Echnstletw»g: «»thausqassc Kr. 5. Cclctt» *t. *t, (autark» • »»« * fla ■ »t: ISgita •a«e»(*e t«t #»cb- tt. (Vut. U*t wa U—U at» von ® l.-if'ljkittm sdclbol ««! nuiKatiilc »a n*tn mit b » !>»»>, ,,,,>> IMl M« 8«®ifrang itqrt »et bUljA fc*. McBui Wrttittrfii nuaefa •fi Bif»«JcIcri icn Die«' «cAU|. Dir .t-.rtolc O«®:' lTV«l»! t «den Otrtisa* aa» ft-.m*taj W»I> - rfif{rtt-*ca«4 M.M«. Serwalting: «athanSqafl« «». S Crlistn Mi. in, laltnMtM S«z»S- " "imaotli Card tu <»« Dt]*«ra SunrllUiTtg . . . K SD ...K Mi »aruiiilriu . . K OK ftiir < 11 { l •toltiltaai ruf Haas -Vt»a»Mch , ». . ,1k I' — «(mtclittfcng ... 8 S-— »aiMäiti» ...»»— JinwJUtrt« . , . ir-Wt» 8nllea6 .rt*bra ll mt ac. rftaartrttor «Ctnraoani- tiitttti iit fit ttddeAlZi» Nr. 38 Cilli, Samstag den 13. Mai 1916. 41. Jahrgang. An die Brvölkrrung in Strirrmurk! Die Zeichrnfrist für die 4. KritgScnleih« endet Monlag den 15. Mai 1916, 12 Uhr mittags. Es stehen also nur mehr wenige Tage für die Zeichnung zur Verfügung. Jeder, der noch nicht gezeichnet hat oder doch in der Lage wäre, mehr als bisher zu zeichnen, möge diese kurze Frist bcnützen, um seine patriotische Pflicht durch eine möglichst hohe Zeichnung der 4. Krieg»« anleihe voll und ganz zu erfüllen. Je größer der Erfolg der 4. KriegSanleihe. be-sto berechtigter die Hoffnung auf eine» baldigen sieg reichen Frieden. Graz, am 10. Mai 1916. Der f. k. Statthalter: Clary e. h. Große Worte. In unterem Lager wird wohl mitunter der Host-nung ÄuSdruck gegeben, daß eine endgültige Entscheidung einen Abschluß des Kriege» in absehbarer Zeit bringen möge. Die Friedenssehnsucht ist nach einem fast zweijährigen Ringen schließlich etwa» ganz selbstverständliche». Bon einer Kriegsmüdigkeit in ux< fettn Reihen, von einer Kriegsverdrossenheit kann aber keine Rede fein. Wir wissen es vom ersten Tage an, daß für un» alle» auf dem Spiele steht, daß wir den Krieg gewinnen miisfen. Wenn wir also dem Wunsche Ausdruck geben, daß der Welt bald wie-der die Segnungen de» Frieden» beschieden fein «ö-gen, so meinen wir damit einen ehrenvollen und dauernden Frieden, der die Frucht unserer Siege, der reichlich verdiente Lohn der ungeheuren Opfer Hin Weg zum Glück Erzählung von Maria Franz. E» war auf dem Ball in den Sophienfälen. DaS lustige Leben und Treiben hatte seinen Höhe-Punkt erreicht. Da und dort stand?» Gruppen heiter plaudernder Menschenkinder beiiammen, so unschulds-voll lustig, wie eS eben nur Mädchen sein können, in deren Wiege einst eine gütige Fee die goldene Gabe des echten, sonnigen Humor» gelegt hatte. AbseitS von hier in einem kleineren Raum, in den nur ab und zu verschwommene Töne der süßen und rythmischen Strauß-Lannermusik drangen, saß an einem großen, runden Tisch eine seuchtfröhtiche Gesellschaft die eben noch um zwei anmutige Mäd-chenköpse vermehrt wurde. Die erhitzten, glühenden Gesichter gaben Zeugnis vo» der echt wienerischen Ausdauer und Leidenschaft der beide» Tänzerinnen, die sich aber trotzdem mit einem erleichterten ,Wch!" auf da» Plüschsosa, das der Wand entlang ausgestellt war, erschöpft niederließen. .Daß Ihr Euch nur nicht verkühlt!• mahnte Herr Erner, der Bater der hübschen Blondine. „Aber so ist einmal der wienerische Schlag! Einmal drinnen im Walzertempo und lieber sterbensmüde umfallen, ehe man Vernunft annimmt", beschloß er im Tone gutgemeinten Borwurf». »So ist es", pflichtete der Batet der zweiten, einer anmutigen Brünette bei. .Hedwig scheint ganz aus Demselben Holz geschnitzt und ist wohl darum die Freundin Ihrer Olga, Herr Eruer! — Nun, unlere» Bolle» ist. Das Bewußtsein, daß wir siegen müssen, der feste, unerschütterliche Wille, unsere Wi* dersacher niederzuringen, hat «nS die Kraft verliehen, einer mehrfachen Uebermacht nicht nur zu widerste-hen, sonder« sie sogar zu brechen. Wenn wir darauf vertrauen, daß auch in Zukunft der Erfolg unseren Waffen treu bleiben wird, so stützt sich dieser Glaube ans das schier Uebermenschliche, das die verbündeten Heere bisher geleistet haben. Etwas ganz «ndere» ist es aber, wen« wir au» dem Munde unserer Feinde immer wieder hören, daß der Krieg nicht be-endet werden wird, bevor die Mittelmächte zerschmet« tert sei« werden, ftür derartige großsprecherische Phrasen lehlt jede BorauSsetzung, denn aus keinen der verschiedene» Krieg»schauplützen ist die militärisch« Lage eine derartige, daß für einen Sieg unserer Feinde auch nur geringe Wahrscheinlichkeit bestehen würde. Trotz der der Großmauligkeit unserer Feinde entgegenstehenden Tatsachen hat man gerade in der letzten Zeit wieder verschiedene Aeußerungen vernom-men, die den Eindruck erwecken sollen, als ob die SitgrShoffnunge» in London und Pari» noch unver-mindert fortbestehe» würde». Wen» ASquith vor we-nigen Tagen, gerade al» die englische« Truppen bei Kut el Amara zur Uebergabe gezwungen wurde», erklärte, daß die militäre Lage für England und seine Verbündeten noch niemal» eine so günstige ge-wesen sei, als gegenwärtig, so verspürt man Lust, dem englischen Ministerpräsidenten den Rat zu ge-den, eine Untersuchung seines Geisteszustände» vor-nehmen zu lassen. Lord Curzon, der, wie eS heißt, gerne der Nachfslger Atquilhs werden möchte, hat sich einen Ausspiuch geleistet, der ähnlich beurteilt werden muß. Er hat gesagt, daß im englischen Mi-nisterium niewand an den Frieden denke oder vom Frieden spreche, solange die Feinde nicht besiegt sein werden. Da» würde bedeuten, daß ein Ende deS Kriege» überhaupt ausgeschlossen wäre, denn wir werden unseren Gegnern die Palme des SiegeS, die sie sich nicht erringen können, nicht freiwillig über« lassen. Auch in Frankreich befindet man sich in einem höchst bedauerlichen Widerspruch mit den Tatsachen. wir werden sehen, ob dieS Band auch sei»« Festig-feit beibehielt, wenn sie heiraten werden!* »O, daran ist bei un» nicht zu denken!" lachte Olga, sah aber dabei doch etwas verwirrt zu Boden. „Nicht wahr, Hedwig?" „Ganz und gar nicht!' meinte diese, wenngleich ihr der Schalk dabei aus den schönen blauen Augen blitzte. „Nun, da werden wir wohl diese Blumen da. rüber befragen müssen!' nahm Herr Erner wieder daS Wort, indem et auf «in gewaltiges Bukett dun» kelrottr Rosen wies da» die beiden Mädchen vorerst noch gar nicht bemerkt hatten. «Für mich?* fragte Olga in möglichster Un« schuld»mi«»e. „O, Du ahnungsvoller Engel, Du!" lachte nun ihrerseits Frau Erner, „als ob Du dies nicht schon gewußt hättest!" .Aus mein Wort!" beteuerte in komischer Vet-klärung Olga. Nun nahm man die Karte zur Hand, die zwi« schen einigen Blüten stak und las: „Für dit ausdauernde Tänzerin, das Fräulein Olga E. von ihrem bewundernden (hier mußte die Bisitkarte gewendet werden) Hans Schmied Kaufmain und Hausbesitzer." Bor Hedwig Sinn stand nach Att aPcv guter Freundinnen sofort das Bild diese» Mannes, als E» ist, so sonderbar es klingen mag, buchstäblich wahr, daß trotz der Besetzung ganz Belgiens und der nordfranzösifcheil Departement» durch dir deut-schen Truppen, trotz der stetigen Fortschritte, dir der Angrisf auf Ttodun macht, die Franzosen noch immer an ihren Sieg glauben und die Eroberung El-saß-Lothringens nach wie vor als ihr Krieg»ziel ve-zeichnen. Auch hier hat man e» mi' großen Worten zu tun, denen jede tatsächliche Begründung fehlt. Man steht beinahe vor einem Rätsel, wenn man sieht, wie Bölker von so hoher Intelligenz, wie das englische und französische, in d«r Skldsttäufchung so weit gehen, daß sie Dinge als möglich, ja al« sicher »nnnehmen, die nur in ihrer chauvinistisch aufg«-peitschte» Phantasie vrrhaiideii sind. Man ist um «in« E'klärniig eine» so unsinnigen Berhaltens verlegen. Und dennoch ist es nicht ganz unbegreiflich, wcnn Engländer und Franzosen so sprechen, wie sie es tun. Wenn sie immer wieder, trotz der bereii» errungenen und der sich täglich noch mehrenden Erfolge set Mittelmächte von ihrem Siege, von der Wiederouf» richiung Belgiens, Serbiens und Montenegro» red.'», fo ist da» psychologisch ungesähr dasselbe, als w,-nn ein ängstlich veranlagter Mensch bei einer nächtlichen Wanderung durch einen Wald sich durch lautes Spre-chen und Singen den Mut vortäuscht, den er nicht besitzt. Und wenn die englischen Minister «in« so starke Abneigung dagegen haben, vom Fried«» zu sprechen, wenn sie erklären, der Krieg werde noch Jahre hindurch dauern, ja er fange für England eigentlich erst an, so ist das nichts andere« als ein Beweis des schlechten Gewissen», das die englischen Kiie iShetzer haben. Sie wissen heute schon ganz ge-na», daß der Friede ganz ander» aussehen wird, al» sie ihn sich vorgestellt hatten, daß er keine Zertrümmerung, sondern eine Erstarkung der Mittelmächte in politischer und auch in wirtschaftlicher Beziehung bringen wird. Und deshalb ist ihnen das Wort „Frieden" ein Greuel, .deshalb ist dieses Wort aus dem englische« Sprachschatze gestrichen worden. da» eines zukünftigen Ehegatte», und ihr Gemüt ward einen Augenblick etwas betrübt. Wenn dies jener große, plumpe Mann war von dem behäbigen Aussehen «in«? reichen „Lpießers vom Grund", wie der LokalauSdrvck heißt, fo dauerte sie Olga tief. Indes — sie (Heowig) heiratete ihn ja nicht und würde ungefragt auch keine Meinung über diesen Mann abgeben, um nicht den Schein der Eifersucht und des NeideS zu erwecken. So machte ste denn gute Miene zum bösen Spiel und siel mit theatralischer Gest« ihrer Freun» din um den Hai», ihr zuflüsternd: „Also doch! D« Glückliche! Na — bei solchen Sachen bleibt nichts übrig, als herzlichst zu gratulieren!" „Bleib mir nur Du weg mit Deinem Glück-wünsch I" repliziert« lachend Olga, indeß ste eine ge-wisse innere Befriedigung nicht unterdrücken konnte. „Du weißt ja am besten, wie dieS alle» aufzufassen ist!" Diese Gespräche wären aus dieselbe Art noch endlos sortgeiponnen worden, wenn nicht ei» neuer Gast alle Ausmerksamkeit aus sich gelenkt hätte. „Wenn man das Nilpferd nennt* — witzelte halblaut Hedwig und erntete dafür eine stumme Zu-rechtweisung von seilen ihrer Mutter. Auch Olga schien e» gehört zu haben, denn mit gekränkter Miene wandte sie sich von Hedwig ab und Herr» Schmied (denn dieser war es wirklich) zu. Auch den übrigen Teil des Abend» widmete sie fast ausschließlich, wi« zum Trotz diesem Herrn, der sich langsam in diesem Kreise ganz wohl zu fühlen begann und erst von Seue i Der Weltkrieg. Der Krieg gegen Rußland. Die Bericht« des österreichische« G e n e r a l st a b e«. 