Nr. INI. Mittwoch am 3. Mai 1865. Die „Laibllche, Zeitung" erscheint, mit Ausnahme der Sonn- und Feiertage, täglich, und lostet sammt den Beilagen im Comptoir ganzjälirln 11 sl., halb-Mrlg 0 fi. 50 tr>, mit Kreuzband im Comptoir llMtZl. 12 si., halbj. 6 fl. FUr die Zustellung in's Hau« stnd halbj. b0 kr. mehr zn entrichten. Mil der Post portofrei ganzj., unter Kreuzband und ge-, druckte» Nbress« 10 ft., halbj. 7 st. bO k. VnseNtonsgebNlir sitr eine Garmond «Vpallmzeill oder dtil Raum derselben, ist fllr Imalige Einschaltung 6 fr., si!r 2malil,e 8 lr., filr 3malige U>lr. u. s. w. Zn diesen Gebühren ist noch der Insertion«-Stempel per 30 tr. fllr eine jedesmalige Einschaltung hinzn zu rechnen. Inserate bis 10 Zeilen losten I si. 90 lr. für 2 Mal, 1 fi. 40 lr. ftlr 2 Mal nnd V0 lr. für l Mal lmit Inbegriff de« Insertionsftempel«). Nichtamllicher Theil. Laibach, 2. Mai. Die zwischen Oesterreich und Prenßen obschwc« bcudcn Verhandlnngen über die Angelegenheit der Besetzung dcs Kieler Hafens durch preußische Kriegsschiffe werden in der Presse vielfach in einer Wcise besprochen, dic ein gewisses Schwanken in den Vor« stcllnugcn nbcr dic dabei in Betracht kommenden Vcr« hältnissc verräth. Wir habcli uns über diese Ver» hältnissc an wohlunterrichteter Stelle Aufschlüsse zn verschaffen gesucht — schreibt die „G. E." — und wollen hier in Kürze zusammenfassen, waS wir er« fahren tonnten. Daß die beiden hohen Mitbesitzer der Elbeher« zogthümer im gemeinsamen Einucrnchmen Anordnnn-gen treffen, welche lediglich auf die Dauer dcs Pro< visorinms berechnet find, dagegen kaun wohl von lci« ncr Scitc eine gegründete Einwendung erhoben wer< den. Insofern daher die zeitweilige Stationirnug preu« ßischcr Kriegsschiffe im Kieler Hafen bloß als Ausfluß des von Oesterreich uud Preußen während dcS In-tcrims gemeinschaftlich zn übenden Acsatznngsrechtcs erscheint, tonnte dic laiscrlichc Rcgiernng hierüber mit dem Berliner Kabincte in Verhandlung treten. Sie hat dieß auch gethan nud ist gerne bereit, innerhalb jener Grenzen sich bewegende Wünsche Preußens zn erfüllen. Gcmis; wird Preußen scmcrscitö es als gc-rechtfertigt anerkennen, daß, wenn feine Sccstrcitliäftc in das Bereich der Hcrzogthnmcr gezogen werden, einc beträchtliche Vcrmindcrnng des EffcltivbcstaudcS seiner auf schlcswig» holstcin'schem Gebiete stehenden Landtruppcn eintrete, welcher ja schon gegenwärtig das Bedürfniß dcS FricdcuöstaudcS offenbar weit über« steigt. Anders verhält es sich mit dem Ansprüche anf eine bleibende maritime Festsetzung Preußens in Kiel. Er bildet einen Theil jener Forderungen, welche das preußische Kabinct in einer nach Wicn gerichteten Mit« thcilnna, vom 22. Febrnar d. I. formulirt hat nnd deren Inhalt anch iin Einzelnen dnrch die Presse be-lannt geworden ist. Diese Fordcrnngcn mnßtcn in ihrer Gcsaunulhcit von der kaiserlichen Rcgicrnng ab« gelehnt werden, uud wenn gleichzeitig Oesterreich der verbündeten Macht in einzelnen der von ihr bean» sprnchtcn Pnnktc, nud darunter namentlich ill dem anf Kiel bezüglichen, für den Fall der bnndcsgcmäßcn Lösung der Souucrainetätsfragc solche Zugeständnisse in Aussicht stellte, die mit der Fordcraliv-Vcrfasfuug Deutschlands sich würden in Einklang bringen lassen, so waren damit diese Zugeständnisse nicht schon in dem Linnc für Prcnßcn erworben, daß mm deren praktische Verwerthung sofort fclbstständig in Angriff genommen werden konnte. Wcnn dic knif. Regierung, anf ihr Mitbcsitzrccht gestützt, einer folchcn stückweiscn Verwirklichung jenes Programmes preußischer Spc« zialuortheilc während der Dauer dcS ProvisorinMs Guthcißung vorenthalten zn sollen glcmbt, so hat sie dazu wohl um so triftigere Beweggründe, als ja auch dcn übrigen, bei der Entschcidnng über die Geschicke der Hcrzogthümcr stimmberechtigten Faktoren der ihncn gebührende Einfluß auf dic ^ösnng von Fragen zu wahren ist, wclchc so tief in die Lcbcnsbcdinguugcn d.cs neu zn bildenden Staates eingreifen. Hierin ^gt, nebenbei gesagt, cm gewichtiges Motiv für ^""bm, sich dcr endlichen Einsetzung der definitiven ^"".sgcwalt iu dcn Hcrzogthümcrn nicht längcr zu strcb!^^"' b" j« dic Errcichnng dcS von ihm Angc« ^!.«"' ^"durch bcdingt ist, während nach den be. rcichs v .^"' 'l"'!'"migcn allcr Bclhciligtcn, Ocstcr. sclbslstäuv""' ^'" Zwcifcl bcstchcu kann, daß bei mit dcn dnttf^"'^'""'''« ^ ^"'^^ l^cr billige, ci»barc Ausv?^^"'^'"^"liüllnisscn irgend ucr-sichtiguna f nd, /""sm's jcnc bcrcitwilligc Vcrück-' " " Mdcu werde, welche dcu von dicscr Macht gcmelnschaftlich mit Oesterreich gebrachten Opfern, sowlc der für Dentschlmid neuen Anfgabe nnd dcr geographischen Lagc dcs großen norddeutschen Bundes-staatcs culspricht. 51. Sitzung dcs Abgeordnetenhauses vom 20. April. (Schluß.) Seit^.'^"^ "wägt die allgemeine politische die ^ , s ""!'. ^' '^^ im Vorjahre schon gesagt, m ,'is/>? .'" c-^'" Vertrauensfrage. Der StaatS-t ?i ,.