V ^ivviut. U SuropSische Wirt-schaftspolM? vr. P a r i s, Anfang August. Der neue französische Minister für Handel und Industrie, Maurice B o k a n o w s k i, ist seit längerer Zeit ein tlberzcuqter Anhänger der deutsch-franMischen Wirls5)aitKver-ständiqunfl. Er hat als einer der ersten Franzosen begriffen, ldos; ein auch nur provisorischer Handeli.wertrag mit dein Reich unmöglich sei, so llinge der Franken wie inmitten einer Sturmflut hrn und her getrieben werde. Er gilt als ein Vertrauensmann 'oer lfrairzi^sischen SckMerindustrie, zu der er sehr feste Verbindungen unterhiilt. In dem Au-fleMiele, wo die politische. i;nd finanzielle Lage ein Minrsteriuin Poinoare ermöglichte, erblickte er als seine Aufgabe, eine gewonnen hat. Es darf nicht so weit koinnien, daß die inneren Preise sich einem Frantenkurse von 200 für das «Pfund nähern. Der Staat, init 'dem Frankreich ini Augenblicke am Eehnlick)-sten ein wirtschaftliches Mkominen wünscht: D e u t s ch l a n 'o, müßte vor dem neugeschaffenen Duniping zurnckfchreck'n uud den Eindruck erhalten, daß bei der Frankenun-«sichevheit ein Akkord mit Frankreich iMr-lk>nnpt nicht möglich sei. Diese pessimistische Ansicht musite un? jeden Preis widerlegt werden. Was die franKösiscl^e Industrie angeht, sc» befand sie sich buchstäblich zwischen zwei Feuern. Der limner raischer aibuiärts gleitende Franken schaffte AnSfnhrmöglich-keiten, die auch 'ti-en „Mitessern" aus der Kriegszeit her eine volle Prodnktion und lohnenden <^ewinn gest<^tteten. Anderseits wurde es offenknndiger, dasz dic in.erster Linie betroffenen Länder, Italien, Deutschland, England und Anieri^ka entweder zu zoll^>olit'.-schen Präventiv maßregeln greifen, o^^er doch ^n Abschlltst irgendwelchen definitiven 5>an-dels-vertrages auf unbestimmte Zeiten hin-en werden. Mas im Besonderen die vngelfäMschen Länder angebt', so trat d^'"'' noch ein Anderes: die mi^erikanische si>N'^e Industrie beschwerten sich Ibei i-hren Reqiernnqen Wer 'sie wachsende Inlvasion franzMcber Mannkafturwaren, gegen die keinerlei ^^olldäinkme Helsen sonn-^c»n, und forderten im nMens das Drängen auf Ab-«schluß der 'S ch u ld e n v e r?, a n d l u n-gen nnd die rt^cksichtZlose Anwendung der ftnr Verßsignng stebcmden Druckmitteln: Kre-vitnerweiaerung, ^^rankenl^isse. .heute Mlt ?^ransreich seine Sanlns nicht 7nehr. d^e zu Paulus aeworden sind: ??oinmr,^' darf e? waaen, einer Mmmer und einem Senat die !??atifi^ierung von ?5bf^'>'tiMken v'orzns'hlaaen, die einenl Monat noch aenniß dem derben Allsdrnck eines Pariser Blattes von der Waribor, Donnerstag den t2. August ty2S. SchrUtleltuiiz, VuchSruckerel, Mariyor, ^ ^uriliceva ulica 4. ' lelepyon 24 vezugsprelse:'^' monatlich' -''vin^Ä^!^. Zuhielten . . .21-^' vurch Post . ... 20--,' »Ausland, monatlich . , , 30^^ einzelnummer vin 1 bis 2'-. Sei VeNellung der ?el»uny ist d«, ^dSH. kiementsdetrog für Slovenien llir wind» Ilens einenMonat.auberDold Mr mindest«»,, t>r«i a>onate einzusenden.?^ deantvortendO vrieteotineMarXei-erdennich, d«rl>»sl<»itia« Inseratenannatime in Maribor bei ^ administrotion der Zeitun«, lurSIä«,» «tiica «. in cjuviiana bei Niom, rung hat il^re ütkannte au . Politik zur Geltung zu liriugcn pflegen. Wir haben in der radikalen Partei einen würdigeren Nachfolger des gegenwärtigen Austen» Ministers. Es besteht kein Zweisel, das, wir uns knapp vor einer umfassenden Nekonstr^ik-tion der Regierung besiuden. ^wei Männer kommen siir die Veseszung des Anßenporte-fenilles in Betracht: dcr Finanzmiltifter Dr. Ninko Pe r ic oder aber der Abgeordnete Dr. Lazar M a r k o v i In diesem ?^alle wiirde der Pcrkel)rsminister I o v a n o v i das Instizportefeuille, Zirsta M i l « t i aber das Perkehrsminlsterium tibernehmen. Z^rei-lich müsjte in diesem Falle die Stellung des Forstministers Dr. N i k i einer grundsätzlichen Prüfung unterzogen werden." Beog rad, 11. August. Ministerpräsident U z u n o v i dürste sich im Laufe des heutigen Tages nach Bled begeben. Ans seiner Rülkreife ist eine längere Konferenz mit Stefan R a d i w Zagreb geplant» bei welcher Gelegenheit die Frage der Regierungsumbildung zur Beratung gelangen sollte. Die Umbildung sollte, wie wir vernehmen, gleich nach den Gemeindewahlen in Serbien vor sich gehen. Zagreb, 11. Auguit. Aus seiner Durchreise durch Zagreb empsiuq der Minister des Aeusjern Dr. N i n ö i Ihreu Berichterstatter in seinem Salonwagen nnd gab ihm ein mit der Demarche der Regierung zusamlnen-l^äuaendes Iutervtew. Auf die Frage, wel-ck^e Wirkung sich die Regieruug von der angeblich gestern in Sosia iiberreichten Note verspreche, erklärte Dr. Niuöie in ungemöhn-licsem Lapidarstil: „Ste baben ja dies ohnehin aus der Presse ersehen können. Man schreibt darin mehr, als an der Saclje gele-aen ist." Auf die weiter? Frage Ihres Nor-respo»chcnten, wo der Kerununk.