Lmbschrr WochrndlsII, Organ der Verfassung spartet in Kram. Nr.265 Adonnemen!»-Bedingnii!e: Hanziökirtg: Für Laibach fl. 4.— Mit Post st. 5 — ^albjadrig: , . . 2.— . , , 2.L0 Biertcliölirio I . , , 1.— , , . 1.25 Für jjuO'llun, in « Haul: NirrteliLhrig 10 Ir. Samstag den 5. September. Insert! on». Preise i Einlpaltige Petit-Zeile i> 4 Ir., bet Wiederholungen it 3 Ir. — Anzeigen bi» 5 Zeilen 2V ir. Irrlhümer in der Sprachensrage. Wenn man die Kämpfe überblickt, wie sie in Krain nun seit langen Jahren, bald mehr, bald minder heftig, aber im Ganzen ununterbrochen zwischen den politischen Parteien des Landes geführt werde«, tritt ohne Zweifel als das weitaus charakteristischeste Moment derselben der Umstand hervor, daß bei diesen Kämpfen stets die Sprachenfrage in erster Reihe stand, ja eigentlich genommen fast den ausfchließ-li^en Gegenstand derselben bildete. Die Sprachenfrage und was damit zusammenhängt, stellte für unsere Geaner seit jeher den ganzen Inhalt ihres politischen Dicktens und Trachtens dar, und die deutschliberale Partei war in Folge dessen selbstverständlich genöthigt, in ihrer abmehrenden Action gleichfalls das Hauptgewicht auf die Zurückweisung der ebenso oft unbegründeten und anmaßenden, als kleinlichen und lächerlichen Aspirationen der national - klerikalen Partei auf sprachlichem Gebiete zu richten. Die großen Postulats freiheitlicher und fortschrittlicher Entwicklung bedeutsame Angelegenheiten der Gesetzgebung und Verwaltung, Vorkehrungen, geeignet den materiellen Aufschwung und die wirthschaftliche Wohlfahrt der Bevölkerung zu fördern, und ähnliche wichtige und tief einschneidende Probleme des staatlichen und socialen Lebens, die in anderen Ländern fast allein den Gegenstand der Ziele, Bestrebungen und Kämpfe der politischen Parteien bilden, standen bei uns — gewiß nicht zum Vortheile des Landes und der Be- FeMelml. Ein Carniolanus des 18. Jahrhunderts. Gortschung ) Während nun Auer- und Berghühner, Fische mit venedische» Austern von Murano und ähnliche Leckerbissen aufgetragen werden und Pokale mit R.,^„nder, Hochheimer und Champagner die Runde machen (» -a sich literarische Conversation, welche von des Dr. Philip?" ' ^scken^dem Hannswurst und der Neuberin, der Ak^matorin auf diesem Gebiete, überspringt; unsere W.r-Nsckaft nimmt stlbstverständlich für die Neuberin und unser Markovitsch kommt dabei auf die t?nnnsition der Geistlichkeit zu sprechen, welche für die ionische Schaubühne mit ihren Possen schwärmte; „.»int aus einer gewissen Geistesverwandt-wie die meisten solcher kleiner Klosterbrüder selbst unregelmäßige Kcmedianten sind...") ^.stärkste und größte Gesellschaft in der Welt s»' «nd bleibe übrigens die Gesellschaft der Unver-' stiaen deren Mitglieder das Ihrige redlich thun, ^en Samen der Unvernunft auf mancherlei Weise eine lebhafte den Schriften bald auf das Schicksal der deutschen den eben damals entbrannten Kampf Redaction, Administration u. Expedition Herrengas!« Nr. 12. 1885. völkerung — sehr selten nur im Vordergründe des Interesses und immer wieder war es die Sprachenfrage, auf die unsere Gegner all ihre Kraft, all ihren Einstuß concentrirten, für die allein sie die Energie, die Begeisterung und die Leidenschaften der Bevölkerung zu erwecken versuchten. Es wäre gewiß nicht uninteressant, zu untersuchen, ob dönn wirklich die Sprachensrage auf die Dauer den alleinigen Inhalt des Programmes und der Bestrebungen einer politischen Partei abgeben könne, zu prüfen, ob eine Partei, deren geistiger Horizont auf diesem Gebiete seine Grenze findet, überhaupt in der Lage sei, eine für die Bevölkerung wahrhaft ersprießliche Thätigkeit zu entfalten, klar zu stellen, ob hier nicht eine vollständige Verwechslung von Mittel unv Zweck vorliege und eine sehr bedauerliche Beeinträchtigung der Raschheit und Gediegenheit des geistigen und culturellen Fortschrittes — allein wir wollen uns für dießmal nicht auf diese bedeutsamen Untersuchungen einlassen, sondern von dem vorhandenen Stande der Dinge, und zwar speciell in Krain ausgehend, lediglich ganz kurz die schweren und bedenklichen Jrrthümer erörtern, die nach unserer Ueberzeugung bei der Behandlung der Sprachenfrage bei unseren Gegnern und nur zu oft auch bei der derzeitigen Negierung obwalten; dieselben treten vorzugsweise einerseits bei der Behauptung, daß Krain und seine Hauptstadt eine ausschließliche Domäne des Slovenenthums seien, und andererseits bei den ickmerwährenden Forderungen nach einer an allen Ecken der Erde, wo sie nur können, auszustreuen. „Versuche es nur einmal ein vernünftiger oder großer Geist, sagt unser Markovitsch, und gebe sich ab, denen kleinen Geistern zu widersprechen, so schreien sie so entsetzlich dagegen, wie die lublanischen (Laibacher) Jesuitenschüler, wenn sie auf der Gasse versammelt stehen und mit einander disputiren, daß es durch alle Straßen und Winkel der Stadt erschallet: Xexo, nogo!" Unser literarisches Symposion war so im besten Zuge, als ,,nach einigen im besten tiroler Rebenblut getrunkenen Gesundheitsgläsern" einer der Gäste sich zum Herrn v. Feldernheim wandte und sprach: „Herr Bruder, wenn er morgen Abend seinem Vorsatz zufolge, an die Tauern gelangen will, müssen wir nothwendig Schicht machen, denn es ist halb drei; so unvermerkt hat das gute Gespräch die Zeit von 11 Uhr an, da wir uns zu Tische setzten, wie wir die Speisen, verschlungen." Den höflichen Neden und Gegenreden der Gäste, welche auf diese Erinnerung folgten, machte endlich die Frau vom Hause mit dem Ausspruche ein Ende: ,,ll n'vst p»8 du xoüt äv8 xslls, (>ui 80 eonnoissent, äs eompli monter lioaueoup, brisons Ik ot 80udaiton8 pour Is plus uu koureux vozagv L mon mari vt, L Llon8i6ur 8»n cumpa-won", und als nun abermals ein Glas guten Tirolers auf diesen Toast absoluten Gleichberechtigung zwischen der deutschen und slovenischen Sprache hervor. Die eben erwähnte Behauptung, so oft und bestimmt sie auch seitens unserer Gegner in den Vertretungskörpern und der Presse, wie im gewöhnlichen Leben, als etwas gleichsam Selbstverständliches und Allbekanntes, als eine unumstößliche Voraussetzung für alle ihre Aspirationen und Maßnahmen hingestellt wird, kann trotzdem in gar keiner Hinsicht als eine vollständig richtige angesehen werden. Von national-clerikaler Seite — insoferne man sich überhaupt die Mühe nimmt, hiebei auf irgend etwas sich zu berufen — hat man bei der absoluten Inanspruchnahme Krains und Laibachs für das slovenische Element natürlich vor Allem den Appell auf die Ergebnisse der Volkszählung im Auge und sogar die Regierung vermochte in den letzten Jahren merkwürdigerweise zur Rechtfertigung ihrer Verfügungen mehr als einmal schon nichts Stichhältigeres vorzubringen, als eine trockene Berufung auf die fraglichen Ziffernkolonnen. Wir wollen heute nicht darauf zurückgreifen, in welcher Weise dieselben seinerzeit zu Stande kamen, allein bei dem Umstande, als sogar nach ihrem Ergebnisse ein so ansehnliches Gebiet, wie das von Gottschee, als rein deutsches erscheint, und die Deutschen zugleich in der Landeshauptstadt eine so namhafte Minorität bilden, ist es klar, daß, sogar von der primitiven Basis der Volkszählung ausgegangen und von der Gemeinde Weißenfels und den sonst noch vielfach im Lande getrunken worden war, setzte der Hausherr hinzu: „tzurmt L, mon vox»86, ^6 ms suis pourvü äo czustrs poetlös, l'ui>6 pour mg, 8Lntö, l'nutrö pour inou argont, Io, troisiömo pour mon comM^non, c>ui nou8 a, iourni trmt ä'a,Zrsmen8, et la yuatriöms pour lL Patience." Nachdem unser Krainer noch seine Tagesbroschüren über Philipp! und die Neuberin unter die Tischgenossen vertheilt, setzen sich unsere beiden Reisenden zu Pferde, jeder von seinem Diener gefolgt, um noch vor Einbruch der Nacht den 2 Meilen von Salzburg entfernten Flecken Hallein zu erreichen. Auf dem Wege unterhält der Salzburger Edelmann seinen Begleiter von den Schicksalen der Stadt Salzburg von der Römerzeit an bis auf den prachtliebenden Erzbischof Paris. In Hallein kommen sie um ü Uhr an und besehen sofort die Salzsiedereien, was bei Tische dem Herrn v. Feldernheim, nachdem unser Krainer von dem Salze seines Vaterlandes gesprochen, wie dasselbe nicht weiß, sondern schwarz sei (nämlich das Meersalz), auch das weiße nicht eingeführt werden dürfe, zu dem witzigen Ausspruche veranlaßt: „Ha, ha, so ist es krainerisch Salz, wovon ich über Tafel in Salzburg sprach, womit die beigen Harlekine, Müller (der Gegner der Neuberin) und Philippi, als zwen würdige Stockfische in dem^ „Wohlmeinenden Rathe" (einer polemischen Schriftl zerstreuten deutschen Elementen ganz abgesehen, Kram und Laibach als ein ausschließlich slovenisches Territorium, innerhalb welchem den Deutschen keine Geltung und keine Berücksichtigungswürdigkeit zukommen, nicht bezeichnet werden können. Ganz anders aber stellt sich noch die Frage der Wichtigkeit und Werthschätzung der deutschen und slovenischen Sprache in Kram, wenn man nicht bloß — um mit den Worten des Herrn Unterrichtsministers zu reden — das „todte Ziffernmateriale" in Betracht nimmt, sondern dieselbe von dem viel maßgebenderen Standpunkte der sactischen Verbreitung und Anwendbarkeit beur-theilt. Wir kommen da auf notorische Verhältnisse, welche die Behandlung Krams und Laibachs als eines rein slovenischen Gebietes als etwas ebenso Verkehrtes als Nachtheiliges erscheinen ließen. Lassen wir selbst bei Seite, welche Stellung die deutsche Sprache in Krain seit Jahrhunderten eingenommen, was sie für Kunst, Wissenschaft, Literatur, Verwaltung und Gesetzgebung im Lande seit altersher bedeutet — aber das Deutsche