Mezugspreise Fiir Vstereichr-Ungarn ganzjährig- K 4' — halbjährig K 2 — Für Amerika: ganzjährig D. I 25 Für das übrige Ausland ganzjährig K 5-20 Briefe ohne Unterschrift werden nicht berücksichtigt, Manuskripte nicht zurückgesendet. Gvttscheer Die Erscheint mit einer illustrierten Beilage „Wandermappe" am 4. und 19. eines jeden Monates. Bestellungen übernimmt die Werwattung des Kattlcheer Molen in Gottschee, Hauptplatz Nr. 87. Berichte sind zu senden an die Schristkeitung des Hottscheer Moten in Gottschee. Anzeigen (Ir.jerate) werden nach Tarif berechnet und von der Ver-waltung des Blattes übernommen. Die „Wandermappe" ist nur als Beilage des Gott» scheer Boten erhältlich. Postsparkaffen-Konto Nr. 842.285. Verschleißstelle: Schul» gaffe Nr. 75. Mr. 19. KoLtschee, am 4. HKLoöer 1910. Jahrgang VII. Eine Uotstandsaktion für das Gottfcheer Gebiet! Das karstige Gebiet von Gottschee ist bekanntlich so unergiebig, daß schon vor mehr als 400 Jahren, wo die Bevölkerungsziffer noch viel kleiner war als jetzt, die Bodenerzeugnisse nicht hinreichten, um die Bewohner hinreichend ernähren zu können, weshalb den Gottscheern schon im Jahre 1492 gewisse Hausierprivilegien bewilligt wurden, um sie hiedurch in die Lage zu versetzen, durch einen Nebenverdienst sich das hinzuzuerwerben, was die geringe Fruchtbarkeit des Bodens den armen Bebauern versagte. Wenn nun schon in normalen Jahren der Ertrag der Ernte in Gottschee so gering ist, daß ein großer Teil der Bevölkerung gezwungen ist, entweder durch den Hausierhandel sich die zum Lebensunterhalt notwendigen Mittel zu erwerben, oder Arbeits- und Berdienstgelegenheit im fernen Amerika zu suchen, so gestaltet sich die Lage umso trostloser, wenn, wie dies Heuer der Fall ist, infolge des Mißwachses nicht einmal der gewöhnliche, ohnedies so kümmerliche Ertrag der Ernte hereingebracht werden kann. Infolge der anhaltenden Nässe und der kalten Witterung sowie noch mehr durch den Schaden, den die Engerlinge verursachten, ist Heuer in Gottschee gerade bei denjenigen Bodenfrüchten eine Mißernte zu verzeichnen, die die Hauptnahrung der hiesigen ländlichen Bevölkerung bilden, nämlich bei Kartoffeln, Mais und Fisolen. An Kartoffeln haben sehr viele Landwirte infolge „Wurmfraßes" so wenig geerntet, daß oft nicht einmal eine genügende Menge von Saatkartoffeln eingebracht wurde; selbst dort, wo die Kartoffelernte nicht völlig fehl schlug, erreicht das Erträgnis derselben zumeist kaum den halben Ertrag einer Normalernte. Ähnlich steht es auch beim Mais (Kukuruz) und bei den Fisolen. Was da durch den Wurzelfraß der Engerlinge nicht vernichtet worden ist, das kann wegen der beständigen naßkalten Witterung nicht zur vollen Reife gelangen, so daß die Ernte sowohl quantitativ ganz ungenügend ist, als auch qualitativ viel zu wünschen übrig läßt. Die Entwicklung des türkischen Weizens war so ungünstig, daß es entweder überhaupt nicht einmal zur Bildung von Kolben kam, oder die Maiskörner an den nur schwach und kümmerlich entwickelten Kolben kaum zur Notreife gelangten. Bemerkt sei überdies, daß in den wenigen Gott-scheer Gegenden, wo Weinbau betrieben wird, ebenfalls eine gänzliche Mißernte die Hoffnung des Landmannes zunichte gemacht hat. Vergeblich versuchten die Landwirte alles Mögliche, um unter den äußerst ungünstigen Witterungsverhältnissen und angesichts der furchtbaren Verheerungen durch die massenhaft auftretenden Engerlinge dem Boden doch irgendeinen Ertrag abzuringen. Als es sich z. B. im Sommer zeigte, daß die Aussaat an Mais und Fisolen vielfach völlig vernichtet wurde, versuchte man es mit anderen Feldfrüchten, die aber ebenfalls keinen oder nur einen ungenügenden Ertrag gaben. Auch Weizen, Roggen, Hirse und Hafer wurden durch die Engerlinge stark geschädigt, so daß auch hier sich leider ein bedeutender Ausfall ergeben hat. Der Schlag, der durch die heurige Mißernte die ohnehin zumeist ganz arme Bevölkerung getroffen hat, ist umso schwerer, als dieselbe ohnehin selbst in besseren Jahren gezwungen ist, 70 bis 80 Prozent des Bedarfes an Mehl zuzukaufen. Als vor zwei Jahren Gottschee und andere Gegenden Krains infolge der durch die damals herrschende Dürre hervorgerufenen Fulternot schwer zu leiden hatte, da griff die Staatsverwaltung Kine verhängnisvolle Macht. Erlebt in jungen Jahren und erzählt von Woritz Schadek. (Fortsetzung.) Wir passierten die ersten Häuser Agrams und dachten erst jetzt daran, wo wir einkehren sollten, indem wir diese für einen Reifenden gewiß nicht unwichtige Frage uns noch gar nicht vorgelegt hatten. Obschön ich an einen Domherrn einen Empfehlungsbrief hatte und obschon die ungarische und kroatische Gastfreundschaft weltbekannt sind, so wollten wir, wenigstens wie wir glaubten, vorderhand dieselbe nicht benützen, wir wollten ganz Freiherren sein, und einigten uns dahin, im ersten Gasthause der Stadt einzukehren. Ein Vorübergehender war so gut, uns hierüber Aufschluß zu geben, daß ein solches der „Kaiser von Österreich" sei. Es ist ein stattliches großes Gebäude inmitten eines ausgedehnten Platzes. Der Eingang zu Fuß in das reich beleuchtete Vorhaus des Hotels zu einer Zeit, wo die Manie der Fußtouristen und der Alpenbesteigungsvereine noch nicht einmal im Embryo geahnt wurden, erweckte zwar in dem uns scharf beaugenscheinigenden Zimmerkellner und Lohnbedienten kein gar großes Prestige zu unseren Gunsten; da jedoch unsere Toilette sehr anständig war, wir gleich nicht ein, sondern zwei der besten Zimmer mit der Aussicht auf den Platz verlangten und beisetzten, daß wir jeden Abend, und so auch schon heute, nach dem Souper Tag für Tag unsere Zeche und auch unsere Zimmer in voraus bezahlen würden, da gab es recht artige Bücklinge und die Äußerung: dies wäre gar nicht not, die jungen gnädigen Herren mögen nur ganz nach Belieben Kost und Wohnung berichtigen. Der Aplomb half schon damals etwas in der Welt! Wir führten ein wahres Schlaraffenleben. Wir gingen dorthin und wir gingen dahin. Der Besuch bei Ludwig Gay ernüchterte meinen Freund. Die Stadt oder ihre Umgebung zu beschreiben, könnte mir gar nicht einfallen, obschon die Domkirche ein prachtvolles großes Gebäude ist, der in der Stadt gelegene Garten des Bischofs ein wahres Meisterstück