^ der „Sache" liec^e, gab Dr. Rin^i.' nwrt: „Ich D'e Neqie->a<'tische Linie dikalen Partei gibt es keine Strömlingen. Ich bin aber mit der Leitung der Auhenpo-litik so intensiv beschästigt, daft es mir unmöglich ist, im parteipolitischen Getriebe aktiv zu wirken." Fiasko der von Dr. NinNä geleiteten AußenpoSsttk! Auch „BundeSlzenofse" Frankreich läßt uns im Stiche... Klägliches Ende unserer „Demarche" in Sofia Die Lage des Kablnetis Llzunvvie unhaltbar geworben Beograd, 11. August. Der Minister des auch dort eingesehen hat, dak mit seinen Me- Aeusjeren empfing vor seiner Zlbreise nach Ilusjenpolitik ausgerä!umt werden . . muß. Wir miisseu uns zu jenen Methoden be Bled den französischen Gesandten «ttud de, kennen, die die t^!roszmächte in ihrer Austen oi/^mcichtigten Minister M. Grenard in einer einstündigen Unterredun-i, die, wie in insormierten Kreisen verlautet, ausschlieg, lich der Demarche unserer Regierung in So-fia gewidmet war. Wie Ihr Berichterstatter aus zuverlässiger Quelle ersähet, herrscht in Regierungskreisen große Bestürzling, iveil die sranzösische Regierung klar zu erkennen gab, daß sie die Ansicht der englischen Reyic-rung hinsichtlich der Demarche vollkommen teile. Nachdem sich auch Italien auf den glei. chen Standpunkt stellt, wurde die Demarche auf den Druck der Großmächte oerschaben. Der Konflikt wird im besten Falle dem Völkerbund zur fchiedsgerithtlichen Urteilsspre-chung vorgelegt werden. lichkeiten erlebt. Nnd nun verließ uns auch mit jllonsequenz eingehalten, und zwar eine F r a n k r e i ch, das bislier immer nnsere ^ Politik deS Friedens und der ökanamis'hcn Hossuung gewesen war. Wir haben weit und ^ Nestanrtcrung des Balkans. Wir ballen da- breit keine Freunde und werden uns in letz ter Stunde nach einem nenen Außenminister umsehen müssen, ^ch glaube, daß die Spa-ziergiinge des Außenministers nach Bled nichts zum Besseren wenden können, da man gan^M Nation „liinausgespuckt" nx^rden sind! Aber die Atiiws;''l)äre ist oben nics)t inohr 'c>ie pe nicht so heis; gegessen (Fortsebung auf Seite?.) für, dak? es endlich an der Zeit ist. daf; die Valkanstaaten sich ausschliestlich ihrer öko-nomiscken Wiederansrichtuua widmen. Ikud es v. rsteht sich von seilst, dah die Neaierun«^ d^e Integrität d^r Va^t^aren^en .^n nmb-ren lnt und die Ban^eneinsäsle ans st.^atli-ci es Territorium nicht dulden kann." . Die nächste Frage ^l'res Berichterstatters k^alt den partikusnristisk?'?n Stfiitt,nugen in« nerlmlb der radikalen Partei. Dr. Ninöi erkkärle dariiber fallendes: ,.?^ch lmbe honte srllh in einer kroatischen Mlira«'nZeitung gelesen. dar^ d'e radik-'l^ ?lartci bel'te krci s^^ri'uven darstelle, an de^'en spitze« sich Mak simoviö, PaSitl und ich t»ef>nden. In der ra» Kleine Nachrichten Beograd, 11. August. Der jngoslawische l^^esaudte in Tofia ^)>'ilan a? i hatte gestern eine längere Unterredung mit dem griechischen nnd deui rnniänischen (^Gesandten. Iin Beograder Ministerintn des Acns;c« reit hatte nian zuversichllich erwartet, das; die )^ote schon gestern nachinittags überreicht lverden nu'irde. Diese Crinartiing hat sich in^ dessen nicht erfüllt. Ministc'rpräsident II z u-n o v i erklärte Ionrnaliste?i, die Regie-rnng werde ihre ZteltungnahnK' diesttu Fra-genkompler gegeni'iber in einem Conrmuni-qn^ aufklären. Beograd, 1l. Angust. Die Wahlkampagne zu den hauptstädtischen l^ienieiildewakilen ist im vollen l^^ange. Der von den Radikalen anathemisicrte stellvertretende Bürgermeister B o b i c gnl' hente die erste ?!umnicr eines Wahll'Iattes lieraiis, das den Titel „iDdbrana Beograda" ('-l>erteidiglmg Beo-grad'ö) siihrt. Das Blatt wird von Dr. Svc-tislav P op o v i e redigiert. B o bi ü meint an leitender stelle, die polizeiliche Cliqile des Innennsinister M aksimovi ^ könne nie der wahre Ailödrnck der radikalen Partei sein. B e n e d i g, M. Alignst. Ueber die La-i^nnenstadt nnd die ttüste ist ein snrchtbarer Z'lklon nledergegangen, dic Temperatur ist gesunken und saft winterlich geworden. Ein Btijz schlug iu eiuen Traussormator ein, so daß das Hospital Zt. Anna ohne Licht war. Am Lido »ourden Bäume entwurzelt und Badehntten von den Wellen davongetragen. In der Stadt sind zahlreiche Dächer und ?chorusleiue niedergerissen worden. Zwei ;v!otorboete stießen in den Lagunen auseinander uud gingen unter. Die Bemannung, sechs Personen, wurde von der Strömung ins offene Meer lnnansgetrieben, ein Dampfer eilte den Schiffl'rüchlgen zu Hilfe und konnte sie retten. Börsenberichte Willrich N. Äugnst. s'SililusjkttrscI. S'eonrad 9.12, Paris 11.20. L-ondm, 25.14, '?('ewvor? .'.17, Mailand 17.20, Prag 15.W5, '^<.'ien Vnda^'^'st 0.^72^",, Verlin l2.'i.075. Briissel 11.127), Madrid 79.15, Am-sterdain 207.N<^, Warschau ü7, Bukarest ?osia.'!.7.',. ^^agrel», II. Angust. (Avala.) Devisen: Wien 7.N!>.2.'') l'is 8.0.'i27>. Berlin 1.'^lO.25 bis l:'>5i.'^.2.'., Mailand 19^.10 bis 180.00. London 275».0.'> bis 27l'>.:i.''), ??ennwrk 5l0.!ti0 bis .''si.7s''0. Parts 15,').:^^ b. 1.'.7..'^8, Prag 107..'^3 biö 108.:zZ. Zürich 1001.80 bis 10!18.80. sZuttlmee vom Äugujr ivird, wie sie in Lvnt^on vnd Washington 'einqc'brockt wurde. Mit 'c>er definitiven (Erledigung dieser Z^ragcn, die für Frnntreich e^nso lebens-' wichtig sind wie Deutschland einst die Reparationen, ist erst die Boraussekung gegeben für eine Politi^k, die ohne v'.el äußeren Erfolg bisher in ga^z auncrordcntlichem Miaße die (weisser 'beschäftigt h-at: Zu einer wahrhaft europäischen Wirtschafts- und Zoll-pol'.ti?. Ter (Grundstein da,zu wurde dieser Tage im fr«nMschen Außenministerium ge-le^, wo die 'oeutschen und französischen Bevollmächtigten t>as provisorische 5>mdelSab-komme?: zwischen den beiden Ländern un-ter.