ist auch heute noch in Krain die Sprache der Gebildeten und Niemand kann sich ohne deren Kenntniß zu diesen zählen; das Deutsche ist ebenso die Sprache des großen kaufmännischen, des kommerziellen und industriellen Verkehres und das Deutsche wird tatsächlich nicht nur von der großen Mehrzahl der Bevölkerung der Landeshauptstadt — in allen ihren Schichten — sondern fast überall auch von der Bürgerschaft der Städte und Märkte des flachen Landes verstanden und gesprochen, ja selbst in rein bäuerlichen Kreisen, zumal in Oberkrain, ist das Deutsche — leider allmälig nur mehr bei der älteren Generation — eine nichts weniger als fremde Sprache. Das ist in kurzen Zügen der Stand der Dinge und es ist wohl einleuchtend, daß angesichts derselben nur absichtliche Verdrehung oder nationaler Fanatismus und Eigendünkel Krain als ein absolut slovenisches Land bezeichnen und behandeln und das deutsche Element mehr oder weniger als gar nicht vörhanden an-sehen können. Bei der Stellung, welche dem Deutschen als einer Landessprache in Krain kraft der historischen Entwicklung, wie kraft der Lage der Verhältnisse zukommt, erschiene es als ein Gebot der Billigkeit, wie der wohlverstandenen Interessen der Bevölkerung, dasselbe in jeder Beziehung in völlig gleichem Maße bestreut und gesalzen sind. So glücklich kommt mir hier mein atrum 8al noch zu passe." Am nächsten Morgen sind unsere Reisenden um 6 Uhr wieder zu Pferde und 2 Stunden vor Mittag steigen sie bei dem Gastwirth in St. Michael ab. Das gewohnte literarische Tischgespräch dreht sich hier um die pseudonymen Schriftsteller und da unser Krainer sich für dieselben auf die Bücher der heiligen Schrift beruft, deren Autoren auch nicht alle genau bekannt seien und einen Ausspruch Luther's citirt, sagt der Herr v. Feldernheim: „Es gilt mir endlich gleich, ob dieser Wein von Brixen oder Bozen hieher gebracht sei, mais, fügt er hinzu, pour pou quo /ai I'Iionnour «Io vous coonoitre, Llonsiour, vous mv ssmdler lutlivrisn." „Daß ich und mein Geschlecht evangelisch seien, bekenne ich vor Gott und Ihnen, war die Antwort unseres Landsmanns, was ich auch mit den Meinigen für Trübsale darob erduldet, und vielleicht sammt ihnen vielleicht noch erdulden werde, ertragen wir mit standhaftem Muth." Und nun erzählt er, wie oben erwähnt, daß er nach 8jährigem Aufenthalt in Deutschland nach Hause reise, um die Verlassenschaft nach seinen Eltern mit den Geschwistern in Ordnung zu bringen und sich dann mit ihnen in Deutschland an einem evangelischen Orte niederzulassen. „Gleichen Sinnes wäre ich mit Ihnen, sagt darauf Herr v. Feldernheim, wenn ich von den Ketten, damit ich gebunden bin, mich loszureißen vermöchte." mit dem Slovenischen zu berücksichtigen, wenn es sich selbst um zwei durchaus gleich ausgebildete und gleich wichtige Sprachen handeln würde; das jedoch ist, wie man bei aller Objektivität und bei aller Anerkennung der Bildungsfähigkeit der slovenischen Sprache es wohl sagen darf, in keiner Weise der Fall, und vermöge dieser ihr nach jeder Richtung hin zukommenden Ueberlegenheit darf die deutsche Sprache wie überall in Oesterreich so insbesondere auch in Krain eine noch viel weiter gehende Berücksichtigung und Werthschätzung mit vollem Rechte beanspruchen. Wir wollen nicht weiter ausführen, welche Bedeutung dem Deutschen als einer eminenten Cultursprache, als einer Sprache von höchster wissenschaftlicher Ausbildung, einer Sprache mit einer unermeßlichen Literatur, als der Sprache der Dynastie und des Heeres u. s. w. zukommt, allein das Eine kann nicht oft genug wiederholt werden, daß es nicht Ungerechtfertigteres geb«n kann, als die extremsten nationalen Bestrebungen, die verkehrten sprachlichen Aspirationen durch eine einfache Berufung auf die angebliche Gleichberechtigung aller Sprachen begründen zu wollen; die Ansprüche auf Grund des viel mißbrauchten Artikels 19 können stets nur im Sinne einer relativen, niemals einer absoluten Gleichberechtigung erhoben werden, und eine andere Auslegung würde in ihren letzten Konsequenzen geradezu zu Ungeheuerlichkeiten und Absurditäten führen. Mit Recht ist bei einer bedeutsamen Gelegenheit im Abgeordnetenhause hervorgehoben worden, daß nur das Gleichwerthige wirklich gleichberechtigt sein kann und hält man sich diesen ebenso einfachen als natürlichen Satz vor Augen, dann hat man auch den richtigen Anhaltspunkt gefunden für die Stellung der deutschen Sprache in Krain, für ihr Verhältniß zur slovenischen Sprache und für die jeweilige Beurtheilung der Berechtigung der von nationaler Seite in sprachlicher Beziehung erhobenen Ansprüche. Niemand im Lande und gewiß nicht die deutsch-liberale Partei will der slovenischen Sprache die ihr zukommende Stellung verkümmern, Niemand ihre Ausbildung hintanhalten, was man aber verlangen muß, ist das, daß bei der Beurtheilung der sprachlichen Verhältnisse im Lande, sei es auf dem Gebiete des Unterrichtes oder der Verwaltung oder sonst einem wichtigen Gebiete des staatlichen Lebens, einerseits die überlegene Bedeutung der deutschen Sprache niemals Daran knüpfte sich ein Gespräch von der „weltbekannten", durch die Unduldsamkeit des Erzbischofs Leopold Anton Freiherrn v. Firmian veranlaßten Auswanderung der Salzburger Evangelischen (Emi-grationsedict vom Hl. Oktober 1731) und dem „davon entstandenen Landschaden", worauf unsere Reisenden sich um 12 Uhr wieder zu Pferde setzten und nach fünfstündigem Ritte das „an den Tauern stehende"' Wirthshaus erreichten. »Dieses Wirthshaus, schreibt unser Landsmann, ist eine bequeme Herberge, wo sich Menschen und Vieh zuförderst erquicken, welche aus Salzburg nach Kärnten über dieses grausendc Gebirge, das über eine starke deutsche Meile breit sich erstrecket, und die beiden genannten Länder wie eine hohe Scheidemauer von einander trennt, sich begeben wollen; auch denen zur Erholung dienet, welche von Kärnten nach Salzburg auf einem so beschwerlichen Wege sich abgemattet haben." Die Herberge war voll durchreisenden Volks aller Art, es war da ein augsburgischer Student, der in Gesellschaft eines Venetianer Kaufmanns nach Venedig weiter reiste, um dort im »tontoxo toüksco" den evangelischen Kaufleuten des Sonntags „oben unter dem Dache, wie gebräuchlich" zu predigen; weiters ein „Achtelgelehrter" aus Westphalen, ein studirter Mann, der aber in Schulden bis über die Ohren steckte und deshalb Haus und Hof, Frau und Kinder verlassen hatte, um einen reichen Bruder in außer Auge gelassen, andererseits der slovenischen gegenüber in jedem einzelnen Falle, bevor man sich in bedenkliche Experimente einläßt, geprüft werde, ob ein im Namen der Gleichberechtigung erhobener Anspruch doch auch einigermaßen durch die Gleich-werthigkeit unterstützt werde. — — Wir brechen ab, denn das Thema, das wir heute wieder einmal angeschlagen, ist viel zu umfangreich, als daß es im Rahmen eines oder auch mehrerer Zeitungsartikel erschöpft werden könnte. Hin und wieder darauf zurückzukommen ist aber dringend geboten, denn die Behandlung der Sprachenfrage ist geradezu typisch für das heutige Regime: sie zeigt, wie selbst die einfachsten und natürlichsten Wahrheiten verkannt werden können und wie ein richtig verstandener, höchst schätzenswerther Grundsatz, wie es der der Gleichberechtigung ist, in seiner praktischen Anwendung zu den crassesten Verkehrtheiten und zu schweren Schädigungen führen kann, wenn es die Regierung nicht versteht, den Anforderungen fanatischer Parteien mit Festigkeit die Interessen des Staates und der Gesammtheit entgegenzustellen. Politische Wochenübersicht. Die gemeinsamen Ministerien beschäftigen sich derzeit mit den Voranschlägen für das Jahr 1886, welcheOperate den um den 20. September beginnenden Ministerconferenzen zur Beschlußfassung behufs Vorlage an die Delegationen unterbreitet werden sollen. Auch im Reichs-Finanzministerium fanden in den letzten Tagen Berathungen statt, welche der Abfassung des bosnischen Landesbudgets galten. Der den Delegationen mitzu-theilende Voranschlag wird wie in den letzten Jahren mit einem Ueberschusse der Einnahmen über die Ausgaben abschließen, so daß seitens des Reichs-Finanzministers von den Delegationen kein Zuschuß zu den Kosten der bosnischen Verwaltung Anspruch genommen werden wird. Der „Würzburger Kirchenzeitung" wird aus Tirol mitgetheilt, daß die vor wenigen Wochen so viel Staub auswirbelnde Frage wegen der Clubbildung auf der Rechten schon jetzt als gelöst erachtet werden kann. Es bleibt Alles voraussichtlich beim Alten. Der Hohenwart-Club wird die nämlichen Mitglieder wie früher zählen und der Liechtenstein-Club wieder erstehen, letzterem wird Herr v. Kärnten aufzusuchen, und an Unterhaltung bei gutem Tiroler und guter Küche fehlte es nicht. Doch wollen wir uns dabei nicht verweilen, da wir noch einen weiten Weg vor unS haben und lassen unsere Reisenden gleich am folgenden Morgen 7 Uhr, nachdem sie etwas „äesi-uti" (llei krutti?) oder warmen Weins zu sich genommen, das Gebirge übersteigen. „Als wir bei anderthalb Stunde lang unter häufig fliegenden Schneeflocken auf diesem beschwerlichen Wege nach Möglichkeit bis an das zur Linken stehende kleine Wirthshaus fortgerücket waren, ließen wir unseren abgematteten Roßen Brod und Bier zur Stärkung fürhalten, stiegen auf eine Viertelstunde von ihnen herunter, um den Schnee, womit wir bedecket waren, von den Mänteln abzuschütteln". Folgt nun ein Gespräch mit einem reisefertigen „Bütten-träger" (Haufirer) mit Kurzwaaren, der aus Kärnten gekommen und über Salzburg wieder nach Augsburg und Nürnberg wollte. Auf Befragen, ob ihm daS Wandern über das