der Gärtnerkunst genannt werden kann und der nicht gar ferne Landsitz des Kirchenfürsten „Maximir", jetzt „Georgsruhe" ein wahres Paradies auf Erden ist. Ich verspürte vielmehr schon damals einen Drang zu national-ökonomischen Studien, zu welchen der Wochenmarkt eine prächtige Gelegenheit gab. Die verschiedenen Nationaltrachten frappierten einen ordentlich, es ist eine ganz andere Welt, und wie ich in späteren Jahren ersah, kann man hier glauben, im kleinen in Konstantinopel oder Smyrna zu sein. durch Gewährung eines größeren Notstandskredites für die Beschaffung von Futtermitteln zu ermäßigten Preisen den bedrängten Landwirten hilfreich unter die Arme. Diesmal handelt es sich nicht um die Erhaltung des Viehstandes, sondern darum, daß weite bedürftige Bevölkerungskreise vor Hunger und Elend bewahrt werden. In Ansehung des großen Notstandes, von dem die Bevölkerung des Gottscheer Gebietes heuer heimgesucht worden ist, hat der Arbeitsausschuß des Verständigungsausschusses Schritte zur Erwirkung einer staatlichen Hilfsaktion (Notstandsaktion) angeregt und es wurde seitens der Gottscheer Gemeinden an die Zentralregierung eine Petition gesendet, dieselbe möge eine Hilfsaktion in der Weise einleiten, daß durch staatliche Beihilfe an die notleidenden Bewohner des Gottscheer Gebietes Erdäpfel, Mais und Fisolen zu ermäßigten Preisen in ähnlicher Weife abgegeben werden, wie dies vor zwei Jahren bei der Futtermittel-Hilfsaktion der Fall war, bei welcher auch seitens der Eisenbahnen Notstandstarife bewilligt wurden. Hoffentlich wird die Bitte gewährt werden. Aufruf zum Anschluß an den Wirtschaftspolitischen Zentralverband Österreichs (österr. Wirtschaftsverein). In Österreich bedarf es erfahrungsgemäß eines besonderen Nachdruckes, bis ein notwendiger Gesetzgebungsakt oder eine einschneidendere Verwaltungsmaßregel erfolgt. Zu grundlegenden Änderungen kommt es in unserem Staate überhaupt erst unter dem Drucke einflußreicher Kreise oder aus Furcht vor einer Massenbewegung. Dann aber erfolgen die Entschlüsse überhastet, ohne genügende Vorarbeit, wodurch nicht selten der ganze Erfolg in Frage gestellt wird. Vor dieser Gefahr stehen wir heute im Wirtschaftsleben. Überall herrscht die Überzeugung, daß unsere Wirtschaftspolitik auf eine falsche Bahn geraten ist. Krisenhafte Erscheinungen treten immer häufiger auf, die Volkserregung schwillt bedenklich an und öffnet der wüsten Agitation Tür und Tor, die Gesetzgebung verharrt in Untätigkeit und die Regierung steht unter dem Einflüsse agitatorischer Forderungen. Dabei handelt es sich um Existenzfragen des Volkes. Es ist die höchste Zeit, daß besonnene Elemente daran gehen, die weitere Entwicklung der Verwirrung zu hemmen und der Wirtschaftspolitik neue Wege zu weisen zur Behebung der wirtschaftlichen Übelstände. Zu diesem Zwecke wurde am 3. September l. I. der „Wirtschaftspolitische Zentralverband Österreichs (österr. Wirtschaftsverband)" in Graz ins Leben gerufen. Durch seine Arbeit soll an Stelle unfruchtbaren Klagens klares Verständnis, an Stelle von Schlagworten, welche die einzelnen Berufsklassen gegeneinander verhetzen, zielbewußtes Eintreten des ganzen arbeitenden Volkes für die großen, gemeinsamen Wirtschaftsinteressen treten. Eine der natürlichen Entwicklung unserer Volkswirtschaft angepaßte, gemeinnützige, fortschrittliche und großzügige Wirtschaftspolitik ist das Ziel des Verbandes. Die in den meisten Staaten gegenwärtig herrschende Richtung der Hochschutzzollpolitik ist die Hauptursache für die zutage tretenden krisenhaften Erscheinungen im Wirtschaftsleben. Der neue Verband wird nicht in das andere Extrem verfallen und sich auf den Standpunkt des Freihandels stellen, aber gegen die ungeschickte und maßlose Anwendung der Industrie- und Ägrarzölle will er laut und energisch seine Stimme erheben, weil sie unserer Volkswirtschaft den schwersten Schaden zufügen. Die Gefahren sollen wenigstens für die Zukunft abgewehrt werden. Unsere gegenwärtigen Rohstoff- und Getreide-Hochschutzzölle z. B. sind keine Erziehungszölle, ^ auch keine Vertragszölle im Sinne der Bismarckschen Handelspolitik; sie sind vielmehr ein dauerndes Bereicherungsmittel zu Gunsten weniger. Dem setzt der neue wirtschaftspolitische Verband die Auffassung entgegen, derzufolge der Zolltarif nicht den Schutz des Kapitals, sondern den der Arbeit zunächst bezwecken soll. Durch die Erhebungen Professor Dr. Hoffmeisters über die Rentabilität der Bauerngüter wurde nachgewiesen, daß die überwiegende Mehrheit des österreichischen Bauernstandes an Getreideschutzzöllen kein Interesse hat und daß nur der größte Grundbesitz im fruchtbarsten Flachlande daraus Gewinn zieht; Getreide-Hochschutzzollpolitik ist also nicht Bauern-, sondern Großgrundbesitzerpolitik, von der aber nicht das nationale Wohl abhängt. Im Einklänge mit dieser Anschauung befand sich ja auch der gegenwärtige Beirat des Bundes der Landwirte im Deutschen Reiche, Professor Dr. Ruhland, der schon im Jahre 1884 hinsichtlich der Getreidezölle erklärte: „Es mangelt mir das Verständnis, mich für Bemühungen und Geschenke zu ereifern, die schließlich doch nur jenen zukommen, die ihrer am wenigsten bedürfen, und nur von jenen genommen werden, die es am notwendigsten brauchen." Den Nutzen von unserer Hochschutzzollpolitik hat in der Tat nur ein Häuflein großagrarischer und großindustrieller Unternehmer, die durch ihre großkapitalistische Sammlungspolitik, welche sie der Regierung und dem Staate aufgezwungen haben, zu Freibeutern am Volksvermögen und an der nationalen Arbeitskraft geworden sind. Diese Oligarchie im Wirtschaftsleben bedrückt heute das ganze Volk; der neue wirtschaftspolitische Zentralverband Österreichs strebt dagegen die wirtschaftliche Demokratie an, indem er die Forderung vertritt, daß das Schwergewicht der Wirtschaftspolitik von dem kleinen Kreise des kapitalistischen Großunternehmertums auf die breite Masse des produzierenden Mittelstandes, der Landwirtschaft, der Industrie So wenige Meilen eigentlich von der deutschen Steiermark und doch Tracht und Sitte so ganz anders! Und um wieder auf unser Schlaraffenleben zurückzukommen: die Lebensmittel so staunend billig, daß es im Vergleiche mit jetzt eine Mythe zu sein scheint. Ein Pfund Rindfleisch vier Kreuzer, eine Maß Wein acht Kreuzer, drei Pfirsiche, jeder so groß wie ein Apfel, einen Kreuzer — eine große Gans dreißig Kreuzer W.