^eichneten. Ueber dieses überaus wichtige Dokument, das in der Nachkriegsgeschichte ein «leues Zeitalter eröffnet, werden uns von lliestilnterrichteter Ceite weitere Angaben gemacht, die besonders 'oen t^eist näher kennzeichnen, der bei den massgebenden französischen Persönlichkeiten gegenwärtig herrscht. „Vir geben uns keinerlei Illusionen ii-ber vie Unvollständigkeit mrd teilweise auch Amn-gelhaftigkeit des Sben abgeschlossenen Pro-v'.sorrums hin. Einige „dicke Tti'icke" mußten notwendigerweise ausjer Diskussion bleiben. Warum notwendigerweise? — Das hängt wie'Tie wohl wissen, mit uirserm gänzlich unzulänglichen Zollsystem zusammen. Wir kön-7WN mit BestinWit'heit versichern, das; ge-iiamne Zeit vor Mlouf 'oes Provisoriun^s idie t^esamtreform der Zollgesehciebung vollendet sein niird. Im g^'gemvärtigen Znstande ist unsere taktische Inseriorität un^bestxeit-ll>ar: aber auch der Partner weis^ nicht, auf welchem Boden er baut und wie die Zukunft, auf die er setzt, beschaffen sein wird." „Dazu so'inmt ein Zweites: l^ewifse gro-^e Industrien haben das leicht verstäudliche Bedürfnis, sich über die Lan>desgrenzen hinweg eink^eln zusmnmenzuschliefien. VielleiH: traf es eine Zeitlang zu, daß dadurch die Be-strebuncjen Mischen den Nogiernngen, all-geuleine.'?)andel'?verträge abzuschließen, nicht eben durchkreuzt, so doch in etlvas erschwer! wurden. Diese Zeit ist jedenfalls hente vorüber. Die großen Rahmen einer deutsch-franMischen wirtschaftlichen Zusammenarbeit sind gegeben. Eie gellen sowohl für Ein-^elabmachungen Wischen interessierten Industrien, als auch für die Verhan'cilnngen vl^n Land zu Land. D^rs Gegenteil von dem oben Angedeuteten trifft hente zu: die beiden ?lrten von Bestrebungen ergänzen sich gegenseitig und erleichtern die <^^esl?mtaufgabe. So zum Beispiel kann es wohl zutressen, daß noch vor Aufnabme neuer Perhandlungen bereits 'Privat^iibkomnien zustande gelkommen sind, 'eie nicht mir für beide Länder, sondern auch für g<^nz Curopa und die Welt von durchschlagender Bedeutung sein wer--den. Es ist alsso wohl begreiflich, daß wir keinerlei Bedürfnis empfinden, dieser natürlichen Entwicklung der Dinge zuvorzukommen oder sie gar in einem qewiffen Einne AN ^brüskieren". „Was uns vor der Hand am meisten am Herzen liegt, das sind vielleicht nicht so sehr geschriebene T e r t e, als eine Art wirtschaftliche Durchdringung, auf die fchon Außenminister Briand hingewiesen hat. Ei- Sin Vermächtnis Roman von Th. L. Gottlieb. 16 (Unberechtigter Nachdruck verboten.) „Schwärmerin?" sacite sie endlich leise. „Ja — nnd nei.n. Ich war Wohl von je-.;n nnd Leuchten auf die im leisen Windhauch j erbebenden Nadelriesen; die Ztronen raunten sich geheimnisvoll ihr Abendlied . . . „.Herrlich — das ist wirklich wundervoll!" sagte Heinrich, hingerissen von dem reizvollen Bilde, das nun bläss?r "nd blässer wurde. Die Bäume warfen immer länger werdende Schatten. ,»Sehen Sie — nun ninlmt sie Ab- ne Klausel des eben abgeschlossenen Provisoriums sieht ein fest umrissenes Statut vor für Handlshäuser und (Gesellschaften, die sich in den beiden Ländern niederlasien wollen. Wir qoben uns darüber keinerlei Illusionen hin: (5s sind noch M'anck)e m«4erielle, mehr noch psychologische Schwierigkeiten zu übenvinden. Wir h-alten es für ausgeschlossen, daß die Praxis zu irgendwelchen Zwischenfällen Anlaß geben wird. Immerhin muß erst ein Prozeß der (Gewöhnung einsetzen, der um so langivieriger ist, als die Unterbrechung jetzt bereits 12 Jahre dauert. Wir zweifeln jedoch nicht daran, daß bereits Nachrichten GrkenntniSdSmmerung Der (Gewerkschaftskongreß der französischen nationalen Lehrerschaft in Ztraßburg hat die nachstehende, bemerkenswerte Entschließung einstimmig angenommen: „Die 78.Wl) der nationalen Gewerkschaft angeschlossenen Lehrer und Lehrerinnen, die davl>n überzeugt sind, daß die Annäherung der durch den ^rieg gegeneinander aufge-hstzten Völker ein Erziehnngswerk bildet, da-.' fchon in der Schule beginnen muß, fchlies;en. r:it ollen straften daran zu arbeiten, die Ju.Md der Kenntnis und dem gegenseitigen VcrstehenderVölker zuzuführen und dadurch die Annäherung d.>5 «nicdens zu unterstützen. Die Lehrer werden sich kemühen. ihren Schülern verständlich zu niachen, daß sie nicht nur gegenüber ihrer Fanlilie ul?d gegenüber ihrem Vaterland, sondern anch gegenüber allen Völkern Pslich-ten zn ersiillen haben, daß zwischen den verschiedenen Völkern eine immer stärker werdende Abhängigkeit bestehe, und daß die Zivilisation das gemeinsame Werk aller Völker ist, einschließlich derjenigen, die im Laufe der Beschichte die schärfsten (^!egncr waren." « Man sieht es schon deutlich: der engstirnige Nationalismus und eine krampfhaft? Verzweckung d^s nationalen (Gedankens müssen weichen vor der Erkenntnis, die der „Utopist" R. N. (^ondenhove-Kalergi in einem Satze formuliert hat: „Es gibt für Europa nur eine Alternative: Zusammenschluß oder Zusammenbruch." Die klare Resolution des französischen Lehrerkongresses ist geeignet, alle Freunde der Friedensbewegung mit neuer Zuversicht zu onüllen. Ja. im Westen vollzieht sich ein Wandel: trotz Poincare, dcln neuesten „Netter". t. Todessall. In Ljubljana verschied vergangenen