Deutsche Macht (Krüöer „Eissier Zettung"). trtchrt»! tt»<« tliuit(| u) liwii ■*rco< ant lodrt fi« lilli »» >»« H«»« wo>i»lltch II. —.d». »lerltiMrii >1. IM, d-ld>o»rig ff. , t«ai|lt)rig ff. . vitt P«»«nlnl»u»< Wftiel|ä»rtj L m »oltmm ff. UO, n. «.40. ©t« ein^I»« Ihiinm« T tl. 3*|fr»U »och larif; »ei üftma Wiedtrholarrgea ottspwchcnfeR Itnfett. »,»witn» »eh«r» Jttfttat« (ttt »»Irr Blatt aJt tctcstnik« lMMiiai||iilUMata Wl 9a- »M (Klan»«« I». NidarNo» fxnt»g. k. tttatiltranM Qcntnt. «. Svrechk»»d<» »rttlgllch. ntt tulaatm« trt e«»»- 1111» y»i»Nag«, o*i t—II lld« ?«I »>t »—« Ut Rachaittiaa«. - «trclamatip»« — Wanilcrittc »rtktn nicht i»cSa« deutsch-nationale Programm nach I allen Richtungen hin consequent verfolgt und OBig'baut wird. Dr. C. G. Kummer der Per-sasser der Schrift, ein ni nur durch seine Eisinnungstüchligkeit. sondern vor allem durch ; fein bedeutende» politisches Organisationstalent hervorragender Mann, der zweifelsohne berufen ist, der deutsch-nationalen Sache in Oesterreich j (tast die wichtigsten Dienste zu leisten, erörtert zunächst mit vollkommener Klarheit die Stellung ' der Deutsch-nationalen einerseits zum Clericalis-m«s. andererseits aber auch zum Liberalismus. Dieser letztere, sagt der Verfasser, „ist dem deuiichen Gedanken gefährlich, soweit er Ll c c 11 i n a i ist und absolute Geltung bean-| ipnlch», soweit er eine inlernationale Macht er-hiebt und den nationalen Gedanken in ein milergeordneteS Verhältniß bringt. „Die Deutsch-Nationalen werden eingedenk der lehrreichen Worte deS deutschen Reichs-tanzlers. beherrscht durch den nationalen Ge-danken, lib.rale Postulate fördern, wo der Bortheil der nationalen Sache es erfordert. In Oesterreich wird sich hiezu vitlsach die Nöthigung ergeben." „In Oesterreich aber hat man dem libe-raltn Dogma lange hindurch alle Rücksichten geopfert, mögen sie nationaler oder ökonomi-scher Nalur gewesen sein. Unwiederbringliche Verluste nationaler Besitztümer sind Denkmä- |>it Wadet. Eine Sage au» dem oberen Sannthale AIS die jetzt in öden Trümmern liegende Burg Lber-Cilli — so erzählt sich das Volk deS oberen SannthaleS — noch regeS Leben barg, als edle Ritter auf stolzen Rossen sich «och im lustigen Turnier um den Preis von schöner Damen Hand auf dem grünen Schloß-plan tummelten, da liebten es die Grafen von Cilli auch mit ihrem Gefolge in den unweg-samen waldreichen Schluchten des SannthaleS di« in die Sulzd acher Alpen das flüchtige Reh. den stattlichen Hirsch zu jagen. Aber nicht allzu weit konnten sie hier nicht eindringen in die unbe-kannte Wirrniß. Da gefchah es, 5 aß einst ein junger Cillier Graf knapp auf der Fährte eines Hirsches sich von seinem Gefolge verlor. Immer weiter in'S Dickicht folgte er dem edlen Wilde dij dieses plötzlich nicht mehr vor- noch rück--wärls konnte. Vor „sich die steile Höh', hinter sich des Feindes Näh'". Von dem Speere des Jägers zu Tode getroffen, sank der Hirsch nieder. Jetzt erst, nachdem der Waidlust Genüge geschehen, hatte der junge Ritter Muße sich da» unerwartete Hinderniß, das seinem Opfer den Weg verleg« hatte, näher zu betrachten, kaum hatte er in der Erregung der Jagd eines dumpfen GetöseS geachtet, dem er näher ler seiner Herrschaft. Der Liberalismus in Oesterreich betrachtet das Deutfchthum als sei-nen Vasallen. Die gegen die deutsch-nationale Partei gerichteten Bemühungen gelten größten-theils, soweit sie von der Presse ausgehen auS-schließlich dem Zwecke, die Suprematie deS Liberalismus zu retten." „Erhaltung des sprachlichen Besitzstandes und Verbreit» ng nationalen Geistes, daher Kampf gegen den SlaviSmuS. aber auch geg,n den Ultra-montanisinus und gegen den absolute.« Libera-lismus — gegen die fchwarze und gegen die weiße Internationale — daS find die logischen Aufgaben der deutsch-nationalen Politik in Oesterreich. Die Deutsch-Nationalen mögen ge-warnt sein, sich als «ine Partei zu geben, die einzig nur in der auf den Sturz des gegenivar-tigen Systems gerichteten Thätigkeit ihre Exi-stenzberechtigung findet". „Die deutsch-nationalen Abgeordneten sollen sundamentale Aenderungen in das politische GlaudenSbekenntniß der Deutschen in Oesterreich bringen. Sie können nicht in einem Jahre voll-ziehen, was die centralistifch-liberale Partei in fünfundzwanzig Jahren versäumt hat. Sie müf-sen die Bedingung erst schaffen, von der es ad-hängt, daß die Deutschen innerhalb der schwarz-gelben Grenzpfähle den Kamps erfolgreich füh-ren, der ihnen durch die Gegenwart auferlegt wird, und daß sie — so weit es von ihnen selbst abhängt — ihrer großen nationalen Zu-knnft näher rücken; diese Bedingung liegt in einem starken und vertieften, sagen wir. bis zur Leidenschuft gesteigerten Gefühle der Zuneigung zur Nation und des Stolzes in die NationS-angehörigkeit, woraus sich eine heftige Reagenz gegen jeden Angriff auf nationale Besitzthümer ergibt. Wo ein leicht reizbares Nationalgefühl das Volk und seine Vetreter lenkt, wo weder persönliche noch FractionSintereffen entscheiden, da ist jede österreichische Regierung vor einem und näher gekommen war. Jetzt stand er vor einer hoben senkrechten Felswand, die die eng« Thalschlucht völlig abschloß, und über die sich der Fluß, einen herrlichen Wasserfall bildend, tosend herabstürzte. Zu beiden Seiten aber schienen die Wände bis an den blauen Himmel hinanzureichen. Da trieb ihn Neugier zu er-forschen, was denn oberhalb deS WaiserfalleS liege, und er klomm mit Müh' nnd Gefahr die jähe Seitenwand hinan, vereinzelte Strau-cher und Felsvorsprünge als Stützpunkte ge-brauchend. Als er endlich oben stand, von wo die klaren Wassermaffen sich in die schwindelnde Tiefe stürzten, da bot sich ihm ein seltener An-blick dar. Ein See dehnte sich zwischen den, sich etwas erweiternden Bergen weit hm. und siehe der See war nicht unbewohnt, wie die übrigen Theile des Gebirges. Nicht fern von dem Grasen schwamm ein Nachen, gerudert von einem herrlichen Mädchen in wallendem blonden Haare, von rosiger Frische des Antlitze«, wie man sie in diesem Thale noch heute sieht. Am Steuer aber saß ein alter Mann von selten würdigem Aussehen, das in dem Jüng-ling fromme Scheu erweckte. Doch nicht zu lange ließ er feinen Blick auf dem Antlitze deS Greifes ruhen, denn das Bild der Jungfrau zog denselben bald wieder auf sich und von ihr Factor angelangt, den sie im vitalen Interesse des Staates in Rechnung ziehen muß. Dieser Factor muß durchj die Deutsch-Nationalen erst geschaffen werden. Darin ist ihre Aufgabe un-abhängig von dem jeweiligen System. Aber sie werden dabei stets auf das große Endziel Rück-sichl nehmen und dem Nationalgefühl jene Rich-tung geben müssen, welche die, dem nationalen Gedanken der Deutschen eigenthümlichen Ent-wicklungSbedingungen erheischen : Diese Richtung geht aus den bereits angedeutenden Gründen, ohne den Freisinn zu verletzen, wider daS libe-rale System und den Ultramontanismus." „Mit seinem Vollgewichte wirl der deutsch-nationale Gedanke freilich erst dann auf die Entscheidung wirken, wenn sich die deutsch-natio-nale Partei als eine imposante Vertretung deS deutschen Volkes in Oesterreich betrachten und jene schärfsten parlamentarischen Mittel anwen-den kann, auf deren Gebrauch die «ntralistisch liberale Partei aus Rücksichten auf ihre Führer verzichten muß. Die nunmehrige Schwäche hin-dert die deutsch-nationalen Abgeordneten nicht an der Entwicklung ihrer Ideen. Aber damit diese als Factor von Bedeutung auf die Regie-rungspolitik in ihren große» Zügen einwirken, müssen sie zum mindesten durch die Mehrheit der Deutschen Oesterreichs gestützt werden. Die Deutsch-Nationalen haben auf die Bevölkerung zu