Nr. 150. Dienstag, 5. Juli 1904. . 123. Jahrgang. Mlmcher MM. Plilnumtralionöprcis: Mi« Postvcrscnd»«!,: aanziährlg .'»n X, yalbiiiyrin 15, X, Im Kontor: siniiz ln'irig i!, X. l,ald!ül,li« «l li. ssür dir Züslrllmin ins Hous aattzjählin L li. - InsertionSssrbülir: ssür lll'iüc Iosrrale bi» z» 4 Zsilr» 5N l>, größsrc per Zsill' lü n; l>rl ül»i! Aiisnal»!«' der Eoiüi u»d ssrirrlasse. Ti '" ' nüon bssinds! sich NnüllN'sipla^ ^ilr, ll, bi,' Medallion Dalinalinnnslf M, !!, EprfchNüüdsli der M! bi« w Uhr Uormiüag«. Uüsillülii'il!' Vlirse »oerds» »ich! aogfülimms». M»»>,!llipls >,»!, >!. Amtlicher Teil. Samstag, dm 2. Juli d. I., um W Uhr vor-wittags fand in der Et. Stephaitskirche der Burg ^u^Vndapest die Taufe des am 20. Juni b- I. geborenen Sohnes Ihrer t. und k. Hoheiten deZ durchlauchtigsten Herrn Erzherzogs Josef '^ u g u ft nnd der durchlanchtigfteil Frau Erzher Wüt A u g u st e dlirch Se. Erzelleuz den hochlr». ^lschof von (hroßwardeiu Paul von Szmre clauyi uuter Assistenz der Bischöfe Julius Va "sy und Mcdardlis .ttohl, solvie des Abtes Karl Kantor statt, bei lvelcher der nengeborene Erz-^nss die Namen Matthias, Josef. Al-"^t, Anton, Ignaz, Maria erhielt. Taufpate war Seine k. und k. Hoheit der ""'chlauchtigste Herr Erzherzog Josef. Den 1. Juli 1904 wurde in der l. l. Hof» und Staats, "llclerei das XXXVIIl. Stlicl des Neichsgesetzblalles in deutscher ausgäbe ansgegebe» und versendet. .. ^^ach dem Amlsblatte zur «Wiener Zeitullg» vom I.und "Juli 19l>4 (Nr. 148 und 150) wurde die Weiterverl'reitlina folaendei Preherzeuanisse verboten: Vlr. 870 .1! I^vorilwr«. vom 23. Juni 1904. M. 97 «p.^.ur" vom 24. Juni 1904. Vir. 928!i «?^'Inu«ll«nt,«» vom 24. Inni 1904. Nr. 2N «^'^«inu», ddto. Nom, 2tt. Juni t904. Nr. 72 «Friedländer Zeitung» vom 25). Juni 1904. Ar. 2« «Nordmährische Rundschau» von, 26. Juni 1904. Nr. 12? «I)it<» vom 21. Iuui 1904. Nr. 26 ««5n« rndntniei^» vom 24. Juni 1904. Nr. 6 und 7 «I'lnmien» für Juni und Juli 1904. Nr, bi ,1Ilv»t»k» Xruu«> vom 2b. Inni 1904. VI. Verzeichnis N^ ^'^. ,^ün l. l. Landespräsidium in Laibach zugunsten der "vorandler inUnter - Priftava einstclangten Spenden, u. zw.: Sammlunasergebnis der Pfarrämter! Oblal 19 X 5.'i l>, 3""lth li x llll l.. Alteumarlt bei Nalel Kl X. Zavrar 1 X, «l. Georgen 12 li. Iezica 4 li, Ralitna 3 X. St (^eoraeu bei ^"vlupp 4 K 84 l>. Podlipa dci Oderlaibach 2 X 33 ,.. Billig Uluz 10 li, Frauzborf 10 K 6 !.. St. Veit bei «aibach 9 X. «n l?<7 ^' b"jul 4 li 67 I>. Zavlaua 3 X 97 l>, Bresowih bei ^nl.l >- ^ ^' Kuratie Kurescel 3X3!.. Pfarradmiuistrator N' 3°'" U' ii'ftoglav 3 X 34 1., Summe 126 X 43 n, zusllnl ^^"'bc>' aus den früheren Verzeichnissen 409 X 64 I., VI. Verzcichnis iil'er die beim l t. Landespräsidium in ^.'aibach zugunsten der Abbrändler in Hinnach ringelaugteu Spenden, u.zw.: Samnlluugseraebnis der Psarnnntcr: Oblat 39 X 6 !>. Gercuth 13 X )!4 I>, Altenmartl bei ^ialll 32 X. Zavrac 2 X, St. Mroraen 15 X, Irjica tt X, Ralima 7 X, St. (Yeoissen bei Großlupp 9 X 66 !,, Podlipa b,', lDberlaibach 4 X 67 l>. Äillich. graz l3 X. ssrauzdolf 20 X 10 !,. Sl. Veit bei Laibach 18 X, Zeier 4 X, Wolo bei Fgn 4 X 90 !,, Horjul 9 X !'.3 !>, Zaplaua 7 X 93 !>, Vresowih bei Lnibach 1 lX; Psaner <»luua»ei iu Golo ob Igs, 5 X 10 1>, Nuralir KurcKüel ^ X 4« I., zusammen 1089 X 29 !>. Nichtamtlicher Teil. Aus czechischen Blättern. Die „Mrodni ^ysli" treten der '.'Insllianxn^ entgegen, das', die Jungczechen gehofft hätten, die Polen würden fich ihnen anschließen. Sie hä'tteu lediglich in ihrem >lampfe nlit den Deutschen eine gewisse wohlwollende Neutralität seitens der ga irischen Großgrundbesitzer im Polenl'luli erioarlet, so das; dieselben t'einer Koalition gegen die Ezechen mehr beilreten loi'irden. Dazu diirften sie sich wohl auch nach der Neise des Ministerpräsidenten nach ^»alizien uilch eiiljcl,Iies;el,. Collie diese jedoch zu dem Zwecke unternounnen werden, welchen ihr die „Neue z^reie Presse" »indiziere, so würde da» eine Verschärfung der czochischen Obstruktion bis zur unerträglichen Härte zur ^olge habeu. Die „Politik" erklärt, die dentsche Presse innie dem Herrn Ministerpräsidenten zu, die Polen dnrch materielle^ugesländnisse zu gewinnen, damit sie sich ganz von den czechischen 'Abgeordneten abwendeten nnd diese der Vereinsamung überliesien. Diese 'jumntiing werde gewiß von Polnischer Seite gebührende M'weisnng finden. l>»alizien sei vom österreichischen ^egiernngoWem vernachlässigt worden. Wenn jeht ein kleiner Teil der alten Sün den weitgemacht loerde, so erfiille damit der Staat blos', seine Pflicht, nnd von diesem Gesichtspunkte auo müsse auch die .'1,'eise des Herrn MinisierPräsi denten betrachtet werden. Die Polen seien übri- gens zn kluge und erfahrene Politiker, um sich ihre politische Mtiou5freiheit durch administrative Maßnahmen verkümmern zu lassen, und würden sich am allerwenigsten in eine >tampfstellnug gegen die Ezechen hineindrängen lassen, weil dies ihrem eigenen Interesse nicht Zuträglich wäre. Es wäre daher viel ersprießlicher, wenn der Kabinettochef den Polen freies Spiel ließe, nunmehr mit feiner Zustimmuug die begouuene denlsch czechische Ver-ständigiingoaktion wieder aufzunehmen, welche nach wie vor der einzige Ausweg aus der innerpolitischen Wirrnis sei. Die „Moravskü Orlicc" meint, die Errichtung selbständiger italienischer >turse, der Prüfnngs erlaß, betreffend die ^gramer Universität, und die beabsichtigte Neisc des Herrn Ministerpräsidenten nach (^alizien hingen' direkt zusammen und bezweckten die Isolierung der czechischen Obstruktion. C'5 handle sich nnr darum, was der >tabinettschef damit beabfichtige. Wolle er im Herbste noch einen Versnch mit dein Parlamente machen und die cze-chische Obstruktion schon von vornherein als hoff nungslos hinstellen V Oder wolle er vorweg die Absolution für die Anwendung des ß 14 auf den Ausgleich nut Ungarn, die Handelsverträge und die l^eldbeschaffnng für militärische Zwecke erwir^ ken? (5s scheine, daß ihm beides vorschwebe, da das eine das andere nicht ausschließe. Bulgarien. Die Nachrichten, welchen zufolge dao ener gische Eingreifen des bulgarischen Kriegsministers, (Generals Savov, hinsichtlich der in seiner Abwesenheit verfügten ^oldntenbenrlanbnngen zu einer Miiusterlrise geführt hätte, entfprechen nach einer Milteilnng au5 Sofia nicht dem wahren Alande der Dinge Die Angelegenheit habe nach verläßlichen Darstellungen folgenden Verlauf ge-nommen: >tnrz vor der 'liückkehr deo >triegsnuni stero Savov ans Österreich wurde auf Antrag des Handelo nnd Ackerbanminister5 (^enadsev volu Ministerrate der Beschluß gefaßt, znm ZN'ecke der Vesll)lelmigiing der Feldarbeiten der helirigen, nn gewöhnlich gnten (^rnte ^5.lXX) Soldaten zu benr- Feuilleton. Bilder und ihre Schicksale. Nilk ' s^ltsalnen Schicksalen, die manchmal mit ' l. " h^.f,^,^^ ^^ ^,^.^, j,^ „Strand Maga !l m/'^lt. So hat z. V. Mnrillos „Ilnbefleckte 'psangnis" im Louvre mit ihrer holdseligen An ^' ^"" Menschen das Leben gerettet. In dem mit Spaiuen hatte der Mar »"id. ,e - ' ^''^"'- Der Marschall verdoppelte sein l^'idc, ^'.' ?"^' "ur gegen die i>reilassnng der s"ne. ?"^^' "'h"It "' das Vild, das dann nach '^0<»l»"^ ^'"" der französischen Regiernng für ^iliiill ^^"ken angekanft »vlirde. Ein anderer ^atl/^"'. U'undervolle heilige Autouius in der "ra s/^^ ä" Sevilla, wurde durch eineu Dieb l'll'i,, .' '"^"^^ T" ^ignr des Heiligen, die in in ^, ,'"ger Anbetung den Engelchören lanscht, N'a.>,. ""^abschnitten, tind trotzdem sofort Maß-^' "'^"N'"l wnrden, nln den Dieb zu ent >'lna.