Ar. 23. Donnerstag, den 18. Wärz 1880. V. Jahrgang. Pränumerations-Bedingungen. rtiir Sllli: Mit Vost--•■otiiA ... -m Versendung: Wcrtflfftbfi« . . I.M «tifTie 111. 6 fJSiitifei utfcrtt »»» Job«im atafaiijj. nufBÜrtl ntftintn Onlcrtit fait »i« „CMicc ' Ü-itunj" an: W. INolle in u uc »!lti> | i«dn>ll»dtn «lattfn » > ij#ntinciu'. *kb-rcich in utiai, ». L»v«l>t un» Rolle, k ISo.itu. iii öi«n. gierung bezüglich de» von den böhmischen Bi» fcfiöfen gestellten Ansinnen« wegen Wicderinkraft» setzung der konfessionellen Gesetze über den Unter-richt haben — wie die „Jtalie* erfahren haben will — ihre Erledigung gefunden. Der heilige Stuhl hat nämlich — wie diese» Blatt meldet nach Prüfung der Beritte de» päpstlichen Runtiu» in Wien den Bischöfen den Rath ertheilt, ihren Eifer zu mäßigen und bessere Zeiten abzuwarten, um ihre Reklamationen zur Geltung zu bringen. In Trieft wurden anläßlich de» Geburt»-tage» de» König» Humbert Exemplare einer aus« rührerifchen Proklamation des Triester Comites der Jütischen Alpen, welch? einen Freischaaren^ Einbruch nach Oesterreich ankündige», auf den Straßen verstrent und durch die Local-Post ver-sendet, doch ist e» der Polizei gelungen 300 Exemplare aufzufangen. Im deutschen R?!ch»tage fragte LaSker. we»-halb der österr. deutsche Handelsvertrag nicht vor-gelegt wurde. Eommissär Philippsborn erwiderte hierauf: Unser Bestreben geht dabin, daß wie politisch. ebenso materiell die intimsten Beziehungen zu Oesterreich hergestellt werden. Hiesür suchen wir nach einem dauernden Ausdruck; daß da« Ziel noch nicht erre cht ist. liegt in den Verhältnissen, der Ausgleich ist erst allmählig erreichbar. Wir bemühten un» ein Abkommen zu treffen, da« der Genehmigung des Reichstage» nicht b.darf. Hie-durch hade die Regierung in die Rechte de« Reich-tage» nicht eingreifen wolle». Ein solcher Vor» wurf wä?e nicht berechtigt, weil alle ResfortS Be» rücksichtiguug forder». Die Sache sei übrigen« zeitraubend; de« Reichskanzler» Ansicht sei kurz die: möglichst große V rän-ciung, größte Stabilität. Das Beste sei die Di»cussion zu verschieben. Lasker erklärte sodann, daß da« Hau« auf diesen Einwand nicht gefaßt gewesen wäre. Die Regier» ling verrathe wohl gute Absicht, da« kann roch nicht uns genügend sein. Er fragte was Reue« verabredet worden sei. Philippsborn wiederholte hierauf den Inhalt seiner eiste» Red»'. Die Debatte über die auswärtige Politik in der italienische» Dep ltirteukammer hat das be» merkentwerthe Ereiguig zu Tage gefördert, da» Rechte und Linke, Bisconli-Veiirsta wie Erispi, die Irredentifteu gleichmäßig verdammt haben. i ie franzöfiiche Regierung beschloß alle fremden Jesuiten auszuweijen. Ai'» Petersburg wird gemeldet, daß Mrst OrlosfauSPariS abberufen worden und angewiesen ist, einen Geschäftsträger mit der Führung der Ge-schäfte zu betrauen. Damit wäre der Verstimmung, welche die RichtSauSiieferung Hartmann's in Petersburg hervorgerufen hat, ein sehr pronocirter Ausdruck verliehen. Der Gehilse des Obercommandirenden der Gardetruppen und des Petersburger Militär» beziikeS, General Gurko, wurde seines Amte« enthoben und General-Adjutant Sostanda zu dessen Nachfolger ernannt. Der „Go os" meldet aus Warschau, daß die Polizei am 13. d. dortselbst eine Socialisten Versammlung aufhob und sechzehn Theiluehner Fcnilletou. Au spät! Ein GefellschastSbitd. Roman von W. Hösier. <48. Fortsetzung.» 5- ie horchte. Ob er nimt zurückkam? Dr innen im Saale erklang ein Toast. — Da» Brautpaar soll leben! . . . Hoch! Hi-rrah! Da» Brautpaar! Agie« biß die Zähne zusammen. Sie ergriff ihr Körbchen und ging, balo glühend t,nß, bald lodeSkalt duichickaucrt, auf Umwigen wieder in den Saat zurück. Mochte der tiotzige Manu er» fahren, wa» er über sein eigenes Haupt h.rauf-beschworen. Er liebte sie nicht mehr, er hatte sie nie wirklich geliebt . . . »« aab über diese Er-klärung hinweg für da» stolze Weib keine Brücke, es führte von ihr zu ihm in aller Ewigkeit kein Weg mehr. Die Stunden der MaSkenfreiheit nahten sich ihrem Ende. Toller und toller wurde das Ge-treibe, kecker und lecker die Scherze des Pierrot« un» verschiedener Anderer, we.che die Aufmerk-samktit inner sich theilte». Agnes begann jetzt ihie Rolle. Sie sagte den jungen Damen aus de» Händen wahr, Neckereien natürlich, komische mit »Patho» vorgetragene Prophezeihungen, sie verschenkte ibre Bonbon» und träufelte un.er allerlei Beschwörungsformeln auf dieselben aus einem Flacon ten Zauvertrank, ter an einer Stelle diese und an der andere» jene Wirkung üben sollte, den aber seine» feinen Woht-geschmacke« wegen Alle gern mit der scherzhaften Prophezeihung in den Kauf nahmen. E» bildete sich ein kreis von jungen Dtd« che», die sämmtlich hinter der ZiqeunermaSke eine Bekannte vermutheten und die au» »'.ehr als einer hingeworfenen Bemerkung wahrnahmen, daß die Piophetin mit ihren Verhältnissen ziemlich vertraut war. Immer mehr jugendliche Gestaden drängten herzu, allgemein und immer allgemeiner wurde die Heiterkeit rings umher. — Wo bleibt den Eoa ? fragte eine reifende genuesische Fischerin. Will sie keine Prophezeiung höre» Y — Wozu? meinte Pieriot. Ihr Schicksal hat sich ja bereit» eisnllt. — Männerstimmen gelten hier gar nicht, behante die Fisckerin. Wo ist Eoa? — Natürlich flüstert sie mit ihrem Schatz! Seht nur dorthin! Einst hatte in begreiflicher Sehnsucht »ach jenem Gespräch mit der Zigeunerin >ogleich seine Braut aufgesucht und stand jetzt, ihre Hände haltend, »eben ihr und Fräulein Ulrike, die sich von ganzem Herzen dc« Glückes, das sie erschaffen, freute. Die Drei sprachen schon von der Hotzeit, Ernst drückte das weiße Händchen zwi'cken seinen beiden, er konnte sich nicht enthalten, leise flüsternd Zu fragen : — Eoa. liebst Du mich? Wie oft, wie tausendfach hatten ihm ihre Augen, ihre Lippen geantwortet, wie ganz fiter war er seine» G.ücke», und dennoch trieb es ihn, immer wieder tie süße Bestätigung desselben zu hören. Heute besonders . . . seit sich die Hnid jener Andern ausgestreckt, um trennend zwischen ihm und der Geliebte» eine Schranke zu bilden. Eva wandte sich ganz zu ihm. — Du Thor! sagten ihre Augen. O Du Thor! Als hättl ich Dich nicht allein geliebt, so» weit meine Erinnerung zurückreicht. Noch hielt er ihre Hand, »och flüsterte er zärtliche Worte, da nahte jene ^ischeriu und nahm ohne Weiteres Besitz von der lächelnden Braut, indem sie dem Bräutigam zu folgen verbot. — Mädchengeoeimnisse, mein Herr! Sclien Sie do>t den geweihten Sei i Mann darf, ihn durchgingen. Ernst sah hinüber. Am äußerste» R-inde dc« bunten Kranze« saß Pienot aus dem Fußdodcn und weiuie laut, indtin er mit bereu Hä»;en die le-ren Augenhöhle» der Maske rieb. nämlich zwei Ingenieur Ttchnolozen, einen Studenten der Medicin uns di eizehn Handwerker, ver-haftete. Depeschen au« Ttheran zufolge ist in Herat ein blutiger BfirgeTtriefl ausgebrocfceti. Die Ruhe. deren sich die Engländer einige Zeit hindurch i.i Afghanistan erfreuten und die sie zu der Hoffnung veranlaß!?, die Afghanen werden sich denn doch mit der neuen Ordnung der Dinge befreunden, hat eine plötzliche Unterbrechung er» fahren. Die Afghanen haben ganz unerwartet den FrühlingS-Feldzug eröffnet. Die mit den Eng» (ändern bisher verbündeten Stämme sind abge« fallen und haben sich ihren Feinden angeschlosseu. Aus dem Wtichsratöe. Das Abgeordnetenhaus nahm in seiner Sitzung vom 13. d. mit allen gegen 23 Stimmen den Autwurs betreffend den Bau der Albergbahn in der Spccialdebatte wesentlich nach den Anträgen der Commission an. Ja der Montagsil'ung des Abgeordnetenhauses wurden die Wahlen der Abgeordneten Fürst Windischgräj undAuspitz verificirt. So -dann wurde die Petition der lan!