MARBURGER ZEITUNG AMTLICHES ORGAN DES STEIRISCHEN HEIMATBUNDES vorlag und Schrirtleltung Marburg •. d. Drau, Badgasce Nt. 1. Psinniti Ni, iS-91 lS4i MJ» Ah* Ii Ufct ■______ . 'V '"i? Zuichrmen werdM >9 8 »nf " *«>'•"» »«Wbar) noiiaUtcb RM 2,10 «iMChaaflnrh nicht rflckgeiaadt Bei lAintllchen Anfragen l*t daa Rflckporto beizuleoen Poitfcheclckonto WIm Ni SifllM Li.'? 5^ ■oyt**ltun(i#gebühri b«l Ltafarung Im Streifband lacOgllch Portop bat Abholen !■ dar GaachAftiitell« G«rh8ft..t.ll«. ir CUM. Marktplat. Nr. 12. F.mruf N, 7. «nd In Pett'an ünÄorVa... N?. J p"mS Nr ^«"* K>,lra1tung.gebühr) und 36 Rpf l'.te^ ^__▼_ B»Dunr. ■iDiamammm warrlan aar gagra Voraintandung d«i Blnialpra aai und dar Portoauslagen lugeiandet Nr, 190/191 — 84. Jahrgang Marburg-Dran, Samstag/Sonnteg, 8./9. Juli 1944 Einzelpreis 15 Rpf Grundlagen einer zukünftigen M^irtschafisordnung Das Geld, Diener oder Herr? Die Währungspläne der Plutokratien, Fangschlingen für die schwächeren Staaten Die Sowjetunion und ihr Interesse am Gold — Neuordnung auf nationaler und sozialistischer Grundlage O Berlin, 7. Juli Deichswirtschdltsminister und Reichsbankpräsiden l Dr. Walter Funk sprach vor Wirl6chaftswissens>chafttern und Mannern der Wirtschaftspraxis aue dem Reich und den mit uns verbündeten und befreundeten Ländern aus dem neutralen Auelande über die englisch-amerikanischen Währunq'spläne und die Grundlagen einer zukünftiqen Wirtschafts- und Wdhru^sordnung. Er kennzeichnete den Weltwährungsplan als Instrument des amerikanischen Wirtschaflsiniporialitimus und ätelite don Gedanken einee inter-nationdlon Währungsmechanisnius die Idee der aut den ndtürlichen Kräften und Bedürfnissen der Völker aufgebauten Wirtschaftsordnung gegenüber, innerhalb derer der innere und äußere Wert dcä Geldes von der inneren und äußeren Loi-stungsbilanz bestimmt werde, dessen Festlegung der Staat als Hoheitsrecht in Anspruch nehmen müsse. Warum Währungsplanungen? Die Hintergrünide der mit so viel Aufwand, Eifer und Geltungsanspruch betriebenen Währungsdiskussionen auf der Feindseite sind politisch-propagandistischer Art. Die Well soll den Glauben gewinnen, daß die Engländer und Amerikaner den Sieg über das nationalsozialistische Deiitschlünd und «eine Verbündeten bereits für so absolut sicher hielten, doB oe soz,usdgen »höchste Zeit« sei, sich mit den Friodensplanungen zu beschäftigen. Währungsplanungen sind ihnen wichtig, weil für die Plutokratie das Denken in Geld und da« Herrschen mit Geld oberstes Lebemsgesetz bedeuten, weil man sich mit den jetzt vorbereiteten Währungskonstruktionen die durch den Krieg erstrebte Machtposition für den Frieden sichern will und weil man sich bei der angestrebten Lösunq eine Rettung aus der drohenden sozialen Krise verspricht, denn ouch die sozialen Probleme werden drüben ausschlieijlich als Geld- und Machtprobleme betrachtet. »Weltwährung« — eine Utopie Wir können diesen Erörterungen und Meinungsver6chiei-nächst eirvmdl der Herstellung vernünftiger Wirtschaftsordnungen bedarf, und daß die Vorsuche des Fcinde^^, den einst hochgeprietienen Automatismus des wirt-schdltlichen Geschchens mit der Geldwahrung als hervorragendstem Instrument Wiederaufleben zu lassen, scheitern müssen. Wir werden e« nicht dulden, daß der Wert unseres Geldes von einer ausländischen Regierung oder von den Bankiers der Wallstreet bestimmt wird, und wir werden es nicht zulassen, daß die deutschen Preise an der Chicagoer Getreidebörse festgesetzt werden. Wer dfn Wert des Geldes bestimmt, bestimmt auch das soziale Leben des Volkes, Reichsminister Funk sagte weiter, d'Die Deutschen zahlen uns jetzt heim, was wir ihnen zufügten« dnb Stockholm, 7. Juli Wie der Londoner Korrespondent der amerikanischen Nachrichtenagentur »United Press« meldet, haben die ge-räu.ichvullen und schweren Einschläge der »Roboter-Bomben« die Schlafgewohnheit in der Bevölkerung Londons von mehr als neun Millionen Menschen in drei Wochen mehr verändert, als es ' der »große Blitz« in elf Monaten tat. Das I umfangreichste Problem, das durch die ! »Roboter« hervorgerufen wurde, ist, wo i man sicher schlafen kann, und soine Lösung ist die Geschichte der Verraei- 1 dung des Geschosses, das 1100 Fuß in der Sekunde fliegt und das Glas viele j Meter entfernt zersplittert. Für viele ist, — so fährt der Kor- | respondent fort — die Antwort da.auf der öffentliche Schutzrauni einschließlich der Untergrundbahn, Diese sind ge- j nau so gefüllt oder noch voller als während des »Blitzes«. Etwas Neues im Gesamtbild der Schutzräume ist aber die Gegenwart von Leuten der guten Mittel- und oberen Mittelklasse, die nidn während des »Blitzes« nicht in den Schutzräumen sehen konnte. Eine Szene, die mir besonders auffiel, als ich vergangene Nacht durch einen Untergrundbahn-Schulzraum ginfi, war, als zwei gutgekleidete Geschäftsmänner etwa« befangen ihre Krawatten und steifen weißen Kragen abnahmen, dann um sich auf die älteren Leute sahen und sich dann zu nächtlichem »Schlaf« niederließen, auf ciriem Ze-mentboden, der nur mit einer Decke bedeckt war. Der Grund, daß jetzt auch ein Teil dor oberen Schicht in den Schutzräumen Schutz sucht, im Gegensatz zu den Zeiten des »Blitzes« ist, daß »Roboter-Rom-beti« eine fortgesetzte Drohung bedeuten, und das Geräusch so ausgedehnt ist, daß es unmöglich ist, es von den vielzähligen Motorengeräuschen der großen Stadt zu unterscheiden, so daß die Leute ständig angestregt horchen müssen. Schließlich sind auch die Nerven nicht mehr dieselben wie am Anfang des Krieges. Viele gehen, so heißt es in dem Bericht weiter, zu ihren Freunden, die in Stnhl- und Betonhäu'-wn im Keller eine Wohnung haben, um dort ein Bett zu bekommen. Mein Hotel, in dem die Leute massenhaft während der ersten Woche im Luftschutzkeller geschlafen haben, ist jetzt leer, denn die Bewohner haben sicherere Schlafgelegenheiten gefunden. Der bevorzugte Platz zum Schlafen ist der möglichst weit weg vom Fenster, aber wenn Londoner trotzdem in Zimmern mit Fenstern schlafen müssen, dann stellen sie die Fenster gewöhnlich m^ Matratzen und Decken zu, um so die Splittergefahr 711 vermindern. Und man kann sagen, daß in diesen Tagen wenige Fenster von Privatwohnungen in London je offen gelassen wurden. Wenn nach dein Autsuchen des Schutzraumes oder der Niederlassung im Keller oder wenn man beim Nachbar untergekommen ist, so schließt der UP-Be-richt, die Londoner noch immer auf die »Außenbordmolorgeräusche« der »Roboter« horchen, jedesmal wenn ein Aule oder Lastwagen oder Autobus oder Motorrad oder freundlich gesinntes Flugzeug hörbar werden, dann empfiehlt der Arzt ein »einfaches Beruhigungsmittel«. In einem Artikel mit der Überschrift »Bomben und Babies« stellt jetzt die Zeitung »New Leader« dio Behauptung auf, die englischen Sozialisten hallen seinerzeit gegen die ang^.o-amerikani-fichen Terroranriritfe auf deutsche Städte, gegen dio Zerstörung von Wohnungen, rlas furchtbdrö Sennen und Brennen, die Verstümmelungen deutscher Männer, Frauen und Kinder protestiert. Der Hduptschriftleiter des »New Lenders« hdbo während der schlimmsten Zeiten dieser Terrorangriffe einmal versucht, einen Protest in eine britische Tageszeitung zu bringen. Aber keine Zeitung, nicht einmal die Organe der englischen Sozialisten, hatte diesen veröffentlicht, .fetzt aber zahlten die Deutschen den Engländern das heim, was diese ihnen damals zugefügt. Smuts, der Prophet Der erhofite EinfluH der Sowjets dnb Madrid, 7, Juli Wie Reuter aus Johdnnesburti meldet, erklärte General Smuts in einer Botschaft an den südafrikdnisch-sow jeti-schen Freundschdltskongreß: »In diesem Kriege spielt der sowjetische Koloß eine große Rolle. Im Frieden wird der Einfluß dor Sowjetunion ein unneheurer sein. Es ist daher für die Menschheit von größter Bedeutung, daß zwischen den Alliierten der Geist dei Zusammenarbeit, der Freundschaft und de« Verstehens herrscht.« Im Chor der plutokratischen Verräter in Europa darf natürlich duch der von großen Teilen d(?« süd.ilrikanischen Volkes gehaßte verräterische Engiandknecht Smuls nicht fehlen. Es erscheint selbstverständlich, daß dieser * bewährte Freund der Juden die Solidarität der jüdisch • demokratisch - bolschewistischen Mächte im Kampf gegen Europa besonder« plump unterstreicht. Für die Meiiächhoit aber iit es uiu Seyen, dail der Wunschtrauin General Smuts sich dank des Abwehrwillens der europäischen Völker nicht erfüllen wird. Die unabhängigen Philippinen Abfuhr für Roosevelt dnb Tokio, 7 Juli Im Zusammenhang mit dem von Roosevelt gestarteten Thnatercoup eines »Gesetzes über die Unabhängigkeit der Philippinen« erklärte Dr. Laurel, der Präsident der Philippinen. »Das philippinische Volk hat mit den Gesetzen, die die USA erlassen haben, nichts zu tun. Die Philippinen haben bereits ihre Unabhängigkeit von sich aus erklärt. Es ist zwecklos von den USA, das philippinische Volk täuschen zu wollen.« Tschunqklnq gesteht den Ernst der Lage. Tschiangkaischek erklärte in einer nolsch-»Jl zur japanischen Offensive in Südchititl"; »Es hat keinen Zweck, die Tatsache zu vorheimlichen, daß der Feind bei seiner neuen Offensive schnell vorgedrungen und dds die Ldgo ernst ist«. Im Augenblick der dnglo-ainorikani-schcn Invasion in der Normandio war das Wort Entscheidung vielgoläuüg. Es büßte dber seinen Glanz in dorn gleichen Maße ein, in dem sich die Erljitto-rung steigerte, mit der um Orlscliafton, Gcländeabschnitle, Verkehrsknotenpunkte und Flußübergänge gekämpft wurde, ohne ddß sich zügige üpeiotionen zu onlwici>eln vermuchten, die Träger einer schnellen Entwicklung geworden Wtirv.ii. Die mit Sdhilschüssen dos Kremls cMpge-leiteto sowjclisclie Suiiinu'iotlensive versucht ebcnfcills den ursprünglichen Glan/ 1 dieses Wortes Entscheidung wieder aul-I zupoiieren. In der gegenwärtigen PlUise ' verlagert sich ein Teil der Dramatik des i Krieges in jene Bezirk'.), In denen die i Nerveukrdft die LnlschlußUcudigkeit ilik-tierl. Ja, mdn ddrf sagen, daß gerade in ' dieser Situation ein unsichthrres, aber sehr erbittertes Messen der in den einzelnen Hdiiplguartiercn gesamnieUen , Nervonkratt vor sich gehl Die Gegner , im Osten und Westen sind in der glei-' cheii Weise bostrobl, durch die Entles-j seiung eines großen Hrandheides die deutschen Bereitstellungen an sich zu ziehen und die deutsrne Fühlung zu einem ,,Losschlagen" dort iii veranlassen, wo die Entscheidung nicht unbedingt falben muH Es geh'irt die Feslig-keit eines entschlossenen Willens und die kühle Sch-iu eines foldherrn d(^ru, in dem Augenblick einer cirtlicben Krise die vom Gegner yebidclile lleiausforde ■'ng zu überseh«n. Offene M ö g 1 i t. Ii k e i t e n Die Stunde der Enlscheidungsscliiat hl aat noch nicht geschlagen. Das mililäri-äche Gesehenen der Geyenwart wird durch eine hinhaltende Kampfesiührung gekennzeichnet, die alle Möglichkeilen offenläßt und eine reservierte Haltung im Einsatz der Kräfte erlordert. Die Anglo-Amerikaner haben bisher die im Südwesten der englischen Insel stationierte Heeresgruppe auf dem Festland elngesetet. Im Sudosten Englands steht eine weitere Heeresgruppe bereit. Aus den Vereinigten Staaten können neue Divisionen hcrangeschafft werden. Die sowjetische Sommeroffensive wird bisher von vier Armeegruppen getragen, die eine große Umfassuinjsaktion durih-zulühren suchen, um im weiüruthenischen Raum eine Ausgangsstellung füi den Vofsloß nach Norden und Westen zu gewinnen. Diesem Hauptnngrift sind jedoch mehrere Nebenstöße zugesellt, die von derartigen Kräften vorgetragen werden, daß sie sich augenblicklich aus ihrer bisher fesselnden und Kralle bindenden Aufgabe zum Träger strategischer Durch-bruchsftbsichten entwickeln können. Hinter den Stellungslinien im Süden der Ostfront, die heule noch in die relative Ruhe örtlicher Vorpostengi-plankei getaucht sind, stehen starke Kräfte des Gegners bereit, die vor allem durch starke Panzerkonzentrationen gekennzeichnet sind. Der Einsatz der iiocii in der Bereitstellung verharrenden dnglo-amerikanischen Divisionen, wie der Startschuß zu weiteren Großangriffen der Sowjets wird ganz offenbar davon abhängig gemacht, inwieweit sich die deutsche Führung durch die gegenwäiti-gen Kämpfe aus ihrer Reserve herauslocken läilt und ihre Kraftverteilung dem Heute anpaßt, um dem Morgen unge-wappnet gegenüberzustehen. Neue Invasion? Es wäre müssig, in diesem Augenblick darüber Vermutungen anstellen zu wollen, welche neuen Unternehmen der Gegner vorbereiten könn'e. Die Frage, ob ein neues Landungsunternehmen der Anglo-Amerikaner an dor europäischen Südküste oder an einem anderen Teil des Atlantikwalls gewagt wird, ob sich plötzlich im Osten der Narva-Front oder der Kampfraum um Jassy als Brennpunkt der Offensive herauskristallisiert, alles dies müssen im Augenblick Mutmaßungen sein, die sich zwar durch Argumente belegen lassen, aber dennoch Mutmaßungen bleiben Bei all diesen Erörterungen darf nicht übersehen werden, daß der Feind durchaus nicht allein Herr seiner Entschlüsse ist, sondern daß auch die deutsche Gegenwirkung der Führung des Gegners Handlungen vorschreiben kann. Der Einsatz dor deutschen Vergeltungswaffe Nummer 1 beispielsweise kann durchaus auf die Invasionspläne des Gegners Einfluß nehmen. Weiterhin läßt das Hüfenproblem der Invasoren gewisse Rückschlüsse auf weitere Entwickiungsmöglichkeiten zu. Die heute von britischen Zeitungen für zeitgemäß gehaltene Rückerinnerung an das Kampfjahr 1917 unterstreicht, daß zu jener Zeit den britischen Expeditions-truppon sehr große französische Einschiffungshäfen zur Verfügung standen, Dünkirchen, Calais, Boulogne. Dieppe, Rouen und Le Havre. Heute verfügen die Invasionstruppen Eisenhowers lediglich über einen Hafen, der zudem durch umfangreiche Zerstörungen derart in seinen Nulzungsmöglichkeiten getroffen ist, das er für längere Zeil lediglich als Nollandepldtz dienen kann. Es ist des- halb durchaus nicht unmöglich, daß die augenblicklichen sehr heftigen Kämpfe im Rüum von Caen in direktem Zusammenhang mit den Plänen des Gegners stehen, einen weiieren Hdfen zu gewinnen. Mit grolUur Wahrscheinlichkeit darf •Le Havro als 'dds Fernziel der gegenwärtigen Kämplc; bezeichnet werden. Die vor dei Orue-Mündung zusammengezogenen bi iiischon Flotli^nijtreitkrdlte, etwa L'ü Krit;ij3- und 1 rdnsportschilfo, können dabe' tlu' hd])en, einmal die l-ront iH'i C'.jc.i /u speisen, zürn andern aber aurli ein zweites Landungsunter-nnhniei) zv.'isclioii r|en Miindungen der S(.>ninif' und Soiii« vorzubeieiten. Durch einen di-iarligen Einsatz würde Le llavre .'wischfüi oinvn neuen und den bereits bestehenden Btiickeiikopf gestellt. Der Gegner könnte dibo versuchen, von bei-' den Seilen gegen di;n Hafen vorzusto-t tien. I Li iht selijslver:-.laiidlii.'i, daß die dcut-I sehe Fuliiung aut alle düiarligen Mog-I liciil.eüeti sich vorbereitete und Siche-I rung';n in dieber Richtung für zweckvol-j ler dn'^ielit, als aus Prestigegründen eine ! Massiening von Krätten zur Begegnung I der im Augenhlii k erkennbaren Angriffs-iibjichlen des Gegners vorzunelimen. r^iesr* glei'. he Tendtrrz läßt sich auf den I Scbldchtlelüern des Ostens beobachten, wo der (Jegner die deutsche Führung zu einer Ciiiiiiing von starken Krallen im MitU.ldbüchnitl horauslordert, um sich nach einer derart gelungenen Booin-liussung dei deutschen Entschlut,^e mit besrnidori'i Kratt gegen einen anderen . rTontai)Schnill zu wenden, der gi;-schvv'äciit werden riuißte wenn bereits die gegfiiwärtigc Oijensive als der 1 lauptsluJi lies Ciugners gewertet und ent-j sprechent' aul ihn reagiert werden , wiirde. 1 Die S u w J e t et 1 1 e 11 s i v 0 j Die augenblickliche Pldnung der so-I wjetischen Führung ist durchaus klar. • Ausgehend vnn dem Ged=inken den zwischen Witebsk unci Shlobin nacii Osten vüis]ningi.;nden rro.-ilbog. n der deut-: sehen Verteidigung auszuschalten, wur-! den s'firke Divisionen zum /angonan-I grill an den Flankc-n flieser Steliungen . angesetzt, iini sich inj Rdum von Minsk I zu vereinigen. Nachdem c; den unter ' aulfallend alarker Siclieiung durch Luit-streitkrälte angesetz'en l^ivlbioncn der I Sowjets gelungm wai. die deutschen ; Frontstellungen bei Uilel)sk und läng» : der von Smolensk und Orscliu fiihrcnden Rollbahn zurückzupressen, sieht die jüngste Phase der Schlacht einen besonders ' starken .^ngriffsdruck des Gegners auf dem linken Fiiigel der Sowjets, der von Bobruisk aus in nordwestlicher Riclitung auf Sluzk vordrang und sich nun über Minsk hinaus weiter vorschiebt. Die deutsche Fuhrung hat sich in dei Begegnung dieser Angriffe wieder duich den alten, seit Monaten für dio Beurteilung des Kümpigeschehens an der Ostfront maßgeblichen CiCdanken leiten Idssen, auf jegliche Experimente zu verzichten, zu denen violleicht Prostigegesichts-punkte vcrleilrn könnten. G.ewiß ballen sich oftmals in einer oder der anderen Situation kritische Spannungen zu einer scheinbar unlösbaren Lage, in einem solchen Augenblick jedoch die kühle Übersicht zu verlieren und nun alle vorhandenen Kräfte zur Aushügelimg dieser einen Frontstelle anzusetzen, ein solches Verfahren hieße die eigene Initiative der des Gegners unterordnen, sie also praktisch verlieren. Masse und Qualität Wir stehen der massierten Kralt dieier Wellmdchle gegenüber, die uns sowohl an zahlenmäßiger Kraft als auch an technischen Kloglichkeilen überlegen iind. Diese Grundtalsache ist maßgeblich zur Beurteilung der gegenwärtigen Kämpfe. Sie muß jedoch auch der Ausgangspunkt der Überlegungen sein, wo in der Zukunit dio Entscheidungen lallen werden. Der personellen Überlegenheit, die sich in der größeren Zahl ausdrückt, kann nur durch die bessere Qualität des Einzelkämpfors begegnet werden. Ein Ausgleich dor technischen Möglichkeiten ist jedoch durchaus möglich wie die Erfahrungen des Einsatzes unserer V 1 Watte zeigen. Hier ist bereits von einem Land, das wenigei Rohstolle, wenigei Fabriken und in gewisser Hinsicht auch woniger ,\rbeitskräite als seine Gegner zur Vertagung hat, aul einem Sektor der technischen Ausrüstung, ein Nachteil aufgeholt worden, ja, hier ist nicht nur ein .Ausgleich, sondern auch eine über-flügelung erzielt. Dieses Beispiel hat besondere öberzeugungskralt, Rohstojfe wurden gespart. Arbeitskraft zur Herstellung der Waffe und die Anzahl der zur Bedienung notwendigen Truppi-n stehen in keinem Verhältnis zu den erzielten Elfeklen. Wii wissen, ilaß die V 1-Walle nicht der einzige Trumpf isl, der von der deutschen Führimg voi bereitet wurde, Nocli andere belinden sich in Vorbereitung, um dann eingesetzt zu werden, wenn die gegebene Situation ihre .Anwendung als besonders wirkungsvoll erscheinen laßt. Die Rede Funks Portsel/unq von Seite 1 cfrwlrh^^rt ist, «trht die Sow)t'tuninn in (lt*r Kn.ili-en? iif d^r Seite diT ÜSA, d'e m * H hr d's Wi-Ifv.nh un')spldni•*> auf d:>' WprtP'li ?:;n'i dos Cn'dn« und d e ■" ' ■ iU) (J' s c^ol.lnreiseb hiriiirbei-n '^nv.p'i ht f^PH Iiiterpsspn der S iw n u;n »;m iik fu, als hie dn« Clold. fiir d. = ri I;irv-K k auf di«' Vordrinanr| dfr ■. Diketupq m "ifjoneii Land kaum \'f rw p !.i -'is.-nui'i- hUeiten iiostehen im A ': nliati jfl /ntn Ausgleich ihre« E'iP.fiih'-!) dorfos fin'^ptzrn wollen Dif» 1 ilf-i^ho, d.ifl im sow jelit4( hen AuRrnJi ' r!« ] d.j'S Schwergewicht lUif iler E• 'i: .>> 'e 1 irtt gloirh.^pitif) riiu h de Ur<-).ho, w iiiim die Sowjefunion fliißo*]) Ih rU's ■'nufUtkh'sischpii Strritr« s! ht d u um di(> X'orherfifhiift auf den \V('!!.nuirkti>n aiiMietritqtn wird. Der deutsche Standpunkt Hör rlr'jisrhr? St,uidpimkt hinsirhtllch einer ...i'iiinliN'irn W'rtrtf hidis- und Weih-rup'i'^or' ri'inr| c.t vcin mir in den lot/ten J.ihren w.ediirholt klargestellt worden Itit \ ivli !'n Ä /II nnseren Pdr'nern tritt der K", l> uris-n fjedruike volliq zuiiick h nter dem (i'nlniikeii der Korporation, der npqniio' itif|pn Ertjänzunq und Hilfe. r hiilj^ti rii'hl die .Sorqe, rlie Enqland wenoii r^-^r li,iiiptiinq seiner alten E>poitindnstr f'n h it, sind also n'cht e lersüfhi q, Avonii die anderen Länder, ihre Indti'- rii^n entwickeln. Wir hahen fifhon vor rlfnii Krieqe hpfiondrrs aber im Krieqe bewiesen, daß wir hpreits sind, auch anriere 1 irider mit unseren besten teriiriifirben Verfahren hokanntziima-rhcn, iini ■ ie Produktion so hoch zu halten wie mir inoqlich. Dis von ijn« aiifqcstollte Ziel, dal alle r.