^ ""^^' "'^ '"' folgenden Jahre dnrch ein (Ulf 5 ""'s ^'"' ^'"o Yorker Markte die Spnr ' ^"Übeltäter gelenkt, "'"'ch größeres Auffehen erregte die Entwen- dung des berühmten Porträts der Herzogin von Devonshire von (^ainsborongh aus dem Laden der Mrss. Agnew, ^ei denen es versteigert werden sollte; die kostbar'e' Leinwand wurde ans dem Mhmen mit eiuem scharfen Mefser heransgeschnit ten, dann klebten sie die Diebe erst ans braunes Papier, nm das Vrechen beim Zusammenrollen zu verhindern, und verschwanden dann. Es ist noch in frischer Erinnernng, wie es vor einiger Zeit wieder entdeckt wnrde. Im Jahre 17^7 wnrde Correggios „Lesende Magdalena" zusammen mit zwei anderen Vilderii ans der Dresdner (^emäldegalerie gestohlen. Eines der Bilder, „Das Urteil des Paris" von Adriaen van der Werff, wnrde sofort in einein Speicher nahe am Zwinger gefunden, uud bald darauf ent deckte man anf einem Heuboden den Eorreggio, doch ohne lahmen, der den Dieben wegen der kostbaren Steine, mit denen er geschmückt war, am wertvollsten erschienen war. Fand man hier einen Eorreggio auf dem Heuboden, so ist ciue berühmte „Heilige Familie" von .'ltaffael einmal von einem Vaner, der das beinalte Stück Leinwand achtlos gefuudeu, zum Verkleben eines zerbrochenen Fen slers verwendet worden. Znfällig ging ein (^e> mäldekenner vor dein merkwürdig geflickten Fenster vorüber, besah die seltsame Malerei nnd ent-deckte bald, daß sie ein berühmtes, lange vermißtes Vild von ^liaffael fei, das fich m der Sammlnng der Noveres befnnden, für die Familie von dein Meister selbst gemalt worden nnd mit einem <-ig nnm verseheli war. ^>anz kürzlich erst will, wie hierzn bemerkt sein mag, ein Londoner Vilder- Händler, Erome, 'Ilaffaels „Madonna del Passeg gio" entdeckt haben; doch ist hk>r die Echtheit des Bildes nicht über alle Zweifel erhaben, obwohl der Händler dem, der ihm das Äild als Fälfchung na'.'.weist, 2<»<)l» Kronen verspricht. Das Bild hatte der Meister fin die Herzogin von Mantna gemalt, ans deren Besik es >iarl 1. von England erstand. Nach des Bönigs Stnrz kam es nach Spanien und wanderte von dort wieder nach England, wo es (5rome bei einem Nachkommen des ersten Pcsihers anfgefnnden haben will. Wie man Schake an abgelegenen Orten enl decken kann, dafür ist wohl das außerordentlichste Beispiel die ^ammluug Holbeiuscher Zeichnnnge», die die >tönigili Caroline unter der AiegierunH l^eorgs II. anffand. Diese Wuiiderloerle des Stiftes, auf denen mit den einfachsten Mitteln ge-treuesle Abbilder der Hofgesellschaft unter Hem-rich VN1. gegeben sind, loare» "i einer atten zionuuode im >iensington-Pc,last verpackt worden nnd lagen dori zusa.u.uen m,t emem ^ostbaien ^ci„d voli Zeichnllngen Leonardo da Vincis. Man kann sagen, daß die höchste Hohe alles zeichnerv schen >tönnens in diesen unbeachtet fortgelegten Paketen beschlossen lag. (^ar seltsam erging es auch den Cartons, die )1laffael zu einer Neihe slä-mischer Teppichwebereien für dm Papst Leo X. zeichnete. Nachdem sic zur Vorlage für die Weber gedient hatlen, warf man sie achtlos zur Teile. D,e Arbeiter hatten sie, um sie besser verwendcu zu tonnen, m Streifen geschnitten, und so sah sie .lmbens, dcr von diesem traurigen Znstaude solch herrlicher Werke dem König >tarl I. erzählte. Der Laibacher Zeitung Nr. 150. 1358 5. Juli 1904. laubcu, wodurch auch in den Staatsfinanzen eine Ersparnis erzielt worden wäre. Der Stellvertreter des Kriegsministers gab seine Zustimmung zu dein Beschlusse und ordnete die Durchführung der Be urlauduug an. ttaum hatte jedoch General Savov die Meldung über diesen Vorgang entgegcngcnom inen, als er auf eigene Verantwortung den Ministerratsbeschluß sistiertc, unt der Absicht, nachträgt lich dein Ministerrate die Gründe darzulegcu. Diese Gründe seieil, wie anerkannt werden müsse, genügend schwerwiegender Natur, um ein solches Verfahren des Kriegsministers, auf dessen Tchlil teru die ganze Verantwortung für die Ausbildung und Schlagfertigkeit der Armee ruht, zu rechtfer^ tigen. In erster Linie sei der Umstand anzuführeu, daß 500 Reserveoffiziere zur Waffenübung ein berufen wurden, deren Ausbildnng nun bei den geschwächten Ständen illusorisch geworden wäre. Ferner komme in Betracht, daß die Mannschaften kurz vorher für drei Monate beurlaubt gewesen sind (während der Einberufuug des letzten Assent-jahrganges), so daß eine neuerliche Beurlaubung auf die Ausbildung des Heeres derart nachteilig gewirkt hätte, daß dadurch die Schlagfertigkeit der Armee ernstlich in Frage gestellt worden wäre. Die vom General Savov für unvermeidlich erachtete, unverzügliche Einstellung der Beurlaubungen hat begreiflicherweise znnächst zu einer Meinuugsverschiedenheit zwischen dein Kriegs-minister uud den anderen Mitgliedern des Kabi nettes geführt', diese Differenz wurde jedoch bald auf gütlichein Wege beigelegt, die Gerüchte, wo nach diese Frage eine Kabinettskrise nach sich ge zogen hätte, beruhen lediglich auf Übcrtreibnngen der oppositionellen Presse.___________________ Politische Ueberficht. Laibach, 4. Juli. Die «Reichswehr» bespricht einige Äußerungen, die Graf Tisza dem ungarischen Reichstage in bezug auf die Erledigung des österreichisch-ungarischen Ausgleiches gemacht hat. Die Politik der freien Hand, die er verkündet, uehme sich, wenn sie so in das sich ein wenig ungebärdig zeigende ungarische Abgeordnetenhaus hinein verkündigt wird, ungemein wirkungsvoll aus; aber in Wahrheit sei dahinter nicht viel zu sucheu. Entweder wehrt sich Graf Tisza gegen den Notparagraphen oder er bekennt sich zu 'ihm; aber ein Erwartuugsgeschäft taun der ungarische Ministerpräsident nicht eingehen, dazu müßte er in Österreich einen Partner gefunden haben. Allerdings werden die Inngczechen sich über diese Änßernngen des Grafen Tisza freuen und mit Ungeduld den Augeublick erwarten, in welchem Dr. vou Koerber als Gefangener iu der Hand des ungarische« Ministerpräsideuten zappelt. Sie dürften sich jedoch täuschen, ihre Obstruktion habe ihu uicht geschwächt. Sie habe ihm vielmehr durch ihr Verhalte» die Stärke verlieheu, ein Unteruehmen zu beginueu, welches zu einer Majontätsbildung führeu töunte. Einstweilen werde jedoch der H 14 alles herbeischaffen, was das staatliche Leben erfordert. Die neuerlich auftretende Nachricht vou dem bevorstehenden Besuche des Königs Peter bei dem Fürsten Ferdinand vuu Bulgarien iu Sitnjatovo wird von kompetenter serbischer Stelle auf das bestimmteste demeutiert. Der König werde sich am 17. d. M. zu einmonatlichem Kurgebrauche in ein iuländischcs Bad begeben nnd in diesem Jahre keine Reisen in das Ausland unteruehmen. Die bayerische Wahlreform ist endgültig gescheitert, deun die Kammer der Neichsräte hat, entsprechend dem Antrage ihrer Kommission, die Wahlreformvorlagc einhellig abgelehnt. Unmittelbar darnach brachten die libewlcn Mitglieder der Abgeordnetenkammer in der Form eines Gesetzentwurfes den Antrag auf Einführung vun Proportionalwahlen ein. Der Umstand, daß der französische Minister des Äußern, Herr Delcass6, im letzten Ministerrate Mit-teilnngen über die Lage ans dem osta siatisch en Kriegsschauplätze machte, ist, wie eine Mitteilung aus Paris betont, keineswegs in dem Sinne zn deuten, als ob dies durch eine besonders ernste Gestaltung der Situation für Rußland veranlaßt worden wäre. Der Minister soll vielmehr lediglich die Gelegenheit ergriffen haben, um die auderen Mitglieder des Kabinetts über den Stand dieser Angelegenheit, an deren Verlauf außerhalb Rußlands nirgends in Europa ein regeres Interesse genommen werden könne, als in Frankreich, genauer zn unterrichten. Es dürfte hiebei neuerdings zutage getreten sein, daß die vielfach verbreitete sehr ungünstige Be urteilnng der Position der Russen an den maßgebenden Stellen in Paris keinen Anschluß findet. Speziell iu der hicbei nie aus dein Auge zn verlierenden Frage, betreffend die Haltung Ehinas, sei bisher kein Anzeichen aufgetaucht, durch das man in der Er-wartuug, daß die Pekiuger Machthaber ihrer wiederholten, nachdrücklichen Zusichernng strikter Neutralität treu bleiben wcrdeu, erschüttert werden tonnte. — Der Berichterstatter der Russischen Telegraphen-Agentnr in Mnkden telegraphiert: Nach Berichten aus Port Artur herrscht dort vollständige Ruhe. Die Bevölkerung