>wirthschaftlichen Gesellschaft in Linz um Regelung der Gebühren-bemessung bei GutSübertragungen von Eltern auf Linder dem Finanzministerium zur eingehenden Würdigung und, insoferne den Beschwerten im BerordnungSwege abgeholfen werden tan», zur thunlichsten Berücksichtigung abgetreten. Mehrere j Petitionen in Angelegenheit von Montanbahnen werden nach einem eingehenden Berichte des Ab-geordneten Dr. Gustav Groß dem Handels-Ministerium mit dem Ersuchen abgetreten, dasselbe mö>>e für die Vorbereitung die Anlage und den Betrieb von zum Bergbau: nothwendigen Eisen» bahnen ohne öffentlichen Verkehr im Interesse des Bergbaues alle jene Erleichterungen gewähren, welche mit der Sicherheit des Betriebes vereinbart sind und die dem widersprechenden, zur Zeit be-stehenden Verordnungen für jene Bahnen außer Kraft setzen, beziehungsweise abändern. Die Petition deS Vereines österr. Malz-fabrikanten, diese Industrie vor den Gefahren der deutschen Zölle und der geplanten Eisenbahntarif-Aenderungen zu schützen, ferner die Petition de« land« und sorstwirthschaftlichen Bezirk«ocreineS um Regelung der A?fatzverhältnisse der Landwirthschaft, die Petition des niederösterreichifchen Gewerbe-Vereines um Subventionirung des technologischen Gewerbemuseums, so wie zahlreiche Petitionen wegen Laues einer Local-Bahn von Peczek üler Kanerzim nach EaSmak eventuell von Peczek nach Savzka und ZaSmak nach Sazau werden gleich» falls der Regierung zur eingehenden Würdigung übergeben. Eine Petition der Olmiitzer Handels-und Gewcrbckammer wird der Regierung mit der Aufforderung abgetreten, ehebaldigst eine neue Man hatte ihn ausgewiesen, das erzählte vc schluchzend Allen, die vorübe» kamen. Die Fischerin zog Eva an der Hand bis in den Mittelpunkt der geschlossenen Phalanx. Jetzt standen, zum ersten Male im Leben, die beiden Rivalinnen einander Auge in Auge gegenüber . . . Agnes mit dem vollen Bewußt-sein dessen, was sie sah . . . die reizende junge Braut ohne eine Ahnung von dem Hiersein jener Andern, die sie für glücklich verheirathet hielt, der sie in ihrem guten reinen Herzen schon so oft all den Groll abgebeten, welchen sie heim-lich lange Zeit gehegt. Die Fischerin stellte Beide einander vor. — Hier ist unser Bräutchen, Zigeuner-mutter, sagte sie. Run prvphezeihe ihr. was sie nicht schon selbst weiß. Dtese würdigt Alte, setzte sie hinzu, hat nämlich emen kostbaren Zauberirank in ihrem Körbchen, Eoa! DaS junge Mädchen bot lächelnd die Hand, welche indessen Agnes nicht berührte sondern nur kopfschüttelnd betrachtete. — Dir steht eine Reise bevor, schöne Braut, sagte sie mit sonderbarem, beinahe spöttischem Ton-fall der tiefen klangreichen Stimme. Du gehst bald von hier und . . . wer weiß, ob Dir je-mal» eine Rückkehr bevorsteht. Einige der Anwesenden sahen sich an. Wie sonderbar bedeutsam war daS gesagt! Eivilprozeß-Ordnung zur verfassungsmäßigen Ver-hanolung vorzulegen. Kleine Chronik. Cilli, 17. März. (Aus dem Gemeinderathe.) Der Gemeindet«,h beschloß in der außerorvent.ichcn Sitzung vom Sonntag den 14. d. au« Anlaß der Verlobung des Kronprinzen Rudolf mit der Prinzessin Stephanie, eine Deputation bestehend aus dem Bürgermeister Dr. Reckermann und dem Notar Moritz Sajooitz an den Statt-Halter zu entsenden, mit der Bitte die erfurchtS-vollen Glückwünsche der Stadt Eilli an den Kaiser und den Kronprinzen gelangen zu lassen. (Die BeglückwünfchungS - Deputationen) der Sladtgemeinoe uns der Bezirks-Vertretung Eilli, wurden Montag den 14. b. vom Stattkalter Baron Kübeck empfangen. Bei dieser Audienz kam auch die Umgestaltung der Lassnigg' schen Ledeifabrik zur Stäche. Die Bitte des Bürgermeisters Dr. Reckermann, die Erledigung vieler Angelegenheit beim LanseSverthrisigung«. Ministerium mit thuniichster Beschleunigung er-wirken zu wollen, wurde der geneigten Befürwor» tung versichert. ES dürfte daher in kürzester Zeit schon eine gemischteEommission zur Prüfung des Bau-Programmes delegirt werden. (Glückwunschadressen.) Bei der hie. sigen k. k. Vczirtshauplinannfchasl sind bisher an-läßlich der Verlobung des Kronprinzen Giück-wunschadrefsen der Marktgcmeinden Praßderg, Oberduig. Tüffer und St. Marein, der OrtSge-meinden St. Paul. Trifail, St. Lorenzen und Süssenheiin, der DecanatS- und Pfarrämter St. Marein, Tüffer, Fraßlau, Süsseuheim und Trifail, der Bezirksvertretungen Tüffer, Franz und St. Marein, der Schulleitung Umgebung Ellli, der Bezirksschulräthe Tüffer, St. Marein, Franz und Oberburg, de? LehrcroereinS zu St. Marti», der Gutsvtrwaltung Oberburg, der OrtSfchalräthe Trifail, Tüffer uns St. Lorenzeu und des ta-tholischen Aushilfsocreines in Eilli eingelaufen. (Die steiermärkifche Sparrkasse) hat den Zinsfuß des von der hiesigen Staotge-meinde aufgenommenen Darlehens pr. 100.000 Gulden von 6 auf 5'/, Prozent herabgesetzt. (Casino-Verein.) Der dritte uns letzte EonversationSaben» des EasinovereineS wuroe Sonnabend den 13. d. abgehalten. Derselbe bildete den Glanzpunkt dieser Art von Unterhaltungen. Er hatte eine gewisse feierliche Weihe, trug voll-kommen den Eharacler eines Eoncerte« und schloß die Saison in einer höchst würdigen Weise. In erster Linie standen diesmal die Tonstücke. welche die Gemahlin des EasinodirectorS. Frau Iosephine Pesariö vortrug. Frau PesariS ist als vollendete Klavier-Künstlerin bekannt. Ihre virtuose Technik, Eoa lächelte erröthend. — Daß zu prophezeihen war Dir nicht allzu schwer, Zige unerin versetzte sie gutmüthig. Du er-räthst, daß ich eine Hochzeitsreise machen werde, und behältst Dir vor, mich möglicherweise nicht nach Hamburg zurückkehren zu schen. Schnell, sag' mir Neues, Angenehmes! Die Zigeunerin, schüttelte de» Kopf. — ES ist keine Hochzeitsreise, von der ich spreche!... Du mußt sie antreten, eh« er Dein geworden . . . bald schon, bald! Das war hastig hervorgestoßen, triumphirend wie im heimlichen Frohlocken . . . Alle hörten es, nur Eva nicht. Die Zigeunerin nahm au« dem Körbchen da« letzte