Kranjska gora, Laško, Ljubljana, Maribor, Rovo mesto, der Bachern, Rogaška Slatina, Škofja Loka, Višnja gora u. a. ihre gesonderten Abteilungen besitzen. Diese Gemeinden werden ihren Fremdenverkehr mrt Diagrammen, künstlerischen Aufnahmen und Lichtbildern, Reliefs usw. anschaulich vor Augen führen, wobei die klimatischen Verhältnisse, Zimmer- und Pensions preise, Vergnügungsstätten und Veranstaltungen kenntlich gemacht werden. In genügender Zahl werden auch Prospekte aufliegen. Besondere Aufmerksamkeit wird dem Grundsatz zugewendet, daß vor allem lebendes Material in Modellen.vorhanden sein muß und daß soweit als möglich Bilder, die die Ausstellung einförmig und langweilig gestalten, beseitigt werden müssen. Der Aktionsausschuß für den Bahnbau Adria: Hinterland als Fortsetzung der Un-terkrainer Bahnen wird ein Relief mit der Bahnstraße ausftellen. Der Automobilklub wird ein Relief des Draubanats mit den eingezeichneten Straßen, den Stand der Straßenzüge, internationale Straßenabzeichen, Organisation des Autoklubs, Photos und Ab bildungen von Sportveranstaltungen, Trophäen und Detorationämateriul vorführen. Anschaulich wird auch der Stand des Anto-buswerkehrs im DraubaNat vor Augen geführt, während der, Sportklub „Ilirija" Modelle seiner Badeanlagen, Tennisplätze und des Eislausplatzes ausstellen wird. Auch der Aeroklub wird sich mit seinen Erruncrenschaf ten vorstellen. Die „Jadranska plovidba" wird Modelle von Dampfern, deren Innenausstattung und Häfen sowie Reliefs der jugoslawischen Seeküste, Bilder usw. zur Ausstellung bringen. An der Ausstellung wird auch der Jugoslawische Sportverband hauptsächlich Reliefs des besten Skiterrains und Modelle von Sprungschanzen.vor Augen führen. Der Slo ivenische Alpenverein und der Bergsteigerklub „Skala" haben Reliefs von Gebirgen und Alpenhütten, Wegmarkierungen, Trophäen, Sportausrüstungen usw. angemeldet. ' Sehr unfangreich ist das Ausstellungsmaterial der Fremdenverkehrsorganisationen von Maribor und Ljubljana. Die Post- und Telegraphenverwaltung wird an Hand von großen Reliefs die Telephonverbindungen im Draubanat aufzeigen, wobei entsprechende Beleuchtungen dafür sorgen werden, daß die Objekte zur Geltung kommen. Reichhaltig und besonders interessant ist schließlich auch das Material der Ljubljanaer Mustermesse, das die Früchte ihrer elfjährigen Tätigkeit veranschaulichen wird. X Stand der Nationalbank vom 22. d. In der vergangenen Woche «rechte sich der Devisenschatz um 50 Millionen Dinar, während die verschiedenen Darlehen um 10 Millionen zurückgingen. Die Vorschüsse an den Staat bewegen sich auf derselben Höhe. Ter Banknoteuumlauf g'ng um volle 131 Millionen zurück und bewegte sich wieder un er 5 Milliarden. Trotz der Vergrößerung der Perbindl'chkeiten der Bank um 148 Millionen ging die Notendeckung von 37.5 auf 38.7% hinauf, wobei allerdings die Golddeckung von 27.7 auf 27.6% nachließ. — A k t i v a (in Millionen Dinar, in der l. Reiskoch mit Pfirsichen oder Birne«' Dekagramm Reis kocht man m / - Je nichi sehr dickem Brei mir ein wenig ^ und läßt auskühlen. 5 Dekagrami» ^ z oder anderes gutes FeK treibt w®1' 4 bis 3 Dottern und 7 Dekagramm o® g mischt den steifen Schnee und den R ^ Klammer der Unterschied gegenüber dem Stand vom 15. Ü.): Unterlage 2142.9 ( 'r 51.4), davon in Gold 1544.3 (+ 0.1), in Ba luten 2.9 (+ 1.4), in Devisen 595.7 (+49.7) Wechselportefeuille 1448.1 (— 6.3), Lombard dariehen 198.6 (— 4), Vorschüsse an den Staat 400 (—). — Passiven: 4880 (— 131.4), sdfovt fällige Verbindlichkeiten 708.7 (-f 148.1), Giroverbindlichkeiten 508.3 (+ 64.3), verschiedene Verbindlichkeiten 120.8 (+ 129.4), befristete Verbindlichkeiten 531.7 129.4), X Weizenkäufe unter dem vorgeschriebe-nen Preis strafbar. Die Privilegierte Ausfuhrgesellschaft macht auf Grund des § 6 des Gesetzes über die Ermächtigung des Handelsministers, bezüglich der Durchführung des Gesetzes über die Ein- und Ausfuhr von Weizen nachträgliche Verordnungen zu erbringen, darauf aufmerksam, daß alle Käufe von Weizen zwischen Kaufleuten und zwischen Mühlen strafbar sind, wenn diese Käufe unter dem amtlich festgesetzten Preise erfolgen. X Starker Rückgang der Hopfenanbaufläche. Im Donaubanat sind heuer 827 Hektar Boden mit Hopfen