ist an das Bombardement der japanischen Flotte so gewöhnt, daß dasselbe gar keinen Eindruck mehr «nacht. Das öffentliche Leben uimmt normalen Lauf und es herrscht an nichts Mangel. Lord Eurzou hielt diesertage in Dover eine Rede, iu welcher er ausführte, in Indien sei er als Vizekönig verantwortlich für die Verteidigung einer weitgcstreckten Grenze gegen eine europäische Macht. Er müsse deshalb, obgleich er den Frieden wünsche, erforderlichenfalls zum Angriffe übergehen. TlMsneuigleiten. — (Eine Schreibmaschine, die automatisch nach Diktat schreibt.) Die Schreib« Maschine, die des Maschinschreibers uicht bedarf, sondern die das gesprochene Wort selbsttätig ohne weitere Ver° mittluua. niederschreibt, ist die Erfindung eines Ungarn, der seine Erfindung nun in deu Kulturstaaten zur Patentierung gebracht hat. Wie wir einer Mitteilung des PatentauwaMVureaus I. Fischer in Wien eut-nehmen, ist diese interessante Schreibmaschine selbstuer» stündlich eine elektrische. Die einzelnen Typen werden durch Elektromagneten bewegt, in deren Stromkreis ein Kommutator eingeschaltet ist. Der bewegliche Arm dieses Kommutators wird durch Elektromagnet»,' verschoben, deren Erregnugöstriime durch ein iufolae des aus° gesprochenen Lautes in Vibration gebrachtes Plättchen oder dergleichen geschlossen und nuterbrucheu werden. — Gewinut diese Schreibmaschine eine wirtlich pral-tische Form, s» würde hiemit zwar die Arbeit des Schreibens ungemein erleichtert werden, aber ein Ge-werbe, dem heute diele ihren Unterhalt verdanken, jenes des Maschinschreibers, wurde damit zu existieren aufhören, deun wer würde „och mit der Maschine schreiben lassen, wenn er der schreibenden Maschine direkt diktieren kaun? - (Eine brave Rabenmutter.) Ein Forst-mann schreibt der .Straßburger Post»: «Rabenmutter, ist ein böses Schimpfwort. Wie die Gerichtsverhand, luugeu zeigen, gibt es unter den Meuschenmüttern einige, Gott sei daul uur ausnahmsweise, die als Nabenmütter gekennzeichnet zu werden verdienen. Die Rabenmütter im echten Sinne des Wortes aber nun, das siud brave und liebevolle Mütter, treu bis in den Tod. Das taun ich beweisen. Huren Sie nur zn: In einem Schlage im Forstschichbezirke Zuudelkopf bei Hochwald wurde letzte Woche eiu Stamm gefällt, in welchem ein Rabe sich eingenistet hatte. Der Stamm wurde von Holz-Hauern angehauen und durch das Klopfen erschüttert. Kaum bemerkte dies die Rabenmutter, das heißt die Mutter der jungen Naben, die eben im Begriffe war, Nahruug für ihre Jungen zu sucheu, so kaui sie gleich herbei, setzte sich auf ihr Nest uud verbarg ihre Jungen unter den Flügeln, als wolle sie sie vor Gefahr schützen, Sie verließ ihr Nest nicht, der Staunn fiel um, die treue Beschützerin ihrer Kiuder blieb sitzen und wurde samt ihren drei Iuugen erschlagen. Ich bitte deu Herru Redakteur, dies zu veröffeutlicheu, dnmit iu Zukunft der Name «Rabenmutter» ein Ehrentitel werde. Der braue Vogel, der für seiue Jungen in den Tod ging, hat das wahrlich verdient. — (Ein eigenartiger WagnerEnthusiast.) Eiue merkwürdige Begründung seiner Vorliebe f>""' Waguersche Musik gab eiu Maun, der vor einigen Tagen in dem Scebade Bournemouth ausfalleud applaudierte, als eine der Kurtaftelleu Wagnersche Stücke spielte. Ein Musittenuer fragte den Maun, ob er Wagner so sehr bewundere. Darauf autwortete der Gefragte: «Waguer, ist das der Kapellmeister?. Als ihm der andere erklärte, wer Wagner sei,j antwortete er: «So!? Die Mllsit erinnert mich so au meine Heimat, ich bin nämlich Kesselschmied aus Erith.» — (Norwegens erster weiblicher Polizist) ist eine sechsundfünfzigjährige Frauensperson niit dem Namen Albcrtiue Fridtz. Sie ist auf der Insel Nakholm ansässig, die dem Staate gehört und dereu Angelegenheiten zu nicht weniger als drei verschiedenen Departements ressortieren. Das Kriegsmiuiste-rium läßt dort Schießübungen anstellen, das Handelsministerium Steinbrüche betreiben uud das Laudwirtschafts- >iönig wollte die Kartons alle retten, doch cs war schon gu spät. Nur sieben waren noch gut erhalten, die anderen zerstört und zerschnitten. Diese sieben Bilder, die vielleicht am reinsten nnd schönsten das Kumvositionsprinzip und das wundervolle (Gleichmaß der Rauuwerteiluug des großen Malers zeigen, hangen nun in einem besonderen Saale des South Kensington Museum. Die Original' tapetcn nach den Cartons kosteten Leo X. 24<1.lXX) Kronen und hingen im Vatikan. Von hier wurden sie 17!)8 von den Franzosen entfernt. Einige Jahre später fand man sie in den Händen eines Parisers, der schon zwei Teppiche verbrannt hatte, um das (^old und Silber, das hineingewebt war, heraus^ zubringen. Sie wurden vom Papst wiedergekauft uud hängen nun wieder im Vatikan. Doch nicht nur Gcwiunsucht hat Anteil an der Zerstörung von Bildern, fondern anch Familienverhältnisse beeinflussen die Schicksale der Bilder. So hat der Carl von Derby das berühmte Porträt seiner Frau von Reynolds, nachdem sie sich hatte von ihm scheiden lassen, in einem Anfalle von Wut zerstört und fo die Welt eines uuersetz-baren Kunstwerkes beraubt. Ein anderes (Gemälde Ney,wld5 ist. nachdem es lange Zeit in der Na^ Uonalgnlerie das Entzücken des Publikums ge-> .! b"w. plötzlich entfernt worden. Es gehörte ^7.?. ' 5""""""' dic aber bei ihren: Tode keine Bestimmungen ndcr das Bild hinterlies' Ihre c^rben erzwängen nun dic >>-ransgä "des schönen Werkes, das man n'ch längst gewöhnt hat 7l" eme Zlerde der londoner ^enMdesannnlung an-Zusehen, und verkauften es an Mr. Veit 5i v 440.000 Kronen. '" Wilde Wogen. Roman vun ßwclld August König. (91. Fortsetzung.) (Nachdruck verboten) «Nnd was mich betrifft, so wünsche ich, daß du sie niemals finden mögest», erwiderte er, ihr beide Hände reichend, «bleibe bei mir, ein schöneres Heim könnte dir nnr ein liebender und geliebter Gatte bieten.» «Damit ist es für immer vorbei.» «Weil ein Mann, an den nicht Liebe dich fesselte, dich betrogen hat? Das ist lein Grund, der Hoffnung auf eine glückliche Znlnnft zn entsagen.» Erna schüttelte ablehnend das Haupt. Sie hatte diese Hoffnung schon zn Grabe getragen, die Blüten ihres Lebensfrnhlings waren verdorrt, er tonnte leine neue Knospen mehr treiben. Als der Bruder sie verlassen hatte, nm ins Ge« schäft zurückzukehren, fchlng sie den Weg zum Hotel ein. Der Portier war bereits unterrichtet, eine Mistreß Burton aus Newyorl suchte eine Gesellschafterin, er nannte ihr die Nummer des Zimmers, welches die Dame bewohnte. Bald darauf stand Erna der Amerikanerin gegenüber, sie war noch jung, eine hohe imponierende Gestalt, blondes Haar umrahmte in reicher Fülle das hübsche, fast männliche Antlitz mit dem energischen Ausdrucke. Erna stellte sich vor; einige Sekunden standen sich die beiden Dameu schweigend gegenüber, dann reichte die Amerikanerin dem Mädchen die mit Ringen reich geschmückte Hand. «Ihre Erscheinung macht einen sympathischen Eindrnck auf mich», sagte sie mit einer tiefen, klangvollen Stimme, »es waren schon einige Damen hier, junge und alte, ich fühlte mich zu keiner von ihnen I hingezogen. Wollen Sie mir nun sagen, was Sie bewegt, sich um diese Stelle zu bewerben?. Sie rollte dem Mädchen einen Sessel hin M'd nahm ihr gegenüber Platz. Erna berichtete ihre Ver- -Hältnisse, ihre unglückliche Verlobung und die DrohuN- l gen des verschmähten Werbers. «Es ist hauptsächlich der Wunsch, meinem Bn> der nicht länger znr Last zu fallen», schloß sie ihre Erklärung, «so lange ich bei ihm bin, kann ich keine Ersparnisse für schlimme Tage machen, und bleibt ihm anch das Glück tren, so würde ich doch in seiner jnngen Ehe ein störendes Element sein.» Mistreß Burton nickte verständnisvoll, ihr Bl>" rnht? voll warmer Teilnahme auf dem schöne" Antlitze Ernas, das die Erregung dunkler gefärbt hatte. «Sie wissen, was ich von einer Gesellschafter'" verlange?» fragte sie. «Eine gediegene Erziehung' Sprachkenntnisse nnd musikalisches Talent, dann ab" anch alle guten Eigenschaften des Herzens und des Charakters. Nicht meine Dienerin, sondern mei"^ Freundin sollen Sie werden, in trüben wie in frohe" Tagen sollen Sie mir mit Rat und Tat zur Seite stehen.» «Versuchen Sie es mit mir; ich hoffe, Sie z^ frieden zu stellen», sagte Erna in ihrer ruhigen We^ «Sind Sie bereit, mich nach Newyorl zu b? gleiten?» «Wenn Sie es verlangen, schon hente; ich t"" darf nicht vieler Zeit zum Einpacken meiner O"' derobe.» «Wir werden immer noch einige Tage hier b^ ben, ein recht trauriges Geschäft hält mich hier zuru"'' Laibacher Zeitung Nr. 150. 