Gebirge nicht zu beschwerlich fiele, antwortete der zufriedene Mann, er wisse von keiner Beschwerniß und danke Gott, daß er diese hohe Wand hieher gesetzt, denn wenn diese nicht wäre, müßte er Hungers sterben. Er bringe nämlich seine Waare, Knöpfe, Schnallen, Schecren, Kämme, Kalender und Messer und dergleichen Siebenfachen aus dem Reiche herüber nach Kärnten, wo sie ihm die Leute gern abkaufen und wohl bezahlen „weil ein Jeder die Straße scheuet und außer mir keiner sonst dorthm Zallinger beitreten, ohne aber eine leitende Rolle zu aspiriren. Die übrigen Tiroler Abgeordneten werden wieder dem Hohenwart-Club angehören. Kurz vor Eröffnung des neuen Reichsrathes, welche am 25. d. M. erfolgen soll, wird bekanntlich ein Fünfundzwanziger-Ausschuß von deutschen Abg eordneten zusammentreten, um hinsichtlich der Organisation der Partei schlüssig zu werden. Die Anhänger der auf staatsrechtlicher Basis stehenden Opposition in Süd-Ungarn beschlossen, für den 6. September in Temesvar einen Parteitag einzuberufen. Der Zweck dieses Parteitages ist, die Organisation der Opposition in Süd-Ungarn zu veranlassen, damit die Partei auch bei den Municipalwahlen einheitlich Vorgehen kann. Die Ausweisungen österreichischer, russischer und anderer fremder Unterthanen aus Preußen dauern im großartigen Maßstabe fort und haben nun auch in Danzig begonnen, wo sechsundsiebzig der ansässigen russischen und österreichi-scken Staatsbürger von der Polizeibehörde der Befehl zugegangen ist, bis zum 1. October den preußi-scken Staat zu verlassen. Unter ihnen befinden sich soaar Kaufleute, welche seit einer Reihe von Jahren in Danzig wohnen, dort Grundbesitz erworben haben, selbstständige kaufmännische Geschäfte von nicht ge-rinaem Umfange betreiben, ansehnliche Einkommen-und Gewerbesteuern zahlen und Mitglieder der Corporation der Kaufmannschaft sind. Der in Prag erscheinende „Pokrok" will aus quter Quelle erfahren haben, daß schon gelegenllich des Besuches der österreichischen Ausstellungs-Commission in Antwerpen, als auch das Kronprinzenpaar dortselbst weilte, seitens Banhans' und Chlumecky's bis an höchster Stelle der Versuch gemacht worden sei das Ministerium Taasfe zu stürzen. Diese Versuche seien sogar bis Kremsier selbst beim Kaiser, jedoch vollständig resultatlos. fortgesetzt worden. Die Czechen scheinen von Gespensterfuvcht erfüllt zu sein, welche in der Regel ein schlechtes Gewissen verräth. Deutschland und Spanien sind wegen des Besitzes der Carolinen-Jnseln in Conflict gerathen. Die spanische Negierung legte dem Berliner Cabinet die Abschrift eines bereits vor drei Jahren mit den Eingebornen der Carolinen-Jnseln abgeschlossenen Vertrages vor, worin diese die spanische Herr v. Feldernheim schenkt dem Mann 8 aute Groschen, um in der nächsten Herberge sich dafür zu laben, die Reisenden werfen sich aber wieder in die Sättel, und kommen um 9 Uhr in die „am -ruße des Berges stehende" Herberge, wo sic die Rosse fütterten, sich selbst erquickten und, vom rauhen Wetter ermüdet, eine Stunde schlummerten. Hier vernimmt unser Krainer, daß ein abgedankter Dragoner ein schönes Roß um 30 Neichs-tbaler feil habe und will cs erhandeln, um sich dann von seinem Reisegefährten zu trennen und aercidenwegs durch „Niederkürnten" über Klagensurt in seine Heimat zu reisen. Aber Herr v. Feldern-. i' ,yjll von einer Trennung nichts wissen und bttet unseren Landsmann inständig, ihn noch bis Nillach wo er Geschäfte habe, zu begleiten, als auch in Krain seinen Führer zu machen. Er könne ein ko berühmtes Herzogthum nicht bei Seite lasse», ohne « berührt und beschaut zu haben und brauche vor Knde nächsten Hornungs (Februars) nicht in Venedig . „treffen. Filr die Gewährung dieser Bitte ver-dem Reisegefährten sein Reitpferd und b re Geschenke. Diesem „freundlichen Ansinnen b ^ klugen und wohlgesitteten Cavaliers" ver-,,„ser Markovitsch nicht zu widerstehen, nahm daher „für einen Befehl" und versicherte ihn seiner getreuen Führung und cineS zuverlässigen Keleits. Gortschuiiü fol^t.) Souveränetät anerkannt haben. Aus Anlaß dieses Conflictes haben am 30. v. M. in mehreren Städten Spaniens, namentlich in Saragossa, antideutsche Kundgebungen stattgefunden. Deutschland bestreitet die angeblichen Rechte Spaniens und appellirt an die Freundschaft Spaniens. Wochen-Ehronik. Se. Majestät der Kaiser wohnte in dieser Woche den großen Truppenmanövern in Böhmen bei, begibt sich am 8. d. M. zu den Manövern in Kärnten und am 12. d. M. zu jenen in Ungarn und Croatien. Ihre Majestät die Kaiserin wird am 8. oder 9. d. M. aus Ischl in Wien eintreffen. Kronprinzessin Stefanie wurde in Triest mit demonstrativem Jubel begrüßt. Der Leiter des Justizministeriums, Baron PraLak, hielt sich einige Tage in Graz auf, um unter Intervention der dortigen Justizsunctionäre und des Bürgermeisters Dr. Portugal! an Ort und Stelle über die Erbauung des Justizgebäudes für Civilsachen auf den Neuthorgründen und wegen Ankaufes eines Platzes für das Strafgerichtsgebäude Erhebungen zu pflegen und das Geeignete zu veranlassen. Den Plan, das Criminalgebäude in der St. Leonhardstraße aufzuführen, hat man bereits fallen gelassen; als geeignete Bauplätze für dieses Gebäude kommen nunmehr der Vorbeck'sche Grund in der Schönaugasse und der Leguerney'sche Grund in der verlängerten Jakominigasse in Betracht. Cardinal-Fürsterzbischof Landgraf Fürstenberg in Olmütz, bisher ein enragirter Slaven-freund, scheint die Bahn der Umkehr betreten zu wollen. Der genannte Kirchenfürst ließ dem Ge-meinderathe in Sternberg mittheilen, daß er die Einführung des slavischen Gottesdienstes nicht bewillige; auch wurde dem ihm unterstehenden Clerus bedeutet, daß demselben der Beitritt in den czechischen Nationalverein Nordböhmens nicht gestattet werde. In Wien tagten in dieser Woche Brauer-, Müller- und Fruchthändler-Versammlungen. Es wurden nachstehende Resolutionen angenommen. 1. (Brauer): „Die Negierung wird ersucht, in Gemäßheit des Berichtes des Steuerausschusses des Abgeordnetenhauses vom 23. Februar 1885 die zur Abänderung beantragten Biersteuer-Verordnungen und Gesetze im Interesse der Brau-Jndustrie ehemöglichst abzuändern, respective neue Gesetze in Vorlage zu bringen." 2. (Müller): „a> Der Beitritt sämmtlicher österreichischer Müller zu dem österreichischen Mühlenverbande ist im Interesse der österreichischen Mühlen-Jndustrie erwünscht; d) bei Handelsverträgen mit fremden Staaten soll auf die österreichische Mühlen-Jndustrie hinsichtlich des Mehl-Exportes besondere Rücksicht genommen werden; c) der Abschluß eines Zollbündnisses mit Deutschland ist im Interesse der österreichischen Mühlen-Jndustrie wünschenswerth; <1) die Frachttarife der österreichischen Bahnen sollen mindestens den deutschen gleichgestellt werden; o) die Tarife der österreichischen Bahnen sollen keine Bevorzugung auswärtiger (auch ungarischer) Mühlen weder im Local-, noch im direeten, noch im Transitverkehre enthalten; i) eine einheitliche Regelung det österreichischen Wassergesetze ist dringend nöthig." Am 28. v. Ai. wurde in Klagensurt die Landes-Thierschau eröffnet; ausgestellt werden unter Anderem 140 Hengste, 98 Gestütspferde und 500 Stück Rinder. Am 6., 7. und 8. d. M. wird in Graz das sechste steiermärkische Sängerbundesfest abge-halten werden. Die gewaltthätigen, gegen Deutschem Königinhof czechischerscitS verübten Excesse riefen in fämmtlichen deutschen Städten Böhmens große Entrüstung hervor. Die „Neue Freie Presse" bemerkt: „Nach Feststellung dieser Schuld wird aber das ganze gegenwärtige Regierungssystem in Oesterreich charakterisirt, denn es zeigt sich, daß auch die Befriedigung des czechischen Volkes nicht genügt, den Nationalitätenzwist zu schlichten und die innere Ruhe im Lande herzustellen. Daß die Consequenzen dieser Erkenntniß kaum zur Stärkung der heutigen Wiener Regierung beitragen, und daß sie am allerwenigsten geeignet sind, den weiteren bekannten Aspirationen der Czechen Freunde zu werben, braucht wohl nicht erst gesagt zu werden." Abermals eine Kuchelbad-Scene! Am 27. v. M. sammelten sich in Trautenau unweit dem Hotel „Union" etwa 400 Personen an, da sich die Nachricht verbreitete, daß czechische Fabriksmädchen Steine nach deutschen Arbeiterinnen geworfen hätten. Zwei Gendarmen verhafteten eine czechische Arbeiterin, bei welcher in der That Steine vorgefunden wurden. Die Verhaftete soll zwei deutsche Mädchen infultirt haben. Die Attentäterin wurde dem Gerichte eingeliefert, die Volksmenge von Gendarmen zerstreut. Am 26. v. M. wurden in vielen Ortschaften der Steiermark, namentlich in Aflenz, Ettenberg, Neuberg, Pöllau, Seegraben und Stanz heftige Erdstöße verspürt. Im Bureau der Triester Filiale der Credit» anstalt fand eine eingehende Hausdurchsuchung durch Polizei-Agenten statt. Bei zwei Bediensteten der Anstalt wurden Schriften compromittirenden Inhaltes saisirt; beide wurden verhaftet. Bei der vor Kurzem stattgefundenen Wahl der Deputirten für den ferbifchenKirchencongreß in Plaski kam es zu einem argen Exceß. Der Karlstädter Bischof Zivkoviö kanzelte einen Pfarrer, welcher zu Gunsten der Opposition agitirte, tüchtig ab, worauf der versammelte Clerus eine drohende Haltung gegen den Bischof annahm. Nach beendeter Wahl folgte der beleidigte Pfarrer dem Bischof in seine Wohnung, packte ihn bei der Brust und in-sultirte ihn thätlich. Am 31. v. M. sind in ganz Spanien 1068, in Marseille 28 und in Toulon 23 Personen an der Cholera gestorben; in Nizza kamen in den Tagen vom 23. bis 25. v. M. 7 Todesfälle an der genannten Krankheit vor. In Nom wurde Charles de Dorides unter dem schweren