Deutsche Macht * «tl att gifdtmt hrt Hra, wa*nt4 |L -Ji. *fcttcl|a»ri« ». U* fL W-, L » |L IMk Dt> chWU» Im« 7 ts. Ottcntt aM *«rif! M Iftcna e»t«l «»»,«. (lllittl ochoc» 3lfmtc f#» raiet Mut ill n. Mim ra» UatstfTtttn IM. e*tnt*nl«l trt IMactnil «rtt Illuiw »rr Cot» int ftäRtefh MB 1*—U ll»r 9» ■ — ItKlaMtuica »»t!»fifl. — Witairrtn« Miki nutt |»M«dcs»ct. — «»»»»»« 3>t«ku|ai »Icht WrfsffArtgd. Mr. 38. Cilli, Sonntag den 11. Mai 1890. XV. Jahrgang. 6i5i. 10. Mai. Die Majorität des Abgeordnetenhauses hat sich also wieder einmal zusammengefunden, und tot Völker Oesterreichs sinnen sich mit Beruhigung der Hoffnung hingeben, daß in der bis-hmgen Weise noch eine Weile sortgefrettet werden wt5. Die Angelegenheit, welche die Verschiedenen Kmctionen der Rechten zusammengeführt hat. ist »ie schon vielfach besprochene Vorlag« über das Hundert-MUionen-Geschenk an Galizien, das zu Kwilllgen sich außer den Alttschechen und den Klooeven, welch letztere ja ein so übermaßig wohlhabendes Volk vertreten. daß es ihnen »adrllastig nicht darauf anzukommen braucht, ri der Staat um hundert Millionen mehr oder »«iger besitzt, auch die Clericalen und — die Jimgtschechen bereit finden lassen. Der eigentliche Kitt, der die Parteien der Majorität aneinander bindet, ist eingestandener-«äffen die Sorge, daß ein deutsches Regime »lederkehre. Nebenbei mag wohl auch die Bedachtnahm« auf gewisse Persönlichkeiten mit-spielen, welche um jeden Preis im Genuße der «uiiehalichen staatlichen Bezüge erhalten werden sollen. Das Eine wie das Andere entbehrt des Wichen Ernste», der moralischen Grundlage, uirt keines von beidem verbürgt der Majorität tauernden Bestand. Aber wie viel Unheil kann Iwch angerichtet werden, ehe diese Mehrheit zer-splittertDie bekannten fragwürdigen Leute, «elchk da? heutige System an die Oberfläche zedrachl hat und welche keine Gelegenheit ver-säumen, ihre persönlichen Interessen und Em-psiodungen — soserne bei solchen Leuten von tmvfindunge» überhaupt die Rede sein kann — m die Politik zu mengen, sie mögen sich darüber Per Schreibeörief. L?n Prof. Dr. L«uth. WaS läßt sich nicht alles unter dem Be-griffe „Brief" zusammenfassen 1 Ursprünglich nur eine kurzgefaßte (breve) Mittheilung bedeutend, ist derselbe allmälig gewachsen, so daß er nicht selten zu einem Aufsatze» ja sogar zu einem ?«ch« anschwillt. Wenn unsere Kinderwelt einige Zeit vor Weihnachten ihre Wünsche an das liebe Christkind richtet, so ist die« wohl noch die fnappfte Fassung des Briefbegrisies. Ihm zunächst sttdni die Gratulation zum neuen Jahre, die Rechnung der Aerzte und Geschäftsleute, die Litte der „theuren" Herren Sohne um neues ,Roos", sowie die nicht immer zusagende Ant-wo« der verehrlichen Eltern und Vormünder. itivaS ausführlicher pflegen die Liebesepisteln zu gerathen, besonders wenn der allzeit bereite Helser in der Noth, der gedruckte Briefsteller, von den ungeübteren Korrespondenten zu Rathe gezogen wird. Die Antwort aus solche Ergüsse kann dann freilich kürzer gefaßt werden, indem man einfach aus eine bestimmte Pagina deS LucheS verweist, wo daS Erforderliche sich be-findet. Die sogenannten „Juxkarten" seien hier nur gestreift. . . . Meistens enthalten die Briefe verircmliche Mittbeilungen, die nicht für die Oeksenilichkeit bestimmt sind. Ihnen gegenüber mofiehlt sich dieselbe Mahnung, welche einst ein berühmter Kritiker auf daS Manuskript einer nicht täuschen, daß sie in hohen und höchsten Kreisen nach ihrem wahren Werthe und ganz nach Gebür geschätzt werden. Aber was nützt das ! Man braucht ihre Stimmen und muß sich ihre anwidernden Katzbuckeleien gefallen lassen; »»an muß ihnen Gehör schenken, wenn sie Beamte, Bebirden, das ganze deutschösterreichische Volk anschwärzen, man muß ihnen zu Willen sein, wenn sie darangehen, das Bestehende zu stürzen und Alles von unterst zu oberst zu kehren. Die Absicht, den intelligentesten, und kulturell vor» geschrittensten Volksstamm Oesterreichs in die Verhältnisse eines politischen Aschenbrödels zu dringen und in denselben dauernd zu erhalten, ist doch wahrhaftig nicht durch vornehme Beweg» gründe eingegeben worden. Aber nicht genug daran, daß diese Absicht da« Tageslicht gar nicht zu scheuen braucht und daß man sie ganz unumwunden darlegen darf, die Leute, welche diese Absicht hegen, werden von oben herab ge-fördert und ob eS auch mit Widerstreben ge-schieht, man gewährt ihnen mehr, als Staat und Gesellschaft zu ertragen vermögen. DaS sind durchaus ungesunde Zustände. Die deutsche Opposition ist hinsichtlich dieser Zustände nicht von aller Schuld freizusprechen. Wir wollen von den älteren Sünden unserer Partei nicht neuerdings sprechen, sondern nur an eines der letzten Vorkommnisse erinnern, an die von höchster Stelle angeregten deutsch-tsche-chischen Ausgleichs- Conscrenzen. DaS war ein Augenblick, in welchem daS ganze deutschfeind-liche System nur noch an einem dünnen Faden hieng und welcher die Gelegenheit bot, auch diesen letzten Faden zu zerschneiden. Aber die deutsche Partei stand nicht auf der Höhe der Situation, denn während der eine Theil um die ohnehin nur mit Widerstreben in Aussicht ge-stellte Liebe mit wahrer Selbstvergessenheit warb, Gedichtesammlung schrieb, die ihm von einer literarischen Dame zugesendet war: „Vor Druck zu bewahren", obgleich keine zerbrechlichen Gegen-stände in dem Packet enthalten waren. »Litterae non erubescunt' lautet ein alter Spruch, womit nicht gesagt werden soll, daß ein Brief nicht mit rother Tinte oder gar mit Blut, jenem ganz besonderen Safte, geschrieben sein kann. In der Regel präsentiren sich die Gedanken der Briefwechfelnden mit schwarzer Farbe, ohne daß man dabei an die schwarze ssarbe der anonymen Verleumder zu denken braucht. Jener lateinische Spruch vom Nicht-erröthen des Briefes bezieht sich vielmehr auf die Vertraulichkeit der Herzensergüsse, weshalb da» Briefgeheimnis respectiert werden soll. Schon im grauesten Alterthum wurde die Frage ausgeworfen, ob die Schreibekunst nicht eine Beeinträchtigung deS Gedächtnisses zur Folge habe. Die Antwort lautete bejahend, weil der Mensch im Vertrauen auf den Satz: .littera scripta manet* oder „was man schwarz auf weiß besitzt, kann man getrost nach Hause tragen", die natürliche Kraft der Erinnerung nicht zu weiterer Ausbildung bringe. Indeß, was ließe sich bei vorgeschrittener Cultur, bei der Verviel-sältigung der Beziehungen in Leben, Kunst und Wissenschaft, ohne die Beihilfe des geschriebenen WorteS ausrichten? Ist ja doch die Schrift selbst ein Erzeugnis und zugleich ein Erfordernis der höheren Bildung. ließen sich die Antisemiten nicht einmal zu einer ernsten Prüfung des Anerbieten» herbei, und. Dank dieser Zerfahrenheit, ist man heute auf dem Punkte angelangt, daß uns Deutsche die Erinnerung an den Jubel aus dem Parteitage zu Teplitz schier erröthen macht. Es ist mit dem Ausgleich stufenweise abwärt» gegangen, s Während der Verhandlungen hieß es, die Ver» standigung werde dem ganzen deutsch-österrei-chischen Volke zum Heile gereichen. Mit der Veröffentlichung der Punktationen wurde es do-gegen klar, daß auf den Eonferenzen die Deut-fchen außerhalb Böhmen« einfach vergessen worden waren, und heute glaubt man überhaupt nicht oder kaum mehr, daß der Ausgleich zur Thatsache werden wird. Nimmt sich neben dieser Ausgleich»»Jammergeschichte der übermäßige Eifer, mit welcher der gestrenge Vicepräsident des Abgeordnetenhause« seine» AmteS walte», so oft