1359 5. Juli 1904. Ministerium Anpflanzungen besorgen. Die Insel trägt nur einige wenige Hufe, von welchen Fräulein Fridtz ihren einen auf längere Zeit gepachtet hatte. Sie betreibt den Hof, melkt ihre Kühe und hat im übrigen genug damit zu tun, den Lustseglern, die die Insel besuchen und dort ans Land gehen, anf die Dinger zu sehen. Dieser letzte Umstand ist es, der Fräulein Fridtz die Würde einer Polizciperson verschafft hat. — (Eine Hochzeit per Telephon), bei der der trauende Prediger 300 Meilen von dem Braut« Paare entfernt war, fand dieserlage in New°Vorl statt. Der Pastor und ein Trauzeuge befanden sich in Warrens-burg und das Paar war mit dem anderen Zeugen in Buffalo. Alle an der heiligen Haudluug Beteiligte,, hatten Telephonhörer am Ohre nnd hoben sie sich znm Andenken an die sonderbare Trauung anf. Die Feier« lichkeit dauerte acht Mimten, sie war für aNe deutlich hörbar. Lolal- und Provinzial-Nachrichtcn. ^ (Per so ual u ach ri cht.) Seiue Elzelleuz der Herr Feldzeugmeister und Chef des General swbes Freilierr von H e ck isl astern zu mehrwöcheut lichem Aufeuthalte i„ Veldes eiugetroffeu nud in, Hotel Malluer abgestiegeu. ^ (In ftallati ou des Vürgerm.ei l^'rs von Laibach.) Seine Majestät der Kaiser lmt die Wiederwalil des Herrn Ivan Hribar zum -bulttcniieWr der Laudeslmuptstadt Laibach zu ^nehlnl^',, geruht. Die feierliche Justallatwu U'ird "'> 12. d. M. um 11 Uhr voruiittagS im Rathaus '"«le stattfinden. . ^ (Von der Zentralanstalt fur Me ^lologie und Geodynamik.) Seine Er-^'llenz der Herr Minister für Kultus nnd Unterricht hnt den Professor au der hiesigen Oberrealschnle nnd ^zirtsschuliuspektor Herru Albiu Velar zum Kor-^spouoeuten der Zentralanstalt für Meteorologie u»d Geodyuauiik ernannt. — (Militärisches.) Zur Frequeutieruug des mit 15. Oktober beginnenden Proviautoffiziers lurscs in Wiei, wurden Uoin t. u. l. Heere l« Uu teroffiziere eiubernfeu, darunter der Zugführer Titularfeuerwerler Josef Verwega des Divi fiousartillerieregiments Nr. 7. (Militärlouzert für das Vega-Deuk m a l.) Heute (abends 8 Uhr) findet in den Kasino Nestaurationslokalitäten das znx,'itc Konzert der Musikkapelle des l. und k. 27. Iufauterieregi-meutes >löuig der Belgier für die Errichtung eines ^a Denkmales in Laibach statt. Eintritt per Per-ou 1 j<, Familieutarteu zu 2 1(. Nbcrzahluugeu werden von, Zeutralaktiouökomitee dankend eut N^grugenomiuen. ^ (Ernennung in, Schuldienste,) ^>r Professor am ersten Staatsgymnasium in Graz, >verr Stadtschuliuspeltor Dr. Otto Adamel. wurde ^lNl, Direktor des zweiten Staatsgmimnsiums in ^t-az ernannt. Herr Direktor Adamet hatte in den >'a!)n'n 1«77 hjs l.^1 auch am Staatsgymnasium m 7"bach nls wirklicher Lehrer, beziehungsweise ^^lchor gewirkt. wn^ ^ Amerikanerin mit einem leisen Seufzer. «Sie sckn " "' Newport natürlich bei mir in meinem dien« H°"se- Sie werden dort Ihre eigene Be. Cie? Ehalten- während meiner Abwesenheit sind Sodn Herrin und Repräseutautin meiues Hauses, für w ^"^^ '^ ^hnen monatlich hundert Dollars I^ ^"derobe und Taschengeld, und gefällt es zeit s ' '"^ "'^^ '"^r- ^ s^ht es Ihnen jeder-dan« : ."'ch wieder zu verlassen, ich verpflichte mich tlaäe'n "e Kosten der Rückreise nach Europa zu standen? ^ ^'^ "^ ^'^" Bedingungen einver- «Gewiß, denn sie übertreffen meine Erwartungen.» »nick n^"^°lil, Sie werden mir gestatten, daß ich blick-« ^- ^"" erkundige, mein liebes Fräulein, er« "^'e darin leiu Zeichen des Mißtrauens.» Ameri', ^""2 nicht., erwiderte Erna rasch, der lein k ."'" ""^ "«d voll ms Auge blickend, .Frau-lu„sf " ^"ber wird Ihnen dic gewünschte Aus- ' H""e geben.» schripi/V"^ ^""°" ging zum Schreibtifche und Glock^l^ ^"sse Hertas auf, danu zog sie an der sie »,°''^t" Sie einen Wageu im Hotel?» fragte nuk-,.'1. « "9s, gnädige Frau, wenn Sie ihn be-v^u wollen —, Sie '^"ssen Sie sofort aufpanneu. Der Herr. den komm"", zuschicken "ullten, ist bis jetzt nicht ge- wiikr/^ "warte ihn jeden Augenblick. Sollte er ihn m """" Abwesenheit eiutreffeu, so bitten Sie "ickt ,"^ ^'lcklehr hier abzuwarteu, ich werde wohl ^ '"'ge ausbleiben.. (Foriseh.u,,, folgt.) — (Priesterweihe.) Die Absolventen der Laibacher theol,Lehranstalt erhalten die Priesterweihe iu der ersten Hälfte des Juli, und zwar am 9teu Juli das Suboialouat, am 12. das Diatonat, und mu 14. Juli das Presbyteriat. Die Priesterweihe erhalten aus dem vierten Jahrgange die Herren: Ludwig Bajec aus Hrcnovice, Verthold Bartel aus Podgrad, Johann Dciman au^ Nadmannsdorf, Josef Lavtar aus Eisnern, Alois Perz aus Alt tirchen bei Gottschce, Barthelmü Podbev»cl aus Vrauja Pel', Matthäus Sui^elj aus Koöaua, An dreas Zgaga ans.^iropp, Anton Huidarkn' aus Gu teujeld und Iguaz Xusl aus Pölland; ferner aus dem dritte» Ial,l gauge die Herren: Ioliauu Bor^tnar aus Vrauja Pel', Matthäus Kozelj aus Tlieiiny, Alois .Uralj aus Weichselburg. Josef Prekeren aus St. Michael bei Nudolsswcrt, Vladimir Prijatelj al«s ^Itudolfswert und Johann .^trubelj aus Polila. — (Die Schlußprüfungen au der Schule der „Glasbena Maticn") werden Iieuer in folgender Ordnnng stattfinde,,: Dienstag, den 5. Inli, ans ix>>» Violin und Klavierspiele iu den Jahrgängen des Herrn Lehrers Jos. Vedral; Mittwoch, dcn 0. Juli. aus dem Kladierspiele ulid Sologesänge in den Jahrgängen des Herrn Schul-direltors Fr. Gerbi«': Dcmuerstag, den 7. Juli. aus der Musiltlieorie und Schüler Ehorgesang in den Jahrgängen des Herrn Lehrers Jos. P a v l- i l-ui,d darauf aus der Harmonielehre der Jahrgänge des Herrn KonzertdirektorS M. Hu bad; Freitag, deu tt. Juli. aus den, Klam'erspiele in den Iahrgäu gen des Herrn Lel)rerS Jos. P r o ch 5 z l a, darauf aus dem Klavierspiele in den Jahrgängen der Leh-rerin Fräulein Klothilde Praprotuik. — Sams, tag. den 9. Juli, um ^12 Uhr vormittags werden den Schülern dic Schulzeuguisse ausgefolgt. Die Schulprüsungeu beginueu au deu oben augesehteu Tageu jedesmal um ^(» Uhr uachunttags im Schul saale der „Glasbeua Matica", Vegagasfe Nr. 5. Zutritt haben die Eltern oder deren Stellvertreter und Mitglieder der „Masbena Matica". - (Die Aezirkslehrcrkou fere n, für deu politifchen Bezirk Tscher-u e m b l) fand uuter dem Vorsitze des k. l. Bezirks-schulinspektorS. Herru Josef Turk, am 30. v. M. in TschernembI statt. Daran beteiligten sich 3!