bepflanzt worden. Im Jahre 1928 waren 8000 Hektar angebaut worden. X Dänische Milchwirtschaft in Jugoslawien. Wie aus Brbas berichtet wird, gründet dort die Dänische Molkereizentrale eine Zweigniederlassung. Die Eröffnung erfolgt am 1. September. Die Maschinen wurden aus Dänemark eingeführt. Die Tagesleistung wird sich auf 500 Kilogramm Butter stellen. X Internationale Agrarbank. In der zweiten Augusthälfle hat in Rom eine vom Internationalen Landwirtschaftsinstitut ein-berufene Konferenz stattgefunden, an der Vertreter von 20 Staaten sowie Beobachter des Völkerbundsekretariats und des Genfer Arbeitsamtes teilnahmen. Sie befaßte sich mit der Organisation einer internationalen Bank für kurzfristige Agrarkredite. Die Errichtung einer solchen Bank wurde befürwortet. X Riesige Kaffeernte in Sicht. Es hat sich nunmehr gezeigt, daß die bisherigen Schätzungen der Kaffeernte zu niedrig gegriffen waren. Die kommende Ernte dürfte 21 Millionen Sack Kaffee aufweisen, so daß mit Hinzurechnung der vorhandenen Bestände Brasilien mit einem Vorrat von 41—42 Millionen Sack geschätzt wird, der Weltverbrauch jedoch nur 25 Millionen Sack beträgt, so wird Brasilien noch lange einen beträchtlichen Ueberschuß an Kaffee aufweisen. X Kapaunisierungskurs. In Verbindung mit der Geslügelausstellung im Rahmen der, behandelt. Solchen Tieren haftet vom 29. d. bis 9. September staltfindenoen chronischer Mangel an und man Herbstveranstaltung der Ljubljanaer Mu sterniesse werden am Messegelände auch Ka paunisierungskurse abgehalten, UIn 3., 5. und 9. September mit dem Beg 10 Uhr. Die Anmeldung ist eine huil ^ de vor Beginn des Kurses an das ( bende Ausschußmitglied in der Geftull stellung zu richten. —$>■: <•»» ———• Der Landwirt mit durch, füllt ihn in eine reichst4) Fett ausgestrichene, mit Bröseln te Tortenform und belegt mit in schmttenen ungeschälten Pfirsichen schälten, ebenfalls geviertelten säßen und läßt im Rohr backen. ^ l. Gut ernährte Obftbäume oder die also eine sachgemäße Düngung e haben, bringen regelmäßige und träge. Sie sind zudem widerstandst ' gegen Krankheiten und Schädlings ® grige und unterernährte Obstgehöl^- .^^ii l. Einiges über Kaninchenzucht. . $ jucht ist auf verschiedene Weise mög Resultat eben auch danach. Ich ! 1* ein Gewährsmann, Nachbarn gsh® von einer Häsin ab Jänner 56 Junge züchteten, bei 6—7 Wärtz ^ ye von ging mehr als die Hälfte anderen waren Tierchen von dännsn per, woran absolut kein Fleisch hach ben wollte. Die Jungen wurden 011 *s' Wurfe kleiner und kränklicher, d>e hatte ein Aussehen, so struppig . Su$ daß Gott erbarm. So soll aber nicht sein. Wir müssen sachgemäß ® .^iti Unsere Zuchttiere müssen mit dre'. im Februar, Mai und Septemdsr, ^ haben. Zu diesen Zeiten stehen ^ sie so hochwichtigen Futtergräser 1°" jnt grün) reichlich zu Gebote. Zücht/6 Win er können übrigens Großgär betreiben, die auch zu dieser Zeit Gemüseabfälle zur Fütterung der + besitzen. Da heißt's fleißig nackpehen 1 „(ii-kleinsten und schwächsten Jungen Dadurch verschaffen wir den lebenss® Jungen mehr Muttermilch und ‘pft eine rasch und gesund heramvachstaJ.^ kommen|chaft: Bleibt trotzdem ein ^ yrf' Wachstum zurück und legen wir -"S ^ / auf, es vorwärts zu bringen, so k/ ^j!* uns dadurch helfen, daß wir es $ lang von den anderen absondern mehr mit Trockenfutter ernähren^ 7 gibt es Junge mit struppigem Ej, $ scheuem, verschlossenem Wesen, die A len Fressens in ihrer Entwickst/.^/ weiterkommen, auch ivenn mau $ bt> tut o»(, sten, sie zu schlachten, bevor sie S011’ ! len. d»i ¥ Die Jrau zwischen zwei Welten Roman von Ludwig von Wohl. Copyright by Carl Duticker Verlag. Se-'ia (19. Fortsetzung.) Bolle 20 Minuten feilschte der Besitzer von acht Millionen Pfund um zweihundert jämmerliche Piaster. Man einigte sich auf zwölf Pfund und Mickey Speedy hatte unbegrenzt Hochachtung vor seinem neuen Arbeitgeber. Isländer Givgis fuhr in fein Büro, brüll te Narkissos Poprokeikis an, weil die Ver-schifsungspapiere für fünfhundert Ballen Baumwolle nicht auszutreiben waren — sie lagen auf seinem Schreibtisch , warf Herrn Housni Abd em Ouaffal, einen langjährigen Prokuristen, wegen Unverschämtheit hinaus, und zwar fristlos, raste durch alle Räume, verbrettete überall Entsetzen und Schrecken