Verdachte eines Anschlages gegen die Sicherheit des Staates, von einem Polizei-commissär verhaftet und dem Gerichte zur Amtshandlung übergeben. , Drei Viertheile der Stadt Rescht am kaspischen Meere in Persien sind ein Raub der Flammen geworden; 1800 Kaufläden, 700 Wohnhäuser, 2 Moscheen, 19 Karawanenhütels und unzählige Magazine verbrannten. In Simla (Indien) hat sich ein Verein behufs wissenschaftlicher Durchforschung des Himalaya-Gebirges gebildet. Provinz- und Local-Nachrichten. — (Zur Jnspicirung der hiesigen Landwehrtruppen) wird am 7. d. M. der Herr Erzherzog FZM. Rainer in Laibach eintreffen. — (Ernennungen.) Dr. Franz Zupanc, derzeit Bezirksarzt in Gurkfeld, wurde zum ärztlichen Concipisten im Sanitäts-Departement der Krainer Landesregierung; Sanitäts-Assistent Dr. Ignaz Je-louschek zum Bezirksarzte und der städtische Gemeindearzt in Jaska, Dr. Josef Kersnik, zum Sanitäts-Assistenten ernannt. — (Persona ln achrichten.) Der Herr Oberlandesgerichtspräsident Dr. Ritter v. Waser ist von seinem Urlaube aus Schloß Viktring bei Klagensurt nach Graz zurückgekehrt und hat die Leitung des Oberlandesgerichtes wieder übernommen. — Am 30. v. verabschiedeten sich sämmtliche Beamt-und Vertreter der in Adelsberg bestehenden Geselle schaftskreise in herzlichster Weise von ihrem bisherigen, zum Regierungsrathe ernannten Bezirkshauptmanne Herrn Anton Globoönik, welcher über 22 Jahre in Adelsberg amtirend wohnte. — (St er befall.) Am 1. d. M. starb infolge Schlaganfalles der Laibacher Handelsmann und Wirthschaftsbesitzer Herr I. Matheusche; er versah durch viele Jahre das Amt eines städtischen Armenvaters und eines Kirchenpropstes bei St. Jakob. — (Zur Landtagswahl in Gottschee.) Wir können nicht umhin, mit Befriedigung zu con-statiren, daß der größte, unabhängige Theil der Wähler der Gottscheer Landgemeinden bei der letzten Landtagswahl selbstständig einen deutschen Candidaten, Herrn M. Verderber, aufstellte und dadurch die Abneigung gegen den slovenischen Candidaten, Herrn — derzeit noch Landesgerichtsrath — Hren deutlich ausdrückte. Bei der drei Monate früher stattgefundenen Reichsrathswahl hatte sich Letzterer in Folge hier nicht näher zu besprechender, ungehöriger Einflüsse auch alle Stimmen der Gottscheer zu erwerben gewußt, welche sich damals wohl kaum der fatalen Zwangslagen bewußt waren, in die ein flovenischer Parteimann dann gerathen muß, wenn er die Interessen der deutschen. Bevölkerung zu vertreten berufen wird. Ob die Gottscheer Wähler seither diese Situation richtiger zu beurtheilen gelernt haben, oder ob sie den Versprechungen des Candidaten in Betreff der Wahrung ihrer Interessen angesichts der Nichterfüllung seiner ersten Zusage, den Staatsdienst zu verlassen, nicht mehr trauten, mag dahingestellt bleiben. Unter allen Umständen ist es erfreulich, daß die Gottscheer Wähler jenen Sirenenrufen nicht mehr folgten, die ihnen einen Vollblutslovenen als den tauglichen Vertreter ihrer Interessen darstellten, daß sie vielmehr einen Candidaten aus ihrer Mitte, den sie als einen „Mann von Wort" kennen gelernt haben, aufstellten. Umso wunderlicher nimmt sich die an alle Wähler ohne Ausnahme gerichtete Danksagung des Herrn Hren aus. — (Ein officiöser Landtagsabgeordneter.) Der neugewählte Landtagsabgeordnete für Jdria, Herr Stegnar, hat seinen Wählern ein von Gefühlen der Befriedigung überströmendes Dankschreiben zukommen lassen, welches sein sehr bezeichnendes Glaubensbekenntniß enthält, daß das erfolgreiche Wirken der Landtagsabgsordneten „von der wohlwollenden Unterstützung der hohen k. k. Landesregierung abhängt". Die gute „Laib. Zeitung" gibt natürlich schmunzelnd ihren Segen dazu, indem sie diese Kundgebung naiver Weise mit dem „wohlwollenden" Beisatze begleitet: „Wir theilendiese Ansicht vollkommen". Den Officiösen geht das Herz vor Freude darüber auf, daß sich ein Abgeordneter zum würdigen Beginne seiner Mandatsausübung lobesam dem „Wohlwollen" einer „hohen" k. k. Landesregierung empfiehlt, das feierliche Gelübde, hochderen Intentionen nachzuleben- ablegt und — man sieht ordentlich den Demuthsschnörkel — in treugehorsamster Ergebenheit an den Chef der Negierung, welchem hauptsächlich wohl die fragliche homogiale Huldigung gilt, hochachtungsvoll erstirbt. Vom Standpunkte der „hohen" k. k. Landesregierung kann allerdings eine bequemere Form des ConstitutionaliSmus nicht gedacht werden, als jene, die ihm Abgeordnete von solcher Qualität geben. Wir aber glauben, daß die Abgeordneten des Volkes eine andere Aufgabe haben als jene, an die wohlwollende Unterstützung einer Behörde zu appelliren. Es hätte noch einen Sinn, wenn Herr Stegnar im Allgemeinen das Einvernehmen der Abgeordneten mit der Negierung als wünschenswerth bezeichnet hätte, gegen welche Anschauung sich unter gewissen Voraussetzungen gewiß nichts einwenden läßt. Ja, auch daß derselbe sich offen als ein Freund der Negierung satirt hätte, wäre begreiflich gewesen, denn in allen Vertretungskörpern gibt es Abgeordnete, die unbedingt im Sinne der Regierung wirken und stimmen, und Herr Stegnar ist ja k. k. Strashauslehrer. Allein die Unterstützung der k. k. Landesregierung als Hauptsache hinzustellen und das, was eine Pflicht und Schuldigkeit derselben ist, auf ihr „Wohlwollen" zurückzuführen, zeugt von einem ganz unrichtigen Erfassen der Aufgabe eines Volksvertreters, von dem Mangel jenes Selbstbewußtseins, ohne welches die konstitutionelle Mitwirkung des Volkes in Fragen der Gesetzgebung unwirksam werden muß, und — was die Hauptsache ist — von dem Mangel jener Unabhängigkeit, die die wichtigste Voraussetzung eines gedeihlichen Wirkens des Abgeordneten ist. Zum Jasagen und Kopfnicken haben auch die seligen Land-stände ausgereicht, was aber nach unserer Verfassung von den Vertretern des Volkes zu leisten ist, ist etwas ganz Anderes und der einzelne Abgeordnete hat gar nicht das Recht, sich seiner Würde und seines Stolzes so weit zu entäußern, daß er sein erstes Gelöbniß in die Hände der Landesbehörde und mit dem Versprechen ablegt, in der Erfüllung ihrer Wünsche aufzugehen. Wir glauben, diese erste Kundgebung des neuen Abgeordneten genüge vollkommen, um die Richtigkeit des von uns jüngst über diese Wahl gefällten Urtheiles zu bestätigen und zu beweisen, wie sehr unter dem jetzigen Negime das konstitutionelle Princip »ä sdsnränin geführt wird. — (Ein redseliger Abgeordneter.) In der Erinnerung unserer Leser dürfte wohl noch jene trotz ihrer Langathmigkeit doch so begeistert stylisirte „Danksagung" sein, welche der Ende Maid. I. zum Reichsrathsabgeordneten der unterkrainischen Landgemeinden in Groß-Laschitz, Reifnitz und Gottschee gewählte k. k. Landesgerichtsrath in Klagensurt, Herr Jakob Hren, wenige Tage nach seiner Wahl in allen slovenischen Blättern an diese seine Wähler veröffentlichte. Wie männiglich bekannt, gelobte derselbe darin außer der ewigen Dankbarkeit für das ihm so wohlwollend geschenkte ehrenvolle Vertrauen und außer dem glühendsten und eifrigsten Bestreben, die Interessen seines Wahlbezirkes stets mit allen seinen — selbstverständlich „schwachen" — Kräften zu vertreten und dergleichen schablonenmäßigen Rede-sormen mehr, auch noch das, daß er, um diese seine Aufgabe mit ungetheilter Kraft und mit vollster Unabhängigkeit erfüllen zu können, sofort den Staatsdienst verlassen und seinen dauernden Wohnsitz in Krain nehmen werde, woselbst fortan jedem seiner Wähler seine Thür offen und sein juristischer Rath und seine Beihilfe in allen Angelegenheiten zur Verfügung stehen werden. Hat nun diese in Form wie Inhalt gleich ungewöhnliche und für einen Staatsbeamten von der Stellung Hren's, gelinde gesagt, ziemlich unpassende Danksagung gleich damals in der Oeffentlichkeit ihre berechtigte Kritik und selbst in den Kreisen seiner engeren slovenischen Gesinnungsgenossen ein gewisses lächelndes Kopsschütteln hervorgerufen, so war man andererseits nicht weniger gespannt auf den Bioment, wann der neugewählte Herr Abgeordnete jenen Theil feines Gelöbnisses, der über den Nahmen der bei solchen Anlässen bekanntlich landläufigen Dankessloskeln hinausragt, nämlich sein Versprechen: sofort den Staatsdienst verlassen zu wollen u. s. w., viäv oben tatsächlich ausführen werde. Leider sind wir nicht in der Lage, dießbezüglich die begreifliche Neugierde unserer Leser, die gewiß schon bei so manchen derselben rege geworden, zu befriedigen. Denn obwohl seit diesem Versprechen schon mehr als drei Monde in's flove-nische Land geflossen sind, ist uns hierüber noch nicht das mindeste Anzeichen bekannt geworden, wohl aber können wir die ?. '1'. Herren Wähler der drei oben genannten Unterkrainer Gerichtöbezirke versichern, daß der Mann ihres reichsräthlichen Vertrauens, beziehungsweise ihr zukünftiger, freiwilliger Rechtsvertreter in i>artil,u8 derzeit noch immer als wohlbestelltcr und wohlbestallter k. k. Land'es- gerichtsrath beim Landesgerichte in Klagensurt fungirt, daß sie sich daher in ihren eventuellen civil- oder strafgerichtlichen Nöthen auf der Suche nach gutem und billigem Rathe derzeit noch immer nach Klagen-furt wenden müssen. Was jedoch, namentlich mit Rücksicht darauf, als gegenwärtig bekanntlich ein Oberlandesgerichtsrathsposten in Laibach erledigt ist, natürlich nicht ausschließt, daß ihnen diese gute und billige Rathsquelle, falls man nämlich oben ein gebührendes Einsehen hat, möglicherweise schon in Kürze und zwar auf eine für den unvorsichtigen Versprecher weniger opfervolle Weise erheblich näher gerückt werden könnte. — Inzwischen ist bekanntlich Herr Hren noch mit einem zweiten Mandate bedacht