ündor Eu'op IS die vorhantlenen I-rzeu-qiinqf.moqlichkeilen voll entwickeln urd nussclKiprpn sollen, i*;! qieichzeitiq der ei 1/ (11- Weti (Umi Kontinent vor den Nöten d 'T Ai lioltälot^jrfkeit zu schützen. Das n.'fioii.:lf;ri/|,ilistit:chr Deutsf.hland ißt mit dem f'rol)!oni ficr Arbeitslosiqkeit fertig qrwor len, und /war hauptsächlich da-rf'.irrh, fl.iß es alle nationalen Prie-iehu"fT{"n da« VnrhIspoütik iefit/.uleqen, Gleich-7 -iliq w rd d,,nr^ben jeder Stiiat mit aller Lii |ie d ifür zu sorqen haben, daß die Jiiian.'e'!'-» und wirlschaftluhe Gleich-ff-hl-i..qf' im eiqenen Lande wieder h ■rt('^'.'-'Ml wird, Wf)bei sich die enqRre wi'! Zusammenarbeit im euro- p !i .'ioiiveranitcit zu einer auf den i.i t'ii Iii h- n wirtschaftlichen Erqänzunqs-niiiriljiikiMlcn aiifnebtiuteii Wirtschaft«-cienii'ins'h-;lt zusiirnmeii so werden die tuio|!a'Hi liiMi \Vahrunqsrelatif)neii in st iriü c lii'u \'eii'inbarunf|eu teslqeleqt Ull i jr iKt( h d;':i Verhältnissen einen Ab-bi II Zw ip.q^bewirtschallunqen im Wari'n- und (Icldverkehr fiestatten, auch Ii ^ .Ai)k'.r:iMieu ermör|Iichen. f-[ierzu be-di;! 'S ledoch keiner neuen qemein-pani zu Ii idend'ni Werlqrundlaqe für die I r:.llr:j :iif( der Wert Verhältnisse etwa eines Kaulkraltnuiex oder einer kon-«,tniirMu-n , l:uiopawiiliruiKr« nach dem V'u b ld \ oji ' Hancor und Unitas«, Di^i Wiih.ii un'n qellen Krall eir|pnen Wertes. No'\v;-ndiq wird iillerdiiirfs eiiu; enqe 7es unmi narl)t>il der Nolenbatiken sein. Auf dicvie Vk'eisc werden die eiitopiii-S'Im'11 I.'inder die sichere (irundiaqo für den Vvnldstand ihrer Volker finden Ist jti dfi Wi'll erst ««inmal eine allqemeine Alrnospliiie des V<'rlra\iens wieflerher-('osl- llt und hl i jedem Partner des Wa-imm- und Zabluruisverkehrs die Hereit-williqk 'it vorlianden. den NolweiKÜqkei-Ifn dl . aiiden ti (lebiilir und Re( hniinq ?ii irnqi'u mid wird durch den Abschluß voi! l.iiHi'ri .lif|en Handels- und Zalduiuis-vi r:rn der Adria-Küste wurde der Gegner bis auf geringe örtliche Einbrüche verlustreich abgewiesen. An der adriati-schen Küste sind die Kämpfe noch im Gange Nachtsrhlachtflugzeuge griffen m der letzten Nacht wieder den feindlichen Nachschubverkehr an der adrlatl-Fcnen Küste mit gnier Wirkung an In den Kämpfen der vergangenen Wochen hat sich eine Flftkbrignde unter Oberst Müller im Erdkampf besonders ausgezeichnet. Im Süden der Ostfront fi'hrte der Fe.ind zwischen dem oberen Dnjrstr und Kowel mehrere vergebliche Angriffe. Im Miltelabschnitt dauern die schweren Kämple an den bisherigen Brennpunkten der f(roßen Abwehrschlacht an. An der Landenge von Baranowicze wurden feindliche, von Panzern unterstützte An- " griffe östlich der Stadt aufciefangen. Auch im Raum westlich Moloderzno wird erbittert gekämpft. Nördlich davon sind feindliche Anqriffsgrupucn im Vorgehen auf Wilna. Ntjrdwestlich des Na-rocz-Sef*, wo zahlreiche Aiuiriffe der Sowjets scheiterten, hat sich die baYf^-rische 212. Infanteriedivision iinler Füh-runq von Generalmajor Sensfuß besonders bewährt. Nördlich und nordwestlich Polozk führten d:e Bolschowisten qestern nur schwächere .\nqriff", die vor unseiC'P .Steliimqen zusammenbrachen. Schlachtflieqei verbände (riffrn wirksam in die Erilk-impfe ein und zor-sprenqlon zahlieirhf* feindliche Ko'nn-nen. Schwere Kampffluqzeuqe set/ten den Kampf qrqen den Büwji't ischen Nachschub bei Nac hl durch Anqrifle auf Bahnhöfe und nisenbnhnlinieu mit guter V/irkunq fort. Nordamerikan'sche Bombe' führten gestern einen Terroi angrif. gegen die Stadt Kiel. In der Nacht warten einzeln" briti-sche Flugzeuge Bfimhen im rhei-nisch-westfäl"'8th"n Geb et, Auß^rtjorn griff ein schwacher fe'ndüchet Bomboi-verband den Raum von Wien -tu Hiirch Nachtjäger wurden zwölt feindliche Fhiqzeiige abgeschossen. Das Ausfalltor. der Invasion Wo die Insel denf Kontinent am «ätfiW« Ist — Die' Bedenituni^ Sfidenglands Englands am nächsten zum europäischen Kontinent gelegenes Gebiet, Südostengland, umfallt den Raum zwischen London im Norden und der Halensta.lt Boinemouth im Süden mit Dover als sudostüchein Punkt «m Kanal, der hier wenig über 30 Kilometer breit ist, wahrend das südwestliche England geographisch den gesamten westlich angrenzenden Laiidkomplex bis nach Bristol im Norden und der Grafschaft Cornvvall an der Südwestspilze unitaBt. Da« Ganze bildet den Begriff Südengland, beherrscht v(m dem giollen Klimagestalter Atlantik, der seine leuchten, milden Südwest-\\inde das giinze Jiihr über das Land versliömen laßt und dazu liihrle, daß der gesamte Baumbestand, vom Büsch bis zu den uialten Eichen, im wahrsten Sinne cies Wortes schräg gewachsen ist, indem der gleichmäßige Winddruck die Stämme in einer starken Neigung nach Nordosten sich beugen ließ. Siidostengland ist die fruchtbarste Zone der biitischen Insel. Die mildfeuchte Atmosphäre, das Fehlen jeglichen nennenswerten Frjstes im VVin-ter, dor überaus gute Boden ermöglichen hier weite Felder und große Gemüseplantagen, durchsetzt mit Obstkul-tuien, deren Erzeugnisse in der Millionenstadt London ihre Abnehmerin haben. Zu dem siidostenglischen Raum gehören die großen llalenstädte Portsmouth mit 2bO 000, Soul hampton mit 180 001), Brighls,.t;ntän Oi'epaCjtr- es im Coinwaller Gebiet große Granit-und Schieferbrüche. Demgecienüber haben die Giafsch.iftcn Sonnnerset und Dorsel einen mehr lanci\/ii tschaftlichen C.haraktcr, sie ähneln in mancher Beziehung den südofilenglisc hen Grafschaften. Neben einer hochi^ntwickelten Milchwirtsch ift stehc^n Schal- und Rin-deizucht sowie grolizvigiger .^nbau von Weisen, Hafet, Gerste und Kartolloln im Vordergrund, Die bedeulendsle Stadt Siidwest-englands ist Bristol mit -fiO ODO Einwohnern, von London 200 Kilomeler entfernt, der bedeuteride Kriegshalen Plymouth an der Kiiste von C eiLinienfübruiirj dei .sflid-englischi'n KusIp veiläult mit zahlreichen Einbuchtungen genau ostwcstlich und hat, wenn man die Einbuchtungen Uicht mit rechnet, von Margate bis Lands End eine Länge von etwa 750 Kilometer. Sie bedeutele für England mit London immei das militärische Aus-fallstor nach Europa und speziell nach Frankreich, wie euch jetzt wieder die Invasion von der englischen SüdküstFi bis zum europäischen Kontinc>nt versucht worden ist. Die sfeckengebliebene Offensive Gedämpfte Londoner Berichte von der Invasionsfront dnb Stockholm, 7. Juli Merklich still ist ps in der Londoner Pipsse um dip noch vor ein paar Tagen mil so viel Aulwaiid an Worten im vf)riuis so gelobte große Monlgomery-Otlensivn geworden. Daß man vor Caen und auch auf der Cotentin-Halbinsel nicht recht voriinkomint, wird, in weiche Ri'deiisailen verpackt, wlechu einmal dem so schlechten Wetter in die Schuhe ciesrhobcn, während clin Einbrüihß der Deutschen vor Tilliy meistens nur aus den Kartenskizzen deutlich werden. Nur hin und wied(>r finden sich Korrespon-dentc-nberuhle aus dem Invasionsranm dio sc,hlagaitiy die i>UUdtion beleuchten. »Lange Jahre berichte ich schon über den Krieg, aber noch nie sah ich eine so fürchterliche Schlacht, soviel Tote und Verwundete wie bei Carpiquet«, In diese Worte kleidet der Kriegsberichterstatter dc!s »Daily Sketch« In der Normandie, Matthew Holton, seine Eindrücke über die ungeheuren anglo-ame-j rikanischen Vorlusle. Ohne Zuhilfe-I nähme eines Ferncilases könne er ganz j klar sehen, wie Welle ftuf Welle kanadischer Stuirnti Uppen und Tanks wie I Automaten durch eine J^-euerwand ge-j schickt werden. Bündelweise krep.erien I deutsche MörsPigeschosse zwischen 1 iluicn. *kh icihu Uiuse Kanadier, von denen einige plötzlich ihre Arme in die Höhe werlen und umfallen, wcihrend andere still zusammensinken odtir sich noch e.nmal überschlagen. Keiner dieser Kanadier läult schließlich mehri die einzigen, die noch lauten, sind die Bahreniräger. Wie Reuter« Sonderkorrespondent (in? dem obersten Hauptquartier inittcyilt, scheinen die Alliierten und die deutsche Armee in den heftigen Kampln an beiden Enden der Front in der Nornumclio zu einem Stillstand gekommen zu sein Bei den blutigen Kämplen um den Flugplatz Carpirjuet konnten beide Seilen keine Erfolge melden. Zu dieser Reulermeldung ist zu bemerken, daß, da es sich um ein »An-griffsunlernehmiMi« der Angto-Amerika-ner handelt, der »Stillstandi. doch wohl mohr einseitiger Natur ist. Das eingelösic Wort Es mag sei bat lür einen so gerlateMti Taktiker wie Churchill kein leichttr (jung gewesen sein, als er zur Äeciner-trihüne achritt, um, dem immer dringH-eher werdenden Verhnpen der engli-sehen Bevölkerung nachgehend, zur Vergeltungswalle Steihing zu nehmen. Den anfänglichen Versuch, ihre Wirkungen zu verkleinern, mußte er von vornherein aulgeben, denn die Tatsachen selbst würden ihn zu deutlich Lügen gestralt haben. So stellte er sich um und stellte gerade dadurch sich und seine bisherige Propaganda bloß. Sprach noch acht Tage nach dem ersten Einsatz der ersten Vergeltungswaffe der britische Innenminister Morrison überheblich von den „lächerlichen Wanzen" (so nannte er die „V I"), so behauptet nun Churchill, daß seine Regierung die Vergeltungswaffe in ihren Wirkungen niemals unterschälzl habe Die Waffe, deren Vorhandensein von den Machern der öffentlichen Meinung in England überhaupt geleugnet und als eine Erfindung der „Nazipropaganda" hingestellt wurde, ist mil einem Mn/r „schon lange bekannt und hekämpit worden." Mit welchem „Erlolg , das zeigen die weiteren Eingeständnisse des britischen Premierministers, Die 50 000 Tonnen Sprengstoff, die auf die vermuteten Startanlagen der „V 1" abgeworfen wurden, haben nicht verhindern können, daß sie das ganze Leben In Südengland und In der Millionenstadt London durcheinander gebracht hat. So empfindlich die Bevölkerung aber auch getroffen sein mag, entscheidender und 'm Sinne der deutschen Aktion Hegend, t/ncf die wirtschnfllichen und mllitäri-tchen Schaden. Auch dafür liefert Chur-rhill gc7wiingenerinaßen den Beweis, Zur Heselligung der Schaden (sofern sie 'iberhnupt 7iir Zeit möglich sind) mußten Kräfte aus dem ganzen Land In Eile herangezogen werden. Ein Aufwand, der nicht getrieben würde, wenn es sich um rein zivile Schäden handeln würde. England verspür! nun am eigenen leibe die Wirkung seiner bisher Dcutsrhlnnd gegenüber gezeigfen Eln-"tolhinq, daß auch Arbeiterwnhnungen krlnoswichtige Obfekte darstellen. Wir verzeichnen die Eingeständnisse des flnuptvcrantwortlichen am Luftkrieg ohne die Schadenfreude, In der die Brf-'en .lo gro/1 wrrron, als es sich um den Krieg gegen die deutsche Bevölkerung handelte. Peulschland hatte gewarnt. Ea hat Chnrrhill .sein Wort gegeben, daß es zurürkschlagen wird Die.ses Wort wird heule eingelöst so wie jede Ankündigung, zu der wir hernu.igefordert wurden. pd. Neue Ritterkreuzträger dnb Berlin, 7. Juu D«r Ftihrer verlieh auf Vorschlag de* Oberbefehlshabers der Luitwaffe, Reichs-marschall Görinq, das Ritterkreuz de# Eisernen Kreuzes an Obersi Oskat Vor- . brugq, Kommandeur eines Flakreqlment« (geboren l'>02 in Fürttil, Oberleutnant Günter Jolitz, Staffelführet in e,iner Kampfgrupi>e (geboren 1920 in Breslau), Leutnant Helmut Pleß, Flugzeugführer in einer Nahaufklärunqsstaflel (geboren 1918 in Hamburg) und Leutnant Hans Grünberq, Flug/euc|führer in einem Jagdgeschwader (geboren 1917 in Fahlen-wcrder). Die eigenen Juden bombardiert tc Budapest. 7. Juli Bei den etwa 100 englischen und ams-likanischcn Sldalsbürgern, die die Opfer dL-s anglo-amerikaiiischen Lultongnlfes aul Budapest am letzten Sonntaq wurden, hancielt es sich, wie bekannt wird, um jüdische Internierte. Diese Internierten waren in Villen, uninit'elbar an einen Budapc!ster Park untergebracht, wo CÄ überhaupt keine Fabriken odei sonstige Kriegsziele ciibt Die große Zahl der Toten ist daiaul zurückzuführen, daß die Villen Volltreffer erhielten. 150 Tote bei Zirkusbrand tc Stockholm, 7. Juli Wahrend einer Voistellung eines großen Zirkusunternehmens (Ringinq Brothers and llarnum and Bailley in Hartford) brach ein Großfeuei aus wodurch das Zirkuszelt einstürzte Die Vorslpl-lunc) wurde von 10 000 Menschen besucht, darunter zahlreichen Kindern. Dl« Anziihl dor Toten wird auf über l.'iO ge-scliät/t, von denen bisher nui 40 geborgen werden konnten. An 120 Kinder sind untui den loten. Un^f^e Kurzmfildungev C'ieneral von Wickede tödlich verun-(jlUckl. Am 23. Juni 1944 ist General der Infanterie Emil v Wickede einem Unfall zum Opfer gefallen. Er hatte als Kora-uiandeur einer schleswig-holsteinischen Infanteriedivision und später als kom-mandiercJnder General eines Armeekorps ruhmvollen Anteil an den Kämpfen in der »Festung Demjansk« und im Abschnitt von Newel Marinus Prolest unbeanlwoitet. Wit* djs Staatssekretarial der Republik San Marino bekannt gibt, sind die bei dem ancjlo-amerikanischen Terrorangrilf aul San Marino am 2ü Juni aiiqerjrhteten Schäden und Opfer erheblich cirößer, als Im ersten Aucjrnbllck lestgc^stellt werden konnte? Die Regierung der Republik hat auf ihren Protest von den Anglo-Amerl-kanern bisher noch keinerlei Antwort erhalten En^lsche SlrelkstallsUk. Im Mal kam es in England nach Mitteilunq dos amtlichen Organs de* britischen Arbeitsministeriums 7u 155 Streiks, an denen sich rund 2H 000 Arbeiter beteiligten. Druik >1 V>«-ilag Mnrhuryei Verlag« u Drurkacnl-Gp* mbH- Vptinf]i>l4niinn Bgon RAiimg^rtTiei, Haiiptuf hrlltlrltunq A'ilon f5«r*fli«i k In Mnrhitro " >1 Otnii RAaiH««« h CU( Z«H (Qi Anf^lgeo dU Pralillit* Nt, S gOlU» # Vom „Alligator Was da noch Heute wollen wir unseren Rundydng durch die echöne zoolo((ische Abteilung ^ des Marburger Museums beenden Wieder führt un« Herr Franz Wallnei, sein Präparator, und zwar hat er sich als Ab- ' Schluß den inteie-^sanlesten Teil vorbe- 1 halten. Zuerst erfreuen wir un« aber | noch an einer uncieinein lebenäechlen Tiergruppe im VVcildosgrün eine Reh-fiimilie mit einem re'zen iei RrhlidbY, die wir im Bilde zeigen r>dnn geht es in die »n^issen Gefilde«. Sunipftiere sind um ' einen kle'nen Trich gruppiert. I Da sif^ht un« einmal die Fischoltet nn, ; der Schrecken aller Fisrhwdtiserhe«ige Geselle vertilgt täglich bis zu drei Kilogramm Fische, man •aiin also ermessen, wat e ne mittlere FlächotterntamiUe allein lüi e'nen Schaden der Fischerwirlschall zulüqt. Fischottern sind nicht selten ;m Unterland und viele werden diesem Tier schon be-{(cgnet sein. Dann d'e Bisainialte, auch in Freiheit anzutreflen. Ihre Verbreitung hat eine merkwürdige Geschichte. Ein I)öhmischcr Gral brachte dieses damals unbekannte Tier von einer Ainerika-re'se in «eine Heimal mit. Die Bisamratte vermehrte sich sehr rasch und von Böhmen aus trat sie ihren Zug in andere Länder an und gelangte so auch nach dem Unterland. Sehr gesrhrttzt ist der Sumplbiber, den wir auch betrachten können. Er liefert da« wertvolle »Nutria«, den kostbaren Pelz. Sumpfbiber kommen bei uns in der Freiheit nicht vor, wurden jedoch von Herrn Steinklauber in Pragerhof gezüchtet, von wo einige entwichen. Bisamratten sind bösartige Tiere, die sich auch nicht scheuen, Menschen anzufallen. Dann sehen wir auch noch die kleine, llinke Wasserratte, ein häutiger Gast unserer G^ässer. Nun aber hinein in flie kühlen, fielen Fluten! In Gläsern können wir unsere Fische studieren. Der geschätzteste Drau-fisch ist wohl der Huchen und ein Marburger Sportangler hatte e'nmal ein besonderes »Petri Heil«, denn er fing ein Prachtexemplar mit über 20 Kilo! Nicht minder schmackhaft sind die Stöie und Welse, die auch, sind sie »bemooste Häupter« geworden, ein ansehnliches Gewicht erreichen. Flußkarpfen sind wohl verhältnismäUig selten. Teichkarp-lenzuchten gibt es aber eine Reihe im Unterland. Barbe und Barsch kommt auch vor, vor allem auch unsere herrliche Gcbirgsforelle. Unter den kleineren hei-ini'schen Fischen sind die Karauschen, Schlammbeißer und Neunaugen zu nennen. Um die Amphibienw<>U lebendig In fhram ureigenen Element zu eeheot brauchen wir nicht weit zu wandern. In nnd um »Drei Teichen« herrecht reges Leben. Kaulquappen schwänzeln unter styriacus" und anderem Getier alles »fleucht und krcucht« im Unterland der algenbedeckten Wasserfläche und winzige Unken bedecken oft s-haren-wcise, in ganzen Heerzügen nach der N+etamorphosR aus der Kaulguappe die Straße, d!e sich hupfend zu Irewegen scheint. Kröten aller Größe liegen breit und taul ausgestreckt auf dem Wasserspiegel, em grünes Laubfröschlein patischt durch das Gras und der Feuersalamander leuchtet aus dem Laube. Und rasch entwindet sich die Ringelnatter unseren neugierigen Blicken jn das Dunkel (er Büsche. Abends dann abei ertönt dort ein vielstimmiges Frosch-und Krotenkonzert in allen Tonarten, dcib, hat man ein feines Ohr, gar nicht so unmelodisch ist! Kennt man die einzelnen Spiefaiten dieser Tiere nicht genau^ nun, 80 kann man sein Wissen in der zoologischen Abteilung des Museums bereichern; Säuberlich angeschriebene Zetteln vor den konservierten Tieren vermitteln die nähere Bekanntschaft. Auf Konto der Schlangen wird viel gesünd'gt. Wie oU sehen wir doch eine Blindschleiche oder eine Ringelnatter erschlagen aul derStiaße liegen! Und sie sind doch als Vertilger der Bodenschad-Unge so ungemein nützliche Tiere! Aber meistens wird alles was Schlange heißt, iür böse und giftig gehalten. Wii haben im Unterland zwar eine ganz bösartige Schlange, eine der gefährlichsten Giftschlangen, die sonst in der Ostmark nirgends vorkommt; die Sandotter. Sie kommt vom Drautal bis in das Sanntal vor. Ihre Tücke offenbart sich auch in ihrem Tarnvermögen Im Send zeigt sie sich braun, in einer anderen Umgebung dunkel. Den Besuchern des Museums wild empfohlen, sich diese Schlange genau anzusehen! Die Kreuzotter ist im Unterland biS auf das Sanntal, endqiltig ausgestorben. Zu erwähnen ist auch die größte Schlange in Europa, onj in Uniersteie.mjrk zuhause ist: Die Äskulapnatter. Unweit Marburg, auf der «Königsinsel findet ^tie sich v^i und sie erieicht die D cke enios Männörar-mes und die Länge von über zwei Metern! Dcib «elteiiste Tier, das wir irn Mu-stum sehen, ist aber — ein Krokodil! Zwar können wir im Glaskasten nur seine tossTen Reste bestaunen, es ist aber ein rithtiges Krokodil, ('d-s einst im Unieiiand umhergestrolcht ist, der »Alli-gaLor styriakus«. Er wurde im Jahre I93J bei einem Straßenbau bei Bened k-ten in den Büheln gefundi'n und 7.war von eiuein Bauernburscheii, der als Arbeiter l)ei dem Bau beschältigt war Gr eikannte die Wichtigkeit seine« Fundes, hüicte ihn vor Zerstörung und veihtän-digtü das Museum in Maiburc). Su können wir heute diesen ».Mligalor slyriii-cus, das einzige Krokodil in Steierm.uk in Marburg sehen. Es larj in jupcjen Mergelschichten drei Meter tief. Es 'st der letzte Vertreter der tropischen Tierwelt, die am Ende der Tertiärzeit für immer von uns verschwunden ist. Zum Schluß sei TToch ein kleiner Hiji-weis gestattet. Unser schönes Museum, Emu ungemein lebensechte Rehg 1 das durch die Heiinatliebe der .Marbur-ger Bürger entstanden ist, gehütet und immer neu ergänzt wird, verdient besseren Besuch! Wir hoffen, durch unsere Berichte ein wenig dazu beigetragen zu ' haben! Hans Auer Die fossilen Überreste des »Alligator styriacus« „Bitte sofort den Krankenwagen 1" Blick in die Krankentransportzentrale — Fordert das Deutsche Rote Kreuz nur in dringenden Fällen an Wer kennt ihn in Marburg und in den weiteren Städten des Untorlandes> nicht, ilcu graugestrichcnen Krankenwagen mit dem Zeichen des Deutschen Roten Kreuzes, der gerade um die Straßenecke biegt, \im einen Veiungiückten dem Gaukran-kenhaus zuzulühreiiV Am Steuer sitzt der bewährte Fahrer, neben ihm eine Srhwe-Pter in der Tracht des Deutschen Roten Kreuzes. Da« ist auch in unserer Drau-stadt ein alltägliches Bild. Der Wagen lahrt nach dc^r Rückkehr vom Krankenhaus in einen Hol, in den wir einen Blick werfen: Es ist die Zentrale des DRK-Kiankentransportwesens, die geschaffen ist, um jedem Volksgenossen Hilfe zu 1^'ingen. Selbstverständlich kann sie fprnmündlich erreicht werden, und der noreitschaftsdienst hat Tag und Nacht Wache, um 7u jeder Zeit dringende Fahrten nu.szulühren. Fertig zur Ablahit Wir betreten das Aufnahmebüro, in dem der Leiter dc.s DRK-Kranken-transportwesenb »ins iiber die Einrichtung Auskiinft gibt. Je nach der Größe des Be7irks stehen zwei Iris drei Krankenwagen, doppull mit Fahrern besetzt, imrl drei, vier und mehr Krankenschwestern ständig zur Verfugung Groß ist dic^ Zahl dp) Transporte, die alle'n in den letzten Wochen ausgeltihrt wurde Der Fernsprecher gehört in diesem Auf-j nahmebüro zum wichtigsten Einrich-tungsgegenstand und oftmals am Tage I muß die diensttuende DRK-Schwester den Hörer abnehmen und immer wieder die gleichen Fragen stellen. Bevor der Krankenwagen abgesandt wird, muß ein Fragebogen auf Grund der fernmündlichen Verständigung ausgelüllt werden. Zuerst wird festgestellt, ob für den Transport eine Dringlichkeitsbescheinigung des Arztes vorliegt, der bestätigt, daß der Kranke liegend transportiert werden muß und andere Ver-kehrsmitte! zur Beförderung nicht geeignet sind. Es muß außerdem geklärt sein, wer den Transport bezahlt, ob es privat ?eschieht oder durch eine Krankenkasse, n ganz dringenden Fällen, wie zum Beispiel bei Unglücksfällen, wird natürlich sofort der Krankenwagen entsandt, der dann in wenigen Minuten am Unfallort eintriltt. Neben dem Krankentransport hat das Deutsche Rote Kreuz auch die Überführung von Verunglückten in das Krankenhaus übernommen, wie schon eingangs erwähnt. Die Wagen, die für diese Tranisporle benutzt werden, haben als Norrnalwagen zwei Liege- und zwei Sitzplätze, während für besondere Anforderungen auch ein kleinerer Wagen mit einem Liece- und eiirem Sitzplatz zur Ver- fügung steht, der am meisten beansprucht wird. Grundliche Schulung In fast allen Fällen lordert der Arzt selbst iür seinen Patienten den Krankenwagen an, oft benachrichtigen auch die Nachbarn die Zentrale davon, daß ein Transport notwendig ist. Die glatte Durchführung des Krankentransportes auf dem Lande sichern die Unfallhilfe-und Meldestellen, die auch im Unterland bereits in vielen Orten durch die Initiative des Deutschen Roten Kreuzes eingerichtet wurden. In jedem Wagen des Deutschen Roten Kreuzes, der zum Einsatz die Station verläßt, fährt eine Schwester oder ein Helfer mit, im Sanitätswesen vollkommen ausgebildet sind Selbst von den Schwestern besitzen manche den Führerschein, um bleibst in dringenden Fällen einen Wagen lenken zu können. Diese ersten Hilfskrälte sind selbstverständlich in der Lage, sämtliche Notverbände und bei Brüchen Schienen anzulegen. Daß sie mit allen Zufälligkeiten rechnen müssen, beweisen immer wieder die Ereignisse, die das Rote Kreuz vor unerwartete Aufgaben stellen. Geburt im Krankenwagen Bei verschiedenen Fahrten, die werdende Mütter in die Gebärklinik oder in« Sanatorium bringen sollten, schenkten I Mütter im Krankenwagen ihren Kindern das Leben, allein angewiesen auf die Hille der Schwester vom Deutschen Roten Kreuz. Diese etwas ungewöhnlichen Geburten gingen im Hinblick auf die gute Schulung der Schwestern auch auf ciiosem Gebiet gut vonstatten und cje-fiunde Kinder erblickten das Licht der Welt. Ein besonderes Augenmerk wird der Hygiene in einem Krankenwagen gewidmet. Nach jeder Fahrt wird d'e Bettwäsche gewechselt, und bei ansteckenden Krankheiten ,in denen der Führersitz vom Krankenabteil streng abgeteilt ist, der' ganze Wagen desinfiziert. Immer auf dem IM) s I e n Die Krankcntranspr)rtölolle hat lur ihren Einsatz besonders giyist ge Vowais-setzungen. Neben dem .