wirken, und wo neue Anschauun-gen Play greifen sollen, da müssen die herge-brachten erst beseitigt werden, was ohne Polemik nicht denkbar ist." Demgemäß wird eS dermalen die Hauptaufgabe der Dentsch-Nationalen in Oesterreich überhaupt und in Sonderheit das Hauptziel des deutsch-nationalen Vereines in Graz fein, „in die Deutschen ein anderes politisches Be-wußtsein zu bringen." Mit einem Worte die nächste Ausgabe der Nationalen ist zunächst eine rein propagatorische und agitatorische, denn die gegebene politische Sachlage macht es den konnte er sich nicht mehr abwenden. Der An-blick machte ihm das Herz schwellen. — kühne Jäger pflegen ja nicht unempfindlich zu sein gegen den Reiz schöner Weiblichkeit. AlS der Alte den Jüngling erblickte, der regungslos da-stand, als wäre er ein Stück des Felsens der ihn trug, lenkte er sachte den Kahn an ihn heran und forderte ihn mit einer Handbewegung zum Einsteigen auf. Doch als dieser der Einladung folge« wollte, sah' er am Schnabel des KahneS ein Ungethüm, eine riesige Schlange sich fon-nend liegen, deren stechender Blick ihn fast schaudern machte. Schon zückte er den Speer um sie mit einem Wurfe zu todten, als der Alte mit einer Hast, dte fast den Kahn umschlagen machte, aussprang, ihm in den Arm fiel und rief: „Halt ein, Unglücklicher, Du weißt nicht was Du thust, unser aller Glück und Leben liegt in der Macht dieses Wesens und Himmel. See und Berg und was da ist, verdankt ihm allein sein Dasein. Ein Gott ist's, der unS deS Lebens Nothdurst gibt, der uns aber auch ebenso leicht verderben kann." Der .jünglinn zog den Speer zurück und stieg nicht ohne Grauen in den Kahn. Doch der liebliche Anblick und bald auch das fröhliche Geplauder des Mädchens ließ ihn auf die Schrullen, — fo meinte er — des Alten ver- 2 Nationalen überhaupt unmöglich positive parlamentarische Erfolgt zu erringen. ES gilt vor allem das deulsche Volt mit den letzten Zielen und eigentlichsten Forderungen der deutsch-nationalen Politik bekannt und vertraut zu machen. Die erprobte Kraft, die diesen Ideen innewohnt wird, fobald dieselben nur überhaupt genügend bekannt und erkannt werden, die Vergrößerung der Partei gleichsam durch sich selbst bewirken. Die Grundlage muß zunächst im Volke gelegt werden, auf der eine ferne Zukunft dann mit völliger Sicherheit des Erfolges weiterbauen kann und wird. __ Kundschau. [Die Stärke derClubS.j Die Club-bildung im neuen Abgeordnetenhause ist im Ganze» vollendet. Wir haben 9 ClubS, deren Mitgliederzahlen sich folgendermaßen darstellen: deutsch-österreichischer Club 86, deutscher Club 44, „deutsch-nationale Vereinigung" (Fraction Schönerer) 4, Wälschtiroler Club 7, Coronini-Club (Mittelpartei) 10, Lichtenstein Club (deutsche Clericale) 20, Hohenwartclub (Slo-venen. Feudale und Clericale) 38, Tschechenclub 05, Polenclub 55, Wilde sind 24. Zu den letzteren zählen die 6 Minister, dann P r a d e, welchem aber nur auS rein persönlichen Grün» den der Eintritt in den deutschen Club bisher verwehrt wird. Fürst Schwarzenberg, der dem Tschechenclub dießmal nicht beitritt, Kallir der Vertreter der Broker Handelskammer, 4 Ru-thenen, 3 Demokraten, mehrere Großgrundbesitzer, darunter Goeß aus Körnten und Leon der Abgeordnete der Wiener Handelskammer, der wegen höchst zweideutiger „Gründerthäiig-feit" vom deutsch-österreichischen Club zurückge-wiesen wurde. [Die Abgeordneten Posch und S t a d l o b e r.J Die beiden bäuerlichen Vertreter Oberfteiermarks. welche nunmehr dem deutschen Club angehören, richteten an den Obmann desselben nachstehendes Schreiben: „Durch di: Geschäftsordnung des ReichSralheS sowie in Folge der bestehenden Clubverbände ist es dem einzelnstehenden Abgeordneten un-möglich die Interessen und die Wünsche seiner Wähler wirksam zur Geltung bringen zu tön-neu. Da weder eine Interpellation an die Re» gierung eingebracht werden kann, noch ein An-trag zur Verhandlung gelangt, wenn nicht die nöthige Unterstützung von Seite der Herren Col-legen vorausgegangen ist. Nachdem uns aber daran gelegen ist die Wünsche und Bedürfnisse unserer Wähler im Parlamente zur Geltung zu bringen, haben wir uns entschlossen einem par-lamentarischen Club beizutreter. Die Erkläruug des deutschen Club vom 23 Oct. d. I. resp, dessen Programm ist so klar un>> e n t s ch i e-den, daß wir demselben unsere Zustimmung nicht versagen können, da auch uns u n a b - gessen und so schaukelte der See bald ein fröhlich plauderndes Kleeblatt. Der Jüngling er-zählte von glänzenden Waffenthaten, der Alte von dem stillen Leben am See und das Mäd* chen siel bald mit naiven Fragen ein. bald er-gänzte eS die Berichte deS Alten ans deutlicherer Erinnerung. Hie und da verfehlte der Greis nicht AuSsprüche seiner, dem Jünglinge gar seltsam erscheinenden Lebensweisheit ein-stießen zu lassen, wie denn Jungfrau und Greis überhaupt Wesen einer anderen Welt zu sein schienen. Dem Mädchen aber erschien der statt-liche Ritler ebenfalls wie ein Wesen aus einer anderen Welt, wie ein Gott und bald hatte er sich in ihrem unerfahrenen Herzen den schönsten Platz erobert, und die Beiden schwammen in einen, Aleer von Seligkeit, das an Tiefe noch den nnergündlichen See übertraf, der unter ihren Füßen lag. An ein Fortgehen dachte der Graf nicht. Er gab dem Alten das Versprechen, das Mädchen nach Jahresfrist als Gräsin auf feine Burg zu führen und leistete den verlang-ten Schwur der Treue bei dem Haupte der verhaßten Schlange, die ihn bei diefer Gelegen-heit drohender, als je anblickte. So verging ein Jahr, während dessen der Ritter die Wohnung der Beiden, eine nur von dem Spiegel des Sees zugängliche Höhle „Zutsche Wacht " h ä n g i g e n bäuerlichen Vertretern aus Steier-mark neben den Pflichten gegen den Staat, die Wahrung des Deutschthums in erster Linie am Herzen liegt. Da wettert der deutsche Club in seiner Erklärung die richtige Erkenntniß der Krise zeigt, unter welcher unsere vielfach unter ungünstigen Umständen arbeitende und von schwerer Besteuerung, niedergedrückte Landwirth-schaft leidet und sich ausgesprochen hat. daß der Staat dem Niedergänge und der allmäli-gen Verkümmerung des bäuerlichen Mittelstan-des nicht ruhig zusehen dürfe, so haben wir unS entschlossen dem deutschen Club beizutreten. Wir ersuchen somit um Aufnahme in denselben sowie um die kräftigste und nachhaltigste Un-terstützung der bäuerlichen Interessen." AloiS Posch, Th. Stadlobdr Korrespondenzen. Marburg a. d. Dra«, 5. October. (O.-C.) [Die bevor st ehendeGemeinderathS-w a h L] Die Gemein^erath- und Bürgermeister-wähl steht vor der Thüre und die neuen Wäh-lerlisten gelangten bereits zur Vertheilung. Wenn auch noch nicht öffentlich, so agitirt man doch bereits im Stille» ziemlich eifrig für die neue Wahl. Es dürste dießmal zu einem ziemlich heftigen Kampfe kommen, da eine starke Partei unter den Deutschen einerseits dem Gemeinde-rath eine ganz neue Zusammenstzung geben will als bisher, und da eS andererseits auch heißt, diß sich einige Führer der Slovene» sehr anstrengen in den Gemeinderath zu kommen, waS ihnen übrigens in dem deutschen Marburg ganz gewiß nie gelingen wird. Auf ver Hut mögen die Marburger immerhin sein. Wer hätte sich vor Jahren gedacht, daß Laibach eine sl?-venische Stadtverlretung bekommen könne? In eingeweihten Kreisen erzählt man auch, daß die Wiederwahl unseres jetzigen Bürgermeisters be-drol>t fei, wie denn der Marburger Gewerbever-ein in seiner letzten Versammlung sogar offen gegen denselben agiiirt hat. Ich könnte Ihnen noch erzählen von den süßen Hoffnungen, in denen sich bereits die slovenischen Lehrkräfte unserer Lehrerbildungsanstalt wiegen, ipare mir dies aber für ein andermal auf. St. Martin bei Erlachstein, am 2. Oc-tober (O.