1t). Vtai. Amilich wird verlaulbart: In Ost-giliziea und Wolhynien andauernd erhöhte Tätigkeit bet den EicherungStruppen. Keine besonderen Er-eignisse. 12. Mai. Die erhöhte Gefechtstäligkeit an un-serer wolhynischen Front hält an. Keine besonderen Ereignisse. Der Stellvertreter des Chefs des Seneralstabes: v. Höser, Feldmarschall. Leutnant. Die Berichte der deutschen Obersten Heere»leitu ng. 10. Mai. Südlich von Garbunowka (westlich von Dünadurg) wurde ein russischer Vorstoß auf schmaler Frontbreite unter schweren Verlusten für den Gegner abgewiesen. 11. Mai. Nördlich deS Bahnhofes Telburg wur-den 500 Meter der feindlichen Stellung erstürmt. Hiebe« fielen 309 unverwundete Gefangene in unsere Hand. Einige Maschinengewehre und Minenwerser wurden erbeutet. 12. Mai. Ein deutsche» Flugzeuggeschwader be-legte den Bahnhof Horozieja an der Linie Kraschi» —Minsk ausgiebig mit Bomben. Gegen Frankreich und England. Großes Hauptquartier, 10. Mai. In den Ir» gönnen versuchte der Feind im Anschluß an eine Svrengung in unser« Gräben einzudringen. Er wurde zurückgeschlagen. Südwestlich d«r Höhe 304 wurden seindlich« Vortruppen weiter zurückgedrückt und eine Feldwache ansgehoben. Unsere nenen Stellungen aus der Höhe wurden weiter ausgebaut. Deutsche Flieger belegten die Fabriksanlagen von DomdaSle und Raon l'Elape auSgiedig mit Bomben. 11. Mai. Deutsche Flugzeuge belegten Dün-kirchen und die Bahnanlagen bei Sdinkerke mit Vom-den. Auf dem westlichen MaaSuier griffen die Fran-zosen nachmittags beim „Toten Mann", abends süd-östlich Höhe 304 unsere Stellungen an. Beidemal? brachen die Angriffe im Maschinengewehr- und Sperr-fener der Artillerie untrr schweren Verlusten für den Feind zusammen. Eine bayrische Patrouille nahm im Camardwalde 54 Kranzosen gesangen. Die Zzhl der bei den Kämpfen seil dem 4. d. um die Höhe 30t gemachten unverwundeten gefangenen Franzosen iß auf b3 Offiziere. 1515 Mann gestiegen. Auf dem östlichen MaaSuser fanden in der Gegend des EaillettewaldeS während der ganzen Nacht Hand-granatenkämpfe statt. Ein französischer Angriff in diesem Walde wurde abgeschlagen. 12. Mai. Südöstlich de« Hohenzollernwerke» bei Hulluch stürmten psälzische Bataillone mehrere Li-nie« der englischen Stellung. Bisher wurden 127 Olgas Seite wich, als man schließlich in früher Morgenstunde aufbrach, um den Heimweg anzu-trete» . . . Monate waren nach diesem Vorfällen vergan-gen, und Hedwig saß eines Vormittag» mit einer Näharbeit am Fenster der .guten Stube" der elter» lichen Wohnung und stichelte in dem Gewebe herum. Ein genauer Beobachter konnte bemerken, wie wenig sich ihre Gedanken mit der Arbeit beschäftigen mußten. Und so war e« auch in Wirklichkeit. Sie dachte eben nach, wie wahr doch ihr Vater auf jenem Balle gesprochen hatte, daß die Freundschaft zweier Mäd-chen meist dann ein Ende finde, wenn ernstliche Hei« ratipläne einen der beiden Köpfe beschäftigen. Wa-rum hatte Olga schon so langc von sich nichts hören lassen ? Zwei — dreimal war sie bei ihr auf Be-fuch gewesen und hatte dabei, wenn nicht obendrein der „Bräutigam" Olgas — denn alS solcher galt er bereits im Haufe — anwesend war, eine solch kühle Aufnahme gesunden, daß sie e» vorzog, diese Besuche einzustellen. Ihr seines Taktgefühl verbot ihr, sich irgendwo aufzudrängen, und ihr Stolz emp-fand Abscheu davor, auS „Gottes Gnaden" in Ge-sellschaft „geduldet" zu sein. Aber nichtsdestoweniger tat ihr Olga in tiefster Seele leid. Sie, die immer nur von Idealen der Liebe und Ehe geschwärmt hatte, konnte nun an einem solchen Materialisten Genügen finden, der ihr doch außer leiblicher Bequemlichkeit sür die Zukunft nichts bieten konnte, was sie unter Glück verstand. — Mag sein, daß der „praktische Sinn" Ihrer Mutter — Mütter heiratsfähiger Töchter sind ja Senate Docht »lwerivundete Gefangene eingebracht und mehrere Maschinengewehre e-beutet. Der Gegner erlitt außerdem erhebliche blutige Verluste, besonders bei einem erfolglosen Gegenangriffe. In den Argonnen scheiterte ein von den Franzosen unter Benutzung von Flam-menwerfern unternommener Angriff gegen die Fille morte. Im MaaSgebiete herrschte beiderseits lebhafte Artillerietitigkeit. Bon einem schwachen französischen Angriffsverfuch im Thiaumontwalde abgesehen, kam e» zu keiner nennenswerten Jnfanteriehandlung. Der Krieg gegen Italien. 10. Mai. Amilich wird verlau.'bart: Nachdem der Feind schon gestern einzelne Teile deS Görzer Brückenkopfes und der Hochfläche von Doberdo leb-hafter beschossen hatte, setzte er heute früh mehrere Angriffe gegen San Martina an, die alle abgewie» sen wurden, fluch an der Kärntner und Osttiroler Front kam eS stellenweise zu einer erhöhten Artil» lerietätigkeit. 11. Mai. Die erhöhte Artillerietäiigkeii hielt an den meisten Stellen der Front auch gestern an; be-sonder« lebhaft war sie im Dolomitenabschnitt zivi> schen Peutelstein und Buchenstem. Ein italienischer Flieger warf vormittags zwei Bomben aus den Markt und den Domplatz von Görz ad Hiedurch wurden zwei Zivilpersonen getötet, 33 verwund« 12. Mai. Die Artilleriekä^pfe dauern in «vcch> felnder Stärke fort. Zwei feindliche Angriffe auf den Mrzli vrh wurden abzewiesen. Der Krieg der Türkei. Die Berichte des türkischen Haupt» quartier S. 9. Mai. Kaukasussront. In den lokalen Kamp« sen, die sich auf dem rechten Flügel und im Zen« trum abspielten, haben wir eine Anzahl Gefangener und Beute gemacht. Im Zentrum scheiterte ein An-griff des Feindes unter Verlusten für ihn. Im Ab schnitte von Vitlis keine Veränderung. Durch einen überraschenden Angriff, den wir gegen eine feindliche in dem Abschnitte von Kirvaz ungefähr 40 Kilome-ler nordwestlich von Musch stehende Abteilung unter-nahmen, wurde der Feind gegen Kirvaz zurückge-schlagen, wobei er einen Verlust von etwa 50 Man« hatte und eine Menge Beute in unseren Händen ließ. Im Zentrum wurde eine Streitmacht von zwei Kompanien, die aus den Abhängen dc« Berges Bahtli, süns Kilometer nordwestlich vom Berg Kope bemerkt wurde, gezwungen, sich zurückzuziehen, nach-dem sie schwere Verluste erlitten hatte. Hiebei machten wir eine Anzahl Gefangener. A»f dem linken Flügel in der KSstengegend ist der Feind mit Befestigungsarbeiten auf einigen Ad. schnitten beschädigt. AlS Vergeltungimißregel gegen-über der russischen Flotte, die offene Siädte und Dörfer an der Küste AnatolienS beschießt nnd Harm-lose Segelschiffe und Fischerdarken zerstört, vervich. tete der Dampser „Midilli* zwischen Sebastopol und Eupatorma ein Schiff von 4000 Tonnen und eine Anzahl Segler. immer so praktisch I — auch mitbestimmend für ihren Entschluß war.- Aber in ihrem Innern mußte sich Olga tief unglücklich fühlen, wenngleich sie eS frei-lich niemandem eingestehen würde. Ihr gegenüber schon wohl auS den Gründen verletzter Eitelkeit nicht, da kannte sie ihre Freundin zu gut I .. . Mitten in diesen Gedanken schrillte die Glocke. Sie sprang auf und öffnete. Der Briefträger war da und brachte ein kleines, versiegeltes Billet. Hastig riß sie den Umschlag auf und ging, nach-dem sie den Inhalt gelesen hatte, tief bekümmert nach ihrem Zimmer. I« dem Schreibe« aber teilte ihr Olga unter formellen Höflichkeiten mit, daß sich vergangenen Sonntag mit Herrn HanS Schmied verlobt habe. Der Sommer war mit ungewöhnlicher Schön-heit ins Land gezogen, und alles, wa« sich zur „des-seren Gesellschaft" zählte, befand sich in den Som-«erfrischen zur Erholung. Auch Hedwig hatte mit ihren Eltern wie all« jährlich bei verwandten Forstleuten in dem schönsten Teil des H-chwechselS Wohnung genommen, um den Sommer über fort zu verbleiben. Es war ja so idyllisch da! Diese wilde, natürliche Romantik der Bergtäler, die tiefen, geheimnisvollen Nadelwälder, die Wildpark« und Fasanerien ließen sie zum Teil vergeffen, daß sie sonst immer an der Seite ihrer Freundin diese Herrlichkeiten genoffen hatte. Freilich begleitete sie nun auch ab und zu Kurt, der einzige Sohn der FörsterSleute, aber ihre Unterhaltung bewegte sich nur in bescheidenen Grenzen, «kuwmer 38 Am 8. d. begann ein feindlicher Monitor, der sich »weiec Flugzeuge als Beobachter diente, unrnit-telbar östlich der Insel ZmbroS die Umgebung von Seddilbahr zu beschießen. Da aber einer unserer Kampfflieger die feindlichen Flugzeuge in die Flucht gejagt hatte, mußte der Monitor das Feuer einstellen. nachdem er zehn wirkungslose Schüsse abgegeben hatte. Ein seindlichcS Wachtfchiff wurde westlich von Kusch-Ada in den Gewässern von Smyrna von un» ferer Artillerie unter Feuer genommen. DaS Schiff, deffe» Kommandobrücke zerstört wurde, zog sich in der Richtung aus Samo» zurück. Zwei unserer Flie-ger warfen am 8. d. erfolgreich Bomben aus die feindlichen Lager, die AusbefferungSwerfte und die Petioleumlager von Port Said un» kehrten uuver-fehrt zurück. 