Mittwoch, den 4. Januar 1871. Jahrgang. Vie ^Marburger Skituiig" nscheint jedkn Sonntag. Mittwoch und Arkitag. Preise ins monatlich !0 kr. — mit Postversendung.' ganzjährig S fl silr Marburg: ganzjährig 6 sl.. halbjährig 3 fl., vierteljährig 1 fl. ö0 kr; für Austelluug halbjährig 4 fl.. vierteljährig 2 fl. Insertionsgebühr 6 kr. pr. Zeile. Z>as Tiroler Landesvertfieidi-gungs-Heseh. Ei» Theil von dem, tvciS man gefürchtet und doch lvitder für unmöglich gehalt,»,. isl geschehen; dat Tiroler LandesverlheidigungSgeje^. welches in rinigen Punkten so abtvcichende Stl-pulutionkn von dem aljgemeintn Wehrgesetze ei t-hält, daß man an eine Sanktion desselbeu ilichl glauben tonnte, tvuide vom Kaiser beslntigt. Es entzieht sich selbstverständlich die Handlnnj, de» Monarchen unserer Beurtheilunj,, aber die Fol' gen wollen lvir in Kurzem auseiuandersehen. Daß ein schon seit Monaten in Auflösung begriffene» Ministerium dem Kaiser zu einem Schritte von solcher Tragweite einrathrn konnte, zeigt die Zirsahrenhett der s^nsichtkn in unseren höheren Kteisen, über die politischen Auschauun-t»en, die zum Heile der Erhaltung Oesterreichs ergnffeu werden sollen. . ^ Während der gcmeinsame Kricgsminister nach Möglichkeit dahin strebf, Einheit in die Almcr zu bringen und selbst in dem ungliicklicheu Zwil-lrrvrthältnisse, das man Dualismus neunt, alle Mühe fich gibt, tvenigstens dem auher den gemeinsamen Schulden noch Gemeinschaftlichen, der Urwee. diesev Grundstein der Stärke eines Staates nach Nvßen zu erhalten, lvird eine Bresche in diese Veprebungen geschossen durch die B,willigung von Spe^ialwünschen eines Kronlandes, welche weder diesem kronlante, wenn je Reei-proeitSt eintreten sollte, von Vortheil, noch überhaupt sür den Gesammtstaat. der doch über dem Vegehrea der einzelnen Wünsche stehe« muß, z«« Wohle gereichen kann. Alte Staatsbürger Oesterreichs sind verpflichtet, in drm Alter, in dem fie ihrer Militärpflicht obliegen, itberall sich mit Leib und Blut für dir Zwecke des E sammtstaates, sür die Integrität desselben, für das Wohl und Heil ihrer Mitbürger verweudtN zu lassen, nur Tirol allcin soll eine Ausnahme bilden, dort sollen tvaffenfähtge Männer nur mit Bewilligung des Landtages auch außerhalb Tirol militärisch verwendet lverden dürfen! Die Angelegenheit dreht sich um zwei Punkte, nämlich, ist das übrige Otsterreich auch verpflichtet, mit seiurm Bliite für die Existenz die-ses zum großeu Thcile aus Fretndei, bestehenden Kronlaudes einzutreten, und zweitens, findet daS Beispiel Tirols Nachahmung, tvohin kommt der Gefammtstaat, der uns so sehr am Herzen liegt? Tirol ist einer von den ezponirteslen Posten, durch die gegenlvartigen politischkn AonsteUationen eingeschoben als ein Keil. der. lvenn von Süden oder Norden an der Westseite Oesterreichs ein feindlicher Angriff erfolgt, die rrstrn Stöße zu erfahren hat. Tirol hat dieS schon zur Zeit der napoleo« nischen Kriege erfahren müssen, und die Geschichte belveist, tvohin cs kam, als es von dem übrigen Oesterreich abgeschttitten, ans sune eigene Kraft angewiesen war ; es mnßte sich den Feinden beugen, es mußte seine edelsten Manner unter dem Veschoss? der A inde zu Gründe gehen jehen. Was nun heute? die Berge Tirols sind die alten geblieben, aber die Menscheit nicht; der Patriotismus, der Tirol tvie einstenS an Oesterreich ftsselte. ist liider. Dank den klerikalen Bestrebungen. sehr gelockert, die Person d.S Kaisers ist ihnen nicht mehr, wie damals Oesterreich daS Haus Habsburg, tiur ivenn es ihnen sich linll- fäljrig zeigt, das verehrte Kaiserhaus. So haben sich dir Zustände durch die Machinationen der Psaffenpartei geändert, daß z. B. ein Pfarrer, der bisher das Gebet für den Kaiser in kirchlichen Handlungen ausließ, es erst wieder aufnahm, als, das LandesvertiieidigungSgesed sanktionilt war, daß die ganze ultramontane Partei jetzt aufjubelt, weil si'' ein Sp^alinteresse für sich gerettet und da? allgemeine Wohl geschädigt hat. Würde das heutige freisinnige Oesterreich Tirol mit gleicher Münze bezahlen Uild ebenso tvenig seine Streiter sür die Vertheidigung Ti-rolS bewilligen, als dieses seine Milizen für das Gcsammtland hergeben will, so würde eS mit Tirol übel aussehen. Schauen »vir weiter, welchen Einfluß übt dieser einseitige Akt auf die anderen, den gegeli. wältigen Zuständen Oesterreichs widerstrebenden Rationen «nti Natiönchen? Kaum waren die ersten Nachrichten über die Sanktionirung kuudgetvorden, so rührten sich vor Allem die Kzechen; fte. die nun jahrelang auf ihretn Rechtsstandpunkle zu stehen glauben, sie sagten, wie es komme, d.'