Priuumerati-ns - »reife: Für Laibach: •onjjSWg • • 8 ff. 40 k. HalbjSbrig . ■ 4 , 30 „ KletteltWrig • 2 „ 10 „ Monatlich ... — , 70 , Mit der Post »a»»j»hrtg................12 fl. Halbjährig................ 6 „ Skrtelitorig...............8 „ Für Zustellung in« Hau« viertelt. 85 fr., monetl. 9 kr. Mszelne Nummern 6 kr. Laibacher Anonyme Mittheilungen werden rrifct berücksichtigt; Manuskripte nicht zurückgesendet. Rrdactiou: vahnhofgaffe Nr. 15. Er-rditt«»»-» z«ser«te»-Bureau: «ongretzplatz Nr. 2 (Buchhandlung von Jg. v. Klein, mayr & Fed. Bamberg) z«s«rttonSvreise: Für die einspaltige Petiheile k 4 kr,, bei wiederholter Einschaltung ä 3 kr. Anzeigen bi» 5 geilen 20 kr. Bei größeren Jnseratxy 'untz Ssterer Einschaltung «irtspr^ ■ 1 «Sender Rabatt. • ... Für complicierten Sfltz teso«. . ^ > dere Bergütmt^, \ v > 4 ' i« Nr. 236. Samstag, 13. Oktober 1877. Morgen: Cillislus. Montag: Theresia. 10. Jahrgang. Vom Tage. Der Siebenbürger Putsch war im un-«arischen Reichstage bereit« Gegenstand einer Interpellation. Cs ist offene« Geheimnis, daß schon seit mehrere» Wochen im Szeklerlande geheime Comi>6« agitieren, die türkenfreundliche Freiwilligenscharen zu werben suchten. ES sollte ein FreicorpS von 15,000 Mann ausgestellt werden, dasselbe sollte dir fieben-bürgischr Grenze überschreiten, in die Moldau ein-dringen, die rumänische Eisenbahn und Brücken zerstören und den Russen Schaden zufügen. Der Szeklerstamm liebt das Nomadenleben, der Heimat-licht karge Boden ernährt ihn schlecht, Handel und Wandel liegt darnieder, der Adel ist ohne Beschösti-gung, nahezu brodloS; «in großer Theil desselben suchte deshalb in Rumänien Erwerb und Unter» stand und sollte in den säet fischen Städten und Dörfern einen Beute- und Plünderungszug unternehmen. Es verlautete bereits längst: das ganze Szeklervolk werde sich erheben und zu dm Waffen greifen. Mag es fich nun mit dem beabsichtigten Putsch wie immer verhalten, so viel leuchtet au« den neuesten Ereignissen im Szeklerlande heraus, daß sich die dortige Bevölkerung mit der Wiederholung der Eiciculffe de« Jahre« 1848/49 beschäftigt, und daß es deshalb an der Zeit ist, an den Grenzen dcs Szeklerlande« sorgsame Wacht zu halten. In mehreren Blättern tauchten Gerüchte auf, al« stünde in Oesterreich jetzt eine diplomatische Campagne bevor. Diese Gerüchte dürften zu den Seifenblasen gerechnet werden, denn einerseits zieht sich der Träger de« auswärtigen Amtes, Graf Andrasfy, auf längere Ze t auf feine Güter in Ungarn zurück, andererseits fehlt derzeit jedes Materiale zu einer hochpolitischen Aktion, nachdem Rußland einen Winterfeldzug vorbereitet und deshalb von einer diplomatischen Vermittelung heute keine Rede sein kann. Auch die Hohe Pforte nimmt heute eine diplomatische Action nicht in Anspruch; für den 8all, daß die kriegführenden Theile Frieden schließen, wird dir Türkei zur Durchführung der freiwillig angekündiglen Reformen schreiten und die Einmischung fremder Mächte in die inneren Angelegenheiten de« osmanifchen Reiches ablehnen. Die Hohr Pforte hat in den letzten Tagen neuerlich kundgegeben, daß der Sultan auf der Durchführung der signalisierten Reformen allen Ernste« besteht und, ungeachtet de« Krieges, das türkische Parlarnrnt anfangs November laufenden Jahre« unberufen will, um fich eingehend mit den Reformen zu beschäftigen. Der Abschluß eine» AlltanzvertrageS zwischen Italien und Deutschland wird offiziell in Abrede gestellt, jedoch unverblümt bestätigt, daß allerdings ein Gedankenaustausch über eine, gewissen Eventualitäten gegenüber zu befolgende gemeinsame Politik stattgefunden hat. Diese Eventualitäten werden nicht von Oesterreich au« erwartet, sondern dieselben sind von Frankreich zu besorgen, wo infolge der demnächst statlsindenden Wahlen Dinge auf die Tagesordnung gesetzt werden könnten, die unter einem Deutschland und Italien herausfordern. Frankreich liegt eben in dem Schöße des Vatikan«. Der Zeit-punkt ist nahe, wo der Märtyrer im Vatikan den Harnisch und der Chef der Regierungsgewalt in Pari« die Kutte anlegt. Man will sich weder von Mönchen todlfchlagen noch von Soldaten tobtbeien lassen. Der Verein der Socialpolitik behandelte in seiner am 9. d. in Berlin stattgefundenen Sitzung den Handelsvertrag zwischenO-sterreich-Ungarn und Deutschland. Die anwesenden Schutzzöllner beantragten, daß bei einem neuen Handelsverträge da« Prinzip der Gegenseitigkeit besser al« bisher zu wahren und namentlich auf die Consequenzen Rück-sicht zu nehme» fei, welche au« dem Richte der meist-begünstigten Nation zugunsten anderer Länder entstehen und wonach ferner im Falle de« Nichtzustande, kommen« eine« Handelsvertrages ein Provisorium anzustreben sei, während dessen, unter vorläufiger Wiederherstellung de« bisher gütigen Tarife«, Er. Hebungen über die Lage und Bedürfnisse der heimischen Production behuf« Herbeiführung eine« späteren Definltivum« anzustellen wären. Dieser Antrag wurde abgelehnt und zum Beschlüsse erhoben, daß in einem neuen, auf Grund eine« Conventional» tarife« zu vollziehenden Handelsverträge Deutschland nicht ungünstiger gestellt werden möge wie bisher; namentlich müsse da« Appreturverfahren in demselben Umfange wie bisher beibehalten werden und beide Staaten sich als bann die Rechte der meist, begünstigten Nation zufichern. Falls Oesterreich-Ungarn mit Deutschland keinen Handelsvertrag auf Feuilleton. Gedanken über das Duell. In einer Zeit, wo in Cis- und TranSleithanien das Duell wieder an der Tagesordnung steht, wo sogar Männer der Wissenschaft und de« Rechte« vor diesem Phantom de« EhrenauSgleicheS nicht zurückschrecken, dürfte eS angezeigt sein, über diese Geißel der menschlichen Gesellschaft einige Bemerkungen zu veröffentlichen. Hüten wir un«, den heiligen Namen der Ehre zu verwechseln mit dem wilden Vorurteile de« Ausgleiches derselben durch da« Duell. Diese« Vor-mthtil stellt jegliche Tugend an die Spitze de« Degen« und ist nur darnach ongtlhan, tapfere Verbrecher zu schaffen, infoferne zügellose Bravour Tapferkeit genannt werden kann. Untersuchen wir, worin eigentlich diese« Vor. ur theil besteht? Seit dem Jahre 1577, wo in Oesterreich das erste Duell vorgefallen, hat fich die weitschweifende