ein Abgeordneter zum Worte kommt, der nicht gerade von Liebe zum semitischen Stamme erfüllt ist. nicht wie eine von der Hand eines SatyrikerS skizzierte, unendtich wirkungsvolle Randzeichnung »iuS? Es ist ja erhebend, sich mit Stolz zu um-gürten und die zur Versöhnung gebotene und verschmähte Hand trotzi> in die Seite zu stem» men. Die praktische Politik zielt jedoch aus Er-folge ab. und wenn diese sich nicht finden wollen oder gar Mißerfolge an ihre Stelle treten, dann muß man sich die Frage gestatten, ob die von der vereinigten Linken bisher beobachtete Politik in der That praktisch ist oder nicht, und ob e» nicht vielleicht an der Zeit wäre, Aenderungen eintreten zu lassen, wo sich die bisherigen An-schauungen und Grundsätze augenscheinlich nicht bewährt haben. Daraus darf man aber nicht schließen, daß die Schreibekunst eine verhälnismäßig späte Er» findung sei. Im Gegentheil: sie gehört zu den ältesten Thaten -des Menschengeschlechtes. Ob wir nach China. Babylonien und Assyrien, oder nach Altegypten blicken, überall erkennt man die unumstößliche Thatsache, daß die Bilder der natürlichen Gegenstände oder der Cultur« objecte die Vorläufer der Schrift gewesen sind. Beschränken wir uns vorläufig au» Egypten und seine uralte Hiroglyphenschrist. die im Laufe der Entwicklung durch tachygraphifche Abkürzung der ursprünglichen Bilder zum Hieratischen der Papyrus und zum Demotifchen der Contracte geworden ist. so sehen wir darin die Prototype unserer heutigen Buchstaben: unser A ist ein ehemaliger Aar oder Adler. B ein anderer Vogel. II eine Hand. R ein Mund u. s. w. Wir han-tieren also gegenwärtig noch mit altegyptischen Mitteln, um die Wörter unserer Sprache zum sichtbaren Ausdruck zu bringen. Ja sogar unser Schreibmaterial erinnert durch seinen Namen „Papier" unmittelbar an den von den Egypteri» gewalkten Pflanzenstoss „PapyruS" (eigentlich papyrum „da« Papier'). Diese Pflanze, jetzt in Egypten erschöpft, und nur noch künstlich z. B. im Garten des Palastes Geziret erhalten — auch bei Enna auf Sizilien kommt sie noch wildwachsend »or — muß einst weite Flächen bedeckt haben, wen» man aus der Massenhaftigkeit des beschrifteten Material«», 2 Rundschau. 4D a S Abgeordnetenhaus? hat onnerStag in zweiter und dritter Lesung die Gesetze, betreffend die Eisenbahn - Linie Schrambach-Kernbof, die Unterkrainer Bahnen, die Gebürenfreiheit der Erzherzogin Valerie-Stiftungen. die Gebürenfreiheit des steier« märkischen Landes-Eifenbahn-Anlehen», die Ge-bürenfreiheit der Verträge bezüglich der Karst-aufforstung in Krain und Jstrien, angenommen. Im Herrenhaus wurden unter Anderem die Nothstandsvorlage, dann daS Gesetz, be-treffend die Nichtbefolqung des Militär-Einbe-rufungs-Befehle« und Verleitung hiezu. und da« Gesetz, betreffend den Bau der Localbahn Fürsten-feld-Hartberg erlediget. sDer HandelS-Minister Mar « quis Bacquehemj hielt im Abgeordneten-Hause gelegentlich der Berathung de« Voran-schlage« seines Ministerium« eine Rede, in wel-cher er zunächst da« von steiermärkischen Lanp-tage beschlossene Localbahnen-Gesetz freudig be-grüßte und den Wunsch auSsprach, daß andere financiell günstig situierte Länder unter Berück-sichtigung der besonderen Verhältnisse zu einer analogen planmäßigen Action auf diesem Gebiete sich bereit fänden. Er besprach sodann da« In-stitut der Zollbeiräthe. da« als Fortschritt zu be-zeichnen sei. Doch sei eS nicht am Platze, die Befugnis de« Zollbeirathes auszudehnen, da die« mit der constttutionellen Verantwortlichkeit deS Minister« nicht im Einklänge stehen würde. Man könne aber in ' einer späteren, günstigeren Zeit an die Ausgestaltung de« Zollbeirathe« gehen. Was die im Jahre 1392 abzuschließenden Handelsverträge betreffe, darüber könne er äugen« blicklich kein Urtheil abgeben. Allein er habe be-reitS in einer früheren Rede das Jahr 1892 al» ein politisches Cometenjahr bezeichnet, und Co-meten haben eben irreguläre Bahnen. ES sei eine eigenthümliche Erscheinung, daß, während alle amerikanischen Staaten Nordamerika» sich zu einem gegen europäische Einfuhr gerichteten „Pan-Amerika" zusammenschließen, in Europa die Tendenz nach Beseitigung der bisherigen Handelsverträge auftritt. ES fei zweifelhaft, ob wir es hier mit einem Beginn von Rückbildungen, oder aber mit dem Keim zu neuen positiven Bildungen zu thun haben. Man möge welcher Partei immer angehören, so könne man nicht leuanen, daß die Handelsverträge geradezu das Rückgrat des Verkehrslebens geworden sind. Was die Haltung der Regierung gegenüber der Forderung der Arbeiter nach Freigebung deS I. Mai betreffe, so war für die im StaatSbe« triebe stehenden Unternehmungen dieselbe durch die Verhältnisse gegeben. Die Regierung konnte welche» noch un« zu Gebote steht, einen Schluß aus den ehemaligen Reichthum an solchen Ur-künden ziehen darf. Fast jede unserer europäischen Sammlungen oder Museen weist mehr oder minder zahlreiche Reste, auch ganz unversehrte Stücke derselben aus. Daß auch das Ausland aus Egypten seinen Bedarf an PapyruS bezog, wissen wir durch die Nachricht, daß im Kriege zwischen Egypten und Pergamum. jenem hoch-entwickelten kleinasiatischen Staate, dessen groß-artige Skulpturwerke durch Humann bekannt geworden sind, zur Erfindung des Pergamen'« führte. Man versteht darunter die gegerbte und geglättete EselShaut, so daß man mit Recht sagen kann, daß Meister Langohr wenigsten« durch sein Fell zur Ausbildung und Erhaltung der Cultur und Literatur mächtig beigetragen hat. — Auch die alten Egypter hatten schon viel früher manche Urkunde, z. B. die Copie einer bi« auf Chufu, den Erbauer (cdnemu) der größten Pyramide (3250 v. CHr.) zurückreichenden literarischen Conzeption — die Bauurkunde de» Svnnentempel« in Heliopoli» au» der XII. Dynastie (2500 v. Chr.) — auf Thierhäute ge« schrieben, offenbar, weil solche eine größere Ge-währ der Dauerhaftigkeit zu bieten schienen. Und doch besitzen wir Papyru«urkunden, die, wie z. B. da« Fragment Manette« au« der XI. Dyn., welche« die romantische Erzählung vom König Autes-ao (2665 v. Chr.) und seiner Dienerin, dem egypnschen Aschenbrödel, enthält »Deutsche Machtschon au« principiellen Gründen gegenüber der Forderung eine# willkürlich dictierten Feiertage« nicht anders vorgehe,!. Die Agitatoren unter« lassen e«, den Arbeitern vor Augen zu halten, welche Fortschritte der Arbeiterstand in Bezug auf die Sicherung seiner wirtschaftlichen und socialen Stellung in der letzten Zeit erfahren hat. Man habe Grund, sich mit Genugthuung zu sagen, daß die Beschlüsse der Berliner Ar-beiterschutz - Conierenz in vielen Punkten inner-halb deS Rahmens der österreichischen Gesetzge-bung bereit« ihre Verwirklichung gefunden haben, ja daß diese letztere, wa« die Normierung eine« Maximal-ArbeitStayeS anbetrifft, sogar über jene Beschlüsse hinausreiche. Diese Gesetzgebung, und zwar unter gleich bereitwilliger Mitwirkung aller Parteien geschaffen zu haben, sei ein unvergäng-liche» Verdienst deS Haus.?