ß man einem Lande etiv^'ö auf Grund historischer Aechte bewilligen köliNf, ivt'.s matt anderen<»orenthält. Und ivahr-lich. von ihrem Standpunkte aus haben sie nicht Ui'recht. so sehr tvir als von der österreichischen Idee getragen, ihnen opponiren müssen. Und was die Czechen Tklhan,^ werden die anderen nach-singen und wir kommen dadurch in ein immer tveilereS ChaoS der inneien Verhältnisse. Wir halten dasür, daß diese Bestätigung eine theil weise Sanktionirung deS Föderalismus ist, den wir für das größte Unglück des Sefammtstaates Oesterreich, der Dinastie selbst halten. Der Appetit tvächst mit dem Effen, nur den Finger geboten und die Hand wird verlangt, so muß man oben denken und handeln; und läßt sich auch das Geschehene nicht ungeschehen machen, so möge man doch bei den übrigen gorderuugen um haushälterischer zu Werke gehen «ind nicht um des geringen Ä-bts Einzelner die Gesammtheit aus den Augen Verlieren. Politische Uebersicht. Zkland. (Ans Prag) sind Nachrichten eingelangt, ivelche man nach der Sanktionirung des Tiroler LandcSvertheldigungSgesetzes mit größter Bestimmtheit erwarten konnte. So fordern die N. L. die Tiloler auf, auch auf der Erfüllung derjenigei» Punkte zu bestehen, ipelche die Selbstständigkeit ihres Landes bezwecken sollen, und ztvar dieses in Gemeinschaft mit den Czechen zu thun. Andere czechische Matter fordern geradezu, dap. da man jetzt den Tirolern tvegen ihreS histo-riichen Rechtes nachgegeben, müsse man daS auch den Czechen gegenüber thun. Än die böhmischen Behörden »st ein Mini-sterial-Erlaß herabgrlangt, welcher auffordert, darauf zu achten, daß flüchtige französische Gefangene nicht in so demonstrativer Weise gespeist und Mit Mitteln zur Weiterreise versehen werden; auch soll man. um die Neutralität stritte zu tvahren. die Flüchtlinge interniren. Das möge inan sich auch in Laibach gesagt sein lass'N. lvo man et^enso Versuhr. Czechische Blatter »vollen wissen. daS Minist, rium habe beantragt, den lioh mischen Landtag aufzulösen. Die Nachricht ist apotryph und vermuthlich durch die Mittheilung entstanden, daß der Kort-bestand des böhmischen Landtages für unhaltbar erklärt wurde, wenn das Ministerium im Sinne der Verfaffuug umgebildet tverden sollte. Jetzt finden weder hierüber, noch über die Beendigung der Ministerkrise irgend welche Verhandlungen statt. — DerOlmützergürfterzbischof ver« bot seinem Diöjesantlerus die Wahl in de« Kchnl-rath anzunehmen; die Gewählten legten in Folge deffen ihre Ernennungsdekret« zurück. Durch diese Verfügung zeigt sich ivieder recht deutlich, wie Starrköpßgkeit selbst das Bortheil-hafte zurückweist, weil man sich gekränkt fühlt. Her Kaiser von Oestereich beglückwünschte den König von Spanien herzlichst zu desien Erwählung. Die Antwortnote deS Grafen Neust an Bis-marck wurde gestern in Verlin überreicht. Frei von staatsrechtlichen Deduktionen enthält dieselbe rückhalislofe Anerkennung der neuen Berhültnifse in Deutschland und gibt dem aufrichtigen Wunsche Oesterreilh'Ungarns Ausdruck, mit dem deutslhen Kelche in dauernder Freundschaft und Frieden zu leben. Der Wortlaut kann erst nach Ueberreichung in Versailles mitgetheilt werden. Es Heist, ein diplomatischer Delegirter »ä l»oe begab ftch vom Wiener Hofe nach Versailles, um dem Könige die Gratulation des Kaisers von Oesterreich zur deutscheu Kaiserwürde zu überbri^en und vertraulich anzufragen, ob der Kömg Gewicht darauf lege, mit der Krone Karls des Großen gekrönt zu werden. AUßlßN». Aus Deutschland find die detaillirteren Berichte über die Abstimmungen in den verschiedenen süddeutschen Bertretiln^skörpern eingelangt, mit welchen die Verträge mit dem norddeutsche» Bunde genehmigt werden. (Zn Berlin) wartete man nicht auf die gesammte Zustimmung der süddeutschen Staaten zu den Verträgen, sondern die letzte Nummer des Bundesgesetzblattes publizirt bereits den neuen Berfafsungsartikel, der von der Kaiserwürde handelt; auch die Benentiung „deutsches öteich" ist offiziell, obwohl Baiern noch nicht beigetreten. Iii Frankreich will Preußen in den okkupirteu Theilen