und barbarische Meinung festgesetzt, daß alle gesellschaftlichen Pflichten durch wilve Tapferkeit ersetzt werden können;— daß ein Mann »ujhört, ein Verleumder oder ein Gauner zu sein, daß er überhaupt gesucht und geachtet wird, sobald er sich zu schlagen versteht; daß durch da« Duell die Lüge zur Wahrheit und der Betrug zum Ehren-Handel legitimiert wird; daß überhaupt Verrath gesetzlich, Treubruch lobenswerth ist, sobald ein oder der andere mit der Waffe in der Hand vertheidigt wird; daß jede Schmach durch einen Degenstoß ab-gewaschen werden kann, und daß man nie Unrecht hat einem Menschen gegenüber, den man im Duell gelobtet hat. Es gibt eine Sorte von Waffengang, wo die Menschlichkeit sich neben die Grausamkeit stellt,,Zw man die Mitmenschen nur au« Zufall (?) tödtet, das ist da« Duell. Dachten die tapfersten Männer des Altexthums je daran, das erlittene Unrecht durch i ein Duell wett zu machen? Schickte Cäsar ein Eartetl an Cato oder Pompeju« an Cäsar für gegenseitig zwgtfügtt Schmähungen? War Eurypide« entehrt, weil er sich von Themistvkle« mit dem Stocke bedrohen ließ? Andere Zeiten, andere Sillen I Waren diese Sitten gut, und soll man fich nicht an solche gewöhnen, welche die Ehre nicht aufrütteln, sondern deren Halt sachte fkststellen? Die Ehre ist nicht veränderlich, sie hängt nicht von Zeit und Umständen, am allerwenigsten vom Vor ur theile ab; sie kann nicht vergehen, nicht wieder gehören werden; sie hat ihren ewigen Grund in dem Herzen der Gichten upd in dem unerschütterlichen Richtscheit unserer Pflichten. Wenn die aufgeklärtesten, tapfersten und tugeyb-hastesten Völker de« Alterlhum« da« Duell nicht gekannt haben, so ist es nicht eine Institution dsr Ehre, sondern e« ist eine barbarische, fürchterliche Mode, würdig ihre« wilden Ursprung«. Es fragt sich, wenn e« sich um da« eigene oder um da« Leben eines ändern handelt, ob der charaktervolle Mann sich nach der Mode richten soll oder ob er nicht vielmehr den wqhren Mmh zeigt, dieser Mode, dem Popanz der Neuzeit, .p'icht zu folgen. Wa« würde derjenige .anstellen, der ihr anhängend, in Länder versetzt würde, wo fie verpönt ist? In Messina oder Neapel müßte er seinen Gegner an der Ecke der Straße Marten und ihn rücklings erdolchen. Da« nttmt man in diesen Ländern „brav" sein, und die Ehre besteht nicht darin, sich von feinem, Feinde tödttn zu lassen, sondern ihn selbst, zu löbttn. Der gerechte Mfwn, dessen Leben ohne Makel und der kein Feigling ist, wird e« ve^schujähen, seifte Hand mit dem Mprde zu beflecken, und wird darum, nicht weniger ehrenhaft fein. dieser Grundlage abzuschließen willens wäre, liegt für Deutschland eine Veranlassung nicht vor, Oesterreich Ungarn auf den Fuß der meistbegknstiglen Nationen zu stellen. Auch im Königreiche Sachsen herrschen trübe Verhältnisse, Handel und Gewerbe liegen darnieder; im vorigen Jahre trugen die Staatsbahnen um 4 und die Staatsforste um 2 Millionen Reinertrag weniger ein, auch die Einnahmen aus den Staats» Kohlen- und Erzbergwerken lieferten ein geringeres Ertragnis, und der Regierung bleibt eben au» nichts anderes übrig, als Pro 1878/79 die direkten Steuern zu erhöhen, wodurch die Unzufriedenheit im Lande wesentlich gesteigert werden wird. ES kursieren Gerüchte über eine Mi n ist er > Ir ist» in Preußen, jedoch finden diese bereits von kompetenter Stellt aus Widerlegung, es wurde eine Verständigung bereits erzielt, die Differenzen in Bezug auf da« Unterrichl-gesetz sind beigelegt und die inneren Refarmprojckte werden dem nächsten Landlage vorgelegt werden. Die englische Presse wendet ihr Hauptaugen-merk auf Frankreich, sie betont, daß ganz Europa gespannt ist auf die Antwort, welche die französische Nation bei den nächsten Wahlen geben, weiche Stellung sie gegenüber Mac Mahon und den Mt nistern einnehmen, ob da» republikanische Prinzip oder die Gewaltherrschaft der Regierung siegen wird, Man hofft viel von dem maßvollen Auftreten der republikanischen Parteien. Die Niederlagen der russischen Waffen haben den Glanz Rußlands in Indien schwer geschädigt. Man gab sich der Besorgnis hin, daß, falls Ruß land siegreich aus dem Kampfe hervorgegangen wäre, die England unterworfenen Völkerstämme in Indien sich erhoben hätten. England muß um jeden Preis den Türken den Sieg wünschen; man verdammt Rußland, weil es nicht das Recht hatte, mit Feuer und Schwert in ein fremdes Land unter dem Vor wände einzubrechen, den angeblich unterdrückten Völkern Freiheit zu bringen. England könne nicht weiter mehr zusehen, daß ein Heer von Men fchen zwecklos zur Schlachtbank geführt wird, der Menschenschlächterei und dem Mordwerke müsse ein Ende gemacht, Rußland müsse in seine eigenen Grenzen zurückgedrängt werden. verkehre im Lande für die Dauer entsprechenden Vois»ub zu leisten? Und warum haben die Begebungen der öfterreichtjüen Nattona bank in dieser Richtung bisher Linen Eifoig geüab ? Wäre es nicht zweckmäßig und praktisch durch-Ührbar, daß demjenigen, welcher bei einer Haupt-anstatt oder Filiale der künftigen öfter >eich:sch-ungari->chen Bank ein Folium besitzt, da» Recht emgeiäumt werde, über sein (Sutanen im Wege der Übertragung (etwa nach Muster der deutschen Reichsbank) zugunsten Dritter am Sitze jeder äußern Hauptanstalt oder Filiale zu verfügen? Und weiche Hindernisse st h-n etwa in Oesterreich dieser Einrichtung entgegen? Welcher Ausdehnung wäre das derzeitige An» Weisungengeschäft der öiierre-chrschen Nationalbank fähig, und auf welchem Wege wäre eine solche Ausdehnung allenfalls zu bzwirken ?