-W. und in unserem Hotel an der Table d'hote wohlgemerkt sechs Speisen (darunter Saucen, Gemüse, Eingemachtes doppelt) nebst Konfekturen, alles feinste Küche, dann Obst, eine Semmel, ein starkes Seite! guten Tischwein und eine Schale schwarzen Kaffee 52 kr. W.-W. oder sage 364Ao kr. öst. W. Beim Zurückdenken an solche Zeiten steht einem ordentlich der Verstand still und uns Reisenden sollte er wirklich auch beinahe still stehen. Wir sahen nach solch einem schwelgerischen Mahle sehr vergnügt zu einem der Fenster unserer Wohnung hinaus. Von unserem Vorsatze, Tag für Tag unsere Zehrung im Gasthause zu berichtigen, waren wir glücklich nicht abgegangen, allein trotz der Billigkeit gab sich doch immerhin bedeutend etwas aus. Wir hatten den primitiven Vorschlag, unsere Kasse zusammen- zulegen, nicht ausgeführt, sondern einmal zahlte der eine, dann der andere. Also, wie gesagt, wir sahen in jener behaglichen Stimmung, die ein feines Diner hervorruft, auf weiche Polster gelehnt, auf den Platz hinab. Da fragte plötzlich mein Kollege: „Wieviel Geld hast Du noch?" Ich glaube, ein Kanonenschuß in nächster Nähe hätte nicht schneller meiner Behaglichkeit in die größte Bestürzung verwandeln können. Stotternd erwiderte ich in die Tasche greifend: „Nur mehr einen Zehner und einige Kupferkreuzerl" „Himmel I" rief mein Reisegefährte, „ich habe auch nur einen Zwanziger; was tun wir?" „Einfach fortgehen, und das Nobeltun auf den Nagel hängen." Als eine Art Rettungsanker drängte sich uns noch das Empfehlungsschreiben an den Kanonikus auf; allein wir mußten dort entweder als Gäste erscheinen, die dann sehr anständige Trinkgelder an die zahlreichen Domestiken zu geben hatten, oder als Darlehenswerber, wo wir wahrscheinlich als etwas zu flotte Bursche agnosziert, nichts bekommen und nur unseren Rekommandanten und des Gewerbes verlegt werde. Ihre Interessen könpen zwanglos geeinigt und dadurch zur Grundlage einer gesunden Bolkswirtschafts-politik, die auch jedem ändern Stande gerecht wird, gemacht werden. Die Grundlage einer gesunden Mittelstandspolitik ist die Erhaltung eines kräftigen Bauernstandes. Am treffendsten hat dies der deutsche Nationalökonom Gering mit folgenden Worten eingeschärft : „In den großen Fragen der nationalen Existenz, und dazu gehört die Erhaltung des Bauernstandes, sind die Interessen aller Klassen identisch. Wo ein großer Bauernstand, da ist auch eine hochstehende Arbeiterklasse. Zerstören sie das Fundament des Bauernstandes und sie gefährden die Lebenshaltung des Arbeiterstandes." Das Fundament unseres Bauernstandes liegt bei uns aber nicht in der künstlichen Erhaltung der Getreideproduktion, sondern in der Steigerung der Viehzucht und Viehhaltung auf die höchste Stufe. „Am Ackerbau verblutet unsere Landwirtschaft", sagte warnend schon im Jahre 1906 ein österreichischer agrarischer Schriftsteller in einer Broschüre über die Fleischnot. Wir sind trotz Ungarn, von wo wir ja den größten Teil unseres Körnerbedarfes decken, bereits seit einer Reihe von Jahren auf die Einfuhr vom Auslande angewiesen, und die hohen Getreidezölle verteuern nicht nur unser Brot und Mehl, sondern durch Hochhalmng der für unsere Viehverwertung so notwendigen Kraftsuttermittel auch das Fleisch. Daß wir heute Fleischnot und Fleischteuerung haben, ist daher eine schwere Anklage gegen unsere Zollpolitik, die den Bauern nichts nützt, aber die national-wirtschaftliche Zusammengehörigkeit zwischen dem Bauernstände und den übrigen Ständen zum Schaden aller zu sprengen droht. An der wähl- und maßlosen Zollpolitik will der österreichische Wirtschaftsverein den Hebel ansetzen, um dem österreichischen Wirtschaftsleben wieder Licht und Luft zu schaffen. Darauf wird seine Tätigkeit jedoch nicht beschränkt bleiben. Er wird vielmehr keine einigermaßen bedeutungsvolle wirtschaftliche Frage aus dem Auge verlieren, denn auch die Ermäßigung einzelner Zollsätze würde nicht den gewünschten Erfolg haben, wenn die Wirkung eines solchen Schrittes nicht durch andere Aktionen unterstützt würde. Dazu gehört vor allem die Reform unseres Lebensmittelmarktes, die Organisierung des Absatzes, die zielbewußte Hebung der entwicklungsfähigen einheimischen Produktion, die dazu notwendige systematische Belehrung usw. Die Satzungen des Wirtschaftsvereines führen die Mittel zur Erreichung des Vereinszweckes in Beispielen an, aus denen ersehen werden mag, daß die neugegründete Organisation ihre Aufgabe weder einseitig auffaßt, noch bestehenden nützlichen Vereinbarungen in den Weg tritt. Die großen Aufgaben, die sich der Österreichische Wirtschaftsverein gesetzt hat, können nur dann geleistet werden, wenn jeder ehrliche Volksfreund und jede wirtschaftliche Organisation nicht nur ihren Anschluß vollziehen, sondern auch tatkräftig an der Arbeit teilnehmen. Ein Hindernis besteht für niemanden, wer immer den Zweck der Organisation ohne Nebenabsichten fördern will. Besonders die politische Parteistellung kommt nicht in Frage, denn die Organisation will sich weder selbst in eine Parteiabhängigkeit begeben, noch sieht sie in der Parteigesinnung, soweit sie nicht dem wirtschaftlichen Zwecke des Vereines zuwiderläuft, ein Hindernis zum Beitritt. Jedem Mit-gliede wird ohne Rücksicht auf seine Parteistellung die volle Gleichberechtigung zugesichert. Die Organisation wird große und mächtige Widerstände zu überwinden haben. Mangelnde Einsicht einerseits, anderseits offener Widerstand der Nutznießer der heutigen Wirtschaftspolitik machen das Aufbieten aller Kräfte notwendig. Der ehrlichen Sache des Wirtschaftsvereines winkt jedoch die Palme des Sieges, denn täglich unterstützen die Tatsachen des Wirtschaftslebens selbst seine Arbeiten. Schon regt es sich in allen Teilen des Reiches, wie zahlreiche Zuschriften mit der Ankündigung von Anschlüssen beweisen. Das Einigende suchen und das „Trennende vermeiden, das ist das Losungswort, mit dem der neue Österreichische Wirtschaftsverein alle arbeitenden Kreise der Völker Österreichs vom klasseuverhetzenden Kampfe aller wider alle zum