des Landes eine Eentralregierung einführen; ivahrscheinlich ivill man dadurch den Uebergang zu j-ner konstituirenden Versammlung bilden, mit welcher man. in Ermanglung einer gesetzmäßigen Regierung den Frieden schließen kann. Die provisorische Regierung hat hingegen wieder im ganzen Lande die General rät he fallen gelassen Ui,d deren Erjetzttng durch Depar-tementS'Kommissionen inS Liben gerufen, welche aus Antrag der Präfekten durch die Negierung ernannt »Verden. König Viktor Emanuel. tvelcher erst am !2. Jänner nach Ron» zu gehen deabfichtigte. trat schon am 30. Dez. seine Reise dorthin an. Die verheerenden Ueberschwemmungeu der Tiber bieten dem Könige hiezu die,Veranlassung. Da die Reise als ein Akt der Hilfeleistung der Bedrängten aufgefaßt wird, so soll jeder offizielle Prunk bei dem Empfange deS Monarchen unterbleiben. Da die ?^cschnahmt RomS noch nicht offi-ziel! dkn Miichti'u wurdf. duö dip- lomatischk Korps nicht mit. Der Empsansi war ein enthusiaslischer; bei scinsr Abrcise ain I.Jan, spendete der König 200000 Fr. für die durch die Ueberschwcmmung Beruiigliickten und bat die zu Festlichkeiten bestimmten Summcn dcmselbcn Zwecke zuzuwenden. General Prim ist in Madrid scinkn Wunden erlegen; so haben wir hicr wieder ein mert-wüldigcs Spiel des Zufalles, daß der Mann, welcher am meisten für d.is Zustandekommen de^^ Königthumes in Spanien j^calbeit.t. nicht mclir den von ihm geschaffenen Äöiug sehcn sollte. Das spanische Krieqsministkrium will übrigens einer weit verzweigten VerschwöruNj^ gegen alle Feinde der Rrpublit auf die Spur t'.> kommen sein. Der König dnrftr schon »n Madrid kuige-troffen sein und etiva auch schon den Eid aus die Bersassung geleistet ljal'en. Nach englischen Belichten war der (impfang des König in Kartagcna ein eisit,kr. Die rumänische Frage scheint schon im Keimen erstickt zu werden, denn cS ist nc^ch Wicn die Antwort mitgetheilt wordkn. welche dem Fürsten Karol von Rumänien auf sein Rundschleipen von Petersburg auS ertheilt worden ist. Di-se Antwort lautet nicht blos entschieden ablehnend, sondern verweist auch, ganz so wie dir ösler.kichl-sche, den Fürsten an seinen Suzerän, drn Sultan. Um so trauriger lauten sür die Tlirfei die Nachrichten aus Arabien, welche sagen, daß alle Stamme im Norden dcS gliiekliizkn Arabien und längs des Uftrs deS Rothen MecreS sich dem Ausstände anschlössen; Mekka ist sehr b^drol)t. Die Rebellen sind mit Wassen licuester Erfindunz^ versehen. Dem Sultan iil nur uo h der Stamm der Hadrämant lreu. Vom ttritgt. Die Beschießung deS Mont Avron vor Paris hat nicht lange gewährt. Die 76 preußischen lAeschiijje brachten d.,S französische Feuer bald zum Schiveigeu und wie aus Versailles vom 28. Dezember genuldet wird, haben an dem genannten Tage Abtheilnngen des sächsischen Armeekorps de» Moni Avron liesej^t. Am Neujahrstage l'an derArtilleriek'imps gegen die Südfront von selbsl. Bordeaux. 31. Dez. wirk» versich rt, das 15.000 Preußen Monta;^s in Äapaume einj^elückt find. Mittwoch gingen 6000 Preußen gej^e« Ceronne und Douai ab. Frunzösische Vauern sagen, die Preußen erklären laul. sie seien des Krieges müde. 3m Arrondissement Istandnn gin^^ ein Val-lon nieder. Es wird versichert, lin neucr. am Samsta^j erfolgler Sturmangriff aus Velsort sei gescheilert; der Verlust ber Preus;en beträgt 1400 Mann. Am 21. Dezember brachic m u» ans fluiszit, Wä-gen Verwundete nach Cl)ltciiois; beiUlihe alle waren durch den Frost umgekommen. Marburger- «nd Proviuzial-Rachrtehte» Marburg, .'i. Januar. (Vom Geme Inde aussu s se.) Tagesordnung sür die am Iäniier 18/i sixtlfi-i-dende Sißung: 1. Bericht über die Au^sührung der Gcmeindebeschlnssk seil der letzten 2. Beantwortunl; nachsteh.nl^ri .niierpeliatianen: ») des Herrn Di^. Ao^innth wegen !lte.il>stiui!g des Beschlusses beireff CLinricht'in,^ eines Stadiparkes und Kindersptelplat^es ans t>cm Tappeiiier-plahe. b) Des Herrn Stander, betreff Heium-treibend einer Faljchspielerj^clellschaft im Rayon der Stadtgemeinde Älkaiburg. <)) Des Herrii Demm'l. wegen Bestimmung k'er sloveu. Sprache als unobligaten UnterrichtSj^e.pniicind in den hie-stgkN Volksschulen. 3. Bclicht und Anlrägc oei Gasbeleuchtuttgs-Aottsroilskommissivn. — I. Sektion: Ansuchen deS Anitödikiiergihilsen un» An-ftellung und Beztti^saiisbesseriliijj. t^e^^cn weitere Verpachtung des '.ljt'clli'i,^el'Lei'd,.esäl!es. II. Sektion: lLilasi ive.