-C.) [P f a r r h ö f l > ch e Fecht-b r ü b e r.J In früheren Zeiten war cS ganz anders. Zur Weinlesezeit sah man schnupftabak« duftenbe Schwarzröcke von Rebhügel zu Reh-Hügel flattern und unter frommen, falbungS-vollen Schmunzeln rann der edle Rebensaft in die dickbauchigen Sammeldutten. Doch auch heilige Kirchenbräuche ändern sich in unserem ausgekläcten Zeitalter, warum soll sich nicht auch die angemaßte Abnahme des pfarrhöf-lichcn Weiuzeh-ntS in oequeme, noblere Form bringen lassen? Warum sollen sich die geist-lichen Slavenapostel der Neuzeit durch persön- 1885 liche Intervention bie kostbare Zeit zu politi« scher Agitation rauben lassen? So hat man benn ein gemüthliches, nicht weniger einträg-liches AuSkunftSmittel gesunden, man schickt einfach zwei psarrböfliche Glockenknechte allein. Diese Pfarrhofschranzen, welche während oer hier bereits begonnenen Weinlese mit riesige» Sammelbutte» Weinkeller unb Presse unsicher machen, sinb mit ber frommen Aufgabe betraut bei» armen Bauern möglichst viel von dem durch die Fürbitte ihrer geistlichen Herrn so wohl gedi.-henen, edlen Naß abzuschwatzen und sohln auch über den Grad der Gläubigkeit der frommen Schaflein. der sich felbstverständlich nach der Mächtigkeit de» in die Sammelbutien abgezapften Weinstrahles richtet, genau Buch zu führen. Der Bauer ist moralisch gezwungen zu geben» wie leicht könnte sonst die pfarrhösliche Gnadenquelle versiegen, wie leicht könnte wohl gar Gottes Strafgericht in Gestalt von Hagel und Frost im künftigen Jahre über den ohne-dieß armen Weinbauern kommen! So wird denn bie fechtweise Weinfechsung mit einer Unverfrorenheit unb ausdringlichen Ausdauer de-trieben, als befänden wir uns noch tief im schwarzen Mittelalter, wo bekanntlich mit den Heeren nicht zu spassen war. Unseres Wissens hat jedoch nicht einmal damals ein Weinzehent bestanden, daher wir vergebens nach dem Rechts-titel der frommen Fechtbrüder forschen. Ta die genannte Art die frommen Schäflcin zu scheeren aber auch kaum zu den liturgischen Kirchengc-bräuchen gehören kann und unseres Wissens sogar sehr strenge Gesetze existuken, welche der-gleichen unbefugte Sammlungen ohne dehörd-liche Bewilligung verbieten, so dürfte eS wvhl die höchste Zeit sein, zur Verhütung solch' offen-kundigen Unfuges nach dergleichen mit Sam-melbutteu beschwerten, vagirenden und sechten-den Psarrhofschranzen zu fahnden und ihnen an der Hand deS Gesetzes ein für allemal daS Handwerk zu legen._______. 1 Kleine Evronik. [Die Schullehrer i« I«. Jahrhunderts Ein interessantes Licht aus die Verhältnisse und sociale Stellung der Lehrer deS 17. Jahrhunderts in Württemberg wirft ein Rescript aus dem Jahre 1654, im welchem es heißt: „Die Pfarrer sollen ihre Schulmeister in ihren eigenen Diensten und Geschäften nicht allzuviel gebrauchen und nicht ihreS Gefallens. Schulden einzutreiben, über Geld schicken, oder daheim zum Holzspalten, Dreschen. Gärteln und dergleichen Arbeiten anstellen, weil dadurch die Schulkinder nicht wenig verabsäumt werden. Auch soll es nicht geduldet werden, daß die Schulmeister Wirthschaft treiben oder daß man Torfschützen- and andere dergleichen Tienste an-hänge. Wenn sie neben ihrem Amt Spielleute sein wollen, müssen sie entweder dieses Aufspie- theilte, mit ihnen aus den See fuhr, wohl auch hie und da von der Jagd in den nahen Walb-schluchten manches gute Beutestück zu willkom-mener Mahlzeit brachte. War er so tagsüber fern, bann pflegte das Mädchen aus einem Felsen in ber Nähe des Wasserfalles, ihrem Lieblingsplätzchen, mit goldene: Nadel an ihrer AuSstittung nähend, ihn zu erwarten. DaS Jahr ging zu Ende, als daS Mädchen ihren Bräutigam mit einem lieblichen Knaben be-schenkte. Nun aber drängte ber Alte auf Er» füllung bes Schwures, unb so trennte sich benn ber Ritter von ben Dreien, um nach getroffenen Veranstaltungen bas Mädchen als Gemahlin heim-zuführen. In bem glänzenden Hoftreiben feines väterlichen Schlosses aber, wo man den fchmerz-lich Vermißten, ja Todtgeglaubten jub?lub em-psing, begann er daSLiebeSabenteuer in denBergen bald mit anderen Augen anzusehen. DaS Ge-spotte der Ritter ü^er seine sonderbare Braut und seiner Familie Drängen nach stan» deSgemäßer Ehe kam dazu, und so vergaß er Liebchen, Kind und Schwur, verlobte sich mit einem adeligen FräuUin und bald war Hoch-zeit. Wie kamen da von allen Seiten glänzende Ritterscharen, wie strahlten die Frauen in ihrem schönsten Schmucke, als der Tag herangekommen war. an dem der Sprosse des mächtigen Ge-schlechtes der Grafen von Eilli seine Hand vergab. Die Trauung war vorüber, und man >aß bereits lange beim festlichen Mahle in der untern Burg, die Becher kreisten fröhlich, und alles strahlte vor Lust und Leben. Es ging schon tief in die Nacht, als ein Ritter den Becher erhob und ihn nach einem Trinkspruche aus das Glück deS neuvermählten Paares leerte. — Noch hatte er den letzten Schluck nicht ge-than. da erbebten die Wände, ein furchtbarer Donnerjchlag erdröhnte bei sternenhellem Himmel, ein furchtbares Tosen kam näher und näher. Bald stürzten sich dunkle Wogen durch die ge» borstenen Wände in den festlich geschmückten HochzeitSsaal, Braut und Hochzeitsgäste ver« schlingend. Der Bräutigam allein wurde wie durch ein Wunder gerettet. Von einer Woge ersaßt, wird er aus dem geborstenen Gebäude herausgetragen und an emer Berglehne bewußtlos auS Land geschleudert. Von seiner fo-starrung erwacht, sieht er bei Anbruch deS Tages das ganze Thal bei heiterem Himmel von Wasser bedeckt, überall ungeheure Ver-Wüstung. Tiefe Reue über den begangenen Frevel ergreift jetzt sein Herz, er ahnt den Zu» fammenhang des furchtbaren Naturereignisses 1885 len, oder ihren Dienst aufgeben." Aehnliche Be-slimmungen wären angesichts der Thatsachen, die unser Gonobitzer Correspondent in der letz-»en Nummer mittheilte, gewiß auch im l9ten JadrhundeN noch nicht veraltet. sG e s e l l s ch a f t« p a r as i ten.j In einem Artikel über „GesellschastSparasiten" wird mit-getheilt, daß der Londoner Verein gegen Bette-lei, Red Lion Square, mehr als 200.000 Bet-telbriefe, gute, schlechte und gleichgültige — seinem Ausschüsse überwies, und daß infolge dessen über 60.000 Betrüger. Vagabunden und dergleichen der Polizei in die Hände fielen. Ein Bettle: gab vor. seine Zunge durch eine Operation verloren zu haben, und zum Beweise dessen trug er das ampuhrte Glied in einer Flasche Spiritus aus der Brust. Die conservirte Zunge stellte sich später als eine Schasszunge betau«. Ein italienischer Bettler hatte seinen Empfindungsgeist gänzlich erschöpft; er meldet unter fremden Namen fein eigene« Ableben und bat um Geld zur Beerdigung. sE h e t r e n n u n g z u m S ch e i n.s In einem IntervenlionSproceß in Berlin wurde am 24. d. ein merkwürdiger Einwand erhoben, in-dem der Gegner behauptete, die Klägerin habe sich nur zum Scheine von ihrem Ehemanne fcheiden lassen. Der Richter ging zwar auf die eigenthümliche Einrede nicht weiter ein; indeß g'horc» solche Fälle, wo »Scheidungen lediglich zur Aufbesserung ber Vermögensverhältnisse beantragt werden, in Berlin durchaus nicht zu den Seltenheiten. Es gibt im Gegentheil schon eine ganz bestimmte Methode dafür: Der Mann pflegt vorher seiner Frau ba« gesammte Vermögen zu verschreiben, und wenn dann die Scheidung rechtskräftig geworden ist, so kehrt er nach einiger Zeit zu seiner Gattin zurück, um mit ihr von Neuem das Band der Ehe zu schließen. Dabei versäumt der Ehemann niemals, auf feinen Mißbrauch und fein Ver-waltungsrecht in gerichtlichem Wege zu verzichten auch wird der Frau in den meisten Fällen ausdrücklich die Befugniß ertheilt, „selbst-ständig Handel und Gewerbe zu treiben." Auf diefe Weise ist benn ber Mann rechtlich zu einer Schattenfigur geworben, die den Gläubigern die Geltendmachung ihrer Forderungen vollständig zwecklos macht. Kürzlich aber ereignete eS sich, daß eine rechtskräftig geschiedene Frau, nachdem sie Herrin deS ganzen Vermögens geworden war. mit einem anderen ein Verhält-mß anknüpfte unb mit ihrem ersten Gatten sich nicht vereinigen wollte. ^Menschenfresser.