Wege einer alle arbeitenden Stände einigenden, allen Arbeitenden gerecht werdenden fortschrittlichen, großzügigen und gemeinnützigen Wirtschaftspolitik zurückrufen will. Das Präsidium: Präsident: Ferdinand Weichsritter v. Wantz. Generalanwalt: Kassier: Wrofejsor Dr. Karl Kostmeister. Worih Wichter. Aus Stabt und Land. Gotischer. (Namensse st Seiner Majestät der Kaiser s.) Die Feier des Namensfestes Seiner Majestät des Kaisers wurde am 4. Oktober in Gottschee in der herkömmlichen Weife jefflich begangen. Um 9 Uhr vormittags wurde in der hiesigen Stadtpfarrkirche vom hochw. Herrn Stadtpfarrer und Dechanten Ferdinand Erker unter geistlicher Assistenz ein Hochamt zelebriert, dem die Behörden, die Stadtgemeindevertretung, die Schulen, die frenv. Feuerwehr und zahlreiche Andächtige beiwohnten. Die öffentlichen Gebäude waren beflaggt. Da der denkwürdige Tag des 80. Geburtsfestes des Kaisers der Schulferien wegen an den Schulen nicht rechtzeitig festlich begangen werden konnte, erschien es notwendig, dieses vaterländischen Festtages durch eine nachträgliche Feier in den Schulen besonders zu gedenken, weshalb aus diesem Anlasse an den Schande gemacht hätten. Es gab keinen anderen Ausweg, als so schnell als möglich zu verschwinden. Es war unsere gewöhnliche Nachmittags-Flanierstunde, es konnte daher nicht auffallen, wenn wir ausgingen; allein unsere, wenn auch kleinen Reisetäschchen, und mein, wenn auch höchst subtiler Regenmantel?! Zum Glücke überzog sich der Himmel, es war ein schwüler, fast heißer Septembertag, Grund genug in meiner Einbildung, das Mitnehmen dieses Garderobestückes als nicht so besonders auffällig zu finden. Unsere Täschchen knöpften wir unter unsere Röcke, die Zimmerschlüssel ließen wir stecken und mit Gesichtern, denen jedermann die Angst und Verlegenheit ansehen konnte, eilten wir über die Treppe und beim Haustore hinaus, ohne es zu wagen, nach rechts oder nach links auch nur einen Blick zu werfen. Wir hatten zwar nichts Ungesetzliches begangen, allein unser Leichtsinn brachte uns in eine arge Patsche und die Dienstleute des Hotels, die gleichsam um ihr Trinkgeld geprellt wurden, welches einen fast integrierenden Teil des Lohnes dieser Personen bildet, werden den eleganten jungen Herren hübsche Epitheta nachgerufen haben, als die ausgeflogenen zwei Vögel des Abends und über- haupt gar nicht mehr wiederkehrten. Schweigend, wahre arme Sünder, schlugen wir, vor Aufregung in Schweiß gebadet, den Weg gegen Westen ein. Im Innern schob jeder die Schuld auf den ändern, obschon wir beide gleich einfältig gewesen waren. Eine breite staubige Straße lief anfangs zwischen wohlgepflegten Äckern und einzelnen Häusern hin. Doch Feld und Häuser wurden immer spärlicher. Eine endlose Ebene dehnte sich bald aus, dicht besetzt mit Weidenbüschen. Es gibt nichts Monotoneres und Drückenderes für den im Gebirgsland Geborenen und Erzogenen als diese eigentlich aller Kultur baren Flächen, die höchstens zur Weide für unschönes Vieh verwendet werden, umso mehr, wenn man sich in einer solchen Gemütsstimmung befindet wie wir. Ich glaube, wir dachten damals eigentlich doch nichts, starrten ins Leere und eilten so schnell vorwärts, als uns unsere jungen Füße nur immer weiter brachten. In unserem Laude hätte man doch noch als pauper Studiosus fort-kommen und insonderheit auf die gastfreundlichen Pforten der Psarr-höfe spekulieren können, aber hier — man sah nirgends eine Kapelle oder einen Kirchturm, soweit das suchende Auge schweifte, mithin konnten auch keine gut- oder nichtgutherzigen Pfarrherren ange-sochten werden, denn ohne Kirche kein Pfarrer. (Fortsetzung folgt.) Mittelschulen und verwandten Lehranstalten wie an den Volksschulen i unserer Reichshälfte am 4. Oktober im Anschlüsse an den Festgottes- P dienst überall Feierlichkeiten abgehalten wurden. Auch am hiesigen k. k. Staatsgymnasium, an der k. k. Fachschule und an den Volksschulen wurden am heutigen Festtage würdige Festlichkeiten (Festreden, Vorträge von Gedichten und Liedern usw.) veranstaltet. — (Landtag.) Der Landtag von Kram wird auf den 5. Oktober einberufen. — (Vom Postdienste.) Der Post-Oberoffizial Herr Adolf Hauff in Köflach wurde nach Graz versetzt. — (Ernennung.) Herr Joses Kntschera, k. k. Bezirkstierarzt i. R., ist vom komischen Landesausschuffe zum landschaftlichen Tierarzt mit dem Amtssitze in Gottschee ernannt worden. — (Ermäßigung der Zuckerpreise.) Es ist beabsichtigt, ab 20. Oktober, mit welchem Termin bereits neue Rasfinaden auf den Markt gebracht werden, eine der jetzigen Lage des Rohzuckermarktes entsprechende, demnach sehr erhebliche Preisherabsetzung des Zuckers eintreten zu lassen. — Ein magerer Trost in unseren teuren Zeiten! — (Trauung.) Am 28. v. M. wurde in der hiesigen Stadtpfarrkirche Herr Hans Hönigmann, Kaufmann in Gottschee, mit Fräulein Anna Stampfl, Hausbesitzerin, getraut. Viel Glück! — (Förderung der Viehzucht.) Am 26. v. M. traf in Gottschee der Landes-Molkerei- und Tierzuchtinspektor Herr Jakob Legvart ein, um am darauffolgenden Tage in Angelegenheiten der Viehzucht und Weideverbesserung in Rteg und Hinterberg zu intervenieren. Vor seiner Abfahrt von Gottschee am 27. v. M. begab sich der Herr Inspektor auch nach Mooswald, um die von Herrn Zwickle in Vorarlberg angekauften Zuchtkühe (Algäuer Rasse) zu besichtigen, über die er sich lobend äußerte. Bei dieser Gelegenheit überzeugte sich der Herr Inspektor auch von der guten Haltung und Pflege des Zuchtstieres der Vieh- und Schweinezuchtgenossenschaft für die Pfarre Gottschee. Auch der neugebaute Stall Zwickles wurde in Augenschein genommen und es sprach der Herr Inspektor über denselben sowie über die zementierte große Jauchegrube seine Zufriedenheit aus. Da Herr Zwickle auch einen guten Schweinestall besitzt, wurde er darauf aufmerksam gemacht, daß er auch eine Zuchteberstation erhalten könne. — (Zu einer erregten Szene in der Gemeinde« stub e) kam es in der Sitzung der hiesigen Gemeindevertretung am 27. v. M. Der Virilist Herr Oberpostmeister Anton Hauff erhob sich und rempelte in sichtlich gereiztem Tone den Vorsitzenden, Herrn Bürgermeister Alois Loy, in nnqualifizierbarer Weise an wegen angeblicher Mißwirtschaft mit städtischen Geldern, speziell