^en Schulgelübeireiuit' gen an der Oberreallchttle. Zivülf llnteistü^ungs gesucht. — Sektion: Antrag betress Eiiich. tung eines StadtparkeS und KindersplelplaßeK. Offert für Zieget und Stukaklnrrohr znm Schill-Hausbau. Ansuchen deü GaSbeleuchtnagSunter-nelimeiS UNI Nachsicht der anferleglen Geldst-afe und uin Ftüssi^^m.ichnnl^ deS lückständigkn Ver-dienstbelrageS. Ansuchen um Aneikennung für nlchtakzeptirte Schulhausbaupläite. ^^!ortrag be« zützltch Abpflöekung der Promenade >n der Te-gUthosstraße. Autt.ig hinsichtlich der Abtretun^l der ärarischen zur Frauz-Iosef-Kaserne sührenden Straße an i'ie Stadti^emeinde. Bericht Hinsicht-lich der Schtllhansbau.uij^klegenheit. Bericht hin» sichtlich der Uebernahme der PetroleumSbeleuch tun.^skörper. — IV Sektion: Mittheilunj^ der hiksijjen Lp^ntlissc betreff Nachsicht der 2 pCt. Annuitäten zur Amoitisieiittg einer Kapitulsschuld. Vertrag hinsichtlich Verpachtung «tn^s GewölbeS iM Nathbaus.'. — V. Srkiion: Ansra^^e der Be-zirk^'veltr.tuiig hinsichtlich der AnstUlnng ein's Zimtntirers sür oic Stadl un^> llm.^ebunjj Mai^-bur.s. Drei Gesuche um Crtheilung der Gust-h.ins-Kanzeiiion. (Der A uS h i lf S ka ssa ver ei n) hielt j,rslern leine statutennläßige Generalversammlung, in welcher ») der RechensbaftSberichk pra l870. b) die örgänzunt^stvahlen des Ansschusses, dann die Wahl der Vercinsleilung pro 1871, und v) verschiedene weit.re Anträge und Vorschläge des VereinSauSschnsseS, sowie die allenfalls von dcn Mitgliedern gestellten Anträge in Verhand-lni'g uud der Beschlußsassunj, unterzogen werden. — Den näheren Bericht brinizen wir in der nächsten Nummer. ^Deutsch - nationaler Parteitag.) Auf mehrseitige Anfforderung veischiedener Gesinnungsgenossen iriird am 14 und 15. Jänner d. ). iu unserer Stadt im Hotel zue „Sladt Wien" ein deutsch-nationaler Parteit'g allgehaltkn tver-den. Von Wien. Liriz, Klageusurt und Graz sind schon Anm'ldunsttn von !l?e>lneiimern etn-getroffen. Der Z.l'eck ist etuheitliche Oeganisi» rung der Partei. DaS Programm deS Partel-tageS ist vorläufig in solgender Weise festgesetzt: 14. ^^änner Abends: Vorbespreciiung. 15. Äänner 9 Uhr Vormittag: Versammlung. Tagesord-nung: 1. Galizische Frage, '.i. Stellung Oesterreich-Ungarns ^u Dtnlschland. 3. Parteiorganisation. 4. allsallige Aniiäge Ver Theilnehmer. Um 3 Ulje Nachnuttag gemeins.nneS Mahl. Der Zu tritt ist nur gegen Vortveisu»g des Cinladungs-biiefes g«stattet ^Nansezzcß.) In !'.r Nacht vom 1 ans den 2 o MtS. taut eS la linem Gasthause an der Diau zu einer derartigen )1tauserei, daß ein Taglöhner schiuer veiwundet lnit mehreren Stichivunden am i^opfe inS Spital trau portirt lvetdcn inußte. (B e n e f i z e - B o r st e l l u n g.) Morgen Doniierstag konlmt zum Vortheile des Komikers Herl» ^ telzer daS u^bensbtlc' „?ttt.er^liralikm tt Oinnt" znr D.irstellung Wir wiim schen deNl strebsamen nitd in seinem Genre wirk' samen Schauspieler eiu dolles Haus. (Die S ylvester-Fei er)^ welche die hie-stge Südbahnliedcrtafel im Hotel zur „Stadt Ä'ien" vera.'staltete. muß als eine sehr gelun» gene bezeichnet il'erden. Soivohl die GesangS-als Musikpiecen, ivelch' lej^tere von der Süddalu»-Wersstätteu-Musikkapelle auSgefnlirt lvurdku. fanden »ll.^emrinen S^eisnll. so daß ste dnrchgehendS wiederholt iverden uius'.'eii. Besonder» fanden die ^^itder „A»n schönen grii.ien Rhein" nnd „SteieisheS Volksli d" ni.gehtn''rtn ApplanS. Das Pi'ogramitt ivar ein sehr reichhaltiges und diiräi kölnische Intermezzas geN't''»rzteS, ivrlcheS di< Wirkung hatte, in detn dichtgesnllten Saale weis in das neue Jahr ijulein keine Lücken ent« stehen zu lassen, welchen Crsalg i'ich daS Arran-geliient. lnsanderS Herr <^t)orlnelster ProchaSka gktrast „ls ^.L^erdienst anrechnen kann. (TheiUer) I^aS .