10. Mai. Jrakfront: Im Abschnitte von Fela-hie zeitweilig Artillerieduell und örtliche Infanterie-seuergefechtc. Kaukasusfront: In dem Kampfe, der am Mor gen des 8. d. durch einen Angriff unsererseits ein-geleitet wurde und bis zum Abend andauerte, wurde der Feind im Abschnitte des Berges Kope durch einen Angriff aus feinen Stellungen in einer Ausdehnung von fast 15 Kilometer vertrieben und gegen Osten zurückgeworfen. In diesem Kamps? nahmen wir 6 Offiziere und über 300 Mann gesangen, erbeutete« vier Maschinengewehre i» gutem Zustande. Unsere Bersolgungsabteilungen blieben trotz de« wütenden Schneesturmes mit den Rückzugkolonnen deS Feindes in Fühlung. Ebenso warben durch einen in der Nacht vom 8. auf deu 9. d. erfolgreich durchgeführ-lcn Ueberfall auf daS feindliche Lager bei Laschkö 50 Kilometer südöstlich von Maaiachatun und süd-lich von Duzla Dere, 250 Mann Jnsanterie und 200 Mann Kavallerie, aus denen die feindliche Streitmacht zuiammengesetzl war, im Bajonettkampf in wilde Fluchr g-fchlagen und bis auf einen Rest aufgerieben. Wir nahmen dim Feinde eine große Anzahl von Gewehren ab. Im Küstenadschnitte keine Veränderung von Bedeutung. Der Fund, der westlich von Dfchewzlik vorzurücken versuchte, war infolge einer von unseren Truppen unternommenen Umgehungsbewegung ge-nötigt, gegen Norden die Flucht zu ergreifen. Dardanellenfront: Ein feindliches Torpedoboot gab gegen den Küstenstrich von Kemikli einige Schüsse ab und zog sich dann zurück. Kleinaiiatische Küste: Ein Kreuzer seuerte wir-kungslos gegen die Küste westlich von der Insel Kisten 50 Schüsse ab. Unsere Artillerie erwiderte daS Feuer. 11. Mai. Jraksront: Unverändert. Ein feind-licheS Flugzeug fiel, durch unsere Äeschofse getroffen, brennend hinter den feindlichen Schützengräben herab. Kaukasusfront: In dem Kampfe am 8. Mai wurde der Feind au» feinen Stellungen geworfen und in östliche Richiung getrieben. Er machte alle möglichen Anstrengungen, um sich in feinen Stellung gen zu behausen. Die Zahl der in diesem Kampfe erbeuteten Maschinengewehre erhöht sich auf 5. da sie wohl beide fühlten, daß sie nicht so fürein» ander paßten, und umsomehr die Lücke empsiuden mußten, die die fern weilende Freundin in den lieb-gewohnten Kreis geriffe« hatte. Ruhig und ungezwungen verliefen die erste« Tage dieses Aufenthalte*, als ein gänzlich unerwar-teteS Ereignis d e gewohnte, beschauliche Ruhe unter-brach. Ei war an einem schönen, linden Augustabend. Beide Familien hatten sich in dem kleinen, fchmucken GartenhäuSchen versammelt und lauschten den Vor-trägen HedwigS, die aus einem Büchlein verschiedene ergötzliche Dinge vorlaS, als ganz unerwartet — Olga in den KreiS der freudig Ueberraschten trat. Sie war noch in voller Reisekleidung und man sah, wie sie sich beeilt hatte, noch vor Eintritt der Dunkel-heit ans Ziel zu kommen. „Da bist Du ja. Treulose l" jubelte Hedwig, ihr um de i Hals salleitd. Und: „Sie taten recht, Fräulei» Olga, Ihre Gcvflogenheir nicht aufzugeben!" meinte Förster Wackernell gutmütig, indem er sich Aschenreite aus der Pfeife küipfie. »Denn Sie mpffen wissen, daß wir Heuer argen Mangel an „jagdbarem Wild* besitzen!" lachte er dazu. Olga erklärt« ihr unerwartete« Eintreten mit dem Umstände, daß sie aus persönlichen Gründen ihr Verlöbnis mit Herrn Schmied ausgelöst habe, und wenngleich ihre Eltern anfangs darüber nicht sonderlich erbaut schienen, so fügten sie sich schließlich doch. alS Olga erklärte, einen Ungeliebte» «icht hei-raten zu können. Ihre Ausführungen fanden allgemeinen Beifall Nummer 38 Ein feinblicht« Wachtschiff, da» sich Teke-Burnu ju näher« versuchte, wurde durch das Feuer unserer Artillerie «erjagt. In den Gewässern von Smyrna wurde ein feindlicher Monitor, der auf dem Küsten-striche der Insel Kisten das Feuer eröffnet hatte, von einem Geschosse unserer erwidernden Batterien getroffen, wodurch der Rauchfang und ein Mast de» Monitor» getroffen wurden, der darauf da» Feuer einstellte und sich in der Richtung aus Myiilene zurückzog. Die Maschinen de« Schisse« stampften heftig. Die amerikanische Antwort auf die deutsche Note. Die Antwort au« Amerika ist da. Man merkt es ihrem unfreundlichen, geärgerten Tone an, daß Amerika durch oie deutsche Nole gezwungen wird, Englands Neutralitätsbrüchen gegenüber Farbe zu bekennen. Doch will die Union jeden Anschein ver« meiden, als ob sie durch Deutschland zu einem Bor. gehen gegen England veranlaßt werde. Es heißt nämlich in Witson» Antwort: „Um jedoch die Möglichkeit eine» Mißverstand-nisse» zu vermeiden, teilt die Regierung der Union-staaten der kaiserlichen Regierung mit, daß sie keinen Augenblick den Gedanken in Betracht ziehen, ge-schweige denn erörtern kann, daß die Ächtung der Rechte der amerikanischen Bürger aus d.r hohen See seitens der deutschen Marinebchirden ia irgend-einer Weise oder im geringsten Grade von dem Ber-halten irgend einer anderen Regierung, da« die Rechte der Neutralen und Nichikämpfenden berührt, abhängig gemacht werden sollte. Die Verantwortlich-keit in diesen Dingen ist getrennt, pich» gemeinsam, absolut, nicht relativ." So viel ist sicher: Zum Aerger England» «nd Frankreichs ist der Krieg mit der Union dermalen vrrmieden und einzig und allein die Haltung Eng-land« ist für die künftigen Formen des Unterseebootkriege» bestimmend. Die Ausgestaltung des Bündnisses mit Deutschland. I« einer Versammlung in Aussig teilte Abg. Pacher Forderungen mit, die bei den Konferenzen deutscher un» österreichischer Parlamentarier in Salz-durg beschlossen und den Regierungen beider Mächte mitgeteilt wurden. Diese Forderungen lauten: l.Die durch die Waffenbrüderschaft zwischen dem Deutschen Reiche und der Oeslerreichisch-ungarischen Monarchie geschaffene Leben»gemeinfchaft muß »ach Bcendignng de« Kriege« zur Erhaltung de« Friede«» wie zur Förderung der politischen, militärischen und wirt« schastlichen Macht beider Reiche ausgebaut werde». 2. Unter Wahrung der Selbständigkeit der beide« Reiche ist der sofortige Abschluß von Vereinbar»«» u«d nach langen Fragen, wie es zu Hause jetzt au»« sähe und dergleichen, hob man die Tafel auf und ging aus feine Zimmer. Hcdwij aber nahm Olga unter dem Arm und führte sie noch etwa« mit sich in den Park, da sie ahnte, daß Olga ibr noch manches u erzählen haben »erde. Und so war e« auch. Olga gestand, wie sie sich nicht entschließen konnte, das eigentlich freventliche Hp'el mit Herrn Schmied fortzuführen, nachdem sie in ihrem Innern zu der Ueberzeugung gekommen war, daß er niemal» der Mann sein könne, sie glücklich zu machen. „Glaube mir. Hedwig', schloß sie, .schon srü-der, viel früher, wollte ich damit Schluß machen, aber meine Empfindlichkeit und ewfältiger Trotz wollten <« nicht zulassen. Die in Deiner seinerzeit so prägnant zum Ausdruck gebrachten Meinung recht zu geben!" „Du hattest eben den wahren Begriff de» Wer-le» Freundschaft nicht vollkommen erfaßt, sonst könn-lest Du nicht so redeu. Stolz und Empfindlichkeit sind keine genügende Entschuldigung für ein verkauf-te» Lebensglück. — Doch nun ist ja alle» wieder gut —" tröstete sie, al» sie sah, wie Olga die hellen Träne» über die Wangen liefen. .Hier in der Wald« einsamkeit wird Dem Herz bald genesen, da e» zum Glück keine tiefere» Wunden erlitten hat. — Und wer weiß", setzte sie schalkhaft hinzu, „ob hier nicht ein besserer Ersatz für eine Krämerseele zu finden sein «ird? — Oder Du müßtest nicht wissen, wer sich über Deine Abwesenheit heuer am meisten be-klagt hat?" Deutsche gen, welche in politischer, militärischer und wirtschaft-licher Beziehung einen einheitlichen Sinn ergeben, notwendig. 3. Auf Grundlage dieser Vereinbarungen müssen gemeinsame Organe geschaffen werde», die deren Durchführung sichern und plangemäß z«sam-menarbeite«. 