Bonbon und jene andere Flasche, die bisher nicht geöffnet worden, sie träufelte von der färb-losen Flüssigkeit auf den Zucker so viel, al» der-selbe zu fassen vermochte und reichte dann daS Präparat der lächelnden Braut. — Iß! sagte sie dumpf. Und Deine Augen werden hinter den Vorhang sehen. Du erkennst, daß ich die Wahrheit gesprochen l Ihre schöne üppige Gestalt richtete sich straffer auf, ihre Brust athmete schwer und unter der MaSke schössen die Augen glühende Blitze. — Noch eine Minute, dachte Agnes, und dann werfe ich die Verhüllung von mir, dann ihr mächtiger Anschlag, vor Allem aber die geistige Auffassung de» Themas verleihen ihren Vortrügen stet« eine originelle Frische und Kraft. Die eiste Piece, welche die Eoneertantin wählte, war die As-dttr Zonale von Ludwig von Beethoven. ES i't eine Thatsache, daß e« nur Wenige inbt. welche Beethoven in seiner ganzen Größe zu erfassen ver» mögen. Der wahrhaft eminente und zündende V'rtrag der Frau Pesariö lieferte den Vewei», daß sie zu den wenigen Erwählten gehöre, besteht doch da« wahre Verständniß von Meisterwerken darin, die Motive derselben zu ergründen und durch tiefe Auffassung deS Geistes aus innerer Macht der Tonschöpfnng das wahre Leben zu verleihen. Durch die künstlerische Lösung der Auf-gäbe wurde uns daher ein seltener Genuß bereitet. Nicht minder wir dies bei dem Vortrage der zweiten Piece „Concert Etades" von linrl Mayer der Fall. Ein wahrer Beifallssturm dankte der Künstlerin, die auf allgemeine» Verlangen einen Theil der Schlußvariationen zur Wieder-holung bringen mußte. Bei den zwei vorgetragenen Liedern „des Schiffer» Gruß" von Fuchs und „die Grenadiere" von Reissinger lernten wir zum erstenmale eine Baßstimme von seltener Schönheit kennen, deren Wahlklang, Schm.lz und Metall» rcichthum auf da» Angenehmste überraschten. Mit tiefem Empfinden und inniger Wärme wurde dc» Schiffers Gruß gesungen, während in den Gre-nadieren die elegische Wehmuth uud der soldatische Ernst temperamentvoll zum Ausdrucke gelangten. Die Begleitung der Lieder durch Frau Pesariö war ebenso ausgezeichnet. In die Äiitte dieser Vorträgt fiel eine Deklamation lyrischer Gedichte von Anastaiiu» Grün und Enanuel Geibel durch Hrrrn Besozzi der wie die übrigen Vortragenden durch lebhaften Beifall ausgeze chn.t wurde. Damit war das Programm erschöpft. Run fand eine Ooatisn statt, die ein beredtes Zeuiniß gab von den Sympathien, die der allbeliebte und verehrte Vergnügungsieilcr des Easino » Vereine«. H.rr Ieretin, genießt. Unsere Damen«e!t hatte eingedenk der vielen fröhlichen Abende, di- ihnen die unoer-wüsnichc Au«tauer und der ungetrübte Frohsinn des genannten Herrn verschafften, demselben eine prachtvolle Kaminuhr zum Präsente gemacht. Herr Josef Rakusch von den Damen mit der Ueder-gäbe der Dedication betraut, hi.lt mit gewohniem Schwünge eine Ansprache, welche oie Verdienste des ausgezeichneten Mannes um unsere Vaterstadt und speciell um den t5asino>Verein betonte und mit einem Hoch auf H;rrn Ieretin. in welches die Zuhörer begeistert einstimmten, schloß. Herr Ieretia dankte sichtlich gerührt in seiner launigen Weise. Run begann ein fröhliches Tanzkränzchcn. welche» allseitig die regste Betheiligung fand und erst in den Morgenstunden endete. Schließlich müssen wir noch der Vereinsleitung mit einem Worte de» Danke» erwähnen, welche da« System einer ratt-onellen Abwechslung befolgt, und ^a« eine Mal denuncire ich mich selbst. Ich hasse sie, darum gab ich ihr das Gift . . . jetzt richtet die Mörderin! Ader noch während dieser wilden furchtbaren Gedanken, gerade al» Eoa im Begriff war. da« Scherzgefchenk an die Lippen zu bringen, änderte sich plötzlich die ganze Scene. Jene genuesische Fischerin hatte, unwilltür-lich erschreckt von dem veränderten Tone der Zi' geunerin, leise dem Bräutigam zugeflüstert, daß ihr irgend etwa« nicht ganz geheuer sei, er möge doch selbst kommen und die unheimliche Prophetin a>sehen. Einst begriff, wie von einem Zauber berührt, plötzlich die ganze Situation. Ohne ein Wort zu sprechen, theilte er die erstaunte Menge und stano vor seiner Braut gerade in dem Moment, al» nur noch ein Schrei von seinen Lippen sie ver-hindern tonnte, da» vergiftete Stückchen Zucker in den Mund zu bringen. Der ring« bemeikbare feine Duft von bitterm Mandeln ließ ihn die Gefahr in ihrem ganzen Umfange erkennen ... er wollte da» Bonbon ergreifen und zertreten, al« idm Agnes mit schneller Bewegung zuvorkam. Eine Hand riß die MaSke lurab, die andere nabm da« unheilvolle Stückchen Eonfect, und in der nächsten Secunde war e« zwischen den höhnisch lächelnden Lippen verschwunden. (Schluß folgt.) X j». Kragoner Ve«i«,n« tfvj5moa Kl» recht Zir. 4. Ze«>«iß. D«» von Lhueil erzeugte und durch z Wimermoiiate erprobte Leder-NahilMg«-{«tt hat stch sehr vortheilhaft «ririesen -ind«m da« Leder sehr w«ich, aber nrcht »ehubar und in Fo>gc dessen da« Eindrin-atn der «Ossi verhindert wird. lim Jhrnn airfltdj vorttefslichtn Leber-Nahr»nb«sett die möglichst weite «erbre». wog in der k. «.Anne« zu verschaffen, stell« ich auf Ihr Ersuchen die» Zeugnis au«. W eI », am 12. Mai 1878. paar, Oberst. Herrn Bendit, Ledtrse» «-Fabrikant in «ad Hall. Ersuche eine Quantität Lederuahrung« fett wie im Vorjahre, jedoch vo» selber Luialiiät ja senden. Wel«, am 10. Novemb. 187». Xu Berwaliung« - Eommission de» (LS.) f. k Erzherzog Albrecht 4. Dra- goner-Regiment«. Ürvltoivr, Haupimann. Äeehrler Herr Bendik l Du mir zur Probe überlassene Leder-schmiere hat stch sehr gut bewahrt und seit d m »ebr»..ch- stellt stch dn mei-e« Schuhen and «neselzeug heran», daß sel-e trotz de» »äffen Weilers de» Fuß vor Nässe eoMom* nun bewahrt haben; wa» für mich al« Jäger und Besitzer eine» »trrvter» von -rohen »agevehme» Nutzen ist, ich »erde rach Ihr vorlrehliche» pati»tutei Leders«« turn Ihren hiesigen Agenie» sottbeztehe« Mit Ächtung ergebe»-! m*M glltur »«« $»«""» l, t Notar, geurt- u. Rerch«t,g«abgevrd»etkr. Zeugniß. Dem Erfinder und Pr>vileg»um»uch«b«r HU wasserdichtes L«d«rnahrung»stN, Jakob Beudik ui tiül» Haü, wir» da« Zeug-»!,; au»--.stellt, dab dies« Ledersette nicht nur da» Leder weich macht, sondern da«>elbeauch wasserdicht wird, wa» besonder« im Miller gegen U4 Sr'dniijtn de« «affertsorg-rtjlua t schütz,. Wa»die Erprobung u»Fcuy. jähre biva Eiujen.n krt Pferdegeschirre» um diesem Lederfett anbelangt, |« h-t sich seihe» al» vorzüglich bewahrt und kann nur »taoheißea werde». S< Polte», am b. Nov. 1878. 9>«td«r», Oberst m/p. KB. Laut Station»-Eommaudo-Befehl Jlr. SO# vom b. November 1878 w»rrde diese« wasserdichte Leder-Nahrungljett zur Benutzung avifirt. Herr» I. Bendik w Bad Hall l Hab« Ihr Lederfett selbst erprobt und erpr^dea lassen «ad war immer s«hr zu» friede». E»n«, am 15. August «878. Alr»,z ». Gt«««rr,» Oberst.. £ctf«rs. JWutgt. 