und fuhr endlich, ein Aufatmen hinter sich zurücklassend, abgespannt und an allen Glie dem wie gerädert, nach Hause, mit der Gewißheit im Herzen, daß für ihn das Lebest ohim d'e Prinzessin Thraun wertloser war, als selbst die Leistungen seiner Angestellten. * Wer das Heliopolls-Hotel nicht gesehen hat, hat wchts gesehen. Als Gisela aus der Trambabn stiea, stand sie vor einem Ge- bäude so ungeheuerlicher Ausmaße, daß sie seine Konturen zuerst nicht erfassen konnte — ein Leviathan von Hotel türmte sich auf, ; der dabei trotzdem geschmackvoll in der Form blieb. Heber einen Parkweg schritt sie in eine Riesenhalle. „Mrs Talbot — Zimmer 469 und 470. Erste Etage." ©in- Prunkgemach als Lift. Dicke Läufer ließen den Fuß versinken. Sie klopfte. „Come in", rief eine Helle, etwas harte Stimme. »I’rn very glad to see you here, Prin-cess«, sagte Möbel Talbot und bot ihrer Besucherin Platz an. Gisela setzte sich überrascht und etwas un- Das war Mrs. Talbot! , Sie sah wirklich nicht aus wie eine verheiratete Frau. Ein junges Mädchen, nberschlank, fjüßich mit einem sehr sorgfältig geschnittenen Bubenkopf — und jung! Bestenfalls achtzehn, neunzehn Jahre all. Mabel Talbot plauderte inzwischen ivie ein Wasserfall vom Wetter, der ägyptischen Sonne uyd einem Ausflug, den sie nach Luxor gemacht hatte. Wobei es allerdings Gi-stla nicht entging, daß-sie gleichfalls einer gründlichen Musterung nicht entzogen wurde «Well", schloß die junae Amerikanerin. „kennen Sie mich eigentlich schon?" Gisela sah sie verwundert an. „Ich meine — vom Film her." „sie sind beim Film, Mrs. Talbot?" „In der Tat, ich dächte, es gäbe nicht viele Leute, die mich nicht kennen." „Verzeihen Sie", sagte Gisela beschämt. „Aber ich bin erst seit zehn Tagen aus Ho-henthraun herausgekommen, und dort gibt es kein Kino." „Wie sehr interessant! Was ist Hohen-thraun, eine Stadt?" „Die Besitzung meines Vaters, Mrs. Talbot. Die nächste Stad! ist zwei Stunden davon entfernt." „Mabel Talbot rsß die Augen auf. „Und Sie sind nie in ein Kino gegangen?" Gisela überlegte. „Nein", meinte sie endlich „Einmal habe ich cmen Zirkus gesehen, der bei uns vorbei« kann Und als Kind war ich in der Oper." Die Amerikanerin begann stürmisch zu lachen. - „Oh — Sie dürstn mir nicht böse rein Prinzeß — aber eine erwachsene junge Dame, die nie im Kino war — das ist sehr komisch." Sie wischte sich die Augen. „Dear me", fanfe sie vlöBiäb, „Ich glaube, mein Strumpf ha- ein Loch." schon stand sie vor dem Spiegel und besah sich-die Angelegenheit, woH sie den Rock mit der einen Hand *uicM,ir-.-stte- Eine Masche war aufgegangen.. ... den großen Schrank und öffnete G ' P' Er war gepreßt voll mit ^ ftümen, Kleidern, Hillen. Ein 6' enthielt Strümpfe. Sie nahm em aus und zog sich die Schuhe a>us- n’/ „Ich war beim Film" erzählte i ' rend sie auch die Strümpfe 6er® (,Li: lJ „Als ich meinen Mann heiratet ^ mir, weiterzufilmen. Verstehen 'f . Ich finde das old-fashioned! 3* so?" ^ Die Strümpfe flogen in eine 81‘ Jeti: Mabel Talbot hatte sehr hübfw^ ^ geformte und wohlgepflegte FiW-„Ich habe eine gute Zeit hier ^ plauderte sie weiter. „Kairo P . ^ Platz. So interessant. Aber ich „ wieder fort. — pm very sorrV- L Wann wird sie mir sagen. !l mich hergebeten hat? fragte sich ' y quält. l'ljj Mrs. Talbot hatte ihre Toilell- s ■ nung gebracht und puderte sich cne ,;t besah Nase. „Allright", sagte sie und t .ffl, schräg gehaltenem Kopf im ’ j ses Kl'ma ist ou^rewickwef ' iV <ßjchl ,) auch. Prinzeß? Ich hatte so v-et » ’ch ankam — hier an der ^ ^ am Kinn einen , sie sind alle ten ist ein feines Laird." pW' (Fortletzun-- Radis-Lck- Aunöfunk in fünf Zähren HMeistungsgerät minimalster Abmessungen — Kein Apparat ohne Schaltuhr — Regelmäßiger Fernseh-Rundfunk ^eäe>un^etJ' Ne^er Leser, über meine Pro-^flöon ^"chen, aber ich bin zunächst fest im qrnteU9t' ba& wir auch in fünf Jah-"Munfp Unb ganzen mit den gleichen ^ute hofi^^angern hören werden, die wir ®asje ber m1- soll sich bei der großen >n bft, ^Rundfunkempfänger, die sich heute schon des Publikums befindet, b*e 2efcnLbtlbettt: Im allgemeinen wird Ichr UntpJrfa.Uet ^ines Rundfunkempfängers Ehr aber noch fast die Letin,. iwett einer ® Von A. H. M e l n i k. t°n. c!ner bestimmten Sonstruf tob j0 Wsjührigen