Montag der bekannte Architekt u. Stadtbauuleister Herr Wilhelm T r e o im hohen Alter von 8l Iahren. Viele schöne Bauten in Ljubljaua. darunter das jetzige Universitätsgebäude, sind ein Werk des Verstorbenen, der sich überall groszer Wertschätzung und Beliebtheit erfreute. schied — die Sonne — der Vorhang der Nacht gleitet langsam über uns hinweg ^r hatte Ellys Hand ergriffen, die leise erbebend in der seinen lag — „Abschied — bis morgen---" „Bis morgen —" wiederholte sie wie mechanisch und wollte sich mit der Linken die Angen beschatten; es war ihr aber nichi möglich, denn auch diese hatte der junge Mann schon mit leisem Drucke erfaßt. Sie wandte sich ihm zu, als wollle sie verwundert fragen: „Was tun Sie?" Aber kein Laut lan: über ihre Lipp<'n. Doch die beiden Angenpaare trafen sich, tauchten tief und ruhig ineinander. Eines las da in der Tiefe des anderen und fie schienen befriedigt von denl, was sie darin lasen. Ihre Hände zitterten merklich; er fühlte es und zog die kleinen Hände an den Mund, bedeckte sie mit leisen, heißen Küssen. „Elly — ist es denn wahr? Darf ich daran glauben? Darf ich fie behalten, diese kleinen Häude — für immer?" stammelte er beseligt. „Meinetivegen — so lange Sie wollen, wenn es Ihnen ein Vergnügen Nlacht," erwiderte sie leise. Dabei umspielte ihren Mund ein Läck)<'ln, in dem Schmerz und Freude, Wehmut uud (^Uück in gleicher Weise gepaart schienen. .Heinrich faßte dieses Lächeln falsch auf, l)ielt es für jcherzl^aste MädKenlauue. in den kommenden sechs Monaten, also b»s zum Ablauf ^oes Provisoriums, gewisie (Erfahrungen gesammelt, Ergebnifse erreicht worden sind, die nützliche Fingerzeige abgeben werden für die definitive Gestaltung des beiderseitigen, wirtschaftlichen Zusammenlebens. (Gerade in dieser Hinsicht, die :.iehr moralischer und volkspsychologischer Natur ist, erwarten wir von dem Vertrag eine Annäherung ^er beiden Naitionen, deren lo-gische Entwicklung in der Richtung eines umfassenden, europäischen WirtschaftSbundes verlaufen wird." vom Tage t. Ermäßigung des Beitrages sür die Ar-beiterkammer. Der Beitrag für die Arbeiter-kammer> welcher bisher von den Arbeitern durch die Arbeitgeber in der Höhe von 9.5 Prozent der versicherten Lohnsumme eingehoben wurde, beträgt ab 1. August nur mehr 0.3 Prozent. t. Birgil-Ehrnng. Der (Gouverneur von Rom beschloß im Verein mit dem Direktor der schönen Künste, zum dauerhaften und würdigen (Gedächtnis des Dichters Virgil bei Anlaß der am 15. Oktober beginnenden Vir-gil-Feiern dem Dichter der Aeneis in Rom einen Park zu widmen. Als Denkmal Virgils wüi'^<>e der Obelisk in Frage kommen, der noch unter dem P?. Als die (Gendarmerie in der Behausung erschien, fand sie die Frau vor, als sie gerade das Kind in einem großen Topf kochte. Die Frau gab zu, daß sie den Leichnam verzchren wollte, um die Spuren der Mordtat zu verwischen. Sie wur'de verhaftet. „Elly — um des Himmels willen nur jetzt keinen Spaß! Sage mir, ob du mich wieder-liebft, so wie ich dich liebe, grenzenlos, über alles!" Da sah sie ihn an mit einem VUcke, der ihm bis auf den (Nrnnd seiner Seele ging. Und ein wenig herb zuckte es um ihre Lippen: „Finden Sie es nicht selbst sonderbar, Herr Gollniann — Sie, der reiche, mächtige Fabriksbesitzer, und ich — eine arme, unbekannte Waise, die vielleicht morgen schon nicht mehr weiß, wo sie ihr Haupt betten soll? Ich bitte Sie herzlich, lassen Sie mich, rauben Sie mir nicht die Nnhe ineines .Herzens, deren ich so sehr bedarf!" Er ließ ihre Hände noch imnier nicht los, fondern sprach lebhaft und leidenschaftlich auf sie ein. „Elly, es ist mein heiliger Erust, ich schwöre es dir! Jede frivole Absicht oder Sehnsucht nach bloßer Tändelei liegt mir ferne. Ach, du weißt ja nicht, wie es in nieinem In-qu'rn aussieht, wie sehr ich mich nach einem bißchen (^lück sehne! (^ilanbst du nicht, daß es im menschlichen Leben Augenblicke gibt, die entscheidend sind fnr die Schicksale znieier Herzen, auch weun sie sich zum ersten Male sehen? Ich fühle es in mir: ich liebe dich, und keine andere als du wird weine Frau!" Sie seufzte tief auf nnd wendete sich ab. Da fuhr er eindringlich fort: „Nur ein Wort sage mir, ein kleines: ja! Es wird für nli^ der Hiulmel und die Seligkeit sein, nach t. Seltenes Waidmannsglück. Vergangenen Montag erlegte Herr Michael T o m-Z i ö ,(yroßgundbesitzer und Indnstrieller in Vrhnika, einen kapitalen Zehnerbock. t. Die Regierung in Agitation. Wie hel^^ der Kampf ist, der um die Stadtgemeinde Beograd gefochten wird, zeigt eine Erklärung des Ministerpräsidenten Uzunovi nach der radikalen Wählerversammlung den Vertretern der Presse gegenüber. Uzunovio erklärte, er hoffe, die Wähler würden am Vorabend "des 15. August an Beograd, sich selbst, ihre Kinder, an Wohlstand und Fortschritt denken, bevor sie ihre Stimme sür jene Liste abgeben werden, die mit größtem Recht auf das Entgegenkommen der sür Beo grad so dringlichen staatlichen Hilfe rechnen und appellieren könne. Mit anderen Worten: Sollten die Beograder am 15. August eine dem Herrn Uzunovi<5 nicht in den Kram pasiende Mehrheit in die Stadtvertretung entsenden, so würde diese Mehrheit mit dem Wohlwollen der Regierung nicht rechnen dürfen. t. AbderitlsmuS. Im „Judarnji list" lesen