3. Ar«,»»«r Aller« »#« Kachse». Ze«g»iß. Äjrf Da» einmalige «insmen b«r Sii',el »it Schweinefett kommt beiläufig auf einen Kreuzrr zu st«h«n, während da» Schmieren »it Led«rnahrung«sett iuc */» kr. kostet. Da» Cinflncn nn« -chweinschmalz «acht da« L«d«r für kurze Zeit weich und Shr dehnbar, daher sowohl Kälte wie auch «sie leicht durch den Stiefel durchdnngen kinnen, obige» Leder^!ahning»feN macht da» Leder ebenfall» weich, aber nicht bebn-bar, i» Folge dessen da» Eindringen »er Nässe verhindert wird. Da» Riemenzeug mit diesem Fette ge-schmier:, wird sehr weich, ohne sich au»zn-deh >cn. Sowohl beim Schmieren der Stiefel, wie auch beim Putze» di» Riemenzeuge» ist die Anwendung de» ?rdernahrnng»seite» allen andern bisher gebrauchten Mitteln vorzuziehen. Bezuanehmend ans dies« Meldung füge ich bei.H>aß Ihr Ledet-NahrungSfett mittelst Rtgimc»!«-Commando-Befehl Nr. 8 ddo. 8. Jänner 1878, sämmtlichen Abtheilungen de» Regiment« zur Benützung namentlich litt Eonservirung der Stiesel, dann auch für dt« Riemenzeug empsohlen wurde. Um Ihrem wirtlich vortrtsilichen Led«r-Nahvungesett die möglichst weil« Berbrei-tung in der k.k. Armee zu verschaffen, stell« ich Idnen aus Ihr diesbezügliche« Ersuchen die« Zeugniß an». Enn«, am 14. Iämter 1878. JtrlrfStzaKflut m,'p. Oberst. Herrn I. Bendit inHall. Ihr« Ltderfchmiere bewährt sich vor-zilglich nnd desriedigt die Eatad-on in jeder iöcziedung vollkommen. Um dem Man» zu-gänzlich zu machen, soll e» jedoch in kleinen» Doje» zu »ertheilen fein. August Hermann, Rechnuiig«ivachllnkister der 8. Etkadron de» I. Dragoner-Regiment« in Enn». Herrn Bendik, PrivilegiumSinhaber in Bad Hall. Ihr wafferdichte» Leder»abru»a«feit ist die beste Schmiere für Ber>schuh«, und wird st«» dafür liciiti .illeruoehitea Hof« und meinen P Z. Kunden oer-wendet, und kann «» nur I«dermann besten» empfehlen. Aoyan» Schek. k. k. Hof-Bergschuhmacher i» Edensee. Herr I. Beiidtk in Hall! Nach Verbrauch nnd Ueberzeugung tarnt ich Ihnen meine vollst« Anerkennung für Ihr Ueberfett, ira« ich an meinen Schuhen anwendete, -»«sprechen. Franko, pr. Arzt. Weher, IV.Oltvber 1877. Zeugniß. Da.' gefertigte Eammanbo der fr«»». Feuerwehr der l. j. Siabt Eon» iu Ober-österr. sieht sich »«ranlaßt, dem Herrn I. B r n d i k, Erfinder de» so verühmten ivasser-dichten Ledernahrung».Zelit», der Wahrheit gemäß ju bezeugen, daß obg«» nannte» NahrnngSsett durch «in voll«» Jahr an den L«d«rbestondtheilen erprobt und man zu dem Resnllaie gelangte. daß di« B«r-wendung diese« Ledecnahrltnalfetle« al» da« beste di« nun gebrauchte Muul zur guten Eonsrrvirung sämmtlicher L«d«rbtstandthiilk, in»beso»dcr« auch gegen den so häufig vor-kommenden «chimutel iu den Feuerw«hr-dtpoi« »ngtsehen werden muß. Da» gefertigt« Feuerwehr-Eommand, erlaubt sich demnach, diese« Ledernahrung»-sett allen Feuerwehrc» besten» anzuempfehlen und zwar u» so mehr zum Sedrauch an-zuralhen, da durch diese» mehrgenaniit« VedernahrunASfrtl alle Led-rbeftantche>Ie bel dessen gebrauch ihrem Zweck vollkommen entsprechen, wodurch in jeder Beziehnng der größte Nutzen erzielt ivitd. Freiwillige F«lierw«hr der l. f. Stadt Enn«, Ob.-O«st., 20. Juli 187«. Da« Eommand«: P. Scheucheustuhl. Iohaun Pl«ber. Adjutant. Hauptmann. Wohlgeboren Herrn Bendik, Hall! Ich bezeuge Ihnen hiermit, daß stch Ihre Leberschmiere auf da» beste und daucr-hafttste bewährt und ist dcher Zedermann auf« wärmste zu empfehlen. Achtungsvoll zeichnet sich Ried. 8. Oktob. 1870. Lud. R-tzbttger. Werther Herr Bendit l Ihre Schmiere ist für mich bereit» »n-entbehrlich geworden und ersuche Sie daher, mir wiederum einig« Tiegel zukommen zu lassen. SS grüßt «i« vielmal«: Johann ttattner. Zk«vi«rförster in Anna»berg, Molln. Molln, SZ. Zänner 187«. Herr Jakob Bendik l Mil größtem Vergnügen gebe ich Ihnen bekannt, daß Ihr Leders«» sich außerorden:-lich bewährt, und ich auch bemüht sei» werde, Ihr Produkt Jedermann besten« zu empfehlen. Achtungsvoll Lambach, ZV. März 1878. Teistnger. Herr I. Beadik in Hall l Durch die Aefälligkvt eine» Freunde« habe ich mir Ihr« Leverschmiere verschasst und kann ditselbe Jedrnnaon al» da« Lede? conservireiid auf da« beste an«mpf«hlen. jokv Morgan. Hütt,»Verwalter. Herr I. Beodik io Hall l Ihr bezogene« patentirte» Lederfett hab« ich an einem Pferde, irelche« mil einer Horn-klns: behaster war, erprvdi und di»« Resultat ers»hre», daß nach einiger Male Anwendung diese Hornfpallung auch geheill wurde. E« kann daher für spröde Huie belonder» un» Pfählen werden. Zraiz Nkuh«»ler, Hufschmiedmeister in der Brunhob. Hall, am 1. Dezemb. 1877. Neuhofen a.d. Kbb», am 2l.A«g. IS7». Durch Ihren H/: B«n>it in St? «alenu». Jnseraten-Beilage zur Cillier Zeitung. Es wird ersucht, diese An»«nee i« ßffentlichrn Lokalen a^znhefteu. n» die fitr Gesundheit m»d «Sge»ein«A Wohl so nützliche Erfindung bestmöglichst bekannt z» mache». «hrkidiximÄturlS«? s«Me?crI87S Vllvlltbskrliel» für jeden Haushalt! . et«, 1877 8««# kej» «««««? fsct K &«4«? a«kf ©erreicht nur daS pramiirte u. nom k. k. ReichS-Kriegsministerium geprüfte Ksisnl. Sftm. «ad kotttal. nngar. ulsschlieKIilh priv. wasserdichte «ie» 1877 l'iruiitd; Weis von KM in St. üeirntia 1078 l (früher in Bad^Hall) welches dtni^Lkder nicht nur allein Sammt weiche und vollstän-dige Wasserdichte verleiht, sondern das Springen und Rissigwerden verhütet, daher mindestens die doppelte Trag Dauer erreicht wirdwas Hunderte von Anerkennungsschreiben bestätigen, denn Niemandem der ganzen Monarchie stehen solche, von, so maßgebenden Persönlichkeiten und Körperschaften, wie diesen; zur Seite, daher besonders für Schuhwerk, Riemen, Wagen-& Blasbalgleder (auch als Hufschmiere erprobt) bestens empfehlen ist. Wiederverkäufe?, so auch Abnehmer im Betrage von mehr als 5 Gulden erhalten Prozent-Nachlaß. ' Ftr größere Eonfumenten, MonturS'Depüt-Benvaltungen x. werden gröszere Dosen mit b Kilo zu 10 fl. (SVMark) und mit 21/» Kilo zu 5 fl. (10 M.), dann für die Mannschaft d?r verschiedenen Truppenkörpern die sogenannten Militär-('/,») Dosen da» Hundert 10 fl., jedoch 2 jt 50 kr Doscn - Einsatz, daher zu l2 fl. S0 kr. (25 M.) empfohlen. »u»»»»».»».Preis einer ganzen Dose zu 40 jj Kird 18791 ®{,a 1 * (2 1879 V«.»vk y«. ~- V|W 3« -V y- -----— -- (a 1 fL (2 M.), älter halben |«krn}i>nliiigfnk>tlilK74l 18 Dcla 50 kr. (1 einer fUlplU«iHDNIB IN.)