^ Eine Nachricht aus Mossamede« macht sehr schmerzliches Auf-feden. Darnach haben Kannibalen mehrere ber Association gehörige Stationen angegriffen; di« Weiße» sind nach hartnäckigem Kampfe getövtet, dann gebraten und von den Wilden verspeist worden. Nähere Detail« fehlen noch. mit seinem Treubruche unb beschließt burch Einlösung seines Versprechen« alles wieber gut zu machen. Sobalb bie Wasser sich wieber verlaufen hatte», eilte er in bie fernen Berge, in benen er so viel stille« Glück genossen hatte. Als er dahin kam. wo früher der Wasserfall gewesen, fand er denselben nicht mehr. Die Felswand war wie entzwei gerissen, und durch diesen Riß halten sich die ungeheuren Wassermassen des SeeS über baö ganze Thal ergossen. Jetzt aber stoß bie Sann wieber sanft murmelnd dahin, der See war für immer verschwunden. Vergebens aber suchte ber Ritter seine verlassene Braut. Sammt dem Greise und dem Kinde war sie spurlos verschwunden, nur ein kleines Anbenken hatte sie ihm hinterlassen; auf ihrem LieblingSplätzchen fanb er die goldene Nadel, mit der da« Mädchen zu nähen pflegte, und daher trägt jener gespaltene Fe«tsche Macht." drohte ihr hier alsbald neue Gefahr, indem zur selben Zeit ein G> terzug die Slelle paffirte. Durch die Pfeifensignale vollständig verwirrt gemacht, stürmten die Pferde rasend den Bahn« dämm entlang. Hierbei wurden ca. 25 vom Zuge eingeholt und theils getödtet, theils arg verstümmelt. Dreißig Faden von jenem Hohlweg befindet sich eine Brücke und auf die-ser machten nun die Pferde Halt. Zum Glück konnte der Zug noch rechtzeitig zum Stehen ge-bracht werden; im anderen Falle wäre die Vernichtung fast der ganzen Heerde unvermeid-lich gewesen, denn nur unter großen Anstren-gnngen gelang es dem Zugpersonal und den Bahnivächtern, die Brücke von den geängstigten Thieren zu säubern und die Brücke frei zu machen. [Einem B a l l g e f p r ä chl entnimmt „Secolo" folgendes Bonmot: „O, sieh nur, die Marqnise Antichi geht nicht mehr decolletirt!" — „Ah, sie ist eine Dame von Geist..... sie sieht ein, daß es Zeit ist. einen Schleier über das Vergangene zu werfen!" [Enge Freun dfchaft.j Zwei spielten mit einander Billard; bei einem ungeschickten Stoße sagte der eine: „Ich Dummkopf!" Plötz-lich verfetzt ihm der andere eine Ohrfeige und fügt hinzu: „Ich leide eS nicht, daß man mei-nen Freund beledigt!" [DaS Lavieren.] Kaiser Alexander begegnete einem betrunkenem Marine-Officier, der im Zickzack auf der Sttaße ging. — „Was machen cie da?" fragte voll Unwillen der Monarch. — „Ich lam°re", antwortete der Officier. — Der Kaiser lächelte und ging weiter. Deutscher Schutverein. Wien. Der engere Ausschuß hielt noch am Tage seiner Rückkehr von der Hauplversamm-ling in Teplitz, d. i. am 29. Sept. zur Er-ledigung der lausenden Angelegenheiten eine Sitzung ab. in welcher vor Allem jener Kör-perichasten und Personen in Teplitz dankend gedacht wurde, deren Bemühungen der glän-zende Verlauf der dortigen Festtage zu ver-danken ist. Hierauf wurde beschlossen, sofort eine Sitzung des Gesammtausschufses dehufs der erforderlichen ConstituirunaSarbeiten einzube-rufen. Weilers wurden nachstehende Bewilli» gungen beschlossen: In Erledigung der lausen-den Geschäfte wurden bewilligt: Ein Stipen» dium zur Heranbildung einer Korbflechtlehrerin für die Holzinduftriefchule in Gottfchee, größere Beiträge zu einer dringlichen Schulerrichtung im westlichen Böhme» und zur Unterstützung ar-mer S chüler an einer Mittelschule im uördli-chen Böhmen. Der FortbildungScurs an der städtische» Mädchenvolksschule in C i l l i erhielt eine Subvention, einen Lehrer und einer Leh- statt : „gelräut" richtig „geträu m t heißen, und der zweite VerS soll lauten: »Zum höchsten Ziele wir gefördert haben." S. 87. Hier sei auch der schöngeschriebenen cutturhistorischen Be-trachtung über die „germanische Frau" von Dr. A. H a r p f gedacht, welche durch die Ver-mittlung der hochpoetischen Sigrun- und Helgi» Sage aus der Edda besonderen Reiz erhält. — Das Gedicht Erich FelS' „des deutschen Volkes Preis" gehört zu den schönsten, welche uns der seurige Nationalsänger geschenkt hat. — Auch Meister Robert Hammerling findet sich ein ! Sein „deutsches Lied am Rhein!" ist voll Wohcklang und frischer Begeisterung. Ein langes erzählendes Gedicht hat der Deutschböhme Anton Ohorn geschickt; es ist „Zeitbild" beiitelt und gaben die jüngsten schmachvollen Ereignisse in Böhmen den Vorwurf zu dieser Dichtung. Der Dichter schildert daS Leiden seines geliebten Volkes in edlen, warm-fühlenden Versen: „Aber nun wirst Du nicht wanken. Treue Hochwacht wirst Du halten Für der Deutschen heil'ge Rechte, Für der Väter Art und Sprache. — Schütz' Dich Gott in Deinem Streite! Also bete ich inbrünstig. Denn an Dir hängt meine Seele, Deutsches Volk im Lande Böhmen!" 1885 rerin in Steiermark wurden kleine Remuner» tionen gewährt, für einen Uuterlehrerposten u einer öffentlichen Schule in Steiermark würd« eine Gehaltszulage bewilligt. Mit dem Ausdruckt des Dankes wurde zur Kenntniß genommen, daß der seither verstorbene Herr Johann Ferd. Schneider in Mähr.-Schönberg dem Gründer-fonde Werthpapiere pr. 1.200 R.-M. alj Spende zugewendet bat, dann der Eingitiz einer Spende der Ortsgruppe Gablonz pc. fl. 688 61, darunter fl. 480'88 als Ertrag eines Kegellagenfcheibens. Locates und Arovinciales. Cilli. 17. Octobn, [Die Zusammenkunst ter Deutsch-Rationalen Steiermarks in Mürzzu-schlag.) Am 4. d. fanden sich in Mürzzuschlag nahezu zweihundert deut-schnationale Männer au« allen Theilen SteiermarkS mit Gesinnungssreua-den aus Niederöst rreich zu einer zwinglosm geselligen Vereinigung zusammen, in welcher di« ersten, vorbereitenden Schritte zu einem gemei»-samen Vorgehen und einer strammen, ganz Ztn-ermark umfassenden Parteiocüanisalion gethan wurden. Die meisten Theilnehmer hatte Oder» steiermark gesendet. Alle bedeutenderen Orte deS oberen Murthales, dcs Palten» und Ennslhales und vor allem auch des Mürzthales waren durch zahlreiche?heiluehmer vertreten. Aus Graziös» ren die Führer dcs neuen demsch-nationalen Ver-eines Prof. I. Winter, Dr. Fr. v. Hausegger. H. Fleifchman». Prof. Fr. Schlich«, Dr. Kummer, Dr. Muhri u. A. erschienen. Das Un-terland war wegen der größeren Entfernung natürlich am schwächsten vertreten. Jmmerhrn a^er hatte der stramme deutsche Bauernoerei» der Umgebung Marbur \ eine Anzahl von Man-nern geendet. Erschienen waren u. A. der Ob-mann deS besagten Vereines Herr Julius Appoth, die Herren Purgay, Ursig, Krummholz, Kietaidl und aus Cilli, dem mächtigsten Bollwerk der Deutschen im Süden der Steiermark Dr. Ed. Glantschnigi. Au« Niederösterreich waren nebst einer stattlichen Anzahl von Gesinnungsgenossen besonders aus Wie» und Umgebung die Reichs-rathsabgeordneten G. R. v. Schönerer, Pro». Fiegl und Dr. Türk erschienen. Nach »iner gegen-seligen herzliche» Begrüßung am Bahnhofe ver-sammelten sich sämmtliche Theilnehma in dem nahe» Gasthofe zur Schießstätte. Der geräumige Gartensaal war mit Tannenreis und Fahnen in den deutschen Farben geschmückt, zwischen denen kernige nationale