^ ' ^,l"r -int solche ertlärt, worauf eiue lb .nnnnn^ crfolgte, die er lebhaft beklage. Heuer ' , b'r ^tmusministcr ausdrücklich erklärt, es sei . s^ '"^"^"^' cr werde deßhalb garnicht n 1 ^'"^'"' b° " überhaupt glaube, es sei nicht p"!lc»d, in cmrr Abstimmung Vertrauen oder Miß. a'cn.zn ze.gcu Das Hans habe ja oft Gelegen-hclt, ,u semen Abstimmten den Grad seineS Ver. ttancus auszudrücken. Er wolle die Frage bloß vom ^- andpunllc des Finanzmanncs Wörtern, für einen ,olchen sei nicht nnr die .s-)öhe der Ziffer, sondern anal die Art dcr Verwendung nnd die erreichten Zwecke maßgebend - Redner acht in eine Kritik der für W'clle Zettnngc» bewilligten Ziffer ein, saal, die Z'Ncr werde l,öher, we»n man'^edentt, daß di ^.Un,ac» Nrmpelfrei sind. Diese.. Ae.rag bc ich» <^, ^ ^"',?"l; d,e preußische Regierung f.ir die- n ^^)^l V"^^<"' Dispostlion-foud dient, nm 61.000 Whaler verlangt habe. - Redner be-schuldigt die ofstiwscu Blätlcr, daß sie den Naliona. litatcuhader schüren, nnd stellt die Behanptnna auf die offiziösen Blätter wnrdcu ihren Zweck nicht er^ füllen, wcuu die oppositionellen nicht gegen sic pole, misiren würden. Ohne dieser Polemik würde das Pnblilnm nie erfahren, was in den offiziösen Blät. tern steht. — Redner bcstrcitct die Wirkung bezahlter Artikel in dcn Blättern dcs AnölandcS, uud schließt daun mit einer Schilderung dcr Nothlagc dcS Be« amtcnstandcs, wclchcm mau Erhöhungen nicht bcwil. ligcn könne. Er befürwortet die Annahme dcS Ans-fchußautragcS, welchen er auch im Ausschusse verlrc' ten habc. Abg. To man beklagt sich darüber das? di? oppositionelle Presse verfolgt werde, a, ch wenn s Herr ^^7^iinisterbanl erscheint Sektionschef Frei-BerH'.^^ gtsagt!iN'^i^^^^^^ Wort: Die Verhaudluugeu über^ „'al " nein D'spostNonsfond hat eine Reihe «on E. "r M 6olge gehabt, und ,ch glaube im Interesse der sfal^fo ^^"V7' '" ^'"'" ^U' beschränkten Ma' me 'N l^'/ ''-/'" kann dnrclians nicht ne An gabc scln, mich in eme Erörterung der Prcs. "saudc m Oesterreich, über Dasjcnigc, was ic -Mse und oppositionelle Prcsfc insbesondre cistc s Breiteren zu ergehen, noch weniger allen denjenigen Aeußcrnngen zu folgen, die abermals heule das sogenannte objektive Strafverfahren in Prcßsachen berührt haben. Ich beschränke mich auf die Sache fclbst, nüm-lich darauf, in gedrängter Kürze die Nothwendigkeit cincS allgemeinen DispositionsfondeS darznstellen, die Grüße der Ziffer zu rechtfertigen und insbesondere, so weit eS mir möglich ist, nachzuweisen, daß cS cine ganz irrige Anschauung ist, zu behaupten, daß iu an« deren Staaten eine geringere oder gar leine Summe für die Zwecke der Regierung im Allgemeinen, die sich der Rechnungslegung entzieht, gefordert wird. Bevor ich aber anf dicfc Auseinandersetzungen ein-gehe, sei eS mir erlaubt, mit zwei Worten anf da« zurückzukommen, was auch heute angeregt wurde, auf die Frage, ob cs sich um ein Vertrauens» oder Mißtrauensvotum handelt und daranf, daß bchanplct wurde, daß in der Auffassung dicscr Frage von Seite dcr Regierung nicht die sonst gewünschte Konseqnenz eingehalten wurde. Es wurde bchanptet, daß, als im vorigen Jahre dieser Gegenstand hier in Berathung kam, von meiner Person insbesondere darauf Gewicht gelegt wurde, daß cS sich um ciu Vertrancusvotnm handle, wahrend ich hener in Besprechung dieses Ge» genstandes im FinanzauSschnsse eiuc ganz andere Mei« nung aufgestellt und erklärt haben soll, daß die Frage des Vertrauens oder Mißtrauens diesen Gegenstand gar nicht berühre, sondern daß die Sache objclliv be« handelt werden möge Diejenigen Herren, wclchc die IZ iab^^^'""."'^", heißt ihn. u?ch ' crt e,/" Ich habe daher nicht dcn Schwerpunkt in das !» r ttaucn gesetzt, sondcrn dieß nnr ncbc.lb i er.w^ d ttcnncn lain sich am Endc die Fraac nickt !«.' dem Votnm indirclt doch ein A 'de^Bcrt a cns Uegt. Das zur Erörtcrung dessen, daß ich g 7 ^7c ^'^^^.^^'^" l'"bc. Was nun d c Na u eses Foudcs betr.sst, so kann ich neuerdings erklä. cn was nn vorlgen Jahre erklärt uud im AuSschussc 3N ."7^^'°^'' """e, daß es eiuc gan ir. ^ . ^ .'^ '"""" v°n der Verwendung d cscr ^! ^. "r, Wßzwecke ""d speziell für die Zwecke o s ^^«m.mster.ums zn sprechen. Diese beauspruch.en Gclder stnd für allgemeine Slaalszwecke in An pruch genommen, die nicht allein von dem StaalSmin " r.um sondern auch von «''deren Zweigen der Z behördcn durchgeführt werden sotten, die in ed?m Staate verfolgt werden müssen/die aber inSbes /1.3'^^ "^ im Stadium der Enlwick. lung sich bestndet, wo die Verfassuna nocb l°n./?3 m allen Theilen des Reiche« kommen .st, ganz evident sind und Jedem e. lch tt„ mü ""t '^^ ^'^ältnisse objektiv und nn .. ch würdlg. Indem ,ch dieß wiederholt erkläre, wildes unr erlaubt wu, den Elöllerunaen nicht zu folacu welche hauptsächlich in der Richtung geltend gemach! worden stnd daß mit dcr beantragten Summe im. mer nnr auf die Prcsfc hingewirkt wcrdcn foll, waS ,n dcr That gar nicht dcr Fall ist. ^ Die zwcitc Frage betrifft dic Höhe dcr Summe Es wild darauf hiugcwicfcu, daß man am Endc aucli uut 200.000 fl. das Auslangen findcn lLnn 2 man bls er Wcr die crzicltcn Rcsultalc nicht , Klaren ,st. Darüber kann ich mich kurz fassen ^ "lan l.i Bcsprcchnua. von Di.positi gc dm ' di Mr Kontroc cnlzogcn scin sollc. , von Sic d Staatsverwaltung auch nur andcutnngw is^ p cch n 4«>4 kann. Daß aber 400.000 fl., wcnn man die Zustände dcr Monarchie nnd die Thätigkeit dcr ^tegic-rnng im Angc hat, noch immer als cine bescheidene Fordcrnng erscheinen, das wird Denjenigen