? »c viertel zu 8 Deka 25 kr. (50 Pf.) Leere Dosen werden franko St. Valentin zu 80, 40, 10, 6 und 4 fr. zurück genommen. t tzs jst iu allen Jahreszeiten uncntbehrU^ — jur heiß«« Sommerzeit. wettda« Lederweich und clashfc% wirk anb jedem sanften Druck- de- FußeS nachgibt^ daher sowohl da« vre««e» »er Fuße, als anti bu: Selben butch isühtirrmtncK und ftroftbtttle« verhindert »erbe«. Durch diese Jmpragnirung w'rb bte Einatzung oft ?ehr schädlicher Stiefelwichse hntangehalten, so daß diese nur auf der Oberfläche bleibt, nedstbei aber Heller _nnt SS«. Glanz erhält, ferner .uch daS Gute in sich hat. daß eS von «Himmel vollkommen frei bleibt und schützt und kann daher MonturS-, Fuhrwesen«. Fruerwehr-Dtpöi« :c.. dann Guts-Berwaltungen. sowie ^abciks?ciitz?rn. dann em k.k.Mil-tär, Gendarmen, Finanzwachmännern. Acrzten. Jägern ie. nicht genug empfohln werden und ist der hübschen, eleganten Ausstattung der Dase», dann der Nützlichkeit i;n: Billigkeit halber als <Ä?schenk sehr grcignet. DA- Ban «ade Februar 1880 an -M» HanptYerseudung8-Dep6t in. Ht. Valentin. Für b.l deutsche «eich. Tirol und Salzburg bei Herr» «»dre Hofer in Sal»barg. - ■—W5ÄBRM3&T" - - ' Niederlage«. Bei den nachbenannten Herren Kaufleuten zu den Fabrikspreisen echt zu haben: Uttheim aliichwkvd« Attnanz Lntselben aschxch a. b. St. «dlwang «ttersee Braunan Ebeischwiag tkistertheti» Sbensee Ssserding San» ?ls>ernberg Sberrberg Freifiadt ikankenmarA Frankenburg Gallsvachhofem ®munbni (Seilern •ojftu ' Krielkirchin Sallneukirche» ©rofcramiliä tt'runbiifg #tfin a. b.D. Haag H.lstabt Hörschmg Hargellberg Hoftirchen Kirchdors Arem»müN?er »Äsou» Kemathen » » t. Kemathea bei vtbingbauer Z-. „ Ungfringtr Z., „ Sronlachner, . englochntr, - «"»l. „ Pachlettner. „ «ostwger. . Stuppök, . S'schcr. . «aper, .. Erlach, „ vaulirigeninl. „ Hering uer, „ ÄtamfrfT, JfoiuMum, ,. Schwarz , Startn, H Steiabruncr, „ Dimmer, . Pell S.. „ Steinbrecher r-, (SouiitowTfi*, , Frohmayr. „ MIN, „ Trauring« , CrtTift, . Honigf., „ Reinwein, *Iir,tngrubfT, Tvasnniverei», Schuel, «üffer, Hiegniopr, (Sottroolb, f.f. tofliif Redteitbachrt'l S., lOlft. RStglcheid«, Jttoupn, Watzinger. _ fanbacb Lemdach fwnfesbea kevnstei» Lohnlburg Mau.rkirch«n Mainhansen Marchtrent Molln Mvndsee Mattighose» Reuhosen Riedernenkirchen Rettiiigsdorf Rußbach ftaijrug Rilhb»rf Cbe.nberg Osieiihansen Pasian Pcltenbach Peilerbach i'rägflrM* P'rg S Ried. 3itnfr. Rieb jkftrtmlm. Rittau Raab Schwannenstadt Scharding Steyr Stadt Snnid. .. Steyrd. Oberiisterreich: bei M. Lehaert, Psarrplatz, .. »fftfr Frz. Zos-Pla». * «ob. Wilhelni, „ Auskiibaucr, „ Rüdhuber. .. SSuchberg«, Weiland, Perger. i'achtincr, Sgaer.' Welnnger, Sporn, «ma'la, W'itl. HumpeSberger, Schopper, Bran>,«huber. Leopolbsdtrger, Reich, Probiagtr, Soruideukr. Stcppich, «paulang, A^ingcr'» Ä. Alzingr: Haitknbuchner. Radhubei. Rcuniatir, Polanitzky. Wunintr.' Slnnereirr. Poindeiler, Sichler, Hanptpl»». «ammerüoser', PeNeler, Pachner.__ Slcinback Dkrninq Sierninghoft» 5chorsimg Tchlierdach Sicyrt'mg. Lpliat a. P. Schornstein Schwertbcrg St. Marien Sl.Manknkircht» St. Maitin El. ZSolsgaog St. Stikvla Et. Georgen d. K. Sl. Ilonas St.tSeorgen a.Att. Ternbcra Timmelkam Trannkirche» Ursahr Utnch«berg Uttcndors Vorchbvri Löikla druck BicchuvZNst Bkif'.amarrl Wartbecg a. d. St ro«i« Weyer tBi*bi1ch«or1»t« W'«»dach i-.'uliirrn Weivenkirche» Wolflcgg Öclittn Weichstellen Walbhausen bei Holapeiner. . Rußbaumer, . «kerl. Strcrcher, . Seltner, „ Ätftrner, ,. ©achauer, „ Minich»hvfer, .. Pepök. Friebhaber, Pucher. Sckn'agerbaur, Lehrer, Schweizer, vobing'-iantt. Stcrbenz. Hubner. HaZlinger, Schader. Mnhr, QkCttf, Zvinttr»b»rg, Spechienhauser. Giizcnbcrger, Au^cher. Holzmüllee. 'kehr. Dunst. HIam-l 4 -Ichreiner Dunll, Steiner, Söllinger, Trauninülltr, Dietrich. Hirich. Vbereigner, Sraj. Laschineti, Zell a. b. 1?ram » Kämmerer. Jrnstmtn bei jlrviß. Ischbach .. Utberiorfntr, „ Ichioglhofer. «rb°ker . .. Bltlembnch . Üetchderg«. «lit, Reich, k. k. Hosliefr., -Mtihlhanser Z.. Oberinaqr. Lang. Niederösterreich: Seinathen i. b.flpp» bei Sd«r, vurgftall Baden Blindenmarkt Bthamderg Brück o.d.Leitha Euratßselb Eggeaburz Gloagnih Sr äsend orf Srefien (Samiag. Sampolvikirchen Horn Hab«r»b«rs Herzogenbarg Hainfeld . „ St. Johann H Stiickera» .. Spitz . Schrein» r Seitenstetten „ Traitmauer „ Tulln K Thaia . Ulmerfetb . Bietih . CMIau « Wallsee , Waibhosen a.d.U.. Waidh-sk» a^.Th., Weitn» Weikerldors Wr. Neustadt , Wilhelmtdarg , Wieselburg . Rp«si« a. d. D. Aellernd»rf , Zier«dor> , Zwettl . Seil. Schreiler, Höfinger 3-, £w E. Thtuner, Hedmer, Wrnfef L . Stiegler, Sengftschmibt. Steinniptl d>, L>xi R. Roch. Sleizenberg. Riklal, Sainj, Zelin?», Fried, - kiebltS Schneider, Aamolo. Heiser, Se'dl, »riebler, Windischbanr, Herrisch. Reuvttyr. «ie». Müllner. HuRct bei Lerperger. Ibmsnt » Saffcler, ■ itemnarh .. Thnstiaa. Druck #. b. Mi»r Donawitz ttiftnrrj Fohn«dors Jg Maria Zell SKuTill SJlittmibptf JRamero Jleumtrh Obdach Ranbeck Rotteamonn Nabstadt St. Leonhirbt et Michael Eteiermark: bei ©tbrrt, lilemenschitsch, «rafjntr, Sötimtr, Orogger, Matinz. fftcinban«, Schönauer. HrHberger, ©cOauf, Urtweger, •roggtr, Dhunhardt, Schmidt, Sch'Zl. Cflg«, valbaaf, St. «allen Stltzchal Schladming Inibach Trafayach » Irieben Unjmcrtt Setbmiberg ©elf firche* «ärschach Kalb 8® 3tiring Zellweg griefach Feldkirch«» lorbiä Killach Selfermatlt W°Is»barg bei San, » Bach«. . ftagmr, . fim, „ Reine», . Hofer. „ Segeufftintr, . P°stl. . Wall»«, „ Pfufterschandt, . ftiebleti », , Almer, , Irauner * Nieger. . P°st>. . . P'ftl. ktiirate» : „ SeCnet, „ Slempab. .. Vl«ch». „ Cmella, . Hu'», .. «laaschni«. Budwei» veneschau Hoheufurch bei Braabtoer, » TusÄ>. „ Helliner, An ander» Provinzen. Oberplan ' bei Sadriel, i 3Mchenim Pabllk. ?aib«ch Zaan» bei Zri»per. . Strauß, A» Ist leibet 1(6011 öotgetoramttt, dai> S»aufl(utt neben meinem cchlcn Fabrikate ein Shn. Uche», jedoch schadlich-i F-brilat am -aga hatten, nnd »et «ufet jlaudtt, echte Waare »n n. fetten U ' da' P. T. Publikum «or Jrrnng ,n schuhen, bitte ich >eden Sautet, ans die schuh, matte und den «am e n einer jeden D-se. weiche ^ m.t 8 e t f ch I n fe . S 11 e t f e n und ® ' " ' ° E-^dchude» 'sich'uirnttch ans den grSwcuD-j-n Anempfehlungen in vier Sprach-» (deutsch, französisch, ungarisch nnd slavisch). Zudem hadc ich mir de, sämmtlichen Saufteuten die iür mich SedetnohtnngSjeU verschleißen, d e d u u g e », le > » andete » ähnliche« Fabrital „ SB ersaufe «u übernehmen, welche Bedingung mit wenigen Au°n-Hme» - »ugehalleu werden, vlfh-r ist f.' mit ieibit «Wehen, ■ B. Herr Mathias Fürst, »aufmann in 8illach. bcftellie eine Mn!tcricnd»ua sammt Pr-iÄoutant. welchem Aufl.age ich ieibswetsöndlich bereitwilligst »ach,-. ÄÄfflM«»« Verlage meine» f.f. au-fchttchlich. prio. Fabti.ate« ersuchte; die weldicndnna etfolate »iinltlich. der Niedetlage wegen wurde nicht» erwähnt. _ Troddeni Ja bot sich benanntet Herr al- Bevollmächtigter meines Et»eugn>Ne>, resp. «lleinnied'rla°- .,iri« und ein elende» «-mische °°n Feiten welche» i< am« , *, i „ .. t 5 u ,, ,n a V t e und S! a m e >, »ersehenen D°Ii„ gefüllt war. »um Berkanse mit angeboten, al» ich bei meiner G«Mst»ttIse am «. April l. J.J*SUIach berührte. Ich bringe diesen Vorfall nur deshalb »nt gefälligen Kenntnis des j,. X. Pnblilr , weil nun «.benanntet Herr Fürst für eine echt russische Led-r-Swnjseite.Niederlaze und schreiende Pokale bei sehr soUden Firmen untergebracht hat. .. fst_ m#itt cdbt russische Fabrikat sieht, wie ein E» dem andern, dem oberwähnten j.ir raetn eAtcä Fabrikat an mirti selbst verkauften, aber elenden Mischung ähnlich — und habe deßhalb die einzelnen Niederlagen, die mein LedernahrungSfett verkaufen, bekannt gegeben und layc noch c,n.g AnerkennungSsck)reiben von den vielen Hunderten folgen. 