mit der staatlichen Subventionsrate für den Gymnasialbau per 15.000 K, von der die städtische Vermögensverwaltung bis dato angeblich nichts gewußt habe (!) und die in „unverantwortlicher" Weise zur Herstellung der Schotter- und Sandquetsche verwendet worden sei. Der Vorsitzende, Herr kaiserl. Rat Alois L o y, verwies demgegenüber auf den Beschluß des Gemeindeausschusses vom 4. Juni d. I., nach welchem die städtische Vermögensverwaltung mit dem Ankaufe sowohl der für die Schotter- und Sandquetsche erforderlichen Grundstücke, als auch insbesondere mit der Aufbringung des Kostenbetrages der maschinellen Anlage betraut worden sei, und bemerkte, daß die Subvention für den Gymnasialbau der Stadtgemeinde und nicht der städtischen Vermögensverwaltung angewiesen worden sei. In der Tat habe die Vermögensverwaltung die Kaufverträge für die Sandquetsche mit den betreffenden Grundbesitzern abgeschlossen. Es sei übrigens ganz selbstverständlich, daß die Staatssubvention ihrem Zwecke zugeführt werde, nämlich der Mitdeckung der Kosten des Um- und Zubaues des Gymnasiums. Im Augenblicke habe es sich nur um die Vermeidung der Aufnahme eines derzeit unnotwendigen Darlehens gehandelt. Die Schotterquetsche rentiere sich übrigens so gut wie kein anderes städtisches Unternehmen, indem in ihrem kaum zweimonatlichen Betriebe ein Eingang von mehr als 4000 Kronen zu verzeichnen sei. Es sei also mit voller Bestimmtheit anzunehmen, daß das Unternehmen blühen werde. Um der unerquicklichen Szene ein Ende zu Bereiten, beantragte schließlich Gemeindeausschuß Herr Josef Verderber Schluß der Sitzung, worauf sich alle Mitglieder der Gemeindevertretung erhoben und in großer Entrüstung über die Anflegelung des langjährigen und um die Stadt Gottschee sehr verdienten Bürgermeisters Den Saal verließen. — Später äußerte sich Herr Oberpostmeister Hauff, wie uns aus guter Quelle mitgeteilt wird: Die Zeiten haben nun ein Ende, wo alles dem Herrn Loy mit „Ja" beigeftimmt hat; Loy muß von der Oberfläche verschwinden (!); solange Loy nicht geht, gibt's keine Ruhe. Dann erst wird eine bessere Ära eintreten. Daran schlossen sich Drohungen mit Anzeigen. •— Es ist doch unglaublich, was Gehässigkeit und Neid zu leisten vermögen! Die öffentliche Meinung steht selbstverständlich ganz und gar nicht auf der Seite Hauffs. Man ist über sein Vorgehen empört und kennt auch nur zu gut seine famosen Hintermänner. Vorderhand scheint übrigens noch keine Gefahr vorhanden zu fein, daß der protestantische Pastor im Gemeindehause den Taktstock schwingen wird zum Gaudium von ein paar Krakeelern, denen das Wohl von Gottschee im Grunde ganz schnuppe ist. — (Die Weißkrainer Bahn.) Die Arbeiten, betreffend die Aufstellung des Detailprojektes für die Weißkrainer Bahn, gehen ihrem Abschluffe entgegen. Die Einleitung für die Durchführung der Begehung und der Enteignungsverhandlungen dürste noch im Spätherbste (November) dieses Jahres getroffen werden können. Den detaillierten Projekten liegt bekanntlich der über Preloga-Smuk nach Tfchernembl und Möttling führende Linienzug einer bei der Trasfenrevision zu begehenden Variante zugrunde, welche das Eisen-bahnminifterium aus Grund des Ergebnisses der Amtshandlung unter Rücksichtnahme auf die von der Mehrheit der Interessenten vorgebrachten Wünsche für den Ausbau dieser Bahnlinie bestimmt hat. Bezüglich der Baukosten, die gesetzlich bereits sichergestellt sind, dürfte mit dem veranschlagten Anlagekapital von 18'4 Millionen Kronen (nicht 80'4 Millionen, wie andere Blätter meldeten) das Auslangen gefunden werden. — Dies die halbamtliche Mitteilung. Von gut unterrichteter Seite erfahren wir, daß der Bau der Weißkrainer Bahn zwar nicht schon im Jahre 1911, aber ziemlich sicher im Jahre 1912 in Angriff genommen werden dürfte. —• (Konkurrenzverhandlung.) Durch Eisstücke und Schneeklumpen, die vom Dache des Hauptschiffes und von den Türmen aus die Dachungen der beiden Seitenschiffe der hiesigen Stadtpfarrkirche zur Winterszeit herunterstürzten, war die Schiefereindeckung der letzteren Dachflächen mehrfach beschädigt worden und es war Gefahr vorhanden, daß Bei Nichtbeachtung dieser kleinen Gebrechen auch die Beiden Seitendach st ü hle in Mitleidenschaft gezogen worden wären und durch das eindringende Meteorwasser auch das Mauerwerk der Wölbungen der Seitenschiffe Schaden gelitten hätte. Infolgedessen fand am 21. September an Ort und Stelle die Konkurrenzverhandlung über die notwendigen Konfervierungs-arbeiten statt, bei welcher beschlossen wurde, bei den Dachungen der Seitenschiffe und der Sakristei das bisher in Verwendung stehende Deckungsmaterial (englischer Naturschiefer) durch verzinktes Eisenblech zu ersetzen. Da aber die in grellem, grauweißein Schimmer glänzenden Dachflächen der beiden Seitenschiffe von dem vornehmen, ruhigen Farbenton des Daches des Hauptschiffes (englischer Naturschiefer) in sehr störender Weise abstechen würden, wurde, um die harmonische Ausgeglichenheit der äußeren Erscheinung des schönen, nach den Planen des verewigten Dombaumeisters Freiherrn von Schmidt ausgeführten Baues nach Möglichkeit zu erhalten, beschlossen, das Zinkblech mit einer der Naturfarbe des englischen Schiefers gleichen dunkelgrauen Farbe streichen zu lassen. Die gesamten Herstellungen sind aus etwas über 3000 Kronen veranschlagt. — („Ostmark".) Am 28. September fand hier eine Ausschußsitzung des deutschen Schutzvereines „Ostmark" statt, bei der über die bisherige Tätigkeit der Ortsgruppe Bericht erstattet wurde. Obwohl die Mittel des jungen Vereines noch bescheiden sind, hat derselbe doch auch bereits für Gottschee (Viehzuchtzwecke) eine erhebliche Subvention gegeben. — (Viehversicherung.) Nach einem bereits ausgearbeiteten Gesetzentwürfe, der demnächst im Landtage zur Behandlung kommen wird, gedenkt das Land Krain eine Viehversicherung ins Leben zu rufen, deren Grundlage örtliche Organisationen (örtliche Viehversicherungsvereine oder -Genossenschaften) bilden sollen. Diese örtlichen Versicherungsanstalten lehnen sich an eine Zentrale in Laibach an und haben an derselben einen Rückhalt (Rückversicherung), so daß es ihnen auch bei größerem Viehschaden möglich sein wird, den Versicherten entsprechende