«. Gegenüber den Au«, schreitungen irregeleiter Massen, von welchen sich die Arbeiter mit Besonnenheit fernzuhalten ver« standen, sei e« Pflicht der Regierung, durch rechtzeitige und ausreichende Maßregeln in den Bürgern de« Staates die Ueberzeugung zu fefti-gen. daß sie und ihre Arbeit, ihre friedlichen Belriebsstätten und die Früchte de« Bürger-fleiße« unter dem wachsamen und starken Schutze der Staatsgewalt stehen. sJungtschechische Agitation gegen den Ausgleichs Von jungtschechi-scher Seite wurde eine fieberhafte Agitation auf Erlassung von Petitionen gegen den Wiener Ausgleich eingeleitet. Von einzelnen Gemeinde-und BezirkSvertretungen werden Petitionen an den Landtag bereits colportiert. Da einzelne BezirkShauptleute an die Gemeindevorsteher ihrer Sprengel Circuläre richteten, in welchen sie die Namhaftmachung jener Personen »erlangen, welche die Petitionen colportieren, soll von jungtschechischer Seite dieser Vorgang im Reich«, rathe zur Sprache gebracht werden. sDaSBudget de« gemeinsamen Kriegs Ministeriums für das Jahr 1891 ] soll, wie man auS Wien meldet, die Ausgaben mit 114 Millionen Gulden beziffern, als» um 3 Millionen höher, al» da» Budget für das laufende Jahr. sFür die Delegationswahlen) haben die deutschböhmischen Abgeordneten mit den Tschechen ein Compromiß abgeschlossen, nach welchem den Deutschböhmen in der Dele« pation vier Sitze eingeräumt werden. Die Tan-didaten sind: Plener, Ruß, Bärnreither und Stöhr; Ersatzmann Siegmund. * ♦ [Der deutsche Reichstags hat den, Deutsch-Conservativen v. L e v e tz o w, der schon von 1831 bi» 1834 den Vorsitz sührte. — den PapyruS Priße über die Sprüche de» Kadjimna (III. Dyn.) und deS Prinzen Ptah-hotep (V. Dyn.) Abhandlung vom Greisenalter und vom Verkehr mit den Oberen, — welche das ehrwürdige Alter von reichlich fünfhalb Jahrtausenden besitzen! Welch' ein gewaltiger Unterschied zwischen dieser Zähigkeit und dem rasch sich verflüchtigenden Papyro» der Ciga-retten, denen nur die Beweglichkeit der Börsen-papiere ähnelt! Unter den alten egyptifchen Schriftstücken sind solche auf eigentliches Lumpenpapier ge« schrieben, so daß auch diese früher auf Indien zurückgeführte Verwendung der KleidungSabfälle auf egyptifchen Boden sich vollzogen hatte, bi« sie im Mittelalter den europäische« Nationen bekannt und zur gegenwärtigen Vollkommenheit entwickelt wurde. Eine wesentliche Verschiedenheit besteht übrigen« zwischen dem altegyptischen Papyru« und unserem Papier nicht, da beide auf daS Pflanzenreich zurückzuführen sind, analog den im Fayum von H. Graf entdeckten griechischen PorträtS, welche sich von den Werken heutiger Maler wenig und vielleicht nur durch ihre größere Dauerhaftigkeit unterscheiden. Vorstehende Bemerkungen möge sich gegen-wärtig halten, wer heutzutage daran geht, sich das Zchreibmaterial zu einem .Schreibebrief" zurecht zu legen. Aber auch unser «chreibrohr oder die Feder hat ihr Vorbild in Egypten: es ist der Calamus (oslkinalis). Ob die Papyru«- 1890 zum Präsidenten gewählt. Vice-Präsidenlen »md Gras Ballestrem vom Centrum und der Deunch-freisinnige Baumbach. sDieHeere«»orlages ist dem beut-schen Reichstage schon in der ersten Sitzung zugegangen. Nach diesem Entwürfe wird die Friedens - Präsenzstärke der deutschen Ar«« 486.983 Mann betragen, die «?in jährig-Frn> willigen nicht eingerechnet. Vom 1. Lciober an wird die Armee in 538 Bataillone Infanterie. 465 Schwadronen Cavallerie, 434 Batterie, Feldartillerie (eine Zahl, welche immer noch mit 46 Batterien und 775 Bespannungen hinter da französischen Feldartillerie zurückbleibt). 31 Ba-taillone Fußartillerie, 20 Bataillone Pionmn» und 21 Bataillone Train formiert. Die e?n-maligen Ausgaben betragen 31,500.000 Mark, die dauernden inklusive Bayern 18,000.000 Mark. sDas Socialisten-Gesetz ,n Deutschland.) Zur Frage, ob da» Social!« sten-Gesetz wiederkehren oder ablaufen werde, kann die .Voss. Ztg.' mittheilen, daß bei de« Festmahle nach Schluß des StaatSrathe» der Kaiser einen feiner Gäste über die Meinung hin« sichtlich diese» Gesetze« bekragt und zur Antwort erhalten habe, das'elbe sei im höchste» Maße nachtheilig, erbittere die Arbeiter, vermehre l>« Social-Demokraten, und wenn ein unmaßgeb-licher Rath gestattet sei, so gehe derselbe dahin, da« Socialisten-Gesetz ohne Sang und Klang a« 30. September ablaufen zu lassen. Darauf hab« der Kaiser erwidert: «Da« ist ganz mei« Meinung." Von einer neuen Socialisten-Vorlage wird man also schwerlich etwas zu hören be-kommen. sDer bayrische KriegSmin st er. General-Lieutenant v. Heinleth.j hat infolge der Niederlage, welche er rm Land« tage wegen außerordentlicher Ueberschreitunga deS Budgets erlitten, seine Demission gegeben, und sie wurde von Prinz-Regenten auch ange-nommen. Zum Nachfolger Heinleth's ward General-Lieutenant o. Safferling ausersehen. s I n Italiens ist wieder einmal nn« Minislerkrise rasch und gefahrlos am Cabmet Crispi vorübergezogen. E« handelte sich diesmal um die Einziehung gewisser „milder Stiftungen-geistlicher Art für den Staat. Da» Abgeord« netenhau« hatte der ministeriellen Vorlage ta-gestimmt. Im Senate erfuhr dieselbe aber Schwie« rigkeiten. Clericale Einflüsse hatten sich hier geltend gemacht, um die Senatoren gegen die Vorlage einzunehmen. Ein Hauptanstoß im Äe-setze, der Paragraph, welcher die Geistlichkeit von der Verwaltung der milden Stiftungen ant-, schließt, war bereit« erledigt? der Senat hat» ihn nach einer lebhaften Debatte, in welch« Herr CriSpi selbst persönlich eingriff. angenommea pflanze, wie Horapollo sagt, zugleich die älteste Nahrung der Menschen gewesen, mag dahinge-stellt bleiben — jedenfalls könnte es sich mir um die Knollen de« Gewächses handeln — ab« gewiß hat sie die geistige Nahrung des liter»-resten Volkes, wie Herodot die Egypter nennt, vermittelt. Letzteres läßt sich im eminenteste» Sinne auch vom Schreibrohre behaupten. Es ist da» Instrument, welche« der Schreibergott Th«t (vskuti) in der Rechten führt, wenn er da« Ergebniß der Seelenivägung auf die von sein« Linken gehaltene Schreibtafel überträgt. Es ist das Werkzeug der Kunst in der Hand und hint« dem Ohre bei der zahlreichen Zunft der Schreib«, welche jeden Act der Controle und der Rechnung begleiten. ES ist der wesentlichste Bestandtheil deS altegyptischen Schreibzeuge», welches sich aus diesem CalamuS, dem Tintengefäß und der Pa-lette zusammensetzt. Ob auch der Griffel zur Verwendung kam (-»tilu»), wie bei den Grieche-und Römern, läßt sich bis jetzt nicht beurtheilen, da mit Wachs bestrichen« und beschriftete Tafeln in Egypten noch nicht aufgefunden sind. Freilich schrieb man nicht ausschließlich auf PapyruS. Holz und Thierhäute, da solche Requisiten für die ärmere VolkSclasse bisweilen zu kostspielig erschienen. Diese behalf sich mit von der Natur ad-gesplitterten Kalksteinplatten, gerade wie unsere Schüler der Volksschule sich des Schiefersteine« bedienen. Man trifft Texte von Literamrwerken, j. B. die politische Unterweisung deS Königs 1890 Hub nunmehr hielt man die Annahme des linjen Gesetzes bereits für gesichert. Jetzt aber hat der Senat einen andern Hauptpunkt de« Gesetze« verworfen, denjenigen nämlich, welcher die Regiernng ermächtigt. Stiitungen. deren Zweck nicht mehr zn erfüllen ist. den Gemeinden zuzuweisen, d. h, ju verweltlichen. Solche Stiftungen sollen fortan den politischen Gemeinden verwiegen, d. h. für die weltliche Wohlthätigkeit nutzbar gemacht werden, statt dab ihre Zinsen »ie bisher unter den Händen der clericalen Verwaltung verschwinden. Der Ministerpräsident erklärte, er werde aus diese Bestimmung nicht verzichten und müsse zuförderst mit dem Könige berathen. Eine Cabinetkrise schien demnach unausbleiblich. Der König hat Herrn CiSpri, der bekanntlich etwa« heißblütig ist, jedoch beruhigt mid bestimmt, im Amte zu bleiben. Die Vorlage gebt nun an die »weite Kammer zurück und »ird dort wieder hergestellt