\ufnahrnebüro befindet sich ein Schlalraum Iür die Kraftfahrer, die st>mit in jeder Stunde, bei Tüc| und bei Nacht, zur Stelle sind. Auch die Krankenschwestern haben ein freundlich eingerichtetes Schwestein-zimmer. Ganz Besonders günstig ist es, daß für die Wagen auf dem Hof Garagen vorhanden sind und Reparaturen an Ort und Stelle ausgeführt werden können, wie auch sonst alle Voraussetzungen für ein tadellose« Funktionieren dös Krankentransportes gegeben sind. Vom Deutschen Roten Kreuz werden alle Kranken- und Unfalltransporte ausgeführt, soweit sie nicht mit Rettung und Bergung zusatnmenhängen. Für diese Zwecke wird die Feuerschutzpolizei eingesetzt, die dafür Spezialwagen mit Hebevorrichtungen usw. zur Verlügiing hat. tib darf aber nicht dazu komnieii, daß Volksgenossen aus Bequemlichkeit hei jedem kleineren Anlaß das Deutsche Rote Kreuz anrulen und die Gestellung eines Krankenwagens verlangen, einzig und allein die Dringlichkeitsbescheinigimg des Arzte« oder der Notruf bei Unfall sind hier die Unterlagen für die Ausführung des Auftrages der Metischenret-timg. Immer wollen wir mit großer Dankbarkeit der Männer und Frauen gedenken, die in selbstioseni Sanitatshiifs* dienst an der Volksgemeinschaft liir uns auf ihrem schweren^ Posten stehen, dieser Dank an sie soll auch in der Haussammlung liir das Kriegshiliswerk des Df'iiIschen Roten Kreuzes am 8. und 'J. Juli durch unsere Spende ihren Ausdruck finden. -t. V - ifJ'V - \ ' ruppe des Präparators Franz Wallrier Gäste in Süßsnberg Sonntag, 2. Juli, wurden in Suli.'iiln Mj 30 Mann einer Genescnden-Komnanif aus Graz unter der Führung eines Feldwebels sowie sechs verwurulofe Dftiziere unter Führung eines Oberleutnants empfangen. Zur Begrüßung der («iste fanden sich neben dem Ortsgruppe liluhrer mit seinem Ortsgruppenstab auch die Kreis-frau, Pgn, Rouvier, sov/ie der Kreisamtsleiter des Amtes Vnlkswohlfalirt, Pg. Pecharda, ein. Eine Cifiippe Jun>jrnädel empling die Gaste mit Blumen und gegleitete sie in das Ciastlunus Sclicff in Sulicm-ber(|, wo bereits ein krciflK|es rriihsliKk vorhereilet war. Mit heitiMi'ii LicrK-rri und Laieiist^ielcn wurde der Nac liniit tag ausgefüllt und verlief zur vollsten Zufriedenheit der Ciäsle, die sich fiolilifli und gutgelaunt am Abend wieder verab-schiefieten. Ein besonderes Verdien";! fiir diese gut gelungene Betreuung ist vor allein dem An^t Frauen und besonders der Ortslrau, Pgn. Scheff in SüP'^nherg, Zuzusprechen. Bilanz einer Jahresarbeit Reiches Aufgabengebiel Im Bonn Marburg-Stadt der Deutschen lugend Wie. das Schuljahr, endet aucli d.e Jahresdibeit der Deutschen J-igainl im Juni um mit dem Wmteruienstplan \\ie-der im Seplcmber zu beniunen. Der Bannführer von MaiIniig-St.idt hatte aus diesem Anlaß seine Fuhrerschalt zu einem Appell einberufen und umriß noch einmal die in den letzten Stonuten geleistete Arbeit de« Hannes. In besonders schonet Lrinnerunrj bat die Führers*.hafl das Winterlager und den (|emt.'inbamen Start ins Neue .Jahr, der so leiht nach Jungenart begangen wurde. Bei lirr Werkarbeilsaktlon isl riei B um Marburg-Stadt, mit J'itKK) Weikiirbe^ten, mit den besten Ergebnissen liervni;;i.".iaiutcn. Am Frühjahrsgeländetdiif beteiligten «ich die Einheiten mit großer Begeisii'. urig. Der vom Führer angeo dnele Kei^ hs-sportwettUarnpl wurde zu eine: gioßen sportlichen Kuntl(iel)ung Beim 1 .t'i der Wehrmannschalt nahmen au! d m .Adull-Hitler-Phitz (iOOÜ Juncien une Miid. l teil. Das Banuhportlest aul dem R.iiiifinjKHt-platz war ein volter Cilolci .-Xiuh beim kultuielleri Wettbewerb irr Peli.ni biachte der Bann Marburri-.'^tüdl c:!:e Ar.zahl Preise nach Hause A's .-Xburdnihifj de* UnteiSteiermark fuhren u n drei ^lLlr-t)urrier Kultureinheiten in rlie Gauliaiijit-stadt zu den kuliuieliei. WtMtliew 'rb. n dei steirischen llitlei - liigtnd und ei langen alle drei .' At ilc Pie.se. Xui!) hei den Sommerwet'kaniplcn der ul.-rhan Jugend konnte der Btnn M,nl)uT(|-S adt eine große An/iihl .Sieiie. stellen, die am kommenden Soiinlaq (ü. L'n!e:hle -ermark beim Gebietsf^porttest vertiefen werden. Wahrend dts Soninie's wird sich die .lugend beim Schwimme-) und Wandein, irn Zelllafier. auf Fretee:'iS')i/ und durch Falirten in unsercim schoMen Gau erholen. Für die Junf|e:i uiul .Madi-l, die in Marburci bleiben, hesi>nc!eis d.is Mädelwerk, lauft der Dii-nsi weitT. Abschließend bericiil^te der U . ii 'i'b'-er über die militärische 1 .uie Es wird verdunkelt. vom 10.—16 Juli von 22 l.iO l lir Reichsarbeitsdienstlührer im Unterland Bestich auf Wurmberj^ und in den Kreisen M.irburj' und Pcttoii Auliiatinicni M. I'lriirr, Marburg (1), Stcticn-t.lchlblld, Gm (2) Siels Ist rtn Miiiburijer UKK-Wayen mit geschnllrii KrflUen zur Stell« Dienstag, den 4. Juli tralon auf der Srhulungsburg Wurmberg des Steirischen Heimatbuiules 25 Lagerluhrer des Reiihs-arbeitsdlenstes zu einem dreitägigen Resuch ein, um sich über die volkspolitischen Prolileine der Untersteiermar k zu unterrichten und die bisherigen Orlah-rungen mit den unlersteirischen RAO-Männern zu besprec hen. Die ZusarnnuMi-kunft auf Schloß Wuimberci wurde durch Generalarbc?ilsführer Lukesch eröttnet, worauf Referate und Aussprachen lolg-ten. Untei anderem machte der Natioiidl-polilische Referent in der Biindesluhiung Pg, Dr Carstanien dieCiäste mit den geographischen und geschichtlichen Grundlti-cien der Unlrrste'pimark bekannt und erörterte die Aufgaben des SIeiiisrhen Ilei-rnatbundes. Führungsamlsleiter Irenil von der Buiuleslühriing sprai h anscMie ßend über aktuelle politische Frit-gen des Unteilandes, wählend Art>eits-iuhier Schafei vom Amt Erziehung und Ausbildung in Berlin über allgemeine Richtlinien des Reichsaibeitsdien- sti>s in he/U(| aul di»» in\|f>:s'ei! isi hen RAD-Mäirnner beriiMele Im Icii.M der weiteren Keteta*'' nun hie CitietteUirriei-ster Hauet die TeMriehmer mi' d< r N'e-thodi^ des Spracbuntenu htt s in den Reichsarbeitsdieustlagern ln-kiHuit und Oberstfelrlme stei Böhme spi-k h .iljer die Erfa}iiueg(>n im pti'risilr n l'n; . hl Zum .\lisv hlul\ lM'sui.hl"ii die R.\D 1 rh rer riiuh Maiburti, wo sie in dei H. ;■ ' -i-luhiung von r^ihiuiKj iun1>.li>i c Hi u niu' ler 'n Vertretiiiu) d( s B"'n''<'~l' fangen und du rh d prd t .'■■ \U'''' I iung des. St'~'ii is( In Iii in.iilmnd.'s i|e liihr! wuiiteii Vct- V' ■ ":] die Fahrt weiti^i iituh (■i^lti'"' li-il ''ailii~: wi) e'n R Nn LAC-T K l'cs :(l'' >vutde N.ii h einem Bcmk h 'ii Pef ni >'"■ tiüh'dn. wo E nrichfuiui -n ' ■^clie He'matbuiidf^s und :lr t ' ■■ nu i',' " ii Hr sichtigt WiirrlcMi, kelnteii dl'- ul't i f'riednii und S>nii itt-< h n,' h \|.,*'-mi ii vu rück um von hiei die I|i ;r""i'i " an'u treten Unsere Parole lautet: Jeder muß sich bedingungslos einsetzen und, wo es um das nemeinsatre Ziel geht, muß auch jeder opferbereit sein! Das Ergebnis der 5. Haussammlung für das Heiit-sche Rote Kreuz am Sonntag, den 9. Juli, soll diese Bereitschaft bezeugen Dein Volk ist alles „Wer mit seinem Volke nicht Nol und Tori teilen will, der isl nicht ^^crt, daß er unter ihm lebe" SIein Der Mensch ist nichts ohne sein Volk. Das Leben des einzelnen empfangt seine •chten Maßstäbe und r (lesanit-summe an lleldenhim, Slaiullinnigkeit und Auloplerunq, wie das Volk der Deulsclien sin in (Ueser schwersten inul qroüten Slutule seiner (lescliichle ei-brinql. Wiirdifj sein des Volkes in soi-nrn besten iiml reinsten Tugenden, das ist die Parole für jeden einzelnen in riie-ser Zeit der ()r()f^en Revvahning. Wer aber nicht die Nol und nicht den Tod mit seinem Volke teilen will, der wäre au(ii nicht wert, iinter ihm zu lelien und tler Erfulkmg der künftigen läge teilhnflig 711 werden! K M. 2000 Bcsucher in Cilli Ciroßer Erfolg der Aussfelliing »Nie wieder l'MK« Die \VaiidoTdusc»lelluiK| »Diis Entsthei-dungftjeihr — Nie wieder 191H hat bei der Bevülkeniiif[ \'on Cilli grohles In-teiesse getunden. Vor allem war es die Jugend, die Tag liir lag vor den Tafeln fitand und die einzelnen Bilder eowie die Zeitungsausschnitte lebhidt hefiprdch. Die aber, die all drig Eiend und die Not, die durch die Kapitulation im Jahre !91B über das Volk kam, miterlebten, folgten mit tieferem Ernst dem Anschauungsmaterial, Die treflenclen Bilder und Original-/eilungsaueechnitte haben in ihrer einfachen und schlichten aber doch farben-piÄchtig wirkenden Aneinanderreihung ihren Eindruck auf die Besucher nicht ▼erfehlt Da« Gesehen« wurde von den 3000 Besuchern hinausgetragen und Uber* ■11 M>hait b««prochen. Daher hat die WiDidera^isftlellunq auch Ihren Zweck, hreiteeten Schichten der Bevölkerung tti leigen was wir zu erwarten h&tten, wenn Jetzt feig« kapitiiliert werden würtk, •rfülll. Im Krei« CUM wird diese e«h«nBW«rt« und lehrreiche Aueetellung Mich noch ia den Ortsgruppen Erlach-«tein, Rohitflf4i-Sauerbrvinn, Anderhurq, SohÄnstein und Snchsenfeld zu sehen «ein. ★ Jubilar der Arbeit. Der Glasergehilfe Martin Kukowetz ist seil 7 Juli 1919 ununterbrochen bei der F-irnia Franz Voqel (!nh. Julius Toqnio) in Pettau beschäftigt und begeht somit dieser Tage «ein l'.jdhriges Jubiläum in diesem Betrieb. Durch unermüdlichen FleiH, Treue und Arbeitseifer erwarb er sich rasch das Vertrauen seines Betriebshihrers und brachte es zu einer geachteten Vertiau-ensstellunq. Das Steirlsrhe l.andestheater In Zell-nllr. Am vergangenen Sonntag gastierte das Steirischo Landesthealer das erste Mal in der Ortsgruppe Zellnitz, Kre's Marbuig-Land. Am Voimitlag wurde vor Uber 100 Kindern das Marchenspiel iAschenbrödel« gespielt. Mit Aufmerk-«amkelt verfolgten die Kleinen die Geschehnisse auf der Bühne. In der gleichfalls begeistert aufgenommenen Nach-mittagsvoTStellunq wurde d^i« Spiel au« der Rokokozeit »Glück und Gilds« von Heinrich Stequweit aufgeführt. .Auch rlie-ses brachte den Zuschauern viel Freude Todesfälle. In Brücket ist im hohen Mter von R.1 laliien die Pii\ate Maria Kump. geh. Stiinplel, getiiorben. — In Kotzian starb die dortige Kaiilinannsgat-tin und Besitzerin Moi^iia Wogrincli, geb. Klubdssa, (iL) Jahie all. Peftau und seine Korbflechterschule Wieder tritt ein Jahrgang junger Gesellen den Weg zum Meister an Bekannllich besitzt die Kreisstadt Pettau in der staatlichen Korbtlechterschule eine ganz seltene Einrichtung, da sie neben der in Sebastiansberg in Schlesien die einzige dieser Art im ganzen Äeichs-gebiel ist. Kürzlich besuchte Landrat und Kreisführer Pg. Fritz Bauer die Schule anlaßlich der AbschluJiarbeiten und -Prü-tuiigen und ließ sich bei dieser Gelegenheit vom Leitet der Pettauer Berufsschule Pg G.angl eingehend über Stand und Fortgaiuj des Schulbetnebes berichten. Ein CJdiKj durch die hellen Räume der Schule, die malerisch an den Burgberg aiujelelint über der Stadt, zum Teil in Resten der allen Stadtmauer, untergebracht ist, ist aiiflerordeiitlich interessant. Die Schüler der drei .lahrgänge sind ihrem Können eiitspreciiend mit verschiedenen Arbeiten beschäftigt. Hier z. B., die Anfänger, machen einfache Korbe, aber mit größtem Eifer und einer Geschicklichkoil, die den künftigen Meister schon in sich trägt. Im nächsten Raum, die Schüler der zweiten Klasse, befassen sich schon mit schwierigeren Arbeiten. Die Schuler der dritten Klasse und nunmehrigen Absolventen aibeilen an ihren Gesellenstücken; Einem kunstvollen Kinderkorb und einem Koffer, Dazu gehört schon ein schönes Stück Kenntnis und Übung. Müssen sie sich doch auch die Versteilungen selbst zurecht hobeln, die Rahmen selbst zimmern, kurz alle Handgriffe, die dazu gehören, allein ausführen. Daneben laufen die theoretischen Abschlußprüfungen, auf der Talel im Schub Zimmer isl gerade als Aufgabe eine recht komplizierte Kalkulation der Selbstkosten eine Koffers angeschrieben. Da sieht man erst, aus wieviel einzelnen Arbeitsgängen und verschiedenen Leistungen so ein Stück besteht. Die Schüler, die die Schule als Gesellen, also künftige Meister, verlassen, müssen natürlich auch wissen wie diese Selbstkosten zu errechnen sind. Daneben gibt es alle normalen Schulfächer, in denen die Jungen regelmäßig unterrichtet werden. Selbstverslendlich lernen die Jungen nicht nur die Verarbeitung, sondern auch die Zubereitung des Materials. Wie wir erfahren, besitzt die Schule an die sieben Hektar Weidengrund, der als richtiger Acker bebaut, gepffegt und bearbeitet sein will. Die Ruten werden nach dem Schnitt noch sorgfältig beliandelt, gekocht und geschalt, bevor sie die richtige Geschmeidigkeit haben. Daß die Schule auch in den Kreislauf der Kriegswirtschaft einbautähig ist, hat sie durch rasche und exakte Ausführung verschiedener Sonderaufträge schon vielfach ^bewiesen. Auch ist die Lenkung ihrer Erzeugnisse sorgfältig geregelt, so-daß z, B. Reisekofler nur an Wehrmarhl-angehörige, Kinderkörbe derzeit vornehmlich in das Ansiedlungsgebiet an der Sawe gelieferf werden, Mit einem Wort haben wir hier den seltenen Fall eines Unterrichts, der zugleich Werte schafft, was Lohrern und Schülern besondere Genugtuung sein muß. Auch zwei Kriegsversehrte sehen wir unter den Schülern. In einem verkürzten Lehrgang von zehn Monaten werden sie, frühere Bauernknechle, hier umgeschult und einem aussichtsreichen Beruf als vollwertige Arbeitskräfte zugeführt. Rann gedenkt einer deutschen Frau In der Grenzstadt Rann a. d Sawe feiert am H. Juli Frau Siduiiio Adamus in beiiler geistiger und körperlicher Frische ibien 90. Gehurlslaq Es gehört zur besonderen Freude, wenn man eine Frau, die neben ihren vielen hauslichfii Arbeiten auch noch in der Vo!k der Sonne und erfahren von dem Grundeigner, daß die meisten Erdställe zwei und mehr En-gän()e haben und diese nicht iminei am Ber((hang liegen. In manchen ErdstaNcn siiul Jahreszahlen in den Wänerat!iren oder beim Hinausstreben in wärmere Meeres-wasseifich chten der kolo^S'ile Sockel eines Eisberqe« zu «rbmelzen, so änc'ern fiich die Schwergewichlrverhällnifi^e der ganzen Mafi^ie und der Berq kippt plötzlich lim. Unter Umständen taucht dann die Spitze ins Meer und der Sockel erscheint über der Wasseroberlldche. Die qrööte, durch einen Bisberg ver-uisdchte Seekatastrophe und zugleich der bisher furchtbarste Schiffbruch aller Zeiten war der Untergang des britischen Ozeandampfers »Titanic« der »White-sfdr«-Linie. Die »Titanic«, der damals neueste überse«-Personendampfer, ein Koloß von 45 000 Reg. Tonnen, stieß am 12 April 1912 auf 41'> nördlicher Breite und ,50" westlicher Länge in der Nacht und bei starkem Nebel mit einem riesigen Eisberq zusammen und ging in wenigen Stunden, die nicht ausreichten, um genügend Hilfe herankommen zu lassen, unter Von der Schiffsmannschaft und den Fahrgästen, insgesamt 2340 Menschen, wurden nur 705 gerettet. Einen {ganzen Wald gepflanzt Im Frühjahr 1944 wurden die deutschen Wanderer aufgerufen, auf der Basis freiwilliger Arbeitshilfe mitzuhelfen, die durch erhöhten Holzschlag entstehenden Lücken Im deutschen Wald wieder aufzuforsten Im Nürnberger Reichswald, der wieder des „Deutschen Reiches Bienengarten" werden soll, hat dieser Aufruf einen schönen Erfolg gezeitigt. Sonntag für Sonntag zo(jen die Mitglieder des Fränkisch Alb-Vereins und auch KdF-Wanderer mit Stochscheit und Pflan-zenstöflel aus. In einer vierstelligen Zahl von Arbeitsstunden haben die Nürnb-^r-ger Wanderer eine Fläche von anderthalb Hektar mit über tOOOO jungen Bäumen besetzt. Auch die Nebenarbeiten, wie das Herbeischaffen der .lunqpflanzen und das Einplacken der Nadeibölzer, das sie gegen Vertrocknen und im kommenden Winter gegen Frost schützt, wurde von den freiwilligen Helfern geschafft. Die jungen Bäumeben stehen fast ausnahmslos im frischen Trieb WIRTSCHAXFT UND SOZIALPOLITIK Die zirinfreie Konservendose Völlig neue Lösungen der Dosentechnik Jungens bauten eine Bombe Erneute Warnung an die Eltern Immer wieder wird vor dem Spiel Jugendlicher mit Schußwaffen oder Sprengkörpern gewarnt aber immer wieder ereignen sich Unfälle, obwohl es sich hierbei fast immer um l'ahi lässigkeilen handelt, die durch die elterliclie Aulsicht vermieden werden k()nnttu. So spielten in Mayen (MosolKind) zwei Jungen mit einem Sprengkörper, den s.e unterwegs gefunden hatten. Plötzlich ereignete sich eino Explosion, an deren Folgen der eine der Jungen unmittelbar nach der Einlieleiung ins Krankenhaus starb, während der andere Zustand darnieder liegt. Auch in Hornkastul oreigneto sich ein schweres Unglück. Dort hatten sich vier Jungen aus Clhemikalien eine Explosivmischung hergestellt und diese in einem Eisenrohr verstaut, um damit eine Sprengung vorzunehmen. Durch die vorzeitige Explosion den Sprengkörpers wurden drei der Jungen so schwer verletzt, daß sie sofort einer Klinik zugelührt werden iTuiRten. Man befiiichtet ,daß zwei von ihnen das Augenlicht einbüßen werden. In Hadamar schließlich spielte ein Zwölfjähriger in Gecjenwart seiner Mutter (!) mit einem Sprengkör])or, bei dessen Explosion Mutter und Kind schwer verletzt wurden und in Warmsin forderte dio Exi)lusiün eines gefundenen Sprengkörpers gleich zwei Menschenleben! außeidein wurden zwei Frauen echwer verletzt. »Trockener Whisky« Ei gibt eine Kakteenart, die in Mexiko •chon seit alter Zeil zu den heiligen Pflanzen gebort und ein ganz eigenartiges RauHciimittel liolerl. Ihr Name Peyoll Ist aztekischen Ursprungs Die Indianer zerschneiden sie in waagerechte Scheiben, die gettocknc'l in den Drogenhandel kommen und als heilkräftig gelten. Man nennt sie in Amerika trockener Whisky, Diese Hezeicbnuiu] deutet schon auf die berausctiende Wirkung hin Nach der mexikanischen Uberlielerung war der Peyotl schon .3()U Jahre vor der christlichen Zeitrechnung in Gebrauch. Die Indianer betrachten den Peyoll jedenfalls als eine göttliche Pflanze, well er zauberhafte farldge Visionen liervor-mft. Sie scheuen auch nicht