Sprüche prangte». Nach einer kurzen Begrüßung durch R. v. Schönerer ergriff der odersteierische Landtags-Abgeordnete Herr Fürst das Wort und schlug behufs Verbreitung der deutsch-nationalen Idee in Steier-mark vor. es möge der dcutsch-nationale Verein in Wien aufgefordert werden, recht häufig in Der Herausgeber des Kalenders, Carl W. G a w a l o w s k i, ist mit mehreren Erzählun-gen und einer literarhistorischen Abhandlung über „Deutsch-Rationale Dichtung in Oesterreich" unter den Autoren vertreten. Besonders Letztere verdient volle Aufmerksamkeit. Sie führt uns in den aufblühenden Garten heimischer Nalio-nal-Poesie ein und bricht mit Erfolg eine Lanze für die von gewisse» „kritischen Gioßen" ange-feindete Tendenzpoesie. Seit den Zeiten des Tyrtäus hat ja doch das nationale Lied seinen Werth in seiner Wirkung geäußert! — Gawa-lowski'S Erzählung „Die blaue Blume" gilt der Kornblume; sie ist romaniisch-naiv. Köstlich ist der Schwant „Der Esel Ehrentrunk". — Heinrich S w o b o d a hat ein hübsches „Kornblumenlied" verfaßt. Poetisch werthvoller ist sein Gedicht „An die Schwalbe": „Du Glückliche! wie neid' ich Dich Dir löst sich bald der Bann, Indeß der Stachel in der Brust Festsitzt dem deutschen Mann. Es hält ihn an der Heimath zäh', Die er sich liebend schuf. Weh' ihm! wem man den Glauben nimmt. Dem stirbt der Hoffnung Ruf." Anton August Naaff war mehr als ein anderer berufen, dem verstorbenen deulfchen Dichter Alfred Meißner ein würdiges 1885 L«iermark Wanderv.rsammlungen zu veranstal-Kit. Der Ansang möge in Aiürzzuschlag selbst zmacht werden, wo die Partei bereit» eine ft-oße Anzahl »nbedirgter Anhänger hat, so laß ei» glänzendes Gelingen einer solchen Ver-Kmmlung daselbst im Vornhinein gesichert ist. Versammlungen in Kindberg, Brück a. d. Mur, IN Enus- u»d oberen Murthule und endlich in t-itiij mögen dann folgen. Die Anwesende» stimm-»it diesem Vorschlage zu, und wird die erste kirsammlung in MürMschlag jedenfalls noch in diesem Herbste abgehallen werde». Dr. Muhri •übst« unter Zustimmung auS, daß ein gedeih-Mje*. nachhaltige» Wirken schließlich nur von Kraz^ dem politische» Mittelpunkte der Steter» »arl aus eingeleitet werden tan», und daß der «Mgründete deutichnationale Verein in Graz dieß all eine seiner Hauptausgaben betrachten wird. !r. Kummer betoiilt dieWichtigkeit persönlicherBe-jichungenunterteil Gesinnungsgenossen in allen Zheilendes^andes. VonZeit zuZeit iollenFragebo» gen an die Venrauensmaniier der Partei zur Ver-ftoduna gelangen, so daß die Leiter ter natio-iahi Bewegung fortwährend über Stärke und Fortgang derselben unierrichlet sind. Zum Ver-mwenSmavn in Mürzznschlag, an den sich die kniti in allen localen Angelegenheilen wendet, «iirde sogleich Dr. Kupferschmied bestellt. Eine Zlniahl von Wähler» aus den, Bezirke Penzing. pieping, Brück a. d. Leitha überreichten dem ^dgcordneten von Schönerer eine prachtvoll Migeslatlete DankeS-Adresse, welche von 500 Reichs: ctthSwähleru aus dem genannten Bezirke mterzeichnet war und dessen aufopfernde Thä-liqkeil anläßlich der letzten Reichsrathswahlen hkrvorhob. Zahlreiche Zuschriften aus allen Idkilen SteiermarkS, besonders aber aus Ober» fei.r bezeugten daS lebhafte Interesse, welches Ew Gesinnungsgenossen an der Zusammenkunft Minnen, welche an ihrem persönlichen Erfchei-[tot verhindert waren. Ans Unterste«! wurde ' ^onderS ein Brief Sutters in Gonobitz mit Freude begrüßt. Prof. I. Pommer aus Wien setzte in populärer Fassung die Ziele und Be-wdungen der deutsch-national,.» Partei ans-ilnsnder. Die Reichsraihsabgeordneten Pros. > Keftl. Dr. Türk und viele andere forderten M engsten Zusammenschlüsse und zur kräftig-slni Wahrung der deutsch-nationalen Sache in . Zli.ninark auf. Die hauptsächlichste Bedeutung ^ fcei ganze» Zusammenkunft aber lag nicht so-mclil in den einzelnen Reden als vieluiehr in tln Anbahnungen persönlicher Beziehungen un-in den Gesinnungsgenossen im ganzen Lande. Zadlreiche in entfernten Landeslheilen wohnende äRamier schlössen bei diesem Anlasse per-vnlich« Freundschaften, wekte bei der zu erwar-;en Thätigkeit der leitenden Grazer Kreise jk Verwertung kommen werden. Im Lause de« Nachmittags unternahnten eine Anzahl snmder Gäste von einheimischen Gesinnungs- Denkmal zu setzen. Mögen seine Worte, die zu liier lange vergessenen Ehrerweisung im deutsch-lobmischen Baterlande des Dichters auffordern, Aehnzigung finden ! Unter den Gedichien dieses «chcmen Buches verdient wohl Felix D a h n's herrliches Poem „Zu Jakob Grimm'S 100. Ge-durmag" den erster. Preis. Wichtig ist der Vorschlag, den uns Hans ?ehe im er in seinem Auffaye „Ueber die nationale Bedeutung einer kirchlichen Reforma-neu" macht. Er räth unS, zum Altkatholizismus nbitzitlreten, um uus von dem schlechten Ein-singe des undeutschen katholischen EleruS zu tefteien. Die national rascher handelnden Deutsch-dohmen geben uns ein voranleuchtendes Bei-seiel. Der treffliche Vorschlag Beheimers ver-bunte ausführlicher gewürdigt zu werden, als an dieser Stelle möglich ist. Friedrich von Hausegger, der geistreiche Musikschriftsteller, schreibt über die Mhneaseftspiele in Bayreuth". Ihm ist die teutsche Kunst ernst und heilig. Noch muß der noch nicht besprochenen, zum Theile sehr gelungenen poetischen Beiträge von A. N a a f f, Hagen, G a w a l o w S k i, Fischer und Ressel kurz Erwähnung ge-»Un werden, und ber belletristische Theil ist Mvoi't. . peutjwe gympt." genossen geführt einen Ausflug nach einem nahen Aussichtspunkte, der einen prächtigen Ueberblick über das herrliche Mürzthal und die eS umschließenden Bergzüge gewährte. Der nahe gelegene „^ründelbauer" haite sein Haus zum Empfang der Gäste mit einer schwarz-rolh-goldenen Fahne geziert. Räch der daselbst ein-genommenen Jause versammelten sich sammt-liche Theilnehmer noch einmal in dem Saale der „Schießställe" und bald schlug auch die Stunde des Abschieds. Mit den Abendzügen zerstreuten sich die Theilnehmer nach Nord und Süd. Der erste Schritt aber zur Anbahnung etuer gemeinsamen Thätigkeit der, über alle Theile des Landes zerstreuten neuen Bekannten ist durch die Mürzzuschlager Zusammenkunft gethan worden, und das dürste derselben eine bleibende Bedeutung sichern. sBeamtenernen nungen im 11 n-t e r l a u d es Wir haben unlängst unter diesem Schlagworte eine Notiz gebr.cht, in welcher der Sorge deS untersteinschen Bürgerthums über den fortwährenden Import slovenischer Beamten aus Krain Ausdruck gegeven wird. In der Thal bestehen Sorge und Unmuth darüber, die schon durch die mit obiger Maßregel verbundene Verschlimmerung der >ociale» Verhältnisse und durch das Mißtrauen gerechtsertigt erscheinen, welches nun einmal gegen derartige Beamten» ernennungkn mit Rüdsich' auf den Besetzungs-»lodiiS bei unS herrscht. Nun fetzt sich das satt-sam bekannte Marburger Revolverjournal in einem Leitartikel aufs wärmste für seine Schütz-linge ein. Die Art, wie dieß geschieht, durste kaum Jemand aus ter Fassung bringen. We-der die gleichzeitige Beschimpfung sämmtlicher deutschen Beamten, noch die angekündigte gänz-liche Unterdrückung des Deutschthums durch die „allmähliche Eulsernung aller seiner Stützen" kann beunruhigend wirken, wohl aber verdient der Vorgang bei den Ernenennungen, wie Ihn das hierin zweifelsohne wohl unterrich-tete Blatt schildert, eine eingehende Beleuchtung. Es stellt dasselbe nämlich die Behauptung aus, daß die Ternovorschläge des zu solchen befugten k. k. Kreisgerichtes in Cilli und deS k. k. Grazer ObcrlaitdesgerichleS an maßgebender Stelle „in Wien in den Papierkorb geworfen werde», und auch jene Gesuchsbeilagen „deutschliberaler" und „deutsch'uationaler" id est deutscher Beamter, welche die Kenntniß des Slovenischen darthun, im Ministerium dasselbe Ende nehmen, weil — sie „in der Regel" nicht vom Gesuchs-steller gemacht sind. Wir glauben ein schlechterer Dienst ist der tschechischen Excellenz und dem Lersöhnungsministerium von einem regierungs-freundlichen Blatle noch nicht erwiesen worden. Wir haben dergleichen in regierungsfreundlichen Kreisen wohl gehört, bisher aber noch nirgends gelesen. Wäre dieser Vorgang wahr, so würde er ein höchst eigenthümliches Licht In einem Anhange „Nationales Allerlei" wird vom deutschen Schulvereine, vom deutschen Böhmerwaldbunde, über deutsche Personennamen und von manchem anderen, das in's Capitel schlägt, berichtet. Hier hätte ich gerne eine ge-nauere Würdigung deS nationalen Wirkens R. v. Schönerers gefunden, dessen Thätigkeit im Kalender an keiner Stelle gedacht wird. Der Verleger Friedrich Goll hat sich mit dem „Deutfch-nationalen Kalender" Mühe gege-ben und denselben rech» hübsch ausgestattet. Feine, wolgelungene Holzschnitte, zum Theile historische Porträts, zum Theile nach bekannten schönen Gemälden angefertigt, schmücken daS Buch. Möge aus dem Samen des „Deutsch-natio-nalen Kalenders" eine herrliche Saat ausgehen und möge ein tüchtiger Säemann Jahr um Jahr für eine schöne Ernte sorgen! In jedes deutsche HauS soll dieses Buch Einzug finden. Pflicht aller Deutschen ist es, sich im Sinne der nationalen Volkserziehung für die größtmögliche Verbreitung des KalendeS zu bemühen. Ist er doch um 36 Kreuzer zu erwerben und bietet fo viel des Guten und Schönen! 5 auf das herrschende System werfen, er würde uns als fchweie Verletzung des Ansehens der zu den Vorschlägen berufenen k. k. Gerichts-Höfe erscheinen, er wäre besähigt Zweifel in die Objectivität von Gerichtspersonen zu setzen, von deren Urtheilsspruch weit mehr als die Ertstenz eines k. k. AnScultanten abhängt, er würde den Beweis liefern, daß die Besetzung unserer Richterstellen nicht die öbjec'tive An-schauung. nicht die B'rücksich igung der Befähigung. sondern subjektives Nationalgefühl der entscheidenden Person maßgebend wirkte. ES wäre damit die Unmöglichkeit dargethan, daß ein Mann, für den das justitia regnorum tun-daraentum vor Allem ein Heiligthum fein sollte, sürderhin das Justizministerium leite. Eine Con-sequenz dieser Praxis müßte in jedem k. k. Be-aiiiteii Furcht vor dem Ternovorschlag seiner Vorgesetzten erzeugen, und müßte die bange Sorge des Bürgerthums um Recht und Ge» rechtigkeit erheblich steigern. Es wäre eine Pro-tectionSwirthschaft gefährlichster Art. Was müßte man sich alles von der BesetzungSart denken? — Das Revolverblatt sagt unS zwar nicht, welche Personen statt der befugten Stellen die annehmbaren Vorschläge machen, jedenfalls aber würde die Phantasie sofort Er-sindungen machen und eS könnte am End' das Gerücht, der slooenische Herr „Personalreferent" stehe mit einer übelbeleumundeten slovenischen Bamtenperson bezüglich der Ernennungen im Briefwechsel endlich sogar Glauben gewinnen. Nein, Nein! Das Alles ist nicht möglich. Wer hätte sich's gedacht, daß wir die tschechische Excel-lenz würden vor seinen Freunden in Schutz nehmen müssen! Es bleibt auch nichts übrig alsSe. Excellenz officiell Gelegenheit zugeben, das Revolverblatt lügen zu strafen, und eine betref-feude Interpellation im Abgeordnetenhause wird ihr hiezu gewiß eine willkommene Gelegenheit bieten. Der angezogene Leitartikel des Marburger BlatteS schließt mit einer Denunciation der deutschen Studentenschaft. Wir beantworten dieselbe mit der heute gebrachten „wort- und sinngetreuen Uebersetzung," irelche in der That die Sorge um unseren künftigen Beamienstand, den wir in derselben sprechen hören, rechtfertigt. fFreiwillige Feuerwehr T ü f-f e r.j Sonntag II. Oclober feiert die freiwil-lige Feuerwehr von Markt Tüffer ihr lüjähri-ges Gründungsfest und ist in Folge der allgemeinen Sympathien, die dieser Verein nicht allein in seinem Markte, sondern auch in der Umgebung besitzt, eine zahlreiche Betheiligung im Vorhinein gesichert. ES dürste, wie wir aus dem Programme schließen, auch die Abendun-terhallung, zu welcher die Cillier Musikvereins-kapelle cngagirt ist, eine beftanimirle werden und wird sich namentlich Concert und Kränzchen an die, unS bekannten gemüthlichen Tüffrer Unterhaltungen würdig anreihen. DaS Programm enthält folgende Nummern: l. Nachmittag 3 Uhr: Schauübuna am Schulgebäude, nach her Einfahrt in« Depositorium. dann Aufstel-luiig der Feuerwehr am Schulplatz. 2. Schmü-ckung der Fahne durch ein von Frau Tie-ber gespendetes Fahnenband. 3. Marsch mit klingendem Spiele durch den Markt Tüffer zuui Hotel Horiak, woselbst die Festknetpe mit Mu-sik'Concert stattfindet, 4. 8 Uhr AbendS Tanz-kränzchen. jE v a n g e l i s ch e r G o t t e S d i e n st .f Am Sonntage den 11. October wird in der hiesigen evangelischen Kirche der regelmäßige Got-lesdienst abgehalten. [li n t e t: st e i i i {ch e Bäder.j In der steiermärkischen Landes - Curanstalt Neuhaus bei Cilli oblagen in der abgelaufenen Bade-Saison 1161 Personen dem Curgebrauche. Hin-sichtlich ihres gewöhnlichen Domicils entfielen davon auf daS Jnnland 1126 Personen. Und zwar waren Curgäste eingelangt auS Steiermark 414, Nitd.rösterreich 164, Oberösterreich 7, Kärnten 26, Krain 46, Salzburg 11, Tirol 3, Trieft und Littorale 36, Dalmatien 2, Böhmen 8, Mähren 9, Schlesien 2, Ungarn und Sieben-bürgen 246, Croatien und Slavonien 103, Ga-Iizien 4, Bosnien 1; 35 Curgäste waren Ausländer und zwar waren aus Deutschland 16, Italien ö,. Rußland ü. Schwer; l. serbien I. „Deutsche Wacht 18b5 Belgien 1, Frankreich 2 Personen zum Curge-brauche eingetroffen. ^Sch ub b e w egun g.] Im Monate Sep-tember 1885 sind vom Sladtamte Cilli 19 Schüblinge an ihre Bestimmungsorte abgescho-ben worden. Tie Zahl der gefällten Verschie-bungserkenntnisse betrug 28. Aus dem Spren-gel der hiesigen f. k. BezirkShauptmannschast ist ein Judivid >um in die ZwangsarbeitSanstalt Meffendorf bei Graz eingeliefert worden. s^G e n d a r m e ri ep o st e n.j Vom 1. d. an. wurde im Markte Hochenea» ein Gendar-merieposten mit einem Postensührer und zwe, Gendarmen activirt. welchem die Gemeinden Hochenegg, Bischofdors. Doberna, Neukirchen. Sternstein. Weixeldorf und St. Martin im Ro-fenthale zur Uederwachung zugewiesen wurden. fJ n den Flammen umgekom-mtn.] Heute brach um die Mittagsstunde in der Holzschlägerhütte deS Cillier Stadtwal-des Feuer aus, wodurch das genannte Object völlig eingeäschert wurde. Tie Eltern hatten ihre zwei Kinder, einen fünfjährigen Knaben und ein zweijähriges Mädchen, während sie selbst im Walde bei der Arbeit waren, in der versperten Hütte zurückgelassen. Die Kinder scheinen mit Zündhölzchen spielend, den Brand verursacht zu haben. Der Knabe konnte glück-licherweise auS der Hütte entfliehen, das kleine Mädchen fand seinen Tod in den Flammen, ehe bie Eltern zu Hülse eilen konnten. Als die hiesige Feuerwehr, die mir gewohnter Rasch-heil nach dem Brandplatze ausrückte, daselbst anlangte, war die Hütte bereits niedergebrannt und sie mußte sich lediglich darauf beschränke», den Brand zu localisireu. weil bei dem herrschenden starken Winde die Gefahr nahelag, daß auch der angrenzende Wald und die bedeu-tenden in der Nähe aufgehäuften Holzvorräthe von den Flammen ergriffen werden, was glück-licherweise noch verhütet wurde. sE i n 11 n m e n s ch.] AlS der Zimmermann Markus Jugg von Krenn, Bezirk Lichtenwald an einem der letzten Tage des v. M. Abends „ach Hause ging, begegnete ihm auf dem Heim-wege der als Raufbold gefährlichster Art be-kannte Johann