2 tu», »»iU.k.Rriil,«>ttriegiminttteelll«. »ont f. f. Nu:iNir»-Dexo! Nr. 4 ia Wien. Zn Kcrr» Jako» L«d«rtrmeister und Privilegium?-In« haber für wasierdichleS'Leder-Nahr-ungSfett. Z e « g »i ß. Womit bestätigt wirb, tgh da« von Ihnen erzeugte unb hier jur Erprobung üdergebene Leder-RahNinzsfett die voa Jhuea angegebenen Sigen'chafttn vollkommen beiilzl und umsomchr al» Lchmtermatel der Stiesel unb Schuhe de» Tnippenkor-ver? empfohln» werben kam, — al» sich bezüglich de» Kostenpunkte» diele« Fett billiger 5uch». Stifttschaffner. Lieber Herr Dendi!! Sie waren so freundlich, mir eine Probe Ihre« Lebc:-Nal.'Nlag»sette» zu über» icitdra, mit der vi»e. mich lii icherzeugen, ob batfefbe gut sei. Sie komml» damit viel iu sp«i. S«it länger «lS eiuent Jahre wtrb Ihr Ccber-yiQ5)vunßSfett in meinem Haufe sowohl für Schlchwaaren a'.» Pserdegeschm benü^t, unbiich kann Ihmn nur meine voll-kommenste Zufriebenhcit bamU au«, »rechen. Neukematen, 18. Juli IS>?S. z»y. Wertet, evang? Pfarrer. Geehrter Herr Bendit! Ich Mutige Ihnen mit Lcrauügen. bafi nach ber von mir gemachtni Srsa^niag Ihr« wasserdichte kederschmicre vorzüglich ist. Diese schützt «richt nur gegen Nasse, sondern gibt auch dem ?H>er eine besauter« Weichheit und Linbe uud erhält übertue« nach meinem Dafürhalten unbedingt jebe Vesch»hung langer, al« diese sonst »»»au-rrn würde. Mit bem Wunsche, daß duf« Ihre Erfindung eine weit ausgedehnte Verbreitung gewinnen möge, zeichnet stch m>l Hochachtung Hirte», k. f. Stasi«.?nwalt. An Herrn I. Bendik in Bad Hall l Die «gefertigten erklären mit Bergnü-ge». daß Ihr Leben,ahrm>g«f«tt ganz ein-geqen von so vielen mit allem Pomp nnd Schwindel anzekündigtea U»ivcrsalmineb» — entschieden feinen Zweck eMIt und die «üsie vor Nässe und da» ?eder vor Hirte dewahn. «rdnburg, »?. Zal» 187». Heinrich K««erp»»er. /e»p»ld Ktai«, Gemeinde Lorstmid. Hausmann. Zgnai W«yr. £os*A«**«, Äooperator. Äaufmaan. K»werh»«er Mathta». «rtoristrter fnlset-frzeflg« noch in der Entwicklung begriffene Talent vor» führt, die hier Gelegenheit erhalten, die Befangenheit eine» ersten Auftretens in einem Kreise zu be-meistern, wo ihnen viele bekannte Persönlichkeiten aufmunternd entgegenblicken, da» andere Mal aber wieder künstlerisch ausgebildete Kräfte an die Reihe kommen läßt. — a (Vom Bahnzuge überfahren.) Am 12. l>. M., circa 9 Uvr Abend« ivurve die Ort«-arme der Gemeinde Trifail, Agnes Stich, auf der Bahnstrecke nächst Hrastnigg von dem Local-zufle Nr. 101 überfahren unv ist die Genannte am 16. d. den hiebei erlittenen Verletzungen er-legen. (Die Filiale ^illi der allgemeinen iZeiermärtifchen Arbeiter- Kranken-nnd Invaliden Gasse) hält Sonntag den 21. d. Nachmittag um 2 Uhr im Strauß'schen Gasthose die IahieSversammlung ab. (Äkachahmenswerth.) In Demmi», einer «ladt in Pommern, hat der Rector Dr. Schumann einen „Knaben-Vogelschlitzverein" ins Leben gerufen, der bereits hundert Miigliefer zählt. Mitglies kann je.^er Knabe werden, wenn er daS zehnte Lesensjahr zurückgelegt Hit und wenn er den rechten Sinn und das Verständniß zum Vogelschutze besitzt. (Frau Doktor.) Die nngarisch-franzö-fische VersicherungS-GeseUschast in Pest, welche auch in Groz durch eine Agenlie vertrete« ist, läß: die in der Brande der Lebens-Assecuranz nothivenrige Untersuchung von Damen durch Frnu Doclor Giäfi» Vilma Hugonay »ornehmen, weiche Dame in Zürich da» Doctorat der Medicin ei« woiben hat. Die Einrichtung ist eine sehr prak-lischt, va viele Damen eine unbezwingbare Scheu hegen, sich der ärztlichen Untersuchung zu unter-ziehen. (Durch spielende Kinder.) In Pob. resch fitdiich von Petlau, sind achl Wohnhäuser sammt Nebengebäuden und Lorräthen abgebrannt. Der Schaden beträgt zwölftausend Gulden und waren »ur vier Eigenthümer versichert. Kinder, welche im Stalle de» Grundbesitzer» AntreaS Hadianitsch mit Zündhölzchen gespielt, haben dieses Unglück veranlaßt. (Schadenfreude.) Der „Pokrok" welcher die czechtschen Eltern, welche ihre Kinder in deutsche Schulen schicken, ankeift, gutt in einem Leitartikel der Freude AuSdiuck, daß »n Bezirke Neu-sia t an der Mettou 246 deutsche Kinder czechische Schuieu besuchen müssen, da in demselben keine deutschen Schulen vorhanden sind. « * * (Die vollkommene Grazer Köchin) von A. K. Vollmut ist soeben in sitnfter Auflage im Verlage von Lcytam Iosefslhal erschienen. Das hübsch ausstattete Büchlein ist ein trefflicher Rathgeder für Hausfrauen und kann nicht warm eienng empfohlen werden. Nicht iuculische Genüsse zu bereite», sondern daS Einfachste mit den be-fchciventflen Mitteln schmackhaft und in gehöriger Quantität herzustellen unv Ersparungen m der Küchemvirthschaft zu erzielen, werden darin in klarer leichtsaßiicher Weife gelehrt. Wie schon zum Theile der Titel besagt wird der steirifchcn Küche in erster Linie Rechnung getragen. Der Preis des Büchleins beträgt 25 kr. Für Handel« und Gewerbetrei-bende erscheint gegenwärtig in A. Hanleben'S Verlag in Wien wieder ein sehr wichtige« nnd wmhvolleS Werk unter dein Titel: Hartleben'« Handlexikon des ganzen kaufmännischen Wissen«. I» ca. 25 handlichen Lieferungen ü 30 kr. ö. W., welches w^hl binnen Jahresfrist vollständig sein dürfte. Hat die thälige Verlagsbuchhandlung bis-her schon sehr viele unserer besten Handbücher für den praktischen Kaufmann und Gewerbetreibenden geschaffen und dadurch im industriellen Leben manche Besserung verursacht, so wird sie mit Ausgabe dieses vielversprechenden Werke» gewiß auch in den bezeichneten Kreisen wieder lebhaften Beifall und verdiente Anerkennung finden. Soviel sich au» dem uns vorliegenden Anfange ersehen eäßt. ist der Grundplan von Hortleben'S Hand« lexikon de« gejammten kaufmännischen Wissen«, eine möglichste Beschränkung des Umfange« mit sorgsamster Auswahl und zuverlässiger Bearbeitung der aufzunehmenden Artikel? eine richtige Ver-theilitng der verschiedenen Wissenefächer unter be-währte Fachmänner; Wczlafsung alles überflüssigen und nicht hierher gehörigen StoffcS, der sich in ähnlichen Werken fast immer breit macht; gute Ausstattung in Druck und Papier uns namentlich die Verwendung einer lesbaren Schriftgattung. Der Kaufmann und Industrielle gewinnt dadurch ei» unschätzbares Hand- und Hilfsbuch, einen zu« vcrlr.ffigen Freund und Berather in allen Berufsangelegenheiten ; das ganze Gebiet der VolkSwirth-schaftsteh'e, des ftindet« und Wcchselrechis, d.'