weite Reisen durch wilde C^egenden und ütjer Berge, um sich die Pflanze zu verschaffen. Dabei bemalen sie sich die CJesich-1er und huldigen allerlei religiösen Bräuchen, vor der Reise wie auc:h bei der Zubereitunq und dein Gebrauch des Pflün^ensaltcs. Kaiserin mit 300 Frisuren An Frauenlrisuren verschiedenster Art hat es im Allertiim nicht gemangelt. Vom einlachen Zopf und einlach ge-Bcheiteltem Haar bis zu recht künstlichen Aulbauten wird berichtet, und manche Sciiönheit hat sicher viel Zeit und Bedienung für die Herstellung ihres Haargebildes gebraucht. Auch schon in alter Zeit wurde mangels genügenden eigenen Haares AnleihiMi in Gestalt falscher Haare gemacht. Zur Zeit des Praxiteles trugen die Griechinnen gern Lokkenfrisuren, vorziert nül einer deckelhaften Kopfbedeckung. Seit wann kennt man Handschuhe Handschulio sind keine Erfii'dung unserer Zi.Mt, sondern waren schon im frühen Altertum bekannt. In den Gräbern der Pharaonen des neuägyptisc hen Reiches, das 1(i() v. fhr. begann, hat man bereits Handschuhi^ gelunclen, die zur vollständigen königlich, n Kleidung gehörten. D.e Perser kannUn Handschuhe aus Pelz zum Schutz c)egen die Kälte, bei den (iriechen waien Le-dethandsrhuho als Schutz bei bestimmten Arbeiten im Gebrauchi und schließlich war es im Altertum Sitte bei Tisch clüiine Fingerlinge überzuziehen, um„ sich beim Speisenvorlegeii und beim Essen nicht die l-inger zu verbrennen, denn Mt sser und CJabel kannte man noch nicht. Im Mitlekilter wurden Handschiiho meist in Forin von »Fäustlingen« r)etr.iqen, die als »hendeline« be-«oithnei wurden, Die Konservenfabriken stehen jetzt am Anfang der großen Sonirriorktimpagno. An Stelle der früher gewohnten Weißblechdosen mit ihrem giolVen Zinnbed.irf werden nur noch zinnlreie Dofir^n verwandt, die in sorgsfimor Entwicklunns-arbeit und praktischer Erproluinq nunmehr eine Vollkommenheit erie'chl haben, daß sie s'ch auch im Friiiden als geglückte Lüsimq behaupten werden. Die-lackierten Konservendosen von heute sind nicht mehr mit den früheren Schwarzblechdosen zu vergleichen. Der Zinnüberzuq bei den Woißblechdosen hat die Aufgabe, die Oberfläche des Bleches gegen die angriffslustigen, besonders säurehaltigen Füllgüter zu schützen. Doch reicht dieser Oberflächenschutz nicht immer aus, so daß z. B. bei Obstkonserven auch die Weißblechdosen zusätzlich lackiert (verniert) werden. Von der Lötrand dose Der Gedanke lag nahe, auf diesem Wege weiterzugehen, den Zinnüberzug durch Lackierung zu ersetzen. Aber dabei w^aren drei Aufgaben zu erfüllen: 1. mußte der »richtige« Lack gefunoen, 2, sichergestellt wercien, daß der Lack auch schwel verletztem ' haftet und 3. mußte eine andere Art des schweißten Dose wurde daher ein vollkommen neuer Weg eingeschlagen. Bei der flonderdose, einer Art der geschweißten Dosen, wurde die Lackie-rtinq vom Walzwerk in da« Blechbearbeitungswerk verlegt. Die Dose wird nicht mehr gefalzt, sondern geschweißt unrj dadurch druckfester. Die fertige Dose wird zunächst mit einer Phosphat-sch cht iiberzogen. Nach dem hierbei zunächst angewandten Verfahren wird die Dos« Bonder-Dose genannt. Die Phos-phatschlchl schützt bereits vor Korrosion, aber noch nicht auereichend. Deshalb wird die phosphatlerte Dose noch im Tauchverfahren lackiert. Dabei läßt die Phosphntschicht den Lacküberzug bc-tseer haften. Die Verwendung der Dose hängt entscheidend von der Güte de?« Lackes ab. Der ganze Herstellungsprozeß: Schweißen, Bond^ern, Lackieren erfolgt heute automatisch, erfordert allerdings sehr große, aufwendige Anlagen, so daß eine Umstellung der gesamten Dosenproduktion auJ Bonderanlagen kaum in Frage kam. Bei der nachlackierten Spritzdose, der anderen Art der ge«ciiwe'ßten Dose, ist man deshalb wieder zum wcilzwerkseitig lackierten Blech zurückgekehrt. Aber die Walzwerkslackierung spielt hier nur die Rolle einer Vorbehandlung. Die ge-schwellJtf» Dose wird nach ihrer Herstellung nochnrils nachbu kicrt und zwar im Spril/.vcilcihren. Duher die Bezeichnung nachlackierte oder SprilzcUwe, Die Herstellung iiot für die Blechhearbeitungs-werke einiacher, weil die Bonderanlage entfällt, der mehrfach« Lacküberzuq gewährt einen verstärkten Schutz. D e Dose gilt heute als am w.derstandsfestesten. Sie kann für fast alle Füllgüter verwandt werden, nur für f^ig^aure Gurken, Marinaden u. ä, ist noch nicht f er richtige Lack gefunden. Auf jeden Fall steilen Bonder- und Spiitdc.se völlig neue Lösungen der Doientechnik dar. die in der einen odtir arderen Weise noch vervollkommnet werden können, aber schon in ihrer heutigen Gestalt allen Ansfirüchen der Konservierungstec^hnik genügen. ■ -FdP- Rumpfverschließcns gefum'en weiden. Denn lackierte Bleche lassen sich nicht wie Weißblech löten. Die Entwicklung wird durch Namen nekennzeiclinel: fipar-vorzinnte Dose, Lötrand-Dcir.e, gefalzte Dose, geschweißte Dose, d. h. einerseits Bonder-Dose, anderseits gespritzte Dose. Oberflächeiischutz und Horfilellungstech-nik haben sich auf diesem Weqe völlig geändert. Den Übergang bildet die Lötranddose, die aus in den Walzwerken bereits" lackierten Blechen hergestellt Wird, bei denen auf CJrund eines patentierten Verfahrens ein Rand /um Löten ausgfspart wird. Nur mit Hilfe der Lötranddose konnten bei Ausbruch des Krieges die notwendigen Konserven bereltqeötellt werden. Aber sie erfordert nach wie vor zum Verlöten der Rumpfnabt Zinn. Um von Zinn völlig frei zu kommen, mußte eine and<>re Verschlußmethode gefunden werden. D'e ers'e völlig zinnfreie D se Ist die gefalzte Dose, bei der, wie der Name sagt, der Rumpf nicht gelötet, sondern gefalzt wird. Zur Bonderdose So gute Dienste die (jefalzte Dose leistet, so bedeutet sie do( h no( h keine befried'gende Lösung, weil beim Fal/en leicht der Lackiii>erzug verletzt werden kann und die Dichtigkeit der Dose nicht «iibodingt gegeben ist, Mit der ye- HOchstpreis« tflr Mlnaar-Holcichuh- Suhlen. Auch für die Männer werden jetzt in größerem Umfange Schuhe mit Holzsohlen hergestellt. Die Holzsohlen dafür weiden aus Rotbuche gefertigt, da d.eses Holz die längste Tragfähigkeit aufweist. Bisher wurden die Herstellerpreise auf Grund von Preiserrechnungsvorschriften errechnet. Jetzt hat cier Pieisküinmissar in einem Erlaß an die Fachuntergruppe »Holzwaren für Schuhbedarf« und an drei Wirtschafts- und Facligruppen Herstellerhöchslpreise festgesetzt. Für Männer-Holzschuhsohlen au« Rotbuchenholz, Absalzstärke 50 mm, Sohlenslärke 30 mm, Länge der Tritt-flache 20n — 320 nun beträgt der Herstellelhöchstpreis 0,95 RAI fiii das Paar. Für alle anderen Holzschuhsohlen und Pantinenhölzer Ist der Preis im verkehrsüblichen Veihällnis zti diesem Preis zu bilden. III BezIrksledergroOhflndler. Schon seit 194ü kann der Ledereinzelhändler Leder und Lederfaserstoffe im Interesse einer strafferen Bewirtschaftung und Kontrolle nicht mehr bei einem beliebigen Großhändler oder von der Leder-abrik beziehen, sondern nur noch von bestimmten Bezirksledergroßhändlern. Der Reichsheauf tragte für Lederwirtschaft veröffentlicht jetzt in einer Bekanntmachung mit Wirkung vom 1. Juli 1944 die neue Liste dieser Großhändler, 100 Milliarden RM Spargelder Die Einlagen bei den Sparkassen und der privaten Bautätigkeit wird nach dem Kriege erhcbliche Abwände, unqen gerade dieser Sparqelder her/oirufen. Ein Teil der Sparguthaben wird außerdem ni( hl als echte Spargelder angesprochen weriic^n. Die starke Verbrauchsdrosselung hat manches Sparguthaben gleichsam ungewollt entstehen lassen, clas sich ebenso planlos auflöst, sobald ein vollerer Warenmarkt wieder die Befricdi-gunci aiifgestauter Wünsche zuläßt. In beiden Fällen aber kann man erwarten, daß die Lockerung der Märkte einmal sehr langsam vor sich gehen wird und damit eine rasche Auflösung »unzuverlässiger« Sparkapitalien verhindert und vielleicht übeihaupt überflüssig macht. Das Anwachsen der Sparguthaben bis zu der stattlichen Höhe von 100 Milliarden RM ist die schönste Bekundung des Vertrauens der Bevölkerung in die Sta-bilität der Reichsmark, und es dar! angenommen werden, daß die 100 Milliar-den-RM-Grenze bald erheblich überschritten wird, die Spargelder bei den Kreditinstituten haben die Grenze von 100 Milliarden R.M erreicht. Das Ergebnis kann mit Genugtuung erfüllen. Wachsende Spareinlagen sind bislang immer ein Ergebnis gesunder wirtsrhaltlichei Staiktur gewesen Fleiß und wirtschaftliche Umsic:hl der Masse des deulschen Volkes finden in dieser Zahl eine schöne Bestätigung, zumal trotz des Krieqes keine Kaufkraft-entwertiing größeren Umfaeqes eingetreten ist. Dennoch muß m m das stattliche Ergebnis mit einem Vorbehalt betrachten, der nichts an dem Gewicht der 100 Milliarden RM cindeit, uns aber den Blick frei hält für die rechte Bewertung ditser Summe bei ziikünlticjen national Wirtschaft liehen Dispositionen; Spargeldet sind in hohem C:r.ide echte Neiikapitalieiv Daß «ie sich aber so anhäufen konnten, hangt mit den vielen aufgeschobenen Anschafiiiiigen zii^im-men. Jede noch so geringe Lockerung Der Kaufmann als Treuhänder Trotz des sich bald dem Ende zunei-geiukui luniten Kriei|4|ahrevs hind (iie Lagervorräte insbesondere von lextilien sowie Hdus- und Küchengeiäteii in \ie-len Einzelhandelsgesrliätten noih erstaunlich groß. Mancher Kunde glaubt deshalb, daß hier vielleicht eine mu|e-rechlfertigtö Waienzurüc khaltung vorliege uiui selbst die Kaulleiilo wundem sich manchmal daiiilier, daß, obwohl die Waiü vorham en ist, die B jzugsi he iie auf sich waiteii l.isseii. Der Verbr.iuchei muß sich darüliei klar sein daß antieslc hts der im Inteiesse der Rüsliinq eingesc liiäiikten Lr/.eiiqumi von Gebi auchsq'>geiisländen die voihaiule-nen Voträte so spatsam wie nur itgend möcflich verwendet werden müssen. An-detetseils ist unter den heutit)en Uiu-♦it'Uiden eine möglichst bn'ite VerteihnKj der vuihanduneii Ueständä dutchau« am Platze. Deshalb erhält zuweilen der Kaulmann auch Vortdte angewiesen, die er bei sich lagern muß, die aber später eventuell auch wieder abgezogen werden können. Die Bevorratung des Kaufmanties ist dahei nicht gleichzeitig das .\irzeichen einer bevorstehenden Veitei-hitig an die Kundschaft. Es kann heule nur der wiiklich dtingende BcHiarl gedeckt weiden. Darüber hinaus müssen entspiechende Voriäte vorhanden sein, damit bei Fliegerschäden die Betrollenen die Möglichkeit haben, sich die nötigsten Spinnsloifwaren oder Haus- und Küchengeräte zu kaulen. Der Kaufmann ist heute vielfach Treuhander derartiger Warenvorräte und muß dalür bürgen, daß der Verbraucher im Notlalle auch die Waren vorfindet, die ihm die Aulrechteihaltung eine« krlegs-mäßigun HaushdUu« eroioylicht. E>anach sind nunmehr In 12 Leder- handelsbezirken 111 Bezirksledergroßhändler zugelassen. Bis zu diesen Großhändlern laufen die Scihlenmarken über Unterleder und Lederfaserstoff, die der Schuhmacher bei seinem Leciereinzel-händlcr oder seiner Genossenschaft ein-r«icht. Filme der IDocfie Das Lied der Nachtii^an Nach einer Komödie von Hermann Bahr entstand unter der auscjezeichne-ten Spielleitung von Theo Linqen, der auch am Buch beteilig! ist und unter der musikalischen Betreuung von Oskar Wagiiei ein Film, der zwar von den heiteren Lichtem der Komödie in reichem Maß überbhlzt wird, sonst aber wie eine entzückend duUiqe lliusion gefangen nimmt Daran hat den stärksfen Anteil Elfie Mayerhofer, We den heilicien Ernst einer großen Liebe und das beqeislerle Kunststreben des heranwachsenden Mädchens ebenso rührend verkörpert wie die in Gesang und Spiel be/aubeinde Buttor-flv. Als berühmter Tenor ist Johannes Riemann ih' ein in Erscheinung und Stimme durchaus fivmpathischpr Partner, Margot Hielscher, eine der interessantesten Künstlerinnen, mimt die in einen nicht ganz ernst cjeme rten Flirt mit dem Sänger verwickelte Prinzessin Monika. Die heitere Seite vertreten Paul Kemp, als treue? Begleitei des Tenors, Theo Linqen als Sekretär von dezenter Komik, Will Dohm, prächtig als vielqe-piaqter Theaterinlendant, und Marqaiete Haagen, die ihre köstliche Komik diesmal an eine Fürstin wendet. Treffliche .Aulnahmen, vor allem aber in bildhatte Kulisse qestellle Szenen aus dei Oper »Butterlly« veivollsländiqen die empfindiinqsstarke Wirkung, die Mu-siktilmen eigen ist. (Marburg, Burg-Lichtspiele.) Marionne von Vcslcnock Herz in Gefahr F« gibt Ehefrauen, die sterben aus Langeweile im Wohllebet» andere verlieben sich. Aber die l'alle sind bei uns in Deutschland zur Zeit selten. Denn diese tragikomischen Ereignisse verhindert heute gewohnlich dis Arbeitsamt. Es gibt Beschält.gung lür gelanqweilte Frauen Und diese wohltuende Beschäftigung verhmdeit wiederum in dem krausen Köpfchen, das sich zwischen Musik, Roman und Zigarette nicht mehr zurechtfindet, manche Entgleisung. Deshalb sind Filme der Art, wie »Herz in C'iefahr«, der aus Ungirn zu uns kam, kaum noch tragbar. Die Szenen werden für uns hohl und liulen Gefahr, umzukippen. Das Publikum ist nicht erschüttert, sondern luhlt die Neigung zum Lachen, Daß es im Eheleben manche Gefahren gibt, wissen wir. Wir wissen auch von der Tragik der Liebe, von dem Kampf zwischen PI licht und Herz, Iis ist ein ewiger Voiwutf der kunsllerisc hen Gestaltung. Aber niemals soll es verspieltes Theatei sein. .Mies soll in die Ebene echter Konllikte gehoben werden. Das vermissen wir in diesem Film, der noch von der äußeren, großen Gesle lebt und uns innerlich nicht inehi erreicht. Doch e« ist ein Film, der durch seine Eleganz sehenswert ist und besticht und In dem wir in Paul Javor, Franz Kiss und Vallerie Hidveghl interessante Darsteller keiuienlernen. (Marburg, Uspla-nade,) Julius Willi/ und liiniih RSG Graz oder Kapfenberg? Genaue Nachrechnungen haben ergeben, daß in der A-tjruppc' der steiriscben FuÖball-Gauklcisse d Vc^reine SC Kapfenberg und Reichsbahn Sfi Giaz je 21 Punkte besitzen und d.iß di-r To^unter-fichied der Rei "fiisbahner ^ und rifv der Kapfenberqer 4h: 17 betragt. Die Grazer sind also um em Tor bcsfc, sodrtß ein drittes Sp.el nit ht stattzufi nden hiit. Die Entscheidung liecjt d^iherlieini Reichsfachamt in Berlin, (jb diesis f-nn'itiiq ge Spiel zu wiedc'iholen wur. W 'r d e Neu-aiistragunq r'.chtig, dann s nd die Grazer Reichsbahrier <"■: upprn*;cncr, ini anderen Fall sind es die Ka])!eii')'.'!gei. * Die Berliner Fntsc.heidunq ist q-f..llf>n: Das abgebrochene Sp.fl Re r}'.vb,ihM Graz—SC. Kapfenberq war zu v. i-dcr-holen, was gesthehrn ist und nut dem knappen Siecj der Gr.i/.er grr.vic' h.it. De Gruppe A der steiiisihcn Ci.iurnei-sterschaft hat danr.t ihien SeM..r; Reichsbahn C3raz. Die Reich'"^b ih::ct hd-ben nun zwei (^iial'fikation*^si)i( !e ge-j^n den Sieger der Cirigipe B, die BSG Rosental, um den -^teirisc lii-n M >i = t"rt;tc, zu bestreiten, deren erstes eni kii:nm( ii-den Sonntag stattfindet. Rapid Marbiitq nach Knlüeili'ld. D e Fußballelf von Rapid .M-.ut)iirf| tritt tra Sonntag in KnütenfGld zu niiiem Krdlt(len der oi)er- und unterslei-rischen Fußballer sieht man niit Interofise entgegen. Aus der Abteihing Ropiil der SG ,VTar-biwq. Folgende Si);c!er hidjen i^i^h am Soiintaq c'en 9. J\tii. urn (i,-!) l \\\ am Hauptbahnhof yur Fdhit iid'h K iif i'old einzufinden: Fasching, l!'.'Ilti, K;;iiii, Untersteirist hör ruTiail-Jugi i.iiir" fährt nach Ciraz. /\ni Sonn i-i '1 fußballm-uinschaft des Bantu s Sldfit der Dculschen Juiid, d'e a lieh der Sonime.wc.t'kämpfe 1 scheu Jucjend als uuter..teiii-:'^ gendmeis'er hervorriing, ihien \V' i ü h C^raz zu einem Spiel gegen l't r;. '< ■/-Hiller-.Iuqend in. SfHinteg fi'iii nni I iiif L'hr haben si'~h folqendo r'iii;- Krr ■ al de m Marbiirger Hauiitbahnhof v^ r! dV. 'Ii einzufinden: Mitsche. Robins' h. k, hi-schek, Keiiscb'er, K'iiiil-^ch Wev/c. S" n-litsch Winte-hailer Rt ininner, WK, Sagorschek, Barl und Koschar Hamburg — Perlin, .AJ,s( blul^ u-.d !! '• hepunkl der I taTiibr.di" Spn: l vv >( he ■ d am 10 Juli der I'i:lii"i.ills äil'-kj;!!;-! if i'n-buig—Berlin sein. H li T'iPeii s'.cli' de 54. Boc|cqnunq zwisr hi-n ".-il n end 'i ni-burg dar, von dem n von llit'iliirj -2 und von Berlin III) gi',vr^'i:iea irdi u, wahrend weitere 10 Spi"'.-» u i il> -i e-den blieben. r.)ie letzte ^u«•■ ;■ • -1 t-zung am 7. Novendier i:*4,{ f. th ^ 1 i:" .u;y mit 3:l-Torpn sieureich. Als weiterer lilelheflhewerli des f'c-ut-srhen RadspurIs v. ird wn 1". ' i i ils Rundstreckeniennen <>r r-.e ki.i Dresdner OsMag- lu'gt' i:ie i- -'iie Kiiegsmeisteischalt im iiim r-; ': . l ui-ren veranstiiltel. Pis .' im \'i i'i--Schluß sind (i2 Meidungen ' ' ' worden, doch vviid ili"-e Z ihl . . " h erhöhen TÜelvertfldiger itt dir ner Hviriy Saager Dio Schwei/er Radmeisteis-^lia' der Straße fiir Be.ufwKihier u;. : teure wurden in Ziiiifh aas^ie! !i' den Beiuftibtbrern siegte iii > ; Ernst Nas (Züric h| iu .> -I'»,4 in ' Stundcnmittel von fi, ^in I Amateuien war aiit dei IHoii ..n Strecke Leo U eiletna'ui 'n ter d'e 1- .la- I .-ji \ ÜM-!1 1 ; k :ri • 'U (i. ■V "Ml •' r. Entgellllchc Mitteilungen; Ärztlicher Sonntagsdienst (Uli: Dau^r: Samstag niiltag bis Mniiiäg tiuh 8 Uhr. Dieiisthabeiider Ar/t: Dr Tix Iht Alfred, Cilli, nisniriukplal' u nic!:stha-bende Apotheke; Kteuz-Apolhikv, Piinz-Eugen-Straße. Marburg: Dauer: Von Samstag mittag 1.' Uhr bis Montag tnih H I hr. D eiis!h :de Arzte: Dr. Josef Mdi/eii, 1 ec|eJllv 1''-tic 2\, (Tel, lur das lechle Dranulei; Dr. Karl Stieil, Koko.-«( hineiujat:.iHe 24 (Tel. 27-74) lur das linke Diaiiuler. f ir Zahnkranke: Dentist K.ul Pirsch", l'anft-gasso f). Dienstdauer; Sumst.viui 14 - Iii l'hr, Sonntag von H -10 Ihr. Diensthabende Apotheke: Scbut,(>ngrl piiilukj, Mag. Vaupot, 1 egetlhottstiaße 3 '. Die Starken werden den Schwachen helfen. Die Schweiger werden die Schwätier warnen, solange warnen,bis sie auch schv/eiqem?^ Pst! Wer et _ iiicht fühlen ^ jJsf jfg: hart bestrqlt-vseai:ea;== Also: l£5 NEHMEN FRAUEN LEICHTER ZU? lifc isl eine trldhrunq^>ldtiidthe des dll-tdgMci.on Lcbeaft, die <»irh duch beiiidhe in joder ärztlichen Sprechstunde von neuem eiweist, dcill in Manqelzeiten Niui. ei v.Li.iiHi dußeiurdenliich «tdrk an Korperqcwichl verlieren, wahrend fr.i.h >t.i_ ibn>inrne brj Frauen in wesentlich qennqeren Grenzen hall. Sehr viele Anqehörjqe des schöneren Geschlechts nehmi'n überhaupt nicht ab; und nicht wemqe Frauen und junqe Mädchen kommen ^oqar auch heute noch zum Arzt mit der Klaqo, sie würden immer dicker und müßten, weil es ihnen in der qeqeiiwartipen Zeit »doppelt prinlich «ei unbeduiqt eine Ah-maqerunqskur machen. Dabei handelt e« sich viellach um Frauen, cierpii Mäimer bei uenau der qlcichen Kost in ihrem Körperqewirht «tnrk zurürkqehen; ja man darl soqar annehmen, daß viele Ehetrauen ihren anqespnnni arbeitenden Männern noch manchen Bissen zustek-ken, den sie sich «elbet am Mund absparen Ähnlich «tcht e« um die unerwün*;ch-te Gewichtszunahme junqtf Mädchen. Wenn irüher. in Friedens/eiten solche Dämchen zum Arzt kamen mit der Kla-qe, sie würden immer dicker obqleich tiie j'überhaupt nichts« essnn, s& stand man solchen Bohauptunqen wohl etwas skeptisch c|cqenüber. Eine Praline, hier und da rfena«cht, ein Stück Kuchen, »zv;is(:hendurch« ffcgessen, zahlte bei solchen .^nciaben meist nicht mit und konnte doch qerado, wie wii noci! «ehen werden, von austichlaqqebender Bedeutunq sein Heute kommen die Eltern solcher |ii|iqeu Mddcheu oft mit zum Arzt und billen, er rnöqe doch veriuilasocn, daß die Tochter etwas alien; sie nehmen aus Annst. dick zu werden, biichetablich «o qut wie nichts zu sich, Solchen Anqaben dar! man dann wohl Glauben echcnkenj sie beweisen, daß in diesen Fällen das Dickwerden weniqer eine Folqe der Ernährunaeweise als vielmehr einer Drüsenstürunq ist, die in ihren Auswirkunqen bisweilen dem Gesetz von der Erhaltunq des Stoffes qe-radeweqh zu widersprechen scheint, weil trotz minimalster Nahrnngsnufnahme ein immer «tärkcrer Fettanf;ülz erfolqt. Der-artiqe auf Drüsenstörunq beruhende »Fettsucht« bedari natürlich einer entsprechenden inneren Behandlunq. Indessen, von solchen kra!ikhafte:i Stoftwech-selstörunqen qanz abqesehen, zeiqt sich bei durchaus qesunden Menschen immer ■wieder eine in beiden Geschlechtern sehr unterschiedliche Auswirkunq der «oq. 