4. Im einzelnen erscheint ersorderlich: a) Ein langfristige« Schlitz- und FriedenSbündni», da» durch Einrichtungen für die dauernde Ueberein« stimmung in der auswärtigen Politik beider Reiche sorgt, regelmäßige Zusammenkünste der leitenden Staatsmänner unter Zuziehung der Mitglieder der beiderseitigen Volksvertretungen; d) eine langfristige Militärkonvention, die eine gleichmäßige Heranzie-hung der Bevölkerung beider Reiche zum Militär-dienste, Einheitlichkeit in der Heere»- und Flotten« versassung. gleichmäßige Ausbildung und Ausrüstung, Uebereinstimmung in der Organisation. Formation, de» Kommando», der Mobilisierungsvorschriften, Bau strategischer Eisenbahnen, Vorrat»sicheru»g für den Krieg, wechselseitige Veranstaltung gemeinsamer Uebungen, Austausch von Ossizieren, sowie möglichst auch gemeinsame Bildung»anstalten vorsieht; c) ei» langfristige« Wirtschastsbündni«, das darauf gerichtet ist, in Zoll« und Handel?jragen beide Teile nach außen als Einheit erscheinen zu lassen und im Ber-kehr beider Re ehe unter sich die zurzeit noch nicht zu entbehrenden Zollschranken baldigst abzutragen; d) vertragsmäßige oder übereinstimmende gesetzliche Bestimmungen aus dem Gebiete de» Verkehres, de» Handel» und des Gewerbes, de« Gesundheitswesens, der soziale» Fürsorge, Schutz de» gewerblichen un» geistigen Eigentum». Zu diesem Zwecke sind gemein-schaslliche Tagungen unter Heranziehung von au» Interessenten gebildeten Ausschüssen zu schassen. Uoui Präsidium iifü Landes- und Jronrnhilfsuer-eines vom Roten Kreusk in Steiermurk. Graz, am 5. Mai 1916. An die Bevölkerung Steiermarks! Anläßlich der zwischen 30. April und 7. Mai 1916 abgehaltenen Sammelwoche sür das Rote Kreuz habe» alle Kreise der Bevölkerung Steter-mark« ohne Unterschied ihre unermüdliche Opferwil« ligteit rntf« neue bekundet und herrlich bewiesen, wie sehr ihnen da« Heil unserer verwundeten und er-krankten Krieger und die Sorge sür die Zugenv, die Zukunft von Staat und Volk, a« Herzen liegt. Wir Überblicke» heute »och nicht da« ganze Ergebnis oer Sammlungen »nd Veranstaltungen i« Stadt und Land bi» in alle Einzelheiten, aber wir wissen bereit», daß die seit den ersten KriegStagen in so erhebender Weise wirksame Opserwilligk.it Und lachend schloß sie die langentbehrte, und wiedergewonnene Freundin in ihre Arme. Der Sommer »erging und ein vorzeitig rauher Herbst mahnte die Sommergäste zum Ausbruch. Zum letztenmal versammelte sich die gewohnte Gesellschaft i» dem Gartenhäuschen der Försterei. Der blütenweiß gedeckte Tisch trug große Sträuße herrlicher Waldblumen. Dem Tischrand folgte in Tellerabstand ein geschmackvoll angeordnetem Gewinde von Tannenreisig, da» öfter von zierlichen Tannen» zapfen oder Cyclamen anmutig unterbrochen wurde. AIS alle an dem Tische versammelt waren, er« hob sich der Gastgeber und sprach mit schlichten, er-greifenden Werten den Äbichiedögruß und schloß .aus ei» srohe» und glöcklichcs Wiedersehen', worin alle begeistert einstimmten. Die Gläser klirrte» aneinander und jeder leerte e» bis zur Neige, da» stattlich vertretene weibliche Geschlecht nicht ausgenommen. Herr Redlich, Hedwig» Vater, antwortete in wohlgesetzter Rede und bet»nte, wie sehr et die genossenen Freuden in der Försterei zu schätzen wisse und gewiß bestredt sein werde, das Freundschafts« band, das beide Familien so inaig verknüpfte, jeder» zeit neuzuschlingen, und zu befestigen." Allgemeine« Erstaune» erregte e». a!» auch Ernst, de» Förster» Sohn, sprechen wollt«. »Meine sehr lieben Anverwandten', begann er, .nicht um mit schwungvollen Tirade» «nd erkünstelten Rede» zu prunken, relästige ich Sie mit perfön-lichtn Angelegenheiten, sondern hauptsächlich deshalb", S«ue 3 trotz der Länge de» Kriege« nicht erlahmt ist, j« daß viemehr der Ruf um erneute Förderung und Hilfe noch inniger in all« Herzen gedrungen ist, weil un» die 22 Kriegsmonate im Hoffen, Streben und Schaf-fett erst recht stark gemacht hrben. Da» Präsidium de« steirische« Roten Kreuze» und der Gesamlau»schuß der Roten Kreuz-Woche sür Steiermark dankt daher der gesamten Bevölke« r»«g Steiermark« innigst «nd von ganzem Herze« für die große Hilfe, die durch diese rege Teilnahm« «n der Sammelwoche geleistet ward. In diese Da»-ke»worte seien die Gesühle eingeschlossen, die alle vom Roten kreuze gepflegten und betreuten Krieger ihr ganze» Lebe» lang in ihrem Herze» htefür hegen werten, und wir danken auch namens aller jener Kinder, denen mit Hilfe der neu geworbenen Mittel treueste Obhut und sorglichste Erziehung zuteil wer-den wird. Die neuerlich bezeugte vaterlandstreue Opfer-Willigkeit der Steirer bleibt wie ihre Taten auf dem Schlachtfelde unvergessen wie immer! Statthalter Manfred Graf Elar« und Aldringen, e. h., Präsident. Laja Gräfin von Mcran, e. h, Bize-präsidentin. Dr. Alexander von Wannifch, e. h., Vizepräsident. Feldmarfchalleutn«nt v. Seidlee, e. h., Vorsitzender de» Gesamtau«schnssc« der Roten Kreuz-Woche. Ans Stadt und Land. Zeichnet Kriegsanleihe bei der Spar-Kasse. Wer Kriegsanleihe zeichnen will und den hiezu notwendigen Betrag seinem Spartaffebuch zu entnehmen wünscht, vollziehe seine Zeichnung aus» schließlich bei der Sparkasse! Zeichnet man unter Hinterlegung eines Sparkassebuche« ar.derSwo, so dauert e« mehrere Tage oder Wochen, bis das Spar-kassebuch wieder in die Hände des Zeichner« gelangt; denn das Einlagebuch muß dann erst Über den Um» weg derjenigen Stelle, wo gezeichnet wurde (Bank, Vorschußverein, Steuer- oder Postamt, Postspar» kasfenamt) zur Sparkasse gelangen und von da wie-der über den Umweg bi« zum Einleger zurückkom-men. Hiedurch wird, eine gioße Mehrarbeit verirr-sacht, die in Zeiten eine« so gewaltigen Kriege« mit Rücksicht aus den großen Mangel an Arbeitskräften vermieden werden muß. Wer also die gerechte Sache unsere« Vaterlandes durch Zeichnung auf Kriegs-anleihe unterstützen will, der helfe auch unnütze Ar-beit ersparen. Derjenige, der mit seinem Sparkasse-buch zeichnen will, soll daher seine Zeichnung nur bei der Sparkasse vornehmen. Ein jeder kann bei der Spar-kasfe zeichnen, auch Nichteinleger. Beachte ein jeder die heutige Ankündigung unsere« heimischen, gemein- und der Schalt blitzte in seine» dunklen Augen, „weil diese meine Angelegenheiten auch die Ihren zu werden versprechen." Allgemeine« Erstaune«. .I«. meine über alle« geliebte Gesellschaft, e« ist so, wie ich sage. Herr Redlich betonte in feiner hübschen Antwort, daß man sich bestrebe« müsse, j?« derzeit da« Band der Freundschaft mehr zu knüpft« und zu befestigen. Hier hat er meine volle Zustim-mung. Und vielleicht entsinnen Sie sich jene» Abend«, da da» Fräulein Olga hier an meiner Seite sich ihrer Pflichten un» gegenüber erinnert« und «it ihrer anmutigen Persönlichkeit den Kranz unserer Gesell-schast schmücke« hals; und wa« brauche ich lange uud weitschweifig von Ihren anerkannte« Vorzüge« und Anschauungen zu philosophieren — genug, wir lieben un« und glauben de» Segen« unserer Eltern um so eher sicher z« sei«, als Olga« Eltern eben ihre Zustimmung aus telegraphischem Wege gegeben haben. Bleibt nur noch Ihr, teure Eltern —" .Wa», „nur noch", Du abscheulicher Racker?" polterte Förster Wackernell in gutmütiger Entrüstung lv«. «Und da« alle» so hinter meinem Rücken? Und ein Wilddieb bist Du! Den einzigen Grund zur Ent-schuldigung hast Du in dem, daß die« wirklich ein ganz vorzügliche» Wild ist, d#» Du aus« Korn genommen —* Und damit gab er unter der jubelnde« Zustim-mung der andern den jungen Verlobten gerührt sei-«en Segen. S«ite 4 Attttluit ivörflt t ~~ — ^ w w W * t ~ " " F Nummer 38 nützigen und ältesten Geldinstitutes de« Unterlandes, der Sparkasse der Stadtgemeinde Cilli. Bürgerschuldirektor Josef Hölzl -f-. In der Vollkraft seines Schissen» wurde am 10. d Bürgerschuldirektor Joses Hölzl von einem kurzen schweren Leiden dahingerafft. Wahrhast erschreckend wirkte diese Todeskunde in unserer Stadt, wo «tun den rüstigen Mann, der erst 48 Jahre zählte, noch vor wenigen Wochen gesehen hatte. as .SensationS" Schauspiel in 3 Akten „DaS Ge« ficht am Fenster", welche« an svannenden Augen-blicken reich ist. Zeugnis ublegt Ebenso dürfte der vaierländilche Film „DaS ewig Weibliche', in wel-chem uns die schon recht bekannte und beliebte Dar-stellerin Aud Egede Nissen wieder vor Augen tritt, allgemein besri« igen. Die bestens ausgewählte Spiel-ordnung schließt mit dem lustigen Einakler auS dem Leben eines Friseur« „2 -s- 3 — 3" und zeigt das Bemühen der Lichtspielbühnenleitung, die Besucher zu befriedigen. Mir Rücksicht auf die Jugcndvor« stellung beginnen die Abendvorstellungen wie an Wochentagen um halb 7 und 9 Uhr abends Städtische Lichtspieldühne. Die Bilder-folge vom Donnerstag »nd Freitag brachte das Beste, w.>« unser Stadt-Kino bisher geboten hat. Nach den entzückenden Landschaft«- und Blumen» stücken ein herzergreifendes, stimmungStieseS Diama „Die Flucht vor dem Tode", das mit seinen erschüt-ternden Szenen eine bange Andacht auf da» ganze volle Haus legte. DaS übermütige und packende Scherzsviel „O diese Männer" wirkte mit urdrvlli« gen Verwicklungen wie eine sonnige Erlösung aus ichwercm Traume. Wahrhafte Lachsalven durchbr«uS-tcn daS HauS, wie aus dem Ausbrecher unfreiwillig ein Einbrecher wurde. So konnten wir die prächtige Vorstellung mit dem Gefühle hoher Befrie-diguna verlassen. Dorratserhebung für wollene und halbwollene Web- und Wirkstoffe, daraus erzeugte Waren, dann Wirkwaren und Decken. Die Handels« und Gewerbekammer in Graz fordert alle nach der Ministerialverordnung vom 15. April anmeldepflichtigen Firmen ihres Sprengels auf, bei ihr ungesäumt die benötigte» An» Meldescheine anzusprechen, mittels dere» die Vorrat«-anzeigen bi» längsten» 15. d. an die Kammer zu erstatte« sind. Die Anzeigepflicht ist nunmehr schon gegeben, sobald der Vorrat an Stoffe« ohne Unter« schied von Qualität, Breite, Gewicht, Farbe und Muster zusammen 100 Meter, die Menge an Ko»-seklion zusammen 5>0 Stuck und die Menge a« Decken und Deckenstossen zusammen 50 Stück oder 100 Meter übersteigt. Unter Konfektion fallen: Militärhose«, -Blusen u«d -Mäntel, Kappen und Hals-binden, Gamaschen, Wickelgamaschen, Stutzen u«d (Fäustlinge); Männer- und Knabe»kleider, -Man. tel und -Ueberröcke, Sweater, gestrickte und gewirkte Westen und Stutzen ; Frauen-, Mädchen- und Kinder-kleider, Schlasröcke, Mäntel, Jacken, Schößen, Blu-sen, Kopf- und Umhängtücher. Sommerfrischen der Steiermark. Mehr alS je wird der kommende Sommer im Herzen der Erholungsbedürftigen die Sehnsucht nach der freie« Natur erwachen, um fern vom KriegSgetöfe neue Kraft für die nervenaufregenden Widerwärtigkeiten, mit denen daS Lebe« nnS ge enwärtig umgibt, zu finden. Von diesen Erwägungen ausgehend, hat der Landesverband sür Fremdenverkehr in Steiermark auch heuer wieder einen Sommersrischensührer er-scheinen lassen, der von