Rundfunkempfänger n9 ihr n)9e-5eifi' daß sie sicher fünf Jahre rttben bdht nicht wesentlich verändern in emcmU^^Utn wird also in fünf Jahren ^tofenitzjLittoßen Teil noch diejenigen Rund Hte. % 0et benutzen, die es 1930-31 toch 6mh--eben wird es dann allerdings hte dic- ..v1 nol ^0er geben, von denen wir uns . tonqzg. wthis träumen lassen. Das Hoch-rat von 1936 wird ganz anders H fj' 1 'b' teufte! to ®«r8t ^diglich — Problem sind. Bei •'(Qm f V' ~ WWW " - -uv $e:,.r 5 Oas der gegenwärtigen Sai-c^tikbpos?» werden so viele Probleme eine tolle ebo®nbe Lösung gefunden haben, die stärkt Mt,' das in fünf Jahren auf den ^toenV0^ wird, ist es einfach eine Otogen ! "stdlichkeit, daß wir durch Stö-"‘cheilist owPiltig welcher Art, nicht mehr reiche itnb^ n’ e§ verfügt über so umfang üto, bat r~ ?ute Störbefreiungsefnrichtun-^’chetheu Störungen jeder Art mit großer ton so Qß^^g^tchiodm werden können. Go tonte ol- 3 wie die Störungen, die sich tonie^ . suchen und Knacken äußern, eli-l tnitnQ rnden, wird man die Schwunder-Jtot m 'ompensieren. Verfahren dazu beute schon, doch ist ihre b tot z wvg immerhin so kostspielig, dag Serben ttoßempfangsgeräten angewon-3etottq -n ,en. Die automatische Fading tat totn ; ?.?* dem Rundfunkempfänger, to^^erf« w.* Jahren baut, aber genau bst v' aWtcfj, wie am kommenden Au-3% ^ Schwingachse, hp^tog kLV wacht sich eine Konstruktions-6hlbiel „„zEar, die sich in fünf Jahren %v'chnno gter ^igen wird: die 33 iUm Höchstleistungsgerät mini» fin 9€n- ®tt der Verkleinerung tog dwndensotoren 3 ^ . -^rn,llioren und Spulensysteme ihr« "hen v?lt: dor rapiden Verkleinerung L l.WtQ^,trb biefe Bestrebung demnächst i«,.- dr«n nehmen. Die Lebensdauer 3 '^Mäß- man durch Herabsetzung der jD ^ Beanspruchung wahrschein» ttar- n üfiovt °Hen können, daß man die %°rtet; babi^^ jest in den Empfänger f«U ,Uchenben 5 wurden die viel Raum be» ihz» winen K-del unb Fassungen in Fort t6b_ biirb ' s-m Hochleiftungsgerät von toii->t'tonthf,} chi größer sein als ein Drei» kl gnnz oL- bwses Jahres, aber es ben biitb x ch wehr leisten. Die Haupt baq.ton ben der Lautsprecher sein, in Eiq mbfngäet selbst irgendwo ein» nio^Hwelj^’-s, Gruppe dürften allerdings Ntb 'J* fünf ^at,e einnehmen, über die tot/ b. h ,-_^ahren unbedingt verfügen bfanget, mit denen man so» to v b>iebero^ ^sik, als auch Fernsoh-33 und die außerdem ei e bon Wiedergabe und Selbst» !% ?e|n autn«,^“ijbbatten eingerichtet und { m 3 b„ atischen Mechanismus »er» 3 nicht gestattet, Programmteile, l«r be^-°nhoren kann, da man wäh- V.« ,ZL»n-».»>ch--uH-m,->!.. Zeit;v9 fet;rrm' 3{u Shoren und nach beliebiger c3 ta . inntemhf. tohr Jjf ^ffntl9e.r„Dfne Schaltuhr wird Jt“6e[ toben. ... welleicht überhaupt nicht ^toch'joWan /iiUte °ines der größten tot 96 der > "stimmte Vorträge, die ^tosch Wieben ^to-nachrichten und dgl. e*n »k1™"' 1,1,11 ma» «ich in. »oberen «-schaftigun, ju. wandte und die Absicht, einen bestimmten Vortrag zu hören, vergaß. Eine halbe Stunde nach Beendigung des Vortrages fällt es einem plötzlich ein, daß man ja vor hatte, ihn zu hören. Zu spät! An der in den Rundfunkempfänger der Zukunft eingebauten Schaltuhr wird man einfach alle wichtigen Bortragszeiten usw. einstellen und das Gerät wird sich automatisch einschalten genau zu Beginn des Vortrages. Natürlich wird der Rundfunkempfänger der Zukunft auch einen Kurzwellen- und einen Ultrakurzwellen-Zusatz enthalten, der fest eingebaut ist. Man wird alle Wellenlängen mit ein- und demselben Gerät hören können und es nicht mehr nötig haben, neben dem eigentlichen Rundfunkgerät auch noch einen separaten Ultrakurz- und einen Kurzwellenempfänger verwenden zu müssen. Wieweit das eigentliche Fernsehen in fünf Jahren sein wird, ja, ob es überhaupt schon einen regelmäßigen Fernsehrundfunk geben wird, ist eine Frage, die besonders häufig gestellt wird. Ohne Zweifel wird man in fünf Jahren eine Fernsehstunde in das Rund funkprogramm eingegliedert haben, doch ist nicht anzunehmen, daß sämtliche Rundfunkdarbietungen ihre optische Ergänzung erfahren. Gewiß ist man in fünf Jahren in der Lage, einen Fernsehrundfunk durchzuführen, der in seiner Qualität auch sehr anspruchsvolle Teilnehmer zufriedenstellt; doch ist es sehr fraglich, ob die notwendigen