worden, indem ihn am 25. v. M. der gleiche Wahlbezirk auch zu seinem Vertreter im krainischen Landtage gewählt hat. Wie vor drei Monaten fühlte sich Herr Hren auch dießmal angenehm verpflichtet, seinen Wählern im Wege der slovenischen Presse seinen Dank auszusprechen. Er that dieß mit der gleichen an ihm gewohnten Ueberschwänglichkeit wie im Mai d. I. und entwickelte in seinem spaltenlangen Danke auch dießmal eine Redseligkeit, welche die Wähler hinsichtlich seiner bevorstehenden parlamentarischen Thätigkeit zweifelsohne nur das Beste erwarten lassen kann, soferne dieselbe auf diesem etwas heißeren Boden nicht am Ende wider Erwarten versagen sollte, was im Leben allerdings auch schon hie und da vorgekommen sein soll. Jndeß, hoffen wir das Beste. So weit hätten wir also strenge genommen eigentlich keine Veranlassung, uns mit dieser Familienangelegenheit des Herrn Hren weiter zu befassen, wenn demselben hiebei nicht, offenbar nur im Drange seines dankbegeisterten Herzens, ein kleiner arithmetischer Verstoß unterlaufen wäre, den hiemit richtig zu stellen wir uns im Interesse der öffentlichen Wahrheit bemüßigt sehen. In einem der vielen Absätze seiner, wie schon erwähnt, fast spaltenlangen Danksagung, oder drücken wir uns genauer aus, um jedem allenfalls nachlesen Wollenden die Aufsuchung der ungefähren typographischen Lage des betreffenden Passus wenigstens theilweise zu erleichtern: Absatz 3, Alinea 2, Zeile 8 von oben („Slovenski Narod" Nr. 196, äs 1885) sagt Herr Hren unter Anderem: „Was jedoch in meinem Herzen die allergrößte Zufriedenheit und Freudigkeit wachruft, das sind die Einigkeit und die stimmigkeit, welche Euch Wähler geleitet und geeint haben, und die für mich den schönsten Beweis Eures Vertrauens und Eurer Ueberzeugung bilden, daß die leitenden Grundsätze bei meinem öffentlichen politischen Wirken d-e gleichen sein werden, welche auch schon bisher meinen Herzensgefühlen stets als Leitstern gedient haben, nämlich das Gedeihen der Wohlfahrt unserer theuren Heimat und die Be-schützung der heiligen Rechte unserer Nation." Auf die Wiedergabe der weiteren, übrigens durchwegs in ähnlichem Tone gehaltenen zahlreichen Ab- schnitte dieser Dankschrift müssen wir aus räumlichen Gründen leider verzichten. In sachlicher Hinsicht nun haben wir auf den oben wortgetreu citirten Passus einfach Folgendes zu erwidern: Bei der am 25. v. M. stattgefundenen Landtagswahl des genannten Wahlkreises wurden laut amtlicher Verlautbarung im Ganzen 78 Stimmen abgegeben, wovon auf den Candidaten der slovenischen Partei, derzeit bekanntlich noch „k. k. Landesgerichtsrath" Jakob Hren, 55 und aus den Candidaten der deutschen Partei, Herrn Mathias Verderber, die übrigen 23 Stimmen entfielen. Der Erstgenannte wurde sonach mit einer Mehrheit von bloß Stimmen über die zur gütigen Wahl erforderliche absolute Majorität gewählt. Wie daher angesichts dieses Ergebnisses von einer „einstimmigen" Wahl gesprochen werden kann, ist uns geradezu unerfindlich. Ebenso dürste-eS vermuthlich Allen ergehen, die im den Grundsätzen der Adam Riefe'schen Wissenschas wenigstens theilweise vertraut sind. Hinzufügen müssen wir noch, daß dieser pompöse Dank des Herrn Hren nicht etwa bloß an die tatsächlich für ihn eingetretene Majorität der Wähler, sondern an die Gesammtheit derselben gerichtet ist, indem die Ueber-sckrift des Dankmanifestes ausdrücklich lautet: An die geehrten Wähler des Groß-Laschitzer, Reifnitzer und Gottscheer Bezirkes für den krainifchen Landtag." Nach dieser Fassung der Adresse erscheint daher der oben angeführte Passus über die das Herz des Herrn Hren so freudig berührende „Einigkeit und Einstimmigkeit" der Wähler vollends unverständlich. Aber selbst dann, wenn man vielleicht einwenden wollte, daß dieß offenbar nur ein dem Lerrn Hren in der Schnelligkeit unterlaufener laxsus sei, indem es einfach statt „An die Wähler" richtig »An meine Wähler" zu lauten habe, selbst dann «och bleibt es unter allen Umständen ein loailckes Nonsens. Denn wenn ein neugewählter Abgeordneter, der mit 55 gegen 23 Stimmen aus der Wahlurne als Sieger hervorging, seinen Dank nur an seine eigentlichen engeren (55) Wähler adressirt, ; ist es wohl selbstverständlich, daß diese eigentlichen 55 Wähler bei ihrer Stimmenabgabe „Einigkeit und Einstimmigkeit" an den Tag gelegt haben, denn Jeder der dieß nicht gethan, sondern jemanden Anderen gewählt hätte, wäre dann eben nicht mehr sein" Wähler und daher auch in dem veröffent-Uckten Dank einfach nicht inbegriffen. Nach dieser Anal ie dürfte dann überhaupt jeder, auch jeder >- so alänzend durchgefallene Kandidat, sobald er nur wenigstens die zur Anwendung des Plurals berechtigende Zahl von drei Stimmen auf sich ver-«niate während sein siegreicher Gegner vielleicht -Kensoviele Hunderte von Stimmen davontrug, in liner bombastischen Danksagung an seine Wähler sein aerührtes Herz über die glänzend bethätigte Kiniakeit und Einstimmigkeit" derselben ausschütten, denn wer könnte es ernstlich in Abrede stellen, daß mne drei Wähler" ihn nicht tatsächlich „einig einstimmig" gewählt haben? Man mag die mekrerwähnte redselige Danksagung des glücklichen Gewählten Herrn Abgeordneten und derzeit be-kantvch noch immer „k. k. Landesgenchtsrathes" daher drehen und wenden, wie man will, man wird sck auch dießmal eines lächelnden Kopffchüttelns über dieselbe selbst im eigenen Gesinnungslager schwerlich erwehren können. Ein ominöser Anfang einen offenbar ebenso thatendurstigen, wie rede-oder sagen wir vorläufig vorsichtsweise schreib-l st'nen jungen Volksvertreter und Schirmer „der liaten Rechte der flovenischen Nation"! ^ ^ (Gejstlicher Zuwachs aus — Bud- bis) Wie bekannt, mehren sich schon seit mehr ^ls einem Decennium die Klagen der geistlichen Behörden in Krain, daß die gegenwärtige studirende m«»,nasialjugend im Vergleiche zu früheren Zeiten ausfallend wenig Lust bezeigt, sich den theologischen Studien zuzuwenden. Während selbst noch bis zum Beainne der Siebzigerjahre sich alljährlich mindestens V aller Gymnasialabiturienten aus Krain zum Ein-t tte in das fürstbischöfliche Seminar meldeten, um diesem bequemen unv sorgenlosen Wege ihr ?«Leres Brod zu finden, so daß fast kein Jahr ver- - in dem nicht wenigstens einige der Bewerber Mangel an Raum abgewiesen werden und in ten fremden Diöcefen ihre Zuflucht suchen "t-n herrscht jetzt auf diesem Gebiete schon feit ^ ^ alö einem Decennium ein immer fühlbarer ^ d.r Mangel. Dieser geringe geistliche Nach-wucks hat die natürliche Folge, daß die kirchliche R-börde von Jahr z» Jahr mit immer größeren .-riakeiten z» kämpfen hat, um die vielen durch ^ k Lsälle Pensionirungen u. s. w. frei werdenden K°-ttoraestelle" zu besetzen, so daß daher auch all-in Krain eine ganz ansehnliche Zahl von Pfarreien, Localien und jüngeren HilsSpriesterposten tatsächlich unbesetzt bleiben muß. Die Gründe für diese Erscheinung, die speciell in Krain häufiger als in anderen Provinzen zu Tage tritt und die andererseits mit Rücksicht darauf, als unsere Bevölkerung hinsichtlich ihres gläubigen und religiösen Sinnes jene der anderen Kronländer bekanntlich eher überragt als ihr nachsteht, geradezu auffallend genannt werden muß, sind so vielartig, daß sie in dem Rahmen einer flüchtigen Erwähnung wohl nicht erörtert werden können. Zum größeren Theile dürfte die Erklärung hiefür wohl in der Verallgemeinerung der Studien und der speciell im Gebiete des Unter-richtswesens in den letzten zwei Decennien geschaffenen, sehr bedeutenden Erweiterung der Erwerbsfähigkeit für die studirende Jugend, sowie endlich auch in dem herrschenden, entschieden stark verweltlichten Charakterzuge der Zeit überhaupt zu suchen sein- Abgesehen hievon jedoch dürften wohl auch die tristen nationalen Landesoerhältnisse, sowie die extreme nationale Exklusivität, welche gerade von der jüngeren Generation unserer Geistlichkeit heutzutage schon als ein selbstverständliches und unerläßliches Erforderniß zum Eintritte in den geistlichen Stand angesehen wird, nicht ohne fühlbare Influenz auf diesen Umstand geblieben sein. In wessen Händen es liegt, dieser von Jahr zu Jahr sichtlich überhandnehmenden, die eigenen Interessen des geistlichen Standes sowohl, wie jener der ihm anvertrauten Bevölkerung schädigenden Erscheinung mit Einsicht und Energie entgegenzuarbeiten und durch entsprechende Maßnahmen dahinzuwirken, daß die seit Jahren in diesen Kreisen herrschende starre nationale Exklusivität — um uns des mildesten Ausdruckes zu bedienen — mit den edlen Lehren jener christlichen Charitas, welche doch die Grundlage unserer Religion bildet, in würdigen und übereinstimmenden Einklang gebracht wird, brauchen wir wohl nicht erst des Näheren auszuführen. Hoffen wir, daß sie dieses schöne Ziel anstreben und, so Gott will, wenigstens theilweise auch erreichen werden. Auch Heuer haben sich von den 46 Abiturienten des Laibacher Gymnasiums bloß 5, also kaum 11"/, zum Eintritte in die Theologie gemeldet, während in den früheren Zeiten der Procentsatz solcher Bewerber sich ständig auf mindestens 75—80 belief. Um nun diesem fühlbaren Abgange an Candidaten abzuhelfen, dürfte Heuer, wie wir einer augenscheinlich gut informirten Mittheilung des flovenischen Organes der hiesigen klerikalen Partei entnehmen, wahrscheinlich eine größrre Anzahl junger czechischer Gymnasialabiturienten als Nachwuchs für die hiesige Geistlichkeit in das Laibacher theologische Seminar ausgenommen werden. Aus Budweis in Böhmen nämlich, woselbst in dieser Hinsicht andere Verhältnisse als in Krain zu herrschen scheinen, indem sich daselbst Heuer weit mehr als 