werden. Dann kommt sie abermals in den Senat, der entweder nachgibt oder aber durch einen Pairsschub ge» kirrt werden muß. sEine finnländische Deputa-tiou,] welche die Aufmerksamkeit deS Czaren out die in Finnland durch die Russificierung hervorgerufene Gährung lenken will, bemüht sich in Petersburg seit mehr al« einer Woche ver-»eblich, zur Audienz vorgelassen zu werden, und fie «ird unverrichteter Dinge in die Heimat zurückkehren müssen. sDie Anklageschrift im Proceß P a n i tz a s wird nicht verfehlen, in Rußland peinliche Stimmung hervorzurufen, denn sie ist eine förmliche Anklage gegen Rußland selbst. Räch der ,Corr. de FEst' constatiert die Schrift, daß die russische Gesandtschaft in Bukarest seit dem Jahre 1888 an dem Sturze de« Prinzen Ferdinand und feiner Regierung gearbeitet habe. Ziele Documente. Briefe und Telearamme, welche der Anklageschrist beigeschlossen sind, be-»eisen in sehr klarer und präciser Weise die Mitschuld de« Geheimrathe« Zinowew, Chef« de« asiatischen Departement« im Ministerium des Aeußern in Petersburg, und der Herren Hitrowo, Tzanow. Luitschkanow, Jacobsohn, öolopkow, sowie vieler anderen Russen und vulgären. Die Anklageschrift beweist weiter, daß Rußland seine Zustimmung zu dieser Ver-schwörung gegeben hat. Große Summen wurden von Rußland nach Sophia geschickt, um die Abgeordneten und andere einflußreiche Bulgaren zu bestechen. Die mit Beschlag belegten chiss-rierlen Correspondenzen beweisen zugleich, daß General Demontowitsch seitens Rußlands be-stimmt wurde, nach dem Sturze de« Prinzen nach Bulgarien zu gehen und die Regierung zu übernehmen. Lmenemha I. an seinem Sohn Vesurtesen I. in Cvpien, wobei auch die rothen Striche und Torrekturen der Lehrer noch sichtbar sind. Die Frifche und Dauerhaftigkeit der egyp-tischen Tinte — meist schwarz und roth — haben wir oft Gelegenheit zu bewundern. Da« Ge-heimni« ihrer Anfertigung ist noch nicht enthüllt; doch neigt die Wagschale zu Gunsten der Mine-ralsarbe gegenüber der Gallustinte. Die einzelnen Abschnitte eine« Texte«, wie auch die Ansänge und Schlüsse sind meist durch rothe Schrift au«-lezeichnet. Die Halbverse der poetischen Texte, welche analog den biblischen durch Parallelis-wen und Antithesen sich gliedern, werden durch rothe Punkte unterfchieden. Die Stellen, wo gleichsam Halt geboten wurde, find durch einen rothen Arm oder eine Vogelkralle bezeichnet, der die Lautung sgerh und die Bedeutung »Ruhe" besitzt. Der Schreibebrief muß nun aber auch datiert »erden, d. h. Tag, Monat und Jahr an der ßpitze tragen. Zu diesem Behufe ist di« Kenntni« der Ziffern erforderlich, jener Quantität«bezeich-nungen, welche man gewöhnlich den Arabern zuschreibt, son denen ich jedoch längst nachge-wiesen habe, daß man auch sie den alten Egyptern verdankt. Die Münchener Hof- und Staatsbibliothek bewahrt unter anderen Schätzen »der Keimelien auch den Codex Itatisbonensis au« dem Kloster des heiligen Emmeran stammend »nd die Familiengeschichte de« Abte« Hugo von „Deutsche W«cht- [D i e Boulangiftenl haben bei den Stichwahlen zu der Pariser Stadtverordneten-Versammlung eine weitere Niederlage erlitten. Von den 59 Stichwahlen ist nur eine einzige zu ihren Gunsten ausgefallen. Die Zeitungen aller Parteirichtungen sehen die Wahlen als eine vernichtende Schlappe Boulanger's an; die bou-langistischen Organe selbst erklären sich für besiegt. Kleber die Pläne der Deutschen in Ostafrikal sprach Stanley diesertage in London. Nach seiner Ansicht hat der Marsch Emtn'S in das Innere keinen anderen Zweck, al« die Gebiete zwischen dem Victoria Nyanza-und dem Tanganyika-See für die deutsche Re-gierung zu annektieren. — Die deutschen Waffen haben übrigens einen neuen Sieg zu verzeichnen. Ein Gefecht, welche« am Mittwoch bei Kilwa stattfand, endete mit dem Rückzüge der Araber und mit der Besetzung Kilwa'S durch die Trup-pen de« ReichS-Commissär« Wißmann. sDer mittel-amerikanische Staa-t e n b u n d,] welcher au« den Republiken Guatemala, Salvador. Honduras, Nicaragua und Costa Rica besteht, wird am 15. September d. I. in Kraft treten. Der von den genannten Staaten angenommene Vertrag lautet auf zehn Jahre, nach deren Verlauf die Verschmelzung der Republiken eintritt. Während der ersten zehn Jahre wird je ein Jahr der Präsident einer der Republiken als Oberhaupt des Bundes sun-gieren; die Reihenfolge der Präsidentschaft ist durch das LoS zu bestimmen. Locates und Trovtnciates. 4 i 11 i, 10. Mai. ^Perfonalnachrichten.) Dem See-tionchef im ReichS Finanzministerium, Maximi-lian I a n f e k o w i t s ch, der sich große Ver-dienst? um die Verwaltung BoSnien'S erworben hat, wurde die Würde eines geheimen Rathe« verliehen. Die neue Excellenz ist ein geborener Kärntner aus demVölkermarkterBezirke, undBruder de« Industriellen gleichen Namens in Eisen-kappel. — Dem Polizei-Obercommissär der Grazer Polizei-Direction, Joses H ö lj I, wurde der Titel und Charakter eine« Polizeirathe«, und dem Professor an der Staat«°Realschult in Klagen-surt, Edmund Aelscher, da« goldene Verdienst-kreuz mit der Krone verliehen. — Der Finanz» concipist Leopold Möschl in Klagenfurt ist zum Steuer-Jnspector i« der IX. RangSclasse ernannt worden. [Eine Deputation der Stadt-gemeinde CilIi,1 bestehend ans den Herren Dr. Neckermann. Dr. Schurbi und Josef Rakufch, Lerchenveld enthaltend. Darin ist unter anderen Mertwürdigkeiten auch Tag und Datum (1180 n. Chr.) verzeichnet, wann Heinrich der Löwe durch den Kaiser Friedrich Barbarossa des HerzogthumS Bayerns verlustig erklärt und an seine Stelle Pfalzgraf Ott« von Wittelsbach eingesetzt ward. In dieser nxrthvollen Handschrift erscheinen nun mit und neben den römischen Zahlzeichen die sogenannten arabischen, eigentlich aber egyptischen Ziffern, deren wir un« allgemein bedienen. Sie sind, wie sich leicht darthun läßt, die hieratisch-tachygraphische Form der urältesten Striche in der Hieroglyphenschrift, welche al« Abbilder der Finger, der ursprünglichsten Zähl-weise, in ihrer Zusammensetzung die Reihe »on 1 bi« 9 darstellen. Nur die wichtige Null ist von anderer, nämlich indischer Herkunst — bei Boethiu« noch durch den Punkt vertreten. Wir sehen also auch in Betreff der Zahlzeichen, daß sie, wie die Buchstaben, aus hieratische Formen zurückzuführen sind. Um nicht zu weitläufig zu werden, müssen wir e« un« versagen, in die weiteren Einzelheiten der Bildung von Zahl-reihen, der vier Spezie« u. f. w. hier einzugehen. E« folgt da« Datum d. h. die Angabe von Tag, Monat und Jahr der Abfassung de« Schreibebriefe«. Da« Studium de« Kalender«, jene« unentbehrlichsten und daher wohl in jeder Haushaltung »erfindlichen Volksbüchleins, ist Jedem zu empfehlen, welcher in Bezug auf den Zeitbegriff »der da« Nacheinander der Ereignisse 3 hat bei der k. k. Statthat terei in Graz die Glückwünsche zur bevorstehenden Vermählung der Frau Erzherzogin Marie Valerie dar» gebracht. sVerein S ü d m a rf.] Die Centrale sGraz. Frauengasse 4.) schreibt un« : Da dem Bereine immer mehr Anbote verkäuflicher Liegen-schaften zugehen, hat di« Verein«leitung beschlossen, ein darauf bezügliche« Verzeichnis anzulegen; weitere Anmeldungen verkäuflicher Liegenschaften in den gemischtsprachigen Bezirken der Alpenländer werden erbeten. — Die Satzungen der Ortsgruppen „Eggenberg und Umgebung" und „Ligist' erhielten die behördliche Genehmigung. — Mehrere Gesuche um Unterstützung wurde» der Berathung unterzogen und, zu« Theile günstig, erledigt. [P