* Das Subcomit6 für die Bankvorlagen behandelte vorgestern die Frage der Achtzi g-Mil-lionen-Sch uld. Nachdem das von der Regierung oorgtlcgte Gesetz (Schiedsgericht) bereits in der Generaldebatte abgelehnt worden, wurve beschlossen, daß im Artikel 102 des Banlstatuis (dieser timkel wurde vom AuSgleichSausschusse in suspenso gelassen) au» ge pochen werde: Die den beiderseitigen SlaatSver Wallungen zukommende Hälfte dcS Reingewinnes ist nach Artikel 2 des UebereinkommciiS zu verwenden. In den Artikel 2 de» UcbereintommenS wurde dir Bestimmung ausgenommen, dag der den Staalsvcr Wallungen nach Artikel 102 der Statuten gebürendc Anthril am Reingewinne der österreichisch ungarischen Bank zur Abschreibung von der «chlzig-M'll'onen Schuld verwendet werde, und zwar im Verhältnisse von 70:30. Ferner wurde beschlossen, seitens des Subcorniiss im Plenum des »usgletchsausichussis den Antrag zu stellen, daß die Bankvorlagen nur im Zusammenhange mit dem Zoll- und Handels bündnis vor da» Haue gebracht werden sollen. Parlamentarisches. In der am 10. d. stattgefundenen Sitzung des AuSgleichSauSschusse« wurden den Experten folgende Fragen zur Aeußerung vorgelegt: ,WaS könnte seitens der künftigen österreichisch ungarischen Bank geschehen, um namentlich dem Giro Vom Kriegsschauplätze. Heber die Lage vor Plewna empfangen die „Daily News" von ihrem Spezial-Korrespondenten im russische» Hauptquartier unterm 3. d. folgenden Drahtbericht: „Die militärischen Operationen stocken, und augenscheinlich warten wir auf die Meinung de« General» Tottleben über die Räthlichkeit einer Fortsetzung de« «Ingr.ff« auf Plewna und die beste Weise, denselben wieder aufzunehmen. Er hat seine spezielle Inspektion der türkischen Positionen, womit er jetzt beschäftigt ist, noch nicht beendigt, und seine Entscheidung wird wahrscheinlich nicht vor den nächsten Immer bereit, dem Vaterlande zu dienen, den Hilflosen zu unterstützen, die schwersten Pflichten zu erfüllen und dasjenige selbst mit Aufgebot feine« Blutes zu verteidigen, was heilig und Achtung gebietend ist, gibt dem Menschen jene unerschütterliche Festigkeit, welche mit dem wahren Muthe gepaart ist. Mit reinem Gewissen geht der ehrliche Mann erhabenen Hauptes einher, er flieht nicht, er sieht aber auch nicht feinen Feind. Er gibt es kund, daß er weniger den Tod als eine schlechte Handlung fürchte, und daß er vor dem Verbrechen, nicht aber vor der Gefahr zurückscheue. Wenn sich das V o r u r t h e i l dann und wann gegen ihn erhebt, fo weist sein tadelloses Leben es in die Schranken, und feine Handlungen sind die Zeugen seiner Ehre. Bei einer solchen Lebensweise schließt man von seiner Art zu handeln auf fein ganzes Benehmen und läßt ihn unbehelligt fo, daß rr nie in ein Duell verwickelt wird. Jene Men-schen, die so schnell bereit sind, andere herauszufordern, find in der Regel ehrlose Personen, welche aus Furcht, daß man ihnen offene Verachtung zeige, sich beeilen, mit irgend einem Ehrenhandel die Schlechtigkeit ihres Lebens zu decken. Mancher benimmt sich herausfordernd, um hinter dieser Heraus- forderung versteckt, Oder vielmehr durch dieselbe gedeckt, weiter bestehen zu können. Der wahre Muth hat mehr stille Festigkeit, als zur Schau getragene eilige Kühnheit; er ist das, was er fein soll, er läßt sich nicht herausfordern, aber auch nicht unterdrücken. Der ehrliche Mann ist immer muthig: im Kampfe gegen den Feind; in der Gesellschaft zugunsten der abwesenden Freunde ober der verletzten Wahrheit; auf dem Todtenbette gegen die Angriffe des Schmerzes und des endlichen Tobe». Die Kraft der Seele, welche der wahre Muth einflößt, hat zu allen Zeiten bestanden unb wurde nicht erst durch das Duell geschaffen. Sie erhebt die Tugend über alle Einflüsse und besteht nicht darin, sich zu schlagen, sondern nichts unb niemanben zu fürchten. Um Motive ist das Duell nie verlegen, doch sinb solche selten moralisch, nie politisch unb am allerwenigsten human, häufig bagegen bei den Haaren herbeigezcrrt. Die hier entwickelten Gedanken sind nicht neu unb haben, so wie die Ehre, längst vor dem Duell bestanden unb wurden schon Im vorigen Jahrhundert von Jean JaqueS Rouffeau, natürlich in glänzenderem Gewanbe, mit unoerfehlter Sicherheit ins Treffen geführt. Jean Baptiste. zwei oder drei Tagen getroffen werden. Es ist ziem« lich gewiß, daß er erklären wird, Plewna müffe genommen werden — welches auch immer die Opfer ein mögen — bevor der Balkan überschritten werben kann. Die einzige Frage ist: Wie? Einige sind zugunsten einer Aushungerung, ein Plan, welcher nach General «ryloff» schwachem Versuch nicht viel Aussicht aus Erfolg hat; andere sind zugunsten einer regelrechten Belagerung, und noch andere sind für einen erneuerten Sturm, ungeachtet der wieberholten Mißerfolge. Es scheint wahrscheinlich, baß ber Be-lagerungsplan, verbunden mit einem Abschneiden der türkischen Zufuhren, adoptiert werden wird. ES besteht darüber kein Zweifel, daß die Türken mit der Zeit ausgehungert werden können, obgleich die Schwache de» Generals Kryloff ihnen gestattet hat, seit ber letzten Schlacht große Zufuhren zu empfangen. General (9urku ist nunmehr der Befehl über die Kavallerie hinter Plewna übertragen worden, und für irgend welche Zufuhren, welche die Türken erholten wollen, während er bort steht, wird gekämpft werden müssen. Nach meinem Ermessen kann e« diesem energischen Offiziere mit der großen Kavallerie-macht, welche die Russen jetzt am ändern Ufer de« Flusse« Wid haben, leicht gelingen, irgend welche weitere Zufuhren, welche die Türken durchzubringen versuchen mögen, abzuschneiden. Die einzige Frage ist, auf wie lange Plewna verproviantiert ist. E« kann fein für einen Monat ober für sechs, unb nach meiner Meinung wird es einfach unmöglich fein, die Belagerung tvährcnb des Winters ohne einen fürchterlichen Verlust an Mannschaften — einen Verlust, der ebenso groß sein würde als der, den ein neuer Sturmangriff im Gefolgt führen müßte — aufrechtzuerhallen. Im Falle die Belagerung aufgehoben roiid, würde die Armee ihre Quartiere in ben Dörfern um Poradim herum für den Winter aufschlagen, falls nicht beschlossen werden sollte, nach Sistowa zurückzukehren. Der rumänische Angriff gegen die zweite Reboute hat noch nicht ftattgefundeii, obu>ol wir erwarteten, daß er in zwei ober drei Tagen vor sich gehen würde. Ich bin außer stunde gewesen, bie Ursache des Aufschubes ,u erfahren. Es schien alles dazu bereit zu sein. Möglicherweise warten wir auf das Gutachten des Generals Tollleben über den Punkt, ob eine combinierte Action mit den Russen stattsinden (oll. Die Niederlage Mihcmed Ali'« verursacht wenig Freude. Sie wird als etwas Natürliche« betrachtet unb als ein Zwischenfall, der den allgemeinen Verlauf des Feldzuges nicht änbern könne. Daß Mehemeb Ali'« Aludit trotz der ungeheuer großen Kavalleriemacht bes Großsürsten-Thronfolger« erst