Beihilfe zu bringen, ohne daß Nachtragszahlungen notwendig sind. Die Mittel sollen aufgebracht werden durch die Mitgliedsbeiträge, durch den Gründungsbeitrag des Landes und durch Beiträge von öffentlichen Fonden. Als Mitgliedsbeitrag (Prämie) ist in Aussicht genommen ein halbes Prozent (50 Heller) für 100 Kronen des Biehwertes. Diese Prämie soll auch in Raten gezahlt werden können. Das Land Krain wird für den Gründungs-sond 50.000 Kronen als unverzinsliches und unkündbares Darlehen der Landesversicherungsanstalt gewähren. Der Viehschaden soll gedeckt werden in erster Linie durch die Prämien (Beiträge) der Ortsversicherungsvereine (1%); wenn sie nicht ausreichen, durch den Reserve« sond derselben, und wenn auch dieser nicht ausreicht, durch den Gründungssond. Wir werden über diese Angelegenheit demnächst nach den Berichten über die Verhandlungen im Landtage noch Näheres bringen. Gegenwärtig wäre es ohnehin noch verfrüht, an die Gründung von Ortsversicherungsvereinen zu schreiten. — Wir hören, daß von anderer Seite (Herr Pregl) gegenwärtig für einen privaten Viehversicherungsverein, der keinen Rückhalt an einer Landesorganisation hat, Stimmung gemacht wird. Wir halten das für ein ganz aussichtsloses Beginnen. — (Marianische Studentenkongregation.) Unser Blatt ist zwar keine „Kirchenzeitung", doch glauben wir der christlichen Sache einen guten Dienst leisten zu können, wenn wir auch die Kongregation betreffende Tatsachen erwähnen. Es dürfte noch in Erinnerung sein, wie im Frühjahr ein Herr mit Lügen gegen die Kongregation hausieren ging, doch dann dies Geschäft bald ausgab. Heuer nun tauchen Kämpfer gegen die mehr gefürchtete als gehaßte Kongregation in der Stadt auf. Es sind gebildete Herren, sonst recht anständige Leute, denen aber Verstand und Anstand einfach durchgehen, wenn sie von der Kongregation hören; in diesem Delirium greifen sie zu allen Mitteln, deren sie habhaft werden können. Das im allgemeinen. Im besonderen hätten wir zu erwähnen, daß man manchmal die Behauptung hört, keiner von der Kongregation kommt in der Schule durch. Die das behaupten, sind sich offenbar gar nicht bewußt, daß sie einzelnen Herren Professoren hiemit Parteilichkeit und Ungerechtigkeit, also Bruch des Diensteides, imputieren, gegen welchen Anwurf sich dieselben gewiß nachdrücklichst verwahren würden. Wir sind überzeugt, daß auch jene Herren Professoren, die der Kongregation persönlich nicht sympathisch gegenüberstehen, eine solche Zumutung, die geeignet ist, ihre Standesehre schwer zu schädigen, entrüstet zurückweisen werden. — (Krankenhaus.) Das hiesige Krankenhaus wurde vor etwa 9 Jahren von der k. k. Landesregierung bekanntlich als Stiftung erklärt und im Jahre 1902 der Sanitätsdistriktsvertretung zur Verwaltung übergeben. Letztere hat im Jahre 1,903 das Spital umbauen und adaptieren lassen, um so das Offentlichkeitsrecht für dasselbe erwirken zu können. Der Landtag hat sich auch bereits für die Zuerkennung des Öffentlichkeitsrechtes ausgesprochen; da jedoch das Instrumentarium noch zu ergänzen, ein Operationszimmer einzurichten ist und mehrere andere Voraussetzungen noch erfüllt werden müssen, hat die Regierung bisher mit der Verleihung des Öffentlichkeitsrechtes noch immer gezögert. Die Wartung und Pflege der Kranken hatten bisher Barmherzige Schwestern, bezw. Krankenjungfrauen aus dem hiesigen Waisenhause besorgt, und zwar je nach Bedürfnis eine oder zwei. Dieser Modus, der an und für sich den Charakter eines vorübergehenden Provisoriums trug, erwies sich von Jahr zu Jahr immer unhaltbarer, zumal auch die Verbindung der Waisen- und Erziehungsanstalt (durch die Pflege- schwestern) mit dem Krankenhause schon in hygienischer Beziehung etwas Mißliches an sich hatte. Um die Sache auf eine bessere Grundlage zu stellen, hat nun die Sanitätsdistriktsvertretung von Gottschee in ihrer Sitzung am 26. v. M. einem zwischen der Visitatorin der Kongregation der Barmherzigen Schwestern in Graz und der Sanitätsdistriktsvertretung abzuschließenden Vertrage seine Zustimmung gegeben, wornach künftighin ständig drei Krankenschwestern mit der Wartung und Pflege der Kranken im hiesigen Spitale betraut werden sollen, die im Krankenhause selbst wohnen werden. Die sich infolgedessen ergebenden Mehrauslagen werden sich einerseits durch Ersparungen hereinbringen lassen, anderseits durch eine entsprechende mit Rücksicht auf die eingetretene Teuerung der Lebensmittel und aller Bedarfsartikel vollkommen gerechtfertigte Erhöhung der Berpflegungsgebühren. Auch im Landesspitale in Laibach sowie in anderen Krankenhäusern sind bekanntlich Heuer die Verpflegstaxen durchschnittlich um 40% erhöht worden. Für die Verwaltung des Krankenhauses wird von der Sanitätsdistriktsvertretung ein eigener Verwaltungsausschuß eingesetzt. — (Deutsches Studentenheim.) Wie wir vernehmen, hat sich Heuer in den Ferien bereits eine nicht unerhebliche Zahl von auswärtigen Studierenden zum eventuellen Eintritt in das hiesige Gymnasium gemeldet, die jedoch, weil das hiesige Studentenheim noch nicht eröffnet ist, schwer unterzubringen gewesen wären. Nun wird von mehreren Seiten darauf gedrungen, daß das Studentenheim womöglich mit nächstem Schuljahre eröffnet werden möge, was auch in Aussicht genommen worden ist. — (Gegen die Einfuhr des argentinischen Fleisches) haben die landwirtschaftlichen Korporationen in Österreich selbstverständlich Verwahrung eingelegt und es ist zweifelhaft, ob die Zustimmung Ungarns zu erhalten sein wird. Bor kurzem hat in Triest unter großer Beteiligung von Interessenten eine Kostprobe von argentinischem Fleische stattgefunden. Über deren Ergebnis gehen die Meinungen auseinander. — (Die St. Josefbücherbruderschaft) gibt Heuer samt Kalender sieben Bücher heraus, nämlich eine Übersetzung und Erklärung der heiligen Schrift nebst anderen vier interessanten Büchern, ein Andachtsbuch (Meßandachten) und „Bunte Geschichten". Gegen Nachzahlung von 60 Hellern auch noch mehrere interessante Erzählungen ; ferner den „Praktischen Landmann" oder „Gute Ratschläge für Haus und Hof, Feld und Stall, Wald und Wiese usw." Wir empfehlen den Beitritt nachdrücklichst allen Familien. Mitgliedsbeitrag für 5 Bücher 2 K, für 6 Bücher 3 K, für 7 