Empfangs einrichtungen dann schon so billig herstellbar sind, daß man an den Bau volkstümlicher Geräte denken kann. Fünf Jahre sind eine kurze, für die rapid fortschreitende Entwicklung aber eine sehr lange Zeit. Bei dem heutigen Tempo läßt sich innerhalb von fünf Jahren alles auf den Kops stellen, und es ist sehr gewagt, irgendetwas zu prophezeien. Mag kommen was will; die vorstehend aufgezeigten Richtlinien wird man in der Empfangstechnik 1936 ganz sicher feststellen können, denn es sind Forderungen und Wünsche, die an sich von der Technik zwar schon in einem Jahr gelöst sein können, für die aber in wirtschaftlicher Beziehung eine längere Zeit vonnöten ist, um sie in die Praxis zu überführen. OTeue öynornl che Lam-precher ohne Gnegrmgs-ftrvm Es steht fest, daß der dynamische Lautsprecher dem magnetischen in der Güte der Wiedergabe bei weitem überlegen ist. Trotzdem konnte er sich bisher nicht so recht einführen. Es ist aber weniger der höhere Preis, der einer größeren Verbreitung entgegensteht, als die Notwendigkeit des sogenannten Erregungsstromes. Dynamische Lautsprecher benötigen einen Gleichstrom für die Erregung ihres Elektromagneten, und diesen Feldstrom muß man, sofern ein Gleich stromnetz nicht zur Verfügung steht, umstand lieh und kostspielig durch besondere Gleichrichter Herstellen. Man ist nun schon seit langem in der Lage, dynamische Lautsprecher zu bauen, die die sen Feldstrom nicht benötigend Sie besitzen anstelle des Elektromagneten einen Stahl» magneten. Lautsprecher dieser Art waren bis her aber sehr teuer, da zur Erzielung einer ausreichenden Lautstärke ein außerordentlich großer Stahlmagnet notwendig ist. Man macht hier von sogenannten Kronenmagneten Gebrauch, das sind sehr hochwertige, aus Gußstahl gegossene Magnete, die fast durchwegs aus England bezogen werden. Ein solcher Lautsprecher kostet aber etwa das Doppelte von einem solchen mit Elektromagneten; an eine größere Verbreitung dieser Typen ist deshalb erst recht nicht zu denken. Im letzten Jahr haben die Konstrukteure nun erhebliche Fortschritte gemacht. Man stellt heute dynamische Lautsprecher mit ei- nem Magneten her, der die Form eines Kettengliedes hat und der den Vorteil sehr einfacher Fabrikation besitzt. Trotzdem ist dieser Magnet besser, als der gegossene, denn er kann aus hochwertigem Vierkantstahl geschmiedet werden. Was aber die Hauptsache ist: ein nach diesem Verfahren erzeugter dynamischer Lautsprecher mit Stahlmagnet ist nicht teurer, als ein solcher mit Elektromagnet, im Gegenteil, er ist vielleicht sogar noch etwas billiger. Der dynamische Lautsprecher mit Stahlmagnet hat mehrere Vorteile, die für den Rundfunkteilnehmer mit einem gewöhnlichen Rundfunkempfänger außerordentlich wichtig sind: Die Felderregung fällt fort und damit auch der separate Gleichrichter; das durch die Felderregung bedingte brummende Nebengeräusch unterbleibt und die Wiedergabe ist genau so gut und genau so laut, wie bei einem dynamischen Lautsprecher mit Fremderregung. Nach alledem kann man dem neuen Lautsprecher einen großen Erfolg Voraussagen. Rundfunkempfänger nicht auf Meta« steNen Nähert man den Spulen eines Rundfunkempfängers eine Metallplatte, so tritt eine Verstimmung des Gerätes ein; man muß den Kondensator nachstellen, um die empfan gene Station wieder zu erhalten. Außerdem aber bewirkt die Metallplatte eine größere Dämpfung; der Empfänger arbeitet lautschwächer und weniger trennscharf. Die gleichen Erscheinungen zeigen sich, wenn man einen Rundfunkempfänger auf eine Metallunterlage stellt, beispielsweise auf ein mit Zinkblech ausgeschlagenes Fensterbrett oder dgl. Sind die Spulen des Emp füngers gekapselt und ist das Gerät auch sonst gut abgeschirmt, so wird sich ein Nachteil kaum zeigen. Handelt es sich jedoch um einen Empfänger in Jsolierstoffgehäuse, bei dem Schirmmaßnahmen nur in sehr geringem Umfang getroffen wurden, so kann eine erhebliche Beeinträchtigung des Empfanges stattfinden. Der gleiche Nachteil zeigt sich zuweilen auch, wenn man das Gerät auf eine feuchte Holzplatte stellt. Von besonderem Nachteil ist eine Metall-Unterlage jedoch auf den Sperrkreis, den man ev. anwendet, um eine größere Trennschärfe zu erzielen. Sperrkreise sind immer in Jsoliergehäusen