« Veikehrsweien», d,« Bank«, Industrie- uns Ge-werbewefen«, der Waareakande, der Handels-geographie, des Eontor-oesenS. ferner auch deS See-wesens sowie de« Staat«finanjwcsc»s, soweit diese Gebiete den Kaufmann irgendwie berühren, wird in eieseS Werk hineingezogen fein; bei jeJein Artikel werden mit gewissenhafter Erwägung lim« fang un> Wichtijf.it desselben in Uebereinstimmn ng gebracht, das Neueste mitgetheilt, alle« Ver-allste oagegen anSg.'stoßtU ivcroen. soweit reicht unsere bisherig- Einsichtnahme, was in den wei-leren Lieferungen kommen wird, werden wir zeit-weilig nach »n Interesse unserer L'ser berichten, denen w'.r das gediegene Buch zur ungesäumten Anschaffung wärmsten« empfehlen. BlmtcS. Jugenderinncrnngen. lSchluß.) „Monate waren feit meinen mißlungenen Annäherungsversuchen vergangen. DaS zweifache Fiasko begann allmählig z > erblassen und die alte scha?ä'inertste Sehn uchl sich wieder mächtig zu regen. Die gleichfalls angebrochene Ear»eva!«zeit scheuchte meine erzwungene Resignation vollends. Ich fing an, so weit es meine bescheidenen Mittel ertaubten, Bälle un» Kränzchen zu besuchen. Ich muß hiebei bemerken, daß auch ein falsche« Scham-gefühl, um selbst bei meinen Colleaen nicht für einen armen Teufel zu gelten, meine scheinbare Ver< gnügungsiucht lenkte. Mochte auch za Hanfe Schmalhan? Küchenmeister fein, die Welt brauchte jz nichts davon zu wissen. So sah man mich denn auf vielen Unter-terhaltungen, welche meine Börse und meine Hoff-nuiigeii im gleichen Maße absorbirten. Der Abend des Iuristenballc« war gekommen. Zum erstenmale sollte ich denselben besuchen. Nach-dem ich alle? Ve,schliche flüssig gemacht und mich in meine oft und wohl a »qeoürftete Balltoilette geworfen hatte, begab ich mich n ch den Retoutcn-sälen, die ich diesmal mil fast klösterlichen Zagen betrat. Geblendet von Sem Schimmer der vor« nehmen glänzenden Gesellschaft entschlüpften mir nnwillkührlich die Worie: „O Meiiich, wie klein bist Du." Doch der kecke Muth der Jugend ge-wann bald Oberwasser und stolz, als trüge ich ich die Schätze eines indischen Nabobs in der Fracktasche, drängte ich mich durch die lachende Ballwelt. Der beginnende Tanz ließ mich daS letzte Restchen von Schüchternheit abstreifen. Bald filhlle ich mich ganz vertraut, ganz wohl. Ich tanzte mit Luil uns Leidenschaft und vor allem war es da« blühende Töchteriein eine« Kaufmanns, welches meine Aussauer steigerte. Die Raststunde war noch nicht angebrochen und schon fühlte ich ein gcwißc« Etwa», das crescendo anschwoll und bi» zum Schlüsse des Balles sich vollkommen zur Liebe ausbildete. Ich konnte der Kleinen nicht sagen, wa« in mir vorging, doch mein leichte« Hoffen und meine Illusionen sagte» mir, daß sie da» Gleiche fühlen und empfinden müsse. Und al« ich beim Abschiede ein leises: „Auf Wiedersehen" vernahm, da war ich auch fest überzeugt, daß ich geliebt werde. So hatte ich endlich gefunden, was ich so lange suchte. Ueberglücklich ging ich nach Hause. Noch in der-selben Nacht entstanden Verse, die meine Seelig-feit in überschwänglichen Farben mallen. Der Earncval war zu Ende. Ich hatte die Kleine nicht wiedergesehen. Unv da ich ihr auch nicht zu schreiben wagte, so setzte ich Alles auf einen günstigen Zufall. Eine« Nachmittag«, al« Regen und Schnee jede Passage fast unmöglich machten, erhielt ich den Besuch zweier College«. Dieselben schlugen in Ermanglung eine« anderen Zeitvertreibe« ein Kartenspiel vor. Ich willfahrte ihrem Wunsche. Wir hatten bereit? mehrere Stunven gespielt; ich hatte ein schändliche» Pech ge'iabt und fast meine gesammte allerdings unbedeutende Barschaft verloren. Doch Unglück im Spiele deutet auf Glück in der Liebe dachte ich mit aber-gläubifchem Vergnügen. Meine Eollegen hatten, während de« Spieles Durst unv Appetit bekommen und wünschten, daß ich ihnen etwa» bringen ließe. Ich bedauerte lebhaft, daß meine Hauswirthin nicht zu Hause sei. Auf die Bemerkung de« Einen daß den Umstände leicht abzuhelfen sei, wen» wir uns die Bedürfnisse selbst holten, losten wir wer die Einkäufe zu besorgen habe. So traf denn mich das Loo« Brod und drei Häringe zu hole», wahrend ei» Anderer das Bier zu beschaffen hatte. — Mil Aerger unterzog ich mich der Mission, denn ich glaubte mir immer etwas zu vergeben, wenn ich in einem Laden derlei kaufen mußte. Speciell schämte ich mich in einen Bäcker-laden einzutreten. Ich eilte daher in ein» o!>fcure Nebengasse, wo ich von Niemanden erkannt zu werden fürchtete. Da« gekaufte Brod verbarg ich sodann sorgsam auf der Brust unter dem Rocke, desgleichen die Häringe. Kaum war it> indeß aus dem Laden ge-treten, so erblickte ich jenseits der Straße meine ftillgtlidte Kleine vom Iuristenballe. Im Nu waren meine Eollegen vergessen. Schon stand ich an ihrer Seile, sie schüchtern begrüssend. Das Mädchen war sichtlich verlegen und verdoppelte seine Schritte. Doch ich ließ mich diesmal nicht so leicht abschrecken. Ich begann vom Balle und dem lieblichen Bilde, da« mir seit jenem Abende in unvergcß icher Erinnerung geblieben, zu sprechen. Mit reizender Verwirrung schien mich die Kleine aizudören. Während ich allmählig die Geschichte meiner Liebe zu entschleiern begann, waren wir auf eine der belebtesten Straßen gelangt. Da« Backfischchen wollte meinen Bethcuerungcn noch immer nicht recht glauben. Ich versicherte mit feierlicher Innigkeit neuerdings was ich gelitten und leg.- gleichsam zur Bekräftigung meine Hand auss Herz. Aber o Verhängnis! In diesem Augenblicke kollerte der Laib Schwarzbrod, den der technisch akademische Ausdruck „Pentameter" nennt, meiner Angebeteten vor die Füsse. „Wer in gewißen Momenten den Verstand nicht vexiert, der hat keinen zu verlieren." Ich verlor ihn. Während ich mich nach dem Brode bücken wollte, entfielen mir auch die Häringe und als hätte de» duftigen Forellen der Ostsee da« Schnee» wasser wieset Lebenskraft verliehen, fo schnell schwammen dieselben im Rinnsal. Zu allem Unheil waren geschäftige Menschen sofort zur Hau», welche sie auff'schten, währena meine Kleine mit fläch« tigem Gruße veischwanv. Ich wußte nicht ob ich lachen oder weinen sollte. Ich schämte mich namen« lo». Indem ich Brod und Fische im Stiche ließ, eilte ich nach Haufe, wo meine Eollegen mich be« reitS ungeduldig erwarteten. Ruhig nahm ich ihre Witzeleien über mein verstörte« Aussehen entgegen. Und da ich unmöglich mein Abenteuer erzählen konnte, so ließ ich ihre Vermuthung, ich hätte die Haringe und da« Brod allein gegessen, ruhig über mich ergehen. Von da ab entflammte mich kein zärtliche» Gefühl mehr, ich war gründlich curirt. Und so kam e« auch, daß ich ein alter Junggeselle blieb." Der Professor schwieg, die Tischgenossen lachten und Resi. die rotharmige Hebe de« blauen Stern«, credenzte ein frische« Glo». Max Besozzi. Eourse der Wiener Börse vom 17. März 1880- Goldrente...........86.60 Einheitliche Staatsschuld in Noten. . 