'oManqelkost« auf den allqemeinen Ernährunqsziißtand. Auf der Suche nach einer Erklärung lür diese eiqenartiqe Erlahrunqstatsa-rhe erinnern wir uns zunächst daran, daß eich unser »täqlich Brot« vornehm-lirh aus drei Gruppen von Nahrunqs-stotfen zusammensetzt; aus dem Eiweiß, das wir dem Tier- und Pflanzenreich entnehmen, dem Fett, dae in einer Linie vom Tierreich qeliefert wird, und den Kohlehydraten, die weitaus über-■wieqend dem Pflanzenreich entstammen. Für das Verständnis des Folgenden ist es nun wichtig, sich vorerst einmal klarzumachen, in welcher Weise sich die Beköstiqunci ir. Zeilen der Verknappung von der »norma'enf Er-nalirunq unterscheidet. Da ist es vor allem das Fett, das stark ziiqiinsten der Kohlehydrate zurücktritt, die in Manqelzeiten als Brot und Kartoffeln einen qroßen Teil des SpeisezcHels beherrschen. Normalerwe'se ist es nur s j, daß zur AufrerhlerhaMunq von Gesundheit, Wohlbefinden und Leistunqsfähiqkeil in der täglichen Kost ein konstantes Mindestmaß rlcr c'roi Nahrunqsmittelqruppen enthalten sein muß Freilich, hielte sich der Organismus pedantisch' an diese, von der Wisseiu>chatl qeii'i'j errechneten M ndetilmengeii, so säli». es in Zeiten der Verknappung hös um unser Wohlergehen aus; denn die Beschränkung des Fetts in der Nahrung müIHe den Stoffwechsel bedenklich aus dem Gleichgewicht bringen, .A,llein, wunder-barerwoise ist von der Hand der Schöpfung für alle Fälle dafür gesorgt, daß der Mensch durh in Zeiten des Fett-mangels ke.ine Not zu leiden braucht. »LASST MIR MEIN KIND« Was wurde aus dem Sohn Marie Antoinettes? Am 3 Juli 1793, dbends zehn Uhr, gelten Verzweiflunqsschreie duich das Temple-Gelangtiiä in Pduii L-s sind die Stimmen der Königin Marie .Anloinette, der Tochter Maria Ihertsias, und ihrei achtjährigen Sohnes Louis-Charles von Frankreich und Bourbon, Herzuq der Nor-mandie, der am Taqe der Hinrichtunq des Vaters. Ludwiq XVI., am 21. Januar 1793, von der Muttei zum Kbniq Ludwiq XVII. ernannt wurde Dieser erqreifende Auqenblick ist historisch verbürqt und beweist die Würde der Köniqin nach einer lanqen See-lentolter Vom rohen Holztisch ohne I Decke erhebt sich die Köniqin in der engen Gelängniszelle im Beisein der I Schwester Elisabeth des soeben auf dem Schafott hingerichteten Königs und des Töchterchens Madame Royale, von ihrem Sitz und neigt sich vor dem Dauphin mit den Worten: »Monspiqneur, das ist nun Ihr Platz«. Die von sechs Gememderäten und den Getänqniswärtern im Protokoll niedergelegte und vom Konvent gezeichnete Aussage über den Verlauf dei Szene am 3. Juli 1793, wurde vor etwa dreißig Jahren in einer Dachkammer des Lou-vre von dem französischen Geschichtsschreiber Gustav Lenotre wieder aufgefunden. »Wie ein zu Tode verwundetes Tier«, so beschreibt Lenotre die Tren-nunq von Mutter und Kind, »warf sich die Köniqin den sechs Räten zu Füßen, den Dauphin an sich reißend, deespn Händchen sich krampfhaft um den Hai« der Mutter qeschlunqen hatten. Als das Kind nicht mehr im Zimmer war, die Tür laut zufloq, stürzte sich Marie An-toinette auf das noch warme Bett, aus dem dei Dauphin kurz vorher aus dem Schlaf gerissen wurde Die Schwester des Köniqs und Madame Royale hörten sodann noch die unaufhörlichen Schreie drs Dauphin draußen in den Gangen: »Ich will bei meiner Mama bleiben!« Von allen Verfehlungen und Verbrechen, die im Rahmen dieses Königsdramas begangen wurdf^n, bleibt nach einem übei hundertjährigen, jetzt wieder politisch aktuell qewordenen Streit um das Kind Ludwiq XVII. jener nächtliche Vorqanq vom 3. Juli 1793 der erschütterndste. Der Ausqanqspunkt dieses Streites aber ist der 7. Juni 1795. der Tag, an dem ein seit Monaten in völliger Abgeschlossenheit lebender zehnjähriger, durch Unterernchrung skrotulös gewordener Knabe störb Vier der bekanntesten Pariser Ärzte stellten den Tod fest. Man sagte ihnen, daß es sich um den Sohn von Louis Capet handele, also um den Dauphin. Einer der Ärzte seziert d^n Knaben und eignet sich heimlich rötliche Haarlocken und das Herz an. Der Knabe wird beerdigt. Kurze Zeit darauf verlangen geheimnisvolle Leute von dem Totengräber die Öffnung des Grabes und andere Arzte «teilen fest, daß e« sich um die Leiche eines 18-jahriqen jungen Mannes handelt. Starb Ludwiq XVI!. im Juni 1795 im Temple-Gefänqni« oder wurde ein anderes Kind damals in die hermetisch abgeschlossene Zelle des Temple-Gefängnlsoes geworfen, als der Dauphin am 3. Juli 1793 zuerst dem Schuhmacher-Ehepaar Simon überlassen wurde? Eigentümlicherweise j wollte dieses Ehepaar, das für das Kind monatlich 10 000 Livres erhielt, nichts mehr mit dem Kind zu tun haben, so daß es formell am 3. Juni 1794 den Behörden abgeliefert wurd#>. Die alte Frau Simon wußte, daß an diesem Tag der ; wirkliche Dauphin in Bettücher gcwik-kelt in einem Wäschereiwagen entführt wurde. Nach der Revolution tauchen die »falschen Dauphins« auf Seitdem geht der Streit vor allem darum, ob jener in den dreißiger Jahren dts vergangenen Jahrhunderts in Frankreich, England und Holland auftauchende Uhrmacher aus Potsdam, namens Naundorif, Ludwig XVII. war. Mehrere europäische Höfe haben ihn Zeit seines Lebens als Ludwiq XVII. anerkannt. Das holländische Königshaus gestattete, daß sein Grabstein in Delft — er starb 1845 — die Inschrift erhielt* Ludwig XVII. In diesen Tagen hat nun ein Mitqlied des Hauses von Frankreich, der Herzog von Anjou, in der von dem französischen Schriftsteller Alohonse de Cha- rolo; w ien- Film Kleine Leute hinterm großen Pferd Aus dem Kulturfilm der Wien-Film ..Das kleine Landvolk" Der Organismus besitzt nämlich die Fähigkeit, einen Uberschuß der Nahrung an Kohlehydraten aus eigener Kraft in Fett zu verv/andeln Und an diesem Punkt tritt der Unterschied im männlichen und weihlichen Stoffwechsel augenscheinlich in Erscheinung Nach aller alltäglichen Erfahrung muß man nämlich annehmen, daß das Vermögen, aus Kohlehydraten Fett aufzubauen, der Frau in wei' höherem Maß zu eigen ist, als dem Manne. In Friedenszeiten wurde diese Tatsache oft genug deutlich: )unge Mädchen, die viel Kuchcn, Süßigkeiten, Schokolade und ähnliches zu sich nahmen wurden »dick«, das heißt, in die Sprache der Ernährungsphysiologie über- setzl; Sie verwandelten die überreichlich aufgenommenen Kohlehydrate in Reservefett, das vornehmlich unter der Haut angesetzt wurde. Eine Erklärung für das im weiblichen Geschlecht gesteigerte Vermögen, aus Kohlehydraten Fott zu bilden, mag vielleicht in der physiologifichen Tatsache zu suchen sein, daß das Weib für die Zeiten der Schwangerschaft, des Stillens usw. in der Lage sein muß, gewisse Reservedepots anzulegen. Noch eine eigenartige Kriegserschei-niing mag in diesem Zusammenhang Erwähnung finden: die Beobachtung nämlich. daß Männer, die früher kaum* je Süßigkeiten anrührten, heute mit großem Behagen nach der Mahlzeit oder sonst eine Praline, ein Stückchen Schokolade oder dergleichen verzehren, Die Erklärung dafür ist nicht schwer. Nach reichlichem Genuß von Kohlehydraten, wie ihn die Zelten der Verknappung mit sich bringen, kursiert im Blut ein Überschuß dos von der Bauchspeicheldrüse ausgeschütteten Insulins, der gewissermaßen »etwas 7U tun haben möchte«. Dieser Insulin-Uberschuß, der ein intensives Bedürfnis nach etwas Süßem hervorruft, wird dann am raschesten durch den Genuß einer kleinen Süßigkeit gebunden und damit erweist es sich, daß die heutige »Schleckhaftig-keit« mancher Männer ihren durchaus realen Untergrund hat. Dr. med. et phll, Gerhard Vcnzmcr teaubridnt herausgegebenen Pariser Wochenzeitschrift >Ld Gerbe« die teierlicha Erklärung abgegeben: »Naundorff war Ludwig XVIl.« Dieses Mitglied des Hauses von Frankreich erklärt, sein Gewissen erleichtern zu müssen. Er kenne die nicht veröffentlichten Dokumente» sein Vater habe seinerzeit weitere Dokumente vom Fürsten Bismarck erhalten, die keinen Zweifel mehr daran ließen, daß I Naundorff mit Recht seine Ansprüche I geltend gemacht habe. I Schon vor einigen Monaten veröffent-I lichte die genannte Wochenzeitschrift das Gutachten eines Gerichtschemikers in Lyon über zwei ihm vorgelegte Haarlocken, von denen die eine authentisch von Naundorff, die andere aus einem Medaillon der Marie-Antoinelte stammte, Der Wissenschaftler stellte die Identität der Haarlocken fest. Immer mehr fordert deshalb die internationale Öffentlichkeit, daß der Vatikan endlich das Geheimnis um den Dauphin preisgebe, weil behauptet wird, daß die Entführungsgeschichte und die Dokumente darüber in Rom liegen. Starke Zweifel an der Identität Naun-dorffs mit dem Dauphin werden nur noch durch das spätere Veihalten dei Schwester des Dauphins genährt, die sich später als Herzogin d'Angouleme nannte. Madame Royale weigerte sich, Naundorff zu empfangen, obwohl dieser ihr durch Mittelsmänner die intimsten und zartesten Kindheitserinncrungen aus Meudon, Versailles und Trianoa bekanntgab — Einzelheiten, die so weit gingen, daß er wußte, welches Kle-.d die Schwester an bestimmten Tagen trug Odei war diese Herzogin d Angoul^me qai nicht die Madame Royale, die Schwestei de« Königskindes? Die Schustersfrau Simon kannte nach der Revolution den wahren Dauphin am besten. Zu ihr kamen ins Altersheim die Freunde der königlichen Familie, wie alle Anhänger des Königstums. Stets sagte sie das gleiche: »Der Dauphin ist nicht tot« Mit allen Einzelhelten erzählte sie immer die Entführung. Die Herzogin d'Angouleme konnte der Öffentlichkeit gegenüber den Besuch bei der Simon nicht vermeiden, die Schwester mußte doch schließlich am ersten an der Wahrheit interessiert sein. Die Herzogin d'Angoul^ime besuchte also gleichfalls das Altersheim, in dem sich die Simon befand. Bei ihrem Besuch wurde jedoch die alte Frau in eine Zelle gesperrt, und die Herzogin verließ das Heim, ohne ein Wort mit der ehemaligen Hüterin des Dauphin gewechselt zu haben. Im Rahmen dieses Artikels können natürlich nur Andeutungen zu diesem Problem gegeben werden. Aber immerhin kann man feststellen, daß die Ereignisse sich arders zutrugen, als die alten Schulbücher • sie schildern. Wird Naundorff jemals rehabilitiert werden? Das werden die weiteren Nachforschungen zeigen. Blond oder braun ? Das an «ich farblose Menschenhaar erhält seine verschiedenen Farben durch einen im Haarzylinder enthaltenen bräunlichen Farbstoff, von dessen Zusammensetzung die einzelnen Haarfarben bestimmt werden. In blondem oder rotem Haar ist dieser Farbstoff In flüssigem Zustand enthalten, wodurch die einzelnen Haarröhrchen durchsichtig oder durchscheinend werden und die goldgelbe oder rötliche Farbe zustande-karamt. Ist der im Haarröhrchen befindliche Farbstoff dagegen von halbfester oder teigiger Beschaffenheit, so ist die Folge, daß das Haar braun cr«cheinl, während rein schwarze« Haar den Stoff in feinsten dunklen Kömchen enthalt. Was die grauen Haare anbelanqt, so entsteht ihre -Färbung dadurch, daß die einzehie Haarröhre nur zum Teil mit Farbstoff gefüllt, im übrigen aber hohl ist. Rein weißes Haar ist dagegen vollständig farblos, also ohne jeden Färb-stoffgehdlt. Die weiße Färbt, die durch die Brechung der Lichtstrahlen in den j ganz leeren Haarröhrchen entsteht, ist daher mir eine vorgetäuschte Farbe. Daß das Haar im vorgerückten Alter des j Menschen seine Naturfarbe einbüßt, be-I ruht zum Teil darauf, daß die Haaro j nach und nach ihren Farbinhalt verlieren und infolgedessen zuerst grau und dann weiß werden. VORHANG RUNTER! Roman von Die Stefani Ntchdruckircchl Knuri & Itirlh K.-G.. Erlachers Zimmer hinüber?« »Ganz recht!« sagte Winternitz höflich. Petei »prang gespannt auf: »Haben Sie drüben — Ich meine, ist Ihnen irgend etwas Besonderes aufgefallen?« »Nicht, daß ich wüßtel« Der Rittmeister war etwas ungeduldig, »fch sah zufällig wie der Sänger seinen Bedienten hinaiisschickte, sich einschloß und sich an seine Toilette machte! — Dann bin ich gegangen.« »Wären Sie geblieben —« sagte Peter leise — »dann hätten Sie wahrscheinlich gesehen —« er stockte. »Ich darf mich wohl empfehlen, meine Herren!« sagte der Rittmeister mit höflichem Läclieln. »Es tut mir leid, daß ich Ihnen nicht mehr sagen konnte.« Er winkte, der Kellnerin. »Entschuldigen Sie meinen Aufbruch — ich bin wie zerschlagen — ich habe heute schon eine lange Autolahrt hinter mirl« Er verabschiedete sich in aller Form. Solange er noch im Raum war, saßen die Vettern still, dann sprang Peter mit oine-m Satz ans Fenster und lüftete den Vorhaiig. Draußen sprang ein Motor an und Peter sah bald darauf den Rittmeister Winternitz in einem kleinen dunklen Zweisitzer um die nächste Ecke herumschießen. Er ging gedankenvoll zum Tisch zurück. »Etwa« kurz angebunden — der Herrl« zischte der Astscssor. »Den möchte ich mit mal amtlich vornehmen dürlenl« »Vielleicht wirst du's mal!« sagte Peter nachdenklich. i Peter hob den Finger an die Nase. »Ich muß mir was auftächreiben.« »Wir sperren!« sagte die Kellnerin und lächelte süß. »Ja!« sagte Peter. »Bringen Sie mir einen Bogen Papier!« Während die Weinstube sich allmählich leerte, der Wirt und die Kellnerin bedenklich auf ihren Tisch schielten, der Assessor finster un>d schweigend an seiner Zigarre zog, schrieb Peter mit qe-runzelter Stirn. Nach einer ganzen Weile atmete tief auf, lehnte sich zurück, sagte; »Paß auf!« — und las vor: »Erstens: Warum ging Kestner wahrend des ersten Aktes ins Schloß hinüber? a) war er darauf vorbereitet, daß Winternitz anklopfen würde? b) teilte ihm Winternitz etwas Neues mit? c) was wollte Kestner im Schloß? d) warum ging er in das Arbeitszimmer? Zweitens: Warum kam Winteriiitz ins Theater? a) warum klopfte er an die Lorio? b) warum ging er eine Viertelstunde später ins Schloß hinüber? c) was erwartete er dort zu finden? d) warum ging er anverrichteter Dinge wieder fort? Drittens: Was bedeutete die Unordnung im Arbeitszimmer? a) der un>geworfene Stuhl? b) das an der Tür liegende Monokel? r) der blutige Brielbe«chwerer? U) ddü saubere Handtuch? Viertens: Warum verließ Erlacher das Iheater mitten in der Vorstellung? d) ging er freiwillig oder gezwungon? b) hatte er etwas vor oder floh er vor etwas? c) warum zog er den Mantel des Barons an? d) warum schickte er dem toten Baron d'e gelbe Ro«e?« »Blödsinnig!« murmelte der Assessor Peter fuhr auf. »Was?« Seine blonden Haare sträubten sich über den Brillen-stegen. »Weilcr!v< sagte der Assessor. Kein Gast war rnohr in der Weinstube außer ihnen. Der Wirt seufzte. Aber Peter las, den Zeigefinger an die Nase legend: »fiinftens: Warum wurde der Friseur-lehrlinq auf dem Schnürboden überfallen? a) wer tat es? b) welches lnleres.se lag vor, zu verzögern daß vom Büro au« das Hotel dpfi Sängers verständigt würde? Sechsteiis: Wer saß in dem Auto, das der Gärtner an» Abend vor der offenen Schuppentür sah? Siebentens: Warum wurde ich zwei Stunden später im Schuppen überfallen? a) wer war dei Mann, der auf die Straße wollte? b| wohin ist er entwichen, nachdem die Tür durch ein Versehen zugeschlagen wurde? Achtens: Was für eirio Rolle spielt Froggy in der Geschichte? b) war Ob wirklich seine eigene Taschenlampe, die er nach meiner Befreiung bei sich trug? OTTO KOSCHirZ: Rudolf Gustav Puff Dichter und Chronist der Marburger Biedermeierzeit' über drei Jdhrhuncieile nehörte das Gut Holzbduereqq nächst Groü-Florian in der We^tsteiormark der Familie Puff. Rudolf CuGtcivs Großvater, der wie Ru- i dolfs Vater Johann hieß, halle sich während der Türkonkriege im 18. Jahrhundert derart bewahrt, daß er weit über die Grenzen seiner engeren Heimat bekannt wurde. Aua dem Orient hatte er eine Fülle medizinischer Kenntnisse mitgebracht. Weit und breit war er als »Wunderdoktor Purhmüller« geehrt. — Neunzigjährig starb er kurz vor der Geburt seines Enkels Rudolf Gustav, der am 10. Juli 1808 auf Holzbaueregq seinen Lebensweg begann. Der Vater, Johann, hall« nach der Beendigung der juridischen Studien zu Graz die Bewirtschaftung des Familienbesitzes übernommen und lebte in glücklicher Ehe mit seiner Frau Therese, der jünge- und die Poesie. Um diese Zeit begann er mit der Veröffentlichunq seiner Arbeiten in allen einschlägigen Blättern seines Umkreisos, er wurde ständiger Mitarbeiter einer Reihe wissenschaftlicher Zeitschriften und Jahrbücher. Auch der Vorgänger der »Marburqer Zeitung«, der »Marburqer Bote«, zählte ihn zu seinen Förderern. Im stürmischen Jahr 1848 sammelte Pufl die Schüler der höheren Klassen des Marburqer Gymnasiums in einem geregelten Korps unter seinem Kommando und konnte so die Jugend vor mancher unnhcrlegten Torheit wie auch vor Verführung bewahren. Als Erzieher der Marburqer Jugend fühlte er sich für alle ihre Unternehmungen verantwortlich. Dieses tiefe Pflichtbewußtsein hatte Ihn, den stillen Poeten und Historiker veranlaßt, die Leitung des Korps zu übernehmen. ren Tochter des Grazer Juweliers und i Ruhe wieder ins Land eingekehrt Goldfichmiedes Jakob Fielner, der bei der Schätzunq von Edelmetallqcqenstän-den anläßlich der Klosterdufhebungen durch Josef II. in der Steiermark eine wichtige Rolle gespielt hat. Die wirtschaftliche Not des Franzosen-krieges im Jahre 1809 ein Familienunglück — die einzige Schwester de« Vaters ertrank im Hofbrunnen — bewogen Johann Puff da« alte Familieaigut zu veräußern. Er siedelte mit seiner Familie nach Graz und erwarb sich dort als Beamter Im Dienste der Landfichaft in Gries ein geräumiges Hau«. Aber bis an sein Lebensende litt Johann Puff unter dem Verlust de« Erbgutes. All seine Liebe und seine gesamte Fieizeit widmete er mit grenzenloser Hiugabe seinem ältesten Sohne Rudolf, dem er bereits in seinem fünften Lebensjahr regelmäßig Unterricht erleilte, so daß Rudolf schon mit sieben Jahren in der Normal-Hauptschule in St. Andrä Aufnahme fand. Hier wurde ilm der spätere Normalschuldlrektor zu Marburg, Kaspar Wiederhofer, Lehrer und Freund. Rudolf Puffs sehnlicTister Wunsch war, Schüler der k. u. k, Marine-Akademie in Venedig zu werden. Mit Feuereifer widmete er sich dem Studium fremder Sprachen. Er wollte die weite Welt sehen und kennen lernen, er wollte reisen und immer neue Eindrücke sammeln. Doch da starb im Jahre 1823, kaum 38 Jahre alt, sein Vater. Der fünfzehnjährige Gustav war auf sich selbst gestellt) denn «eins lebenslustige Mutter kümmerte »ich wenig um ihn. Schoo in diesem jugendlichen Alter zeigte sich Rudolf Puffs fester Wille und «eina Tatikraft ,mit denen er auch später alle Hindernisse, die sich ihm in den Weg stellten, zu beseitigen wußte. Rudolfs Lehrer Blasius Trenk hatte In ihm die Liebe zur Geschichte und Vaterlandskunde geweckt. Er verschlang alles Lesbare, was er über die Steiermark, über Österreich und über Deutschland erreichen konnte. In den Ferien durchwanderte er, meist allein, «eine Heimat. Seine Fahrten zogen immer wieder weitere Kreise, immer tiefer drang die Vaterlandsliebe und Heimatverbundfenheit in da* Herz dei Einsamen. Alf Korrepetitor bestritt Rudolf Puff •«inen bescheidenen Lebensunterhalt. Er ■widmete sich dem juridischen Studium. »Arbeit und Mut« lautete sein Wahlspruch Er hielt ihm bis zum Tode die Treue. Im Sommer 1830 vollendete er die Uni-versitätsstudien, er erwarb sich den Doktorhut der Philosophie und wurde am 2. Juli desselben Jahres als Suplent der Humanitätsklassen nach Marburg entsandt. Zwei Monate später heiratete er die Grazerin Josefine von Sprung, die ihm eine aufrechte Lebenskameradin war und mit ihm Freud und Leid teilte. Nach einer kurzen Unterbrechuoq in Capo d' Istria kehrte er als wirkliciiei Humani-tälsprofetssor In die Drausladt zurück, wo er sich schnell die abgöttische Liebe und Verehrung seiner Schülerschalt — aber auch MilJqunst und Neid einiger seiner Berufskollegen, vor allem des Religionsprofessors Alexander Herzog, erwarb. Seine Ablenkung von den Alltaqssor-aen bildeten intensive Geschichlsstudien wiede' zu seinem war, kehrte auch er Arbeitstisch zurück. . Im Jahre 1847 veröffentlichte Gustav Puff das zweibändige, umfangreiche Werk »Marburg in Steiermark, «eine Umgebung und Geschichte.! (Leykams und noch mehr Erben, Graz) Das Manuskript hatte er, in prächtigem Einbände der Marburqer Stadtverwaltung verehrt, die ihm zur Anerkennung für seine Verdienste um die Draustadt am 4 Dezom» er 1846 das Ehrenbürgerrecht verlieh Das Werk, das bleibenden geschichtlichen Wert besitzt, hdt Gustav Puff nach langjährigen gewissenhaften Studien det Originalurkunden des Archives der steiermärki-schen Landschaft geschrieben Schon Jahre vorher hatte er sich als schönqeistiger Literat einev Namen gemacht. Im Jahre 1835 erschien der erste Band seiner Gedichte, im folgenden Jahro der zweite. In den Jahren 1837 und 1838 gab er zwei Bände »Sagen und Erzählungen aus meinem Wanderleben« heraus. Von 1839 bis 1846 erschien alljährlich ein Band »Frühlingegruß« geschichtlichen und schöngeistigen Inhcil-tes. Nach einigen Abhandlungen über einzelne Bäder der Steiermark (1R39) veröffentlichte Puff im Jahre 1851 den »Weqweiser in sämtliche Geoundbiun- HANS AUER: iien und Bäder der Sleiermdrk«. Im Jahre 1840 erschien sein Führer »Der Wcindcror von Mariazell nach Wien«. Die Frucht seiner volkskundlichen Studien berqen die Hefte »Steirische Volk«-saqen von der Mur und Drawe«, dl* Jahrgänge des Marburger Taschenbuchei (1853 bis 1859) und »Frühlingskno^pen von der Sann« (18.50). Unermüdlich war sein Fleiß, vielseitig sein Arbeitsgeist, sodaß CT, wie er «ich selber vorwarf, nie zum Feilen und Verbessom kam. Eine vollständige Topographie von Steiermark aus eigener Anschauung olldet sein umfangreichstes Werk. Es wird in zwölf Faszikeln im steiermärkischen Landesarchiv bewahrt. Die Lust zum Reisen verlor Rudolf Puff nie. In den Ferien wanderte er, nachdem er seine weitere Heimat bereits qründUoh kennen qelemt hatte, durch Norditalien, tief Ins Reich hinein, nach Unnarn, nach Kroatien und In die Schweiz. Überall gewann er Verbindungen mit geistig hochstehenden Menschen, mit denen er in regem Briefwechsel verblieb Sechs Kinder halte ihm «eine Gntttn geschenkt) drei davon starben bereits Im ersten Kindesalter. Sein« beiden Söhne ergriffen die ihm versagt gebliebene Mililärlaufbahn. Sein ältester Sohn, Hermann, war Hauptmann-Auditor und lebte nach seiner Überleitung in den Ruhestand als Notar in Radkers-burg. Alois, der zweite Sohn, machte die Feldzüqe in Italien und Schleswig-Holstein mit und verlor in der Schlacht bei Königsgrälz ein Bein. Im Verwal-tungfiwcscn der niederöslerreichischen StailhaUeroi fand er seinen weiteren Lebensunterhalt. Im Jahre 1854 starb nach überaus glücklicher Ehe Rudolf Puffs Gattin. Die zweite Ehe mit Auguste Guneech blieb kinderlos. Nach 32jühriger Berufstätigkeit trat Rudolf Puff In den Ruhestand. Sein karges Ruhegehalt zwang ihn, Din Stück nach d>ein Morder! — Und als man den Pilger zur Erde bestatte!'