wir das nachstehende ergötzliche (^eschichtchen: Irgendwo in der Provinz liegt, von 'der BahnMion beträchtlich abgelegen, ein kleines Bad. Die Kurgäste sind gezwungen, entweder den landesüblichen Fiiaker oder aber den Autobus eines Privatunternehmers auf der holperigen, ausgefressenen und mit Granattrichtern ähnlichen Mulden zahlreich besäten Straße zu benützen. Da die Straßen-verwaltllng nichts unternc^hm, um Re Straße faihrbar zu nmchen, entschloß sich der opferwillige Autohusunternehmer, ein Loch in der Straße, in dem man auch einen Ochsen häitte begraben können, in Eigenregie zu füllen ltud zu ebnen. Er mietete einige Fuhrleute, ließ Steine und Schotter an Ort und Stelle schaffen und bald war die Straße so hergestellt, dvß die Fuhrwerfe sich das Ausweichen auf die Wiese ersparen konnten^ Nun aber kam dos Unerklärliche. Der Mann wurde vor den Blizivkshauptmann gelaiden. Er ging in Seelenruhe ins Amt, wo ihm folgendes eröffnet wurde: „Ah, Sie sind der Betreffende?! . . Sie haben die Straße beschottert? Wie tonnten Sie sich dieses Recht ihevausnehmen?" — Ein peinlicher Augenblick. — „Recht? Ich habe 'c>>och nur mir sevbst, meinen MlW'irgern und dem St^aate einen Dienst erwiesen." — „Wer srägt Sie dars nach? Sie b^aben sich Bositz'stiöruna zuschulden konlmen lassen und ich fordere Sie auf, die Straße in den früheren Zustand zu setzem Wollen Sie o'der wollen Sie nich-t?" Der Unternehmer glaubte, den Verstand verloren zu haben. Am nächsten Tage zog die gleiche Arbeitergruppe an den Schauplatz seines „Vergehens" und lud den in der Mulde planierten Schotter wieder auf, um ihn wegzuschaffen. Dem Recht ward Genugtuung geleistet ... Die Straßenmulde gähnt wie früher und die Autos beschreiben an dieser Stelle eine „schlüpfrige" Kurve um das Symbol des unverfälschten Mderitismus. t. Maßstab der Freiheit. Am l). d. M. fand im Sitzungssaale des alten Rathauses in Wien der vierte Kongreß der Lehrerinterna- der mein Herz seit langem schreit! Ich will ja weiter nichts von dir als das Zugeständnis, daß ich hoffen darf, und in Geduld will ich mich bescheiden. Du sollst fortan in Ruhe und Frieden leben bis zu dem Tag, wo ich vor dich hintrete, um dich für mich zu verlangen, ganz für mich! Fürs Leben! Elly, liebst du mich." Nun wandte sie ihr Gesicht dem seinen voll zu. Und was er nicht erwartet hatte, was ihn überraschte und in einen Taumel von Glück versetzte, trat ein: Statt aller Antwort warf sie sich ungestüm an seine Brust, umschlang seinen Hals, und nun fühlte er aus seinem Mund eln Lippenpaar, von dem ein verzehrendes Feuer auszugehen schien. Aus diesen Küsien fühlte er eine Lie^, «ine Leidenschaft, die größer war, als er zu hoffen gewagt. Wortlos hielten sich die beiden minutenlange umschlungen. Körper an Körper gepreßt. Die Welt versank um sie her. Der Zauber der ersten, wahren Liebe ließ sie alles um sie her vergessen. Als er dann endlich ihren Lockenkopf sanft von sich löste und ihr in die Augen sah, gewahrte er perlende Tränen an ihren Wimpern, die langsam und schwer die Wangen herabrollten. Er hatte eine bestürzte Frage ans der Zunge, die indessen ungesprochen blieb, denn mit einem lauten Aufschluchzen riß sich das Mädchen plötzlich von ihm los uild eilte aus dem Zimmer. jAortjetzung 1»!^, M O » !» »' >^ » / ^ » . » » «. ^SÄ« ^!e ^rö!?te ^e«ie ^er XV«It» 11.t)00 Ausstelle? »u« 21 I^»a«I«i» 1 öl).t)Ol) L»alc»u^er »u« I^erl)st 1926: 29. ^uAust I»« 4. öeptemizer .^uc^ /u»'5»» /o^nt «,c^ I^äliere ^usllun^t ^»I)t Il'neo« üker ?»üvl»um, 8on«Iei-iuxe, V/oknunxLveimlzittlunx, ^usenclunx von Oniclcs^ckei» un6 »I!e sonst xewiinsckten ^uklcläninxen 6er Lkren»mtllcke Vertreter «ler l^eip-ziixer Mustermesse ü^arlkor» Lo»po»^s ul. 19 a ihm sonlst Verfolgungen durch seine Neigierun^ bevorstünden, erklärte, daß die Lehrer-Jnter-irationale in Bulgarien 3500 Mitglieder habe. S000 von i'hnen seien allerNngs von der gegenrevolutivnärcTl Regierung entlassen worden. Vnige Hundert mus^ten nach Jugoslawien flüchlten un^ einige Hundert seien zu» meist zu länflcren Freihe'.töstrs'sen verurteilt worden. Die Vertreter Italiens und Iu-^o-^lawiens, deren Namen ebenf<>rten die Verfolgungen, denl'n i^hre Organisationen au«^"^ letzt seien. I'er Kon.areft tk,gt noch heute un!^ envartet als Ho'^epunkt der Ver''^andlungen den Bericht des Generalsekretärs Vernou ch et. t. Eine Forschungsexpedition nach dem nördlichen Kanada. Die Quebec-Regierung hat eine Expedition mit Staatsmitteln aus-geri'istet, die siä) nach den nördlichen Gebieten begeben soll, um insbesondere genaue Nachrichten über die erst uulängst bekannt ge wordenen grossen Wasserfälle zu sammeln. Erforscht soll insbesoqidere der Mc. Leans-Fall werden, der eine Höhe von annähernd 300 Meter bei einer Breite von 800 Meter haben soll. Au der Expedition, die von drei Flugzeugen begleitet sein wird, nehmen annähernd 50 Personen teil. Nachrichten aus Maribor m. Eine Kalamität, dke beho^^cn werden könnte. Die Alexanderstraße ist, soweit sie Tnit Granitquadern gepflastert ist, gewiß eine der besten Verkehrsstraßen von Maribor. Dieses Urteil gilt chg«sse sind die Trottoirs an manchen Stellen derart ausgefressen, daß eine generelle Asphaltierung sich schon als notwendig erweist. Vielleicht könnte