Joses Rükl zusammengestellt worden ist. Diese» Büchlein enthält die Sommer-frischenorte. Kurorte, Bäder, Heilanstalten, Höhen« orte, Gaststätten, sowie die Unterkunft», und ver-kehrsverhältnisse i« Steiermark. Die Schrift schmückt ei« Dreifarbendruckumschlag mit der reizenden A«. sich« von Schladming, im Hintergrunde der Dachstein nach einem Aquarell von Prof. A. Wagner. Außer-dem sind in diesem Fuhrer noch 37 Bilder, die die prächtigen und abwechslungsreichen landschaftlichen Reize unserer grünen Mark veranschaulichen, e«t-halten. Auf die Verdeutschung der Fremdwörter wurde in d.esem Büchlein, soweit die» vorläufig möglich erscheint, ein großes Augenmerk gerichtet. Der Sommersrischensührer ist vom Landesverband sür Fremdenverkehr in Steiermark, Gr«z und durch die Buchhandlungen um den Prei» von 30 Heller zu beziehe» ; er wird nach auswärts kostenlos, ledig-lich gegen Vergütung dcr Postgebühr von 10 Heller in Briesmarken versendet. Erholungsheim für Privatbeamte. Die Allgemeine Pensionsanstalt hat den Alpengaft-Hof Hochschwab in der Fölz bei *fle«j käuflich a« sich gebracht und errichtet dort e n Erholungsheim für Privatbeamte. Der Betrieb — auch für den Touristenverkehr — wird voraussichtlich noch »vr Sommerbeginn aufgenommen werden. Reifebesuch der Steiermark. Ueber Ein« schreiten deS Landesverbandes für Fremdenverkehr in Steiermark hat da« Ministerium des Innern im Einvernehmen mit dem Kriegsministerium den Ber-trieb deS Hand- und Reisebuches der Steiermark im Inland« und im verbündeten Auslande gestattet. DaS Rcisebuch ist bekanntlich ein von den berusen-sten Fächle ten geschaffener Führer durch d,S ge-famte Kronland. Er unterrichtet erschöpfend, zuverlässig «der die Steiermark wie sie ist. Schadenfeuer. Am 5. d. um die Mittag», zeit geriet das Wirtschaftsgebäude de« Josef Su-pantfchiifch in Lokve. Gemeinde Bidem in Brand. Der Brand griff sehr rasch aus die Nachbargebäude über und äichene das Wohnhaus de« Supantschitsch da« Wohn- 111# Wirtschaftsgebäude bei Planinz, des Jofef Bogoric und das Wohnhaus des Blas Habin vollständig ein. Sieben größere Gebäude bran nten in kurzer Zeit vollständig nieder. Den Be-fitzern verbrannien auch sämtliche Futtervorräte, Ackergeräte, Einrichtungsstücke und Kl?ider. DaS Vieh konnte teilweise gerettet werden. Der Schaden iit ein enormer unv teilweise durch Veisicherungen gedeckt. Das Feuer soll durch den fünfjährigen Knaben dcS Johann Supantichitsch, welcher in der Laub-hütle, wo da« Feuer auSbrach, mit Zündhölzchen spielte gelegt worden sein. Eröffnung der Soldatenstube der Zweigstelle Steiermark des Kriegsfür« sorgeamtes. Angeregt durch da« bewährte Beispiel der von dem steiermärkischen FrauenhilfsauS-schuß in Graz in dcr Wickenburgzasse 11 geführten Soldatenstube, deren Lokale sich dem lebhaften Zu-spruch bereit« als unzulänglich erwiesen haben, hat sich die Zweigstelle Steiermark deS KriegSsürsorze-amte« veranlaßt gesehen, ebenfalls eine Soldaten-finde nach dem Muster deutscher Städie in Graz, Burggasse 15, in der de« Soldaten in de« dienst-* freien NachmitlagSstuiideu Tee und andere Erfrisch« Nummer 30 Deutsche Wacht Seit« 5 »ngen nebst Ra»chmaterial kofie»los veralbsolgt »er-den und woselbst auch Lektüre verschiedener Art, wie TageSblätter, Spiele und Musikinstrumente zum Ge-brauche zur Bersügung stehen. — Diese möglichst zweckentsprechenden und heimlich ausgestatteten Räume wcrden sicherlich unseren braven, heldenmütige» Kämpser» um deS Vaterlandes Größe und Ehre, welche sich zwecks Erholung und Sammlung neuer Kräfte vorübergehend im Hiztcrlande befinden, ein liebe« Heim und eine Stätte gemütlichen Beisammen« seins bieten. Die Eröffnung dieser Soldatenstube er-folgte am Donnerstag den ll. d. um 2 Uhr nachmittags. Vierte Kriegsanleihe. Bei der k. k. pri». Böhmischen Union Bank Filiale Cilli sind ferner nachstehende Zeichnungen zur Anmeldung gelangt: Vereinigte Untersteirische Bruderlade Wöllan Kronen 100.000 (mit den früheren Zeichnungen zusammen S 1,045 500); Bruderlade der Johannisthaler Koh-lengewerkfchaft Karmel K 5,0.000; Perko u. »weder. Frieda» S 20.0'X); Lo«ge,ellschaft „Glück -us". Cilli K 4000; Felix Kukovic, I. k Hauptmann, derzeit im Felde, K 2000. Knapp dem Tode entronnen. Am5.b ging die Besitzerstochter Therese Sekoranja aus Witt-manusdors bei Rann a. S. mit mehreren Mädchen von der Feldarbeit nach Hause. An einem Kreuz« wezr trennten sie sich und gleich daraus sprang ein Mann au« einem Verstecke und gab mehrere Schüsse auf die Sekoranja ab, die von einer Kugel in der Brust getroffen wurde. Die Angeschossene flüchtete hierauf und der Unbekannte feuerte ihr noch einige Schüsse nach, ohne jedoch nochmal« zu treffen, da er im Laujen den Revolver wieder laden mußte. Die Sekoranja flüchttte in ein Bauernhaus, wo man ihr die Kugel au« dem Busen herauszog. Nachdem ma» ihr die Wunde verbunden und ausgewaschen hatte, brachte man sie nach Hause. Die Angeschossene ist i» ihrem HeimalSdorfe sehr unbeliebt. Es scheint hier ein Racheakt vorzuliegen. Don einem fallenden Baum erschla« gen. Am 6. d. waren Anton Skaza und Marti» Levornik in der Gemeinde Wresen (Gericht«be»trk Gonobitz) in einem Wald» mit Holzfällen beschäftigt. AlS sie einen mittleren Fichtenbaum zu Falle brach-t.'n, blieb dieser kurze Zeit an einer Buche hängen, schlug infolgedessen mit dem unteren Ende aus und traf den 13jährigen Anton Slaza am Unterleib. Skaza blieb bewußtlos liegen und starb nach 1'/» Stunden. Neue Ansichtskarten des Deutschen Schulvereines. Der Deutsche Schulverein hat seinen Postkartenschatz wieder um einig« schöne Aus-gaben bereichert. Da sind in erster Linie vier Kunst-lerkarteo, in denen vier unserer größten deutsche» Tondichter verherrlicht werden: Mozart, Beethoven, Schubert und Schumann. Jeder Freund der M*sik »nd Kunst wird seine Freude an diesen schönen Karten haben. Zwei andere Karten von dem leider verstorbenen talenivollen Maler F. Kuderna zeigen Bilder au» dem Volksleben: eine Spitzenklöpplerin und einen Sensendengler. Besonders reizend ist die gleichfalls von Kuderna stammende Karte „Da« Früh-»Ück". Ein liebes, kleines Hausmütterchen in echt fraulicher Tracht, bringt den Morgenkaffee und wal-irt ihres Amte» mit einer Würde und «i»cm Ernst, der ihrem lieben jungen Gesichtchen ein besonder« anmutige« Gepräge gibt. „Edelweiß sür unsere Kai-ferjäger' betitelt sich die letzte Karte. Scharf am Abhänge eine« steilen Felsen« pflücken zwei stramme Tirolerinnen da« schöne Edelweiß Flüssigmachung von in Kriegsanleihe angelegten Kapitalien. Von beachtenswerter Seite wurde darauf aufmerksam gemacht, daß na-mcrnlich in lä»dlichen Kreisen fast allgemein die Ansicht verbreitet sei, die einzelnen Obligationen der vierten Kricgsanleihe könnten erst bei der Rückzah-lung durch den Staat, alio eventuell erst in 40 Jahren, wieder in Bargeld umgewandelt werden. Diese irrtümliche Ansicht soll angeblich viele Personen von der Zeichnung dcr Anleihe abhalten. Obzwar bereit« in dem Aufrufe des Statthalters Grafen Clary „Zeichnet die vierte KriegSanleche" au»drück-lich ei wähnt wurde, daß die Veräußerung aller Pa-piere dieser Anleihe auch während ihrer Laufzeit je-dermann möglich fei, wird hicr nochmal« ganz be-sonder« aus die Möglichkeit des jcderzeitlgen Ver« laufe« aller Obligationen »er Kriezsanlelhe zum je-weiligen Kurswerte bei sämilichen Krediiinstituien, die sich mit dem Handel von Wertpapieren besassen, aus-merksam gemacht. Ankauf von Reben des wilden Wei nes. Das Kriegsminister«»« gibt bekannt, daß e« vollkommen trockene Reben (Ranken) aus dem Jahre 1915 der wilden Weinpflanze, welche sür Lauben und dergleichen verwendet wird, zum Preise von sechs Krone» für den Meterzentner ab Verladestation übernimmt. A»bote wolle» unverzüglich a» da« Krieg«mi»isterium 13. Abteilung, T. u. L. G. Wie». 3., Vordere Zollamtsstraße 3 gerichtet «erden. Ein Steinwurf gegen den fahrenden Zug Al« am 5. d. auf der Strecke Cilli—Wöllan der Zug durch die Station Selle fuhr, flog ein Stein durch da« Fenster de« Postwagen« auf de» Tisch d»« Postunlerbeamten Anton Ropotar, welcher glücklicherweise gerade nicht beim Tische saß, in wel-chem Falle er unbedingt getroffen worden wäre. Ein böswilliger Anschlag scheint nicht vorzuliegen; den Erhebungen nach soll der Stein von spielende» Kin-der« geschleudert worden sein. Eine jugendliche Einbrecherbande. Zn der Stadt Cillr und Umgebung kamen seit längerer Zeit zahlreiche Diebstähle bei Geschäftsleute» und Besitzern vor. Der Behörde ist es nun gelungen, eine ganze Bande jugendlicher Burschen im Alter von 14 bis 18 Jahren als Diebe festzustellen. Diese waren al« eine Einbrecherbande organisiert, deren „Hauptmann" (wie sie ihn nannten) der 18jährige »lois Groß war. AlS feine .Adjutanten' galten der 17jährige Fleiicherlehrling Johann Cech und der Vagant Albert Blafutto. die die anderen zu den Diebstählen anleiteten. Der Fleischerlehrlina Cech stahl seinem Lehrherrn Eellak wiederholt Fleisch und Bargeld im Betrage von 200 K aus der Kasse, die er mit einem Nachschlüssel öffnete. Da« gestohlene Gut nahm dann der vor dem Geschäfte wartende „Hauptmann" in Empfang. Dem Besitzer deS Kaffeehauses Merkur stahlen sie in mehreren Angriffen au« dem Eiskasten im Borhause Tokajer in Fla-schen, dem Standbesiyer F. Ocvirk auf dem Haupt-platz stahlen sie Zuckerwaren und Orangen um mehr al« 100 K, und in der Papierwarenhandlung Go-ricar u. Leskvfchek Papierwaren und