>> Leh reriuilen u»d Lehrer sowie 4 Aushilfslehrer. Zu Be^ giim der Konferenz begrüßte der Herr Vezirlsschul-infpeltor die Lehrerschaft, gedachte mit warmen Worten seiues Vorgängers, des Herru Direktors Aut. Ierkinovil-, und lud sodaun die Lehrerschaft eil,, mit voller Aufmerksamkeit deu zur Behandlung kommenden wichtige,, Themen zu folgen. Darauf entwickelte Herr Lehrer Nudolf Schiller mit deu Schülrru der vierten Klasse praktisch ein Stunde,^ bild aus der Naturgeschichte „Der Specht" (/<»li»ll) mit besonderer Rücksicht „ahme auf die biologische Lehrweise. Der Vurtrag entsprach vollkommen dem gestellten Zweckc ui,d erbrachte dcu Beweis, das; sich Herr Schiller gewissenhaft und allseitig vorbereitet hatte, um seine Aufgabe so gläuzcud zu lösen. Mau zollte ihm deuu auch allgemeine Aucrleuuuug. -Die Beluerluugcu des Herrn Bezirksschuliuspeltors über die bei, dcu Iuspeltioueu geiuachteu Wahrnch-inuugeu waren reiflich durchdacht' die Lehrerschaft folgte seiuen belehrende!, AuSsüliruilgeu mit reger Aufmerksamkeit. - - Einen weiteren Puult der Tagesordnung bildote die Feststellung eiues einheitlichen Lehrplaues für die Wiederlioluugsschuleu mit Bezug auf die mit dem Erlasse des f. l. Lauoes-schulrates vo», 21. Septeuiber l'«)2. Z. llWl. verös fentlichteu Grundzüge. Die Nefereutcu, Herr Ober-lehrer Mattl,ias Bartel aus Semiü und Frau» leiu Lehrerin Anua Fabijan aus Dragatu» lösten ihre schwierige Frage recht zufriedenstellend. -- So» dann folgte der Bericht des Leiters der Bezirks lelirerbibliotliel über den Stand der Bibliothek, wor auf „ach vollzogeueu Wahlen und uach eiuer ent fprecheudeu Rede die Koufercuz vom Herrn Bezirks-schulmspektor ,nit eiue», dreiumlisscu „Slava" Rufe auf Seiue Majestät deu Kaiser geschlossen wurde. Die Versammlung hatte mit seinem Erscheinen auch der k. l. BczirlSlMlPtmaun, Herr Viktor Parma, beehrt und war sowohl von, Vorsitzenden als auch von der Lehrerschaft auf das lebhafteste begrüßt wor deu. Im Hotel „Grad" versammelten sich sodann die Mitglieder der Konferenz zu eiuem gemeinschaft lichen Mittagsesseu: uuter Reden uud Gesaugsvor» trägeu verfloß der Nachmittag in der gemütlichsten uud augeuelimstcn Weise. ' lVos linste Beschädigung.) In der Nacht vom 1. auf den 2, d. M. liat eiu Unbekannter dem Malermeister Philipp Pristov in seiner an der Wieuerstraße Nr, 11 befindlichen Wcrlstätte einen ueu bemalten Ofenfchüker niit Schwefelsäure be-gosseu uud dadurch ciueu Schaden von ^0 X verursacht. — (Der Jahresbericht des k. l. I. Staats-gymnasiums in Laibach> enthält als Programm-artilel die Fortsetzung des Aufsatzes «Katalog der Lehrcrbibliothel des l. t. I. Staatsgymnasiums in Laibach» von Prof. Dr. Val. Korun und Schulnachrichten vou Direktor A. Senelovic. Letzteren entnehmen wir fol» gende Hauptdaten: Der Lehrkörper zählte mit Einschluß des Direktors 27 Lehrkräfte für die obligaten und 6 Lehrkräfte für die nichtobligaten Fächer. Die Zahl der Schüler betrug am Ende des Schuljahres 539 (I.u. 22, I.!'. 45, I.e. 47, II.u. 26, II.d. 54. III.». 12, III. d. 33, III.«. 31, IV. ü. 19. IV. b. 33, V. 42, VI. u. 27, VI. d, 32, VII. 46, VIII.». 30, VIII. b. 40). Die Muttersprache war bei 455 Schülern die slovenische, bei 103 die deutsche, bei einem Schüler die italienische, die Religion bei 536 Schülern die römisch'latholische, bei 1 Schüler die evangelische und bei 2 Schülern dü' mosaische. Die erste FortgangMasse mit Vorzug erhielten 79, die erste ssorlgangsklasse 335, die zweite Fort» gangsllasse 38, die dritte Fortgangsklasse 8 Schüler; zu einer Wiederholungsprüfung wurden 53, zu einer Nachtragsprüfung krankheitshalber 6 Schüler zugelassen. Das Schulgeld betrug im ersten Semester 7180 K, im zweiten 5620 X. daher zusammen 12.800 X. An Stipendien bezogen 70 Stipendisten den Betrag von 13.592 X 65 !>. — Der GlMnasialunterstützungsfond hatte 1207 « 45 li an Einnahmen und 873 X 82 l> an Ausgaben zu verzeichuen; das Vermögen dieses Fonds besteht am Schlüsse des Schuljahres aus 16.500 X in Obligationen, einem Spartassebuche mit der Einlage von 472 X uud 333 X 63 b in Barem. — Das Schuljahr 1904/1905 wird am 18. September mit dem hl. Geistamte eröffnet werden. — (SanitätS'Wochenbericht.) In der Zeit vom 19. bis 25. Juni kamen in Laibach 18 Ninder zur Welt (24-93"/,), darunter 1 Totgeburt, dagegen starben 18 Personen (24 93«/,), und zwar an Tuber-tulose 2, Entzündnng der Atmungsorgane 1, infolgr Nn» falles I, an sonstigen Krankheiten 14 Personen. Unter den Verstorbenen befanden sich 4 Ortsfremde l22'2°/<,> und l» Personen aus Anstalten (50°/„>. Infeltionserkran-kungen wnrden gemeldet: Masern 4, Scharlach 3, Diph» theritis 2, Rotlanf 4 und Trachom 2. ** (Liederabend der Sängerrunde des Laibach er deutfchen Turnvereines.» Ein glücklicher Stern leuchtete dem Liederabende, den die Sängerrunde des Laibacher deutschen Turnvereines Samstag abends in der Glashalle des Kasinos uer« anstaltete. Eine herrliche Sommernacht, die die Stim-mung nnd Empfänglichkeit für die wunderbare Kunst der Töne erhöhte, eine mit künstlerischem Feinsinn zufammengestellte Vortragsordnung mit mchrrrl'n wert' vollen Neuheiten nnd eine vorzügliche Vorführung durch einen stimmbcgabten Ehor, bildeten ein glückliches har» monisches Ganzes. Die neuere Zeit ist bekanntlich mit Erfolg bestrebt, einen festen Damm gegen die Mittelmäßigkeit aufzubauen, die sich in Fluten über das Ge-biet des Männergesanges ergossen und dessen lünst' lerischcn Wert so sehr herabgemindert hat, daß vielfach die Behauptung aufgestellt wurde, der Männcrgesang als Selbstzweck habe sich überlebt. Glücklicherweise haben die Bemühungen, den Männergesang über die Stufe des einseitig Gefälligen und Geselligen zu selbständigerer Kunstbedcutung zu heben, durch berufene Tonlünstler und Komponisten neuen Ansporn und auch die will> kommene Unterstützung gefunden, die teils in der Bearbeitung alter Volksgefänge, teils in Erhöhung der Wirkung bei Mitwirkung des Orchesters, schlichlich iu der klugeu Ausnützuug der Errnngenschasten der neuen Kunstrichtung, vor allem in der Verliefung des Porti» schcn Inhaltes der Dichtung besteht. — Zu den hervorragendsten Komponistcn in letzterer Richtung zählt Friedrich Hegar, dem die Männergesaugsliteratur viele prächtige Schöftfnngen verdankt. Wir hatten be» reits Gelegenheit, auf die Bedeutung dieses geuialen Komponisten hinzuweisen, dessen Chor «In den Alpen» zu dem entzückenden Gedichte von Scheffel die Vor-tragsordnung würdig einleitete. Befonderen Wert ver-leiht diesem Chore Hegars das Ungekünstelte, Unge-snchte der Mache; er bietet Musik, die fern von der Sucht ist, um jeden Preis tiefsinnig und originell zu sein nnd dadurch in widerliche Sonderlichfeiten ans-artet. Klar aufgebaut, durchaus ^"""ingend, ze.chnrl sich der Ehor durch gesunden Fluß hm.Ptsachl.ch «be durch hinreißenden StimmnnMllsdrnck aus. ^n oen interessanten harmonischen Wenbnnaen, d.e den Sangern bcdentende IntonationSschwieriMtcn verursachen, weht moderner Geist, und der frische rhythmische Schwung wirkt reizvoll-erquickend. Die tadellose Ausführung dieser eben so heiklen wie schwierigen Komposition bildet einen wahren Prüfstein für einen Männerchor, nnd die Sängerrnnde legte in der ausgezeichneten Wiedergabe unter Leitung ihres kunstbcwährten Tangwartes, Herrn Viktor Nanth, neuerlich eine glänzende Probe ihrer Tüchtigkeit ab. Der stattliche (ihor zeichnet sich durch ein blühendes Sümmateriale voll Klangfülle, gesunde Kraft und ein glückliches Stimmenverhältnis aus, zu welchem besonders die ersten Tenöre ihr Teil bei- Laibacher Zeitung Nr. 150. 1360 5. Juli 1904. tragen. Der Chor folgt verständnisvoll und willig seinem Dirigenten, dessen Leitung Ruhe, Energie und ausdrucksvolle Rhythmisiernng charakterisiert, der mit allem Eifer und Erfolge bemüht ist, durch präzise dynamische Schattierungen und Verständnis« volle Phrasierung eindringliche Wirkung zu erziele«. Ihre künstlerische Leistungsfähigkeit bewiesen die Sänger in dem mit zarter Innigkeit vorgetragenen Chore von Adolf Kirchl: «Elfenlocken im Walde», der zwar etwas der sensitiven Lyrik zuneigt, aber in seiner gefälligen poetischen Form einen reizenden Eindruck macht. Mit Kraft und Schwung ertönte der feurig dahinströmende Chor: «Stürme des Frühlings, brechet herein» von Edwin Schnlz und die süße Anmnt des stimmungsvollen «Rosenfrühlings» von Hugo Jüngst, der sich durch fein empfundenes Erfassen der dichterischen Worte auszcichuet, kam bestrickend zur Geltung. Durch männlichen kräftigen Ernst, dem Inhalte der Dichtung gefchickt angepaßt, markig vorgetragen, fand das von Karl Grepfart geist« voll vertonte Körnersche «Trinklied vor der Schlacht» ebenfalls lebhaften Anklang. Mit hellem Jubel nahmen die Zuhörer die ewigjungen, kärntnischcn und steirischen Volkslieder auf, die in ihrer naiven, gemütlichen Früh» lichkeit, mit Herzlichkeit vorgetragen, auch zu Herzen sprachen. Die vortrefflichen Darbietungen der wackeren Sängerschar wurden vom zahlreich