Bücher K 3'60. — (Winterfrucht) ist dünner zu säen als Sommerfrucht. Zu dichtes Säen macht leicht Lagerfrucht. Korn säe man bei trockener Witterung, Weizen kann mehr bei feuchtem Wetter untergebracht werden. Bezüglich der Zeit der Aussaat merke man sich die alten Bauernregeln: „Wenn die späte Saat gerät, soll es der Vater dem Sohn nicht sagen!" und „Frühhafer — SchwerhaferI" Man säe also im Herbst immer möglichst zeitig, daß sich die Saat noch bestocken kann, im Frühjahr ebenso zeitlich, sobald das Feld abgetrocknet ist. Auf schweren und feuchten Böden säe man nicht zu tief, damit Luft, Feuchtigkeit und Wärme in den Boden leichter eindringen können. Der Same muH immer so untergebracht werden, daß er Luft, Feuchtigkeit und Wärme bekommt. Zum Anbau nehme man nur die schwersten, schönsten und reifsten Körner, weil nur die vollkommen ausgebildeten Körner ein sicheres Keimen erwarten lassen. Das zur Saat bestimmte Getreide soll nicht mit der Dreschmaschine, sondern mit dem Dreschflegel gedroschen werden und unkrautfrei (mit einer guten Putzmühle geputzt) sein. — (Sanitätsdistriktsvertretung.) Da die Einrichtung des Krankenhauses in Gottschee derart ist, daß die gefahrlose Unterbringung eventuell auftretender Cholerafälte derzeit nicht möglich erscheint, erging seitens der k. k. Bezirkshauptmannschaft an die Sanitätsdistriktsvertretung der Auftrag, eine Reihe von Einrichtungs-gegenständen (Wäsche, Blechkübel, Waschbecken, Leibschüsseln, Nachtkästchen aus Eisen mit Glasplatte, eine verschiebbare Badewanne, zwei große Bottiche zur Wäschedesinfektion, eine Räderbahre zum Krankentransport, Eßgeschirr usw.) anzuschaffen, die es ermöglichen sollen, acht Kranke unterzubringen. Verlangt wurde ferner die Instandsetzung der Küche in der Weise, daß sie als Teeküche zu verwenden ist; Herrichtung des Herdes, Anschaffung von Lysol, ferner eines Vorrates von frischgebranntem Kalk und 100 Stück Sublimalpastillen sowie eines Labekästchens mit Hoffmannstropsen, Zimmt-tinktur u. bergt. Wie wir hören, sind die verlangten Neuanschaffungen und Herstellungen bereits bewerkstelligt worden. — (Belobungen in der k. k. Gendarmerie.) Anläßlich des 80. Geburtsfestes Seiner Majestät des Kaisers wurden u. ct. nachbenannte Gendarmerieunteroffiziere für ihre brave Haltung und ersprießlichen Leistungen im öffentlichen Sicherheitsdienste als Postenkommandanten seitens des k. k. Landesgendarmeriekommandos für Krain mit Belobungszeugnissen beteilt: Josef Rankel in Sagor, Johann Erker in Oberlaibach, Johann Hutter in Sairach und Lorenz Gr e gori in Obermösel. — (Maßregeln gegen die Einschleppung derCho-lera.) Aus Anlaß der Verbreitung, welche die Cholera in dem benachbarten Ungarn, in Rußland und Unteritalien gefunden hat, hat das hiesige Gemeindeamt die fünftägige Überwachung des Gesundheitszustandes der aus den verseuchten Komitaten Ungarns, speziell aus Mohacs, dem eigentlichen Seuchenherde Ungarns, dann Rußland und llnteritalien anlangenden Reifenden verfügt und zu dem Ende, unbeschadet der bestehenden allgemeinen Meldevorschristen, eine besondere Meldeverpflichtung für alle aus den genannten Gegenden preisenden Personen ungeordnet. Es wurden somit die Besitzer von Herbergen, Hotels, Gasthöfen und die Privatquartiergeber, Dienstgeber usw. aufgefordert, solche Personen sofort, längstens aber binnen 24 Stunden ordnungsgemäß unter Angabe des Namens, Alters, der Beschäftigung und des letzten Aufenthaltes des Zugereisten beim Stadtgemeindeamte in Gottfchee anzumelden, damit die Untersuchung des Gesundheitszustandes des Zugereisten durch den hiesigen Distriktsarzt und und die weitere zweckmäßige Überwachung veranlaßt wird. Mit Rücksicht aus den Umstand, daß alljährlich eine Anzahl von Gottscheern über den Winter in Ungarn den Hausierhandel betreibt, wird, falls dortfelbst auch im nächsten Jahre die Cholera austritt, auf die aus Ungarn zurückgekehrten Hausierer seitens der Gemeindeämter int nächsten Frühjahre ein besonderes Augenmerk zu richten sein, ebenso ans die Italiener (Kohlenbrenner, Ziegelschläger usw.). Um den Gemeinden die Anschaffung der notwendigen Desinfektionsmittel (Lysol usw.) zu erleichtern, wird, wie man uns mitteilt, die Sanitätsdistriktsvertretung solche Desinfektionsmittel im großen ankaufen und zum Selbstkostenpreise an die Gemeinden abgeben. Witterdorf. (Todesfall.) Nach nur kurzem Krankenlager ist am 19. September der Besitzer Johann Kump in Kerndorf 10 im Alter von 60 Jahren gestorben. An ihm verliert die christlichsoziale Partei einen rührigen, unerschrockenen Verfechter ihrer Grundsätze. Dem Gottscheer Bauernbunde gehörte der Verstorbene feit dessen Gründung als Obmannstellvertreter an und als solcher nahm er an allen Veranstaltungen des Bundes regen Anteil. Mit gleichem Interesse beteiligte er sich an der Gründung der hiesigen Raiffeisen-kasse und Viehzuchtgenossenschaft. Er war Mitglied des Aufsichtsrates der Kasse. Bemerkt sei, daß Kump auch den Deutschösterr. Unterstützungsverein in Cleveland gründete und eine Zeitlang dessen Präses war. Auch in der Krankheit blieb er seinen christlichen Grundsätzen treu. „Nun, da ich versehen bin und Gott dem Herrn Rechnung gelegt habe, bin ich zufrieden," äußerte er sich nach dem Empfange der heil. Sakramente. Er ruhe in Frieden! — (Wie ausgewandert wird.) Seit Neujahr sind aus der hiesigen Pfarre 50 Personen nach Amerika gewandert; ähnlich geht es in ganz Gottschee. Beweis hiesür ist die Tatsache, daß bei der Bezirkshauptmannschaft an einem Tage, nämlich am 20. September, 60 Amerikapässe ausgestellt wurden. — (Monatsansweis.) Int September wurden in unserer Kasse K 3718'72 vereinnahmt, K 4233'66 verausgabt. Die eingezahlten Spareinlagen Betrugen K 2090, die behobenen K 3369*62; die gegebenen Darlehen K 860, die rückgezahlten K 900. Mitglieder sind 86. An Stelle des verstorbenen Johann Kump wurde der Besitzer Franz Bartelme in Oberloschin 17 in den Aufsichtsrat gewählt. chöttemtz. (Bau der Wasserleitung.) Mitte des Monates September traf eine größere Anzahl Arbeiter aus Steiermark mit dem Bauaufseher und Leiter, Herrn Seicher, hier ein. In der Nähe der früheren Quelle wurde nach Entfernung einer Steinmasse eine zweite entdeckt, die hinreichend wäre, eine