100 Bewerber zur Aufnahme in den ersten Jahrgang der dortigen theologischen Lehranstalt gemeldet haben, so daß wegen Mangel an Raum und Bedarf eine größere Anzahl derselben abgewiesen werden mußte, haben sich mehrere Abiturienten, welche von dem hiesigen Geistlichenmangel Kenntniß erhielten, an unseren Fürstbischof, Herrn Dr. Mifsia, mit der Bitte um ihre Uebernahme in das Laibacher Seminar gewendet. Da diese Competenten, schon der sprachlichen Verhältnisse in Krain wegen, offenbar nicht deutsche, sondern ausschließlich nur czechische Jünglinge sein dürften, und cs andererseits sehr wohl bekannt ist, daß gerade im Budweiser Bezirke der Sprachenkampf, um nicht zu sagen der Nacenhaß zwischen Deutschen und Slaven verbissener und verbitterter als in manchen anderen Bezirken Böhmens cultivirt und unter dem wohlwollenden Schutze des als prononcirter Parteimann wohlbekannten bisherigen Bischofs von Budweis, nunmehrigen czechifchen „Primas von Böhmen", Grafen von Schönborn, speciell von der dortigen slavischen Geistlichkeit mit besonderer Vorliebe als Sport betrieben wird, so liegt der Gedanke wohl sehr nahe, daß dieser für Krain in Aussicht stehende geistliche Zuwachs die Schaar unserer verbissenen klerikalen Streiter für slavische Unduldsamkeit um ebensoviele gleichgestimmte und schon früher in guter nationaler Schulung gestandene Köpfe vermehren dürfte. Und dieß eben erscheint uns als das Bedenkliche an diesem Projekte. Unser Land besitzt an nationalen Fanatikern, an Agitatoren und Hetzern geistlichen wie weltlichen Standes wahrlich schon übergenug in seinem engen Umkreise, um eines weiteren Importes an dieser gefährlichen Waare füglich ganz gut entrathen zu können. Noch ist der nationale Friede hierzulande, wenn von einem solchen überhaupt gesprochen werden kann, gottlob nicht so gestört, wie beispielsweise in Böhmen, wo fast keine Woche ohne die bedenklichsten Reibungen und Zusammenstöße vorübergeht, wir glauben daher, daß es die patriotische Pflicht jedes Einzelnen, um wie viel mehr erst der maßgebenden Faktoren ist, schon im Keime dafür zu sorgen, daß Elfterer mit allen Mitteln eher gefördert als gefährdet werde. ergo couLuIss! — (DieVorgänge des Laibacher G e-meinderathes) bei Besetzung von Magistrats-Beamtenstellen entziehen sich oft, weil in geheimen Sitzungen sich abspielend, der öffentlichen Kritik. Wir sind daher erst heute in der Lage, einen grellen Fall nationaler Mißwirthschaft in der Behandlung von Personalfragen zu besprechen. Bei der sogenannten Organisirung des Magistrates war unter Anderem die Stelle eines Kanzlisten zu besetzen. Mehrere bereits als Beamte in Diensten der Stadtgemeinde angestellte Bewerber strebten die Verleihung dieser Stelle an, darunter Einer, der schon über zehn Jahre im Dienste der Gemeinde steht. Allein es war nicht nach dem Geschmacke der nationalen Gemeindeväter, den Magistratsbeamten die so seltene Gelegenheit des Avancements zu gewähren, sondern sie verliehen die fragliche Stelle einem, seinen nationalen Qualifikationen nach, ihnen besonders genehmen — Diurnisten, der erst kurze Zeit in Magistratsdiensten stand, offenbar aus dem Grunde, weil ihnen an einem nationalen Beamtennachwuchfe mehr gelegen ist, als an der Acquirirung amtstüchtiger Arbeitskräfte. Im Bewußtsein ihres uncorrecten Vorganges bewilligten die Stadtväter jedoch dem übergangenen Bewerber eine jährliche Remuneration von 200 fl. Diese Auslage ist also auf den Conto des nationalen Chauvinismus zu schreiben, und sie würde den Gemeindehaushalt nicht belasten, wenn die Besetzung der erwähnten Beamtenstelle im Vorrückungswege erfolgt wäre. Ein Beweis mehr, wie es mit der Parteiherrschaft im Laibacher Gemeinderathe bestellt ist. — (Um Antwort wird gebeten.) Die von dem Stadtmagistrate ausgegebene Schulmatrik, in welcher die schulpflichtigen Kinder eingetragen werden müssen, ist nach einer doppelsprachigen Drucksorte ausgefertigt, die Anmerkung jedoch, cs möge angegeben werden, ob die deutsche oder slovenische Schule besucht wird, nur slovenisch beigesetzt. Nachdem es bekanntlich in Laibach Deutsche gibt, welche diese slovenische Anmerkung nicht verstehen, so entsteht vom Standpunkte des gesunden Menschenverstandes die Frage, wie so ihnen eine Beantwortung dieser unverständlichen ämtlichen Aufforderung zuge-muthet werden kann? — (Der Unterricht in der deutschen Sprache und Literatur an den krai irischen Gymnasien.) wo er fast durchgehends flovenischen Lehrern anvertraut ist, wird meist derart lässig betrieben, daß die deutschen und die deutsch-gesinnten Krainer im Lande gerechten Grund haben, über die Vernachlässigung dieses für die Bildung der Jugend höchst wichtigen Culturmittels Klage zu führen. Es ist aber auch erklärlich, daß von Lehrern, die ihre Abneigung gegen das Deutsche bei jedem Anlasse zur Schau tragen, die sich nur ungern des Deutschen als Conversationssprache bedienen, die Einführung der studirenden Jugend in die Culturschätze der deutschen Literatur gar nicht zu erwarten ist. Ferner ist «'s eine allbekannte Thatsache, daß keiner der slovenischen Lehramtszöglinge sich mit germanistischen Studien besaßt, es gibt eben keine geprüften slovenischen Lehrer für das Deutsche und da nach dem nationalen Programme die Lehrerstellen an den slovenischen Gymnasien den Nationalen reservirt bleiben müssen, so wird der betreffende Unterricht der nächstbesten, für dieses Fach gar nicht geprüften Lehrkraft anv,rtraut; es macht sich der Mangel tüchtiger Germanisten an den slovenischen Gymnasien in den geringen Unterrichtserfolgen im Deutschen in ausfallender Weise fühlbar. Sogar in slovenischen Kreisen wird dieser Uebelstand mit Bedauern empfunden, und der beste Beweis dafür, daß wir uns mit dieser Behauptung keiner Uebertreibung oder Entstellung von Thatsachen schuldig machen, ist wohl der, daß sogar das slovenische Amtsblatt „Ljublj. List" über die Vernachlässigung des deutschen Unterrichtes Klage zu führen sich bemüßigt findet. In dem Leitartikel des gedachten Blattes vom 20. August lesen wir Folgende?: „Es liegt in der besonderen Ver pflichtung der Directionen, diesem wichtigen Unterrichtszweige eine entsprechende Stellung anzuweisen; allein diese Verpflichtung haben auch die Lehrer, denen der deutsche Unterricht anvertraut ist. Demzufolge müßte jene gefährliche Praxis aufhören, die sich leider in unseren Mittelschulen eingebürgert hat. Häufig trifft man eben in den slovenischen Abtheilungen Lehrer der deutschen Sprache an, die ihrer Aufgabe gar nicht gewachsen sind, sei es, daß ihnen die nöthige Kenntniß und die wahre Liebe zu diesem Fache fehlt, sei es, daß ihnen andere für einen guten Pävogogen erforderliche Eigenschaften abgehen. Häufig wird der deutsche Unterricht diesem oder jenem Lehrer nur deßhalb anvertraut, weil die Direction die betreffende Lehrkraft anderwärts nicht gut verwenden kann Die deutschen Stunden, die man einem also aufbürdet, sind nur ein „Lückenbüßer", um die gesetzlich vorgeschriebene Stundenzahl auszufüllen. Eine solche Praxis ist aber höchst gefährlich, dem Unterrichtserfolge und der geistigen Entwicklung unseres Nachwuchses schädlich. Demnach sollten als Lehrer des Deutschen an slovenischen Abtheilungen nur Fachmänner, wenigstens gebildete Philologen, wenn es an Germanisten gebricht, und überhaupt die besten Lehrkräfte verwendet werden, welche vollkommen der deutschen Sprache und Literatur mächtig sind." Nach dieser klassischen Zeugenschaft des „Ljublj. List* sind die Deutschen im Lande und überhaupt alle jene Krainer, die auf die deutsche Cultur einen Werth legen, vollkommen berechtigt, von der Unterrichtsverwaltung zu verlangen, daß sie den gedachten Uebelständen ehebaldigst Abhilfe verschaffe. Der krainische Landes-schulrath, der in den letzten Jahren sein Augenmerk nur der Slovenisirung der hiesigen Lehranstalten zugewendet hat, dürfte vielleicht doch in Folge obiger Andeutungen des „Ljublj. List" Anlaß nehmen, dem Zustande der Ertheilung des deutschen Unterrichtes an den krainischen Mittelschulen eine eingehende Beachtung zuzuwenden, und auch der zweiten Landessprache, abgesehen von ihrer Bedeutung als Sprache einer Weltliteratur, das ihr nach dem Principe der Gleichberechtigung zustehende Recht auf eine sorgfältige Pflege in den Lehranstalten zu wahren. — (Deutsche Knabenschule in Laibach.) Wie aus dem in unserer heutigen Nummer enthaltenen Jnseratentheile zu entnehmen ist, sind die Vorarbeiten für die längst geplante deutsche Knabenschule so weit gediehen, daß die Eröffnung mit Beginn dieses Schuljahres erfolgen kann. Die Schule wird vier Classen umfassen, von denen Heuer die ersten zwei zur Eröffnung kommen. Die Lehrziinmer befinden sich im Erdgeschosse des Realschulgebäudes und entsprechen, wie bekannt, höchst vollkommen ihrem Zwecke. Die Einrichtungsgegenstände sind unter genauer Beachtung der gesetzlichen Vorschriften und der Regeln der Gesundheitslehre hergestellt. Die Lehrmittel sind eine Sammlung des Besten auf diesem Gebiete. — (Für den deutschen Schulverein.) Der im Gasthause „zum Stern" tagende deutsche Kegelclub in Laibach, welcher dem deutschen Schul-vereine bereits als gründendes Mitglied angehört, hat neuerlich den Gründerbeitrag per 20 fl. erlegt, und überdieß noch einen Betrag mit 10 fl. gespendet. — (Kindergarten.) An der hiesigen Lehrerinnenbildungs - Anstalt wird im beginnenden Schuljahre ein Bildungscurs für Kindergärtnerinnen, sowie ein Kindergarten, dann ein Bildungscurs für Arbeitslehrerinnen errichtet. Die Bedingungen zur Aufnahme sind in der bezüglichen Kundmachung der amtlichen „Laib. Zeitung" vom 