llar wer« den, welche sich vergegenwärtigen, wie es in andcrcn Staaten mit ähnlichen Snmmcn gehalten wird. (36 wird anf Prenßen hingewiesen, dessen Regierung sich mit dem mäßigen Postulat von 31.000 Thaler begnüge. Damit mag die spezielle Unterstützung eines Journals gemeint sein, wer alicr einigermaßen die Thätigkeit der preußischen Regierung seit einer Reihe von Jahren rücksichtlich der Presse beobachtete, nnd dicsc Thätigkeit ist wahrscheinlich nicht gering, dem wird es klar sein, daß dicsc Thätigkeit mit jcncu 31.000 Thaler auch aunä'hcrnngswcisc nicht gedeckt sein kann. Es müssen am Ende dcr preußischen Regierung andere Mittel zur Verfügung stehen. Ich habe das nicht zu untersuchen, ich sehr nur auf das Resultat. In England ist es ein offenes Geheimniß, daß die Regierung zwar im Staatsvoranschlag für allgemeine Dispositionszwcckc nicht einen Kreuzer iu Anspruch nimmt, aber daß dafür Millionen verausgabt werden, nnd die praktischen Engländer, die gut wissen, daß keine Regierung solcher Mittel entbehren kann, sehen rnhig zn. Man mag daher anch über diese geheime Verwendung in sittliche Entrüstung gerathen oder nicht, practischc Leute sind längst überzeugt, daß keine Rc-giernng diese Fonde entbehren kann, nnd ich glaube, daß auch das Haus die Bedenken, welche gegen die Sache an nnd für sich rege gemacht werden, in seiner Ueberzeugung nicht beirren können, daß die For» dcruug in dcr Natur dcr Sache begründet ist nnd durch die Verhältnisse vollkommen gcrcchtfcrtigct erscheint. Wir erkennen so lebhaft wie irgend Wer, daß gespart werden soll nnd mnß, wir haben nnscrcn redlichen Willen zn sparen bei jeder Gelegenheit an den Tag gelegt, wenn wir anch die Ziffer dcr Er-sparniß nicht erreichten, welche von anderer Seite proponirt wird. Daß man nicht bei jedem Etat in dcin Maße sparen tönuc, wie es gewünscht wird, dürfte Jedem mit den Verhältnissen Vcrtrantcn ein-leuchten und ich erkläre, daß nutcr den gegebenen Verhältnissen diejenige Summe, welche von Scitc dcr Regierung beansprucht wurde, in der That eine mäßige und bescheidene ist. Weil dadurch, daß insbesondere auö dein allgemeinen Postnlatc von 500,^00 fl. cin Betrag von 50.000 fl. schon ausgeschieden und speziell zur Bcwillignng bei einem andern Titel beantragt wnrdc, glaube ich kciucn entscheidenderen Beweis meiner Bereitwilligkeit auch in diesem Etat, bis an die Grenze des Möglichen mit der Erspa-nmg zn gehen, gcbcu zn können, als indcm ich seitens dcr Regierung mich mit dem Antrage Szabel vereinige, welcher Antrag einen weiteren Abstrich von 5)0.000 fl. enthält. Es wird znr Abstimmnng geschritten; dcr Antrag Tzabcl wird mit ?'^> gcgen 00 Stimmen abgelehnt, worauf der Antrag des Finanzansschußcs angenommen wird. Tit. 10. „Unterstützung dcr Flüchtlinge aus Montenegro, Bosnien uud der Hcrzcgowiua" wird mit 50.000 fl. im Extraordinarium ohne Debatte eingestellt Die Behandlung dcS Etat des Staatsministcrinms ist somit geschlossen. Staatsminister v. Schmerling legt hicranf den Handelsvertrag mit Prcnßcn zur verfassungsmäßigen Behandlung anf den Tisch des Hanfes, nnd ersucht diesen Gegenstand anf die nächste Tagcsordnnng zur ersten ^esnng zn stellen. Die Begründuug werde durch den Herrn Scttionschcf Baron Hock geschehen. Präsident sagt dies zn, worauf die Sitzung geschlossen wird. 52. Sitzung des Abgeordnetenhauses vom 1. Mai. Auf der Ministerbanl: Schmerling, Mecs^ry, Lasscr, Pltncr, Burger, Scltionöchef v. Kalchbcrg, Seltionöchcf Hock (Finanzministerinm.) Nach Vorlesnng des Protokolls nnd Mittheilung der üiulänfe kommt tinc von Kopetz nnd Genossen an dcn weiter dc< Handelsministeriums gerichtete Interpellation zur Vcrlesnng. In derselben richten die Interpellanten an die Regierung folgende Fragen: 1. Wie weit ist die definitive Organisation der Ovcrvergbchördcn gediehen? 2. Ist das Gerücht, daß die holze Regierung den Sitz der für die slavischen Kronländcr zu errichtenden Obtrbergbehördcn nicht nach Prag, sonderu nach Olmütz verlegen wolle, gegründet? Stltionschcf Freit), v. Hock ergreift daS Wort znr Begründung der Regierungsvorlage, betreffend dcn Hand'löu'vttag mit Preußen. Redner beginnt mit einer Geschichte deS Vertrages. Allen sei dcr Eindruck bekannt, dcn der Abschluß dcS französisch, preußischen Handelsverträge« cwf die Handelswclt machte. Frankreich, das früher dcn Schatzzoll so protcgirte, warf plötzlich dieses System über den Haufen und setzte das Maximum mit 30"/„ vom Werthe der Waare fest. Ja es ging noch wcilcr, indcm es in dem mit England abgeschlossenen Vertrage auf 10"/<, vom Werthe der Waare hcrabging. England hob zugleich alle Zölle von Mauufalturcn auf. Dem cnglisch«französiichcu Vertrage folgtcu noch andere. Holland, Bclgic», Schweiz, Zollverein schlössen mit Frankreich ähnliche Verklage ab. Dadurch bildctcu sich rings um die österreichische Grcuzc Zoll» zustäudc, wclchc dem Freihandel gleichkommen. Oesterreich nud Rußland seicn die einzigen Staaten, wo uoch HochschutzzoUsystcm herrsche. Oesterreich lönnc sich auch nicht läugcr dcr Nolhwcudigkcit verschließen mit dein Schutzzollsystem zn brcchcu. Wir löuucu uus nicht hermetisch verschließen. Wir habcn Voller» schiften, welche ihre Brüder außerhalb