entbeckt würbe, nachdem er schon zwei Tage sich wieder hinter dem Vom b-sanb, wirb von den jünger« Offizieren ber Armee al« einfach lächerlich betrachtet. Die Lage der russischen Armee angesichts de« nahenden Winters ist alle» andere eher denn befriedigend. Von dm zwei großen erfolgreichen Operationen des FelbzugrS — dem Donau- und dem Balkanübergang — ist einer ernstlich kompromittiert. Obmol die Ruffen ben Schipka-Paß sicher genug halten, so weit dies den bloßen Besitz der Straße betrifft, so kann der Paß doch nicht al« allein in ihren Händen befindlich betrachtet werden, denn wenn die Russen ihn gegen die Türken behaupten, halten die Türken denselben ebenfalls gegen bie Russen. Die Russen halten bie Straße, aber bie Türken beherrschen biefelbe; unb militärische Autoritäten, mit benen ich gesprochen habe, brücken ihren Glauben au», baß ber Paß in Wirklichkeit unverfügbar für ben Durchzug irgenb einer Armee ist, so lange die türkischen Positionen nicht genommen sind. Run, da« Nehmen dieser Positionen wirb keine leichte Sache sein. Dasselbe -ist beinahe der Fall mit bem Hainkiöi-Paß. Die Russen haben ben Paß selber, aber sie siib von dessen südlichem AuSgange nach dessen Gipfel zurückgedrängt worden. Die Türken haben sich ves «uSgangeS bemächtigt und befestigen denselben so, daß hier wie in Schipka bie Russen in Wirklichkeit genöthigt sein IW Fortsetzung tu der Beilage. "WA Beilage zum „Laibacher Tagblatt" «r.|236 vom 13. Oktober 1877. werden, sich abermal- einen Weg durch denselben zu bahne» und diese Pässe größtenthells wieder zu erobern, ehr sie dieselben mit einer Armer passieren können-DaS scheint das Endergebnis diese» Feldzuges zu sein, ein Resultat, wovon mit Sicherheit gesagt werden kann, daß es durchaus nicht durch die Unzulänglichkeit der russischen Slreitkräfte oder durch türkische Feldherrnkunst und Tapferkeit, sondern einzig und allein durch die Unfähigkeit der russischen Generale herbeigcsührt worden ist. Ein Moltke oder ein Garnet Wolscley würden mit dieser prächtigen russischen Armee jetzt in Bdrianopel gewesen sein. Zwar ist der Feldzug noch nicht zu Ende, denn da» Weiter mag noch seine Wiederaufnahme gestatten." Die Pforte erhielt von Ghazi Mukhiar Pascha einen Bericht nebst Details über die bei Naniiar, Gulveren und «ladjadagh am 2. und 3. d. vot gefallenen Kämpfe, die fämmrlich sehr glorreich für die türkischen Truppen ausgefallen sind. Die Russen wurden danach, ungeachtet ihrer numerischen Überzahl, geschlagen und auf der ganzen Linie zurückgedrängt. Die Russen, vom Großfürsten Michael persönlich kommandiert, hatten 64 Bataillone Infanterie, 14 Regimenter Reiterei und 130 Kanonen im Kampfe. Mukhlar Pascha schützt die Virluste de« Feinde« aas acht- bis zehntausend Mann an Tobten und Berwundeten, hin. zufügend, daß dieselben nach Aussage der Bewohner sich möglicherweise auf fünfzehnlausend Mann belaufen können. Die türkischen B-iluste belaufen sich beiläufig auf 2500 Mann. D.e Russen mußten sich in ihrer Mehrzahl von den Rabat Höhen bi» an den ftuß de« Karajal-Hügels zurückziehen. Infolge dieses Kampfe» verlegte Muthiar Pajcha |ein Lager nach Karaejadagd. „Da>ly Telegraph" meldet au« Orhanjc: „Am 8. Oktober rückie Scheftet Pascha bi» Lubko> witza, fünf Stunden von Plcwna, vor. Seinen Vorstoß am 9. Oktober weiter führend, langte er nachmittag« in D>»»ik an. In der Front von P lew na gaben die Russen die rechte Hügelkette auf, und die Türken stellten die Telegra,enve>tnn. düng wieder her und führten Muntuon und t'ebtnfl m.ttel in PUtrno ein. Au» einem Berichte Ghazi Mukhtar Pascha'» geht heroor, daß der bei «ladjadagh, zwischen dem Dorfe Kurkhan und Had>chi Belt, statt-gehabte Jnfameriekampf, ruhmvoll und zum Bor-thetle der türkischen Truppen geendet hat. (Ec dauerte mehr als vier Stunden: die Russen, welche dem wohlgenährten Feuer der türkischen Trup Pen nicht widerstehen konnten, zogen sich schließlich auf der ganzen Linie vom Kampsplatze zurück. Ihre Bet lüfte belaufen sich auf 1200 Mann. Politische Rundschau. Laibach, 13. Oktober. J«la«b. Wie der „P. Lloyd" erfährt, ließ Fürst Gortschakoff dem Grafen Andrafsy für die gegenüber dem Siebenbürger Putsch beobachtete Haltung danken, der Hoffnung Ausdruck gebend, daß es ihm auch ferner gelingen werde, den ungestümen Leidenschaften erregter Patrioten Widerstand zu leisten. Da» ungarische Abgeordnetenhaus nahm das Gesetz betreffend das Bagat ellv er fahren in dritter Lesung an. A«Slavl>. Die regierungsfreundlichen Pariser Journale bringen ein neue» Manifest Mac Mahon-, worin der Präsident der Republik sich dagegen verwahrt, den Umsturz der Republik zu planen und ein klerikales Regime einführen zu wollen. Das Schriftstück gipfelt in der Aufforderung, die Regierungskandidaten zu wählen. „Journal des $6batS" und „Röpublique Fron paifc" belehren die Wähler über die Wahlmani pulationen und heben die Ungesetzlichkeiten hervor, der „JndSpendance- zählt 33 Deputiertenmkmdate namentlich aus, welche die republikanische Partei den Eonservativen von ihren 158 Sitzen aller Wahrscheinlichkeit Nach abgewinnen wird. Die „Agence Russe" schreibt: „Nachdem einzelne, darunter selbst türkische Journale beharrlich von Vermittlung, von vorläufigen Schritten Erfh« (and« und Oesterreichs sprechen, so erklären wir wiederholt, daß keine Mediation in Aussicht und kein Versuch einer solchen unternommen worden ist." In Bosnien ist die Aufregung unter der muselmanischen Bevölkerung im Steigen. Die angesehensten Grundbesitzer eilen unter die Fahnen und unterstützen die Armee durch reichliche freiwillige Proviantzuzüge. „Reuters Bureau“ meldet au» Konstantinopel: „Aus Veranlassung de« Bairamseste« richtete der S ul tan an dir Truppenkommandanten Glückwunschschreiben, worin er die Hoffnung aussprach, daß der Krieg bald zum Vortheile der Türkei beendet sein und die Soldaten zurückkehren werden, um durch Arbeit die durch die Verteidigung des Landes hervorgerufenen außerordentlich großen Verluste zu ersetzen." Da« „N. Wr. Tagbl." empfängt angeblich aus diplomatischer Quelle Mitteilung, daß die Hohe Pforte e» auf eine Ueberrumpelung Serbien» abgesehen habe. Von gut unterrichteter Seite wird hinzugefügt, daß die diplomatische