die Stadtgemeinde dom Uebel irgendwie abhelfen. TN. Der Bau des Palais der Pensionsanftalt ge'ht feiner Beendigung enigegen. Der König Peterplatz evhält damit einen washr^aft großstädtischen Hintergrund. Besonders imposant ist der Anblick auf das nene Gchälide vom HmiptPlatze und von der Reichsbrücke aus. Nun wäre nur noch zu wünschen, das; auch mit den übrigen gelplanten und schon bogionnenen Bauten sobald als inöglich das GeswmBild vervollständigt wird. In einige,: IMren, bis die heute noch kreisteihenden schönen Vauplätze M a r i b o r, N. August. verbaut sein werden, wird dieser Platz zu einer der schönsten Zierden unserer Stadt gezählt werden können imd zweifellos auch ein Gesck)äftsviertel ersten Ranges darstellen. m. Ein verhängnisvolles Pneumatik. Gestern flchr das Personenauto Nr. 422 ziemlich schnell dnrch die Mrtnerstraße. Vor '5eul Schaufenster der Firma 5? o v aL iö wurde ein auf der Straße liegender Stein oom Pueum-atik des Autos so stark wegge-schleudert, daß das Auslagefenster durch den Wnrf zertrümmert wurde. Der Schaden beträgt 5800 Dinar. m. Mit dem Wagen durch die Tiire. Gestern ereignete sich auf der Alxanderstrasze ein Vorfall, wie ihn die Polizeichronik schon lange nicht verzeichnet hat. Der Fuhrmann F. B. lenkte in der Richtung zum Bahnhof zwei aneinandergekoppelte Wagen. Vor dem Eafe „Jadran" riß plötzlich die Kuppelung und der angekoppelte Wagen rannte mit aller Gewalt in die Ti'ir des Gasthauses V l a h o v i L, so daß die Tür zertrümmert wurde und der Wagen mit der Deick)sel beinahe im Gastzimmer Halt machte. Durch den Stoß der Deichsel wurde eine Gläserkredenz umgestoßen u^d sämtliche Gläser und Flaschen zertrümmert. Der Gastwirt erlitt einen Sch-iden von 1500 Dinar. m. Pfadfinder! Am Donnerstag den 12. d. M. um 15 Uhr findet in der Realschule eine Zusammenkunft statt. Erscheinen Pfticht für alle aktiven Mitglieder. Uniformen! — Der Sekretär. m. Heu- und Strohmarkt. Heute wnrden 8 Fuhren Heu u^id 6 Fuhren Stroh auf den Markt gebracht. Für Heu wurden 70^—90, für Stroh 45—55 Dinar für kg. gezahlt. m. Mariborer Nutzviehmarkt vom 10. A«»' gust. Der Austrieb belief sich gestern auf 18 Pferde, 11 Stiere, 181 Ochsen. 324 Kühe und 19 Kälber, zusammen 353 Stück. Es wurde lebhaft gehandelt. 320 Stück gelangten zum Verkaufe, hievon 33 Stück nach Oesterreich. Fiir Mastochsen wuvden 7.50 bis 3, für .^"^alb mastochsen 0.50 bis 7, Zuchtochsen EafH Europa« Von heute ab wieder Radiokonzerte von 16—13 und 20—23)^. * Grejska tlet. Heute Mittwoch um 8 Uhr abends und jeden Samstag Familienabend mit Tanz. Täglich Künstlerkonzert. 8204 m. Belika kavarna. Mittwoch, den 1l. d. M. Elite-Konzert. Auftreten der kleinen E r» n e ft e, Xylophon-Virtuosen. 8188 Nachrichten aus ptuj Dler Mlihlen forigefchwemmt! Die von uns bereits gestern gebrachte Meldung, die Drau habe bei Ormo^ einige Mühle-n weggerissen und fortgeschwemmt, hat sich leider bestätigt. Infolge der furchtbaren Regengüsse am vergangenen Sonntag erreichte die Drau in der Nacht vom 9. zum 10. August eine Höhe, wie sie von den ältesten Leuten nicht erlebt worden war. Die trü ben Wellen trugen Baumstämme in wildem Rhythmus flußabwärts. Die treibendenBaum stämme stauten sich an der Wehr des Herrn Zadr avec und schon nach kurzer Zeit wurde diese Wehr buchstäblich weggerissen. Durch den ungeheuren Druck der Wassermassen wurde daranfhin die Flußmühle des Mühlenbesitzers L esniöa r weggerissen und gleich darauf verschwanden in den Wellen noch die Mühlen der Besitzer I e r e-m i L und Z e f. In einigen ?Nlnuten waren auf diese Weise vier Draumühlen verschwunden. Was nicht zum Sinken gebracht wurde, zerschellte an den Pfeilern der Draubrücke. Der Gesamtschaden beträgt 600.000 Dinar. Am schwersten betroffen sind die Mühlenbesitzer Lesniöar und Sef, da ihnen das ganze Korn- und Mehllager fortgefchwemmt wurde. Der Schaden dieser beiden Besitzer beträgt je 200.000 Dinar. Die Besitzer JeremiL und Zadravee erlitten einen Schaden von je 100.0M Dinar. Ieremii! schlief in seiner mobilen Mühle. Als die Mühle dicht an der Draubrücke angelangt war, erwachte der Unglückliche und sprang durchs Fenster in die reiße^ide Drau. Nach längcrem Schwinlmen zwischen den Trnnnuern der geborstenen Müble klammerte er sich an einen Baumstamm und schwamm bis Srediöee, wo er ans Land gespült wurde. So blieb der Arme, uachdeln das Wasser il?m sein ganzes Vermögen geraubt, wenigstens am Leben. p. Die geplante Obstausstellnnst avgesk^g»! Wie bekannt sein dürste, bea/bsichiigte man in unserer Stadt im Laufe ^oes Herbstes eine größere Obstausstellung zu veranstalten. Wie nnn mitgeteilt wird, wurde die Ausstellung mit Rücksicht ans den Umstand, daß das Obst Heuer infolge der andauernd un» günstigen Witterung sowohl qualitativ als anch qnantitativ sehr zu wünschen übrig läßt, abgesagt. p. Die Drau ist nach den wolVenbrnch-artigen Regengüssen am Sonntag außergewöhnlich starf gestiegen und trat bei 'der Schlachthalle sogar aus ihren Ufern, waS bisher wohl nur sehr selten geschah. p. Die Eleltrizitätsqenosfenschqft in Ptuf ließ vor nicht la«iger Zeit am Rathause, wo ihre Kanzlei untergebracht ist. eine schwarze Tafel anbringen, wo die Genossenschaft betreffende Anfündignngen den Interessenten zur