Ocslcrrcich habcn und können ihucu dcn Verkehr mit ihren Bin» dern nicht durch Zollschranken erschweren. Wir sind auf dic Sympathien des Wcslcns angewiesen nnd louneu dicsc nicht durch Zollschranken von nns ferne hallen. Unsere Grenze ist ocu Wirluugcn des Frei-haudelsystcmS ausgesetzt; wenn wir an dem Schutzzoll festhalten, bildet sich ein Schmuggelsystcm aus, dem schwer zu steuern. An der italicuischcu Grenze, wo dcr Freihandel bereits in Kraft ist, blühe auch der Schmuggel uud dreißig Mauu Fiuanzwachc pcr Meile können dem nicht stencrn. Eben solche Verhältnisse würdeu sich au allen Grenzen ausbildcu. Er weise auf Rußlauo hin, wo trotz der sorgfältigsten Ucberwachuug der Grenze der Schmuggel wuchcrc. Der Vertrag, wclchcu Frankreich mit Preuße» schloß, war für uus wichtig, wcil wir z»r Zollrcform gc-drüugt wurden nnd wcil er cin Hinderniß zu unserer Eiuiguug mit dem Zollvcrciuc war. Die Regierung habe eine Aenderung des Vertrages angestrebt, es folgten lange Unterhandlungen, ei» wugcr Kampf, wir dotcu zum Preis sogar unseren Eintritt iu deu Zollverein, trotz dcr fiuauzicllcn und handelspolitischen Opfer, welche für nus damit verbunden wärcu. Wir durften uns keine Illusionen darüber ma> chcn, daß selbst im Falle des Gelingens eine Reform des Zolltarifs nothwendig würde. Die Regicrnng hat daher diese Reform angestrebt. Die Rcgicrnnc, sci bci dieser Arbeit bcstrcbt grwcscu, deu bcstchenbcu Verhältnissen gerecht zu werden und hat deßhalb die sorgfältigsten Ell,cl>ungcn gepflogen. Das Resultat war dcr Tarisscnlwurf uom 14. Novcmbcr 1ft<^l. Dic> scr wurde dc» Haudclclamincrn :c. zur Bcgumchtnng vorgelegt, mehrere dieser Gnlachtcu, namentlich der Wiener Halidclokammei', waren '.'on bcsondcrcin Werthe. Dcr Tarif wnrdc sodaü» cincr Revision unterzogen. Die Bemühungen zum Eintritt mit dem Zollverein blieben fruchtlos. Sobald dies feststand, innßtc die Regierung neue Gesichtspunkte sindcn. Die Tarifs' reform war unvermeidlich. Sollen wir diese Revision nicht dcizn benutzen, um Vortheile flir uus zn crwcr-bcn? Wir bedürfen des Zollcartcls, nm die Reform nicht so weit führcu zu müsscu, daß unscre Industrie, wclchc durch deu Schutzzoll groß geworden, nicht darunter leide. Wcuu wir uicht Größeres erreiche» könn« tcn, so war doch das Zicl cin großes. Dies waren die Motive dcr Regierung zn dcn gepflogenen Un< tcrhandlnngcn in Prag nnd Berlin. Iu Prag vcr-handelten wir mit Preußen, allein es waren Vorvcr« Handlungen, zn einem definitiven Resultate konnten sie nicht' führen. In Berlin war Prcnßcn, Baicrn uud Sachscn von dcn übrigen Zollvercinsstaatcn znr (iinignug ermächtigt, es konnte daher ein definitives Resultat erzielt wcrdcu. Oesterreich war berechtig!, bci jeder Anforderung, wclchc man ihm stellte, z» fragen, ob sie seine Intcrcsscn nicht bcnachthciligc nnd war daher im Stande, manche abzuweisen. Wenn die Verhandlungen lange Monate danerlen, so tragen nicht Streitigkeiten der Negotiation Schuld, sondern die Verschiedenheit dcr Tarife und dic Verschiedenheit dcr Ansichten übcr den Werth uuscrcr Konzessionen. Ein anderes wesentliches Hinderniß war, daß manche Zoll« sätze des neucu TarifScntwurfcs höher sind, als der Zollverein früher zahlte. Dagegen rcmonstrirtcu die Staaten des Zollvereines. Sie waren anch nicht geneigt, Oesterreich Zollbcgünstiguugeu zuzugestehen, auf wclchc der österreichische Vertreter bcharrtc. Dcr Zollverein criuucrtc sich an die Zustäudc vor 1^54 nnd wies anf die Demoralifation dcr Zoll-organe und der Grcnzbeuöltcrnng hin. Dcr Vertreter erwiderte, daß von cincm Hochschutzzollsystcm in Oesterreich keine Rede sein könnte, wies auf den Ta-rifcutwurf hiu, welcher nur mäßige Schutzzölle tcnnc. Er tonnte nicht verneinen, daß das Zollcartcl eine gewisse Vcdcntnng für Oesterreich habe, aber anch für den Zollverein ist cs nicht ohne Werth. Die Bevoll^ mächügten gewannen die Ueberzeugung, daß Oesterreich nnd Deutschland sich nicht feindlich gegenüber' stehen können nnd die nachbarlichen Bczichuugcu, wclchc sich seit zwölf Iahnn herausbildeten, nicht mit roher Hand zerrissen werden können. So kam der Vertrag vom 11. April zn Stande. Auf dcn Inhalt des Vertrages übergehend, bemerkt Redner, derselbe halte dic tvcntnclle Zollcinignng fest nnd weist zn diesem Behufe auf dcn Art. 25 hin. Er wolle nicht sagen, daß diese Versprechen von großem Werthe sind, aber ocsscnnngcachtet sind dicsc Stellen im Vertrage nicht wcrthlos. Es wird in deusclben das Priuzip dcr Zusammengehörigkeit Deutschlands und Oesterreichs ausgedrückt. Durch deu Vertrag behalten viele Produkte Oesterreichs die Zollbcgüustiguugen, wclchc sic früher hatten, z. B. Bodcnproduttc gehen frei aus nnd cin. Da aber nnscr Export in dieser Sache dic Einfnhr weit übersteigt, so hat dicsc Bestimmung wohl für uns dcn größeren Werth. Redner zeigt dicö noch an mehreren Beispielen, berechnet nach dem Zoll-werthe, daß dcr Zollverein bci Abschluß des Vertrages cm Opfer von l,5)00.000 fl. brachte, während daS Opfer Oesterreichs 800.000 fl. betrage nnd geht dann anf cine Dctaillirnug dcr einzelnen BcstiiU' innugcn des Vertrages über. Er stellt Vergleiche zwischen dcin Fcbruarvcrlragc und dem Eartcl vom H-April 1«05 an. Er