Si-mation für die türkische Regierung eine günstige sei. England und Frankreich, diese» hält man für gewiß, werden das militärische Vorgehen der Pforte gegen Serbien als durch die Haltung des zweideutigen Laiallen vollkommen gerechtfertigt erklären, während Oesterreich in dieser Richtung sich eine strikte Reserve auferlegen werde. E» bleiben nur Deutschland und I alten, welche zu gewissen Bemerkungen sich veranlaßt sehen dürsten, ohne aber in Kanstan» tinopel damit etwas zu erreichen. Die Pforte fei daher fest entschlossen, in der kürzesten Zeit zur militärischen Besetzung Serbiens zu schreiten, und Mi Aziz Pa,cha, gewesener Gouverneur von Tripolis, soll dazu auSersehen sein, die Stelle eint» ouomanischen Kommissar» in Serbien einzunehmen. deren Opfer sie werden könnten. Iw übrigen Hallen sie sich ihre« Siege» versichert. Ein Pariser Brief I verständigen an der Grenze nachgewiesen wird' Sur Tagesgeschichte. — Zur Arsenal-Asfaire. Nach Bericht de» „91. Wr. Tagbl" ist die Untersuchung gegen die Berräther des Konenengtheinmiffe» Nachtnebel und «Lötz sowie gegen den Mitschuldigen Zeller nunmehr abgeschlossen und hat Wtef Lamezan gegen dieselben gestern die auf Spion-rie lautende Anklage nach dem 8 67 de» Strafgesetzbuches erhoben. Die Schtußverhandlung wird noch im Lause diese» Monate- vor einem Lrkenntnissenate statthaben. — Ausstiche Anleihe. Die russische Regierung beabsichtigt eine Soldanleihe in Rußland selbst aufzunehmen, wobei sie auf da» v tlt durch die Papiergeldwirthschast dem Verkehre entzogene Gold, welche», in Kassen oder im Boden versteckt, unberührt liegt, zählt. Im Nothsalle scheint man bereit zu sein, die Anleihe als eine ZwangSanleihe auSzuschreiben. Segen die Viehseuche. DaS ungarische Ministerium für Ackerbau, Industrie und Handel hat au» Anlaß de» AuSbruche» der Rinderpest in Neulerchenfeld zur Hinten« Haltung der Einschleppung der Seuche nach Ungern die Bestimmungen des § 3 de» GesetzartikelS XX vom Jahre 1874 in Wirksamkeit gesetzt, und dürfen demzufolge während der Dauer der Seuche: a) Hornvieh und sonstige wiederkäuende Thiere, ob im lebenden oder tobten Zustande; b) alle zu Len Rohstoffen dieser Thiere zählenden Artikel, ob itn frischen oder geftedtöeten Zustande; c) Heu, Stroh und sonstige» Pflanzenfutter aller Alt; d) gebrauchte Stallgeräthe und viihgeschirre, getragene Kleider und Hadern au» Niederösterreich nur dann eingeführt werden, wenn: I.) glaubwürdig nachgewiefen wird, daß die Thiere und Stoffe au» einer feuchenfreien Gegend herrühren und auf feuchenfreiem Wege befördert worden, und 2.) wenn der unverdächtige Gesundheitszustand der Thiere durch vorschriftsmäßige ®e* fundheit-certisicate und durch die Untersuchung von Sach- Lokal- und Griginal-ÄSrrrspoüdrn). Reumarttl, 11. Oktober. Am 19. d. werden sich die Wahlberechtigten unsere» Städtchen» auf dem Lapitol versammeln, um die Wahl der Senatoren vor,»nehmen. De« vernehmen nach will der gegenwärtige Bürgermeister seine anfällige Wiederwahl ablehnen. Die» wäre im Interesse der Gemeinde und der liberalen Bürgerschaft von Neu» warktl sehr zu bedauern. Die Bürgerschaft muß alle Hebel in Bewegung setzen, um de« gegenwärtigen Bürgermeister an der Spitze der Gemeinde zu behalten. Neumatltl darf e» nicht zugeben, daß die Zügel der Gemeinderegiemng klerikalen oder reaktionären Händen anvertraut werden. Da» Land »rain hat bei den letzten Landtagswahlen bewiesen, daß efl sich von der klerikalen Herrschaft, von den Fiffeln der Klerisei zu befreien wußte. Kaum wurde es laut, daß Neumarktl zur Wahl eine» neuen Gemeinde-Ausschüsse» schreite» wird, erhob schon die klerikale Schlange ihr Haupt und zischte den ultramontanen Männern und Kerzelweibern ins Ohr, nur keine liberalen Männer in den Gemeinderath zu wählen. Die klerikale Partei macht bereit» große Anstrengungen, um die Gestalten und Werkzeuge ihrer Laune und Willkür in die Gerneindestube zu dringen. Die klerikale Partei greift auch diesmal zu verwerflichen flunB» mithin, sie spiegelt in perfidester Weise den Wählern vor, daß jene Wähler, die klerikale Kandidaten wählen und Weidevieh besitzen, von dem bezirkSbehürd'ichen Verbote, die in Bann gelegten Weide flächen vom Vieh nicht abweiden zu lassen, nicht getroffen werden, sondern denselben de» Weiden auch auf Lchon- und Schutzflächeu gestattet rotrte; überdies würden die Waldungen an sie vertheilt werden. So agitiert die klerikale Sippschaft bei uni mit Lug und Trug, der Schein der Heiligkeit umgibt die Häupter der Wort- und Vorksversührer, um nur ihre Zwecke zu erreichen. Die liberale Partei wird sich hoffentlich noch rechtzeitig ausraffen und den klerikalen Wühlern de» Handwerk legen. Damit jedoch die liberalen Männer größere Lust gewinnen mögen, in den neu zu wählenden Gemeinde-Ausschuß einzutreten, so erscheint e» als dringende Roth-wendigkeit, daß die Leitung der Schule au» klerikalen in liberale Hände übergehe, es soll über die Schule nicht geistliche, sondern weltliche Gewalt herrschen. Die Schulgemeinde ol» solche gehört den weltlichen Lorporationen an, und sie hat al» lastentragendes Organ da» Recht, eine weltliche Leitung de» Ort»- und Bezirksfchulwesen» zu verlangen. 6» finden sich au» aufgeklärten, liberalen Kreisen keine Männer, die willen» wären, den Saum de» pfarr» heulu&en TalarS auch in der Schule zu küssen Gänzliche Emancipation der Schule von der Kirche, beziehungsweise «lense, I Ist diese» Wort euch in Ätain einmal Fleisch geworden, dann werden sich liberale Männer gerne bereit finden, in der Gemeindevertretung einen Platz einzunehmen. — (Dienstjubiläum.) Der lenbe»kommen» bietende General FZM. Freiherr v. K u h n feierte am 4. d. fein 40jährige» Dienstjubiläum. — (Personalnachricht.) SectionSchef Freiherr von S ch w e g e l verweilt burch einige Zage auf seiner Besitzung nächst Selbe». — (Gemeindevoranschlag) Nach Inhalt einer vom hiesigen Stadtmagistrate erlassenen Kundmachung liegen die für da» Jahr 1878 verfaßten Voranschläge bet Einnahmen und Ausgaben: der Stadtkaffe, de» volksschul-sondes, de» Armeninstitutsfonde», de» Bürgerfpitel fonbe» unb de» allgemeinen StiftungSfoude» in Gemäßheit bet hier städtischen Gemeinde-Ordnung vom 16. bi» 81. d. Mt», in