erschienenen Publikum, das sowohl den Glassalon wie den Garten füllte, mit wohlverdientem Beifalle belohnt, der nicht zum geringsten Teile dem vorzüglichen Chormeister Herrn Nanth ge« bührte. — Das Programm erfnhr eine schätzenswerte Bereicherung durch Einzelvorträge der Herren Dr. Wedan und Professor Schrautzer. Herr Dr. Wedan besitzt eiuen lyrischen Tenor von bedeutendem Umfange, der mühelos sich in den hohen Lagen bewegt. Die Stimme des Sängers ist von sympathischer Klangwirkung; er erfreute das Publikum durch temperamentvolle Auf« fassnng, reine Intonation und natürlichen Ausdruck in dem Vortrage der 8i2ili»u» aus der «^»vaüni-m ruzti» cuna» von Mascagni, dem Liede «Selig sind, die Vcr« folgung leiden» aus dem «Evaugelimann» von Kienzl, und dem «Wanderlied» von Robert Schumann. Herr Professor Schrauher ist bereits als trefflicher Sänger bekannt, der über einen umfangreichen, klangschünen, ge' schulten Baßbaryton verfügt. Herr Schrautzer saug die drei Balladen von Löwe: «Der Mönch von Pisa», «Die Uhr», und «Heinrich der Vogler» mit edler Emftfin« dung und durchgeistigtem Ausdrucke charaltevistisch. Neide Sänger wurden durch reichen Beifall geehrt. Die Klavierbegleituug besorgte in feinfühlig > künstlerischer Weise Herr Dr. Zangger. Den zündenden Abschluß des Abendes bildete der bekannte eigenartige Chor «Blücher am Rhein», der so packend die derb-helden» hafte Grundstimmung des Gedichtes ausprägt. ^. — (Von der Fi na nz d irektion.) Der Hofrat und Finanzdirektor Herr Karl Lubec, hat einen mehrwöchentlichen Urlaub angetreten nnd die Leitung der Finanzdirettion dem Oberfinanzrate Herrn Josef Do bid a übertragen. - (Laibacher freiwilligerFeu erwehr« und Rettungsverein.) Nachdem das k. l. Landes» Präsidium für Krain mit Erlaß vom 3. Juni l. I., Zahl 2156, der Gründung des in Aussicht genommenen «Laibacher freiwilligen Feuerwehr» uud Rettungsvereines» zugestimmt, fand nun gestern abends im Saale des «Mestni Dom» die erste Generalversammlung des neuen Vereines sowie die Wahl der Vereinsfunltionäre statt. Der Versammlung, welcher auch Bürgermeister Hribar und als Vertreter der Aufsichtsbehörde Magistratssekre« tär Dr. Zarnik beiwohnten, präsidierte Gemeinderat Turk, welcher die Anwesenden begrüßte und sodann dem Vereinsmitgliede Barlö das Wort erteilte. Wie wir dessen Ausführungen entnehmen, bestand das Gründungskomitee aus den Herren Franz Cuden, Anton Dinter und I. Zorz, welche mit dem Ausschusse des aufgelösten Laibacher freiwilligen Feuerwehrvereines in betreff Übernahme des Feuerwehr« und Rettungsdienstes sowie des Vereinsvermögens einen Vertrag abschlössen und für denfelben die Genehmigung des Gemeinderates erwirkten sowie auch die Beitrittserklärungen für den neuen Verein entgegennahmen. Sämtliche Mitglieder des auf« gelösten Vereines find dem neugegründeten Vereine beigetre« ten. Bei der hierauf folgenden Wahl des Vereinsvorstandes wurden Herr Ludwig Stricelj per Akklamation zum Obmann, Herr Josef Tunk zu dessen Stellvertreter ge< wählt; in den Ausschuß wurden entsendet die Herren: Anton Dinter, Jakob Porenta, Franz Lipovz, Franz Barle, Anton Leutgeb, Johann Volc, Johann Perms, Johann Andlovec und August Zornic; zu Rechmmgsrevisoren wurden bestellt die Herren Franz Kalmus, Franz Star« und Anton Kadunc. Zu Zugslommandantcn wurden einstimmig d,e Herren Anton Dinter, Jakob Porenta und Franz ^povz gewählt und zum Adjutanten Herr Franz Cuden nonumcrt. Herr I Volc erstattete ln. dann Bericht über den Voranschlags und 1905, welcher ohne Widerrede ssenelH wurde Die vom Liquidationsallsschusse des ausgelosten Feuers wehrvereiues übernommene Schuld von 6000 X an den Kranlenfond soll in sieben Jahren mitsamt den an-erlaufenden Zinsen amortisiert werden. Bürgermeister Hribar, lebhaft aktlamiert, gab dem Wunsche Aus» druck, daß der neue Verein sich entwickeln und gedeihen möge zum Wohle der Stadt und der gesamten Bürgerschaft. Nachdem noch Obmauu Stricelj dem Herrn Bürgermeister für dessen Wohlwollen gedankt und die Bitte ausgesprochen, der Oemeinderat möge die werk« tätige Unterstützung, dic er dem alten Vereine augedcihen ließ, auch dem neugegründeten Vereine zuteil werden lassen, wurde die Versammlung um 9 Uhr abends ge« schlösse«. Die feierliche Augclobuug der Mitglieder sindet am kommenden Sonntag um 9 Uhr vormittags im Saale des «Mestni Dom» statt. — (Das Landwe hr ' Infante rieregi-ment Nr. 27) ist gestern nachmittag zum feldmäßigen Schießen nach Bezuljak abmarschiert und wird am 7. d. M. nachmittags wieder hier eintreffen. — (Waffenübungen der Reservisten.) Die Reservisten werden im kommend«.'» Monate iu zwei Abteilungen zu den Waffcuübungen einberufen werden, und zwar für den 21. August zu ciuer 13tägigen und für den 25. August zu einer 16täa.igeu Übung. Die Übungen werden am 1<». September abgeschlossen, und hierauf auch die «Dreijährigen» beurlaubt werdeu. — (Artillerie < Durchzugsmärsche') Am 7. August treffen vom t. und k. Divisions-Artillcric« Regimeute Nr. 8 auf dem Rückmärsche vom Schießplätze bei Gurkseld der Stab uud zwei Batterien iu Treffen ein. Diese setzen am 7. August dcu Marsch gegen Kärnten zu den Manövern fort, während am 8. August der Stab und zwei Batterien in Treffen einrücken, daselbst nächtigen uud am 9. August cbcudort rasten werden. — (Todesfall.) Gesteru nachmittags starb hier der Hallsbesitzer und Landesbuchhalter i. N. Herr Franz Navnihar nach langwieriger, schwerer Krankheit im hohen Alter. Der Verblichene war iu jüngeren Jahren insbesondere beim sloveuischen dramatischen Vereine sowie beim Laibacher Solol, bei welch letzterem er einige Znt hindurch die Würde des Starosta bekleidete, hervor« ragend tätig. — (Todesfall.) Gestern starb hier der ge-wescne Buchhändler Herr Anton Zaa.ori.an im Alter von 'l0 Jahren. Das Leichenbegängnis findet heute nachmittags ^3 Uhr von der Totenkapellc bei Tt. Christoph statt. " (Vom Zuge ersaht.) Am 29. v. M. schleuderte der Zug 17Ui bei Kilometer 39^ h^ 8l) Jahre alte schwerhörige Maria Nasinger aus Neudorf bei Aßling, als sie trotz der geschlossenen Schranken das Geleise überschreiten wollte, auf die Seite, wobei sie erheblich verletzt wurde. ^-r. '* (Ein Schwindler.) Als gestern nachmittags der Besitzer Loreuz Kopitar alls Obergamliug im Gast« hause zum «Figawirt» an der Wicncrstraße saß, gesellte sich zu ihm ein etwa 3 «jähriger Manu uud fragte ihn, ob er deu Pfarrer Jakob Strupi vom Großgallenbcrg kenne. Kopitar bejahte dies. Der Unbekannte bat Kopitar, ihm eine Gefälligkeit zu erWeifen und dem Pfarrer einen Geldbetrag, den er letzterem schulde, zu übergeben. Er nahm aus der Tasche ein Kuvert und sagte zu Kopitar, er möge auch sein eigenes Geld dazu legen, damit er aufs Kuvert besser aufpassen werde.! Kopitar gab ihm sieben Zwanzigkronennoten, welche der Fremde scheinbar ins Kuvert hineinschob, worauf er ihm dieses verklebt zurückgab. Kopitar entfernte sich sogleich aus dem Gasthause und als er nach Iezica kam, wollte er zwei Schweine laufen. Er öffnete das Kuvert, fand aber sonst nichts darin als einen Preislurant des Uhrmachergcschäftes Franz Cuden. — (Ein furchtbares Unwetter in Unter-train.) Aus Rudolfswert kommt uns heute folgende Mitteilung zu: Gestern um halb 9 Uhr abends brach über Rudolfswert ein fo schreckliches Unwetter los, wie es wohl noch nie beobachtet worden war. Unter heftigem Wettern fielen Hagclschlosscn, welche, am Postamtr ge« wogen, ein Gewicht von 4 2 Gramm hatten, im Durch» messer 45-48 Millimeter maßen und iu tufstein-ähnlichen Gebilden geformt wareu. Der Schaden ist immeus. Pferde, die das Unwetter im Freien ereilte, kamen bluttriefend an. Eine Menge gefiederter Lieblinge müssen vernichtet worden sein. * (Blitzschlag.) Wie uus heute früh mitgeteilt wurde, foll gestern nachts der Blitz in das Haus des Toncek in Iggdorf eingeschlagen haben. Durch das rasche Eingreifen der Ortsfeuerwchr wurde das Feuer, ohne einen größeren