71.90 „ „in Gilber . 72.50 1860er Staa'.S-AnlehenSlose .... 128.75 Bankactien........... 835.— Ereditactien........... 300.— London............118.55 Rapoleond'or .......... 9.44'/, k. k. Münzducaten........ 5.56 100 Reichsmark.........58.10 Der ganzen Auflage unserer heutigen Nummer liegt ein Prospect betreffend Bendik's Ledernah rung.s fett bei. Da* von Professor Kllnkerfuoc, (Director der Göttinger Sternwarte,) erfunden« eraönlictit die Voransbestiannnnz des Wetters. Tisch-Hygrometer Fenster- , Wand- fl. 10. » 1ö. . 18. Als solides Aeftgelchenk ;» empfehlen.) Wlikkim^amdrsekt. Göltiipi. Fabrik n>eteomlonl»elier lnsirumi>»»e an Irr Wissenschaft! l/flli>K in l'rofe»sor Ktlakersae«. Illustrirte Preislisten n. Anerkennungen von Autoritäten zu Diensten. Vseiu-Manipulation wird praktisch gelehrt durch da« neu erschienene Receptbuch. enthaltend: Anleitung zur Veredlung »aurer, >:• haltloser Nuturwcine, Erzeugung von Weinen ohne Trauben; Weine aus Gelägir (aus 10'> Liter 1000 Liter) mit Zusatz von vollkommen gesunden Stoffen zu billigem Hanstrnnk und f inen Bouteillenweiiien. ferner Erzeugung von »ehr gi t m Obstmost, Weinewrij*, Essig-fprit. Branntweinen, Uuin. l.iqueuren, Frucht*» ten, l'resshefc. ParfQms, Medici nal - Spiiituo&en, Balsamen, .Seifen und über 1000 Handelsartikel, welche mehr als 100° # Gewinn bringen. Preis 3 tl. Bestellungen gegen baar oder Postnachnähme sind zu richten an Marie Hrdlicka, k. k, priv. .Inhaberin, Wien, Wieden flunjit-»trasec Kr. 36. I. Stock. 105—12 Die unterzeichnete k. k. Verwaltung vergibt die auf den zur Zinkhütte gehörigen Grundstücken heuer anzahoffende Darauf Kcflektirende wollen ihre Anbote ain ?0. Mirz II Uhr Vormittag in ihr Kanzlei der gvfer-tigten Verwaltung stellen. K. k. Hütten Verwaltung. Ctlll, am 13. März 1880| 104—1 HusteNieht von L. II. Pletsch & Co. in Bresiau. Hoitig-Arilulkr-Malz-ikstract und Laramcllru. Zu bade» in «iUi i. d. Apotheke zu Maria Hilf bei Herrn I. jkupfer-fdimib. (Meine beiden Knaben von 7 und 1^ Jahren brauch von U (leinen Flaschen Huste Nicht «Honig-1 Xrauier Malz-Extract) von L. 11. l'iet^ch & Co. | in Bresiau stanz verloren hat. Schleswig. I. W. Zille». Jeder Hoste» kann höchst gefährlich werden. Kein Hustender darf deßhhalb ganz sorglos sein. Wir machen darauf aufmerksam Außer zahlreichen Anerkennungen besitzen wir auch ein Tinkschreibeit von der Haupt-verwaltnnst der ^'rsklljchaft kr* rothen Kreuzes zur Psteae verwundeter und kranker Krieger in fct. Peteröviirg unier dem erdadenen «chuye Idl'ei Majestät «ler Kaiserin von RasHland. Eisenbahn-Frachtbriefe stet» vorräthig in der Ein möblirtes Zimmer gassenaeitig, mit eigenem Eingange, ist sogleich zu beziehen im Gasthofe „zum aohwarzen Adler1'. I In Oesterreich Ungarn, Deutschland, Frankreich, Englano. Rumänien, Spanien, Holland unv Portugal ist geschützt aiiliarlhrilischer aniirbeumatischcr ölntreinignngs - Ihee iblulreinigcnd gegen t«ichl nnd RHenmatismuS) ist als Winter-Cur als das einzistc und sicher wirkende Blut-reinignngSmittel anerkannt. t<* r. e. Mil Bnvilliaaag ftoilaaf Kl l«'U VtiAlug Wie,. 7. De««-der Isis. S«lichied«>> de- BMijTt, ffiltfuttfl tfcittenl, ®rfo(0 kr Whrminie. Man sichere sich vor dem An-kauf von Fälschungen und wolle stets „Wilhelm'» antiarthritifchen antirlieumatischen Blutreinigungs-Thee" verlangen, da die blos unter der Bezeichnung antiarthrilischer aniirheumaliichcr Blntremigungs-Ttxe auftauäiende» Erzeugnisse nur Nachahmungen sind, vor deren Ankauf ich stets warne. Zur Bequemlichkeit deS P. T Publikums ist der ecklc Wiidielm's anliarlhrilifche aulirheumnlische VIntreiniguiiS-Thtk auch zu haben in «Tilli Baumbach'sche Apotheke, bei Ios. Äupferschmid, Apotheker. AnfertixunA aller Gattuv^en Druck-Arbeiten in neuer Geschmacksrichtung Ylsii-Karteu von ü. — 80 bis Ü. 150 und höher. i° VerlafishanfllumL

derbare Wirkung, welche Ihr ausgezeichneter Wil-Helm'S antiarthrilischer antirheumatischer Blutreini-gungS-Thee bewirkt, auszusprechen^ Ich habe durch diesen Thee eine Jvran in Suitö nönilich ausgeheilt, obwohl dieselbe schon drei Vierteljahre von den de-sten Aerzten der ganzen Gegend behandelt wurde, welche ihr das Leben absprachen Durch diese Lur ist ihr Thee in dieser Gegend io beliebt geworden, da« Herr Ios von Türök. Apotheker. Königsgasse 7. in Pest, gewiß einen guten Alisa» an d.e Suttöer Landleute Hai. Auch in meinem Hause bat sich der Fall er-eignet daß ein bei mir bedienst* ter junger Mann solch' heftiges Gichtleiden bekam, daß er weder ftüfe« »och Haude rühren könn e und du ch den Gebrauch von 3 Packeten JtireS ausgezeichneten Thees und 1 Plüherl Ihres k k ausschl. priv. flüssigen Pftanzen-Sedatives „söatiorin" gänzlich geheilt wurde. Auch ich gebrauche den Thee zweimal im Jahre und bin überzeugt, daß derselbe mir gut thu« Nochmals den beste» Dank der Genesenen auSspiechend zeichnet mil aller Achtung Michael Holdampf, Gutspachler in Naszaly l. P. Toris, Ungarn Herr» Franz Wilhelm, Apotheker in Neunkirchen. London, ö. Jänner 167«. Seit Iahren gebrauchte ich Ihre» Wilhelm'S antiarthritischen antlrheumalifchen BlutreinignngS-Thee, der allein mich noch von nieinem heftigen RqeumaliSmuS befreien konnte. Hochachtungsvoll 8, f;. Dorn, London IG Masenm Street, nächst British Museum. Herrn Franz Wilhelm, Apotheker in Reunkirchen. Oro?z>neiö. Jänner 1 K7«> Ich kann eS nicht unie.kassen, meinen hüst chsten Dank an Euer Hockwohlgeboren zu erstatten für den mir zugesandte» Wilhelm s antiarthritischen amirheu-! malischen BlutreinigungS-Thee, da ich du^ch volle zwei Jahre an den Fützen mit rheumatische!, Leiden behaslel war und durch Ihren Blutreinigungs Thee davon befreit wurde, was ich bis nun und auch fernerhin dem Publikum bekannt gemacht Habe. Ihr ergebener Heinrich Ruhestörer, Steuersammler. Allein cc'lit erzrugt von Franz Wilhelm, ?lpokhekrr in Ncunkircht» (Ritk.'CeRm.) tfin Packet, in 8 Gaben getheilt, nach Dor schrist des Arztes bereitet, sammt GebrauchS-Anmei sung in diversen Sprachen: l tl ö. W., separat für Stempel und Packung 10 kr. lt'ariiHiiv. Man ncksere sich vor dem An kaus von Fälschungen unb wolle stets . Wilhelm'» an^ar'hritischen antirheumatifchen Blutreinigungs-Thee" verlangen, da die blos unter der Bezeichnung anriarthrilifcher aniirbenmaiischer BlutreinignngS-Thee auftauchenden Erzeugnisse nur Nachahmungen sind, vor deren Ankauf ich stets warne. Zur Bequemlichkeit des P T. Publikums ist der echte Wilnelm'S anliarttzriiische antirheumatische ^luire-uistiillstS-Tkee auch zn haben in Mlli Baumbach'sche Apotheke, „ bei Ios. jiupfcrschmid, Apotheker. f»r»e!> nnd Verlag vor Johann Knkiiürh in Cilli. Verantwortlicher Rednctcar Max BeMi/zi.