der magistratlichen Expeditskanzlei zur öffentlichen Einsicht aus, und e» werden daselbst anfällige Erinnerungen der Gemeindeglieder darüber zu Protokoll genommen, um bei der dem Gemeinderathe zustehenden Feststellung dieser Voranschläge in Erwägung gezogen zu «erden. — (Ausgefundener Leichnam.) Die „Leib. Ztg." berichtet, daß in der Gemeinde Laak am linken Save-Ufer am 27. v. M ein durch da, Hochwafftr üngefchwemmier Leichnam aufgefunden wurde, non welchem der Kopf, die link' ÄeUe de» Körper» und die Eingeweide fehlten. Da diese Lrichmr>ste bereit« vollkommen in Verwesung Übergegangen waren, wurde deren sofortige Bestattung auf dem Friedhöfe zu Laak veranlaßt, ©(gründeten 8et* muthungen zufolge dürften die Liicheniheile von einem Mit- Bliebe der Familie Makk herrühren, welche bei der 8erg. abrutschuog »iilhft Steinbrück verunglückte. — (Aus dem Amtsblatte.) liundmachungen, betreffend: 1.) die Hintangebung der Schutz- und Regulierungsbauten nächst dem Saveflnffe bei Lustthal, «letsche und DouSko; 2.) die Besetzung der Lehrerstelle in ©fein-bllchel, Bezirk Radmannsdorf; 3.) die Anlegung neuer Grundbücher für die Katastralgemeinden Vormarkt und videm; 4.) die Besetzung einer StaatSanwalt-Subftitnten-stelle bei der Staatsanwaltschaft in Graz; 5.) die Veltend-machung der EigenthumSansprüche auf verschiedene aus strafgerichttichen Untersuchungen herrührende, beim KreiS-gerichte Rudolfswerth erliegende Dopositen; 6.) die Ber-leihung der JliaSir'schen Studentenstistung; 7.) die Verleihung der Kallister'schen Studentenstiftung; 8.) die Besetzung der BezirkSrichterstelle in Bischofiack; 9.) die Besetzung einer AathSstelle beim hiesigen Landesgerichte; 10.) die Besetzung einer Lehrstelle in Zirkniz; 11.) die Verpachtung der «e-meindejagden von Ratschach und WeißenselS. — (Militiirkonzert.) Die RegimentS-Mnfik» kapelle wird morgen im Älaesalon der »astno-Restauration nachstehende« Programm auSsühren: 1.) Ouvertüre „Ent> führung a«S dem Serail», von Mozart; 2.) „D schöner Mail" Walzer, von Strauß; 3.) „DeS Mädchens Klage", Ballade (für Flügelhorn), von ErSfin Podstatzly; 4.) .Ban-diten"-lu»g wurde» im Monate S-Piember 306 neue Anträge über 334,240 fl. Kapital unb 1640 fl. Rente eingtbracht. Zum Abschluss- kamen 201 Verträge mit 228,140 fl. Kapitals- unb 450 fl. Reniensumme. Der öcsammtBaub dieser Abtheilung am önbe de« Monate» war: 28,946 Versicherungsverträge über 27.018,170 fl. Kapital im6 62,000 fl. Rente. In Rück-Versicherung befanden sich 777,000 fl. Kapital. Durch Tobe«» fülle sind im laufenden Jahre bi«t)cr 254 Polizen mit einem fiapitaitbetiage oou 265,luö fl. unb einer Rente per 400 fl. fällig geworden. Lie feit Beginn de« Vereine« an«-gezahlten Beistd)nung»tüpitalieii betrugen 1.621,000 fl. An Prämien waren pro September 57,100 fl. tinzukasfleren. In btt Richtung seiner allgemeinen Aufgaben hat der Verein vor Beginn de« neuen Schuljahres 49 <5iiprnbitn an Waisen und Kinder mittelloser Beamten in allen Theilen der Monarchie verliehen. — (Landschaft!. Theater.) Laibach, 12.Oktober. Heute ging die in Laibach Fleisch unb Blut geworbene beliebte Suppv'sche komische Oper „Fatinitza" zum etstenmale in bieser Saison über unsere Bühne, da« Hau- war a u s» verkauft. Herr Direktor Fritzfche wirb bei lieber« nähme der heutigen Kaffe neuerlich die Ueberzeugung gewonnen haben, daß eine gut besetzte Operette den Etundpseiler, ja die Lebensexistenz unserer Bühne, ihrer Direktion und ihrer gesummten Mitglieder bilbet. Noch ein in Gesang und Spiel geschulter unb routinierter erster Tenotsänger, mag derselbe, wenn auch mit großem Seid-aufwanbe, wo immer her rekrutiert werden, und die Lebensfrage der hiesigen Bühne iß bei der Borliebe unseres ope-rettenfreundlut tn und opferwilligen Publikum« für diefe Saison gesichert. Rach biesen «iniritenben Worten kehren wir zur heutigen „Fatinitza-.Borsiellung zurück, sie siel glänzend auS und kann sich eine» durchschlagenden, sehr günstigen ErsolgeS rühmen. Die »usstattnng war, insbesondere im ersten unb zweiten Acte — russisches Feldlager unb Harem des „Jzzet Pascha" — eine splendide. Uebtt» gehend ans die Leistungen der einzelnen Bühnenmitgliedet wollen wir das erste Debüt de» Frl. Sibonie S i p t k, eine Schülerin ber berühmten Wiener Besangsmeisterln Frau Paffh-Lornet, in nähere Betrachtung ziehen. Frl. Sipek besitzt eine weiche, modulationSsähige Stimme, verfügt über eine immense Höhe — wir hörten daS hohe.o, des und f, — behandelt ihre schätzenswerthen Stimmittel mit Leichtigkeit und präsentierte sich in den eingelegten Variationen von Proch als vorzügliche Soloratnrsängerin, schlägt prächtigen Triller an, ist Meisterin im Staccato un" ließ, obgleich sie beim ersten hierortigen Auftreten die erklärliche Befangenheit nicht gänzlich abstreifen konnte, deutlich erkennen, daß sie eine vorzügliche BefangSfchnle durchgemacht hat und, wenn auf unserer Bühne heimisch geworden, gewiß auch mit mehr Kruft tintreten unb mit dem vorzüglichen (Besänge auch ein bühnengerechtes und lebhaftes Spiel und korrespondierende Mimik vetbinben wird. Da« HauS zeichnete die Debütantin, zu deren Acquisition wir der Direktion Fritzfche und dem Publikum aufrichtig Glück wünschen, mit stürmischen Beifallsbezeugungen unb Hervorrufen auS. Frl. Sipek mußte den ihr zugewiesenen Part der „Fürstin Lydia" erst in den letzten Tagen übernehmen, das eigentliche F«ld der beifällig angenommenen Sängerin ist die Oper. Frau F t i tz s ch e -Wagner war, wie im Vorjahre, wieder der schmucke „Lieutenant Samoiloff". In den beiden elften Acten trat bie Fülle des Tones, wie bisher immer, überwältigend hervor, jedoch im dritten Acte war deutlich wahrzunehmen, daß Frau F r i tz s ch e, in ben letzten Tagen von einem nicht gering anzuschlageuben Unwohlsein befallen, bnrch bie heutige Mitwirkung ber Direktion unb dem Publikum ein großes Opfer gebracht hat. Der wohlverdiente Beifall blieb auch unserer bewährten Primadonna nicht aus. Heit Alberti war in Matle, Wort und Spiel ein präch-tiger „Kantschukoff"; der militärische Lharakter gelangte unter entsprechenden Knutenschwingungen bestens zum Ausdruck. Herr Laika bewegte sich alS „Jzzet Pascha" in seinem Element, unb im