?!, d'i lautete das lilnrklein noch einmal. Und als nitin dnn Morder am R.ihenstein aufs Rad lliicht. da laulrte das lüocklein zum lel7ton Mal und die Uhi schliiq t^inK, ehe et ül>er den Dachi-rn dei Stadt aniielangt war. Mit seiner tiewalt wai es /u Ende, und das Steintrumm plumpste bi>i Lcml)fli h aus seinen Kiallen und blirb dort liegen — wo es hfulo n:!tcn und die Saume dei Beete mit Slietmutterchen und Lobelien bepflanzt. Dk.» Mittf dos nartrhens, ein Stern aus virlla.i)igt'ii Uluten, war von einom Be-tonk.iinz umqol/en. Die Stangen der Ro-srnsto. kc wfir«Mi mit blitzenden, bunten (;ia>kiiqfln versehen, unrl da und dort *sf'irrti' lus den griinen Schluchten des einü'imen Ph'oxes ein tönerner, 'nrlteii-h 'j' hlfnder Zv/orr^ Jahr und Tag nieder auf die Slirhsc haufel, die er zierlich umklarrmifit hielt. Ich hörte Susi jeden Morgen bellen, ■ le hatte ihre ganz bestimmten Dinge, dm SIC mit Leiilenschalt und ütjerzeu-gung ausschalt; mehr noch als unsereirxs \\ar s e an Zeit und Erscheinung ge-hurulnti. Wtis freilith bei allen Tieren fit lle \V'e«;( iisiirt ist. Ich wußte, wann der Erieftriirfer kum no.'h ehe ich ihn sah. Sus tiel ihn besonders heftig an, weil er din Clewohnheit hatte, ihr mit steif gererktom Zr>igf'f:nger vor die Schnauze 711 t.ihieti, lind die alte Zoitirngsfrau war ihr so '/uwider wie der Kohlenmann Sie W ir Mir vertriuit, als ' are sie mein Kci-mer.id, olischon sie mich keineswegs tiefer in das Reich ihrer Neigungen ein-diintfon lieli. Es war ein schöner Sonntag, als ich gewahrte, daß Susi gesegneten Leibes sei. Das nahm ihr nichts von der altge-vohnleii Munlerkeit; sie tollte wie eh und je am fuirtengitter hin und her, wenn der Mann mit fler Sthirmkappe vnd r!em gerr»kten Zeigefinger kam, ei schreckte Zeitungsfrau und Kohlen-rMitii, bis rlann, durch die leibliche Last liedingt, ihre Füe sich mäßigte und das Koinipi"nd(! hei ihr stark und sichtbar über L.eb<>n und Lust trat. Ich blickle in ihr Leben, In den Lauf llirc's kUineri, wenig beachteten Daseins, nur von fernher ein. Ein eirr/.igesmal sah ich sie in Begleitung eines ihrer Jungen über den Vorplatz trolU'ii. I">as Kleine, ein wiinder-v.ar'rs fhindleiti, war offenbar seiner J^eh.iusiiiu! enlkotnmen. Sie hatte sechs S[)iöljlingp rjehabt, aber vier von ihnen hilto der Schneider gleich nach der Gehurt im Stti(l!btich ertrankt. Nicht allzii-lanrie darnach sah ich zufällig den Manu mit den beiden letzten Ilündlein PPS dem ll'tuse gehen; sie lagen im Tragkorli und blickten stumm in die Well, F)!e ftaiisliesorgerin wufUe spater 7u s.Kjen, d.iH sie am Leben bleiben diirften und cfut untergebracht seien. Dei Sc hneideimeisler hatte sie an zwei F"in'.>r Kunden verschenkt, am Siid- und Nfn-flausg;iiin der Stadt, und damit war nach Rrtiiir h und Mrnschenwille fiio Iliindin Susi ihrer n.iliirlichen Pflichten pnthohen. Ab- r dit> Nrilur redet doch jedem etwas d.ire.n, und sie war aiu h in diesem I-all rirfinjitfiligpr Meinung. Der llunde-nuitt.-r hingen bald die Zitzen schwer, es war zu sehen, dah sie unter dem Strom dei Mikh, deren sie sich nicht rnlirdigen konnte, litt, ja, und wohl auch un'er den fIerzf(edanken nach der jiinnen lUut. Aber derlei bleibt dem Vinh allein belassen, der Mensch gewahrt es selten. Einmal sagte ich (iber den Zaun hin 7/ PI hneiderniiMster, oh er ihr doch nicht ein v.enifi vorzoit g die Kleinen ge-nomnu.n h itlt Sic waren doc h kaum mfhr als ciiei Wochen bei der Muttor gehli heil Di-r M.iiui Icichelte nachbarlich f: ■ iudlirb und \'eineinte mit Narh-s'fht. l'nd Su.;i druikte sich um ihn hemm i;ii.l schlich den Zaun enthing, wr.l t sie zeilweilifi den Leib seltsam 7n Rofifii prelite und über den Rasen sclileilte; dem flu(hlic|en Beschaucu mofhtn es als Spiel erscheinen. Der BriejtIacjpr pfiff herüber und rief sie an, fil.-er sie h-iffe für ihn nur ein CJeknurr übrig, sonst nichts. Eigentlich hebt die rieschichte rrst jetzt richtig an. sieirit sie aus dem Viel-newohnti-n in jenes Reich des Sonderlichen und Schicksalhallen, darin sich Kleine ßegefmifLeit / Von Paul Äriton Keller alles Lebeitdige erlüllt und ergibt. Die i Hundin verijell nun öfters das Hdus, was sie ehdera nicht gern getan hatte, und blieb stets eine geraume Weile 1 fern. Diese Ausflüge dehnte sie zeitlich ' immer mehr aus, der Schneider schalt, wenn sie dann zu ungewohnt später Stunde heimkam Sie aber sah ihn an mit einem geduckten Blick, regungslos von untenher und wartete steinern, bis er geendet hatte Dann schlich sie auf ihr Lager, um andern Tags ebenso heimlich zu entwischen und so lange fernzubleiben, als alle Tage vorher. Da nun die einschneidende Verwandlung nicht in Susis wohlbekanntem Charakter begründet sein konnte, grübelte der Schneider, was denn dahinter »•.ecke, bis eines Tages einer der Besitzer von Susis Jungen kam und das Rätsel klärte. Und so wurde die wunderliche Mar offenbar, daß die Hündin auf langen Sucherfahrten den Aufenthalt der bei die Zunge über die Lefzen hing und die Brust im Atem schwang. Ganz in ihren mütterlichen Dienst veifangen, vergaß sie auf den des Wächters zu Hdusej der Briefträger ward mißachtet, die Zeitungsfrau übersehen und kein Kohlenmann lockte sie unter der Bank hervor, wenn sie dort müde schlief. Ich weiß nicht, wie lange Susi also ihrem innerst gebotenen Drang genügte, doch stand sie alsbald bei alt und jung in unserm Bezirk weitum in hoher Achtung. Und so ist mir die Regebenheit weniger Augenblicke an einem schönen Mittag als etwas Unverlierbares stark im Gedächtnis geblieben. Ich war auf dem Wege zur Arbeit und wollte den Platz überqueren. Wie immer um diese Stunde, staute sich zäh der Verkehr. Fahrer und Gänger hasteten, schoben und drängton sich, lachten oder maßen sich mit mißbilligenden Blicken. Plötzlich, eh ich die Straße überquerte, hob der Polizist den . , j _ u ____II Arm und stoppte den Verkehr. Alles den Jungen, die man ihr so vorschnell . . , i , r- i. i i _ ' staunte, denn kein Fuhrwerk kam aus der freigegebenen Richtung, Auch ich verharrte aus der flüchtigen Neugier des Fußgängers neben anderen, bis genommen, entdeckt hatte. Von da an kam sie Trtg für Tag, bei jedem Wetter, kratzte an der Türe der betreffenden Wohnung tmd hub, eingelassen, an, den Sprößling zu säugen Da nun aber die Hiiridekinder an zwei Stadtenden ihr Heim hatten, mußte Susi stets die Stadt durchgueren, und das war ein langer Weg der Mühen. »Die Natur hat alle an einem heimlichen Bandl«, sagte der Briefträger, als er die Geschichte vernahm, »kein Mensch kann den Knopf zerhauen.« Die kleine Begebenheit wurde in der engen Welt, die um die Existenz der Hündin wußte, bald bekannt, da waren denn Spaß und Anteilnahme laut. Weit und feierlich darüber hinaus griff in die Tat und Handlung freilich unbewußt, die Hündin selbst, indem sie sich mir, gleich den vielen, ein Lächeln, verstehend und Trustimmend, auf die Lippen stahl, da ich sah, wie die Hündin Susi sich aus dem Trubel löste, gefolgt von zwei allerliebsten, niedlichen Hünd-lein, und mit selbstverständlicher Gelassenheit über den Platz schritt, der für diese wenigen Augenblicke ihr persönlich freinegehen war. Die Kleinen, die sie sich in einem wunderbar entschlossenen Angriff gegen die große, starke Welt geholt haben mochte — weiß Gott, für nur allzu kurze Zelt — zögerten noch scheu und dennoch der Alten nacheifernd, am Absatz des Gehstelgesi da kam sie die kurze Strecke zurück, stieß sie mah- treii und rastlos ihre Gänge tat, Sie i nend, trug das eine zwei, drei Schritte sc hlich aus dem Hause des Schneiders, drückte sich an den hastigen Gängern vorbei, spähte achtsam da und dort nach Vorteil und Gefahr, während ihr bald voran imd überließ es wieder sich selbst. Das andere mirzeltf» hinterdrein, in drolliger und rührend eifriger Weise, Wie sie so zappelten und gingen, die Alte voran und wieder zurück, wie sie mit aufgeregten Pfötiein in zögerndem Tasten und hastigem Losspringen sich auf der großen Straße versuchten und dabei nicht vergaßen, mit wunderbar reinem Augenaufschlag aus ihrem engen Tag die seltsame Umwelt anzustaunen, schaute ihnen das Menschenvolk freundlich zu. Der Polizeimann blickte von seiner Kanzel schmunzelnd auf die Qruppe nieder, die Fußgänger lachten oder staunten, und aus der Straßenbahn neigten sich freundlich lächelnde Köpfe. Für eine verschwindend kurze Weile hatte ein lauer, versöhnender Hauch von Friedsamkftit alle Nerven ergriffen und übereinstimmend in einen Kreis geschlossen. Die drei aber, als sie den gegenüberliegenden Fußsteig betraten, wußten nichs von alledem. Gewiß hätte nichts die selbstverständliche Sicherheit vermehren können, mit der die Hündin sich trollte, erhobenen Hauptes die erste Hausecke benützte und dann den altgewohnten Weg weiterlief, bis sie mit clen Jungen hipter einer Kinderschar verschwand. Einen sparsamen, einzigen Augenblick nur währte die Stille, der in ihrem unbegründeten Eintritt etwas Entrückte* anhaftete, dann straffte sich die Miene des Polizeimannes, er gab das Zeichen, der Wagenführer trat auf die Glocke und eine Autohupe erregte die Stunde. Aber die nun in gewohnter Eile über die Straßen fuhren und schritten, wandten doch da und dort Blick und Haupt und spähten der entschwundenen Hündin nach, die sich ihre Jungen geholt hatte Und gewiß hatten wir alle, die wir davon wußten, dieselben flüchtigen Gedanken; wie wundervoll stark und dennoch leise das Leben sein Wesen über die Enge unserer Tageslast erhebt und welch kurzer Zeitspanne es bedarf, den einzelnen darüber zu bringen; frei und entrückt, in Himmel, die uns verloren sind und die wir, guten Willens, wohl wieder einmal erwarten dürfen. Das MädcAen üom Kinodienst »Mensrhenskind«, sagte Otto tu Beinern Freund Willibald, »wenn du dich nicht bald aufraffst, verschrumpelst du wie ein im Sonnenschein liegender Regenwurm. Du verhockst deine freien Stunden in deiner einsamen Bude und gönnst dir nicht einmal einen Kinobesuch, ganz abgesehen davon, daß man in deinem Alter langst verheiratet zu sein hati« — »Im Kino und in der Ehe kommt es zweitens immer anders wie man ersten« denkt!« brummte Willibald. »Na, dich sollte meine Frau hörenl Sag einmal warsi du überhaupt schon einmal in einem Kino?« — »Erlaubet« sagte Willibald. »Erst unlängst, vor zwei Jahrenl« »Das nennt er unlängstl« schmunzelte Otto. »Aber verheiratet warst du noch nicht?« »Nein!« wehrte Willibald diese Zumutung ab. »Ich habe an emer Enttäuschung genug. Schau, was das Kino anbelangt, ist es ja einfach, man geht eben nicht mehr hin; wenn man aber verheiratet ist, wird die Geschichte schon komplixierter.« »Ja«, sagte Otto, »man muß eben vorher Erkundigungen einholen. Da gibt e« zum Beispiel im Stockholm eine Aus-kunflhi..rd «-(iß in einem Abteil zweiter I'ld ■■ (' und ^<.ih nervös auf die Uhr. — j'Vf Ii circ- Miiiuteii. d'inn fahrt clor Zug nh und ich blgefährlen. »Nur ricii h 1 Minute''' dachte er, .ils die Tiir nu'f|fr!ssen wiirck; und e'n dicker, asth-niiitisclier Herr eintrat. Di'wer verst.iute f n Ztililir ches Gi pac k oben im Ge-P'ic k'.ni'l/, ließ sie Ii auf den Silz fallen und s'ohnt-- .iiif 'Gntt sei D.ink habe ich den Zug norh errriihl!' ■ l.fkler! brummte F.diiarfl. I;.i setzte seh der Zug in Bewegung und der dicke I lerr gei|eniit)"r schliickto en PiiWer hiniintei. -Wegen des ver-f!uf ht"n Vslhiii.is!' entucliiildicfln er sich bei I 'lv irrl. Drinn ölincte er das Fenster und ni'Mite; .Ith ersticke Monft!« — -A nn mir an. Der Dicke h.ih ihn br»se an; »If'h hin Asthm.ilikei! I'.cluard mac hte sit/eni! eine» Verheiiriuiic|: Ich bin M'i-f( nikerl. llier.uif zog or st-irk an *;einer Zigtirette, wor(er)en der Dicke zu husten bi yaiiu. »ÜLMiun bio nicht, daü mir üui Rauch nicht gut tut? Außerdem ist das ein Nichtraucherabtnil!« schnaubte er. Edunrs trotz meine« höflichen Bittens nicht einstellen!« Eduard lächelte; »Herr Schaffner! Vor rlletn kontrollieren Sie die Fahrkarte diese« Herrn!« Dei Schaftner wandte sich an den Dec ken, der bei den Worten Eduards rot geworden war, und sagte; »Ihre Fahrkarte I>er Herr griff in die äußere Rocktasche und zof( den Fahrtausweis heraus. E« war eine Karle — dr Her Kla*;se. Er mußte Strale zahlen worauf der Schaffner wied*^r ging. Eduard zündele sich eine ne\ie Ziga-relle an. Dc>r Asthmatiker aber zischte: »Mein Herr! Woher wiißlen Sie, driß ich nur eine I'ahrktirte dritter Klass«? habe?« Eduard lächelte; »Ganz einfach! Die Karte sah aus ihier Tasche heraus und Iiallu üttt giuiüiu i'diLto wiu uiuiiiei« Don Hans Karl ßreslauer nicht, daß wir In unserer Stadt auch so eine Kino-Auskanftsstellc haben?« — »Was du nicht sagst!« «taunte Willibald. »Du, das finde ich praktiach. Kannst du mir vielleicht die TeleJonnummer geben?« — »Und ob ich kann .. Da — R 23—€-23 R... Leicht zu merkenl« Willibald notierte sich die Nummer, drückte dem Frennd die Hand und Itlin-gelte denselben Ndchmittac noch die Kino-Auskunfls«telle an. »Hallol« meldete Bich »in silberhelles Stimmchen. »Verzeihen Sie«, (iaWillibnldl .. Bllyl ... Ist dasein Zu-fttlll. — >Elly?« BQgte Willibald. »Lhr kennt Euch?« — »Na erlaube«, erklärte Otto vergnügt, »eoll ich meine Base nicht kennenl« »Deine —■ Willibald war platt, dann schüttelte er Otto die Hand. »Otto, alter Junge, ich danke dir Deinem Rat folgend habe ich damals die Kino-Auskunftsstelle angeklingelt — und am selben Abend lernten wir uns in den Odeon Lichtspielen kennen ...« Es war ein vergnügter Abend, und als man schon ans Nachhauseqehen denken mußte, sagte Ottos Gattin: »übrigens, Elly, ich habe dich heute Immer wieder angeklingelt, ohne eine Verbindung zu bekommen. Ihr habt doch im Büro die Nummer R 23-3-23 R?« Elly wurde pfingstrosenrot und Willibald sagte, ehe sie noch antworten konnte: »R 23-3-23 R .., Aber das ist doch —« »War —« fiel ihm Elly ins Wort. »War, Willibald .. die Kino-Auskunftsstolle ist aufgelöst Sie hat ihren Zweck erfüllt. Die erste und letzte Kundschaft warst dul« »Oh — Ihr —« rief Wllllhnld lachend, »Ihr Bande! So ein Einfall!« »Anders war dir )a nicht belzukom-men!« sagte Otto lustig. »Elly hatte schon längst ein Auge auf dich geworfen — aber einem Menschen, wie du einer biet, muß man zwingen zu seinem Glück!« »So unrecht hast du nicht —« sagt« Willibald, der Elly an sich zog. »Aber weißt du, Otto, den Reinfall, den gönn ich mirl« Der giftige LaublroscH und andere Seitsayn leiten Eine ganze Anzahl von Amphibien iat mit einem ziemlich wirksamen Schutzmittel gegen die Angriffe von Feinden ausgerüstet. Ihre Haut sondert einen Giftstoff ab. In diesem Sinne gehört, was viele überraschen wird, auch unser harmloser Laubfrosch zu den »Gifttieren«, weil auch er ein Hautsekret absondert, das auf Menschen und Tier« schädlich einwirkt. Schon Brehm fühit die Erscheinung, daß Laubfrösche, wenn sie in Gläsern oder Versandkästen in größeren Mengen verschickt werden, fast immer rasch zugrunde gehen, auf die gegenseitige Einwirkung der Hautgifte der Tiere zurück. Der Mensch sollte, wenn er einen Laubfrosch berührt hat, immer etwa« vorsichtig sein und nicht mit der gleichen Hand unmittelbar hernach Augen oder Mund berühren, da es Immerhin zu Entzündungen kommen kann. Wirklich gefährlich könnte das Froschgift allerdings nur dann werden, wenn es in die Blutbahn eines Menschen gelan-qen würde. Aber es ist doch so beschaffen, daß es schon äußerlich bei Berührung die Schleimhäute reizt. Man sollte daher besonders auch Kinder zur Vorsicht beim Umgehen mit Laubfröschen ermahnen. Ein kleiner, unscheinbarer Fisch, wissenschaftlich zu der Gattung synodenti« rechnend, hat eine ganz merkwürdige Taktik, um sich im Falle der Gefahr vor seinen Feindon zu schützen: er «teilt sich einfach tot. Er schwimmt dann auf dem Rücken, läßt sich scheinbar leblos treiben, wobei sein Bauch etwas aus dem Wasser ragt, sich zumindest dicht unter der Wasseroberfläche befindet. Sind feindliche Raubfische in der Nähe, so glauben diese, daß der Fisch tot sei und lassen ihn in Frieden. Der Meister aller Schnelligkeit scheint nach den eingehenden Beobachtungen von Fachleuten der amerikanische Regenpfeifer zu sein Dieses Tier, das der Familie der Sumpf- oder Stelzvögel angehört, kann 4000 km mit einer Stundengeschwindigkeit von 330 bis 345 km zurücklegen. Versuche von Verkehrsund Postpiloten, Schwärme dieser Vögel zu überholen, wurden mit Leichtiq-keit abgewiesen. Das Gewicht unseres Planeten nimmt täglich um etwa 7.5 Kilogramm zu. Dio-«er Zuwachs an Materie kommt aus dem Weltall. Es «ind die kleinsten Meteoriten (Sternschnuppen), die täglich auf die Erde fallen und ihr Gewicht vermehren. Eine besonders ausgeprägte Langlebigkeit scheinen die Bulgaren zu besitzen. Während im festlichen Europa auf 400 000 Menschen je ein Hundertjähriger kommt, errechnet man in Bulgarien auf die gleiche Bevölkerungszahl nicht weniger als 350 Menschen, die hundert Jahre und darüber alt werden. Auffallend ist dabei die Rüstigkeit dieser Greise und Greisinnen, die noch mit 90 Jahren ihr« Feldarbeit verrichten. ' Auf einem der letzten Kongresse, den die Münzsammler veranstalteten, kam die teuerste Münze der Welt zur Ausstellung. Es ist eine silberne Dekadrachme aus Syrakus, deren Silberwert ungefähr 50 Pfenniq, deren Sammlerwert aber rund 200 000 Mark beträgt. Auf eine ganz neue Art von Porto-schwindel kam eine chinesische Firma ia Niederländisch-Tndien. Sie öberetrich dl« aufgeklebte Marke mit einer unsichtbaren Lackschicht, die «ich Im Wass«r löst Wenn man die gestempelte Mark« in Wasser legt, löst sich mit dem Lack auch der Stempel ah und die Mark® ist wieder gebrauchsfähig Eine originelle Reklame hat «ich «4n chinesischer Zahnarzt ausgedacht, und viele seiner Kolleqen marhen sie ihm nach. Bei ihnen findet sich unter dem Namenschild, das sie auf die Straße hinaushängen, eine Art von Perlvorhang, dessen Perlen aber aus — Zähnen bestehen, die der Arzt siegreich au« den Kiefern leidender Patienten riß. 