Kenntnis gebracht werden. Aus Drovograd g. Verheerendes Unwei^er. Vergangenen Sonntag wütete in Dravograd und Umige-bung ein verheerendes Unwetter. Den ganzen Tag über jagte ein Wolkenbruch den anderen. (5rst heute kann man die Wirkung dieses Unwetters genauer feststellen. So ist zum Beispiel die Reichsstraße gegen Maribor an manchen Stellen, wo sie hart an das Flußbett der Trau grenzt, überschwemmt worden und der Verkehr an diesen Stellen nterbrochen. Gegen Slovensgradec bietet die Straße ein Bild der Verwüstung, so auch gegen Prvvalje. Die Mießling, die schon im vorigen J'ahre teilweise reguliert wurde und nach den Unwetterkatastrophen im Monate Juli einer zweiten Regulierung unterzogen wnrde, hat alle bisher durchgeführten Regulierungsarbeiten, wie Wehren und Dam-' me niedergerissen und die angrenzenden Felder und Wiesen ganz un^er Wasser gesetzt. Den Besitzern Hai dises Uniwetter auch noch alles das vernichtet, was vom ersten Umvetter verschont geblieben war. 5Nno Vurg . Kino Von Montag den 9. August bis einschließlich Mittwoch den 11. August: „Das Sünden» babylon", erstklassige Komödie mit Reinhold Schünzel. Ein Film von hervorragender Qualität. Man besehe sich die ausgestellten Photos. Apollo - Kino« Vom 10- bis 12. August: „Le Bossu — Der Bucklige oder Ritter LagardHre". Nack) dem Roman „Die Erbin von Nevers" von Paul Fevale. Der luxuriöseste aller historischen Filme. Großartige Abenteusr und ergreifende Liebeshandlung. Gafton Jacquet als Lagardere und Nilda Dnpses« sy in den Hauptrollen. 12 Akte. Wegen hoher Anschaffungskolten sind die Preise um 2 Dinar erhöht. Wegen der immensen Länge itm halb 7 Uhr nur kroatisck»er Text, um llhr kroatisch und deutsch. Kino „Dtana" tn Studenei. Von Mittwoch den 11. bis inkl. Freitag den 13. August: Rin-Tin-Tin: „In treur Liebe". Drama in füuf Akten mit dem be-ri'lhmten Wunder der Tierdrefsur. Hoch-spa-nnende Handlung! In der Hauptrolle Eva Novak. Vorstellung täglich an Werktagen um 20 Uhr, an Sonn- und Feiertage«^ um 16, 18 und 20 Uhr. Soott : Leichtathletisches Meeting der Vereint SB. Rapid und 1. SSK. Maribor. Am Sonntag den 29. d. werden die Vereine „Ra-Pi^" und „Maribor" die diesjährigen lleichtathletischenKlubmee-t i n g s zur Austrgaung bringen. Unl unnötige Kosten zu vermeiden, haben die beiden Vereine den Beschluß gesaßt, dieselben gemeinsam am Maribor-Svortplatze zu veranstalten. Auch wird bei dieser Gelegenheit die Meisterschaft von Maribor nach dem mit ^rsuenlob.vvsseken mit Illrsekseik«. scdont äie Wäscke un6 mackt sie vvlrlclick tadellos sauder. A«svllkl »V Nutttme? 130 ?om 15. Augusk 1O2tf Punktesystem (»—S—l) «rsg«trage». Die Teilnahme an diesem Meeting ist sür alle UN. sowie verifi^ertcn Leichtathleten offen. Als Leistungen für die Meisterschaft von Maribor kommen jedoch nur die der Verifizierten in Geltung. Die drei besten Leistungen werden mit Medaillen belohnt, die beste Gesamtleistung in der Meisterschaft mit einem Diplom. Von Nmngebühren hat man abgesehen. Nennungen find zu richten an Herrn C i z e l („Tabor^). Alles Nähere wird noch rechtzeitig bekannt gegeben werden. : Schwimme« quer durch Marlbor. Das für den 15. d. vorgesehene Schwimmen quer durch Maribor wird auf Grund des hohen Wasierftandes fowie der sehr tiefen Temperatur des Wassers selbst abgesagt. Sollte für irgend einen späteren Termin eine Verfol- gung getroffen werden, wird dies noch recht-^itig bekanntgegeben werden. : Der Gro^ Preis von England. Das Automobilrennen um den Groden Preis von England, der mit der Weltmeisterfchaft verbunden ift, wurde am 7. d. M. auf dem Remlplatz von Brookland ausgetragen. Erster wurde der Franzose W a g n e r auf D e l a g e, der die 462 Kilometer lange Rennstrecke in 4 Stunden 46 Minuten zurücklegte, was einer Stundengeschwindigkeit von 115.2 ltilometer entspricht. Zweiter wur de der Engländer Kapitän Campbell auf Bugatti, Dritter D a b o n n e t auf Dc-lage. _ Unter Schriftstellern. „Bei derUrauffuhrung meines Stückes hat das Pulblider Aast- und Schantqewer-betreibenden Steiermarks in Vevbindull« gesetzt, uin eine Eont>er'ausstellunig ^Der gedeckte Tisch", während der heurigen Messe-veranstallung zu ermöglichen. Die genannte Bereinigung hat ihre Mitwirkung in entgegenkommendster Werse zugesagt und mit den einleitenden Arbeiten bereits begonnen. Als Raum sür 'oiese Sondevau^tettung wurde der Nordanner der Halle 1 (Jndu-striehM') bestiimitt; in einzelnen Kojen werden verschiedene kunstgerechte Tischarran-ge-ments z. B. „Sil'berne Hoch^citsta»fel", „<^rüne Hochzeitstafel", „Iagdfrühstück", „Teetisch" usw. zur Ausstellung gelangen. Eine Ausstellung dieser Art hat in GraA schon seit langer Zeit nicht mehr stattgefunden und dürfte der Plan 'Her Messeleitung deshalb schon allgemeinen Beifall finden. — Das Zugstück der Elektroschau auf der heurigen Messe — t>ie Hotelküche — wird, unr sie im Betrieb zeigen zu können, nicht im Ausstellungsgebiet, sondern im Bergnii-gungspark iin Restaurant Pressant ausgestellt werden. Den Bosuchern wird also (Gelegenheit ge^^ioben, im erivlihnten Etablissement ^elne .Hotel- unld Restaurationsküche modernster Art mit ausschließlich ele^ri-schom Betrieb und mit allen HilfSaPparaten, wie Geschirrwäscher, Trockner, Warnrhal-tungsapparaiten