bekannten, mit Mimischem Beifall begrüßten Couplet „Ein Bischen anssnschen" gab et im Warnen bet Bühne die Erklärung ob, baß bie Bühnengesellschaft bemüht (ein werbe, ungeachtet ber eingetretenen Tenor* Misört bie bisher noch tobte Theatrrsaison „ein Bisserl ans zusnjchen". Herr Fritz sche lührte den Part de» „Reporters v. Goltz" mit gewohnter Frische unb Eleganz aus; er besiegte nach ftiästtn auch die Schwierigkeiten de« gesanglichen TbeileS. Herr Weleda löste feine 'Ausgabe als „Sergeant" ganz zufriebtnfltUenb. Herr Kapellmeister Anbteä erwarb sich um ben glänzenden Erfolg des heutigen Tuges wesentliche Verdienste. Die (insembleiteßen im zweiten unb britien Acte, in erster Reihe jene, in welcher $ rau Fritzfche, die Fräulein Sipek, Buk. Huemer, Vt. unb El. tiu(je niitnmkten; bet Ehoi der Kosaken, russischen und tüikischen Krieger, der Ha.emSfiauen unb bie gemischt n tttiüre gingen tein unb llappenb; störenb klangen nur die schlecht gestimmten Blasinstrumente des Orchesters. Wie uns Herr L a s k a am Schluffe feineü Couplets mittheiite, findet Montag eine Wiederholung dieser reizenden Ope-iette statt. Wir machen die Öperetteiifttunde in ber Umgebung Laibachs aufmerksam, sich diesen seltenen Genuß nicht entgehen zu lassen. Die Handels- und Gewerbekammer für Krain. (Fortsetzung.) Nun wurde zur eigentlichen Tagesordnung geschritten. I. Die Kammer wurde von der harnischen Landet-regierung infolge Handels-Minisierialerlaffe» eingeladen, sich übet bie hietländischen Usancen beim Heu - und Strohverkaufe derichtlich zu äußern. Die in Böhmen bestehenden Usancen lassen sich in folgenden Punkten zu-jammenfaffen: ») Heu und Stroh sei nach dem Gewichte zu verkaufen; b) solle eine Gewichtseinheit für die Notierungen im öffentlichen Verkehre in ben genannten Probukten festgestellt werden; als solch- wurde mit wenig Ausnahmen ber metrische Zentner bezeichnet; c) als UnterabtHeilung dieser Einheit solle der Bund statuiert werden, deffen Gewicht theilweise für beide Artikel mit 6 Kilo, theilweise für Heu mit 5 Kilo, für Stroh mit 10 Kilo proponiert wird, woneben für gepreßte! Hm ber Ballen ä 50 Kilo als geeignete Verkehrseinheit bezeichnet wirb. Kammerrath Herr Trenn erstattete namenS bet ersten Sektion den Bericht dahin, baß bie Einführung der angeführten Ufancen gewiß in allen jenen Orten leicht vor sich gehen wird, wo der Verkauf von Heu und Stroh in den bezeichneten kleinen Quantitäten erfolgt; sie kann e» daher als erwünfcht bezeichnen, wenn obige Usancen auch hietlanbS, wo eS die Verhältnisse erheischen sollten, eingeführt werden. DieS dürfte, obwol der Handel mit Heu und Stroh in Krain nicht unbedeutend ist, wol nur in wenigen Orten nothwendig fein, insoweit die Usancen Unter-abtheilungen vom metrischen Zentner, b. i. Bund unb Ballen, betreffen, weil bet Handel in derartigen Quantitäten wol nur ausnahmsweise hie und da Vorkommen dürste. Rücksichtlich der im hohen Erlaffe unter 1 und 2 bezeichneten Usancen bemerkt die Sektion, daß diese in Krain bereits bestehen. ES kommen nur selten Fälle vor, daß bet Handel mit Heu und Stroh nach bem Wiener Zentner abgeschlossen wirb, der gewiß ganz verschwinden wird, sobalb da» metrische Maß und Gewicht in der Bevölkerung genügend bekannt geworden sein wird. Aus Grund de» Angeführten beantragte die Sektion: „Die geehrte Kammer wolle in diesem Sinne ihre Wohlmeinung an die löbliche t. k. Landesregierung ab-geben." Bei der Abstimmung wurde dieser Antrag angenommen. II. Die Kammer wurde eingeladen, sich bei dem im Jahre 1878 abzuhaltenben H a n d e l s ka m m e 11 a g e zn beteiligen. Die erste Seclion erkannte bie Wichtigkeit der gemeinsamen Verathungen der Handels- und Gewerbe-kammern an, allein sie kann doch nicht die Betheiligung des nächsten HandelSkammertageZ empfehlen, weil sich nahezu alle Kammern Über bie gegenwärtig an ber Tagesordnung befindlichen höchst wichtigen handelspolitischen und Steuer* fragen schon ausgesprochen haben, unb weil seither über diese nichts ReueS in die Oeffentlidleit gedrungen ist, um daraus positive Anträge basieren zu können. Die von der Brodyet Kammer in Botfchlag gebrachten Fragen sind übetbieS derart unifaffenb, baß eS wol nicht möglich wäre, dieselben beim HandelSkammertage, der gewöhnlich nur wenige Tage dauert, gründlich zu erörtern. AuS diesen Gründen beantragt die Sektion: „Die geehrte Kammer wolle sich dahin auSsprechen, daß sie derzeit nicht in der Lage ist. ihren Beitritt zu bem nächsten HanbelSkammertage auSIprechen zu können." Dieser Antrag wurde angenommen. (Fortsetzung folgt ) Angekommene Fremde am 13. Oktober. Hotel Btobt töten, ffiigelt, Oberlieut.; WiSgrlll, Rittmeister; Prutner, Postbeamter; Graß 1, Haupim.; Su-panisch tsch, Reu., und Picker, W en. Kutter, Villach. - Parts,ni, Pons kceiär. Tuest. - rauinet. Privat, Arnoldstem — Mejatsch, Rudolfswerth. Hotel Elefant. Man, Ärzt. St. Veit. Kersevant, Besitzer, Dörnberg — Fnevmann. Wien. — Supantfchitich, Gend.-Liem. Rudolfswerth. — Rudolf, Dirigent bet Dampflunstmüble Schenkenau-Truscheiihof. 4Hobren. Namret, Gaftwirlh, Obetlrain. — Watzlawik, Reis., Böhmen. — Petrooii. Bahnbeamter, Ezakatuni. — Mallnitzer, Steueramtsosfizial. und Plrkman, Marburg. Wiener Börse vom 12. Oktober. Staatsfonds. Sperj. ifiente, ö ft. Pap. MO. 6tO. ön. m ©Ui), dose »on 1854 . . . . ioje »OU 1860, J4MC äofe »on 1860, ffttaf Otämiensch. e. 18M Qrnndont.-Obl. Siebenbätg. lieget» Aotien. änglo.Bant . . . Ucebitoijalt . . . Ceeofttcnbant . . , 4»comete» tüftelt . jtance • n . . . Sllbbahn ........ «ei» | «Botel Pfandbriefe, j »eibl *B«re 68*85 63 40 BUg. 6ft. ®ob.-4tebit. iov 104'SO 6b 10 6. 80 bto* in 88 3.......m-76 »»■ 108 -1106 60 «arten, ü. W 97.50 ", 77 109'- lc# 60 ang. aob.-6rebitau». to 80 iv-118 60 UH —_ ... ” 181*86 Ui so Prioritats-Obl. 74 50 15 — 7«~ 77—- »8 — 188-60 l»»-76 li* — 168-766-- 7»t — 6»U| Joses».«ahn Ce|L «ordweftbahn 6lebcnb6tget . . . Eiaalsbahn .... Eüdbahs k 6 Perz. bto. »on« Lote Kredit. Lose . 98 S0 «ubolf«. «ose 886 - I 61*50 97* — 118— H6 60 16» — 188 — 808 — 70- 68 — 88 — 114— 346 — 171- -188-60 868-1.0 70-60 Weohs. (3Mon.) «ugsbetg 100 Mark ijtantf. 