'RAI EINMAL Magisches Quadrat Die 16 Buchstaben a, a, d, d, e, o, 1, 1, n, o, o, 0, o, r, s, « — sind derart in die obenstehende Figur einzuordnen, daß die waagerechten Und die senkrechten Reihen, gleichlautend Wörter von folgender Bedeutung ergeben: 1. Blume, 2. eine Mundwassermarke, 3. Einweichmittel, 4 Fremdwort für Schwung. GIcIchklanq Mit B zum Binden, Mit Br vom Zünden, Mit f nach ,,finden". Die H kannst fassen, Das L verlassen. Das Pf verprassen. Der R gibt Richtung, Der S oft Dichtung, Der St Veri)flichtung. M. n. Besurliskarlrnratsc} Silbenrätsel a — a — a — bicht — bor — ca — ch« chen — chen — chen — ehe — der — « er — flie — ge — grie — gu — ha hang — he — ko — kog — land — lau le — 1er — man ~ mie — mün — ni pri — ra — r« — re — lu — se — »It* tel — ten — Ii — trau — u — um Aus obigen 14 Silben sind 16 Wörter zu bilden, deren Anfangsbuchstaben von oben nach unten und cJritte Buchstaben von unten nach oben gelesen, ein Sprichwort nennen, 1. nkust. Naturerscheinung, 2. Gartengerät, 3. Zierstrauch, 4. nord-ainorikan, Inselgruppe, 5, germ. Volk, f>, Stadt an der Oder, 7. Kleidungsstück, B. zentralamerikan. Republik, 9. europ. Staat, 10. süddeutsche Stadt 11 Obst-frucht, 12. Wissenschaft, 13. Raubvogel, 14. Schmetterling, 15. mittelalterliches 1 fcinclelsschiff, 16. Landschaft zwischen Elbe und Bober. Allerlei Auf dem B1 sitzt ein Käfer, auf der M schläft ein Schläfer, seine Frau packt der G, wenn er lieb Ist. in W, und die R erschlug «chnell, wer sie h, mit der L. M, D. E, Chr. Kerette Ko n Dieser Herr legt Lichtleitungen Wie lautet seine Berufbbczuichnuny? Wer riel richtig? Magisches Quadrat; Adel, Dame, Ero-nin, Lear. Nnior Kopl; Anmut, Land, Lotte, Enkel, Rast, Asche, Nabel, Faden, Aal, Nummer, Gang, Iran, Sehne, Teller, Saft, Celle, Hase, Watte, Engel, Runde: Aller Anfang ist schwer. Wechselnder Kopf: Sonne, Tonna, Nonne, Wonne. ßesuchsharirnrälsel; Handschuhmflcher-cjclstcr. /lu.s aller Welt Zur Rettung der Familienehre Ein geheimnisvolles Familiendrüma auf Schloß Chasnay in Frankreich, wo der 70jährige Schloßbesitzer Andre ie Maillet von einem Diener in der Park allee ermordet aufgefunden wurde, hat nach dem Untersuchungsergcbnis eine ganz neue Wendung erfahren. Es steht fest, daß der Tod Andre le Maillets m einem vorausgegangenen Familienrat im Einverständnis mit dem Ernfiorde-ten zur Rettung der Familienehre beschlossen wurde. In diesem Familienrat halte sich der Ermordete bereit erklärt, freiwillig aus dem Leben zu scheiden, damit e.s nicht zu dem gegen ihn eingeleiteten Gerichtsverfahren wegen eines Sittlichkeltsverbrechens käme. Man nimmt an, daß dem alten Mann im entscheidenden Augenblick der Mut fehlte, den Selbstmord zu verüben, und daß deshalb der Sohn das „Todesurteil'* vollzog. Mutter gebiert Fünflinge Der türkischB Ministerpräsident Sar einzelnen Kreisbauernschatlpin (luichtje-führt wird antreten zu können VV.e an dingt nachgeholt werden. Die Möglichkeit besteht im Rahmen dei zusätzlichen Berufsfortbildung. Nicht in groß angelegten Lehrgängen und Vorträgen soll die W .'iteibildung erfolgen, sondern in dei praktischen Arbeit am Tier und Gerät und aul dem Felde. Die Handwerker au' dem Land j sein sind selten geworden, deshalb muß der 1 Tag, er muß auch über die Fütterunri und Aut- ' Front die laplerstcn, müssen in der zucht Bescheid wissen Er muß ein guter Viehpfleger sein, auch I>'t richtige Milchablielerung kann er auf die übrige Gelolgschaft einwirken Diese .Arbeil, die eine verläßliche Fachkiatf erfordert, auch richtig durchzuführen, muß gelernt Hier wird an einem regnerischen wenn draußen nich' viel gearbeitet Bauer mit seiner Gefolgschaft imstande I werden kann oder sonntags, ein gelern- Heimal die Tüchtigsten ihr Können unter Beweis stellen Auf dei Leisluiui sif-hnn bleiben, heißt zurürk^ienen Hauern Bäiieriiiiien und Getolgsrhrilt tretet /u dem LeistuiKiswellliewerb an, zeigt Euer Wissen und Können vor der Dflentlichkeit zum Nutzen des Landvolkes und zur Nadiahinung für unsere Jugend. Gute Helfer der Landbevölkerung überall legen die umquartierten Frauen mit Hand an. — In der Frühstückspause schmecken die von der Bauersfrau gereichten Brote besonders gut Jeder Zentner Getreide wichtig der Universität Rostock über das von ihm erfundene Mittel zur Keimungs-verhütung der Kartoffel. Es handelt sich um eine Substanz von schwach arzneilichem Geruch, die völlig gesundheitsunschädlich ist und Keimkraft und Geschmack der Kartoffel nicht verändert. Beirn Gebrauch dieses Einstreumittels, wobei man Je ein Zentner Lagergut nur etwa 70 Gramm rechnet, entstehen durch Keimung und erhöhte Atmung der Kartoffelknolle keine Verluste mehr. Keime von 5 cm Länge schrumpfen bei Anwendung der Substanz zusammen, während von vornherein damit behandelte Kartoffeln überhaupt nicht auskeimen. Ob das schon mit gutem Erfolg .im Haushalt erprobte Mittel den Bauern bei der Schlieflung der Mieten von der Witterung unabhängig macht, wird noch geprüft. Jedenfalls Hegt hier ein für unsere Ernährungswirtschaft bedeutendes Forschungsergebnis eines deutschen Gelehrten vor, das geeignet ist, die alljährlich auftretenden Lagerverluste an Kartoffeln wesentlich herabzumindern. Der guten Getreideernte des Jahres 1943 haben die bisherigen Ablieferungen entsprochen, die aus der Landwirtschaft in die Mühlen oder Lager der Reichsstelle für Getreide geflossen sind. Allerdings darf man sich dadurch nicht zu der Auffassung verleiten lassen, daß es jetzt auf die restlichen noch in der Landwirtschaft befindlichen Mengen nicht mehr so genau ankomme. Nach wie vor besteht das Verfütterungsverbot. Nach wie vor wird auch auf dem Bauernhof der menschliche Verzehr durch die zugebilligten Rationssätze begrenzt, nach wie vor ist jeder landwirtschaftliche Betrieb zur totalen .Ablieferung von Roggen und Weizen verpflichtet, was durch Hofbegehungskommissionen kontrolliert wird. Auf den Höfen dürfen zwei Monate vor der neuen Ernte nur noch die Mengen Brotgetreide als Korn oder Mehl lagern, die sich für diesen Zeltraum aus den ausgegebenen Mehlkarlen ergeben. Jeder darüber hinausgehende Zentner muß abgeliefert werden und der Brotgetreidereserve in der Hand des Reiches zugeführt werden. Er dient dazu, die Sicherung der Eriidhrunt| im sechsten I Kriegsjahr zu erleichtern. Darüber hin-I aus aber ist es wichtig zu wissen, daß I jeder Zentner Brotgetreide, der mehr abgeliefert wird, um den sich also die Bestände der Reichsstelle für Getreide erhöhen, dazu beiträgt, die Heranziehungen von Gerste zur Brotherstellung möglichst niedrig zu halten und somit praktisch die Gerstenumlage aus der neuen Ernfe zu ermäßigen. Je mehr Roggen und Weizen also die Landwirtschaft jetzt noch abgibt, umso mehr Gerste wird sie später zur freien Verfügung behalten können. Beachtliche Erfindunjg Kartoffelkeimung durch Einstreumittel verhindert Vor der Naturforschenden und Medizinischen Gesellschaft berichtete Doktor Dellweiler vom Botanischen Institut Die Leuchtkraft der Sonne erreicht Das Wunder dA* Kugel-Höchstdrucklampe , Unsere Ciluhlampon besitzen Leuchtdichten VOM 5(M) bis 1000 Stilb, wie dei Frichausdnick dalür laufei, während die r-ogonlampe beieits IHOOO Stilb erreicht Bis zur Leuchtdichte der Sonne m:l 1.50 000 Stilb war ein weiter, durch giößte technische Schwierigkeiten versperrter Weg. Aber auch der Lichlwert tier Sonne ist praktisch von der Technik scfion erreicht, wie Dr. Robert Roinpe in einein interessanlen Expenmentalvortrag vor (lei 1 echniöch-Literarischen CJesell-schalt betonte. Bei der neuen Lichtquelle bandelt es sich um eine Ciasenlltulungslampe, die ihrer Form wegen als kugelförmig" f löchsithurklainpe Ixv/eichiiel wird. Im Gegensatz zur Uocienlampt', die wetien fies Abbrenncns fler Kohlenstifte eine stcindige Warliirig erfordert, ist die l lochstili ucklarnpe praktisch cieiuiu S') einlach zu haiulhriben wie die (ilühlampe, diis heißt, sie kann ohne lange Anlauf-t-eil ein- und ausgeschallel werden Daß sie hinsichtlich der Leui htdichle die Sonnenenergie erreicht, läßt sich sehr sinnlällig an einem kleinen Experiment nachweisen. Saminell man ihre Strahlen in einer Linse ähnlich dein bekannten Brernj^las, so kann nuin am h an die- ser künstlichen Lichtguellp eine Zigarette anzünden oder ein Stück Papier in Brand setzen. • 13ie Kugel-Huchstdrucklaiiipen habea ein verhältnismäßig starkwandiges Gefäß a\is Quarzglas. In diesen Kolben sind zwei Elektroden aus Wolfram eingelührt, zwischen denen der nur wenige Millime-tci lange Lichtbogen brennt, Die Füllung tlieser Gefäße besteht aus e'ucn Edelgas nicht sehr hohen Druckes, das zur Crstzündung benotigt wird, und einer ab-ricwogeiien Menge Quecksilber, da*; im Betrieb vollständig verdampft und den erh)rderlichen Betriebsdruck, je nach der Type 20 bis 80 Atniosphafren herstellt. Die Leuchtdichten betragen 10 000 bis 150(100 Stilb. Die sofortige Betriebsbe-leilschalt nach Abschatten der brennenden Entladung ist flurch eine be.^ondere Ziindelektrode mit entsprechenden Zündschal tmi II ein gewährleistet. Die neuctrligen Höchstdrucklampen haben in den letzten Jalfreii bereits auf vielen Gebieten Eingang in die Praxis gefuiKlun, vor allein bei Kiiuiprojektoren, optischen Registriergeräten und zur Beleuchtung (Ick Unlersuchungsobjektes in Mikioskupen. Erfolgreiche Tomatenzuchf Seitentriebe ausbrechen! — BläKer nicht abschneiden Bei TonuÜPn darl das ,Auslnechen f^lfr Seitentriebe nicht, veigessen werrien. Linterläßi man das .Ausbrechen, dann veiursachl man geringeren Fruchtertrag und Ernteverzögerung. Das Ausbrechen ist in möglichst jungem Zustand der Seitentriebe vorzunehmen, um unnötige Kraftverschwendung der Pflanze zu vermeiden, Stärkere Triebe dürfen nicht ausgebrochen worden, sondern sind niil dem Messer auszuschneiden, da sonst die Pflanzen zu stark vcrlot/t werden. Mit fortsclireittndem Wachstum ist rlnr Trieb am PIt'hl aufzubinden. Dabei darf nicht zu fest gebunden werden, weil sonst mit zunehmender Entwicklung der B ndtaden in den Trieb einschneidet, sn daß das Wachstum behindert wirrl. Am besten ist es, Tomaten eintriebig zu ziehen, und es ist ein Irrtum zu gbniben, daß bei mehrlriebiger Erziehung der Ertrag entsprechend gesteigert werden kann. Ist einmal ein zweiter Trieb sehr kräftig geworden, bis man zum .Ausbrechen kommt, So ist es alleidings richtiger, Hin dann nicht mehr herauszuschneiden, sondern zu belassen und mit am Plahl anzuheften. Ein grober Fehler ist es, die Blätter an Tomaten abzuschneiden oder einzu-kürzen, in der Meinung, daß hierdurch die Entwicklung und Reife der Früchte gefördert werde. Diese Auffassung ist gänzlich unzutreffend. Gerade dio Blätter sind es, die die für die Entwicklung und Auebildung der Früchte notwendigen Baustoffe schaffen müssen. Schneidet man sie weg, ao werden Wachstum und Fruchtbildimg geihemant. Die Reife der Früchte wird auch keineswegs dadurch beschleunigt, daß sie von der Sonne beschienen werden. Sie reifen im Schatten der Blätter genau so schnell, wie an der Sonne. Von großer Bedeutung Ist es auch, darauf zu achten, daß beim Gießen die Blätter der Tomaten möglichst wenig benetzt werden. Je mehr es gelingt, das Blattwerk trocken zu halten, umso weniger besteht die Gefahr des Auftretens von Pitzkrankheiten, die sehr gefährlich werden können. Ende Juli, Anfang August muß der Trieb entspitzt werden, damit alle bis dahin vorhandenen Früchte noch einigermaßen zur Reife gelangen. Dabei wird der Trieb über der letzten Fruchttraube, an der die Tomaten etwa haselnußgroß sind, abgeschnitten. Nach dem Enlspitzen bilden sich in den ober- Gute Kftlheryucht mit Nfagermllrh nnd Molke Der rlcutsrhf Bauer und (Iii' riciilsche Bäuerin müssen sich tätjlirli daran erinnern, daß es im funflen Knegsjahre am jeden Tropfen Vilich geht und daß Jeder Miicherzeiu|er und Milchlieferant ein auf wichtigem Posten stehender Soldat der Ernährungsfrnnt ist. Die für die einyelnen Milrbeinzugi^gebiole eingeset'-ten Prüfer werrien i.. Zukunft dem Bauern und Landwirt in allen Fragen der Milchablieferung beratend 7nr Seite stehen, Zu den zahlreichen Möglichkeiten, zu höheren Leistungen In der Milchab-lieferung zu kommen, gehört aber auch die Verwendung der Molke als Futtermittel sten Blattwlnkeln die Seitentrieh** etets besonders rascfi und kräftig aus und, e« muß immer für deren rechtzeitige Entfernung gesorgt werden, sonst wird die Fruchtentwickiiing beeinträchligt, Gemüse frühzeitifj hacken Mit dem Haiken des Clemiisos err(M-chen wir eiiirUiii eine Aullutkerung und Durcbliiflimg des Bodens, zum andern eine bessere Aufnahme des Gieß- und Regenwasscrs. Mit dem Hacken beginnt man schon bei jungen Pllanzen und Setzlingen, sobald diese richtig im Boden »«tehen'<, das heißt, angewachsen sind. Weshalb wir fleißig hacken sollen, erklärt uns folgende nbericgung: Das Wasser im Boden läuft infolge «eines eigenen Schwergewichtes niclit selbsttätig in die Pllanze, sondern muß von deren lebendem Organismus aus eigener Kraft angesogen und bis in ihre höchsten Zweige und Blätter befördert werden. Dieser sogenannte »Sog«, der die Nahrungsaufnahme für alle Gemüsepflanzen bewerkstelligt, erleidet bei einer Verkrustung und Verhärtung des Erdreiches um die junge Pflanze und über den Wurzeln eine Unterbreclrung. Der Pflanze ergeht es wie uns, wenn wir ein frisches Hühnerei auetrinken wollen und in dasselbe nur ein Loch stoßen. Nut mühsam will uns das gelingen, wogegen es gar leicht geh», wenn wir auf der anderen Seite auch ein Loch machen und den »Sog« herstellen. Den gleichen Effekt erreichen wir durch das Hacken bei unseren Gartenpflan/en. Gerade die jungen Pflanzen liehen ein öfteres sorgfältiges Hacken und kommen dann viel schneller im Wachstum voran ah solche, die nach dem Selzen und Angießen oft wochenlang ihrem Schicksal uberlassen bleiben, ohwolil «sie, utilte-hackt. vielleicht die gleiche Mnngp Rr>. gen- oder Ciießwasser erhalten. Gute Apfeisorten stellen sich vor Eine weitere Auslese, die im Unterland Erfolg verspricht Von Gau-Obstbauoberinspektor H. Plock, Obst- und Weinbau schule M a r b II r n immer wieder wird das' Auge der Obstbaulachleute auf das Obstbaugebiet Unteisteieimark gelenkt, das im Hinblick auf Qualität und Quantität noch lange nicht den Stand erreicht hat, den es erreichen müßte. Nachdem wir vor einer Woche einen Einblick in erfolgversprechende Apfelsorten gaben, soll heute die Auslese fortgesetzt und abgeschlossen werden und die« in der Erwartung, daß alle Obstbaumbesitzer bestrebt sind, schon jetzt mit der Durchsicht ihrer Ol)stbaumbestände zu beginnen und an einen völlig neuen Obstbau zu denken, der einmal den Erfolg trägt, den wir hier im Unterland erwarten dürfen. Osnabrücker Renette Syn. Rostgraue Kelchrenette, Graue Renette, Lederapfel, Pelzapfel, Rauhgast, Herrengast, Rabau. Reifezeit t>ezember-März. Die Frucht ist mittelgroß bis groß, hochgebaut und nach dem Kelch zugespitzt. Die Schale ist last ganz mit rauhem Rost bedeckt. Die Grundfarbe ist grünlichgelb und die Sonnenseite nicht selten mit einem blutartigen Rot Vorwäschen und gestreift. In der Umgebung des Kelches lehlt jeder Rost, und es tritt dort die grüngelbe Grundfarbe in der Größb eines 10 Pfennigstückes rein hervor, Es ist dies ein besonderes charakteristisches .Merkmal dieser Sorte. Das Fleisch ist fein, saftreich, etwas herb, weinsäuerlich süß und grünlichweiß. Der Baum wächst kräftig, ist gesund uud widerstandsfähig. Er ist miltelfrühblühend, sehr fruchtbar und gedeiht auch noch in rauhen, hohen Obstlagen und In itiageren Bodenverhältnissen bei sachgemäßer büngung, Guter Markt-und sehr guter Wirtschalts-aplel, Schlechter Polleubildner. Rambour Papeleu Syn. Hildesheimer (Goldrenette, C'hrists Goldrenette, Reifezeit: Dezember — März. Mittelgroße, flachrundliche bis kegelförnvge Frucht, grünlichgelbe bis goldgelbe Grundfarbe, auf der Sonnenseite mit einem leuchtenden verwaschenen Karminrot überzogen. I>as Fleisch ist saflreich mit weinsäuer- lichem Geschmack, gelbllohweiß, fest, später markig und mürbe. Der Baum ist wüchsig. Die Krone entwickelt sich aufrecht und hoch, später mehr ausladend. Er setzt mit dem Ertrag mittelfrüh zuweilen spät ein, der recht befriedigend und regelmäßig ist. Auf nassem Boden Ist die Sorte krebsanfällig, sonst widerstandsfähig. Die Blüte ist mittelfrüh, verlauft ziemlich langsam, ist aber anscheinend nicht besonders empfindlich gegen Nässe und Frost, Gute Talelsorte. Befruchtungsverhältnisse noch nicht geklärt. Purpurroter Zwiebelapfel Syn. Martinsapfel, Christkindler, Franzosrnaplel Tdlapfel, Kohlenbat;her. Reifezeit: Dezember—April. Die Fnicht ist klein, selten mittelgroß, regelmäßig plattrund gebaut. Die Schale ist blutrot gefärbt und gestreift und mit einem bläulicheii Dutt überzogen. Das Fleisch ist grünlichweiß, fest, säuerlich gewürzt. Der Raum hat kräftigen und hochgehenden Wuchs. Er ist an den Boden anspruchslos und zeich- net sich .durch Gesundheit und Wüchsig- i Guter PoI!enl)ikiner. kelt au«. Tnfolg» «pätpr Biüt*»-'rit und Widerstandsfähigkeit der Bliitp bnngt die Sorte reirbe und regelniaß'gp Erträge Guter Wirtscbattsapfei. tiuler Pollenbildner. Brauner Matapfp] Syn. Badischer Brauner, Ba'.mileapfel, Schwatzer Miirdsdorfer, Kohlapfei, Schniiedeapfel, Schwatzlicher, Unterlänileraplel, Schwarzer Matapfel, Schwarzbrauner Malaplel, Mohrenaptel, Echter Kohlapfei, Reitezeit: De/enibin bis Mai, Rundlich abge'^tiiiupfie m tt: I-große bis großp Fmk hl, fimrilic hgelbe Grundfarlie mit tiiiber dunkler Role itberzogen und gestreilt, am Räume bläulich beduttel, Mio aiigoiauiheif aussehend. Das Fleisch ist s.illig, wcin<5äu(>r-lieh süß, nrünTich- Iiis gelblii hweiß etwas giobkörnig, ziemlich fet,t. Der Uaiiin ist wuchs'g, bildet unitangreiche bieitkiKjeligi' Krone, setzt s]),il mit dem Ertiar) ein, der dann aber iCiielinaßig Ist Er ist anspriK hslos an den Bodi^'i. bliiht spät uikI ist ni( hl em[itii>dli( h ((egen Kalle. V\eil\o11e \V ii tsch il :.il i'u h! — Ich werde landwirtschaftlicher Lehrling Wie lanKC duiiert die AusbildunKszeit? Die vorftesehenen vier Jahre Au.s-bildungszeil für den Lehrling der landwirtschaftlichen Berufe wurde für die Kricß.sdauer auf zweieinhalb Jahre herabgesetzt. Die Herabsetzung erfolgte deshalb, damit der in der Lehiv Stehende die Mösllehkeil bat, scinr> Lehre zu vollenden, .so da(.i er den Landarbeiterbrief bereits in Händen hnl, falls er zur^i Arbeitsdienst oder zur Wehrmacht einberufen wird. Durch dif Verkürzung der Lehrzeit Ist der Reichs-baucrnführcr den Wiinsehen vieler Landwirtschaftslehrlinge ent geRcnge-komrnen. J^ine weitere Verkürzung wird atier nicht mein- erlolgini Können, da die Ausbildung m der Lundwirtschnit nicht lener in anderen Hitukmi /.u v.;'.;lei-eb.en ist und d;e l.i'hrzoit hier jahres-zeitlich hedinnt ist. .Aul.'erdein i.t es-wKhti((, dessirt wciiIimi kt'nm'ii. K.'-lieat im lntere.->se d.\s /.uk.pilii n Lanilwirtsehaft.^leh'lin,';.-.. daß er .seine l-ehre im Knibjaln- antritt, niu ivcht-zeitig zur Lehi\»b..ehliil.<[->riirimj; .uüe-lassen werden >;u k-imioii. hi.mi rii .pre-ehend sollen .sieh die Kltr-i- ..ngt o.'iii bei don Kivis- und L,null .-'v u.•anschalten sowie Arboitsamtern iiu' Ii i-i-ner Lehrstelle iinv^elu n. d onit di' .>e dem /.ukiinfiiuiMi 1 iindwirt.seb ;; '.-Iii'-ling /um uiin.^tigtn Termine -ui- \';-rtrt-gung slolU. Kleiner Anzeiger jediif Woii Kult" tui Sifl*aug«a'. «He ni-riqcD Wr>r(>iiirf>i(|fo in Hpl dai leMqfdriii k)* Won Iii R(jl De. Wnripieit qill bi* lu I] Hmh i(ab*n |e Wor* Kti> nwortifchuhi hei Abhnliinq rtm Anqehutr 1^ Hpl bei Zusandung durl adei B !• Ulli Kleine Antelgen werf'en nui gpqfn Vnreinnendiing de» Be (rnoe* laurh ailttlo' Rii<>tmaikeu| «ülqenommen MlndpstqrHiihi Iii' «Im Klane Anielqe 1 RM Rüstiqer pe isioniertei Cruhen [Lferes Zimmer odei kleine Obersteiger, vom Arbeifsamte Hausmcisterei m Sparherdzim- Gcld und Hypotheken 3000 RNf als 2. HypothfU nl hesichlicien. Zdiiliinr) tid< b VeriMiiiidIluift -Anziiiracien untrr ^tleschdft 1. d. ^M. Z.< Tausch Zwelfamilien-Villa mit f'iatten in bester Lnae, 9 Zimmer, Haufibesorqer-W., Carane. wird liir ein solides liinfamilietihdUfi iiiit Garten in Martnirn oder Ottmark qelcuist ht Aiitr. linier »Wert .SO.000 RM« an die »M. 7..«, Marluirq-Ilr. 5274-'J Kdiife dtte Blumfiitonfe jeder Große Preis und Menqenanria-be an Josef Lesilschtir, CJärtne-rei, Mdhretiberq llf). Sudsteier-mark. 3021-4 Briefmarkensammler! Zur Kom-plettieruiiq meinet eliemal. 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Lichtbild wird erbeten, welches retourniert wird. - Zuschriften an die »M. Z.«, Marburq-Dr., unter »Frühlinqs-traum Nr, 14«. 5166-12 Besltzeratochter, nett, sympathisch, wünscht die Bekanntschaft mit ebensolchem Herrn von 32-38 Jahren in sicherer Stellunq, der Freude und Praxis für die Landwirtschaft hat. Bildzuschriften werden erbeten an die »M, Z.«, Marburq-Drau, unter »Sommerglück«. 5267-12 Baronin Hilde Redwitz WIEN IV., PrInz-Eugen-StraBe Nr. 34/23. Eheanbahnung für Stadt- und Landkreise, Einheiraten. Tausende Vormerkungen. 167-12 49jährig. Witwer, Eisenbahner, ohne Kinder, sucht brave Wirtschafterin Spätere Ehe «ist möglich. Zuschr. unter »Eisenbahner« an die »M. Z,«, Marburq-Drau^^___5259-12 Witwe aus dem Gastqewerbe wünscht Ehebekanntschaft mit Herrn aus qleicl em Beruf. Zuschriften unter »Gutes Geschäft« an die »M. 