^Undertheater am Syl' vesterabcndc ivai- iel>r cwll. Groiz und Klein ervvl)l oan Seile dei Frau Parlh (Tlzeresia) als deS DirektaiS Herrtt Nosrnseld (Stiickel) recht brav gespielt wurde. An l'em ganzen Stücke ist keine dramatische Handlung; auch müssen wir bemerken, daß für Stücke welche wie d,rses. ein großes Personale erfordern, unser Peesonalstand nicht ausreicht. d,her Statisten, die kaum gelernt haben, auf der Bühne zu stehen und zu gehen, mit Episodenrollen betiaut werden müssen, was sehr störend einwirkt. - Wie ivir hören, ist Frt. Lanius so iveit genesen, daß sie im Verlaufe dieser Woche noch im „Börsenspikulant" austreten wird. Wir hoffen, daß ihr. der Langentbehrten ein freundlicher Empfang zu Theil wird. Bermischte Siachrichten. (Neugierige Engländer.) Vorige Woche gin;kn eine Anzahl lSngländcr von Sout-hampton nach Havre, in der Erivartung etivas von dem Angriffe der Preußen auf diese Stadt zu sehen. Zivei von ilinen, einer der Friedensrichter uud dtk KaiMtister von Southampton, be-sahen jich am vorigen Freitag die Festungswerke von Havre, ols sis, der Spionage verdächtig ver-haftet wurden, und eine Zeit lang in Gefahr schwebte», ihre Neugierde mit dem Lifben zu büßen. Nachdem sie dann schließlich doch noch lebendigen LkibeS aus den Händen der Spionenfresser entlassen ivorden waren, sahen ste die Stadt und den Hasen nnr noch mit dem Rücken an. schüt-teltcn den Staub von ihren Schuhen, und brach-ten diese in möglichster Eile nach der Heimat zurück. (E i s e n b a h n e n t s ch ä d i g u u g e n.) In England bezahlten für das Rechnungsjahr 1868 die Eisenbahnen 581.588 L. St.Enlschädigungen für Verletzuttgen an Passagieren und 13S.183 L. St. filr Beschiidtgungen an Gütern. Und in Deutschland? Wahrscheinlich Nichts! Es ist Zeit. d,ch die erlassenen lKisenbahngesetze über Entscha-oigungspflicht der Eisenbahnen Fleisch und Blut gewinnen. Eingesendet Der ljiesige k. k. Notar Herr Dr. Raday hat sür die gänzlich mittellose Frau M. K.. die 9 Kinder zu ernähren hat und von der Gemeinde eine Armettl'eiheiliguttg genießt, ein Gesuch äs pr. 29. November 1870 Z. 20866 0. 1867—411 Verfaßt, nicht allein, daß derselbe verabsäumte, das Armenrecht sür scme Klientin in Anspruch zu nehmen, wozu derselbe jedenfalls moralisch verpflichtet war. ließ sich derfelbe. wozu er am El'de l'er>chtigt war für die Verfassung des Ge-sucheS tarifmäßig bezahlen. Dieses Gesuch wurde mit Bescheid vom 7. DejtMbkr v. 3. abgewiesen, weil der Herr k. k. Notar in dem betreffenden Anfuchen das Alter der minderjährigen Kinder der Frau M. K. und den angeblichen Schulbesuch uachzuiveisen, und endlich eine dritte iliubrik anzuschließen unterlassen hatte, somit auS Grül^den, hinsichtlich ivelcher jeue aime Frau vollkommen außer Verschulden, was jedoch bezüglich deS Herrn Dr. Raday nicht der gatl ist. tveil dieser als Jurist die Erfordernisse eineS solchen Gesuches kennen muß. Als nun die Frau M. K. sich an den gedachten Hcrrn mit der Bitte w-ndete, seiu Ver« schuldeu wieScr gut zu weichen und ihr ein Re-proüttzirungSgesuch ni,entgeltlich zu versassen, se»te Dr. Rad.iy diesem lniligen Begehren eine positive Weigernug entgegen Die Bezeichnung für diese H.iudlungSlveise dieses Herin überlassen wir getrost der offenilichei, Meinung. tSin Freund der Wahrheit. Daiikfaguug Dri >>>>! sich alle Mich« »enom- itt.'tt, NM filr die Schule Maria i. d. Wüste die allelnotljweiidigslcu Lehrinittel zu erwirken. Kommunale .^kassen l'ers^igten jedoch dem Fortschritte lhiet'. Dienst. Ee ivendete sich dal)er im Beson-deren an den OilSschttlratl)Sobmann Herrn Job. Globitsch. wel her eine Bitte an die löbl. Diiek-tion der Äudbahnglsellschaft Versaßle. Und sirlie: d^e schulfreundliche holie Direk' tion ipendete hierauf der Schule 5»0 st. öst. W. slli ^Leschaffuilg der Lehrmittel, ivelche bereits von dei' k. k. Universitätsbuchhandlung Auschuer und Lvbensky auf daS solideste bksorgt und zugesendet worden sind. Der löbliii'en SüdbähngesellschnftS-Direktion sei hiemit im NamkN der Schuljugend, welche das NkUsste im Gebietk der Schule nul auffal-ltndem Intereffe vtrfolgt, drr wärinste Dank öffentlich ausgesprochen. Der Schulvorstand: B. Koßmuth. GrklArn«.? An die löbliche Redaktion der Marburger Zeitung". Mit Btzug aus den Jnh .lt deS Leitartikels der „Marliurger Zeitung" vom 30. v M. wird die löbliche Redaktion «rsucht. nachfolgende Erklärung wo möglich in die nächste Nummer ilues Blattes autzun'hmen: „Die Dikkttion deS k. k. Marbur^ler Gymnasiums erklärt hiemit. veranlaßt durch entgej^kn-setzten S^erichte in össentlichen Blättein, nach genauen Erhebungen und im vollstsn Einklänge mit dem Lehrkörper, diiß Professoren dcutscher 'Natiovalität nicht ausrnzend gegen Schüllr slo« ^venischer Zunge gesprochen haben und daher auch ln keine DiSziplinar-Utitersuchung gezogen worden sind. Daraus solgt von