Ansichtskarte». Dem Blasutto gelang es unter anderem auch, Schuhe, Kleider, Schinken und 200 K Bargeld zu erbeuten. Beim Fleischermeister Kossär in Cilli stahlen sie ebensalls Schinken. Am 21. April unternahmen die jugendlichen Gauner sogar einen Ausflug nach St. Georgen S.'B., wo sie dem Besitzer Josef Stermec die Vorratskammer ausräumten und Speck un» Fleisch stahlen und damit nach Eilli flohen. Die jugendlichen Diebe, 12 an der Zahl, haben außer den angesührten Missetaten noch zahlreiche andere am Gewissen, die erst sestgcstellt werden müssen. Nuu befindet sich die Bande bereits in sicherem Ge-wahrsam. Zeichnet Ä Kriegsanleihe bei der Sparkasse der Stadtgemeinde --Cilli. Heimischer Tee. Die hohe» Preise sür «sia-tischen Tee haben Veranlassung gegeben, sich wieder unseren einheimischen Tee« zuz , wenden, die den be« sonderen Vorzug haben, keine den Nerve» schädliche Wirkung au«zuüben. AIS einheimische Teesorten kom-men vornehmlich die jungen getrockneten und al«» dann zerkleinerten Blätter der Erdbeere, Brombeere, Heidelbeere, Moo«beere. Krön«, oder P, eißelbeere, schwarzen Johannisbeere, Himbeere, Kirsche, Birke, Ulme, Werde und Eberesche, sowie de« Schwarz- oder Schlehdorn« und Weideröschen in Betracht. Es hängt vom Geschmack de« Einzelne» ab, welchen Blättern er den Vorzug geben will. Bei der erheblichen Au«-»ahl wird jeder, der in der gegenwärtigen Zeit an Stelle de« sehr teuren asiatischen TeeS ganz oder teilweise dilligen einheimischen Te? verwende» möchte, schon ein ihm zusagende« Getränk herausfinden. Be« merkt sei jedoch, daß davon abzusehen ist, al« tägliche« Familieugetrjnk solche Pflanzen zu verwenden, die al« Arzneimittel besondere Wirkung auszuüben vermögen, wie z. B. Lindenblütentee und Fliedertee usw. _ tllathau« ♦» ♦ » RathanS gaffe 1 « ♦ W21U1 . » gaffe 1 Schrifttum. Die Kampfe an der Tiroler Grenze lassen sich besonders gut verfolgen auf der in dem große» Maßstabe 1 : 350.000 gehaltenen Freytag'-jchen UebersichtSkarte vi> i l, welche die Kario graphische Anstalt S. Freylag u. Berndt, Wien 7. eben in »euer Auflage zu dem billigen Preise vo» 1 20 K, mit Porto (bei vorheriger Einsendung des Betrage«) 1*30 K herausgegeben hat. Eine reichhal-tige Beschriftung und klare Darstellung zeichne» die in sieben Farben ausgeführte hübsche Karte au«, die nicht nur da« unmittelbare Grenzgebiet veranschau-licht, sondern ganz Tirol und Vorarlberg mit Tei« len der angrenzenden Staaten vom Bodensce und Susstein im Norde» bi« zur Südspitze des Jseoseet und über Bassano im Süden, von Ehur und Chia« venna im Westen, bi« Saalfelden, Oberdrauburg und zum Plöckenpaß im Osten umfaßt. Der Garda« fee ist fast vollständig auf der Karte enthalten. Die sehr zahlreichen Bergnamen und die vielen aufgenommenen Orte lassen da« schöne billige Blatt, da« durch jede Buchhandlung sowie durch de» Verlag Ä. Freytag u. Berndt, Wien 7., zu beziehen ist, auch al« Uebersichtskarte sür Hand« und Geschästsgebrauch wie sür touristische Orientierung sehr praktisch er-scheinen. Eine SchatzgrLberexpedition. — Von allerlei seltsame» Expeditionen im 20. Jahrhundert, u. a. einer Schatzgräberexpeditio» erzählt Friedrich Otto im neu.ste» Band der „Bibliothek der Uater-Haltung und des Wifien«": „Abenteuerliche Expedi« tione» wurden a»ch in unserem Jahrhundert, de» Zeitalter der Technik und Aufklärung, noch unter-nommen. So fand vor kurzem erst eine Schatzgräber« erpedilion ihren Abschluß, die nach einer Znsel a» der brasilianischen Küste führte. Ueber diefe« Unter-nehmen veröffe»tlichte eine brasilianische Zeitung fol. gende Einzelheiten: Angeblich ruhe» aus der einfa-me» Felseninsel Trinisade, vo» Seeräubern stam-mend, unermeßliche Schätzt, die schon mehrfach da« Ziel merkwürdiger Expedition?» waren, so l885, 1911 und jetzt wieder. Die letzte Reise stützte sich aus ei» in London erschienene« Buch, das die Reich-tümer beschrieb u»d auch ei» alte« Schriftstück e»t-hielt, da» kein Geringerer al« der Piraienanführer Zulmir« selbst versaßt haben sollte. Selbst der Merk-stein, der Angelpunkt der Erfolge, den die früheren Schatzgräber vergeblich gesucht hatten, war in dem Werk abgebildet. Um Geld sür daS Unternehmen zu beschaffen, wurden Aktien i» Betrage von hundert Mark ausgegeben und dem Inhaber bei Hebung des Schatze» 150.000 Mark sür den Anteilschein in Au«» sicht gestellt. Auf diese Weise.kam da» nötige Geld rasch zusammen, und der Dampser „Caroline* konnte bald die Anker lichten. Ueber den Schatz selbst schreibt Hauptman» Zulmiro: „Der Schatz ist auf einer Insel namens Trinidade, 648 Meilen von der bra-silianifchen Küste entsernt, an zwei verschiedene» Stel« le» verborgen. An der ersten liege» Goldstaub, Mü»ze» verschiedener Länder und kostbare Steine von hohem Werte. Diese Niederlage ist sünf Millio-ne» wert. DaS andere Bersteck ist größer, aber nicht so reich; e« enthält Kunstarbeite» in Gold und Sil-berderre» und ist da« Ergebn!« jahrelanger See« räuberel." Noch auSsührlicher wird dann da« rei« chere Versteck geschildert, «llerding« schon in einem Stile, der einem phantastischen Märchenerzähler au« Tnusend und eine Nacht Ehre gemacht hätte. Die Schatzgräber fanden jedoch nichts als Fische, Schild-träten, Krebse, eine unangenehme, schaffe Brandung u»d einen Berg bei der Insel, der angeblich wieder im Meer versank. Da die Expeditton rund 300.000 Mark kostete, so haben die Unternehmer wenigsten» einige Schätze au» de» Tasche» jener gesammelt, die nicht alle werde»." Unsere feldgrauen Ofterurlauber sind nunmehr, nachdem ihnen eine Zeit der Rast und der frohen Vereinigung mit ihren Angehörigen ver« gönnt war, mit frischen Kräften an die Front zu-rückgekehrt, um unseren Feinden von neuem zu »eigen, wie ungebrochen und voll Zuversicht Deutsch-land» Wehr ist. Aber auch un« daheim haben sie gc« zeigt, wie sie gewachsen sind m>t den Ziele», die sie beseelen, wie sie in dem Hagel vo» Stahl und Eiie» selbst Stahl und Eisen geworden sind und sich zu einer männliche» Vollkraft entwickelt haben, wie sie nur in Kampf und Feuer geschmieder werde» kann. Aber auch der Humor ist ihnen geblieben, ja ma« kann getrost sage», daß gerade der bittere Ernst ihn wie Gold au» dem harten Gestein gefördert hat, ein Zeichen ihrer gefunden, natürlichen Art. Denn der Humor ist durchaus kein oberflächlicher, leicht-fertiger Lustigmacher, sondern er ist de« Ernste« starker, unverzagter Gesäbrte, der aus die Sonne deutet, wenn es stürmt und der uns unbesiegbar macht, wie er eS selbst ist. Wir alle haben uns wohl an den Schnurren ergötzt, die uns unsere Ur» lauber aufgetischt haben und mit denen man ganze dicke Bände süllen könnte. Die Meggendorser Blät-ter brachte» in einer ihrer letzten Nummern einen Seite 6 Drutsdte Wacht 38 Titz, in welchem einem vielgeplagten Schriftleiter Vorhalt darüber gewacht wird, daß er in dieser Zei« immer so lustige Beiträge bringe. Ja. erwiderte darauf der Mann, der es allen recht wachen soll, was will ich «un, all die lustigen Sachen werden «ir ja aui dem Felde zugeschickt. Gewiß ist dieser Scherz nicht erfunden, denn e» »erhält sich in Wahr-heit s». und sollte er den Meggendorfer Blättern selbst passiert sein, so wird man sie umso lieber zur Hand nehmen, wenn w r daS Bedürfnis haben, un-fer bedrücktes Gemüt wieder einmal n« entlasten. Die BezugSgebühren betragen nur 3-60 K (ohne Porlo) für das Bierteljahr. Probebände zu 60 Hel« lern (mit Porlo 85 Hellern) durch den Verlag, München, Perusastraße 5. „Deutsche Umschau". Diese beliebte, bil-lige und kerndeutsche Haldmonatsschrift weist in ihrem 9. Hefte 1916 folgenden Inhalt auf: »TageSan-druch", Gedicht von Wilhelm Fischer; „Der letzte Thorberger", Erzählung von ZeremiaS Gotthelf; „Wuoian reitet". Gedicht von Dr. Adolf Hagen; „Wilhelm Fischer' von A. F.; „Anna von Höfling", ein Märlein von Wilhem Fische,, Graz (mit zwei Bildern); .Die Granate" von Rittmeister Kordian Freiherr von Gud.nu«; „Deutsche Klänge", Gedichte von AureliuS Polzer (mit dem Bilde deS Dichters); Kleeblatt!" von Adolf Frank»; „Die Gefahren des Sinos" von Dr. Arnold Schloffer; „Vorbedin. gung", Sinngedicht von Robert Prntz; .Der Pa> namakanal" (mit Bild); ..Ein Irrlicht"; Allerlei Wissenswertes; Bücherschall. — Hin Probevieriel-jahr dieser HaldmonatSschnft kostet nur 150 Ä. (Bezug durch die Verwaltung, Graz. HanS SachS-gasie 10.) Wiener literarifcheMittellungen Diese im Berlaz der Hos- und Universität« Buchhandlung R. Lechner (Wilh. Müller) in Wie» erscheinende Monatischrist tritt mit dem soeben auigegebenen Maiheft in ihren 28. Jahrgang. Gewiß ein Zeichen, daß diese« vom Inhaber der Firma Lechner zu dem schönen Zweck gegründete Unternehmen, eine Ber« mittlung zwischen Buchhandel und kaufendem Pud-likum herzustellen und neben den bemerkenswertesten reichSdeutschen literaiischen Hervordringungen euch daS aus österreichischem Boden Geschaffene kritisch zu beleuchten und geschäftlich zu fördern, einem Bedürf-niS entsprach und sich im Lause der Jahre viele An« Hänger und Leser gewann. Durch volle 25 Jahre leitet der bekannte Schriftsteller Leopold Hörmann diese« Blatt, daS seit Beginn des Kriege« die wich-tigsten literarischen Erscheinungen in den Kreis sei- ner Betrachtung zieht und auch weiterhin trotz der Ungunst der Zeitverhältnisse dem gesteckten Ziele zu-streben wird. DaS vorliegende Machest zeigt wieder deutlich, in welch fürsorglicher und trefflicher Weise da« Blatt redigiert wird; e« enthält neben dem