Gemeinde mit 4000 Einwohnern mit Wasser zu versorgen. Da das Terrain für den Bau etwas schwieriger ist, als anfangs angenommen wurde, müssen täglich 30 bis 40 Dynamitschüsse das harte Gestein sprengen. Bei der ursprünglichen Ausmessung der Wasserleitung durch den Ingenieur Lachnik wurden einige 100 Meter zu viel bestimmt und die nötigen Beträge bereits in den Kostenvoranschlag eingestellt; hiesür werden weitere drei Hydranten in der Ortschaft ausgestellt werden können. Nur günstiges Wetter wäre durch einige Wochen notwendig. •— (Trauungen.) Mitte September wurde in Brooklyn Leopold Widmet: aus Göttenitz mit Maria Per) che aus Altlag, am 26. September Fräulein Melanie Buzzi, Tochter des gewesenen Direktors und Pächters der Dampfsäge in Kaltenbrunn, mit dem Grafen Ernst von Geldern in der Stadtpfarrkirche zu St. Peter in Graz, Mitte September Fräulein Christine Jaklitsch mit dem Kaufmanne und Gastwirte Alois Bučar in Ladram (Steiermark) getraut. Kschermoschnih. (Das ehemals Wittinesche Gasthaus), das seinerzeit sehr gut gegangen ist, hat nun schon ein paarmal den Pächter gewechselt, da der jeweilige Pächter schwer sein Auskommen findet, indem der Ausschank von Wein re. sehr zurückgegangen ist. Besitzer des Gasthofes ist der ehemalige Kaffeeagent Kleinen. Schwarzenbach. (Spende.) Herr Johann Eisenzopf in Menominct Mich, in Amerika hat zur Renovierung und Verschönerung der Mariahilserkapelle in Schwarzenbach 100 K gespendet, wofür hiemit der beste Dank aller Insassen von Schwarzenbach und ein herzliches Vergelt's Gott ausgesprochen wird. Wooswald. (Hebung der Viehzucht.) Der hiesige Besitzer Zwickle, ein gebürtiger Vorarlberger, der mit der Viehzucht gut vertraut ist und in seiner Heimat vor Jahren bereits Stier-Halter einer Gemeinde gewesen war, hat kürzlich auf dem großen Viehmarkte in Schwarzenberg im Bregenzer Walde (Vorarlberg) neun Stück Zuchtkühe (darunter sieben trächtige) angekauft, wovon er zwei Herrn Franz Zofe in Riegel überließ. Auf demselben Viehmarkte wurden auch für die allerhöchsten Familiengüter mehrere Rassekühe angekauft, ebenso für Landwirte in Böhmen 40 Stück. — Die Kühe (Algäuer Raffe) sind zwar hoch im Preise, aber infolge ihrer großen Milchergiebigfeit wird dies in wenigen Monaten wettgemacht und es wird die Verzinsung des aufgewendeten Kapitales eine sehr günstige fein. Herr Zwickle ist gegenwärtig in der angenehmen Lage, alltäglich in die Stadt 54 Liter Milch bester Qualität liefern zu können. Es ist gewiß zu begrüßen, daß durch die Beschaffung mehrerer reinrassiger Zuchtkühe die so wünschenswerte Besserung der Viehzuchtverhältnisse unserer Gegend entschieden beschleunigt wird. Wöfef. (Die Hauptversammlung) der Ortsgruppen des Deutschen Schulvereines und der Südmark wurde am 18. Sept. unter geringer Beteiligung abgehalten; es erschienen nur gegen 15 Mann. In den Vorstand der Ortsgruppe des Deutschen Schulvereines wurden gewählt die Herren: Johann Lackner, Postmeister, als Obmann; Johann Schemitsch, Gastwirt in Reintal, als Ob-mannstellvertreter; Matth. Krauland, Oberlehrer, als Schriftführer; Hans Weber, Lehrer, als Schriftführerstellvertreter; Hans Jonke, Gemeindevorsteher, als Kassier; Josef Verderber, Privatier, als Kassierstellvertreter; Johann Tramposch und Johann Weiß aus Reintal als Beiräte. Zugleich wurde auch der Vorstand der Ortsgruppe der Südmark gewählt. — (Besitzwechsel.) Rudolf Weiß, Besitzer in Obermösel 38, kaufte am 18. September für einen feiner Brüder in Amerika Hans und Grund von Matthias und Magdalena Lackner 14 vulgo Rundeisch um 8600 K. Letztere wollen in ihren alten Tagen (er ist 67 und sie 65 Jahre alt) nach Ungarn auswandern und dort angeblich ein kleines Geschäft anfangen. — (Sterbefälle.) Es starben: am 19. September Magdalena Kraker aus Reintal 15, 54 Jahre alt; am 20. Maria Schaffer aus Dürnbach 18, 66 Jahre alt; am 24. Gertrud Lackner aus Reintal 13, 60 Jahre alt; am 27. Michael Verderber aus Dürnbach 13, 69 Jahre alt. Aurnbach. (Unglücksfall.) Der Auszügler Michael Verderber 13, vulgo Matsch, ein braver und fleißiger Mann, wollte, wie alljährlich, so auch Heuer das Obst von den Bäumen abschütteln. Am 20. September stieg er auf einen sehr hohen Birnbaum, rutschte beim Schütteln aus und fiel herunter. Er zog sich einen Bruch des linken Schlüsselbeines und schwere innere Verletzungen zu, an denen er eine Woche darauf gestorben ist. Laibach. (Todesfall.) Am 18. v. M. starb hier nach kurzem schweren Leiden, nach Empfang der heil. Sterbesakramente, Herr Rudolf Vogt, Privatier, im 67. Lebensjahre. Der Verstorbene war vor Jahren Kaufmann in Gottschee. Wien. (Todesfall.) Nachträglich wird mitgeteilt, daß am 26. Juni d. I. Herr Johann Siedar, Privatier, gewesener Spielwarenfabrikant, nach längerem Leiden im 60. Lebensjahre gestorben ist. Die Beteiligung am Leichenbegängnisse war eine große, die Kranzspenden waren zahlreich. Der Verstorbene, der in Gottschee viele Verwandte, Freunde und Bekannte hatte, war auch Mitglied des Vereines der Deutschen aus Gottschee. Er ruhe in Frieden I Bei einmaliger Einschaltung kästet die mergesxaltene Ul-indruckzeile oder deren Raum so Heller, bei mehrmaliger Einschaltung 8 Heller. Bei Einschaltungen durch ein halbes Zahr wird eine zehnprozentige, bei solchen durch das ganze Iabr ein- zwanzigxrozentige Ermäßigung gewährt. Anzeigen. Die Anzeigengebübr ist bei einmaliger Einschaltung gleich bei Bestellung, bei mehrmaliger vor der zweiten Ein. schaltung zu erlegen. — Ls wird höflichst ersucht, bei Beste!, lungen von den in unserem Blatte angezeigten Zirmen sich stets auf den „Goltscheer Boten" zu beziehen. Verein der Deutschen a. Gomcbee | ßomebeer Raiffeisenkassen. in Wien. Sitz: L, Nauhensteingasse Nr. 5 wohin alle Zuschriften zu richten sind und Landsleute ihren Beitritt anmelden können. Jeden Donnerstag im Dereinstokake „Zum roten Jgek", I., Akbrechtspkatz Wr. 2. Ein grosses, schönes Zimmer gegenüber dem „Krahwirt“ wird an ein kinderloses Ehepaar oder an einen Herrn oder eine alleinstehende Frau vergeben. —— Mietspreis 16 K monatlich. - Zinsfuß für Spareinlagen 41A%. „ „ Hypothekardarlehen 5%. „ „ Personal (Bürgschafts)-Darlehen 5 Vs/"/«. 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