weist beispielsweise anf den Vcr-tehr mit rohen Handgespiunsten hin, von welchen 4.000 Ztr. herein nnd 4.5)00 Ztr. hinausgeführt, überdies gchcn nichr als 20.000 Ztr. rohe Leinwand hinans. Davon lcbcn eine bcdcntcndc Anzahl Wedel im Norden Böhmens und im Mühlvicrtcl. Diesel« Theile des Verkehrs bietet dcr Vertrag große Begun' stigungcn uud Vortheile. — Eine weitere Bestimmims betreffe die Nachahmung von Stcmpclpostmarlcn, des amtlichen Verschlusses :c., welche jetzt so betrachtet werden sollen, als seien dicsc Fälschungen gcgcn dc» Zollverein begangen nnd es sci gegründete Hofsiui^ vorhanden, daß alle Zollverciusstaaten dcm'beitrct^ werden. Redner will die lange Reihe von BcgünsU' gnngcn nicht weiter fortsetzen, betont, cs seien noch weitere theils zugesagt, theils in Aussicht gestellt »wd sagt, der Vertrag mit dem Zollverein sei so vor-thcilhaft als überhaupt cin Handclovcrtrag fein lcin»-Die Ziclc, wclchc man sich bei Eröffnung dcr VN" Handlung steckte, seien erreicht. Die Ratifikation dcö Vertrages sei von Sr. Majestät von der Znstinlnnm^ des Reichsrathes abhängig gemacht nnd er zwciflc feinen Augenblick, dieselbe zu erhalten. - Das Hans wullc das Gleichgewicht im Staatshaushalte, cs llnmc also nicht zngcbcn , daß die Zollcinnahmc stetig abnehme nnd dabei die Indnstric zn Grunde szche. D>n Haus habc wiederholt auf die Nothwcndigtclt mm Handclsvcrlrägcn hingewiesen, es lönnc dnhcr MG an dcin bishcria.cn Zollsystem festhalten, welches dc>> kctrcffcudcn Swat nur n»a»ncn!chl„ ist. Ncdncr wc<" auch auf dic Vortheile hin, wclche dcr Vertrag d^ Bodcncvzc-ugnisscn Ungarns gcwähvc nnd sagl, dicsc würden nie in cinc Versammlung cintrclcn, wclchc ihren Intcrcsscn entgegentritt, schon deßhalb glaube cr, das Hans wcrdc die Zollreform so rasch als MM durchführen. — Redner betont dic Nothwendig^ daß dcr Vertrag anch rechtzeitig (bis 23. Mai) ^ nommen wcrdc, wcnn auch, wic cr gcslchc, dic.^ zur Berathung und Beschlußfassung dem Hansc s^ tnrz zugcmesscn sci. Er wcist anf dic Nachlhcilc hn>, wclchc aus dcr Nichtannahme fowohl für einzelne I"' dnstriezwcigc, als anch für dcn Staat dnrch Ausfall iu dcn Zullciuuahmcu crwachscu würdcil uud betont uamcntlich, daß, da der Vertrag nnr iin Ganzen a>^ genommen oder verworfen werden könne, eben nur zll erwägen sci, ob cr solche Vortheile biete, daß cr a"' nchmbar sei. ^tienmnd wcrdc das Haus der Ucbcr> ciluug zciheu tönncl». Ucbcr Antrag des Priisidcntcn wird die Regie' rnugsvorlagc dem Zollausschussc zur VorbcrathlN's zugewiesen. . Es wird zur Tagciordnuug übcrgcgaugcn, a»! derselben slcht die Verhandlung über den Etat del Kontrolcbchördcn. Berichterstatter Abg. Stamm. Dcr Ausschuß beantragt 3,030.564 fl. zn belvil" ligen. (Die Regierung präliminirtc 3,7'.>5)M1 p-/ Titel 1, „Oberste ReHunugsloutrolcbchördc", ^' autragt dcr Ausschuß mit 140.420 fl. StanlSmiuistcr u. Schmerling erklärt, ^ dcr von dem Ausschuß beantragte Abstrich von 5! p^ als Ersparung durch Jutcrcalaricn bei diesem Kap'' nicht eingehalten werden löuue. Dcr von beid Häusern dcs vteichSlltthS ansgcsprochcnc Wunsch c>'' Rcguliruug nud Auflassung der Gehalte bei ° Koutrolcbchördcu sei erfüllt wordeu. Das Eil" dcrniß für dicsc Bchürdcu sci in dcn letzten ^^H um 1,Ä)0 000 fl. kleiner geworden und lasse ''^ nicht mehr herabsetzen. Der Minister stellt dcl, "^ trag, diese 2 pEt., welche bci dem crstcn Tilcl 25>«^ >' ausmachen, wicdcr cinzustcllcu. , Abg. Herbst nud dcr Berichterstatter v"l''^ dcn AuSschußautrag, welcher anch angenommen >"^ Tilcl 2, „Eentrallommissicm nnd Direktion administrativen Statistik", Ordinarium ^!.'»^" ^,, ENraordiuarium 7350 fl., znsammcn 59.312 fl-^ genommen.) .,f> in Tilcl 3, „Eentral-SlaatSbuchhalluns,", "" ' 7 Titeln znfammcn mit 1,151.3!)2 fl. ^cantraa^^ Abg. Herbst wcist darauf hin, daß d" e. strich iu dcm ganzen Kapitel nur 24.000 fl. vc""" 4O5 Finanzministcr v. Plcner zeigt, daß bci den! Koutrolcbchördcn bereits eine solche Ncduzirung dcr Arbeitskräfte eingetreten sei, daß im Wege dcS Inter-lalars nichts mehr erspart wcrdcn lönnc; wenn ein Posten frei werde, iniissc cr im Interesse dcS Dienstes sogleich besetzt wcrdcn. Er beantrage für die Non< trolcbchörden statt dcr beantragten 3,030.504 fl. 3,005.^^>3 fl. mit Zulassung der ViremcntS zn bc< Willigen. Abg. Herb st bemerkt, daß cS nicht znlässig sei, die bei den ersten zwei Titeln bereits angenommenen Abstriche dnrch einen Vcschlnß iibcr die Gcsammtziffcr zn widcrrnfcn. — Was das Mcritorischc betrifft, so liege die gcwimschtc Negnlirnng cdcn darin, daß die vakanten Poslcn nicht mehr besetzt werden. Finanzininistcr u. Plcncr: Der Antrag könne wohl nicht dahin gehen, daß die ursprünglich systc« nusirt gewesenen Posten nicht mchr bcsctzt wcrdcu und gerade diese scicn von solcher Beschaffenheit, daß, wcnu einer vakaut wird, er sogleich besetzt werde. Abg. Taschck tritt fiir den Ausschußantrag ein. Titel 3, wird nach dcm Ausschußautrag ange« nommen. Titel 4, „LandcsstaatSbnchhaltuugcu", beantragt der Ausschuß in 19 Titeln mit 1,252.755 fl. (An> genommen.) Titel 5, „MilitärMralbnchhaltllna", 950.079 fl. (Angenommen.) Titel 6, „Belohnungen nnd AnShilfen für sämmtliche ssontrolcbehörden", 70.000 