nntergebracht, ihre Spulen sind also stets der Beeinflussung durch Metallplatten zugänglich. Stellt man einen Sperrkreis auf eine Unterlage aus Metall, so nimmt die Dämpfung zuweilen so erheblich zu, daß von einer guten Siebwirkung nicht mehr die Rede sein kann. Auf die Porung kommt es an Es ist keineswegs immer gleichgültig, wie herum man den Netzstecker eines Rundfunkempfängers in die Netzsteckdose oder den Lautsprecherstecker in die entsprechenden Buch sen des Empfangsgerätes einführt. Bei Gleichstrom muß der Netzstecker unbedingt richtig gepolt sein, sonst spricht das Gerät überhaupt nicht an. Zeigt sich einmal ein Versagen, so nehme man den Stecker aus der Steckdose heraus und führe ihn umgekehrt ein; gewöhnlich ist der vermeintliche „Defekt" dann bereits behoben. Aber auch bei Wechselstrom kann die Polung eine Rolle spielen. Zwar arbeitet das Gerät in beiden Stellungen des Steckers; es ist aber leicht möglich, daß die Störungen in der einen Stellung schwächer sind, als nt der anderen. Man ermittle also auch hier durch mehrmaliges Umstecken die günstigste Stellung. Der Lautsprecheranschluß erfordert ebenfalls eine bestimmte Polung, zuweilen sogar der des Tonabnehmers. Die Lautsprecherbuchsen tragen bei dem Empfänger häufig eine bestimmte Bezeichnung, desgleichen der Lautsprecherstecker bzw. die Lautsprecherschnur. Man stöpsele den Lautsprecher so an, daß die farbig bezeichnet« Buchse mit dem farbigen Stecker bzw. der farbig gekennzeich neten Schnur übereinstimmt. Für den Tonabnehmer gibt es eine solche Vorschrift nicht, doch empfiehlt sich auch hier ein Umpolen, wenn (ich ein störendes Brummgeräusch zeigt, das nicht vorhanden ist, wenn man den Tonabnehmer ganz herauszieht. SenfattoneNer FoMHritt öet drahtlosen Telegraphie Der französische Ingenieur B e l i n, ein anerkannter Erfinder auf dem Gebiete der drahtlosen Telegraphie, hat der französischen Akademie der Wissenschaften über ein von ihm erfundenes Verfahren berichtet, daß die Übertragung von drahtlosen Telegrammen unter vollem Geheimnis sicherstellt. Die über mittelte Depesche ist nur für den Empfän, ger, für den sie bestimmt ist und dessen Apparat und den Sender abgestimmt, für jeden Dritten aber unverständlich. Das Verfahren beruht auf einem System von Zylindern wechselnder und abgestufter Geschwindigkeit, die eine ständige und wechselnde Synchronisierung zwischen Sender u. Empfänger ermöglicht, sowie auf den im Voraus vereinbarten und ebenfalls auswech selbaren Zeichen. Das neue Verfahren dürfte vor allem für die Übertragung von militärischen Dokumenten, sowie für den diplomatischen und Handelsverkehr von größter Bedeutung sein. Radio-Vrogramm Sonntag, den 29. August. L j u b l j a n a, 12. 15 und 13: Reproduzierte Musik. — 19.30: Salon Quintett. — 20: Operettenstunde. — Beograd, 19.30: Orchester Konzert. — 21: Violinkonzert. — 22: Nationallieder. — 22.30: Zigeunermusik. — Wien, 17: Schlager von vorgestern bis übermorgen. — 19.36: Klaviervorträge. — 20.15: Grünwalds Operette „Mädi". — 22.40: Populäres Konzert. — Mühlacker, 19.45: Unterhaltungsmusik. — 21.30: Blaskonzert. — 20—24: Moderne und Tanzmusik. — Toulouse, 20.30: Kammermusik. — 22.45: Moderne Musik. — 23.30: Klassische Musik. — Bukarest, 20.20: Schlager. — 21: Opernabend. — Rom, 21: Italienische Musik. — Prag, 20.40: Opernabend. — 22.20: Radiofilm. — Mailand, 19.45: Vokalkonzert. — 20.45: Kammermusikabend. — Budapest, 17.30: Zigeunerkapelle. Anschließend bunter Abend. — Warschau, 20.15: Populäres Konzert. — 23: Chopin-Abend. — 22.30: Leichte und Tanzmusik. — Daventry, 19.30: Gesangsvortrag. — 20: Symphoniekonzert. — 22.30: Tanzmusik. Unterstützet die flntituberkulosenliga Ad hoc! Zwei Randbemerkungen von Helfried Patz, Celje. In der Nummer 55 der „Deutschen Zeitung" vom 9. Juli 1931 hat der Ferry O'Brien ein Feuilleton über Herbert Hoover veröffentlicht, jenem Allgewaltigen von U. S. A., der heule im Mittelpunkt des Weltinteresses steht und einen Markstein in der Geschichte bezeichnen wird. Besagter Hoover ist also der Nachkomme eines deutschen Huber, ist also der erste Deutschstämmige im Weißen Haus. Davon hat man schon lange gemunkelt, aber jetzt ist's klar vor der Sonnen (die nebst unseren Trauben auch noch einiges andere