arkmusik.1 Morgen Sonntag concer-tiert bei günstiger Witterung von eilf bi« zwölf Uhr vormittags die Musikvereins-Kapelle im Etadwarke. [Eine niedliche Scene] trug sich vor vierzehn Tagen an einem Sonntagmorgea auf dem Josefiberg bei Cilli zu, wo eine Menge Landvolke« um einen Priester geschart war. der im Freien von der Kanzel herab da« Wort Gotte« verkündete. Kam de« Wege« ein Deutscher daher, ein Cillier, der. al« er auf der Höh« angelangt war, kurze Zeit stehen blieb, um da« Bild zu brtrachten, da« sich seinem Auge bot. Wie Überraschte e« ihn, al» der Priester plötzlich Worte sprach, die offenbar an ihn gerichtet war«n, die der Spaziergänger jedoch, so schroff und hart sie auch klangen, nicht verstand, weil er da» wendische Idiom überhaupt nur schlecht versteht. Der Prediger, der seinen Mund wodl entweiht hätte, wenn er deutsch sprach, wie» einen der Zuhörer an, sein Begehren dem Deutschen zu verdolmetschen, und nun erfuhr der letztere in der That, was man von ihm verlangte. Er sollte den Hut abnehmen. Da» wollte dem Manne nicht recht einleuchten, denn ernsten» war er von der Kanzel mehr al» zweihundert und von dem dicht geschlossenen Auditorium immer noch über dreißig Schritte entfernt und demnach überhaupt nicht im Be-reiche de» Predigers, und zweiten« hatte er sich auf dem Spaziergange echauffiert und es schien ihm deshalb nicht angezeigt, da» Haupt zu ent-blößen. Statt also der Aufforderung Folge zu leisten, zog er sich zurück und schlug sich seit-wärt» in die Büsche. Der Priester aber unterbrach seinen Vortag ein zweitesmal, um sich in höh-nendem, spottendem Tone dem Deutschen zu empfehlen und ihm Adieu zu sagen. Der Letztere, dem e» nicht im Entferntesten eingefallen war, Aergerni» geben zu wollen, versichert un«, daß die kleine Scene nicht« weniger al« erbaulich. — im Gegensatze zum räumlichen Nebeneinander der Dinge — zur Klarheit gelangen will. Da« fixe Jahr bildet den ruhenden Pol in der Er-scheinungen Flucht. Unser nach dem Papst Gregor XIII. ge-nannter Kalender ist eine Fortsetzung und Verbesserung de« Julianischen, d. h. de« von Juliu« Caesar in Egypten kennen gelernten egyptischen Kalender«. War noch 46 v. Chr. da« rimische Kalenderwesen in solcher Unordnung, daß man diesen Jahrgang »nuu» cootusionis nannte, so verlief »on der Reform Caesar« an (also 45 v. Chr.) auch da« römische Jahr in geregelter Weise, indem jede« diene Jahr einen Schalttag zu den 365 Tagen erhielt. Der Mathematiker Sosigenes nämlich, dessen sich Juliu« Caesar bediente, um mit Respectierung der hergebrachten altrömischen Monate und ihrer wechselnden Länge eine zuverlässige Ordnung herzustellen, wußte au« egyptischer Quelle, daß daselbst seit uralter Zeit em Jahr bestand, welche« aus Grund de« del-akalischen Friihaufgang« de« Siriu«, de« hellsten aller Fixsterne, genau 36b'/» Tage betrug, wie der gelehrte Chronologe Petaviu« 8. J. über alle« Zweifel erhoben hat. Diefe» für Egypten während seiner dreitausendjährigen Ge-schichte absolut richtige fixe Jahr oder -othi«-jähr wurde also aus da« römische Kalender-wesen durch Juliu« Caesar übertragen. (Echlub folgt.) 4 ja daß sie geradezu unwürdig war, und nach dem Erzählten dürsten ihm unsere Leser wohl beipflichte». | M a i - A u s f l u g. I Man schreibt uns aus Sauerbrunn: „Auf Antrag deS landschast» licht» BrunnenarzteS. Herrn Dr. I. Hoisel, hat der LandeS-AuSschuß die Mitglieder deS „Per-eines der Aerzte in Steiermark" eingeladen, die diesjährige Maifahrt nach Rohitsch-Sauerbrunn zu unternehmen und sich doit alS Gäste des Landes zu betrachten. Die VereinSleitung hat diese Einladung angenommen und findet der Ausflug am 28. d. M. statt. Sauerbrunn bereitet sich bereit« vor. diese hervorragende Corporation fest-Iich zu empfangen.' [31 u s c ch ö »ft e i n] schreibt man unS: ..Der Sieg der Deutschen hat unser hitzige! Lehrerpärchen ganz aus dem HäuSchm gebracht. Das Laibacher Russenblatt enthält etne Schön» suincr Nachricht, nach welcher sich die slovenisch gesinnten Herren als moralische Sieger fühlen. Gegen solche jugendlich politische Springinsfeld-gesiihle läßt sich allerding« nichts machen. Je öfter sie sich regen, desto befriedigter wird hier alles sem. Erfreulich ist auch die scherzhafte Drohuug, daß die slovenisch gesinnten Politiker bei den verschiedenen Schönstemer Gewerbs-und Geschäftsleuten künftighin weniger schuldig bleiben wollen, al« bisher. Das wäre ja ganz löblich. Im Uebrigen würde eS aber eigentlich doch besser sein, wenn sich die Herren Kramer und Gastintscher mehr um ihre A B-C» Schützen, al» um polisische Verhältnisse kümmerten, die sie — strengt genommen — eigentlich gar nicht» angehen. E» wird dringendst um Anstand und Ruhe gebeten!" [Herr Bezirksrichter Wenger von St. Leonhardt W. B.J soll, wie man erzählt, in DiSponibilität versetzt und Herr Be-zirkSrichter Meixner von Rohitsch zur Uebernahme des Bezirksgerichte« in St. Leonhardt berufen worden fein. Bewahrheitet sich dieses Gerücht, dann dürfte diese Personalveränderung den Ab« schluß der bekannten Affaire bilden, die seiner-zeit zu einer Ehrenbeleidigungsklage und zur Disciplin« - Untersuchung gegen Herrn Wenger geführt hat. [Der Verband «P et tau" des Gcrmaneubunde»[ hielt, wie un» von dort geschrieben wird, am 3. d. M. in Oster» bergers Gasthaus die gründende Versammlung ad. und war dieselbe recht gut besucht. Eröffnet wurde die Versammlung vom Vertrauensmanne Hermann Schlosser, der in seiner Begrüßung»-anspracht für da« zahlreiche Erscheinen dankte und den neuen Stadta«t«oorstand Johann Hein als Regierungsvertreter vorstellte. Zum Vor-sitzenden wurde Schlosser und zum Schriftführer Johann Kasper gewählt. Nach Verlesung der Satzungen wurde der Jahresbeitrag mit fl 1*20 festgesetzt und beschlossen, daß derselbe auch monatlich, viertel- oder halbjährig eingezahlt werden dürst. Gewählt wurden: zum Obmann Schlosser, zum Schriftführer Johann Kasper, zum Zahlmeister Joses Gspaltl, zu Ausschüssen Wilhelm Blanke. Heinrich Grossauer und Roman Löcker. Der Obmann gab bekannt, daß die bis-herigen geselligen Abende, sowie die Mehrzahl-ungen einiger BundeSmitglieder fl. 46 51 ergeben haben, die Ausgaben aber fl. 24 79 betragen, daher er dem Zahlmeister fl. 21*72 übergeben könne. Hierauf folgte die Verlesung der ringe» langten Drathgrüße von den Gesinnungsgenossen in Mar»nrg und den Verbänden Baldur und Fünfhaus in Wien, sowie der BegrüßungS-schreiben von der Bundesleitung in Salzburg, von Moritz Richter in Graz, v.'m Schriftleiter Karl Jro in Wi«n, vom Stud. ing. Paul Faul» Hammer in Brunn und »on den Verbänden JnzerSdors am Wienerberge in N. Oe., Armin und Landstraße in Wien, Sierninghof in O. Oe., Brunn, und Reichenberg in Böhmen. Nach Schluß der Versammlung war geselliger Abend und wurden bei dieser Gelegenheit vom Obmanne ein deutschnationaler Kalender und zwölf Jahresberichte des Schulvereints versteigert. Nachträglich sind noch Begrüßungsschrtibcn ein-gelangt von den Verbänden Traunga» un 4 .Deutsche Wacht" Währing in Wien, sowie Brüx und deutsche Eintracht KönigSwart in Böhmen. Der Verband zählt bereits 78 Mitglieder. [Für das südösterreichische Gauturnfest,) welches bekanntlich am 6. 