fl. (Angenommen,) Die Einnahmen dieses Kapitels werden mit 1660 fl. eingestellt. Nächster Gegenstand ist dcr Etat der Handels' marine. Berichterstatter ist Abg. Hagenancr" Titel 1, „sitting der Sccucrwallung", wird mit 86.000 fl. beantragt. (Vizepräsident v. Hopfen über« nimmt den Vorsitz.) Marincministcr u. Burg er erklärt sich für den bei dicscm Titel vom Ausschuß vorgenommenen Abstrich. Dcr AnSschußantrag wird angenommen. Titel 2, „Hafen- nnd Sanitätsdienst", wird mit 23ss.00tt fl. angenommen. Titel 3, ..Erhaltung dcr Hafen- und Hochbantcn", 050.lX)0 ft. (Dic Ncgicrnngöfordcruna. war bci diesem Titel nnl ^55.041 fl. höher.) Marineminister v. Burger rcdncirt dic Förde, rung dcr Regierung ans 710.519 fl, nnd empfiehlt dic Annahmc dieser Ziffer. Abg. Taschc t'ist gegen den Antrag dcr 3tcgic. rnng. Wcnn cö nnumgäualich »olhiss scin wird, dicsc von dem Ministerium propoiiirlc Slinmic lNl^zn^cbcn, so lönnc sie nnSgegcbcn und t'ci dcr vlcchiiiinac'lcallüs, gerechtfertigt werden. Bewilligt man sie nbcr jetzt, so wird sie jedenfalls mitgegeben. Nach dem Schlußworte des Berichterstatters wird der AnSschußantrag angenommen. Titel 4, „Neue Hafen- nnd Hochbantcn", 300.000 Gulden. Die Rcgicrnmi beanspruchte 444.049 fl, Viarincministcr v. Burger crllärt sich mit dem Abstrich cinocrstandcn, woranf dcr AnSschnßantrag angenommen wird. Die Einnahmen dieses Kapitels mit 300.000 fl angenommen. — Es wird hicranf die Sitzung geschlossen. Nächste Sitznng morgen. Tagesordnung: „Kriegsbudget." Gesterreich. Wien. Ueber die Lieferung für die mexik. Legion schreibt „ein Industrieller" dcr „Presse": nach dcr „Tricster Zrituug" siud Briefe aus Ä)l'c).iko hier eiu-gelaugt, dic sich übcr dic Qualität dcr österreichischen LicfcrulMU für dic luerikauischc Lcgiou schr tadclud aussprcchcu und hiuzufügcu, daß dadurch von vorn-hcrcin unscrnl industricllen Auschcu iu Mc^iko im höchsten Graoc geschadet wurdc. Dic Sachc hat ihrc großc prinzipielle Bcocutnug, und Sic gestatten wohl einige Wortc darüber iu Ihrem geschätzten Vlattc. Wir criuncrn uns, daß damals von bcthciligtcr Scitc vcrösfcntlicht wnrdc, daß dicsc Licfcrnngen wahrc Mn-stcrlcistuugcn der österreichischen Industrie scin würden. Aus dcn sciucrzcitigeu Borgäugcn bci dcr Ablieferung habcu wir abcr fchou dic Ucbcrzcuguug -gcwmiucn, daß dic östcrrcichischc Indnstric dabci tcincu Äiuhm crutcu wcrdc, uud iu dicscm Siuuc hat cö auch nicht an andcrcn öffentlich warucndcn Stimmcu gcfchlt. Wir habcn uuö übcrzmgt, das; wahrer Schund für Atcpio gclicfcrt wurdc, und cö ist zu bcklagcu, daß wir f»tt' nnd fort dicstlbc Erfahrung machcn uud uus nldustricll im Auölandc immcr wicdcr aufs ucuc diö-u^ttncn müfscu. Uud dicö wird sich immcr wicdcr s >?".'' ^ lauqc sich dic Spckulatiun dcrartigcr (^c^ r?s., ^?""iUnt, und mau uicht damit dirckt zum gcht. Dic Spekulation hat stets dcrartiqc Auschnffuugcn su billiq d cn ? '? zu ''stchen nnd daran sovicl als möglich zu vcr» aittia ^ s m>"" "umfällt, ist dcr Spckulatim, glcich-SUtlg, da pc M.ttcl «nd WM fcnnt/mch dic schlechte Arbeit nnznbrmsM. (^ö ist Thatsache, daß das Sftc-tnlations'iionsurtium für dic mcxilanischc Liefcruuq, uubckümmcrt um dic Qualität dcr Waarc, die Bcr-gcbnng dcr Arbeiten förmlich verschachert uud die Prcisc auf das alleräußerste hcrabachandclt, dafür allerdings Waarc crhaltcu hat, dic von dcm östcrrci-chischcn Militär.Acrar — wofür sic bereits aclicstrt wordcu — nli< Ausschuß zurnckgcwicscn war. Und bci solchem Vorgchcn wagtc man cs' noch, von Mnstcrlci-stuugcn dcr östcrrcichischrn Industrie ;u sprcchcil! ^vcr hat nun dcu Schadcn'^ Dic Spekulanten sicher llch nicht, dcun die habcu ihrcu Profit in dcr Tasche. Ubcr.dic ^'llc östcrrcichischc Iudustric ist dadurch aus cmcm oiclvcrsprcchcndcu Absatzgebiete wicdcr auf !"'!ae ^ctt hmaus auft cmpftudlichslc bcnachlhciligt. ^cyiullyc ^nllc crlcblcu wir bci Lieferungen in dcn M'rftcnthnmcrn, in dcr Türkci u. s. w., uud wir stuumcn um dcr „Tricstcr i^tg." volltomiucn übcrein, daj; d,c Namcn dcrcr vcrössmtlicht wcrdcn sollten, die lMlnc Iudnjtnc auf s^ichc Weise au dcu Praugcr Fiume, 29. April. Gcstcrn ist der l. l. Ober-Iugcmenr^Wcrncr hier angckommcn, dcr dcn Anflrag hat d,c ^raciruna einer «cueu Linie dcr Eisenbahn nach Karstadt, und zwar in dcr Sektion von Finmc nach Ugolmo vorznnchmcn. Es sind ihm 0 Inge. n.cure und 0 Assistenten beigegcben. Uusl'and. ,.,,,„^"0. Kmctl) (Ismail Pascha), cmer der i.n^^ ^"""lc d^. ,,^,is^n Ncvolu. ^2 o a„7//",??l)ren 184. und 1.49, ist iu ulö< li^.. ^ ^ ^"h"uttags au ciucm Ncrvcnschlngc trat ? °^' ^'l°lbcn. Gebore., im Jahre 1812, ^" ""^" "lt, alö Gemeiner in die l i .^ ^ ^'""s '" '"lchcr ihn die nngarische Re- Arme. . <^ "^""'«''t tl'af. I" die ungarische te 37l '"^, "'«''cirtc cr rasch zum Gcncral, bci./^ als Führer kleiner Trnppcnablhcilungcu ich i ^ 7'" ^legcnheitcn au- uud flüchtete schließ. 1 T rkfi D /'''"'' """"b"' ^cwcgnng nach tc.iaitt auf ^7. .