selbst, dnß die daran geknüpften Insinuationen gegen vier Pioskssoren slovenischer Rationalitat vollkomme« grundlos sind." K. k. Vymnasinl-Direktion zu Marburj^, am 2. Iännrr 1871. Johann Gutscher. Direktor. Eingesendet An daS vrrehrte theaterfreundliche Publikum! Anläßlich meiner vorschreitend,n Senrsung fühle ich mich veranlaßt, allen mcinen v-rch tkn greunden und Gönnern für die zahlreichen Beweise von Güte und Tlitilnahme während mniur Krankheit den innigsten, herzlichst'n D»nt auszusprechen. Ich schließe hieran die Versicherung, daß mir die Güte und Lieberiswürdigkeit deS Marbur^^el Publikums, des freundlichsten. daS ich auf meiner theatralischen Lausbahn gefunden. stelS unvergeß-lich bleilien wird, und bitte, mir dieses jreund-liche Wohlwollen auch srrner zu betvahretl. Marburg, 4. Jänner 1870. Karoline L ui uS. Erklärnng. Der Gefertigte bekennt sich hiemit «viederlioll als Bersafscr aller Artikrl. wrlche in dem brstan« denen „TageSboten für Untersteitrmaik" oder i» der ^Marburgcr Zeitung" unter dcm Zeichen erschienen sind und übernimmt die vollc Vtrnnt« Wartung für deren Inhalt. M»'x Bar. Rast. iveffentlicher Dank. Eine Tischgejellscht'st im unteren Gnstzimmtr deS Gasthauses zur „Mehlgrube" hcit für die Familie de« in der GaSerzeuguugSanstalt verun-Zückten Maurers Simon Kopitsch eine milde Sammlung veranstaltet und daS Crträgniß der-selbeu dem gefertigten Gemeindevorsteher im Betrage von 17 fl. zur Auefolgun., bthändigt. Dieser Betrag wurde sogleich seiner Bestimmung zugeführt und fühle ich mich gedräns,!. im Ramen der unglücklichen Familie und im eige nen Namen d»n edle» Wohlthätern. ivelche wahrend heiterer Tischgespräche doch der Leidenden nicht vergessen, hiermit den wärnlfttn Dank «.uS-zusprechen. Gemeinde Bor stehung VamS. am 1. Jänner 187l. Konrad Seidl, Gemeinpevorstsher. E l n g e s a It d t. Allen Leidenden Gesundlnit durch die delikate Nvvulosoivrv elu welche ohne Anlvendung von Medizin die nachfolj^endcn Krankheiten heilt: Magen-. Nerven-. Brust-, Lungen- Leber», Driisen-, Schleimhaut- Atilenl-. Blasen- und Nierenleiden. Tuberkulose, Schwind-sucht, Asthma. Husten. Unverdaulichkeit. Ber-stopsung. Diarrhöen. Schlaflosigkeit, Schwäche. Hämorrhoiden. Wassersucht, Fieber. Schwindel. Blutaufsteigen. Ohrenbrausen, Nebelkeit und Er-brcchl-n sclbst tvährcn^ der Schiv^uigerschaft, Diti-bete^. Melancholie. Abmagerung. RlieumatiSmuS. Gicht. Bleichsucht. — 72.000 Kuren, die aller Medizin widerstandcn. worunter ein Zeugniß deiner Heiligkeit deo Papsteö. de»'« Hofmarschall Grasen Pluskow. der Marquise de Brälian. — Nahrli.ister ali^ Fleisch, erspart die Nevaleec«^'>re bei Erwachsenen und Kittdern 50 Ma! ilnen Preis ini Medieiniren. yteuftadt. tlttgam. So vst ich meine innigsteii Dankgebete zum tigen Schöpfer uiik' Erhalter aller Dinge sende, fiir die ttnl'erechenblire» Wolilthaten. welche er uns dnrch die heilsam wirkenden Kräfte der Naturerzeugnisse ««gedeihen läßt, gedenke ich Ihrer. Seit mehreren Jahreit schon konnte ich mich keiner vollstäiidiW Gesundheit erfreuen: meine Ber-dauung war stets gestört, ich hatte mit Mageiiübkln und Berschleimttng zu kämpfen. Bon diese« llebeln bin ich nun seit dem vierzelintägi^.en Gennp der ÄevaleSeivre liefreit nnd kann me»!icn BerufSgeschäfteu nilgestört nachgehen. Sterner. Lehrer cin der Volksschule. In 'I^ltchbüchscn von '/« Ps!^. s1.l..'i0.1 PfP. sl. 2.50. 2 Pfd. fl.4.50^ 5 Pfd. ft. 10, 12 Pfi». sl. 2(>. 24 Pfd. st. — ^evnlescivre Lko-ec>l!Uv0 in Tabirtten fslr l2 Tassen si. l.50. 24 Tassen fl 2.50. 48 Tassen sl. 4.50; in Pnivrr sür 12 TasskN fl. 1.50. 24 lassen sl. 2.Ü0. 48 Tassrtl sl 4.50. 120 Tassen fl. 10. 288 Tassen sl. 20. 576 Tassen fl. — Zn bezitlien t'urch Barrh du Äarry ck Co. in Wien. Wall ftschgasse 8', in Marburg F. Kolletnig. Grazervorstadt. Tegetthossstraße 10; in Pe'st ! örök; in Prag I. Fürst; in Preß burtl PiSztory; in Klagensurt P. Birnbacher; in Linz Haselmeyer; in Bozeil Lazzarl; in B r ü nn Fr a n z l^der; in Graz Oberranzmeyer und GrablowiApotheke zum Mohren. MurplaK; !N Lemberg Rottender; in Klausen-b u r Kronstädler; und nach allen (^^egen-den l^e.^en Baar oder Postnachi:at)M.'