Jankovitsch. Derselbe begann logleich einen Streit mit dem Zimmermann, ent-riß demselben die Hacke, die diestr in seinem Tragkorbe hatte und versetzte ihm mit der Schneide einen derartigen Hieb in die linke Kopfseite, daß die Hirnschal« sofort zertrüm-mert wurde und der Zimmermann zu Boden sank. Als »un die Auszüglerin Theresn Ribitsch dem regungslos daliegenden Verwundeten Hilfe leisten wollte, drohte Jankovitsch derselben den Bauch aufzuschlitzen, wenn sie nicht ablasse den Hilflosen zu lato. ~nt> zu pflegen. DaS Weib mußte sich um der angedrohten Mißhandlung zu entgehen in ihre Behausung flüchten. Der Tod des schwer Verletzten ist stündlich zu er-warten. Jankovitsch wurde bereits von der Gensdarmerie aufgegriffen und dem Bezirks-gerichte Lichtenwald eingeliefert. fAus Nothwehr.] Kürzlich wurde der Bauernsohn Martin Bann von Sdole Nr. 46 Bezirk Rann durch den Besitzer Martin Ple-terski durch einen Revolverfchuß gelödtet. DieKu-gel drang dem Burschen in den Kopf, und zwar so. daß der Tod sofort erfolgte. Die That ge-schah aus Nothwehr weil die Burschen den all-gemein geachteten und wohlhabenden Besitzer Pleterski verfolgten und ihn ohne Ursache schwer bedrohten. Hingesendet. fEine Täuschung] deS kaufenden Publi-cums wird sehr häufig bei Waaren versucht, welche durch ihre guten Eigenschaften eine große Beliebtheit erlangen. So sind seit einiger Zeit verschiedene Pillen aufgetaucht, welche ganz ähn-lich den allein echten, bei Verdauungsstörungen so wirkungsvollen Apotheker R. Brandt's Schwei-zerpillen verpackt sind und durch billigeren Preis und sonstige Vorgaben daS Publicvm irrezulei-ten suche». Man sei dieserhalb beim Ankauf der Apotheker R. Brandt'S Schweizerpillen vorsich-tig und controllire stets, ob daS Etiquett ein weißes Kreuz in rothem Grund und den Na-menSzug R. Brandt'S trägt. Aus der stovenischen treffe. Wort- und sinngetreue Uebersetzung zu Nutz und From men unserer Parieigenoffen. Slovan. (vom !. October) schreibt: fDer hochwürdig st e B i f ch o f S t r o ß m ayer und s l o v e n i f ch e Studenten.] Der 2. August d. I. war sür die Abiturienten des Marburger- und Cillier Gymnasiums ein Tag voll Ruhm und Freude. Sie feierten nämlich in St. Martin das Methudfest, welches glän> zend verlief. Sie zeigten, daß sie wirklich kräf-tige Triebe ai der altslovenischen Wurzel sind ; daß sie würdige Nachkommen, brave Enkel jener Vorfahren sind, die der heilige Methud Chr -ftenthum und Bildung lehrte. Traurig! Daß sich ihnen nicht ver höchst- Wunsch erfüllte: daß sie bei der Feier in ihrer Mitte den aller-größten Slave», den hochwürdigsten Bischof Stroßmayer gesehen hätten. Wiegende Geschäfte zogen ihn an diesem Tage zu einem croatischen Patrioten. Dennoch wollte er die slovenische Jugend sehen. Deßhalb lud er alle Festgenoffen ein, ihn am 3. August in Sauerbrunr. zu be-suchen. Mit unbeschreiblicher Freude empfingen sie diese Einladung. Freute, die ihr« Herren noch nicht kannten, strahlte ihnen aus den Ge-sichten«, als sie sich auf den ruhmvolle» Weg machten. Die flatternde Tricolore. und heftige Lieder verkündeten es der Weit von St. Marein bis Sauerbrunn. daß die slovenischen Abiturien-ten diesen schwerwiegenden Weg gehen. Bezau-bernd war es zu empfinden, wie aus den jungen Gurgeln die Stimme» ertönten, wie die sla-vlschen Lieder wiederhallte», nach welchen die Feinde vergeblich ihre gierigen Hände streckten. Als der begeisterte Schwärm nach Sauerbrunn kam. geht eine Deputation sich zum Bischof ver-beuge». „O sei gegrüßt. hochtheure Jugend Sloveniens, o sei gegrüßt!" — so rief das unerreichle Ideal eines wahren Slave». Eine gewiss« Angst und ei» leichtes Zittern übe,-kamen die überraschte Deputation. Wie auch nicht? Der erste Slave, der erste Bischof, der erglüht sür die geistige und nationale Wohl-fahrt seiner so geliebten Slaven, er drückte die Hände der entzückten slovenischen Studenten! Ja! Wenn ihnen nicht ohnehin die Herzen für die Mutter Slaoia brennten. — in diesem Augen« blicke würde in ihnen »ntstandcn sein, eine un-erlöschbare Flamme unbegrenzter Liebe für« Slaventhum! Als er vor der Deputation die Worte hörte . . . welche Freude sür uns, daß wir uns von Angesicht zu Angesicht sehen, den Methud des Jahrhunderts!" ... war er ge. rührt bis ins Tiefste feines theuren Herz.-nS. Seine helle» Augen verfinstern perlende Thrä-nen. Es beuchte uns, daß eine dünne, durch-sichtige Wolke di« goldene Sonne verdeckte. — — Was er aber dann sprach, haben wohl die aufgeregten Herzen empfunden, aber die Sprache kann diese unsterblichen Worte nicht sage». Daß sie doch die ganze slavische Jugend gehört hätte; daß sie doch die ganze slavisch« Welt gehört hätte! „Gott und die Nation!" rief er aus. Von der Vereinigung aller Südslaven, sprach er mit heiliger Begeisterung. Und wie entzün-dete er die jungen Herz-n, für den nationalen Kampf! Wie klagte er, daß die teuflische Macht der nationalen Feinde unausgesetzt arbeite, daß ihre wollüstigen (poäast) Gespenster (slast) die Wahlfahrt nach Welehrad versperrten, die er so sehnlichst erwartete. — Aber bald verklärte eine Empfindung wieder sein Antlitz die Em-psindung der süßen Hoffnung: daß bald trium-phiren werde das Slaventhum! „An solchen Felsen, wie sie die slavische Jugend sind, zerschlagen und zerstreuen werden sich die feindlichen Wogen....." sagte er, gab noch jedem die Hand, und küßte federn daS strahlendeGettcht. Tie Deput ition verließ weinen-den Auges und sehnenden Herzens den Schau-platz, an dem sie erglühe» sah den leuchtendsten Stern des SlaventhumS. Nachmittag war Unter-Haltung bei Herrn Bozic. Es fanden sich viele hervorragende Slovenen, Kroaten und fogar Serben ein. Lied nach Lied ertönte in allen südslavischen Sprachen. Da ertönte der liebliche Ruf „Stroßmayer! Stroßmayer!" Blitzschnell verbreitete sich die Nachricht in der ganzen Ge- sellschaft. die Freude steigert sich zu ihrem Hohe» punkt; Donnerndes 2ioio ! Ruhm ! Zivio! «t tönte, daß es sich im Blauen des HimmelS ausbreitete und sehet: der Bischof steht unter zerstreuten Menge. Wer hoffte auf solche Ed« Wo werden slovenische Studenten so zeichnet? O! daS waren Augenblicke voll Lud«, übervoll von großartigster Begeisterung. Wiidti fahen wir in feinem Auge Thränen spieln. Wieder gewahrten wir, welch' ein theures Hir, der Stolz und die Zierde deS Slavemhums ba. „Bleibe in Ewigkeit so. theuerste iloDfiiifa Jugend!" rief er laut und empfahl sich. lc Festredner ber St. Mareiner Feier feiert« ntä ,n kräftigen Worten den ersten Slaven, iu» trank den Brudergefchlechtern Südslavicn4 die vor allen Slaven d*n großartigen Äorzij haben, daß aus ihrem Geschlechte Strofsmawt hervorging. (?) 