^wa"g cr sich zum Geuerallicu. "b clt die Wurde eines Pascha's (daß cr, ^f^ ""'gcn, z..... Islam übertreten sei Mc c ^ Ä, ^'"/^"'''' i'l "logen) nnd zeich, u tc stch voi Allcm als ^crlhcidigcr vou KarS aeacu m'cr'mn^'^"°"'"" "n ^ahre ^55'a?", wurde war gedrängt voll. Imnilte l'7 ^' ^t's ocrna m man cinen Pistolenschuß, der Au äs unbeachtet blieb, b.5 Lincolu'o Gemalin lant b f^ rusc auöllicß. Alles drängte M' Logc; d c z !Blnlipnrcu, die abgefeuerte P.stole lag am'Bod?n Der Präsident wnrde in ein nahcgclcgcncs Priuathans gcschas,t und Schildwachcn davor gcstcllt Minister Aerzte nnd Frcnndc umstanden scin Brll- Blut lrö' pfcllc ans dem durchschossene» Schläfenbein, dcr Alhcm war schwer nnd die Bcwußllosiatcit uuuutcr. brocheu. Außer dcr Pistole ward dcr Hut des M. dcrs in dcr Loge und ein Sporn auf ^,- 3^.Ni... „» funden. Beide ^enstände'wurden'a'B^ hörend erkannt. Dlc cr entfloh auf cinem Vf.r^ ",«t dem Icmaud vor dcm Theater m.^ . ?^' D°si°,ch«,> meldc.,, g^s .,? "''/"' d" "«"st", li„« i„> W°„»! Dlz.mlxr °d " °> ° ^^^"^ "^ lilscrn w°ll<„, s° >»„dt ich Vn , "' .""'"" ^°">" «rhchm ,,„d die Ml! W.'e° , "^,'"^^"°" "> m,cm fteili, «°»de „ich, l l,, ', ^ «?"»"""' dic, nicht «„«»chchtt «i,d l « >d ,!i^ ..^°"'! D°,l«'<>, di° '°r»,,«l!li°h, w,l>n> 5 "°" '""« Alabama. Dczcmbcr 1. 1804 ^ayalia, in«!" erschoß, scheint darauf anzudentcn, daß diese Annonce mit dcn Mordthaten iu Verbindung steht. Die Mordthaten sollten vor dem 1. März auSgc« führt wcrdcn, und ea fchcint, daß, als Richmond gc« fallen war, die Meuchelmörder leinen Gegenbefehl er« hielten, weil man glaubte, daß sie nach diesem Ercig-uisse von selbst von ihrem Vorhaben abstehen würoeu." Lokal- nnd ProvinM-Nachrichttn. Laibach, 3. Mai. Morgen am 4. Mai d. I. Abends nm scchs Uhr findet wieder eine MonalSvcrsammlnng des Stcnographcti.Bcrcinö hier Statt, worauf dicfc Bcr-fammluugcu bis zum Herbst vertagt werden soUcn — Die Sammlungen für daS zu errichtende' Klndcrspilal sollen, wie wir holen, die Summe von 2338 fl. ergeben habcn. — Im Monate April sind vom Sladlmagistrale folgende lolalpolizcilichcli Amtshandlungen vorgcnou:. men worden: 9 Brodbackerci-Neuisioncu, 8 Flcischnach. wägnngcu, 3 Schlachllolalilät.vccvislouen, 4 Milch, proben, 5 Flcischlmifielationen, ^0 Konfislalionen von Wagen und Mähen, 5 KouMalionen von vcr-schltdcnen LcbcuSmitlclu; ferner wurden wegen Stand, aufstcllungen 2, wegen Vortanfc 2, wegen Ucbcrlre-lung dcr SanitätSvorschriftcu 2, wegen Passugeslörnnll 2, wegen Uebcrlrctung der NciillichtcilSvorschllflen 14 Parteien zur Verantwortung gezogen. ?? Stein, 1. Mai. Da Sie über das von dcn Stcmer Sangern zum Besten der Inncrlraincr gegebene Concert. Kränzchen schon von anderer Feder Ber.cht brachten so will ich bloß erwähnen, daß dic vorzüglichen lünsllcr.schcn Leistungen mehrerer Mi. ^>,^.^. plMarmou.schcu GescUschaft anregend uud l 'ch^'d auf unsere Sanger, denen man ein r . l.chcs Streben zur Wc.lcrbildnug mit Vergnügen °. geliehen muß, gcwirlt zu habcu schcincn Da« t r uniercn lleincu Ort außerordentlich rcichliche Rcin. crtragmß .,t schon seiner Bestimmung ^geführt s^,« n^l"/^"". ^ "'^ '« ""s"er Nähe ein gro-ßeS Unglück zu bedauern, das für die Betroffenen bedeutend ist. Der am 12. v. M. iu Ms "^ Egg slaltgchable Braud hat 15 Ha„ser ve cht und nur 4 Besitzer waren assclurirl! Alle nb^g n stud Bettler oder nahezu Bettler, nnd ltwneu ihre P^Plf^i^u^ ^n^mcht d.^.t^ äU^'^^?c/"^^W nd'thcN^ d»au2^ Wir sind überzeugt daß ?wch^V'lft'u schufen. '«' ^'bach erschenicnden BlMttr ,?t ^ b.c ud.jg,.. Abhilfe des Elendes milw r > ^"«""ge" zur d°rnm, damit das Unalück , .7'^ "" bitten mildert werden lanu '^'7^' thc'lweifc gc. Direktion des hicsiacu Leievei ma^7 '.""" °"ch die l"' eine Unter alwn ^ T, ,. "' ^ ^bgebrann-ci.'cs slovenischln Lltspiels^"^ ",,^. fuffl'hrun« ucuer ,oll durch nnvor ichtiaes ^erl« i/^ '"'^ ^" entstanden sein — ^ zerlassen vou Schmalz Direk^m^ Nch'igen, vci der F d Mch s ^sI^"' ^ad-suhrung bringen will. Sie seb^ ^i! ^ s"' 'luf. "einen Städtchen is^ °"^ ", unserem als in den Vorjahren ^^^^^ OZIUW <„dlich mit E,„st u„» Soch c„,,,?,ii ", ^° ""^"' »>,!, manch.,, ,wie!„iil,^.n " n° ^°^°" """'" Admi,üst>»!i°„ g,m^" ?"""°, >d«r vowicktltln ihr« F°rst»d,m„il ,,?, '., d d«,^"° ^"l!""'w" '«r ", >mgm,ft,gm st„°„,it!,«>, «tchuuniss/'dcr H ur^^H'^iiä:^U' °'st>,ttich°'^i:7^^ ^ 406 Nachtwächten,, die wohl ihre Aufgabe ganz mißverstanden haben. — In Mannsburg wnrde vor zwei Tagen ein bäuerischer Mann festgenommen, der ein elegantes Eßbesteck, Chinasilberlöffel und Leintücher verkaufen wollte, die er in der Mhc Laibach's ge-stöhlen zu haben scheint. — Auch von Brandlegungen hört man wieder. Sie sehen, die Kriminalchhronik wächst. — In der Nacht vom 27. ans dcu 28. April l. I. wurde in die Kanzlei der Tricster Steinkohlen-Gewerkschaft zu Hrastnig gewaltsam eingebrochen und aus derselben eine Baarschaft von 280 fl. entwendet. — Ein warmer und beredter Aufruf des Statthalter,? von Stcicrmark fordert das ganze Land zu Sammlungen für die Abgebrannten in A d in o u t auf. — Wie aus Wien gcschricbcu wird, ist die ucrfassuugs mäßig nothwendige Einberufung der ^aud-tage längstens bis Oktober zu gcwärtigcu. — An den Tagen deö 10. und 18. März war Pucbla — wie man der „Presse" schreibt — der Schauplatz unruhiger Szenen. Man hatte die Vor« städtc gegen die österreichischen Frei Willi» gen aufgehetzt, und wurde eiue österreichische Pa« tronille mit Stcinwürfen empfangen. Sonntags Früh war