reifen läßt); ein Heidelberger Professor, Spezialist für Stammes- und Familienkunde des Deutschtums in Amerika, hat es erutert: Hoover stammt von dem Rheinpfälzer An-dreas Huber ab. der um die Mitte des 18. Jahrhunderts aus dem Weinort Ellerstadt ausgewandert ist, allwo er am 29. Jänner 1723 durch den lutherischen Pfarrer Johann Georg Kall getauft (!) worden ist. Hoovers Freund, der Colonel Emerson, hat diese Nachforschungen veranlaßt, der Professor aus Heidelberg hat sie glorreich durchgeführt, Hoover hat ihm vor einiger Zeit in einem eigenhändigen Schreiben dafür gedankt, und Ferry O'Brien hat all sein Wissen darüber in der „Deutschen Zeitung" vom 9. Juli recht nett, aber weniger pflichteifrig zum Abdruck bringen lasten. (Ob auch ihm Hoover in einem eigenhändigen Schrei ben dafür danken wird?)__________ Nun, so will lernt ich auf 1er dünnen Linie meines Mitteilungsbedürfnisses das nachzuholen trachten — ich habe schon seit jeher die Arbeit anderer machen müssen — was Ferry O'Brien so leichthin unterlassen hat. Er hat loch wissen müssen, laß der Leserkreis der „Deutschen Zeitung" einem Weinlande angehört, einem Weinlande mit Weintrinkern, für welche aus der Biographie des Mister Herbert Hoover, gewesenen Huber, vor allem zwei Anknüpfungspunkte Hütten herangezogen werden müssen, zwei Komplexe sozusagen, die. sich in Mir zü einem geballt haben. (Mit „Komplex" und „geballt" hat man, als heutiger Journalist, schon etwas vor sich gebracht). Diese beibän Anknüpfungspunkte heißen, stolzschwarz stehen sie da auf geduldig 28ech: Prohibition und Präsident Hoover! Gegen die Prohibition habe ich eine unüberwindliche Abneigung als weintrinkender Abkömmling eines wsmtrinkenden Geschlechts. Sie hat von jeher mein Verlangen gedämpft, Amerika in mich aufzanehmen, in meinen, sozusagen, geistigen Besitz, lieber Haupt habe ich da eine Theorie- von der ich im Augenblick Nicht einmal weiß, ob üe von mir ist oder von Hermann Sinsveimer oder nur so sehr zu mir paßt, daß sie auch von mir sein könnte. Sie lautet: Wer nicht von Natur und Beruf Weltreisender und mim Reisender überhaupt ist, der sollte seine Fahrten nü< Melk atlsdehneN, wie der Wein wächst. Länder, in denen Wein wächst, gehören noch zu uns, zu unserer Sehnsucht, zu unserem Wesen, zu unserer Heimat und — noch enger. — zu unserem Daheim. Wohin die Traube, dieser schönste und edelste Ausdruck dessen- was in unseren Gauen wächst und gedeiht, nicht oordringt, dahin soll ein unneugieriger, zur Seßhaftigkeit geborener Mensch auch nicht Vordringen wollen . . . In 11 S- A. freilich gibt es Weilt, aber auch — pSrversitas perversitatum — die Prohibition. — Müßte man dieses Land nicht anklagen, anklagen vor dem Jüngsten Gericht? Der Gott, ler Trauben wachsen ließ, der wollte keine radikale Prohibition!, hat Hermann Sinsheimer einmal mit grollender Stimme gesagt. Und personifiziert soll, der Angeklagte werden durch den Sohnessohn des Andreas Huber aus Ellerstadt (Rheinpfalz), den Pp. Hoover, mit Vornamen Herbert, den derzeitigen Präsidenten von U. S. A., ler im Zeichen der Prohibition zum Präsidenten eines Landes gewählt wsrdenist, in dem Weine zwar öffentlich wachsen, aber nur heimlich getrunken werden darf. ttm das Tragische dieses Tatbestandes ganz zu erfassen, muß man Ellerstadt kennen, wie ich es kenn^, und wie ich Btuj kenne und Ljutomer: Reben, Reben, Reben ringsum; Winzer, Weinhändler, Weintrinker darin; sogar eine Schnapsbrennerei ist dort, wie ja auch bei Uns auch in Ptuj uni Ljutomer eifrig die güten heimischen Diehl-Schnäpse getrunken werden. Und nun male.man sich folgendes aus: ein biederer Bürger aus Ptuj beispielsweise, in dessen Keller bisher reihenweise dickbäuchige Fässer, standen, gefüllt mit „Kollofer" Wein, wird über Nacht Präsident einer Gemeinschaft für., alkoholfreie Kultur. Brüder aus P uj, würdet ihr nicht auf Halbmast flaggen, wenn ihr solches höret? Ein Eis-wassertrinker kommt aus Ptuj und wird Präsident eines Verbandes, der den Alkoholkonsum bekämpft — o Schmach und Gram !