. Aeuillety«. Pie tetzte Stunde eines Hörfen-Mannes. Bon Heinrich Koentg. I. Sobald der Regen ein wenig nachließ, der nebklartig herab rieselte, eilte ich dem langgestreckten Laubgang im prinzlichen Schloßgarten zu, wo man unter hochgewölbter Drck^, zwischen dichten Rankenlvanden wandeln, ruhen und auf den See hinausblicken kann. Diescr liegt zlvar hkute früh gar tritbselig da,'— grau und grün gestreift, und die herrlichen Bergzüge Verstecken sich biS auf den Fuß herab unter ziehenden NebclwolkkN; doch läßt man nch bei solcher Witterun., ivenigsten^ Luft und Bewegung gefallen, wie man sich hier bei Sonnenschein deS Schattens unv det Blumenduf-teS sreut. Denn diese grüne Halle ist, — lvie die Damen jetzt eine mittlere Sort, von Schirmen nennen, ein echter kln taut) eas. Eine einzige Frau hatte sich liier eingesunden, und saß, ein paar spielende Kinder ü! erwachend, aus einer der tjfktnen Ruliebanke. Ich kannte sie auS dem Gasthofe. Ivo wir uns von verschiedenen Geliänden lier auf verbindender K.zllerie unter überliangendem Schlvei-zerdach täglich begegneten. Ich kannte sie als eine sinnige Fran von rinfacher Herzensbildung, und wohlwollender Lebensauffassung. Die Wohltat des GartenS, der^n wir eben Beide froh waren, führte unS van der Klage über das Ul,günstige Wetter sogleich ans die sreundli-che Gunst des Fürsten, dcr seilte G dour vr tits Meine Nachbarin kannte den Platz. Sie erzahlte mir vom Schloß und von dessen Besitzer. Dies? tvcitläusigen Gebäude waren einst noch ausgedehnter und ein Benediktiner-Konvent ge-tvesen, nachrnals aber durch Berkauf in Privat« Hände und in den Besitz deS verstorbeneu Königs gekommen, dessen zweiter Sohn eS dann ererbt halte nnd im Laufe deS Sommerö bewohnte. Zwei Töchter und Schwiegersöhne mit ihren Kindern waren eben zum Besuch anwesend. „Eine Freude für den alten Herrn," setzte sie l?inzu. „die leider durch Kummer und Gorge ntn das org.inischc Halsleiden einer der Wkelin-nen, eines be.'tabten KindeS, nicht ungetrübt ist; tvie denn au i» solche hochgestellte und vom Glück begünstigle Familien gleich anderen von Leiden und Sorgen heimgesucht iverden." ,.CS wäre anch zu viel Verlangt, liebe Krau," sagte ich, „wenn dieselben zu den Bortheilen, die tlinen der Staat und die Gesellschaft gewähren, auch noch von den Gesetzen der menschlicheU Na« tur begünstigt sein wollten." „Gewiß!" antwortete sie. „Und unser Pnnz hat dabei den Borzug eirtts edeltt Herzens bei großem Reichthum,^ so daß er durch Wohllhätigkeit und Schassen sich über häusliche Sorgen erheben kann. Aber welch' ein betrübter Anblick ist eS. weiin Reichthum, — diese schöne Macht deS Gliicks — seinen Besitzer an Geist und Herzen verschlingt. — ich will sagen, jede menschliche Thclinahme. jede rdle Empfindung, ja selbst jeden höhern Gedanken aufzehrt, wie ich eS jüngst in einer angesehenen Familie auf entsetzliche Weise erlebt habe." Die gesprächige Feau sah mich dabei wie fragend an. Ich wußte schon, wie gern sie sich mittheilte, und als ich ihr daher aufmunternd zunickte, er« zählte sie mir folgende Geschichte „Lassen Sie mich Ihnen mit dem Name» Andreas Aldeinger einen Mann bezeichnet», der ein ererbtes Kapital erst durch angestrengte THS-tigkelt imWaarengeschi't. dann durch verständige Unternehmungen in'S Weite, zuletzt durch glückliche Wagnisse in Wechsel- und Börsengeschästen zu wachsendem Reichthum gesteigert hatte. Mein seliger Bater, dem ich so viel verdanke. waS sich Nicht in Geld anschlagen läßt, pflegte zu sagen, was den Menschen früh und anhaltend bejchäftip, btfriedige und in seiner Weise beglücke, Werve zuletzt sein Gott und sein HiMtnelreich." „Sehr wahr!" unterbrach ich sie. „Gellt es uicht einer jüngernSchule unserer Naturforscher nenerdingS ebenso? Der Stosf der Sinnenwelt, ln den sie ftch mit rümlichem lZifer und mit mehr Scharsfinn alS Tiessinn versenken, ivird ihnen um der Offenbarungen willen, die sie ihm abringen, zum Gott, und im Stoffwechsel irkennen sie daS elvige Leben ui»d schließen damit ehre Seligkeit ab. Aber fahren Sie fort." Nun ja! Aehnltch erging eS unserm Herrn Aldringer. Fortsetzung folgt. Meuejte Nachrichten. Versailles, 2. Jänner. (Offiziell.) Die Beschießnug der feindlichen Positionen vor der Pariser Nordostfront wurde vom 31. Dezember bis 1. Jänner erfolgreich fortgesetzt. Der Feind räumte eilig die daselbst vorgeschobenen Stellungen. Das Feuer der FortS Nogent. RoSny, Noisy verstummte am 1. Jänner. Darmstadt. 2. Jänner. Die Darmstadter Zeitung theilt folgendes Telegramm des Prinzen Ludwig von Hessen an den Großherzog mit; Orleans. 