die Ruhe wieder hergestellt, und wurden fünf der Rädelsführer hingerichtet. Die kaiserliche Ncgicrnng hat zur Untersuchung dieses Vorfalls einen Kommissär nach Puebla geschickt, um dortselbst genaue Erhebungen über die Ursachen dieser Ruhcstöruugcn zu pflegen. Laut kaiserlichen Dekrets vom 16. März ist Mexiko in acht Militär.Divisioneu eingetheilt. iGcschnftsucrkrhr dcr Qülmcher Sparkasse und des damit ucrcilitcll Pfaudamtcs scit 1. Jänner bis W. Hprii 18<)5.) Bei der Sparkasse wnrden eingelegt vun 2228 Interessenten 255.684 fl. uud ausbezahlt an 1903 Interessenten 235.122 fl. 85 kr. Der gesammtc Gcldvcrkehr in dieser Periode beziffert sich in der Einnahme auf 1,367.571 fl. 67 kr. und in der Ausaabc auf 1,330.616 fl. 17 kr., daher im Ganzen 2,689,187 fl. 84 kr. Bei dem Pfandamte hingegcu sind in den obigen vier Monaten bei einem Geldumsätze von 122.506 fi. 11 kr. — 18.151 Par-teicn abgefertiget worden. Wiener Nachrichten. Wien, I.Mai. Ihre kaiserlichen Hoheiten der Herr Erzherzog Franz Karl uud dic Frau Erzherzogin Sophie haben, kaum von dem Unglücke iu Kenntniß gesetzt, welches Admont und seine Bewohner getroffen, mit bewährter Hochherzigkeit dcu Betrag von füufzchuhnudert Gulden Sr. Exz, dem Hcrru Statthalter Graf Slrasoldo zur cutsprechcudcn weiteren Verwendung übergeben. (Gr. Z.) — (Wer hat Recht?) Unter diesem Schlag, wort bringt die „Debatte" folgende Notiz: „Scit einiger Zeit macht namentlich in Geschäftskreisen der Streit viel von sich reden, wclcher in der That geeignet ist, selbst in weiteren Kreisen Interesse zu er-regen. Für diejenigen unserer Leser, welche den Stand der Angelegenheit nicht kennen, sei in Kürze erwähut, daß Professor Kessels, in einer Polemik gegen die Firma F. Vertheiln 65 Comp. um ciu Gutachten über die Erzeugnisse der Letzteren ersucht, die gebotene Gelegenheit zu den schärfsten Ausfällen gegen diese Fabrikate benutzte, was Herrn Ritter v. Werthlim veranlaßte, dem Professor eine Prämie von tausend Dukaten für den Fall zu bieten, wenn er, wie er vorgab, im Stande wäre, ein auS der Wertheim'schcn Fabrik hcruorgcgangeneS Schlcß zu öffnen, ohne den Schlüssel hierzu zu haben. Die Aufforderung blieb unerwiedcrt und hatte eine Arbeiterocputation auS der Wcrlhcim'schen Fabrik zur Folge, welche von dem Herrn Professor die glänzendsten Anerkennungen über die Erzeuguissc der genannten Fabrik, zugleich aber auch die Versicherung erhielt, daß Professor Kessels nicht geneigt sei, der Einladuug dcS Herrn Ritter v. Werthcim zu folgen. Mit eiucm Male erscheint die Anzeige, daß Herr Professor Kessele binnen wenigen Minuten ein Wertheim'schc« Schloß in Prag geöffnet habe. Daß dieses Schloß sich bereits volle acht Monate im polytechnischen Institute zu Prag befindet, und zwar — mit dem Schlüssel, ist in der bezüglicheu GicgeSnachricht freilich nicht gesagt. Und doch verhält sich die Sache so und nicht anders. Mit Hilfe des vorhandenen Schlüssels war es ein Leichtes, cin Sperrzeug für das Schloß zu fiudcn und man braucht sich nicht im Geringsten darüber zu wundern, daß das Kunststück im „Handumdret)cu" geschehen. Wo der Schlüssel, da braucht cS zur Oessnung des Schlosses eben nur eines Handumdrehens. Die Be-sitzer Wertheim'scher Kassen mögen also immerhin ruhig schlafen. So lange sie die Schlüssel zu den-selben in Acht nehmen, wird kein Professor im Stande scm, sie zu oWen, cs wäre denn, eS lame cin wirk-I'cher und wahrhaftiger Professor — der Magie." ^ ^? ^ ^ "? l- d. M. stattgehabten Verlosung der Staatschultwcrschr>< folgcr. Markt- nni Geschäftsberichte. Krainburss, 1. Mai. Auf dem heutigen Markte sind erschienen: 42 Wagen mit Getreide. (Wochcnmarlt - Preisc.) Weizen pr. Mtzell fl. 3.75; Korn fl. 2.70; Gerste fl. 2.70; Hafer fl. 1.80; Halbfrucht fl. -.-; Hcidcu fl. 2.40; Hirse fl. 3.— ; Kulurutz fl. 2.80; Erdäpfel fl. 1.80; Linse" fl. —. -; Erbsen fl. —.—; Fisolen fl. 3.20; Ninds-schmalz pr. Pfnud kr. 48; Schweineschmalz kr. 4li; Speck, frisch kr. 33, dctto geräuchert kr. 43; Butter kr. 40; Eier ftr. Stück kr. 2; Milch pr. Maß kr. 10) Rindfleisch pr. Pfund kr. 18; Kalbfleisch kr. 16,' Schweinefleisch kr. 20; Schöpsenfleisch kr.—; Höhl" del pr. Stück kr. —; Tauben kr. 10; Heu pr. H"' fl. 1.40, Stroh kr. 80; Holz hartes, pr. Klafter fl. 5.10, dctto weiches, fi. 3.50; Wein, weißer, Pl' Eimer fl. 7. Neustadtl, 1. Mai. (Wochenmarkt - Preise.) Weizen pr. Metzc" fl. 4.-; Korn fl. 2.70; Gerste fl. 2.00; Hafel fl. 1.50; Halbfrucht fl. 3.— ; Heidcu fi. 2.40; H"'" fl.—.—; Kukurutz fl. —.—; Erdäpfel fl. 1.90; ^'"s"' fl. 4.80; Erbscu ft. 4.16; Fisole« fl. 4.20; Ni"d^ schmalz pr. Pfund kr. 40; Schweineschmalz kr. '^ Speck, frisch kr. —; detto geräuchert kr. 35; Ä"t" kr. 45; Eicr pr. Stück kr. I; Milch pr. Maß kr. 1^ Riudflcisch pr. Pfuud kr. 21; Kalbfleisch kr. ^' Schwciucftcisch kr.—; Schöftscuflcisch kr. 15; pah" del pr. Stück kr. 30; Tauben kr. —; Hcn pr. -5"' fl. 2.— , Stroh fl. 1.— ; Holz hartes, pr. Klafter fl. 0.20, detto weiches fl. —.—; Wein, rother, »"' Eimcr fl. 5.— , dctto weißer fi. 4.—. ^ Verantwortlicher Redakteur: Ignaz v. Kleinmayr. Druck und Verlag vou Issnaz v.Kleiulnayr^Fedor Vamberg In Laibach. Hiezu cin halber Bogen Amts- und Intelligenzblatt.