usw. zu sehen. Die übrigen Abteilungen der sehr umfangreichen Elektro-schan be'finden sich sell^st^verständlich auf dem eigentlichen Ans-stellungsgelände (Jndustrie-h-allenpark), Halle 2. Kleiner Anzelger. Verschiedene» Zuchttiere der Altsteircr- und LUtMtaler Nasse aus Leistung?' züchten, Brutapparate und sonstige ?'kckuarl,?l'' i^osef Maseck, Graz. Schlosjbergkai 23 lGe-flügel^uchtverein)^_ Bonbon» und Schokolade bil» ligft, frisch eingetroffen im Kan-ditenk^eschäft Traisa Petra trg v — Äraves Lehrmädchen findet Aufnahme._8N2 Kaufmann mit langjähriger Praris in leitender Stellung bei Fabriksbetrivben wiinscht sich entsprechend zu verände^^. Kaution in jeder Hlche vorhanden. Unter „Dauernd" an die Verw. 804! WVt >! I! I »ealtwtea Wer tinen Besitz laufen oder vorkaiifen will, soll sich iven.^cn au: Jos. Grokl, S."nril'or. Slivnica bei 8!'.<6 Häuser, beziehbar, Stadt und Umgebung, bis Dinar IZsI.M) sucht „Marstan", Rolovski trg 4. 8203 Ein« oder Z»eisamllienvilla in Mariboc oder nächste Umgebung wird gekauft. Anbote unter „In« teresient" an die Verw. 8211 aus mit Garten zu verkaufen, oro^ka cesta 108. 81 Ebenerdiges Haus mit Z Woh-nttnqen, .^775 m> Garten, elek-irisches Licht, Wasserleitung, ver kauft Äoöevar, .storoSka cesta 6.'^. 8tW Kleiner Besitz wegen dringend. Auslandsübersiedlung günstig verkäuflich. tzoSe 46. 8tt57 I» ta»sen gestuhl Saufe altes Gold, Eilber und fische Vebifie. «. Mg-r. Iu. «elier» Maribor. 3603 Halbpony, fromm, vor allem autosicher, zu kaufen gesucht. — Anträge an M. Lesloschegg, ir, Ptuj. '>»1 A» »erlumsea Steirer-, Llnzer. und leichte, halbgedeckte Wagen billigst zu verkaufen. 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Anträge erbeten unter „Bessere Familie" an die Verwaltung. 8^N4 Ein geräumiges Verkansslokal in der Mitte der Stadt gesucht. Anträge unter „Lokal" an die Verw. 7878 Lokal flir Schlofsenverkstätte wird im Zentrum oder Umgebung der Stadt gesucht Anträge an die Verw. unter „Nr. 1025*^^___815)6 Möbl. Zimmer in Ptuj für 15. d. M. von Fräulein gesucht. — Zuschriften an die Verw. unter .Mhig^^^__8162 Zwei möblierte Zimmer in der Nabe des Hauptbahnhofes oder Meljska cesta werden zu mieten gesucht. Anträge unter „Solid" an die Verw. 8132 Stellengesuch» AeltereS kinderloses Ehepaar m. Kenntnissen such^ HauSmeister-stclle. Adr. Verw. 8152 Suche Posten als Wirtschafterin in frauenloser Landwirtschaft. Bin der deutschen, ungarischen und tschechoslowakischen Sprache mächtig. Gefl. Zuschriften an (!:auder Theresin, Rogoza 11, P. Hoöe bei Maribor. 8190 Witwe, Anfang 40, sucht als Wirtschafterin baldic,st unterzukommen. Unter „Rest Deutscher" postlagernd Maribor. 8265 Vrönungsttedende« Sh»p«ar ^te Frau Schneiderin suchen Kausmeillerslelle. ?ldresse und ^euqn'S in der Verw. 822 Z Verlässiiches Kinderstubenmad-chen mit Zeugnissen gesucht. — schriftlich an die Verw. unter .Verläszlich 200". 8124 «»««««««««»« Osstne Klelle« VWAAVVWVvVvVfSPVVGV Verfikte» Slubeamilöch«» fl!r sofort gesucht. Anträge an Diret'tor Eandor. Zaar?d. Beri« slaoiöeva U./l. Gute Betiandlung und BezahtLng geschert. Dort-seldst auch Stiltze mit gulen Koch» kennlnisjen per sofort aufgenommen Bei Konventen^ Familien» «»nfchlutz. Lichtl»jld und genau« Beichreibung er»ltascht. 8219 SI«denmDdch«n, »olkommen ausfledildet für ein putes Kaus m Zcigreb per 1./IX. qejuchl. Bild an Pudlictias d. d Zaqred GunduliVslmont-l)uo ^meriesn (loloulec!» LntertsineliZ llilNllllWIIt-IlIMllM Lokveälscde Ijtnzieririnen NiiMMli-ciirlilillilitllil KSl^iZ äer Diebe kürl-I^uZsnstgNst'c)-nen, k^sl^tjrskt- und I?«^1irm0r'.ts^en xegk'n zute sc^tort ß^esu^kt. Ze>verder nür mit Isn^en ^»dieszeußnissen bevor^ußt. ^n^ukrsxea ia cZer Ver->vsltuux de» Listtes. 8215 Wis Vütliniillil ulllii Iis. z. jetil VelkiWlii! niilii II'. Ii. Ltark vorZrSlZvs'tss, mocjsrn sinßssricsitst»» l>sZsr vori l-isrrsn- uncl !^«ßxxons, koekpfim», «US c>si' Wintsk'seklSDka. fung 132ö/26, geköns tfvckona Ii«s«k'bsr sd ^ovsmd«'', >^»Lß0n tiat -u vsrloufsn »trojU, IlilajZperz^» ?o»t LtruiLLv VLIS I.M MWÜli 1—2 «««> von be8serem Lkepsitr gesuekt. ^nirZ^e unter 25" an äie Vervaltunß^. XlncisrkssSuIaln intelligent, 6eutZck-iir. 27 clie Versteiizerun^ (jer l..!e?enzckgkten, Qrunäbuck 0. Ltaclt ^sridor L. t^r. 96 bis ^ur I-lZlkte statt. ^u^rukspleis Dia 169.352'—, ^iriclestsnzebot Din 84.676-—. l?ecbte, clie eine VekSteikerlZNß^ nicdt Zulassen bürden, sinä beim Qsrii.kte Zpätestens bis zum Ze-ßinn der Versteigerung geltend zu mscken, c!s sie slZäter ZUM Zcküden des Versteigerers, der im guteil Qlsuben geksl^delt bat, nicbt ia Ketrscbt gebogen werden liönnen. Die riälteren KedingunKen sind an der digungstskel des Oericktes ersicktlick. 8i»4 Okrsjno sodi^öe In ^sridor» ^bt. lV., den 5. ^ujzust 1926. latrs INsln» «assn 412 8. ^uxust 8. ^uxust beste Z^elt seiner Kategorie bei sckwer-ster Konkurrent, beste >Vertung »IIvi' /Automobile. ^— Vier Wagen starten, alle kommen strakpunlitkrel am ?iele an. Vertreter: ^u^ust 8toln!egg, l^0gasclika>8latlna. Qeneral-Vertretung: Ausser, veograä. 8ZS2 CjLs?GtzOkte«r ««tz str die Nel>attio» »era«tw örtliche U d < lper, Journalist. ^ Für de« Herausgeber und den Druck verantwortlich: Direktor Stanks Detel«».-^ Velde ivol»nbalt t» Martboo