7. und 8. September d. I. in Klagenfurt stattfindet, werden dortselbst umfassende Vor» bereitungen getroffen. Zum Festturnplatz wurde der Schützengarten deS Klagenfurter Schützenvereines in Aussicht genommen. >Dem slavischen Vereine „T r i g-lau" in Graz! ist di» Fahnenenthüllung untersägt worden. Die Fahne trägt, wie bereits gemeldet, da« altflavisch« Wappen. [Schulgeldbtsrei ungen an Staat S-M i t t e l f ch u l e n.j Der Unterrichts-Minister ha» die geltende Norm über Schul-geldbefreiungen an StaatS»Mittelschulen dahin abgeändert, daß öffentliche Schüler auch schon im ersten Semester d«r ersten Classe von der Entrichtung de» Schulgeldes befreit werden können. Zu dem Bthufe kann den bierum an-suchenden Schülern der ersten Classe, die sich als bedürftig erweisen und nach sittlichem Be-trage». Fleiß und Studienerfolg im Laufe der ersten zwei Monate den Bedingungen der Ver-ordnung seine der beiden ersten Noten der vor-geschriebenen Notenscala im sittlichen Betragen und Fleiß, und mindestens die Note „befriedigend* in allen obligaten Lehrgegenständen) ent» sprechen, die Zahlung des Schulgeldes bis zum Schlüsse des ersten Semester» gestattet werden Die definitive Befreiung vom Schulgelde hängt von den Nottn des Zeugnisse» über da» erste Semester ab. Die Frist zur Entrichtung des Schulgeldes wurde für die öffentlichen Schüler der ersten Classe im ersten Semester im Allge-meinen aus orei Monate nach Beginn des Schuljahre» erstreckt.. Radfahrer-Bundtsfest.j InVtr-bindng mit dem zweiten internationalen Rad-wettfahren. welches der Verband Grazer Rad-fahrvrreine für Wettfahrsport (Acad. Techn. Radsahrverein und Grazer Radfahrer Club) zu Pfingsten d. I. (25. und 26. Mai) in Graz veranstaltet, findet, wie uns dit Vereinsleitung mittheilt, auch das erste Bundesfest de» Bunde« Deutscher Radfahrer Oesterreichs statt. [Wegen Feigheitj wurden zwei Mit-glieder des Grazer uniformierten Bürgercorps aus dieser Corporation ausgestoßen. Di« beiden Leute war«n während der Arbeiterbewegung auf einem Patrouillengange, als eine Arretierung vorgenommen werden sollte, in voller Rüstung davongelaufen. [Bischof S t r o ß m a y « r.s der sich eben aus der Reise nach Rom befindet, war in Kram Gegenstand einer Ovation. Agent Hribar fuhr ihm bi« Littai entgegen, in Laibach begrüßte ihn der Vicebürgermeister in serbischer Sprache, und eine Jungfrau überreichte ihm einen Blumenstrauß. [Gras Taasse — Ehrenbürger von Neustadt I.] Die Neustadtler Gemeindevertretung «rnanntc vorgestern di« Herren Gras Taaff«, Marquis Bacquehem. Baron Schwegel und Schuk«le zu Ehrenbürgern. Einige Rudolfs-werther plaidierten dafür, den Pairsschub in zwei Abtheilungen zu vollziehen, i. e. der Er-nennung des PairS von Irland zum Bürger von Neustadt! eine besondere Sitzung zu widmen. Diese spitßbürgrrliche Ansicht drang jedoch nicht durch, uud so wurde die Massen»Ehrung mit einem Schlage durchgeführt. Eine Deputation wird die genannten Herren von der ihnen zu-gedachten Ueberraschung schon in den nächsten Tagen in Kenntniß setzen. [DerGtineinderath von Klagen-f u * *] hat die geheischte Leistung eines Bei-träges für das in Graz zu errichtende Hammerling-Denkmal verweigert. [Die Buchdrucker Oesterreich «.[ welche alle zwei Jahre zur Berathung ihrer Stand«s-Ang«legenheiten zusammentreten, werden Heuer, und zwar zu Pfingsten in Klagenfurt tagen. [Eine seltsame Rauferei] hat diesenage in St. Peter am Karst stattgefunden. Der dortige Pfarrer. Herr Verbajs, beleidigte von der Kanzel herab ein Ehepaar derart, daß sich die schönere Hälfte dieses Paares veranlaßt 1«90 sah, den Herrn Pfarrer unter freiem Himmel zu attaquieren und sich mit ihm in eine solen« Prügelei einzulassen. Plötzlich prasselte ein ausgiebiger Regen herab, und das macht» de« Kampfe ein Ende. I P a n s l a ? i st i s ch e » au» „Slove -nie n" | Ein kroatische« Blatt, die „HrvatSka/ verbreitet die Nachricht, daß drei slovenisch« katholisch» Geistliche de» Bisthums Parenzo-Pola mit eils hervorragenden Personen der Halbinsel, dann von Trieft und Pola, den Uebertritt zur russischen Kirche durchzuführen im Begnfft stehen. Um die Reclame zu verstärken, wird v» UebertriN am 5. Juli, dem Gedenktage da Allslavenapostel Cyrill und Methud. vollzog«!, werden. * * * [Der Sich:rheitSwachmanil Carl E ch a n t l,J über dessen Verwunduaj wir in dtr leyien 'Nummer berichtet haben, be-findet sich im Gisela - Spital in Pklege un» schreitet die Besserung in seinem Befinden er-sreulicher Weis« derart vor, daß man ihn be-reit« außer Gtfahr glaubt. [© »1 & ft rn o r b.] Der beim sloveniichen Lorschußvereine in Cilli als Manipulation«beamte «»-((stellte 25jährige, ledige Franz Hraschooetz. ein Bauernsohn au« Kleinsonntag bei i'uuenberj, jagte sich am letzt»» Donnerstag um 9 Uhr abend« in seiner Wohnung im Klabutschar'ichea Hause tat Hauptplatz mittelst Revolver« eine Kugel in leu Kopf und verschieb nach drei Biertelstunben. ®i« Zerwürfnis mit seiner Braut, welche »r demnächst zum Altar» führen wollte, soll, wie man UN« be-richtet, bie That veranlaßt haben. [Geheilt.) Der Secunbaner Alton« Sorg« lechner, welcher am 19. v. 3Rt«. auf dem Petschounik von einer Eaabviper gestochen würbe, ist soweit her-gestellt, bah er am letzten Montag wieder die Schule besuchen konnte. Herr Gvmnafial -Dirxtir Koniml hat sich veranlaßt gesehen, den Schüler Josef Dotroiu. welcher dein verwundeten Kollegen bekanntlich die erste Hilfe leistete, in Gegenwart der betreffende-> (Hafte bi» belobende Anerkennung für dessen ver-halten abzusprechen. > j [Unheimlicher Fund.) Am 5. d. Mt«. stieb der Besitzer Jakob Krainz in Doberna bei Neubau« in einer Entfernung von 2» Meter von seinein H,use neben der Straße auf einen Menschen« köpf, in welchem bie sofort herbeigelaufenen Leute denjenigen be« feit Ende März abgängigen Abschiedet« vla« Bechajati'ch erkannten. Zwei lag» später wurde im^Krainz'schen Kanal auch bet zugehörige Rumpf entdeckt, ber, von Raben be« Fleische« fast gänzlich entledigt, recht unheimlich au«sah. [Verbrannt.) Au« Gonohitz wirb ze-meldet: Bei einem am 4. d. in St. Barthlmä aus« gebrochenen Schadenfeuer verbrannte »in fünfjähriger Knabe, welcher im Heu geschlafen hatte. Zwei Mädchen, welche ebenfall« in bem brennenden Wirtschaft«-Gebäude waren, konnten sich noch retten. Herichtssaal. Heschworenenaustolung. Bei dem KreiSgericht« Cillt wurden nu die dritte diesjährige Schwurgerichtspertode ausgelost: Als Hauptgeschworine die Herr«»: Karl Wenigerholz. Farber. Polstrau: Friedrich Streicher, Gastwirt, st. Leonhard bei Windisch-graz: Mathia» Groß. Müller, St. Johann bei Mahrenberg ; Karl Kreuzberger, f. k. Hauptmann i. R., Marburg; Friedrich Fehr, Realitättnbt-sitzer. Drachenburg: Jgaaz Mikuä, Realitäten» besiyer, Tlak« bei Rohitsch; Josef Petz. Gemeindevorsteher. Brunndorf bei Marburg : Aloi« Wellttz. Realitätenbesitzer, Doliien bei Pettau; Heinrich Stary. Bäcker, Pettau; Johann Ja«» ber. Realitätenbesitzer, St. Peter a. d. K. B.; Julius Edl. v. Gasteigen. Fabriksinhaber. Jo-sefstkerl bei Atahrenberg; Franz Prach, (Saft» wirt, Lotsche bei Gonobitz; Josef Heiiischk». Lederer, St. Lorenze» a. d. K. B.; Konrab Fürst, Weinhändler, Pettau; Johann Hergouth. Gemeindevorsteher. Kölsch; Josef Musi, Reali-tätenbesiyer, Franz; Anton Kossi, Hausbesitzer. Marburg; Johann Schnutt. Hausbesitzer. Mar- 1890 Wotkswirtschast. (? a S st e i r i s ch e Land eS«An lehen.