-------------— So! Nun ist's gesagt, nun ist es abrea-giert, dieses Komplexchen, nun ist es genug Der ,,Schreibe", die unaeschwötziger sei als die Rede. Aber ein Schlußwort will ich dennoch wagen, das rechtens in die Biographie des Mister Herbert Hoover entgehen müßte: Er ist ein denaturierter Rheinpfäl-zer, ein denaturierter Ellerstädter! Und damit mache ich mich leise weinend davon und komme so zur Aufsatzreihe von Lolli Lüthke, „Indien von Indien aus", in Nummer 50 bis 54 ebenderselben Zeitung. Diese Aufsatzreihe, die den Untertitel „Erlebtes und Zitiertes" trägt und viel Zitiertes, aber wenig Erlebtes bringt, schließt mit den Worten: „Dies ist der Ueberblick, den man heute über indische Zustände geben kann." Hätte Loiti Lüthke diesen einen Schlußsatz nicht geschrieben, würde ich geschwiegen haben. So aber . , . Nicht „man", sondern Lotti Lüthke kann fei neu anderen Ueberblick über indische Zustände geben. Es wundert mich, daß die Verfasserin mit dem Wesen der indischen Freiheitsbewegung nicht näher bekannt wurde, daß sie über den großen Führer der indischen Selbständigkeitsbewegung so wenig unterrichtet ist. Sonst' hätte sie doch einiges darüber sagen müssen, wie dort das Volk um seiNt Freiheit ringt und mit Mitteln arbeitet, die man bisher in der Weltgeschichte nicht kennt; hätte weit mehr (und nicht so einseitig Verzerrtes) über Mahatma Gandhi, den großen Einsamen, und über len gegenwärtigen Stand der religiösen, nationalen, gewaltlosen Bewegung Berichten müssen. Denn diese Bewegung ist eine ethische, von lief religiösem Gestühl getragene, der Gegensatz von lent, was in Rußland geschieht. „Ich feinte", sagt Mahatma Gandhi, „keine andere Diplomatie als die der Wahrheit und habe keine andere Waffe als die Non Violenz". Wie Gandhi über andere Religionen denkt, lehrt sein Satz: „Mein Gefühl als Hindu sagt mir, daß alle Religionen bis zu einem gewissen Grad wahr sind. Alle stammen von derselben Gottheit und sind irgend wie unvollkommen, da sie durch unvollkommene Menschen verbreitet werden." Bon einem Haß gegen den Islam ist danach also keine Rede. Sein Ziel ist — und dies ist . tiflili auch die einzige Kenntnis, die w* ~ron Lüthke in ihrer Aufsatzreihe ,,et< Indien aus" über das junge 3!_u’c linjj mittelt — dem Volk die Selöst^ü (Svaraj) zu verschaffen, Mittel W ^ die gewaltlose Fernhaltung von der i ^ menarbeit mit England (Non Eoope1^^, die Wiedereinführung des lurch^s6 ^ de? •Spinn*0' usw. Die Non-Cooperal!on aber n'ch * { scheu Fabriken verdrängten w-, mich V'. gewaltlose sein, muß ausgeübt werden ^ “Bll«* len und Haß, das ist es, mns Mfli)a ein Gefühl von Rache, Bosheit, I tiler und Volkswirtschaftler, Erwecke* ^ was Gandhi anstrebt. Er ist also Erzn'M Verphfpr ipinpS BntfpS. Tin6 er aittz Einiger seines Volkes ist, sei Wr„n“LV erwähnt mit dem Hinweis auf das u interessante Buch von Franziska ö ^ nach, „Bier Monate Gast Maharim^ dhis" mit besonders wertvollen Briefen des Mahatma. Verlag 5en, und Lubensky, Graz, 1931. (n» Nun, da ich mit meinen „Verbessern „„ Ende bin und als hoffnungsloser ^ tier aus dem Gesagten feine Konsta^' .gezogen wissen will, fetze ich meine i lichste Miene auf und rufe ^denn wtzN nicht wissen, ob die beiden Verfaist* ^ oben genannten Artikel nicht auch j3'-6 ''^t, riborer Zeitung" lesen): N'chts für verehrtes Fräulein Lotti Lüthke un-Mister O'Brien! Daß ich diese $*'' ist d:es" lästernden Zeilen geschrieben 0° .'^jg nicht meine Schuld. Die Schuld H und allein der Wein, dem ich hier M chen habe, hier in der weltentrückten schenschänke „Spicerol" bei Ptuj. ^ setut Noch einmal fülle ich mein M9'., er ist gut der Wein und billig. 8 DF1""v v"v>Tr vvtttv' Gesucht wird kautionsfähige Frau, Verkäuferin für Weinschank, Zuschr. untnr „Ver'äu-ferin" an die Verw. 10598 Arbeitslose werd-n ausgenommen; bevorzugt werden Eigentümer von Scho-,fein. Rechen und Kr-^vfn, f"v d-h Regulierung der Rennbahn in Tezno. Anmeidpn von 18—19 Uhr 6. Sekretariat de? Moioklubs Ma-ribor. 37/1. 1Q638 Frff»fe; Erlernung d. Kochens in guter Privatküche aufgenomwen. Mäistrovg ul. 5 Part linls. 10620 Perfekte Schererin (Bettlerin) für Baumwollweberei sticht Mariborska tekstilna tvornice Makse. 10528 Suche besseres junges, deutsch., serbo-kroatifch sprechendes Frau lein zu meinem 7sähr. Sohne. Einige Nähkenntnisse und Beihilfe im Haushalt rnwtifT; Offerte mit Lichtbild und Ge-haktsansprüchen an Nikolaus Bolgar. 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