Schaden zuzufügen, gelöscht. * (Brand.) Der 5'/,jährige Anton Ievc hat gestern vormittags die neben dem Wohngebäude stehende Harfe seines Vaters Anton Ievc in Schwarzdorf Nr. 22 mit Zündhölzchen in Brand gesteckt. Die Harfe, in welcher sich bei 50 Meterzentner Hell lind etwas Torf befand, ist total abgebrannt. Der Schade wird auf 500 X geschätzt. — (Für die Wasserleitung in Neu« marktl) offerierten am 2. d. M. und erlegten ein Vabium: Ingenieur C. Wagellführer in Wien mit 17«/, Nachlaß und 1000 L Abzug für Pläne, Ingenieur K. Lachnit in Laibach mit 5 und 15"/^ Nachlaß, A. C. Achtschin ill Laibach ohne Nachlaß (Montage), Ingenieur A. Dirnböck in Graz mit 10"/,, Nachlaß, G. Rumpl in Wien mit 7«/« Nachlaß, A. Rathaufcher in Klagenfurt mit 7'/, und 2"/„ Nachlaß; für den Kanalbau: C. Wagenführer 10«/, Nachlaß, K. Lachnit 35«/„ Aufzahlung, A. Dirnböck 6°/„ Aufzahlung, G. Rumpl 3«/o Nachlaß, N. Rella ck Neffe in Wien nach Voranschlag, Josef Chronel in Radmannsdorf 4°/<, Aufzahlung. — Das Offert C. Iuhacz in Graz für die Wasserversorgung tonnte mangels Vadiums nicht berücksichtigt werden. — (Abgängig.) Wie uns aus Littai mitgeteilt wird, ist die Gattin des bei der Gewerkschaft Littai angestellten Diellers und Portiers, Herrn I. Heiduck, seit Freitag nachts abgängig. Sie litt seit Wochen an einem schmerzhaften Kopfübel, und es ist nicht aus-geschlossen, daß sie sich iu einem plötzlichen Anfalle vou Geistesverwirrung etwas angetan habe. —ill. — (Brand.) Am 29. v. M. nachmittags brach auf dem 633 Meter hohen Berge St. Lorenz,'pol. Be« zirk Laibach Umgebung, wo sich außer einem der Filial« kirche gehörigen Hause nur die Wirtschaftsgebäude des Mesners Johann Setniöar befanden, ein Schadenfeuer aus, das, bevor noch die freiwillige Feuerwehr von Villichgraz auf dem Brandplatze erschien, infolge des herrschenden Windes sämtliche mit Stroh eingedeckten Objekte, und zwar ein Haus, eiuc dreifeustrige Harfe, einlül Vieh- und Schweiuestall und einen Keller mit zirka 80 r^ '»aligem Sturme gegen eil, russisches Bataillon l^. Mann ein. Das Bataillon ging nach Sprengnna ^ vor der Position gelegten Minen, auf welche die 3" paner geraten waren, zurück. Tokio, 4. Juli. (Offiziell.) Der Generals"^' chef der zweiten Armee telegraphierte „lit M"! auf gewisse irrtümliche Nachrichten: Betreffend ^. geblicher Ansschreitmigen japanischer Solt»^' scheint es angezeigt, darauf hi „zuweisen, daß "', l2. Juni, an welchem Tage solche Ausschreitung stattgefunden haben sollen. Zusammenstöße zw's" z unserer Armee und dem Feinde nicht erfolgten ^ Laibacher Zeitung Nr. 150. 1361 5. Juli 1904. t>ah cs eben so wenig zu irgend einem Scharmützel zwischen AufllärmigsabteilmlA'n gelonnnen ist. Ob wohl sich die Nusscn am 15. verschiedener Ausschrei tungen gegen bei Fangtschöng verwundete oder ge fnllene Iapancr schllldig machten, ist ans japanischer Seite nichts dergleichen vorgefallen. Die in unsere Händo gefallenen verwundeten Russen haben ihrer Dankbarkeit Ausdruck gegeben fiir die aufmerksame Behandlung, welche ihnen zuteil wird. Die Gefal lel,el> wurden aufgelesen und mit der schnldigen Achtung begraben. Tokio. 4. Juli. (Offiziell.) Es befinden sich derzeit über UXX) gefangel,e Nnssen in japanischer Kriegsgefangenschaft. Alle die Gefangenen find ohne Ausnahme dankbar für die humane Behandlung, welche ihnen seitens unserer Vehörden zuteil wird. Das in der Haager .^iouvention vorgesehene Infor-matioiisbureau wurde sofort bei Ausbruch der Feind-seligkeikn aufgestellt. Alle von deu in unseren Spi tn'lern verstorbenen Verwundeten zurückgelassenen ^ogenstände. welche daö persönliche Eigentum der lussischon Soldaten bildeten, werden regelmäßig den Nlssischen Vehördcu übermittelt. Diese Tatsache steht nn bemerkenswerten Gegensatze zn den, seitens der russische Behörden beobachteten Vorgange, welche aus eigener Initiative der japanische» Negierlmg uoch niemals irgend eine Nachricht über die japani-icheu Kriegsgefangenen zngehen ließen. Petersburg, 1. Juli. Die vor einiger Zeit ^'meldete Mobilisierung des ersten Armeekorps wird «urch eine» heute veröffentlichten laiferlichen Erlas; bestätigt. w ltolio. 4. Juli. Hier geht das Gerücht, dak ^uszlünd durch Vermittlung Frankreichs die Überlebe P^t Arturs init Schiffen und Waffen ange "oten hcitte unter der Voraussetznng. daß die Gar-lnso>, frck'n Abzug erhalte. Es ist unmöglich, eine "Oä'tigung dieses Gerüchtes zu erlaua.cn, das als lachst uuluahrscheinlich augesehen wird. Petersburg, 4. Juli. (Offiziell.) Ein Telegramm des Generalleutnants Saharov an den Generalstab unter den, :< d, M. «neidet: Am 2. Inli wurde in der Umgebung von Kaitschou beobachtet, daß sich feindliche Vorhutabteilungen südöstlich zu rückgezogen haben und die Uinie 11 Kilometer nord östlich von Niutschwang besetzten. London, 1. Juli. Eino Meldung des Reuter-Bureaus aus Liaojang von gestern besagt, da den Operationen im Felde durch den Negenfall ein Ende nesetzt ist, sei General Kuropatkin nach Haitschöng zurückgekehrt. Die Meldung, daß die Nüssen deu Dolinpaß wieder genommen hätten, sei verfrüht, ^ueder Japaner uoch Russen befinden sich in gemi-nender Stärke, um die Besetzung dieses Passes ans-zuführen, da tiefer Schlamm die Fortbewegung der Geschütze nnd des Trains unmöglich macht. Die bci-t>rn Ai„^>t>„ befinden sich nunmehr in Lagern zu beiden Seiten des Passes. Königsfeier in Serbien. . Al'lgrad. 4. Juli. Der Ministerrat beschloß, "lch die Vlrönuug am 21. September im Kloster 5i<'a '"ttfi!,or„ soll. Aus diesem Anlasse werden in Nel-»wd ii, ^.,. ^^.^ ^,^,^ 21. bis 2li. Septeulber beson-""e Festlichkeiten veranstaltet werden. Untergang eines Dampfers. < Loudo,^ ,z ^i,li. Der Dainpfer „Norge". auf ^ l^ahrt vou Kopenhagen l,ach New Jorl begris fen, wnrde vergangenen Dienstag aus seinem Kurse gerissen und stieß auf eine Klippe ocs Rockhall Riff, 2M Meilen westlich von den Hcbriden Inseln. 5,7 Grad :'.8 Minuten nördlicher Breite, 1!'. Grad 45 Minuten westlicher Länge. Kapitän Grimdel ließ die Maschine sofort rückwärts arbeiten. Der Dampfer hatte aber an der Seite ein fo großes Leck, daß das Wasser mit großer Gewalt eindrang und alles über-flntete, so daß jede Hoffnung aus Rettnng schwand. Die aast Boote des Schiffes wnrd^ii darauf i»s Wasser gelafsen. Drei von ihnen zerschellten an der Nordwand des Schisses, von den übrigen fünf Booten, die mit Passagieren voll besetzt waren, gelang es nur zweien, vom Schiffe abzukommen. Einer von den geretteten Passagieren berichtet, er habe zwei Boote kentern gesehen. Zahlreiche Personen, die, mit Rettnngsgürteln versehell, ins Meer sprangen, seien vor seinen Augen ertrunken. Es habe kieine Panik geherrscht. Mehrere Matrosen haben ihr Leben ge« opfert, um Frauen und Kinder zu retten. Kopenhagen, 4. Juli. Der Dampfer „Norge" hatte W1 Passagiere an Nord, darunter 7!» Dänen, ttil Schweden, 2'.^ Norweger, 15 Finnen nnd 2XK Rnsscn, St or noway, 4. Juli. Insgesamt landeten hier l<»l gerettete Passagiere des Dampfers „Norge". Entgleisung eines Gxftrrhzuges Litch field lIllinois), 4. Juli. Der Chicago St. Louis Erpreßzllg ist gestern infolge falscher Wei chenstellnng entgleist. Dnrch die Lokomotive wnrden die Waggons in Vrand gesetzt. Ungefähr 20 Personen wurden getötet' viele von ihnen sind ver bräunt. Meteorologische Beobachtungen in Laibach Seehöhe W(l'2 m. Mittl. Luftdruck 7:i« 0 mm. . ^ u s/. 