( it »n Abgeordnetenhause eingebrachte Regle-riüzzvorlage, betreffend die für das Lande»-^kitahn-Anlehen des Herzogthumes Steiermark in Höchstbetrage von zehn Millionen Gulden fiktr. W. zu gewährenden staatlichen Begünsti-hat folgenden Wortlaut ^ 1. Den C :aj(nionen des vom Herzogthume Steiermark m Krund des mit Meiner Entschließung vom I. Februar 1890 genehmigten Landtagsbe-fableS vom 18. November 1889 zum Behufe : t Herstellung und Inbetriebsetzung von Local-^imbahnen in Steiermark auszunehmenden, zu pit Procent verzinslichen, innerhalb 90 Jahren nchahlbaren Laiides-Eisenbahn AnlehenS im riMctrage von 10 Millionen Gulden i. W. ü-z die Stempel- und Gebürenfteiheit zuge-Die Zinsen dieses Anlehen« werden »oh 6er Einkommensteuer, sowie von jeder Steuer, »it «wa durch künstig« Gesetze an deren Stelle ^chitzn werden sollte, dann von der Entrich-umj der Couponstempelgebüren auf die Dauer rni ">a Jahren, vom Tage der Emission des i-lch«« an gerechnet, freigelassen. § 2. Die Ciisjtfioiwn deS im § 1 bezeichneten Landes« bieilbahn AnlehenS können zur fruchtbringenden iJaUguncx von Capitalien der Stiftungen der am öffentlicher Aufsicht stehenden Anstalten, daatt von Pupillar-Fideicommiß- und Depositen-jdta und zum Börsencourse, jedoch nicht über tan Nennwerte, zu Dienst- und GeschäftScau-»im verwendet werden. § 3. Mit der Durch-sihrwig dieses Gesetzes, welches mit dem Tage (mn Kundmachung in Wirksamkeit tritt, sind Knne Minister des Innern, der Finanzen und »er Zuftiz beauftragt." (Segen d i e Kartelle im Allge> innen,] insbesondere gegen das Eisencartell, hräch bei den Verhandlungen des Abgeordneten-über das Budget des Handels-Ministe« mm? der Abgeordnete Sigmund, der zum Schluß seiner Ausführungen folgende Refnlution deauragte: „Die Regierung wird aufgefordert, knjenigcn Vereinbarungen von Capita listen oder LrveliSunternehmungen, welche den Zweck haben, bis Erzeugung und den Verschleiß bestimmter frobiKte, gleichviel zu welchem Zwecke, zu »onopolisieren und zu vertheuern, ihre vollste äufmerfsslmfeü zuzuwende» und erforderlichenfalls — wenn eS die öffentlichen und wirtschaftlichen Ziieciffea deS Staates erheischen sollten — eine ^bezügliche Gesetzvorlage dem Hause zur ver-s-lsungSmäsiigen Behandlung vorzulegen." Die Resolution, von den Abgeordneten mit Beisall tezruß!. wurde dem Budget-AuSschusse zu-imiesen. Kaus- und Landwirthschaft. TuSak. eineHitfe für unsere Landwirte. Bekanntlich wird in Unserer Monarchie ziemlich viel Tabak gebaut, aber nur in Ungarn und in wenigen Provinzen der diesseitigen Reichshälfte. Alle Welt weiß eS, daß die Land-wirtschaft heute sehr darniederliegt. Die amerikanische Concurrenz drückt schwer auf unseren Getreidehandel, die Krise, die, Dank dem neuen SpirituSgesetz, in der Branntweinindustrie ein-getreten ist, hat auch den Kartoffelbau ergriffen, und den Rübenbau droht durch die wachsende Concurrenz der neu erstehenden ungarischen Zuckerindustrie Gefahr. Unter solchen Umstän-den ist es wohl Pflicht deS Staates, der Land-wirtschaft beizubringen. und es ist ganz natür-lich, daß man sich, wenn eS mit dem bisher cultivicrten Zweige nicht mehr gehen will, aus einen anderen wersen muß. Der Abgeordnete Habermann hat nun jüngst in der Budgetdebatte einen bemerkenswerten Vorschlag gemacht, den die verschiedenen land-wirtschaftlichen Gesellschaften unterstützen sollten, den Borschlag, von staatswegen den Tabakbau in Oesterreich zu fördern. Der Tabake Handel ist bekanntlich Monopol des Staates, und eS darf daher die Tabakpflanze nur an den Staat verkauft werden; aber eben deShhalb ist stet» ein sicherer und regelmäßig zahlender Abnehmer vorhanden. Der genannte Abgeordnete trat in seiner Rede dem Voruttheil entgegen, daß sich unser Klima zum Tabakbaue »ich» eigne. Er ist in dieser Beziehung als Prozessor der Agriculturchemie Fachmann, und er führte aus. daß der Tabak eine variable Pflanze sei, die Unzahl Anen habe, unter welchen wohl eine zu finden sein dürste, welcher unsere klimatischen Verhältnisse zusagen. „Es kommt/ sagte der Abgeordnete, „beim Tabak noch etwas Anderes inbetracht, u. zw. nicht allein die Pflanze an sich, sondern auch die An und Weise der Vor-bereitung, die Zeit der Blättersammlung, die Art und Weise der Trocknung und Ausbewah-rung u. s. w. sind für die Qualität des Tabaks von ausschlaggebender Bedeutung. Wie sehr man durch passende Auswahl und durch sorg-faltige Cultur die Entwicklung einer Pflanze be-einflußen kann, dafür habe» wir einen geradezu classischen Beweis in unserer Zuckerrübe. Die Zuckerrübe ist doch bekanntermaßen ein Kind d>S MittelmeereS. Don ist sie zuhause und dort hat sie einen nur ganz mäßigen Zuckergehalt. Wir haben eS aber durch fortgesetzte Cultur, durch fortwährende Züchtung, jowie durch passende Auswahl. Düngung und Bearbeitung des Boden« dahin aebracht, Zuckerrüben mit 16 bis >8 Procent Zucker zu ziehen. Wa» bei der Rübe möglich ist, wird wohl beim Tabak auch möglich sein. E» handelt sich nur darum, wie man die Sache ansaßt." Abgeordneter Dr. Habermann führte dann weiter au», daß man allerdings die kostspieligen Versuche nicht den armen LandwiNen überlassen dürfe, sondern daß hier der Staat helfend ein-zugreifen habe durch Errichtung von Versuchs-stationen. Es ist dies in der That eine beach-tenSwerte Anregung und eine» Versuche» wohl wert. Vielleicht nehmen sich, wie gesagt, die landwirtschaftlichen Bereine und Gesellschaften der Sache an. Auntes. (Kaiserin Eugen ie( feiert am 5. d. ihren vierunds'chzigsten GebuNStag. Trotz ihre» Alter» hat die Kaiserin noch fast dieselbe schlanke Figur wie früher; in daS Gesicht aber hat die Zeit Falten eingegraben und da» Haupthaar ist schneeweiß geworden. Heftiger Rheumatismus plagt die Frau, und von diesem Leiden sucht sie gegenwärtig bei Dr. Mezger in Wiesbaden Genesung. (Land und forstwirtschaftliche Ausstellung in Wien 1890.} DaS Au»-stellungscomitö der Wiener Landwirtschaft»-Gesellschaft erhielt die officielle Bekanntgabe, daß der Kaiser Mittwoch den 14. d. Mt». um 11 Uhr vormittag», die feierliche Eröffnung der AuSstelluna vornehmen werde. (Deutscher S ch u l v e r e i n.] Di« $kr-«inSlcitung schreibt un«: In ber Au«schußsttzun> am 6. Mai wurden der Ortsgruppe Pvv«dorf für ein Festertrigni« und ber Stadtgemeinde Titschen für eine namhafte Gedenkspend« ber Dank ausgesprochen, sowie di« Mittheilungen des Festausschusses in Linz über bi« weitere« Vorbereitungen für di« Hauvtver-fammlung, insbesondere über di« Vorkehrungen zur Veranstaltung de« gemeinsamen AuSstuge« nach Smunden,.mit lebbafter Befriedigung zur Kenntnis genommen. Der Schul« i» Berlau wurde «in? Un-terstützung zugewendet, für den Jndustrial-Unterricht in Hirschdorf «in« Subvention gewährt und die bis-herige Unterstützung des Fortbildungsunterrichte« in Weitenstein und Hoch«negg weiter bewilligt. Ferner wurden die Schulen in Eichleit, Gerent, St. Francesco, Ausser, Flonitz und Jnnerflorutz mit kleinen Unterstützungen bedacht und verschieden« bi« Hauptversammlung betreffende Angelegenheiten berathen. Weilers wurde ein Beitrag zur Errichtung einer dritten Classe in Schwarzbach bewilligt, über die Ertbeilung deS katholischen Religionsunterrichte« in Pikerndorf Beschluß gefaßt und die Abrechnung deS Schulbaue« in Eisenberg in Verhandlung gezogen. Schließlich gelangte eine Reihe von Angelegenheiten der Vereinsanstalten in Königsfeld, Eisenberg, Jofef-, stadt und Königsberg zur Erledigung. (Versuche mit rauchlosem Geschütz« p u l v er] werden gegenwärtig in der Krupp'schen Gußstahlsabrik zu Essen gemacht, »nd liefern diese Versuche so günstige Ergebnisse, daß die völlige Ver-drängung de« alten Geschützpulver« zu erwarten ist. Da« neue Pulver besteht au« gleichen Theilen