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Kommerzielle Schulung dagegen Bedinqunq. Zuschrift, unter »Format« an Publicitas, Wien, L Kärntnerrinq 2, 3039-12 Professionist, 35 Jahre alt, wünscht zwecks Ehe ein liebes Mädchen mit Herzensbildunq und schöner Statur auf diesem Weqe kennenzulernen. — Zuschriften unter »Schwarz oder braun« an die »M, Z,«, Marburq-Drau. 5322-12 uMrciferv!" so berichten praktliche Winier aller deutschen' Weinbaugebiet« von Niüosan' dem arsentrelenBeliäfnp-' lyngsmlUel gegen den Heu- und Sauerwu rr Eihiilllicti br.l Schwab, Arteniak, Schosteritsch & Co. Gross han dei Peftau 3 87 Ein Paar braune Lederhandschuhe auf dem Weqe Herren-qasse-Triesterstr. verloren oder Hegen qelassen. Abzuqeben qeqen Belohnunq: Ulm, Sparkas-se, Herrenqasse. 5309-13 Ledergeldtasche, Inhalt ca 300 RM, in den Abendstunden des 5, Juli am Weqe Viktrinqhof-gasse-Adolf-Hitler-Platz-Käi nt-nerstraße-Seitzerhofqasse verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten, die Tasche gegen entsprechende Belohnunq auf den Namen Johann Kreinz beim Polizei-Revier, Adolf-Hitler-Platz, abzuqeben, 5304-13 Sammelt Altpapier, Hadert;, Schneider abschnitte. Tex-tilabfälle. Alteisen. Metalle. Glasscherben, rierhaare und Schafwolle kautt laufend jede Menge Alois Arbeitei Mar burq, Draug. S. Telefon 26-23 10-3-14 I Verloren grüner Herrenhut Draubrücke—Adolf-Hitler-Platz Gegen Belohnung abzugeben im Gasthaus Horvath, Hinden-burgstrdße, Marburq-Drau. 5348-13 Verschiedenes Abqänglgl Am 30 Juni ist aus der Gemeinde Würz ein 7 Jahre alter Knabe, Johann Waschl, verschwunden Es wird gebeten, Näheres über seinen Verbleib der Gemeinde Würz zu melden. 5258-14 Tausche Fotoapparat, 6X9, Marke Six 20-Brownie Target für ein Herrenfahrrad. Zuschr an Gemeinschaftslaqer 1-217 -Post: Thesen.____ 5243-14 Tadeil. Strapaz-Herrenstlefel, 41—42, gegen Speiseservice drinqend zu tauschen gesucht. Zuschriften unter »Eilt# an die »M. 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Z <. 5327-14 Funde und Verluste Von schweren Schicksalsschla qen heimqesuchter älterer Witwer mit Invalidenrente, sehr rüstig, wünscht ebensolche Witwe mit eiqenem Heim zu heiraten. Antr, unter »Spätes Glück« an die Verw. 3022-12 Am Mittwoch, 28. Juni 1944, um 11.20 Uhr im Zug Pöltschuch —Marburg beim Aussteigen in Pragerhof em grauer Zeltwlnd-rock vergessen. Inhalt: verschiedene Schlüsseln und silberne Zigarettendose' mit Monogram M, A. Die Dame mit schwärzen Haaren schwarzem Hut, dunklen Augen und blau-bunlem Kleid ermahnte mich mit Augen auf etwas, doch verstand ich sie nicht, wird gebeten gegen Belohnung mich zu verständigen, was mit dem Rock goschah; Adresse: Alois Menzin, Pettau, Floriafiigasse 7 a, 3019-13 Zu mieten gesucht Frau sucht möbliertes Zemmer, auch auswärts, Bettwa-si he vorhanden, Adresse in dei »M. Z.« 533R-H F.lnbettzlmmer für alleinstehenden ruhiqen Mieter per sofort qesucht, Antr unter »Ruhiger Mieter« an die »M. Z,«. 5170-R Reines, möbl. Zimmer, heizbar, ev. mit eigener Wäsche sogleich oder spater qesucht, — Scheiber, Domplatz 20 - Marburq-Dr^, Kanzlei. 5214-8 MöblUuteü Zimmer qesucht. — 'I (lutschar, Maiburq-Dr., Fdm-S( huiidqdsse 3-r 5102-8 Fräulein 24 Jahre alt, qute Hausfrau, wünscht Herrn 30— 40 J. wcqen Heirat kennenzulernen. Zuschr. unter »Edel« an die »M, Z,«., Cilli. _ ___3056-12 Pensloniitt, 52 Jahre alt, mit 13tdhriqem Sohn, sucht ebenso unqlückllches Fräulein od. Frau, ev mit Kind, die sich auf die Landwirtschaft versteht - Spätere Ehe nicht ausqeschl. Zuschr. unter »Pensionist 220« an die »M Z.«, Marburq-Dr. 5318-12 Lcdige Küchln. 45 Jahre alt, wünscht guten, anständigen Herrn in sicherer Stellunq im Alter von 40 bi« 50 Jahren kennenzulernen. Elsenbahner nicht ausqeschlossenl Zuschr. unter »Juli 5305« an die »M, Z Mdiburg Dr. 5305-12 Geldtasche verschiedenen Inhalts, wurde gestern, den 6. 7. in der Teqetthoflslraße oder Mellinqerstraße verloren. Der ehrliche Finder wird gebeten qeqen qute Belohnunq b. Je-ritsch August, Schlachthofqas-se 6, oder Firma »Transport« in der Mellinqerstraße 16, ab- zuqebeiv__5319-13 Dunklen Lederhandschuh ver-qdnqenen Dlonstaq verloren Finder bekommt ciiite Reloh-nunql Anschr. In der »M, Z,«. 53.33-13 Vor{iessen wurde am 6. Juni im Autobus Burqsta 11-Marburg-Dr. schwarze Aktentasche. Inhalt 2 Kinderkleider, 2 Hoserl, I Jäckchen und ein Kappenleintuch Der ehrliche Finder möge die Aktentasche qe(|en Belohnunq In der »M, Z.« dbqoben! Tausche Wintermantel für Regenmantel. Antrage unter »Wertausgleich« Geschäftsstelle *M. Z.«, Pettau. 3035-14 Tausche 2—3 Paar Schuhe für Herrenanzug, Adresse in der M. Z.« 5337-14 Tausche goldene Ohrgehänge oder Armbdnduhr und hohe Lederschuhe gegen Damen- od. Herrenfahrrad, im guten Ausland. Adresse in der »M. Z,« _______ Relnseidenkleld (Wiener Modell), Größe I, tausche für wärmeres Jackenkleid, Adresse in der »M. Z.« 53.36-14 Icdcr DelrieDs- iOhrer soll das Hepordniiiigs-und Rmtslilatt tca Chets dci ^Ivllverwaltunf! n der Unter-nen Herrenfahrrad oder Hnimoni-Wa. Brunndorf, Jocefstr 61 — Mansardenwoh-nunq. 52Ü4-14 Tausche Fahr-rciddynamn qe-qen Fahrrad-mantcl. Adr. i. d. »M. 2.«. _ 5270-14 Harmonika, v' chronidtisch, acfiucht. Biete In Tausi.h fahr-bereites Wanderermotorrad. — Hajen. Schule -Hohenmauteii. ____ 5242-14 Kinücrdroirad tausche qcqen Küchenwaatie oder schöne Frottierhiuullu-cher. Brunndorl, Dürergassü ______5250^14 Tausche sechs-teiliqen Hasenstall qeqen Herrenfahrrad. — Sedanqaeee 2(3, Draiiweiler — Marburq-Dr. ____ 5245-14 Tausche qroßes HLrschfell (qe-qerbt) qeqen Hcrrensununer-mantel. Wert-ausqleich. - Zuschritten unter »HirsrhfelU an Ue »M. Z.« ___ 5326-14 Tane'he tufiell. 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Henkel's bewährte Reinigungshelfer erleichtern ihr die Haus« orbelt, lienko.Sil.iMl.ATA ^ aus den Persil-Werken. Blinder Eifer schadet nur! Wer l'cfl be Im Helfen überheizt i und sich düich eigne Schuld verletzt, j de» fallt den andern niii zui Last und braucht de ch noch Famihen -4nzeiqen linden rliiich dit- "Mtii tiut(te> ^elliinqc. weiteste Vi'rhioltun'i In tfefer, aber «tolzer Trauer qeben wir »•«iS bekannt, daß unser geliebter Sohn, Druder und Schwager ^ Karl Baiimann Gefreiter fern der Helmnt am 11, Mal 1944 Im 24. LehensjahTC in einem Lazarett für Führer, Volk und seine geliebte Heimat «ein Leben gab. In unseren Herzen wird er immer weiteriehen. Jauchendorf bei Abstal, den 8. Juli 1944. Alois und Theresie Baumann, Eltern; Peter, Alois, Johann und Fritz, dzt. im Pcide, fküderi Res! und Frieda, Schwesteriii Mitzl, Marie und Julie, Schwägerinnen. Wir geben die erechilttern^le Nachricht, daß uns unsere liebe gute Gattin, unsere Mutter, Frau Stelanie ü3:11 Bekanntmachung Auf Ab«chn1tt »3« des neuen Einkaufsausweises für den Stadtkreis Marburg wird ab 10. bis 15. Juli 1944 eine Fischausgabe aufgerufen. Die Aufgabe prfolgl für Marburg, linkes Drauufer, durch das Fisrhtachgeschäft Abt, Marburg, Tegetthoffstraße, u. zw.; laut Kundenliste 1—1400 Montag, den 10. Juli 1944; Dienstag, den 11. Juli 1944j Mittwoch, den 12. Juli 1944i Donnerstag, den 13. Juli ir»44| Freitag, den 14. Juli 1944; Samstag, den 15. Juli 1944, Drauufer durch das Flsrhfach- Ffli 1401—2800 2B01—4200 4201—5600 5601—7000 7001—fl400 Marburg rechtes geschält Abt-Lftschnlgg, Jnsefst>aDe, u zw.: laut Kundenliste 1—1200 1201—2400 2401—3600 3601—4fi00 4R01—6000 6001—7200 Montag, den 10. Juli 1944| Dienstag, den 11. Juli 1944| Mittwoch, den 12. Juli 1944) Donnerstarj, den 13. Juli 1944; Freitag, den 14. Juli 1944; Samstag, den 15. Juli 1944. Bei der Ausgabe ist der FlnkaufsausweU vorzuzeigen und wird der Abschnitt »3« vom Flschverteiler entwertet. 3066 Gaststätton. Werksküchen, Anstaltsbetriebe und Heime werden durch die Firma Abt direkt beliefert. Die Einsrhre-ibungen neu hinzutretender Kund(»n können In den beiden Fachgeschäften nur an den Nachmittagen stattfinden. Der Leiter de« Ernährungfinmte«: Im Auftrage: gez Nll/sche. DER OBERBÜRGERMEISTER DER STADT MARBURG/DRAU Bevorzugie Gemüsezuteilung Zur Veraorgunq der Stadtbevölkerung mit Frl^ichgemüse wurde heuer ausreichend Gemüse angebaut Es sind aber nicht genügend Arbeitskräfte 2ur Pflege und zur Ernte dec Gemüses vorhanden. Wer nun mithilft diesem Obel ru begegnen bekommt den Gegenwert seiner Arbeit in Frisch' gemuse an Ort und Steile ausgefolgt. Die Art des Gemfiie« md dl« Zelt Minef Beruget kann sich der Betreffende «elb«t wShlen. Ich rufe hlemit die Bevölkerung auf, durch frtlwllllgen Einsatz die Gemüseversorgunq der Stadt sichern zu helfen Einsatzwillige können «ich direkt mit einer Gärtnerei in Verbindung setzen. Die Art der Arbeit und ihre Dauer kann jeder frei vereinbaren. Sie wird nach den ortsüblichen Lohnsätzen bewertet und gegen das empfangene Frischgemiise zu don ErzRugerhöchstpreisen verrechnet. Wer nicht selbst und direkt mit einer Gärtnerei Veroin-barunqcn treffen kann oder will, meldet sich bei den Bezirks-clienststellen der Stadt oder bei der Leitung der Stadtbetriebe (Kernstorkgasse 2/1) mit Angabe seiner Anschrift, der gewählten Arbeit und der Stundetianzahl, die er im Monat zu leisten sich verpflichtet. Ich werde dann zwischen Gärtnerei und Einsatzwilligen alle« Andere vermitteln. Auch die Orts-gruppenführer de« Steirischen Heimatbundes sind bereit, sol' che Anmeldungen entgegenzunehmen und mir weiterzuleiten Gärtnerische Kenntnisse sind für diesen Einsatz nicht erforderlich, nötig ist nur der freudige Wille sich selbst und der Gemeinschaft zu helfen. Ich erwarte, daß Gärtnereien und Bevölkerung mit Verständnis und ehrlichem Willen mittun und es unterlassen werden, mit Kniffen die getroffene Regelung zu umgehen und den Erfolg zu gefährden. 3005 Marburg-Dr., den 30. Juni 1944 Knaufi. Der PoIizeldlrektOT In Marburg-Dr. II-W 4(1. I2,'44. Marburg-Dr., den 4. Juli 1944. Ktindmachung Alle seit ö. April 1941 au« dem Altrelch, Ostmark u«w. zuqczogenen deutschen Staatsangehörigen der Geburtsjahr-gänge 18(14—1803 haben sich bei der Erfassungsslelle der Polizeidirektion Marburg-Dr., Domplatz 18, ZImmei Nr. 14, zu melden, und zwar: Wehrpflichtige mit dem Anfangsbuchstaben Ihre« Familiennamens: A bis K: Dienstag, den t1. Juli 1944, von 8—11 u. 14—17 Uht L bis Z: Mittwoch, den 12. Juli 1944, von 8—11 u. 14—1? Uhr Auch diejenigen, die bereits einen Wehrpaß besitzen, müssen erscheinen. Ist ein Wehrpflichtiger au« dem Stadtkrei« Marhurg-Drau am Erscheinen verhindert, so hat er sich nachträglich zu melden. Zur Erfas«\inn sind sämtliche Dokumente und 2 Lichtbilder (Brustbilder, Größe 37X52 mm) mitzubringen. 3048 Der Polizeidirektor: Dr. Wallner. Bekanntmachung des StlllhaUekommlssars für Vereine, Organisationen und Verbände in der Untersteiermark. Marburq-Dr., Kärntnerstraße 5 I. An die in dei Untersteiermark und im Reichsgebiete an-wescnrlen Mitglieder des Sterbevereines Rotwein (»Pogrebno drustvo liiuivanje pri Mnriboru«) werden In der Zeit vom 10. bis 25. Juli 1944, und zwar von 9—11 Uhr vormittags, die entfallpnden Anteile des abgelieferten Vereinsvermögen« aus-aezahlt. 3044 Die Auszahlungen werden mit 25. Juli 1944 beendet. Der Stlllhaltekninmissar. Denken Sie daran — KLEINE ANZEIGEN haben in der MARBURGER ZEITUNG GROSSEN ERFOLG« Danksagung Tiofgerührt über die überaus herzliche Anteilnahme am Verlust und Heimgange unseres unvergeßlichen, geliebten Gatten und Vaters JOSEF CiRABAR, danken wir vor allem den vielen Kranz-und Blunionspendern sowie auch allen Teilnehmern am Begräbniese zutiefst. Cilli, Laibach, Hrvat Mltrovic«, den 6. Juli 1944 Familie Grabar, und alle übrigen Verwandten. 30,'iH Die Annahmestelle für Freiwillige der Kriegsmarine befindet sich beim Wehrbezirkskommando M>stti. tiet l-■ •/.e;nii'i,u«cl'sip ^ ist ••'i \!i i' tl- r ' .ire IUI e nem ,\ :irkl 1 1 WM 1 Blumenkohl (Karfiol), je kq . . 0. I : , .8 1 Bohnenseboten (1.71 f —.— II ;i;; ■ —. -■ Dillkraut, jung, Bund je 12 dkg 0.1 fi 0 OM ' — .— „ ausqewachsen ■1 Ii ' -- • —.— Erbsen in Hülsen, je kn ',.111 ■ ; , 1 . 1 1 1 Gurken. Tieibhauswaren je kg iji» —.— ,7-l: Karotten IreibwüiG () 1'i cm ge- 1 mischte Ware gilt als B-Ware le 1 Ii» .IP Bund zu J5 Slk 11.14 0.1(1 Karotten ohne Laub ,i.j , —. - Ol!?' Knoblauch, juna, get^tutzt auf 10 cm 1 je kg . gn (1.40 1 nS'J Kohlrabi, über 11 cm Ot le Stk. . . 1 —.- Kohlrabi, über 9 cm..... (l.nli -- I 2 - Kohlrabi, über 7 cm „ „ . . —. - ii. X — Kohlrabi, übei 4 cm , „ . . O.llfi —.— u.iiT 1 — Kohlrabi, unter 4 cm und B-Wa- i I (l.lü re, je kg — t'.r. Kraut, weiß, I Kopf mindest. % kg 0 'i'.i i'.'jii «'.•1.3 Kien l.Meerrettichl je kg 11,,""»! l.( Mangold, je kg .... 1 (1 Ii o.n; (i,l!5 Petersihengrün |p Bund zu 1? dkg Mmdestiiewu ht ,1'J - .— .k; !—.— Radieschen, 1 Bund je 15 Stück II.H'I —.- ii.iir — — Rettich, ohne Laub, 3 cm 0, le kg « .If- ".1 , U Iii;. Rhabarber, rot» u grünstielig, je kg 0.! 1 11.11 •i.r.i M.i.- Rhabarber, Himbeer te kg ".L'u o.K; ■ 7 '.-l Salat (Häuptel-) je kg (1 3 i ■ i.'J' ti.l • ■.jT Salat (Endivien-), gcbleicht, je kg .ili> — II.) —,— Sfllat (Endivien-) unqebleicht und B-Ware, le kq . , , —. - M —o.n Salat (Schluß-), je kg..... >-1' .(i4 Ribisel (Johannisbeeren), rot und weiß, je kq O.tll 0.;,c Ribisel (Johannisbeeren), schwarz. ie kg .... ll.ll.'» 0 Tf. , 'j ; Stachelbeelen, le kq...... ..M n.4 .7- : .; ti 50' dei 50' dei FUt Waten dei (Siiteklasse C düiten höchsten* Preise füi VVuren dar Güteklasse A getordeif weiden Autschlaue aul den brzeugerpieis diiilen niitii fer!=»chnet ■werden wenn dei Gizeugei die Ware unmittelbat ^n i 'r Er eugungsstätte an d'm Verbraucher abgibt Das Waschen iei Ware ist unznlä;>70 üeld imniep luftschutzbepeit! Untersteirische Lichtspieltheater MARBURG-ORAU | BURG-LICHTSPIELE H 17 »0, l'>45 fihr Psrnruf 2?I0 ULFIG MAYL'RHOFER, Johanne* Blanann, Paul Kemp, THEO LINGFN und Will Duhm in einer Komodie von llprraann Bahr Dos Lied der Nachti){all FOr Jugendllchu zugvlasteol SONDERVÜHANSTAITDNCBN; Sonnlagvormittiig 10 tJhr, Montay, DienütaQ und Milt-wofh um 12 45 Uhr: Fmil Jannings, Wernor Hlm, Cliut Clausen, Leopoldine Koiiilrtiitln i:i d.'in hi^lüri>ichen Monum(«iital-Film Der nlte und der junf^e KÖnif{ FDi Junendlichp tugc'aiient Leonhard i. d. Büheln_ Samstag, 8. um 20, Sonntag, 9. Juli um 17.30, 20 Uhi »Paracelsus« mit WERNER KRAUb, Annelit» Keinhold und Math. Wlcmann. — Die dramatisclie Spannkraft dicbcs Spitzonfllmt, seine innere Schönheit und cwitjp WahrliPit befiPistorn dn Morzrn. MirchenvorstrIlunneH lUr Jung und All; Samstütj um 17 Uhr und Sonnl.itrct>>n diu ^uschauerrauniGü wiih-roiid der '^liiivnrtuhiuni) ist veibnten. Ton-Lichtspiele Stadttheater P A 11 a u Sfiielznlt W IT l'J.4S l'hr «! 14,30 17 19 45 Uhi Stmntag, Sonntag, fl. und Montag, 10. Juli Ein Mann mit Grundsätzen H'ins Shhnker und Dille Mayerhofer in einem heitcrun FOr Jugendliche untei 14 Jahren alchl tugelassenl Lichtspieltheater Polstrau Samstag, 8. und Sonnlag, 0. Juli Die |;{läserne Kugel Für Jugeudlicb« lugelassenl Lichtspiele Rann Samaiii>gg«r und Harry Hardl. FOr Jugendliche tugelassenl Von l'ri!itaf|. 7. bis Mtmiiig, 10 Juli — der Jugendfilm TRA, TRA, TRALAM Filmtheater Tüffer Splelzelti Wo 17.30 19.45 Uht, So Ii, 17.30, 19.45 Uhi Hamilug, H. und Nnpiitdg H Juli Frniien sind keine Engel Für Jugendlich» unter 14 Jahren nicht tugelassanl Verschiedenes dmmeitAHdllR' Altpapiet, Hfl leir., ScbDetnei ibschnitte Tex 'ilahlälle. All ^isen. Metalle Cjlasscherben, lieihaaie und ■^chdfwollpkdiili idiifend jede Monge Alois Arbellei Miii ouig, Üidug 'elefon 2b-Ti 10-3 1- Tausche Rund-funkeinpfängei qeqei. Nähma-fichix >, Rundschiff. Zuschr. an di<< »M. Z.«, unter •5321«, 5321-14 Herreuanzuffl - qut erhalten -brauii qestreift, Größe 1.73, qe-qen ebensolch. Teppich zu tau-echen qesucht. Zu6chr. unter »Teppich« a. d. »M. Z.«, Cilli. ___306 M 4 Zimmer-Kachelofen, tadello«, qeqiin Rund-lunkempfänqer «u tauschen qe-■ äucht Zuschrift, untej »Ofen« an die »M. Z.« — Cini__ 3060-14 Tausche Eisenkasse Nr. 2H -qeqen qutc« Pidnino oder Stutzflüqel. — Wird auch qe-kauft Stainpdch • Herrenq. 36 III. Stock. Mar-burq-Dr. 5312-14 Ihre Vermählunq qeben bekannt: Felix Pogatschnig Kaufmann, Gasthof- und Realitdtenbesitzer Alma Pogatschnig geb. Frizzi Klaqenfurt Wuchern a. d. Dr. * 2. Juli 1944 5230 Für die Industrie, den Handel und das Gewerbe rttr Untorstelcrmark bringe zur Kenntnis, daß ich übersiedelt bin und wollen Sie in Buchhultungs- und allen Steuerangelegpiiheiten mir Ihre Anschrift bekannt geben. 3050 HANS PICHLER Stfeuerberatfer CILLly Hotel Weisser Ochse Steirische Leichtathletik-Gaumeisterschaften 1944 am 15. und 16, Juli in Marburg a. d. Drau verbunden mit einem Dreiktnmpf für Männer und Frauen und einem Turnerischen Festabend. SAMSTAG, den 15. Juli 1944 Rapidfiportplalz 17.00 Uhr: GAUMEISTERSCHATTEN Reihenfolqe der Bewerbe: 100-m-Lauf, Frauen (Vnrlüuf) llothsprunq der Mannet Kugelstoßen der Frauen Weitsprung der Frauen OOü-m-Lauf der Männer Speerwurf der Frauen Kuqelstoß der Männer Tlochsprunq der Frauen Weitsprung der Männer 100-m-Lauf der Frauen (Zwischenidufe) 5000-m-Lauf der Mäiinei SONNTAG, den 16. Juli 1944 Rapidsportplatz 9.00 Uhr: 100-m-lauf der Männer lür die Gaunieisterschaften (Vorlauf) Dreikampf für Männer und Frauen, HJ und BDM (Dreikampf füi Männer: 100-m-Lauf. Weitsprung Handgranaten-Weil werten! (Dreikampf für Frauen; 75-in-Laut Weifsprung, 4 kg Kugelstoßen! 100-m-Lauf der Männer (Zwischenlaut) 16.00 Uhr: Eröffnung des Sportnachmittaqs durch Einlaufen von .12 Fahnenträgern, 32 Mädel und 32 Juntien der Deutschen Jurjend, 32 RAD-Männcr und 32 RAD-Maiden, 32 Sportlerinnen und ."^2 Sportlern des GdUCS Gedenken der für Deul-schland gefallonen Kameraden Beginn der Sc hlufikämpfe für die Gaumeisterschrilt 100-m-Lduf der Frauen (Entschoidunq) Diskus der Frauen (Entscheidung) y 100-m-I,auf der Männer (Entscheidung) Diskus der Männer (Entscheidiqung) 1500-m-Lauf Speerwerfen dei Männer (Entscheidung) Sondervorführungen Handballwetlspiei: Sieirischer Gaumeister gegen Untersteirische Ausw.ihlmannsrhaft In der PAUSE 4()0-m-Lauf der Männer (Entscheidung) SONNTAG, den 16. Juli 1944, Hoimaibundsnal, Tegetthollstrdße 5 20.00 Uhr; TURNERISCHER FESTABEND unter Mitwirkung eines Musikzugss der Wehr-mannschalt Einmarsch der Fahnen und der Teilnehmer Zwiegespräch — Lied Mädeltanz — Bodenübungen der HJ Barrenturnen der Steirischen Gauriege Verschiedene gymnastische Übungen Fechten dei Gaubesten Kürübungen im Bodenturnen Reckturnen der Sieirischen Gaurietie Siegerehrung durch den Gau«portführer t* spricht der Bundesführer des Steirischen Heimalbundes Pq. S t e i n d I Führerehrunq — Hymnen Hei Nation 3038 Lies Deine Zeitung täglich! Mit behördl. Genehmigung bleibt das KAUFHAUS Anton Matzun MARBURG-Dr., Herrenqasse 10, vom 10. bis 24. Juli geschlossen. Kaufe Sessel und verschiedene Möbel jeder Art, auch komplette Schlaf-und KUcheninöbel. 5335 J. PUTSCHKO, Marburg Drau. Trleslerslrane 57. Eisen-Möbel Bezugsmarken Einheits-Möbel Einheits-Polstermöbel FIRMA „WEKA'' (12a) Marbur)^ Die Ueuiscbe (ugend bille Hm iliisftumenie und ioten Beim Kulturellen Wettbewerb hat es sich vielfach gezeigt, daß eine große Zahl von Jungen und Mädeln Begabung und Freude zum Erlernen eine« Instrumentes haben, jedoch keines besitzen bzw. kaufen können. Ebenfalls mangelt es an Notenmaterial. Die Bevölkerung wird gebeten, Instrumente: besonders Geigen, Bratschen, Cellls, Flöten, Holzin-etruniente und Blechinstrumente, Zithern und Guitarren sowie Notet) der Deutschen Jugend gegen Bezahlung zu ülicrlns-sen. Alle Volkscjenossen melden ihre Instrumente bei der zuständig. Banndlenststelle der Deutschen Jnqend (Sitz In der Kreisstadt) oder bei der Bun-desjugendfUhrunq. Marburq-Dr., ßismarckstraße 5, an. — Wenn Bezahlung gewünscht wird, erfolgt vorher eine fachmänni-'?rhe Schätzung. Noten aller .\rt und in jeder Menge können an die Bundesjuqendlüh runri eingeschickt werden. 304 (i 3^u äaranl Vi«l» unMtsi VolkftÜJMrg*-V«reichen«n hab*n Wohnungiw^cKaol vomehmon müsMn. Zur W«hr\uif| nlltr Anspruch« dnri di« V«rbindung mit uni nicht C*b«n SU unt Adron«'"«' Oer Erfolg jeder Murirleistung wird noch goileigerl durch haushalten» rion Vnrbrauch der erzeugten Oüler. Wenri deth^lb ninmond mehr kauft, alt er brrtLichl, d^inn werden nicht wenige alles, sondern alle genug erhallen. — Dies gill ebenso lür DARMOL. das auch heule In sidigendein Maf^e hergetlellt wird. DARMOLWERK DiULiCHMIDCAU