1. Jänner. DaS zweite Jnfanteriere-gitnent, das zweite Reiterregiment und eine Bat-terie fochten nnter dein Kommündo deS Generals Nantzau gestern bei Bonny. südöstlich von Orleans. gegen einen überlegenen Aeind. Ein Offizier ist todt. zivei Offiziere und fünfzig Man» verivundet. IsllÄlUv/turolxsr. Operngucker wurde am 1. Jänner ^L-'verloren. — Finder trhsil! gute Gelohnung. AKin sonnseiuges Zimmer mit Küch? am ^^PlaKe sogleich LU vcrmiethcn. ^ große Salon - Hangelampen mit 2 " und 3 Brenner sind zu verfiustt,. Eine Drehorgel wird zu lausen sjcsuch!. Auskünfte hierüber werden im Comptoir dieses Blattes ertheilt. LÄtiirZöselüelitö des Rv Jahrhunderts. «m 1«.. lS.. l4. «Ad IS. s«««er j«7t Nachmittag S Uhr im Eafino Tpeisesaale: Vitt Vorltsmlgtn von Pr. Karl 1. Die ueuo Zeit, l^utkvi' u»»ä sein ^vrll. — 2. Die o - keformatiov Ull6 6ie «ssZmtvu. — 3. Der äer t^ieäsrlkuäv; Dov Oarlos, - - 4. L!i- skdotli unä Naria 8tua»t. 894 Karten (pr. Person sür t Vorlesunj, zu 60 fr., für 4 Borlesungen zu 2 sl. sür Familien sür jede weitere Person 1 fl. 50 kr.) sind bei Herrn Ed. Janschi^ zu betomm n. Gewölbe-Einrichtung. Donnerstag den ü. ?^ätU»kr l871 Normittag 9 Uhr werden in der Postgasse Nr. 123 die zur I. Matzl'schen l^onkursmasje gcliörigen Gewölbk-Einrichtungsstücke im W^ge der öffentlichen Ver-steigerung auch unter dem Cchaj^werthe hinttM-gegeben. (14 Der Konknrijmaffeverwalter ^vr SlolllLNld«." Ich beehre mich ciuem hochvtrel»rte«i Puli litum anzuzeigen, daß ich mit l. Zanner 1871 das Gasthaus des Herrn E. Schräml in eigene Regie übernommen habe. Ach werde bemüht sein durch gute Getränke und Speisen mir das Ver-trauen der geehrten Gaste zu erwerben und bitte um zahlreichen Besuch. ^ (12 Aofef Ki«terstilorti, vlii Ä vis llotel »ol»'. S» Heirats»Antrag. Ein Wittver. bei 50 Jahre alt. Realitäten-befitzer. wünscht sich mit einein Araulkin oder kinderlosen Witwe in gleichem A^ter zu verehelichen. — Erwünscht ist solides Benehmen. Kennt-niffe sür Oekonomie und Hauswirthschaf« und ein Vermögen von Z000 biS l200 Gulden. Adresse bis 10. Jänner 1871 an Hrn. Grohman, Post restante, Domgasse, Marliur,^. (733 ^är Eiliheimischt «lld /remde «iie nntl llörrkMÄävr- tloi» kioävr S» WU»»i »»III K. Eckk iirr Her«VN- «ntt PoflWffe .M. llS. Uliutkr-Paletot von . fl. bi» fl. 50 „ yosen voll . .. v .. .. 15 Schmarre Hosen von . Eilet von .... Jagd-Vöcke von . . Haveloks von . . . Loden-Gnlia von SaloN'^nMge vo» . „ 24 „ 40 Hauptniederlaftt von Schlasrölken. Für BesteUungen ist die reichste Auswahl der neuesten Stoffe am Lager, und werden selbe auch prompt ausgeführt. „ „ 12 3 „ „ 10 18 12 24 15 40 25 larxlmrät Mw«r, Dolitor clsr fisssaminten Heillcunlle, oräinirt tttglieli in 3eivoi'VVodvun^, 'svsjvMosTtra»»V ?ßr. 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Oe.W. und sende ich diese Hrtginal-Lofe (nicht von den» verbotenen Promeffen oder Privat.Lotterien) gegen fran^ Lirt- Einseudttug de» Netrage», selbst nach den ent.^ lfofort tt'' geehrten «nftraggebern Die amtliche Aiehungslifte «nd ! dir Vnstidullg dtr Vtviogtldtt, Erfolgt sofort nach jeder Aiehuna an jeden der ^Veiheiligten prompt und verschwiegen. «... bekanntlich da» «ettefte und? bereit» an mehreren Meillgten die gri^ßteu Hanptgewtntte voii >Thaler »«0.«««, öo.loo. ^.ov0, oftmal» 40.000^ i^o.ooo. sehr häufig 12.000 Thaler. 10.S00 Zhaler le. ^c. laut amtlichen «ewinnliften ausgezahlt habe DittURS» C?QlRIU in Ha«dnrG^ ^ . Haupt-Komptoir, Vank- und «echselgeschäft. GWGAGVGSGMSGWGGGWOGGGGGGGDDM^ rs v s L ^ ^ s ^ s SS «>> ß L « »» K « s » L . .'S »Aß ^ W s »z-.' 2 -8«' 'S«--- Hc) -- !ö s- ^ L U ^ ^ ^ L x: ^ l>! L >N- « cs »-> 's « , sk-I: ? z-iZs ° «ZZ* Zi! „ > a k2 » L s» ?> Eisellbainl-Z^ahrordttullg. Marbun^ Eilzitge. Äou Wien nach Trieft: Attkuufl l llhr 5»!^ Min. Nachmittag. Abfat»rt L Uhr Min. Nachmitta,,. Bon Trieft nach Wien: Ankunft 2 llhr L7 Min. Rachmittag. Abfahrt 2 Uhr 4«) Min. Nachmittag. Personenzüge. Pon Trieft nach Wien: Antunft e tt. l0 M. Frül» und t! !l. s l. 'l«. Abend». Abfahrt 6 U. 3! M. Friih und 7 U. 7 M. Abend». Bon Wien nach Trieft: Ankunft » U. 8 M. ftnjh und 8 ll. -ll M. Abend». Abfahrt » ll. .»0 M. Arüh und « lt. M. Abe«»». t!.«. «t. A' Nerantwoelliche Redaktion, un^ Nerlng non Edntird Atinjchih in Marburg.