735 5 27 7 I.zieml, start hall' dewollt 9 . Ab, 737 8 ^ 17 1 SO. mähig wewitlerreg, 5 > 7 U?F.' > 7^7 « ' lb 7 NO, schwach Gewollt' z 21 ^ Das Tagesmiltel der Usstlinen Tempelalur 20-y", Normale: N> :^'. Äeslrrn von l! bis 10 Uhr abends ftlewiller, anfangs Hagel Veiantworllicher Redalteur: Anton Funtel. Dulllsagung. ssür das anläßlich del Nrcmlliril und drs schmerzlichen Verlustes »»serer allzilflül) verstorbenen, nllvcraehlichen («r,nat)li», drzieyungsnieise Mütter, Schwieaei» und Grohmnlter, der Frau Helene Neichl bezeusste Mitgefühl sowie für die schiwen tlranz» spenden und die zahlreiche Veteiliaxna an dem Leichenbegängnisse sprechen wir allen Verwandte», Frennden und Nelanute» den herzlichsten Danl aus. Laibach, am 4. Juli 1U04. Die trauernde» Hinterbliebenen. Verstorbene. Am 1. Juli. ssrauz Zadnilar, jteuschlerssohn, tt W,, Schwarzbors 29, Fraisen. — Anna Vodnil, Nrbriterstochlei, 5tt I, Peterestiahe 2l, Vit,in», o«s im Ortsfrirdhofe erfolgt. l Die heil. Seelenmesse wird Donnerstag, den l 7. Juli, um ii Uhr früh iu der Psarrlirche zu ! Drachenburg gelesen weiden, ! Laibach'Drachenbulg, am 4, I»li l'^»4. ! »lnua Vlausch, Valtin — Nnna Topla» geb l «ausch, Tochter — Hr. Iatob Toplal, ! t. t. l^erichtsjellelär, Scl)wiegersoh»l, — Kranz To» ! Plak, l. «, l. Oberleutnant im 7. Div'Artillerir' « regimente, Sohn. (278,',) ! Vsl'rdinuügllnKslaK be« Frunz Dobsrllt. Tii/.iiiin wenn javljHino vmtrii norodnikom, prijfitnljnm in znnncem prezalostno vest, da je nun pi eljnhl jcni, nepozahni brat, ozironia »trie, g'.Spnd Feliks Jelovšek j v nedeljo ob fi. uri zveder v 44. letu svoje Btaruati v Qimjiodu zaspal. Pngreb pmlragega r;ijnika ho daites, dne B. jullja, ob 5. uri popoldn«. I Sv. mafte zadiiHnice ne borlo rlarfivale v žnpni I cerkvi na Vrliniki. Priporoèamo {»redrage^a pokcijnika vsem v molitev in blag Mpomin. Na Vrbniki, dno 5. julija WM. Žalujoèa rodbina. Laibacher Aktiengesellschaft für Gasbeleuchtung. —*¦»¦*-*— zur ordentlichen Generalversammlung kr Aktionäre der saibachcr ^tiengesellschaft für Gasbeleuchtung Wölolle ^ounnrntHK* «len »1. Jall 1901, um 11 Uhr vormittag«, im Huroau des Herrn I- V. Lnekmauu in I.Hlbacli, Franz Josos-StraDo Nr. 9, abgehalten wird. —¦»>¦<*----- Tagesordnung: tlb« rf1'^ hv>T[chi «le« Verwaltungsrate« über die Ergebnisse do» abgelaufenen (leBcliäftBJabres, rtlo Qeschaftflfillirung und die allgemeine Lage der Gesellschaft ; *•) Bericht dc« KuvinionsaunschuMe«; ö-) BeschlußfasHiing Über die Verwendung du« Reingewinnen; *•) Wahl von zwei Verwaltungsräton (§ 2t der Statuten); b) Wahl des Revi»ion(iau«Bcbusses. ( die Aktion Hinkten» bl» eln«hlle««ll«h 1*. Jall l»04 be. Herrn hint i KurlnK*r in AnKHburK oder bei Herin L. V. Lnekm»aa in I.Bibnuli z» 'erlegen (§ 14 ^r riututon) und daselbst die Legitimationskarten zu beheben. L«»H**eh, den 2. .Juli 1904. ])or Obmann des Verwaltungsrafe*: Josef Litckmann sen. Mndamtlichc Lizitation. Montag, den 11. Juli 1W4 werdm während der gewöhnlichen Amtsstunden in dem hikrortissen Pfandamte die im Monate April 1903 versetzten und seither weder ausgelösten noch umgeschriebenen Pfänder an den Meistbietenden verkauft. Mit der lrainischen Spartasse vereinigtes Pfandamt. ^ Laibach, den 2. Inli 1904.______________' Triest-Newyork (Cunard Line) Fahrpreis» Laibach-Newyork H 100'— bei freier Kost und 100 Kilogramm Gepäck «ebon ab Laibach. Nächste Abfahrt 8. Juli 1904 abends und sp&ter allo 14 Tag«. AuskHnfte und Fahrkiiiten bei F. Nowj, Lnibacb, Marienplatz 1. (2782• 2 — 1 Laibacher Zeitung Nr. 150 1362 5. Juli 1904. Kurse au der Wieuer Börse vom 4. Juli 1W4. Na« d,«. oW,n,n ^.«M««. Die notierten Kurse verstehen sich !« KvonenwÄhrung, Die ,!iotieruna sämtlicher >» l5 ,. .. Npril-Ollpr K,4 2«„ 99 95 10015 1»54er Staattllose 250 fi. 38"/„ - '— —-- 18«'»er „ 500 si, 4«/„ I5ö — 153 — 18«0er „ 100 fi. 4«/» «l>1 75 183-75 1864er „ 100 ft. . . «57 - 2«1 dto, „ 50 fi. . . »57 —»61-. Dom, Psandbr. k 120 fi. 5«/„ . 292 — 29i - zlaaleschull» der im Deichn« ral» vertretenen Königreich, und Länder. OeNerr. Goldrente, stfr., 100 fl., p«r »ass,.....4°/, 118 25 118 4b dto, Rente in Kronenwähr,, stfr., p«i Kasse.....4°/„ 99 30 99 50 dto. dto, dto. per Ultimo , 4"/„ 99 20 99 40 0esterr,I,westition«-Rente,stfr,, per Kasse . , , , 3'/»"/° 91'(15 91-25 «isn»bah».etaat»schnlb. verfchreibungen. Vlisabethbatm i» O,, steuerfrei, z,i !i0,0»»0 «ronen . . 4°/„ 117 «5 118 «5 ssr!»,z I^esBahn in Silber lbiv, 3t,) .... 5>/,°/„ 1»7»0I88«0 Rubols»bahu in Kronenwähr, steuerfrei Kronen , 4°/>! 9975 100-50 Zu «tontOschuldvllschreibnn» «en «,l»«tfteml».Pfl»r. Obligationen. Elilabethbah» SO« u, 3000 M. 4l'/<, °l> 10"/n...... l15 45 116^5 Mjabethliahü, 4!« u, ^iO"O M, 4"„......... 118^75 >19'?^ ifranz Iosef.-N.. «m. 1884 (div. El,) Tilb,, 4°/v..... 99 70 100?« Galizifche Karl Ludnig Vahn (div. St,) Silb, 4°^ , . . 99 60 100-e«> Vorarlberger Nahn, Em, 1884 (diu. St.) Lilb. 4°/« . . . 39 50 10,1 Kl' Staatsschuld der Lander der ungarischen Krone. 4 dt°. bto. per Ultimo ... «18 L5 118 45, 4"/„ dt«. Rente ix Krunenwühr,, steuerfrei, per Kasse . . . 97 15 9? 35 4"/» dto, dto, dlo, per Ultimo . 97 05 9? »5 Una, Nt.-»<» sl, — »00 li 20« 50 208 5,1 dto, dto. il 50fl,-100li 20« 50,Ü08-5!» Iheih «eg,°Lose 4"/« . . . , ,»ll-50 183 ü', 4"/» unaar, Grundentl. Oblig, ü? «o 98 55 4°/« lroal, und slavon, dello 9» — 99 — Andere össentl. Anlehen. 5°/„Donll»Meg,.«>!lelhe 1878 . WS 90 107 3« «„lehen der Ltabt Oörz . . —— — - Anlehen der Stadt Wien . . . 1N350 104 5>1 dto, dto. <2»Ibcr od.Eold) 1^2 75 »^» .°><» dto, dt°. (l»N4). . . . 98 10! «9,0 dto. dto. s!«W). . . . 100-25 10125 Aörsebau-Anlel» ü, verlosb. 5"/« »9- - 99 »<> 4°/n Krainer La,ldes Änlchen . —-— — — Velo Ware Pfandbriefe »tl. Vodlr. all«, üst, in 50 I. veil, 4«/« 99 15 100 15 N. ljslerr.Laubes'Hyp. Anst^«/,, 99 »<» wo 8» oest.-ung. Äant 40>/,jHhr. vrrl. 4"/„......... «00 40 101 40 dtll, dto, 50jahr. oerl. 4"/,. loo 40 «0l 40 Sparlasse, I, ist,, 60I., verl 4"/u »00 üO 101 - EisenbahN'priurität«» Vbligationen. Ferdiiiant)« Nordbahn C:n, >»«« l00 40 l01-40 Oesttrr. Nordweswah» . , , l<>? 70 ,0« 70 Staalsbahn....... 4'.? — 4lt» — Tüdbahn ü.8"/n vtiz.Iänn.-I!l>i 3 fl. 53 - 55 - .. u»a, ,, « üfl. »9— 30" Rudolf-Lose l<» sl...... «i<-— 72 — Salm-Uose 40 sl...... 224 - 23» - 2t.-Oenoi« Lose 40 sl, . , . —'- —'— Wiener >! Lemb.-Ezernow.- Iassa - Visenb.» Vesellschcist ltU« fl, S. . . , 57«-— 578- Lloyd, Ocs«,, Trieft. 5»« fl. KM. s>»0-- «»5- - Ocsterr, Nosdwcstliahn 200 fl, T. 414-50 415 85 dtll. dtu, ^!lt, li) 800 fl. E. 4li0-!>0 422 !><> PraaDuxerltijrnb, «00 fl, abgft, 20» — 203 5« Ntaalseilrnlial,» 200 fl. S, . . »32-75 «33 75 Siidbah» 200 !l. S..... 79-50 80 50 Eüdnordb, Hjrrb-V, 200 fl. KM. 408 — 411-Iramwal, «,'s,, NeoeWr,, Prio« ritäts All!«-!, ,«0 sl, . . . 17-— 1»-- Ung.-aaliz, ltiseüb. 20Nfl. Silber 404 — 405'— Una.Wrslb sRaab Graz)200fl,S, 40S-50 --- Wiener «olalbah»cn°?llt,V,f. . 1^0— I!lO — sanken. «nglo>veN, Vanl 120 fl. . . 278 — «80 - Banluelei». Wiener, 200 fl. . 512-59 5>3 l>0 Boblr.°A»st.,i>sl, llOO sl.E. . »2» —93,— ttrdt,-Änsl, s. bll»d,»,<«. i«Ofl. - -— --- dto. dto. per Ultimo . . «40-75 64l-?5 Kreditbant, AU«. una.liOOfl, . 750 — 752- Depositl-nbanl, ÄNa., 200 fl. . «!»-> 433 — Eslompte «es.. Ndrüst,, 400« 50« — 510 — Giro- u, »ns>e»u., Wiener 200 fl. 42<>— 434 — hhpothl-tb,, 0cst,,l»00fl.»0"/uV. 235'—!255-- Geld Vn»!' Ländtrbnnl. l)est.. «00 fl. , . 4«5«i.4»«»z 0tsterr,'»naar, Va»l, «00 sl, . 1Nl5- 1S25 Unionbanl 200 fl..... 5l5 > ül? — «jerlelMbanl, «ll°, «40 <«, . ,54 50 857 - Indu/lrie.zlnter« nehmungen. «auaes,. All«, «st,, «oo fl. . . 14« - ,49 -«tnydier lkisen und Stahl-Ind. in Wien «00 sl..... —- - --— Vlsenbahüw Leih« .Erste. «OOsl. :?2- 174 50 ..Elbemühl". Papiers, u. «.-«. «2« — «30 — Liesinger Vrauerei 100 fl, . . 32« - «25 — Montan Grsellsch. lDrst.-alpine, 4l« 75 41« 75 Präger Eise» Ind. Ves, 200 sl. !tl38 «148' SalyoTarj Gteiülohlen «00 sl, b«5 — 535 — ..Schlöalmühl". Papiers. 200 sl. 259 — 2«li — „Oteurcrm". Paplerf, u. V.U». :«9? 5" «»8 — Trisaller Nul,le,»o -tteleN, 7« sl. 304 — »08— Waffciis, V .orstinWicn.Kiosl. 47« —4»!--Wnssgon-Leihaüs»,. «llg, in Pest, 40« li........ Nli5 — «»5— WienerNaugesfUschaft,00fl. . ,53 — «58 — wienerberaer^ieael Mtien »es. 790 — ?«» — Devlsen. Kurze Sichten, Amsterdam....... «98 35 «9« »5 Deutsche Plühe...... ll?3!»»i7.^ London........ »,«37 »39 l? 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