6- G Literarisches. [Die „Lyra".] Wiener Zeitschrift fr die Uterarische und musikalische Welt, herart-gegeben und r-dig. von A. A. Raaff. ik» Quartal I fl. 50) versendet eben die n«atni Nr. des beginnenden IX. Jahrgangs. Ai« beachtenSwerthe Zeitschrift, welche, durch Sit vorzüglichen Musitbeilagen noch eiuen beiondc» ren Werth erhält, und sür die Abonnenten M neuen Jahrgangs auch eine Prämien-Beiloq! „Neue d e u t s ch e M ä n n e r l i«d e t" (3 deutsch nationale Chöre) bietet, dringt in ihn Nr. vom 1. October nebst den Musik.Bel'az» des „Lieder.AlbumS" „Was blühst noch oRose r v l h" (E. Rauscher) Lied F Sgst. von Hermann Mohr, und „Somm-v l u st" (A. A. Wooff) für Männerchor von ftflf hervorragenden Componisien Alfred Tr-gm. folgende Artikel und Auf,ätz?: Rod-il Hamerling (mit Bild). Beiträge M Biographie deS Dichters von Dr. A. I. Hm „Ein neuauf gefunden er Bri.i I o s«f H a y d n S" über fein Oral. Die mitgeth. von Dr. M. Urban. „Wiener o p e r n t h e a t e r. „An unsere jltit? eine Jahresrückichau von A. A. Raaff. „äui den Tagebüchern deS f Cornp. I Santner." „Musik. Zeitfragen-, Ant. Huber. „Geistl. Musik." Mujikl» t e r a t u r. „AuS d e n M u s i k z e i t u n gu des Auslandes. Corresp. aus D r e t »u Parts, Wiesbaden u. s. w. I« M Beil. „D i e Sängerhalle" Alsn» D r e g e r t (mit Bih), Biographie von ßid Stelter. „D es Sängers schönst« Traum", hum. Skizzen v. P. Groß»» „Zur Statistik der Gesang o e r et« von I. Knarek. Sitzungsbericht des allg. Di* schen Sängerb. und des nordamerik. ^ciwgnl Wiener Berein Schronik, Fest, uj Vereinsberichte auS Nah und Fern. „Die» Gebote für Sangesbrüder" von! Foglar. In der Beil. Literaturzettung: „Sti tinghaus" v. R. Hamerling. M-> schau, ic. . » s.,D i« Werkstat t\] Meister Ccnui Wochenzeitung, (Leipzig, Ernst Heitminn) ttt einen neuen, den zweiten Jahrgang an « enthält in ihrer neuesten Rummer: Äi« Conrad an feine Freunde. — Für die K6 statt! Sonntagsruhe oder nicht '* — U« die Behandlung der Lehrbuben. — Die £*» in Oberschlesien. Die Weihnachtsrechnung-, -Spruch. — Nützliche Tinten. — Mcchol Nützliches für den Handwerker. — Für * Abendjchoppen : Gebet dem Sonntag «ine 5«St (Von P. K. Rosegger.) — Allerlei Rcut4 al Merkwürdiges. — Für Haus und Herd: t# Lügenbobbes. — Bei schlechter Laune, — 3> viel Bittere in der Welt. — Ein« Zuppe | Gesunde und Kranke. — Für den Feierte-» Bureauspäße. — Wie ein Bäckerjunge rettet und die Wiener „Kipfel" entstehe». Fraget und antwortet! — Anzeigen. Wolkswirtyschasttiches. ! 1885 Sttfüfltmß des Ministeriums, nach welcher die ßejchästslocalitäten „in Orten mit einer Ein-robnerzabl von nicht zwanzig Tausend" Sonn-»gS wieder bis 5 Uhr offen gehalten werden {oanen, wird nicht ermangeln, sowohl in dcn preisen der untersteierrischen «Keschäftsinhaber. tls auch in jenen ihrer wahrhaft bedauerns-»erlhen Bediensteten, di? unangenehmsten Em« Mdungen hervorzurufen. So viel wir wissen, tatte man sich mit der Sperrstunde von 12 Uhr Miags vollkommen befreundet. Die Ueberzeu-fwifl, dofe Niemanden ein Gewinn entgeht, renn nach 12 Uhr von Niemand mehr etwas z-kaast wird, hat die Herrn „EhefS" mit Be-medigung die Sonntagsruhe genießen lassen, vid der Herr „Eommis" war herzlich froh, ud) sechStägiger durchschnittlich dreizehnstündiyer Arbeitszeit einen freien Nachmittag zu haben. !ie Motive zu der neuerlichen Verfügung sind :5,fluturu} ft. 5.—, Hirse st. 5.—. Halden st. 5.2». jl. 2.15 100 Hilttfirarnrn Heu kosteten st. ÄCTla^etitrol) st. 1.60, Weizenlagerstroh sl. 1.45, Streu» tob t —HO. Ein Silogramm Rindfleisch (ohne Zuwaqe •jiidt 50—52 lr.. Kalbfleisch 52—56—60 tr.. Schwein-Üii>4 12—W—fJOtr. Schöpsenfleisch 40 kr. „Deutsche Wacht.' ^ourle der Zöien^r Nörje vom 7. October 1885 Toldrenlc...........108.70 tra^?itliche Staatsschuld in Noten . 81.25 „ iu Silber . 82.10 Slöitfcnte 5°/0 ........98.95 twlactien........... I Ittbitoctien.......... 280.30 Loidon . wista........125.95 Napolevnd'or..........10.02 l L Münzducaten........ 6.21'/, 100 Reichsmark.........62.— Wmmcratiolls-Cinladml g. •JJiit 1. October 1885 eröffneten wir ein ,ro» Abonnement auf die „Teutsche Wacht" und machen hiezu die ergebenste Einladung. Die geehrten Abonnenten werden dringend «sucht, die Pränumeration ehestens vorzuneh-»it. damit in der Zusendung des Blattes keine Eloninq eintritt. Das Abonnement beträgt für Cilli mit Zustellung monatlich 55 kr., vierteljährig fl. 1.50, .halbjährig fl. 3.—; für Auswärts mit Postver-fenbung vierteljährig fl. 1.60, halbjährig fl. 3.20 Feinster Getreide- Kfimmel E. Iilchtwltx Ä Co., Ul k. k. Hof Lieferanten in Tropi>eu. DUmt Mm iroBitiick« RömmelllqtietiT, m •ot «Bit Waoadnrer Sorf fält iu reife«« ii«ue»debri»*t-«cti ami *«■ b*11ie4iweb*m »«evlMIMB »rÄ»»» uan erwift, wirkt vcreftgltek fefef die Vurdeneof «M kenn ei* elfe wokLeehneckeedM. »oef «xetcknetoe fejf lefet-Kkie MJtVel beit«fee •mpfoklen werden. *|i Orif. tiVutiMke ö. W. L I.— ntm^ HffHT *" • — • In CILLI bei CARL PETHICF.1C, Conditor. An Se. Wohlgeboren Herrn Oscar Silberstein, Erfinder des .MiESLAUER UNIVERSUMS* in Breslan. Nachdem ich beinah* 3 TaHre ... O-icHt und a^agreatoa.aaapf gelitten um! die ärztlich? Hilfe Icel-o-en. Exföle leistete, nahm ich mir vif. Ihr ^erfJxiÄtes mittel einzunehmen, wodurch ich nach Verbrauch »aeliiercr -t 'j.ascja.BÄ.erv 3«txx komnioii pes'ar.d "bin. , , Ich ftthle mich daher verpflichtet, Ihnen lQr Ihr teertes HeUmittel meinen ian-nig-ste». T*in t-i ir an»(Dnprechen nnd Jedem, der an öicla.t nnd IvHn.g-e3n.lEia.rt1.pf leidet. Ihr Heilmittel mit gutem Gewinnen a.-va.f <ä.as Seste suaz-vier«.pfeiLla23.. Ich wiederhole nochmals meinen innigsten Dank und zeichne mit aller llocüacntucg Dambach bei Steyr, am 8. December 1888. _ Burburu Rii(t«'iiMtorf<*r. 172—2 Gutsbe«itjew-Gattin. Breslaner Universum da« wirksamste nnd bewährteste Mittel znr KrOndllrlirn Reinignng des Blutes und der Sttftema-ise, Heilt langwierige, veraltete, tief eingewurzelte Krankheiten aller Art Ntlinell ■nid nielirr. af- Di« veritfTent lichten zahlreichen UnnkMCUngcii von «eliellten bekunden die unübertreffliche überraschende Wirkung dieses Mittels. ^WU Das iit'i'Mliim'i' f'Hil'rt'Mtttit ist per Flasche zu 2 fl. zum Gebrauehe auf 6 Wochen ausreichend, nebst Qebrattchs-Anweisuug echt zu haben: In « III» bei J. KlipfrrM'llinld. Apotheker, in Deutsch-Landaber« bei H. Müller, Apoth. „ Feldbach bei Jo«. Konig, Ap. „ Kriesaeli bei A. Ruppert, Ap. ,. Frohnleiten bei V. Itluinaner. KUrstenfeld bei A. Schröckenfux Ap. „ (tunobitz bei >. Pospiftchil, Ap. „ (>rn£ bei U. SlUblinger. Ap. H Klagenfurt bei W. Thumwttld. Ap. inLeibnitz bei Othniar Rnssheiiu, Ap. ,. Marburg a. Dran bei W. A, König. Ap. „ Neumarktl i. fSteicrm. bei Otto Maly, Ap. „ Pettan bei Hugo Eliasch, Ap. „ Rottenmuni l>ci Franz Moro. Ap. .. Tarvia bei Joh. Siegel, Ap. „ Villacli bei Friedrich Scholz. Ap. „ Weil bei C. Maly, Ap. ^ Inserate __ jmden bei stets steigend«» Auflage unseres Äzms die weiteste Verbreitung und werden bitlia.it berechnet. Hochachtungsvollst Oic Administration der „Äeulschen Wacht". fcJ3 « o co cr> co V) vcö 00 09 ca. rö CO o> I 05 OJ cn co v> „Deutsche Nacht. 1885 z Jod nzklktar WWiS in der Nähe der Studt, «ind sammt den dazu nothwendigen Dung zu verpachten. Anfrag« Orazervor-at&dt 34. <»8-1 Kundmachung. Am 13. October l. I. wird in Zrau staudru bri Marburg ein Wehmarkt statmnden, waS mit dem Anhinge verlautbart wird, daß der Marktplatz nächst der Wurm-berger-BezirkSstratze sich befindet und nur eine Gehstunde von Marburg entfernt ist. Gemeindeamt Zwettendors. am 1. Oct. 1885. <594.2 Mathias Schocker, G.-V. Verl»» voll Otto tll 8KR il 8UR MCb VolteffBii Zwei Bücher volksthftmiicher Dichtungen ADOLF HAGEN. 3' 3Preis 2. ©O ICre-ia-ser. Erntet Buch: Die Sagen der Spinnstube. Knüllende Dichtungen. Zweiten Buch: Der Liederhort des Fahrenden von Steier. In Cilli zu haben bei Joh. Rakusch. Hopfen-, Commissions- M Speflitiois-GescMlt !■ KnitiattkL, Nürnberg, an Iimuukt cmpßiMt steh zum Verkauf und Einkauf von Hopfen «owic Jcnr ErtbeilniiE von scdnstliclica and tele^rapbisclien Marktberichten. SnrhkuHfliar. rrrUe «er//riiiiHff, 590 Geschäfts-LocaliUUen: Hauptlager am Hopfenmarkt. Wochenschrift f. Politik, Litteratur, Kunst u.Wissenschaft. tue beste Zeitung für I 1,*aM. «tie niebt Zeit habe», ' 'tote Zeitungen cu lesen, tat 1>A« ( In jeder Nummer bringt da* Kr ho A mutige au« I mehr denn lOOOZei fjnjenu.ZaJtaebHf-teei allerKuHurröl* k«r uudtifirarbea. Be bietet dadurch jedem Gebildeten eine unentbehrliche b'Kbintereen. Lektüre. 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