E«l-lodiumwolle und Glycerin, welch« in «in« braun-gelblich« kornartig« Mass«, di« in beliebig groß« Würfel geschnitten w«rd«n kann, gtformt «ird. Ent-zündet, verbrennt ti fast ohne Rauch, so daß beim Schießen die Uebersicht nicht verloren gehen kann und da« Zielen h«im raschesten Schnellfeuer ermög-licht bleibt. Zur Entzündung stnd 200 Grad Hitze nothw«ndig: bei 70 Grab beginnt e« langsam zu verdampfen, ohn« aber an Wirkung zu verlieren. Feuchtigkeit ist gleichfall« ohne Einfluß auf die Wir-kung; e» ist also völlig unabhängig von der Wit-terung, wa« b«t dem bisherige» bekanntlich nicht der Fall war; man legte da« neue Pulver z. B. '/» Stunde in Wasser, trocknete eS sodann wieder und »erschoß es, wobei bie Wirkung sich eher etwa« steigerte. Da« specifisch. Gewicht ist so ziemlich da«-selbe wie beim alten Pulver. Jedoch bringt der dritte Theil davon dieselbe Wirkung hervor wie da« alte. Der Gasdruck, sowie d»r Rückstoß sind jedoch geringer. Es kann also ohne Gefahr «nd ohne Be-lästigung viel mehr neue« Pulver verwendet u»d da-durch die Wirkung in.bezug auf Anfangsgeschwindigkeit, Durchschlagskraft, Schußweite bedeutend erhöht werden, ohne daß da« Rohr oder di« Laffrttr darunter zu leiden hätten. Während man bi«h«r b«i den S«schütz«n Anfangsgeschwindigkeiten von 460 bis 480 Metern erzielt«, erreicht man nun solche von 570 hi« 710 Meter, wa« einen wesentlichen Fortschritt hezeich»et. umsomehr, al« hiebei der Ga<-druck nur unbedeutend höher ist. Di« Wirkung ist außerordentlich gleichmäßig. Au« all dem ist zu entnehmen, daß da« neue Seschützpulver wesentlich« Vortheile besitzt, >»elch« die Leistungsfähigkeit der Artillerie beträchtlich erhöhen dürften. (Au« der Frankfurter Zeit BiS » marcksj erzählt die «Ne».Reviere* eine Anekdor« über die Mittel, die derselb« anwandte, um seine Depeschen der Kenntni«nahme unbefugter Augen zu entzieh«». Auch der hannover'fche Vertreter glaubte annehme» zu müssen, daß seine Briefschaften durch Eonnivenz der Post zur Kenntnis des Bunde«tag«-PrästdiumS gelangten, und richtete an feinen preu-ßischen Eollegen die Frage, wie er e« anfange, seine Depeschen ungeöffnet passieren zu lassen. BiSmirck forderte ihn auf, einen Spaziergang mit ihm zu machen, und führt« ihn in «in« «ntlegen« Gaff«, wo 1 nur kleine Leute und Gewerbetreibende der befchei-densten AN ihre Wohnung hatten. D»rt angelangt zog er zum Erstaunen seine« Begleiter« Handschuhe an. und trat dann mit ihm in einen Krämerladen. Hier fragte er dann den HZringSbZndizer: »Habt ihr hier auch Seife?" — »Jawohl." — »Welch' 6 „Aeutfche W«cht' 1890 Gatten 1* — Der Commi« nannte verschiedene und legte Bismarct einig» Stück vor, von denen dieser ein besonder« stark riechende« wählte und in seine r«slde gleiten ließ. Dann fragte er nach vries-rourcN«. und der Verkäufer legte ihm einige solche der ordinärsten Art vor. Daraus zog Bi«marck eine Dereich« au« cer Brusttasche seine« Rocke«, steckte sie in da« l5ouvert, forderte Tinte und Feder und fieng an die Adresse »u schrei»««. Aber mit den Hand-schuh«« gieng da« nicht, er bat daher den Jträmcr-ccmmi«, diese Arbeit für ihn >u besorgen, und der junge Mann that die« willig genug. Nun steckte VUmarck die Depesche in di« Tasch« zu d«r Seif« und sagte aus der Straße ju dem Hannoveraner: ,€c 5 unter dieser Aufschrift und diese» au« den Düsien von Seife, Häringen, Talg und Käse zu-sammengesetzten Parfum sollen fie nun einmal meine De»esch« h«r»u»sch«üffeln!" jW «i « h e i t cm Spieltisch.) Wenn mal ein Manu Nicht spielen kann Und'« dennoch thut, Ist er »um Zahlen grad« gut. * O • Drei 3? find beim Spielen wichtig, Spiele: Ruhig, redlich, richtig! » » » Daß Du gewinnen kannst, steh ,u. Dein Gegner thut'« nicht minder, Spielst auch mit vorgesetzten Du: All' Spieler gleich« Sünder! • • Gereut Dir Dein Geld: Vom Spiel bleib' fern i • Wer gern mit Dir spielt Gkwinnt auch gern l 9 * « Falsch Spiel, falsch Wort, falsch Weib veracht': Die haben schon manchen jum Teufel gebracht! ch ch ch Spielgewinn macht selten reich Spielverluste merkt man gleich. [D a in e n sollen nicht Bier trinken.] Die Hände und Füße der Am«rikanerinnen, die bi«-her wegen ihrer Zierlichkeit berühmt waren, nehmen von Jahr zu Ithr an Au«dehnung ju. Die Ursache dieser Besorg«!« erregende« Erscheinung wird «ach der »So», 6orr.' in dem wachsenden Birrgrnuss« bei amerikanischen Damenwelt gesucht. Man be-bauriet, daß in Vierländern die Frauen größere Hände und Fütze hätten, al« in Lindern, wo st« nur Wasser od«r W«in trink«n, daß und da« Bier nicht nur die bekannte Wohlbeleibtbeit, sondern auch Bierhände und Biersüße erzeuge. Sollte die Wissenschaft diese Anstcht bestätigen, so hätten die Alkoholgegner unter den Damen gewonnene« Spiel, denn eine Sitte, die man au« Rücksicht auf Gesundheit und V«rmög«n nicht aufgeben würde, der Eitelkeit opfert man fie ßewift. sUeber ein heitere« Mißverständ-niij berichtet man au« Xegentfee; Kam da an einem der letzten Sonntage ein Bauer au« Irschen-berg nach Miesbach zum Bezirk«amtmann mit dem Ersuchen um Ausstellung einer neuen Jagdkarte. Auf die Frage, ob er die alte bei stch habe, er-widerte der Bauer, er habe sie beim Waitzinger gelassen. E« wurde ihm bedeutet, dieselbe zu holen. Bald öffnete sich di« Thüre wieder und herein treten znm Ergötzen de« Bezirk«arntrna»ne« unser Bäuerinn, und hinter ihm mit vielen Knixen — seine „Alte.' [Sin reicher Mann.j „Sehen Tie, her Mann, wie er d« reitet, ist vor zehn Jahren «it einem Paar zerrissener Hosen nach Berlin gekommen und jetzt hat er zwei Millionen." — .Aber, ich bitte Sie, wa« fängt der Mann mit zwei Millionen zerrissener Hosen an1" [Bei« Barbier.] Herr: »Habe mich acht Tage lang nicht rasieren lass««, komme mir wirklich vor» wie'n Stachelschwein.' — Barbier: »Hm, wa« die Stacheln anbetrifft, damit wollen wir bald aufgeräumt haben I' [Passende Huldigung.] »Seht, Kommilitonen, da ist Schlauch mit dem entführten Back» fisch; singen wir ihnen einen geziemenden Begrü-tzungtcantu« !• — Alle im Chor: „Fuch«, Du hast die Gan« gestohlen I' [Ein Wiederbelebunggversuch. ] »Haben Sie denn nicht« gethan, um den Todtgefun- enen wie der zu beleben?* — „Doch I Ich hab' ihm in'« Ohr gerufen: Fritz, beim Sternwirt giebt'« heut' Freibier.' Kachtrag. T«r k. k. Bkjirksrichter W e n g e r von St. Leonhard W. B. ist we§:n politischer Um-triebe vom Amte suspendiert worden. Eingesendet. Sämmtliche Reserde-Untervfficiere, welche wäh-re«d der 13tägigen Waffenübung«periode vom 28. April bi« 10. Mai d. I. bei der 16. Compagnie de« biefigen Infanterie Bataillon« eingetheilt waren, erlaube« sich hiemit den P. T. Herren Officieren, insbesondere dem Commandant«« der »bgenannten Compagnie, Herrn k. u. k. Hauptmann Karl Hollegha, für die außerordentlich humane und wohlwollende Behandlung den innigsten Dank abzusprechen. Eilli, -m 10. Mai 1890._ Zur KörlenliM. C« gilt von der gegenwärtige» A»r ft-fituation, die unter dem Einflüsse der glänzenden Saatenstand«berichte und de« flüssigen Geldstande« sich gestaltet, Autze» j« ziehen; eine Reihe von Effecten erscheint mit Rücksicht aus diese Umstände lehr preiswürdig und bietet ziemlich sichere Chance» des Gewinnes. Ueber die Qualität der Papiere gibt die unterzeichnete Aaukstrma, die sich zur Uebernahme von B«rletransactio»e» jeder Art empfiehlt, gerne Au«kunst. Äerm. Änöpflmacher. Firma seit 1809, 391—4 Wien, I.. Wallnerftrafie 11. 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