1. September l- I. zu ersehen. Von dem Seitens der Stadtgemeinde Laibach projectirten slovenischen Kindergarten ist weiters nichts mehr zu vernehmen. Eines der vielen in Sand zerronnenen Projecte! — (Polizeiliche Streifung.) Nach den Bestimmungen des neuen Vagabundengesetzes wurden am 31. v. M. in Laibach 60 Individuen aufgegriffen und theils polizeilich, theils strafgerichtlich behandelt. — (Ein Tag des Schreckens.) Am 29. v. M. in der achten Morgenstunde wüthete nahezu in allen Landestheilen Krains ein furchtbarer Orkan. Bisher eingelangten Berichten zufolge litt das Morastgebiet nächst Laibach und Oberlaibach großen Schaden; riesige Bäume, ja ganze Waldbestände wurden gebrochen und entwurzelt, gefüllte Fruchtharfen umgestürzt, Dachungen abgedeckt, beladene Frachtwägen umgeworfen; in Folge anhaltenden wolkenbruchartigen Regens wurden Aecker und Wiesen überschwemmt, verschlämmt und versandet. In Littai richtete der Orkan an den Bedachungen der dortigen gewerkschaftlichen Bleihütte großen Schaden an. In der Oberkrainer Rudolfs-bahnstation Ratschach ging ein Wolkenbruch nieder, in Folge dessen eine Erdabrutschung und die Entgleisung des Personenzuges stattfand; glücklicherweise ging kein Menschenleben zu Grunde. Der Blitz entzündete das dortige Bahnstations-Pumpen-haus. Die Thäler von Loitsch und Wippach wurden von Ueberschwemmung heimgesucht; auch in den dortgelegenen Ortschaften richteten Sturm, Blitzschläge und Hochwasser großen Schaden an Feldfrüchten und Gebäuden an. — (Der Central-Ausschuß des deutschen und österreichischen Alpenvereines) hat an die Section „Krain" das nachfolgende Dankschreiben gerichtet: „Verehrliche Section Krain! Die nachhaltige Erinnerung an die denkwürdigen Tage, welche nach der dießjährigen Generalversammlung in Ihrem Sectionsgebiete folgten, veranlaßt uns, Ihnen im Namen aller Theilnehmer und des Gesammt-vereines den ebenso begründeten wie tiefgefühlten Dank darzubringen. Indem wir uns keineswegs der Einsicht verschließen, welch' mühevoller Aufgabe Sie sich unterzogen, und mit welcher Aufopferung Sie Ihre feste Anhänglichkeit an die Interessen unseres Vereines bethätiglen, um unseren Mitgliedern erinnerungsvolle Tage eines ungezwungenen Beisammenseins zu verschaffen, möge Sie auch für alle Ihre Mühen einigermaßen das Bewußtem entschädigen, hiedurch gerade in Ihrem örtlich so ferne liegenden Seclionssitz neuerdings die innige Zusammengehörigkeit aller Theile unseres weitverzweigten Vereinsgebietes stark gefestigt und die Sache des Vereines wieder weiteren Kreisen näher gerückt zu haben. Mit dem geziemenden Ausdrucke vorzüglicher Hoachtung u. s. w-Salzburg am 26. August 1885." — (Die feierliche Eröffnung dek Unterkunfts-Hütte am Mittagskogel welche durch die Section Villach des deutschen und österreichischen Alpenvereines erbaut worden ist, findet am Sonntag den 6. d. M. um 10 Uhr Vormittags statt. Dieses SchutzhauS liegt an der Jepzaalpe, knapp an der krainischen Grenze, man gelangt dahin aus Krain von Lengenfeld durch den Belzagraben in drei Stunden. Die kärntnerische» Touristen werden dort schon am Samstag Abends über Latschach eintreffen. Am Sonntag früh geschieht der Aufstieg auf den 2045 Meter hohen MittagS-kogel, einen der großartigsten Aussichtspunkte in der Kette der Karawanken. Nach der Rückkunft von diesem Hochgipfel versammeln sich die Gäste abermals in dem Schutzhause zur entsprechenden alpinen Feier der Eröffnung dieser Schutzhütte. Die Section Villach ladet hiezu auch die Alpinisten aus Kram ein und ist zu erwarten, daß eine lebhafte Beteiligung von krainischer Seite stattfinden werde. Z,k diesem Zwecke müßte von den Besuchern aus Laibach der Mittagszug der Rudolfsbahn benützt und sofort nach der Ankunft in Lengenfeld der Aufstieg durch den Belzagraben unternommen werden. — (Vergnügungszüge.) Heute Nachmittags um 3 Uhr geht ein vom Wiener Reise-bureau Schröckl arrangirter Vergnügungszug per Südbahn von Laibach nach Wien und ein zweiter morgen um 1 Uhr Nachmittags von Laibach nach Triest,, eventuell Fiume und Venedig zu ermäßigten Preisen ab. — (Bei den Postsparkassen) in Krain^ Kärnten und Steiermark wurden im Monate August l. I von 14.547 Personen 1,738.921 fl. eingelegt. (An die P. T. Pferdebefitzer.) AuS Anlaß der bevorstehenden Pferderennen erscheint es uns angezeigt, die Herren Pferdebefitzer wieder einmal auf die große Wichtigkeit und den in vielen Fällen ganz unschätzbaren Werth des „Kwizda'schen Restitutionsfluids" aufmerksam zu machen. Es gibt kein Mittel, welches in so überraschender Weise die Folgen eines zu strengen Trainings oder einer zir großen Anstrengung aus der Rennbahn bei einem Traber wieder zu beheben vermag, als das Kwizda'sche Fluid. Wir haben schon einmal erwähnt, daß Niemand mehr für dieses Hilfsmittel eingenommen ^ und dessen Wirkungen höher schätzt, als die ai«eri-kanischen Fachleute, die demselben weitaus den Vorzug vor allen ähnlichen Präparaten geben. Neuesten? hat wieder Mr. Giddings, der bekannte jetzt in Wien lebende amerikanische Trabersportsman, dem Fluid des Herrn Kwizda ein Zeugniß ausgestellt, wie es günstiger nicht möglich ist, und damit auf's Neue dessen wohlbekannte Vorzüge in's glänzendste Licht gestellt. Witteruilgsbulletin aus Laibach. August Luftdru, inMiili-me,er» au, » reducir. Thermometer nach »elku« Nieder-Ichlaq in Millimeter» mittel !age«- millel Mari- MUNI j Minimum 28 7322 17» 23', 11'8 3 » 2!« 728» 16» 170 11'» «>'2 3» 727 » 18 8 22,1 11'8 20 » ZI 7S3'7 11» 17'» 12'» 33'3 S 1 734 11 1»'7 1L'8 >1'8 » 0 r 731',! 180 88 0» 3 7»«'» 118 1!« 8 I1'8 l! «>» Wi,terung<»2i»rakter Nachmittag» bewölkt, rtwa» Regen. Morae»« Orkan mi! wiederholenden Äewtttern. ja-rk, Süsse. Wkterl-»»'--Schn-ii^ -egmril». Nacht« «affe »nt Ge-wittern. __________________ Regen den g-»>i"> Tag. Tnlde, Stach mittag» -inhaltendee Regen.______________ da»» ziemlich bei,er. «bend« bewölkt. ^ Wolke» „ndEo»»e»schein Im August war da« Mona,Mittel der d«» Mar»»»,» derselbe» 2!>4 « den 7.. da» Minimum !»(>» de» -v»r Äesamml-Niederschlag 2173 Millimeter. KzLauei-bi-unnksk! kaöein 15 Verstorbene in Laibach. Am 19- AMlst. Rudolf Terdina, HandclsmannS-Sos>», Mo«. A^l?r Markt Nr. 17, Magen- inid Darmkatarrli Am 26. August. Ignaz Emprechtinner, Tischler Zwäng linn> J-l Polaiiadnnim Nr. 50, ASciteS. — AxineS Edel wülle'r, Pftündncrin, 78 3., Vegagasse Nr. 9, Herzfehler und ^ «ni^28. August. Johann Bizjak, ÄrbeiterS-Sohn, 92 M., Markt Nr. II, Durchfall. — Ursula Bobek, GreiSlerS «1 I., Karlstädterstratzc Nr. 15, Brustkrebs. Am 30. August, Anna Lcleznikar, HauSbesitzerS-Tochter, i KlorianSgaffe Nr. 48, Leben-schwäche. — Maria kerne,' Hausbesitzerin, 57 I., Brunugasse Nr. 6, Herz ^°^Am^/"Septcniber. Josef Matheusche, Hausbesitzer, 65 I., Larolin-narund Nr. 8. ^'schlag,^ ^ A,n 14- August. Gregor BouLar, Arbeiter, 27 I. — «m >6 August. Frauz AleLovec, Arbeiter, 25 I., Tuberkulose — Am 28 August. Gertraud Vidmar, Arbeiterin, 86 I., l'.ii.-nLuIosis pulmonum. — Am 29. August. Franziska Aabi'ik-.Arbeiteri», 23 I., l'udsroulosiL pulmo-Maria Nagode, Taglöhnerin, 84 3., Tuberculose. — Am 30. August. Jakob Lonöar, Inwohner, 31 I., ludsr ^.,1»-'-« vulmouum. Lerr» kraar lod. Lviräa k. k- Hoflieferant in Lornenburg. vuer Wohlgeboren! Auf Ihre geschätzte Anfrage, wie ich c-,,rxm Nestitntionsfluid zufrieden bin, kann ich Ihnen ^ .»widern, daß e« in jeder Beziehung ineiue Erwart,»,-im vollsten erfüllt. «8 ALina»«« »ut „le In» "'»»'" - < 781) b c r g, 24. Juli 1884. Mit Achtung der Bezugsquellen verweisen wir auf die in heutiger Nummer r„ «>«» stellen sich durch sehr häufig Störungen in den VerdauungSorgancn Mprkovfumi mit Blutandrang, Herzklopfen, Kopfschmerze» rc.j »in ,,nd soll man >» solchen Fällen durch rasche Anwendung nuten Hausmittel», wie eS bekanntlich die Apotheker R^ndt'S Schweizerpillen sind, anderen Leiden Vorbeugen. eckte Schachtel (erhältlich 7V Kreuzer in den Apotheken) . V>ls Ltiauett ein weißes Kreuz in rothein Feld »nd den LLü !». «randt'S._________________________________(1762, jccoli"8 IVl3g6N-^886Nr, rudeneitet von >. . 0-. ?I660I^I7 ^pulki-kLi-UI I.Li1>3cli. tlurcii ibre aus^ereicllnsts VVirIVüi°mei't.-lc. gin uneutbclirliclles II^UZiwltel xev^-oräen. />e, r» r,< 72 AS. I ^,„1 grüsssrsr DH'sc-lilLss., ^k'/a^6/,e />'»'. 176g LUNÄMLvIlUIlK. Im aligelausenen Monate A n q u st l. I. sind L« der krai irischen Sparkasse von 158!» Parteien .... 409.3li8 fl. - kr. rinaeleat und an 1889 Jnteres ftntcn ..... - 320.622 „77, riickbezahl^ ^ ^ September 1885. (irm) gjrkKMWmNMM, Du sollst lache«! Du mußt lachen! Rathselln-er )lrrhalt n. > , ^ ^ ^ b'^nduuq d'« B.,rag.« Papier Hand. r«»a Wien. «" « k »i st r a s, e 0. ^"Wi.d»»cA«ftrRava., ir»i»«Nvur,n heilt (auch brtrilichi 13l!8 Pratcrstrasie Nr. 4L. iVLiillv» « Zeitung»- und Annoncen Bureau in Laibach l'ks°r,,t ho>wrarsrki Pränumkra lioiie» und Annonce» i» Wiener, Grazer. Tri,stkr.Pragkr n, andere BtLtter. Vom Erfinder Herrn Professor Z)».. AlelckliiLei' ausschl. autorisirte Fabrik für MeiämKer-vefen SI. Döbling bei Wien. K. n. k. ausschl. Patent 1684. Hli« I>i-«-i>o„ ,>nü„>Hnt: ^ i«n L»s,el 187?, 1878, 8e<-Ii»I>»us 1877, «»,1878. 