103 Wart . pambntg „ , Joubon 10 Psb. eteri. Pari» 100 Franc» Manzen. »als. Ltüu,-L>itcate» 80-yranc>'ilü'I»e Real.. Oberseniza, B®. Laibach. - 2. Stilb., «rum'ILe Real, Tomiscte', BW. Laibach. — 2. Stilb., Ätemen’iite Real., Außergoriz, B®. Saibatb. — 2. fjeilb., «ambiCfite Real., Sotsfo, B®. Laibach. 2. Stilb., Gor-®if [4t Real, Pöndors, BG Laibach. — 2. Feilb., Jenko'sche Rtal., PreSka. BB Laibach. — I. Se,lb-, ®ri£er’fcht «eal., Untttbtrfl, v®. Rudolfswtrtb — 1. Stilb., Jvankii'sche wal., Töpliz 86. Rudolsswertb. — 1. Stilb., Sinter» Wonfif’fijit Real., Weindors, BG. Rudolfswerlh. — 1. Seilb., «Lmalz'scbe Rtal., Prekna, BG. RudolsSwerth. - 1. Stilb., «lobJar sche Real., Tbomasdois. «®. Rubvlsswtrlb. — *• Stilb, Erjaiiz'sche Rtal., Mitterkanomla, 8®. Jdria. — Stilb, Net'scht Rtal., floftij, B®. flroinburg. — 1. Rtilb., 8aiuf’|*t Real.. Radowiza, «G. Möttlmg. - 1. Seilb-, Fabjanir'lcht Rtal., Möttimg, BG. MSllling. Die Crhaltung der Gesundheit berufjt zum grüßten Theile in btt Reinigung und Reinhaltung der Säfte und dtS Blutes uns in der Beförderung einer gute« Verdauung. 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Antou Podloger, Arbeiters etflgeborneS ZwillingSkind, 5 Monate, Rosengaffe Nr. 3, Fraisen. Verlosung. Braunschweiger Lose. Bei der am 1. Oktober in «raunschweig vorgeuommeiten 35. Verlosung der ®ewmn-Nummern der Slaatsschuldvelschieidungen des herzoglich Braunschweig'schen Staatslotterie-Anleheus per 10.000,000 THaler wurden aus den bereits am 1. August d. 3. verlosten 45 Serien, und zwar: Serien-Nummer 2 674 700 1003 1041 1484 1811 1940 2076 2500 2592 2665 3347 3394 3657 3670 3938 4318 4366 4379 4794 4963 5025 5029 5792 6042 6253 6337 6633 6638 6755 6765 6774 7035 7285 7378 8390 8593 8937 9186 9203 9238 9435 9451 und 9468 die nachstehend aufgeführten 50 Gewinn-Nummern mit den nebenbezetchneten Gewinsten gezogen, und zwar fiel der Haupttreffer mit 120,000 Mark aus Serie 2592 Gewinn-Nummer 6r der zweite Treffer mit 15,000 Mark auf Serie 6638 Gerotnn Nummer 42, der dritte Treffer mit 9000 Mark auf Serie 5025 Gewinn-Nummer 16 and der vierte Treffer mit 2400 Mark auf Serie 2500 ötroinn« Nummer 4; fttntr gewannen je 300 Mark: S. S Nr 10 und Nr. 49, S. 700 Nr. 21, S. 1041 Nr. 7 unb Rr 13 S. 2076 9t. 44, S. 2500 Nr. 20, S. 3657 Nr. 7 und Nr. 8. S. 3670 Nr. 38, @.4794 Nr. 49, S. 6253 Nr 47, S. 6638 Nr. 1, 30 und Nr. 49, S. 6774 Nr. 41, S. 7285 Nr. 8, S. 8593 Nr. 7, S. 9203 Nr. 35, S. 9238 Nr SS und Nr. 45 und S. 9468 Nr. 29; unb endlich gewannen je 75 Mark: S. 2 Nr. 28 und Nr. 31, S. 674 Nr 16, S. 1003 Nr. 44, S. 1041 Nr. 20, S. 1811 Nr. 34, S. 2500 Nr. 26, S. 3670 Nr. 8. S. 4366 Nr. 11, S. 4794 Nr. 47, S. 4963 Nr. 38 und Nr. 41, ©. 6774 Nr. 7, 12 und Nr. 42, S. 7035 Nr. 27, S. 7285 Nr. 3. S. 9203 Nr. 1, S. 9238 Nr. 6 und Nr. 39, S. 9435 Nr. 7, ©. 9451 Nr. 9 unb Nr. 36 unb endlich S. 9468 Nr. 36. Theater. Heute bei aufgehobenem Abonnement (ungerader Lag): " Mit neuen Dtcocationtn, neuen Mrquifiten, neuen Kostüme« und Anwendung der Kalvsptnthechromokrene. Zum erstenmal: Der artesische Brunnen, Ausstattungsstück mit Besang und Evolutionen in vier Abtheilungen von Schrüder. Musik von verschiedenen Heinrich lichtner Comp. WIEN, Brandstätte Hlr. 3, nächst dem Stcfanspkatze, »» Wn brotlosen Arbeitern Verdienst z» verschaffen, das grotze Lager von Leinwänden unb Wäsch« eigener Erzeugung um die Hälfte de» Preises 'nimmverkaufen II. zwar: Herren -Wiiselie j 1 Herrenhemd, weiß oder farbig 76 kr. 1 amerikanische« Lincolnhemd l fl. 80 kr. X etrr«n(jrmb an» feinstem Chiffon mit glatter »der Weltenbruft ft. l. 1 fütWgeS Orfordhemd mit 2 Krügen In 300 diversen feinsten Mustern ft. 1.50, r, 1 Herrenhemd an? echter Weibgarnteinwand, glatt oder Faltenbrust fl. 1.50, u. 1 Herrenhemd au? feinst englisch. Shirting mit glatter «der Faltenbrust fl. 1.50, 8, 2>/,. 1 Herrenhemd a»z echter Holländerleinwand, schönste Handarbeit st. 8, 2>,„ !>, 4. t Herrenhose 0116 schwerer Reinleinen 75 tr. 1 Herrenhose auS echt schlesischer Leinwand, deutsche, französische und ungarische Fa-on fl. 1, 1.60. 1 Herrenhose auS echt Rnmbnrger Leinwand, deutsche, französische und ungarische Aa^on ft. 1.75, 8>/>. 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Bieter 26, 30, 35, 40, 50, 60, 70 tr. 6 Stück weiße Leinensacktücher 50, 80 lt., fl. 1. d 6 Stück weiße BattistsacktÜcher mit färbigem Rand 50 kr., 1, 1.50, 2. 6 Stück weiße Rumburger Leinensacktücher fl. 1.60, 8, 2>/>, 3, 4, 5. 6 Stück weiße Battisttaschentücher gesäumt fl. 1.50, S, 2'/,. 3. 6 Stück weiße Leinenhandtllcher 1‘/» Ellen lang fl. 1.70, 2, 2‘/., 3. 6 Stück weiße Leineu-Damasihandtücher »»/, Ellen lang fl. 2.50, 3, 4, 5. 6 Stück weiße Leinen-Servietten fl. 1.50, *, il/„ 3. 6 Stk. weiße Leinen-Damast-Servietten fl. 8.25,8,75,3V». 1 Stk. •/„ •"/«,l*/, weißes Leinentischtnch fl.1.60,2,8>/,, 3. 1 Stk. */„ >»/„ "!, weißeß Leinen-Darnasttischtuch fl. 8 2-/>, 3. 1 Stt.särb. Eas-tnch, •/., •/.,'•;« gr. 70 tr.,ft.l, IV», 2,8V,. 6 Stt. weiße ».färb. Dessert-Servietten70kr.,fl. l,ll/, e. 1 Stk. 6pers. Damast-Garnitur fl. 41/,, 6V„ 61/,, 7. l Stk. I2pers. Damast-Garnitur fl. 7‘/„ 81/,, 10, u, 15. 1 Stt. ISPers. Damast-Garnitur fl. 18, 20, 86, 30. 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Berjlht de« (BekOteafiSdirtHorS über die THStigkeit LeS Vereins im verflossene» Bereinssahre 2.) Remsivnsdesund übet die Bereinsrechnung pro 1875/76. 8.) BereinSrechnung pro 1876/77. 4.) Präliminare pro 1872/78. . 6.) Wahl des töefeflfchafisbireltots und der DiiectionSmit-fllieder pro 1877/78. 6.) Allsällige, gemKtz 5 24 der Statuten miqdesten- drei Tage vor dqr Plenarversammlung bei der Direktion anzumeldende Anträge. La ib a» am l> Oktober 1877. (509) 3-1 '-WM- Unterricht im Klavirr- und Violin spiel sowie in der Theorie der Musik und im Gesang ettficilt Theaterkapellmeister Andreae, Deutscher Platz Nr. 7, 3. ®iodf. Sp^chstunde von 1 bi« 2 Uhr nachmittags. (512) 3 — 1 Gründlichen Unterricht im (516) Kkavierfpiek und in der Sarmonictchrc ertheilt gegen billiges Honorar in und außer dem Hause Anton Weiß, MusikvereinS-Kapellmelster, Bahnhosgasse Nr. 11 ebenerdig Rheumatismus-Aether r«r Behebung vou Schmerzen aller Art, ob acut oder chronisch. 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