Seit« artikel mit Bild, der eine biographisch.kritisch« Wär» dignng Egid von Files« darstellt, einen sehr bemer-kenSwerten Artikel über „Unsere Theeterverhältnisse" auS der berufenen Feder des bekannten Verfaffer« der „Sittennote.. Adolf Schwätzer, dann einen län> geren Bericht über die Shakespeare-Feier (300. To» deitag) au« der Fedc" de« Redakteur«, ferner einen fehr interessanten Aufsatz über da« Buch »D-utsch> land« Frauen und der Krieg" von Franz Christel und weiter« eine Reihe Bücherbesprechungen und No-tizen au« Kunst und Leben. Zwischen die Aussätze v«,streut find?n sich poetische Beiträge von Franz Herold, Adols Schwätzer, Fraungruber, Hörmann u. a. Da« Blatt kostet im Jahresbezug (12 Hefte) 5 K, einzelne Hefte 60 Heller. Probehefte werden über Verlangen vom Verlag (WieN'1, Graben 3l) über-allhin kostenlos versendet. Am Kriegsjaöre. Im Mai, wo alle Blumen blüh'n, Und weiche Frihlingtlüfte zieh'», Da lernte er si« kennen. Die Nachtigall fang mild und traut, Sie lag am Herzen ihn al« Braut Und er gestand sein Sehnen. Doch al« ihr Glück gediehen war. Da ist er fort vom Traualtar Hinaus in« Feld gezogen. Anna Wambrechlsamer, Brunndors bei Marburg. Eingesendet. Kinkadung zu dcr am Montag den 29. Mai 1916 um '/,& Uhr nachmittags im Beratung»-zimmer des Rathauses stattfindenden Grdeuttichen ollsersammlung. der Vrreinsbuchdruckerei (Leleja. Tagesordnung: 1. Rechenschaftsbericht und Genehmigung de« Rechnungsabschlusses. 2. Wahl des Obmannes. 3. Wahl des Ausschusses. 4. ««fälliges. Versammlung nicht beschllchfahia sein, so ich« Versammlung am gleichen läge, am Sollte die find« neuerliche WMWWWWWWWW gleichen Orte mit der gleichen Tagesordnung um st Nhr nachmittags statt, die bei jeder Ltimmenzahl beschlußfähig ist. Der Vereinsausschuh. beste Nahrung für-Säuglinge. Kinder. 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Rouiau au? der Zeit der Btfre!u»jMiege vo.i Ludwig Richard. „«l« ich vom Walde kam", erklärte Kurt zögernd, „war ich erst zu Hause, jetzt ging ich herüber, nm vie Giäsin nach Dir zu fragen, sie war richt da. Die Zofe aber, «achtem Sie mir gemeldet, sie wisse »ich-, wo sie sei. näherte sich ängstlich und sagie: „Herr Leutnant, die Gräsin — sie versch > indet ost — sortwährcnd — da nach den unheimlichen Zim> mern. Ich weiß nicht — waS sie tut." Daraus hin kam ich her und tresfe Dich mit ihr " Arno pfiff leise duich die Zähne. „So stehlS alio", dachte er, und über legte flüchtig, ob eS rat-sam wäre, dem Freund? vie vorübergehende Verir« rung vinctseitr und dcr G>äsin ängstliches Zurück-weichen zu beichien oder nicht. Er erwog im Geiste so gut e» in der knappe» Zeit ging, eine wirklich ruhige Betrachiung war ihm nicht möglich — und daS Ende seine» Sinnens zeigte ihm Schweigen als da» Klügere. Doch war die Antwort gar nicht so dringend, al» er dachle, denn Kurt war selber in sich versun-ken. Beide Hände aus den Griff seine» Säbels ge stützt, stand er und sah zerstreut an Arno vorbei. Der Pfiss, den dieser vorhin unversehens auSgestogen hatte zeigte, daß er sich verraten. Verralen war ein Geheimnis seine» Herzen», aber r i solches, das er bannen, unterdrücken wollte. «ls er vom Walde her« geritten, hatte er sich hundertmal gefragt, ob und wie er Elsa wieder gegenübertreten sollte und hun-dertmal hatte seine eigene Antwort gelautet: „GaS gehl dich die Sache an? Du veiräist sie nicht, das ist genug, alles andere mag kommen, wie «S will." Mit diesem Vorsätze war er angekommen, war absichtlich zuerst im Elternhaus eingekehrt, um sich zur Ruhe zu zwingen, s» sehr auch die Zeit drängte, war dann in'S Schloß hinübergegange» mit dem festen Willen, der Gräfin föimlich gegenüberzulreie» und nur nach seinem Freunde zu tragen. Nun war er im Schlosse und schon daS Wort, die Gräfin v:rschwi»de so oft »ach den unterirdischen Gingen, war wie ein Blitzstrahl durch seinen Kops gesahren, ein Blitz, aus den er am allerwenigsten ge-faßt gewe>en war. In unbesonnener Eile war er durch die ihm nur halb bekannten Gemächer geeilt — nnd hatte Elsa und Arno gesehen — beide mit erregten Gesichtern. Quälender Zweifel warsen alle Vorsätze zu, Seite. Es hals ihm kein Leugnen r»r seinem eigenen Richter, er halte den Bewei», er war ihr versullen, wie er fliehen wollte und im selbe» Momente regte sich auch schon die Eifersucht aus sei-mit Freund. Aino unterbrach zuerst die Pause. „Sei ruhig, Kurt. Die Gräfin kam österS, »der nur um mir Essen oder Tunke» zu dringen. Gespr», chcn haben wenig." „Ruhig soll ich sein," rief Kurt unwillig, .bi» ich denn unruhig?" „Sei gescheit. Kurt, wenn ein Freund vo« »»> deren ein derartiges Geheimnis weiß, waS liegt denn daran? Und in der Tal ist die Gräfin ei» Weib — das —." „Nichts mehr davon." sprach Kur». „Nun m»ß ich eilen, du bleibst hier diS zur Dunkelheit. I« Forsthause sehe» wir ur.S." Er stürzte fort nach den oberen Gemächer». Im Vorzimmer stind der alte La«»erdic»er, wie immer sorgfältig rasiert und gescheitelt, vor dem Wandspiegel und zupste eben an seinem R»ck-kragen, denn er hielt viel aus s«ubere Toilette. Bei Kurt'S raschem Eintreten wandte er sich erschrvk-ken um. Auch er war durch die bestindigen Gefahre» 2 ber Zeit, besonders aber durch die letzten Borginge scheu geworden und konnte oft nur mit größter Müde, di> von einem herrschaftlichen Diener verlangte Ruhe UNS Gelassenheit bewahren. Jetzt grüßte er ehrerbietig und «rat bei Seite ..I» die Frau Gräfin hier?" srug Kurt. .Zu Befehl, Herr Leutnant." „Melden Si. wich." „Ja — «ber —der Alte zögerte. .Nun," srug Kurt barsch, „»a« tst sür ein Hindernis?" „Keines, Herr Leutnant, nur nehmen Sie c« einem alten Diener nicht übel, wenn er besorgt eine Frage stellt. Ist sür uns hier etwa» zu be-fürchten?" — .Aber Freund, wie soll ich das wissen?" .Es ist nicht wegen mir, Herr Leutnant. Ich »ar in jungen Jahren selber soldat, ich bin nichi um meine Person ängstlich. Aoer die Gräfin, wenn Sie ihr jetzt wenigstens etwas Gefährliche« ersparen oder später mitteilen könnten." „Warum jetzt?" frug Kurt aufmnkiam. .Weil sie jetzt weint, Herr Leutnant. Zum er-stenmale seit des Grafen Ermordung." „Woher rissen Sie da«?" Die ganze Zeit lief sie d,«her in stummer Ber-zwe-flung umher, seit gestern war sie erst elwaS zu-gänglicher und jetzt, eben jetzt stürzte sie mit feuch-ten Augen herein, befahl mir, sie allein? zu lassen, »nd als die Türe zufiel, hörte ich laute« und lei. denschafiliche« Schluchzen." Kurt blieb einen Moment unschlüssig. Er wußte nur zu gut, daß der alte Diener der Gräfin Tränen falsch deuiete, aber konnte er selber ihre« Anfall v»ir Trauer »erstehen? Wem galten diese Tränen? Seltsame« Empfinden stieg in seiner Brust auf. Drang nach Gewißheit, Mitleib und — Sehnsucht nach ihr, die er jetzt in größter Traurigkeit wußte, jagten alle Bedenken und Entschlüsse hinweg. Sie war mit ihren Tränen allein — ganz allein — und er »er einzige Men ch. der sie verstand, verstehen konnte, der einzige, zu dem sie ehrlich sprechen konnte. Er mußte zu ihr. „Melden Lie mich,' befahl er nochmals. Stumm ging der Diener durch die Zimmer, ke'urte ebenso zurück und wie« mit der Hand nach der offen gelassenen Tür des Salon«. fturt trat ein und wartete. Er bemeisterie feine Ungeduld und stellte sich in die Mitte de« Saales, da« Gesicht nach der Seitentür gerichtet, hinter welcher er bereit« ihre leisen Schritte ver. »ah«. Elsa trat ein. Ihr Gesicht war leise gerötet, ihre Augen feucht, und ihre Lippen »nd Nasenflügel zuckten. Kurt grüßte, sie dankte mit einem Nicken und sah lächelnd zu ihm aus. Es war ein trübes Lächeln, das nicht« als stille Ergebung ausdrückte. „Sprechen cie nur," begann sie ruhig. „Ich weiß e« schon, Sie haben mich gerichtet." .Dazu habe ich kein Recht," entgegnete Kurt mit m>sicherer Stimme. „Doch haben Sie es getan, ich sah es, al« Se vor Kurzem kamen und Arno Brauner auf-suchten. Also. Herr Leutnant, waS gedenken Sie zu beginnen?" Sie fetzte sich und sah erwartungsvoll aus den jungen Mann. „Sie sind im Irrtum, Gräfin. H"be ich nicht geschwiegen? Geschwiegen, ob» wohl ver Verdacht auf meinem völlig schuldlose» Freunde lastete? Wa« verlangen Sie noch?" „ES ist zu viel," seufzte Eifa, „zu viel." „Sehr viel, Gräfin un» nie hätte ich ch so handeln ließ. E« gibt Empfindungen, die »der Vieles hinweg-gleiten —* Er brach ab, atmete rasch und senkte seine Augen in die ihrigen. Elsa errötete un» schlug die mit langen Wimpern beschatteten Lider nieder. ..Kamen Sie, um mir da« zu sagen," hauchte ste kaum hörbar. „Nein — ich kam um Abschied zu nehmen. Ich ziehe noch heute mü meinem Korps von hier." „Sie sind glücklich, Kurt." „Ich bin e« und doch — e« fehlt noch etwa« — es fehlt noch viel." „WaS?" „Eine — Gewißheit." .Und welche?" Kurt trat einen Schritt näher und frug mit bebender Stimme: „Wa« werden Sie tun?" Elsa ichwieg, ihre Brust hvb sich schwer. „Ich weiß es jetzt wirklich nicht," sagte sie, ängst. lich auf Kurt sehend. .Früher wußie ich e« — ehe —" Sie schwieg und senkte wieder den Kops. ..Wann — Elsa?" 3 Als et zögernd und doch einfach ihren Na-men nannte, huschle wieder zartes Erröten itber ihr Gesicht. Ermutigt iah sie aus. „Ehe ich Sie seltnen lernte, Kurt.