1 epljtr 187», « jen 1880, «8e> 1881. rrirst I88S. Niederlagen: HK ivi», I., Kärntner-straße LV/42. Nu-»t, Alnklsnü, rdollvtdok. Strsä» I^jxüoLni 9K. Laiso Vitt. LnuMiisIo 38. Vorzüglichste Rcgulir-, Füll-». Vcn-tilations-Ocfen für Wohnräunie, Schulen, Bttreaur rc., in einfacher und eleganter Aus-stattung. Heizung mehrerer Zimmer durch uur Einen Ofen. Central-Luftheizungen snr ganze Te-bSude, Trockenanlagen für gewerbliche und landwirthschaftliche Zwecke. In Oesterreich-Ungarn werden von 263 Unterrichts - Änstalte» 18S4 unserer Meidlinger-Oefen verwendet, darunter in 74 Schulen der Kommune Wien SW Oefen, in 47 Schulen der Kommune Budapest 3L0 Oefen. Die Vorzüge unserer Meidlinger-Oefen hllben denselben nicht nur bei k. k. Arm. tern, Reich«anst>,lten und Communal-Behörden, geistlichen Orden, Kra»kenbäirsern, bei Eisenbahnen und Damvfschiffk», Gkld-Jnstituten und Assecuranz-Gesellschaslen, bei industrielle» Tia-bliffemrntS, Hotels, Cafüs. Restaura»tS in großer - Anzahl Eingang oerschafft, sondern auch in weit >ehr als LO.OOV Privatwohnungen werden unsere Meidinaer-Oesen verwendet. vi« ^ro„e Ileliebt-Iisit, ,1er«» »iol» unnere n >ib<>i-»N «rkre-iOu, Ii»t ru vivir»vl»en de». «in ,,a^„«n <>«->-!>»>>>, unter Uii>««i» »ut „ , , ,-------------------- — unsere neden-itekenüe " »ins P/I. pndliliiiin in »eineu» elxenen Interesse ,01-Vei-»eeI>,Iunx unsere» >-iiI»»Iie1,»t I,eli»,»,te» »adi-icnte, >>»eb»I>n„inxen, n,üj;e» ^ie,e»>en <-inka<-I> »I» INei.Ilneer-O^en SIei6iuxvi.-Oeken aneyuptoUIen ^ ^ k'rLdpierrt I»»t aut «1er Iniivnseit« «iSr Hrüren unssr« ^0Qu1/ma> ke einxvxn!,8vi,. l»> o»,,v«,e un<> l-rei»Ii,«e„ jrr»ti, »u« 5, .->ne„, -ZA» SebutrinLrke Ser r»brik. «L>oiKerir-o5c» »«-8t« LiNeKartk «nAlle,w'.lqe°nde> » ------------^.Folgenvon Iug-nd> lirtüov ,ILrtüov—Vlreel LltliMI' L 60, vm^fglilgn, wis Irolcünvt, nur jll LeinsVaLr« xvr ?08t poit,»t»oi. inr»eU»r»Il«»e v6vn Vo» ttus/nIUunA in LLck- vIt6N VON W L ILtt.». W N.ö. L-i'sinilelctttseo xutscdmoelc. :!.1ü ILio kvin tcrEix .... :t.45» Lndn, xrün, LrUtLix, drillant 4.15 kouri^^.Ä5 vniniii^tt, Iwelisvin miläo . 4-«tt <>'r»n»i»!n»»',. allorf. vr^lodix co.vlnn I'l^nxrün, rrnMix . xrüu, IcriU'tix, 5. - oxt^rittvin milüo . 5».1 I'ni'ttti'li',», nromat., ^räkli^ 5.2L I'erlkrtls«'«*, !lodlf«nn, xiün 5.55 ^ros8bodn., 1»oekk.,i1«Iio.5.!>5 Lr0Ml»1i5e^briIlLnL tt.'LO AI«»»«!,», kuporlviu drrmn . od^I, sourix 7.20 E-i'u-tttll»« o,< 1.7V l'oux,», vxlrakoin .... 2.tiv )iout l»«n^, Mporftzin t.70 p« L «»r» 8«,i< t xlrrifei» ILtti*«'>'-!N,'lauzx«-1I»«'e >r». 4.20 1'ttLvIi'i'i», «xtr^koin pr. 5 Ko.1.40 .»umulUtt-Nutt» 4 l.itt r t.ro . 2kv.1n1irUt.L.L5 ^milüv 1/2 „ .. 1.) iünden, nervöser Schwache, Entkrtifti. ^ung,Äerlust der ManneSkraft rc.leide^ ^ende ich kostenfrei ein Rccept,d.sie kurirl Dies.großeHeilmittel wurde v.ein.MiS-sionär in Süd-Amerika entdeckt. Schicki einodresflrt.Couvertan tt«v.Ioseph T.Inman.StattonvNewyorrEilyvZ^. (152M >'8 H. MLZfvr » <«VNl8 SN LM'El MM empfiehlt v«i»^ÜKlIeI»e8 MpreM«? ans der ki-suei-tzi llkl-Kvb,-. !iv8lei' in Kiste» j« 25 md 50 Zaschk». lk<« RkstmiriltlM SchmtzerlMs (Lailravli, ViH olipAi li). Täglich: Mffee> Choeolade, Thee, kttllv ui»ü ^HL»n»rv Spejisvi», Kosler Bier, Krarner, Istrianer und Tiroler Meine, vured Reiodtkum ».LodlevsiLurt; XLtron u.I.itdivv n!rkt äLS Raäeiaer eiüenrn dkl: 61ekt, >> ^', ,^ch>vangerschaft«fl»cken, Vnsteln, Mileffer, juckende und all» lonstige AnSschläg, ». s. w, KV», i», I«. Ordittirt von 1-4 Uhr, an Sonn> und Skierlagen von 10-IL llhr. OK «»« »»->»« L. Lll8vr'8 Vourkteu-küsstvi'. Sicher lind schnell wirkende« Mittel gegen Hühneraugen, Schwielen, sogenannte harte Haut an dcn Fußsohlen und Fersen, gegen Warzen und alle übrigen harten Hautwucherungen. Wirkung garantirt. Preis einer Schachtel KO kr. A. W.^881 Bei Postversendung 10 kr. mehr. Hauptversenduugs - Depot r ^ I-, in MSIiU H. Nkii. 7.^. Tcht zu haben in Laibach bei Herrn 8>, »doil». Apotheler, in Rudolfswerth bei 0. «iLroli. Apotheker, ----^ Nur echt, wenn jede Gei-r-uchtanweisunq und sede« Pflaster mit der nebenstehenden Sch»,marke und Unterschrist ver-sehen ist^ daher achte man auf diese und »erlange stet« au«druckl>ch: L. Luser'» Touristen-Pflaster. (M<>> Durch meine Unterschrift bestätige ich, daß mich Herr I. I. F. Popp, Speeialist gegen Mageukatarrh in Heide ^Holstein), durch seine aus-gezeichnete» Pulver vo» einem Jahre lange» Lewen — Magen-Darmkatarrh — befreite. Ich kcuin dessen Heil-melliode allen derartig Leidenden auf da« Bcstc enipselileii, den» meine Krankheit, welche sich durch dumpfen Druck in der Magengegcnd vor und nach dem Essen, lügenommcn-heit des Kopfes, Brechreiz, zuweilenErbiechen von Schlei», und Speiseresten, »»regelmäßige Entleerungen ». I. w. k,»idgab,verscdiedenerAerztcB-mühniig trotzte, konnte nur durch die Pnlver des Herrn P. dauernd beseitigt werden. AuSDank gegen nieiueu Retter erlaube ich mir, Vorstehende» der Wahrheit getreu zu be ichten. Aannr» Stern, Nähterin. Graz, Bnrggasse Nr. 8, 2. Stock. WehiiM-Anstalt siirMlhm nebst Litttzeegartett DeKtravett rmd der '1 beginnt das 1. Semester des Schuljahres 1885-86 mit 1 S. 8vK»MM- Mi V scllÄlll-HiöllN V SiKwunä SLrkL»^, Wie», VN., M-riahilfcrstraße «S. Znr Pegnemlichkeit inciiicr Knnden und de» P.T. Publikums habe ich eine eigene inmeineni Geschärte errichtet und halte am Lager alle Gattungen Lein» wanduudindieseSssach einschlageade Artikel. Möbelstoffe, Vorhänge, Laufteppiche re. AllcSechte. reine Waare, für die ich garautne, im nicht coiivenireiidcn Falle zurückuebme. werden bestens effeetnirt. — PreiScourante gratis. <1767) OI»i»« diese gesehlich deponirte Schutzmarke ist jeder Gichtgeist nach Dr. Mali« sofort als Falsificat zurück zuweisen. _____________________________ 6ikIitWi8t iiiicli !i>'. ßlslit, »50 kr. das erprobteste Mittel gegen Gicht und Rheu- Gliederreißen» Kreuzschmerzen, Nerven-Anschwellungen, Steifheit der MnSkeln und Schutzmarke. re re re re ß re re re 8 o 8 8 re 8 re re 8 X !ierexx«rexxxx« X xxxxxxxxxxx« I I,« ist entschieden mati»mns, ^ehncn'ic., >!»>' welchem nach kiirzeinGebrauch' diese Leide» gänzlich behoben werde», wie die» bereit» massenhafte Danksagungen beweisen können. Herrn «potbeker 'L'r »L?,^i» Laibach. Ihr »ach Ui-. »»«>»« L 50 kr., sowie anch Jhre haben sich bei meinem 2'/-Monate andauernde» Leiden an Kreuz-schmerzen »iid Gliederreißen vorzüglich bewährt, daher ich Ihnen für diese Arz-»eien nicht genng meinen Dank und Anerkennung missprechen^kann. Möttling, am 10. Jänner 1882. Alpenkrüntcr-Lnrnp, kraimscher, Brust- und Lungenleiden. 1 «lasche SS kr. Tr ist wirksamer al« all e »m Handel vorkommenden SLste und Svruxe. Liele Danksagunqen erhalten. . , o feinste Sorte, varzuallch gegen Tcropheln, Lungen-sucht, HantaiEchläge und Drusenanschwellun- aen 1 «lasche 80 kr., doppelt groß nur l fl. __ da» Beste ,ur Erhaltung der Zahne und Salicyl - Munowaller, Conservirnng de, Zahnfleisches, e« rer- -reibt sofort den üblen Geruch au« dem Munde. 1 Masche 50 kr. - B1utremlgnngs-Plüen,vorm.!.k.prlv.,f°h "n >!!!d 'h'«'"!, 1-!» s-h»« tausendfach' glänzend bewährt bei Stuhlverstopfnnge» , Kopfschmerzen, Schwere in de» Gttedern, verdorbenem Magen, Leber-und Nierenleiden rc. Schachteln !> 21 kr., eine Rolle n»t 8 Schachtel» 1 ft. s kr. Versendet wird nicht weniger, al» eine Rolle. Diese Pillen sind die wirksamste» unter Allen. Obige nach langi.lbrigen Erfahrungen al« vorzüglich wirksam anercannte SpectaUtLlen führt stet« frisch am Lager und versendet sofort pr. Nachnahme die Apotheke neben dem Rathhause tn Laibach. iL. x>ri-v. k68l!lu1l0N8-f>llilI < WrZ8 < 1rr 1) t I I« »>«»» «Ivr I»»«I ,,««1 «I«»8 K»«I«8 v«»„ ,»»Ii »„«««>-L!» ^ Dasselbe dient laut langjähriger Erorobuiitz znr Stärkung vor und Wiederkräftigunki nach> gröbere» St,apa,e», sowie al» bei Behaudlnug von äußeren Schäden, Gichl, RheuniatiSinuS, Verrenkuiige», Steifheit der Sehne» u»d Muskeln rc. L L N 40 Itr Echt zu beziehen: In bei ««!»,'. Apoth., Apoth., Apotheker, v. Vi-olt«««»»:>, Apoth., und kii er»8 bei ». 1^. ferner den Apotheken zu VIIII, kurt, u d ; en gros in allen gröfieren Drogueuhandluiige». Cknlral-Uersendungs-Mpot: Lreis-^potkvke Lornvuburß. Außerdem befinden sich fast in allen Städten und Märkten in den Kronländern Depot«, welche zcitweife dnrch die Provinz-Journale veröffentlicht werden. Keim Ankaufe dieses Wräparates Sitten wir das Z*. F. F'uvrikum, stets „Kwijda's Ae-stitutiousffuid" zu verkaugeu und darauf zu achten, daß der Lals der Ilafche mit einem rothen F^apierstreifen verschlossen ist, der mem untenstehendes Kacsimile und meine Schutzmarke trägt. Wer mir einen Mischer meiner geschützte,> Marke derart »achweift, daß ich denselben der gerichtlichen Bestraf»»« uuterzieheu kau» , »«»«» I Ilituse tlor OtVsIIsdiutt HIi«. L u. io> Uiluss der 6esvllsc:1>»st. ilbr 0686ll86liütl ..............ro8. 87,284.420 «lLlirkseinnaliiuK »n l'rümik» und 2ln8vn üm 80. ^uni 1883 ... , 17,134.2^0 0^ ^usr»1>I»neen Üir Versiotiel-uoxs- u. RciitOnvvrti itkv ». s»r Mek- kuu?6 ote. 8l!it Ij68tot>en der OcgüIIseliust <1848^ mskr ul» „ 149,800.000' III der Ivtrten -ivölfmonLtliclieuOksckiittspsi iodo ivurde» 1>ei der Vbsvllsvliatt Mr . ,.................................- - , 68,902.27.-,- neue Antritt;« vingereiclit, vodurck der Oesammtdetrax der seit Lvsteden der Oesellsdiskt eingerviciitvn ^nti Lxe sieli Ituk.................................................... „ 1.824,770.129'bü stellt. — I'rospects/ind alle vreiteroa ^liksclilUsLo verden ertkeilt d»rcl> die üovorLl-^Lvvtur in L.»«»»»«!», Irlv8tvrstrs.88s klr. 3, 2. Ltook dvl » i s») ,2 « »»O«»»» »»-, ,, > ^ S ^>«^»»1« i»» Iv. Lellmiiareii-Mriktinl, Wik«, «!l. Lktchrllscfücrllrnsjl! K, empfiehlt fein reichhaltiges Lager aller Mallungen nnd zwar: Eisen» bettcu» Bctteinsatze, Matratzen, abgeiiahteBettdecken, ^kttwcktche rc. >ou eine große AnSwalil von Bettfedern»Flannien,Dunen >i. gesottene» lüv—IVI Preid-Eourante sanimt Hctchnungen gratis nnd franco 0683) Druckerei „Leykam" in Graz. Perlcger und verantwortlicher Ncdacteur: Franz Müller in Laibach-