* „Wie dachten Sie da?' „Kurt, zwingen Sie mich nicht zu einer zwei-len Er,ihlung — und doch", fuhr sie wieder leise fort. „Sie sind der Einzige, der mich kennt — nämlich mich, wie ich jetzt bin. Sie solle» nun alles erfahren. Daß ich mein Leben für abgetan betrachtete, wissen Sie, das, ich mich nur erhiel', weil ich mich — nicht mehr allein wußte — habe ich Ihnen anvertraut. Aber der Gedanke war falsch. Ist es denn für ein Kind ein Glück, die Welt zu erblicken, wenn eS keinen Vater hat, nicht einmal später Schönet» und Gute« von ihm hören kann — und wenn es —" hier brach sie ab. heftiges Weinen erstickte ihre Stimme. Schmerzlich beweg:, von innigem Mitleid er-griffen, antwortete Kurl: „Da« ist leider richtig.* „Sehen Sie, Kurt, ich gab also meinem gan-zen Sinn eine andere Richtung. Ich nah« mir vor, zu beichten — und dann mich in ein Kloster zu flüchten und zu büßen. So war es anfangs." „Und — jetzt?" „Jetzt? AlS ich Sie zum erstenmale sah, bereute ich noch heißer als »orher — aber aus anderem Grunde. * Ich sah Sie dann wieder — und sah, was doch daS Leben Schönes bieten kann — nnd ich — ich darf nie daran denken — und doch — nennen Sie es, wie Sie Lust haben — ich wollte leben — denn*. Sie schwieg, ihr Ale« stand still und mit großen, fragenden Augen fah sie aus Kurt. ..Vollenden Siel* rief dieier. „Ich lie^ Sie in mein Herz sehen, Kur», Sie wissen alles, ich brauche nicht weiter zu sprechen — ich kaun eS nicht!" „Vollenden Sie!' drang Kurt nochmals leiden-schastlich in sie. „sie wollen leben — denn —" ..Nun denn — ich liebe!" „Elsa!" Er riß sie in wildem Taumel an sich und bedeckte ihr Gesicht mit heißen Küssen. „Kurt, darf ich denn — Du — o sprich l Darf es sein!" «Frage nicht," flüstert« er und hielt sie um-fchlungen. „Frage nichl, ich kann e« Dir nicht sagen." Dürfen wir Beide denn vou Zeit und Zukunft reden? Du weißt nichl, wie dein Schicksal sich ge-stallen wird und mein Leben kann jeden Tag zu Ende sein. Der süße Traum aber soll uns gehören !* Er hielt sie fest an sich gepreßt, sie lehnte ihren Kopf an seine Schulter — nur eine kurze Zeit. Ein rascher Schritt tönte im Nebenzimmer, dann klopfte e» heftig. „Was gibt'S?" frug Kurt. Der Diener lral ein und meldete: .Herr Leut-nant, ein Lützow'scher Jäger ist hier und sagt, daß die anderen alle im Forsthause sind." „Ich komme." Der Diener zog sich zurück. „Elsa!" „Kurt V Noch einmal lagen sie sich in den Armen, dann machte e»- sich loS und eilte aus dem Saale. Elja sank aus die Kniee und barg ihr Gelicht in die Hände. — Noch hörte sie seinen Schritt — dann wu.de alles still und seltsam still wurde eS in ihr. — 10. Spät abends saß noch der Verwalter Thalau aus seinem Lieblingsplatze unter der Linde und rauchte schweigend seine Pfeife. Die Frau, ibm gegenüber, hatte die Hände im Schoße und sah sorgenvoll vor sich hin. Ihre Ge-danken weilten bei Kurt, der nun wieder fort war — fort aus unbestimmte Zeit. Anna ging in einiger Entsernung aus und nie-der, blickte mitunter auf den hochstehenden Mond und seufzte leise. „Ra, waS ist denn das?" srug der Verwalter aus einmal ungeduldig. „Haben wir denn alle das Reden verlernt?" Er wollte seine eigene gedrückte und sorgenvolle Slimmung durch erkünstelten Unmut verbergen. „Wo wird er wieder sein,' sagte die Frau und erhob sich von ihrem Stuhle. „Weit noch nicht, denn sie sind erst abend« sortgeriiten. Uebrigen« lasse da» bei Seite. Viele deutsche Eltern sind in derselben Lage — hoffen wir. — Und du. Anna, was gaffst du dort nach dem Himmel und zählst die Sterne? Komm« her und fetze dich." Lässig kam da» Mädchen und »ahm an der Seite ihre« Vaters Platz. „Arno ist heute schon den ganzen Tag nicht mehr gesehen worden," fing sie nun uivermit-telt an. .Ach — dich drückt wieder der Kummer — na — es ist auch zu verstehen. Ich glaube, wir 4 haben den Menschen ungerechter Weise schief angesehen.« „Nicht wahr/ sagte Frau Thalau, „ich habe cä auch schon gedacht." „Ich überlegte es mir — eS ist nicht anzu-nehmen. Er ist ein raschhandelnder junger Mann, aber das — nein, nein — ..Doch ist er geflohen,' sagte Anna dazwischen und schaute schüchtern aus den Verwalter. ..Da« wissen wir noch nicht — aber seht, wer kommt denn dort?* Durch die Gartenhecke trat ein großer Mann mit grauem Varte. Er trug einen Hirschsänger an der Seite, da» Gewehr aus der Schulter und unter dem Arme ein dickes Buch. Grüß dich »er Himmel, Förster." rief Thalau dem Eintretenden entgegen. Was bringt dich noch hierher?" „Meine Beine," antwortete der Oberförster heiler, legte seine Flinte ab und reichte allen die Hand. „Ich dachte,* fuhr er fort, .baß euch heute ein Gast eanz angenehm sein wird, denn sonst laßt ihr alle die Köpfe hängen.* „Brav, alter Freund,* sagte Thalau und legte ihm die Hand aus die Schulter. Der Oberförster setzte sich, schob seine Mütze zurück und wischte sich die Sliine. „Da« sage ich aber gleich," fing er möglichst mmiter an, „gewinfclt und gejammert wird nicht. Ich sehe dämlich in den Gesichtern der Damen Sp»-ren von Lamentationen. Dazu kam ich nicht den wetten Weg her. Euer Kurt ist munter au«geritten und nun gut. Der Andere etwa« weniger munter — aber voller Kampsbegierde —* »Welcher Andere?' srug Thalau. „Nun, der Brauner — wißt ihr'S denn nicht?* „Wa«?" „Der ist doch Lützow'ichcr Jäger geworden und mit hinausgezogen. Der Trupp, der hier im Kraut-walde lagerte» war nachmittag« vor meinem Hause, sie erhielten eine Kundschaft, wo der übrige Teil de« Korp« sich aushalte und mit dem wollen sie sich endlich wieder vereinigen. Ich kann ihn jetzt ent-Kehren, wenn er wieder kommt, mag er ganz »nbe-sorgt wieder bei mir eintreten, denn der arme Teu-fel ist so sicher unschuldiz, als ich Peter Kurz heiße" „Glauben Sie?", frug die Frau Verwalterin aufmerksam. „Ich sage es doch eben." „WaS haben Sie denn da sür ein Buch?", frug Anna laut, da ihr da« Gespräch schmerzlich wurde. „Abwarten," antwortete Kurz. „Ich kann e» dem Menschen, dem Arno nämlich, nicht verübeln, wenn er eine Zeit lang von hier weg sein will. Und dann find ja so viele schon sort. Von meinen Eleven sind zwei beim KorpS, schon längst." .Auch der Küchenjunge vom Schlosse,* fiel die Verwalterin ein, „ist seit einigen Tagen zu einem Landwehrregiment als Freiwilliger gegaagen.' (Aortießung folgt.) Krüh' Morgens. Morgentau, aus Gräser» glitzert, Netzt der Halme grüneS Kleid. Flora'« süße Kinder gucken Auf zum Himmel voller Freud'. In dem Hai» erwachen Sänger. Böglei» wasche» Köpfchen flink, Putzen auch da« buut' Gefieder Zierlich, — wie aus Gottes Wink. » 's Wild im Wald bleibt nicht zurücke, Eilt zur nächsten murmelnd' Quell', Löscht den Durst mit frische« Tränke Und verläßt die labend' Stell'. * Morgenglanz umstießet golden. Nach dem ersten Eonneluß, Ringsumher die grünen Matten, — '« Kirchlein auch am Bergesfuß. » 'S Aveglöcklei» schallet nieder, Laut in'« Tal, — den Flur'n entlang, Wo das Dörflein still verstecket Lehnt sich an de« «erge«hang. * Und mit forschend' Hellem Auge Schweift mein Blick die« Fruchtgebiet: Aehren wogen auf den Feldern, Lerchen steig'n empor im Lied. * AndachtSftumm beim Wegeskreuze Knie ich früh, — fo ganz allein, — Schau hinauf zum Heilandsbilde, Denn ich fühle GotteSfein. » Sensen-Eichelklang, auch Schellen- Töne, — Peitschenknall, des Schäfers Gruß, Endigen das tiefe Schweigen; Ruhe nun wohl weichen muß. * Fleißig' Schaffen, — rührig Leben, Allerorten quillt hervor. Arbeit — unter m Licht der Sonne Sieht das Auge, — hört das Ohr I Ist«. -Kummer 38 fletrtfd:« wacht Sttte T eröffnet! Stets frische Milch Gutes Märzenbier Gute steirische Weine Kalte Küche Aufmerksame Bedienung. Für das städt. Damenbad werden eine Kassiern und eine Badewärterin aufgenommen. 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Jeder mag sich aus folgenden Ziffern überzeugen: An der dritten Kriegs-anleihe beteiligten sich mit Beträgen von 100—2000 Kronen 438.061 kleine Zeichner * Die Summe dieser kleinen Zeichnungen erreichte den Betrag von 194 Millionen Kronen J Würd« jeder Einwohner Oesterreichs zeichneu. so beträge die Zahl der Zeichner '29,000.000 •s» Wiirde jeder von diesen 3» Millionen'nur den kleinsten Betrag von 100 Kronen zeichnen, so würde der KrieaSanIeihe ein Betrag von 2.9<)0,000.000 Kronen zufließen, alfojfaft 3, Tausend Millionen Kronen Die Begüterten sollen und iverden natürlich mehr als 10«) Kronen nnd m«hr als 2000 Kronen zeichnen, soviel als « ihre Mittel erlauben. Aber viele, viele Tausende leben in Oesterreich, die hundert und tausend und zweitausend Kronen zeichnen konnten, es aber bisher nicht getan haben, weil sie die irrtümliche Meinung hfgfii, ihre Zeichnung wäre zu klein, als daß man sie brauchte. Die vorstehenden Ziffern mögende eines Besseren belehren. Keine summe ist zu klein, als daß sie im Hrsolg nicht zum Auzdnick käme. Milliarden sind zu erziele«, nwnn wirklich ein jeder Bürger Lesterreichs zeichnet I Dieser cchaß muß gehoben werden, denn das Vaterland bedarf seiner! Darum ergeht m letzter Stunde an alle der Rus: Jeder muß Kriegsanleibe zeichnen! Anmeldungen übernimmt die k. k. priv. Böhmische Union-Bank _Filiale Cilli._ Anmeldung. An die k. k. priv. 2T?.L_.. Böhmische Union Bank Filiale Cilli Auf Grund der Anmeldungsbedingungen zeichne... ...... wir Kronen .......... vierzigjährige steuerfreie 5'/,"/« amortisable Staatsanleihe, Kronen . steuerfreie 3'/, °/o, am Juni 1925 rückzahlbare Staatsschatzscheine. Tenllichc Unterschrift: ---------------- tfkaanc Adresse: ------ -------------------------, den-------------------------------- 1916. Veröffentlichung gewünscht? €*l>riftleifuni. Verwaltung, Druck und Verlag: VereinSbuchdrucker-i „Celeja" in Cilli« — Verantwortlicher Leiter: Guido Echidlo.